RCKSTR Mag. #169

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MUSIK

MC Koralle

Was sagt Admiral Ackbar an einem Gig von MC Koralle? «It’s not a Trap!»

Denn während momentan auch hierzulande zig Akteure diesem Subgenre

nacheifern und in die eigene Sprache übersetzen, orientiert sich der Badener

Rapper vielmehr an deutschen Old-School-Heroen. Diesen Sommer

erschien Koralles EP «Gesundheit», auf der sich der Wortakrobat als unterhaltsamer

Geschichtenerzähler mit überaus geschmeidigem Flow beweist.

Suicide Salmon

Das musikalische Multitalent Christian

Büttiker (u.a. Delorian Cloud Fire,

The Büüsis) hat kürzlich unter seinem

Solo-Pseudonym Suicide Salmon die

zweite EP «Loss of Dignity» veröffentlicht.

War der Vorgänger «Birth» rein

instrumental gehalten, bereichert

jetzt auch vermehrt Gesang die Kompositionen

des Baslers und lässt den

Selbstmordlachs somit noch konsequenter

in Richtung schwelgerischen

Synthie-Pop schwimmen.

#169 | AUGUST 2019

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White Dog Suicide

«We don’t know what a Glarus is, but it made those boys sure fucking rock»,

hat es diesen Frühsommer hoffentlich nach den Shows von White Dog Suicide

geheissen. Die Innerschweizer spielten nämlich ihre erste kleine US-Tour,

nachdem sie im vergangenen Jahr mit dem Longplayer «Broken Hearts &

Broken Bones» debütierten und sich schon gleich mal vom Fleck weg als eine

der umwerfendsten Hardcore-Punk-Combos des Landes etablierten.

La Colère

Fiona Cavegn

Für viele von uns dürfte der

einzige Bezug zu Rätoromanisch

sein, dass früher

einmal in der Woche das

«Guetnachtgschichtli» im TV

etwas komisch geklungen

hat. Doch die vierte Landessprache

eignet sich auch für

grosse Pop-Momente, wie

die Bündner Sängerin auf

ihrer souligen Single «Mona

Lisa» eindrucksvoll beweist.

Eine eigentlich längst überfällige

aber umso gelungenere

Kombination, die Fiona

aktuell in die ganze Schweiz

hinausträgt.

Ein Anruf bei unserer ehemaligen Französischlehrerin hat ergeben: La Colère heisst übersetzt

«Die Wut», was nun eigentlich so gar nicht passt zum trippy Ambient der 28-jährigen Genferin.

Mit dem Track «Surface» gewann sie in diesem Jahr hochverdient an der M4Music Demotape

Clinic die Kategorie «Best Electronic Act», ihr DJ-Talent beweist sie zudem unter anderem an der

kommenden Street Parade auf der Swiss Innovations Stage.

+ 3 CH-Geheimtipps aus der Retro-Plattenkiste, in die du dich tiffigst auch verknallen solltest

ELECTRO:

Voice of Taurus

Der Zürcher Jazz-Saxophonist

Bruno Spoerri experimentierte

schon sehr früh mit den Möglichkeiten

elektronischer Musik

und veröffentlichte 1978 diesen Klassiker des Ambient-Genres.

Kraut-Rock- und Moog-Pop-Checker können

sich für diese kosmischen Klänge umgehend den

Astronautenhelm aufsetzen.

ROCK:

Definitiv Zürich

1976 – 1986

Ein Mittelfinger so herausragend

wie das Grossmünster:

Die Compilation fasst zehn Jahre

Entwicklung von Punk, New Wave und Noise in der

Zwinglistadt zusammen. Unter anderem mit dabei:

Kleenex, Yello, Liliput, Stephan Eicher, Mother’s Ruin

und ein RCKSTR Favorite: Sperma mit «Züri Punx».

RAP:

UnderClassic

Wenn Basel plötzlich wie Boston

klingt: Die Underclassmen

um Trig und Kaotic Concrete

machten 2003 keinen Hehl aus

ihre US-Wurzeln und zelebrieren auf dem einzigen

Album der Combo eine Old-School-Block-Party auf

internationalem Niveau, die auch heute noch mächtig

Laune bringt.

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