AJOURE´ Magazin September 2019

ajoure
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Entdecke jetzt die AJOURE´ E-Magazin September Ausgabe mit Cover-Star Miley Cyrus!

#FITNESS

TOPFIT MIT DER

KETTLEBELL

EFFEKTIVE

ÜBUNGEN FÜR

DEIN WORKOUT

ZUHAUSE

+#FOOD

KARTOFFEL VS.

SÜSSKARTOFFEL

WELCHE KNOLLE

IST GESÜNDER?

#LIFESTYLE

SPOTIFY NEU

ENTDECKEN

SO HOLST DU

ALLES AUS DEM

MUSIKDIENST RAUS

#LIEBE

CASUAL DATING

DARAUF SOLLTEST DU

BEIM EROTISCHEN

TREFFEN ACHTEN

Miley Cyrus

#FASHION

GÜNSTIGE FAIR

FASHION LABELS

QUALITÄT MUSS

NICHT TEUER SEIN

#BEAUTY

NATURKOSMETIK

MIT CBD

WAS IST DRAN

AN DEM HYPE?

SEPTEMBER 2019

WWW.AJOURE.DE

Foto: Sony Music


AJOURE MAGAZIN SEITE: 2 | SEPTEMBER 2019

Foto: Masson / stock.adobe.com


AJOURE / EDITOR

from the editor

ALLES NEU MACHT DER... - SEPTEMBER!

Wenn du dich durch unsere neue Ausgabe klickst, wirst du schnell feststellen,

dass sich Einiges geändert hat. Unsere Themen haben eine neue

Reihenfolge, neue Kategorien sind dazugekommen und andere Bereiche

sind dafür in den Hintergrund gerückt. Warum? Nun, ab und zu wird

es einfach Zeit, das bisherige Konzept zu überdenken und zu optimieren.

Was ist wirklich relevant? Worauf möchten wir unseren Fokus legen?

Welche Message möchten wir vermitteln? Diese und noch viele weitere

Fragen sind mit eingeflossen und wir hoffen, dir ein noch interessanteres

und informativeres Magazin bieten zu können, das mehr Tiefgang besitzt,

aber natürlich trotzdem noch jede Menge Unterhaltungswert hat.

Was hat sich nun also konkret geändert? Zuerst einmal haben Umweltthemen

ihren eigenen Bereich bekommen, in dem es hauptsächlich darum

gehen wird, was wir tun können, um unseren Teil zum Umweltschutz

beizutragen. Aber auch unsere Fashion- und Beautythemen werden ihren

Fokus auf Nachhaltigkeit und Naturkosmetik haben. Ebenso bei unseren

Reiseartikeln werden wir ein besonderes Hauptaugenmerk auf das Thema

Nachhaltigkeit haben. Nach wie vor werden wir in den Bereichen Fitness

und Food vor allen Dingen deine Gesundheit im Auge haben. Und für

dein Glück und Wohlbefinden findest du in den Rubriken Erfolg und

Liebe viele Ratschläge und Anregungen. Zu guter Letzt sorgen unsere

Lifestyle-Themen für Unterhaltung und geben dir einige Tipps für deinen

Alltag mit auf den Weg.

Wie du siehst, ist auch unsere September-Ausgabe wieder vollgepackt

mit jeder Menge spannender Themen. Wir wünschen dir ganz viel

Spaß beim Entdecken unseres neuen E-Mags!

-liche Grüße

Melanie Bojko

Editor-in-chief: Melanie Bojko | E-Mail: redaktion@ajoure.de

/AjoureGermany /ajoure_germany /ajoure

AJOURE MAGAZIN SEITE: 3 | SEPTEMBER 2019


09 / 2019

KETTLEBELL

48 WORKOUT

Fitness

48 FIT MIT DER KETTLEBELL

Effektive Übungen für dein Workout

zuhause

20

MILEY CYRUS

IM INTERVIEW

52 10.000 SCHRITTE AM TAG

So veränderst du durch Gehen

deinen Körper

54 KUNG FU FIGHTING

Das erwartet dich in einer Kurs-

Stunde

People

Food

20 MILEY CYRUS

Die She-Ro unserer Zeit im

Interview über ihr neues Album

58 DER KNOLLEN-VERGLEICH

Süßkartoffel vs. Kartoffel - welche ist

gesünder?

PRIORITÄTEN

SETZEN

8

28 SERIENHIT LOST

Was wurde eigentlich aus den Stars

der Mysterie-Serie?

60 KOFFEINFREI

So wirst du morgens ohne Kaffee

wach

Erfolg & Motivation

08 PRIORITÄTEN SETZEN

Dinge, für die wir uns mehr Zeit

nehmen sollten

10 FIND YOUR HAPPINESS

Geniale Tipps gegen schlechte

Laune

12 INTROVERTIERT?

So machst du eine persönliche

Stärke daraus

12 ENTWICKLE DICH WEITER

Mit Persönlichkeitsentwicklung zu

mehr Erfolg im Leben

34 MADELINE JUNO

„Was bleibt“ - Ein Album, so echt,

wie es nur geht

Umwelt

40 ZERO WASTE

Wie funktioniert plastikfrei leben

und einkaufen?

42 FLUGSCHAM

Wie sinnvoll ist eine CO2-

Kompensation?

44 NACHHALTIGE BANKEN

Dein positiver Beitrag zur

Finanzwirtschaft

62 WECKE DEN SPARFUCHS

Mit diesen Tipps sparst du beim

Wocheneinkauf richtig Geld

Travel

68 IM HERBST AN DIE OSTSEE

So schön kann ein Wochenend-Trip

in der Nebensaison sein

70 REISE NACH TSCHERNOBYL

Wie sicher ist der Abenteuertrip in

die Geisterstadt?

72 KEEMALA RESORT PHUKET

In Thailand trifft Luxus auf

Nachhaltigkeit

AJOURE MAGAZIN SEITE: 4 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / EDITOR

INHALT

84

UMSTIEG AUF

NATURKOSMETIK

100

DIE ABNEHMEN ABSOLUT

90

DURCH

DÜMMSTEN INTERVALL-FASTEN?

DIÄTEN

Fashion

76 MUST-HAVE BASICS

Die 9 besten Key-Pieces für einen

minimalistischen Kleiderschrank

78 GÜNSTIGE FAIR FASHION

5 Eco-Fashion-Labels für den

kleinen Geldbeutel

Beauty

84 NATURKOSMETIK

So gelingt dir der Umstieg auf

natürliche Produkte

90

DATING-TREND KONDO-ING

und...

3 FROM THE EDITOR

Alles neu macht der... - September!

112 IMPRESSUM

86 CBD IN DER KOSMETIK

Was ist dran an dem Beauty-

Hype?

Liebe & Beziehung

MUST-HAVE

BASICS

76

90 KONDO-ING BEIM DATEN

Hilft das Aufräumprinzip auch in

der Liebe?

Lifestyle

92 CASUAL DATING

Darauf solltest du beim ersten

Sextreffen achten

94 MÄNNER UND KUSCHELN

Was das starke Geschlecht wirklich

darüber denkt

96 SCHMERZEN NACH DEM

SEX

Das sind die Ursachen

102 NATRON LIFEHACKS

Was das Alltagswundermittel so

alles kann

104 RIEN NE VA PLUS

Die 10 besten Casino- und Zocker-

Filme

108 SPOTIFY NEU ENTDECKEN

So holst du alles aus dem Musik-

Streamingdienst raus

102

108

WAS DU ÜBER DEINEN

KÖRPERFETTANTEIL

WISSEN SOLLTEST SPOTIFY

NEU ENTDECKEN


AJOURE / PEOPLE

Fotos: svitlananiko / stock.adobe.com; Sølve Sundsbø

Ajouré INTERVIEW

MENSCHEN

Und

PERSÖNLICHKEITEN

AJOURE.DE/PEOPLE

AJOURE MAGAZIN SEITE: 6 | SEPTEMBER 2019


Foto: zolotareva_elina / stock.adobe.com

ERFOLG & MOTIVATION

AJOURE MAGAZIN SEITE: 7 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Dinge,

FÜR DIE WIR UNS MEHR

ZEIT NEHMEN

SOLLTEN

Früh wird uns beigebracht, im Leben Ziele

zu setzen und unsere Prioritäten ihnen

entsprechend auszurichten. Meistens

steht dabei die Arbeit im Vordergrund,

die eigene berufliche Weiterentwicklung

oder die bestmögliche Entwicklung der

Kinder, natürlich im Hinblick auf ihren

späteren beruflichen Erfolg.

Aber Geld ist nicht alles und der Beruf

sollte im Normalfall auch nur ein Drittel

des Tagesablaufs ausfüllen. Ein weiteres

Drittel benötigen wir für einen erholsamen

Schlaf. Und das letzte Drittel? Häufig

wird es übersehen oder geht aus Unwissenheit

in den beiden vorgenannten

Teilen auf. Wir finden, das letzte Drittel

des Tages braucht definitiv mehr Aufmerksamkeit.

Zum Beispiel für...

• Soziales

Großfamilie, Partnerschaft, Freundschaft

– das alles ist wichtig, das muss

einmal deutlich gesagt werden. Ein

gutes Verhältnis zu Nachbarn und Geschäftskollegen

reicht nicht aus, um den

menschlichen Verstand genügend zu erfüllen.

Jawohl, den Verstand, nicht bloß

das romantische Herz! Wir Menschen

sind soziale Wesen, unsere Hirnstruktur

verlangt lebenslang nach sozialem

und emotionalem Anspruch, sonst drohen

Depressionen und Burnout. Ganz

besonders solltest du dir das zu Herzen

nehmen, wenn in deinem familiären

Umfeld Kinder leben. Sie benötigen weit

mehr als nur die Aufmerksamkeit der

Bezugserzieherin und Spielmöglichkeiten

mit Gleichaltrigen, um ein gesundes

Selbstbewusstsein und ein angemessenes

Verständnis unserer Gesellschaft zu entwickeln.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 8 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

• Gesundheit

• Genuss

Fotos: Dasha Petrenko; simona / stock.adobe.com

Gesundheit ist ein weites Feld, dafür sollten

wir uns definitiv mehr Zeit im Alltag

nehmen. Wichtige Stichpunkte sind

etwa Sport, Ernährung und Ruhephasen.

Letzteres ist wichtig, damit das Training

sich auszahlt und die Muskeln wachsen

können, statt durch sture Überforderung

unverstanden zu verkümmern. Meditation

oder Yoga bieten sich besonders an,

damit entspannst und dehnst du nicht

nur gezielt deinen Körper, sondern erweiterst

auch deinen geistigen Horizont

und schonst deine Nerven.

• Klima-, Tier- und Umweltschutz

„Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an

alle gedacht“ – die aktuellen Nachrichten

verdeutlichen immer wieder, wie

falsch das alte Sprichwort liegt. Es ist unbedingt

notwendig geworden, dass wir

– jeder Einzelne von uns – aktiv ein bisschen

unserer Zeit opfern, um dem Planeten

etwas zurückzugeben. Sei es, eine

regelmäßige Wegstrecke konsequent mit

dem Rad zurückzulegen, ausgesetzten

Hundebabys ein neues Zuhause zu bieten

oder einmal im Jahr einen Fluss von

Plastikabfall zu säubern.

• DIY

Selbermachen ist in, kinderleicht zu

lernen und praktisch grenzenlos. Im

Internet findest du für nahezu alle Lebenslagen

ein Video, eine ausführliche

Anleitung oder einen ganzen Blog mit

Tipps und Tricks, wie du deine eigenen,

wertvollen Ideen materiell manifestieren

kannst. Von Schmuck über Kleidung

und Badeartikeln bis hin zum Gartenparadies

inklusive Igelhaus und Vogeltränke.

Und das ist auch gut so. Leider geht

bei den typischen Konsumgütern die

Individualität verloren und damit auch

ein Stück Persönlichkeitsentwicklung.

Wie soll man sich auch selbst finden,

wenn man dasselbe trägt wie jeder in der

Peergroup, dasselbe isst, die Wohnung

deckungsgleich einrichtet? Überdies ist

Selbermachen meistens günstiger als

kaufen und oft birgt es nie dagewesene

Gelegenheiten für Zusammenkünfte

innerhalb der Familie. So kann jedes

Mitglied sich als Teil der Gemeinschaft

wahrnehmen, die eigenen Stärken und

Schwächen erfahren und echtes Teamwork

erleben.

Mal für ein paar Stunden der Realität

entfliehen und in einer guten Geschichte

abtauchen statt auf der Fahrt zur Arbeit

nebenbei einen Podcast zu hören, ein

richtiges Streichorchester erleben oder

eine Ausstellung besuchen, anstatt die

Bilder oder die Musik zu googeln – das

sind unwiederbringliche Momente einer

sinnlichen Harmonie, die in unserer

schnellen, hochtechnisierten Welt

beinahe verloren geht. Einfach vor der

Haustür sitzen und das Geschehen auf

der Straße zu beobachten, bleibt älteren

Ehepaaren vorbehalten, die dann auch

noch misstrauisch beäugt werden. Wir

finden, es ist wichtig und auch richtig,

ab und an den Fuß vom Gaspedal zu

nehmen und bewusst zu entschleunigen

– um dann mit frischer Kraft und neuem

Tatendrang wieder voll durchzustarten!

• Bildung

Wir lernen nicht für die Noten, den Abschluss

oder für den Chef. Wir lernen

für uns. All das Wissen, das wir uns aneignen,

verbleibt unauslöschbar in unserem

persönlichen Datenspeicher, dem

Gehirn. Auch wenn wir meinen, die

genauen Inhalte kurz nach der Prüfung

erfolgreich verdrängt zu haben, werden

sie eigentlich nur ins Unterbewusste verschoben

und beeinflussen so weiter unsere

tagtäglichen kleineren und größeren

Entscheidungen.

Vor diesem Hintergrund solltest du

bewusst entscheiden, was du lernen

möchtest und den Lernprozess aktiv in

die Richtung treiben, in der du dich weiterentwickeln

möchtest. Ansonsten riskierst

du, nur das aufzunehmen, was die

Werbung dich glauben machen möchte.

• Eigene Projekte

Mach mehr aus deinen Hobbys und Talenten.

Setz dir eigene Ziele und entwickle

einen konkreten Plan, um sie zu erreichen.

Das schafft mehr Selbstvertrauen

in die eigenen Fähigkeiten und verhindert,

dich von den Plänen anderer allzu

sehr vereinnahmen zu lassen. Natürlich

ist es manchmal ebenso sinnvoll, sich

mit anderen zusammenzutun, falls die

Interessen sich sinnbringend ergänzen.

Gründe eine Band, trainiere mit deiner

Laufgruppe für den nächsten Halbmarathon

oder entwickle mit ein paar Nerds

unterschiedlichster Fachgebiete die neueste

Millionen-App. Ganz egal wofür du

dich entscheidest, triff die Entscheidung

für dich und bleib dabei, solange es sich

für dich richtig anfühlt. Selbst wenn das

bedeutet, dass du die Band wieder verlassen

musst, um ein Soloprojekt zu starten.

Dies ist dein Leben, also solltest du

dir auf jeden Fall die Zeit nehmen, dir

aktiv Gedanken darum zu machen, wie

du es verbringst.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 9 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

11 GENIALE TIPPS GEGEN

SCHLECHTE LAUNE

Kein Mensch ist ständig nur gut gelaunt.

Zu der Palette unserer Gefühle

und Stimmungen gehört auch, gelegentlich

mal schlechter Stimmung zu sein.

Meistens gibt es dafür einen triftigen

Grund wie Streit, Ärger auf der Arbeit

oder eine traurige Nachricht. Wenn du

es dir leisten kannst, dann gönne dir

eine kurze Auszeit, in der du dich deinem

Seelenschmerz hingibst. Es ist besser,

die unangenehmen Gefühle für den

Moment zu akzeptieren, als sie zu verdrängen.

Zudem hat Verdrängung den

unangenehmen Nebeneffekt, dich meist

zu sehr unpassender Gelegenheit wieder

einzuholen.

Doch es gibt auch die Art von schlechter

Laune, die dich unangekündigt, aus

heiterem Himmel und scheinbar ohne

Anlass überkommt, nur um dir den

Tag zu vermiesen. Unter den folgenden

Tipps findest du garantiert welche, die

dir dabei helfen, sie schnell wieder zu

vertreiben.

1. Steh zu deiner schlechten Laune

Um deine schlechte Stimmung

aufzubrechen, solltest du sie dir eingestehen,

anstatt sie zu verleugnen. Wenn du

an dich die Erwartung stellst, immer gut

drauf sein zu müssen, fällt dir das vermutlich

nicht so leicht. Beschließt du, sie

zuzulassen und auszuleben, dann suche

nach dem Auslöser.

Meist steckt ein banaler Grund dahinter,

der genauerer Betrachtung nicht

standhält. Um dein Umfeld nicht zu nerven,

ziehst du dich dafür am besten für

eine Weile zurück.

2. Kontrolliere deine Atmung

Deine Atmung hat großen Einfluss auf

dein Wohlbefinden. Bei Aufgeregtheit,

Angst oder Stress atmest du in der Regel

zu flach und produzierst nicht genügend

Sauerstoff, um dich wohlzufühlen.

Atme deshalb langsam und tief in deinen

Bauch hinein. Das gelingt dir noch besser,

wenn du bei jedem Atemzug zählst.

Du wirst erstaunt sein, wie viel ruhiger

und lebendiger du dich fühlst, wenn du

bei „10“ angekommen bist.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 10 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

3. Nimm dich nicht so ernst

Fotos: zhu difeng; BillionPhotos.com / stock.adobe.com

Oder gehe noch einen Schritt weiter und ziehe deine schlechte

Laune ins Lächerliche, indem du dich in deiner Situation auf

die Schippe nimmst. Was ist heute alles schiefgelaufen? Bestimmt

hat sich die ganze Welt gegen dich verschworen, nur um

dich zu ärgern. Schau in den Spiegel und betrachte, was für

ein Gesicht du ziehst. Es gefällt dir nicht? Dann zieh doch die

Mundwinkel hoch!

4. Erinnere dich an etwas Schönes

Setze deiner miesen Laune eine schöne Erinnerung entgegen.

Denk an etwas Schönes und versetze dich in die Stimmung

hinein, wie es sich damals für dich angefühlt hat.

Wenn dir nicht sofort eine Erinnerung in

den Sinn kommt, dann krame in alten

Fotos aus Urlauben und in Briefen

von lieben Menschen. Werde nicht

melancholisch, sondern erfreue

dich daran, das alles erlebt haben

zu dürfen.

5. Geh an die frische Luft

Das Gegenmittel zu Anspannung

und flacher

Atmung ist Bewegung in

frischer Luft. Egal wohin

du gehst, frische Luft tut dir

gut und zu laufen entspannt

dich. Wenn du dich bewegst,

lockerst du dich und beginnst

automatisch tiefer zu atmen. Mach

dir bewusst, dass du lebendig bist

und etwas bewegen kannst. Es steht dir

frei, aktiv zu werden und Dinge zu ändern,

die dich stören.

6. Setz dich in Bewegung

Wenn du so richtig Dampf ablassen willst, dann powere dich

aus. Sport entspannt deine verkrampften Muskeln. Mach

deinen Lieblingssport und strenge dich an, bis du auf andere

Gedanken gekommen bist. Durch die körperliche Belastung

schüttet dein Körper Glückshormone aus und du bekommst

erneutes Vertrauen in deine Leistungsfähigkeit.

7. Schlaf dich richtig aus

Falls du müde und überlastet bist, ist es höchste Zeit für eine

Auszeit. Wenn du Erholung benötigst, bist du sowieso nicht

leistungsfähig. Stöpsel dich aus, lass die digitale Welt außen vor

und gönne dir einen Kurzurlaub fürs Gehirn.

Denk nicht an Verpflichtungen oder daran, wer etwas von

dir möchte. Denke nur an dich und verschaffe dir die Ruhe,

die du brauchst.

8. Gönn dir ein Entspannungsbad

Je nach Tageszeit hilft dir auch eine erfrischende Dusche, um

auf andere Gedanken zu kommen. Wasch dir die schlechte

Laune vom Körper, tanke Energie und wage dich erfrischt

an neue Aufgaben. Am Abend hilft dir ein warmes Bad, um

den Tag loszulassen. Wenn du Zeit hast, dann verlängere die

Auszeit und geh in die Therme. Das alles ist Nahrung für das

Belohnungszentrum in deinem Gehirn.

9. Höre deine Lieblingsmusik,

singe und tanze

Im Auto, unter der Dusche

oder in der Badewanne

machst du es

wahrscheinlich sowieso.

Singe laut. Singen hilft

gegen Trübsal! Du

musst keine Madonna

sein, um deinen Lieblingssong

aus vollem

Hals loszuschmettern.

Wenn du die Gelegenheit

hast, dann tanze dazu.

Lass einfach los und befreie

deine Seele. Es wirkt, garantiert.

10. Umgebe dich mit positiven

Menschen

Wenn du selbst mies drauf bist, brauchst du nicht noch jemand,

der seinen Schrott bei dir ablädt. Triff dich mit einer

Freundin, die dich mit ihrer positiven Energie aufbaut und

dich so nimmt wie du bist. Oder ruf jemand an, von dem du

weißt, dass er meistens gut drauf ist. Nichts ist so ansteckend

wie gute Laune! Du kannst sie irgendwann zurückgeben.

11. Lächle die schlechte Stimmung weg

So absurd es klingen mag, versuche zu lächeln, wenn du

schlechte Laune hast. Du kannst deine seelische Verfassung

allein dadurch beeinflussen, dass du deinen Mundwinkel

nach oben ziehst. Das Gehirn lässt sich austricksen, weil es

keinen Unterschied macht, aus welchem Grund du lächelst.

Schon nach einer Minute schüttet es Glückshormone aus

und du fühlst dich besser.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 11 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Introvertiert?

So machst du eine Stärke daraus!

Du kennst Sprüche wie „Du sagst ja nie was!“, „Du bist so still!“, „Du redest wohl nicht mit jedem!“,

„Lach doch mal!“ „Geht‘s dir nicht gut?“, „Geh doch mal mehr aus dir heraus!“, „Geh doch mal mehr

unter Menschen!“, „Aus dir wird man nicht schlau!“, „Du bist wohl was Besseres!“ und und und. Weil

du offensichtlich nicht mit dem Strom schwimmst, wird dein Verhalten falsch und mitunter sogar als

arrogant interpretiert. Dies nervt natürlich auf die Dauer und entspricht so gar nicht deiner Wahrnehmung.

Am Ende wirst du unsicher und fragst dich vor allem, warum du dich unter vielen Menschen

nicht gerade wohlfühlst? Dieses Szenario kommt dir vielleicht bekannt vor.

Foto: Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 12 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Du bist nur anders -

nicht schwächer!

Bist du in Meetings & Co. manchmal sprachlos, obwohl du

eigentlich etwas sagen möchtest? Geht dir gelegentlich durch

den Kopf, warum du nicht mehr Freunde hast? Stehst du auf

Partys oft verloren da, weil du nicht weißt, was du sagen sollst

oder es dir einfach zu blöd erscheint, nur oberflächlich zu

quatschen? Beneidest du manchmal die lauten, extrovertierten

Menschen - wünschst du dir manchmal, so zu sein wie

sie? Keine Sorge: Du bist absolut ok - du bist nur anders!

Du brauchst eben eher Ruhe, wo andere nach Partys lechzen.

Du gehörst einfach zu der Spezies Mensch, die mit ihrer Umwelt

nicht im Übermaß kommuniziert - du bevorzugst eben

eine eher „minimalstimulierende“ Umwelt. Du bist eher ein

leiser, sogenannter introvertierter Mensch - dies ist kein Makel.

Du solltest wissen, es gibt etwa genauso viele extrovertierte

wie introvertierte Menschen. Auch ist ein extrovertierter

Mensch nicht generell erfolgreicher als ein introvertierter

Mensch - beide verfügen über spezielle Stärken und auch

Schwächen. Es gibt im Übrigen auch nicht DEN extrovertierten

und nicht DEN introvertierten Menschen, kein Mensch

ist nur extrovertiert oder nur introvertiert - die Übergänge

sind vielmehr fließend, wir tragen also auch Teile beider Seiten

in uns. Wenn du jedoch in Zukunft präsenter werden

möchtest, dann geben wir dir ein paar wertvolle Tipps.

Steh zu dir!

Erst einmal: Steh zu dir! Du bist gern allein - wenn du dich

zurückziehen möchtest, dann tu es nach Möglichkeit auch!

Du besitzt die einzigartige Fähigkeit, dir selbst zu genügen -

eine Fähigkeit, die Extrovertierten eher fremd ist. Betrachte

deine Introvertiertheit nicht als Makel, artikuliere sie gleichwohl

nicht ständig - mit letzterem setzt du dich nicht nur

selbst herab, sondern nervst auch die Umwelt. Dein Freundeskreis

mag vielleicht kleiner sein als jener eines extrovertierten

Menschen. Dafür ist er aber nicht weniger erlesen

- ganz im Gegenteil: Du zählst eben nicht gleich Hinz und

Kunz zu deinen Freunden, sondern nur wirkliche Freunde,

mit denen dich eine eher tiefe Freundschaft verbindet. Du

wählst die Menschen, mit denen du dich umgibst, eben in

besonderer Weise aus - du bist ein wählerischer Mensch, du

bist kein Mainstream. Dies passt zu dir - bist du doch eben

ein eher tiefgründiger Mensch.

Stärke beweisen!

Sei dir deiner Stärken bewusst und nutze sie! Du bist stark,

weil du über eine überproportional ausgeprägte Beobachtungsgabe

verfügst. Du verfügst über ein hohes Maß an Empathie

und Menschenkenntnis. Du bist ein Individualist - das

ist stark! Für dich stellt es normalerweise kein Problem dar,

als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Team zu arbeiten: Ganz im

Gegenteil - du bist gerne Einzelkämpfer, wo andere lieber im

Team arbeiten. Zwänge dich nicht ohne Not in Team-Situationen

- genieße vielmehr die Ruhe sowie Konzentration, die

dir dabei hilft, die tatsächlich tollen Dinge zu tun.

les gut vorbereitet. Was du sagst, ist so gut wie immer wohl

durchdacht - kein Bullshit! Und mit deiner Ausdauer übertriffst

du die anderen mitunter um Längen - ein großer Vorteil

nicht zuletzt im Job.

Vermeintliche Schwächen

offensiv angehen!

Deine vermeintlichen Schwächen solltest du offensiv angehen:

Egal ob in Diskussionen, bei Partys oder in welchem

Rahmen auch immer - verkrieche dich nicht! Sag, was dir

wichtig erscheint - auch wenn du nicht alles bis ins Detail vorab

recherchiert hast. Trau dich, verschaffe dir Gehör - auch

mit deiner Stimme. Dabei darf es ruhig mal etwas lauter sein

- du bist doch schließlich kein Leisetreter, du hast vielmehr etwas

Wichtiges zu sagen. Wenn du jetzt meinst, andere könnten

mit dir beziehungsweise deinem Verhalten manchmal

überfordert sein, dann trau ihnen ruhig zu, dich auszuhalten.

Deine Umwelt beneidet dich!

Vergiss letztlich nicht: Deine Umwelt beneidet dich insgeheim

um deine Stärken - deine Empathie, dein Einfühlungsvermögen,

deine Selbstreflexion! Dir entgeht außerdem so gut wie

nichts - du kriegst alles in deiner Umgebung ohne große Anstrengung

mit, was anderen in der Regel entgeht. Dies kann

dir unschätzbare Vorteile nicht nur im Beruf, sondern auch

im Privatleben bringen. Die Umwelt ist an deinem Daten-Input

höchst interessiert, bringt er letztlich auch ihr Vorteile.

Deine Mitmenschen sind aber noch von anderen Persönlichkeitseigenschaften

beeindruckt: Du kannst nämlich gut zuhören,

du hörst eben nicht dich am liebsten reden. Wenn du

dann doch mal redest, imponierst du den anderen mit guten

Ratschlägen. Spiele dies aus - gerade im Beruf, indem du eine

entsprechende Beschäftigung suchst! Versicherungsvertreter

dürfte nicht der optimale Job sein, vielmehr dürftest du dich

bei einer wissenschaftlichen Tätigkeit weitaus wohler fühlen.

Kein Platz für Selbstzweifel!

Nutze die positive Wahrnehmung der anderen, setze deine

Stärken bewusst ein! So bleibst du dir selbst treu und fühlst

dich gut in deiner Haut. Somit gelingt es dir, deine Sachen

auf die Reihe zu bekommen und kannst am Ende das tun,

was dir wirklich wichtig ist. Es ist nämlich vor allem deine

Fantasie, die dich in deinen Möglichkeiten beschränkt.

Halte immer die Augen auf: Du wirst sehen, es gibt so viele

„Gleichgesinnte“ - du musst also keinesfalls immer gegen den

Strom schwimmen und viel Kraft aufwenden, um dich gut

zu fühlen. Und wenn du mal wieder Selbstzweifel hast und

so sein möchtest wie die lauten Extrovertierten, dann sage

dir einfach: „Ich bin ok - ich hab was, was die anderen nicht

haben“. Denke in solchen Situationen ruhig mal an so geniale

introvertierte Menschen wie Bill Gates oder Albert Einstein -

gesteigertes Selbstvertrauen inklusive.

Auf dich kann sich im Prinzip jeder verlassen. Du hast auch

nicht selten einen genauen Plan - du bist in der Regel auf al-

AJOURE MAGAZIN SEITE: 13 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

ENTWICKLE DICH!

MIT PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

ZU MEHR ERFOLG IM LEBEN

Die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit

bringt tatsächlich mehr Erfolg im

Leben. Das zeigte vor ein paar Jahren eine

Studie: Sie ergab, dass Erfolg mehr von der

Persönlichkeit als von Intelligenz abhängt.

Deshalb sollte jeder daran arbeiten, seine

Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben.

Aber wie geht das konkret?

Persönlichkeit ist veränderbar

Neben feststehenden Faktoren gehören zur

Persönlichkeit auch zahlreiche veränderbare.

Man bleibt also nicht sein Leben lang

gleich, sondern entwickelt sich stetig weiter.

Das hört mit der Kindheit nicht auf. Wie

das zu erklären ist, darüber sind die Forscher

nicht einig, doch hauptsächlich gibt

es drei Richtungen. Jede davon vertritt einen

anderen Ansatz.

Persönlichkeit in der Theorie:

+ psychodynamisches Modell -

nach Sigmund Freud und C. G. Jung

+ lebenslange Entwicklung - nach Paul Baltes

+ Stufentheorie - nach James E. Marcia

und Erik H. Erikson

Foto: Rawpixel.com / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 14 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Persönlichkeit hängt auch von dir ab

Was auch immer davon am ehesten zutrifft,

eines steht fest: Deine Persönlichkeit lässt

sich verändern. Sie sollte das sogar tun, weil

du dann mehr Erfolg haben kannst. Das

gibt dir eine große Freiheit, denn was aus

dir wird, hängt nicht mehr nur von Erziehung

und Umwelt ab. Selbst wenn diese

Faktoren auch eine große Rolle spielen, bist

vor allem du für dein Leben verantwortlich.

Dies sind die Persönlichkeitsmerkmale,

die sich ändern lassen:

+ Eigenschaften

+ Verhalten

+ Fähigkeiten

+ Gewohnheiten

Der Zweck ist aber nicht, sich selbst in irgendeiner

Art zu heilen. Vielmehr ist die

Anlage zur Persönlichkeitsentwicklung

schon da, und nun willst du das Beste daraus

machen. Wer eine Therapie sucht, weil

er unzufrieden mit sich ist, wird hier nicht

fündig! Der Unterschied zwischen beidem:

Therapie heißt oft Umkehr, du willst dich

dann ändern oder Probleme bewältigen.

