Lankwitz Journal Februar/März 2016

gazette

Journal für Lankwitz und Umgebung

Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins

Februar / März

Lankwitz

Nr. 1/2016

extra

JOURNAL FÜR LANKWITZ UND UMGEBUNG

◾ Stadtteilbibliothek

Lankwitz

Die Kiez-Bücherei mit

neuer Leiterin

◾ Vom Troßbuben zum

geadelten Offizier

Georg von Derfflinger gab

Lankwitzer Straße seinen

Namen

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Stadtteilbibliothek

Lankwitz

Die Kiez-Bücherei mit Familienanschluss

Das Bibliotheks-Gebäude

aus den 60er-Jahren in

der Bruchwitzstraße 37

lässt kaum erahnen, welch bunte

Lesevielfalt es hinter seinen

grauen Mauern bereit hält.

Und so wird der Besucher positiv

überrascht, betritt er die

hellen Räume, die einladend in

die Welt der Leih-Bücher, – CDs,

-DVDs und Spiele entführen.

Hier im beschaulichen Lankwitz

findet er eine öffentliche

Bücherei, die für die ganze

Familie passende Lesefreude

Goethe war gut…

in persönlicher Atmosphäre

bietet. Und so hat mancher

Leser auf dem gemütlichen

roten Sofa oder an einem

der zahlreichen versteckten

Lankwitz extra 3

Impressum

Lankwitz extra 6. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 844 933-0

Redaktion

Karl-Heinz Christ

extra@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Titelbild: Jacqueline Lorenz

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Lankwitz extra erscheint alle zwei Monate:

am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines

Jahres.

Nächste Ausgabe April/Mai Nr. 2/2016

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.03.2016

Erscheinung: 01.04.2016

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themen wünsche oder -vorschläge

haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil

beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre

Anregungen.

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Lankwitz extra

Bunte Lesevielfalt für jedermann.

Leseplätze der Bibliothek ein

zweites Zuhause gefunden,

an das er immer wieder gerne

zurückkehrt, während der jüngere

Lesenachwuchs sich im Jugendbereich

an den knuffigen

Plüsch elefanten gekuschelt in

seine Märchenwelt entführen

lässt.

Neue Leiterin des

ideenreichen Teams

Das familienfreundliche Klima,

das hier herrscht, ist überwiegend

den sechs Mitarbeiterinnen

zu verdanken, die ein hohes

Maß an persönlichem Einsatz

zeigen.

Neue Leiterin dieser Zweigstelle

der Stadtbibliothek Steglitz-

Zehlendorf ist seit Oktober

2015 die Bibliothekarin Sabine

Genzel, die in Lankwitz ein eingespieltes

Team vorgefunden

hat, in das sie gut hinein passt,

wie die Kolleginnen bestätigen.

„Da ich in eine erfolgreiche Bibliothek

gekommen bin, war

es nicht schwierig, sich in das

engagierte Team einzufinden“,

betont die Leiterin, die zuvor in

politisch aktivem Kiez im Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf an

der Ingeborg-Bachmann-Bibliothek

arbeitete, „wo ein ganz anderes

Lese-Publikum zu finden

war.“ Während ihrer Ausbildung

lernte Sabine Genzel bereits den

Bezirk Steglitz kennen. Sie weiß,

dass die Lankwitzer mit der Zeit

gehen und erzählt: „Daher wird

in der Bibliothek auch öfter um-


Gut besucht sind die von Anfang

Oktober bis Ende März jeweils

donnerstags stattfindenden Lesenachmittage

bei Kaffee und

von den Beschäftigten selbstgebackenem

Kuchen. Jede von

ihnen hat ihren Arbeitsschwerpunkt,

in dem sie sich besonders

gut auskennt und den sie professionell

vertritt. Kontrastreichtum

ist durch dieses kreative und

Lankwitz extra 5

ideenreiche Mitarbeiterteam

garantiert.

So ist beispielsweise seit über

12 Jahren Frau Burmeister dabei

und für den Bereich Sach- und

Hörbücher Ansprechpartnerin,

und jung dazu gekommen ist

die hippe Diana Schulz, die sich

bestens mit Krimis und Romanen

auskennt, und die gerade bei

den jüngeren Lesern den richtigen

Ton trifft. Mit den neuen Medien,

die sich in nur kurzer Zeit

rasant entwickelt haben, steht

sie auf Du und Du.

Bilderbuchkino & Co

Bilderbuchkino mit Bildungsauftrag.

geräumt, um ein frisches, neues

Bild der Lese-Räume zu schaffen.“

Die Besucher mögen es, und ein

Stamm-Leser spendete kürzlich

sogar ein neues Regal für die

Bücherei als Zeichen seiner Anerkennung.

Gut angenommen werden ebenso

die Sonderveranstaltungen,

Lesungen und Bastelnachmittage.

Die Bücherei kooperiert dazu

u. a. mit dem Autorenlesefonds

Berlin, mit LesArt und mit dem

Märchenland e. V..

Gerne erinnern sich Stamm-

Leser an das leckere Büfett im

Rahmen einer Veranstaltung

der orientalischen Märchentage,

das von den Bücherei-Mitarbeiterinnen

dazu passend auf die

(Tisch-) Beine gestellt wurde.

Manuela Heinrich aber, die seit

fünf Jahren dabei ist, hat ihr ganz

besonderes Publikum gefunden:

Das macht es sich an einem dieser

trüben Winternachmittage

auf den bunten Kissen am

Boden bequem. Kostenloses

Bilderbuchkino ist angesagt. In

den dunklen Monaten findet

es alle zwei Wochen statt. „Der

Tigerprinz“ wartet in seinem

Buch darauf, von Manuela Heinrich

in Wort und Bild zum Leben

erweckt zu werden. Die kleinen

Leute hängen an den an die

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Lankwitz extra

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Wand gebeamten Bildern und an

den Lippen der Erzählerin, welche

die spannende chinesische

Geschichte vom kleinen Prinzen,

den eine Tigerin großzog, erzählen.

Anschließend gehen Bögen

mit den chinesischen Schriftzeichen

für „Sonne“, „Mond“ und

„Mund“ durch die kleinen Hände;

kurze Fingerchen zeichnen

konzentriert die Linien nach.

Doch Bildung macht hungrig.

Und mit chinesischen Krabbenchips

geht der Kino-Nachmittag

für die kleinen Leute schließlich

zu Ende.

Auch für den etwas älteren Lesenachwuchs

ist in der Bibliothek

mit einem breiten Angebot

von Comic über Computerspiel

bis Zeitschrift bestens gesorgt.

Führungen für Kitas und Schulen

können angemeldet werden,

der Leseausweis für Schüler ist

kostenlos und in allen Berliner

Stadtbibliotheken gültig. Im

speziellen Flyer „WER WIE WAS“

steht alles Wissenswerte zum

Thema „Buchausleihe“. Und für

Kitas verspricht die individuell

zusammengestellte Bücherkiste

Bilderbuch-Spaß pur.

In der Lankwitzer Bibliothek erfolgen

Ausleihe und Rückgabe

der Medien über Automaten,

kostenfreies WLAN steht zur Verfügung,

und besonders nachgefragte

Medien können gegen geringe

Kosten vorbestellt werden.

