EINBLICKE - Die Evangelischen Kirchen im Bezirk Ludwigsburg

fambilubu

In unserem Kirchenbezirk gibt es 31 evange lische Kirchen. Viele davon können auf eine mehr als 500jährige Geschichte zurückblicken. Bei einigen gehen die Ursprünge sogar bis zum Ende des Frühmittelalters zurück. Dagegen sind unsere jüngsten Kirchen gerade mal etwas über 30 Jahre alt. Manche sind sehr schlicht und einfach, manche ziemlich aufwendig und reich geschmückt. Einige wurden kürzlich renoviert oder befi nden sich gerade mitten in einer Renovierung, andere wiederum sind ebenfalls sanierungsbedürftig. Die meisten sind ganz „normale“ Kirchen und ein paar wenige multifunktionale Gemeindezentren oder dazu umgebaute Kirchen. So vielfältig wie unsere Gemeinden sind auch unsere Gotteshäuser. Jede unserer Kirchen ist anders. Jede hat eine ganz eigene Atmosphäre, eine ganz spezielle Ausstrahlung oder einen besonderen Baustil. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Hier kann man zur Ruhe kommen, beten, zuhören, Kraft tanken, feiern und musizieren, trauern und Hoffnung schöpfen – Kurz: Das Leben mit Gott verbinden lassen. Wir laden Sie herzlich ein zu einem Rundgang durch die Kirchen unseres Kirchenbezirks!

EINBLICKE

Die evangelischen Kirchen im Bezirk Ludwigsburg

Fotos – Infos – Impressionen


Vorwort

In unserem Kirchenbezirk gibt es 31 evange lische Kirchen. Viele davon

können auf eine mehr als 500jährige Geschichte zurückblicken. Bei

einigen gehen die Ursprünge sogar bis zum Ende des Frühmittelalters

zurück. Dagegen sind unsere jüngsten Kirchen gerade mal etwas über

30 Jahre alt. Manche sind sehr schlicht und einfach, manche ziemlich

aufwendig und reich geschmückt. Einige wurden kürzlich renoviert oder

befinden sich gerade mitten in einer Renovierung, andere wiederum

sind ebenfalls sanierungsbedürftig. Die meisten sind ganz „normale“

Kirchen und ein paar wenige multifunktionale Gemeindezentren oder

dazu umgebaute Kirchen. So vielfältig wie unsere Gemeinden sind

auch unsere Gotteshäuser. Jede unserer Kirchen ist anders. Jede hat eine

ganz eigene Atmosphäre, eine ganz spezielle Ausstrahlung oder einen

besonderen Baustil.

Doch eines haben sie alle gemeinsam: Hier kann man zur Ruhe kommen,

beten, zuhören, Kraft tanken, feiern und musizieren, trauern und

Hoffnung schöpfen – Kurz: Das Leben mit Gott verbinden lassen.

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Rundgang

durch die Kirchen unseres Kirchenbezirks!

Ihr Dekan Winfried Speck

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1 Vorwort

2 – 3 Inhalt

4 – 5 Asperg – Michaelskirche

6 – 7 Freiberg – Amanduskirche

8 – 9 Freiberg – Kirche Simon und Judas

10 – 11 Freiberg – Nikolauskirche

12 – 13 Kornwestheim – Heilig-Geist-Kirche

14 – 15 Kornwestheim – Johanneskirche

16 – 17 Kornwestheim – Martinskirche

18 – 19 Kornwestheim – Thomaskirche

20 – 21 Ludwigsburg – Auferstehungskirche

22 – 23 Ludwigsburg – Erlöserkirche

24 – 25 Ludwigsburg – Friedenskirche

26 – 27 Ludwigsburg – Januariuskirche

28 – 29 Ludwigsburg – Katharinenkirche

30 – 31 Ludwigsburg – Kirche der Karlshöhe

32 – 33 Ludwigsburg – Kreuzkirche

34 – 35 Ludwigsburg – Laurentiuskirche

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Inhalt

36 – 37 Ludwigsburg – Martinskirche

38 – 39 Ludwigsburg – Paul-Gerhardt-Kirche

40 – 41 Ludwigsburg – St.-Georgs-Kirche

42 – 43 Ludwigsburg – Stadtkirche

44 – 45 Ludwigsburg – Ulrichskirche

46 – 47 Ludwigsburg – Wolfgangkirche

48 – 49 Möglingen – Johanneskirche

50 – 51 Möglingen – Pankratiuskirche

52 – 53 Remseck – Margaretenkirche

54 – 55 Remseck – Martinskirche

56 – 57 Remseck – Michael-Sebastianskirche

58 – 59 Remseck – Schlosskirche

60 – 61 Remseck – Wendelinskirche

62 – 63 Tamm – Bartholomäuskirche

64 – 65 Tamm – Christuskirche

66 Zu den Fotos

67 Über den Fotografen

68 Impressum

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ASPERG | Michaelskirche

Asperg

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Asperg

Uhlandstraße 3, 71679 Asperg

www.gemeinde.asperg.elk-wue.de

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Michaelskirche

Die evangelische Michaelskirche wurde

1556/57 als Chorturmkirche erbaut. 1591

wurde sie um einen Chor mit Netzgewölbe

erweitert und nach Süden entstand das

große Kirchenschiff. 1647 wurde die Empore

erbaut. Der Schneckenturm (Frührenaissance)

ermöglicht den Zugang von außen zur

Empore. Weitere Umbauten der Kirche

Quelle: Stadt Asperg | www.asperg.de > Sehenswürdigkeiten

erfolgten in den Jahren 1948, 1956–60 und

1982/83. Besonders hervorzuheben ist die

aus Stuck gearbeitete Kanzel an der Nordseite

des Chorbogens. Als Kanzelträger ist Moses

mit den Gesetzestafeln dargestellt. Die Figur

wird um 1610 datiert und dem Bildhauer

Georg Müller zugeschrieben. Der Kanzelkorb,

an dem die vier Evangelisten mit ihren

Symbolen dargestellt werden, und der

Schalldeckel über der Kanzel mit St. Michael

und dem besiegten Luzifer als Bekrönung,

stammen wohl aus derselben Werkstatt.

