Lichterfelde West Journal Februar/März 2016

gazette

Journal für Lichterfelde West, Botanischer Garten und Schweizer Viertel

Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins Februar / März Nr. 1/2016

Lichterfelde West

Journal für Lichterfelde West und Umgebung

extra

◾ Die „Lilienthal-Burgen“

von Lichterfelde

Gustav Lilienthal baute

familienfreundliche Häuser

◾ Umweltfreundliche

Energieerzeugung

Neubau des Heizkraftwerkes

in vollem Gange

GRATIS

ZUM MITNEHMEN


IHR KOMPETENTER

2

Lichterfelde West extra

Komfortbetten

0%

Finanzierung

bis 16 Monate

Qualität seit 85 Jahren IHR BERLINER LIEGENSPEZIALIST

2 Etagen für Ihren gesunden Schlaf!

Große Auswahl an schönen

Massivholzbetten, Polsterbetten,

Seniorenbetten, Boxspringbetten

Großes Schlafsofa-Studio,

Schlafsofas

Siemensstr. 14 / Ecke Leonorenstr. · 12247 Berlin Steglitz / Lankwitz

Tel.: 7 82 13 82 · Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 10–17 Uhr

Bus: 181, 187, 283, 284, 380, M82 · Kostenlose Kundenparkplätze

www.betten-anthon.de

ständig über 15 Schlafsofas

in der Ausstellung.

Geschultes Fachpersonal · eigener Tischlermeister

Sonderanfertigungen · Hausbesuche

Objektausstattungen · Bei Neukauf: Altwarenentsorgung

ohne Berechnung; Lieferung frei Haus

Viele Rückenschmerzen lassen sich vermeiden

ÜBER40JAHRE

FAC H B E R AT E R

Betten

mit Stauraum

Verschiedene Farben,

Größen und Formen.

Boxspringbetten

Wilmersdorfer Str. 150 (U-Bhf. Bismarckstr.) · 10585 Berlin Charlottenburg

Tel.: 341 39 55 · Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa 9–16 Uhr

U-Bahn: U 2, U 7, U 12 · Kostenlose Kundenparkplätze (bitte im Geschäft melden)

www. betten-schneider-berlin.de

Ankauf von kompletten

Nachlässen und auch

Einzelteilen

Antiquitäten & Kunsthandel

Lichterfelde West


25091715

An- & Verkauf

Komplette Nachlässe und

Wohnungsauflösungen

Antik & Kunsthandel in Lichterfelde West

Drakestraße 44 · 12205 Berlin

Tel. 030 / 25 09 17 15 · Mobil 0163 / 66 78 77 3

E-Mail antik-berlin@hotmail.de

Antiquitäten aller Art,

Bernstein/Bernstein-Schmuck,

Ölgemälde, Silber, Silberbestecke,

Porzellan, altes Spielzeug, Möbel,

Goldschmuck, Luxusuhren, Orden,

Abzeichen, Postkarten, Bronzefiguren

und alles was schön ist.


Die „Lilienthal-Burgen“

von Lichterfelde

Gustav Lilienthal baute

familienfreundliche Häuser

Wer nicht kann halten Maß, das Bauen lieber lass.

Schon dieser kleine Zwickel, kost‘ 100.000 Nickel

Der Spruch zierte das erste

Wohnhaus von Gustav

Lilienthal in Lichterfelde.

Neben der Flugforschung, die er

mit seinem älteren Bruder Otto

Lilienthal betrieb, sah er Zeit seines

Lebens seine Berufung darin,

„familienfreundliche Häuser“

für die „unteren Schichten des

Mittelstandes“ zu bauen.

Nach der Maurerausbildung

in seiner Heimatstadt Anklam

kam Gustav zum Studium an

die Bauakademie in Berlin. Es

folgten Auslandsaufenthalte in

Prag, England, Paris und Australien,

um Wohnhäuser, historische

Stätten und ihre Denkmale

zu studieren. Schließlich ließ

er sich mit einem Baugeschäft

Lichterfelde West extra 3

Impressum

Lichterfelde West extra

3. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 844 933-0

Redaktion

Karl-Heinz Christ

extra@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Titelbild: Lilienthal-Haus Weddigenweg

Ecke Paulinenstraße

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Lichterfelde West extra erscheint alle zwei

Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12.

eines Jahres.

Nächste Ausgabe April/Mai Nr. 2/2016

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.03.2016

Erscheinung: 01.04.2016

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themen wünsche oder

-vorschläge haben oder selbst etwas aus

dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir

uns auf Ihre Anregungen.

Kindertanz

ab 3 Jahren

Kinderballett

ab 5 Jahren

Kinderjazz

HipHop

auch für Jungs

ab 6 Jahren

Zumba

Pilates

Yoga

Jazz

(Ergänzungsschule § 102, BafÖG-berechtigt)

STEGLITZ – Int. Dance Academy Berlin, Rheinstr. 45-46, 12161 Berlin Tel. 030 - 873 88 18

S1 Feuerbachstraße, U9-Walter-Schreiber-Platz

AM MEXIKOPLATZ, Lindenthaler Allee 11, 14163 Berlin Tel. 030 - 873 88 18

Bus 622, S1 Mexikoplatz

STAHNSDORF, Ruhlsdorfer Str. 14-16, 14532 Stahnsdorf Tel. 03329 - 64 52 62

Bus 622 Friedrich-Weißler-Platz

www.ballettschulen-hans-vogl.de

Member of CID/Unesco

PARIS


4

Lichterfelde West extra

Gustav Lilienthal – Baumeister und Erfinder.

in Lichterfelde nieder.

Sein erstes Haus in Lichterfelde

baute er 1892 für sich und seine

Familie auf einem nur 200m² großen

Grundstück (heute stark verändert,

Tietzenweg 51). Es war so

klein, dass seine Frau sich so manchen

Spott der Nachbarn aus den

repräsentativen Gründerzeitvillen

anhören musste. Gustav Lilienthals

Antwort war der eingangs

genannte Spruch, der gut sichtbar

am Haus angebracht wurde. Trotz

der bescheidenen Größe zeigte

das Haus bereits die typischen

Merkmale vieler späterer Bauten:

flaches Dach mit Türmchen und

Zinnen bekrönt, Verzicht auf Sockelgeschoss

und repräsentative

Innenräume, schlichte Fassadengestaltung

durch verschiedene

Putzstrukturen und Fensterfor-

Zinnen und Gräben …


Lichterfelde West extra 5

men. Seine Vorbilder waren englische

Reihenhäuser, wie er sie

auf seinen Reisen so oft gesehen

hatte.

Nur zwei Jahre nach dem Bau erwies

sich das Haus im Tietzenweg

für die wachsende Familie als zu

klein. In der Marthastraße 5 konnte

Gustav Lilienthal ein größeres

Haus errichten, das er bis zu seinem

Tod 1933 bewohnte und das

sich noch heute in Familienbesitz

befindet. Die eigenwilligen Häuser

zu bezahlbaren Preisen gefielen

vor allem dem Bildungsbürgertum.

Zwischen 1892 und1900

erhielt Gustav Lilienthal Aufträge

für über 20 weitere Einfamilienhäuser

in Lichterfelde.

Der Architekt besaß das besondere

Gespür, mit bescheidenen Mitteln

praktische und ansprechende

Häuser zu bauen. Es war ihm

…viele Lichterfelder Villen erinnern an kleine Burgen.

ein besonderes Anliegen, gute

Wohnverhältnisse zu schaffen,

die nicht nur den Vermögenden

vorbehalten bleiben sollten. Die

aufwändigen Villen der Wilhelminischen

Zeit mit ihrer starren

Raumaufteilung und ihren repräsentativen

Fassaden waren ihm

NEU

Edler Wellness

KOSMETIK WAXING PEDIKÜRE MANIKÜRE

FÜR SIE UND IHN

Seit 5 Generationen

und über 100 Jahren

der Platzhirsch in

dieser Region

Willkommen

in unserem

Revier

030. 84 38 95 - 0

→ mehr erfahren

Schnoor Immobilien

Curtiusstraße 6

12205 Berlin

GARDESCHÜTZENWEG 90

12203 BERLIN - LICHTERFELDE

TELEFON: 030-55 51 83 51

WWW.EDLER-WELLNESS.DE

INFO@EDLER-WELLNESS.DE


6

Lichterfelde West extra

Mein Heim ist meine Burg – Gustav Lilienthal entschied sich für den Tudorstil.

ein Dorn im Auge. Bei seinen Häusern

hat der Menschenfreund und

Reformer Gustav Lilienthal an die

Bedürfnisse aller Nutzer gedacht,

nicht nur an die der Hausherren,

sondern auch an die der Kinder,

Hausfrauen und des Personals.

Die Häuser sollten familienfreundlich,

praktisch und gemütlich sein.

