AUTOINSIDE Ausgabe 9 – September 2019

autoinside

AUSGABE 9 SEPTEMBER 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Handarbeit

Zu Besuch bei Pirelli in Mailand

Seiten 8 12

Garagistenzmorge

Für DTM-Pilot Nico Müller

sind Reifen eine Wissenschaft

für sich.

Seiten 18 22

Eidgenössische Wahlen

So empfiehlt SVP-Parteipräsident

Albert Rösti seine

Partei zur Wahl.

Seiten 60 61

«Tag der Schweizer Garagisten»

Das Programm für den

14. Januar 2020 im Kurssaal

von Bern steht fest.

Seiten 88 89


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Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

Garagistenzmorge

Jubiläum

Eidgenössische Wahlen

Für DTM-Pilot Nico Müller SAG-Tochter Technomag feiert So empfiehlt SVP-Parteipräsident

Albert Rösti seine

sind Reifen eine Wissenschaft ihr 70-jähriges Bestehen ein

für sich.

Rückblick.

Partei zur Wahl.

Seiten 18 22

Seiten 54 59

Seiten 60 61

INHALT

September 2019

5 Editorial

6 Kurz notiert

Reifen und Räder

8 Zu Besuch bei Pirelli in Mailand

14 Direkte oder indirekte RDKS? Was

eignet sich wann?

18 DTM-Fahrer Nico Müller über die

Qual der Reifenwahl

24 Dank Carex bequem zur

Wunschfelge

26 Das sind die Winterreifentrends

32 Online-Termine sind gefragt

34 «King of Wheels» bieten Garagisten

ein neues Geschäftsfeld

38 Philip Müller von der Ronal Group

im Gespräch

40 AUTOINSIDE weiss, wann der

Winter kommt

42 Mit diesen Tipps kommt das

Reifengeschäft ins Rollen

44 Produktenews

Swiss Automotive Show

52 Sébastien Moix erklärt, auf was

sich die Besucher an der SAS

freuen können

54 70 Jahre Technomag

Politik & Recht

60 Parteipräsident Albert Rösti

empfiehlt die SVP zur Wahl

62 So kündigt oder ändert man

Werkstattverträge

64 Werden Winterreifen obligatorisch?

66 Walter Wobmann: Nationalrat mit

Benzin im Blut

Bildung

68 Die Didaktikmodule des AGVS

70 Business Academy

72 Regionale Weiterbildungskurse

74 Der Weg zum Kundendienstberater

Technik & Umwelt

76 Stephen Neumann sagt, wieso der

VW-Konzern bei CNG Gas gibt

80 Das Vertrauen in Diesel kehrt

zurück

82 EU schreibt neue Assistenzsysteme

vor

Handel & Aftersales

84 «Werkstatt der Zukunft»: Effizienz

beginnt bei der Kundenannahme

86 Die CO 2

-Bussen explodieren

Verband & Sektionen

88 Urs Wernli erklärt das Programm

des nächsten «Tag der Schweizer

Garagisten»

90 LAP Sektion Solothurn

91 LAP Sektion Berner Oberland

92 Dario Cologna übergibt Diplome

93 Urs Baumann engagiert sich seit

30 Jahren für den Nachwuchs

94 Rennfahrerin Marylin Niederhauser

besucht LAP in Biel

95 Garagenwelt

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AUSGABE 9 SEPTEMBER 2019

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

98 Grafik des Monats,

Vorschau & Impressum

Handarbeit

Zu Besuch bei Pirelli in Mailand

Seiten 8 12

Titelseite: Bei Pirelli

ist Handarbeit gefragt.

(Bild sco)

AUTOINSIDE | September 2019

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EDITORIAL

Dario ist engagierter Botschafter für den Nachwuchs

Liebe Leserin, lieber Leser

Unser AGVS-Botschafter Dario Cologna

steht beispielhaft für den Spirit

«Ohne Fleiss kein Preis», den wir im

Autogewerbe leben täglich herausgefordert

durch die anspruchsvollen

Aufgaben in einer sehr wettbewerbsintensiven

Branche. Zukunftsorientiert,

kompetent, fokussiert und begeistert

unterwegs zu sein, ist Grundsatz für

den unternehmerischen Erfolg.

Der vierfache Olympiasieger ist

Botschafter der Schweizer Garagisten

und setzt sich für die Nachwuchsförderung

im AGVS ein. Als sympathischer

Fahnenträger motiviert er mit

seinem Vorbild, sich zu engagieren,

durchzuhalten und die gesetzten Ziele

konsequent zu verfolgen.

Für den AGVS haben die Nachwuchsförderung

und die stetige Investition in

die Weiterbildung der Mitarbeitenden

höchste Priorität: Bildung bedeutet

Kompetenz und Kompetenz ist die Fähigkeit,

Herausforderungen zu meistern.

Dies wiederum ist zentral, um die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Branche zu

sichern und den Kunden qualitativ hochwertige

Dienstleistungen zu bieten.

Um den Nachwuchs weiterhin für unsere

Branche zu begeistern, investieren die

Sektionen und der AGVS Schweiz in den

Multichannel-Auftritt an Berufsmessen

und Ausstellungen, in Flyer und Videos,

in die Website autoberufe.ch sowie in

die bei unserer Zielgruppe populären

sozialen Medien wie Facebook, Instagram

und Snapchat. Auch Schnuppertage in

den Garagen sind äusserst beliebt und

führen meist zu einem Lehrvertrag.

Erfreulich ist, dass sich das Engagement

des Autogewerbes für

die Bildung nicht nur aufseiten des

Gewerbes lohnt, sondern auch

viele Lernende mit ihrem Entscheid

zufrieden sind. Gemäss Umfragen

sind über 80 Prozent unserer Lehrabgängerinnen

und Lehrabgänger

froh, eine Ausbildung in einer Garage

absolviert zu haben. Fast die Hälfte

möchte eine Weiterbildung in Angriff

nehmen.

Möchten Sie mehr zu diesem Thema

oder unserem AGVS-Botschafter Dario

Cologna erfahren? Dann besuchen

Sie autoberufe.ch und tauchen Sie ein

in die faszinierende Welt der Berufsbildung.

Dort finden Sie stets aktuelle

und wissenswerte Informationen

zu bildungsrelevanten Themen aus

unserem Gewerbe.

Nun wünsche ich Ihnen noch viele

schöne Spätsommertage, beste

Gesundheit und erfolgreiche Geschäfte.

Herzliche Grüsse

Urs Wernli

Zentralpräsident

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KURZ NOTIERT

Oliver Zipse wird neuer

BMW-Chef

Oliver Zipse

Oliver Zipse hat am

16. August das Amt des Vorsitzenden

des Vorstands der

BMW AG übernommen. Zipse

tritt die Nachfolge von Harald

Krüger an, der sich nicht mehr

für eine weitere Amtszeit zur

Verfügung stellte. Krüger hat

am 15. August sein Amt als Vorstandsvorsitzender

niedergelegt

und ist aus dem Vorstand ausgeschieden.

«Mit Oliver Zipse

übernimmt ein führungsstarker

Stratege und Analytiker den

Vorstandsvorsitz der BMW AG.

Er wird der BMW Group zusätzliche

Impulse bei der Gestaltung

der Mobilität der Zukunft verleihen»,

sagte der Vorsitzende

des Aufsichtsrats der BMW AG,

Dr. Norbert Reithofer.

Jorge Diez wechselt zu

Mitsubishi Motors

Jorge Diez

Die Mitsubishi Motors

Corporation (MMC) hat bekannt

gegeben, dass Jorge Diez die

Leitung des europäischen

Designzentrums der Marke

(MMED) in der Nähe von

Frankfurt übernommen hat

und darüber hinaus zum Vizepräsident

von Mitsubishi Motors

R&D Europa (MRDE) ernannt

wurde. Diez arbeitete die letzten

18 Jahre beim Volkswagen-

Konzern, wo er zunächst als

Head of Exterior Design bei Seat

und dann als Leiter Automotive

Design bei Audi Konzept Design

München tätig war.

Im Rahmen seiner Tätigkeit

war er für die Entwicklung der

Modelle Seat Leon, Seat 20V20

(Studie), Audi A7 und Audi TT

verantwortlich.

Skoda-Challenge: Zwei

Schweizer Vize-Weltmeister

Erneute Glanzresultate aus

Schweizer Sicht an der diesjährigen

internationalen Skoda

Challenge. Bernhard Kunz von

der Amag Autowelt Zürich

wurde Vize-Weltmeister in der

Kategorie «Servicetechniker»

und verteidigt somit seinen

letztjährigen 2. Platz. Auch in

der Kategorie «Verkäufer»

steht die Schweiz erneut auf

dem Podest. Luca Melchionna

von der Amag Zug holt sich

ebenfalls die Silbermedaille.

Die neunte internationale

Skoda Challenge fand vom 27.

bis 30. Juni in der kroatischen

Hafenstadt Šibenik statt. 191

Finalisten auf 32 Ländern

nutzten am internationalen

Wettbewerb die Gelegenheit,

sowohl ihre handwerklichen

Kenntnisse und Fähigkeiten als

auch ihre Kundenorientierung

unter Beweis zu stellen.

Wichtige Kriterien bei der

Preisvergabe waren neben

Teamgeist auch Kenntnisse

zu den Markenwerten und der

Unternehmensgeschichte des

tschechischen Automobilherstellers.

Hutter Dynamics AG schützt

das Klima

Hutter Dynamics stellt

sich erfolgreich der Aufgabe

des Klimaschutzes: Das

Unternehmen hat die «Green

Building»-Auszeichnung

mit BMW-Goldstandard für

besondere Nachhaltigkeit

erhalten. Das im März 2019

nach eingehender Prüfung

vom BMW-Konzern erhaltene

Zertifikat bescheinigt dem im

März 2015 eröffneten Betrieb

in Schaffhausen den höchstmöglichen

Goldstandard

Schweizer Team: (v.l.) Patrick Mair, Furttal-Garage Buchs ZH; Bernhard Kunz, Vize-

Weltmeister Kategorie «Servicetechniker», Amag Autowelt Zürich; Marie Vodiková,

Hostesse Skoda Auto; Luca Melchionna, Vize-Weltmeister Kategorie «Verkäufer»,

Amag Zug; Eric Dénervaud, Amag Import AG; Philipp Meier, Amag Import AG.

Auszeichnung für Hutter Dynamics.

als besonders nachhaltiges

Unternehmen eine europaweit

seltene Auszeichnung.

Das detaillierte Referenzsystem

«Nachhaltigkeit» von

BMW enthält mehr als 80

Optionen, die in den Bereichen

Gebäudetechnik und

Prozesse von ausgewiesenen

Spezialisten genau beurteilt

wurden. Als «Green Building

mit BMW Gold Level» wird

dem Betrieb an der Solenbergstrasse

in Schaffhausen eine

hohe Energieeffizienz attestiert,

die Umweltbelastungen wie

den Verbrauch von Energie und

Wasser reduziert.

Neuer Key Account Manager

für 4Fleet Group

Seit dem 1. Juli ist Cristian

Sina neuer Key Account

Manager 4Fleet Group bei den

Goodyear Dunlop Handelssystemen

(GDHS) in der

Schweiz. Als neues Mitglied

im Team um Marco Fabbro,

Manager Retail Switzerland,

wird sich der 43-jährige Sina

künftig um die Belange der

4Fleet Group in der Schweiz

kümmern und zudem als Gebietsmanager

die deutschsprachigen

Premio-Partner

betreuen. Sina ist der zentrale

Koordinator für das Flottengeschäft

und in dieser Funktion

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

Ansprechpartner für Händler

und Kunden wie auch Kontaktperson

zur 4Fleet Group in Köln.

Michael Lohscheller wird

PSA-Vorstand

Michael Lohscheller.

Michael Lohscheller, der

CEO von Opel/Vauxhall, nimmt

per 1. September Einsitz im

Vorstand des Mutterkonzerns

PSA. Er wird damit Nachfolger

von Jean-Christophe

Quémard, Executive Vice

President, Direktor Mittlerer

Osten und Afrika. Die Berufung

von Lohscheller unterstreiche

die Bedeutung der Integration

von Opel/Vauxhall in die

PSA-Gruppe, teilte PSA mit.

Lohscheller ist seit 2017 CEO

von Opel Automobile GmbH.

Davor war er unter anderem für

die Finanzen des Autobauers

verantwortlich und arbeitete für

die Volkswagen-Gruppe sowie

weitere Automobilhersteller

in Bereichen wie Finanzen,

Marketing und Vertrieb.

Pirelli ist auf der Suche nach

Julia

«Auf der Suche nach

Julia» (im Original «Looking

for Juliet») heisst der Pirelli-

Kalender 2020 von Paolo

Roversi. Das Projekt des

Fotografen, an dem Schauspielerinnen

und Sängerinnen

verschiedener Kulturen

und Länder beteiligt sind,

orientiert sich an dem bekannten

Shakespeare-Drama

Romeo und Julia sowie an

der Kombination aus Liebe,

Kraft, Jugend und Schönheit,

die von der weiblichen

Heldin des Stückes verkörpert

wird. Paolo Roversi wählte

neun Persönlichkeiten aus,

um die Rolle der Julia zu

interpretieren: die britischen

Schauspielerinnen Claire Foy,

Mia Goth und Emma Watson,

die amerikanischen Schauspielerinnen

Indya Moore, Yara

Shahidi und Kristen Stewart,

die chinesische Sängerin Chris

Lee, die spanische Sängerin

Rosalia sowie die französischitalienische

Künstlerin Stella

Roversi.

Schauspielerin Emma Watson posiert für den Pirelli Kalender 2020.

Neuer Mitarbeiter auf

AGVS-Geschäftsstelle

Demetrio Kammermann.

Am 1. August 2019 hat

Demetrio Kammermann seine

Lehre als Kaufmann begonnen

und unterstützt während

seiner Lehrzeit die Bereiche

Bildung, Branchenvertretung

und den Stab. Der AGVS heisst

Demetrio Kammermann herzlich

willkommen und wünscht ihm

viel Erfolg und Freude in seinem

neuen Tätigkeitsgebiet.

Neuer Teamkollege für Bieler

Rennfahrer Neel Jani

Mit der Verpflichtung von

André Lotterer als zweiten

Fahrer neben Neel Jani wurde

eine weitere Schlüsselrolle

im Porsche-Werksteam der

Formel E besetzt. Damit

steht das Fahrer-Duo für die

Debütsaison von Porsche in

der Formel-E-Meisterschaft

2019/2020 fest. Neben den

beiden Stammfahrern formiert

sich hinter den Kulissen die Einsatzmannschaft

und macht sich

bereit für das erste Formel-E-

Rennen im November. Team-

Manager Amiel Lindesay: «Was

unsere Fahrer betrifft, haben

wir mit Neel und André eine

sehr gute Ausgangslage für den

Werkseinstieg von Porsche in

die Formel-E-Meisterschaft.»

MITGLIED

Neue AGVS-Mitglieder

Herzlich Willkommen!

Der AGVS konnte in den Monaten

Juni und Juli 2019 19 neue Mitglieder

begrüssen. Die Betriebe

beschäftigen insgesamt 140

Mitarbeitende. Wir heissen die

neuen Mitgliederbetriebe herzlich

willkommen.

Sektion Aargau

> > Art-Car GmbH, Eiken

> > GP-Carsystem GmbH, Gränichen

> > Autocenter Graf Service GmbH,

Gränichen

> > Dägerli Schönegg Garage GmbH,

Brugg

> > Fahrdynamic Automobile AG,

Münchwilen

Sektion Schaffhausen

> > Garage Germann Bargen SH

GmbH, Bargen

> > Emil Frey AG, Schaffhausen

Sektion Solothurn

> > Garage von Arx, Grenchen

> > Auto Zweili AG, Biberist

> > Garage Baschnagel AG,

Oensingen

Sektion Wallis

> > Garage du Carrefour Droz SA,

Orsières

> > Garage des Adonis Lambiel Sàrl,

Saxon

> > Garage Nanzer GmbH, Münster

Sektion Zentralschweiz

> > Auto MPark GmbH, Ebikon

Sektion beider Basel

> > Garage Brühl GmbH, Ziefen

> > Auto MPark AG, Reinach

Sektion Zürich

> > Franz AG, Zürich

> > Volvo Finance (Suisse) SA,

Dällikon

Sektion Bern, UG EM/OAG

> > Autoverkehr AG, Langenthal

Die Marke Ihrer Wahl


REIFEN UND RÄDER

Besuch im Pirelli-Forschungs- und Entwicklungszentrum

In Mailand dreht sich alles

um die richtige Mischung

Milano-Bicocca liegt etwas abseits der Touristenströme, die sich jährlich in die lombardische Metropole

ergiessen. In den Nordosten der Stadt kommt man vor allem, um zu studieren, zu shoppen oder zu

arbeiten. Bicocca ist Pirelli. Sandro Compagno

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts liess

sich Pirelli in der Mailänder Vorstadt nieder,

konstruierte und produzierte hier Reifen, die

in die Automobilgeschichte eingingen: In

den 1920er-Jahren wurde in Bicocca der erste

Diagonalreifen entwickelt, in den 1940er-Jahren

der erste Reifen mit Textilkarkasse und

später der erste Niederquerschnittreifen. Die

wirtschaftliche Entwicklung Mailands und

die Geschichte von Pirelli sind eng miteinander

verknüpft. Als Giovanni Battista Pirelli im

Jahr 1872 seine erste Reifenfabrik gründete,

beschäftigte er 40 Arbeiter und fünf leitende

Angestellte. Heute ist Pirelli ein weltweit

tätiger Konzern mit 37 000 Mitarbeitenden

und einem jährlichen Umsatz von rund 7 Milliarden

Franken. Und Mailand ist die Wirtschaftsmetropole

eines Landes, das auch 150

Jahre nach dem «Risorgimento», der Einigung

in einen Nationalstaat, riesige regionale Unterschiede

in der Wirtschaftsleistung kennt.

Pirelli wuchs schnell. Schon 1917 wurde

die Produktion zu gross für die alte Fabrik im

Zentrum Mailands. Die Firma erwarb in Bicocca

ein Grundstück von 200 000 Quadratmetern

und transferierte die Geschäftstätigkeit in den

Nordosten der Stadt. Diese enorme Landreserve

sollte rund 70 Jahre später die Basis für die

ehrgeizigen Pläne des damaligen Firmenchefs

Leopoldo Pirelli bilden. Nach dem Wegzug der

Fabriken wurden dem Viertel in den 1990er-

Jahren in einem wegweisenden Städtebauprojekt

neue Funktionsbereiche zugeordnet, dabei

blieb die historische Struktur gewahrt. Wo früher

Fabriken standen, sind heute Wohnhäuser,

Einkaufszentren, eine Universität und Kulturinstitutionen

angesiedelt. Zu Letzteren gehört der

«Pirelli Hangar Bicocca», untergebracht in einer

alten Fabrikhalle. Beim Besuch von AUTOIN-

SIDE eröffnete Pirelli-CEO Marco Tronchetti

Provera gerade eine Ausstellung der Inderin

Sheela Gowda und liess sich die eindrücklichen,

raumgreifenden Installationen von der Künstlerin

persönlich erläutern.

Zentrum des Stadtteils ist die Università

degli Studi di Milano-Bicocca. Direkt gegenüber

der Universität, an der Viale Piero e

Alberto Pirelli, steht ein weiteres jener modernen

Gebäude, die Bicocca heute prägen.

Anthrazitfarbene Fassade, viel abgedunkeltes

8

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Handarbeit trotz Hightech-Forschung: Ein Pirelli-Mitarbeiter

schnitzt ein neues Design in den Reifenrohling.

Hochgeschwindigkeitstest: Das Rad auf dem Bildschirm dreht mit über 300 km/h.

Hightech hinter verspiegelter Fassade:

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum

in Milano-Bicocca.

Glas, davor ein aufmerksamer Wachmann in

Uniform: das «Centro Ricerche Pneumatici

Pirelli». Hier forscht der Reifenhersteller und

entwickelt neue Produkte.

Die 75 Millionen Autoreifen, die Pirelli heutzutage

produziert, stammen aus 19 Werken

in zwölf Ländern. In Bicocca geblieben sind

Forschung und Entwicklung. «Alle Produkte,

die wir weltweit verkaufen, werden hier entwickelt»,

sagt Guido Carosio von Pirelli nicht

ohne Stolz. Auch sämtliche Tests finden in

und um Mailand statt: Indoor im Forschungszentrum

in Bicocca, Outdoor-Tests in Vizzola,

in der Nähe des Flughafens Malpensa.

Fortsetzung Seite 10

Pirelli-CEO Marco Tronchetti Provera ist ein grosser Kunstförderer. Hier im Gespräch mit der indischen Künstlerin

Sheela Gowda, die ihre Installationen noch bis am 15. September im «Pirelli Hangar Bicocca» zeigt.

AUTOINSIDE | September 20199


REIFEN UND RÄDER

Mittels Laser werden die neuen Designs

auf die Reifenrohlinge gezeichnet.

10

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN/RÄDER/FAHRGESTELL

UND RÄDER

Pirelli-Ingenieur Guido Carosio im schalltoten Raum. Hier werden Reifen auf ihre Geräuschentwicklung getestet.

Diesen Reifen im Massstab 1:2 erhielt Formel-1-Pilot

Valtteri Bottas für seine Pole am GP von China.

Auf zwei Stockwerken sind die chemischen und physikalischen Labors

untergebracht, in denen an neuen Materialien geforscht wird. 18 bis 19

verschiedene Materialien fliessen in die Konstruktion eines Autoreifens

ein, erklärt Guido Carosio: «Das ist mehr als einfach ein schwarzes Ding.»

Spannend wird es, wenn man den Lift ins Untergeschoss betritt. 90 Pirelli-Mitarbeiter

führen hier rund um die Uhr die dynamischen Tests der

Neuentwicklungen durch. Auf riesigen Walzen laufen die neuen Reifendesigns

während Stunden, Tagen, Wochen: «Die Walzen sind so isoliert,

dass keine Vibration und keine Schwingung von ausserhalb die Resultate

verfälschen können», erklärt Guido Carosio.

Auf einigen Testständen werden Hochgeschwindigkeitstests bis zu

450 km/h durchgeführt. So wird beispielsweise der McLaren Speedtail,

der Anfang 2020 neue Massstäbe im Bereich der Hypercars

setzen soll, von einem massgeschneiderten P-Zero-Reifen auf dem

Asphalt gehalten. Guido Carosio: «Die Herausforderung besteht darin,

dass der Reifen von 0 bis 400 km/h funktionieren muss. Das ist

anders als in der Formel 1, wo praktisch nur hohe Geschwindigkeiten

gefahren werden, obwohl wir viel Know-how aus der Formel 1 einfliessen

lassen.»

Etwas weniger lang dauert die Handarbeit an einem ganz speziellen

Reifen: Ein Reifen im Massstab 1:2, der in der Regel von den F1-Teams

für die Tests der Aerodynamik im Windkanal genutzt wird. Jener

Fahrer, der im Qualifying für ein Formel-1-Rennen die schnellste Zeit

erzielt, erhält als «Pole Position Award» von Pirelli jeweils einen solchen

Miniaturreifen überreicht. Beim Besuch von AUTOINSIDE in Mailand

präsentierten die Reifenkünstler jene Miniatur, mit der Mercedes-Pilot

Valtteri Bottas zehn Tage später für die Pole im 1000. GP in Schanghai

ausgezeichnet wurde.

Fortsetzung Seite 12

Pneumontage leicht gemacht!

Viele Tests sind automatisiert. Und doch ist es am Ende der

Mensch, der die Zahlen, Daten und Kurven interpretieren und die

richtigen Schlüsse ziehen muss. Guido Carosio: «Es ist eigentlich

simpel: Am Anfang steht die Idee. Erweist sie sich in den Tests als

gut und vielversprechend, entwickeln wir weiter. Wenn nicht, dann

ist ‹finito›.» Wie wichtig der Mensch noch immer ist, zeigt auch ein

Blick ins Atelier. Hier schnitzen fünf Mitarbeiter von Hand neue Designs

in Reifenrohlinge. Das Design wird CAD-gestützt entwickelt

und mittels Laser auf den Rohling aufgetragen. Für die Ausarbeitung

der ersten Prototypen ist jedoch nach wie vor Handarbeit die

effizienteste Methode. «Eine Maschine könnte das zwar auch. Aber

wir würden allein mit dem Programmieren des Rechners zu viel Zeit

verlieren», erklärt Guido Carosio die Arbeit, die nur auf den ersten

Blick einen Anachronismus darstellt. Rund 1000 Reifenoberflächen

schafft das Quintett pro Jahr. Aufwendige Designs können schon mal

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AUTOINSIDE | September 201911


REIFEN UND RÄDER

Der Hangar: Wo früher Reifen produziert wurden, ist heute eine Ausstellungshalle. Auf 10 900 Quadratmetern wird zeitgenössische Kunst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Weiter geht’s in die «Camera semianecoica», einen schalltoten Raum.

In diesem Saal mit speziell isolierten Wänden werden Reifen auf ihre

Geräuschentwicklung bei verschiedenen Tempi, unter verschiedenen

Lasten und auf verschiedenen Unterlagen untersucht. Gerade das Aufkommen

der Elektromobilität stellt hier neue Anforderungen an die

Hersteller. «Die E-Mobilität ist einer der grossen Treiber in der Reifenentwicklung»,

bestätigt Guido Carosio. Pirelli antwortet mit dem

Elect-Reifen auf die sich verändernden Bedürfnisse, die nicht nur die

tiefere Lärmentwicklung, sondern auch das hohe Gewicht sowie die

sehr hohen Drehmomente vieler Elektrofahrzeuge berücksichtigen.

Wichtige Faktoren sind sicherheitsrelevante Eigenschaften wie Nassbremsen

und Kurvenfahrten mit den sehr hohen Seitenkräften im Zusammenhang

mit den schweren Batterien, Trockenhandling oder auch

Kraftübertragung.

Als Produzent von mehr als 2300 verschiedenen Erstausrüstungsreifen

entwickelt Pirelli in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern.

«Wir arbeiten heute an den Autos, die in vier Jahren auf den Strassen

fahren», sagt Guido Carosio. «Das ist nicht ganz einfach, weil ja

niemand genau weiss, wohin die Reise geht.» Sicher ist nur eines: Der

Reifen bleibt die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Strasse.

Und Pirelli will dabei weiter in der obersten Liga der Premiumhersteller

mitmischen. <

So kann ein Reifen nach abgeschlossenem Test aussehen…

12

September 2019 | AUTOINSIDE


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REIFEN UND RÄDER

Technik von Reifendruckkontrollsystemen

Direkt oder indirekt? RDKS

senkt die CO 2 -Emissionen

Seit November 2014 gilt die gesetzliche Pflicht, bei Neufahrzeugen sowohl bei Sommer- wie auch Winterreifen den

Innendruck durch ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) überwachen zu lassen. Grundsätzlich gibt es zwei Messarten,

um den Reifendruck zu prüfen und damit einen drohenden Plattfuss zu detektieren. Andreas Senger

Direkt messende RDKS verfügen pro Radkasten oder pro Fahrzeug über eine Empfangsantenne

für die Sensorinformationen. Druck und Reifentemperatur werden bequem im

Fahrzeugdisplay angezeigt.

Indirekt messende RDKS benötigen keine zusätzlichen Sensoren. Durch Auswertung

der Raddrehzahl und Eichung des Systems nach Reifendruckkontrolle reicht die Drehzahldifferenz,

um bei einem Druckverlust zu warnen. (Bilder Hella Gutmann)

Für die Zulieferindustrie war die Einführung

des RDKS-Obligatoriums ein Glücksfall. Firmen

wie Beru, Hella Gutmann, Huf, Schrader

oder VDO produzieren unter anderem die

kostenintensiven Reifendrucksensoren, die

bei direkt messenden Systemen zum Einsatz

gelangen. Einige Hersteller verzichten auf die

aufwendigen Sensoren und überlassen die

Überwachung des Reifendrucks den Raddrehzahlsensoren.

somit die CO 2

-Emissionen und der Verbrauch

gesenkt wird, kann diese Variante in der Erstausführung

aber nicht gerecht werden. Der

schleichende Luftverlust wird durch dieses

Messprinzip unpräziser erfasst. Grosse Toleranzen

im Abrollumfang setzen Warnungen

erst spät ab.

Wenn Fahrzeugbesitzer nicht regelmässig den

Reifendruck kontrollieren, nützen die indirekten

RDKS der ersten Generation des Systems

nur bei schlagartigem Luftverlust. Durch die

höhere Walkarbeit bei zu geringem Reifendruck

steigen der Verbrauch und damit die

CO 2

-Emissionen.

Hierbei wird der Reifeninnendruck nicht direkt

gemessen, sondern einzig der Abrollumfang

im Vergleich zu den anderen Rädern des

Fahrzeuges verglichen. Tritt ein Druckverlust

auf, so registriert ein Raddrehzahlsensor eine

höhere Drehzahl, da der dynamische Reifenradius

geringer wird und das defekte Rad

schneller dreht. Im Umkehrschluss steigt der

Druck zum Beispiel durch eine festsitzende

Bremse, weil die Wärme der Bremsanlage über

die Radbefestigung ans Rad geliefert wird und

sich die erwärmte Reifeninnenluft ausdehnt.

Die Drehzahl ist geringfügig kleiner im Vergleich

zu den anderen Rädern.

Der Idee, dass auch der systembedingte

Druckverlust im Verlauf einer Saison mit

dem indirekt messenden System erfasst und

Ein Metall-Ventil im Schnitt: 1. Sensorverschraubung mit Ventil; 2. Sensorgehäuse mit Batterie, Druck- und

Temperatursensor; 3. Ventilträger mit Ventileinsatz und aussenliegender Dichtung; 4. Unterlagsscheibe; 5. Überwurfmutter;

6. Ventilabdeckung; 7. Montagestift. (Bild Beru)

14

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

entfällt, was für viele Kunden ein ausschlaggebender

Vorteil und Komfortgewinn ist.

Um die Datenverarbeitung sicherzustellen, benötigt

der RDKS-Sensor eine Batterie, deren

Lebensdauer begrenzt ist. Im Schnitt reicht

die Kapazität für die Datenübermittlung für

vier bis zehn Jahre. Ist die Batterie leer, werden

keine Daten mehr ans Steuergerät geliefert

und die RDKS-Warnlampe leuchtet auf.

Im Werkstattalltag ist es ratsam, die Restkapazität

mittels Diagnosetester/Programmierwerkzeug

zu prüfen. Bei einigen RDKS-Sensoren

lassen sich die Batterien austauschen, bei

der Mehrzahl ist das Gehäuse verschweisst

und der Sensor als Ganzes zu ersetzen.

Sowohl Gummiventile (Snap-in, links) wie Metallventile zum Teil aus leichtem Titan müssen gewartet werden. Bei den

Snap-in-Ventilen ist der Ventilfuss auf Sprödigkeit zu überprüfen. Bei den Metallventilen ist die Dichtung zwischen

Ventil und Felge regelmässig zu ersetzen. Der Ventileinsatz gehört jedes Mal getauscht, um höchste Sicherheit für

den Kunden zu gewährleisten. (Bild: Huf)

Die zweite Generation der indirekt messenden

Systeme hingegen analysiert nicht nur

die Raddrehzahl, sondern die Frequenz- oder

Drehzahländerung beim Rotieren (Winkelgeschwindigkeitsänderung

pro Zeit). Beim

Reset und dem davor genau eingestellten

Reifendruck überwacht das System das

Schwingungsverhalten des Reifens und legt

das Verhalten im Speicher ab. Durch den

Referenzwert können auch Druckverluste

an gleichzeitig allen Reifen erkannt werden.

Grundsätzlich sind aber auch die neusten

indirekten Systeme sehr tolerant betreffend

Auslösungsschwelle, da eine Vielzahl von Reifen

mit unterschiedlichen Schwingverhalten

usw. berücksichtigt werden müssen. Zusätzlich

ist die Handhabung aus Sicht des Kunden

und der Werkstatt einfacher. Der Kunde

ist somit in der Lage, am Ende der Saison die

Räder selber zu wechseln.

Direkt messende Systeme erlauben nebst der

Messung des Innendruckes auch die Überwachung

der Reifentemperatur. Die zwei physikalischen

Messwerte werden periodisch über

eine Auswertungselektronik im Sensor in ein

Datenpaket verpackt und via Funkverbindung

auf der Frequenz von 434 MHz an eine

Empfangsantenne geschickt. Die Zeitabstände

der Datenübertragung betragen 30 bis 60 Sekunden

von Messung zu Messung. In einem

Steuergerät werden die Daten ausgewertet

und miteinander verglichen.

Durch die Einzelerfassung ist das System in

der Lage, nicht nur einen Druckverlust

während der Fahrt festzustellen, sondern

bietet die Möglichkeit, auch im Stand den

aktuellen Reifendruck anzuzeigen. Auch reagiert

das System rascher auf Veränderungen

und warnt die Fahrerin oder den Fahrer frühzeitiger

mittels optischer Warnung. Die periodische,

manuelle Kontrolle des Reifendruckes

Beim Reifenwechsel müssen die Sensoren

zudem gewartet werden. Der Ersatz des

Ventileinsatzes würde ohne Demontage des

Sensors vom Rad funktionieren. Aufgrund

der Alterung der Dichtung zwischen Sensor

und Radauflage bei Metallventilen empfiehlt

Fortsetzung Seite 16

Auf dem Zubehörmarkt sind diverse Programmier- und

Prüftools erhältlich, die dank Softwareaktualisierung

sowohl OEM- wie auch Zubehörsensoren abfragen

(Ladezustand Batterie) und programmieren können.

(Bild VDO)

Reifendruckkontrollsysteme RDKS gehören seit November 2014 in der EU zur Serienausrüstung von Neuwagen.

AUTOINSIDE | September 201915


REIFEN UND RÄDER

es sich aus Sicherheitsgründen, den Sensor

periodisch auszubauen und die Abdeckkappe,

die Überwurfmutter und die angesprochene

Dichtung zu ersetzen. Vorsicht beim Anziehen

der Überwurfmutter: Die meisten Sensoren

werden mit rund 8 Nm Anzugsdrehmoment

festgezogen. Ein Wartungskit kostet rund

zehn Franken und garantiert Sicherheit.

sowohl für OEM- wie auch Universalsensoren

eingesetzt werden. Zudem können Originalsensoren

geklont und die Identifikationsnummer

auf den Zubehörsensor geladen werden.

Ein Anlernen und Überprüfen des Systems

wird aber trotzdem empfohlen.

Und zu guter Letzt: Im Infotainment-Menü lassen

sich zum Teil unterschiedliche Reifentypen

(Eco-Reifen usw.) definieren, die einen Einfluss

auf die Toleranzschwelle für die Warnung haben.

Bevor nach dem Reifenwechsel die Universalsensoren

erneut programmiert werden,

lohnt sich ein Blick in die Untermenüs. <

Gummiventile auch Snap-in-Ventile genannt

sind ebenfalls regelmässig zu wechseln.

Ausserdem ist deren Einsatz bei Fahrzeugen,

die schneller als 200 km/h fahren, nicht

zweckmässig. Durch die Fliehkräfte nicht nur

am Ventilaussenteil, sondern vor allem durch

den angebundenen Sensorteil am Ventilfuss

können Überdehnungen auftreten und das

Ventil reissen.