Wer aber eine Persönlichkeit entwickeln

möchte, will sich weiterentwickeln, also die

Anlagen in sich entdecken und fördern. Du

gehst dann den Weg weiter, auf dem du sowieso

schon bist.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung nicht:

+ Imitieren anderer

+ Eigentherapie

+ ein anderer Mensch werden

Persönlichkeitsentwicklung:

Wie geht das konkret?

Persönlichkeitsentwicklung soll dich also

voranbringen, ohne dich von dir selbst zu

entfernen. Klingt schwierig, ist es aber nicht,

denn es gibt konkrete Schritte auf dem

Weg dahin. Konkret kannst du allerdings

erst werden, wenn du weißt, wo du zurzeit

stehst. Dazu braucht es Selbstreflexion. Wir

nennen es Selbsterkenntnis - aber lass dich

von dem großen Wort nicht abschrecken.

Eigentlich geht es nur darum, zu verstehen,

was dich heute ausmacht. Sozusagen der aktuelle

Stand der Dinge.

Erkenne dich selbst

Das gehört dazu:

+ Fähigkeiten

+ Vorlieben

+ Charakter / Temperament

+ Stärken und Schwächen

Merkst du etwas? Jedes gewöhnliche Vorstellungsgespräch

verlangt dir das ab! Deshalb

ist diese Analyse vermutlich nicht neu

für dich. Neu ist nur das, was nun folgt.

Akzeptiere, wer du bist

Scheinbar ist es eine Selbstverständlichkeit,

aber dennoch nicht jedem klar: Ändern

kannst du dich nur, wenn du dich vorher

selbst akzeptierst. Das betrifft alle Seiten

von dir, auch solche, die dich vielleicht

stören. Sie gehören dennoch zu dir! Mach

auch nicht den Fehler, andere imitieren zu

wollen, denn jeder Mensch ist einzig. Wer

seine Persönlichkeit entwickeln möchte,

sollte darum zunächst lernen, sich selbst

anzunehmen.

Verändere, was dir nicht passt

Dies ist die eigentliche Arbeit: Durchhaltevermögen

gehört ebenso dazu wie ein

starker Wille und Disziplin. Überdies noch

Mut: Einfach wird das Ganze nicht! Es wird

zudem nicht von heute auf morgen klappen.

Doch Stück für Stück wirst du positive Veränderungen

an dir bemerken.

Das ist deine Belohnung:

Entwickelte Persönlichkeiten nennt man

auch reif. Was das eigentlich heißt, machen

sich aber nur wenige Menschen klar. Häufig

kommt es ganz von allein, mit steigendem

Lebensalter und zunehmender Lebenserfahrung.

Wer nicht warten möchte, bis er

oder sie alt und weise ist, hat das Prinzip

verstanden: Bereits vor dem Lebensabend

lässt sich die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln.

Resultat ist nicht nur eine höhere

Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.

+ Erfolg beruflich wie auch privat

+ mehr Kompetenz bei der Lösung von Problemen

+ Krisen leichter bewältigen

+ mentale Stärke

+ mehr Ruhe und Zeit für sich selbst

+ realistische Einschätzung der eigenen

Möglichkeiten

Bei vielen Menschen stellt sich im Ergebnis

auch mehr Gelassenheit ein. Klar: Je mehr

wir mit unserem Leben zufrieden sind, desto

gelassener können wir in die Zukunft

blicken. Dabei geht es aber nicht darum,

Hindernissen auszuweichen. Im Gegenteil!

Hindernisse, Probleme, Krisen werden dich

desto weniger aus der Bahn werfen, je weiter

du in deiner Persönlichkeitsentwicklung

fortgeschritten bist.

Persönlichkeitsentwicklung: Diese Probleme

können auftauchen

Probleme können sich bereits dadurch ergeben,

dass du überhaupt beginnst, an dir

zu arbeiten. Zum Glück gibt es aber ein

paar hilfreiche Tipps, wie du solche Probleme

möglichst weit reduzieren kannst.

+ Bleibe realistisch: Je klarer du dich selbst

siehst, umso deutlicher wirst du auch sehen,

was du ändern kannst - und was auf keinen

Fall.

+ Übernimm Verantwortung für dich selbst:

Lerne, dich selbst zu achten! Dazu gehört

auch, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben,

wenn sie dir schaden.

+ Akzeptiere persönliche Grenzen: Manches

geht einfach nicht, egal, wie sehr du

es dir wünschst. Das musst du irgendwann

akzeptieren, um voranzukommen. Andernfalls

stagniert deine Entwicklung, weil

du stets am immer gleichen Problem knabberst.

Was noch passieren kann

- Vielleicht wird dein Leben etwas weniger

bequem.

- Du lernst vielleicht Seiten an dir kennen,

die dir nicht ganz geheuer sind.

- Manch ein sogenannter Freund wird sich

vielleicht von dir verabschieden.

- Ablehnung anderer kann nicht ausgeschlossen

werden.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 15 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Es ist nicht

wenig Zeit,

die wir haben,

sondern es

ist viel Zeit,

die wir nicht

nutzen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 16 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Fotos: Rawpixel.com / stock.adobe.com

Sei darum stets offen zu deinen Freunden.

Erkläre ihnen, was du gerade tust. Nur

dann haben sie eine Chance, dich zu verstehen

und auf deinem Weg zu begleiten.

Mehr wissen heißt aktiv lernen

Viel lesen ist nicht jedem gegeben. Gute

Freunde können auch helfen, denn Wissen

erlangen wir nicht nur aus Büchern,

sondern auch aus Gesprächen. Lerne

aktiv mehr über dich und deine Persönlichkeit.

Höre aufmerksam zu, wenn dir

jemand Feedback gibt. Lehne nicht gleich

ab, was dir nicht passt, sondern durchdenke

es - verwerfen kannst du es dann

immer noch!

Tagebuch führen hilft übrigens sehr.

Dazu musst du nicht nur deine Gedanken

ordnen, ein wichtiger Punkt bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Du kannst auch

später nachlesen, auf welchem Stand du

zu einer bestimmten Zeit warst - und ob

sich seither überhaupt etwas geändert hat.

Das kannst du erreichen:

> Deine Empathie mit anderen steigt.

> Bei Problemen kannst du nicht nur

schnell, sondern auch angemessen reagieren.

> Langfristige Ziele verlierst du nicht

mehr so rasch aus den Augen.

> Hinterfragen schwächt dich nicht, sondern

stärkt dich.

> Du wirst selbstständiger handeln und

so, wie es deiner Persönlichkeit entspricht.

Persönlichkeitsentwicklung

durch Ausprobieren

Die beste Methode zur Persönlichkeitsentwicklung

besteht immer noch darin,

etwas Neues auszuprobieren. Häufig

lernst du dann nicht nur eine Fähigkeit,

sondern triffst auch viele neue Menschen.

Sie kennen dich nicht von früher,

weshalb du hier gute Chancen hast, von

ihnen in deiner Persönlichkeitsentwicklung

akzeptiert zu werden.

Das alles eignet sich zum Ausprobieren:

+ Sport

+ neues Hobby

+ Ehrenamt

+ neue Projekte im Job

Kleine Schritte sind übrigens stets besser

als große. Lass dir Zeit bei dem, was

du tust. Allzu viel auf einmal lässt sich

sowieso nicht erreichen, denn es soll ja

auch ein Lerneffekt einsetzen.

Entwickle deine Stärken,

nicht die Schwächen

Was selbstverständlich klingt, ist es im

Alltag nicht immer. Manchmal fokussierst

du vielleicht auf deine Schwächen,

während eine Stärke ungenutzt brach

liegt. Beginne lieber damit, denn hier

kannst du reale Erfolge auch sehen. Vergiss

nicht, dich zu belohnen, wenn etwas

gut klappt. Das Belohnungssystem hilft

dir, den Erfolg in deinem Unterbewusstsein

zu verankern!

Und noch eines: Nimm dir ab und zu

eine Auszeit. Setz dich nicht zu sehr unter

Druck, sondern gehe realistisch an

deine Persönlichkeitsentwicklung heran.

Andernfalls besteht die Gefahr, dass du

dir zu viel auf einmal vornimmst und

verzweifelst.

So kann deine Persönlichkeitsentwicklung

starten - Anregungen

+ Stress reduzieren: Smartphone regelmäßig

abschalten

+ Zeitmanagement: früher aufstehen, den

Tag besser nutzen

+ Fitness: Morgens / abends eine Runde

um den Block laufen

+ Ernährung: mehr Gemüse / Obst zu

sich nehmen

+ soziale Beziehungen: alte Freundschaften

wieder aufnehmen

+ Partnerschaft: Gefühle offener zeigen

Kommst du gar nicht allein zurecht, hilft

übrigens ein Profi. Coaching wird auch

auf diesem Gebiet in den letzten Jahren

immer erfolgreicher.

Coaching zur

Persönlichkeitsentwicklung

Zwar ist das ziemlich teuer, kann aber

da helfen, wo du selbst immer scheiterst.

Denn ein Coach wird dich intensiver betreuen,

als du selbst das vielleicht tust. Er

schafft Verbindlichkeiten und kann zudem

ganz anders über dich nachdenken.

Und er hat nicht deinen inneren Schweinehund!

Fazit Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung ist ein Prozess.

Er begleitet dich durch dein ganzes

Leben und erweitert deinen Horizont. Du

kannst ihn gar nicht umgehen, denn er

findet sowieso statt. Doch du kannst ihn

steuern und somit ein bisschen beschleunigen.

Das bringt dir nicht nur mehr Erfolg

im Leben. Es hilft dir auch, Hindernisse

gestärkt anzugehen und dich in die

Richtung zu entwickeln, in die du willst.

Denn Persönlichkeitsentwicklung macht

dich nicht zu einem neuen Menschen:

Sie holt vielmehr das Beste aus dir heraus,

was in dir steckt!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 17 | SEPTEMBER 2019


ENTSPANNT AUCH AM FLUGHAFEN LESEN

mit

DEN ENTERTAINMENT-APPS VON

Lufthansa

Eurowings

Austrian airlines

Swiss air

AJOURE MAGAZIN SEITE: 18 | SEPTEMBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 19 | SEPTEMBER 2019

Foto: rh2010 / stock.adobe.com


AJOURE / INTERVIEW

Interview

AJOURE MAGAZIN SEITE: 20 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

MILEY

CYRUS

DIE SHE-RO UNSERER ZEIT

„She Is Coming“ ist nur die erste von drei EPs, die mit jeweils sechs neuen Songs erscheinen wird. Einer

der Tracks, der auf ihrer neuen EP ebenfalls zu hören sein wird, ist der im Juli 2019 veröffentlichte Song

„Mother´s Daughter“, welcher weltweit innerhalb von nur vier Wochen bereits 44 Millionen Mal gestreamt

wurde. Miley Cyrus ist ein Ausnahmetalent – und dies sicherlich nicht nur als Sängerin, sondern

auch als Schauspielerin. Aktuell ist sie in der neuen Staffel der Erfolgsserie „Black Mirror“ zu sehen. Dies

alles sind mehr als genug Gründe, um zu erfragen, was sie über die Entstehung ihrer neuen EP zu erzählen

hat, was sie von Black Mirror hält und wie ihre Tourpläne für die kommende Zeit aussehen.

Foto: Sony Music

Deine neue Veröffentlichung trägt den Titel

„She Is Coming”. Wofür steht „She“ für dich?

Miley: „‘She’ repräsentiert für mich ‘Power’. Die

‚She’s in meinem Leben waren die stärksten, stabilsten,

kraftvollsten, selbstbewusstesten, mutigsten

und dreistesten Menschen. Und deshalb steht

‚She‘ nicht notwendigerweise für ein Geschlecht,

es repräsentiert eine Art Zustand von Kraft. Ich

fahre ein sehr schnelles Auto, das ich ‚She‘ genannt

habe, weil sie schnell ist, sehr flott, sie hat’s

drauf und bringt mich dahin, wohin ich hinmuss.

Ich denke einfach, ‚She‘ steht für Power. Dann

denke ich - in Bezug auf die Frauenbewegung -

Frauen beginnen, sich zurückzuholen, was ihnen

gehört, um wieder Macht zu gewinnen. Das ist

das, worum es bei ‚She‘ geht. ‚She Is Coming’ ist

die Macht der ‚She-Ros’. Mein Vater nannte mich

neulich eine ‚She-Ro‘ und ich dachte mir, dass es

genau das ist, wie ich von jedem Mann in meinem

Leben gesehen werden will. Ich will, dass er mich

als She-Ro sieht, als SHE.R.O. Es geht darum, ein

Boss zu sein und die Kontrolle über das eigene

Schicksal zu haben.“

Wie hat Streaming und die Art und Weise, wie

Fans Musik konsumieren, deine Ideen rund um

diese Veröffentlichung beeinflusst?

Miley: „Die Art, wie Leute heutzutage Musik

konsumieren, hatte definitiv einen großen Einfluss

darauf, wie ich meine Musik veröffentliche,

als noch zuvor – und ich bin ein sehr experimenteller

Mensch. Ich mache gerne Dinge, die vor

mir noch niemand versucht hat. Dazu schaue ich

mir an, was es bedeutet, wie es funktioniert und

vielleicht einen Trend auslöst und zu einem Weg

werden könnte, wie Menschen verschiedenartige

Werke kreieren können, ohne dass sie das Gefühl

bekommen, es mangele an Kohäsion bzw. Zusammenhang.

Denn das ist ein Wort, das ich immer

und immer und immer wieder gehört habe:

‚kohäsiv‘.

Ich habe gerne Songs wie ‚Mother‘s Daughter‘, die

mehr Rock’n’Roll/Pop sind, wie ein M.I.A. Song

oder so etwas in der Art. Und dann habe ich da

noch Songs mit Mark Ronson, die wie Bonnie Tyler,

Joan Jett oder Stevie Nicks klingen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 21 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Wenn die Menschen sich ein ganzes Werk

auf diese Weise komplett anhören - nicht

jeder ist so komplex, ganz besonders in

der Art, wie man aufwächst. Ich bin die

Hälfte meines Lebens in Los Angeles aufgewachsen,

die andere Hälfte in Nashville,

dazwischen lebte ich eine kurze Zeit mit

meinen Dad in einer Stadt in Kanada. Ich

habe also recht viele verschiedene Arten

von Kultur mitbekommen.

Auch wenn du dir einige der Produzenten

anschaust, mit denen ich gearbeitet

habe, u.a. Andrew Wyatt mit seinem eher

Alternative-Background, und Mark Ronson,

der diese vintage, moderne Variante

des Oldschool Grooves macht sowie Mike

Will, mit dem ich alles Mögliche zusammen

gemacht habe. Wir haben ungefähr

23 Songs gemacht, Lieder wie ‚We Can’t

Stop‘ und ‚Maybe You’re Right‘, das Country-Elemente

hat und er dennoch etwas

Neues damit ausprobieren wollte.

Es ist also einfach ein cooles Mosaik aller

Dinge, die ich vorher schon einmal war.

Wenn man den Leuten achtzehn Songs

auf einmal gibt, ist das schon ziemlich

viel, was man verdauen muss. Nicht jeder

Song bekommt dabei die nötige Quality-Time,

denn es ist so viel, das man verarbeiten

muss. Die Leute wollen sich die

Platte schnell anhören, anstatt sechs Songs

auf einmal und man will sich die Songs

immer und immer wieder anhören und

allmählich richtig verstehen. Ob man nun

ein Hörer ist, ein Fan oder ein Medienvertreter,

die Leute sollten jedem Song einfach

mehr Respekt und Aufmerksamkeit

schenken.“

An diesem Projekt hast du mit jungen,

weiblichen Kreativen gearbeitet. Was

kannst du uns über diese Kollaborationen

sagen?

Miley: „Wenn man als junges Mädchen

oder Frau in der Musikindustrie arbeitet,

sei es nun bei ‘Hannah Montana‘ oder sogar

schon davor, herrscht ein Mangel an

Ernsthaftigkeit, die Leute nehmen dich

nicht ernst. Selbst wenn sie es tun, fühlt

es sich nicht so an, denn du bist verunsichert.

Du bist jeden Tag von Menschen

umgeben, die älter sind und offensichtlich

mehr wissen, weil sie wesentlich mehr Erfahrung

haben.

Aber die Jugend hat auch etwas für sich,

weil du nicht so oft verletzt wurdest und

du wirklich nicht so abgestumpft bist.

Foto: Sony Music

AJOURE MAGAZIN SEITE: 22 | SEPTEMBER 2019


AJOURE AJOURE / INTERVIEW / PEOPLE

Du hast auch eine neue Perspektive auf Sexualität,

Geschlecht, Musik, auf das alles.

Du hast nur diese Perspektive und ich

denke, dass man gerade als jüngere Frau

nicht immer die Möglichkeit hat eingestellt

zu werden. Viele meiner Freunde haben

College-Schulden, die sie noch abbezahlen

und sie leben nicht einmal den Traum,

den sie leben wollen, weil sie Jobs haben,

die ihnen irgendwann die Inspiration nahmen.

Denn sie versuchen immer noch,

ihre Ausbildung abzubezahlen, für die sie

eine Schule besuchten, um etwas machen

zu können, was eigentlich gar nicht ihr Ziel

war. Sie wollten eigentlich nur irgendetwas

tun, weil sie das Gefühl hatten, dass ihnen

das College aufgezwungen wurde.

Ich denke, dass die Menschen tun sollten,

was für sie und ihren Lebensweg das Beste

ist und was sie an ihr Ziel bringt. Aber

meistens sind die Dinge, die wir in Schulen

oder anderen Programmen lernen, nicht

das, was wir wirklich in unserem Leben

machen wollen. So ist es eigentlich wirklich

lustig, dass Gray Sorrenti [Fotografin]

noch immer in der High School ist. Sie und

ich arbeiteten jeden Tag nach 14 Uhr, weil

sie dann mit dem Unterricht fertig war.

Aber ich möchte nicht, dass irgendjemand

denkt, er könnte kein großes Mainstream-Popalbum-Cover

machen, nur weil er

in der High School ist. Ich habe Fotoshootings

für Albumcover gemacht, als ich elf

Jahre alt war. Deshalb schaue ich nie auf

jüngere Mädchen und denke, dass sie etwas

nicht können, denn ich hatte noch

nicht einmal alle meine Zähne, als ich

zum ersten Mal bei den Grammys saß. Ich

glaube einfach nicht, dass man vollständig

ausgewachsen sein muss, um vollständig

entwickelt zu sein.“

Wie unterscheiden sich die drei Teile

dieser Veröffentlichung hinsichtlich des

musikalischen Stils und der Visuals?

INTERVIEW

Miley: „Bei ’She Is Coming’ dreht sich alles

um Power und Personality und wirkliches

Repräsentieren. Indem ich mich selbst

‚She‘ nenne, gebe ich mir selbst Power und

das sind große Fußabdrücke, die es zu füllen

gilt. Denn es gibt so viele unglaubliche

Frauen, ganz besonders in dieser Industrie

und ich möchte jemand sein, auf den

sie stolz sein können. Wir haben also diese

Hyper-Popkultur mit Lo-Fi gemischt,

denn ich denke nicht, dass ich nur das

eine oder das andere bin. Ich bin gerne

experimentell und gerne etwas mehr lo-fi.

Ich verwende alte Vintage-Kameras oder

nehme sogar ein Musikvideo mit meinem

Handy auf, weil das so einfach ist, aber

ich mag auch die Aufpoliertheit des Pop.

Ich wollte eine Mischung finden zwischen

Lo-Fi-Ästhetik und Bangern, die so overthe-top

sind, dass es schon fast surreal

ist. Meine Songs sind so real, dass ich die

Menschen gerne in eine Art Fantasiewelt

versetze, so dass man trotzdem noch das

bekommt, was man sich von Pop wünscht:

eine Art Realitätsflucht.“

Der Song „Mother’s Daughter” hat einen

sehr kraftvollen Text. Kannst du uns

mehr über den Song sagen?

Miley: „‘Mother’s Daughter‘ handelt davon,

dass niemand versuchen soll, dir

deine Freiheit zu nehmen, dir ein Etikett

zu verpassen, was du mit deinem Körper

machen kannst oder nicht und dass

niemand versuchen soll, dich zu ändern.

Tatsächlich habe ich neulich ‚I Can’t Be

Tamed‘ gesungen und dachte, ich schreibe

wohl seit fünfzehn Jahren immer den

gleichen Song. Denn als ich fünfzehn war,

war die Aussage meiner Songs: ‚Versucht

mich nicht zu verändern, und wenn Jungs

versuchen, mich zu ändern, es ihnen aber

nicht gelingt und sie es trotzdem versuchen,

bin ich weg.‘ Und darum geht es in

‚Mother’s Daughter‘ ebenfalls. Ich würdige

damit auch Frauen, die als so vieles

betitelt wurden. Zum Beispiel wurden wir

Hexen genannt, weil wir über Magie verfügen,

heilen können und Leben hervorbringen.

Wenn man neidisch darauf ist,

dann sagt man möglicherweise, dass man

eine Hexe sei, weil man eine magische

Person ist. Der Song sagt also: ‚Hallelujah,

I’m a witch, I’m a witch, Hallelujah‘. Ich

bin lediglich eine Hexe, weil du denkst,

dass mir Magie innewohnt. All dies, was

Frauen Erniedrigendes entgegengeschleudert

wurde, kehre ich um und benutze es,

um den Leuten zu zeigen, dass sie eigentlich

Angst vor den Frauen haben, sie haben

Angst vor unserer Power.“

Du hast bei einigen Projekten auch mit

RuPaul gearbeitet, auch bei diesem hier.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Miley: „Ich bin definitiv mehr aus dem

Häuschen wegen eines RuPaul-Features,

als wenn ich Gott auf meinem Album

hätte. Das ist für mich Gott. Das ist für

mich meine Göttin. Es gibt für mich keine

höhere Macht und der Grund, warum

ich sage, dass Ru für mich wie eine Göttin

und eine höhere Macht ist, liegt darin,

dass das, was sie predigt und ihre Lehren

in mir die stärksten Gefühle auslösen. Das

ist das, was für die meisten Menschen

Religion bedeutet. Religion ist das, was

dich voll und ganz und ohne Angst fühlen

lässt, und wenn ich Rus Show sehe, habe

ich einfach nie das Gefühl, dass es etwas

gibt, was ich nicht tun kann. Sie sagt dir

einfach jeden Tag, dass du alles bist, dass

du alles sein kannst, was du sein möchtest.

Selbst in dieser Show verwenden die Menschen

Humor, um sich besser zu fühlen.

Negativen Worten die Kraft nehmen und

sie in Humor verwandeln. So habe ich es

immer gemacht. Es tut nur weh, wenn andere

Leute sich über dich lustig machen,

wenn du nicht mit ihnen lachst. Das Leben

ist lustig und ihre Perspektive ist die

beste.“

Kannst du uns etwas über den Song

„D.R.E.A.M.“ und die Arbeit mit den

Wu Tang Clan-Mitgliedern RZA und

Ghostface Killah erzählen?

Miley: „Als ich ‘D.R.E.A.M.‘ schrieb,

war ich inspiriert von dem Original

‚C.R.E.A.M.‘ Ich saß auf der Couch,

hörte mir die Beats an und dachte, dass

‚C.R.E.A.M.‘ der coolste Titel überhaupt

ist. CASH RULES EVERYTHING

AROUND ME - und ich wünschte, es

gäbe ein richtig gutes Wort mit ‚D‘, damit

ich ‚D.R.E.A.M.‘ daraus machen könnte.

Dann stellte sich heraus, dass ‚Drugs‘ das

beste Wort war. In dem Song ‚Drugs Rules

Everything Around Me‘ geht es aber

nicht nur um Partys, sondern auch um die

Zeile ‚we’re just trying to fill the lonely‘. Es

ist teilweise eine Partyhymne, aber es soll

auch zeigen, wo wir mit dem Zustand der

Welt angekommen sind. Ich denke, es war

sehr wichtig, dass sie ihren Segen gegeben

haben und Ghost auf der Platte zu haben,

war das Allercoolste.“

AJOURE MAGAZIN SEITE: 23 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Auf der Platte gibt es auch eine Kollaboration

mit Mike Will und Swae Lee. Wie kam

das zustande?

Miley: „Mike Will produzierte ‚Party At The

Street’ mit Swae Lee, einer seiner Künstler bei

Ear Drummers. Mike und ich haben in der

Vergangenheit so viel zusammen gemacht,

zwischen uns herrscht die beste Chemie und

weil wir über einen langen Zeitraum so viel

miteinander gearbeitet haben, stehen Swae

und ich uns sehr nahe. Wir haben ein paar

Festivals zusammen gespielt, ich habe ein

paar Musikvideos mit ihnen gemacht und

wir haben uns immer zu gleichen Zeiten

das gleiche Studio geteilt. Aber dieser Song

hat sich einfach richtig angefühlt. Ich denke,

er zeigt Swae auf eine ganz andere Art und

Weise, fast schon in einer Alternativ-Welt

und ich finde, das macht er ziemlich gut. Auf

der Platte ergänzt sich das Stück mit Songs

wie ‚The Most‘ und ‚D.R.E.A.M.‘ sehr gut.

Das sind diese Midtempo-Partysongs, so wie

auch ‚We Can’t Stop‘ war und ich denke, das

ist Mike Wills Spezialität. Midtempo-Banger.“

INTERVIEW

Du hast beim Radio 1 Big Weekend deine

neuen Songs gespielt. Wie war das?

Miley: „Ich liebe es, Songs des neuen Albums

zu spielen, aber ich freue mich besonders

darauf, Shows zu spielen, wenn die Leute

mitsingen können. Das ist das, was mir bei

Auftritten am besten gefällt, wenn man es

hinbekommt, dass jeder mitsingt. Man kann

ihre Leidenschaft sehen, welcher Song bei

wem ankommt. Manche Leute singen bei

Songs wie ‚Mother’s Daughter‘ lauter, die

von Women Empowerment handeln, andere

singen lauter zu ‚We Can’t Stop‘. Sie lieben

die Hits. Die Reaktionen der Menschen zu

beobachten und wie sie Songs verschieden

singen, weil ein Lied ihnen mehr bedeutet als

ein anderes, das macht mich glücklich. Ich

freue mich also sehr darauf, die Songs des

Albums live zu spielen, wenn es erst einmal

veröffentlicht ist.“

Du spielst in diesem Jahr beim Glastonbury

Festival. Was können wir erwarten?

Miley: „Glastonbury hatte ich schon immer

auf meiner Bucket-List, nicht nur als Künstler.

Ich wollte immer schon einmal im Publikum

sein und so ist für mich ein Traum

in Erfüllung gegangen. Besonders, weil die

AJOURE MAGAZIN SEITE: 24 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Platte einen Monat zuvor veröffentlicht sein

wird und hoffentlich das ganze Publikum

mitsingt. Es ist definitiv eine Erfahrung, die

ich kaum erwarten kann.“

Gibt es Tourpläne für die Zukunft?

Miley: „Ja, ich will auf jeden Fall auf Tour

gehen. Ich denke, wir werden auf eine für

mich neue Art auf Tour gehen. Ich habe nie

wirklich auf Festivals gespielt. Nach Europa

zu kommen und bei diesen Festivals aufzutreten,

lässt mich überlegen, ob das die richtige

Zeit ist, um auf Tour zu gehen. Will ich

so lange Zeit von meiner Familie getrennt

sein, von meinen Schweinen, von meinem

Hund? Bis jetzt denke ich, kann ich ein wenig

reisen und ich will Shows spielen. Aber

ich will Shows auf eine andere Art und Weise

spielen. Ich will auf Tour gehen und dennoch

meine Familie beisammenhalten und kann

immer noch zwischendurch zu Hause sein.

Ich denke, es gibt einen Weg, wie ich diese

Balance hinbekomme, die ich vorher noch

nicht hatte.“

Stichwort ASMR – beteiligst du dich daran?

Miley: „Ich beschäftige mich gerne mit Kultur

und was die Kids so machen, was sie viral

machen und worauf sie anspringen. Ich beteilige

mich gerne an der Konversation und

nehme wahr, was im Augenblick so passiert.

ASMR ist etwas, das ziemlich durch die Decke

gegangen ist und das wirklich sehr stimulierend

ist. Ich bin sogar auf Playlisten gegangen.

Spotify hat z.B. jetzt ASMR-Playlisten.

Mein Lieblings-ASMR ist vermutlich ‚Paris

Hilton shucking corn’. Sie sagt: ‚Hier sind

überall Haare vom Maiskolben’. Ich denke, es

ist wirklich interessant und ich bin gerne Teil

der Dinge, die gerade passieren, die jeder gerade

viral macht. Wenn es für sie viral ist, ist

es hoffentlich auch für mich viral.“

Stichwort “Black Mirror” – warst du bereits

ein Fan der Serie, bevor du damit zu

tun hattest?

Foto: Sony Music

Miley: „Ich war schon immer ein großer

‚Black Mirror‘-Fan. Ich habe mir jede Folge

von jeder Staffel angeschaut. Ich denke,

dass Charlie [Brooker] wirklich ein Genie

ist, die Art und Weise, wie er diese Episoden

schreibt. Ganz offensichtlich ist die Technik

das Zentrum unseres Lebens. Damit machen

wir alles, nicht nur Kommunikation. Meine

ganze Welt ist auf meinem Telefon.“

Foto: Katja Kuhl

AJOURE MAGAZIN SEITE: 25 | SEPTEMBER 2019


Foto: nikomsolftwaer / stock.adobe.com


AJOURE / PEOPLE

WAS WURDE EIGENTLICH AUS

DEN STARS VON

LOST?

STAR-PORTRAIT

Fotos: Buena Vista Pictures; abc

AJOURE MAGAZIN SEITE: 28 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / PEOPLE

Lost ist und bleibt eine der einflussreichsten

TV-Serien aller Zeiten. Auch wenn das

Ende der Serie besonders von Fans kritisiert

wurde, darf der Einfallsreichtum und

die unglaubliche Geschichte, die die Serie

erzählte, nicht vergessen werden. Nun ist

es schon neun Jahre her, dass die letzte Folge

Lost über die Bildschirme flackerte. Die

Schauspieler, die zwischen 2004 und 2010

die gestrandeten Inselbewohner verkörperten,

mussten sich nach dem Ende der Serie

neue Rollen suchen und hatten durch den

Erfolg von Lost oft die Möglichkeit, in großen

Filmen und Serien mitzuwirken. Manche

hast du bestimmt in anderen Serien

oder Filmen wiedererkannt, andere hast du

nach dem Ende der Serie vielleicht nie mehr

gesehen.

größere Rollen in den Filmen „Alex Cross“,

„Extinction“ und „World War Z“, wo er an

der Seite von Brad Pitt versuchen musste,

die Welt vor einer Zombie-Apokalypse zu

bewahren. Seine letzte Rolle hatte Fox bislang

im 2015 erschienenen „Bone Tomahawk“,

einem brutalen Western.

Ein Grund für seine wenigen Projekte

könnte die Klage einer Busfahrerin sein, die

Matthew Fox anzeigte, da er sie geschlagen

haben soll. Als Fox eine Gegenklage einreichte

und die Vorwürfe abstritt, zog die

Frau ihre Klage zurück. Trotzdem sagte Fox

in Interviews, dass der Vorfall seiner Karriere

geschadet habe.

Privat ist Fox verheiratet und hat zwei Kinder.

Evangeline Lilly – Kate Austen

Zuge dessen war sie auch in „Avengers:

Endgame“ zu sehen, der heute einer der erfolgreichsten

Filme aller Zeiten ist. Momentan

arbeitet sie an den Filmen „Dreamland“

und „Happy Life“, in denen sie Nebenrollen

übernehmen wird. Die Filme sind für 2020

geplant.

Privat war Lilly lange mit Dominic Monaghan

zusammen, der in Lost Charlie spielte.