Auf kostenintensive Bauteile, die

nur der Außenwirkung dienten,

wurde verzichtet: So wurde das

bisher übliche hohe in der Regel

unausgebaute Satteldach durch

ein flaches Pultdach ersetzt, der

Keller wurde durch einen Graben

belichtet. Auf ein Sockelgeschoss

wurde verzichtet. Doppelhäuser

konnten auch auf kleinen kostengünstigen

Grundstücken errichtet

werden, statt teuren Stuck oder

Klinkerfassaden gestaltete Lilienthal

seine Fassaden durch den

Wechsel von glattem und rauen

Putz, abgesetzt mit sparsamen

Klinkerverzierungen. Der raue

Putz wurde mit einem Reisigbesen

aufgetragen, eine ebenso individuelle

Lösung wie die Lilienthalsche

Fensteraufteilung oder

die von ihm entworfenen Beschläge.

Seine Häuser sind nicht nur in

Stockwerke geteilt, sondern stellen

komplizierte Raumgebilde mit

versetzten Zwischengeschossen

dar, verbunden durch das Treppenhaus,

das immer das Zentrum

der Häuser bildet.

Auch technisch sind die Häuser

innovativ: der zweischalige

Wandaufbau, in dem sich die

Schächte der Warmluftheizung

befinden, ist seiner Zeit weit voraus.

Ständig auf der Suche nach

preiswerten Baumethoden, entwickelte

er die Terrastdecke, eine

Fertigteildecke, die er vermutlich

in seinem letzten Lichterfelder

Wohnhaus in der Baseler Straße

63 zum Einsatz brachte. Obwohl

die an schottische Burgen

erinnernden Häuser bei oberflächlicher

Betrachtung formal

der rückwärts gewandten romantischen

Burgenarchitektur zugeordnet

werden könnten, stehen

sie für den Beginn der Moderne.

Die Burgzinnen sind zugleich

Lilienthal-Häuser in Lichterfelde:

Tietzenweg 51/ 53 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Marthastr. 4, Marthastr. 4a/ Potsdamer

Str. 57a

Marthastr. 5/ Potsdamer Str. 57

Potsdamer Str. 63

Weddigenweg 8

Weddigenweg 9

Weddigenweg 16

Weddigenweg 17/ Paulinenstr. 24

Paulinenstr. 25

Paulinenstr. 26

Paulinenstr. 27

Paulinenstr. 28

Walter-Linse-Str. 9

Baseler Str. 63 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Ringstr. 58 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Ringstr. 60/61 (stark verändert, kein

Denkmalschutz)

Geibelstr. 6, (Wilhelm Schrader unter

Mitarbeit von Gustav Lilienthal)

Abluftschächte der Warmluftheizung

und die hölzerne Zugbrücke

schafft den Zugang zum Haus

ohne den Wohnräumen im Kellergeschoss

das Licht zu nehmen.

Heute befinden sich 16 der 22

Lichterfelder Lilienthal-Häuser

unter Denkmalschutz. Besonders

im zweiten Wohnhaus von

Gustav Lilienthal in der Marthastraße

5 lässt sich die damalige

Wohnkultur noch weitgehend

unverändert erleben, aber auch

die anderen Häuser verfügen

noch über viele originale Bauteile

wie den mittlerweile 120 Jahre

alten Putz. Obwohl die Senkung

der Baukosten von zentraler Bedeutung

für Gustav Lilienthal war,

hat er an der Qualität der Ausführung

und der verwendeten Materialien

nie gespart.

Am 9.10.2015 wäre Gustav Lilienthal

166 Jahre alt geworden. ◾

Text: Sabine Schmiedeke

Redaktion: Dr. Jörg Rüter

Fotos: Denkmalschutzbehörde

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

des Landesdenkmalamts Berlin, Denkmalschutzbehörde

Steglitz-Zehlendorf.


Lichterfelde West extra 7

Umweltfreundliche Energieerzeugung

Neubau des Heizkraftwerkes Lichterfelde in vollem Gange

Ein Blick zurück in die Geschichte:

Seit dem 5. März

1952 war der Westteil Berlins

eine „Strominsel“. Sämtliche

Stromverbindungen in den Ostteil

der Stadt und in das Umland

wurden auf Befehl der Sowjets

gekappt. Im Westteil waren nur

wenige Kraftwerke verblieben

– um den Bedarf zu decken und

Berlin-West auch als Industriestandort

attraktiv zu erhalten,

mussten neue gebaut werden.

Zu ihnen gehört das 1972 in Betrieb

gegangene Heizkraftwerk

Lichterfelde.

Das zunächst mit Schweröl betriebene

Heizkraftwerk war der

Versorgungsschwerpunkt für

den Berliner Süden. Anfang der

1980er-Jahre erfolgte der Einbau

einer Rauchgasentschweflungsanlage

in die Blöcke 1 und

3. Block 2 wurde ab 1988 mit

emissionsarmer Erdgasfeuerung

betrieben.

Nachdem die Blöcke 1 und 3

Ende der 1990er-Jahre ebenfalls

umgestellt wurden, sollte

Block 2 eigentlich dauerhaft vom

Das Heizkraftwerk Lichterfelde steht seit Anfang der 1970er-Jahre am Teltowkanal.

Lichterfelde-West ☎ 8 34 91 30

Gabriele Bauer Steuerberaterin

Ihr Ansprechpartner für private

und betriebliche Steuererklärungen

Schwerpunkt: Rentenbesteuerung

12203 Berlin, Manteuffelstraße 3

www.bauer-steuerberaterin.de


8

Lichterfelde West extra

Netz genommen werden. Doch

nach der Stilllegung wurde der

Betrieb einige Zeit später wieder

aufgenommen.

Neubau als Teil

der Klimaschutzvereinbarung

Seit 2012 ist eine eifrige Bautätigkeit

auf dem Gelände zu verzeichnen.

Ein neuer Kraftwerksbau

entsteht. Mit effizienter

Gas- und Dampfturbinen-Technik

sollen künftig rund 230 Megawatt

Fernwärme und 300 MW

Strom erzeugt werden. Die Bauarbeiten

sollen Ende 2016 abgeschlossen

sein. Im Vergleich

zu seinem Vorgänger soll das

neue Kraftwerk über 100.000

Tonnen CO 2

einsparen. Dies ist

ein Teil des Maßnahmenpakets

der Klimaschutzvereinbarung

mit dem Land Berlin. Hierzu fuhren

im vergangenen Jahr zwei

Riesen durch die Stadt. Auf einem

Schwerlasttransporter mit

48 Achsen – einem sogenannten

Tausendfüßler – wurde der

letzte Teil der langen Reise abgeschlossen.

Im Tempo von nur

vier Stundenkilometern reisten

eine rund 280 Tonnen schwere

Gasturbine und ein rund 275

Tonnen schwerer Generator

vom Hafen Steglitz zu seinem

Bestimmungsort am Kraftwerk

Lichterfelde. Natürlich fuhren

beide nicht gemeinsam, sie

wurden getrennt in zwei aufeinander

folgenden Nächten

transportiert. Nachts deshalb,

um die Belastungen für die

Anwohner und den fließenden

Straßenverkehr möglichst gering

zu halten. Die Riesen starteten

im ostfranzösischen Belfort.

Von dort aus ging der Transport

nach Antwerpen, wo sie auf ein

Binnenschiff verladen wurden.

Über Wasserstraßen ging es

dann innerhalb einer Woche bis

nach Berlin.

Flexible Anpassung

an Wind und Sonne

Das neue Heizkraftwerk kann

sich auch flexibel an das schwankende

Angebot regenerativer

Energie anpassen, die durch

Wind und Sonne erzeugt werden.

Wer sich näher informieren

will, kann das im Besucherzentrum

am Ostpreußendamm 61

tun. Es hat dienstags von 9 bis

18 Uhr und donnerstags von 12

bis 20 Uhr geöffnet. ◾

BAND

BAUELEMENTE

B E R L I N

5 JAHRE

GARANTIE

BERATUNG + AUFMASS

UNVERBINDLICH

Wir freuen uns

auf ihren Besuch!

REPARATUREN

SERVICE VOR ORT

ROLLADEN - GARAGENTORE

ROLLGITTER - JALOUSIEN

TÜREN - INSEKTENSCHUTZ

MARKISEN - FENSTER

Hohenzollerndamm 77

14199 Berlin

Tel.: 030/ 89 74 69 00

Fax.: 030/ 89 74 69 01

www.Band-Bauelemente.de

info@Band-Bauelemente.de

Neue Zimmerdecke in nur 1 Tag!

Ohne ausräumen und

Beleuchtung nach Wunsch

Besuchen Sie

unsere Ausstellung

Mo.-Fr. 10:00-17:00

Sa. 11:00-15:00

Zimmerdecken • Beleuchtung • Zierleisten

PLAMECO Deckensysteme ∙ Detlef Nickel ∙ www.plameco-berlin.de

Leonorenstraße 22, 12247 Berlin-Lankwitz - oder rufen Sie an: 030 / 720 17 203


Energieberatung der

Verbraucherzentrale

Jetzt auch in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek im Schloss

Neu in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek: Die

Energieberatung der Verbraucherzentrale

ist mit kompetenten, anbieterunabhängigen

und neutralen Rat für Sie da. Ihre Situation

wird analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Beratung richtet sich an private Hausund

Wohnungseigentümer genauso wie an Mieter

und Bauherren.

Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin,

freut sich über das bezirkliche Angebot: „Wenn

Steglitz-Zehlendorfer Energie sparen möchten,

brauchen sie Entlastung in einem unübersichtlichen

Energiemarkt. Unser Beratungsangebot im

Kiez beantwortet die offenen Fragen.“

Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto: „Die gerade

in Paris bekräftigte Energiewende wird von den

Menschen vor Ort gemacht. Das beginnt bei der

richtigen Lüftung, dem Griff zum Thermostat und

geht bis zur neuen Heizung. Dabei unterstützen

wir sie.“

Die letzte Heizkostenabrechnung und den Wechsel

zu einem Ökostrom-Anbieter können Verbraucher

sich jetzt persönlich von einem Experten erklären

lassen. „Das Medienangebot der Bibliothek

rundet das Angebot prima ab“, erklärt Städträtin

Cerstin Richter-Kotowski.

Jeden zweiten und vierten Montag im Monat von

Stimmungen

Konzertstimmungen

Reparaturen

Restaurierungen

Oberflächenrestauration

langjährige Berufserfahrung

Laden: Gardeschützenweg 65

12203 Berlin

Webseite: www.pianos-fluegel.com

ELION MEIERTAL

Pianos & Flügel

Lichterfelde West extra 9

16 bis 19 Uhr berät der Energieberater der Verbraucherzentrale

Berlin, Karl-Heinz Dubrow, im

Veranstaltungsraum der Ingeborg-Drewitz Stadtteil-Bibliothek.

Für eine bestmögliche Beratung ist

es ratsam, alle Unterlagen, die Ihr Anliegen betreffen,

mitzubringen. Das können Energiekosten-

Abrechnungen sein, Baupläne Ihres Hauses, Fotos

von schimmligen Ecken in der Wohnung oder

anderes. Termine können unter der kostenfreien

Rufnummer 0800 – 809 802 400 oder während der

Beratungszeiten direkt beim Berater vereinbart

werden. Pro Beratung wird ein Kostenbeitrag von

5 Euro erhoben. Für einkommensschwache Verbraucher

mit entsprechendem Nachweis ist die

Beratung kostenfrei. Ort: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek

im Schloss, Grunewaldstraße 3, 12195 Berlin.

Mehr Informationen gibt es auf www.

verbraucherzentrale-energieberatung.de. ◾

An- und Verkauf

Neu und Gebraucht

Klavierbänke

Mietklaviere

Beratung

Transport (verm.)

Zubehör

Termin nach Vereinbarung

Tel: 030/ 80 58 95 05 · Fax: 030/ 80 58 95 05

Mobil: 0172/ 904 61 35

Foto: PhotoSG/Fotolia


10

Lichterfelde West extra

Die Thermometersiedlung wurde von 1968 bis 1974 gebaut.

Temperaturen und Gelehrte

Wer waren Celsius, Fahrenheit, Réaumur und Mercator?

Zehn Grad Celsius sind

50 Grad Fahrenheit oder

8 Grad Réaumur. Die heutige

in Europa gebräuchliche

Celsius-Skala wird seit 1901 für

die amtliche Temperaturmessung

genutzt. Sie löste damit die

bis dato gebräuchliche Réamur-

Skala, die um 1730 eingeführt

wurde und die 1714 entwickelte

Fahrenheit-Skala ab. In den USA

wird die Temperatur weiterhin

in Fahrenheit gemessen, dies

wurde in den 1860er-Jahren

gesetzlich eingeführt. Wer hatte

die unterschiedlichen Arten

der Temperaturmessung entwickelt?

In der Lichterfelder „Thermometersiedlung“

erinnern die

Straßennamen an die gelehrten

Männer, deren Wissen und Forschungen

zu Temperaturmessung

und Fortschritt beitrugen.

Das schwedische

Thermometer

Weitgereist und sehr gelehrt: Der

im Jahr 1701 geborene Schwede

Anders Celsius wurde schon im

zarten Alter von 29 Jahren Professor

für Astronomie. Der Naturwissenschaftler

entstammte

Anders Celsius wurde schon in jungen

Jahren Professor.

einer Adelsfamilie und trat in

die Fußstapfen seiner Vorfahren:

Sein Vater Nils war Professor

für Astronomie, seine beiden

Großväter – Magnus Celsius für

Mathematik und Anders Spole

ebenfalls für Astronomie – waren

auch Professoren. Bis 1732

reiste er durch Europa und besuchte

alle namhaften Planetarien.

Er arbeitete mit zahlreichen

führenden Astronomen dieser

Tage zusammen. 1734 gehörte

er als auswärtiges Mitglied der

Preußischen Akademie der Wissenschaften

an. 1736 nahm er an

einer Expedition nach Lappland

teil, die es sich zum Ziel gesetzt

hatte, die Abflachung der Pole

zu belegen. Dabei hatten die

Teilnehmer verschiedene Thermometer

im Gepäck, jedoch

keins war zuverlässig. Zurück


Lichterfelde West extra 11

in Uppsala entwickelte Celsius

innerhalb von zwei Jahren ein

Thermometer, das die Temperatur

mittels Quecksilber zuverlässig

anzeigt. Als Schwedisches

Thermometer 1742 veröffentlicht,

trat es seinen Siegeszug in

Europa an. Anders Celsius erlebte

den Ruhm seiner Erfindung

nicht mehr mit. Er starb 1744

im Alter von nur 42 Jahren an

Tuberkulose.

Alkohol als

Wärmemesser

René-Antoine Ferchault de

Réaumur war ein Zeitgenosse

von Anders Celsius. Der 1683 in

La Rochelle geborene Forscher

war vielseitig interessiert, die

Herstellung von Glas, Stahl und

Papier beschäftigte ihn genauso

wie die Temperaturmessung und

die Entstehung der Schalen von

Schalentieren. Die Académie des

sciences machte ihn im Alter von

24 Jahren zu ihrem Mitglied und

in den folgenden 50 Jahren gab

es fast jährlich einen Beitrag von

Réaumur in ihren Mémoires. Anhand

eines Alkoholthermometers

entwickelte er seine Skala

Réaumur nutzte Alkohol zur

Temperaturmessung.

zur Wärmemessung. Sie verbreitete

sich in ganz Europa und wird

heute noch von Pâtissiers beim

Kochen von Zuckerlösungen

verwendet.

Berühmt bis in die

islamische Welt

Der gebürtige Belgier Gerard

de Kremer – bekannt geworden

als Gerhard Mercator – erblickte

1512 das Licht der Welt. Der Sohn

eines Schuhmachers wurde nach

dem Tod seines Vaters bei den

Mercator – vom Sohn eines

Schuhmachers zum Gelehrten.

„Brüdern vom gemeinsamen Leben“

erzogen und ausgebildet.

Der begabte Schüler studierte

ab 1530 und beschäftigte sich

mit Theologie, Philosophie und

Mathematik. Als Mitarbeiter des

Professors Gemma Frisius war er

an der Erstellung von Erd- und

Himmelsgloben beteiligt. Sein

erster eigener Globus wurde

1541 herausgebracht. 1544

wurde Mercator monatelang

eingekerkert, da er Anhänger der

Reformation Martin Luthers war.

1551 erschien sein Himmelsglobus.

Meistens verkaufte er einen

Himmels- und einen Erdglobus

gemeinsam. Heute gibt es noch

22 Stück von ihnen. 1551 zog er

auf Einladung von Wilhelm dem

Reichen nach Duisburg, um dort

am akademischen Gymnasium

Professor für Kosmografie zu

werden. Mit seinen Kosmografien

und Weltkarten wurde er

berühmt. Sein Hauptwerk vollendete

er kurz vor seinem Tod im

Jahr 1594.

Vom Kaufmann zum

Wissenschaftler

Der 1686 geborene Danziger

Daniel Gabriel Fahrenheit wurde

schon früh Waise. Von den

fünf Kindern, die seine Mutter

Concordia Fahrenheit geboren

hatte, war er das einzige, das

überlebte. Er verlor seine Eltern

in früher Jugend. Es wird vermutet,

dass sie an einer Pilzvergiftung

starben. Der Junge trat eine

Lehrstelle als Kaufmann in Amsterdam

an. Doch schon früh faszinierten

ihn wissenschaftliche

Instrumente und physikalische

Untersuchungen. Seine Reisen

führten ihn in die nordischen

Länder und quer durch Deutschland.

Daei nahm er Kontakt zu

nahmhaften Gelehrten auf. Seine

wahre Berufung fand er, als

er sich 1717 als Feinmechaniker

in Amsterdam niederließ. Er

baute Thermometer, Barometer

und Aräometer. Zusätzlich hielt

er wissenschaftliche Vorträge.

