HANSEstyle 2 | 2019

hansestyle16
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Nr. 2 | 2019

4,90 €

Elena Carrière

erklärt ihren

Social-Media-Erfolg

Gesundheit

Startups, die den

Markt bewegen

Wine & Dine

Das sollten Sie

probieren!

Fashion

Must-haves

der Saison

Business. Mums!

Hamburger Powerfrauen zwischen

Karriere und Kindererziehung

Größer,

SCHLESWIG-HOLSTEIN

weiter, mutiger!

Minister

Buchholz exklusiv

4

1 9 2 3 4 5 6 0 4 9 0 9


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der besonderen Art: Mit persönlicher Beratung und einem

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EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser,

für die Titelgeschichte kamen Gala-Chefredakteurin

Anne-Meyer Minnemann, Familienunternehmerin

Christina Block, Magnus-Chefin Gaby

Gaßmann und Medizinerin Dr. Susanne Steinkraus

in den Verlag. In HANSEstyle erzählen diese

Powerfrauen von ihrem Leben zwischen Karriere

und Kindererziehung und sie erklären, wie sie es

schaffen, liebevolle Mütter und zugleich beruflich

erfolgreich zu sein. Was sollte sich in Unternehmen

und von politischer Seite ändern, damit die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf flächendeckend

gefördert wird? Auch darüber sprachen wir.

Für das Treffen mit Dr. Bernd Buchholz, Schleswig-Holsteins

Minister für Wirtschaft, Verkehr,

Verleger Christian Bauer

Arbeit, Technologie und Tourismus, sind Polit-Kolumnist

Klaus May und ich nach Kiel gefahren. Nicht zuletzt durch seine Zeit als Vorstandsvorsitzender

von Gruner+Jahr kennt der Minister auch Hamburg sehr gut. Im

Exklusivinterview fordert er eine engere Zusammenarbeit der nördlichen Bundesländer

und er erläutert, aus welchem Grund er ein „glühender Befürworter“ der Fehmarnbeltquerung

ist und warum dieses transeuropäische Fernverkehrsprojekt auch

für unsere Stadt nicht zu unterschätzen sei.

Wichtig für Hamburg sind auch die

jungen Unternehmerinnen und Unternehmer,

die mit ihren innovativen

Ideen ganze Märkte bewegen wollen.

Peer-Arne Böttcher zum Beispiel – er

hat der „Indoor Air Pollution“ den

Kampf angesagt. Besonders interessant

sind auch die Startups Vireed,

Northh Medical und Ahead, die sie in

unserem Spezial „Gesundheit, Hamburg!“

kennenlernen werden.

Ich wünsche Ihnen eine spannende

Lektüre.

Ihr

Christian Bauer

Foto: Marius Engels

Urbane Eleganz.

kreiert von wempe.

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Sanfte Ostsee, raue Ostsee. Natur, soweit das Auge reicht. Ein

Herrenhaus mit Schlossgeschichten. Ruhe, Wellness, Gaumenfreuden

– stets das Beste nur für Sie! Lassen Sie sich willkommen

heißen im schlossgut gross schwansee – vor den Toren

der historischen Stadt Lübeck und dabei doch mitten in den unberührten

Landschaften Mecklenburgs. Das schlossgut gross

schwansee hat für die Saison 2019 eine Auswahl exklusiv besetzter

Events mit in den Veranstaltungskalender aufgenommen.

Als Highlight des Juli wird am 20. Juli 2019 die Moët White

Night stattfinden – mit großartigem Sommerflair direkt an der

Ostsee, chilligen Vibes vom DJ ERIC KNOW und absolut erstklassigen

kühlen Drinks der Luxusmarke Moët Hennessy.

Für die Life Balance Days vom 01. bis 05. August 2019 sind

die TriloChi ® und ROBINSON WellFit ® Entwicklerin Michaela

Busch sowie der Referent, Presenter und Coach Danny Arnold

vor Ort und beeindrucken mit ihrem Fachwissen und ihrer

Motivationsgabe. Für Golfer vom 27. bis 29. September 2019

findet der Schwansee Golf-Cup zu Gunsten der Herman van

Veen Stiftung statt.

Vom 28. August bis 01. September 2019 sind die Olympiasieger

Mario Kummer und Olaf Ludwig im schlossgut gross

schwansee und laden zum Rennrad Camp ein – mit traumhaften

Ausfahrten durch das westmecklenburgische Land

sowie zahlreichen Anekdoten von der Tour de France und Co..

Vom 31. Oktober bis 03. November 2019 wird Sternekoch

Thomas Kammeier mit einem Gourmet-Event mit Küchenparty

auf Sterne-Niveau und vielen kleinen und großen Einblicken

in seine Kochkünste begeistern. Ebenfalls mit dabei wird ein

Barista-Latte Art Künstler sein, der den Teilnehmern die Welt

des Kaffees eröffnet.

Thomas Döbber-Rüther, Direktor und Gastgeber des schlossgut gross

schwansee, freut sich auf das Eventprogramm, das ab sofort zur Buchung

bereit steht: „Wir haben einige der überragenden Vertreter ihrer

jeweiligen Branche gewonnen, dieses Programm gemeinsam mit uns hier

an der Ostsee umzusetzen. Jeder einzelne ist eine absolute Koryphäe auf

seinem Gebiet und ich bin davon überzeugt, dass wir unseren Gästen so

für die kommende Saison ganz außergewöhnlichen Erlebnisse schaffen.“

Machen Sie die Stadt zu Ihrer Bühne. Mit Diamanten im ASHOKA® Cut –

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Inhaltsverzeichnis

HANSEstyle #2 Sommer 2019

20

8

26

86

92

B!aesthetics – Aesthetic verstehen.

Meine Praxen stehen für langjährige Erfahrung

in der sanften medizinischen Aesthetic

ohne Skalpell.

Als Ärztin lege ich größten Wert darauf Ihnen

alle Behandlungstechniken so verständlich

zu erklären, dass Sie danach in der Lage

sind sich eine Meinung zu bilden und für sich

selbst mit meiner Hilfe zu entscheiden, welche

Behandlung die Beste für Sie ist.

BEHANDLUNGSPORTFOLIO

FASHION

8

14

18

20

6

Elena Carrière

Die Influencerin über ihre „Carrière“

Fashion Ladys & Gents

Sonnige Styles

Must-haves

Trends der Saison

Susanne Böhm trägt Parati

Nachhaltige Mode einer Hamburger

Designerin

WIRTSCHAFT & POLITIK

26

34

36

40

Minister Dr. Bernd Buchholz

exklusiv

Größer, weiter, mutiger!

Erfolg mit Marken

Mit Tipps von Melanie Bromeis

Innenstadtgespräch

Brigitte Engler im Bucerius Kunst Forum

No more „Indoor Air Pollution“

Saubere Luft mit Peer-Arne Böttcher

FACES

44

46

50

54

58

Vier Hamburger Powerfrauen

Anne Meyer-Minnemann

Gaby Gaßmann

Dr. Susanne Steinkraus

Christina Block

SPEZIAL:

GESUNDHEIT, HAMBURG!

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63

64

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68

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74

76

78

80

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Gesundheitszentrum (Anzeige)

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Hamburger Startups

Vireed

Northh Medical

Ahead

WINE & DINE

82

86

88

90

SPORT

92

Die Stacklies

Eine Hamburger Gastronomie-Familie

Franzis kulinarische Seiten

Zu Besuch im Klinker

Hhhmmm! Lecker

Ein Rezept – zum Nachkochen

Drei Gastro-Tipps

Ausprobieren lohnt sich

Läuft bei David Voigt

Der Running Coach (ist) motiviert

STANDARTS

4

6

17

98

Editorial

Inhalt

Impressum

Ausblick: „Moin Hamburg!“, ...

... sagt Larissa Marolt

Vereinbaren Sie ein

kostenloses Beratungsgespräch

Privatpraxis Hamburg

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Elena Carrière vor dem

Altonaer Rathaus. Gerade

war sie in Indien – und kam

zurück mit Henna-Tattoo.

FAIRE CARRIÈRE

Faire Carrière – Karriere machen: Für die Hamburgerin

Elena Carrière könnte es nicht besser laufen – seit einem Jahr

ist sie bei einer renommierten Pariser Agentur unter Vertrag

und ihr Instagram-Account verzeichnet fast eine halbe

Million Follower. Warum sie für den „nur“ zweiten Platz bei

Germany‘s Next Topmodel (GNTM) dankbar ist, wie es sich

mit dem Nachnamen Carrière lebt und worauf es in der Social-

Media-Welt ankommt, berichtet die 22-Jährige in HANSEstyle.

Mit Fotos von Marius Engels

8


FASHION

Stilsicher – das

Model in Body und

dicken Boots

Elena Carrière: ihr Weg zum Erfolg

„Es gibt keinen klar definierten Weg zum Erfolg und so ist es,

glaube ich, bei den meisten Menschen. Viele Ereignisse haben

mit Zufällen zu tun, die sich ungeplant ereignen. Nichtsdestotrotz

habe ich mich natürlich stets bemüht, diese zu nutzen und stetig

versucht, mich auf meinem Gebiet weiterzuentwickeln! Es war

mein Wunsch, auch in Paris eine Agentur zu haben, da mir diese

Stadt so viel bedeutet; natürlich ist dies kein einfacher Prozess,

genauso wenig wie jeden Tag einer große Community auf einem

sozialen Medium gerecht zu werden, aber wenn man das, was

man tut, mit Leidenschaft und positiver Energie macht, dann sind

die Hürden auch nur noch Situationen und keine Probleme mehr.

Und natürlich merken dies andere Menschen auch, was in meiner

Branche sehr wichtig ist!“

GNTM - Fluch oder Segen?

„Ich bin sehr dankbar, dass ich damals dabei sein durfte, nur

habe ich mich de facto nie beworben. Ich wurde vom Sender kontaktiert

und habe mich irgendwann dazu entschieden – mit der

festen Überzeugung, nicht ins Finale zu kommen. Demnach war

ich ganz entspannt, was das Outcome betrifft. Ich bin sehr froh,

dass ich nur Zweite geworden bin! Mir war klar, dass wenn ich dieses

Sprungbrett auch im Ausland nutzen wollte, ich besser nicht

einen ewigen Sieger-Stempel auf meiner Stirn haben sollte.“

Der Name Carrière

„Mein Familienname hat mich nie in irgendeiner Art und Weise

beeinflusst, geschweige denn eingeschränkt! Bis 15 lebte ich in

Italien und hatte keine Ahnung, dass mein Vater überhaupt einen

Bekanntheitsstatus hatte. Das Dschungelcamp war in meinen

Augen sein Australien-Abenteuer, auf das er immer schon Lust

hatte – auf Australien, nicht auf die Sendung. Demnach war

es mir ziemlich egal, was andere davon hielten. Natürlich gab

es Leute, die sich meinen Erfolg in der Sendung durch meinen

Namen erklärten und mich dadurch weniger ernst nahmen, aber

wie man im Nachhinein gut beobachten konnte, hatte dies eher

mit Missgunst oder den eigenen Unsicherheiten zu tun.“

Instagram: was geht und was nicht

„Ich habe diese Plattform früh lieben gelernt, mit all ihren

Schatten und funkelnden Seiten, weil sie – wie ich immer schon

gesagt habe – einem die Möglichkeit gibt, seine Reichweite für

Gutes zu nutzen und seine Werte und wichtige Botschaften zu

teilen! Das hat mich auch in anstrengenden Phasen motiviert.

Und natürlich die wundervolle Art von einer engen Community,

die man sich aufbaut und damit einen Austausch mit unterschiedlichen

Menschen kreieren kann. Mein Account fokussiert sich

also eher auf einen Lifestyle als auf ein bestimmtes Thema. Das

geht von Fashion, Ernährung, Gesundheit, Umwelt, Travel, Beauty

bis hin zu politischen und sozialkritischen sowie tagesaktuellen

Themen, zum Beispiel EU-Wahlen, Gewalt an Frauen, US-Politik,

Organisationen und Nachhaltigkeit.

Tabus hatte ich eigentlich noch nie in strenger Form in meinem

Leben, demnach bin ich auch auf meinem Kanal sehr durchlässig

und ehrlich. Mein Liebesleben jedoch zeige ich nicht, auch viele

sehr private und intime Momente mit Familie und Freunden

behalte ich oft für mich.“

Tipps für Social Media

„Heutzutage ist es sehr schwer, die Frage zu beantworten, wie

man im Netz groß wird. Ich hatte Glück und habe durch TV-Präsenz

mit meiner Reichweite starten können. Danach liegt es aber

an einem selbst, wie produktiv und bewusst man damit umgeht.

Man hat eine Verantwortung und das muss einem klar sein! Dann

kann man schauen, in welche Richtung man gehen will und wie

man welche Gefühle in seiner Community auslöst. Dann versucht

man, mit seinem Content zu inspirieren, zu motivieren und ein

schönes Erlebnis für den Zuschauer zu gestalten. So ist es

zumindest bei mir. Demnach meine ich zu wissen, dass bei mir

speziell einfach klare Authentizität zieht!

Ich investiere viel Zeit und Gedanken in meine Posts – auch

wegen der Verantwortung; aber eher auch wegen der Erwartung

an mich selbst, da ich es nicht als selbstverständlich sehe, dass

sich Menschen für meinen Weg interessieren.“

Umgang mit negativer Kritik

„Ich habe immer schon Negativität ignoriert, gerade im Netz, wo

sie schlicht und einfach nicht ernst zu nehmen ist. Man merkt ganz

schnell, dass es den Personen meistens nur um Aufmerksamkeit

geht.“

Community vs. Privatsphäre

„Präsenzdruck kann ein riesiges Problem und sogar Hürde für

die Gesundheit und den Job sein. Muss es aber nicht, wenn man

es richtig und bedacht angeht – wie alles andere meistens auch.

Ich habe mir gerade zwei Handy-Detox-Wochen genommen, die

mir wieder eine solche Verbundenheit mit mir selbst und meiner

Umgebung, unserer wunderschönen Welt, gegeben haben,

mit Meditation, Atemübungen, Lesen, Yoga …, das hilft mir, bei

mir zu bleiben. Und natürlich das super Verhältnis zu meinen

Liebsten.“

11


FASHION

FASHION

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Friends & Co.

Freunde zeichnen sich für mich dadurch aus, dass sie einerseits

schon vor meiner Zeit bei Topmodel immer für mich da waren und

mich ab dann bei allem unterstützt haben und hinter mir standen.

Sie interessieren sich absolut nicht für Instagram-Fame, glamouröse

Events, Geld oder Aufmerksamkeit. Ich mache mit ihnen genau

dieselben Sachen wie früher und man freut sich einfach, wenn der

andere glücklich ist mit dem, was er tut. Ich habe gerade in den letzten

ein bis zwei Jahren viele Menschen aus meinem Leben „aussortiert“,

da ich genau weiß, wem ich meine Energie schenken möchte und von

wem diese auch zurückkommt.

Lieblingsorte in Hamburg

Essen könnte ich jeden Tag bei „Was wir wirklich lieben“, „Flying

Market“, „Rain Cafeteria“, „Froindlichst“, „Kumpir Falafel“, „Public

Coffee Roasters“ und noch bei vielen anderen. Aber am allerliebsten

koche und backe ich zuhause für mich und Freunde! Ich liege sehr gerne

im Park in Ottensen oder an der Elbe. Bin gerne auf den Alsterwiesen

oder fahre auch einfach mal mit dem Rad durch die Stadt!

Must-haves für den Sommer

Ich gehe ja absolut nicht mit Trends und bin demnach ziemlich eigen,

wenn es um „Must-haves“ geht. Ich würde sagen: Bodies sind für

mich im Sommer immer dabei, lockere Flatterhosen, dicke Boots –

viele Ringe trage ich auch sehr gerne. Dazu einen natürlichen Makeup-Look!

Auch knielange sanfte Röcke entdecke ich gerade für mich,

kleine Bauchtaschen gehören für mich dazu und natürlich eine coole

schmale Sonnenbrille!

Perspektiven

Der Weg des Modelns wird hoffentlich noch etwas ausgebaut in den

nächsten Jahren und auch auf Instagram möchte ich gewisse Themen

in Zukunft noch mehr beleuchten! Darüber hinaus mache ich ein

Moderationscoaching und sammle Schauspiel-Erfahrungen, da mich

diese Gebiete auch sehr reizen. Vor allem das Moderieren fasziniert

mich. Meine Leidenschaft, das Kochen und Backen, werde ich auch

mittel- und langfristig in etwas Greifbares und Eigenes umsetzen – an

den Konzepten wird aber noch gearbeitet!

Im Anschluss an ihren zweiten Platz bei

Germany‘s next Topmodel startete

sie als Model und Influencerin durch

Über Elena Carriére

Die 1996 geborene Hamburgerin ist eine zweier

Töchter des Schauspielers Mathieu Carrière. Ihre

ersten fünf Lebensjahre verbrachte Elena in der

Hansestadt, ehe sie mit ihrer Mutter nach Venedig

zog und erst 2015 in ihre Heimat zurückkehrte. 2016

verließ die 22- Jährige die ProSieben-Show GNTM

als Zweitplatzierte. Ihr Filmdebut gab sie 2012, aktuell

ist sie mit anderen Promi- Sprösslingen, zum

Beispiel Cheyenne Ochsenknecht und Laura Karasek,

im neuen VOX-Format „7 Töchter“ zu sehen.

Schauspielerisch ist sie bereits in einigen TV- und

Kinoproduktionen in Erscheinung getreten. Moderation

bei Events und im TV sind für Elena die

Bereiche, in denen sie zum jetzigen Zeitpunkt die

größten Herausforderungen für sich sieht.

oben: Nahaufnahme von

Elena Carrière.

Foto unten: Backstage beim

HANSEstyle-Treffen mit

Natalja Fischer (l.) und Nina

Hawel (r.)

12


FASHION

FASHION

Das ist reine Kopfsache

Sonnige Styles

für den Strand

Auch in der Sonne sollte man einen kühlen Kopf

und Scheitel bewahren. Unser Styling-Rat: Ein

moderner Hut, wie dieser von Marie Lund (ca. 26

Euro), der jedes Sommer-Outfit perfekt ergänzt und

UV-Strahlen keine Chance lässt. Kein Ersatz für den

nötigen Lichtschutzfaktor, aber eine top Ergänzung

für den Schutz an besonders heißen Tagen!

Ein Teil – viel

Style! Badeanzüge,

wie

dieser von

Lascana (ca. 60

Euro), gehören

auf jede

To-Shop-Liste

Ein cooler Badeanzug,

Make-up in Koralle,

passende Accessoires und

Sonnenschutz – diese Pieces

gehören in jede Beachbag

2019 gönnt sich Ihr Bikini eine Auszeit! Warum? Na, weil er

von den neuen Badeanzügen abgelöst wird. Kein Wunder,

denn Einteiler überzeugen jetzt in den unterschiedlichsten

Farben und Hingucker-Prints sowie Schnitten

mit auf regenden Cutouts. Ergänzt wird die Swimwear

durch Lippenstifte, Nagellacke und Rouge in der vom

Pantone-Institut gekürten It-Nuance „Living Coral“. Jetzt

muss nur noch das Wetter mitspielen…

Text: Ann-Charlott Karsten | Fotos: Frank Achim Schmidt, PR

Marie Lund | Peek & Cloppenburg* |

Mönckebergstraße 6 |

www.vangraaf.com

Animalisch, praktisch, gut

Mit diesem Strandtuch wird man doch

gerne zum Klischee-Touristen. Direkt

morgens um 6 Uhr wirft man das

Tuch mit Animalprint von Zara Home

(ca. 36 Euro) über die Liege und erfreut

sich den ganzen Tag daran. Verwechslungs-Gefahr?

Ausgeschlossen!

* Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek&Cloppenburg mit ihren

Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Das hier vorgestellte Geschäft

gehört zur Peek&Cloppenburg KG, Hamburg, deren Standorte Sie unter

www.peek-und-cloppenburg.de finden.

Die legen wir an die Kette!

Dieser Trend hat Meerwert, pardon:

Mehrwert. Muscheln finden sich

aktuell an diversen Accessoires, wie

dieser Kette „Sea You Soon“ (ca.

40 Euro) des Hamburger Schmuck-

Labels So Cosi. Wir geben Ihnen

Recht – die möchte man so schnell

nicht wieder ablegen. Unser Tipp:

Mit einer weißen Bluse oder zum

Business- Blazer bringt Muschelschmuck

das gewisse Urlaubsfeeling

in den Alltag.

So Cosi | Juwelier Arnoldi |

Claus-Ferck-Str. 9 |

www.socosi.de

Zara Home | Große Bleichen 5 |

www.zarahome.com

Gutes Gewissen für alle Sonnenanbeter

1. 2. 3.

1. One-Shoulder-Badeanzug von Seafolly, ca. 100 Euro, Alsterhaus, Jungfernstieg 16-20, Nagellack „Peony Blush“ von Nailberry, ca. 20 Euro,

MEISTER Parfumerie, Eppendorfer Baum 12 2. Multicolor-Badeanzug von Eres, ca. 375 Euro, Neuer Wall 73, Rouge „GALifornia“ von Benefit,

ca. 34 Euro, Eppendorfer Baum 9 3. Badeanzug mit Blumenprint, von Zimmermann, ca. 375 Euro, Anita Hass, Eppendorfer Landstraße 60

Lippenstift „Nr. 323 Shine Your Way“ von Lancôme, ca. 31 Euro, Douglas, Neuer Wall 1-5

Sind Sie gut zu Fuß?

Der Hype um Schlangenprints

ist noch lange nicht vorbei.

Deshalb schlängeln sie sich in

dieser Saison auf die schönsten

Sommersandalen. Die Modelle

von Unisa (ca. 90 Euro) passen

übrigens sowohl zu Shorts,

als auch zu Maxikleidern oder

Midi-Röcken.

Unisa | Görtz | Spitalerstraße 11 |

www.unisa-europa.com

Schon der Frangipani-Blüten-Duft

des Trockenöls verspricht Sommerfeeling

pur! Das Sonnen schutzöl

von Caudalie (ca. 24 Euro) hat einen

LSF 30 und hinterlässt ein seidiges

Finish auf der Haut. Außerdem

eignet es sich für empfindliche

Hauttypen und nun das Beste zum

Schluss: Caudalie verzichtet auf

umstrittene Inhaltsstoffe, die der

Meereswelt schaden können.

Caudalie | Europa Apotheke |

Bergstr. 14 |

de.caudalie.com

14 15


FASHION

Comeback der

Beach Boys

Strandmode für Männer

war noch nie so stylisch und

easy wie in diesem Sommer

Die Kombi aus Badehose und T-Shirt ist längst überholt!

Wer nach einer schickeren, aber durchaus lässigen Alternative

sucht, wird hier fündig: Ob zum Sundowner an der

Pool-Bar oder beim Lunch im angesagten Beachclub –

diese drei Looks passen immer und sind sicherlich auch

nach Ihrem Geschmack, oder?

1. 2. 3.

Freizeithemden und

Bermudas gibt es

von PT01, erhältlich

bei Braun Hamburg

Text: Ann-Charlott Karsten | Fotos: Frank Achim Schmidt, PR

IMPRESSUM

VERLEGER

Christian Bauer (V.i.S.d.P. / cb@ckb.hamburg)

VERLAGSBEIRAT

Jenny Falckenberg, Heinz H. Behrens,

Hans-Ulrich Jörges, Klaus Liedtke, Stephan Luca, Klaus May,

Michael Waack, Prof. Dr. Michael Zerres

(FREIE) MITARBEITER DIESER AUSGABE

Marius Engels, Brigitte Engler, Jenny Falckenberg, Maxine

Falkus, Natalja Fischer, Joel Grandke, Nina Hawel, Franziska

Heinemann-Schulte, Mai Huynh, Ulrich Lindenthal-Lazhar, Tatjana

Munneke, Ann-Charlott Karsten, Nathalie E. Reinschmidt,

Christine Rogge, Sabine Skiba

GRAFIK

CKB, David Hofmann

POLITIK

Klaus May

STADTGESCHICHTE(N)

Heinz H. Behrens

COVER FOTOGRAFIE

Marius Engels für HANSEstyle

VERKAUF

Yvonne Popall, Lutz Egloff, Maxine Falkus (Marketing, Sales),

Christian Bauer (verantwortl. für den Inhalt der Anzeigen),

Tel.: 040 - 4153-7680, Mail: anzeigen@ckb.hamburg

DRUCK

Möller Druck und Verlag GmbH, Zeppelinstraße 6,

16356 Ahrensfelde OT Blumberg

VERTRIEB / MAGAZIN-DISTRIBUTION

Direktvertrieb. Kontrollierte Verbreitung über festgelegte Vertriebspartner.

