Berliner Kurier 14.08.2019

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Kolumne

Chin Meyererklärt, warum

Tinte unser Ende herbeiführt

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Zahlen korrigiert

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BERLINER KURIER, Mittwoch, 14. August 2019

Senatorin Scheeres:

9500 Schulplätzefehlen

Alte Stars in

neuer Optik:

Pitti, Moppi,

Schnatterinchen

mit

Norman

Schneider.

Berlin –Eine Woche lang hat

Bildungssenatorin Sandra

Scheeres (SPD) die Öffentlichkeit

warten lassen. An diesem

Dienstag nun sollte sie Klarheit

schaffen. In der Senatssitzung

am Morgen und im Anschluss

auf einer Pressekonferenz wollte

sie endlich sagen, wie viele

Schulplätze Berlin für das

Schuljahr 2021/22 nach ihrer

Einschätzung fehlen. Denn einer

Prognose ihres Hauses zufolge,

die im Mai veröffentlicht

wurde, fehlen 24 000 Schulplätze

für das übernächste

Schuljahr.

Gestern präsentierte Scheeres

weniger düstere Zahlen, basierend

auf einer anderen Prognose,

die ebenfalls aus ihrem Haus

stammt. Demnach fehlen Berlin

für 2021/22 insgesamt 9505

Schulplätze – aufgeschlüsselt:

5895 Plätze an Grundschulen,

2927 Plätze anSekundarschulen

und 683 Plätze an Gymnasien.

Die in der vergangenen Woche

bekannt gewordene Zahl

von 24 000 fehlenden Plätzen

sei eine „Maximalprognose“,

betonte Scheeres. Sie beziehe

alle geplanten Neubaugebiete

mit ein, die im Wohnbauflächen-Informationssystem

(Wo-

Fis) geführt würden. Davon

würdenaber nicht alle Projekte

realisiert. WoFis ist ein Planungs-

und Arbeitsinstrument

der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Die auf dieser Basis

erstellte Prognose 1sei nicht

realistisch, so Scheeres. Die

Zahlen dienten einer „gesamtstädtischen

Betrachtung“. Die

nun vorgelegten Zahlen von

9505 fehlenden Plätzen hingegen

seien „realistische Zahlen“,

betonte Scheeres mehrfach.

Tom Erdmann von der Bildungsgewerkschaft

GEW ist

das nicht genug. Innerhalb von

kürzester Zeit habe die Schulverwaltung

jetzt mehrere Prognosen

vorgestellt, die sich widersprächen.

Auch als Fachmann

blicke man da nicht mehr

durch. „Aus unserer Sicht ist das

Vertrauen nicht wiederhergestellt.

Uns beruhigen die neuen

Zahlen überhaupt nicht“, so

Erdmann. Er gehe weiterhin

von mehr als 20000 fehlenden

Schulplätzen aus. „Realistisch

kann nur die Maximalschülerprognose

sein“, so Erdmann.

Schon jetzt seien viele Schulen

überbelegt. Nur mit der Maximalprognose

könne man so planen,

dass man auf „der sicheren

Seite“ sei. Annika Leister

Diese haben auch

die anderen Figuren.

So kann das neue

Schnatterinchen, die

nun runde statt längliche

Augen hat, mit ihren Flügeln

auch Dinge anpacken. Sie

darf erstmals auch ihre Beine

zeigen, wenn es das Drehbuch

verlangt.

Bei Hund Moppi korrigierte

der Puppenbauer den schrägen

Blick. Die Figur schaut

nun nicht nur freundlicher,

sie kann auch die Augenbrauen

nach oben ziehen.

Über 200 Arbeitsstunden

brauchten Schneider und

sein Team, bis die drei Figuren

fertig waren. „Im Vorfeld

sah ich mir viele Fotos und

auch alte TV-Folgen mit den

Originalfiguren an“, sagt er.

„Für mich war das eine Reise

in die eigene Kindheit, die ich

in Hessen verbrachte. Damals

habe auch ich gerne das Ost-

Sandmännchen gesehen. Pitti

war mein Liebling.“ Lob bekommt

der Puppenbauer von

Urte Blankenstein (75), die im

Die Originale vonPitti, Schnattchen

und Moppi: Der Kobold hatte 1962 bei

„Meister Nadelöhr“ TV-Premiere.

„Abendgruß“ des DDR-Kinderfernsehens

als „Puppendoktor

Pille“ zu sehen war.

„Ich bin überrascht wie sehr

die Figuren den Originalen

ähneln. Ich bin schon auf die

neuen Folgen sehr gespannt“,

sagt sie.

Pitti und seineFreunde sind

derzeit in Hamburg, wo die

neuen „Abendgruß“-Folgen

gedreht werden.

Bildungssenatorin Sandra

Scheeres geht jetzt davonaus,

dass9500 Schulplätze fehlen.

Foto: dpa

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