Bahnsport 09/2019

mce71

Liebe BSA-Leser, wir begrüßen Sie herzlich zu unserer September-Aus- gabe. September bedeutet, dass die ersten Entschei- dungen schon gefallen sind und was die restlichen an- geht, bewegen wir uns auch schon längst auf der Ziel- gerade. Während im August viel los war und wir mit Freuden dabei, werfen nun auch die großen Ereignisse des Septembers bereits ihre Schatten voraus....

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 9/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Lukas Fienhage

Juniorenmeister

Norick Blödorn

gewinnt Jugend-

Europacup 85 ccm

Speedway

of Nations:

Russland

verteidigt

Titel


4.-6.10. SPEEDWAY WEEKEND PARDUBICE/CZ

Das Pardubicer „Speedway

Weekend“ zieht jährlich

tausende Besucher in

seinen Bann, so sicherlich

auch in diesem Jahr. Von

Freitag, 4. Oktober, bis

Sonntag, 6. Oktober, finden

wieder die drei traditionellen

Rennen statt.

Übrigens, das erste Rennen

fand 1929 statt, sodass

dieses Jahr 90. Jubiläum

gefeiert werden

kann.

Am Freitagabend ab

19:00 Uhr kämpfen die

Junioren im dritten und

letzten Finale der diesjährigen

WM um den Titel. Am Samstagnachmittag

werden ab 14:00 Uhr 24 Juniorenfahrer bei der

45. Ausgabe des Goldenen-Band-Wettbewerbs miteinander

wetteifern. Weiterer Bestandteil des Rennprogramms

ist der Wettbewerb weiterer Nachwuchsfahrer

in der Klasse 250 ccm um den Jawa

Cup.

Der Höhepunkt des Wochenendes aber wird die 71.

Ausgabe des Wettbewerbs um den Goldenen Helm,

der am Sonntag um 12:00 Uhr startet, sein. Der AMK

ZP Pardubice wird wieder versuchen, das Who’s

who der Speedwayelite für dieses Rennen zu verpflichten.

Die Verhandlungen laufen noch. Natürlich

gehören dazu auch einige deutsche Toppiloten.

Zahlreiche frühere, vom Club eingeladene, Gewinner

des Goldhelms werden sicherlich ebenfalls vor

Ort sein, z.B. Ole Olsen, Jiri Stancl, Hans Nielsen,

Erik Gundersen, um nur einige zu nennen.

Termin: 4. bis 6. Oktober 2019

Int. Goldhelmrennen „Zlata Prilba“ Pardubice.


INHALT & EDITORIAL

6

SPEEDWAY

WM: GP 5 Wroclaw/PL 6

WM: Paar Finale 1+2 Togliatti/RUS 8

WM: Junioren 250 ccm Holstebro +

Holsted/DK 9

EM: Finale 2+3 Torun/PL + Vojens/DK

U19-Cup Pardubice/CZ, Güstrow/D,

Zarnovica/SK, Jugend-Euopacup

125 ccm Pardubice/CZ 10

DM: Bundesliga Landshut 14

DM: U21 Ludwigslust 16

Team-Cup Dohren, Teterow (offen) 17

16

Mit seinem Sieg im polnischen Wroclaw machte Bartosz Zmarzlik einen Sprung von Platz 4 an

die Spitze der GP-Wertung, allerdings punktgleich mit Emil Sayfutdinov • Foto: Jarek Pabijan

DT. BAHNPOKAL SOLO

Werlte 18

GRASBAHN

Rastede, Hertingen 20

Angenrod 21

Melsungen 22

SONSTIGES

Vorschau Pardubice/CZ 2

People & Facts 4

International 24

Vorschauen, Bazar 28

Termine/Letzte Meldungen/

Impressum 30

Über einen Doppelsieg beim Deutschen Langbahn-Pokal in Werlte konnten sich die Clubfahrer

Timo Wachs (Mitte) und Fabian Wachs (li.) vor Sascha Stumpe (re.) freuen • Foto: Ubbo Bandy

Zielgerade

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

wir begrüßen Sie herzlich zu unserer September-Ausgabe.

September bedeutet, dass die ersten Entscheidungen

schon gefallen sind und was die restlichen angeht,

bewegen wir uns auch schon längst auf der Zielgerade.

Während im August viel los war und wir mit

Freuden dabei, werfen nun auch die großen Ereignisse

des Septembers bereits ihre Schatten voraus.

Ein absolutes Highlight war zum Beispiel, wie alljährlich,

Melsungen. Ein Klassiker und eine Traditionsveranstaltung

bei wieder heißen sommerlichen Temperaturen.

In Hessen, einst Grasbahn-Hochburg, liegen so

viele genau dieser brach, dass es umso schöner ist, dahin

zu kommen, wo dieser schöne Sport noch lebt und

gefeiert wird. Die Erinnerung an die guten schönen Zeiten

sind das eine, aber wir leben nun mal im Hier und

Jetzt und da ist es einfach immer wieder schön, rauszufahren,

live dabei zu sein und genau das zu erleben,

auch heute noch und bestimmt auch in Zukunft. So lange

eben, wie es noch Enthusiasten mit Herzblut, genügend

Manpower und natürlich auch das nötige Kapital

im Hintergrund gibt, um überhaupt agieren zu können.

Manchmal ja durchaus ein schmaler Grat.

Wie auch im Sportlichen. Des einen Glück, des andern

Leid, auch hier liegen das eine und andere ganz nahe

und untrennbar beieinander. Jüngstes Beispiel das

Grasbahn-EM-Finale in Bad Hersfeld. Mal ganz abgesehen

davon, dass unsere deutschen Teilnehmer hier

auch nicht unbedingt das Glück auf ihrer Seite hatten,

so flog es dem sympathischen jungen Engländer James

Shanes beim Antritt zum Finallauf leider auch so richtig

um die Ohren. Der fuhr nämlich wie immer grandios bis

dahin. Und als es in Richtung krönender Abschluss des

Ganzen ging, wurde er wegen Startbandberührung im

Entscheidungslauf disqualifiziert und der Traum vom

EM-Titel war ausgeträumt. Da interessieren dann leider

die eingefahrenen Punkte von zuvor auch nicht mehr,

sehr bitter! Und da kann man das alles noch so sehr

wissen theoretisch, das System, die Regeln etc., aber

praktisch hat er mir, und nicht nur mir, richtig leid getan

in dem Moment, von der Strecke fahrend und danach

im Fahrerlager. Gleichsam wollen wir es aber dennoch

nicht versäumen, dem neuen Europameister Zach

Wajtknecht ganz herzlich zu gratulieren.

Wer mich auch immer wieder begeistert, sind die Dänen.

So nicht nur der fabelhaft fahrende Grasbahn-EM-

Dritte und Youngster Kenneth Kruse Hansen, sondern

außerdem sein Landsmann Leon Madsen. Der jetzt

doch tatsächlich nach dem letzten GP-Lauf im schwedischen

Malilla die Speedway-WM anführt. Wirklich beeindruckend

und spannend gerade auch im Hinblick

auf den nahenden Deutschland-GP, auch mit Martin

Smolinski mit Wildcard am Start. Aber was am allerwichtigsten

ist, Martin ist gerade Papa geworden. Und

wir wünschen an dieser Stelle der jungen Familie von

Herzen alles Gute!

Und jetzt schauen wir mal, was der September so

bringt. Orientieren Sie sich hierzu gerne an den nachfolgenden

Einladungen der jeweiligen Veranstalter.

Diese haben es verdient, bei allem was sie ehrenamtlich

leisten, ein gut besuchtes Stadion zu bekommen.

Und was kommen da für große Highlights, allen voran

mit Sicherheit die Langbahn-Team-WM im eigenen

Land, in Vechta.

Auf geht’s also ... wir sehen uns und wir freuen uns

darauf!

Bis bald.

MfG

Nadine P.

Zum Titelbild: Deutscher Juniorenmeister

Lukas Fienhage • Foto: Klaus Goffelmeyer

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PEOPLE & FACTS

Volker Linke (rechts) mit Klaus Zwerschina (Teammanager

AC Landshut) und Claudia Patzak (Pressesprecherin ACL)

• Foto: ACL

ACL und Bahnsport aktuell

gratulieren Volker Linke zum 80.

Volker Linke vom AC Landshut und seit über 40 Jahren freier Mitarbeiter von Bahnsport

aktuell feierte am 31. Juli seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Lieben. Wir

sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Volker Linke ist seit Jahrzehnten dem Club verbunden und im ehrenamtlichen Einsatz.

In der Vergangenheit fungierte er als Stadionsprecher (zuletzt bei Nachwuchsrennen)

oder auch mal als rasender Reporter im Innenfeld. Aktuell ist Volker

Linke im Presseteam des AC Landshut tätig und hier mit Pressesprecherin Claudia

Patzak-Krüger zuständig für die Betreuung der Presse. Mit seiner ruhigen, besonnenen

Art ist er im Club und im Stadion immer gern gesehen und der ACL ist froh

und auch stolz, Volker Linke im Club zu haben.

Bei Bahnsport aktuell startete er seine freie Mitarbeit im Jahre 1979. Mit seinen

Berichten und Fotos trug er über vier Jahrzehnte zum Gelingen unseres Magazins

bei, dabei war er hauptsächlich im bayerischen Raum tätig, aber auch bei vielen

Rennen im Ausland mit dabei. Wir sagen einfach nur: Danke schön, Volker.

Großzügige Unterstützung

bei Reha-Maßnahmen

Die Fans beim 59. Int. ADAC-Grasbahnrennen in Melsungen zeigten ihr großes

Herz. In einer eigens spontan initiierten Spendenaktion für Dimitri Tschatschin

sammelten die beiden Enkeltöchter des MSC-Vorsitzenden Franz Pickenhahn,

Laura und Hanna, den sensationellen Spendenbetrag von 1714,- Euro. Tschatschin,

ehemaliger Eisspeedwayfahrer, verunglückte 2016 beim Motocross so

schwer, dass er seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Wie schon im Sport präsentiert

sich der 32-Jährige allerdings nach wie vor als echter Kämpfer, der sich

dem Schicksal nicht geschlagen gibt. So besteht berechtigte Hoffnung, eines Tages

wieder ohne Hilfe laufen zu können. Dafür trainiert der sympathische Bayer

hart, wobei Tschatschin seit einiger Zeit keine Unterstützung mehr für die Rehamaßnahmen

durch seine Krankenkasse bekommt. Somit sei die Spendensumme,

die in Melsungen zusammengekommen ist, eine mehr als großzügige Hilfe auf

seinem weiteren Weg. • Text: Michael Schubert; Foto: Ubbo Bandy

Wassermann und Niedermeier

verletzt

Horrornachmittag für die Young Devils bei der U21-DM

Das Ergebnis bei der deutschen Meisterschaft der U21-Fahrer in Ludwigslust hatten

sich die Fahrer und die Verantwortlichen des AC Landshut doch ganz anders

vorgestellt. Aber alles der Reihe nach. Nachdem Sandro Wassermann letztes Jahr

aufgrund einer Ellbogenverletzung nicht an der U21-DM teilnehmen konnte,

musste er dieses Jahr durch die Qualifikationsrunde und war auf einem guten

Weg, sich dort auch für die Hauptrunde zu qualifizieren, als in Lauf 8 das Unheil

seinen Anfang nahm. Einer Berührung mit seinem Devils-Teamkollegen Maximilian

Troidl folgte ein schwerer Sturz, der eine lange Rennunterbrechung nach sich

zog. Am Ende wurde Sandro mit dem Rettungshubschrauber in ein Hamburger

Krankenhaus geflogen. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich

Gott sei Dank nicht, und er hat den Unfall ohne Knochenbrüche oder größere innere

Verletzungen überstanden. Neben einer schweren Gehirnerschütterung und

einer leichten Gehirnblutung stehen natürlich noch schwere Prellungen in der

Krankenakte des jungen Memmingers.

Mario Niedermeier war als Ersatz für Michi Härtel direkt ins Hauptfeld gerutscht,

ebenso war Jonas Wilke aufgrund seiner Platzierung aus dem Vorjahr für das

Hauptfeld gesetzt. Beide machten ihre Sache bis zu dem verhängnisvollen Lauf

20 sehr gut. Dann aber kamen gleich drei Fahrer (Wilke, Niedermeier und Sijbesma)

zu Sturz. Alle wohlauf und alle vier Starter zum Re-run zugelassen. Und just

genau die gleichen drei Fahrer kamen nun wieder zum Sturz, wobei dieser leider

nicht so glimpflich endete. Sijbesma wurde als Sturzverursacher disqualifiziert,

Wilke hatte eine kaputte Maschine und Mario Niedermeier erwischte es am

schlimmsten – auch er musste auf der Bahn behandelt werden. Schließlich wurde

auch für ihn ein Rettungshubschrauber angefordert, der ihn in ein Krankenhaus

in Schwerin brachte. Bei Mario wurde neben einem Jochbeinbruch und einem

Bruch des Daumens auch eine leichte Lungenverletzung diagnostiziert, wobei die

Brüche in den nächsten Tagen eine operative Nachversorgung notwendig machten.

Inzwischen aber gibt es von den beiden Unglücksraben gute Nachrichten zu vermelden.

Sowohl Sandro Wassermann als auch Mario Niedermeier sind mittlerweile

wieder aus den Krankenhäusern entlassen und bei ihren Familien zu Hause.

Wie lange sich für beide die Rennpause hinziehen wird, kann derzeit noch nicht

genauer gesagt werden.

• Text: AC Landshut

Time to say Goodbye

Am Rande des 59. Int. ADAC-Grasbahnrennen beim MSC Melsungen hieß es Abschied

nehmen. Nach 42 Jahren werden sich Inge und Walter Schinko am Ende

dieser Saison in den Ruhestand begeben. Es sei Zeit sich nun endlich um das Privatleben

und die Enkelkinder zu kümmern, so Inge Schinko, die ihren Mann Walter

in all den Jahren ihrer aktiven Tätigkeit als „Renndienst Schinko“ auf den Reisen

zu den Rennbahnen der Republik begleitete. Dabei wurden die beiden zu einer

echten Institution innerhalb der deutschen Bahnsportszene. Wie viele Kilometer

sie dabei zusammen gefahren sind, weiß sie nicht. „Da frag’ mal meinen

Mann.“ Zum Abschied ließ es sich der 1. Vorsitzende des MSC Melsungen, Franz

Pickenhahn, nicht nehmen, das Ehepaar Schinko in den verdienten Ruhestand zu

verabschieden. Pickenhahn: „Ihr bleibt immer gerngesehene Gäste bei unseren

Veranstaltungen.“ Die Einladung für das Jubiläumsrennen im kommenden Jahr

folgte prompt. „Dann aber bitte als unsere Ehrengäste und nur als Zuschauer!“

• Text: Michael Schubert; Foto: Ubbo Bandy

Danke, Hanna (rechts) und Laura (links) ...

wir sind stolz auf Euch!

Verabschiedung Schinko Renndienst (v.l.): Harald Pickenhahn, Inge Schinko,

Franz Pickenhahn, Dimitri Tschatschin, Laura und Hanna

4 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Martin Smolinski

startet beim Deutschland-GP

Am 31. August macht der Speedway Grand Prix Station in Deutschland

und in Teterow wird der Speedway Grand Prix von Deutschland ausgefahren.

Mit einer Tages-Wildcard wird Martin Smolinski mit von der Partie

sein, wenn die besten Speedwayfahrer der Welt in Teterow um wichtige

WM-Punkte fighten. „Ich freue mich, dass ich das Vertrauen für den GP in

Teterow erhalten habe“, so Smolinskis erfreute Reaktion, „mit dem Gewinn

der deutschen Meisterschaft vor kurzem und da ich als einziger

Deutscher im GP-Challenge stehe, habe ich in den vergangenen Wochen

den Offiziellen noch ein paar Argumente geliefert.“

Für Martin Smolinski bietet das Rennen in Teterow die Chance, den deutschen

Speedwaysport auf der höchsten Bühne zu vertreten und sich mit

den weltbesten Fahrern zu messen. 2014 hatte der Bayer als einziger

Deutscher jemals eine komplette Grand-Prix-Saison bestritten und konnte

2014 in Neuseeland als einziger Deutscher überhaupt einen Speedway

Grand Prix gewinnen. Weitere Einsätze als Ersatzfahrer und Wildcardfahrer

im Speedway Grand Prix absolvierte Smolinski in den vergangenen

Jahren und schaffte es in Teterow einmal in die Halbfinalläufe.

Bereits eine Woche vor dem Rennen in Teterow hat Martin Smolinski beim

GP-Challenge in Gorican (Kroatien) bereits die Chance, sich permanent

für den Speedway Grand Prix 2020 zu qualifizieren, was eines der erklärten

Ziele des 34-Jährigen für die laufende Saison ist. Hierzu muss Smolinski

einen Platz unter den ersten drei in Gorican belegen. • Foto: Niklas Breu

Sindy Weber

in der polnischen Liga

Sindy Weber schrieb am 4. August Geschichte. An diesem Tag trat die

Mannschaft von Polonia in der polnischen 2. Liga in Pila gegen Wanda

Krakau an. Als die Gastgeber einige Tage vor dem Rennen ihre Startaufstellung

bekanntgaben, fand man unter der Nummer 12 Sindy Weber. Viele

Fans hielten das für einen PR-Gag, um mehr Zuschauer ins Stadion an

der Bromberger Straße (ulica Bydgoska) zu locken. Letztendlich fanden

zirka 1500 Personen den Weg in die Sportstätte und sie wurden Zeugen eines

historischen Ereignisses. Zum ersten Mal in der 72-jährigen Geschichte

der polnischen Liga nahm eine Frau an einem Ligarennen teil.

Das Debüt der 19-jährigen Deutschen verlief nicht ganz nach Plan. Die

Speedway-Amazone bestritt in Pila insgesamt nur zwei Läufe. Im dritten

Heat stürzte sie ausgangs der Startkurve und wurde disqualifiziert. Dabei

verletzte sich Weber am Ellenbogen. In Rennen 5 fiel sie dann aus und sah

die schwarz-weiß-karierte Flagge nicht mehr. „Nach dem Sturz tat mein

Ellenbogen weh und das machte meine Teilnahme an weiteren Läufen unmöglich.

Bei so einem Rennen wie heute ist es schwierig zu fahren, weil

der Druck recht groß ist. Im Allgemeinen steht man bei Speedwayrennen

in Polen unter viel größerem Druck als in anderen Ländern“, sagte Sindy

Weber nach dem Rennen, das die Gastgeber am Ende mit 54:35 gewannen.

Wir hoffen, Sindy Weber wird in Polen weitere Ligarennen bestreiten

und drücken ihr die Daumen. • Georg Dobes

Klaus Wagner

verstorben

Wie wir leider erst jetzt erfahren haben, ist

am 17. Mai 2019 Klaus Wagner verstorben.

Als erster MSJ Bahnsport-Referent war er

von 1994 bis 2003 fester Bestandteil des Jugendausschusses und führte

den Jugend-Bahnsport mit großem Engagement in die MSJ ein. Aufgrund

seiner jahrelangen Arbeit im Jugendausschuss der Motorsportjugend

im DMV wurde Klaus Wagner im Jahr 2013 zum Ehrenmitglied der

Motorsportjugend im DMV ernannt. Neben seiner Tätigkeit im Jugendausschuss

der MSJ war Klaus Wagner auch im Vereinsleben sehr aktiv.

Als 1. Vorsitzender leitete er in den 90er-Jahren die Geschicke des MSC

Echzell im DMV und war im Bahnsport selbst als erfolgreicher Gespann-

Pilot bekannt. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

• Text u. Foto: DMV

LESERBRIEF

Stellungnahme zum Artikel

„Macht die Bundesliga so noch Sinn?“

Erschienen in Bahnsport aktuell 8/19, Seite 4

Wir als MC Nordstern Stralsund finden es schon sehr bedenklich, wenn

man einem Verein, der bisher weit über 400 Rennveranstaltungen durchgeführt

hat und mehrere Millionen Zuschauer in seinem Stadion begrüßen

durfte, nur ansatzweise Betrug am Zuschauer vorwirft.

Der MC Nordstern Stralsund ist mit seinem Team in der 1. Bundesliga in

Brokstedt gestartet, in einer Zusammensetzung, die zu 100 Prozent dem

gültigen Sportreglement entspricht. Andere dahingehende Vorschriften,

ob man mehrere Ausländer einsetzt, ob man Gastfahrer einsetzt, sind

nicht zwingend vorgeschrieben und können somit uns als Verein nicht

vorgeworfen werden. Die jungen Sportler unseres Vereins haben eine

andere Wertschätzung verdient, die wir hiermit auch einfordern.

Aufgrund sportlicher Fairness hat sich der MC Nordstern entschieden,

weit vor der nötigen Frist dem MSC Brokstedt die Aufstellung mitzuteilen,

um eine finanzielle Überlastung zu vermeiden. Was der MSC Brokstedt

daraus macht, ist einzig und allein dessen Entscheidung. Der MC investiert

jährlich zehntausende von Euro in diese Bundesliga, konnte dort

schon mehrfach Vizemeister und auch schon Deutscher Meister werden.

Alles wird im Ehrenamt organisiert und finanziert. Außenstehende, auch

eine Bahnsportzeitung, die eigentlich von diesem Sport nur partizipieren

kann und Gewinne schreibt, sollten sich zurückhalten, solche Vereine anzugreifen.

Auch Verantwortliche anderer Vereine sollten eine solche Diskussion

nicht über öffentliche Medien führen, sondern viel mehr den

Kontakt zu den Partnervereinen suchen, um zukunftsträchtige Systeme

bzw. Sportmöglichkeiten zu entwickeln. Wir als MC sind gerne bereit, uns

mit allen an einen Tisch zu setzen und über Änderungen in den Sportregularien

zu diskutieren. Uns als Verein ist es auch egal, unter welcher Regulierungshoheit

das zukünftig passieren soll. Wichtig ist uns, dass so

etwas auf gleicher Augenhöhe passiert und Produkte entwickelt werden,

die auf dem Markt dem Zuschauer vermittelbar sind und angenommen

werden. Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein Mannschaftswettbewerb

zwingend erforderlich ist, um diesen Sport in der Bundesrepublik

zu puschen, allerdings sind anscheinend die Interessen der Vereine zu

weit auseinander. Wir sind nicht der Meinung, dass man zwei Drittel der

zur Verfügung stehenden Finanzmittel ins Ausland transferieren muss.

Viel mehr ist es zwingend erforderlich, die Jugend zu integrieren, da sie

zum derzeitigen Zeitpunkt nur an der Bande steht und zuschaut.

• Der Vorstand des MC Nordstern Stralsund

NACHRUF

Helmut Hagemann verstorben

* 23. Februar 1936 † 3. August 2019

Die ganze Welt kannte ihn als „Mecki“. Helmut

Hagemann, ein echter Berliner und Motorsportler

durch und durch, ist im Alter von 83

Jahren von uns gegangen. Wir trauern um einen

Freund, der in seiner Art unersetzbar sein

wird. Nach seiner Karriere als aktiver Motorsportler

wechselte er ins Ehrenamt, wurde Rallye-

und Rennleiter und Sportkommissar. Seine

besten Eigenschaften waren Ruhe behalten

in schwierigen Situationen, aber auch Klarheit

bei Entscheidungen und nie fiel ein böses

Wort, all das machte ihn unentbehrlich, als Helfer und als Freund vieler

Gleichgesinnter in allen Verbänden und an vielen Rennstrecken. In den

vergangenen Jahrzehnten gab es nur wenige große Veranstaltungen,

speziell beim DMV, bei denen er nicht verantwortliche Rollen übernommen

hatte: die großen Autorennen wie z.B. die DTM in Hockenheim, die

Dragster-Rennen, das Eisspeedway Berlin und sogar die Deutschland-

Trophy, die legendäre einwöchige Motorrad-Langstreckenfahrt, konnte

ohne ihn nicht stattfinden. DMV-Hauptversammlungen und Meisterehrung

waren sogenannte Pflichttermine für ihn. Für seine umfangreiche

und vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit im Motorsport wurden ihm eine

Vielzahl an Ehrungen zuteil, die Ehrenmitgliedschaft des DMV, verliehen

2015 war das Mindeste, um ihm für seine großen Verdienste zu danken.

Ohne Helmut Hagemann ist der Motorsport um einiges ärmer geworden,

solche Lücken können nicht einfach wieder gefüllt werden. Er hinterlässt

mit Gattin Gisela, den Kindern und Enkeln eine tief trauernde Familie.

Wir werden Helmut „Mecki“ Hagemann ein ehrendes Andenken bewahren.

