Berliner Kurier 18.08.2019

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BERLIN

Molkenmarkt

Dasneue Herz

für Berlins Mitte

SEITEN 6–7

DER

ROTE

TEPPICH

Ehre, wemEhregebührt!

Foto: SenGPG

Boris Velter,

51 Jahre,

alt,ist

Gesundheitsexperte.

Ein Glück, dass er nicht

nachtragend ist. Boris

Velter, im Dezember 2018

als Gesundheitsstaatssekretär

von der Senatorin Dilek

Kalayci (SPD) entlassen

und durch Martin Matz ersetzt,

dient Berlin wieder.

Die Gründe der Entlassung

waren im Dunkeln geblieben.

Die offizielle Begründung,

wenig nett: „Die in

der zweiten Hälfte der Legislaturperiode

anstehenden

Herausforderungen

haben diesen Wechsel erforderlich

gemacht.“ Jetzt

wird der Mann, dem unverblümt

Inkompetenz vorgeworfen

worden war, als

Leiter der Geschäftsstelle

„Gesundheitsstadt Berlin

2030“ tätig werden. Begründung

des Regierenden

Bürgermeisters Michael

Müller: Velter sei ein ausgewiesener

Gesundheitsexperte,

langjährig erfahren,

bundesweit vernetzt und

Kenner des Berliner Gesundheitswesens

... Die

Stelle, die er jetzt leitet, soll

Empfehlungen einer Kommission

umsetzen. Die hatte

2018 vorgeschlagen, die

Zusammenarbeit des Uniklinikums

Charité mit dem

landeseigenen Krankenhauskonzern

Vivantes zu

verbessern, zum Beispiel in

Forschung und Ausbildung.

Das wird Velter können, loben

ihn doch selbst Oppostitionspolitiker.

GL

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

Redaktion: Tel. 030/63 33 11 456

(Mo.–Fr. 10–18 Uhr)

10969 Berlin, Alte Jakobstraße 105

E-Mail: leser-bk@dumont.de

Abo-Service: Tel. 030/232777

Mats P odolski (6)

vomGrünauer BC ist

ein Bewunderer von

Union-Spieler

Felix Kroos und

dessen Bru-

der Toni.

So mini

und schon

so Eisern!

Vordem Union-Spiel

gegen Leipzig kickten

Köpenicks U7-Teams

an der Alten Försterei

VonM.WILMS und

S. GUDATH(Fotos)

Berlin – Erst die Kleinen,

dann die Großen! Am Tag vor

dem Bundesliga-Debüt der

Union-Helden feierten die

Minis ihren Saison-Auftakt.

Union hatte die U7-Teams

von Treptow-Köpenick zum

Turnier eingeladen. 100 Kids

und 19 Mannschaften aus

acht Vereinen: Sie kickten

wie die Profis –und freuten

sich schon wie Bolle auf das

Eiserne Spektakel heute.

Die Schwestern Anouk, Valeria

und Dalia (6) sind Drillinge. Sie

spielen Seite an Seite in der G-

Jugend der SG Grün Weiß

Baumschulenweg. Aber über

ihren Tipp für den

Union-Sieg gegen

Leipzig werden sie

sich nicht so recht

einig –irgendwas

Die Schwestern Anouk,

Valeria und Dalia wissen,

wasimFußball wichtig ist

–„Tore schießen!“

zwischen 1:0 und 3:0. Hauptsache,

Union gewinnt. Die Mädchen

stehen mitten im Gewusel

auf einem Trainingsplatz am

Nachwuchsleistungszentrum.

Gewusel ist eigentlich noch

untertrieben, denn alle U7-

Teams kicken gleichzeitig auf

dem in kleinere Spielfelder unterteilten

Rasenplatz. „Beim

Mini-Fußball-Festival

geht es uns darum,

dass jedes

Kind viel

Spielzeit,

viele Ballkontakte, Torchancen

und Erfolgserlebnisse hat“, sagt

Union-Bereichsleiter Paul Küchenmeister

(34). Jede Mannschaft

bestreitet sieben Spiele,

die je sieben Minuten dauern.

Drei gegen drei, ohne Torwart .

Diese Regeln empfiehlt der

DFB für die Mini-Altersklasse.

Der

Profi-Klub Union hat selbst keine

G-Jugend. Aber er stellt dem

Mini-Nachwuchs von Köpenick

gern seine Anlagen und

sein Know-how zur Verfügung.

In einer Spielpause klettern

ein paar Jungs auf die Schultern

ihrer Väter und schauen

über den Zaun: Sie wollen herausfinden,

ob dahinter die erwachsenen

Eisernen vielleicht

ein Abschlusstraining absolvieren.

„Ich möchte

später auch mal

Fußballprofi

bei Union

werden“,

sagt

Benno

(6),

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