Berliner Kurier 14.08.2019

BerlinerVerlagGmbH

* BERLINER KURIER, Mittwoch, 14. August 2019

Warum Tinte das Ende der Menschheit ist

Natürlich gibt esschwarze

Löcher. Und zwar nicht

irgendwoimUniversum, sondern

genau hier. Bei uns.

Schwarze Löcher, die eine so

unglaubliche Menge an Energie

saugen, dass sichimInneren

der Seele eine dichte

Energie verbreitet, die einen

permanent in einen schwer

depressiven Irren verwandelt.

Oder in einen Mörder! In

meinem Fall heißt das

Schwarze Loch B200 –und

ist eine Drucker-Fehlermeldung,

die dreierlei heißen

kann: „Sie hatten den Druckerlängere

Zeit nicht in Verwendung

und sollten die

günstigen Alternativ-Tintenstrahl-Drucker-Patronen,

die

natürlich in Wirklichkeit null

alternativ, sondern vermutlich

durch Sklavenarbeit produzierte

Billig-Plastik-Monster

sind, die irgendwann zum

Ende der Menschheit durch

Plastik-Ersticken der Meere

beitragen – Sie sollten also

diese Patronen sanft unter

lauwarmem Wasser abspülen,

genauso sanft wieder abtrocknen

und einsetzen sowie

besonders sensibel eine Testseite

ausdrucken“.

Es kann aber auch heißen:

„Der Druckhersteller ist sauer,

weil Sie über längere Zeit

erschwingliche Alternativ-

Patronen anstelle der sündhaft

teuren Original-Patronen

verwendeten –kaufenSie

sichgefälligst Original-Patronen.“

Oder es heißt: „Keine Ahnung.

Entweder lassen Sie

den Drucker für mehrere

Hundert Euro reparieren –

oder Sie kaufen gleich einen

Neuen für 70 Euro und verbringen

mehrere Tage mit

Auswahl undEinrichtung des

Geräts sowie mit der Entsorgung

des alten Druckers mitsamt

alter Patronen in einem

Wertstoffhof IhrerWahl,was

sichauchwiederauf mehrere

Hundert Euro an Zeitaufwandaddiert.“

BERLIN 13

Mensch

Meyer

Kabarettist

Chin Meyer

schreibt jeden

Mittwoch und

Sonnabend

im KURIER

Sie haben also die freie Wahl

Ihres Verderbens.

Lesen Sie am kommenden

Freitag, wie genau es zuschlägt.

Dreieck Funkturm

Das

Nadelöhr der

Fotos:Uhlemann,Imago Images,dpa/Zinken

Die Rudolf-

Wissell-Brücke

und Projektleiter

Wolfgang

Pilz.

Blechlawinen

l en

Berliner Stadtautobahn wird zur Großbaustelle.

Betroffen ist auch die Rudolf-Wissell-Brücke

Von

PETER NEUMANN

Berlin – Noch genießen die

Autofahrer Schonfrist.

Doch in einigen Jahren

werden sich zwei Teile der

Stadtautobahn in Großbaustellen

verwandeln.

Zu ihnen gehört das Dreieck

Funkturm, wo die Avus auf

den Stadtring stößt. Der Spaghettiknoten,

der zu den am

stärksten genutzten Verknüpfungspunkten

im deutschen

Autobahnnetz gehört,

ist verschlissen. Die 20 Brücken

aus den 1960er-Jahren

müssen neu gebaut werden.

Aber auch die Verkehrsführung

genügt heutigen Standards

nicht mehr. Mittendrin

befindet sich eine Anschlussstelle

–das geht gar nicht. Um

den Verkehr zu entzerren,

werden die Auf- und Abfahrt

auf die Avus verlegt, sagt

Burkhard Pott, Projektleiter

bei der Projektsteuerungsge-

sellschaft Deges. Derzeit ist

die Rampe, auf der man von

der Avus kommend auf die

A100 Richtung Wedding

fährt, viel zu kurz –ein Bereich,

an dem auswärtige

Kraftfahrer ins Schwitzen

kommen. „Die Rampe wird

deutlich verlängert“, so Pott.

Zwischendurch hieß es,

dass die Arbeiten bis zu

zwölf Jahre dauern. Nun ist

von sieben bis acht Jahren

Bauzeit die Rede. Baubeginn:

nicht vor 2023, so die Deges.

Das gilt auch für die zweite

Großbaustelle in diesem Bereich.

Die Rudolf-Wissell-

Brücke, die im Verlauf der

A100 die Spree überspannt,

wird abgerissen und neu gebaut.

Immerhin: Während

der ersten drei Jahre der siebenjährigen

Bauzeit werden

die Autofahrer kaum Einschränkungen

spüren, sagt

Projektleiter Wolfgang Pilz.

Dann wird auf der alten Brücke

der Verkehr weiter fließen,

während nebenan der

erste Teil der neuen entsteht.

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