Muss der Sensor ersetzt werden oder schafft

sich der Kunde beim Neuwagen einen Radsatz

für die zweite Jahreshälfte an, muss auch

dieser mit dem direkt messenden System

ausgestattet werden. Der Stückpreis von rund

30 bis 100 Franken pro Sensor fällt dabei finanziell

ins Gewicht wie die Programmierung

von Universalsensoren. Vorsicht beim Einkauf

von Sensoren aus dem asiatischen Raum

oder den USA: Dort arbeiten die RDKS-Sensoren

mit anderen Funkfrequenzen und sind

nicht kompatibel mit den europäischen Fahrzeugen.

Wenn mit Originalsensoren gearbeitet

wird, entfällt die Programmierung des Betriebssystems.

Dafür sind die Sensoren in

der Regel etwas teurer.

Universalsensoren bedürfen der Programmierung.

Dafür sind zusätzliche Programmiermodule

anzuschaffen. Durch regelmässige

Updates können die Programmiertools meist

Reifendemontage und -aufziehen mit RDKS-Sensoren

Beim Abdrücken des Wulsts ins Tiefbett die

Abdrückschaufel immer gegenüber dem RDKS-

Sensor anlegen. (Bilder Hella Gutmann)

se. Indirekt messende Systeme erhöhen im Werkstattalltag

den Wartungsaufwand nicht. Einzig

beim Reifenwechsel ist darauf zu achten, dass im

Fahrzeug das RDKS-System nach der Reifendruckkontrolle

mit entsprechendem Tastendruck

zurückgestellt wird und die Reifen auf einer

anschliessenden Probefahrt kurz warmgefahren

werden. Damit wird sichergestellt, dass das

System korrekt arbeitet und keinen Fehler anzeigt.

Beim direkt messenden System gestaltet sich

der Reifenwechsel aufwendiger. Das Werkstattpersonal

muss sowohl beim Abdrücken des

Reifens wie auch bei der Demontage aufmerksam

sein und durch eine korrekte Arbeitsweise

sicherstellen, dass der teure Sensor nicht

beschädigt wird. Die Positionierung der Räder

auf der Montiermaschine ist ebenso wichtig

wie der Ersatz der Dichtung bei Metallventilen

respektive der Wechsel der Gummiventile

und des Ventileinsatzes.

Werden neue markenspezifische Sensoren verwendet,

muss per Diagnosetester die Position des

Rades am Fahrzeug noch eingegeben werden. Bei

modernen Systemen erkennt das Fahrzeug die

Montageposition des Sensors während der Fahrt

selbst. Bei Universalsensoren ist der Werkstattmitarbeiter

gefordert, die notwendige Betriebssoftware

und Skripts auf den Sensor zu speichern.

Dafür gibt es spezielle Programmierpads, auf die

der Sensor gelegt wird und die Software via Funkverbindung

in den Sensorspeicher geladen wird.

Beim Demontieren des Reifenwulsts genügend Abstand

vom Sensor zu den Rollen oder der Führungsschiene der

Reifenmontiermaschine halten.

Für Markenvertretungen lohnt sich die Anschaffung

eines Lagerbestandes an OEM-

Sensoren und für die Fremdmarkenbetreuung

der Einsatz von Universaladaptern. Falls die

Batterie des OEM-Sensors noch nicht ganz

leer ist, lässt sich die Identifikationsnummer

in den meisten Fällen auf einen neuen Sensor

übertragen.

Eine andere Idee für die Unterbringung von Sensoren

hat VDO mit dem Redi-Sensor gezeigt. Eine Elastomerhülle

wird im Reifen aufgeklebt und dient als Aufnahme

(«Silo») des Sensorteils. Die Batterielaufzeit wird mit

rund fünf Jahren (Saisoneinsatz) angegeben und beim

Einsetzen des Sensors muss die Antenne quer zur

Reifenlaufrichtung ausgerichtet werden.

Bei der Montage des neuen Reifens darauf achten, den Sensor nicht zu beschädigen. Wird der Sensor gewechselt,

mit entsprechendem Werkzeug arbeiten und Ventile zentriert einziehen (Snap-in, 90° zur Auflage) oder im korrekten

Winkel mit dem dafür vorgesehenen Anzugsdrehmoment fixieren (Metallventile).

16

September 2019 | AUTOINSIDE


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REIFEN UND RÄDER

Garagistenzmorge bei der Amag in Bern

Auch DTM-Stars brauchen

einen Garagisten

Der erfolgreiche Schweizer DTM-Pilot Nico Müller sieht seinen Garagisten wohl sogar häufiger als viele Schweizer.

Wieso dies so ist und warum Reifen so wichtig sind, erklärt der smarte Thuner AUTOINSIDE. Jürg A. Stettler

Nico Müller prüft vor dem Start zum nächsten Rennen nochmals

seine Reifen und deren Temperatur.

18

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Nico Müller, der Schweizer DTM-Pilot des

Audi Sport Teams ABT Sportsline, hat für einmal

wieder ein freies Wochenende geniessen

können. Er hat viel Zeit mit seiner Partnerin

Victoria Paschold auf dem Thunersee und

auf den Hügeln rund um seinen Wohnort im

Berner Oberland verbringen können. «Es tat

richtig gut, Energie zu tanken für die nächsten

Rennen und die zweite Saisonhälfte»,

gesteht der 27-Jährige, als er bei der Amag

Bern Patrick Läderach, Leiter Verkauf Audi,

begrüsst. Der smarte Rennfahrer, der in der

legendären Deutschen Tourenwagen-Masters

ganz vorne mitfährt, schaut mindestens fünf

bis sechs Mal im Jahr bei seinem Garagisten

vorbei. Und dies liegt weder an der Qualität

seines Wagens noch an seinem Fahrstil. «Wie

die meisten Schweizerinnen und Schweizer

komme ich zweimal im Jahr zum Reifenwechsel

in die Garage. Und dann sind es bei mir

oft Schäden an der Windschutzscheibe oder

auch mal eine angeschrammte Felge», erklärt

Müller. «Wenn man in Deutschland auf den

Autobahnen in tempobefreiten Zonen zügig

unterwegs ist, reicht ein kleiner Steinschlag

und schon hat man wieder einen Sprung in

der Frontscheibe.» Dann lacht Nico Müller

verschmitzt und meint: «Zudem ist der Kaffee

bei der Amag in Bern natürlich sehr fein.»

Der Rennfahrer schätzt den guten Service

in der Audi-Vertretung und versteht sich

Fortsetzung Seite 20

Thomas Biermaier, Sportdirektor bei ABT Sportsline, unterhält sich vor dem Rennen mit seinem Fahrer Nico Müller.

Nico Müller, der aktuell mit einem Audi Q8 unterwegs ist, bei seinem letzten Besuch bei der Amag in Bern.

19


REIFEN UND RÄDER

Nico Müller führt im grünen Audi RS 5 DTM mit der Nummer 51 das DTM-Feld mit den ganzen BMW-, Audi- und Aston Martin-Fahrern an.

sichtlich mit seinem Garagisten Patrick Läderach.

Ist denn Müller mit seinem Rennfahrerhintergrund

und seinem technischen Knowhow

allenfalls ein anspruchsvollerer Kunde?

Garagist und DTM-Pilot blicken sich kurz an

und schütteln dann beide die Köpfe. «Ich bin

vielleicht bezüglich Details und Spielereien an

meinem Audi anspruchsvoller, weil ich gerne

das richtige Leder, die dazu passende Farbe

oder eine bestimmte Felge an meinem Wagen

haben will», erklärt der DTM-Fahrer. Aber

bezüglich Technik oder Arbeiten am Wagen

habe er keine speziellen Ansprüche. Dem

stimmt sein Garagist zu: «Wir schätzen vor allem

seine Flexibilität. Man kann Nico kurz

anrufen und er holt den Wagen auch einmal

einen Tag später oder früher, wenn die Arbeiten

schon fertig sind und wir viele Fahrzeuge

auf dem Hof haben.» Doch auch für alle anderen

Kunden bemühen sich Patrick Läderach

und sein Team um einen flexiblen und zügigen

Service. «Wir müssen vor allem schnell sein.

Im Premium-Segment sind die Leute oft und

viel unterwegs. Da heisst es, bei einer gespaltenen

Frontscheibe rasch reagieren. Nochmals

ein Fahrzeug reinnehmen, auch wenn man in

der Werkstatt vielleicht schon überbucht ist»,

gesteht der Leiter Verkauf Audi der Amag in

Bern. Genau diese Flexibilität seiner Garage

schätzt auch Müller und fährt dazu von Thun

extra nach Bern. «Ich fühle mich hier sehr

wohl. Die Autobahn liegt gleich in der Nähe,

genauso wie das Strassenverkehrsamt für

mich ist dies sehr praktisch.» Dann gesteht

der 27-Jährige: «Zudem bin beispielsweise

bezüglich Winterreifen genau einer dieser

Kunden, die Ende Oktober zuhause vor dem

Fernseher sitzen und dann hören, nächste Woche

schneits. Dann bin ich sehr froh, wenn ich

doch noch einen Termin zum Wechseln und

vor allem auch passende Reifen dazu bekomme

das funktioniert hier immer.»

Ist dies denn bei Nico Müllers aktuellem Auto

ein Thema? Und wieso hat er sich gerade für

einen Audi Q8 entschieden? «Der Q8 war damals

das ganz neue, topaktuelle Audi-Modell

ein richtig cooles Auto und bietet auch viel

Platz für unseren Hund. Ich wusste zwar nicht,

was mich so erwartet», erläutert der Rennsport-Crack,

«ich hatte zuvor dreimal hintereinander

einen Audi RS6, aber noch nie einen

SUV. Und erst noch einen Diesel. Anfangs war

ich eher skeptisch. Nun bin ich völlig begeistert

und würde den Wagen nicht mehr hergeben.»

Bei den 50 000 bis 60 000 Kilometern,

die der Schweizer DTM-Pilot im Jahr zurücklegt,

sind ihm vor allem Komfort und Effizienz

des SUV wichtig. «Am Steuer merkt man

nicht, dass man in einem Riesenschiff unterwegs

ist. Der Q8 ist super zu manövrieren und

Parkieren geht mit der ganzen Sensorik und

den Kameras problemlos. Für das, wofür ich

den Wagen brauche, ist er perfekt.»

Und wie sehen die perfekten Reifen für seinen

Wagen aus? Müller überlegt kurz: «Um

ehrlich zu sein: Ich schaue bei meinem Privatauto

nicht so sehr auf die Reifen. Oder von

welcher Marke sie stammen. Aber etwas, was

ich hasse, sind kleine Winterräder! Extra kleine

‹Felgeli› draufziehen zu müssen, damit die

Winterpneus passen, darauf bin ich allergisch.

Ich hatte immer die Sommerfelgen und habe

dann einfach die Pneus gewechselt.» Patrick

Läderach lacht kurz und wendet ein: «Doch,

ganz kurz hattest du Winterräder, aber die

sind nicht lange drauf gewesen» Der DTM-

Pilot erinnert sich: «Genau, da hatte ich keine

andere Wahl. Es gab damals schlicht noch

keine Wintergummis für mein Auto. Als ich

den schönen Wagen mit den kleinen Rädchen

dann erstmals so dastehen sah, habe ich gleich

bei meinem Team in Kempten angerufen und

versucht, eine andere Lösung zu finden.» Mit

Hilfe seines guten Netzwerks fand der 27-Jährige

rasch Pneus in der passenden Dimension:

«Der Winter ist im Berner Oberland ja doch

recht lang. Und wenn man dann vier oder fünf

Monate lang sein Auto mit diesen zu kleinen

Rädchen anschauen muss..! Schlimm so etwas

tue ich mir nicht an! Dafür verspüre ich

viel zu viel Leidenschaft für mein Auto.»

Zurück zur Reifenwahl, was ist Nico Müller

da noch wichtig? «Sommerreifen und Felgen

sind in dem Segment und in den Dimensionen,

in denen ich mich mit dem Audi RS6 und

nun mit dem Audi Q8 bewege, alle sehr gut»,

konstatiert der Thuner. «Bei den Winterreifen

merkt man noch mehr Unterschiede und weiss

rasch, ob man eine schlaue Reifenwahl getroffen

hat. Beispielsweise bei der ersten Fahrt den

Gurnigel hoch.» Wäre eine schlechte Reifenwahl

für Müller sogar ein Punkt, um während

des Winters auf andere Gummis zu wechseln?

«Nein, so weit bin ich jetzt noch nie gegangen.

Aber im nächsten Jahr kommt der gleiche

Reifen sicher nicht nochmals auf die Felgen.»

Die heutigen Allradantriebe und Assistenzsysteme

seien inzwischen so gut, dass man zur

20

September 2019 | AUTOINSIDE


Not sogar noch mit einem Sommerpneu bei

leichtem Schnee den Hügel raufkomme. «Der

Pneu ist nicht das auschlaggebende, dass der

Wagen nicht mehr fahrbar ist», ergänzt Müller,

«aber mit einem Winterreifen hat man bei tiefen

Temperaturen klar mehr Grip und mehr Sicherheit.

Bei den Sommerreifen sind es primär

die Abrollgeräusche, welche den Unterschied

ausmachen können. Oder wenn man damit

fährt wie ein ‹Gepickter›. Nur, das mache ich

nicht.» Sein Garagist Patrick Läderach hakt

nach: «Wie viele Kilometer machst du eigentlich

auf einem Reifensatz beispielsweise mit

den letzten Sommerreifen.» Müller überlegt

kurz und antwortet: «35 000 bis 40 000 Kilometer

sind es schon. Den letzten hatte ich ja

zwei Sommer lang. Ich lasse es auf der deutschen

Autobahn geradeaus zwar schon ab und

zu fliegen, aber da braucht man auch nicht viel

Pneu. Und um die Ecken fahre ich anständig

dann passt das.»

Reifen im Alltag sind ja das eine, doch wie

sieht es bei Reifen für die Rennstrecke aus?

Die haben sicherlich einen ganz anderen

Stellenwert für Nico Müller? «Oh ja!», erklärt

der Thuner, «wenn du den Reifen nicht ins

Arbeitsfenster bringst, dann kannst du am

Rennwagen selbst verstellen und schrauben,

was du willst, da geht nichts. Entscheidend ist

bei Nässe oder trockenen Bedingungen zu

wissen, in welchem Bereich der Pneu arbeitet.

Du musst eine Basis an Luftdruck, Sturz, Spur

und Nachlauf finden und dann kommt der

Reifen in ein Temperaturfenster, in dem er

optimal arbeitet, nicht überhitzt, nicht zu kalt

wird. Danach kannst du an allen Setup-Parametern

arbeiten und feilen.»

Wie sieht dies bei nassen Verhältnissen aus?

«Dann nimmt die richtige Reifenwahl einen

noch viel grösseren Stellenwert ein. In der

DTM verbietet das Reglement, anders als beispielsweise

in der Formel 1, Heizdecken für

die Reifen», erläutert Müller. Dabei würde

eine solche Heizdecke enorm helfen und die

Reifen schon vor dem Start genau in das Temperaturfenster

zu bringen, in dem sie idealen

Grip bieten. Keine einfache Aufgabe für die

DTM-Rennfahrer also, dies ohne vorgewärmte

Reifen zu schaffen: «Wir müssen in der DTM

unsere Reifen nur mit dem Fahrstil erst in dieses

Fenster reinbringen und dann auch dort

halten. Dabei darf ich sie natürlich nicht zu

sehr beanspruchen oder überhitzen, so dass

sie Blasen kriegen. Das ist schon eine Wissenschaft

für sich und dies obwohl wir in der

DTM ja seit mehreren Jahren auf Einheitsreifen

setzen und folglich alle mit der gleichen

Gummimischung unterwegs sind.»

Nico Müller bildet momentan mit seinem jungen

Renningenieur Felix Fechner beim Audi

Sport Team ABT Sportsline ein äusserst erfolgreiches

Duo. Er liegt mit seinem grünen Audi

RS 5 DTM mit der Nummer 51 auf Platz zwei

des Zwischenklassements. Fünf Fahrer- und

vier Teamtitel gehen bereits auf das Konto des

Allgäuer Werksteams und der 27-jähirge Thuner

hat durchaus Chancen, Ende Saison einen

weiteren Fahrertitel für sein Team einzufahren.

Was hat sich bezüglich dieser Saison denn

alles geändert. «Neu haben die DTM-Boliden

etwa 100 PS mehr Leistung. Daher arbeitet

der Einheitspneu auch schon wieder ganz anders.

Man bringt nun viel mehr Energie in die

Reifen, und zwar beim Beschleunigen genauso

wie beim Bremsen. Zudem muss man nun

mehr Bremsen als früher, das kreiert ebenfalls

zusätzliche Temperatur und Energie», führt

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die vielen Auszeichnungen in den grossen

Automagazinen. Noch lieber lassen wir aber

das dynamische Fahrgefühl, die umweltfreundliche

Technologie und die beeindruckende

Stabilität unserer Reifen für sich selbst

sprechen. Und natürlich sind wir sehr stolz

darauf, dass viele Premiumfahrzeuge ab Werk

mit Hankook-Reifen ausgestattet werden.

Dafür möchten wir uns bei allen bedanken,

die dies möglich gemacht haben.

Sedat Sulkovic, der Audi-Serviceleiter, bei der rund 15 Minuten dauernden Dialogannahme, bei der er zusammen mit

Nico Müller dessen Audi Q8 begutachtet und allfällige Arbeiten bespricht.

AUTOINSIDE | September 2019


REIFEN UND RÄDER

Müller aus und ergänzt: «In Hockenheim hatte ich zum Saisonauftakt

so ein Aha-Erlebnis. Da herrschten nur etwa 5 Grad und ich musste mit

kalten Regenreifen aus der Box raus. Hockenheim hat eh einen feinen

Asphalt, der nur sehr wenig Energie an die Pneus weitergibt. Ich war

pro Runde 30 Sekunden langsamer als normalerweise. Und wenn du

den Pneu nie warm kriegst, dann kann er nie Grip aufbauen. Als Fahrer

rollst du dann einfach wie auf Eiern auf der Strecke rum.» Denn sobald

ein Pneu leistungsorientiert und für die Rennstrecke gebaut werde,

könne er im Unterscheid zu einem Gummi für einen Personenwagen

keinen Kompromiss zwischen Komfort, Fahrbarkeit und Leistung eingehen.

«Das Fenster, in dem ein Rennreifen arbeitet, ist viel schmaler.

Wenn du dieses Arbeitsfenster zu breit machst, dann gehst du ja schon

wieder einen Kompromiss ein. Vor allem, weil man in der DTM den

gleichen Pneu und das gleiche Setup im Qualifying hat wie für den

ersten Longrun im Rennen, bleibt die Reifenwahl eine Wissenschaft»,

erläutert Müller.

Nico Müller und Sedat Sulkovic finden beim Audi Q8 ausser ein paar Mücken in der

Front keine Mängel.

Eine Wissenschaft, die der 1,85 Meter grosse Thuner diese Saison jedoch

gut im Griff hat. «Letzte Saison war ich vor allem in der Qualifikation

stark, die für die ersten drei in der DTM ebenfalls schon Punkte

gibt, und dieses Jahr bin ich in den Longruns im Rennen selbst stärker.»

Dabei ging Audi ein Risiko ein. Es stellte dem 27-Jährigen mit Felix

Fechner einen gleichjungen Renningenieur zur Seite, der 2018 erstmals

überhaupt als Renningenieur arbeitete. «Felix und ich verstehen

uns hervorragend», erklärt der schnelle Schweizer. Ist das gute Verhältnis

zum Renningenieur gleich entscheidend wie zum Garagisten? «Die

Beziehung zu Felix ist schon sehr eng. Wir telefonieren drei, vier Mal pro

Woche. Selbst wenn keine Rennen sind. Man hat immer Themen, die

aufkommen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie uns noch weiterbringen

könnten», erläutert Müller, «diese Beziehung muss sich auch

nicht nur um Rennsport drehen. Denn je besser du dein Gegenüber

kennst und weisst, wie es tickt, desto einfach ist es, in schwierigen

Situationen richtig zu reagieren.» Die spezielle Situation mit den beiden

jungen «Wilden» zahlt sich bislang voll aus. «Wir haben immer noch

sehr viel Potenzial, sind jedoch sicher auf dem richtigen Weg», konstatiert

der Audi-Fahrer zufrieden.

Statt mit seinem Renningenieur um den DTM-Boliden umkurvt Müller

nun sein Auto bei der Amag Bern mit Audi-Serviceleiter Sedat Sulkovic.

Bei der rund 15 Minuten dauernden Dialogannahme des Fahrzeugs

können so alle möglichen Details, die am Q8 zu erledigen sind, gleich

per Tablet erfasst werden. «Wir gehen mit den Kunden rund um den

Patrick Läderach, Leiter Verkauf Audi bei der Amag Bern, unterhält sich mit Rennfahrer

Nico Müller über den aktuellen Stand in der DTM.

Wagen, halten etwa Felgenschäden fest oder machen ihn auf gewisse

Aspekte aufmerksam», erklärt Sulkovic. «Die Software führt wie der

Name Dialogannahme verrät im Dialog durch alle Punkte und ich

erhalte ausserdem nützliche Hinweise auf mögliche Inputs und Zusatzdienstleistungen,

die wir dem Kunden anbieten könnten. Sei dies nur

eine Ersatzflasche Öl, falls wir sehen, dass er viel unterwegs ist und

vielleicht eine brauchen könnte.» DTM-Pilot und Amag-Serviceleiter

umrunden den Q8, können aktuell ausser den vielen Mückenresten am

Kühlergrill aber nichts Spezielles entdecken. Nico Müller, der Wert auf

ein gepflegtes Auto legt, gönnt seinem SUV in der neuen Waschstrasse

daher noch eine Wäsche und sich selbst einen weiteren Espresso, bevor

er sich von seinem Garagisten verabschiedet und wieder Richtung

Rennstrecke losfährt. <

Persönlich: Nico Müller

Der 27-Jährige startete seine Motorsportkarriere 2004 im Kartsport.

2008 wechselte er für Jenzer Motorsport in den Formelsport. Seit

2012 gibt der Thuner dann in der Formel Renault 3.5 Gas und seit 2014

fährt er in den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Hier ist er

seit der Saison 2016 für den Allgäuer Rennstall ABT Sportsline im Audi

unterwegs. Nico Müller ist bekannt für seinen starken Willen und seine

Zielstrebigkeit, die ihn nicht nur im Rennsport prägen. Privat lebt er seit

über drei Jahren mit der promovierten Sportlerin und Model Victoria

Paschold (28) zusammen. Der smarte Thuner spricht fünf Sprachen

(Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) fliessend und

jongliert auch mal in der Boxengasse, um sich vor dem Rennen abzulenken.

Zu seinen Hobbies zählen Kart-, Rad- und Skifahren und wäre

er nicht Rennfahrer geworden, würde er Business- und Sportwissenschaften

studieren. www.nicomueller.ch


September 2019 | AUTOINSIDE


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REIFEN UND RÄDER FOKUS

Carex-Onlineshop

Bequem zur Wunschfelge

Ob Tuningkomponenten oder Felgen, bei der Carex Autozubehör AG lassen sich im sogar mit einem Award versehenen

Onlineshop über 30 000 Produkte bestellen. Carex-Verkaufsleiter Sandro S. Rosano erklärt, welche Vorteile dieser

Garagisten bietet. Jürg A. Stettler

Herr Rosano, Carex hat unzählige Felgen in seinem Onlineshop.

Wie viele Marken und welche Grössen haben Sie im Sortiment?

Sandro S. Rosano: Wir sind Importeur der acht Felgenmarken Autec,

BBS, Borbet, Breyton, Cheetah Wheels, Cinel, Enkei und WTW (Giovanna

Wheels). Wir bieten unzählige Felgendimensionen an. Das geht von 14

bis 23 Zoll. Einige Felgen beispielweise von Cinel können individuell zusammengestellt

werden von der Auswahl der Felgengrösse, Maulweite

und der Wunsch-Einpresstiefe bis zur personalisierten Farbgestaltung.

Sie bieten die Möglichkeit eines 3D-Konfigurators für die Felgen-

Wunschkonfiguration an. Welche Vorteile hat das?

Mit unserem 3D-Felgenkonfigurator gelangen Sie einfach und bequem

mit Typenschein- oder Fahrzeug-Suche zu Ihrer gewünschten Sommer-

oder Winterfelge. Sie können Ihre Wunschfelge am Fahrzeug begutachten,

gleich in der passenden Grösse in den Warenkorb legen und

bestellen. Die Live-Ansicht kann betreffend Felgengrösse, Felgenvariationen,

Verfügbarkeit, Fahrzeugfarbe, Tieferlegung und Hintergrundbild

angepasst werden. Die Vorteile: Als Garagist erhalten Sie gleich mit Ihren

Kunden im Beratungsgespräch die individuellen Möglichkeiten fürs jeweilige

Fahrzeug. Es wird zudem automatisch angezeigt, welche Felge

für welches Fahrzeug passt und welche Montageauflagen es gibt. Auch

Verfügbarkeit und mögliche Bereifungen werden aufgeführt.

seit

1964

CORTELLINI &

MARCHAND AG

Der umfassendste

Auto-Steuergeräte-Reparatur-Service

von Cortellini & Marchand AG.

www.auto-steuergeraete.ch

Sie suchen, wir finden

Ihr Suchservice für Auto-Occasionsteile

www.gebrauchte-fahrzeugteile.ch

061 312 40 40

Rheinfelderstrass 6

4127 Birsfelden

Sandro S. Rosano ist Verkaufsleiter bei der Carex Autozubehör AG.

Was bringt der Webshop einem Garagisten?

Die Garagisten finden einfach und effizient für praktisch jedes Fahrzeug

das gewünschte Produkt. Mit persönlichem Kundenlogin sehen unsere

Geschäftskunden zugleich ihren Einkaufspreis. Auch ausserhalb unserer

Öffnungszeiten kann man sich über Produkte, Preise und Verfügbarkeiten

informieren sowie gegebenenfalls eine Bestellung platzieren. Unser

Onlineshop bietet ausserdem zahlreiche Suchmöglichkeiten. Eine Volltextsuche,

bei der x-beliebige Worte oder Zahlen, wie etwa die Typenscheinnummer

zum Beispiel 1SC534 oder die Ziffer 24 im Fahrzeugausweis

eingeben werden kann. Dann gibt es eine Fahrzeugsuche, den

Produktfinder nach Kategorien wie Felgen und Fahrwerke und natürlich

unseren 3D-Felgenkonfigurator für Autec, BBS, Borbet und Breyton. Oder

es besteht die Möglichkeit, über die Markensuche, bei der dann alle Produkte

des jeweiligen Lieferanten gelistet werden, oder der Suche über

Haupt- und Unterkategorien wie Racing & Tuning zum gewünschten

Produkt zu kommen.

Profitieren Garagisten von speziellen Konditionen bei Carex?

Korrekt. Unsere Wiederverkäufer profitieren von speziellen Einkaufskonditionen.

Wie lange dauert es in der Regel von der Bestellung bis zur Lieferung?

Bei verfügbaren Artikeln ab Carex-Lager beträgt die Lieferzeit ein bis

zwei Werktage. Bei Werksbestellungen gehen wir von einer Lieferzeit

von einer bis drei Wochen aus abhängig von Verfügbarkeit im Werk.

Den neuen Onlineshop betreibt Carex bereits seit zwei Jahren.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gesammelt?

Unsere Kunden nutzen ihn, je länger je mehr, um intensiv zu recherchieren.

Mitte dieses Jahres haben wir einen Relaunch mit neuem Shopsystem

getätigt. Es bringt Vorteile bei der Filterung verschiedener Details

und Optikanpassungen.

24

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Dank 3D-Felgenkonfigurator gelangt man bei Carex einfach und bequem zu einer Sommer- oder Winterfelge.

Was zeichnet den Shop besonders aus?

Sie gelangen mit zahlreichen Suchfunktionen

zum gewünschten Produkt. Er ist sehr zuverlässig.

Bei der Datenpflege wurde ein Höchstmass

an Automation erreicht, die sowohl den

Shop wie auch das ERP-System gleichermassen

betrifft. Die Ladezeiten liegen selbst beim

3D-Felgenkonfigurator unter einer Sekunde.

Der Shop ist voll responsive auch für Tablet,

Smartphone, usw. Apps sind daher überflüssig

und für Endkunden wie für Händler ergibt

sich ein effizientes und attraktives Kauferlebnis.

Nicht zuletzt, weil sechs verschiedene

Einstiegsvarianten für den Nutzer immer zu

einem erfolgreichen Einkauf führen.

Welche Bereiche des Shops wollen Sie

noch ausbauen?

Wir möchten in Zukunft einen Komplettrad-

Konfigurator abbilden. Und vermehrt mit Partnern

zusammenarbeiten, um unseren Kunden

ein möglichst grosses Sortiment rund um

Autozubehör & Lifestyle anbieten zu können.

Welche Produkte finden den Weg in den

Outlet-Store nur Restposten?

In den Outlet-Store gelangen Produkte, welche

beim Lieferanten nicht mehr erhältlich oder

im Auslauf sind. Zusätzlich bilden wir darin

auch Artikel ab, welche in grösserer Menge

(Overstock) bei uns lagern. <

Weitere Infos unter:

www.carex.ch

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Automobiltechnik zum Anfassen:

Trainings für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

Gasfahrzeuge

Konventionelle Fahrzeuge

www.autef.ch

AUTOINSIDE | September 201925


REIFEN UND RÄDER

4 Fragen an...

Warum Premiumreifen in jedem

Fall die bessere Wahl sind

Vier Fragen, sechs Hersteller und Händler. Zum Start der Wintersaison nehmen die grossen Player im Schweizer

Reifenmarkt Stellung zu aktuellen Fragen und präsentieren ihre Produktneuheiten. Sandro Compagno

Von O (Ostern) bis O (Oktober) dauert die

Sommerreifenzeit nach Empfehlung des

AGVS und vieler Reifenexperten. Höchste Zeit

also, sich aufs Geschäft mit den Winterreifen

vorzubereiten. Dazu gehört nicht nur die Bestellung

der gängigsten Dimensionen und

des entsprechenden Verbrauchsmaterials,

sondern auch das Argumentarium im Beratungsgespräch.

Fernöstliche Billighersteller

nehmen vermehrt die kaufkräftigen europäischen

Märkte ins Visier.

Tests mit diesen Billigreifen zeigen oft erschreckende

Ergebnisse bezüglich Sicherheit.

Vor einem guten Jahr hat die Zeitschrift

«Auto Bild» verschiedene Sommerreifen für

SUV getestet. Die Premiumreifen der führenden

Hersteller brachten das Testfahrzeug aus

100 km/h Geschwindigkeit nach 52 bis 54

Metern zum Stehen. Ein ebenfalls getestetes

Billigprodukt «Made in China» benötigte dafür

72,3 Meter! Weil der Bremsvorgang nicht

linear verläuft, rauschte der mit diesem Pneu

ausgestattete Wagen noch mit 50 km/h vorbei,

wo die Premiumprodukte ihre Fahrzeuge

bereits zum Stehen gebracht hatten. Schon im

Jahr 2014 hatte die deutsche Gesellschaft für

Technische Überwachung solche Billigreifen

aus Asien und Osteuropa einem Test unterzogen

und war zu ähnlich niederschmetternden

Ergebnissen gelangt: längerer Bremsweg, Defizite

beim Aquaplaning, wenig Traktion, mangelhafter

Grip, heftige Lastwechselreaktion...

Mit einer solchen Bereifung gefährden Kunden

nicht nur sich und ihre Mitfahrenden, sondern

jeden Verkehrsteilnehmer. Antiblockiersystem,

Traktionskontrolle und weitere moderne

Fahrerassistenzsysteme nützen wenig, wenn

bei der Qualität der Reifen gespart wird.

«Die Schweiz ist ein Premiummarkt», stellte

Sven Sievi, Sekretär des Reifen-Verbands der

Schweiz (RVS) vor einem Jahr im Interview

mit AUTOINSIDE fest. Trotzdem müsse man

die Konkurrenz genau beobachten: «Es wäre

vermessen, zu glauben, dass sich die ‹billigen›

exotischen Pneumarken nicht auch weiterentwickeln

können.»

AUTOINSIDE befragte verschiedene Hersteller

und Händler von Premiumreifen zum Kaufverhalten

von Herrn und Frau Schweizer, zur

Rolle des Garagisten und zu Neuheiten für die

Wintersaison 2019/20. Die Antworten finden

Sie auf den folgenden Seiten.

Fortsetzung Seite 28

26

September 2019 | AUTOINSIDE


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REIFEN UND RÄDER

4 Fragen

1.

2.

Reifen werden stetig leiser und energieeffizienter.

Wie wichtig ist diese Entwicklung für den Automobilisten?

Will der nicht einfach einen kurzen

Bremsweg und einen guten Preis?

Wie kann der Garagist seinen Kunden davon überzeugen,

ein Premiumprodukt zu wählen, statt einen

Billigreifen aus dem Internet zu bestellen?

3.

4.

Erstausrüstungsreifen sind in aller Regel Sommerreifen.

Ist es sinnvoll, wenn der Garagist für

den Winterreifen dieselbe Marke wählt oder ist

das unerheblich?

Mit welchen Neuheiten will Ihre Marke im Winter

2019/20 die Kunden überzeugen?

Elio Rullo.

Elio Rullo,

Verantwortlicher Business Development Pirelli

Suisse:

1. Selbstverständlich gehören die sicherheitsrelevanten

Aspekte beim Reifen zu den elementaren Eigenschaften.

Leider wird die Technologie, die hinter der Entwicklung

eines Reifens steht, von vielen Autofahrern unterschätzt

vor allem, wenn es darum geht, Kraftstoff und damit

verbundene Kosten einsparen zu können. Bei einem modernen

PW entfallen 20 bis 30 Prozent des Kraftstoffverbrauchs

auf die Reifen, denn der Reifen ist mit seinem

Rollwiderstand wesentlich für den Kraftstoffverbrauch

verantwortlich. Als Faustregel gilt: Eine 30-prozentige

Reduktion des Reifen-Rollwiderstands kann die Kraftstoffeffizienz

um etwa vier Prozent verbessern. Gleichzeitig

ist es ein grosses Anliegen der Fahrzeughersteller,

und schlussendlich auch der Konsumenten, einen an das

heutige Fahrzeug angepassten, komfortablen Reifen

anzubieten beziehungsweise zu fahren.

2. Heute ist eine gute Beratung eines der wichtigsten

Elemente bei der Kaufentscheidung. Eine grundlegende

Voraussetzung ist es, die genauen Wünsche

und Ansprüche des Kunden zu kennen, um ihm

dann den entsprechenden Reifentyp zu empfehlen.

Ein Garagist muss dank Fachhandelkenntnis

genau wissen, was er verkauft, um sich so

auch vom Onlinehandel abzuheben.

3. Wenn der Kunde mit seinen Erstausrüstungsreifen

zufrieden ist, macht es sicher Sinn, auch Winterreifen

der gleichen Marke zu fahren. Mittlerweile gibt es immer

mehr Fahrzeughersteller, die auch im Winter fahrzeugmodellspezifisch

markierte und homologierte Reifen

freigeben. Hier hat man die volle Gewissheit, dass diese

Winterreifen für das jeweilige Modell zugeschnitten sind.

Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist die in der Erstausrüstung

angewendete Technologie auch im Winter einzusetzen

wie zum Beispiel Runflat, PNCS (Pirelli Noise Cancelling

System) oder auch Seal Inside.

4. Unsere Winterreifenpalette wurde in den letzten Jahren

komplett erneuert und ist auf dem neusten Stand

der Technologie. Dieses Jahr führen wir den neuen «P

Zero Winter» ein. Damit hat Pirelli einen Hochleistungswinterreifen

entwickelt, der als Winterreifen an eine nie

zuvor erreichte Performance eines UHP-Sommerreifens

herankommt. Das Sortiment für den Winter ist somit perfekt

ergänzt. Basierend auf der grossen Erfahrung im Bereich

Winterreifen, liegt der Fokus beim «P Zero Winter»

besonders auf den beiden Kriterien Sicherheit und Performance.

Dies ermöglicht dem Fahrer, auch im Winter mit

derselben Dynamik und Emotion sicher auf der Strasse

unterwegs zu sein wie im Sommer, ohne dabei Kompromisse

eingehen zu müssen.

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REIFEN UND RÄDER

Marco Goebel.

Marco Goebel,

Direktor Michelin Suisse SA:

1. Die Qualität und damit auch der Bremsweg sind bei

Reifen zentrale Kaufkriterien. Gleichzeitig hat die Energieeffizienz

des Reifens aber auch einen Einfluss auf den

Treibstoffverbrauch und kann das Portemonnaie des

Kunden entlasten. Zudem sollte der Umweltaspekt nicht

vernachlässigt werden: Unsere Kunden legen Wert auf Innovationen,

die den Reifen umweltfreundlicher machen.

Dies zeigt auch das grosse Interesse am luftlosen Konzeptreifen

«Uptis», den Michelin am Weltgipfel für nachhaltige

Mobilität im Sommer in Montreal vorgestellt hat.

2. Qualitativ hochstehende Produkte liefern entscheidende

Sicherheitsvorteile, insbesondere wenn der Reifen

nicht mehr ganz neu ist. Gefahrene Michelin-Reifen weisen

auf nassen Strassen einen deutlich kürzeren Bremsweg

auf als manche Neureifen anderer Hersteller. Wir

sind überzeugt, dass sich solche Abstriche bei der Sicherheit

nicht lohnen. Darum setzt sich Michelin für Reifentests

von gefahrenen Reifen ein. Diese zeigen die Qualitätsunterschiede

in einem realistischeren Rahmen auf.

3. Setzt man beim Winterreifen auf die gleiche Marke, hat

der Automobilist auch in der kalten Jahreszeit einen Reifen

mit gewohnt hoher Qualität. So profitieren Kundinnen

und Kunden von Michelin auch beim Winterreifen, wie

dem «Alpin 6», von den hohen Produktionsstandards, der

Verwendung von qualitativen Rohstoffen und dem Knowhow

unserer Entwicklung.

4. Mit dem «Alpin 6», dem «Pilot Alpin 5» und dem «Pilot

Alpin 5 SUV» hat Michelin über die letzten zwei Jahre innovative

Neuentwicklungen auf den Markt gebracht, die

die Bedürfnisse der Automobilisten im Winter optimal

abdecken. Für die kommende Saison sind zudem diverse

neue Dimensionen der neuen Michelin-Winterreifen erhältlich.

Daniel Freund.

Daniel Freund,

CEO Continental Suisse:

1. Komfort ist eine wichtige Anforderung der Autofahrer.

Gerade bei Premiumreifen setzen viele Verbraucher

die hohen Sicherheitsstandards, die sie bieten, einfach

voraus. Allerdings kann ein niedriges Reifen-/Fahrbahngeräusch

nicht allein durch den Pneu gesichert werden:

Unebenheiten auf der Strasse, Kanaldeckel, Asphaltflicken,

Kopfsteinpflaster oder einfach rauer Asphalt tragen

massiv zum Fahrbahngeräusch bei.

2. Premiumreifen bieten in aller Regel höhere Sicherheitsreserven

als sehr preiswerte Modelle. Vor allem auf nasser

Strasse können diese zum Sicherheitsrisiko werden.

Das wird in den unabhängigen Tests der Automobilclubs,

wie beispielsweise denen des TCS, deutlich. Garagisten

können diese und andere Tests durchaus zur Beratung

ihrer Kunden heranziehen. Schon ein halber Meter Unterschied

bei Bremswegen kann teuer werden eine verbeulte

Autofront zu reparieren ist deutlich aufwendiger als der

Preisunterschied zwischen einem Premium- und einem

Billigstpneu. Und bei diesem Beispiel reden wir nur von

Blechschäden nicht von Unfällen mit ungeschützten

Fussgängern oder Radfahrern.

3. Auch bei Winterreifen nehmen die Erstausrüstungsvarianten

zu. Aber auch wenn es keine Winterreifenempfehlung

für das jeweilige Fahrzeug gibt, sind Premiumprodukte

in aller Regel leistungsfähiger als sehr günstige

Alternativen. Autofahrer vertrauen ihr Leben, das ihrer

Familie und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer

vier postkartengrossen Aufstandsflächen zwischen

dem Auto und der Strasse an. Je besser diese vier «Pfoten

des Autos» entwickelt sind, je höher ihre Qualität ist, desto

sicherer kann man sich als Autofahrer fühlen. Daher

sind Premiumreifen immer die bessere Wahl.

4. Unser Reifenangebot ist in den letzten Jahren «runderneuert»

worden. Mit unserer Wintercontact-Produktfamilie

haben wir für nahezu alle PW, SUV und Vans eine

sehr sichere und qualitativ hochwertige Bereifungsmöglichkeit

parat. Neben der fast 100-prozentigen Marktabdeckung

sprechen die durchgehend guten Testergebnisse

der nationalen und internationalen Reifentests für Reifen

von Continental.

Fortsetzung Seite 30

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REIFEN UND RÄDER

Urs Lüchinger.

Urs Lüchinger,

Country Manager Bridgestone Schweiz:

1. Für den Automobilisten sind alle genannten Punkte

enorm wichtig. Ein kurzer Bremsweg, hohe Sicherheitsreserven

sowie eine zuverlässige Leistung bei allen Strassenbedingungen

sind substanziell. Darüber hinaus erhöht

ein niedriges Abrollgeräusch den Fahrkomfort, während

die Energieeffizienz einen entscheidenden Faktor hinsichtlich

Nachhaltigkeit sowie der Kosteneinsparungen

im Gebrauch darstellt.

2. Der Garagist kann seine Kunden ganz einfach überzeugen,

indem er bei der kompetenten Beratung die Vorteile

eines Premiumproduktes detailliert schildert. Darunter

fallen eine zuverlässige Leistung und entscheidende Performance,

wenn es am meisten darauf ankommt. Sprich:

Die Investition in ein Premiumprodukt zahlt sich mit

Sicherheit und Langlebigkeit aus. Zudem ist die professionelle

Beratungsleistung für den Garagisten eine sehr

effektive Massnahme zur Kundenbindung.

3. Die speziell markierten Erstausrüstungsreifen, ob Sommer-

oder Winterreifen, sind für das individuelle Fahrzeug

massgeschneidert und bieten daher eine überzeugende

Leistung in jeder Situation im alltäglichen Strassenverkehr.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei der Nach- oder

Umrüstung diese Reifen wieder in Betracht zu ziehen.

4. Bridgestone hat sein Premium-Winterreifensortiment

2019/20 mit dem neuen «Blizzak LM005» erweitert. Der

Winterreifen ist mit einem innovativen Reifenprofil sowie

der einzigartigen NanoPro-Tech-Mischung ausgestattet.

Egal, ob bei Nässe, Schnee oder Eis mit dem «Blizzak

LM005» geniessen Autofahrer immer ein Optimum an

Leistung und sind bei winterlichen Strassenverhältnissen

sicherer unterwegs.

Giorgio Feitknecht.

Giorgio Feitknecht,

CEO ESA:

1. Der Bremsweg ist nicht der einzig relevante Aspekt für

einen guten Reifen vielmehr darf der Konsument ein in

allen Fahrsituationen optimal funktionierendes Produkt

erwarten, das neben den prioritären Sicherheitsaspekten

auch den Komfort und die Energieeffizienz berücksichtigt.

Dies ist stets ein Kompromiss und je nach Ausrichtung

des Produkts werden die Kriterien unterschiedlich

gewichtet der Konsument muss dann durch den Garagisten

richtig beraten werden, damit er für sein individuelles

Bedürfnis den passenden Reifen erhält.

Garagist kann durch gute Beratung genau das richtige Produkt

für die jeweiligen Bedürfnisse beziehungsweise für

das individuelle Einsatzgebiet und Fahrverhalten eines

Konsumenten anbieten ein klarer Vorteil gegenüber

dem Internet.

3. Wie erwähnt, muss der Reifen zum Einsatzgebiet und

zu den Erwartungen des Kunden passen aber natürlich

auch zum Fahrzeug. Mit der nötigen Fachkompetenz findet

der Garagist genau das richtige Produkt für das Fahrzeug

des Kunden unabhängig von der Erstausrüstungsmarke.

2. Der Reifen ist der einzige Kontakt zur Fahrbahn und

damit eine der wichtigsten Komponenten für die Fahrsicherheit.

Schon geringe Abweichungen bei Bremsweg,

Aquaplaningverhalten oder Spurstabilität können über

den Ausgang einer Gefahrensituation entscheiden. Die

Premiumhersteller investieren viel in Forschung und Entwicklung,

um möglichst optimal auf die vielfältigen Kundenbedürfnisse

ausgerichtete Reifen herzustellen. Der

4. Mit dem ESA Tecar-Reifen besitzen die Garagisten eine

einzigartig positionierte und exklusive Eigenmarke, die

am Markt seit Jahrzehnten bekannt und bewährt ist. Mit

der neuen Generation Winterreifen «Supergrip Pro» findet

diese Erfolgsgeschichte nun ihre Fortsetzung. Der «ESA

Tecar Supergrip Pro» wird in Europa von einem namhaften

Hersteller produziert und ist bestens auf die Verhältnisse

auf Schweizer Strassen ausgerichtet.

Reto Wandfluh.

Reto Wandfluh,

Geschäftsführer Yokohama Suisse SA:

1. Eigenschaften wie Lärmemissionen oder Energieeffizienz

können den Reifenkauf beeinflussen. Allerdings

steht für die grosse Mehrheit der Autofahrer Sicherheit beziehungsweise

ein sicheres Fahrverhalten im winterlichen

Strassenverkehr stets im Vordergrund. Hierbei handelt es

sich hauptsächlich um gute Haftung auf Schnee und Nässe

sowie ein gutes Brems- und Lenkverhalten. Um ein korrektes

Preis-/Leistungsverhältnis zu erzielen, passen wir

unsere Verkaufspreise den aktuellen Trends an.

2. Jeder Autofahrer ist anders eigener Fahrstil, eigene

Ansprüche, eigene Fahrumgebung. Anhand dieser Kriterien

kann ein Garagist zur optimalen Reifenwahl verhelfen.

Der Reifen stellt den einzigen Kontakt vom Fahrzeug

mit der Fahrbahn her, weshalb die richtige Reifenwahl

und korrekte Montage extrem wichtig sind.

3. Bei den Sommer- und Winterreifen handelt es sich um

zwei unterschiedliche Reifentypen, sowohl das Profil als

auch die Gummimischung sind verschieden. Aufgrund

dieser Tatsache steht die Wahl der Winterreifenmarke jedem

offen. Ist man mit den Sommerreifen zufrieden, kann

man ruhig dieselbe Reifenmarke für den Winter aufziehen.

4. Im SUV-Winterreifensegment ist neu der «Iceguard

Studless G075» erhältlich. Auch im Bereich PW hat sich

das Angebot vergrössert, wir wollen somit das Angebotsspektrum

der steigenden Nachfrage anpassen. <

30

September 2019 | AUTOINSIDE


YOKOHAMA (Suisse) SA

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REIFEN UND RÄDER

Online-Buchung

So profitieren Garagist und

Kunde von Online-Terminen

Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung reservieren Termine online auch für den Reifenwechsel

in der Garage. Mit dem richtigen Online-Terminvereinbarungstool profitieren sowohl Garagisten

als auch Kunden. AUTOINSIDE zeigt wie.

Erfolgt die Terminvereinbarung online, entfallen zeitraubende Telefongespräche oder E-Mail-Konversationen.

abi. 65 Prozent der Schweizer Bevölkerung hat

im ersten Quartal 2019 mindestens einen Termin

online gebucht. Das zeigt eine repräsentative

Umfrage von Localsearch.ch. 29 Prozent

der 1032 Befragten bucht Termine sogar regelmässig

online. Weiter gab mehr als die Hälfte

an, in Zukunft Termine noch häufiger online

reservieren zu wollen als bisher.

Mit 35 Prozent wird das Angebot am meisten

beim Reservieren eines Tisches im Restaurant

genutzt, gefolgt vom Coiffurebesuch

(28 Prozent) und Arzttermin (24 Prozent). Auf

Platz vier liegt bereits der Termin in der Garage

(21 Prozent). Die Garagisten liegen damit

beispielsweise noch vor der Tennisplatz-Reservation,

der Terminvereinbarung bei der

Physiotherapie, beim Zahnarzt oder beim

Treuhänder.

Diejenigen, die ihre Termine nur selten oder

nie online buchen, hatten unterschiedliche Erklärungen

dafür: 86 Prozent bevorzugen den

persönlichen Kontakt und für 24 Prozent bieten

schlicht zu wenige Firmen die Möglichkeit

32

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Hier reserviert die Schweiz online

Frage: Wo haben Sie in den letzten 3 Monaten

online einen Termin reserviert?

Restaurant

Coiffeur

28%

35%

Arzt

24%

Autoservice

21%

Zahnarzt

(Buchung Tennisplatzes o.ä.) Sport

17%

17%

Physiotherapie

9%

Treuhänder

5%

Anwalt

4%

Fahrlehrer

3%

Quelle: localsearch (Swisscom Directories AG)

an. Erfreulich hingegen: Nur 3 Prozent gaben

an, sie hätten in der Vergangenheit schlechte

Erfahrungen mit einer Online-Reservation gemacht.

Die Befragung zeigt: Das Potenzial und das Interesse

der Kunden an der digitalen Lösung sind

vorhanden. Einige Garagisten vor allem grössere

haben das erkannt und bieten ihren Kunden

die Online-Terminvereinbarung bereits an.

Bei vielen kleineren Betrieben sucht man diese

Möglichkeit jedoch oft noch vergeblich.

Dabei profitieren Kunden als auch Garagisten

gleichermassen von einem Online-Terminvereinbarungstool

gerade in der bevorstehenden

hektischen Reifenwechselzeit. Die zeitraubenden

Telefongespräche oder E-Mail-Konversationen

für die Terminfindung entfallen für beide

Seiten. Die Garagisten müssen die Termine

nicht mehr von Hand in der Agenda eintragen,

denn die Terminfindung und der Eintrag im

Kalender passieren automatisch. Gleichzeitig

sehen die Kunden auf einen Blick, welche Termine

überhaupt noch frei sind, und können den

für sie passenden direkt fixieren. Sagt ein Kunde

seinen Termin später ab, wird das Zeitfenster sofort

wieder frei für andere Kunden. Ausserdem

können diese unabhängig von Öffnungszeiten

rund um die Uhr ihren Termin vereinbaren.

Ein weiterer Vorteil für die Garagisten: Ihr Terminkalender

und damit ihre Arbeitskapazität

wird optimal ausgelastet. Die Kunden richten

sich nach den freien Terminen der Garage. Kostspielige

und ärgerliche Terminausfälle werden

zudem dank automatischen Reminder-Funktionen,

die Kunden per SMS oder E-Mail rechtzeitig

auf ihren Termin aufmerksam machen, auf

ein Minimum reduziert.

Interessierten Garagisten empfiehlt der AGVS,

zuerst bei ihren Garagensoftware- oder Teilelieferanten

nachzufragen, ob sie ein entsprechendes

Tool anbieten. Dieses kann anschliessend

auf die eigene Website eingebunden werden. <

Weitere Erkenntnisse:

Unterschied nach Geschlecht: 72 Prozent der

befragten Männer haben im ersten Quartal

eine Online-Reservation getätigt. Bei den

Frauen waren es 57 Prozent.

• Unterschied nach Alter: 81 Prozent der befragten

18 bis 25 Jahren gaben an, zwischen

Januar und März online reserviert zu haben.

Bei den 46- bis 55-Jährigen waren es 60 und

bei den 66 bis 74-Jährigen noch 49 Prozent.

• Unterschied nach Sprache: Nur knapp 56

Prozent der Tessiner haben online gebucht.

In der Westschweiz waren es 60 Prozent

und in der Deutschschweiz 67 Prozent.

• Wo wird reserviert: 62 Prozent aller Befragten

erklärten, ihre Online-Reservation

eher von zu Hause aus zu tätigen. 23 Prozent

machen dies von unterwegs, 14 Prozent vom

Arbeitsplatz aus. Die 18- bis 25-Jährigen

buchen hingegen mit 38 Prozent überdurchschnittlich

oft von unterwegs und die 26- bis

45-Jährigen mit 21 Prozent überdurchschnittlich

häufig am Arbeitsplatz. Die

Rentner bevorzugen mit 93 Prozent eine

Reservation von zu Hause aus.

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auch in der kommenden Wintersaison. Mehr Infos unter ronal-wheels.com


REIFEN UND RÄDER

Zusatzgeschäft Felgenreparatur

Der Kuss des Randsteins

ist eine Umsatzchance

Randsteine sind die natürlichen Feinde von Autofelgen. Welcher Automobilist kennt nicht das quälende Geräusch, wenn

er in einer Tiefgarage die Kurve etwas zu eng nimmt und die schöne Leichtmetallfelge zerkratzt? «King of Wheels» ist die

Antwort auf einen Schadenfall, der sich häuft, und ein potenzielles Geschäftsfeld für Garagisten und Carrossiers.

Sandro Compagno

Millimeterarbeit: Ein Mitarbeiter der Carrosserie Eigenmann spannt eine beschädigte Felge in die Hochpräzisions-Glanzdrehmaschine «Ridi 13».

Grund für die immer zahlreicheren Felgenschäden

sind die modernen Reifen, deren Querschnitt

immer niedriger wird. Mittlerweile

rollen auch Klein- und Mittelklassewagen

auf 17-, 18- oder gar 19-Zoll-Bereifung durch

die Gegend. Die Folge: Ein unerwünschter

Kontakt mit dem Randstein wird nicht mehr

vom Pneu abgefedert, sondern hinterlässt

sichtbare Spuren an der Felge.

Hier setzt «King of Wheels» an, ein Bereich

der Carrosserie Eigenmann AG in Urdorf. Inhaber

Hans Eigenmann und sein Geschäftsleiter

Arjan Dalipi haben das Konzept vor

zwei Jahren ins Leben gerufen. Sie bieten

die Felgenreparatur am Hauptsitz in Urdorf

an, wo vier topmoderne CNC-Maschinen

«Ridi 13» im Einsatz stehen und pro Tag

gegen 50 Felgen reparieren. Neben Automobilisten

zählt Eigenmann auch immer

mehr Garagisten zu seinen Kunden, die ihrer

Kundschaft eine professionelle und schnelle

Felgenreparatur anbieten wollen.

Fortsetzung Seite 36

34

September 2019 | AUTOINSIDE


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REIFEN UND RÄDER

Die Köpfe hinter «King of Wheels»: Hans Eigenmann (rechts) und sein Teilhaber und Geschäftsleiter Arjan Dalipi.

Die «Ridi 13» ist eine Hochpräzisions-Glanzdrehmaschine mit Laserabtastung

und in der Lage, perfekte Felgenreparaturen mit kleinstmöglichem

Materialabschliff durchzuführen. Jede reparierte Felge

wird registriert. So erkennt «King of Wheels» jede Felge, die schon

Ihr 4x4 Spezialist

für Getriebe, Lenkungen und Achsen.

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8604 Volketswil

einmal repariert wurde. Arjan Dalipi: «Man kann nicht beliebig an

einer Felge herumschleifen. Der Materialabrieb ist auf 1,3 Millimeter

beschränkt, um die Struktur und Tragfähigkeit zu erhalten.» So

kann es durchaus vorkommen, dass die wiederholte Arbeit an einer

beschädigten Felge abgelehnt wird. Hans Eigenmann: «Sicherheit

geht vor.»

Als Generalimporteur der Maschinen suchen Eigenmann und Dalipi

auch nach Vertragspartnern, die sich dem wachsenden Netzwerk

von «King of Wheels» anschliessen möchten. Das können sowohl

Carrosserie- wie auch Garagenbetriebe sein. Denn Letztere sind es,

die zweimal im Jahr beim Reifenwechsel Beschädigungen entdecken

und den Kunden eine Reparatur anbieten können. «30 bis 40 Prozent

der Felgen, die in der Schweiz herumfahren, sind beschädigt», sagt

Enzo Santarsiero, CEO der André Koch AG. Die André Koch AG ist mit

ihrem Netzwerk Repanet Suisse und der Lackmarke Standox Partner

von «King of Wheels». Bei rund 4,6 Millionen Personenwagen, die in

der Schweiz immatrikuliert sind, geht Santarsiero von einem Potenzial

von jährlich rund 3 Millionen beschädigten Felgen aus.

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September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Für Garagisten gibt es zwei Möglichkeiten,

dieses Potenzial als Zusatzgeschäft zu nutzen.

Die einfachere: Er bringt die beschädigten

Felgen an einen «King of Wheels»/Repanet

Suisse-Partnerbetrieb und holt sie spätestens

am nächsten Tag wieder ab. Die Reparatur

einer Felge kostet den Endverbraucher

zwischen 240 und 280 Franken, Garagisten erhalten

Rabatt, die Differenz ergibt die Marge.

«Zusätzlich profitiert der Garagist von der

Kundenbindung durch die perfekte Reparatur»,

ergänzt Arjan Dalipi.

Verfügt ein Garagenbetrieb über eine eigene

Lackierwerkstatt, kann er auch als Partner

ins Netzwerk einsteigen. 64 000 Franken kostet

die «Ridi 13»; mit vier bis acht Felgenreparaturen

pro Tag lässt sie sich laut Hans Eigenmann

amortisieren. Rund 90 Minuten dauert

es, bis eine beschädigte Felge wieder wie neu

aussieht inklusive Lackierung. «Die Zeit ist

ein sehr wichtiger Faktor. Kein Autobesitzer

hat Lust, tagelang auf seine Felge zu warten»,

stellt Enzo Santarsiero klar.

Etwas mehr als 20 dieser Präzisionsgeräte hat

Hans Eigenmann mittlerweile in die Schweiz

importiert und verkauft. Im Preis inbegriffen

ist eine eintägige Schulung. Eigenmann: «Das

genügt für einen ausgebildeten Carrossier.

Wir bauen in den Kursen auf dem Know-how

der Teilnehmer auf.»

Rund ein Dutzend Betriebe in sämtlichen

Sprachregionen umfasst das «King of Wheels»-

Netzwerk, alle sind auch Teil von Repanet

Suisse. «Wir stehen erst am Anfang», gibt

sich Arjan Dalipi zuversichtlich, der das

Netz in den nächsten Jahren auf 24 Partner

ausbauen möchte. «Wir sind ein Carrosserie-

Betrieb. Unser Ziel ist nicht, ein Handelsunternehmen

zu werden und tausende CNC-

Maschinen zu verkaufen. Wir möchten ein

Netzwerk aufbauen, das die ganze Schweiz

optimal abdeckt und in dem jeder Partner

ein Marktgebiet bearbeitet, in welchem er

eine gute Rendite erzielen kann.»

«King of Wheels» wird die «Ridi 13» in Fribourg

ausstellen und steht Interessenten aus

der Carrosserie- und Autobranche für weitere

Informationen zur Verfügung. Die André

Koch AG ist dort als Co-Host an der Swiss

Automotive Show am 6./7. September im

Forum Fribourg für den Bereich Carrosserie

& Lack verantwortlich. <

Carrosserie Hans Eigenmann AG

1974 gründete Hans Eigenmann in Rümlang ZH

seinen Carrosseriebetrieb. Heute beschäftigt der

Patron an fünf Standorten 107 Mitarbeitende.

Seit 2002 ist der Hauptsitz der Carrosserie

Eigenmann AG in Urdorf. Neben Hans Eigenmann

sind auch seine Frau Adriana Eigenmann

und Geschäftsleiter Arjan Dalipi Aktionäre

des Unternehmens, das zu den führenden

Carrosseriebetrieben der Schweiz zählt.

Zu den Dienstleistungen gehören neben allen

Bereichen der Carrosserie, Lackiererei

und Mechanik auch Abschleppdienst, Autoglas

und Flottenmanagement. Die Carrosserie

Eigenmann AG ist die einzige zertifizierte

Carrosseriewerkstatt der Schweiz, die Sportwagen

der Marke McLaren reparieren darf.

Daneben ist sie auch für Marken wie Bentley,

Rolls-Royce oder Tesla zertifiziert. Das Unternehmen

ist zertifizierter Repanet Suisse-Partner.

Langjährige Geschäftspartner: Hans Eigenmann

und Enzo Santarsiero (l.), CEO der André Koch AG.

«Ich schätze bei der hostettler autotechnik ag den

kompetenten und persönlichen Service. Auch

Probleme löst man rasch und umkompliziert.»

Ralf Stoop

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REIFEN UND RÄDER

Interview mit Philip Müller, Head of Aftermarket Ronal AG

SUV-Welle, Elektromobilität

und die Folgen für die Felge

Nirgends in Europa sind die Autos grösser, schwerer und stärker als in der Schweiz. Philip Müller, bei der Ronal Group für den

Aftermarket zuständig, erklärt, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf einen Felgenhersteller hat. Sandro Compagno

«Der Trend zu grossen Felgen nimmt groteske Züge an»: Philip Müller betrachtet die aktuelle Entwicklung mit kritischem Blick.

Herr Müller, man spricht von Rollwiderstand,

CO 2

-Reduktion und gleichzeitig werden die

Autos in der Schweiz grösser, schwerer

und stärker. Welchen Einfluss hat diese

Entwicklung auf einen Felgenhersteller?

Philip Müller, Head of Aftermarket Ronal

AG: Einerseits lenken diese Themen unseren

Fokus schon zu Beginn der Radentwicklung

auf die Schonung der Ressourcen und auf

die Nachhaltigkeit. Andererseits geht die

Entwicklung auf dem PW-Markt klar hin zu

grösseren Felgen. Dieser Trend wird durch

die SUV-Welle geradezu befeuert und nimmt

bei schweren, akkubeladenen Elektrofahrzeugen

fast schon groteske Züge an. Vielfach

kommen dabei wegen des Rollwiderstands

relativ schmale Maulweiten zum Zug. Ronal

hat seit Gründung des Unternehmens vor 50

Jahren immer auf Aluminium als Werkstoff

gesetzt diese Kompetenz kommt uns in der

heutigen Zeit zugute.

Autos werden schwerer, Felgen leichter.

Wo liegen aktuell die Herausforderungen in

der Konstruktion einer modernen Felge?

Um Felgen leichter bauen zu können, bedienen

wir uns einiger spezieller Technologien:

Mit dem «Flowforming»-Verfahren

werden die Alufelgen warm ausgewalzt, was

zu markant geringerem Gewicht führt. Dieses

Verfahren wird häufig bei sportlichen Fahrzeugen

nachgefragt. Bei den «Speedline Corse

SC1»-Felgen, die wir neu im Programm haben,

38

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

wird zur Reduktion des Gewichts Material

aus den Speichenflanken gefräst. Das sorgt

gleichzeitig für einen stylischen Effekt.

Letztes Jahr haben wir zudem im Aftermarket

eine Weltneuheit vorgestellt, bei der

spezielle Salzkerne in die wiederverwendbare

Form eingelegt, mit Aluminium umgossen

und anschliessend mit Wasser ausgespült

werden. Durch dieses «Smart Core»-Verfahren

werden komplexe innere Formgebungen

und eine hohe Designvielfalt möglich.

Früher fuhr Herr Schweizer im Sommer die

schönen Alu-Felgen, im Winter die dunklen

Stahlfelgen. Welche Trends sehen Sie hier?

Wie im Bereich der Erstausstattungsfelgen

ist auch im Aftermarket der Trend

hin zu hochwertigeren Oberflächen ersichtlich.

Vielfach geht der Wunsch nicht nur in

Richtung glanzgedrehter Felgen, sondern

hin zu farbigen Produkten. Diese geben dem

Fahrzeug einen besonderen Farbtupfer. Aus

diesem Grund haben wir Felgen mit austauschbaren,

farbigen Designelementen auf

den Markt gebracht. Sie geben dem Fahrzeugbesitzer

beim Individualisieren des

Fahrzeugs ein tolles Spielfeld.

Wodurch muss sich eine Felge eines

Sommerreifens von einer «Winterfelge»

unterscheiden? Gibt es überhaupt noch

Unterschiede?

Hier lässt sich eindeutig sagen, dass sich die

Spreu vom Weizen trennt. Die Ronal Group als

führender Hersteller fertigt die Aftermarket-

Felgen in verschiedenen Werken innerhalb

Europas. Hierbei gehören Salzsprühtests,

vielfältige Verschleissprüfungen und Bruchtests

zum Alltag. Diese zeichnen die Qualität

unserer Felgen aus ob in silbernem Endlack Die Ronal Group ist als OEM sehr erfolgreich.

Unterscheiden sich die Anforderungen

oder glanzgedrehter Oberfläche, spielt hierbei

für den Gebrauch im Winter keine grundsätzliche

Rolle. Bei vielen Marken, speziell Aftermarket?

einer OEM-Felge von einer Felge für den

aus dem fernen Ausland, wird hingegen von Alle Ronal- und Speedline Corse-Felgen

glanzgedrehten Felgen für die Winternutzung

abgeraten unter anderem wegen der restlichen rund 19 Millionen Felgen für OEM.

werden in denselben Werken gefertigt wie die

Korrosionsgefahr.

Da weder vom Prozess noch vom Material her

Unterschiede herrschen, erhält jeder Kunde

Können Sie uns verraten, was an Technologien

und Materialien in den nächsten wie sie am Auto vom Hersteller gefordert wird

die Aftermarket-Felgen in derselben Qualität,

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

Monaten oder Jahren auf uns zukommt? alle mit dem Prädikat «Made in Europe».

Die Feedbacks der Kunden haben uns veranlasst,

für den Aftermarket weiter am Welche Vorteile hat der Garagist, wenn er

WAVETECH SPEZIELL UND EINZIGARTIG

1. Grössere Waschkraft

Thema 2. der Bessere austauschbaren Reinigung auch Designelemente

an kritischen Stellen sich für Ronal entscheidet?

zu arbeiten. 3. Gleichmässige Weiter stehen Reinigung wir Themen wie Als echtes Schweizer Unternehmen mit Sitz

Leichtigkeit, 4. Unglaublich Aerodynamik schonend und Materialoptimierungen

5. Selbstreinigungseffekt offen gegenüber. Um unsere zu prädestiniert, sich als Partner für die ein-

in Härkingen SO ist die Ronal AG gerade-

6. Schnelle Trocknung

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten heimische Branche zu empfehlen. Wir haben

7. Umwerfendes Aussehen

zu bündeln, haben wir im Oktober 2018 in der Schweiz ein eigenes dreisprachiges Vertriebsteam,

das für Verkauf und Kundendienst

unser Innovationszentrum Ronal Technologie

GmbH in Forst bei Karlsruhe gegründet. verantwortlich zeichnet und kompetent beraten

kann. Auf unserer Aftermarket-Website

Unsere Kollegen dort fokussieren sich auf

spezielle Projekte aus einem breit gefächerten finden Händler zudem einen 3D-Fahrzeug-

Themenspektrum. Zu den Forschungsgebieten

gehören unter anderen die Optimierung gang zum Webshop, wo sie rund um die Uhr

Radkonfigurator sowie den geschützten Zu-

von Werkstoffen und Produkteigenschaften unsere Felgen bestellen können. <

sowie die Ressourcenschonung durch effizientere,

neue Herstellungstechnologien.

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

Das Thema Nachhaltigkeit haben wir speziell

WAVETECH SPEZIELL beim UND Design EINZIGARTIG «Ronal R60-blue» für alle Aspekte

Waschkraft berücksichtigt. Es ist die erste PW-Fel-

1. Grössere

2. Bessere Reinigung auch ge, die an nach kritischen nachhaltigen Stellen Grundsätzen unter

3. Gleichmässige Reinigung

der Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus

von der Materialbereitstellung über

4. Unglaublich schonend

5. Selbstreinigungseffekt

6. Schnelle die Trocknung Entwicklung des Designs, die Produktion

7. Umwerfendes und Aussehen den Transport bis hin www.aquaramaswiss.ch

zur Entsorgung

konzipiert und gefertigt wird.

Weitere Infos unter:

ronal-wheels.com

ronalgroup.com

WAVETECH SPEZIELL UND EINZIGARTIG

- Grössere Waschkraft

- Bessere Reinigung auch an kritischen Stellen

- Gleichmässige Reinigung

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- Selbstreinigungseffekt

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- Umwerfendes Aussehen

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

AUTOINSIDE | September 201939


MANAGEMENT REIFEN UND RÄDER RECHT

Wechsel auf Winterreifen

Wann kommt der

Wintereinbruch?

Zu warm und doch viel Schnee in der Höhe so lautete die Bilanz des letzten Winters. Wie sieht es in diesem Jahr aus?

Wann müssen die Garagen für den Ansturm zum Reifenwechsel parat sein? AUTOINSIDE hat sich bei Meteorologen und

Wetterschmöckern umgehört. Letztere verraten, dass die Reifensaison heuer früh beginnen könnte. Carla Stampfli

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, steht die

Winterreifenzeit vor der Tür. Doch wann die Kunden ihre Fahrzeuge

zum Garagisten bringen, hängt vor allem vom Wetter ab. Schneit

es bereits früh bis in tiefe Lagen, kommt das Reifengeschäft früher

ins Rollen. Bleiben die Temperaturen hingegen länger mild, rückt die

Faustregel «von O bis O von Oktober bis Ostern» in den Hintergrund

und die Kunden warten zu.

Nachdem der Herbst 2018 sehr mild und der Winter trotz viel

Schnee in gewissen Regionen zu warm war, stellt sich für eine

wetterabhängige Branche wie das Schweizer Autogewerbe die Frage:

Wann drängen die Kunden in diesem Jahr in die Garagen, um die

Autoreifen zu wechseln? Hinweise darauf liefert der Meteorologische

Verein Innerschwyz. Zwar lässt sich den «Muotathaler Wetterschmöckern»,

wie dessen Mitgliedern auch genannt werden, noch keine

Vorhersage zum kommenden Winter entlocken. Jedoch verraten sie,

40

September 2019 | AUTOINSIDE


MANAGEMENT REIFEN UND RÄDER UND RECHT

Alois «Tannzapfen»

Holdener, Muotathaler

Wetterschmöcker.

wie es um den Herbst und den ersten Schnee

steht. Bezüglich Oktober schreiben die «Wetterpropheten»

auf ihrer Webseite: «Zuerst

noch einigermassen sonnig und warm. Nach

dem 10. Schnee bis in tiefere Lagen. Vor dem

20. zeitweise starker Föhn.»

