Kradblatt Ausgabe August 2019

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RÜCKBLICK

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Erfahrungsbericht

Ducati Scrambler Desert Sled Mod. 2017

Kürzlich kam die Frage auf, wo eigentlich die Ducati Desert Sled aus

unserem kleinen Kradblatt-Fuhrpark abgeblieben ist. Tja liebe Leser,

die ist leider schon wieder weg. Soweit es möglich ist, wird nach jeder

zweiten Saison gewechselt – das Leben ist schließlich so kurz und es

gibt so viele tolle Motorräder, die noch gefahren werden wollen …

Und wie war sie nun, die moderne XT500 Kopie? Ja, ja, das möchte

Ducati nicht hören – ist ja auch verständlich, denn außer dem weißen

Lack und den goldenen Felgen haben die beiden Bikes nicht viel gemeinsam.

Dabei braucht sich Ducati wirklich nicht zu grämen. Es ist doch toll,

wenn die Leute die Sled so positiv wahrnehmen.

Ich hatte mir die Maschine ohne

Probefahrt, nur aufgrund des positiven

Fahrberichts von Jochen Vorfelder im

Kradblatt 3/17 und der Optik, die mich

voll anspricht, gekauft und ich wurde

nicht enttäuscht. Die Ducati Desert Sled

ist ein toller Begleiter auf kurzen wie langen

Strecken.

Im Alltag macht die Ducati genau das,

was ich von ihr erwartet habe: sie funktioniert

einfach gut. Keine Auffälligkeiten

bei der Bedienung, die Fahrleistungen

gehen für die Landstraße allemal in Ordnung.

Der Sound der Originalauspuffanlage

reichte mir, wobei ich es generell

Improvisierter Spritzschutz; ohne ferkelt man sich im Regen ziemlich ein eher etwas leiser mag. Noch dazu sieht

der kurze Topf schick aus.

Wichtig – aber das ist bei allen Motorrädern

so – überprüft die Grundeinstellung

des Fahrwerks. Gerade die Federbasis

(also der Negativfederweg vorne

und hinten) sollte individuell ausgemessen

und eingestellt werden. Das hat oft

eine sehr positive Auswirkung auf das

Fahrverhalten! Die Einstellung mittels

Hakenschlüssel ist bei der Ducati etwas

fummelig, wer öfter mit wechselndem

Gepäck/Sozius fährt, investiert hier am

besten in ein per Handrad einstellbares

Federbein.

Die Desert Sled macht optisch einen

auf Enduro, für den echten Geländeeinsatz

bedarf es aber eines routinierten

Fahrers (bin ich nicht) und vor allem hierzulande

anderer Bereifung. Die Pirelli

Scorpion Rally STR-Reifen machen auf

nasser und trockener Straße einen echt

klasse Job, mit einigermaßen festem

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