Das Paar trennte sich allerdings und heute

lebt Lilly zusammen mit einem Crew-Mitglied

von Lost auf Hawaii.

Jorge Garcia - Hugo Reyes

Matthew Fox – Dr. Jack Shephard

Obwohl Lost vor allem durch das großartige

Ensemble an Charme gewann und die

Gespräche zwischen den oft sehr unterschiedlichen

Charakteren das Grundgerüst

der Serie bildeten, war es wohl Matthew Fox

als Dr. Jack Shepard, dem am ehesten die

Hauptrolle in der Serie zugesprochen werden

kann. Er war in allen Episoden der Serie

zu sehen und somit von 2004 bis 2010 Teil

von Lost.

Nach dem Erfolg der Serie wechselte Fox,

der davor schon in mehreren Serien zu sehen

war, in die Filmwelt. 2012 spielte er in „Emperor

- Kampf um den Frieden“ die Hauptrolle,

wo er als amerikanischer General die

Kapitulation Japans nach dem 2. Weltkrieg

überwachen musste. Außerdem hatte Fox

Auch die Hauptdarstellerin der Serie, Evangeline

Lilly alias Kate Austen, war in allen

Folgen der Serie dabei. Die Kanadierin hat

von allen Schauspielern des Lost-Ensembles

wohl die meisten hochkarätigen Rollen

nach dem Serienende ergattern können.

Auch sie entschied sich nach Lost dafür, der

Serienwelt den Rücken zu kehren und sich

als Filmschauspielerin zu versuchen.

Direkt nach dem Ende der Serie wurde sie

als Tauriel in den „Hobbit“-Filmen von Peter

Jackson gecastet und war in „Smaugs

Einöde“ und „Die Schlacht der Fünf Heere“

zu sehen. Danach stieg sie in das „Marvel

Cinematic Universe“ ein und war als Wasp

in „Ant-Man and the Wasp“ zu sehen. In

Der Sympathieträger und Tollpatsch aus

Lost war ebenfalls für die gesamte Dauer

der Serie dabei und beendete zusammen

mit den Hauptdarstellern 2010 die Arbeit

an Lost. Seitdem setzt Garcia auf eine Mischung

von Serien und Filmen. Seit 2010

hatte er große Rollen in Serien wie „Alcatraz“,

„Californication“ und „Maggie“. Seine

bekannteste Serienrolle nach Lost ist aber

ohne Zweifel die des Jerry Ortega in der

Neuauflage von „Hawaii-Five-0“. Hier war

er von 2013 bis 2019 zu sehen.

Neben diversen Serien ist Garcia auch in

Filmen wie „The Healer“, „Get a Job“ oder

„Die lächerlichen Sechs“ zu sehen. Außerdem

hatte er Gastauftritte in „How I Met

Your Mother“ und „BoJack Horseman“.

Zusammen mit seiner Freundin produzierte

Garcia zudem einen Podcast zu Lost, er

betreibt auch einen eigenen Blog.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 29 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / PEOPLE

Josh Holloway – James Ford

Der in der Serie auch oft Sawyer genannte

James Ford wurde von Josh Holloway ebenfalls

118-mal, also für die gesamte Laufzeit

der Serie, verkörpert. In Lost war er oft Gegenspieler

Jacks und hielt sich eher bedeckt.

Auch nach dem Ende der Serie ist es um

den Schauspieler Holloway eher still geworden.

Er hatte einen kleinen Auftritt in

„Mission Impossible - Phantom Protokoll“,

aber ansonsten wirkte er in fast keinen und

nur unbedeutenden Filmen mit. Die Serien

„Intelligence“ und „Colony“ sind die einzigen

Projekte nach Lost, in denen Holloway

größere Rollen übernahm.

Er war nach dem Serienende auch in mehreren

TV-Werbespots zu sehen und hatte

einen Gastauftritt in der Serie „Community“,

wo er in einer Paintball-Episode einen

mysteriösen Kämpfer verkörpert..

Privat ist Holloway verheiratet und hat eine

Tochter.

Terry O’Quinn – John Locke

Als harter Kerl mit einem dunklen Geheimnis

eroberte Terry O’Quinn als John Locke

die Herzen der Fans der Serie, er wurde sogar

mit einem Emmy für seine Leistungen

ausgezeichnet. Sein Erfolg in der Serie hat

ihn wohl dazu bewogen, weiter in der Serienwelt

zu bleiben, denn seit dem Abschluss

der Serie in 2010 war O’Quinn beinahe ausschließlich

in Serien zu sehen. Rollen in Serien

wie „666 Park Avenue“, „Falling Skies“,

„Gang Related“, „Full Circle“ und „Secrets

and Lies“ dominieren seine Karriere. Von

2015 bis 2018 war er zudem in „Patriot“ als

Tom Tavner zu sehen, von 2011 bis 2018

hatte er wie sein ehemaliger Kollege Jorge

Garcia Auftritte in „Hawaii-Five-0“.

2012 ließ sich O’Quinn von seiner Frau

scheiden, sie hatten gemeinsam zwei Kinder.

Naveen Andrews – Sayid Jarrah

Als Sayid Jarrah hält sich Naveen Andrews

zunächst bedeckt und beteiligt sich wenig

an den Expeditionen der anderen Gestrandeten.

Später in der Serie wird er aber zu

einem wichtigen Bestandteil des Ensembles.

Er wurde für seine Rolle in Lost für einen

Golden Globe nominiert.

Nach dem Ende der Serie blieb auch

Andrews Großteils bei Serien. Er spielte

in „Sinbad“, „Once Upon A Time in Wonderland“

und „Instinct“ mit. Seine größte

Serienrolle nach Lost war wohl die des

Jonas Maliki in „Sense8“. Außerdem war

Andrews zusammen mit Naomi Watts 2013

in „Diana“, einem Film über die verstorbene,

britische Prinzessin, zu sehen.

Obwohl Andrews in Lost einen ehemaligen

irakischen Soldaten spielt, ist er im echten

Leben ein britischer Staatsbürger mit indischen

Wurzeln. Er hat zwei Kinder, Jaisal

und Naveen Joshua.

STAR-PORTRAIT

Fotos: Buena Vista Pictures; Richard Foreman FOX

AJOURE MAGAZIN SEITE: 30 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / PEOPLE

AJOURE MAGAZIN SEITE: 31 | SEPTEMBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 32 | SEPTEMBER 2019

Stoppt den Klimawandel,


Künstler: Matthew Cusick

bevor er unsere Welt verändert.

www.greenpeace.de/helfen

AJOURE MAGAZIN SEITE: 33 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

MADELINE JUNO

„WAS BLEIBT“

EIN ALBUM, SO ECHT, WIE ES NUR GEHT

Wenn es in Deutschland um authentische

deutsche Musikerinnen geht, dann gehört

Madeline Juno wohl zu den ersten Personen,

die einem in den Sinn kommen. Musik

war für Madeline schon in frühen Jahren

ein Anker, der ihr nicht nur Halt geben

konnte, sondern der in der Lage war, sie

emotional aufzufangen. Madeline weiß

heute genau, worin ihre Stärken liegen und

wenn ihr dennoch eine fehlen sollte, dann

trainiert sie sich diese einfach an. Am 06.

September erscheint ihr neues Album „Was

bleibt“ und sie ist zurecht stolz darauf, dass

die Songs alles andere als „stumpf “ sind.

Wir haben uns mit der impulsiven Löwin,

die eigentlich ein Skorpion hätte werden

sollen, getroffen und waren neugierig, worum

es in ihrem neuen Album geht, wofür

„Was bleibt“ steht und wie Musik ihr geholfen

hat, mit diversen Situationen umzugehen.

Am 06. September erscheint dein viertes

Album „Was Bleibt“. Bist du aufgeregter

als bei deinen vorhergegangenen Alben

kurz vor einer Veröffentlichung?

Irgendwie gar nicht. Ich kann dir aber

auch nicht sagen, warum ich nicht aufgeregt

bin. Es ist irgendwie so, dass je älter

ich werde, ich alles relativ realistisch betrachte.

Alles was mit Aufregung zu tun

hat, sind Erwartungshaltungen. Erwartungen

an die Platte, Platzierungen und

an vieles mehr. Ich bin nicht wirklich sehr

aufgeregt, aber ich freue mich extrem,

dass das Album erscheint. Ich frage mich

jetzt nicht ständig, was mit dem Album

passiert und wo es platziert wird, denn

ich weiß, dass es sehr schwer ist, aber ich

freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt.

Während es bei deinen früheren Alben

viel um Zwischenmenschliches geht,

sind bei „Was Bleibt“ die personenbezogenen

Texte weg. Woran liegt das?

Fotos: Danny Jungslund

AJOURE MAGAZIN SEITE: 34 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Es war keine bewusste Entscheidung. Ich

bin seit ein paar Jahren in einer festen

Beziehung und das nimmt einem diese

wahnsinnig dramatischen zwischenmenschlichen

Sachen weg. Wenn man

glücklich ist, dann hat man das Drama

nicht mehr, worüber man schreiben

kann. Der Song „Vor dir“ ist sehr positiv

und zwischenmenschlich, dann gibt es

den Song „Geliehen“, welcher das Gegenteil

von dem anderen Song ist, aber das

sind die einzigen beiden Lieder, die über

Beziehungen gehen. Alles andere sind

Themen, die mich über Jahre begleitet

und nicht losgelassen haben. Mit meinem

neuen Album will ich Menschen mit Themen

ansprechen, die mich als Menschen

einfach bewegen und nicht als Madeline,

die zu Hause hockt und gerade angepisst

oder verletzt ist. Der Song „Schwarz-

Weiß“ klingt zwar wie ein Beziehung, er

handelt aber von Freundschaften und

Menschen, die einfach so aus dem Leben

verschwinden. Ich glaube, die Entscheidung

„Was bleibt“ in Form von Fragen zu

schreiben, hat sich so eingeschlichen. Ich

hatte an das Leben viele Fragen, die mich

generell bewegen. Sei es Depressionen,

schlaflose Nächte oder Konflikte mit mir

selbst. Auf dem Album „Was bleibt“ geht

es um das Künstlerleben und das weckt

mich täglich. Alles was ich habe, gehört

mir eigentlich nicht. Diese ganzen Streaming-Zahlen

und die Fans, die ich habe

- nichts davon gehört mir. Die Musik, die

ich schreibe, gehört mir nicht, die Frage

ist, was bleibt am Ende? Es hat sich einfach

so eingeschlichen.

Wie sind die Ideen zu deinem neuen Album

und die ganzen, teilweise sehr harten

Texte, entstanden?

Vor 12 Jahren hätte ich wahrscheinlich

gesagt, dass ich beim Schreiben genau in

dieser emotionalen Situation sein muss,

um so schreiben zu können. Aber bei

meinem neuen Album war es zum ersten

Mal so, dass ich wahnsinnig viel zurückgeblickt

und reflektiert habe und auch

Themen aufgriff, die Teil meines Lebens

waren und die mich in der Vergangenheit

verletzt und bewegt haben. Während ich

diese Songs geschrieben habe, war ich relativ

konstant und bei mir. Ich habe mich

einfach in die Situation zurückversetzt,

was sehr gut funktioniert hat. Ich kenne

mich ja selbst und auch meine Macken

sowie meine Hochs und Tiefs. Wahrscheinlich

kenne ich mich sogar besser,

als mir recht ist, deshalb weiß ich was ich

immer wieder durchmache. Wenn ich

jetzt gerade eine Hochphase habe, kann

ich mich bestenfalls noch an die Tiefphasen

erinnern und dann auch darüber

schreiben. Ich saß auch oft genug schon

im Studio und habe über emotionale Dinge

geschrieben und gesungen und saß am

Ende des Tages vollkommen aufgelöst zu

Hause. So etwas passiert einfach, aber ich

glaube, generell ist das Songwriting und

das Verarbeiten von Themen wie diese

sehr therapeutisch. Ich bin allerdings

der Meinung, dass ich nur auf diese Art

und Weise so authentisch rüberkommen

kann, wie ich es tue. Also kann ich selbst

nur authentisch sein, wenn ich es zu 100%

fühle.

Die Zuhörer werden nicht selten aber

vor allem bei „Automatisch“ anfangs

auf eine völlig falsche Fährte gelockt.

Beinahe ein Pop-Track, der einen Tanzen

lassen will. Schmunzelst du bei dem

Gedanken daran, wie das Gesicht der

Leute entgleisen könnte, wenn sie verstehen,

um was es eigentlich geht?

Nein. Aber genau das habe ich mir erhofft,

dass vielleicht irgendwann einmal

bei einem Hörer der Schalter umgestellt

wird. Ich liebe es, mit solchen Sachen

zu spielen. Das habe ich auf dem letzten

Album auch einmal gemacht und dachte

„ok, let‘s do it again“. Ich finde es wahnsinnig

spannend, denn ich wollte einen Song

auf dem Album haben, der super tanzbar

ist und auf den man loslassen kann.

Meistens konsumiert man Musik im Auto

oder irgendwo und sie läuft einfach nur so

nebenher. Dazu kommt, dass man oftmals

gar nicht richtig hinhört und nie so wirklich

beim Text ist. Ich kenne das von mir,

denn wie oft höre ich Songs, die links ins

Ohr rein gehen und auf der anderen Seite

wieder rauskommen und du selbst weißt

gar nicht, worum es thematisch eigentlich

AJOURE MAGAZIN SEITE: 35 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

ging. Eigentlich sollte das aber nicht so

sein, denn wenn ein Song dich richtig abholt,

dann bist du auch dabei. Ich glaube,

viele Menschen konsumieren Musik beiläufig

und nebenher und ich wollte produktionell

einen Song haben, der einen

irgendwie tanzen lassen möchte, wollte

aber thematisch dennoch einen Twist einbauen.

Irgendwie ist es relativ gut geglückt

und ich glaube, viele Menschen, die mich

verfolgen und die mich als Künstler kennen,

checken das, denn ich habe eine sehr

emotional „angeknipste“ Fanbase, die

dies durchschauen und auf sich beziehen.

INTERVIEW

„Gib doch nach“ tut beim Zuhören beinahe

weh. Wie ist der Song entstanden,

wie schwer war es, die Bedeutung in

Worte zu fassen? Dennoch poppig und

keinesfalls Ballade. Wie passt das zusammen?

Ich wollte einfach weiter die Popschiene

fahren. Besonders seit ich Deutsch singe,

ist es elektronischer geworden. Frühere

Alben waren noch englisch und so viele

Leute haben sich gewundert, dass ich auf

einmal deutsch singe. Einige waren sicherlich

der Meinung, man könne doch

nicht einfach so von Englisch zu Deutsch

wechseln, aber ich denke, dass ich das

durchaus konnte. Ich denke, dass ich jetzt

meinen Sound gefunden habe und wollte

ein poppiges Album machen, bei dem

die Themen nicht egal sind. Bei dem Song

„Gib doch nach“ gibt es keine richtige

Handlung, sondern es ist eine Situation,

ein Daseinszustand, der in Form eines

Textes aufgefasst wurde. Eigentlich geht es

um Momente, in denen ich zum Beispiel

völlig irrational denke oder vielleicht gar

nicht denke, sondern einfach durchdrehe

und irrational handle. All das wollte ich

in einen Song packen. Der Song hat einen

tragenden Beat, es ist keine Ballade und

ich wollte, dass es antreibt und dennoch

diesen „emotionalen Abfuck“ einfängt.

Welches ist dein persönlicher Lieblingstrack

auf dem neuen Album?

Das kommt und geht immer. Eigentlich

ist es immer der Song, den du gerade als

letztes fertiggemacht hast, da er am aktuellsten

ist. Jetzt gerade ist mein Favorit

der allererste Track „Zu zweit allein“. Der

Song ist sozusagen das Intro zum Album

und „Was bleibt“ ist der letzte Track. Diese

beiden Songs sind die einzigen beiden

Lieder auf dem Album, die so akustisch

sind, denn ich bin nicht unbedingt der

Über-Fan von akustischen Liedern. Ich

wollte, dass das Album mit einem sehr rohen

und nahen Song beginnt und deshalb

mag ich ihn wohl jetzt gerade am meisten.

In dem Song geht es um meinen damaligen

langjährigen allerbesten Freund,

mit dem ich leider nicht mehr befreundet

bin. Es geht sozusagen einfach nur um die

Frage, wie es wohl gewesen wäre, wenn

die Freundschaft nicht auseinandergebrochen

wäre.

Nach einigen Lieder deines neuen Albums,

von denen viele hart waren,

kommt auf einmal der Song „Vor dir“.

Ein Song voller Gefühle und irgendwie

so das Gegenteil der anderen Lieder.

Wie passt das zusammen?

Man hat immer im Hinterkopf, dass das

Radio emotionale Songs nicht so wirklich

spielt, sondern lieber einfache Lieder, die

jeder versteht. Aus Erfahrung sprechend

kann ich so nicht schreiben. Das bedeutet,

dass ich mich nicht hinsetzten kann und

einen Text verfasse, bei dem ich mir vorher

überlege, ob die Radiosender diesen

spielen würden. Es wäre unauthentisch bis

zum Gehtnichtmehr. Ich kann nur über

Dinge schreiben, die mich bewegen. „Vor

dir“ ist ein Song, den zum Beispiel ich auf

meine Beziehung projizieren könnte. Ich

bin glücklich, dass es meine Partner gibt

und wir uns gefunden haben. Seit dieser

Mensch in meinem Leben ist, ist so Vieles

einfach besser beziehungsweise besser

mit ihm. Darum wollte ich einen Song

schreiben, der Menschen die Möglichkeit

gibt, dieses Lied auf Menschen in deren

Umfeld zu beziehen.

Wer sich etwas mit dir und deiner Person

beschäftigt, der erfährt schnell, dass

du seit jungen Jahren unter Depressionen

leidest, so wie ca. 300 Mio (WHO)

andere auf dieser Welt. Half dir Musik

bei dem Umgang und der Verarbeitung

deiner Gefühle? Ist es wie eine Art Eigentherapie

für dich?

Total. In wahnsinnig jungen Jahren, als

ich elf oder so war, natürlich noch nicht.

Damals war ich zwar auch schon ein sehr

emotionaler Mensch, aber nicht so, dass

ich mich mit mir selbst beschäftigt habe.

Foto: Danny Jungslund

AJOURE MAGAZIN SEITE: 36 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Da war Musik für mich noch kein so bewusstes Ding, trotz

dass meine Familie sehr musikalisch war. Wirklich wichtig

wurde Musik für mich, als ich etwa 12 wurde und angefangen

habe Gitarre zu spielen und meine ersten Songtexte

zu schreiben. Ab diesem Zeitpunkt war Musik etwas, was

mich zu 100 Prozent gestützt hat – in jeglicher Form. Natürlich

war ich damals noch ein Kind und heute sehe ich

logischerweise alles etwas anders, aber das Medium „Musik“

ist geblieben. Durch Musik kann man noch tiefer in

ein gewisses Gefühl sinken und fühlt sich darin aufgefangen.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen. Ich selbst konsumiere

nur Musik, die so ein Gefühl nur krasser macht bzw.

verstärkt. Ich höre Musik, um mich verstanden zu fühlen.

Genau das war schon sehr früh bei mir gegeben. Es ist bittersüß

und ich würde es für nichts anderes eintauschen

wollen.

Im Song „Borderline“ heißt es: „Oh Gott, ich hasse dich

und dann mich“. Kannst du uns das etwas beschreiben?

Was passiert da mit dir?

Ich bin sehr impulsiv. Wenn man manchmal mit einer Situation

unzufrieden ist, ist es wohl menschlich, erst einmal

aufzubrausen und zu sagen „du hast das und jenes gemacht…“.

Man projiziert das auf einen anderen Menschen,

weil der vielleicht gerade am nächsten bei dir dran ist. Eigentlich

ist der Ursprung von so vielen Dingen aber intern,

weil du mit so vielen Dingen manchmal nicht klarkommst

oder zu viel in etwas hineininterpretierst. Klar macht Person

XY vielleicht etwas, was dir nicht passt. Aber man muss

sich dann die Frage stellen, weshalb einem selbst das nicht

passt. Was ist mein Problem, dass ich hiermit nicht klarkomme?

Und dann bemerkt man, dass man vielleicht über

das Ziel hinausgeschossen ist und das alles nur halb so wild

ist. Genau um dieses ewige Hin und Her geht es in dem

Song. Diese Extreme, die dich komplett in die eine oder

die andere Richtung manövrieren. Du hasst jemanden und

im nächsten Moment liebst du ihn. Du kommst super mit

einer Person aus und im nächsten Moment herrscht sozusagen

Krieg.

Tourdaten:

23.10.2019 Dortmund, FZW

24.10.2019 Hannover, LUX

25.10.2019 Osnabrück, Kleine Freiheit

26.10.2019 Frankfurt, Zoom

27.10.2019 Frankenthal, Gleis 4

29.10.2019 Hamburg, Knust

30.10.2019 Bremen, Lagerhaus

31.10.2019 Berlin, Musik & Frieden

03.11.2019 Dresden, Groovestation

04.11.2019 Freiburg, Jazzhaus

05.11.2019 München, Ampere

06.11.2019 Köln, Club Volta

07.11.2019 Stuttgart, ClubCANN

AJOURE MAGAZIN SEITE: 37 | SEPTEMBER 2019


Nachhaltig denken...

Foto: rangizzz / stock.adobe.com


Foto: rangizzz / stock.adobe.com

UMWELT


AJOURE / UNWELT

Zero

Waste

Plastikfrei

leben und

einkaufen?

Alle reden davon, plastikfrei(er) zu leben.

Doch die konsequente Umsetzung ist

viel schwerer als gedacht. Viele Bereiche

unseres Lebens sind mittlerweile mit unzähligen

und für unverzichtbar gehaltenen

Kunststoffutensilien bestückt. Uns ist

die Unmenge an Müll, die jeder einzelne

Deutsche damit produziert, kaum noch

bewusst.

Wenn du einmal den Kunststoffmüll eines

Monats in einem großen Papiersack

sammelst und am Monatsende diese

Menge mit 12 multiplizierst, ahnst

du, wo das Problem liegt: bei jedem

einzelnen. Die Industrie beruft sich

auf eine hohe Nachfrage nach hygienischen

Verpackungen. Nur wenn

diese nicht mehr gegeben ist, wird sie

ihre Haltung ändern.

1. Coffee to go -

Kaffeetrinken geht auch anders

Weil 320.000 weggeworfene Coffee-to-go-Einwegbecher

mit Plastikdeckel

in der Stunde für Deutschland zu viel Müll

sind, solltest du dir noch heute einen wiederverwendbaren

Kaffeebecher für unterwegs

kaufen. Es passt genauso viel hinein,

aber die Müllberge schrumpfen um einiges.

2. Flüssigseife und Seifenspender adé,

Handseife genügt

Flüssigseife im Kunststoff-Dosierspender

ist zweifelllos hygienisch und praktisch.

Aber am Ende landet die Flasche im Müll.

50 Jahre später wird sie zu Mikroplastik.

Minimal besser ist es, die Flasche mehrfach

zu verwenden und Nachfüll-Flüssigseife

zu kaufen. Umweltfreundlicher

sind Handseifen in Kartonverpackungen

oder selbstgemachte Flüssigseife.

Foto: pauchi / stock.adobe.com; mvg Verlag

AJOURE MAGAZIN SEITE: 40 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

3. Plastikfreie Zahnhygiene ist möglich

Blitzende Zähnchen sollten nicht um den

Preis von Müllbergen erreicht werden.

Tausche deine Kunststoffzahnbürste gegen

eine aus nachwachsenden Materialien, die

Zahnpasta-Tube gegen ein Gläschen mit

Zahnpulver oder achte auf umweltfreundliche

Zahnseide mit Bienenwachs-Beschichtung.

Auch kleine Beiträge helfen,

Müllberge zu verkleinern.

4. Getränke nur noch in der

Glasflasche

Der Handel denkt in Sachen Plastikflaschen

nur um, wenn immer mehr Kunden

nach Getränken in Glasflaschen verlangen.

Getränke in Dosen und Plastikflaschen

sollten aus deinem Haushalt verschwinden.

Plastikflaschen benötigen mehr als 50

Jahre, um zu verrotten. Umweltfreundlicher

ist Leitungswasser aus nachfüllbaren

Trinkflaschen.

5. Silikon und Kunststoff

adé - Holzlöffel sind besser

Selbst auf Weihnachtsmärkten werden

bunte Silikongeschirre und Plastiklöffel als

Trend-Küchentools vermarktet. Kauf lieber

nebenan einen langlebigen Rührlöffel

aus Oliven- oder Thuja-Holz. Was unsere

Großmütter schon nutzten, hält ein Leben

lang. Wer will schon Mikroplastik und

Weichmacher ins Essen rühren?

6.Wiederverwertete

Schraubgläser ersetzen Plastikboxen

In Unverpackt-Läden wird alles ohne

Kunststoff-Umverpackung verkauft. Vorbildliche

Supermärkte haben nichts dagegen,

wenn du an der Frischetheke deine

Brotdose über den Tresen reichst. Ein wiederverwendetes

Schraubdeckelglas spart

im Jahreslauf jede Menge Alu- oder Frischhaltefolie

ein.

Nutze ab jetzt Gläser für Büroklammern,

Bleistifte, Nudeln oder deinen Mittags-Nudelsalat.

7. Kauf Smoothies oder Joghurt

nur im Glas

Es gibt fast immer Alternativprodukte aus

Glas im Verkaufsregal. Verzichte ganz bewusst

auf den 1.000sten Joghurtbecher aus

Plastik oder den Smoothie in Plastikflaschen.

Die Fruchtsäure löst Weichmacher

und anderes aus dem Kunststoff. Selbstgemachte

Smoothies haben übrigens auch einen

höheren Gesundheits- und Genusswert.

8. Komplett verpackungsfrei

statt Nachfüllpack

Viele Shampoos oder Duschgels gibt es

heute schon im Nachfüllkanister zu kaufen.

Noch besser sind Produkte, die in

komplett plastikfreien Online-Shops wie

„Monomeer“ oder „Beechange“ zu kaufen

sind. Hier findet sich beispielsweise vollkommen

verpackungsfreie Haarseife mit

verschiedenen Duftnoten, Zahnputzpulver

im Glas oder feste Salbei-Zitronen-Zahncreme

am Holz-Stiel. Einfach mal probieren.

9. Einwegrasierer sind unnötig,

plastikfrei ist machbar

Einweg-Rasierer sind absolut überflüssig.

Auch ein Nassrasierer stellt wegen seiner

austauschbaren Klinge Abfall her. Heute

gibt es bereits Holzrasierer, bei denen nur

die Klinge auf dem Müll landet. Rasierhobel,

Rasiermesser oder elektrische Rasierer

halten jahrelang. Sie verursachen den geringsten

Müllanteil. Dazu kaufst du Rasierseife

in der Pappschachtel.

10. Schwierig, aber möglich:

müllfreie Damenhygiene

Auch deine Damenhygiene-Artikel sind

am Anwachsen der Plastik-Müllberge beteiligt.

Etwa 10.000 bis 17.000 Tampons

landen in einem einzigen Frauenleben auf

dem Müll. Probiere es einmal mit sauberen

Alternativen: mit jahrelang verwendbaren

Menstruationstassen oder waschbaren

Monatsbinden bzw. Slip-Einlagen von

„Lunapads“ oder „Kulmine“ aus Bio-Baumwolle.

11. Obst und Gemüse ohne

Kunststoffverpackungen

Es ist nicht nachvollziehbar, warum selbst

Bio-Obst und -gemüse mehrfach in Kunststoff

verpackt wird. Kauf nur lose Gemüse

und Obstsorten - zum Beispiel auf dem

Wochenmarkt oder im Bioladen. Wenn

die Nachfrage nach in Plastik verpacktem

Obst und Gemüse sinkt, passt sich nach

einer Weile auch das Sortiment der Supermärkte

den Kundenwünschen an.

12. Plastiktüten sind absolut

verzichtbar

Hättest du alle Plastiktüten gesammelt, die

du im Jahreslauf erhalten hast, wäre dein

Küchenfußboden einen oder zwei Meter

hoch bedeckt. Verzichte zukünftig darauf,

Einkäufe in Kunststofftaschen zu transportieren.

Nimm stattdessen einen Einkaufskorb

mit oder nutze einen Shopper

zusammen mit mehrfach verwendbaren

Papiertüten, um einzukaufen.

13. Plastik-Strohhalme -

Unmengen davon schwimmen im Meer

Dass auch kleine Beiträge eine große Wirkung

entfalten können, belegt das Beispiel

Plastik-Strohhalm. Allein der Verzicht darauf

würde die Weltmeere um 40 Milliarden

Strohhalme im Jahr allein aus Deutschland

entlasten. Inzwischen gibt es gute Alternativen

aus Glas, Aluminium oder auch Papier.

14. Alles Deo oder was?

Selbstgemacht ist besser.

Ein Deodorant ohne Plastikspender ist

kaum zu bekommen. Mancher Hersteller

hat bereits feste Deos in Pappverpackung

im Angebot. Umweltfreundlicher sind

aber Deos aus Eigenherstellung. Aus drei

Esslöffeln Kokosöl, zwei Teelöffeln Natron

und zwei Teelöffeln Kartoffelstärke kannst

du ganz einfach ein Neutral-Deo herstellen.

Zuerst wird das Kokosöl auf dem Herd

geschmolzen, mit den anderen Zutaten

versetzt und gegebenenfalls mit einigen

Tropfen eines ätherischen Öls deiner Wahl

versetzt. Die Zutaten kannst du so anpassen,

dass die Konsistenz stimmt. Das Ganze

kommt in ein Schraubdeckelglas. Mit

den Fingern verteilst du bei Bedarf etwas

Selfmade-Deo unter den Achseln.

Buchtipp:

Christoph Schulz:

„Plastikfrei für Einsteiger“

(mvg, 14,99 Euro)

https://amzn.to/2SvM8ON

AJOURE MAGAZIN SEITE: 41 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Flugscham

Wie sinnvoll

ist eine

CO2-

Kompensation?

Das Weltklima verändert sich, so

viel ist klar! Als Hauptauslöser für

die schleichende Temperaturerwärmung

sowie drastische Wetterveränderungen

gelten von Menschen

verursachte Treibhausgase. Jährlich

werden weltweit 30 bis 40 Milliarden

Tonnen CO2 durch Industrie,

Fahrzeuge, Flugzeuge und heimische

Heizungen in die Luft geblasen.

Umweltschützer und Klima-Apostel

haben es mit ihren Mahnungen jetzt

zunehmend auf den Einzelkonsumenten

und insbesondere das Fliegen

abgesehen.

Das Problem mit dem CO2

Tatsächlich macht CO2 trotz der

enormen Emissionen nur einen

winzigen Teil der gigantischen Erdatmosphäre

aus. Dennoch können

bereits kleinste Mengen dynamische

Systeme empfindlich stören. Bewiesen

ist dieser Einfluss zwar noch

nicht und Gegner der Klimawandel-Theorien

führen gerne ins Feld,

dass es klimatische Veränderungen

auf der Erde schon immer gegeben

hat und weiterhin geben wird. Eines

liegt jedoch auch für den Laien klar

auf der Hand: es kann nicht allzu

gut für den Planeten, die Umwelt,

Mensch und Tier sein, wenn Unmengen

von schädlichen Substanzen

und Giften in die Atmosphäre

gelangen! Die letzten 100 Jahre ist

die Durchschnittstemperatur auf

der Erde um ca. 1° Grad gestiegen.

Das klingt zuerst minimal, trotzdem

ist dieser kleine Anstieg dafür

verantwortlich, dass Gletscher

und die Pole schmelzen! Geht diese

Entwicklung weiter, wären dramatische

Wetterveränderungen sowie

weitreichende Katastrophen durch

Überschwemmungen oder Hitzeperioden

zu befürchten.

