Der Harz_08_19

wittchen

Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 08_2019

Harzer Grenzweg

Unterwegs mit Umweltministerin

Prof. Dalbert Seite 4

Sternwanderung

Einladung am 1. September

in Bad Lauterberg Seite 7

Harzer Heimattag

Brauchtumsgruppen

begeisterten Seite 19


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2 08 | 2019


EDITORIAL

…geht nicht ohne uns!

Auf ein Wort…

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

www.harzklub.de

Redaktion:

Annett Drache

Redaktionskollegium:

Antje Radcke, Matthias Bein (Haupt ­

pressewarte), Michael Rudolph

(Stellv. Hauptpressewart), Marion

Schmidt (Hauptschriftwartin),

Christoph Steingaß, Klaus Dumeier

(Stellv. Präsidenten).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Der auszugsweise oder vollständige

Abdruck von Beiträgen ist nur

mit Genehmigung des Verlages

gestattet.

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Jeweils zum 15. des Vormonats.

Verlag und Druck:

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)

Harzdruckerei GmbH

Max-Planck-Straße 12/14

38855 Wernigerode

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DER HARZ erscheint monatlich.

Jahresabonnementpreis: 31,57 €

inkl. Versandkosten und 7 % MwSt.

Zeitung ist kündbar bis 30. September

des laufenden Jahres für das

Folgejahr.

Kommentar zur Titelseite:

Farbenfrohe Trachten beim Harzer

Heimattag – die Jodlergruppe

Ildehausen hat keine Nachwuchssorgen.

Artikel auf Seite 19

(Foto: Annett Drache)

Liebe Leserinnen und Leser,

Sommerferien, gutes Wetter, in den vergangenen Wochen und Tagen waren wieder

viele Einheimische sowie Touristen zum Wandern in unserem Harz auf unseren

Harzklubwegen unterwegs.

Auch ich habe die Zeit genutzt, war mit der Familie und Freunden wandern und

habe mich mit vielen Wanderfreunden unterhalten können. Was macht unsere

Wander region so attraktiv? An welchen Stellen können wir noch besser werden?

Deutlich wurde mir dabei, dass wir über ein sehr wichtiges Thema bisher viel zu

wenig gesprochen haben. Es geht um unsere gastronomischen Angebote, um

unsere Hütten. Nach meinem Dafürhalten ist der Harz an dieser Stelle im Vergleich

zu anderen Regionen eher schlecht aufgestellt. Und die wenigen attraktiven

Wandergaststätten haben große Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden.

Aller Wahrscheinlichkeit wird sich das Angebot weiter verschlechtern.

Deshalb sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unsere gastronomischen

Angebote im Harz verbessern können und Unternehmern wie Beschäftigten, Lust auf

die Arbeit machen. Dazu gehören alle Beteiligten wie zum Beispiel unsere Bundesländer,

die Landkreise, der Nationalpark Harz, der Harzklub, die Landes-/Stadtforsten

und der Harzer Tourismusverband an einen Tisch.

Schöne Wege und eine herrliche Landschaft reichen allein für eine attraktive

Wanderdestination heute nicht aus.

Dr. Oliver Junk

Präsident Harzklub e.V.

INHALT

Unterwegs am Harzer Grenzweg mit Umweltministerin Prof. Dalbert 4

119. Deutscher Wandertag 2019 – Treffen der Generationen 5

Tourenangebot zur Sternwanderung 6

Einladung: Die Rückkehr des Wolfes in den Harz – Wanderer in Gefahr? 6

Einladung zur Sternwanderung am 1. September 2019 7

Mit dem „Typisch Harz“-Express durch das romantische Selketal 8

Harz TagungsPool präsentiert sich im BZV Medienhaus 8

Mit Heinrich I. die Burgen und Schlösser im Landkreis Harz entdecken! 9

Partnerschaftliches Arbeiten bringt den Naturpark voran 10

Neuer Geopunkt bei Buchholz 10

Auf Entdeckungstour im Harly 11

Kinder- und Familienfest am Bahnhof Westerntor 12

Kampagne gegen Müll im Nationalpark Harz 13

Zweite Wanderung mit Herzblut am 06.09.2019 14

Jeder kann Herzhelfer werden und Leben retten 14

Naturschutzwartetagung am 29. Juni im Nationalpark Harz 15

Mountainbiking: Feuertaufe rund um Königskrug 16

Stasi-Abhörkuppel – vom Brocken nach Benneckenstein 18

Brauchtumsgruppen begeisterten das Publikum beim Harzer Heimattag 19

Aus der Geschichte des Harzklub-Zweigvereins Rübeland e.V. 20

Aus der Arbeit des Hauptvorstandes des Harzklub e.V. 22

Mitgliedschaft im Harzklub 22

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3


HARZKLUB

Harzklub-Geschäftsführerin Annett Drache informiert Sachsen-Anhalts

Umweltministerin Prof. Dalbert während der Wanderung über die Arbeiten des Vereins

am Grünen Band. Foto links: Wanderführer Friedemann Schwarz (Fotos: Michael Rudolph)

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

Unterwegs am Harzer Grenzweg mit

Umweltministerin Prof. Dalbert

»Das Grüne Band

Sachsen-​Anhalt als

Nationales Naturmonument

auszuweisen,

ist erklärtes Ziel der

Landesregierung.

Er führt über geschichtsträchtigen

Boden, berührt drei Bundesländer

im Harz und verbindet vielfältige

Landschaften: Der Harzer Grenzweg

erschließt wertvolle Biotope und

historische Sehenswürdigkeiten auf

insgesamt 91 Kilometern Länge.

Seit seiner Eröffnung im Mai 2006 hat der

Harzklub e.V. den einzigartigen Wanderweg

als Rückgrad des Grünen Bandes im

Harz ausgebaut. Auf 23 Informationstafeln

erfahren Wanderer Wissenswertes über

Landschaft, Naturschutz, Kulturgeschichte

und Orientierung im Gelände. Eigens

geschulte Wanderführer geben ihr Wissen

über das Grüne Band an interessierte Gäste

weiter oder berichten als Zeitzeugen von

ihren Erlebnissen an der ehemaligen innerdeutschen

Grenze. Ziel eines vom Bundesamt

für Naturschutz geförderten Projektes

„Erlebnis Grünes Band“ (2007-2010) war die

weitere touristische Erschließung des ehemaligen

Grenzbereiches für Touristen und

Einheimische unter Beachtung des Biotopund

Landschaftsschutzes.

Der Harzer Grenzweg ist einer der wichtigsten

Wanderwege im Harz geworden“,

betonte Harzklub-Geschäftsführerin Annett

Drache beim Besuch von Sachsen-Anhalts

Umweltministerin Claudia Dalbert am

1. Juli 2019 in Benneckenstein. Professor

Dalbert wanderte im Rahmen ihrer Sommertour

am Grünen Band vom Jägerfleck

am Drei-Ländereck nahe Benneckenstein

in Richtung Hohegeiß.

Wanderführer Friedemann Schwarz erklärte

anhand von historischem Bildmaterial

den ehemaligen Grenzverlauf und die Besonderheiten

der innerdeutschen Grenze.

Ein Höhepunkt zu Beginn der Wanderung

war der Dreiländerstein. Bei der Umrundung

des Steines konnte die Ministerin gleich drei

Bundesländer bewandern – Niedersachsen,

Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Unterwegs konnte sich Frau Prof. Dalbert

über zahlreiche Projekte informieren, die der

Harzklub entlang des Grenzweges betreut.

So leistet der Verein mit Unterstützung der

AFG Harz auf einer Fläche von insgesamt 40

Hektar landschaftspflegerische Arbeit. Das

fördere die landschaftliche Vielfalt und die

Biotoppflege. Auch die Artenvielfalt und die

Vernetzung von Lebensräumen profitierten

von dem Engagement des Harzklubs, erläuterte

Annett Drache.

Zeugnisse bewahren und an den

„Eisernen Vorhang“ erinnern

Er trennte die Menschen in Deutschland wie

ein „Eiserner Vorhang“ und versperrte Wanderern

den Weg jenseits des Zaunes. Diese

Grenzen zu überwinden und Menschen und

Landschaften wieder miteinander zu verbinden

war die große Herausforderung für

den Harzklub. Als mitgliederstarker Wanderverband

und Verein für Naturschutz,

Heimat- und Kulturpflege räumte er Hindernisse

im Gelände und in Köpfen aus dem

Weg und schuf einen durchgängig wanderbaren

Weg vom nördlichen Harzvorland am

Grenzturm bei Rhoden (Kleiner Fallstein)

bis zum Grenzlandmuseum Tettenborn bei

Bad Sachsa im Süden. Komplett beschildert,

in Wanderkarten erfasst und über

den Harzer Tourismusverband beworben,

erfreut sich der Grenzweg zunehmender

Beliebtheit. An schönen Aussichtsplätzen

laden Sitzbänke zur Pause ein, insgesamt

36 Ruhebänke unterhält der Harzklub entlang

der Route.

Naturerlebnispark Benneckenstein und

acht Erlebnisrouten eingebunden

Das Schullandheim Benneckenstein liegt

nahe dem Harzer Grenzweg und bietet

Seminare, thematische Wanderungen und

Exkursionen an. Es bereichert mit einem

Erlebnispark und acht Erlebnisrouten das

Angebot am Grünen Band. Frank Weiner

stellte einige der Angebote vor, die er als

stellvertretender Hauptnaturschutzwart

beim Harzklub rund um das Schullandheim

zu bieten hat. Michael Rudolph

4 08 | 2019


HARZKLUB

Treffen der Generationen

119. Deutscher Wandertag 2019

Der 119. Deutsche Wandertag fand

vom 3. bis 8. Juli 2019 in den Städten

Schmallenberg und Winterberg statt.

Der Sauerländische Gebirgsverein

(SGV) als Ausrichter hatte eine großartige

Vorbereitung geleistet, und

während der Veranstaltung sorgten

ungezählte Helfer für einen reibungslosen

Ablauf.

Das Wetter war ebenso freundlich zu uns

wie die Menschen, der Blick reichte in weite

Fernen über sanfte Berge und grüne Wälder

ohne Borkenkäfer, die Orte erstrahlten in

weiß mit schiefergedeckten schwarzen Dächern,

alles wirkte frisch und sauber. Viele

gut ausgeschilderte Wege luden ein zum

Wandern. Überall fanden sich Sport- und

Freizeiteinrichtungen bis zur Grenze des

Erträglichen – das ist das Hochsauerland,

ein einziger großer Vergnügungspark!

Der Wandertag

Der Ablauf ist eigentlich alle Jahre wieder

gleich und doch jedes Mal ganz anders! In

diesem Jahr begann die Veranstaltung mit

der Nachricht, dass der Präsident, Dr. Hans-

Ulrich Rauchfuß, krankheitsbedingt nicht

teilnehmen könne. Seine drei Stellvertreter

übernahmen jedoch souverän die Leitung.

Somit blieb uns Teilnehmern nur, herzliche

Genesungswünsche auszusprechen.

Die Wandertags-Wimpel-Gruppe aus

Detmold wurde am Donnerstag-Nachmittag

auf dem Marktplatz in Winterberg

fröhlich empfangen. Am Abend erfolgte die

offizielle Eröffnung mit diversen kurzweiligen

Beiträgen aus Grußworten, Bildern

und Klamauk! (z.B. Herr Niels auf youtube!)

