Berliner Kurier 14.08.2019

BerlinerVerlagGmbH

Mittwoch, 14. August 2019

WITZDES TAGES

„Und Bruderherz, wie lange bleibst du

denn bei uns?“ –„Nur bis ich euch auf die

Nerven gehe.“ –„Ach. Schade, dass du

schon wieder los musst.“

WUSSTEN SIE SCHON...

... dass sich der Bestand von Tierarten in

Wäldern weltweit in den vergangenen

Jahrzehnten halbiert hat? Zwischen 1970

und 2014 schrumpften die 455 untersuchten

Populationen um durchschnittlich 53

Prozent, wie die Umweltstiftung WWF

analysierte. Es gibt aber auch Arten, die

sich erholten, so soll es etwa wieder mehr

Gorillas in Zentral- und Ostafrika geben.

www.sam-4u.de

Tobey

Maguire(l.)

und Leonardo

DiCaprio

gemeinsam

auf einer

Filmpremiere

in Cannes

Dieser Film

ist DiCaprio

und Maguire

zu peinlich!

www.sam-4u.de

WASBEDEUTET...

... Tenor? Das Wort Tenor gehört zu den

wenigen Wörtern im Deutschen, die

durch unterschiedliche Betonung unterschiedliche

Bedeutungen haben. Betont

man die erste Silbe, ist die grundsätzliche

Ausrichtung einer Aussage oder einer Diskussion

gemeint. Betont man die zweite,

bezeichnet das eine hohe Gesangsstimmlage

bei Männern bzw. die Sänger selbst.

ZULETZT

Zu große Lust auf Champagner

Es sollte wohl ein kleines Freudenfest am

Tag der Haftentlassung werden –aber für

einen 25-Jährigen aus Fürth ging es gleich

wieder zurück hinter Gitter. Er wurdedabei

beobachtet, wie er kurznach Verlassen

des Gefängnissesineinem Getränkemarkt

mehrerePackungen Champagner stehlen

wollte.Nun sitztder jungeMann wieder in

U-Haft. Weilerbei seinem Champagner-

Klau ein Messer dabei hatte, läuft ein Verfahren

wegenDiebstahls mit Waffen.

4

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Fotos: dpa, Verleih

Die beiden Hollywood-Stars

verhindern seit Jahren eine

Veröffentlichung des Streifens

Von

DIERK SINDERMANN

Es war einmal in Hollywood

… dass zwei befreundete

Jungstars zusammen

mit ihren Freunden

einen Film drehten.

Nur dass „Don’s Plum“

nie in Nordamerika herauskam,

weil Leonardo

DiCaprio (44) und Tobey

Maguire (44) das verhinderten.

Bis heute. Weil ihnen

einige Szenen im

Nachhinein zu peinlich

waren.

Der Streifen dreht sich um

eine Gruppe von Typen in

den 20ern, die sich samstagabends

jedes Mal mit neuen

Mädchen an ihrer Seite im

Restaurant „Don’s Plum“

treffen, wie Co-Produzent

Dale Wheatley in der „New

York Post“ verrät. Und

dann beschließt die Clique,

zusammen einen Film zu

drehen.

Die insgesamt sechstägigen

Dreharbeiten des

Schwarz-Weiß-Films fanden

zwischen Juli 1995 und

März 1996 statt. DiCaprio

spielt den rüden Derek, der

mit Fragen wie „Masturbiert

ihr Girls auch mal?“

brilliert. In einer Szene beschimpft

er Amber Benson

(sie wurde später in der Serie

„Buffy“ bekannt) mit den

Worten: „Ich werfe eine

verdammte Flasche in dein

Gesicht, du gottverdammte

Hure.“

Maguires Filmcharakter

verrät in einer Szene unter

anderem seine ungewöhnlichen

Onanier-Gewohnheiten.

Kein Wunder, dass den

beiden, die inzwischen zu

Weltstars geworden sind,

dieser Streifen peinlich ist.

Wheatley: „Leo und Toby

spielen sich nicht unbedingt

selbst, doch dieser Eindruck

könnte durchaus entstehen.

Das wollten sie mit

allen Mitteln verhindern.“

Wheatley lieh sich

schließlich Geld und schaffte

das Unmögliche: „Ich habe

aus dem 30-stündigen

DasPlakat des Film „Don’sPlum.

Links oben der junge Leonardo DiCaprio

Material einen Featurefilm

fertiggekriegt. Er war gut

genug, um ihn bei den Filmfestivals

anzumelden. Doch

DiCaprio wollte keinen

Flop riskieren: „Er meinte

,Ich will keinen Kinofilm,

der den Bach runter geht’“,

so Wheatley. Am Ende sei es

Maguire gewesen, der dem

Projekt den Todesstoß gab.

Wheatley: „Sein Agent hat

ihn überzeugt, dass es sein

Image und seine Karriere

ruinieren würde.“

Als DiCaprio und Maguire

ihre Anwälte einschalteten,

zogen Wheatley und die anderen

Produzenten mit einer

10-Millionen-Dollar-

Klage vor Gericht. Die beiden

Stars konterten mit einer

Gegenklage. Es endete

nach drei Jahren mit einem

Vergleich. Die Produzenten

mussten sich verpflichten,

den Film nie in Nordamerika

zu zeigen. Dazu mussten

auch mehrere Szenen rausgeschnitten

werden.

Am Ende feierte „Don’s

Plum“ seine Premiere 2001

bei der Berlinale, als ihn der

dänische Regisseur Lars

von Trier (63) einfach dort

zeigte. Danach lief er noch

in wenigen europäischen

Ländern. Dale Wheatley:

„Anstatt Millionen mit dem

Film zu machen, habe ich

am Ende 180 Dollar Gewinn

herausbekommen.“

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