Für Direktbezug und Abonnement wenden Sie sich

bitte an den Verlag. Teilauflage über A&Z Bull Werbedienstleistungsges.

mbH, Winsener Stieg 13, 21079 Hamburg. Teilauflage

über Pressevertrieb Nord KG, Schnackenburgallee 11, 22525

Hamburg. Teilauflage über Valora Retail Services GmbH,

Danziger Straße 35a, 20099 Hamburg

ABONNEMENT

HANSEstyle erscheint derzeit viermal im Jahr. Abonnement-Jahrespreis:

20 € (entspricht 5 € pro Ausgabe / Porto bereits enthalten).

Jederzeit kündbar. Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Adresse

und Namen an: abo.hansestyle@ckb.hamburg

VERLAGSINFORMATION

HANSEstyle ist eine Publikation der CKB mediahouse GmbH und

darf nur mit Verlagsgenehmigung in Lesezirkeln geführt werden.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste

und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträgern dürfen nur

nach Zustimmung des Verlages erfolgen. Der Verlag haftet

nicht für unverlangte Zusendung von Fotos, Manuskripten etc.

VERLAG CKB mediahouse GmbH, Alsterterrasse 7, 20354 Hamburg

| Tel: 040 - 4153-7680 | Geschäftsführer: Christian Bauer

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www.groehl-und-groehl.de

Wenn

Legenden

sich treffen

Von Freunden für

Freunde: unser

Grauburgunder Edition

Eppendorfer Baum

vereint nordische Frische

mit rheinhessischer

Bodenständigkeit.

Angebot gültig bis 15.08.2019

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ca. 260 Euro, Poststraße 36, Beachball-Set von Frescobol, ca. 75 Euro, Braun Hamburg, Mönckebergstraße 17 2. Hemd von Mustang,

ca. 50 Euro, Hamburger Meile, Hamburger Str. 19-47, Shorts von Closed, ca. 160 Euro, Poststraße 36, Sneaker von Reserved, ca. 30

Euro, Spitalerstraße 22-26, Gesichtsspray „Biotic Fresh“ von Babor, ca. 25 Euro, Große Bleichen 23-27 3. Hemd von Esprit, ca. 40 Euro,

Spitalerstraße 3, Shorts von Marc O’Polo, ca. 70 Euro, Mühlenkamp 35, Sneaker von Zespà, ca. 300 Euro, Braun Hamburg, Große Bleichen

27, Sonnenbrille von Rodenstock, ca. 120 Euro, Optiker Vocke, Mühlenkamp 22

16

www.meine-hamburger-city.de

www.hansestyle.hamburg

www.healthcare-life.de

www.metropole-kreativ.hamburg

www.hanseat-des-jahres.de

www.ckb.hamburg

Eppendorfer Baum 7

20249 Hamburg

Tel. 040 47 47 17

Eppendorfer Weg 170

20253 Hamburg

Tel. 040 42 10 71 70


FASHION

FASHION

Must-haves der Saison

Die Sommerkleider von

Different Fashion

Flemming Pinck ist der Geschäftsführer

und kreative Kopf von

Inferno Ragazzi.

Sweater und Kurzarmhemd,

je ca. 60 Euro

Inferno Ragazzi: Gute-Laune-Mode aus der Schanze

„Als Lifestyle-Label geht es bei uns immer um so viel mehr, als

nur Produkte. Die ganze Crew und die Community rund um das

Brand Inferno Ragazzi tragen ein positives Lebens gefühl in die

Welt. Nicht, weil es unsere Marketing-Strategie ist, sondern

weil wir einfach so sind. Heutzutage gibt es so viel Fake und

Unaufrichtigkeit und da haben wir keinen Bock drauf. Wir wollen

uns keinem Markt anpassen müssen, sondern Produkte

machen, von denen wir selber überzeugt sind

– nur dann kann man sie zu 100 Prozent

authentisch vertreiben. Inspiriert von

unseren Surftrips durch die ganze

Welt entstehen unsere farbenfrohen

Kollektionen und Accessoires.

Mit jedem Piece, das wir

verkaufen, wollen wir den Kunden

eine Welle und ein Stück

Strand dazulegen.“

Inferno Ragazzi Store |

Juliusstraße 36 |

www.infernoragazzi.com

Text: Ann-Charlott Karsten | Fotos: Frank Achim Schmidt, PR

Alle zehn Different-Fashion-Stores

führt Alexandra von Schöning mit

ihrem Mann Manuel Rivera

„Mich begeistert die Mode-Kollektion der Koreanerin

Samantha Sung! Sie ist nicht nur zeitlos und

feminin – sie kombiniert auch Tradition und Trends

der westlichen und der östlichen Kultur. Ihre

Kleider orientieren sich an der Silhouette der

40er und 50er Jahre und haben trotzdem einen

modernen Twist. Ob Midi- oder Maxi-Kleid (Preise

ab ca. 645 Euro), Wickelkleider, Röcke und Blusen,

geo metrische oder pflanzliche Originaldrucke, große

und kleine Karos oder Längs- und Diagonalstreifen –

Samantha Sung spielt mit Prints in einer endlosen

Farbvielfalt. Die hochwertigen Baumwoll- Qualitäten,

die für die einzigartigen Kleider verwendet werden,

begeistern Frauen auf der ganzen Welt durch ihren

hohen Tragekomfort und werden

zu Begleitern für viele

Anlässe. Vor allem jetzt im

Sommer!“

Samantha Sung bei Different

Fashion |

Am Kaiserkai 46 |

www.different-fashion.com

Justine Gaetcke arbeitet

als Division Manager PR,

Media & Cooperations

bei Babor

Zaubert eine Traumhaut – die neue

Linie „Doctor Babor Pro“

„Mein Favorit ist das „Aha Peeling

Overnight“ (ca. 70 Euro). Ich lasse

es über Nacht wirken und am

nächsten Morgen ist es so, als würde

ich einen Schleier abnehmen. Zur

neuen Range gehören außerdem

Powerkonzentrate und Cremes mit

hautidentischen Strukturen. Damit

werden Kundenwünsche

präzise erfüllt und jeder

findet das Produkt, das zu

seiner Haut passt.“

Babor Hamburg |

In der Kaisergalerie |

Große Bleichen 23-27 |

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Hay schenkt Ihnen 15

Minuten Me-Time

Ob beim Einwirken

der Gesichtsmaske im

Badezimmer oder bei

der morgendlichen

Meditation – die Sanduhr

„Time“ von Hay (ca.

19 Euro) ist der perfekte

Zeitmesser! Sie misst präzise

15 Minuten – und schmückt als

Hingucker-Objekt jeden Wohnraum.

Ihre filigrane Optik

harmoniert mit dem zart

schimmernden Sand,

der elegant und dezent

funkelt.

Hay | schön & ehrlich |

Gertigstraße 18 |

www.schoen-undehrlich.de

Berdoues nimmt uns mit auf eine Duftreise…

Kenia, Italien, Brasilien – all diese Länder

bereist die französische Duft-Traditionsmarke

in ihrer „Collection Grands Crus“.

Die kraftvollen Parfums im ikonischen

Flakon gewand (je 100 ml EdP, ca. 85 Euro)

setzen sich aus hochwertigen Inhalts stoffen

zusammen, die charakteristisch für die

jeweilige Herkunftsregion sind. Wo darf es

für Sie als nächstes hingehen?

Berdoues | Karstadt |

Mönckebergstraße 16 |

www.berdoues.com

Bettina Bojsen

Bettina Bojsen, gelernte Grafik Designerin, war jahrelang in der Modebranche

tätig, bevor sie sich entschloss, ihre Schmuckkollektion zu

designen und zu produzieren. Inspiriert durch ihr Leben auf der wunderschönen

Insel Oahu auf Hawaii, Los Angeles und ihre Reisen nach

Asien, entstand eine einzigartige Ohrring-Kollektion mit in 925 Sterling

Silber, 24k Gold Plated eingefassten echten

Steinen. Ob zu Jeans und Sneakern oder zur

Abendgarderobe – Bettina Bojsens Ohrringe

sind allzwecktauglich und ein wahrer Hingucker.

Sommerliches

Schmuckdesign von

Bettina Bojsen

Erhältlich über:

Instagramanfrage auf

bettinabojsenjewelry oder im

Brian’sSteak and Lobster, Milchstraße 2

18 19


Tag am Meer

Am Strand von Sankt Peter-

Ording trägt Susanne Böhm

All White Sunrise Matrix,

ca. 650 Euro

Immer wieder macht RTL-Nord-Moderatorin Susanne

Böhm Ausflüge in ihr früheres Arbeitsfeld, das Modeln.

Aus welchem Grund sie sich von Fotografin Christine

Rogge für das Hamburger Label Parati ablichten ließ,

wo sie im Sommer anzutreffen ist und welche passenden

Modetipps sie hat, erzählt die 42-Jährige in HANSEstyle.

20

21


FASHION

FASHION

Susanne Böhms Model-Anfänge

„Ich habe mich ganz naiv beim Model wettbewerb einer Teenie-

Zeitung beworben. Und gewonnen. Meine Agentur „Mega Models“

schickte mich direkt in die großen Mode- Metropolen. Eine meiner

ersten Reisen ging nach Los Angeles. Ich war damals 16 oder 17 Jahre

alt – es waren die besten Erfahrungen!“

Susanne Böhm im kuscheligen Classical

Cape, ca. 400 Euro. Dazu Yogahose,

ca. 380 Euro

Die Zusammenarbeit mit Christine Rogge für Parati

„Mit Christine arbeite ich sehr gern zusammen, sie ist eine absolute

Powerfrau, die genau weiß, was sie will und mit der ich mich vor der

Kamera sehr wohl fühle. Auch abseits der Sets haben wir viel Spaß

zusammen.

Sie hatte auch die Idee dazu, Parati in das Shooting einzubinden.

So haben wir Kontakt zur Gründerin, Andrea Spengler- Müller, aufgenommen.

Parati verfolgt einen nachhaltigen Produktionsprozess

– vom Rohstoff bis zur Kollektion. Ihre Mode ist für mich Wohlgefühl

mit Aha-Effekt: knallbunt, von einer tollen Qualität und nachhaltig. “

Ihre Mode ist für mich Wohlgefühl

mit Aha-Effekt.

Susanne Böhm

Nachhaltigkeit vorleben

„Ich habe immer schon Müll getrennt, mein Altpapier gesammelt

und Mehrwegflaschen verwendet. Ich bin so aufgewachsen, denn

im Osten war „recycling“ schon en Vogue, als es das Wort noch

gar nicht gab. Ich versuche vor allem, meinen Kindern vorzuleben,

was Umweltschutz ausmacht: Bahn fahren, Papier sammeln, auf

Verpackungen achten und noch viel mehr. Und auch bei der Wahl

der Kleidung beeinflusst mich mein grünes Denken.“

Hier trifft man Susanne Böhm

„Ich liebe es vor allem, viel draußen zu sein – mein Lieblingssport,

Joggen, kommt mir da sehr entgegen. Mit den Kids fahre ich gerne

an die Elbe – ich mag zum Beispiel die Strandperle und die Ahoi

Bar. Regelmäßig geht es aber auch ans Meer – ob an die Ostsee

oder Nordsee ist mir dabei fast egal. Die Ostsee hat mich in meiner

Jugend geprägt: Darß/Zingst gefällt mir sehr, Rügen und Ahrenshoop

22 23


FASHION

auch. Aber ich fühle mich genauso auf der schleswig-holsteinischen

Seite – in Timmendorfer Strand oder Heiligenhafen – sehr wohl. An

der Nordsee bin ich gern in St. Peter-Ording, meine Tipps sind unter

anderem das Beach Motel und das Strandgut Resort. Herrlich! Im

Sommer bin ich regelmäßig auch zwei Wochen bei meinen Eltern in

Sachsen-Anhalt. Dort ist es noch eine Spur heißer als hier bei uns im

Norden … und die Kids sehen ihre Großeltern.“

So sieht der Mode-Sommer aus

„In diesem Sommer braucht man viel Farbe – knallige Shorts,

kombiniert mit schlichten T-Shirts … gern auch mit Schrift aufdrucken

wie bei denen von „Hey Soho“ oder Bandshirts. Ich mag derzeit auch

Kleider wieder gern – man hat ein einzelnes Piece und ist angezogen.

Es darf viel Haut gezeigt werden! Ich mache es immer so: Wenn ich

viel Bein zeige, darf es oben lang sein und umgekehrt – so wirkt es

nie zu sexy und unangezogen. Als Kontrast finde ich witzige Badeschlappen

oder Turnschuhe super. Als Hingucker eine knallige

Regenbogen- Tasche, die auch als Statement für Vielfalt verstanden

werden soll.“

24

Über Parati

Parati heißt „für dich“: Mit ihrer Mode passt Designerin

Andrea Spengler-Müller das traditionelle Handwerk dem

aktuellen Zeitgeist an: Sie kombiniert Qualitäts- und

Material bewusstsein mit angesagten Modetrends. Ihre

Kollektion wächst stetig: Angefangen vor 15 Jahren war

Parati zuerst ein Kinderlabel, doch die Nachfrage nicht nur

von Müttern wurde immer größer, so dass Andrea Spengler-

Müller 2014 die erste Linie für Damen launchte und sich der

Strickcouture widmete. Durch ihre familiären Wurzeln hat

die Designerin einen besonderen Bezug zu Peru, dem Land,

über das die gesamte Wertschöpfung und Fertigung des

Labels läuft. Sie verwendet ausschließlich hoch wertige

Fasern wie Alpaka Superfine, Baby Alpaka und Alpaka

Seide.

Showroom: Galerie Kleefeld I Stresemannstraße 110

www.para-ti.de

Über Susanne Böhm

1977 in Sachsen-Anhalt geboren, lebt Susanne Böhm seit

vielen Jahren in Hamburg. Ihre Karriere startete sie 1996

als Model. Später studierte sie Journalistik, Kommunikationswissenschaften

und Politik an der Uni Hamburg und

der Hamburg Media School (HMS). Seit 2006 moderiert sie

für RTL Nord die Sendung „RTL Nord“. Als leidenschaftliche

Sportlerin nimmt die zweifache Mutter regelmäßig an

Sport-Events wie dem Marathon teil.

Verträumt am Strand im Tube Rock, ca. 380 Euro,

und Tube Top, ca. 180 Euro

Backstage für HANSEstyle (v.l.): Moderatorin

Susanne Böhm, Fotografin Christina Rogge und

Designerin Andrea Spengler-Müller

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WIRTSCHAFT & POLITIK

Dr. Bernd Buchholz im

Ministerium in Kiel

Größer, weiter,

mutiger!

Im Exklusivinterview mit HANSEstyle erläutert Dr. Bernd Buchholz (58 /FDP),

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des

Landes Schleswig-Holstein, wie die nördlichen Bundesländer durch eine noch

engere Zusammenarbeit gemeinsame Chancen nutzen sollten, warum die

Fehmarnbeltquerung für Hamburg von Bedeutung ist und warum der Ausbau der

Infrastruktur von ihm forciert wird.

Hamburg und Schleswig-Holstein sollten Ihrer Meinung nach als

eine Wirtschaftsregion verstanden werden. Worin sehen Sie die

Chancen?

Mit Frank Horch habe ich sehr gut zusammengearbeitet, und ich

arbeite heute mit Wirtschaftssenator Michael West hagemann

genauso kollegial zusammen. Das liegt wahrscheinlich auch

daran, dass wir drei einen Wirtschaftshintergrund haben. Es gibt

zwischen uns keine enge Länderabgrenzung mehr: hier Hamburg,

dort Schleswig-Holstein. Eine solche Einstellung ist Gift für Gewerbetreibende!

Ein Hamburger Unternehmer, der expandieren

möchte, kann im Stadtgebiet oft nicht den erforderlichen Raum

finden – in der Metropolregion gäbe es ihn. Es geht doch darum,

gemeinsame Chancen zu nutzen, zu denen auch die Energiewende

im Norden zählt: Wir produzieren Strom aus regenerativen

Energiequellen und müssen zusehen, wie Anlagen stillstehen

und die Betreiber Geld bekommen, obwohl sie nichts produzieren.

Das ist ärgerlicher Unsinn. Stattdessen sollten wir uns technologisch

an die Spitze begeben und versuchen, aus dem Grünen

Strom zum Beispiel Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe zu

produzieren. Diese Strategie kann Schleswig- Holstein nicht alleine

umsetzen. Schaffen könnten wir es aber mit Niedersachsen

und Hamburg – gemeinsam für den Norden.

Vielleicht kann man eines Tages die Staatsverträge abschaffen,

so dass Kinder aus Schleswig-Holstein in Hamburg zur Schule

gehen können – und umgekehrt.

Genau solche Themen gilt es zu überwinden: Wenn in einem

Gewerbegebiet in Stapelfeld zwei Drittel auf Hamburger Gebiet

sind und ein Drittel auf Schleswig-Holsteiner Seite ist, haben wir

zwei verschiedene Gewerbesteuerhebesätze. Es gibt noch „Kirchturmdenken“

in Hamburg und im Norden. Ein bisschen größer,

weiter und mutiger zu denken, würde tatsächlich allen nützen.

In die Kategorie „größer, weiter und mutiger“ gehört auch die

„Fehmarnbeltquerung“, die neben viel Zuspruch auch viel Kritik

hervorruft. Wie stehen Sie dazu?

Diese Verbindung birgt für uns im Norden eine riesengroße Chance.

Es ist oft schade, dass Menschen in ihrer Regionalität glauben,

dass der Fehmarnbelttunnel die Verbindung zwischen Lolland

und Fehmarn sei. Vielmehr geht es um die Verbindung der Metropolregion

Kopenhagen/Malmö mit der Metropolregion Hamburg.

Die Skandinavier denken dabei noch viel weiter: Sie sehen die

Verbindung eines skandinavischen Wirtschaftsraums mit Zentraleuropa.

Das ist ein transeuropäisches Fernverkehrsprojekt –

selbst in Brüssel gilt es als zweitwichtigstes europäisches nach

27


WIRTSCHAFT & POLITIK

dem Brennerbasistunnel. Es kann durchaus dieselbe

Wirtschaftswirkung haben. Als Wirtschaftsminister

sage ich: Im Hinterland dieses Fehmarnbelts kann

man sich sehr viel Wirtschaftsansiedlung vorstellen

und viele neue Chancen und Möglichkeiten – bis in

die Metropolregion Hamburg. Ich war deshalb stets

glühender Befürworter dieser Fehmarnbeltquerung.

Ostholstein zum Beispiel hat kaum noch freie Gewerbeflächen,

die wir ausweisen könnten, weil viele

Interessenten schon vorsorgen. Denn sie wissen:

Wenn dieser Tunnel kommt, gibt es eine völlig neue

und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehung

zum dänischen Nachbarn – und zum skandinavischen

Raum insgesamt. Das Projekt kann man nur

unterschätzen.

Für wann erwarten Sie den Baubeginn?

Die mündlichen Verhandlungen im Klageverfahren

erwarten wir 2020. Je nachdem, wie die Entscheidung

ausfällt, folgt der Baubeginn unmittelbar im Anschluss

daran. Ansonsten müssen wir bereit sein, gegebenenfalls

nachzuarbeiten. Und das darf man hierzulande

mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Ausbau der A7 –

haben sich die Anstrengungen gelohnt?

Die Wochenenden, die wir aus den letzten Jahren

gewohnheitsmäßig erlebt haben – mit langer

Rückstauproblematik ab Hamburg bis zum

Bordesholmer Dreieck – gehören offenbar der

Vergangenheit an. Wir sind jetzt sogar in der Lage,

den Verkehr bis zur dänischen Grenze zu verbessern.

Wer heute unterwegs ist, spürt, dass sich der Verkehr

enorm entspannt hat. Ein nächstes Projekt: Die Rader

Hochbrücke bei Rendsburg wird irgendwann durch

die viele Last überfordert sein, daher müssen wir neu

bauen. Doch anstatt wie bislang vierspurig, wird sie

dann sechsspurig sein.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung an der Lübecker

Bucht mit Timmendorfer Strand und Scharbeutz sowie

Neustadt und Grömitz?

Unter anderem war ich am Pfingstsonntag beim

„PfingstTon“-Festival. Die Food-Trucks aus Hamburg

waren da, die Beachlounge war voll besetzt und viele

junge, hippe Hamburgerinnen und Hamburger waren

an der Ostsee. Sie sagen sich: ´Früher bin ich an die

Alster oder die Elbe gegangen. Heute fahre ich gerne

nach Scharbeutz, da geht was ab!´ In Büsum oder St.

Peter-Ording ist das auch nicht viel anders. Auch nach

Heiligenhafen fahren viele junge Menschen aus Hamburg

– doch sie übernachten nicht in den alteingesessenen

Hotels, in denen ihre Eltern übernachtet haben,

sondern sie gehen in das Hotel „Bretterbude“, wo die

Zimmer ein bisschen anders und auf das jüngere Publikum

zugeschnitten sind. Diese junge und moderne

Zielgruppenansprache funktioniert, sie eröffnet ein

Wenn dieser Tunnel kommt, gibt

es eine völlig neue und intensivere

wirtschaftliche und kulturelle Beziehung

zum dänischen Nachbarn – und zum

skandinavischen Raum insgesamt.

Minister Buchholz

28


WIRTSCHAFT & POLITIK

WIRTSCHAFT & POLITIK

Minister Buchholz will die Zusammenarbeit

von Hamburg und Schleswig-Holstein deutlich

intensivieren.

neues Publikum für den Tourismus. So stelle ich mir

Schleswig-Holstein vor: jung, hipp, dynamisch, innovativ.

Auch die jungen Schleswig-Holsteiner streiken für

mehr Klimaschutz. Hat Sie die Bewegung „Fridays

For Future“ oder die jüngsten, besonders starken

Umfragewerte der Grünen im Hinblick auf die

Energiewende umdenken lassen?

Eine Botschaft an politische Parteien: Die Wahlergebnisse

und der Blick darauf, woher immer sie

kommen, darf nicht zu Hysterie führen. Wir haben

in einem Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition

ganz bestimmte Dinge festgelegt, die wir für das

Gelingen der Energiewende und damit für das Thema

realisieren werden. Lange vor dem Europawahlthema

haben der grüne Kollege Jan Philipp Albrecht (Anm.

Der grüne Politiker ist Minister für Energiewende,

Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

des Landes Schleswig-Holstein im Kabinett Günther)

und ich als Liberaler gemeinsam ein Papier in den

Bundesrat eingebracht mit der Frage: Wie müssten

wir eigentlich eine CO2-Bepreisung vornehmen? Wir

sind demnach nicht erst gestern bei diesem Thema

aktiv geworden.

Der Bahnverkehr sorgt im Norden immer wieder

für negative Schlagzeilen. Wie gehen Sie als

Verkehrsminister damit um?

Die Menschen machen mich dafür verantwortlich

– und haben damit recht, schließlich bin ich der Verkehrsminister

des Landes. Der Nahverkehr wird vom

Land bestellt und von der DB Regio betrieben. Fahrgäste

wollen, dass das funktioniert. Das möchte ich

auch – und zwar hochwertig und pünktlich. Doch um

ehrlich zu sein: Wir reden über den Klimawandel und

wollen Personenverkehr auf die Schienen verlagern,

doch tatsächlich betreibt die Bahn seit Jahren Werbung

für einen Autokauf – weil die Fahrgäste die häufige

Unpünktlichkeit und den schlechten Service der

Bahn satt haben. Wir haben den Druck auf die Bahn

erhöht und Themen, die wir infrastrukturell ausbauen

müssen, innerhalb des letzten Jahres im Bundesverkehrswegeplan

wegen „vordringlichen Bedarfs“

höher einstufen können. Wir haben uns eingebracht,

um die Planungsaufträge zu konkretisieren. So ist der

„Niebüll-Klanxbüll-Planungsauftrag“ erteilt. Der für

die vierte Bahnsteigkante Elmshorn ebenfalls. Jetzt

wird die Bahnsteigverlängerung für die Marschbahnstrecke

fertiggestellt. Zum ersten Mal ist ein Zwölf-

Wagon-Zug nach Sylt gefahren. Es tut sich also etwas.

Die Bahn ist über Jahre hinweg entweder nicht mit

genügend Kapital ausgestattet gewesen, um der

Zukunft zu begegnen, oder das System ist in sich

falsch. Wenn die Bahn ihr Schienennetz aus freien

Stücken erneuert, muss sie es selbst bezahlen. Wenn

sie aber darauf wartet, dass Modernisierungs- oder

Neubau maßnahmen unumgänglich werden, zahlt

das nicht mehr die Bahn, sondern der Bund als

Eigentümer. Was würden auch viele andere in einem

solchen Fall tun? Warten, bis der Bund gezwungen ist,

die Kosten zu übernehmen. Tatsächlich aber verfällt

so die Infrastruktur. Dieser Fehler ist im System

jedoch so angelegt.

