24.08.19 Lindauer Bürgerzeitung

achja23

30 24. August 2019 · BZ Ausgabe KW 34/19 GESUND LEBEN

Unabhängige und kostenlose Beratung

Das Beratungsmobil der

Unabhängigen Patientenberatung

Deutschland (UPD)

bietet am Samstag, 31. August,

von 10 bis 16 Uhr im Lindaupark

(Kemptener Str. 1) die

Möglichkeit einer kostenfreien

Beratung zu gesundheitlichen

und sozialrechtlichen Fragen.

Ob gesetzlich, privat oder

gar nicht krankenversichert –

das unabhängige, neutrale und

evidenzbasierte Beratungsangebot

der Patientenberatung

kann von allen Menschen in

Deutschland genutzt werden.

Ratsuchende können ihren

persönlichen Beratungstermin

vorab unter der kostenfreien

Hotline 0 800/0 11 77 25

vereinbaren.

Auch spontane Besucher sind

herzlich willkommen.

Das Beratungsspektrum der

UPD ist breit gefächert. Die

UPD-Berater beantworten

täglich Fragen zu Themen wie

Krankengeld, Pflegeleistungen

und Behandlungsfehler oder

zeigen Ratsuchenden auf, was

sie tun können, wenn die Kranken-

oder Pflegekasse einen

Antrag abgelehnt hat. „Viele

Menschen wissen gar nicht,

welche Rechte und Ansprüche

sie gegenüber ihrer Krankenkasse

oder ihrem Arzt haben“,

weiß Thorben Krumwiede,

Geschäftsführer der UPD.

„Mit unserer mobilen Beratung

ermöglichen wir Ratsuchenden,

ihre häufig komplexen

Fragen im persönlichen



Gespräch zu klären. Ziel ist

es, dass jeder Ratsuchende

am Ende des Gespräches so

gut informiert ist, dass er eine

eigenverantwortliche Entscheidung

treffen und seine

berechtigten Ansprüche geltend

machen kann.“

Die Beratungsmobile der UPD

steuern zentrale Plätze in den

jeweiligen Orten der Mobiltour

an und sind barrierefrei

zugänglich. Alle Berater haben

einen juristischen, sozialversicherungsrechtlichen

oder

medizinischen Hintergrund, so

dass eine qualifizierte Beratung

gewährleistet ist. Um die

Privatsphäre der Ratsuchenden

zu wahren, sind die Mobile mit

jeweils einem Beratungsplatz

ausgestattet.

Ratsuchende sind spontan willkommen.

Eine vorherige Terminvereinbarung

hilft jedoch,

Wartezeiten zu vermeiden und

stellt zudem sicher, dass z.B.

ein Facharzt hinzugezogen

werden kann. Sie ermöglicht

auch die Zuschaltung eines

Simultandolmetschers, der den

Ratsuchenden bei Bedarf etwa

in türkischer oder russischer

Sprache zur Seite steht.

Die Telefonnummer zur Terminvereinbarung

0 800/0 11 77 25

ist montags bis freitags von

8 bis 22 Uhr und samstags

von 8 bis 18 Uhr kostenfrei

erreichbar (auch aus dem

Mobilfunknetz).

BZ-Foto: UPD

Wenn Blutsauger am Werk waren

Tipps der Johanniter zum Umgang mit diversen Insektenstichen

Insektenstiche sind nicht nur lästig,

sondern können mitunter zu

starkem Juckreiz, schmerzhaften

Entzündungen bis hin zu lebensbedrohlichen

allergischen Schocks

führen. Wir haben Markus Adler,

Notfallsanitäter und Mitglied des

Regionalvorstandes der Johanniter

im Allgäu, gefragt, was zu tun ist,

wenn es einen erwischt hat.

Mücken bzw. Schnaken wählen

ihre Opfer nach deren Körperwärme

und dem Körperbzw.

Schweißgeruch aus. Wissenschaftler

fanden heraus, dass

Menschen mit Blutgruppe 0

besonders häufig gestochen

werden. Auch Schwangere werden

von den kleinen Blutsaugern

bevorzugt, da ihre Körpertemperatur

meist höher ist.

Wenn Mücken zustechen,

spritzen sie einen gerinnungshemmenden

Stoff in die Einstichstelle.

So bleibt das Blut

flüssig und kann leichter von

den Tieren aufgenommen werden.

Dieser Stoff aber sorgt beim

Menschen für die Ausschüttung

von körpereigenem Histamin

und löst den charakteristischen

Juckreiz aus. „Mückenstiche sollten

sofort gekühlt werden. Das

sorgt dafür, dass das Gift sich

langsamer ausbreitet“, so Markus

Adler. „Danach die Einstichstelle

desinfizieren und mit einem

antihistaminikumhaltigen Gel

oder einer hydrocortisonhaltigen

Creme aus der Apotheke

eincremen. Nicht kratzen, da

dadurch Bakterien in die Wunde

gelangen und zu einer Infektion

führen können.“

Ein neuer Trend sind stiftförmige

Geräte, die sich punktförmig

aufheizen und die man auf

die Einstichstelle drückt. Adler:

„Wenn man dies sofort nach

dem Stich anwendet, hilft die

Hitze, das Gift zu ersetzen und

kann somit den Juckreiz lindern.

Alternativ kann man

auch einen Teelöffel erwärmen

und auf die Stelle drücken.

Danach kühlen.“

Verhindern kann man Mückenstiche,

indem man sich von

Anzeigen

deren Brutstätten (z.B. Regentonnen,

Tümpel, Gießkannen)

fernhält bzw. diese abdeckt.

Auch lange Kleidung in den

Abendstunden erschwert das

Stechen. Innenräume kann

man durch Insektengitter und

Klimaanlagen (Schnaken mögen

keine Kälte) schützen. „Zur Vorbeugung

helfen auch spezielle

Mückenschutzmittel oder Kokos-,

Eukalyptus- oder Zedernöl.“

Bienen- und Wespenstiche:

Bienen greifen normalerweise

nicht von selbst an, sondern

stechen nur, wenn sie sich bedroht

fühlen. Sie sterben nach

einem einzigen Stich. Oftmals

erkennt man einen Bienenstich,

weil noch der Stachel mit

der Giftblase in der Haut steckt.

„Den Stechapparat muss man

sofort und ganz vorsichtig herausziehen,

ohne ihn zu quetschen,

sonst gelangt noch mehr

Bienengift in die Einstichstelle“,

so Markus Adler.

Bei Wespen bleibt der Stachel

in der Regel nicht stecken. „Der

Stich sollte keinesfalls mit dem

Mund ausgesaugt werden, sonst

gelangt das Gift über die Zunge

und die Schleimhäute in den

Körper“, warnt er.

Allergien oder Stiche im

Mund, Hals und Rachen bedeuten

Lebensgefahr. „Bei Allergikern

oder bei einem Stich in

Mund, Rachen oder Hals (Erstickungsgefahr!)

muss sofort der

Rettungsdienst unter 112 alarmiert

werden. Allergiesymptome sind

beispielsweise Übelkeit, Kopfschmerzen,

Blutdruckabfall,

großflächige Hautreaktionen bis

hin zu Atemnot und einem allergischen

Schock. Bis zum Eintreffen

des Notarztes Ruhe bewahren

und dem Betroffenen

Eiswürfel zum Lutschen geben.“

Adler appelliert: „Allergiker sollten

immer ihr vom Arzt zusammengestelltes

Notfallset dabei

haben, sonst kann es schnell

lebensbedrohlich werden.“

Wenn keine Allergie vorliegt

und der Stich nicht im Mundbereich

liegt, ist keine Eile geboten.

Gegen Schmerz, Juckreiz

und Schwellung hilft Kühlen als

Sofortmaßnahme. Danach die

Einstichstelle desinfizieren und

mit einem Gel aus der Apotheke

eincremen. Bei Wespenstichen

ist die Schwellung der Einstichstelle

oft erst zwei oder drei Tage

nach dem Stich am stärksten.

„Entzündet sich die Stelle

und wird heiß und rot, sollte

man einen Arzt aufsuchen.

Unter Umständen kann der Einsatz

von Antibiotika nötig werden.“

Bremsen (oder Brämen) werden

von Schweißgeruch angelockt

und wählen am liebsten

schwach behaarte Körperstellen

aus, um Blut zu saugen. Wie die

meisten Blutsauger spritzen auch

sie ein gerinnungshemmendes

Sekret unter die Haut. Manchmal

blutet der Stich deshalb ein

wenig nach. „Bremsenstiche sind

zwar schmerzhaft und können

theoretisch verschiedene Krankheiten

übertragen, sind aber

normalerweise ungefährlich“, beruhigt

Markus Adler. „Hilfreich

ist eine schnelle Behandlung

mit Hitze, z.B. einem erwärmten

Teelöffel, denn ab 40 Grad

Celsius wird das Protein zerstört,

das die Bremsen unter die

Haut spritzen. Wie immer gilt:

Nicht kratzen, um Infektionen

zu vermeiden. Gels mit dem

Wirkstoff Dimetindenmaleat oder

hydrocortisonhaltige Cremes lindern

den Juckreiz. Wenn der

Stich stark anschwillt oder

schmerzt, sollte ein Arzt aufgesucht

werden.“

Hornissen sind normalerweise

friedfertige und scheue

Insekten. Anders als viele aufgrund

der Größe der Tiere vermuten,

ist ihr Gift harmloser als

das von Wespen und Bienen,

allerdings verursacht es durch

den längeren Stachel meist ein

stärkeres Schmerzempfinden.

„Die juckenden Rötungen

und Schwellungen sind bis zu

zehn Zentimeter groß und in

der Regel nach ein paar Tagen

wieder verschwunden. Die Behandlung

entspricht der bei

einem Bienen- oder Wespenstich“.

Markus Adler: „Bei Stichen

im Mund-/Hals- oder

Rachenraum (hier besteht aufgrund

der Schwellung Erstickungsgefahr,

also Eiswürfel

lutschen bis der Notarzt

kommt) oder bei vorliegender

Allergie muss sofort der Rettungsdienst

unter 112 alarmiert

werden.“

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