Winterberg ist geprägt durch viele Sport- und Freizeiteinrichtungen

Harzklub – beim Festumzug stark vertreten (Fotos: Annett Drache)

Spuk und Gaudi beim Festumzug – Die Hexen & Teufel des Zweigvereins Thale

Die Mitgliederversammlung musste leider

darüber entscheiden, dass im Jahre 2021

kein Deutscher Wandertag stattfindet, da

sich kein Veranstalter finden ließ. Eine

traurige Entwicklung, die unbedingt Anlass

zum Überdenken des Formates geben

sollte! Kein Mitgliedsverein und kaum eine

Kommune haben die Möglichkeit, den momentan

veranschlagten Betrag von etwa

einer halben Million Euro für ein solches

Großereignis zur Verfügung zu stellen.

Hier ist vielleicht zukünftig weniger mehr!

Einstimmig bei Enthaltung des Harzklubs

wurde der Vorschlag angenommen. Die Resolution:

„Ein Raum – viele Perspektiven!“,

die das Miteinander der verschiedenen Naturnutzer

beinhaltet, wurde verabschiedet.

Die sehr beliebte Verbandswanderung und

die Fachtagungen fielen einem neu angebotenen

„Zukunftsdialog – bewegte Wandertagung“

zum Opfer. Selbstverständlich ist

es immer gut, neue Wege zu erforschen und

moderne Kommunikation auszuprobieren.

Die Umsetzung kam jedoch nicht bei allen

Wanderfreunden gleich gut an. Dennoch

wurden wichtige Erkenntnisse für die Zu­

08 | 2019

5


HARZKLUB

kunft gemeinsam erarbeitet, die Einfluss

auf unser späteres Verhalten haben werden.

Der ökumenische Freiluftgottesdienst fand

bei sehr guter Beteiligung in Schmallenberg

statt. Ein Augenblick der Einkehr und des Innehaltens

trotz des vollen Terminkalenders.

Feierstunde, Festumzug und Abschluss

Die Stadthalle in Schmallenberg war sehr

gut besucht, als der Ministerpräsident von

Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, als

Schirmherr die Festrede hielt. Man merkte

ihm die Freude an, sein Bundesland vorzustellen,

und er dankte den Wanderern

für ihr ehrenamtliches naturschonendes

Verhalten. Wanderer überschreiten Grenzen

und sehen Veränderungen in der Natur eher,

als andere. Nachdem bereits zum zweiten

Mal in Folge der Deutsche Wandertag in

NRW stattfand, meinte der Ministerpräsident,

er gönne nun aber auch einmal wieder

anderen Bundesländern dieses Vergnügen!

Der Festumzug am Sonntag war einer der

ganz großen Höhepunkte dieses Wandertages.

Etwa 7.000 Wanderer nahmen daran

teil, begeistert gefeiert von ungefähr 11.000

Zuschauern. Vom Harzklub nahmen 165

Wanderer aus 19 Zweigvereinen aktiv teil,

sicher noch einmal so viele standen am Rande

des Weges und feuerten uns fröhlich an.

Bei der Abschlussveranstaltung am höchsten

Berg in NRW, dem Kahlen Asten, zeigte

sich das Mittelgebirge von seiner unfreundlichen

Seite, denn bei 8° Celsius und heftigem

Wind sind der Feierlaune Grenzen

gesetzt. Die von allen Teilnehmern gemeinsam

gesungene Nationalhymne beendete

den 119. Deutschen Wandertag und jeder

ging wieder seiner Wege.

Aussichten

Im nächsten Jahr gibt es hoffentlich ein

fröhliches und gesundes Wiedersehen mit

den alten und neuen Wanderfreundinnen

und -freunden in der Erlebnisregion Edersee

vom 1. bis 6. Juli 2020, in der Wander­

Foto: Annett Drache

tags-Hauptstadt Bad Wildungen unter dem

Motto: „Wild. Bunt. Gesund“. Was bleibt,

ist der Dank an alle Beteiligten – ganz besonders

vom Harzklub – für einige schöne

und ereignisreiche Tage in einer sehr gut

aufgestellten Tourismus-Region mit vielen

Besuchern aus nah und fern, im Winter,

wie im Sommer. Was aber auch bleibt, sind

nachdenkliche Überlegungen über die Zukunft

unserer Wanderbewegung. Da wird

gemunkelt, dass ganze Gebietsvereine den

Dachverband verlassen wollen, was wohl

dann wieder zu einer weiteren Beitragserhöhung

führen würde. Es wäre zu begrüßen,

wenn zukünftige Veranstaltungen nicht am

Geld scheitern würden – viel öfter, als einmal

jährlich auf dem Deutschen Wandertag

trifft man die meisten Wanderfreunde

nämlich nicht. Christoph Steingaß

Der Harzklub war beim Wanderwettbewerb

sehr gut vertreten. Folgende Plätze

wurden erreicht:

Strecken-Wanderung: 2. Platz Harzer

Hexenritt (400 km) mit Brigitta Roy-Feiler

und Gesine-Maria Haas

Standortwanderungen:

11. Platz: Harzklub-Zweigverein Hannover e.V.

15. Platz: Harzklub-Zweigverein Ballenstedt e.V.

17. Platz: Harzklub-Zweigverein Hildesheim e.V.

Einladung zur 3. Diskussionsveranstaltung

des Harzklub e.V. nach St. Andreasberg

Die Rückkehr des Wolfes in

den Harz – Wanderer in Gefahr?

Seit 2018 bietet der Harzklub e.V. eine

Plattform für Diskussionsrunden zu aktuellen

Harz-Themen“. So haben wir die

Themen „Nationalpark Harz – Was macht

der Borkenkäfer mit unserem Wald?“ sowie

„Dürrerekord und Jahrtausendhoch wasser

– wie sieht die Wasser-versorgung der Zukunft

aus?“ mit kompetenten Referenten

vor jeweils etwa 120 Gästen sachlich, fachlich

und engagiert erörtert.

Unsere nächste Runde widmet sich dem

Wolf. Unter bewährter Moderation von

Andreas Rietschel, ehemals Chefredakteur

der Goslarschen Zeitung, diskutieren wir

Die Rückkehr des Wolfes in den Harz

– Wanderer in Gefahr?

mit unseren Mitgliedern aus den Harzklub-

Zweigvereinen und allen interessierten

Gästen.

Als Diskussionspartner stehen Carola

Schmidt (Geschäftsführerin des Harzer

Tourismusverbandes), Konstantin Knorr

(Niedersächsisches Ministerium für Umwelt,

Energie, Bauen und Klimaschutz), Andreas

Berbig (Wolfskompetenzzentrum des Landes

Sachsen-Anhalt) und Jürgen Hirschfeld

(Kreislandwirt Goslar) für Sie bereit.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir

insbesondere die Sorgen und Fragen von

Wanderern und Gästen, aber auch der einheimischen

Bevölkerung aufgreifen.

»Unsere Veranstaltung findet statt

am 26. August 2019 um 19.00 Uhr

im Kurhaus von St. Andreasberg

(Kinosaal), Am Kurpark 9,

37444 Sankt Andreasberg

Tourenangebot zur Sternwanderung

am 01.09.2019:

Wanderung 1:

„Spuren des Bergbaus 1“, Treffpunkt

9.00 Uhr, Haus des Gastes (7 km)

Wanderung 2:

„Königshütte“, Treffpunkt 9.00 Uhr,

Haus des Gastes (4 km)

Wanderung 3:

„Spuren des Bergbaus 2“, Treffpunkt

9.30 Uhr, Haus des Gastes“ (5 km)

Wanderung 4:

„Bismarckturm“, Treffpunkt 9.00 Uhr,

Haus des Gastes (5 km)

Radwanderung:

Kooperation Harzklub-Zweigverein

und RV Wanderlust Bad Lauterberg,

Gesamtlänge der Strecke ca. 32 km,

Abfahrten 9.00 Uhr Bad Lauterberg,

Bahnhofstr. (Lidl Parkplatz) und

9.15 Uhr Bad Lauterberg/Barbis,

Edeka Markt

Stadtführung:

Treffpunkt 10.30 Uhr, Kurpark/

Konzertmuschel (1 Std.)

Weitere Informationen unter:

www.Harzklub-Bad-Lauterberg.de

6 08 | 2019


HARZKLUB

Blick auf Bad Lauterberg

(Foto: Annett Drache)

Foto: Wilhelm Diekmann

Kommt mit – Der Harz geht nicht ohne uns!

Einladung zur Sternwanderung

am 1. September 2019

im Kurpark von Bad Lauterberg

Wie könnte man im Harz wandern,

gäbe es nicht ein umfangreiches

Wanderwegenetz, die Beschilderung

an der richtigen Stelle und eine

Wanderkarte in der Hand! Um dies zu

gewährleisten sind viele ehrenamtliche

Mitglieder des Harzklubs täglich

im Einsatz. Der Harzklub e.V. ist seit

mehr als 130 Jahren ein starker und

zuverlässiger Partner, wenn es um

das Wandern geht.

Die jährlichen Sternwanderungen stellen

jeweils einen anderen Ort ins Zentrum

der Wanderlust und zeigen, wie vielfältig

und landschaftlich reizvoll diese Orte sind.

Sie fördern das Gemeinschaftsgefühl, die

Verbundenheit mit der Heimat und bieten

auch Gästen ein attraktives, harztypisches

Programm.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein,

am Sonntag, dem 1. September 2019,

mit uns zu wandern und einen geselligen,

aber auch informativen Tag beim

Harzklub e.V. zu verbringen. Der zentrale

Veranstaltungsort ist der Kurpark von

Bad Lauterberg.

Am Vormittag werden durch den Zweigverein

Bad Lauterberg attraktive Wanderungen

angeboten. Auch eine Radtour, der

Besuch des Besucherbergwerks „Scholmzeche“

und eine Stadtführung bereichern

das Angebot. Speziell für Kinder gibt es

eine Schatzsuche.

Rahmenprogramm im Kurpark von Bad Lauterberg:

Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche

Veranstaltung und lernen Sie dabei die

Wanderregion Bad Lauterberg und unsere

Harzer Traditionen kennen. Für Speisen

und Getränke sorgt unser Harzklub-Zweigverein

Bad Lauterberg. Annett Drache

ab 9.00 Uhr: Start zu den angebotenen Touren.

10.30 Uhr: Treffpunkt Kurpark – Willkommen in Bad Lauterberg

Grüße von der Heimatgruppe des ZwV Bad Lauterberg,

Eröffnung der Marktstände

11.00 Uhr: Sonderführung Besucherbergwerk „Scholmzeche“,

Treffpunkt Eingang Mundloch Anzahl der Teilnehmer begrenzt,

bitte anmelden!

11.00 Uhr: Schatzsuche „Abenteuer Spielplatz“

11.00 Uhr: Vorführung: ASB und DRK – Exakte Ortung rettet Leben.

12.30 Uhr: Ökumenische Andacht

13.00 Uhr: Begrüßung der Wanderer:

Dr. Thomas Gans (Schirmherr und Bürgermeister)

Heinz-Gerd Trüter (1. Vorsitzender des Zweigvereins Bad Lauterberg)

Dr. Oliver Junk (Präsident des Harzklub e.V.)

