RCKSTR Mag. #169

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Auswandern: Die To-Do-Liste

Über ein Jahr vor der Abreise

¨ Besuche dein Zielland in verschiedenen Jahreszeiten als Tourist.

¨ Erkundige dich bei der offiziellen Vertretung deines Ziellandes (Botschaft

oder Konsulat), welche Einreise- und Aufenthaltsbewilligungen (Visa) für dich

massgebend sind.

¨ Sollte in deinem Zielland eine andere Sprache gesprochen werden, besuche

einen Sprachkurs.

Zwei bis sechs Monate vor der Abreise

¨ Kläre ab, ob dein Führerschein in deinem Zielland gültig ist. Falls nicht,

kannst du dir einen internationalen Führerausweis besorgen.

¨ Melde dich bei deiner Gemeinde (oder, solltest du in der Stadt leben, beim

Stadthaus) ab. ; Achtung, die zwingen dich dann grad deine Steuern für

das laufende Jahr vorzuzahlen. Vor Ort. Mit dem Karten-Gerät. Kleiner Extra-Tipp:

Zu heulen beginnen, und sagen, du hättest jetzt doch gar kein Geld

auf dem Konto – dann geben sie dir unter Umständen eine Erstreckung um

ca. einen Monat.

¨ Für deine Steuerangelegenheiten musst du eine Person angeben, die quasi

deine Steuervollmacht hat. Die erhalten dann deine steuerrelevante Post.

¨ Für die Steuern des laufenden Jahres musst du jetzt natürlich auch noch

eine Steuererklärung ausfüllen. ; Achtung: Weil das Computer-Programm für

das laufende Jahr noch nicht fertiggestellt wurde, musst du die Steuererklärung

von Hand ausfüllen – und das ist echt eine Kunst für sich. Auch diese

Abgabe kannst du um ein paar Monate verschieben, damit du das nicht grad

sofort machen musst.

¨ Lass dir den Abmeldungsschein grad ca. 10 Mal ausstellen, den brauchst

du jetzt für alles mögliche.

¨ Krankenkasse, andere Versicherungen und Handyabo kündigen – einfach

eine der Abmeldungsbestätigungen an den Anbieter schicken bzw. in einem

der Läden vorbeigehen, mit der Notiz, dass du kündigen möchtest. ; Falls du

schweizerisch versichert bleiben möchtest: Informiere dich darüber, ob deine

Krankenkasse auch für Auslandschweizer Angebote hat, oder wechsle zu

einer internationalen Krankenkasse.

¨ Zeitungen, Zeitschriften und sonstige Abonnements oder Infobriefe kündigen

¨ Postumleitung einrichten ; Die kostet ungefähr 100 CHF pro Jahr.

¨ Pensionskasse auszahlen lassen: Ab deinem 25. Lebensjahr zahlst du in

die zweite Säule ein. Je nach dem, wie viel du bereits angesammelt hast und

in welches Land du ziehst, kannst du dir dieses Geld auszahlen lassen. Informiere

dich dafür bei deinem Arbeitgeber. ; Solltest du dir die Pensionskasse

nicht auszahlen lassen können, musst du das Geld auf ein Freizügigkeitskonto

überweisen. Ein solches kannst du bei fast jeder Bank eröffnen. Kümmere

dich vor deiner Abreise darum, denn für die Eröffnung eines neuen Kontos

muss man vor Ort vorbeigehen.

¨ Neues Bankkonto eröffnen: Die meisten Banken erlauben es dir nicht,

eine ausländische Adresse zu haben und dein Konto zu behalten. Einige Banken

machen hier eine Ausnahme, wie beispielsweise die Genfer Kantonalbank.

Informiere dich frühzeitig bei deiner Bank, ob du dein Konto behalten kannst,

denn für die Eröffnung eines neuen Kontos musst du vor Ort vorbeigehen.

¨ Einen Nachmieter für dein WG-Zimmer oder deine Wohnung finden

¨ Ein WG-Zimmer oder eine Wohnung an deinem neuen Ort finden ;

Du dachtest, die Wohnungssuche in Zürich sei schwierig? Versuch es mal in

einem komplett anderen Land! Kontaktiere am besten hierfür Menschen, die

du kennst, die bereits in diesem Land leben und frage sie nach den besten

Websites und Facebook-Gruppen.

¨ Möbel loswerden: Du kannst deine Möbel auf Online-Seiten oder Facebook-Seiten

(Wott öper) verkaufen oder weggeben. Die Heilsarmee bietet

zudem einen Service, in dem sie deine Sachen abholen kommen, die du spenden

möchtest. Wenn du spät dran bist, möchtest du die Sachen nur noch loswerden,

da könnte das praktisch werden.

¨ Lagerraum mieten: Solltest du Möbel oder Kisten haben, die du nicht mit

dir mitnehmen möchtest aber auch nicht weggeben möchtest, kannst du

einen Lagerraum mieten. ; Achtung: Die Preise variieren je nach Anbieter

und Mietdauer, bewegen sich aber in der Regel im Rahmen von 10 CHF/Woche.

Falls du drum jemanden mit viel Platz im Keller kennst, lohnt es sich, bei dieser

Person anzuklopfen.

¨ Einen Teil deines Hab und Guts verschicken: Wenn du mit dem Flugzeug

oder dem Zug in dein neues Zuhause ziehst, kannst du nicht unbegrenzt

viele Koffer mitnehmen. In einem solchen Fall lohnt es sich allenfalls, einen Teil

vorauszuschicken. Ein Anbieter hierfür ist MyBaggage. ; Ich habe damals

etwa CHF 30 bis 40 für einen Koffer bezahlt – kostet weniger als Übergepäck.

¨ Einen Transporter mieten: Sollte sich dein neues Zuhause in Europa befinden,

kannst du deinen Umzug gleich mit einem Roadtrip verbinden und deine

Möbel mitziehen. Dafür lohnt es sich, einen Transporter zu mieten. Verschiedene

Autovermieter wie zum Beispiel Avis bieten auch Einweg-Mieten an. ; Solltest

du in der Schweiz einen Transporter mieten wollen, um Dinge zu entsorgen,

lohnt es sich, die Carsharing-App Sharoo herunterzuladen. Man kann für

einige Stunden einen Wagen mieten und es kommt viel günstiger.

¨ Gehst du auf Reisen und möchtest dich versichern lassen, lohnt es sich,

eine Reiseversicherung abzuschliessen. Ein Anbieter heisst World Nomads Travel

Insurance.

¨ Informiere dich über die Steuersituation in deinem Zielland

¨ Besorg dir einen Raclette-Ofen ; Solltest du in ein Land mit anderer

Stromspannung, wie beispielsweise den USA, ziehen, benötigst du einen Raclette-Ofen

mit zwei verschiedenen Spannungseinstellungen. Solche gibts im Globus.

¨ Was ist mit der AHV? Je nachdem, in welches Land du ziehst und ob

du auch dort eine Sozialversicherung hast, kannst du freiwillig AHV bezahlen

und so verhindern, dass du ein Loch in der AHV hast. Aber keine Sorge,

deswegen schicken sie dir dann, sobald du dich im Ausland angemeldet hast,

einen Brief zu.

#169 | AUGUST 2019

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