CO2 und das Fliegen

Die meisten Treibhausgase entstehen

durch die industrielle Verbrennung

fossiler Brennstoffe wie Erdöl,

Erdgas und Kohle. Kohlekraftwerke

pusten eine enorme Menge in Luft

und grundsätzlich fällt überall, wo

geheizt und Motoren betrieben werden,

CO2 an. Private Haushalte tragen

durch PKW-Nutzung, Heizung,

unter Energieeinsatz hergestellte

Konsumgüter und die Nutzung von

Flugzeugen zum CO2-Ausstoß bei.

Der Klima-Hype rund um das Fliegen

hat derzeit einen Höhepunkt

erreicht. Klimaschützer rechnen beruflichen

Vielfliegern wie auch ganz

normalen Urlaubsfliegern die eigene

AJOURE MAGAZIN SEITE: 42 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Fotos: TheModernCanvas; phaisarnwong2517 / stock.adobe.com

CO2-Schandtat vor und fordern vehement

einen Ausgleich. Um die freiwillige

Bereitschaft der Menschen zu dieser

Abgabe zu steigern, wird „Flugscham“

propagiert. Neben all der Schwarzmalerei,

den täglichen Terrormeldungen und

gesellschaftlichen Ängsten sollen wir

uns jetzt also auch noch kräftig schämen,

wenn es mit dem Flieger in die

schönste Zeit des Jahres geht.

Ein paar Daten und Fakten

In Deutschland liegen die CO2-Emissionen

jährlich bei etwa 900 Millionen

Tonnen CO2. Laut Berechnungen diverser

Umweltschutzorganisationen

entfallen etwa 11 Tonnen CO2 auf jeden

einzelnen Bundesbürger. Dem privaten

Flugvergnügen käme, wenn man denn

überhaupt fliegt, dabei ein Großteil der

jährlichen Klimabilanz zu. Immerhin

verursacht ein achtstündiger Flug bereits

3,8 Tonnen CO2 pro Person. Sogenannte

Klima-Kompensatoren mahnen

jeden einzelnen Flieger für die verursachte

Umweltverschmutzung einen

freiwilligen Ausgleich zu leisten.

Den eigenen CO2-Ausstoß

kompensieren

Im Internet finden sich inzwischen zahlreiche

Rechner, hinter denen große Organisationen

stehen. Die Ergebnisse und

Werte fallen dabei je nach System leicht

unterschiedlich aus. Gibt man die Werte

für den eigenen Flug ein, erscheint der

Ausgleichsbetrag. Diesen kann der Abgabe-Willige

dann an eine entsprechende

Organisation zahlen und so den eigenen

ökologischen Fußabdruck neutralisieren.

Nur leider scheint es wie immer so, dass

nur ein bestimmter Anteil der Bevölkerung

an solchen Aktionen teilnimmt.

Die Mahnungen und Schlechte-Gewissen-Kampagnen

treffen vor allem wieder

diejenigen, die sich aus Gewissensbissen

schon gar nicht mehr zum Discounter

trauen oder Bananen aus konventionellem

Anbau essen können. Der Rest der

Bevölkerung, berufliche Vielflieger und

Privatjet-Besitzer werden sich wahrscheinlich

nur in Ausnahmefällen um

solche Abgaben scheren.

Wohin die Gelder fließen

Umweltorganisationen, die sich die

CO2-Kompensation auf die Fahne geschrieben

haben, wachsen derzeit wie

Pilze aus dem Boden. TheCompensators

beispielsweise kaufen mit Spendengeldern

Emissionsrechte und lassen sie

dann löschen. Atmosfair investieren in

Projekte, die der Abholzung von Wäldern

in Drittweltländer entgegenwirken

sollen und Myclimate investiert in Windräder

sowie Solarbrenner für die arme

Landbevölkerung. Andere Organisationen

forsten Regenwald in Asien oder

Südamerika systematisch auf. Eigentlich

eine gute Sache, oder?

Bitte immer kritisch bleiben!

Wer etwas Gutes tun kann und möchte,

sollte das absolut tun! Dann aber, weil

er oder sie Freude dabei empfinden und

nachher mit einem guten Gefühl in den

Flieger steigt. Wer nur aus Schuld und

Scham die letzten Heller abdrückt, die

eigentlich für Pizza und Eis im heiß geliebten

Urlaubsland gedacht gewesen

wären, sollte es besser sein lassen!

Sicher ist es wichtig, dass jeder einzelne

seinen Beitrag leistet, wenn er kann.

Was bei all diesem Aktionismus jedoch

völlig auf der Strecke zu bleiben scheint,

ist die Tatsache, dass Lobbyisten der

großen Industrienationen immer noch

alternative Antriebstechniken, die theoretisch

längst möglich wären, unterdrücken.

So werden weiter Unmengen CO2

ausgestoßen und einzelne Verbraucher

mit einer Flugscham mürbe gemacht.

Das kann einzelnen Menschen, die sich

bisher überhaupt keine Gedanken um

Umwelt und das eigene Konsumverhalten

machten, nicht schaden, anderen

schon. Gehörst du nun zu den Menschen,

die sich vor Horrormeldungen

nicht mehr vor die Tür trauen, dann

vergiss die Flugscham bitte ganz schnell!

Stiftung Warentest hat’s getestet

Wer immer sich dazu entscheidet, sollte

gut auf die kompensierende Organisation

und deren Arbeitsstil achten.

Kommt eine Firma mit positiven Leitsätzen

daher und scheint wahrhaftig

engagiert, dann steht der CO2-Neutralisierung

wohl kaum etwas im Wege!

Solche Firmen, die extrem mahnen und

ausschließlich über schlechtes Gewissen

und Schuldzuweisungen arbeiten, solltest

du möglichst meiden. Zudem ist inzwischen

ein ausführlicher Bericht der

Stiftung Warentest zu den Klima Kompensatoren

und deren Arbeit erhältlich.

„Klimaneutral“ scheint sich zu einem

neuen Trend zu entwickeln. Doch nicht

überall müssen die Versprechungen

auch gehalten werden, zumal dieses Siegel

nicht geschützt ist. Reiseunternehmer,

Hoteliers und Busunternehmen

bieten immer öfters teurere Tickets und

Raten für Übernachtungen als angeblich

„klimaneutral“ an. Kleine Beträge

locken oftmals damit, das beim Reisen

aufkommende schlechte Gewissen

schnell und nebenbei zu beruhigen.

Gibt ein Anbieter jedoch nicht gleichzeitig

leicht verfügbar und transparent

weitere Informationen über den Verbleib

der Gelder, solltest du solche Tarife

besser meiden.

Umweltschutz ist eine gute Sache! Allerdings

machen Medien, Politik und Wissenschaft

den Menschen heute schon

mit so vielen Dingen Angst, dass wir

sicher nicht auch noch eine Flug- oder

Urlaubsscham brauchen. Viele Menschen

sparen sich den Jahresurlaub hart

zusammen oder junge Menschen freuen

sich lange auf die ersehnte Weltreise.

Wer kann, sollte einen sinnvollen, vertretbaren

und bezahlbaren Beitrag leisten

und ansonsten einfach auch mal mit

dem Auto oder dem Zug in den Urlaub

fahren.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 43 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Warum

nachhaltige

Banken

auf dem Vormarsch sind

Unser wirtschaftliches System ist

kapitalistisch geprägt, denn Geld

wird als Tauschmittel für Arbeitszeit,

Dienstleistungen und Waren

genutzt. Somit spielt Geld spielt

eine ziemlich große Rolle in der

Welt und ihrer weiteren Entwicklung.

Du kannst dein Geld in die

Hand nehmen und Einfluss darauf

nehmen. Wir zeigen dir wie!

Deine Macht als Konsumentin

Du bist in einer kapitalistischen

Welt kein Mensch, sondern eine

Konsumentin. Du konsumierst die

Produkte und Dienstleistungen

der Unternehmen und bezahlst

dafür. Dadurch hast du einen gewissen

Einfluss auf die verschiedenen

Anbieter. Wenn du beispielsweise

keine Produkte aus Plastik kaufst

und andere es dir gleichtun, haben

die entsprechenden Unternehmen

keine Chance mehr, weil die Produktion

unwirtschaftlich wird. Unsere

Handlungen werden immer nachhaltiger,

mittlerweile steigt die Zahl

der Bio- und Unverpackt-Läden an.

Deine Einflussnahme als Konsument

wird sich also lohnen.

Deine Macht als Investorin

Falls du dein Geld unter deinem

Kopfkissen lagerst, bist du nur begrenzt

als Investorin unterwegs.

Falls du jedoch ein Girokonto bei

“Nachhaltige Banken”

einer Bank hast und dort dein Geld lagerst,

kann die Bank dieses Geld für sich nutzen.

Sie verleiht dein Geld gegen Zinsen und

verdient so daran. Dein Geld wird beispielsweise

von Unternehmen geliehen, die

dann Maschinen davon kaufen oder Mitarbeiter

einstellen – um so vielleicht Dinge

aus Plastik oder Waffen herzustellen. Du

hast also einen gewaltigen Einfluss auf die

Unternehmen, kannst diesen bei einer herkömmlichen

Bank aber nicht steuern. Möglicherweise

wird dein Geld für erneuerbare

Energien, Bildung oder andere nachhaltige

Dinge genutzt. Vielleicht wird es jedoch für

Waffen, Kinderarbeit, fossile Energieträger

oder andere schädliche Dinge genutzt – du

hast keine Kontrolle darüber.

Du kannst dir die Kontrolle wiederholen,

indem du beispielsweise Anleihen oder Aktien

von nachhaltigen Unternehmen kaufst.

Alternativ kannst du dein Geld in entsprechende

Fonds stecken. Im Alltag wirst du

ohne Girokonto nicht weit kommen, denn

die Miete, Energiekosten, dein Lohn und

vieles andere läuft über Banken und Konten.

Somit könnte deine Bank dein Geld für

jede erdenkliche Investition nutzen, auch

wenn das mitunter fragwürdige Unternehmen

sind. Denn Banken investieren vor allen

Dingen für ihren größtmöglichen Profit

und nicht nach ethischen Gesichtspunkten.

Fotos: Lumina Images; hui_u / stock.adobe.com; GLS Bank, Ethikbank, Tomorrow Bank, UmweltBank, Triodos Bank

AJOURE MAGAZIN SEITE: 44 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Die Auswahl der Bank ist also mindestens

genauso wichtig wie dein Konsumverhalten.

Das Zünglein an der Waage

Im Alltag ist es uns meistens gar nicht

bewusst, aber im Endeffekt sind wir

Menschen für alles verantwortlich. Wir

fördern oder boykottieren Unternehmen

mit jeder Kaufentscheidung, die wir treffen.

Wir stellen den Banken und damit

den Unternehmen das Geld zur Verfügung.

Natürlich könntest du die Gewinne,

die du bei einer herkömmlichen Bank

durch Aktien und Zinsen machst, für

gute Zwecke spenden. Dabei gibt es nur

einen kleinen Haken: Das Geld wurde -

zumindest teilweise - durch Atomkraft,

Waffen oder Kinderarbeit verdient. Das

kannst du auch mit der Investition in Biolebensmittel

und nachhaltiger Kleidung

nicht kompensieren.

Die unterstützten Unternehmen, beispielsweise

Nestle, zerstören die Umwelt

und kümmern sich nicht um die Menschenrechte.

Sie leihen sich dein Geld von

deiner Bank und bauen damit neue, ausbeuterische

Firmen auf. Du solche Firmen

durch den Nichtkauf ihrer Produkte zwar

als Konsumentin boykottieren, unterstützt

sie aber als Investorin. Dieser Prozess wird

erst stoppen, wenn diese Firmen kein Geld

mehr bekommen. Das geht zum einen

über deine Kaufentscheidung, zum anderen

über deine Investitionen.

Eine Alternative muss her

Heutzutage ist niemand mehr gezwungen,

sein Geld an solche Banken zu verleihen.

Es gibt nachhaltige Banken, die

keine Atomkraft, Kinderarbeit, Waffenexporte

oder Verstöße gegen die Menschenrechte

unterstützen. Die Gewinne

durch Zinsen und andere Anlageformen

sind zwar niedriger, dafür unterstützt du

die Nachhaltigkeit.

Hier eine Auswahl nachhaltiger

Banken, die wir empfehlen können:

GLS Bank

Die GLS Bank ist eine Genossenschaft

und bezeichnet sich selbst als „erste sozial-ökologische

Universalbank der Welt“.

Sie möchte den Kunden nachhaltige

Dienstleistungen, soziale und ökologische

Investitionen sowie eine konsequente

Transparenz anbieten. Die Zentrale der

Bank befindet sich in Bochum, es gibt

jedoch auch Filialen in Stuttgart, München,

Berlin, Frankfurt, Freiburg und

Hamburg. Sie hat derzeit rund 200.000

Kunden und 50.000 Mitglieder.

https://www.gls.de/

Triodos Bank

Die Triodos Bank bezeichnet sich als „Europas

führende Nachhaltigkeitsbank“. Sie

wurde 1980 von der niederländischen Triodos-Stiftung

gegründet und betreut weltweit

über 681.000 Kunden. Die Bank finanziert

ausschließlich Projekte, Unternehmen

und Institutionen, die einen Mehrwert für

Mensch und Umwelt schaffen.

https://www.triodos.de/

EthikBank

Die EthikBank ist an die Volksbank Eisenberg

eG angeschlossen und beschreibt sich

selbst als „ethisch-ökologische Direktbank“.

Sie hat derzeit etwa 20.000 Kunden und finanziert

mit den Kapitaleinlagen ausschließlich

soziale und ökologische Maßnahmen.

Sie finanziert auf diesem Wege Passiv- und

Energiesparhäuser, erneuerbare Energien,

Elektroautos und kulturelle Projekte.

https://www.ethikbank.de/

Tomorrow Bank

Die Bank ist noch sehr jung, sie wurde nämlich

erst 2018 ins Leben gerufen. Sie richtet

sich an Nutzerinnen und Nutzer in deinem

Alter und kann nur über eine App genutzt

werden. Später soll es aber auch die Online-Banking-Funktionen

über die Webseite

geben.

https://www.tomorrow.one/

UmweltBank

Diese Bank versteht sich als rein ökologische

Bank und finanziert dementsprechend nur

ökologisch sinnvolle Projekte. Die Schwerpunkte

liegen dabei in den Bereichen Wasser-,

Wind und Solarenergie, Passiv- und

Energiesparhäuser sowie umweltfreundliche

Produktionen und Recycling.

https://www.umweltbank.de/

AJOURE MAGAZIN SEITE: 45 | SEPTEMBER 2019


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AJOURE / FITNESS

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Jeder von uns hat ihn schon einmal gehört,

den Begriff „Kettlebell“. Doch was steckt genau

dahinter? Ist der Hype rund um die Gewichtskugel

realistisch und wirklich so ein

effektives Trainingsmittel oder doch nur ein

Fitnessgerät wie jedes andere? Im Folgenden

findest du nicht nur viele Fakten rund um

die Kettlebell, sondern auch noch die Top 10

Übungen für den gesamten Körper. Inklusive

Gestaltungshilfe für dein persönliches Kettlebell-Workout!

Was hat es mit der Kettlebell auf sich?

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Du hast schon öfter davon gehört, dich aber

noch nie genauer damit beschäftigt? Bei der

Kettlebell handelt es sich um ein traditionelles

Trainingsgerät und nicht um eine neue

Fitnesserscheinung aus dem zwanzigsten

Jahrhundert. Vielen ist die Kettlebell auch als

„Kugelhantel“ bekannt. Die Geschichte der

Kugelhantel beginnt bereits im 18. Jahrhundert

in Russland. Sie stand damals symbolisch

für Kraft und Stärke und wurde als Trainingsgerät

beim Militär eingesetzt. Doch in den

letzten Jahren hat die kugelförmige Hantel

ihre Aufmerksamkeit zurückerlangt. Tendenziell

werden Kettlebell-Übungen eher mit

weniger Gewicht und dafür mehr Wiederholungen

ausgeführt. Wichtig dabei ist, die

Übungen sauber und mit Körperspannung

durchzuführen.

Vorteile von Kettlebell-Übungen:

• Neue Reize für die Muskelfasern werden

gesetzt

• Muskeln können von unterschiedlichen

Winkeln aus bearbeitet werden

• Cardio und Kraft werden trainiert

• Es wird kein Fitnessstudio benötigt

• Für jedes Fitness-Level geeignet

• Gezielt Schwachstellen können trainiert

werden

• Die komplexen Übungen beanspruchen

direkt mehrere Muskelgruppen

• Es gibt einen hohen Nachbrenneffekt,

der besonders gut zum Abnehmen ist

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 48 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

1

Swing

1. Stelle dich breitbeinig in eine leichte Kniebeuge,

wobei der Rücken gestreckt ist.

2. Richte dich auf, indem du deine Hüfte blitzartig

nach vorne bringst und die Kettlebell mit beiden

Armen gestreckt bis auf Brusthöhe bringt.

3. Lass sie dann kontrolliert zwischen die Beine

zurückpendeln und hole neuen Schwung.

Fortgeschrittene können sich auch an einarmigen

Swings versuchen.

Beanspruchte Muskelgruppen:

ganzer Körper, Fokus liegt auf dem Rücken

Schwierigkeitsgrad: mittel – hoch

Darauf ist zu achten: Schwung aus den Beinen/

der Hüfte holen, nicht aus den Armen!

2

1. Stelle dich etwas breiter als schulterbreit hin, die Beine

bleiben dabei leicht gebeugt. Die Kettlebell steht mittig vor

dir.

2. Greife dann mit beiden Händen nach der Kettlebell,

umfasse sie mit beiden Händen und achte darauf, dass der

Daumen immer über dem Zeigefinger liegt. Die Arme sind

gestreckt und die Ellbogen liegen eng an den Rippen an.

3. Jetzt führst du leichte eine Kniebeuge aus, indem du das

Gesäß Richtung Fersen führst und die Hüfte nach hinten

drückst. Der Rücken bleibt gerade und dein Blick ist nach

vorne gerichtet.

4. Nun richtest du dich auf und streckst die Knie durch, die

Hüfte wird nach vorne geschoben und Bauch und Gesäß

angespannt.

5. Dann beginnst du das Gewicht erneut abzusenken.

Beanspruchte Muskelgruppen: Oberschenkelmuskulatur,

das Gesäß und der untere Rücken

Schwierigkeitsgrad: leicht

3

Goblet Squat

1. Halte mit beiden Händen eine Kettlebell vor deiner Brust.

2. Dann gehst du in die Hocke, als würdest du dich hinsetzen,

so tief, dass der Po kurz vorm Boden ist - mindestens so, dass

deine Beine parallel zum Boden sind.

3. In der Position kurz halten und kontrolliert in die Ausgangsposition

zurückkehren.

Beanspruchte Muskelgruppen:

Oberschenkel, unterer Rücken, Po

Schwierigkeitsgrad: mittel – hoch

Darauf ist zu achten: Der Gewichtsschwerpunkt ist während

der gesamten Übung auf den Fersen, nicht auf dem Vorderfuß!

Deadlift

AJOURE MAGAZIN SEITE: 49 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

4

Kickbacks

1. Du stehst gerade mit leicht geöffneten Beinen

und hast am besten etwas zum festhalten (z.B.

eine Wand) in der Nähe.

2. Der Bauch ist fest angespannt, der Rücken aufrecht.

Nehme eine Kettlebell in die Hand und lege

diese auf einer deiner Pobacken ab. Halte sie fest.

3. Nun beginnst du das Bein so hoch es geht nach

hinten anzuheben und nutzt das Gewicht der

Kettlebell, um den Muskel besser zu reizen. Der

Rücken bleibt dabei gerade und etwas nach vorne

gelehnt. Anschließend wechselst du das Bein.

Beanspruchte Muskelgruppen:

hintere Oberschenkelmuskulatur, Gesäß

Schwierigkeitsgrad: leicht

5

Lunges

1. Stelle dich aufrecht hin und spanne den Bauch fest an.

2. Nehme nun eine Kettlebell in die linke und eine in die

rechte Hand. Hier empfiehlt sich, anfangs mit sehr wenig

Gewicht zu arbeiten.

3. Halte den Arm gestreckt neben dem Körper.

4. Mache jetzt mit dem rechten Bein einen tiefen Ausfallschritt

nach vorn. Das Knie

sollte nicht über die Fußspitze

hinausragen.

5. Komme in die Ausgangsposition

zurück.

Beanspruchte

Muskelgruppen:

Beine, Gesäß, Arme

Schwierigkeitsgrad:

leicht - mittel

6Push-ups

1. Stelle zwei Kettlebells auf Schulterhöhe neben dich.

2. Umfasst sie mit den Händen und spanne den Bauch fest.

3. Nun kommst du in eine Liegestützposition. Du stützt dich nur auf den

Händen an den Kettlebells und den Fußspitzen ab.

4. Nun machst du in dieser Position Liegestütze.

Fortgeschrittene können dabei abwechselnd einen Arm samt Kettlebell vom

Boden abheben.

Beanspruchte Muskelgruppen: Arme, Bauch, Rücken

Schwierigkeitsgrad: mittel

Um langsam in ein Kettlebell-

Training einzusteigen und es zu

erlernen, ist es empfehlenswert,

mit leichten Gewichten zu beginnen.

Du solltest dich vorerst

auf die Ausführung und Technik

konzentrieren. Wenn du diese

sicher beherrschst, kannst du

auch beim Gewicht variieren.

Du kannst auch – je nach deinem

Trainingslevel - die oben

genannten Übungen durch Sätze

und Wiederholungen steigern.

Fotos: lordn / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion

AJOURE MAGAZIN SEITE: 50 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

7

Seitstütz

8

1. Setze dich hin und winkle die Beine an.

2. Lehne dich mit dem Oberkörper leicht nach

hinten.

3. Nun hebst du die Kettlebell abwechselnd zur

rechten und linken Seite, ohne sie dabei abzusetzen.

4. Auf Höhe deines Bauchs machst du immer eine

kurze Pause und hältst die Position.

Beanspruchte Muskelgruppen:

Bauch, Rücken, Arme

Schwierigkeitsgrad: mittel-schwer

1. Stelle eine Kettlebell auf Schulterhöhe vor dich auf den Boden.

2. Umfasse sie mit der linken Hand, streckt den Arm gerade durch, er

sollte sich direkt unter der Schulter befinden.

3. Spanne deinen Bauch fest an und hebe den Körper vom Boden ab.

4. Du stützt dich nur noch auf der linken Hand und den Fußaußenkanten

ab.

5. Halte diese Position so lange du kannst und wechsle anschließend

die Seiten.

Beanspruchte Muskelgruppen: seitliche Oberschenkelmuskulatur,

seitliche Bauchmuskulatur, Arme, Schultern

Schwierigkeitsgrad: mittel

Russian twist

9

Turkish Get Up

1. Du liegst auf dem Rücken und dein linkes Bein ist angewinkelt, das

rechte Bein ist gestreckt.

2. Nun drückst du die Kettlebell mit dem gestrecktem linken Arm nach

oben und richtest die Brustwirbelsäule auf.

3. Dann drehst du dich auf die andere Seite und verwendest den rechten

Arm als Unterstützung, um dich nach vorne in eine Ausfallschrittposition

zu bewegen.

4. Ziehe nun dein rechtes Bein unter der Hüfte durch, damit du dich

auf dem rechten Knie abstützen kannst. Dein Blick ist auf die Kettlebell

gerichtet.

5. Zum Schluss richtest du dich über das linke Knie langsam in den

Stand auf.

6. Nach einigen Wiederholungen wird der Arm gewechselt.

Beanspruchte Muskelgruppen: gesamter Körper

Schwierigkeitsgrad: schwer

10

1. Stelle dich hüftbreit hin. Dein Oberkörper ist gerade.

2. Nimm die Kettlebell mit dem linken Arm und halte ihn

an deiner linken Seite gestreckt.

3. Nun winkelst du den Arm an und bringst die Kettlebell

vor die Brust.

4. Anschließend denkst du deinen Arm wieder zurück in

die Ausgangsposition.

5. Die Spannung im Arm sollte immer erhalten bleiben.

Beanspruchte Muskelgruppen: Bizeps

Schwierigkeitsgrad: leicht

Bizeps Curl

AJOURE MAGAZIN SEITE: 51 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

10.000 Schritte am Tag:

Das geschieht mit deinem Körper

10.000 Schritte am Tag – so viel sollte jeder laut

WHO täglich gehen. In einer Gesellschaft, in der das

Sitzen aber immer mehr unseren Alltag einnimmt,

ist das gar nicht so einfach. Wer

jedoch sein allgemeines Wohlbefinden

verbessern möchte,

kommt um Bewegung nicht herum.

Deshalb gehen wir näher

auf die Empfehlung der WHO

ein und helfen dir dabei, wie du

dieses Ziel erreichen kannst.

Vielleicht fragst du dich gerade,

wer diese utopische Empfehlung eigentlich festgelegt

hat? Die Antwort darauf wird dich vermutlich

ebenso stutzig machen wie uns. Tatsächlich stammt

diese Zahl von einer japanischen Schrittzählerfirma

während einer Marketingkampagne im Jahr 1964.

Sie wurde anfangs rein willkürlich festgelegt, ohne

etwaige wissenschaftliche Untersuchungen.

Dennoch hat sich diese hohe Zahl

bis heute durchgesetzt und beeinflusst

nach wie vor die Medien.

Mittlerweile wird diese Festlegung

jedoch von unterschiedlichen Studien

unterstützt, wobei es aber

immer wieder zu Abweichungen

kommt. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass

dieses Ziel von nicht sportaffinen Menschen kaum

erreichbar ist.

Fotos: Siam / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion

AJOURE MAGAZIN SEITE: 52 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

Sport im Berufsalltag –

Ist das überhaupt möglich?

Eine berechtigte Frage, die sich viele Berufstätige

nach einer solchen Aussage

stellen. Wie soll es bei einem Ganztagsjob

überhaupt möglich sein, 10.000 Schritte zu

erreichen? Grundsätzlich sind die meisten

Menschen einfach froh, nach einem

anstrengenden Arbeitstag nach Hause zu

kommen und die Beine hochzulegen.

Andere wiederum möchten einfach den

restlichen Tag mit der Familie verbringen

und wieder andere gehören einfach nicht

zu der Sorte, die sich für Sport motivieren

kann. Wer sich zusätzlich noch ein schlechtes

Gewissen einredet, wieder keinen Sport

gemacht zu haben, tendiert nicht selten zu

Stress. Dieser Teufelskreis ist tückisch, aber

dennoch nicht unüberwindbar.

Gibt es ein minimales Ziel?

Experten raten solchen Menschen, sich ein

Ziel von mindestens 6.000 Schritten pro

Tag zu setzen. Wer jedoch trotzdem seine

Gesundheit nachhaltig verbessern will,

muss dennoch die 10.000 Schritte knacken.

Positive Auswirkungen durch Bewegung

Egal ob du nun mit einer kleineren Schrittzahl

beginnst oder dich sofort an die 10.000

Schritte wagst: Gehen macht nicht nur fit,

sondern sorgt zudem für eine Reihe positiver

Effekte. Du senkst nicht nur dein Risiko,

an Alzheimer, Krebs, Altersdiabetes

oder Osteoporose zu erkranken, du kannst

auch Stress reduzieren, Rückenschmerzen

lindern und sogar Depressionen verbessern.

Zusätzlich schläfst du bei ausreichender

Bewegung um einiges besser.

Ein weiterer positiver Aspekt des regelmäßigen

Gehens: Es können sogar andere

Sportarten damit ersetzt werden. Zudem

hat ausreichend Bewegung noch weitere

Effekte, die du nicht missen solltest:

1. Du wirst seltener krank

Wenn du regelmäßig um die 10.000 Schritte

machst, härtest du dich nicht nur ab,

sondern stärkst auch dein Immunsystem.

Gleichzeitig wird das Risiko, an einem

Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken,

minimiert.

2. Stärkeres Herz

Genügend Bewegung ist Voraussetzung für

ein gesundes und starkes Herz. Anders als

bei Leistungssportarten trainierst du dein

Herz nicht zu stark, sondern sanft. Wenn

du daher jeden Tag eine gewisse Anzahl an

Schritte – vorzugsweise 10.000 – machst,

wird dein Herz mit jedem Mal stärker.

3. Mehr Kreativität

Studien beweisen: Wer sich an der frischen

Luft bewegt, wird kreativer. Falls dich also

ein Problem belastet und dir einfach keine

Lösung in den Sinn kommt, könnte dir

vielleicht ein Spaziergang helfen. Du siehst

nicht nur alles gelassener, sondern kannst

zudem mit neuem Elan an die Sache herangehen.

4. Du fühlst dich besser

Bist du oft nervös und kannst nicht richtig

abschalten? Dann ist Gehen die ideale

Lösung für dich. Du kommst nicht nur auf

andere Gedanken, sondern kannst dich

auch besser entspannen. Lass einfach deine

Seele baumeln und du wirst schon bald

merken, wie sich deine Laune langsam verbessert.

5. Du nimmst ab

Jeder, der gerne ein paar Pfunde weniger

hätte, kommt um regelmäßige Bewegung

nicht drum herum. Wer jedoch nicht

stundenlang am Laufband hängen möchte,

kann bereits mit einem regelmäßigen Spaziergang

den überschüssigen Pfunden den

Kampf ansagen. Wenn du es noch dazu

schaffst, 10.000 Schritte zu machen, steht

einem schlanken Körper eigentlich nichts

mehr im Weg.

10.000 Schritte am Tag –

Wie schaffe ich das?

Zwar mag diese hohe Zahl am Anfang äußerst

erschreckend wirken, dennoch ist es

gar nicht so schwierig, mehr Bewegung in

den Alltag zu bringen.

1. Treppe statt Aufzug

Egal ob beruflich oder privat: Nimm die

Treppe! Das tut nicht nur deiner Figur gut,

sondern hilft dir auch dabei, auf die Anzahl

der notwendigen Schritte zu kommen.

2. Fahrrad vs. öffentliche

Verkehrsmittel

Natürlich hängt dieser Punkt stark davon

ab, wo du wohnst, aber wenn deine Arbeitsstelle

nicht zu weit entfernt ist, könntest

du dorthin auch mit dem Fahrrad fahren

oder zu Fuß gehen.

Willst du am Morgen oder nach Feierabend

nicht auf die Bequemlichkeit der

Öffis verzichten, kannst du trotzdem etwas

Gutes für deinen Körper tun und für den

Anfang ein oder zwei Stationen früher aussteigen.

Auf diese Weise startest du nicht

nur wacher in den Tag, sondern kannst

auch besser durchatmen und Stress abbauen.

3. Spaziergang während der

Mittagspause

Nutze deine wertvolle Mittagspause nicht

nur dafür, deine letzten Snacks zu verdrücken,

sondern lege einen kurzen Spaziergang

ein. Dieser muss auch nicht immer

gleichlang sein – Hauptsache, du bewegst

dich.

4. Verabrede dich mit Bekannten zum

täglichen Spaziergang

Zusammen ist es einfacher als alleine. Zusätzlich

vergeht die Zeit schneller und es ist

nicht ganz so langweilig, als alleine durch

die Wälder zu schlendern. Bereits einmal

in der Woche kann ein solches Treffen dabei

helfen, die eigene Gesundheit zu verbessern.

5. Stepper vor dem Fernseher

Wenn du keine Lust hast, spazieren zu gehen,

kannst du dir auch einen Stepper besorgen.

Diesen platzierst du ganz einfach

vor dem Fernseher. Mit dieser Ablenkung

vergeht nicht nur die Zeit schneller, du

machst vielleicht sogar mehr Schritte, weil

du auf die Uhrzeit vergisst.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 53 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

KICK IT:

DAS ERWARTET DICH IN

EINER KUNG FU STUNDE

Immer mehr schwappt die Welle

der chinesischen Kampfkünste

zu uns rüber, die uns bereits

seit vielen Jahren begleitet. So

kennt wohl jeder die spektakulären

Kampfszenen aus Jackie

Chan-Filmen und kann mit

dem Begriff Kung Fu etwas anfangen.

