ACS Automobilclub - Ausgabe 04/2019

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Ausgabe 04/2019

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

AU TO

ACS

THOMAS HURTER

IM AMT BESTÄTIGT

Die 19 Sektionen wählen an der Delegiertenversammlung

ihren Zentralpräsidenten Thomas Hurter für weitere drei

Jahre. Der ACS steht auf einem gesunden Fundament

Neuheiten

NEUER SUPRA:

WARTEN HAT

SICH GELOHNT

Nach 17 Jahren lanciert Toyota die

Neuauflage im schnittigen Anzug

und mit bayerischen Genen

Ratgeber

WICHTIGE TIPPS

FÜR DIE FAHRT

IN DEN URLAUB

In dieser Ausgabe finden Sie

zahlreiche wichtige Tipps und

Informationen


Wir schenken Ihnen

50 Franken Startguthaben

2 in 1

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Hans Muster

ACS Classic

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bringt Ihnen auch eine einmalige Gutschrift von 50 Franken auf Ihre neue Kreditkarte.

Ob ACS Visa Card Classic oder die edle ACS Visa Card Gold: Beantragen Sie Ihre Kreditkarte

heute unter www.acs.ch/visacard und freuen Sie sich auf Ihr Geschenk. Bei positiver

Antragsprüfung erfolgt die Gutschrift auf der Kreditkarte am 16. September 2019.

Unter www.acs.ch/visacard finden Sie den Kartenantrag, die Preise und Leistungen, die

allgemeinen Geschäftsbedingungen der ACS Visa Card und die allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Diese Aktion gilt vom 1. Juli bis zum 31. August 2019 für alle aktiven ACS-Mitglieder mit Wohnsitz in der Schweiz und ist nicht kumulierbar.

Voraussetzung ist, dass der Antragsteller eine eigene, aktuelle ACS-Mitgliedernummer besitzt (gilt auch für Partnerkarten), der

Antrag bis zum 31. August 2019 bei UBS Switzerland AG, PEZH Posteingang VZA1-085, Customer Service Center Zürich, Postfach, 8098

Zürich eingegangen und eine positive Antragsprüfung erfolgt ist. Eine Barauszahlung, ein Umtausch oder eine entgeltliche oder unentgeltliche

Übertragung (wie Weiterverkauf, Versteigerung, Verschenkung etc.) ist nicht möglich bzw. nicht gestattet. Über die Aktion wird

keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gilt ausschliesslich materielles Schweizer Recht.

Antragsformular und weitere Informationen unter:

www.acs.ch/visacard oder +41 31 328 31 11


EDITORIAL

FÜRS AUTOFAHREN

BEGEISTERN

Das Jugendfahrlager des ACS, auch liebevoll JUFALA genannt, hat jahrzehntelange

Tradition. Es wird seit rund 50 Jahren jährlich während der Sommerferien

durchgeführt. Dabei wurde das Programm laufend aktualisiert und erweitert.

Heute steht den Teilnehmenden offen, zum Abschluss die Theorieprüfung

abzulegen, und in diesem Jahr können erstmals Fahrerfahrungen in einem

Elektrofahrzeug gesammelt werden.

D

as JUFALA hat im Laufe der Jahrzehnte bei mehreren

Generationen von Teenagern die Begeisterung

fürs Autofahren geweckt. Die Jugendlichen,

die am JUFALA teilnehmen, erhalten die Möglichkeit,

auf einem abgesperrten Gelände

unter Aufsicht von erfahrenen Fahrlehrern

und Instruktoren erste Fahrpraxis

in topmodernen Autos zu erlangen. Dabei

können sie Erfahrungen in Fahrzeugen mit

Handschaltung oder Automatikgetriebe

machen. Neu möchte ihnen der ACS auch

die Möglichkeit bieten, Autos mit verschiedenen

Antriebssystemen kennenzulernen.

So stehen den Jugendlichen in diesem Jahr,

nebst Benzinern und Dieselfahrzeugen,

erstmals auch Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Alle Autos werden von unseren

geschätzten, langjährigen Partnern zur

Verfügung gestellt.

Am Fahrlager teilnehmen können 17-

und 18-Jährige, die noch nicht im Besitz

eines Lernfahrausweises sind. Das JUFALA

ermöglicht den Teenagern, erste Fahrerfahrung

in Begleitung und unter Aufsicht

von Fachpersonen zu machen. So wird von

Anfang an sichergestellt, dass sie nach neusten Richtlinien und

fahrpädagogischen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung

aller aktuellen Verkehrsvorschriften instruiert werden. Dies ist

vom Verkehrssicherheitsaspekt her ein grosser Vorteil gegenüber

denjenigen Fahrneulingen, die ihre ersten Fahrversuche in Begleitung

eines Laien machen. Im Vernehmlassungsverfahren zu

OPERA 3 hat der ACS der Erteilung des Lernfahrausweises mit 17

Jahren zugestimmt, gleichzeitig aber angeregt, dass die Lernenden

verpflichtet werden sollen, einen kurzen Grundkurs in Fahrtechnik

bei einer Fachperson zu besuchen, bevor sie Fahrpraxis in

Begleitung von anderen Personen erlangen, die im Besitze eines

gültigen Fahrausweises der Kategorie B sind und über die gesetzlich

geforderte Fahrpraxis verfügen. Das JUFALA bietet dazu die

Möglichkeit, sogar noch vor Erlangen des

Lernfahrausweises.

Gleichzeitig erhalten die Jugendlichen

die nötige theoretische Ausbildung und

können am Ende des JUFALA die Theorieprüfung

ablegen. Abgerundet wird das Programm

des Lagers mit einer Instruktion

zum Ausführen von kleineren Reparaturen

und Radwechsel. Mit diversen Vorträgen

von Verkehrs- und Verkehrssicherheitsexperten

werden die Teilnehmenden für

Verkehrssicherheitsthemen, wie beispielsweise

das Thema Drogen und Alkohol am

Steuer, sensibilisiert. Als Option besteht

zudem die Möglichkeit, einen Nothelferkurs

zu absolvieren. Geleitet werden die

Fahrlager von erfahrenen Lagerleitern.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters

ist das JUFALA ein modernes Jugendfahrlager,

das den teilnehmenden Teenagern die

Welt des Autofahrens in zeitgemässer Art

und Weise näher bringt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich so

effizient auf ihre Fahrausbildung vorzubereiten, dass sich die Zeit

vom Lernfahrausweis zum Fahrausweis wesentlich verkürzt.

Ihr Thomas Hurter

Zentralpräsident

Panne?! Assistance-Nummer wählen

+41 44 283 33 77

NR. 04/2019

AUTO

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INHALT

KOLUMNE S.22

EINFACH FÜR UNSERE UMWELT

ACS-Botschafter und Moto2-Pilot

Tom Lüthi schreibt in einer Kolumne

regemässig über seinen Sport oder auch

andere Themen, die ihn bewegen.

ACS ON TOUR S.08

RATGEBER S.24

REISEN IN EUROPA

In unserer Tabelle finden Sie die wichtigsten

Informationen für Ihre Fahrt in den

Urlaub länderspezifisch zusammengefasst.

TECHNIK S.10

DIE AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN

Beim Internationalen Wiener Motorensymposium

haben Techniker aus aller

Welt über die aktuellsten Entwicklungen

berichtet. Und viele glauben an eine

Zukunft des Dieselmotors.

DAS SÜDTIROL GENUSSVOLL ERFAHREN IN EINEM JAGUAR E-TYPE

Das Südtirol mit seiner herrlichen Berg- und Seenlandschaft ist seit vielen Jahren eines

der favorisierten Ausflugsziele und Feriendestinationen von Herrn und Frau Schweizer.

Bereits die Anfahrt im Auto ist ein besonderer Genuss – ob über einen der vielen Pässe

oder auch mit dem Bahnverlad durch den Vereina-Tunnel. Ganz besonders an einem

sonnigen Tag in einem Jaguar E-Type mit zwölf Zylindern und offenem Verdeck!

NEUHEITEN S.12

DIESEL-POWER MIT ELEKTROKICK

Mit dem S-TDI-V6 sorgt Audi für neue

Dynamik im S6 und S7 sowie im SQ5. Für

einen Elektrokick sorgt ein sekundäres

48-Volt-System.

VIEL FAHRSPASS MIT ERDGAS-SEAT

Mit dem Arona 1.0 TGI hat die spanische

VW-Tochter Seat ein weiteres Erdgasmodell

eingefürt. Ibiza und Leon erhalten

neue CNG-Motoren.

OPEL CORSA AUCH ALS ELEKTROAUTO

Anfang 2020 fährt der neue Opel Corsa-e

auch als Stromer mit einer Reichweite von

330 km vor. Elektrifiziert und mit Allrad

ausgestattet wird der SUV Grandland X.

RÜCKKEHR ZU ALLRADANTRIEB

Nach einer Auszeit bietet Mitsubishi seinen

Kompakt-SUV ASX wieder mit Allradantrieb

an. Neu sind auch die Optik und

der 150 PS starke 2.0-Liter-Motor.

EMOTIONALE SPEERSPITZE

Lange 17 Jahre mussten sich die Supra-

Fans gedulden, bis Toyota seine sportliche

Speerspitze neu aufgelegt hat. Aber das

Warten hat sich definitiv gelohnt!

BULLIGER LYFESTYLER

Der Ford Ranger Raptor ist riesig, robust

und findet sich auf jeder Unterlage zurecht.

Überrascht haben uns der Komfort,

der Preis und der Verbrauch.

4

AUTO NR. 04/2019


inhalt

PARTNER S.28

VERKEHRSRECHT S.23

UNERBITTLICHE FOLGEN

Wussten Sie, dass zwei schwere Widerhandlungen

im Strassenverkehr innert fünf Jahren bedeuten,

dass der Führerausweis in der Regel für mindestens

ein Jahr entzogen wird?

PROFITIEREN

SIE! S.13

Upgraden Sie Ihre

ACS-Mitgliedschaft,

oder gewinnen Sie

neue Freunde

SICHER IN DIE FERIEN

Mit den zehn Reisetipps unseres Partners

Allianz Global Assistance minimieren Sie das

Risiko von Unannehmlichkeiten während des

Sommerurlaubs. Dazu zeigt er auf, was Sie bei

einem Zwischenfall beachten sollten.

RÜCKSPIEGEL S.30

ALS ES NOCH KEINE HANDYS GAB

In einer neuen Serie blicken wir auf Spuren

zurück, die der ACS in seiner über 120-jährigen

Geschichte hinterlassen hat. Das Thema in

dieser Ausgabe: ACS-Telefon-Hilfsdienst.

REISEN S.26

ACS S.34

GEWINNEN SIE TICKETS

Vom 19. bis 28. Juli geht im und um das KKL Luzern

das Blue Balls Festival 19 über die Bühnen. Bei uns

können Sie jeweils zwei Tickets zu drei Konzerten

gewinnen!

VERKEHRSSICHERHEIT S.25

SCHOGGI ZUM SCHULANFANG

Die Schaffhauser Polizei setzt in ihrer Schulanfangaktion

gezielt auf eine süsse Attraktion.

Impressum

Verlag ACS-AUTO

© Automobil Club der

Schweiz (ACS)

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Tel. +41 31 328 31 11

Fax +41 31 311 03 10

www.acs.ch, info@acs.ch

Chefredaktion/

Anzeigenverkauf

Markus Rutishauser

Romanshornerstrasse 62B

CH-8280 Kreuzlingen

Mobile +41 79 406 90 23

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Produktion

Bodan AG

Druckerei und Verlag

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CH-8280 Kreuzlingen

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www.bodan-ag.ch,

druck@bodan-ag.ch

Berichte

Titelbild und Testbericht

können einem Advertorial

entsprechen, wobei die Redaktion

jeglicher Verpflichtung

freibleibend und ohne Fremdeinsprache

die Beurteilung

des Objektes vornimmt.

Erscheinungsweise

8 Ausgaben pro Jahr. Für

die ACS-Mitglieder in den

Clubleistungen enthalten.

Auflage

76 717 Exemplare

(WEMF-beglaubigt 2018)

Nachdruck nur unter Quellenangabe

und mit Bewilligung

des Verlages gestattet.

Für unverlangt eingesandtes

Manuskript- und Bildmaterial

übernehmen Verlag und Redaktion

keine Haftung.

Titelbild

Werk

VERBORGENES JUWEL IM SÜDEN THAILANDS

Fernab der bekannten Touristendestinationen wie Krabi, Khao Lak, Pattaya oder Phuket, lässt sich an der

südlichen Ostküste von Thailand ungekünstelte Authentizität erleben.

produziert mit

naturstrom

NR. 04/2019

AUTO

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ACS

Delegiertenversammlung

EINSTIMMIG

WIEDERGEWÄHLT

Die Bestätigung von Zentralpräsident Thomas Hurter stand im Mittelpunkt

der ACS-Delegiertenversammlung vom 21. Juni 2019 in Bern. Mit der

Digitalisierung sowie neuen Dienstleistungen und Mitgliedervorteilen

will sich der ACS für die Zukunft rüsten.

N

ach dem Verkehrshaus in

Luzern 2018 fand die Delegiertenversammlung,

zu der die 19 ACS-Sektionen

jeweils ihre Vertreter entsenden, in

diesem Jahr in der Valiant-Lounge des

Stade de Suisse statt. Nebst den üblichen

statutarischen Traktanden standen

die Bestätigung des Zentralpräsidenten

sowie von fünf der insgesamt acht Mitglieder

des Zentralvorstandes auf dem

Programm. Sowohl Thomas Hurter (in

geheimer Wahl) als auch die Mitglieder

des Comité de Direction (CD) wurden

von den Delegierten einstimmig für drei

Jahre wiedergewählt. Die Führungscrew

des ACS mit seinen rund 100 000 Mitgliedern

setzt sich damit weiterhin wie folgt

zusammen: Thomas Hurter (Zentralpräsident,

Sektion Schaffhausen), Julien

Broquet (Vizepräsident, Neuchâtel), Beat

Studer (Schwyz-Uri), Ruth Enzler (Zürich),

Peter Hirn (St. Gallen-Appenzell),

René Desbaillets (Genf), Daniel Seiler

(beide Basel) und Simone Gianini (Tessin).

CLUB WIEDER

SEHR GUT UNTERWEGS

In seinem Jahresbericht schaute

ACS-Zentralpräsident Thomas Hurter auf

drei spannende und arbeitsreiche Jahre

seiner ersten Amtszeit zurück. Er lobte

sowohl die gute Zusammenarbeit mit der

Zentralverwaltung unter der Führung von

Generalsekretär Fabien Produit als auch

jene mit dem Direktionskomitee und den

ACS-Zentralpräsident Thomas Hurter (Schaffhausen) wurde in einer geheimen schriftlichen

Wahl einstimmig für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt.

Sektionen. «Nach einer turbulenten Zeit ist

der ACS jetzt wieder sehr gut unterwegs»,

freut sich Hurter. «Neue Partnerschaften

und die damit verbundenen, vielseitigen

Mitgliedervorteile machen den ACS zu einem

attraktiven Club», führte er aus. Als

Beispiel einer solchen neuen Partnerschaft

erwähnte der Schaffhauser Nationalrat

diejenige mit AREA und ihrem europäischen

Badge, mit dem die Autobahngebühren

im benachbarten Ausland per Kreditkarte

bezahlt werden können und dadurch

das Anhalten an den Zahlstellen entfällt.

