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SpVgg Zaisersweiher

UNSERE TEAMS

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SpVgg setzt auf starken Zusammenhalt

Jürgen Widmann peilt mit Zaisersweiher einen Platz zwischen dem dritten und sechsten Rang an

Von Maik Disselhoff

Jürgen Widmann will mit der Spielvereinigung

Zaisersweiher an die „überdurchschnittlich

gute Rückrunde“ anknüpfen,

in der sein Team im Saisonendspurt richtig

guten Fußball gezeigt hat. „Das wird

unser Anspruch sein“, sagt der 54-Jährige.

Den Aufstieg hat Zaisersweiher nicht

im Blick. „Das ist unrealistisch, dafür fehlt

uns komplett der Unterbau.“ Damit

spricht Widmann ein Problem an, das die

Verantwortlichen der SpVgg wohl noch

länger beschäftigen wird. Realistisch sei

eine Platzierung zwischen dem dritten

und sechsten Rang, für ein besseres Abschneiden

„müsste wirklich alles passen“,

so Widmann.

Eine Zweite Mannschaft sei gemeldet,

allerdings wisse man nicht, ob man den

Spielbetrieb angesichts einer dünnen

Personaldecke durchhalten könne, sagt

Fußballabteilungsleiter Peter Martin. Es

fehle an Nachwuchs, eine A-Jugend gibt

es momentan nicht und daran wird sich

so schnell nichts ändern. Bei den jüngeren

Jahrgängen sei man hingegen gut

aufgestellt, doch es werde dauern, bis

diese Kicker nachrücken. Zusammen mit

dem TSV Maulbronn und dem TSV Ötisheim

spielt der Nachwuchs in der SG

Stromberg. „Wir haben derzeit einfach

ein Generationenproblem“, sagt Martin.

Dazu kommt Verletzungspech. Drei

Spieler des 1999er-Jahrgangs fielen verletzungsbedingt

längerfristig aus, berichtet

Martin. Immerhin muss die SpVgg nur

wenige Abgänge verschmerzen. Den Verein

verlassen haben Lukas Huber und

Pascal Häge, der ehemalige Kapitän Robin

Knothe wird laut Trainer Widmann

künftig nur noch als „Standby-Spieler“

zur Verfügung stehen. Trotz aller Schwierigkeiten

gibt es punktuell auch Verstärkung

für den Kader. Tormann Mario Lanzara

wurde geholt, um den Konkurrenzkampf

auf der Torwart-Position zu beleben,

Mesut Adibelli kam vom Türkischen

Serdar Caliskan (weißes Trikot) ist der aggressive Leader bei Zaisersweiher.

SV zurück zur SpVgg, und Robin Merkle

hat den TSV Maulbronn in Richtung Zaisersweiher

verlassen. „Unser Ziel ist, unter

die Top fünf zu kommen“, sagt Martin.

Einmal mehr bläst die SpVgg Zaisersweiher

in der Kreisklasse A 1 Pforzheim

unter der Führung von Trainer Jürgen

Widmann zum Angriff. Martin ist von den

Fähigkeiten des 54-Jährigen überzeugt:

„Er kann sehr gut mit den Jungs umgehen,

er weiß auch, wann er mal eine

Schärfe reinbringen muss, aber auch,

wann die Spieler mal Zeit brauchen zum

Feiern.“ Widmann weiß um die Fragilität

des Kaders: „Mit den ersten 16 Mann

sind wir wettbewerbsfähig, viel darf da

freilich nicht passieren.“

Was die Rolle des Kapitäns angeht,

baut der Coach auf Ronny Kastner, zu

dem er ein gutes Verhältnis habe. „Er hat

Führungsqualitäten und ein gutes Standing

in der Mannschaft“. Widmann setzt

in dieser Saison vor allem auf die „mannschaftliche

Geschlossenheit“, die man

seit dem Winter habe. „Wir haben eine

klasse Mannschaftsstruktur, einen riesigen

Zusammenhalt und sind ein sehr gut

eingespieltes Team“, betont der erfahrene

Trainer, der auch mit der Vorbereitung

sehr zufrieden ist, wenngleich die Testspiele

etwas durchwachsen gewesen seien.

Der Spaßfaktor kam bei der SpVgg

zuletzt auch nicht zu kurz. Auf Mallorca

habe man Party gemacht, berichtet Widmann,

und sportlich sei das Team dann

im Trainingslager beim TSV Bartholomä

gefordert gewesen.

Was die Kreisklasse A 1 Pforzheim betrifft,

falle es ihm diesmal schwer, einen

klaren Favoriten auszumachen. Knittlingen

werde in seinem Jubiläumsjahr sicher

versuchen, den Titel zu holen. „Generell

erwarte ich viele spannende Derbys“,

sagt Widmann, der die Liga als

nicht so stark einschätzt wie in der vergangenen

Saison.

Trainer Jürgen Widmann

Der Kader der SpVgg Zaisersweiher:

Tor: Tobias Jäger, Manuel Wagner, Mario

Lanzara.

Abwehr: Martin Kowollik, Nico Kretschmer,

Faris Mekias, Manuel Pflüger, Michael

Schneider, Serdar Caliskan.

Mittelfeld: Dennis Christian, Fetullah Eroglu,

Patrick Hagmaier, Christian Izsak,

Ronny Kastner, Kevin Ritter, Mesut Adibelli,

Robin Merkle.

Angriff: Silvio Berloger, Dirk Oettinger,

Tolga Öztürk, Tim Reinisch.

Abgänge: Lukas Huber, Pascal Häge

(beide TSV Großglattbach).

Zugänge: Mesut Adibelli (Türkischer SV

Mühlacker), Mario Lanzara (Sportfreunde

Mühlacker), Robin Merkle (Jugend TSV

Maulbronn).

Trainer: Jürgen Widmann (seit 2017).

Saisonziel: Platz eins bis fünf.

Meistertipp: FV Knittlingen.

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