Unterwegs in Namibia

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Koloniale Architektur

Das auffälligste Relikt der

deutschkolonialen Ära in Namibia

sind Häuser, Zweck- und

Verteidigungsbauten, deren wilhelminische,

von Erkern, Ziergiebeln

und Türmchen geprägte

Architektur den namibischen

Städten einen besonderen Charakter

verleiht. Schmuckstück

des kolonialen Bauens ist zweifelsohne

Swakopmund, wo mit

dem ab 1901 errichteten Bahnhof

das heraus ragendste Beispiel

für diesen Baustil steht.

Ebenso markant und die niedrige

Bebauung der Dr. Libertine

Amathila Street überragend ist

das Hohenzollernhaus, das 1906

als Grandhotel eröffnet wurde.

Vom schlichten Alten Amtsgericht

bis zur zinnengeschmückten

Alten Kaserne

sind in Swakopmund alle Baustile

vertreten, die zeitgleich

auch im deutschen Mutterland

populär waren.

Hornviper im Living Desert Snake Park.

Etwas kleiner ist die Zwergpuffotter.

fe beobachtete, und das Prin zessin-Rupp

recht-Heim, ein ehemaliges

Lazarett. Nach ausgiebigem

Einkaufs bummel durch Swakopmunds

Straßen lohnt zum Ab -

schluss noch ein Besuch im Museum.

Danach lockt das »Café

Anton« mit echtem deutschem

Apfelkuchen.

** Living Desert

Snake Park

Über 70 Schlangenarten gibt es

in Namibia , darunter auch zahlreiche

giftige Spezies wie Speikobras,

Puffottern, Schwarze

Mambas und die dekorative, bis

zu zwei Meter lange Boomslang

(Afrikanische Baumschlange).

Da die Reptilien Menschen eher

scheuen, kommt es nur selten

zu Begegnungen oder gar Bissen.

Wie die gefährlichen Wüsten-

und Steppenbewohner aussehen,

die sich während der

heißen Stunden des Tages unter

Steinen oder Sand getarnt für

das menschliche Auge unsichtbar

machen, zeigt der »Living

Desert Snake Park« in Swakopmund.

Die Tiere werden in Terrarien

gehalten, die ihrem

natürlichen Lebensraum nachempfunden

sind. Selbst durch

die Glasscheibe betrachtet wirken

Zebraschlange, Korallenschlange

oder Hornviper überaus

kraftvoll. Neben den Giftschlangen

sind im Snake Park

auch zahlreiche harmlose Tiere

wie Geckos und Chamäleons zu

sehen.

** Aquarium

Am südlichen Abschnitt der

Strandpromenade steht das

2012 frisch renovierte Aquarium

der Stadt. In einer großen Ringschwimmhalle,

durch die ein

gläserner Tunnel führt, ziehen

Haie und Adlerfische ihre Bahnen.

Auch erfährt man hier alles

über Flora und Fauna des Atlantiks.

Jeden Tag um 15 Uhr ist

Fütterung.

Oben, großes Bild: Die

prächtigen Fassaden der

modernen Waterfront sind

den von Jugendstil und

Klassizismus geprägten

Kolonialvillen Swakopmunds

nachempfunden.

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