Berliner Zeitung 24.08.2019

BerlinerVerlagGmbH

B12 Berliner Zeitung · N ummer 196 · 2 4./25. August 2019

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Rätsel

S C H A C H M E I S T E R

B E R Ü H M T E

L E U T E

Nach ihrer Vertreibung vor über

zweihundert Jahren hatten sich

Anfang des 18. Jahrhunderts im Großherzogtum

Mecklenburg-Strelitz wieder

Juden angesiedelt. 1814 lebten hier

473 erwachsene Einwohner jüdischen

Glaubens. In der Residenzstadt Neustrelitz

wurde Benjamin Horwitz (1807-

1885) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns

geboren. Später änderte er seinen

Vornamen in Bernhard. Ab 1831

studierte er Malerei an der Berliner

Kunstakademie.

Im damals stärksten Berliner

Schachspieler Julius Mendheim fand er

seinen Mentor. Bald schloss sich Horwitz

der Berliner Schachschule an, den

sogenannten Plejaden. Vonden Meistern

Bledow, Hanstein, von der Lasa

und von Bilguer konnte er viel lernen.

1839 zog Horwitz nach Hamburg um

und ab 1845 lebte er in London. Hier

traf er die führenden Schachmeister der

Welt. Er beteiligte sich aktiv am Londoner

Schachleben und trug Wettkämpfe

gegen Staunton, Kieseritzky, Harrwitz,

Williams und Bird aus. 1851 nahm er

am berühmten Londoner Weltturnier

teil, das Adolph Anderssen aus Breslau

gewann. Horwitz zählte weltweit zu den

spielstärksten Meisternseiner Zeit.

Bleibende Verdienste erwarb er sich

als Schachkomponist und als Begründer

der Endspiel-Theorie. Bernhard

Horwitz erfreute sich in Schachkreisen

großer Sympathie wegen seiner freundlichen

Art. Sein künstlerisches Schaffen

konzentrierte sich auf Miniaturmalerei,

worin er Anerkennung fand. Auch manche

seiner Partien zeugen von künstlerischem

Schwung.

J. W. Schulten -B.Horwitz

London 1846

1.e4 e5 2.Lc4 Sf6 3.Sc3 b5 4.L:b5 Lc5 5.d3

c6 6.Lc4 Db6 7.De2 d5 8.e:d5 0–0 9.Se4

S:e4 10.d:e4 L:f2+ 11.D:f2 Db4+ 12.Ld2

D:c4 13.Df3 f5 14.e:f5 L:f5 15.Db3

15...Df1+! 16.K:f1 Ld3+ 17.Ke1 Tf1 matt

0-1

Paul Werner Wagner

Bernhard

Horwitz

Lösung vom

17./18. August

Ratekrimi: Jörn Luft hatte sich selbst verraten. Dass

der Räuber eine Hilfiger-Skimaske verwendet

hatte, hatte niemand erwähnt. Nur der Täter

konnte dies wissen

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P R E I S R Ä T S E L

2 3 4 5 6 7 8

Senden Siedas Lösungswort(bitte mit Anschrift und Telefonnummer) auf einer Postkarte an: Berliner Zeitung

Rätsel-Aktionen: KennwortPREISRÄTSEL am Samstag, Postfach 11 02 01,

10832 Berlin oder per E-Mail an: raetsel@berliner-zeitung.de .Einsendeschluss ist der kommende Dienstag

(Poststempel). Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Mitarbeiter des Berliner Verlages und deren

Angehörige dürfen nicht teilnehmen. DerRechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinner werden telefonisch oder

schriftlich benachrichtigt und an dieser Stelle bekannt gegeben.

Lösung vom17./18.08.2019: REIZVOLL. Gewinnerin:Andrea Reimer,15711 Königs Wusterhausen.

Der

Verleger

Der deutsche Buchmarkt wird von

Excel-Tabellen regiert. Absatzzahlen

undVertriebsanforderungen haben,

so scheint es,längst die Hoheit über die

Kreativität und die Innovation gewonnen.

Entsprechend rarsind großeVerlegerpersönlichkeiten.

Unser heutiger

Gesuchter war eine. Sein beruflicher

Anspruch und sein Auge für Kunst und

Wahrheit prägten eine ganze Kultursparte.

Geboren wurde der Industrielle im

September 1924 in Ulm, wo er auch aufwuchs.1942

mit einem Notabitur versehen,

musste er zum Wehrdienst und

wurde Funker bei der Marine.Erst nach

Jahren konnte er in seine Heimatstadt

zurück. Dortwidmete er sich fortan der

Zukunft. Er ließ sich zum Buchhandelsgehilfen

ausbilden und überzeugte einen

seiner Prüfer auf ganzer Linie: Verleger

Paul Siebeck bot ihm eine Stelle im

Tübinger Verlag J.B.C. Mohr an.

Doch auch die Universität reizte ihn.

Der Gesuchte schrieb sich für ein Studium

der Geisteswissenschaften ein

und schloss 1951 den Bund der Ehe.

Sohn Joachim, geboren im September

1953, arbeitet bis heute in der Verlagsbranche.

Es war ebenfalls Anfang der 1950er

Jahre, der Gesuchte arbeitete inzwischen

als Buchhändler,dabegegnete er

demVerleger Peter Suhrkamp.Der Kontakt

dieser beiden Persönlichkeiten erwies

sich als fruchtbar, denn im Januar

1952 begann der Gesuchte, für Suhrkamps

eigenen Verlag zu arbeiten.

Doch schnell wurden auch andereVerlagshäuser

auf den talentierten Newcomer

aus Ulm aufmerksam. Suhrkamp

beförderte den Gesuchtenpromptzum

Gesellschafter, vielleicht auch um ihn

zu halten. Nach Suhrkamps Tod wurde

er der neue Geschäftsführer.

Derjunge Verleger hatte hohe Qualitätsansprüche!

Neben modernen Klassikern,

zeitgenössischen Denkern und

Vertretern der Frankfurter Schule

brachte er auch Werke der Philosophie

auf den Nachkriegsmarkt. Sie alle fandeninseinemVerlag

eine künstlerische

Heimat, die ihren kulturellen Wert gleichermaßen

zu schätzen und zu bewahren

wusste. Ein besonderer Clou: Für

viele Produkte wählte der Verleger bewusst

das Format des Taschenbuchs –

günstig produziert, handlich zu transportieren.

So brachte erhohe Literatur

zu Bevölkerungsschichten, die sie sich

anders vielleicht nie hätten leisten können

und lag zudem im modischen

Trend seiner Zeit. Mitder so genannten

„edition suhrkamp“ legte er im Jahr

1963 das Fundament für einen wahren

Meilenstein der deutschen Literatur –

natürlich im Taschenbuch.

Auch der Nachwuchs war ihm nicht

fremd,förderteerdoch Autorenwie PeterHandke

und Martin Walser und Vertreter

der Gruppe 47 persönlich. Er engagierte

sich in Stiftungen ebenso wie

an Hochschulen.

1985 endete die Ehe mit Schmid. Zu

dieser Zeit pflegte der Verleger bereits

eine Beziehung mit der Autorin Ulla

Berkéwicz, die 1990 in eine zweite Ehe

mündete. Ein Streit mit Sohn Joachim

führte dazu, dass dieser als Nachfolger

an derVerlagsspitzenicht zurVerfügung

stand.

Zu Beginn desJahres2002 erkrankte

dervielleicht letzte großeAutorenverleger

der Bundesrepublik schwer und

verstarb im Oktober inseiner Wahlheimat

FrankfurtamMain.

Wielautete sein Name?

Christian Humberg

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