Gerade in der Sommerferienzeit eine sehr

wertvolle Zusatzleistung. Sehr gefreut hat

Hurter auch das Abschneiden der ACS-Reiseversicherung

im Test des Kosumentenmagazins

K-Tipp: Mit Platz 6 unter 15 Mit-

6

AUTO NR. 04/2019


ewerbern konnte man sich im Spitzenfeld

etablieren.

In naher Zukunft legen Hurter und

der Zentralvorstand den Fokus auf die Digitalisierung

sowie auf die Entwicklung

zusätzlicher, attraktiver Dienstleistungen

für die Mitglieder. Ein wichtiges Anliegen

ist die Fortführung des Engagements in

der Verkehrspolitik und die aktive Zusammenarbeit

mit befreundeten Verkehrsund

Strassenverbänden. «Wir möchten

den Bekanntheitsgrad und die Präsenz des

ACS weiter steigern und uns gerade auch

auf politischer Ebene noch mehr Gehör

verschaffen», betonte Hurter. Dazu brauche

der ACS weiteres Mitgliederwachstum.

«Gerade bei den jungen Autofahrern sehe

ich viel Potenzial», ist der Zentralpräsident

überzeugt. Nicht zuletzt setzt sich der ACS

auch für deren Zukunft als Autofahrer und

Mobilitätsteilnehmer ein. Der Nationalrat

erwartet unter Bundesrätin Simonetta

Sommaruga (SP), die seit diesem Jahr das

Eidgenössische Departement für Umwelt,

Verkehr, Energie und Kommunikation

(UVEK) leitet, deutlich mehr Gegenwind

für den Strassenverkehr. «Der Kurs hat

unter der neuen Departementschefin gedreht,

und in der Verkehrs politik erwarte

ich deshalb schwierige Diskussionen», hob

der ACS-Zentralpräsident den Warnfinger.

Die Delegierten in Bern waren sich

einig, dass sich der ACS noch mehr in die

Klimadiskussion einbringen muss und der

bereits weit fortgeschrittenen Instrumentalisierung

der Jungen durch Links/Grün

entschlossener entgegentreten sollte.

Weil der ACS auf einem gesunden finanziellen

Fundament steht, kann er die

zukünftigen Herausforderungen mit viel

Elan in Angriff nehmen. Weit oben in der

Liste steht dabei die Digitalisierung. Derzeit

wird mit Hochdruck an einem neuen

Zentralpräsident Thomas Hurter begrüsste gleich drei ACS-Ehrenmitglieder (von links):

Bernhard Taeschler, Andreas Roth und Claude Miffon.

Internetauftritt gearbeitet. Die Zentralverwaltung

und Sektionen sollen diesen

vermehrt auch für neue Dienstleistungen

und als Verkaufsplattform nutzen können.

NOCH MEHR

GEHÖR VERSCHAFFEN

Im Anschluss an die ordentliche Delegiertenversammlung

referierte Christoph

Schreyer, Leiter Sektion Mobilität im

UVEK, zum Thema «Herausforderungen

und Chancen von neuen Motorisierungsarten

unter Einbezug der Energie- und Klimapolitik».

Dass der Schweizer Neuwagenmarkt

2018 mit einem durchschnittlichen

CO2-Ausstoss von 138 g/km an der Spitze

der Europa-Rangliste steht, habe mit

der hohen Kaufkraft und dem massiven

4×4-Anteil von rund 50 % zu tun. «Der Verbrennungsmotor

hat», so Schreyer, «noch

nicht ausgedient, da einiges Optimierungspotenzial

vorhanden ist.» Längerfristig

gebe es aber keine Alternative zum

Elektroantrieb. «Der Antrieb per Strom

ist drei Mal so effizient wie synthetische

Kraftstoffe und auch der Brennstoffzelle

deutlich überlegen», zitiert Schreyer den

Vorstandsvorsitzenden des VW-Konzerns,

Dr. Herbert Diess. Zudem habe die Schweiz

mit ihrem hohen Anteil erneuerbarer Energien

ideale Voraussetzungen für die E-Mobilität.

Bis 2022 soll laut Roadmap des Bundes

der Anteil von Elektrofahrzeugen bei

den Neuzulassungen in der Schweiz auf

15 % ansteigen. Schreyer zeigt sich überzeugt,

dass auch das Netz von öffentlichen

Schnellladestationen rasant ausgebaut

wird, insbesondere auf Rastpätzen und

Nationalstrassen. Im 1. Quartal 2019 habe

man eine starke Zunahme bei den Elektroautos

auf 5,4 % registriert. Tesla hat in

diesem Zeitraum sogar den Skoda Octavia

als meistverkauften Personenwagen in der

Schweiz abgelöst. Mit der markanten Zunahme

an erhältlichen Elektroautos werde

sich dieser Trend fortsetzen. Schreyer

betont in seinem Fazit, dass die Elektromobilität

allein nicht die Lösung sei. Es

brauche zusätzlich eine Effizienzrevolution

mit Sharing, Automatisierung, öffentlichem

Verkehr und mehr aktiver Mobilität

wie dem Velo oder der Micromobility

(E-Scooter). In der kurzen Fragerunde gab

es seitens der ACS-Delegierten durchaus

kritische Anmerkungen zur E-Mobilität,

insbesondere zum massiven zusätzlichen

Strombedarf und der umweltbelastenden

Batterieproduktion.

Die Mitarbeiter/innen der Zentralverwaltung mit Generalsekretär Fabien Produit (rechts).

Text und Bilder Markus Rutishauser

NR. 04/2019

AUTO

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ACS ON TOUR

DAS SÜDTIROL GENUSSVOLL ERFAHREN

AUF DIE PÄSSE,

FERTIG, LOS!

Mit jeder Kurve eine neue Aussicht. Mit jeder Steigung dem Himmel ein Stück

näher. Dann der magische Punkt auf der Passhöhe, wo die Welt sich weitet.

Passfahrten haben einen besonderen Reiz: wie der Jaguar E-Type, mit dem

wir das Südtirol genossen.

E

s ist noch frisch an jenem

Frühjahrsmorgen, als wir uns

mit dem British Racing Green

lackierten Jaguar E-Type,

Jahrgang 1972, auf den Weg in den Süden

machen. Nach dem Anwärmen und Einfahren

über den Hirzel entscheiden wir uns,

für die Fahrt ins Engadin den Bahnverlad

durch den Vereina Tunnel zu nutzen, da in

den Bergen noch Schnee liegt.

Wohlig schnurrt die Katze auf der

Autobahn. Durch die Tunnels entlang

dem Walensee darf ich mich mit der Klaviatur

der Lichtschalter vertraut machen.

Das stilvolle Armaturenbrett mit runden

Anzeigen und horizontal verteilten Kippschaltern

fordert direkt auf, gedrückt zu

werden. Keine elektronischen Fahrhilfen

ausser der Servolenkung. Authentisches

Fahren in einem klassischen Sportwa-

Vor dem Weingut Manincor in St. Peter am See.

gen begeistert und ist ein Genuss, ob im

sportlichen oder unaufgeregten, gleitenden

Modus. Der geschmeidige und potente

5,3-Liter-Motor mit 12 Zylinder der Serie

III leistet 276 PS und stemmt über 400 Nm,

mehr als genug, um jede Situation im Jaguar

E souverän zu meistern. In Kombination

mit dem steifen Chassis, dem niedrigen

Gewicht, den für heutige Verhältnisse

kompakten Abmessungen und der tiefen

Sitzposition mutiert die englische Edelkatze

zum hochwertigen Sportwagen.

Seine Klasse versteckt der E Type auch

im Stillstand nicht, ganz im Gegenteil. Die

lange Motorhaube, eine gedrungene Fahrzeugzelle,

gefolgt von einem schwungvollen

Heck, verströmen aus allen Blickwinkeln

die Gene einer Raubkatze: Elegant

und verführerisch im Stand, geschmeidig

und schnell auf der Jagd.

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AUTO NR. 04/2019


ACS on TOUR

Malerisches Riquewihr.

Die Gärten von Schloss Trautmannsdorff, Hotel Ansitz Plantitscherhof, Mendelpass.

Angekommen im Engadin geht es

zügig voran auf gut ausgebauter Strasse

durch den Nationalpark, über den Ofenpass

und via Münstertal ins Vinschgau, das

uns mit prächtig blühenden Apfelkulturen

willkommen heisst. Rund 17 Millionen Apfelblüten

verzaubern im Frühjahr das Meraner

Land mit einem weissen Schleier und

lassen die Gegend zum schönsten Obstgarten

Europas werden.

Das milde Klima prägt das Südtirol.

Da erstaunt es nicht, dass neben Tradition,

Kultur und Historie eine der grössten Attraktionen

Merans die Gärten von Schloss

Trautmannsdorff sind. Die grandiose Anlage

mit 80 verschiedenen Gärten, Voliere,

Grotte und «Botanischer Unterwelt»

wurde 2013 zum «Internationalen Garten

des Jahres» gekrönt. Inmitten der Gärten

thront Schloss Trauttmansdorff, das seinerzeit

Kaiserin Elisabeth, Sissi, für mehrere

Monate als Rückzugs- und Erholungsort

diente.

Hauptstadt der autonomen Provinz

Südtirol ist Bozen, mit über 100 000 Einwohnern

um einiges grösser als Meran.

Hier ruht im Archäologischen Museum bei

konstant minus 6,5 Grad Celsius der Mann

aus dem Eis, bekannt als «Ötzi». 5000 Jahre

lag er perfekt konserviert im Eis des

Schnalstaler Gletschers, bevor er 1991 entdeckt

wurde. Ebenso spannend das Messner

Mountain Museum Firmian auf der

historischen Burg Sigmundskron, die als

Festung auf einem Hügel beim Zusammenfluss

der Etsch und Eisack am Rande von

Bozen erbaut wurde. Das Thema hier ist

der Beziehung zwischen Berg und Mensch

gewidmet.

Nun ab auf die Pässe... und von denen

gibt’s im Südtirol jede Menge! Unsere

Lieblingstour startet in Meran hinauf in

Richtung Hafling, der Panoramastrasse

folgend und kurz vor Paradeis von der SP

98 links auf die SP 99 in Richtung Jenesien

Flugzeugatmosphäre im Cockpit.

abbiegen. Das Dorf liegt wunderschön am

Südhang über Bozen mit herrlichem Blick

in die Dolimiten. Weiter führt die Route

den Berg hinunter, oberhalb bei Gries

an Bozen und dem Krankenhaus vorbei

auf die SS 42 in Richtung Mendola. Nach

St. Michele rechts abbiegen die Bergflanke

hoch zum Mendelpass – das Kurveneldorado

schechthin. Sind die unteren Kehren

noch breit ausgebaut, wird es zur Passhöhe

hin enger. Nach dem Mendelpass geht’s

Vormerken: Für Oldtimerfans

und Geniesser

Der Ansitz Plantitscherhof in Meran ist

das perfekte Oldtimer Hotel mit hohem

Verwöhnfaktor. Wir planen im Frühjahr

2020 eine spezielle ACS on Tour Reise.

Die Ausschreibung dazu in einer der

nächsten Ausgaben des ACS AUTO.

Zum Gampenjoch hoch lässt der Jäger die Muskeln spielen.

weiter über Fondo zum Gampenjoch, das

mit zügigen Kurvenkombinationen verwöhnt.

Danach führt die Route bergab in

Richtung Lana und Meran. Insgesamt gut

130 km und drei Stunden reine, genussvolle,

abwechslungsreiche Fahrzeit.

Für unseren Trip ins Südtirol haben

wir den Ansitz Plantitscherhof in Me ran

gewählt – das perfekte Oldtimer Hotel

mit grandiosem Genussfaktor. Eine Wohlfühloase,

um die Seele baumeln zu lassen,

Benzingespräche in der Oldtimer-Lounge

zu führen und hochstehende Kulinarik zu

geniessen. Die meisten Gäste sind «Serientäter»,

kommen immer wieder. So auch

wir im nächsten Frühjahr (siehe Kasten).

Gut tausend Kilometer haben wir mit

dem hervorragend erhaltenen Jaguar E-Typ

genossen, der uns Emil Frey Classics zur

Verfügung gestellt hat. Dass bei der Heimfahrt

bei starkem Regen ein paar Tropfen

Wasser den Weg ins Cockpit gefunden haben,

ist eine Randnotiz, die zum Charme

und der Souveränität des britischen Sportwagens

mit seinem aufregenden Design

passt. Eine Katze eben, wie wir sie lieben.

www.emilfreyclassics.ch

www.suedtirol.info/de

www.plantitscherhof.com

Text und Bilder Christoph Bleile/zVg

NR. 04/2019

AUTO

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TECHNIK

DIE VIELEN WEGE

NACH ROM

Beim Wiener Motorensymposium werden immer mehr elektrifizierte Antriebe vorgestellt.

Autohersteller und

Motorenbauer sind

gefordert wie noch

nie, denn neue Abgasgrenzwerte

machen

tiefgreifende Massnahmen

unumgänglich.

Beim zweitägigen

Internationalen Wiener

Motorensymposium berichteten

Techniker aus

aller Welt über aktuelle

Entwicklungen.

B

eim Wiener Motorensymposium,

das 2019 zum 40. Mal

durchgeführt wurde, diskutierten

rund tausend Teilnehmer

neue Technologien und Projekte

für den Antrieb von Personenwagen und

Nutzfahrzeugen. Einmal mehr fand die

vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik

initiierte Veranstaltung

im prächtigen Kongresszentrum Hofburg

Wien statt.

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN

Um die Klimaziele zu erreichen,

sprich den Treibstoffverbrauch und damit

die CO2-Emissionen der Fahrzeugflotten

den strengen europäischen Normen

entsprechend drastisch zu reduzieren,

scheint in den nächsten Jahren kein Weg an

Organisator des Symposiums ist Professor

Bernhard Geringer von der Technischen

Universität Wien.

einer breiten Hybridisierung der Antriebe

vorbeizuführen. Professor Bernhard

Geringer, Vorstand des Instituts für Automobiltechnik

der Technischen Universität

Wien und Organisator des Symposiums,

gab sich optimistisch und verwies auf die

zunehmende Vielfalt bei den Antriebssystemen:

«In der Antriebsentwicklung steckt

10

AUTO NR. 04/2019


Technik

Tagungsort für mehr als 1000 Teilnehmer: die majestätische Hofburg Wien.

Volkmar Denner, Vorsitzender der

Geschäftsleitung Robert Bosch GmbH.

Rod Williams, Project Leader Shell London.

noch immens viel Potenzial. Erstmals

in der Geschichte dieser Tagung werden

beim 40. Symposium mehr Vorträge über

elektrische und teilelektrische Antriebe

als über klassische Verbrennungsmotoren

gehalten.»

DIESEL UNENTBEHRLICH

Trotz Akzeptanzproblemen ist der

Dieselmotor derzeit für grosse und schwere

Fahrzeuge noch unbedingt notwendig.