Für jeden etwas

„Auch bei uns nimmt die Nachfrage

an E-Books immer mehr

zu“, erklärt Sabine Genzel. – Und

das nicht nur beim jüngeren

Lese-Publikum. Die Generation

60+ hat längst erfahren, wie viel

leichter ein E-Book gegenüber

einem herkömmlichen Buch in

der Hand liegt. Bei den Leserinnen

stehen neuerdings wieder

die Handarbeitszeitungen hoch

im Kurs. Und DVDs mit Serien-

Staffeln wie „Downton Abbey“,

„Mord mit Aussicht“ oder „Tatort“

sind Dauer-Vorbestellungen.

Mit der Zeit geht die Kiez-Bibliothek

mit ihrem vielfältigen Kultur-

und Medienangebot aber

auch, wenn es darum geht, den

zugewanderten Flüchtlingen

ein Bildungsangebot zu offerieren.

Kostenloser Leseausweis

und WLAN stehen da bereit,

Bildwörterbücher und „Silent

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Lankwitz extra 7

Umfangreiches Kinderprogramm. Der Garten lädt zum Lesestündchen. Foto: Heinrich Steg.-Zehl.

Books“, die bildlich Geschichten „wortlos“ vermitteln.

Sprachlehrprogramme und Wörterbücher

erwarten in den Willkommensregalen der

Bücherei Erwachsene und Kinder, und dazu gibt

es Führungen und Lesefördermaßnahmen für die

Willkommensklassen.

Mit dem „Bibfit“- Bibliotheksführerschein, einem

Leseförderprogramm für Kinder im Vorschulalter,

lernt der Lesenachwuchs beizeiten den Umgang

mit Büchern, wie man sich in Bibliotheken zurechtfindet

und wie man sich dort verhält.

Schon jetzt, während der noch trüben Jahreszeit,

freuen sich Leser und Mitarbeiter der Kiez-Bibliothek

auf das Frühjahr, wenn die Sonne wieder

zum Lesen in den Garten hinter der Bibliothek

lockt. Mit Strandkorb und Gartenmöbeln vermittelt

der dann wahres Freizeitfeeling. Für seine

Pflege hat sich nun ein ehrenamtlicher Helfer gefunden,

der dafür sorgen will, dass die Sträucher

nicht zur Bücherei herein wachsen.

So gibt es in der Stadtteilbibliothek Lankwitz

neben der Pflege der Medien auch die ein oder

andere Alltags-Sorge: Sei es, weil die Bücherei

nicht barrierefrei ist oder weil es baulich einiges

zu verbessern gibt.

Doch Sabine Genzel bringt auf den Punkt, was

alles wieder wett macht:

„Man muss es einfach lieben, in einer Kiez-Bibliothek

zu arbeiten.“



Jacqueline Lorenz

Stadtteilbibliothek Lankwitz

Bruchwitzstraße 37

12247 Berlin

☎ 030 / 768 90-5012

Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine

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90 Jahre Rüdiger Trantow

Am 21. Januar 2016 feierte der Vollblut-Musiker

seinen runden Geburtstag

Musikpädagoge, Chor-,

Schul- und Kunstamtsleiter,

Komponist, Arrangeur

und Dirigent – nur einige

Tätigkeiten, die erahnen lassen, in

wie vielen verschiedenen miteinander

verbundenen Wirkungskreisen

das Musik-Urgestein Rüdiger

Trantow seit Jahren aktiv ist.

Im Kreise von Weggefährten,

Freunden und Vertretern aus

Politik und Kultur feierte es nun

seinen besonderen Festtag im

Jochen-Klepper-Saal der Evangelischen

Kirchengemeinde Nikolassee.

– Ein feierlicher Anlass, der

zum Rückblick auf erfüllte und

spannende Jahre einlud, in denen

neben vielen harmonischen

Klängen auch manch dunkle

Töne mitschwangen. Diese vernahm

der gerade 16-jährige

Rüdiger – kurz nachdem er im

Film „Jakko“ an der Seite von

Filmgrößen wie Hilde Körber

hatte spielen dürfen – als Luftwaffenhelfer

ebenso wie bei

Arbeitsdienst, Fronteinsatz und

der sich anschließenden oftmals

makabren Gefangenschaft, aus

der er schließlich 21-jährig

heimkehrte. Arzt wollte er werden,

arbeitete ein halbes Jahr

in der Charité und erwarb die

Protektion Prof. Sauerbruchs,

doch sein Wunsch erfüllte sich

dennoch nicht, es kam anders.

In Berlin studierte er Musik mit

den Schwerpunkten Klavier,

Blockflöte und Rhythmik. An

der traditionsreichen Volksmusikschule

Neukölln fand er seine

erste erzieherische Tätigkeit.

1958 wurde er Leiter der heutigen

Leo-Borchard-Musikschule

in Steglitz, sieben Jahre später

bekam er aufgrund seiner Ver-


dienste zusätzlich das Kunstamt

Steglitz übertragen.

Die mit 803 Schülern und 22 Lehrern

übernommene Schule übergab

Trantow 1991 mit immerhin

4.500 Schülern und 210 Lehrern,

und das bei jährlich etwa 160

Veranstaltungen unter oftmals

eigener Mitwirkung.

So arrangierte er bei RIAS Berlin

und SFB mit eigenem Ensemble

Aufnahmen, seine SFB-Sendereihe

„Geselliges Musizieren“ lief

zwanzig Jahre, und 40 Jahre lang

sicherten in der Berliner Philharmonie

seine „Konzerte junger

Solisten“ mit Bundespreisträgern

aus „Jugend musiziert“ heutigen

großen Künstlern wie u. a. Anne-

Sophie Mutter, Babette Hierholzer

oder Kolja Blacher den steilen

Aufstieg auf der Karriereleiter.

Von 1968 bis 1976 stellte er als

Rüdiger Trantow

Musikalischer Leiter des ZDF

junge Talente im Rahmen der

Heiligabend-Sendung „Wenn

Lankwitz extra 9

die andern feiern…“ vor und

bescherte dem Sender mit rund

18 Millionen Zuschauern damit

Traumquoten. Er inszenierte jahrzehntelang

Aufführungen der

Oper „Hänsel und Gretel“ und „Peter

und der Wolf“ mit Darstellern

seiner Musikschule, wobei er sich

stets vom „Steglitzer Kammerorchester“

unterstützt wusste, und

er brachte mit seiner Weihnachtssuite

für Kinderchor und großes

Orchester über 3.000 Eltern und

Kinder zum „Selbersingen“. Da

verwundert es kaum, dass er das

Amt des Vorsitzenden des Landesverbandes

(LV) Berlin „Verband

deutscher Musikschulen“

ebenso erhielt wie das des Vorsitzenden

des LV Berlin „Jugend

musiziert“. Den Taktstock dafür

gab er im Jahr 2000 an seinen

Freund Christian Höppner weiter.

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Lankwitz extra

Rüdiger Trantow – der Musikpädagoge

machte „Jugend musiziert“ zur Institution.

Vor fast 30 Jahren dann schrieb

Rüdiger Trantow seine Lebenserinnerungen

„Mosaik meines Lebens“,

zu dem inzwischen noch

einige farbenfrohe und klangvolle

Mosaiksteinchen dazugekommen

sein dürften.

Rüdiger Trantow moderierte, dirigierte

und arrangierte, und nicht

nur beim alljährlichen Benefizkonzert

in der Mercedes-Welt

am Salzufer gab er noch bis vor

kurzem den Takt an.

Ausgezeichnet für seine Verdienste

wurde er vielfach, so u. a.

mit dem Bundesverdienstkreuz

am Bande, mit dem Bundesverdienstkreuz

1. Klasse sowie mit

der silbernen und goldenen Ehrennadel

für seinen Einsatz bei

„Jugend musiziert“. 2005 ehrte

der Bezirk Steglitz-Zehlendorf

ihn mit der goldenen Bezirksmedaille,

und der Rotary-Club

Berlin-Luftbrücke ernannte Rüdiger

Trantow zum „Paul Harris

Fellow“.

