Zehlendorf Mitte Journal Februar/März 2016

gazette

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins

Zehlendorf Mitte

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

Februar / März

Nr. 1/2016

extra

◾◾

Alte Feuerwache

Gebäude wird heute für

Weiterbildung genutzt

◾ ◾ Helga Gogolin

50 Jahre resolute

Kiezmutter mit ganz

viel Herz

GRATIS

ZUM MITNEHMEN


2

Zehlendorf Mitte extra

SANITÄTSHAUS • ORTHOPÄDIETECHNIK • REHATECHNIK

• Rollstühle

• Prothetik

• Rehahilfen

• Brustepithesen

• Bandagen

• Kompressionstherapie

Sanitätshaus:

Teltower Damm 11 | 14169 Berlin | Tel: 811 50 00

Sanitätshaus-Orthopädie-Reha:

Teltower Damm 44 | 14167 Berlin | Tel: 814 88 450

NEU Sanitätshaus-Orthopädie:

Potsdamer Str. 48 | 14513 Teltow | Tel: 03328-444 45 53

www.ortmaier.com | info@ortmaier.com


Von der Feuerwache zur

Volkshochschule

Gebäude in der Onkel-Tom-Straße 14

wird heute für Weiterbildung genutzt

„Es sollen ein jeder Hüfener im Dorfe sowohl der Coßathe eine

Latterne, einen gefertigten geschmierten ledern Eymer, eine fertige

lange Leitter einen Hüfner einen Feuerhaken und zween Coßathen

auch einen feuerhaken haben, damit man dieselben in Zeitt der

noth bey Handen und zu gebrauchen haben möge.“

So steht es bereits in der

Zehlendorfer Gemeinen

Dorf Ordnungk“, die nach

dem Dreißigjährigen Krieg wieder

für ein geregeltes Zusammenleben

in dem Ort sorgen

sollte. Feuer – ein Ruf, der bis

heute für Angst und Schrecken

sorgt. In jener Zeit waren die

Bewohner beim Löschen von

Bränden auf sich allein gestellt.

Die erste Freiwillige Feuerwehr

in Zehlendorf wurde im Jahr

1884 gegründet. Sie verfügte

Zehlendorf Mitte extra 3

Impressum

Zehlendorf Mitte extra

4. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 844 933-0

Redaktion

Karl-Heinz Christ

extra@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Zehlendorf Mitte extra erscheint alle zwei

Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12.

eines Jahres.

Nächste Ausgabe April/Mai Nr. 2/2016

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.03.2016

Erscheinung: 01.04.2016

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themen wünsche oder -vorschläge

haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil

beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre

Anregungen.

Häusliche „Rund-um-die-Uhr“-Seniorenbetreuung

Mit uns bleiben Sie

zu Hause!

• Von liebevollen,

deutschsprachigen

Polinnen

• Hilfe im Alltag:

Anziehen, Waschen,

Haushalt, Freizeit

• Individuell,

professionell,

bezahlbar

Patrycja Rönnefarth

Geschäftsführerin

Pflege aus Leidenschaft ist

seit 2009 Ihr verlässlicher

Partner für die Vermittlung

erfahrener, deutschsprachiger

Betreuungskräfte.

Wir bieten Ihnen persönliche

Nähe, liebevolle Betreuung

und zuverlässige

Organisa tion. Ich berate

Sie gerne in einem persönlichen

Gespräch.

Forbacher Straße 25 • 14169 Berlin • Tel. 030 700 93 802

Mobil 0163 1441 763 • www.pflege-aus-leidenschaft.de


4

Zehlendorf Mitte extra

zunächst über ein Spritzenhaus

in der Clayallee, das jedoch dem

Erweiterungsbau eines Amtshauses

weichen musste. 1907

begann man mit dem Bau einer

Feuerwache in der Onkel-Tom-

Straße. Die Pläne stammten von

dem Gemeindebaurat Krug. Der

Architekt entwarf ein Gebäude,

das an ein überdimensionales

Wohnhaus erinnert. Sockel, Erker,

Fachwerk und ein riesiger

Turm, der sich über Zehlendorf

erhebt. Dieser gehört zu den

markanten Orientierungspunkten

des Ortsteils, diente aber

natürlich auch ganz praktisch als

Beobachtungsstand. Die Freiwillige

Feuerwehr bezog ihr Domizil

am 8. August 1908. Im Jahr 1919

erfolgte die Gründung der Berufsfeuerwehr,

im gleichen Jahr

löste sich die Freiwillige Feuerwehr

auf.

Einzug der

Volkshochschule

Noch bis Mitte 1992 nutzte die

Berufsfeuerwehr die Wache in

Die Alte Feuerwache wurde 1907 erbaut.

Seit 1995 ist hier die Volkshochschule

untergebracht.

der Onkel-Tom-Straße, dann

zog sie in die neue, moderne

Wache in der Charlottenburger

Straße 10 – 12. Für das nun „Alte

Feuerwache“ genannte Haus in

der Onkel-Tom-Straße wurde

eine neue Nutzung gesucht.

Der neue Nutzer war schnell

gefunden: Am 1. September

1995 feierte die Volkshochschule

Zehlendorf ein großes

Hoffest als Einweihungsfeier.

Das Bildungsinstitut – heute

Victor-Gollancz-Volkshochschule

Steglitz-Zehlendorf – freute

sich darüber, endlich ein eigenes

Haus zu besitzen. Bis heute

findet in den Räumen der Alten

Feuerwache Unterricht für jeden

Bildungshungrigen statt

und die große Säulenhalle, in

der früher Feuerwehrautos auf

ihren Einsatz warteten, wird für

Ausstellungen und Konzerte

genutzt. Einen Einblick in das

aktuelle Programm der Volkshochschule

gibt es unter www.

vhs-berlin.de.


Zehlendorf Mitte extra 5

Die beste Zeit,

um Ihre Immobilie professionell

vermarkten zu lassen

Sie suchen eine Möglichkeit um Ihre Immobilie im Südwesten Berlins

professionell zu veräußern?

Dann kommen Sie zu uns in die Drakestraße 49.

Wir bieten Ihnen durch studiertes Fachwissen eine optimale Plattform

für jegliche Anliegen rund um Ihre Immobilie.

Durch die aktuelle Zinssituation ist der Markt momentan sehr attraktiv

für Verkäufer sowohl für Kapitalanleger als auch für Eigenheim Suchende.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

ENGEL & VÖLKERS · Berlin Lichterfelde-West

Drakestraße 49 · D-12205 Berlin

Phone: +49 - 30 - 84 41 49 00

Fax: +49 - 30 - 84 41 49 010

Internet: www.engelvoelkers.com

Email: BerlinLichterfeldeWest@engelvoelkers.com


6

Zehlendorf Mitte extra

Menschen im Bezirk: Helga Gogolin

50 Jahre resolute Kiezmutter mit ganz viel Herz

In Zehlendorf Süd kennt sie

fast jeder: Helga Gogolin, die

freundliche, zierliche Frau mit

den kurzen grauen Haaren aus

der Hilfswerk-Siedlung, die vor

Temperament sprüht und nur

selten ein Blatt vor den Mund

nimmt, wenn es darum geht,

Missstände anzusprechen und

zu beseitigen. Mit einem Standbein

fest mit dem Nachbarschaftstreff

des freien Trägers

Zephir e. V. verbunden, gelang

der gelenkigen Zehlendorferin

bis vor kurzem noch der Spagat

bis nach Wedding, wo sie als ehrenamtliche

Lesepatin 15 Jahre

lang bis zur Umstrukturierung

die Wilhelm-Hauff-Grundschule

unterstützte.

Stets Kiez-bereit

Viele im Kiez von Zehlendorf Süd

duzen inzwischen ihre Helga, die

das gerne mag, weil es eine Vertrauensbasis

schafft – sowohl bei

Senioren als auch bei Kindern.

In der Bezirksverordnetenversammlung

ist sie häufiger Gast,

und zu Zeiten des Bürgertreffs

sah man sie dort regelmäßig.

Und auch in den Senioren- und

Mehrgenerationenhäusern geht

Kiezmutter Helga ein und aus.

Bei keinem Runden Tisch fehlt

die inzwischen pensionierte

Kindergärtnerin seit 2011 im

Zehlendorfer Süden, und neben

Zephir-Geschäftsführer Dr. Winfried

Glück achtet sie peinlichst

darauf, dass prägnante Themen

Helga Gogolin: Lächelnd, wie ihr Kiez sie liebt.

auf den Tisch kommen, anstatt

darunter gekehrt zu werden.

Als beispielsweise ein Bushäuschen

in der Sachtlebenstraße

fehlte, und die in der Gegend

zahlreich ansässigen Senioren

in Wind und Regen auf den Bus

warten mussten, war Helga es,

die BVG und Presse mobilisierte

und so durchsetzte, dass rechtzeitig

zur ungemütlichen Jahreszeit

der Unterstand installiert

war.

Und wenn sie heute am Wartehäuschen

wegen des Wetters

griesgrämige Gesichter sieht,

sagt sie nur lachend: „Ein Glück,

dass der liebe Gott euch nicht

ernst nimmt“, und schon erhellen

sich die Gesichter.