Doch was auf der Kinoleinwand

so einfach aussieht,

ist in Wahrheit ein hartes Stück

Arbeit. Genauso kann man den

Begriff „Kung Fu“ auch übersetzen.

Es gehört viel Disziplin

dazu und ist ein ziemliches

Stück Arbeit, um ein wahrhaftiger

Meister des Kung Fu zu

werden.

Kung Fu für mehr

Lebensqualität

Dieser Kampfsport schult den

gesamten Körper und ist eine

ausbalancierte Mischung aus

Kraft und sanfter Bewegung.

Technik und Schnelligkeit gehen

Hand in Hand mit Stärke,

Präzision und Ausdauer. Körper

und Geist im Fokus bereitet

dich Kung Fu darauf vor, dich

bei Gefahren selbst zu schützen.

Es gibt dir neue Energie und

verbessert dein Körperbewusstsein

nachhaltig. Gewappnet

mit einer effizienten Methode

der Selbstverteidigung steigert

es dein Selbstbewusstsein und

lässt dich gestärkt durch die

Welt marschieren.

Von nichts kommt nichts

Jeder noch so kleine Muskel in

deinem Körper wird beim Training

mobilisiert. Es bringt dich

an deine Grenzen und zeigt dir,

wozu du fähig bist. Wer genügend

Willensstärke zeigt, kann

es im Kung Fu weit bringen.

Doch vordergründig geht es

bei diesem Kampfsport nicht

um Wettbewerbe. Im Mittelpunkt

stehst du und dein Körper.

Kung Fu zeigt dir deine

Schwachstellen und stellt dich

selbst auf die Probe. Im Kampf

gegen dich selbst besiegt du deinen

Schweinehund. Bequemlichkeit

und Faulheit haben bei

diesem Sport nichts verloren. Er

wird dir zeigen, wie viel Spaß

Bewegung macht und dich zu

neuen Höhen aufsteigen lassen.

Egal wie jung oder alt, wie athletisch

oder unsportlich du bist

- mit dieser Kampfkunst wirst

du das Beste aus dir herausholen.

Du wirst Blut und Wasser

schwitzen und es wird dir gefallen.

Was dich erwartet

Mit der Grußformel „Amitoufou“

startet der Meister seine

Stunde. Ein Ausdruck des Respektes

vor dir, der Welt und

der Kampfkunst. Diese gibt dir

die Kraft für das Kommende

und bereitet dich vor. Der Kung

Fu-Meister wird Shifu genannt.

Übersetzt bedeutet es so viel

Lehrer oder Vater. Er wird dir

die nötige Haltung und Respekt

beibringen und dir die Werte

von Freundschaft und Herzlichkeit

vermitteln. Der Shifu

bereitet seine Schüler auf ein

gutes und fröhliches Leben vor

und sorgt dafür, dass sie zu guten

Menschen herangezogen

Fotos: serhiibobyk / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 54 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

werden. Du siehst also, dass

auch die innere Einstellung ein

existenzieller Teil der Kung Fu-

Kunst ist.

Das Warm-up

Das Training beginnt mit intensiven

Atemübungen. Durch

das tiefe in den Bauch atmen

wird dein Geist für die folgenden

Übungen geöffnet. Mental

hochkonzentriert geht es weiter

mit Dehnübungen. Zuerst die

Hüften, dann die Knie, Arme

und der restliche Körper. Diese

einfachen Übungen lockern

deine Muskeln und Sehnen auf

und helfen dir gleichzeitig, die

verschiedenen Bewegungsabläufe

zu verinnerlichen. Schon

dabei zeigt sich, dass Kung Fu

nichts für schwache Gemüter

ist. Minutenlang in überdehnten

Positionen wirst du an deine

Schmerzgrenzen kommen

und diese überwinden müssen.

Weiter geht es mit Kickübungen

und Kampfformen. Stetig

werden diese wiederholt und

eingeprägt. Sie sind ein wichtiges

Standbein für das erfolgreiche

Anwenden des Kung Fu in

Verteidigungssituationen. Selbst

im Schlaf wirst du diese abrufen

können.

Auge um Auge, Zahn um Zahn

Paarweise aufgereiht trainierst

du unter Anleitung verschiedene

Angriff- und Abwehrtechniken.

Du musst deine gesamten

Kraftreserven mobilisieren, um

mithalten zu können. Dabei

geht es alles andere als zimperlich

zur Sache. Austeilen und

einstecken können lautet hier

die Devise. Immer und immer

wieder werden die Bewegungen

in Kampfsimulationen erprobt

und verbessert. Angriff und

Verteidigung stehen auf dem

Plan. Stabilisierung des Körpers

während einer Attacke, das Vorausschauen

der gegnerischen

Bewegung für die Abwehr. Alle

diese Punkte werden nun nach

und nach abgearbeitet, wiederholt,

vertieft. Immer routinierter

wirst du die Übungen

ausführen können und immer

erfolgreicher wirst du diese bewältigen.

Du wirst lernen den Schmerz

zu ertragen und härtest so deinen

gesamten Körper nach und

nach immer weiter ab. Deine

körperlichen Schwachstellen

verschwinden und zurückbleibt

ein gefestigter Körper, der für

jede Gefahrensituation gewappnet

ist. Deine Selbstsicherheit

wächst unaufhörlich und du

wirst von diesem Gefühl profitieren

und als neuer Mensch

in der Gesellschaft ankommen.

Deine Eleganz und Ausstrahlung

werden sich immer weiter

ins Positive verbessern. Dein

Umfeld wird dich kaum wiedererkennen.

Entspannter Ausklang

Nach dem anstrengenden Teil

folgt das „cool down“. Erneut

folgen Atem- und Dehnübungen.

Die Energie sammelt sich

und du kommst zur Ruhe. Du

lässt das Gelernte Revue passieren

und reflektierst das Training

ganz genau. Mit dem Respektgruß

wird das Training beendet.

Leichte Blessuren sind durchaus

möglich und zeigen den Erfolg

der Trainingseinheit an. Du

wirst merken, wie viel du und

dein Körper geleistet haben.

Schon nach der ersten Stunde

wirst du wertvolle Tipps für deinen

Alltag mitnehmen. Kung

Fu wird dich mitreißen wie eine

Droge, von der man nicht genug

haben kann.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 55 | SEPTEMBER 2019


FITNESS

mit Ajouré

Gesund

und Fit bleiben

Interviews

Sport

ernährung

AJOURÉ

www.ajoure.de

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FOOD


AJOURE / FOOD

Süßkartoffel vs. Kartoffel

Welche ist gesünder?

Soll ich zur farbenprächtigen Trendknolle oder doch zum

erdfarbenen Klassiker greifen? In nahezu jedem Supermarkt

hast du inzwischen die Wahl zwischen der derzeit besonders

angesagten Süßkartoffel und der altbekannten Kartoffel.

Doch was hat die länglich geformte, rötliche Namensvetterin

unseres altbewährten Erdapfels wirklich zu bieten? Wer hat

in Bezug auf Nährstoffe, Vitamine und Mineralien die Nase

vorn? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt

und erklären, wann du am besten zu welcher Variante greifst.

Süßkartoffel und Kartoffel -

zwei botanisch Fremde mit ähnlichem Namen

Beide Pflanzen stammen aus Südamerika, beide werden mittlerweile

mit Erfolg in Deutschland angebaut - und doch gehören

Süßkartoffel und Kartoffel botanisch betrachtet nicht

einmal der gleichen Familie an.

Fotos: pinkyone; kab-vision / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 58 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen, während

die Süßkartoffel unter die Familie der Windengewächse

fällt. In einem Atemzug genannt werden die beiden

Sorten dennoch aus gutem Grund. Sie ähneln sich nicht

nur in der äußeren Form, sondern lassen sich auch in der

Küche vergleichbar einsetzen. Um den Gesundheitswert

der Lebensmittel vergleichen zu können, hilft allerdings

der Blick auf die Inhaltsstoffe - und hier werden weitere

Unterschiede offenkundig.

Nährstoffzusammensetzung -

Schlankmacher versus Kraftpakt?

Vornweg das Wichtigste für alle, die ihre Figur im Blick

behalten wollen: Beide Sorten enthalten wenig Fett und

haben im Vergleich zu anderen typischen Beilagen wenig

Kalorien. Beim Fettgehalt hat dabei die Süßkartoffel knapp

die Nase vorn, während die Kartoffel beim Kaloriengehalt

Punkte sammeln kann. Doch zu den nackten Zahlen: Die

Süßkartoffel bringt es je 100 g auf nur 0,1 g Fett und circa

108 Kalorien. Unsere vertraute Bekannte kommt hingegen

mit 0,3 g Fett und circa 80 Kalorien noch etwas figurfreundlicher

daher. Die Unterschiede im Kaloriengehalt

lassen sich mit den enthaltenen Kohlenhydraten erklären.

Süßkartoffeln bestehen zu 20 % aus Kohlenhydraten und

enthalten je 100 g 4 g Zucker. Kartoffeln haben demgegenüber

nur 14 % Kohlenhydrate und enthalten weniger als

einen Gramm Zucker.

Du hattest die Kartoffel bislang eher als Dickmacher abgespeichert

und bist überrascht über ihren - wenn auch

knappen - Sieg? Der Mythos lässt sich mit den häufigsten

Zubereitungsarten erklären. In der Fritteuse oder in heißem

Fett gebraten sind sowohl Kartoffeln als auch Süßkartoffeln

alles andere als kalorienarme Schlankmacher.

Hältst du dich hingegen an fettsparende Garmethoden,

sind beide Sorten ein hervorragender Kraftspender für

deinen gesundheitsbewussten Alltag.

Vitamine und Mineralien - gesunde Inhaltsstoffe für

strahlende Schönheit

Kalzium und Magnesium haben zunächst einmal beide

Sorten in etwa gleicher Menge zu bieten. Unterschiede

gibt es allerdings bei den einzelnen Vitaminen und weiteren

Mineralstoffen.

Ein Blick ins Innere der Süßkartoffel

Mit ihrem höheren Gehalt an den Vitaminen A, C und

E gilt die Süßkartoffel als wahrer Jungbrunnen, der als

sanftes Anti-Aging-Mittel wirkt. Schon an der auffälligen

Farbe wird zudem ein weiterer Inhaltsstoff mit wertvollen

Eigenschaften für unsere Gesundheit deutlich. Die Farbe

kommt durch den hohen Gehalt an Carotinoiden und

dabei vor allem Beta-Carotin zustande. Diese Stoffe wirken

als Antioxidantien und können damit nach aktuellen

Studien verschiedenen Krankheiten von Krebs bis hin zu

Herz-Kreislauf-Beschwerden oder gar Alzheimer vorbeugen.

In Kombination mit weiteren enthaltenen sekundären

Pflanzenstoffen wirkt die Süßkartoffel zellschützend und

unterstützt ein strahlendes, jugendliches Erscheinungsbild.

Hinzu kommt nicht zuletzt die positive Wirkung der

Pflanzenstoffe auf den Blutzuckerspiegel. Nach neusten

wissenschaftlichen Erkenntnissen fördern sie die Verwertung

des vom Körper produzierten Insulins und tragen außerdem

zum schnellen Transport des Zuckers in die Zellen

bei. Auf diese Weise wird die Bauchspeicheldrüse entlastet

und der Blutzuckerspiegel steigt nach der Mahlzeit langsamer

an.

Kann die Kartoffel da mithalten?

Betrachtest du den Vitamingehalt, sieht es zunächst

schlecht für die Kartoffel aus. Sie enthält die genannten

wertvollen Vitamine in weitaus geringerer Menge. Doch

vorschnell abschreiben solltest du sie dennoch auf keinen

Fall. Denn ihre Stärken liegen im Bereich der Mineralien.

Kartoffeln liefern zum einen jede Menge wertvolle Folsäure,

die der Körper für die Zellteilung und zur Blutbildung

benötigt. Gerade in der Schwangerschaft solltest du darauf

achten, ausreichend Folsäure zu dir zu nehmen - und hast

mit der Kartoffel genau das richtige Lebensmittel dafür gefunden.

Doch damit nicht genug. Zum anderen kann die Kartoffel

auch bei den Mineralien Kalium, Eisen und Phosphor

punkten. Von diesen unter anderem ebenfalls für die Blutbildung

und zudem für den Knochenaufbau wichtigen

Stoffe stecken in der Kartoffel weit mehr als in der Süßkartoffel.

Darüber hinaus schafft es die Kartoffel bei einem

Vitamin nach oben aufs Treppchen. In Sachen Vitamin B

sieht die Süßkartoffel gegenüber der Kartoffel alt aus.

In der Küche - Einsatzmöglichkeiten im Überblick

Ob du die Süßkartoffel oder doch die klassische Kartoffel

auf den Teller bringst, hängt bei allem Gesundheitsbewusstsein

selbstverständlich auch von ihren Zubereitungsmöglichkeiten

und ihrem Geschmack ab. Zwei wesentliche

Unterschiede solltest du dabei im Blick behalten. Wie es

der Name schon vermuten lässt, schmeckt die Süßkartoffel

zum einen etwas süßer als die Kartoffel. Bei der Zubereitung

kannst du zum anderen einen klaren Vorteil der Süßkartoffel

nutzen: Sie lässt sich im Gegensatz zur Kartoffel

auch roh verzehren. Ansonsten hast du bei beiden Sorten

aber prinzipiell die freie Wahl. Sowohl klassisch gekocht

als auch in diversen Gerichten verarbeitet zeigen sowohl

Kartoffel als auch Süßkartoffel, was ihn ihnen steckt.

Süßkartoffel oder Kartoffel? Ein Fazit

Bleibt noch die Ausgangsfrage: Wer macht nun das Rennen

um die Gesundheit? Wie so oft lässt sich diese Frage

nicht eindeutig beantworten. Beide Sorten liefern bei

einem vergleichsweise geringen Kaloriengehalt wertvolle

Energie, halten lange satt und besitzen wertvolle Inhaltsstoffe,

die unseren Körper positiv beeinflussen. Experten

raten daher dazu, beiden Sorten einen festen Platz im Speiseplan

einzuräumen und die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten

im vollen Umfang auszuschöpfen. Vorsicht

ist für Figurbewusste allerdings bei beiden Sorten in Kombination

mit Fett geboten. Im Ofen gegart oder gekocht

bereichern Süßkartoffeln und Kartoffeln deine Ernährung

auf wohlschmeckende Art und Weise.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 59 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Koffeinfrei

so wirst du morgens ohne Kaffee wach

Der Wecker klingelt, die Augen sind klein und das Gefühl

purer Müdigkeit will einfach nicht weichen - jetzt erst mal zur

Kaffeemaschine. Für viele ist die Aussicht auf eine ordentlich

große Tasse Kaffee die einzige, die für das Verlassen des weichen

und warmen Betts entschädigt. Wäre das auch deine erste

Option für den Morgen eines gewöhnlichen Werktags?

Überlege dir das lieber noch einmal - denn der Kaffee, der am

frühen Morgen einen Energieschub zu geben scheint und der

im Winter zudem herrlich Hände und Magen wärmt, ist nicht

unbedingt ein guter Wachmacher.

Warum ist Kaffee so gar nicht ideal für

den Start in den Morgen?

2-3 Tassen Kaffee pro Tag - das ist der durchschnittliche

Konsum von vielen Menschen jeden Tag. Viele schätzen das

enthaltene Koffein, das subjektiv gefühlt wacher machen und

die Müdigkeit vertreiben soll. Doch genau diese Substanz hat

auch negative Auswirkungen. Erhöhter Blutdruck kann Menschen,

die diesbezüglich vorbelastet sind, schaden, da das Herz und der

Kreislauf nach dem Konsum stärker belastet werden. Zudem wirkt

Koffein harntreibend - und das besonders bei empfindlichen Blasen.

Die Wirkung lässt außerdem nach einer Zeit nach, die Dosis muss

also erhöht werden, was wiederum den Puls und Herzschlag in die

Höhe treibt. Wir zeigen dir andere fünf Wege, wie du morgens auch

ohne Kaffee wach wirst und Energie für den Tag tankst!

Alternativen für die tägliche Dosis Kaffee - so startest du richtig in

deinen Tag

1. Ingwertee - ein würdiger Ersatz

Wer am Morgen eine „heißen Schubs“ braucht und vor allem im

Winter eine warme Tasse eines Getränks liebt, wird mit Ingwertee

fündig. Die braune Knolle aus Asien enthält viele wertvolle

Elemente, wie zum Beispiel Kupfer, Zink, Borneo oder Gingerole.

Letztere sorgen für den typisch scharfen Geschmack und haben

Fotos: annaileish; Chinnapong / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 60 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FOOD

eine antibakterielle Wirkung - damit

sagst du vor allem an nassen und kalten

Tagen Erkältungsviren den Kampf an!

Zink und Vitamin C stärken zusätzlich

den Immunsystem und schmecken

kann die Knolle sogar auch. Ein wenig

echter Bienenhonig mildert den

durchdringenden Geschmack und

verleiht dem Gebräu eine Süße - der

ideale Start in den Tag, oder?

2. Ein ausgewogenes Frühstück

Zugegeben, diese Anregung klingt

nicht gerade nach dem innovativsten

Super-Tipp, hat jedoch ihre absolute

Berechtigung. Ein ausgewogenes und

leckeres Frühstück ist einer der besten

Muntermacher überhaupt, denn

Kreislauf und Stoffwechsel bekommen

nach der Nacht neue Energie. Das ist

mit ein wenig Aufwand verbunden, je

nach Job oder Vorlesungsbeginn ist ein

pikantes Rühr- oder Spiegelei mit sanft

geröstetem Vollkornbrot und einem

leckeren Gemüseaufstrich nicht die

schnellste Option am Morgen. Doch

wer suchet der findet - bereite dir dein

Lieblingsfrühstück einfach schon am

Abend zuvor zu! Bestens dafür geeignet

sind Oat-Meals. Das sind Haferflocken

in gemahlener oder grob zerkleinerter

Form, die mit Joghurt, Quark, Milch

und Obst angereichert werden und

über Nacht quellen. Dieses Frühstück

ist dank der vielen Ballaststoffe und

Vitamine besonders sanft zu deinem

Magen - und auf jeden Fall kein

Pulstreiber wie Koffein!

3. Ein eiskalter Schauer ...

Diese Möglichkeit für den schnellen

Adrenalin-Schub, der dich garantiert

aufweckt, ist vielleicht nichts für zarte

Gemüter. Eine kalte Dusche gibt dir auf

jeden Fall Energie und das innerhalb

weniger Sekunden. Der Grund: Das

Gehirn reagiert blitzschnell auf die

unangenehmen „Weckruf “, auch wenn

es sich noch in den ersten Minuten nach

dem Aufstehen im Halbschlaf befindet.

Durch den kurzen Temperatursturz

wird die Gehirnregion aktiviert, die mit

der Wachsamkeit betraut ist - und das

spürst du sofort. Dabei muss es nicht

sofort die sibirische Version sein, bei

der der Wasserhahn bis zum Anschlag

nach rechts gedreht wird. Steigere dich

ruhig langsam und versetze dir beim

ersten Mal keinen überdimensionalen

Kälteschock, schließlich soll der

Tag ja gut beginnen. Kalte Duschen

jedoch stärken deinen Kreislauf und

tragen langfristig zu einem guten

Immunsystem bei - eine überaus

positive Begleiterscheinung!

4. Drink me, baby ...

Trinken ist wichtig, das wusstest

du bestimmt schon vor diesem

Artikel. Doch wusstest du auch,

dass Flüssigkeitszufuhr am Morgen

besonders positiv wirkt? Durch

nächtliches Schwitzen (nicht nur im

Sommer) und den Giftabbau mit

anschließendem Ausscheiden verliert

dein Körper Wasser und Elektrolyte.

Da wir jedoch zu rund 90 Prozent aus

Wasser bestehen, ist es immens wichtig,

diesen Verlust der letzten 7 - 9 Stunden

wieder auszugleichen. Beginne deshalb

den Morgen mit einem neuen Ritual

und nimm ein großes Glas Wasser zu dir.

Ein wenig frischgepresster Zitronensaft

gibt ihm einen Frischekick, zusätzlich

kannst du selbst geerntete Minzblätter

zerpflücken und kurz ziehen lassen. Die

Zitrone verschafft dir nicht nur einen

angenehmen Geschmack im Mund,

sondern regt auch zusammen mit

dem Wasser die Verdauung und den

Stoffwechsel an.

5. Dehnen und Gymnastik

Der letzte goldene Tipp für deinen Wach-

Kick in der Frühe: Bewegung. Keine

Angst, das ist nicht zwingenderweise

die ausgedehnte Laufrunde zum

nächstgelegenen See. Auch in Form

von Yoga, Tai-Chi oder schlichten

Dehnübungen kannst du deinen Körper

am Morgen aufwecken und den Herz-

Kreislauf so richtig in Schwung bringen.

Dein Puls wird durch Bewegung

aktiviert und sendet diese Signale an

die restlichen Synapsen in deinem

Organismus. Angenehmer Nebeneffekt:

Deine Muskeln erhalten gleich zu

Beginn eine ausgedehnte Auflockerung

und entkrampfen sich. Besonders bei

einer nicht perfekt ergonomischen

Matratze kann es manchmal zu

Verspannungen an Nacken oder Rücken

kommen. Mehr oder weniger sanfte

Sportübungen - es reichen auch schon

10 Minuten - schaffen hier Abhilfe und

schicken dich auf jeden Fall mit einem

guten Gefühl in den Tag. Musik verleiht

zusätzliche Motivation und hebt noch

einmal mehr die Laune - let‘s go!

Fazit

Ob Ingwertee, (Eis-)Dusche, ein

gesundes leckeres Frühstück oder Yoga

- es gibt viele Wege, wie du am Morgen

wach werden kannst, ohne zwingend

Kaffee zu konsumieren. Entdecke

den besten Weg für dich persönlich

und schaffe dir deine ganz eigene

Morgenroutine.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 61 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Tipps

für deinen

nächsten

Einkauf

SO SPARST DU BEI LEBENSMITTELN GELD

Im Supermarkt betören dich Sonderangebote, bunte Verpackungen

und appetitliche Präsentationen – und schon landet mehr

in deinem Einkaufswagen, als du dir eigentlich vorgenommen

hast. Damit du den Versuchungen leichter widerstehen kannst,

haben wir dir einige Tipps zusammengestellt. So kannst du beim

Einkaufen Geld sparen!

Nicht nur auf Augenhöhe suchen

In Supermarktregalen ist es nicht dem Zufall überlassen, wo ein

Produkt platziert wird. Günstige Produkte findest du oft unten

oder ganz oben im Regal. Auf Augenhöhe befinden sich hinge-

gen häufig Produkte, die teurer sind, zum Beispiel Markenartikel. Deshalb

lohnt es sich, wenn du wirklich alle Preise mit dem Blick scannst und nicht

das Erstbeste nimmst, das dir ins Auge sticht.

Eigene Beutel und Gemüsenetze mitbringen

Gewöhne dir an, immer einen Beutel in der Handtasche oder im Auto aufzubewahren,

um auch für spontane Einkäufe gewappnet zu sein. Eine Tüte

kostet zwar nicht die Welt, doch die Beträge summieren sich. Zusätzliche

Gemüsenetze – die teilweise auch kostenpflichtig werden sollen – helfen dir

zudem, Plastik zu sparen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 62 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Keine Angst vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum!

Das Preisgedächtnis trainieren

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Verbrauchsdatum,

sondern garantiert nur eine bestimmte Beschaffenheit des Produkts.

Viele Supermärkte verkaufen Waren, deren MHD bald abläuft, jedoch

günstiger. Entsprechende Schnäppchen sind oft mit einem

bunten Preisschild markiert. Einige Discounter präsentieren solche

Waren auch in einer eigenen Kiste, zum Beispiel im Kühlregal.

Den Zustand von Obst und Gemüse überprüfen

Obst und Gemüse tragen kein Mindesthaltbarkeitsdatum, das dir

die Orientierung erleichtern könnte. Die Qualität, Haltbarkeit

und Reife des Produkts kannst du jedoch mithilfe deiner Sinne

einschätzen. Kondenswasser, das sich innerhalb einer Plastikverpackung

sammelt, kann kritisch sein – denn das feuchte Milieu

begünstigt die Entstehung von Schimmel. Loses Obst und Gemüse

bietet hingegen den Vorteil, dass du dir einzelne Früchte bzw.

Gemüse-Artikel aussuchen kannst, du noch richtig frisch sind.

Außerdem kannst du bei losen Artikeln genau so viel kaufen, wie

du verbrauchst. Wenn zum Beispiel von einem Dreierpack Paprika

immer eine verschimmelt, bevor du sie essen kannst, solltest du

ausrechnen, ob zwei lose Paprika nicht günstiger sind.

Einkaufszettel vorbereiten

Versuche, dir die Preise in verschiedenen Läden zu merken. Grundnahrungsmittel

kosten in vielen Geschäften gleichviel, doch hier und

da können Unterschiede auftreten. Manchmal passen die Supermärkte

die Preise an – aber nicht genau gleichzeitig. Dadurch entsteht

mitunter eine Übergangsphase, in der zum Beispiel Haferflocken bei

einer Supermarkt-Kette schon teurer sind, während die Preise bei einem

anderen erst etwas später anziehen. Indem du den Preisen von

einzelnen Produkten, die du häufig kaufst, Beachtung schenkst, können

dir solche Veränderungen auffallen.

Preise vergleichen – aber richtig!

Vielleicht erinnerst du dich noch an die Rechenaufgaben aus deiner

Grundschulzeit, für die du Preise miteinander vergleichen musstest.

Wenn du beim Einkaufen Geld sparen möchtest, lohnt es sich, diese

Fähigkeit wiederzubeleben. Achte auf den Preis pro Kilogramm oder

pro Liter, wenn du verschiedene Sorten von Nudeln, Duschgel und

anderen Waren vergleichst. Bei Waschmittel und ähnlichen Produkten

solltest du zudem die Verbrauchsmenge beachten. Auf dem Preisschild

von Waschmittel findest du deshalb oft die Angabe, wie viel ein

solches Produkt pro Waschladung kostet.

Coupons und Punkte sammeln

Fotos: Gorodenkoff; haushe / stock.adobe.com

Ein Einkaufszettel hilft dir dabei, dich nicht von Angeboten verführen

zu lassen. Schreibe dir in Ruhe auf, was du wirklich brauchst

– und halte dich im Laden daran. Einige Punkte sind allerdings

verhandelbar: Welches Gemüse gerade besonders günstig ist, kann

sich schnell ändern. Für mehr Flexibilität kannst du also Punkte

wie „Gemüse“ offenlassen und dich im Geschäft für das günstigste

Angebot entscheiden.

Planung: Angebote sichten

Viele Supermärkte und Discounter veröffentlichen vorab, welche

Produkte sie demnächst besonders preiswert anbieten. Entsprechende

Informationen findest du meistens auch online. Dieses Wissen

kannst du nutzen, um deine Einkaufsliste zu schreiben. Achte

jedoch darauf, dich auch beim Lesen der Angebote nicht verführen

zu lassen! Manche Discounter wiederholen ihre Preisaktionen in

bestimmten Abständen: Saisonale Artikel kehren oft ein Jahr später

in ähnlicher Form wieder, wenn sie sich gut verkauft haben. Bei anderen

Produkten können die Abstände durchaus kürzer sein, zum

Beispiel bei Preisaktionen für zeitlose Süßigkeiten.

Verarbeitete Produkte sind oft teurer

Häufig kannst du durch Selbermachen Geld sparen. Fertiggerichte

zu kaufen, ist meistens teurer als das Essen selbst zuzubereiten –

auch, wenn der Preis für eine Portion Instant-Nudeln auf den ersten

Blick günstig erscheint. Das gilt sowohl für Mahlzeiten zum

Aufwärmen als auch für Sandwiches & Co. Unter der Marinade von

abgepacktem Fleisch kannst du zudem nicht erkennen, in welchem

Zustand sich die Ware befindet.

Manchmal findest du auf dem letzten Kassenzettel, in einem Werbeprospekt

oder im Internet Coupons, mit denen du bei deinem nächsten

Einkauf Geld sparen kannst. Häufig bezieht sich ein solcher Preisnachlass

allerdings nur auf ein bestimmtes Produkt. In diesem Fall

solltest du dich zuerst fragen, ob du das Produkt überhaupt benötigst

oder ob es nicht Alternativen gibt, die sogar ohne Coupon noch günstiger

sind. Neben Coupons bieten Payback-, Treuepunkte & Co. die

Möglichkeit, an Prämien zu gelangen oder anderen Belohnungen zu

erhalten.

Nicht auf Marken achten

Für viele Markenprodukte findest du Alternativen, die deutlich

günstiger sind als das Original. Eigenmarken von Drogerien und

Supermärkten bieten dir oft eine Auswahl von Basic-Produkten wie

Körperpflegeprodukte und Grundnahrungsmittel, die ihren Zweck

vollauf erfüllen und dabei auch noch preiswert sind.

Den richtigen Moment abpassen

Wenn du hungrig einkaufst, gehst du das Risiko ein,

mehr zu kaufen als du beabsichtigt hast. Deshalb

solltest du ein Geschäft am besten dann betreten,

wenn du satt bist. Auch deine Stimmung kann

sich auf dein Einkaufsverhalten auswirken.

Neigst du zum Frust-Shopping? Dann

hinterfrage deine Kaufentscheidungen

in solchen Situationen besonders

gründlich.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 63 | SEPTEMBER 2019


Foto: treenabeena / stock.adobe.com


MENSCHEN

Und

PERSÖNLICHKEITEN

&

noch mehr interviews

unter

AJOURE.DE/PEOPLE

Foto: Manuel Cortez


Foto: Rido / stock.adobe.com

TRAVEL

AJOURE MAGAZIN SEITE: 67 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

6 GUTE GRÜNDE FÜR EINEN

HERBSTTRIP AN DIE OSTSEE

Die Ostseeküste Deutschlands ist in den Sommermonaten ein

beliebtes und sehr gut besuchtes Reiseziel für viele Urlauber bundesweit.

Die weitläufigen Sandstrände, das kühle, strahlend blaue

Meer und unzählige gemütliche Restaurants laden zum Verweilen,

Entspannen, Baden und Kraft tanken ein. Wer bereits einmal einen

Ausflug an die Ostsee im Hochsommer unternommen hat, der

weiß, dass es hier schnell ganz schön voll werden kann.

Für viele deutsche Bundesländer ist der Anfahrtsweg an die Ostseeküste

mit dem PKW relativ kurz. Aus diesem Grund entscheiden

sich viele Menschen, besonders an den Wochenenden oder in

der Ferienzeit, ganz spontan für einen Trip ans Meer. Deshalb wird

es dort schnell ziemlich voll. Wenn du deinen Ostseetrip wirklich

genießen möchtest, solltest du daher nicht im Sommer, sondern

unbedingt im Herbst die Küste bereisen. Nachstehend haben wir

sechs wirklich gute Gründe für dich zusammengestellt, warum

sich ein Ausflug an die Ostsee im Herbst für dich so richtig lohnt.

1. Farbenspiele des Herbstes

Wenn der Herbst langsam beginnt, die Sommerferien längst vorüber

sind und auch die letzten Sonnenanbeter die Strände verlassen

haben, beginnt an der Ostseeküste die schönste Zeit des Jahres.

Die bunt gefärbten Blätter an den Bäumen tauchen die Landschaft

um die wunderschöne Küste herum in ein leuchtendes Farbenspiel.