• Text: DMV/Wilhelm A. Weidlich (Präsident); Foto: DMV

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM Grand Prix 5 - Wroclaw/PL

Zmarzlik

souverän

Da für die Medienvertreter nur zirka 50 Sitzplätze

übriggeblieben waren, war der GP-Rechteinhaber

BSI gezwungen, vielen Journalisten ihre

Akkreditierungen zu entziehen, obwohl man sie

ihnen zunächst zugesagt hatte. Alle, die der GP-

Runde beiwohnen durften, wurden dafür fürstlich

belohnt. Das Rennen in Wroclaw war eines

der spannendsten und interessantesten GP-

Veranstaltungen seit vielen Jahren. Vom Auftaktlauf

bis zum Finale gab es in jedem Heat

spannende Kämpfe und Überholvorgänge. Es

war Speedway vom Feinsten und der beste Beweis

dafür, dass diese Motorsportart ihre Fans

so sehr begeistern kann.

Emil Sayfutdinov und Bartosz Zmarzlik waren

herausragende Fahrer des SoN-Finals in Togliatti

und gehörten vor dem Rennen in Niederschlesien

zum engsten Favoritenkreis. Der Russe

bekräftigte schon am Freitag seinen Anspruch,

als er mit 15,746 Sekunden (80,48

km/h) schnellster Teilnehmer der Qualifyings

wurde. Da am gleichen Tag zwei Ekstraliga-Matches

ausgetragen wurden, nahmen nur neun Piloten

am GP-Training teil und Zmarzlik war leider

nicht dabei. Sayfutdinov war am Sonnabend

in der Anfangsphase zweifelsohne der

dominierende Fahrer des Abends. Der 29-Jährige

erzielte in den Vorläufen vier Siege und

schloss sie mit 13 Punkten ab. Er war unheimlich

schnell und konnte auch nach schwächeren

Starts seine Gegner niederringen. So war es

z. B. im 16. Heat, als der Russe innerhalb einer

Runde weit außen fahrend von letzter Position

aus die Spitze erobert hatte. Sayfutdinov hatte

dabei starke Rivalen, denn er kreuzte vor

Zmarzlik und Madsen die Ziellinie. Es war eine

Augenweide. Zmarzlik holte in der Qualifikation

zwei 3er und war mit 11 Punkten drittbester

Pilot dieser Rennphase. Etwas überraschend

war Janusz Kolodziej mit Sayfutdinov punktgleich.

Im Gegensatz zu dem Russen verzeichnete

der 35-Jährige einen Sieg weniger, konnte

ihn aber im direkten Duell bezwingen. Hinter

dem Trio lagen Leon Madsen und Maciej Janowski,

die mit Zmarzlik punktgleich waren.

Weiter folgte Martin Vaculik. Der Slowake hatte

in der Quali zwei Siege vorzuweisen und

schrieb 10 Punkte. Patryk Dudek tat sich schon

in der Anfangsphase sehr schwer. Nach drei

Durchgängen hatte der 27-Jährige 2 Punkte auf

dem Konto und es schien, als ob er das Semifinale

nicht erreichen würde. Doch der Pole zeigte

sich danach nervenstark. Er kreuzte zweimal

als Sieger den Zielstrich und kam als Siebter in

die nächste Runde.

Antonio Lindbäck konnte in dieser GP-Saison

noch nicht so richtig überzeugen. Der Skandinavier

belegte zwar in Warschau Platz 7, verpasste

jedoch in den darauffolgenden Rennen

das Semifinale deutlich. In Wroclaw ging der

34-Jährige in seinem ersten Heat leer aus und

stürzte dann im sechsten Lauf. Zagar bekam in

der Startkurve Probleme und schickte Lindbäck

6 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Nach einer zwölfjährigen Pause empfing

das Olympia-Stadion die Speedway-Weltelite

wieder. In Wroclaw fand

zum zehnten Mal eine GP-Runde statt.

Das Rennen rief eine sehr große Resonanz

hervor. Die 2010 bis auf die Fundamente

sanierte Sportstätte füllte sich

am 3. August bis auf den letzten Platz.

in die Bahnbegrenzung. Die Wucht des Schlages

war so stark, dass das Tor für die Fahrzeuge

des Bahndienstes dabei aufgegangen war. Man

geht jedoch davon aus, dass die Verantwortlichen

es nicht richtig geschlossen hatten. Der

Slowene wurde als Sturzverursacher vom Rerun

ausgeschlossen und Lindbäck meldete sich

erstaunlicherweise als Erster im Ziel. Auch im

dritten Durchgang schrieb der Schwede weitere

3 Punkte und bezwang dabei Laguta, Vaculik,

und Dudek. „Toninho“ kam auf insgesamt

7 Zähler und schaffte gerade noch den Sprung

in die nächste Runde. Artem Laguta war nach

20 Rennen mit Lindbäck punktgleich. Da der

Russe jedoch keinen Sieg verzeichnet hatte,

belegte er Rang 9 und schied knapp aus.

Wieder dabei nach seiner Verletzung war Tai

Woffinden. Die lange Pause war dem amtierenden

Weltmeister anzumerken. Der 28-Jährige

fährt in der Ekstraliga für den heimischen Club

bereits die achte Saison und kennt das 352 Meter

lange Oval aus dem Effeff, aber diesmal

konnte der Engländer nur 6 Zähler erzielen und

musste sich mit Tagesplatz 10 zufriedengeben.

Jason Doyle ist nach Woffinden und Madsen

drittbester Pilot der Ekstraliga, aber das kann

der Australier im GP leider nicht unter Beweis

stellen. Auch im Olympia-Stadion gelang es

dem ehemaligen Weltmeister nicht, die Qualifikation

zu überstehen. Nach drei Durchgängen

hatte der 33-Jährige 5 Punkte auf dem Konto,

kam aber danach zweimal nicht über den letzten

Rang hinaus und wurde am Ende nur Elfter.

Überraschend konnte auch Fredrik Lindgren

nach den Vorläufen seine Technik packen. Der

Schwede erzielte in Wroclaw keinen Laufsieg.

Maksym Drabik musste im Olympia-Stadion

Lehrgeld zahlen. Obwohl der Pole mit einem

Sieg startete, schrieb er danach nur noch einen

Zähler dazu und wurde Dreizehnter. Greg Hancock

blieb dem Rennen in Polen wieder fern,

denn der US-Amerikaner pflegt seine krebskranke

Frau Jennie. Eigentlich sollte Robert

Lambert seinen Platz einnehmen, aber der Engländer

zog sich eine Woche zuvor eine Verletzung

zu und musste seine Teilnahme absagen.

An den Start ging letztendlich Max Fricke, aber

der junge Australier konnte nicht an seine Leistung

von Hallstavik anknüpfen. Der 23-Jährige

kam auf 4 Punkte und landete auf Tagesrang 14.

Weiter folgten Matej Zagar und Niels-Kristian

Iversen.

Der erste Semifinallauf endete mit einer Überraschung.

Sayfutdinov wählte die Innenbahn,

kam jedoch nicht gut aus den Bändern und fand

sich plötzlich auf Platz 4 wieder. Der Russe rang

zwar in der zweiten Runde Dudek nieder, konnte

jedoch Vaculik und Madsen nicht mehr ernsthaft

gefährden. Nach einem spannenden

Kampf setzte sich der Slowake durch und überquerte

als Sieger die Ziellinie. Dudek wurde im

21. Heat Letzter, kam in Wroclaw auf insgesamt

8 Punkte und büßte in der Gesamtwertung drei

Plätze ein. Mit 6 Zählern Rückstand auf die Führenden

liegt der Pole auf 5. Position. Im zweiten

Semifinale legte Zmarzlik von der Außenbahn

einen guten Start hin und siegte unangefochten.

Um den 2. Platz stritten sich Kolodziej und

Janowski. Bis zur vorletzten Kurve lag „Magic“

vorne, aber dann zog der Sieger von Prag innen

vorbei und warf den Fahrer von Sparta Wroclaw

aus dem Turnier raus. Obwohl Janowski das Finale

verpasste, konnte der 27-Jährige mit seinem

Abschneiden zufrieden sein.

Er schloss die GP-Runde mit

12 Punkten ab und kam im WM-

Klassement unter die Topacht. Er

verbesserte sich um fünf Ränge.

Lindbäck griff im Semifinale nicht

ins Geschehen ein und wurde am

Ende Tagesachter.

Im Endlauf startete Martin Vaculik

von der Innenbahn am besten und

übernahm die Führung, aber Bartosz

Zmarzlik griff den Slowaken

eingangs der zweiten Kurve innen

an und ging in Front. Der Pole ließ

sich die Führung nicht mehr entreißen

und gewann souverän. Es

ist insgesamt der fünfte Triumph

des 24-Jährigen. In dieser Saison

siegte Zmarzlik auch in Krsko.

„Ich bin sehr glücklich, weil ich

endlich einen GP in einer anderen

polnischen Stadt als auf meiner

Heimbahn in Gorzow gewonnen

habe. Am Anfang lief nicht alles

nach Plan, aber danach konnte ich

meine Technik optimal abstimmen.

Ich freue mich über den heutigen Sieg und

warte schon ungeduldig auf die nächste GP-

Runde“, sagte der Sieger. Er erkämpfte vor

13.000 Zuschauern 17 Punkte und zog in der Gesamtwertung

mit Sayfutdinov gleich. Beide Piloten

haben jeweils 61 Zähler. Vaculik kam als

Zweiter ins Ziel, aber in der Endphase musste

der 29-Jährige die Angriffe von Leon Madsen

abwehren. „Ich bin zufrieden mit meiner Leistung.

Es freut mich sehr, dass ich 15 Punkte erkämpft

habe. Fleißiges Punktesammeln ist im

GP am wichtigsten. Zum dritten Mal in dieser

Saison wurde ich Zweiter. Ich möchte endlich

eine Runde gewinnen. Ich hoffe, das wird bald

passieren“, gab der Slowake zu Protokoll. Madsen

kam im Olympia-Stadion auf 14 Zähler und

liegt mit Zmarzlik und Sayfutdinov ex aequo an

der WM-Spitze. Vaculik hat nur 2 Punkte Rückstand

auf das Trio und ist momentan Gesamtvierter.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Martin Vaculik, Bartosz Zmarzlik und Leon Madsen (v.l.)

SPEEDWAY-WM

(nach 5 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 Ges.

1. Bartosz Zmarzlik PL 10 18 8 8 17 61

2. Emil Sayfutdinov RUS 6 13 11 17 14 61

3. Leon Madsen DK 13 13 14 7 14 61

4. Martin Vaculik SK 7 17 4 16 15 59

5. Patryk Dudek PL 16 12 12 7 8 55

6. Fredrik Lindgren S 15 5 12 10 5 47

7. Janusz Kolodziej PL 4 7 15 3 15 44

8. Maciej Janowski PL 4 7 13 12 36

9. Jason Doyle AUS 5 6 12 7 5 35

10. Artem Laguta RUS 4 9 9 5 7 34

11. Niels-Kristian Iversen DK 14 7 3 8 2 34

12. Max Fricke AUS 3 13 11 4 31

13. Matej Zagar SLO 7 6 4 10 3 30

14. Antonio Lindbäck S 10 3 4 6 7 30

15. Robert Lambert GB 8 7 6 3 24

16. Tai Woffinden GB 6 9 6 21

GP5 - Wroclaw/PL - SF1: Vaculik, Madsen, Sayfutdinov, Dudek; SF2: Zmarzlik,

Kolodziej, Janowski, Lindbäck; Finale: Zmarzlik, Vaculik, Madsen, Kolodziej.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Speedway of Nations

Togliatti/RUS

Titelverteidigung geglückt

Die Russen verteidigten in Togliatti ihren WM-Titel, den sie 2018 in Wroclaw gewonnen hatten. Um nach dem Finallauf

feiern zu können, mussten sie jedoch im Kampf um Gold alle Register ihres Könnens ziehen. Hinzu kam, ohne ihren Erfolg

schmälern zu wollen, dass sie Nutznießer von taktischen Fehlern ihrer Gegner waren. Aber der Reihe nach.

Siegerehrung für Emil

Sayfutdinov, Artem Laguta

und Gleb Chugunov (v.l.) mit

Julia Rankin von BSI; dahinter

Teammanager Igor Dmitrijev

Die Gastgeber, die erneut auf Emil Sayfutdinov,

Artem Laguta und Gleb Chugunov setzten, galten

vor dem Finale als Favoriten und man vermutete,

dass nur das polnische Team ihnen den

Titel streitig machen könnte. Marek Cieslak,

Manager der Polen, nominierte Bartosz Zmarzlik,

Maciej Janowski und Maksym Drabik. „Magic”

zeigte aber am ersten Renntag eine sehr

schwache Leistung. Schon in seinem ersten

Heat fuhr er ins Band und Referee Latosinski

aus der Ukraine schickte den Piloten ins Fahrerlager

zurück. Nach drei Läufen hatte Janowski

immer noch keine Punkte und wurde durch Drabik

ersetzt. Der 21-Jährige präsentierte sich

besser als sein Teamkollege. Cieslak aber setzte

Janowski in Heat 21 gegen Schweden erneut

ein. In der Startkurve erwischte Reservist Filip

Hjelmland eine griffige Stelle, verlor die Kontrolle

über sein Bike und schoss den Polen regelrecht

ab. Der Sturz von Janowski sah sehr

schlimm aus und „Magic“ konnte nicht an der

Wiederholung teilnehmen. In dieser Situation

gewinnt die Redewendung „Glück im Unglück“

eine besondere Bedeutung. Denn Janowski erlitt,

Gott sei Dank, zwar keine Knochenbrüche,

war jedoch nicht mehr einsatzfähig und musste

am Sonntag durch Patryk Dudek ersetzt werden.

Trotz einer hervorragenden Performance

von Zmarzlik lagen die „Weiß-Roten“ nach dem

ersten Renntag mit 21 Punkten an 3. Position.

Die Russen waren am Sonnabend auch alles andere

als ausgeglichen. Sayfutdinov war herausragender

Leistungsträger, aber Laguta fuhr unter

den Erwartungen. Die Gastgeber hatten nur

einen Zähler mehr auf dem Konto als Polen und

waren Zweite. Etwas überraschend lag Australien

an der Spitze. Jason Doyle zeigte sich in

Hochform und auch Max Fricke sowie Jaimon

Lidsey (einmal eingesetzt) steuerten wichtige

Punkte bei. Die Kängurus erzielten am Sonnabend

23 Zähler.

Die deutsche Mannschaft zeigte in der Stadt an

der Wolga eine solide, gute Leistung. Unsere

Fahrer erzielten insgesamt 14 Punkte und lagen

zwar an 6. Stelle, aber ihr Rückstand auf Dänemark

und Schweden war relativ klein und betrug

5 bzw. 3 Punkte. Kai Huckenbeck ging am

Sonnabend zweimal zu Boden, war jedoch mit

9 Zählern Leistungsträger des Teams. Seine

Punkteausbeute hätte etwas größer sein können,

hätte man ihn im Auftaktrennen nicht disqualifiziert.

Der Sturz passierte in der Startkurve

und die Schuld des 26-Jährigen war nicht so

offensichtlich, dass man ihm die zweite Chance

nicht hätte geben können. Erik Riss schrieb

5 Zähler und Lukas Fienhage, der nur gegen die

Russen zum Einsatz kam, holte keine Punkte.

Am zweiten Renntag hinterließen die Polen in

den Vorläufen den besten Eindruck. Nachdem

sie in Lauf 6 Russland mit einem 5:1 und in Rennen

9 das australische Duo mit einem 4:2 geschlagen

hatten, übernahmen sie die Führung

und schlossen die Qualifikation mit insgesamt

47 Zählern als Erste ab. Zmarzlik war bis dahin

ungeschlagen und seine Partner schrieben

8 Punkte. Damit qualifizierte sich Polen direkt

für den Finallauf. Die Gastgeber hatten nach

42 Läufen 45 Zähler vorzuweisen und traten im

Semifinale gegen die Australier an, die insgesamt

41 Punkte schrieben. Das Duell endete unentschieden

3:3. Doyle gewann mit einem großen

Vorsprung, aber Laguta und Sayfutdinov

konnten Fricke hinter sich lassen. Da Russland

in den Vorläufen mehr Punkte erzielte, reichte

das Remis den Gastgebern völlig aus, um das

Finale zu erreichen. Nicht ganz nebensächlich

war dabei die Tatsache, dass sich Teammanager

Igor Dmitrijev bei der Wahl der Startplätze

für die Bahnen 1 und 3 entschieden hatte. Es

fehlte jedoch nicht viel und das Run-off hätte

tragisch enden können. Die Zuschauer wussten

offensichtlich nicht, dass ein 3:3 für ihre Mannschaft

reichen würde und einer von ihnen warf

während des Rennens eine Flasche in Richtung

Doyle. Gott sei Dank verfehlte der „Fan“ sein

Ziel, aber man will sich gar nicht ausmalen, was

alles hätte passieren können, wenn er besser

gezielt hätte.

Schon die Wahl der Startbahnen vor dem Finale

brachte eine Vorentscheidung. Völlig unerwartet

entschied sich Cieslak für die Plätze 2 und 4.

Dem Teammanager war wohl klar, dass dies ein

Fehler war, denn er sagte auch dazu, dass seine

Fahrer es so wollten. Als die „Weiß-Roten“ die

Gastgeber in der Quali doppelt bezwungen hatten,

waren sie ja von den Plätzen 1 und 3 gestartet.

Die Entscheidung von Cieslak überraschte

auch Dmitrijev, der dieses Geschenk logischerweise

mit Freude annahm. Als das Startband

hochschnellte, hatte Zmarzlik von der Außenbahn

fahrend große Probleme. Da Laguta in der

Startkurve jedoch unabsichtlich Dudek touchierte

und der Pole stürzte, wurde der Lauf mit

allen Fahrern wiederholt. Die Russen konnten

ihre Nerven in Zaum halten, legten perfekte

Starts hin und ließen den Polen nicht den

Hauch einer Chance. Sie kreuzten die Ziellinie

mit einem großen Vorsprung und ihre Fans waren

aus dem Häuschen. „Ich bin sehr glücklich,

dass es uns gelungen ist, den Titel zu verteidigen.

Wir waren an diesem Wochenende eine

echte Mannschaft. Ich möchte mich bei allen

bedanken, die uns geholfen haben. Nicht zu unterschätzen

war auch die unglaubliche Unter-

8 BAHNSPORT AKTUELL September '19


stützung der Zuschauer. Wir haben sie gespürt

und sie setzte bei uns zusätzliche Kräfte frei. Es

ist unmöglich in Worte zu fassen, was wir fühlten,

als das ganze Stadion nach unserem Sieg

die russische Hymne gesungen hat“, sagte der

sichtlich gerührte Sayfutdinov nach dem Rennen.

Dank vor allem einer sehr starken Leistung

von Doyle holten die Australier die Bronzemedaille,

gefolgt von den Mannschaften aus Dänemark

und Schweden, die 37 bzw. 35 Punkte erzielten.

Im Vergleich zum Vortag konnte sich das deutsche

Team noch etwas steigern und schloss das

Finale mit insgesamt 30 Zählern ab. Das reichte

am Ende für den 6. Gesamtrang, aber die Leistung

der Mannschaft war wesentlich besser als

ihre Endplatzierung. In fast allen Läufen waren

die DMSB-Vertreter für die Konkurrenz ebenbürtige

Gegner. Huckenbeck erkämpfte am

Sonntag einen Sieg und schrieb respektable

11 Punkte. Erik Riss steuerte 5 Zähler bei. Lukas

Fienhage bestritt wieder nur einen Lauf. Er wurde

im Duell gegen Polen eingesetzt und blieb

ohne Punkte.

Für die Mannschaft aus Großbritannien war das

Wochenende eine einzige Katastrophe. Von Anfang

an war klar, dass die Engländer ohne Tai

Woffinden keine Chance haben würden, an ihren

Erfolg von 2018 anzuknüpfen. In Wroclaw

gewannen sie ja Silber. Doch keiner hatte wohl

damit gerechnet, dass ihre Leistung so desaströs

sein würde. Das Unheil nahm schon im ersten

Rennen seinen Lauf. Craig Cook brachte im

Duell gegen Deutschland seinen Teamkameraden

Robert Lambert unverständlicherweise zu

Fall. Zum Glück schaffte es Huckenbeck rechtzeitig,

seine Maschine umzulegen und damit

Schlimmeres zu verhindern. Trotz starker Prellungen

bestritt Lambert danach zwei weitere

Heats, ehe er einsah, dass es keinen Sinn hatte.

„Es war ein Fehler, dass ich nach dem Sturz weitergefahren

bin. Ich hätte gleich aufhören sollen,

weil es mir gar nicht gut ging. Ich wollte halt

meinem Team helfen“, sagte der 21-Jährige am

Sonntag. Großbritannien erzielte am ersten

Renntag 10 Punkte und lag an letzter Stelle.

Cook konnte das dänische Duo schlagen und erzielte

seinen einzigen Sieg. Am Sonntag wurde

es nur noch schlechter. Lambert ging nicht

mehr an den Start und Cook und Chris Harris erlitten

sechs schmerzhafte 1:5-Niederlagen. Sie

waren den Gegnern deutlich unterlegen und

konnten auch nach guten Starts aufgrund zahlreicher

Fehler ihre Platzierungen nicht halten.

Das SoN-Finale in Togliatti sahen sich insgesamt

20.000 Zuschauer an, aber weder am

Sonnabend noch am Sonntag war das Anatoli-

Stepanov-Stadion ausverkauft.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Speedway of Nations - Finale 1 + 2 - Togliatti/RUS

20./21.7.2019

Ergebnis:

1. Russland, 22+23=45 Punkte + 1. im Finale (Emil Sayfutdinov

17+14=31, Artem Laguta 4+8=12, Gleb Chugunov 1+1=2);

2. Polen, 21+26=47 + 2. im Finale (Maciej Janowski 0+N=0,

Bartosz Zmarzlik 17+18=35, Maksym Drabik 4+2=6, Patryk Dudek

N+6=6); 3. Australien, 23+18=41 + 2. im Race-off (Jason

Doyle 16+14=30, Max Fricke 5+4=9, Jaimon Lidsey 2+0=2);

4. Dänemark, 19+18=37 (Leon Madsen 13+11=24, Niels-Kristian

Iversen 2+2=4, Frederik Jakobsen 4+5=9); 5. Schweden,

16+19=35 (Fredrik Lindgren 9+10=19, Peter Ljung 7+9=16, Filip

Hjelmland 0+0=0); 6. Deutschland, 14+16=30 (Erik Riss

5+5=10, Kai Huckenbeck 9+11=20, Lukas Fienhage 0+0=0);

7. Großbritannien, 10+6=16 (Craig Cook 6+4=10, Chris Harris

2+2=4, Robert Lambert 2+N=2).

Race-off: Russland - Australien 3:3 (Doyle, Laguta, Sayfutdinov,

Fricke).

Finale: Russland - Polen 5:1 (Sayfutdinov, Laguta, Zmarzlik,

Dudek).

Jugend - 250 ccm - Holstebro und Holsted/DK

Im ersten Rennen wurde Erik Bachhuber mit

drei Siegen und 12 Punkten Dritter und qualifizierte

sich fürs Finale. Marlon Hegener verzeichnete

einen Sieg, verpasste jedoch mit

7 Zählern als Neunter den Einzug ins Finale

knapp. Im zweiten Semifinale ging Ben Ernst

an den Start. Der Weltmeister zeigte eindrucksvoll,

dass er die Titelverteidigung fest

im Visier hatte und siegte mit Punktemaximum.

Er bezwang dabei unter anderem den

Dänen Jesper Knudsen. Jonny Wynant hatte einen

Sturz zu beklagen und schied mit insgesamt

5 Zählern als Elfter aus.

Das Finale sollte ursprünglich am Sonntag um

14:00 Uhr starten. Doch langandauernder Regen

machte die Bemühungen der Organisatoren

zunichte. Trotz eines intensiven Bahndienstes

gelang es ihnen nicht, die Strecke bis

16:00 Uhr regelkonform zu präparieren. So beschloss

man kurzfristig, das Rennen im 110 Kilometer

entfernten Holsted stattfinden zu lassen.

Um 20:00 Uhr rollten die Teilnehmer des

Auftaktheats ans Startband. Ernst erzielte in

der Qualifikation insgesamt 11 Punkte und erreichte

als Fünftbester das Semifinale, wo er

Noel Wahlqvist, Mathias Pollestad und Gustav

Grahn hinter sich ließ. „Ich startete mit 3 Punkten

gut ins Rennen und war sofort auf dem richtigen

Kurs. Nachdem ich im zweiten Lauf einen

Punkt auf der Strecke lassen musste, konnte

ich mir in den nächsten beiden Einsätzen wieder

3 Punkte erkämpfen. Und die WM wäre keine

WM, wenn nicht auch, wie im letzten Jahr,

ein technischer Defekt dabei gewesen wäre.

Dennoch sicherte ich mir mit 11 Punkten den

Einzug ins Semifinale, das ich gewann“,

schrieb der 16-Jährige auf seiner Webseite. Im

Finale entbrannte gleich nach dem Start ein

heißer Kampf um den WM-Titel. Der Stralsunder

legte von Bahn 2 einen guten Start hin,

musste aber in der zweiten Kurve Knudsen ziehen

lassen, der außen eine sehr schnelle Fahrlinie

fand und am Ende als Sieger ins Ziel kam.