Hinzu kommt, dass das Unternehmen in so viele

unterschiedliche Bereiche aufgeteilt ist – ständig

sind neue Ansprechpartner zuständig, zum Beispiel:

„DB Regio“ betreibt den Verkehr. „DB Station und

Service“ den Bahnhof. Den Fahrdraht besorgt „DB

Energy“, das Thema Schiene liegt bei „DB Netz“

und so weiter – das muss untereinander ja ständig

für Kommunikationsprobleme sorgen. Kollektive

Verantwortlichkeit ist offenbar nicht vorgesehen.

Alle arbeiten an einem Teilstück, und an

der Spitze existiert kein übergreifender Verantwortungsbereich,

sondern ein „Holding vorstand“, der

an der Stelle nicht die unterschiedlich aufgeteilten

Einzel zuständigkeiten verbindet. Es ist eine überaus

eigenartige Organisationsstruktur – und das im

größten deutschen staatlichen Unternehmen, der

zweitgrößten europäischen Eisenbahn-Gesellschaft.

Es ist eine überaus eigenartige

Organisationsstruktur – und das

im größten deutschen staatlichen

Unternehmen …

Minister Buchholz über die Deutsche Bahn

Welche sonstigen Arbeitsgebiete beschäftigen Sie

vordringlich?

In diesem Lande ist insgesamt viel Infrastruktur

„unter die Räder“ gekommen. Das betrifft nicht nur

Straßen und Schienen, sondern auch die Digitalisierung,

in der wir ganz vorne dabei sein müssten: Wir

sollten im Glasfaserausbau der Republik Vorreiter

sein und als erstes Bundesland flächendeckend alle

Haushalte am Netz haben. Im Grunde betrifft der

Ausbau der digitalen Infrastruktur die gesamte Wirtschaft.

Eins von vielen Beispielen ist das „Building

Information Modeling“: Dabei macht eine Kamera

360-Grad-Aufnahmen und vermisst einen Raum in

allen Dimensionen. Mit solchen Neuerungen muss

30 31


WIRTSCHAFT & POLITIK

im Handwerk künftig umgegangen werden, das muss

erst einmal erlernt werden. Wir müssen sicher stellen,

dass ein mittelständisch geprägtes Bundesland

diese Reise in die Digitalisierung nicht nur akzeptiert,

sondern früh und überzeugt umsetzt.

Als Arbeitsminister besorgt mich auch das Thema

„Fachkräftemangel“, über das seit Jahrzehnten

geredet, aber wenig unternommen wurde.

Was können Sie gegen den Fachkräftemangel

unternehmen?

Wir müssen viel deutlicher die Chancen – und die

Schönheit – des Bundeslandes betonen, um gut

ausgebildete junge Menschen mit ihren Familien für

das reizvolle Schleswig-Holstein zu begeistern. Hier

oben leben nach dem „Glücksatlas“ der Deutschen

Post schließlich die glücklichsten Menschen der

Republik.

Zum anderen geht es mir um die „Work- Life-Balance“:

Will ich wirklich in einer Millionen metropole leben

oder könnte es mir etwas ländlich vielleicht doch besser

gefallen? Gibt es für meine Kinder gute Schulen?

Gibt es Arbeitgeber, die mir produktive Arbeitszeitflexibilität

einräumen? Könnte es mir gefallen, neben

der Arbeit noch Kitesurfen zu lernen? Wir setzen in

der Ansprache auf qualitative Merkmale – ich lade

alle dazu ein, dieses tausend Jahre alte, attraktive

Bundesland für sich neu zu entdecken.

Bevor Sie in das Ministeramt berufen wurden,

konnten Sie als Jurist und unter anderem Vorstandsvorsitzender

von Gruner + Jahr viele Jahre Erfahrung

in der Wirtschaft sammeln. Hilft Ihnen das heute,

oder mussten Sie sehr viel Neues lernen?

Beides. Insbesondere die Führungserfahrung, die ich

sammeln konnte, ist von Bedeutung, denn heute geht

es weder in der Politik noch in modernen Unternehmen

darum, einfach anzuordnen. Vorgesetzte müssen

mit Argumenten überzeugen und Mehrheiten

organisieren. Einem Wirtschaftsminister hilft es, wenn

er unternehmerisch tätig war. Unter nehmerinnen und

Unternehmer im Lande signal isieren mir regel mäßig,

dass wir bei Wirtschaftsthemen dieselbe Sprache

sprechen. Unterschiedliche Erfahrungen einzu bringen

ist sogar die Grundidee einer Volksvertretung. Es

geht ja nicht darum, lebenslange Politiker-Kasten

auszubilden und zu beschäftigen. In Wahrheit haben

wir in der deutschen Politik viel zu wenige Menschen

mit beruflichen Fundamenten dieser Art.

Wir sollten im Glasfaserausbau der

Republik Vorreiter sein und als

erstes Bundesland flächendeckend

alle Haushalte am Netz haben.

Über Minister Buchholz

Minister Buchholz

Abitur machte Bernd Klaus Buchholz in seiner Geburtsstadt

Berlin. Im Anschluss studierte er unter anderem in Kiel Rechtswissenschaften

und Volkswirtschaftslehre. 1990 folgte die

Promotion. FDP-Mitglied ist Buchholz seit 1981. Bevor er sich

beruflich gänzlich der Politik widmete, machte er Karriere

in der Wirtschaft. Als Vorstands mitglied des Hamburger

Verlagshauses Gruner+Jahr und zugleich Vorstandsmitglied

der Bertelsmann AG gehörte Dr. Buchholz zu den einflussreichen

Medienmanagern innerhalb und außerhalb des

Landes. Im Nachgang zur Landtagswahl 2017 ging seine

Partei mit der CDU und den Grünen eine sogenannte Jamaika-

Koalition ein, wonach Dr. Bernd Buchholz zum Minister für

Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des

Landes Schleswig-Holstein berufen wurde. Der Minister ist

verheiratet und hat zwei Kinder.

Treffen im Büro von Minister Dr. Bernd Buchholz (m.) mit

Polit-Kolumnist Klaus May (r.) und Verleger Christian Bauer.

Fotos: Marius Engels für HANSEstyle

4- und 5- Sterne klassifiziert

52 Ferienhäuser im Ostseeferiendorf

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Die Seele baumeln lassen, durchatmen in der klaren

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Die Ferienhäuser sind mit 4- und 5-Sternen klassifiziert und

liegen in reiner Südlage an der Lübecker Bucht in Pelzerhaken.

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32

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WIRTSCHAFT & POLITIK

Die Arbeit an der

Melanie Bromeis in ihrer

Agentur „elevenfifteen“ in

der Milchstraße

Marke

Melanie Bromeis ist mit ihrer Agentur „elevenfifteen“ auf

Markenentwicklung spezialisiert, die gerade in Zeiten der

Digitalisierung oft neue Ansätze fordert. In HANSEstyle verrät

die Expertin fünf Tipps für einen langfristigen Markenerfolg.

1.

2.

3.

4.

5.

Wer den Wandel gestalten will, muss bei der Identität ansetzen

Digitale Transformation bedeutet unternehmerische Umstrukturierungen, die zum Beispiel in neue Prozesse oder auch Produkte

münden. Wie verhält sich die Marke in diesem Wandel? Wie reagieren Mitarbeiter, Kunden oder auch die Unternehmung

als solche darauf? Dieser Prozess sollte kommunikativ begleitet werden. Neue Kommunikationsstrategien sind zu

entwickeln – die durch Design erlebbar gemacht werden.

Die Bereitschaft zu agilen Entscheidungen sichert einen Vorsprung

Oft steht die Trägheit der Unternehmensstruktur zügigen Entscheidungen im Weg. Die ganze Welt redet von der digitalen

Transformation, während einige Wenige schon mittendrin sind. Das Gleiche gilt für die Arbeit an der Marke und der Kommunikation.

Schnelle Entscheidungen sind gefragt – und man darf auch ruhig mal Fehler begehen, um daraus zu lernen.

Kunden wünschen sich Kontinuität und eine Markenwelt, die begeistert

Durch den einfachen Zugang zur digitalen Welt können sich Verbraucher heute jederzeit allumfassend informieren. Sie

möchten und können mit der Marke in Interaktion treten. Gewünscht werden natürlich vor allem aktuelle Informationen,

und zwar am liebsten solche, die begeistern. Hier sind kreative und individuelle Ansätze gefragt, die zur Marke passen

und nicht verschrecken.

Eine Marken(r)evolution braucht Zeit

Unternehmensprozesse wandeln sich nicht adhoc, sondern Schritt für Schritt. Die Umgestaltung dauert manchmal Jahre,

und wenn es gut läuft, hört sie nie auf. Mit der Markenentwicklung verhält es sich ebenso. Nur weil eine neue Webseite

kreiert wurde, ist damit noch keine neue Marke entstanden. Ein solcher Markenrelaunch braucht Zeit und muss viele

unterschiedliche Medien einbeziehen.

Der Mensch braucht Emotionen, um sich auf eine Marke einzulassen

Es gibt so viele Produkte auf dem Markt wie Sterne am Himmel. Auf welchen dieser Sterne soll sich der Mensch nun einlassen?

Auf den, der sich mit 1000 Kilometern pro Stunde schnell genug bewegt, um die Milchstraße zu verlassen – oder

auf den, der ihn emotional bewegt und auf eine Reise mitnimmt?

10 Jahre in Hamburg: über „elevenfifteen“

Am 15. 11. 2007 wurde im Londoner Stadtteil Notting Hill um 11:15 Uhr die Agentur „elevenfifteen“ gegründet, „zur

kreativsten Zeit des Tages“, wie Melanie Bromeis erzählt. Seit 2009 residiert elevenfifteen in Pöseldorf und seit

kurzem in der Milchstraße. „Durch ihre Architektur könnten die Magdalenen- und die Milchstraße für mich ein Teil

von London sein. Es fehlt nur noch eine rote Telefonzelle vor der Tür“, sagt die Unternehmerin. Die Markenagentur

hat einen festen Stamm von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und betreut Kunden in ganz Deutschland. Sie

ist spezialisiert auf die langfristige Markenentwicklung für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie

Immobilien und Standortidentität, Technologie und Fashion.

Foto: Sabine Skiba

34

35


Serie

WIRTSCHAFT & POLITIK

Das Innenstadtgespräch

Für jede HANSEstyle trifft Hamburgs City Managerin, Brigitte Engler,

Menschen, die die Innenstadt bewegen. Diesmal: Prof. Dr. Andreas

Hoffmann, den Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums.

Brigitte Engler: Das Bucerius Kunst Forum ist umgezogen und

seit diesem Sommer am Alten Wall 12 zu finden. Welche Vorzüge

haben die Räumlichkeiten?

Professor Hoffmann: Die ZEIT-Stiftung hat mit der Eröffnung des

neuen Bucerius Kunst Forums ein neues Kapitel in der Geschichte

des Ausstellungshauses aufgeschlagen. Wir haben unsere

Räumlichkeiten um 1.000 auf 3.400 Quadratmeter vergrößert,

um mehr Raum zu schaffen angesichts der deutlich gestiegenen

Besucherzahlen der vergangenen Jahre. Und wenige Wochen

nach der Eröffnung kann man sagen: Die neuen Räumlichkeiten

haben sich in vollem Umfang bewährt.

Das Publikum hat die Architektur des Hamburger Architektenbüros

von Gerkan, Marg und Partner begeistert aufgenommen.

Wir alle genießen die Transparenz und Urbanität der Architektur

mit ihren Durchblicken auf den Alsterfleet auf der einen und das

Rathaus sowie die Handelskammer auf der anderen Seite. Aber

auch die große Treppe aus Amerikanisch-Nußbaum, die die

Gäste mit offenen Armen empfängt oder die Veranstaltungsetage

mit dem anschließenden Lichthof sind schnell zu Publikumslieblingen

geworden.

Welchen Vorteil hat der neue Standort für Ihr Team und für Ihre

Gäste?

Unsere Besucherinnen und Besucher profitieren davon, dass

das neue Bucerius Kunst Forum auf seinen vier Geschossen

klar definierte Funktionsbereiche schafft. Diese klare Struktur

erleichtert auch die Arbeit unserer Kuratorinnen und Kuratoren,

unserer Veranstaltungs- und unserer museumspädagogischen

Abteilung. Im Erd- und Untergeschoss gibt es deutlich großzügigere

Servicebereiche sowie einen neuen Bucerius Book Shop.

Im Fleetgeschoss haben die kulturelle Bildung, die Museumspädagogik

und die Vermittlung mit dem gläsernen Atelier eine

eigene Etage erhalten, die unseren zahlreichen museumspädagogischen

Aktivitäten eine Heimat bietet – wie unserem

Schülerprojekt in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Gymnasium

und dem Johanneum, aber auch unseren Angeboten für

Menschen mit einer Demenzerkrankung in Kooperation mit dem

Katharinenhof an der Mühlenau in Eidelstedt.

Vor allem aber ist für die Ausstellungen im ersten Obergeschoss

eine neue, zusammenhängende Ebene mit einem phantastischen

Ausstellungssaal entstanden.

Aber auch für die zweite wichtige Säule unseres Programms,

das umfangreiche Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Konzerten,

Diskussionen und Vorträgen, ist eine eigene Etage entstanden.

Da hat sich mit dem Auditorium und einem angrenzenden

Lichthof die Fläche für Veranstaltungen mehr als verdoppelt.

Mit rund 200.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich ist

das Bucerius Kunst Forum stark frequentiert. Wie schaffen Sie

den Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch der Kunst

und Massentauglichkeit?

Es ist ein großes Missverständnis, dass wissenschaftlicher Anspruch

und Publikumsinteresse unvereinbare Gegensätze darstellen.

Im Gegenteil: Für ein gut informiertes, kulturreisendes

Publikum wird eine gute wissenschaftliche Fundierung einer

Ausstellung immer wichtiger. Für uns als Ausstellungshaus

ohne eigene Sammlung ist sie sogar eine wesentliche Voraussetzung

für den Erfolg. Wir bekommen unsere Leihgaben aus

den großen Museen der Welt, der Tate Britain in London, dem

Centre Georges Pompidou in Paris oder dem MoMA in New York

nur, wenn wir eine neue These, einen neuen Blick auf das Thema

oder einen nie gezeigten Blick auf das Werk eines Künstlers

präsentieren. Ein exzellentes wissenschaftliches Konzept ist

bei uns eine „conditio sine qua non“ (Anm. Eine notwendige

Bedingung) für den Erfolg.

Die Digitalisierung stellt viele Branchen vor große Herausforderungen.

Worin liegen die Chancen der Digitalisierung für das

Bucerius Kunst Forum?

Wie stehst du zur Digitalisierung? Kein Direktor und Geschäftsführer

eines Museums und Ausstellungshauses kommt an dieser

Frage vorbei. Im Bereich des Marketings geht es auch für das

Bucerius Kunst Forum immer mehr um die digitale Präsenz. Ein

Museum oder Ausstellungshaus, das nicht im Netz präsent ist,

existiert für viele nicht mehr. Man will längst nicht mehr nur das

Museum selbst, sondern auch das, was im Museum zu sehen

ist, im Netz finden. Das stellt neue Anforderungen an die Ins-

Brigitte Engler und Professor

Hoffmann im Bucerius Kunst

Forum – der Lichthof bietet zum

Beispiel Platz für Lesungen.

36


WIRTSCHAFT & POLITIK

titutionen. Für uns bedeutet das zunächst einmal, dass die

Bedeutung des Social-Media-Marketings immer größer wird.

Instagram, Facebook und Twitter gewinnen immer mehr an

Bedeutung. Aber auch das Online-Ticketing und WLAN für

alle sind wichtige Themen.

Multimediaguides und digitale Vermittlungsformate bieten

ganz neue Möglichkeiten, dem Besucher die Kunst und

die Werke in einer Ausstellung durch ergänzendes Material,

Interviews oder den Blick in das Atelier des Künstlers zu

erschließen. Auch das Bucerius Kunst Forum wird ab dem

kommenden Jahr verstärkt auf diese digitalen Vermittlungsformate

setzen, beispielsweise in der großen Hockney-Ausstellung,

die wir in Kooperation mit der Tate Britain in London

vorbereiten.

Über Prof. Dr. Andreas Hoffmann

Geboren 1971 in Norden, Ostfriesland, studierte Andreas

Hoffmann Klassische Archäologie, Lateinische Philologie

und Alte Geschichte in Hamburg, Berlin und Heidelberg. In

der Hansestadt war er unter anderem für das Museum für

Kunst und Gewerbe aktiv – seit 2007 ist er Geschäftsführer

des Bucerius Kunst Forums. Professor Hoffmann ist am „Institut

Kultur und Medienmanagement“ der „Hochschule für

Musik und Theater Hamburg“ Sprecher der Fachgruppe Wirtschaft

und Marketing und unterrichtet darüber hinaus Themen

des Museumsmanagements.

Über Brigitte Engler und das City Management Hamburg

SONDERHEFT STADTOASEN

Die Ausstellung versammelt

rund 130 Werke von vier

der bedeutendsten amerikanischen

Künstler des 20. Jahrhunderts …

Professor Hoffmann über die Mitte Oktober 2019

startende Ausstellung mit Werken von Disney,

Rockwell, Pollock, Warhol

Brigitte Engler ist seit dem Jahr 2006 Geschäftsführerin des

City Management Hamburg. Ihre umfangreichen beruflichen

Erfahrungen erwarb die studierte Betriebswirtin zuvor in verschiedenen

Tätigkeitsfeldern bei der Peek & Cloppenburg KG

in Hamburg. Parallel engagiert sich die gebürtige Münsteranerin

in den Aufsichtsräten der Hamburg Tourismus GmbH

und der Hamburg Messe und Congress GmbH. Seit 2013

ist sie zudem als Vorstandsmitglied im Tourismusverband

Hamburg tätig. Das City Management wurde vor 20 Jahren

gegründet und ist der Zusammenschluss der Anlieger in der

Hamburger Innenstadt und der HafenCity. Über 850 Partner

engagieren sich in diesem Netzwerk, um Hamburgs Innenstadt

im (inter-)nationalen Wettbewerb zu stärken.

Fotos: Marius Engels

Mitte Oktober startet „Amerika! Disney, Rockwell, Pollock,

Warhol“. Worauf können sich Kunstbegeisterte freuen?

Die Ausstellung versammelt rund 130 Werke von vier der bedeutendsten

amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts,

die alle auf ihre Weise die visuelle Kultur der USA geprägt

haben. Walt Disney, Norman Rockwell, Jackson Pollock und

Andy Warhol waren auf ihrem künstlerischen Gebiet Pioniere.

Sie erschufen ein Bild der USA, das noch heute im visuellen

Gedächtnis fest verankert ist. Und doch sind alle ganz verschieden.

38

Das neue Bucerius Kunst Forum: Alter Wall 12

www.buceriuskunstforum.de

Im Herzen der

Stadt: Brigitte

Engler und Professor

Hoffmann

im ersten Obergeschoss

des neuen

Bucerius Kunst

Forums. Tipp: Die

noch bis Ende

September laufende

Ausstellung „Here

We Are Today – das

Bild der Welt in

Foto- & Videokunst“

Lust auf Grün!

Geschichten und Tipps für Menschen mit und ohne Garten.

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WIRTSCHAFT & POLITIK

WIRTSCHAFT & POLITIK

Böttcher, wir haben

ein Problem!

Spezielle Blumentöpfe, die das Wurzelwerk der Pflanzen belüften:

Mit dem System „Airy“ möchte Unternehmer Peer-Arne Böttcher

das Problem der „Indoor Air Pollution“ lösen. Und das nicht nur in

Hamburg.

Text: CKB | Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar

Über die Anfänge

„Nicht ich kam zu Airy, sondern Airy kam zu mir. Mir wurde

der Gründer Helge Knickmeier vorgestellt – ein leidensgeplagter

Heuschnupfenallergiker, der auch mit Reinigungs- und

Lösungsmitteln nicht klar kommt. Er besuchte mich mit einem

Blumentopf, seinem ersten Prototypen und sagte, dass er das

Produkt gern an den Markt bringen würde und fragte, ob ich helfen

könne. Seine Geschichte hat mich überzeugt: Noch am selben

Tag habe ich eigentlich alles stehen und liegen lassen – denn

wann hat man schon einmal die Chance, ein dringliches Menschheitsproblem

zu lösen? Wir haben ein Problem mit Wasser auf

diesem Planeten. Und wir haben ein Problem mit Luft. Und das

wollen wir für den Innenraum komplett lösen.“

Das Problem mit der Innenraumluft

können. Wir können sogar eine Zeit lang ganz drauf verzichten.

Bei der Atemluft geht das aber nicht lange gut. Die brauchen

wir permanent. Bis zu 90 Prozent aller Schadstoffe in unseren

Körpern sind über die Luft dort reingekommen.“

Wir nutzen das beste luftreinigende

System, das es auf dem Planeten Erde

gibt: Pflanzen.

Peer-Arne Böttcher

Pflanzen verändern

(sein) Leben: Unternehmer

Peer-Arne Böttchers jüngstes

Unternehmen hat die Chance

auf Marktführerschaft

„Im Grunde genommen gibt es auch ein Problem mit der Außenraumluft,

aber es ist vergleichsweise gering im Vergleich zu

dem, was wir uns in geschlossenen Räumlichkeiten antun. Die

Außenluftqualität ist auch nicht überall wirklich schlecht. In

geschlossenen Räumlichkeiten ist die Luftverschmutzung zum

Teil dreißigmal höher als draußen.

Schlechte Innenraumluft macht als erste Vergiftungserscheinung

müde und schlapp. Das sind Befindlichkeitsstörungen, zu denen

auch Kopfschmerzen zählen. Mittelfristig entstehen chronische

Krankheiten, Allergien oder Asthma zum Beispiel. Langfristig führt

„Indoor Air Pollution“, wie die Weltgesundheitsorganisation es

nennt, insbesondere zu Krebs, Diabetes und Unfruchtbarkeit. Die

aktuellen Studien der Weltgesundheitsorganisation bezeichnen

„Indoor Air Pollution“ als größte Menschheits bedrohung mit über

4,5 Millionen Toten pro Jahr.

Man versteht nun immer mehr, wie wichtig die Luft für den

Menschen ist. Das mutet ein bisschen merkwürdig an, da jeder

weiß, dass wir mit Essen und Getränken lange Zeit sparsam sein

So funktioniert Airy

„Wir nutzen das beste luftreinigende System, das es auf dem

Planten Erde gibt: Pflanzen. Es gibt kein einziges technisches

System, das vom Menschen entwickelt wurde und die Luft

wirklich effektiv reinigen kann. Es gibt Filter, die bestimmte Dinge

herausfiltern. Pflanzen können die Luft hingegen reinigen und

neue Luft erzeugen. Die NASA hat sehr umfänglich erforscht,

wie Pflanzen das machen. Das erstaunliche Ergebnis war, dass

die Hauptarbeit der Pflanze im Wurzelwerk stattfindet. Und das

geht besonders gut vonstatten, wenn das Wurzelwerk belüftet

wird und die Schadstoffe direkt an die Wurzel gebracht werden.

Dann wird eine Pflanze höchst effektiv, so dass schon eine kleine

ordinäre Zimmerpflanze im Raum ausreicht, um ihn rund um die

Uhr mit frischer Luft zu versorgen. Und genau hier setzt Airy durch

den speziellen Blumentopf, der das Wurzelwerk belüftet, an. Ein

System kann genügen, um bis zu 40 Kubikmeter Luft binnen 24

Stunden zu reinigen – vollkommen lautlos und ganz ohne Strom!“

40 41


WIRTSCHAFT & POLITIK

TOUR 2019

Wie viele Pflanzen es braucht

„Die Luftverschmutzung ist extrem unterschiedlich. Das hängt

unter anderem davon ab, ob gelüftet werden kann oder ob nicht.

Welche Möbel stehen darin? Menschen dünsten ja ebenfalls

Schadstoffe aus, zum Beispiel CO2 mit der Ausatemluft. Wir

klassifizieren einen Raum, indem wir die Luftschadstoffe messen.

Ein Klassenzimmer ist zum Beispiel extrem hoch belastet, weil

es entsprechend häufig und von vielen Menschen genutzt wird.

Dann muss man entsprechend schauen, wie viele Pflanzen und

Airy-Systeme es braucht, um dort rund um die Uhr für gute Luft

zu sorgen.“

Die positive Wirkung

„Wir haben regelrechte Liebesbriefe von Eltern bekommen –

sie sagen, dass es ihren Kindern wieder gut gehen würde. Sie

könnten wieder durchschlafen und Krankheitssymptome wie

Allergien seien verschwunden. Ähnliches haben wir aus Unternehmen

gehört: Mitarbeiter würden sich wohler fühlen – allein

deshalb, weil die Luft nicht mehr so trocken ist. Und sie würden

seltener krank sein.“

Eine Vision: Airy in jedes Klassenzimmer

„Eines meiner vordringlichsten Ziele ist es, in jedes Klassenzimmer

luftheilende Pflanzen zu bringen. Es gibt eine

norwegische Studie, die das untersucht hat. Ein Jahr lang wurde

eine Schulklasse mit Pflanzen und eine ohne Pflanzen begleitet.