Der Schlussstein im Chor zeigt das plastisch

gearbeitete Vollwappen des Herzogs Friedrich

von Württemberg um 1600.

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FREIBERG | Amanduskirche

Beihingen

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Freiberg a.N.

Pfarramt Amanduskirche | Kirchplatz 2, 71691 Freiberg

www.ev-kirche-freiberg-an.de

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Amanduskirche

Die älteste Erwähnung einer Kirche

am selben Platz datiert von 844. Die

Grundmauern des wuchtigen Chorturms

stammen bereits aus der spätromanischen

oder frühgotischen Zeit. Der Chor, der

Chorturm mit seinen Schießscharten und

der älteste Teil des Kirchenschiffes sind

vermutlich nicht vor 1450 entstanden, trotz

der frühgotischen Anmutung des Chorbogens.

Die Stilepochen auf dem Lande sind oft

verspätet gegenüber denen der kulturellen

Hauptorte der Region. Der Ausbau der

Kirche durch die Herren Nothaft, die seit dem

14. Jahrhundert Besitz in Beihingen hatten,

steht im Zusammenhang mit dem Ausbau von

deren Burg in Beihingen um 1480.

Quelle: Wikipedia

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FREIBERG | Kirche Simon und Judas

Heutingsheim

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Freiberg a.N.

Pfarramt Kirche Simon und Judas

Kirchstr. 17, 71691 Freiberg | www.ev-kirche-freiberg-an.de

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Kirche Simon und Judas

Die Pfarrkirche Simon und Judas wurde im

spätgotischen Stil erbaut. Baumeister war

Peter von Koblenz. Der Schlussstein des

Sakristeigewölbes trägt sein Meisterzeichen.

Hans v. Stammheim gab den Auftrag zum Bau

der Kirche mit netzrippengewölbtem Chor

und Westturmanlage. Das Jahr der Erbauung,

1487, ist im Türsturz und im Chor festgehalten.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Freiberg a.N.

In den Gewölbeschlusssteinen des Chors sind

die Kirchenpatrone Simon und Judas sowie

Maria mit dem Jesuskind dargestellt. Über

einem Seitenfenster hat sich der Erbauer mit

seinem Familienwappen – dem Grünspecht –

auf silber-rotem Schild dargestellt.

Aus der Erbauungszeit der Kirche stammt der

Kanzelträger, ein aus Stein gehauener

kniender Mann in Bauerntracht mit Schlapphut

und einem Hufeisen, das hinten am Gürtel

hängt. Seine Hand stützt sich auf einen

runden Laib Brot. Man nimmt an, dass

Anton Pilgram, der Dombaumeister von

Wien, der die Figur geschaffen hat, sich darin

selbst dargestellt hat.

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FREIBERG | Nikolauskirche

Geisingen

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Freiberg a.N.

Pfarramt Nikolauskirche | Bilfinger Str. 12, 71691 Freiberg

www.ev-kirche-freiberg-an.de

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Nikolauskirche

Über die Entstehung der

evangelischen St. Nikolauskirche:

1474: Hans von Stammheim lässt den Chor

der Kirche erbauen (dokumentiert durch das

Wappen im Schlussstein des Gewölbes).

1521/1522: Unter seinem Sohn Wolf von

Stammheim werden das Kirchenschiff

und der Turm erbaut.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Freiberg a.N.

1693: Durch Kriegseinwirkung brennt die

Kirche während des Pfälzischen Erbfolgekrieges

aus. Dieser Krieg von 1685–1697 war ein

Raubkrieg von Ludwig XIV. aus Frankreich.

1689 ließ Ludwig dann diese Gebiete durch

Melac verwüsten (u.a. Zerstörung des

Heidelberger Schlosses, Pforzheims und

Hirsaus u.v.a.).

1701: Einweihung der erneuerten Kirche.

Der Turm erhält ein Haubendach.

1900: Der Turm erhält den heutigen

neugotischen Helm.

1967/1968: Die Kirche wird innen grundlegend

renoviert.

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KORNWESTHEIM | Heilig-Geist-Kirche

Pattonville

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

Pfarramt Heilig-Geist-Kirche | John-F.-Kennedy-Allee 61,

71686 Remseck | www.ev-kirche-kwh.de

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Heilig-Geist-Kirche

Die Heilig-Geist-Kirche wurde in den 1950er

Jahren von den dort wohnenden Amerikanern

gebaut und von den verschiedenen Denominationen

genutzt. Im Jahre 1995 wurde die

Kirche von den evangelischen und katholischen

Kirchengemeinden Kornwestheims gekauft

und renoviert. Seit Dezember 1998 wird

sie als ökumenische Kirche genutzt. Daneben

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

dient sie den vielfältigen Gruppenangeboten

als Versammlungsraum.

Im Sommer 2001 wurde eine von Joachim

Sauter gestaltete Altarwand eingeweiht.

Sie dient zur Trennung des Altarraums vom

restlichen Raum bei nichtgottesdienstlichen

Veranstaltungen. Auf ihr sind vier biblische

Frauengestalten dargestellt: Sara, Mirjam, Maria

und die Samaritanerin am Jakobsbrunnen.

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KORNWESTHEIM | Johanneskirche

Kornwestheim

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

Pfarramt Johanneskirche Süd | Weimarstraße 31

70806 Kornwestheim | www.ev-kirche-kwh.de

Die Johanneskirche wurde am 6. März 1955 feierlich eröffnet.

Sie ersetzte die seit 1921 in Bahnhofsnähe bestehende

einfache Holzkirche („Notkirche“). Hiermit reagierte man auf

den starken Bevölkerungszuwachs, der durch den Wandel

Kornwestheims zur Industriestadt (Salamander, Güterbahnhof)

und die neu entstandenen südlichen Stadtteile hervorgerufen

wurde. Direkt an die Kirche schloss sich ein großes Gemeindehaus

mit integrierter Kirchenpflege an. Die Johanneskirche war

damals die größte nach dem 2. Weltkrieg erbaute Kirche in der

Ev. Landeskirche.