Helga ist es auch, die alljährlich

am Martinstag zu Zephir´s Laternenumzug

die Kinder zusammenruft,

die organisiert und vorbereitet

(„Ich liebe Kinder!“). Im

letzten Jahr konnte sie rund 300

Teilnehmer aktivieren, die lauthals

„Laterne, Laterne“ singend,

von alten Musikinstrumenten

begleitet durch den Kiez zogen,

bevor sie an der Feuerschale

auf den Sportplatz in Zehlendorf

Süd dann bis in den späten

Abend heiser, aber zufrieden

beisammen sitzen konnten.

Die Freude, die sie damit gleichermaßen

den kleinen Leuten

gemacht hat wie den betagten,

die vom Rollstuhl aus auf der

Rasenfläche des Theodor-Wenzel-Wohnanlage

dem Spektakel

folgen konnten, lässt sich kaum

beschreiben.

Wenn es im Kiez mal etwas lauter

wird, ist sie es auch, die mit

den Beteiligten „von Mensch zu


Zehlendorf Mitte extra 7

Mensch“ redet, und die es meist

schafft, sie zur Einsicht zu bringen.

„Ich gehe einfach mit offenen

Augen und Ohren durch die Gegend“,

verrät Helga, wenn man

sie nach ihrem Erfolgsrezept

fragt, Missstände zu erkennen

und geschickt anzupacken.

Dabei hilft ihr die über Jahre

gewachsene Beziehung zum

Kiez, in dem sie nun bereits seit

50 Jahren lebt, und in dem sie

„gleich um die Ecke“ im Kindergarten

am Breitensteinweg gearbeitet

hat. Sie sah „ihre“ Kinder,

für deren Wohl sie sich einsetzte,

ab dem Krippenalter heranwachsen,

und sie sah deren Eltern alt

werden. Noch heute besucht sie

den Kindergarten und die jungen

Kollegen von Zeit zu Zeit:

„Aber nur im Vorderbereich. In

In den 60er-Jahren: Helga und „ihre“ Kinder aus dem Kindergarten.

den Kinderbereich nach hinten

gehe ich nicht, weil ich mich

sonst nur einmische. Und das

wäre nicht gut“, bekennt die

pensionierte Kindergärtnerin

mit selbstkritischem Augenzwinkern.

Wanderjahre

Warum sie immer so fröhlich und

optimistisch ist? „Weil es ganz

und gar nicht selbstverständlich

ist, dass ich bis jetzt ein so langes

zufriedenes Leben führen konn-

(Ergänzungsschule § 102, BafÖG-berechtigt)

AM MEXIKOPLATZ, Lindenthaler Allee 11, 14163 Berlin Tel. 030 - 873 88 18

Bus 622, S1 Mexikoplatz

STEGLITZ – Int. Dance Academy Berlin, Rheinstr. 45-46, 12161 Berlin Tel. 030 - 873 88 18

S1 Feuerbachstraße, U9-Walter-Schreiber-Platz

STAHNSDORF, Ruhlsdorfer Str. 14-16, 14532 Stahnsdorf Tel. 03329 - 64 52 62

Bus 622 Friedrich-Weißler-Platz

www.ballettschulen-hans-vogl.de

Member of CID/Unesco

PARIS


8

Zehlendorf Mitte extra

te.“ Das verdanke sie zu einem

Großteil ihrem Bruder Burkhard,

betont sie und erzählt:

2 1/2 Jahre ist die kleine Helga

alt, als ihre Mutter mit ihr, der

Schwester und dem vierjährigen

Bruder 1945 aus Kolberg flüchten

muss. Der Vater ist in französischer

Kriegsgefangenschaft.

Monate lang ist die kleine Familie

unterwegs, bis sie bei den

Großeltern in Torgelow in Vorpommern

eintrifft. Der Bruder

zieht die ganze weite Strecke die

kleine Schwester im Bollerwagen

hinter sich her.

Helga dazu: „Meine Mutter trug

unser letztes Hab und Gut, mich

konnte sie nicht auch noch tragen.

Hätte ich laufen müssen,

wäre ich heute wohl kaum noch

am Leben“, ist sie sich sicher.

Grausame Bilder von der Flucht

hat sie noch manchmal vor Augen.

Obwohl sie damals so klein

war, sind die haften geblieben.

Weiter geht es nach Rügen

zur Tante, wo Helga die ersten

Schuljahre verbringt. In einem

Gutshaus mit schwedischer, sehr

strenger Gutsherrin kommen

die Drei unter. Die Kinder dürfen

nicht einmal von den reifen

Himbeeren naschen, aber wenn

es stürmt, sammeln sie heimlich

die herabfallenden Walnüsse

gegen den Hunger. Die Mutter

arbeitet hart.

Angekommen im Kiez

Inzwischen ist der Vater aus der

Gefangenschaft nach Berlin zu

Verwandten heimgekehrt. In

einer Nacht- und Nebel-Aktion

brechen Helgas Mutter und die

Kinder Richtung Berlin auf, passieren

gerade noch rechtzeitig

den Kleinmachnower Schlagbaum,

bevor der sich 1952

schließt. Dass Helga ihre Puppe

zurücklassen muss, ist damals

ihre größte Sorge.

In Berlin kommt langsam alles

in alltägliche Bahnen. Die Familie

kommt bei einer Tante in der

Zehlendorfer Rondellstraße unter.

Der Vater arbeitet später im

Bezirksamt.

Nach der Schule beschließt Helga

selbstbewusst, Kinderkrankenschwester

zu werden. In Hannover

macht sie die Ausbildung,

kommt später nach Berlin und

mit ihrem Mann in den Bezirk

zurück. Nach der Geburt ihres

Sohnes Sven, nimmt sie bald wieder

ihren Beruf auf und arbeitet

40 Jahre lang als Kindergärtnerin

Schluss mit Milben

im Bett!

Wasserbetten - das hygienischste

Schlafsystem

In jedes

Bettgestell

einbaubar

BUCHHANDLUNG

BORN

LADENSTRASSE 17/18 · 14169 BERLIN

U-BHF. ONKEL TOMS HÜTTE

TEL 030 - 31 86 91 60

FAX 030 - 31 86 91 65

buchhandlungborn@aol.com

www.buchhandlungbornberlin.de

Berliner Straße 51 · 14169 Berlin

☎ 030 / 81 19 54 88


Zehlendorf Mitte extra 9

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten: Alljährlich lädt Weihnachtsfrau Helga zum Zephir-

Singen in den Supermarkt.

in der Krippe in Zehlendorf Süd.

Ihr Mann ist Polizist im Bezirk,

beide entdecken ihre Liebe zum

Segeln auf dem Wannsee und zu

Reisen in nordische Länder, „in

denen es viel Wasser gibt“.

Ihr Sohn wächst in der Wohnung

in der Hilfswerk-Siedlung auf, in

der Helga bis heute wohnt, und

in der er und „Goldenkel“ Dirk sie

regelmäßig besuchen.

„Meine Eltern, meine Familie,

wir waren immer füreinander

da“, betont Helga und gibt

wohl aus dieser Dankbarkeit

heraus so viel an die Menschen

in ihrem Kiez zurück,

denen es weniger gut geht.

„Ich kann einfach nicht sehen,

wenn mich jemand traurig anschaut,

egal ob er jung oder alt

ist“, begründet sie ihren Einsatz

mit Herz.

Das noch lange tun zu können,

ist Helgas sehnlichster Wunsch.

„Ich möchte mindestens

85 Jahre alt werden, um noch

viel tun zu können“, verrät sie.

All denen aber, die noch ziemlich

am Anfang ihres Lebens

stehen, gibt sie mit auf den

Weg: „Es kommt doch immer

darauf an, was man aus seinem

Leben macht.“



Jacqueline Lorenz

Was wollten Sie schon immer mal tun und konnten es nicht?

Gerne erfülle ich Ihnen mit einer hohen Fach- und sozialen Kompetenz

Ihren individuellen Herzenswunsch. Egal ob ...

* Theater, Oper, Konzert

oder Ausstellung

* Dampferfahrten

* Tagesausflüge ins

„Grüne“ („Blaue“)

* Kurzaufenthalte an Ost- oder Nordsee

* Besuche von lieben Menschen

* KaDeWe - Bummel,

* Spaziergänge in angenehmer

Umgebung oder Tanztee

Haben Sie Interesse?

Ich freue mich auf Sie,

Ihre

Michaela Sarrazin

Festnetz: 030 / 8 11 85 48

Handy: 0157 56 77 63 33


10

Zehlendorf Mitte extra

In der Villa Guthmann ist heute das Literarische Colloquium zu Hause.

Villen auf den Wannseedünen

Villa Guthmann, Kolonie Wannsee

und Literarisches Colloquium

„Am Südostufer des Sees zieht

sich wie eine Dünenreihe ein

natürlicher Quai entlang, der alle

Vorzüge, die bei solcher Anlage

in Betracht kommen können, zu

vereinigen scheint. Ein trockener

Untergrund, in Front der See, im

Rücken der Wald, der zu gleicher

Zeit von rechts und links her das

nur noch von hier geöffntete

Becken des Sees umspannt. Die

Kahlheit der Düne selbst wird

rasch verschwinden, und die

dürftigen gegenüber gelegenen

Westufer werden allmählich ihre

Charakter verändern und eine

bessere Fernsicht gewähren.“

Diese Beschreibung von Theodor

Fontane war im Dezember

1861 in der Neuen Preußischen

Zeitung zu lesen. Dass eines Tages

hier auch das renommierte

Literarische Colloquium residieren

würde, konnte der Dichter,

Journalist und Apotheker nicht

voraussehen. Für den Unternehmer

und leidenschaftlichen

Segelsportler Wilhelm Conrad jedoch

war diese Erkenntnis nicht

neu. Er kaufte in diesen Jahren

das deutlich zugänglichere

Südufer am Großen und Kleinen

Wannsee und begründete unter

maßgeblicher Beteiligung des

Preußischen Hofgärtners Gustav

Meyer eine der berühmtes-


Zehlendorf Mitte extra 11

ten Villenkolonien im Deutschen

Reich.