13.30 Uhr: „Musik und Harzer Brauchtum“

14.15 Uhr: Konzert Musikcorps „Marching Power“

15.00 Uhr: Wimpelbandausgabe

15.30 Uhr: Harzer Folklore „So klingt es im Harzer Land“, alle singen mit.

16.30 Uhr Auf Wiedersehen – Viele Grüße zur „Rappbode-Talsperre!

08 | 2019

7


HARZER TOURISMUSVERBAND

Typisch Harz-Express (Fotos: HTV)

Typisch Harz-Markt am 22.9.2019

Mit dem „Typisch Harz“-Express

durch das romantische Selketal

Harzer Tourismusverband

Der „Typisch Harz-Express“ nimmt

Einheimische und Urlauber am

22. September 2019 bereits zum

dritten Mal auf eine kulinarische Reise

im Harz mit. Nach der erfolgreichen

Fahrt im vergangenen Jahr, haben

die Passagiere auch in diesem Jahr

die Möglichkeit einige ausgezeichnete

Spezialitäten der Regionalmarke

„Typisch Harz“ auf dem Weg durch das

romantische Selketal zu verkosten.

Der historische Dampfzug der Harzer

Schmalspurbahnen verlässt um 9.35 Uhr

den Quedlinburger Bahnhof und erreicht

gegen 11.10 Uhr den Bahnhof in Harzgerode.

Tickets sind für 49 Euro (Erwachsene)

bzw. 29,50 Euro (Kinder zwischen 6 und

14 Jahren) bei der HSB und in allen Verkaufsstellen

der HSB erwerbbar. Im Preis

enthalten sind die Hin- und Rückfahrt im

historischen Sonderzug, ein belebender

Begrüßungstrunk, exklusive Verköstigung

einiger Typisch Harz-Produkte, eine interessante

Reiseleitung während der Fahrt,

einen Imbiss im Schlosskeller Harzgerode,

eine Führung im dreigeschossigen Renaissanceschloss

und eine Überraschungstüte

auf der Rückfahrt.

Für alle Passagiere sowie interessierte

Besucher hält der Typisch Harz-Markt im

Schlosshof Harzgerode von 10 bis 17 Uhr

ausgezeichnete Spezialitäten und handwerkliche

Produkte aus der Region bereit.

Die Besucher haben die Gelegenheit, einige

der Produzenten kennenzulernen, mit ihnen

ins Gespräch zu kommen und natürlich

die ausgezeichneten Produkte zu erwerben.

Diese Produzenten sind auf dem Typisch

Harz-Markt vertreten: Kühlmann´s Hof

– Apfelplantage und Mosterei, Harzer

Gebirgsimkerei André Koppelin, Harz-

Keramik, Brockenbauer Thielecke, Harzer

Heu manufaktur, Malzit®, Torsten Höher

grillt Harzer Fichteln (Schmorwurst mit

Fichtennadeln), Westerhäuser Käsehof,

Harzer Naturküche und Imker Illers aus

Wieda.

Für Unterhaltung sorgen Live-Musik der

Münzenberger Musikanten aus Quedlinburg

sowie ein Kettensägenschnitzer, die vor Ort

ihr Können zeigen. Das Siegel „Typisch Harz

erhalten Produkte von besonderer Qualität

und Regionalität, die nach traditionellen

Rezepten bzw. Verfahren im Harz hergestellt

werden. Der Eintritt zum Markt ist frei.

»Weitere Informationen

sind unter

www.harzinfo.de/

veranstaltungen

sowie www.typischharz.de

zu finden.

Harz TagungsPool präsentiert

sich im BZV Medienhaus

Bereits zum dritten Mal lädt das

Netzwerk Harz TagungsPool Firmen

und Institutionen ein, sich über das

Netzwerk zu informieren – dieses Mal

nach Braunschweig.

Die Teilnehmer sollen so den Anreiz

bekommen, den Harz aus einer zunächst

ungewohnten Perspektive kennenzu lernen

– nämlich als Region für Firmenveranstal­

tungen, von der klassischen Tagung bis

zum Incentive. Ab 18 Uhr können die Gäste

im BZV Medienhaus in Braunschweig

mit Vertretern von Hotels, Eventlocations

oder Agenturen aus dem Harz ins Gespräch

kommen und sich begeistern und inspirieren

lassen. Der Abenteurer und Weltenbummler

Mario Goldstein wird den Abend

mit einer eindrucksvollen Multivisionsshow

abrunden. Das Angebotsspektrum des Harz

TagungsPools ist vielseitig: Neben Tagungshotels

mit zum Teil beachtlichen Kapazitäten

stehen auch Schlösser, Klöster oder

der Baumwipfelpfad Harz beispielhaft als

Eventlocations im Netzwerk zur Verfügung.

Sie sind der außergewöhnliche Rahmen für

die ganz besonderen Anlässe oder Bausteine

für exklusive Incentives.

8 08 | 2019


Neue App „Harzer Geschichtsorte virtuell“ führt durch imaginäre Welten

Mit Heinrich I. die Burgen und Schlösser

im Landkreis Harz entdecken!

HARZ AKTUELL

Eine gute Möglichkeit die Burgen,

Schlösser und Kaiserpfalzen im Landkreis

Harz zu entdecken, bietet die neu

entwickelte App „Harzer Geschichtsorte

virtuell“. 32 Standorte im Landkreis

Harz können damit seit Kurzem

auch virtuell erlebt werden. Ziel ist es,

die reale Welt um digitale Inhalte zu

erweitern, um damit vor allem jüngere

Generationen anzusprechen und mehr

Menschen dazu zu bewegen, sich mit

der Natur und Kultur im Landkreis

Harz auseinanderzusetzen.

Die App, welche von der Firma virtiv in

Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harz

entwickelt wurde, kann kostenfrei über

den Google Playstore oder den AppStore

von Apple herunterladen werden. Nach

dem Download sieht man eine Übersichtskarte

mit den Standorten von 32 Burgen,

Schlössern und Kaiserpfalzen im Landkreis

Harz. Mit dem Klick auf einen bestimmten

Standort werden nicht nur die Grundinformationen

mit Wegbeschreibung, Verpflegungsmöglichkeiten

etc. angezeigt, sondern

als Highlight auch Funktionen für VR

(virtual reality = virtuelle Realität) und AR

(augmented reality = erweiterte Realität).

Die Funktion der erweiterten Realität sorgt

dafür, dass Heinrich I. als Figur auf dem

elektronischen Gerät erscheint und spannende

Geschichten über die Historie und

Bedeutung der einzelnen Sehenswürdigkeiten

berichtet. Mit Nutzung der Funktion der

virtuellen Realität, hat man zudem die Möglichkeit,

die Orte auf dem Anwendungsgerät

aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Mit dem Besuch der Standorte nimmt

man außerdem automatisch an einem

Gewinnspiel teil. Nachdem man acht der

Orte besucht und virtuelle Stempel gesammelt

hat, kann man sich registrieren, um

viele tolle Preise zu gewinnen, wie z.B. das

Burg Special „Titan“ mit Übernachtung im

Hasseröder Burghotel für zwei Personen,

eine Übernachtung im Georgsturm an der

Roseburg für zwei Personen, ein Restaurantgutschein

„Tischlein Deck` Dich“ im

Schlosshotel Blankenburg, ein Theatergutschein

für das Schlosstheater Ballenstedt

und verschiedene Gutscheine für das Café

der Konradsburg.

In Zusammenarbeit mit der Harzer Wandernadel

wurde zudem ein Sonderheft

zum Thema „Burgen und Schlösser im

Landkreis Harz“ erstellt, so dass neben

den virtuellen Stempeln auch in die Hefte

gestempelt werden kann. Auch eine passende

Anstecknadel kann erstempelt und

gegen eine Schutzgebühr von 4 Euro über

die Harzer Wandernadel erworben werden.

Die Stempelkästen werden derzeit nach

und nach an den verschiedenen Orten aufgestellt,

die Arbeiten sollen bis Ende August

2019 abgeschlossen sein.

Die Mitarbeiter des Fachbereichs Strategie

und Steuerung/Fachdienst Standortförderung,

Tourismus und Kultur im Landkreis

Harz freuen sich auf konstruktive Rückmeldungen

zur Nutzung der App und wünschen

allen Nutzern viel Freude beim Entdecken

des Landkreises mit Heinrich I.!

Meldungen und Hinweise richten Sie bitte

an Frau Degen oder Frau Börns: tourismus@

kreis-hz.de oder Tel.: 03941 5970 6314.

08 | 2019

9


REGIONALVERAND HARZ

Staatssekretär besucht den Naturpark

Partnerschaftliches Arbeiten

bringt den Naturpark voran

Über die Arbeit des Naturparks Harz

informierte sich kürzlich Umweltstaatssekretär

Klaus Rehda. Im

Anschluss an ein Gespräch mit dem

Vorsitzenden des Natur- und Geoparkträgers,

Landrat Martin Skiebe und

dem Geschäftsstellenleiter, Dr. Klaus

George, lernte der studierte Geophysiker

auch die Mitarbeiter*innen

des Regionalverbandes Harz kennen.

Danach erfolgte eine Bereisung des

östlichsten Teils des Naturparks Harz.

Einen Einblick in das Informationssystem

des Natur- und Geoparks erhielt

Staats sekretär Rehda im Parkhotel

Schloss Meisdorf. Dort empfingen ihn

der Hotelmanager Benjamin Kilian und

Staatssekretär Klaus Rehda, Dr. Klaus George, Benjamin Kilian und Bürgermeister

Klaus Wycisk (v. l.) an einer Informationstafel des Regionalverbands

Harz in Meisdorf (Foto: Linke/RVH)

Neue Natur- und Geoparkstele in Mansfeld

(Foto: Dr. Klaus George)

der Bürgermeister der Stadt Falkenstein,

Klaus Wycisk. Sowohl das Hotel, als auch

die Stadt unterstützen den Regionalverband

seit über 15 Jahren durch ihre Fördermitgliedschaft.

Einen weiteren Partner

lernte Rehda nach einer kurvenreichen

Fahrt unweit von Abberode im Landkreis

Mansfeld-Südharz kennen. Hier wartete

u. a. Ortsbürgermeister Peter König auf

den Besuch. Auf der neuen Infotafel am

Wanderparkplatz sind Ausflugstipps sowie

eine Karte des Wandergebietes Einetal

dargestellt.

In Mansfeld wurde dann eine neue Naturund

Geoparkstele präsentiert. Sie steht am

Kreisverkehr, dort wo die Bundesstraßen

81 und 242 aufeinandertreffen. Es ist der

verkehrsreichste Punkt der Stadt. Genau

das passt zu einem der Ziele, die mit der

Installation der Stelen verfolgt werden: Aufmerksamkeit

bei Vorbeifahrenden wecken,

die Sichtbarkeit von Natur- und Geopark

verbessern. Ein weiteres Ziel besteht in der

Information insbesondere auch der Einheimischen

zur Regionalgeschichte und zur

Geschichte der Entstehung der Kulturlandschaft.

Dazu ist an der Rückseite der Stele

eine Tafel angebracht. In Mansfeld kann

sie vom Fußweg aus gut gelesen werden.

Zum Abschluss stand der Besuch der

Lutherwegstation bei Mansfeld auf dem

Programm. Staatssekretär Rehda zeigte

sich beeindruckt von der Arbeit des Naturparks

einschließlich der vielen Netzwerkpartnerschaften.

Christiane Linke

Die Öffentlichkeitsarbeit des

Regionalverbands Harz wird gefördert

aus Mitteln des Ministeriums für

Umwelt, Landwirtschaft und Energie

des Landes Sachsen-Anhalt.