Speedway-Jugend-WM 250 ccm - Semifinale 1 + 2 -

Holstebro/DK + Finale - Holsted - 20./21.7.2019

Ergebnisse:

1. Jesper Knudsen

2. Ben Ernst (li.)

3. Noel Wahlqvist

Knudsen siegt, Ernst Vize

Mit großen Problemen gelang es den Organisatoren der 250-ccm-Jugend-WM, den Wettbewerb

zu Ende zu bringen. Die Semifinals konnten am Sonnabend planmäßig über die Bühne gehen.

Es ist bereits der zweite WM-Titel in der Familie

Knudsen. Vor zwei Jahren holte Jespers älterer

Bruder Jonas ebenfalls die Goldmedaille in der

250-ccm-Klasse. Ernst kam als Zweiter ins Ziel

und erkämpfte damit seine zweite WM-Medaille.

Dritter wurde Wahlqvist, der sich in der Endphase

den Attacken von Wiktor Przyjemski erwehren

musste. Erik Bachhuber begann mit einem

Sieg verheißungsvoll. Danach konnte der

15-Jährige jedoch keinen Dreier mehr erzielen

und belegte letztendlich mit insgesamt 8 Zählern

einen respektablen 10. Platz. „Ich wäre

gerne weiter vorne gelandet, aber einen Null-

Punkte-Lauf kannst du dir in dem Fahrerfeld

nicht leisten. Ich bin, denke ich, einfach nicht

aggressiv genug gefahren! Da ich allerdings

erst das zweite Jahr in der 250-ccm-Klasse starte,

denke ich, ein 10. Platz ist nicht ganz so

schlecht“, teilte der junge Fahrer aus Bayern

mit. • Text: Georg Dobes; Foto: privat

Finale: 1. Jesper Knudsen, DK, 16 Punkte; 2. Ben Ernst, D, 16;

3. Noel Wahlqvist, , S, 15; 4. Wiktor Przyjemski, PL, 15; 5. Mathias

Pollestad, N, 12; 6. Damian Ratajczak, PL, 10; 7. Flynn Nicol,

AUS, 9; 8. Gustav Grahn, S, 9; 9. Casper Henriksson, S, 8;

10. Erik Bachhuber, D, 8; 11. Pawel Trzesniewski, PL, 6;

12. Maurice Brown, AUS, 5; 13. Patrick Skaarup, DK, 4; 14. Mathias

Karlsen, DK, 3; 15. Noah Moos, DK, 1; 16. Markus Maximus

Lill, EST, 1; 17. Kirill Leiman, RUS, 0; 18. Ludvig Selvin, S, 0.

Semifinale 1 - qualifiziert für Finale: 1. Pollestad, 14+3 Punkte;

2. Henriksson, 14+2; 3. Bachhuber, 12; 4. Rasmus Pedersen,

DK, 11; 5. Brown, 9; 6. Leiman, 9; 7. Grahn, 8; Reserve 8. Ratajczak,

7.

Ausgeschieden: 9. Marlon Hegener, D, 7; 10. Sebastian Kössler,

A, 6; 11. Francis Gusts, LV, 6; 12. Viljam Lappi, FIN, 5;

13. Moos, 5; 14. Sam Hagon, GB, 3; 15. Michal Bastecky, CZ, 1;

16. Pavel Kuchar, CZ, 0.

Semifinale 2 - qualifiziert für Finale: 1. Ernst, 15 Punkte;

2. Knudsen, 14; 3. Przyjemski, 11+3; 4. Nicol, 11+2; 5. Trzesniewski,

11+1; 6. Wahlqvist, 10; 7. Skaarup, 9; Reserve 8. Selvin,

8.

Ausgeschieden: 9. Lill, 7; 10. James Pearson, AUS, 6; 11. Jonny

Wynant, D, 5; 12. Nicklas Lind Larsen, DK, 5; 13. Karlsen, 4;

14. Milan Dobias, CZ, 3; 15. Sam McGurk, GB, 1; 16. Jesper Valand,

N, 0.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-EM

Finale 2 -

Torun/PL

Leon Madsen,

Mikkel Michelsen,

Nicki Pedersen und

Grigorij Laguta

(von innen)

Madsen top

Leon Madsen zeigte sich in der zweiten EM-Finalrunde,

die in Torun über die Bühne ging, in

sehr guter Form. Der Titelverteidiger verzeichnete

in den Vorläufen vier Siege und qualifizierte

sich direkt für den Endlauf, in dem er vor zirka

5000 Zuschauern seinen Gegnern keine Chance

ließ. Der Däne erkämpfte auf der 325 Meter langen

Bahn insgesamt 15 Punkte und meldete seine

Anwartschaft auf die zweite Goldmedaille

an. Grigorij Laguta, der als EM-Führender nach

Polen kam, stürzte in seinem ersten Heat und

kam in der Qualifikation auf 10 Zähler. Als drittbester

Pilot dieser Rennphase musste der Russe

seine Chance im Semifinale suchen. Laguta

holte einen souveränen Start-Ziel-Sieg und zog

ins Finale ein, wo er zunächst an 3. Stelle lag. In

der dritten Runde rang der 35-Jährige Woryna

nieder und holte letztendlich den 2. Gesamtrang.

Damit verteidigte Laguta seine EM-Führung.

Woryna kam in der MotoArena auf die

niedrigste Podiumsstufe. Nicki Pedersen hatte

nach zwei Durchgängen nur 2 Punkte, aber danach

holte der dreifache Weltmeister drei Siege

und kam als Zweitbester der Vorläufe direkt ins

Finale, wo er sich jedoch mit dem unbeliebten

4. Platz begnügen musste. Kai Huckenbeck hatte

in Torun keinen guten Rennbeginn. Der 26-

Jährige hatte nach zwei Durchgängen noch keine

Punkte auf dem Konto. Danach erkämpfte

der Deutsche 5 Zähler, aber das reichte nur für

den 12. Rang. In der Gesamtwertung liegt „Hucke“

nach Torun an 9. Stelle, aber von einem

Medaillenrang trennen ihn nur 5 Punkte.

Madsen war in Polen nicht nur der Dominator

des Turniers, er wurde leider auch zum negativen

Held des Abends. Vor dem Rennen hatte es

heftig geregnet und die Bahnverhältnisse, vor

allem in der Zielkurve, waren sehr schwierig. Im

zehnten Rennen lag der Däne an 3. Stelle, erwischte

jedoch in der zweiten Kurve eine griffige

Stelle und verlor die Kontrolle über seine

Maschine. Er schoss Anders Thomsen regelrecht

ab. Beide Dänen kamen zu Fall, wobei

Thomsen direkt vor Robert Lambert stürzte. Der

Engländer hatte keine Chance, dem 25-Jährigen

auszuweichen und überfuhr ihn. Die Situation

sah schrecklich aus und es grenzte an ein Wunder,

dass der Skandinavier keine ernsthaften

Verletzungen davontrug. Thomsen absolvierte

danach keine Läufe mehr. Lambert, der ebenfalls

spektakulär stürzte, fuhr in Torun weiter

und wurde am Ende mit 8 Zählern Achter. Dem

21-Jährigen ging es jedoch nicht gut und er ließ

1.Leon Madsen (Mitte)

2. Grigorij Laguta (links)

3. Kacper Woryna (rechts)

sich in Berlin untersuchen, wo man Brüche

zweier Brustwirbel diagnostizierte. Wie lange

Lambert pausieren muss, ist noch ungewiss.

Madsen wurde als Laufabbruchverursacher disqualifiziert.

Man kann ihm bei der folgenschweren Kollision

keine Absicht unterstellen, aber sein Verhalten

danach ließ viel zu wünschen übrig. Nachdem

Madsen aufgestanden war, zeigte er kein Interesse

daran, wie es seinen Rivalen gesundheitlich

ging. Auf dem Weg ins Fahrerlager grüßte er

das Publikum und lachte in die Kamera, als ob

nichts passiert wäre. Von einem Sportler kann

man wohl erwarten, dass er Respekt für seine

Gegner und etwas Mitgefühl zeigt, wenn er ihre

Stürze verursacht hat. Im Re-run kam es zu einem

weiteren Sturz. Ausgangs der Startkurve

kam David Bellego zu Fall und zog sich dabei einen

Schlüsselbeinbruch zu. Auch der 19. Lauf

musste abgebrochen werden, als Adrian Miedzinski

nach einer harten Attacke mit Pawel

Przedpelski kollidierte und beide Fahrer stürzten.

Harte Kritik übte Mikkel Michelsen nach

dem Rennen. „Es ist beschämend, wenn man

Fahrer sieht, die Verletzungen erleiden, weil die

Bahn nicht korrekt präpariert wurde. Die Organisatoren

übernehmen zwar die Verantwortung

für unsere Sicherheit, nehmen aber nicht zur

Kenntnis, wenn wir sagen, dass die Strecke gefährlich

ist. Und das war sie heute. Aus diesem

Grund haben wir einige gefährliche Stürze miterleben

müssen“, sagte der Däne. Auch Michael

Jepsen Jensen redete nicht um den heißen

Brei herum. „Das waren die schlimmsten Bahnverhältnisse

in der ganzen Geschichte meiner

Rennen in der MotoArena.“

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-EM - Finale 2 - Torun/PL - 27.7.2019

Ergebnis:

1. Leon Madsen, DK, 15 Punkte; 2. Grigori Laguta, RUS, 12;

3. Kacper Woryna, PL, 10; 4. Nicki Pedersen, DK, 11; 5. Jaroslaw

Hampel, PL, 8; 6. Adrian Miedzinski, PL, 9; 7. Mikkel Michelsen,

DK, 8; 8. Robert Lambert, GB, 8; 9. Pawel Przedpelski, PL,

8; 10. Bartosz Smektala, PL, 7; 11. Michael Jepsen Jensen, DK,

6; 12. Kai Huckenbeck, D, 5; 13. Jakub Miskowiak, PL, 5; 14. David

Bellego, F, 4; 15. Vaclav Milik, CZ, 4; 16. Anders Thomsen,

DK, 3; 17. Antonio Lindbäck, S, 2; 18. Igor Kopec-Sobczynski,

PL, 0.

Semifinale: 1. Laguta; 2. Woryna; 3. Hampel; 4. Miedzinski.

Finale: 1. Madsen; 2. Laguta; 3. Woryna; 4. Pedersen.

10 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Finale 3 - Vojens/DK

Michelsen

siegt

Als Leon Madsen, der am Vortag in Czestochowa

gestürzt war und sich verletzt hatte, am

Samstagmorgen seine Teilnahme an der Finalrunde

in Vojens absagte, schien es, als ob sich

Grigorij Laguta den EM-Titel schon in Dänemark

sichern könnte. Und auch der Rennanfang

deutete darauf hin, dass dieses Szenario

tatsächlich eintreffen könnte. Der Russe rang

im Auftaktlauf Jaroslaw Hampel nieder und

holte einen Dreier. Doch später lief es für den

35-Jährigen mehr schlecht als recht. Der EM-

Führende konnte keinen Lauf mehr gewinnen

und schied nach 20 Heats mit nur 7 Zählern als

Zehnter aus.

Am 10. August spielten die dänischen Fahrer

im Vojens Speedway Center die dominierende

Rolle. Bester Pilot der Vorläufe war Nicki Pedersen.

Der dreifache Weltmeister erkämpfte in

dieser Rennphase drei Siege und beugte sich

nur Kacper Woryna und Bartosz Smektala. Der

42-Jährige war schnell und qualifizierte sich direkt

für den Endlauf. Eine starke Vorstellung

gab auch Mikkel Michelsen. Der 24-Jährige

kam auf der 300 Meter langen Bahn insgesamt

auf 12 Zähler, was gerade noch reichte, um als

Zweitbester das Finale zu erreichen. Michael

Jepsen Jensen hatte zwar in den Vorläufen eine

Null-Fahrt zu verzeichnen, aber in den restlichen

Rennen schrieb der ehemalige Juniorenweltmeister

beachtliche 11 Punkte. Im Last-

Chance-Heat holte der 27-Jährige einen unangefochtenen

Sieg und erreichte als dritter Däne

das Finale. Als Zweiter kam der Pole Woryna

ins Ziel und gesellte sich damit zum Gastgebertrio.

Der 22-Jährige ging in seinem ersten Heat

leer aus, konnte sich aber danach steigern und

schloss die Qualifikation als Fünfter mit

9 Punkten ab. Bartosz Smektala fuhr in Vojens

sehr inkonstant. Der Juniorenweltmeister hatte

zwar drei Siege vorzuweisen, aber einmal wurde

er nur Dritter und einmal sogar Vierter. Im

Semifinale kam der 20-Jährige nicht über den

letzten Rang hinaus und schied aus.

Während der Finalrunde in Torun verletzten

sich Robert Lambert, Anders Thomsen und David

Bellego und keiner von ihnen konnte in Dänemark

an den Start gehen. Timo Lahti ersetzte

Thomsen und zeigte sich in sehr guter Form.

Der Finne erkämpfte einen Sieg und zog mit

9 Zählern ins Semifinale ein. Dort jedoch wurde

der 27-Jährige Dritter und verpasste damit

knapp den Endlauf. Es hätte nicht viel gefehlt

und Kai Huckenbeck wäre unter die Topsechs

gekommen. Der Deutsche musste schon im

Auftaktlauf zu Boden, als Peter Kildemand in

der Startkurve stürzte. Der 26-Jährige wollte

dem Dänen ausweichen, blieb dabei jedoch

nicht auf dem Sattel. Nach vier Durchgängen

hatte „Hucke“ 8 Punkte und brauchte im

18. Rennen nur Dritter zu werden, um sich für

den Last-Chance-Heat zu qualifizieren. Leider

gelang dies nicht. Huckenbeck kam als Letzter

ins Ziel und belegte am Ende Tagesplatz 7.

Für Antonio Lindbäck endete das Rennen mit

einer Verletzung vorzeitig. In Heat 11 wurde der

Schwede ausgangs der Startkurve von Kildemand

touchiert und kam zu Fall. Frederik Jakobsen,

der für Madsen ins Rennen ging, konnte

nicht mehr ausweichen und seine Maschine

erwischte den 34-Jährigen. Lindbäck wurde ins

Krankenhaus gebracht, wo man eine Verletzung

der Schulter diagnostizierte. Der GP-Teilnehmer

wird pausieren müssen und bleibt der

GP-Runde in Malilla fern. Unverständlicherweise

schloss Referee Artur Kusmierz nicht Kildemand,

sondern Lindbäck als Laufabbruchverursacher

aus.

Im Finale legte Michelsen einen Bombenstart

hin und übernahm die Führung. Woryna, von

der Außenbahn fahrend, überholte in der zweiten

Kurve Pedersen und griff Mikkel Michelsen

an. Der Däne wehrte die Attacken gekonnt ab

und meldete sich vor über 6200 Zuschauern im

Ziel als Sieger. Kacper Woryna wurde Zweiter,

gefolgt von Nicki Pedersen. Hätte der 42-Jährige

den Finallauf gewonnen, hätte er auch die

EM-Führung übernommen. Vor dem abschließenden

Rennen in Chorzow liegt Laguta mit

34 Zählern weiterhin an der Spitze, hat aber

nur einen Punkt Vorsprung auf Pedersen. Michelsen

ist momentan Dritter und hat 4 Zähler

weniger als der Russe. Michael Jepsen Jensen

setzte im Finale Pedersen stark unter Druck,

fand jedoch kein Durchkommen und musste

sich mit dem unbeliebten 4. Platz zufriedengeben.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Daniel Sievers

Speedway-EM - Finale 3 - Vojens/DK - 10.8.2019

Ergebnis:

1. Mikkel Michelsen, DK, 15 Punkte; 2. Kacper Woryna, PL, 11;

3. Nicki Pedersen, DK, 14; 4. Michael Jepsen Jensen, DK, 11;

5. Bartosz Smektala, PL, 10; 6. Timo Lahti, FIN, 9; 7. Kai Huckenbeck,

D, 8; 8. Andzejs Lebedevs, LV, 8; 9. Andreas Lyager,

DK, 7; 10. Grigorij Laguta, RUS, 7; 11. Frederik Jakobsen, DK, 7;

12. Andrej Kudriashov, RUS, 5; 13. Vaclav Milik, CZ, 5; 14. Jaroslaw

Hampel, PL, 4; 15. Peter Kildemand, DK, 3; 16. Pawel Przedpelski,

PL, 2; 17. Antonio Lindbäck, S, 0.

Semifinale: 1. Jepsen Jensen; 2. Woryna; 3. Lahti; 4. Smektala.

Finale: 1. Michelsen; 2. Woryna; 3. Pedersen; 4. Jepsen Jensen.

Stand (nach 3 von 4 Rennen): 1. Laguta, 34 Punkte; 2. Pedersen,

33; 3. Michelsen, 30; 4. Smektala, 29; 5. Woryna, 29;

6. Jepsen Jensen, 27; 7. Leon Madsen, DK, 26; 8. Huckenbeck,

22; 9. Hampel, 19; 10. Milik, 17; 11. Lindbäck, 13; 12. Przedpelski,

13; 13. David Bellego, F, 12; 14. Robert Lambert, GB, 12.

1. Mikkel Michelsen (Mitte)

2. Kacper Woryna (links)

3. Nicki Pedersen (rechts)

Die Girls sind bereit für das Finale in Chorzow • Foto: Jarek Pabijan

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-EM

U19-Cup - Finale - Zarnovica/SK

Kvech dominiert

Nach vier Durchgängen schien es, als ob Evgeny

Saidullin den U19-Pokal mit nach Hause

nehmen würde, denn der Russe war bis dahin

noch ungeschlagen. Im 17. Rennen übernahm

der 18-Jährige die Führung, aber Ende der ersten

Runde zog Alexander Kaibushev völlig

überraschend an seinem Landsmann vorbei

und meldete sich als Erster im Ziel. Da Jan

Kvech im darauffolgenden Heat ungefährdet

siegte, zog er mit Saidullin gleich und es bedurfte

eines Stechens, um den Gesamtsieger

ermitteln zu können. In der zweiten Kurve holte

der Russe seinen Gegner vom Motorrad. Referee

Piotr Lis hatte keine andere Wahl als Saidullin

zu disqualifizieren und den 17-jährigen

Tschechen vor zirka 2000 Zuschauern zum Sieger

des Turniers zu küren. „Ich kann nicht glauben,

dass ich Gold gewonnen habe. Ich habe

nicht mehr damit gerechnet, dass Saidullin

noch Punkte verlieren könnte. Und das noch im

Duell mit seinem Landsmann. Ich möchte mich

bei Kaibushev bedanken. Er ist ein wahrer

Sportler“, sagte der Sieger. Mads Hansen

konnte nicht an seinen Erfolg vom Vorjahr anknüpfen,

als er im finnischen Varkaus Pokalsieger

wurde. Der Skandinavier erzielte auf der

400 Meter langen Bahn 13 Punkte und kam auf

die niedrigste Stufe des Podiums. Alexander

Kaibushev wurde mit 10 Zählern Gesamtvierter.

Hätte der polnische Schiedsrichter den

Russen im siebten Lauf wegen Berührens des

Startbandes nicht disqualifiziert, hätte der

junge Fahrer vielleicht Bronze holen können.

Mateusz Cierniak hatte nach drei Durchgängen

8 Punkte auf dem Konto und hoffte auf einen

Podestrang, ging jedoch danach zweimal leer

aus und wurde in Zarnovica am Ende Fünfter.

Ganz anders erging es Drew Kemp. Der Sieger

des Semifinals in Güstrow konnte zu Beginn

zweimal keine Punkte schreiben (einmal stürzte

er) und hatte keine Chance mehr auf eine gute

Platzierung, doch danach erkämpfte der

Engländer 8 Punkte und belegte letztendlich

Platz 6. Eine starke Performance zeigte Petr

Chlupac. Der 17-jährige Tscheche kam ebenfalls

auf 8 Zähler. Da er jedoch keinen Laufsieg

verbuchen konnte, wurde er schließlich Siebter.

Lukas Baumann, der in Güstrow Vierter geworden

war, kam mit dem Oval in der Slowakei

überhaupt nicht zurecht und konnte seine

Technik nicht richtig abstimmen. Im Endeffekt

erzielte der Deutsche insgesamt 3 Zähler, was

nur für den 16. Rang reichte. Lukas hatte auch

einen Sturz zu beklagen, erlitt aber dabei

glücklicherweise keine Verletzungen. Der 17-

jährige David Pacalaj, einziger Vertreter der

Jan Kvech siegt

vor Evgeny

Saidullin (li.)

und Mads

Hansen (re.)

• Foto:

Jakub

Zliechovec

Gastgeber, fuhr etwas unter den Erwartungen

der Fans und landete mit 4 Punkten auf Rang

13. • Georg Dobes

Speedway-U19-Cup - Finale - Zarnovica/SK - 11.8.2019

Ergebnisse:

1. Jan Kvech, CZ, 14+3 Punkte; 2. Evgeny Saidullin, RUS,

14+S/D; 3. Mads Hansen, DK, 13; 4. Alexander Kaibushev,

RUS, 10; 5. Mateusz Cierniak, PL, 8; 6. Drew Kemp, GB, 8;

7. Petr Chlupac, CZ, 8; 8. Alexander Woentin, S, 7; 9. Jonas Seifert-Salk,

DK, 7; 10. Karol Zupinski, PL, 6; 11. Christian Thaysen,

DK, 6; 12. Emil Pörtner, DK, 5; 13. David Pacalaj, SK, 4;

14. Philip Hellström-Bängs, S, 3; 15. Jason Edwards, GB, 3;

16. Lukas Baumann, D, 3; 17. Marko Levishyn, UKR, 1.

U19-Cup - Semifinale 1 - Pardubice/CZ

Hansen siegt

Erwartungsgemäß triumphierte Mads Hansen

im ersten Semifinale des europäischen Pokalwettbewerbs.

Auf der 391 Meter langen Strecke

fand der Titelverteidiger keinen Bezwinger und

schloss das Rennen mit einem Punktemaximum

ab. „Ich fühlte mich auf der breiten Bahn

sehr komfortabel. Es ist schade, dass das Finale

nicht in Pardubice stattfinden wird“, sagte

der 19-jährige Däne. Für eine große Überraschung

sorgte Alexander Kaibushev. Der 18-

Jährige erzielte in Pardubice drei Siege und

kam auf insgesamt 13 Zähler. Da Jan Kvech

nach 20 Heats mit dem Russen punktgleich

war, rollten beide Fahrer in einem Stechen an

den Start, um unter sich auszumachen, wer am

Ende Tageszweiter wird. Kaibushev revanchierte

sich vor lediglich 200 Fans am favorisierten

Tschechen für seine Niederlage im zweiten

Lauf und kreuzte als Erster die Ziellinie. Für

den Endlauf im slowakischen Zarnovica qualifizierten

sich auch Mateusz Cierniak, Petr Chlupac,

Jason Edwards, Philip Hellström-Bängs

und David Pacalaj.

Ethan Spiller, der einzige deutsche Fahrer am

Start, erzielte in Tschechien 4 Punkte und

schied als Zwölfter aus. Etwas überraschend

schaffte Marko Levishyn die Qualifikation

nicht. Der Ukrainer war ja im Vorjahr Sieger eines

der Semifinals. • Georg Dobes

Speedway-U19-Cup - Semifinale 1 - Pardubice/CZ - 9.8.2019

Ergebnisse:

U19-Cup - qualifiziert für Finale in Zarnovica/SK am 11.8.:

1. Mads Hansen, DK, 15 Punkte; 2. Alexander Kaibushev, RUS,

13+3; 3. Jan Kvech, CZ, 13+2; 4. Mateusz Cierniak, PL, 11;

5. Petr Chlupac, CZ, 10; 6. Jason Edwards, GB, 9; 7. Philip Hellström-Bängs,

S, 8+3; 8. David Pacalaj, SK, 8+2; Reserve 9. Daniils

Kolodinskis, LV, 8+1.

Ausgeschieden: 10. Michal Curzytek, PL, 7; 11. Marko Levishyn,

UKR, 6; 12. Ethan Spiller, D, 4; 13. Toni Hyyryläinen, FIN, 4;

14. Jarno de Vries, NL, 3; 15. Dennis Fazekas, H, 1; 16. Andreij

Popa, RO, 0.

U19-Cup - Semifinale 2 - Güstrow/D

Baumann

im Finale

Die Jugend stand im Mittelpunkt der zwei Veranstaltungen,

die der MC Güstrow von der FIM Europe zugesprochen

bekommen hatte. Den Auftakt machten am

Freitagabend, 9. August, die Aktiven bis zu einem Alter

von 19 Jahren, die in einem von zwei Semifinals um

den Einzug in den entscheidenden Endlauf im slowakischen

Zarnovica kämpften.