Mit der Entwicklung des benachbarten,

gut 20 Meter hohen

Dünenhangs am Ostufer hingegen

tat sich Prinz Friedrich Karl,

Königlich Preußischer Immobilienentwickler,

schwer. 1874 begann

auch er, sehr opulente Wassergrundstücke

zu parzellieren

und mit dem Verkauf seine maue

Kasse aufzufüllen. Er profitierte

von dem Haltepunkt der Berlin-

Potsdamer-Eisenbahn, den Conrad

im selben Jahr durchsetzten

konnte. Auch der als Ausflugslokal

beliebte Kaiserpavillon lockte

die Sommerfrischler an den See.

Die betuchteren Berliner ließen

sich von hier aus zu ihren neuen

Refugien an Havel und Wannsee

mit der Droschke weiter chauffieren.

Das Haus wurde von dem Bauunternehmer Robert Guthmann für seine tuberkulosekranke

Frau Marie erbaut.

Fotos: Wolfgang Bittner (LDA), Denkmalschutzbehörde

Anders als in der Kolonie Alsen

von Wilhelm Conrad aber verzichtete

Friedrich Karl auf die Erstellung

eines Bebauungsplans.

Blieb doch das programmatische

Muster stets das Gleiche: die Villa

für die großbürgerliche Familie

an höchster Stelle des Steilhangs

über dem Ufer – der Hang als

landschaftlicher Park mit zentraler

Blickachse auf den Wannsee,

begleitet von Pavillons, Bootsund

Gewächshäusern – und

eine breit angelegte Vorfahrt mit

Cosmetique Carin

Kosmetik • Pediküre • Maniküre • Fingernagelmodellage

Die gute Adresse in Berlin!

Faltenminimierung mit Hyaluron

Dr. BABOR-Produkte dauerhaft günstiger

Teltower Damm 266a/Ecke Andréezeile · 14167 Berlin

vor der Tür ☎ 815 1149

www.kosmetikzehlendorf.de

Fahrräder Kuczka

Inh. M. Mosolf

Teltower Damm 76

14167 Berlin

☎ 030 - 815 67 66

Öffnungszeiten:

Mo - Mi, Fr 10 - 18 Uhr

Do

14 - 18 Uhr

Sa

9 - 13 Uhr

Verkauf Service

Inzahlungnahme

Reparaturen innerhalb

von 24 Std.

Hauptstadtrad

str.

Gertraudstr.

Berlepschstraße

Machnower Straße

Schädestraße

Zehlendorf

Teltower Damm

Schweizerhofpark

Schönower

Park

Stuben- rauchstr.

Mühlenstr

Prinz-Handdjery-Str.


12

Zehlendorf Mitte extra

begleitenden Gärtner-, Pförtnerund

Personalunterkünften hinter

hohen Einfriedungen zu der

1885 nach dem verstorbenen

Prinzen benannten Straße, seit

1933 Am Sandwerder.

Robert Guthmann war ein sehr

erfolgreicher Bauunternehmer

und gründete 1883 in Rüdersdorf

eine Portlandzementfabrik für

die Herstellung von Fertigmörteln.

Auch war er später Eigentümer

der Berliner Sandsteinwerke

in der Nähe von Königs Wusterhausen,

der seinerzeit weltweit

größten Kalksandsteinfabrik.

Mit dem Erwerb des heutigen

Grundstückes Am Sandwerder 5

entschied sich Guthmann 1883,

für seine an Tuberkulose leidende

Gattin den Standort eines

ehemaligen Seglertreffs in ein repräsentatives

Familiendomizil zu

verwandeln. Er beauftragte die

eigene Firma mit dem Bau einer

Villa ganz nach dem Geschmack

der vornehmen Bürgerhäuser

in Kurfürstendamm-Nähe. Mutmaßlich

waren schon für den ersten

Bauabschnitt von 1884-1885

die Architekten Heinrich Joseph

Kayser und Karl von Groszheim

Paten des Entwurfes, Inhaber eines

sehr renommierten Ateliers

für Architektur und Kunstindustrie

in Berlin, mit Zweigstelle in

Düsseldorf. Als das Haus 13 Jahre

später noch herrschaftlicher

nach Süden erweitert wurde, in

dem hier ein Anbau mit Innenhof,

eine Gartenhalle und ein

Pavillon entstanden, zur Straße

hin dazu ein Wirtschaftsgebäude

errichtet wurde, zeigten Kayser

und von Groszheim in dem Arrangement

von Naturstein- und

Mauerziegelfassaden deutlich

ihre stilistische Bezugnahme zu

dem Haus des Architekten Hans

Grisebach in der Charlottenburger

Fasanenstraße.

„An der Straßenseite tritt der

braunrote Backsteinbau mit hellen

Sandsteinappliktationen an

Sockel, Gesimsen und Fenstergewänden,

in grauem Schiefer

gedeckten Berliner Dach und gestuftem

Segmentbogengiebeln

eher zurückhaltend in Erscheinung.

Das Giebelmotiv des links

vorspringenden Risalits wird

rechts kleiner wiederholt und

betont so gemeinsam mit dem

darunterliegenden, von einer

Sandsteinmuschel bekrönten

Obergeschossfenster und dem

im Erdgeschoss vorspringenden

Säulenbaldachin den Hauseingang.

Die hoch über dem Wannsee

gelegene Gartenfront mit

Turm, prächtigem Giebelrisalit

und dreiachsiger Arkadenhalle

ist anhand von Eckbossierungen

und differenziert gearbeiteten

Sandsteindekorationen wesentlich

reicher ausgebildet. Einzigartig

in seiner Gestaltung ist der

quadratische Turm mit einer Aussichtsterrasse,

über der sich eine

luftige polygonale Säulenloggia

erhebt. Hier wurden zwei Motive

– das für die Architekten typische

polygonale Turmgeschoss mit

Glockendach und Laterne sowie

das in Potsdam übliche offene

Turmgeschoss – formvollendet

vereinigt (Denkmaltopographie

Wannsee, Landesdenkmalamt

Berlin 2013, S.127).“

Auch im Inneren hat sich von

der Pracht dieser Jahre einiges

erhalten. Es war vor allem die in

der Villa Linderung von ihren Leiden

findende Marie Guthmann,

die sich mit der Schmückung des

Hauses, insbesondere ihres liebsten

Aufenthaltortes, der Seeveranda

beschäftigte. Sie zeichnete

florale Arabesken und Rapporte,

die ihre Künstlerinnenfreundin

Marie Luise Schlieder in Wandfliesen

und Schablonenmalerei

umsetzte und die noch heute in

der Veranda sowie im Eingangsfoyer

zu sehen sind. Man traf sich

VOM FASS entdecken

· Weine

· Spirituosen

· Öle

· Essige

· Feinkost

· Geschenke

Besuchen Sie uns

im Kastanienhof!

foto: hitdelight / fotolia

Clayallee 347c · 14169 Berlin · Mo – Fr 10 00 – 18 30 Uhr · Sa 9 00 – 14 00 Uhr · Tel. 030 / 80 48 27 90


Zehlendorf Mitte extra 13

Am Sandwerder stehen viele sehenswerte Villen.

Foto: HVZ

bei Guthmanns mit prominenten

Nachbarn, den von Oppenheims,

Wessels, Otzens und Gutschows

und pflegte das gesellschaftliche

Leben des Berliner Großbürgertums.

Bei ihnen verkehrten Bänker,

Industrielle und Künstler wie

Anton von Werner, Hans Thoma

oder Louis Tuaillon. Als 1898 die

Villenkolonien Alsen und Wannsee

mit Stolpe zu einer Landgemeinde

zusammengeschlossen

wurden, ließ sich Robert Guthmann

zum Gemeindevorsteher

wählen. Nicht zuletzt, um der

weiteren Ansiedlung von Ausflugsgaststätten

entgegenzuwirken.

Seit 1963 wird die Villa Am Sandwerder

5 durch das Literarische

Colloquium Berlin genutzt. Drei

Jahre zuvor kam sie über eine

zwischenzeitliche Hotelnutzung

für US-Alliierte in das Eigentum

des Landes. In den letzten zwei

Jahren wurde das Innere und

Äußere der ehemaligen Villa im

Auftrag des Berliner Immobilienmanagements,

unter Leitung

des Ingenieurbüros Leidel denkmalgerecht

saniert. ◾

Redaktion/Text: Dr. Jörg Rüter

Fotos: Wolfgang Bittner (LDA), Denkmalschutzbehörde

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

des Landesdenkmalamts Berlin, Denkmalschutzbehörde

Steglitz-Zehlendorf.