Rod Williams, Project Leader Shell, schätzt

die Zukunftschancen des Selbstzünders

optimistisch ein. So sei in einer Studie bestätigt

worden, dass «sachgemäss abgestimmte

und mit Abgasrückführung und

SCR-Katalysator ausgestattete Dieselfahrzeuge

die NOx-Normen problemlos erfüllen

– auch im realen Fahrbetrieb, bei Stau

im Stadtverkehr und bei hohen Geschwindigkeiten

auf der Autobahn». Aufgrund des

geringen CO2-Ausstosses seien Dieselautos

also eine «kluge Wahl für die individuelle

Mobilität der nächsten Jahrzehnte».

Ideal für den weiteren Einsatz von

Verbrennungsmotoren sind synthetische

Treibstoffe, wie sie zurzeit für Diesel- und

Benzinfahrzeuge untersucht und entwickelt

werden. Für Ottomotoren stellt DMC

(Dimethylcarbonat) beziehungsweise eine

Benzin-DMC-Mischung eine elegante Möglichkeit

dar, grosse CO2-Einsparungen zu

erzielen. Für Dieselmotoren wird DME (Dimethylether)

getestet.

DIE AUTOWELT WIRD ELEKTRISCH

Haben frühere Veranstaltungen in der

Hofburg noch vor allem die Leistungs- und

Effizienzsteigerung bei Verbrennungsmotoren

beinhaltet, stehen heute ganz

unterschiedliche Antriebsstränge im

Fokus. Den Einzug der Elektrifizierung

bestätigte auch Volkmar Denner, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Robert

Bosch GmbH: «Bis 2030 fährt jedes vierte

Neufahrzeug rein elektrisch. Gleichzeitig

kommt es zu einer starken Elektrifizierung

des Verbrennungsmotors mit milden und

starken Hybriden.» Denner ist aber auch

überzeugt, dass der Verbrennungsmotor

als Übergangstechnologie noch länger ein

wichtiger Teil des Antriebs bleibt. Daher

müsse er hinsichtlich Schadstoffausstoss

und CO2-Emissionen weiter verbessert

werden. Bei den Herstellern sind derzeit

Plug-in-Hybrid-Modelle besonders beliebt,

da sie sowohl rein elektrisch fahren

als auch lange Distanzen zurücklegen

können. Gleichzeitig werden sie bei der

CO2-Einstufung vom Gesetzgeber sehr

wohlwollend beurteilt.

Während bei der Lithium-Ionen-Batterie

kontinuierlich bescheidene Leistungsfortschritte

und Kostensenkungen

erzielt werden, ist derzeit bei der Entwicklung

der Brennstoffzelle viel Bewegung

zu erkennen. Dieser Stromerzeuger,

der seit Jahrzehnten Hoffnungsträger für

eine emissionsfreie Mobilität ist, wird in

Bald die «normale» Ansicht des Motorraums?

Elektroantrieb in einem VW-Modell.

Zukunft im Transportbereich ebenfalls

wichtig werden, da die CO2-Gesetzgebung

im Nutzfahrzeugbereich zunehmend verschärft

wird und sich Batterie-elektrische

Antriebe aus Gewichts- und Reichweitegründen

für den Fernverkehr nicht eignen.

GESAMTHEITLICH BEURTEILEN

In vielen Referaten wurde gefordert,

dass der Gesetzgeber künftig umfassend

von «Well-to-wheel»-Betrachtungen

ausgehen und nicht nur die «Tankto-wheel»-Bilanz

berücksichtigen sollte.

Entscheidend seien schliesslich mehr die

Nachhaltigkeit der Energiequellen als die

Emissionen, die das Fahrzeug während

seiner Laufzeit emittiere.

Zum Schluss des Kongresses in der

Hofburg hielt Organisator Bernhard Geringer

das «Techniker-Gipfeltreffen» als

Fazit fest, dass «Dieselfahrzeuge genauso

sauber wie Benziner sein können und neue

Abgasnormen zu deutlich verbesserter

Luftqualität führen werden». Der Professor

hält den für 2050 angepeilten Komplettausstieg

aus den fossilen Treibstoffen

durch Einsatz batterieelektrischer Autos,

mit Wasserstoff betriebener Brennstoffzellen

oder auch regenerativ hergestellter

E-Fuels für möglich.

Text und Bilder Stephan Hauri

NR. 04/2019

AUTO

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NEUHEITEN

AUDI S6 TDI / S7 TDI

DIESEL-PERFORMANCE MIT 48 V-KICK

Mit dem S-TDI-V6 sorgt

Audi für neue Dynamik

in S6 und S7, aber auch

im SQ5. Das sekundäre

48-Volt-System bringt

sowohl den elektrischen

Verdichter als auch den

Mildhybrid zum Laufen.

Im neuen Audi S6 Avant sorgt ein Dreiliter-Diesel-V6 mit elektrischem Verdichter und 349 PS

für standesgemässen Vorwärtsdrang. Erfreulich: Mit 6,5 l/100 km hat er nur Spatzendurst.

A

udi stattet erstmals seine

Sportmodelle S6 und S7 mit

einem Diesel aus. Mit dem

«S TDI» sollen hohe Agilität

und Sportlichkeit mit geringem Verbrauch

kombiniert werden. Der neue Motor ist

ein 3,0-Liter-V6 mit Turbolader und elektrisch

angetriebenem Verdichter EAV, der

mit 349 PS und satten 700 Nm maximalem

VIEL DYNAMIK

WENIG DURST

Drehmoment (bei 2500 bis 3100 U/min)

eine starke Ansage macht. Die Zahlen allein

sind dabei nur die halbe Wahrheit, es

ist der viel steilere Anstieg der Drehmomentkurve,

welche den fahrdynamischen

Unterschied ausmachen.

Dazu nutzt der Motor vereinfacht gesagt

den klassischen Turbolader und gibt

Der luxuriöse S7 Sportback.

ihm in der Anlaufphase einen elektrischen

Boost. Ein 7 kW starker Elektromotor,

der ins 48-Volt-System eingebunden ist,

bringt den elektrischen Verdichter in 250

Millisekunden auf maximal 7000 U/min,

was Leistungs- und Drehmomentaufbau

beschleunigt. Und zwar spürbar beschleunigt,

wie sich bereits nach kürzester Fahrstrecke

mit spitzem Ansprechverhalten

und fulminanten Zwischenspurts manifestiert.

So beschleunigt beispielsweise der S6

Avant TDI in 5,1 Sekunden auf 100 km/h.

Das 48-Volt-System treibt nicht nur

den Verdichter an, es ist ein Mildhybrid

MHEV mit Starter-Generator und Energierückgewinnung.

Bei Tempi zwischen 55

und 160 km/h ermöglicht der MHEV ein

bis zu 40 Sekunden dauerndes «Segeln» bei

ausgeschaltetem Diesel. Dazu kommt ein

hocheffizientes Stopp-Start im Stop-and-

Go-Verkehr, das bereits bei 22 km/h funktioniert,

nicht wie sonst üblich erst im Stillstand.

Das Resultat ist ein Normverbrauch

von nur 6,5 l/100 km beim S6 Avant.

Achtgang-Automatik, AWD, Aktivlenkung

und elektronische Dämpferregelung

sind in S6 und S7 Serie. Optional gibt es

Luftfederung und Allradlenkung. Letztere

erhöht die Fahrstabilität bei hohen Tempi

und die Wendigkeit in der Stadt, was bei einem

knapp fünf Meter langen Wagen eine

willkommene Manövrierhilfe ist. Abgestimmt

sind S6 und S7 zwar sportlich straff

und mit wunderbar direkter Lenkreaktion,

zugleich bieten die Wagen aber auch einen

angenehmen, Langstrecken-tauglichen Federungskomfort.

Der S6 steht mit 98 250 CHF auf der

Preisliste, der für die Schweiz wichtige S6

Avant mit 101 350 CHF und der luxuriöse

S7 Sportback mit 107 800 CHF. Übrigens

wird auch der SUV SQ5 TDI mit dem neuen

Motor, jedoch mit 347 PS, ausgerüstet. Er

ist mit 84 300 CHF der Günstigste, kann

wegen der hochbeinigen Bauart aber in Sachen

Kraftentfaltung und Kurvenagilität

nicht mit der perfekten Abstimmung im S6

Avant mithalten.

Der elektrisch angetriebene Verdichter EAV baut den Ladedruck und damit Drehmoment viel

schneller auf, was den Motor rascher aufs Gas ansprechen lässt.

Text Martin Schatzmann / Bilder Werk

12

AUTO NR. 04/2019


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Neuheiten

SEAT ERDGAS

FAHRSPASS BLEIBT

Seat führt mit dem Arona 1.0 TGI ein weiteres Erdgasmodell sowie bei Ibiza und Leon

neue CNG-Motoren ein. Sie zeigen im Alltag die Vorteile der Nutzung von Erdgas

als Treibstoff, der umweltschonender ist als Benzin oder Diesel,

den Fahrspass aber trotzdem nicht mindert.

Die Armaturen im Arona sind übersichtlich

angeordnet.Die Kontrollleuchten lassen sich

schnell übersehen.

An der Front des Seat Arona sieht man, zu welcher Familie das kompakte und wendige

SUV gehört.

Die Einfüllstutzen für Benzin und Erdgas sind

unter einer Klappe beim Arona bequem zu

erreichen.

N

eu ist allen drei Modellen,

dass sie ein grösseres Erdgastanksystem

bekommen,

das aus drei Einzeltanks besteht.

Beim Ibiza 1.0 TGI und Arona 1.0

TGI finden jeweils drei Stahltankbehälter

Verwendung, beim Leon 1.5 TGI kommen

zwei Stahltankbehälter und ein Tankbehälter

zum Einsatz.

Der Arona ist das erste SUV seiner

Klasse, das mit Erdgasantrieb angeboten

wird. Mit seinen CNG-Tanks, die insgesamt

einen Inhalt von 13,8 Kilogramm

fassen, ist er auf eine Reichweite von bis zu

360 Kilometer im Betrieb mit Compressed

Natural Gas ausgelegt.

Der Neun-Liter-Benzintank liefert

als Reserve zusätzlich über 140 Kilometer

Reichweite. Der Dreizylinder leistet 90

PS bei 160 Newtonmeter. Er wird auch im

Ibiza eingebaut. Der TGI-Arona erreicht

eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h

Dieses Bild zeigt, wie die Tanks im Seat Leon

TGI im Heck vor allem sehr platzsparend

angeordnet sind.

ERDGAS SCHONT

DIE UMWELT

und beschleunigt in 13,2 Sekunden von

null auf 100 km/h.

Der Arona in Fahrt: Es macht richtig

Spass, mit dem kompakten Spanier durch

den Verkehr zu wieseln. Eine Parklücke

findet man fast immer, und fünf Personen

fühlen sich auf allen Plätzen wohl.

Beim Leon 1.5 TGI kommt künftig

ein 130 PS starker 1,5-Liter-Motor zum

Einsatz. Das sind 20 PS mehr als beim bisherigen

1,4-TGI-Aggregat. Das maximale

Drehmoment beträgt 200 Nm. Die drei

CNG-Tanks mit insgesamt 17,3 Kilo Fassungsvermögen

erlauben eine grössere

CNG-Reichweite (bis zu 440 Kilometer).

Die Gesamtreichweite des Erdgasfahrzeugs

liegt dank der Benzinreserve bei

über 550 Kilometern.

Der Leon in Fahrt: Ganz klar, die Stärke

des Modells liegt in der Langstrecke.

Die Kraftspritze war eine gute Idee der

Ingenieure. Und wenn man den Verbrauch

berechnet, wird einem dann richtig warm

ums Herz.

Text Stefan Donat / Bilder Werk

14 AUTO NR. 04/2019


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Neuheiten

FORD RANGER RAPTOR

EINER FÜR ALLE FÄLLE

Er ist riesig, robust und auf

jeder Unterlage zu Hause:

Der Ford Ranger Raptor

wird seine Fangemeinde

finden. Überrascht haben

uns der Komfort, der Preis

und der Verbrauch.

S

andstrände, Dünen sowie karge,

wüstenähnliche Regionen um

Essaouira an der marokkanischen

Atlantikküste waren die

perfekten Spielwiesen, um dem neuen

Ford Ranger Raptor auf den Zahn fühlen

zu können. Im Vergleich mit dem Standard-Ranger

ist der Raptor noch einmal

eine Schuhnummer grösser. Mit seinen

Abmessungen (5,40 m lang, 2,03 m breit,

1,87 m hoch) wird das Parkieren in Parkhäusern

immer wieder zur Herausforderung.

Ein Parkfeld alleine reicht in den

allermeisten Fällen nicht aus. Allerdings

ist das Jagdrevier des Raptors auch nicht

der urbane Dschungel oder Einkaufszentren.

In allererster Linie ist er ein Arbeitsgerät,

das besonders von Förstern oder

Landschaftsgärtnern besonders geschätzt

werden dürfte. Wenn da nicht die immer

grösser werdende Gruppe der Lifestyler

wäre, die gerne ein Auto fährt, das aus der

Masse heraussticht. Die Optik des Raptor

ist geradezu martialisch, geprägt vom

mächtigen Kühlergrill, den verbreiterten

Radkästen und den grossen Trittflächen,

welche das Erklimmen der Hochsitze erst

möglich machen.

HOHES DREHMOMENT

STATT VIEL PS

Innen präsentiert sich der Pick-up

hochwertig, sowohl beim verwendeten Material

als auch bei der Verarbeitung. Plastik

gibt es kaum. Hervorzuheben gilt es die

vorzüglichen Sitze, die nicht nur perfekten

Seitenhalt, sondern auch Langstreckenkomfort

bieten. Dazu tragen auch das

10-Gang- Automatikgetriebe und die laufruhigen

All-Terrain-Reifen (285/70 R17 LT) bei.

Mittels Drehschalter auf der Mittelkonsole

kann zwischen Frontantrieb, Allrad

«high» und Allrad «low» gewählt werden.

Dazu gibt es sechs Fahrprogramme:

Normal, Sport, Schnee/Gras/Schotterpiste,

Sand, Felsen und Baja für Hochgeschwindigkeits-Offroad-Performance,

benannt

nach der berühmten Wüsten-Rallye.

Die ersten Fahreindrücke waren beeindruckend.

Dabei ist das Drehmoment

des 2,0-Liter-Bi-Turbo-Diesels von 500

Nm wesentlich wichtiger als die bescheiden

anmutenden 213 PS. Den beachtenswerten

Vorteil der vernünftigen Motorisierung

sehen wir an der Zapfsäule: Der

Normverbrauch liegt trotz 2,5 Tonnen

Leergewicht bei moderaten 8,9 Litern.

Neben fünf Aussenfarben gibt es

nur noch eine Wahlmöglichkeit: Die Folienbeklebung

im hinteren Karosseriebereich.

Für einen Ford Ranger Raptor muss

man 57 650 CHF investieren. Hinter seine

Grossstadt-Tauglichkeit setzen wir allerdings

ein dickes Fragezeichen.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

1 2

3

4

1 Der Ranger Raptor behauptet sich auf jedem Untergrund. 2 Modernes Interieur, viel Seitenhalt bietende Sitze.

3 Die Abdeckung ist serienmässig, die «Kriegsbemalung» kostet Aufpreis. 4 Es stehen sechs Fahrprogramme zur Auswahl.

16 AUTO NR. 04/2019


Neuheiten

1 2

1 Der Opel Corsa-e hat eine Reichweite von bis zu 330 Kilometern. 2 Wichtig für den Schweizer Markt: Der Opel Grandland X Hybrid4

bekommt Allradantrieb.