Als Ehrenmitglied im Deutschen

Tonkünstlerverband Berlin und

als Ehrenvorsitzender im Landesausschuss

Berlin „Jugend

musiziert“ genießt er heute inzwischen

musikalische Veranstaltungen

als Ehrengast vom

Zuschauersessel aus.

- Dabei immer an seiner Seite

seine Ehefrau und selbst erfolgreiche

Musikerin Anka Sommer,

die seit über 40 Jahren privat

und beruflich hinter ihm steht.

Während der vergangenen

90 Jahre hat Rüdiger Trantow

immer wieder die großartige

Erfahrung gemacht, was Musik

doch zu bewirken vermag, und

dies besonders der Jugend erfolgreich

weiter vermittelt.

Und so steht im Briefkopf seiner

Briefe stets der wahre Satz:

„Musik wischt den Staub des Alltags

von der Seele!“ ◾


Jacqueline Lorenz

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Mit Jenny Schon unterwegs

Steglitzer Fichtenberg und Umgebung

Sophienkrhs.

Jenny Schon – Philosophin,

Autorin, Stadtführerin und

Poetin. Mit viel Geschichtsverständnis

zeichnet sie in ihren Luise-Pl.

Königin-

Themen-Führungen durch den

Berliner Südwesten Bilder vergangener

Tage, verdeutlicht Zusammenhänge

und führt nicht

nur durch sehenswerte Straßen, Botanischer

sondern vermittelt beim Spazierengehen

umfangreiches Hinter-

Garten

grundwissen. Als selbstständige

Berliner Stadtführerin ist Jenny

Schon seit 1999 unterwegs, wobei

sie besonders dem Berliner Steglitz. Das Dorf Stegelitze, das

höchste Erhebung des Ortsteil

Südwesten verbunden ist. sich rund um den Berg entwickelte,

wird 1242 erstmals er-

Die GAZETTE begleitete die Führung

rund um den Fichtenberg wähnt, wobei das Wort „Stiegel“

und gibt hiermit einen Überblick slawischen Ursprungs ist und

der verschiedenen Stationen. „Abhang“ bedeutet. Vor 1900

trugen nur die östlich des Dorfes

gelegenen Hügel den Namen

Fichtenberg und Bäke

„Fichtenberg“, die später in „Rauhe

Berge“ umbenannt wurden.

Mit seinen 68 Metern ist der zwischen

Schloßstraße und Botanischem

Garten gelegene Fichten-

entstanden um diesen einst

Viele Sagen und Geschichten

berg (früherer Kiefernberg) die düsteren und windigen Ort, der

Königin-Luise-Str.

Baudenkmale von gestern und heute.

Malvenstr.

Haders- lebener Str.

Grunewaldstr.

Zigeunerpromenade

Arno-Holz-Str.

C.-H.-Becker-Weg

Am Fichtenberg

Am Fichtenberg

Schmidt-Ott-Str.

Lepsiusstr.

bei den Slawen als „heiliger“ Berg

galt. Auf dem Gipfel des Fichtenberges,

etwa dort, wo sich Carmerplatz

heute der Wasserturm befindet,

standen noch bis 1900 die Reste

einer alten Grenzburg. Steine

daraus sind nach ihrem Abriss

in den umliegenden Häusern

verbaut worden. Weinanbau soll

es am Südhang gegeben haben.

Der Fichtenberg bildet die Quelle

des historischen Bäkefließes,

das mit seinem sumpfigen Bäketal

schon früh ein bevorzugtes

Siedlungsgebiet war.

Die Bäke war ursprünglich ein

wasserreicher Bach, der von

Steglitz bis zum Potsdamer

Griebnitzsee floss. Mit dem Bau

des Teltowkanals um 1900 ging

der Bach größtenteils im Kanal

auf, der für seine Streckenführung

das Bäketal nutzte.

Die Bäke entspringt in Steglitz

am Südhang des Fichtenberges

und verläuft heute unterirdisch

unter der Straße Am Bäkequell.

An der Haydnstraße zeigt sie sich

und fließt etwa 1000 Meter durch

Schloßstr.

Ermanstr.

Lankwitz extra 11

Zimmermannstr.

Lepsiusstr.

Grunewaldstr.

Rothenburgstr.

Wrangelstr.

Rathaus

Steglitz

Fronhoferstr.

Schloßstr.

Birkbuschstr.

Muthesius

Herrfurth


12

Lankwitz extra

Blick von der Bastion, der höchsten Stelle des Fichtenbergs.

den Bäkepark, bevor sie dann in

den Teltowkanal mündet.

Start Grunewaldstraße

Wo heute brodelnder Verkehr,

das Baudenkmal „Kreisel“ der

Architektin Sigrid Kressmann-

Zschach und die Einkaufsmeile

Schloßstraße den Mittelpunkt

des Steglitz unserer Tage prägen,

erinnert der rote Backsteinbau

des 1898 erbauten Rathaus

Steglitz an längst vergessene

Tage der Landgemeinde Steglitz,

die mit ihrer an der Bergstraße

gelegenen Maulbeerplantage

und Seidenraupenzucht des Fabrikanten

Johann Adolph Heese

als Preußens größtes Seidenanbaugebiet

von sich reden machte.

Zur Stadt hatte sie es nicht geschafft,

da ihre Bevölkerungszahl

unter 100.000 lag.

Eine Tafel am Rathaus erinnert

an die 1901 im Ratskeller des

Rathauses von Karl Fischer vollzogene

Gründung der Jugendbewegung

„Wandervogel“, die

unter dem Motto „zurück zur

Natur“ sich hauptsächlich an die

Jugend bürgerlicher Herkunft

richtete und als Impulsgeber für

die spätere Reformpädagogik

Alter Wasserturm Schmidt-Ott-Straße.

und Freikörperkultur gilt.

An der Grunewaldstraße präsentiert

sich zu Füßen des Kreisel-

Hochhauses und am Fuße des

Fichtenberges die Schwartzsche

Villa, die als Sommersitz

des Bankiers Carl Schwartz 1896

errichtet wurde. Maulbeerbäume

standen einst auch in ihrem

Garten. In den Nachkriegsjahren

beherbergte sie ein Waisenhaus,

bevor vorübergehend „Butter-

Beck“ sie als Lager nutzte. 1981

erreichte die Kulturinitiative

Lankwitz den Erhalt der Villa

und ihren Umbau zum Kulturzentrum.

1995 wurde sie als

Kulturhaus eröffnet.

In der Villa-Galerie finden Ausstellungen

statt, im zugehörigen

Zimmertheater Konzerte,

Aufführungen und Kunstkurse.

Im Café arbeiten Menschen mit

Behinderung.

Ein kleiner Abstecher von der

Schwartzschen Villa zur Grunewaldstraße

13 lohnt sich:

Eine kaum lesbare Tafel am

Haus erinnert daran, dass vom

15.11.1923 bis zum 1.2.1924

der an Kehlkopftuberkulose

erkrankte Schriftsteller Franz

Kafka in der Villa der Familie

Seifert zwei Zimmer mit Zentralheizung

bewohnte, bevor er

am 3. Juni 1924 bei Klosterneuburg

starb.