Auf Anfrage erklärt Alois Holdener, genannt

«Tannzapfen», es werde im Oktober bereits

so viel schneien, dass verschiedene Pässe vorübergehend

geschlossen werden müssten. «Es braucht also eine gute

Winterausrüstung», sagt er. Mit anderen Worten: Hier sind Winterreifen

gefragt! Holdener selber prophezeit, dass sich der Schnee bereits

zwischen Mitte und Ende September in den oberen Alpen bis auf

1200 Meter zeigen werde. «Lange hält der Schnee aber nicht, denn

im Anschluss kommt eine Schönwetterperiode auf uns zu», erklärt

«Tannzapfen».

Laut den «Muotathaler Wetterschmöckern» deren Trefferquote bei

den Vorhersagen übrigens bei rund 80 Prozent liegt soll es demnach

im Oktober bis in tiefere Lagen, also bis rund 1000 Meter über Meer,

schneien. Wann wird das Flachland mit weisser Pracht beschert? «Vor

Dezember sehe ich keinen Schnee», gibt Alois Holdener preis.

Peter Wick, Geschäftsführer

Meteonews.

Wie sieht Peter Wick, Geschäftsführer von

Meteonews, das Wetter für den kommenden

Herbst beziehungsweise Winter? Auf Anfrage

lässt er sich noch nicht allzu tief in die Karten

blicken. Grundsätzlich gebe es zwar langfristige

Modelle, sagt Wick. Jedoch sei die Zuverlässigkeit

bescheiden: «Es spielen schlicht zu

viele Faktoren auf einen solchen Prognose-

Horizont ein.»

Erhärtet sei allerdings die Tendenz zu milderen Wintern mit weniger

Schnee im Flachland. «Das heisst aber nicht, dass der Winter

2019/20 nicht auch im Flachland viel Schnee bringen kann», sagt

der Meteonews-Geschäftsführer. Als Beispiel fügt Peter Wick diesen

Frühling an, als es bis Anfang Mai bis in tiefe Lagen Schnee gab. Unabhängig

davon rät der Wetterexperte allgemein, die Winterreifen

von Oktober bis Mai aufzuziehen. «Dies macht auch bezüglich der

Performance der Winterreifen und der tieferen Temperaturen Sinn.» <

EINE WUNDERSCHÖNE REISE

NEU

SORGENFREIE FAHRT AUF MATSCH UND SCHNEE

Der neue Winterreifen Nokian WR Snowproof wurde im Norden entwickelt

und ist auf den Strassen Europas zuhause. Skandinavische Sorgenfreiheit

bei jedem Winterwetter. Erfahren Sie mehr unter: nokiantyres.ch


REIFEN UND RÄDER

Tipps zum Reifengeschäft

So bringen Sie das

Reifengeschäft ins Rollen

Planen, Beraten, Kompetenz zeigen und Zusatzdienstleistungen anbieten. Die Reifenwechsel-

Saison steht bevor. Martin Schütz von der ESA nennt Tipps und Tricks, wie jeder Garagist diese

Zeit gewinnbringend nutzen kann. Sandro Compagno

Chance für Zusatzgeschäfte und Folgeaufträge: Garagenmitarbeiter im Reifenhotel.

1. Vorbereitung und Planung

Planung ist das halbe Leben das gilt auch

für das Reifengeschäft.

• Sind die Arbeitsabläufe definiert? Jeder

Mitarbeiter muss sich seiner Rolle und

Verantwortlichkeiten während der Reifenwechselsaison

bewusst sein. Reifenwechseltage

helfen dabei, die Zahl der

Fahrzeuge besser zu verteilen und damit

Spitzen zu brechen es bleibt mehr Zeit für

die Beratung.

• Ist die Infrastruktur bereit? Sind Reifenmontage-

und Auswuchtmaschinen,

Hebebühnen, Werkzeuge, Radwaschmaschinen

und Lagergestelle für Kundenräder

bereit für den Start in den Winter?

• Ist das Lager gefüllt? Sind genügend

Ventile, Auswuchtgewichte, Pneusäcke etc.

vorrätig? Und ganz wichtig: Wurde beim

Zulieferer eine Reifen-Initialbestellung getätigt,

damit es beim ersten Ansturm keine

Engpässe gibt? Denn in den meisten Fällen

wird die vom Garagisten empfohlene Bereifung

montiert.

2. Räderhotel und Zusatzgeschäfte

Der Reifenwechsel ist der grösste Frequenzbringer

für die Garagen und nebst Verkauf

und Montage locken Zusatzgeschäfte und

Folgeaufträge.

• Beschränkter Platz im Kofferraum und

zu wenig Platz für die Reifenlagerung Zuhause

viele Automobilisten setzen auf

den Garagisten als Profi. Ein Räderhotel

bietet dafür eine praktische Lösung und

führt den Kunden immer wieder zurück.

Die Kontrolle dieser eingelagerten Räder

können Garagisten bequem in der ruhigen

Zeit zwischen den Reifenwechselsaisons

erledigen. Auch Felgenreparaturen an eingelagerten

Rädern können ein lukratives

Zusatzgeschäft sein.

• Eine Kontrolle der Flüssigkeiten und Beleuchtung

ermöglicht lukrative Zusatzangebote

und sorgt für mehr Sicherheit auf

der Strasse.

• Service- und Wartungsarbeiten sowie

42

September 2019 | AUTOINSIDE


REIFEN UND RÄDER

Reparaturen an Bremsen oder Fahrwerk

können problemlos zu einem

späteren Zeitpunkt ausgeführt werden.

Der Reifenwechsel bietet somit auch

Möglichkeiten für Folgeaufträge.

3. Reifenkompetenz kommunizieren

Eine proaktive Reifenkommunikation über

verschiedene Kanäle verstärkt das Image als

Reifenprofi und bringt zusätzliche Kunden in

die Garage.

• Dienstleistungen, Aktionen und Informationen

rund um die kommende Reifensaison

beim direkten Kundenkontakt,

per Telefon, auf der Homepage, auf Social

Media, via SMS, E-Mail und allen weiteren

Möglichkeiten kommunizieren.

• Nebst Postern und Flyern, Web-Bannern,

Werbespots im Lokalradio oder Social

Media-Aktivitäten spricht auch das gute,

alte Zeitungsinserat Automobilisten an.

• Flaggen im Aussenbereich, Plakate und

Reifenständer die Kommunikation am

Verkaufspunkt ist wirkungsvoll, rasch

und relativ einfach umzusetzen.

Martin Schütz, ESA

Category Manager Reifen

und Verbrauchsgüter

4. Die Beratung

macht den Unterschied

aus

Der Garagist kann

sich mit Know-how

und einer seriösen

Beratung zum Thema

Reifen von der Konkurrenz

abheben.

• Die Bedeutung einer saisongerechten Bereifung

für die Sicherheit und den Kraftstoffverbrauch

gehört in jedes Beratungsgespräch.

Die meisten Hersteller von

Premiumreifen und die ESA empfehlen

aus Sicherheitsgründen den Ersatz von

Winterreifen bei spätestens 4 Millimetern

Restprofil, im Sommer bei 3 Millimetern.

• Dank dem Hinweis auf den korrekten

Reifendruck kann der Automobilist Treibstoff

sparen, den Schadstoffausstoss

senken und für mehr Sicherheit auf der

Strasse sorgen.

• Wenn ein Automobilist neu gekaufte

Reifen mitbringt und sie beim Garagisten

montieren lassen will, empfiehlt die ESA,

die Produkte aus Haftungsgründen genau

zu prüfen: Stimmen die Vorgaben von

Dimension, Gewichts- und Geschwindigkeitsindex,

Verwendungszweck, allfällige

Fahrzeug herstellerhomologationen oder

Not laufeigenschaften mit den Anforderungen

für das Fahrzeug überein? Dieser

Mehraufwand kann dem Kunden auch verrechnet

werden.

Zweimal im Jahr empfängt der Garagist

seine Kunden zum Reifenwechsel in der

Garage. Eine ideale Ausgangslage, um sich

als umfassender Mobilitätsdienstleister zu

positionieren, den Kundenkontakt zu pflegen

und die Kundenbindung zu stärken. Diese

Chance gilt es zu nutzen. <

Weitere Infos unter:

esa.ch


REIFEN UND RÄDER

ESA

esa.ch

> Reifeneinlagerung beim Garagisten erfolgreich dank Spezial-Gestellen von der ESA

pd. Zunehmende Fahrzeuggrösse

und grössere Räder,

kaum Platz für den Transport

im Kofferraum, beschränkte

Möglichkeiten für die Lagerung

im Keller oder in der Garage

viele Automobilisten kennen

die Herausforderungen mit

ihren Reifen und setzen auf

den Garagisten als Profi für die

Einlagerung der Sommer- oder

Winterräder.

Verschiedene Umfragen zeigen

zudem, dass Reifen oder Räder,

die in der Garage eingelagert

sind, regelmässig ersetzt

werden. Ein weiterer Vorteil des

professionellen Reifenhotels ist

die Kundenbindung, welche es

Garagisten erlaubt, zusätzliche

Produkte zu verkaufen oder

neue Fahrzeuge vorzustellen.

Zudem kann dank der Reifeneinlagerung

die Wechselsaison

optimal vorbereitet werden

weniger Stress beim ersten

Schnee!

Auf vier Ebenen können die

Kundenräder sauber eingelagert

werden und sind bei Bedarf

rasch zur Montage bereit.

Aber auch Beschriftungslösungen,

Einlagerungsformu lare,

Radwaschmaschinen oder

Pneusäcke für Automobilisten,

die ihre Räder lieber zu Hause

lagern, sind bei der ESA erhältlich.

<

Professionelle Lagerung von Reifen und Rädern: Dank Gestellen der Spezial AG von der ESA.

Die ESA bietet den Garagen

alle Hilfsmittel, um das Reifenhotel

erfolgreich umzusetzen:

Lagergestelle von «Spezial»,

die schnell und einfach selbst

montiert werden können und

abhängig vom Platzbedarf

auch modular erweiterbar sind.

Groupe PSA / Eurorepar

> Eurorepar Reliance Winter: Top-Technologien zu einem attraktiven Preis

pd. Für Eurorepar steht die

Sicherheit der Autofahrer im

Mittelpunkt. Dies ist der

Grund für die Einführung von

«Eurorepar Reliance Winter»,

einem neuen, umfassenden

Winterreifen-Sortiment. Mit 26

Reifengrössen bietet Eurorepar

optimierte Technologien, um

Zuverlässigkeit und Sicherheit

in allen Fahrsituationen zu

gewährleisten.

Die Eurorepar Reliance

Winterreifen zeichnen

sich durch ein gerade und

diagonal verlaufendes Profil

aus − so laufen Wasser und geschmolzener

Schnee schneller

ab, wodurch eine bessere

Bodenhaftung auch auf nasser

Strasse gewährleistet wird

und das Risiko für Aquaplaning

deutlich sinkt. Die feinen

Lamellen erhöhen zusätzlich

die Traktion der Reifen auf verschneiten

Strassen.

Im Hinblick auf den Komfort

wurde die Geräuschentwicklung

durch Reifenschulterblöcke

mit unterschiedlichen

Abständen erheblich verringert.

Darüber hinaus sorgt

eine neue Technologie für

einen geringeren Rollwiderstand,

sodass CO 2

-Emissionen

und Treibstoffverbrauch deutlich

sinken.

Das standardisierte

und von den Behörden der

Europäischen Union geprüfte

3PMSF-Zeichen (Three

Peak Mountain Snow Flake)

garantiert, dass der Reifen

strengen Tests unterzogen

wurde und für den Einsatz

unter schwierigen Wetterverhältnissen

geeignet ist.

Produziert wird der Eurorepar

Reliance Winter von einem

der weltweit grössten und

namhaftesten Reifenhersteller.

Mit fünf Grössen von 14 bis 18

Zoll werden nahezu 75 Prozent

der Fahrzeuge auf dem Markt

abgedeckt.

Der Eurorepar Reliance

Winterreifen ist über die

Distrigo-Plattform der Groupe

PSA lieferbar. Die Schweizer

Partner sind die Franz AG und

Logep AG. <

Unter Eurorepar Reliance Winter ist neu ein umfassendes Winterreifen-Sortiment

erhältlich.

44

September 2019 | AUTOINSIDE


NEU

im Sortiment!

Semperit Reifen

bewährt und verlässlich

Semperit für höchste Ansprüche. Seit über 111 Jahren steht Semperit für kraftvolle

Leistung. Auf die bewährte Semperit-Qualität ist immer Verlass zu jeder Jahreszeit,

bei schwierigsten Verhältnissen, unter höchsten Belastungen.

Profitieren Sie von unserem Einführungsangebot für die 20 Top-Dimensionen.

Bestellungen unter: Telefon 0844 80 26 24 oder E-Mail bestellung.pcc@amag.ch

Semperit. Eine Marke von Continental.

Semperit-Reifen enthalten keine Reifengarantie und werden bei einer IB-Bestellung nicht angerechnet.


REIFEN UND RÄDER

Continental Suisse SA

continental-reifen.ch

Für das Ersatzgeschäft hält

Continental eine Mischungszusammensetzung

bereit,

die auch im Winter hohe

Flexibilität bereitstellt. Die

besonderen, unterschiedlichen

Anforderungen von

Fahrzeugherstellern wie

Audi Sport GmbH, BMW M

GmbH, Mercedes-AMG und

Porsche werden mit jeweils

massgeschneiderten Gummimischungen

abgedeckt. Ver-

> Continental WinterContact TS 860 S garantiert mit «eiskalter Performance»

pd. Mit dem WinterContact eine breite Profilrille in der fügbar ist der WinterContact

TS 860 S verfügt Continental Mitte der Lauffläche, die eine TS 860 S in 14 Dimensionen

über einen Winterreifen

grosse Fläche für hohen Grip zur zwischen 18 und 21 Zoll und

speziell für Sportwagen und Verfügung stellt. Stabile, breite mit Geschwindigkeitsfreigaben

hoch motorisierte, handlingorientierte

Schulterblöcke liefern höchsten bis zu 270 km/h darunter

PW. Sowohl bei den Grip zur genauen Umsetzung zahl reiche Ausführungen mit

Bremswegen und beim Handling

von Lenkbefehlen, während sich XL-Markierung für erhöhte Trag-

auf trockener Strasse als eine Vielzahl von Rillen im Profil

auch bei den Fahreigenschaften sowie Traktionslamellen in den

auf Schnee bietet der Winterspezialist

Profilblöcken gut mit Schnee

Höchstleistungen. verzahnen

können.

fähigkeit und/oder Felgenschutzrippe.

Sechs der Reifen verfügen

über die SSR-Notlauf- und die

ContiSilent-Technologie für besonders

leisen Lauf. <

Mit dem WinterContact TS 860 S

reagiert Continental auf die vielfältigen

Anforderungen der Fahrzeughersteller

und der Fahrer

sportlicher PW. Daher standen

vor allem kurze Bremswege und

präzises Handling auf trockener

Strasse sowie beste Fahreigenschaften

auf Schnee im Mittelpunkt

der Neuentwicklung. Die

kurzen Bremswege erreicht

der Winterspezialist durch sein

sogenanntes «Bremsband»,

Der WinterContact TS 860 S bietet dem sportlichen Fahrer beste Fahreigenschaften

sowohl auf trockener Strasse wie auch auf Schnee.

Interpneu Handelsgesellschaft mbH

interpneu.de

> Noch mehr Winterreifen von Interpneu

pd. Der deutsche Reifen- und

Felgengrosshändler Interpneu

hat rechtzeitig zur Wintersaison

2019 die Kapazitäten in seinem

Europa-Logistikzentrum erhöht.

Mit dem neuen dritten Hallenteil

vergrössert sich die Lagerfläche

für Reifen im zentralen Logistikzentrum

in Speyer auf 90 000

Quadratmeter. Als Vollsortimenter

hat Interpneu alle namhaften

Reifenmarken für PW, SUV und

Transporter vorrätig, darunter

auch die Eigenmarke Platin. Auch

für Schweizer Garagisten ist die

grosse Produktvielfalt kurzfristig

verfügbar. «In der Regel liefern

wir binnen 24 Stunden, inklusive

Verzollung und Rechnung in

Schweizer Franken», erklärt Verkaufsleiter

Dominique Perreau.

Auf Wunsch kommen Reifen und

Felgen mit passendem Reifendruck-Sensor

als Komplettrad.

«Das spart in der Saison enorm

Zeit», betont Perreau. Doch

da die Nachfrage erfahrungsgemäss

steige, sobald der erste

Schnee fällt, empfehle sich eine

rechtzeitige Bestellung.

Bei der Auswahl hilft nicht

nur unter www.interpneu.de

der kostenlose Online-Shop

mit Räderkonfigurator. Den

Schweizer Kunden steht telefonisch

per Direktwahl unter

+49 721 61 88-111 ein mehrsprachiges

Team zur Seite. Seit

Anfang 2019 unterstützt den

Vertrieb zudem ein lokaler

Aussendienst, der die Händler

besucht. <

Das Logistikzentrum von Interpneu in Speyer. Der deutsche Grosshändler liefert innert 24 Stunden in die Schweiz.

46

September 2019 | AUTOINSIDE


NEU

in der

Schweiz!

DREI MAL TOP! Top-Qualität, Top-Preis, Top-Leistung für Ihr Geschäft.

Den kann man nicht toppen: Ein nasser Herbst und ein kalter Winter verlangen eine vertrauensvolle Bereifung.

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Mit optimalem Grip beim Fahren und beim Bremsen. Den neuen EUROREPAR Reliance Winterreifen gibt es

in 26 verschiedenen Grössen für alle gängigen Modelle mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

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REIFEN UND RÄDER

Yokohama Suisse SA

yokohama.ch

> Yokohama verdichtet sein Winterangebot

pd. Der japanische Reifenhersteller

Yokohama erweitert

sein Wintersortiment mit

insgesamt 53 Artikeln. Neu

im Schweizer Portfolio: der

nordische SUV Winterreifen

Iceguard Studless G075.

Der Iceguard Studless G075

wurde für SUV-Fahrer konzipiert,

die besonderen Wert

auf erstklassigen Eisgrip,

besonderen Fahrkomfort sowie

umweltfreundlicheres Fahren

legen. Das mit dem Schneeflockensymbol

versehene

Modell wird in 23 Ausführungen

angeboten.

Um ein höheres Mass an

Haftung aufzuweisen, verfügt

der Iceguard Studless G075

über eine hohe Lamellendichte,

kombiniert mit vier integrierten

Zick-Zack-Hauptrillen. Seine

breite Hauptrippe trägt ebenfalls

zur Eisperformance bei

und sorgt auf trockener Strasse

für besondere Stabilität. Zudem

ist die Gummimischung mit

der «Super Water Absorptive

Compound»-Technologie

ausgestattet. Die wasserabsorbierenden

Komponenten

verhindern ein «Mikro-Hydroplaning»

auf vereisten Oberflächen

und fördern die

Leis tungsfähigkeit auf Schnee

und Eis.

Auch das bestehende Wintersortiment

wurde vom Reifenhersteller

vergrössert: Der

Iceguard IG60 ist nun in 17

zusätzlichen Grössen erhältlich,

der BluEarth Winter V905 zählt

elf neue Artikel und der Lieferwagenreifen

WY01 zwei. <

Erstklassiger Eisgrip und Fahrkomfort: Der Icguard Studless G075 von Yokohama.

Nokian Tyres Schweiz

nokian-tyres.ch

> Nokian Tyres macht Reifen grüner: Wie Reifen bei der Reduktion des CO 2

-Ausstosses helfen können

pd. Fahrzeugbesitzer haben viel

mehr Möglichkeiten, umweltfreundliche

Entscheidungen

zu treffen, als ihnen bewusst

ist. Eine davon ist die Wahl

von Reifen mit einem geringen

Rollwiderstand das senkt

sowohl den Kraftstoffverbrauch

als auch den CO 2

-Ausstoss des

Fahrzeugs.

Nokian Tyres arbeitet intensiv

daran, Reifen grüner zu machen:

Im Vergleich zum Jahr 2013

wurde der Rollwiderstand der

Reifen bereits um acht Prozent

reduziert.

Premium-Reifenhersteller

wie Nokian Tyres arbeiten

aktiv daran, den Rollwiderstand

mit Hilfe fortschrittlicher

Gummimischungen und neuer

innovativer Profildesigns

und Reifenkonstruktionen zu

reduzieren.

«Unsere Ingenieure arbeiten

intensiv daran, die gute Arbeit

fortzusetzen: Unser Ziel ist es,

den Reifenrollwiderstand mit

jeder neuen Reifengeneration

zu reduzieren, ohne dabei deren

Sicherheit zu beeinträchtigen»,

erklärt Huovila.

Rollwiderstand der Kategorie

E (ETRMA-Analyse, Oktober

2018). Der Unterschied für den

Fahrzeugbesitzer ist gross, und

das nicht nur in Bezug auf die

Umwelt. Ein Sommerreifen der

Klasse A kann bis zu 0,5 Liter

Kraftstoff auf 100 Kilometer

sparen, vorausgesetzt, der

Reifendruck passt. <

«Die Reduzierung des Rollwiderstands

um acht Prozent

entspricht in etwa den Abgasen

von 65 000 Fahrzeugen», sagt

Teppo Huovila, Vizepräsident

Qualität und Nachhaltigkeit bei

Nokian Tyres.

Mehr als 90 Prozent der Reifen

von Nokian Tyres werden den

besten Rollwiderstands-Kategorien

A, B oder C zugeordnet.

Zum Vergleich: Die meisten

anderen üblichen PW-Reifen-

Marken verfügen über einen

Als Autofahrer umweltfreundliche Entscheidungen treffen: Nokian Tyres setzt auf

Qualität und Nachhaltigkeit.

48

September 2019 | AUTOINSIDE


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SWISS AUTOMOTIVE SHOW

Interview mit Sébastien Moix, Marketing Direktor SAG

«Einzigartige und exklusive

Erlebnisse schaffen»

Innert drei Jahren hat Sébastien Moix die Hausmesse der Swiss Automotive Group (SAG) zu

einem Branchenevent erster Klasse geformt. Erstmals findet die Swiss Automotive Show im

Forum Fribourg statt. Trotz des Erfolges seiner Messe bedauert Moix die Entwicklung in Halle

7 am Genfer Auto-Salon. Sandro Compagno

Herr Moix, warum sollen die Schweizer Garagisten am 6./7. September

nach Freiburg kommen?

Sébastien Moix, Marketing Direktor SAG: Die Swiss Automotive

Show ist eine Messe, die sich ausschliesslich an Fachleute der Autoreparaturbranche

richtet. Die Ausgabe 2019 umfasst gegen 150 Aussteller,

darunter 15 der 20 grössten Zulieferer, die hinter der Mehrzahl der

technologischen Innovationen in der Automobilindustrie stehen. Die

SAS bietet den Besuchern Garagenbesitzern, Mechanikern und Carrossiers

ein in der Schweiz einzigartiges Konzept: Fachleute des Autogewerbes

können sich mit den Spezialisten der Produzenten treffen. Sie

können ihnen konkrete Fragen stellen. Sie um praktische Ratschläge

bitten und von ihrer Erfahrung und Kompetenz profitieren. Deshalb

lautet das Motto der Ausstellung «Kompetenz aus erster Hand». Die

Besucher können auch an technischen Konferenzen, Präsentationen

neuer Produkte teilnehmen und die eine oder andere der an diesen

beiden Tagen angebotenen Promotionen nutzen.

Viele Messen sind in den letzten Jahren verschwunden namentlich

Publikumsmessen haben einen schweren Stand. Was macht die

Swiss Automotive Show so erfolgreich?

Es ist wahr, dass viele Publikumsmessen seit einigen Jahren einen Rückgang

der Besucherzahlen verzeichnen und dass mehrere Messen aus der

Landschaft verschwunden sind. Bemerkenswert ist aber auch, dass einige

Messen ich denke an die SwissMoto oder die Transport-CH in

der gleichen Zeit ein Wachstum erlebt haben. Jede Messe, ob sie sich an

die breite Öffentlichkeit oder an eine bestimmte Branche richtet, muss

einen Mehrwert für ihre Besucher bringen und ihnen einzigartige und

exklusive Erlebnisse bieten können.

Traditionelle Messen spüren den Druck der Digitalisierung wie

schaffen Sie es, diesem zu widerstehen?

Die Digitalisierung ermöglicht es den Nutzern, mit wenigen Klicks,

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf ein breites Spektrum

an Informationen zuzugreifen. Es erlaubt jedoch noch kein physisches,

persönliches Treffen zwischen zwei Gesprächspartnern in unserem

Falle einem Mechaniker oder Carrossier mit einem Lieferanten oder

Dienstleister. In diesem Jahr versammelt die SAS fast 150 Aussteller

und mehr als 400 Fachleute Ingenieure und Aussendienstmitarbeitende.

Das macht die Messe in Fribourg so einzigartig und kraftvoll.

2018 lief die SAS noch im SAG-Landeslager in Niederbipp. Aus

Platzgründen hatten Sie damals sogar einzelnen potenziellen

Ausstellern absagen müssen. Hat sich dieses Problem mit dem

Umzug ins Forum Fribourg gelöst?

Ehrlich gesagt, als ich zum ersten Mal den Plan des Forums Fribourg

öffnete und anfing, die Ausstellungsflächen zu verteilen, fragte ich

mich, wie ich diese mehr als 9000 Quadratmeter grosse Ausstellungshalle

füllen könnte. Am Ende ist die Halle voll, alle Plätze sind ausverkauft.

Wir haben für jeden rechtzeitig angemeldeten Aussteller einen

Standort gefunden und haben eine Liste von rund zwanzig Ausstellern,

die sich für eine Teilnahme im nächsten Jahr interessieren.

Sie haben für 2019 die Bereiche Nutzfahrzeug sowie Carrosserie

und Lack massiv ausgebaut. Wenn Sie an die Zukunft denken: Welche

Bereiche könnten Sie noch in die SAS aufnehmen?

Es ist noch ein wenig zu früh, um zu sagen, welche Bereiche wir

in Zukunft entwickeln wollen. Es ist unser Ziel, den Besuchern

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September 2019 | AUTOINSIDE


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

einen Mehrwert zu bieten, und deshalb werden wir auch in Zukunft

sehr aufmerksam auf die Feedbacks der Messebesucher achten.

Dann sehen wir schnell, ob es Ergänzungen braucht.

Die André Koch AG ist Co-Host der SAS. Wie kam es zu dieser

Zusammenarbeit?

Derendinger und Technomag arbeiten seit mehreren Jahren eng

mit der André Koch AG zusammen. Diese Zusammenarbeit umfasst

die Werkstattkonzepte Carrosserie plus, carXpert und Repanet, aber

auch das Reparaturkonzept Micro-Repair. Als wir uns entschieden

haben, den Bereich für die Carrosserie zu vergrössern, haben wir

uns natürlich an unseren Partner André Koch gewandt, der seit 2017

auf der SAS ausstellt. Wir merkten rasch, dass die aktive Rolle von

André Koch als Co-Host an der SAS für alle Beteiligten interessant

sein würde: die Messe, die Aussteller und die Besucher.

Richtet sich der Bereich vor allem an interessierte Garagisten oder

versuchen Sie, auch Carrossiers nach Fribourg zu locken?

Der Carrosseriebereich, in dem sich Lackhersteller, Zulieferer und

verschiedene Dienstleister zusammengeschlossen haben, richtet

sich an alle an der Carrosserie instandsetzung interessierten Fachleute.

Dazu gehören Carrossiers, Autolackierer, aber auch Werkstattbesitzer

und Mechaniker, die Dienstleistungen in diesem Bereich

erbringen.

Unternehmen Derendinger und Technomag waren historische Aussteller

am Genfer Auto-Salon; Ich selber nahm an 23 Ausgaben als

Aussteller teil und lebte mehr als 300 Tage lang in Halle 7. Ich verstehe

jedoch die Entscheidung der Messeleitung, eine neue Belegung der

Halle 7 vorzunehmen. Gleichzeitig finde ich es schade, dass nur auf

die Elektromobilität fokussiert wird und andere alternative Antriebslösungen

nicht in das Konzept integriert sind.

Hat das Auswirkungen auf die SAS? Könnten Sie sich vorstellen,

die Swiss Automotive Show dereinst als Fachmesse für die ganze

Branche zu öffnen?

Die Neuausrichtung der Halle 7 hat keinerlei Einfluss auf die SAS. Angesichts

der Veränderungen in der Halle 7 während der letzten Jahre

haben wir eine solche Entwicklung erwartet und mehr Ressourcen für

unsere Hausmesse aufgewendet. Insbesondere haben wir den Anbietern

von Werkstattausrüstung, Diagnosegeräten und Werkzeugen deutlich

mehr Platz eingeräumt. In diesem Bereich begrüssen wir in diesem Jahr

mehr als zwanzig Aussteller, darunter die weltweit grössten Hersteller

von Hebebühnen, pneumatischen Maschinen, Diagnosegeräten und

professionellen Werkzeugen. Garagisten und Carrossiers, die auf der

Suche nach neuen Geräten sind, können die Besten auf dem Gebiet

direkt vergleichen. <

Weitere Infos unter:

swissautomotiveshow.ch/de

Ein Problem vor einem Jahr war die mässige Auslastung des

TechForums am Freitag. Was versprechen Sie sich heuer von

dieser Weiterbildungsplattform?

Das TechForum ist zweifellos einer der Pluspunkte unserer Messe.

Im vergangenen Jahr waren die Konferenzräume relativ weit von

den Ausstellungshallen entfernt, was sicher einige Besucher fern

hielt. Wir mussten auch feststellen, dass nicht alle Themen gefragt

waren. Für diese Ausgabe haben wir die acht Themen auf der

Grundlage von Umfragen unter unseren Aussendienstmitarbeitenden

und Kundenberater ausgewählt. So sind wir sicher, dass die Themen im

Einklang mit den Interessen und Fragen unserer Besucher stehen. Im

Forum Fribourg haben wir zudem den Vorteil, dass sich die Konferenzräume

in unmittelbarer Nähe zur Ausstellungshalle befinden.

2016 haben Sie mit einer kleinen regionalen Messe mit 27 Ausstellern

begonnen. Jetzt präsentieren 150 Unternehmen aus dem Aftersales

ihre Produkte und Services. Wo steht die SAS im Jahr 2024?

Das Wachstum unserer Messe ist kein Selbstzweck. Unser Ziel ist

es stets, unseren Besuchern einen maximalen Mehrwert zu bieten.

Beim Verlassen der SAS sollen sie zufrieden sein und das Gefühl haben,

dass sie ihre Zeit gut investiert haben. Es ist durchaus möglich,

dass die Zahl der Aussteller in den kommenden Jahren mehr oder

weniger stabil bleibt. Es ist ebenso gut möglich, dass wir die Ausstellungsfläche

weiter vergrössern, indem wir weitere Bereiche und

Themen in die SAS integrieren.

Die Halle 7 am Genfer Auto-Salon wird von einer Fachmesse der

Zuliefererbranche zur Teststrecke für E-Mobilität. Bedauern Sie

diese Entwicklung?

Ja, ich bedaure, dass die Halle 7 zuletzt stetig an Attraktivität für

die Fachleute des Autogewerbes verloren hat. In den letzten zehn

Jahren hat sich die Zahl der Aussteller mehr als halbiert und auch

die Ausstellungsfläche ist um 40 Prozent zurückgegangen. Unsere

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AUTOINSIDE | September 201953


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

Technomag-Jubiläum

Seit 70 Jahren herrscht hier

ein ganz besonderer Geist

Für den Erfolg sind viele Faktoren ausschlaggebend, einer aber kann den entscheidenden Unterschied machen: der Geist

des Unternehmens, der Spirit. Zum 70-Jahre-Jubiläum von Technomag macht sich AUTOINSIDE auf Spurensuche nach

dem Spirit und hat ihn gefunden. Reinhard Kronenberg

Sie stehen für den Technomag-Spirit (v.l.): Thomas Wyler, Kurt Wyssbrod, Martin Kuhn und Marcel Schwab.

Es gibt kein Geheimrezept für den Erfolg, aber es gibt Umstände,

die Erfolg fördern. Und es gibt Faktoren, ohne die sich Erfolg gar

nicht erst einstellt. Zu diesen Faktoren gehört der Spirit eines Unternehmens,

etwas, das Mitarbeitende und Unternehmen miteinander

verbindet. Werte, die von den Mitarbeitenden gelebt werden und

nicht nur im Leitbild festgeschrieben sind. Unternehmensgeist kann

nur begrenzt verordnet und auch nicht gekauft werden. Höchstens

vorgelebt und gefördert. Und selbst dann besteht keine Garantie,

dass er entsteht. Es sind die Mitarbeitenden, die diesen Unternehmensgeist

am Leben erhalten, von ganz unten bis ganz oben.

Und so schön wie alle Visionen und Missionen auch klingen mögen:

Nichts prägt ein Unternehmen so sehr wie der Geist, der darin weht.

Und bei Technomag weht ein besonderer Spirit, das spürt, wer

immer mit diesem Team in Kontakt tritt.

Auf der Suche nach dem, was diesen Technomag-Spirit ausmacht,

setzen wir uns mit vier langjährigen Mitarbeitenden an einen Tisch.

Thomas Wyler, Marcel Schwab, Martin Kuhn und Kurt Wyssbrod, alle

zwischen 55 und 62 Jahre alt und zusammen 127 Jahre im Dienst der

Technomag. Und noch länger im Autogewerbe. Und schon ist er da,

der Geist. Weil es ist, als sässe man in einer Familienrunde. Sprüche

fallen, Erinnerungen kommen hoch, «weisch no…», eine Anekdote

Fortsetzung auf Seite 56

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September 2019 | AUTOINSIDE


André Koch AG

an der Swiss

Automotive Show

Wir sind für Sie da!

Mit den Premium-Marken Standox,

Lesonal und DeBeer sind wir der führende

Lieferant für Autoreparaturlacke

in der Schweiz. Und mit unserem

breiten Zubehör-Sortiment bieten wir

Carrosserie-Betrieben und Spritzwerken

alles, was sie für die Reparaturlackierung

brauchen. Doch langfristiger

Erfolg erfordert weit mehr als nur die

besten Produkte. Deshalb unterstützen

wir unsere Kunden zusätzlich als

Rundum-Service-Partner.

Wir bringen Sie nach vorne!

Ein Lackierer-Team, das sein Handwerk

perfekt beherrscht, ist die Voraussetzung

für zufriedene Kunden. Mit

unserem Seminar-Angebot sind Ihre

Mitarbeiter immer up to date. Und

weil nur vorne mitspielen kann, wer

rundum topfit ist, haben wir ausserdem

das Qualitätsnetzwerk Repanet Suisse

initiiert mit einem umfassenden

Beratungsangebot und als Interessensvertretung

bei Versicherungen und

Leasinggesellschaften.

Wir geben alles!