Als große Hallenkirche mit beeindruckenden Außenmaßen

(41 m lang, 17 m breit, 20 m hoch) und einer Turmhöhe von 36 m

bot sie 800 Menschen Platz. Erbaut wurde sie vom Architekten

H. Seytter.

Seit Juni 2017 wird die Johanneskirche komplett umgebaut. Das

Gemeindehaus wurde abgerissen und die Gemeinderäume werden

in den hinteren Teil der Kirche und im Turm integriert. Um die

Kirche herum entsteht ein neuer Garten.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

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Johanneskirche

„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“

Römer 8,25

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KORNWESTHEIM | Martinskirche

Kornwestheim

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

Pfarramt Martinskirche | Pfarrstraße 7, 70806 Kornwestheim

www.ev-kirche-kwh.de

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Martinskirche

Die Martinskirche (Dorfkirche) ist die älteste

der Kornwestheimer Kirchen. Um 630/640

entstand hier eine erste Holzkirche und Mitte

des 8. Jahrhunderts eine steinerne Saalkirche

mit Apsis. In der dritten Bauphase um 1100

wurde eine größere Saalkirche mit eingezogenem

Rechteckchor errichtet. In der zweiten

Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand nach

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

einem Brand eine neue Kirche mit Rechteckchor

und Chorturm. Zwischen 1481 und 1495

wurde das Langhaus erneuert und neue

spätgotische Fenster und Portale eingebaut.

Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein Neubau

konzipiert, aber nur der Chor und Chorseitenturm

realisiert. Bis Ende des 16. Jahrhunderts

entstand eine moderate Verlängerung des

Langhauses. Weitere Stationen:

1682 Erste Orgel. 1773 Der Turm bekommt

ein Zwiebeldach. 1881/82 Der Turm erhält

einen 21 Meter hohen spitzen Turmhelm.

1967/68 wird die Kirche abermals umgebaut

und renoviert. Der Chor steht nun mittig zum

Langhaus. Die Orgel wird von der Empore in

den Chorraum verlegt.

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KORNWESTHEIM | Thomaskirche

Kornwestheim

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

Pfarramt Thomaskirche | Goerdelerstraße 45

70806 Kornwestheim | www.ev-kirche-kwh.de

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Thomaskirche

Im ökumenischen Thomas-Gemeindehaus

feiern beide Konfessionen ihre Gottesdienste.

Zu Beginn im Jahr 1975 war alles „fein

säuberlich“ getrennt. Es gab zwei Eingänge –

einen evangelischen und einen katholischen –,

zwei Küchen, zwei Jugendräume, zwei

Sakristeien und zwei Toilettenanlagen. Nur bei

Bedarf wurde die Trennung aufgehoben und

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Kornwestheim

die Trennwand geöffnet: zu den Gottesdiensten,

bei Veranstaltungen und Festen. Heute kann

man die damalige Trennung kaum noch

nachvollziehen. Vor 45 Jahren aber war das

Thomas-Gemeindehaus eines der ersten

ökumenischen Gemeindehäuser. Dass beide

Konfessionen überhaupt unter einem Dach

leben können, konnten sich nur wenige

vorstellen. Über die Jahre haben sich beide

Konfessionen immer mehr angenähert. So war

man sich dann auch beim Umbau des Hauses

(2004) schnell einig, dass eine Küche und

eine Sakristei reichen. Hinzu kamen dafür ein

größerer Jugendraum und ein schönerer

Sakralraum.

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LUDWIGSBURG | Auferstehungskirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Auferstehungskirchengemeinde

Schorndorfer Straße 76, 71638 Ludwigsburg

www.auferstehungskirche-ludwigsburg.de

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Auferstehungskirche

Die evangelische Auferstehungskirche in

Ludwigsburg wurde 1934 als provisorische

Holzkirche erbaut und war zunächst eine

weitere Predigtstelle der Stadtkirche

Ludwigsburg.

Durch den Zustrom von Flüchtlingen musste

sie 1952 erweitert werden und erhielt so ihre

heutige Form. Durch die Holzverkleidung im

Quelle: Wikipedia

Inneren strahlt sie eine besonders heimelige

Atmosphäre aus. Das Fenster im Altarraum

gestaltete Walther Kohler. Es zeigt Szenen aus

dem Leben Jesu. Die Künstlerin Inge Wanner

schuf zwei Triptychen.

Auf dem Gelände der Auferstehungskirche

befand sich früher das Depot der 1926

eingestellten Ludwigsburger Oberleitungs-

Bahnen, danach diente es noch einige Jahre

lang als Abstellfläche für die Omnibusse der

Ludwigsburger Verkehrslinien.

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LUDWIGSBURG | Erlöserkirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg-West

Erbestraße 7, 71636 Ludwigsburg

www.weststadtgemeinde-lb.de

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Erlöserkirche

Am 6. Dezember 1936 wurde die Erlöserkirche

eingeweiht. Aus wirtschaftlichen Gründen

beschränkte man sich auf einen verputzten

Backsteinbau in der Gestalt einer Basilika.

Auf dem Grundstein – sichtbar hinter dem

Taufstein – steht: „In Christus den Grund

gelegt. 20. Oktober 1935“. Der Name

„Erlöserkirche“ wurde dem Gotteshaus bei der

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg West

Grundsteinlegung gegeben. Hinter dem Altar

stand das große Holzkreuz, das heute als

Leihgabe der Paul-Gerhardt-Gemeinde für ihre

neue Kirche als Zeichen der Verbundenheit

überlassen wurde. Am 3. Oktober 1944 wurde

die Erlöserkirche von zahlreichen Brandbomben

getroffen. Der Dachstock samt Decke und Turm

verbrannten. Auch die Seitenschiffe wurden

stark beschädigt. Der Wiederaufbau geschah

unter vielen Mühen. Am 17. August 1947

wurde der erste Gottesdienst in der Kirche

gehalten. Am 20. Juni 1948 erfolgte die

zweite Einweihung der Erlöserkirche.

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LUDWIGSBURG | Friedenskirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Friedenskirchengemeinde Ludwigsburg

Neuffenstraße 7, 71638 Ludwigsburg

www.friedenskirche-lb.de

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Friedenskirche

Die Friedenskirche mit 1000 Sitzplätzen

entstand von 1900 bis 1903 als Ersatz für die

ehemalige Garnisonskirche. Stationen:

1903: Einweihung der Kirche als neue

Garnisonskirche und erstes Konzert auf der

noch heute zu hörenden Walcker-Orgel.