Die Klasse mit Pflanzen war nach diesem Jahr eine gesamte

Note besser – und es ist einfach zu erklären: Die Pflanzen sorgen

dafür, dass sich die Schüler wohler fühlen. Das sind die normalen

psychosomatischen Effekte – grün ist eben schön. Hinzu kommt:

Es waren weniger Schadstoffe in der Luft und die Schülerinnen

und Schüler hatten eine höhere Sauerstoffkonzentration im Blut.

Sie konnten sich besser konzentrieren, konnten den schulischen

Stoff besser aufnehmen. Sie waren ein Drittel weniger krank.“

Die Pflanzenwelt

„Die verwendeten Pflanzen sind überwiegend Wüstenpflanzen

mit stark luftreinigenden Eigenschaften. Es sind auch Farngewächse

oder sogenannte Luftwurzler wie beispielsweise

Orchideen oder Efeu. Überwiegend sind es Pflanzen, die wir

ohnehin sehr gerne um uns haben, zum Beispiel Drachenbaum

oder die Goldfruchtpalme. Es sind die typischen Büropflanzen,

weil sie allein über ihre Blätter einen – wenn auch recht geringen

– luftreinigenden Effekt von sechs bis zehn Prozent haben. Wir

bringen diesen Effekt quasi auf 100 Prozent.“

Mehr über „Airy“ unter www.airy.de

Peer-Arne Böttcher samt Airy zu Besuch im Verlag:

Die Pflanze lässt sich kinderleicht, aufgrund des

verarbeiteten Wassertanks, bewässern.

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar für HANSEstyle

Über den Sensor

wird jeder Raum

individuell

vermessen

und daraufhin

die optimale

Mischung an

Pflanzen zusammengestellt

Über Peer-Arne Böttcher

Vielen Hamburgerinnen und Hamburgern ist

der umtriebige Unternehmer als Gründer des

Business Clubs Hamburg bekannt. Darüber

hinaus ist Peer-Arne Böttcher unter anderem

Buchautor und Speaker. Er ist verheiratet und

hat vier Kinder – zwei Töchter und zwei Söhne.

11.12.19

Hamburg Barclaycard Arena

Tickets unter www.sasha.de

23.07.19 – Mojo Club

MADELEINE

PEYROUX

25.07.19 – Stadtpark Open Air

STATUS

QUO

29.07.19 – Stadtpark Open Air

JAMES

MORRISON

06.08.19 – Stadtpark Open Air

LEWIS

CAPALDI

12.08.19 – Knust

JONATHAN

WILSON

23.08.19 – Stadtpark Open Air

BEST OF

POETRY

SLAM

01.09.19 – Stadtpark Open Air

HELGE

SCHNEIDER

04.09.19 – Stadtpark Open Air

ENSEMBLE

RESONANZ

14.09.19 – Fabrik

KING’S X

16.09.19 – Elbphilharmonie

SOLANGE

20.09.19 – Barclaycard Arena

NIGHT

OF THE

JUMPS

24.09.19 – Docks

JULIA

MICHAELS

24.09.19 – Fabrik

JACOB

KARLZON

TRIO

24.09.19 – Barclaycard Arena

LINDSEY

STIRLING

30.09.19 – Mojo Club

ALEXA

FESER

02.10.19 – Laeiszhalle

MAX RAABE –

SOLO

03.10.19 – Elbphilharmonie,

kleiner Saal

KEKKO

FORNARELLI

07.10.19 – Laeiszhalle

ALEXANDER

KNAPPE &

ORCHESTER

07.10.19 – Große Freiheit 36

MILOW

08.10.19 – Laeiszhalle,

kleiner Saal

KEVIN HAYS

& LIONEL

LOUEKE

09.10.19 – Stage Club

DURAND

JONES & THE

INDICATIONS

17.10.19 – Gruenspan

LUCKY

CHOPS

19.10.19 – Fabrik

HEATHER

NOVA

24.10.19 – Docks

THE DIVINE

COMEDY

28.10.19 – Laeiszhalle

ART

GARFUNKEL

28.10.19 – Stage Club

ADAM

GREEN

29.10.19 – Fabrik

YOUN SUN

NAH

30.10.19 – Laeiszhalle

ACHIM

REICHEL

& BAND

01. & 02.11.19 – Kampnagel

ÜBERJAZZ

06.11.19 – Mojo Club

LAUREN

DAIGLE

08.11.19 – Mojo Club

SHURA

10.11.19 – Elbphilharmonie

THE JAZZ

ANIMALS

12.11.19 – Große Freiheit 36

WELSHLY

ARMS

17.11.19 – Stage Club

YOLA

04.12.19 – Fabrik

RHIANNON

GIDDENS

05.12.19 – Sporthalle

ALLE

FARBEN

05.12.19 – Kulturkirche

Altona

NILS WÜLKER

& ARNE

JANSEN

10.12.19 – Laeiszhalle

PEE WEE

ELLIS

11.12.19 – Docks

HOT CHIP

13.12.19 – Fabrik

WLADIMIR

KAMINER

17.12.19 – Uebel & Gefährlich

ODEVILLE

20.12.19 – Sporthalle

TORFROCK

22.12.19 – Barclaycard Arena

HAMBURGER

WEIHNACHTS-

SINGEN

23.01.20 – Barclaycard Arena

ADEL

TAWIL

30.01.20 – Gruenspan

JEANETTE

BIEDERMANN

05.03.20 – Elbphilharmonie,

kleiner Saal

YOUNEE

14.03.20 – Elbphilharmonie

HILDEGARD

LERNT

FLIEGEN

22.03.20 – Barclaycard Arena

LORD

OF THE

DANCE

02.05.20 – Barclaycard Arena

JOHANNES

OERDING

42

TICKETS: → (0 40) 4 13 22 60 → KJ.DE


Business. Mums!

(v. l.) Dr. Susanne Steinkraus, Gaby Gaßmann,

Christina Block und Anne Meyer-Minnemann:

Vier Hamburger Powerfrauen erzählen aus ihrem

Leben zwischen Karriere und Kindererziehung.

Mit Fotos von Marius Engels für HANSEstyle


FACES

„Ziele erreichen und

Träume leben“

Anne Meyer-Minnemann – die

Mutter zweier Kinder hat beruflich

erreicht, wovon viele andere

träumen

Anne Meyer-Minnemann ist seit 2014 Chefredakteurin des

Lifestyle-Magazins Gala. Im Interview erzählt uns die alleinerziehende

Zweifach-Mama, wie sie den Alltag zwischen Job und

Familie managt, warum es Müttern im Berufsleben nicht leicht

gemacht wird und was sich im Sinne einer besseren Vereinbarkeit

von Familie und Beruf dringend ändern muss.

HANSEstyle: Sie haben geschafft, wovon viele träumen und sind

bei der Gala von der Volontärin bis zur Chefredakteurin aufgestiegen.

Was hat Ihnen auf diesem Weg geholfen?

Anne Meyer-Minnemann: Immer, wenn ich beruflich vorwärts

kommen wollte, habe ich es bei meinem jeweiligen Chef angesprochen.

Das ist etwas, was Frauen unbedingt machen sollten –

leider tun sich viele damit schwer. Frauen sind oft zu bescheiden

und wollen nicht den Anschein erwecken, mit ihrer Leistung zu

prahlen.

Neben Ihrer Position als Chefredakteurin sind Sie alleinerziehende

Mutter von zwei Töchtern (13 und 11 Jahre). Wie schaffen

Sie es, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen?

Ich habe Menschen, die mir dabei helfen: eine Haushälterin und

ein Au-pair-Mädchen, das am Nachmittag dafür sorgt, dass die

Kinder ihre Hausaufgaben machen oder Querflöte üben. Und die

Kinder haben einen wunderbaren Vater, mit dem ich mir das Sorgerecht

teile. Wir kriegen das sehr gut hin.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrer Rolle zwischen Mutter

und Managerin?

Allem gerecht zu werden, einen guten Job zu machen und eine

gute Mutter zu sein, die für ihre Kinder da ist, ist eine Herausforderung.

Ich habe für mich die Devise ausgerufen: Mut zur Lücke.

Man muss sich selbst verzeihen, wenn hin und wieder etwas unter

den Tisch fällt. Ich kann mein Kind vielleicht nicht zum Flötenunterricht

bringen, aber wenn das Konzert stattfindet, bin ich da.

Man muss schauen, dass man die wichtigen Momente der Kinder

teilt und in den nicht so wichtigen einfach mal loslässt.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihren Kindern?

Wenn ich nicht gerade auf Reisen bin, wecke ich meine Kinder

auf, bringe ihnen einen Tee ans Bett, schmiere ihnen die Butterstullen

für die Schule. Und wenn ich abends nach Hause komme,

koche ich für uns. Mir ist es wichtig, ein geregeltes Familienleben

zu haben, die Mahlzeiten zusammen zu verbringen und sich auf

dem Laufenden zu halten. Das ist entscheidend, wenn man den

Tag über nicht zu Hause ist.

Ich habe für mich die Devise

ausgerufen: Mut zur Lücke.

Anne Meyer-Minnemann

Würden Sie gerne mehr Zeit zu Hause verbringen?

Ich glaube, dass es nicht wichtig ist, wie viel Zeit ich im Haus bin,

sondern wie viel Zeit ich tatsächlich intensiv mit meinen Kindern

verbringe. Wenn sie mich brauchen, bin ich für sie da. Abends setze

ich mich oft zu meiner Großen ans Bett und sie zeigt mir ihre

Snapchat-Geschichten und ihre Fotos, so dass ich an ihrem Leben

teilnehme. Und wenn tagsüber etwas anliegt, schreiben wir das in

unseren Familien-Chat.

46


FACES

Möchten Sie beruflich ihren Töchtern ein Vorbild sein?

Mir ist wichtig, dass meine Töchter starke Frauen werden, die

selbstbewusst ins Leben hinausgehen und wissen, dass sie alles

erreichen können, was sie wollen. Wenn das nun Mutter von fünf

Kindern und Hausfrau sein sollte, wäre das für mich auch in Ordnung.

Aber ich glaube schon, dass es gut ist, ein Vorbild für seine

Kinder zu sein und zu zeigen, dass man frei und unabhängig ist,

dass man seinen Weg verfolgen, seine Ziele erreichen und seine

Träume leben kann. Egal, für welchen Lebensweg man sich entscheidet.

Welche Werte wollen Sie Ihren Kindern noch mitgeben?

Es ist mir wichtig, meinen Kindern Respekt vor anderen Menschen

beizubringen. Das ist ganz gut gelungen, glaube ich. Meine

Kinder würden nie jemanden anders behandeln, nur weil er

nicht so ist wie sie. Wir leben in einer globalisierten Welt: Wenn

ich mich da vermauere, nicht über meinen Tellerrand schaue und

anderen Kulturen, Menschen, Geschlechtern und Körpern keine

Offenheit entgegenbringen kann, dann bin ich falsch beraten in

dieser neuen Zeit.

Es wird oft gesagt, dass es mit Kindern schwieriger ist, berufliche

Ziele und Erfolge zu erreichen. Sind Kinder Karrierekiller?

Ich bin das beste Beispiel, dass das nicht der Fall ist. Bei mir hat

weder das erste noch das zweite Kind meine Karriere gekillt. Das

Problem sind vielmehr die Bedingungen, die Frauen in den Unternehmen

vorfinden.

Sind Sie nach der Geburt Ihrer Kinder in Teilzeit gegangen?

Ich bin nie in Teilzeit gegangen. Ich habe ein anderes Modell

gewählt: Ich habe bei beiden Kindern sehr lange Elternzeit genommen,

jeweils zweieinhalb Jahre. Es war mir wichtig, in der

frühen Prägungsphase für die Kinder da zu sein und eine gute

Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen. Aber: Ich habe während der

Elternzeit 20 Stunden pro Woche gearbeitet, habe Projektarbeit

gemacht, Sonderhefte konzipiert, Jahresrückblicke entworfen.

Das ist wirklich wichtig, um den Anschluss nicht zu verlieren. Als

die Kinder im Kindergartenalter waren, bin ich mit voller Kraft wieder

eingestiegen.

Wie stehen Sie zu einer Frauenquote?

Ich denke, die Quote ist leider ein notwendiges Übel. Noch. Solange

wir zu wenige Frauen in entscheidenden Positionen haben,

muss erst einmal eine Quote her, damit sich etwas ändert.

Wenn die gläserne Decke durchbrochen und eine faire Verteilung

erreicht ist, wird sich ohnehin etwas ändern, schon allein, weil

dann eine ganz andere Personalpolitik betrieben wird.

Was gefällt Ihnen an Hamburg?

Ich liebe diese Stadt mit allem was sie hat. Ich liebe die Gegensätzlichkeit

zwischen der Schanze und Pöseldorf und zwischen

dem Kiez und Blankenese. Ich liebe die Weltoffenheit und dieses

Relaxte der Hamburger. Ich mag das Höfliche und dass man gut

miteinander umgeht. Ich mag das Grün der Bäume und den brackigen

Geruch der Elbe. Das ist einfach mein Zuhause.

Welche sind das?

Es wird Druck gemacht, dass die Mütter in Vollzeit wiederkommen,

in Teilzeit droht häufig ein unattraktiverer Job. Es gibt für

Führungskräfte kaum Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten. Viele

Unternehmen bieten auch immer noch nicht die Möglichkeit, im

Homeoffice zu arbeiten. Außerdem gibt es Vorurteile, dass Frauen

mit Kindern möglicherweise weniger leistungsfähig sind, weil sie

an anderer Stelle viel leisten müssen. Dabei sind gerade Mütter

supereffizient.

Anne Meyer-Minnemann

(r.) und Christina Block

kennen und schätzen sich

auch privat

Wie könnte der Wiedereinstieg erleichtert werden?

Homeoffice, Flexibilität und Jobsharing sind Möglichkeiten. Auch

Betriebskindergärten sind ein Thema. Und ich denke, dass der

Blick auf Väter ein sehr altmodischer ist, der dringend geändert

werden muss. Junge Männer nehmen zwar vermehrt Elternzeit,

aber maximal ein halbes Jahr. Männliche Führungskräfte nehmen

meist gar keine Elternzeit, denn das wird immer noch mit Skepsis

betrachtet. Aber Väter und Mütter sind gleichberechtigt. Beide

haben den gleichen Anspruch darauf, Zeit mit ihren Kindern zu

verbringen. Auch Väter im Management könnten Elternzeit nehmen

oder in Teilzeit arbeiten. Solange Männer dann aber schief

angeschaut werden, wird sich leider nicht viel ändern und auch

keine Erleichterung für die Frauen geschaffen werden.

Über Anne Meyer-Minnemann

Ihre Karriere begann sie bei der Hamburger Morgenpost.

Schnell wurde man bei der Gala auf die talentierte

Gesellschaftsreporterin aufmerksam und warb

Anne Meyer-Minnemann ab. Dort stieg die Hamburgerin

zunächst zur Ressortleiterin und später zur

Chefreporterin auf. Seit 2014 ist die 46-jährige Chefredakteurin

der Gala und damit die erste Frau an der

Spitze des Lifestyle-Magazins. Anne Meyer-Minnemann

lebt mit ihren beiden Töchtern in Rotherbaum.

Das Gespräch führte: Natalja Fischer

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FACES

Mit ihr sitzt man

nie auf dem Trockenen

Einflussreiche Unternehmerin:

Magnus-Chefin

Gaby Gaßmann

Gaby Gaßmann macht ihr Ding und das ist groß: MAGNUS – das

bedeutet im Lateinischen groß. Mit ihren 46 Jahren gehört sie zu

den bedeutenden Unternehmerinnen Hamburgs. Sie ist Inhaberin

der Magnus Mineralbrunnen GmbH & Co. KG in Norderstedt –

doch ihr größter Schatz ist ihre bald siebenjährige Tochter.

Power, gebündelt auf 1,68 Meter: Ihre tintenblauen Augen registrieren

alles – sie schlussfolgert blitzschnell – ihre Aussagen sind

auf den Punkt – Businessfrau durch und durch – und liebevolle

Mutter eines Schulkindes. Alleinerziehend wuppt sie beides mit

Souveränität und Herz.

Gaby Gaßmann trifft ihre Entscheidungen selbst, sie ist der Boss,

kaufte 2014 das Unternehmen ihrem Vater ab. Der erwarb die

Quelle in den 70er Jahren aus einer Insolvenz heraus, er kümmert

sich heute ausschließlich um seine Firmen im Automobil-Bereich.

Auch sie wuchs mit einer berufstätigen Mutter auf

In einer Unternehmer-Familie, ebenso mit berufstätiger Mutter,

groß geworden, hat Gaby Gaßmann Zuneigung und Liebe nie

missen müssen: „Meine Eltern waren immer da. Wir hatten eine

Kinderfrau, aber meine drei Jahre ältere Schwester und ich wurden

auch mit ins Büro genommen – das war normal. Unser Vorteil

war, dass Wohnung und Firma in einem Haus lagen.“ Nach einer

Banklehre studierte sie in Lüneburg an der Fachhochschule BWL,

ging anschließend nach Berlin und arbeitete in einer renommierten

Werbeagentur als Junior-Beraterin. Nach zwei Jahren fragte

der Vater, ob sie es sich vorstellen kann, ins Wasser-Unternehmen

für den ausscheidenden Geschäftsführer einzusteigen – mit

der Option, sich das Ganze ein Jahr anzusehen und dann endgültig

zu entscheiden. Das war im Jahr 2000 – ein halbes Jahr

machte sie Praktika bei befreundeten Quellen, 2001 entschloss

sie sich, die Geschäftsführung zu übernehmen. Die Magnus-Hall

(befand sich in der Amsinckstraße, das Grundstück wurde 2015

verkauft, die Halle geschlossen), ein Ort für Veranstaltungen, war

ihre Idee: „Die Agenturwelt hatte mich noch nicht so losgelassen

– wir stellten den Veranstaltern neben den Räumlichkeiten auch

die Bar mit Getränken und Personal zur Verfügung.“ 2008 brachte

sie die Gastro-Flasche von Magnus heraus, in diesem Kontext

machte sie einen kompletten Relaunch der Marke. Ihr Werberinnen-Herz

schlug eben immer noch für innovatives Marketing – in

Hamburg kommt man seitdem nicht mehr an den spritzig frechen

Werbeslogans von Magnus vorbei. Doch damals war noch der Vater

Inhaber, musste bei Investitionen gefragt werden: “Natürlich

ist durch die familiäre Nähe der eine oder andere Konflikt nicht

ausgeschlossen. Doch jeder Inhaber will bei monetären Entscheidungen

begründet wissen, wofür er sein Geld ausgeben soll. Da

kann man beim eigenen Vater natürlich emotionaler agieren“, erzählt

Gaby Gaßmann.

Sie schmunzelt, wenn Post an „Herrn Gaßmann“ kommt

Heute ist sie ihr eigener „Herr“, entscheidet selbst. Zwei Jahre

ist ihre Tochter alt, als sie die Magnus Mineralbrunnen GmbH

& Co. KG als Inhaberin übernimmt. 55 Angestellte arbeiten mit

ihr, zwei Berater sind eng an ihrer Seite. Mit mehr als 55 Millionen

Abfüllungen im Jahr gehört die Quelle zu einer der größten

Getränkehersteller in Norddeutschland. Neben dem Wasser

in verschiedenen Ausführungen gibt es Schorlen, Limonaden,

Brausen und Sportdrinks. Und bald wird sich dies noch steigern,

denn Gaby Gaßmann hat sich dazu entschieden, die Produktionsstätte

in Norderstedt zu erweitern, 4.000 Quadratmeter

hat sie bauen lassen, mit einer zweiten Abfüllanlage, Lager- und

Logistik-Gebäuden. Ein Schritt, der unternehmerischen Mut fordert.

„So manche bauliche Verzögerung und damit verbundene

Kapazitätsengpässe haben mich dann doch mal etwas in Unruhe

versetzt, aber so ist es nun mal als Unternehmerin: Da muss

50


FACES

man durch.“ Auch wenn die Männerdomäne Wasserwirtschaft

von immer mehr Frauen durchbrochen wird, scheint die Denke

bei einigen noch nicht so weit zu sein. So schmunzelt sie schon

beim ein oder anderen Schriftverkehr – wenn zum Beispiel Post

an „Herrn Gaßmann“ adressiert ist oder am Telefon nach dem

Inhaber gefragt wird: „Dass eine Frau und auch noch eine Mutter

ein Unternehmen führen kann, scheint noch nicht in allen Köpfen

angekommen zu sein.“

Die Uhr lässt sich nie wieder zurückdrehen

Gegen die Aussage „Herausforderung – Spagat zwischen Familie

und Beruf“ wehrt sie sich etwas: „Das wird immer so negativ

gesehen. Wir Frauen haben doch alle Vorteile der Welt – wir können

Kinder kriegen und trotzdem Karriere machen. Jeder Zeitpunkt

ist möglich, ob während des Studiums oder im Job, mit

jungem Kind oder wenn es aus dem Haus ist. Zum Glück gibt

es Kitas, Ganztagsschulen oder generationsübergreifende, freie

Organisationen, die unterstützen, so dass man als Frau nicht

mehr entweder/oder entscheiden muss.“ Bei der externen Betreuung

sieht Gaby Gaßmann sogar Vorteile: Die Kinder fänden

es fast toll, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein. Sie würden

ihrer Meinung nach aber auch früher erwachsen.

Dass sie in einer privilegierten Stellung mit ihrer beruflichen

Zeiteinteilung ist, dessen ist sich die „Power Mum“ bewusst:

„Das ist Luxus. Mein Kind war ein absolutes Wunschkind. Ich

bin nicht strikt von 8 bis 20 Uhr im Büro. Ich kann um 14 Uhr

gehen, wenn etwas mit der Kleinen ansteht. Mein Kind soll Zeit

mit mir erleben, diese Zeit ist wertvoll und damit einzigartig.

Die Uhr lässt sich nie wieder zurückdrehen.“ Dankbar ist Gaby

Gaßmann, dass sie mit einer Kinderfrau, die sich seit der Geburt

2012 um die Tochter kümmert, ihrer Familie und guten Freunden

vertrauensvolle Menschen hat, die ihr den Rücken stärken.

„Meine Tochter spielt die erste Rolle. Werte wie Liebe, Respekt,

Empathie und soziale Kompetenz sind mir in der Erziehung

wichtig, Mathe und Deutsch kommen von alleine.“

Happy mum – happy kid

Als Mutter zieht sie trotz ihrer bedingungslosen Liebe klare

Grenzen. Schlimm findet sie, wenn Kinder als Partner erzogen

werden: „Viele verwechseln Kind und Freund. Ein Kind ist ein

Kind und braucht einen Korridor. Ich bin Mutter aus vollem Herzen,

aber unabhängig davon muss ein Kind lernen, dass die

Mutter ein eigenes Leben hat.“ Zeit für sich selbst – als Frau –

gehört für Gaby Gaßmann zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance.

Und die nimmt sie sich: „Es gibt ja den Spruch „Happy

wife – happy life“ – für jede Mutter sollte gelten: „Happy mum

– happy kid“. Ihr Rezept für Mütter, die eine Karriere anstreben?

„Sei mit dir im Reinen und liebe das, was du tust – dann bist du

erfolgreich!“

Wir Frauen haben doch alle Vorteile

der Welt – wir können Kinder kriegen

und trotzdem Karriere machen.

Verstehen sich

auch abseits des

HANSEstyle-Sets

sehr gut: Gaby

Gaßmann (r.) und Dr.

Susanne Steinkraus

Über Gaby Gaßmann

Gaby Gaßmann

Geboren 1973 in Rothenburg (Wümme),

absolviert sie nach dem Abitur 1993 bis 1995

eine Bankausbildung bei der Commerzbank.

Danach folgt das Studium der Betriebswirtschaftslehre

an der Fachhochschule

Lüneburg bis 1999. Sie arbeitet dann als

Junior- Beraterin in der Werbeagentur „Heimat“

in Berlin. 2000 hospitiert sie bei diversen

Wasserquellen und praktiziert in der Magnus

Mineralbrunnen GmbH & Co. KG des Vaters.

2001 übernimmt sie die Geschäftsleitung und

kauft das Unternehmen 2014.

Text: Nathalie E. Reinschmidt

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„Einfach auch mal lockerlassen“

Drei Kinder, zwei Hunde und eine eigene Praxis: Dr. Susanne

Steinkraus hat einen vollen Terminkalender. Die alleinerziehende

Powerfrau erzählt in HANSEstyle, wie sie ihren Alltag organisiert,

was ihr bei der Erziehung ihrer Kinder wichtig ist und wann sie

morgens aufsteht.

HANSEstyle: Wollten Sie immer Ärztin werden?