Was uns dazu antreibt, jeden Tag

unser Bestes zu geben, ist die Idee,

unsere Kunden durch unsere Arbeit

noch erfolgreicher zu machen. Dafür

ziehen bei uns alle an einem Strang

vom Aussendienst bis zu den Profis

an der Color-Hotline, von unseren

Mitarbeitern in der Logistik bis zum

Geschäftsführer. Und das mit vollem

Einsatz und Spass. Diesen besonderen

Spirit spüren auch unsere Kunden.

am 6. und 7. September 2019

in Forum Fribourg

André Koch AG

www.andrekoch.ch


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

Alles aus einer Hand: Die Technomag-Zentrale in Bern-Fischermättli wurde 1980 bezogen.

ergibt die andere, man kommt mit schreiben kaum nach. Darum: halt,

sichern. Von Anfang an und bitte nicht alle miteinander.

Die DTC Dynamic Test Center AG in Vauffelin

ist eine Dienstleistungsfirma im Bereich der

Fahrzeug- und Flugzeugsicherheit.

Wir suchen im Rahmen einer Nachfolgeregelung

per Juni 2020 eine(n )

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«Eine 70-jährige Erfolgsstory, wie sie die Technomag bisher schrieb,

hat primär mit den Mitarbeitenden zu tun», sagt Kurt Wyssbrod,

selber seit 28 Jahren dabei, hochgearbeitet vom Katalogdienst über

den Einkauf und das Produktmanagement bis zum Markenchef,

der er seit 2016 ist. Er sieht zwei Faktoren als ausschlaggebend für

diesen Teamspirit: flache Hierarchien und langjährige Mitarbeitende.

Flache Hierarchien kann sich ein Unternehmen nur leisten, wenn

Mitarbeitende jene Verantwortung wahrnehmen können, die sie

brauchen, um Dinge so zu tun, wie sie aus ihrer Sicht getan werden

sollten. Das wiederum setzt zwei Dinge voraus: Fachwissen aufseiten

der Mitarbeitenden und Vertrauen aufseiten der Führung. In der

Kombination führt das dazu, dass Mitarbeitende bleiben ein Kreislauf,

in dem das eine das andere bedingt und benötigt.

Alle vier am Tisch machen längst schon nicht mehr denselben Job,

über den sie bei der Technomag eingestiegen sind. Illustres Beispiel

dafür ist Tom Wyler. Der 62-Jährige ist seit 1977 in der Firma. Ursprünglich

Coiffeur, was aber nie sein Ding war, kam er als Autofan

durch Zufall in die Technomag und hat in den vergangenen 42 Jahren

verschiedenste Jobs gemacht, vom Chauffeur zum Verkäufer bis zum

Programmieren von Software und heute als Data Manager im Team

Business Controlling. «Wir haben hier», sagt er, «einen echten

Kitt zwischen uns allen». Dazu beigetragen haben auch gemeinsame

Ausflüge, regelmässig auch mit Kunden. Was dabei alles lief, darüber

hüllen sich die Herren in gepflegtes Schweigen, aber ihre Mienen verraten:

Langweilig war es sicher nicht.

56

September 2019 | AUTOINSIDE


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

im Fall von Schwab über Jahrzehnte gewachsen

ist; er betreut Betriebe, in denen

er es in der Zwischenzeit mit der dritten

Generation zu tun hat.

«Im Grunde genommen sind wir hier alle

uns selbst geblieben», sagt Martin Kuhn,

der Vierte im Bunde, seit 32 Jahren bei der

Technomag und ebenfalls gelernter Automechaniker.

Er kam her, weil ihm die Leute

gepasst haben, weil man hier so akzeptiert

werde, wie man sei. Und auch er hat in all

den Jahren inzwischen verschiedenste Jobs

gemacht, von Chauffeur zum Verkäufer in der

Filiale in Brügg über SAP-Schulungen zum

Handelsdelegierten bis hin zum Regional-

Kurt Wyssbrod ist Markenchef von Technomag und seit 28 Jahren an Bord.

Fortsetzung auf Seite 58

«Es geht hier um den Menschen», sagt

Marcel Schwab, «und das hat sich in all den

Jahren nicht verändert.» Er selber ist seit 25

Jahren dabei, war Verkaufsberater, Handelsdelegierter,

Verkaufsleiter und ist heute Key

Account Manager Region Mitte. Als solcher

schliesst er die Verträge mit den Kunden, den

Garagisten, deren Wesen er kennt wie sein

eigenes, denn es ist sein eigenes. Er war selbst

Automechaniker und anschliessend zehn

Jahre Autoverkäufer. Einmal Autogewerbe,

immer Autogewerbe. «Kontaktfreude», sagt

er, «ist in unserem Geschäft zentral.» Schwab

selber ist so eine Persönlichkeit, mit der

man nach zehn Minuten ohne zu zögern in

die Ferien fahren würde, weil er eben nicht

nur redet, sondern eher ungewöhnlich für

einen Verkäufer auch zuhören kann. Aber

«Eine solche Erfolgsstory

hat primär mit den

Mitarbeitenden zu tun.»

Kurt Wyssbrod

wenn er spricht, dann ist es in derselben

Sprache, die seine Kunden auch sprechen.

Man versteht sich. So sehr, dass es auch

schon vorgekommen ist, dass Kunden einen

langjährigen Vertrag blanko unterschrieben

haben. Hier schliesst sich wieder der Kreis

zum Vertrauen, diesmal nicht vom Unternehmen

gegenüber den Mitarbeitenden,

sondern von den Kunden gegenüber ihrem

Key Account Manager. Ein Vertrauen, das

Die Nähe zum Kunden als Teil der Technomag-DNA: Die

Fahrzeugflotte Ende der 1980er-Jahre.

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MOBILITÄT

Wenn es um die Zukunft von

Garagen geht, ist Bosch der

richtige Partner.

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Uns bewegt, was Sie bewegt.


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

Geist der Technomag manifestiert: Ein ehrliches

Interesse an den Anliegen der Kunden.

Das beginnt bereits damit, dass sich Thomas

Wyler als interner Dienstleister versteht: «Ich

helfe meinen Kollegen, damit sie ihrerseits

ihren Kunden helfen können», sagt er. Und die

wiederum sehen sich als Dienstleister gegenüber

ihren Kunden. Und um die dreht sich

bei der Technomag alles. «Sie stehen bei

uns im Mittelpunkt», sagt Kurt Wyssbrod

und seine Kollegen nicken. Und damit

verbunden sei ein ehrliches Interesse, das

verhindere, dass Beziehungen ausgenutzt

würden. «Ich könnte nie etwas verkaufen,

hinter dem ich nicht stehen kann», versichert

Marcel Schwab.

«Wir haben hier einen echten

Kitt zwischen uns allen.»

Thomas Wyler

Ordnung im Lager damals wie heute ein Faktor im Kampf um kurze Lieferzeiten.

leiter Ostschweiz. Heute ist er Verkaufsleiter

Region Mitte. Es scheint fast, als ob sich das

alles automatisch zusammengefunden hat.

Gute Leute ziehen andere gute Leute an.

Eine Eigendynamik. Und daraus wird dann

diese familiäre Atmosphäre, die dazu führt,

dass sich Menschen wohlfühlen und

gerne arbeiten. Und wer gerne arbeitet,

arbeitet besser und bedient die Kunden

besser. Und gut bediente Kunden machen

mehr Umsatz. Das lässt sich nicht mit einem

Algorithmus realisieren und auch nicht mit

künstlicher Intelligenz. Das geht nur mit

emotionaler Intelligenz und diese basiert

auf ehrlichem Interesse am Gegenüber, sei

«Ich könnte nie etwas verkaufen,

hinter dem ich nicht

stehen kann.»

Marcel Schwab

das nun ein Kunde oder ein Mitarbeiter,

Stift oder Chef. «Die Hilfsbereitschaft hier

ist sicher sehr ausgeprägt», sagt Kuhn und

er weiss, dass das seine Kunden auch

über sein Unternehmen sagen. «Es ist tatsächlich

so», ergänzt Kurt Wyssbrod, «dass

wir bei der Auswahl der Mitarbeitenden

oft stärker darauf schauen, ob jemand zu

uns passt als darauf, welche Papiere er mitbringt».

Und der Erfolg gibt ihm recht.

Ebenso vital wie das Interesse an den

Kunden ist jenes an der Entwicklung der

Branche an sich. Diese Zukunft ist etwas,

das nicht nur die vier beschäftigt, sondern

das ganze Unternehmen, weil hier eine Abhängigkeit

besteht: Geht es der Branche gut,

geht es auch dem Unternehmen gut. Deshalb

beobachten die vier die Entwicklung

sehr genau und was sie sehen, löst nicht nur

Freude aus. Das beginnt damit, dass sich

Verkaufsgespräche zu verändern beginnen.

«Nicht alle», sagt Marcel Schwab, aber es sei

unübersehbar, dass das Preisbewusstsein

stärker werde. Auslöser dafür sei allerdings

weniger der Garagist als deren Kunden, die

selber immer preisbewusster würden. Diese

Marcel Schwab.

Die Kombination aus flachen Hierarchien,

Vertrauen, Fachwissen und Kontaktfreude

auf allen Stufen selbst Kurt Wyssbrod legt

Wert darauf, selbst möglichst oft den Puls am

Markt zu spüren führt dazu, dass der Eigenantrieb

bei den Technomag-Mitarbeitenden

ausgesprochen hoch ist. Er gehe jeden Tag

gerne zur Arbeit, sagt Marcel Schwab, auch,

weil kein Tag und kein Kundenbesuch gleich

sei wie der andere. Und hier erscheint eine

weitere Gemeinsamkeit, bei der sich der

Thomas Wyler.

58

September 2019 | AUTOINSIDE


SWISS AUTOMOTIVE SHOW

Mitarbeiter in den legendären grünen Technomag-Schürzen.

Martin Kuhn.

«Im Grunde genommen

sind wir hier alle

uns selbst geblieben.»

Martin Kuhn

Spirale drehe langsam nach unten und führt

laut Schwab dazu, dass der Wert der persönlichen

Beziehung langsam in den Hintergrund

gedrängt wird. Selbstredend, dass er das als

ausgeprägter Beziehungsmensch bedauert.

Doch bei aller Lockerheit, bei all dem vertrauten

Umgang untereinander und trotz der

offensichtlich sehr guten Stimmung, die echt

wirkt und nicht aufgesetzt: Die Technomag

ist kein «Larifaribetrieb», sondern ein auf

Profit ausgerichtetes Unternehmen, das

in einem Wettbewerb steht, der in den

nächsten Jahren mit Sicherheit härter wird.

Umso wichtiger, dass das Team bereit ist, die

Herausforderungen der Zukunft zu packen.

Die Bereitschaft dazu ist vorhanden. Und der

dafür nötige Geist auch. <

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AUTOINSIDE | September 201959


POLITIK & RECHT

Eidgenössische Wahlen 2019

So will sich die SVP für die

Garagisten einsetzen

Die SVP sieht sich auch als Partei der Autofahrer und Garagisten. So wehrt sie sich beispielsweise gegen höhere Benzinpreise,

fehlende Parkplätze oder Fahrverbote. Parteipräsident Albert Rösti erklärt im Gespräch mit AUTOINISIDE

weitere Gründe, weshalb die AGVS-Mitglieder seine Partei wählen sollen. André Bissegger

Herr Rösti, weshalb sollen die Garagisten

des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

im Herbst SVP wählen?

Albert Rösti: Weil die SVP auch die Partei

der Autofahrer ist. Wie keine andere Partei

wehren wir uns gegen höhere Benzinpreise,

Verbote von Verbrennungsmotoren oder Schikanen

wie Fahrverbote, fehlende Parkplätze

oder ungebührliche Bussenabzocke.

Wo steht Ihre Partei aktuell in Verkehrsfragen?

Wir haben massgeblich dazu beigetragen, dass

für den Kapazitätsausbau im Strassenverkehr

der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds

NAF geschaffen und mit den

notwendigen Mitteln geäufnet wurde. Wir

setzen uns mit Vehemenz dafür ein, dass die

enormen Staustunden mit einem Ausbau der

Kapazitäten reduziert werden können.

Die Garagisten stehen zunehmend unter

Druck, leiden unter Regeln und Papierkram

und beklagen, dass sie ihre unternehmerische

Freiheit immer mehr verlieren. Wie

hilft die SVP?

Die SVP setzt sich in allen Belangen für eine

tiefe Regelungsdichte sowie für tiefe Steuern,

Gebühren und Abgaben ein. Ich habe innerhalb

der letzten zwölf Monate in fast allen

Kantonen mit einer Gruppe Gewerblern, wobei

meist auch das Autogewerbe vertreten

war, eine Diskussion geführt, wo konkret

Verbesserungen notwendig sind. So werden

wir uns zum Beispiel weiterhin mit aller Konsequenz

gegen eine Verschärfung des CO 2

-

Gesetzes oder gegen neue Umweltauflagen

aussprechen.

Die SVP hat sich im Gegensatz zu anderen

Parteien entschieden, bei den Wahlen nicht

extra einen klimafreundlichen Kurs zu fahren.

Weshalb?

Den rot-grünen pseudoreligiösen Endzeit-Propheten

muss die Maske vom Gesicht gerissen

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September 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

werden. Ihnen geht es in Tat und Wahrheit um die ewig gleiche Forderung

nach Umverteilung. Die Sozialisten haben weltweit gezeigt, wie

sie staatlich gelenkt die Umwelt und den Wohlstand zerstört haben.

Jüngstes Beispiel dazu ist Venezuela.

Bedeutet dieser Verzicht, dass die SVP gegen Nachhaltigkeit ist?

Oder ist Nachhaltigkeit schlicht eine Selbstverständlichkeit, die

nicht bei jeder Gelegenheit betont werden muss?

Mit den Linken und Grünen sind wir daran, die Eigenverantwortung

und die unternehmerische Innovation abzuwürgen, inszeniert und beklatscht

von Lehrern, Medien, professionellen Lobbyisten und selbst

von der FDP. Das ist alles andere als nachhaltig. Wenn wir das heimische

Gewerbe laufend mit mehr Steuern und Abgaben belasten,

verliert es seine Wettbewerbsfähigkeit. Es wird dann mehr importiert

aus Ländern mit tieferen Umweltstandards, womit sich der CO 2

-Ausstoss

erhöht insbesondere wenn noch der Transport eingerechnet

wird. Die nach Gutmenschentum im Inland eingeführte Klimaschutzmassnahme

wirkt sich dann sogar negativ aufs Klima aus. Nachhaltig

ist möglichst viel Konsum von Produkten aus inländischer Wertschöpfung.

Das sichert Innovation sowie Arbeitsplätze und spart energieintensive

Transporte.

Die SVP ist traditionell eng mit der Landwirtschaft verbunden, die

vom Klimawandel direkt betroffen ist. Spürt die Partei Druck aus

der Landwirtschaft?

Nein, gerade die Landwirtschaft erträgt aufgrund des grossen Konkurrenzdrucks

mit viel billigeren Lebensmitteln aus dem Ausland

keine höheren Kosten auf Energieträgern. Mit dem Einsatz für

produzierende bäuerliche Familienbetriebe hat sich die SVP stets

für eine intakte gepflegte Umwelt eingesetzt. Tierfreundlich und

ökologisch produzierte Lebensmittel aus der Schweiz sind allemal

umweltfreundlicher als Importfleisch aus riesigen Rinderherden aus

Südamerika. Genau das wollen die Grünliberalen zerstören mit ihrer

ständigen Forderung nach einer Liberalisierung, das heisst Abbau des

Grenzschutzes für Lebensmittel bei gleichzeitiger Mehrbelastung der

heimischen Bauernfamilien.

Ihre Partei veröffentlichte im Juni das Positionspapier «Stopp den

links-grünen Raubzug auf den Mittelstand» und verabschiedete ein

«Manifest für eine intelligente bürgerliche Öko-Politik». Die SVP

versucht darin, der links-grünen Klimapolitik ein Preisschild anzuhängen

beispielsweise mit einer drohenden Erhöhung der Benzinpreise

oder einer Strassenmaut. Wie funktioniert das bislang?

Mit dem Manifest wollen wir der Bevölkerung aufzeigen, welche Umverteilungsmassnahmen

die vermeintlichen Klimaschützer vorhaben.

So haben wir berechnet, dass, sollten alle Vorstösse und Absichten

der Linken und Grünen umgesetzt werden, Kosten pro vierköpfige Familie

von bis zu 20 000 Franken entstehen würden. Alleine der Vorschlag

einer Maut von 10 Fr./100 km kostet bei 20 000 Jahreskilometer

2000 Franken. Kosten, die zum Beispiel eine Mittelstandsfamilie im

Berggebiet ohne ÖV-Anschluss nicht einfach so tragen kann. Unsere

Aussagen wurden von SP-Chef Christian Levrat mehr als bestätigt,

als er seinen Klimaplan vorstellte, der alleine 12 Milliarden Franken

kosten soll. Dieser enthält etwa ein Verbot des Autobahnausbaus und

gleichzeitig die Forderung zusätzlicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge

als ob Elektrofahrzeuge keine Strassen brauchen würden. Was

für ein Widerspruch! Dass sich mittlerweile die Forderungen der Klimaschützer

an Absurdität übertreffen, spricht für sich, so beispielsweise

die Forderung nach einem Verbot für Haustiere, weil diese Fleisch

fressen würden.

Ulrich Giezendanner sagte kürzlich, die SVP werde zur Wasserstoff-Partei

unter anderem auch weil Walter Frey Mitglied im

Förderverein H2-Mobilität Schweiz ist. Wo steht Ihre Partei bezüglich

Wasser-, Elektro- und Erdgas/Biogas-Mobilität?

Unsere Partei steht für die Gleichbehandlung unterschiedlicher Verkehrsträger.

Bei möglichst geringen Vorschriften und ohne verzerrende

Subventionen setzen sich marktfähige Innovationen am schnellsten

durch. Der Staat darf sich da nicht einmischen, weil sonst oft das Falsche

subventioniert wird. Wasserstoff dürfte eine solche Innovation

sein. Deshalb habe ich auch selbst an einer entsprechenden Promotionskampagne

mitgearbeitet. Wir müssen aber die Privatbetriebe arbeiten

lassen es braucht hier keinen Staat. <

Albert Rösti

Albert Rösti ist promovierter Agronom ETH und schloss 2002 ein

Studium an der University of Rochester als Master of Business Administration

(MBA) ab. Der Berner, der seit 2011 im Nationalrat sitzt,

war unter anderem Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion

des Kantons Bern und Direktor der Schweiz Milchproduzenten SMP.

Heute ist Rösti selbstständig tätig und bietet mit seinem Büro Dr. Albert

Rösti GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Public Affairs und

Projektmanagement sowie Beratungen für Wirtschaft und Politik an.

Seit 2016 ist der 52-Jährige Präsident der SVP Schweiz. Rösti ist verheiratet

und Vater von zwei Kindern.

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AUTOINSIDE | September 201961


POLITIK & RECHT

Sicherung der unternehmerischen Freiheit

Kündigung und Änderungen eines

Werkstattvertrags: Dos and Don’ts

Das Recht, ein Vertragsverhältnis einseitig zu kündigen, ist ein wichtiger Grundsatz der Vertragsfreiheit. Ebenso wichtig ist

allerdings das Recht eines Unternehmens, infolge Kündigung durch seinen marktbeherrschenden Vertragspartner nicht in

seiner Existenz bedroht zu werden. Sarah Umbricht, ZHAW

Diese Situation besteht in der Praxis oft zwischen

dem Importeur und seinen Garagisten.

Der vorliegende Beitrag beleuchtet

• die wichtigsten Regeln, die ein Importeur

bei der Kündigung eines Werkstattvertrages

zu beachten hat,

• die Folgen für den Garagisten sowie

• dessen Reaktionsmöglichkeiten.

Kündigung des Werkstattvertrages

eine existenzielle Bedrohung

Der Werkstattbereich ist ein wichtiger Bestandteil

des Geschäftsmodells der Automobilimporteure

und deren Vertragspartner.

Die Zusammenarbeit zwischen Garagisten

als zugelassene Handels- oder Servicepartner

und ihrem Importeur hat sich über Jahrzehnte

als stabile Geschäftsbeziehung bewährt.

Seit einigen Jahren ist die Automobilbranche

zahlreichen Umbrüchen wie Digitalisierung,

selbstfahrende Fahrzeuge, neue Antriebsformen

etc. unterworfen. Importeure verändern

ihr Geschäftsmodell, indem sie Anzahl Händler

und Werkstätten reduzieren oder in die

eigene Konzernstruktur integrieren.

Bei solchen Netzbereinigungen wird in einem

ersten Schritt der Importeur bestehende

Händler- und Servicepartnerverträge kündigen.

Dies geschieht entweder durch flächendeckende

Kündigungen oder durch das Aneinanderreihen

von einzelnen Kündigungen.

für Fahrzeuge einer bestimmten Marke erbringt,

hat kaum eine realistische Möglichkeit,

auf den Importeur einer anderen Marke

auszuweichen. Der Grund hierfür liegt in den

enormen Investitionen, die ein Betrieb zur Erfüllung

der Standards des Importeurs für eine

Marke leisten muss und die sich nicht auf eine

andere Marke übertragen lassen. Ausserdem

hat der Importeur einer anderen Marke regelmässig

kein Interesse an einem Markteintritt

eines neuen Garagisten in sein bestehendes

Handels- und Werkstattnetz. Es besteht somit

ein offensichtliches Abhängigkeitsverhältnis

des Garagisten vom Importeur.

Die blosse Marktmacht des Importeurs allein

stellt kein Problem dar. Missbraucht aber der

Importeur seine starke Stellung zu Lasten der

Werkstätten, so schreitet das Kartellgesetz ein:

Es verlangt, dass Verträge mit Importeuren auf

fairen Konditionen beruhen müssen. Folgende

Verhaltensweisen sind missbräuchlich:

• Unangemessene Geschäftsbedingungen im

Werkstattvertrag zu Lasten der Werkstatt.

• Verweigerung von Geschäftsbeziehungen:

Ein Garagist erhält keinen Zugang mehr

Kartellrechtliche Minimalvorschriften:

Vertragsart und Kündigung

Befristete Verträge

mit Mindestlaufzeit von 5 Jahren

Unbefristete Verträge

zur nötigen IT-Infrastruktur und kann

dadurch keine Wartungsarbeiten mehr

durchführen.

• Konzerninterne Werkstätten erhalten

bessere Konditionen als unabhängige

Garagen.

Kündigung des Werkstattvertrages

die kartellrechtlichen Schranken

Importeure müssen (vom Händlervertrag separate)

Werkstattverträge anbieten. Für die

Beendigung des Werkstattvertrags hat die

Wettbewerbskommission Regeln in der sog.

KFZ-Bekanntmachung erlassen, die Art. 5

KG («Wettbewerbsabrede») konkretisieren.

Im Aftersales kommt dem kartellrechtlichen

Schutz der KMU-Garagen mit Art. 7 KG

(«Marktmachtmissbrauch») eine noch grössere

Bedeutung zu.

Die kartellrechtlichen Minimalvorschriften

müssen in jedem Fall eingehalten werden.

Darüber bestehen im Einzelfall weitere Anforderungen

(Abb. I):

Checkliste: Wurden diese Kriterien eingehalten?

Mitteilung der Nichtverlängerung erfolgt mind. 6 Monate

im Voraus.

Kündigungsfrist von mind. 2 Jahren eingehalten.

Garagisten verlieren damit nicht nur den

Status als offizieller Händler/Servicepartner

der Marke, sondern auch die getätigten markenspezifischen

Investitionen. Dies kann die

blosse Existenz der Werkstatt als Unternehmen

gefährden.

Marktmacht des Importeurs das

kartellrechtliche Korrektiv

Das Vertriebsnetz eines Importeurs besteht

in der Regel aus zahlreichen Händlern und

Werkstätten. Eine Werkstatt, die Garantieleistungen

oder andere Wartungsarbeiten

Ordentliche Kündigung

Verkürzte Kündigungsfrist

von mind. einem Jahr

Weitergehende vertragliche

Vorschriften

Formvorschriften (schriftlich, Einschreiben)

Ausserordentlicher Kündigungsgrund (d.h.

obige Kündigungsfristen werden nicht

eingehalten)

Abb. I

Schriftliche Begründung UND

Importeur bezahlt eine angemessene Entschädigung oder

Kündigung ist notwendig aufgrund einer Umstrukturierung.

Checkliste: Wurden diese Kriterien im Vertrag vereinbart und

bei der Kündigung eingehalten?

Enthält der Vertrag Vorgaben zur Form, wenn ja: Wurde

diese Form eingehalten?

Wurde ein Warn-/Eskalationsverfahren definiert? Wenn ja:

Wurde dieses eingehalten?

Wurden ausserordentliche Kündigungsgründe definiert?

Wenn ja: Erfolgte die Kündigung aufgrund eines ausserordentlichen

Kündigungsgrundes?

62

September 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Reaktion der Garage und Rechtsfolgen

In jedem Fall (sofern nicht einverstanden mit der

Kündigung)

Wenn Sie einen neuen Werkstattvertrag möchten

Schriftliche Begründung verlangen.

Informieren Sie den Importeur darüber, dass Sie nicht

einverstanden sind.

Bekunden Sie Ihr Interesse an einem neuen Werkstattvertrag.

Informieren Sie darüber, dass Sie die Standards einhalten

werden.

Mindestanforderungen und weitergehende vertragliche

Vorschriften wurden eingehalten

Mindestanforderungen und weitergehende vertragliche

Vorschriften wurden NICHT eingehalten

Abb. II

Wird ein Werkstattvertrag gekündigt, hat die

Kündigung nachfolgende Rechtsfolgen und

der betroffenen Garagist je nachdem, ob die

Kriterien (Abb. I) eingehalten wurden oder

nicht verschiedene Möglichkeiten (Abb. II).

Für die Folgen in Bezug auf Kundendaten,

Garantieleistungen, Vorgehen für den Antrag

für einen neuen Werkstattvertrag, stellt

Kündigung ist zulässig.

Ggf. Anfordern eines neuen Vertrages unter Bekanntgabe

der Standards und Kriterien für den Abschluss.

Kündigung ist nicht zulässig.

Informieren Sie den Importeur über die Unzulässigkeit.

Konsultieren Sie den AGVS oder einen Anwalt.

der AGVS auf der Website ein Factsheet

«Kündigung des Händler- und Aftersalesvertrages»

zur Verfügung.

Fazit

Zwischen den Importeuren und den Garagisten

besteht ein deutliches Macht-Ungleichgewicht.

Garagisten haben oft keine andere

Möglichkeit, als die Bedingungen des Importeurs

zu akzeptieren, auch wenn dies erhebliche

kommerzielle Nachteile mit sich bringt.

Deshalb wurden minimale Anforderungen an

die Kündigung der für Garagisten oft existenziellen

(Werkstatt-)Verträge geschaffen. Bei

Fragen, Unsicherheiten oder bei Verdacht auf

eine unrechtmässige Kündigung konsultieren

Sie den AGVS oder einen Anwalt. <

www.osram.com/ledupgrade

Licht ist das perfekte Upgrade

OSRAM LEDriving ® Ersatzlampen

Leidenschaftliche, innovationsorientierte Fahrer wollen sich

von der Masse abheben und legen zudem großen Wert auf

Sicherheit, Leistung und Stil. Deshalb sind sie immer auf der

Suche nach der neuesten Technologie.

Mit den OSRAM LEDriving ® Ersatzlampen 1) 2) sind Sie für diese

Anforderung bestens gerüstet und damit Ihrer Konkurrenz einen

Schritt voraus.

1)

Diese Produkte haben keine ECE-Zulassung. Das bedeutet, dass sie nicht auf öffentlichen

Straßen im Außenbereich eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz auf öffentlichen Straßen führt

zur Aufhebung der Betriebserlaubnis und zum Verlust des Versicherungsschutzes. Mehrere

Länder verbieten den Verkauf und die Verwendung dieser Produkte. Bitte kontaktieren Sie

Ihren lokalen Vertriebspartner, um Informationen über die Verfügbarkeit in Ihrem Land zu erhalten.

2)

LEDriving ® CANBUS CONTROL UNIT vermeidet Fehlermeldungen auf dem Bordcomputer bei

Verwendung von LED-Lampen innerhalb von 5 W, 21 W- oder 50 W-Anwendungen.

Licht ist OSRAM


POLITIK & RECHT

Winterreifen-Obligatorium

Werden Winterreifen

bald obligatorisch?

Vor gut anderhalb Jahren hat SVP-Nationalrat Walter Wobmann ein Postulat eingereicht. Seine

Forderung: Der Bundesrat soll prüfen, ob bei winterlichen Strassenverhältnissen eine Winterreifen-Pflicht

für Motorfahrzeuge eingeführt werden kann. Das ist der aktuelle Stand des Geschäfts. André Bissegger

64

September 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Der Solothurner Nationalrat will, dass Winterreifen

bei winterlichen Strassenverhältnissen

obligatorisch werden also dann, wenn

Schnee und/oder Eis auf der Fahrbahn liegen.

«Wenn beispielsweise jemand mit seinem

Oldtimer an einem schönen Wochenende

eine Ausfahrt machen will und weder Schnee

noch Eis auf der Fahrbahn liegt, dann kann er

das auch ohne Winterreifen tun», sagt Wobmann.

Einige Länder würden diese Regelung

schon lange kennen. Und wer mit Ganzjahresreifen

unterwegs ist, wäre von der Pflicht

sowieso ausgenommen.

Wobmann begründet seinen Vorstoss damit,

dass das alljährliche Verkehrschaos nach dem

ersten Schneefall oder der ersten Eisnacht

nur zu einem kleinen Teil mit der noch nicht

stattgefundenen Umgewöhnung und Anpassung

an die winterlichen Strassenverhältnisse

zu tun hat. «Bei einem Grossteil der Unfallfahrzeuge

befinden sich leider oftmals noch

Sommerpneus auf den Rädern», schreibt er im

Postulat. Besonders auffällig seien auch ausländische

Fahrzeuge und sogar schwere Lastwagen,

welche die Schweiz mit abgelaufenen

Sommerreifen durchqueren wollen. Das Postulat

wurde von 18 Parlamentarierinnen und

Parlamentariern mitunterzeichnet.

Noch wurde der am 15. Dezember 2017 eingereichte

Vorstoss im Rat nicht behandelt. Das

ist ein Problem: Wird ein parlamentarischer

Vorstoss nicht innert zwei Jahren nach seiner

Einreichung abschliessend behandelt, wird er

abgeschrieben. So schreibt es das Parlamentsgesetz

vor.

«Ich hoffe, dass das Postulat noch in diesem

Jahr behandelt wird», sagt Wobmann. «Wenn

es abgeschrieben wird, muss ich erst prüfen,

was der beste Weg ist allenfalls geht es sogar

über die Verordnungsstufe.»

Klar ist hingegen die Haltung des Bundesrats,

der sich bereits mehrfach mit einer Winterreifen-Pflicht

befasst hat: Er will ein Winterreifen-Obligatorium

gar nicht erst prüfen und

beantragt die Ablehnung des Postulats. Der

Bundesrat referenziert in seiner Begründung

auf eine frühere Antwort, in der er die Pflicht

als unzweckmässig und unverhältnismässig

erachtet. «Von Jahr zu Jahr verändern sich

die Wetterbedingungen; in einem Jahr sind

die Winterreifen schon im Oktober nötig, im

anderen Jahr erst im Dezember.» Auch seien

je nach Lage und Ort die Klimabedingungen

verschieden. «So ist zum Beispiel die Wetterlage

in Bergebieten nicht dieselbe wie im

Flachland.»

Der Bundesrat verweist weiter auf das geltende

Strassenverkehrsgesetz: Demnach kann

bereits heute jemand bestraft werden, wenn

er auf schneebedeckter Fahrbahn wegen

unangemessener Fahrweise wenn die Geschwindigkeit

trotz Sommerreifen nicht den

Verhältnissen angepasst wurde einen Unfall

verursacht oder den Verkehr gefährdet. <

Unsere Winterspezialisten

PLATIN RP 60 WINTER

51 Dimensionen von 13 bis 18 Zoll für PKW und SUV

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POLITIK & RECHT

Interview mit Walter Wobmann, SVP-Nationalrat

Nationalrat mit Benzin im Blut

Walter Wobmann vertritt seit 2003 den Kanton Solothurn im Nationalrat. Nun will sich der SVP-Parlamentarier im

Herbst für eine fünfte Legislatur wählen lassen. Im Gespräch mit AUTOINSIDE erklärt er, weshalb ihm das Auto gewerbe

so am Herzen liegt. André Bissegger

SVP-Nationalrat Walter Wobmann.

Herr Wobmann, Sie sind seit bald 16 Jahren

Mitglied des Nationalrats und streben nun eine

weitere Legislatur an. Haben Sie noch genug

Energie? Und woher nehmen Sie diese?

Walter Wobmann: Ich bin immer noch

voll motiviert und will meinen Beitrag für

unsere Gesellschaft und unser Land auch

weiterhin leisten. Die vielen positiven Reaktionen

aus der Bevölkerung zeigen mir, dass

meine politische Arbeit sehr wichtig ist und

auch geschätzt wird. Das gibt mir Mut und

Kraft weiterzumachen. Ich habe auch das

Glück, dass meine Batterie nach grossen Anstrengungen

wieder schnell aufgeladen ist.

Sie sind gelernter Automechaniker, haben

auf dem Beruf gearbeitet und unter anderem

drei Autogaragen aufgebaut. Vermissen Sie

die Werkstatt gelegentlich?

Ich hatte das Autogewerbe sehr gern und

bin auch heute noch beruflich sehr eng damit

verbunden. Für eine Werkzeughandelsfirma

habe ich die Gebietsleitung Nordwestschweiz.

Via Werkzeughändler beliefern wir

auch das Autogewerbe.

Sie sind aktuell der einzige Vertreter des

Autogewerbes im Parlament. Fühlen Sie

sich einsam oder spüren Sie die Unterstützung

von anderen Parlamentariern?

Einsam fühle ich mich nicht, denn die

ganze SVP-Fraktion steht voll hinter meinen

Auto- und Motorradthemen. Aber es

wäre natürlich schön, wenn neben mir noch

weitere Leute mit Automechanikerblut im

Parlament wären. Im Oktober sind Wahlen.

Dann kann das ganze Fahrzeuggewerbe

entsprechend Einfluss nehmen, indem die

richtigen Leute gewählt werden. Mein dringender

Wunsch an die AUTOINSIDE-Leserinnen

und -Leser ist deshalb, dass sie an den

Wahlen teilnehmen und ihr ganzes Umfeld

mobilisieren. Für die Zukunft unseres Landes

ist es wichtig, dass im Parlament Leute

mit gesundem Menschenverstand sitzen

und nicht linke Ideologen, welche unter dem

Deckmantel des Klimaschutzes an einem sozialistischen

System arbeiten.

Sie sind unter anderem Mitglied der Gruppe

Auto und Verkehr und sitzen in der

nationalen Verkehrskommission des ACS.

Woher kommen Ihr Interesse und Ihre

Leidenschaft für den MIV?

Böse Zungen behaupten, ich hätte Benzin im

Blut. Mein ganzes Leben lang hat mich alles

interessiert, was einen Motor hat. Darum

habe ich auch Automechaniker gelernt, war

in jungen Jahren aktiver Motorsportler und

bin heute noch als Präsident der Schweizerischen

Motorrad Föderation FMS sehr eng mit

dem Auto- und Motorradsport verbunden.

Da ich ein sehr freiheitsliebender Mensch

bin, ist es logisch, dass ich mich für den Individualverkehr

einsetze. Dieser wird bekanntlich

gerade jetzt von den rot/grünen Kreisen

regelrecht verteufelt. Dagegen braucht es nun

massiven Widerstand.