OPEL CORSA-E

STROMZEIT EINGELÄUTET

Opel macht Ernst mit Elektro! Die 6. Generation des Corsa gibt es auch

als Stromer mit einer Reichweite von 330 Kilometern. Dazu lanciert Opel

den Grandland X als Plug-in-Hybrid mit Allrad.

M

it dem Corsa-e, der ab sofort

bestellbar ist und Anfang

2020 zu den Kunden rollen

wird, lancieren die Rüsselsheimer

ein Elektroauto zu einem Preis,

der auch für einen Normalverdiener bezahlbar

ist. Natürlich sind auch 34 990

CHF (abzüglich 1000 CHF Flexprämie)

kein Schnäppchen – aber diese Summe ist

immer noch weit weg vom Oberklasse-Niveau.

Trotz des fairen Preises müssen die

Käufer des Corsa-e nicht auf erstklassige

Ausstattung verzichten. Bereits die Basisversion

Edition bietet eine Klimaautomatik

mit Fernsteuerung, elektrische Parkbremse

mit Berg-Anfahr-Assistent, das

schlüssellose Startsystem sowie ein mit

Apple CarPlay und Android Auto kompatibles

Multimedia-Radio mit 7-Zoll-Farb-

Touchscreen. Dazu gibt es serienmässig

den Frontkollisionswarner mit automatischer

Gefahrenbremsung und Fussgängererkennung

sowie den Spurhalte-Assistenten.

Die Version Elegance (ab 36 990

CHF, minus Flexprämie) bietet zusätzlich

LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Aluräder und

ein volldigitales Cockpit serienmässig.

Auf Wunsch ist der Stromer mit Voll-LED-

Matrix-Licht namens IntelliLux zu haben

– eine Premiere in der Kleinwagenklasse.

Mit einer Reichweite von bis zu 330

Kilometer laut WLTP-Messverfahren

wird der Schweizer Durchschnittsfahrer

die Batterien des Corsa-e nur einmal

pro Woche aufladen müssen. Mit einem

Schnellladesystem stehen dabei nach nur

30 Minuten bereits wieder 80 Prozent der

Kapazität zur Verfügung. Die Leistung von

100 kW/136 PS reicht zu durchaus sportlichen

Fahrleistungen. In 8,1 Sekunden

PACE! BIS 2024

ELEKTRIFIZIERT

sprintet der Fünfsitzer aus dem Stand auf

Tempo 100, und die für die Stadt relevanten

50 km/h erreicht er nach nur 2,8 Sekunden.

Für die Batterie bietet Opel eine

8-Jahres-Garantie. Bei aller Elektro-Euphorie

gilt es anzufügen, dass der neue

Corsa auch mit Verbrennungsmotoren von

75 bis 130 PS erhältlich ist.

Drei weitere elektrifizierte Opel-Modelle

werden 2020 folgen, davon zwei

rein elektrische: Vivaro-e und die neue

Mokka-Generation. Zunächst setzen die

Rüsselsheimer beim zweiten Neuling auf

den Mix aus Stromer und Verbrenner.

Den Grandland X wird es erstmals als

Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb geben.

Der 200 PS starke 1,6-Liter-Turbobenziner,

der die strenge Euro 6d-TEMP-Norm

erfüllt, wird von zwei Elektromotoren mit

jeweils 80 kW/109 PS unterstützt. Die Systemleistung

beträgt satte 300 PS und 450

Nm. Da kommt auch der Fahrspass bestimmt

nicht zu kurz. Der Grandland X Hybrid4

ist ausschliesslich mit einer Achtstufen-Automatik

ab 49 900 CHF bestellbar.

Unser Fazit: Sowohl der Corsa-e als

auch der GrandlandX Hybrid4 (dank Allrad!)

haben das Potenzial, bei den Käufern

einzuschlagen. Sie sind zwei Meilensteine

auf dem Weg zum Markenziel von Opel, bis

2024 in allen Baureihen eine elektrifizierte

Variante anzubieten.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

NR. 04/2019

AUTO

17


Neuheiten

2

1

3

1 Dank der neuen Dynamic-Shield-Front wirkt der ASX präsenter. 2 Neue Rücklichter prägen das Heck. 3 Das Touchsreen misst neu acht Zoll.

MITSUBISHI ASX

ALLRAD KEHRT ZURÜCK

Mit einer umfangreichen Modellauffrischung schickt Mitsubishi den ASX in der

4. Generation auf den Markt. Neu sind die Optik, der 150 PS starke Zweiliter-Benziner

und – besonders wichtig für die Schweiz – die Rückkehr des Allradantriebs.

D

er 2010 lancierte Kompakt-SUV

ist mit bisher 1,3 Millionen Verkäufen

weltweit die Nummer 3

der japanischen Traditionsmarke

hinter dem Technologie-Flaggschiff

Outlander und dem Pick-Up L200. In der

Schweiz wird in diesem Jahr der 10 000.

ASX ausgeliefert. Seine Käufer dürfen sich

an wichtigen Neuerungen erfreuen. Insbesondere

am 2,0-Liter- Benziner mit 150

PS und 195 Nm Drehmoment bei einem

Leergewicht vom gut 1400 Kilogramm.

Der neue Motor erfüllt die strengen Euro6-6d-Temp-Abgasnormen

und ersetzt

den 1,6-Liter-Benziner (115 PS/154 Nm).

Der Dieselmotor wurde ganz aus dem Programm

gestrichen.

Bis auf das Basismodell mit Frontantrieb,

das auch mit einem manuellen

Getriebe erhältlich ist, sind alle Versionen

mit dem sechsstufigen CVT-Getriebe

ausgestattet. Die sportlichere Auslegung

ist im Ansatz spürbar, doch wer etwas dynamischer

unterwegs sein möchte, muss

die Gangstufen über die Schaltpaddels manuell

anwählen. Der Fünfplätzer ist aber

absolut ausreichend motorisiert. Dazu hat

Mitsubishi die Anhängelast um 100 auf

1300 Kilogramm erhöht. Von der Rückkehr

des permanenten Allradantriebs im

MEHR ALS

EIN FACELIFT

ASX verspricht sich Mitsubishi gerade in

der Schweiz höhere Verkaufszahlen. Markenchef

Bernd Hoch rechnet im ersten

vollen Verkaufsjahr 2020 mit gegen 1000

Fahrzeugen, davon 80 % in Kombination

mit Allrad und CVT-Getriebe.

Die Optik hat massiv gewonnen. Im

Vergleich mit seinem Vorgänger wirkt der

4,37 Meter lange SUV trotz unveränderter

Proportionen wesentlich präsenter. Das ist

primär auf die neue Dynamic-Shield-Front

mit den kantigeren Kotflügeln und einem

neuen Stossfänger zurückzuführen. Vorne

wie auch am Heck leuchten neu LED-Lampen.

Innen wurde die Grösse des berührungsempfindlichen

Bildschirms von sieben

auf acht Zoll erhöht. Dazu gibt es eine

verbesserte Haptik, mehr Konnektivität

und Navigationsfunktionen von TomTom.

Bei einer Internetverbindung über das

Smartphone stellt das System Verkehrsinformationen

sogar in Echtzeit bereit.

Unser Fazit: Der Mitsubishi ASX ist

ein solider, ordentlich motorisierter Kompakt-SUV.

Dank der Rückkehr des Allradantriebs

wird man ihn bestimmt wieder

häufiger auf Schweizer Strassen sehen. Wer

auf Allrad und CVT verzichten kann oder

will, ist mit der Basisversion mit Frontantrieb

und manuellem Getriebe durchaus

gut beraten. Stark sind die Preise: Es geht

bereits bei weniger als 18 000 CHF los. Die

Topversion 2.0 AWD CVT Diamond soll unter

35 000 CHF kosten. Dazu gibt es fünf

Jahre Garantie (oder 100 000 km).

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

18 AUTO NR. 04/2019


Neuheiten

TOYOTA GR SUPRA

WELTOFFENER WONNEPROPPEN

Seine Wiege steht in Graz

in Österreich, sein Herz

hat bayerische Gene, und

sein Sportanzug wurde in

Kalifornien geschneidert.

Sein Ziel: ein Weltbürger

werden. Das Zeug dazu hat

er – und einen legendären

Namen obendrein: Supra.

D

ie Vorfahren des Toyota GR

Supra, deren Linie auf das

Jahr 1978 zurückreicht, waren

allesamt die sportlichen Aushängeschilder

des japanischen Autoherstellers.

Nach einer 17-jährigen Pause

darf nun wieder ein Supra diese Aufgabe

übernehmen und Emotionen wecken. Der

«Zwillingsbruder» des BMW Z4 ist alles

andere als ein Vernunftauto, das mit der

bei Toyota üblichen Hybridtechnik Benzinsparrekorde

einfahren soll. Seine potenzielle

Kundschaft gehört mehr zu der

Klientel, die Spass daran hat, wenn die

Verbindung zweier Punkte eine möglichst

kurvenreiche ist.

AUSSEN TOYOTA –

INNEN BMW

Der Toyota GR Supra spurtet in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Die 500 Newtonmeter werden über die Hinterräder

auf den Asphalt weitergeleitet.

Dafür ist das aufregend gestylte Coupé

mit den BMW-Genen (die Hardware inklusive

Motor und Getriebe stammen aus dem

Regal des Münchner Autobauers) bestens

gerüstet. Der 3.0-Liter-Reihensechszylinder

mit Twin-Scroll-Turbo begeistert mit

seinen 340 PS und einem Drehmoment von

500 Nm, das sich bereits ab 1600 U/min

voll entfaltet. Die Achtgang-Wandlerautomatik

schaltet je nach Leistungsanforderung

diskret oder sportlich, kann aber bei

Bedarf auch über die Padels orchestriert

werden.

Interessant ist die Art, wie Toyota

die Verwandtschaft zum BMW betont,

aber trotzdem Eigenständigkeit dokumentiert.

Wäre da nicht das Lenkrad mit dem

Toyota-Emblem, dann hätten die Insassen

kaum einen Hinweis, dass sie nicht im neuen

Z4 sitzen. Sogar der BMW-iDrive-Knopf

auf der Mittelkonsole wurde nicht vergessen.

Aussen sieht die Sache jedoch ganz

anders aus. Das Design der Karosserie

verbindet alte Supra-Elemente mit neuen,

kraftvollen Linien. Der dynamische

Gesamteindruck wird über die klassischen

Proportionen prima unterstützt:

lange Motorhaube, kurzes Heck, knappe

Überhänge. Die Radkästen sind mit den

19-Zoll-Rädern stramm ausgefüllt.

Das Interieur wurde weitestgehend vom BMW

Z4 übernommen.

Die Sportledersitze sind serienmässig

verbaut.

Schön, dass Toyota die Geschichte

des Supra fortschreibt. Der grosse Bruder

des GT86 wird seinen Weg mit Sicherheit

finden. Sein Fan-Kreis wird nicht nur auf

potenzielle Kunden beschränkt bleiben,

denn er wird auch auf den Rennstrecken

dieser Welt Spuren auf den Asphalt malen.

Wer mit dem GR Supra ganz real unterwegs

sein will, muss sich noch bis zum Spätsommer

2019 gedulden und sollte mindestens

79 900 CHF auf dem Konto haben. Dafür

ist ausser der Lackfarbe (gelb ist Standard)

alles serienmässig verbaut.

Und was ist mit einer Roadster-Version?

Auf diese Frage antwortet Tetsuya

Tada, der vollgasfeste Chefingenieur des

GR Supra: «Wenn Sie einen guten Roadster

wollen, dann müssen Sie einen Z4 kaufen.»

Sein Lächeln verrät: Der Mann hat Humor

– und einen grossen Respekt vor dem

deutschen Entwicklungspartner.

Text mid/mru / Bilder Werk

NR. 04/2019

AUTO

19


Neuheiten

ALFA-ROMEO GIULIETTA

SAUBER AUF DIE LETZTE RUNDE

Die Giulietta von Alfa-

Romeo bekommt nochmals

eine Verjüngungskurs.

Die wichtigste Neuerung

ist, dass nun alle Motoren

die Emissionsnorm Euro

6d-TEMP erfüllen. Dazu

gibt es einige optische

Verschönerungen.

O

bschon die Kompaktklasse von

Alfa-Romeo schon neun Jahre

und zwei Facelifts auf dem Buckel

hat, ist sie immer noch ein

Hingucker. Die Designer beschränkten

sich deshalb auf Detailkorrekturen. Die

hübsche Italienerin rollt über den Asphalt

wie frisch aus dem Beautysalon. Neu ist

die Karosseriefarbe Verde Visconti Metallic

sowie die – je nach Version – gelbe

und deshalb prägende Zierleiste in der

herausragend schönen Frontpartie. Dazu

gibt es Leichtmetallfelgen in neuem Look.

Vier Ausstattungsversionen stehen zur

Auswahl: Giulietta, Sport, Executive und

Veloce. Dem für ein Auto hohen Alter geschuldet

ist die Tatsache, dass viele moderne

Assistenzsysteme oder LED-Licht

nicht erhältlich sind. Und wann kommt

der Nachfolger? Die Verantwortlichen

lassen sich kein Datum entlocken. Wir tippen

auf 2021. Durchgesickert ist immerhin,

dass die Neuauflage möglicherweise

über Heckantrieb verfügen wird.

Die wichtigste Neuerung des Modelljahres

2019 ist definitiv, dass nun alle drei

Motoren die Abgasnorm Euro 6d-TEMP

erfüllen. Dabei setzt Alfa-Romeo auf einen

SIEHT TOLL AUS

UND MACHT SPASS

2 3

1,4-Liter-Turbobenziner (120 PS/215 Nm,

7,4 l/100 km) in der Basisversion, einen

1,6-Liter-Turbodiesel (120 PS/320-350 Nm,

4,9 l/100 km) und den 2,0-Liter-Turbodiesel

(170 PS/350 Nm, 5,2 l/100 km) als Topmodell.

Die beiden Selbstzünder sind wahlweise

mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe

oder einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

(TCT) inklusive Schaltwippen am

Lenkrad im Angebot. Bewährt hat sich die

Fahrdynamikregelung D.N.A. mit dem sich

das Ansprechverhalten des Motors und der

Bremsen sowie das Fahrverhalten nach Lust

und Laune einstellen lassen.

Die Preise für die Giulietta 2019 bewegen

sich zwischen 23 900 CHF (1.4T) und

36 900 CHF (2.0 JTDm TCT). In der Aufpreisliste

stehen diverse Pakete.

Unser Fazit: Die Giulietta ist auch noch

nach neun Jahren eine ausnehmend schöne

Erscheinung. Auch wenn sie bei den Assistenzsystemen

nicht auf der Höhe der Zeit ist,

verbreitet die hübsche Italienerin immer

noch eine Menge Fahrspass. Wer es sportlich

mag, sollte sich für den 170 PS-Diesel

entscheiden. Ansonsten genügen für den

1355 bis 1495 kg leichten Kompakten auch

der kleinere Diesel oder der Benziner.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

1

1 Neben der zurückhaltend eleganten Executive-Version (links) fällt das Topmodell Veloce durch die gelben Zierleiste und die gelb lackierten

Brembo-Bremssättel sofort auf. 2 Die Giulietta rollt je nach nach Version neu auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im traditionellen 5-Loch-Design.