Faltblätter wieder verfügbar

Neuer Geopunkt bei Buchholz

Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2002 wurden allein für die Landmarkengebiete im

südlichen Teil des UNESCO Global Geoparks Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen

3.375.860 Faltblätter gedruckt. Im Faltblatt der Landmarke 6 wird ab dessen 11.,

überarbeiteter Auflage ein neuer Geopunkt zum Besuch empfohlen.

Der ehemalige Steinbruch Buchholz

ist nun Geopunkt 11 im Gebiet um

die Landmarke 6 des UNESCO Global

Geoparks. (Foto Dr. Klaus George)

10 08 | 2019


REGIONALVERAND HARZ

Landschaft lesen lernen

Auf Entdeckungstour im Harly

Während zweier Wanderungen entdeckten

die Schülerinnen und Schüler

der 5. Klassen der Adolf-Grimme-

Gesamtschule in Oker den Harly im

UNESCO-Geopark. Ihre Entdeckungen

in der Natur präsentierten die

SchülerInnen kürzlich vor Eltern

und Lehrenden.

Da staunten die Kinder der 5. Klassen der

Adolf-Grimme-Gesamtschule Goslar-Oker

nicht schlecht: Brennnesseln kann man

essen. Start des Naturerlebnisprogramms

war der Bahnhof Vienenburg. Von dort ging

es durch den Harly. Dabei übernahmen die

Kinder mit Kompass und Karte die Führung.

In der Schule wurden dazu vorher Themen

erarbeitet, die bei kleinen Stopps vorgetragen

wurden. Die Kinder führten aber

auch Experimente durch, z. B. lernten sie,

wie ein Meer zu einem Berg wird. Zudem

erfuhren sie, wie der Rogenstein, der am

Kloster Wöltingerode verbaut ist, gebildet

wurde. Besonders Spaß gemacht hat den

Kindern, die eigene „Unterkunft“ aus Ästen

zu bauen. Organisiert und geleitet wurden

die Wanderungen vom Regionalverband

Harz, Träger des UNESCO Global Geoparks

in der Harzregion.

Bei der Präsentation während der UNESCO-

Projektwoche Ende Juni stellten die Kinder

ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie

weiteren Gästen Poster vor. Gruppen

aus drei bis fünf Kindern hatten sich zur

Vorbereitung auf die Wanderungen mit

Themen wie essbaren Wildpflanzen oder

heimischen Vogelarten beschäftigt. Zu diesen

Themen fertigten sie nach den Ausflügen

Poster an. Unter den Gästen war auch

die Erste Kreisrätin des Landkreises Goslar,

Regine Breyther. Sie bedankte sich bei allen

Beteiligten für das gelungene Projekt und

informierte sich bei den Kindern u. a. zum

Thema Geologie des Harly.

Die Kooperation von UNESCO-Geopark und

der UNESCO-Projektschule gehört zum Förderprojekt

„Landschaft lesen lernen“ des

Regionalverbands Harz, das noch bis 2022

läuft. Im Rahmen dieses Projekts werden

u. a. ausgewählte Natura 2000-Gebiete in

den Fokus genommen. Gerade erschienen

sind der NATURA Tipp 14 – Harly, Ecker und

Okertal bei Vienenburg und eine Broschüre

Allan aus Vienenburg

und Leonie

aus Bad Harzburg

zeigen der Ersten

Kreisrätin des

Landkreises Goslar,

Regine Breyther,

ihr Poster. (Foto:

Dr. Klaus George)

mit den Postern der Kinder. Das Projekt

wird gefördert aus Mitteln der Europäischen

Union, des Landes Niedersachsen

sowie der Landkreise Göttingen und Goslar.

Hendrik Block & Fiona Giebeler

Es ist der ehemalige Diabas-Steinbruch in Buchholz, einem Ortsteil der Stadt

Nordhausen, der zuvor durch eine Pflegemaßnahme des Naturparks Südharz von

Wildwuchs befreit wurde. Er befindet sich am Ortseingang der aus Richtung Stempeda

kommenden Straße. Mit Unterstützung des Freistaates Thüringen konnten die

11., überarbeitete Auflage der deutschen Version des Faltblattes zur Landmarke

6 – Poppenbergturm und die 2. Auflage des Faltblattes zur Landmarke 21 – Burg

Lohra gedruckt werden. Erstmals erschien zudem die englischsprachige Version des

Faltblatts zur Landmarke 21 in gedruckter Form. Bisher stand es nur zum Download

auf der Internetseite www.harzregion.de zur Verfügung. Darüber hinaus kann mit

der Förderung des Freistaates in diesem Jahr auch eine neue Informationstafel am

ehemaligen Steinbruch bei Buchholz aufgestellt werden. Der Freistaat Thüringen

hatte ein Förderprogramm zur Unterstützung der Geoparks aufgelegt. Zu den Zielen

gehört es, die Träger der Geoparks dabei zu unterstützen, den Status „Nationaler

GeoPark in Deutschland“ bzw. „UNESCO Global Geopark“ zu erlangen und zu erhalten.

Mit Blick auf die aller vier Jahre stattfindenden Überprüfungen des UNESCO Global

Geoparks Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen ist das ein wesentlicher Faktor. Im

Ergebnis der letzten Überprüfung im Jahr 2017 wurde u. a. empfohlen, die Faltblätter

zu den Landmarken komplett in englischer Sprache vorzuhalten und alle Informationstafeln

mit einer englischen Zusammenfassung auszustatten. Christiane Linke

08 | 2019

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

Die Harzer Schmalspurbahnen lud ein

Kinder- und Familienfest am

Bahnhof Westerntor

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH

(HSB) begeht in diesem Jahr das

120-jährige Jubiläum der Harzquerund

Brockenbahn.

Dieser Geburtstag wird mit verschiedenen,

über das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen

begangen. So fand beispielsweise

vor einigen Wochen eine feierliche Würdigung

des Jubiläums auf dem Brocken mit

Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. In

Nordhausen wird die HSB am 31. August

ebenfalls ein Kinder- und Familienfest veranstalten.

Eingebettet in die Veranstaltungen zum

diesjährigen Altstadtfest in Wernigerode

hatte die HSB anlässlich des Jubiläums

„120 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“

am 22. Juni zum Kinder- und Familienfest

mit vielen Attraktionen auf dem Ochsenteichgelände

am Bahnhof Wernigerode

Westerntor eingeladen.

Neben der beliebten HSB-Kinderdampfeisenbahn,

die in der Spurweite von 19,5

cm den ganzen Tag für die Kleinsten ihre

Runden auf dem Festplatz drehte, gab es

für alle Kinder zahlreiche Aktionen wie beispielsweise

Hüpfburgen, ein Zirkuskarussell

oder auch den Human-Table-Soccer in

Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund

Harz e.V. sowie dem Kreissportbund Nordhausen

e.V. Neben Info- und Souvenirständen

waren auch die mobilen Modelleisenbahnen

der HSB sowie des Freundeskreises

Selketalbahn e.V. zu bestaunen.

Immer beliebt auf dem Festplatz der HSB: Die Kinder-Dampfeisenbahn drehte ihre

Runden (Foto: HSB)

Für die An- und Abreise zum Kinder- und

Familienfest der HSB konnten Pendelfahrten

zwischen den Bahnhöfen Wernigerode

und Wernigerode-Hasserode mit einem

Triebwagen genutzt werden. Hierfür war

ursprünglich der Triebwagen T 44 des

Deutschen Eisenbahnvereins e.V. (DEV) vorgesehen,

der zu Gast im Harz weilte. Leider

konnte dieses Fahrzeug aufgrund eines

technischen Defektes für die Pendelfahrten

kurzfristig nicht eingesetzt werden, so dass

ein HSB-Fahrzeug diese Fahrten übernahm.

Am 31. August findet im Rahmen des Jubiläums

„120 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“

ein weiteres Kinder- und Familienfest

der HSB in Nordhausen am Bahnhof

der HSB statt. Auch hier wird es von 10.00

bis 18.00 Uhr zahlreiche Attraktionen wie

beispielsweise Hüpfburgen für Kinder

geben. Selbstverständlich wird auch die

beliebte HSB-Kinder-Dampfeisenbahn in

Nordhausen ihre Runden drehen. Nähere

Programmhinweise werden vor dem Fest

auf der Homepage der HSB veröffentlicht.

Informationen zu allen Angeboten der

Harzer Schmalspurbahnen gibt es online

unter www.hsb-wr.de oder direkt in allen

Fahrkartenausgaben und Dampfläden am

Streckennetz.

Von Nord nach Süd quer durch den Harz und auf den höchsten Berg des Harzes: Etappenweise wurde die Harzquer- und Brockenbahn

von 1897 bis 1899 mit einer Streckenlänge von insgesamt 79,4 km eröffnet. Noch heute verkehren hier täglich Dampflokomotiven.

(Quelle: HSB/Dirk Bahnsen)

12 08 | 2019


NATIONALPARK HARZ

Die FÖJlerin Sophie Schreiber (2.v.r.) hat mit Unterstützung weiterer Freiwilliger des Nationalparks Harz und der Nationalparkverwaltung

eine Kampagne zur Müllvermeidung für einen sauberen Nationalpark entwickelt. Den Startschuss zur Aktion gab sie gemeinsam mit

Heike Albrecht-Fechtler, Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus (l.u.), Leona Köver, Commerzbank-Umweltpraktikantin

im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (l.o.) und Dr. Friedhart Knolle von der Nationalparkverwaltung (r.), Foto: Sebastian Berbalk

Kampagne gegen Müll im Nationalpark Harz

Rein in den Wald und raus mit dem Müll –

dafür gibt’s einen Sonderstempel

Jüngst startete im Nationalpark-

Besucherzentrum TorfHaus eine Anti-

Müllkampagne für einen sauberen

Nationalpark. Denn der Naturgenuss

ist hier oft sehr getrübt. Flaschen,

Dosen, Hundekotbeutel, Zigarettenstummel,

Plastikverpackungen und

sogar Windeln – zahlreiche Hinterlassenschaften

achtloser Besucher

säumen oft die Wanderwege. Das

Pilotprojekt soll dem nun etwas entgegensetzen

und zum Umdenken und

Mitmachen animieren. Als Dankeschön

gibt es unter anderem einen Sonderstempel

der Harzer Wandernadel.

Initiatorin ist Sophie Schreiber. Sie absolviert

ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

und ist auf ihren Führungen täglich mit dem

wachsenden Müllproblem konfrontiert.

Gemeinsam mit anderen Freiwilligen des

Nationalparks entwickelte sie Ideen und

Aktionen zur Müllvermeidung und entwarf

das Luchsmaskottchen und die Hashtags

der Kampagne.

So sollen Menschen angesprochen werden,

die Naturerlebnisse schätzen und deshalb

auch selbst für einen sauberen Wald aktiv

werden wollen. Das Mitmachen ist einfach:

Müllzangen und Mülltüten gibt es im

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

gegen eine geringe Ausleihgebühr. Derart

ausgestattet, können Naturfreunde nun

auf ihre Wanderungen starten und dabei

die Natur vom Müll befreien. Wer die gefüllte

Mülltüte nach der Wanderung wieder

im Nationalpark-Besucherzentrum abgibt,

erhält ein kleines Dankeschön und einen

der beliebten Sonderstempel der Harzer

Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag

#NoTrash.

Natürlich gelten auch für Aktions-Teilnehmer

die Nationalpark-Regeln. Die

Müllsammler müssen also auf den Wegen

bleiben. Die Mülltüten bestehen übrigens

aus Maisstärke. Damit die Aktion selbst

nicht noch mehr Plastikmüll produziert.

