RCKSTR Mag. #169

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Wie hast du dich für die Motive der «I carrot believe it»-Reihe entschieden?

Ich hatte total Lust, mich mit der Schweiz zu beschäftigen. Wir haben aber

auch schnell bemerkt, wie bodenlos das Fass ist. Es gibt so viele Ansätze.

Wir haben typische Schweizer Attribute gesucht wie Käse, Jass-Karten, Darvida,

Edelweiss-Blüemli oder den Cervelat.

Gleichzeitig finden sich viele japanische Schnitte und Schriftzeichen

in der Kollektion. Wie bist du auf Japan als Gegensatz gekommen?

Ich liebe Japan. Ich bin gerne da und habe eine gute Freundin die Japanerin

ist. Ich habe den Spiess umgedreht und folgendes Konzept entwickelt: Wie

sähe die Schweiz aus, wenn sie in Japan wäre? Wir haben keine Touristenklamotten

für Japaner entworfen, sondern uns überlegt, wenn die Schweiz

nicht in der Schweiz wäre, sondern in Japan, wie würde sie aussehen? Die

Kollektion ist das Resultat daraus.

Hast du Echo bekommen aus Japan?

Ich glaube, die Japaner haben es nicht ganz verstanden (lacht). Nächste

Season haben wir dann einen Laden in Japan und wir bearbeiten die

Schweiz als Thema nochmals. Mal schauen, ob das gut ankommt.

Was ist die Idee hinter den Kantonstaschen?

Wir fanden die Materie Flaggen spannend. Dann kam das Thema vom «Kantönli-Denken»

auf. Die Zürich-Tasche lief sehr gut. Vielen ist der Kanton aber

auch egal und sie entscheiden sich für ein tolles Design.

Wie viel Heim- oder Fernweh steckt in der aktuellen Kollektion?

Wir haben verstaubte Sujets aufgegriffen und so umgesetzt, dass man Lust

bekommt, sie wieder zu tragen. Die Kollektion löst bei vielen ein nostalgisches

Gefühl aus. Und insofern passt Heimweh, weil man wieder Freude

bekommt an den alten Motiven. Ich hatte Freunde aus LA, die angerufen

haben und meinten, sie möchten unbedingt eine «Kantönli-Tasche». Also hat

es für die Auslandschweizer schon auch Heimweh hervorgerufen.

War das eine einmalige Idee mit den Heimat-Motiven?

Nein, das kommt wieder vor in der nächsten Kollektion. Ich hatte noch keine

Lust aufzuhören. Wir machen nochmal Schweiz. Die Kollektion wird etwas

mythisches haben. Das Thema geht in die Richtung urchig und Waldgeister.

Es gibt viele Holzstrukturen im Strick und Prints mit Gesichtern.

Die kommende Kollektion «Ring my bell» in Kollaboration mit Textildesigner

Christoph Hefti kommt am 1. September in die Läden. Lust auf mehr bekommen?

Die aktuellen Teile sind online auf julianzigerli.com erhältlich.

Ausserdem freut sich Julian auch auf einen Besuch in seinem Store am Rindermarkt

14 in Zürich. W

Julians aktuelle Sommer-favoriten

Sweden Bag

CHF 77.-

Zigerli Vida Hoodie

CHF 300.-

Swiss Idol Longsleeve

CHF 205.-

BLOODY

OUT

ZEIT, DIESE TRENDS AN

DEN NAGEL ZU HÄNGEN.

#Korbtaschen

Nichts für ungut. Korb ist

kultig, aber am Accessoires-Hype

von Sommer

2019 schlechthin haben wir

uns satt gesehen. Nämlich

jene meist schlecht verarbeiteten

Flechttaschen mit

kitschigen «Live, Laugh,

Love»-Sprüchen, die uns

weder laughen noch loven

lassen.

#Melonen

Wir hatten Ananas, Avocado

und jetzt spriessen plötzlich

überall Melonen in unserem

IG-Feed. Influencer wie hier

Michèle Krüsi posen fleissig

mit der neuen Trend-Frucht.

Was hat wohl als nächstes

Saison? Wir wären ja mal für

Äpfel oder Birnen, buy local

und so.

#169 | AUGUST 2019

29

#Culotte

Es ist das BSO (Basic Summer

Oufit) schlechthin: White Tee,

Turnschuhe und gestreifte Culotte.

Diesen 7/8-Trend konnten

wir nie ganz nachvollziehen,

macht er doch die Beine

optisch kürzer. Wenn es also

um Stelzenstoff geht: Entweder

ganz oder kurz.

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