Höher und höher

Zurück geht es die Grunewaldstraße

entlang bis zur nach dem

Ägyptologen und Vollender der

Hieroglyphen-Entzifferung Karl

Richard Lepsius (1810 – 1884)

benannten Lepsiusstraße. In der

gut erreichbaren Gegend hatten

sich zahlreiche Wissenschaftler

angesiedelt.

Bis zur Schmidt-Ott-Straße führt

die Lepsiusstraße nun vorbei an

Bürgerhäusern der alten Schinkelschule

mit Ausblick („Belvedere“).

An Wilhelm II. erinnert

der bombastische Baustil des

Neoklassizismus. Einen intensiveren

Halt gibt es an Hausnummer

96: In der bescheidenen

Villa lebte der Begründer des

naturwissenschaftlichen Realgymnasiums,

der als einstiger

Landjunge aus dem friesischen

Langenhorn nach Steglitz gelangt

war, der Reformpädagoge

und Philosoph Friedrich Paulsen

(1846 – 1908). Sein Sohn, Dichter

Rudolf Paulsen, schrieb 1960

als Visionär, verzweifelt über die


Lankwitz extra 13

Paulsen-Villa in der Lepsiusstraße.

Zeunepromenade: Ruhiger Spazierweg am Rande des Botanischen Gartens.

Zerstörung seines Heimatbezirkes

und die Idylle am Fichtenberg,

das Gedicht „Schlachtet

die Schwäne“, in dem es heißt:

„Schlachtet die Schwäne, schüttet

den Schwanenteich zu. Die Axt an

die hellen Platanen! ... Hier müssen

Autos her! ... Es lebe das künstliche

Leben! ...“

In die nach Wissenschaftsorganisator

Friedrich Schmidt-

Ott benannte Straße biegt der

Spaziergänger danach, weiter

bergauf gehend, rechts ein.

Von Jenny Schon erfährt er,

dass Schmidt anlässlich seiner

Silberhochzeit als Liebesbeweis

den Geburtsnamen „Ott“ seiner

Frau an den Familiennamen

hatte anhängen lassen. In der

Straße lebte ebenso Fabrikant

Max Krause, der um 1880 erste

Briefpapier-Kassetten herstellen

ließ. In Hausnummer 15 zog in

den 60ern Bully Buhlan ein, und

eine Richter´sche Bauhaus-Villa

blickt auf den fast vergessenen,

nach dem Gründer des Schlosspark

Theaters benannten Paul-

Henckels-Platz.

Eindrucksvoll erhebt sich zur

Linken wenige Meter weiter die

rote „Villa Anna“ aus dem Jahr

1882, die vor 11 Jahren renoviert

wurde. Erbaut wurde sie

für Landesbaurat Otto Technow,

der dann auf dem Nachbargelände

1886 auch den imposanten

40 Meter hohen Wasserturm

errichtete, um die Haushalte des

Fichtenberggipfels mithilfe von

Motorkraft mit Wasser versorgen

zu können. Heute ist der

Turm Sitz des Meteorologischen

Institutes der Freien Universität

und beherbergt die Wetterstation

10381.

Bergfest

Nach dem Abbiegen in die Arno-

Holz-Straße, vorbei am Tiroler

Haus, stößt man unter der Führung

Jenny Schons auf die nach

dem Begründer der Blindenanstalt

benannten Zeunepromenade,

die gassenartig bergauf

und bergab am Botanischen

Garten verwunschen entlang

führt. Nach einer fantastischen

Aussicht von der halbrunden

Bastion, der höchsten Spitze

des Fichtenberges, gelangt

man durch den tiefer gelegenen

Ruth-Andreas-Friedrich-Park,

vorbei an der Büste Friedrich

Paulsens und dem Gedenkstein

der NS-Widerstandskämpferin

und aktuellen Namensgeberin

des Parks, der bis 1950 Paulsen-

Park hieß.

Wieder auf der Zeunepromenade,

geht es recht abschüssig vorbei

an der Blindenanstalt bis zum

beeindruckenden Bau der Kaiser

Wilhelm-Jubiläumsstiftung. Mit

Überqueren der Lepsiusstraße

gelangt man seitlich des Fichtenberg-Gymnasiums

in die

Rothenburgstraße und weiter in

die Wrangelstraße. In der weiß

Stadtführerin Jenny abschließend

Erstaunliches zu berichten

aus der Geschichte des Gutshaus

Steglitz (Wrangelschlösschen)

und Schlosspark Theater, das

aus den einstigen Stallungen des

Gutshauses hervorging.

Mit Erreichen der Schloßstraße

findet die Führung ihren Abschluss.

Wiederholt wird sie am 13. Februar

und 5. März 2016 um jeweils

14 Uhr.

Voranmeldung sowie weitere

2016-Termine zu Themen-Führungen,

individuellen Stadtspaziergängen

und Lesungen unter

www.jenny.schon.de und unter

Telefon 030 – 892 13 38. ◾

Aufgezeichnet von

Jacqueline Lorenz


14

Lankwitz extra

Die Thermometersiedlung wurde von 1968 bis 1974 gebaut.

Temperaturen und Gelehrte

Wer waren Celsius, Fahrenheit, Réaumur und Mercator?

Zehn Grad Celsius sind

50 Grad Fahrenheit oder

8 Grad Réaumur. Die heutige

in Europa gebräuchliche

Celsius-Skala wird seit 1901 für

die amtliche Temperaturmessung

genutzt. Sie löste damit die

bis dato gebräuchliche Réamur-

Skala, die um 1730 eingeführt

wurde und die 1714 entwickelte

Fahrenheit-Skala ab. In den USA

wird die Temperatur weiterhin

in Fahrenheit gemessen, dies

wurde in den 1860er-Jahren

gesetzlich eingeführt. Wer hatte

die unterschiedlichen Arten

der Temperaturmessung entwickelt?

In der Lichterfelder „Thermometersiedlung“

erinnern die

Straßennamen an die gelehrten

Männer, deren Wissen und Forschungen

zu Temperaturmessung

und Fortschritt beitrugen.

Das schwedische

Thermometer

Weitgereist und sehr gelehrt: Der

im Jahr 1701 geborene Schwede

Anders Celsius wurde schon im

zarten Alter von 29 Jahren Professor

für Astronomie. Der Naturwissenschaftler

entstammte

Anders Celsius wurde schon in jungen

Jahren Professor.

einer Adelsfamilie und trat in

die Fußstapfen seiner Vorfahren:

Sein Vater Nils war Professor

für Astronomie, seine beiden

Großväter – Magnus Celsius für

Mathematik und Anders Spole

ebenfalls für Astronomie – waren

auch Professoren. Bis 1732

reiste er durch Europa und besuchte

alle namhaften Planetarien.

Er arbeitete mit zahlreichen

führenden Astronomen dieser

Tage zusammen. 1734 gehörte

er als auswärtiges Mitglied der

Preußischen Akademie der Wissenschaften

an. 1736 nahm er an

einer Expedition nach Lappland

teil, die es sich zum Ziel gesetzt

hatte, die Abflachung der Pole

zu belegen. Dabei hatten die

Teilnehmer verschiedene Thermometer

im Gepäck, jedoch

keins war zuverlässig. Zurück


in Uppsala entwickelte Celsius

innerhalb von zwei Jahren ein

Thermometer, das die Temperatur

mittels Quecksilber zuverlässig

anzeigt. Als Schwedisches

Thermometer 1742 veröffentlicht,

trat es seinen Siegeszug in

Europa an. Anders Celsius erlebte

den Ruhm seiner Erfindung

nicht mehr mit. Er starb 1744

im Alter von nur 42 Jahren an

Tuberkulose.