Wenn das Pilotprojekt auf TorfHaus erfolgreich

anläuft, soll es auf weitere Nationalpark-Einrichtungen

ausgeweitet werden.

Ziel ist es dabei nicht nur, den Wald vom

vielen Müll zu befreien. Es soll auch das

Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass

Müll in der Natur nichts zu suchen hat. Wer

sich einmal die Mühe gemacht hat, die Hinterlassenschaften

anderer aufzusammeln,

wird kaum seinen eigenen Abfall achtlos in

die Landschaft werfen, sondern ordentlich

entsorgen.

Ordentlich deshalb, weil in der Nationalpark-Fläche

kaum Mülleimer aufgestellt

werden. Das ist Absicht, damit keine Tiere

angelockt werden, die den Müll dann als

Nahrungsquelle missverstehen könnten.

Zudem werden so hohe Kosten für die

Entsorgung des Mischmülls vermieden.

Wenn jeder seinen Müll einfach wieder

mit aus dem Wald heraus nimmt, können

davon alle profitieren: die Natur, die sauber

bleibt, Tiere und Pflanzen, die nicht unter

den Schäden leiden, und der Mensch, der

diese Natur unbeschwert genießen kann.

Dafür werben auch kreative Anti-Müllbanner

an ausgewählten Parkplätzen rund

um Torfhaus, deren Inhalte im Rahmen

eines Kreativworkshops der Nationalpark-

Freiwilligen entstanden.

08 | 2019

13


AOK – DIE GESUNDHEITSKASSE

Save the date:

Zweite Wanderung mit Herzblut

am 06.09.2019

Nachdem im letzten Jahr die erste

Wanderung mit Herzblut ein voller

Erfolg war, findet die Fortsetzung

in diesem Jahr in Halle (Saale) am

06.09.2019 statt.

Wieder unter der Schirmherrschaft und

mit Beteiligung unseres Ministerpräsidenten

Herrn Dr. Reiner Haseloff startet die

Veranstaltung um 13 Uhr am Universitätsklinikum

Halle (Saale), Standort Kröllwitz

im Hörsaalgebäude und auf dem Vorplatz

des Hörsaalgebäudes. Um 14 Uhr beginnt

die Wanderung in die Dölauer Heide bis

zum Schwarzen Berg und wieder zurück

(ca. 5 km).

Mit Herzblut für Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Sterberate an

Herzerkrankungen höher als im Bundesdurchschnitt.

Bei uns gibt es die meisten

Krankenhaus-Behandlungsfälle wegen

Herzerkrankungen, insbesondere wegen

Herzinfarkt und Herzschwäche. Insgesamt

sind Herzerkrankungen in der Allgemeinbevölkerung

viel häufiger als in den meisten

anderen Bundesländern.

Mögliche Ursachen sind

• ungünstige soziale Faktoren: Hohe Arbeitslosenrate;

geringster Anteil mit (Fach-)

Hochschulreife; höchster Anteil von Schulabgängern

ohne Abschluss.

• ungünstige individuelle Verhaltensweisen:

Ungesunde Ernährung; Rauchen (ein

Drittel der erwachsenen Sachsen-Anhalter

sind Raucher); zu wenig Bewegung.

• andere Risikofaktoren: Generell hat

Sachsen-Anhalt mehr Menschen, die an

Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit

und Zuckerkrankheit leiden.

Lassen Sie uns gemeinsam etwas dagegen

tun und ein Zeichen setzen: Wandern

mit Herzblut!

Körperliche Bewegung ist ein wichtiger

Bestandteil der Gesundheit.

»jeder Schritt, den man macht ist besser

als der Schritt, den man nicht macht«

»nimm jede Treppe, die Du kriegen

kannst«

»jeden Tag 30 Minuten Bewegung an der

frischen Luft, idealerweise Wandern, Radfahren,

u.a.«

Nehmen Sie teil, alle Teilnehmer werden

mit kleinen Geschenken belohnt!

Die AOK Sachsen-Anhalt ist auch wieder als

Unterstützer/Kooperationspartner dabei.

»Infos: www.herzblutfuer-sachsen-anhalt.de

und

www.aeksa.de

Jeder kann Herzhelfer werden

und Leben retten

Die AOK beteiligte sich mit vielen Aktionen

an der 2. Herzwoche. In Sachsen-Anhalt ist

der plötzliche Herztod eine der häufigsten

Todesursachen. Ein Grund dafür liegt

darin, dass in Deutschland viel zu wenige

Menschen im Notfall mit einer Herzdruckmassage

helfen. Dabei ist es so einfach,

Herzhelfer zu werden und Leben zu retten.

Viele Ersthelfer zögern, weil sie befürchten,

die Herz-Druck-Massage oder die Mund-zu-

Mund-Beatmung nicht richtig auszuführen

oder zu reanimieren, obwohl vielleicht kein

Herzstillstand vorliegt. Doch Herzhelfer

brauchen keine Angst zu haben, etwas

falsch zu machen. Im Notfall können sich

Ungeübte auf die Herzdruckmassage beschränken,

empfiehlt die deutsche Herzstiftung.

Wenn jede Minute zählt, macht

nur derjenige etwas falsch, der nichts tut.

Eine Woche für die Herzgesundheit

Michael Schwarze, AOK-Regionalsprecher:

„Unter dem Motto „Trau dich – Hilf wieder­

Am 19.06.2019 auf dem Marktplatz in

Halle: Erste-Hilfe-Maßnahmen können

Leben retten (Foto: AOK Sachsen-Anhalt)

beleben!“ fand in Sachsen-Anhalt vom

17. bis 22. Juni 2019 die 2. Herzwoche

statt. Auf Initiative des Ministeriums für

Arbeit, Soziales und Integration des Landes

Sachsen-Anhalt und der Deutschen

Herzstiftung beteiligten sich zahlreiche Institutionen

mit vielen Aktivitäten. Darunter

war auch die AOK Sachsen-Anhalt.“ Interessierte

konnten sich auf Veranstaltungen in

Magdeburg und Halle über Erste-Hilfe-Maßnahmen

bei Verdacht auf Herzstillstand

informieren. Experten erklärten praktische

Übungen zur Reanimation und zeigten, wie

ein Defibrillator richtig eingesetzt wird. Daneben

beantworten Kardiologen Fragen

zum Thema Herzgesundheit und die Besucher

erfuhren, wie gesunde Ernährung

und ausreichend Bewegung das Risiko einer

Herzerkrankung verringern kann.

Die AOK Sachsen-Anhalt will mit ihren

Aktionen aufklären, Vorbehalte abbauen

und damit mehr Menschen motivieren, im

Notfall Erste-Hilfe zu leisten.

»Mehr Informationen zur

richtigen Anwendung der

Herzdruckmassage und

Tipps für ein gesundes Herz

gibt es im Internet unter

www.dein-herz-und-du.de

14 08 | 2019


HARZKLUB

Naturschutzwartetagung am 29. Juni

im Nationalpark Harz

Fotos: K. Wippermann und M. Thätner

Seit nunmehr vier Jahren findet unsere

Tagung als „Outdoorveranstaltung“

statt. In den vergangenen Jahren besuchten

wir aktive Zweigvereine (ZwV),

z. B. Wolfshagen, Wildemann oder

auch Harzburg, um deren Projekte vor

Ort anzusehen. Das Ziel ist, sich aktiv

mit der Naturschutzarbeit auseinanderzusetzen,

nach dem Motto „Was

kann jeder Einzelne in Sachen Naturschutz

tun“.

Die Tagung ist offen für alle Naturschutzwarte

und Naturschutzinteressierte der

ZwV. Von den insgesamt 87 bestehenden

Zweigvereinen (ZwV) gibt es derzeit 33 mit

einem Naturschutzwart. Das entspricht

einem Drittel aller Zweigvereine. Zuwachs

ist gern erwünscht. Etwa die Hälfte der Naturschutzwarte

und der Hauptjugendwart

nahmen an der diesjährigen Tagung teil, die

uns am Samstag, dem 29. Juni 2019, in den

Nationalpark Harz führte. Unter kompetenter

Leitung von Meike Hullen, Naturschutzwartin

des ZwV Goslar und Mitarbeiterin

des Nationalparks, wurden wir in Königskrug

in die Thematik bzw. die Fakten eingeführt.

Mit diesen Hintergrundinformationen

erklommen wir anschließend den Achtermann

und verschafften uns einen Über- und

Einblick in die Waldentwicklung im länderübergreifenden

Harzer Schutzgebiet. Dabei

ging es u.a. um die Baumartenzusammensetzung

und die Pflanzung, die Verkehrs-

(Besucher)-lenkung und -sicherung sowie

die Jagd im Nationalpark. Das sehr warme

Wetter und die derzeit erheblichen Trockenund

Borkenkäferschäden führten schnell

zum Thema Klimawandel, der derzeit alles

überlagert und das Handeln im Wald verkompliziert

hat. Bei der anschließenden

Diskussion äußerten sich die Teilnehmer

positiv zur Exkursion und dem Konzept des

Nationalparks. Interessant ist vor allem das

Nebeneinander der unterschiedlichen Konzepte

des Schutzwaldes und des naturnah

bewirtschafteten Nutzwaldes im Harz. Um

diesen Sachverhalt näher zu beleuchten

und an die diesjährige Tagung anzuknüpfen,

soll es im kommenden Jahr um die

Waldentwicklung und den Naturschutz

in den Niedersächsischen Landesforsten

gehen. Das ist das Naturell des Harzklubs,

der harzweit verbinden und nicht trennen

will. Für die Einladung nach Lerbach sagen

wir schon jetzt herzlichen Dank an Heiner

Wendt!

Weiterhin sprachen wir über den vergangenen

Naturschutztag in Wieda und über den

kommenden am 16. Mai 2020 in Wöltingerode.

Dort dreht sich alles um das Thema

„Kräuter im Garten – anziehend, heilend &

belebend“. Nach Aussagen der Teilnehmer

müssen wir hier noch viel stärker als zuvor

Antworten auf die Frage geben: „Was kann

jeder Einzelne tun, um den Natur- und Klimaschutz

voranzubringen!“. Denn die Veränderung

beginnt bei jedem selbst.

K. Wippermann und M. Thätner

»Mehr Infos zu unserer

Naturschutzarbeit

finden Sie unter https://

harzklub.de/natur/

08 | 2019

15


MOUNTAINBIKING

Mountainbiken im Harzklub

Zweigverein Goslar

www.harzklub-goslar.de

mountainbike@harzklub-goslar.de

Zweigverein Wernigerode

www.harzklub-wernigerode.de

mtb@harzklub-wernigerode.de

Lamspringe

www.harzklub-lamspringe.de

Lautenthal

www.harzklub-lautenthal.de

Christian Ihl, Telefon: 0173 736 116 3

Bad Suderode

www.harzklub-bad-suderode.de

Dirk Reinkober,

dirk.reinkober@arcor.de

Als Mountainbiker muss man den Untergrund lesen und seine Linie entsprechend wählen.

Erfahrung ist hier alles. (Foto: Maximilian Schmidt © Schmidt-Buch-Verlag)

Spannende Trails auf geführter MTB-Tour

Feuertaufe rund um Königskrug

Hammersteinklippen - was für ein

Name! Und vor allem was für eine

Aussicht: Hammer! Ganz zu schweigen

von der Abfahrt. Der schmale Pfad

schmiegt sich den Hang entlang, dann

geht es steil hinunter. Wir fahren mal

über Steinfelder, mal über Wurzelteppiche,

passieren beeindruckende Felsformationen

und streifen durch den

dichten Tann. Bis zum Dammgraben

ist Tempo fehl am Platz. Es ist einer

der Momente auf der Tour, die mich

als Guide besonders fordern.