1920: Auflösung der Garnisonsgemeinde.

Parallele Nutzung der Kirche durch Militär und

Quelle: Ev. Friedenskirchengemeinde Ludwigsburg

Gemeinde. 1947: Umbenennung der

Garnisonskirche in Friedenskirche. 1966: Die

Ev. Gesamtkirchengemeinde erwirbt die

Friedenskirche vom Staat. 1973–1987:

Bedeutender Konzertort der Ludwigsburger

Schlossfestspiele. 1991–1993: Generalrenovierung

der Kirche. 1993: Wiedereinweihung

der Kirche mit 1050 Sitzplätzen.

1994–2006: Ausstellungen des Landeskirchlichen

Museums auf den Emporen und in den

Seitenschiffen. 1996: Erster „Nachteulen-Gottesdienst“.

2003: 100-Jahrfeier der Friedenskirche.

2007: Einweihung der Gemeinderäume in der

Friedenskirche nach Aufgabe des Gemeindehauses

in der Karlstraße. 2010–2012 und

2017: Aufwendige Turmsanierungen.

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LUDWIGSBURG | Januariuskirche

Oßweil

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg-Oßweil

August-Lämmle-Straße 23, 71640 Ludwigsburg

www.kirche-ossweil.de

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Januariuskirche

Mit dem Bau der Kirche St. Januarius wurde

im Jahre 1491 begonnen. Umgeben war die

Kirche von einer ca. 2 Meter hohen Kirchmauer.

Reste davon sind heute noch an der Nordseite

zu sehen. Die Januariuskirche ist ein

spätgotischer Bau des Baumeisters Hans

Ulmer. Am Baudatum 1491 wird laut

Überlieferung festgehalten. Markantes

Quelle: www.ossweiler.de

Erscheinungsbild ist der nördliche, wehrhaftwuchtige

Chorseitenturm mit dem Glockenstuhl.

Hans Ulmer, der Jüngere, ist der

Baumeister. Sehenswürdigkeiten im Schiff

sind zwei erhaltene Gewölbeansätze der

beiden Altarbaldachine. Daran sind zwei

Schlusssteine angebracht: Maria mit dem

Jesuskind und Christus, der Schmerzensmann.

Die drei östlichen Chorfenster stammen von

dem Stuttgarter Künstler W. D. Kohler (1974).

Das nördliche Chorfenster zeigt Motive aus dem

Leiden Christi. Das südöstliche Chorfenster ist

das „Auferstehungsfenster“. Das Ostfenster stellt

Schöpfung und Vollendung dar. An der nördlichen

Schiffwand befindet sich eine Steintafel

mit dem Wappen der Herren von Kaltental.

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LUDWIGSBURG | Katharinenkirche

Eglosheim

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Eglosheim

Katharinenstraße 40, 71634 Ludwigsburg

www.kirche-eglosheim.de

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Katharinenkirche

Möglicherweise war die Strahlenkranzmadonna

weithin bekannt, so dass die Kirche im späten

Mittelalter zu einer Wallfahrtsstätte wurde.

Wenn man die Kirche betritt, fällt einem

gleich die ausgewogene Proportionierung

der räumlichen Einteilung von Chor und

Kirchenschiff auf. Chor und Schiff sind mit

einem Netzrippengewölbe ausgestattet.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Eglosheim

Dies verstärkt die Ausstrahlung und den Glanz

des Innenraumes. Der figürliche Schmuck an

den Säulen und insbesondere an den

Schlussmedaillons im Gewölbe vervollkommnen

den harmonischen Eindruck. 1498 wurde die

Kirche in ihrer heutigen Gestalt fertig gestellt.

Im Zuge der Reformation wurde sie zur

Katharinenkirche, nachdem sie vorher den

Namen „zu unserer lieben Frau“ trug. Am

Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde der

Turm durch Blitzschlag zerstört. Danach baute

man ihn nicht mehr in seiner ursprünglichen

Form auf, sondern setzte den Fachwerkturmhelm

auf das Gemäuer.

Er ist bis heute das besondere Wahrzeichen

von Eglosheim.

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LUDWIGSBURG | Kirche der Karlshöhe

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg

Auf der Karlshöhe 3, 71638 Ludwigsburg

www.karlshoehe.de

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Kirche der Karlshöhe

Die Kirche der Karlshöhe wurde am 27.9.1931

als Betsaal der Brüder- und Diakonengemeinschaft

eingeweiht. Der durch die steigende

Zahl der Brüder nötig gewordene schlichte und

funktionale Neubau mit einem kleinen

Glockenturm wurde durch den Architekten

Otto Eichert realisiert. Die drei markanten

vom Ulmer Künstler Adolf Loy gestalteten

Quelle: Stiftung Karlshöhe

Kirchenfenster bilden ein Ensemble, dessen

Mittelfenster Jesus abbildet. Es nimmt Bezug

auf das Leitmotiv der Karlshöher Diakon*innen-

Gemeinde: „Was ihr für einen meiner geringsten

Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“

(Mt. 25/40). Dieses Jesus-Wort wird auch in den

beiden flankierenden Fenstern aufgegriffen, in

denen das Speisen, Kleiden, Beherbergen und

Besuchen von Hilfebedürftigen dargestellt

wird. 1973 wurde eine Orgel des Marbacher

Orgelbauers Plum installiert. Die Raumform

der Kirche eignet sich besonders gut für

Vokal- und Orgelmusik – insbesondere durch

die Karlshöher Kantorei. Durch sie ist die

Kirche über Ludwigsburg hinaus ein bekannter

Anziehungspunkt für Freunde der Kirchenmusik.

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LUDWIGSBURG | Kreuzkirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Kreuzkirchengemeinde

Brahmsweg 31, 71640 Ludwigsburg

www.kreuzkirche-ludwigsburg.de

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Kreuzkirche

Mit der Kreuzkirche erhielt die Auferstehungskirche

für ihren damaligen 2. Bezirk ein neues

Gotteshaus. Grundsteinlegung war am

21.06.1963. Der Entwurf – der damit die bis

dahin üblichen Vorstellungen des Kirchenbaus

sprengte – stammte vom Architekten Heinz Rall

aus Stuttgart. „…dass sich das sakrale Zentrum

hier nicht im Mittelpunkt des Fünfecks,

Quelle: Ev. Kirchenbezirk Ludwigsburg

sondern in einem der Winkel befindet. Die in

diesem Winkel steil aufgeführte schräggestellte

Rückwand des Bauwerks stellt eigentlich die

ganze „Wand“ dar. Im Übrigen ist das Haus

im Wesentlichen nur Dach – ein großes

dreiflächiges Dach, das wie eine bergende

Hand den gesamten Raum überspannt.

