Kradblatt Ausgabe August 2019

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Panne führt zu Pause

kommen haben wir nur unserem einzigartigen

Teamgeist zu verdanken, wo

Hilfestellung allen Bikern auch außerhalb

unserer Gruppe gegeben wurde um durch

die heftigsten Fluten zu gelangen. Nicht

unerwähnt sollte die klasse Performance

der neu entwickelten Enduro von Royal

Enfield bleiben. Schließlich ist dieses Terrain

auch der Namensgeber für die neue

„Himalayan“. Aber auch die klassischen

Bullets baggern sich stoisch wie ein Traktor

durch alle Hindernisse.

In solch einer Umgebung sturzfrei zu

bleiben ist nur mit gutem Material möglich.

Den Totalausfall eines Bikes gab es

aber doch und nur dank unseres flinken

Mechanikers wurde das Motorrad kurzerhand

auseinander gebaut und in das

Begleitfahrzeug verladen.

Die Übernachtung im Hochcamp von

Sarchu auf ca. 4000 Metern brachte Erholung

und Besserung für unsere Sozia aus

der Schweiz.

Der folgende Tag führte uns über

zwei weitere 5000er wovon einer der

zweithöchste Pass der Welt ist und man

dort bei guter Sicht bis zu den 8000ern

des Karakorums blicken kann. Es ist die

Königsetappe, denn mit 250 Tageskilometern

und einer durchschnittlichen Höhe

von ca. 4500 Metern kommen doch alle

ziemlich an ihr Limit. Einzig die sich ständig

ändernde, verzaubernde Landschaft

hält uns wach.

Die Hochebene von Pang lässt sich mit

nichts auf dieser Welt vergleichen, wohl

am ehesten noch mit der Oberfläche des

Mars. Die tiefen Schluchten entlang reißender

Ströme mit kleinen grünen Oasen,

die Einheimische der Steinwüste abtrotzen,

bilden immer wieder wohltuende

Abwechslung. Die breite Farbpalette, die

diese riesigen Gesteinsmassen bieten

lässt uns immer wieder staunen.

Und so geht es in wildem Ritt runter

vom Taglang La dem zweithöchsten Pass

der Welt mit seinen 5330 Metern.

Je mehr wir uns dem Indus Tal nähern,

desto milder wird das Klima. Es öffnet

sich mit einer phänomenalen Weitsicht.

Links und rechts an den Bergflanken

finden sich alte buddhistische Klöster

und entlang der Straße zahllose riesige

Militärcamps, denn nicht weit von hier

sind die Grenzen zu China und Pakistan.

Das Konfliktpotenzial lässt sich direkt an

der überwältigenden Masse von Militärfahrzeugen

samt Personal ablesen. Wie

gesagt, der ganz normale Wahnsinn.

Den Ruhetag in Leh heißen wir alle

willkommen, genießen dort das traumhaft

schöne Hotel, schlendern durch die

Altstadt und lassen uns von der fantas-

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