Dr. Susanne Steinkraus: Ich komme aus einer Medizinerfamilie,

in der Kreativität und Sport einen hohen Stellenwert haben. Dadurch

geprägt, galt meine Begeisterung immer der Kunst, dem

Sport und der Arbeit mit Menschen. Vor dem Medizinstudium

habe ich zunächst Grafikdesign studiert und hatte einen Platz für

ein Sportstudium. Die Medizin und die Arbeit für und mit Menschen

begeisterte mich jedoch am meisten. In der Dermatologie

kann ich beides miteinander vereinbaren, medizinisches Fachwissen

und Sinn für Ästhetik.

Aus welchem Grund haben Sie sich vor vier Jahren dazu entschlossen,

eine eigene Praxis aufzubauen?

Meine private Situation hat eine Veränderung erfordert, denn

nach der Trennung von meinem damaligen Mann musste ich mich

beruflich neu aufstellen. Die Überlegung war dann natürlich naheliegend:

weiter angestellt arbeiten oder etwas Eigenes, Unabhängiges

für die Zukunft aufbauen. Ich habe mich für die eigene

Praxis entschieden. Das erforderte ab dem ersten Tag viel Fleiß,

Leidenschaft und Begeisterung. Ein Unternehmen aufbauen bedeutet,

zu jeder Zeit Ansprechpartner zu sein, nie still zu stehen

und sich immer weiter zu entwickeln. Eine große Herausforderung,

die mich täglich anspornt und aufgrund meines hervorragenden

Teams viel Freude bringt.

Sie haben nicht nur die Praxis, sondern auch drei Kinder (11, 10, 9

Jahre). Wie schaffen Sie es, alles zeitlich zu vereinbaren?

Erstmal stehe ich sehr früh auf, so gegen 5 Uhr. Dann mache ich

Sport und kümmere mich um die zwei Hunde. Ich frühstücke

immer mit den Kindern gemeinsam. Es ist mir wichtig, dass wir

den Tag gemeinsam beginnen und besprechen, was ansteht. Anschließend

arbeite ich den ganzen Tag in der Praxis und fahre

danach mit einem der Kinder zum Sport. Sie haben montags ihre

Sportkurse und bei einem Kind bin ich immer dabei. Das ist ih-

nen und mir ganz wichtig und macht Spaß. An den anderen Tagen

bin ich ab Mittag zu Hause und verbringe Zeit mit den Kindern.

Das heißt dann Hausaufgaben, Freunde, Sport, Prüfungsvorbereitung,

Arztbesuche, Musikunterricht und vieles mehr – vor allem

aber heißt es, da zu sein füreinander und miteinander zu sein.

Manchmal sitzen wir alle an einem großen Tisch, die Kinder machen

Hausaufgaben und ich arbeite – dann wird auch mal diskutiert,

motiviert, eskaliert und balanciert, gestritten und wieder

vertragen – das ganz normale Leben eben.

Es ist mir wichtig, dass wir den Tag

gemeinsam beginnen und besprechen,

was ansteht.

Dr. Susanne Steinkraus

Wie stressig ist das?

Das ist schon ein voller Terminkalender. Es ist ein buntes Miteinander

und Durcheinander, das am Ende aber bestens organisiert

sein muss.

Haben Sie jemanden, der Sie unterstützt?

Ich habe eine wunderbare Familie und tolle Freunde, auf die ich

mich blind verlassen kann. Meine Mutter reist regelmäßig an,

kümmert sich um alles, damit ich zum Beispiel anstehende Kongresse

und Fortbildungen besuchen kann. Außerdem habe ich

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FACES

eine Hilfe für Haushalt und Kinder. Sie ist schon so lange bei uns,

dass sie wie eine Tante für die Kinder ist. Weitere Hilfe organisiere

ich zum Beispiel für Fahrten zu Aktivitäten und Babysitting – dies

ist ein möglichst stabiles und zuverlässiges System, was für reibungslose

Abläufe unerlässlich ist.

Sind die Kinder auch an den Wochenenden bei Ihnen?

Alle zwei Wochen sind die Kinder an den Wochenenden bei mir,

jedes zweite Wochenende sind sie bei ihrem Vater.

Welche Werte sind Ihnen bei der Erziehung wichtig?

An erster Stelle steht Dankbarkeit dafür, dass man gesund

ist. Toleranz, Weltoffenheit, Hilfsbereitschaft, Warmherzigkeit,

Ehrlichkeit und Respekt vor Menschen und vor Dingen.

Und mir ist es wichtig, dass wir wissen, dass wir immer füreinander

da sind. So bin auch ich aufgewachsen. Sport finde

ich ebenfalls ganz wichtig, denn Sportler haben einen anderen

Biss. Meine Kinder sind in verschiedenen Sportarten aktiv.

Mir ist wichtig, dass wir

wissen, dass wir immer

füreinander da sind.

Dr. Susanne Steinkraus

Oft wird beklagt, dass die berufliche Entwicklung leidet, wenn

Frauen Kinder bekommen. Würden Sie sagen, dass Ihre Kinder

den Karriereweg erschwert haben?

Ich empfinde die Kinder als eine große Bereicherung und das

kann einem sogar noch mehr Antrieb geben. Es ist auch eine

Frage der inneren Einstellung. Einige Frauen brauchen vielleicht

viel Zeit für sich selbst oder schöpfen Kraft aus anderen Dingen.

Ich liebe Kinder und von mir aus könnte das ganze Haus voll von

ihnen sein. Ich empfinde das einfach nicht als Belastung, auch

wenn es manchmal sicher anstrengend ist. Dann muss man ein

bisschen Improvisationstalent haben und auch mal fünf gerade

sein lassen.

Kein Perfektionismus?

Perfektionismus in bestimmten Bereichen schon, sonst kann

man nicht erfolgreich sein. Aber in anderen Dingen, zum Beispiel

welche Sorte Müsli auf dem Tisch steht oder ob das Auto sauber

ist – da muss man einfach mal lockerlassen.

Denken Sie, dass es karrieretechnisch den richtigen Zeitpunkt

für eine Familiengründung gibt?

Ich glaube, dass es kommt wie es kommt. Ich kann Frauen nur

raten: Wenn sie das Gefühl haben, Kinder zu wollen und der

richtige Partner da ist, dann sollte man es einfach wagen. Egal

ob es gerade passt oder nicht.

Was könnten Unternehmen oder die Politik verändern, um arbeitende

Mütter besser zu unterstützen?

Es wäre schön, wenn es in Deutschland mehr anerkannt werden

würde, wenn Mütter arbeiten. Es sollte genügend Kita-Plätze und

Hilfsmöglichkeiten geben. Da ist noch viel Luft nach oben. Es

wäre auch gut, wenn man die Kinder flächendeckend vor acht Uhr

in der Kita abgeben könnte – einige bieten das bereits an.

Frauen werden bei gleicher Tätigkeit oft schlechter bezahlt als

Männer. Woran könnte das Ihrer Meinung nach liegen?

Das ist historisch bedingt, glaube ich. Es hat zwar eine Emanzipation

stattgefunden, aber Männer arbeiten schon viel länger und

haben etabliertere Strukturen. Die Frauen dürfen jetzt ruhig nachziehen.

Da passiert aber auch etwas: Es gibt immer mehr Kongresse

und Netzwerke, in denen Frauen sich gegenseitig unterstützen.

Als Ärzte haben wir Frauen die gleichen Chancen wie die

Männer, würde ich sagen. Als Selbstständige sowieso.

Wie stehen Sie zur Frauenquote?

Ich finde es eigentlich schade, dass es die Quote noch gibt. Eigentlich

sollten alle die gleichen Chancen haben, aber ich glaube,

das braucht einfach Zeit. Und während dieser Zeit ist eine

Quote als Zwischenlösung wohl notwendig.

Sie kommen ursprünglich aus Süddeutschland und leben seit

über zehn Jahren in Hamburg. Was gefällt Ihnen an der Stadt?

Ich mag die vielen verschiedenen Gesichter der Stadtteile,

die Elbe und die Alster, das Grün und die Nähe zum Meer.

Wo trifft man Sie in Hamburg?

Ganz früh morgens findet man mich um die Alster herum joggen.

Mit meinen Kindern fahre ich gerne mit dem Tretboot über die Alsterkanäle

– im Sommer ist das großartig.

Über Dr. Susanne Steinkraus

Nach einem kurzen Ausflug ins Grafikdesign entschied

sich die gebürtige Süddeutsche doch noch für ein

Studium der Medizin. Sie spezialisierte sich auf Dermatologie

und Anti-Aging und arbeitete acht Jahre im

Dermatologikum in Hamburg. Vor vier Jahren eröffnete

die 44-Jährige eine Privatpraxis mit Schwerpunkt auf

ästhetischer Dermatologie in Harvestehude. Sie lebt

mit ihren drei Kindern und zwei Hunden in Alsternähe.

Das Gespräch führte: Natalja Fischer

Hamburger Leidenschaft

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In den 20 Euro ist das Porto

bereits enthalten.

Teilen Sie uns einfach Ihren Namen und Ihre

Adresse mit.

Per Mail: abo.hansestyle@ckb.hamburg

Oder rufen Sie uns an: 040 - 41 53 76 80

HANSEstyle Backstage? Das und noch vieles

mehr finden Sie online unter:

instagram.com/hansestyle

www.hansestyle.hamburg

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Eine Publikation der CKB mediahouse GmbH | Alsterterrasse 7 | 20354 Hamburg | Geschäftsführer: Christian Bauer


FACES

Christina Block: voller Einsatz

für ihre vier Kinder und das

Familienunternehmen

„Familie und Unternehmen

gehören zusammen“

Botschafterin, Gesellschafterin und Vierfach-Mama: Christina

Block gibt Einblicke in ihren Alltag, sie verrät, worauf sie bei der

Erziehung ihrer Kinder Wert legt und was es bedeutet, in einem

Familienunternehmen aufzuwachsen.

Mit schnellen Schritten kommt Christina Block durch die Empfangshalle

des Grand Elysée Hotels: „Es ist mal wieder so eine

Woche“, wird sie später erzählen. Gute Laune hat sie trotzdem.

Wir setzen uns in das Café im hinteren Teil des Hotels. Auf dem

Weg dorthin wird sie von den Gästen und den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern des Grand Elysée herzlich gegrüßt.

Ein Unternehmen zu lenken

bedeutet Verantwortung und

Einsatzbereitschaft.

Christina Block

Christina Block ist nicht im operativen Geschäft, sondern strategisch

tätig. Sie ist Botschafterin des Grand Elysée Hotels und

Gesellschafterin der Eugen Block Holding GmbH. Mit ihren beiden

Brüdern und ihrem Vater sitzt sie im Aufsichtsrat des Familienunternehmens.

Wer denkt, dass ein paar jährliche Aufsichtsratssitzungen

nicht so arbeits- oder zeitintensiv sind, liegt

falsch. Ein Unternehmen zu lenken bedeutet Verantwortung und

Einsatzbereitschaft: „Zu meinen Kernaufgaben gehört das Vermitteln

zwischen dem Aufsichtsrat, den Mitgesellschaftern, den

Mitarbeitern, dem Vorstand und meinem Vater. Das bedeutet

sehr viel Zeitaufwand – und sehr viel Diplomatie.“ Repräsentationsaufgaben

und Abendveranstaltungen sind selbstverständlich.

Bevor Christina Block ins Unternehmen ihres Vaters einstieg,

hatte sie den Ehrgeiz, etwas Eigenes aufzubauen. Ähnlich wie

der Vater 50 Jahre zuvor, besorgte sie sich Kapital von der Bürgschaftsgemeinschaft

Hamburg und startete ihr eigenes Bistro:

Prima Pane. Insgesamt drei Filialen eröffnete sie in der Hansestadt.

Zehn Jahre lang betrieb sie die Läden, bis ihr Vater mit

der Nachfolgefrage auf sie und ihre Brüder zukam. „Ich trage die

Verantwortung gerne für das Familienunternehmen – nicht nur

für mich, sondern auch für meine Kinder und die folgenden Generationen.“

Sie schloss ihre Bistros und nahm die Erfahrungen

aus der Selbstständigkeit ins Familienunternehmen mit.

Neben ihrer Verantwortung als Gesellschafterin trägt die alleinerziehende

Mutter auch die Verantwortung für ihre drei Töchter

(13, 10, 8 Jahre) und ihren fünfjährigen Sohn. Wie das funktioniert?

„Das weiß ich manchmal auch nicht so genau“, sagt sie

und lacht. Sie hat fünf Kalender in ihrem Telefon, einen für jedes

Kind und ihren eigenen. In „Peak Zeiten“, wie sie sie nennt,

läuft sie von einem Termin zum nächsten – und diese Woche

ist ein solcher „Peak“. Das geht nur mit einem unheimlichen

Maß an Organisation, in der jede Zeitlücke sinnvoll genutzt und

vieles parallel gesteuert wird. Dann gibt es aber auch Phasen,

in denen die 45-Jährige durchatmen kann, zum Beispiel jedes

zweite Wochenende, wenn die Kinder bei ihrem Vater sind. Um

58


FACES

die vollgepackten Tage besser zu bewältigen, macht sie viel

Sport. Klingt stressig? Nicht für Block: „Ich mag dieses Leben.

Ich könnte es wahrscheinlich jeden Tag ändern, aber genauso

gefällt es mir – genauso erfüllt es mich.“

Als Unternehmerin will Christina Block andere berufstätige Mütter

unterstützen: „In der Block Gruppe haben wir eine Familienbeauftragte,

die sich darum kümmert, Frauen nach der Elternzeit

wieder zu integrieren. Sie hilft zum Beispiel bei der Suche

nach einem Kitaplatz.“ Block will den Mitarbeiterinnen damit

ein Zeichen geben, dass sie im Falle eines Kinderwunsches mit

Unterstützung rechnen können. In Bezug auf die Männer-Frauen-Ratio

sieht Block Verbesserungspotenzial im eigenen Unternehmen:

„Wir haben viele Betriebsleiterinnen, aber leider noch

wenig Bereichsleiterinnen. Das liegt daran, dass man als Bereichsleiterin

viel reisen muss. Ich bin sehr für ein Modell, bei

dem eine Arbeitsstelle geteilt werden kann“.

äußerte neulich den Wunsch, später mal Lastwagenfahrer für

das Blockhaus werden zu wollen.

Über Christina Block

Als Botschafterin des Hotels Grand Elysée und Gesellschafterin

der Eugen Block Holding GmbH ist Christina

Block für die strategische Weiterentwicklung des Familienunternehmens

verantwortlich. Bevor sie in das

Unternehmen der Familie einstieg, sammelte sie Hotellerie-Erfahrung

in Atlanta und Peking, studierte in

New York und Edinburgh und eröffnete anschließend

die italienischen Bistros Prima Pane in Hamburg, die

sie zehn Jahre lang führte. Die alleinerziehende Mutter

hat drei Töchter und einen Sohn.

Text: Natalja Fischer

Vor allem meine Töchter sollen sich

nicht in irgendeiner Weise abhängig

machen, …

Christina Block

Ihren Kindern möchte die vierfache Mutter vor allem eines vermitteln:

Unabhängigkeit. „Vor allem meine Töchter sollen sich

nicht in irgendeiner Weise abhängig machen, weder finanziell

noch in anderen Lebensbereichen“, sagt die Hamburgerin. Deshalb

erzieht sie sie konsequent zur Selbstständigkeit, lässt sie

mit der Bahn oder dem Fahrrad zu ihren Verabredungen fahren

und verzichtet auf ein Kindermädchen. Die 13-Jährige macht

sich ihr Mittagessen auch mal selbst.

Die Kinder müssen zwar nicht operativ einsteigen, doch wenn

sie alt genug sind, werden ihre vier sowie die Kinder ihres Bruders

Gesellschafter im Familienunternehmen. Deshalb sollen

sie den Wert, den das Unternehmen für die Familie hat, von

klein auf schätzen lernen: „Ich würde mich freuen, wenn die Kinder

die gleiche Leidenschaft für das Unternehmen entwickeln

würden wie ich.“ Kindergeburtstage werden bei Jim Block gefeiert

und zu Schulfesten bringt Christina Block selbstverständlich

die Block Burger mit. „In einem Familienunternehmen gehören

die Familie und das Unternehmen eben zusammen“, sagt sie.

Ihre Begeisterung scheint sich zu übertragen: Ihr kleiner Sohn

Hatten richtig viel Spaß am Set: (vorn) Anne Meyer-

Minnemann und (l.) Christina Block. Hintere Reihe von

rechts: Jenny Falckenberg (Co-Autorin der Cover-Story), Gaby

Gaßmann, Dr. Susanne Steinkraus und Christian Bauer.

„Vielen Dank an das Einrichtungshaus Bornhold für die

Bereitstellung der Stühle!“

60


GESUNDHEIT, HAMBURG!

GESUNDHEIT, HAMBURG!

Hamburg steht dank optimaler Infrastruktur

und hochqualifizierter Ärzte

in der Gesundheitswirtschaft herausragend

dar. Hier gibt es weltweit anerkannte

Mediziner, die modernsten Technologien

und Behandlungsmethoden.

Gleichzeitig entwickelt sich die Hansestadt

immer mehr zu einem Hotspot für

Startups aus der Gesundheitsbranche,

die mit ihren innovativen Ideen ganz

neue Akzente setzen.

Vier Gründe, warum Sie

Lernen Sie auf diesen Sonderseiten

„Gesundheit, Hamburg!“ einige Spezialistinnen

und Spezialisten kennen

und lassen Sie sich von den Geschäftsideen

dreier junger Unternehmen

begeistern. Und da langfristige

Gesundheit die Pflege von Körper und

Geist voraussetzt, beginnen wir mit

Sara Lyn Chana, die erklärt, warum

wir alle heute noch mit Yoga anfangen

sollten.

Sara Lyn Chana ist eine mehrfach

ausgebildete Yogalehrerin, Pilates

Trainerin und Fachjournalistin. In

ihrem „Deep Focus Yoga“-Kurs in

Altona möchte sie Zeit und Raum

schaffen, um thematisch in die

Tiefe zu gehen. Die Teilnehmerzahl

ist begrenzt, daher ist eine Voranmeldung

(Mail: info@saralyn.

de) erforderlich. Mit der Lifestyle

Community „Free Spirits“ veranstaltet

sie Yoga Retreats und

Events zum Thema Achtsamkeit.

www.freeyourspirit.eu

Foto: Marion Flemming Photography

Die Hamburger Yogalehrerin Sara Lyn Chana weiß, warum Yoga so gut tut.

1.

Yoga macht stark: Die Übungen auf der Matte stärken

Muskulatur, Knochen und Gelenke – ganz besonders

den Rücken! Doch wer schon für einige tiefe Atemzüge

in einem Krieger gestanden hat weiß, dass die stehenden

Haltungen nicht nur die Oberschenkel trainieren,

sondern auch die geistige Ausdauer fordern.

2. Yoga schenkt den Ausgleich: Meist sind wir mit 4.

Dingen um uns herum beschäftigt: Job, Familie,

Medien, soziales Umfeld. Auf der Matte schaffen wir

den Ausgleich, um uns im Stress des Alltags nicht zu

verlieren und dem Leben außerhalb der Yogamatte mit

mehr Gelassenheit zu begegnen.

3.

noch heute mit Yoga starten sollten

Yoga wirkt präventiv: Ein gesunder Körper soll gesund

bleiben! Auch Sportler profitieren vom gesamtheitlichen

Yoga-Workout auf der Matte und vermindern

das Verletzungsrisiko, indem sie die Tiefenmuskulatur

stärken und Gelenke stabilisieren. Dann kann es

für Sportanfänger doch nur gut sein!

Yoga stärkt das Selbstbewusstsein: Jeder Moment

auf der Matte ist ein Moment der Selbstreflexion. Yoga

hält uns den Spiegel vor – er zeigt uns, wer wir sind und

wie wir bewusster mit uns selbst und unserer Umwelt

umgehen können. Auch das bessere Körpergefühl

durch Yoga wirkt sich stärkend auf uns aus.

Mehr über Kurse, Workshops und Retreats von Sara Lyn Chana unter

www.saralyn.de

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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Gesundheit, Hamburg!

Albertinen Zentrum für Endokrine Chirurgie

SPEZIALISIERT AUF ERKRANKUNGEN

DER SCHILDDRÜSE

Prof. Dr. Ernst von Dobschütz

Chefarzt des Albertinen Zentrums

für Endokrine Chirurgie

Sie sitzt am Hals, hat das Aussehen eines Schmetterlings, regelt die Hormonproduktion des Körpers

und ist dadurch ein kleines Organ mit großer Wirkung: die Schilddrüse. Im Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf wurde nun ein Zentrum zur Behandlung von Erkrankungen der

Schilddrüse, der Nebenschilddrüse sowie der Nebennieren gegründet. Denn Schilddrüsenoperationen

sind Präzisionsoperationen und gehören in die Hand des Spezialisten.

Ein solch versierter Spezialist ist Prof. Dr. Ernst von

Dobschütz: Der 44-jährige Facharzt für Chirurgie studierte

Medizin in München und St. Paulo (Brasilien), arbeitete

u.a. in Freiburg an der Uniklinik, als Oberarzt in der Schön

Klinik Hamburg Eilbek sowie zuletzt als Sektionsleiter für

Endokrine Chirurgie im Krankenhaus St. Adolf-Stift Reinbek.

Seine europäische Facharztprüfung für Endokrine Chirurgie

– ein besonderer Ausweis seiner Expertise – legte er im

renommierten Board examination bei der Division of Endocrine

Surgery der Europäischen Chirurgenvereinigung in Oxford ab.

Schilddrüsenerkrankungen sind häufig und können in jedem

Lebensalter auftreten. Sie führen in der Regel zu Störungen

des Hormonstoffwechsels mit der Folge einer Über- oder

Unterfunktion der Schilddrüse. Professor von Dobschütz:

„Das wirkt sich sofort auf das Wohlbefinden der Betroffenen

aus: Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, so führt

dieses oftmals zu Nervosität, plötzlicher Gewichtsabnahme,

Schweißausbrüchen oder Schlafstörungen. Umgekehrt macht

sich eine Unterfunktion der Schilddrüse in der Regel z.B.

durch Abgeschlagenheit bis hin zu depressiver Verstimmung,

Kälteempfindlichkeit und unerklärliche Gewichtszunahme

bemerkbar.“

Eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann

verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen liegt eine

Autoimmunkrankheit wie die Basedowsche Krankheit (Morbus

Basedow) oder die sog. Hashimoto-Thyreoiditis zugrunde,

bei der das körpereigene Immunsystem Schilddrüsengewebe

zerstört (Hashimoto) oder durch Antikörper zu vermehrter

Hormonausschüttung animiert (Morbus Basedow). Ebenso

kann eine sog. Autonomie zu einer gestörten Hormonproduktion

der Schilddrüse führen. In den allermeisten Fällen

lassen sich diese Erkrankungen medikamentös oder mithilfe

einer Radiojod-Therapie sehr gut behandeln.

Eine Operation der Schilddrüse mit dem Ziel ihrer teilweisen

oder vollständigen Entfernung ist manchmal erforderlich, in

aller Regel dann, wenn die anderen Therapien versagen oder

ein Schilddrüsenkarzinom diagnostiziert wurde. „Auch in dem

Fall, dass ein entdeckter Knoten in der Schilddrüse möglicherweise

bösartig ist, muss operiert werden“, erklärt Professor

von Dobschütz. Ebenso kann eine massiv vergrößerte

Schilddrüse – die sog. Struma – eine Operation notwendig

machen. Bei der Operation wird entweder ein Teil der Schilddrüse,

einer der beiden Lappen der Schilddrüse, oder aber die

gesamte Schilddrüse entfernt. Eine komplette Entfernung der

Schilddrüse kann insbesondere bei einer Krebserkrankung der

Schilddrüse oder bei einer sehr starken Vergrößerung geboten

sein.

Eingriffe an der Schilddrüse sind mikrochirurgische

Operationen, da die Stimmbandnerven in unmittelbarer Nähe

der Schilddrüse verlaufen und keinesfalls verletzt werden

dürfen. Von Dobschütz: „Wir operieren mit Lupenbrillen, die

den Operationsraum 2,5 fach vergrößert zeigen. Vor allem aber

kontrollieren wir während der OP mittels Neuro monitoring die

Funktionsfähigkeit des Stimmbandnervens, des sog. Nervus

recurrens, und können so eine maximale Sicherheit gewährleisten.

Denn der uneingeschränkte Erhalt der Stimme bzw.

des Gesangs hat für uns höchste Priorität.“ Das gilt auch für

das kosmetisch gute Ergebnis der OP, weshalb die OP mit

möglichst kleinen Schnitten minimalinvasiv durchgeführt wird.

Die Operation findet in aller Regel unter Vollnarkose statt.

Professor Ernst von Dobschütz im Patientengespräch

Durch die Entfernung der Schilddrüse fehlen dem Körper die

von ihr gebildeten Hormone Trijodthyronin und Thyroxin. Nach

einer vollständigen Entfernung der Schilddrüse müssen diese

dauerhaft in Tablettenform zugeführt werden. Wird nur ein

Teil der Schilddrüse entfernt, so kann auf die Einnahme von

Hormonen in den meisten Fällen verzichtet werden.