Die dreitägige Mountainbike-Tour zu Pfingsten,

veranstaltet vom Harzklub Zweigverein

Wernigerode und der Deutschen Initiative

Mountainbike (dimb), führt von Wernigerode

nach Königskrug, durch den Nationalpark

Harz, die Oberharzer Wasserwirtschaft und

schließlich wieder zurück nach Wernigerode.

Zu viert geleiten wir elf Teilnehmer

durch die Harzer Wälder. Für mich ist es die

erste Tour als Mountainbike-Guide.

Mountainbiken ist bei uns im Zweigverein

ein junges Thema, das ich gern vorantreiben

möchte. Unterstützung erhalte ich von

den Mountainbikern der dimb IG-Harz, die

»GEMEINSAM NATUR

ERLEBEN

Mountainbiker und Wanderer

wollen gleichermaßen die

Natur entdecken. Damit das

funktioniert, ist gegenseitige

Rücksicht erforderlich.

Trail-Rules (Regeln):

1. Fahre nur auf Wegen!

2. Hinterlasse keine Spuren!

3. Halte dein Mountainbike

unter Kontrolle!

4. Respektiere andere Naturnutzer!

5. Nimm Rücksicht auf Tiere!

6. Plane im Voraus!

Weitere Informationen

unter: www.dimb.de/

fachberatung/fakten-undkonzepte/trail-rules/

hier vor Ort seit Jahren aktiv sind. Im Herbst

durfte ich die Grundausbildung zum Mountainbike-Guide

absolvieren, ähnlich wie die

zertifizierten Wanderführer, die auch an

einem Lehrgang teilnehmen. Eine Investition,

die sich die Zweigvereine mit Mountainbikern

unbedingt leisten sollten, um

die Qualität der Touren zu gewährleisten.

Zu Beginn unserer Tour steht der obligatorische

Bike-Check. Alle Teilnehmer stellen

sich im Kreis auf und gemeinsam kontrollieren

wir die Bestandteile der Räder auf

Schäden und prüfen den Sitz von Helm und

Rucksack. Dann geht's los. „Gemütliches

Einrollen“ ist angesagt, was bald zum geflügelten

Wort avanciert. Entlang von Schmalspurbahn,

Kalter Bode und Ulrichswasser

bewältigen wir rund 700 Höhenmeter und

einige Trails.

Einerseits genieße ich jeden Meter der Tour,

andererseits muss ich mit dafür Sorge tragen,

dass niemand sich verfährt und alle

unbeschadet ankommen. Das heißt: Die

Gruppe zusammenhalten, schwierige Passagen

ansagen, das Leistungsvermögen

der Teilnehmer einschätzen und immer

wieder Entscheidungen treffen – kein leichtes

Unterfangen. Aber es gelingt. Gesund

und munter erreichen wir das Waldhotel

„Achtermannstor“ in Königskrug und schlagen

hier für zwei Nächte unser Lager auf.

Ausgeruht und gut gestärkt starten wir

in den neuen Tag. Heute liegt die große

Tour mit rund 60 Kilometern und 1600

16 08 | 2019


MOUNTAINBIKING

15 Mountainbiker waren zu Pfingsten auf den Harzer Trails unterwegs (Foto: Garrit Wenzel © Fokus-Fotostudio)

wirklich gut versorgt. Weit bis in die Nacht

sitzen wir zusammen und lassen den Tag

Revue passieren.

Kleine Schäden am Rad können unterwegs repariert werden, für größere benötigt man

ein Ersatzrad. (Foto: John Benn © Harzklub Goslar)

Höhenmetern vor uns. Wir teilen uns in

zwei Leistungsgruppen auf. Die eine fährt

über die Hanskühnenburg, die andere über

die Wolfswarte. Die ersten Trails des Tages

sind vor allem eines: steinig. Wir fahren vom

Achtermann über Oderbrück nach Torfhaus.

Nach diesen anspruchsvollen Wegen trübt

ein Defekt unsere Stimmung. An einem Teilnehmerrad

ist ein wichtiger Zug abgerissen.

Mit diesem Rad geht es nicht weiter.

Enttäuschung macht sich breit, doch nach

kurzer Besprechung finden wir die Lösung.

Der betroffene Fahrer und ich nehmen den

Bus zurück zur Unterkunft und holen sein

Ersatzrad, während der Rest der Gruppe

auf uns wartend eine Trail-Schleife fährt.

Damit sind alle zufrieden. Welch ein Glück,

dass wir mehrere Guides sind!

Nach unserer Rückkehr radeln wir weiter zu

den Hammersteinklippen. Hier treffen wir

auf die zweite Leistungsgruppe und fahren

von nun an wieder gemeinsam weiter. Am

»DIMB

Die Deutsche Initiative

Mountainbike wurde vor 30

Jahren gegründet und stellt

heute mit rund 80.000 Mitgliedern

die größte Interessenvertretung

der Mountainbiker

in Deutschland dar. Sie

setzt sich insbesondere für

ein gemeinsames Miteinander

von Mountainbikern und

Wanderern in der Natur ein.

Kontakt: office@dimb.de

und www.dimb.de

Dammhaus genießen wir eine ausgedehnte

Rast mit Mittagessen und anschließendem

Kaffee und Kuchen. Dann folgen wir entspannt

den Gräben der Oberharzer Wasserwirtschaft

und quälen uns ein letztes Mal

zur Wolfswarte hinauf. In Königskrug erwartet

uns bereits der Hotelwirt mit Gegrilltem

und kühlen Getränken. Hier werden wir

Am dritten Tag sind die Beine bereits

schwer, der Kopf ein wenig müde. Doch

wir sind hochgradig motiviert, denn nun

geht es vom Oberharz hinunter nach

Wernigerode! Nach kurzem Bike-Check

schwingen wir uns aufs Rad. Am Wurmberg

erschrecken uns die Ausmaße der aktuellen

Waldrodungen, mit denen man dem Befall

durch den Borkenkäfer begegnet. Wo bis

vor kurzem Bäume standen, befinden sich

nun ausgedehnte kahle Flächen. Für uns als

Guides ist es gar nicht so leicht, in dieser

neuen Umgebung die Orientierung zu behalten.

Doch gemeinsam gelingt es. Über

abwechslungsreiche Trails erreichen wir

schließlich wieder Wernigerode.

Wir hatten Pfingsten eine wunderbare

Tour mit alten und neuen Freunden. Sie

alle eint die Freude an der Natur und am

technischen Mountainbiken. Auf unserer

Tour sind wir mit vielen Wanderern ins Gespräch

gekommen, haben spektakuläre

Ausblicke genossen und richtig gut gegessen.

Und ich habe meine Feuertaufe als

Guide bestanden! Nun freuen wir uns auf

die nächsten gemeinsamen Aktionen von

Wanderern und Mountainbikern im Harz.

Maximilian Schmidt, Harzklub-Zweigverein

Wernigerode

ȆBER DEN AUTOR

Maximilian Schmidt ist

begeisterter Mountainbiker

und Autor mehrerer Mountainbike-Karten

für den Harz,

erschienen im Schmidt-

Buch-Verlag Wernigerode.

Seit diesem Jahr bietet er

Mountainbike-Touren im

Harzklub Wernigerode an.

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HARZ AKTUELL

Stasi-Abhörkuppel –

vom Brocken nach Benneckenstein

Ein geschichtsträchtiges Erbstück der DDR

ist aus Niedersachsen in den Harz zurückgekehrt.

Im Ostdeutschen Fahrzeugmuseum

Benneckenstein wurde ein altes Radom

vom Brocken wieder errichtet. Museums-

Chef Mario Tänzer holte das Stück jetzt

26 Jahre nach dem Abbau vom Brocken

aus Lehrte, wo es ein Speditionsunternehmer

eingelagert hatte. Die 12 Meter

hohe Kuppel, die aus 54 Einzelelementen

besteht, wurde mit 2850 Schrauben und

viel Geduld wieder aufgebaut. „Der Transport

war extrem aufwendig“ erinnert sich

Mario Tänzer. Er geht davon aus, dass die

Kosten für die Rekonstruktion letztendlich

im fünfstelligen Bereich liegen. Ein Klacks

im Vergleich zu den Produktionskosten der

Kuppel – laut dem Benneckensteiner rund

vier Millionen DDR-Mark. Die größte Herausforderung

bestand mit dem Aufsetzen des

Kuppeldaches. Aufgrund der Konstruktion

musst sehr vorsichtig vorgegangen werden,

damit die hochwertigen Einzelteile nicht

beschädigt werden. Mit einem 120 Tonnen

Kran gelang es dann aber, das Dach aufzusetzen

und zu befestigen. Von 1986 bis

1993 stand das Radom zusammen mit zwei

weiteren großen und drei kleineren auf dem

Brocken im Harz und wurde als Schutz für

Abhöranlagen vom Ministerium für Staatssicherheit

sowie der Roten Armee genutzt.

Unter dem Decknamen Urian und Jenissej

lauschten die beiden Geheimdienste den

mitteleuropäischen und deutschen Raum

ab. Nach dem Rückbau der militärischen

Anlagen auf dem Brocken wurde der 22

Tonnen schweren Anlage zur Expo 2000 in

Hannover noch einmal Leben eingehaucht.

So diente die Kuppel als Wahrzeichen der

Jugendstadt Jam-City – und erhielt einen

knallroten Anstrich. Mario Tänzer versucht

nun zumindest das äußere Erscheinungsbild

originalgetreu wieder herzustellen.

Fotos: Matthias Bein

Dazu gehört auch der originale Farbton,

den das Objekt einst hatte. Zum Innenleben

lässt sich nicht viel herausfinden. Welche

Spionagetechnik dort verwendet wurde,

kann nur vermutet werden und ist auch

sehr schwer bis gar nicht zu beschaffen.

Das ostdeutsche Fahrzeugmuseum in

Benneckenstein bietet viel Sehenswertes.

Auf über 1700 Quadratmeter Ausstellungsfläche

wird neben Militärtechnik auch zivile

Fahrzeugtechnik sowie Spielsachen aus

der DDR und Alltagstechnik gezeigt. Die

Öffnungszeiten sind Montag, Donnerstag,

Freitag sowie am Wochenende von 10 bis

16 Uhr sowie nach Vereinbarung. Matthias

Bein

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HARZ BRAUCHTUM

Harzer Traditionen hautnah am 21. Juli 2019 in Altenau

Brauchtumsgruppen begeisterten das

Publikum beim Harzer Heimattag

Musik schallt schon aus der Ferne.

Etwa 800 Menschen tummeln sich

vergnügt im Konzertgarten des Kurgastzentrums

in Altenau. Und es gibt

eine Menge zu sehen und zu hören.

10 Harzklub-Brauchtumsgruppen und

die Bruchbergsänger vom Heimatbund

Oberharz geben sich gegenseitig bei

bestem Sommerwetter das Mikrofon

in die Hand. Die Peitschenknaller des

Harzklubs sind angereist und veranstalten

– verteilt über die Wiesen – ein

umfangreiches Konzert. Die Akkordzither-Gruppe

trägt die neu eingeübten

Stücke vor, und die Jodler und

Jodlerinnen des Harzklubs beeindrucken

die Gäste mit ihrem Können.