AUTODIENST WARTUNG REPARATUR UNFALL

ZEHLENDORF

Räderwechsel 20,- €

(alle 4 Räder)

Tägl. TÜV + AU 99,- €

inkl. kostenloser Voruntersuchung

Klimaservice 60,- €

Inspektion ab 60,- €

zzgl. Material (für alle Automarken)

Ölwechsel 15,- €

zzgl. Material

Teltower Damm 49

14167 Berlin

Tel. 030 - 815 11 17

Fax 030 - 818 35 10

www.autodienst-zehlendorf.de


14

Zehlendorf Mitte extra

90 Jahre Rüdiger Trantow

Am 21. Januar 2016 feierte der Vollblut-Musiker

seinen runden Geburtstag

Musikpädagoge, Chor-,

Schul- und Kunstamtsleiter,

Komponist, Arrangeur

und Dirigent – nur einige

Tätigkeiten, die erahnen lassen, in

wie vielen verschiedenen miteinander

verbundenen Wirkungskreisen

das Musik-Urgestein aus

Nikolassee, Rüdiger Trantow, seit

Jahren aktiv ist.

Im Kreise von Weggefährten,

Freunden und Vertretern aus

Politik und Kultur feierte es nun

seinen besonderen Festtag im

Jochen-Klepper-Saal der Evangelischen

Kirchengemeinde Nikolassee.

- Ein feierlicher Anlass, der zum

Rückblick auf erfüllte und spannende

Jahre einlud, in denen neben

vielen harmonischen Klängen

auch manch dunkle Töne

mitschwangen. Diese vernahm

der gerade 16-jährige Rüdiger –

kurz nachdem er im Film „Jakko“

an der Seite von Filmgrößen wie

Hilde Körber hatte spielen dürfen

– als Luftwaffenhelfer ebenso wie

bei Arbeitsdienst, Fronteinsatz

und der sich anschließenden oftmals

makabren Gefangenschaft,

aus der er schließlich 21-jährig

heimkehrte. Arzt wollte er werden,

arbeitete ein halbes Jahr in

der Charité und erwarb die Protektion

Prof. Sauerbruchs, doch

sein Wunsch erfüllte sich dennoch

nicht, es kam anders.

In Berlin studierte er Musik mit

den Schwerpunkten Klavier,

Rüdiger Trantow

Blockflöte und Rhythmik. An

der traditionsreichen Volksmusikschule

Neukölln fand er seine

erste erzieherische Tätigkeit. 1958

wurde er Leiter der heutigen Leo-

Borchard-Musikschule in Steglitz,

sieben Jahre später bekam er

aufgrund seiner Verdienste zusätzlich

das Kunstamt Steglitz

übertragen.

Die mit 803 Schülern und 22 Lehrern

übernommene Schule übergab

Trantow 1991 mit immerhin

4.500 Schülern und 210 Lehrern,

und das bei jährlich etwa 160

Veranstaltungen unter oftmals

eigener Mitwirkung.

So arrangierte er bei RIAS Berlin

und SFB mit eigenem Ensemble

Aufnahmen, seine SFB-Sendereihe

„Geselliges Musizieren“ lief

zwanzig Jahre, und 40 Jahre lang

sicherten in der Berliner Philharmonie

seine „Konzerte junger

Solisten“ mit Bundespreisträgern

aus „Jugend musiziert“ heutigen

großen Künstlern wie u. a. Anne-

Sophie Mutter, Babette Hierholzer

oder Kolja Blacher den steilen

Aufstieg auf der Karriereleiter.

Von 1968 bis 1976 stellte er als

Musikalischer Leiter des ZDF

junge Talente im Rahmen der

Heiligabend-Sendung „Wenn

die andern feiern…“ vor und

bescherte dem Sender mit rund

18 Millionen Zuschauern damit

Traumquoten. Er inszenierte jahrzehntelang

Aufführungen der

Oper „Hänsel und Gretel“ und „Peter

und der Wolf“ mit Darstellern

seiner Musikschule, wobei er sich


Zehlendorf Mitte extra 15

Immer wieder ein Erlebnis: Die Auszeichnung der kleinen Bezirkssieger „Jugend musiziert“, – auch für Anka Sommer.

stets vom „Steglitzer Kammerorchester“

unterstützt wusste, und

er brachte mit seiner Weihnachtssuite

für Kinderchor und großes

Orchester über 3.000 Eltern und

Kinder zum „Selbersingen“. Da

verwundert es kaum, dass er das

Amt des Vorsitzenden des Landesverbandes

(LV) Berlin „Verband

deutscher Musikschulen“

ebenso erhielt wie das des Vorsitzenden

des LV Berlin „Jugend


16

Zehlendorf Mitte extra

musiziert“. Den Taktstock dafür

gab er im Jahr 2000 an seinen

Freund Christian Höppner weiter.

Vor fast 30 Jahren dann schrieb

Rüdiger Trantow seine Lebenserinnerungen

„Mosaik meines Lebens“,

zu dem inzwischen noch

einige farbenfrohe und klangvolle

Mosaiksteinchen dazugekommen

sein dürften.

Rüdiger Trantow moderierte, dirigierte

und arrangierte, und nicht

nur beim alljährlichen Benefizkonzert

in der Mercedes-Welt

am Salzufer gab er noch bis vor

kurzem den Takt an.

Ausgezeichnet für seine Verdienste

wurde er vielfach, so u. a.

mit dem Bundesverdienstkreuz

am Bande, mit dem Bundesverdienstkreuz

1. Klasse sowie mit

der silbernen und goldenen Ehrennadel

für seinen Einsatz bei

Rüdiger Trantow – der Musikpädagoge

machte „Jugend musiziert“ zur Institution.

„Jugend musiziert“. 2005 ehrte

der Bezirk Steglitz-Zehlendorf

ihn mit der goldenen Bezirksmedaille,

und der Rotary-Club

Berlin-Luftbrücke ernannte Rüdiger

Trantow zum „Paul Harris

Fellow“.

Als Ehrenmitglied im Deutschen

Tonkünstlerverband Berlin und

als Ehrenvorsitzender im Landesausschuss

Berlin „Jugend

musiziert“ genießt er heute inzwischen

musikalische Veranstaltungen

als Ehrengast vom

Zuschauersessel aus.

- Dabei immer an seiner Seite

seine Ehefrau und selbst erfolgreiche

Musikerin Anka Sommer,

die seit über 40 Jahren privat

und beruflich hinter ihm steht.

Während der vergangenen

90 Jahre hat Rüdiger Trantow

immer wieder die großartige

Erfahrung gemacht, was Musik

doch zu bewirken vermag, und

dies besonders der Jugend erfolgreich

weiter vermittelt.

Und so steht im Briefkopf seiner

Briefe stets der wahre Satz:

„Musik wischt den Staub des Alltags

von der Seele!“ ◾


Jacqueline Lorenz

Neugeräte • Ersatzteile • Zubehör • Montagen • Reparaturen

MIELE

SIEMENS

u.a.

Windscheidstraße 25

10627 Berlin-Charlottenburg

Tel: 324 20 24 • Fax: 324 99 74

PANASONIC

PHILIPS

u.a.

- Bekannt für günstige Preise seit über 40 Jahren -

Wir schätzen Ihre Immobilie

– geben Sie Ihr Objekt

in gute Hände!

Tel. 030-22 32 09 94

Gerkrathstr. 13 · 14129 Berlin-Nikolassee ·

www.wissner-fischer-immobilien.de

-Mitglied


Zehlendorf Mitte extra 17

Schauspieltraining für Erwachsene

Grundlagen für Laien mit Spaß an neuen Rollen

Neue Rollen entdecken – Schauspieltraining mit Spaß und Experimentierfreude.

Die SPIELdich!-Schauspielkurse für Laien erfreuen

sich in der Nachbarstadt Potsdam

nun schon seit mehr als fünf Jahren großer

Beliebtheit. Gegründet wurde das Kursangebot

von der in Wannsee lebenden Schauspielerin

Juliane Niemann, die bereits an großen Bühnen

wie dem Schauspielhaus Hamburg engagiert war

und auch aus TV-Serien wie „SOKO Leipzig“, „Großstadtrevier“

oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

bekannt ist. Das spielerische Training der Kurse

vermittelt mit Spaß und Lockerheit die Grundlagen

des Schauspielhandwerks für jedermann.

Die Teilnehmer haben Gelegenheit, mit Körper,

Sprache und Ausdruck zu experimentieren, in

neue Rollen zu schlüpfen und dabei spannende

Erfahrungen mit sich selbst und anderen zu machen.

Davon profitiert man auch im Alltag – denn

ganz nebenbei werden das Selbstbewusstsein, die

Kreativität und die persönliche Präsenz gestärkt.

Start Ende Februar in Wannsee

Jetzt gibt es auch in Wannsee die Möglichkeit, das

Schauspielen für sich auszuprobieren: Ab 29. Februar

startet hier ein SPIELdich!-Kurs für Einsteiger.

An zwölf Abenden stellt der Kurs die Bandbreite

der Übungen und Spiele vor, die Schauspiel zu einem

so besonderen Hobby machen. Interessierte

können bei Juliane Niemann unter info@spieldich.

de weitere Informationen erhalten und sich zum

unverbindlichen Schnupperabend anmelden.

Wie sagte schon Shakespeare: „Und wenn du den

Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann such

dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht!“ ◾


18

Zehlendorf Mitte extra

Eines der ersten Häuser in der Villenkolonie in der Ahrenshooper Zeile.