Was waren Ihre grössten Erfolge für

die Autobranche?

2013 ergriff ich zusammen mit meiner

Kollegin Nadja Pieren das Referendum gegen

die extreme Preiserhöhung der Autobahnvignette,

das wir in der Volksabstimmung

dann auch deutlich gewonnen haben. Damit

wehrte ich mich auch gegen die schrittweise

Erhöhung der verschiedenen Verkehrsabgaben.

Mein Ziel war, dass ein klares Konzept

mit einem Verkehrsfinanzierungsfonds geschaffen

wird. Dies kam dann mit dem Nationalstrassen-

und Agglomerationsfonds

NAF auch zustande. Als SVP-Leader der nationalrätlichen

Verkehrskommission KVF

konnte ich auf diese Vorlage sehr grossen

Einfluss nehmen. Das Volk hat dann 2017

dem NAF sehr deutlich zugestimmt. Meine

alte Forderung, dass die rund 400 Millionen

Franken aus der Autoimportsteuer

zweckgebunden für die Strasse verwendet

werden sollen, wurde bei der NAF-Vorlage

erfüllt. Das freut mich natürlich, denn der

erste Vorstoss dazu hatte ich vor über zehn

Jahren gemacht. Ein weiterer Erfolg war die

Motion für die Abschaffung der Lenkungsabgabe

für flüchtige organische Verbindungen

VOC. Der Nationalrat stimmte dem zu,

der Ständerat hat dann leider den Inhalt abgeändert.

Nun wird zwar die Abgabe nicht

abgeschafft, aber immerhin soll der administrative

Aufwand reduziert werden.

Was für Ziele haben Sie sich für Ihre

fünfte Legislatur gesteckt?

Bei der derzeitigen Klimahysterie besteht die

Gefahr, dass grosses Unheil auf das ganze

Fahrzeuggewerbe und auf den Individualverkehr

zukommt. Dagegen müssen wir uns

dringend wehren und Schadensbegrenzung

betreiben. Als Mitglied der Umwelt-, Raumplanungs-

und Energiekommission UREK

und der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen

KVF bin ich am richtigen Ort.

Ich werde wie bisher Vorstösse für das Gewerbe

und für die Freiheit unserer Bevölkerung

und unseres Landes bearbeiten. Weiter

werde ich mich, wie schon in der Vergangenheit,

gegen die übertriebene Zuwanderung

und gegen die zunehmende Islamisierung

einsetzen. Dazu wird unter anderem im

nächsten Jahr die von mir als Präsident des

Egerkinger Komitees lancierte Volksinitiative

für ein nationales Verhüllungsverbot zur

Volksabstimmung kommen. <

Weitere Infos unter:

walter-wobmann.ch

66

September 2019 | AUTOINSIDE


SPONSORED CONTENT

ESA+TECAR SUPERGRIP PRO

Der exklusive Winterreifen

Die ESA führt auf die Winterreifensaison 2019/20 mit dem SUPERGRIP PRO die neue Generation des exklusiven

Garagistenreifens ein. Gemeinsam mit dem neuen Hersteller einem der grössten Premiumhersteller in Europa und

nach den Bedürfnissen der Automobilisten hat die ESA die neue Generation entwickelt.

pd. Die ESA führt so die 40-jährige Tradition

des erfolgreichen ESA+TECAR weiter. Ob

für kleinere Fahrzeuge mit einem Felgendurchmesser

von 13-Zoll oder für aktuelle

Modelle mit einer Reifenbreite von 245

mm der SUPERGRIP PRO ist die optimale

Wahl und überzeugt mit einem attraktiven

Profildesign. Dass dabei das hervorragende

Verhältnis von Preis zu Leistung bestehen

bleibt, ist selbstverständlich.

Der Reifen ist insbesondere auf Schweizer

Strassen ausgerichtet, sorgt für Laufruhe

und verfügt über die nötigen Sicherheitsreserven

auf allen Fahrbahnoberflächen. Ob

herbstliches Nass oder winterliche Strassenverhältnisse,

der SUPERGRIP PRO bleibt in der

Spur und sorgt für sichere Fahrt. Die Längsrillen

und die volumenoptimierten seitlich

wegführenden Rillen helfen, Aquaplaning

zu verhindern. Dank der Lamellenstruktur

sowie den abgewinkelten Griffkanten verfügt

der SUPERGRIP PRO über sehr gute

Eigenschaften beim Beschleunigen wie auch

beim Bremsen. Die neuste Technologie des

Profildesigns reduziert erzeugte und wahrgenommene

Geräusche während der Fahrt,

was zu einem angenehmen Fahrgefühl bei

allen Strassenverhältnissen führt.

«Wir freuen uns auf die Einführung der neuen

Winterreifen», meint Giorgio Feitknecht,

CEO der ESA. «Die neue Generation

ESA+TECAR-Reifen haben wir ja bereits im

Frühling lanciert. Bei den Sommerreifen

konnten die ESA-Mitinhaber ihren Vorteil

bereits ausspielen. Die neue Generation

hat nicht nur uns, sondern auch unsere

Mitinhaber und Kunden sowie die Automobilisten

begeistert. Wir sind überzeugt,

dass dies auch im kommenden Herbst mit

den Winterreifen so sein wird.».

Die exklusiven ESA+TECAR-Reifen für

den Schweizer Garagisten sind exklusiv beim

Garagisten erhältlich, dem Fachmann rund

ums Auto.


BILDUNG

AGVS-Didaktikmodule

Sind Sie als Berufsbildner

noch up to date?

Anfang 2018 ist die revidierte Bildungsverordnung der technischen Grundbildungen im

Autogewerbe in Kraft getreten. Diese Revision brachte einige wichtige Neuerungen mit

sich: Nebst aktualisierten Lerninhalten für die angehenden Fachkräfte wurden die Anforderungen

an deren Berufsbildnerinnen und Berufsbildner überarbeitet. Stéphanie Ackermann

Berufsbildner, die über keinen tertiären Abschluss verfügen, müssen bis

Ende 2020 einen eintägigen, obligatorischen Kurs besuchen. Testen Sie

gleich auf autoberufe.ch unter der Rubrik «Wer kann ausbilden?», ob Sie

eine Ausbildung auf tertiärem Niveau abgeschlossen haben oder nicht.

Die eintägigen Didaktikmodule des AGVS vermitteln wichtiges Wissen für

die Umsetzung der neuen Bildungsverordnung in Ihrem Betrieb und helfen

mit, eine qualitativ hochstehende und zeitgemässe Grundbildung anzubieten.

Beim Kursinhalt des Tagesseminars haben Sie die Wahl: Welches der

nebenstehenden Themen interessiert Sie am meisten?

Wie findet man den geeigneten Lernenden? Wie interpretiere ich den

AGVS-Eignungstest? Wie plane ich die Ausbildung? Was sind Handlungskompetenzen?

All diese Fragen werden in den spannenden Tageskursen

der AGVS Business Academy beantwortet.

Auf der nächsten Seite finden Sie die nächsten Kursdaten. Die weiteren

geplanten Kurse werden laufend auf unser Webseite ergänzt und in verschiedenen

Regionen durchgeführt.

Sie haben das AGVS-Didaktikmodul bereits absolviert? Reichen Sie den

Schulungsnachweis (Kursbestätigung) unbedingt bei Ihrem Kanton ein! <

Während im Modul «Instrumente der neuen BiVo kompetent einsetzen»

die Ausbildungsplanung sowie die Gesprächsführung mit den

Lernenden im Fokus stehen, lernen Sie im Themenblock «Lernende

selektieren», wie die Auswahl der Lernenden zum Gewinn wird. «Die

Selektion ist die Phase, in der Sie die meisten guten Leute verlieren»,

sagt AGVS-Referent Roland Peter von der B-Werk Bildung GmbH. Alle

Module haben zudem zum Ziel, die Anzahl der Lehrabbrüche langfristig

zu reduzieren und zu verhindern.

Die Instrumente der

neuen BiVo

kompetent einsetzen

1 2 3

Lernende selektieren

Junge Erwachsene

führen und Krisen

überwinden

Der AGVS empfiehlt, dass nebst einem obligatorischen Kurs weitere Themenblöcke

freiwillig besucht werden.

Tertiär

Nicht tertiär

Erforderlicher Abschluss für Berufsbildner/-innen

• eidg. dipl. Automechaniker/-in

• eidg. dipl. Fahrzeug-Elektriker-Elektroniker/-in

• Automobildiagnostiker/-in

• Automobil-Werkstattkoordinator/-in

• Bachelor of Science in Automobiltechnik und Automobilingenieur/-in

• Automobil-Mechatroniker/-in

• Automechaniker/-in

• Fahrzeug-Elektriker-Elektroniker-in

• Automobil-Fachmann/-frau

• Automonteur/-in

Besuch des Didaktikmoduls

erforderlich?

Nein

Ja

autoberufe.ch/de/

node/23600

Testen Sie auf autoberufe.ch die

Anforderungen an Berufsbildner.

68

September 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Rolf Gysin, Serviceleiter bei der Basler Grossgarage Grosspeter AG

(links), und Marco Leu, Automechaniker und Kundendienstberater bei

der Garage Tanner AG in Merishausen erarbeiten einen praktischen

Schnupperauftrag.

Radar- und

Kamerakalibrierung

der neusten

Generation

Modul «Die Instrumente der neuen BiVo 2018 kompetent einsetzen»

Nach diesem Tag können Berufsbildner/innen:

• mithilfe des Ausbildungsprogramms festlegen,

wann welche Handlungskompetenzen im Betrieb

eingeführt und vertieft werden.

• mit den Lernenden förderorientierte

Semestergespräche führen.

• den Bildungsbericht als Standortbestimmungsinstrument

gewinnbringend

einsetzen.

• die Lernenden bei der Führung der Lerndokumentation

unterstützen.

Hier finden die nächsten Kurse statt:

Dienstag, 8. Oktober 2019, Mülenen

Mittwoch, 4. Dezember 2019, Horw

Dienstag, 10. Dezember 2019, Goldau

Donnerstag, 12. Dezember 2019, Bern

Fahrzeugspezifische

Tafeln mit

Schnellverschluss

Leicht einzustellen

durch elektische

Höhenverstellung

h

Modul «Lernende selektieren»

Nach diesem Tag können Berufsbildner/innen:

• ihren Betrieb und ihre Lehrstellen auf verschiedenen

Kanälen spannend präsentieren.

• den Selektionsprozess mit geeigneten

Instrumenten gezielt planen und durchführen.

• ein geeignetes Programm für eine Schnupperlehre

zusammenstellen.

• Lernende auswählen, die zum Betrieb passen

und den Anforderungen des Berufs entsprechen.

Hier finden die nächsten Kurse statt:

Dienstag, 10. September 2019, Sissach

Dienstag, 19. November 2019, Bern

Dienstag, 10. Dezember 2019, St. Gallen

Donnerstag, 9. Januar 2020, Goldau

Sicherer Transport

durch integrierte

Rollen

Zukunftssicher durch

variable Einstellung

des Neigungswinkels

Immer in der richtigen

Position dank 3-Punkt

Selbstzentrierung

BESUCHEN SIE UNS AUF DER

Modul «Junge Erwachsene führen und Krisen überwinden»

Nach diesem Tag können Berufsbildner/innen:

• auffälliges Verhalten von Lernenden

reflektieren und einordnen.

• die Motivation und das Selbstbewusstsein von

Lernenden beeinflussen.

• Ursachen, welche das Erreichen der Ausbildungsziele

behindern, erkennen.

• Kriterien zu lernfördernden Standortbestimmungsgesprächen

anwenden.

• und noch mehr …

Hier finden die nächsten Kurse statt:

Mittwoch, 27. November 2019, Bern

Dienstag, 11. Februar 2020, Goldau

STAND 352

www.texadeutschland.com

agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/agvs-business-academy

AUTOINSIDE | September 201969


BILDUNG

AGVS Business Academy

SEPTEMBER

Das Google Basics Training

für den Autohandel

Der Google Basics Einsteigerkurs gibt einen

Einblick in die wichtigsten Werkzeuge und

Massnahmen für eine verbesserte Sichtbarkeit

in Google. Sie lernen, wie Sie Ihr

Unternehmen dort optimal präsentieren und

mögliche Marketingangebote wie Google

Adwords selbst steuern können.

> > 2. September 2019, Horw

Dialog das neue Mitarbeitergespräch

Für (zukünftige) Führungsverantwortliche,

die ihre Mitarbeitergespräche effizienter und

erfolgreicher gestalten wollen und bereit

sind, sich intensiv mit der wirksamen Mitarbeiterentwicklung

auseinander zu setzen.

> > 11. September 2019, Bern

Grundlagen Flottenverkauf

Fahrzeugflotten in Unternehmen zu

bewirtschaften, erfordert von den Verantwortlichen

umfassende Kenntnisse und

Fähigkeiten. Lernen Sie in diesem Kurs den

Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen

kennen!

> > 12. September 2019, Bern

MwSt.-Grundkurs

Der Grundkurs ist eine aktuelle, praxisnahe

Einführung in die Mehrwertsteuer

im Automobilgewerbe unter Anwendung

von Fallbeispielen. Der Tageskurs soll den

Teilnehmenden einen Überblick über die

Mehrwertsteuer verschaffen. Es werden die

wichtigsten Elemente der Mehrwertsteuer

behandelt, damit in der Praxis die korrekte

Anwendung gesichert ist.

> > 18. September 2019, Bern

MwSt.-Fortsetzungs- und Vertiefungskurs

Der Fortsetzungs- und Vertiefungskurs

MwSt. soll bei den Teilnehmenden die

korrekte Anwendung der MwSt. fördern.

Anhand von kurzen praxisbezogenen Fallbeispielen

und im Dialog mit dem Referenten

kann das Wissen vertieft werden. Voraussetzung:

Grundkurs.

> > 25. September 2019, Bern

Facebook, Xing, Twitter und WhatsApp

im Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige Möglichkeiten

auf, wie Sie die verschiedenen Plattformen

für sich selber einsetzen können, um noch

erfolgreicher zu verkaufen. Dieser Workshop

ist speziell für die Automobilbranche

konzipiert.

> > 23. September 2019, St. Gallen

> > 11. November 2019, Horw

Cours d’introduction

« Orfo 2012 employé-es de commerce »

Information pour les personnes responsables

de la formation des employé-es de

commerce.

> > 24 septembre 2019, Yverdon

> > 27 septembre 2019, Yverdon

OKTOBER

Lehrgang DAB+

In Zusammenarbeit mit der Schweizer-Radiobranche,

DAB+-Experten der SRG sowie

DAB+-Fahrzeug-Spezialisten wurde ein

DAB+ Lehrgang mit AGVS Kompetenzausweis

entwickelt.

> > 1. Oktober 2019, St. Gallen

> > 3. Dezember 2019, Bern

Berufs- und Praxisbildnerschulung

Kaufmann/-frau EFZ (BiVo 2012)

Einführung in die Umsetzung der kaufmännischen

Grundbildung im Automobil-

Gewerbe.

> > 10. Oktober 2019, Bern

> > 15. und 22. Oktober 2019, Winterthur

Facebook, Xing, Twitter et WhatsApp

dans la vente automobil

> > 4 octobre 2019, Yverdon

Kompetent dank

Weiterbildung

Für die kommende Prüfung wünschen wir den Absolventen der Weiterbildung «BP Automobildiagnostiker/in» viel Erfolg.

Vordere Reihe von links nach rechts:

Dominic Bosshard, Fabian Flühmann, Kim Rohrbach, Stefan Jost, Matthias Reber, Benjamin Scheidegger, Marcel Bühler

Rolf Zahnd und Martina Rhyner (Dozierende)

Hintere Reihe von links nach rechts:

Adrian Hürst, Daniel Lörtscher, Alex Tamm, Lars Witschi, Philipp Kohler, Marcel Tschannen

Es fehlt: Christian Schläppi

Wir bringen auch Ihre Karriere in Schwung, unter www.gibb.ch finden Sie Informationen zu unseren Kursangeboten.

70

September 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Elektro-Instruktion für Hochvolt-Systeme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

> > 03./04. Oktober 2019, Horw

> > 25./26. Oktober 2019, TBZ Zürich

> > 21./22. November 2019, STFW Winterthur

> > 17./18. Dezember 2019, St. Gallen

> > 09./11. Januar 2020, BBZ Goldau

> > 21./22. Januar 2020, Bildungszentrum Bern

Weitere Ausbildungspartner unter:

agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/hochvoltzertifizierung

28. AGVS-FRAUENSEMINAR

Mit dem diesjährigen Frauenseminar

sprechen wir alle Garagistenfrauen im

deutschsprachigen Raum an, welche

administrative und personelle Aufgaben

wahrnehmen und ihren Betrieb durch

gezielte und effiziente Konzepte weiterentwickeln

wollen.

> > 28. bis 30. Oktober 2019, Appenzell

> > 4. bis 6. November 2019, Appenzell

NOVEMBER

Finanzielle Führung in Garagenbetrieben

Kennen Sie die Finanzzahlen in Ihrem

Unternehmen und wissen Sie, wie Sie diese

beurteilen müssen? Dieser Kurs richtet sich

an Inhaber, Geschäftsführer und Finanzverantwortliche

von Garagenbetrieben, welche

ihre Kompetenz in Finanz- und Controlling-

Fragen auffrischen oder vertiefen wollen. Sie

lernen wichtige Finanzentscheide im Betrieb zu

beurteilen, vorzubereiten und durchzuführen.

> > 5. November 2019, Bern

> > 6. November 2019, St. Gallen

Occasionsmanagement

Die Teilnehmer lernen, wie sie ihre Occasionsfahrzeuge

richtig bewirtschaften. Dazu gehören

unter anderem die Präsentation, der Eintauschprozess

und die dynamische Preisstrategie.

> > 6. November 2019, Bern

Séminaire de gestion des occasions

Les participants apprennent comment bie

gérer leurs véhicules d’occasion. La presentation,

le processus de reprise et la stratégie

dynamique de prix en font partie.

> > 7 novembre 2019, Paudex

Direction financière de garages ce qu’il

faut savoir

> > 19 novembre 2019, Paudex

JANUAR 2020

Formation turbo pour vendeur auto 2020

La communication avec l’autre, la conquête

et la fidélisation de la clintèle ainsi que la

technique de vente constituent l’essentiel

de cette formation intensive. Il s’agit d’une

formation moderne, vivante, animée par des

intervenants qui sont tous professionnels

de leur branche.

> > 20. 31. janvier 2020 à Paudex

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch.

Meine Wirkung als

Führungsverantwortliche/r

Von den Grundregeln der Kommunikation

über Ihre Rolle als Führungsperson. Wie

gehen Sie mit aktuellen Herausforderungen

um? Aktuelle Führungssituationen werden

im Seminar besprochen und Sie erhalten so

die Gelegenheit, gemeinsam Lösungen

zu erarbeiten.

> > 9. Januar 2020

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres,

dans la Business Academy en ligne.

agvs-upsa.ch, Rubrik :

Berufsbildung/AGVS Business Academy

Kompetent dank

Weiterbildung

Die gibb wünscht den Studierenden der Abschlussklasse der Werkstattkoordinatoren im Autogewerbe

viel Glück und Erfolg bei ihrem weiteren Werdegang !

Vordere Reihe von links nach rechts :

Roland Hirschi, Daniel Oschounig, Manuel Zurwerra, Nicolas Hofmann, Patrick Scheuner

Wir bringen auch Ihre Karriere in Schwung, unter www.gibb.ch finden Sie Informationen zu unseren Kursangeboten.

AUTOINSIDE | September 201971


BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur Aus- und

Weiterbildung im Automobilgewerbe

LEHRGANG FAHRZEUGRESTAURATOR

Fachrichtung Automobiltechnik

Informationsabend:

Mittwoch, 4. September 2019, 18.30 Uhr

Ort: AGVS Ausbildungscenter Sektion

Solothurn, Gerolag Center Olten,

Industriestrasse 78, Olten

Start Lehrgang: Februar 2020

> > fahrzeugrestaurator.ch

AARGAU

Automobildiagnostiker/in

Informationsabende:

Donnerstag, 12. September 2019, 18 Uhr

Dienstag, 19. November 2019, 18 Uhr

Start Lehrgang: Mittwoch, 4. September

2019 oder Mittwoch, 9. September 2020

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Ort: Handelsschule KV Aarau

> > hkvaarau.ch

BERN

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

Automobildiagnostiker/in BP

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Ort: GIBB

> > gibb.ch

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Informationsabende:

Donnerstag, 12. September 2019, 19 Uhr,

Bahnhofpark 2a, Sargans

Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr,

Gürtelstrasse 48, Chur

Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr,

Berufsschulareal 1, Ziegelbrücke

Donnerstag, 14. November 2019, 19 Uhr,

Bahnhofpark 2a, Sargans

Donnerstag, 21. November 2019, 19 Uhr,

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September 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Gürtelstrasse 48, Chur

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker/in und

Automobil-Werkstattkoordinator/in

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, Horw

> > agvs-zs.ch

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Informationsabend: Mittwoch, 22. Januar

2020, 19 Uhr, im Ausbildungszentrum

Start Lehrgang: August 2020

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Ort: Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

WINTERTHUR

Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Informationsabend:

Montag, 21. Oktober 2019, 19 Uhr

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > stfw.ch/akb

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

Automobildiagnostiker/in

Automobil-Werkstattkoordinator/in

Start Lehrgang: 2./3. September 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad und stfw.ch/adwo

ZÜRICH

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Jeweils freitags

Ort: TBZ

> > tbz.ch

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

Start: 16. September 2019, berufsbegleitend

(montags ganztägig oder dienstag- und

donnerstagabends)

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

CONSEILLER DE SERVICE À LA CLIENTÈLE

Prochaine session : octobre 2019

Séance d’informations : 3 septembre 2019,

18h00

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

PAUDEX

Brevet fédéral de conseiller

de vente en automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

SION

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : Automne 2019

Lieu : Ecole Professionnelle Technique et

des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Prochain session : Automne 2019

Lieu : EPTM, Sion

> > formationcontinuevalais.ch

GENÈVE

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : novembre 2019

Lieu : Centre de formation UPSA Genève

> > formation-upsa-ge.ch/web/

formations-4-2/

YVERDON

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : janvier 2020

Cours du jour, le mercredi (dernier

semestre le mardi)

Lieu : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > formation.upsa-vd.ch

Aus den Sektionen

Für eine Publikation im AUTOINSIDE

melden Sie uns bitte Ihre Daten zu den

aktuellen Infoveranstaltungen und

Lehrgängen im Automobilgewerbe an

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Informationen zu allen

Weiter bildungen erhalten

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BILDUNG

Lehrgang Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Kompetenz ist lernbar

Kundendienstberater nehmen in einer Garage eine entscheidende Rolle ein. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen

Kunde und Werkstatt und entscheidend für Kundenloyalität und -zufriedenheit jedoch genauso wenig eine Selbstverständlichkeit

wie die dazu nötige Fachkompetenz. Daher lohnt sich der Lehrgang zum Kundendienstberater und zwar für

Mitarbeiter und Firma.

Kundendienstberater sind ein entscheidendes Element in jeder Garage von ihrer Weiterbildung profitieren daher sowohl der Mitarbeiter als auch der Betrieb selbst.

pd./jas. «Wer in die Qualität und die Weiterbildung

seiner Mitarbeiter investiert, wird

als Betrieb mehr Erfolg haben», ist sich Antoine

Chappuis, Ausbildungsdirektor am

Centre Patronal in Paudex VD, sicher. Diese

Erkenntnis sei in der Romandie vor allem

im technischen Sektor leider noch nicht auf

breiter Basis gereift. «Das Interesse an der

Weiterbildung könnte grösser sein. Dabei

ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation.

Sowohl Kursteilnehmer als auch Betrieb profitieren

schliesslich durch die höhere Fachkompetenz»,

erläutert Chappuis.

Im Garagenbereich nehmen Kundenberater

heute längst nicht einfach nur das Kundenauto

entgegen. Gute Berater gehen auf die

Anliegen der Kunden ein, glänzen durch

Fachkompetenz und seriöse Beratung. Sie

erstellen verbindliche Offerten und koordinieren

die Aufträge mit dem Werkstattpersonal.

So kann seitens der Werkstatt eine gute

Arbeitsqualität erzielt werden und der Kunde

wird nicht durch lange Wartezeiten oder unerwartete

Kosten überrascht. Dies wirkt sich

alles positiv auf die Kundenzufriedenheiten

und -loyalität aus. Diese Fachkompetenz fällt

nicht vom Himmel. Sie kann aber problemlos

mit einer Weiterbildung zum Kundendienstberater

erlangt werden. In der Romandie hat

man schon ab August/September die Chancen

für Kurse am Centre Patronal in Paudex,

um einen Fachausweis als Kundendienstberater

im Automobilgewerbe zu erlangen.

«Alle wichtigen Infos zu den Kursen findet

man unter romandieformation.ch», erklärt

Chappuis. Auch in der Deutschschweiz bieten

zwei Bildungsinstitutionen die höhere Berufsbildung

zum Kundendienstberater respektive

zur Kundendienstberaterin im Automobilgewerbe

mit eidgenössischen Fachausweis an:

die Schweizerische Technische Fachschule

in Winterthur (STFW) und die Gewerblich-

Industrielle Berufsschule Bern (GIBB). Chappuis

ergänzt: «Was viele Interessierte nicht

bedenken oder wissen: Vom Bund erhält

man substanzielle finanzielle Unterstützung

für sein Weiterbildungsengagement.» Wird

der Antrag nach absolvierter eidgenössischer

Prüfung gestellt, werden 50 Prozent der Kurskosten

zurückerstattet. (Infos dazu unter:

sbfi.admin.ch).

«Der Lehrgang ist durch den AGVS sehr klar

strukturiert», hält der Ausbildungsdirektor

am Centre Patronal in Paudex fest. So wird

sichergestellt, dass schweizweit eine solide

Basis gelegt wird. Die einzelnen Module wie

Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Administration

und Informatik, Offerten- und

Auftragswesen, Marketing und Handel, Personal

und Organisation, Recht und Versicherungen,

Kalkulation sowie Arbeitstechnik

und Kommunikation werden sehr praxisnah

vermittelt. Äusserst hilfreich für die Teilnehmer

des Lehrgangs ist zudem der Erfahrungsaustausch.

Da die Teilnehmenden aus ganz

unterschiedlichen Betrieben (Carrosserie,

Nutzfahrzeugbetriebe, Gross- und Kleinbetriebe…)

kommen, erhalten sie Einblicke,

die auch für den eigenen Betrieb spannend

sein könnten genau wie natürlich die ganze

Ausbildung zum Kundendienstberater im

Automobilgewerbe. <

Infoabende

STFW

Infoveranstaltung: 21. Oktober 2019, 19 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter stfw.ch.

GIBB

Die nächsten Infoveranstaltungen werden im

Januar und März 2020 stattfinden. Weitere

Informationen gibt es unter gibb.ch.

74

September 2019 | AUTOINSIDE


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Auto-i-dat AG

Zuverlässige Daten sind Kompass des Markts

Wer erfolgreich wirtschaften will, braucht zuverlässige Daten. Ohne valide Zahlen wird das Geschäft zum Orientierungslauf

ohne Kompass.

pd. Die von auto-i-dat erhobenen Marktzahlen

dienen dem Händler dazu, festzustellen,

wie sich der Gesamtmarkt sowie die

einzelnen Teilmärkte Neu- und Occasionen,

Antriebsformen und Fahrzeugsegmente

entwickeln und wo er im Vergleich dazu

steht. Diese «Wegmarken» liefert auto-i-dat

in verschiedenen Formen, darunter zwei Mal

im Jahr in Form des Fahrzeugmarktreports:

einmal im Januar und einmal im Juli.

Auf Basis der umfassendsten Fahrzeugdatenbank

der Schweiz analysieren die Datenspezialisten

von auto-i-dat alle relevanten

Marktindizes und erstellen ein verlässliches

Gesamtbild. Auto-i-dat zeigt nicht nur auf,

wie sich der Gesamtbestand an Fahrzeugen

in der Schweiz entwickelt, sondern wichtig

für den Handel wie sich die relevanten

Segmente verändern. In diesem Rahmen

sind unsere Datenspezialisten auch in der

Lage, spezifische Reports über die einzelnen

Marken oder Markengruppen zu generieren.

Interessant primär für den Occasionshandel

sind in diesem Zusammenhang die von

auto-i-dat erhobenen Informationen über

die Standzeiten der verschiedenen Antriebskonzepte

Benziner, Diesel, CNG, Elektro

sowie einzelner Marken und Fahrzeugtypen.

Gerade hier zeigt sich, wie sich die einzelnen

Antriebsformen auf dem Occasionsmarkt

bewegen. Mehr noch: Die Datenspezialisten

interpretieren die Zahlen und

zeigen die relevanten Hintergründe für die

jeweilige Entwicklung auf. Für den Händler

ist es zentral zu wissen, was geht und was

steht. So gesehen sind die Zahlen von auto-idat

ein unverzichtbarer Kompass, der bei der

Orientierung hilft. Weil erst die Kombination

aus dem Rückblick auf die Entwicklung

und dem Überblick über aktuelle Marktbewegungen

eine relevante Prognose zulässt

und Händlern und Flottenbesitzern jene

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Interview mit dem VW-Konzernbeauftragten CNG-Mobilität Stephen Neumann

Neue Technologien sind eine

Herausforderung für den Handel

Trotz Fokus auf Elektromobilität gibt der VW-Konzern auch beim Thema CNG-Antrieb mächtig Gas. Bis Ende 2019

haben die Wolfsburger nicht weniger als 19 Modelle im Angebot, die mit CNG (= Compressed Natural Gas) angetrieben

werden, und entwickeln den Antrieb weiter. Stephen Neumann, VW-Konzernbeauftragter CNG-Mobilität, erklärt

AUTOINSIDE exklusiv wieso. Jürg A. Stettler

Elektroautos liegen voll im Trend und

gelten als sexy, CNG-Modelle nicht. Woran

liegt das? Warum das Imageproblem?

Stephen Neumann: Tja, diese Sexyness bei

den Elektroautos … Da

steckt sicher auch klar

der Reiz des Neuen

dahinter. Sie haben

zudem ein neues,

anderes Design. Mit

dem CNG-Antrieb verstecken wir uns ja in

Anführungszeichen unter dem Kleid der

Standardfahrzeuge. So fallen wir natürlich

nicht gross auf. Der CNG-Antrieb muss aber

durch die der Technologie innewohnenden

positiven Botschaften auffallen.

Und die wären?

Die CNG-Technologie ist sofort verfügbar,

erprobt, keinen volatilen Kraftstoffpreisen

ausgesetzt und damit sofort nutzbarer,

kostengünstiger Umwelt- und Klimaschutz.

CNG zeichnet sich durch eine sehr saubere

Verbrennung aus. Kurz gesagt: Da

kommt hinten nicht viel raus. 25

Prozent weniger CO 2

als bei

einem Benziner und 15

Prozent weniger

als beim Diesel. Wechselt man auf Biogas,

haben wir einen nahezu CO 2

-neutralen

Antrieb, einfach so! Das ist es, was uns sexy

machen muss. Ob uns das für die Kunden

ausreichend sexy macht, weiss ich nicht.

Aber letztlich ist es bei der Elektro-Mobilität

ja nichts anderes, und es steckt die gleiche

Motivation dahinter.

Wie ist der VW-Konzern bezüglich

CNG-Antriebe aufgestellt?

2018 haben sich die Absatzzahlen im VW-

Konzern verdoppelt, wenn auch noch

auf niedrigem Niveau. Wir werden im

VW-Konzern die An-

Stephen Neumann, VW-Konzernbeauftragter CNG-Mobilität, ist sich sicher:

«Grünes Gas ist das Rückgrat unserer Energiewende.»

76

September 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

triebstechnologie ausbauen und weiterentwickeln.

Dazu haben wir nun nahezu alle

CNG-Modelle mit einem kleineren Benzintank

ausgerüstet und dafür einen weiteren

CNG-Tank untergebracht. Das schafft klar

mehr Reichweite im CNG-Betrieb. Auch Busse

und LKW werden künftig eine wichtige Rolle

spielen. Jetzt könnten wir uns zurücklehnen,

tun wir aber nicht! Die Dekarbonisierung im

Verkehrssektor ist für uns als Automobilhersteller

nicht alleine zu stemmen. Wir engagieren

uns daher nicht nur im deutschen

«Industriekreis CNG-Mobilität» mit weiteren

Industriepartnern aus den Bereichen Gasversorgung,

Netz- und Tankstellenbetrieb für

dieses Thema.

Ist CNG für den VW-Konzern eine Brückentechnologie

oder doch mehr?

Immer diese Frage nach der sogenannten

Brücke … (seufzt) Die E-Mobilität ist ganz

klar Leittechnologie im VW-Konzern. Es ist

schlicht die effizienteste Art, Energie in Vortrieb

umzuwandeln rein technisch gesehen.

Die E-Mobilität führt auch zu einer ernsthaften

Transformation unseres Geschäftsmodells.

Ich sehe CNG als Wegbegleiter für

die E-Mobilität und als Wegbegleiter in eine

CO 2

-neutrale Mobilität. Per 2050 wollen wir

im VW-Konzern das Ziel «null CO 2

-Emissionen»

erreichen und CNG kann dabei eine

wichtige Rolle spielen. Vor allem, wenn sich

die Biogas-Seite gut entwickelt und synthetische

Gase verstärkt aufkommen. Dann haben

wir einen eingebauten CO 2

-Minderungsschalter

an Bord, denn synthetische oder

Biogase sind ja beliebig mit fossilen Gasen

mischbar. Grünes Gas ist das Rückgrat unserer

Energiewende. Ich sehe deshalb CNG

mehr als Brückenträger oder Brückenpfeiler

statt einer zu kurz geratenen Brücke.

Gerade wurde ein neuer 2,0-Liter-CNG-

Forschungsmotor vorgestellt. Er ist für

Gasbetrieb optimiert und hat einen Wirkungsgrad

von bis zu 45 Prozent. Weiss

man schon, wann er in Serie geht?

Sie sprechen vom «GasOn»-Projekt. Da waren

wir genauso wie Kollegen von der Empa

und ETH Zürich involviert. Wir hatten innerhalb

des EU-Forschungsprojekts die Aufgabe,

ein mageres Gasbrennverfahren zu entwickeln.

Dies birgt bezüglich Effizienz sehr

grosses Potenzial, verlangt aber bezüglich

Abgasnachbehandlung nach komplett neuen

Lösungen. Die Abgase sind durch den

äusserst effizienten Motor sehr kalt. Eine

Abgasnachbehandlung für das dargestellte

Verfahren ist heute nicht verfügbar. Dazu

hat ein anderer Partner im Forschungsprojekt

geforscht, aber leider nicht reüssiert. So

konnten wir nur den Effizienzsteigerungsteil

aufklären. Den Motor des «GasOn»-Projekts

werden wir daher kurzfristig nicht auf den

Markt bringen, weil dazu noch entscheidende

Bausteine fehlen.

Gibt es bereits neue Forschungsprojekte

mit der Empa und der ETH Zürich?

