STADTMAGAZIN Bremen August 2019

MagazinverlagBremen

sche Drehscheibe mit einem besonders hohen

Aufkommen an Güterverkehr. Warum

nicht beides zusammenführen?

Im Güterverkehrszentrum (GVZ) vor

Container-Kulisse leitet Ralph Sandstedt

die Geschäftsstelle der GVZ Entwicklungsgesellschaft

Bremen mbH und entwickelt

derzeit mit der Deutsche GVZ-Gesellschaft

mbH, Hellmann Worldwide Logistics und

dem Bremer E-Bike-Spezialisten RYTLE

das Pilotprojekt UrbanBRE, gefördert vom

Wirtschaftssenator.

Pilotprojekt aus Bremen: Die Vision

Sandstedt beobachtet die Veränderungen

der vergangenen Jahre kritisch und sieht

Handlungsbedarf bei den Transportunternehmen.

Die Dichte an Paket-Dienstleistern

habe stark zugenommen. „Heute

fahren im Schnitt sechs Versender in die

gleiche Straße“, sagt Sandstedt. Eine mögliche

Lösung: außerhalb der Stadt die Waren

abladen und die letzte Meile hinein

gemeinsam koordinieren. Denn dort läge

das größte Einsparpotenzial, um die Belastungen

der Luft, durch Lärm und gestörtem

Verkehrsfluss zu reduzieren. Das könnte so

aussehen: An einem externen Ort wie dem

GVZ kommt die Ware an und wird anschließend

zu einem zentralen Umweltladepunkt

in der City gefahren. Nun kommen spezielle

E-Lastenbikes zum Einsatz, um alle Waren

an ihre jeweiligen Bestimmungsorte zu

fahren. Die letzte Meile übernimmt in dem

Pilotprojekt der Bremer E-Bike-Spezialist

RYTLE.

Seine E-Lastenfahrräder mit ihrem speziellen

Transportsystem sind schon jetzt in

20 europäischen Städten im Einsatz, unter

anderem in Hamburg, Berlin, München,

Rotterdam und Paris.

Was Radkurierunternehmen schon

lange praktizieren, wird nun also auf eine

größere Skala übertragen. Im Kleinen hält

Bremen ebenfalls einige Beispiele für den

Einsatz von Lastenrädern bereit.

Slokoffie:

Per Cargobike zum Endabnehmer

Löschen der Fracht der„Avontuur“ im Europahafen.


Foto: Daniela Buchholz

Zwei Unternehmer, die den emissionsfreien

Warentransport sehr konsequent

durchziehen, sind die Bremer

Thomas Riedel-Fricke und Maik Hembluck.

Ihre Kaffeemarke Slokoffie verbindet biologischen

Anbau unter fairen Arbeitsbedingungen

mit nachhaltigem Transport

per Segelschiff – vom Anbaugebiet

Honduras bis nach Bremen. Hier werden

die Bohnen in der Lilienthaler Kaffeerösterei

De Koffiemann geröstet.

Die erste Frachtsegeltour der „Avontuur“

dauerte 56 Tage. Entladen wurde in der

Überseestadt, wo die Kaffeesäcke auf Lastenräder

umgeladen wurden. Insgesamt

12.000 Kilometer konnten so zwar langsam,

aber emissionsfrei zurückgelegt

6. BREMER LASTENRADRENNEN

SAMSTAG, 10. AUGUST 2019

IM RAHMEN DES SUMMERSOUNDS

Musik- und Kulturfestivals in den Neustadtswallanlagen

Mach’ mit und melde dich bis zum 1. August an!

In der swb-Mobility-Area gibt es eine Lastenrad-Teststrecke,

spannende Aussteller und Lastenräder zum Ausprobieren.

Weitere Infos & Anmeldung unter www.bremen.de/bike-it

BIKE IT!

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