Der fröhliche, traditionelle Festumzug, der

ab 13.00 Uhr durch das Ortszentrum führt,

wird zusätzlich unterstützt durch die Janitscharen-Kapelle

Altenau und die ortsansässigen

Vereine. In den anschließenden Grußworten

betonen der Ortsbürgermeister der

Bergstadt Altenau-Schulenberg, Alexander

Ehrenberg, sowie der stellvertretende Präsident

des Harzklubs, Christoph Steingaß,

das große ehrenamtliche Engagement der

Mitglieder des Harzklubs, sei es bei der Betreuung

des umfangreichen Wanderwegenetzes,

bei der Bewahrung unserer Harzer

Traditionen oder bei den zahlreichen

Naturschutzmaßnahmen am Wegesrand.

Der Ewergeschwurne des Oberharzer Heimatbundes

Rüdiger Kail, der gleichzeitig

auch Hauptschatzmeister des Harzklubs

ist, erwähnt in seinem Grußwort die gute

Partnerschaft zwischen Heimatbund und

Harzklub, die in Zukunft noch weiter ausgebaut

werden soll.

Ein besonderes Dankeschön aller geht an

den Harzklub-Zweigverein Altenau mit

Rainer Eikemeyer an der Spitze, der diese

wunderbare Veranstaltung mit Unterstützung

der Kurbetriebsgesellschaft vorbereitet

und ausgerichtet hat.

Die Heimatgruppen aus Bad Grund, Bad

Sachsa, Gittelde/Windhausen, Oker,

Ildehausen und Bad Lauterberg sowie die

Bruchbergsänger von Altenau tragen mit

Stolz ihre farbenfrohen Trachten und besingen

am Nachmittag alte Gewerke wie

Holzfuhrmann, Bergmann, Kuhhirt oder

Köhler und die Besonderheiten der Harzer

Der kleine Julian Deutsch aus Ildehausen präsentiert sein erstes Lied.

Der Vorsitzende des Harzklub-Zweigvereins Altenau Rainer Eikemeyer begrüßt alle

Teilnehmer und Gäste. (Fotos: Annett Drache)

Berge. Es ist für alle Gäste eine Freude für

Auge und Ohr.

Doch bevor sich alle Gruppen zum großen

Abschlusslied versammeln, gibt es noch

eine besondere Überraschung: Der kleine

Julian Deutsch (5 Jahre alt) aus Ildehausen

hat all seinen Mut zusammengenommen

und präsentiert sein erstes Lied. Alle Gäste,

und selbst die Mitglieder der Jodelgruppe

Ildehausen, sind fasziniert von der klaren

Stimme, die nun über den Platz erschallt.

Um Nachwuchs braucht sich der Harzklub-

Zweigverein Ildehausen jedenfalls keine

Sorgen zu machen!

Ein Dank gilt auch Pastor Walter Merz für

die morgendliche Andacht und den Hauptheimatgruppenwarten

Bernfried Saatze, Dr.

Nicole Fröhlich und Marina Hein, welche wie

immer die Programmgestaltung übernommen

und selbst aktiv zum Gelingen unseres

Harzer Heimattages beigetragen haben.

Annett Drache

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HARZKLUB

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens seit Neugründung

Aus der Geschichte des Harzklub-

Zweigvereins Rübeland e.V.

Seit der Gründungsversammlung

des Harzklubs (Hauptverein) am 08.

August 1886 in Seesen mit dem Eisenbahndirektor

Albert Schneider als

seinem 1. Vorsitzenden vergingen fast

neun Jahre bis am 18. Februar 1895

auch in Rübeland ein Harzklub-Zweigverein

entstand. Die 22 anwesenden

Mitglieder wählten in der Pieperschen

Gastwirtschaft des Höhlenortes als

Vorsitzenden den umtriebigen Fabrikanten

C.E. Buchholz und als dessen

Stellvertreter den Chemiker F. Bertling.

Die weiteren Ämter besetzten

der Gemeindevorsteher Gropp als

Geschäftsführer, Herr E. Haase als Beisitzer

und der Präzeptor* Thomas als

Schriftführer und Schatzmeister.

Zu den ersten Handlungen gehörten Regelungen

im Interesse des zunehmenden

Tourismus, wie die Einrichtung von Auskunftsstellen

und eines Wanderwegenetzes

sowie dessen Aufnahme in einen Routenplan.

Weiterhin sollte „die Ortsbehörde ersucht

werden, den Kutschern das Anbieten

ihrer Fuhrwerke auf der Straße zu verbieten“.

Im Ort plante man eine Tafel, auf der

die Entfernungen zu den Ortschaften der

Umgebung angegeben sind.

Mitte der 1920er Jahre übernahm der damalige

Betriebsleiter der Tropfsteinhöhlen

Bernhard Lange die Leitung des Vereins mit

nunmehr 70 Mitgliedern. Nach dem verheerenden

Hochwasser am 30. Dezember 1925

galt es, die bodenahen Wanderwege mit

allem Zubehör wieder instand zu setzen.

In der damals noch selbständigen Nachbargemeinde

Neuwerk forderte deren

Harzklub-Zweigverein auf der Jahreshauptversammlung

des Hauptvereins 1912 in Bad

Lauterberg eine finanzielle Unterstützung

von 3.750 Mark zum Neubau einer festen

Brücke über die Rappbode auf dem Wanderweg

Rübeland – Wendefurth (heute in

der Talsperre Wendefurth überflutet), da

diese Strecke auch im Winter häufig begangen

werde und die vorhandene Brücke baufällig

sei. Die Neuwerker erhielten jedoch

lediglich 60 Mark für die Beseitigung der

Brücke und den Hinweis, beim Kreis Blankenburg

um Unterstützung nachzufragen.

Zwei Jahrzehnte vor der Eingemeindung

Neuwerks nach Rübeland schlossen sich

die beiden Zweigvereine zum Harzklub-

Zweigverein Rübeland-Neuwerk zusammen.

Als eine der gemeinsamen Leistungen

dieser Zeit werden in einem Bericht die

Arbeiten am Gesundheitsbrunnen bei Neuwerk

anlässlich seiner Wiedereinweihung

am 27. Juli 1930 gelobt. Durch den damals

festgestellten Radongehalt seines Wassers

wurden von beiden Gemeinden große wirtschaftliche

Erwartungen gehegt.

Anfang 1935 warb B. Lange, nun als „Führer“

des Harzklub-Zweigvereins Rübeland-

Neuwerk, für den Bezug der Zeitschrift DER

HARZ, „da sie wertvolles Heimatgut in Bild

und Schrift vermittle und auch als propagantistisches

Material für den Harz nicht zu

unterschätzen sei“. Am 11. und 12. Mai 1935

fand in Rübeland die Frühjahrshauptversammlung

des Harzklub Hauptvereins statt.

Mit einer Nachricht über die Durchführung

der „Rübeländer Höhlenfestspiele für den

Harzklub“ im Oktober 1937 bei „Teilnahme

von über 500 Harzkameraden und Harzfreunden“

enden nach 42 Jahren die verfügbaren

Nachrichten über unsere Vorgänger.

In der DDR war ein Zusammenschluss als

Harzklub nicht statthaft. Die durch den

weiteren Fremdenverkehr (FDGB/Freier

Deutscher Gewerkschaftsbund) notwendige

Unterhaltung der Wanderwege fand

überwiegend behördlich geregelt statt.

In der Gemeinde Rübeland betreute der

Lehrer Wolfgang Burchert das Wanderwegenetz.

Es vergingen 57 Jahre bis am 30. Mai 1994

die Neugründung des Harzklub-Zweigvereins

Rübeland auf Initiative engagierter

Heimatfreunde und Unterstützung durch

den Bürgermeister Rolf Müller und den

Direktor der Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Wolfgang Hase erfolgte. 24 Gründungsmitglieder

wählten Dr. Christoph Unger zu

ihrem Vorsitzenden und Wolfgang Burchert

zu dessen Stellvertreter sowie Wolfgang

20 08 | 2019


HARZKLUB

Hase, Bernd Müller, Walter Frensel und

Helmut Bock als Fachwarte in den Vorstand.

Als Startkapital diente die Spende

eines Vereinsmitgliedes (3.000 DM) aus

dem Honorar für das Büchlein Rübeland,

Harzjuwel im Bodetal mit Hinweisen zur

Heimatgeschichte und Empfehlungen für

Wanderungen in der Region.

Seither sind der Ausbau und die Unterhaltung

des umfangreichen Wanderwegenetzes

im Betreuungsgebiet eine vorrangige

Aufgabe. Allen bisherigen Wegewarten:

Wolfgang Burchert, Walter Frensel, Karl-

Heinz Hilbig, Klaus Bergen (Beschilderungen

und Kartenwart) und Ralph Ehrt

(gegenwärtig) gebührt für ihre ehrenamtliche

Arbeit, ebenso wie dem langjährigen

Schatzmeister und Stellvertretenden

Vorsitzenden Wolfgang Hase, besondere

Anerkennung und Dank.

Umfangreiche Bemühungen des Vereins

und die Überwindung bürokratischer Hürden

für die Wiederherstellung der durch den

Bau des Rappbode-Talsperrensystems unterbrochenen,

einst sehr beliebten Wanderverbindung

(siehe vorstehend) zwischen

Neuwerk und Wendefurth, ermöglichten

letztlich die Streckenführung des Harzer

Hexenstieges von Königshütte über die

Überleitungstalsperre (Trogfurter Brücke)

bis hinter die Diabassteinbrüche und das

Schieferholz, durch den Raum Rübeland bis

Wendefurth/Altenbrak. Es sollte einer der

beliebtesten Abschnitte des zertifizierten

und mehrfach prämierten Streckenwanderweges

Deutschlands werden.

Zu den weiteren Aktivitäten des Vereins

gehören seither die Bemühungen zur Sicherung

der Überbleibsel der Denkmale

Burg Birkenfeld und Kirchenruine am Husarenhorst

(Namenlose Kirche). Ein landwirtschaftlich

genutztes Gebäude auf dem

Gut Heiligenstock konnte behördlich zum

Ingenieurtechnischen Denkmal erklärt werden.

Viele vom Verein gestaltete Informationtafeln

und sogenannte Dennerttannen

geben Auskunft zur Geschichte unseres

Heimatortes. Die Gestaltung der 600-Jahrfeier

des ehemaligen Hüttenortes Neuwerk

2014 fand einschließlich der Festschrift in

Zusammenarbeit der Zweigvereine Neuwerk

(Grasedanz) und Rübeland statt.

Als Ergebnis der Tätigkeit der Arbeitsgruppe

Heimatgeschichte entstand eine Schriftenreihe,

deren Erlös der Harzklubarbeit dient.

Mit dem Büchlein Harzer Aussichtstürme

(2014) eines Vereinsmitgliedes ergab sich

die Möglichkeit, an die Bemühungen der

vielen Harzklubmitglieder in den Vereinen

bei der einstigen Errichtung und nun ständigen

Unterhaltung von Aussichtstürmen

und deren Zuwegung zu erinnern.

Die Restaurierung der von dem ehemaligen

Vereinsmitglied Erhard Sorge geschnitzten

drei Gäste-Begrüßungstafeln an Rübelands

Ortseingängen durch die Malerfirma Dammann

ist das Ergebnis des Engagements

des Vereins, allen voran des Stellvertretenden

Vorsitzenden Ralph Ehrt.

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das

Erreichte war nur durch den Fleiß der

Vereinsmitglieder und die Unterstützung

durch ortsansässige Betriebe sowie die

Arbeitsförderungsgesellschaft Harz (AFG),

den Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz

am Brocken, die Harzsparkasse, die Reddersenstiftung,

den Landesforstbetrieb

ST möglich. Und so nahm 2017 der Vereinsvorsitzende

das Ehrenabzeichen des

Harzklubs in Gold quasi in Vertretung für

das Engagement aller aktiven Mitglieder

des Zweigvereins entgegen.

Insbesondere die regelmässige Durchführung

von Wanderungen und Wanderfahrten

sowie die Möglichkeit zur Nutzung

des Jagdhauses an der Lange waren und

sind für das Vereinsleben bedeutsam und

dienlich. Die Altersstruktur der Mitglieder

erfordert jedoch, wie anderenortes ebenso,

die Mitgliedschaft jüngerer Harzfreunde/

Harzfreundinnen, um den Fortbestand

des Harzklubs in Rübeland nicht zu gefährden.

So galt zunächst der gemeinsame

Beschluss, das 25-jährige Vereinsjubiläum

nach Neugründung 1994 auch ohne diese

Verjüngung mit Anstand zu erreichen.

Nicht nur dies gelang. Ende des vergangenen

Jahres bewarben sich mit der Begründung,

etwas Gutes für ihren Heimatort

Rübeland tun zu wollen und dabei die Mitarbeit

im Harzklub erwogen haben, vier junge

Männer um die Mitgliedschaft. Es zeichnet

sich die Bereitschaft für eine geordnete

Übergabe der Leitung und weiterer Aufgaben

des Vereins und somit eine Perspektive

für den Harzklub-Zweigverein Rübeland ab.

Glück auf!

Harzklub-Zweigverein Rübeland

Dr. Christoph Unger

* In den Braunschweigischen Hüttenorten, also auch

in Rübeland und Neuwerk, durften seit Anfang des

18. Jahrhunderts die Lehrer den Titel Präzeptor

(Hüttenpräzeptor) führen (siehe die Präzeptorklippe

in der Rappbodetal sperre). Ihnen war es damit

auch gestattet, in den Gemeinden (ohne eigene

Pfarre) sonntags die Predigt zu verlesen (siehe

auch Betsaalschulen und Fontane in Cecile: der

alte Rodensteiner in Altenbrak).

Quellen/Zeitschrift DER HARZ (Jahrgänge

vor 1940), Archiv des Harzklubs Rübeland e.V.,

Bilder/Sammlung und Fotos Autor

Vormerken!

In Goslar-Hahnenklee findet

vom 14. bis 22. September 2019

die Harzer WanderWoche statt,

an der sich auch der Harzklub e.V.

beteiligt. Bitte den Termin vormerken

und den QR-Code beachten!

Den genauen Ablauf und weitere

Informationen finden Sie in der

Ausgabe 09/2019 von „Der Harz“!

08 | 2019

21


Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 07_2019

HARZKLUB

Aus der Arbeit des Hauptvorstandes

des Harzklub e.V.

Thema Vereinszeitschrift DER HARZ

Das Redaktionskollegium erstellt einen

Redaktionsplan mit den Themen der nächsten

Ausgaben und freut sich auf zahlreiche

Zuarbeiten aus den Zweigvereinen,

denn darauf ist die Redaktion angewiesen.

Berichte und Meldungen sollen an die

Harzklub-Geschäftsstelle gesandt werden:

info@harzklub.de

Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

…geht nicht ohne uns!

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen und

erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Firma:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Unterschrift

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift

»DER HARZ« (Jahresabonnement 31,57 €).

Ort, Datum

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Unterschrift

Thema Internet

Unsere neu gestaltete Internetseite

harzklub.de trifft auf große positive

Resonanz. Die Seiten unserer Zweigvereine

sind derzeit noch in sehr unterschiedlicher

Qualität. Der Hauptvorstand bietet verstärkt

Hilfe an, hier künftig eine durchgängig

moderne Internetpräsenz zu schaffen.

Thema Wanderführer

Die Zertifikate der Wanderführer sollen

nach dem Willen des Dachverbandes künftig

befristet und alle 5 Jahre durch Weiterbildungen

bestätigt werden. Der Hauptvorstand

wird zu diesem Beschluss in einem

offiziellen Schreiben an den Deutschen

Wanderverband seinen Unmut äußern.

Nichtsdestotrotz werden wir wie bisher

entsprechende Weiterbildungsangebote erarbeiten

und anbieten. Zunächst werden die

aktuelle Zahl der aktiven Wanderführer und

deren Anschriften ermittelt. Marion Schmidt

…geht nicht ohne uns!

Wanderbefragung

Optimierung der Harzer

Erholungswege Seite 5

Brocken Express

fährt am 23. März auf den

Gipfel Seite 12

Harz -Wanderung

Auf den Spuren Heinrich

Heines Seite 16

Mitgliedschaft

im Harzklub

Der Harzklub bietet Jung und Alt die

Gelegenheit, sich an seinen gemeinnützigen

Aufgaben zu beteiligen. Diese

kann er nur bewältigen, wenn viele

Menschen mithelfen – sei es durch

tatkräftiges Zupacken, sei es als förderndes

Mitglied nur durch den Mitgliedsbeitrag.

Ein jeder Zweigverein hat sich auf

bestimmte Ziele des Harzklubs spezialisiert.

Hier können Sie individuell tätig

werden und aktiv am Gemeinschaftsleben

teilnehmen. Eine Kontaktliste

der Zweigvereine finden Sie unter

harzklub.de.

Sie können aber auch ohne besondere

Bindung an einen Zweigverein Mitglied

im Harzklub-Hauptverein werden. Der

Mitgliedsbeitrag beträgt hier 16 EUR

pro Jahr, Familienmitglieder zahlen

die Hälfte, Kinder 4 EUR. Die Beitrittserklärung

finden Sie hier links im Heft.

Zur Mitgliedschaft

die Zeitschrift!

Der Harz“ – die Vereinszeitschrift des

Harzklubs liefert Ihnen jeden Monat

aktuelle Informationen über die Vereinsarbeit

und über Themen, welche

die Menschen im Mittelgebirge interessieren.

Lesen Sie Heimatgeschichte,

Harznachrichten, Vereinsnachrichten,

Diskussionsbeiträge, Ausflugs- und Wandertipps

uvm. monatlich neu in Ihrer

Harz-Zeitschrift.

Mit einem preisgünstigen Abonnement

bekommen Sie Ihren „Harz“ monatlich

aktuell ins Haus geliefert. Bestellen Sie

deshalb zusammen mit Ihrer Beitrittserklärung

die Zeitschrift „Der Harz“ – Die

Zeitschrift für Harzer und Freunde des

Harzes.

22 08 | 2019


Werner Tübkes Monumentalgemälde

im Panorama Museum

NAPOLAs des Harzes

14 m hoch und 123 m im Umfang

Die Sixtina

Am Schlachtberg 9, 06567 Bad Frankenhausen

www.panorama-museum.de, Di bis So 10 - 17 Uhr

Tel: 034671 / 6190

DeS norDenS Foto: ZK-MEDIEN, © Tübke, VG Bild-Kunst Bonn, 2019

Sie sollten zur NS-Zeit Eliteschulen für den Führernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausgelesene

Jungmannen erwarben an diesen paramilitärischen Internatsschulen nicht nur das Abitur,

sondern erhielten das Rüstzeug später in Staat, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle

die nationalsozialistische Gesinnung durchzusetzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen

Schüler im Harz in Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwandelte

man 1934 vom einstigen humanistischen Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung

neuer Gemeinschaftserziehung. Im anhaltischen Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau

einer NAPOLA in Deutschland, der mit seiner gigantomanischen Architektur heute befremdet und einer

Nachnutzung harrt. Abseits von Städten sollten im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafte

Herrenmenschen heranwachsen, die später als „Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos

zu dienen hatten. Auch hier funktionierte das NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder

dienten Kadettenanstalten, Landschulheime und die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen

aber kameradschaftlichen Prägung. Unter der Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausschließlich

Jungen als Führungskräfte heran, die auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüsselpositionen

gelangten, wenn sie nicht vorher im II. Weltkrieg ihr Leben ließen.

Neben diesen beiden Orten werden die nächstgelegenen NAPOLAs in Schulpforta und Naumburg

beleuchtet und viele Hintergründe zur NS-Herrschaft erhellt.

NEUERSCHEINUNG NS-Eliteschulen gab es im Harz in

Ballenstedt und Ilfeld. Erstmals befasst sich ein vierköpfiges

Autorenteam umfassend mit diesem lange tabuisierten

Thema. Im

Internat sollten

die Jungs nach

sieben Jahren

Konditionierung

und ideologischer

Schulung

in einer paramilitärisch

geführten

Einrichtung

das Abitur erreichen.

Danach

war ihnen die

Berufswahl freigestellt.

Kriegsbedingt

gingen

viele von ihnen

zur Wehrmacht oder SS.

Napola Verführte Elite im Harz

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Natürlich in

Wernigerode!

Tipps und

Informationen

in dieser

Broschüre

aus der:

Konzept \ Entwicklung \ Realisierung

Erhältlich:

Tourist-Information Wernigerode, Marktplatz 10, 38855 Wernigerode

Telefon (0 39 43) 5 53 78-35, www.wernigerode-tourismus.de

Ballenstedt – Der Schlosspark in der Wiege Anhalts

Der Ballenstedter Schlosspark, ein

Gartenkunstwerk des 18. und 19. Jahrhundert,

gehört zu den bedeutendsten

Parkanlagen des Landes. In seiner

Gesamtheit bildet der zu den ‚Gartenträume

– Historische Parks in Sachsen-Anhalt‘

gehörende Park mit den

Bauten des Schlossensembles noch

immer eine faszinierende Einheit. Jährlich finden zahlreiche Besucher in

dem 29 ha großen Landschaftspark mit seinem wertvollen alten Baumbestand

Ruhe und Entspannung. Aber auch musikalische Höhepunkte

des Ballenstedter Musiksommers mit seinen Open Air Konzerten, wie

dem ‚Folk-im-Park-Festival‘, sind ein Anziehungspunkt für viele Gäste.

Die Anlegung des Parks geht auf den Fürsten Friedrich Albrecht von

Anhalt-Bernburg (1735 – 1796) zurück. Von Peter Joseph Lenné überplant,

wurde der nordöstliche Teil des Parks zwischen 1858 und 1863 neu gestaltet.

Für den Entwurf der terrassierten Wasserachse griff Lenné den

Zeitgeschmack für den italienischen Terrassenbau auf.

Von den ursprünglich sehr zahlreichen Plastiken und Kleinarchitektur

sind heute noch der wasserspeienden Lindwurm, die Bärenkinder, der

‚Schwedenstein‘ am Westufer des Schlossteiches und der von Johann

Gottfried Schadow entworfene gusseiserne Löwe im westlichen Teil des

Parks vorhanden.

Weitere Informationen sind erhältlich über die Tourist-Information

Ballenstedt, Anhaltiner Platz 11, 06493 Ballenstedt, Tel. 039483 263,

www.ballenstedt.de

08 | 2019

23


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Öffnungszeiten: • mit Abenteuer-Kletterpark

Mo. Ruhetag, Di. – Fr. 14 – 19 Uhr

Sa.,So., Feiertage 11 – 19 Uhr

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www.kinder-regenbogenland.com

Regenbogenland

Talstr. 28a | 37441 Bad Sachsa | Tel. 05523 9529550

24 08 | 2019

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