Im Rahmen des Schweizer Forschungskompetenzzentrums

«SCCER Mobility» haben

wir eine langjährige Zusammenarbeit mit

den Kollegen Christian Bach von der Empa

und Konstantinos Boulouchos von der ETH.

Wir unterstützen Dissertationen sowie studentische

Arbeiten, versuchen als Industriepartner

Ideen einzubringen und zwar auch

ohne finanzielle Projektbindung. Wir tauschen

uns zudem rege aus und klären, wo

wir Beiträge leisten können.

Viele Verbrenner werden hybridisiert

oder zumindest mit 48-Volt-Bordnetz ausgerüstet.

Was ist diesbezüglich betreffend

CNG-Modellen denkbar?

Wir haben mit dem neuen 1,5-Liter TGI evo

einen hocheffizienten Motor auf den Markt

gebracht, für den dank unseres Baukastenprinzips

jede Form der Hybridisierung denkbar

wäre. Nur hängt dies auch vom Verkaufsvolumen

ab. Da wir mit dem CNG-Motor

noch in einer Nische sind, rechnet sich dies

momentan nicht. Steigt das Volumen, kann

man aber sehr einfach an der Technologie

der Benziner partizipieren.

Der VW-Konzern hat mit 17 Fahrzeugen jetzt

schon die grösste CNG-Produktepalette.

Ist trotzdem ein weiterer Ausbau geplant?

Über die zukünftige Modellpolitik darf ich

naturgemäss nichts verraten. Wir haben aber

bereits angekündigt, dass wir den Skoda Scala

und den Skoda Kamiq auch als CNG-Variante

lancieren. Somit werden wir bis Ende

des Jahres 19 CNG-Modelle im Angebot haben.

Wir arbeiten zudem an verschiedenen

Ideen und entwickeln die Technologie konstant

weiter. Konkrete Produktentscheide

hängen aber immer auch von der wirtschaft-

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TECHNIK & UMWELT

Der VW-Konzern baut seine CNG-Flotte bis Ende 2019 auf insgesamt 19 Modelle aus.

lichen Seite ab. Schauen Sie unser Portfolio

an, Sie werden selbst einige Lücken entdecken

und in diese könnte man natürlich reinstechen

dies als kleiner Tipp.

Was tut der VW-Konzern, um seinen Händlern

CNG-Fahrzeuge trotz Elektroauto-Flut

schmackhaft zu machen?

Der Händler spielt ganz allgemein eine grosse

Rolle, weil er unsere Kunden ja bei ihrer

Kaufentscheidung berät. Er ist es gewohnt,

Benziner und Diesel sowie viel Sonderausstattungen

zu verkaufen. Nun kommen neue

Antriebstechnologien ins Spiel und das ist

eine klare Herausforderung für den Handel.

Unsere Händler werden auf die Besonderheiten

der alternativen Antriebe geschult, dazu

gehört auch CNG. Wir arbeiten unter anderem

in Deutschland mit Stützpunkthändlern,

die speziell ausgebildet werden und somit

vertieft Auskunft geben können. In der Vergangenheit

war es ja so, dass der CNG-Kunde

meist mehr über das Fahrzeug wusste als der

Händler selbst. Das haben wir erkannt und

nachgeschärft. Bei Seat beispielsweise bringen

wir in jedes Verkaufshaus in Deutschland

ein CNG-Fahrzeug für Probefahrten.

Ansonsten haben die Händler über spezielle

Vorführwagen-Pools die Möglichkeit, sich

zum Beispiel auch CNG-Fahrzeuge für Testfahrten

der Kunden auszuleihen.

Bieten Sie von Herstellerseite her Kurse

für CNG-interessierte Werkstätten an oder

ist dies Sache der einzelnen Märkte?

Die Volkswagen Service Academy bietet Kurse

auf Dienstleistungsbasis an. Wir haben in

Wolfsburg ein Zentrum mit der spezifischen

Ausrüstung für eine solche CNG-Schulung.

Ich gehe davon aus, dass auch interessierte

Händler ausserhalb von Deutschland daran

teilnehmen können.

Alle zwei Jahre ist zumindest in der

Schweiz eine unabhängige Kontrolle der

CNG-Komponenten nötig. Ist das noch

sinnvoll oder wären grössere Zeiträume

bei den Kontrollen möglich?

Das sind nationale Regularien. Die sind in

den restlichen Nicht-EU-Ländern ebenfalls

nicht einheitlich geregelt. EU-Richtlinien

besagen, dass spätestens alle vier Jahre bei

einem CNG-Modell die Sicht- und Dichtprüfung

ausgeführt werden muss. Diese Richtlinie

ist für uns im Volkswagen-Konzern

massgeblich. Dass sich die Schweiz historisch

gewachsen auf ein so enges Intervall

festgelegt hat, hat meines Erachtens keine

technische Notwendigkeit.

In der Schweiz ist 4×4 sehr gefragt, aber bei

CNG-Modellen bislang kein Thema. Wäre

eine Elektrifizierung einer Achse und so

phasenweiser E-Antrieb denkbar?

Von der Idee nicht schlecht, aber nicht angedacht.

(lacht) Ausser Sie opfern Ihren Kofferraum!

Man könnte Richtung bivalente Fahrzeuge

zurückkehren, die Gasflasche hinter

der Hinterachse platzieren, dann sind wir

78

September 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

unabhängig vom Antrieb an der Hinterachse.

Dann würden wir aber mit dem grossen

4×4-Serienbenzintank antreten. Nur haben

wir in den letzten Jahren gelernt, dass CNG-

Fahrer maximale CNG-Reichweite wollen.

Ob sie bereit sind, unnötig den riesigen

Benzintank spazieren zu fahren, nur damit

sie 4×4 haben, ist fraglich. Zudem müssen

wir für CNG erst eine solide Volumen-Basis

schaffen, um auch in Zukunft handlungsfähig

zu sein. Zu einem späteren Zeitpunkt

kann man sicherlich über Spielarten wie 4×4

für CNG-Modelle diskutieren. <

Weitere Infos unter:

cng-mobility.ch

Als VW-Konzernbeauftragter CNG-Mobilität ist Stephen Neumann von der Antriebstechnologie überzeugt.

ore-than-CAR-WASH-AQUATUS-CH-210_146_AI-DE.qxp_Layout 1 29.01.18 11:23 Seite 1

Persönlich: Stephen Neumann

Der 58-Jährige ist beim VW-Konzern Leiter der Organisationseinheit «Konzern Technologieprojekte»

innerhalb des neu gegründeten Bereichs «Group Technology». Neben der Funktion des Konzernbeauftragten

für CNG-Mobilität ist er auch verantwortlich für Projekte, die eine Dekarbonisierung der

Nutzungsphase der Fahrzeuge vorbereiten und umsetzen. Zuvor war er als technischer Projektmanager

für den VW-Pickup Amarok (2013 bis 2016), als Entwicklungschef für den Aufbau (Interieur und Exterieur

sowie Fahrzeugsicherheit) bei Bugatti (2009 bis 2013) sowie in weiteren leitenden Positionen innerhalb

des VW-Konzerns tätig. Studiert hatte der Diplomingenieur ursprünglich Luft- und Raumfahrttechnik

an der Technischen Universität Berlin.

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TECHNIK & UMWELT

Diesel-Occasionen

Die Talsohle ist durchschritten

Das sind gute Nachrichten für viele Schweizer Autohändler: Das Vertrauen der Autokäuferinnen und -käufer in den

Selbstzünder steigt wieder. Die Standzeiten verkürzen sich. Sandro Compagno

77 Tage steht ein Gebrauchtwagen in der Schweiz, bis er einen Käufer gefunden hat. Der Diesel liegt mit 86 Tagen nur noch leicht über diesem Wert.

René Mitteregger, Datenspezialist

Auto-i-dat AG

«Aktuell bekommen die Schweizer Händler

einen gebrauchten Diesel durchschnittlich

nach 86 Tagen vom Hof», bestätigt René

Mitteregger (Bild) von der Auto-i-dat AG. Der

Datenspezialist wertet die Standzeiten quartalsweise

aus rollend über jeweils sechs Monate.

In der Periode von Oktober 2018 bis März 2019

standen die gebrauchten Diesel noch 88 Tage.

«Die Veränderung ist marginal, aber sie bestätigt

die Trendumkehr.» Es macht also ganz den Anschein,

dass die zahlreichen guten Argumente für den Selbstzünder Verbrauch,

CO 2

-Emissionen, Drehmoment bei den Autokäuferinnen und

Autokäufern wieder auf Gehör stossen. Vom Höchstwert der letzten zwei

Jahre (96 Tage) hat sich der Diesel jedenfalls längst verabschiedet.

Im Nachgang zur «Dieselgate» genannten Affäre um von verschiedenen

Herstellern geschönte Emissionswerte vor knapp vier Jahren hatte die Antriebstechnologie

einen enormen Reputationsschaden erlitten. Die Folge in

der Schweiz waren unter anderem zunehmende Verkäufe von Benzinern

sowie steigende Verbrauchswerte und CO 2

-Emissionen bei den Neuwagen.

Nicht nur in der Schweiz erlebt der Diesel ein Revival. Auch die «Deutsche

Automobil-Treuhand» (DAT) meldet in ihrem aktuellen Dieselbarometer

eine steigende Nachfrage nach gebrauchten Selbstzündern. Im Juni betrug

die durchschnittliche Standzeit in unserem nördlichen Nachbarland

noch 91 Tage.

Die DAT meldet nicht nur sinkende Standzeiten sondern

auch Restwerte. Das kann René Mitteregger für die Schweiz nicht

bestätigen: «Die Preise sind sehr stabil.» Von 2014 bis 2018 stieg die

Zahl der Halterwechsel von Dieselfahrzeugen von 181 000 auf

237 000. Mitteregger: «Da zurzeit sehr viele gefragte Occasionen

angeboten werden, hat der Diesel noch immer einen guten Stand.»

Ein anderes Bild zeigt sich auf dem Neuwagenmarkt. Hier wurden

2018 im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent weniger Dieselfahrzeuge

neu zugelassen. Das hat nur zum Teil mit dem schwindenden Vertrauen

der Automobilisten zu tun, erklärt René Mitteregger: «Es dürfte

auch daran liegen, dass weniger Dieselvarianten angeboten werden.» <

80

September 2019 | AUTOINSIDE


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TECHNIK & UMWELT

EU schreibt neue Assistenzsysteme vor

Mehr Sicherheit per Gesetz

Momentan kann sich der Käufer noch selbst entscheiden, wie viele clevere Assistenzsysteme er für mehr

Sicherheit in seinen Neuwagen packt. Nun legt die EU aber per Verordnung fest, dass ab 2022 schon ab Werk

diverse Assistenzsysteme an Bord sein müssen. Jürg A. Stettler

Die «Road AND Driver»-Kamera von Continental ist eine Systemlösung, die eine sichere Übergabe der Fahrverantwortung beim automatisierten Fahren garantieren soll.

Fahrerassistenzsysteme erfreuen sich laut

einer aktuellen Mobilitätsstudie von Zulieferer

Continental grosser Beliebtheit. So wünschen

sich beispielsweise zwei Drittel der Autofahrer

in Deutschland, den USA und China ein

System, das sie bei der Durchfahrt in engen

Baustellen unterstützt. «Fahrerassistenzsysteme

sorgen für mehr Sicherheit und verhindern

schon heute viele Unfälle. Gegen Auffahrunfälle

zum Beispiel sind Notbremsassistenten

eine wertvolle Hilfe», erklärt Frank Jourdan,

bei Continental verantwortlich für die Division

Chassis & Safety. «Das vorausschauende

System erkennt eine drohende Unfallgefahr,

warnt den Fahrer und unterstützt eine Notbremsung

oder bremst selbstständig, sollte

der Fahrer nicht rechtzeitig aktiv werden.»

Auch in der Schweiz erachten vier von fünf

Autolenker Fahrerassistenzsysteme als sehr

sinnvoll und attestieren ihnen ein grosses

Potenzial für die Verkehrssicherheit.

Autounfälle verursachen aktuell europaweit

einen volkswirtschaftlichen Schaden von

mehr als 130 Milliarden Franken pro Jahr.

Und bei den rund 18’100 Verkehrsunfällen mit

Personenschaden in der Schweiz starben letztes

Jahr immer noch 233 Menschen 233 zu

viel! Dennoch entscheiden sich längst nicht

alle Käufer eines Neuwagens für jedes dafür

erhältliche Assistenzsystem. Zum einen sind

solche Hightech-Assistenten wie beispielsweise

ein Nachtsichtassistent mit Infrarotkameras

und Radar, die selbst bei Dunkelheit

Personen, Tiere und Objekte erkennen und

auf einem Display sichtbar machen, oft recht

teuer. Zum anderen sind sie noch längst nicht

für jedes Automodell erhältlich.

Die EU-Abgeordneten haben sich jetzt mit

578 Stimmen bei 30 Gegenstimmen und 25

Enthaltungen dafür entschieden, per Verordnung

für mehr Sicherheit auf den Strassen

zu sorgen. Die EU schreibt deshalb ab 2022

diverse neue Assistenzsysteme im Auto

obligatorisch vor. Die Polin Róza Thun von

der Europäischen Volkspartei ist sich sicher:

«Dieses Gesetz ebnet den Weg, um in den

kommenden Jahren Tausende von Leben zu

retten. Unser Hauptaugenmerk lag stets auf

der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere

der besonders gefährdeten.» Auch

Antonio Avenoso, Direktor des European

Transport Safety Council nennt die Einigung

«einen Riesensprung nach vorne für die Sicherheit

auf Europas Strassen» und vergleicht

sie mit der allgemeinen Gurtenpflicht und der

Einführung allgemeiner Crash-Sicherheitsstandards.

Die Verordnung ist Teil des dritten

Mobilitätspakets «Europa in Bewegung», das

die EU-Kommission schon im Mai 2018 auf

den Weg gebracht hatte. Nach der üblichen

Überarbeitung durch die Rechts- und Sprachsachverständigen

muss das Massnahmenpaket

noch vom Europaparlament ratifiziert

werden wohl eine reine Formsache.

Und dies, obwohl längst nicht alle Assistenzsysteme,

die damit ab 2022 obligatorisch

werden, unumstritten sind. Vor allem die

Blackbox, gewisse Fragen zum Datenschutz

und der intelligente Geschwindigkeitsassistent

82

September 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

sorgen für Misstrauen. Die EU-Abgeordnete

Róza Thun widerspricht dabei Skeptikern, die

in Letzterem eine staatliche Tempobremse sehen:

«Wir führen keinen Geschwindigkeitsbegrenzer

ein, sondern ein intelligentes System,

das den Fahrer aufmerksam macht, wenn er

sehr schnell fährt.» Bereits heute werden viele

der vorgeschriebenen Assistenzsysteme wie

Spurhalteassistent und Notbremssystem in

bestimmten Fahrzeugen, besonders derjenigen

der Oberklasse, eingesetzt. Obligatorisch

sind sie aber bislang nicht. Folgende Fahrerassistenzsysteme

werden frühestens ab 2022

für alle neuen Fahrzeuge auch LKW und

Busse Pflicht:

• Notbremsassistenzsystem

• Notfallspurhalteassistent

• Notbremslicht

• Rückfahrassistent

• Warnsystem bei Müdigkeit und

nachlassender Aufmerksamkeit

• Warnsystem bei nachlassender

Konzentration

• Vorrichtung für den Einbau einer alkoholempfindlichen

Wegfahrsperre

• Ereignisbezogene Datenerfassung

(Blackbox).

• Intelligenter Geschwindigkeitsassistent

Assistenzsysteme unterstützten den Autofahrer etwa in der oft unübersichtlichen Situation des Rechtsabbiegens

und sorgen so für mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Auch wenn aktuell noch viele Fragen offen

sind, etwas ist jetzt schon klar: Werden die

Assistenzsysteme über alle Fahrzeugsegmente

hinweg eingeführt, wird dies zwar für mehr

Sicherheit auf der Strasse, aber auch höhere

Neuwagenpreise sorgen. Dies vor allem bei

den Kleinwagen, bei denen die Kunden sehr

preisbewusst reagieren und gewisse Assistenzsysteme

daher bislang absichtlich noch nicht

serienmässig oder nur als teure Option angeboten

wurden. Die ganze Technik könnte zwar

die Preise nach oben treiben und so bei Automobil-Verkaufsberatern

zu zäheren Verkaufsgesprächen

führen, aber den Garagisten auch

mehr Arbeit bescheren. Denn die grosse Masse

an Elektronik könnte die Fahrzeuge durchaus

wartungsanfälliger machen und so mehr Umsatz

bringen. Die zusätzliche Technik dürfte

ausserdem vor allem, wenn es dann wirklich

einmal kracht auch für anspruchsvollere und

längere Reparaturen sorgen. Was durchaus wieder

positiv fürs Autogewerbe wäre. <

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HANDEL & AFTERSALES

Serie Werkstatt der Zukunft, Teil 2

Wenn der Roboter «Grüezi»

und «Uf wiederluege» sagt

Unsere Autos werden immer besser, effizienter und sicherer. Prozessoptimierung und Effizienz sind auch im

Werkstattbetrieb ein ständiges Thema. Das beginnt bei der Kundenannahme. Sandro Compagno

Der Prozess sieht für die Mehrzahl der

Schweizer Automobilistinnen und Automobilisten

heute aus, wie er vor 20 Jahren ausgesehen

hat: Der Kunde ruft an, vereinbart mit

seinem Kundenberater einen Service- oder

Reparaturtermin und stellt seinen Wagen

zur abgemachten Zeit auf den Kundenparkplatz.

Dann betritt er den Showroom und

drückt seinen Autoschlüssel dem Kundenberater

in die Hand. Dieser notiert sich auf

einem Formular, was zu tun sei, sowie die

Telefonnummer des Kunden für allfällige

Rückfragen. Dann gibt er das Annahmeformular

mit den Terminen an die Werkstatt

weiter. Später wird die ausgeführte Reparatur

noch digital erfasst.

Geht das auch effizienter? Diese Frage stellen

sich nicht nur tausende Garagisten, sondern

auch eine Gruppe von vier Studierenden der

Universität St. Gallen im Rahmen einer Projektarbeit

am Institut für Wirtschaftsinformatik.

In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung

vom Bereich Branchenvertretung

des AGVS.

Zu vieles wird von Hand aufgeschrieben und

muss in einem späteren Schritt in ein anderes

Medium übertragen werden. Es sind diese

zahlreichen Medienbrüche, die vom HSG-

Quartett als eines der Hemmnisse auf dem

Weg zu mehr Effizienz identifiziert wurden.

Die Projektarbeit «Autowerkstatt der Zukunft»

definiert insgesamt 45 Vorschläge,

wie digitale Technologien und Prozesse die

Arbeit in einer Autowerkstatt effizienter und

damit rentabler gestalten können. «Die meisten

dieser Tools existieren auf dem Markt»,

stellt Co-Autor Pascal Inauen fest. 17 dieser

Vorschläge betreffen den Bereich Kundenannahme.

Sie können grob in zwei Kategorien

eingeteilt werden: Software und Diagnose.

Im Bereich Software geht es vor allem darum,

sämtliche Tätigkeiten auf einer Plattform zu

verwalten. Die Projektarbeit nennt einerseits

die Open-Source-Software «Car/Auto Repair

Shop», andererseits ganzheitliche Software-

Lösungen am Beispiel von «Stieger Software»

mit ihren 850 Schnittstellen. Stieger bietet

eine innovative, kompakte Softwarelösung

und eine individuelle Konfiguration durch

Zusatzmodule für jegliche Betriebsgrössen

an, stellen die HSG-Studenten fest. Die Open-

Source-Software «Car/Auto Repair Shop»

sehen sie eher für kleine und mittelgrosse

Unternehmen. Gemeinsam haben die Software-Lösungen,

dass sie Redundanzen vermeiden,

den Papieraufwand reduzieren und

die Effizienz steigern.

Für Grossunternehmen eignet sich die sogenannte

«Robotic Process Automation»

(RPA). Sie setzt Software ein, um IT-Applikationen

zu nutzen, zu interpretieren und

die Transaktions- sowie Datenverarbeitung

und Kommunikation über mehrere IT-Systeme

zu ermöglichen. RPA kann vor allem

84

September 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

für repetitive, fehleranfällige, regelbasierte,

zeitkritische und saisonbedingte Prozesse

angewendet werden. Eine ganze Palette

an Vorschlägen liefert die Projektarbeit für

die Diagnose. Angefangen beim Fahrzeugscanner

3.0 von «TwoTronic». Der Scanner

erfasst zum einen das Kennzeichen des eintreffenden

Fahrzeugs, das direkt zur Kundenannahme

geschickt wird. Zum anderen kann

mit dem Scan eine erste Analyse des Autos

durchgeführt werden. Hierdurch können Probleme

schneller gefunden und die Reparaturprozesse

beschleunigt werden.

Ein Diagnosegerät, das mit dem Aufkommen

der Elektromobilität an Bedeutung gewinnen

könnte, ist die akustische Kamera (ACAM)

von «AVL DiTest». Das Messgerät wurde mit

dem Automechanika Innovation Award 2018

ausgezeichnet und ermöglicht, Störgeräusche

schnell und unkompliziert sichtbar zu

machen, diese mit geringem Zeitaufwand zu

lokalisieren, zu analysieren und den Fehler

zielgenau zu beheben.

Mit «Uveye» steht eine Technologie zur Verfügung,

die einen 3D-Scan des Fahrzeugs erstellt

und den Werkstattmitarbeitenden eine

anschauliche 360-Grad-Ansicht bietet. Feinste

Details können erkannt werden neben

der Beschleunigung der Reparaturprozesse

dient «Uveye» auch der Prävention grösserer

Schäden.

Eine digitale Schadensauswertung nach Unfällen

bietet die App «Control Expert Easyclaim».

Bei einem Autounfall, beispielsweise

einem Parkschaden, kann der Kunde Fotos

des Schadens machen und in der App erfassen.

Mithilfe von künstlicher Intelligenz

prüft die App den Schaden, kalkuliert und

erstellt eine Werkstattempfehlung entweder

durch die Versicherung oder die App

selbst. Die App eignet sich vor allem für Bagatellschäden

und überlässt dem Kunden,

ob er sich die Schadenhöhe auszahlen lassen

will oder den Schaden beheben lässt. Vor allem

die erste Option kann nicht im Interesse

des Autogewerbes sein.

Entsprechend kritisch betrachtet beispielsweise

der deutsche Bundesverband der Partnerwerkstätten

(BVdP) die digitalen Prozesse

in der Schadenabwicklung. Die Invesition in

IT und in die Schulung der Mitarbeitenden

gehe stets zulasten der Werkstätten. Wenn

es mal kracht, führt wohl auch in Zukunft

kein Weg an der Werkstatt vorbei. <

Serie: Autowerkstatt

der Zukunft

Von der Terminvereinbarung über die

Reparatur des Fahrzeugs bis zum Versand

der Rechnung: Werkstattprozesse laufen

überall in etwa gleich ab. Doch neue Technologien

haben das Potenzial, diese Prozesse

zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Fabienne Rudolf, Michèle Odermatt,

Pascal Inauen und Sophie Stopp haben

sich im Rahmen einer Projektarbeit der Uni

St. Gallen (HSG) mit den Prozessen in einer

Autowerkstatt und mit digitalen Technologien

beschäftigt und konkrete Ideen für

eine Autowerkstatt der Zukunft entworfen.

Federführend beim AGVS war der Bereich

Branchenvertretung, die Leitung seitens

HSG hatte Professor Andrea Back vom

Institut für Wirtschaftsinformatik.

AUTOINSIDE berichtet in einer sechsstelligen

Serie über die Resultate der Arbeit.

Nächste Folge

AI 10/19: Auftragserstellung

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HANDEL & AFTERSALES

Autoimport

CO 2 -Bussen explodieren

Schweizer Autoimporteure müssen für 2018 CO 2

-Bussen von über 31,1 Millionen Franken bezahlen. Ein neuer Rekord, der

vor allem drei Importeure besonders hart trifft. Jürg A. Stettler

Seit Juli 2012 werden bei zu hohem CO 2-

Ausstoss

von Neuwagen Sanktionen für die Importeure

fällig. Bislang traf es die Autoimporteure

2015 mit Sanktionen von 12,6 Millionen

Franken am härtesten. In den letzten Jahren

hatten die Importeure das Flottenmanagement

jedoch immer besser im Griff und konnten

die Bussen auf den Bereich von 2,3 bis 2,8

Millionen Franken drücken. Doch 2018 explodierten

sie nun. Satte 31,1 Millionen müssen

die insgesamt 74 beim Bundesamt für

Energie (BFE) registrierten Grossimporteure

sowie die Kleinimporteure mit Einzelabrechnungen

berappen!

Besonders heftig trifft es FCA Switzerland

SA, den Importeur der Marken Abarth, Alfa

Romeo, Fiat, Jeep und Lancia. Die Italiener

müssen für eine CO 2

-Zielabweichung von 9,7

g/km fast 11,4 Millionen Franken berappen.

Nicht viel besser ergeht es der Mercedes-Benz

Schweiz AG, dem Importeur der Marken Mercedes-Benz,

Smart und Maybach. Die Abweichung

von 7,3 g/km gegenüber der Zielvorgabe

des Bundes schlagen mit über 10,5 Millionen

Franken zu Buche. Beide Importeure versicherten

gegenüber dem «Tages-Anzeiger»,

dass sie die Sanktionen nicht an ihre Kunden

weitergeben werden. «Die Neufahrzeuge in

der Schweiz verteuern sich aufgrund der CO 2

-

Strafe nicht», erklärt Serenella Artioli De Feo

von Fiat Chrysler Automobiles Switzerland.

Und auch der Sprecher von Mercedes-Benz

Schweiz AG, Patrick Bossart, hält fest: «Die

Sanktionszahlungen haben auf die Preisgestaltung

von Neuwagen keinen Einfluss.»

Zusammen mit Mazda Schweiz, das ebenfalls

fast 4,5 Millionen Franken Sanktionen

berappen muss, zahlen somit drei der 74

Grossimporteure fast 85 Prozent der Bussen.

Diese fliessen übrigens in den Fonds für die

Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr

(NAF). Der Bund legt jeweils für jeden

Importeur eine individualisierte CO 2

-Vorgabe

fest und berücksichtig dabei unter anderem

das Gewicht der Fahrzeuge. So versucht man

dafür zu sorgen, dass auch Importeure, welche

die Zielvorgaben von 130 Gramm CO 2

pro Kilometer

schon erreichen, sich für eine weitere

CO 2

-Absenkung ihrer Flotte einsetzen. Die

bislang 31 113 634.45 Franken CO 2

-Sanktionen

für 2018 die Angaben eines Importeurs

fehlen in der Statistik des Bundes noch, da

dort die Sanktionsberechnung noch nicht abgeschlossen

ist lassen für 2019 nichts Gutes

erahnen.

Und ob im Zuge der aktuellen Überarbeitung

des CO 2

-Gesetzes die in der Schweiz auf Verordnungsstufe

beschlossene Übergangsregelung

bestand hält, ist unsicher. Diese Übergangsregelung

sieht vor, dass erst 2023 und

nicht wie in der EU schon 2020, alle Neuwagen

zur Berechnung der verschärften Zielvorgaben

von 95 statt 130 g CO 2

/km herangezogen werden.

Was natürlich zu einer weiteren Bussen-

Explosion ab 2020 führen könnte. Unklar ist

momentan auch, wer schlussendlich die Zeche

bezahlen muss: Der Kunde beim Neuwagenkauf,

der Importeur beim Gewinn, der Garagist

bei der Marge oder jeder ein bisschen? <

Die Top Ten bei den CO 2

-Bussen 2018**

Importeur Fahrzeugpool* Anzahl PW Ø Leergewicht

in kg

Ø CO 2

2018 in g/km

(ungewichtet)

Ø CO 2

2018 in g/km

(gewichtet)

CO 2

-Ziel in g/km

Zielabweichung

in g/km

Sanktion in CHF

FCA Switzerland SA Standard 15 302 1604 141.7 141.6 131.9 9.7 11 368 621.00

Mercedes Benz

Schweiz AG

Standard 21 277 1860 151.0 151.0 143.6 7.3 10 522 540.00

Mazda Suisse SA Mazda 6107 1503 139.1 139.1 129.4 9.6 4 473 988.00

Ford Motor Comp.

(Switzerland) SA

Honda Automobiles

Suisse SA

VW Gruppe und

Porsche

Standard 14 761 1612 135.5 135.5 132.2 3.3 1 188 998.63

Standard 2855 1372 127.2 127.2 121.3 5.8 968 701.44

Standard 78 736 1745 139.7 139.6 138.3 1.3 822 791.19

Maserati Schweiz AG Maserati 594 2258 248.8 248.8 239.0 9.7 441 312.31

S & N Automobile Standard 102 1869 155.9 155.9 144 11.8 97 950.60

Korean Motor

Company, Kontich

Standard 6873 1560 131.2 131.2 129.9 1.3 71 822.85

Garage Auto Kunz AG Subaru 80 1674 172.6 172.6 164.6 7.9 44 532.00

* Bezeichnet die PW-Flotte, die für die Sanktionsberechnung berücksichtigt wird. Ein Importeur kann im Falle von Spezialzielen über mehrere Fahrzeugpools verfügen.

Standard: Markenunabhängige Abrechnung mit 130 g/km-Ziel. Markenname XY: Klein- oder Nischenherstellerziel für die entsprechende Marke.

** ** Kleinimporteure mit Einzelabrechnungen mussten zudem noch 832 375.95 CHF bezahlen, so dass das Sanktionstotal sich 2018 auf bislang insgesamt 31 113 634.45 CHF beläuft.

Wobei die Angaben eines Importeurs in der Statistik noch fehlen, da dort die Berechnung der Sanktionen noch nicht abgeschlossen ist.

Quelle: www.bfe.admin.ch

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September 2019 | AUTOINSIDE


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VERBAND & SEKTIONEN

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020

«Die Umweltdiskussion

betrifft unser Gewerbe direkt»

Das Programm für den «Tag der Schweizer Garagisten» steht. Die Gäste dürfen sich auf eine interessante Tagung mit spannenden

Referenten freuen. Im Zentrum steht das Verhältnis des Garagisten zu seinen Kunden, das im Herbst im Rahmen

einer Umfrage repräsentativ erforscht wird. Reinhard Kronenberg

Herr Wernli, der Politologe Claude

Longchamp wird am «Tag der Schweizer

Garagisten» 2020 anhand der aktuellen

Umweltdiskussion aufzeigen, wie und weshalb

gesellschaftliche Trends entstehen und

welche Auswirkungen sie haben. Weshalb

ist das für den Garagisten relevant?

Urs Wernli: Vor allem, weil die Umweltdiskussion

verschiedene Folgen hat: Gesellschaftlich

beeinflusst sie das Verhalten der motorisierten

Verkehrsteilnehmer und politisch hat

sie Auswirkungen auf die Zusammensetzung

des Parlaments und die Gesetzgebung. Davon

ist die Autobranche direkt betroffen und damit

auch die AGVS-Mitglieder.

Als Referent tritt auch Pascal Previdoli

auf, der stellvertretende Direktor des

Bundesamtes für Energie. Warum?

Auf seine Teilnahme legen wir grossen Wert.

Wir wollen damit zeigen, dass zwischen unserem

Gewerbe und den Behörden stetig an Brücken

gebaut wird. Die anstehenden Herausforderungen

können wir besser gemeinsam

meistern. Deshalb verstehen wir diesen Dialog

auch als Zeichen, zur Lösung beizutragen.

Welche Rolle übernimmt Jürg Röthlisberger,

Direktor des Bundesamts für Strassen

(Astra), im Programm?

Der AGVS bringt sich konstruktiv in die Umwelt-

und die Verkehrspolitik ein. Das Astra

kann massgeblichen Einfluss nehmen auf die

Entwicklung der individuellen Mobilität. Es

wird also spannend sein, vom Astra-Chef persönlich

zu erfahren, wie er die Entwicklung

sieht und wo er als nächstes die Hebel ansetzt.

AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli freut sich auch am kommenden «Tag der Schweizer Garagisten» auf

spannende Referenten.

Jürg Röthlisberger wird an einer Diskussionsrunde

mit FDP-Nationalrat Thierry

Burkart und Christian Bach von der Empa teilnehmen.

Wo sehen Sie da eine Verbindung?

Das ist nur auf den ersten Blick eine ungewöhnliche

Mischung. Auf den zweiten Blick

macht sie Sinn: Verkehrsplanung durch das

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September 2019 | AUTOINSIDE


Astra, Ausbau des Strassennetzes durch das Parlament,

Entwicklung der Antriebstechnologien

durch die Empa. Das alles kann längst nicht mehr

isoliert betrachtet werden und wird einen grossen

Einfluss auf unser Kerngeschäft haben, den motorisierten

Individualverkehr.

Aus- und Weiterbildung sind auch ein Thema.

Inwiefern?

Die Bildung gehört zu den Kernaufgaben unseres

Verbandes und ist deshalb integraler Bestandteil des

Programms eines jeden «Tag der Schweizer Garagisten».

Dieses Mal diskutieren wir mit jungen Berufsleuten

über ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven.

Wir wollen erfahren, wie sie ihre Ausbildung erleben

und wo sie Verbesserungspotenzial sehen. Und natürlich

werden wir sie auch fragen, wie sie die ganze

Umweltdiskussion erleben und interpretieren.

präsentieren. Deshalb haben wir mit Link ein renommiertes

Marktforschungsinstitut beauftragt, die

Stellung des Garagisten bei seinen Kunden auf einer

repräsentativen Basis zu erforschen. Wir versprechen

uns davon viele konkrete Hinweise, die es unseren

Mitgliedern erlauben, verstärkt auf die Bedürfnisse

ihrer Kunden einzugehen.

Welche Aufgabe hat Michael Jost von VW?

Dass es uns gelungen ist, den Chefstrategen von

Volkswagen für ein Referat zu verpflichten, ist fantastisch.

Es dürfte spannend werden, zu erfahren,

wie sich VW vom Autohersteller zum Mobilitätsdienstleister

wandeln will und was das für den

Handel bedeutet. Das ist nicht nur für VW-Händler

interessant, sondern für die gesamte Branche. Gelegenheiten,

solche Informationen aus erster Hand

zu bekommen, sind rar.

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Den Nachmittag eröffnet mit Mireille Jaton eine

Persönlichkeit, die man nicht unbedingt an einer

Fachtagung der Garagisten erwartet.

Das stimmt. Als wir im Frühling gelesen haben, dass

eine Schweizerin den Wettbewerb zur besten Rednerin

Europas gewonnen hat, war uns sofort klar, dass

wir sie einladen wir Schweizer sind ja nicht bekannt

als die besten Redner. Sich gut ausdrücken zu

können und zu wissen, wie man wirkt, kann in sehr

vielen Alltagssituationen helfen. Und wenn jemand

weiss, wie das geht, dann ist das Mireille Jaton.

Am 14. Januar im Kursaal in Bern präsentiert der

AGVS auch die Resultate einer Marktforschung

zum Verhältnis Automobilist und Garagist. Was ist

hier der Hintergrund?

Unsere Mitglieder stehen täglich in Kontakt mit

ihren Kunden und erhalten direkte Rückmeldungen.

Das sind individuelle und für jeden Betrieb sehr

wichtige Momentaufnahmen. Mit der Befragung

der Automobilisten wollen wir unseren Mitgliedern

ergänzende Anhaltspunkte für die nahe Zukunft

Auch das Programm für den Abend steht.