Was noch seitwärts und im Eingangsteil zum

Abgrenzen übrigbleibt, wird durch verglaste,

zum Eingangsteil ansteigende Seitenwände

und durch ein kleines Eingangsbauwerk

für Sakristei und Mesnerraum begrenzt.“

(LKZ, 21.06.1963) Die Kirche hat 450 Sitzplätze

in Bankreihen, die so platziert sind, dass sie

immer den Altar in Blickrichtung haben. Die

Einweihung fand am 12.09.1965 statt.

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LUDWIGSBURG | Laurentiuskirche

Neckarweihingen

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Neckarweihingen

Pfarrstraße 11, 71642 Ludwigsburg

www.laurentius-kirche.de

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Laurentiuskirche

Schritte der Entstehung anhand von in

der Kirche sichtbaren Jahreszahlen und

Dokumenten:

1380: Entstehung des Chors (in Restaurierungsunterlagen

von 2001 erwähnt)

1451: Schlussstein in der Sakristei

1468: Chorbogen (wohl das Weihedatum)

1480: über der Turmtür

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Neckarweihingen

1488: Schlussstein im Turm

1699: alte Bibel

1883: Luthermedaillon

1912: Empore, Konfirmandensaal mit Empore,

Neugestaltung des Innenraumes

1913: Bild Friedrich von Keller

„Kommet her zu mir alle, die ihr

mühselig und beladen seid“

1979: Glasfenster Wolf-Dieter Kohler

2013: Mühleisenorgel

2013: Untersuchung und 2017–19

Restaurierung Christus mit Klapparmen

(Datierung 16. Jahrhundert)

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LUDWIGSBURG | Martinskirche

Grünbühl

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Martinskirche

Donaustraße 12, 71638 Ludwigsburg

www.martinskirche-ludwigsburg.de

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Martinskirche

An Pfingsten 1991 wurde die neue

Martinskirche eingeweiht. Der zentrale

Gottesdienstraum ist in seiner Ausdehnung

nicht wesentlich größer als der bisherige

Kirchensaal. Er bekommt ein anderes Gesicht

durch die Höhe und Konstruktion des

Dachaufbaus und durch die sehr offene

Gestaltung zu allen Nebenräumen und nach

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Martinskirche

außen. Sieben „Dächle“ krönen den Raum

und geben von oben viel Licht und Luft. Die

Hauptträger des Daches führen auf einen

Mittelpunkt. Die Holzverkleidung wurde vom

Zimmermann mit großer Sorgfalt angebracht

und gibt dem Raum Wärme. In der Mitte

findet sich als Abschluss ein holzgeschnitztes

Lamm vom Kirchengemeinderat Michael Henn.

Am Übergang vom unteren zum oberen Teil

des Gottesdienstraumes in den erweiterten

Dachraum entstand eine kleine Empore. Sie

ist leider nicht öffentlich begehbar, gibt aber

eine gute Verbindung zwischen „oben und

unten“. Altar, Kanzel und Taufstein sowie

die Bestuhlung wurden vom bisherigen

Kirchenraum übernommen.

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LUDWIGSBURG | Paul-Gerhardt-Kirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg-West

Erbestraße 7, 71636 Ludwigsburg

www.weststadtgemeinde-lb.de

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Paul-Gerhardt-Kirche

Die Paul-Gerhardt-Kirche in der Ludwigsburger

Weststadt ist ein Kleinod architektonischer

Baukunst der 1980er Jahre. In einer gelungenen

Mischung von hell gestrichenem Beton mit

viel Holz und Glas strahlt sie einladende

Freundlichkeit aus. Der offene Charakter der

Kirche wird dadurch unterstrichen, dass vom

Eingangsbereich aus schon das Innere der

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg West

Kirche zu sehen ist. Das Holzkreuz über

dem Altar stammt aus der Erlöserkirche. Es

trägt noch deutliche Brandspuren infolge

des Bombenangriffs im 2. Weltkrieg. Sein

wuchtiger Stil steht in merkwürdigem

Gegensatz zur Leichtigkeit des Gebäudes.

Kanzel und Orgel weisen mit ihrem Platz

links und rechts im Altarraum darauf hin,

dass Predigt durch Wort und Musik geschieht.

Die Flexibilität von Stuhlreihen gehört zum

Stil der Kirche und erleichtert die Gestaltung

moderner Formen des Gottesdienstes sowie

seine Nutzung als Gemeinderaum. Auch wenn

der Gottesdienstraum multifunktional genutzt

wird, behält er immer seine religiöse Würde.

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LUDWIGSBURG | St.-Georgs-Kirche

Poppenweiler

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Poppenweiler

Hochdorfer Straße 5, 71642 Ludwigsburg

www.evang.kirchengemeindepoppenweiler.de

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St.-Georgs-Kirche

Die St.-Georgs-Kirche in Poppenweiler steht –

nicht nur sprichwörtlich – noch “mitten

im Dorf”. Sie ist das älteste Gebäude dieser

stolzen Fast-Metropole: Ihr Turm geht

vermutlich bis auf das Jahr 1305 zurück.

1428 gilt als Geburtsjahr der Kirche, als an

den ehemaligen Wehrturm ein Kirchenschiff

gleicher Breite angebaut und sie dabei dem

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Poppenweiler

Heiligen Sankt Georg geweiht wurde. Im Jahr

1601 wurde das Kirchenschiff einseitig in

Richtung Süden verbreitert – im Norden lag

ja der Kirchhof (Friedhof). Die Jahreszahl ist

noch heute im Schlussstein des inzwischen

zugemauerten Türbogens an der Westseite

der Verbreiterung zu erkennen. Dieses Portal

diente bis 1967 als Hauptzugang in die

Kirche. Seither erfolgt der Zutritt durch den

Turmeingang. Durch ihn betritt man das

altehrwürdige Gotteshaus – und findet sich

in einem erstaunlich hellen, modernen

Innenraum wieder. Er wurde bei der

Innenrenovierung 1964–1967 so eingerichtet

und in den Jahren 2012–2014 grundlegend

renoviert.