Welche Fähigkeiten muss ein guter Schilddrüsenchirurg

mitbringen? „Die Liebe zur Präzision, manuelles Geschick,

natürlich viel Fachwissen und vor allem Verständnis für die

Sorgen und Nöte der Patienten“, sagt Prof. von Dobschütz. Der

vierfache Vater findet Entspannung in seiner Familie, engagiert

sich für den Natur- und Artenschutz und ist seit frühester

Jugend Bienenzüchter mit zehn Völkern.

Das Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus in Volksdorf

bietet u.a. hochspezialisierte Angebote in der

Herzmedizin, der Behandlung von Erkrankungen

des Verdauungstraktes, in der Wirbelsäulen-

Chirurgie sowie der Behandlung von Erkrankungen

der Schilddrüse. Die gemäß WHO/UNICEF zertifiziert

„babyfreundliche“ Geburtsklinik hat einen

besonderen psychosomatischen Schwerpunkt.

Weitere Schwerpunkte bilden die gynäkologische

Onkologie, die interdisziplinäre Behandlung von

Inkontinenz, die Endoprothetik, die Notfall- sowie

die Altersmedizin.

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Haselkamp 33 | 22359 Hamburg | Tel.: 040 - 644 11 0

www.amalie.de


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Gesundheit, Hamburg!

Herzchirurgie Albertinen Krankenhaus

ALBERTINEN HERZ- UND GEFÄSSZENTRUM

BYPÄSSE AM HERZEN: ARTERIEN STATT VENEN

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum mit Standorten am Albertinen Krankenhaus in

Hamburg-Schnelsen und dem Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf gehört

bundesweit zu den Vorreitern einer koronaren Bypassversorgung komplett mit arteriellen Gefäßen.

Warum das so ist, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß.

Herzspezialist

Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß,

Chairman des Albertinen

Herz- und Gefäßzentrums

Die Bypass-OP zur Überbrückung verengter oder geschlossener

Herzkranzgefäße ist heutzutage Standard. Was machen

Sie anders?

Bei uns im Albertinen Krankenhaus werden in 95 Prozent aller

Fälle ausschließlich die sog. Brustwandarterien zur Überbrückung

eingesetzt und auf Bypässe aus Venen komplett verzichtet.

Denn wir wissen, dass die Brustwandarterien länger

offen bleiben als die venösen Gefäße. Das heißt, die Bypässe

erfüllen im Durchschnitt deutlich länger ihren Zweck.

Woran liegt das?

Die Brustwandarterien verlaufen in unmittelbarer Nähe des

Herzens und sind den dort vorhandenen hohen Druck gewohnt,

mit dem das Herz das sauerstoffreiche Blut in den Blutkreislauf

pumpt. Die venösen Gefäße hingegen werden den Beinen entnommen,

wo der Druck viel geringer ist. Im Ergebnis sind nach

zehn Jahren rund 40 Prozent der venösen Bypässe erneut

verschlossen, aber nur weniger als zehn Prozent unter Verwendung

der Brustwandarterien.

Also Ihrerseits eine klare Empfehlung für Herzbypässe

komplett aus Arterien?

Absolut. Und damit stehen wir nicht alleine. So heißt es in den

europäischen Leitlinien von 2018, dass Patienten von einer

arteriellen Revaskularisation, also der Wiederherstellung der

Durchblutung des Gewebes durch arterielle Gefäße, durch

ein besseres Langzeitüberleben und weniger postoperative

Komplikationen profitieren. Das Verfahren entlastet im Übrigen

auch das Gesundheitssystem, denn es entstehen in aller Regel

keine Kosten für eine erneute Bypassoperation.

Nun haben Sie das „Deutsche Zentrum für arterielle Koronar-Revaskularisation“

(DZAKR) gegründet. Was verbirgt sich

dahinter?

Der Name steht für ein Zentrum, das sich die Wiederherstellung

der Durchblutung des Gewebes am Herzen durch arterielle

Gefäße auf die Fahnen geschrieben hat.

Derzeit werden lediglich rund 25 Pozent aller Bypassoperationen

am Herzen in Deutschland komplett mit arteriellen Gefäßen

durchgeführt. Das ist angesichts der angesprochenen Vorteile

aus unserer Sicht viel zu wenig. Im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum

sind es wie gesagt rund 95 Prozent, häufig auch ohne

den Einsatz der Herz-Lungenmaschine.

Wir sehen die Verwendung beider Brustwandarterien bei der

Bypass versorgung für den hierin geübten Operateur als das

überlegene Verfahren an. Das hat auch eine Studie mit rund

3.500 Patienten gezeigt, die wir über einen Zeitraum von 13

Jahren im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum durchgeführt

haben: Bei keinem der untersuchten Patienten war über diesen

langen Zeitraum eine erneute Operation erforderlich, die Sterblichkeitsrate

der komplett-arteriell und ohne Einsatz der Herz-

Lungenmaschine behandelten Patienten lag bei lediglich 0,2

Prozent.

Wir haben uns deshalb mit der Gründung dieses Zentrums zum

Ziel gesetzt, dass dieses Behandlungskonzept möglichst vielen

Patientinnen und Patienten zugutekommt und kümmern uns um

die Ausbildung des chirurgischen Nachwuchses.

Herzoperation mit Prof. Dr. Rieß im Albertinen Krankenhaus

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum genießt bundesweit einen hervorragenden Ruf. Ein wesentliches Merkmal des

Zentrums ist die sehr enge Kooperation der unterschiedlichen Fachdisziplinen, um die für den Patienten beste Therapie zu

finden. Schwerpunkte bilden u.a. Bypass-Operationen unter ausschließlicher Verwendung arterieller Gefäße ohne Einsatz

der Herz-Lungenmaschine, die operative wie interventionelle Behandlung von Herzklappenerkrankungen, die Versorgung

von Aortenaneurysmen, die Behandlung der Herzschwäche sowie von Herzrhythmusstörungen. Ebenfalls besteht eine

hohe Expertise bei der perkutanen Intervention etwa zur akuten Herzinfarktbehandlung inklusive Brustschmerzambulanzen

(Chest Pain Unit) sowie der Schrittmacher- und Defibrillator-Implantation.

Albertinen Herz- und Gefäßzentrum

Standort Albertinen Krankenhaus: Süntelstraße 11a, 22457 Hamburg

Standort Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus: Haselkamp 33, 22359 Hamburg

www.albertinen-herzzentrum.de


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Medical Eye-Care Esthetics Schönheits- und Gesundheitszentrum

ÄSTHETISCH-KOSMETISCHE MEDIZIN

VON MEDICAL EYE-CARE

Der augenärztliche Klinik- und Praxen-Verbund Medical Eye-Care, mit insgesamt fünf Betriebsstätten,

ist seit Jahrzehnten im Nordosten Hamburgs eine medizinische Referenz. Zusätzlich zur

konservativen und ambulant operativen Augenheilkunde, kreiert Medical Eye-Care jetzt das Schönheits-

und Gesundheitszentrum „mec Esthetics“.

Medical Eye-Care ist seit Jahrzehnten eines der wichtigen

ophthalmologischen Versorgungszentren in Hamburg und

Umgebung. Wie kam die Idee zur Kreation von „mec Estetics“?

Dr. Udo Heuer: Den Schritt in die ästhetische Medizin haben

wir schon vor Jahren unternommen, insbesondere mit der

Korrektur von Schlupflidoperationen, die in unserer Klinik

durchgeführt werden. Die eigentliche Entstehungsgeschichte

von „mec Esthetics“ resultiert aus unserer langjährigen

Erfahrung im Bereich der Tumorchirurgie und der Korrektur

von Augenfehlstellungen. Dank der erworbenen Erfahrungen

bei diesen komplexen Eingriffen haben wir heute erprobte

Techniken und eine Expertise, die bei unseren plastischen

Eingriffen Anwendung gefunden hat und somit vielen Menschen

neue Lebensfreude und Selbstbewusstsein bringt. „mec

Estetics“ ist die Antwort auf eine erhöhte Anfrage unserer Patienten

nach plastisch-ästhetischer- und kosmetischer Medizin.

augenärztlichen operativen Bereiche des vorderen Augenabschnittes,

die Katarakt-Chirurgie, die Glaukom-Chirurgie und

die Hornhaut chirurgie ab. Neben der Implantation von Premiumund

Sonderlinsen, ist Medical Eye-Care auch Spezialist im

Bereich der Kinder und Säuglingsaugenheilkunde sowie

Kompetenzzentrum für Makulaerkrankungen, inklusive intravitrealer

Injektionen bei AMD. „mec Esthetics“ nutzt die verschiedenen

OP- Einrichtungen der Medical Eye-Care Augenklinik

mit allen Vorteilen für Hygiene und Fachkunde. Die ambulanten

Eingriffe werden von qualifiziertem OP-Personal sowie Anästhesisten

vorbereitet und betreut, von Opthalmochirurgen durchgeführt

und fortlaufend kontrolliert. „mec Esthetics“ profitiert von

dem diagnostischen und operativen Know-how der Augenärzte,

die auch im Esthetics Bereich ihre gesamte Expertise einbringen.

Wie ist das Leistungsspektrum von „ mec Esthetics“ ?

Dr. Gudrun Bischoff: „mec Esthetics“ bietet ein breites Spektrum

der plastischen Chirurgie und ästhetisch- kosmetischen

Medizin an, darunter ambulante Ober- und Unter lidstraffung.

Die Strukturen des Lidapparates sind komplex und fein aufeinander

abgestimmt. Eingriffe in diesem Bereich erfordern

das Fachwissen eines erfahrenen Augenarztes. Im Bereich der

Hautverjüngung, Narben- und Dehnungsstreifen-Korrektur,

Pigment- und Altersflecken-Behandlung, Verminderung von

Besenreisern und Hautrötungen, Rosacea/Couperose sowie

Haarentfernung, behandeln wir mit Laser und IPL Therapie.

Zur Faltenunterspritzung arbeiten wir mit Fillern wie Hyaluronsäure

und Botulinumtoxin.

Was bietet die MEC Klinik im Zusammenspiel mit „mec

Esthetics“?

Dr. Christian Künne: Medical Eye-Care deckt die gesamte

konservative Augenheilkunde, aber auch die klassischen

Leistungsangebott

• Ästhetisch - kosmetische und Plastische Chirurgie

• Ober - und Unterlidstraffung

• Faltenunterspritzung

Spezialisten für operative und konventionelle Augenheilkunde: (v.l.) Dr. Christian Künne,

Dr. Gudrun Bischoff und Dr. Udo Heuer

MEDICAL EYE-CARE

Medical Eye-Care ist ein im Jahre 1998 von drei Augenärzten gegründeter Klinik- und Praxen-Verbund. Zu Medical

Eye- Care und „mec Esthetics“ gehören heute fünf Betriebsstätten und eine klinisch-operative Einheit im Nordosten

Hamburgs: zwei Mal in Farmsen (Klinik & Praxis, Kontaktlinsenstudio, Visual-Center & Esthetics), Tonndorf (Praxis),

Rahlstedt (Praxis), Steilshoop (Praxis) und Glinde.

mec Eye-Care Esthetics

Friedrich-Ebert-Damm 323 | 22159 Hamburg | Tel.: 040 - 524 798 13 0 | info@mec-esthetics.de | www.mec-esthetics.de


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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Strahlenzentrum Hamburg MVZ

CYBERKNIFE: PHOTONENSTRAHLEN

„SCHARF“ WIE EIN SKALPELL

Der Gründer und Ärztliche Leiter des Strahlenzentrums in Hamburg, Privatdozent Dr. med. Fabian

Fehlauer, spricht in HANSEstyle über das „virtuelle Strahlen-Skalpell“ CyberKnife, über den Kampf

gegen den Krebs, die Heilungsquoten und über den Gesundheitsstandort Hamburg.

PD Dr. Fabian Fehlauer,

Ärztlicher Leiter des

Strahlenzentrums Hamburg

Warum haben Sie sich für die Strahlentherapie entschieden?

PD Dr. Fabian Fehlauer: Die Strahlentherapie als eigenständiges

Fachgebiet lernte ich im Rahmen eines Stipendiums der

Deutschen Forschungsgemeinschaft in Amsterdam schon als

Medizinstudent kennen und schätzen. Der hohe Stellenwert

als eine der wichtigen Säulen innerhalb der Krebsheilkunde

war nicht zu übersehen: hochpräzise Behandlungen mit kombinierten

Konzepten waren bereits Standard. Als Arzt wurde mir

dort klar, dass es möglich ist, mit einem perfekt eingespielten

Team Krebserkrankungen zu heilen oder zumindest die Lebensqualität

nachhaltig zu verbessern.

Sie behandeln im Strahlenzentrum auch mit dem CyberKnife;

eine roboter-gesteuerte Behandlungsmethode gegen den

Krebs, von der es nur wenige in Deutschland gibt. Was macht

es so besonders?

Das CyberKnife ist quasi ein „virtuelles, also unsichtbares

Skalpell“. Diese Photonentherapie ist höchstpräzise und so

effektiv, dass meist nur in einer einzigen Behandlungseinheit,

gleichwertig einer Operation, ein Tumor eliminiert werden kann,

allerdings vollständig ambulant, ohne Narkose oder relevante

Nebenwirkungen.

Wer für die Therapie geeignet ist, entscheiden wir sehr eng mit

den behandelnden Ärzten im gesamtonkologischen Behandlungskonzept.

Eine Mehrzahl der Krebsleiden können wir so

sehr schonend heilen oder ein Fortschreiten verzögern. Mit

dieser radiochirurgischen Methode können auch Prostatakrebs

im Frühstadium oder Absiedlungen (Metastasen) verschiedener

Krebsarten behandelt werden, insbesondere des

Kopfes, des Knochen, der Lunge und der Leber.

Wie war der Fortschritt in der Strahlentherapie in den letzten

Jahren und wie hat sich dieser Fortschritt auf die Heilungsquote

ausgewirkt?

Die Heilungsmöglichkeiten in der Krebstherapie haben sich

im Allgemeinen durch die mittlerweile optimierte Zusammenarbeit

der unterschiedlichen Fachgebiete deutlich verbessert,

da in Deutschland flächendeckend mit einheitlichen Konzepten

und Leitlinien behandelt wird. Grundlage sind die wöchentlich

stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenzen der onkologischen

Schwerpunktkliniken. Die Behandlungsergebnisse

der letzten Jahre in der Strahlentherapie zeigen eindeutig

den enormen Fortschritt dieser – noch vor nicht allzu langer

Zeit mit vielen unhaltbaren Vorbehalten und Nebenwirkungen

verknüpften und hierdurch verurteilten – Behandlungsmethode,

die unter anderem durch die hochmoderne computergesteuerte

Strahlentechnologie sowie die millimetergenaue

Bildgebung eine präzisere Anwendung, mit wenigen bis hin

zu gar keinen Reizerscheinungen bei guter Lebensqualität, als

andere Therapien möglich macht.

Was zeichnet das Strahlenzentrum Hamburg aus?

Dieses von mir gegründete Medizinische Versorgungszentrum

(MVZ) steht für die bestmögliche hochmoderne und höchstpräzise

Behandlung von bösartigen Krebserkrankungen, aber

auch gutartigen Tumoren sowie von chronischen Schmerzleiden

der Gelenke – ganzheitlich, auf höchstem Niveau, bei

einer Versorgungsleistung innerhalb von wenigen Stunden.

Mein phantastisches Team und ich sehen uns als Lebensbegleiter

in einer Rundum-Betreuung unserer Patienten in ihrer

schwierigen Lebensphase, in welcher wir deren Lebensqualität

stärken. Trotz modernster Technik steht der Patient als Mensch

im Zentrum unserer täglichen Arbeit!

Wie schätzen Sie den Gesundheitsstandort Hamburg im nationalen

sowie internationalen Vergleich ein?

Hamburg ist auch meine Perle! Als Metropolregion betrachtet

hat meine Heimatstadt in Deutschland die Nase mit vorn. Es

gibt für Patienten meines Erachtens keinen Grund, sich in

eine andere Region für eine Diagnostik oder Behandlung zu

begeben, da in Hamburg in allen Disziplinen Spitzenmedizin

angeboten wird. National also eine glatte 1. Die überregionale

Wahrnehmung sollte noch weiter verbessert werden.

Strahlenzentrum Hamburg

Das Strahlenzentrum Hamburg

(SZHH) gehört zu den modernsten

medizinischen Versorgungszentren

für Strahlenmedizin, Radioonkologie

sowie Radiochirurgie und

betreibt drei Zentren (Hamburg,

Harburg, Elmshorn). Patienten aus

ganz Deutschland und dem Ausland

werden hier erfolgreich von einem

ausgewiesenen Expertenteam aus

erfahrenen Ärzten, Diplom-Ingenieuren,

Medizin-Physikern, technischen

Assistenten und anderen

medizinischen Fachangestellten

in hotelähnlicher Atmosphäre

interdisziplinär behandelt. Die Einsatzgebiete

der Strahlentherapie

umfassen gutartige und bösartige

Tumor-Erkrankungen sowie die

Schmerzbehandlung bei chronischen

Gelenkleiden.

Über PD Dr. Fabian Fehlauer

Fabian Fehlauer ist in Hamburg geboren, aufgewachsen und hat hier studiert. Die Ausbildung erfolgte an den Universitätskliniken

Hamburg, Lübeck und Amsterdam. Promotion und Habilitation absolvierte der Hanseat in Hamburg.

Fabian Fehlauer ist niedergelassener Facharzt für Strahlentherapie, Radiochirurgie und -Onkologie mit der Zusatzbezeichnung

Palliativmedizin. Er ist der Gründer, Geschäftsführer und Ärztliche Leiter des Strahlenzentrums Hamburg.

Er wohnt mit seiner Familie in Flottbek, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ehrenamtlich betreut er gemeinsam mit

seiner Ehefrau Kirsten das Krebs-Kinder-Hilfsprojekt „Hamburger Sternschnuppe e.V.“. Seine Hobbys sind Hockey,

Golf und die Ostsee.

Strahlenzentrum Hamburg MVZ

Standort Langenhorn: Langenhorner Chaussee 369 | 22419 Hamburg

www.szhh.de


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GESUNDHEIT, HAMBURG!

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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Strahlenzentrum Hamburg MVZ

HIGHTECH-MEDIZIN

IM KAMPF GEGEN DEN KREBS

Strahlentherapie, Radiochirurgie und Schmerzbehandlung

im Strahlenzentrum Hamburg

Die Strahlentherapie hat sich vor allem als eine wirksame

Methode in der Krebstherapie bewährt. Bösartige Tumorzellen,

die auf die energiereiche Strahlung empfindlicher reagieren als

gesundes Gewebe, werden infolge der Strahlenwirkung in ihrer

Erbsubstanz geschädigt. „Sie können sich nicht mehr teilen

und zum Wachstum des Tumorgewebes beitragen. Sie sterben

Eine Mehrzahl der Krebsleiden kann

so geheilt oder ein Fortschreiten

verzögert werden.

PD Dr. Fabian Fehlauer

ab und werden vom Körper abgebaut. Eine Mehrzahl der Krebsleiden

kann so geheilt oder ein Fortschreiten verzögert werden“,

so Privatdozent habil. Dr. med. Fabian Fehlauer, Gründer und

medizinischer Leiter des Strahlenzentrum Hamburg, welches

in diesem Jahr sein 12-jähriges Bestehen feiert.

Das Strahlenzentrum Hamburg zählt zu den führenden Versorgungszentren

für Strahlenmedizin, Radiochirurgie und

Schmerztherapie. Die Kombination fortschrittlichster Technologien

und Verfahren, die reibungslosen Abläufe und die

persönliche Betreuung in angenehmer Atmosphäre sind Qualitätsmerkmale

dieses medizinischen Zentrums. „Trotz aller

Technik steht der Patient als Mensch für uns immer im Zentrum

unserer Arbeit“, unterstreicht Dr. Fehlauer. „Wir stehen

unseren Patienten jederzeit für ein persönliches Gespräch

zur Verfügung“. Zu dessen Spektrum zählen die Intensitätsmodulierte

Bestrahlung (IMRT), tomographische Bestrahlung

(VMAT) und die CT-bildgeführte Bestrahlung (IGRT).

Im Februar 2019 weihten Dr. Christoph Ploß und PD Dr. Fabian

Fehlauer gemeinsam für das Strahlenzentrum Hamburg einen

weiteren hochmodernen neuen Linearbeschleuniger, einen

ELEKTA VERSA HD neuster Generation, ein, welcher eine qualitative

Verbesserung der ambulanten Versorgung aller Patienten

– nicht nur im Hamburger Norden – garantiert.

Aber nicht nur bei der Krebsbehandlung findet die Strahlentherapie

Anwendung, sondern auch als schonende Röntgenreizbestrahlung

als Schmerztherapie bei chronischen entzündlichen

und degenerativen Erkrankungen der Gelenke und Sehnen

– zum Beispiel bei Arthrose, Sehnenreizungen, Knorpel- oder

Schleimbeutelentzündungen, wie dem sogenannten Tennisellenbogen

oder Fersenspornen. Diese Behandlung ist wenig

belastend und nebenwirkungsfrei – fundierte wissenschaftliche

Studien belegen die nachhaltige Wirksamkeit der Röntgenreizbestrahlung,

weshalb diese Behandlung auch als Kassenleistung

anerkannt ist.

Den Experten der Gesundheitsmetropole Hamburg steht

seit 2011 zudem das CyberKnife, eine submillimetergenaue

Photonenbehandlung zur Verfügung. Es ist die nach wie vor

fortschrittlichste Therapie für Tumorpatienten: Ein virtuelles

Skalpell zerstört hochpräzise krankhaftes Gewebe, während

das gesunde Gewebe verschont bleibt. In einmaliger Weise

können damit bestimmte schwierigste Krebsarten, meist sogar

nur in einer Therapiesitzung, behandelt werden – ambulant,

ohne operativen Eingriff, ohne Narkose und Schmerzen.

„Auch in schwerwiegenden Fällen oder chronischer Erkrankungssituation

erreichen wir eine deutliche Verbesserung

der Lebensqualität“, unterstreicht Dr. Fehlauer, der auch ausgebildeter

Palliativmediziner ist. „Wir lindern Schmerzen und

können einen vorübergehenden Stillstand der Erkrankung

erzielen, um wertvolle Lebenszeit hinzuzugewinnen.“

Fotos (im Uhrzeigersinn):

Ärtzeteam am Strahlenzentrum Hamburg | Strahlenzentrum Hamburg, Standort Langenhorn

| Dr. Christoph Ploß (Mitglied des Deutschen Bundestages / l.) und PD Dr. Fabian Fehlauer

(Ärztlicher Leiter Strahlenzentrum Hamburg) bei der Einweihung des hochmodernen

neuen Linearbeschleunigers – des ELEKTA VERSA HD

Strahlenzentrum Hamburg MVZ

Standort Langenhorn: Langenhorner Chaussee 369 | 22419 Hamburg

www.szhh.de


GESUNDHEIT, HAMBURG!

GESUNDHEIT, HAMBURG!

INNOVATIV FÜR IHRE

GESUNDHEIT

Startups aus dem Health

Innovation Port (HIP) geben

dem Gesundheitssektor

neue Impulse. Lernen

Sie drei der Startup Teams

kennen.

Hamburg entwickelt sich immer

mehr zu einer Hochburg für

Gesundheits-Startups. Ein weiterer

Meilenstein ist die Gründung

des HIPs, das von Philips, der

Techniker Krankenkasse und der

Stadt Hamburg gegründet wurde.

Es bietet eine gute Infrastruktur,

intensive Betreuung und ein

weitreichendes Netzwerk zu

den relevanten Akteuren im

Gesundheitswesen für junge

Unternehmen, zum Beispiel für

„ahead“, „northh medical“ und

„VIREED“.

Foto (v.l.) „ahead“: Johannes

Schröder, Berend Jansen (v.),

Philip Brohlburg

„northh medical“: Dr. Fabian

Kording, Christian Ruprecht,

Kai Fehrs

„VIREED“: Johannes Link, Nick

Wiese (v.), Sinisa Stevanovic

Fotos: Sabine Skiba

Mehr über das HIP unter

www.healthinnovationport.de

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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Lernszenarien steckt. Wenn ein solcher Effekt schon bei videobasierten

Inhalten entstand, wie effektiv muss dann eine 3Dbasierte

Lernumgebung sein, die ausschließlich so gestaltet wird,

dass ein optimales Lernen ermöglicht wird. 3D-basierte Virtual

Reality, echte Virtual Reality, die mittels Software zur Erstellung

von Videospielen genutzt wird, ermöglicht zudem noch das Interagieren

und das Bewegen in der virtuellen Lernumgebung. Im Vergleich

zu video basierter VR hat der Nutzer hier die Möglichkeit,

sich frei im Raum zu bewegen, Gegenstände anzufassen und realistisch

Abläufe mit Körper und Kopf einzustudieren. Eben auch

solche Abläufe, die in der Realität nur schwer zu simulieren sind.