Wen dürfen die Tagungsgäste erwarten?

Mit Philip Keil haben wir einen der besten Business-

Speaker im deutschsprachigen Raum verpflichtet. Er

ist Pilot und überträgt seine Erkenntnisse aus der Fliegerei

auf den Unternehmer und zwar auf eine so unvergleichliche

und authentische Art, dass er die Leute

in seinen Bann zieht. Der Nutzwert, den die Tagungsteilnehmer

haben werden, ist sehr gross. Das wird

für die Gäste am «Dîner» ein bleibendes Erlebnis. <

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«Kunden, Umwelt, Kompetenzen» und ein hoher Nutzwert

kro. Im Zentrum des 15. «Tag der Schweizer

Garagisten» vom 14. Januar 2020 im Kursaal in Bern

steht das Verhältnis zwischen dem Garagisten und

seinen Kunden als wichtigsten Stakeholdern. Um

diesem für das einzelne Mitglied höchst relevanten

Verhältnis auf den Grund zu gehen, hat der AGVS

das Meinungsforschungsinstitut Link mit einer

repräsentativen Marktstudie beauftragt. Die Resultate

der Umfrage bei über 1000 Automobilistinnen und

Automobilisten in der Schweiz werden am 14. Januar

im Rahmen der AGVS-Tagung vorgestellt.

Der «Tag der Schweizer Garagisten» 2020 wartet

noch mit weiteren Höhepunkten auf: Politologe

Claude Longchamp wird darlegen, wie und warum

gesellschaftliche Trends entstehen und welche

Auswirkungen sie schliesslich politisch haben

können am Beispiel der aktuellen Umweltdebatte.

Welche Auswirkungen die Ausrichtung der Hersteller

in Richtung Mobilitätsdienstleister auf den Handel

haben, wird ebenfalls aufgezeigt. Und zwar von äusserst

kompetenter Seite: Es ist dem AGVS gelungen, Michael

Jost, den Leiter Strategie des Volkswagenkonzerns, als

Referenten zu gewinnen.

Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Teilnehmer

zum Abschluss der Veranstaltung im Rahmen

des traditionellen «Dîner des garagistes»: Philip Keil,

Deutschlands bekanntester Pilot, nimmt die Gäste

mit auf einen ganz besonderen Flug einen, der fast

in einer Katastrophe geendet hätte. Was Keil daraus

für Teams in Unternehmen ableitet, ist von ausgesprochener

Faszination.

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AUTOINSIDE | September 2019


VERBAND & SEKTIONEN

Premiere für Integrationsvorlehre

> Lehrabschlussfeier der AGVS-Sektion Solothurn.

Die erfolgreichen Automobil-Mechatroniker/innen EFZ der AGVS-Sektion Solothurn.

pd. Die jungen Berufsleute der AGVS-Sektion

Solothurn konnten ihre Fähigkeitszeugnisse

und die Berufsatteste Ende Juni vor

rund 240 Gästen entgegennehmen. Durch

die Feier im Turbensaal führte wie immer

Roger Brogli. Insgesamt wurden 61 Kandidatinnen

und Kandidaten geprüft. Mit

grosser Freude durfte der AGVS auch die

Fähigkeitszeugnisse an fünf Frauen übergeben.

Die jungen Berufsleute erbrachten tolle

Leistungen, vorab Automobil-Fachmann

Luca Urani, der im Fach Berufskenntnisse

die hervorragende Note 6,0 erreichte.

Die Ergebnisse liegen im Durchschnitt

auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Bei

den Automobil-Assistenten schloss der beste

Kandidat mit der Note 5,1 ab, bei den Automobil-Fachmänner/-frauen

EFZ lag die beste

Note bei 5,6 und bei den Automobil-Mechatroniker/-innen

EFZ war die Schlussnote von

5,1 die höchste.

Der Auto Gewerbe Verband Solothurn

konnte auch eine Klasse mit Absolventen der

Integrationsvorlehre führen: Zwölf Kandidaten

absolvierten den einjährigen Lehrgang,

der das Ziel der beruflichen Eingliederung hat.

Neun Absolventen erhielten von ihren Lehrbetrieben

den Ausbildungsvertrag zum Automobil-Assistenten

EBA. Die Sektion bedankt

sich herzlich bei ihren Mitgliedergaragen, die

sich an diesem Lehrgang beteiligt haben.

Schliesslich wurde die Feier von Shorty verzaubert.

Der Comedy-Zauberer konnte alle in

seinen Bann ziehen, bevor die Anwesenden

den Abend dank Hugo Uebelhard und seinem

Team kulinarisch und gemütlich ausklingen

lassen konnten. <

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September 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Eine Feier im Zeichen des Glücks

> Fit für die Zukunft: 62 Lernende der AGVS-Sektion Berner Oberland freuen sich über ihre Diplome.

bg. «Glück ist, das zu mögen, was man muss,

und das zu dürfen, was man mag.» Mit dem

Zitat von Autopionier Henry Ford begrüsste

Martin Wildhaber, Präsident der AGVS-

Sektion Berner Oberland, die 62 erfolgreichen

Berufsleute und die zahlreichen Gäste und Besucher,

die an der Diplomfeier 2019 auf dem

Expo-Areal in Thun teilnahmen.

«Sie haben Glück! Dies trifft auf alle zu, die

sich heute Abend hier eingefunden haben,

aber auf die jungen erfolgreichen Berufsleute

ganz besonders», führte Wildhaber weiter

aus. «Sie haben die Ausbildung gemacht, die

Sie wollten. Dass Sie dies gerne taten, zeigen

Ihre hervorragenden Leistungen», freute sich

der Präsident. Die erfolgreichen Absolventinnen

und Absolventen erhielten an der Feier

das Berufsattest oder das eidgenössische Fähigkeitszeugnis

und haben so den soliden

Grundstein für den Einstieg in das Berufsleben

gelegt. «Sie haben einen vielseitigen Beruf

erlernt und werden von unserer Branche

dringend gebraucht», sagte er weiter. «Ihre

Arbeitszukunft bestimmen Sie nun selber.»

Er rief die jungen Berufsleute dazu auf, auf ihr

Können zu vertrauen, offen zu sein für Neues

und neugierig und engagiert zu bleiben. Die

Weiterbildungsmöglichkeiten im Autogewerbe

sind vielseitig und bieten beste Möglichkeiten,

die beruflichen Ziele in der Autobranche

weiter zu verfolgen.

Eltern, Lehrmeister, Instruktoren, Berufsschullehrer

und der Freundeskreis, sie alle

haben zum Gelingen der Berufslehre beigetragen.

«Junge Menschen erfolgreich in deren

Ausbildung zu begleiten, zu fördern und

zu unterstützen, ist eine wichtige und wunderbare

Arbeit manchmal aber auch ganz

schön anstrengend», liess der Präsident mit

einem Augenzwinkern verlauten.

2019 schlossen drei Frauen eine technische

Ausbildung im Autogewerbe ab. Davon durfte

eine Kandidatin aufgrund der hervorragenden

Leistung eine Auszeichnung entgegennehmen.

Geschickte Finger, rasches Auffassungsvermögen

und volle Konzentration: Diese Eigenschaften

waren bei den praktischen Prüfungen

gefordert. Im Dienste der Mobilität

arbeiteten die Kandidatinnen und Kandidaten

auf Hochtouren. Die Prüfungen fanden im

Ausbildungszentrum in Mülenen statt. Dazu

standen rund 80 Experten während fast vier

Wochen im Einsatz.

Von den 64 geprüften Lernenden durften 62

das Diplom in Empfang nehmen. Die erfolgreichen

Absolventinnen und Absolventen

wurden mit einer Anerkennungsmedaille

und einem Fitnesstuch beschenkt. <

26 der 64 Absolventen wurden für ihre sehr guten Leistungen ausgezeichnet.

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VERBAND & SEKTIONEN

Das Diplom aus goldenen Händen

> Dario Cologna überreicht an der Lehrabschlussfeier der AGVS-Sektion Aargau die Diplome.

crc. Dario Cologna hat Anfang 2019 seine Rolle

beim AGVS ausgebaut. Als Botschafter für

Effizienz und Spitzenleistungen überreichte

er Mitte Juli die Diplome an die erfolgreichen

Lehrabgänger der Sektion Aargau. Nach der

Begrüssung durch Martin Sollberger, Präsident

der AGVS-Sektion Aargau, führte Berufsbildungsobmann

André Hofmann weiter

durch den Abend.

Hofmann gratulierte den erfolgreichen

Absolventen und führte danach ein interessantes

Interview mit dem AGVS-Botschafter.

Die Gäste erfuhren, dass sich Langlauf-Profi

Dario Cologna gerne für die Garagisten und

deren Berufsnachwuchs einsetzt: «Das ist eine

Rolle, mit der ich mich sehr gut identifizieren

kann.» Die Verbindung zwischen Spitzensport

und Ausbildung liegt für Dario Cologna

bei drei Punkten: «Wir leben ähnliche Werte.

Um erfolgreich zu sein, benötigen wir Disziplin,

Durchhaltewillen und wir müssen unsere

Ziele konsequent verfolgen. Wer sich hohe

Ziele setzt und hart darauf hinarbeitet, kann

sie erreichen.»

André Hofmann wollte vom Spitzensportler

auch wissen, ob es ihm schwerfalle, zugunsten

des Erfolgs auf vieles zu verzichten: «Nein,

gar nicht. Als Profisportler braucht es über

eine längere Zeit Disziplin, was aber nicht

bedeutet, dass ich auf alles verzichten muss.

Auch ein Sportler darf geniessen aber zum

richtigen Zeitpunkt.»

Zum Schluss gab der vierfache Olympiasieger

den Lehrabgängern einen Rat mit auf den

Weg: «Für Sie ging jetzt ein Lebensabschnitt

zu Ende und Ihr Leben wird sich verändern.

Olympiasieger Dario Cologna (links) zusammen mit Berufsbildungsobmann André Hofmann.

Auch wenn Sie ein Ziel erreicht haben, geht

es immer weiter. Es gibt immer etwas Neues,

worauf man hinarbeiten muss. Sowohl für

Sie als junge Berufsleute wie auch für mich

als Athlet. Für Sie ist es die Weiterbildung,

für mich sind es zum Beispiel die nächsten

Olympischen Spiele im Jahr 2022 in Peking.»

In diesem Jahr starteten im Aargau

240 Kandidaten zu den Abschlussprüfungen.

90 Prozent schlossen die Prüfungen erfolgreich

ab. Der Gesamtnotendurchschnitt in

den fünf Ausbildungskategorien betrug 4,6.

Alle Absolventen, die mit einer Gesamtnote

von 5,0 oder höher abschlossen, erhielten das

Diplom, ein personalisiertes Sackmesser und

einen Reisegutschein aus den Händen von Dario

Cologna, der sich später fürs Fotoshooting

an der Fotowand zur Verfügung stellte. <

Stolz zeigen die Absolventen mit einer Gesamtnote von 5,0 und höher ihre Diplome. (Bilder Foto Basler)

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September 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

30 Jahre Engagement für den Nachwuchs

> Urs Baumann, Leiter des AGVS-ÜK-Centers Lenzburg, sagt, warum die Ausbildung interessanter geworden ist.

und Auswertungsarbeiten bei. Das wurde in

den letzten Jahren immer wichtiger. Trotzdem

vernachlässigen wir die handwerkliche

Ausbildung nicht. Vergleicht man die frühere

Ausbildung mit heute, so kann man sagen,

dass sie breiter, interessanter und anspruchsvoller

wurde. Die Lernenden waren früher

nicht so brav wie die heutigen Jahrgänge.

Aber ich denke, die Jungen von heute dürften

ruhig etwas ehrgeiziger sein, wenn es darum

geht, Neues selbst auszuprobieren.

Er setzt sich seit drei Jahrzehnten für die Nachwuchsförderung in der Autobranche ein: Urs Baumann.

crc. Herr Baumann, welches war Ihre

«Basisausbildung»?

Urs Baumann, Leiter des AGVS-Kurscenters,

Sektion Aargau, in Lenzburg: Ich habe

von 1976 bis 1980 bei der Centralgarage AG

in Aarau eine Ausbildung als Automechaniker

absolviert. Damals hiess die Berufsbezeichnung

noch so.

Wie sind Sie damals zum Job im ÜK-Zentrum

gekommen?

Ein paar Jahre nach der Lehre, von 1986 bis

1988, bildete ich mich zum «Eidgenössisch

Diplomierten Automechaniker» aus. Dies

war gleichbedeutend mit der Meisterprüfung.

Ich besuchte den ersten berufsbegleitenden

Kurs an der Schweizerischen Technischen

Fachschule Winterthur. Wir bildeten

eine Lerngruppe und trafen uns jeweils bei

mir zu Hause. Dabei wurde mir bewusst,

dass ich meinen Schulkollegen gerne weiterhalf,

wenn sie Fragen zum Schulstoff hatten.

Kurze Zeit später wurde im ÜK-Center in

Lenzburg eine Stelle frei als Kursleiter. Ich

sah das Stelleninserat in der Zeitung und bewarb

mich darauf. Ich erhielt die Zusage und

nahm die Arbeit am 14. August 1989 auf.

Können Sie sich noch an Ihren ersten

Arbeitstag erinnern?

In meiner ersten Woche lernte ich viele

Leute an der Berufsschule und natürlich

im ÜK-Center kennen. Wir bearbeiteten ein

Unfallfahrzeug, um es zu Schulungszwecken

verwenden zu können. Dazu durfte ich gleich

eine neue Postenarbeit erstellen, die danach

während einiger Jahre zum Einsatz kam. Am

Sonntag vor meinem ersten Unterrichtstag

spielte ich alle Posten durch, um für die ersten

Lektionen bestens vorbereitet zu sein.

Was war Ihr erster Job beziehungsweise

Ihre erste Funktion?

Ich war Kursleiter und unterrichtete das Fach

«Autotechnik».

Was hat sich seither am meisten verändert?

Zu Beginn arbeiteten wir noch mit einem

Atari-Computer. Die Möglichkeiten waren

natürlich sehr begrenzt damit. Heute nutzen

wir alle Möglichkeiten, welche die moderne

IT-Infrastruktur bietet. So sind wir in der

Lage, attraktive Lehrmittel und Arbeitsblätter

selbst zu gestalten und anzupassen. Die

Digitalisierung hat auch uns voll erfasst. Und

zwar im positiven Sinne.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Als ich meine Arbeit aufnahm, hatten wir

keine neuen Autos, an denen wir die Lernenden

schulen konnten. Im besten Fall standen

uns Unfall- und Abbruchwagen zur Verfügung.

1991 erhielten wir den ersten Neuwagen,

einen Toyota. Zudem kamen Testgeräte

zu jener Zeit noch kaum zum Einsatz. Umso

mehr schätzen wir die Situation heute. Heute

arbeiten wir an Autos der neusten Generation

und verwenden modernste Geräte

wie zum Beispiel Diagnose- und Testgeräte.

Gegenüber früher ist das schon ein riesiger

Vorteil, den ich extrem schätze. Bei der Ausbildung

standen früher die mechanischen

Arbeiten im Vordergrund. Heute bringen wir

unseren Nachwuchsleuten auch Diagnose-

Was macht eine Ausbildung im Autogewerbe

auch für die Jugendlichen interessant?

Die Vielseitigkeit, die breite Ausbildung und

die Abwechslung. Wer sich für eine Ausbildung

in unserer Branche entscheidet, muss

wissen, dass sich die Autobranche weiterentwickeln

wird. Das heisst, man muss auch

sich selbst ständig weiterentwickeln und

darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Heute müssen Sie die Lernenden bei allen

Antriebsarten (Benzin, Diesel, Elektro,

Hybrid) ausbilden. Wie schaffen Sie das?

Auch unser Lehrerteam ist ständig gefordert,

um «am Ball» zu bleiben. Wir müssen uns

mit den neusten Techniken vertraut machen

und über das aktuelle Know-how verfügen,

um die Lernenden kompetent ausbilden zu

können. Das ist eine Grundeinstellung, die

wir täglich leben. Uns geht also die Arbeit

nicht aus und wir sind froh, dass die Autoberufe

nach wie vor sehr beliebt sind.

Unterrichten Sie selbst auch?

Als Leiter des ÜK-Centers muss ich mich jeden

Tag um viele administrative und organisatorische

Fragen kümmern. Somit lässt dies

regelmässige Unterrichtsstunden leider fast

nicht mehr zu. <

MIDLAND.CH

AUTOINSIDE | September 201993


VERBAND & SEKTIONEN

«Die nächste Chance kommt nach der Niederlage»

> Rennfahrerin Marylin Niederhauser übergab Ende Juni an der Lehrabschlussfeier in Biel die Diplome.

az. Sie ist schnell, sehr schnell. Marylin

Niederhauser ist Automobilrennfahrerin und

gibt gerne Gas. Ende Juni übergab sie an der

Lehrabschlussfeier in Biel die Fähigkeitszeugnisse

und Berufsatteste. Geehrt wurden 33

Automobil-Assistenten und Automobil-Fachmänner.

AUTOINSIDE war mit dabei und

traf Niederhauser zum Interview.

Was fasziniert Sie am Motorsport?

Marylin Niederhauser: Am meisten fasziniert

mich das schnelle Fahren. Das ist ein

Gefühl, das man nicht in Worte fassen kann.

Man steuert alleine dieses «Biest», das eine

enorme PS-Leistung hat. Mir ist bewusst, wie

gefährlich der Motorsport ist. Angst habe ich

keine, aber ich fühle Respekt. Ich sehe immer

wieder Unfälle und frage mich dann, weshalb

ich das mache. Die Antwort darauf finde ich

jedoch ziemlich schnell: Neben dem Fahren

ist es das Gesamtpaket, das mich fasziniert,

also die Unterstützung meines Teams, die Faszination

Auto, den Fuss auf das Gas setzen,

die Beschleunigung im ganzen Körper spüren.

Sie mussten ein paar Niederlagen

einstecken. Wie haben Sie sich nach

solchen Niederlage wieder motiviert?

Es ist immer schwierig, sich nach einer Niederlage

neu zu motivieren. Man zweifelt

schnell an sich. Die Schuld auf das Auto oder

das Team zu schieben, ist nicht korrekt. Klar

kann einmal ein Fehler am Auto das Rennen

beinträchtigen, aber schlussendlich sitze ich

am Steuer. Mit jedem Training und Rennen

möchte ich besser werden. Bei einer Niederlage

darf man traurig und wütend sein. Aber

eine Stunde später muss man wieder Vollgas

Marylin Niederhauser.

geben. Bei manchen Rennen habe ich nicht

einmal diese Stunde. Ich musste daher lernen,

das Geschehene in kurzer Zeit zu reflektieren.

Was hat nicht geklappt? Wie kann ich mich

verbessern? Danach richte ich den Blick nach

vorne. Man kann immer besser und schneller

sein. Es gibt kein Limit. Die nächste Chance

kommt nach der Niederlage.

Haben Sie vor Ihren Rennen ein Ritual?

Rennfahrerin zu sein, ist sehr schwierig. Ich

muss mental und physisch fit sein. Vor Autorennen

gehe ich in meinem Kombi joggen,

auch wenn es 30 Grad ist. Dadurch werden die

Muskeln warm. 30 Minuten vor Beginn sitze

ich im Auto und gehe die Rennstrecke nochmals

im Kopf durch. Vor dem Startschuss bin

ich konzentriert und freue mich ich bin wie

in einer anderen Welt. Was ich dabei denke,

kann ich nicht sagen. Es ist ein Gefühl voller

Adrenalin.

Sie haben eine Lehre als Pharma-

Assistentin gemacht. Was hat Ihnen

besonders gefallen?

Es war eine schöne Zeit. Ich habe viele liebe

Menschen kennengelernt. Meine Ausbildung

vergleiche ich mit dem Motorsport. Während

der Lehre absolvierte ich Zwischenprüfungen.

Manche gelangen mir gut, andere weniger.

Genauso ist es auch im Sport. Ich habe gelernt

durchzuhalten, am Steuer zu bleiben. Die Lehre

war für mich die lehrreichste Zeit. Man muss

es selbst erlebt haben, um zu wissen, wie es ist.

Was geben Sie den Lehrabsolventen für

ihren Weg mit?

Ich bin nicht die Vorbild-Lehrabgängerin.

Ich habe nicht auf meinem gelernten Beruf

weitergearbeitet. Nicht weil mir der Beruf als

Pharma-Assistentin nicht gefallen hat, sondern

wegen meiner Leidenschaft zum Motorsport.

Es gibt Momente im Leben, in denen

man am liebsten die Bremse betätigen und

aussteigen möchte. Aber wohin führt das? Es

ist wichtig, dass man nicht stehen bleibt und

schon gar nicht rückwärts rollt, sondern den

Blick nach vorne richtet und Gas gibt! <

Persönliches

Privatauto: Einen BMW 120 D

Lieblingslied während der Autofahrt:

«Rassige, schnelle Musik»

Liebster Beifahrer: «Ich selbst!»


GARAGENWELT

Würth AG

wuerth-ag.ch

> Orsy unterstützt beim Pneuwechsel aber nicht nur

alles, was es für den Pneuwechsel

braucht parat liegen. Jeder

Handgriff muss sitzen. Kein Problem:

Im Orsy-Systemregal und

im Orsy-Werkstattwagen findet

man jederzeit alles Material

griffbereit und in ausreichender

Menge.

pd. Gerade die kleinen Teile, die

Verbrauchsmaterialien wie zum

Beispiel Schrauben, Muttern,

Felgenreiniger oder Auswuchtgewichte,

spielen in der Kostenund

Effektivitätsbilanz des Betriebs

eine grosse Rolle. Dabei

sind es nicht allein die Materialkosten,

die zu Buche schlagen.

Vielmehr ist es die Beschaffung,

die oft viel Zeit und damit Geld

kostet. Zeit und Geld, das man

lieber für sein Kerngeschäft und

seine Kunden einsetzt. Genau

hier entlastet das Orsy-System.

Beim Pneuwechsel muss

es schnell gehen. Am liebsten

nehmen die Kunden ihr Fahrzeug

nach möglichst kurzer Wartezeit

gerade wieder mit. Damit das

klappt und der Kunde zufrieden

die Garage verlässt, müssen

Felgenreiniger, Klebegewichtsentferner,

Drehmomentschlüssel,

Auswuchtgewichte kurz

Das Orsy-System unterstützt und entlastet die Garagisten.

Das Orsy passt sich den Bedürfnissen

eines Betriebes individuell

an, sei es auf kleinstem

Raum als Einzellösung oder als

Lagermanagement-System, das

die ganze Werkstatt versorgt.

Für den rechtzeitigen Nachschub

an Verbrauchsmaterial in

genau der richtigen Menge sorgt

der Würth-Verkäufer. Darin ist

Würth AG Spezialist und bietet

Garagisten genau die Unterstützung,

die sie benötigen, um sich

aufs Wesentliche konzentrieren

zu können: ihre Kunden! <

Bieri Tenta AG

bieri.ch

> Textile Rollvorhänge als preiswerte Alternative zu Holz-, Beton- oder Metalltrennwänden

pd. Innerhalb weniger Sekunden

können die Rollvorhänge und

Raumabgrenzungen für Vorbereitungs-

und Reparaturarbeitsplätze

in Carrosserien heruntergelassen

oder geöffnet werden.

Damit ergeben sich in vielen

Werkstätten neue Möglichkeiten.

Etwa um Vorbereitungsoder

Kleinreparaturplätze

rasch voneinander abzutrennen,

sodass jeder Mitarbeiter mit seiner

Arbeit fortfahren kann, ob er

nun lackiert, schleift oder poliert.

Je nach Anforderungsprofil

sind die rollbaren Planen auch

Klare Trennung: Mit den neuartigen Rolltrennwänden können Arbeitsplätze sauber

getrennt werden.

mit durchsichtigen Elementen

versehen, sodass der Sichtkontakt

gewährleistet ist. Der Antrieb

erfolgt über wartungsfreie

Rohrmotoren oder über eine

Handkurbel. Der Elektroantrieb

kann mit einem dreifach Drucktaster

optimiert werden. Die

Wickelwelle wird mit Winkeln

am Gebäude befestigt.

Die strapazierfähigen Gewebe

sind mit einer hochwertigen

PVC-Beschichtung versehen

und dadurch geschmeidig,

beständig und robust. Der

Rollbehang wird mit einem

waagrechten Fallrohr ausgestattet.

Dieser wird mittels

eines zusätzlichen Hohlsaums

am Behang einge arbeitet.

Seitlich wird der Vorgang mit

einem Hohlsaum verstärkt, um

Scheuerungen an Mensch und

Maschine zu verhindern.

Um eine höhere Lichtdurchlässigkeit

zu erreichen, kann

der Behang mit PVC-Fenstern

versehen werden. Der textile

Rollvorhang ist somit eine preiswerte

Alternative zu Holz-, Beton-

oder Metalltrennwänden.

Die Vorteile auf einen Blick:

• einfache Bedienung

• verschiedene Farben

• hochwertige Materialien

• schnell in Arbeitsumgebung

integrierbar

• minimierter Wartungsaufwand

• Schweiss-Arbeitsplätze. <

AUTOINSIDE | September 201995


GARAGENWELT

Abt AG

abt-ag.ch

> Unfallfrei durch den Winter dank dem Service der Firma Abt AG

pd. Was gibt es Schlimmeres

als ein Pneumontagegerät,

das während der Hochsaison

den Geist aufgibt? Was gibt es

Nervigeres, als die Kundenräder

fünf Mal auszuwuchten, bevor

das Ergebnis zufriedenstellend

ist? Die Abt AG hilft, die Garageneinrichtungen

rechtzeitig zur

Wintersaison auf Vordermann

zu bringen.

Die Abt-Spezialisten kalibrieren

Auswuchtmaschinen,

schmieren Lifte und Pneumontagegeräte

und wechseln alle

Verschleissteile nach Bedarf.

Besitzer von Corghi- oder

Drester-Produkten melden sich

rechtzeitig bei der Abt AG, um

ihren Servicetermin zu fixieren,

damit sie unfallfrei durch den

Winter kommen. <

Die Spezialisten der Abt AG sorgen dafür, dass die Garagisten unfall- und pannenfrei durch den Winter kommen.

Ronal Group

ronal-wheels.com

> Stylisches Ronal Design R62

pd. Ihre leicht versetzten

Speichenelemente verleihen der

Ronal R62 bereits im Stand eine

besonders dynamische Optik.

Sie ist für sportliche Fahrzeuge

der Mittelklasse in den Grössen

7.5 x 17, 7.5 x 18, 8.0 x 19 und

8.5 x 20 Zoll in der Oberfläche

jetblack-matt-frontkopiert erhältlich.

Es handelt sich um die erste

Ronal-Felge, der mit Designelementen

ein individuelles

Aussehen verliehen werden

kann. Autoliebhaber können die

Alu-Felge mit trendigen Applikationen

aus Kunststoff bestücken

lassen, die die R62 und damit

ihr Fahrzeug zu einem echten

Hingucker machen. Die Ronal

R62 ist mit oder ohne Designelemente

bestellbar. Eine

Individualisierung der Felge

ist auch nachträglich möglich.

Aktuell sind die Applikationen

in Rot, Blau und Grün erhältlich.

Die Felge passt unter anderem

auf den Audi RS 3 (8V), Ford

Focus RS, Mercedes C 43 AMG,

Hyundai i 30 N Performance,

Seat Ateca Cupra sowie viele

weitere sportliche Fahrzeuge

der Mittel- und Kompaktklasse.

Ab September ist das Design

Ronal R62 zusätzlich in der

neuen glänzenden Oberfläche

Jetblack mit ausgewählten

Lochkreisen erhältlich. Sämtliche

Ronal und Speedline

Corse Felgen des Unternehmens

verfügen über eine Freigabe

und die entsprechenden

RDKS-Zulassungen. <

Ronal R62: Individualität dank farbigen Designelementen.

96

September 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Rhiag Group Ltd

rhiag.ch / expo-rhiag.com

> Rhiag Hausmesse 2019 in Langenthal jetzt anmelden

pd. Am 27. und 28. September

2019 findet die vierte Hausmesse

der Rhiag Group Ltd in

Langenthal statt. Über 30 internationale

Aussteller treffen auf

Garagisten und Mechaniker aus

der ganzen Schweiz.

Die Automobilbranche ist

geprägt von ständigen Veränderungen.

Darum müssen

Garagisten stets auf dem

neuesten Stand bleiben, wenn

es um Trends und Neuigkeiten

im Automotive Aftermarket

geht. Hier kommt die Rhiag

Hausmesse ins Spiel. Diese einzigartige

Veranstaltung liefert

eindrückliche Insights zur Welt

der Fahrzeugersatzteile. Über 30

Aussteller stehen während den

zwei Messetagen für Gespräche

und technische Fragen zur Verfügung.

Die Tombola verspricht

dieses Jahr den grössten Hauptgewinn

bisher. Mit etwas Glück

winkt dem glücklichen Gewinner

ein brandneuer Peugeot 208.

Nach dem Rundgang

empfiehlt sich ein Besuch

im Verpflegungsbereich, der

vielseitige Köstlichkeiten und

geselliges Beisammensein

bietet. Die charmante Markthalle

in Langenthal sorgt für ein

familiäres Ambiente und ist mit

allen Verkehrsmitteln optimal

erreichbar. Parkplätze werden

vor der Halle kostenlos zur Verfügung

gestellt.

Dieses Jahr wird an der

Hausmesse ein besonderes

Jubiläum gebührend gefeiert:

Seit 40 Jahren ist die Firma

Rhiag im operativen Geschäft

mit Industrie- und Autoersatzeilen

tätig. Was als Drei-Mann-

Betrieb begann, entwickelte

sich bis heute zu einem der

führenden Ersatzteilanbieter der

Schweiz. Zu vielen grossen Teileherstellern

wie zum Beispiel

Boge-Sachs, Götze-Payen, LUK

und Breco-Brembo, die auch

zu den Ausstellern der Hausmesse

gehören, hält Rhiag seit

Bestehen die Treue. Laufend

wurde das Sortiment erweitert

und umfasst mittlerweile mehrere

hunderttausend Artikel in

über hundert Artikelgruppen.

Interessierte können sich

jetzt unter expo-rhiag.com ihr

kostenloses Ticket für die Rhiag

Hausmesse 2019 sichern. Eindrücke

und Bilder der letzten

Hausmesse gibt es unter exporhiag.com/impressionen.

<

Im Verpflegungsbereich der Rhiag Hausmesse können die Besucher ihre Eindrücke

über die Trends und Neuigkeiten im Automotive Aftermarket diskutieren.

ABT

abt-sportsline.de

> Exklusives Flowforming-Verfahren: ABT High Performance HR in 22 und 23 Zoll

pd. Zehn filigrane Doppelspeichenpaare,

die weit ins

Felgenhorn hineinreichen,

zeichnen das ABT High Performance

HR aus. Erhältlich ist das

winterfeste Leichtmetallrad,

das für eine Vielzahl von grösseren

Modellen von Audi und

VW verfügbar ist, in der Farbe

«Shadow Silver» in 22 Zoll.

Exklusiv für den Audi Q8 sind

sogar 23 Zoll möglich. Alternativ

kann hier auch der Farbton

«Dark Smoke» gewählt werden.

konnte das Volumen des Felgenbetts

um bis zu 50 Prozent

reduziert werden, was unter

anderem ein schlankes Horn

ermöglicht. Gleichzeitig macht

das Rad seinem Namen auch

im Fahrbetrieb alle Ehre, denn

es läuft extrem laufstabil.

Weitere Infos zu den Leichtmetallrädern

von ABT Sportsline

und den möglichen Anwendungen

hält der ABT Konfigurator

bereit. <

Dank des innovativen Flowforming-Produktions

verfahrens,

das ähnliche Vorteile wie die

Schmiedetechnik bietet, konnte

das ABT High Performance HR

besonders leicht konstruiert

werden. Eine spürbare Materialverdichtung

ermöglicht

beson ders schlanke Strukturen

und geringe Wandstärken. So

Cooler Auftritt: Das ABT High Performance HR ist für zahlreiche grössere Modelle von

Audi und VW verfügbar.

AUTOINSIDE | September 201997


UMFRAGE DES MONATS

WAS HALTEN SIE VON

DER TESTSTRECKE

FÜR ELEKTROMOBILE

IN HALLE 7?

Die GIMS-Kurzmesse findet im Jahr 2020 definitiv

nicht mehr statt. Neu entsteht in der Halle 7 eine

grosse Indoor-Teststrecke für Elektromobilität, die

GIMS-Discovery. Damit soll das Live-Erlebnis des

Auto-Salons aufgewertet und die Halle 7 ganz

dem Zeitgeist entsprechend zum neuen Treffpunkt

für alternative Antriebe werden. AUTOINSIDE

befragte seine Leserinnen und Leser, was sie von der

Teststrecke in Halle 7 halten. 30 Prozent finden die

Idee «sehr attraktiv». Die restlichen 70 Prozent gaben

jedoch an, es interessiere sie nicht.

Das interessiert

mich nicht.

Das ist sehr

attraktiv.

30%

70%

Was halten Sie von der Teststrecke

für Elektromobile in Halle 7?

VORSCHAU AUTOINSIDE-AUSGABE 10 OKTOBER 2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 1. Oktober 2019 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Das grosse Potenzial bei

Occasionen

AGVS-Geschäftsführer Markus Aegerter

erklärt im Gespräch mit AUTOINSIDE,

weshalb der Verband ein derat grosses

Gewicht auf den Occasionenmarkt legt.

Die Swiss Automotive Show feiert

Premiere in Freiburg

Die SAS wächst stetig und findet darum erstmals

nicht mehr im Landeslager, sondern in

Freiburg statt. Das beigelegte SAS-Messemagazin

berichtet über diese Premiere.

Diese Kandidaten unterstützt der

AGVS auf dem Weg nach Bern

Bei den Eidgenössischen Wahlen vom

20. Oktober 2019 gibt es einige Kandidaten,

die sich für das Autogewerbe einsetzen.

Wir zeigen, wer diese Kandidaten sind.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

91. Jahrgang, 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2018: 12 725 Exemplare davon 9548 in Deutsch, 3117 in Französisch

Herausgeber

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

www.agvs-upsa.ch

Verlag

AUTOINSIDE

Wölflistrasse 5, Postfach 64, CH-3000 Bern 22

Telefon: +41 (0)31 307 15 15

verlag@agvs-upsa.ch, www.autoinside.ch

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98

September 2019 | AUTOINSIDE


Erreichen Sie Ihr Ziel egal was der Winter bringt

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Dimensionen mit DriveGuard

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Test durchgeführt vom TÜV SÜD im ATP Papenburg (Deutschland) im Auftrag von Bridgestone. TÜV SÜD Product Service GmbH Bericht Nr. [713139853-BM],

Oktober bis November 2018, Testfahrzeug: VW Golf 1.6 VII, Dimension: 195/65 R15, Test: http://bridgestone-daten.eu/TUEV-SUED-LM005-report.pdf

2

Die Bridgestone DriveGuard Technologie ermöglicht im Pannenfall eine Weiterfahrt von bis zu 80 km bei max. 80 km/h.

Bridgestone Europe NV/SA

Niederlassung Schweiz

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