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LUDWIGSBURG | Stadtkirche

Ludwigsburg

Infos & Kontakt

Ev. Stadtkirchengemeinde

Stadtkirchenplatz 1, 71634 Ludwigsburg

www.stadtkirche-ludwigsburg.de

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Stadtkirche

Die Stadtkirche in Ludwigsburg wurde als

einzige evangelische Predigtkirche in

Württemberg im barocken Baustil erbaut.

Im August 1718 fand auf freiem Feld die

Grundsteinlegung statt. Auf beiden Türmen

befanden sich kleine Räume, die im Südturm

bis 1925 als Wohnung des Turmwächters

dienten. Bei einer Turmbesteigung kann man

Quelle: Ev. Stadtkirchengemeinde Ludwigsburg

heute noch die Stelle des kleinen Herdes und

des Rauchabzugs sehen. Bei der Orgel

der Stadtkirche handelt es sich um einen

technischen Neubau im vorhandenen

Gehäuse von 1858. Dabei wurden Teile des

Pfeifenwerkes der Vorgängerorgeln von 1858,

1900 und 1906 wiederverwendet. Sie enthält

3591 Pfeifen verteilt auf drei Manuale und ein

Pedal. Im hinteren Teil der Stadtkirche

befindet sich die Chorkapelle, die ein

baugeschichtliches Kleinod darstellt. Die

mit den vier Evangelistensymbolen verzierte

Decke konserviert den baulichen Zustand

der Kirche in den Jahren von 1889–1960 und

wird heute für Kindergottesdienste und

kleinere spirituelle Angebote genutzt.

43


LUDWIGSBURG | Ulrichskirche

Pflugfelden

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Pflugfelden

Dorfstraße 19, 71636 Ludwigsburg

www.ulrichskirche-pflugfelden.de

44


Ulrichskirche

Am Sonntag, den 24. Mai 1903, fand „unter

großer Beteiligung und bei herrlicher

Witterung“ die Einweihung der neu erbauten

evangelischen Ulrichskirche statt. Von der

Schule, wo zuletzt die Gottesdienste

stattfanden, gingen die Festteilnehmer in

feierlichem Zuge zur neuen Kirche. Dort folgte

nach der Schlüsselübergabe um 10 Uhr die

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Pflugfelden

Einweihungsfeier unter Gesängen, Rede und

Weihegebet des Herrn Dekans Kolb, Predigt

des Ortspfarrers Layer und die Schlussansprache

und der Segen des Herrn Prälaten von Berg.

Am 31. Mai 1903, dem Pfingstfest, statteten

König Wilhelm II und Königin Charlotte mit

ihrer Tochter Pauline Erbprinzessin zu Wied

und Friedrich Erbprinz zu Wied im Anschluss

an die Einweihung der Garnisonskirche in

Ludwigsburg auch der Pflugfelder Kirche

einen kurzen Besuch ab. Daran erinnern heute

noch eine Urkunde und ein Bild in der

Sakristei und die sogenannte „Königseiche“,

die am Geburtsfest des Königs 1904 am

Kirchenvorplatz gepflanzt wurde.

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LUDWIGSBURG | Wolfgangkirche

Hoheneck

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ludwigsburg-Hoheneck

Wolfganggasse 6, 71642 Ludwigsburg

www.wolfgangkirche.de

46


Wolfgangkirche

Der Ursprung der Wolfgangkirche ist in einer

um 1378 erbauten Marienkapelle zu suchen.

Diese Jahreszahl findet sich am Türbogen zur

Sakristei. An diese Kapelle wurde der Chor der

Wolfgangkirche angebaut.

Quelle: www.alt-hoheneck.de

Die Geschichte der Wolfgangkirche in

heutiger Form und Ausmaßen beginnt

Ende des 15. Jahrhunderts. Der Chorraum

wurde spätestens 1496 vollendet, das

Kirchenschiff vermutlich etwas früher.

Es ist anzunehmen, dass die Kirche am

500. Todestag von Bischof Wolfgang,

dem 31. Oktober 1494, geweiht wurde.

Sie wurde als Filialkirche von Neckarweihingen

erbaut, daher blieb ihr ein Kirchturm versagt.

Stattdessen wurde die Kirche mit einem

Dachreiter ausgerüstet. In den Jahren

1999/2000 wurde die Wolfgangkirche

gründlich renoviert.

47


MÖGLINGEN | Johanneskirche

Möglingen

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Möglingen

Pfarrgasse 7, 71696 Möglingen

www.evangelische-kirche-moeglingen.de

48


Johanneskirche

Die Johanneskirche wurde als evangelisches

Gemeindezentrum im Mai 1989 feierlich

eingeweiht. Zu dem Gebäude gehören neben

einem modernen und zugleich sakral

wirkenden Gottesdienstraum, in dem jeden

Sonntag Gottesdienst gefeiert wird, zwei

weitere kleine Säle, die insgesamt zu einem

Raum für gut 250 Besucher erweitert werden

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Möglingen

können. Eine geräumige Küche für den

ebenfalls im Haus stattfindenden Oase-

Mittagstisch, bei dem 14-tägig rund 150 Gäste

bewirtet werden, ein Besprechungsraum und

ein großer Jugendbereich im Untergeschoss

für Kinderkirche, Krabbelgruppen und

Konfirmandenunterricht gehören ebenfalls

zum Gemeindezentrum.