Im Feld der 16 Aktiven standen mit Lukas Baumann

und Leon Arnheim auch zwei Fahrer der Güstrow Torros,

die sich natürlich vorgenommen hatten, vor heimischem

Publikum den Vorteil der Bahnkenntnisse für

die Qualifikation zu nutzen. Leider spielte das Wetter

nicht so richtig mit, denn pünktlich zur Fahrerpräsentation

begann es zu regnen und hörte auch während

der gesamten Veranstaltung nicht mehr auf. Trotzdem

hielt die Bahn den äußeren Bedingungen sehr gut

stand und so konnten die gesamten 20 Läufe plus

zwei notwendig gewordene Stechen ohne einen einzigen

Bahndienst in gut zwei Stunden bewältigt werden.

Über den Zustand der Bahn konnte der Sieger nach

der Veranstaltung auch nur Positives sagen. Mit Maximum

gewann der Brite Drew Kemp dieses Rennen.

Wenn er nicht schon am Start vorn war, dann baute er

so einen Druck auf seinen Gegner auf, dass er diesen

in einen Fehler trieb und dann vorbeifahren konnte.

Auf den 2. Platz kam mit 12 Punkten der Russe Evgeny

Saidullin. Um den 3. Platz musste ein Stechen gefahren

werden. Vorher kam es allerdings noch zur wichtigen

Auseinandersetzung um den letzten Qualifikationsplatz.

Hier schaffte es der Lette Ernest Matjusonoks

nicht, rechtzeitig am Start zu erscheinen, sodass

Karol Zupinski und Christian Thaysen die Plätze 7 und

8 in dieser Reihenfolge unter sich ausmachten. Die

Qualifikation schafften auf den Ränge 5 und 6 auch

Alexander Woentin und Emil Portner.

Insgesamt kamen die besten acht Teilnehmer weiter

und der Neunte musste die Reserveposition im Finale

einnehmen. Schon während des Rennens wurde eine

Zweiteilung des Fahrerfeldes deutlich. Nur neun Aktive

konnten wirklich um die Qualifikation kämpfen. Leider

gehörte Leon Arnheim nicht zu dieser Gruppe, ein

Ausfall und ein unverschuldeter Sturz, nach dem er

zwar wieder antreten konnte, verhinderten eine bessere

Platzierung und so fand er sich am Ende auf dem

10. Rang ein. Viel besser machte es der Dritte der deutschen

Juniorenmeisterschaft Lukas Baumann. Er begann

mit einem Laufsieg und ließ vier 2. Plätze folgen.

In jedem seiner Auftritte war er hochkonzentriert und

kämpfte mit seinen Gegnern. Als einer der wenigen im

Fahrerfeld gelang es ihm, Lücken zu erkennen, in denen

er überholen konnte. Mit den erkämpften 11 Zählern

musste er zusammen mit dem Dänen Jonas Seifert

in ein Stechen um den 3. Platz in der Tageswertung.

In diesem Duell versuchte der Fahrer der Güstrow Torros

alles, kam aber nicht am Dänen vorbei und musste

so mit dem 4. Platz vorliebnehmen. „Ich bin trotzdem

zufrieden, denn mein Ziel war die Qualifikation und

die habe ich sicher erreicht“, sagte Lukas Baumann

nach dem Rennen. • Gunnar Mörke

Speedway-U19-Cup - Semifinale 2 - Güstrow/D - 9.8.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Zarnovica/SK am 11.8.: 1. Drew Kemp, GB,

15 Punkte; 2. Evgeny Saidullin, RUS, 12; 3. Jonas Seifert, DK, 11+3;

4. Lukas Baumann, D, 11+2; 5. Alexander Woentin, S, 10; 6. Emil Portner,

DK, 10; 7. Karol Zupinski, PL, 9+3; 8. Christian Thaysen, DK, 9+2; Reserve

9. Ernest Matjusonoks, LV, 9+D.

Ausgeschieden: 10. Leon Arnheim, D, 5; 11. Espen Sola, N, 4; 12. Mika

Meijer, NL, 4; 13. Timi Salonen, FIN, 3; 14. Andriy Rozaliuk, UKR, 3;

15. Daniel Silhan, CZ, 2; 16. Steven Goret, F, 1; 17. Ben Ernst, D, 1; Jonas

Wilke, D, 1.

12 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Norick Blödorn siegt vor Chris Waennerstrom

und Bastian Pedersen • Foto: privat

Bahnsport-Jugend-Europapokal 125 ccm

Finale - Torun/PL

Vanicek holt den Pokal

Im vergangenen Jahr wurde das Pokalrennen im tschechischen

Divisov ausgetragen und die Gastgeber gaben

den Ton an. Die „Koliber“ (so nennt man in Tschechien

Nachwuchsfahrer der 125-ccm-Klasse) belegten damals

alle Podestplätze. In Torun bewiesen die jungen Tschechen,

dass ihr Triumph von Divisov kein Zufall war. Jaroslav

Vanicek gelang es, in der MotoArena seinen Titel

erfolgreich zu verteidigen. Der Zwölfjährige erzielte in

den Vorläufen 14 Punkte und unterlag in dieser Rennphase

nur Luke Harrison. Im Finale konnte sich der

Tscheche an seinem Bezwinger revanchieren und

kreuzte vor leider nur zirka 150 Zuschauern als Erster

die Ziellinie. Zweiter wurde Vojtech Sachl, der im Vorjahr

die Bronzemedaille gewann. Der Elfjährige kam in

der Quali auf 13 Zähler und musste vorher das B-Finale

bestreiten, aus dem er als Zweiter in den Endlauf einzog.

Der Engländer Harrison belegte im Finale den

3. Rang.

Fünf Nachwuchsfahrer aus Deutschland gingen in Torun

an den Start. Bester von ihnen war Patrick Hyjek.

Der Zwölfjährige erkämpfte in der Anfangsphase

14 Punkte und beugte sich nur dem späteren Gesamtsieger.

Der Fahrer des MSC Olching qualifizierte sich

direkt fürs A-Finale, in dem er letztendlich Vierter wurde.

„Es war mein erstes internationales Rennen und ich

konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Ich war sehr

nervös, fühlte mich jedoch seit dem ersten Training

sehr wohl auf der Bahn. Alles in allem bin ich sehr zufrieden

mit meiner Leistung, da ich mein Ziel, unter die

ersten sechs Fahrer zu kommen, erreicht habe“, teilte

Patrick auf seiner Facebook-Seite mit. Bruno Thomas,

Patricia Erhardt und Luca Kastner erreichten mit jeweils

3, 2 und 2 Zählern das D-Finale. Luca wurde dort Zweiter,

Bruno Vierter und Patrizia Sechste. Leonie Winhold

schrieb in Torun einen Punkt und belegte am Ende Gesamtplatz

23.

Eine schwache Leistung brachte der Unparteiische.

Guiseppe Grandi ließ schon im Auftaktlauf zu, dass die

Teilnehmer vier, statt drei Runden absolvierten. Patrick

Hyjek brauchte 69,72 Sekunden, um die schwarz-weißkarierte

Flagge zu sehen. Die Tagesbestzeit mit 52,06

Sekunden erzielte Jaroslav Vanicek in Heat 6.

• Text: Georg Dobes; Foto: Wieslaw Ruhnke

Bahnsport-Jugend-Eurpacup 125 ccm - Finale - Torun/PL - 20.7.2019

Ergebnis:

1. Jaroslav Vanicek, CZ, 14 Vorlaufpunkte; 2. Vojtech Sachl, CZ, 13; 3. Luke

Harrison, GB, 14; 4. Patrick Hyjek, D, 14; 5. Otto Raak, FIN, 14; 6. Bruno

Belan, CZ, 13; 7. Max Perry, GB, 11; 8. Jan Jenicek, CZ, 10; 9. Frido Ving Viidas,

EST, 11; 10. Kacper Makowski, PL, 8; 11. Roman Kapustin, UKR, 5;

12. Mateusz Lopuski, PL, 8; 13. Freddie Fox-Baron, GB, 5; 14. Borys Kopec-

Sobczynski, PL, 7; 15. Ben Trigger, GB, 7; 16. Max James, GB, 8; 17. Aadam

Seerma, EST, 3; 18. Luca Kastner, D, 2; 19. Tino Bouin, F, 3; 20. Bruno Thomas,

D, 3; 21. Jekabs Gusts, LV, 3; 22. Patricia Erhardt, D, 2; 23. Leonie

Winhold, D, 1; 24. Richard Fuzesi, H, 1; 25. Dawid Grzeszczyk, PL, 0.

Jugend-Europacup - 85 ccm - Finale - Güstrow/D

Blödorn ist der Beste Europas

Schon vor dem Rennen war für Norick Blödorn

klar, dass er sein letztes Rennen in der 85-ccm-

Klasse bestreiten würde und da der Europacup

auf seiner Heimbahn in Güstrow ausgetragen

wurde, waren der Druck und die Anspannung

sicher noch einmal höher.

Gegen 15 Konkurrenten, die meisten aus Skandinavien,

trat der 15-Jährige als einziger Vertreter

Deutschlands an und wollte die Chance, mit

seiner Bahnkenntnis erfolgreich zu sein, unbedingt

nutzen. Tatsächlich startete er richtig gut

ins Rennen. Den ersten Lauf konnte er von der

inneren Position gleich in der Startkurve entscheiden,

er vergrößerte seinen Vorsprung

über die Vier-Runden-Distanz bis ins Ziel. Auch

in seinem zweiten Lauf war er erfolgreich und

es mutete schon etwas unwirklich an, als er

nach dem dritten Durchgang, den er wiederum

als Sieger absolvierte, alleine mit Maximum an

der Spitze des Tableaus stand. Natürlich waren

die Hoffnungen, dass er seine Fähigkeiten nutzen

würde, im Vorfeld groß. Dass er dann allerdings

so souverän seine ersten Läufe bestritt,

war nicht unbedingt zu erwarten und zeigte

einfach die gewachsene Reife des jungen Piloten,

auch mit derartigen Stresssituationen erfolgreich

umgehen zu können. In seinem vierten

Lauf hatte er mit Chris Wännerström und

Bastian Pedersen die beiden Fahrer als Gegner,

die mit jeweils 8 Punkten bis dahin nur einen

Zähler weniger gesammelt hatten und somit

seine stärksten Verfolger darstellten. Zudem

musste Norick von der äußeren Startposition

ins Rennen gehen und hatte damit den

längsten Weg in die erste Kurve. Trotz guter Reaktion

hatte er in der Beschleunigungsphase

einen kleinen Aufsteiger und kam so nur als

Zweiter durch die erste Kurve. Diese Position

verteidigte er gegen die vehementen Angriffe

von Bastian Pedersen zwar bis ins Ziel, Chris

Wännerström war allerdings schon enteilt. Damit

war klar, Norick musste in seinem letzten

Lauf maximal punkten, um ein Stechen zu erzwingen.

Allen drei gelang es, im letzten

Durchgang einen Sieg einzufahren und damit

sicherte sich zunächst Bastian Pedersen, der

Anfang Juli beim verletzungsbedingten Fehlen

von Norick den World Cup dieser Klasse gewonnen

hatte, den 3. Platz in der Wertung.

Über den Gesamtsieg musste anschließend ein

Stechen entscheiden, das damit auch den finalen

Höhepunkt der Veranstaltung markierte. In

diesem Duell startete der Däne von innen und

Norick auf der äußeren Position. Diesmal zauberte

der Fahrer der Güstrow Torros einen hervorragenden

Start auf die Bahn und konnte so

schon in der ersten Kurve vor seinem Konkurrenten

sein. Die Führung ließ er sich dann nicht

mehr nehmen und gewann durch diesen nervenaufreibenden

Zusatzlauf den Youth Racing

Cup 2019 und ist damit der beste Fahrer Europas

in seiner Klasse. „Hat doch geklappt“, sagte

Norick norddeutsch kurz nach diesem riesigen

Erfolg, denn in diesem Rennen wurde

deutlich, dass er ein gutes Konzept hatte und

sich durch nichts verunsichern ließ. So strahlte

er zu Recht bei der Siegerehrung, als ihm zu

Ehren die Nationalhymne gespielt wurde und

räumte dann ein, dass „der Druck natürlich

hoch war. Ich wollte auf meiner Heimbahn unbedingt

gewinnen. Und nun fahre ich nur noch

500er Rennen“, war anschließend sein Ausblick

auf die Zukunft. Und auch in dieser Klasse

hat er mit dem Erfolg bei der deutschen Juniorenmeisterschaft

bereits gezeigt, dass er

keine Probleme beim Umstieg auf die große

Maschine haben wird. • Gunnar Mörke

Speedway-Jugend-Europacup 85 ccm - Finale - Güstrow/D

9.8.2019

Ergebnis:

1. Norick Blödorn, D, 14+3 Punkte; 2. Chris Waennerstrom, DK,

14+2; 3. Bastian Pedersen, DK, 12; 4. Jesper Knudsen, DK, 11;

5. Nicklas Aagaard, DK, 11; 6. Victor Nielsen, DK, 11; 7. Noah

Nielsen, DK, 9; 8. William Bäckström, S, 8; 9. Ricky Woss, S, 7;

10. Eddie Bock, S, 6; 11. Anton Jansson, S, 5; 12. Alfons Wiltander,

S, 4; 13. Jesper Valand, N, 3; 14. Kacper Halkiewicz, PL, 2;

15. Isak Lundqvist, S, 1; 16. Björn Olav Omdal, N, 1.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-DM

Landshut

• Foto: Klaus Goffelmeyer

AC Landshut Devils im Finale

AC Landshut Devils

machen Finaleinzug fix

Der amtierende Meister und Rekordtitelträger

der 1. Deutschen Speedway Bundesliga hat es

wieder einmal geschafft und sich zum elften

Mal in Folge den Finaleinzug gesichert.

Los ging es für die Landshuter am Donnerstagabend

vor heimischem Publikum, als man die

DMV White Tigers zu Gast hatte. Hier ließ der

Gastgeber vor 2750 Zuschauern nicht viel anbrennen

und gestattete den Tigers, die mit Daniel

Kaczmarek, Paco Castagna, Kevin Wölbert,

René Deddens, Ethan Spiller und Julian Bielmeier

angetreten waren, letztlich nur zwei

Heatsiege beim 7:2 in Heat 8, bei dem Kevin

Wölbert als Joker voll punktete, sowie beim 4:2

in Heat 11, als Devils-Kapitän Martin Smolinski

gegen Wölbert den einzigen Punkt an diesem

Abend einbüßte.

Eine Schrecksekunde hatten die Devils in Heat

9, als Valentin Grobauer stürzte und nicht mehr

am weiteren Rennverlauf teilnehmen konnte.

Ohne Ersatzfahrer mussten die Devils diesen

Ausfall mit den fünf verbliebenen Fahrern kompensieren.

Mit dem 47:39-Ergebnis konnten die

Landshuter schließlich die Zielvorgabe „Finaleinzug

vor heimischem Publikum“ erfüllen.

14 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Dementsprechend zufrieden zeigte man sich im

Teammanagement, auch wenn die Verletzung

von Valentin Grobauer natürlich einen leicht faden

Beigeschmack hinterlässt: „Unsere Ausländer

haben wieder voll überzeugt, und auch

Kapitän Martin Smolinski hat mit einem Punkt

unter Maximum seine Ausnahmestellung im

deutschen Speedway bestätigt. Katt hat geliefert,

als es notwendig war und Jonas Wilke hat

in seinem ersten kompletten Bundesligarennen

gezeigt, dass er auf C durchaus mithalten

kann“, resümiert Teammanager Klaus Zwerschina

nach dem Rennen.

Mit diesem Sieg und dem Finaleinzug im Rücken

ging es dann direkt in den Nordosten der

Republik, da am 16. August das Anfang Juli ins

Wasser gefallene Rennen in Stralsund auf dem

Terminkalender stand. Die ACL-Verantwortlichen

hatten während der Busreise noch eine

Extraschicht eingelegt und kurzfristig Michael

Härtel als Ersatz für Grobauer verpflichtet, der

die diesjährige Kernmannschaft aus Vaclav Milik,

Viktor Kulakov, Martin Smolinski, Stephan

Katt und Jonas Wilke verstärkte.

Und auch hier lagen die Devils bis Heat 7 auf gutem

Kurs, zunächst mit ausgeglichenem Ergebnis,

dann mit 2 Puntken Vorsprung beim zweiten

Bahndienst. Danach wendete sich jedoch

das Blatt zugunsten der Gastgeber, bei denen

vor allem Frederik Jakobsen und Tobias Busch

auftrumpften. Bei den Devils schlug dagegen

wieder einmal der Technikteufel ein – und die

fehlenden Punkte durch drei Motorschäden bei

Viktor Kulakov, Martin Smolinski und Michael

Härtel waren dann letztlich nicht mehr zu kompensieren.

„Schade, dass es mit dem Finaleinzug ohne

Niederlage in der Vorrunde nicht geklappt hat“,

so ACL-Vorstand Gerald Simbeck, „aber Finale

ist Finale. Es war gestern schon ein Kraftakt,

den Ausfall von Valentin Grobauer zu kompensieren,

aber heute war es dann einfach zu viel

Pech auf einmal.“

Der AC Landshut gratuliert dem frisch gebackenen Vater Martin Smolinski • Foto: Niklas Breu

Siegerehrung beim Bundesligarennen in Stralsund,

wo der ACL seine einzige Niederlage in der Vorrunde kassierte • Foto: Bernd Quaschning

Martin Smolinski, Daniel Kaczmarek, Kevin Wölbert,

Stephan Katt • Foto: Klaus Goffelmeyer

Die Landshuter warten nun gespannt, wer ihr

diesjähriger Finalgegner sein wird. In der Vorrunde

steht noch eine Entscheidung zwischen

Brokstedt und Wittstock aus und momentan ist

noch nicht sicher, ob diese im Rahmen eines

Nachholrennens oder am grünen Tisch fallen

wird.

Die beiden Finalläufe müssen laut Reglement

bis 3. Oktober abgeschlossen werden, wobei

der Tabellenführer beim letzten Rennen Heimrecht

hat – worauf Landshut natürlich hofft.

• Claudia Patzak

ADAC-Speedwayrennen Landshut - 15.8.2019

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 47 Punkte (Viktor Kulakov 10, Vaclav

Milik 13, Martin Smolinski 14, Valentin Grobauer 3,

Jonas Wilke 2, Stephan Katt 5); 2. DMV White Tigers Diedenbergen,

39 (Daniel Kaczmarek 6, Paco Castagna 7,

Kevin Wölbert 15, René Deddens 7, Marius Hillebrand 2,

Ethan Spiller 2, Julian Bielmeier N).

ADMV-Speedwayrennen Stralsund - 16.8.2019

Ergebnis:

1. MC Nordstern Stralsund, 44 Punkte (Evgeny Saidullin

5, Fredrik Jacobsen 12, Tobias Busch 11, Dominik Möser

7, Richard Geyer 5, Ben Ernst 4); 2. AC Landshut Devils,

40 (Viktor Kulakov 8, Vaclav Milik 9, Michael Härtel 9,

Martin Smolinski 11, Jonas Wilke 0, Stephan Katt 3).

Stand: 1. AC Landshut Devils, 4 Rennen/181 Laufpunkte/6

Matchpunkte; 2. MSC Brokstedt Wikinger,

3/145/4; 3. MSC Wölfe Wittstock, 3/125/4; 4. DMV White

Tigers, 4/165/2; 5. MC Nordstern Stralsund, 4/147/2.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-DM

Junioren U21 - Finale - Ludwigslust

Lukas Fienhage ist U21-Meister

Zu einem wahren Marathonrennen wurde das

Finale der U21 in Ludwigslust. Leider musste

der Rettungshubschrauber zweimal gerufen

werden und das ergab schon allein gut zweieinhalb

Stunden Verzögerung. Michael Härtel

musste sich schon vorher beim DMSB abmelden

und konnte so seinen Traum vom fünften

Titel beerdigen. Für ihn wurde Mario Niedermeier

als Nummer 1 ins Feld der acht fest nominierten

Fahrer bestellt. So standen 16 Fahrer

für die Qualifikation bereit, um sich ab Heat 11

mit den schon etwas erfahreneren Fahrern zu

messen. Mit Celina Liebmann und Ann-Kathrin

Gerdes waren auch zwei Mädels am Band. Als

Neulinge in dieser Klasse konnte man aber

auch Ben Ernst und Norick Blödorn sehen und

beide sollten ihre Sache gut machen. Beide

konnten jeweils ihren ersten Vorlauf souverän

gewinnen. Pech hatte Lukas Baumann in Heat

3. Er führte unangefochten, als ihm nur 50 Meter

vor dem Ziel die Kette riss. Liebmann gelang

in Heat 5 ihr erster Sieg und Baumann

konnte sein zweites Rennen ebenfalls gewinnen.

Blödorn konnte mit seinem zweiten Laufsieg

in Heat 7 sogar die Führung übernehmen.

In Lauf 9 gab es den ersten schweren Unfall.

Sandro Wassermann griff Maximilian Troidl in

der Fahrerlagerkurve außen an, obwohl eigentlich

nicht genug Platz für ihn war. Irgendwie

stand plötzlich der Lenker quer, es sah aus der

ersten Kurve so aus, als käme er nicht von der

Maschine los und schlug voll in den Airfence

ein. Erst nach einer langen Wartezeit wurde bekanntgegeben,

dass der Rettungshubschrauber

kommen würde. Bis Sandro aber transport-

1. Lukas Fienhage

2. Dominik Möser

3. Lukas Baumann

fähig war und der Hubschrauber zum UKE-Eppendorf

fliegen konnte, waren gut eineinhalb

Stunden vergangen. Dann ging es endlich weiter

und über die letzten beiden Vorläufe konnten

sich Jeffrey Sijbesma und Lukas Baumann

fürs Hauptfeld qualifizieren. Ebenfalls qualifiziert

hatten sich Norick Blödorn, Domenik Otto,

Richard Geyer, Dustin Schultz, Fynn-Ole

Schmietendorf, Maximilian Troidl und Ben

Ernst.

Gegen 16:50 Uhr startete der erste Lauf mit

den gesetzten Fahrern und wieder war es

Youngster Blödorn, der Wilke, Ernst und Niedermeier

das Hinterrad zeigte. Fienhage zeigte

in Heat 12 erstmals, was er draufhat und siegte

vor Geyer, Wachs und Troidl. Dominik Möser,

der auf seiner Heimbahn so gern Meister werden

wollte, gewann ebenfalls souverän vor

Heimfahrer Arnheim und Sijbesma. Schultz

wurde Letzter. Baumann besiegte in Heat 14

die beiden gesetzten Fahrer Ethan Spiller und

Niels Oliver Wessel sowie Fynn-Ole Schmietendorf.

Richtig interessant wurde es ab Lauf 17,

als Möser seinen zweiten Laufsieg vor Spiller,

Geyer und Ernst holte. Fienhage wollte es ihm

im nächsten Rennen gleichtun, doch am Start

ging der Motor aus und er wurde wegen Zeitüberschreitung

disqualifiziert! Baumann siegte

vor Arnheim und Wilke. Den wichtigsten

Sieg erzielte Lukas Fienhage in Lauf 19 vor Geyer,

während Wachs und Ernst auf Platz 9 ausschieden.

In Lauf 22 gab es den nächsten schweren

Sturz. Blödorn hatte den besten Start, doch in

der ersten Kurve verhakten sich Sjibesma, Wilke

und Niedermeier. Doch alle durften wieder

ans Band und prompt passierte das Gleiche

noch einmal, aber diesesmal mit Folgen. Wieder

kam Sijbesma zu quer in die Kurve, Niedermeier

war direkt hinter ihm. Alle drei stürzten

und Wilke flog höher als der Airfence. Niedermeier

fuhr auf dem Hinterrad sitzend ohne

Hände am Lenker mit Vollgas geradeaus in den

Airfence und blieb liegen. Für ihn musste ebenfalls

ein Hubschrauber angefordert werden.

Bis Patient und Hubschrauber abflugbereit waren,

war es 18:25 Uhr. Wir wünschen beiden

Fahrern gute Besserung. In Heat 21 trafen Möser,

Fienhage, Arnheim und Wilke aufeinander.

Möser hatte den besseren Start und gewann

vor Fienhage und Arnheim. Rennen 22 sah den

nächsten Sieg von Blödorn, der von seinen tolle

Starts profitierte, vor Baumann. Beide standen

damit im Finale. Spiller wurde Dritter vor

Geyer. Spiller konnte sich mit einem Sieg in

Heat 23 auf Platz 5 schieben. Hinter ihm landeten

Geyer, Arnheim und Wilke.

Im Anschluss folgte endlich das Finale: Fienhage

ging von Blau in Führung und konnte Möser,

Baumann und Blödorn hinter sich halten. Damit

war Fienhage Deutscher U21-Meister. Möser

wirkte sehr traurig und seine Schwester

konnte die Tränen kaum unterdrücken. Baumann

schien sichtlich zufrieden, aber die größte

Überraschung für mich war Blödorn. Noch

gar nicht fit von seinem Sturz in Brokstedt

(Kreuzbandverletzung im Knie), zeigte er sein

tolles Talent. Vor allem seine Starts waren sehenswert.

Am Vormittag fuhren bereits die Junior-C-Fahrer

um Punkte für die Norddeutsche Bahnmeisterschaft.