3 Beim Interieur wurden vor allem an Details gearbeitet. Die Veloce verfügt u.a. über Alcantara/Stoffsitze mit gelben Kontrastnähten, ein unten

abgeflachtes Sportlenkrad sowie ein BOSE-Soundsystem.

20 AUTO NR. 04/2019


CARAVAN

2

1 Praxistest mit dem neuen Ford Nugget: Besuch des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Mitte Juni. Campingtisch und -stühle sowie

die Markise sind Option. 2 Die Küchenzeile in L-Form ist praktisch, obschon sie nur Platz für eine Person in der Küche lässt.

3 Der Aufenthalts- und Essbereich lässt sich zum Doppelbett umklappen. Das Bett im Dach hat eine durchgehende Matratze.

3

FORD TRANSIT CUSTOM NUGGET

CAMPEN LEICHT GEMACHT

Ford bringt seinen Camper Nugget neu auf den Markt, er wurde wiederum

bei Westfalia entwickelt. Wie gut er sich bewährt, bringt der Kurztrip an

das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Fr) an den Tag, wo Ford mit fünf GT

erfolgreich um Ruhm und Ehre kämpfte.

A

uf die Überarbeitung des

Ford Transit Custom folgt

jetzt die Neuauflage des

Camper Nugget. Es gibt ihn

knapp 5 Meter lang mit Hoch- oder Klappdach,

dazu kommt der Nugget Plus mit

Hochdach, aber mit 37 cm mehr Radstand

und 5,34 Meter Länge. Der Antrieb des

Nugget ist ein Zweiliter-Diesel mit mehreren

Leistungsstufen, die teilweise auch

mit 6-Gang-Automatik erhältlich sind.

Unsere Erprobung führte uns Mitte

Juni für vier Tage ins rund 750 km entfernte

Le Mans ans 24-Stunden-Rennen.

Wir fuhren im Nugget mit Klappdach,

170-PS-Motor und Automatik. Laufruhig,

antriebsstark und genügsam überzeugte

die Antriebseinheit. Nur ganz leichte zusätzliche

Windgeräusche traten auf und

kamen von der seitlich angebrachten Markise

(Option).

Die Fahrzeit verflog im Nu. An der

Sarthe angekommen, entfaltete sich das

Können des deutschen Camper-Spezialisten

Westfalia. Das praktisch unterteilte

Konzept unterscheidet sich stark von den

Mitbewerbern, weil das Dach beim Nugget

hinten, nicht vorne hochklappt. Das

schafft Raum für die rückseitige Küche, für

den zentralen Essbereich mit Tisch, Bank

und drehbaren Vordersitzen. Neben dem

Dachlager (2,00 × 1,38 m) wird der Essbereich

bei Bedarf zum zusätzlichen Doppelbett

(1,91 × 1,30 m), das aus der Dreiersitzbank

umgeklappt wird.

SCHON BASISPAKET

GUT GESCHNÜRT

Unabhängig von Bett oder «Esszimmer»,

die Küche wird nicht beeinträchtigt.

Im 40-Liter-Kompressor-Kühlschrank

temperieren Weisswein, Bier und

Milchprodukte. Wir brutzeln auf dem

2-Flammen-Gas-Kochfeld die Sauce und

kochen die Teigwaren al dente. Geschirr

und Gläser werden im platzbedingt kleinen

Spülbecken gereinigt. Ein 24-Stunden-Rennen

ist nicht nur für die Rennfahrer

und ihr Team eine Extremsituation, sie

ist es auch für campende Zuschauer. Zwischendurch

muss man sich dem Ruf des

Körpers beugen und den Schlaf suchen,

um nicht am Ende die Entscheidung auf

der Zielgeraden zu verpassen. Matratze

oben und Liege unten sind bequeme Helfer

beim Durchhalten. Dann ist das Rennen

schon Geschichte. Es wird ruhig rund um

Le Mans, und als Sterne und Mond über

dem Nugget aufgehen, haben wir noch einmal

gekocht und sind bereit für eine letzte

Nachtruhe vor dem Autobahn-Marathon

nach Hause.

Detailpreise waren bei Drucklegung

nicht bekannt, doch der Einstieg beginnt

bei rund 62 100 Franken, unser Nugget

mit Automatik kostet gut 67 600 Franken.

Sonderwünsche liegen dabei noch drin,

doch haben wir gesehen, dass das Basispaket

von Ford gut geschnürt wurde. Und

so erhält es von uns das Prädikat «praxisund

Camping-gerecht».

Text und Bilder Martin Schatzmann

NR. 04/2019

AUTO

21


IN NEUHEITEN KÜRZE

EINFACH FÜR

UNSERE UMWELT

D

as

Leben als Profisportler ist abwechslungsreich,

intensiv – und

trotzdem irgendwie einseitig.

Einseitig, weil man in allem, was

man tut oder nicht tut, auf das Bild als

Sportler reduziert wird. Die Persönlichkeit

als einfacher Mensch hinter dem Rennfahrer,

der Tag für Tag sein Bestes gibt, um

regelmässig bestmögliche Leistungen abliefern

zu können, geht in der Hektik des

Alltags oftmals unter. Und dennoch hat sicherlich

jeder Sportler seine persönlichen

Interessen und Anliegen, ganz unabhängig

von den beruflichen Verpflichtungen.

So natürlich auch ich: Immer wieder beschäftige ich mich mit unserer Umwelt

und damit, wie wir für das, was wir mit unserem Tun in ihr bewirken,

Verantwortung übernehmen können. Damit, wie wir Synergien zwischen

der Umwelt und unserem Handeln nutzen und Kompromisse finden können.

Daraus resultierten auch diverse Partnerschaften mit Firmen, die mich in

diesem Bereich unterstützen und die dieselben Interessen verfolgen.

Ich führe zwar dennoch keinen perfekten Lebensstil im kompletten Einklang

mit der Umwelt. Doch ich glaube, dass wir uns viel einfacher engagieren

können und vielleicht sogar auch müssen, als manche denken.

Warum mir meine Umwelt so wichtig ist? Abseits von der Rennstrecke, Motorrädern

und dem Trubel der MotoGP verbringe ich so viel Zeit wie nur

möglich in der Natur. Meine Wohnung – weit abseits vom Dorf – eröffnet mir,

wenn immer ich zu Hause bin, einen atemberaubenden Blick in die Natur, in

der ich zumal auch gerne mit dem Mountainbike oder zu Fuss unterwegs

bin. Mir wird gerade in diesem Umfeld immer wieder bewusst, dass ein erster

Schritt, wenn er denn noch so klein ist, besser ist als nichts zu tun.

So engagiere ich mich bereits seit 2012 für Abfalltrennung, damals begonnen

als Testimonial der Kampagne «ich trenne». Zeitgleich habe ich angefangen,

wenn immer möglich lokal einzukaufen und zu leben. Und das wohl

bedeutendste Engagement: Seit 2015 bin ich zu jeder Sekunde klimaneutral

unterwegs, da mein ökologischer Fussabdruck regelmässig berechnet und

anhand dessen neutralisiert wird. Genauso sind auch alle MotoGP-Reisen

meiner Partner und Sponsoren klimaneutral. Natürlich reise ich dennoch

sehr viel, plane meine Reisen aber immer bewusst und effizient, optimiere

meine Routen und fliege nicht, wenn es nicht sein muss.

Ich konnte so für mich selber einen Weg finden, mit dem ich meinen Lebensstil

und meine Verpflichtungen mit der Umwelt vereinbaren kann. Einen

Weg, durch den sich so gut wie jeder Lebensstil ökologisch optimieren lässt.

Und ich hoffe, dass ich mit meinem Handeln auch andere dazu motivieren

kann, sich mit kleinen Schritten einfach für unsere Umwelt zu engagieren.

Ihr Tom Lüthi

ACS-Botschafter

TOM’S KOLUMNE

FANSHOP: PROFITIEREN SIE!

ACS-Mitglieder können im Fanshop auf der Website von Tom

Lüthi Fanartikel des Motorradstars zu Vorzugskonditionen beziehen.

Sie profitieren bei den Produkten von einer Reduktion

von 15 %. Viel Spass beim Shoppen! www.tomluethi-shop.ch

Um von dieser Reduktion profitieren zu können, fordern Sie

den entsprechenden Rabatt-Code bei uns an:

Telefon +41 31 328 31 11 oder E-Mail: info@acs.ch

ELEKTROAUTOS

NEU MIT LÄRMZWANG

Seit dem 1. Juli 2019 müssen alle neuen

Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge

in der EU Geräusche von sich

geben. Die Schweiz schliesst sich den europäischen

Vorgaben an und arbeitet derzeit

an deren Umsetzung. Damit soll zur Unfallverhütung

beigetragen werden. Künftig

wird bei allen neuen Elektrofahrzeugen

das «Acoustic Vehicle Alerting System

(Avas)» über Lautsprecher Lärm erzeugen

– je nach Hersteller werden die imitierten

Motorengeräusche variieren. Ältere Modelle

müssen bis spätestens 2021 nachgerüstet

werden. Für Fahrzeuge, die bereits

in Betrieb sind, besteht diese Pflicht nicht.

AUDI TT UND R8

TAGE SIND GEZÄHLT

Auch Audi will sich stark auf die Elektromobilität

fokussieren. 40 Prozent aller

verkauften Modelle der Marke sollen im

Jahr 2025 elektrifiziert sein. Vor dem Hintergrund

der Neuausrichtung sollen die

beiden Sportmodelle Audi TT und R8 in absehbarer

Zeit wegfallen. Dafür soll es ein

besonders luxuriöses A8-Derivat geben.

OLDTIMER GRANDPRIX 2019

IN NEUER FORM

Er kommt wieder,

der beliebte Oldtimer

Grandprix in

Safenwil mit einem

neuen Konzept und

verschiedenen Teilnahmemöglichkeiten.

Er richtet sich

an Besitzer von

klassischen Autos

und Motorrädern mit Jahrgang 1970 und

älter. Oder an solche mit einem mindestens

30 Jahre alten Mofa. Er findet statt am

Samstag, 24. August 2019. Das detaillierte

Programm mit spannenden Möglichkeiten

wie Sternfahrten und Corso ist noch in Ausarbeitung,

doch anmelden kann man sich

schon auf www.oldtimergrandprix.ch

Texte mru/cbl/jri

22 AUTO NR. 04/2019


VERKEHRSRECHT

UNERBITTLICHE

FOLGEN

Zwei schwere

Widerhandlungen im

Strassenverkehr innert

fünf Jahren bedeuten

in der Regel

einen mindestens

zwölfmonatigen

Führerausweisentzug.

D

iese Regel steht nicht mit

der Einführung der neuen

«Via Secura»-Normen

in Verbindung. Es geht

um Regeln und Rechtsfolgen, die bereits

vorher existiert haben. Mit anderen Worten:

Diese oft wenig bekannte Härte wurde

bereits vorher angewendet.

Ein solcher Entzug des Führerausweises

stellt eine Ordnungsstrafe dar und

ist im Art. 16c des Schweizer Strassenverkehrsgesetzes

(im Text SVG) vorgesehen.

Diese Bestimmung gehört zu den allgemeinen

Regeln betreffend des «Entzugs

des Führerausweises» in Art. 16a bis 16d

SVG. Zum allgemeinen Verständnis halten

wir fest, dass das SVG zwei Hauptarten

von Führerausweisentzügen vorsieht: den

sogenannten «Warnungsentzug» und den

«Sicherheitsentzug». Der Sicherheitsentzug

eines Führerausweises besteht aus einem

Entzug, der bei Fahruntüchtigkeit ausgesprochen

wird, zum Schutz der anderen

Verkehrsteilnehmer. Was den Warnungsentzug

betrifft und uns in diesem Beitrag

interessiert, ist sie die häufigste Form des

Entzugs, die aus pädagogischen und präventiven

Gründen beschlossen wird.

Warnungsentzüge werden gemäss Art.

16a bis 16d SVG geregelt. Diese Abschnitte

befassen sich, einzeln und je nach Gegebenheit

und Schwere der Straftat, mit

«Führerausweisentzug oder Verwarnung

nach einer leichten Widerhandlung» (16a

SVG), «Führerausweisentzug nach einer

mittelschweren Widerhandlung» (16b

SVG) oder «Führerausweisentzug nach einer

schweren Widerhandlung» (16c SVG).

Diese inhaltlich langen Bestimmungen

sind nach Kaskaden strukturiert und enthalten

alle möglichen Szenarien, gemäss

Gewichtung der angelasteten Widerhandlung

(leicht, mittelschwer, schwer), der

eventuellen Vorstrafen (und deren Schwere)

und dem Moment, an dem die Vorstrafen

eingetreten sind (Kriterium der Dauer).

In diesem Zusammenhang spricht man

von einer Probezeit oder Rückfallperiode.

In Bezug auf die Situation, die wir hier

veranschaulichen wollen, lautet der Inhalt

des Gesetzes: «Nach einer schweren

Widerhandlung wird der Führerausweis

oder der Lernführerausweis entzogen:

… c. für mindestens 12 Monate, wenn in den

letzten fünf Jahren der Führerausweis einmal

für eine schwere Widerhandlung oder

zweimal für eine mittelschwere Widerhandlung

entzogen wurde.»

Ich nenne hier einige gängige Beispiele

für Verhaltensweisen, die als schwere

Widerhandlungen gelten, und falls sie in

einem Zeitraum von fünf Jahren zweimal

begangen werden (es spielt keine Rolle,

ob die Widerhandlungen unterschiedlich

sind) und zu einem Führerausweisentzug

von mindestens zwölf Monaten führen:

• Überschreitung der zulässigen

Geschwindigkeit (25 km/h und mehr

inner orts, 30 km/h und mehr ausserorts,

35 km/h und mehr auf Autobahnen)

• Fahren in angetrunkenem Zustand

(0.8 ‰ oder 0.40 mg/l Atemalkohol)

• Fahren unter Einfluss von Drogen

• Führen eines Motorfahrzeugs, obwohl

der Führerausweis entzogen wurde

• Widerstand oder willkürliche Widersetzung

gegen die Massnahmen zur

Feststellung der Fahruntüchtigkeit

• Flucht nach Verletzung oder Tötung

einer Person

Wie bereits erwähnt, ist der vorliegende

Fall eine von vielen Situationen. Es

handelt sich jedoch um ein leider häufiges

Zwischenszenario mit bereits relativ

gravierenden Folgen. Im Allgemeinen ist

der Strassenverkehr ein eigenständiges

juristisches Thema, und die Frage des

Führerausweisentzugs in Form eines Warnungsentzugs

bleibt ein wesentliches und

manchmal komplexes Thema. In jedem

Fall, wenn eine Widerhandlung festgestellt

wird und eine oder mehrere Vorstrafen

vorliegen, kann es ratsam sein, einen

Rechtsbeistand beizuziehen.

Zusammenfassend kann festgestellt

werden, dass es eindeutig vorzuziehen ist,

die Verkehrsregeln einzuhalten. Denn die

rechtlichen und administrativen Folgen

eines widerrechtlichen Verhaltens können

unerbittlich sein.

Text Johann Fumeaux, Mitglied der

Anwaltskammer, Präsident ACS Sektion Wallis

NR. 04/2019

AUTO

23


RATGEBER

WUSSTEN Ratgeber SIE SCHON?