Zum 25-jährigen Jubiläum des „EGZ“ erhielt

der Gottesdienstraum des multifunktionalen

Hauses den Namen „Johanneskirche“. Der

Name verweist auf den Grundstein, auf dem

neben einem Weinstock das Jesus-Wort aus

Johannes 15 zu lesen ist: „Ich bin der

Weinstock. Ihr seid die Reben.“

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MÖGLINGEN | Pankratiuskirche

Möglingen

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Möglingen

Pfarrgasse 7, 71696 Möglingen

www.evangelische-kirche-moeglingen.de

50


Pankratiuskirche

Der Möglinger Kirchturm (13. Jh.) ragt als Teil

einer alten Wehrkirche über das historische

Zentrum von Möglingen. Der Name

Pankratiuskirche erinnert an den Namen eines

jungen Mannes, der im 3. Jh. in einer Zeit von

Verfolgungen, standhaft am Bekenntnis an

Jesus Christus festgehalten hat. Die heutige

Kirche ist ein wertvolles Kulturdenkmal.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Möglingen

Die im 15. Jh. aufgetragenen Wandmalereien

zeigen die 10 Gebote, die Passionsgeschichte

Jesu, einen Marienzyklus und das Weltgericht.

Um 1600 wurden Tafelbilder mit einem

Advents-/Weihnachtszyklus und einem

Passions-/Osterzyklus an den Brüstungen

befestigt. Die Pankratiuskirche ist ein

geistlicher Ort, an dem seit Generationen

Menschen Ermutigung und Gemeinschaft

erleben. Sie ist ebenfalls Konzertraum für

geistliche und weltliche Musik unterschiedlicher

Stilrichtungen. Als Raum der Stille und

der Besinnung lädt sie dazu ein, einen Gang

„runter zu schalten“ und mit Gott ins Gespräch

zu kommen. Die neusanierte Kirche ist ein

heilsamer Ort – damals wie heute.

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REMSECK | Margaretenkirche

Aldingen

Infos & Kontakt

Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Pfarramt Aldingen | Kirchstraße 9, 71686 Remseck

www.remseck-evangelisch.de

52


Margaretenkirche

Die Margaretenkirche ist eine spätgotische

Westturmanlage, die gegen Ende des

15. Jahrhunderts von Meister Hans von Ulm

erbaut wurde, wie eine gemeißelte Inschrift

im östlichen Schlussstein des Chorgewölbes

mit der Jahreszahl 1500 belegt. Die Kirche

wurde wahrscheinlich auch in diesem Jahr

eingeweiht.

Das Langhaus und der Turm zeigen Reste des

frühgotischen Vorgängerbaus, wie das

Turmfenster, Steine mit Tierdarstellungen und

gefundene Grundmauern belegen. Eine

Kirche wird 1100 erwähnt, aber wahrscheinlich

ist, dass bereits im 7. oder 8. Jahrhundert an

dieser Stelle eine Kirche stand.

Quelle: Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

53


REMSECK | Martinskirche

Neckargröningen

Infos & Kontakt

Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Pfarramt Neckargröningen | Hindenburgstr. 4

71686 Remseck | www.remseck-evangelisch.de

54


Martinskirche

Die Martinskirche wird erstmals 1275

erwähnt. Es konnten jedoch Reste eines

hölzernen Vorgängerbaues aus Zeit der

fränkischen Karolinger nachgewiesen werden.

In der ausgehenden Spätgotik erhielt die

Kirche einen hohen Choranbau samt

Chorseitenturm. In den Wirren nach der

Einführung der Reformation wurde eine

Quelle: Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Figurengruppe zerschlagen und die einstmals

vollständige Ausmalung des Langhauses mit

Seccomalereien aus dem frühen 15. Jahrhundert

verschwand unter einer Putzschicht.

Diesen Schatz entdeckte man erst um 1906

wieder und konnte ihn – wenn auch unvollständig

im Jahre 1957 im Zuge der letzten

großen Innenrenovierung wieder ans Licht

holen. 2016 wurde die Renovierung der

Turmfassaden unter Erhalt großer bauzeitlicher

Putzflächen von 1515 abgeschlossen.

War sie einst im Mittelalter als Wehrkirche der

zentrale Schutzraum des Dorfes, so bildet sie

auch heute noch, zusammen mit dem

Pfarrhaus (1726) und Gemeindehaus (1988),

ein reizvolles Ensemble im alten Dorfkern.

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REMSECK | Michael-Sebastianskirche

Neckarrems

Infos & Kontakt

Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Pfarramt Neckarrems | Kirchgasse 15, 71686 Remseck

www.remseck-evangelisch.de

56


Michael-Sebastianskirche

Die Michael-Sebastianskirche ist eine

heimelige Dorfkirche, die in der Zeit um 1480

bis 1500, also in den Jahrzehnten vor der

Reformation, erbaut wurde. Sie trägt den

Namen des Heiligen Michael, als Erzengel

erstmals im Buch Daniel erwähnt, der dem

Volk Gottes in der Bedrängnis beisteht, und

den Namen des Heiligen Sebastian, einem

römischen Märtyrer, nach dem auch eine

damals im Dorf bestehende Bruderschaft

benannt war. Die beiden Namenspatrone

sind auf zwei der drei Schlusssteine im

Chorgewölbe zu sehen.

Quelle: Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

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REMSECK | Schlosskirche

Hochberg

Infos & Kontakt

Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Pfarramt Hochberg | Waldallee 34, 71686 Remseck

www.remseck-evangelisch.de

58


Schlosskirche

Seit wann Hochberg eine eigene Kirche hat,

ist wohl nicht mehr festzustellen. Eine alte

und ziemlich kleine Kapelle befand sich

unterhalb der jetzigen Kirche innerhalb des

heutigen Schlossgartens.

Über den Platz der neuen Kirche wurde 1852

ein Vertrag mit dem Schlossbesitzer, Freiherr

Karl v. Hügel, abgeschlossen, wonach dieser

Quelle: Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

einen Teil seines Schlosshofes abtrat und

dagegen das Areal der alten Kirche und

den einzuebnenden alten Friedhof zur

Vergrößerung seines Schlossgartens erhielt.

Im September 1852 wurde mit den Bauvorarbeiten

begonnen, am 4. Mai 1853 wurde der

Grundstein gelegt und am 13. August 1854

wurde die neue, 413 Sitzplätze fassende

Kirche eingeweiht. Die letzte Renovierung

fand in den Jahren 2002–2004 statt.