Jonny Wynant konnte in vier Läufen

zwei Siege herausfahren. Lukas Wegener

konnte ihn zweimal besiegen, wurde aber mit

nur 9 Punkten Dritter. Rang 2 mit ebenfalls

9 Zählern ging an Tom Finger.

• Text u. Fotos: Wolfgang Radszuweit

Speedway-DM - Junioren U21 - Finale - ADMV-Speedwayrennen

Ludwigslust - 28.7.2019

Ergebnis:

1. Lukas Fienhage; 2. Dominik Möser; 3. Lukas Baumann;

4. Norick Blödorn; 5. Ethan Spiller; 6. Richard Geyer; 7. Leon

Arnheim; 8. Jonas Wilke; 9. Fabian Wachs; Mario Niedermeier;

11. Ben Ernst; Jeffrey Sijbesma; 13. Fynn Ole Schmietendorf;

Niels Oliver Wessel; 15. Maximilian Troidl; Dustin Schultz;

17. Celina Liebmann; Timo Wachs; 19. Sandro Wassermann;

Domenik Otto; 21. Nick Colin Haltermann; Birger Jähn; 23. Ann-

Kathrin Gerdes.

Junior C - 250 ccm: 1. Jonny Wynant, 10 Punkte; 2. Tom Finger,

9; 3. Lukas Wegner, 9; 4. Marlon Hegener, 6; 5. Nynke Sijbesma,

2; 6. Tom Meyer, 0.

Finale: Lukas Fienhage (blau) siegt vor Dominik Möser (gelb), Lukas Baumann (rot) und Norick Blödorn (weiß)

16 BAHNSPORT AKTUELL September '19


5. Lauf - Dohren

An Erfahrung

gewonnen

Auf der 215 Meter langen Speedwaybahn in Dohren, dem kleinsten Rennoval

Deutschlands, hatten die DMV Junior White Tigers keine Chance.

Schon im Vorfeld war klar, dass durch die Ausfälle von Dustin Schulz (berufliche

Gründe) und Marcel Dachs (Verletzung) das Team geschwächt

war. Und kurzfristig verletzte sich noch 250er-Fahrer Melf Ketelsen. So

musste Teamchef Andreas Schumacher noch kurzfristig Ersatz suchen.

Durch die gute Verbindung zum MC Norden konnte noch Jelto Schäfer für

das Rennen gewonnen werden.

Das Rennen wurde von den Gastgebern, dem Emsland Speedwayteam

Dohren, sowie dem Titelverteidiger, den Cloppenburg Fighters, dominiert.

Am Ende setzten sich die Fighters deutlich durch und wurden ihrer

1.Cloppenburg Fighters, 2. Dohren, 3. Wolfslake

René Deddens

vor Marius

Nielsen

und Geert

Bruinsma

Schildbürgerpokal Teterow

Fehlentscheidung

Eine Fehlentscheidung könnte in Teterow noch zu weiteren Problemen

nach dem etwas verunglückten „Schildbürgerpokal“-Rennen führen.

Veranstaltungsleiter Adi Schlaak hatte dem Publikum vor dem Rennen

stolz verkündet, dass es gelungen sei, durch den tollen Einsatz mehrerer

Sponsoren in nur zwei Tagen den gesamten Bahnbelag abzutragen (immerhin

gut 4200 qm), gründlich zu sieben (gut 1000 Tonnen) und mit einem

Asphaltiergerät wieder einzubauen. Die Arbeiten, die von den

Sponsoren kostenlos geleistet wurden, begannen am 19.7. und endeten

am 20.7. um 18:00 Uhr. Schlaak freute sich natürlich auch im Hinblick auf

die Verhandlungen mit BSI und weitere Grand Prix in Teterow. Er berichtete

außerdem vom guten Vorverkauf für den GP und bat die Zuschauer,

diesen Termin doch möglichst mit vielen Personen zu besuchen, weil das

die Verhandlungen natürlich erleichtern würde.

Doch was man dann in den Vorläufen zum 16. Teterower Schildbürgerpokal

zu sehen bekam, war alles andere als erfreulich. Hauptproblem, die

Bahn hatte sich in zwei Wochen überhaupt noch nicht gesetzt und war

schnell zu tief und sehr griffig. Nach einem weiteren Sturz in Heat 8 kamen

Rennleitung und Fahrer zu einer Besprechung zusammen. Geplant

war, das Rennen in vier Gruppen mit jeweils fünf Fahrern auszutragen.

Jede Gruppe sollte dreimal starten. Danach sollte es zwei Semifinals mit

jeweils drei Läufen und den jeweils ersten drei Fahrern (also sechs) geben.

Die jeweils drei Besten sollten dann das Semifinale bestreiten.

Nach der Besprechung waren sich alle einig, dass man nach dem Re-run

von Heat 8 die Vorläufe abschließt und nur zwei Semifinals mit nur jeweils

vier Fahrern fährt. Auch das Finale sollte nur mit vier Fahrern starten.

Nach den Vorläufen stand Martin Smolinski als einziger Deutscher im

Semifinale. Max Dilger war mit einem 4. und einem 2. Platz ebenso wie

Kai Huckenbeck, der den ersten Heatsieg eines deutschen Fahrers und

einen 4. Platz erzielte, raus. Auch Lukas Baumann, der für Michael Härtel

ins Rennen kam und einen 3. Platz und einen Sturz verbuchte, war aus

dem Rennen. Das erste Halbfinale bestritten Pavel Hlib, Miroslav Jablonski,

Martin Smolinski und Rune Holta. Es folgte das nächste Problem

in Teterow. Auch die neue Startanlage quittierte ihren Dienst und konnte

so schnell nicht wieder repariert werden. Man einigte sich auf Flaggenstart,

der bei den ersten Versuchen nicht funktionierte. Nach dem Start

musste sich Smolinski erst vorarbeiten und hatte Glück, dass sowohl

Holta als auch Jablonski ausfielen. So siegte Hlib vor Smoli. Im zweiten

Semifinale standen Zdenek Holub, Ondrej Smetana, Adrian Gala und Roman

Lahbaum. Holub siegte vor Smetana. Gala lag souverän in Führung

bis er in der dritten Runde ausfiel. Im Finale ging Holub sofort in Führung,

aber Smolinski saß ihm im Genick und konnte nach zwei Runden

geschickt in Führung gehen. Smetana wurde Dritter vor Hlib. Smolinski

freute sich sehr, denn es war der erste deutsche Sieg seit 2008. Damals

gewann Tobi Kroner. „Damit habe ich euch etwas den Arsch gerettet“,

meinte Smoli gutgelaunt im Hinblick auf die Pannen in Teterow. Nun

steht viel Arbeit an in Teterow. • Texte u. Foto: Wolfgang Radszuweit

Int. ADAC-Speedwayrennen 16. Schildbürgerpokal Teterow - 2.8.2019

Ergebnis:

1. Martin Smolinski, 7 Vorlaufpunkte; 2. Zdenek Holub, CZ, 4; 3. Ondrej Smetana, CZ, 6; 4. Pavel

Hlib, PL, 4; 5. Miro Jablonski, PL, 7; 6. Roman Lahbaum, RUS, 7; 7. Rune Holta, N, 5; 8. Adrian Gala,

PL, 4; 9. Kai Huckenbeck, 4; 10. Max Dilger, 4; 11. Jevgenij Kostigov, LV, 4; 12. Rene Bach, DK,

4; Zbigniew Suchecki, 4; Andrey Kudriashov, RUS, 4; 15. Andzejs Lebedevs, LV, 3; 16. Stanislav

Melnychuk, UKR, 2; 17. Andriy Rozaliuk, UKR, 2; 18. Lukas Baumann, 2; 19. Eduard Krcmar, CZ, 1;

20. Dimitri Bergé, F, 0; 21. Norick Blödorn, 0.

Favoritenrolle gerecht. Dritter wurde das Team von „Wolfspack“ Wolfslake,

sodass für die DMV Junior White Tigers nur der 4. Platz übrigblieb. Gegen

die zum Teil mit Bundesligafahrern angetretenen Gegner bestand

kaum eine echte Chance. Trotzdem hielten sie mit ihren Mitteln dagegen

und konnten auch punkten. Bester Fahrer im Team war Danny Maaßen,

der 7 Punkte einfuhr. Marius Hillebrand steuerte 4 Zähler bei und Julian

Bielmeier erfuhr einen Punkt. Leer ging leider der kurzfristig eingesprungene

Jelto Schäfer aus. Wenn die Punkteausbeute auch nicht optimal war,

eines konnten die jungen Fahrer auf jeden Fall: gegen starke Fahrer wieder

Erfahrungen sammeln. • Text: Wolfgang Geiler; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway Team-Cup - 5. Lauf - 8. ADAC-Speedwayrennen Dohren - 10.8.2019

Ergebnis:

1. MSC Cloppenburg Fighters, 40 Punkte (René Deddens 12, Lukas Fienhage 13, Niels Oliver Wessel

6, Jonny Wynant 9); 2. Emsland Speedway Team Dohren, 35 (Tobias Busch 14, Geert Bruinsma

8, Fabian Wachs 6, Marlon Hegener 7); 3. Wolfspack Wolfslake, 27 (Marius Nielsen 5, Steven

Mauer 10, Celina Liebmann 4, Lukas Wegner 8); 4. DMV Junior White Tigers Diedenbergen,

12 (Danny Maaßen 7, Julian Bielmeier 1, Marius Hillebrand 4, Jelto Schäfer 0).

Stand: 1. Emsland Speedwayteam Dohren, 3 Rennen/94 Laufpunkte/6 Matchpunkte; 2. MSC

Cloppenburg Fighters, 2/76/6; 3. Güstrow Torros, 2/68/5; 4. Black Forest Eagles Berghaupten,

3/87/4; 5. MSC Olching, 2/62/4; 6. Wolfspack Wolfslake, 3/81/3; 7. DMV Junior White Tigers

Diedenbergen, 3/59/1; 8. Landshut Young Devils, 2/44/1.

AM RANDE

Einen aufregenden Tag hatte Martin

Smolinski. Am Morgen holte

er seinen Sohn, der am Dienstag

geboren worden war, aus dem

Krankenhaus ab und flog dann

nach Berlin, wo Sebastian Mischok

einen Fahrdienst nach Teterow

organisiert hatte. Herzlich

Glückwunsch zum Nachwuchs.

Sehr enttäuscht waren nicht nur

die Clubmitglieder. Viele der leider

nur gut 1000 Zuschauer waren

richtig zornig: „So brauchen

die Teterower erst gar keine Verhandlungen

mit BSI führen.“ Ein

anderer rief laut: „22,- Euro für elf

Läufe, das geht gar nicht.“

Sieger Martin Smolinski

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 17


LANGBAHN-POKAL

Werlte

Wachs zum zweiten

Bei bestem Wetter konnte Lokalmatador Fabian Wachs den Bahnpokal

verteidigen! Platz 2 ging an seinen Bruder Timo vor Sascha Stumpe.

Josef Hukelmann (2. v.l.) strahlt zu Recht ... zwei

seiner Clubfahrer belegen die ersten beiden Plätze

im Deutschen Langbahnpokal: Timo Wachs

(Mitte) siegt vor Fabian Wachs (li.) und Sascha

Stumpe (re.); ganz rechts Sponsor Marco Diekmann

(Deka Fenster), der die Pokale übergab

Der MSC Werlte hatte die Bahn in sehr guten Zustand

gebracht. Außerdem war bereits Monate

vor dem Rennen Grassamen eingearbeitet worden.

Das Gras wuchs zwar spärlich, hatte aber

den Vorteil, dass die Bahn fester wurde – einfach

perfekt.

Der Renntag begann mit dem Training. Im Vorprogramm

fanden die Läufe der Juniorenklassen

sowie der erste Durchgang der internationalen

Klasse, in der sechs WM-Fahrer vertreten

waren, statt. Bereits in den ersten Läufen ging

es spannend zu. Nach der Fahrervorstellung

starteten die ersten Läufe des Bahnpokals. Bereits

im ersten Heat zeigte Fabian Wachs, wer

Herr im Hause ist. Er gewann drei der vier Vorläufe

und stand mit 15 Punkten im Finale. Hinter

F.Wachs ging es heiß her. Sascha Stumpe belegte

dreimal den 2. Platz. Den letzten Vorlauf

gewann er und hatte damit 13 Zähler auf dem

Konto. Timo Wachs holte 12 Punkte. Julian Bielmeier

(10) schlug einmal F.Wachs und wurde danach

jeweils Dritter, aber das reichte fürs Fina-

le. Mario Niedermeier legte in seinem letzten

Vorlauf direkt am Startband einen Wheelie hin

und überschlug sich. Dadurch verlor er wichtige

Punkte, gelangte aber trotzdem ins Finale. Marcel

Sebastian stürzte bereits in seinem zweiten

Lauf. Nachdem er super gestartet war, stieg

kurvenausgangs die Maschine hoch, Marcel

ging zu Boden und wurde disqualifiziert. Dennis

Helfer kam auf insgesamt 7 Punkte und war

mit seiner Leistung nicht zufrieden. Jens Buchberger

erwischte einen rabenschwarzen Tag. In

den ersten beiden Läufen erzielte er jeweils einen

Punkt, im dritten Heat wurde er Zweiter und

im letzten Lauf fuhr er ins Startband und wurde

disqualifiziert. Das Finale gewann F.Wachs vor

seinem Bruder Timo, Niedermeier, Stumpe und

Bielmeier. Damit konnte sich F.Wachs über den

Gesamtsieg vor T.Wachs und Stumpe freuen.

RAHMENPROGRAMM

Romano Hummel erfuhr bei den I-Solisten ein

lupenreines Maximum. In James Shanes und

Martin Malek hatte er zwar starke Konkurrenten,

konnte aber beide bei den direkten Aufeinandertreffen

besiegen. Im Finale wollte Malek

zu viel und stürzte. Im Re-run fielen Shanes und

Beishuizen aus. Erster wurde Hummel vor Paul

Cooper und Bernd Diener.

Im letzten Lauf des Renntages, dem DEKA Handicap-Superfinale,

trat Romano Hummel nicht

an. James Shanes gewann. Bereits in der zweiten

Runde hatte er die B-Lizenzler Stumpe, F.

und T.Wachs hinter sich gelassen. Cooper wurde

vor Diener Zweiter.

Den Seitenwagenwettbewerb gewannen Sven

Holstein/Bonita van Dijk vor Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann und Imanuel Schramm/

Patrick Löffler.

Bei den Junioren C war der Brite Jack Mulford

unbezwingbar. Alle Läufe gewann er souverän.

Sam Ensing wurde vor Marlon Hegener Zweiter.

Die Junior-A-Kategorie ging an Tajo-Nicolas

Groh vor Mike Jarczewski und Lenja Tebbe.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Im letzten Vorlauf schaffen es die beiden

Werlter, sich endgültig fürs Finale

zu qualifizieren ... Fabian (1) und Timo

Wachs (15) führen das Feld an vor Sebastian

Trapp (34), Julian Bielmeier

(33) und Dennis Möhlenpage (18)

DT. BAHNPOKAL SOLO Werlte - 27.7.2019

Pl./Name 1 2 3 4 Finale Ges.

1. Fabian Wachs 4 3 4 4 4 19

2. Timo Wachs 3 2 4 3 3 15

3. Sascha Stumpe 3 3 3 4 1 14

4. Mario Niedermeier 4 4 1 D 2 11

5. Julian Bielmeier 2 4 2 2 0 10

6. Dennis Helfer 0 2 2 3 7

7. Jens Buchberger 1 1 3 D 5

8. Dirk Oellrich 1 1 1 2 5

9. Marcel Sebastian 2 D A A 2

10. Lando Michaelis 0 1 1

11. Dennis Möhlenpage 1 1

12. Sebastian Trapp 0 0 D A 0

Finale: 1. F.Wachs; 2. T.Wachs; 3. Niedermeier; 4. Stumpe; 5. Bielmeier.

18 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Mario Niedermeier hat am Start einen Aufsteiger und überschlägt

sich; er war bis dahin gut in den Punkten, wird disqualifiziert und

wird am Ende „nur“ Vierter (rechts Sascha Stumpe)

Int. 49. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

- 27.7.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Romano Hummel, NL, 17 Punkte; 2. Paul

Cooper, GB, 14; 3. Bernd Diener, 13; 4. James

Shanes, GB, 11; 5. Martin Malek, CZ, 11; 6. Mark

Beishuizen, NL, 5; 7. Stephan Katt, 5; 8. Christian

Hülshorst, 5; 9. Andrew Appleton, GB, 5; 10. Lukas

Fienhage, 4; 11. Dave Meijerink, NL, 4;

12. Henry van der Steen, NL, 4; 13. Mika Meijer,

NL, 2; 14. David Pfeffer, 2; 15. Jens Benneker, 0.

DEKA Handicap-Superfinale: 1. Shanes; 2. Cooper;

3. Diener; 4. Stumpe; 5. F.Wachs; T.Wachs A.

Junior A - 50 ccm: 1. Tajo-Nicolas Groh, 14 Punkte;

2. Mike Jarczewski, 13; 3. Lenja Tebbe, 8; 4. Marco

Jarczewski, 7; 5. Sina Freerks, 3; 6. Lara Nitzsche,

0.

Junior C - 250 ccm: 1. Jack Mulford, GB, 12 Punkte;

2. Sem Ensing, NL, 8; 3. Marlon Hegener, 7; 4. Kevin

Lück, 3; 5. Tom Meyer, 0.

I-Seitenwagen: 1. Sven Holstein/Bonita van Dijk,

NL, 16 Punkte; 2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann,

11; 3. Imanuel Schramm/Patrick Löffler,

9; 4. Stino Slunt/Kevin Nielsen, DK, 2; 5. Raphael

San Millan/Benedikt Zapf, 2.

Romano Hummel (84) siegt bei den I-Solisten, hier gegen James Shanes

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


GRASBAHN

Rastede

Bahn so gut wie selten

Oldie Bernd Diener gewinnt • Brandhofer/Scheunemann stürzen

Bernd Diener gewann das 55. Internationale

Grasbahnrennen in

Rastede und war auch der

schnellste Fahrer beim Versuch,

den 15 Jahre alten Weltrekord

des Briten Kelvin Tatum zu brechen.

Der Fabelrekord konnte

aber auch durch den mittlerweile

60-jährigen Oldie aus Gengenbach

nicht geknackt werden.

Sehr gute Verhältnisse fanden die Teilnehmer

des Grasbahnrennens im Rasteder Schlosspark

vor. Am Sonnabend konnten zwar nicht alle

Läufe der sogenannten Europäischen Veteranen

Langbahn Serie (EVLS) gefahren werden,

denn am späten Nachmittag war ein heftiger

Schauer über den Ort gezogen, am Sonntag

aber herrschte im wahrsten Sinne des Wortes

eitel Sonnenschein.

Schon nach den Trainingsläufen lobten viele

Fahrer den guten Zustand der Bahn und am Ende

der Veranstaltung, der zirka 3000 Zuschauer

beiwohnten, konnte sich der Vorsitzende

des Rasteder AC Kay Kudinow des vielen Lobes

von allen Seiten fast gar nicht mehr erwehren.

„Die Bahn war noch nie so gut wie heute und

das Publikum hat mitgefiebert und uns toll an-

Julian Bielmeier gewann

die B-Lizenz

gefeuert“, lobte Bernd Diener später. Dem

Schwarzwälder reichte in der internationalen Lizenzklasse

Platz 3 im Finale zum Gesamtsieg, denn

er hatte 22 Punkte gesammelt. Stephan Katt aus

Neuwittenbek gewann das Finale und wurde mit

20 Zählern Zweiter. Auf Platz 3 folgte der Finne Jesse

Mustonen, der auf 18 Punkte kam.

Der starke Däne Kenneth Kruse Hansen raste im Finale

zwar auf Platz 2 über den Zielstrich, ihm fehlten

aber die Punkte aus seinem ersten Vorlauf. Den

hatte er zwar gewonnen, aber der vermeintliche

Sieg wurde annulliert, da er vorher mit beiden Rädern

durch den Innenraum gefahren war.

In der Seitenwagenklasse waren die Niederländer

William Matthijssen/Sandra Mollema unschlagbar.

Sie distanzierten die Konkurrenz in jedem ihrer

vier Läufe erheblich und siegten unangefochten vor

den Briten Mitch Godden/Paul Smith und den Wiedereinsteigern

Marco Hundsrucker/Michael Zapf.

Das Finale musste nach einem bösen Sturz von

Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann

vom AMC Haunstetten wiederholt werden.

Bei Brandhofer wurde später im Evangelischen

Krankenhaus Oldenburg ein Schlüsselbeinbruch

und ein Teilabriss der Schulterpfanne diagnostiziert.

Scheunemann blieb bis auf Prellungen unverletzt.

Die EM-Teilnahme in Eenrum war damit für

das deutsche Spitzengespannteam dahin.

Der Weltrekord für Grasbahnen aus dem Jahr 2004

bleibt mit 143,255 km/h auch weiterhin bestehen.

Diener fuhr „nur“ 138,249 km/h, war sich aber sicher:

„Das wird so schnell keiner schaffen, ich glaube,

der Weltrekord bleibt für immer in Rastede.“

In der B-Solo sorgte Julian Bielmeier vom Bayerischen

Motorsport Bund für Aufsehen. Der junge

Mann gewann nicht nur alle seine vier Läufe, er beeindruckte

mit seinem tollen Fahrstil sogar

Deutschlands einzigen Speedwayweltmeister Egon

Müller. „Der Junge hat großes Potenzial, das muss

man schon sagen. Er könnte eine große Zukunft haben.“

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Sieger Bernd Diener (7) vor Martin Malek (111),

David Pfeffer (97) und Christian Hülshorst (41)

55. Int. Grasbahnrennen Rastede - 11./12.8.2019

Ergebnisse:

Bahnrekord: 1. Diener, 138,249 km/h; 2. Malek, 134,831; 3. Zandvliet,

130,909.

I-Solo: 1. Bernd Diener, 22 Punkte; 2. Stephan Katt, 20; 3. Jesse Mustonen,

FIN, 18; 4. Kenneth Kruse Hansen, DK, 17; 5. Martin Malek, CZ,

16; 6. David Pfeffer, 14; 7. Christian Hülshorst, 9; 8. Lars Zandvliet, NL,

8; 9. Marcel Dachs, 3; 10. Jens Benneker, 3; 11. Mark Beishuizen, NL, 3.

Finale: 1. Katt; 2. Kruse Hansen; 3. Diener; 4. Mustonen; 5. Malek;

6. Pfeffer.

B-Solo: 1. Julian Bielmeier, 20 Punkte; 2. Sascha Stumpe, 18; 3. Marcel

Sebastian, 13; 4. Finn Loheider, 13; 5. Jens Buchberger, 13; 6. Stefan

Repschläger, 8; 7. John Hartley, GB, 6; 8. Till Schlimm, 4; 9. Dirk Oellrich,

3; 10. Rico Günther, 3; 11. Dave Hammond, GB, 3; 12. Lando Michaelis,

1.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 20 Punkte;

2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 19; 3. Marco Hundsrucker/Michael

Zapf, 15; 4. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, 12; 5. Oliver Möller/

Dana Frohbös, 11; 6. Erik van Dijk jun./Erik van Dijk sen., NL, 8; 7. Patrick

Hermanns/Pascal Hillmann, 7; 8. André Schönig/Linda Frohbös, 4.

Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Godden/Smith; 3. Hundsrucker/

Zapf; 4. Möller/Frohbös; 5. Brandhofer/Scheunemann S.

47. Int. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen - 10.8.2019

HERTINGEN

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Martin Smolinski, 20 Punkte; 2. Stephan Katt, 16; 3. Mathieu

Trésarrieu, F, 14; 4. David Pfeffer, 11; 5. Dimitri Bergé, F, 11; 6. Martin

Malek, CZ, 8; 7. Andrew Appleton, GB, 8; 8. Marcel Dachs, 5; 9. Max

Dilger, 4; 10. Julien Cayre, F, 4; 11. Jerôme Lespinasse, F, 3.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Molleman, NL, 11;

2. Markus Venus/Markus Heiß, 11; 3. Sven Holstein/Bonita van Dijk,

NL, 8; 4. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 5; 5. Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann, 3; 6. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 2; 7. Manuel

Meier/Melanie Schrempp, 1; 8. Achim Neuendorf/Morris San Millan, 1.

B-Seitenwagen: 1. Jan Kempa/Sina Stickling, 10 Punkte; 2. Sebastian

Kehrer/Benjamin Maier, 10; 3. Fabian Müller/Peter Maurer, 4; 4. André

Schönig/Linda Frohbös, 0.

Enduro: 1. Loris Dickau, 35 Punkte; 2. Peter Amann, 31; 3. Nico Hug,

30; 4. Alex Tröndlin, 29; 5. Matthias Reichmann, 24; 6. Pascal Wagner,

24; 7. Fabian Gerbig, 20; 8. Silas Muchenberger, 16; 9. Rainer Trefzer,

16; 10. René Hasenfratz, 15; 11. Moritz Fehrenbacher, 13; 12. Daniel

Dresel, 13; 13. Klaus Kaiser, 11; 14. Patrick Drescher, 11; 15. Ralf

Amann, 8; 16. Emanuel Gerwig, 8; 17. Sven Bieg, 6; 18. Justin Ammermüller,

3; 19. Tobias Tröndlin, 2; 20. Benjamin Sommer, 0.