REISEN IN EUROPA

REISEN IN EUROPA

Vor dem Start zu einer Urlaubsreise ist es hilfreich, nützliche Informationen zu sammeln, damit die Fahrt

möglichst stress- und sorgenfrei wird. Der ACS begleitet Sie in ganz Europa und garantiert seinen Mitgliedern

auch ausserhalb der Schweiz einen sicheren und effizienten Pannendienst. Es ist jedoch wesentlich, die gültigen

Verkehrsregeln in den einzelnen Ländern zu kennen, um diese befolgen zu können. In unserer Tabelle finden

Sie die wichtigsten Informationen, länderspezifisch zusammengefasst. Der ACS wünscht Ihnen schöne und

erholsame Ferien sowie eine sichere Fahrt! Welche Leistungen Ihre Mitgliedschaftsstufe umfasst, können Sie

online nachlesen unter www.acs.ch/ch-de/mitgliedschaft

Geschwindigkeitsbeschränkung

in km/h

Alkoholing/l Blut

Rettungsausrüstung

Autobahngebühren

Länder

Innerorts

Ausserorts

Schnellstrassen/

Autobahnen

Abblendlichter

tagsüber

Fahranfänger

Standard

Warnweste

Warndreieck

Erste-

Hilfe-

Kasten

Feuerlöscher

19

Nein

Belgien 20/30/50 70/90 120 0.5 0.5 nein ja ja ja ja

Bulgarien 50 90 130/140 0.0 0.0 ja ja ja ja ja

Dänemark 50 80 130 0.5 0.5 ja nein ja nein nein

Deutschland 50 100 empfohlen: 130 0.0 0.5 nein ja ja ja nein

Estland 50 90 110 0.2 0.2 ja ja ja nein ja

Finnland 50 80 100/120 0.2 0.5 ja nein ja nein nein

Frankreich 50 80 110/130 0.2 0.5 nein ja ja nein nein

Grossbrit. 48 96 112 0.8 0.8 nein nein ja ja nein

Griechenland 50 90 120 0.2 0.5 nein nein ja ja ja

Irland 50 80 100/120 0.2 0.8 nein nein ja ja nein

Italien 50 90 130 0.0 0.5 ja ja ja ja nein

Kroatien 50 90 110/130 0.0 0.5 ja ja ja ja nein

Lettland 50 90 90 0.2 0.5 ja nein ja ja ja

WUSSTEN SIE SCHON?

Litauen 50 90 110/130 0.0 0.4 ja nein ja ja ja

Luxemburg 50 90 110/130 0.2 0.5 nein ja ja ja nein

REISEN IN EUROPA

Malta 50 80 – 0.8 0.8 nein nein nein nein nein

Niederlande 50 80 100/130 0.2 0.5 nein nein ja ja nein

Norwegen 50 80 90/100 0.2 0.2 ja ja ja ja nein

Österreich 50 100 100/130 0.1 0.5 nein ja ja ja nein

Polen 50/60 90 120/140 0.2 0.2 ja nein ja ja ja

Portugal 50 90 100/120 0.2 0.5 nein ja ja ja nein

Rumänien 50 90 100/130 0.0 0.0 ja ja ja ja ja

Schweden 50 70 110 0.2 0.2 ja nein ja ja nein

Schweiz 50 80 100/120 0.1 0.5 ja ja ja nein nein

Slowakei 50 90

Geschwindigkeitsbeschränkung

90/130 in km/h 0.0 0.0Alkoholing/ljaBlut

ja ja Rettungsausrüstung

nein nein

Slowenien 10/30/50 90 110/130 0.0 0.5 ja ja ja ja

Autobahnen/

Abblendlichter

Erstenein

Spanien 50

Warn-

Warn-

Hilfe- Feuer-

Innerortortstrasseanfängedard

tagsüber weste dreieck Kasten löscher

Ausser-

Schnell-

Fahr-

Stan-

90 100/120 0.3 0.5 nein ja ja ja nein

Länder

Tschechien 50 90

Belgien

110/130

20/30/50 70/90

0.0

120

0.0

0.5

ja

0.5

ja

nein

ja

ja ja

ja

ja

nein

ja

Türkei 50 Bulgarien 90 100/120 50 90 0.0120/140 0.5 0.0 ja 0.0 ja ja ja (2x) ja ja ja ja ja

Autobahngebühren

Nein

Ungarn 50

Dänemark

90

50

110/130

80 130

0.0 0.0

0.5 0.5

ja

nein

ja

nein

ja

ja

ja

nein nein

nein

Deutschland 50 100 empfohlen: 130 0.0 0.5 nein ja ja ja nein

Zypern 30/50 65 80/100 0.2 0.5 nein ja ja ja nein

Estland 50 90 90 0.2 0.2 ja ja ja nein ja

Finnland 50 80 80/100/120 0.22

* Das Mitführen der grünen Versicherungskarte ist in allen Ländern Pflicht

0.22 ja nein ja nein nein

24 AUTO NR. 04/2019

Frankreich 50 90 110/130 0.2 0.5 nein ja ja nein nein

Grossbrit. 48 96 112 0.8 0.8 nein nein nein nein nein


VERKEHRSSICHERHEIT

SCHOKOLADE

ZUM SCHULANFANG

Die Schaffhauser

Polizei setzt in ihrer

Schulanfangsaktion

ganz gezielt auf eine

süsse Attraktion.

D

ie motorisierten Verkehrsteilnehmenden

erhalten

nämlich nach den Sommerferien

eine gluschtige

Tafel Schokolade, welche mit verschiedenen

Zeichnungen von Primarklässlern aus

dem Kanton Schaffhausen gestaltet sind.

Die Polizei weist so auf eine ganz besondere

Art und Weise auf die notwendige Vorsicht

gegenüber Schulkindern hin.

Jeweils fünf Primarschulklassen nehmen

am Malwettbewerb teil. Die Kinder

sollen die Verkehrsumwelt aus ihrer Sicht

zeichnen. Aus jeder dieser fünf Klassen

wird dann eine Zeichnung ausgewählt,

welche auf die Verpackung der Aktionsschokolade

gedruckt wird. Die Schoggi

wird nach den Sommerferien an diversen

Standorten im Kanton Schaffhausen

von der Polizei und den Schülerinnen und

Schülern an die Verkehrsteilnehmenden

abgegeben.

Schulhaus Schaffhausen Breite

Der ACS unterstützt diese tolle und

sympathische Aktion bereits seit 2016. Wir

sind stolz zu sehen, mit wie viel Engagement

sich die Polizei und Schulen gemeinsam

mit den Kids für die Unfallprävention

im Strassenverkehr einsetzen.

Wenn Sie nach den Sommerferien eine

Tafel Schokolade von der Polizei erhalten,

denken Sie immer daran: Es sind Kinder

auf dem Schulweg! Kinder, die noch lernen

Schulhaus Schleitheim

müssen, sich richtig und sicher im dichten

und hektischen Strassenverkehr zu bewegen.

Nehmen Sie Rücksicht und glänzen

Sie mit Toleranz, wenn es am Fussgängerstreifen

einmal etwas mehr Zeit braucht.

Kinder überqueren die Strasse erst, wenn

die Räder still stehen. Danke für Ihre

Unterstützung!

Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg

Schulhaus Löhingen Schulhaus Rüdlingen Buchberg Schulhaus Stetten Schulhaus Schleitheim

NR. 04/2019

AUTO

25


REISEN

THAILANDS SÜDOSTEN

VERBORGENES JUWEL

Pro Familie, die im Dorf wohnt, steht eine Fischerhütte im See.

Krabi, Khao Lak, Pattaya, Chiang Mai – alles schon mal gehört?

Fernab von diesen Trenddestinationen Thailands lässt sich an

der südlichen Ostküste des Landes ungekünstelte Authentizität erleben.

W

ie filigrane Kunstwerke

erheben sich die traditionellen,

aus Holz gebauten

Fischerhütten

aus dem silbernen Wasser der Morgendämmerung.

Die eindrucksvollen Konstrukte

sind über den ganzen küstennahen

Abschnitt des Sees verteilt und zeichnen

mit ihrer schwarzen Silhouette einen

märchenhaften Kontrast zum rosafarbenen

Himmel. Allein für diesen atemberaubenden

Anblick hat sich das frühe Aufstehen

allemal gelohnt.

Der schmale, lange Sampan gleitet

mit seinen sechs Passagieren geräuschlos

über die Wasseroberfläche: Ruhe. Einzig

von den Mangroven am Uferrand her hallen

Vogelrufe durch die Luft und künden

den neuen Tag an. Die Gegend im südöstlichen

Thailand um Thale Noi in der Provinz

Phattalung ist als Ramsar-Stätte für

Wasser- und Watvögel aller Art bekannt.

Um ein möglichst breites Spektrum der

Artenvielfalt sehen zu können, wird nun

vom vorhandenen Motor doch Gebrauch

gemacht, und das Boot schiesst über den

grossen See.

Die Sonne erhebt sich nun über den

Horizont und wirft ihr Licht auf ein gigantisches

Meer von leuchtend bunten Lotusblüten.

«Ein Zeichen für gute Wasserqualität»,

erklärt Reiseführerin Nemo von local

alike. «In verschmutztem Wasser kann die

anmutige Blume gar nicht erst wachsen.»

Schattenpuppen werden seit Jahrhunderten

aus getrockneter Rindshaut hergestellt.

Während die Passagiere noch fasziniert

sind vom Lotus in Pink, Lila und

Weiss, verlangsamt der Sampan seine

Fahrt: Direkt vor dem Bootsbug waten fünf

imposante graue Wasserbüffel durch das

kühle Nass. Nur der Rumpf und der Kopf

der Vierbeiner ragen über den Wasserspiegel

heraus. Mit vorsichtigen, aber neugierigen

Blicken ziehen die Tiere zielstrebig an

den fremden Besuchern vorbei.

Die Fahrt wird wieder aufgenommen

über den schier grenzenlosen See, der sich

weiterführend in eine Art natürlichen Kanal

erschliesst. Links und rechts davon

erstreckt sich Laub- und Palmenwald.

Hoch oben in den Baumkronen springen

Affen von Ast zu Ast. Weitere Artgenossen

versammeln sich unter lauten Rufen am

Uferrand – sie haben die zweibeinigen Besucher

erspäht.

Weiter führt der Seeweg an Fischerhütten

und kleinen Fischfarmen vorbei,

zurück zum Ausgangspunkt der Bootstour

beim Sripakpra Andacura Boutique

Resort, wo bereits ein authentisches

Thai-Frühstück auf die hungrigen Rückkehrer

wartet.

26

AUTO NR. 04/2019


REISEN

«SUCHART SUBSINS SHADOW

PUPPET HOUSE»

Eine Thailänderin bearbeitet mit verschiedenen

Nägeln, Hammer und Messer

gekonnt ein Stück getrocknete Rindshaut.

Einzelne Stücke in verschiedensten Grössen

und Formen werden aus der Haut geschlagen

oder geschnitten. Die Rindshaut

wird, nachdem sie fertig behandelt, mit natürlichen

Farben bemalt und an Holzstäben

befestigt worden ist, als neue «Shadow

Puppet», also «Schattenpuppe» dienen.

Hier, im «Shadow Puppet Museum» von

Suchart Subsin, werden seit 1987 nicht nur

neue Figuren hergestellt, sondern es können

auch Jahrhunderte alte Exemplare bestaunt

werden.

Das thailändische Schattenpuppen-

Spiel «Nang Talung» (nang heisst Leder/

Haut und talung steht für die Ursprungsregion

Phatthalung) geniesst im Süden des

Landes eine lange Tradition. Hierbei wurde

der Inhalt meistens humoristisch wiedergegeben,

oftmals handelte es sich dabei

um Geschichten über die Königsfamilie.

Die Kunst des Schattenpuppen-Spiels besteht

darin, dass sämtliche Figuren hinter

der grossen Leinwand lediglich von einer

einzigen Person gespielt werden. Diese

inszeniert auch die Stimmen der verschiedenen

Charaktere unverkennbar einzigartig.

Suchart Subsins Sohn beherrscht das

Schattenpuppen-Spiel professionell. Stolz

erzählt er, dass sogar der thailändische König

höchstpersönlich um eine Darbietung

in seinem Palast gebeten hat.

PROM LOK UND

KHAO LUANG-NATIONALPARK

Nach einer erholsamen Nacht im Sichon

Cabana Beach Resort und einem

nahrhaften Frühstück am wunderbaren

Sandstrand von Khanom besuchen wir die

«Prom Lok Community». Die Gemeinde

basiert auf dem Zusammenschluss von lokalen

Obstbauern. Über mehrere Generationen

hinweg wurden ausgewählte Pflanzensamen

aus dem Regenwald geholt und

damit Mischobstgärten angelegt. Sämtliche

Früchte werden in Bioqualität angebaut:

ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne

Dünger. Die Frauen der Community servieren

zur Begrüssung frisch geerntetes Obst,

das direkt aufgeschnitten und geschält

wird. Mit einem «kop khun kha» bedanken

sich die Gäste für die Gastfreundschaft.

Auf die einheimische Reiseleiterin Nemo

ist die Gruppe dennoch angewiesen, denn:

Alle Früchte in der Prom Lok Community werden in Bioqualität hergestellt.

Der Prom Lok Wasserfall.

Wie fast überall auf dieser Reise, sprechen

die Einheimischen gar nicht oder kaum

Englisch.

Nach ein paar köstlichen Happen

Banane, Drachenfrucht, Mangostane,

Ram butan sowie einem kräftigen Schluck

frischen Kokoswassers bringt uns ein ty-

GUT ZU WISSEN

Anreise:

Täglich fliegt die Thai Airways direkt von

Zürich nach Bangkok. Von Bangkok aus

gibt es Inlandflüge nach Hat Yai.

Empfohlene Reisezeit für den Südosten

Thailands:

Vorzugsweise während den europäischen

Sommermonaten.

Übernachten:

Phatthalung – Sripakpra Andacura

Boutique Resort: www.andacura.com/

sripakpra

Khanom – Sichon Cabana Beach Resort:

www.sichoncabana.com

Zeichen für gute Wasserqualität: Lotusblüten.

pischer «Song-Taew»-Truck zum Eingang

des Khao Luang Nationalparks. Der immergrüne

Regenwald empfängt seine Besucher

direkt mit dem untersten Plateaubecken

des Prom Lok Wasserfalls. Das

klare Wasser ergiesst sich über die hellen,

rundlichen Felsen. Zwischen Walddickicht

und Wasserfall, vorbei an mehreren Becken,

erklimmen wir über schmale Pfade

den Regenwald. Der Anstieg gestaltet sich

streng, aber die Mühe wird mit atemberaubender

Aussicht belohnt.

Doch bereits nach vier Plateaus müssen

wir umkehren: Aufgrund des starken

Regenfalls am Tag zuvor wäre ein weiterer

Aufstieg zu gefährlich. Also kehren wir ein

wenig enttäuscht zum Eingang des Nationalparks

zurück, mit dem stillen Wissen,

dass ein erneuter Besuch des Prom Lok

Wasserfalls und des Khao Luang Nationalparks

nicht lange auf sich warten lässt!

www.tourismthailand.ch.

Text und Bilder Céline Hoppler

NR. 04/2019

AUTO

27


PARTNER

ALLIANZ GLOBAL ASSISTANCE

10 REISETIPPS:

SICHER IN DIE FERIEN

Bei aller Vorfreude auf die lang ersehnte Auszeit im Sommer:

Eine solide Reisevorbereitung sollte nicht vergessen werden.