1724 nahm die Royal Society in

London als Mitglied auf. Seine

Quecksilberthermometer die

über eine Drei-Punkte-Eichung

verfügten, waren die ersten, die

übereinstimmten. Fahrenheit

starb 1736 in Den Haag. ◾


12

Lichterfelde West extra

Mit Jenny Schon unterwegs

Steglitzer Fichtenberg und Umgebung

Sophienkrhs.

Jenny Schon – Philosophin,

Autorin, Stadtführerin und

Poetin. Mit viel Geschichtsverständnis

zeichnet sie in ihren Luise-Pl.

Königin-

Themen-Führungen durch den

Berliner Südwesten Bilder vergangener

Tage, verdeutlicht Zusammenhänge

und führt nicht

nur durch sehenswerte Straßen, Botanischer

sondern vermittelt beim Spazierengehen

umfangreiches Hinter-

Garten

grundwissen. Als selbstständige

Berliner Stadtführerin ist Jenny

Schon seit 1999 unterwegs, wobei

sie besonders dem Berliner Steglitz. Das Dorf Stegelitze, das

höchste Erhebung des Ortsteil

Südwesten verbunden ist. sich rund um den Berg entwickelte,

wird 1242 erstmals er-

Die GAZETTE begleitete die Führung

rund um den Fichtenberg wähnt, wobei das Wort „Stiegel“

und gibt hiermit einen Überblick slawischen Ursprungs ist und

der verschiedenen Stationen. „Abhang“ bedeutet. Vor 1900

trugen nur die östlich des Dorfes

gelegenen Hügel den Namen

Fichtenberg und Bäke

„Fichtenberg“, die später in „Rauhe

Berge“ umbenannt wurden.

Mit seinen 68 Metern ist der zwischen

Schloßstraße und Botanischem

Garten gelegene Fichten-

entstanden um diesen einst

Viele Sagen und Geschichten

berg (früherer Kiefernberg) die düsteren und windigen Ort, der

Königin-Luise-Str.

Baudenkmale von gestern und heute.

Malvenstr.

Haders- lebener Str.

Grunewaldstr.

Zigeunerpromenade

Arno-Holz-Str.

C.-H.-Becker-Weg

Am Fichtenberg

Am Fichtenberg

Schmidt-Ott-Str.

Lepsiusstr.

bei den Slawen als „heiliger“ Berg

galt. Auf dem Gipfel des Fichtenberges,

etwa dort, wo sich Carmerplatz

heute der Wasserturm befindet,

standen noch bis 1900 die Reste

einer alten Grenzburg. Steine

daraus sind nach ihrem Abriss

in den umliegenden Häusern

verbaut worden. Weinanbau soll

es am Südhang gegeben haben.

Der Fichtenberg bildet die Quelle

des historischen Bäkefließes,

das mit seinem sumpfigen Bäketal

schon früh ein bevorzugtes

Siedlungsgebiet war.

Die Bäke war ursprünglich ein

wasserreicher Bach, der von

Steglitz bis zum Potsdamer

Griebnitzsee floss. Mit dem Bau

des Teltowkanals um 1900 ging

der Bach größtenteils im Kanal

auf, der für seine Streckenführung

das Bäketal nutzte.

Die Bäke entspringt in Steglitz

am Südhang des Fichtenberges

und verläuft heute unterirdisch

unter der Straße Am Bäkequell.

An der Haydnstraße zeigt sie sich

und fließt etwa 1000 Meter durch

Schloßstr.

Ermanstr.

Zimmermannstr.

Lepsiusstr.

Grunewaldstr.

Rothenburgstr.

Wrangelstr.

Rathaus

Steglitz

Fronhoferstr.

Schloßstr.

Birkbuschstr.

Muthesius

Herrfurth


Lichterfelde West extra 13

Malermeister

Andreas Bischof

Ausführung sämtlicher

Maler- und Tapezierarbeiten,

langjährige Erfahrung

◆ Kleinaufträge

◆ Fensteranstriche

◆ Fassadenanstriche

◆ Treppenhäuser

◆ Praxen

◆ Büros

Hohenbornweg 4 · 12249 Berlin

Tel. (030) 773 59 91 · Funk 0172 391 25 08

blschofandreas@web. de

P

P

Baseler Straße 9

Am S-Bhf. Lichterfelde-West

Mo.-Fr. 9-18 · Sa. 9-13 · 833 19 00

www.alfred-osche.de


14

Lichterfelde West extra

Blick von der Bastion, der höchsten Stelle des Fichtenbergs.

den Bäkepark, bevor sie dann in

den Teltowkanal mündet.

Start Grunewaldstraße

Wo heute brodelnder Verkehr,

das Baudenkmal „Kreisel“ der

Architektin Sigrid Kressmann-

Zschach und die Einkaufsmeile

Schloßstraße den Mittelpunkt

des Steglitz unserer Tage prägen,

erinnert der rote Backsteinbau

des 1898 erbauten Rathaus

Steglitz an längst vergessene

Tage der Landgemeinde Steglitz,

die mit ihrer an der Bergstraße

gelegenen Maulbeerplantage

und Seidenraupenzucht des Fabrikanten

Johann Adolph Heese

als Preußens größtes Seidenanbaugebiet

von sich reden machte.

Zur Stadt hatte sie es nicht geschafft,

da ihre Bevölkerungszahl

unter 100.000 lag.

Eine Tafel am Rathaus erinnert

an die 1901 im Ratskeller des

Rathauses von Karl Fischer vollzogene

Gründung der Jugendbewegung

„Wandervogel“, die

unter dem Motto „zurück zur

Natur“ sich hauptsächlich an die

Jugend bürgerlicher Herkunft

richtete und als Impulsgeber für

die spätere Reformpädagogik

Alter Wasserturm Schmidt-Ott-Straße.

und Freikörperkultur gilt.

An der Grunewaldstraße präsentiert

sich zu Füßen des Kreisel-

Hochhauses und am Fuße des

Fichtenberges die Schwartzsche

Villa, die als Sommersitz

des Bankiers Carl Schwartz 1896

errichtet wurde. Maulbeerbäume

standen einst auch in ihrem

Garten. In den Nachkriegsjahren

beherbergte sie ein Waisenhaus,

bevor vorübergehend „Butter-

Beck“ sie als Lager nutzte. 1981

erreichte die Kulturinitiative

Lankwitz den Erhalt der Villa

und ihren Umbau zum Kulturzentrum.

1995 wurde sie als

Kulturhaus eröffnet.

In der Villa-Galerie finden Ausstellungen

statt, im zugehörigen

Zimmertheater Konzerte,

Aufführungen und Kunstkurse.

Im Café arbeiten Menschen mit

Behinderung.

Ein kleiner Abstecher von der

Schwartzschen Villa zur Grunewaldstraße

13 lohnt sich:

Eine kaum lesbare Tafel am

Haus erinnert daran, dass vom

15.11.1923 bis zum 1.2.1924

der an Kehlkopftuberkulose

erkrankte Schriftsteller Franz

Kafka in der Villa der Familie

Seifert zwei Zimmer mit Zentralheizung

bewohnte, bevor er

am 3. Juni 1924 bei Klosterneuburg

starb.

Höher und höher

Zurück geht es die Grunewaldstraße

entlang bis zur nach dem

Ägyptologen und Vollender der

Hieroglyphen-Entzifferung Karl

Richard Lepsius (1810 – 1884)

benannten Lepsiusstraße. In der

gut erreichbaren Gegend hatten

sich zahlreiche Wissenschaftler

angesiedelt.

Bis zur Schmidt-Ott-Straße führt

die Lepsiusstraße nun vorbei an

Bürgerhäusern der alten Schinkelschule

mit Ausblick („Belvedere“).

An Wilhelm II. erinnert

der bombastische Baustil des

Neoklassizismus. Einen intensiveren

Halt gibt es an Hausnummer

96: In der bescheidenen

Villa lebte der Begründer des

naturwissenschaftlichen Realgymnasiums,

der als einstiger

Landjunge aus dem friesischen

Langenhorn nach Steglitz gelangt

war, der Reformpädagoge

und Philosoph Friedrich Paulsen

(1846 – 1908). Sein Sohn, Dichter

Rudolf Paulsen, schrieb 1960

als Visionär, verzweifelt über die


Lichterfelde West extra 15

Paulsen-Villa in der Lepsiusstraße.

Zerstörung seines Heimatbezirkes

und die Idylle am Fichtenberg,

das Gedicht „Schlachtet

die Schwäne“, in dem es heißt:

„Schlachtet die Schwäne, schüttet

den Schwanenteich zu. Die Axt an

die hellen Platanen! ... Hier müssen

Autos her! ... Es lebe das künstliche

Leben! ...“

In die nach Wissenschaftsorganisator

Friedrich Schmidt-

Ott benannte Straße biegt der

Spaziergänger danach, weiter

bergauf gehend, rechts ein.