So entstand die Idee, eine medizinische VR- Lernplattform für

Studenten, Ärzte und medizinisches Fach personal zu entwickeln,

die das Erlernen, Trainieren und Simulieren von medizinischen

Eingriffen und Notfall-Situationen ermöglicht. Mit unserer Software

wollen wir ein zeitgerechtes, effektives und nachhaltiges

Lernen ermöglichen.

Gerade im Bereich der Lehre bietet

das Medium enormes Potenzial für

„learning-by-doing“-basierte

Anwendungen. Machen statt Theorie

pauken.

Nick Wiese

Startup: „VIREED“

Im Interview erläutert Gründer und Geschäftsführer Nick Wiese, welche technischen Möglichkeiten

die Software „VIREED MED“ bietet und warum sie für die medizinische Ausbildung sowie effektive

Lernsimulationen für prozessbasierte Arbeitsabläufe eine Besonderheit ist, zum Beispiel von

Medizinstudenten und Ärzten zur Bildung oder Weiterbildung.

Wie haben Sie und Ihr Mitgründer Arne Urff sich kennengelernt?

Nick Wiese: Kurz nachdem ich die Idee zu „VIREED“ hatte, besuchte

ich jedes Event, das mit Virtual Reality (VR) zu tun hatte

– immer auf der Suche nach einem passenden Entwickler. „Ist

das die Suche nach der Nadel im Heuhaufen?“, fragte ich mich

durch die gesamte Community – bis ich endlich den Kontakt von

meinem heutigen Co-Founder Arne Urff bekam. Wir trafen uns und

wenige Tage später stand fest, dass wir uns perfekt ergänzen und

er einsteigen will. Dass wir uns getroffen haben, war ein echter

Glückstreffer.

Wie ist die Idee zu „VIREED“ entstanden?

Die Grundidee zu „VIREED“ war, eine VR-Brille aufzusetzen,

das Programm zu starten und sich inmitten einer Art virtuellem

Foto (v.l.) Johannes Link (Technical Artist), Nick Wiese

(CO-Founder, CEO), Sinisa Stevanovic (Developer)

Campus zu befinden. Ich habe mich während meines Studiums

viel mit 360-Grad-Videos auseinandergesetzt und im Rahmen

meiner Bachelor-Thesis auch eine Studie bezüglich „ immersive

Lernmedien“ (Anm. Eintauchen in eine virtuelle Umgebung)

durchgeführt. Ich habe eine Vorlesung mittels 360-Grad-Kamera

gefilmt, mit 3D Inhalten erweitert, sie den Studenten zur Verfügung

gestellt und mittels zwei Gruppen den Lerneffekt zwischen

virtueller und echter Präsenz- Veranstaltung verglichen.

Beide Gruppen haben vergleichbar abgeschnitten. Auch wenn

die VR-Gruppe in absoluten Zahlen sogar mehr Punkte in den

folgenden, zur Vor lesung gehörenden Tests erzielte, war doch

der wichtigste Aspekt, dass ein vergleichbarer Lerneffekt mit der

digitalisierten Vorlesung möglich war. Dementsprechend wurde

mir das Potenzial klar, das in virtuellen und voll immersiven

Was war bisher Ihr größtes Learning?

Ein Startup zu gründen stellt einen jeden Tag vor neue Herausforderungen.

Gerade das Etablieren einer doch sehr disruptiven,

digitalen Lösung ist zeitintensiv. Natürlich stellt einen die

Umsetzung einer solchen Vision auf technischer Seite vor eine

Vielzahl an Herausforderungen. Die Entwicklung von VR-Software

ist definitiv keine Entwicklung von der Stange, sondern erfordert

ständig neue, innovative Lösungsansätze. Aber genau da rin

besteht der Reiz: etwas zu entwickeln, von dem viele gar nicht

wissen, dass so etwas technisch möglich ist. Daher kommt auch

die Leidenschaft im Team.

Nick Wiese während einer Herzdruckmassage im

„Basic Life Support“-Training. Bei der Arbeit direkt am Patienten

beschleunigen VR-Technologien die Lernprozesse, um Behandlungsmethoden

zu verinnerlichen und

Handlungsabläufe einzuüben

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihr Produkt?

Jetzt ist die Zeit, in der sich die VR-Hardware rasant entwickelt.

Was aktuell noch fehlt sind die Inhalte, um diese Hardware auch

sinnvoll zu nutzen. VR ist mehr als nur eine coole Erweiterung

für Videospiele. Gerade im Bereich der Lehre bietet das

Medium enormes Potenzial für „learning-by-doing“-basierte

Anwendungen. Machen statt Theorie pauken.

Worin liegt das Alleinstellungsmerkmal?

Es ist die Kostenreduzierung durch virtuelles Equipment und

die Vielfalt unserer Szenarien sowie die Möglichkeit, Fälle und

Eingriffe erlebbar zu machen, die in der Realität nur sehr schwer

oder schlichtweg unmöglich zu trainieren sind.

Wo wird „VIREED“ bereits eingesetzt?

Anfang des Jahres hatten wir eine sehr erfolgreiche Studie mit

über 300 Studenten in Kooperation mit einem Universitätsklinikum.

Nun ist unser Ziel, die Nutzung dieser Software mit weiteren

Fällen auszubauen und an weitere Universitätskliniken zu bringen.

Wie ist das Feedback auf diese Software?

Wir erleben es nur sehr selten, dass Nutzer nicht erstaunt sind von

dem Potenzial des Produktes. Möglichkeiten, wie während der

Herzdruckmassage Einblick in den Patienten zu gewähren, also

einen Blick auf das Innere des Patienten – das Herz, die Arterien,

die das mit Sauerstoff angereicherte Blut zum Gehirn befördern

– werfen zu können, bietet dem Nutzer erstmalig die Chance,

Abläufe des menschlichen Körpers und seine Reaktionen auf medizinische

Eingriffe zu erleben. Mit anderen Worten: Das Große

und Ganze zu sehen eröffnet vielen Erstnutzern das Potenzial

einer solchen Lernlösung. Das immersive Lernen und das visuelle

Erlebnis überzeugen hierbei schnell.

Mehr unter

www.vireed.de

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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Welche Zielgruppe sprechen Sie an?

Zielgruppen sind zum einen schwangere Patientinnen mit

einem Verdacht auf einen angeborenen Herzfehler des Kindes,

zum anderen aber natürlich auch Kinderradiologen und

Kinderkardiologen, an die wir unser Produkt verkaufen.

Was war ausschlaggebend für Ihr Startup?

Die Idee ist in der Forschung am UKE in der Radiologie im Rahmen

der Habilitation von Mitgründer Jin Yamamura entstanden. Hier

wurden im Rahmen von Forschungsprojekten erste Prototypen

entwickelt. Als die Nachfrage auf Kongressen nach einem

Produkt ziemlich konkret wurde, haben wir uns entschlossen,

einen EXIST-Forschungstransfer-Antrag im Rahmen des Förderprogramms

des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

zu stellen und „northh medical“ zu gründen.

Da das Herz eines Fötus bis heute ohne

unsere Lösung nur schlecht bis gar

nicht im MRT untersucht werden kann,

haben wir gerade für unser Startup

einen sehr guten Zeitpunkt getroffen.

Warum gerade Hamburg als Standort?

Durch die Entstehungsgeschichte am UKE und die Zusage für die

EXIST-Förderung. Hinzu kommt, dass wir alle drei – Dr. Fabian

Kording, Christian Ruprecht, Kai Fehrs – waschechte Hamburger

Jungs sind.

Dr. Fabian Kording

Startup: „northh medical“

Foto (v.l.) Dr. Heide Boeth (Qualitätsmanagement und

regulatorische Prozesse), Dr. Fabian Kording

(Geschäftsführer), Christian Ruprecht (Technische

Leitung), Kai Fehrs (Softwareentwickler)

Was war bisher Ihr größtes Learning?

Es gibt eigentlich zu viele, um es auf eins zu reduzieren.

Insbesondere ist wichtig, dass wenn Probleme auftreten, dass

man sie löst, bevor sie einem früher oder später wieder auf die

Füße fallen. Am Anfang waren wir hier und da zu ungeduldig,

wollten unsere Prototypen zu schnell und zu klein bauen.

Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihr Produkt?

Die fetale MRT-Untersuchung hat vor allem in den letzten zwei

Jahren stark an Bedeutung und Akzeptanz gewonnen. Dies sieht

man daran, dass die Untersuchung des fetalen Gehirns im MRT

inzwischen zu einem Standard geworden ist. Da das Herz eines

Fötus bis heute ohne unsere Lösung nur schlecht bis gar nicht im

MRT untersucht werden kann, haben wir gerade für unser Startup

einen sehr guten Zeitpunkt getroffen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Bis dahin wollen wir alle führenden Kliniken im Bereich der

fetalen Vorsorge in der EU und in den USA mit unserem Produkt

ausgestattet haben. Ziel ist es, dass die Untersuchung des

fetalen Herzens im MRT bei angeborenen Herzfehlern zu einem

Standard wird.

Junge Gründer, große Ideen. Das Team aus Medizintechnikern, Ingenieuren und Ärzten hat ein

MRT-taugliches Ultraschallgerät, das sMaRT-Sync-Ultraschallgerät, für die Pränatal diagnostik

entwickelt – es ermöglicht, Herzerkrankungen mit dem MRT schon bei ungeborenen Kindern zu

erkennen.

Was bietet northh medical an und wie funktioniert das ganze?

Dr. Fabian Kording: Wir bieten ein MRT-kompatibles Ultraschallgerät

für die MRT- Bildgebung an, das erstmalig die Herzbildgebung

mit dem MRT für die pränatale Diagnostik erlaubt. Um

ein MRT-Bild des Herzens zu machen, muss das MRT mit dem

Herzschlag synchronisiert werden.

Bei Erwachsenen wird für die Synchronisation ein EKG verwendet.

Bei einem ungeborenen Kind (Fötus) ist dies nicht möglich, da die

Elektroden natürlich nicht auf das Kind aufgeklebt werden können.

Außerdem wäre die Bildaufnahme des MRT zu langsam, um

das sich schnell bewegende Herz des ungeborenen Kindes ohne

Bewegungs artefakte (Anm. Bewegung während der Messung)

darstellen zu können. Unsere Lösung erlaubt es nun, auf Basis

von Ultraschall den Herzschlag des Fötus zu erkennen und damit

MRT und Herzschlag zu synchronisieren.

Worin liegt das Alleinstellungsmerkmal?

Wir ermöglichen erstmalig den klinischen Einsatz des MRT für

die fetale Herzbildgebung und sind damit einzigartig am Markt.

Teambesprechung: Mit ihrem Produkt ermöglicht das Team von

„northh medical“ erstmals den klinischen Einsatz des MRT für die

fetale Herzbildgebung

Wo wird das MRT-taugliche Ulltraschallgerät bereits eingesetzt?

Wir haben heute insgesamt sieben Prototypen bei führenden

Kliniken weltweit zu Forschungszwecken im Einsatz – davon

jeweils zwei in Deutschland und in den USA und jeweils einen in

Kanada, Schweden und Österreich.

Wie ist das bisherige Feedback?

Unser Produkt wird in der Fachwelt und vor allem im wissenschaftlichen

Bereich sehr gut aufgenommen. Die Ärzte freuen sich, dass

es endlich ein MRT-taugliches Ultraschallgerät für die Pränataldiagnostik

gibt. Damit haben wir ein ganz neues Feld in der allgemeinen

MRT-Diagnostik eröffnet. Das aktuell in Schweden

eingesetzte Gerät wollten wir zum Service zurück in unser Labor

holen. Weil der Prototyp jedoch inzwischen so intensiv in den

Praxisalltag eingebunden ist, waren die Ärzte lediglich bereit,

dieses maximal für einen Arbeitstag zu entbehren. Das zeigt,

welch eindeutigen Mehrwert wir schaffen.

Mehr unter

www.northh.de

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GESUNDHEIT, HAMBURG!

Startup: „ahead“

Gründer und Geschäftsführer von „ahead“, Philip Brohlburg (auf dem Foto links), und sein

Mitgründer Johannes Schröder haben sich darauf spezialisiert, Performance Food Produkte zur Verbesserung

der Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen zu entwickeln.

Wie haben Sie sich beide kennengelernt?

Johannes Schröder: Mein Mitgründer Philip Brohlburg und ich

haben uns in unserer Zeit als Offiziere bei der Bundeswehr kennengelernt.

Er kam von der Luftwaffe, ich war Heeresoffizier. An

der Universität in Hamburg kamen wir dann zusammen, um Wirtschaftsingenieurwesen

zu studieren. Schon am ersten Abend war

klar, dass wir in vielen Hinsichten auf einer Wellenlänge sind.

Welche Produkte werden angeboten und mit welcher Wirkung?

Wir bieten ein ganzheitliches Konzept an Nahrungsergänzungs-

Foto (v.l.) Die Geschäftsführer Philip Brohlburg

und Johannes Schröder

und Food-Produkten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in

allen Lebensbereichen. Angefangen haben wir mit der Kategorie

„Daily Performance“, dort finden Sie Produkte zur Verbesserung

der Leistungsfähigkeit im Alltag. Die Tagesform basiert auf drei

Säulen: Konzentration, Stimmung und Schlaf. Mit unseren

Flagship-Produkten „Sharp Mind“, „Bright Mood“ und „Deep

Sleep“ setzen wir mit Mikronährstoff-Formeln zur Verbesserung

der Konzentration, des subjektiven Stressempfindens und der

Schlafqualität an eben diesen Säulen an. Zudem haben wir die

Kategorie „Performance Essentials“ ins Leben gerufen. Künf-

Unsere Produkte richten sich

an ambitionierte Macher, die

an sich arbeiten und nach

stetiger Verbesserung streben.

Johannes Schröder

tig wird es bei uns auch die Kategorie „Athletic Performance“

geben. Hier entwickeln wir Produkte speziell auf die Bedürfnisse

von Profi-Athleten zugeschnitten, mit dem Ziel der Verbesserung

von Kraft, Ausdauer und Regeneration. Zusätzlich arbeiten wir

an „Ready-2-Consume“ Produkten mit funktionellen Snacks und

Drinks für zwischendurch.

Was sind die besonderen Merkmale Ihres Startups?

Wir entwickeln ausschließlich Produkte, hinter denen ein klarer

Kundennutzen steht. Produkte, die wir selbst regelmäßig nutzen.

Jedes Produkt wird auf Basis aktueller klinischer Humanstudien

entwickelt. Dazu arbeiten wir eng mit Experten aus Medizin, Sportund

Ernährungswissenschaften zusammen. Wir produzieren ausschließlich

in Deutschland und in pharmazeutischer Qualität. All

unsere Inhaltsstoffe sind zu 100 Prozent natürlich. Jedes Produkt

durchläuft ein intensives Testing und eine Qualitätskontrolle

durch externe Labore. Bei „ahead“ findet man kein sinnloses

oder unterdosiertes Produkt. Mit diesem Ansatz heben wir uns

vom restlichen Markt ab und schaffen einen wirklichen Mehrwert

für unsere Kunden.

Welche Zielgruppen sprechen Sie an?

Zu unseren Kunden zählen Jura- und Medizin-Studenten,

Anwälte und Unternehmensberater, Gründer und Young

Professionals. Unsere Produkte richten sich an ambitionierte

Macher, die an sich arbeiten und nach stetiger Verbesserung

streben. Unser Slogan fasst das Mindset zusammen, das

unsere Zielgruppe verbindet: #BetterThanYesterday.

Wie kamen Sie auf die Idee Ihres Startups?

In unserer aktiven Dienstzeit als Offiziere erlebten wir, was es

bedeutet, gleichzeitig körperlich und auch mental unter Extrembelastungen

arbeiten zu müssen. Dieser Umstand hat mitunter

dazu beigetragen, dass wir uns für körperliche und mentale

Selbstoptimierung begeisterten. Wir wollten lernen, wie wir die

Biologie des Menschen verstehen und für uns nutzbar machen

können – heute auch „Biohacking“ genannt. Nach unserer Dienstzeit

haben wir unsere Leidenschaft für körperliche und mentale

Selbstoptimierung mit „ahead“ zum Beruf gemacht.

Wieso war Hamburg der Gründungsstandort?

Wir hatten während unseres Studiums in Hamburg beide die Liebe

unseres Lebens kennengelernt, so dass wir uns entschieden,

langfristig hier zu leben. Mein Geschäftspartner ist mittlerweile

zweifacher Vater. Die Entscheidung, in Hamburg zu gründen, war

demnach keine strategische. Es hat sich jedoch herausgestellt,

dass Hamburg eine Hochburg für Food-Startups ist und es ein

hervorragendes Gründungsnetzwerk und institutionelle Unterstützung

für Gründer gibt.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihre Produkte?

Individualisierung ist das zentrale Kulturprinzip der westlichen

Welt und entfaltet seine Wirkungsmacht zunehmend global.

Zusätzlich sorgt unsere Leistungskultur dafür, dass die Menschen

an ihre Grenzen stoßen und nach natürlichen Hilfsmitteln suchen.

Das Streben der Menschen nach Selbstverwirklichung ist keine

neue Entwicklung. Was aber neu ist, ist die Rolle der Ernährung, die

dabei eine zunehmend funktionale Rolle einnimmt: Ernährung als

Tool zur Selbstoptimierung. Heute sind Themen wie „Biohacking“

und damit verbundene Produkte noch eine Nische. Wir bringen

den Nischentrend in die Mitte der Gesellschaft. Wir glauben, dass

eine Zeit kommt, in der die Einnahme von Produkten wie unseren

eine Standardanpassung des Menschen sein wird, um mehr zu

erreichen. Wie das Trinken einer Tasse Kaffee am Morgen.

Fachgespräch über die „ahead“-Nahrungsergänzungsmittel:

die Firmengründer mit

Lea-Anouk Hanke, zuständig

für Public Relations

Mehr unter

www.ahead-nutrition.com

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WINE & DINE

(v. l.) Philipp, Vater Jens

und Felix Stacklies beim

HANSEstyle Shooting vor

der Fischauktionshallte

Stacklies

Unter nehmensgruppe –

einmal das volle Programm

Eines der originellsten Denkmäler, die Fischauktionshalle, gehört ebenso zur

Unternehmensgruppe der Familie Stacklies wie ein Catering-Service samt

Event- Agentur, das Brauhaus mit der Hamburger Privatbrauerei Gröninger,

zwei weitere Schönes Leben Restaurants und Weihnachtsmarkt-Geschäfte in

und um Hamburg.

Foto: Marius Engels

Es ist die Geschichte einer Hamburger Familie – längst ist die

zweite Generation im Boot und Stolz spricht aus Felix Stacklies

Worten, als er die Geschichte seiner Eltern erzählt – eine

Geschichte von Unternehmern, die aus der Gastronomie Hamburgs

nicht wegzudenken sind:

EHRGEIZ UND FLEIß SIND IHR POTENTIAL

Mutter Taika (59) und Vater Jens (58) machten schon als junge

Erwachsene Karriere in der Hotellerie. „Hart gearbeitet“ hätten

seine Eltern und wären ohne Geld gestartet, doch ihr Fleiß sollte

sich auszahlen. Mutter Taika wurde als 22-Jährige jüngste

Erste Hausdame Deutschlands und Vater Jens Stacklies mit 27

Jahren jüngster Hoteldirektor Deutschlands – im „Elysée“, einem

der führenden 5-Sterne-Hotels in Hamburg. Zuvor hatten beide

klassische gastronomische Ausbildungen absolviert: die Mutter

Hotelfachfrau, der Vater Restaurantfachmann im Landhaus

Scherrer. Es schlossen sich unter anderem Stationen auf dem

Schiff „Astor“, im „Hotel Atlantic“, im „Hotel Vier Jahreszeiten“

und im „Hotel Louis C. Jacob“ an. 1995 folgte für beide der Weg

in die Selbstständigkeit, mit der Gründung eines eigenen Unternehmens

und dem Erwerb der Gröninger Brauerei mit 600 Sitzplätzen

in rustikaler Gastronomie. 1997 kam der Catering-Service

hinzu, einer der ersten, der damals auch noch exklusiv im Zollgebiet

Speicherstadt arbeiten durfte. 2005 erwarben sie mit einem

30-jährigen Erbbaurecht – plus Option – von der Stadt Hamburg

die Fischauktionshalle. Hier richten die Stacklies kulinarische

Feste aus. Wer zum Beispiel die Fischauktionshalle für ein Event

mietet, bekommt das volle Programm aus einer Hand dazu – vom

Teller bis zur Tontechnik. Aber auch für das Geschehen rund um

die Fischauktionshalle sind sie bekannt: Stacklies selbstkreierte

Events wie das BBQ-Festival im Juni, das Oktoberfest mit 18.000

Besuchern oder der Fischmarkt an jedem Sonntagmorgen, wenn

in der Fischauktionshalle gebruncht werden kann.

Dass sie mit Märkten auch ansonsten „gut können“ zeigt die

Präsenz im Weihnachtsmarkt-Geschäft: Auf dem Rathausmarkt

sind sie seit 2004 mit der „Tiroler Almhütte“, mit Glühwein und

Feuerzangenbowle präsent. In Pinneberg sind die Stacklies

Generalunternehmer des Marktes, vermieten und betreiben

selbst.

EIN SCHÖNES LEBEN WOLLEN SIE JEDEM BIETEN

Apropos „Schönes Leben“ – so heißen die zwei Läden, die

weiterhin entstanden sind: 2007 in der Speicherstadt und 2011

in Neuendeich auf dem Lande. Das Konzept: Restaurant, Shop

und Café. Der Gast soll in toller Atmosphäre frische Küche in top

Qualität durch freundlichen Service genießen. Felix Stacklies erklärt:

„Schönes Leben bedeutet für uns Räume zu schaffen, wo

wir Menschen in Frieden zusammenbringen. Alles, was der Gast

sieht, kann er auch kaufen – von der Kerze bis zur Vitrine.“ Für

das Interieur und die Einrichtung ist Mutter Taika verantwortlich

– sie hatte die Idee für die Läden, entdeckte die erste Lokalität im

„Alter Wandrahm 15“ – in einem Gebäude, das zum Weltkulturerbe,

der Speicherstadt, gehört. Sie ist auf Messen in der ganzen

82

83


Welt unterwegs und kauft Dinge „rund um das schöne Leben“

ein. Gläser, Gewürze, Prosecco, Wein, Accessoires und Geschenkideen

– „Schönes Leben“ ist Programm, auch zum Kaufen,

denn ihre Gäste sollen es auch daheim besonders schön

haben.

In Neuendeich befindet sich ein zweites „Schönes Leben“ –

ein alter Bauernhof mit Reetdach aus dem Jahre 1580 mit rund

3.000 Artikeln auf drei Etagen. Zunächst als Café gedacht,

wurde hier vor etwa eineinhalb Jahren für 1,3 Millionen Euro

ausgebaut und um ein Restaurant erweitert. Auf den sieben

Hektar Land gibt es diverse Obstbäume, tummeln sich Dammwild,

zwölf Bienenvölker und viele Fische in zwei Teichen – gelebtes

Idyll vor den Toren Hamburgs.

WINE & DINE

Backstage: drei

Stacklies-Männer und

Autorin Nathalie

E. Reinschmidt

Foto unten: Taika Stacklies

SONNTAG,

21.7.

VERKAUFSOFFEN

13:00-18:00 UHR

(GASTRONOMIE

AB 12:00 UHR)

„Wir sind sehr herzlich miteinander – Mutter und Vater sind für

uns Söhne die besten Eltern der Welt. Familie ist alles.“ Und

das scheint nicht nur so dahergesagt: Felix Stacklies ist sehr

eng verbandelt mit seinem Bruder Philipp, die beiden waren

unlängst auf Reisen in Australien, Neuseeland, Bali und

Singapur, wohnen sogar in einem gemeinsam gekauften Haus

in Holm. Familiensinn ist ihnen wichtig: „Wir treffen uns oft

hier – mit den Eltern, Verwandten und Freunden. Gerade jetzt

im Sommer machen wir gerne ein Barbecue – da kommen alle

zusammen, samt der Hunde. Wir verstehen uns einfach super

miteinander.“

BEIM EIGENEN UNTERNEHMEN MUSST DU AN DER BASIS SEIN

Der 26-jährige Felix Stacklies und sein 24-jähriger Bruder

Philipp sind fest im Unternehmen engagiert. Es scheint, als

hätten sie die Gastro-Leidenschaft und das „Fleiß-Gen“

geerbt. „Wir haben früh mit angepackt.“ Schon mit 15 Jahren

jobbten Felix und Philipp Stacklies auf dem Fischmarkt, auch

heute springen sie ein, wo sie gebraucht werden, helfen mit

im Pool der 200 Fest angestellten und bis zu 450 Aushilfen.