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REMSECK | Wendelinskirche

Hochdorf

Infos & Kontakt

Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Pfarramt Hochberg/Hochdorf | Waldallee 34

71686 Remseck | www.remseck-evangelisch.de

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Wendelinskirche

Die Wendelinskirche in Hochdorf ist dem

heiligen Wendelin geweiht, einem katholischen

Heiligen irisch-schottischer Herkunft, der als

Schutzpatron der Hirten und der Landleute,

Bauern, Tagelöhner und Landarbeiter gilt.

Baugeschichtlich eine absolute Rarität ist der

Turm, der um 45° gedreht ist. Der Grund

dafür ist nicht bekannt.

Quelle: Die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck

Das Patronat (das Recht, den Pfarrer zu

ernennen, und die Pflicht, das Gebäude zu

erhalten) an der 1275 erstmals genannten

gotischen Pfarrkirche, besaß das Kloster Lorch.

Im 17. Jahrhundert war Hochdorf zeitweise

kirchliches Filial von Hochberg (1637–1661

und 1666–1668) und von Bittenfeld

(1662–1666).

Die Reformation ist in Hochdorf schon vor

1585 eingeführt gewesen, möglicherweise

sogar schon 1554 wie in Hochberg. Die erste

Konfirmation wurde 1726 gefeiert.

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TAMM | Bartholomäuskirche

Tamm

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Tamm

Kirchgasse 1, 71732 Tamm

www.kirchengemeinde-tamm.de

62


Bartholomäuskirche

Die Bartholomäuskirche wurde im Jahr 1331

erstmals urkundlich erwähnt. Im Lauf der

Jahrhunderte hat sie manche Veränderungen

erfahren. Seit 1910 ist der Bau in dieser Form

im Wesentlichen erhalten. Aber auch in

jüngster Zeit gab es Renovierungen im

Innen- und Außenbereich. Die Kirche ist eine

der wenigen Chorturmkirchen in der

Umgebung mit ihrem imposanten Turm, der

vom Viereck ins Achteck wechselt. Im Inneren

der Kirche erwarten den Besucher keine

großen Kunstschätze. Dennoch gibt es

vielerlei zu schauen und zu entdecken. In ihrer

schlichten Schönheit ist die Bartholomäuskirche

eine Oase der Stille, die zum Innehalten,

zur Besinnung und zum Gebet einlädt.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Tamm

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TAMM | Christuskirche

Tamm

Infos & Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Tamm

Kirchgasse 1, 71732 Tamm

www.kirchengemeinde-tamm.de

64


Christuskirche

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Tamm

Die evangelische Christuskirche ist Teil eines

größeren Ganzen. Der andere Teil ist die

katholische Kirche Maria Trost. Zusammen

bilden beide Kirchen das Ökumenische

Gemeindezentrum Hohenstange (abgekürzt:

ÖGZ). Nachdem ab den 1970er Jahren das

Wohngebiet Hohenstange sukzessive

entstanden ist, erkannten beide Kirchengemeinden

bald die Notwendigkeit, auch in

diesem riesigen Neubaugebiet präsent zu

sein. Die Grundsteinlegung für das Ökumenische

Gemeindezentrum erfolgte im April

1989; im November 1990 wurde dann bereits

die Einweihung gefeiert.

Schmuckstück der Christuskirche sind die drei

Wandteppiche im Altarraum. Sie wurden von

dem Künstler Andreas Felger entworfen

und spannen einen weiten Bogen: Von der

Schöpfung und dem Bund Gottes mit dem

Volk Israel über den König Jesus, der für die

ganze Welt am Kreuz gestorben ist, bis hin zu

den funkelnden Edelsteinen im himmlischen

Jerusalem.

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Zu den Fotos

Die Fotos in dieser Broschüre entstanden im Zeitraum von Januar 2018

bis Sommer 2019. Bei den Innenaufnahmen wurde – ganz bewusst und

soweit irgend möglich – auf die Verwendung künstlicher Lichtquellen

verzichtet.

Für jede Kirche waren mindestens 2 Termine vor Ort nötig, um Außen-

und Innenaufnahmen realisieren zu können. Manche Aufnahmen waren

außerdem nur zu bestimmten Jahreszeiten machbar.

Ein ausführliches Making-of

finden Sie online hier:

In Kombination mit einer speziellen Aufnahmetechnik konnte so bei

den meisten Kirchen die spezifische und einmalige Atmosphäre

„eingefangen“ werden.

Viele weitere und regelmäßig aktualisierte Fotos finden Sie online auf

unserem Bezirksportal unter www.meinekirche.de/kirchen

Über die QR-Codes auf jeder Seite gelangen Sie direkt zur Fotogalerie

der betreffenden Kirche.

66


Über den Fotografen

Volker Germann (Jg. 1956, Diakon) ist in unserem Kirchenbezirk seit

2001 in der Familienbildung und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Der gebürtige Westfale mit Odenwälder Wurzeln ist außerdem seit

seiner Jugend ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf. Am liebsten

fotografiert er ruhige Szenen und Dinge, die „nicht weglaufen können“.

Landschafts-, Available Light- und Nachtfotografie sind seine Spezialgebiete.

Seit etlichen Jahren vermittelt er außerdem sein Know-how

in den Fotokursen der Familienbildung.

Seine Foto-Werkzeuge: Pentax K3/K3 II und Sony RX 100 II.

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Impressum

Herausgeber

Evangelischer Kirchenbezirk Ludwigsburg

Marktplatz 8 | 71634 Ludwigsburg

Telefon: 07141 9542-131 | Telefax: 07141 9542-135

Dekanatamt.Ludwigsburg@elkw.de | www.meinekirche.de

Redaktion

Volker Germann | Telefon 07141 380467

redaktion@meinekirche.de

Bildnachweis für alle Fotos dieser Broschüre

© Volker Germann | Ev. Kirchenbezirk Ludwigsburg

Druckerei

Ungeheuer + Ulmer KG GmbH + Co., Ludwigsburg

www.medienhaus.u-u.de

Gestaltung, Satz und Lithografie

DENKdifferent Mediendesign, Remchingen

www.denkdifferent.de

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Evangelischer Kirchenbezirk Ludwigsburg

Evangelisches Dekanatamt

Anschrift Marktplatz 8, 71634 Ludwigsburg

Telefon 07141 9542-131

E-Mail Dekanatamt.Ludwigsburg@elkw.de

Internet www.meinekirche.de

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