20 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Super Motorsport-

Wochenende

Am

Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Jahr, als das

50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert wurde, hatte der

Verein die zweitägige Veranstaltung in diesem Jahr

etwas anders aufgeteilt. Am Samstag wurde ein kompletter

Punktlauf der Deutschen DMV Shorttrack

Quadmeisterschaft absolviert. Mit von der Partie waren

auch die Veteranen, die mit sechs Fahrern drei

Läufe bestritten. Außerdem richtete der rührige kleine

Verein wieder einen Punktlauf der B-Gespann-

Masters-Serie aus und auch hiervon liefen die ersten

Wertungsdurchgänge am Samstag. Durch die neue

Aufteilung begann das Training bereits Samstagmittag.

Nachdem alle Quad- und Speedkartklassen sowie

die Oldies und B-Gespanne ihre freien Trainings

absolviert hatten, ging es direkt mit der Qualifikation

weiter. Im Anschluss stellte Sprecher Thomas Schiffner

alle Teilnehmer im Rahmen der Fahrervorstellung

einzeln den Zuschauern vor.

Zügig wurden danach die ersten Punktläufe der

Quads und Speedkarts gestartet. Die erfahrenen Veteranen

zeigten auf ihren historischen Solomaschinen

tolle Drifts auf dem 450-Meter-Oval. Nachdem

durch die Qualifikation das endgültige Fahrerfeld

der B-Gespann Masters feststand, wurden hier ebenfalls

die ersten Punktläufe ausgetragen.

Im Vorfeld hatte der MSC Angenrod überlegt, wie

man die Bahnbewässerung weiter verbessern kann.

Es wurde eine neue Spritze für den kleinen Bahndienstschlepper

angeschafft, mit der nach jedem

Rennlauf eine Runde feiner Wassernebel über die

komplette Bahnbreite aufgebracht werden konnte.

Dieses Konzept erwies sich als Glücksgriff und die

Bahn konnte damit zügig und „pfützenfrei“ von den

großen Staubwolken befreit werden. Ein sicherer

und schneller Rennablauf konnte so gewährleistet

werden. Die Zuschauer konnten spannende und faire

Rennläufe erleben. Besonders die gut besetzte Klasse

der Speedkarts zeigte in zwei Gruppen atemberaubende

Rennläufe mit jeder Menge Aktion. Nach

den Endläufen der Quadmeisterschaft folgte direkt

die Siegerehrung im Festzelt. Auch die Veteranen erhielten

die verdienten Siegerpokale. Am Abend

schloss sich der allseits bekannte Rennball im Festzelt

an. Hier wurde bei guter Live-Musik bis spät in

die Nacht gefeiert.

Mitch Godden/Paul Smith vor Ole Möller/Dana Frohbös (37)

und Roman Löffler/Patrick Herbst (5)

Angenrod

27. und 28. Juli 2019 veranstaltete

der MSC Angenrod sein 48. DMV-

Grasbahnrennen am Rußbergring.

Um den Bahnsportklassen besser gerecht zu werden,

hatte der MSC in diesem Jahr entschieden, am

Sonntag nur einen Sonderlauf der Quads zu starten.

Ansonsten war der Tag den Solisten und Seitenwagen

der nationalen und internationalen Klassen vorbehalten.

Der Tag begann frühzeitig mit den Trainingsläufen

und setzte sich noch vor der Mittagspause

mit dem Startbandtraining fort. Gegen 12:30 Uhr

folgte nach der offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister

der Stadt Alsfeld und Petra Bischoff vom

MSC Angenrod die große Fahrervorstellung. Alle Fahrerinnen

und Fahrer erschienen einzeln am Start, erhielten

ein Präsent und wurden dem Publikum vorgestellt.

Pünktlich um 13:00 Uhr konnte der erste Rennlauf

gestartet werden. Auf dem Programm standen

36 Rennläufe. Es wurde um Punkte und Sieg gekämpft.

Denn auch in diesem Jahr gab es wieder eine

Sonderanfertigung von Metallbauer Pieper, diesmal

in Form eines Kettenrades.

Die internationale Seitenwagenklasse war mit zehn

Teams hervorragend besetzt. Pech hatte das Team

Holstein aus den Niederlanden mit dem Maschinenmaterial,

bekam jedoch für den ersten Punktlauf ein

Gespann aus den Reihen der B-Masters geliehen. Im

weiteren Verlauf, dann wieder mit dem eigenen Fahrzeug,

entwickelte sich ein spannender Kampf mit

den Engländern Mitch Godden/Paul Smith, den Vorjahressiegern

auf dem Rußbergring. Es wurden von

den Teams Roman Löffler/Patrick Herbst, Patrick

Zwetsch/Viktor Caric, Ole Möller/Dana Frohbös,

Imanuel Schramm/Patrick Löffler, Stinus Lund/Kevin

Raebild, Manuel Meier/Melanie Schrempp, Mike Frederiksen/Martin

Stockemeier und Guillaume Comblon/Chloé

Agez spannende und sich auf der Ziellinie

entscheidende, packende Rennläufe geboten.

Auch die top besetzte Klasse der I-Solisten hatte einiges

zu bieten. Leider stürzte der deutsche Toppilot

Max Dilger im zweiten Punktlauf und musste zum

Check ins Krankenhaus. Ein weiterer deutscher

Youngster, David Pfeffer, trumpfte groß auf und sicherte

sich einen Laufsieg. Dann aber kamen die internationalen

Gäste in Fahrt. Paul Cooper, der zum

ersten Mal in Angenrod am Startband stand, zeigte

sein Ausnahmetalent und zog außen seine schnellen

Linien und konnte am Ende den Wettbewerb vor Vorjahressieger

Dave Meijerink für sich entscheiden.

Dritter wurde der stark fahrende David Pfeffer. Stephan

Katt verfehlte nur knapp das Siegerpodest.

Bei den B-Solisten zeigte Julian Bielmeier sein großes

Talent und konnte alle Läufe für sich entscheiden.

Dicht dahinter folgte Nigel Hummel, der nicht

nur den bekannten Nachnamen trägt, nein, er fährt

auch den jungen schnellen Stil. Dritter wurde der

Engländer Graeme Brown, womit auch bei den B-Solisten

auf dem Treppchen internationales Flair

herrschte.

Das bereits erwähnte englisch-niederländische Duell

bei den I-Seitenwagen konnten im Endlauf Sven

Holstein/Bonita van Dijk für sich entscheiden. Mitch

Godden/Paul Smith kamen auf den 2. Rang (punktgleich

mit 18 Zählern) und verpassten somit knapp

den 1. Rang, den sie in beiden Jahren zuvor innehatten.

Auch ein alter Bekannter am Rußbergring, jedoch

noch nicht allzu lange in der internationalen

Gespannklasse unterwegs, kam auf den 3. Platz, Manuel

Meier mit seiner Schwester Melanie Schrempp.

Die mit zehn Gespannen gut besetzte Klasse der

B-Gespanne fuhr in Angenrod den dritten Punktlauf

der Gespann-Masters-Serie aus. Hier kämpften erneut,

wie in den Rennen zuvor auch, das für den MSC

Angenrod startende Gespann Mike Kolb/Nadin

Pierick mit den nach Punkten führenden Marcel Raatjes/Marco

Sterenborg aus den Niederlanden. Passend

zum Heimrennen konnte das Angenröder Heimgespann

den Endlauf und damit die Tageswertung

unter dem Jubel der Zuschauer für sich entscheiden.

Die Holländer landeten auf Rang 2 und das Damenteam

Nicole Standke/Resi Hölper belegte einen starken

3. Rang.

Die Quadwertung am Sonntag, die als reiner Showlauf

veranstaltet wurde, gewann der 1. Vorsitzende

des MSC Angenrod Stefan Bischoff mit drei Laufsiegen

vor dem weit angereisten Norman Gätcke und

Youngster Marlon Dreier.

Gegen 17:30 Uhr war das Rennen beendet und somit

zeigte sich auch die neue Aufteilung der Klassen auf

Samstag und Sonntag als richtiger Schritt in der Organisation.

Es folgte die Siegerehrung im Festzelt.

Begleitet von Dankesworten vom Bürgermeister der

Stadt Alsfeld wurden die erwähnten Pokale sehr zur

Freude der Aktiven überreicht. Ein super Motorsportwochenende

mit sehr attraktiven, fairen und spannenden

Rennläufen konnten die Fans erleben und

der Verein wurde für den guten Ablauf und den super

Bahndienst gelobt.

• Text: MSC Angenrod; Fotos: Sports-pixx

V.l.: Smith, Godden, van Dijk,

Holstein, Schrempp, Meier

David Pfeffer vor

Stephan Katt

I-Solo-Sieger (v.l.): Dave Meijerink, Paul

Cooper und David Pfeffer

DMV-Quad- und Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod - 27./28.7.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Paul Cooper, GB, 19 Punkte; 2. Dave Meijerink, NL, 17;

3. David Pfeffer, 14; 4. Stephan Katt, 12; 5. Jacob Bukhave, DK, 11;

6. Jens Bennecker, 9; 7. Marcel Dachs, 6; 8. Max Dilger, 5; 9. Sjoerd

Rozenberg, NL, 5; 10. Christian Hülshorst, 4.

B-Solo: 1. Julian Bielmeier, 15 Punkte; 2. Nigel Hummel, 12;

3. Graeme Brown, GB, 12; 4. Marcel Sebastian, 9; 5. Dennis Helfer,

9; 6. Dennis Möhlenpage, 5; 7. Robert Grichtmaier, 5; 8. Thomas

Flemming, 3; 9. Ralf Herhaus, 3; 10. Ronny Stritt, 1.

I-Seitenwagen: 1. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 18 Punkte;

2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 18; 3. Manuel Meier/Melanie

Schrempp, 13; 4. Roman Löffler/Patrick Herbst, 12; 5. Guillaume

Comblon/Chloé Agez, F, 14; 6. Patrick Zwetsch/Viktor Caric, 11;

7. Mike Frederiksen/Martin Stockemeier, DK, 10; 8. Ole Möller/Dana

Frohbös, 10; 9. Imanuel Schramm/Patrick Löffler, 7; 10. Stinus

Lund/Kevin Raebild, DK, 5.

B-Seitenwagen: 1. Mike Kolb/Nadin Pierick, 18 Punkte; 2. Marcel

Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 16; 3. Nicole Standke/Resi Hölper,

11; 4. Udo Poppe/Martin Weick, 9; 5. Erik van Dijk sen./Erik van Dijk

jun., NL, 7; 6. David Kolb/Ralf Bittner, 6; 7. Joachim Martens/Des

Vanzonhoven, B, 5; 8. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann, 3; 9. Jens

Lorei/Dennis Rupp, 2; 10. André Schönig/Linda Frohbös, 0; 11. Valentin

Martens/Sandra Jaemers, B, 0.

Veteranen/Oldies: 1. Wolfgang Barth, 15 Punkte; 2. Thomas Flemming,

10; 3. Franz Greisel, 9; 4. Pierre Winter, 6; 5. Wolfgang Hanselak,

3; 6. Andreas Blache, 2.

Quads: 1. Stephan Bischoff, 9 Punkte; 2. Norman Gätcke, 5; 3. Marlon

Dreier, 4; 4. Dietmar Ziegler, 0.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


GRASBAHN

Melsungen

Perfekte Mischung

Höchstes Niveau beim Grasbahnrennen in Melsungen

Die Verantwortlichen des MSC Melsungen, allen voran Vereinsvorsitzender

Franz Pickenhahn, waren sich einig. Die zweitägige Rennveranstaltung

war ein voller Erfolg und darf mit Fug und Recht als perfekte Werbung

für den Bahnsport bezeichnet werden. Stephan Katt, der im internationalen

Solistenfeld den 3. Rang belegte, brachte es zur

Siegerehrung auf den Punkt: „Ich habe die Bahn hier

in Melsungen in all den Jahren, in denen ich hier

starte, noch nie in so einem guten Zustand

erlebt. Das Rennen war sehr gut

organisiert und ich denke,

wir alle hatten jede

Menge Spaß!“

I-Solosieger Andrew Appleton, James Shanes und Stephan Katt (v.l.)

I-Gespannsieger Markus Venus/Markus Heiß (1) gegen William Matthijssen/Sandra Mollema

Gespann-Masters-Sieger Nicole Standke/Resi Hölper (32 u. Mitte),

Michael Kolb/Nadine Pierick (3/li.), Udo Poppe/Martin Weick (5/re.)

22 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Sieger James Shanes gegen

Christian Hülshorst

In der Tat präsentierte der MSC den Fans eine

gesunde Mischung und schien dabei den Geschmack

der Zuschauer bereits im Vorfeld getroffen

zu haben, durften sich die Macher doch

über einen Anstieg der Zuschauerzahlen im Vergleich

zum Vorjahr freuen. Franz Pickenhahn:

„Wir freuen uns, dass uns die Fans die Treue

halten und unser Engagement durch ihren Besuch

honorieren.“

Den Auftakt zum Rennwochenende an der St.-

Georgs-Brücke machte am ersten Renntag der

vierte Lauf der aktuellen Gespann-Masters-Serie.

Die zehn teilnehmenden Teams präsentierten

von Beginn an hochklassigen Rennsport.

Nach zehn Vorläufen und den zwei Halbfinals,

kam es im Finale zum großen „Showdown“. Michael

Kolb und Nadine Pierick vom MSC Angenrod

lagen klar auf Maximumkurs, mussten sich

dann im letzten Lauf des Tages allerdings gegen

Nicole Standke und Resi Hölper, die zu den absoluten

Publikumslieblingen avancierten, geschlagen

geben.

Abgerundet wurde der Auftakt durch jeweils

vier Läufe der Enduro- und Oldie-Klasse. Mit einem

lupenreinen Maximum setzte sich bei den

„älteren Herren“ Wolfgang Barth vor dem

78-jährigen Franz Greisel durch. Letzterer verkündete

mit einem Augenzwinkern, dass er

noch lange nicht an ein Ende der aktiven Karriere

denkt. „So lange ich noch auf das Motorrad

steigen kann, werde ich auch starten.“

Eine Premiere in der Enduroklasse feierte indes

Christian Hülshorst, der sich am Ende über einen

achtbaren 6. Rang im 14-köpfigen Starterfeld

freuen durfte. Einmal mehr war es Manfred

Knappe, Clubfahrer des MSC Melsungen, der

nichts anbrennen ließ und nach vier Laufsiegen

die Konkurrenz auf die Plätze verwies. Komplettiert

wurde der Erfolg aus MSC-Sicht durch den

2. Platz von Knappes Clubkollege Stefan Körner.

Nach dem gelungenen „Warm-up“ am ersten

Renntag durften sich die Fans auf weitere spektakuläre

Rennläufe am Sonntag freuen. Erneut

herrschten perfekte Bedingungen sowohl auf

als auch am Rande der Bahn. Eine ausgewogene

Mischung mit insgesamt 21 Läufen ließen

keine Langeweile aufkommen. In der nationalen

Soloklasse präsentierte sich Julian Bielmeier

(Pfaffenhofen) als das Maß der Dinge und sicherte

sich den Gesamtsieg vor dem Briten Gareth

Hickmott und Marcel Sebastian vom DMSC

Bielefeld. Nicht weniger interessant gestalteten

sich die Rennen der nationalen Seitenwagen,

bei dem letztlich das Gespann Patrick

Zwetsch/Viktor Caric die Nase vorn hatte.

In der internationalen Seitenwagenklasse war

es dem MSC Melsungen gelungen, das „Who is

who“ der Szene zu verpflichten, wobei der amtierende

Europameister William Matthjissen

zusammen mit Sandra Mollema nur durch einen

Ausfall im zweiten Lauf gestoppt wurde. Als

Nutznießer durften sich letztlich Markus Venus

und Markus Heiß über den Gesamtsieg freuen.

Tragisch endete der Renntag der internationalen

Solisten für Melsungens Clubfahrer Paul

Cooper. Einem Reifenschaden beim Versuch

den Bahnrekord zu brechen, folgte ein technischer

Defekt im vierten Lauf und eine umstrittene

Disqualifikation wegen Verlassens der Bahn

im Finale. Cooper: „Ein gebrauchter Tag für

mich. Ich bin wirklich enttäuscht, aber so ist

eben das Renngeschäft.“ Besser lief es dagegen

für seine beiden Landsleute Andrew Appleton

(2.) und James Shanes (1.), die letztlich vor

dem „Catman“ Stephan Katt auf dem Siegertreppchen

landeten.

Spektakuläre Sprünge der „Freestyler“, die mit

ihren atemberaubenden Showeinlagen an beiden

Renntagen mehr als nur ein Pausenfüller

waren, rundeten das Geschehen in Melsungen

ab.

Nach diesem spannenden Wochenende wird es

wohl schwierig, das Geschehen im kommenden

Jahr zur 60. Auflage zu toppen – mehr geht einfach

nicht. Für die Verantwortlichen um Franz

Pickenhahn ein echtes Luxusproblem.

• Text: Michael Schubert; Fotos: Ubbo Bandy

59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen - 2.-4.8.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. James Shanes, GB, 23 Punkte; 2. Andrew Appleton, GB, 20;

3. Stephan Katt, 18; 4. Jens Benneker, 12; 5. Andrew Whitaker, GB,

12; 6. Paul Cooper, GB, 9; 7. Christian Hülshorst, S/N.

B-Solo: 1. Julian Bielmeier, 20 Punkte; 2. Gareth Hickmott, GB, 14;

3. Marcel Sebastian, 14; 4. Manfred Knappe, 12; 5. Graeme Brown,

GB, 7; 6. Ralf Herhaus, 4; 7. Lando Michaelis, 3; 8. Nigel Hummel,

NL, 1.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 20 Punkte; 2. William

Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 18; 3. Mitch Godden/Paul Smith,

GB, 16; 4. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 15; 5. Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann, 9.

B-Seitenwagen: 1. Patrick Zwetsch/Viktor Caric, 17 Punkte; 2. Moritz

Straub/Patrick Löffler, 15; 3. Jan Kempa/Sina Stickling, 13; 4. Sebastian

Kehrer/Benjamin Maier, 12; 5. Udo Poppe/Martin Weick, 10;

6. Maximilian Klaas/Roland Hein, 4; 7. James Hogg/Scott Goodwin,

GB, 2; 8. Fabian Müller/Peter Maurer, 2.

Gespann Masters: 1. Nicole Standke/Resi Hölper, 17 Punkte; 2. Michael

Kolb/Nadine Pierick, 17; 3. Udo Poppe/Martin Weick, 11;

4. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 11; 5. Erik van Dijk jun./Erik

van Dijk sen., NL, 5; 6. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann, 5; 7. David

Kolb/Ralf Bittner, 5; 8. Joachim Martens/Des Vanzonhoven, NL,

4; 9. Jens Lorei/Dennis Rupp, 3; 10. André Schönig/Kim Kempa, 0.

Enduro Crosser: 1. Manfred Knappe, 60 Punkte; 2. Stefan Körner, 56;

3. Pascal Körner, 49; 4. Henning Todt, 42; 5. Mike Born, 42; 6. Christian

Hülshorst, 41; 7. André Uhl, 39; 8. Mike Todt, 35; 9. Janik Mohr,

29; 10. Marcel Böhmer, 25; 11. Philipp Gerke, 22; 12. Philipp Becker,

15; 13. Tim Burk, 10; 14. Nico Lohkämper, 7.

Oldies: 1. Wolfgang Barth, 20 Punkte; 2. Franz Greisel, 16; 3. Gerd

Maurer, 12; 4. Andreas Blache, 6; 5. Thomas Flemming, 5; 6. Wolfgang

Hanselag, 1; 7. Rainer Borchers, 0.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

ENGLAND

Mit 30 Jahren holt sich Charles Wright

seinen ersten bedeutenden Titel ...

er wurde in Manchester zum

Britischen Meister gekürt

Links: Der neue Speedwaymeister

Charles Wright vor Rory Schlein

und Edward Kennett • Fotos: Ian Charles

British Final - Manchester

Überraschung

Charles Wright, der für Peterborough und Redcar unterwegs ist, fuhr in

Manchester ein großartiges Rennen und gewann seinen ersten wichtigen

Titel. Der 30-Jährige erhielt somit auch die Wildcard für den Grand Prix in

Cardiff. Wright stürzte in Heat 13 mit Paul Starke und wurde etwas überraschend

disqualifiziert. Er musste somit in den Hoffnungslauf, den er aber

souverän für sich entschied. Im Finale startete er in Weiß und fuhr eine unglaubliche

erste Runde nur auf der Außenbahn und legte damit den

Grundstein für den Titel. Der lokale Publikumsliebling Dan Bewley musste

das Rennen vorzeitig wegen wieder auftretender Rückenprobleme nach

nur zwei Läufen beenden.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Daniel King, 14 Punkte; 2. Craig Cook, 12; 3. Chris Harris, 11; 4. Charles

Wright, 11; 5. Steve Worrall, 11; 6. Lewis Kerr, 8; 7. Rory Schlein, 8; 8. Richard Lawson, 7; 9. Josh Auty,

7; 10. Scott Nicholls, 6; 11. Edward Kennett, 6; 12. Daniel Ayres, 6; 13. Paul Starke, 6; 14. Dan Bewley,

3; 15. Kyle Newman, 3; 16. Simon Lambert, 1; 17. Kyle Bickley (Res.), 0; 18. Leon Flint (Res.), 0.

Halbfinale: 1. Wright; 2. Harris; 3. Worrall; 4. Kerr.

Finale: 1. Wright; 2. King; 3. Cook; 4. Harris.

Premiership

Ergebnisse: Peterborough (Erik Riss (Gast) 1-0-1-0=2) - Belle Vue 40:50 Punkte; Wolverhampton -

Ipswich 45:45; Poole - Ipswich 48:42; Swindon - Wolverhampton 52:38; Wolverhampton - Peterborough

59:31; Ipswich - Wolverhampton 41:37 (Abbruch nach Lauf 13); King’s Lynn (Erik Riss

1-2-S-3-1=7) - Peterborough 55:35; Swindon - Belle Vue 58:32; Ipswich - Belle Vue 48:42; Poole -

Peterborough 50:40; King’s Lynn (Erik Riss 1-3-3-2-3-2=14) - Ipswich 57:33; Wolverhampton - Belle

Vue 54:36; Swindon - Wolverhampton 46:44.

Championship

Riss immer besser

Die Verpflichtung von Erik Riss scheint sich für Redcar zu einem Glücksfall

zu entwickeln. Die Bears fahren so gut wie lange nicht mehr und befinden

sich in den Top Four. Nach wie vor gibt aber Glasgow in der Championship

den Ton an. Bislang mussten die Tigers erst eine knappe Auswärtsniederlage

(gegen Newcastle) einstecken. Die Tabelle ist etwas verzerrt, weil

Leicester bereits vier Rennen mehr gefahren ist. Valentin Grobauer hat die

Somerset Rebels verlassen. Im Vorfeld forderte das Management Anfang

Juli mehr Konstanz in den Leistungen des Deutschen. Grobauer gab daraufhin

eine gute sportliche Antwort in den darauffolgenden zwei Heimrennen.

Bereits zuvor soll es Meinungsverschiedenheiten zwischen Co-

Promoter und Teamchef Garry May und Grobauer gegeben haben und die

Stimmung war entsprechend. Valentin verabschiedete sich Ende Juli mit

7 Punkten aus dem Match in Birmingham.

Ergebnisse: Birmingham - Redcar (Erik Riss 3-3-3-3-3=15) 37:53 Punkte; Leicester - Edinburgh

47:42; Somerset (Valentin Grobauer 1-1-0-3=5) - Berwick 49:41; Redcar - Birmingham 51:39; Berwick

- Somerset (Valentin Grobauer A-A-1-1=2) 55:35; Newcastle - Glasgow 47:42; Birmingham -

Somerset (Valentin Grobauer 0-3-2-2=7) 43:47; Edinburgh - Berwick 52:38; Glasgow - Leicester

48:41; Eastbourne - Somerset 45:44; Scunthorpe - Glasgow 44:46; Somerset - Glasgow 42:48;

Edinburgh - Scunthorpe 53:37; Glasgow - Redcar (Erik Riss 2-2-3-2-3-0=12) 48:42; Berwick - Redcar

(Erik Riss 3-3-2-0-3-0=11) 43:47; Leicester - Sheffield 53:37; Newcastle - Somerset 44:46; Redcar

(Erik Riss 2-3-3-3-2=13) - Eastbourne 53:37; Birmingham - Eastbourne 51:39; Somerset -

Newcastle 49:41; Redcar (Erik Riss 3-3-3-2-3=14) - Newcastle 53:37; Scunthorpe - Birmingham

45:45; Leicester - Scunthorpe 52:38; Sheffield - Edinburgh 49:41.

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle (1) AUS Swindon 19 9,85

2. Troy Batchelor (3) AUS Swindon 20 9,31

3. Max Fricke (2) AUS Belle Vue 23 9,25

4. Kenneth Bjerre (4) DK Belle Vue 22 9,00

5. Craig Cook (5) GB King’s Lynn 12 8,49

6. Brady Kurtz (6) AUS Poole 14 8,48

7. Rasmus Jensen (7) DK Swindon 10 8,41

8. Robert Lambert (8) GB King’s Lynn 22 8,21

9. Tobias Musielak (9) PL Swindon 10 8,00

10. Jack Holder (-) AUS Poole 23 7,85

15. Erik Riss (16) D King’s Lynn 16 7,57

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Craig Cook (1) GB Glasgow 23 11,05

2. Chris Harris (3) GB Somerset 18 9,69

3. Daniel King (5) GB Sheffield 20 9,33

4. Charles Wright (6) GB Redcar 21 9,28

5. Edward Kennett (2) GB Eastbourne 23 9,17

6. Scott Nicholls (4) GB Leicester 25 9,17

7. Erik Riss (-) D Redcar 6 9,13

8. Richard Lawson (7) GB Eastbourne 23 9,10

9. Steve Worrall (8) GB Newcastle 19 8,97

10. Rory Schlein (10) AUS Somerset 18 8,91

Valentin Grobauer D Somerset 17 5,52

24 BAHNSPORT AKTUELL September '19


PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Poole (1) 16 10 2 4 36

2. Ipswich (3) 18 9 2 7 36

3. Belle Vue (2) 19 9 1 9 32

4. Swindon (4) 15 8 1 6 27

5. Wolverh’pton (5) 17 7 1 9 26

6. King’s Lynn (7) 16 6 2 8 22

7. Peterborough (6) 17 5 1 11 1

Max

Clegg,

Leader

der

National-

Top-10

Championship Shield - Halbfinale

Erneute Schlappe

Nach dem überraschenden Knockout-Cup-Aus gegen Redcar mussten die

Tigers aus Schottland eine weitere empfindliche Niederlage einstecken.

Bereits im Hinmatch tat sich Glasgow trotz eines Maximums von Craig

Cook sehr schwer. In ihrem Heimrennen konnten die Eagles bereits nach

dem ersten Lauf den Rückstand ausgleichen und permanent ausbauen.

Ergebnisse: Glasgow - Eastbourne 47:43 Punkte; Eastbourne - Glasgow 55:34.

Eastbourne gewinnt 98:81.

National League

Fen Tigers wieder auf Kurs

Nach dem desolaten Start der Fen Tigers mit drei Niederlagen in Folge hat

Mildenhall jetzt das Ruder herumgerissen. Mit vier Siegen in Folge katapultierte

sich das Team auf Rang 4 der Tabelle. • Andreas Fahldiek

Ergebnisse: Kent - Cradley 41:37 Punkte (Abbruch nach Lauf 13); Mildenhall - Leicester 48:42;

Belle Vue - Isle of Wight 56:34; Kent - Stoke 53:37; Leicester - Plymouth 59:30; Cradley - Stoke

48:42; Kent - Leicester 40:50; Belle Vue - Kent 44:45; Plymouth - Leicester 38:52; Belle Vue -

Leicester 50:40; Isle of Wight - Mildenhall 39:51; Mildenhall - Isle of Wight 50:40.

National League Knockout Cup

Ergebnisse - Viertelfinale: Stoke - Plymouth 50:39 Punkte; Plymouth - Stoke 48:42.

Stoke gewinnt 92:87.

Halbfinale: Stoke - Leicester 36:54.

CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 16 11 0 5 36

2. Glasgow (2) 12 11 0 1 35

3. Somerset (4) 15 9 0 6 30

4. Redcar (7) 13 8 0 5 26

5. Sheffield (3) 13 7 0 6 23

6. Scunthorpe (5) 14 5 1 8 17

7. Eastbourne (6) 14 5 0 9 15

8. Birmingham (9) 13 4 1 8 14

9. Edinburgh (11) 12 4 0 8 13

10. Newcastle (8) 11 4 0 7 12

11. Berwick (10) 11 3 0 8 10

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (2) 8 6 0 2 22

2. Kent (3) 9 6 1 2 19

3. Belle Vue (5) 7 5 0 2 15

4. Mildenhall (8) 7 4 0 3 14

5. Cradley (4) 9 4 0 5 14

6. Isle of Wight (1) 10 3 1 6 13

7. Stoke (6) 9 2 0 7 8

8. Plymouth (7) 7 2 0 5 6

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Max Clegg (1) Cradley Heath 11 10,57

2. Daniel Ayres (2) Mildenhall 11 10,48

3. Elis Perks (-) Leicester 9 10,23

4. Ben Morley (3) Isle of Wight 16 9,68

5. Jordan Palin (4) Belle Vue 8 9,64

6. Georgie Wood (5) Isle of Wight 15 9,21

7. Leon Flint (-) Belle Vue 7 9,18

8. Danyon Hume (-) Leicester 10 9,09

9. Drew Kemp (9) Kent 14 8,99

10. Ben Wilson (7) Plymouth 15 8,68

Teammeisterschaft

Togliatti führt weiter

Am 24. Juli empfing Baschkirija Oktjabrskij das Team von Mega-Lada.

Schon nach einigen Heats war klar, dass die Gastgeber nicht imstande

sein würden, Togliatti zu gefährden. Im siebten Lauf wurde Viktor Kulakov

als Joker eingesetzt und Oktjabrskij holte einen 7:2-Sieg, doch die Riposte

der Gäste war niederschmetternd. Sie erzielten drei Doppelsiege in Folge

und gewannen letztendlich mit 59:34 sehr deutlich. Dank des Sieges

qualifizierte sich Mega-Lada vorzeitig für das Finale der Teammeisterschaft.

Eine Woche später trafen Wostok und Turbina in Wladiwostok aufeinander.

Beide Mannschaften kämpfen noch um den 2. Rang, um im Finale gegen

Mega-Lada antreten zu dürfen. Die Gastgeber gingen mit ihrer stärksten

Besetzung ins Rennen. Sie verpflichteten unter anderem die Laguta-

Brüder und den Polen Krzysztof Buczkowski. Turbina konnte zwar Emil

Sayfutdinov nicht einsetzen, aber seinen Platz nahm kein Geringerer als

Nicki Pedersen ein. Nach zwei Läufen lagen die Gäste überraschend in

Führung, aber danach erzielte die Mannschaft von Wostok acht Siege (davon

fünf doppelte) hintereinander und gewann am Ende mit 55:38. Pedersen

holte als Joker einen Sechser und war mit insgesamt 17 Zähler bester

Mann bei Balakovo. Bei den Gastgebern hinterließ Artem Laguta den besten

Eindruck. Der GP-Teilnehmer stürzte im Auftaktlauf, überquerte jedoch

danach dreimal als Sieger

die Ziellinie.

TEAMMEISTERSCHAFT

Ergebnisse - 24.7.: Oktjabrskij, 34 Punkte (Kulakov

15, Gizatullin 6); Togliatti, 59 (Gafurov

13, Kudriashov 12, Chugunov 12, Gala 11, Lahbaum

6).

31.7.: Wladiwostok, 55 Punkte (A.Laguta 13,

G.Laguta 11, Kotlar 9, Buczkowski 8, P.Laguta

7); Balakovo, 38 (N.Pedersen 17, Chalow 8, Borodulin

6).

RUSSLAND

Pl./Club R P Ges.

1. Togliatti 5 8 72

2. Wladiwostok 6 6 24

3. Balakovo 5 4 -31

4. Oktjabrskij 5 2 -65

1. Liga

SK Sterlitamak Meister

Das Team von SK Sterlitamak ist neuer Meister der russischen 1. Liga. Im

Finale des Wettbewerbs, das am 3. August in Salawat als Paarrennen mit

sechs Mannschaften ausgetragen wurde, holte Sterlitamak vier Doppelsiege

und schloss das Rennen mit 24 Punkten ab. Bester Mann der Mannschaft

war Roman Kashirin. Er kreuzte jedesmal als Sieger die Ziellinie

und kam auf 15 Punkte. Sergey Polenok steuerte 8 Zähler bei, während Nikita

Pavlov, der nur einmal zum Einsatz kam, einen Punkt schrieb. Den

2. Rang sicherte sich das Duo von Speedway Salawat. Radik Tibeev erzielte

13 Punkte und sein Teamkamerad Daniil Jamilov kam auf 2 Zähler. Die

Bronzemedaille gewann die Mannschaft von Sibir Nowosibirsk mit Ivan

Lvov (10) und Igor Artemenko (4). • Georg Dobes

SCHWEDEN

Nordische Team- und Solo-Meisterschaft Skövde

Finnland und Mustonen Meister

Auf der Sandbahn im schwedischen

Skövde fand am ersten Augustwochenende

die Nordische Team- und Einzelmeisterschaft

statt. Bei den Teams gewann

Finnland gefolgt von Schweden und Dänemark.

Am folgenden Tag konnte der Finne Jesse

Mustonen die Einzelmeisterschaft für sich

entscheiden. Zweiter wurde Tomas Jonasson.

• Text: Daniel Becker; Foto: Niklas Breu

Ergebnisse - Solo: 1. Jesse Mustonen, FIN; 2. Tomas Jonasson,

S; 3. Kenneth Hansen, DK; 4. Henri Ahlbom, FIN;

5. Simo Pulli, FIN; 6. Max Koivula, FIN; 7. Kim Juri Juritzen,

N; 8. Joel Andersson, S; 9. Andreas Bergström, S; 10. Viktor

Palovaara, S; 12. Jakob Bukhave, DK; 13. Jimmy Sörensen,

DK; 14. Per-Ole Klasson, S; 15. Hasse Prytz, N.

Teams: 1. Finnland, 62 Punkte (Jesse Mustonen 29+1,

Henri Ahlbom 24+3, Max Koivula 6, Simo Pulli 3+1);

2. Schweden, 44 Punkte (Tomas Jonasson 8, Niklas Klingenberg

12+2, Sebastian Alden 18+2, Andreas Bergström

6+3); 3. Dänemark, 42 (Kenneth Kruse Hansen 27,

Jakob Nymark 5+1, Jakob Bukhave 10+2, Jimmy Sørensen

0); 4. Norwegen, 33 (Tommy Thu 22, Kim Rudi Juritzen

4, Robert Duncan 7+2, Hasse Prytz 0).

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

Teammeisterschaft

Ekstraliga

In der zwölften Runde erlitt die Mannschaft von Unia Leszno ihre erste

Niederlage in dieser Saison. In Gorzow unterlag sie knapp dem Team von

Stal mit 44:46. Vor dem letzten Lauf herrschte im Edward-Jancarz-Stadion

noch Punktegleichstand, aber im 15. Heat kreuzte Wozniak vor Sayfutdinov

und Kasprzak als Erster den Zielstrich und die Gastgeber erkämpften

für sie sehr wichtige 2 Matchpunkte. Gorzow liegt in der Tabelle nämlich

an vorletzter Stelle und will die Relegationsrennen gegen den Vizemeister

der 1. Liga unbedingt vermeiden. Unia Leszno, Sparta Wroclaw, Falubaz

Zielona Gora und Wlokniarz Czestochowa sicherten sich bereits ihre Teilnahmen

an der Play-off-Runde.

Eine große Chance, unter die Topvier der Ekstraliga zu kommen, hatte

auch die Mannschaft von GKM Grudziadz, aber in der 12. Runde musste

sie sich zu Hause Falubaz mit 44:46 beugen. Im Endeffekt wird Grudziadz

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 13 29 (6) 168

2. Wroclaw 13 26 (6) 89

3. Zielona Gora 13 19 (3) 48

4. Czestochowa 13 17 (4) -24

5. Grudziadz 13 13 (2) -16

6. Lublin 13 11 (2) -40

7. Gorzow 13 10 (-) -70

8. Torun 13 3 (1) -155

(Bonuspunkte)

nur noch um den 5. Gesamtrang

kämpfen können. Das

Team von KS Torun erlitt drei

weitere Niederlagen und sein

Abstieg ist damit besiegelt.

Ergebnisse - Runde 11 - 26./28.7.: Leszno

- Lublin 51:39 Punkte; Czestochowa -

Torun 52:38; Wroclaw - Grudziadz 51:38;

Zielona Gora - Gorzow 57:33.

Runde 12 - 2./4.8.: Grudziadz - Zielona

Gora 44:46 Punkte; Lublin - Czestochowa

45:45; Torun - Wroclaw 41:49; Gorzow

- Leszno 46:44.

Runde 13 - 9./11.8.: Czestochowa - Grudziadz

52:38 Punkte; Leszno - Torun

64:26; Lublin - Gorzow 50:40; Zielona

Gora - Wroclaw 44:46.

1. Liga

Erwartungsgemäß gewann die Mannschaft von ROW Rybnik die Hauptrunde

der 1. Liga. In der 13. Runde bezwangen die Oberschlesier auswärts

das Team aus Lodz mit 48:42. In der Play-off-Runde wird Rybnik im Halbfinale

gegen die Mannschaft von Unia Tarnow antreten. Im zweiten Halbfinalduell

werden die Mannschaften aus Ostrow und Gniezno aufeinandertreffen.

Orzel Lodz belegte in der Hauptrunde den 7. Platz und wird

zwei Relegationsrennen gegen den Vizemeister der 2. Liga bestreiten

müssen.

1. LIGA ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Rybnik 12 22 (4) 110

2. Ostrow 12 18 (3) -8

3. Gniezno 12 17 (4) 6

4. Tarnow 12 17 (3) 16

5. Gdansk 12 13 (3) -32

6. Daugavpils 12 11 (3) -43

7. Lodz 12 7 (1) -49

(Bonuspunkte)

POLEN

Ergebnisse - Runde 13 - 27./28.7: Tarnow

- Gdansk 49:41 Punkte; Gniezno -

Ostrow 45:45; Lodz (Huckenbeck 2) -

Rybnik 42:48.

Runde 14 - 3./4.8.: Gdansk - Gniezno

48:42 Punkte; Ostrow - Lodz 51:39; Daugavpils

- Tarnow 48:42.

2. Liga

Polonia Bydgoszcz holte in den letzten Runden zwei Siege und wurde etwas

überraschend beste Mannschaft der Hauptrunde. Dazu kam es, weil

das Team aus Posen völlig unerwartet zu Hause Kolejarz Opole mit 43:47

unterlag. Beide Mannschaften

werden auch in der Play-off-

Runde aufeinandertreffen.

Bydgoszcz hingegen wird um

den Einzug ins Finale gegen

Krosno kämpfen.

Ergebnisse - Runde 4 - Nachholrennen-

26.7.: Krakow - Rawicz 23:66 Punkte.

Runde 13 - 27./28.7.: Rawicz - Pila 47:42

Punkte; Krakow - Krosno 26:64; Opole

(Wölbert 6) - Bydgoszcz 36:54.

Runde 5 - Nachholrennen - 2.8.: Opole

(Wölbert 11) - Krakow 73:14 Punkte.

Runde 14 - 4.8.: Pila (Dilger 14, Weber 0)

- Krakow 54:35 Punkte; Bydgoszcz - Rawicz

54:36; Poznan - Opole 43:47.

Jonny Wynant siegt in Gdansk

gegen internationale Konkurrenz

2. LIGA ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Bydgoszcz 12 26 (5) 133

2. Poznan 12 23 (5) 193

3. Opole 12 21 (5) 142

4. Krosno 12 14 (2) -3

5. Pila 12 13 (3) -38

6. Rawicz 12 8 (1) -35

7. Krakow 12 0 -392

(Bonuspunkte)

250 ccm Masters - Gdansk

Sieg für Jonny Wynant

Am 31. Juli fand in Gdansk das 250 ccm Masters mit internationaler Beteiligung

statt. Sieger des Turniers wurde Jonny Wynant. Der 15-jährige Deutsche

erzielte im Zbigniew-Podlecki-Stadion ein makelloses Punktemaximum.

„Ich habe mich von Anfang an sehr wohl auf dieser Bahn gefühlt

und einfach diese tolle Veranstaltung genossen“, teilte der Triumphator

auf seiner Webseite mit. Die restlichen Podiumsplätze sicherten sich der

Lette Francis Gusts (14 Zähler) und der Schwede Noel Wahlqvist (13), der

zehn Tage zuvor in Dänemark die WM-Bronzemedaille gewonnen hatte.

Die Entscheidung über den Gesamtsieg fiel im 18. Lauf. Wynant kam als

Erster ins Ziel, gefolgt von Gusts und Casper Henriksson, der am Ende Tagesvierter

wurde.

Mit dabei waren auch Tom Finger und Melf Ketelsen, die die Plätze 7 bzw.

8 belegten. Der Veranstalter hatte auch den neuen Weltmeister Jesper

Knudsen und Noah Moss eingeladen, aber die Dänen kamen letztendlich

nicht nach Polen. • Text: Georg Dobes; Archivfoto: Ubbo Bandy

Ergebnis: 1. Jonny Wynant, D, 15 Punkte; 2. Francis Gusts, LV, 14; 3. Noel Wahlqvist, S, 13; 4. Casper

Henriksson, S, 12; 5. Patrick Skaarup, DK, 10; 6. Wiktor Rafalski, 8; 7. Tom Finger, D, 8; 8. Melf Ketelsen,

D, 7; 9. Markus Maximus, Lill, EST, 7; 10. Sam McGurk, GB, 6; 11. Jan Rachubik, 5; 12. Seweryn

Orgacki, 0; 13. Mateusz Affelt, 0; 14. Jakub Staszewski, 0.

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26 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Landespokal - 6. Lauf - Pilsen - 4.8.2019

Holub siegt

Da Jan Macek und Roman Marek vom PD Koprivnice ihre Teilnahmen kurzfristig

abgesagt hatten, gingen nur 14 Fahrer an den Start. Sieger des Rennens

wurde Zdenek Holub. Der Prager fand im Westen des Landes keinen

Bezwinger und kam auf 15 Punkte. Lokalmatador Zdenek Simota wurde

mit 14 Zählern Zweiter, gefolgt von Michal Skurla (13), Patrik Mikel (12),

Martin Gavenda (11) und Milan Dobias (10). Da Jan Kvech von Marketa

nicht dabei war, konnte Simota seine Gesamtführung ausbauen. Der

34-Jährige hat momentan 81 Punkte. Skurla liegt an 2. Stelle und hat bereits

einen Rückstand von 18 Zählern. In Lauerstellung ist Gavenda, der

nur 2 Punkte weniger als Skurla hat. Die nächste Runde wird am 7. September

in Liberec ausgetragen.

Junioren-Teammeisterschaft

Eine Mannschaft des tschechischen Verbandes nimmt in dieser Saison an

der polnischen Junioren-Teammeisterschaft teil. Die jungen Fahrer, unter

anderem Jan Kvech, Petr Chlupac, Patrik Mikel und Daniel Silhan, belegten

in der Gruppe 2 nach zwölf Qualifikationsrennen hinter den Teams aus

Ostrow, Rybnik und Leszno Gesamtrang 4 und zogen ins Semifinale des

Wettbewerbs ein. In dieser Phase des Prädikats werden alle Mannschaften

jeweils 14 Rennen bestreiten. Die drei besten Teams jeder Semifinalgruppe

stehen im Finale, das am 26. September über die Bühne gehen

wird. Der Austragungsort des Endlaufes ist noch unbekannt.

• Georg Dobes

TSCHECHIEN

NIEDERLANDE

Dutch Open - Noordwolde - 20.7.2019

Rennabbruch

Bereits im Training wurde die Bahn tief und es bildete sich Staub. Um

17:00 Uhr starteten neun I-Solo-Fahrer ihren ersten Lauf. Doch bereits im

ersten Lauf war es in der Zielkurve um Christian Hülshorst geschehen, der

in die Bahnbegrenzung geriet. Glücklicherweise passierte ihm nichts. Von

Rennen zu Rennen staubte es mehr. Auch bei den Seitenwagen standen

zu Beginn neun Gespanne am Start. Der erste Durchgang wurde gefahren.

Der anschließende Bahndienst dauerte fast eineinhalb Stunden. In den

folgenden Läufen kam es wegen der hohen Staubentwicklung erneut zu

Stürzen, sodass das Rennen letztendlich abgebrochen werden musste.

Int. Grasbahnrennen Staphorst - 27.7.2019

Hurry setzt sich durch

Sicher auch aufgrund des zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden Rennens

in Werlte waren nur drei Spitzenfahrer am Start. Theo Pijper, Paul

Hurry und Max Dilger machten die Treppchenplätze unter sich aus. Daniel

Winterton und Jacob Bukhave waren da nur schmückendes Beiwerk. Sieger

wurde letztlich Hurry mit 12 Punkten vor Dilger (11) und Pijper (10). Den

Bahnrekordlauf gewann Pijper mit 17,720 Sekunden. Den von Jannick de

Jong aufgestellten Rekord von 17,05 konnte er allerdings nicht brechen.

Auf den Plätzen folgten Dilger und Hurry.

Wieder einmal das Maß aller Dinge:

William Matthijssen und Sandra Mollema

Polnische Junioren-Mannschaftsmeisterschaft - Semifinale 3 u. 4

Pardubice - 23./24.7.2019

Ausgewandert

Mit zwei Veranstaltungen wanderte die Junioren-Teammeisterschaft ins

Nachbarland Tschechien aus. Auf der Pardubicer Traditionsstrecke gab es

ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Teams Bocar Wlokniarz Czestochowa

und Francepol Falubaz Junior Zielona Gora. Die Events, die praktisch

unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, gingen bei schwüler

Hitze über die Bühne. Am ersten Tag gab es eine Pattstellung an der

Spitze. Die Cracks aus Czestochowa bzw. Zielona Gora errangen je

25 Punkte und teilten sich den Sieg.

Am zweiten Tag hatten Norbert Krakowiak, Mateusz Tonder und Damian

Pawliszak, die das Francepol Falubaz Junior Zielona Gora bildeten, die Nase

vorne. Dafür gab es hinter ihnen ein heftiges Gedränge. Mit je 20 Laufpunkten

landeten ex aequo Czestochowa, Gniezno und das tschechische

ACCR Team auf dem 2. Platz, was eine Teilung der Ligapunkte – 5, 4 und 3

Punkte wurden auf die drei Teams aufgeteilt, somit 4 für jedes Team – zur

Folge hatte.

Damit zogen die Zielona-Gora-Fahrer mit nun 21,5 Ligapunkten mit den

Czestochowa-Startern gleich. Mit einem halben Punkt Rückstand rangieren

die Tschechen Jan Kvech, Petr Chlupac und Patrik Mikel auf Platz 4 hinter

dem Aforti Start Gniezno Team mit Kevin Fajfer, Mateusz Blazykowski

und Damian Stalkowski. Bester Einzelfahrer war übrigens Michal Gruchalski

(Czestochowa) mit 11 Punkten. • Text u. Foto: Alfred Domes

Ergebnisse - 3. Semifinale: 1. Francepol Falubaz Junior Zielona Gora, 25 Punkte (Norbert Krakowiak,

Mateusz Tonder, Damian Pawliczak); Bocar Wlokniarz Czestochowa 25 (Mateusz Swidnicki,

Bartolomiej Kowalski, Michal Gruchalski); 3. ACCR, 24 (Jan Kvech, Petr Chlupac, Patrik Mikel);

4. Aforti Start Gniezno, 17 (Kevin Fajfer, Mateusz Blazykowski, Damian Stalkowski, Kacper Grzelak);

5. Zdunek Wybrzeze Gdansk, 13 (Karol Kupinski, Denis Zielinski, Oskar Rowecki); 5. Elektrocieplownia

Falubaz Junior Zielona Gora, 13 (Jakub Osyczka, Nikodem Bartoch, Fabian Rakus);

7. PGG ROW Rybnik, 9 (Dominik Tyman, Kacper Klosok, Przemyslaw Giera).

4. Semifinale: 1. Francepol Falubaz Junior Zielona Gora, 25 Punkte; 2. Bocar Wlokniarz Czestochowa,

20; ACCR, 20; Aforti Start Gniezno, 20; 5. Zdunek Wybrzeze Gdansk, 15; 6. Elektrocieplownia

Falubaz Junior Zielona Gora, 13; 7. PGG ROW Rybnik, 12.

Mateusz Tonder (gelb) und Norbert Krakowiak

(weiß) vom siegreichen Zielona-Gora-Team

In der Seitenwagenklasse waren William Matthijssen/Sandra Mollema

erfolgreichstes Team. Sie konnten alle ihre Läufe gewinnen und standen

zusammen mit Mitch Godden/Paul Smith und Wilfred Detz/Wendy Arling

direkt im Endlauf. Das B-Finale gewannen Natasha Bartlett/Kim Kempa

vor Oliver Möller/Dana Frohbös. Auch den Finallauf entschieden Matthijssen/Mollema

für sich. Godden/Smith und Detz/Arling belegten die

folgenden Plätze.