Schlachtensee in den 30er-Jahren

Broschüre über die Bekennende Kirche und die Nazis

Schlachtensee hat als Wohnort

einen guten Klang und

zieht seit Entstehung der

Villenkolonie um die Jahrhundertwende

die Menschen an.

Handwerker, Beamte, Professoren

und Kaufleute wurden ansässig.

Eine gutbürgerliche Gegend,

deutsch-national, eine friedliche

Gegend, treue Kirchgänger, aber

sicher kein „Hort der Republik“.

Wenn schon 1932 die NSDAP

35 % und mehr an Wählerstimmen

im Südwesten von Berlin

erhalten hatte, dann waren diese

Wählerinnen und Wähler auch

unter den treuen Kirchgängern

in Schlachtensee zu finden. Gut

und Böse, das war nicht so leicht

zu unterscheiden, und schon

bald mussten viele erkennen, die

sich als „gute Deutsche“ fühlten,

dass sie für die Nazis „Untermenschen“

waren, als Juden verfolgt

und vielfach ermordet wurden,

auch in Schlachtensee.

Und von einigen, die Stützen des

NS-Staats waren, wie der Admiral

Canaris, der auch in Schlachtensee

gewohnt hat, ist bekannt,

dass sie sich auch anständig oder

widerständig verhalten haben.

Canaris z. B. hat in verdeckten Aktionen

verfolgten Juden geholfen

zu überleben, auch in seiner

unmittelbaren Nachbarschaft.

Offene Gespräche

in schwerer Zeit

In der Broschüre von Dirk Jordan

werden sowohl die Entwicklung

der Schlachtenseer

Kirchengemeinde zu einer der

Gemeinden der Bekennenden

Kirche dargestellt, als auch das

enge Nebeneinander einer

Nachbarschaft von Christen,

strammen Nationalsozialisten

und schikanierten und später

verfolgten Juden beschrieben.

Anhand ausgewählter Quellen

werden die Spannungen deutlich,

unter denen aktives Christentum

damals gelebt werden

musste. Die Pfarrer waren massivem

Druck ausgesetzt, konnten

aber mit tatkräftiger Hilfe aus

der Gemeinde immer wieder widerständige

oder ausweichende

Strategien gegenüber dem NS-

Staat entwickeln. Insbesondere

die Hausbibelkreise, von denen


Zehlendorf Mitte Ratgeber extra 19

es mehrere in Schlachtensee

gab, wurden zu Gruppen, in

denen vertrauensvoll offen

gesprochen werden konnte.

Die Kinder- und Jugendarbeit,

durch neue Gesetze der Nazis

stark behindert, entwickelte

sich trotzdem zu einem Schwerpunkt

der Gemeinde, um der

nationalsozialistischen Jugendarbeit

ein christlich geprägtes

Weltbild entgegen setzen zu

können.

Opfer und Täter in

direkter Nachbarschaft

Auch jüdische Christen waren

als Gemeindeglieder in

Schlachtensee engagiert. In

einigen Häusern fanden sie,

als die Verfolgung einsetzte,

dann später Unterschlupf und

Hilfe und konnten teilweise die

Nazizeit lebend überstehen.

Einige der Helfer wurden nach

dem Krieg für ihren selbstlosen

Einsatz geehrt, der teilweise

in nächster Nachbarschaft zu

hohen Nazifunktionären stattfand,

die inzwischen schamlos

viele Häuser „arisiert“ hatten.

Eine Karte von Schlachtensee,

auf der die Häuser und Wohnungen

von hohen SS-Chargen

markiert sind, und eine andere,

auf der die Lebensorte jüdischer

Bewohner dargestellt sind, zeigen

die räumliche Dichte, in der

Opfer und Täter in den dreißiger

Jahren zusammen lebten.

All dies und viele Details mehr

hat der Schlachtenseer Dirk

Jordan recherchiert und in einer

50seitigen, gut bebilderten

Broschüre beschrieben.

Sie ist vor kurzem unter dem

Titel: Bekenntnisgemeinde und

Nazi-Refugium Schlachtensee

1933 – 1945 erschienen und

ist im örtliche Buchhandel für

2 Euro erhältlich. Der Autor selber

ist unter: schlachtensee@

jordandirk.de zu erreichen. ◾

Malereibetrieb

Michael Kränsel

Von Zeit zu Zeit braucht halt alles mal einen neuen Anstrich.

Schauen Sie sich doch bei nächster Gelegenheit die Wände

Ihrer Räume etwas genauer an. Sind Sie noch zufrieden mit

dem Farbton? Fühlen Sie sich wohl? Oder möchten Sie

vielleicht das Ganze ein wenig auffrischen?

Rufen Sie uns an! Wir sind für Sie da und unterbreiten Ihnen

gerne unverbindlich unser Angebot.

Ihr Michael Kränsel

Ihr Partner für

Wohnungsrenovierungen

Laden- und Bürorenovierungen

Fußbodenverlegearbeiten

Neugestaltung von Fassaden

und Hausaufgängen

U-Bhf Onkel Toms Hütte

Ladenstraße Süd 4, 14169 Berlin

Tel 030/60 95 40 20

Öffnungszeiten

Mo-Fr 10-18 Uhr

Sa 9-15 Uhr

Sie können zwischen

150 verschiedenen Sorten

erstklassigen Tees wählen.

MK Malereibetrieb

Ladenstraße 4

14169 Berlin

Mobil 0172-39 39 0 30

Tel. 030-85 60 10 51

www.mk-malereibetrieb.de


20

Zehlendorf Mitte extra

Waltraud Söhnel-Jaeck

und ihre Stiftung

…für mehr Kinderlachen auf der Welt

Dazugehörige Familien und Vertrauenspersonen

werden mit

einbezogen. Nicht unbeachtet

bei den Stiftungsprojekten

bleibt aber auch der Bildungsgedanke,

als Sprungbrett für eine

spätere soziale Sicherheit.

Aus eigener

Erfahrung helfen

Waltraud Söhnel-Jaeck: Großes Herz für ganz kleine Leute…

Wenn von „Mutter Teresa

aus Nikolassee“ gesprochen

wird, dann

wissen nicht nur Eingeweihte,

wer gemeint ist: Waltraud Söhnel-Jaeck,

die kleine Frau mit

dem großen Herzen und immer

aufgeschlossen, wenn es darum

geht, Not zu lindern und ein

Lächeln auf die Gesichter von

Kindern und Jugendlichen zu

zaubern.

Als sie vor sechs Jahren im Angedenken

an ihren 1997 verstorbenen

Mann Gerhard Jaeck die

gemeinnützige Gerhard Jaeck

Stiftung (GJS) gründete, ging es

ihr auch darum, ihr Erbe durch

die Stiftung zu erhalten, „und

weiter wachsen zu lassen zugunsten

derer, die es dringend

benötigen.“ Dabei dachte sie

besonders an Kinder und Jugendliche,

die aus gesundheitlichen

oder persönlichen sozialen

Gründen in Not geraten sind. Sie

erhalten Zuwendung in Form

von Erholungs- und Genesungsaufenthalten

oder ganzheitlicher

Begleitung von der Stiftung, der

ein umfangreiches Netzwerk erfahrener

Partner zur Seite steht.

Wie so viele Menschen, machte

auch Waltraud Söhnel-Jaeck

als Kind im Krieg die Erfahrung,

in Not leben zu müssen. Als sie

dann mit ihrem Mann Gerhard

Jaeck, einem erfolgreichen Innenarchitekten,

gute Zeiten in

finanzieller Sicherheit erleben

durfte, stand für beide fest: „Wir

wollen nie diejenigen vergessen,

denen es weniger gut geht.“ Daraus

entstand ihr Stiftungsgedanke.

Bis 2006 leitete die Geschäftsfrau

nach dem Tode ihres Mannes

noch die Söhnel-Werft am

Teltowkanal aus Familienbesitz

weiter, dann fand sie endlich die

Zeit, sich um die Realisierung der

Stiftungsidee zu kümmern. „Auf

einem Empfang der Berliner

Volksbank lernte ich den Juristen

Rainer Güttler kennen, der

Erfahrung aus dem Stiftungsbereich

mitbrachte und mich beim

Aufbau der Stiftung maßgeblich

begleitete“, erinnert sich Vorsitzende

Söhnel-Jaeck. Er ist bis


Zehlendorf Mitte extra 21

Foto: fotokalle / fotolia

o

Energieeffizienz- und Fördergeldberatung

für Immobilien, Hausbesitzer- und Verwaltungen

• Energieberatung und Energieausweise

• Energetische Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern

• Fördergeldberatung von Sanierungsmaßnahmen

• Baubiologische Beratung und nachwachsende Rohstoffe

• Heizkosten- und Stromeinsparung

• Erneuerbare Energien (Solartechnik)

Wir freuen uns über Ihren Anruf!