Hinzu kommen die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen, die auf

das ruhige, idyllische Meer hinabstrahlen. Unzählige Farbtöne

sind durch dieses Naturspektakel zu erkennen und du wirst dich

wie in einer anderen Welt fühlen. Eine solche natürliche Schönheit

muss man einfach einmal gesehen haben. Und das Beste daran:

Die atemberaubende Umgebung kannst du ohne jede Hektik genießen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 68 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Fotos: marcus_hofmann; contrastwerkstatt; pixs.sell / stock.adobe.com

2. Die Preise sinken

In der Hauptsaison können die Preise für Unterkünfte an der Ostseeküste

rasant in die Höhe steigen. Bereits für ein verlängertes

Wochenende wird man hier schnell mehrere hunderte Euro los.

Zudem sind viele gute Hotels bereits lange im Voraus ausgebucht,

sodass man häufig auf noch teurere Alternativen zurückgreifen

muss. Im Herbst läuten die Hotels und Pensionen jedoch offiziell

die Nebensaison ein. Dies hat zur Folge, dass die Preise enorm sinken.

Als Urlauber im Herbst kannst du daher nicht nur bares Geld

bei der Buchung einer Unterkunft für deinen Trip sparen, sondern

hast zudem auch die Möglichkeit, zwischen vielen freien Zimmer

in ganz unterschiedlichen Hotels zu wählen.

3. Stau und stockenden Verkehr umgehen

Durch den enormen Andrang in den Sommermonaten herrscht

auf den Autobahnen, die Richtung Küsten führen, oftmals Stillstand.

Die Straßen sind völlig überfüllt und es kommt zu lästigen

Verkehrsbehinderungen und Staus. Wenn du dich nicht bereits

vor Sonnenaufgang oder aber spät am Abend auf den Weg machst,

musst du mit langen Fahrtwegen rechnen. Dies kann dir bereits vor

Ankunft ordentlich die Laune verderben und kostet dich wertvolle

Zeit, die du normalerweise bereits am Strand verbringen könntest.

Entscheidest du dich jedoch für eine Reise in den Herbstmonaten,

sind die Autobahnen frei und du kommst deutlich schneller ans

Ziel.

4. Ruhe genießen und entspannen

Die turbulenten Sommermonate bringen unzählige Touristen an

die Strände der Ostsee. Oftmals sind diese so überlaufen und überfüllt,

dass von Ruhe und Entspannung keine Rede mehr sein kann.

Ein Handtuch liegt dicht neben den nächsten. An etwas Privatsphäre

oder Bewegungsfreiheit ist da nicht einmal zu denken. Im Herbst

hingegen sind die weitläufigen Strände wie leergefegt. Erholsame

Strandspaziergänge, bei denen du einfach einmal die Seele baumeln

lassen kannst, sind somit möglich.

Auch in den umliegenden Restaurants und Gaststätten sind keine

Tischreservierungen von Nöten. Du kannst dich ganz spontan in

einem gemütlichen Restaurant niederlassen und köstliche, frisch

zubereitete Spezialitäten des Nordens genießen. Es herrscht kein

hektischer Hochbetrieb mehr, sondern eine gesellige und ruhige

Atmosphäre. Hektik und Alltagsstress sind mit einem Mal vergessen.

5. Erfolgreiche Bernsteinsuche

Bernstein gilt nach wie vor als beliebtestes Urlaubssouvenir der

Ostseeküste. Nur selten gelingt es Touristen jedoch in der Realität

einen solchen zu finden. In den Herbstmonaten erhöht sich die

Chance, ein wertvolles Schmuckstück zu finden, allerdings enorm.

Dies ist auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Durch

stürmische Tage wird der Meeresboden ordentlich aufgewirbelt.

Hierbei werden immer wieder wunderschöne und heiß begehrte

Bernsteine an die Strände gespült. Es lohnt sich daher, beim Spazieren

gehen die Augen offen zu halten

6. Neue Seiten des Küstenlebens entdecken

Während der Hochsaison sind die vielen kleinen Küstenorte für die

meisten Besucher zweitrangig. An erster Stelle wollen alle Urlauber

sich am Strand vergnügen, im Meer für etwas Abkühlung sorgen

und ordentlich Sonne tanken. In der Nebensaison hingegen bieten

sich völlig neue Möglichkeiten für Touristen, um die Ostseeküste

von einer anderen Perspektive aus zu entdecken.

Zum einen ist es in der Nebensaison möglich, die verschiedenen

Küstenorte zu besuchen und etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Außerdem besteht die Option, mit einem regionalen Fischer

raus aufs Meer zu fahren, und ihm bei seiner Tätigkeit zuzusehen.

Hierbei kannst du nicht nur eine ganze Menge lernen und neue

Erfahrungen sammeln, sondern im Anschluss an den spannenden

Bootsausflug den frisch gefangenen Fisch in verzerren. Grundsätzlich

ist es in der Nebensaison möglich, mehr über das Leben der

Einwohner und dessen Alltag zu erfahren.

Auch der gewöhnliche Strandspaziergang kann im Herbst zu einem

besonderen Abenteuer werden, beispielsweise dann, wenn man

sich trotz kälterer Temperaturen in das kühle Nass wagt. Gummistiefel

stellen hierbei die optimale Lösung dar. Die bunten, wasserabweisenden

Treter, die stark an Kindheitstage erinnern, eigenen sich

ideal für einen ausgiebigen Spaziergang ganz nah am oder sogar

im Meer.

Auch für Hundebesitzer eignet sich ein Besuch der Ostseeküste im

Herbst ganz besonders. Anders als in der Hauptsaison ist es Hunden

im Herbst nämlich gestattet, die gesamten Strände zu erkunden.

Einem erholsamen Urlaub mit Vierbeiner steht somit nichts

im Wege.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 69 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Eine Reise nach Tschernobyl:

Wie sicher ist der Abenteuertrip in die Geisterstadt?

Obgleich noch immer der Geigerzähler ausschlägt, zählt Tschernobyl

zu den beliebtesten Abenteuertrips der vergangenen Jahre.

Schätzungsweise 70.000 Touristen besuchten 2018 das in der

Ukraine liegende radioaktiv verseuchte Sperrgebiet: Tendenz

steigend. Touranbieter melden für dieses Jahr bereits einen Buchungsanstieg

um 30 bis 40 Prozent. Die Ursache für diesen Hype

liegt unter anderem in der US-Erfolgsserie „Chernobyl“ von HBO

begründet, die seit Mai dieses

Jahres über Sky ausgestrahlt

wird. Was dich auf deinem Trip

nach Tschernobyl, 33 Jahre

nach dem Supergau, erwartet

und welche Sicherheitsvorkehrungen

du beachten solltest,

verraten wir dir hier.

Die ukrainische

Geisterstadt Prypjat

Du stehst auf Horrorfilme?

Dann ist die rund vier Kilometer

vom Unglücksreaktor

Tschernobyl entfernt gelegene

und einst knapp 50.000 Einwohner

beherbergende Geisterstadt

Prypjat genau das

Richtige für dich. Im Wind

knarrende, längst verrostete

Riesenradgondeln sowie mit

rotbraunem Rost und Gras bedeckte

Wagen eines Autoscooters

erwarten den wagemutigen

Besucher. Auf dem Gelände

des einstigen Freizeitparks, der

heute einem Gruselpark ähnelt,

ächzt und knirscht es an allen

Enden.

Leerstehende und teils eingefallene

Häuser mit zerbrochenen Scheiben säumen die verlassenen

und menschenleeren Straßen. Schulen und Kindergärten,

in denen keine Kinder mehr lachen oder toben. Ein bis an das

Mauerwerk zugewuchertes Schwimmbad mit einem gruselig anmutenden

Sprungturm. Leere, Zerfall und Düsternis, wohin man

blickt. Jeder Schritt und jeder Laut hallt in den Ruinen nach. Die

perfekte Kulisse für einen gelungenen Horrorfilm - mit einem

Unterschied: Das Szenario ist „echt“. Das Gruselfeeling, von dem

der Besucher hier erfasst wird, ist sonst höchstens aus Filmen

oder Videospielen bekannt. In Prypjat bei Tschernobyl wurde aus

Fiktion knallharte Realität.

Wie es zu dem Unglück kam

Vor nunmehr 33 Jahren, am 26. April

1986, führte im Kernkraftwerk

Tschernobyl, nahe der Stadt Prybjat,

ein fehlgeschlagener Test zu der

bekannten Nuklearkatastrophe. Für

einen eventuellen Stromausfall sollte

am Reaktor 4 des Kernkraftwerkes

überprüft werden, ob dieser im

Ernstfall noch genügend Strom liefert,

um ihn sicher abzustellen. Der

Versuch ging schief, und der Reaktorblock

überhitzte und explodierte,

wobei große Mengen radioaktiven

Materials freigesetzt wurden. Alles

in der Umgebung, egal ob Mensch,

Tier oder Natur, war der Strahlung

hilflos ausgesetzt. Schätzungsweise

350.000 Menschen mussten evakuiert

werden und ihr Zuhause verlassen.

Es wurde eine Sperrzone von 30

Kilometern Umkreis errichtet. Trotz

der hohen Strahlenbelastung kehrten

einige Menschen in die Sperrzone

zurück und teilen sich nun die

Region mit Touristen.

Das heutige Prybjat

Trotz Strahlenbelastung wurde die

Stadt im Verlauf der Jahre wiederholt

von illegalen Besuchern und

Plünderern heimgesucht. Um für den Fall eines weiteren Unfalls

schnelle Zufahrtswege zu schaffen, sind dort noch annähernd

4.000 Arbeiter beschäftigt. Die Straßen wurden bereits dekontaminiert,

was bedeutet, dass sie weitgehend von der schädlichen

Strahlung befreit wurden. Die aktuelle Strahlung liegt bei einem

Fotos: enolabrain; Stefan; konoplizkaya / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 70 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Messwert von 0,97 Mikrosievert pro Stunde. Im Vergleich dazu

liegt in Deutschland die natürliche Strahlung bei circa 2,0 Millisievert

im Jahr. Umgerechnet entspricht dies einer Dosis von 0,23

Mikrosievert pro Stunde. Bei kürzeren Aufenthalten im betroffenen

Gebiet stellt dies also kein unmittelbares Gesundheitsrisiko

mehr dar. Die Pflanzen und Tiere der Gegend haben sich offensichtlich

gut an die Radioaktivität angepasst. Ein ausgedehntes

Forschungsfeld hat sich hier für die Wissenschaft

eröffnet. Die Forscher untersuchen

seit Jahren die Entwicklung und

Vegetation der heimischen Arten, wobei

das Augenmerk besonders auf etwaige

Veränderungen gerichtet wird.

Touren und Ausflüge

nach Tschernobyl

25 Jahre nach dem verheerenden Unglück

wurde Prybjat und die Umgebung

für den Tourismus eröffnet. Die radioaktiv

kontaminierte Stadt im Zentrum des

Sperrgebiets wird laut Forbes Magazin in

die Rubrik „world’s unique place to visit“

eingestuft. Das Stichwort lautet: Dark

Tourism. Für einen Besuch in Prypjat

und den umliegenden Dörfern in der

Sperrzone von Tschernobyl brauchst du

eine gültige Zugangsberechtigung. Diese

Berechtigung wird nur von ukrainischen

Reiseveranstaltern ausgehändigt.

Die geführte Reise startet in den meisten

Fällen mit dem Bus oder Van ab dem 100

Kilometer entfernt gelegenen Kiew und

wird von professionellen Guides begleitet,

die dich durch Prybjat und das Sperrgebiet führen. Ein zusätzliches

Angebot besteht in Treffen mit Zeitzeugen, die den Besuchern

einen hautnahen Einblick in die Geschehnisse vermitteln.

Für einen nachhaltigeren Eindruck können mehrtägige Touren

nach Tschernobyl gebucht werden.

Der Preis für die eintägige Tour beläuft sich auf etwa 80 Euro und

umfasst sowohl den Besuch des Atomkraftwerks in Tschernobyl

als auch die Geisterstadt Prybjat. Zu den Stationen der Tour

zählen verlassene Kindergärten und Schulen mit umgefallenen

Stühlen und Regalen sowie auf dem Boden verstreuten Blättern.

Desgleichen wird ein Krankenhaus besucht, in dem sich die verrosteten

Bettchen der einstigen Säuglinge aneinanderreihen und

die von Tieren zerfetzten Puppen herumliegen. Ein wahrlich

grauenerregender Anblick. Das wie von Geisterhand sich drehende

Riesenrad mit seinen verrosteten und schaukelnden Gondeln

sowie das verfallene und leere Schwimmbad gleichen der Filmkulisse

zu einem apokalyptischen Blockbuster; sie hinterlassen auch

bei einmaligem Besuch einen unvergesslichen Eindruck.

Für eine mehrtägige Tour findest du Übernachtungsmöglichkeiten

in einem Hostel direkt im Sperrgebiet von Tschernobyl. Inklusive

Dusche, WLAN und Fernsehen liegt der Preis für eine

Übernachtung in dem einfachen Hostel bei umgerechnet 7 Euro.

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Auch als Gast des Hostels

darfst du die Geisterstadt nicht in Eigenregie erkunden, sondern

nur im Rahmen einer geführten Tour!

Die Veranstalter weisen explizit darauf hin,

dass die Teilnehmer der Touren ihr eigenes

Trinkwasser sowie eigene Verpflegung für unterwegs

mitbringen sollen. Die Lebensmittel

und das Wasser in der Region gelten noch immer

als radioaktiv kontaminiert und insofern

als gesundheitsschädlich. Ein eigener Geigerzähler

wird ebenfalls empfohlen, um während

der Tour die Strahlenbelastung zu messen.

Sollte kein eigener Geigerzähler vorhanden

sein, kann er vor Ort ausgeliehen werden.

Sicherheitshinweise für eine Reise

nach Prybjat

Wenn du eine Reise in das ehemals stark verseuchte

Gebiet in Tschernobyl wagst, solltest

du einige Sicherheitshinweise beachten. Trotz

der vergangenen 33 Jahre seit dem Unglück

sind durch die Nähe zum Reaktor die Gebäude

und Pflanzen noch immer radioaktiv belastet.

Aus diesem Grund ist das Sammeln von Pilzen

und Beeren strengstens untersagt. Ebenso

ist das Berühren von Pflanzen, der Wände

von Gebäuden sowie sämtlicher Gegenstände

verboten. Laut Veranstalter ist jedoch keine

besondere Schutzkleidung vonnöten; langärmelige

Kleidung und festes Schuhwerk reichen aus, um sich vor

der noch bestehenden Strahlung zu schützen.

Bei der Ein- und Ausreise ins Sperrgebiet wird der Strahlungslevel

gemessen sowie die behördlichen Genehmigungen überprüft.

Um diese Sicherheitsformalitäten kümmert sich im Normalfall

der Veranstalter. Bei einem Aufenthalt in der Ukraine von bis zu

90 Tagen brauchen Deutsche lediglich einen gültigen Reisepass;

ein Visum wird nicht benötigt.

Bist du bereit für eine Reise nach Tschernobyl?

Ein Ausflug nach Tschernobyl ist nichts für schwache Nerven,

doch unglaublich beeindruckend. Das havarierte Atomkraftwerk

führt eindringlich das Ausmaß an Gefährlichkeit und Zerstörungskraft

nuklearer Strahlung vor Augen. Es mahnt zu Vorsicht

und Demut im Umgang mit radioaktivem Material und erinnert

an die verheerenden und langanhaltenden Folgen für Mensch,

Tier und Natur.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 71 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

KEEMALA

RESORT IN

PHUKET,

THAILAND:

WO LUXUS AUF

NACHHALTIGKEIT

TRIFFT

Du planst deinen nächsten Urlaub und

bist dir über eines genau im Klaren: Nachhaltigkeit

steht an erster Stelle! Trotz dessen

möchtest du verwöhnt werden und in

reinem Luxus verweilen?

Willkommen beim

Keemala Resort in Phuket:

Eines der innovativsten Resorts

in ganz Thailand!

Dort kannst du dem Alltag entfliehen und

die Natur in höchstem Maße genießen.

Denn in den tropischen Wäldern von

Phuket herrscht absolute Stille. Die 38 Villen

schlängeln sich um Bäume und Wasserfälle.

Anstatt lauter Musik ausgesetzt zu

sein, herrscht ihr eine Einkehr der Ruhe.

Denn hier kannst du zu Vogelgesängen

und anderen Tieren lauschen. Aber auch

weitere Zimmer und Suiten, wie die Vogelnester

sind ein einmaliges Erlebnis für

Jung und Alt.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 72 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Die Architektur:

Im Einklang mit der Natur

Fotos: Keemala Resort / Green Pearls

Die Landschaftsbilder werden oft

durch riesige Hotelbauten zerstört.

Das Gegenteilige wurde durch den Bau

dieses Resorts realisiert. Keine hohen

Gebäude, die die Berglandschaft beeinträchtigen

könnten. Die natürlichen

Wasserressourcen, Bäume und Böden

sind entweder unverändert geblieben

oder wurden nur minimal verändert.

Der hohe Einsatz von Glas reduziert

außerdem das synthetische Licht, da

der Anteil des natürlichen Tageslichtes

gesteigert wird. Auch der Verbrauch

von Holz wurde beim Bau reduziert.

Anstatt dessen wurde umweltfreundliches

Kunststoff verwendet, um die

Abholzung der Wälder zu vermeiden.

Geringer Co2-Abdruck:

Eigenes Wasseraufbereitungssystem

und vieles mehr!

Bereits bei der Konzeption wurde darauf

geachtet, natürliche Ressourcen zu

nutzen und mit der Natur schonend

im Einklang zu sein. Den CO2-Fußabdruck

klein zu halten, ist eines der

vielen umweltschonenden Ziele dieses

Resorts. Beispielsweise wird jede

Villa mit einem eigenen Wasseraufbereitungssystem

versorgt. Die Wasserwerte

werden zwei Mal jährlich in

einem Labor überprüft, um eine gute

Qualität zu gewährleisten. Das Abwasser

wird gespeichert und auf den

Plantagen zu Bewässerung eingesetzt.

Zudem werden Wasserpflanzen im

Bach, dem Wasserfall und in den anderen

Gewässern genutzt, um eine

natürliche Reinigung vornehmen zu

können. Dementsprechend ist das

nachhaltig erwirtschaftete Wasser klar

und sauber, auch ohne den Einsatz von

Chemikalien.

Vorausschauend wurde auch der

Plastikmüll bereits 2015 zum Thema

gemacht, sehr innovativ für eine asiatische

Insel. Trinkwasser erhalten die

Gäste deswegen nur in Glasflaschen,

Papierstrohhalme werden genutzt und

die Toiletten sind mit speziellem Klopapier

ausgestattet, welches aus Recyclingpapier

und Stoff besteht. Des Weiteren

werden die Gäste im Hotel über

die Aktivitäten mit Tieren im Land

aufgeklärt, bei denen diese ausgenutzt

werden. Diese Touren werden im Hotel

erst gar nicht angeboten, beispielsweise

Tiger- und Delfinshows oder das Elefantenreiten.

Im eigenen Areal können

gerettete Tiere bestaunt werden. Sowohl

Wasserbüffel als auch kleine Ziegen,

Enten, Pfauen und Hühner leben

in Keemala.

Farm-to-Table:

Der Anbau eigener Produkte

Die Initiatoren dieses Resorts sind die

beiden Geschwister Samornpun Somnam

und Tanapong Somnam. Beide

legen höchsten Wert auf die regionale

Kultur und heimische Werte. Derzeit

sind bereits rund 50 Prozent des Gemüses

und der verwendeten Kräuter

aus dem eigenen Bio-Garten des Resorts.

Auch Kochkurse werden angeboten,

um den Gästen zu zeigen, wie

beispielsweise ein Thai-Curry zubereitet

wird. Die Zutaten dafür werden

selbstverständlich frisch im eigenen

Garten geerntet. Der Fisch wird von

umliegenden Dörfern bezogen. Auch

die Mitarbeiter werden dahingehend

geschult, umweltbewusst zu leben.

Generell kann in einem der vier Restaurants

gespeist werden. Vor allem

im Mala Restaurant und der Mala Bar

kann die einmalige Atmosphäre genossen

werden.

Beste SPA-Angebote

Wellness-Angebote kannst du im Mala

Spa genießen. Die traditionellen Heilmethoden

und Kurse wie Yoga versetzen dich mit

Sicherheit in Ausgelassenheit und Entspannung.

Auch Massagen und ein perfekt durchdachtes

Fitness-Programm lassen keinerlei Wünsche offen.

Strände

Ein kleiner, aber feiner Strand ist der Laem

Singh. Er ist wenig frequentiert und malerisch

anzuschauen. Dieser ist durch eine zehnminütige

Fahrt mit dem Auto und einem Boot schnell

erreichbar.

Einer der Favoriten ist Nai Thon. Das Wasser ist

dort kristallklar und das Schnorcheln ein absoluter

Traum. In der Trockenzeit kann aufgrund der Wellen

nicht geschwommen werden, die zu spürende

Energie ist jedoch umso deutlicher spürbar. Die

Fahrt vom Hotel dauert um die vierzig Minuten.

Zu guter Letzt ist auch der Mai Khao-Strand empfehlenswert.

Denn die Fahrt zu diesem Abschnitt

inmitten des Nationalparks ist bereits beeindruckend.

Innerhalb von 50 Minuten kannst du bereits

dort sein. Auf dem Weg sind zudem auch

der Layan Beach an der Nordspitze des Bang Tao

Beach und der Nai Thon Beach anzutreffen. Auch

ein Mittagessen auf dem Weg dorthin ist in vielen

Tagesplänen vereint.

Einzigartiges Hotel

Möchtest du deinen gesunden Lebensstil fördern

und in der heimischen Kultur Thailands

versinken? In diesem Resort warten unvergessliche

Stunden auf dich. Zeit, ganz für sich zu sein,

und das mitten auf Phuket, das gibt es selten.

Exzellentes Essen, das auf ökologischem Anbau

basiert, Stille und Einkehr, ein eigener Pool und

der kurze Weg zum Strand - alles Gründe, die für

einen Besuch dieses Resorts sprechen. Breche aus

dem Alltag aus und lande im Wunderland.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 73 | SEPTEMBER 2019


Foto: PETA Deutschland e.V.


Foto: djile / stock.adobe.com

FASHION


AJOURE / FASHION

MUST-HAVE BASICS

Die 9 besten Key-Pieces für einen minimalistischen Kleiderschrank

Zwar ist die Mode immer im Wandel, doch es gibt auch

gewisse immer modische Klassiker, die du in jeder Saison

miteinander kombinieren kannst, ohne dadurch

veraltet zu wirken. Daher sollten diese zehn Kleidungsstücke

deinen minimalistischen Schrank füllen, damit

du klamottenmäßig auf alle Fälle vorbereitet bist.

T R E N D

Style

BELTED TRENCH COAT

BEIGE

€ 179,00

TRENCHCOAT

Als Dauerbrenner gilt hier der Camel

Coat mit schlichtem Reverskragen

und zwei Eingriff-Taschen.

Inzwischen kannst du aber auch

Modelle mit viel Schnickschnack

wie besondere Knöpfe und Reißverschlüsse

finden. Achte aber

darauf, auf die Farben Schwarz,

Marineblau oder Grau zurückzugreifen.

Denn diese Farben gelten

besonders bei einem Mantel als

ein Zeichen des guten Geschmackes

und lassen sich wunderbar

kombinieren.

ORGANIC

COTTON JERSEY

T-SHIRT - WHITE

€ 19,00

DAS WEISSE SHIRT

Das weiße Shirt ergänzt perfekt eine Jeans und eine

schwarze Lederjacke auf jeder Party. Aber auch mit Rock

und Sneaker zauberst du ein tolles Sommer-Outfit. Und

zu Hause kannst du es auch tragen, weil es unheimlich

bequem ist und deine Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.

SCHWARZE PUMPS

Schwarz lässt sich mit jeder Farbe kombinieren und wirkt dazu

noch besonders erhaben. Deshalb machen schwarze Pumps

immer einen besonders edlen Eindruck und eignen sich nicht nur

für offizielle Anlässe, sondern auch zum Essen gehen, Party feiern

oder auch fürs Theater.

HÖGL

PUMPS - SCHWARZ

€ 160,00

AJOURE MAGAZIN SEITE: 76 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FASHION

BIKER PRINCESS

LEDERJACKE - SCHWARZ

€ 199,95

LIVING

CRAFTS

BANDEAU-BH

SCHWARZ

€ 32,99

SCHWARZE

LEDERJACKE

Steht eine Party bevor und du

weißt nicht, was du anziehen

sollst? Dann ziehe deine Lederjacke

an. Diese sollte aber unbedingt

schwarz sein, damit sie dir

den nötigen coolen Touch verleiht.

Und achte vor dem Kauf, dass sie

gut verarbeitet ist. Denn nur bei

hochwertigem Leder hast du viele

Jahre deine Freude damit und die

zusätzlichen Euros machen sich

durchaus bezahlt. Den Schnitt

kannst du dagegen nach Belieben

wählen.

DER BH

DIE WEISSE

BLUSE

Bei deiner Unterwäsche ist das

wichtigste Kriterium, dass sie gut

sitzt, damit du dich den ganzen

Tag damit wohlfühlst. Ein gut stützender

BH zaubert dir nicht nur

eine schöne Silhouette, sondern

verhindert auch das Durchschimmern

deiner Nippel bei leichten

Sommerstoffen. In den Farben

Schwarz, Weiß oder Nude wird

er unter deiner Kleidung fast unsichtbar.

WEISSE

SNEAKER

Eine Bluse lässt sich nicht nur mit

einem Blazer gut kombinieren –

auch mit Lederjacke erzeugst du

einen tollen Stilbruch, insbesondere,

wenn sie weiß ist. Denn auch

hier wirkt der Kontrast positiv. Je

nachdem, ob du eine Jeans oder

eine Stoffhose dazu trägst, wirkt

der Look mehr casual oder edel.

FELICITAAS

HEMDBLUSE

€ 69,95

BLUE JEANS

Fotos: PR / TRACDELIGHT; alonesdj / stock.adobe.com

Sneaker harmonieren prächtig mit

Lederjacke – insbesondere, wenn

sie farblich einen Kontrast zur

Oberkleidung bilden. Achte aber

darauf, dass du nicht zu breite

Sneaker ohne Zehenkappe wählst.

Denn Modelle mit Zehenkappe

und großer Breite wirken klobig

und wirken meist zu aufdringlich

für den Gesamteindruck deines

Outfits.

VEJA

NET SUSTAIN V-10

SNEAKERS - WEISS

€ 125,00

Als Basic gilt eine Skinny Jeans

oder eine Flared Jeans. Am wichtigsten

ist, dass diese dir im Schnitt

steht und schön sitzt. Damit sie

sich leicht mit anderen Kleidungsstücken

kombinieren lässt, entscheide

dich für ein Denim-Model,

das nicht so ausgewaschen ist.

ARMEDANGELS

JEANS TILLY

€ 99,95

AJOURE MAGAZIN SEITE: 77 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FASHION

Geht faire Mode auch günstig?

5 Eco-Fashion-Labels für den kleinen Geldbeutel

Kleidung ist Teil unseres Alltags und oft ein sehr

wichtiger. Laut Statistik sind Kleidungsartikel das

am häufigsten gekaufte Online-Produkt. Und auch

offline stehen sie schon an zweiter Stelle. Dabei ist

die Modeindustrie eine der schädlichsten Branchen

für Mensch und Natur. In Anbetracht der schlechten

Bedingungen, unter denen die meisten Kleidungsstücke

produziert werden, wenden sich immer mehr

Menschen der fairen Mode zu. Jedoch hat diese noch

immer den Ruf weit teurer zu sein, als ihre Verwandten

aus der Fast Fashion. Mit dem aufkommenden

Interesse an nachhaltiger Mode haben sich aber auch

einige Fashionlabels gebildet, die durchaus mit den

Preisen herkömmlicher Kleidung mithalten können.

Hier präsentieren wir dir fünf Labels, die mit fairer

und günstiger Mode punkten können.

Armedangels

Armedangels wurde 2007 in Deutschland gegründet.

Mittlerweile wird ihr Sortiment auch in diversen

Läden angeboten und so hat sich die Marke schon

seit einiger Zeit auf dem Markt etabliert. Ihre Produkte

bestehen ausnahmslos aus nachwachsenden

Rohstoffen oder recyceltem Plastik und werden unter

fairen Bedingungen in Europa und Asien produziert.

Das Herkunftsland wird für jedes Produkt

einzeln auf ihrer Website angegeben. Auch Zertifikate,

wie GOTS, Fairtrade oder Fair Wear sind dort

verzeichnet.

Der zeitlose Stil und die hohe Qualität bilden einen

soliden Grundstock. Außerdem zeichnet sich Armedangels

durch ein großes Sortiment aus. Eines

ist diesem Label auf jeden Fall gelungen: Stil unter

umwelt- und menschenfreundlichen Bedingungen

zu entwickeln.

https://www.armedangels.de

Grundstoff

2007 gegründet, ist dieser Onlineshop bekannt

für seine überaus preiswerten Waren. Basics, wie

T-Shirts, gibt es dort beispielsweise schon ab 10€.

Das Sortiment –inzwischen ausschließlich fair produziert

- besteht hauptsächlich aus einer großen

Auswahl an schlichten Kleidungsstücken.

Die angebotenen Kleidungsstücke werden unter anderem

von Labels wie ThokkThokk, Living Crafts,

Fotos: instagram.com/dedicatedbrand; instagram.com/thoughtclothing; Logos: Armedangels, Grundstoff; ThokkThokk; Dedicated; Thought Clothing

AJOURE MAGAZIN SEITE: 78 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / FASHION

MUD Jeans, HempAge und Bleed produziert.

Auch auf deren Seite werden die

entsprechenden Zertifikate angegeben

und die Beschreibung jedes Produktes

enthält Angaben zur Herstellung.

https://www.grundstoff.net

ThokkThokk

Bei ThokkThokk wird alles biologisch,

fair und vegan produziert. Der verwendete

Baumwollstoff kommt hauptsächlich

aus Indien und wird dann in

Deutschland weiterverarbeitet. Schlichte

Kleidungsstücke werden hier mit minimalistischem

Grafikdesign versehen, das

in Zusammenarbeit mit internationalen

Künstlern entwickelt wurde. Kleidungsstücke

findest du hier sowohl für Damen

und Herren, als auch für Kinder.

Der Shop achtet auch auf plastikfreie

ökologische Verpackungen und der Versand

erfolgt mit CO²-Ausgleich.

Das Ziel dieses Labels ist es, faire Mode

für jeden zugänglich zu machen und eine

Alternative zu den gängigen Fast Fashion

Labels zu bieten.

Außerdem ist ThokkThokk seit 2014

GOTS (Global Organic Textile Standard)

zertifiziert und manche

Produkte weisen zusätzlich

noch weitere Zertifizierungen

auf. Auch unterstützt das Label

die indische Organisation

SAVE, die sich für Kinder- und

Frauenrechte einsetzt.

www.thokkthokkmarket.com

Die Kleidung besteht aus fair produzierter

Bio-Baumwolle und wird zum größten

Teil in Indien hergestellt. Hierbei

stellen die Textilstandards GOTS und

Fairtrade sicher, dass dies unter fairen

Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung

geschieht. Auf ihrer Website kannst

du dich außerdem über die Zulieferer näher

informieren.

www.dedicatedbrand.com

Thought Clothing

Vormals unter dem Namen Braintree

bekannt, bietet das faire Modelabel aus

Australien eine große Auswahl an Herren-

und Damenmode an. Inzwischen ist

ihre Mode in über 1000 Shops vertreten.