Von Jenny Schon erfährt er,

dass Schmidt anlässlich seiner

Silberhochzeit als Liebesbeweis

den Geburtsnamen „Ott“ seiner

Frau an den Familiennamen

hatte anhängen lassen. In der

Straße lebte ebenso Fabrikant

Max Krause, der um 1880 erste

Briefpapier-Kassetten herstellen

ließ. In Hausnummer 15 zog in

den 60ern Bully Buhlan ein, und

eine Richter´sche Bauhaus-Villa

blickt auf den fast vergessenen,

nach dem Gründer des Schlosspark

Theaters benannten Paul-

Henckels-Platz.

Eindrucksvoll erhebt sich zur

Linken wenige Meter weiter die

rote „Villa Anna“ aus dem Jahr

1882, die vor 11 Jahren renoviert

wurde. Erbaut wurde sie

für Landesbaurat Otto Technow,

der dann auf dem Nachbargelände

1886 auch den imposanten

40 Meter hohen Wasserturm

errichtete, um die Haushalte des

Fichtenberggipfels mithilfe von

Motorkraft mit Wasser versorgen

zu können. Heute ist der

Turm Sitz des Meteorologischen

Institutes der Freien Universität

und beherbergt die Wetterstation

10381.

Bergfest

Nach dem Abbiegen in die Arno-

Holz-Straße, vorbei am Tiroler

Haus, stößt man unter der Führung

Jenny Schons auf die nach

dem Begründer der Blindenanstalt

benannten Zeunepromenade,

die gassenartig bergauf

und bergab am Botanischen

Garten verwunschen entlang

führt. Nach einer fantastischen

Aussicht von der halbrunden

Bastion, der höchsten Spitze

des Fichtenberges, gelangt

man durch den tiefer gelegenen

Ruth-Andreas-Friedrich-Park,

vorbei an der Büste Friedrich

Paulsens und dem Gedenkstein

der NS-Widerstandskämpferin

Zeunepromenade: Ruhiger Spazierweg am Rande des Botanischen Gartens.

und aktuellen Namensgeberin

des Parks, der bis 1950 Paulsen-

Park hieß.

Wieder auf der Zeunepromenade,

geht es recht abschüssig vorbei

an der Blindenanstalt bis zum

beeindruckenden Bau der Kaiser

Wilhelm-Jubiläumsstiftung. Mit

Überqueren der Lepsiusstraße

gelangt man seitlich des Fichtenberg-Gymnasiums

in die

Rothenburgstraße und weiter in

die Wrangelstraße. In der weiß

Stadtführerin Jenny abschließend

Erstaunliches zu berichten

aus der Geschichte des Gutshaus

Steglitz (Wrangelschlösschen)

und Schlosspark Theater, das

aus den einstigen Stallungen des

Gutshauses hervorging.

Mit Erreichen der Schloßstraße

findet die Führung ihren Abschluss.

Wiederholt wird sie am 13. Februar

und 5. März 2016 um jeweils

14 Uhr.

Voranmeldung sowie weitere

2016-Termine zu Themen-Führungen,

individuellen Stadtspaziergängen

und Lesungen unter

www.jenny.schon.de und unter

Telefon 030 – 892 13 38. ◾

Aufgezeichnet von

Jacqueline Lorenz


16

Lichterfelde West extra

90 Jahre Rüdiger Trantow

Am 21. Januar 2016 feierte der Vollblut-Musiker

seinen runden Geburtstag

Musikpädagoge, Chor-, Schul- und Kunstamtsleiter,

Komponist, Arrangeur und

Dirigent – nur einige Tätigkeiten, die erahnen

lassen, in wie vielen verschiedenen miteinander

verbundenen Wirkungskreisen das Musik-

Urgestein Rüdiger Trantow seit Jahren aktiv ist.

Im Kreise von Weggefährten, Freunden und Vertretern

aus Politik und Kultur feierte es nun seinen

besonderen Festtag im Jochen-Klepper-Saal der

Evangelischen Kirchengemeinde Nikolassee.

– Ein feierlicher Anlass, der zum Rückblick auf erfüllte

und spannende Jahre einlud, in denen neben

vielen harmonischen Klängen auch manch

dunkle Töne mitschwangen. Diese vernahm der

gerade 16-jährige Rüdiger – kurz nachdem er im

Film „Jakko“ an der Seite von Filmgrößen wie Hilde

Körber hatte spielen dürfen – als Luftwaffenhelfer

ebenso wie bei Arbeitsdienst, Fronteinsatz

und der sich anschließenden oftmals makabren

Gefangenschaft, aus der er schließlich 21-jährig

heimkehrte. Arzt wollte er werden, arbeitete ein

halbes Jahr in der Charité und erwarb die Protektion

Prof. Sauerbruchs, doch sein Wunsch erfüllte

sich dennoch nicht, es kam anders.

In Berlin studierte er Musik mit den Schwerpunkten

Klavier, Blockflöte und Rhythmik. An der traditionsreichen

Volksmusikschule Neukölln fand

er seine erste erzieherische Tätigkeit. 1958 wurde

Rüdiger Trantow – der Musikpädagoge machte „Jugend musiziert“

zur Institution.

er Leiter der heutigen Leo-Borchard-Musikschule

in Steglitz, sieben Jahre später bekam er auf-

Vermieten ▪ Verkaufen ▪ Verwalten

„Zamboni“ sorgt für eine makellose Eisfläche.

Ich freue mich darauf, Sie in meiner

Immobilien Lounge

Schlachtensee

begrüßen zu dürfen!

Ihr Matthias Gutsche, Jurist, geprüfter Immobilienmakler (EIA)

Breisgauer Straße 5 · 14129 Berlin-Schlachtensee · www.ils-berlin.de · Telefon 6920 9731-0


Lichterfelde West extra 17

grund seiner Verdienste zusätzlich das Kunstamt

Steglitz übertragen.

Die mit 803 Schülern und 22 Lehrern übernommene

Schule übergab Trantow 1991 mit immerhin

4.500 Schülern und 210 Lehrern, und das bei

jährlich etwa 160 Veranstaltungen unter oftmals

eigener Mitwirkung.

So arrangierte er bei RIAS Berlin und SFB mit eigenem

Ensemble Aufnahmen, seine SFB-Sendereihe

„Geselliges Musizieren“ lief zwanzig Jahre, und

40 Jahre lang sicherten in der Berliner Philharmonie

seine „Konzerte junger Solisten“ mit Bundespreisträgern

aus „Jugend musiziert“ heutigen großen

Künstlern wie u. a. Anne-Sophie Mutter, Babette

Hierholzer oder Kolja Blacher den steilen Aufstieg

auf der Karriereleiter. Von 1968 bis 1976 stellte er

als Musikalischer Leiter des ZDF junge Talente im

Rahmen der Heiligabend-Sendung „Wenn die andern

feiern…“ vor und bescherte dem Sender mit

rund 18 Millionen Zuschauern damit Traumquoten.

Er inszenierte jahrzehntelang Aufführungen der

Oper „Hänsel und Gretel“ und „Peter und der Wolf“

mit Darstellern seiner Musikschule, wobei er sich

stets vom „Steglitzer Kammerorchester“ unterstützt

wusste, und er brachte mit seiner Weihnachtssuite

für Kinderchor und großes Orchester über 3.000

Eltern und Kinder zum „Selbersingen“. Da verwundert

es kaum, dass er das Amt des Vorsitzenden des

Landesverbandes (LV) Berlin „Verband deutscher

Musikschulen“ ebenso erhielt wie das des Vorsitzenden

des LV Berlin „Jugend musiziert“. Den Taktstock

dafür gab er im Jahr 2000 an seinen Freund

Christian Höppner weiter.

Vor fast 30 Jahren dann schrieb Rüdiger Trantow

seine Lebenserinnerungen „Mosaik meines Lebens“,

zu dem inzwischen noch einige farbenfrohe

und klangvolle Mosaiksteinchen dazugekommen

sein dürften.

Rüdiger Trantow moderierte, dirigierte und arrangierte,

und nicht nur beim alljährlichen Benefizkonzert

in der Mercedes-Welt am Salzufer gab er noch

bis vor kurzem den Takt an.

Ausgezeichnet für seine Verdienste wurde er vielfach,

so u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz am

Bande, mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

sowie mit der silbernen und goldenen Ehrennadel

für seinen Einsatz bei „Jugend musiziert“. 2005

ehrte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ihn mit der

goldenen Bezirksmedaille, und der Rotary-Club

Berlin-Luftbrücke ernannte Rüdiger Trantow zum

„Paul Harris Fellow“.

Als Ehrenmitglied im Deutschen Tonkünstlerverband

Berlin und als Ehrenvorsitzender im Landesausschuss

Berlin „Jugend musiziert“ genießt er

heute inzwischen musikalische Veranstaltungen

als Ehrengast vom Zuschauersessel aus.