Dipl.-Ing. Arch. Christian Diebold

(zertifizierter Energie-Effizienzexperte)

Dreilindenstraße 73

14109 Berlin-Wannsee

☎ (030) 85 40 77 77

☎ (0176) 533 53 622

Wir sind Mitglied im:

www.ekano.de

info@ekano.de

Machnower Straße 13

14165 Berlin-Zehlendorf

Tel.: 0 30-84 50 79 87

www.lauer-teppiche.de

Mo-Fr 10.00-18.30 Uhr

Sa 10.00-13.30 Uhr

www.ulis-musikschule.de

... denn Musikunterricht soll Spaß machen

Leihinstrumente, kostenlose Probestunde

Wir unterrichten alle Instrumente

ulis musikschule Machnower Straße 12 · Nähe S-Bhf · Tel.: 815 88 02


22

Zehlendorf Mitte extra

schwer erkrankt sind und/oder

aufgrund ihres sozialen oder persönlichen

Umfeldes besondere

Unterstützung benötigen.“

Projekte

Seit dem Jahr 2010 kann die

Gerhard Jaeck Stiftung auf unterschiedlichste

Projekterfolge

zurückblicken:

konnte in der Schwartzschen Villa

ihre beliebten Kinderliteraturfeste

veranstalten. Mit der Bürgerstiftung

Steglitz-Zehlendorf

arbeitete die GJS im Rahmen

eines Kita-Projektes zusammen,

und das Museumsdorf Düppel

mit Prof. Mamoun Fansa hat in

ihr eine zuverlässige Unterstützerin

gefunden. Opernbesuche

von sozial schwächer gestellten

…kleine Leute…

heute im Vorstand und ihr juristischer

Berater. Der langjährige

stellvertretende Vorsitzende Michael

Wernick schied vor kurzem

aus persönlichen Gründen aus,

an seine Stelle rückte die Journalistin

Jacqueline Lorenz aus

Steglitz-Zehlendorf, die den Bereich

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

übernahm. „Aber Michael

bleibt unser unverzichtbarer Ratgeber

in Stiftungsangelegenheiten“,

verrät Waltraud Jaeck.

Stolz ist sie, als Schirmherr

den Bezirksbürgermeister von

Steglitz-Zehlendorf, Norbert

Kopp, gewonnen zu haben. Der

erklärt seine Beweggründe für

die Übernahme der Schirmherrschaft

so: „Ich engagiere mich für

die Gerhard Jaeck Stiftung, weil

sie sich ganz dem Motto „Kinder

und Jugendliche sind unsere Zukunft“

verpflichtet fühlt. Dabei

liegt der Focus insbesondere bei

Kindern und Jugendlichen, die

So unterstützte sie u. a. das

Projekt der anonymen Geburt

„Babywiege“ im Krankenhaus

Waldfriede, finanzierte hohe Medikamentenrechnungen

des an

Mukoviszidose erkrankten Jonas

mit und übernahm Reisekosten

für Fabian und seine Geschwister

an der Förderschule „Hans-Christian-Andersen“

in Teltow.

Mit Hilfe der GJS reisen immer

wieder Klassen der Zehlendorfer

Pestalozzi-Schule ins Erlebniscamp

Annahütte, und die

BerlinerLiteraturinitiative (LIN)

Foto: ASB J. Thiel

Kindern, die auf eine Initiative

der Katja-Ebstein-Stiftung zurückgehen,

gehören ebenso zum

GJS-Förderbereich.

Auch das Theaterprojekt „Whisky

und Brot“ mit Jugendlichen von

der Straße konnte im Gemeindesaal

der Evangelischen Kirchengemeinde

Nikolassee dank

der Stiftung erfolgreich über die

Bühne gehen.

Hinter sich weiß die Vorsitzende

bei allen Vorhaben die Berliner

Volksbank, die gerade 5.000 Euro

spendete, aber auch mit Rat und


Zehlendorf Mitte extra 23

Tat ihre Heimatgemeinde Nikolassee

und Pfarrer Steffen Reiche.

Waltraud Söhnel-Jaeck erklärt

angesichts dieser Erfolge: „Wir

sind den Unterstützern und

Spendern, die unsere Projekte

begleiten, sehr dankbar, freuen

uns aber auch, wenn wir Informationen

über förderungswürdige

Anliegen und Projekte erhalten.“

Auf zu neuen Ufern

…und Jugendliche.

Mit den einsetzenden Flüchtlingsströmen

fanden auch Waltraud

Söhnel-Jaeck und ihr Vorstand

neue Herausforderungen

und viel Handlungsbedarf. Das

Team wandte sich mit seinem

Hilfsangebot direkt an die Gemeinschaftsunterkünfte,

da sich

der Weg über das Willkommensbündnis

Steglitz-Zehlendorf als

zu langwierig erwies. Sachspenden

wie Fahrräder und neue

Winterbekleidung für Kinder

und Jugendliche erreichten so

schnell ihren Bestimmungsort,

Foto: F. Höning

und eine Weihnachtsfeier mit

Clown und Geschenken für

Kinder im Alter zwischen vier

Wochen und 10 Jahren konnte

problemlos von der GJS in der

Gemeinschaftsunterkunft Ho-

Bautenschutz GmbH

Fachbetrieb

Nasse Wände,

Feuchte Keller?

Komplettlösungen gegen

Feuchtigkeit und

drückendes Wasser auch

ohne Schachten von innen

ausgeführt

Mariendorfer Damm 159 · 12107 Berlin

(030) 36 80 15 86/87

Fax 36 80 15 88

www.inserf-bautenschutz.de

TÜV-geprüfter Fachbetrieb

Drakestraße 48 • 12205 Berlin-Lichterfelde West

www.angehnehm-meineschuhe.de • Tel.: 030-318 061 33

Öffnungszeiten: Mo-Mi 11-18 Uhr, Do-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr


24

Zehlendorf Mitte extra

hentwiehlsteig durchgeführt

werden. Strahlende Kinderaugen

inmitten von Lego, Silent

Books und Leckereien waren

dann auch der schönste Lohn

für die Gerhard Jaeck Stiftung,

die damit in ein spannendes Jahr

2016 voller Herausforderungen

starten konnte.

„Keiner von uns ist alleine auf der

Welt, sondern ist Teil der großen

Menschenfamilie“, betont Waltraud

Jaeck immer wieder. Sie

selbst handelte danach gleich

zu Beginn des neuen Jahres, als

sie durch den Kinderschutzengel

e. V. vom Schicksal des 14-jährigen

Bislan aus Tschetschenien

erfuhr, der mit Eltern und Geschwistern

in Berlin lebt. Nach

gerade überstandener Herztransplantation

wünschte er sich

ein speziell auf seine Bedürfnisse

zugeschnittenes Tablet, um sein

Schulwissen weiter verbessern

zu können. Die GJS erfüllte ihm

diesen Wunsch, beraten von

Antje Minhoff von der Minhoff

GmbH.

Mit besonderer Spannung aber

erwarten Waltraud Söhnel-Jaeck

und ihr Stiftungsteam jetzt den

Start eines auf fünf Jahre angelegten

Pilotprojektes im Bereich

„Frühe Bildung“, das die GJS in

Kooperation mit dem Mittelhof

e. V. und dem Jugendamt von

Steglitz-Zehlendorf mitfinanzieren

wird. Thema dieses nach

einem Konzept des Bezirks-Jugendamtes

erstellten Projektes

wird „die Tagespflege für besonders

belastete Kinder asylsuchender

Eltern“ sein. Derzeit laufen

die Vertragsvorbereitungen.

Dass es der Stiftung im Jahr 2016

ganz und gar nicht langweilig

wird, dafür sorgen außerdem aktuelle

Gespräche mit der Helene-

Lange-Schule. Hier will die GJS

das Theaterprojekt „Prävention

durch Musik“ unterstützen, das

Regel- und Willkommensklassen

mit dem Ziel besseren beidseitigen

Verständnisses gleichermaßen

einbezieht und über Musik

einander näher bringt.

Waltraud Söhnel-Jaeck freut sich

indessen auf die bevorstehenden

Projekte sowie über potentielle

Unterstützer, denn:

Das Glück wohnt nicht im Besitze

und nicht im Golde, das Glücksgefühl

ist in der Seele zu Hause.

(Demokrit, griech. Philosoph) ◾

Gerhard-Jaeck-Stiftung

www.gerhard-jaeck-stiftung.de

kontakt@gerhard-jaeck-stiftung.de

☎ 0172 630 26 88

Spendenkonto:

Berliner Volksbank

IBAN DE25100900002211043000

BIC BEVODEBB

Juwelier Uhren Weiss

Teltower Damm 22

Batteriewechsel sofort

Uhren- und Schmuck-

Reparaturen in der

eigenen Werkstatt

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 9:00 - 18:30

Sa. 9:00 - 13:30

www.uhren-weiss-zehlendorf.de

in der eigenen Werkstatt

foto: gitanna / fotolia


Pachtvertrag für

den Yacht-Club

Verein ist seit 1956 auf

Lindwerder ansässig

Rechtzeitig zu Weihnachten konnte sich

der Yacht-Club Müggelsee e. V. über den

lang ersehnten Pachtvertrag freuen. Nach

50 Jahren wurde am 22. Dezember nun endlich

ein eigenständiger Pachtvertrag zwischen dem

Yacht-Club Müggelsee e. V. und dem Bezirksamt

Steglitz-Zehlendorf durch Klaus Scherbel, 2. Vorsitzender

des Vereins, und Bezirksstadträtin

Cerstin Richter-Kotowski

unterzeichnet.

Zehlendorf Mitte extra 25

„Für die nächsten

25 Jahre besteht somit für

den Club auf der Insel Lindwerder

Planungssicherheit“, freut sich Frau Richter-

Kotowski und bedankt sich bei dem Verein für

die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Der eigene Pachtvertrag war ein lang gehegter

Wunsch des Vereins. Bis dato war er Unterpächter

beim Restaurant auf der Insel. Da dieser Pachtvertrag

nicht fortgeführt wurde, konnte der Verein

endlich einen eigenen Pachtvertrag erhalten.