Mit den folgenden 10 Reisetipps von Allianz Global Assistance

lassen Sie keinen Ferienfrust aufkommen und wissen genau,

wie Sie bei einem Zwischenfall richtig reagieren.

D

ie Versicherungsdienstleisterin

des ACS und

international führende

Reise- und Assistance-

Versicherung, Allianz Global Assistance,

ist während der Hauptreisezeit im Sommer

jeweils mit einer steigenden Anzahl

von Zwischenfällen ihrer Kunden – darunter

auch ACS-Mitglieder – konfrontiert.

Besonders in den Ferien hat man das Bedürfnis,

aus dem Alltag auszubrechen und

etwas zu erleben. Dieser Umstand führt

häufig dazu, dass die gewohnte Sicherheitszone

verlassen wird. Das Unfall- und

Verletzungsrisiko steigt deshalb während

den heissen Tagen mit ausgedehnter Freizeit

deutlich an. Gemäss Allianz Global

Assistance könnten mit der richtigen Reisevorbereitung

und unter Berücksichtigung

einiger Verhaltensregeln zahlreiche

dieser Zwischenfälle gänzlich vermieden

oder zumindest deren Schadensausmass

deutlich reduziert werden. Lesen Sie deshalb

die folgenden 10 Tipps des Spezialisten

für Sicherheit und Gesundheit auf

Reisen – damit Sie Ihre Ferien rundum

geniessen können und wieder gesund zu

Hause ankommen.

Prävention – schützen Sie sich

angemessen, damit Sie gesund aus

den Ferien zurückkommen

1. Absicherung im Vorfeld: Prüfen Sie

vor Abreise Ihren Versicherungsschutz,

denn nur mit einer Reiseversicherung

reisen Sie unbeschwert und haben bei

einem Zwischenfall einen verlässlichen

Partner an Ihrer Seite. Mit einer ACS

Travel- oder Premium-Mitgliedschaft

profitieren Sie von einem umfassenden

Schutz im Vorfeld sowie während Ihrer

Reise. Weitere Informationen zu den

ACS-Mitgliedschaften finden Sie unter:

acs.ch/travel

2. Reisemedizinische Vorkehrungen:

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke

gehört in jedes Gepäck. Informieren

Sie sich zudem darüber, ob und welche

Impfungen Sie für Ihre Reisedestination

benötigen. Auf www.safetravel.ch

finden Sie weiterführende Informationen.

Eine professionelle Beratung erhalten

Sie aber nur bei Ihrem Hausarzt

sowie bei einem Impfzentrum. Stellen

Sie sicher, dass Sie die empfohlenen

Impfungen vor den Ferien erhalten sowie

die notwendigen Medikamente in

deren Originalverpackung mitnehmen.

Achten Sie ausserdem darauf, dass Sie

28 AUTO NR. 04/2019


Partner

sich genug Zeit für die Impfung einplanen.

Einige Impfungen müssen wiederholt

werden und entfalten Ihre Wirkung

erst nach einer gewissen Zeit.

3. Sicher unterwegs: Mieten Sie während

Ihren Ferien im Ausland nur

dann ein Motorrad oder ein anderes

Fahrzeug, wenn Sie auch zu Hause

regelmässig damit fahren und somit

über eine entsprechende Fahrpraxis

verfügen. Natürlich gilt auch bei sehr

warmen Temperaturen nicht auf Helm

und angemessene Schutzbekleidung

zu verzichten. Hinsichtlich der Sicherheitsstandards

der Fahrzeuge ist ebenfalls

Vorsicht geboten, da die diesbezüglichen

Auflagen im Ausland oftmals

nicht so streng sind. Zudem können der

unbekannte Fahrstil und Verkehrsfluss

im Ausland dazu führen, dass man

unsicherer fährt und damit das Unfallund

Verletzungsrisiko steigt.

4. Wertgegenstände schützen: Entscheiden

Sie vor Abreise, welche Wertsachen

Sie tatsächlich mit sich führen

wollen und auf welche Stücke Sie während

Ihrer Reise verzichten können.

Wenn Sie unterwegs sind, ist es wichtig,

dass Sie den Überblick über Ihre

Wertsachen nicht verlieren. Hektische

Situationen können sich Diebe leicht

zu Nutze machen. Bewahren Sie daher

Ruhe und achten Sie darauf, dass im

Auto mitgeführte Wertgegenstände

nicht von aussen sichtbar sind. Verstauen

Sie diese am besten im Handschuhfach,

wenn Sie sie nicht mitnehmen

können.

ACS Travel – für einen

umfassenden Reiseschutz

aus einer Hand

✓ Mit einer ACS Travel-Mitgliedschaft

profitieren Sie von einem zu Ihrem

individuellen Ferienvorhaben passenden

Reiseschutz*. Werden Sie

jetzt Mitglied! Sie können auch Ihre

bestehende Mitgliedschaft um die

Travel-Deckung erweitern.

✓ Jetzt online informieren und abschliessen:

acs.ch/travel

* Eine Reiseschutz-Deckung ist in der

ACS Travel-, Classic&Travel- sowie in

der Premium-Mitgliedschaft inkludiert

5. Sicherheit bei Freizeitaktivitäten:

Ein Sprung ins kühle Nass gehört zu

den Sommerferien einfach dazu. Den

damit verbundenen Gefahren sollte

man sich jedoch jederzeit bewusst

sein. Springen Sie daher in keine Gewässer,

wenn Sie nicht absolut sicher

sind, dass diese ausreichend tief sind.

Besonders in der Nacht sollten Sie auf

Sprünge in unbekannte Gewässer verzichten,

da es im Dunkeln kaum möglich

ist, die Wassertiefe oder die Stromstärke

fliessender Gewässer richtig

einzuschätzen. Respektieren Sie die

Regeln und Richtlinien vor Ort. Diese

sind dazu da, um Sie vor potenziellen

Gefahren zu schützen. In einigen Orten

auf der Welt können Missachtungen

der lokalen Vorschriften auch ins

Geld gehen, so gibt es beispielsweise in

der beliebten Touristenregion Cinque

Terre ein Flipflop-Verbot, welches bei

Verstoss Bussgelder in der Höhe von bis

zu 2500 Euro vorsieht.

Abbruch oder Annullation einer Reise

– richtig vorgehen bei Zwischenfällen

6. Eine Reise richtig annullieren oder

abbrechen: Wenn sich abzeichnet,

dass Sie eine Reise nicht wie geplant

durch- bzw. weiterführen können,

kontaktieren Sie die ACS Assistance-

Nummer unter +41 44 283 33 77, bevor

Sie Ihre Reise annullieren oder

abbrechen. Sofern Sie über eine ACS

Travel, Classic&Travel oder Premium

Mitgliedschaft verfügen, steht Ihnen

im Rahmen des ACS Reiseschutzes die

Assistance-Zentrale von Allianz Global

Assistance rund um die Uhr zur Verfügung.

Im Rahmen einer persönlichen

Beratung werden Ihnen die möglichen

Optionen aufgezeigt und bei Bedarf

auch Umbuchungen vorgenommen.

Aktionsplan – für den Fall, dass

auf Reisen doch etwas passiert

7. Notfallnummer speichern: Ferien

sind dazu da, um zu entspannen und

den Alltag hinter sich zu lassen. Wenn

aber wider Erwarten etwas passiert,

ist es umso wichtiger, dass Sie wissen,

wie Sie reagieren müssen. Speichern

Sie die Telefonnummer der ACS-Assistance

(+41 44 283 33 77) und melden

Sie den Notfall so schnell wie möglich.

Die ACS-Assistance ist während sieben

Tagen pro Woche rund um die Uhr für

Sie da. Halten Sie nach Möglichkeit alle

erforderlichen Informationen bereit,

damit wir Ihnen rasch und zielgerichtet

weiterhelfen können. Hierzu gehören

Versicherungsunter lagen, Name des

Krankenhauses und des behandelnden

Arztes, Telefonnummern von Kontaktpersonen

und Ihre Reisedetails.

8. Notwendige Abklärungen vornehmen:

Klären Sie Ihren Versicherungsschutz,

bevor Sie bei einer Einlieferung

ins Spital allfällige Dokumente unterschreiben,

welche eine volle Kostenübernahme

zu Ihren Lasten vorsehen.

Unterschreiben Sie nichts, bevor Sie

sich nicht sicher sind, ob Sie dafür

ausreichend versichert sind. Erkundigen

Sie sich im Zweifelsfall bei der ACS

Assistance. So vermeiden Sie unnötige

medizinische Eingriffe im Ausland und

hohe Nachfolgekosten für Behandlungen,

welche besser in der Schweiz hätten

durchgeführt werden sollen.

9. Quittungen, Belege oder Arztberichte

einholen: In einigen Ländern

müssen Patienten vor der eigentlichen

Behandlung die medizinische Versorgung

bezahlen. Vergessen Sie nicht,

eine Quittung oder einen Beleg dafür

zu verlangen. Arztberichte sollten Sie

ebenfalls einfordern, da Sie diese für

eine Nachfolgeuntersuchung in der

Schweiz benötigen, sollten beispielsweise

Komplikationen auftreten.

10. Beweisfotos machen: Sollten Sie ein

Fahrzeug mieten und damit in einen Unfall

verwickelt werden, empfiehlt es sich,

Fotos vom entstandenen Schaden zu

machen. Damit sichern Sie sich ab, falls

das Vermietungsunternehmen ungerechtfertigte

Kosten in Rechnung stellt.

Allianz Global Assistance wünscht

Ihnen schöne und sichere Ferien!

NR. 04/2019

AUTO

29


RÜCKSPIEGEL

ALS ES NOCH KEINE

HANDYS GAB

In seiner über 120-jährigen

Geschichte hat der ACS viele

Spuren hinterlassen und

massgeblich zum Wohl und

zur Entwicklung des Individualverkehrs

beigetragen.

In unserer neuen Rubrik

«Rückspiegel» blicken wir

auf wichtige Dienstleistungen

und Errungenschaften

des Clubs zurück. Das

Thema in dieser Ausgabe:

ACS-Telefon-Hilfsdienst.

B

ereits 1930 funktionierte

der ACS-Telefon-Hilfsdienst

auf den Bergstrassen am

Klausen, Gotthard und Simplon.

Ein Jahr später wurde der Dienst an

19 weiteren Passstrassen angeboten. Der

Zweck dieses Telefon-Hilfsdienstes war es,

«jedem Strassenbenützer zu ermöglichen,

sich im Notfall sofort mit einem Hilfsposten

(Arzt, Mechaniker, Polizei) in Verbindung

zu setzen» (Offizielles ACS-Handbuch,

Jahrgang 1930).

Die rot-weissen Stahlbüchsen waren

fast 50 Kilogramm schwer und wurden

vandalensicher an Hauswänden montiert.

Die vordere Abdeckung liess sich

gegen oben aufklappen und wurde von

einem Gegengewicht offengehalten. Natürlich

brauchte jede Station einen festen

Der Autor

Bernhard Taeschler ist ACS-Ehrenmitglied

und passionierter Sammler von

ACS- Artikeln. Für den Erhalt von mobilem

Kulturgut setzt er sich als Präsident des

Dachverbandes der «Swiss Historic Vehicle

Federation» ein.

Drahtanschluss zum Telefonnetz. Darin

befand sich ein massives, graues Telefon

mit einer Wählscheibe und einem bruchsicheren

Hörer. Angeschlagen waren die

wichtigsten Informationen und Telefonnummern.

Es war möglich, die Hilfesuchenden

über einen Rückruf zu kontaktieren.

Dafür wurden auch zwei speziell laute

Glocken installiert.

In relativ kurzen Abständen wurden

bei Privaten und in öffentlich zugänglichen

Unterständen solche Notrufsäulen installiert.

An der Klausenstrasse zwischen

Altdorf und Linthal waren 15 Telefonapparate

und 52 Hinweistafeln angebracht.

30

AUTO NR. 04/2019


Die Boxen für den Telefon-Hilfsdienst

waren witterungsresistent.

Hinter der Abdeckung ist ein Telefon

mit Wählscheibe montiert.

Gewählt werden konnten ursprünglich die

im Blechkasten angeschlagenen Nummern

der Hilfsposten. Später liessen die Wählscheiben

nur noch die Wahl einer Zentrale

mit einer Ziffer zu, womit ein gewisser

Missbrauch unterbunden werden konnte.

Der ACS-Telefon-Hilfsdienst war eine

aufwändige und teure Dienstleistung des

Clubs, weil neben der Installation der Posten

und den anfallenden Gesprächstaxen

auch ein grosser Unterhalt anfiel. Unterstützt

wurden diese Telefon-Posten durch

Sponsoren, welche dafür auf den Hinweistafeln

entsprechende Werbung machen

durften. Mit der Ausbreitung dieses

überaus geschätzten Dienstes auf

insgesamt gegen 50 Bergstrassen

wurden weitere Sponsoren nötig.

Es ist leider nicht bekannt,

wie häufig Hilfe angefordert

wurde. Die Anrufe wurden nicht

dokumentiert. Die Hilfe

kam aber zuverlässig.

Viele Autoreisende

waren froh

über diese Dienstleistung.

Darüber

hinaus waren die

markanten Notrufsäulen

und vor

allem die Hinweistafeln

aber auch

eine gelungene und

nachhaltige Werbung

für den ACS

und seine Sponsoren.

Mit dem Aufkommen

der drahtlosen Telefonie

in den 70er-Jahren und

später der Abdeckung der

entlegensten Orte mit Mobilfunkantennen

wurden die Notrufsäulen

langsam, aber sicher überflüssig.

Viele davon wurden durch den ACS abgebaut

und entsorgt. Einige waren arg beschädigt

oder gestohlen. Wenige davon haben

überlebt. Im Verkehrshaus in Luzern

und in privaten Museen zeugen einige Exemplare

davon, wie der ACS den Automobilisten

damals in Notfällen helfen konnte.

Das war früher – heute hilft die beliebte

Unten auf der Hinweistafel konnten Sponsoren

ihre Werbung platzieren.

ACS-App weiter! Und das Navigationsgerät

führt Sie ohne Umwege in die nächste Garage

oder ins nächste Spital.

Für die Umrüstung der Notrufsäulen

in Notladestationen eignen sich diese leider

nicht.

Text Bernhard Taeschler / Bilder zVg

NR. 04/2019

AUTO

31


VORPREMIERE

INTERAKTIVE PRÄVENTIONSBRILLE

HILFT, DEM

EINSCHLAFEN AM

STEUER VORZUBEUGEN

LED

Summer

Eine Innovation

Sensoren zur Detektion von Lidschlag

und Mikrobewegungen des Kopfes

optic2000.ch

Gemäss Geschäftsbedingungen


PARTNER

NEUER BEGLEITER

FÜR AUTOFAHRTEN

Die intelligente Brille von Prudensee entdeckt die ersten Anzeichen

von Müdigkeit und alarmiert den Träger.

E

iner von drei Verkehrsunfällen

ist auf Müdigkeit

zurückzuführen. Mit der

Markteinführung von Brillen,

die Müdigkeit am Steuer erkennen,

könnte sich das dank neuer Technologien

bald ändern.