Auch die nationalen Spezialisten konnten in Staphorst ihr Können beweisen.

Nigel Hummel gewann vor Kevin Glorie und Christian Wagemanns.

• Texte u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Spec. Int.: 1. Paul Hurry, GB, 12 Punkte; 2. Max Dilger, D, 11; 3. Theo Pijper, NL, 10;

4. Daniel Winterton, GB, 3; 5. Jacob Bukhave, DK, 3.

Int. Seitenwagen (nach A/B-Finals): 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 12 Vorlaufpunkte;

2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 9; 3. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 8; 4. Natasha Bartlett/

Kim Kempa, GB, 3; 5. Oliver Möller/Dana Frohbös, D, 5; 6. Jan Kempa/Sina Stickling, D, 6; 7. Anthony

Sarrailh/Benjamin Gregoire, F, 1; 8. André Schönig/Linda Frohbös, D, 1.

Spec. Nat. (nach A/B-Finals): 1. Nigel Hummel, 10 Vorlaufpunkte; 2. Kevin Glorie, 9; 3. Christian

Wagemans, 3; 4. Mike van der Noordaa, 6; 5. Wiebo Bouwmeester, 6; 6. Andy ter Schuur, 6; 7. Margriet

Diever, 3; 8. Delina Kruit, 1.

50 ccm: 1. Sem Bos, 27 Punkte; 2. Quinten Kin, 21; 3. Jarno Bosma, 21; 4. Roan van der Lende, 20;

5. Sven Zuur, 16; 6. Marten de Vries, 9; 7. Gabryela Horenga, 9; 8. Kaylee Schoo, 9; 9. Ravi Nijenhuis,

3; 10. Levi Slot, 0.

65 ccm: 1. Jelmer de Boer, 23 Punkte; 2. Niek Meijerink, 22; 3. Dominic Hamminga, 18; 4. Jafaro Hazeveld,

15; 5. Britt Boezerooij, 11; 6. Davey Cazemier, 5; 7. Sven Dijkstra, 4; 8. Sem Bos, 3.

85 ccm: 1. Jelmar Naessens, 17 Punkte; 2. Bern Monkel, 16; 3. Rik Jan de Boer, 12; 4. Dave Hoogerhuis,

9; 5. Rens Spanjer, 6; 6. Valentino Luider, 3; 7. Danique Schoo, 0.

NK ST 250 ccm (nach A-Finale): 1. Gert Jan Valk, 30 Vorlaufpunkte; 2. Mark van Dellen, 26; 3. Anne

Bos, 15; 4. Lazar de Vries, 31; 5. Lorenzo Punter, 16; 6. Marcel Vlig, 20; 7. Stef Hamstra, 17; 8. Joey

van Kammen, 18. Weitere: 9. Remon Meeters, 12; 10. Gert van der Heide, 6; 11. Ruben Guikema, 4;

12. Niels Broekema, 3.

NK ST 500 ccm (nach A-Finale): 1. Jan Okke Loonstra, 31 Vorlaufpunkte; 2. Frank Hamming, 30;

3. Reinse de Jong, 24; 4. Olav den Engelman, 18; 5. Rindert Boonstra, 25; 6. Erwin Mulder, 15; 7. Wybe

Valkema, 21; 8. Youri Jansen, 13. Weitere: 9. Johan Wissema, 10; 10. Evert van Til, 7; 11. Aron

Schokker, 4; 12. Annelies Veensma, 0.

Cup ST 250 ccm (nach A/B/C-Finals): 1. Bart Borg, 14 Vorlaufpunkte; 2. Tonny Blok, 11; 3. Harriet

Zwiers, 18; 4. Remon Meeters, 16; 5. Johan Wissema, 12; 6. Roy Pasveer, 17; 7. Oege de Haan, 6;

8. Arjan de Jong, 15; 9. Marcel ter Braake, 12; 10. Iwan Kok, 14.

September '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


VORSCHAUEN

8.9. HERXHEIM

DT. JUNIORENMEISTERSCHAFT

Letzter Renntag der Saison 2019 am 8. September im Herxheimer Waldstadion!

Die Motorsportvereinigung Herxheim wurde mit der Ausrichtung

der dmsj-Meisterschaft beauftragt, der deutschen Meisterschaft der

Nachwuchsklassen 50, 125 und 250 ccm.

In drei Nachwuchsklassen werden am 8. September auf der Speedwaybahn

im Waldstadion die jeweiligen deutschen Meister ermittelt, was in

allen Klassen große Dramatik und spannenden Motorsport verspricht.

Die Rennbesucher dürfen sich in Herxheim nicht nur über 35 spannende

Rennläufe in drei Klassen freuen, sondern das Rennen auch noch bei freiem

Eintritt verfolgen.

Das Training der Teilnehmer beginnt am 8. September um 10:00 Uhr, die

ersten Rennläufe werden um 13:30 Uhr gestartet.

Weitere Infos und Fahrerfelder folgen auf: www.speedway.de

Termin: 8. September 2019

ADAC-Speedwayrennen Herxheim

13.9. CLOPPENBURG

10-JÄHRIGE JUBILÄUMSAUFLAGE

DER NIGHT OF THE JUMPS

„Night of the Fights“ mit MSC-Piloten Smolinski, Deddens und Fienhage

sowie Speedwayweltmeister 2017 Jason Doyle • Gespanne erstmals dabei

In diesem Jahr wieder an einem Freitagabend startet der MSC Cloppenburg

sein alljährliches Flutlicht-Prestigerennen „Night of the Fights“ am

13. September. Ab ca. 20:10 Uhr starten die internationalen Toppiloten

des Speedwaysports zum zehnjährigen Jubiläum auf dem 2010 eröffneten

Speedwayoval. Hintergrund, das Rennen nach zwei Jahren wieder an

einem Freitag ausfahren zu lassen, ist, die Tags darauf am Sonnabend

ausgefahrene Langbahn-Team-Weltmeisterschaft im benachbarten Vechta.

„Somit bieten wir den Zuschauern wieder ein Bahnsportwochenende

Jason Doyle startet in Clopppenburg

• Foto: Daniel Sievers

Start bei den 250-ern

• Foto: Thomas Sommer

der Extraklasse, für das sich auch die weite Anreise der Fans allemal

lohnt“, begründet MSC Präsident Burkhard Timme die Entscheidung.

Die Vorbereitungen und Fahrerverpflichtungen sind größtenteils abgeschlossen.

Ganz besonders freut sich der Verein über die Verpflichtung

des Speedwayweltmeisters aus 2017 Jason Doyle. Der Australier kennt

die anspruchsvollen Bahnverhältnisse in Cloppenburg bereits aus den

Jahren 2010 und 2012 und verbucht bereits eine Finalteilnahme auf seinem

Konto. Auf alle Fälle mit dabei sind auch die MSC-Fahrer Martin Smolinski,

René Deddens und Lukas Fienhage. Alle drei befinden sich momentan

in Topform. Smolinski führt als Titelverteidiger die Langbahn-WM an.

Youngster Fienhage konnte kürzlich erst den Sieg bei der deutschen

U21-Speedwaymeisterschaft einfahren und Speedwayroutinier René

Deddens überzeugt in dieser Saison erneut als Kapitän der Cloppenburger

Team-Cup-Mannschaft, den MSC Fighters. Ein weiterer deutscher Vertreter

und Lokalmatador ist der zweifache deutsche Speedwaymeister Kai

Huckenbeck, der in diesem Jahr als einziger permanenter deutscher Fahrer

an der diesjährigen EM-Serie teilnimmt. Ihr Kommen zugesagt haben

auch die Sieger der beiden Vorjahre Timo Lahti (FIN) sowie Mikkel Bech

(DK). Mit Smolinski, der den Cup 2016 gewinnen konnte stehen damit die

letzten drei NOTF-Sieger im diesjährigen Fahreraufgebot. Weiterhin dürfen

sich die Zuschauer auf Langbahn-Teamweltmeister David Bellego (F)

sowie Max Dilger freuen, der schon in vergangenen Jahr für viel Furore auf

der Kurzbahn sorgte. US-Boy Luke Becker, der Tscheche Vaclav Milik sowie

Mads Hansen (DK) wollen ebenfalls ein Wörtchen um den begehrten

McDonalds Supercup mitreden. Komplettiert wird das renommierte Feld

vom Russen Viktor Kulakov, Paco Castagna (I) sowie dem Fernando Garcia

(ARG). Ein Startplatz ist noch zu vergeben.

Zum Zehnjährigen haben sich die Verantwortlichen noch zwei ganz besondere

Highlights ausgedacht. Zum einen startet in diesem Jahr erstmals

eine Gruppe der internationalen Gespanne. Dafür konnten gleich die

Topdrei der diesjährigen EM verpflichtet werden: Europameister William

Matthijssen mit Beifahrerin Sandra Mollema (NL), die deutschen Vize-Europameister

Markus Venus/Markus Heiss sind ebenso dabei wie die

Bronzemedaillegewinner Mitch Godden und Paul Smith aus England. Zum

anderen wird es ab 17:30 Uhr für 100 Minuten (bis 19:10 Uhr) eine Getränke-„Happy

Hour“ geben. Bedeutet, dass in diesem Zeitraum zwei Getränke

zum Preis von nur einem erworben werden können. Dies betrifft sämtliche

Getränke, alkoholische und Soft-Drinks. Ausnahme ist der Ausschank

im MSC-Café (der Becherpfand bleibt von diesem Angebot unberücksichtigt

und wird pro Getränk erhoben).

Um 19:30 Uhr beginnt der Renntag mit der Fahrervorstellung. Um 19:50

Uhr starten die Finalläufe der Juniorenklassen und der U21. Die Hauptrennen

der Internationalen und Gespann-Artisten beginnen direkt im Anschluss.

Nach dem letzten Zieleinlauf gibt es in diesem Jahr wieder ein

großes Feuerwerk. Die Hauptkassen eröffnen um 14:00 Uhr. Die ersten

Vorläufe absolvieren die U21-Klasse und die Junioren ab 14:30 Uhr. Hier

sind bei der U21 Jan Meyer und Kevin Lück aus den Cloppenburger Reihen

mit dabei. Bei den C-Junioren vertreten Tom Meyer, Marlon Hegener und

der EM-Sechstplatzierte Jonny Wynant die Vereinsfarben des MSC. Und

auch bei den Junioren A und B sind die jungen Aktiven des Vereins mit dabei.

Bei den Junioren B sind es Heidi Stolzenberg und Max Streller und bei

den Junioren A Carl Wynant aus Lindern.

Noch ein Hinweis für alle Zuschauer: In diesem Jahr wird es erstmals nicht

gestattet sein, jegliche Form von selbst mitgebrachten alkoholischen Getränken

mit ins Stadion zu nehmen. Zudem sind Glasflaschen oder andere

Behältnisse aus Glas untersagt.

Der Vorverkauf läuft seit dem 12. August. Interessierte können sich bei

der Tourist-Info Cloppenburg per Telefon (Tel. 04471/15-256) oder direkt

bei der Geschäftsstelle in Cloppenburg noch bis Freitag, 6. September, Tickets

sichern. Sitzplätze kosten 25,- Euro inkl. Programmheft. Stehplätze

gibt es für 18,- Euro, Jugendliche bis 16 Jahre und Schwerbehinderte mit

Ausweis zahlen ermäßigt 10,- Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

Alle Infos zum Cloppenburger Flutlichtrennen finden Interessierte im

Internet unter www.msc-cloppenburg.de

Termin: 13. September 2019

Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg „Night of the Fights“

14.9. VECHTA

VECHTA STEHT

IN DEN STARTLÖCHERN

Nun wissen wir, welche Nationen in Vechta beim FIM Long Track of Nations

an den Start gehen werden: Schweden, Frankreich, Deutschland, Tschechien,

Holland und England.

28 BAHNSPORT AKTUELL September '19


Die Fahrernamen für die FIM Track Racing Youth Gold Trophy sind leider

immer noch nicht bekannt. Der AC Vechta verspricht aber allen Bahnsportfans

einen spannenden Renntag von 14:00 bis 23:00 Uhr.

Bei den Gespannen haben ihr Kommen zugesagt: William Matthijssen,

Mitch Godden, Markus Venus, Marco Hundsrucker und Sven Holstein. Die

250er-Klasse hält sich auch noch bedeckt, aber es wird ein buntes Programm

geben. Es ist wieder an alles gedacht in Vechta.

Eintrittspreise: Erwachsene 25,- Euro, ermäßigte 17,- Euro, Kinder bis

13 Jahre frei. VIP-Zelt von 18:00 bis 24:00 Uhr.

Nicht erlaubt ist das Mitbringen von Getränken und Grillsachen. An den

Eingängen erfolgen Kontrollen. Im Anschluss an das Rennen findet die After-Race-Party

mit Buddy & Soul im Festzelt statt.

Also, auf nach Vechta am 14.09.2019 zur großen Doppel-FIM-WM.

Termin: 14. September 2019

Int. ADAC-Langbahnrennen Vechta

die Teams aus Landshut, Abensberg und vom BBM München mit dabei. Es

geht um wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel.

Am Sonntag wird es dann im Rahmen des Speedway Team-Cups zur Sache

gehen. Gastgeber MSC Olching empfängt die Landshut Young Devils, die

Güstrow Torros und die MSC Cloppenburg Fighters.

Gestartet wird an beiden Tagen um jeweils 14:00 Uhr.

Termin: 21./22. September 2019

ADAC-Speedwayrennen Olching

21.9. NEUENKNICK

CLUBMEISTERSCHAFT

Am Sonnabend, 21. September, findet die Clubmeisterschaft des SC Neuenknick

mit internationalen und nationalen Fahrern statt. Die Veranstaltung

beginnt um 9:00 Uhr mit dem Training aller Klassen. Der Start der

Veranstaltung ist um zirka 12:00 Uhr geplant (Ende gegen 16:00 Uhr). Die

Meisterschaft ist wieder in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt. Neben

aktiven internationalen als auch nationalen Fahrern des SC Neuenknick

werden auch Ex-Fahrer, Oldiesolisten und Hobbyfahrer ihr Können

zeigen. Zugelassen sind auch clubexterne Fahrer, die allerdings nicht in

die Punktewertung zur Clubmeisterschaft einbezogen werden. Der Eintritt

zu dieser Traditionsveranstaltung des SC Neuenknick ist wie immer

frei.

Termin: 21. September 2019

ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

21./22.9. OLCHING

DOPPELVERANSTALTUNG

Eigentlich hätte diese Doppelveranstaltung bereits im Mai stattfinden

sollen – doch im Frühjahr hatte das Olchinger Wetter nicht mitgespielt.

Somit präsentiert der Motorsportclub Olching seine Mannschaftskämpfe

auf der Heimbahn eben ein paar Monate später. Für die Fans gibt es auf

dem Speedwayoval in den Amperauen ein ganzes Wochenende lang

Speedway-Action.

Am Samstag (21. September) steht hier ein Vorlauf zum ADAC Bayerncup

auf dem Programm. Neben der Gastgebermannschaft aus Olching sind

Start zum Club-Leistungsvergleich im Lindenau-Stadion von Neuenknick

• Foto: André Lindhorst

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TERMINE/LETZTE MELDUNGEN/IMPRESSUM

LETZTE MELDUNGEN

Speedway-WM - GP 6 - 17.8.

Malilla/S

Obwohl Fredrik Lindgren in Malilla

einen unverschuldeten Sturz zu

beklagen hatte, siegte der Schwede.

Leon Madsen wurde im Finale

Zweiter und übernahm die WM-

Führung. Sein Vorsprung auf Bartosz

Zmarzlik, der in der G&B-Are-

na nur Siebter wurde, beträgt nun

6 Punkte. Den letzten Podestrang

sicherte sich Maciej Janowski.

Ergebnisse:

1. Fredrik Lindgren, S, 16 Vorlaufpunkte; 2 Leon

Madsen, DK, 14; 3 Maciej Janowski, PL, 15;

4. Artem Laguta, RUS, 16; 5. Mikkel Michelsen,

DK, 9; 6. Martin Vaculik, SK, 9; 7 Bartosz

Zmarzlik, PL, 8; 8 Matej Zagar, SLO, 7; 9. Jason

Doyle, AUS, 7; 10. Niels-Kristian Iversen,

DK, 7; 11. Emil Sayfutdinov, RUS, 7; 12. Patryk

Dudek, PL, 6; 13. Tai Woffinden, GB, 6;

14. Max Fricke, AUS, 5; 15. Janusz Kolodziej,

PL, 4; 16. Jacob Thorssell, S, 2.

TERMINE SEPTEMBER/OKTOBER

1.9. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway Team Cup; MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4

18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

1.9. Deutsche DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft Bad Hersfeld

MSC Bad Hersfeld e.V. im DMV, Vorm Laufholz 1, 36251 Bad

Hersfeld, Tel. 06621 74464, E-Mail: info@msc-bad-hersfeld.de

www.msc-bad-hersfeld.de

8.9. ADAC-Speedwayrennen Herxheim

dmsj - Deutsche Speedway Jugend Meisterschaft

MSV Herxheim e.V. im ADAC, Karl-Neuberger-Straße 2

76863 Herxheim, www.speedway.de

8.9. DMV-Sandbahnrennen Pfarrkirchen

Langbahn - Seitenwagen-DM

RSC Pfarrkirchen e.V. im DMV, Rennbahnstr. 30, 84347 Pfarrkirchen

Tel. 08561 4660, Fax 08561 5269, E-Mail: rsc@rsc-pfarrkirchen.de

www.rsc-pfarrkirchen.de

13.9. Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg „Night of the Fights“

Speedway - offene Veranstaltung

MSC Cloppenburg e.V. im ADAC, Postfach 1430

49644 Cloppenburg, E-Mail: info@msc-cloppenburg.de

msc-cloppenburg.de

14.9. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-U21-WM - Finale 2

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

14.9. ADMV-Speedwayrennen Wittstock

„Pokal für Frieden u. Freundschaft“

Speedway - offene Veranstaltung

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV, Finkenkruger Str. 49 a

14612 Falkensee, E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

14.9. Int. ADAC-Langbahnrennen Vechta

Langbahn-Team-WM • Bahnsport Jugend Gold Trophäe

AC Kreis Vechta e.V. im ADAC, Vossbergstr. 20

49393 Lohne, Tel. 04442 6539

info@ac-vechta.de, www.ac-vechta.de

15.9. 69. Int. ADAC-Grasbahnrennen Schwarme

Deutscher Bahnpokal Seitenwagen - Finale

MSC Schwarme e.V. im ADAC, Kirchweg 3, 27327 Schwarme

Tel. 04258 1576, E-Mail: marc.wessel@msc-schwarme.de

www.msc-schwarme.de

21.9. ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

Speedway - offene Veranstaltung

SC Neuenknick e.V. im ADAC, Am Brokenkamp 9

32469 Petershagen, E-Mail: MarioHauke77@web.de

www.sc-neuenknick.com

21./22.9. ADAC-Speedwayrennen Olching

21.9.: ADAC Bayerncup • 22.9.: Speedway Team Cup

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching

Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

21./22.9. DMV-Grasbahnrennen + DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft

Kinzigtalring Neuenhasslau

Grasbahn - offene Veranstaltung

Kontakt: MSC Neuenhasslau 1953 e.V. im DMV

Thomas Schiffner, E-Mail: ts@msc-neuenhasslau.de,

www.msc-neuenhasslau.de

Rennstrecke: Kirchgasse 27, 63594 Hasselroth

28.9. ADMV-Speedwayrennen - Drift Kids Serie, Teil 4, Parchim

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

29.9. Deutsche DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft Diedenbergen

MSC Diedenbergen e.V. im DMV

Weilbacher Straße 25, 65719 Hofheim, Tel. 06192 37884 (Clubhaus)

0177 2337561, Fax 06192 38757,

E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de, www.msc-diedenbergen.de

6.10. Int. ADMV-Speedwayrennen Meißen „Silberner Stahlschuh“

Speedway - offene Veranstaltung

MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion

Zaschendorfer Straße 77 a, 01662 Meißen, Tel. 03521 7286569

E-Mail: info@mc-meissen-speedway.de

www.mc-meissen-speedway.de

Stand (nach 6 von 10 Veranstaltungen):

1. Madsen, 75 Punkte; 2. Zmarzlik, 69;

3. Sayfutdinov, 68; 4. Vaculik, 68; 5. Lindgren,

63; 6. Dudek, 61; 7. Janowski, 51; 8. Laguta,

50; 9. Kolodziej, 48; 10. Doyle, 42.

Jugend-Europacup 250 ccm

Finale - 18.8.

Divisov/CZ

Nach seinem WM-Triumph in Holsted,

gewann Jesper Knudsen

auch den Europacup. In Divisov

erzielte der junge Däne insgesamt

14 Punkte. Erik Bachhuber verbuchte

im Finale drei Siege und

wurde hinter Mathias Pollestad

Dritter. Jonny Wynant belegte

Rang 6 und Vizeweltmeister Ben

Ernst musste sich mit Platz 11 zufrieden

geben. Marlon Hegener

belegte im ersten Semifinale in

Pardubice Rang 11 und konnte

sich nicht fürs Finale qualifizieren.

Auch Tom Finger überstand

die Hürde nicht. Im zweiten Semifinale

wurde er Vierzehnter.

• Texte: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Jesper Knudsen, DK, 14 Punkte;

2. Mathias Pollestad, N, 13; 3. Erik Bachhuber,

D, 11; 4. Francis Gusts, LV, 9; 5. Noel

Wahlqvist, S, 9; 6. Jonny Wynant, D, 8; 7. Casper

Henriksson, S, 8; 8. Oskar Paluch, PL, 7;

9. Rasmus Pedersen, DK, 7; 10. Ludvig Selvin,

S, 6; 11. Ben Ernst, D, 6.

Grasbahn-EM - Finale - 17.8.

Bad Hersfeld/D

Ergebnis: 1. Zach Wajtknecht, GB, 18 Vorlaufpunkte;

2. Paul Hurry, GB, 15; 3. Kenneth Kruse

Hansen, DK, 20; 4. James Wright, GB, 14;

5. Chris Harris, GB, 14; 6. James Shanes, GB,

18; 7. Martin Malek, CZ, 9; 8. Henry van der

Steen, NL, 9; 9. Paul Cooper, GB, 12; 10. Mathieu

Trésarrieu, F, 12; 11. Jerôme Lespinasse,

F, 5; 12. Josef Franc, CZ, 5; 13. Christian Hülshorst,

D, 8; 14. Andrew Appleton, GB, 8;

15. Stephan Katt (Res.), D, 2; 16. Tom Perry,

GB, 7; 17. Bernd Diener, D, 2; 18. Mika Meijer,

NL, 1; 19. Max Dilger, D, 1; 20. Gaetan Stella

(Res.), F, 0.

Seitenwagen-EM - Finale - 18.8.

Eenrum/NL

Ergebnis: 1. William Matthissen/Sandra Mollema,

NL, 20 Vorlaufpunkte; 2. Markus Venus/Markus

Heiß, D, 15; 3. Mitch Godden/

Paul Smith, GB, 18; 4. Wilfred Detz/Wendy Arling,

NL, 17; 5. Sven Holstein/Bonita van Dijk,

NL, 14; 6. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 9;

7. Shaun Harvey/Danny Hogg, GB, 4; 8. Dave

Carvill/Dennis Smit, GB, 5; 9. Mike Frederiksen/Steven

Grandt, DK, 8; 10. Natasha Bartlett/Kim

Kempa, GB/D, 5; 11. Aaron Vale/Stephen

Vale, GB, 0; 11. Oliver Möller/Dana

Frohbös, D, 0; 11. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, D, 0.

B-Finale: 1. Goodwin/Brown; 2. Holstein/van

Dijk; 3. Harvey/Hogg; 4. Carvill/Smit; 5. Frederiksen/Grandt;

6. Bartlett/Kempa.

A-Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Venus/

Heiß; 3. Godden/Smith; 4. Detz/Arling;

5. Holstein/van Dijk; 6. Goodwin/Brown.

Talents Team Trophy - 17.8.

Brokstedt

Ergebnis: 1. Young Vikings Brokstedt,

38 Punkte (Fabian Wachs 11, Norick Blödorn

15, Birger Jähn, 5, Ann-Kathrin Gerdes 5, Tom

Meyer 2); 2. MSC Moorwinkelsdamm, 32 (Anne

Spaan 2, Geert Bruinsma 10, Niels Oliver

Wessel 10, Nynke Sijbesma 4, Jelto Schäfer

6); 2. Nordhastedt Pirates, 32 (Tim Brinckmann

1, Danny Maaßen 7, Matthis Möller 3,

Jon Ruhnke 7, Marvin Kleinert 6, Fynn-Ole

Schmietendorf 5, Louis Ruhnke 3); 4. MSC

Dohren, 29 (Steven Mauer 12, Jan Meyer 0, Timo

Wachs 2, Lukas Wegner 12, Kevin Lück 3,

Louis Tebbe 0).

IMPRESSUM

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30 BAHNSPORT AKTUELL September '19

Bahnsport aktuell 10/2019 erscheint am 30. Sept. 2019


49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/19

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