Gegründet am Müggelsee

Der Yacht-Club Müggelsee e. V. wurde bereits im

Jahre 1894 am Müggelsee gegründet, am 4. Dezember

1953 erfolgte die Wiederbegründung

nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1956 ist der Verein

auf der Insel Lindwerder an der Havelchaussee

ansässig. Der Verein hat insgesamt 130 Mitglieder,

davon zurzeit 21 Kinder und Jugendliche, die im

Segelsport ausgebildet werden.


P

P


26

Zehlendorf Mitte extra

Baudenkmal

U-Bahnhof Krumme Lanke

Schwedischer Architekt entwarf Eingangsgebäude

im Stil der neuen Sachlichkeit

Wer kennt sie nicht, die

Eingangshalle zum

U-Bahnhof Krumme

Lanke am Alfred-Grenander-

Platz? 1929, also vor 87 Jahren,

wurde der Bahnhof als Endpunkt

der U-Bahnlinie 2 eröffnet. Der

Chefarchitekt der Berliner Hochund

Untergrundbahn, Alfred

Grenander, lieferte die Pläne

für die Anlage, zu der neben

dem Empfangsgebäude an der

Fischerhüttenstraße auch eine

Von Zehlendorf nach Schöneberg – die U3 verkehrt von der Krummen Lanke bis an den

Nollendorfplatz.

Pur Natur Mode

Wir führen Damenmode aus Naturtextilien von:

CONSEQUENT, Diggers-Garden, eve in paradise,

finesse, HIMALAYA, Hofius, invero, kokon zwo,

Madness, Mithöfer-Pur Natur, Tanja Bach, VETONO

Pur Natur Mode

Teltower Damm 32 · 14169 Berlin (direkt am S-Bhf. Zehlendorf)

Telefon: (030) 818 48 46 · www.pur-natur-mode.de

Mo - Fr: 10.00 bis 18.00 Uhr und Sa: 10.00 bis 13.30 Uhr

Hier kommt Ihr Urlaub!

Alle namhaften Veranstalter sowie individuelle Reiseplanung

Thomas Cook Reisebüro

Clayallee 347

Tel.: 030/80586430

berlin11@thomascook.de

14169 Berlin www.thomascook-reisebuero.de/berlin11


Zehlendorf Mitte extra 27

Lichtdurchflutete Halle im Eingangsgebäude.

Wagenhalle und ein Gleichrichterwerk

an der Altkanzlerstraße

gehören. Der zweigleisige Bahnhof

mit überdachtem Mittelbahnsteig

ist Teil der in Dahlem

beginnenden „Einschnittbahn“,

die durch eine tief in das Terrain

eingeschnittene Traße mit Bahnsteigen

sowie auf Straßenniveau

befindliche Empfangsgebäude

gekennzeichnet ist.

Bahnhof, Eingangshalle, Gleichrichterwerk

und Wagenhalle bilden

am Bahnhof Krumme Lanke

ein architektonisches Ensemble.

Mit ihren knappen kubischen

und zylindrischen Formen sind

die Gebäude typisch für den

Stil der neuen Sachlichkeit. Das

Empfangsgebäude mit Eingangshalle,

ein eingeschossiger

Stahlbetonbau, erinnert formal

an Ausstellungs- oder Messebauten.

Der halbrunde, flach

gedeckte Bau erhält seine charakteristische

Form durch ein

umlaufendes, weit auskragendes

Vordach, das die zwischen

schmalen Stützen sitzenden,

verglasten Eingangstüren und

Oberlichter horizontal durchschneidet.

Der Innenraum birgt

eine hohe, von Licht durchflutete

Halle, deren Wände mit grünen

Siegersdorfer Keramikfliesen

Theaterkasse Wildbad Kiosk

Vorverkauf für Theater-Sport-

Konzertveranstaltungen

Claudia Dilberger

Stölpchenweg 33A ∙ 14109 Berlin

Bestellung der Karten bequem per Telefon, Fax oder Mail

Telefon 0160 949 30461 ∙ Fax 030 805 85 478 ∙ Mail wildbadkiosk@web.de


28 Gesundheit

Im Jahr 2009 wurde der Vorplatz nach Alfred Grenander benannt.

verkleidet sind. 1989 wurde

der im Laufe der Jahrzehnte

heruntergekommene Bau

grundlegend instandgesetzt;

damals entfernte man die mittig

angeordneten Kassenschalter

und schloss zwei Eingänge

zugunsten von Kiosk-Einbauten.

Der Bahnsteig wird von einem

nach innen geneigten Dach auf

Y-förmigen Stahlstützen überfangen.

Hier befinden sich noch

einige ursprüngliche Ausstattungstücke,

darunter drei Holzbänke

und zwei grün geflieste

Pavillons. Gleichrichterwerk und

Wagenhalle sind ziegelsichtige

Zweckbauten mit bündig in den

Fassaden sitzenden Fenstern.

Nahe der Wagenhalle mit ihren

geschosshohen Einfahrtstoren

befand sich ehemals eine Wagen-Drehscheibe.

Der Bahnhof Krumme Lanke ist

seit 1990 wegen seiner großen

bauhistorischen und baukünstlerischen

Bedeutung sowie wegen

seiner Bedeutung für das

Stadtbild in der Berliner Denkmalliste

verzeichnet. Die Form

des Empfangsgebäudes wurde

bei der Gestaltung der Londoner

U-Bahnstationen Arnos

Grove (1932) und Chiswick Park

(1933) von deren Architekten

Charles Holden aufgegriffen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

der Denkmalschutzbehörde

Steglitz-Zehlendorf.

Der Architekt

Alfred Grenander

Sein Lebenswerk vollbrachte er

in Deutschland, doch sein Herz

blieb in Schweden: Alfred Grenander

(1863 – 1931) behielt immer

seinen Wohnsitz in Skanör

auf der schwedischen Halbinsel

Falsterbo. Bereits 1885 kam er

nach Deutschland. Er wechselte

damals vom Polytechnikum

Stockholm, an dem er Architektur

studierte, an die Technische

Hochschule Charlottenburg. Ab

1890 beschäftigte Paul Wallot ihn

am Reichstag. Als die Berliner U-

Bahn im Jahr 1902 eröffnet wurde,

stellte die Hochbahngesellschaft

den begabten Architekten

ein. Zahlreiche Berliner U-Bahnhöfe

tragen heute noch seine

sichtbare Handschrift. Zu seinen

Werken zählen die U-Bahnhöft

Wittenbergplatz, Hermannplatz,

Krumme Lanke und viele weitere.

Doch auf U-Bahnwagen, Brücken

– z. B. die Gotzkowskybrücke –

sowie Fabrikgebäude zählen

zu seinen Werken. Der Alfred-

Grenander-Platz am U-Bahnhof

Krumme Lanke – an dem heute

die U-Bahnlinie 3 hält – sowie das

frühere BVG-Verwaltungsgebäude

in der Rosa-Luxemburg-Straße,

das Grenander-Haus erinnern

an den Schweden. Außerdem

befindet sich im U-Bahnhof Alexanderplatz

eine Stele mit Informationen

über Alfred Grenander.

Ein Platz zum

Verweilen

Der einst graue und unansehnliche

Vorplatz des U-Bahnhofs

bekam im Laufe der vergangenen

zehn Jahre eine immer bessere

Aufenthaltsqualität. Das ist

das Ergebnis des Engagements

ortsansässiger Kaufleute und

Anwohner, die sich als Krumme

Lanke Interessengemeinschaft

(KLIG) e. V. unter Leitung des

Optikermeisters Christian Zech

zusammengeschlossen haben.

Sie sorgten auch dafür, dass der

Platz im Jahr 2009 den Namen

des Architekten Alfred Grenander

bekam. Finanziert wird der

Umbau unter anderem durch

Straßenfeste.


Gesundheit 29

Nahrungsergänzungsmittel

Wer sie braucht, was sie bringen und wann sie sogar schaden

970 Millionen Euro geben

die Deutschen pro Jahr für

Nahrungsergänzungsmittel

wie Fischölkapseln, Vitamintabletten

oder Ginsengextrakt

aus. Dabei leiden die wenigsten

Menschen an Nährstoffmangel.

Die Pillen sind daher nur

in bestimmten Fällen sinnvoll.

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte

der DKV Deutsche

Krankenversicherung, klärt über

Nutzen und Risiken der Präparate

auf.

Einer von drei Menschen in

Deutschland fürchtet, nicht

genügend Vitamine zu sich

zu nehmen. Ist diese Sorge

berechtigt – und können Nahrungsergänzungsmittel

einem

Mangel vorbeugen?

Die meisten Experten sind sich

einig: Deutschland ist kein Vitaminmangelland.

Zwar hält sich

hartnäckig der Mythos, dass unsere

Böden an Nährstoffen verarmt

seien und Lebensmittel daher

nicht mehr so viele Vitamine

wie früher beinhalten. Tatsächlich

ist aber das Gegenteil der

Fall: Weil in der Landwirtschaft so

viel Dünger zum Einsatz kommt,

ist der Nährstoffwert in den Lebensmitteln

sogar noch angestiegen.

Vitaminmangel und

dadurch bedingte Krankheiten

kommen hierzulange folglich

nur selten vor. Das bedeutet: In

den meisten Fällen sind Ergänzungsprodukte

schlicht überflüssig.