- Dabei immer an seiner Seite seine Ehefrau und

selbst erfolgreiche Musikerin Anka Sommer, die

seit über 40 Jahren privat und beruflich hinter

ihm steht.

Während der vergangenen 90 Jahre hat Rüdiger

Trantow immer wieder die großartige Erfahrung

gemacht, was Musik doch zu bewirken vermag,

und dies besonders der Jugend erfolgreich weiter

vermittelt.

Und so steht im Briefkopf seiner Briefe stets der

wahre Satz:

„Musik wischt den Staub des Alltags von der Seele!“



Jacqueline Lorenz

Messer Vogel

Eigene Schleiferei

Messer • Scheren • Gartengeäte

Solinger Stahlwaren

Küchen- und Kochmesser,

Scheren, Taschen- und

Rasiermesser

VICTORINOX Diamantwetzstahl

für Ihre Messer inkl.

Übungskurs - einfach fragen!

Neue Klingen in Ihre Essmesser

einsetzen oder befestigen

Rasenmähermesser,

Grasscheren schleife ich

Ihnen fast sofort!

seit 1935

Birkbuschstr. 86 · 12167 Berlin-Steglitz

Nähe Schloß · Rathaus/Steglitz

googlen Sie: „messer-vogel“

Tel./Fax.: 030 793 15 99

Mo – Fr 10.00 –18.00 Uhr · Sa. 9.00 –13.00 Uhr

und nach tel. Vereinbarung


18

Lichterfelde West extra

Stadtteilbibliothek Lankwitz

Die Kiez-Bücherei mit Familienanschluss

Bunte Lesevielfalt für jedermann.

Das Bibliotheks-Gebäude

aus den 60er-Jahren in

der Bruchwitzstraße 37

lässt kaum erahnen, welch bunte

Lesevielfalt es hinter seinen

grauen Mauern bereit hält.

Und so wird der Besucher positiv

überrascht, betritt er die hellen

Räume, die einladend in die Welt

der Leih-Bücher, – CDs, -DVDs

und Spiele entführen.

Hier im beschaulichen Lankwitz

findet er eine öffentliche Bücherei,

die für die ganze Familie

passende Lesefreude in persönlicher

Atmosphäre bietet. Und

so hat mancher Leser auf dem

gemütlichen roten Sofa oder an

einem der zahlreichen versteckten

Leseplätze der Bibliothek ein

zweites Zuhause gefunden, an

das er immer wieder gerne zurückkehrt,

während der jüngere

Lesenachwuchs sich im Jugendbereich

an den knuffigen Plüschelefanten

gekuschelt in seine

Märchenwelt entführen lässt.

hortensienstraße 28

12203 berlin - lichterfelde

fon (030) 80 49 82 52 / 53

telefax (030) 80 49 82 48

mail@sprachconcept.de

www.sprachconcept.de

Mit Freude Sprachen lernen.

Für den Job. Für den Erfolg.

• Einzel- und Gruppenkurse in allen Sprachen

• Schülernachhilfe in Einzel- oder Gruppenkursen

• Firmenkurse

• Integrationskurse für Deutsch als Fremdsprache

• zertifizierter Bildungsträger für die Bundesagentur

für Arbeit/Jobcenter

• Übersetzungsservice

• Testzentrum für TOEFL, TOEIC, TOEIC Bridge, TFI und WiDaF


Lichterfelde West extra 19

Grabpflege

Dauergrabpflege

Individuelle Grabgestaltung

Gärtnerei · Blumenfachgeschäft

& Sohn

Auf dem

Parkfriedhof Lichterfelde

Dorfkirche Giesensdorf

Friedhof

Moltkestraße

Langestraße

Parkfriedhof Lichterfelde · Thuner Platz 2-4 · 12205 Berlin · T 030/817 31 41 · www.crass-sohn.de

Blumensträuße

zu jedem Anlass

Pflanzschalen und Körbe

nach Ihren Wünschen bepflanzt

Trauerdekoration

Grabgestecke

Gärtnerei · Blumenfachgeschäft

& Sohn

Seit 1948

Kranzbinderei

Schleifendruck...

Parkfriedhof Lichterfelde · Thuner Platz 2-4 · 12205 Berlin · T 030/817 31 41 · www.crass-sohn.de


20

Lichterfelde West extra

Neue Leiterin des

ideenreichen Teams

Das familienfreundliche Klima,

das hier herrscht, ist überwiegend

den sechs Mitarbeiterinnen

zu verdanken, die ein hohes Maß

an persönlichem Einsatz zeigen.

Neue Leiterin dieser Zweigstelle

der Stadtbibliothek Steglitz-

Zehlendorf ist seit Oktober

2015 die Bibliothekarin Sabine

Genzel, die in Lankwitz ein eingespieltes

Team vorgefunden

hat, in das sie gut hinein passt,

wie die Kolleginnen bestätigen.

„Da ich in eine erfolgreiche Bibliothek

gekommen bin, war

es nicht schwierig, sich in das

engagierte Team einzufinden“,

betont die Leiterin, die zuvor in

politisch aktivem Kiez im Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf an

der Ingeborg-Bachmann-Bibliothek

arbeitete, „wo ein ganz anderes

Lese-Publikum zu finden

war.“ Während ihrer Ausbildung

lernte Sabine Genzel bereits den

Bezirk Steglitz kennen. Sie weiß,

dass die Lankwitzer mit der Zeit

gehen und erzählt: „Daher wird

in der Bibliothek auch öfter umgeräumt,

um ein frisches, neues

Bild der Lese-Räume zu schaffen.“

Goethe war gut…

Die Besucher mögen es, und ein

Stamm-Leser spendete kürzlich

sogar ein neues Regal für die

Bücherei als Zeichen seiner Anerkennung.

Gut angenommen werden ebenso

die Sonderveranstaltungen,

Lesungen und Bastelnachmittage.

Die Bücherei kooperiert dazu

u. a. mit dem Autorenlesefonds

Berlin, mit LesArt und mit dem

Märchenland e. V..

Umfangreiches Kinderprogramm.

Gerne erinnern sich Stamm-

Leser an das leckere Büfett im

Rahmen einer Veranstaltung

der orientalischen Märchentage,

das von den Bücherei-Mitarbeiterinnen

dazu passend

auf die (Tisch-) Beine gestellt

wurde.

Gut besucht sind die von Anfang

Oktober bis Ende März

jeweils donnerstags stattfindenden

Lesenachmittage bei

Kaffee und von den Beschäftigten

selbstgebackenem Kuchen.

Jede von ihnen hat ihren

Arbeitsschwerpunkt, in dem sie

sich besonders gut auskennt

und den sie professionell vertritt.

Kontrastreichtum ist durch

dieses kreative und ideenreiche

Mitarbeiterteam garantiert.

So ist beispielsweise seit über

12 Jahren Frau Burmeister

dabei und für den Bereich

Sach- und Hörbücher Ansprechpartnerin,

und jung

dazu gekommen ist die hippe

Diana Schulz, die sich bestens

mit Krimis und Romanen auskennt,

und die gerade bei den

jüngeren Lesern den richtigen

Ton trifft. Mit den neuen Medien,

die sich in nur kurzer Zeit

rasant entwickelt haben, steht

sie auf Du und Du.

school guide

Schülernachhilfe

Alle Klassen + Fächer!

Erfolgreich lernen!

Tel. 030-843 12 484

www.schoolguide.de

school

guide

Nadine Klein & Team

Hindenburgdamm 78

12203 Berlin


Lichterfelde West extra 21

Sabine Genzel (r.) und Manuela Heinrich: Auf rotem Sofa liest´s sich gut.

Bilderbuchkino & Co

Manuela Heinrich aber, die seit

fünf Jahren dabei ist, hat ihr ganz

besonderes Publikum gefunden:

Das macht es sich an einem dieser

trüben Winternachmittage

auf den bunten Kissen am

Boden bequem. Kostenloses

Bilderbuchkino ist angesagt. In

den dunklen Monaten findet

es alle zwei Wochen statt. „Der

Tigerprinz“ wartet in seinem

Buch darauf, von Manuela Heinrich

in Wort und Bild zum Leben

erweckt zu werden. Die kleinen

Leute hängen an den an die

Wand gebeamten Bildern und an

den Lippen der Erzählerin, welche

die spannende chinesische

Geschichte vom kleinen Prinzen,

den eine Tigerin großzog, erzählen.

Anschließend gehen Bögen

mit den chinesischen Schriftzeichen

für „Sonne“, „Mond“ und

„Mund“ durch die kleinen Hände;

kurze Fingerchen zeichnen

konzentriert die Linien nach.

Doch Bildung macht hungrig.

Und mit chinesischen Krabbenchips

geht der Kino-Nachmittag

für die kleinen Leute schließlich

zu Ende.

Unsere Stärken sind Ihre Vorteile!

Auch für Ihre Immobilie finden wir die

richtigen Käufer oder Mieter!

Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Unsere Kunden suchen

● Eigentumswohnungen

● Einfamilienhäuser

● Villen

● Kapitalanlagen

TARGETImmobilien GbR

Verkauf und Verbietung seit 1996

(030) 80 90 56 96

www.targetimmobilien.de

Barbara Doerk

Dipl.-Immobilienwirtin (VWA)


22

Lichterfelde West extra

Bilderbuchkino mit Bildungsauftrag.

Auch für den etwas älteren Lesenachwuchs

ist in der Bibliothek

mit einem breiten Angebot

von Comic über Computerspiel

bis Zeitschrift bestens gesorgt.

Führungen für Kitas und Schulen

können angemeldet werden,

der Leseausweis für Schüler ist

kostenlos und in allen Berliner

Stadtbibliotheken gültig. Im

speziellen Flyer „WER WIE WAS“

steht alles Wissenswerte zum

Thema „Buchausleihe“. Und für

Kitas verspricht die individuell

zusammengestellte Bücherkiste

Bilderbuch-Spaß pur.

In der Lankwitzer Bibliothek erfolgen

Ausleihe und Rückgabe

der Medien über Automaten,

kostenfreies WLAN steht zur Verfügung,

und besonders nachgefragte

Medien können gegen geringe

Kosten vorbestellt werden.

Für jeden etwas

„Auch bei uns nimmt die Nachfrage

an E-Books immer mehr

zu“, erklärt Sabine Genzel. – Und

das nicht nur beim jüngeren

Bautenschutz GmbH

Fachbetrieb

Foto: fotokalle / fotolia

Nasse Wände,

Feuchte Keller?

Komplettlösungen gegen

Feuchtigkeit und

drückendes Wasser auch

ohne Schachten von innen

ausgeführt

Mariendorfer Damm 159 · 12107 Berlin

(030) 36 80 15 86/87

Fax 36 80 15 88

www.inserf-bautenschutz.de

TÜV-geprüfter Fachbetrieb

ekano

Energieeffizienz- und Fördergeldberatung

für Immobilien, Hausbesitzer- und Verwaltungen

• Energieberatung und Energieausweise

• Energetische Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern

• Fördergeldberatung von Sanierungsmaßnahmen

• Baubiologische Beratung und nachwachsende Rohstoffe

• Heizkosten- und Stromeinsparung

• Erneuerbare Energien (Solartechnik)

Wir freuen uns über Ihren Anruf!

Dipl.-Ing. Arch. Christian Diebold

(zertifizierter Energie-Effizienzexperte)

Dreilindenstraße 73

14109 Berlin-Wannsee

☎ (030) 85 40 77 77

☎ (0176) 533 53 622

Wir sind Mitglied im:

www.ekano.de

info@ekano.de


Lichterfelde West extra 23

Bestseller

Lese-Publikum. Die Generation

60+ hat längst erfahren, wie viel

leichter ein E-Book gegenüber

einem herkömmlichen Buch in

der Hand liegt. Bei den Leserinnen

stehen neuerdings wieder

die Handarbeitszeitungen hoch

im Kurs. Und DVDs mit Serien-

Staffeln wie „Downton Abbey“,

„Mord mit Aussicht“ oder „Tatort“

sind Dauer-Vorbestellungen.

Mit der Zeit geht die Kiez-Bibliothek

mit ihrem vielfältigen Kultur-

und Medienangebot aber

auch, wenn es darum geht, den

zugewanderten Flüchtlingen ein

Bildungsangebot zu offerieren.

Kostenloser Leseausweis und

WLAN stehen da bereit, Bildwörterbücher

und „Silent Books“, die

bildlich Geschichten „wortlos“

vermitteln. Sprachlehrprogramme

und Wörterbücher erwarten

in den Willkommensregalen der

Bücherei Erwachsene und Kinder,

und dazu gibt es Führungen

und Lesefördermaßnahmen für

die Willkommensklassen.

Mit dem „Bibfit“- Bibliotheksführerschein,

einem Leseförderprogramm

für Kinder im Vorschulalter,

lernt der Lesenachwuchs

beizeiten den Umgang mit Büchern,

wie man sich in Bibliotheken

zurechtfindet und wie man

sich dort verhält.

Schon jetzt, während der noch

trüben Jahreszeit, freuen sich

Leser und Mitarbeiter der Kiez-

Bibliothek auf das Frühjahr,

wenn die Sonne wieder zum

Der Garten lädt zum Lesestündchen.

Lesen in den Garten hinter der

Bibliothek lockt. Mit Strandkorb

und Gartenmöbeln vermittelt

der dann wahres Freizeitfeeling.

Für seine Pflege hat sich nun ein

ehrenamtlicher Helfer gefunden,

der dafür sorgen will, dass

die Sträucher nicht zur Bücherei

herein wachsen.

So gibt es in der Stadtteilbibliothek

Lankwitz neben der Pflege

der Medien auch die ein oder

andere Alltags-Sorge: Sei es, weil

die Bücherei nicht barrierefrei ist

oder weil es baulich einiges zu

verbessern gibt.

Doch Sabine Genzel bringt auf

den Punkt, was alles wieder wett

macht:

„Man muss es einfach lieben, in

einer Kiez-Bibliothek zu arbeiten.“



Jacqueline Lorenz

Stadtteilbibliothek Lankwitz

Bruchwitzstraße 37

12247 Berlin

☎ 030 / 768 90-5012

Öffnungszeiten und

Veranstaltungstermine unter www.

stadtbibliothek-steglitz-zehlendorf.de

Foto: Heinrich Steg.-Zehl.


24

Lichterfelde West extra

Vom Troßbuben

zum geadelten Offizier

Georg von Derfflinger gab vielen Straßen seinen Namen

Der alte Derfflinger

Die Stettiner hatten sich unterfangen

Eine Schere ausgehangen

Dem Feldmarschall nur zum Hohn.

„Wart, ich will euch auf der Stelle

Nehmen Maß mit meiner Elle,

Kreuzmillionenschocksschwernoth.“

Derfflingerstraße

So dichtete Theodor Fontane über den gebürtigen

Österreicher, der in Brandenburg

zu Ruhm, Ehre und Geld kam. Der protestantische

Bauernjunge musste mit seinen Eltern im

Dreißigjährigen Krieg fliehen. Über seine Jugend

ist nur wenig bekannt. Manche Quellen behaupten,

er sollte auf Wunsch seines Vaters eine Schneiderlehre

absolvieren. Ob er das tatsächlich tat, ist nicht

bekannt. Er schlug die militärische Laufbahn ein und

kämpfte im Dreißigjährigen Krieg zunächst im böhmischen,

dann im schwedischen Heer. Vor allem in

den Diensten des schwedischen Heeres von Gustav

II. Adolf brachte er es weit. Er begann als Trossbube

und machte Karriere, die als Reiter-Oberst im Generalsrang

endete. Selbst in diplomatischen Diensten

war das „Kind niederer Leute“ unterwegs. Als der

Sold im schwedischen Heer ausblieb und es zu Unruhen

kam, verhandelte Derfflinger mit dem schwedischen

Statthalter und bekam eine hohe Summe,

mit der er die Soldaten bezahlen konnte. Außerdem

wurde er beauftragt, den siebenbürgischen Fürsten

Rákóczy zum Kriegseintritt zu überzeugen und in

Stockholm Bericht zu erstatten. In den Reihen des

Stabes von Feldmarschall Wrangel erlebte er das

Ende des Dreißigjährigen Krieges.

Aufbau des

brandenburgischen Heeres

Er kam in die Dienste des Großen Kurfürsten Friedrich

Wilhelm von Brandenburg. Dieser betraute den

erfahrenen Offizier mit vielen militärischen Ämtern.

Die ihm gestellten Aufgaben löste Derfflinger stets

zur Zufriedenheit seines Herrschers. Obwohl er niederen

Standes war und nie eine Schule besucht hatte,

konnte er sich eine umfassende Bildung aneignen.

So war er maßgeblich am Aufbau der Kavallerie

und Artillerie des brandenburgischen Heeres betei-

www.autohaus-pusch.de

Wilhelm Pusch

Kraftfahrzeuge GmbH & Co. KG

Mecklenburgische Straße 23

14197 Berlin

☎ 030 / 82 09 07-0

Mo.– Fr. 6.30 –19.30 Uhr

Service & Ersatzteile* für alle Marken / * Wir reparieren nur mit Erstausrüstern


Lichterfelde West extra 25

ligt. Kaiser Leopold I. erhob ihn 1674 in den Adelsstand.

Selbst im Alter von 69 Jahren kämpfte Derfflinger

noch in vorderster Front mit. Er war am Sieg

bei der Schlacht bei Fehrbellin beteiligt und nahm

am preußischen

Winterfeldzug

gegen Schweden

teil. Brandenburg

unterstützte die

Österreicher im

Kampf gegen die

Türken und schickte

ein Hilfskorps

nach Wien. Seine

letzten Feldzüge

bestritt er im Alter

von 84 Jahren.

