Eine außergewöhnliche Weltreise

Erpho

Bericht über "In drei Stunden um die Welt" von Manuela Reher in der "Allgemeinen Zeitung" (9. Juli 2019)

Demenz-Woche: Schauspiel- und Bewegungsworkshop begeistert Teilnehmer

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Eine außergewöhnliche Weltreise

09-07-2019

Von Manue la Reher

COESFELD. Auf eine bemerkenswerte

Reise begibt sich

Helga Ziegler mit anderen

Teilnehmern. ,,In drei Stunden

um die Welt", lautet das

versprechen der Reiseleiter.

Helga Ziegler und ihre Weggefährten

haben das Angebot

im Rahmen der ersten

Coesfelder Woche für Demenzerkrankte

und deren

Angehörige gerne angenommen

und sind gemeinsam

mit Begleitpersonen in die

Jakobi-Turnhalle gekommen.

voller Spannung erwarten

die Reisenden den Auftakt

der Reise, die zunächst

durch die Baumberge führt.

Doch Vorsicht ist geboten,

denn der Slalom ist durch

Bäume markiert, die keinesfalls

berührt werden dürfen.

Gemeinsam mit ihren Reiseleitern,

dem Theatermacher

Erpho Bell von der

Künstlergruppe „Freudige

Füße" und Julia Watermann

von der SportGemeinschaft

Coesfeld 06, meistert die Reisegruppe

die Aufgabe mit

Bravour.

Danach geht es weiter

nach Frankreich. In Paris

machen die Reiseteilnehmer

einen Zwischenstopp am

Ufer der Seine. Mit großem

Einfühlungsvermögen geht

Erpho Bell auf die Teilnehmer

ein und nimmt ihnen

Bunte Tücher schwenken die Teilnehmer der außergewöhn lichen Weltreise, als sie am Ufer der Seine in Paris zu bekannten Chansons tanzen.

auch die Angst, sich in dem

fremden Land nicht verständigen

zu können. ,,Ich kann

kein Französisch", sagt Helga

Ziegler ganz spontan. ,,Das

macht nichts", entgegnet

Erpho Bell. Denn Julia watermann

lädt die Teilnehmer

kurz darauf zum Tanzen ein,

wobei sie bunte Tücher

schwenken. Alexander Bergenthal

vom Kreissportbund

Coesfeld, der das Projekt unterstützt,

fungiert kurzerhand

als Eiffelturm, den die

Reisenden natürlich auch

besichtigen wollen.

Auch ins Flugzeug steigt

die Reisegruppe. Die Teilnehmer

nehmen auf Turnkästen

Platz und folgen den

Anweisungen der Crew. Immer

wieder huscht dem einen

oder anderen Passagier

ein Lächeln über das Gesicht,

als Erpho Bell während

des Transatlantik-Flugs

nach New York zum Beispiel

anregt, im Flugzeug ein

Fenster zu schließen, damit

es nicht so zieht. Die Reisenden

genießen die außergewöhnliche

Weltreise auf den

Flügeln der Fantasie in vollen

Zügen und erleben die

Reiseziele durch (Thea-

Foto: Manuela Reher

ter-)Spiel und Bewegung.

„Das alles regt die Fantasie

an und ist fantastisch", zeigt

sich eine Begleiterin einer

älteren Teilnehmerin begeistert.

Das versprechen der

Reiseleiter, in drei Stunden

um die weit zu reisen, gilt

am Ende als hervorragend

eingelöst. ,,Ich hätte nie gedacht,

dass das möglich ist",

sch1nunzelt Helga Ziegler.

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