Andersherum gilt: Eine

einseitige Ernährung lässt sich

auch durch die Einnahme von

Tabletten oder Dragees nicht

ausgleichen. Und wer meint,

mit dem Verzehr synthetischer

Vitamine nichts falsch machen

zu können, irrt: Die oft zu hoch

dosierten Mittel können durchaus

Gesundheitsprobleme verursachen.

Bei Überdosierung drohen

Vergiftungserscheinungen.

Zu viel Vitamin A führt zu Haut-

Foto: Denis Junker / Fotolia

Andreas Kerkmann

Steuerberater

Ludwigsfelder Straße 14

14165 Berlin (Zehlendorf)

Telefon: 030 / 801 73 35

Telefax: 030 / 802 24 94

Internet: www.buero-kerkmann.de

E-Mail: kerkmann@buero-kerkmann.de

Mandantenportal https://buero-kerkmann.portalbereich.de


30

Zehlendorf Mitte extra

Wer sich unsicher ist, ob er an einem Nährstoffmangel leidet, sollte dies beim Arzt überprüfen

lassen.

Foto: ERGO

veränderungen, Kopfschmerzen

und Leberschäden; wer zu viel

Vitamin D schluckt, riskiert eine

Verkalkung von Herz, Niere und

Lunge.

Dennoch ist eine riesige Auswahl

verschiedener Nahrungsergänzungsmittel

im Handel

erhältlich, die glänzende Haare,

mehr Konzentrationsfähigkeit

oder starke Abwehrkräfte

versprechen. Was ist davon zu

halten?

Es empfiehlt sich, bei solchen

Versprechen skeptisch zu bleiben.

Nahrungsergänzungsmittel

sind keine Arzneien. Sie bedürfen

keiner Zulassung, da sie

unter das Lebensmittelgesetz

fallen. Es ist auch kein Nachweis

für ihre Wirksamkeit erforderlich.

Das Coenzym Q10 zum Beispiel

ist ein Bestseller unter den Präparaten:

Es soll die Haut straffer,

das Herz gesünder und die Nerven

stärker machen. Einen Beleg

dafür gibt es aber nicht – zudem

kommt Q10 reichlich in der Nahrung

vor, etwa in Geflügel, Soja,

Pflanzenölen. Nach wie vor ist ein

abwechslungsreicher Speiseplan

mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten

der beste Weg,

den Körper mit Vitaminen und

Mineralien zu versorgen. Synthetische

Vitamine können nicht dieselben

positiven Effekte erzielen

wie Vitamine als Bestandteil der

natürlichen Ernährung – ihnen

fehlt das Zusammenspiel mit anderen

Vitalstoffen. Als Faustregel

gilt: Mindestens drei Portionen

Gemüse oder Salat sollten am

Tag auf den Tisch kommen. Allerdings

gehen die Vitamine in

der Frischkost nach und nach

verloren; zudem vertragen sie

Hitze, Sauerstoff und Wasser nicht

gut. Es empfiehlt sich daher, Karotte

und Co. kühl und dunkel zu

lagern und möglichst schnell zu

verbrauchen.

Bei welchen Personengruppen

ist die Gefahr eines Nährstoffmangels

besonders groß?

Und wann kann eine Einnahme

zusätzlicher Vitamine und

Spurenelemente erforderlich

sein?

Bei Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel

ist die Sache völlig

klar: Sie sollten unbedingt Folsäure

einnehmen – diese senkt

das Risiko, dass das Baby mit

Spina bifida, dem sogenannten

offenen Rücken, zur Welt kommt.

Am besten ist, bereits ab Kinderwunsch

ein Zusatzpräparat

einzunehmen. Auch ältere Menschen

sollten auf die Vitaminversorgung

achten. Vitamin D

zum Beispiel, das für gesunde

Knochen wichtig ist, kann der

Körper zwar selbst herstellen –

aber nur unter Einfluss von Sonnenlicht.

Wer nicht mehr so fit ist

und sich selten im Freien aufhält,

bildet daher möglicherweise zu

wenig Vitamin D. Zudem verspüren

über 65-Jährige oft weniger

Appetit als junge Menschen.

Weniger Nahrung birgt aber die

Gefahr, dass wichtige Nährstoffe

wie Proteine, Mineralstoffe und

Vitamine nicht mehr in genügender

Menge aufgenommen

werden, obwohl Senioren diese

in gleicher Menge benötigen

wie Jüngere. Auch wer viel Sport

treibt, braucht mehr Vitamine –

vor allem bei den Vitaminen B1,

B2 und B6 steigt der Bedarf. Allerdings

können Sportler auch

mehr essen und so Mängel vermeiden

– Fisch, Milchprodukte

oder Weizenkeime liefern auf

natürlichem Weg genug B-Vitamine.

Prinzipiell ist es nicht ratsam,

nur auf Verdacht Tabletten

zu schlucken. Wer unsicher ist,

sollte vom Arzt anhand seiner

Blutwerte prüfen lassen, ob er

tatsächlich an einem Mangel leidet.

Wenn ja, kann der Mediziner

den Patienten beraten, ob er mit

der Ernährung Abhilfe schaffen

kann – oder ob die Einnahme

eines Ergänzungsprodukts sinnvoll

ist.


Wattestäbchen, Nasenspray und Co.

Gefährlich oder nützlicher Helfer?

Ohren und Nase erfüllen

wichtige Sinnesfunktionen.

Doch im Alltag

missachten wir oft, wie sensibel

diese Organe auf äußere Einflüsse

reagieren, und setzen sie unnötigen

Risiken aus. „Beispielsweise

beeinflussen übermäßiges

Ohrensäubern, laute Musik oder

ständiger Gebrauch von Nasenspray

natürliche Regulationsmechanismen“,

betont HNO-Ärztin

Dr. Andrea-Mareen Behr.

Wattestäbchen

schädigen natürlichen

Schutzschild

Ohrenschmalz empfinden viele

Menschen als unerwünschten

Schmutz und entfernen ihn so

gründlich wie möglich. Dabei

schützt er die Haut, erhält deren

Säureschutzmantel und

transportiert Staub und Hautschuppen

aus dem Ohr heraus.

„Ohrenschmalz wird lediglich im

vorderen Drittel des Gehörgangs

abgesondert und von den dort

befindlichen Härchen nach draußen

befördert“, weiß Dr. Behr.

„Wattestäbchen schieben den

Schmalz oft nur weiter ins Ohr hinein

und verfestigen ihn, sodass

er nicht mehr von allein nach

draußen gelangt.“ Zudem geht


Foto: Daniela Stärk / Fotolia

die natürliche Schutzschicht

der Haut verloren. Aus diesem

Grund rät die HNO-Ärztin auch

strikt von Seifen oder Shampoo

im Ohr ab. Sichtbare Überschüsse

am Ohr besser vorsichtig mit

einem Kosmetiktuch entfernen.

Nasenspray in

Maßen verwenden

Zehlendorf Mitte extra 31

Nasensprays lassen sich in zwei

Kategorien unterscheiden:

Zum einen pflegen Sprays mit

Meersalz oder Ölen die Nasenschleimhaut.

Sie befeuchten

etwa bei trockener Luft durch

Heizung oder Klimaanlagen die

Nase und halten ihre Selbstreinigungsfunktion

aufrecht. Bei

Bedarf dürfen diese Mittel ruhig

regelmäßig angewendet werden.

Ebenso wie Nasensalben

oder -duschen. Anders sieht es

bei abschwellenden Sprays und

Tropfen aus, die bei Erkältungen

helfen, wieder frei durchzuatmen.

Denn eine dauerhafte

Anwendung bringt die natürlichen

An- und Abschwellmechanismen

durcheinander. Dr. Behr

erklärt: „Nasenmuscheln haben

einen Tagesrhythmus, in dem ein

paar Stunden die eine, dann die

andere Seite dicker ist. Nasenspray

lässt jedoch beide Seiten

abschwellen, die danach umso

mehr aufquellen. Ein Teufelskreis

entsteht: Betroffene müssen

nach einiger Zeit dauerhaft abschwellende

Wirkstoffe nutzen,

um wieder normal Luft zu bekommen.“

Daher ihr Rat: Entsprechende

Arzneimittel nicht länger

als eine Woche verwenden.

Berlin-Schlachtensee


BALLETT

KINDERBALLETT AB 3 JAHREN

JAZZ·MODERN·STEP

GYMNASTIK·PILATES

TELTOWER DAMM 216·14167 BERLIN

Tel./Fax 815 35 15

www.ballettschule-feibicke.de

Ankauf von kompletten

Nachlässen und auch

Einzelteilen

Antiquitäten & Kunsthandel

Lichterfelde West


25091715

An- & Verkauf

Komplette Nachlässe und

Wohnungsauflösungen

Antik & Kunsthandel in Lichterfelde West

Drakestraße 44 · 12205 Berlin

Tel. 030 / 25 09 17 15 · Mobil 0163 / 66 78 77 3

E-Mail antik-berlin@hotmail.de

Antiquitäten aller Art,

Bernstein/Bernstein-Schmuck,

Ölgemälde, Silber, Silberbestecke,

Porzellan, altes Spielzeug, Möbel,

Goldschmuck, Luxusuhren, Orden,

Abzeichen, Postkarten, Bronzefiguren

und alles was schön ist.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine