Lebensadern - August 2019

CVDMediengruppe

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IMPRESSUM

Lebensadern in der Region“ ist eine

Sonderausgabe von Freie Presse und

BLICK.

HERAUSGEBER/VERLAG

Chemnitzer Verlag und Druck

GmbH & Co. KG (CVD)

Geschäftsführer: Dr. Michael Tillian

Verlag Anzeigenblätter

GmbH Chemnitz

Geschäftsführer: Tobias Schniggenfittig

Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz

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Tobias Schniggenfittig (verantw.)

REDAKTION

Christian Wobst

Ingo Eckardt

DRUCK

Chemnitzer Verlag und Druck

GmbH & Co. KG

Für dieses Produkt gilt eine Sonderpreisliste

einschließlich der Allgemeinen

und Zusätzlichen Geschäftsbedingungen

des Verlags.

Fotos Titelseite:

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gleich zum Anfang dieser Beilage

eine Preisfrage: Wo ist das Streckennetz

in Sachsen länger? Bei

den Bundesstraßen oder bei der

Eisenbahn? Die richtige Antwort ist:

Mit 2500 Kilometern ist das öffentliche

Eisenbahnnetz im Freistaat

Sachsen um fast 200 Kilometer

länger als das Netz der Bundesstraßen.

Die Autobahnen bringen

es da im Freistaat nur auf 567 Kilometer.

Was beide verbindet? Autobahnen

und Eisenbahnen sind

auch heute noch unsere wichtigsten

Lebensadern, da trifft es sich

gut, dass es vermutlich der Bauingenieur

Robert Friedrich Otzen war,

der 1929 vorschlug, den Begriff

Autobahn als Analogie zur Eisenbahn

zu verwenden. Vorher war

der Begriff „Nur-Autostraße“ gebräuchlich.

Kaum auszudenken,

wie wir uns heute unterhalten würden,

wenn der Begriff geblieben

wäre. Frage: „Wie komme ich nach

Dresden?“ Antwort: „Nehmen Sie

die Nur-Autostraße 4“…

LEBENSADERN

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

EIN EDITORIAL

VON

CHRISTIAN

WOBST

An der Autobahn 4 befindet sich

übrigens die größte Rastanlage im

Freistaat, die „Raststätte Dresdner

Tor“. Auf der Anlage Nord (Richtungsfahrbahn

Görlitz-Aachen) stehen

für LKW und PKW jeweils 150

Parkplätze zur Verfügung, auf der

Anlage auf der Gegenrichtung sind

es 119 Parkplätze für PKW und

154 für LKW. Die Grundzüge der

Anlage stammen bereits aus DDR-

Zeiten. 1997 wurde die „Raststätte

Wilsdruff“ dann in die „Raststätte

Dresdner Tor“ umbenannt.

Ganz in der Nähe befindet sich übrigens

der am stärksten frequentierte

Abschnitt einer Autobahn in

Sachsen. Den Bereich westlich des

Autobahndreiecks Dresden-Nord

passieren täglich rund 100.000

Kraftfahrzeuge. Und wo wir gerade

die Statistik bemühen: Der längste

sächsische Autobahntunnel ist vergleichsweise

kurz: Der Tunnel Königshainer

Berge bringt es auf eine

Länge von nur rund 3,3 Kilometern,

Deutschlands längster Straßentunnel,

der Rennsteigtunnel an

der Autobahn 71 bringt es auf fast

acht Kilometer.

Weil dieses Editorial mit einer Preisfrage

begann, soll zum Ende hin

gleich noch diese nachgeschoben

werden: Wie lang, glauben Sie, ist

der längste Autobahnabschnitt in

Sachsen? Die richtige Antwort wäre:

rund 15 Kilometer. So lang ist

der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen

Bautzen-Ost und

Weißenberg.

Beim Thema Lebensadern nicht

vergessen darf man natürlich die

Flüsse. Deren Pegelstände ächzen

auch unter den sommerlichen

Temperaturen; immerhin sind die

sächsischen Talsperren gut gefüllt.

Wie wichtig diese für die Trinkwasserversorgung

im Freistaat sind, lesen

Sie unter anderem in dieser

Beilage. Beim Lesen dieses Beitrages

und der vielen anderen, wünsche

ich Ihnen im Namen des gesamten

Lebensadern“-Teams viel

Vergnügen. Ihr Christian Wobst

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AUS DEM INHALT

30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Plauener Reiseanbieter setzt auf

Marienbader Quellen 3

Tschechischer Kurort ist für Unternehmen

aus Vogtland Empfehlung

für Kur- und Wellnessreisen

Die Straßenwärter 4

Christian Hartig und sein Team sorgen

für Sicherheit auf Lebensadern

Der Extremsportler 13

Jörg Eißmann erklärt seine Liebe für

den Extremhindernislauf

Demografischer Wandel:

Hilfe für aktive Gestaltung 16

Engagement, Ideen

und Innovationen gesucht

Megabanner wirbt für

„Montanregion Erzgebirge“ 18

900 Quadratmeter machen an

Autobahn zwischen Dresden und

Chemnitz auf Unesco-Welterbe

aufmerksam

Für die Kunden nur das beste

Fleisch aus der Region 19

Fleischerei aus Oederan blickt in

diesem Jahr auf 50 erfolgreiche

Jahre zurück

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LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Plauener Reiseanbieter setzt auf Marienbader Quellen

Tschechischer Kurort ist für Unternehmen aus dem Vogtland Empfehlung für Kur- und Wellnessreisen

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Es ist eine balneologische Seltenheit,

dass so viele unterschiedliche

Quellen an einem Ort entspringen.