Derfflinger gehört

zu den Vorfahren

Georg von Derfflinger im Jahr 1670.

Otto von Bismarcks.

Nach ihm wurden zahlreiche Straßen benannt, unter

anderem auch die Derfflingerstraße in Lankwitz,

die diesen Namen seit ca. 1894 trägt. ◾

GERD

ROLLADENBAU

chlomm

MEISTERBETRIEB

Einbruchschutz - Rollläden -

Elektroantriebe - Zeitschaltuhren -

Rollgitter - Scherengitter - Sektional -

Garagen- und Rolltore - Dreh- und

Schiebetor Antriebe - Insektenschutz -

Plisse - Jalousien - Lamellenvorhang

Service - Montagen - Reparaturen

GREINERT

Ihr Spezialist für Sonnenschutzund

Sicherheitstechnik

Jalousien · Rollladen · Rolltore · Rollgitter

Markisen · Elektroantriebe · Rollos

Plissees · Insektenschutz · Aufmaß

Beratung · Montage · Reparatur... Die sichere Markise

Steglitzer Damm 105 · 12169 Berlin

S-Bhf. Südende

Telefon 834 20 51

www.greinert-jalousien.de

Rollläden

schrecken ab

Ein solider Rollladen stellt einen mechanischen

Widerstand dar, den der Ganove

erst einmal überwinden muss. Elektrische

Antriebe wie jene des Unternehmens Becker-Antriebe

sind zudem mit einer unnachgiebigen

Elektromagnetbremse ausgestattet.

Sie erschwert, in Kombination mit

handelsüblichen Hochschiebesicherungen,

das ungewollte Öffnen des Rollladens.

Schlieperstraße 18 · 13507 Berlin

www.schlomm-rolladenbau.de

Telefon: 0 30 / 4 31 55 92


26 Gesundheit

Nahrungsergänzungsmittel

Wer sie braucht, was sie bringen und wann sie sogar schaden

970 Millionen Euro geben die Deutschen pro Jahr

für Nahrungsergänzungsmittel wie Fischölkapseln,

Vitamintabletten oder Ginsengextrakt aus. Dabei

leiden die wenigsten Menschen an Nährstoffmangel.

Die Pillen sind daher nur in bestimmten Fällen

sinnvoll. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte

der DKV Deutsche Krankenversicherung, klärt über

Nutzen und Risiken der Präparate auf.

Einer von drei Menschen in Deutschland

fürchtet, nicht genügend Vitamine zu sich zu

nehmen. Ist diese Sorge berechtigt – und können

Nahrungsergänzungsmittel einem Mangel

vorbeugen?

Die meisten Experten sind sich einig: Deutschland

ist kein Vitaminmangelland. Zwar hält sich hartnäckig

der Mythos, dass unsere Böden an Nährstoffen

verarmt seien und Lebensmittel daher nicht

mehr so viele Vitamine wie früher beinhalten. Tatsächlich

ist aber das Gegenteil der Fall: Weil in der

Landwirtschaft so viel Dünger zum Einsatz kommt,

ist der Nährstoffwert in den Lebensmitteln sogar

noch angestiegen. Vitaminmangel und dadurch

bedingte Krankheiten kommen hierzulange folglich

nur selten vor. Das bedeutet: In den meisten

Fällen sind Ergänzungsprodukte schlicht überflüssig.

Andersherum gilt: Eine einseitige Ernährung

lässt sich auch durch die Einnahme von Tabletten

oder Dragees nicht ausgleichen. Und wer meint,

mit dem Verzehr synthetischer Vitamine nichts

falsch machen zu können, irrt: Die oft zu hoch

dosierten Mittel können durchaus Gesundheitsprobleme

verursachen. Bei Überdosierung drohen

Vergiftungserscheinungen. Zu viel Vitamin A führt

zu Hautveränderungen, Kopfschmerzen und Leberschäden;

wer zu viel Vitamin D schluckt, riskiert eine

Verkalkung von Herz, Niere und Lunge.

Dennoch ist eine riesige Auswahl verschiedener

Nahrungsergänzungsmittel im Handel

erhältlich, die glänzende Haare, mehr Konzentrationsfähigkeit

oder starke Abwehrkräfte

versprechen. Was ist davon zu halten?

Es empfiehlt sich, bei solchen Versprechen skeptisch

zu bleiben. Nahrungsergänzungsmittel sind

keine Arzneien. Sie bedürfen keiner Zulassung, da

sie unter das Lebensmittelgesetz fallen. Es ist auch

kein Nachweis für ihre Wirksamkeit erforderlich.

Das Coenzym Q10 zum Beispiel ist ein Bestseller

unter den Präparaten: Es soll die Haut straffer, das

Herz gesünder und die Nerven stärker machen. Einen

Beleg dafür gibt es aber nicht – zudem kommt

Q10 reichlich in der Nahrung vor, etwa in Geflügel,

Soja, Pflanzenölen. Nach wie vor ist ein abwechslungsreicher

Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und

Vollkornprodukten der beste Weg, den Körper mit

Vitaminen und Mineralien zu versorgen. Synthetische

Vitamine können nicht dieselben positiven

Effekte erzielen wie Vitamine als Bestandteil der

natürlichen Ernährung – ihnen fehlt das Zusam-

Ich freue mich auf Ihr Lächeln!

Ästhetische Zahnmedizin - Bleaching -

Hypnose - Implantate - Prophylaxe -

Veneers - Kindersprechstunde

Mo, Di, Do 9 – 13 und 14 – 19 Uhr

Mi 8 – 13 Uhr · Fr 9 – 13 Uhr

Sa nach Vereinbarung

Ferdinandstraße 34 · 12209 Berlin · Tel. 030 772 45 50 · www.za-hoffmann.com


Gesundheit 27

Wer sich unsicher ist, ob er an einem Nährstoffmangel leidet, sollte dies beim Arzt überprüfen lassen.

Foto: ERGO

menspiel mit anderen Vitalstoffen. Als Faustregel

gilt: Mindestens drei Portionen Gemüse oder Salat

sollten am Tag auf den Tisch kommen. Allerdings

gehen die Vitamine in der Frischkost nach und nach

verloren; zudem vertragen sie Hitze, Sauerstoff und

Wasser nicht gut. Es empfiehlt sich daher, Karotte

und Co. kühl und dunkel zu lagern und möglichst

schnell zu verbrauchen.

Bei welchen Personengruppen ist die Gefahr

eines Nährstoffmangels besonders groß?

Und wann kann eine Einnahme zusätzlicher Vitamine

und Spurenelemente erforderlich sein?

Bei Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel ist

die Sache völlig klar: Sie sollten unbedingt Folsäure

einnehmen – diese senkt das Risiko, dass das

Baby mit Spina bifida, dem sogenannten offenen

Rücken, zur Welt kommt. Am besten ist, bereits ab

Kinderwunsch ein Zusatzpräparat einzunehmen.

Auch ältere Menschen sollten auf die Vitaminversorgung

achten. Vitamin D zum Beispiel, das für

gesunde Knochen wichtig ist, kann der Körper zwar

selbst herstellen – aber nur unter Einfluss von Sonnenlicht.

Wer nicht mehr so fit ist und sich selten

im Freien aufhält, bildet daher möglicherweise zu

wenig Vitamin D. Zudem verspüren über 65-Jährige

oft weniger Appetit als junge Menschen. Weniger

Nahrung birgt aber die Gefahr, dass wichtige Nährstoffe

wie Proteine, Mineralstoffe und Vitamine

nicht mehr in genügender Menge aufgenommen

werden, obwohl Senioren diese in gleicher Menge

benötigen wie Jüngere. Auch wer viel Sport treibt,

braucht mehr Vitamine – vor allem bei den Vitaminen

B1, B2 und B6 steigt der Bedarf. Allerdings

können Sportler auch mehr essen und so Mängel

vermeiden – Fisch, Milchprodukte oder Weizenkeime

liefern auf natürlichem Weg genug B-Vitamine.

Prinzipiell ist es nicht ratsam, nur auf Verdacht Tabletten

zu schlucken. Wer unsicher ist, sollte vom

Arzt anhand seiner Blutwerte prüfen lassen, ob er

tatsächlich an einem Mangel leidet. Wenn ja, kann

der Mediziner den Patienten beraten, ob er mit der

Ernährung Abhilfe schaffen kann – oder ob die Einnahme

eines Ergänzungsprodukts sinnvoll ist.

Physiotherapie

Petra Götz

Drakestraße 24

12205 Berlin

Telefon

030 / 833 72 53

E-Mail

petragoetz@arcor.de

Verkehrsverbindung

Bus 188, M11

Lymphdrainage

Elektrotherapie

Schlingentisch

Atemtherapie

Massage

Moor

PNF

Krankengymnastik

Manuelle Therapie

Bobath Kinder u. Erwachsene

Fußreflexzonenmassage

Wirbelsäulengymnastik

Osteoporosegymnastik

Hausbesuche

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine