Berliner Zeitung 24.08.2019

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Die lange Nacht der Museen: Alles Sehenswerte auf einen Blick – Beilage

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Sonnabend/Sonntag,24./25. August 2019

Nr.196 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

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Mörderische Allianz:

Der Hitler-Stalin-Pakt

Im Magazin:

Das neue Buch von

Leo &Gutsch im Vorabdruck

Der gute Ton

Zum ersten Mal führte Kirill Petrenko am Freitagabend die Philharmoniker

als Chefdirigent durch ein Konzert. Der Anfang einer neuen Ära Feuilleton Seite 25

DPA/BERND VON JUTRCZENKA

In eigener Sache

Reden Sie mit!

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Berlinerinnen und Berliner,

dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, indiesem Jahr feiert

Berlin das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls. Wir feiern

die Freiheit und die Meinungsfreiheit. Und wir feierndiesen

besonderen Moment mit einer großen

gemeinsamen Aktion der Berliner

Zeitung, des Tagesspiegels und

der Bundeszentrale für politische Bildung.

VonMontag an werden wir in beiden

Zeitungen und in den Digital-Auftritten

der Berliner Zeitung und des Tagesspiegels

zu einer großen Debatte

über die Zukunft der Stadt und des

Landes einladen. Prominente und Experten

werden zu Wort kommen. Und vor allem sind Sie gefragt,

liebe Leserinnen und Leser.

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Reden Sie mit über die Zukunft

unserer Stadt und unseres Landes.

Wie Sie mitmachen können, welche Themen wir in den kommenden

zehn Wochen mit Ihnen diskutieren wollen und wie

die Berliner Zeitung, der Tagesspiegel und die Bundeszentrale

für politische Bildung die Meinungsfreiheit in der Volksbühne

feiern werden, das alles erklären wir Ihnen auf der

Seite 8dieser Ausgabe.

Viele Sozialdemokraten im

Lande Brandenburg werden

ganz sicher darauf angestoßen

haben, ebenso

die Christdemokraten in Sachsen.

Denn am Donnerstagabend gaben

die „ARD-Tagesthemen“ ihreaktuellen

Umfragewerte bekannt, die dann

am Freitag vom „ZDF-Politbarometer“

bestätigt wurden. Eine ziemliche

Überraschung ist geschehen: In beiden

Ländern, in denen am 1. September

neue Landtage gewählt werden,

haben die Regierungsparteien

eine ArtTrendwende geschafft.

Danach sah es lange Zeit nicht

aus, denn im Wahljahr litten SPD

und CDU vorallem im Osten darunter,

dass sie nicht profitieren konnten

von den zugespitzten Debatten

über den Umgang mit dem Klimawandel

und mit Flüchtlingen, sondernnur

AfD und Grüne.

Nun aber, kurz vor der Wahl,

punkten die Parteien der Ministerpräsidenten

wieder. Seit Wochen

stand in Brandenburgdie rechtsnationale

AfD klar vorder SPD,die dieses

Land seit dem Ende der DDR regiert.

Eine Woche vor der Wahl belegt die

SPD wieder Platz 1 – entweder

gleichauf mit der AfD oder sogar

kurzvor ihr,jenach Umfrage.

Vier Prozentpunkte mehr gegenüber

der Umfrage vorzweiMonaten

–das ist durchaus ein Sprung, den

viele der SPD in Brandenburg nicht

mehr zugetraut haben. Regierungschef

Dietmar Woidke sagt seit sieben

Wochen tapfer, dass er unbedingt

verhindern wolle, dass die AfD

stärkste Partei werde, weil die immer

offener rechtsextreme Positionen

vertrete und die Gesellschaft spalte.

Lange wurde er belächelt, dass er

noch an den Sieg glaubt.

„Ich bin der Meinung, dass sich

Wahlkampf lohnt“, sagte Woidke am

Freitag der Berliner Zeitung. Gerade

in diesen unruhigen Zeiten sei es

wichtig, sich mit Wählern auseinanderzusetzen.

„Ich hatte immer ein

gutes Gefühl, und es freut mich,

wenn sich das in Umfragen widerspiegelt.“

Ein Hauptgrund für den

Umschwung sieht er darin, dass sich

viele Leute Gedanken machten um

die Stabilität des Landes.„Viele Bürger

sind besorgt. Unddas mobilisiert

in die richtige Richtung –inunsere.“

Wende in

Brandenburg

und Sachsen?

SPD und CDU legen in den Umfragen

überraschend kräftig zu.

Das macht die Regierungsbildung

voraussichtlich nicht einfacher

VonJens Blankennagel, Potsdam

In Sachsen steht die CDU um Ministerpräsident

Michael Kretschmer

nun sogar auf Platz 1, mit sechs

PunktenVorsprung vorder AfD.Dort

wiederum ist die SPD sehr schwach.

Sie liegt sogar nur zwei Prozentpunkte

über der Fünf-Prozent-

Hürde.

Die Umfragen zeigen mehrere

Dinge. Kurz vor dem Wahltag zieht

wie so oft der Amtsbonus doch ein

wenig. DieLeute fragen sich: Welche

Person soll das Land regieren? Dazu

kommt, dass es in beiden Ländern

keine Wechselstimmung gibt, da ein

Wechsel nur mit der AfD ginge und

eine klareWählermehrheit deren Regierungsbeteiligung

ablehnt.

Auch die Angst vorunklaren politischen

Verhältnissen scheint zu wirken.

Die Regierungsparteien sprechen

ausdrücklich davon, dass es bei

diesen Wahlen um eine existenzielle

Grundausrichtung für die Länder

gehe. Viele wollen auch verhindern,

dass den Ost-Ländern der Stempel

aufgedrückt wird, AfD-Hochburgen

zu sein. Die Umfragen zeigen auch,

dass die AfD ihr Wählerpotenzial mit

20 bis 25 Prozent ausgeschöpft hat.

Andererseits wird auch klar, dass

trotz des „Fridays for Future“-Hypes

der Höhenflug der Grünen vorerst

gestoppt ist. Seit Monaten stagnierten

in Brandenburgalle Parteien, nur

die Grünen stiegen und standen so

gut da, dass sogar darüber diskutiert

wurde, obsie nicht hinter der AfD

auf Platz 2landen und dann die Regierung

führen könnten. Nunsinken

ihreWerte von17auf zwölf Prozent.

DieUmfragen haben eine Fehlerquote

von drei Prozent –ein Wert,

der am Wahlabend darüber entscheiden

kann, werden Ministerpräsidenten

stellt. Aber eine Sacheist in

beiden Ländern schon vor der Wahl

klar: Die aktuellen Zweierbündnisse

werden ganz sicher nicht mehr allein

weiterregieren können. Da derzeit

niemand der AfD zur Macht verhelfen

will, sind nach dem 1. September

mindestens Dreier-Bündnisse für

stabile Mehrheiten nötig. Ausaktueller

Sicht könnte es in beiden Ländern

darauf hinauslaufen, dass

Schwarz-Rot in Dresden und Rot-

Rot inPotsdam zumindest um die

Farbe Grün erweitertwird.

Brandenburg Seite15

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2* Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Report

Junge Triebe

Auf der Suche nach dem Sommer –wir starten in Berlin und reisen in den

nahen Osten. Das zehnte Ziel unserer Serie: Lieberose in Brandenburg.

Kaum sind die Brände in der Lieberoser Heide erloschen, keimen dort neue

Pflanzen und Bäume. In der Natur geht es nur um das Morgen –und auch im Ort

Lieberose gleich nebenan könnte die Zukunft bald beginnen

Text: PetraAhne; Fotos: Markus Wächter

Wenn rundherum alles schwarz ist, leuchtet

Grün umso mehr. Ganz nah an der

Erde sitzt ein langer Trieb,ein dünner Ast

mit vielen frischen Blättern. Der Stamm,

aus dem er kommt, ist verkohlt, die Finger werden

schwarz, wenn man darüberstreicht. Auch alle anderen

Bäume hier sind schwarz wie der Boden. Verbrannte

Erde,darüber Asche.

Axel Becker bleibt noch einen Moment vordem hellgrünen

Trieb stehen. Er ist Förster,erweiß, dass die Natur

ein einziges Werden und Vergehen ist. Aber jetzt gerade

scheint es, als finde er den zarten Ast auch tröstlich.

Es ist erst ein paar Wochen her, dass der Wald in

Flammen stand, doch die Natur ist schon zu dem übergegangen,

was sie nun mal macht: Leben schaffen, mit

aller Kraft. „Das ist typisch Birke, dass sie mit letzter

Energie austreibt“, sagt Axel Becker. Aus den Trieben

werden Bäume werden. Und aus den Bäumen ein

neuer Birkenwald.

Axel Becker war jeden Tagda, als es brannte.Manchmal

kam er früh um sechs und fuhr erst nachts nach

Hause. Erhat zugesehen, wie das Feuer am Boden immer

weiter kroch und sich dabei auch die Bäume nahm.

Über Wochen war im Juni und Juli in den Nachrichten

von den Waldbränden in Lieberose zu hören, genauer:

der Lieberoser Heide.Der liebliche Name gehörtzueinem

riesigen Gebiet mit nicht so lieblicher Vergangenheit:

In den frühen 40er-Jahren installierte die Waffen-

SS auf der 30 Kilometer langen und bis zu 15 Kilometer

breitenWald- und Heidefläche in Brandenburgs Südosten

den „Truppenübungsplatz Kurmark“. Nach 1945

beanspruchte die Rote Armee das Gebiet, bis 1992 war

die Lieberoser Heide der größte Übungsplatz sowjetischer

Truppen auf DDR-Gebiet.

JennyEisenschmidt von der

Stiftung Naturlandschaften und

Oberförster Axel Becker

Es gibt auch einen Ort namens Lieberose, er liegt am

nördlichen Rand der Heide und war seit jeher eng mit

ihr verknüpft. DerWald und das Holz brachten Arbeit.

Dann kamen die Nationalsozialisten, dann die sowjetischen

Soldaten, und als derWald wieder leer war,waren

50 Jahre vergangen, in denen er zu einer Art weißem

Fleck geworden war. Ein Ort, den man nicht betreten

sollte.Esgeht jetzt auch darum, dass die Menschen und

derWald wieder mehr zusammenrücken.Weil die Hoffnungen

auf einen Aufschwung, die der Ort Lieberose

hegt, auch mit der ihn umgebenden Natur zu tun haben.

Aber um das zu verstehen, muss man noch ein

bisschen im Wald bleiben.

Dortist der freundliche Herr Becker,den man sich so

richtig in keiner anderen Uniform als der des Försters

vorstellen kann, nicht allein unterwegs, sondern mit

Jenny Eisenschmidt. Wassie mache, sei eigentlich der

Jobeiner Rangerin, sagt sie,und das passt zu der energischen

Frau in Shorts und T-Shirtauch besser als ihreoffizielle

Bezeichnung: Liegenschaftsbeauftragte. Die

Lieberoser Heide ist nämlich sozusagen zweigeteilt: in

den Landesforst, in dem Bäume wachsen, um eines Tages

gefällt und verarbeitet zu werden; und in ein kleineres,

gut 3000 Hektar umfassendes Gebiet, für das Jenny

Eisenschmidt zuständig ist. Auf dem passiert etwas in

Deutschland sehr Seltenes: Die Natur hat das Sagen.

Niemand greift ein, pflanzt, fällt, sät, versiegelt oder

baut. Die Stiftung Naturlandschaften, zu der das Land

Brandenburg, die Umweltschutzorganisationen WWF

und Nabu und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt

gehören, hat seit dem Jahr 2000 Teile vonvier ehemaligen

Truppenübungsplätzen gekauft, die seitdem sich

selbst überlassen werden. Irgendwann wird man hier

ahnen können, wie dieser Flecken Erde ohne den Menschen

aussähe.

Solche Orte gibt es immer seltener, imgerade erschienenen

Bericht des Weltklimarats steht, dass der

Mensch auf 70 Prozent der eisfreien Landoberfläche

der Welt sichtbareSpuren hinterlassen hat. 2007 hat die

Bundesregierung beschlossen, dass bis 2020 zwei Prozent

der Landfläche in Deutschland Wildnis werden

sollen. Geschafft wurden bis jetzt 0,6 Prozent.

„Klar kann man sagen: VomWildnisgedanken her

können Brände auch Teil der Entwicklung eines Ökosystems

sein“, sagt Jenny Eisenschmidt. Wenn man

Dinge einfach geschehen lässt, gehört genaugenommen

auch ein Feuer dazu. Außerdem, sagt sie,„ist Totholz

nicht tot“: Käfer, Fliegen, Mücken, Pilze und

Moose finden in und auf abgestorbenem Holz Lebensraum

und Nahrung.

Trotzdem schmerzt es.Auf Teilen der Fläche hat die

Sukzession, das Nacheinander vonPflanzen und Tieren

in einem Ökosystem, gerade erst begonnen. Genügsamen

Pflanzen wie Silbergras folgen Birken und Kiefern,

die irgendwann von Eichen und Buchen abgelöst werden.

Nach einem Feuer aber fängt alles wieder von

vornean.

Zudem zerstörtesinkurzerZeit, was sich manchmal

in Hunderten Jahren entwickelt hat. Auseiner Senke ein

Stück abseits des Waldwegs steigt Rauch auf, die Luft

riecht verbrannt. Jenny Eisenschmidt hält das Auto an.

Der Rauch kommt aus dem Boden, das Feuer hat sich

hier in ein Moor gefressen. Ein Moor besteht aus den

Pflanzen an der Oberfläche und einer mächtigen

Schicht zersetzter Pflanzenteile darunter,demTorf.Torf

brennt so gut, dass er als Brennmaterial abgebaut wird.

Einmal entfacht, ist ein Brand im Moor schwer wieder

zu löschen. Er schwelt einfach unterirdisch weiter.

Moorewachsen langsam, jedes Jahr um einen Zentimeter.Jenny

Eisenschmidt schätzt, dass unter ihren Füßen

acht Meter Torf liegen –macht 800 Jahre.

Moore existieren in anderen Zeitspannen als der

Mensch. Undsie binden CO 2 und Methan. Auch deswegen

werden die seit Wochen andauernden Moorbrände

in der Arktis,die größten, die es jemals gab,mit solcher

Sorgebetrachtet: So ein Brand setzt große Mengen Kohlendioxid

frei. Dieses Wissen hat auch Jenny Eisenschmidt

keine Ruhe gelassen. Mehrmals ist sie, ausgerüstet

mit Spaten und einem speziellen Rucksack, in

den 25 Liter Wasser passen, zu den glimmenden Mooren

gegangen und hat Gräben ausgehoben. Sie wollte

wenigstens versuchen, der Glut Einhalt zu gebieten.

Zweimal hat es in der Lieberoser Heide in diesem Sommer

gebrannt, jeweils über eine Woche lang, auf insgesamt

über 200 Hektar.Die Feuer konnten sich auch deswegen

über so viele Tage ausbreiten, weil der innereTeil

der Lieberoser Heide als „kampfmittelbelastet“ gilt. Alles,

womit die sowjetischen Soldaten bei ihren Militärübungen

geschossen haben, ist im Boden geblieben:

Patronen aus Maschinenpistolen, Granaten, Minen.

Kampfmittelbelastet, das heißt auch, dass Löschfahrzeuge

eigentlich 500 Meter Abstand halten müssten. Da

auf den Wegen, die durch den früheren Truppenübungsplatz

führen, die Munition aber entfernt wurde,

hat die Feuerwehr ihreFahrzeuge dortabgestellt und in

den Wald hineingespritzt. Etwa 40 Meter weit reicht der

Strahl. Genug, um ein Feuer in Schach zu halten. Nicht,

um es zu löschen. „Hier hat es durchgebrannt“, sagt

Axel Becker oft, während der Geländewagen über die

Waldwege holpert. Das Feuer konnte sich ungehindert

weiterfressen. In einigen Baumkronen ist noch Grün zu

sehen. Vorallem Kiefernseien sehr hitzebeständig, sagt

Axel Becker.Manche Bäume werden sich erholen.

An einer Weggabelung steht ein Polizeiauto, Jenny Eisenschmidt

steigt um, sie wird mit dem Polizisten die

Wildtierkameras abfahren, die Chips herausnehmen

und die Fotos dann am Computer ansehen. Sobald die

Kameras eine Bewegung registrieren, lösen sie aus. So

helfen sie,einen Überblick über den Tierbestand zu bekommen.

Dass sich Tierarten ansiedeln, die anderswo

oft keine Rückzugsorte finden, macht Wildnisflächen

so wertvoll. In der Lieberoser Heide leben Fischotter,

seltene Kauz- und Fledermausarten und ein Rudel

Wölfe.„Mitden Kameras wollen wir vorallem denWolfbestand

untersuchen –vielleicht entdeckt man aber

auch etwas Verdächtiges“, sagt Jenny Eisenschmidt. Es

spricht einiges dafür,dass die Feuer gelegt wurden. Die

Stiftung Naturlandschaften hat mehrere Anzeigen gegen

unbekannt erstattet. Es hat immer wieder mal gebrannt

in der Lieberoser Heide, aber seit drei Jahren

brechen auffällig viele Feuer aus –und immer auf den

Flächen der Stiftung. Aufeinem Satellitenbild, auf dem

die verbrannten Gebiete markiertsind, sieht man, dass

sie teils direkt aneinandergrenzen.

Die Polizei hat einen Fahndungsaufruf herausgegeben.

WerPersonen in der Nähe der Brandorte gesehen

hat oder auch, wie jemand in den Wald gelaufen oder

mit dem Auto hineingefahren ist, soll sich melden. Allerdings

tun so etwas auch Menschen, die nicht vorhaben,

einen Brand zu legen. Auf vielen Fotos der Bewegungsmelder-Kameras

sind Fahrzeuge zu sehen. „Es ist

schwer, den Menschen verständlich zu machen, dass

sie aus Rücksicht auf die Natur nur die ausgewiesenen

Wege nutzen sollen“, sagt Jenny Eisenschmidt.

Man soll die Wildnisflächen ja erleben. Nur eben

nicht aus dem Auto heraus. Esgibt Wanderwege und

viele gut besuchte Führungen. Die Lieberoser Heide

soll zu einer Attraktion der Gegend heranwachsen, soll

Bekanntheit und Touristen bringen. Eine „Internationale

Naturausstellung“, kurz INA, ist geplant. Ein junges

Team von Stadtentwicklern ist damit beauftragt

worden, sie zu konzipieren, sie haben ein BüroinLieberose.

Die ganze Lieberoser Heide, das macht über

24 000 Hektar Wald, offene Flächen und Moore, zusammenhängend,

ohne Straßen dazwischen. Einmalig sei

das in Europa, steht in der INA-Broschüre. In der Mitte

gibt es sogar eine echte Wüste: der ehemalige Schießplatz,

über den jahrzehntelang Panzer rollten. Als sie


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 3 *

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Report

IM OSTEN GEHT DER

SOMMER AUF

Die Sommerserie der Berliner Zeitung,Teil 10

DER KLEINE REISEFÜHRER: LIEBEROSE

Entfernung von Berlin-Alexanderplatz: 118 Kilometer

Dauer der Anreise mit dem Auto: knapp zwei Stunden

Zahl der Übernachtungsplätze: 22

Einwohnerzahl: 1500 (mit umliegenden Dörfern)

Partei mit dem stärksten Wahlergebnis: AfD

Jahreshöhepunkt: der Pferdemarkt

Wichtigste Sehenswürdigkeit: das Schloss

Kulinarische Spezialität: Plinse

Nächste Bademöglichkeit: der See in Lamsfeld, fünf Kilometer

entfernt

abzogen, war nichts als plattgefahrener Sand übrig.

Auch hier wirdirgendwann ein Wald entstehen, im Moment

blickt man nur über eine scheinbar endlose Fläche

von surrealer Schönheit. Auch der Ort Lieberose

soll Teil der INA werden. Es gibt ein leer stehendes

Schloss, dakönnte eine Ausstellung einziehen. Das jedenfalls

ist die Idee.

Axel Becker lenkt das Auto vomstillen Waldweg auf die

geschäftige Bundesstraße,essind nur ein paar Minuten

bis Lieberose. Esgeht vorbei an dem hübschen Marktplatz

mit Kopfsteinpflaster und Rathaus, vorbei am

Eiscafé und hinein in die Schlossgasse, anderen Ende

ein mächtiger blassgelber Bau sitzt. Unverkennbar das

Schloss,eswirkt nur irgendwie unvollständig. Es ist genaugenommen

nur ein Dreiviertel-Schloss, einer der

vier Flügel wurden 1945 zerstört, der frühere Rittersaal

klebt noch als Ruine an einer Seite.Der hohe Turm,der

das Gebäude weithin sichtbar machte,ist 1975 einfach

eingestürzt. Direkt gegenüber, in einem schmucken

Haus, das mal zu den Verwaltungsgebäuden zählte, ist

das Forstamt untergebracht. Axel Becker setzt sich an

den Holztisch im Garten, da sitzt schon sein Kollege Romeo

Buder,ebenfalls Förster.

„Ausbaufähig“ und „stehengeblieben“, das sind so

Worte, die fallen, wenn man sie nach dem OrtLieberose

fragt. 1500 Einwohner –inklusiveder Menschen in den

eingemeindeten Dörfern –,zwei Kirchen, ein Schloss

und der Wald. Lieberose sei immer schon ein bisschen

am Rand gewesen, sagt Romeo Buder. AmRand des

Landes, die Grenze zuPolen ist nah. Am Rand des Verwaltungsbezirks

FrankfurtzuDDR-Zeiten, des Bundeslands

Brandenburg jetzt. Am Rand des Spreewalds mit

seinen Kanälen und Touristen, die hier vorbeifahren,

aber selten anhalten.

Naschhausen

Rom

Herzsprung

Eisdorf

Lederhose

Lieberose

BLZ/GALANTY

Nächste Woche

Vogelsang

Wüstenhain

Klein Bademeusel

Wetterwitz

Altliebel/Rietschen

Becker und Buder wohnen nicht in Lieberose, aber

in der Nähe, sie kennen den Ort seit ihrer Kindheit in

den 60er-und 70er-Jahren. Erinnernsich an die sowjetischen

Soldaten, denen sie Teeund Stullen brachten,

weil die nur ausgerüstet mit ein paar Dosen und Brot

von ihren in der DDR verteilten Stützpunkten zu den

Übungen im Wald geschickt wurden. An die Offiziersfrauen,

die zum Einkaufen in den Ort kamen, und an

die Schüler der Fachhochschule, die im Schloss untergebracht

war. Einige wohnten dort, die anderen liefen

jeden Tagdrei Kilometer vom nächsten Dorf, wo der

Zughielt. DieEisenbahn, im 19. Jahrhundertein Motor

des Fortschritts,kam in Lieberose nie an.

1992 waren die Soldaten wegund der Gemeinde war

schnell klar, dass die ganze Natur in der Nachbarschaft

ein Schatz war. Esgab Pläne, das Gebiet zum Nationalpark

zuerklären, aber auch Vorbehalte in der Region,

weil man so eine Fläche ja auch anders nutzen kann. Als

ein Investor ankündigte,einen Solarparkbauen zu wollen,

bekam er die Genehmigung. Bei ihrer Eröffnung

2009 war die Photovoltaik-Anlage in der Lieberoser

Heide die zweitgrößte der Welt. Auf 162 Hektar liegen

nun glänzende Solarmodule, steht man davor, hat man

das Gefühl, auf die spiegelglatte Oberfläche eines Sees zu

blicken.

Es gibt Häuser in Lieberose, die aussehen, als rechneten

sie nicht mehr mit einer Zukunft. Undwelche,die Optimismus

ausstrahlen. Das Café Markt 6gehört dazu.

Heinz-Gerd Hesse hat es als Treffpunkt vorgeschlagen,

er war lange der Apotheker des Orts, jetzt führt er

manchmal Besucher durchs Schloss. Und das Schloss

muss man gesehen haben, wenn man Lieberose verstehen

will, das begreift man schnell. VomCafé Markt 6

geht schon um halb acht Uhr morgens eine flirrende

PetraDreißig,Cafébetreiberin und

frischgebackene Bürgermeisterin

Energie aus, das liegt an der blonden Frau hinter dem

Tresen. „Guten Morgen, Sonnenschein“, begrüßt sie einen

jungen Mann, mit „Ah, ein frischer Wind!“ einen

anderen Kunden, „Na Ingelein, wie geht’s?“, sagt sie zu

einer alten Dame in geblümter Schürze.Obsie Lust hat,

ein bisschen über Lieberose zu reden? „Gern. Sie sprechen

übrigens mit der Bürgermeisterin.“ Umso besser.

In den nächsten eineinhalb Stunden wird Petra

Dreißig viel erzählen, dabei immer wieder hinter den

Tresen schlüpfen, um Kunden zu bedienen, und nie

den Eindruck erwecken, das sei vielleicht zu viel auf

einmal. Man bekommt eine Ahnung, was sie in Lieberose

bewirken könnte. Ein Glücksfall sei die Frau Dreißig,

hört man, wenn man ein bisschen nachfragt im

Ort. Seit gut zwei Monaten ist die 44-Jährige im Amt.

Ihre Vorgängerin war es fast durchgehend 19 Jahrelang,

Dreißig hat sie mit 66 Prozent der Stimmen abgelöst.

Sie bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn

ihr mal wieder klar wird, dass sie jetzt Bürgermeisterin

ist, sagt sie.Sie gehörtkeiner Partei an, hat keine politische

Erfahrung, nur die Überzeugung, dass sich die

Dinge ändernlassen, wenn man nur will.

Sie ist in Guben aufgewachsen, wo ihre Familie seit

über 100 Jahren eine Bäckerei führt. In Lieberose lebt

sie seit zehn Jahren, vorsechs hat sie das Café eröffnet,

sie wohnt darüber. Vor etwa einem Jahr, als sie beim

Schützenfest für das Essen sorgte, sagte sie so dahin,

dass man Bürgermeister sein müsste, dann könnte

man etwas bewegen. „Dann werdedoch Bürgermeisterin“,

sagte jemand, und in den Wochen danach merkte

sie,dass sie den Satz gar nicht mehr so absurdfand.

Nach ihrem Wahlsieg hat sie als Erstes eine Veranstaltung

organisiert, die sie „Bürgertreff“ nannte. Es

kamen 50 Menschen, PetraDreißig wollte wissen, was

sie bewegt. Viele Sätze begannen mit „früher“. Früher

gab es mehr Geschäfte, mehr Arbeit, früher war die

Stadt sauber, früher war es überhaupt besser. Petra

Dreißig sagt, sie kann die „Früher“-Sätze nicht mehr

hören. Es gibt im Ort nun mal nur eine Reinigungskraft,

die Stadtkasse ist leer.Sie rief einen Stadtputztag

aus.Aneinem heißen TagimJuli sammelten 30 Lieberoser

den Müll von den Straßen, die Feuerwehr goss

die Straßenbäume, und am Ende fanden alle, dass

man so eine Aktion bald wieder machen müsse.„Die

Leute wollen doch ein Miteinander“, sagt Petra Dreißig.

Sie scheinen manchmal nur vergessen zu haben,

wie das geht.

Es gibt die Sachen, die man selbst anpacken kann.

Unddie, die etwas komplizierter sind. Sie zeigt eine E-

Mail auf ihrem Handy,sie ist voneinem Makler der Immobilienfirma

Engel &Völkers aus Hamburg. DieBrandenburgische

Schlösser GmbH verkauft zehn Schlösser,auch

das in Lieberose,und PetraDreißig wollte einfach

mal wissen, für welchen Preis es zu haben ist. Ende

August könne man ihr das sagen, erfuhr sie, dann

kommt das Schloss auf den Markt. Sie weiß nicht, wer

Interesse haben könnte an über 50 starkrenovierungsbedürftigen

Zimmern. Sie hört nur viel: von Chinesen

zum Beispiel, die großen Gefallen fänden an deutschen

Schlössern.

Sie hofft, dass es irgendwie doch gelingt, das Gebäude

in öffentlicher Hand zu halten. Es bräuchte nur

eine sinnvolle Nutzung. Ihre Idee: ein nationales Koordinations-

und Schulungszentrum zur Bekämpfung

vonWaldbränden. In ganz Deutschland nehmen Waldbrände

zu, und in Lieberose hat man seit Jahren Erfahrung

damit. Sogar einen Hubschrauberlandeplatz

könnte man im Schlossparkeinrichten. Undfür die Internationale

Naturausstellung wäre auch noch Platz.

DerWald, der Ort, das Schloss,sokäme alles wieder zusammen.

Petra Dreißig läuft in den Raum hinter der

Theke,umihr Konzeptpapier zu holen.

Als ehrenamtliche Bürgermeisterin hat sie kein Büro

im Rathaus,aberdas braucht sie auch nicht. DieAnliegen

der Lieberoser kommen direkt im Café an. DieBetreiberin

der Gärtnerei am Schloss kommt vorbei, sie

hat schon seit längerem Sorge, dass sieschließen muss,

aber erst mal geht es jetzt weiter, erzählt sie, Pflanzen

für den Herbst sind bestellt. Eine Frau sagt, dass sie jeden

TagAngst um ihreTochter hat, wenn die am Ortsausgang

auf den Bus wartet, der sie zur Schule bringt.

Weil die Haltestelle nicht mal ein Wartehäuschen hat.

PetraDreißig verspricht, sich darum zu kümmern.

Um Punkt neun Uhr kommt Heinz-Gerd Hesse durch die

Tür, Zeit für die Schlossbesichtigung. Er hat eine dicke

Broschüre über das Gebäude dabei, aber man kann

ihm auch einfach zuhören. Er weiß, dass das Haus so

groß ist, weil dersächsischeHofstaat standesgemäß beherbergt

werden musste, wenn der einst auf dem Weg

nach Polen hier Station machte.Dass in Schweden eine

sehr alte Dame lebt, die noch im Schloss aufgewachsen

ist, eine der vier Töchter von Graf Albrecht Friedrich

vonder Schulenburg, dem letzten Schlossherrn.

Die von Schulenburgs prägten jahrhundertelang

den Ort, bis sie 1945 im Rahmen der Bodenreform in

der sowjetischen Besatzungszone enteignet wurden.

DasleereSchloss wirkt, als ob sie es erst vorkurzemverlassen

hätten. Eine verwirrende Abfolge von Fluchten,

Treppen und Räumen, manche groß wie ein Ballsaal,

andereklein undintim. DerFörderverein Lieberose,bei

dem Heinz-Gerd Hesse auch Mitglied ist, hat Fotografien

aus den 30er-Jahren gefunden, sie den Zimmern

zugeordnet und Abzüge dortaufgestellt. DerRaum mit

dem Keramikofen in der Ecke –das war das Kaminzimmer,

auf dem Foto stehen zwei geblümte Sessel vor einemHolztisch,

darauf eine Schirmlampe.Indem Raum

mit dem neogotischen Gewölbe aß die Familie,ein langer

Holztisch, Geweihe an den Wänden. Das Zuhause

einer Familie, großbürgerlich eingerichtet, wie eine

Villamit ein paar Zimmernzuviel.

Der Saal im Erdgeschoss mit der prächtigen Stuckdeckeaus

dem späten 17. Jahrhundert, das ist das Bacchus-Zimmer.

Petra Dreißig hat es erwähnt, sie

wünscht sich, dass hier in Zukunft Ehen geschlossen

werden. Sie hat da nämlich noch eine Idee. Esgibt etwas,findet

sie,das nur Lieberose hat: den Namen. Lieberose,das

klingt nach duftenden Blumen,glücklichen

Paaren –nach Hochzeit. Die Menschen sollen hierherkommen,

um zu heiraten, das ist der Plan. An vielen

Plätzen, nicht nur im Schloss.Lieberose,der Hochzeitsort.

PetraDreißig sieht alles schon vorsich. Siehat eine

Gärtnerei gefunden, die in ihrem Auftrageine neue Rosensorte

züchtet. SiewirdLieberose heißen.

PetraAhne mochte im Lieberoser Schloss vorallem

das frühere „Tischtenniszimmer“ –mit einer Tischtennisplatte

aus schwerem dunklem Holz.


4 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Politik

„Die Werteunion ist ein Hilferuf“

Der CDU-Politiker Friedrich Merz über Konservatismus in seiner Partei, Hans-Georg Maaßen und die Probleme von Annegret Kramp-Karrenbauer

Friedrich Merz war und ist in

der CDU eine Sehnsuchtsfigur:

Der Wirtschaftsflügel

und viele Konservative verbinden

mit dem einstigen Unions-

Fraktionsvorsitzenden Hoffnungen

auf einen Kurswechsel. Im Rennen

um den Parteivorsitz unterlag er 2018

gegen Annegret Kramp-Karrenbauer.

Herr Merz, in einer Woche sind Landtagswahlen

in Sachsen und Brandenburg.

Waspassiert, wenn die Landes-

CDU dort die Grenzen zur AfD fallen

lassen, um weiter regieren zu können?

Ich gehe fest davon aus, dass es

eine Hinwendung zur AfD nicht geben

wird. Es gibt einen klaren Beschluss,

mit dieser Partei nicht zusammenzuarbeiten.

Hinter diesem

Beschluss steht die gesamte Union.

Sollten die Sanktionen gegen Russland

aufgeweicht werden?

Dafür gibt es aus meiner Sicht

insbesondere mit der anhaltenden

bewaffneten Intervention Russlands

in der Ostukraine keine Grundlage.

DieUnion erstellt demnächst ein Klimakonzept.

Kann die Konjunktur

vonder Klimapolitik profitieren?

Mit einem ganzheitlichen Konzept

jenseits von weiteren Verboten

und neuen Steuern geht das. Die

EEG-Umlage, die Stromsteuer und

alle anderen Instrumente gehören

dann aber auch auf den Prüfstand.

Das Diskussionspapier der Parteivorsitzenden

Annegret Kramp-Karrenbauer

und von Andreas Jung zur

Klimapolitik ist dafür eine hervorragende

Grundlage.

Wasist der Grund dafür,dass die AfD

sich so stabilisiert hat und die Volksparteien

schwächer geworden sind?

Wir sollten die AfD mehr in die

Diskussionen um die Themen zwingen.

Ihr Menschenbild und ihr Bild

von unserer Gesellschaft sind mehr

als fragwürdig, genauso wie ihreHaltung

zu unseren internationalen

Partnernund zur EU. Viele Aussagen

sind einfach inakzeptabel, aber Kontaktsperren

und Sprechverbote helfen

auch nicht weiter, sie nutzen im

Gegenteil nur der AfD,weil ihreThesen

unwidersprochen bleiben. Die

Union muss auch ihrerseits bereit

sein, kritisch zu überprüfen, ob im

Gesamtbild der Partei etwas fehlt.

Fehlt etwas?

Ja,die CDU hat dieWertkonservativen

zum großen Teil aufgegeben.

Viele von denen sagen: Nicht ich

habe die CDU verlassen, sonderndie

CDU hat mich verlassen. Die Partei

muss den Anspruch haben, diese

Gruppe der Enttäuschten zurückzugewinnen.

Einer derjenigen, die sagen, die CDU

habe ihn verlassen, ist Ex-Verfassungsschutzchef

Hans-Georg Maaßen.

Er tritt dennoch bei CDU-Wahlveranstaltungen

auf.

Und kritisiert dort lautstark eine

Bundesregierung, deren Staatssekretär

er vor gerade einmal einem Jahr

noch werden wollte.Erbeschreibt die

Lage in düsteren Farben und gibt

doch kaum Antworten auf die Fragen,

die sich damit verbinden. Aber in

dem Kontext geht es dann auch um

die Diskussionskultur und um die

Verengung unseres Meinungsspektrums.

Die CDU muss wieder lernen,

abweichende Meinungen vomMainstream

auszuhalten und über die großen

Themen unserer Zeit auch kontrovers

zu diskutieren, über die Eurorettung

und die Flüchtlingspolitik genauso

wie über ökologische Themen.

Manche Wähler stellen die Demokratie

auch gleich ganz in Frage.

Ja, esgibt eine tiefe Vertrauensund

Glaubwürdigkeitskrise der politischen

Institutionen und Parteien.

Das sieht man auch daran,

wie Kompromisse diskreditiertwerden

–sowie es derzeit etwa die Grünen

mit dem Kohlekompromiss versuchen.

Kaum ein Kompromiss

wird mehr als sachgerecht empfunden,

sondern stattdessen schnell

mit dem Adjektiv „faul“ belegt. Die

Demokratie lebt aber vomKompromiss

und nicht davon, dass sich

eine Meinung allein durchsetzt und

alle anderen Interessen das Nachsehen

haben.

Ist die Werteunion die Möglichkeit,

den rechten Rand einzubinden?

Die Werteunion ist ein Hilferuf

vonunten an die Parteiführung, sich

wieder intensiver mit bestimmten

Themen zu beschäftigen.

Die Grundrente ist ein Wahlkampfthema

in Ostdeutschland. Sie wurde

vonder GroKobislang nicht beschlossen,

weil über die Bedürftigkeitsprüfung

gestritten wird.

Union und SPD haben sich im

Koalitionsvertrag auf eine Grundrente

mit Bedürftigkeitsprüfung geeinigt.

Die SPD hat diesen Konsens

verlassen und will nun die Grundrente

für alle. Das ist nicht nur ein

Detail, sonderneine ganz grundsätzliche

Abkehr von der beitragsfinanzierten

Rente. Die SPD will ja auch

ein Grundeinkommen für Kinder.

Und dann muss eben möglichst

schnell noch die „Gerechtigkeitslücke“

geschlossen werden, dass nämlich

auch diejenigen, die keine Kinder

mehr sind und noch keine Rentner,

auch das bedingungslose

Grundeinkommen erhalten. Die

Union ist aus guten Gründen gegen

dieses Grundeinkommen für alle –es

ist nicht finanzierbar und zerstört

jede eigene Verantwortung für sich

selbst und die eigene Familie.

ZUR PERSON

Friedrich Merz wurde 1955 in Brilon im Sauerland geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte

er Rechtswissenschaften in Bonn.

Mit17trat Merz in die CDUein. Stationen seiner politischenKarrierewaren dasEuropa-Parlament

und der DeutscheBundestag,woervon 2000-2002 Vorsitzenderder Unionsfraktion war.

Er ist Partner der Anwaltskanzlei MayerBrown LLP und seit 2019 Vizepräsident des Wirtschaftsrates

der CDU e.V.

Sehen Sie eine Kompromissmöglichkeit,

etwa mit einer eingeschränkten

Bedürftigkeitsprüfung?

Die Tür darf meines Erachtens

nicht einen Spalt breit geöffnet werden

für eine Grundrente, die sich

nicht an strikter Bedürftigkeit orientiert.

Denn dann ist der Weg eben

nicht mehr weit zu einer Einheitsrente,

die nicht mehr aus Beiträgen,

sondern aus Steuermitteln bezahlt

würde. Eswäre ein Systemwechsel,

der Leistung nicht mehr belohnt,

sondern bestraft. Davor kann man

eigentlich nicht genug warnen.

Stichwort USA. Das Verhältnis zu

Deutschland hat sich mit Präsident

DPA/BERND VON JUTRCZENKA

Donald Trump dramatisch verschlechtert.Wielässt

sich das ändern?

Ich bin nicht sehr zuversichtlich,

dass sich diese Entwicklung irgendwann

wieder gänzlich umkehren

wird. Die USA verändern sich seit

vielen Jahren. Das hat lange vor Donald

Trump begonnen, und diese

Entwicklung wird auch nach Trump

weiter anhalten. Es wird vielleicht

weniger eruptiv, ein bisschen kalkulierbarer

und im Umgangston etwas

höflicher. Aber die Tendenz wird

bleiben. Europa muss also selbstständiger

werden. Wir können uns

nicht mehr darauf verlassen, dass die

USA den schweren Teil der Arbeit in

der Sicherheits-, der Außen-, der

Handelspolitik für uns erledigen.Wir

müssen mehrVerantwortung für uns

selbst übernehmen.

Sollte Russland wieder am Treffen der

führenden Industrienationen teilnehmen

und G7 so wieder zu G8 machen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt

sehe ich das nicht. Langfristig aber

bleibt Russland ein europäisch-strategischer

Partner. Damit das so wird,

muss Russland selbst aber noch einiges

tun. G7 ist derzeit eigentlich nur

noch W7 –der Rest des Westens trifft

sich halt. Grundsätzlich steuern wir

auf die Frage G2 oder G3 zu, also USA

und China, mit oder ohne Europa.

Es gibt oft die Klage in der Union, dass

man sich zu sehr an den Grünen orientiere.

Glücklicherweise ist der große

Hype der letzten Monate wieder ein

bisschen abgeklungen. Es kehrt

Nüchternheit ein in die Debatte. Die

CDU ist bereit, anspruchsvolle Antworten

auf komplexe Fragestellungen

zu geben. Dasist der richtigeWeg.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat

eine Reihe von Pannen hinter sich.

Washätten Sieanders gemacht, wenn

Sie das Rennen um den CDU-Vorsitz

gewonnen hätten?

Ach, wissen Sie, ich hätte vermutlich

andere, aber ganz sicher auch

meine Schwierigkeiten gehabt. Ich

unterstütze Annegret Kramp-Karrenbauer

und hoffe, dass sie Erfolg

hat. Mit ihr haben sich die Diskussionsräume

in der CDU wieder vergrößert.

DieneueVorsitzende akzeptiert,

dass die Partei sich nicht weiter

auf eine reine Regierungsfunktionspartei

verengen lassen darf.

Stellt sich für Sie noch die Frage der

Kanzlerkandidatur?

Dasist eine Frage,die zum heutigen

Zeitpunkt nicht entschieden

werden muss.

Sie wurden und werden in Teilen der

Union als Ikone und Heilsbringer verehrt.

Wasmacht das mit Ihnen?

Es lässt mich bescheiden sein. Es

gibt sicherlich Erwartungshaltungen

an mich als Person, die zu hoch sind.

Aber ich versuche meinen Beitrag zu

leisten, dass die Union Erfolg hat.

Siehaben beklagt, manch einer in der

CDU habe den Eindruck: Die CDU

hat mich verlassen. Haben oder hatten

Sieden Eindruck auch?

Ja.Aber es bessertsich im Augenblick

wieder.

DasGespräch führte Daniela Vates.

Liebe Anja,

gut zu hören, dass dein Berlin-Urlaub

so schön war.Vielleicht sind die

Menschen hier tatsächlich irgendwie

netter geworden. Oder du hast

einfach viel gutes Wetter erwischt,

dann sind die Leute immer froher

und daher auch freundlicher. Problematisch

wird esmeist im Winter,

wenn alle sich in ihre Schals und

Mäntel einmummeln und man auf

der Straße kaum jemanden lächeln

sieht. Noch sind draußen 28 Grad,

und die Sonne scheint, aber mir

graut schon ein bisschen vor dem

nahenden Herbst und dem Winter

danach. DieTage werden kürzer, und

wir alle sollten uns mit guter Stimmung

für den Winter wappnen,

sonst frisst uns die Dunkelheit mit

Haut und Haaren.

Ich habe zwei schrecklich vollgepackte

Wochen hinter mir, und ein

Ende ist nicht abzusehen. Es kommt

mir vor, als würde ich auf einer belebten

Straße mit vier Bällen jonglieren

und sollte die Passanten dabei

auch noch anlächeln. Ich hoffe, keinen

Ball fallenzulassen, denn mo-

mentan möchte ich auf keinen der

vier verzichten.

Da es mirschwerfallen würde,sie

in eine Rangordnung zu bringen,

nenne ich sie dir in beliebiger Reihenfolge.

Der erste Ball ist der von

Aharon und den Kindern. Ich sehe

sieallezuselten, weil ich viel arbeite.

Ich wäre gern mehr mit ihnen zusammen,

aber gleichzeitig am liebsten

noch anderswo. Das ist unmöglich,

und doch versuche ich es dauernd.

Der zweite Ball ist die Musik.

Mein neues Album ist fertig aufgenommen,

aber es geht ja weiter mit

der Vermarktung, dem Suchen nach

Kontakten zu Festivals und dem

Kennenlernen der Jazzszene in

Deutschland. Das Album kommt

Ende Novemberheraus,ich habe die

Präsentation für Anfang Dezember

geplant. So sickert die Sanduhr nun

umgekehrt, und es gibt viel zu tun.

DerdritteBall ist mein Salon, Framed.

Auf der kreativen und künstlerischen

Ebene läuft alles prima. Wir

veranstalten jetzt auch Mal-, Hummus-

und Schallplattenabende.Diesen

Samstag steigt eine Veranstaltung,

der ich sehr entgegenfiebere.

TelAviv –Berlin

Innehalten mit vier Bällen

in der Luft

Yael Nachschon

Zwei Iranerinnen nehmen daran teil,

eine Musikerin und eine bildende

Künstlerin. Beide sind jung, hübsch

und begabt. Schade, dass du nicht

kommen kannst.

Wenn du diesen Brief liest, bin

ich sicher noch bei den letzten Vorbereitungen

für den Abend. Trotz

des künstlerischen Erfolgs ist Framed

finanziell leider ziemlich in

den Miesen, ich muss mich abstrampeln,

um die Mieteaufzubringen.

Einerseits sehe ich die Sache

aufblühen und sich zu dem entwickeln,

was ich mir gewünscht habe.

Andererseits fürchte ich, meine Familie

wegen eines Traums – den

manche kindisch nennen werden –

in Geldschwierigkeiten zu stürzen,

etwas zu geben, obwohl ich vielleicht

nicht genug zu verschenken

habe.

Der vierte Ball ist eine private Familienangelegenheit

in Israel, die

mir Sorgen bereitet. Ich bemühe

mich,überWhatsApp täglichVerbindung

zu meinen Angehörigen zu

halten, rackere mich ab, damit sie

ein bisschen meinen, ich wäre dort

bei ihnen, obwohl ich wegbin.

Ein Glück, dass wir unsere Briefe

haben, die mir alle zwei Wochen helfen,

meine Gedanken zu ordnen, innezuhalten

und mich zu fragen, wie

es mir geht, all die Dinge zu rekapitulieren,

die in den vergangenen zwei

Wochen geschehen sind. Tatsächlich

habe ich mich mit den letzten beiden

Briefen schwergetan. Ich hatte das

Gefühl, nicht schreiben zu können.

Etwas in mir rebellierte gegen dieses

Haltmachen und Zurückblicken.

Aber jetzt habe ich doch innegehalten,

die Bälle aufgelistet, und

komme nun zu der Frage: „Wie geht

es mir?“. Auf die Schnelle sage ich:

Solange alle gesund und zusammen

sind, geht es mir großartig. Alles andere

ist Beiwerk aus meiner Sicht.

Undwennwir schon vonAnhang reden:

Am Wochenende kommt beinah

meine ganzeFamilie für ein paar

Tage zu uns, umnoch ein paar Bälle

für die Nummer beizusteuern, aber

mir auch zu helfen, sie in der Luft zu

halten. Daswirdlustig werden.

Deine Yael

Übersetzung: Ruth Achlama


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 5 *

·························································································································································································································································································

Politik

Ohne

Mehrheit

führen

Ramelow spricht sich für

Minderheitsregierungen aus

Thüringens

Ministerpräsident

Bodo Ramelow(Linke) hat angesichts

der parteipolitischen Verschiebungen

in Deutschland für

Minderheitsregierungen in Bund

und Ländern plädiert. „Die Minderheitsregierung

wirdauch bei uns früher

oder später kommen, da ist es allemal

besser, sich schon jetzt auf

neue Regierungsformate einzustellen

und für eine höheregesellschaftliche

Akzeptanz zu werben“, sagte er

der Berliner Zeitung (RedaktionsnetzwerkDeutschland).

Ramelowführte aus: „Die vonmir

geführte Drei-Parteien-Regierung in

Thüringen, noch 2014 von vielen als

zum Scheitern verurteiltes Experiment

klassifiziert, ist inzwischen

bundesdeutsche Realität. Undsosollten

wir auch das Modell einer Minderheitsregierung

weniger als Stabilitätsrisiko

betrachten, vielmehr als

Chance, über neue Wege auch neue,

zeitgemäße politische Ideen zu entwickeln.“

Es sei „sicher anstrengend,

mit wechselnden Mehrheiten in

Sachfragen zu regieren“, fügte Ramelow

hinzu. „Aber der damit verbundene

sanfte Zwang zum Kompromiss

kann auch bereichernd wirken.“ In

Thüringen stehen am 27. Oktober

Landtagswahlen an. Ob die rot-rotgrüne

Koalition unter Ramelows Führung

erneut eine Mehrheit bekommt,

ist offen. (mdc.)

Zwei Präsidenten und ein Feuer

Macron will die Brände in Brasilienauf die Agenda desG7-Gipfels setzen. Bolsonaroattackiert ihn dafür scharf

Die schweren Waldbrände

im Amazonas-Gebiet

sorgen für internationale

Spannungen. Brasiliens

ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro

warf dem französischen Präsidenten

Emmanuel Macron am Donnerstag

eine „kolonialistische Mentalität“

vor, weil dieser die Feuer zum

Thema des G7-Gipfels in Biarritz

machen will. Bolsonaro fuhr im

Kurzbotschaftendienst Twitter

scharfe Attacken gegen Macron.

Dass Frankreichs Staatschef beim

G7-Gipfel in Abwesenheit der Länder

der Amazonas-Region über die

Waldbrände sprechen wolle, zeuge

von einer „kolonialistischen Mentalität“,

die im 21. Jahrhundert keinen

Platz mehr habe.

Bolsonaro beschuldigte Macron

zudem, eine „innere“ Angelegenheit

Brasiliens und anderer Staaten

im Amazonasgebiet „instrumentalisieren“

zu wollen, um „persönlichen

politischen Profit“ daraus zu

schlagen. Macrons „sensationsgieriger

Ton“ trage nicht zur Lösung

des Problems bei, schrieb Bolsonaro.

Maas bietet deutsche Hilfe an

Der französische Präsident hatte die

schweren Waldbrände im Amazonasgebiet

am Donnerstag als „internationale

Krise“ bezeichnet. Die

„Lunge unseres Planeten“ stehe „in

Brand“, schrieb Macron auf Twitter.

Er werde mit den anderen G7-Mitgliedern

beim Gipfel in Biarritz am

Wochenende „über diesen Notfall

Klimaprotest vor der brasilianischen Botschaft in London

AP/FRANK AUGSTEIN

sprechen“. Allerdings veröffentlichte

Macron dazu ein Foto eines brennenden

Waldes,das nicht die derzeitigen

Feuer zeigt: Es wurde von einem

bereits 2003 verstorbenen Fotografen

aufgenommen. Undauch auf

wirtschaftlichem Gebiet verschärft

Macron den Tongegenüber Bolsonaro.

So will er das Handelsabkommen

der EU mit dem südamerikanischen

Wirtschaftsblock Mercosur

blockieren. Bundeskanzlerin Angela

Merkel (CDU) hat sich der Forderung

des französischen Präsidenten

angeschlossen, die Brände im Amazonasgebiet

auf die Agenda des G7-

Gipfels zu setzen.„Dahat der französische

Präsident die Bundeskanzleringanz

an seiner Seite“, sagte Regierungssprecher

Steffen Seibert am

Freitag in Berlin. Sieist aber nicht dafür,

das Freihandelsabkommen zu

blockieren. DasAbkommen enthalte

„ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskapitel

mit verbindlichen Regelungen

zum Klimaschutz“, teilte ein Regierungssprecher

mit.

Bundesaußenminister Heiko

Maas (SPD) hat unterdessen deutsche

Hilfe zur Bekämpfung der Feuer

im Amazonas-Gebiet angeboten.

„Wenn wochenlang der Regenwald

brennt, dann kann uns das nicht kalt

lassen“, sagte Maas der Berliner Zeitung

(Redaktionsnetzwerk Deutschland).

„Deutschland steht bereit,

Hilfe und Unterstützung zu leisten,

um die Brände zu bekämpfen.“ Maas

sieht die Weltgemeinschaft in der

Pflicht, Hilfe zu leisten. „Wir dürfen

nicht zulassen, dass Brände die

grüne Lunge der Welt zerstören“,

sagte der Außenminister.

Hauptgrund ist die Waldrodung

Das genaue Ausmaß der Waldbrände

ist nur schwer zu erfassen.

Laut dem brasilianischen Weltraumforschungsinstitut

INPE brachen

in ganz Brasilien binnen 48

Stunden fast 2500 neue Brände

aus.Demnach gab es seit Jahresbeginn

bereits mehr als 75 000 Waldbrände

–ein Zuwachs von 84Prozent

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Hauptgrund ist die Waldrodung.

Der Klimaskeptiker

Bolsonaro hat dagegen wiederholt

Umweltschutzgruppen für die

Waldbrände verantwortlich gemacht.

(AFP/mdc.)

NACHRICHTEN

Lösung für Flüchtlinge der

„Ocean Viking“

DieFlüchtlinge auf dem Rettungsschiff

„OceanViking“ im Mittelmeer

können aufatmen: Sechs EU-Länder,

darunter Deutschland, erklärten sich

zur Aufnahme der 356 Menschen an

Bord bereit, wie die Regierung von

Malta am Freitag mitteilte.Das Schiff

lag zuletzt zwischen der italienischen

Insel Lampedusa und Malta und

wartete auf die Erlaubnis,einen Hafen

ansteuernzudürfen. (AFP)

Putin will auf Raketentest

der USA reagieren

Nach dem Test eines neuen Marschflugkörpers

durch die USA hat Russlands

PräsidentWladimir Putin eine

„deckungsgleiche Antwort“ angekündigt.

Moskau müsse zuerst die

Bedrohung durch die USA analysierenund

dann„umfassende Maßnahmen“

ergreifen, sagte der Kremlchef

bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates

am Freitag. (dpa)

Schwimmendes AKW

verlässt Murmansk

Daserste schwimmende Atomkraftwerk,die„Akademik

Lomonossow“,

hat am Freitag vonder nordrussischen

Hafenstadt Murmansk abgelegt. Das

schwimmende Akw soll vorallem die

schwer zugänglichen Regionen mit

Stromund Wärme versorgen. Erstes

Ziel der „Lomonossow“ ist Pewekim

Osten Russlands. (dpa)

Unsere Elbflorenz

Reiseleitung betreut Sie

auf Ihrer Reise

Reisetermine 2020

Reise 1

c) 05.06. -16.06.20

d) 26.06. -07.07.20

d) 17.07. -28.07.20

c) 07.08. -18.08.20

a) 28.08. -08.09.20

Reise 2

s) 16.06. -26.06.20

b) 07.07. -17.07.20

b) 28.07. -07.08.20

s) 18.08. -28.08.20

Reisezeit a,b,c,d

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Mo. bis Fr. 09.00 -18.00 Uhr

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Elbflorenz Reisedienst GmbH &Co. KG, Wiener Strasse 80, 01219 Dresden

Reise 1: 12-tägige Kreuzfahrt

Lofoten, Nordkap, Geirangerfjord &mehr

Tag Hafen An Ab

01. Anreise

01. Kiel 17.30

02. Erholung auf See - -

03. Alesund/Norwegen 10.30 18.30

04. Erholung auf See - -

05. Honningsvag/Nordkap/Norw. 12.30 20.30

06. Tromso/Norwegen 08.30 17.00

07. Leknes/Lofoten/Norwegen 08.00 18.00

08. Trondheim/Norwegen 14.00 20.00

09. Hellesylt/Norwegen 09.00 10.00

09. Geiranger/Norwegen 11.00 18.00

10. Bergen/Norwegen 09.00 19.00

11. Erholung auf See - -

12. Kiel 09.00

12. Abreise

Termin 26.06.20 statt Leknes: Andalsnes, statt Bergen: Haugesund

&statt Tromso: Molde

Termin 07.08.20 statt Hellesylt und Geiranger: Andalsnes

Termin 28.08.20 statt Bergen: Andalsnes

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Kategorie

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Reise 2: 11-tägige Kreuzfahrt

2Tage St. Petersburg, Tallinn, Visby &mehr

Tag Hafen An Ab

01. Anreise

01. Kiel 17.30

02. Erholung auf See - -

03. Stockholm/Schweden 08.00 17.00

04. Helsinki/Finnland 12.00 18.00

05. St. Petersburg/Russland 07.00 -

06. St. Petersburg/Russland - 18.00

07. Tallinn/Estland 08.00 13.00

08. Riga/Lettland 08.00 17.00

09. Visby/Gotland/Schweden 08.00 18.00

10. Erholung auf See - -

11. Kiel 08.00

11. Abreise

Termin 16.06.20 statt Riga: Danzig

Termin 28.07.20 statt Visby: Klaipeda

Termin 18.08.20 statt Helsinki: Kotka &statt Visby: Klaipeda

Elbflorenz Preis bei Buchung

ab 04.09.19

bis 03.09.19

690,-

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1.999,-

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•Zuschlag Reisesaison a) Innen &Außen + € 29,- /Balkon +149,- p.P. •Zuschlag Reisesaison b) + € 49,- p.P.

•Zuschlag Reisesaison c) Innen &Außen + € 139,- /Balkon +269,- p.P.

•Zuschlag Reisesaison d) Innen &Außen + € 169,- /Balkon +299,- p.P. s) ohne Zuschlag

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•Kinder und Jugendliche bis einschließl. 17 Jahre in der Kabine mit 2Vollzahlern Festpreis € 99,- p.K.

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oder Bahn An- und Abreise € 66,- p.P. (nur sofort buchbar)

• Busabfahrtsorte: Berlin ZOB oder Ostbahnhof, Raststätte Waldeck

• Inkludierte Leistungen: Trinkgelder, Vollpension, Elbflorenz Reiseleitung

• Nicht eingeschlossen sind: Ausgaben für Landausflüge, weitere persönliche Ausgaben

• Optional zubuchbar: Getränkepaket Brindiamo € 26,50 (ohne Cocktails), Piu Gusto € 29,50 p.Erw./Nacht (mit Cocktails)

• Sonstige Hinweise Reise 1: Personalausweis, Reise 2: Reisepass mit 6-mon. Gültigkeit nach Reiseende erforderlich

•Veranstalter: Costa Kreuzfahrten, Niederlassung der Costa Crociere S. p. A. (Genua), AmSandtorkai 39, 20457 Hamburg


6* Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

·························································································································································································································································································

Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

24.5.19

24.5.19

MÄRKTE

▼ 11611,51 (–1,15 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

24.5.19

Stand der Daten: 23.08.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

23.8.19

▼ 59,10 (–1,58 %)

23.8.19

▼ 1,1065 (–0,16 %)

Quelle

23.8.19

Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro

Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%)

Effektivzinsen in %für

Kundenkontakt 5Jahre 10 Jahre 15 Jahre

Interhyp

0800/200151515 0,41 0,61 0,82

PlanetHome

089/76774188 0,41 0,61 0,82

DTW-Immobilienfinanzierung

0800/1155600 0,41 0,61 0,82

Dr.Klein

0800/8833880 0,41 0,61 0,82

MKIB Online

030/6408810 0,65 0,67 0,96

Deutsche Bank

069/91010000 0,96 0,75 1,09

BBBank

0721/1410 0,68 0,79 1,18

Commerzbank

069/98660966 0,98 0,80 1,11

ING

069/50500109 0,65 0,78 1,15

Postbank

0228/55002010 1,19 0,88 1,19

Mittelbrandenburgische Sparkasse

0331/898989 0,68 0,69 1,16

Berliner Volksbank

030/30363300 0,69 0,72 1,06

Sparda-Bank Berlin

030/42080420 0,65 0,92 1,45

Berliner Sparkasse

030/86986969 0,88 0,93 1,23

PSD Berlin-Brandenburg

psd-bb.de 0,96 1,06 1,46

Mittelwert von 95 Banken 0,68 0,79 1,11

Der Effektivzins beinhaltet Kosten der Grundschuldeintragung;

unveränderter Zinssatz nach Zinsbindung.

ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit

(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Festgeld (Freitag), Baudarlehen

(Samstag).

Quelle: FMH-Finanzberatung

Pfanderhöhung: DerBundesverband

privater Brauereien forderteine

deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung

für Bierkisten auf mindestens

5Euro. Derzeitliegt das Pfand

für leereBierkisten meist bei 1,50

Euro.Wenn es bis Jahresende keine

bundesweite Einigung gebe,werde

das Pfandsystem zersplittern, warnte

der Verband. Für das Geld lohne

es sich für viele Verbraucher und

Großhändler nicht, die Kisten zurückzugeben.

(dpa)

Donald Trump feiertden Aufschwung undplantgleichzeitigKrisenpakete.

Von Karl Doemens

und Stefan Winter

Normalerweise ist Donald

Trump keinSuperlativzu

groß, um die konjunkturelle

Lage der USA zubeschreiben:

„Phänomenal“ und „unglaublich“

laufe die Wirtschaft unter

seiner Regierung. Am Freitag aber

schien der Präsident plötzlich von

maßloser Angst vor einer Rezession

befallen zu sein: „Wie üblich, tut

unsereNotenbank NICHTS!“, wetterte

er beiTwitter.Essei „unglaublich“,

dass die Fed die Zinsen nicht senke.

Dann attackierte er den von ihm

selbst berufenen Chef der unabhängigenBehörde:

„Ich fragemich, obJay

Powell oder der (chinesische) Präsident

Xi unser größter Feind ist.“

In weiteren Tweets nahm er sich

Chinavor:„WirbrauchenChinanicht

undwären,offengesagt,ohnesiebesser

dran.“ China hatte zuvor neue ImportzöllegegendieUSAangekündigt,

als Vergeltung gegen Zollpläne der

Amerikaner. Trump kündigte nun

seinerseitseine Reaktion an und setzte

ebenso ernsthaft wie hilflos hinzu,

US-Firmen sei hiermit „befohlen,

sich sofortumAlternativen zu bemühen“

und Produkte wieder in den

USA herzustellen.

Anlass für die Angriffe auf Powell

war dessen Eröffnungsrede beim

Treffen der Notenbanker inJackson

Trump schlägt um sich

Der US-Präsident fürchtet eine Rezession und findet Schuldige

Hole. Der Fed-Chef hatte nicht –wie

von Trump gefordert und von vielen

Börsianern erwartet –eine radikale

Lockerung der Geldpolitik angekündigt.

Powell äußerte sich eher vorsichtigund

legte sich nicht auf weitere

Zinssenkungenfest.

Die Notenbank werde „angemessen

handeln“, umdas Wirtschaftswachstumaufrecht

zu erhalten,sagte

erlediglich.WeilvieleAnlegermitklareren

Worten gerechnet hatten,

rutschte der Dow-Jones-Index an der

Wall Street danach ab –und Trump

tobte.

DerPräsidentfeierteinerseitsseine

angeblichen Erfolge in der Wirtschaft,

fordert andererseits aber Krisenpolitik.

Trotz der angeblich glänzenden

Lage des Landes haterindieser

Woche öffentlich ein ganzes Bündel

von mutmaßlich wachstumsfördernden

Maßnahmen ins Gespräch

gebracht –umdiesekurzdarauf wieder

zu dementieren. Erst forderte er

eine Zinssenkung um einen ganzen

Punkt und Anleihekäufe der Notenbank,

wie sie selbst inKrisenzeiten

umstritten sind. Dann fabulierte er

über eine Senkung der Kapitalertragsteuer

und der Sozialabgaben. Tags

„Meine einzige

Frage ist, wer unser

größerer Feind ist: Jay Powell oder der

Vorsitzende Xi“

Donald Trump, US-Präsident

darauf versicherte er: „Wir planen

keineSteuersenkungen.“

Eine Erklärung für die Kurvenfahrt

liegt nahe: Der Präsident weiß

schlichtweg nicht, was er tun soll.

„Die Wahrheit ist, dassTrump keinen

Plan B hat“, ist Starökonom Paul

Krugman überzeugt. Ganz offensichtlich

hat der Mann im Weißen

Haus darauf vertraut, dass ihn der

Wirtschaftsboomindie zweite Amtszeit

tragen wird. Doch nun ziehen

dunkle Wolken auf.

Zwar ist dieArbeitslosigkeit in den

USA immer noch extrem niedrig, und

FOTO: SUSAN WALSH/AP

die Auftragsbücher der Unternehmen

sind gut gefüllt. Doch in denvergangenen

Monaten hat sich das

Wachstumverlangsamt, die Zahl der

Neueinstellungensinkt,unddielangfristigenZinsensindunterdasNiveau

der kurzfristigen Raten gefallen, was

unter Ökonomen als Alarmzeichen

einer drohenden Rezession gilt. Im

Weißen Haus werdedie Entwicklung

besorgt beobachtet, berichtet die

„Washington Post“: „Jeder ist nervös“.

Angeblichwerdenselbst skurrile

Plänewie die Schwächung des Dollars

durch eine Währungstransaktionssteuer

diskutiert, um zu verhindern,

dass die Wirtschaft ausgerechnet

im Wahljahr 2020 auf Grund läuft.

Dochnach Meinungvieler Expertenwürde

keiner der Eingriffe die erhoffte

Wirkung haben. Die Zinsen

sind ohnehin niedrig, und Steuersenkungen

würden die RekordverschuldungderUSAvonderzeit22Billionen

Dollar nochhöhertreiben.

Vorallem liegt nach Meinung vieler

Kommentatoren die Ursache des

Übels ohnehin woanders. Sie wähnen

den eigentlichen Konjunkturkiller

im Weißen Haus: „Senkt die

Trump-Unsicherheits-Steuer!“,

überschrieb das konservative Wall

Street Journal einen bemerkenswerten

Leitartikel und forderte die Abkehr

des Präsidenten vonseinenerratischen

Strafzöllen und Handelskriegen.

Millionäre

im Visier

der SPD

Wiedereinführung der

Vermögenssteuer geplant

Von Andreas Niesmann

und Tim Szent-Ivanyi

Nach mehr als zwei Jahren Diskussionen

hat die SPD-interne

Kommission zur Wiedereinführung

der Vermögenssteuer ihre Arbeit beendet.

Der kommissarische SPD-

Chef Thorsten Schäfer-Gümbel kündigte

am Freitag an, schon kommende

Woche ein Konzept für eine Wiedereinführung

der Steuer vorzulegen.

Vorallem Multimillionäre und

Milliardäre habe er im Visier, sagte

Schäfer-Gümbel der „Rheinischen

Post“. Er peile eine Steuer in Höhe

voneinem Prozent auf das Vermögen

an und denke über einen Stufentarif

nach: „Wir wollen zwischen Reichen

und Superreichen unterscheiden“,

sagte der Sozialdemokrat aus Hessen.

Um Belastungen für Unternehmen

in wirtschaftlichen Schieflagen

zu vermeiden, sehe das Modell Verschonungsregeln

vor, erklärte der 49-

Jährige.„Wirwollen mit Freibeträgen

arbeiten, sodass die Vermögenssteuer

erst ab einem bestimmten

Vermögenswert fällig wird.“ Schon

am Montag will Schäfer-Gümbel sein

Konzept im SPD-Präsidium vorstellen.

Im Dezember soll ein Parteitag

die Forderung nach einer Wiederbelebung

der Abgabe in das Parteiprogramm

beschließen.

In der deutschen Wirtschaft stoßendiePläneaufAblehnungundKritik.

„Ich kann die SPD nur warnen, sie

droht mit Politikansätzen wie diesen

endgültig ihreAnschlussfähigkeit an

zentrale Teile der deutschen Wirtschaft

zu verlieren“, sagte Reinhold

vonEben-Worlée,Präsident des Verbands

„Die Familienunternehmer“,

dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

(RND). DerSPD-Vorschlag atme

„den Geist von Unredlichkeit“, so

Eben-Worlée.„Wenn es möglich wäre,

die bekannten Kollateralschäden

einer Vermögenssteuer in Bezug auf

Betriebsvermögen zu vermeiden,

hätten wir längst eine solche Steuer“,

betonte der Unternehmer. Ein Lösungsansatz,

wieman Vermögen besteuere

ohne die Wirtschaft zu beschädigen,

sei aber nicht in Sicht.

Während die SPD über Steuererhöhungen

nachdenkt, forderten

Finanzpolitiker der Unions-Bundestagsfraktion

eine Senkung der Unternehmenssteuern.

Sie plädieren dafür,

die von Konzernen und GmbHs

zu zahlende Körperschaftssteuer von

15 auf 10 Prozent abzusenken.

SAISONAUFTAKT

EINE VERLAGSBEILAGE DER BERLINER ZEITUNG

Lesen Sie am 29.08.2019 in Ihrer Berliner Zeitung

„Saisonauftakt 2019/2020“

Die Themen in dieser Beilage:

■ Jubiläum 100 Jahre Bauhaus

■ Welterfolg Ein bisschen ABBA kommt nach Berlin

■ Premieren Aktuelle Themen im Fokus

Neue Opern und

viele Festivals

Ausstellungen zu

100 Jahren Bauhaus

Mauerfall-Jubiläum

und Festival of Lights


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 7

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Wirtschaft

Gespräche

über deutsche

Stahlfusion

Thyssenkrupp

sucht Verstärkung

Von Wolf von Dewitz

Der kriselnde Industriekonzern

Thyssenkrupp steht im Zentrum

von Übernahmespekulationen.

Laut „Handelsblatt“ führt der

Essener KonzernGespräche mit dem

Duisburger Stahlhändler Klöckner.

Dem Vernehmen nach sind die Gespräche

über einen Einstieg aber

noch in einem frühen Stadium, und

es ist noch völlig offen, ob sich daraus

Optionen ergeben. Klöckner kam mit

8500 Mitarbeitern zuletzt auf einen

Jahresumsatz von 6,8 Milliarden

Euro. Dem Artikel zufolge ist zudem

der Konkurrent Salzgitter „auf dem

Radar“ der Essener.

Thyssenkrupp steht unter Druck.

DerStahlmarkt leidet weltweit unter

einer geringen Nachfrage, anÜberkapazitäten

und niedrigen Preisen.

Um am Markt einen besseren Stand

zu haben, peilten die Essener ursprünglich

eine Fusion ihrer Stahlsparte

mit dem Konkurrenten Tata

Steel an, die scheiterte aber am Veto

der Kartellbehörden. Wie die Strategie

vonThyssenkrupp künftig im Detail

aussehen soll, will das Management

bis Ende des Kalenderjahres

verkünden. Zudem könnte der Konzern

seine Aufzugssparte abspalten

und damit Kasse machen –umdas

Geld dann für Zukäufe im Stahlsegment

zu nutzen. (dpa)

Von Frank-Thomas Wenzel

Die Reichen sollen zahlen

Forscher entwickeln ein sozialverträgliches Modell zur CO 2 -Bepreisung

Das Pendelnmit demAutowürde im Agora-Modell auch finanziell reichlich unattraktiv

werden.

FOTO: PATRICK SEEGER/DPA

Sprit und Heizen würden teurer.

Zugleich gäbe es aber für

Haushalte mit geringem Einkommen

eine finanzielle

Entlastung. Dies sind die Kernpunkte

eines Konzepts zur CO 2 -Bepreisung,

das die Denkfabriken AgoraEnergiewende

und Agora Verkehrswende

mit dem Öko-Institut und der Freien

Universität Berlin entwickelt haben.

Die Studie liegt dem Redaktions-

NetzwerkDeutschland (RND) vor.

Hintergrund ist die Diskussion

über einen Preis für Kohlendioxid-

Emissionen im Verkehrs- und im

Wärmesektor.Am20. September will

das Klimakabinett unter Kanzlerin

Angela Merkel (CDU) die Weichen

dafür stellen. Ziel ist, den Treibhausgasausstoß

in den nächsten Jahren

deutlich zu senken.

Das Agora-Konzept besteht aus

zwei Teilen. Zum einen schlagen die

Forscher einen Festpreis von50Euro

proTonneCO 2 vor. Zumanderenplanen

sie einen Mechanismus für eine

vollständige „Rückverteilung“ der

zusätzlichen Einnahmen, die der

Staat mit der neuen Abgabe erzielen

würde.„DerCO 2 -Preis ist unverzichtbarer

Bestandteil einer erfolgreichen

Klimaschutzpolitik“, heißt es in dem

Papier. Um Wirkung zu entfalten,

dürfe der Einstiegspreis nicht unter

50 Euro proTonne liegen. Dassoll im

Verkehr und beim Heizen „Anreize

zur Emissionsminderung durch Investitionen

in klimaschonende Technologien

und Verhaltensanpassungen“

schaffen. Wichtig sei deshalb

auch, betroffene Haushalte zu unterstützen.

Etwa durch „Anreizprogramme

für klimaeffizientes Heizen

und Bauen“.

Die 50Euro würden konkret bedeuten,

dass sich die fossilen Brennstoffe

für Heizungen – Heizöl und

Erdgas –umetwa 20 Prozent verteuernwürden.

Beim Superbenzin würdedasPreisniveauum11,8Centnach

oben geschoben. Schon jetzt kassiert

der Staat hier eine Energiesteuer (früher:Mineralölsteuer)

von65,45 Cent

pro Liter. Dieser Satz würde auf

77,25 Cent steigen. Für Diesel ist ein

stärkeres Plus vorgesehen, und zwar

von 47,04 Cent auf 63,33 Cent. Die

Autoren der Studie schlagen damit

vor, die steuerliche Privilegierung

vonDieselteilweise abzubauen.

Diese Klimasteuer kann Einnahmen

vonrund 11 Milliarden Euro pro

Jahr bringen. Über verschiedene Wege

soll das Geld den privaten Haushalten

zurückgegeben werden.

WichtigsterPunktistdabeieinesogenannte

Klimaprämie.Jedem Bürger –

vomBabybis zum Greis –würden pro

Jahr 100 Euro überwiesen. Davon

profitieren vorallem große Haushalte

mit vielen Kindern. Zudem schlagen

die Experten eine Absenkung der

umstrittenen Stromsteuer vor. Ferner

wird ein Ausgleichsfonds ins

Spiel gebracht, der mit 300 Millionen

Euro jährlich bestückt würde und in

Härtefällen helfen soll.

Außerdem schlagen die Denkfabriken

einen Umbau der Pendlerpauschale

vor. Bislang werden 30 Cent

proKilometervom zu versteuernden

Einkommen abgezogen –davon profitieren

vorallem Leute,die viel Geld

verdienen. Im Agora-Modell werden

10 Cent Mobilitätsgeld direkt vonder

Steuerschuld abgezogen –auch das

würde Haushalte mit niedrigem Einkommen

begünstigen.

In den Debatten über Klimaschutz

wird oft der Geringverdiener,

der in einem unsanierten Haus lebt

und mit dem Auto eine weite Strecke

zur Arbeit zurücklegen muss,als Verlierer

einer CO 2 -Steuer genannt.

Doch diesen Typus gibt es nach Ansicht

der Experten kaum: „Tatsächlich

verfügen Pendlerhaushalte im

Durchschnitt über ein deutlich überdurchschnittliches

Einkommen.“

Hochrechnungen in der Studie

zeigen, dass mehr als die Hälfte der

Haushalte vonder Klimasteuer profitieren

würde.Dieser Effekt würde bei

den 10 Prozent mit dem niedrigsten

Einkommen am stärksten ausfallen.

Beivielen Verbraucherninmittleren

Einkommenskategorien würde sich

unter dem Strich kaum etwas ändern.

Vielmehr sollen Besserverdiener

die finanzielle Last der CO 2 -

Steuer tragen –vor allem, weil diese

in der Regel relativ hohe Ausgaben

für Kraftstoff haben. Auch eine Benachteiligung

der Bewohner ländlicher

Gebiete sehen die Autoren

nicht, da sie von der Umstellung auf

das Mobilitätsgeld und von der Klimaprämie

profitierten.

Verbände

lehnen härtere

Strafen ab

Kritik an Plänendes

Justizministeriums

Von Martina Herzog

Wirtschaftsverbände lehnen die

Pläne von Justizministerin

ChristineLambrecht(SPD)ab,kriminelle

Unternehmen härter zu bestrafen.

„Das Vorhaben des Bundesjustizministeriums

löst in weiten Teilen

der Wirtschaft das Gefühl aus, unter

einen generellen Verdacht gestellt zu

werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer

des Deutschen Industrie- und

Handelskammertags (DIHK), Martin

Wansleben. „Vor diesem Hintergrund

sollte die Politik dringend hinterfragen,

ob sie künftig die Auflösung

von Unternehmen ermöglichen

und so auch Unschuldige und

Unbeteiligte auf allen betrieblichen

Ebenen ihrer Existenzgrundlage berauben

will“, sagte Wansleben. Auch

der Bundesverband der Deutschen

Industrie (BDI) zeigte sich irritiert.

Nach den Plänen vonJustizministerin

Lambrecht müssen Unternehmen

bei Vergehen mit deutlich höheren

Strafen rechnen. Bisher zahlen

sie höchstens Sanktionen von

10 Millionen Euro –unabhängig von

der Firmengröße.Für Unternehmen

mit einem Jahresumsatz von mehr

als 100 Millionen Euro könntenkünftig

bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzesfällig

werden. Hinzu kommt –wie

bisher –der Einzug illegal erzielter

Profite. (dpa)

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8 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Meinung

AUSLESE

Korruption in der

Bundesrepublik

Meinungsfreiheit

Reden

Sie mit!

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Berlinerinnen und Berliner,

Sie wissen schon: Es gibt etwas zu feiern.

Für Berlin, für Sie, für die Berliner Zeitung

und den Tagesspiegel. Vordreißig Jahren

fiel die Mauer,und aus der geteilten Stadt

wurde wieder ein geeintes Berlin, aus dem

geteilten Land ein geeintes Deutschland.

Das heißt nicht, dass sich alle einig

sind in dieser Stadt und in diesem Land.

Unddas ist gut so. Denn in der Stadt und

im Land gibt es viele Meinungen, gibt es

Debatten um das, was richtig und falsch

ist, gibt es Diskussionen über das,was uns

weiterbringt –und was nicht.

Ohne die Meinungsfreiheit, die Freiheit

der vergangenen dreißig Jahre, wäre

das alles nicht möglich, kein öffentlicher

Streit, keine Rede und keine Widerrede.

Deshalb wollen wir die Meinungsfreiheit

mit Ihnen feiern. Mit guten Argumenten

und großen Debatten

in der Berliner Zeitung

und im Tagesspiegel.

In den kommenden

zehn Wochen

werden wir mit Ihnen

Jochen Arntz

darüber diskutieren,

was wichtig ist für die

Stadt und das Land.

Wir lassen Prominente

und Experten –und wir lassen vor

allem Sie zuWort kommen, die Berlinerinnen

und Berliner:Esgeht um die Freiheit

in der Stadt, um das Klima im Land,

um die Frage,wie wir wohnen wollen, ob

das Auto wegkann –und um vieles mehr.

Was läuft gut, was läuft falsch in Berlin

und im Land, was entscheidet über unsereZukunft?

Wir wollen mit Ihnen die großen Fragen

unserer Zeit diskutieren –inder Berliner

Zeitung und im Tagesspiegel. Jede

Woche gibt es ein neues, gemeinsames

Debatten-Thema, digital präsentiert und

in den Zeitungen veröffentlicht. Und jeden

Sonnabend präsentieren wir in beiden

Titeln Ihre Meinung, Ihre Argumente.

Gemeinsam laden die Chefredakteuredes

Tagesspiegels –Lorenz Maroldt und Mathias

Müller von Blumencron –sowie Elmar

Jehn und ich Siedazu ein, sich einzumischen,

uns Ihre Meinung zu sagen.

Auch die Bundeszentrale für politische

Bildung ist beim großen Debattenforum

dabei. Gemeinsam mit ihr laden wir Sie

am 7. November zu einem großen Fest in

die Berliner Volksbühne.

Seien Sie dabei, diskutieren Sie mit in

der Berliner Zeitung und im Tagesspiegel.

Schreiben Sieuns,was Siedenken. Sagen

Sie uns, was Ihnen wichtig ist. Denn das

ist ja das Wichtigste.

Herzlich,

Ihr Jochen Arntz,

Chefredakteur Berliner Zeitung

MITMACHEN

Eine Stadt, ein Land, viele Meinungen: Über

zehn wichtigeThemen –Ernährung zum Beispiel,

Heimat oder Wohnen –wollen wir mit Ihnen,

liebe Leserinnen und Leser,inden kommenden

Wochen debattieren. Wirbeginnen am

Montag hier auf der Meinungsseite. Unser erstes

Thema lautet:Verkehr –kann das Auto weg?

Andreas Keßler,Berliner Journalist und bekannt

geworden als „Auto-Papst“, schreibt als

erster Prominenter,was er über die Mobilität

der Zukunft denkt.

Debattieren Sie mit! Schreiben Sie uns unter

leserbriefe@dumont.de, Stichwort: Meinungsfreiheit

Online finden Sie das Projekt unter berlinerzeitung.de/meinungsfreiheit

Wirtwitternunter #meinungsfreiheit.

Churrasco Bolsonaro

Frankreichs Präsident Emmanuel

Macron hat recht: „Unser Haus

brennt“, hat er gesagt. Am Amazonas

wüten die Waldbrände wie seit

Jahren nicht mehr,und die Feuer in Brasilien

bringen nicht nur das Klima für die Menschen

in der Region durcheinander. Sie bedrohen

uns alle. Das Amazonasgebiet ist als

CO 2 -Speicher die Klimaanlage der Welt.

Wenn sie nicht richtig funktioniert, ist das

eine internationale Krise. Sie trifft auch uns

Europäer. Vielleicht nicht heute, vielleicht

nicht morgen, aber mit Sicherheit früher als

uns recht ist.

Es ist also sinnvoll, dass Macron dieWaldbrände

in Brasilien am Wochenende beim

Gipfeltreffen der sieben größten Industrie-

Nationen der Welt in Biarritz zur Sprache

bringen will. Eine Lösung des Problems ist

vondortzwar nicht zu erwarten. Doch in der

Geopolitik, wozu der Klimawandel längst gehört,

sind auch Symbole wichtig. Ein internationaler

Ansatz wäre nötig, um das Problem

der Waldfeuer in Brasilien halbwegs in

den Griff zu bekommen. Doch diese Idee

wird kurzfristig nicht zu verwirklichen sein.

Dashat mindestens zwei Gründe,die sich an

Personen festmachen lassen.

Da ist der Präsident Brasiliens.Jair Bolsonaroist

zu den Feuerninseinem Land wenig

eingefallen. DerRechtspopulist hat behauptet,

es seien wohl Umweltschützer gewesen,

die die Brände gelegt haben. Das ist eine infame

Aussage. Es gibt überhaupt keinen

Grund, aus dem sie das getan haben sollten.

Es ist vielmehr Bolsonaro selbst, dessen

Politik ein Problem ist. Er betrachtet den Regenwald

allein aus wirtschaftlicher Perspektive.

In seinen Augen ist die Sache simpel:

Abholzung und Brandrodung führen zu

mehr Weidefläche. Mehr Weidefläche führt

Jemehr Zeit seit dem Mauerfall vergeht,

desto ostdeutscher werde ich. Und ich

weiß gar nicht, ob das so gut ist. 1990 fühlte

ich mich null ostdeutsch. Ichlas wenig DDR-

Schriftsteller,hörte keine Ostmusik. Jetzt lese

ich Hedda Zinner, trauere umden Todvon

Werner Heiduczek und höre Feeling B. Ich

habe ein Lied der Band von 1992 entdeckt:

„Inder Unosteht ein leerer Stuhl, darauf saß

ein Mann aus Suhl/ In Kenia gibt es eine Botschaft

weniger,estrafeinen Mann aus Jena/

Ich such die DDR und keiner weiß, wo sie

ist.“ Wenn das so weitergeht, esse ich bald

nur noch Nudossi und schwenke im FDJ-

Hemd Fähnchen. Ich bin da, wo die Westler

mich wollen.

DerHistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk hat

ein neues Buch mit dem Titel „Die Übernahme“

geschrieben, es erscheint nächste

Woche.Darin beschreibt er,wie die ostdeutsche

Identität in den Neunzigern von westdeutschen

Intellektuellen wie Arnulf Baring

konstruiertwurde.Kowalczuk schreibt: „Seit

1990 wirdgebetsmühlenartig wiederholt, wir

müssten, um uns besser zu verstehen, nur

unsereGeschichten erzählen.“ Gemeint war,

dass Ostler ihre Geschichte erzählen. Denn:

„Nur das unbekannte Wesen muss seine Geschichte

erzählen“, sagt Kowalczuk.

Alle erzählen und erzählen, seit dreißig

Jahren schon, die Jüngeren erzählen noch

vehementer, wie ostdeutsch sie sind, doch

was hat es gebracht?

Ichmuss an dieser Stelle erzählen, wie ein

Kollege aus Bayern kürzlich sagte, das Beste

Brasilien

Dies Feuer

bedroht alle

Damir Fras

schlägt vor, das Freihandelsabkommen mit Brasilien auf Eis zu

legen, bis dorteine andere Umweltpolitik betrieben wird.

KOLUMNE

Der Ostler,das

unbekannte

Wesen

Sabine Rennefanz

an der Wiedervereinigung sei doch gewesen,

dass die DDR-Pläne zum Abriss von Prenzlauer

Berg nicht umgesetzt wurden. Sonst

hätte man die schönen Wohnungen im Bötzowviertel

nicht kaufen können. Er meinte

das nicht böse, wirklich nicht. In dem Buch

„Schäfchen im Trockenen“ vonAnke Stelling

klagt die schwäbische,weniger reiche Erzählerin

Resi, wie sie von den viel reicheren

Schwaben aus Prenzlauer Berg verdrängt

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

zu mehr Rindviechern. Mehr Rindfleisch

führtzuerhöhten Fleischexporten.

Wie engstirnig Bolsonaro ist, zeigt seine

zweite Aussage über die Waldbrände. Der

Rest der Welt könne sich seine Zahlungen für

Umweltprojekte in Brasilien sparen, hat er

sinngemäß erklärt. DieWaldfeuer seien eine

innere Angelegenheit Brasiliens, das Geld

aus dem Ausland habe nur das Ziel, „unsere

Souveränität zu beschneiden“.

Verkürzungen, Zuspitzungen, einseitige

Darstellungen –das alles gehört zum Handwerkszeug

der Populisten, und das beherrscht

Bolsonaro ähnlich gut wie Donald

Trump. Der US-Präsident wird amWochenende

in Biarritz erwartet. Auch er ist ein nationalistischer

Populist, für den multilaterales

Vorgehen ein Schimpfwort ist. Trump

lehnt das Klimaabkommen von Paris ab. Er

wird sich auch von einem gewaltigen Waldbrand

in Brasilien nicht von diesem Irrweg

abbringen lassen.

Wir dürfen also am Wochenende Appelle

von Angela Merkel und Emmanuel Macron

erwarten und vielleicht eine unscharfe Kompromissformel,

damit Donald Trump eine

Gipfelerklärung mittragen kann –wenn es

überhaupt eine geben wird. Das illustriert

die Machtlosigkeit der Vernunft gegenüber

der Unvernunft –und gegenüber den Bränden

am Amazonas. Bestenfalls wird Bolsonaro

erfahren, was in Biarritz gesagt wurde,

und es zur Kenntnis nehmen. Ablage.

Doch die EU und ihreMitgliedstaaten haben

ein Mittel zur Hand: Warum nicht das

erst Ende Juni beschlossene Freihandelsabkommen

mit dem südamerikanischen Staatenverbund

Mercosur, dem auch Brasilien

angehört, auf Eislegen? Es wärenicht einmal

schwer,diesen Schritt zu begründen: In dem

Abkommen steht, dass sich die Vertragsstaaten

an das Pariser Klimaabkommen zu halten

haben. Bolsonaros Abholzungs- und

Brandrodungspolitik verstößt dagegen.

Selbstverständlich wäre eine Suspendierung

des Abkommens nicht im Interesse der

Exportwirtschaft in Europa. Auch für europäische

Verbraucher brächte das Nachteile

mit sich –zum Beispiel in Form steigender

Preise für Rindfleisch und Soja aus Südamerika.

Das ist bitter, und das ist nicht einmal

ironisch gemeint. Doch langfristig gesehen

ist der Schutz des Klimas auf der Erde wichtiger.Irland

und Frankreich haben das bereits

erkannt. Beide EU-Länder wollen den Handelspakt

mit Mercosur vorerst nicht unterschreiben.

Die Regierung des Export-Riesen

Deutschland sollte sich anschließen.

wird. Dass Resi womöglich auch schon frühere

Bewohner verdrängt hat, dazu kein

Wort. Ostdeutsche oder Ost-Berliner kommen

in dem Buch gar nicht vor, beziehungsweise

nur der BezirkMarzahn, als Horrorszenario.

Das Buch hat im Frühjahr den Deutschen

Buchpreis gewonnen.

DieseWoche war ich mit der Bundesfamilienministerin

Franziska Giffey, gebürtig in

Frankfurt(Oder), in Brandenburgund Sachsenunterwegs,umden

ostdeutschenWähler

zu ergründen. Unter den mitreisenden Kollegen

waren lauter Journalisten, die sonst

über die Bundespolitik und die SPD berichten.

Üblicherweise ist die Bundespolitik-Berichterstattung

fest in westdeutscher Hand.

Man traut den Ostdeutschen inzwischen

auch bei den Überregionalen zu, über den

Osten zu schreiben, aber über die Bundes-

SPD dann doch lieber nicht.

So gesehen war die Ost-Quote bei den

mitreisenden Journalisten hoch: Wenn ich

mich nicht verzählt habe,war in der Gruppe

von 25Kollegen außer mir noch ein Ostler

dabei. Franziska Giffey erzählte,mit welcher

Wucht der Umbruch 89/90 in das Leben jedes

Einzelnen eingegriffen hat. Sie redete

und redete, irgendwann machte sich eine

Journalistin einer großen, wichtigen Zeitung

Luft. „Ich kann das Gerede vonTraumatisierung

nicht mehr hören.Wirhatten 1946 auch

nichts zu essen, das war schlimmer als 1990“,

sagte sie. Wer war wir? Die Frau war Ende

dreißig, es schien unwahrscheinlich, dass sie

damals mitgehungerthatte.

Der Untertitel des Buches „Alles nur

gekauft?“ sagt, worum es geht: „Korruption

in der Bundesrepublik seit 1949“.

Dieälteren Bundesbürger,die Pensionäre

erinnern sich an die Entscheidung für

Bonn, sie erinnern sich an FIBAG und

Starfighter, anStimmenkauf im Bundestag

in der sozialliberalen Ära und natürlich

an die grandiose Flickaffäre.

Die SPD hatte gerade

die Theorie des

staatsmonopolisti-

Jens Ivo Engels:

Alles nur

gekauft? wbg

Theiss, 35 Euro.

schen Kapitalismus,

also die Theorie voneiner

engen Zusammenarbeit

der großen Monopole

mit den Staatsapparaten,

als unvereinbar

mit den

Grundauffassungen

der deutschen Sozialdemokratie

erklärt, da

erhellte ein Bundestagsausschuss

die Flick’schen Praktiken

der „politischen Landschaftspflege“. Eine

eindrucksvolle Bestätigung der aus der

DDR importierten Theorie vom staatsmonopolistischen

Kapitalismus.

Aber wer erinnert sich noch an den

Bundesligaskandal von 1971? „Mindestens

achtzehn Spiele der –1963 gegründeten

–Fußballbundesliga waren gekauft,

manipuliert, verschoben worden. In

Wahrheit warenesvermutlich viel mehr.“

Interessant: Bei diesen nachgewiesenen

Fällen ging es nie um die Meisterschaft,

sondern um die Verhinderung des Abstiegs.

Erst die letzten 30 der 357 Seiten beschäftigen

sich mit „Affären und Skandalen

im wiedervereinigten Deutschland“.

Es geht darin u.a. um Möllemann und

Späth, um Dienstwagen- und Flugaffären,

um den CDU-Spendenskandal und um

die gehypte CausaWulff.

NuramRande taucht die Treuhandanstalt

auf, die schon allein angesichts der

Größeund Unübersichtlichkeit ihrer Aufgabe

ganz sicher eine der Schaltstellen

der Wiedervereinigungskriminalität war.

Das Buch beschäftigt sich wenig mit den

Strukturen, die Korruption fördern. Es

überwiegen die knappen Fallschilderungen.

Engels’ Fazit lautet: „Aus der Geschichte

der Korruptionsdebatten folgt

wohl vor allem Skepsis. Skepsis gegenüber

überschäumenden Transparenzutopien,

Skepsis auch gegenüber allzu

düsteren Zeitdiagnosen.“ ArnoWidmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

Chefredakteur: Jochen Arntz.

Mitglied der Chefredaktion: Elmar Jehn.

Newsdesk-Chefs (Nachrichten/Politik/Wirtschaft): Tobias Miller,

Michael Heun.

Textchefin: Bettina Cosack.

Newsroom-Manager: Jan Schmidt.

Teams:

Investigativ: Kai Schlieter.

Kultur: Harry Nutt.

Regio: Arno Schupp, Karim Mahmoud.

Service: Klaus Kronsbein.

Sport: Markus Lotter.

Story: Christian Seidl.

Meinungsseite: Christine Dankbar.

Seite 3/Report: Bettina Cosack.

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Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 – S eite 9 *

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Berlin

Berlin wird wieder

zur Hauptstadt

der Möpse

Seite 14

Ungewöhnlich: Kreuzberg soll ein Denkmal für ein Massaker in der Türkei bekommen Seiten 10/11

Unerklärlich: Warum Berlin weiter auf neue U-Bahnen warten muss Seite 12

„Wir müssen der

Drogenmafia die

Geschäftsgrundlage

entziehen“

Antje Kapek, Chefin der Grünen-Fraktion, fordert eine neue

Strategie für den Görlitzer Park. Vonihren Koalitionspartnern

erwartet sie mehr Sacharbeit statt Selbstbeschäftigung

Antje Kapek ist Grüne in zweiter Generation. Ihr Vater warTeil der Alternativen Liste, die 1993 im Bündnis 90/Die Grünen aufging.Kapek selbst steht seit sieben Jahren an der Spitze der Grünen im Abgeordnetenhaus.

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Es ist heiß, die Sonne knallt

auf das Gras im Görlitzer

Park. Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende

der Berliner

Grünen, trägt Schwarz, gerade

kommt sie aus der Sitzung des Senats.

Anstrengende Diskussionen

liegen hinter ihr, wie so oft in diesen

Wochen. Dierot-rot-grüne Koalition

ist zurzeit oft uneins,immer häufiger

dringt das auch nach außen. EinGespräch

mit der Grünen-Chefin über

die größten Probleme im Regierungsbündnis,seine

Chancen für die

Zukunft, Alternativen und den Görlitzer

Park, indessen Nähe sie seit

zwölf Jahren lebt.

Frau Kapek, woran denken Sie als

Erstes, wenn Sie„Görli“ hören?

An meinenVorgarten. Mein erster

Blick am Morgen fällt aus dem Fenster

direkt in den Park.

Gefällt Ihnen Ihr Vorgarten?

Ja, ich mag den Görli in all seiner

Vielfalt.

Können Sie nachvollziehen, dass

Leute sagen: Dort fühle ich mich wegen

der Dealer nicht sicher?

Der Görlitzer Park ist eine winzig

kleine Grünfläche im Zentrum Berlins,die

übernutzt ist, seit es sie gibt.

Grund ist ein extremes Grünflächen-

Defizit in der Innenstadt. Deshalb

will ich auch eine Stadtgrünoffensive

für Berlin. Keine Frage, der Görli ist

auch anstrengend. Denn dorttreffen

sich zu viele Menschen auf zu engem

Raum. Daswar aber schon immer so.

Unddas ändertsich auch nicht, weil

dort gedealt wird. Aber natürlich

kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen

zwischen verschiedenen

Gruppen, auch die Zahl der

Polizeieinsätze ist gestiegen. Da gibt

es nichts schönzureden.

Die CDU fordert eine Rückkehr zur

Null-Toleranz-Politik und mehr Polizeipräsenz.

Die Innenverwaltung erwägt,

den Park nachts zu schließen.

Washalten Sievon solchen Vorschlägen?

Mehr Polizeipräsenz als gerade

geht doch gar nicht. Zudem führtdie

Forderung am eigentlichen Problem

vorbei. Wenn ich anfange, den Drogenhandel

aus den Parks heraus zu

vertreiben, indem ich die Polizeipräsenz

verstärke oder nachts abschließe,

wird ersich in den Wohngebieten

ausbreiten, direkt in die

Treppenhäuser der Anwohner. Bei

allem Populismus der CDU – das

kann selbst sie nicht wollen.

Wiewollen Siedas Problem lösen?

Wir müssen der Drogenmafia die

Geschäftsgrundlage entziehen. Am

besten ginge das durch eine Entkriminalisierung

von Drogen, gekoppelt

mit einer kontrollierten Abgabe,

zum Beispiel über Apotheken. Zweitens

müssen wir im Görli anfangen,

die Depots harter Drogen regelmäßig

ausheben. Gleichzeitig brauchen

wir eine berlinweite Drogenstrategie,

die nicht auf Verdrängung, sondern

auf Bekämpfung an der Wurzel

setzt. Deshalb wollen wir eine wissenschaftlich

begleitete Studie zur

Abgabe vonCannabis durchführen.

Die Legalisierung scheitert imBund

seit Jahren. Wie stellen Sie sich eine

berlinweite Drogenstrategie vor?

Wir müssen uns auf die großen

Verkaufsstrukturen konzentrieren,

nicht auf die kleinen Dealer. Esist

inakzeptabel, dass Spielplätze oder

Sträucher in Parks als Depots missbraucht

werden. Dafür bräuchte

Berlin zum Beispiel mehr Drogenspürhunde,

um regelmäßig diese

Depots auszuheben. DiePolizeipräsenz

müsste strategisch verändert

werden, nicht einfach nur verstärkt.

Die betroffenen Bezirke müssten

eine gemeinsame Strategie entwickeln.

Sonst wird das Problem nur

von einem Park in den nächsten

verschoben. Dazu brauchen wir

eine Zusammenarbeit von Senat,

Bezirken und Polizei.

Kommen wir von einem lokalen zu

den großen Problemen: Die rot-rotgrüne

Koalition ist gerade in vielen

Punkten zerstritten. Wieläuft die Zusammenarbeit

mit Linken und SPD

aus Ihrer Sicht?

Ichhabe die Schnauzevoll davon,

dass ständig B-Noten vergeben werden,

innerhalb wie außerhalb der

Koalition. Wir wurden doch alle gewählt,

um Politik für diese Stadt zu

machen. Dieser Job ist hart und erfordert

viele Opfer – das tut man

doch nur, weil man in dieser tollen

Stadt etwas voranbringen will, weil

man sieht, vor welchem Wandel sie

steht. Es bleibt keine Zeit dafür, sich

nur mit sich selbst zu befassen.

In den letzten Wochen schoss vor allem

die SPD öffentlich gegen die eigenen

Koalitionspartner.

Die SPD steht wahnsinnig unter

Druck. Personaldebatten auf der

Bundesebene sind belastend und

führen zu Verunsicherung. Aber das

enthebt uns nicht der Aufgabe, dass

wir das hier gemeinsam hinbekommen

müssen.

Warum hakt es noch?

Wir sind die erste Dreierkoalition

in Berlin, da ziehen wir manchmal

die eine oder andere Diskussionsschleife

ein, die ein Zweierbündnis

vielleicht nicht bräuchte. Die Oppo-

ZUR PERSON

sition ist außerdem ein eklatanter

Totalausfall, wenn es darum geht,

die Regierung kritisch-konstruktiv

zu begleiten. So bleibt jede Aufklärungsarbeit

auch noch an uns hängen.

DasGute ist: Bisher sind wir am

Ende immer zu einem Ergebnis gekommen

und haben auch riesengroße

Reformvorhaben für diese

Stadt beschlossen. Zum Beispiel das

Mobilitätsgesetz und die Initiative

zum Schulbau.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Nach aktuellen Umfragen sind die

Grünen stärkste Kraft. Hätten wir

jetzt Koalitionsverhandlungen,

könnten Sieden Tonangeben.

Antje Kapek, 42 Jahre alt, ist Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus.

Sie ist in Kreuzberg aufgewachsen und zur Schule gegangen, im Anschluss studierte sie Geographie

an der Freien Universität Berlin. Seit 2005 ist sie Mitglied der Grünen. Nach fünf Jahren

in der Bezirksverordnetenversammlung vonFriedrichshain-Kreuzberg wurde sie 2011 ins

Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2012 ist sie Vorsitzende der Fraktion. Bei der Abgeordnetenhauswahl

2016 war sie Teil des grünen Vierer-Spitzenteams. Damals holten die Grünen 15,2

Prozent. Laut der jüngsten Forsa-Umfrageliegen sie zurzeit bei 25 Prozent.

Wir machen keine Hätte-wärewenn-Politik,

sondern eine für die

Zukunft Berlins. Deshalb steht die

rot-rot-grüne Koalition so gut da wie

noch nie in den Zustimmungswerten:

bei fast 60 Prozent. Wir haben

theoretisch die Grundlage zu sagen:

Wir regieren als linkes Bündnis in

dieser Stadt noch viele Jahre weiter.

Aber dafür müsste sich einiges sortieren.

Nötig ist zum Beispiel, dass

die Führungsfrage der SPD auf Bundesebene

bis Ende des Jahres geklärt

wird. Ich bin davon überzeugt, es ist

in ganz Deutschland Zeit für grünrote

Bündnisse.Aber vorallem ist es

Zeit für grüne Themen.

In Form von Landeschef Kai Wegner

buhlt auch die CDU um die Grünen.

Eine mögliche Alternative?

Im Moment sehe ich gar keine

Notwendigkeit dafür, sich in Richtung

einer anderen Koalition zu orientieren.

Zumal die CDU keinerlei

eigene Ideen und progressive Konzepte

für Berlin entwickelt. Die Grünen

haben Mut, setzen auf die Zukunft

und sind bereit, auch unbequeme

Wege zu gehen. Die CDU

steckt aus Angst im Gesternfest.

Es ist noch lange hin, aber reden wir

doch mal über mögliche Spitzenkandidaten

und Anwärter auf das Amt

des Regierenden.

Beider CDU? Daswirdschwer.

Nein, bei den Grünen.

Wie die Wählenden im September

2021 entscheiden, werden wir sehen,

wenn es so weit ist. In welcher

Konstellation wir in den Wahlkampf

ziehen, von dieser Frage sind wir

noch meilenweit entfernt.Wirhaben

genug zu tun, aktuell stehen die

Haushaltsverhandlungen an, die

Grundlage für die Investitionen der

nächsten Jahresind. Wirsind als Partei

gerade wahnsinnig gut aufgestellt,

funktionieren unfassbar gut

als Team.

Außerhalb der Grünen spekulieren

aber einige schon wild über die Spitzenkandidaten-Frage.

Vorallem Journalisten.

Mag sein. Dennoch: Sie und Wirtschaftssenatorin

Ramona Pop werden

als heißeste Anwärter gehandelt.

Stünden Siebereit?

So etwas entscheidet man nicht

selbst. So etwas entscheidet zu gegebener

Zeit die Partei.

Bis dahin könnte sich der Wind in

den Umfragen auch wieder drehen.

Fraglich ist vor allem, ob die radikalen

Ideen der Grünen zur Verkehrswende

angenommen werden. Zuletzt

hat die Fraktion ein Diesel- und Benziner-Verbot

im S-Bahnring ab 2030

gefordert. Sind die Grünen eine Verbotspartei,

wie die Opposition sagt?

Menschen sind Gewohnheitstiere.

Selbstdisziplinierung liegt

nicht in ihrer Natur. Für die meisten

Menschen ist es anstrengend, von

sich aus im Alltag Änderungen anzustreben.

Selbst, wenn sie diese Änderungen

begrüßen. Dasist der Grund,

weswegen man einen Rahmen vorgeben

muss. Außerdem: Wem und

wie vielen wird hier denn etwas verboten?

Zwei Drittel der Menschen,

die in Berlin leben, haben gar kein

Auto.Doch das eine Drittel, das eines

besitzt, raubt ihnen den Platz.

Kritik an Ihren Ideen kam nicht nur

von der CDU, sondern auch von den

eigenen Koalitionspartnern. DieVorschläge

eines Verbots und auch einer

Citymaut seien unsozial, sagten SPD

und Linke, mit besonderem Blick auf

Pendler und Menschen aus den Außenbezirken.

Mich ärgern solche Reaktionen,

weil sie der unterkomplexe Versuch

sind, neue Konzepte totzureden, bevor

man sich mit ihnen überhaupt

auseinandergesetzt hat. Die Frage,

wie sozial oder unsozial ich eine Citymaut

ausgestalte, haben wir doch

noch gar nicht diskutiert. Wirsind da

vollkommen frei und könnten zum

Beispiel festlegen, dass Familien mit

mehreren Kindernnicht zahlen müssen,

dass die Besitzer richtig schwerer

Autos mehr zahlen müssen –und so

weiter. Wirklich unsozial finde ich,

dass der meiste Autoverkehr und damit

auch die schlechteste Luft genau

dort herrschen, wo viele Menschen

sich gar kein Auto leisten können.

Deshalb haben wir eine unfassbar

hohe Gesundheitsbelastung in den

Straßen, in denen die Ärmsten der Armen

wohnen. Sozial ist es auch, für

die Menschen Politik zu machen, die

keine laute Stimme haben.

DasGespräch führte Annika Leister.


10 * Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

„Vapen“ ist das

neue Rauchen

Torsten Harmsen

möchte bei der Sprache

öfter dazwischenfunken

Der Bauer im Umland von Berlin

hatte jahrhundertelang seine

Sprache kaum ändern müssen. Irgendwann

kam jemand vorbeigeritten,

holte eine Krautknolle hervor

und sagte: „Das soll Er jetzt anpflanzen!“

Mit „Er“ war natürlich der

Bauer gemeint. „Und wat ist dit?“,

fragte der Bauer. „Ein nahrhaftes

Erdgewächs.“ Der König selbst hatte

die „Pflantzung der Tartoffeln“ angeordnet.

Undsolernte der Bauer ein neues

Wort kennen. Zusammen mit der

Herausforderung, das Zeug jetzt sofort

anzupflanzen. Dabei war man

sich deutschlandweit nicht mal einig,

wie es eigentlich heißen soll.

Noch heute gibt es unzählige Varianten:

„Erdapfel“, „Flezbirn“, „Knulle“,

„Bulwe“, „Grumbeere“ oder einfach

„Kartoffel“.

Mit der Zeit kamen immer weitereDinge

und Begriffe dazu, die des

BauernWelt tüchtig durcheinanderpurzeln

ließen. Heute lässt ihn der

Fortschritt allerdings gar nicht mehr

aufs Feld kommen. Er muss ständig

in der Bude am Handy sitzen und

neue Wörter lernen. Das Gesetz der

Zeit heißt: Ein neuer Tag–ein neues

Wort. Was zum Beispiel ist „vapen“,

das ich neulich hörte? Es ist das neue

Rauchen. Der Begriff leitet sich von

„Vaporize“ oder „Vaporisieren“ ab,

was Verdampfen heißt und sich auf

die E-Zigarette bezieht, deren Gebrauch

große Mode ist. Überall sieht

man Leute,die am „Vapen“ sind.

Noch ist das Wort nicht im Duden

gelandet. Aber das wird es–garantiert!VorzweiJahren

zogen allein 150

Begriffe neu in das Standardwerkder

deutschen Sprache ein. Und esliegt

auf der Hand, dass sie reinmussten.

Wernutzt sie nicht täglich, Begriffe

wie „tindern“, „swappen“, „taggen“,

„tracken“, „liken“, „Hoodie“, „ovovegetarisch“,

„social Bots“, „cracken“,

„chillig“, „groovig“, „downloadbar“,

„fancy“, „Hashtag“, „Honk“, „oldschool“,

„pixelig“ und „Wow-Effekt“?

Mich begeistert die Aussicht, dass

die eifrige Duden-Redaktion ihr

Werk immer weiter füttert und

stopft, sodass das gedruckte Buch

am Ende nur noch mit dem Tieflader

transportiertwerden kann.

Anregungen zum Füttern und

Stopfen findet man überall. Im Internet

gibt es zum Beispiel eine Seite,

auf der Leute die schönsten Blüten

der Managersprache präsentieren.

So ein Head of Dingenskirchen nutzt

ja eine Menge verhackstücktes Englisch.

Auch da, wo es überhaupt

nicht nötig ist. Ich bin dafür, dass

man möglichst oft dazwischengeht.

Undzwar mittels Berliner Insubordination.

Man sollte in Unternehmen,

auf Tagungen und bei anderen Gelegenheiten

geschulte Berliner einschleusen,

die das Ganze immer

auch für Nicht-Manager übersetzen.

DerManager sagt zum Beispiel in die

Runde: „Diese Challenge meistern

wir nur mit starkem Commitment“,

und der Berliner übersetzt: „Ej,

Leute,wenn hier nich sofortalle mitmachen,

roocht et im Karton.“

Oder hier:„DasSales Team ist völlig

rudderless. Die brauchen eine

Leadership Infusion.“ Der Berliner

ruft: „Die Vakoofstruppe is voll aus’m

Ruder jeloofen. Diemuss mal wieder

voll een uff de Mützekriejen!“

Der Manager: „Diese Quick Wins

verstellen uns den Blick auf das Big

Picture.“ Der Berliner: „Kleinvieh

macht ooch Mist. Aber Leute, denkt

doch mal weiter! Der Teufel scheißt

imma uff’n größten Haufen. “

Der Manager: „Ich freu mich auf

die Cross Pollination beim Principal

Bootcamp.“ Der Berliner: „Mann ej,

ick kann et kaum erwarten, det wa

uns im Führungsfritzen-Ferienlager

wieder jejenseitich befruchten.“

Klingt etwas seltsam, trifft aber genau

den Kern.

Kemal Karabulut, Sprecher

der Kreuzberger Dersim

Kultur Gemeinde SABINE GUDATH

Kreuzbergwärenicht Kreuzberg,

wenn es an sich selbst

genug hätte.Esmuss schon

gelegentlich Weltpolitik

sein.Waswaren das für Zeiten, als der

Oranienplatz Camp für etwa 500

Flüchtlinge und Aktionsfeld für linke

Unterstützergruppen war. Oder die

Gerhart-Hauptmann-Schule Zuflucht

einer unübersichtlichen Menschengruppe,die

mit teils erpresserischen

Mitteln versuchten, dem Staat

ihrenWillen aufzuzwingen. Allein der

Wachschutz für die zweckentfremdete

Schule kostete den Bezirk 3,9

Millionen Euro,die für die eigentliche

kommunale Arbeit fehlten.

Aber wie gesagt: Das Größere

drängt in den Kiez. Fakten sprechen

für größeres Denken: 53 Prozent der

Kreuzberger aller Geschlechtsvarianten

haben Migrationshintergrund.

Menschen aus mehr als 180 Ländern

leben hier dicht beieinander.IhreGeschichte

migrierte mit, und das hat

eben Folgen.

„Wir wollen Anerkennung“

Türkische Soldaten und Bewohner

der Region Dersim, die 1938 zur Deportation

zusammengetrieben wurden.

Vonden bis zu drei Millionen

heutigen Dersimstämmigen leben

ein Drittel weiter in der Region, ein

Drittel an anderen Orten in der Türkeiund

ein Drittel in Europa.

DERSIM ZAZA PLATFORMU

gen Bewohner der Bergregion Dersim

„zu züchtigen und zu deportieren“.

AmTag darauf begann die Gewalt,

Anlass war ein Aufstand einiger

Stämme.UmWiderstandsherde auszulöschen,

sollten die bewaffneten

Aufständischen, die sich gegen die

Türkisierung gewehrthatten,„an Ort

und Stelle endgültig unschädlich“

gemacht, ihre Dörfer zerstört und

ihreFamilien fortgeschafft werden.

VomSommer 1937 an brannten

Bodentruppen Dörfer nieder und erschossen

Zivilisten zu Tausenden.

Die Luftwaffe bombardierte die Ge-

Jeder trage

des anderen

Geschichte

Kreuzberg bekommt ein Denkmal für ein Massaker,das Türken vor 80 Jahren

in der anatolischen Region Dersim verübten. Ein erstes Exempel für

eine neue postnationale Erinnerungskultur

VonMaritta Tkalec

Kemal Karabulut steht beispielhaft

für die Debatte um eine neue Gedenkkultur,

die vom migrationsfreundlichen

Kreuzberg ausgeht.

Den Mann treibt die Geschichte seiner

Leute um: Es ist die Geschichte

eines Massakers in der anatolischen

Region Dersim. 1937/38 ermordeten

türkische Soldaten dort60000 Menschen.

Heute leben nach eigenen

Angaben 40 000 Dersimer in Berlin,

200 000 in Deutschland. Die ersten

kamen als eingeladene Gastarbeiter

in den 60er-Jahren. 82 Jahresind seit

dem Massaker vergangen; es war einer

der schrecklichsten Massenmorde,die

der türkische Staat an seinen

Bürgernverübte.Viele der Berliner

Dersimer tragen das Trauma mit

sich, und Kemal Karabulut sagt: „Wir

wollen mit unserer Geschichte von

der hiesigen Gesellschaft anerkannt

und wahrgenommen werden.“

Der würdevolle Herr von 60Jahren

ist Sprecher der Kreuzberger

Dersim Kultur Gemeinde e. V. und

Vize-Vorsitzender der Föderation

der Dersim Gemeinden in Europa.

As 17-Jähriger kam er zum Studieren

nach Deutschland aus Tunceli,

Hauptstadt der mehr als 3000 Kilometer

von Berlin entfernt gelegenen

Provinz. Diedarfnicht mehr Dersim

heißen. Der Name soll vergessen

werden, weil er an das Verbrechen

erinnert. Statt Dersim soll man seit

1937 Tunceli sagen –„Eiserne Faust“.

So will es der türkische Staat.

Einerseits sind die Verbrechen

von Dersim international kaum bekannt,

andererseits gelingt das verordnete

Vergessen nicht. Weil es

Leute wie Kemal Karabulut gibt, lebt

die Erinnerung gerade in Kreuzberg

weiter und bewirkt jetzt einen einmaligen

Vorgang: DieBezirksverordnetenversammlung

(BVV) Friedrichshain-Kreuzberg

beschloss am

27. März 2019, im Bezirk ein Denkmal

für die Opfer des Dersim-Massakers

errichten zu lassen. Deutsche

Verantwortung oder Beteiligung ist

zur Begründung des Beschlusses

nicht angeführt. Es handelt sich um

die ArtVerbrechen, wie sie in vielen

Ländern immer wieder verübt wurden

und werden –auf dem Balkan, in

Vietnam, Ruanda oder Burma.

2015 hat die Dersimer Kultur-Gemeinde

den Denkmalantrag eingereicht.

Ihr geht es um einen würdevollen

Ort, an dem alljährlich am Gedenktag

des Verbrechens, dem 5.

Mai, die Trauernden zusammenkommen,

um ihrer Toten und ihrer

zerstörten Kultur zu gedenken.

Am 4. Mai 1937 hatte die Regierung

des Gründers der modernen

Türkei, des säkularen Staatspräsidenten

Kemal Atatürk, beschlossen,

die aus ihrer Sicht rückständigen, im

Feudalen verhafteten, widerspenstibiete,

wo Einwohner Widerstand

leisteten. Ihsan Sabri Calayangil, ein

türkischer Staatskommissar, der die

Massaker organisierte, Anführer des

Widerstands aufhängen ließ und in

den 60erntürkischer Außenminister

wurde, protzte später: „Wir haben

die Dersimer in ihren Verstecken wie

die Mäuse vergast.“ DerSatz soll später

noch eine Rolle spielen.

1938 war die „Säuberung“ beendet.

Die Modernisierer aus Ankara

hatten gezeigt, wozu sie fähig waren,

um mit dem Alten zu brechen. In einer

neuen Republik der „Zivilisierten“

sollten es nur noch Türken geben.

In diesem Geiste der ethnischen

Homogenisierung handelten auch

die damalige deutsche und die sowjetische

Regierung.

Nicht türkisch, nicht kurdisch

Kemal Karabulut kocht erst einmal

erstklassigen Kaffee, bevor er in seinem

schlicht eingerichteten Büroim

Ankara

Zypern

Vereinshaus am Kreuzberger Waterloo-Ufer

nahe dem Halleschen Tor

gerne und ausführlich Dersimer-Geschichte

erzählt. Dergraffitiübersäte

Flachbau dient der Dersim-Gemeinde

als Anlaufstelle für „Menschen,

die sich zur Kirmanc/Zaza-

Kultur zugehörig fühlen“, so steht es

im Informationsblatt des Vereins.

Zaza ist eine eigenständige,mit dem

Altpersischen verwandte Sprache,

keine kurdische. Kirmanc ist ein anderer

Name für das Zazaische. Der

Hinweis auf die Besonderheit will sagen:

Wir sind weder Türken noch

Schwarzes Meer

ehemalige Region Dersim

TÜRKEI

SYRIEN

Tunceli

100 km

GEORGIEN

ARMENIEN

IRAK

IRAN

BLZ/HECHER

zenswunsch nach einem eigenen

Denkmal nicht umstandslos bejahen?

Warum sollte man skeptisch

sein, wenn der Bezirk ein öffentliches

Grundstück zurVerfügung stellt

und sich um die Finanzierung des

Denkmals kümmert? 80 000, vielleicht

100 000 Euro soll es kosten,

schätzt Kemal Karabulut und sieht

kein Problem: „Wir zahlen seit Jahrzehnten

hier Steuern, haben Anteile

an öffentlichen Geldern.“ Dem Argument,

dass da viele Zuwanderergruppen

mit Geschichten von Gewaltexzessen

ähnliche Ansprüche

Kurden. Ihre spezielle Kultur pflegen

viele der Dersim-Berliner mit Hingabe.

Sie besuchen im Vereinshaus

dieVolkstanzgruppe,singen im Chor

Lieder der alten Heimat, lernen

Deutsch oder Zaza, feiern im Saal

ihreFeste.

Weltweit zählen sich etwa drei

Millionen Menschen zu der ethnisch-religiösen-sprachlichen

Gemeinschaft.

Sie hängen an ihrem

alevitischen Glauben, stehen wie eh

und je in Opposition zum in der Türkei

herrschenden sunnitischen Islam.

Aleviten halten keinen Ramadan,

sondernfasten drei Tage zu Ehrendes

heiligen Xizir,der als freundlicher,

weißbärtiger alter Mann

imaginiert wird. Sie feiern eine Art

Weihnachten, das Gagan-Fest.

Frauen gehen nicht unterm Kopftuch.

„Wir kennen viele Götter –des

Hauses, der Tiere, der Pflanzen …“,

sagt Kemal Karabulut. Sympathische

Leute.Warum sollte man deren Hererheben

könnten, begegnet er weitherzig:

„Wenn Leute hier leben, haben

sie das Recht auf Gedenken. Da

muss der Staat entgegenkommen.

Und wenn andere Bevölkerungen

ein solches Trauma mit sich tragen,

sollen sie innere Ruhe finden.“ Aber

man solle auch nicht übertreiben.

Muss die BBVPartei ergreifen?

Gegenargumente führte Timur Husein,Vorsitzender

der CDU-Fraktion

der BVV Friedrichshain-Kreuzberg,

bei einer Sitzung des Kulturausschusses

an. Er hat nichts dagegen,

den Dersimern ein Zeichen der Anerkennung

zu senden, aber müsse

der Staat eine einzelne Gemeinde

unterstützen? Müsse die BVV Partei

ergreifen in einem Konflikt, der „vor

langer Zeit außerhalb unseres

Landes stattfand“? Damit sei die BVV

überfordert. Selbstverständlich

könne die Gemeinde auf einem eigenen

Grundstück jede Artvon Gedenken

ausüben. Allerdings besitzt sie

das Grundstück nicht, auf dem das

Gemeindehaus steht. Es ist vom Bezirk

gepachtet. Wie Husein in der

Antwortauf eine Anfrage an die BVV

erfuhr, zahlt die Gemeinde für 1372

Quadratmeter monatlich 205,30

Euro Pacht, 15 Cent proQuadratmeter.

Im Beschluss der BVV heißt es,

das Denkmal solle „anöffentlich gut

begehbarer und sichtbarer Stelle in

der Nähe der Dersimer Gemeinde“

entstehen. Die CDU-Fraktion

stimmte dem Antrag in der BVV

nicht zu.

DemBeschluss war eine politisch

heiße Debatte vorausgegangen. Der

ursprüngliche Antragstext hatte

nämlich die Dersim-Massaker als

„Völkermord“ bezeichnet. Kemal

Karabulut findet, Völkermordsei genau

das richtige Wort für „Tertele“,

wie die Dersimer das Verbrechen

nennen. Man könnte es auch mit

„Große Katastrophe“ übersetzten.

Alle Kriterien, mit denen die Unoeinen

Völkermord definiert, träfen zu,

sagt Karabulut.

Die Sprengkraft des Begriffs ist

enorm. Das weiß man von den Armenien-

oder Herero-Debatten her.

Als der Bundestag 2016 in einer Resolution

die osmanischen Verbrechen

von 1915/16 in Armenien als

Völkermord bezeichnet hatte, tobten

der türkische Präsident und die

Volksseele. Eine Krise zwischen beiden

Ländern folgte. Aus dem Kreuzberger

Antrag verschwand schließlich

die maximale Provokation.

Türkisch-nationalistischen Vertretern

in Berlin reicht das bloße

Denkmal-Ansinnen für wütende Reaktionen.

Als der Antrag gestellt

wurde, drohte Bekir Yilmaz, Unternehmer

und einflussreicher Vorsitzender

der Türkischen Gemeinde

Berlin ,mit Protest„auf Volksebene“.

Kein Wunder,dass die türkische Botschaft

gegen das Projektwühlt.


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 11 *

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Berlin

Aus ihren Dörfern

vertrieben: Mädchen

von Dersim 1938.

TÜRKISCHE ARMEE/DÜNYA BÜLTENI

VON DER HITZE ZUR WELLE.

Jetzt von Berlin nach Mallorca

oder zuvielen weiteren Strandzielen.

Für das Dersim-Massaker hat

sich Erdogan 2011 entschuldigt –

auch das politisches Kalkül: Auf Kemal

Atatürk, den weltlichen Staatsgründer,

kann die religiös gesinnte

heutige Führung leicht alle Verantwortung

abschieben –hin zur heutigen

kemalistischen Opposition. Die

türkische Nationalversammlung berief

tatsächlich eine Kommission zur

Aufarbeitung der Massaker ein –

doch die Archive, in denen mutmaßlich

mehr als 200 000 Dersim-Dokumente

lagern, bleiben für unabhängige

Forscher verschlossen.

Palästinensische Terroristin zu Gast

Auch Forderungen nach Schadenersatz,

Rückbenennung der Provinz in

Dersim, Errichtung eines Museums

für Menschlichkeit im Zentrum von

Dersim/Tunceli bleiben in der Türkei

unerhört. Ebenso wie die nach

Erhalt der Zaza-Sprache, einem

Stopp für den Bauvon acht naturzerstörenden

Staudämmen in einem

Nationalpark, nach Einstellung von

Militärmanövern, die immer wieder

Waldbrände auslösen.

Anders im Deutschen Bundestag:

Zu Abgeordneten der Partei Die

Linke verfügt die Dersim Gemeinde

über beachtliche Verbindungen. Politiker

mit kurdischem Hintergrund

nehmen sich gerne solcher Anliegen

an. Am 3. März2019 reichte die Fraktion

eine streng formulierte Kleine

Anfrage an die Bundesregierung

zum Dersim-Massenmordein. Frage

7dreht sich um das heikle Thema der

Anerkennung als Völkermord.

Die Bundesregierung antwortet

trocken, meist mit dem Hinweis,

man möge Fakten selber recherchieren,

oder mit dem Satz: „Es liegen

keine eigenen Erkenntnisse vor.“Kemal

Karabulut gefällt die Kleine Anfrage

aus ganz eigenen Gründen

nicht: „Wir haben hier im Dersimer

Gemeindevorstand die Fragen für

die Kleine Anfrage gesammelt, besprochen

und dann an die Linksfraktion

weitergeleitet, doch die übernimmt

die Positionen der kurdischen

Seite“, sagt er. Essei nämlich

so, dass die Kurden ein Großkurdistan

wollten und die Dersimer einfach

in ihre Sache hineinzögen. Sie

würden zum Beispiel als „Bergkurden“

bezeichnet, so wie einst die

Türken alle Kurden zu „Bergtürken“

umlogen. „Wir sind aber keine Kurden“,

sagt Karabulut. „Wir fühlen

uns vonden Kurden vereinnahmt.“

Brisant ist auch Frage 10 der Anfrage.

Hier wollen die Linken wissen,

ob die türkische Armee 1937/38

„Waffen oder Rüstungsgüter aus

Deutschland“ einsetzte. Mit anderen

Worten: WarDeutschland doch verwickelt?

Kemal Karabulut zeigt als Beleg

ein angebliches Geheimdokument

vor, unterzeichnet von Atatürk

persönlich und zwölf seiner Minister,

was den Eindruck von Geheimhaltung

schmälert. Laut vorgelegtem

Text wirdder türkische Botschafter in

Berlin beauftragt, 20 Tonnen Chemikalien,

„Yperit, Saire, Chloracetophen“,

samt Umfüllanlagen zu beschaffen.

Yperit ist Senfgas, mit

„Saire“ könnte der Kampfstoff Sarin

gemeint sein, Chloracetophen wird

als Tränengas eingesetzt. Es gibt keinen

Beleg für die Echtheit des Papiers,viel

weniger einen Beleg für das

Zustandekommen eines Giftgasgeschäfts

–wohl aber den Verweis auf

den zeitgenössischen Satz, man habe

die Leute „wie Mäuse vergast“. Andererseits:

Überrascht wäreman nicht.

Überraschungen bietet allerdings

auch die freundliche Kreuzberger

Kulturgemeinde: Mitten in die Zeit

intensiver Bemühungen um ihr

Denkmal platzte die Nachricht, im

Vereinshaus werdeam15. März2019

die wegen Terrorismus verurteilte

Palästinenserin Rasmeah Odeh auftreten.

Die Frau hatte in einem Jerusalemer

Supermarkt zwei Studenten

mit Bomben getötet und sollte nun

über „Palästinensische Frauen im

Befreiungskampf“ sprechen.

Wie kommt es, dass sich die Dersim

Gemeinde als Bühne für militante

Antisemiten hergibt, das

Ganze organisiert von weitbekannten

antisemitischen Organisationen,

„Seit 60 Jahren leben Dersimer in Berlin.

Das Massaker in der Region war eine

große Katastrophe. Wir wollen der ganzen

Welt sagen, dass sich so etwas niemals

wiederholen darf.“

Kemal Karabulut Sprecher der Dersim-Kulturgemeinde Berlin e.V. vor dem Kulturausschuss

der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg

zum Beispiel der als Terrororganisation

klassifizierten, aber in Deutschland

nicht verbotenen PFLP?

Kemal Karabulut versichert, man

habe keine Ahnung gehabt. Manvermiete

den Saal gelegentlich, und palästinensische

Familien, die ihn

mehrfach für Verlobungsfeiern genutzt

hatte, wollten nun den Internationalen

Frauentag begehen. Er

selber habe erst nach dem großen

Medienaufruhr mit der Zeitung in

der Hand den Namen Rasmeah

Odeh gegoogelt. Karabulut sagt, die

Gemeinde habe die Veranstaltung

von sich aus abgesagt. Die andere

Version lautet: Die zuständigen Behörden

verhinderten den Auftritt im

letzten Moment, verboten der Terroristin

politische Betätigung und entzogihr

das Schengenvisum.

Einunangenehmes Thema für die

auf ein friedfertiges Bild bedachte

Kulturgemeinde. Angenehmer ist es,

über den Fortgang in der Denkmalfrage

zu reden. Am 24. Oktober lädt

das Kreuzberger Kulturamt die Gedenktafelkommission

und die Kommission

für Kultur im öffentlichen

Raum zur Detailbesprechung ein.

Stéphane Bauer, Leiter des Fachbereichs

Kultur und Geschichte,dämpft

allerdings die Erwartungen. Eine Finanzierung

des Denkmals durch den

Bezirk sieht er nicht. Wer sonst

könnte zahlen? Die Senatskulturverwaltung?

Spender? Manwirdsehen.

Auch zum Standort gibt es keine

Entscheidung. In der Nähe des Vereinshauses

solle es stehen, heißt es

auch im BVV-Beschluss. Das Pachtgrundstück

der Dersimer misst 1372

Quadratmeter, davon 771 bebaute.

Dahinter liegt eine Grünanlage, auf

der allerdings der Neubau der Zentral-

und Landesbibliothek stehen

soll. Findet sich da ein Plätzchen?

Kemal Karabulut hofft, dass der

Gemeinde ein Grundstück geschenkt

wird. Dann soll es einen

Künstlerwettbewerb für die Gestaltung

des Denkmals geben. Ein Vorschlag

für den Denkmaltext ist mit

den Behörden abzustimmen. Wenn

es da nicht noch einmal zum Konflikt

kommt. Taucht das Wort „Völkermord“

wieder auf? Und wer setzt

die ganze Sache praktisch wie um?

Werträgt die Verantwortung?

Als im März der Kulturausschuss

den Bezirksverordneten (ohne die

CDU-Stimmen) die Befürwortung

des Denkmals empfahl, merkte eine

Mitarbeiterin der Verwaltung sorgenvoll

an, man könne hier keine

historische Aufarbeitung leisten, die

in der Türkei brachliege. Stéphane

Bauer fragte sich, wie man verhindern

könne, dass eine bloße Kranzabwurfstelle

entsteht. Das Grünflächenamt

äußerte sich irritiert, weil

es nicht ahnte, welche Aufgaben da

auf die Mitarbeiter zukommen.

Erweitertes Denkmalaufstellen

Erweiterung des Berliner Erinnerungsraumes,

eine neue postnationale

Erinnerungskultur –darin soll

der höhere Sinn des Ganzen liegen.

Betrachtet man den Zustand von

Denkmalen wie die „Menschenlandschaft

Berlin“, sieht man, dass Kreuzberg

das einmal Hingestellte nicht

mag:VieleObjekte stehen beschmiert

und bemitleidenswertda. Unwürdig.

Die Skulptur „Unsere Träume“ aus

weißen Carraramarmor,einst der migrantischen

Jugend gewidmet, wurde

2006 in der Denkmalliste als „beschmiert,

verschmutzt, veralgt“ beschrieben,

und 2017 aus dem Böcklerpark

„geräumt“, ohne auch nur

den Urheber zu informieren.

Es will einfach nicht zusammenpassen,

die alltägliche kommunale

Pflicht, den Bezirk lebenswert für

alle Gruppen zu halten – und die

Lust am Globalen. Undesgibteinen

weiteren Grund für Skepsis: Mit den

Dersimern fängt das erweiterte

Denkmalaufstellen an. Was kommt

als nächstes? Ein Denkmal für die

„palästinensischen Opfer Israels“?

Maritta Tkalec

beobachtet ein Experiment,

das nicht ohne Risiken ist.


12 * Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Berlin

Amri-Video an

Abgeordnete

übergeben

Politiker kritisiert

Kooperation mit Behörden

Der

Bundestagsabgeordnete

Konstantin von Notz (Bündnis

90/Die Grünen), Mitglied des Amri-

Untersuchungsausschusses, kritisiert

die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden

mit dem Bundestagsuntersuchungsausschuss.

Anlass ist ein Video, das am 19.

Dezember 2016 unmittelbar nach

dem Anschlag vonAnis Amriauf den

Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche

entstanden ist. Der 34Sekunden

lange Film wurde vom gegenüberliegenden

Einkaufszentrum

Bikini-Haus mit einem Handy gedreht.

DasVideo, das dem RBB und

dem Politikmagazin Kontraste exklusiv

vorliegt, wurde bereits im

März 2018 vom Untersuchungsausschuss

angefordert. Doch erst seit

Anfang August haben die Abgeordneten

die Möglichkeit, dieses und

weitereVideos einzusehen.

Im Interview erklärt von Notz:

„Wir haben die Videos und anderes

Beweismaterial bereits vor langer

Zeit eingefordert. Dass das erst jetzt

kommt, irritiert maximal.“ Den Sicherheitsbehörden

ist das Material

bereits seit Dezember 2016 bekannt.

Die Aufnahmen zeigen den Tatort,

kurz nachdem der LKW zum Stillstand

gekommen und Anis Amri geflohen

ist. Zu sehen sind sowohl Personen,

die sich im unmittelbaren

Umfeld des LKW befinden, als auch

weitere Personen, die sich Richtung

Bahnhof Zoobewegen.

Das Bundeskriminalamt hat bislang

voneiner technischen Aufbereitung

der Aufnahmen abgesehen, wie

die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Die Aufnahmequalität sei, bedingt

durch die schwachen Lichtverhältnisse

zum Zeitpunkt der Aufnahme,

zu schlecht und eine wie auch immer

geartete Verbesserung oder Aufbereitung

nicht möglich. Auch hätten

sich aus den Aufnahmen „keine

wesentlichen verfahrensrelevanten

Erkenntnisse oder Ermittlungsansätzeergeben“.

VonNotz kritisiertden bisherigen

Umgang der Sicherheitsbehörden

mit dem Video und fordert eine kriminaltechnische

Aufarbeitung der

Aufnahmen. „Wir haben den Eindruck,

dass man vonseiten der Ermittlungsbehörden

versucht, so wenig

Steine wie möglich umzudrehen,

weil man Sorgehat, das man darunter

etwas finden kann.“

Außerdem wurde ein weiteres Video

öffentlich. Es zeigt den Terroristen

Amri auf dem Wegzur U-Bahn

im Bahnhof Zoologischer Garten. Er

nähert sich langsam der Überwachungskamera,

die an der Decke befestigt

ist. Er streckt den rechten Zeigefinger

in die Höhe als Zeichen des

IS und verschwindet. (BLZ)

Für 583 Millionen Fahrten wurde die Berliner Untergrundbahn im Jahr 2018 genutzt, 2007 waren es noch deutlich weniger –473 Millionen.

Nächste Runde im U-Bahn-Streit

Kammergericht verhandelt im November über die Beschwerde von Alstom. Washeißt das für die Fahrgäste?

VonPeter Neumann

Können die Berliner nun

doch noch in absehbarer

Zeit auf neue U-Bahnen

hoffen? Im Streit um die

Auftragsvergabe kommt es früher als

gedacht zu einem ersten Gerichtstermin.„Es

ist mit einerVerhandlung

noch in diesem Jahr zu rechnen“,

sagte Claudia Wyes-Scheel, Sprecherin

des Kammergerichts. Dem Vernehmen

nach steht auch schon fest,

wann sich die Kontrahenten in dem

prachtvollen Gerichtsgebäude am

Schöneberger Kleistparktreffen werden:

am 15. November, hieß es. Bislang

war erwartet worden, dass es

erst im nächsten Jahr soweit ist.

Es gibt aber auch eine weniger

gute Nachricht für die Berliner U-

Bahn-Fahrgäste, die in immer volleren

Zügen schwitzen müssen –und

darauf hoffen, dass die Flotte endlich

erweitert wird. Die Berliner Verkehrsbetriebe

(BVG) dürfen den geplanten

Auftrag weiterhin nicht erteilen,

hieß es. Das Gericht habe die

Beschwerde, die der deutsche Ableger

des französischen Bahnherstellers

Alstom eingelegt hatte,mit einer

aufschiebende Wirkung versehen.

Damit liegt die Auftragsvergabe

unverändertauf Eis. Derursprüngliche

Plan, wonach die ersten Züge

noch 2021 geliefert werden sollen,

lässt sich nicht mehr verwirklichen.

23 Prozent mehr Fahrgäste

Es geht um die größte Beschaffung in

der Geschichte der BVG. Die U-

Bahn-Flotte, die ein Durchschnittsalter

von 28Jahren hat, muss dringend

verjüngt werden. Außerdem

sind in der wachsenden Metropole

Berlin größere Kapazitäten im Nahverkehr

erforderlich. Neue U-Bahnen

müssen also her. Umein Unternehmen

zu finden, das sie baut, startete

die BVGEnde 2016 ein Vergabeverfahren

– reichlich spät, wie

Beobachter anmerkten. Erst ging es

um 1050 Wagen, später um 1500.

In diesem Frühjahr entschied das

Landesunternehmen, dass Stadler

Pankow das beste Angebot einge-

Linie 300 verkürzt: Seit Freitagmittag fährt

der 300er-Bus nicht mehr zur Warschauer

Straße, sondernendet am Ostbahnhof.

WegenTrennelementen, sogenannten „Leitboys“,

könne die Endstelle aktuell nicht angefahren

werden, sagte ein BVG-Sprecher.

BVG WIRD AUSGEBREMST

reicht hat und den mittlerweile mit

mehr als drei Milliarden Euro kalkulierten

Großauftrag erhalten soll.

Doch Alstom rügte die Entscheidung

und zog vor die Vergabekammer

Berlin, die zur Verwaltung von

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop

(Grüne) gehört. Dort wurde der

Nachprüfungsantrag zurückgewiesen.

Gegen diese Entscheidung hat

Alstom nun beim Kammergericht

„sofortige Beschwerde“ eingereicht.

Viele Fahrgäste fragen sich: Wie

lange wird sich die Lieferung der

neuen U-Bahnen verzögern? „Das

Desaster für die Fahrgäste ist da“,

twitterte Jens Wieseke, Sprecher des

Fahrgastverbands IGEB. Der Senat

müsse unverzüglich vonder BVGEr-

satzkonzepte für die U-Bahn fordern.

Im vergangenen Jahr wurde die

Berliner Untergrundbahn bereits für

583 Millionen Fahrten genutzt, elf

Jahre vorher waren es 473 Millionen

–eine Zunahme um 23 Prozent.

DerAufwärtstrend ist ungebrochen.

Weiterhin fragen sich Beobachter,

warum Alstom gegen die geplante

Auftragsvergabe vorgeht –und sich

GegenFalschparker: Die Trennelemente waren

montiertworden, damit kein Auto mehr

auf den Radfahrstreifen parken kann. Dafür

werde nun der Nahverkehr behindert, so der

Fahrgastverband. „So wird die Verkehrswendezur

Farce“, so Sprecher Jens Wieseke.

damit den Zorn von Berlinern einhandelt,

die auf neue Züge warten.

VomUnternehmen selbst ist dazu

nichts zu erfahren. „Zu laufenden

Verfahren äußernwir uns nicht“, bekräftigte

Tanja Kampa, Sprecherin

der Deutschland-Zentrale in Salzgitter.

Geht es vor allem um einen Pro-

Forma-Protest, der den Aktionären

und der Pariser Zentrale zeigen soll,

dass alles versucht worden ist? Oder

gibt es wirklich substanzielle Kritik

am Vergabeverfahren der BVG?

Bereits während des Verfahrens

gab es Gelegenheit, Bedenken zu äußern.

Derdritte Bewerber um den U-

Bahn-Auftrag, ein Konsortium von

Siemens und Bombardier, nutzte

diese Möglichkeit. Dem Vernehmen

IMAGO IMAGES

nach kritisierte das Duo, dass die

BVG die Lieferanforderungen häufig

geändert habe. „Vordem Kammergericht

muss Alstom nun neue Gesichtspunkte

geltend machen. Ich

frage mich, worum es sich dabei

handeln könnte“, gab ein Vergaberechtsexpertezubedenken.

1,8 Millionen Euro Kosten

Die Gerichts- und Anwaltskosten

können für ein großes Unternehmen

wie Alstom dagegen kein entscheidendes

Hindernis sein. Dass der

Streitwertindiesem Fall solide zehnstellig

ist, spielt keine Rolle: Die Bemessungsgrenze

für die Verfahrenskosten

liegt bei 30 Millionen Euro.

„Für beide Instanzen, vor der Vergabekammer

und dem Kammergericht,

muss Alstom mit 1,8 Millionen

Euro rechnen“, sagte der Experte.

Kein Beobachter wagt derzeit

eine Prognose, wie das Gerichtsverfahren

ausgeht. Diefür die Fahrgäste

schlechteste Variante wäre, wenn die

BVG das Vergabeverfahren neu aufrollen

müsste. Dann würde sich die

Auftragsvergabe um mindestens

zwei Jahreverzögern.„Es kommt immer

wieder vor, dass Vergabeverfahren

nach einer solchen Beschwerde,

wie sie Alstom erhoben hat, von Gerichtengekippt

wurden“, hieß es.

Es ist aber auch möglich, dass der

Streit noch 2019 endet –und die BVG

dieZügebestellen kann. In demLandesunternehmen

hält man sich bedeckt.

„Wir müssen abwarten“, sagte

die BVG-Sprecherin PetraNelken.

Peter Neumann

hofft, dass die Bahnen bald

bestellt werden können.

POLIZEIREPORT

Lokal überfallen.

Ein23-Jähriger hat in der Nacht

zum Freitag in der Pariser Straße in

Wilmersdorfein Lokal überfallen.

Er bedrohte den 21 Jahrealten Mitarbeiter

mit einer Gabel und forderte

Geld. Als der Mitarbeiter das

ablehnte,schlug der Räuber ihm ins

Gesicht. Dann stahl er eine Flasche

Schnaps und verließ das Lokal. Polizisten

des Abschnitts 26 nahmen

den Täter kurzdarauf in der DuisburgerStraße

fest.

Kleintransporter brannte.

In der Nacht zum Freitag brannte ein

Kleintransporter in Hellersdorf. Eine

Anwohnerin hörte kurzvor Mitternacht

einen Knall und entdeckte

daraufhin einen in Flammen stehenden

Opel Vivaro in der Eisenacher

Straße.Die Feuerwehr löschte das

brennende Auto einer Abwassertechnikfirma.

Durchdie Hitzeeinwirkung

wurde auch ein vordem

Kleintransporter parkender VW beschädigt.

DiePolizei geht vonBrandstiftung

aus.Hinweise auf ein politisches

Motiv hat die Polizei nicht.

Autoeinbrecher gefasst.

Polizisten des Abschnitts 13 haben

während ihrer Streife in der Nacht

zum Freitag in PankowdreiAutoeinbrecher

geschnappt. Gegen 1.30

Uhrhatten die Männer im Alter von

21, 33 und 34 Jahren an zwei Handwerkerfahrzeugen

hantiert, einem

Peugeot Boxer in der Kissingenstraße

und einem Mercedes Vito in

der Binzstraße.Auf beiden Fahrzeugen

lagerten hochwertige Werkzeuge.Das

vermeintliche Fluchtfahrzeug

der Männer wurde sichergestellt.

Diedreimutmaßlichen Täter

wurden in ein Polizeigewahrsam

gebracht und sollen einem Haftrichter

vorgeführtwerden.

Feuer in Wohnung.

In der Zingster Straße in Hohenschönhausen

ist in der Nacht zum

Freitag eine Wohnung im siebten

Stock eines elfgeschossigen Wohnhauses

ausgebrannt. EinAnwohner

des Hauses aus der fünften Etage

hatte einen ausgelösten Rauchmelder

gehörtund bemerkten Rauch im

Hausflur.Der Zeuge informierte die

Mitbewohner.Sie verließen ihre

Wohnungen selbstständig. Verletzt

wurde niemand. DieBrandursache

ist noch nicht geklärt. (ls.)

45 Feuerwehrleute waren nötig,umden

Brand zu löschen.

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Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 13 *

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Berlin

A10 gesperrt:

Arbeiten an

Brücke

Umleitungen auf dem

nördlichen Berliner Ring

Autofahrern stehen wieder harte

Tage bevor: Wegen Brückenarbeiten

wird der nördliche Berliner

Ring vonSonnabendnachmittag (16

Uhr) bis Montagmittag zwischen

den Anschlussstellen Birkenwerder

und Mühlenbeck komplett gesperrt.

Wie die Verkehrsinformationszentrale

am Freitag mitteilte,

wirdder Verkehr umgeleitet.

Die Ersatzstrecke führt den vom

Autobahndreieck Havelland kommenden

Verkehr auf der Autobahn

10 in Richtung Prenzlau/Frankfurt/Oder

ab der Ausfahrt Birkenwerder.Über

Borgsdorfund Lehnitz

sollen die Verkehrsteilnehmer zur

Anschlussstelle Wandlitz auf die Autobahn

11 geleitet werden.

Der vom Autobahndreieck Pankow

kommende Verkehr in Richtung

Hamburg/Rostock auf der A10

soll an der Ausfahrt Mühlenbeck

abgeleitet und von dort über

Summt, Lehnitz und Borgsdorf zur

Auffahrt Birkenwerder geleitet werden.

Die A10 und die A24 zwischen

dem Dreieck Pankow und der Anschlussstelle

Neuruppin gehören

laut Verkehrsinformationszentrale

zu den meistbefahrenen Strecken

der Hauptstadtregion. Sie werden

bis 2022 unter laufendem Verkehr

ausgebaut und erneuert.

(dpa)

Kopfschuss im Park

Am Mittags erschießt ein Radfahrer einen Mann im Kleinen Tiergarten. Das Motiv ist noch unklar

VonPhilippe Debionne und

Andreas Kopietz

Im Kleinen Tiergarten ist am

Freitagmittag ein Mann erschossen

worden. Die Identität

des Opfers teilten die Sicherheitsbehörden

bis zum Abend nicht

mit. DerSchützeflüchtete.Erwar gegen

12 Uhr auf einem Fahrrad dem

Opfer entgegengefahren. Als er nahe

genug war, zog er eine Pistole und

richtete sein Opfer hin. DerMann war

auf der Stelle tot. Zeugen alarmierten

die Polizei. Die Staatsanwaltschaft

bestätigte am späten Nachmittag die

Festnahme einer Person.

Auch Oberstaatsanwalt Ralph

Knispel, der als Fachmann bei Ermittlungen

gegen die Clan-Kriminalität

gilt, war am Tatort. Dies könnte

darauf hindeuten, dass es sich um

eine Tataus dem Bereich der organisierten

Kriminalität handelt. Staatsanwaltschafts-Sprecher

Martin

Steltner sagte hingegen, Knispel sei

als Bereitschafts-Staatsanwalt Freitag

zuständig gewesen. „Das war ein

ganz normaler Vorgang.“

.

Drohne eingesetzt

Bereits kurznach der Tatwar die Polizei

mit einem Großaufgebot an Ort

und Stelle, sperrte den Tatort nahe

einer Bushaltestelle weiträumig ab.

Anschließend kamen die Spezialisten

der Spurensicherung zum Einsatz.

Miteiner Drohne fotografierten

Kriminaltechniker den Tatort und

dessen Umgebung von oben. Wie in

Polizisten befragen nach der TatimParksofortZeugen.

solchen Fällen üblich kam auch ein

360-Grad-Scanner zum Einsatz. Mit

der modernen 3-D-Technik kann der

exakte Standortdes Schützen ermittelt

werden. Die errechnete Flugbahn

des Geschosses helfe sehr bei

der Spurensuche, hieß es. Umden

Leichnam des Opfers wurde ein

blaues Zelt aufgebaut. Dann begannen

die Männer und Frauen in wei-

CAMCOP MEDIA /ANDREAS KLUG

ßen Anzügen damit, Spuren zu sichern.

Eine Obduktion der Leiche

sollte noch am Freitag stattfinden.

Nach bislang unbestätigten Informationen

soll dem Opfer in den Kopf

geschossen worden sein. Gerüchte,

nach denen es sich bei dem Erschossenen

um einen islamistischen Gefährder

aus Tschetschenien handeln

soll, wurden nicht bestätigt. DerTäter

soll die Waffe, sein Fahrrad sowie

seine Kleidung nach dem Schuss in

die Spree geworfen haben. Die Gegenstände

soll er dem Vernehmen

nach mit einem mit Steinen gefüllten

Sack beschwert haben. Am frühen

Nachmittag wurden dann auch

Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei

sowie Taucher angefordert, die

das Areal vomWasser aus absuchten.

Nach Informationen dieser Zeitung

soll bereits kurznach der Tatein

Mann festgenommen worden sein.

Ob es sich bei ihm um den mutmaßlichen

Schützen handelt, wurde zunächst

nicht gesagt. Offenbar wurde

aber eine größere Menge Bargeld bei

dem Mann gefunden. AusPolizeikreisen

hieß es, der Mord sei möglicherweise

eine TatimDrogen-Milieu.

Drogen-Brennpunkt

Daskönnte sein. In den vergangenen

Jahren hat sich der einst so idyllische

Park am U-Bahnhof Turmstraße zu

einem Drogen-Brennpunkt entwickelt.

Anfangs waren es vor allem

Flüchtlinge aus Afrika, die dort

hauptsächlich Marihuana verkauften.

Mittlerweile gibt es einen regelrechten

Krieg zwischen ihnen und

arabischstämmigen Dealern. Der

Park ist zudem ein Treffpunkt von

Heroin-Abhängigen und Obdachlosen.

Eine Angestellte einer Kneipe an

der Ecke Alt-Moabit/Stromstraße,direkt

am kleinen Tiergarten und dem

U-Bahnhof Turmstraße, sagte, sie

könne weder tagsüber noch nachts

durch den Park gehen, ohne vonDealernangepöbelt

zu werden. (mit ls.)

Angeklagter

lockte Mädchen

in den Keller

Zeugen beschreiben

den Mordverdächtigen

VonUta Eisenhardt

Wedding, Stendaler Straße. Hier

knüpfte Ali K. Kontakte, auch

zu minderjährigen Mädchen. Dieses

Verhalten könnte dem Landgericht

Hinweise auf die Frage geben, ob der

44-Jährige im September 2006 die 14-

jährige Georgine Krüger ermordet

hat.

„Kiffst du? Brauchst du Drogen?“,

fragte K. sie vor etwa zehn Jahren

abends auf der Straße,berichtet Lyubov

F.Sie wohnte damals im selben

Haus. Die knapp Volljährige verbat

sich das,drohte mit der Polizei. K. bot

nun anderen Mädchen an, Geschenke

in seinem Keller abzuholen.

Als sie in Begleitung einer Betreuerin

seinen Keller betrat, erschrak sie.

„Das war ein komplettes Zimmer.“ Eines

mit Teppich, Tisch, Couch und

Fernseher. Dorthin lockte K. im Mai

2011 eine Mitbewohnerin von F., die

damals 17-jährige Nicole K. Er schlug

sie und versuchte, sie zu vergewaltigen.

Natürlich wissen die Zeuginnen

nicht, ob K. etwas mit dem Verschwinden

von Georgine zu tun hat.

Aber ihre Aussagen sind wichtig, um

das zu bewerten, was die verdeckten

Ermittler ab Mitte September dem

Gericht berichten werden. Einem von

ihnen soll K. den Mord geschildert

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14 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Berlin

Berlin ohne Mops ist möglich…

... aber jetzt geben Möpse dem Hauptstadtleben mehr Sinn. Bei einem Hundetreffen geht es auch um das Image eines Tieres, an dem sich die Geister scheiden

VonJutta Schütz

Sie heißen Emma, Bobby,

Pluto,Whisky oder Elvis und

fahren nach Berlin. Zum

Mopstreffen in der Hauptstadt

am Sonnabend kommender

Woche sind rund 240 der kleinen

Hunde aus Deutschland, Dänemark

und der Schweiz angemeldet, wie

der Berliner OrganisatorThomas Zupan

stolz auflistet.

EinMops-Rennen wirdsicherlich

der Höhepunkt. Wie bei einem Marathon

gibt es für die 50-Meter-Strecke

Startnummern, elektronische

Zeitmessung, Zielfotos und einen

Arzt in Bereitschaft. Mehr als 80

Möpse werden nacheinander an den

Start gehen. Nicht nur die Sieger bekommen

Preise. Gewürdigt werden

soll auch der Langsamste.

KurzeBeine, aber fix

Dieses Jahr hat der 61-Jährige schon

vorher eine Träne im Knopfloch:

„Das zehnte Treffen ist das letzte,das

ich organisiere. Danach ist Schluss.“

Zuviel Stress,zuviel Aufwand, meint

der Industriekaufmann. Seit Jahren

managt er zudem als „Hausmann

und Tierpfleger“ –sodie Selbstauskunft

–die Mopstruppe seiner Familie

mit derzeit elf Tieren im Stadtteil

Lichtenrade. Das reiche von der Bananen-Mahlzeit

übers Striegeln und

Welpen-Betreuung bis zum Fleischeinkauf.

„Das ist ein 24-Stunden-

Job.“

Am Mops –kurze Beine, flache

Nase –scheiden sich die Geister.Die

einen finden ihn liebenswert, familientauglich

und possierlich. Zupan

trägt ein Shirt mit einem Abbild seiner

Lieblinge und meint: „Der Mops

ist der Clown unter den Hunden, der

bringt Siemindestens einmal am Tag

Aus dem Volk der Möpse sollen Wundersprinter hervorgehen, die 100 Meter in sechs Sekunden schaffen. 2018 brauchte die Berlinerin Emma 5,866 Sekunden. DPA/VOLKER DORNBERGER

zum Lachen“. Prominenter Mops-

Fan war der Humorist Loriot (1923-

2011).Vonihm stammt der Satz:„Ein

Leben ohne Mops ist möglich, aber

sinnlos.“ Zupan und seine Frau kamen

durch Loriot auf den Mops, ist

zu hören.

Auf der anderen Seite machen

Tierschützer auf Qualzuchten aufmerksam.

Dann seien die Nasen der

Tiere soplatt, dass sie schlecht atmen

könnten. Berlins Tierschutzbeauftragte

Diana Plange sagt der

Deutschen Presse-Agentur, die

Rasse habe durch gedrungenen Körperbau

mit kurzen Schädeln oft Gesundheitsprobleme.

Verengte Nasenlöcher,

Missbildungen an Kehlkopf

und Luftröhre führten sogar zu

Ohnmachtsanfällen.

Solche Spaßveranstaltungen wie

ein Mopsrennen müssten voneinem

Tierarzt beaufsichtigt werden, so

Plange. „Auch bei nicht extremem

Wetter sind die körperliche Fitness

und das Leistungsvermögen speziell

bei Möpsen nicht selten weniger gut

als von den Besitzern eingeschätzt“,

lässt die Tierärztin die Allgemeinheit

wissen.

Zupan räumt ein, dass es Züchtungen

gegen das Tierwohl gebe.

„Wir haben aber gezeigt, dass es gesunde

Möpse gibt, die 50 Meter in

sechs Sekunden laufen können“,

sagt der 61-Jährige zu seinem Anliegen,

das Mops-Image zu verbessern.

Er gehörezudenjenigen, die hervorstehende

Nasen wieder heranzüchteten.

„Der Mops muss atmen können.“

Für das genehmigte Rennen

gebe es Auflagen desVeterinäramtes,

so müssten die Tiere geimpft sein

und einen Mikrochip haben, zeigt

Zupan amtliche Schreiben. Nicht

nur in Berlin treffen sich Freunde

und Halter des Mopses.Auch in Süddeutschland

gibt es solche Zusammenkünfte.

Mopshündin Emma, in Berlin

dreimalige Gewinnerin der vergangenen

Jahre, werde wohl nicht an

den Start gehen, lässt der Organisator

wissen. Ihr gehe es gesundheitlich

nicht so gut. 2018 hatte sie in

5,866 Sekunden über 50 Meter die

Konkurrenz hinter sich gelassen und

einen Pokal bekommen. Für Zupan

war die Altdeutsche Mopshündin

der „Usain Bolt der Möpse“.

Fressbremse einbauen

Nach Angaben des Vereins Deutscher

Mopsclub stammt die Rasse

mit dem faltigen Gesicht aus China,

Belege dafür gebe es seit dem 9. Jahrhundert.

Wieder Mops nach Europa

kam, sei aber nicht geklärt. Nachgewiesen

sei er hier seit Beginn des 15.

Jahrhunderts. Der Hund sei ein Luxusgeschöpf

an Fürstenhöfen gewesen,

im 18. Jahrhundert habe es einen

regelrechten Mops-Kult gegeben.

Doch gegen Ende des 19. Jahrhunderts

sei die Rasse fast

verschwunden gewesen.

Wie viele der rund 106 000 registrierten

Hunde (Ende 2017) in der

Hauptstadt Möpse sind, ist nicht bekannt.

Er wisse aber, dass sie keine

„Fressbremse“ haben, sagt Zupan.

Da müsse er portionieren –wegen

der sportlichen Figur.Der 61-Jährige

mit dem Lebensmotto „Ich liebe

meine Hunde,ich liebe meine Frau“

ist überzeugt: „Der Mops wird nicht

aussterben.“ (dpa)

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noch aus gutem alten Holz geschnitzt,

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Beinen im Leben steht. Liebe

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schön, darum möchte ich die

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zweit verbringen, für einander

da sein, über alles reden, gemeinsam

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gern auf das Fahrrad, möchte

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Sozialpädagoge, verw., 79/178,

gut aussehend, gepflegt, ein

verständnisvoller, ehrlicher Senior,

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die Ostsee, leider fehlt ihm die

Gesellschaft einer Seniorin,

nach der er sich von Herzen

sehnt. Agt. 60 plus Tel.

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den Sprung in ein liebevolles

Miteinander (bei getrenntem

Wohnen) riskieren.

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Die Zeit ist zu kostbar, um lange

auf den Zufall zu warten! Jürgen,

72/178, Bau-Architekt, ein

gestandener Mann mit Humor,

liebt das Reisen, gute Gespräche,

einfach die Dinge, welche

im Leben zu zweit mehr Spaß

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lacht u. lebt.

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sportl. Figur, ist gern mit dem

Rad unterwegs, mag aber auch

Kreuzfahrten und kulturelle

Unternehmungen.... möchte

dem Alleinsein ein Ende bereiten.

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Getrennt leben -gemeinsam erleben!

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natürliche „Sie“, nur Mut!

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modisch u. gut drauf, volles

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Berlin: t 2823420

Zumalten Eisen –gehör' ich nicht!

Peter, 75/1,85, Bau-Ing., verw.,

sehr belesen, ein richtiger Kavalier,

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Neuanfang wäre genau

das Richtige! Der Versuch ist es

wert, oder? Melden Sie sich

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Ab jetzt wieder „Wir“ sagen! Matthias,

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Mann, auf den Sie sich verlassen

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kennen! Steffen, 52/1,85, int.

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Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 15

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Brandenburg

Senftleben will

BER zur Not

abreißen

Planer und Regierung

sprechen von Wahlkampf

Arbeiten am Flughafen BER einstellen,

das Gebäude entkernen

oder vielleicht sogar abbrechen –mit

solchen Forderungen ließen sich bislang

Party- und Stammtischgespräche

ganz gut bestreiten. Jetzt hat

auch der ranghöchste Christdemokrat

im Land Brandenburg eine solche

Radikalkur ins Spiel gebracht.

Brandenburgs CDU-Landeschef

Ingo Senftleben will bei einem Wahlerfolg

einen klaren Schnitt setzen,

falls die BER-Eröffnung erneut verschoben

würde. Erhoffe, „dass der

Flughafen endlich an den Start

geht“, sagte er dem Hauptstadt.TV.

„Wenn der Eröffnungstermin 2020

nicht gehalten wird, werden wir einen

Baustopp verhängen. Dann gilt

es zu entscheiden, ob der Flughafen

entkernt oder gar abgerissen werden

muss,umihn neu zu bauen und damit

an den Startzubringen.“ Senftleben

ist Spitzenkandidat der CDU bei

der Landtagswahl am 1. September.

Kein Alleingang möglich

Bei der Flughafengesellschaft FBB

fiel die Reaktion am Freitag zurückhaltend

aus.„Wirhalten uns aus dem

Wahlkampf heraus“, sagte Sprecher

Hannes Hönemann. Hinter den Kulissen

war Unverständnis für SenftlebensVorstoß

zu vernehmen. Zumeinen

hätten Berlin und der Bund, die

anderen FBB-Gesellschafter, ein

Mitspracherecht, hieß es.Ein Alleingang

ist also gar nicht möglich.

Zum anderen sei der BER der Inbetriebnahme

noch nie so nahe gewesen.

Wie berichtet sind alle technischen

Anlagen im Terminal fertiggestellt

worden, die Verbundprüfungen

haben begonnen. Hönemann:

„Wir gehen davon aus, dass die Termine

eingehalten werden.“

Auch in der rot-roten Landesregierung

wirdSenftlebens Vorstoß als

Versuch gesehen, im Wahlkampf

aufzufallen. Es heißt, dass seit vielen

Jahren immer wieder sehr viel Geld

in das mit weiten Abstand größte Infrastrukturprojekt

der Region gepumpt

wurde. „Es wäre doch geradezu

absurd, jetzt, da es gut vorangeht,

über einen Abriss zu reden“,

hieß es. (pn., bla.)

Der Aufstieg der AfD

Wahlergebnisse der Alternative für Deutschland seit ihrer Gründung 2013

Bundestag

2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

4,7 4,1

%

Hessen

Europaparlament

7,1

9,7

Sachsen

12,2

Brandenburg

„Kleiner Wohlstand, große Ängste“

Wahlforscher Matthias Jung sucht in Ost und West nach Motiven, warum Bürger die AfD wählen

Gerade ein relativ neuer,

kleiner Wohlstand kann

intensive Verlustängste

hervorrufen. Dassagt der

Wahlforscher Matthias Jung im Interview.Wenn

in Sachsen und Brandenburg

gewählt wird, könnten solche

Ängste oft den Ausschlag geben,

das Kreuz bei der AfD zu machen.

Insgesamt, so betont Jung, seien die

Motiveder Wähler und Wählerinnen

in Ostund West aber oft ähnlich.

Bei den bevorstehenden Wahlen im

Osten werden teils große Zugewinne

für die AfD prognostiziert. Ist das ein

stark ostdeutsches Phänomen, was

sagen IhreDaten?

Im Prinzip gibt es keine grundsätzlichen

Unterschiede zwischen

den Anhängern der AfD in Ost und

West. Aber die Voraussetzungen der

AfD-Nähe sind im Osten häufiger gegeben

als im Westen.

10,6

Thüringen

6,1

Hamburg

5,5

Bremen

Baden-Württemberg

15,1

12,6

24,3

Rheinland-Pfalz

Sachsen-Anhalt

Washeißt das genau?

Da ist zunächst die unterschiedliche

ökonomische Position zu berücksichtigen.

Die Befragten im

Westen hatten länger Zeit, Vermögen,

gerade auch kleinere, anzusparen

als im Osten. Undgerade ein relativ

neugewonnener, bescheidener

Wohlstand kann besonders intensiveÄngste

hervorrufen, dass er wieder

verloren geht. Im Westen gab es

auch Jahrzehnte Vorsprung beim Erlernen

vondemokratisch-toleranten

Einstellungen. Und gerade im Hinblick

auf die Ausländer sind dieWähler

imWesten schon seit Jahrzehnten

gewohnt, mit einer großen Zahl zusammenzuleben.

Dasist für den Osten

anders. Dies alles führt dazu,

dass die Motive, die AfD zu wählen,

imWesten wie im Osten sehr ähnlich

sind, aber im Osten häufiger zum

Tragen kommen.

Also gibt es kaum Unterschiede der

MotiveinOst undWest, dafür eher bei

den Gruppengrößen?

Es gibt einen zentralen Unterschied

zwischen OstundWest in dieser

Hinsicht – die Alternative für

Deutschland dient im Osten auch als

Plattform zur Artikulation für jene,

die sich durch die Wiedervereinigung

als Zukurzgekommene verstehen.

Diese Funktion hat die AfD zu

einem großen Teil von der Linken

übernommen.

20,8

ZUR PERSON

14,2

Mecklenburg-Vorp.

Berlin

Saarland

6,2 5,9

Schleswig-Holstein

Warum entscheiden sich Menschen

für die AfD?

Die Wählerschaft der AfD ist

durch heterogene Motivlagen gekennzeichnet.

Da gibt es zum einen

–als Bodensatz –die Gruppe mit einem

geschlossenen rechtsextremen

Weltbild. Daneben spielen die öko-

Matthias Jung, 62, ist Leiter der Forschungsgruppe Wahlen mit Sitz in Mannheim. Der Diplomvolkswirtanalysiertseit

Jahrzehnten mit seinem Team das Abstimmverhalten der Bürger.

7,4

Nordrhein-Westfalen

12,6

Bundestag

nomisch Zukurzgekommenen eine

nicht unerhebliche Rolle.Was in Zeiten

eines seit langem prosperierenden

Landes nicht unbedingt heißt,

dass sie durch Arbeitslosigkeit unmittelbar

bedroht sind. Hinzu kommen

Menschen, die Probleme haben,

mit der Modernität unseresVeränderungsprozesses

zurechtzukommen:

etwa mit Digitalisierung, den

Herausforderungen des globalen

Wettbewerbs im Beruf, mit der Liberalisierung

wie zum Beispiel der

6,2

Niedersachsen

13,1

10,2 11,0

Bayern

Hessen

Gleichstellung homosexueller Partnerschaften

in der Ehe. Ein weiteres

Motiv stellt eine Aversion gegenüber

allem Ungewohnten, Neuen und

Fremden dar. Dabei spielt es keine

große Rolle,obinden Regionen viele

oder wenige Ausländer leben.

Doch es gibt auch Aversionen gegen

die Mächtigen…

Ja, hinzu kommt bei vielen eine

grundsätzliche Ablehnung des

Establishments in Verbindung mit

einer Infragestellung aller Eliten und

Autoritäten. Kommunikativ geprägt

sind diese Wählerschichten zu einem

erheblichen Teil durch Verschwörungstheorien

und Halbwissen,

die partiell eine alternativeRealität

erzeugen –diese Menschen sind

kaum mit Argumenten zu erreichen.

Welche Parteien verlieren an die AfD

Wähler und Wählerinnen?

Besonders im Osten geht der Aufstieg

der AfD keineswegs allein zulasten

der CDU. Alle etablierten Parteien,

besonders die Linke,die früher

die Unzufriedenen als Protestpartei

binden konnte, sind betroffen. Zudem

konnte die AfD Wählerschichten,

so bei Landtagswahlen, mobilisieren,

die ein geringes politisches

Interesse hatten und sich diesen ihnen

eigentlich unwichtig erscheinenden

Wahlen früher durch Nichtteilnahme

entzogen haben.

DasGespräch führte

PetraKaminsky,dpa.

6,1

Europaparlament

Bremen

BLZ/GALANTY; QUELLE: BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG, LANDES- UND BUNDESWAHLLEITER, DPA

Erfolg für

Volksinitiative

für Insekten

50000 Unterschriften

sind gesammelt

Vier Monate nach dem Start der

Volksinitiative „Artenvielfalt retten

–Zukunft sichern“ sind 50 000

Unterschriften zusammengekommen.

„Wir sind überwältigt vondem

großen Zuspruch“, sagte der Vorsitzende

des Nabu Brandenburg,

Friedhelm Schmitz-Jersch, am Freitag

in Potsdam. Mindestens 20 000

Unterschriften sind nötig, damit sich

der Landtag mit dem Thema befasst.

„Die Bürgerinnen und Bürger

wollen Veränderungen in der Landespolitik,

um das Artensterben aufzuhalten“,

sagte er.Die Initiativefordere,

dass der neue Landtag dem Gesetzesentwurfder

Kampagne unverändert

annimmt und beschließt.

Zeige sich die Politik nicht einsichtig,

wolle man das Anliegen mit einem

Volksbegehren durchbringen. Das

weitere Sammeln von Unterschriften

sehe man als Vorbereitung, sagte

Axel Kruschat, Geschäftsführer des

Brandenburger Bundes für Umwelt

und Naturschutz (BUND).

Komplettverbot vonPestiziden

Die Initiative strebt ein komplettes

Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten

an. Außerdem fordert

sie Gewässerrandstreifen und

die Förderung des Ökolandbaus.

Landeseigene Flächen sollten vorzugsweise

an ökologische Betriebe

verpachtet werden. Dafür haben die

Verbände einen Gesetzentwurf vorbereitet.

„Bienen, Bauern und die

Natur brauchen einen Systemwandel“,

sagte Johann Lütke Schwienhorst

von der Aurelia-Stiftung, die

die Kampagne unterstützt. Dieser

könne nur mit einer massiven Reduktion

des Pestizideinsatzes gelingen.

Neben der Kampagne sammelt

seit April auch die Volksinitiative

„Mehr als nur ein Summen –Insekten

schützen, Kulturlandschaft bewahren!“

Unterschriften gegen das

Insektensterben. Im Gegensatz fordern

die Initiatoren, darunter der

Landesbauernverband, kein Verbot

vonPflanzenschutzmitteln, sondern

stattdessen nur deren Reduzierung,

da sie den Einsatz für die Ernte notwendig

halten. (dpa)

Traueranzeigen

Nach einem erfüllten gemeinsamenLeben

nehmen wir Abschied von

Lieselotte Warnke

geb. Regel

*12.06.1926 †10.08.2019

Prof.em. Dr.-Ing. Rudolf Warnke

*05.07.1925 †16.08.2019

In dankbarerErinnerung

Dr. med. Claudia-Katrin Kahlbaum

Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke

und Familie

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet

am Donnerstag, dem 24. Oktober 2019, um13.00 Uhr

auf dem Friedhof Altglienicke,

Am AltenFriedhof 50in12524 Berlin, statt.

Johann Kresnik

Tänzer,Choreograph,Regisseur

12.12.1939 –27.07.2019

Hans Kresniks radikaleBilder branntensichein.

DieLeidenschaft für sein

„choreographisches Theater“ wargrenzenlos.

Wirverlieren in Hans Kresnikeinen Künstler

undMenschen, dessen Unbestechlichkeitund

gerader Charaktereinzigartigwaren.

Volksbühne Berlin

DieBeisetzungfindet am 04.10.2019 in 9150 SanktMargarethen

beiBleiburginÖsterreich(Kärnten) stattund

am 05.10.2019 um 18 Uhrdie Gedenkfeier im Kulturni DominBleiburg.

Wir trauern um unser langjähriges Vereinsmitglied

Ingrid Hembd

*28.02.1945 †06.08.2019

Frau Hembd war 17Jahre Mitglied der Vereinigung für Jugendhilfe und

darüber hinaus 33 Jahre ehrenamtlich für unseren Freizeitclub tätig.

Für ihr Engagement und ihr Wirken zum Wohle der behinderten Menschen

und für das, was sie für die Vereinigung für Jugendhilfe geleistet hat, sind

wir ihr sehr dankbar.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.

Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Vereinigung für Jugendhilfe Berlin e. V.

Grenzallee 53, 12057 Berlin

Ralf Feuerbaum

Geschäftsführender 1. Vorsitzender

Horst Kluge

Beisitzer

Die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft e. V. in Berlin trauert um

Felix Wildemann

*1.April 1981 †12. August 2019

Viel zu früh verlieren wir einen sehr geschätzten Kollegen

und langjährigen Mitarbeiter.

Tag&Nacht 49 10 11

www.ottoberg.de

Bestattungen seit 1879

Traueranzeige

Das schönste, was ein

Mensch hinterlassen

kann, ist ein Lächeln im

Gesicht derjenigen, die

an ihn denken.

Die Brücke zwischen Hier und Dort,

zwischen Leben und Tod, ist die Liebe und die Erinnerung.

Nach einem erfüllten Leben

ist mein lieber Mann von mir gegangen.

Diplomlandwirt, Journalist, Stadtbezirksverordneter

Bodo Marks

*12.09.1931 †21.07.2019

Helga Marks

Ichhabenur dieses eine Leben. Lass es mich so leben,

wieich es möchte undwie es mich glücklichmacht.

H. Bulla

Wirtrauern um unsereFreundinund Nachbarin

Rosemarie(Rosi)Fischer

1934 –2019

Unswirdsie füranregende Gesprächeund vielegemeinsameErlebnisse

sehr fehlen.Rosiist ihrenWeg durchdas Lebenaufrechtgegangenund

liesssichnichtverbiegen.Wir werden sie in guterErinnerungbehalten.

Brigitte Storost, Gudrun Langendorf, HelgaHörning,Barbara Knebel,

Fam. Schütze,Fam.Schwandt/Grups

Wir werden den Verstorbenen in dankbarer Erinnerung behalten

und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Präsidentin der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e.V.

Michaela Noll, MdB

TOTER SUCHT

ANGEHÖRIGEN

www.graebersuche-online.de

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Wir beraten Sie gern:

( 030) 2327-50


16 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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ist es uns leider nicht möglich, alle Briefe zu

beantworten oder abzudrucken.

Die Redaktion behält sich das Recht

sinnwahrender Kürzungen vor.

Man kann sich Müsli-Riegel

oder Mohrrübe mitbringen

„Die Berliner und das ferne, nahe Brandenburg“

von Katja Berlin

(19. August)

In Bezug auf Brandenburgziehen die

zugezogene Prenzlauer Berg-Boheme

und denen angepasste Eingeborene

regelmäßig über die Brandenburgische

Küche her. Vegane

RadfahrerInnen und AnhängerInnen

einer globalistischen Nouvelle

Cuisine mögen Probleme haben.

Aber man kann sich Müsli-Riegel

oder eine vorgewaschene Mohrrübe

mitbringen. Brandenburger Essen

ist traditionell und deftig, wie bayerisches

oder pfälzisches,nur anders.

Erhard Crome, per E-Mail

Wie sahen denn Häuser und

Wohnungen in der DDR aus?

Berlin: „Linke-Vorsitzende Schubert

verteidigt Wohnungsbau“ (19. August)

Mit dem Slogan „Enteignung“ will

man Wohnungen in Staatshand verwalten.

Wie sahen denn Häuser und

Wohnungen in der DDR aus? Alles

schon vergessen?

Rainer Schmidt, Berlin-Mahlsdorf

Man muss sich als Einwohner

schämen über die Vermüllung

Berlin: „300 Euro für einen Hundehaufen“

von Maritta Tkalec

(16. August)

Ich bin einerseits sehr begeistert,

dass endlich mal ein Versuch gestartet

wird, durch härte Bußgelder das

umzusetzen, was mit guten Worten

in dieser Stadt offensichtlich nicht

funktioniert. Die Vermüllung der

Umwelt nimmt zu und man muss

sich als Einwohner schon schämen,

wenn man Besucher empfängt. Die

Verursacher deutlicher als bisher zur

Kasse bitten zu wollen, ist ein Ansatz,

der in Singapur hervorragend zu

funktionieren scheint. Aber ein Bußgeldkatalog

ist wirkungslos, sobald

nicht auch Kontrollen im erhöhten

Maße erfolgen und Müll-Egoisten

bestraft werden.

Bernd Heyde, per E-Mail

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Millionen spendieren, weil man es sich ja leisten kann

Politik: „Ich lasse mich nicht kaufen –imGespräch mit der Berliner Zeitung:

Berlins Bürgermeister Michael Müller über seine Verhandlungen mit

Konzernen wie der Deutsche Wohnen“ von Melanie Reinsch

(21. August)

Es ist schon erstaunlich, welch eine Sicht Herr Müller auf seine Stadt

und deren finanzielle Lage hat. Er hat kein Problem, Milliarden für den

Ausruf des Klimanotstandes ist purer Aktionismus

Meinung: „Klimanotstand –das

Schwierigste kommt noch“ von Peter

Neumann

(21. August)

Welchen Sinn hat der Ausruf des Klimanotstandes

in deutschen Städten,

außer eines Symbols für den Rest der

Welt (wenn es denn jemand, außer

den Klimaaktivisten, registriert). Die

vonden Berliner Aktivisten geforderten

Maßnahmen sind purer Aktionismus.

Selbst wenn Berlin klimaneutral

wäre, hätte es keine Auswirkungen

auf das Klima.

Die Nutznießer dieser Panikmache

sitzen in den Ländern, die sich

bisher nicht sonderlich um das

Klima geschert haben. Diese und

auch unsere Nachbarn werden sicher

gerne unsereIndustrieproduktion

sowie die Besicherung der

deutschen Wind- und Solarenergieerzeugung

mit kohle-, gas-, oder

atombetriebenen Kraftwerken übernehmen.

Mein Vorschlag für Klimaaktionen:

pflanzt Bäume in Deutschland,

schickt Eure Kinder auch freitags

in die Schule,damit sie das Wissen

und die Fertigkeiten erwerben,

Lösungen für die Frage nach umweltneutraler

Energieerzeugung

und Wärmeversorgung, effizienter

Energiespeicherung und -umwandlung

zu finden.

UweValtin, Berlin

Bei uns im Wohngebiet Adlershof

soll trotz langjähriger Proteste das

Kiefernwäldchen zugunsten von

Wohnungsbau abgeholzt werden.

Dabei handelt es sich um schöne

ausgewachsene Kiefern mit dem

entsprechenden Vogelbestand. Hier

hat man offensichtlich noch nicht

verstanden, dass man im Sinne des

Klimawandels umdenken muss.

Aber unsere Einwände werden einfach

nicht erhört.

Elfi Schippeinz, Berlin-Köpenick

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Kauf vonWohnungen und das BVG-Ticket zu spendieren –weil man es

sich ja leisten kann. In einer Stadt, die jährlich irre Summen mit dem

BER verbrennt und deren Infrastruktur (Straßen, Radwege, Bahn,

Schulen, Lehrkräfte, Polizei –einfach alles) dermaßen am Boden liegt,

dass es nur noch kracht?

Frank Becker,Berlin-Karlshorst

Ichfinde es wirklich toll, wenn Menschen

und dazu im immer größeren

Maße auch die jüngere Generation

sich verstärkt für politische und Umweltthemen

interessiert und dazu

Stellung beziehen. Eingefahrene

Wege kritisch zu hinterfragen und

neue,auch radikale Ideen zu äußern,

ist legitimes Recht und die Pflicht der

jungen Generation! Aber das,was ich

gerade in Deutschland registriere, ist

eine zunehmende Radikalisierung

vonThemen: Jeder will recht haben,

andere Meinungen sind per se

falsch, Kommunikation läuft als

Kampf ab.Warum kann man bei allen

Problemen, die jemand zu haben

glaubt, nicht zumindest die Sachlichkeit

bewahren und sich auch anderen

Argumenten als den Eigenen

einfach mal öffnen? Wasich verstört

beobachte, ist die Hysterie bei kontroversen

Themen. Und das kann

niemals zielführend sein! In der aktuellen

Diskussion gibt es nur Schuldige

und Engel. Die Schuldigen an

der ganzen Umweltmisere sind die

bösen Nutzer von Fahrzeugen mit

Verbrennungsmotoren. Die Engel

sind diejenigen, die mit Rad, E-Roller,zuFuß

oder auch mit dem ÖPNV

unterwegs sind, kein Fleisch essen

und nur ökologisch einkaufen.

Bernd Heyde, per E-Mail

Es wirdhöchste Zeit, dass spürbar etwas

passiert. Ich finde es unverantwortlich,

dass immer nur an den

Wohnungsbau gedacht wird, die Natur

und der dringend notwendige

Kälteausgleich aber dabei überhaupt

nicht beachtet werden.

Berlin braucht dringend Bäume

und unbebaute Freiflächen, um den

Hitzestau in der Stadt zu senken und

Sauerstoff zu liefern.

Sabine Schröder,Berlin-Pankow

Solange sich das gesellschaftliche

Sein der deutschen Wirtschaftspolitik

mit seiner völligen Übersättigung

der Förderung der Automobilindustrie

nicht ändert, solange ändertsich

das Weltbild der Menschen nicht.

Dasist nur auf finanzielle Statussymbole

ausgerichtet.

Matthias Dressel,

Berlin-Lichtenberg

Susanne Dübber

will wissen, was Sie denken.

Bahnunfälle –die Angst fährt immer

mit“ hieß der Artikel von

Thorsten Fuchs. Darin ging es um

Selbstmorde, das führte zu Fragen

bei Leserinnen und Lesern.

Zunächst bedankte sich Bodo

Knorr: „Mit Interesse habe ich den

Beitrag gelesen. Die Informationen

haben mir gezeigt, dass Lokführer

hier ein schweres Los trifft. Dass

diese Unfälle nur schwer zu verkraften

sind, war mir bekannt. Aber dass

manche Lokführer für die Bewältigung

solcher Ereignisse so lange Zeit

brauchen, war mir nicht bewusst. Es

ist gut, dass man solche Situationen

den Lesernmal vorAugen führt.“

Andere Leser wollten wissen, wie

die Medien mit Suiziden umgehen.

Warumist darüber manchmal zu lesen

und oft nicht? Grundsätzlich ist

es so, dass nicht berichtet wird, beschloss

der Deutsche Presserat

schon vor vielen Jahren. Der Presserat

ist die Organisation der großen

Verleger- und Journalistenverbände.

Er hat die Aufgabe,für die Pressefreiheit

und das Ansehen der deutschen

Presse einzutreten, eventuelle Missstände

zu beseitigen. Dortkann man

sich beschweren, über Rügen und

Missbilligungen entscheidet er auch.

Dervon ihm verfasste „Pressekodex“

gibt uns Journalisten Orientierung

für die Berichterstattung. Warum

wirdnicht über Selbstmorde berichtet?

Weil es erwiesen ist, dass es in

solchen Fällen viele Nachahmungstäter

gibt. Ist esallerdings so, dass

sich ein Prominenter umgebracht

hat, kann ein starkes öffentliches Interesse

daran bestehen und somit zu

Teilen berichtet werden.

Wie übersteht man so ein Unglück

als Mitbetroffener, sei es als

unfreiwilliger Zuschauer oder als

Angehöriger? Ulrike Trautwein,

Theologin und Generalsuperintendentin

für den Sprengel Berlin der

Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz hat

das sehr treffend und auch beruhigend

ausgedrückt. Ihr langjähriger

Ehemann hatte voreinigen Jahren in

einer Ausnahmesituation versucht,

sich das Leben zu nehmen. Er warf

sich voreinen Zug. Dasüberlebte er,

verlor aber ein Bein und einen

Fuß. DemSüdwestrundfunk

sagte Trautwein, dass

für sie der Glaube einWegsei,

Halt zu geben und mit

menschlichen Schicksalen

zurecht zu kommen. Er tröstet,

gibt Hoffnung und Kraft,

so ist ihr Resümee der eigenen

Erfahrung. Siesagt: „Zeit

heilt alle Wunden, ist ein gruseliger

Spruch.Aber Zeit verändert,

das stimmt.“

BLZ/REEG

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute scheint die Sonne, begleitet von wenigen Wolken. Es sind Höchstwerte

bis 29 Grad zuerwarten, und der Wind weht schwach bis mäßig

aus Ost. In der Nacht teilen sich Sterne und Wolken den Himmel. Ab und

zu gibt es Regenschauer, und die Tiefstwertemachen bei 19bis 16 Grad

halt.

Biowetter: Häufig belastet die Wetterlage

Körper und Kreislauf. Verstärkt

muss mit Kopfschmerzen

und Schwindelgefühlen gerechnet

werden. Wetterfühlige ermüden

rasch und haben wenig Elan.

Pollenflug: Derzeit fliegen Pollen

von Gänsefuß, Brennnesseln, Beifuß

und Ambrosia in mäßiger Konzentration.

Örtlich fliegen

Spitzwegerich- und Gräserpollen.

Gefühlte Temperatur: maximal 29Grad.

Wind: schwach aus Ost.

Wittenberge

15°/29°

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

14°/29° 17°/29°

Luckenwalde

15°/29°

Cottbus

14°/29°

Sonntag

Montag

Dienstag

wolkig heiter heiter

19°/31° 20°/34° 21°/34°

Prenzlau

15°/28°

Frankfurt

(Oder)

15°/29°

An der Südwestflanke des Hochs Corina über Osteuropa und dem Baltikum wird

heiße Luft aus dem Süden bis nach Mitteleuropa transportiert. Das sorgt für

spätsommerliches Wetter. Gewittrige Schauer sind rund um die Adria sowie im

Alpenraum und den Karpaten zu erwarten. Im Mittelmeerraum ist es hochsommerlich

heiß.

Sylt

14°/28°

Hannover

15°/28°

Köln

16°/30°

Saarbrücken

15°/28°

Konstanz

16°/27°

Hamburg

14°/28°

Erfurt

12°/30°

Frankfurt/Main

15°/32°

Stuttgart

16°/26°

Rügen

16°/26°

Rostock

15°/27°

Magdeburg

15°/30°

Nürnberg

14°/29°

München

15°/27°

Dresden

15°/28°

Deutschland: Heute gesellen sich zu

vielen Lichtblicken hin und wieder

auch ein paar Wolken dazu. Dabei

werden im Tagesverlauf 26 bis

32 Grad erreicht, nachts kühlt es

dann auf 20bis 15 Grad ab. Der

Wind weht schwach aus Ost. Morgen

steigen die Temperaturen auf 26bis

33 Grad. Dazu wird der Sonnenschein

abund zu von Wolken abgelöst.

Freundliches Wetter überwiegt.

Der Wind weht schwach aus südöstlichen

Richtungen.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 19°-20°

Nordsee: 18°-20°

Mittelmeer: 24°-31°

Ost-Atlantik: 17°-22°

Mondphasen: 30.08. 06.09. 14.09. 22.09.

Sonnenaufgang: 06:03 Uhr Sonnenuntergang: 20:13 Uhr Mondaufgang: --:-- Uhr Monduntergang: 15:29 Uhr

Lissabon

32°

Las Palmas

35°

Madrid

35°

Reykjavik

15°

Dublin

22°

London

29°

Paris

32°

Bordeaux

35°

Palma

32°

Algier

28°

Nizza

29°

Trondheim

17°

Oslo

24°

Stockholm

24°

Kopenhagen

23°

Berlin

29°

Mailand

33°

Tunis

33°

Rom

29°

Warschau

26°

Wien

30° Budapest

31°

Palermo

30°

Kiruna

12°

Oulu

17°

Dubrovnik

32°

Athen

35°

St. Petersburg

21°

Wilna

25°

Kiew

26°

Odessa

32°

Varna

31°

Istanbul

32°

Iraklio

31°

Archangelsk

15°

Moskau

22°

Ankara

30°

Antalya

36°

Acapulco 34° wolkig

Bali 34° heiter

Bangkok 31° Schauer

Barbados 30° heiter

Buenos Aires 17° wolkig

Casablanca 30° sonnig

Chicago 23° heiter

Dakar 31° heiter

Dubai 40° sonnig

Hongkong 36° heiter

Jerusalem 35° sonnig

Johannesburg 24° sonnig

Kairo 36° sonnig

Kapstadt 24° sonnig

Los Angeles 24° heiter

Manila 30° Gewitter

Miami 34° Gewitter

Nairobi 26° bewölkt

Neu Delhi 37° heiter

New York 28° heiter

Peking 33° sonnig

Perth 19° sonnig

Phuket 32° Schauer

Rio de Janeiro 23° bewölkt

San Francisco 22° heiter

Santo Domingo 33° heiter

Seychellen 26° wolkig

Singapur 33° Schauer

Sydney 25° sonnig

Tokio 31° bedeckt

Toronto 22° heiter


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Einfach mal durchatmen:

Ein Garten-Ausflug nach Kladow

Schönes Wochenende Seite 19

Einfach mal abhängen:

Aerial Fitness im Test

Berlin bewegt sich Seite 20

Stickstoff

und Trüffel

BERLINER ZEITUNG/ MARKUS WÄCHTER

Es gibt wenige Restaurants,

die nicht wegzudenken

sind aus dieser Stadt. Das

Rutz gehörtdazu. Es hat die

Stadt erzogen, genauer gesagt der

langjährige Küchenchef Marco Müller.

2004, als er Ralf Zacherl nachfolgte

und Küchenchef in der Weinbar

Rutz wurde,war die Stadt vonihrem

heutigen gastronomischen Niveau

weit entfernt. Marco Müller

verzichtet zwar gern auf den Protz

der Sterneküche, nicht aber aufs Experimentieren.

Als seine Gerichte zu

anspruchsvoll für die Weinbar wurden,

eröffnete er das Gourmet-Restaurant

Rutz in der zweiten Etage.

Inzwischen zeigt

hier einer der

Dienstältesten unter

Berlins Sterneköchen

immer wieder

aufs Neue, wie man

mit Talent, außergewöhnlichen

Ideen,

Rastlosigkeit und

Perfektionswahn

den eigenen Kochstil

fortentwickelt.

Jahr um Jahr verdient

er sich damit

zwei Sterne und

prägt viele Köche weit über die Stadt

hinaus.

Müllers komplexe Küche isst man

nicht einfach mal so weg. So etwas

Besonderes gönne ich mir sehr selten.

In der Vergangenheit habe ich

einzelne Gerichte von Marco Müller

probiert, kam aber erst kürzlich zum

allerersten Mal inden Genuss eines

ganzen Menüs.

DieInhaberin Anja Schmidt hatte

einen Kollegen und mich eingeladen.

Wie elaboriert und aufwendig

Müller kocht, zeigt schon der Gruß

aus der Küche.Erund sein Team sind

kompromisslos,wenn es um die Produkte

geht. Sie lassen etwa Ackerflächen

nach ihren Vorgaben bestellen,

bewirtschaften Fischteiche und arbeiten

eng mit Bauern, Jägern und

sogar einem Baumwart zusammen.

Vondiesem haben sie sich im Frühjahr

Birkensaft abzapfen lassen. Diesen

haben sie dann mit Lärchennadeln,

Rhabarber undTomaten aufgebrüht,

im Anschluss erkalten lassen

und schließlich als Sud zu etwas

Stockbrot mit Ziegenfrischkäse aus

der Uckermark nebst Sauerklee serviert

–umden Geschmack „einzunorden“,

wie der Restaurantleiter

Falco Mühlichen erklärt.

Tatsächlich scheinen sich die Geschmacksnerven

für die folgenden

Gerichte zu öffnen. Die zarten Aromen

der in Streifen filetierten Quellforelle

aus eigenem Teich sind

ebenso wahrnehmbar wie die der

gefrorenen Molke-Perlen und der

Creme aus den geschmacksreichen

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warimRutz.

Petersilienstielen, die mit angerichtet

sind. Perfekt dosiert auch die Intensität

der klaren Fischsoße, die im

Rutz aus vor Jahren im Keller eingelegten

gesalzenen Makrelen gewonnen

wird. Die Gänge nennen sich

hier Erlebnisse,und das sind sie,verlangen

aber auch Konzentration

vom Essenden. Glücklicherweise

wirdman aber vonFalco Mühlichen

großartig durchgeführt. Intensivere

und leisereGänge erscheinen im natürlichen

Wechsel, etwa folgt auf einen

geradezu cremigen, beinahe rohen

Kaisergranat mit in Zitronenbutter

konfiertem Spargel eine Geschmacksexplosion:

ein in flüssigem

Stickstoff gebadeter

Trüffel, der eiskalt

gehobelt mit einem

salzig-intensiven

Miso-Karamell-Eis

serviertwird.

Marco Müller beweist,

dass Gemüse

inzwischen mindestens

gleichberechtigt

neben Fisch und

Fleisch steht und

Edelprodukte nicht

unbedingt den besseren

Gang ausmachen.

So schlägt der spektakuläre

Spitzkohl, der im Feuer verbrannt

wurde und dann quasi von außen

nach innen ein Gericht aufbaut –die

gebräunten Blätter werden zur Soße

eingekocht, die Schicht darunter in

Vinaigrette mariniert und das entsaftete

Herz mit gerösteter Hefe zum

Schaum aufgeschlagen – die auf

Holzkohle gegrillte Taube.

Marco Müller stammt aus Potsdam,

wo er kein Abitur machen

durfte und zu einer Kochlehre verdonnert

wurde. Als die Mauer fiel,

wurde aus der Bestrafung eine Fügung,

ein Glück für Berlin. 2001 eröffnete

das Rutz,esfeiertinder kommenden

Woche seinen 18. Geburtstag.

Auch das ist ohne Frageein großes

Glück für die Stadt.

Rutz Chausseestraße 8, Mitte.Di–Sa ab

18.30 Uhr,Weinbar ab 16 Uhr.

Das Sechs-Gänge-Menü kostet 158 Euro,

acht Gängekosten 198 Euro.

Naturkundemuseum

Chausseestr.

Hannoversche Str.

MITTE

Oranienburger Tor

Tieckstr.

Rutz

Gartenstr.

Torstr.

Linienstr.

100 m

BLZ/HECHER

Das Rutz ist eine Berliner Institution,

wenn es um Michelin-Küche geht. Tina

Hüttl hat sich durch das aufregende Menü

des Sternekochs Marco Müller probiert

Familienausflug

Abenteuer über

Abenteuer

VonBarbaraWeitzel

Man weiß gar nicht, wenman am

liebsten kennenlernen will von

den fünf Schwestern Charlie,

Geneviève, Bettina, Hortense und

Enid. Sie leben in einem Haus namens

Habakuk direkt an einer Steilküste,

weshalb Bettina 193 Badeanzüge

besitzt. Damit immer einer bereitliegt,

wenn Lust zum Schwimmen

aufkommt. Außerdem will man doch

wissen, was Kittiwugs sind. Die werden

gejagt in dieser wundervoll

durchgeknallten Graphic Novel von

Hilda mit den blauen Haaren –sie wird von LukePearson gezeichnet. REPRODUKT/LUKE PEARSON

Lucie Durbiano und Malika Ferdjoukh.

Kaum weniger verrückt geht es im

„Adventure-Huhn“ von Franziska

Ruflair zu. Das Abenteuer liebende

Federvieh spielt gernmit Schwertern

und lässt nicht immer die nötigeVorsicht

walten. Raupe Susan bekommt

das zu spüren, weshalb Huhn und

Raupe einen neuen Kokon besorgen

müssen. Wasfür ein Team! Über das

Luke Pearsons „Hilda“ sich am wenigsten

wundern würde. Das blauhaarige

Mädchen liebt kuriose Bekanntschaften.

Die nicht immer

ganz ungefährlich sind.

WerHilda noch nicht kennt, kann

das am Sonntag nachholen, wenn

die hier genannten Autoren und etliche

weitere imComicladen Modern

Graphics vorlesen und Workshops

leiten. Manmusssichauch gar nicht

entscheiden: Alle sind da.

Kinder-Comic-Tag im ModernGraphics, Kastanienallee

79, Prenzlauer Berg.So10–17 Uhr


18 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

AVIAD TAL

NIKOLAIFESTSPIELE

Neues Stierblut

aus Ungarn

Das Anbaugebiet Eger ist eine anderthalbstündige Autofahrt

vonBudapest entfernt. Gerade noch nah genug, so dass

viele Touristen denWeghierher finden und derWeinregion den

verdienten Auftrieb geben. Berühmt geworden ist das Gebiet

durch Egri Bikavér,inDeutschland besser bekannt als„Erlauer

Stierblut“. DerLegende nach sollen sich die ungarischen Kämpfer

damit Mutangetrunken haben, um sich gegen die türkischen

Soldaten zu wehren. Diewiederum waren beeindruckt

vonder Kraft derVerteidiger und hielten das rote Getränk für

Stierblut. Bisindie 80er-Jahrewar Stierblut der Begriff für kräftige,oft

süßliche Rotweine vondürftiger Qualität, ein billiger Exportschlager

aus dem damals kommunistischen Land.

Heute versuchen die Winzer,dieses Image loszuwerden.

Bikavér ist jetzt eine definierte Appellation und darfinzweiRegionen

erzeugt werden, in Eger und in der südlicheren Region

Szekszárd. Stierblut muss eine Cuvée sein und hauptsächlich

Blaufränkisch enthalten, eine Rebsorte,die in Österreich und

sämtlichen osteuropäischenWeinregionen eine wichtige Rolle

spielt. Neben Kékfrankos,wie diese SorteinUngarngenannt

wird, kommen noch anderewie Pinot Noir,Syrah oder Kadarka

hinzu. DerEgriBikavér fällt besonders fein und elegant

aus,denn die Region gehörtzuden kühleren in Ungarn. Die

Weinberge befinden sich im Regenschatten der Bükk-Berge,

wo sie auf den Südhängen angelegt sind. Dortversucht eine

neue Winzergeneration geschickt die natürlichen Gegebenheiten

zu nutzen, um moderne Weine zu bereiten, die den internationalen

Weingeschmack treffen.

Dersympathische Agraringenieur Janos Bolyki gehört

dazu. Als Quereinsteiger ist er erst seit 2003 Winzer,erhat in

der Nähe der Stadt Eger mit viel Liebe einen stillgelegten Steinbruch

zum Weinkeller umgebaut.

Sein Bikavér ist eine Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet

Franc, Merlot und Zweigelt. DerAusbau erfolgt in großen, gebrauchten

Holzfässern. So werden die Tannine abgerundet,

die feine Frucht jedoch nicht durch Holzaromen beschwert.

Miteiner mittelkräftigen rubinroten Farbe läuft der Rotwein

ins Glas.Das Bukett ist duftig und vonfrischer Frucht geprägt.

Es zeigen sich Aromen vonWaldbeeren, Holunder,Kirschen,

Pfeffer,Wacholder,Moos und Tabak. DerWein ist mit 13

Prozent Alkohol durchaus kräftig, verfügtaber über ein seidiges

Tanningerüst, intensiveFruchtamGaumenund eine angenehm

frische Säure, die für den nötigen Trinkfluss sorgt. Das

Stierblut vonheute ist ein süffiger,trockener undsaftiger Rotwein

mit Klasse,von dem man gerne ein zweites Glas trinkt.

2016EgriBikavér WeingutBolyki, Eger in Ungarn, 9,90Euro.

Im Internet zu erwerben unterborstore.de

Design

Fleischprodukte

zum Kuscheln

Bierschinken, Blutwurst, Tiroler Speck, Hühnerkeule und

Schweinefuß –diese und zahlreiche andereWaren mit fleischigen

Namen gibt es im Aufschnitt. Kommt mir als Vegetarier

oder Veganer nicht in die Tüte, mag sich einer von Ihnen

denken. Seien Sieberuhigt: In dieser Artvon Metzgerei bestehen

die Fleischwaren aus Baumwolle, Lycra, Mikrofaser und

Kunstleder. Denn im Aufschnitt werden Nadel und Faden geschwungen

statt Hackebeil und Messer. Die Idee für die textilen

Wurstwaren stammt von Bekleidungstechnikerin Silvia

Wald, ihrerseits Vegetarierin. Was vor zwölf Jahren in Form

kleiner Würstchen begann, ist mittlerweile auf Dutzende

Wurst- und Fleischartikel angestiegen, die in Form vonKissen,

Nackenringen oder Sitzsäcken zu haben sind. Übrigens: Für

diejenigen, die sich sogar Fake-Fleischwaren verweigern, gibt

es textile Maultaschen, Popcornund Äpfel im Angebot.

Aufschnitt Berlin –Textile Object Design Boxhagener Straße 32, Friedrichshain.

Di–Fr 11–14 Uhr. Info: aufschnitt.net

Kunersdorf

Auf einen Besuch im

Chamisso Museum

Haben Sieauch manchmal genug vonden Menschenmassen

auf der Museumsinsel und würden gerne mal ein

kleines,aber feines Museum im ländlichen Brandenburgentdecken?

In diesem Fall möchte ich Ihnen das Chamisso Museum

ans Herz legen. In Kunersdorf gelegen, bietet es seinen

Besuchernfrische Luft, Zerstreuung und Kultur.Der deutschfranzösische

Dichter, Botaniker und Naturforscher Adelbert

vonChamisso (1781–1838) weilte im Sommer 1813 im Kunersdorfer

Schloss,woerseine berühmte Märchenerzählung „Peter

Schlemihls wundersame Geschichte“ verfasste.Ihm zu Ehren

wurde in diesem Frühjahr ebendort auf dem Gelände des

Kunersdorfer Musenhofs die weltweit erste und modern konzipierte

Ausstellung eröffnet, auf der die Besucher das Schaffen

und die Vielseitigkeit vonChamissos entdecken können.

Chamisso Museum im Kunersdorfer Musenhof Dorfstraße 1, Bliesdorf.Freitag

14–18 Uhr,Sa, So und feiertags 11–18 Uhr. Eintritt frei

IMAGO IMAGES

Jahrmarkt der Zeit

Entschleunigung im

Nikolaiviertel

Berlin hat mittlerweile mehr als 3,7 Millionen Einwohner.

Entsprechend haben einige von uns manchmal das Gefühl,

das tosende Berlin stünde niemals still. Unddoch gibt es

einen OrtimHerzender Großstadt, idyllisch und entschleunigend:

das Nikolaiviertel. DerGründungsortBerlins erfreut Besucher

wie Bewohner mit romantischen Gassen, niedrigen

Häusern, gemütlichen Gaststätten und der ältesten Kirche der

Stadt. Inmitten dieser malerischen Kulisse finden die 7. Nikolaifestspiele

2019 statt. Unter dem Motto „Jahrmarkt der Zeit“

wird die Entstehung Berlins mit einem Straßenfest gefeiert.

Das vielfältige Programm bietet Straßentheater,Varieté, Livemusik,

Travestiekunst und einen Jahrmarkt wie vor100 Jahren.

Zusätzlich können ein neues Steampunk-Raumschiff und eines

der ersten E-Autos von1920 als Original-Nachbau aus der

Nähe betrachtet werden.

7. Nikolaifestspiele 2019 Nikolaiviertel, Mitte. Sonnabendvon 12 bis 20 Uhr,

Sonntagvon 12 bis 18 Uhr.Eintritt frei

Essen

Kulinarischer Abstecher

nach Kuba

Zu meinem letzten Geburtstag überraschte mich mein

Liebster Igor mit einem Besuch im Pequeña Habana, einem

kubanischen Restaurant. 2014 eröffnet, bietet es Gästen,

die des gängigen kulinarischen Angebots überdrüssig sind,

eine Möglichkeit, Neues zu moderaten Preisen auszuprobieren.

Neugierig studierten wir die Speisekarte mit den exotischen

Gerichten und wählten gebratene Baby-Tintenfische

mit Avocado und mit Krabben gefüllte Kochbananen als Vorspeise.

Als Hauptgang gab es die Fisch-und Meeresfrüchtesuppe

mit Croûtons sowie das geschmorte Rindfleisch nach

Havanna-Art, dazu Reis,schwarze Bohnen und hausgemachte

Fritas.Bereits die ersten Bissen versetzten uns gedanklich weit

weg nach Kuba. Die uns bis dato unbekannten Gerichte

schmeckten frisch, herzhaft, gut gewürzt, und ihre Aromen

machten uns glücklich. Wirkommen ganz bestimmt wieder.

La PequeñaHabana Eisenacher Straße 48, Schöneberg.Di–So ab 17 Uhr

OLGA BOBILEVA

WOHIN AM WOCHENENDE?

Der Himmel

der

Akrobaten

Zehn Tage, 39 Shows –

das Festival für

zeitgenössischen Circus

auf dem Tempelhofer Feld

VonIda Luise Krenzlin

Wenn ein Zirkus ohne Tiere,

ohne Konfetti und ohne

Clowns, die über ihre zu großen

Schuhe stolpern, auskommt, dann

kann es sich nur um einen zeitgenössischen

Zirkus handeln, um einen

Cirque Nouveau. In anderen Ländern

ist er sehr populär, inDeutschland

fristet er aber noch ein Schattendasein.

Meistens.

Nicht so am Wochenende jedoch,

da treffen sich innovative Zirkusartisten

aus aller Welt auf dem Tempelhofer

Feld. Zum fünften Mal schon

findet dort das „Festival für zeitgenössischen

Circus“ statt. Gegründet

haben es Josa Kölbel und Johannes

Hilliger.

Josa Kölbel ist ausgebildeter Zirkusartist.

Nach seinem Studium in

Holland und einigen Jahren auf Tour

mit einem französischen Zirkusensemble

kam er in seine Heimatstadt

Berlin zurück. Und war erstaunt,

dass es hier zwar viel Varieté und

Eines der beiden Zirkuszelte auf dem Tempelhofer Feld

BERLIN CIRCUS FESTIVAL

eine große Kinderzirkus-Szene gibt,

dass die deutsche Zirkuslandschaft

aber weitgehend vom traditionellen

Zirkus mit Dompteuren, Löwen und

lustigen Clowns dominiert wird. In

anderen Ländern wie Spanien,

Frankreich oder den Niederlanden

ist der Cirque Nouveau gerade auch

durch große Festivalsviel populärer.

So sollte es auch in Deutschland

sein, und deshalb gründeten Josa

Kölbel und Johannes Hilliger, die

beiden 32-jährigen Berliner,ein zeitgenössisches

Zirkusfestival mit hohem

Anspruch. Ihr Konzept ist aufgegangen.

Jahr für Jahr kommen

mehr Besucher auf das Tempelhofer

Feld. Zumfünften Geburtstag in diesem

Sommer erwarten die Zirkusmacher

bis zu 9000 Besucher.

VonSonnabend an sind 14 Produktionen

aus ganz Europa zu sehen

–39Shows an insgesamt zehn Tagen.

Josa Kölbel freut sich besonders auf

eine Produktion aus Prag, die am Eröffnungswochenende

gezeigt wird.

Das Ensemble Cirk La Putyka, zu

dem acht Zirkuskünstler aus sechs

Ländern gehören, gilt als leuchtender

SternamHimmel des zeitgenössischen

Circus in Europa. Im Stück

„ADHD“ geht es um die Hyperaktivitätsstörung

ADHS. Der Regisseur

Rostislav Novák Jr.selbst hat die vermeintliche

Krankheit und setzt sich

in seiner neuen Show mit Hyperaktivität

auseinander. Sieht man die Artisten

auf Rollschuhen, im Reifen

oder an der Stange in einem sagenhaft

schnellen und perfekt choreographierten

Spektakel über die

Bühne sausen, fragt man sich als Zuschauer,

obeine Welt mit ausgelebter

ADHS nicht viel attraktiver wäre.

Eine zweite Show am ersten Festivalwochenende

kommt aus Frankreich.

Die Compagnie Defracto besteht

aus zwei Ausnahmejongleuren,

die in ihrer neuen Produktion „Flaque“

–von einem DJ begleitet –ein


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 19

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Im grünen

Paradies an

der Havel

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Hummus-Sandwich

Annette Müller

und Petra Derksen

behüten den historischen

Landhausgarten

Dr.Fraenkel in Kladow –

und laden in ihr

Sommercafé ein

VonHolger Schmale

Kundig in Garten- und Kuchenfragen: Annette Müller (l.) und Petra Derksen.

Sollte man eine Rangliste der

schönsten Orte Berlins aufstellen

–dieser wäre sicher

ganz oben dabei. Dabei hat

er den Vorteil, weit draußen zu liegen,

was ihn davor bewahrt, eine

überlaufene Touristenattraktion zu

werden. Das wissen Petra Derksen

und Annette Müller besonders zu

schätzen, denn so bleibt der Landhausgarten

Dr. Fraenkel ein Juwel

am Ufer der Havel und ihr

Sommercafé ein heiterer Ort zum

Verweilen. Schon die Anreise ist bei

schönem Wetter das reine Vergnügen.

Denn der beste Wegdorthin beginnt

mit einer kleinen Seereise,von

Wannsee aus mit der BVG-Fähre

nach Kladow, und nach einem Spaziergang

entlang der Havel ist der

Garten bald erreicht.

Er ist ein Werk des Gartenarchitekten

Erwin Barth, dessen Arbeiten

seit den Zwanzigerjahren das Bild

Berlins mit prägen. Er hat die Volksparks

Jungfernheide, Rehberge und

Köpenick gestaltet, dazu viele grüne

Kleinode wie den Savignyplatz, den

Brixplatz oder den Klausenerplatz.

In Kladow schuf er für den jüdischen

Bankier MaxFraenkel einen in

Terrassen angelegten Landschaftsgarten

mit Blick über die Havel, der

heute vomBezirkSpandau sorgfältig

gepflegt wird. Nach Jahrzehnten der

Verwilderung, Zerstörung und

schließlich einer grundlegenden Sanierung

präsentiert ersich seit 2016

wieder in seinem Originalzustand

und kann im Sommerhalbjahr besichtigt

werden.

Durch eine glückliche Fügung

sind Petra Derksen und Annette

Müller Teil des Projekts geworden,

sie bewirtschaften das Sommercafé

und bieten Führungen an.

Sie sitzen an einem der heißen

Nachmittage dieses Sommers auf

der luftigen Terrasse über der Havel

und erzählen vonihrem wahr gewordenen

Traum. Ein Café in schöner

Umgebung mit gutem Kuchen, mit

Konzerten, Lesungen und dazu einem

weiten Blick, davon hatten die

Freundinnen –Gartenarchitektin die

eine, Landschaftsplanerin die andere

–schon immer einmal gesponnen.

Als das Spandauer Grünflächenamt

vor über zehn Jahren begann,

den Garten wieder aufzubauen

und an besonderen Tagen zu

öffnen, fragte die damalige Amtschefin

die Bäckerstochter Derksen, ob

sie da nicht mal Kaffee und Kuchen

anbieten könnte.

Die Idee funktionierte perfekt, in

kürzester Zeit waren die ersten beiden

Kuchenbleche leer. Und so begleiteten

die Freundinnen das Projekt

über die Jahre, Expertinnen in

Blick in den bezaubernden Landhausgarten

Gartenfragen und inzwischen auch

als Cafébetreiberinnen, seit 2016

sehr professionell in der umgebauten

einstigen Garage.

Bei den sonntags stattfindenden

Führungen konzentrieren sie sich

auf das kunstvoll gestaltete Gartendenkmal

mit Schmuckachsen, Rosen-

und Gemüsegarten, Obstbäumen,

Wildwiesen und Teichen. Ein

Thema ist aber auch die Geschichte

der Anlage, die eine sehr deutsche

ist. Der jüdische Bankier Fraenkel

flüchtete 1933 nach der Machtüber-

BLZ/PAULUS PONIZAK

BERLINER ZEITUNG/HOLGER SCHMALE

nahme der Nazis nach Frankreich.

Später wurde er enteignet –auf einer

Informationstafel findet sich dazu

die befremdliche Formulierung:

„1938 übereignete sich das Deutsche

Reich den Besitz Dr.Fraenkels.“

Nach 1945 übernahm das Land

Berlin das Gelände,errichtete darauf

eine Zollstation für den Schiffsverkehr

über die nahe gelegene DDR-

Grenzeund verpachtete Parzellen an

einen Anglerverein. Nach dem Fall

der Mauer wurde dann der hier verborgene

Schatz wiederentdeckt und

saniert.

Petra Derksen und Annette Müller

sind unzufrieden mit dem mangelnden

Wissen über Fraenkel. Der

Bezirk hat nun eine Historikerin beauftragt,

mehr über sein Leben und

sein Schicksal herauszufinden, damit

auch der einstige Hausherr und

Namensgeber hier angemessen gewürdigt

werden kann – und nicht

nur sein fabelhafter Garten.

Landhausgarten Dr.Max Fraenkel

Lüdickeweg 1, Kladow. Garten:Mo–Do 7.30–

14 Uhr,Café und Garten: Fr–So10–18 Uhr;

Führung sonntags 12 Uhr.

WeitereInfos: sommercafe-kladow.de

AmHummus scheiden sich die Nahost-Geister.Alle wollen

die Herkunft des Kichererbsengerichts für sich beanspruchen:

Libanon, Israel, Syrien. Wenn das das einzige Problem in

der Region wäre, dann wäredas ein Grund zur Freude.Worin

alle sich immerhin einig sind, ist der Anspruch, dass man die

trockenen Kichererbsen über Nacht einweichen sollte,damit

der Hummus die gewünschte Konsistenz erreicht. Aber wenn

es für die Lunchboxschnell gehen muss,kann man wie Luise

Vindahl und David Frenkiel in ihrem Buch „Die grüne Familienküche“

(Knesebeck, 35 Euro)zur Dosenvariante greifen.

Schmeckt trotzdem vorzüglich und kann jeden Herkunftstreit

bis auf weiteres schlichten. (sap.)

Zutaten

1Dose (400 g) Kichererbsen, abgespült und abgetropft

4ELcremige Erdnussbutter

oder helles Tahini (aus geschältem Sesam)

1Knoblauchzehe,geschält

2ELZitronensaft

½TLMeersalz

1TLgemahlener Zimt

¼TLgemahlener Kreuzkümmel

dünne Fladenbrote (Vollkorn)

grob geraspelte Möhren

knackige Salatblätter

Zubereitung

Sämtliche Zutaten für den Hummus mit 3ELheißem Wasser

im Mixer auf hoher Stufe pürieren. Abschmecken, bei

Bedarf noch etwas Wasser oder Zitronensaft zugeben und

erneut mixen, bis Konsistenz und Geschmack wie gewünscht

sind. Den Hummus in einem fest verschlossenen

Glas oder einer Frischhaltebox bis zu fünf Tage im Kühlschrank

lagern. Für die Sandwichrollen die Fladenbrote

mit etwas Erdnuss-Hummus bestreichen und mit geraspelten

Möhren und Salatblättern garnieren. Zusammenrollen,

in Stücke schneiden und in Butterbrotpapier oder

wiederverwendbare Bienenwachstücher einschlagen. In

die Lunchbox legen und mit weiteren Zugaben nach Wahl

ergänzen.

hypnotisches Ballett aufführen. Alles

wirkt locker, doch jeder Schritt ist

einstudiert – eine herzergreifende

Zirkusshow.

Das Rahmenprogramm, das die

Gründer mit 40 Freiwilligen auf die

Beine gestellt haben, ist ebenfalls

empfehlenswert. Konzerte, Workshops,

Ausstellungen und Publikumsgespräche

bringen Akrobaten,

Zirkusliebhaber und Laien zusammen.

Das ganze Festival steht unter

dem Motto„#rediscover–circus“: Der

Zirkus soll wiederentdeckt werden.

Die klassischen Disziplinen Artistik,

Jonglage,Akrobatik am Boden und in

der Luft sowie Clownerie mischen

sich mit Tanz, Theater, Performance

und Musik. Das schöne Außengelände

lädt ein, den Zirkusabend auf

dem Tempelhofer Feld ausklingen zu

lassen. An der Festivalbar gibt es Speisen

und Getränke. Und an den Wochenenden

spielen vorund nach den

ShowsBands.

TIPPS

Der Ort: Das Gelände des „Festivals für

zeitgenössischen Circus“ befindet sich

auf dem Tempelhofer Feld, nächster Eingang

über den Tempelhofer Damm 104.

Das Wochenend-Programm: Am Sonnabendund

Sonntag ist jeweils um

18.30Uhr die CompagnieDefracto mit

„Flaque“ und um 20 Uhr Cirk La Putykamit

„ADHD“ zu sehen. Außerdem gibt es noch

Vorstellungen vonanderen Ensembles.

Tickets: 9bis 20 Euro pro Veranstaltung,

Tagesticket 23 bis 48 Euro, Festivalticket

65 bis 135 Euro

Weitere Informationen unter

berlin-circus-festival.de

Szene aus der Show „ADHD“ von CirkLaPutyka JAKUB JELEN Artisten auf dem Tempelhofer Feld BERLIN CIRCUS FESTIVAL


20 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Berlin bewegt sich

Der schwere Weg

zum leichten

Schweben

Bei Aerial Fitness heben die Sportler ab:

Sie turnen wie Akrobaten an Seidenschals,

die von Decken hängen. Aber vorher müssen

sie die Tücher erst mal hochklettern

VonMechthild Henneke

Ein Knoten für den Fuß, da fällt das Abheben leichter:Unsere Autorin Mechthild Hennekeübt sich in Aerial Fitness.

SABINE GUDATH

Die Gegend um die Jannowitzbrücke

ist nicht gerade

die schönste Ecke

von Berlin. Man könnte

fast auf die Idee kommen, sich an einen

anderen Ort zuwünschen. Jedoch

nur bis zu dem Moment, an

dem man die Tür zum Fl’air Studio

öffnet. Hier empfängt einen eine Atmosphäre

wie im Cirque de Soleil.

DasStudio befindet sich in einem S-

Bahn-Bogen.Wände und Decke sind

weiß gestrichen. Bunte Stoffbahnen

hängen von einer Konstruktion unterm

Gewölbe herab. Intiefem Rot,

in Kobaltblau, Safrangelb und Purpur

fallen die Tücher sechs Meter tief

auf den Boden, wo sich ihre langen

Enden kräuseln. Die Fenster stehen

offen. EinBoot zieht vorbei.

Keine Leiter in Sicht

Leise Musik tönt aus kleinen Boxen,

etwas Gefälliges, „Kiss“ von Prince

oder Songs im Easy-listening-Stil. Die

Angst vor der Stunde Aerial Fitness

verflüchtigt sich. Dazu trägt auch die

freundliche Begrüßung von Keeva

Treanor und Brennan Figari bei, die

hinter dem Tresen sitzen. „Hallo,

komm rein“, sagen sie, als beträte

man ihr Wohnzimmer. Die Auflage

auf der Theke ist ein dickes Brett aus

natürlichem Holz. Das unterstreicht

die Verbindung zur Natur, zum Elementaren,

die hier durch den Raum

schwingt. Ichziehe mich um.

Meine Erwartungen sind gemischt:

Aerial klingt nach Luft, nach

Fliegen oder Schweben, Fitness nach

Anstrengung. Fl’air bietet mehrere

Varianten vonAktivitäten in der Luft

an: Aerial Silk ist das,was ich ausprobiere,

das Turnen am sogenannten

FLIEGEN IN BERLIN

Turnen am Vertikaltuch: Aerial Fitness

bieten mehrere Studios in Berlin an. Beispielsweise

das Fl’air Studio, es befindet

sich in der Holzmarktstraße 15-18, im

S-Bahnbogen 52, 10179 Berlin,

www.flair-studios.de. Ein anderes Studio

ist IVABerlin, Mittenwalder Str.6,2.HH,

10961 Berlin, iva-berlin.com.

Yoga in der Schwebe: Aerial Yoga Flow

bietet Aerial Yoga an, zu finden ist es in

der Reichenberger Str.124 (Studio Sonic,

10999 Berlin, www.aerialyogaflow.de).

Ein anderes Studio mit Aerial

Yoga ist die Academia Jangada, Schönhauser

Allee 36, 10435 Berlin,

http://www.jangada.com/Aerial_yoga

Preise: Etwa 15 Euro kostet eine Einzelstunde.

Die Preise pro Monat liegen zwischen

49 bis 190 Euro. EinigeAnbieter

bieten auch Zehnerkarten an.

Vertikaltuch. Außerdem gibt es Aerial

Yoga und Aerial Hoop, den Luftring.

Die Fotos von Keeva und

Brennan auf der Webseite sind wunderschön:

In Schlaufen aus Stoff

schweben sie lächelnd über dem Boden.

Beide sind professionelle Artisten

mit Engagements an Berliner

Bühnen, Keeva stammt aus Irland,

Brennan aus San Francisco. „Dit is

Berlin“, denke ich, als sie mir das erzählen.

Ichhabe mir vorder Stunde keine

Gedanken gemacht, wie Keeva oder

Brennan in die Luft kommen. Wie

ich ergo selbst in die Luft komme.Als

wir uns am Boden aufwärmen,

nehme ich wahr, dass hier nirgends

eine Leiter,ein Tritthocker oder Ähnliches

zu sehen ist.

Meine Mitsportlerinnen sind allesamt

Frauen und zwischen 25 und 40

Jahrealt. Siesind schlank, aber nicht

dünn oder drahtig. Ichbefinde mich

in einer Gruppe von ganz normalen

jungen Menschen, die gerade aus

dem Büro, dem Homeoffice oder von

der Uni kommen. Außer mir gibt es

zwei weitereNeue: Laura, 36, Marketing-Managerin,

und Christian, 32,

ebenfalls Marketing-Manager. Der

Sportzieht ganz offensichtlich Menschen

aus trendigen Jobs an. Auf

geht’s!

Keeva nimmt uns Neue beiseite.

„Hallo,schön, dass ihr dabei seid. In

der ersten Übung lernt ihr, das Seil

hochzuklettern. Wir nehmen dafür

die russische Schlaufe. Die ist ganz

leicht“, sagt sie auf Englisch, der Umgangssprache

bei Fl’air.Wir reißen –

einer nach dem anderen –die Augen

auf. Seil hochklettern? Russische

Schlaufe? Um oben gemütlich zu sitzen,

sollen wir die Schwerkraft überwinden

und ein glattes Tuch hinaufklettern?

Ja, das ist eine Überraschung!

Keevakennt schon das Entsetzen,

wenn die Wahrheit über den Weg

zum Schweben ans Licht kommt. Sie

lächelt, hebt das gelbe Tuch locker

mit einer Hand an. Gleichzeitig lüpft

sie ihr Bein im rechten Winkel, ihr

Fuß ist angezogen. Dann –eswirkt

wie ein Zaubertrick –umfasst sie das

Tuch mit beiden Händen, zieht sich

Ganz entspannt im Spagat: Trainerin Keeva

Treanor.

SABINE GUDATH

hoch, schlingt dabei das Tuch mit ihren

Füßen so um die Füße selbst,

dass es diese umwickelt. Dann steht

sie im Bruchteil einer Sekunde strahlend,

von den Schlaufen gehalten,

hoch über uns.

Wirstarren sie mit offenem Mund

an. Keevamacht es noch einmal. Wir

versuchen, die Abfolge der Bewegungen

zu begreifen. DasganzeUmeinanderschlingen

der Stoffbahn

mit den Füßen geht so schnell. Doch

die Mechanik erschließt sich: Der

eine Fuß wird vom Tuch fest umwickelt,

der anderenutzt den auf diese

Weise geschaffenen ZugimStoff, um

sich selbst straff zu bandagieren.

Eine Selbstfesselung, um Tritt fassen

zu können an der Stoffbahn. Ein genialer

Trick, aber können wir ihn reproduzieren?

Laurahat keine Scheu, greift nach

dem Tuch, zieht sich hoch, strampelt

mit den Füßen, findet keinen Halt,

steht wieder. Zweiter Anlauf: Schon

ist sie oben, diesmal legen ihreFüße

das Tuch in der richtigen Reihenfolge

über und unter sich –sie steht.

Wirsind begeistert.„Natural monkey

–dukletterst wie ein richtiger Affe“,

rufe ich voller Bewunderung. Christian

tut sich schwerer, obwohl er

Bergkletterer ist.

Als ich an der Reihe bin,

wünschte ich schon vordem ersten

Versuch, der Parkettboden öffnete

sich, um mich zu verschlingen.

Meine Arm- und Brustmuskeln

sind nicht die kräftigsten, um es

dezent auszudrücken. Ich ziehe

mich mehr pro forma hoch und

wurstele unter mir mit den Füßen

herum. Doch ich bin zu schwach,

um mich lange genug in der Luft zu

halten, damit ich die Stoffbahnen

in der richtigen Reihenfolge drapiere.

Ichlasse los.

Keeva sieht, dass das wohl nicht

viel Sinn hat. Sie ermuntert mich

eher unentschlossen und zeigt nach

meinem zweiten erfolglosenVersuch

eine weitere Anfänger-Fußschlaufe.

Sie kann im Stehen vorbereitet werden.

Manhebt den Fußund verknotet

ihn –imStil eines Seemannknotens

– so fest, dass man in der

Schlaufe ein paar Zentimeter überm

Boden stehen kann. DieHände greifen

das Tuch, das andereBein tritt in

Schulterhöhe ins Tuch hinein, der

Oberkörper sinkt nach hinten. Zwischen

den beiden Füßen und den

Händen spannt sich ein Dreieck auf.

Ich versuche und schaffe es –unglaublich.

Das ist fast schon eine artistische

Pose! Und das in der allerersten

Anfängerstunde.

Christian hat derweil der Ehrgeiz

gepackt. Er versucht immer

wieder den russischen Knoten und

auf einmal sehe ich ihn fast oben

unter der Decke. Aerial Fitness ist

auf jeden Fall ein Sport, der anspornt.

Auch ich bin ganz begeistert

und versuche immer wieder

die Luft-Grätsche.Zwar setzeich so

tief an, dass ich nur ganz knapp

über dem Boden hänge, aber egal,

Hauptsache,irgendwas klappt hier.

Regelmäßige Liegestütze

Keeva überlässt uns uns selbst und

hilft den anderen Kursteilnehmerinnen

bei ihren Übungen. Manche

klettern das Seil schon fix hoch,

aber anderehaben noch Probleme,

sich hochzuziehen. Wir halten alle

tapfer durch und freuen uns über

kleine Fortschritte. Als die Stunde

zu Ende ist, gesteht Keevauns Neulingen,

dass das Hochklettern tatsächlich

die große Hürde beim Zugang

zur Aerial Fitness ist. „Viele

tun sich damit schwer“, sagt sie.Sei

diese Klippe aber genommen,

werde es erheblich leichter. Ich

habe Zweifel, plane aber dennoch,

ab sofortregelmäßig Liegestützezu

machen. Es wäre doch zu schön,

mal in die Genüsse der höheren

Ebenen zu gelangen.

Artisten der Lüfte

Asana im Tuch: Aerial Yoga nennt

sich diese Yoga-Variante. IMAGO IMAGES

Aerial Fitness

Verschiedene Disziplinen werden

unter dem Begriff Aerial Fitness

zusammengefasst. Dazu zählt zum

Beispiel das beschriebene Aerial Silk,

das Turnen am Vertikaltuch. Dabei

wirdder ganzeKörper trainiert. Arm-,

Bein-, Bauchmuskeln –alles wirdbenötigt,

um Posen in luftiger Höhe einzunehmen.

Um dasTuch hochzuklettern,

spielen Arm- und Brustmuskeln

eine entscheidende Rolle.

Etwas leichter ist das Aerial Yoga.

DasTuch hängt in einer Schlaufe unter

der Decke. Esschwingt etwa einen

Meter über dem Boden, sodass

man es nutzen kann, um zum Beispiel

seinen Fuß einzuhängen, um

sich zu dehnen oder um darin zu liegen.

Der Luftring oder Aerial Hoop

ist fest und hängt in Greifhöhe unter

der Decke. Anihm können Felgaufschwünge

oder Klimmzüge geübt

werden. Er trainiert ebenfalls den

ganzen Körper und auch das Gleichgewicht.

(mec.)

Tuch im Nacken: ein Artist im Wintergarten-Varieté.

WINTERGARTEN

Zirkussport

Aerial Fitness und Aerial Silk können

in Deutschland erst seit wenigen

Jahren trainiert werden. Die

Sportart stammt aus den USA und

wird dort häufig unter Pole Sports

geführt. Der Sport andem Tuch, das

von der Decke hängt, ist dem an der

Stange („Pole Dance“) nicht unähnlich.

Ursprünglich waren die Übungen

am Vertikaltuch Teil des Trainings

für Akrobaten. Nummern am

Vertikaltuch gehören seit Jahren zum

festen Bestandteil von Programmen

zum Beispiel im Friedrichstadt-Palast

oder im Wintergarten. Dabei

sind besonders die Effekte beim Publikum

beliebt, wenn die Turner sich

ruckartig abwickeln und kurz vorm

Boden zum Liegen kommen.

DieFl’air-Macher sehen den Sport

als Angebot für Menschen, die sich

für Zirkus oder Varieté interessieren.

Hier können sie außerhalb der wenigen

Zirkusschulen Fertigkeiten für

Showserwerben. (mec.)

Knallbunt und reißfest: Vertikaltücher

kosten um die 100 Euro.

WWW.BALLABALLA.DE

Tücher

Vertikaltücher gibt es –invielen

verschiedenen Farben –bei unterschiedlichen

Anbietern. Sie kosten

rund 100 Euro und sind meistens

aus reißfestem Stoff, etwa aus Polyester.

Manche Tücher sind elastischer

als andere–die etwas steiferen

Tücher sind für Fortgeschrittene.Sie

werden doppelt genommen – das

heißt: Istdie Decke drei Meter hoch,

muss der Stoff mindestens sechs bis

acht Meter lang sein. Die Stoffbreite

liegt bei etwa 1,60 Meter.

Wichtig ist eine gute Aufhängung.

Diese muss nicht nur das Gewicht

des Turners halten, sondernauch bei

einigen Tricks starkem Druck standhalten.

Dann, wenn der Turner oder

die Turnerin sich zum Beispiel von

oben nach unten fallen lässt und sich

dabei aus dem Stoff abwickelt. Zur

Sicherheit sollte auch eine weiche

Bodenmatte ausgelegt werden. Sie

kann bei Stürzen das Gewicht abfedern.

(mec.)


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 21

· ·

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Sport

Der Rückkehrer

Es ist wahrscheinlich der

größte Transfer, den die Bundesliga

in dieser Saison zu bieten

hat: Uwe Gensheimer steht nach

drei Jahren bei Paris Saint-Germain

wieder bei den Rhein-Neckar-Löwen

unter Vertrag. Mit

dem Kapitän der deutschen Nationalmannschaft,

der für viele als

bester Linksaußen der Welt gilt,

kehrt einer der bekanntesten

Handballer in die deutsche Liga

zurück.

Ein gutes Zeichen, nachdem

sich zuletzt immer mehr Spieler

in Richtung Ausland verabschiedeten,

wo die körperliche Belastung

geringer, das Gehalt hingegen

meist höher dotiertist. Trotzdem

zog es den 32 Jahre alten

Mannheimer wieder in die Heimat,

und das nicht nur,umnäher

bei der Familie zu sein. „Ich habe

auch die Stimmung in den deutschen

Hallen vermisst und den

Wettkampf in der Bundesliga. Sie

ist nämlich ohne Frage die ausgeglichenste

Liga der Welt“, äußerte

sich Gensheimer gegenüber der

Handballwoche.

In diesem Jahr debütieren außerdem

internationale Stars wie

Michal Jurecki (KSVive Kielce), Filip

Kuzmanovski (Eurofarm Rabotnik/MKD),

Dejan Milosavljev

(Vardar Skopje/MKD) und Marko

Mamic (KS Kielce) in der Bundesliga.

(cap.)

Die Aufsteiger

Inder 54. Bundesliga-Saison ist

das Feld der achtzehn Mannschaften

wieder sehr ausgeglichen.

Nach zwei Jahren in der

Zweiten Liga gelang der Mannschaft

aus dem kleinen Balingen

der Wiederaufstieg. DasTeam um

Nationalspieler Martin Strobel

bestimmte in der zurückliegenden

Saison die Zweite Liga und

hofft, auch in der Erstklassigkeit

bestehen zu können.

Ebenfalls zurück in der Bundesliga

ist die HSG Nordhorn.

Nach dem Zwangsabstieg 2009

wegen Insolvenz gelang der

Mannschaft der Aufstieg. Der

EHF-Pokalsieger von2008 wirdes

in der Ersten Liga sicher nicht einfach

haben. Allerdings gelangen

den Nordhornern zwei Transfer-

Coups: Zumeinen konnte der frühere

isländische Nationaltrainer

Geir Sveinsson verpflichtet werden,

zum anderen unterstützt RobertWeber,Torschützenkönig

der

Bundesligasaison 2014/2015, den

Verein neuerdings auf Rechtsaußen.

(cap.)

Bruderliebe hin oder her

Zum Start der Handball-Bundesliga trifft Füchse-Zugang Michael Müller in Leipzig auf seinen Zwilling

VonCarolin Paul

Der Ruf des Haudegens

der Liga ist Michael Müller

vielerorts sicher. Abseits

vom Feld könnte

dieses Urteil allerdings nicht weiter

von der Realität entfernt sein. Beobachtet

man den Zugang bei den

Füchsen, fällt als erstes eines auf:

gute Laune. Entspannt schnackt der

34-Jährige mit seinen Mannschaftskammeraden,

macht Witze, lacht

selbst und scheint vollends in der

Hauptstadt angekommen zu sein.

In einem Großteil der Hallen wird

er dennoch mit einem Pfeifkonzert

begrüßt und gilt er als einer der unliebsamsten

Gegenspieler der Handball-Bundesliga.

Ein Phänomen,

über das der Rückraumspieler nur

schmunzeln kann: „Wenn man sich

die Statistik anschaut, stehen da

ganz andere Typen oben. Das ist etwas,was

man sich vielleicht über die

Jahre erarbeitet hat. Aber dann

müsste ich pro Saison zwanzig Rote

Karten haben.“

Weit oben in der Tabelle der meisten

Strafminuten, die im übrigen

Füchse-Geschäftsstellenleiter Volker

Zerbe anführt, steht jedoch sein

Zwillingsbruder Philipp, mit dem er

die vergangenen JahreinMelsungen

zusammengespielt hat – vielleicht

ein Grund für die Verwirrung. „Das

könnte sein“, lenkt der Neu-Berliner

ein, „für viele ist es einfach nur der

Müller. Doch ehrlich gesagt, finde

ich es nicht so schlimm, wenn alle

schreien und mich beleidigen.“

Zimmerpartner Heinevetter

Im Gegenteil, die wütende Menge

scheint den Rückraumspieler zu motivieren.

Vielleicht versteht er sich

auch deswegen so gut mit Silvio Heinevetter.

Der Berliner Schlussmann

lebt ja ebenfalls durch die Emotionen

auf dem Feld. Außerdem gehörte

Heinevetter, zu denjenigen,

die Müller vonMelsungen nach Berlin

gelotst haben –nur um dann im

nächsten Jahr selbst nach Hessen

weiterzuziehen.

Auf das gemeinsame Jahr freut

sich Müller.Erund Heinevetter kennen

sich aus der Nationalmannschaft,

haben sich dort wie hier das

Zimmer geteilt. Das hat Müller die

Eingewöhnung erleichtert. „Ich war

mehr als sechs Jahre aneinem Ort

und wusste, wie der Hase läuft. Jetzt

ist das wieder anders.Man kommt in

eine neue Mannschaft und eine

neue Stadt und muss die Eindrücke

erst mal wirken lassen“, sagt der gebürtige

Würzburger.„Aber da wurde

ich mit offenen Armen empfangen

und es hat vom ersten TaganSpaß

Findet es nicht schlimm, wenn alle schreien und ihn beleidigen: Michael Müller

„Es hat vom ersten TaganSpaß gemacht.

Ich lache viel. Ich glaube, das ist ein

sehr gutes Zeichen.“

Michael Müller hat sich schnell an seine neue Handball-Umgebung

bei den Füchsen Berlin gewöhnt.

A. GORA

gemacht. Ich lache viel. Ich glaube,

das ist ein sehr gutes Zeichen.“

Nureine Sache ist Müller in Berlin

nicht ganz geheuer:der Verkehr.Aus

Respekt vordem Trubel auf den Straßen

ist er in die Nähe des Sportforums

nach Weißensee gezogen, von

wo aus er nur acht Minuten mit dem

Fahrrad zum Training braucht. Und

wenn dann doch mal eine weitere

Tour mit dem Auto ansteht, wohnen

Fabian Wiede und Paul Drux in der

Nähe,umStarthilfe zu geben.

Erst mal vorfühlen

Diewar auch sportlich zunächst nötig.

Schließlich musste der 34-Jährige,der

bei seinem ehemaligen Verein

in Melsungen einer der tragenden

Spieler war,bei den Füchsen zunächst

seine neue Rolle finden. „Es

ist nicht meine Art, in eine Mannschaft

zu kommen, die eine gute

Struktur hat und erfolgreich ist, und

einfach hereinzubreschen. Da wollte

ich erst mal vorfühlen und nicht mit

der Faust auf den Tisch hauen und so

weitermachen wie die letzten Jahre.“

Mittlerweile funktionieren die

Absprachen allerdings immer besser

und Müller ist sich sicher, dass es

beim ersten Bundesliga-Spiel

ebenso mit der Aggressivität passt.

Denn gerade dieser Aspekt schien

bei ihm und den Füchsen in der Vorbereitungsphase

noch ausbaufähig

zu sein.

Der Auftakt gegen Leipzig hat für

Müller jedoch zusätzlich eine andere

Brisanz. Nach einer gefühlten Ewigkeit

trifft er auf seinen Zwillingsbruder

auf der gegnerischen Seite. Als

beide im Juni Hessen verließen, zog

es den „Kleinen“ –auf die fünf Minuten

Vorsprung legt Michael wert –

nach Leipzig, während der „Große“

das Angebot aus Berlin annahm.

Jetzt müssen die Brüder in der ersten

Bundesliga-Partie der Saison (Arena

Leipzig, 13.30 Uhr) gegeneinander

antreten.

„Es war natürlich schöner,als wir

noch miteinander gespielt haben.

Das wird unangenehm, vor allem

weil wir direkt gegeneinander spielen

und genau wissen, wie der andere

tickt. Ich hoffe, dass es nicht

allzu oft vorkommt“, blickt der Neufuchs

auf die Begegnung.

Trotz der ungewohnten Situation

steht für ihn aber außer Frage, dass

die Familienbande während des

Spiels in den Hintergrund tritt: „Sobald

das Spiel anfängt, blendet man

das aus. Dann ist es ein Gegner wie

jeder andere.“ ImFüchse-Trikot gilt

dann das Gleiche wie in den Jahren

zuvor: Müller wird mit vollem Körpereinsatz

agieren, Bruderliebe hin

oder her.

Der Favorit

Magdeburgführte er als erstes

deutsches Team zum Gewinn

der Champions League,Kiel

zu zwanzig Titeln in elf Jahren: Alfred

Gislason war einer der größten

Trainer,den die Bundesliga zu

bieten hatte. Der THW Kiel will

unter dem neuen Coach Filip

Jícha nach vier Jahren wieder

Meister werden. DieChancen stehen

gut. Ohne gravierende personelle

Veränderungen und mit einem

erstklassigen Kader ist der

THW der Titelfavorit.

Die Liste der Verfolger ist jedoch

lang, an ihrer Spitzesteht Titelverteidiger

Flensburg-Handewitt,

der im 100. Nordderby am

Mittwoch seine Stärke zeigte und

gegen Kiel im Siebenmeterwerfen

den Super Cup gewann. Wieder

oben mitspielen wollen die

Rhein-Neckar-Löwen. Doch auch

die Mannheimer haben den Abgang

eines Großen zu verkraften.

DerdänischeWeltmeister-Trainer

Nikolaj Jacobsen hat den Verein

verlassen und das Amt in die

Hände des Isländers Kristján

Andrésson übergeben.

Mit vier weiteren Zugängen –

darunter Nationalspieler Uwe

Gensheimer –könnten die Löwen

in diesem Jahr wieder angreifen.

Für Überraschungen gut sind außerdem

die Mannschaften aus

Melsungen und Magdeburgsowie

die Füchse Berlin. (cap.)

Die Neuerungen

Die auffallendste Änderung in

diesem Jahr ist der Hauptsponsor

der Bundesliga (HBL).

Bis mindestens 2022 ist ein Öl-

Hersteller neuer Namensgeber,

wofür die HBL rund 1,8 Millionen

Euro proSaison erhält.

Innovativ ist außerdem die Daten-Erfassung

bei den Begegnungen.

Ein sogenannter iBall wird

benutzt, um unter anderem die

Wurfgeschwindigkeiten zu messen.

Außerdem tragen die Spieler

Analyse-Chips in ihren Trikots.

Mithilfe der neuen Technologie

sollen Daten wie Sprunghöhe,

Laufgeschwindigkeit und Laufweg

sowie Energieverbrauch in

Echtzeit gemessen werden.

Unverändert bleibt die Situatioan

bei den Fernsehübertragungen.

Alle 306 Partien werden bei

Sky im Pay-TV zu sehen sein,

während die ARD mindestens vier

Spiele zeigt, die Dritten Programme

zusätzlich acht. Wie gehabt

wird donnerstags (19 Uhr)

und sonntags (13.30/16 Uhr) gespielt.

(cap.)

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22 * Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Sport

NACHRICHTEN

Lo verletzt sich bei Sieg

im Testspiel gegen Tunesien

BASKETBALL. Dasdeutsche Nationalteam

um NBA-Profi Dennis

Schröder gewann einen Tagnach der

Ankunft in Asien auch das fünfte

Vorbereitungsspiel für die WM in

China (ab 31. August). Gegen Tunesien

siegte die Auswahl vonBundestrainer

Henrik Rödl in Japan 89:70

(42:35). Allerdings zogsich Aufbauspieler

Maodo Lo vonBayernMünchen

eine Knöchelverletzung zu.

Sprinter Marcel Kittel

beendet seine Profi-Karriere

RADSPORT. Marcel Kittel, 31, mit 14

Erfolgen deutscher Rekord-Etappensieger

bei der Tour de France,beendete

seine Profi-Karriere. DerArnstädter,der

seit Maiohne Team war,

sagt: „Ich habe die Freude an dem

Sportverloren. Unddamit jede Motivation,

mich weiter zu quälen.“

Liebscher und Vierer holen

WM-Gold, Brendel im Plan

KANU. Olympiasieger TomLiebscher

aus Dresden und der Kajak-

Vierer der Männer sorgten bei der

WM in Szeged für die ersten deutschen

Goldmedaillen. Liebscher gewann

im Einer über 500 m, das Männer-Quartett

über die doppelte Distanz.

Olympiasieger Sebastian Brendel

steht im Canadier-Einer über

1000 Meter im Halbfinale,der Potsdamer

könnte Sonntag zum fünften

MalinFolge Weltmeister werden.

Startnach Maß für die

deutschen Frauen

VOLLEYBALL. Diedeutschen

Frauen vonBundestrainer Felix Koslowski

besiegten zum Auftakt der EM

in BratislavaTurnierneuling Schweiz

mit 3:0 (25:16, 25:19, 25:21).

Frankfurts Rebic wegen

Passivität kritisiert

FUSSBALL. Eintracht Frankfurts

Stürmer Ante Rebic wirdnach seinem

lustlosen Auftritt in den Playoffs

für die Europa League hartkritisiert.

Manwerde sich zusammensetzenund

Klartext sprechen, sagte

Trainer AdiHütter nach dem 0:1 im

Hinspiel bei Racing Straßburg. Das

sei keine Leistung gewesen, wie man

sich das vonRebic vorstelle.

Frauen spielen um Gold,

Männer wollen Bronze

HOCKEY. Diedeutschen Frauen besiegten

bei der EM in Antwerpen im

Halbfinale Spanien mit 3:2, treffen

im Endspiel am Sonntag auf die Niederlande.Dieses

Duell gibt es bei

den Männer auch, hier geht es am

Sonnabend aber um Bronze.

Vier Berliner bei der WM

in olympischen Klassen

RUDERN. Berlin ist bei der WM in

den olympischen Bootsklassen, die

am Sonntag in Linz beginnt, mit vier

Athleten dabei. Im Zweier ohne

Steuermann sitzt Wolf-Niclas Schröder

vonArkona 1879, Karl Schulze

vomBRC im Doppelvierer.Den

Deutschlandachter steuertMartin

Sauer (RCÄgir), im Frauenachter rudertAlyssa

Meyervom RC Tegel.

Vier Jahre Sperre für

Russlandstar Kusnezow

EISHOCKEY. Wegen Kokainkonsums

sperrte der Weltverband IIHF den

russische NHL-Star Jewgeni Kusnezowinternational

für vier Jahre. Der

Stürmer der Washington Capitals

wurde bei der WM im Maiinder Slowakei

positiv auf die Substanz getestet.

Kusnezowselbst beteuert, nie

Drogen genommen zu haben.

Zu viel Schwung

Deutschlands Springreiter müssen sich bei der EM im Mannschaftswettbewerb mit Silber begnügen

VonGabriele Pochhammer,Rotterdam

Die deutschen Springreiter

haben bei den Europameisterschaften

in

Rotterdam die Goldmedaille

knapp verpasst. Das Quartett

um Weltmeisterin Simone Blum mit

Alice gewann am Freitag Silber. Die

30-Jährige kassierte in der insgesamt

dritten Runde der EM mit ihrer Stute

erstmals vier Strafpunkte, doch ihre

Kollegen retteten die Silbermedaille.

Zum Team von Bundestrainer Otto

Becker gehörten außerdem Marcus

Ehning mit Comme il Faut, Daniel

Deußer mit Tobago und Christian

Ahlmann mit Clintrexo. Mit 12,07

Fehlerpunkten holten die Springreiter

aus Belgien Gold, die Briten

(21,41) Bronze. Chancen auf eine

Einzelmedaille am Sonntag haben

Daniel Deußer mit Tobago (Siebter

mit 5,47), und Simone Blum mit

Alice (Achte 6,21).

Blum als erste deutsche Starterin

kassierte am mittleren Sprung der

dreifachen Kombination einen Abwurf,

als sie mit zu viel Schwung in die

Hinderniskombination galoppierte.

„Den Fehler nehme ich absolut auf

meine Kappe“, sagte sie,„Alice hat wie

immer alles gegeben.“ Mit 6,21 liegt

Blum zwar noch in der Spitzengruppe,

aber doch mehr als einen Springfehler

vom führenden Briten Ben Maher

(0,62 Strafpunkte) entfernt. „Vier Fehlerpunkte

sind natürlich teuer.“ Man

merke den Pferden an, das dies der

dritte schwereParcours an drei Tagen

sei, fügte sie hinzu.

Mahers Pferd Explosion, vor wenigen

Wochen Dritter im Großen

Preis von Aachen, meisterte auch

diesen Parcours bis auf einen bangen

Moment an Hindernis fünf, souverän.

Es sieht nicht so aus,als ob der

zehnjährige Fuchs an diesem Wochenende

noch einen Fehler machen

wird. „Der Kurs kommt uns

entgegen“, sagte Maher. „Er ist gemacht

für sehr vorsichtige Pferde mit

viel Qualität, die haben wir.Wir hatten

bisher mehr Fehler am Wassergraben

als an den Hindernissen und

heute ist kein Wassergraben dabei.“

Für die Briten ging es nicht nur

um einen guten EM-Auftritt, vor allem

mussten sie sich die Tokio-Qualifikation

erreiten. Das gelang außer

ihnen auch den Belgiern und Franzosen.

Die Deutschen sind bereits

seit der WM-Bronzemedaille von

2018 für Olympia qualifiziert.

Auf den ersten Blick wirkte der

Kurs luftig und leicht. Zwischen den

dünnen Stangen war viel Raum, das

Ein Fehler zu viel: Simone Blum auf Alice.

Unersättlich: Isabell Werth

hat nicht genug.Der 19. EM-

Goldmedaille will die erfolgreichste

Reiterin der Welt am

Sonnabend (15 Uhr) in der

Kür die Nummer 20 folgen

lassen. „Ich weiß, dass mit

Bella Rose alles möglich ist.“

DRESSUR-DUELL IN ROTTERDAM

Möglich: Das sagte die 50

Jahre alte Dressurreiterin bei

der EM in Rotterdam: „Es

liegt an mir,esmöglich zu

machen.“ In der Kür wird ein

ähnlicher Zweikampf erwartet

wie im Grand Prix Spezial

am Donnerstagabend.

DPA/VENNENBERND

Ähnlich: Da gewann Werth

im Sattel vonBella Rose

knapp vorder gleichaltrigen

Dorothee Schneider aus Framersheim

mit Showtime.

„Da sind die beiden alten

Frauen vorne, super“,

scherzte die Siegerin.

Fixer als ein Schnellschuss

machte die Sprünge in Kombination

mit gewollten optischen Täuschungen

für die Pferde schwer einzuschätzen,

so etwa der Sprung Nummer

acht, drei weiße Stangen in 1,20

Meter Höhe und dann eine kaum

sichtbaredunkle Stange 40 Zentimeter

höher.

Der zweite deutsche Reiter Christian

Ahlmann blieb mit Clintrexo

ohne Abwurfund konnte damit seine

acht Fehler vom Vortag glänzend

kompensieren. Der zehnjährige

Schimmelhengst wirkte sicher und

konzentriert. „Ich musste ihm einmal

helfen, dann fing er wieder an, mit guter

Technik zu springen“, sagte Ahlmann

nach einem Ritt. „Als zweiter

Reiter muss ein gutes Ergebnis her,

daran hätte auch eine Nullrunde von

Simone nichts geändert“, sagte er zufrieden

.

Kaum größer als ein Pony

Auch der dritte deutsche Reiter,Marcus

Ehning auf Comme il Faut,

konnte den Eindruck vom mit zwei

Abwürfen belasteten Ritt vomVortag

eindrucksvoll korrigieren. Der kleine

braune Hengst, kaum größer als ein

Pony, katapultierte sich über die

Sprünge,von denen einige höher warenals

er selbst. Er gab sich die größte

Mühe, die Stangen liegen zu lassen.

Unddas gelang ihm, unterstützt von

seinem ebenso routinierten wie gefühlvollen

Reiter, aufs Allerbeste.

Comme il Faut schien sich in Erinnerung

zu rufen, dass er der Sohn zweier

Olympiapferde ist, des Schimmelhengstes

Cornet Obolensky, unter

Marco Kutscher in Hongkong dabei,

und der Ratina Z, eines der besten

Pferde ihrer Zeit, mit der Ludger Beerbaum

1996 Mannschaftsolympiasieger

wurde.Ehning war voll des Lobes:

„Ich habe mich schon vorher richtig

auf diesen Parcours gefreut, mein

Pferd sprang so, wie es sonst eigentlich

immer springt. Undeszeigt, dass

ich vielleicht doch ein Mannschaftsreiter

bin, ich hatte schon daran gezweifelt.“

Zu dem Versehen seiner

Kollegin sagte er:„Simone ist schließlich

auch keine Maschine.“

Daniel Deußer als Schlussreiter

oblag es nun, das Ergebnis zu sichern.

Bisdahin hatte sich der elfjährige Tobago

nichts zuschulden kommen lassen,

aber an einem breiten Oxer zum

Ende des Parcours bekam der Fuchs

die Weite nicht und ließ die oberste

Stange mitgehen. Doch auch ohne

diesen Fehler hätte es nicht mehr zu

Gold gereicht, nachdem der letzte

Belgier, Gregory Wathelet auf Nevados,alle

Stangen liegen ließ.

Sollte US-Sprinter Coleman tatsächlich drei Dopingtest verpasst haben, würde er die WM 2019 und Olympia 2020 versäumen

Wie so ziemlich alle Athleten, die

Wert auf ihre Vermarktung legen,

stellt sich US-Sprinter Christian

Coleman in den sozialen Netzwerken

dar. Dass er in Sachen Vermarktung

schon weit gekommen ist, zeigt

die Tatsache, dass er bei Instagram

nicht einfach als Athlet firmiert, sondernals

„Nike Athlete“. Seit 2017 beflügelt

der Sportartikelhersteller den

jungen Mann aus Atlanta, Georgia,

mit einem lukrativen Ausrüstervertrag.

Schließlich wird Coleman

längst als Nachfolger des großen

Puma-Athleten Usain Bolt gehandelt.

Erst recht, seit er den Jamaikaner

zusammen mit dem damaligen

Gewinner Justin Gatlin vorzweiJahreninLondon

besiegte und als WM-

Dritten in den Ruhestand schickte.

Unter„News“ richten sich auf Colemans

Homepage Kameras auf den

23-Jährigen. Darunter steht: Weltjahresbestzeit:

9,81 Sekunden. Die

Neuigkeit ist gar nicht so neu, sondernvom

1. Juli. AufFacebook kommentiert

Userin Laura Zeffer dazu:

„Tokyo baby, Tokyo! faster than a

speeding bullet“. Doch daraus, dass

Coleman bei den Olympischen Spie-

„Komplikationen nach dem Training“: Christian Coleman

AFP/JOHN THYS

fenbar verpassten Tests. Kurz vor

dem Diamond-League-Meeting in

Birmingham am vorigen Sonntag

kam von 60-m-Hallenweltrekordler

Coleman jedoch eine Startabsage –

„als Ergebnis von Komplikationen

nach dem Training in der vergangenen

Woche“. Beidreiverpassten Dopingtest

droht eine Dopingsperre

von bis zu zwei Jahren. Sollte die

Usada tatsächlich ein Verfahren ein-

len 2020 in Tokio fixer als ein Schnellschuss

unterwegs sein könnte, wird

ja nun vielleicht gar nichts mehr.

Denn die NewYork Times sowie die

Daily Mail berichten, der neue Stern

am Sprinterhimmel, habe innerhalb

von zwölf Monaten gleich dreimal

nicht bei Dopingtests geleuchtet.

Die US-Antidoping-Behörde

(Usada) äußert sich bislang ebenso

wenig wie Coleman zu den drei ofgeleitet

haben und Coleman, dessen

Anwälte offenbar einen der verpassten

Tests anfechten, für schuldig befunden

werden, würde er nicht nur

die anstehende WM in Katar verpassen,

sondernauch Olympia in Tokio.

Bei Nike dürfte man sich schon

Sätze zur Krisenkommunikation zurechtlegen.

Wundernmüsste sich allerdings

niemand über einen neuen

Fall in der chronisch verseuchten

Leichtathletik-Disziplin, denn von

den 50 besten Zeiten über 100 Meter

überhaupt wurden nur 15 nicht von

Athleten gerannt, die entweder des

Dopings überführt oder wegen verpasster

Tests der Manipulation beschuldigt

waren. Diese 15 Zeiten

wurden alle vonYamswurzel-Konsumet

Usain Bolt erzielt. Schon zweimal

wurde dagegen Justin Gatlin als

Doper überführt. Jener Gatlin, der

bei der WM 2017 schneller als Coleman

und Bolt war, 37Jahre auf dem

Sprinterbuckel hat, und als Weltranglistenvierter

Medaillenanwärter

für die WM in Doha ist. Jener Gatlin,

den Coleman seinen Mentor nannte

und vondem er sagt:„Erhat mir viele

Ratschläge gegeben.“ (kah. mit sid)

ZAHLEN

Fußball

Bundesliga, 2. Spieltag

1. FC Köln −Bor.Dortmund 1:3

Hoffenheim −WerderBremen Sa., 15.30

Düsseldorf−Leverkusen Sa., 15.30

Mainz 05 −M'gladbach Sa., 15.30

FC Augsburg −Union Berlin Sa., 15.30

SC Paderborn−SCFreiburg Sa., 15.30

FC Schalke04−München Sa., 18.30

RB Leipzig −Eintr.Frankfurt So., 15.30

Hertha BSC−VfL Wolfsburg So., 18.00

1 Bor.Dortmund 2 8: 2 6

2RB Leipzig 1 4: 0 3

3SC Freiburg 1 3: 0 3

4Düsseldorf 1 3: 1 3

5 Leverkusen 1 3: 2 3

6VfL Wolfsburg 1 2: 1 3

7 Eintr.Frankfurt 1 1: 0 3

8Hertha BSC 1 2: 2 1

8München 1 2: 2 1

10 M'gladbach 1 0: 0 1

10 FC Schalke04 1 0: 0 1

12 SC Paderborn 1 2: 3 0

13 Hoffenheim 1 0: 1 0

14 Werder Bremen 1 1: 3 0

15 1. FC Köln 2 2: 5 0

16 Mainz 05 1 0: 3 0

17 FC Augsburg 1 1: 5 0

18 Union Berlin 1 0: 4 0

2. Bundesliga

4. Spieltag

Darmstadt 98 −Dyn. Dresden 0:0

Erzg.Aue−VfB Stuttgart 0:0

Hannover96−Gr. Fürth Sa., 13.00

Regensburg −Arm.Bielefeld Sa., 13.00

VfL Bochum −SVWehen Sa., 13.00

Nürnberg −VfL Osnabrück So., 13.30

Heidenheim −Sandhausen So., 13.30

Karlsruher SC−Hamburger SV So., 13.30

FC St. Pauli−Kiel Mo., 20.30

1 VfB Stuttgart 4 6: 4 8

2Hamburger SV 3 6: 1 7

3 Erzg.Aue 4 6: 5 7

4 VfL Osnabrück 3 6: 3 6

5Karlsruher SC 3 7: 5 6

6Gr.Fürth 3 4: 3 6

7Arm. Bielefeld 3 7: 5 5

8Darmstadt 98 4 3: 5 5

9Hannover96 3 5: 3 4

10 Heidenheim 3 6: 5 4

11 Regensburg 3 4: 3 4

12 Sandhausen 3 4: 4 4

13 Kiel 3 3: 4 4

14 Dyn. Dresden 4 4: 6 4

15 Nürnberg 3 3: 7 3

16 VfL Bochum 3 4: 7 1

17 FC St. Pauli 3 3: 6 1

18 SV Wehen 3 3: 8 0

3. Liga

6. Spieltag

Ingolstadt−Hansa Rostock 2:2

Braunschweig−Würzb.Kickers Sa., 14.00

Pr.Münster −KFC Uerdingen Sa., 14.00

Großaspach −Viktoria Köln Sa., 14.00

B. München II−Chemnitzer FC Sa., 14.00

Magdeburg −München Sa., 14.00

SV Meppen −FCCZJena Sa., 14.00

Waldhof Mannheim−Duisburg So., 13.00

Unterhaching −Hallescher FC So., 14.00

FSV Zwickau −Kaiserslautern Mo., 19.00

1 Ingolstadt 6 13: 5 14

2Duisburg 5 14: 5 12

3 Braunschweig 5 11: 6 12

4 Unterhaching 5 11: 7 11

5Waldhof Mannheim 5 8: 3 9

6Hallescher FC 5 7: 4 9

7Viktoria Köln 5 11: 11 7

8 Pr.Münster 5 8: 8 7

9Großaspach 5 8: 9 7

10 FSV Zwickau 5 5: 6 7

11 Magdeburg 5 6: 6 6

12 Würzb.Kickers 5 10: 14 6

13 B. München II 5 8: 12 6

14 Hansa Rostock 6 7: 9 5

15 Kaiserslautern 5 6: 8 5

16 München 5 5: 7 5

16 SV Meppen 5 5: 7 5

18 KFC Uerdingen 5 6: 9 5

19 Chemnitzer FC 5 6: 11 2

20 FC CZ Jena 5 2: 10 0

Handball

Bundesliga, 1. Spieltag

Magdeburg -Balingen-Weilstetten 38:26 (17:12)

HSG Wetzlar -TBV LemgoLippe 28:32 (17:15)

Nordhorn-Lingen -Bergischer HC 21:26 (12:13)

DHfK Leipzig -Füchse Berlin So., 13.30

MT Melsungen -Flensburg-Handewitt So., 16.00

THW Kiel -Frisch AufGöppingen So., 16.00

Ludwigshafen -Rhein-Neckar Löwen So., 16.00

Hannover-Burgdorf -GWD Minden So., 16.00

HC Erlangen -TVB Stuttgart Do., 29.08.

Tennis

WTA-Turnier in New York

Viertelfinale: Quiang (China) -Blinkowa(Russland)

0:6, 6:1, 6:4, Siniakova(Tschechien/Nr.5)-

Pera (USA) 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, Linette (Polen) -

Muchova (Tschechien) 6:7 (4:7), 6:4, 7:6 (7:3),

Giorgi (Italien) -Cornet (Frankreich) 6:2, 6:1


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 23 *

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Sport

Nah am Fan: Hertha-Zugang Dodi Lukebakio ist als Selfie-Partner gefragt.

CITY PRESS

Schöne Aussichten auf attraktiven Fußball

Im Kampf um mehr Zuschauer im Olympiastadion setzt Hertha BSC auf Offensive. Damit soll es schon am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg losgehen

VonMichael Jahn

Sonntagabend, 18 Uhr: Hertha

BSC empfängt im ersten

Heimspiel der Saison den

VfL Wolfsburg. Der Hauptstadtklub

kommt mit neuem Trainer

(Ante Covic), neuem Investor (Lars

Windhorst), neuem Rekordtransfer

(Dodi Lukebakio) und neuen Zielen

(ein Platz in der vorderen Tabellenhälfte)

ins Olympiastadion. Wird das

vielleicht 50 000 Zuschauer oder gar

mehr Fans anlocken?

Das ist wohl nicht der Fall. Herthas

Prognose zwei Tage vor dem

Duell: Rund 40 000 Zuschauer werden

ins Stadion kommen.

Cheftrainer Ante Covic, der eine

„gesunde Anspannung“ verspürt

und seine engsten Freunde im Stadion

weiß, sagt: „Sonntag, 18 Uhr, ist

keine perfekte Zeit für unsere Anhänger

aus dem Umland. Wir müssen

halt in Vorleistung gehen und erfolgreichen

Fußball spielen, um

Massen zu unseren Spielen zu locken.“

Manager Michael Preetz

glaubt, dass die Mannschaft mit dem

2:2 beim Meister Bayern München

schon eine guteVorleistung gebracht

hat und auch der Gegner Wolfsburg

mit dem 2:1-Sieg gegen Köln. Aber er

sagt auch lächelnd: „Wir haben noch

Platz im Stadion.“ Den hat Stadtrivale

1. FC Union nicht bei lediglich

22 000 Plätzen an der Alten Försterei.

Dennoch wird Hertha im Moment

wohl kaum neutrale Fußballanhänger

an Union verlieren –schon weil

diese nur schwer an Tickets kommen,

wenn sie nicht Mitglied beim

Aufsteiger sind. Trotzdem wird sich

Hertha zunehmend einer Konkurrenzsituation

beim Kampf um Zuschauer

stellen müssen. In der Vorsaison

unter Trainer Pal Dardai betrug

der Zuschauerschnitt 49 318 –

Platz sieben im Liga-Ranking.

Doch mit demVersprechen, künftig

attraktiven und offensiven Fußball

zu bieten, kann Hertha BSC sicherlich

punkten. Egal, wie die ewige

Stadiondebatte ausgeht, die Mannschaft

muss noch bis 2025 im schwer

zu füllenden Olympiastadion spielen,

ehe vielleicht ein eigenes Stadion

–woauch immer –steht. Immerhin

dreimal wird indieser Spielzeit

das Olympiastadion restlos gefüllt

sein: gegen Bayern, Dortmund

und den 1. FC Union.

Viele im Umfeld vonHertha glauben

inzwischen, dass die aktuelle

Mannschaft die offensivstärkste der

letzten Jahreist, was für Zugkraft sorgen

sollte. Sie besitzt in den beiden

Altmeistern der Szene, Salomon Kalou

und Vedad Ibisevic, starke Charaktere

in vorderster Front. Dazu

kommen die schnellen und technisch

brillanten jungen Wilden Dodi

Lukebakio und Javeiro Dilrosun.

Nicht zu vergessen, der schlaksige

Davie Selke, der vehement in die

Stammformation drängt. MitDauerläuferVladimir

Darida, Ondrej Duda,

„dem Mann für die besonderen Momente“,

so Covic, und Eigengewächs

Arne Maier warten hinter der Sturmformation

ebenfalls offensivfreudige

Mittelfeldakteure, die als spielstarke

Zulieferer agieren. In Marko Grujic

besitzt Covic zudem einen vielseitigen,

kopfballstarken Mann, der dem

Spiel Struktur und Power verleiht.

Covic denkt als ehemaliger dribbelstarker

Angreifer eher nach vorn und

will sein Team so ausrichten.

Karl-Heinz Granitza, 67, der einst

als „spielender Mittelstürmer“ in 73

Bundesligaspielen 34 Treffer für Hertha

erzielte, sagt: „Covic besitzt eine

„Wir müssen halt in Vorleistung

gehen und erfolgreichen Fußball spielen,

um Massen zu unseren Spielen zu locken.“

Hertha-Cheftrainer Ante Covic weiß, wie es funktionieren könnte,

mehr Zuschauer ins Berliner Olympiastadion zu locken.

dynamische Truppe. Die Offensivqualität

liegt über dem Schnitt. Er

hat mit Lukebakio und Dilrosun auf

den beiden Außenpositionen unglaublich

schnelle Leute. Ich halte

diese Offensive für noch stärker als

einst das tolle Duo Marko Pantelic

und Andrej Woronin, das die Fans

mit seiner Spielweise und Ausstrahlung

begeisterte.Die beiden standen

unter Trainer Lucien Favre imZenit

ihrer Karriere, agierten unglaublich

entschlossen im Strafraum und haben

immer ihre Tore gemacht. Das

muss der aktuelle Jahrgang erst beweisen.“

Granitza, der in den Achtzigerjahren

in 225 Spielen für Chicago

Sting in den USA 141 Tore schoss und

später lange als Scout für den FC

Chelsea unterwegs war, glaubt, dass

auch wieder mehr Fans ins Olympiastadion

pilgern werden, „wenn die

Jungs Offensivpower zeigen. Das

zählt bei den Zuschauern, denen ist

ein 5:4 lieber als ein 1:0.“

Der Zusammenhang zwischen

erfolgreicher und attraktiver Spielweise

und dem Zuschauerzuspruch

ist bei Hertha in der Vergangenheit

deutlich zu sehen. Als das Team um

Pantelic, Woronin, Pal Dardai und

Raffael 2008/09 lange um die Meisterschaft

spielte, kamen im Schnitt

52 157 Zuschauer ins Olympiastadion.

Allein die Kulissen in den letzten

vier Heimspielen waren beeindruckend:

Dortmund (1:3/74 244),

Bremen (2:1/68 022), Bochum

(2:0/71 323) und gegen Schalke (0:0/

74 244).

Auch nach dem Wiederaufstieg in

die Erste Liga 1996/97 kamen im

Schnitt 53 118 Fans ins Stadion, die

Neugierde auf Bundesligafußball

war groß, was auch Ante Covic damals

als Spieler erlebte. Als das

Sturmduo Michael Preetz/Andreas

Thom 1998/99 Hertha gar in die

Champions League schoss, honorierten

den Angriffsfußball auch die

Fans: 52 461 verfolgten im Schnitt

die Spiele. Karl-Heinz Granitza, der

einstige Torjäger, glaubt an die neue

Offensivkraft der Hertha. „Für München

hatte ich 2:2 getippt. Gegen

Wolfsburg gewinnt Hertha mit 3:1.“

Damit könnten alle bei Hertha am

Sonntag gegen 20 Uhr wohl sehr gut

leben.

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Die langsame Metamorphose

Das Spiel des FC Bayern beim FC Schalke könnte durch die Debüts von Coutinho, Perisic und Hernández Hinweise liefern, wie sich der Stil der Münchner verändert

VonMaik Rosner,München

Beim Blick in die Glaskugel war

sich auch Niko Kovac nicht ganz

sicher, was er dort eigentlich erkennt.

Es ging gerade nicht um Philippe

Coutinho, was ziemlich selten

vorkam in den vergangenen Tagen

beim FC Bayern. Stattdessen war

nun der andere jüngst verpflichtete

Leihspieler der Münchner,IvanPerisic,

Thema der Vorausschau. Doch

selbst sein Trainer schien noch zu

rätseln, welches Ergebnis bei seinen

Überlegungen über seinen kroatischen

Landsmann herauskommen

wird. „Er ist eine Option, vielleicht

auch von Beginn an. Wer weiß das

schon?“, fragte Kovac und schob

eine Antwort nach, die nahelegte,

dass er die Antwort noch nicht abschließend

gefunden hat. Wer das

also wisse? „Ich wahrscheinlich“,

sagte Kovac und lächelte.

Auch wenn Trainer gern mit Aufstellungen

pokern, um den Gegner

im Unklaren zu lassen, muss man

sich das vor dem Spiel der Bayern

beim FC Schalke an diesem Sonnabend

wohl tatsächlich so vorstellen:

Die Münchner haben nach den

jüngsten Transfers nun einen Kader,

mit dem sie sich für die hohen Saisonziele

gewappnet fühlen, obwohl

sie nicht genau wissen, wann und

wie sie ihre prominentesten Zugänge

einbauen –und wie sich Stil

und System dadurch verändern.

„Nicht verheizen“

Coutinho,Lieblingsrolle Zehner,also

Spielmacher? „Kann viele Positionen

spielen“, sagt Kovac. Perisic, Kernkompetenz

Linksaußen? Ist laut Kovac

inSachen Fitness „sehr viel weiter“

und „auf einem ganz anderen

Niveau als Philippe“, weshalb Coutinho

nun noch nicht in der Startelf

stehen werde, Perisic aber vielleicht

schon. Und der 80 Millionen Euro

teure Rekordzugang Lucas

Hernández, der nach seiner Knie-OP

im Märzund langer Reha bisher nur

im Pokal für ein paar Minuten mitwirkte?

Habe zwar nicht mehr den

„absoluten Nachholbedarf“ wie

Coutinho, ist aber auch noch nicht

ganz wettkampffit. „Wir versuchen,

ihn schon zu integrieren“, sagt Kovac

über Hernández.

Für diesen gilt wie für Coutinho

des Trainers Hoffnung, dass die

Spielverläufe bei Schalke und danach

gegen Mainz 05 erlauben, seinen

beiden spektakulärsten Zugängen

Wettkampfpraxis zu gewähren.

Dass das Publikum vor allem Coutinho

sofort90Minuten lang spielen

sehen will, weiß Kovac. Aber er

werde den wegen der Copa América

später in die Vorbereitung eingestiegenen

Brasilianer „nicht verheizen“,

genauso wenig wie seinen neuen linken

Innenverteidiger Hernández.

Gutmöglich also trotz der Andeutungen

zu Perisic, dass wie beim Ligaauftakt

gegen Hertha BSC (2:2)

auch beim FC Schalke Verteidiger

Benjamin Pavard als einziger

Münchner Zugang beginnen wird.

Undebenso denkbar erscheint, dass

das Publikum in der zweiten Halbzeit

Augenzeuge einer langsamen

Metamorphose wird. Es könnte laufen

wie bei einem Chamäleon. Der

FC Bayern beginnt in gewohnter

Farbgebung, doch je länger das Spiel

dauert, umso mehr wandelt sich das

Bild, weil zunehmend neue Kolorierungen

durch die Einwechselungen

von Perisic, Hernández und Coutinho

hinzukommen. Wahrscheinlich

sind deren Ligadebüts für den

Spielt er am Wochenende schon?

Philippe Coutinho GETTY IMAGES/A. HASSENSTEIN

Meister nun ja durchaus und damit

auch, dass das Topspiel erste Hinweise

liefern dürfte, wie sie dessen

Spielweise verändernwerden.

„Fußballerisch sehr dominant“

Es ist ein Prozess, dessen Ergebnis

nach den Länderspielen Mitte September

möglichst weit gediehen sein

soll, wenn die Champions League

beginnt. Verbunden mit der Frage,

wie sich das System wandeln und

was das für bisherige Stammkräfte

wie Thomas Müller bedeuten wird.

Karl-Heinz Rummenigge hat da

schon klare Erwartungen. Coutinho

sei als klassische Nummer zehn eingeplant,

„deshalb hat er sie auch bekommen“,

sagte der Vorstandschef.

Für Kovac steht demnach die Abkehr

von seinem favorisierten 4-3-3-System

ohne Spielmacher und mit einem

Sechser (bisher Thiago

Alcántara) hin zum 4-2-3-1 mit Zehner

und zwei Sechsernan. Wieinder

Vorsaison, als er diese Neuordnung

in der Herbstkrise vornahm, weshalb

es nun„kein Problem“ wäre,„das anzupassen“,

wie Kovac sagt.

Dem klassischen Sechser Javier

Martínez käme das gelegen, weil er

dann zusammen mit Thiago spielen

könnte. Für Renato Sanches ist das

wegen seines Wechsels zu OSC Lille

für angeblich 20 bis 25 Millionen

Euro Ablöse kein Problem mehr.Vor

allem für Müller und die anderen

eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler

Leon Goretzka, Corentin

Tolisso und Zugang Michaël Cuisance

jedoch schon, weil es im Zentrum

nur noch eine Zehn statt der

bisherigen zwei Achter gäbe. Und

klar vorgesehen ist die Kreativzentrale

ja laut Rummenigge für Coutinho,

sobald er fit ist. Für jenen

Feinfuß also, über den sein früherer

Trainer beim FC Liverpool, Jürgen

Klopp, sagt, dass dieser ein „fußballerisch

sehr dominanter Spieler“ sei,

der eine Mannschaft „prägen kann“,

auch als Achter oder Linksaußen mit

Zugindie Mitte.

DasSchalke-Spiel könnte zumindest

gegen Ende einen ersten Blick

auf die Wandlung des FC Bayern

durch Coutinho freigeben und nebenbei

auch durch Perisic und

Hernández. Vielleicht sogar mit einer

Systemumstellung im Laufe der

Partie.Aber werweiß das schon? Kovac,

jedenfalls wahrscheinlich.


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 – S eite 24

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Sport

Nur das

Jetzt soll

zählen

Das Spiel in Augsburg sei für ihn ein Spiel

wie jedes andere, sagt Unions Verteidiger

Marvin Friedrich. Aber darf man das bei

dieser Vorgeschichte glauben?

„Wir müssen mutiger werden“:

Marvin Friedrich

IMAGO IMAGES

VonMarkus Lotter und Patrick Berger

Marvin Friedrich will

sich nicht mehr mit

der Vergangenheit beschäftigen.

Mit dieser

für ihn dunklen Zeit als Kadermitglied

des FC Augsburg, als er im

Sommer 2016 voller Zuversicht vom

FC Schalke 04 zu den bayerischen

Schwaben gewechselt war,aber vom

damaligen FCA-Coach Manuel

Baum nicht berücksichtigt wurde

und eineinhalb Jahrelang nur in der

zweiten Mannschaft zum Einsatz

kam. Regionalliga statt Bundesliga,

Schattenmann statt Startelfkandidat.

Insofern kann man es dem 23

Jahre alten Innenverteidiger des

1. FC Union nicht verdenken, dass er

für das Auswärtsspiel am Sonnabend

– zumindest im Austausch

mit den Journalisten –zufolgendem

Schluss gekommen ist: „Ich muss

ehrlich sagen, das ist wie jedes andere

Spiel auch, nichts Besonderes.

Vielleicht auch, weil ich dort nie gespielt

habe.“ Seine restlichen Aussagen

zum Gegner sind unter der Rubrik

Allgemeinplatz einzuordnen.

Augsburgs sei „eine heimstarke

Mannschaft. Das wird ein schweres

Auswärtsspiel“, sagt Friedrich, wohlwissend,

dass es für Union in der

höchsten deutschen Spielklasse

nicht ein einfaches Spiel geben wird.

Wasder Profi sagt, ist grundsätzlich

ernst zu nehmen, wenngleich

zumindest der Verdacht erlaubt ist,

dass die Monate in Augsburg für einen,

der in der Vorzeige-Nachwuchsakademie

des FC Schalke zu

den Leistungsstärksten zählte und

mit der U19-Auswahl des Deutschen

Fußball-Bundes bei der Europameisterschaft

2014 den Titel gewann,

qualvolle gewesen sein müssen.

Monate, in denen der Traum

von einer Bundesliga-Karriere auch

wegen einer rätselhaften und deshalb

auch langwierigen Adduktorenverletzung

in Zweifel stand. Monate,

die aber letztlich in einem krassen

Kontrast zu seinen Erlebnissen beim

1. FC Union stehen müssen. Stammplatz.

Aufstiegsheld. Schließlich die

leidenschaftlichen Bemühungen der

Köpenicker, ihn über eine Ablösesumme

in Höhe von zwei Millionen

Euro endgültig aus dem Vertrag mit

den Fuggerstädtern zulösen. Friedrich

sagt: „Ich bin froh, dass ich jetzt

Spieler vonUnion Berlin bin.“

Fixpunkt in der Verteidigung

Marvin Friedrich zählt zu den Spielern,

bei denen zwischen Außenund

Innenwirkung doch ein erheblicher

Unterschied auszumachen ist.

Im Interview nimmt er sich zurück,

Positioniert: Dirk Zingler,Präsident

des 1. FC Union, hat sich gegenDiskriminierung

ausgesprochen und deutlich gegendie

AfD positioniert. Ein Vereinsverbot für

Partei-Mitglieder nach dem Vorbild vonEintracht

Frankfurts Vereinschef Peter Fischer

will der Unternehmer aber nicht

aussprechen. „Ich respektiere

diese Haltung des Frankfurter

Präsidenten, das kann man machen,

muss es aber nicht. Wir

werden unseren Vereinsmitgliedernund

unseren Zuschauern

nicht vorschreiben, welche Partei

sie wählen, weil es am Ende

zwei verschiedene Schuhe für

mich sind“, sagte der 55-JährigeamDonnerstagabend

beim

„Talk aus Berlin“ im RBB.Frankfurts

Fischer hatte mehrfach in aller Öffentlichkeit

erklärt, dass jemand, der AfD wähle, nicht

Mitglied bei Eintracht Frankfurtsein könne.

Sogar bei einer Mitgliederversammlung

seines Klubs im Januar 2018 wich er

vonder Agenda ab,ummit ungewöhnlicher

Schärfe seinem Unmut freien Lauf

zu lassen.

ZINGLER WETTERT GEGEN DIE AFD

Echauffiert: „Ich lasse Parteipolitik, Rassismus,

Diskriminierung in meinem Umfeld

nicht zu. Überall, wo Union ist, darf es das

nicht geben. Wenn jemand zwei Stunden Fußball

schaut, mal salopp gesagt, seinenMund

hält und nur gerade ausschaut und abends

nach Hause geht und sichseine

AfD-Kappe aufsetzt, werde ich

ihm das nichtverbieten“,sagte

Zingler und echauffiertesich.

„Die ganze AfD ist eine Katastrophe.

Ich macheaus meinerpersönlichenEinstellung

darüber

DPA/CARSTENSEN

keinen Hehl“, sagte Zingler,der

zugleich Chef eines Logistik-Unternehmens

ist, auf eine Frage

Union-Präsident

DirkZingler nach der Migrationspolitik. „Wir

brauchen Menschen, die unserensozialenBesitzstand

und unsere Gesellschaft

aufrechterhalten.“ 60 Prozent seiner

Mitarbeiter seien zwischen 50 bis60Jahren.

Es müsstenMenschen eingeladen werden,

nach Deutschlandzukommen, betonte Zingler.

Und forderte: „Wir müssenversuchen, die

Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und

endlich ein einladendes, sympathisches Land

fürdie Menschen zu sein.“

vermeidet das Schlagwort, im Kreis

der Mannschaft scheint sein Wort

hingegen Gewicht zu haben. Es

kommt ja nicht von ungefähr, dass

ihn Trainer UrsFischer während der

Saisonvorbereitung in der Rolle des

zweiten Kapitäns bestätigt hat, dass

der Fußballlehrer aus der Schweiz

mit ihm als Fixpunkt an einer bundesligatauglichen

Verteidigung bastelt.

Wobei das 0:4 gegen RB Leipzig

zum Saisonauftakt vor einer Woche

doch auf drastische Weise die Komplexität

dieser Aufgabe vorAugen geführthat.

Niemand fand Halt im Sturm, den

die Leipziger nach einer kurzen Anlaufphase

im Stadion An der Alten

Försterei entfachten. Alles war

Chaos, weil die Mannschaft von Julian

Nagelsmann mit gnadenlosem

Pressing und unwiderstehlichem

Tempo alle Automatismen, welche

die Unioner sich im Sommer angeeignet

hatten, unmöglich machte.

Und mittendrin Friedrich, der sich

allzu oft in Eins-gegen-Eins-Situationen

wiederfand. Der sich zusammen

mit Co-Innenverteidiger Keven

Schlotterbeck verzweifelt um die Organisation

einer Viererkette bemühte

und aus dem rot-weißen Desaster

im Vergleich zu seinen Teamkollegen

doch noch mit relativ passablen

Werten hervorging. 82

Prozent seiner Pässe kamen trotz der

ständigen Drucksituation zum Mitspieler,

67 Prozent seiner vorwiegend

mit Yussuf Poulsen und Timo

Werner geführten Zweikämpfe

konnte er für sich entscheiden. „Die

Enttäuschung nach dem 0:4 war natürlich

sehr groß. Undwir haben uns

das natürlich anders vorgestellt. Wir

müssen das so schnell wie möglich

abhaken“, sagte Friedrich Mitte der

vergangenen Woche. Und: „Wir sollten

die Lehren daraus ziehen. Wir

müssen mutiger werden, cleverer

werden.“

Allerlei Startelf-Optionen

Aber bekommt man das hin, innerhalb

von wenigen Trainingstagen?

Am einfachsten wohl mit einer stark

überarbeiteten Startelf, in der Profis

zum Zug kommen, die kein Leipzig-

Trauma in sich tragen oder aufgrund

ihrer Erfahrung eine gewisse Stabilität

versprechen. So dürfen Spieler

wie Ken Reichel, Marcus Ingvartsen,

Sheraldo Becker, Manuel Schmiedebach,

Neven Subotic, Anthony Ujah

und vielleicht sogar Akaki Gogia darauf

hoffen, bei der abschließenden

Teamsitzung ihren Namen auf dem

Flip-Chart zufinden –neben dem

Namen Friedrich, versteht sich.

Einer,der die Grenze ausdehnt

Der FC Augsburg hat mit dem routinierten Schweizer Außenverteidiger Stephan Lichtsteiner eine echte Größe des europäischen Fußballs verpflichtet

VonMax Ohlert

Esträgt sich eher selten zu, dass

gestandene, internationale Fußballstars

zu einem vermeintlich kleinen

Bundesliga-Klub wechseln, um

beim Klassenerhalt mitzuhelfen.

Hansa Rostock versuchte das in der

Saison 2004/05 mal erfolglos mit der

finnischen Ikone Jari Litmanen. Vereine

wie der FC Schalke 04 oder der

Hamburger SV peilten indes mit

nicht weniger prestigeträchtigen

Spielernwie Raúl (2010 bis 2012) und

Ruud van Nistelrooy (2010 bis 2011)

eher höhere Ziele als den Klassenverbleib

an.

Nichts anderes als den dürfte

aber der FC Augsburg imSinne gehabt

haben, als man sich zu Wochenbeginn

für eine Verpflichtung

des 35 Jahrealten Stephan Lichtsteiner

entschied. Der Schweizer ist in

seiner Heimat nach 105 Länderspie-

len und sage und schreibe 16 italienischen

Titeln mit Juventus Turin

und Lazio Rom eine echte Legende,

die sich in der vergangenen Saison

beim nicht minder hochkarätigen

FC Arsenal verdingte. Kein Wunder

also, dass Lichtsteiner, der in seiner

Karriereausschließlich für namhafte

Klubs aufgelaufen ist, den Wechsel

zum kleinen FC Augsburg entsprechend

trocken kommentierte: „So

etwas habe ich noch nie gemacht.“

Auch Urs Fischer, Trainer des 1.

FC Union und Landsmann von

Lichtsteiner lobte die Verpflichtung:

„Er war jahrelang Stammspieler bei

einem Klub wie Juventus −damuss

er schon vieles in seiner Karriere

richtig gemacht haben.“

Nicht eine Rote Karte

Dass Fischers Mannschaft am Sonnabend

Freude an dem namhaften

Außenverteidiger haben wird−so er

denn bereits sein Debüt feiert−ist allerdings

unwahrscheinlich. Lichtsteiner

gilt seit jeher als ebenso technisch

begnadet, wie unangenehm zu

bespielen. Einer, der die Grenze des

Erlaubten im Spiel immer wieder bis

aufs letzte Quäntchen ausdehnt, sie

allerdings −und das ist seine besondere

Qualität −nie überschreitet. In

601 Einsätzen als Profi sah der gebürtige

Luzerner nicht eine einzige Rote

Karte, wurde nur dreimal mit Gelb-

Rotdes Feldes verwiesen. Grund genug

für den FC Augsburgzuglauben,

dass Lichtsteiner zum X-Faktor für

die zuletzt arg löchrige Defensive

wird, die im Pokal in Verl (1:2) und

beim Liga-Auftakt in Dortmund (1:5)

zusammengenommen sieben Gegentreffer

kassierte. Und wer weiß:

Vielleicht nimmt Lichtsteiners Geschichte

in Augsburg dann auch ein

besseres Ende als die vonJariLitmanen

in Rostock.


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 – S eite 25 *

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Feuilleton

Das Fliegende Auge:

Zwei Filme über

Parisund Varna

Seite 28

„Ach, so geradlinig war die nicht.“

Peter Maffay im Interview mit Birgit Walter zu seiner 50-jährigen Musikerkarriere Seiten 26/27

Die Suche

nach der

musikalischen

Wahrheit

Lautstarker Jubel und sehr viel Beifall zum Auftakt

für Kirill Petrenko, den neuen Chef der Berliner

Philharmoniker

VonPeter Uehling

Der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker,Kirill Petrenko, interessiertsich nicht für Maschen oder für Exzentrik und hat seine öffentlichen Auftritte ohne Taktstock starkbegrenzt.

GETTY IMAGES/MICHELE TANTUSSI

Wenn die Berliner Philharmoniker

einen

Chefdirigenten wählen,

ist dies immer

auch eine mehr als nur künstlerische

Richtungsentscheidung. Herbert

von Karajan führte sie ins Medienzeitalter,

Claudio Abbado begriff

Musik im gesamtkulturellen Kontext

der Moderne, Simon Rattle öffnete

das Orchester zur Gesellschaft. Und

Kirill Petrenko, der gestern sein Amt

als neuer philharmonischer Chefdirigent

antrat, was erwartet man sich

vonihm?

Die Wahl des Nachfolgers von Simon

Rattle vor vier Jahren war auch

deswegen so spannend, weil kein Dirigent

in Sicht war,der im Sinne Karajans,Abbados

oder Rattles noch eine

über das Musizieren hinausweisende

Idee von der Rolle klassischer Musik

in der Gegenwart verkörperte, wie

man es vom Leiter dieses Leuchtturm-Orchesters

erhofft. Auch Kirill

Petrenko ist da keine Ausnahme.Erist

ein begnadeter Dirigent und bedeutender

Interpret, aber kein „Visionär“

dieser Kategorie. Nach seinem Antrittskonzert

gestern Abend in der

Philharmonie muss man allerdings

sagen: Dennoch sehr wohl einer, der

das visionäre Potenzial von Beethovens

Neunter Symphonie zum Erlebnis

machen kann.

Petrenko, 1972 in Omsk in Sibirien

als Sohn eines Musikerehepaares

geboren und mit diesen als 18-

Jähriger nach Österreich übergesiedelt,

ist jetzt etwa so alt wie Karajan

und Rattle, als sie den Posten übernahmen.

Wie alle Dirigenten von

Weltrang ist Petrenko ein harter Arbeiter,

vor allem an sich selbst. Als

Generalmusikdirektor in Meiningen

und an der Komischen Oper Berlin

hat er die Orchester zu Höchstleistungen

getrieben und sich selbst immer

wieder überprüft.

Vielleicht arbeitet zur Zeit niemand

so skrupulös und zugleich bescheiden

wie Petrenko. Teodor Currentzis,

der nur wenige Wochen jüngere

Kollege, ist in seiner Arbeit mit

seinem Orchester MusicAeterna vergleichbar

besessen, aber er hat anders

als Petrenko nichts dagegen,

sich dafür auch als neuen Klassik-

Heiland ausrufen zu lassen und

pflegt seinen Rufals Exzentriker.Petrenko

sind jegliche Statements mittlerweile

verhasst. Auch diese Neunte

Symphonie bezieht ihre Wirkung

nicht aus einer interpretatorischen

Originalität, deren Verdienste narzisstisch

beim Dirigenten verbleiben,

sondern aus der energischen

Herausarbeitung ihrer Kontraste

und tonsprachlichen Eigenheiten.

Petrenkos Tempi sind rasch, aber

wichtiger noch ist die Dichte, die er

nach verständlicherweise sehr nervösem

Auftakt sofort zu erzeugen

weiß: Da ist jedes Ereignis auf ein

vorhergehendes bezogen, ob es nun

herauswächst wie die fulminant zwischen

den Streichergruppen wechselnden

Zweiunddreißigstel oder

sich entgegengestellt wie die punktierten

Akzente. Und damit nicht

etwa alles in einem vermittelnden

Fluss untergeht, schärft er die Konturen

noch einmal an – zuweilen

auch, indem er sie wie in den harmonisch

abgründigen Sechzehntel-

Skalen der Streicher verschleift.

Petrenko ist Russe, und die analytische

Schärfe und Immanenz seiner

Partiturlektürewie auch seine technische

Perfektion kann man der russischen

Schule zurechnen. Großartig,

wie er im Scherzo das abstürzende

Kopfmotiv hervorhebt oder verbirgt,

immer im Sinne von Verdichtung

oder Entflechtung. Die Fulminanz

seines Musizierens ist jedoch vonder

ja nicht nur klischeehaften melancholischen

Seelentiefe russischer

Musiker deutlich unterschieden.

Seine Beethoven-Interpretation zielt

nicht vor allem auf emotionales Miterleben.

Die Prägnanz, mit der er in

der Einleitung zum Finale das instrumentale

Rezitativ und die Reminiszenzen

an die vorangegangenen

Sätze gegeneinanderstellt, will verstanden

werden. Und wie er aus den

vokalenZumutungen des Chorsatzes

Das Berliner Publikum

wird sich damit arrangieren müssen,

dass Petrenko eher wenig,

das aber sehr gut machen wird.

noch immer sprachlichen Sinn rettet,

Sätze artikuliert und schließlich dem

Cherub „vor Gott“ einen Auftritt beschert,

an dessen Gewalt man lange

denken wird, spricht nicht nur für

ihn, sondern auch für die Virtuosität

des Rundfunkchores Berlin. Die

Neunte erscheint als wahrhaft extremes

Werk,extrem in seinen Anforderungen,

aber auch in seinem Ausdruck.

Das Publikum applaudierte

ihm stehend.

DieBerliner Philharmoniker wollen

sich mit Petrenko vor allem auf

ihr Stammrepertoire besinnen, das

bei Rattle eher am Rande eine Rolle

spielte: Beethoven, Brahms, Mahler,

Strauss. DaPetrenko seine Stellungen

bislang an Opernhäusern hatte,

ist vielleicht für ihn auch hier und da

noch etwas dabei, dass er noch nicht

oft dirigierthat.

Petrenko hat nämlich auch Repertoirevorlieben,

die ans Absonderliche

grenzen, und er hat derlei Werke von

Franz Schmidt oder Rudi Stephan

auch schon bei den Philharmonikern

dirigiertund wirdinder kommenden

Saison mit ihnen die „Azrael“-Symphonie

vonJosef Sukaufführen, die er

vor 15Jahren mit dem Orchester der

Komischen Oper aufgenommen hat.

Im Eröffnungskonzert konfrontierte

er Orchester und Publikum mit den

Symphonischen Stücken aus „Lulu“

vonAlban Berg –das Stück hat er 2015

mit Marlis Petersen in München aufgeführt,

und Marlis Petersen ist Artist-in-Residence

der Berliner Philharmoniker

in dieser Saison.

In dieser Suite hat sie nur ein kurzes

Lied, das sie virtuos singt, aber

leider vonihrer Position in der Nähe

der Hörner nicht so richtig auffällig

wird. In dieser Musik beweist Petrenko

ein Ohr für Farben und fein

schattierte Übergänge,wobei zu den

Farben auch die Verdeutlichung der

erstaunlich tonal grundierten Harmonik

gehört und die Übergänge

sich in sensibel geführten motivische

Verläufe realisieren. Das Stück

zündete indes nicht recht, als wäre

hinter der bunten Bastelei der rote

Faden noch verborgen.

Nun müssen die Berliner auf Petrenkos

nächsten Auftritt wieder vier

Monate warten. Seine Berliner Konzerte

noch recht dünn gesät, weil er

in dieser Saison noch seine letzte

Spielzeit als Generalmusikdirektor in

München absolviert: Zwar tritt er bei

den Osterfestspielen in Baden-Baden

und auf Tourneen in Erscheinung,

in Berlin steht er jedoch für lediglich

sechs Programme am Pult.

Dabei werden dem Berliner Publikum

wichtigeWerkevorenthalten:

Beethovens Missa solemnis erklingt

nur in Baden-Baden, Mahlers Vierte

nurauf Reisen. Dasist angesichts der

vier Jahre, die das Berliner Publikum

nun auf ihn warten musste, enttäuschend.

Indes wird man sich vermutlich

daran gewöhnen müssen,

dass Petrenko eher wenig, das aber

sehr gut machen wird. Wohl auch

das haben die Philharmoniker bei

Rattle vermisst, der viel ausprobiert

hat und dabei herausragende künstlerische

Ergebnisse eher selten erreichte.

Peter Uhling

hegt hohe und begründete

Erwartungen an Petrenko.


26 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Feuilleton

SONNTAGSKRIMI

Blut

und

Boden

VonTorsten Wahl

Zuihrem Glück kapiertKommissarinOlga

Lenski (Maria Simon) gar

nicht, was der polnische Heimatfrontler

ihr da an den Kopf schleudert.

„Die Nazi-Schlampe soll gefälligst

polnisch reden!“ Der Zuschauer

versteht das schon –denn er hat ja

Untertitel. Lenskis Kollege Raczek

(Lucas Gregorowicz) aber bietet dem

Kerl Paroli. Der „Polizeiruf“ aus

Frankfurt an der Oder nimmt sein

deutsch-polnisches Anliegen sehr

ernst und steigt kurzvor dem 80. Jahrestags

des deutschen Überfalls tief in

die Konflikte ein, die aus der Historie

in die aktuelle Politik hinüberreichen.

Schauplatz der Auseinandersetzungen

ist ein kleiner Bauernhof, auf

dem die Ruine eines deutschen Herrenhauses

steht. Der Bauer will’s behalten,

seine deutsche Frau verkaufen.

Die Heimatfront und demonstrierende

Bauernkämpfen verbissen

gegen Agrarkonzerne, die über polnische

Strohmänner Land aufkaufen.

Jenseits der Oder interessieren

sich weitere Deutsche für das Land:

Sie spielen im Wald Krieg, wähnen

sich immer noch in der preußischen

„Provinz Brandenburg“ und fahren

in Jeeps mit reichsdeutschen Kennzeichen

gen Osten. Unterstützung

finden sie in einer Bilderbuch-Adligen

(Gudrun Ritter), die mit ihrem

alerten Sohn (Hanns Zischler) ins

Heimatgut zurückkehren will.

Die Methoden, mit denen die

Männer um Blut und Boden kämpfen,

sind brutal: Finger werden abgeschnitten,

Ställe abgefackelt, Schrotflinten

und Pistolen in Anschlag gebracht.

Kommissarin Lenski hofft angesichts

der Heimatverblendeten auf

beiden Seiten schließlich, die Idioten

mögen sich gegenseitig erschießen.

Kollege Raczek aber will weiter aufklären

–und gibt immer wieder Kurzreferate

über das komplizierte

deutsch-polnische Verhältnis. Insgesamt

aber ist es dem Autor und Regisseur

Christian Bach in seinem Fernsehdebüt

gelungen, die verschiedenen

Perspektiven rund um das

Thema Bodenspekulation geschickt

zu verbinden und dabei auch in die

Zukunft zu blicken: Eine Hauptfigur

des Krimis ist der 14-jährige Sohn des

Hofbesitzers, der zwischen den

Kämpfen fast zerrissen wird.

Polizeiruf 110: Heimatliebe So, 20.15 Uhr, ARD

Olga Lenski (Maria Simon) und Adam

Raczek (Lucas Gregorowicz, r.) RBB/O. FEIST

TOP 10

Donnerstag,22. August

1 Der Lissabon-Krimi ARD 3,8 15 %

2 Tagesschau ARD 3,7 16 %

3 Mein ziemlich … ZDF 3,4 13 %

4 heute journal ARD 3,3 13 %

5 heute ZDF 3,1 17 %

6 Notruf Hafenkante ZDF 2,8 13 %

7 SOKOStuttgart ZDF 2,6 18%

8 Panorama ARD 2,5 10 %

9 Tagesthemen ARD 2,4 11 %

10 GZSZ RTL 2,3 11 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %

„Jetzt“ heißt das Album, das Peter Maffaymit 70 Jahren herausbringt, und der Titel benennt den Zeitpunkt, an dem es nötig ist, endlich zu handeln.

„Ich lebe

WOLFGANG KÖHLER

Siebzig Jahre Leben, fünfzig

Jahre auf der Bühne und

zum Geburtstag ein neues

Album: „Jetzt!“ −Peter Maffay

hat Grund zu feiern. Und erwill

keine Zeit verlieren. Vorneun Monaten

kam die jüngste Tochter Anouk

auf die Welt, die Beziehung zu seiner

aktuellen Partnerin Hendrikje Balsmeyer,

32, ist auch noch frisch, da

will er nicht trödeln. Peter Maffay

zeigt sich wie immer als eisenharter,

disziplinierter Arbeiter,nicht nur auf

der Bühne und im Studio, sondern

auch bei der Vermarktung. Eine Woche

lang hat er Interviews in München,

Berlin und im Ruhrgebiet gegeben,

die Tage sind randvoll. Auch

regionale Medien werden bedacht.

So etwas fiele UdoLindenbergschon

lange nicht mehr ein, Grönemeyer

hat die Praxis gar nicht erst eingeführt.

Aber es versteht sich ja auch

sonst niemand als so nahbar und als

Kämpfernatur wie Peter Maffay. Im

September geht er sogar auf Autogrammstunden-Tournee.

Peter Alexander Makkay siedelte

als 13-Jähriger mit seiner Familie aus

Siebenbürgen nach Deutschland

über und wurde 1969 auf einer

Münchner Kleinkunstbühne von

Roswitha Kunze entdeckt, seit Jahrzehnten

Ehefrau des Autors und

Liedtexters Michael Kunze. Kunze

schrieb damals einen klasse Text für

den Schlager „Du“, der Peter Maffay

auf einen Schlag berühmt machte.

Nur, dass der Schlagersänger sehr

bald keiner mehr sein wollte, sondern

ein Rockmusiker mit eigenen

Titeln.

Hatgeklappt. Trotzdem wehrte er

sich Zeit seines Lebens gegen das

frühe Image. Erzählte längst zu den

erfolgreichsten deutschen Popmusikern,

als er „Du“ irgendwann wieder

zu sich auf die Bühne ließ. Nun

thront es neu arrangiert und selbstverliebt

neben „Sonne in der Nacht“

und „So bist du“ auf Maffays Liste

der Unsterblichkeitssongs.Eswill da

nicht mehr weg.

Das Album „Jetzt!“ liegt zu Maffays

Medientagen noch nicht als CD

vor, einige Titel werden Journalisten

schubweise im Berliner Hansa-Studio

vorgespielt. Dazu gibt es einen

Film über die Entstehung des Albums.

Bei der Musik handelt es sich

leicht erkennbar um Maffay –mit gefühligen

Balladen, lautem Gitarrenrock,

die meisten Songs von ihm

selbst. Einer handelt von Gott. Angeblich

werden neue Wege gegangen,

„weg von alten Spielmustern“ –

aber nach dem ersten Hören merkt

man davon nichts.Etliche Texte machen

nicht mal Anstalten, vomunerschrockenen

Schlagerkitsch abzurücken:

„Alles,was ich brauche,ist Luft

und Liebe“ oder „Ich würd’ noch

hunderttausend Mal mein Herz an

dich verschenken –für einen Kuss

dafür“. Ein anderer Titel indes ist

sehr griffig und melodiös, stellt den

politischen Anspruch des Albums

heraus: „Morgen“.

Das Video dazu steht schon online

und zeigt ein martialischesWeltuntergangsszenario,

in dem Hitler,

Nazis, Erschießungen, Atombomben,

Giftgas vorkommen, aber auch

Massentierhaltung, Großwildjagd,


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 27

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Feuilleton

NACHRICHTEN

Frühere Trump-Sprecherin

Sandersgeht zu FoxNews

seit 70 Jahren mit mir“

„Jetzt!“ heißt das Album, das Peter Maffay zu seinem 70. Geburtstag und zum 50.

Bühnenjubiläumherausbringt. Auch danach hat der Musiker noch einiges vor,vor allem

will er seiner neun Monate alten Tochter möglichst lange beim Wachsen zusehen.

VonBirgit Walter

DiefrühereSprecherin des US-Präsidenten,

SarahSanders,wirdkünftig

als Expertin bei einem der Lieblings-

Fernsehsender ihres einstigen Chefs

auftreten. FoxNews teilte am Donnerstag

(Ortszeit) mit, Sanders

werdeinZukunft Kommentareund

Analysen für die Berichterstattung

des US-Senders liefern. Ihrerster

Auftritt sei für den 6. September bei

der Sendung „Fox &Friends“ geplant.

Als treuer Zuschauer der Sendung

gilt US-Präsident Donald

Trump, derdortmitunter für Telefon-Interviews

zugeschaltet wird.

Sanders hatte Ende Juni das Weiße

Haus verlassen. Die37-Jährige wolle

mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen,

sagte sie zur Begründung. (dpa)

Rassenhass und Muskelgeprotze. Es

geht also gegen alles und zwar sofort.

Kinder singen ernst und streng mit

Peter Maffay:„Woll’n wir wieder warten,

bis der Morgen kommt?“

Ich traf Peter Maffay zum ersten

Mal 1986 in einer Garderobe der

Stadthalle Suhl –erwar begeistert

vom Ost-Publikum, rauchte wie ein

Schornstein und neben dem

Schrank stand eine Flasche Whiskey.

Dass sich das Gespräch in der DDR-

Zeitung so strohtrocken las,lag nicht

an ihm. Beim nächsten Treffen 1992

missfiel ihm, dass ich seine Texte so

platt fand. Noch später gab er nur

noch Interviews, die er autorisieren

kann. Er behält gern die Kontrolle,

erst recht, seit er in den späteren

90er-Jahren Whiskey und Zigaretten

aus seinem Leben verbannte und

viel Zeit im Kraftraum verbringt.

Heute also ein eigentlich auf 15 Minuten

limitiertes Interview mit Peter

Maffay. Er kommt in schwarzen

Jeans, buntem Kurzarmhemd, das

Gesicht indessen hübsch zerknautscht,

aber sehr wach. Er wirkt

unerhörtschmal und durchtrainiert,

bittet ausgesucht freundlich ins Studio.

Dort spricht er langsam, räuspert

sich oft und nimmt jede Frage

viel ernster,als sie gemeint war.

Herr Maffay, Sie rufen in Ihrem Song

„Morgen“ dazu auf, nicht mehr zu

warten. Erklären auch, dass Sie genug

haben vom Posten-Geschacher

und dem Polittheater „sogenannter

Volksparteien“ in der EU. Gibt es

denn Pläne ohne diese Parteien? Sie

wollen ja sicher nicht die EU auflösen

–was dann?

Nein, wir müssen im Gegenteil

den europäischen Gedanken hochhalten,

statt ihn zu zertrümmern.

DieEUist eine großartige Idee,doch

was manche dieser Volksparteien

daraus machen, führt indie Isolation.

SPD und CDU halte ich nicht

mehr für volksnah. Dieeinzige Partei

mit Kontur sind für mich die Grünen.

Bessere Parteien, vernünftigere Menschen

stehen nicht zur Verfügung.

Sollte die Rettung der Welt doch die

Künstliche Intelligenz übernehmen?

Dashieße ja, dass wir die Künstliche

Intelligenz über die natürliche

stellen, über Gott! Nein, reine Utopie.

Bis jetzt kann sie nicht mal fehlerfrei

ein Auto lenken. Es gibt keine

Alternative, als etwas zu tun. Wenn

wir nicht wissen was, müssen wir es

rausfinden. Nur eins können wir

nicht: warten.

Weicheres Thema. Sie geben sich mit

Ihren Tattoos, Lederjacken und Motorrädern

stets als harter Typ. Ihr

Hang zu Perfektionismus und Disziplin

ist legendär. Der Gitarrist Carl

Carlton, der auch mit Cocker und

Lindenberg spielt, sagt über Sie: Kein

Chef ist härter.Nur Siebehaupten: Ich

bin extrem weich. Legen Wert darauf,

so zu bleiben. Wasverstehen Sieunter

weich?

Für mich ist das eine konstruktive,

eine sensible Haltung gegenüber

Menschen, die Harmonie über

Konfrontation stellt. So bin ich. Ich

kann das beurteilen, ich lebe ja seit

70 Jahren mit mir und versuche herauszufinden,

werich bin. Ichbin beharrlich,

vielleicht manchmal rechthaberisch.

Härte ist ansonsten nicht

unbedingt ein negatives Prädikat,

kann Disziplin, Organisiertheit und

Selbstbewusstsein heißen. Hart geht

jeder Sportler mit sich um.

Was für ein Mensch sind Sie? Man

kann Ihre Arbeit ja lange verfolgen,

Sie bringen regelmäßig wie ein Uhrwerk

neue Alben heraus, immer mit

denselben treuen Musikern, aufgenommen

in demselben Studio. Zugleich

jagen Sie vier Ehefrauen in die

Flucht, eine immer jünger als die andere.

Wasstimmt denn da nicht?

Mir gefällt Ihre Diktion überhaupt

nicht. Ich habe niemanden in

die Flucht gejagt. Ich wollte nie jemandem

weh tun. Ich rede nicht

gern über Privates. Aber wir haben

immer ein gemeinsames Ziel verfolgt.

Dass es irgendwann mal in Beziehungen

und Freundschaften

nicht geklappt hat, hängt mit den

unterschiedlichen Geschwindigkeiten

der Entwicklung zusammen, da

hat man sich auseinandergelebt. Die

Seiten waren dann nicht mehr verzahnbar.

Dann halte ich es für richtig,

den anderen nicht einzuengen

und ihm die Möglichkeit zu geben,

einen neuen Ansatz zu finden.

***

Die nächste Frage braucht einen erklärenden

Anlauf. 2017 berichtete

der Spiegel unter der Schlagzeile

„Peterchens Irrfahrt“ über Maffays

Stiftung auf Mallorca, wo seit 2003

traumatisierte Kinder Ferien verbringen.

DasMagazin beschrieb verwahrloste

Zustände auf dem Gelände,vermittelte

vorallem den Eindruck,

die Finca stehe kurz vor dem

Verkauf, es würde schon ein Makler

über das Gelände geführt. Maffay

versuchte,mit vier Gegendarstellungen

gegen die Behauptungen vorzugehen,

setzte aber keine durch. Die

Niederlage konterte er wiederum

sehr witzig, indem er süffisant ein

Spiegel-Cover mit einem Stinkefinger

hochhielt und postete. Man

durfte annehmen, die Sache sei für

ihn erledigt. Weit gefehlt. Aufeine etwas

forsche Frage nach dem Spiegelstreit

verfinstertsich Maffays Miene,

er schweigt lange und erwägt offenbar,

einfach abzubrechen. Tut es

nicht. Später erklären mir die Kolleginnen

von Maffays Agentur, dass er

die Spiegel-Behauptung nicht einfach

hätte ignorieren können, um

das Medieninteresse niedrig zu halten,

weil die dort erhobenen Vorwürfe

augenblicklich die Spenden

für die Stiftung einbrechen lassen.

Einer Stiftung übrigens, die mit sozialen

Projekten in drei Ländern aktiv

ist und mehr tut, als in der Öffentlichkeit

wahrgenommen wird. Nun

weiter im Interview.

***

Herr Maffay, ich habe eigentlich eine

neue Gelassenheit an Ihnen beobachtet,

lustige Interviews gesehen und

zuletzt ein ausgesprochen heiteres

Unplugged-Konzert. Geradezu entspannt,

nachdem Sie lange so kontrolliert

wirkten. Und dann wurden

wir zuletzt monatelang von einem

Rechtsstreit mit dem Spiegel unterhalten,

den Sie auch noch verlieren.

Nehmen Sie sich das eigentlich übel?

Haben Sieden Anwalt gewechselt?

Wirmüssen uns darüber klar werden,

wie wir jetzt miteinander umgehen.

Ichnehme an, dass Siedie Hintergründe

zu dem Artikel nicht kennen.

Ichglaube, alles gelesen zu haben.

Dann müsste Ihnen aufgefallen

sein, dass der Text von Alexander

Kühn ein Sammelsurium von Konjunktiven

ist. Eine Gruppe vonMenschen,

die für die Stiftung auf Mallorca

arbeiteten und von denen ich

mich indessen getrennt habe,

wurde zusammengebracht, um in

einem Chor ein Bild zu erzeugen,

das der Autor vorgefertigt hatte.Dagegen

musste ich mich wehren.

Dass ich vor Gericht keinen Erfolg

hatte, ist ein anderes Thema. Der

Spiegel hat mit dem Fall Relotius gezeigt,

dass unsauber recherchierte

Texte vorstellbar sind und veröffentlicht

werden. Und der Artikel

über die Stiftung war von ähnlicher

Machart. Wenn sich so etwas wiederholen

sollte, gehe ich genauso

dagegen vor. Denn die Stiftung auf

Mallorca arbeitet nach wie vor. Unser

Ferienhaus für traumatisierte,

70 JAHRE PETER MAFFAY

kranke und benachteiligte Kinder

ist dieses Jahr wieder ausgebucht.

Es ist erwiesen, dass ich nicht verkaufen

wollte. Der Spiegel hat das

nie richtiggestellt: Die Finca war

nicht gelistet, der Makler hatte keinen

Auftrag, die Behauptung blieb

Behauptung. Ich habe so eine Erfahrung

noch nie gemacht, war erstaunt

über die Form der Auseinandersetzung

und wie die Rechtsab-

Werohne Helm fährt, sollte auf den rückwärtigen Verkehr achten.

Album: Zu Peter Maffays 70. Geburtstag am 30. August erscheint sein neues Album „Jetzt!“

Konzert: Am 29. August ab 22.30 Uhr tritt Maffayinder Columbiahalle auf. Das Konzertist

ausverkauft, wird aber in CinemaxX und Cinestar-Kinos übertragen sowie auf Magenta TV

Tour: Die 22-tägigeTournee von„Jetzt!“ macht am 29. Februar in der Mercedes-Benz-ArenaHalt

Bilanz: Peter Maffayverkaufte nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Tonträger.

Mit 18 Nummer-eins-Alben hält er den Rekord der deutschen Album-Charts

ANDREAS ORTNER

teilung des Spiegels das Vorgehen

abgesicherthat. So konsequent und

gekonnt, dass ich dem nichts entgegenzusetzen

hatte.

Herr Maffay, Sie sind jetzt ein reicher

alter Mann. Gibt es irgendeinen Vorteil,

das dieses gemeine Altern mit

sich bringt?

Wieso? Ichhabe kein Problem mit

dem Alter. Keine Gründe, mich zu

beklagen, ich hadere nicht, es

schränkt mich nicht ein. Ich mache,

was ich kann und will. Vielleicht

wäreesanders,wenn es mir gesundheitlich

nicht gut ginge. Klar, esist

unsicher, obich meine kleine Tochter

noch als Erwachsene erlebe. Andererseits

–mein Vater ist 93. Finden

Sieesdenn schlimm, dass das Leben

endlich ist?

Nein, aber dass man schrumpelig

und vergesslich wird. –Sie haben we-

gen Ihrer Tochter ja schon mit Gott

über mehr Zeit in der Zukunft verhandelt,

sagen Sieineinem Interview.

Wasfür ein Gott ist das, mit dem Sie

da sprechen? Aus der Kirche sind Sie

immerhin ausgetreten.

Es ist der eine Gott, der für alle da

ist. Ichhabe meine eigene Sicht.

Wiekommunizieren Sie?

Ichbete.Esist die Instanz, die mir

hilft, wenn es anders nicht weiter

geht. Es funktioniert.

Wasdenn, es gibt Antworten?

Vielleicht ist es ein Monolog. Ich

höre den lieben Gott ja nicht sprechen,

weiß nicht mal, wie er aussieht.

Ach, Siebitten um nichts.

Doch. Undich kriege Hoffnung.

Welche blieb unerfüllt?

So wie heute können wir als Band

zeitlich nicht unbegrenzt spielen, die

Energie wirdirgendwann fehlen. Die

Musik möchte ich in meinem Leben

behalten und hoffe auf Kompensation.

Malsehen. MuddyWaters spielt

im Sitzen, mein Freund Frank Diez

auch.

Sind Sie eigentlich Roswitha Kunze

dankbar,dass sie damals ...

…Ja! Binich.

Weil Sienach dem Schlagererfolg eine

sehr geradlinige Karriere hinlegen

konnten.

Ach, so geradlinig war die nicht.

Nicht? 50 Jahre auf den großen Bühnen

sind doch eine verdammt lange

Strecke. Ichhabe Respekt.

Nichtmeine Leistung.

Oh.

Nur zum Teil meine Leistung. Da

draußen sitzt ein Freund, ohne den

es zum Beispiel nicht gegangen

wäre, DieterViering, seit 49 Jahren an

meiner Seite.Wenn jemand Stabilität

in mein Leben gebracht hat, dann er.

Durststrecken wurden geschickt versteckt

–vor uns selbst und voranderen.

Das singen Sie auch auf der Platte,

dass Siehier und da auf den falschen

Wegabgebogen sind. Wohin denn?

Eine Auflistung bringt ja nun

nichts, aber es gab zum Beispiel

diese Phase mit exzessiv viel Alkohol,

glücklicherweise nie mit anderen

Drogen. Dieser Missbrauch war so

destruktiv. Und natürlich hat er geschadet.

Er hat Beziehungen ruiniert,

Konzerte, Leute verunsichert

im Umgang mit mir.

Mit 14wusste ich, dass alles, was ich

anfange, nichts wird, erzählen Sie

heute von sich. Waswar das für ein

Selbstbild?

Na gut, eins vonden hundertDingen

funktionierte dann ja doch: die

Musik. Dashat gereicht.

Birgit Walter

ist Peter Maffaydas erste

Mal 1986 begegnet.

Hannelore-Elsner-Film

wird fertiggestellt

Derunvollendete letzte Film von

HanneloreElsner soll noch fertiggestellt

werden. Dasteilte die ARD am

Freitag in München mit. DieSchauspielerin

hatte die Dreharbeiten wegen

ihrer schweren Erkrankung abgebrochen,

sie starb am 21. Aprilmit

76 Jahren. DerNachdreh zur Tragikomödie

„Lang lebe die Königin“ ist

in dieser Woche in Dietramszell bei

BadTölz zu Ende gegangen. Als

Hommage an ihreverstorbene Kollegin

haben fünf Schauspielerinnen

ihreRolle übernommen: Iris Berben,

HanneloreHoger,Eva Mattes,Gisela

Schneeberger und Judy Winter spielten

der ARD zufolge an je einem

Drehtag eine Szene.Die Ausstrahlung

des Films ist für 2020 im Ersten

geplant. (dpa)

Hannelore Elsner bei den Dreharbeiten zu

„Lang lebe die Königin“.

ARD

Pakistan erwägt Klage

gegen Twitter

Pakistan überlegt nach der Sperre

vonpakistanischen Twitter-Konten

im Zuge des Kaschmir-Konflikts eine

Klage gegen Twitter in den USA. Dies

wäreein „extremer Schritt, aber wir

müssen unsereMenschen schützen“,

sagte der Sonderbeauftragte

des Ministerpräsidenten für digitale

Medien, Arslan Khalid. Twitter habe

mindestens 240 pakistanische Konten

nach Beiträgen rund um die

Kaschmir-Krise vergangene Woche

gesperrt. Betroffen seien auch Journalisten.

Anfang August hatte die Regierung

in NeuDelhi der indischen

Kaschmir-Region den Autonomiestatus

entzogen. Zehntausende in

Pakistan nutzten soziale Medien, um

den Bewohnerndes indisch-kontrollierten

Kaschmirs ihreSolidarität

auszudrücken. (dpa)

Das Leben von Quizmaster

RobertLembkewird verfilmt

RobertLembke hat selbst Fernsehgeschichte

geschrieben, jetzt wird

sein Leben fürs Fernsehen verfilmt.

DerQuizmaster moderierte im Ersten

zwischen 1955 und 1989 mehr

als 300 Ratesendungen der populärenTV-Show

„Was bin ich?“. Dem

Mann hinter der Fassade des gut

gelaunten Rate-Onkels gehen die

RegisseureEricFriedler und Niki

Stein für das Dokudrama mit dem

Arbeitstitel „Lembke −Wer bin

ich?“ nach, wie der NDR mitteilte.

DasDokudrama ist voraussichtlich

im Sommer 2020 im Ersten zu sehen.

(dpa)


28 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Tagestipp

Wassich durchsetzen wird

Sich vonTieren oder ihren Produkten zu ernähren wirdinabsehbarer Zeit als

überkommeneVerhaltensweise angesehen werden −wenn der Menschheit

noch ein paar Jahre bleiben, um sich weiter zu zivilisieren. Jetzt bitte nicht

gleich losmeckern, irgendwelche Traditionen hochhalten und mit Ernährungsdefiziten

herumargumentieren. Die Generation, die jetzt heranwächst,

wirddiese Einwürfe mild belächeln und möglichst kühl (Klima) abschmettern.

Vermutlich wird die schlechte Laune der letzten übrig gebliebenen Tierprodukte-Esser

das vegane Zeitalter nicht wesentlich verdunkeln. Es kann auf keinen

Fall schaden, sich ein bisschen auf die Zukunft einzulassen, die ab einem

bestimmten Tag−hoffentlich verraten wir nicht zu viel −sowieso ohne uns

stattfindet. Beim veganen Sommerfest auf dem Alexanderplatz kann man an

130 Ständen Produkte prüfen, Speisen kosten und mal gucken, obVeganismus

und Lebensfreude einander wirklich widersprechen. Ulrich Seidler

Veganes Sommerfest Berlin Sa (11−20 Uhr), So (12−18Uhr), Alexanderplatz,Eintrittfrei

BÜHNE

Akademie der Künste Hanseatenweg

(& 200 57 20 00) 20.00Studio: Fase, Four Movements

to the Music of Steve Reich (AnneTeresa De

Keersmaeker)

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Panikherz

Berliner Kriminal Theater (& 47 99 74 88)

20.00: Passagier 23

Brotfabrik (& 471 40 01)

20.00: Das Programm

Flughafengebäude Tempelhof (Columbiadamm 10)

19.30: Die Schauspieler (aufBruch –Kunst Gefängnis

Stadt)

Globe Berlin Prolog-Bühne (Open Air)

(& 54 90 51 92)19.30: Romeo &Julia (Globe

Ensemble Berlin)

Grips Hansaplatz (& 39 74 74 77)

19.30: Linie 1

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.30: Roxy und ihr Wunderteam

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 20.00: Zuhause bin ich Darling

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

20.00 Studio R: The Sequel

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Casting Clara

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

20.13: The Gold Projections I-IX

Puppentheater Felicio (& 44 67 35 30)

19.30: Orpheus in derUnterwelt

Radialsystem (& 288 78 85 88)

17.00: Tanz im August –RE-PerspectiveDeborah Hay:

The Match (Cullberg Ballet)

19.00: Tanz im August –RE-PerspectiveDeborah

Hay: ten

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

20.00: Im Weißen Rössl

Schaubühne (& 89 00 23)

19.00: Trust

21.00 Globe: Love hurts in Tinder Times

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

12.00 Sommerbühne: Sommerfest 2019

Shakespeare CompanyBerlin (& 21 75 30 35)

19.00: Der Kaufmann vonVenedig!

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Faust –Schönheit, Liebe, Arbeit

20.00: Die Vögel

Theater im Palais (& 201 06 93)

19.30: Berliner Geschichten: Der Buddha vom

Alexanderplatz

ufaFabrik (& 75 50 30)

20.00 überdachte Freilichtbühne: Die Bergwerkezu

Falun (Ton &Kirschen Wandertheater)

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Tanz im August: Merce Cunningham Centennial

–Berlin (CCN –Ballet de Lorraine &DANCE ON

ENSEMBLE)

KABARETT/VARIETÉ

Atze Musiktheater (& 81 79 91 88)

14.00, 19.30: All Shook Up!–Shakespeare meets

Elvis (Gastspiel Berliner StageCompanye.V.)

Berliner Schnauze(& 017 95 34 66 96)

20.00: In der Nacht isst der Mensch nicht gern alleine

(Franziska Hausmann und Sabine Genz)

Chamäleon (& 400 05 90)

20.00: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

20.00: Zirkus Angela

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

20.30: Elvis –Das Musical

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Kookaburra (& 48 62 31 86)

20.00: Der Tod&YeoMen (Der Tod&YeoMen)

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

20.00: Die LiveShow

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

17.00, 20.30: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

19.30: The Band –Das Musical

Tempelhofer Feld (Platz der Luftbrücke5)

17.00: 5. Berlin Circus Festival: Mosh Split (Sisus

Sirkus (FI)

18.30: Flaque(Compagnie Defracto (FR)

18.30:The greatest and 2nd smallest circus in the

world(Brunette Bros. (CAT)

20.00: ADHD (Cirk la Putyka (CZ)

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

20.00: Woodstock Variety Show

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

16.00: Früher war ich älter (Horst Evers)

20.00: Über dieVerhältnisse(Frank Lüdecke)

KLASSIK

Berliner Dom (& 20 26 91 36)

20.00: Grandes Trópicos! –Sing-Akademie zu Berlin,

Staats- und Domchor,Mitwirkende der HU,Kammersymphonie

Berlin, Ltg.Kai-UweJirka –Festkonzertzum

250. Geburtstag vonAlexander vonHumboldt

Fleischfrei feiern

SONNABEND

Berliner Rathaus (Rathausstr.15)

17.00 Festsaal: Berliner Preisträger des 56. Bundeswettbewerbs

„Jugend musiziert“

BLO-Ateliers (& 55 66 93 93)

17.00: BERLIN is not BAYREUTH,Vol 1: Tannhäuser

Bode-Museum (& 266 42 42 42)

16.00 Gobelinsaal: Adelheid Krause-Pichler (Flöte),

Marianne Böttcher (Violine), Karin Leo (Gitarre),

Berliner Klassiktage–Italienische Impressionen

Brandenburger Tor (Pariser Pl.)

20.15: Berliner Philharmoniker,Rundfunkchor Berlin,

Solist*innen: Marlis Petersen, Elisabeth Kulman,

Benjamin Bruns, Kwangchul Youn, Ltg.Kirill Petrenko,

Ludwig vanBeethoven: Symphonie Nr.9d-Moll op.

125 mit über Schillers Ode „An die Freude“

Britzer Garten (& 700 90 60)

19.30: Tschechische Philharmonie Brünn, Solistin:

Patricia Janecková, Ltg.Risto Joost, Feuerblumen und

Klassik: Karnevalder Romantik, Jaques Offenbach:

aus „Orpheus in der Unterwelt“, „Hoffmanns

Erzählungen“; Hector Berlioz: aus „La Carnaval

romain“; Georg Friedrich Händel: „Feuerwerksmusik“

u. a., anschl. Feuerwerk

Freizeitforum Marzahn (& 542 70 91)

15.00: Berliner Virtuosen Ensemble, Ltg.Hans-

Joachim Scheitzbach(Moderation), Musikalischer

Salon –Sommerkonzert, Werkeaus Konzert,Operund

Operette

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (& 218 50 23)

20.00: The Berlin Orchestra

Schloss Britz (& 609 79 23 -0)

19.00 Freilichtbühne: 25 Jahre Berliner Cellharmoniker,

Klassik, Avantgarde und Unterhaltungsmusik –

Werkevon Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus

Mozart, GeorgeGershwin, DukeEllington u. a.

Schloss Glienicke (& 80 58 67 50)

16.00: Boris Schönleber (Klavier), Klavierrecital zum

200. Geburtstag vonClara Schumann, Clara Schumann:

aus den „Soirées Musicales“ op. 6; Robert

Schumann: 1. Sonate fis-Moll op.11u.a.

Zitadelle Spandau (& 35 49 44 29 7/)

19.00: Citadel Music Festival: Daniel Hope &Zürcher

Kammerorchester,Recomposed by Max Richter:

Vivaldi –The Four Seasons

KINDER

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Das tapfere Schneiderlein, Havelländer

Puppenbühne (ab 3J.)

Grips Podewil (& 39 74 74 77)

16.00: Unsere Bühne, fertig,los!, interaktivePräsentation

des KinderTheaterRats (ab 9J.)

Theater an derMuseumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00: Puppenspiel des Dr.Faustus, Ein Faust für

Kinder

Theater an der Parkaue (& 55 77 52 52)

16.00: Unterscheidet euch!, Turbo Pascal, Ein

Gesellschaftsspiel –interaktiveInszenierung (ab 10

bis 14 J.)

18.30: Die Zertrennlichen (ab 9bis 13 J.)

LITERATUR/VORTRAG

Kulturbrauerei/Alte Kantine (& 44 31 50)

20.00: Kantinenlesen –Das Gipfeltreffen der Berliner

Lesebühnen, Dan Richter und Gäste

Periplaneta Kreativzentrum (& 44 67 34 33)

20.00: Lesen fürBier,RobertRescue +Alina Sprenger

KONZERT

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00: Jasmin Tabatabai &David Klein Quartett, 5.

Frauensommer –Was sagt man zu den Menschen,

wenn man traurig ist?

BKA (& 202 20 07)

20.00: Jade PearlBaker,Pure Pearlfection

Jagdschloss Grunewald (& 813 35 97)

18.00 Schlosshof, bei Regen Jagdzeugmagazin: holz

&blech –Berliner Frauenensemble

Lido (& 69 56 68 40)

20.00: Actors, special guest:Golden Apes

PrivatClub (& 61 67 59 62)

20.00: The Warlocks, The Stevenson Ranch Davidians

Quasimodo (& 318 04 56 70)

22.30: Christoph Titz &Band

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: MeninBlack,Die Showmit Pfund!

Schokoladen Mitte (& 282 65 27)

19.00: Die Ligader Gewöhnlichen Gentlemen

CLUB

Berghain (Am Wriezener Bahnhof)

23.59: Klubnacht, December,DVS1, Francois X, Kangding

Ray, Matrixxman, MikeParker,Ron Albrecht

Bohnengold (Reichenberger Str.153)

23.00: 25 Jahre Britpop–Oasis „Definitely Maybe“,

Karrera Klub

Festsaal Kreuzberg (& 551 50 65 87)

21.00: 5Jahre „Too SlowToDisco“, Dj Supermarkt,

Breakbot (Ed Banger Records /Paris)

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

22.00 3Floors: StarFM Club –Maximal Rock Party:

Indiepop-Special, Jupp &Serg,Lana +Schulle

Tresor Club (Köpenicker Str.70)

23.59: Tresor.Klubnacht, Rolando, Cadans, Merino

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 883 85 51) Und wer nimmt den

Hund? Sa 13.45, So 14.45; Once Upon aTime in... Hollywood

Sa 15.45, 19.30, 23.00, So 16.45, 20.30; Das Fenster

zum Hof So 12.00

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Leid und Herrlichkeit 15.30,

20.30; Das zweite Leben des Monsieur Alain 18.10; So wie

du mich willst –Celle que vous croyez(OmU) So 11.00; Das

zweite Leben des Monsieur Alain –Unhomme presse (OmU)

So 13.15

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Once Upon aTime in...

Hollywood 16.30, 20.00, So a. 13.00

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Once Upon aTime in... Hollywood

(OF) 14.00, 15.30, 17.30, 20.15, 21.00, Sa a.

21.50; Paranza: Der Clan der Kinder –Laparanza dei bambini

(OmU) 17.45, Sa a. 22.00, So a. 11.30; Apocalypse

Now–FinalCut (OmU) So 11.45; Gloria: Das Leben wartet

nicht –Gloria Bell (OmU) 14.50, 17.10, 19.30; TelAviv On

Fire So 12.30; Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU)

14.15, 19.00, 21.30; Unsere große kleine Farm So 12.00;

Und wernimmt den Hund? 15.45, 17.50, 20.00; VanGogh:

An der Schwelle zur Ewigkeit So 11.00; Paranza: Der Clan

der Kinder 14.00, 16.30, 19.00, 21.30; TheyShall Not Grow

Old (OmU) So 11.00; Cleo So 13.15; Ich war zuhause,

aber... 13.30, 16.45; Blinded by the Light (OmU) 15.15,

21.30; Esgilt das gesprochene Wort 19.00; Rocketman

(OmU) So 11.45

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Blinded by the Light 20.00,

Sa a. 15.30; Und wernimmt den Hund? 18.00; Blinded by

the Light (OmU) Sa 22.15, So 15.30; Kleiner Aladin und der

Zauberteppich 15.00; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in

die Charts 17.45; Und wernimmt den Hund? 20.15; Hereditary–Das

Vermächtnis (OmU) Sa 22.15

Kant Kino (✆ 319 98 66) AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 13.30, 15.45; Gloria: Das Leben wartet nicht

15.30, 18.00, 20.30; Benjamin Blümchen 13.30; Das zweite

Leben des Monsieur Alain 15.30, 20.30; Leid und Herrlichkeit

18.00; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter indie

Charts So 11.00; Nur eine Frau 14.00; Yesterday16.00, So

a. 11.00; AToy Story: Alles hörtauf kein Kommando 18.30,

20.45; Geheimnis eines Lebens So 11.00; Pets II 13.15; So

wie du mich willst 15.15, 20.00; Photograph –Ein Foto verändertihr

Leben für immer 17.30, So a. 11.00; Die drei !!!

13.20; Leberkäsjunkie 17.45, So a. 11.00; Der unverhoffte

Charme des Geldes 20.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) Once Upon aTime in...

Hollywood 12.30, 16.00, 19.30, 23.00; Pets II 11.45,

14.45; Once Upon aTime in... Hollywood (OF) 17.00,

20.30; Apollo 11 (OmU) Sa 12.00; Die drei !!! 14.20; Once

Upon aTime in... Hollywood 16.45, 20.15; AToy Story: Alles

hört auf kein Kommando So 12.00; AToy Story: Alles hört

auf kein Kommando 14.45, Sa a. 12.20; 3D: Der König der

Löwen 17.10; Fast &Furious: Hobbs &Shaw20.00, 23.00;

Aladdin So 11.50; Der König der Löwen 11.45; 3D: Der

König der Löwen 14.30, 19.45; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando 17.15; Once Upon aTime in... Hollywood

(OF) 22.40; Yesterday12.30; Der König der Löwen 15.00; I

Am Mother 17.45, 23.00; Blinded by the Light 20.20; Die

drei !!! 11.30; Yesterday 13.50; Fast &Furious: Hobbs &

Shaw 16.30; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

19.30; IAmMother 21.45

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Kleiner Aladin und der

Zauberteppich 11.00; Willkommen im Wunder Park Sa

12.30; 3D: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime

Welt Sa 14.00;Benjamin Blümchen Sa 16.00;Unsere große

kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU) 17.30; Free

Solo (OmU) 19.00; The Dead Don‘t Die (OmU) Sa 20.45;

Der unverhoffte Charme des Geldes –Lachute de l‘empire

americain (OmU) Sa 22.30; Royal Corgi: Der Liebling der

Queen So 12.30; Drachenzähmen leicht gemacht 3:Die

geheime Welt So 14.00; Pets II So 16.00; Endzeit (DFmenglU)

So 20.45; Cleo (OmenglU) So 22.30; Edie –Für Träume

ist es nie zu spät Sa 11.00; Ramen Shop –Ramen Teh

(OmU) Sa 12.45; Rocketman (OmU) Sa 14.15; Made in

China Sa 16.15; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die

Charts (OmU) 17.45; Berlin, ILove You(OmU)19.45; Crawl

(OF) Sa 21.45; Endzeit (DFmenglU) Sa 23.15; Mister Link:

Ein fellig verrücktes Abenteuer So 11.00; Another DayofLife

–Jeszcze dzien zycia (OmU) So 12.45; Der unverhoffte Charme

des Geldes –Lachute de l‘empire americain (OmU) So

14.15; Crawl So 16.15; The Dead Don‘t Die (OmU) So

21.45; Macht das alles einen Sinn? –Und wenn ja –warum

dauert essolange? Sa 11.00; Sunset –Napszallta (OmU)

Sa 12.45; Pettersson und Findus: Findus zieht um Sa

15.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu Sa 16.30, So

12.45; Yesterday(OmU) 18.15; Leid und Herrlichkeit –Dolor

ygloria (OmU) 20.15; Spider-Man: Far From Home (OF)

22.15; Der Goldene Handschuh So 11.00; Benjamin Blümchen

So 14.30; Spider-Man: FarFrom Home So 16.00

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Die Wiese –Ein Paradies

nebenan 12.00; Traumfabrik 13.45; Yesterday (OmU)

16.00; Ich war zuhause, aber... 18.15; Leid und Herrlichkeit

–Dolor ygloria (OmU) 20.15; Rocketman (OmU) 22.30;

Campus Galli –Das Mittelalter-Experiment 12.00; Erde

(OmU) 13.45; Yoga: Die Kraft des Lebens –Debout (OmU)

16.00; Push –Für das Grundrecht auf Wohnen (OmU)

17.45; CongoCalling (OmU) 19.30; Lord of the Toys 21.15

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Fast &Furious: Hobbs &

Shaw 11.00, 14.00, 17.00, 20.10, Saa.22.00, So a.

22.40; Men in Black: 11.10; Die drei !!! 11.10; IMAX: Once

Upon aTime in... Hollywood 11.15, 15.15, 19.00, 22.45;

3D: AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 11.15,

14.00, 16.50; Pets II 11.30, Sa a. 13.45, So a. 13.20,

15.30; Der König der Löwen 11.30, 14.15, Sa a. 16.15,

19.10, So a. 17.00, 19.50; Aladdin 11.30, Sa a. 14.30, So

a. 13.50; Und wer nimmt den Hund? Sa 11.40, So 11.00;

Der König der Löwen –The Lion King (OF) 11.50; Benjamin

Blümchen 11.50, 14.10; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 12.00, 14.45, 17.20, 20.00, 22.30; Good Boys

12.20, 14.45, 17.10, 19.45, 22.15; Berlin, ILove You

13.50; Abikalypse 14.00; Stuber –5Sterne Undercover

14.30, 17.15, 19.40, 23.15; Spider-Man: Far From Home

Sa 14.30, 17.30, So 17.40; Yesterday14.40, 17.30; Once

Upon aTime in...Hollywood 16.30, 20.15, Sa a. 19.40; IAm

Mother 16.30, 19.15, 22.00; 3D: Der König der Löwen

16.40, 20.15, 23.00; Blinded by the Light 16.50, 19.30;

Crawl 22.15, Sa a. 17.30, 20.30, So a. 20.40; Gloria: Das

Leben wartet nicht 19.30; Once Upon aTime in...Hollywood

(OF) 22.20, Sa a. 20.30, So a. 19.30; Anna 22.15; John

Wick: Kapitel III 23.00; Annabelle III Sa 23.20, So 23.00;

Preview: Mein Lotta-Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So

14.30; Leberkäsjunkie So 17.00; Stuber –5Sterne Undercover(OF)

So 20.00, 22.30

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) 7. LangeNacht des Filmfestivals:

Filmprogramm Sa 15.00; TelAviv On Fire (OmU) So

16.00; Rocketman (OmU) So 18.00; Yesterday (OmU) So

20.15; OBeautiful Night So 22.30; 7.Lange Nacht des

Filmfestivals: Filmprogramm Sa 15.00; Lord of the Toys So

16.00; Das melancholische Mädchen So 18.00; Endzeit

(OmenglU) So 19.45;Acid –Kislota (OmU) So 21.30

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Spider-Man: Far From

Home Sa 13.30; Pets II 13.30, So a. 11.10; Good Boys

19.30, Saa.13.45, 16.45, 23.00, So a. 11.50, 14.15,

17.20; Benjamin Blümchen 14.00, So a. 11.40; AToy Story:

Alles hört auf kein Kommando 14.10, 16.50, 19.40, So a.

11.30; 3D: Der König der Löwen 14.20, 17.10, 20.10; Die

drei !!! Sa 14.30, So 11.00; Once Upon aTime in... Hollywood

19.30, 20.00, Sa a. 16.15, 22.20, So a. 16.40; Der

König der Löwen 16.30, So a. 11.20; Fast &Furious: Hobbs

&Shaw 16.40, 19.50, Sa a. 23.00; Stuber –5Sterne Undercover

20.15, Sa a. 17.20, 22.40, So a. 13.30; Child‘s

Play Sa22.20; Annabelle III Sa 23.00; Aladdin So 11.15;

Playmobil: Der Film So 14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Yesterday Sa14.00, So 20.00;

TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang Sa 16.10, So 16.00;

So wie du mich willst Sa18.00, So 14.00; Fisherman‘s

Friends –Vom Kutter in die Charts Sa 20.00, So 17.55

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 11.50; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 11.50;

3D: Der König der Löwen 12.00, 14.20, 17.10; 3D: AToy

Story: Alles hört auf kein Kommando 12.00, Sa a. 14.30;

Pets II 12.10; Der König der Löwen 12.10, 14.50, 16.50,

20.00, Saa.22.40; Benjamin Blümchen 14.40, Saa.

12.20, So a. 11.50; AToy Story: Alles hörtauf kein Kommando

12.30, 17.30, 19.30, Sa a. 15.00, So a. 14.30; Die drei

!!! 12.40;

Once Upon aTime in... Hollywood 17.00, 19.50, Saa.

14.15, 22.00; Fast &Furious: Hobbs &Shaw14.20, 17.15,

20.00, Sa a. 22.00; Yesterday 14.45; Good Boys 15.10,

17.20, 19.40, Sa a. 23.00; Stuber 17.30, 20.20, Sa a.

22.45; Spider-Man: Far From Home 17.40, 20.10; Crawl

17.40, 20.30, Sa a. 22.50; IAmMother 19.45, Sa a. 22.30;

Child‘s PlaySa23.00; Mein Lotta-Leben So 14.00; Preview:

Playmobil: Der Film So 15.00

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Once Upon aTime in... Hollywood

(OmU) Sa 15.30, 19.00, 22.30, So14.30, 18.00,

21.30; B Blinded by theLight(OmU) 17.00, 19.30, 22.00,

So a. 14.30

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Das melancholische

Mädchen 13.45, 22.15; Ich war zuhause, aber... (OmenglU)

14.00, 20.00; Der unverhoffte Charme des Geldes (OmU)

15.30; Dene wosguet geit (OmU) 16.15; Die Einzelteile der

Liebe (OmenglU) 17.45, So a. 19.45; CongoCalling (OmU)

18.00; Die Einzelteile der Liebe –Die Einzelteile der Liebe

(OmenglU; m. Gast) Sa 19.45; Acid –Kislota (OmU) Sa

22.15, So 21.45

Moviemento (✆ 692 47 85) Once Upon aTime in... Hollywood

(OmU) 11.15, 14.30, 17.45, 21.00; Die Winzlinge:

Abenteuer inder Karibik 10.45; Alfons Zitterbacke –Das

Chaos ist zurück Sa 13.00; Benjamin Blümchen 15.15, So

a. 13.00;High Life (OmU) Sa 17.30; Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 20.00; Tel Aviv On Fire (OmU) 23.15;

Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts (OmU) So

17.30; Benjamin Blümchen Sa 10.15; Acid –Kislota (OmU)

Sa 12.30, So 12.00; Pets II Sa 14.45, So 14.15; Checker

Tobi und das Geheimnis unseres Planeten Sa 16.45, So

10.00; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU) Sa 18.45,

22.00, So 18.30, 21.45; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist

zurück So 16.15

KINO

Die Dinge des Lebens

Claus Löser über zwei sehr unterschiedliche Filme

aus verschiedenen Zeiten und von weit auseinanderliegenden Orten,

Auch wenn der Rest Bulgariens sonst

kaum wahrgenommen wird, prosperierendie

Urlauberorte am SchwarzenMeer

doch von Sommer zu Sommer. BesondersVarnaerfreut

sich in den Sommermonatenzunehmender

Beliebtheit, nicht zuletzt wegen der

vielen aus Deutschland anreisenden Touristen. Die

angehende Regisseurin Hristiana Raykova wurde

1985 dort geboren. Sie studiert jetzt in Potsdam-

Babelsberg, kehrte für ihren abendfüllenden Dokumentarfilm

„Die Grube“ in ihreHeimatstadt zurück.

Das Ergebnis ihrer Reise überrascht durch

Stilsicherheit und Sorgfalt.

Wir erleben einen konkreten

Ort mit bodenständigen

Menschen, die uns freimütige

Einblicke in ihreLebenswirklichkeiten

gewähren.

Als zentraler Ort des

Geschehens fungiert ein

von warmem Thermalwasser

gespeistes Planschbecken,

das sich unmittelbar

am Strand befindet.

Dort versammeln sich

täglich vor allem betagte

Menschen, um die frische

Luft und die heilsame

Quelle zu genießen. Einbescheidenes

Paradies – der

Putz bröckelt und die Zuleitung

leckt. Hin und wieder

schwimmt Unappetitliches

herum. Nach westlichen

Maßstäben geht es hier

nicht unbedingt hygienisch

zu. Die Besucher des Beckenshalten

den Betrieb so

gut es geht am Laufen.

Doch das anachronistische,selbstverwaltete Refugium

erweist sich bald als bedroht, nicht zuletzt

wegen des touristischen Zustroms.

Ausgehend von diesem Schauplatz und seinen

Besuchernweitet die Filmemacherin den Blick. Sie

begleitet einige der Stammgäste an ihreWohn- und

Arbeitsorte, öffnet fast nebenbei ungemein reiche

Biografien und Erfahrungsräume. Daist Genadi

aus Sibirien, der einen Streichelzoo mit Kängurus,

Kaninchen und Ziegen betreibt. Taxifahrer Dimtscho

hat mit Ende 60 gerade die Liebe seines Lebens

kennengelernt. Alexander, der lange in der

DDR als Musiker gearbeitet hat, hofft von Tag zu

Tagauf Gäste inseinen Fremdenzimmern, meist

vergeblich. Unddann gibt es noch Strandjungs wie

Bobby, die eigentlich schon lange keine Jungs mehr

sind. Sie verkaufen allabendlich ihre Körper, weisen

aber streng vonsich, schwul zu sein. Es kommt,

wie es kommen muss.Die Stadtverwaltung möchte

aus der „Grube“ eine normgerechte Freizeiteinrichtung

machen, selbstverständlich mit Gewinnabsicht.

Die Stammgäste begehren auf, scheitern

aber an undurchschaubaren Strukturen. Der

schöne Film von Frau Raykova erzählt diese Geschichten

erfreulicherweise nicht zu Ende. Esgibt

keine Heldenreisen und kein moralisches Credo.

Dasist selten und tut gut.

2500 Kilometer westlich von Varna liegt Paris.

Hier spielt ein vor mehr als 60 Jahren von Helmut

die sich doch ähnlich sind.

DAS FLIEGENDE AUGE

Keine Therme, sondern„Die Grube“ –Szene aus

Hristiana Raykovas Film RBB/FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG

Sputnik (✆ 694 11 47) Rico, Oskar und die Tieferschatten

Sa 14.30, So 15.00; Cleo (OmenglU) Sa 16.00, So 18.45;

Aardvark Sa 17.45, So22.30; Aardvark (OF) Sa 22.30;

Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts So 16.45;

Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) So 20.30; Rico,

Oskar und die Tieferschatten Sa 14.30; Unsere große kleine

Farm (OmU) Sa 16.15; Fisherman‘s Friends (OmU) Sa

18.00; Leid und Herrlichkeit (OmU) Sa 20.00; Rocketman

(OmU) Sa 22.00; Checker Tobi So 15.00; Leid und Herrlichkeit

So 16.30; TelAviv On Fire (OmU) So 18.30; Burning

(OmU) So 20.15; OBeautiful Night (OmenglU) So 22.45

Yorck (✆ 78 91 32 40) Benjamin Blümchen 14.30; Once

Upon aTime in... Hollywood 16.30, 20.00; New Die drei !!!

14.00; Paranza: Der Clan der Kinder 16.10, 21.00; Leid und

Herrlichkeit 18.30

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 5389590) Pets II 14.00, So a. 10.00,

12.00; Die drei !!! 14.45, So a. 10.00; Der König der Löwen

14.45, 17.30, 20.15, So a. 12.15; Benjamin Blümchen

15.00, So a. 10.30, 12.45; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 15.15, 17.30, 20.30, So a. 10.45, 13.00; Good

Boys 16.00, 18.00, 20.30; Once Upon aTime in... Hollywood

17.00, 19.45; Fast &Furious: Hobbs &Shaw 17.15,

20.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu So 10.15; Preview:

Playmobil: Der Film So 12.30

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Die drei !!! 13.00, Sa

a. 15.15, So a. 15.10; Der unverhoffte Charme des Geldes

Sa 13.00, So 15.15; Das zweite Leben des Monsieur Alain

13.00, Sa a. 18.00, So a. 20.15; Der Junge muss an die

frische Luft Sa 15.15; Gloria: Das Leben wartet nicht Sa

15.45, 20.15, So 13.00, 18.00; Once Upon aTime in...

Hollywood 17.30, 20.45, Sa a. 23.45; Berlin, ILove YouSa

17.40, 20.15, So 15.15, 20.30; Kroos Sa 22.30; AStar Is

BornSo17.45

Käutner („Große Freiheit Nr. 7“) gedrehter Liebesfilm.

„Montpi“ basiertauf einem Roman des heute

komplett vergessenen, aus Ungarn stammenden

Autors namens Gábor von Vaszary (1897–1985).

Sein Buch erschien bereits 1936 bei Rowohlt, der

damals besten Adressefür deutsche Belletristik. Als

Käutner 20 Jahrespäterden Stoff adaptierte,hatten

sich die Landkarten Europas deutlich verändert,

vonden inneren Landschaften ganz zu schweigen.

Die imFilm mit scheinbar leichter Hand entwickelte,

amouröse Geschichte insistiert auf das Private,

schließt das Politische in einem aus dem Off

gesprochenen Text so deutlich

aus, dass sich darin

schon das Gegenteil ahnen

lässt. Dass die männliche

Hauptfigur aus Ungarn

kommt, hat ein Jahr nach

der dort blutig niedergeschlagenen

Revolution natürlich

etwas zu bedeuten.

Auf den ersten Blick ist

derFilmganz offensichtlich

ein Vehikel für die beiden

aufsteigenden Stars Romy

Schneider und Horst Buchholz,

damals 19 und 24

Jahre alt. Erzählt wird von

einer aufkeimenden Liebe,

dieanvermutetenoder unterstellten

Klassenzugehörigkeiten

scheitert und dadurch

ihr trauriges Ende

findet. Käutner erlaubtsich

neben dem Direkt-Kommentar

weitere Kunstgriffe.

PariswirdinBonbonfarben

getaucht und erscheint oft

merkwürdigmenschenleer.

Dokumentarische Passagen stehen neben hochartifiziellen

Arrangements, die völlig überdrehte

Tanzeinlagen oder Fieberfantasien mit Doppelbelichtungen

und Farbfiltern zeigen. Und wenn sich

derTitelheld (Montpi =Mon petit, also„mein Kleiner“)

zum Trost für seine stagnierende Liebesbeziehung

ein Entenküken zulegt undes„Napoleon“

tauft, bekommt das Ganzeendgültig eine surrealistische

Note.

Das Überraschendste ist allerdings das völlig

unerwartete, zuTränen rührende Ende, das in seinerKonsequenz

heute vonkeinerRedaktion mehr

abgenommen werden würde. Käutner behielt sich

eine Schlussbemerkung vor: „Alles im Leben ist lyrisch

in seinemWesen, tragisch in seinem Geschick

und komisch in seiner Wirklichkeit.“ Diese Erkenntnis

trifft auf beide hier ans Herz gelegte Filme

zu. Die „Dinge des Lebens“ (wie ein anderer Film

mit Romy Schneider heißt) erweisen sich einmal

mehr als universell, ob in Varna, Parisoder Berlin.

Montpi Eva-Lichtspiele,28. August,15.45 Uhr

DieGrube Kino Krokodil,noch biszum 31.August

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

MARZAHN

UCI Kinowelt am Eastgate (✆ 93 03 02 60) 3D: AToy

Story: Alles hörtauf kein Kommando 11.30, 14.00; Die drei

!!! 11.35; Der König der Löwen 11.45, 14.00, 16.55, So a.

19.45; Benjamin Blümchen Sa 11.45, 14.30; Pets II 12.00,

14.15; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 12.00,

14.30, 17.00, 20.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

12.30; Once Upon aTime in... Hollywood 16.30, 19.45, Sa

a. 14.00, 22.30, So a. 13.30; Fast &Furious: Hobbs &Shaw

14.00, 16.30, 19.45, Sa a. 23.00; Good Boys 15.00,

17.30, 20.15, Sa a. 23.00; Crawl 17.00, 20.00, Saa.

23.00; Spider-Man: FarFrom Home 17.10; Stuber –5Sterne

Undercover20.05, Sa a. 17.35; 3D: Der König der Löwen

Sa 19.45, 22.50; Annabelle III Sa 20.00; John Wick: Kapitel

III Sa 22.30; Anna Sa 23.00; Preview: Mein Lotta-Leben –

Alles Bingo mit Flamingo! So 14.30; Leberkäsjunkie So

17.00; Stuber –5Sterne Undercover(OF) So 20.00

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98)Der kleine Drache Kokosnuss –Auf

in den Dschungel! 15.00; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist

zurück 16.45; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die

Charts Sa 18.30, So 20.45; Cleo (OmenglU) Sa 20.45, So

18.45; KleinerAladin und der Zauberteppich 16.00; Ausgeflogen

Sa 17.45, So 19.45; Kaviar Sa 19.30, So 21.30;

Kleine Germanen (OmenglU) Sa 21.30; Mirai: Das Mädchen

aus der Zukunft So 17.45

Babylon (✆ 242 5969) Woodstock 50!: Love &Mercy

(OmU)Sa15.15; Woodstock 50!: Janis: Little GirlBlue (OF)

Sa 15.45; Woodstock 50!: Not Fade Away(OmU) Sa 17.45;

Woodstock 50!: Gimme Danger (OmU) Sa 17.45; Stummfilm

mit Live-Orchesterbegleitung: Metropolis (1925/26) Sa

19.30; Premiere: Im Licht der Hoffnung (m. Gästen u. Gespräch)

Sa 20.00; Woodstock 50!: BlowUp(OF) Sa 20.00;

Woodstock 50!: BlutigeErdbeeren (OF) Sa 22.00;


Woodstock 50!: The Rolling Stones: Gimme Shelter (OmU)

Sa 22.15; Stummfilm um Mitternacht: Cyankali (m. Live-

Musikbegleitung) Sa 23.59; Woodstock 50!: Wie ich den

Krieg gewann –How IWon the War (OmU) So 13.45; Ein

Becken voller Männer –Legrand bain (OmU) So14.00;

Woodstock 50!: Almost Famous –Fast berühmt (OmU) So

15.30; CinemAperitivo: Cosmonauta –Die Kosmonautin

(OmenglU; m. Gespräch) So 15.30; Woodstock 50!: Apocalypse

Now(OF) So 16.30; Woodstock 50!: Taking Woodstock

(OmU) So 18.00; Woodstock 50!: Die Reifeprüfung –The

Graduate (OmU) So 18.00; Woodstock 50!: Jimi Hendrix

(OF) So20.00; Woodstock 50!: Zabriskie Point (OF) So

20.15; Woodstock 50!: Frank Zappa: Eat That Question –Eat

That Question: Frank Zappa in His Own Words (OF) So 20.15

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) IAmMother

(OF) Sa10.45, 13.00, 15.15, 17.30, 20.00, 22.30, So

10.30, 12.45, 15.00, 17.15, 19.45, 22.15; Yesterday

(OmU) Sa 10.30, 14.45, 17.00, 19.30, So 10.15, 14.15,

16.30, 19.00; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist zurück Sa

12.45; Rocketman (OmU) Sa 22.00, So 21.30; Pets II So

12.30

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) Fast &Furious:

Hobbs &Shaw 17.10, 20.00, 23.00, Sa a. 11.00, So a.

11.20; Der König der Löwen 11.00, 13.50, 19.40, Sa a.

16.45, So a. 17.50; Benjamin Blümchen 11.00; 3D: Avengers:

Endgame Sa 11.10; Pets II 11.15, 13.30, 15.50; AToy

Story: Alles hört auf kein Kommando 11.20, 14.00, 17.20,

19.50; Drei Schritte zu Dir 11.30; 3D: AToy Story: Alles hört

auf kein Kommando 12.10, 14.45, 16.40; Good Boys

12.15, 14.40, 22.30, Saa.16.50, 19.45, So a. 17.00,

19.30; Once Upon aTime in... Hollywood 13.15, 16.40,

19.20, 20.20, 22.10; Spider-Man: Far From Home 14.10,

23.10; Die drei !!! Sa 14.15; 3D: Der König der Löwen

15.00, 20.20,23.15, Sa a. 17.50; Stuber –5Sterne Undercover

17.00, 20.30, 23.00; Crawl 18.10, 20.40, 22.40;

Annabelle III 23.15; Avengers: Endgame So 11.10; Preview:

Playmobil: DerFilmSo14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Berlin Babylon (OmenglU)

15.00, So a. 11.00; Gloria: Das Leben wartet nicht –Gloria

Bell (OmU) 17.00, 19.15, So a. 13.00; Der unverhoffte

Charme des Geldes –Lachute de l‘empire americain (OmU)

Sa 21.30; Shoplifters: Familienbande –Manbiki kazoku

(OmU) So 21.30; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU)

14.45, 18.00,21.15, So a. 11.30; Der unverhoffte Charme

des Geldes –Lachute de l‘empire americain (OmU) 15.00;

So wie du mich willst –Celle que vous croyez(OmU) 17.45;

Once Upon aTime in... Hollywood (OmU) 20.00; Burning –

Beoning (OmU) So 11.15; Leid und Herrlichkeit –Dolor y

gloria (OmU) 14.00, 21.30; Blinded bythe Light (OmU)

16.30, 19.00, So a. 11.30; Paranza: Der Clan der Kinder

(OmU) 14.15,19.00, So a. 10.00; Ich war zuhause, aber...

(OmenglU) 16.45, 21.30, So a. 12.15

International (✆ 24 75 60 11) Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 15.30, 19.00, 22.30; Tarantino Retro:

Jackie Brown –Rum Punch (OmU) So 12.00

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Hedy Lamarr –Secrets of

aHollywood Star Sa 19.00; H.M. Pulham, Esq. Sa 21.00;

Weimarer Trickfilme: Kurzfilmprogramm So 18.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) TKKG

–Jede Legende hat ihren Anfang 12.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 12.00; Pets II 12.00, 14.30,17.30; Good

Boys 12.00, 14.30, 17.00, 19.30, Sa a. 22.00;Die drei !!!

14.05, Sa a. 12.00; Der König der Löwen 12.00, 14.40,

17.15, 19.40, Sa a. 23.00; Benjamin Blümchen 12.00,

14.20; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 12.00,

14.00, 16.45, 20.00; 3D: AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 12.00, 14.30; Spider-Man: Far From Home

16.50, Sa a. 14.10, So a. 14.20; Fast &Furious: Hobbs &

Shaw14.10, 16.30, 19.45, Sa a. 22.30; Once Upon aTime

in... Hollywood16.30, 19.30, Sa a. 22.30; Good Boys (OF)

17.00; Aladdin 17.00; Der König der Löwen –The Lion King

(OF) 19.30; Once Upon aTime in... Hollywood (OF) 20.00,

Sa a. 22.30; Crawl 20.00; Stuber –5Sterne Undercover

20.10; Annabelle III Sa 22.30; Stuber –5Sterne Undercover

(OF) Sa 22.40; Crawl (OF) Sa 23.05; Preview: Mein Lotta-

Leben –Alles Bingomit Flamingo! So 12.00

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Aladdin (DF) Sa 14.00, So 11.40;

Unsere große kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU) Sa

16.20, So 16.10; Gloria: Das Leben wartet nicht –Gloria

Bell (OmU) Sa 18.00, So 22.10; Paranza: Der Clan der Kinder

–Laparanza dei bambini (OmU) Sa 20.00, So 18.00;

Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) Sa 22.00, So

14.00, 20.00;Apollo 11 (OmU) Sa 23.55

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Once Upon aTime in... Hollywood

(OF) 17.00, 20.30

Passage (✆ 68 23 70 18) Once Upon aTime in... Hollywood

(OmU) 16.30, 20.00; Paranza: Der Clan der Kinder –

La paranza dei bambini (OmU) 16.30, 19.00, 21.30; Once

Upon aTime in... Hollywood (OmU) 17.30, 21.00; Unsere

große kleine Farm So 15.30

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Once Upon aTime in... Hollywood

(OF) 17.45, 21.15, 22.00, So a. 14.15; Gloria: Das

Leben wartet nicht –Gloria Bell (OmU) 17.20, 19.40, So a.

15.00; Blinded by the Light(OF) 17.30, 20.00, So a. 15.00,

22.30; Creepy Crypt: Under the Skin (OF) Sa 22.30; Der

König der Löwen –The Lion King (OF) 16.30; Leid und Herrlichkeit

–Dolor ygloria (OmenglU) 18.15, 21.30; TheyShall

Not Grow Old (OmU) So 13.45; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando –Toy StoryIV(OF) 16.00, So a. 14.15; Leid

und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) 19.00; Apocalypse

Now–Final Cut (OmU) 20.45

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Good Boys

11.40, 14.15, 17.40, 20.20, Saa.22.30; Die drei !!!

11.40; Der König der Löwen 11.50, 14.50, 17.30, So a.

19.30; Pets II 12.00, 14.30, Sa a. 17.10; Benjamin Blümchen

12.05; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

12.20, 14.50,17.20, 20.00; Fast &Furious: Hobbs &Shaw

16.30, 20.30, Sa a. 14.00, 22.40; Once Upon aTime in...

Hollywood 14.10, 16.45, 19.50, Sa a. 22.15;3D: DerKönig

der Löwen Sa 19.30; Crawl 19.40, Sa a. 22.45; Preview:

Mein Lotta-Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So 14.30;

Leberkäsjunkie So 17.00

Wolf (✆ 921 03 93 33) Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria

(OmU) 12.00, Sa a. 21.10, So a. 18.50; Tonari no Totoro

–MeinNachbar Totoro Sa 12.10, So 16.20; Ich war zuhause,

aber... (OmenglU) 14.10, Sa a. 21.00, Soa.19.00; Die

Einzelteile der Liebe 14.20, Sa a. 19.00, So a. 21.10; Der

kleine Maulwurf (1963-1975) Sa 16.20, So 12.20; Messer

im Herz –Uncouteau dans le coeur (OmU) 16.30, Sa a.

23.10; Black Pond (OF) Sa 19.00; The Dead Don‘t Die (OF)

Sa 19.00, So 21.10; Das melancholische Mädchen

(OmenglU) Sa 23.20; Marie Menken, Jonas Mekas, Chiemi

Shimada (OmU) So 18.00

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) Pets II 14.30; Once

Upon aTime in... Hollywood 16.30, 20.00; Benjamin Blümchen

14.00; Und wernimmt den Hund? 16.00; Gloria: Das

Leben wartet nicht 18.00, 20.20

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88)Die drei !!! 14.15;

Once Upon aTime in... Hollywood 16.30, 20.00; Unsere

große kleine Farm So 12.15; Once Upon aTime in...Hollywood

14.30, 18.00, 21.30; Cleo So 12.15; Das zweite Leben

des Monsieur Alain 13.45, 18.30; Paranza: Der Clan der

Kinder 16.00, 20.45; Benjamin Blümchen 13.40; Gloria:

Das Leben wartet nicht 15.40, 18.00, 20.30; Und wer

nimmt den Hund? 14.00, 18.30; Leid und Herrlichkeit

16.00, 20.30

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Once

Upon aTime in... Hollywood 19.30, Sa a. 14.00; Benjamin

Blümchen Sa 14.00, So 11.50; Der König der Löwen 14.15,

17.00, So a. 12.20; Gloria: Das Leben wartet nicht 19.15,

Sa a. 14.20, So a. 13.45; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 14.30, 20.00,Saa.16.45, So a. 12.00,17.00;

Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts Sa 14.45;

Die drei !!! 14.50, So a. 12.30; Blinded by the Light 15.00,

20.00; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU) 16.15,

20.30, 21.45; So wie du mich willst Sa 17.00; Berlin, ILove

You 17.15; Leid und Herrlichkeit 17.30, 19.45; Yesterday

17.40; Und wer nimmt den Hund? 17.45; Der König der

Löwen –The Lion King (OmU) 19.45, 22.30; Paranza: Der

Clan der Kinder 20.15; Yesterday (OmU) 22.30; Leid und

Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) 22.30; AToy Story: Alles

hörtauf kein Kommando –Toy StoryIV(OmU) 22.45; Paranza:

Der Clan der Kinder –Laparanza dei bambini (OmU)

22.50; The Dead Don‘t Die (OmU) 23.00; Kuddelmuddel bei

Pettersson undFindus So 11.50; Pets II So 12.20; Preview:

Playmobil: DerFilmSo14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Die Grube (OmU) 18.30; Acid

–Kislota (OmU) 19.45; Kaviar (OmU) 21.30

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Mirai: Das Mädchen aus

der Zukunft Sa 15.00, So 14.30; Cleo Sa 16.45, So 16.15;

Berlin, Prenzlauer Berg –Begegnungen zwischen dem 1. Mai

und dem 1. Juli 1990 Sa 18.30; Leid und Herrlichkeit –

Dolor ygloria (OmU) Sa 20.00, So 20.15; The Dead Don‘t

Die (OmU) Sa 22.00, So22.15; Casablanca (OmU) Sa

23.59; Gundermann So 18.00

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) Der König der

Löwen 12.00, 14.30, 17.20, So a. 19.35; Drei Schritte zu

Dir 12.05; AToy Story 12.05, 14.20, 17.05, 20.00; Pets II

12.10, 14.15; Die drei !!! 12.10, 14.30; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 12.15; Der kleine Drache Kokosnuss

12.15; Benjamin Blümchen 12.15, 14.35; Spider-Man

14.15, 16.50; Fast &Furious 16.50, 20.05, 22.40, Sa a.

14.15; Stuber 14.40, 17.10, 19.40, 22.30; Good Boys

14.45, 17.10, 19.45, 22.35; Once Upon aTime in... Hollywood

14.50, 16.25, 19.45, 22.15; IAm Mother 17.05,

19.50,22.40;Yesterday20.00, Sa a. 17.15; 3D: Der König

der Löwen Sa 19.35; Crawl 19.40, 22.40; Berlin, ILove You

19.55; Anna 22.35; Annabelle III 22.45; Preview: Mein

Lotta-Leben So 14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Iuventa: Seenotrettung

Sa 18.00; Green Book Sa 21.00, So 18.00; Gaza

Surf Club (OmU) So 13.30

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) Der König der Löwen

11.10, 13.40, 16.35, 19.30; Benjamin Blümchen 11.10,

13.35; 3D: AToy Story 11.20, Sa a. 14.00, 16.45, So a.

14.05, 17.10; Pets II 11.25, Sa a. 14.50, So a. 15.00;

Spider-Man: Far From Home 11.45; Aladdin 11.50; AToy

Story: Alles hört auf kein Kommando 12.10, 14.45, 17.30,

19.45; Rocketman Sa 12.20, So 11.15; Die drei !!! 12.30,

Sa a. 15.00; 3D: Der König der Löwen 14.05, Sa a. 17.00,

20.00, So a. 20.15; Good Boys 14.50, 17.20, 20.20, Sa a.

22.50; Once Upon aTime in... Hollywood 15.10, 16.10,

19.20, 20.15, Sa a. 22.30; Fast &Furious: Hobbs &Shaw

19.50, Sa a. 17.10, 22.50, So a. 17.00; Stuber –5Sterne

Undercover 20.10, Sa a. 17.40, 22.45; Crawl 20.30, Sa a.

23.00, So a. 17.40; 3D: Avengers: Endgame Sa 22.30; John

Wick: Kapitel III Sa 23.15; Annabelle III Sa 23.15; Preview:

Playmobil: Der Film So 14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) TKKG

–Jede Legende hat ihren Anfang 12.45; Fisherman‘s Friends

–Vom Kutter in die Charts 15.00, Sa a. 17.00, So a. 17.45;

Und wernimmt den Hund? 20.30

Cosima (✆ 85 07 58 02) Der unverhoffte Charme des Geldes

18.00; Yesterday20.15, So a. 15.30

Odeon (✆ 78 70 40 19) Once Upon aTime in... Hollywood

(OmU) 16.30, 20.00

Xenon (✆ 78 00 15 30) So wie du mich willst –Celle que

vous croyez (OmU) 18.00; Leid und Herrlichkeit –Dolor y

gloria (OmU) 20.15

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) Pets II 10.00,

14.30, Sa a. 12.05; Die drei !!! 10.00; Der König der Löwen

10.00, 11.55, 14.00, 17.00, 20.10, Sa a. 23.00; Benjamin

Blümchen 10.00, 12.10; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 10.00, 12.20, 14.55, 17.30, 20.15; Good Boys

14.00, 17.40, 19.45, Sa a. 23.00; Fast &Furious: Hobbs &

Shaw14.30, 16.40, 20.00, Sa a. 22.45; Once Upon aTime

in... Hollywood 16.30, 20.00, Sa a. 22.35; Preview: Mein

Lotta-Leben –Alles Bingomit Flamingo! So 12.00

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Der Klavierspieler

vomGare du Nord Sa 13.30; Yesterday15.45, Sa a.

20.15; Geheimnis eines Lebens 18.00; Edie –Für Träume ist

es nie zu spät So 13.45; Rocketman So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11)Gloria: Das Leben wartet nicht

12.00, 14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.40

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) Pets II

10.00, 12.10, 14.30; Kleiner Aladin und der Zauberteppich

10.00; Fast &Furious: Hobbs &Shaw10.00, 14.10, 16.45,

19.50, 23.00; Die drei !!! 10.00, 14.40, Sa a. 12.15; Der

König der Löwen 10.00, 14.00, 17.00, 20.00, 23.00; Benjamin

Blümchen 10.00, 11.55; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando 10.00, 12.00,14.30, 17.00, 20.20; AToy

Story: Alles hört auf kein Kommando –Toy Story IV(OF)

12.00; 3D: AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

12.30, 15.00; Good Boys 12.50, 15.10, 17.35, 20.00,

22.30; Once Upon aTime in... Hollywood 16.50, 19.30,

23.00; Spider-Man: FarFrom Home 17.15, 20.30; 3D: Der

König der Löwen 17.30; Once Upon aTime in...Hollywood

(OF) 20.20; Annabelle III 22.50; Preview: Mein Lotta-Leben

–Alles Bingomit Flamingo! So 12.00

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) Pets II Sa 13.00, So

13.15; Der König der Löwen 13.00, 15.30, 18.00; Die drei

!!! Sa 13.30; AToy Story18.00, 20.30, Sa a. 13.45, 15.00,

So a. 11.15, 13.30, 15.15; Good Boys 15.45, 18.15,

20.30; Benjamin Blümchen Sa 16.00, So 11.00, 13.45;

Once Upon aTime in... Hollywood 17.15, 20.30; 3D: Der

König der Löwen 20.30; Winnetou –Der Schatz im Silbersee

So 11.00; TKKG So 11.00; Mein Lotta-Leben So 15.45

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Andrej Tarkowskij: Stalker

(OmenglU) Sa 20.00; Andrej Tarkowskij: Die Walze und die

Geige (OmenglU) So 19.00; Andrej Tarkowskij: Tarkowskijs

Opfer –Offret (OmU) So 20.00; Magical HistoryTour: Nortullsligan

–Weibliche Junggesellen (OmU) Sa 19.30; Magical

HistoryTour: Jahrgang 45 (m. Vorfilm) So 19.30

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) Der

König der Löwen 12.30, 13.30, 17.00, Sa a. 19.30, So a.

20.20; Benjamin Blümchen 12.30, 13.40; AToy Story: Alles

hörtauf kein Kommando 12.30, 14.00, 15.15, 17.00; Once

Upon aTime in... Hollywood 13.00, 17.00, 18.00, 20.00,

21.00, Sa a. 14.00, 15.10, 19.10, 22.10, So a. 15.30,

19.00, 22.15; 3D: Der König der Löwen 13.10, 16.20,

22.30, Saa.20.20, So a. 19.15; Stuber 13.15, 17.15,

19.50, 22.30; Spider-Man 13.15, 16.30, 19.45, 23.00;

Fast &Furious 13.20, 16.30, 22.50, Sa a. 20.20, Soa.

20.15; Berlin, ILove You 13.30; 3D: AToy Story 13.30,

16.30, 19.45, Sa a. 23.00, So a. 22.30; Drei Schritte zu Dir

16.40, Sa a. 13.40; Die drei !!! 13.40; Pets II 14.00; Good

Boys 20.00, 23.00, Sa a. 14.20, 17.10, So a. 14.30, 17.00;

Gloria: DasLeben wartet nicht 14.30, 17.15, 20.00;Aladdin

15.50, Sa a. 19.40; Blinded by the Light Sa 16.15, 19.15,

So 20.15; Paranza: Der Clan der Kinder 16.30, 19.30; Leid

und Herrlichkeit Sa 16.30; Yesterday Sa16.40, So 16.45;

Crawl 18.00, 20.30, 23.00; Rocketman 19.10; IAmMother

19.40, 22.40; Der Fall Collini 19.50; Avengers 22.10; X-

Men Sa 22.20, So 23.20; Child‘s Play 22.30; John Wick III

22.45, So a. 19.40; Annabelle III Sa 22.50, So 23.00; Anna

Sa 22.55, So 23.00; Leberkäsjunkie So 17.00

CineStar im Sony Center (✆ 04 51/703 02 00) Pets II –

The Secret Life of Pets 2(OF) 13.30; Once Upon aTime in...

Hollywood (OF) 15.50, 16.50, 19.30, 20.30,23.00, Sa a.

13.30, So a. 13.40; Yesterday (OF) 13.45; 3D: AToy Story:

Alles hört auf kein Kommando –Toy Story IV(OF) 14.00,

17.30; 3D: Der König der Löwen –The Lion King (OF) 14.15,

22.30; AToy Story: Alles hörtauf kein Kommando –Toy Story

IV (OF) 14.15, 17.10, 19.50; Rocketman (OF) Sa 14.30;

Good Boys (OF) 15.00, 17.30, 20.00, 22.30; Stuber –5

Sterne Undercover (OF) 16.45, 19.40, 23.15; Fast &Furious:

Hobbs &Shaw (OF) 16.45, 20.00, 22.15; Der König

der Löwen –The Lion King (OF) 17.10, 20.00; Spider-Man:

FarFrom Home (OF) 20.10; IAmMother (OF) 23.15; Annabelle

III (OF) 23.15; Preview: Playmobil: Der Film –Playmobil:

The Movie (OF) So 14.30

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) Once Upon aTime

in... Hollywood (OF) 11.30, 15.15, 19.00, 22.50

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) Sa 19.00; Apocalypse NowRedux (OF) So

17.00; Apocalypse Now–Final Cut (OF) So 20.45

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) Pets II Sa 10.00, 12.00, 14.00; Die

drei !!! 16.00, Sa a. 10.00, 12.00; Der König der Löwen

10.00, 12.30, 15.00, 17.30, 20.00, 22.30; Benjamin

Blümchen 10.00, 12.00, 14.30; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando 10.00, 12.15, 14.00, 17.00, 20.00; Fast

&Furious: Hobbs &Shaw 17.00, 20.00, 22.15, Sa a.

14.00; Once Upon aTime in... Hollywood 16.30, 20.15,

22.00; Stuber –5Sterne Undercover18.00, 20.00, 22.45;

Preview: Mein Lotta-Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So

14.00; Preview: Playmobil: Der Film So 14.30

Casablanca (✆ 677 57 52) Die drei !!! 14.15; Made in

China Sa 16.15; Leid und Herrlichkeit Sa 18.15; Yesterday

Sa 20.30, So 16.15; Unsere große kleine Farm So 18.30;

Leberkäsjunkie So 20.30

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) 3D: Der

König der Löwen 11.15, 14.00;Aladdin 11.15; TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 11.30; Der König der Löwen

11.30, 14.30, 17.20, 19.30; AToy Story: Alles hörtauf kein

Kommando 11.30, 14.15, 16.45, 20.00; Pets II 11.45,

14.10; Die drei !!! Sa 11.45, So 11.35; Benjamin Blümchen

12.00; 3D: AToy Story: Alles hörtauf kein Kommando

12.00, 14.45, 17.15; 3D: Spider-Man: Far From Home

14.00; 3D: Aladdin Sa 14.10; Good Boys 14.40, 17.15,

19.45, Saa.23.00; Once Upon aTime in... Hollywood

15.30, 16.30, 19.15, 20.00, Sa a. 22.20; Fast &Furious:

Hobbs &Shaw 19.30, Sa a. 17.00, 22.40; Crawl 17.20,

20.00, Sa a. 22.45; Stuber –5Sterne Undercover 17.30,

20.15, Sa a. 23.00; IAmMother 20.15, Sa a. 22.45; John

Wick: Kapitel III Sa 22.30; Annabelle III Sa 23.00; Preview:

Playmobil: Der Film So 14.30; Leberkäsjunkie So 17.00

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu Sa 12.00; Pets II 12.00, 14.20; Good

Boys 12.00, 14.25, 16.50, 19.30, Sa a. 22.30; Die drei !!!

12.00; Der König der Löwen 12.00, 14.00, 17.00, 19.40,

Sa a. 22.50; Benjamin Blümchen 12.00, 14.30; AToy Story:

Alles hörtauf kein Kommando 12.00, 14.30, 17.00, 20.00;

3D: AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 14.10; Fast

&Furious: Hobbs &Shaw 14.30, 17.00, 19.45, Sa a.

22.40; Once Upon aTime in...Hollywood 16.40, 19.30, Sa

a. 22.00; Spider-Man: Far From Home 16.45; Good Boys

(OF) 17.30; Crawl 20.10; Once Upon aTime in...Hollywood

(OF) 20.15; Crawl (OF) Sa 22.40; Annabelle III Sa 23.00;

Mein Lotta-Leben –Alles Bingomit Flamingo! So 12.00

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) Cinema Culinaire:

Unsere große kleine Farm (m. Menü) Sa 17.00; Leid

und Herrlichkeit Sa19.15, So 14.00; Burning (OmU) Sa

21.30; Kinderfilm des Monats: Dumbo So 16.15; Die Einzelteile

der Liebe So 18.15; Volver –Zurückkehren (OmU) So

20.00

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 4714001) Ukrainischer Kinoklub: Kurzfilmprogramm

(Die schönen Zwanzigjährigen) Sa 19.00;

Ukrainischer Kinoklub: Überraschungsfilm So 19.00

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando 10.30, 12.45, Sa a. 15.00, 17.15, 19.30;

Preview: Mein Lotta-Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So

15.00; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts So

17.15; Und wer nimmt den Hund? So19.45; Benjamin

Blümchen 13.15, Sa a. 11.00; Und wer nimmt den Hund?

Sa 15.30, 20.15, So11.00; Fisherman‘s Friends –Vom

Kutter in die Charts Sa 17.45; AToy Story: Alles hörtauf kein

Kommando So 15.30, 17.45, 20.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Yoga: Die Kraft des

Lebens Sa 14.00; Der unverhoffte Charme des Geldes Sa

15.30; So wie du mich willst 18.00; Leid und Herrlichkeit Sa

20.30; 7Bürgen &7Bürger in 7Filmen: Der Vogel träumt

vomMaismehl So 11.00; Der Räuber Hotzenplotz So 13.30;

Der Duft des Westpaketes (m. Gästen) So 16.00; Leid und

Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) So 20.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Benjamin Blümchen

13.15; Yesterday 15.30; Leid und Herrlichkeit Sa18.00;

Gloria: Das Leben wartet nicht 20.30; Der Klavierspieler vom

Gare du Nord So 11.00; Bruno Ganz: Messer im Kopf So

18.00

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 4678) Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

16.00; Tolkien (OmU) 18.00; Sunset –Napszallta (OmU)

20.30

Capitol (✆ 831 6417) Und wernimmt den Hund? 16.00,

18.15, 20.30, So a. 13.45; Der Klavierspieler vom Gare du

Nord So 11.30

FREILUFTKINOS

B-ware! Open Air FMP1 (✆ 63 41 31 15) Roads (OmU) So

20.30

B-ware! Open Air Prinzessinnengärten (✆ 63 41 31 15)

Shoplifters: Familienbande –Manbiki kazoku (OmU) Sa

21.00

Freilichtbühne Weißensee (✆ 24 72 78 01) AStar Is Born

(OmU) Sa 21.00

Freiluftkino Friedrichshagen (✆ 65 01 31 41) Reiß aus

–Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum (m. Gästen) Sa

20.15; Das Pubertier –Der Film So 20.15

Freiluftkino Hasenheide (✆ 283 46 03) Spoons –ASanta

Barbara Story (OF) Sa 20.30; Shoplifters: Familienbande –

Manbiki kazoku (OmU) So 20.30

Freiluftkino Insel im Cassiopeia (✆ 35 12 24 49) Berlin

– Sinfonie der Großstadt (m. Live-Musikbegleitung) Sa

20.30; Cleo (OmenglU) So 20.30

Freiluftkino Kreuzberg The Dead Don‘t Die (OmU) Sa

20.30; Apocalypse Now–Final Cut (OmU) So 20.30

Freiluftkino Rehberge Monsieur Claude II Sa 20.30; Der

Vorname So 20.30

Open Air Kino Mitte (✆ 28 59 99 73) Green Book –Eine

besondere Freundschaft (OmU) So 20.30

Open-Air-Kino Schlosspark Biesdorf (✆ 998 74 81)

Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts Sa 20.30; So

wie du mich willst So 20.30

Openair Kino Spandau (✆ 333 60 81) Der Jungemuss an

die frische Luft Sa 20.45

Pompeji –FLK am Ostkreuz (✆ 01 76/56 70 92 98)

7. Lange Nacht des Filmfestivals: Filmprogramm Sa 15.00;

The Hate UGive(OmU) So 20.30

Radio EINS-Freiluftkino Friedrichshain AStar Is Born Sa

20.30; Leid und Herrlichkeit –Dolor ygloria (OmU) So

20.30

Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz

(✆ 89 37 14 31) Bohemian Rhapsody(OmU) Sa 20.45; Tel

Aviv On Fire So 20.30

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Chihiros

Reise ins Zauberland 14.30; Mid90s (OmU) Sa 17.00; Fellinis

Das süße Leben Sa 19.00; Under the Tree –Undir trenu

(OmU) So 17.00; Unwiederbringlich So 19.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 7020) Die drei !!! Sa

13.45, 16.00, So 14.00, 16.15; Benjamin Blümchen

14.15, 16.30; Und wer nimmt den Hund? 20.45, Saa.

14.15, 18.45, So a. 12.45, 16.30; Yesterday (OmU) Sa

14.30; Fisherman‘s Friends –Vom Kutter in die Charts Sa

16.15, So 11.30; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU)

17.00, 20.15, So a. 13.45; Leid und Herrlichkeit 18.15;

Gloria: Das Leben wartet nicht 18.30, 20.45, So a. 12.15;

So wie du mich willst 20.45, So a. 12.00; Preview: Mein

Lotta-Leben –Alles Bingomit Flamingo! So 14.30; Preview:

DieAgentin So 18.30

UCILuxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 72 33) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.00; Der König der Löwen 11.00,

14.00, 17.05, So a. 20.10; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 11.00, 14.10, 17.00, 20.00; Royal Corgi: Der

Liebling der Queen 11.15; Pets II 11.15, 13.50, 17.10; Die

drei !!! 11.15; Benjamin Blümchen 11.15, 14.00; Once

Upon aTime in... Hollywood 13.40, 16.10, 19.45, Sa a.

20.10, 22.45; Fast &Furious: Hobbs &Shaw16.30, 19.30,

Sa a. 13.40, 23.00; Stuber –5Sterne Undercover 14.15,

17.15, 19.45; Good Boys 14.20, 17.20, 20.00, Sa a.

23.00; Spider-Man: FarFrom Home Sa 16.50; 3D: Der König

der Löwen Sa 20.10, 23.00; Crawl 20.15, Sa a. 23.00;

Annabelle III Sa 23.00; Preview: Mein Lotta-Leben –Alles

Bingo mit Flamingo! So 14.30; Leberkäsjunkie So 17.00;

Stuber –5Sterne Undercover(OF) So 20.00

UMLAND

ALA Falkensee (✆ 033 22/279 88 77) AToy Story:Alles

hört auf kein Kommando 12.30, 15.00, 17.30; 3D: AToy

Story: Alles hörtauf kein Kommando 20.00

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

Der unverhoffte Charme des Geldes Sa 17.15, So 20.00;

Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa

20.00, So 17.15

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) Pets II 14.20, Sa

a. 17.30, So a. 12.00, 17.00; Fast &Furious: Hobbs &Shaw

14.20, 17.00, 19.45, Sa a. 23.00; Die drei !!! Sa 14.20,

So 12.10; AToy Story: Alles hörtauf kein Kommando 14.20,

17.00, 20.00, So a. 12.00; Der König der Löwen 14.30,

17.15, 20.10, So a. 11.55; Benjamin Blümchen 14.30, So

a. 12.00; 3D: Der König der Löwen 15.00, 17.45, 20.15, So

a. 12.20; 3D: AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

15.00, 17.30, So a. 12.30; Good Boys 15.15, 17.40,

20.15, Sa a. 22.45; Once Upon aTime in... Hollywood

15.30, 16.30, 19.15, 20.00, Sa a. 22.30; Crawl20.10, Sa

a. 17.00, 23.40; 3D: Avengers: Endgame 19.30; Stuber –5

Sterne Undercover20.30, Sa a. 23.20; 3D: Spider-Man: Far

From Home Sa 22.50; John Wick: Kapitel III Sa 23.00; 3D:

Godzilla 2–King of the Monsters Sa 23.00; Child‘s PlaySa

23.00; Annabelle III Sa 23.10; Drei Schritte zu Dir So 11.55;

Spider-Man: Far From Home So 12.15; Aladdin So 12.20;

Preview: Playmobil: Der Film So 14.30; Leberkäsjunkie So

17.00

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Winnetou –Der

Schatz im Silbersee 12.30; Der König der Löwen 15.00,

17.45, Sa a. 12.30, So a. 12.15; Die drei !!! 12.30; Benjamin

Blümchen 15.00; Pets II 15.00; Fast &Furious: Hobbs

&Shaw 17.00, 20.30; Once Upon aTime in... Hollywood

17.00, 20.00; 3D: Der König der Löwen 20.30

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 29 · ·

·······················································································································································································································································································

KINO

SONNTAG

Traurige Schönheit

E sgibt Lieder,die man schon so oft gehörthat, dass man sie eigentlich gar

nicht mehr wahrnimmt, wenn sie im Radio laufen. Sieklingen einfach am

Ohr vorbei. Zum Glück gibt es Coverversionen, die einem klar machen, was

man da versäumt. Eine solcheWiederentdeckung ist„Wenn ein Mensch lebt“

von Peter Gotthardt und Ulrich Plenzdorf, das durch die Puhdys und den

Film „Die Legende von Paul und Paula“ bekanntgeworden ist. Im Original,

das genau genommen kein Original ist, sondern eine Anverwandlung des

Songs „Spicks and Specks“von den BeeGees, schnarrt Dieter Birr die Zeilen

in seiner unnachahmlichenWeise runter.Und nun Jasmin Tabatabai! In ihrer

Interpretation,die das Stakkato der Basslinie in einem elegischen Klaviermotiv

auflöst, entwickelt das Hohelied der Liebe seine ganze, traurige Schönheit.

DasStück passt also wunderbar zu ihrem Abendunter dem Motto: „Was sagt

man zu den Menschen, wenn man traurig ist“. Frank Junghänel

JasminTabatabai &David KleinQuartett Sa+So, jeweils 19 Uhr,Bar jederVernunft,Schaperstraße24

Liederabend

Offensichtlich knisterteshier schon ordentlich zwischen Gloria (Julianne Moore) und

Arnold (John Turturro)

SQUAREON/ENTERTAINMENT

Gloria –Das Leben

wartet nicht

Dietemperamentvolle Gloria ist Mutter zweier erwachsener Kinder.

Sie ist geschieden, kommt aber ganz gut alleine zurecht. Sie

hat einen langweiligen Bürojob und verbringt ihreNächte auf der

Tanzfläche vonSingle-Partysinden Clubsvon Los Angeles.Dort

lernt sie Arnold kennen und eine Romanze bahnt sich an. Doch

sie ist nicht von Dauer. Der Film ist Sebastian Lelios eigenes Remake

seines „Gloria“, mit dem der chilenische Regisseur 2013

seine internationale Karriere als Publikumsliebling im Wettbewerb

der Berlinale begann. Es ist dem Original Szene für Szene

nachempfunden, nur dass es in Los Angeles spielt und Gloria

diesmal vonJulianne Mooregespielt wird. (BLZ)

BÜHNE

Akademie der Künste Hanseatenweg

(& 200 57 20 00) 19.00: Dancer of theFuture

(Mirjam Sögner)

20.00 Studio: Fase, Four Movements to theMusic of

Steve Reich (Anne Teresa De Keersmaeker)

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

18.00: Panikherz

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.00: Die Geschichte hat uns wieder(SabineRennefanz

und Kathleen Morgeneyer)

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: No Borders Festival: Re-flection /Chamber

(Yannis Adoniou /Daiane Lopes da Silva)

Fliegendes Theater (& 692 21 00)

19.30: Berührungen

Flughafengebäude Tempelhof (Columbiadamm 10)

19.30: Die Schauspieler (aufBruch –Kunst Gefängnis

Stadt)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

20.00: Der Beziehungscoach

Gretchen (& 25 92 27 02)

17.00: Hoftheater: Penthesilea, Medea und der Mann

in derBadewanne

HAU1(&25 90 04 27)

15.00: Tanz im August: BodyConcert(Ambiguous

Dance Company)

HAU2(&25 90 04 27)

17.00: Tanz im August: WO CO (Kaori Seki /Co.

PUNCTUMUN)

Jagdschloss Grunewald (& 813 35 97)

18.00 Schlosshof: Der Sommerwachtraum (Galli

Theater Berlin)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: Candide

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 20.00: Zuhause bin ich Darling

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

20.00 Studio R: The Sequel

Prime Time Theater (& 49 90 79 58)

17.00: Gutes Wedding,schlechtes Wedding

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

18.00: Im Weißen Rössl

Schaubühne (& 89 00 23)

17.00 Globe: Love hurts in Tinder Times

20.00: Trust

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

18.00 Champagnerhalle: Derletzte Raucher

Staatsoper Unterden Linden (& 20 35 45 55)

19.00: Dido &Aeneas (Sasha Waltz &Guests und

Akademie für Alte Musik Berlin)

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Die Vögel

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Tanz im August: Merce Cunningham Centennial

–Berlin (CCN –Ballet de Lorraine &DANCE ON

ENSEMBLE)

KABARETT/VARIETÉ

Alte Dorfschule Rudow (& 66 06 83 10)

11.00: Tanz auf dem Vulkan (Elisabeth Arend)

Atze Musiktheater (& 81 79 91 88)

14.00, 19.30: All Shook Up!–Shakespeare meets

Elvis (Gastspiel Berliner StageCompanye.V.)

Berliner Schnauze –MundArt&Comedy Theater

(& 017 95 34 66 96) 19.00: Ditkannste unter Ulk

verbuchen

BühnenRausch (& 44 67 32 64)

19.00: Vier Gesichter (Tante EDMAs ImproLounge)

Cabuwazi –Zelt Tempelhof (Columbiadamm 84)

15.00: Voice of Roma –Roma in Berlin Festival

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

19.00: Elvis –Das Musical (Grahame Patrick &The

Stamps Quartet)

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

19.00: EagelSlam Open Air (Ortwin Bader-Iskraut

und Samson)

Kookaburra (& 48 62 31 86)

19.00: Humor Erectus –Open Stage

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

18.00: Blue ManGroup –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30: The Band –Das Musical

Tempelhofer Feld (Platz der Luftbrücke5)

17.00: 5. Berlin Circus Festival: Mosh Split (Sisus

Sirkus (FI)

18.30: Flaque(Compagnie Defracto (FR)

18.30: The greatest and 2nd smallestcircus in the

world(Brunette Bros. (CAT)

20.00: ADHD (Cirk la Putyka (CZ)

Terzo Mondo (& 881 52 61)

20.00: La vieest belle (Gérôme Castell)

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

Washingtonplatz

13.00: Berlin lacht! Kulturbahnhof am Hauptbahnhof

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

18.00: Woodstock Variety Show

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Früher war ich älter (Horst Evers)

KLASSIK

BLO-Ateliers (& 55 66 93 93)

16.00: BERLIN is not BAYREUTH, Vol1:Tannhäuser

Bode-Museum (& 266 42 42 42)

19.00 Basilika: Mozartensemble Berlin, Sabina Chukurova

(Cembalo), Ltg.Theresia May(Violine), Berliner

Klassiktage, Johann Sebastian Bach: Brandenburgische

Konzerte 1-6, Gesamtaufführung

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

11.00: Sommerkonzertdes Lietzeorchesters, Ltg.

Hanno Bachus, Viola Gaebel (Klarinette), Umsonst &

draußen, Michael Hazod: Totentanz, UA;CarlMaria

vonWeber:KlarinettenkonzertNr. 1f-Moll; D. Schostakowitsch:

Sinfonie Nr.12

Hochmeisterkirche (& 891 69 64)

19.00: Christian Hagitte: Missa Popularis für Chor und

Orchester (UA)

Jesus-Christus-Kirche Dahlem (& 841 70 50)

18.00: Ulrich Eckhardt (Klavier), Une heure avecErik

Satie (1866-1925).Mystik und Konstruktion –sanfter

Rebell und melancholischer Visionär.Benefizkonzert

für die Kirchenorgel

Königin-Luise-Kirche Waidmannslust

(& 411 11 45) 17.00: Seungho Shin (Bassbariton),

Sunae Park (Sopran), Hyeong-Gyoo Park (Klavier),

Mein Herz öffnet sich deiner Stimme –Liederabend,

Soli und Duette vonVerdi, Mozart,Haydn, KimDongjin,

Menndelssohn u. a.

Nathanaelkirche Schöneberg (& 855 50 51)

17.00 Gemeindesaal: Christine Reso (Klavier), Mariana

Olivieri und Alexandra Heinzelmann-Emden (Flöte),

Ronja Zern(Cello), Petra Fritsche(Texte), Literaturkonzertzum

Israelsonntag

Nikodemus-Kirche (& 624 25 54)

19.00: The Big Brassers Big Band, Jazz, Latin, Rock,

Pop, Improvisation

Piano Salon Christophori (Uferstr.8)

20.00: Mark Viner,Franz Liszt: Marche funébre de

Dom Sébastien de Donizetti; Charles-Valentin Alkan:

Douze Etudes dans tous les tons majeurs, op. 35

Nr.10„Chant d’amour –Chant de mort“. Adagio;

Sigismond Thalberg: Fantaisie sur Lucrezia Borgia de

Donizetti, op. 50 u. a.

Schloss Glienicke (& 80 58 67 50)

16.00: Boris Schönleber (Klavier), Klavierrecital zum

200. Geburtstag vonClara Schumann, Clara Schumann:

aus den„Soirées Musicales“ op. 6; Robert

Schumann: 1. Sonate fis-Moll op.11u.a.

Schlosskirche Köpenick (& 655 70 32)

17.00: Darja Großheide (Traversflöte), Sabine

Erdmann (Cembalo), Empfindsam und galant –vom

Barock zur Klassik, Sonaten vonJohann Sebastian

Bach und Söhnen, Jacob Friedrich Kleinknecht und

Friedrich Benda

Schloss Köpenick (& 266 42 42 42)

16.00 Aurorasaal: Susanne Erhardt (Klarinette), Yuko

Tomeda (Klavier), Berliner Klassiktage: Romantische

Klarinette, Werkevon CarlMaria vonWeber,Heinrich

Bärmann, RobertSchumannund Niels Wilhelm Gade

St. Laurentius-Stadtkirche (& 655 70 68)

17.00: Saxofonduo Wind Wind –Clemens Arndt &

Hinrich Beermann, Old Spirit –New Spirit, Werkevon

Luther,Hindemith, Abdullah Ibrahim u. a.

KINDER

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

10.00: Rabatz! Radio TEDDY-Sommertour

Figurentheater Grashüpfer (& 536 95 15 0/ 52)

16.00: Die Werkstatt der Schmetterlinge, Die Artisanen,

Puppenspiel (ab 4J.)

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Märchen-Quiz, Theater aus demWäschekorb

(ab 4J.)

Parkbühne Wuhlheide (An der Wuhlheide)

15.00: GEOlino Live: Die Lochis, Bürger Lars Dietrich,

3Berlin u. a.

Puppentheater Felicio (& 44 67 35 30)

11.00, 16.00: Kasper und Rotkäppchen

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00: Puppenspiel des Dr.Faustus, Ein Faust für

Kinder

LITERATUR/VORTRAG

Baiz (Schönhauser Allee 26a)

20.00: Reformbühne Heim &Welt, Ahne, FalkoHennig,Jakob

Hein, HeikoWerning,Roman Israel

Buchhandlung Hansen (& -80 40 15 40)

12.00: Vaters Tochter –Theodor Fontane und seine

Tochter Mete, Dagmar vonGersdorff

Theater im Palais (& 201 06 93)

16.00: DieTote im Wannsee. 1968 –Wolf Heller

ermittelt

KONZERT

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

19.00: Jasmin Tabatabai &David Klein Quartett, 5.

Frauensommer –Was sagt man zu den Menschen,

wenn man traurig ist?

Bi Nuu (& 69 56 68 40)

20.30: JMSN (R&B)

Gretchen (& 25 92 27 02)

20.30: JMSN

Zimmer 16 (& 48 09 68 00)

20.00: Das Schweigen der Limmer


30 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

12.15 45 Min 13.00 Tagesschau-Nachrichten

13.15 Geheimnisvolle Orte 14.00 Tagesschau-

Nachrichten 14.15 Wem gehört der Osten?

15.00 Tagesschau-Nachrichten 15.30 Plusminus

16.00 Tagesschau-Nachrichten 16.30 Weltbilder

17.00 Tagesschau-Nachrichten 17.30

Panorama 18.00 Tagesschau-Nachrichten

18.30 Zapp 19.00 Tagesschau-Nachrichten

19.30 Weltspiegel-Reportage 20.00 Tagesschau

20.15 Zwischen Wolf und Hund –Wie

gefährlich sind Wolfshybriden? 21.02 Gespräch

21.30 45 Min 22.15 extra 3 23.00 Weltspiegel-Reportage

23.30 MDR Kultur 23.45 Die

Tagesschau vor 20 Jahren 0.00 Tagesthemen

ONE

12.25 MDR Kultur 12.40 Brisant 13.20

Hollywood's Best Film Directors 13.50 Spiel ohne

Grenzen 15.15 Lindenstraße 15.45 Lindenstraße

16.15 Lindenstraße 16.45 Lindenstraße 17.15

Lindenstraße 17.45 Music of the Heart. Drama,

USA 1999 19.40 Brisant 20.15 Der Lissabon-Krimi:

DerTote in der Brandung. TV-Kriminalfilm, D

2018 21.45 MDR Kultur 22.00 In der Lüge gefangen.

Drama,USA 2010 23.40 Agatha Christies

Poirot. Eine Türfällt ins Schloss. TV-Kriminalfilm,

GB 1989 0.30 Agatha Christies Poirot. Derunglaubliche

Diebstahl derBomberpläne. TV-Kriminalfilm,

GB 1989 1.20 DoctorWho 2.05 Doctor Who

2.45 Hustle–Unehrlichwährt am längsten

ZDF NEO

12.05 TerraX12.50 TerraX13.35 TerraX14.20

TerraX.Supertalent Mensch II (1/2): Die Grenzgänger

15.05 TerraX.Supertalent MenschII

(2/2):Die Superhirne 15.50 TerraX.Mythos Frankenstein

16.35 Die glorreichen1017.20 Die glorreichen

10 18.00 SketchHistory. Neues vongestern

18.25 Topfgeldjäger 19.20 Topfgeldjäger. Das

Duell am Herd 20.15 OutofSight. Actionfilm, USA

1998. Mit George Clooney,Jennifer Lopez, Ving

Rhames 22.05 Helden der Nacht. Thriller,USA

2007. Mit Joaquin Phoenix, MarkWahlberg,Eva

Mendes 23.50 Dead ManDown. Actionfilm, USA

2013. Mit Colin Farrell, NoomiRapace, Terrence

Howard 1.40 La zona –Donot cross

ZDF INFO

6.15 Sachsen zwischen Mauerfall und Rechtspopulismus

7.00 Störfall AfD –Das Netz der Rechten

7.45 Völkische Siedler –Schattenwelten auf

dem Land 8.30 Die Welt der Reichsbürger 9.15

Drahtzieher Burschenschaften 10.00 Szene

Deutschland 10.45 (für HG) Terra X 12.15 Ein

tödlicher Cocktail –Giftmördern auf der Spur

13.45 Murder Maps –Geheimnisvolle Verbrechen

18.00 Charles Manson –Sektenführer und Massenmörder

18.45 Scientology: Auf der Spur mysteriöser

Todesfälle 19.30 ZDF-History 20.15 (für

HG) Terra X21.40 Auf der Spur des Verbrechens –

Forensiker imEinsatz 22.25 Dem Verbrechen auf

der Spur 2.05 CharlesManson

Radio

KLASSIK

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Johannes Brahms und sein Klarinettenquintett.

Mit Dirk Hühner,ca. 56 Min.

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Musikfest Bremen 2019 Eine große Nachtmusik

rund um den Markt. Werke von Wolfgang

Amadeus Mozart, Max Bruch und Igor Strawinsky

/Barocke Cellokonzerte vonAntonio

Vivaldi, Francesco Durante und Luigi Boccherini

/Englische und schottische Traditionals,

Shanties und Balladen /Eine quirlige

und intime Reise durch die Weltkulturen,

ca. 235 Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Giacomo Puccini: „Tosca” Oper in drei Akten.

Mit Angel Blue (Floria Tosca), Joseph Calleja

(Mario Cavaradossi), Alexey Markov (Baron

Scarpia), Simon Shibambu (Cesare Angelotti),

Michael Smallwood (Spoletta), Jean-Gabriel

(Sciarrone), Virgile Ancely (Saint-Martin Schließer),

Chor und Kinderchor der Oper Lyon, Orchestre

de l'Opéra de Lyon, Daniele Rustioni

(Leitung), ca. 176 Minuten

22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Atelier neuer Musik Revisited Forum neuer

Musik 2009. „La otra america”, ca. 45 Min.

HÖRSPIEL

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

„Shanghai fern von wo” Die geschlossene

Stadt. Mit Manfred Steffen, Katharina Palm,

Anthony Gibbs u. a., ca. 115 Minuten

MAGAZIN

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Die Punker und die Oma. Solche, wie

ihr seid, da hab' ich keine Angst vor, ca. 31 Min.

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas „Grand Paris” –Eine Stadt

wächst über sich hinaus, ca. 55 Minuten

19.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Nochmal Nr.1(6/8): Bendocino.

Von Benjamin Teske, ca. 26 Minuten

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht Vom Jagdtier bis zum Gott. Eine

Lange Nacht über Elefanten, ca. 175 Minuten

JAZZ /BLUES

10.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Klassik –Pop –etcetera Mit Emily Atef

(Regisseurin), ca. 55 Minuten

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Anna Lauvergnac. Mit Lothar

Jänichen, ca. 30 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kabarett Früher war ich älter –Horst Evers

liest und erzählt (1), ca. 56 Minuten

ARD

7.50 (für HG) Checker Can 8.15 (für HG)

neuneinhalb 9.55 (für HG) Giraffe,Erdmännchen

&Co. 10.45 (für HG) Hallo Schatz –Vom

Plunder zum Prachtstück 11.30 (für HG)

Quarks im Ersten 12.00 (für HG) Tagesschau

12.05 (für HG) In aller Freundschaft –Die jungenÄrzte

12.55 (für HG) Tagesschau 13.00

(für HG) Fanny und die geheimen Väter. TV-Komödie,D2016

14.30 (für HG) Mensch Mama!

TV-Komödie, D2012 16.00 (für HG)Wwie

Wissen 16.30 (für HG) Weltspiegel-Reportage

17.00 (für HG) Tagesschau 17.10 Brisant

17.50 (für HG) Tagesschau 18.00 (für HG)

Sportschau. Fußball: 3. Liga 18.30 (für HG)

Sportschau 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Ich weiß alles!

Gäste: Henry Maske (ehem. Boxer),

Dagmar Koller (Sängerin), Beatrice Egli

(Sängerin), Christian Sievers (Journalist

und Fernsehmoderator)

Moderation: Jörg Pilawa

23.30 (für HG) Tagesthemen

23.50 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.55 (für HG) Der Regenmacher

Thriller,USA/D 1997. Mit Matt Damon,

Danny DeVito, Claire Danes u. a.

Regie: Francis Ford Coppola

2.00 (für HG) Tagesschau

RTL

5.00 Meine Geschichte –Mein Leben 5.50

Verdachtsfälle 6.50 Verdachtsfälle 7.50 Familien

im Brennpunkt. Doku-Soap. Mutter ärgert

sich über Erziehungsstil ihrer Schwester 8.50

Familien im Brennpunkt.Doku-Soap. Topmodel

rächt sich an ehemaligen Mitschülern 9.50

Familien im Brennpunkt. Doku-Soap. Verarmter

Kunsthistoriker zockt Touristen ab 10.55 Der

Blaulicht-Report 11.50 Der Blaulicht-Report

12.50 Der Blaulicht-Report 13.45 Der Blaulicht-Report

14.45 Der Blaulicht-Report 15.40

Die Superhändler –4Räume, 1Deal 16.45

Die Superhändler –4Räume, 1Deal 17.45

Best of ...! 18.45 aktuell 19.05 Life –Menschen,

Momente, Geschichten

20.15 Die größten Fernsehmomente der

Welt Die wohl schrägste Verkupplungsshow

der Welt /Amy Purdy –mit zwei

Beinprothesen bei „Dancing with the

stars” /Heftiger Jurystreit bei der australischen

Ausgabe von „The Voice” ...

0.05 Das Sommerhaus der Stars –Kampf

der Promipaare (5)

2.00 Der Blaulicht-Report

Aufregende Geschichten aus dem Berufsalltag

von Polizisten, Sanitätern

und Notärzten

2.50 Der Blaulicht-Report

TV-Tipps

ZDF

Sat.1

Anzeige

MDR WDR Arte

NDR, 21.45 UHR

prisma

TV-Magazin

14.00 (für HG) Fußball: 3. Liga. 1. FC Magdeburg

– TSV 1860 München 16.00 MDR vor Ort

16.25 (für HG) Aktuell 16.30 (für HG) Sport im

Osten 18.00 (für HG) Heute im Osten 18.15

(für HG) Unterwegs in Sachsen 18.45 (für HG)

Glaubwürdig 18.54 (für HG) Sandmann 19.00

(für HG) MDR Regional 19.30 (für HG) Aktuell

19.50 (für HG) Biwak 20.15 (für HG) Die besten

Hits aller Zeiten 22.30 (für HG) Aktuell

22.35 (für HG) Olaf macht Mut 23.20 (für HG)

Frühstück bei Monsieur Henri. Komödie, F2015

0.55 (für HG) Brisant 1.35 (für HG) Biwak

Bayern

16.15 (für HG) Der Rhein 17.00 (für HG) Anna

und die Haustiere 17.15 Blickpunkt Sport

17.45 (für HG) Zwischen Spessart und Karwendel

18.30 (für HG) Rundschau 19.00 (für

HG) Gut zu wissen 19.30 (für HG) Kunst &

Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Lilly Schönauer –Liebe auf den zweiten

Blick. TV-Romanze, A/D 2012 21.45 (für HG)

Rundschau Magazin 22.00 (für HG) La Dolce

Rita. TV-Komödie, D2005 23.20 Der Vamp im

Schlafrock. TV-Komödie, D2001 0.50 (für HG)

Mein Traum vonVenedig. TV-Komödie, D2008

Vox

8.45 Criminal Intent –Verbrechen im Visier

9.40 (für HG) Pitch Perfect 2. Musikkomödie,

USA 2015 11.50 Shopping Queen 12.50

Shopping Queen 13.50 Shopping Queen

14.50 Shopping Queen 15.50 Shopping

Queen 16.55 Der Hundeprofi 18.00 hundkatzemaus

19.10 Tierbabys –süß und wild!

20.15 (für HG) Hangover 2.Komödie, USA

2011 22.15 (für HG) Medical Detectives –Geheimnisse

der Gerichtsmedizin 23.15 Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin

0.15 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

10.50 ALVINNN!!! 11.20 Die Tomund Jerry

Show 12.00 Barbie und das Diamantschloss.

TV-Animationsfilm, USA 2008 13.20 Barbie –

Traumvilla-Abenteuer 13.45 Spirit: wild und frei

14.15 Friends –Freundinnen auf Mission 14.35

Sally Bollywood 15.00 Ritter hoch 3 17.15 Sally

Bollywood 17.45 Die Nektons 18.10 Die Tom

und JerryShow 18.40 Woozle Goozle 19.10 Voll

zu spät! 19.40 Angelo! 20.15 (für HG) Johnny

English –Jetzt erst recht. Actionkomödie, GB/

GB/F 2011 22.05 (für HG) SpyDaddy. Actionkomödie,

USA 2010 23.55 Comedytotal

Sport1

9.30 Normal 10.00 Teleshopping 11.00

Sport-Quiz 14.00 StorageWars –Die Geschäftemacher

15.00 StorageWars –Die Geschäftemacher

16.00 StorageWars –Die Geschäftemacher

16.30 StorageWars –Die Geschäftemacher

16.55 Motorsport: Porsche Carrera

Cup 17.25 Volleyball: EM der Damen. Gruppe

D: Deutschland –Spanien 19.30 Volleyball:

EM der Damen. Gruppe A: Türkei –Finnland

20.30 Sport-Quiz 23.30 Die jungeAnwältin.

TV-Erotikfilm,F2014 (bis 0.40)

PROSIEBEN, 20.15 UHR ACTIONFILM

The Finest Hours

ImJahr1952 wird die KüsteNeuenglands vonschwerenStürmen heimgesucht.

In besonders großer Gefahr schwebtdie Mannschaft des T2-Öltankers

SS Pendleton, der durch die verheerenden Unwetter in zwei Teilegerissenwird.

Fürdie dreißigÜberlebenden des Unglücks besteht kaum Hoffnung, doch vier

freiwillige Mitglieder der Küstenwacheversuchen das Unmögliche: Unter der

Führungdes verwegenenBernie Webbers (Chris Pine,m.Holliday Grainger)

stechen die Männer trotzdes tosenden Sturms in See, um die schiffsbrüchigenSeeleute

zu retten. Deraustralische RegisseurCraig Gillespie(„I, Tonya“)

erzählt in seinem US-amerikanischen Historien-Dramadie Geschichte der

spektakulären Rettung der Mannschaft des in Seenot geratenen Öltankers„SS

Pendleton“.Der Film basiertauf der Vorlagedes Romans „TheFinestHours −

TheTrueStoryofthe U.S. CoastGuard’sMostDaringSea Rescue“von Michael

J. Tougias und CaseySherman. In den Hauptrollen des packenden Dramas sind

Chris Pine,Casey Affleck und Eric Bana zu sehen.

(USA/2016)

SAT.1, 21.55 UHR KOMÖDIE

Alles erlaubt –Eine Woche ohne Regeln

Die Freunde Rick(Owen Wilson, r.)und

Fred (Jason Sudeikis,l.) sind vonihremEhealltaggelangweilt.Zwarsinddie

beiden ihren Ehefrauen nach wievor treu,

lassen jedoch keineGelegenheit ausfremden

Frauen hinterherzuschauen. Um ihren

beiden Männern eine Lektionzuerteilen,

und in der festen Überzeugung, dass sie

ohnehin beikeiner Frau landen können,

gestatten ihreEhefrauen Maggie und Grace

den beiden Lustmolchen eine Woche lang

tunund lassenzudürfen wassie wollen.

TatsächlichmüssenRickund Fred schnell

feststellen, dass sie nichtsounwiderstehlich

sind, wiesie zu sein glaubten. Comedy

vonden Farrelly-Brüdern.

(USA/2011)

MDR, 23.20 UHR KOMÖDIE

Frühstück bei Monsieur Henri

Foto:ProSieben

Dienstag

neu!

Foto: Sat.1

Der stetsgrantigeMonsieurHenrimachtesseinem Umfeld alles andereals

leicht. Schlechtgelaunthat sichder Griesgram in seinePariser Altbauwohnung

zurückgezogen und will vonder Welt da draußenund den Menschen am

liebstengar nichtsmehr wissen. Nurwiderwilliglässt er sich aufden Vorschlag

seines Sohnesein,eines seiner Zimmer zur Untermiete auszuschreiben. Einzig

dieStudentin Constance scheintverzweifelt genug zu sein,umesmit demMiesepeter

dauerhaftauszuhalten und wird dessen neue Mitbewohnerin. Schnell

hat Henridie Nase voll vonder jungen Frau und will sieamliebsten gleich wieder

vordie Türsetzen. Doch da kommtdem Senior eine Idee:Umseine unliebsameSchwiegertochterloszuwerden,sollConstanceseinem

Sohn schöne

Augen machen. Wenigbegeistert, doch vondem prekären Wohnungsmarkt

gezwungen, lässt sichdie Studentin schließlich aufden unmoralischen Deal

ein. MitEspritund pointierten Dialogen inszenierte Generationenkomödie mit

Claude Brasseur,Guillaume de Tonquédecund NoémieSchmidt.Das Drehbuch

stammtvon Regisseur Ivan Calbérac.

(Frk./2015)

8.00 (für HG) Robin Hood –Schlitzohr von

Sherwood 9.00 (für HG) Robin Hood –Schlitzohr

von Sherwood 10.25 heute Xpress 10.30

(für HG) Notruf Hafenkante 11.15 (für HG)

SOKO Wismar 12.00 heute Xpress 12.05 (für

HG) Menschen –das Magazin 12.15 (für HG)

Bettys Diagnose 13.00 (für HG) Bettys Diagnose

13.45 (für HG) Inga Lindström: Zwei Ärzte

und ihre Liebe. TV-Liebesmelodram, D2010

15.15 Die Küchenschlacht 16.00 (für HG)

Bares für Rares 17.00 (für HG) heute Xpress

17.05 (für HG) Länderspiegel 17.35 (für HG)

plan b 18.05 (für HG) SOKO Kitzbühel 19.00

(für HG) heute 19.25 (für HG) Beruf: Königin!

Letizia von Spanien

20.15 (für HG) Helene Fischer –Spürst Du

das? Die Stadion-Tournee 2018

Helene Fischer lädt zu einer exklusiven

Bühnenshow der Superlative,

aufgezeichnet im Hamburger

Volksparkstadion

22.30 (für HG) heute-journal

22.45 (für HG) Das aktuelle Sportstudio

0.10 heute Xpress

0.15 (für HG) Varg Veum

Den Todvor Augen

TV-Kriminalfilm, N2012. Mit Trond

Espen Seim, Björn Floberg u. a.

5.10 Die dreisten drei –Die Comedy-WG 5.35

Weibsbilder 6.00 Weibsbilder.Mit Mackie Heilmann,

Sabine Menne, Judith Döker 6.20 Promis

Privat. Doku-Soap 7.20 Promis Privat. Doku-Soap

8.20 Promis Privat 9.15 Promis Privat

10.15 Promis Privat. Doku-Soap 11.15 Navy

CIS. Auftrag in Neapel. Krimiserie 12.05 Navy

CIS. Menschenopfer.Krimiserie 13.00 Tourenwagen:

DTM. Vom Lausitzring 14.55 Navy CIS.

Für Evan. Krimiserie 15.50 Navy CIS 16.45 Auf

Streife. Reportagereihe 17.00 Auf Streife –Die

Spezialisten. Reportagereihe 18.00 Auf Streife

–Die Spezialisten. Reportagereihe 19.00

Grenzenlos –Die Welt entdecken. Die Normandie

–Wild &mondän 19.55 Nachrichten

20.15 Ice Age 4–Voll verschoben

Animationsfilm, USA 2012

Regie: Steve Martino, MikeThurmeier

21.55 Alles erlaubt –Eine Woche ohne

Regeln Komödie, USA 2011. Mit Owen

Wilson, Jason Sudeikis, Jenna Fischer

0.00 High Crimes –ImNetz der Lügen

Thriller, USA 2002. Mit Ashley Judd,

Morgan Freeman, Jim Caviezel u. a.

Regie: Carl Franklin

2.00 Alles erlaubt –EineWoche ohne

Regeln Komödie, USA 2011. Mit Owen

Wilson, Jason Sudeikis, Jenna Fischer

14.00 (für HG) Fußball: 3. Liga 16.00 (für HG)

Wer weiß denn sowas? 16.45 (für HG) Tamina

in Prag 17.15 (für HG) Meisterküche 17.45 (für

HG) Kochen mit Martina und Moritz 18.15 (für

HG) Einfach und köstlich –Kochen mit Björn

Freitag 18.45 (für HG) Aktuelle Stunde 19.30

(für HG) Lokalzeit 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort. TV-Kriminalfilm, D2018

21.45 (für HG) Wut. TV-Drama, D2006 23.15

(für HG) Ich bin der Boss –Skandal beim FBI.

Biografie, USA 1977 1.00 (für HG) 22 Kugeln –

Die Rache des Profis. Thriller,F2010

NDR

13.45 (für HG) Der Gardasee 14.30 (für HG)

Einfach Rosa –Die Hochzeitsplanerin. TV-Romanze,

D2015 16.00 (für HG) WaPo Bodensee.

Wer wagt, verliert 16.45 (für HG) Tierische

Typen 17.30 (für HG) Tim Mälzer kocht! 18.00

(für HG) Nordtour 18.45 (für HG) DAS! 19.30

Ländermagazine 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Mein verrücktes Jahr in Bangkok.

TV-Komödie, D/A 2011 21.45 (für HG)

Der Kotzbrocken. TV-Tragikomödie, D2015

23.15 Echt was los auf dem Steinhuder Meer

0.15 (für HG) Quizduell 1.00 (für HG) Dingsda

Kabel eins

5.50 Abenteuer Leben Spezial 6.20 Numb3rs

7.15 Numb3rs 8.10 The Closer 9.05 The

Closer 10.00 Elementary 10.55 Castle 11.50

Castle 12.45 Castle 13.35 Castle 14.35 Castle

15.30 Blue Bloods –Crime Scene NewYork

16.25 News 16.35 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 18.25 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 20.15 Hawaii Five-0. Geschüttelt,

nicht gerührt 21.10 Hawaii Five-0. Der nächste

Zug 22.10 Lethal Weapon 23.00 Criminal

Minds: Beyond Borders. Alte Feinde 23.55

Hawaii Five-0 0.50 Hawaii Five-0

RTL 2

8.20 Mickey Blue Eyes. Krimikomödie, GB/USA

1999 10.25 American Pie. Komödie, USA

1999 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Jeder

Cent zählt 13.20 Die Schnäppchenhäuser –Jeder

Cent zählt 14.15 Der perfekte Kindergeburtstag

16.15 Zuhause im Glück –Unser Einzug

in ein neues Leben 18.15 Zuhause im

Glück –Unser Einzug in ein neues Leben 20.15

American Beauty. Gesellschaftsdrama, USA

1999 22.35 Game of Thrones –Das Lied von

Eis und Feuer 23.45 Game of Thrones –Das

Lied von Eis und Feuer 0.50 The Walking Dead

Eurosport 1

8.30 Tennis 10.30 Radsport: Tour of Utah

11.20 Skispringen: Sommer Grand Prix 13.00

Radsport: BinckBank Tour 13.30 Radsport: Tour

de l'Avenir 15.00 Sommer-Biathlon: WM 16.00

Skispringen: Sommer Grand Prix 16.50 Sommer-Biathlon:

WM 17.50 Radsport: Vuelta a

España 18.50 Radsport: Vuelta aEspaña. 1.

Etappe: Teamzeitfahren Salinas de Torrevieja –

Torrevieja 20.30 Radsport: Vuelta extra 21.05

Tennis: French Open 21.50 Tennis: US Open

22.55 Radsport 0.20 Radsport: Tour de l'Avenir

RBB

5.05 Berlin erwacht –Sommer 5.20 Panda,

Gorilla &Co. 6.10 Schloss Einstein 6.35

Schloss Einstein 7.00 Lindenstraße 7.30 (für

HG) Sehen statt Hören 8.00 Brandenburg aktuell

/Abendschau 8.30 Brandenburg aktuell

/Abendschau 9.00 Das Glück am anderen

Ende der Welt (1/2). TV-Drama, D2007 10.25

Das Glück am anderen Ende der Welt (2/2).

TV-Drama, D2007 11.55 Verrückt nach Meer

12.45 Verrückt nach Meer 13.35 Rund um ...

17.25 Kowalski &Schmidt 17.55 Sandmann

18.00 rbb UM6 –Das Ländermagazin 18.30

rbb Kultur –Das Magazin 19.00 Heimatjournal

19.30 Brandenburg aktuell /Abendschau

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Berliner Philharmoniker Open Air

2019 9. Sinfonie von L.v.Beethoven

Mit Marlis Petersen, Elisabeth Kulman,

Benjamin Bruns, KwangchulYoun

Vom Brandenburger Tor

21.45 rbb24

22.00 Zazy Drama, D/I 2016

Mit Ruby O.Fee, Paul Boche u. a.

23.35 Moon –Die dunkle Seite des Mondes

Drama, GB 2009. Mit Sam Rockwell,

Dominique McElligott u. a.

1.05 So schön wie du Drama, D/A 2014

Mit Anna Lena Klenke, Runa Greiner

ProSieben

5.05 2Broke Girls 5.45 Twoand aHalf Men

6.50 The Big Bang Theory 8.30 Fresh off the

Boat 9.25 Last Man Standing 10.20 Baby

Daddy 11.15 Superior Donuts. Alles auf

Schwarz. Comedyserie 11.40 Die Simpsons.

It's only Rock 'n' Roll/Klassenkampf/Marge –

oben ohne/Der Videobeichtstuhl/Und der Mörder

ist .../Lehrerin des Jahres. Zeichentrickserie

14.40 Twoand aHalf Men. Alan hat ein

Kind erschossen/Die sieben Zwerge des Ekels/

Hier kommt der Weihnachtsmann. Comedyserie

16.00 Style your Star –It'sAbout You 17.00

taff weekend 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons.

Die Verurteilten/Hochzeit auf klingonisch.

Zeichentrickserie 19.05 Galileo

20.15 The Finest Hours

Actionfilm, USA 2016

Mit Chris Pine, CaseyAffleck,

Ben Foster,Eric Bana, Holliday

Grainger,John Ortiz u. a.

Regie: Craig Gillespie

22.30 Colonia

Thriller,D/F/LUX/GB/USA 2015.Mit

Emma Watson, Daniel Brühl, Michael

Nyqvist u.a. Regie: Florian Gallenberger

0.40 The Finest Hours

Actionfilm, USA 2016.Mit Chris Pine,

CaseyAffleck, Ben Foster u. a

10.20 Azoren – Tanz um den Vulkan 11.05 (für

HG) Golfstrom 12.35 (für HG) Wo unser Wetter

entsteht 14.05 Paradiesvögel – Wo ein Wille ist

... 15.50 Stadt Land Kunst Spezial 16.30

Wenn nachts der Ozean erwacht 17.15 Arte

Reportage 18.10 Mit offenen Karten 18.25

360° –Geo Reportage 19.10 Arte Journal

19.30 Australiens unbekanntes Paradies

20.15 (für HG) NativeAmerica 21.05 (für HG)

NativeAmerica 22.00 Zika –Die wahre Geschichte

einer Epidemie 22.55 Invasion der

Pflanzen 23.45 Philosophie 0.15 Square Idee

3Sat

14.00 (für HG) Kunst &Krempel 14.30 Ländermagazin

15.00 Auf schmalen Spuren

15.30 (für HG) Jamaika: Reggae, Bond und

Rebellion 16.00 Costa Rica: Mittelamerikas

grüne Schatzkammer 16.45 (für HG) Universum

17.30 (für HG) Bauernprinzessin II –Kopf

oder Herz. TV-Heimatfilm, A/D 2007 19.00

(für HG) heute 19.20 Österreich hat dieWahl

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 Daniel Barenboim

und das West-Eastern Divan Orchestra

21.55 Klassik am Dom –Martin Grubinger:

Heimspiel 4.0 0.00 (für HG) Maischberger

Phoenix

10.00 Räuber im Paradies –Haijagd rund um

Palau 10.45 Extrem Straßen –Unterwegs am

Limit 11.30 Abenteuer in Südasien 12.15 Teheran

extrem –Subkultur im Gottesstaat 13.00

phoenix plus 14.15 Wanderlust! 17.15 Feind

ist, wer anders denkt –Geheimnisse der Stasi

19.30 ZDF-History 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) 1918Aufstand der Matrosen.

Dokumentarfilm, D2017 21.45 (für HG) Kaisersturz.

Deutschland im Herbst 1918TV-Dokudrama,

D2018 23.15 ZDF-History 0.00 Bahnhof

Friedrichstraße 0.45 Geheimnisvolle Orte

Kika

10.45 (für HG)TigerentenClub 11.45 (für HG)

Schmatzo 12.00 (für HG)H2O 13.35 (für HG)

Tsatsiki –Papaund der Olivenkrieg. Kinderfilm, S

2015 15.05 Geronimo Stilton 15.50 Sherlock

Yack –Der Zoodetektiv 16.35 (für HG) Tierdetektive

17.00 (für HG) Timster 17.15 The Garfield

Show 17.50 (für HG)Mascha und derBär 18.00

Bobby&Bill 18.15 Ben &Hollys kleines Königreich

18.40 (für HG)Löwenzähnchen 18.50

Sandmann 19.00 (für HG)Mia andme19.25

(für HG) Checker Tobi 19.50 (für HG)logo!

20.00 (für HG)KiKA Live 20.10 Checkpoint

Dmax

13.15 Driftbrothers 14.15 Slobby's World–Verrückte

Retro-Welt 14.45 VintageTechHunters –

Technik mitKultfaktor! 15.15 Repair Shop –Kaputt

gibt's nicht 16.15 Männer(t)räume 17.15

Die Raritäten-Jäger 18.15 Die Beckenbauer –

Pools der Superlative 19.15 Die Modellbauer:

LuftschlachtumEngland 20.15 Die Modellbauer

21.15 Die Modellbauer 22.15 Strip the Cosmos

–ImInnersten desUniversums 23.15 Strange

Evidence –Unglaubliche Aufnahmen 0.15

Mysterien vonoben –RätselhafteSatellitenbilder


Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019 31

· ·

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TV-Programm am Sonntag

ARD

9.30 (für HG) Die Sendung mit der Maus 10.03

(für HG) Immer wieder sonntags 12.03 (für HG)

Presseclub 12.45 (für HG) Europamagazin

13.15 (für HG) Tagesschau 13.30 (für HG) Die

Landärztin. Ein neues LebenTV-Heimatfilm, D

2008 15.00 (für HG) Sportschau. Kanu: Sprint-

WM, Zsfg. /ca. 15.20 Pferdesport: EM, Springreiten

/ca. 16.00 Radsport: Cyclassics Hamburg

17.15 (für HG) Tagesschau 17.30 (für HG)

Einsatz gegen Einsamkeit 18.00 (für HG) Sportschau18.30

(für HG) Bericht aus Berlin –Sommerinterview.

Gast: Manuela Schwesig (SPD,

Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern)

18.50 (für HG) Lindenstraße 19.20 (für HG)

Weltspiegel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Polizeiruf 110 Heimatliebe

TV-Kriminalfilm, D2019. Mit Maria

Simon, Lucas Gregorowicz u. a.

21.45 (für HG) Anne Will

Talkrunde

Mderation: Anne Will

22.45 (für HG) Tagesthemen

23.05 (für HG) ttt –titel, thesen, temperamente

23.35 (für HG) Drive Actionthriller,

USA 2011. Mit Ryan Gosling u. a.

1.10 (für HG) The American Thriller,

USA/GB 2010. Mit George Clooney u.a.

RTL

5.25 Verdachtsfälle. Doku-Soap 6.05 Familien

im Brennpunkt. Doku-Soap 7.05 Familien im

Brennpunkt. Doku-Soap 8.05 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 9.05 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 10.00 Die 100 ...

12.45 Die größten Fernsehmomente der Welt.

Die wohl schrägste Verkupplungsshow der

Welt /Amy Purdy –mit zwei Beinprothesen bei

„Dancing with the stars” /Heftiger Jurystreit

bei der australischen Ausgabe von „The

Voice” /Gameshow-Kandidatin setzt für den

möglichen Gewinn von einer halben Million

Dollar ihre Ehe aufs Spiel 16.45 Explosiv –

Weekend 17.45 Exclusiv –Weekend 18.45

aktuell 19.05 Die Versicherungsdetektive

20.15 (für HG) London Has Fallen

Actionfilm, USA/GB/BUL 2016

Mit Gerard Butler,Aaron Eckhart,

Morgan Freeman, Alon Moni Aboutboul,

Angela Bassett, Robert Forster u.a.

Regie: Babak Najafi

22.00 (für HG) 96 Hours –Taken 3

Actionthriller,USA/E 2014. Mit Liam

Neeson, Forest Whitaker,Famke Janssen

u. a. Regie: Olivier Megaton

0.10 (für HG) London Has Fallen

Actionfilm, USA/GB/BUL 2016. Mit

Gerard Butler,Aaron Eckhart u.a.

ZDF

Sat.1

TV-Tipps RBB

Tagesschau 24

MDR WDR Arte

16.30 (für HG) Sport imOsten 17.10 (für HG)

In aller Freundschaft –Die jungen Ärzte 18.00

(für HG) Aktuell 18.05 (für HG) Inaller Freundschaft

18.52 (für HG) Sandmann 19.00 (für

HG) MDR Regional 19.30 (für HG) Aktuell

19.50 (für HG) Kripo live 20.15 (für HG)

Steimles Welt 21.45 (für HG) Aktuell 22.00

(für HG) Sportschau –Bundesliga amSonntag

22.20 (für HG) Mehr Bürger an die Macht?

23.05 (für HG) Im Rausch der Daten –Netz

und Demokratie. Dokumentarfilm, D/F/NL/FIN

2017 0.35 (für HG) Kripo live

Bayern

15.15 (für HG)Musikantentreffen in Schwangau

16.00 (für HG)Rundschau 16.15 (für HG) Unser

Land 16.45 (für HG)Alpen-Donau-Adria spezial

17.15 (für HG)Schuhbecks 17.45 Regional

18.30 (für HG)Rundschau 18.45 (für HG) Bergauf,

bergab 19.15 (für HG) Unter unserem Himmel

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG)

Wenn der Vater mit dem Sohne. Komödie, D

1955 21.45 Blickpunkt Sport 23.00 Rundschau

Sonntags-Magazin 23.15 Grünwald –Sommer-

Spezial 0.00 (für HG) Lilly Schönauer –Liebe auf

den zweiten Blick. TV-Romanze, A/D 2012

Vox

8.05 Criminal Intent –Verbrec