Alkohol als

Wärmemesser

René-Antoine Ferchault de

Réaumur war ein Zeitgenosse

von Anders Celsius. Der 1683 in

La Rochelle geborene Forscher

war vielseitig interessiert, die

Herstellung von Glas, Stahl und

Papier beschäftigte ihn genauso

wie die Temperaturmessung und

die Entstehung der Schalen von

Schalentieren. Die Académie des

sciences machte ihn im Alter von

24 Jahren zu ihrem Mitglied und

in den folgenden 50 Jahren gab

es fast jährlich einen Beitrag von

Réaumur in ihren Mémoires. Anhand

eines Alkoholthermometers

entwickelte er seine Skala

Réaumur nutzte Alkohol zur

Temperaturmessung.

zur Wärmemessung. Sie verbreitete

sich in ganz Europa und wird

heute noch von Pâtissiers beim

Kochen von Zuckerlösungen

verwendet.

Berühmt bis in die

islamische Welt

Der gebürtige Belgier Gerard

de Kremer – bekannt geworden

als Gerhard Mercator – erblickte

1512 das Licht der Welt. Der Sohn

eines Schuhmachers wurde nach

dem Tod seines Vaters bei den

Mercator – vom Sohn eines

Schuhmachers zum Gelehrten.

„Brüdern vom gemeinsamen Leben“

erzogen und ausgebildet.

Der begabte Schüler studierte

ab 1530 und beschäftigte sich

mit Theologie, Philosophie und

Mathematik. Als Mitarbeiter des

Professors Gemma Frisius war er

an der Erstellung von Erd- und

Himmelsgloben beteiligt. Sein

erster eigener Globus wurde

1541 herausgebracht. 1544

wurde Mercator monatelang

eingekerkert, da er Anhänger der

Reformation Martin Luthers war.

1551 erschien sein Himmelsglobus.

Meistens verkaufte er einen

Himmels- und einen Erdglobus

Lankwitz extra 15

gemeinsam. Heute gibt es noch

22 Stück von ihnen. 1551 zog er

auf Einladung von Wilhelm dem

Reichen nach Duisburg, um dort

am akademischen Gymnasium

Professor für Kosmografie zu

werden. Mit seinen Kosmografien

und Weltkarten wurde er

berühmt. Sein Hauptwerk vollendete

er kurz vor seinem Tod im

Jahr 1594.

Vom Kaufmann zum

Wissenschaftler

Der 1686 geborene Danziger

Daniel Gabriel Fahrenheit wurde

schon früh Waise. Von den

fünf Kindern, die seine Mutter

Concordia Fahrenheit geboren

hatte, war er das einzige, das

überlebte. Er verlor seine Eltern

in früher Jugend. Es wird vermutet,

dass sie an einer Pilzvergiftung

starben. Der Junge trat eine

Lehrstelle als Kaufmann in Amsterdam

an. Doch schon früh faszinierten

ihn wissenschaftliche

Instrumente und physikalische

Untersuchungen. Seine Reisen

führten ihn in die nordischen

Länder und quer durch Deutschland.

Daei nahm er Kontakt zu

nahmhaften Gelehrten auf. Seine

wahre Berufung fand er, als

er sich 1717 als Feinmechaniker

in Amsterdam niederließ. Er

baute Thermometer, Barometer

und Aräometer. Zusätzlich hielt

er wissenschaftliche Vorträge.

1724 nahm die Royal Society in

London als Mitglied auf. Seine

Quecksilberthermometer die

über eine Drei-Punkte-Eichung

verfügten, waren die ersten, die

übereinstimmten. Fahrenheit

starb 1736 in Den Haag. ◾


16

Lankwitz extra

Gustav Lilienthal – Baumeister und Erfinder.

Die „Lilienthal-Burgen“

von Lichterfelde

Gustav Lilienthal baute familienfreundliche Häuser für die

unteren Schichten des Mittelstandes

Wer nicht kann halten Maß, das Bauen lieber lass.

Schon dieser kleine Zwickel, kost‘ 100.000 Nickel

Der Spruch zierte das erste

Wohnhaus von Gustav

Lilienthal in Lichterfelde.

Neben der Flugforschung, die er

mit seinem älteren Bruder Otto

Lilienthal betrieb, sah er Zeit seines

Lebens seine Berufung darin,

„familienfreundliche Häuser“ für

die „unteren Schichten des Mittelstandes“

zu bauen.

Nach der Maurerausbildung

in seiner Heimatstadt Anklam

kam Gustav zum Studium an

die Bauakademie in Berlin. Es

folgten Auslandsaufenthalte in

Prag, England, Paris und Australien,

um Wohnhäuser, historische

Stätten und ihre Denkmale

zu studieren. Schließlich ließ er

sich mit einem Baugeschäft in

Lichterfelde nieder.

Sein erstes Haus in Lichterfelde

baute er 1892 für sich und seine

Familie auf einem nur 200m²

großen Grundstück (heute stark

verändert, Tietzenweg 51). Es

war so klein, dass seine Frau

sich so manchen Spott der

Nachbarn aus den repräsentativen

Gründerzeitvillen anhören


Lankwitz extra 17

musste. Gustav Lilienthals Antwort

war der eingangs genannte

Spruch, der gut sichtbar am

Haus angebracht wurde. Trotz

der bescheidenen Größe zeigte

das Haus bereits die typischen

Merkmale vieler späterer Bauten:

flaches Dach mit Türmchen

und Zinnen bekrönt, Verzicht

auf Sockelgeschoss und repräsentative

Innenräume, schlichte

Fassadengestaltung durch verschiedene

Putzstrukturen und

Fensterformen. Seine Vorbilder

waren englische Reihenhäuser,

wie er sie auf seinen Reisen so oft

gesehen hatte.

Nur zwei Jahre nach dem Bau

erwies sich das Haus im Tietzenweg

für die wachsende Familie

als zu klein. In der Marthastraße

5 konnte Gustav Lilienthal ein

größeres Haus errichten, das er

bis zu seinem Tod 1933 bewohnte

und das sich noch heute in Familienbesitz

befindet. Die eigenwilligen

Häuser zu bezahlbaren

Preisen gefielen vor allem dem

Bildungsbürgertum. Zwischen

…viele Lichterfelder Villen erinnern an kleine Burgen.

Zinnen und Gräben …

1892 und1900 erhielt Gustav

Lilienthal Aufträge für über 20

weitere Einfamilienhäuser in

Lichterfelde.

Der Architekt besaß das besondere

Gespür, mit bescheidenen

Mitteln praktische und ansprechende

Häuser zu bauen. Es

war ihm ein besonderes Anliegen,

gute Wohnverhältnisse zu

schaffen, die nicht nur den Vermögenden

vorbehalten bleiben

sollten. Die aufwändigen Villen

der Wilhelminischen Zeit mit ihrer

starren Raumaufteilung und

ihren repräsentativen Fassaden

waren ihm ein Dorn im Auge.

Bei seinen Häusern hat der Menschenfreund

und Reformer Gustav

Lilienthal an die Bedürfnisse

aller Nutzer gedacht, nicht nur

an die der Hausherren, sondern

auch an die der Kinder, Hausfrauen

und des Personals. Die Häuser

sollten familienfreundlich, praktisch

und gemütlich sein. Auf

kostenintensive Bauteile, die

nur der Außenwirkung dienten,

wurde verzichtet: So wurde das

bisher übliche hohe in der Regel

unausgebaute Satteldach durch

ein flaches Pultdach ersetzt, der


18

Lankwitz extra

Mein Heim ist meine Burg – Gustav Lilienthal entschied sich für den Tudorstil.

Keller wurde durch einen Graben

belichtet. Auf ein Sockelgeschoss

wurde verzichtet. Doppelhäuser

konnten auch auf kleinen kostengünstigen

Grundstücken

errichtet werden, statt teuren

Stuck oder Klinkerfassaden gestaltete

Lilienthal seine Fassaden

durch den Wechsel von glattem

und rauen Putz, abgesetzt mit

sparsamen Klinkerverzierungen.

Der raue Putz wurde mit einem

Reisigbesen aufgetragen, eine

ebenso individuelle Lösung wie

die Lilienthalsche Fensteraufteilung

oder die von ihm entworfenen

Beschläge. Seine Häuser

sind nicht nur in Stockwerke geteilt,

sondern stellen komplizierte

Raumgebilde mit versetzten Zwischengeschossen

dar, verbunden

durch das Treppenhaus, das

immer das Zentrum der Häuser

bildet.

Auch technisch sind die Häuser

innovativ: der zweischalige

Wandaufbau, in dem sich die

Schächte der Warmluftheizung

befinden, ist seiner Zeit weit voraus.

Ständig auf der Suche nach

preiswerten Baumethoden, entwickelte

er die Terrastdecke, eine

Fertigteildecke, die er vermutlich

in seinem letzten Lichterfelder

Wohnhaus in der Baseler Straße

63 zum Einsatz brachte. Obwohl

die an schottische Burgen

erinnernden Häuser bei oberflächlicher

Betrachtung formal

der rückwärts gewandten romantischen

Burgenarchitektur zugeordnet

werden könnten, stehen

sie für den Beginn der Moderne.

Die Burgzinnen sind zugleich

Abluftschächte der Warmluftheizung

und die hölzerne Zugbrücke

schafft den Zugang zum Haus

ohne den Wohnräumen im Kellergeschoss

das Licht zu nehmen.

Heute befinden sich 16 der 22

Lichterfelder Lilienthal-Häuser

unter Denkmalschutz. Besonders

im zweiten Wohnhaus von

Gustav Lilienthal in der Marthastraße

5 lässt sich die damalige

Wohnkultur noch weitgehend

unverändert erleben, aber auch

die anderen Häuser verfügen

noch über viele originale Bauteile

wie den mittlerweile 120 Jahre

alten Putz. Obwohl die Senkung

der Baukosten von zentraler Bedeutung

für Gustav Lilienthal war,

hat er an der Qualität der Ausführung

und der verwendeten Materialien

nie gespart.

Am 9.10.2015 wäre Gustav Lilienthal

166 Jahre alt geworden. ◾

Lilienthal-Häuser in Lichterfelde:

Tietzenweg 51/ 53 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Marthastr. 4, Marthastr. 4a/ Potsdamer

Str. 57a

Marthastr. 5/ Potsdamer Str. 57

Potsdamer Str. 63

Weddigenweg 8

Weddigenweg 9

Weddigenweg 16

Weddigenweg 17/ Paulinenstr. 24

Paulinenstr. 25

Paulinenstr. 26

Paulinenstr. 27

Paulinenstr. 28

Walter-Linse-Str. 9

Baseler Str. 63 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Ringstr. 58 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Ringstr. 60/61 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Geibelstr. 6, (Wilhelm Schrader unter

Mitarbeit von Gustav Lilienthal)

Text: Sabine Schmiedeke

Redaktion: Dr. Jörg Rüter

Fotos: Denkmalschutzbehörde

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

des Landesdenkmalamts Berlin, Denkmalschutzbehörde

Steglitz-Zehlendorf.


Energieberatung der

Verbraucherzentrale

Jetzt auch in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek im Schloss

Neu in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek: Die

Energieberatung der Verbraucherzentrale

ist mit kompetenten, anbieterunabhängigen

und neutralen Rat für Sie da. Ihre Situation

wird analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Beratung richtet sich an private Hausund

Wohnungseigentümer genauso wie an Mieter

und Bauherren.

Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin,

freut sich über das bezirkliche Angebot: „Wenn

Steglitz-Zehlendorfer Energie sparen möchten,

brauchen sie Entlastung in einem unübersichtlichen

Energiemarkt. Unser Beratungsangebot im

Kiez beantwortet die offenen Fragen.“

Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto: „Die gerade

in Paris bekräftigte Energiewende wird von den

Menschen vor Ort gemacht. Das beginnt bei der

richtigen Lüftung, dem Griff zum Thermostat und

geht bis zur neuen Heizung. Dabei unterstützen

wir sie.“

Die letzte Heizkostenabrechnung und den Wechsel

zu einem Ökostrom-Anbieter können Verbraucher

sich jetzt persönlich von einem Experten erklären

lassen. „Das Medienangebot der Bibliothek

rundet das Angebot prima ab“, erklärt Städträtin

Cerstin Richter-Kotowski.

Jeden zweiten und vierten Montag im Monat von

Lankwitz extra 19

16 bis 19 Uhr berät der Energieberater der Verbraucherzentrale

Berlin, Karl-Heinz Dubrow, im

Veranstaltungsraum der Ingeborg-Drewitz Stadtteil-Bibliothek.

Für eine bestmögliche Beratung ist

es ratsam, alle Unterlagen, die Ihr Anliegen betreffen,

mitzubringen. Das können Energiekosten-

Abrechnungen sein, Baupläne Ihres Hauses, Fotos

von schimmligen Ecken in der Wohnung oder

anderes. Termine können unter der kostenfreien

Rufnummer 0800 – 809 802 400 oder während der

Beratungszeiten direkt beim Berater vereinbart

werden. Pro Beratung wird ein Kostenbeitrag von

5 Euro erhoben. Für einkommensschwache Verbraucher

mit entsprechendem Nachweis ist die

Beratung kostenfrei. Ort: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek

im Schloss, Grunewaldstraße 3, 12195 Berlin.

Mehr Informationen gibt es auf www.

verbraucherzentrale-energieberatung.de. ◾

Foto: PhotoSG/Fotolia


20

Lankwitz extra

Waltraud Söhnel-Jaeck

und ihre Stiftung

…für mehr Kinderlachen auf der Welt

Seite steht. Dazugehörige Familien

und Vertrauenspersonen

werden mit einbezogen. Nicht

unbeachtet bei den Stiftungsprojekten

bleibt aber auch der

Bildungsgedanke, als Sprungbrett

für eine spätere soziale

Sicherheit.

Aus eigener

Erfahrung helfen

Waltraud Söhnel-Jaeck: Großes Herz für ganz kleine Leute…

Wenn von „Mutter Teresa

aus Nikolassee“ gesprochen

wird, dann

wissen nicht nur Eingeweihte,

wer gemeint ist: Waltraud Söhnel-Jaeck,

die kleine Frau mit

dem großen Herzen und immer

aufgeschlossen, wenn es darum

geht, Not zu lindern und ein

Lächeln auf die Gesichter von

Kindern und Jugendlichen zu

zaubern.

Als sie vor sechs Jahren im Angedenken

an ihren 1997 verstorbenen

Mann Gerhard Jaeck

die gemeinnützige Gerhard

Jaeck Stiftung (GJS) gründete,

ging es ihr auch darum, ihr Erbe

durch die Stiftung zu erhalten,

„und weiter wachsen zu lassen

zugunsten derer, die es dringend

benötigen.“ Dabei dachte

sie besonders an Kinder und

Jugendliche, die aus gesundheitlichen

oder persönlichen

sozialen Gründen in Not geraten

sind. Sie erhalten Zuwendung in

Form von Erholungs- und Genesungsaufenthalten

oder ganzheitlicher

Begleitung von der

Stiftung, der ein umfangreiches

Netzwerk erfahrener Partner zur

Wie so viele Menschen, machte

auch Waltraud Söhnel-Jaeck

als Kind im Krieg die Erfahrung,

in Not leben zu müssen. Als sie

dann mit ihrem Mann Gerhard

Jaeck, einem erfolgreichen Innenarchitekten,

gute Zeiten in

finanzieller Sicherheit erleben

durfte, stand für beide fest: „Wir

wollen nie diejenigen vergessen,

denen es weniger gut geht.“ Daraus

entstand ihr Stiftungsgedanke.

Bis 2006 leitete die Geschäftsfrau

nach dem Tode ihres Mannes

noch die Söhnel-Werft am

Teltowkanal aus Familienbesitz

weiter, dann fand sie endlich die

Zeit, sich um die Realisierung der

Stiftungsidee zu kümmern. „Auf

einem Empfang der Berliner

Volksbank lernte ich den Juristen

Rainer Güttler kennen, der

Erfahrung aus dem Stiftungsbereich

mitbrachte und mich

beim Aufbau der Stiftung maßgeblich

begleitete“, erinnert sich


Lankwitz extra 21

…kleine Leute…

Vorsitzende Söhnel-Jaeck. Er ist

bis heute im Vorstand und ihr

juristischer Berater. Der langjährige

stellvertretende Vorsitzende

Michael Wernick schied vor kurzem

aus persönlichen Gründen

aus, an seine Stelle rückte die

Journalistin Jacqueline Lorenz

aus Steglitz-Zehlendorf, die den

Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

übernahm. „Aber

Michael bleibt unser unverzichtbarer

Ratgeber in Stiftungsangelegenheiten“,

verrät Waltraud

Jaeck.

Stolz ist sie, als Schirmherr

den Bezirksbürgermeister von

Steglitz-Zehlendorf, Norbert

Kopp, gewonnen zu haben. Der

erklärt seine Beweggründe für

die Übernahme der Schirmherrschaft

so: „Ich engagiere mich für

die Gerhard Jaeck Stiftung, weil

sie sich ganz dem Motto „Kinder

und Jugendliche sind unsere Zukunft“

verpflichtet fühlt. Dabei

liegt der Focus insbesondere bei

Kindern und Jugendlichen, die

schwer erkrankt sind und/oder

aufgrund ihres sozialen oder

persönlichen Umfeldes besondere

Unterstützung benötigen.“

Projekte

Seit dem Jahr 2010 kann die

Gerhard Jaeck Stiftung auf unterschiedlichste

Projekterfolge

zurückblicken:

…und Jugendliche.

Foto: ASB J. Thiel

So unterstützte sie u. a. das

Projekt der anonymen Geburt

„Babywiege“ im Krankenhaus

Waldfriede, finanzierte hohe Medikamentenrechnungen

des an

Mukoviszidose erkrankten Jonas

mit und übernahm Reisekosten

für Fabian und seine Geschwister

an der Förderschule „Hans-Christian-Andersen“

in Teltow.

Mit Hilfe der GJS reisen immer

wieder Klassen der Zehlendor-

Foto: F. Höning


22 STLW Lankwitz extra

fer Pestalozzi-Schule ins Erlebniscamp

Annahütte, und die

BerlinerLiteraturinitiative (LIN)

konnte in der Schwartzschen Villa

ihre beliebten Kinderliteraturfeste

veranstalten. Mit der Bürgerstiftung

Steglitz-Zehlendorf

arbeitete die GJS im Rahmen

eines Kita-Projektes zusammen,

und das Museumsdorf Düppel

mit Prof. Mamoun Fansa hat in

ihr eine zuverlässige Unterstützerin

gefunden. Opernbesuche

von sozial schwächer gestellten

Kindern, die auf eine Initiative

der Katja-Ebstein-Stiftung zurückgehen,

gehören ebenso zum

GJS-Förderbereich.

Auch das Theaterprojekt „Whisky

und Brot“ mit Jugendlichen von

der Straße konnte im Gemeindesaal

der Evangelischen Kirchengemeinde

Nikolassee dank

der Stiftung erfolgreich über die

Bühne gehen.

Hinter sich weiß die Vorsitzende

bei allen Vorhaben die Berliner

Volksbank, die gerade 5.000 Euro

spendete, aber auch mit Rat und

Tat ihre Heimatgemeinde Nikolassee

und Pfarrer Steffen Reiche.

Waltraud Söhnel-Jaeck erklärt

angesichts dieser Erfolge: „Wir

sind den Unterstützern und

Spendern, die unsere Projekte

begleiten, sehr dankbar, freuen

uns aber auch, wenn wir Informationen

über förderungswürdige

Anliegen und Projekte erhalten.“

Auf zu neuen Ufern

Mit den einsetzenden Flüchtlingsströmen

fanden auch

Waltraud Söhnel-Jaeck und

ihr Vorstand neue Herausforderungen

und viel Handlungsbedarf.

Das Team wandte

sich mit seinem Hilfsangebot

direkt an die Gemeinschaftsunterkünfte,

da sich der Weg

über das Willkommensbündnis

Steglitz-Zehlendorf als zu

langwierig erwies. Sachspenden

wie Fahrräder und neue

Winterbekleidung für Kinder

und Jugendliche erreichten so

schnell ihren Bestimmungsort,

und eine Weihnachtsfeier mit

Clown und Geschenken für

Kinder im Alter zwischen vier

Wochen und 10 Jahren konnte

problemlos von der GJS in der

Gemeinschaftsunterkunft Hohentwiehlsteig

durchgeführt

werden. Strahlende Kinderaugen

inmitten von Lego, Silent

Books und Leckereien waren


dann auch der schönste Lohn

für die Gerhard Jaeck Stiftung,

die damit in ein spannendes

Jahr 2016 voller Herausforderungen

starten konnte.

„Keiner von uns ist alleine auf

der Welt, sondern ist Teil der

großen Menschenfamilie“, betont

Waltraud Jaeck immer

wieder. Sie selbst handelte

danach gleich zu Beginn des

neuen Jahres, als sie durch den

Kinderschutzengel e. V. vom

Schicksal des 14-jährigen Bislan

aus Tschetschenien erfuhr, der

mit Eltern und Geschwistern in

Berlin lebt. Nach gerade überstandener

Herztransplantation

wünschte er sich ein speziell auf

seine Bedürfnisse zugeschnittenes

Tablet, um sein Schulwissen

weiter verbessern zu können.

Die GJS erfüllte ihm diesen

Wunsch, beraten von Antje

Minhoff von der Minhoff GmbH.

Mit besonderer Spannung aber

erwarten Waltraud Söhnel-Jaeck

und ihr Stiftungsteam jetzt den

Start eines auf fünf Jahre angelegten

Pilotprojektes im Bereich

„Frühe Bildung“, das die GJS in

Kooperation mit dem Mittelhof

e. V. und dem Jugendamt von

Steglitz-Zehlendorf mitfinanzieren

wird. Thema dieses nach

einem Konzept des Bezirks-Jugendamtes

erstellten Projektes

wird „die Tagespflege für besonders

belastete Kinder asylsuchender

Eltern“ sein. Derzeit laufen

die Vertragsvorbereitungen.

