Berliner Zeitung 17.08.2019

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Berliner Zeitung · N ummer 190 · 1 7./18. August 2019 B3

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Reise

Von Ernst Leiste

Erzählt man seinen Freunden,

dass man im Urlaub für

umgerechnet 40 Cent von

Mont Plaisir nach Zimbabwe

gefahren ist, wird das in der Regel

nur erstaunte Gesichter oder ungläubige

Fragen hervorrufen. Die

Erklärung ist entsprechend verblüffend:

So heißen die Endhaltestellen

der Bus-Route 62 auf der Seychellen-

Insel Praslin im Indischen Ozean, wo

man zum Beispiel die berühmte Riesennuss

„Coco de Mer“ und andere

schöne Dinge bestaunen kann.

Die Kosten für den Mietwagen

kann man sich beim Besuch der

zweitgrößten Seychellen-Insel gut

sparen, denn das Busnetz der zwölf

Kilometer langen und fünf Kilometer

breiten Insel Praslin umspannt

mit drei Linien alle interessanten

Punkte.Zudem erspartman sich den

Linksverkehr und genießt viel liebenswertes

Lokalkolorit.

Ein Wunder der Natur

DieLinie 63 hält direkt vordem NaturreservatVallée

de Mai, der größten

Attraktion der Insel mit ihren

riesigen Beständen anSeychellen-

Nusspalmen. Der Nationalpark gehört

seit 1983 zum Weltnaturerbe

der Unesco und lockt Touristen aus

aller Welt.

Wirentscheiden uns aufgrund eines

Tipps unserer Hotelmanagerin

für die Buslinie 62 und fahren zum

Naturpark Fond Ferdinand, wo es

ebenfalls „Coco de Mer“ en masse zu

bewundern gibt. Der Park erweist

sich als echte und zudem preiswertere

Alternative zum Vallée de Mai.

Und dank unserer tollen Führerin

Julie kommen wir auf Sichthöhe mit

einem Wunder der Natur –der weiblichen

und männlichen „Coco de

VonMont Plaisir nach Zimbabwe

Nur auf Praslin gibt es noch die ursprünglichen Dschungel der sagenumwobenen „Coco de Mer“.

Mer“. Zudem erfahren wir, wie sich

der größte Samen der Welt in sechs

Jahren Reife zu der außergewöhnlichen

Kokos-Nuss entwickelt, um die

sich zahlreiche Mythen und Legenden

gebildet haben, und die Magellan

bereits bei seiner ersten Reise um

die Welt erwähnt hat.

Mit dem öffentlichen Bus die Seychellen-Insel Praslin entdecken

Als dann vor unseren Augen eine

Riesen-Nuss zu Boden fällt, sagt Julie:

„Ihr seid wirklich Glückspilze,

denn so etwas passiert sehr selten.“

Und bevor wir den Gipfel des Parks

erklimmen, um den herrlichen Blick

auf die Baie Ste. Anne zu genießen,

versteckt unsere Führerin den

Schatz, der im Geschäft leicht

500 Euro kostet, unter Palmenwedeln

mit den Worten: „Poaching (eigentlich:

Wilderei) hat sich zu einem

echten Problem entwickelt, deshalb

haben wir im Park eine eigene Hundestaffel.

Und wenn dann mal jemand

beim Kokosnuss-Diebstahl

GETTYIMAGES/FREEARTIST

erwischt wird, wandert erleicht für

zwei Jahrehinter Gitter.“

Am nächsten Tagfahren wir dann

vonder Haltestelle vorunserem Hotel

in die andere Richtung zur Endstation

der Linie 61 –nach Mont Plaisir.

Zwischendurch steht dann noch

mal eine Ampel auf Rot, denn am

kleinen Flughafen Praslins landet

gerade ein „Island-Hopper“ von der

Hauptinsel Mahé, und da das kleine

Flugzeug über der Straße einschwebt,

wird der Autoverkehr halt

malkurzangehalten.

Idylle an der Anse Lazio

VonMont Plaisir aus machen wir einen

wunderschönen Spaziergang

hinab zum von Palmen und großen

Granitfelsen gesäumten Strand von

Anse Lazio. Hier kann man unter

schattigen Bäumen die Seele baumeln

lassen, im Meer plantschen

oder den Mittagstisch des Strandlokals

„Bonbon Plume“ mit hervorragender

französisch-kreolischer Küche

genießen, wobei einem die

knallroten Madagaskar-Webervögel

Gesellschaftleisten.

Auf dem Rückweg von der Anse

Lazio gehen wir zehn Minuten den

Hügel hoch und nehmen dann die

Linie 62, die uns für kleines Geld fast

eine komplette Inselrundfahrt entlang

der Ost-,Süd- und Westküste

beschert. Vorbei am längsten Strand

Praslins, der Anse Volbert und der

Côte d’Or, von wo aus sich leicht

Ausflüge auf die Insel Curieuse mit

ihren Unmengen von Riesenlandschildkröten

oder zum Schnorcheln

auf das Korallenriff Ste. Pierre organisieren

lassen.

Wir haben dann noch das Glück,

dass unser freundlicher Busfahrer

Jean-Pierre esnicht zu eilig hat und

wir deshalb die kurvenreiche Küstenstraße

mit einigen steilen Stücken

entlang der Anse Consolation

mit ihrer atemberaubenden Landschaft

in Ruhe genießen können.

Undals uns Jean-Pierrevor unserem

Hotel aussteigen lässt, sagen wir ihm

gerne „Adieu et bonne route“ auf

seinem WegzuFeierabend und Endstation

–Mont Plaisir.

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