Von Beginn an setzte die Marke auf nachhaltige

Rohstoffe wie Hanf, Bio-Baumwolle

und Bambusfasern. Auch recycelte

Materialien werden in der Produktion

verwertet. Produktionsmuster und Altbestände,

die keine Verwendung finden,

spendet die Marke an Smart Works, Traid

und In Kind Direct. Die Manufakturen

werden laut Thought Clothing viermal

pro Jahr überprüft, um faire Arbeitsbedingungen

garantieren zu können.

Nebenbei betreibt die Marke auf ihrer

Website auch einen Blog, der sich neben

Mode mit nachhaltigem Lebensstil beschäftigt.

www.wearethought.com

Dedicated

Dedicated wurde 2006 in Schweden

mit dem Ziel gegründet, eine

nachhaltige Streetwear-Marke

aufzubauen. Um dies zu verwirklichen,

arbeitet Dedicated mit vielen

verschiedenen Künstlern der

Branche zusammen. Bei Dedicated

gibt es vor allem ausgefallene

Stücke, die mit ansprechenden

Grafiken und Statements

versehen sind.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 79 | SEPTEMBER 2019


Du bis


t Style

Foto: Manuel / stock.adobe.com


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SEPTEMBER 2019

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 82 | SEPTEMBER 2019


Foto: Andrey Kiselev / stock.adobe.com

BEAUTY


AJOURE / BEAUTY

Natur

Kosmetik

SO GELINGT DIR DER UMSTIEG

AUF NATÜRLICHE PRODUKTE

AJOURE MAGAZIN SEITE: 84 | SEPTEMBER 2019


Foto: blackday; mizina / stock.adobe.com

Naturkosmetik

die besten Tipps und Infos

Naturprodukte und Biomarken sind in aller Munde und in ganz

verschiedenen Bereichen unseres Alltags auf dem Vormarsch. Kein

Wunder, dass das auch für die Kosmetik gilt. Was spricht also dagegen,

seinem Körper in Bezug auf die Hygiene- und Pflegeprodukte

etwas Gutes zu tun? Schieb doch den chemischen Zusatzstoffen in

deinen Kosmetika einen Riegel vor. Bye bye Silikon, auf Nimmerwiedersehen

Parabene, Ciao Paraffin!

Gründe für den Umstieg auf

Naturkosmetik

Die Gründe für den Umstieg sind vielseitig. Grundsätzlich ist

eine solche Veränderung die einzige Möglichkeit, aus einem chemischen

Teufelskreis auszubrechen. Denn die Silikon- oder Paraffinschichten

aus den herkömmlichen Cremes, die sich auf der Haut

absetzen, erscheinen auf den ersten Blick zwar pflegend, sorgen

aber für einen Schweißstau unter der Oberfläche. Unter der schönen

Silikon-Paraffin-Folie wird die Haut brüchig. Wäschst du die

Schicht beim Duschen ab, fühlt sich das Gesicht unangenehm gespannt

an. Folglich cremst du direkt nach. Und genau diesen Kreislauf

solltest du beenden.

Zudem gibt es einen ökologischen Grund, der für Naturkosmetik

spricht. Denn bei vielen chemischen Pflegemitteln werden Mikro-Plastik-Partikel

eingesetzt. Diese lassen sich von den Kläranlagen

nicht aus dem Wasser filtern. So gelangen sie in die Gewässer,

wo sie von Fischen und anderen Meeresbewohnern aufgenommen

werden. Und diese landen dann womöglich später auf deinem Teller.

Keine schöne Vorstellung, oder? Also lohnt es sich auch, auf

Naturkosmetik zu setzen, um der Natur - und damit letztlich dir

selbst - etwas Gutes zu tun.

Wie läuft der Umstieg ab?

Die hochwertigen Pflanzenöle aus den Naturmitteln dringen tief

in deine Haut ein. Hier entfalten sie ihre volle Wirkung. Die geschädigten

Zellen erhalten eine echte Frischzellenkur. Allerdings nimmt

das ein wenig Zeit in Anspruch. Rötungen oder Pickel sollten dich

in dieser Zeit nicht beunruhigen. Sie zeigen nur an, dass sich die

Oberfläche an natürliche Einflüsse gewöhnt - schließlich gibt es

keine Barriere aus Silikon und Paraffin mehr. Nach und nach bildet

die Haut aber ihre eigenen Abwehrkräfte aus. Die verschiedenen

chemischen Stoffe aus der Hornschicht werden ausgeschieden.

Sollte deine Haut besonders empfindlich sein, empfehlen wir dir,

sie mit einem milden Serum bei der Regeneration zu unterstützen.

Auch eine wohltuende Pflegemaske kann eine gute Idee sein. Sobald

sich die Haut von den schädlichen Stoffen befreit und auf die

Umgebung eingestellt hat, freust du dich über herrlich glatte und

strahlende Haut.

Ähnlich sieht es bei deinen Haaren aus. Zunächst erscheinen sie

trocken und matt. Das liegt an dem fehlenden lichtreflektierenden Silikonfilm.

Mitunter reagiert das Haar zudem mit starkem Nachfetten.

Doch auch das pendelt sich auf ein normales Maß ein, sodass du bald

herrlich glänzende Haare präsentierst.

Wichtige Tipps für den Umstieg

auf Naturkosmetik

Für einen erfolgreichen Umstieg solltest du einige Tipps berücksichtigen,

damit kein Frust aufkommt. Zunächst einmal ist wichtig,

dass du dir folgendes klar machst: Rom wurde nicht an einem Tag

erbaut. Soll heißen, du musst nicht deine kompletten Gewohnheiten

alle auf einmal umstellen. Vielleicht fängst du mit kleinen Schritten

an und kommst so auch ans Ziel. Starte doch damit, dein Shampoo

umzustellen. Hast du dich daran nach einiger Zeit gewöhnt, kommt

das nächste Mittel dran, und so weiter. Dadurch hast du nicht eine

große Hürde vor dir, sondern überspringst viele kleine spielend leicht,

probiere es aus.

Geduld ist gefragt

Bei der Umstellung auf grüne Kosmetik solltest du dran denken,

dass nichts von heute auf morgen passiert. Entscheidend ist, dass du

den Mut nicht aufgibst. Bleib am Ball, wie es so schön heißt. Dein Körper

benötigt eventuell mehrere Wochen - oder vielleicht sogar Monate

- um die Umstellung zu bewältigen.

Zunächst einmal kommt bei der Umstellung nämlich höchstwahrscheinlich

ein wenig Frust auf. Denn dein Körper scheint zunächst mit

den neuen Bedingungen so gar nicht einverstanden zu sein. Haut und

Haare spielen verrückt. Aber keine Sorge, nach und nach gewöhnt er

sich an die neuen Mittel.

Überfordere deine Haut nicht

AJOURE / BEAUTY

Mach dir auch klar, dass nicht jedes Naturprodukt geeignet ist. Nur

weil „Natur“ draufsteht, heißt das nicht automatisch, dass dein Körper

die Inhaltsstoffe verträgt. Gerade bei ätherischen Ölen oder bei Präparaten

mit hoher Alkoholkonzentration kann es zu Problemen kommen.

Wer sich an den Naturprodukten versucht, der hat zunächst einmal

eine neue und völlig unbekannte Auswahl vor sich. Da bekommt jeder

Lust, sich durch das Sortiment zu probieren. Ausprobieren ist auf jeden

Fall auch erlaubt und erwünscht. Kritisch wird es aber, wenn du ständig

zwischen unterschiedlichen Produkten hin und her springst. Besonders

empfindliche Haut ist mit diesen ständigen Umstellungen schnell überfordert.

Im Übrigen ist zu beachten, dass allein eine Umstellung auf Naturkosmetik

kein Garant für Erfolg ist. Wenn du spezielle Hautprobleme

damit in den Griff bekommen willst, solltest du beachten, auch andere

Bereiche deines Alltags zu verändern. Das gilt in besonderem Maße für

die Ernährung. Hier ist es wichtig auf ausgewogene und gesunde Speisen

zu achten. Denn die Nahrung hat einen entscheidenden Einfluss auf

unsere Haut.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 85 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / BEAUTY

CBD in der Naturkosmetik

Was ist

dran an

dem Hype?

Kaum ein Wirkstoff ist momentan häufiger Thema in der Beautyszene

als CBD. Der in Hanfpflanzen enthaltene Wirkstoff verspricht

gesunde und reine Haut, und sogar gegen schwerwiegende

Hautprobleme wie Rosazea, Ekzeme und Akne soll CBD helfen.

Doch was kann der Pflanzenstoff wirklich und ist CBD in Kosmetikprodukten

legal?

Wie sich CBD von der Droge aus der

Cannabispflanze unterscheidet

Weitaus bekannter als CBD ist der ebenfalls in Hanfpflanzen

enthaltene Stoff THC, auch Tetrahydrocannabinol genannt, der

wohl den meisten vorschwebt, wenn sie von Produkten hören, in

denen Bestandteile der Hanfpflanze enthalten sind. THC gilt als

illegales Rauschgift, das für seine freudig machenden und extrem

entspannenden Highs bekannt ist. Im Gegensatz zu dem Rauschmittel

THC ruft CBD keine Rauschzustände hervor, weshalb es

in Kosmetika legal vertrieben werden darf und als unbedenklich

gilt. Auch die Gewinnung von CBD unterscheidet sich von der

des THCs, denn es kann nur aus weiblichen Hanfpflanzen gewonnen

werden. CBD oder Cannabidiol gehört zu den Phytocannabinoiden,

von denen mehr als einhundert in der Hanfpflanze gefunden

werden können. Zwar besitzt auch CBD eine beruhigende

Wirkung, ist aber nicht schädlich für das Nervensystem und wirkt

antipsychotisch. Somit hat das in Kosmetika verwendete Hanfprodukt

CBD nur wenig mit der berauschenden Droge gemein

und wirkt nahezu gegenteilig.

Beautywunder CBD - das kann das Hanfprodukt wirklich

Hautberuhigende, entspannende und heilende Wirkungen werden

CBD in der äußeren sowie inneren Anwendung zugeschrieben

und das nicht umsonst: In Kosmetikprodukten wie Cremes,

Lotionen und Balsam gilt der Wirkstoff der Cannabispflanze als

echtes Allrounder-Talent, das die Haut durch enthaltenes Vitamin

E in ihrer Regeneration unterstützt. In Kombination mit pflanzlichen

Ölen stärkt es die natürliche Schutzfunktion der Haut und

unterstützt die Zellregeneration, was es zum beliebten Inhaltsstoff

für Anti-Aging-Produkte macht. Der Wirkstoff wirkt zudem antibakteriell

und antiviral, was ihn besonders für die Gesichtspflege

unreiner Haut optimal macht. Sogar schwerwiegende Hautunreinheiten

und Akne lassen sich mit CBD in natürlichen Kosmetika

wirksam und effektiv bekämpfen, wodurch der Wirkstoff in

der Beautyszene große Bekanntheit erlangte.

Auch für das Haar gilt CBD als nährreiche Wunderwaffe: Durch

den hohen Proteingehalt des CBDs wird die Keratinsubstanz geschädigter

Haare gestärkt, wodurch das Haar an Elastizität und

Glanz gewinnt.

Foto:s Africa Studio / stock.adobe.com; cbd-vital.de; ecco-verde.de

AJOURE MAGAZIN SEITE: 86 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Da CBD eine natürlich entspannende und beruhigende

Wirkung hat, wird es vermehrt bei Muskelkrämpfen und

Gelenkbeschwerden angewendet, weil es hilft, Verspannungen

zu lösen und Schmerzen sowie Entzündungen

hemmt.

CBD kann in der Behandlung von Hautkrankheiten

eingesetzt werden

Entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd,

beruhigend - Die Liste der Wirkungen von CBD

ist lang. Besonders bei schwerwiegenden Hautproblemen

und Hautkrankheiten wie Ekzemen, Rosazea und

Schuppenflechte kann der Wirkstoff der Hanfpflanze

Abhilfe verschaffen. Auch Hautausschläge und Akne

vermag der Pflanzenstoff zu lindern, was ihn nicht nur

zu einem beliebten Inhaltsstoff für Naturkosmetik, sondern

auch zu einem wahren Hautretter macht.

So wird CBD angewendet

Der pflanzliche Stoff kann von außen auf die Haut aufgetragen

oder mit speziellen Mitteln zur Nahrungsergänzung

aufgenommen werden. Am weitesten verbreitet

ist die Verwendung von CBD als Zutat von natürlicher

Kosmetik, in welcher der Stoff mit anderen pflanzlichen

Inhaltsstoffen kombiniert wird. Während das rohe CBD

eine grünliche Paste ergeben würde, die in der herkömmlichen

Naturkosmetik wohl kaum Anklang finden

würde, fällt der Wirkstoff in Cremes und Lotionen

kaum auf: CBD ist schlecht in Wasser löslich, dafür aber

umso besser in Ölen, was den Wirkstoff perfekt zur Anwendung

in Kombination mit Pflanzenölen macht. Erhältlich

ist der Stoff in vielen Drogerien und Kosmetikketten

entweder als CBD-haltiges Hanföl, das vielseitig

verwendbar ist, oder als fester Bestandteil eines fertigen

Produkts wie Gesichtscreme oder Bodylotion.

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Fazit

Obwohl der Wirkstoff der Hanfpflanze aufgrund seines

Ursprungs, der dem des berauschenden THCs ähnelt,

noch immer kritisiert wird und kaum handelsüblich ist,

hält CBD viele vorteilhafte kosmetische Wirkungen für

Haut und Haar bereit, die eine Beautyroutine sinnvoll

ergänzen können. Besonders bei empfindlicher Haut

oder gegen wiederkehrende Hautirritationen durch

herkömmliche Kosmetika könnte der pflanzliche Stoff

eingesetzt werden. CBD erfüllt ohne jeden Zweifel sein

Wirkversprechen durch seine speziellen Eigenschaften

und sorgt für wirksame Naturkosmetik, die in dieser

Form bisher nicht existierte.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 87 | SEPTEMBER 2019


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LIEBE & BEZIEHUNG


AJOURE / MEN LIEBE / LIEBE & BEZIEHUNG & BEZIEHUNG

AJOURE MAGAZIN SEITE: 90 | SEPTEMBER 2019


AJOURE AJOURE MEN / LIEBE / & BEZIEHUNG

Foto: rohappy / stock.adobe.com

Kondo-ing

Das

steckt

hinter

dem

Dating-Trend

Falls du noch nichts von dem Netflix-Hit

„Aufräumen mit Marie Kondo“ gehört hast,

dann wird es höchste Zeit – denn Aufräumen

und Ausmisten liegt gerade voll im

Trend! Die Japanerin zeigt in ihrer unterhaltsamen

Serie, wie Paare und Familien

ihr Zuhause mit ganz bestimmten Strategien

aufräumen können, um ein geordnetes

und besseres Leben führen zu können.

Das Prinzip dahinter ist ganz einfach: Alles,

was in irgendeiner Weise Ballast ist und

den Eigentümer nicht mehr auf positive

Weise bereichert, gehört aussortiert. Laut

Aufräumexpertin bringt dieses regelmäßige

Ausmisten nicht nur mehr Ordnung

in die eigenen vier Wände, sondern sorgt

gleichzeitig für ein verbessertes Lebensgefühl.

So lautet jedenfalls die Theorie dahinter.

Dennoch kann dieses interessante Prinzip

nicht nur auf deinen Kleiderschrank

oder deine Wohnung angewandt werden,

sondern auch auf dein Liebesleben – das

beweist zumindest der neue Dating-Trend

„Kondo-ing“.

Kondo-ing:

Was hat es

mit diesem

neuen Trend

auf sich?

Um diesem rätselhaften Dating-Trend auf

die Spur zu kommen, müssen wir kurz einen

Blick auf die Dating-App „Plenty of

Fish“ werfen. Die junge Plattform nahm

sich ein Beispiel an der bekannten Netflix-Serie

und war sich eines sicher: Das

Prinzip des Aufräumens kann auch auf

das Liebesleben übertragen werden. Aus

diesem Grund taufte die App diesen neuen

Dating-Trend kurzerhand „Kondo-ing“,

um der Aufräumexpertin alle Ehre zu erweisen.

Das mag zwar für den ein oder anderen

etwas eigenartig klingen, dennoch soll

die App bei schwierigen Entscheidungen

im Dating-Bereich genau gelegen kommen.

Es heißt, in manchen Fällen könne

„Kondo-ing“ Anwender sogar vor einem

gebrochenen Herzen bewahren – was

heutzutage viele Menschen davon abhält,

überhaupt einen Schritt in den unbekannten

Dating-Dschungel zu wagen. Eine

App, die Liebessuchende vor emotionalem

Schmerz bewahrt? Warum ist niemand

früher darauf gekommen?

Wie

funktioniert

Kondo-ing?

Ähnlich wie bei Marie Kondos Aufräum-Prinzip,

wo alle Gegenstände, die einem

keine Freude mehr bereiten, entfernt

werden, läuft es auch im Dating-Bereich.

Was du also nicht mehr brauchst, wird

ohne Rücksicht auf Verluste einfach aus

deinem Leben gestrichen.

Bringt dir eine bestimmte Person nur noch

Leid? Dann lass sie los. Gibt es jemanden,

der dir zuerst den Kopf verdreht hat, sich

aber nun nicht mehr bei dir meldet? Sich

aber laut Fotos prächtig mit den Freunden

amüsiert? Dann probiere es mit „Kondo-ing“.

Vielleicht hast du es aber auch

einfach satt, ständig das fünfte Rad am Wagen

zu sein, für das sich sowieso niemand

wirklich interessiert? Dann befreie dich

von dieser Last und öffne dich für Neues.

Egal um welchen Grund es sich handelt,

dieses Prinzip kannst du in den unterschiedlichsten

Bereichen anwenden.

Zusammengefasst können wir also sagen,

dass es sich bei „Kondo-ing“ um einen

emotionalen Frühjahrsputz handelt. Alles,

was du nicht mehr in deinem Leben benötigst

oder dir nicht guttut, wird losgelassen.

„Kondo-ing“

ist befreiend

Zwar gehen die Meinungen zu diesem Dating-Trend

auseinander, es ist aber dennoch

bewiesen, dass sich das Ausmisten

von emotionalem Ballast in deinem Leben

positiv auf dein Wohlbefinden auswirkt.

Du bist nicht nur offener für Neues, sondern

lässt dich auch nicht so schnell unterkriegen.

Bevor du also geradewegs ins

Messer läufst und dich wieder in jemand

Falschen verliebst, vertrau auf „Kondo-ing“.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 91 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

CASUAL DATING:

DARAUF

SOLLTEST DU

BEIM ERSTEN

SEXTREFFEN

ACHTEN!

Casual Dating - hinter diesem unauffällig

wirkenden Schlagwort versteckt sich das

Lebensgefühl einer ganzen Generation. Immer

mehr Frauen finden Gefallen an ungezwungenen

Dates mit der Aussicht auf

Sex - aber ganz ohne Verpflichtungen! Die

Arbeit lastet dich vollkommen aus oder du

hast schlicht und einfach keine Lust auf all

diesen Stress, den eine Beziehung, egal wie

gut diese ist, zwangsläufig mit sich bringt.

Dennoch willst du nicht auf körperliche

Nähe und Intimität verzichten? Dann ist

Casual Dating auch für dich das richtige.

Fotos: Antonioguillem; vadim_design; deagreez / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 92 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Was ist Casual Dating?

Bei Casual Dating geht es nur um das Eine.

Männer und Frauen melden sich auf diversen

Plattformen (egal ob online oder mittels

Smartphone-App) an, geben ihr Alter, ihren

Wohnort und natürlich ihre sexuellen Präferenzen

an. Das Ganze wird durch ein oder

mehrere aussagekräftige Fotos abgerundet.

Anschließend klickst du dich durch die Profile

der anderen Nutzer und hinterlässt Likes

oder kurze Nachrichten bei denen, die

du ansprechend findest. Eines führt zum

anderen und im Nu flirtest du heftig online

mit deinem Wunschpartner für das Casual

Date. Es ist klar, ihr wollt beide das Gleiche.

Eine Verabredung zu einem Sextreffen wird

ausgemacht. Doch was nun? Worauf solltest

du unbedingt vor und bei deinem ersten

Sextreffen achten?

Auf diese Punkte

solltest du beim

ersten Sextreffen

achten!

Ehrlichkeit siegt

Bereits vor dem ersten Sextreffen solltest

du gewisse Regeln beachten. Sei im Chat

durchwegs ehrlich. Ihr werdet mit Sicherheit

vorab darüber reden, welche Dinge

euch interessieren und reizen. (Wenn ihr

das noch nicht gemacht habt, solltest du dies

vor eurem ersten Treffen unbedingt noch

nachholen!) Es bringt hier nichts, wenn du

große sexuelle Aufgeschlossenheit vorgaukelst,

wenn diese nicht vorhanden ist. Der

offene Umgang und Gespräche über solche

Themen bilden die wichtigste Grundlage für

ein Casual Date.

Zu mir oder zu dir?

Die Wahl des richtigen Ortes ist ein Thema

für sich. Manche Frauen schwören darauf,

dass ein Sextreffen in den eigenen vier

Wänden stattfinden muss, weil sie sich hier

am sichersten fühlen.

Andere bevorzugen die Wohnung des Dates.

Immerhin kannst du dann einfach

gehen wann immer du willst. Unser Tipp

hingegen ist: Trefft euch auf neutralem Boden.

Ein erstes persönliches Kennenlernen

bei einem Drink in einer Bar wirkt Wunder.

Hier kannst du einfach überprüfen ob

die Chemie auch im echten Leben stimmt.

Durch die öffentliche Lage setzt du dich keinerlei

Gefahren aus und kannst sicher und

vollkommen entspannt in das Date starten.

Seid ihr euch dann beide sicher, dass

es auch zum Sex kommen soll, empfehlen

wir weiterhin einen neutralen Ort wie ein

Hotelzimmer. Beide Partner sind hier nicht

vorbelastet und können sich vollkommen

frei entfalten. Auch besitzen beide die Freiheit,

das Date zu jedem Zeitpunkt beenden,

zu dem sie wollen.

Safety first!

Vor allem Frauen haben häufig Sicherheitsbedenken

bei Casual Dates. Das ist vollkommen

verständlich und nur natürlich.

Immerhin triffst du dich mit einer wildfremden

Person und weißt nur die Dinge,

die dir über das Internet mitgeteilt wurden.

Wir empfehlen, dass du deine beste Freundin

in deine Pläne einweihst. Macht untereinander

aus, dass du dich regelmäßig (oder

zumindest einmal) meldest und signalisierst,

dass alles in bester Ordnung ist. Gib

ihr die Adresse, wo du dich mit deinem Date

triffst. Wechselt ihr später in eine Wohnung

oder ein Hotelzimmer, lass dir die genaue

Adresse geben und teile sie deiner Freundin

mit. Du kannst dies gerne auffällig machen

lassen und dein Date informieren. Das Wissen

um solche Sicherheitsnetze ist äußerst

abschreckend und kann Sexualtäter bereits

im Vorfeld vertreiben.

Doch auch wenn alles bestens läuft - auch

beim Sex steht Sicherheit ganz oben! Bei

einem Treffen mit fremden Menschen sollte

Safer Sex immer(!) oberste Priorität haben.

Da du dich nie darauf verlassen kannst,

dass Männer sich um dieses Thema kümmern,

geh vorbereitet zu deinem Sextreffen

und bringe Kondome mit.

Jetzt geht’s zur Sache

Wenn es dann nun endlich zum heiß ersehnten

Sex kommt, solltest du ohne große

Erwartungshaltungen rangehen, so bleiben

dir Enttäuschungen erspart, positive Überraschungen

werden allerdings häufig auftreten.

Du darfst nicht vergessen - ihr kennt

euch nicht. Lasst euch dementsprechend

Zeit, euch und eure Körper kennenzulernen.

Setz dich und deinen Partner nicht

unter Druck, sondern genießt die gemeinsame

Zeit miteinander. Natürlich kannst

du die Situation durch das Tragen von aufreizenden

Dessous anheizen. Nach einer

guten Kommunikation vorab können auch

Sexspielzeuge einige Würze in das ganze

Treffen bringen.

Nach dem Sex ist vor dem Sex

Wenn euer heißes Spiel vorüber ist, solltet

ihr in euer jeweiliges Zuhause zurückkehren.

Es handelt sich schließlich um ein Casual

Date - Sex ohne Liebe. Schnell werden

nach einer gänzlich gemeinsam verbrachten

Nacht bei dem einen oder anderen

doch Gefühle wach - die Wahrscheinlichkeit

dadurch zutiefst enttäuscht zu werden,

ist gigantisch. Am nächsten Tag könnt ihr

ja gerne eine „Nachbesprechung“ machen.

War das Treffen toll genug, um wiederholt

zu werden? Was war gut, was hatte Potential

zur Verbesserung? Auch zu diesem

Zeitpunkt gilt wie während des gesamten

Verlaufs von Casual Dating: Offene Kommunikation

ist alles - damit wirst auch du

mit Garantie großen Spaß beim Casual Dating

haben!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 93 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Was Männer wirklich

übers Kuscheln denken

Nach der Arbeit erschöpft die Jogginghose

anziehen und ab aufs Sofa – herrlich.

Noch schöner wäre es ja aber, wenn sich

der Partner dazugesellt. So eine Schmuse-Einheit

täte jetzt nämlich richtig gut.

Doch wie denken Männer eigentlich

wirklich übers Kuscheln?

Warum ist Kuscheln überhaupt

wichtig

Kuscheln tut gut und das nicht ohne

Grund. Es gibt dir ein Gefühl von Geborgenheit,

Zuneigung und Liebe. Es

löst Anspannungen und sendet Beruhigungssignale

an dein Gehirn, was erneutem

Stress vorbeugt. Tatsächlich führt

ein solch inniger Körperkontakt zu einer

sofortigen Senkung des Stresshormons

Cortisol.

Gleichzeitig schüttet dein Körper Endorphine

aus, die deine Stimmung steigen

lassen. Auch das Oxytocin spielt eine

Rolle: Es ist umgangssprachlich als Kuschel-Hormon

bekannt und leistet durch

seine positive Wirkung einen wesentlichen

Beitrag für deine Gesundheit.

Es ist eigentlich recht simpel zu verstehen:

Der Hautkontakt ist einer der ursprünglichsten

Kommunikations- und

Kontaktwege des Menschen; Körperkontakt

und Zärtlichkeiten zählen zu den

menschlichen Grundbedürfnissen und

festigen die zwischenmenschliche Beziehung.

Damit ist Kuscheln manchmal

sogar intimer als Sex. Und während ihr

diese Zärtlichkeiten austauscht, nehmt

ihr euch Zeit füreinander, bildet eine Art

Symbiose.

Und was denken die Männer

nun darüber?

Bei so vielen verblüffend guten Argumenten

konnten wir dich mit Sicherheit

schon vom Kuscheln überzeugen. Aber

wie steht nun dein Partner dazu? Führt

ihr bereits eine kuschelige Beziehung

oder gibt es da dringenden Aufholbedarf?

Vielleicht findest du ja schon im Folgenden

heraus, ob dein Herzensmensch eher

ein Genießer oder Skeptiker ist.

Fotos: bernardbodo / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 94 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Typ 1:

der Kuschel-Genießer

Ja, es gibt ihn, den Mann, der das Kuscheln

mit all seinen Sinnen genießt. Er

fühlt sich männlich, während er seinen

starken Arm um dich legt, dich beschützt

und dir Geborgenheit schenkt. Er zieht

es vor, dir nah zu sein, ganz ohne Druck,

einfach mal gehen lassen. Er strebt nach

einer behaglichen und wohligen Nähe,

möchte Innigkeit und Vertrautheit mit

dir teilen. Und das vielleicht Wichtigste:

Beim Kuscheln mit dir darf er ganz sein,

wer er ist.

Typ 2:

Der Kuschel-Skeptiker

Doch dann kennen wir auch ihn, den Kuschel-Skeptiker.

Und vielleicht kennst du

ihn ebenso gut wie wir. Dem Skeptiker

ist das innige Schmusen oft lästig. Dein

Kopf auf seiner Brust wird irgendwann

so schwer, dass er – laut eigener Aussauge

– keine Luft mehr bekommt und auch

deine wunderschönen, langen Haare in

seinem Gesicht scheinen ihn schier verrückt

zu machen – nicht zuletzt, weil er

den Fernseher nun nicht mehr sehen

kann. Und irgendwie ist es ihm auch alles

viel zu warm, so eng umschlungen.

Aber deine Füße, die sind definitiv zu

kalt. Der Skeptiker ist demnach nicht gerade

entscheidungsfreudig. Und wenn er

sich dann trotzdem zum Kuscheln überwindet,

dann muss es laut ihm aber auch

noch Sex obendrauf geben.

Aber muss Kuscheln denn

eigentlich immer zum Sex führen?

Die Antwort lautet: Nein. Denn das Kuscheln

selbst kann bereits eine große

Wirkung erzielen. Das gängige Klischee

besagt jedoch, dass Frauen dieser Form

von Körperkontakt mehr zugetan sind als

Männer. Doch Letztere sollten sich – zumindest

ihrer Partnerin zuliebe – diesem

zwischenmenschlichen Gebiet nähern.

Denn es ist nicht einzig und allein der

Sex, der dich und deinen Partner zusammenhält.

Es geht um den Austausch von

Zärtlichkeit im Gesamten. Denn all das,

was dazugehört, schafft bereits Vertrauen

und Intimität.

Also ist es gar nicht notwendig, die eigene

Beziehung über das Sexleben zu definieren.

Auch das gemeinsame Kuscheln ist

bedeutsam und sollte als eigenständiger

Akt gepflegt werden. Vielleicht ist es für

dich ja schon längst selbstverständlich,

dass Kuscheln keine Einleitung für anschließenden

Geschlechtsverkehr ist.

Viele Männer scheinen dies jedoch noch

nicht so richtig verstanden zu haben; das

Kuscheln interpretieren sie eher als Startschuss.

So machst du ihn zur Kuschelmaus

Wenn du darunter leidest, dass dein

Partner auch ganz gut ohne Kuscheln

auskommt, dann raten wir dir, zunächst

einmal herauszufinden, woran das liegen

könnte.

Vielleicht weiß dein Partner nämlich gar

nicht so richtig, wie er auf dein Bedürfnis

nach Nähe reagieren soll. Das könnte

daran liegen, dass er solche körperlichen

Zärtlichkeiten in seiner Kindheit eher

seltener erlebt hat, was dir wiederum eine

tolle Chance eröffnet, ihm zu zeigen, wie

schön das sein kann.

Warte nicht allzu lang damit, das Thema

offen anzusprechen. Und am besten

tust du es auch nicht in der entsprechenden

Situation, sondern wartest auf einen

„neutralen“ Moment, in dem die Gefahr

eines Streits geringer ist. Kläre mit ihm

Begriffe wie „Kuscheln“, „Vorspiel“, „Sex“

und was dir noch so einfällt. Und frage

ihn, was er sich genau darunter vorstellt.

Dass er das Kuscheln möglicherweise mit

Sex verknüpft, kann auch auf einem Missverständnis

zwischen euch beruhen.

Wir sprechen hier jedoch nicht von einer

klaren Absage dem Sex gegenüber.

Und so solltest du ihm das auch nicht

vermitteln. Vielmehr geht es darum, die

Bereiche künftig voneinander zu trennen.

Dein Partner soll das lernen, was du

schon ziemlich gut kannst: Das Kuscheln

an sich wertzuschätzen.

Viele Männer mögen es nicht, Zärtlichkeiten

in der Öffentlichkeit auszutauschen

und du kannst deinem Partner eben auch

nicht alles abverlangen. Aber vielleicht

findet ihr einen gemütlichen Ort in eurem

Zuhause, an dem ihr ganz für euch

nach Herzenzlust kuscheln könnt.