Dass es der Stiftung im Jahr 2016

ganz und gar nicht langweilig

wird, dafür sorgen außerdem aktuelle

Gespräche mit der Helene-

Lange-Schule. Hier will die GJS

Lankwitz extra 23

das Theaterprojekt „Prävention

durch Musik“ unterstützen, das

Regel- und Willkommensklassen

mit dem Ziel besseren beidseitigen

Verständnisses gleichermaßen

einbezieht und über Musik

einander näher bringt.

Waltraud Söhnel-Jaeck freut sich

indessen auf die bevorstehenden

Projekte sowie über potentielle

Unterstützer, denn:

Das Glück wohnt nicht im Besitze

und nicht im Golde, das Glücksgefühl

ist in der Seele zu Hause.

(Demokrit, griech. Philosoph) ◾

Gerhard-Jaeck-Stiftung

www.gerhard-jaeck-stiftung.de

kontakt@gerhard-jaeck-stiftung.de

☎ 0172 630 26 88

Spendenkonto:

Berliner Volksbank

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24 Gesundheit

Wattestäbchen, Nasenspray und Co.

Gefährlich oder nützlicher Helfer?

Ohren und Nase erfüllen wichtige Sinnesfunktionen.

Doch im Alltag missachten

wir oft, wie sensibel diese Organe auf

äußere Einflüsse reagieren, und setzen sie unnötigen

Risiken aus. „Beispielsweise beeinflussen

übermäßiges Ohrensäubern, laute Musik oder

ständiger Gebrauch von Nasenspray natürliche

Regulationsmechanismen“, betont HNO-Ärztin

Dr. Andrea-Mareen Behr.

Wattestäbchen schädigen

natürlichen Schutzschild

Ohrenschmalz empfinden viele Menschen als

unerwünschten Schmutz und entfernen ihn so

gründlich wie möglich. Dabei schützt er die Haut,

erhält deren Säureschutzmantel und transportiert

Staub und Hautschuppen aus dem Ohr heraus.

„Ohrenschmalz wird lediglich im vorderen

Drittel des Gehörgangs abgesondert und von

den dort befindlichen Härchen nach draußen befördert“,

weiß Dr. Behr. „Wattestäbchen schieben

den Schmalz oft nur weiter ins Ohr hinein und

verfestigen ihn, sodass er nicht mehr von allein

nach draußen gelangt.“ Zudem geht die natürliche

Schutzschicht der Haut verloren. Aus diesem

Grund rät die HNO-Ärztin auch strikt von Seifen

oder Shampoo im Ohr ab. Sichtbare Überschüsse

am Ohr besser vorsichtig mit einem Kosmetiktuch

entfernen.

Nasenspray in Maßen verwenden

Nasensprays lassen sich in zwei Kategorien

unterscheiden: Zum einen pflegen Sprays mit

Meersalz oder Ölen die Nasenschleimhaut. Sie

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Gesundheit 25

Foto: Daniela Stärk / Fotolia

befeuchten etwa bei trockener Luft durch Heizung

oder Klimaanlagen die Nase und halten

ihre Selbstreinigungsfunktion aufrecht. Bei Bedarf

dürfen diese Mittel ruhig regelmäßig angewendet

werden. Ebenso wie Nasensalben oder

-duschen. Anders sieht es bei abschwellenden

Sprays und Tropfen aus, die bei Erkältungen

helfen, wieder frei durchzuatmen. Denn eine

dauerhafte Anwendung bringt die natürlichen

An- und Abschwellmechanismen durcheinander.

Dr. Behr erklärt: „Nasenmuscheln haben einen

Tagesrhythmus, in dem ein paar Stunden die

eine, dann die andere Seite dicker ist. Nasenspray

lässt jedoch beide Seiten abschwellen, die

danach umso mehr aufquellen. Ein Teufelskreis

entsteht: Betroffene müssen nach einiger Zeit

dauerhaft abschwellende Wirkstoffe nutzen, um

wieder normal Luft zu bekommen.“ Daher ihr Rat:

Entsprechende Arzneimittel nicht länger als eine

Woche verwenden.

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26

Lankwitz extra

Vom Troßbuben

zum geadelten Offizier

Georg von Derfflinger gab vielen Straßen seinen Namen

Der alte Derfflinger

Die Stettiner hatten sich unterfangen

Eine Schere ausgehangen

Dem Feldmarschall nur zum Hohn.

„Wart, ich will euch auf der Stelle

Nehmen Maß mit meiner Elle,

Kreuzmillionenschocksschwernoth.“

Derfflingerstraße

So dichtete Theodor Fontane

über den gebürtigen

Österreicher, der in Brandenburg

zu Ruhm, Ehre und

Geld kam. Der protestantische

Bauernjunge musste mit seinen

Eltern im Dreißigjährigen Krieg

fliehen. Über seine Jugend ist nur

wenig bekannt. Manche Quellen

behaupten, er sollte auf Wunsch

seines Vaters eine Schneiderlehre

absolvieren. Ob er das tatsächlich

tat, ist nicht bekannt. Er schlug die

militärische Laufbahn ein und

kämpfte im Dreißigjährigen Krieg

zunächst im böhmischen, dann

im schwedischen Heer. Vor allem

in den Diensten des schwedischen

Heeres von Gustav II. Adolf

brachte er es weit. Er begann als

Trossbube und machte Karriere,

die als Reiter-Oberst im Generalsrang

endete. Selbst in diplomatischen

Diensten war das „Kind

niederer Leute“ unterwegs. Als

der Sold im schwedischen Heer

ausblieb und es zu Unruhen kam,

verhandelte Derfflinger mit dem

schwedischen Statthalter und bekam

eine hohe Summe, mit der

er die Soldaten bezahlen konnte.

Außerdem wurde er beauftragt,

den siebenbürgischen Fürsten

Rákóczy zum Kriegseintritt zu

überzeugen und in Stockholm

Bericht zu erstatten. In den Reihen

des Stabes von Feldmarschall

Wrangel erlebte er das Ende des

Dreißigjährigen Krieges.

Aufbau des

brandenburgischen

Heeres

Er kam in die Dienste des Großen

Kurfürsten Friedrich Wilhelm von

Georg von Derfflinger im Jahr 1670.

Brandenburg. Dieser betraute den

erfahrenen Offizier mit vielen militärischen

Ämtern. Die ihm gestellten

Aufgaben löste Derfflinger

stets zur Zufriedenheit seines

Herrschers. Obwohl er niederen

Standes war und nie eine Schule

besucht hatte, konnte er sich eine

umfassende Bildung aneignen. So

war er maßgeblich am Aufbau der

Kavallerie und Artillerie des brandenburgischen

Heeres beteiligt.

Kaiser Leopold I. erhob ihn 1674

in den Adelsstand. Selbst im Alter

von 69 Jahren kämpfte Derfflinger

noch in vorderster Front mit.

Er war am Sieg bei der Schlacht

bei Fehrbellin beteiligt und nahm

am preußischen Winterfeldzug

gegen Schweden teil. Brandenburg

unterstützte die Österreicher

im Kampf gegen die Türken und

schickte ein Hilfskorps nach Wien.

Seine letzten Feldzüge bestritt er

im Alter von 84 Jahren. Derfflinger

gehört zu den Vorfahren Otto

von Bismarcks. Nach ihm wurden

zahlreiche Straßen benannt, unter

anderem auch die Derfflingerstraße

in Lankwitz, die diesen Namen

seit ca. 1894 trägt. ◾


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