Unterwegs in Namibia

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Welwitschia

Die Welwitschia ist nicht gerade

eine Schönheit. Vielmehr gleicht

sie einem willkürlich zusammengekehrten

Haufen aus frischen

und abgestorbenen Blättern. Die

eigenartige Pflanze, die nur in

küstennahen Regionen der Kieswüste

wächst, wurde gleich

zweimal entdeckt: Ungefähr

zeitgleich stolperten 1859 der

österreichische Botaniker Friedrich

Welwitsch und der britische

Maler Thomas Baines über den

skurrilen Blätterhaufen, Ersterer

in Südangola, Letzterer im namibischen

Swakop-Rivier. Friedrich

Welwitsch beschrieb die Begegnung

mit dem Gewächs

folgendermaßen: »Ich konnte

nicht anders, als niederzuknien

und sie anzustarren, und ich

fürchtete, dass jeder Versuch,

sie zu berühren, enthüllen könnte,

dass es sich um Einbildung

handele«: Schon bald hatte die

nach ihrem österreichischen Entdecker

benannte Welwitschia

den Ruf, die hässlichste Pflanze

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