Und wenn er dann immer noch meckert,

dass ihm der nötige Komfort fehlt, wenn

ihr eng umschlungen beieinander liegt,

dann könnte eine neue Position die Lösung

sein. Versucht es mit der Löffelchen-Stellung,

legt euch gegenüber und

verschlingt nur die Beine ineinander.

Probiert euch aus und macht es euch so

richtig kuschelig. Das wird wunderbar!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 95 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

SCHMERZEN

nach dem Sex,

das sind die Ursachen

Foto: Dmitriy Kapitonenko / stock.adobe.com

Foto: New Africa / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 96 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Am Sex haben die meisten Menschen

Freude. Doch immer wieder

kommt es vor, dass Frauen,

seltener Männer, während

oder nach dem Sex Probleme

haben. Etliche Ursachen können

Irritationen auslösen und

die Beschwerden müssen nicht

zwangsläufig auf eine Krankheit

hinweisen. Meistens kann das

Problem schnell behoben werden

und der Spaß am Miteinander

stellt sich rasch wieder ein.

1. Wilder Sex

Ist die Scheide zu trocken, kann

es beim Eindringen zu mechanischen

Reizungen kommen. Das

kann beispielsweise an einem zu

kurzen Vorspiel liegen. Abhilfe

schafft hier – außer natürlich

die Lust aufeinander – ein wenig

Gleitgel oder einfach mehr Zeit

füreinander.

Ebenso kann durch wilden Sex

gelegentlich der Gebärmuttermund

und die Gebärmutter gereizt

werden, und das führt zu

Unterleibsschmerzen.

Und weil die meisten Menschen

beim Verkehr nicht merken, wie

sehr sie sich anstrengen, ist selbst

Muskelkater eine mögliche Ursache

für Beschwerden im Bauchbereich.

Treten die Schmerzen

erst am nächsten Tag auf, ist dies

wahrscheinlich der Grund.

2. Die Regel

Vor und während der Periode ist

der Hormonhaushalt der Frau

verändert. Geschlechtsverkehr

wird dann, obwohl die Frau Lust

hat, gelegentlich als unangenehm

und schmerzhaft empfunden.

Das ist zwar nicht schön, aber

ungefährlich. Vielleicht ist es eine

Lösung, in dieser Zeit auf die Penetration

zu verzichten und auf

andere Methoden zur Befriedigung

zurückzugreifen. Das ist

spannend und bereichert das Sexualleben.

3. Wechseljahre

Auch in den Wechseljahren verändert

sich der Hormonhaushalt

der Frau. Die Scheide wird trockener

und das Eindringen des

Gliedes kann schmerzhaft sein.

Hier hilft eine Gleitcreme oder

eine Hormonbehandlung.

4. Zu enge Kleidung

Manchmal belasten enge Hosen

oder Einlagen das Gewebe

so sehr, dass die Reizung beim

Sex die Vorschädigung bis zur

Schmerzgrenze verstärkt. Weite

Kleidung ist ohnehin bequemer

und zudem besser, als keinen Sex

zu haben.

5. Fehlende Entlüftung

Je nachdem, wie das beliebte

Rein-Raus-Spiel gespielt wird,

pumpt der Penis des Mannes

nach und nach Luft in die Vagina

der Frau. Wenn diese nicht

herausgelassen wird, dann macht

diese Beschwerden. Vergleichbar

mit Blähungen, die nicht abgelassen

werden können.

Dies waren die wahrscheinlichsten

Ursachen, die für Schmerzen

sorgen können, ohne dass Krankheiten

vorliegen. Besonders bei

jungen Frauen, die noch nicht

viel Erfahrung haben, können

diese Symptome verwirren. Doch

keine Sorge, fast immer sind es

ganz banale Dinge, die für das

Unwohlsein in Frage kommen.

Wichtig ist aber, dass bei starken

Schmerzen, auch wenn natürliche

Auslöser hinter den Beschwerden

vermutet werden, umgehend ein

Arzt aufgesucht wird!

In Folge noch einige Möglichkeiten,

die eine Erkrankung als

Grund haben. Dies soll natürlich

nicht die Beratung des Mediziners

ersetzen, sondern lediglich

als Orientierung bei ungewohntem

Empfinden dienen.

1. Infektionen

Bakterien und Pilze können die

Geschlechtsregion befallen und

dort für Juckreiz sorgen. Gut verständlich

ist, dass Sex dann ein

eher unangenehmes Erlebnis ist,

das womöglich für nachhaltige

Schmerzen sorgt. Zum Glück gibt

es heute gegen fast jeden Infekt

ein wirksames Mittel, das den

Erreger schnell und konsequent

abtötet. Ein Besuch bei einem

Arzt ist im Zweifelsfall erforderlich,

zumal sich die Keime ohne

Behandlung vermehren und andere

Sexualpartner anstecken.

Dies gilt insbesondere für typische

Geschlechtskrankheiten wie

Tripper, Herpes, Feigwarzen oder

Syphilis. All diese Krankheiten

sind heilbar, aber definitiv eine

Sache des Facharztes.

2. Allergien

Neben Allergien gegen Metalle,

Pollen und Tierhaare gibt es

auch eine Allergie gegen Sperma.

Das ist eine sehr unschöne Angelegenheit,

besonders wenn die

Nähe zueinander gesucht wird.

Manchmal hilft nur der mit Kondomen

geschützte Verkehr. Doch

auch Unverträglichkeiten gegen

Präservative und manche Gleitmittel

sind möglich. Duftöle und

billiger Intimschmuck machen

regelmäßig Probleme und sollten

im Intimbereich nicht verwendet

werden.

3. Vaginismus

Mit Vaginismus wird das Verkrampfen

der Scheidenmuskulatur

bezeichnet. Er tritt aufgrund

physischer und psychischer Probleme

auf. Auch bei Frauen, die

mit der Penetration einverstanden

sind und ihren Partner mit

Vorfreude erwarten, kann es dazu

kommen. Zum Glück ist es möglich,

auch diese Krankheit erfolgreich

zu behandeln.

4. Zysten

Nicht jede Zyste, die sich im Unterleib

bildet, ist gefährlich. Beim

Sex aber können Druckgefühle

und Schmerzen auftreten. Besonders,

wenn er innenliegend,

stechend und langandauernd ist,

solltest du umgehend einen Arzt

aufsuchen.

5. Endometriose

Normalerweise wird die Schleimhaut

der Gebärmutter mit der

Regelblutung ausgeschieden. Passiert

dies nicht vollständig, kann

es zu schmerzhaften Verwachsungen

kommen. Auch hier kann

der Arzt helfen.

Abschließend möchten wir noch

einmal darauf hinweisen, dass

Probleme nach dem Geschlechtsverkehr

immer wieder auftreten

und meistens ganz natürliche

Ursachen haben. Nur bei wiederkehrenden,

unerklärlichen oder

starken Schmerzen solltest du

nicht zögern und einen Gynäkologen

aufsuchen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 97 | SEPTEMBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 100 | SEPTEMBER 2019


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LIFESTYLE


AJOURE / LIFESTYLE

Natron

Was das Wundermittel alles kann

Was ist Natron überhaupt?

Unter der gängigen Bezeichnung

Natron versteckt sich Natriumhydrogencarbonat

(mit der chemischen

Formel NaHCO3). Das Pulver,

welches im Handel meist als

Speisesoda, Backsoda, Backnatron

oder Speisenatron angepriesen wird,

darf nicht mit Natriumcarbonat (nur

Soda) verwechselt werden. Das Pulver

findet vielfältige Arten der Verwendung,

unter anderem in der Lebensmitteltechnik

aber auch in der

Medizin, der Sportlerernährung und

im Haushalt. Wir haben für dich die

wichtigsten Verwendungsmöglichkeiten

von Natron zusammengefasst.

Natron im Haushalt: Die Küche

Wir konzentrieren uns hier auf

kleine Tipps zur Anwendung von

Natron, welche dir das Leben in

der Küche leichter machen sollen:

- Angebrannte Speisereste in den

Töpfen: Jeder kennt dieses Problem.

Das Essen ist an den Töpfen

angesetzt, die Reinigung ist mühsam

und geht nur schleppend

voran. Unser Tipp: Ein Esslöffel

Natron in einem Liter Wasser

auflösen und anschließend aufkochen

lassen. Die Speisereste werden

sich nun super einfach entfernen

lassen.

- Kalkflecken und Verkalkungen

in der Küche? Kein Problem.

Eine Paste, die du aus Natron und

Wasser anmischen kannst, schafft

Abhilfe!

- Karottenschälen leicht gemacht: Du

legst die Karotten in kochendes Wasser,

gibst pro Liter Wasser einen halben Teelöffel

Natron hinzu, nimmst die Karotten

nach kurzer Wartezeit heraus und

schreckst sie ab. Anschließend kannst du

die Schale einfach abziehen.

- Eier einfacher schälen: Ein Teelöffel

Natron im Wasser beim Eierkochen sorgt

dafür, dass das Ei deutlich einfacher zu

schälen ist.

- Nach einem langen Abend beim Kochen

in der Küche stinken deine Hände.

Unzählige Zwiebel und Knoblauchzehen

wurden geschält, geschnitten und gepresst.

Der hartnäckige Geruch kann sich

für Stunden halten, egal wie sorgfältig

du dir die Hände mit Seife wäschst. Ein

wenig Natronpulver mit ein paar Tropfen

Wasser zwischen den Händen verreiben,

einwirken lassen und abwaschen - im Nu

sind deine Hände wieder wohlriechend!

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 102 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Ajouré Lifestyle tipp

Natron im Haushalt:

Sonstige Anwendungen

- Schuhe mit Schweißgeruch: Auch du

wirst es kennen: Nach einem langen Tag

in den Schuhen kannst du machen was du

willst, die Schuhe müffeln vor sich hin. Egal

ob Schuhdeo oder Auslüften, nichts schafft

Abhilfe. Doch: Streu einfach etwas Natron

hinein und schütte es morgens wieder aus.

Der Geruch wird so neutralisiert.

- Schuhe reinigen mit Natron? Ja, auch

dies ist möglich. Vor allem für Schuhe aus

Textil, die nicht in der Waschmaschine gereinigt

werden dürfen, ist das eine perfekte

Lösung. Etwas Natron auf einem feuchten

Schwamm aufnehmen und damit die

Schuhe (vor allem die hellen Teile) sanft

einreiben. Im Bedarfsfall etwas einwirken

lassen und später mit einem feuchten Tuch

und klarem Wasser abwischen. Diese Reinigung

funktioniert auch hervorragend bei

Ledersandalen und schwarzen Abdrücken

von den Zehen auf der Sohle.

- Kleberreste entfernen: Meist wird zum

Entfernen von Kleberresten Nagellackentferner

auf Aceton-Basis verwendet. Immer

mehr Nagellackentferner steigen allerdings

auf weniger aggressive Mittel um, weswegen

dieses Hausmittel häufig nicht mehr

angewendet werden kann. Wir empfehlen:

Halbiere eine Zitrone und reibe die

Schnittfläche mit etwas Natron ein. Anschließend

kannst du mit der Schnittfläche

über die Kleberreste fahren und diese einfach

entfernen.

- Insekten auf der Autoscheibe: Vor allem

im Frühsommer ist die Situation extrem.

Nach einer kurzen Ausfahrt über das

Land ist die Windschutzscheibe von oben

bis unten mit toten Insekten verklebt, der

Anblick ist nicht appetitanregend und die

Sicht ist eingeschränkt. Meist können die

Insekten nur mit speziellen, teuren Reinigungsmitteln

entfernt werden. Doch etwas

Natron-Pulver auf einem feuchten Lappen

schafft Abhilfe und die Windschutzscheibe

ist im Nu wieder sauber.

Natron zur Körperpflege

Man sollte meinen, ein Mittel, welches so

gut zur Reinigung im Haushalt geeignet

ist, wäre äußerst aggressiv und nicht zur

Körperpflege geeignet? Weit gefehlt. Das

Wundermittel Natron ist sogar sehr schonend

zur Haut.

- Unverträglichkeiten auf Parfüme und

Zusatzstoffe? Die einfachste Lösung lautet

Natron: Löse einfach vier Teelöffel Natron

in einer Schüssel Wasser auf und reinige

dir damit das Gesicht. Die Reinigung ist

äußerst effektiv und die Haut fühlt sich

weich und entspannt an. Das Natron aktiviert

gleichzeitig den Rückfettungsmechanismus

der Haut.

- Zähneputzen und Natron: Etwas Natron-Pulver

auf der Zahnbürste kann Zahnbeläge

reduzieren und das Weiß der Zähne

verstärken. Aggressive Säuren im Mundinnenraum

werden neutralisiert und so der

Schutz vor Karies gewährleistet.

- Lästige juckende Mückenstiche? Auch

hier ist Natron die Lösung. Einfach einen

Brei aus Wasser und Natron anmischen

und direkt auf die Stiche reiben. Sowohl

der lästige Juckreiz als auch die Schwellung

werden im Nu verschwinden!

- Entspannung pur: Das Basenbad mit

Natron! Du kannst dir eine wunderbare

Entspannung gönnen, indem du in etwa

100g Natron in dein Vollbad streust. Willst

du dazu eine angenehme Duftnote haben,

empfehlen wir dir fünf bis zehn Tropfen

eines reinen ätherischen Öls deiner Wahl

(am besten natürlich aus biologischem Anbau).

Bei einem solchen Basenbad werden

die Hautporen durch das heiße Wasser geöffnet,

der hohe PH-Wert (durch das Natron)

regt die Durchblutung der Haut an.

Unser Spezial-Tipp: Streue das Natron

nicht direkt in das Wasser, sondern verwende

es in der Badewanne liegend als

Peeling und reibe dich damit ein. Dadurch

werden abgestorbene Hautzellen entfernt

und die Wirkung des Natrons noch zusätzlich

verstärkt.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 103 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

DIE 10 BESTEN

CASINO- UND

ZOCKER-FILME

Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.

Im wahrsten Sinne des Wortes: Denn

die vielen Gelder, die täglich in die Wüstenmetropole

getragen werden, verbleiben

eben da. So mancher Traum ist am

Roulette-Tisch geplatzt, andere wiederum

sind mit der notwendigen Portion

Glück beim Blackjack wahrgeworden.

Das Glücksspiel schreibt die besten Geschichten.

Dass die Film- und Fernsehbranche auf

den Zug aufgesprungen ist, verwundert

kaum. Zahlreiche Produktionen behandeln

die Branche, zeigen sie von ihrer farbenfrohen

als auch niederschmetternden

Seite. Grund genug für uns, die besten

Filme ausfindig zu machen und für spannende

Abende vor dem Flachbildfernseher

zu garantieren!

Der Trumpf der Stochastik:

21 (2008)

Glücksspiele basieren auf Mathematik.

Jeder Spieler besitzt eine leicht unterdurchschnittliche

Gewinnchance, kann

jederzeit erfolgreich sein, aber auch viel

Geld einbüßen. Dass Casinos derart hohe

Einnahmen verzeichnen, liegt in den

meisten Fällen an Gier und Unwissen.

Das MIT Blackjack Team bewies, dass es

auch anders geht! Eine Gruppe von Studenten

aus Massachusetts machte sich

die Technik des Kartenzählens zu eigen

und erleichterte reihenweise Casinos

durch einen kleinen stochastischen Trick.

Die Geschichte wurde derart legendär,

dass sie anno 2008 mit Top-Besetzung

verfilmt wurde. Mit Jim Sturgess, Kevin

Spacey und Laurence Fishburne in den

Hauptrollen wurden am Box Office über

150 Millionen Dollar eingenommen.

https://youtu.be/fJYiw1ta6vQ

Mit Staraufgebot zu den Millionen:

Ocean’s Eleven (2001)

Ocean’s Eleven stellte zu Beginn des Jahrtausends

die vielleicht größte Ansammlung

an Filmstars aller Zeiten dar. George

Clooney scharte unter anderem Brad Pitt,

Matt Damon und Julia Roberts um sich,

um den Casino-Besitzer Andy Garcia

auszurauben. Das Glücksspiel selbst wird

eher als Randerscheinung präsentiert.

Doch die tollen Aufnahmen des Bellagios

lassen jedes Zockerherz höherschlagen.

Im Fokus der Produktion steht die Gerissenheit,

mit der das Team den Millionencoup

landen möchte – allerlei Irrungen

und Wirrungen inklusive. Aber eben

davon zehrt Vegas: Mit etwas Glück und

Planung kann sich das Leben für immer

verändern! Auch wenn wir dir selbstverständlich

keinen spektakulären Raubzug

nahelegen möchten.

https://youtu.be/ZaXp5g3rhJ4

Fotos: Nejron Photo / stock.adobe.com; Sony Pictures Germany; Warner Bros Gmbh; Universum Film Gmbh; Channel Four Films; Universal Pictures

AJOURE MAGAZIN SEITE: 104 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Casino mal anders:

Der Croupier (1998)

Kein Vegas, dafür London: Der Croupier

ist ein weiterer Film, der sich auf die

Schattenseiten der Branche bezieht. Jack

Manfred (Clive Owen) ist ein erfolgloser

Autor, der einen Job als Croupier annimmt

und sich immer weiter in düsteren

Machenschaften verliert. Wollte er sich

anfangs nur inspirieren lassen und Geld

verdienen, geraten Berufs- und Privatleben

auf einmal gleichermaßen aus den

Fugen. Reichtum und blinkende Lichter?

Nicht in diesem Film!

https://youtu.be/LDWzeq5QGiA

Nervenkitzel am Pokertisch:

James Bond 007 – Casino Royale (2006)

Das Glücksspiel begeistert nicht nur

uns Normalsterbliche. Selbst Stars und

Sternchen geben sich gern dem Glamour

hin, der von renommierten Spielbanken

ausgeht. Wusstest du etwa, dass James

Bond ein leidenschaftlicher Zocker ist?

In der Vergangenheit verging kaum ein

Film ohne seine Präsenz in einem Casino!

Sei es, um ein Turnier zu gewinnen

oder Schurken auf den Zahn zu fühlen.

Anders als bei Ocean’s Eleven wurden die

Casinoszenen leider ausschließlich im

Studio gedreht. Trotzdem fühlen sich regelmäßige

Gäste der Edeletablissements

umgehend wohl, wenn sie 007 an den

Texas-Hold’em-Tischen sehen. Spannender

ist nur noch die eigene Teilnahme!

https://youtu.be/rSUm_uL20dE

Von Licht und Schatten:

Rounders (1998)

Kaum ein Film zeigt die Glücks- und

Pechsträhnen in Casinos so gut auf wie

Rounders. Mike Dermott (Matt Damon)

ist ein geschickter Pokerspieler, der sein

Geld bei illegalen Turnieren verdient und

von der World Series of Poker träumt.

Ein bekannter Kniff kommt ihm gelegen:

Poker ist nicht bloß ein Glücks-, sondern

primär ein Strategiespiel. Sogar schlechte

Hände können mit einem guten Bluff

für den Gewinn sorgen. Später verschätzt

sich Dermott mit einer fantastischen

Hand und hinterfragt seine bisherige Leidenschaft.

Poker oder Universität? Beides

gestaltet sich zunehmend schwieriger.

https://youtu.be/ldaLeV_RuzU

Höhen und Tiefen: Casino (1995)

Martin Scorsese hat ein hervorragendes

Händchen für Gangster und zwielichtige

Angelegenheiten. Casino ist der

bekannteste und möglicherweise beste

Mafiafilm, der jemals gedreht wurde.

Sam „Ace“ Rothstein (Robert De Niro),

der sein Geld als Schlitzohr beim Wetten

verdient, erhält den Auftrag, das Casino

Tangiers zu leiten und erledigt seinen Job

so gut, dass ganz Vegas verzaubert ist.

Bald werden seine schmutzigen Geschäfte

jedoch allzu offensichtlich. Gepaart mit

privaten wie familiären Problemen ergibt

sich ein Cocktail, der schwer zu verdauen

ist und zahlreiche Leben kostet. Sämtliche

Casino-Szenen wurden im berühmten

Riviera gedreht.

https://youtu.be/ZLdEAARR9XU

AJOURE MAGAZIN SEITE: 105 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Poker und Drogen:

Bube, Dame, König, grAS (1998)

Im Casino kannst du viel gewinnen, aber

genauso schnell alles verspielen! Diese

Erfahrung sammeln vier Freunde, die

ihr Geld mit kleinen Betrügereien aller

Art ergaunern. Dann jedoch kommt alles

anders: Es dauert nicht lang, da hat das

Quartett beim Pokern einen Riesenberg

Schulden angehäuft, den es konsequent

binnen sieben Tagen bei der Mafia abzubezahlen

gilt. Sollte das Unternehmen

misslingen, droht der Verlust sämtlicher

Finger. Fortan versuchen die Freunde,

das Geld durch gestohlenes Marihuana

anzuhäufen – und stolpern von einem

Fettnäpfchen ins nächste. Unser Tipp: Sei

vorsichtig, wo und mit wem du spielst!

https://youtu.be/xEn2f0sFq1E

Pechvogel mit Charme: The Cooler –

Alles auf Liebe (2003)

Bernie Lootz (William H. Macy) hat

Pech – und zwar eine ganze Menge davon!

Eben deshalb hat er über die Jahre

hohe Schulden gemacht, die er nunmehr

im Casino abarbeitet. Sein Unglück gilt

dort als Talent. Denn Bernie hat die einzigartige

Gabe, seine Umwelt mit Pech

anzustecken. Dementsprechend wandert

er von Tisch zu Tisch, sieht Spielern beim

Roulette oder Blackjack zu und provoziert

unbewusst ihre Verluste. Dabei ist

er im Grunde ein netter und freundlicher

Mann, der von seinem Boss ausgenutzt

wird. Eine charmante Satire, die mit den

Schattenseiten klassischer Casinos spielt!

https://youtu.be/I1gLFd9zeKM

Stets am Limit:

The Gambler (2014)

Spielsucht ist das gefährlichste Problem,

das mit dem Glücksspiel einhergehen

kann. Das weiß auch Jim Bennett (Mark

Wahlberg), der längst das Erbe seines

Großvaters verspielt hat und auf nichts

als einen Schuldenberg blickt. Schlimmer

noch: Er spielt mitunter in illegalen

Casinos, in denen niemals sicher ist, ob

er am Ende des Tages überhaupt auf eine

Auszahlung seiner Gewinne spekulieren

darf. Die Szenen am Roulettetisch sind

magisch – wenngleich sie stets mit einer

negativen Sicht skizziert werden. Aber

Risiko gehört beim Casinobesuch nun

einmal dazu! Wer nicht wagt, der nicht

gewinnt.

https://youtu.be/u7rcsaOhoaU

Als Poolprofi zum Oscar:

Die Farbe des Geldes (1986)

Die Farbe des Geldes ist kein traditioneller

Casinofilm. Im Grunde nimmt das

Glücksspiel sogar eine nur untergeordnete

Rolle ein. Dennoch möchten wir den

Film in diese Liste aufnehmen, weil allein

die Besetzung für sich spricht: Unter

der Regie von Martin Scorsese entdeckt

Paul Newman das Talent von Tom Cruise

und bildet ihn prompt zum erfolgreichen

Poolbillardspieler aus. In Nebenrollen

fungieren unter anderem Forest Whitacker

und Iggy Pop! Newman ist derart

großartig, dass er für seine Rolle den

Oscar für den besten Hauptdarsteller erhielt.

Verdient, wie wir finden!

Fotos: kalligra / stock.adobe.com; Alamode Film; Paramount Pictures Germany; Universal Pictures Germany; Touchstone Pictures

AJOURE MAGAZIN SEITE: 106 | SEPTEMBER 2019


Foto: Olesia Bilkei / stock.adobe.com


AJOURE / LIFESTYLE

Mit diesen Tricks

holst du alles aus

Spotify heraus

Ajouré Tech

Spotify ist der größte Musik-Streaming-Dienst

der Welt. Mehr als

200 Millionen Menschen hören

mit ihm täglich Musik. Der Streaming-Dienst

spielt nicht einfach

nur Musik ab. Er bietet auch verschiedenste

Funktionen, von denen

die meisten wahrscheinlich nichts

wissen. Mit unseren 15 Tipps und

Tricks holst du das Beste aus deinem

Spotify-Abo heraus.

1. Musik offline anhören

Das wissen wahrscheinlich viele

nicht, aber du kannst die Songs von

Spotify auch offline hören. Allerdings

benötigst du dafür ein Premium-Abo.

Unter „Einstellungen“

und dann „Wiedergabe“ aktivierst

du den Offline-Modus. Diese Einstellung

trennt das Programm von

deinem Gerät.

Nützlich, wenn du Datenvolumen

sparen möchtest. Als Premium-Mitglied

hast du auch die

Möglichkeit, ganze Playlisten und

Songs herunterzuladen. Dafür

klickst du einfach auf den „Herunterladen“-Schalter.

2. MP3s ohne Abo herunterladen

Auch ohne Premium-Abo ist es möglich,

ganze MP3s herunterzuladen. Dafür

gibt es das Programm „Recordify“.

Das Programm schneidet beim Hören

mit und speichert die Songs als MP3 auf

der Festplatte ab. Anschließend lassen sie

sich zum Beispiel auf einen klassischen

MP3-Player übertragen.

https://www.recordify.de/

3. Sound richtig einstellen

Hole das Beste aus der Musik heraus,

indem du die Sound-Einstellungen

verwendest. Unter „Einstellungen“ →

„Soundqualität“ wählst du zwischen

verschiedenen Bitrates. Je höher, desto

besser ist der Sound. Dadurch steigt aber

auch das Datenvolumen. 96 KBit/s ist

normal, 320 KBit/s ist die höchste Einstellung.

Fotos: Eugenio Marongiu; Andrii A; Oleksii / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion / Spotify App Screenshots

AJOURE MAGAZIN SEITE: 108 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

4. Eigene Musik hochladen

Das Musikangebot von Spotify ist riesig, kennt aber

nicht jeden Song. Für die Hipster unter euch gibt es

die Möglichkeit, Musik hinzuzufügen, die der Dienst

nicht kennt. Unter anderem lassen sich Playlists von

iTunes und dem Windows Media Player importieren.

Auch der Import aus einem Ordner mit lokaler Musik

ist möglich. Für Smartphone-Nutzer besteht der

Dienst nur bei einem Premium-Abo. Hierzu müssen

die Songs zuerst über die Spotify-Desktop-Version

einer deiner Playlisten hinzugefügt werden. Nun

kannst du sie auch per Smartphone über diese Playlist

auf dein Gerät laden.

5. Playlisten als Wecker auf dem Smartphone

Möchtest du von deinen eigenen Playlisten geweckt

werden? Dafür gibt es die Spotify-Wecker-App

„MyAlarm“ für Android. Der Wecker begrüßt einen

morgens auch mit Matheaufgaben und anderen

Weckspielen.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.kolmajor.alarm

6. Playlists mit Freunden

bearbeiten

Dass du deine Playlists mit deinen Freunden

teilen kannst, weißt du bestimmt.

Aber vielleicht nicht, dass du mit deinen

Freunden Playlisten gemeinsam bearbeiten

kannst. Dazu klickst du auf das Optionen-Symbol

bei der Playlist und auf

„Gemeinsame Playlist“. Anschließend auf

„Teilen“ und „Playlistlink kopieren“. Alle,

die den Link erhalten, können nun die

Playlist bearbeiten.

8. Optimierte Sound-Optionen

Spotify bietet 22 unterschiedliche

Sound-Optionen an. Mit ihnen lässt sich

die Klang-Qualität und die Art des Klanges

einstellen. Zum Beispiel mit Konzert-Hall

oder verstärkten Bässen. Passend

zu unterschiedlichen Musikrichtungen.

Bei Android findet sich diese Option unter

„Soundqualität“ und „Equalizer“, bei

iPhone unter „Wiedergabe“.

9. Optimierte Suche

Ähnlich wie bei Google gibt es einige Optionen,

mit denen du deine Suche präzisieren

kannst. Schreibe „artist:“ vor dem

Suchbegriff, um gezielt nach Künstlern

zu suchen. Mit „track:“ suchst du nach

Songs, „year:“ nach dem Jahr, „genre:“

nach Musikstilen, „label:“ nach Musiklabeln,

„album:“ nach speziellen Alben und

„tag:new:“ nach kürzlich veröffentlichten

Alben. Du kannst die Suchbegriffe auch

miteinander kombinieren.

10. Gelöschte Playlisten

wiederherstellen

Aus Versehen die Playlist gelöscht? Kein

Grund, ihr nachzuweinen, denn sie lässt

sich einfach wiederherstellen. Unter

deinen Kontoeinstellungen auf der Spotify-Webseite

findest du den Menüpunkt

„Playlists wiederherstellen“. Damit bekommst

du deine Playlist wieder.

7. Pausen zwischen den Songs

deaktivieren

Standardmäßig sind Pausen zwischen den

einzelnen Songs eingestellt. Du kannst sie

allerdings auch deaktivieren, indem du

die Option „Crossfade“ einschaltest. Dann

gehen die Songs fließend ineinander über.

Möchtest du keine fließenden Übergänge,

dann aktiviere die nahtlose Wiedergabe.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 109 | SEPTEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

11. Playlist anhand eines

Liedes erstellen

Gefällt dir dieser eine Songs besonders, hast

aber keine Ahnung, ob es mehr von dieser

Richtung gibt? Spotify kann dir helfen und

automatisch eine Playlist mit Songs zusammenstellen,

die ähnlich wie das eine Lied

klingen. Dazu drückst du den Finger auf

den Song, bis sich ein Menü öffnet. Klicke

dann auf „Gehe zu Song-Radio“. Die automatisch

erstellte Playlist findest du anschließend

unter „Radio“.

13. Besserer Sound mit Spotify Connect

Wer besseren Sound möchte, spielt die

Musik von Spotify über eine Hi-Fi-Anlage

ab. Bluetooth macht es möglich, die Musik

direkt an die Boxen zu senden. Premium-Accounts

können „Spotify Connect“

verwendet, um noch mehr aus dem Sound

herauszuholen. Mit Spotify Connect ist der

Sound wesentlich besser, da der Dienst die

Musik mit 320 KBit/s direkt aus dem Internet

streamt. Allerdings muss die Musik-Anlage

auch Spotify Connect unterstützen.

14. Songs in einer Playlist sortieren

Auf Windows lassen sich Songs manuell mit

Drag & Drop sortieren. Dazu müssen zuerst

Kriterien wie „Künstler“ und „Songs“ ausgeschaltet

werden. Du erkennst am grünen

Pfeil, welche Kriterien gerade aktiv sind.

Klick zwei Mal auf den Pfeil, um ihn zu deaktivieren.

Nun kannst du die Playlist von

Hand sortieren.

12. Auf iPhones mit einem

Wisch speichern

Auf dem iPhone ist es ganz einfach, Songs

mit dem Finger zu verwalten. Wische nach

links über einen Song und klicke anschließend

auf ein grünes Plussymbol, um ihn

zu speichern. Wische nach rechts und der

Song landet in der Warteschlange deiner

Wiedergabeliste.

Mit einem Android-Gerät kannst du lange

auf den Song klicken, damit sich das Auswahl-Menü

öffnet.

15. Privatsphäre verbessern

Normalerweise sehen Freunde auf Facebook,

was du auf Spotify hörst, solange der

Spotify-Account mit dem Facebook-Account

verbunden ist. Legst du hingegen

Wert auf mehr Privatsphäre, dann lässt sich

das deaktivieren. Bei Windows findest du

diese Option unter „Social“. Deaktiviere

hier Optionen wie „Spotify“ oder „Facebook“.

Spotify verfügt ebenfalls über eine

„Private Session“. Damit deaktivierst du alle

„Social“-Einstellungen bis zum Neustart

der App.

Fotos: Andrii A; Oleksii / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion / Spotify App Screenshots

AJOURE MAGAZIN SEITE: 110 | SEPTEMBER 2019


Happy

Day

Fotos: Pushkarevskyy / stock.adobe.com


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