Die Fassungen werden in Frankreich

hergestellt und sind ab Anfang Juli exklusiv

in den Fachgeschäften von Optic 2000

in der Schweiz erhältlich. Sie sehen auf den

ersten Blick aus wie gewöhnliche Brillen,

sind jedoch mit Sensoren ausgestattet.

Die in der Fassung verborgenen Sensoren

sammeln physikalische und physiologische

Daten sowie Umweltinformationen

und senden diese an das Smartphone, mit

dem die Sensoren verbunden sind. Wenn

Gefahr besteht, wird der Fahrer durch

akustische und visuelle Signale aus seinem

schläfrigen Zustand geholt: Zwei rote Dioden

blinken an den Bügeln, und das Telefon

des Fahrers klingelt.

Bei Bedarf kann auch das Telefon des

Beifahrers via Bluetooth über den Zustand

des Fahrers benachrichtigt werden! Die

Funktionen dürften bald durch Updates

erweitert werden, sodass auch potenzielle

Stürze erkannt werden können – eine interessante

Funktion für ältere Menschen.

Diese intelligente Brille ist in vier

Ausführungen erhältlich (Schmetterlingsform,

quadratisch, rund und rechteckig),

damit alle je nach Gesichtsform, Stil und

Geschmack die passende Brille finden. Die

Brille wiegt weniger als 30 Gramm und

lässt sich selbstverständlich für alle Korrekturen

anpassen. Die Akkulaufzeit beträgt

einen Tag.

Text pd


ACS-WETTBEWERB

WENN DER SCHIEDSRICHTER ROT SIEHT!

Dank dem vom ACS am Genfer Automobilsalon 2019 organisierten Wettbewerb hat Luis Lima ein

«Ferrari-Wochenende» gewonnen. Für den 34-Jährigen stellte dies einen echten Glücksmoment dar.

A

ls er im März auf dem ACS-

Stand den Ferrari 488

Challenge, das Welt- und

Europameisterfahrzeug

von Christophe Hurni bestaunte, war Luis

Lima weit davon entfernt, sich am Steuer

eines solchen Boliden zu sehen – doch drei

Monate später wurde es Wirklichkeit! Vor

der Türe der Garage Zénith in Lutry (Partnerin

der Wettbewerbsorganisatoren)

stand jedoch kein 488 Challenge, sondern

ein Portofino mit 600 Pferdestärken und

Faltdach. Einmal auf den roten Knopf

drücken – und los geht’s Richtung Payerne,

mit dem Papa auf dem Beifahrersitz

Wettbewerbsgewinner Luis Lima (Payerne).

und dem Bruder im nachfolgenden «Besenwagen».

Damit beginnt ein Traum-Wochenende

für Luis, der das Datum gewählt

hat, weil an diesem Wochenende die Erstkommunion

seines Sohnes Kayl gefeiert

wird. Der war übrigens sehr traurig, den

schönen roten Ferrari am Montagmorgen

nicht noch einmal bewundern zu können.

Denn Papa musste an diesem Morgen

früh aufstehen, um einen Freund zum

Flughafen in Genf zu fahren. Nachdem

er den Ferrari wieder in Lutry abgestellt

hatte, musste auch Luis wieder zurück in

den Alltag bzw. zu seinem Arbeitsort in

St-Sulpice.

Text und Bild Pierre Thaulaz

NR. 04/2019

AUTO

33


ACS

BLUE BALLS FESTIVAL LUZERN

QUALITÄT

STATT HYPES

Wer sich in den letzten Jahren intensiv

mit aktueller Musik auseinandergesetzt

hat, dem fällt auf, dass es dabei oft nur

noch um nackte Zahlen geht. Wer hat am

TICKET-VERLOSUNG

Der ACS verlost unter seinen Mitgliedern

jeweils zwei Tickets für drei tolle Live-

Musikevents. Ausgewählt wurden zwei

Konzerte am Samstag, 20. Juli 2019, von

Ex:Re (Elena from Daughter) im Konzertsaal

des KKL Luzern, und von The Cat

Empire/Orchards im Luzerner Saal des

KKL sowie das Konzert von Katie Melua

am Dienstag, 23. Juli 2019, im Konzertsaal

des KKL. Um an der Verlosung teilzunehmen,

senden Sie eine Postkarte mit dem

Vermerk «Blue Balls Festival 19» und

dem gewünschten Konzert an folgende

Adresse:

Automobil Club der Schweiz

Wasserwerkgasse 39

3000 Bern 13

Das direkt am Seebecken gelegene KKL.

meisten Streams auf Spotify? Wer platziert

sich gut in den Charts? Wer verkauft wie

viele Tickets? Was dabei aber immer mehr

in den Hintergrund rückt ist das, wobei es

in der Musik eigentlich gehen sollte: um

Qualität, Handwerk und das Niveau einer

Live-Performance. Darum fällt das diesjährige

Programm des Blue Balls Festivals

aus dem Rahmen und aus der Zeit. Wer

hier auf der Bühne steht, kann vielleicht

nicht das meistgeklickte Video auf You-

Tube, weltweite Hitparadenerfolge oder

ausverkaufte Stadien vorweisen – aber

sie sind herausragende Musikerinnen und

Musiker. Dazu gesellen sich in Luzern auch

Stars wie Joss Stone, Katie Melua oder Xavier

Naidoo. Deshalb lohnt sich ein Besuch

des Blue Balls Festival in Luzern immer

und in jedem Fall!

PROGRAMM:

Online unter www.blueballs.ch

LOCATIONS:

Die Festivalorte KKL, Pavillon und

Schweizerhof liegen rund um das Luzerner

Seebecken und sind fünf Minuten zu Fuss

voneinander entfernt. Ebenso der Bahnhof

und die Parkhäuser.

HOTELS:

Für Hotelreservationen zu tagesaktuellen

Preisen bitte Luzern Tourismus

AG, Telefon 041 227 17 27, E-Mail hotels@

luzern.com kontaktieren oder online auf

der Internetseite www.luzern.com buchen.

TICKETS:

KKL Luzern, Starticket-Verkaufsstellen

(Post, Manor usw.), Telefon 0900 325

325 (CHF 1.19/MIN-FESTNETZ), Internet:

www.starticket.ch. Preise: CHF 75.– bis

175.– (Vorverkauf und Abendkasse).

ACS-QUIZ 4/2019

LÖSUNGSWORT

1. Was steht umgangssprachlich für Benzin?

L Spirit H Esprit G Sprit

2. Welcher Sportsmann steht auch für eine Bauform eines Motors?

I Ringer E Boxer O Läufer

3. Wie nennt man den hinteren Teil eines Autos, der die Rücksitze enthält?

T Fond S Jus M Satz

4. Welche Ortschaft ist nicht autofrei?

L Braunwald R Verbier A Wengen

5. Ab wann kann man in der Schweiz den Traktorenführerschein erwerben?

I 14 Jahren T 18 Jahren K 20 Jahren

6. In welchem Jahr wurden in der Schweiz «Autofreie Sonntage» angeordnet?

E 1973 U 1979 N 1986

7. Wo nennt man den VW-Käfer «Schildkröte»?

R Portugal B Türkei O USA

8. Welcher Formel-1-Fahrer wurde fünfmal Weltmeister ?

N Ayrton Senna E Juan Manuel Fangio M Niki Lauda

Teilnahmebedingungen:

Mit der Teilnahme akzeptiert

der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.

Teilnahmeberechtigt

sind ausschliesslich

Mitglieder des Automobil Clubs

der Schweiz.

Der Gewinner wird persönlich

vom Automobil Club der

Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung

und Rechtsweg

sind ausgeschlossen.

Teilnahmeschluss ist der

17. August 2019

(Poststempel).

Preis:

Eine Übernachtung inkl.

Frühstück im BEATUS

Wellness- & Spa-Hotel in

Merligen am Thunersee. Sie

übernachten im Superior DZ

Mönch mit Balkon zur Seeseite,

inklusive ¾ Geniesserpension

sowie Benützung der

gesamten Wellnessanlagen.

Im Wert von rund 700.– CHF.

Senden Sie uns eine Postkarte

mit dem Vermerk «ACS-Rätsel»

und dem Lösungswort,

Ihrer Mitgliedsnummer und

Adresse an unten stehende

Adresse, oder senden Sie uns

das Lösungswort online unter

www.acs.ch/auto-raetsel zu.

Automobil Club der Schweiz

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Lösungswort Ausgabe 03/19

RADKAPPE

34

AUTO NR. 04/2019


ACSACS REISEN

ACS-TRAUMREISEN

2019/2020

SALZBURG

Jedermann, Idomeneo,

Verdi-Requiem mit Muti

11.08. – 14.08.2019

RL: David Peter Frauch

DANZIG

Charmante Hansestadt

mit reicher Geschichte

02.10. – 06.10.2019

RL: David Peter Frauch

GRAZ

Vorweihnächtlicher Glanz

in der Steiermark

01.12. – 05.12.2019

RL: David Peter Frauch

JAPAN

Der einzigartige Zauber

der Kirschblüte

27.03. – 10.04.2020

RL: David Peter Frauch

AUSGEBUCHT

Barenboim/Argerich,

S. Boccanegra, Alcina

mit Bartoli

14.08. – 17.08.2019

RL: David Peter Frauch

LETZTE PLÄTZE

GSTAAD ***

Weltstars am Gstaad

Menuhin Festival

23.08. – 26.08.2019

RL: David Peter Frauch

AUSGEBUCHT

AZOREN *

Historische Städtchen

und atemberaubende

Natur

31.08. – 07.09.2019

RL: David Peter Frauch

AUSGEBUCHT

JORDANIEN

Antike Hochkultur und die

Weite der Wüste

14.09. – 21.09.2019

RL: David Peter Frauch

AUSGEBUCHT

DUBROVNIK

Musikfestival in der Perle

der Adria

16.09. – 20.09.2019

RL: Andreas Luzio

MAILAND *

Weltstars und Belcanto

an der Scala

20.09. – 22.09.2019

RL: Cristina Oesch

03.10. – 05.10.2019

RL: Andreas Luzio

HAMBURG *

Musikreise mit Konzert in

der Elbphilharmonie

28.09. – 01.10.2019

RL: Fabian Isler

BILBAO *

Architektur und Sterneköche

im Baskenland

08.10. – 12.10.2019

RL: Andreas Luzio

AUSGEBUCHT

15.10. – 19.10.2019

RL: Andreas Luzio

ZYPERN

Kultur und Genuss in

Aphrodites Heimat

15.10. – 22.10.2019

RL: Siegfried Huber

MAILAND *

Ballett Onegin, Giulio

Cesare mit Bartoli an der

Scala

24.10. – 26.10.2019

RL: Andreas Luzio

HAMBURG *

Musikreise mit Konzert in

der Elbphilharmonie

26.10. – 29.10.2019

RL: Siegfried Huber

AUSGEBUCHT

VENEDIG *

Verdis La Traviata im La

Fenice und viel Genuss

01.11. – 04.11.2019

RL: Cristina Oesch

KOLUMBIEN

Kolonialer Charme und

karibisches Flair

09.11. – 24.11.2019

RL: David Peter Frauch

AUSGEBUCHT

VIETNAM –

KAMBODSCHA

Auf der Aqua Mekong von

Saigon nach Siem Reap

18.11. – 03.12.2019

RL: Urs Oesch

RAS AL KHAIMAH

Genussvoller und

sonniger Jahreswechsel

28.12.2019

04.01.2020

RL: David Peter Frauch

VALENCIA

Silvester zwischen

Tradition und Zukunft

28.12.2019

02.01.2020

RL: Andreas Luzio

GRAZ *

Jahreswechsel mit Stil

und Charme

29.12.2019

02.01.2020

RL: Urs Oesch

BUDAPEST **

Das Tonhalle-Orchester

Zürich auf Tournee

16.01. – 19.01.2020

RL: David Peter Frauch

COSTA RICA *

Kleines Land mit grosser

Vielfalt

21.01. – 01.02.2020

RL: David Peter Frauch

04.02. – 15.02.2020

RL: David Peter Frauch

WIEN *

Galareise zum Wiener

Opernball

19.02. – 23.02.2020

RL: David Peter Frauch

MARRAKESCH *

Traumgärten, Klassik und

Genuss in der Perle des

Südens

02.03. – 06.03.2020

RL: David Peter Frauch

09.03. – 13.03.2020

RL: David Peter Frauch

ZYPERN *

Kultur und Genuss in

Aphrodites Heimat

21.04. – 27.04.2020

RL: David Peter Frauch

12.05. – 18.05.2020

RL: N.N.

BALTIKUM

Exklusiver Kreuzflug mit

Privatjet

06.06. – 13.06.2020

RL: David Peter Frauch

28.08. – 04.09.2020

RL: David Peter Frauch

SCHOTTLAND

Traumreise mit dem Belmond

Royal Scotsman

10.07. – 17.07.2020

RL: David Peter Frauch

KOLUMBIEN

Kolonialer Charme und

karibisches Flair

07.10. – 02.11.2020

RL: David Peter Frauch

MYANMAR –

THAILAND

Exotischer Zauber im

Goldenen Dreieck

21.11. – 06.12.2020

RL: David Peter Frauch

* In Zusammenarbeit mit HEV Schweiz

** In Zusammenarbeit mit dem

Tonhalle-Orchester Zürich

*** In Zusammenarbeit mit dem Gstaad

Menuhin Festival

Durchführung und Organisation der

genannten Kultur- und Erlebnisreisen:

ACS-Reisen AG. Stand

Juni 2019.

Änderungen bleiben vorbehalten.

Kreuzen Sie die von Ihnen

gewünschten Programme an, wir

senden Ihnen gerne die entsprechenden

Unterlagen.

Name/Vorname

Strasse

PLZ/Ort

Einsenden oder faxen an:

ACS-Reisen AG

Forchstrasse 95, 8032 Zürich

Tel. 044 387 75 10, Fax 044 387 75 19

Bernstrasse 164, 3052 Zollikofen

Tel. 031 378 01 41, Fax 031 378 01 58

E-Mail: info@acs-travel.ch

Die aktuellen Prospekte der ACS-

Reisen AG mit Kultur- und Erlebnisreisen

erhalten Sie auch in den

ACS Reisebüros in Basel/Muttenz

und St. Gallen.


LUST AUF EINEN

ROADTRIP IM

SIMULATOR?

Fahrsicherheit live erleben: Ein Besuch am Stand «Routinier – Fahren mit

Weitblick» bringt langjährige Fahrer wie Sie auf der Strasse mit Sicherheit

weiter. Mit hohem Spassfaktor bei den interaktiven Tests und Trainings.

OHA THUN,

30. AUGUST BIS 8.SEPTEMBER 2019

HALLE 0, STAND 016

Diese Highlights warten auf Sie:

Fahrt im Simulator: Interaktiv Fahrpraxis und Reaktionsfähigkeit trainieren

Theorie-Quiz «Bögele» – der Wissenstest mit Aha-Effekt

Gehirntraining: Coole Übungen für Konzentration und Aufmerksamkeit

Beratung, Infos und Empfehlungen von Fachleuten für sicheres Fahren

Voll abgefahren! Als Routinier können Sie jetzt schon online trainieren unter: www.routinier.ch

«Routinier – Fahren mit Weitblick» ist eine Kampagne des Automobil Club der Schweiz (ACS).

Unterstützt vom Fonds für Verkehrssicherheit.

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Ausschneiden, mitbringen, bei uns am Stand

abgeben und sich beschenken lassen!

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