„Musst du auch, du musst an der Basis sein – immer dabei.“

Bewusst wählten die beiden Junioren nach dem Abitur in

England – Bristol und Cambridge – Ausbildungen im Gastgewerbe:

Felix besuchte die Hotelfachschule École hôtelière

de Lausanne, absolvierte danach ein Food & Beverage Trainee

im „Park Hyatt Zürich“, dann ein Internship bei „Design

Hotels“ in Berlin im Bereich Sales & Marketing und arbeitete

für eine Event-Agentur im High-End-Bereich, bis er 2015 im

Familien-Unternehmen einstieg. Sein Bruder Philipp Stacklies

machte eine Ausbildung zum Hotelfachmann im „A-Rosa“ auf

Sylt und war in Kitzbühel tätig.

Ihre Erfahrungen bringen beide ins Unternehmen ein – Philipp

Stacklies ist schwerpunktmäßig auf dem Lande und im

operativen Geschäft tätig, Felix betreut die digitalen Auftritte

des Unternehmens und ist viel in den Geschäften vor Ort. Die

Eltern haben den Söhnen immer die Wahl gelassen, beide

sind aus voller Überzeugung ins Geschäft eingestiegen. Doch

die ganze Familie weiß, dass sie besonders auf ihre Mitarbeiter

zählen kann: „Nur gemeinsam sind wir stark!“

Über die Stacklies

Taika Stacklies schloss eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, Jens

Stacklies zum Restaurantfachmann ab. Beide sind zusammen

auf dem Schiff „Astor“ zur See gefahren, arbeiteten dort in den

Restaurants und machten zwei Weltreisen mit. Taika Stacklies

war danach im „Hotel Atlantic“ und „Hotel Vierjahreszeiten“ tätig,

wurde leitende Hausdame im neuen „Hotel Grand Elysée“

und durfte es miteröffnen. Sie managte zehn Jahre das Housekeeping,

erarbeitete die Inneneinrichtung in Zusammenarbeit

mit dem Inhaber und Architekten. Später war Frau Stacklies

noch als Beraterin im Grand Elysée tätig. Jens Stacklies ging

nach der Tätigkeit auf See ins „Hotel Louis C. Jacob“. Als nächstes

wurde er Bankettleiter im „Hotel Grand Elysée“, dann Food

& Beverage Manager, bevor er zum Hoteldirektor berufen wurde.

1995 ging er gemeinsam mit seiner Frau in die Selbstständigkeit.

Im September 1992 wurde Sohn Felix geboren, im August 1994

Philipp. Beide absolvierten gastronomische Ausbildungen und

sind heute mit ihren Teams erfolgreich im Unternehmen tätig.

STACKLIES CATERING & EVENTS

Willy-Brandt Straße 47

www.stacklies.de

ALTONAER FISCHAUKTIONSHALLE

Große Elbstraße 9

www.fischauktionshalle.com

GRÖNINGER PRIVATBRAUEREI

Willy-Brandt-Straße 47

www.groeninger-hamburg.de

SCHÖNES LEBEN SPEICHERSTADT

Alter Wandrahm 15

www.schoenes-leben.com

SCHÖNES LEBEN AUF DEM LANDE

Oberrecht 31 in Neuendeich

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Fotos: Marius Engels (1), PR (1)

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WINE & DINE

Serie

Franzis kulinarische Seiten

Glück im „Klinker“

Franziska Heinemann-Schulte mit

Marianus von Hörsten (m.) und

Aaron Hasenpusch im Klinker

Foto: Marius Engels für HANSEstyle

Schon vor eineinhalb Jahren zeichnete sich in einem Pop-Up-

Restaurant in Hamburg das kulinarische Gesicht des Restaurants

Klinker ab, als das Team des Projekts „Tabula Rasa“ unter

Marianus von Hörsten mit seinen Kochfreunden Frederica Ganzer

und Aaron Hasenpusch immer wieder im Fokus stand. Unter dem

Motto „Einfach. Miteinander. Essen.“ traten sie in unterschiedlicher

Umgebung auf, im Catering oder auch zur kurzfristigen

Übernahme befreundeter Restaurants – wie im Balz & Balz am

Lehmweg oder im St. Pauli liegenden HACO.

Wurden uns bislang nur rare Kulinarik-Möglichkeiten von Aaron

Hasenpusch und Marianus von Hörsten geboten, erfreut es umso

mehr, dass die beiden jetzt ein Zuhause direkt neben dem Holi

Kino nahe dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke gefunden haben. Das

Er wurde bereits zum

besten Jungkoch der

Welt gekürt.

Franziska Heinemann-Schulte über

Marianus von Hörsten

„Restaurant Klinker“ in Harvestehude befindet sich, wie schon

der Name sagt, in einem großen Backsteingebäude – und Klinker

sind ebenfalls in einer kleinen erhaltenen Mauer im Restaurant

zu sehen – eingerichtet im Bauhausstil mit den bekannten,

mondartigen Tecnolumen-Leuchten, den bodentiefen Fenstern,

den tafelgrünen Wänden und den goldenen Blattform-Akzenten,

die zum Firmenlogo passen. Wir fühlen uns also wohl.

Marianus von Hörsten, der bereits 2015 als Kapitän der deutschen

Jugendnationalmannschaft den Titel „Jugend-Europameister

der Köche“ holte und 2017 zum besten Jungkoch der

Welt bei der Global Young Chefs Challenge gekürt wurde, „residiert“

in der auf der Empore liegenden Küche mit Blick auf

Bar und Innenraum. Aufgewachsen ist er unweit von Hamburg,

auf dem Demeter Bauernhof „Hof Wörme“ – Herkunft

und Qualität der Produkte stehen bei ihm an erster Stelle.

Auch für den gelernten Koch Aaron Hasenpusch ist das Restaurant

die größte Herzensangelegenheit – doch ferner vom Herd

und näher an Wein und Bar. Dabei aufmerksam auf die Bedürfnisse

aller Gäste eingehend, ebenso auch Claudia Steinbauer, die

reizende Restaurantleiterin.

Unkompliziert teilen wir uns alle Gerichte und fangen mit dem

heimatlichen Wörmer Holzofenbrot mit Kartoffel und Walnuss an,

dazu eine cremige Bärlauch-Oliven-Butter. Je wärmer die Monate,

umso mehr können wir vom heimatlichen Hof erwarten.

Es folgt die Süße der Topinambur – als Püree und knackig geschmort

– und stellt so das Gegengewicht der säuerlich eingelegten

Variante mit karamellisierten Sonnenblumenkernen und

Ziegenfrischkäse dar, wieder vom Hof Wörme. Ebenfalls vegetarisch

und kein Fleisch vermissen lässt das herrlich sämige und

pikante Blumenkohl Massaman Curry mit in Verjus vakuumierten

Rosinen, Cashew- und Erdnüssen.

„Grün, grün, grün“ begeistert ein Filet vom Steinbeißer mit Frankfurter

Sauce und Romanasalat in Buttermilchdressing. Wohlig für

Herz und Magen, wie in der Speisekarte betitelt, sind die Ochsenravioli

mit Thaipfeffer, Schmand und roter Bete.

Dank Waidmannsheil hat der benachbarte Jäger ein Reh erlegt,

so dass wir unerwartet in den Genuss eines Reh Tatakis mit roter

Zwiebel und Kerbel kommen. Gerne gucken wir dazu in die

„Unterm Ladentisch“ genannte Weinkarte mit spannenden Ausreißern

und anderen Raritäten, die alle drei Gastgeber selbst so

begeistern, dass sie aufgenommen werden mussten und selten

anderswo zu finden sind. Facettenreich überrascht jedes Gericht,

mit erfreulich eindeutigen Aromen – dem Credo „Einfach. Miteinander.

Essen“ mehr als gerecht werdend. Bald auch zum Nachkochen

dank des voraussichtlich im Herbst 2019 erscheinenden

Kochbuches „Meine Hofküche – regional, saisonal und richtig lecker“

vom Klinker-Koch Marianus von Hörsten.

Über die Autorin

Regelmäßig schreibt die Hamburger Food-Bloggerin

und leidenschaftliche Restauranttesterin Franziska

Heinemann-Schulte über Gastronomien, in denen sie

sich besonders wohlfühlt. Mehr von ihr finden Sie unter

www.tastehamburg.com und Instagram: @tastehamburg

87


WINE & DINE

WINE & DINE

Für die HANSEstyle Leserinnen und Leser: ein Rezept von

Klinker-Chefkoch Marianus von Hörsten

Steinbeißer mit Grüner Soße

und Romanasalat

Zubereitung

Steinbeißer:

Die Butter schmelzen lassen, das Pankomehl

darin goldgelb rösten und anschließend mit

Salz und Pfeffer würzen. Den Steinbeißer salzen

und im Topf ca. 6 Min. dämpfen. Anschließend

abtropfen lassen. Anschließend das Pankomehl

auf den Steinbeißer geben.

Für 4 Personen:

Steinbeißer

ca. 120 g Steinbeißer filetiert

200 g Panko-Mehl

50 g Butter

Salz und Pfeffer nach

eigenem Gusto

Grüne Soße

1 Bund Frankfurter Kräuter

100 g Schalotten

50 g Butter

90 g Zucker

50 g Apfelessig

100 g Creme Fraiche

Salz und Pfeffer nach

eigenem Gusto

Romanasalat

1 Kopf Romanasalat

100 g Buttermilch

30 g Speiseöl

20 g Senf, fein mittelscharf

20 g Zucker

20 g Schalotte (1/2)

Salz und Pfeffer nach

eigenem Gusto

Romanasalat:

Senf, Essig, Schalotten, Salz, Pfeffer und Buttermilch

pürieren, nach und nach das Speiseöl

einlaufen lassen. Mit Pfeffer abschmecken. Den

Salat vierteln, waschen, trocknen und mit der

Vinaigrette marinieren.

Grüne Soße:

Die Schalotten schälen, würfeln und in der

Butter anschwitzen. Den Zucker zugeben, kurz

karamellisieren, die gehackten Frankfurter

Kräuter zugeben. Alles zusammen mit Essig

ablöschen, einmal aufkochen lassen und

im Blender mit der Crème Frâiche pürieren.

Anschließend abschmecken.

Serviervorschlag:

Die Soße in einen Teller geben, anschließend

den Steinbeißer oben auf anrichten und nebenan

das marinierte Salatviertel geben.

Foto: Marius Engels für HANSEstyle

88 89


WINE & DINE

Erholungs- & Aktivurlaub für Erwachsene

Tipps – zum Ausprobieren

Yoon-Ji an der historischen

Holzbrücke

Nicht nur optisch, sondern auch

geschmacklich ein echtes Highlight

Inspiriert von New York, L.A, Korea,

Japan und China bekommt man hier

auf zwei Etagen in trendigem Ambiente

mit direktem Blick auf den Nikolaifleet

hausgemachte Streetfood-Spezialitäten

wie Bao Buns, Fried Chicken, Ramen Tuna

Tataki, Kimchi und vieles mehr. Besitzer

und Koch Jason Lee aus New York, der

auch schon für den britischen Kochstar

Gordon Ramsay arbeitete, bringt mit

seinen authentischen, panasiatischen

Köstlichkeiten den Flavour seiner

koreanischen Wurzeln in die Hansestadt.

Yoon-Ji | Holzbrücke7 | www.yoonji.de

Fotos: PR (6)

Drilling Bar

Im Drilling kann man wirklich den ganzen Tag

verbringen. Denn wie der Name schon vermuten

lässt, vereinen sich hier in gemütlicher

Atmosphäre Café, Bar und Destille. Ein Besuch?

Der lohnt sich nicht nur wegen der coolen

Interieur-Gestaltung – denn für einen Cappuccino

oder den Signature-Drink des Hauses namens

„Mrs. Garfield“ kann man in der alten Marzipanfabrik

in Bahrenfeld getrost den Alltag vergessen.

Absolut sehenswert ist außerdem die hauseigene

Destille, die regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer

noch mehr über die Eigenproduktionen und das

exquisite Angebot des Ladens erfahren möchte,

bucht sich eine private Tasting-Runde!

Drilling | Friesenweg 4 | www.drilling.hamburg

All day long:

Vormittags ein Coffee-Hotspot,

abends eine stilvolle Bar

90

Hawaii meets Hamburg

Urlaubsstimmung am

Alsterfleet

Ob zum Lunch, als Zwischenstopp beim Einkaufsbummel oder After

Work mit Freunden – das mit Bus und Boot top erreichbare Monkey

Beach am Hofweg lädt mit viel Grün und Strandliegen auf seiner

palmengesäumten Terrasse zum Entspannen und Verweilen ein! Bastian

Rößler, der auch die Mr. Ape Bar in Eimsbüttel betreibt, sorgt hier, am

Seitenkanal der Alster, für beste Drinks von der Limo bis zum Cocktail.

Kulinarisch abgerundet wird das Angebot durch den Zusammenschluss

mit den Jungs von Kailua Poké, die mit farbenfroh-frischen Bowls das

hawaiianische Flair des Monkey Beach unterstreichen.

Tipp: Auch im Winter lässt es sich hier gut aushalten – eine durchgezogene

Glasfront und heiße Getränke garantieren ganzjährig auch bei Hamburger

Wind und Wetter eine top Atmosphäre!

Monkey Beach | Hofweg 103 | facebook.com/monkeybeach040

Der Brandstetterhof - Hotel für Erwachsene in Tirol

Ihr familiengeführtes Refugium für wertvolle Momente

Hier finden Geben und Nehmen zusammen.

Weil wir gerne geben: ehrliche Herzlichkeit und beste Qualität. Und weil wir respektvoll nehmen: Ihre Zeit und Ihr Vertrauen.

Die Liebe zum Detail und die aufrichtige Gastfreundschaft des gesamten Teams machen Ihren Urlaub in Tirol zu einem Genussmoment.

Das Zusammenspiel aus Vielem. Erlebnis in der Natur mit dem Bergwanderführer, ein heimeliges Wohngefühl in den

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Geborgenheit im AuszeitSpa machen Ihren Urlaub im familiengeführten Hotel Der Brandstetterhof im Karwendel zum besonderen Moment.

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Der Brandstetterhof ****

Klaus & Elisabeth Lindebner | A-6135 Stans | Tirol, Oberdorf 74

T +43 | (0) 5242 63582 | E office@brandstetterhof.com | www.brandstetterhof.com


Vom Laufen fasziniert:

David Voigt beim Training

an der Alster

Läuft bei ihm!

Running Coach, Personal Trainer,

Marathonläufer und Influencer:

Lassen Sie sich von David Voigt

zum Laufen motivieren!

92


SPORT

SPORT

Als Personal Trainer rät er,

zunächst mit lockeren

Mobilisierungsübungen zu

beginnen, zum Beispiel mit einer

Faszienrolle und/oder einem

Faszienball …

Tipp von David Voigt

Vom Laufen fasziniert

Bereits während seiner jugendlichen Fußball- Karriere

als Mittelfeldspieler stellte das Laufen für David Voigt

unweigerlich einen Schwerpunkt dar. Zum Straßenlauf kam er

2015, als aus einem Spaß mit einem guten Freund ein ernsthaftes

Battle wurde – sie trieben sich gegenseitig an, nahmen

an Wettkämpfen und schließlich an Marathons teil. Seither

läuft David Voigt jedes Jahr einen Marathon, hinzu kommen

überschaubarere Variationen wie Halbmarathonläufe oder

10-Kilometer-Laufwettkämpfe.

Sport als Meditation

Für den 35-Jährigen ist das Laufen Meditation und zugleich

der beste Start in den Arbeitstag. Er liebt es, frühmorgens

kurz nach 5 Uhr, wenn die Stadt noch schläft, die Vögel

zwitschern, die Natur erwacht und die Sonne aufgeht, um die

nur 100 Meter von seiner Haustür entfernt liegende Alster zu

laufen. In der Regel macht er zwei bis drei Läufe die Woche,

in Wettkampfphasen bis zu fünf, von Grundlagen-Läufen über

Intervall-Etappen bis hin zu langen Strecken am Wochenende.

So wärmen Sie sich richtig auf

Als Personal Trainer rät er, zunächst mit lockeren Mobilisierungsübungen

zu beginnen, zum Beispiel mit einer

Faszienrolle und/oder einem Faszienball, auch Blackroll oder

Blackroll genannt. Es folgen laufspezifische Bewegungsmuster,

von der Fußgelenkarbeit übers Anfersen, den

Kniehebelauf bis hin zum dynamischen Ausfallschritt, bevor

es in den intensiven Lauf geht.

David Voigt mit

HANSEstyle an der Alster

94

95


DEUTSCHE GESELLSCHAFT DER PLASTISCHEN, REKONSTRUKTIVEN UND ÄSTHETISCHEN CHIRURGEN

SPORT

Finden Sie Spaß an der Sache, suchen

Sie sich eine Running Crew oder

einen Laufbuddy zur Motivation und

für die Verbindlichkeit – und

überschlagen Sie sich nicht!

David Voigt möchte Menschen für den Laufsport begeistern

Wie Laufen und Kraftsport vereint werden können

„Laufen ist nicht gleich Laufen“, sagt David Voigt. Für ihn sind

ein funktionaler Körper und kräftige, stabile Muskeln essenziell,

um die Gelenke sowie Bänder und Sehnen zu schützen.

Deswegen empfiehlt er kein klassisches Krafttraining, sondern

ein eher sportartspezifisches Athletiktraining, bei dem sich

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit

vereinen.

Hamburgs tolle Vielfalt an Laufstrecken

David Voigt liebt es, immer wieder neue Laufstrecken zu

erschließen und damit Hamburg auf eine besondere Art zu

entdecken. Seine Top 5: Planten un Blomen, Stadtpark , Elbe, Alster.

Und: Bei Long Runs zieht es ihn bis ans andere Elbufer, nach

Wilhelmsburg oder sogar bis zur Bunthäuser Spitze.

Tipps für Einsteiger

Wo wärmt es sich schöner auf, als an der Alster

Über David Voigt

1984 in Berlin geboren, in Flensburg aufgewachsen, war

er seit der Jugend in diversen Sportarten aktiv, vom

Tischtennis über Basketball bis hin zum Fußball, der

als aktiver Spieler später auch als Athletik-Trainer einer

Jugendmannschaft vom HSV in den Leistungsbereich

führte. Der Wahlhamburger, der gerade eine Weiterbildung

zum Sportpsychologen macht, arbeitet heute als

Club Manager bei EVO Fitness mit dem Schwerpunkt auf

„Functional Athletic“ sowie als Personal Trainer. Darüber

hinaus wird er häufig als Sportmodel gebucht und ist als

Influencer und Markenbotschafter nicht nur für den Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller

Bulk Powders aktiv.

Ultherapy (Hautstraffung

®

„Finden Sie Spaß an der Sache, suchen Sie sich eine Running

Crew oder einen Laufbuddy zur Motivation und für Verbindlichkeit

– und überschlagen Sie sich nicht! Jeder große Schritt

beginnt mit einem kleinen“, animiert David Voigt Anfänger. Wenn

bei Null begonnen wird, sollte zunächst ein regelmäßiges Lauftraining

absolviert werden: an zwei festen Tagen pro Woche 20

bis 30 Minuten langsames Joggen. Ohne Druck. Wenn die Kraft

nicht reicht, Laufpausen mit Gehpausen auffüllen. Nach diesem

Grundlagentraining sollten für eine optimale Vorbereitung drei

Trainingseinheiten wöchentlich angesetzt werden, die neben

Dauerläufe auch Intervall-Läufe beinhalten und mit kleinen Kraftund

Stabilitätstrainings für die Stützmuskulatur gepaart werden

– empfehlenswert mit einer Freundin/einem Freund oder einem

anderen Sparringpartner. Der wöchentliche lange Lauf sollte

mit Gehpausen in machbaren Schritten von 30 auf 120 Minuten

geplant sein. „Mit solch‘ einem Plan werden Sie als Lauf einsteiger

so fit , dass Sie nach 13 Wochen die 21,1 Kilometer hinter sich

lassen. Die Zeit ist bei dieser Halbmarathon-Premiere unwesentlich.

Hauptsache, Sie kommen glücklich und gesund im Ziel an!“,

motiviert der Running Coach.

Mehr über David Voigt zum Beispiel unter:

Instagram: voigti1984 | FB: facebook.com/david.voigti

Treffen an der Binnenalster: David Voigt

mit Maxine Falkus (CKB mediahouse).

Fotos Sabine Skiba für HANSEstyle

® ®

96


OUTRO

„Moin Hamburg!“, sagt …

Larissa Marolt

HANSEstyle: Bei den Karl-May-Spielen 2019 in Bad Segeberg

haben Sie eine der Schlüsselrollen. Was fasziniert Sie daran?

Larissa Marolt: Ich habe schon als Kind Western Filme geliebt.

Die ganzen Winnetou-Filme mit Pierre Brice habe ich sehr gerne

gesehen!

Als Schauspielerin Tiffany O’Toole müssen Sie Ihre Reit-, Kampfund

Schießkünste beweisen. Haben Sie dazu ein besonderes

Training?

Ich hatte ein intensives Reittraining, das mir sehr viel Spaß machte.

Generell ist hier in Bad Segeberg aber eine sehr gute sportliche

Fitness das A und O, denn wir haben natürlich auch täglich Stuntund

Tanztraining.

Ihr Tanz-Talent, wie Sie es schon bei Let`s Dance bewiesen haben,

zeigen Sie ebenfalls bei den Karl-May-Spielen. Auf welche Moves

dürfen die Zuschauer gespannt sein?

Es wird tatsächlich eine schöne Tanzeinlage geben, auf die die

Zuschauer gespannt sein können.

Sie sind gemeinsam mit Alexander Klaws als Apachenhäuptling

und Schauspieler Raúl Richter als „Sohn des Bärenjägers“ das

neue Dreamteam vom Kalkberg. Wie gut verstehen Sie drei sich?

Wir drei verstehen uns ganz ausge zeichnet und kennen uns schon

aus anderen Produktionen. Mit Alexander Klaws war ich bei „Let’s

Dance“ und mit Raúl Richter bei „Global Gladiators“. Ich muss

aber sagen, dass ich mich mit dem gesamten Ensemble sehr

gut verstehe. Wir sind wie eine große Familie – die so genannte

Karl-May-Familie.

Sie haben eine Leidenschaft für Mode. Auf welche Basics können

Sie nicht verzichten?

Jeans und T-Shirt!

Was schätzen Sie an Hamburg?

Ich bin gerne in Hamburg. Die Stadt hat für mich eine gute

Lebensqualität und ist sehr schön. Da ich selbst an einem See

aufgewachsen bin, fühle ich mich in der Hafenstadt Hamburg und

natürlich auch an der Alster sehr wohl.

In Hamburg sagt man „Tschüss“. Was sagen Sie?

Hier im hohen Norden sage ich natürlich “Tschüss”, das mache ich

aber auch in Österreich.

Über Larissa Marolt

Serie

Vom Laufsteg über den Dschungel in den Wilden Westen:

Die 1992 geborene Klagenfurterin wurde bereits mit 14

Jahren als Model entdeckt. Als Siegerin der ersten Staffel

von Austria‘s Next Topmodel qualifizierte sie sich 2009

für das gleichnamige deutsche Format. Sie lief auf internationalen

Schauen bis hin zur New York Fashion Week und

steigerte ihren Bekanntheitsgrad über diverse TV-Stationen.

Den Ernst ihrer schaupielerischen Ambitionen unterstrich

sie mit ihrem Studium am New Yorker „Lee Strasberg

Theatre and Film Institute“. Seither wirkte sie in Serien

wie „Alarm für Cobra 11“ oder als Hauptdarstellerin in der

Telenovela „Sturm der Liebe“ mit und stand auch schon für

größere Filmproduktionen vor der Kamera.

Das neue Abenteur „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“,

wird im Freilichttheater am Kalkberg bis zum 8.

September 2019 aufgeführt.

Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg/Claus Harlandt

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AUSBLICK

Die nächste Ausgabe erscheint zum Herbstanfang 2019.

Seien Sie wieder gespannt auf Hamburger Persönlichkeiten, Unternehmen

und Trends. Und viele Tipps für den Herbst an der Ostsee.

HANSEstyle. Journalistisch unabhängig und immer mit Blick auf das, was

für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.

98


Wo ließe sich Zeitgeschichte

besser schreiben als an einem

Ort, der viel zu erzählen hat:

1910 wurde die Sternwarte in der

renommierten Uhrmacherstadt

Glashütte erstmals in Betrieb

ge nommen. Knapp 100 Jahre später

bescherte ihr der Wiederaufbau

durch die Firma WEMPE große

Auf gaben: Mit der Einrichtung der

einzigen Prüfstelle nach deutscher

Chronometernorm und der

Etablierung der WEMPE Uhrmacherschule

bildet die Stern warte in

Glashütte heute den per fek ten

Produktionsstandort für die

Armbandchronometer der WEMPE

GLASHÜTTE ∫/SA Kollektion.

Ebbe und Flut warten auf niemanden.

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