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Hellas Mühlacker

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Der Neuling will gleich

oben mitmischen

FV Hellas Mühlacker wiederbelebt –

C-Klasse soll nur eine Zwischenstation sein

Von Silas Schüller

An fußballerischer Erfahrung mangelt es

Athanasios Dafkos ganz sicher nicht. Der

frisch eingesetzte Trainer des FV Hellas

Mühlacker hat große Teile seines bisherigen

Lebens mit dem runden Leder verbracht.

In einer griechischen Familie in

Brasilien aufgewachsen, siedelte der begabte

Spieler mit 20 Jahren in die Heimat

seiner Väter um. Dort war Dafkos mehr

als zehn Jahre als Mittelspieler in der

zweiten Liga aktiv.

Später dann, nach seiner Ankunft in

Deutschland, streifte er sich dann das

Trikot von Hellas Mühlacker über. Inzwischen

sind weitere 20 Jahre vergangen,

in denen der eingebürgerte Pforzheimer

aus verschiedenen Gründen etwas Abstand

vom Fußball genommen hat.

Als ihn der Erste Vorsitzende Nikolaos

Dimas im vergangenen Jahr gefragt hatte,

ob er bei der Wiederbelebung des vor

sieben Jahren stillgelegten Vereins mitwirken

wolle, musste Dafkos nicht lange

überlegen. „Da helfe ich doch gerne“,

sagte sich der Fußballfachmann, der

nach eigenem Bekunden besser Portugiesisch

als Griechisch spricht. Im Training

verständigt er sich natürlich in der

Sprache der Spieler, von denen die meisten

aus dem Land der Hellenen stammen.

Seit einigen Wochen ist die Mannschaft

nun schon dabei, sich für das Ziel

des B-Klassen-Aufstiegs in Form zu bringen.

Allerdings kann Dafkos nur bedingt

mit dem im Vorfeld postulierten Ziel Platz

eins etwas anfangen, für ihn geht es zunächst

darum, seinen Männern die vorgegebene

Taktik einzubläuen. „Man kann

nicht einfach neu anfangen und gleich jedes

Spiel gewinnen“, ist sich der Altmeister

sicher.

Natürlich habe er nichts dagegen,

wenn das Team sich schnell an der Spitze

der Kreisklasse C 1 festsetzen könne,

doch daran sollte jetzt noch niemand

denken. „Wir denken von Spiel zu Spiel“,

lautet das Motto der Hellenen, die zwar

Mühlacker auf dem Trikot stehen haben,

ihre Trainingseinheiten und Spiele aber

auf dem Platz von Phönix Würm austragen.

Aufgrund der widrigen Umstände

rund um den angedachten Enztalsportplatz

machte sich Vereinschef Dimas auf

die Suche und machte den Rasen im

Pforzheimer Stadtteil klar.

„Das ist für alle eine komische Situation“,

meint Dafkos, der sich davon aber

nicht beeinflussen lassen möchte. Glücklicherweise

zähle der Kader dank längerer

Suche mehr als 20 Spieler, von denen

viele noch jung genug seien, um mit

der Mannschaft mitzuwachsen. Dieser

Aufgabe möchte er sich mit Co-Trainer

Dimitrios Paltoglou stellen.

Der Kader von Hellas Mühlacker:

Tor: Panagiotis Papakosmas, Polychronis

Tsitsinidis, Dimitris Petsonis.

Abwehr: Dimitrios Antoniadis, Papadopoulos

Stylianos, Papadopoulos Georgios,

Charalampos Ntetsikas, Trifun Rikanovic,

Dimas Nikolaos, Tekidis Nikolaos,

Konstantinos Metaxas, Stefanos Bogiatzidis,

Mastoras Charalampos.

Mittelfeld: Hector Barjamaj, Achmet

Chalil, Christos Karapetrou, Ioannis Marmaridis,

Christos Metaxas, Dimitrios Paltoglou,

Nikolaos Machairoudis, Georgios

Kalioudis, Apostolos Arampatzogl.

Angriff: Raffael Pimenidou, Ioannis Petsonis,

Theofanis Moschou, Marmaridis

Ioannis, Apostolos Koutoukidis, Eleftherios

Bogiatzidis, Georgios Saltsidis, Stalikas

Konstantinos.

Abgänge: keine.

Zugänge: Papadopoulos Stylianos (Königsbach

Stein), Papadopoulos Georgios

(Königsbach Stein), Metaxas Christos

(Hellas Bitigheim), Machairoudis Nikolaos

(08 Mühlacker), Georgios Kalioudis

(Viktoria Enzberg), Stalikas Konstantinos

(TSV Enzweihingen).

Trainer:

Paltoglou (Spielertrainer).

Saisonziel: Platz eins.

Meistertipp: keine Angabe.

Athanasios Dafkos, Dimitrios

Der Erste Vorsitzender Nikolaos Dimas (v. li.), Team-Chef Saltsidis Konstantinos, Trainer Athanasios

Dafkos und Sponsor Nikos Dimos (Zweiter v. re.) freuen sich über den Neustart.

Ungewohnte Umgebung: Hellas trainiert und spielt in dieser Saison in Pforzheim-Würm.

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