Durch diese Rarität ist die Stadt

Marienbad als Kurort besonders

gefragt. „Die kalten Quellen werden

hierbei für die medizinische Trinkkur

sowie für Inhalationen und Mineralbäder

verwendet. Aufgrund

der Komplexität werden sie für die

verschiedensten Gesundheitszustände

verordnet“, weiß Karen Leibelt,

Verkaufsleiterin des Kur- und

Wellnessreisenanbieters Selta Med

GmbH aus Plauen.

„Die wichtigsten Indikationen von

Marienbad sind Nieren- und Harntraktinfektionen,

gynäkologische

und onkologische Erkrankungen,

Stoffwechselerkrankungen, Atemwegserkrankungen

sowie Erkrankungen

des Stütz- und Bewegungsapparates“,

ergänzt Cindy

Leißner, Produktmanagerin für

Tschechien bei Selta Med. Neben

den Mineralquellen sei das natürliche

Gas ein wichtiges Heilmittel für

Die berühmte Singende Fontäne bietet Besuchern von Marienbad nicht nur optischen, sondern auch akustischen

Genuss. Foto: Kletr/stock.adobe.com

Marienbad. Durch seinen vulkanischen

Ursprung mit dem hohen

Kohlenstoffdioxid-Anteil (99,7 Prozent)

rege es den Blutdruck, die

Nierenaktivität und die Sexualfunktionen

an.

Seine Bekanntheit verdankt Marienbad

aber nicht nur den natürlichen

Heilmitteln. Auch kulturell

glänzt der Ort – der im vergangenen

Jahr sein 200-jähriges Jubiläum

feierte – mit einigen Höhepunkten.

Neben den großzügigen Parkanlagen

und den umliegenden

Wäldern, die zu ausgiebigen Spaziergängen

einladen, kann man in

Marienbad mehr als 70 Sehenswürdigkeiten

und Denkmäler erkunden.

„Ein absolutes Muss für

jeden Gast sollte dabei ein Besuch

der Singenden Fontäne sein“,

empfiehlt Verkaufsleiterin Karen
















































Leibelt. Dort kann man von Mai bis

Oktober zwischen 7 Uhr morgens

und 21 Uhr abends zu jeder ungeraden

Stunde ein wahres Wasserspektakel,

untermalt von großartigen

Klassikern der Musikgeschichte,

erleben.

Als Geheimtipp von Selta Med steht

das Hotel Svoboda in Marienbad

hoch im Kurs. „Es glänzt mit seinem

stilvollem Ambiente, seiner






























böhmischen und internationalen

Küche und vor allem mit seinem

neuen Spa Bereich mit Hallenbad,

Whirlpool, Sauna und Dampfbad.

Dieser ist seit Mai 2019 neu eröffnet

worden. Weiterhin finden die

Kuranwendungen wie zum Beispiel

Moorpackungen, natürliches trockenes

Kohlendioxidbad und so

weiter unter Nutzung der natürlichen

Heilquellen statt. Das Besondere

ist auch die hoteleigene Mineralquelle

für Mineralbäder und

Trinkkur“, weiß Produktmanagerin

Cindy Leißner. Dort werde eine hohe

Kundenzufriedenheit erreicht

und der Wohlfühlfaktor sei garantiert.

„Und wenn jemand Marienbad

schon zur Genüge und bis in

den letzten Winkel kennt, kann er

einfach im Selta-Med-Katalog stöbern.

Dort gibt es unzählige weitere

Sonderangebote, die an die Polnische

Ostsee, Slowakei, Deutschland,

Ungarn, Slowenien und auch

nach Bulgarien führen“, ergänzt sie

abschließend.












































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Die Straßenwärter

Christian Hartig und sein Team sorgen für Sicherheit auf Lebensadern

Wenn Christian Hartig in den Urlaub

fährt, kann es länger dauern

als üblich. Der 32-Jährige ist stellvertretender

Leiter der Autobahnmeisterei

Chemnitz und kann sich

auch in der Freizeit nicht ganz von

seinem Beruf lösen. „Meine Frau

schimpft immer, wenn ich auf der

Autobahn zu langsam fahre um mir

anzuschauen, wie andere Autobahnmeistereien

bestimmte Probleme

lösen“, sagt Christian Hartig

mit einem Lächeln im Gesicht.

Arbeitsstellen Autobahn

und Rastanlagen

Nach einer Lehre, die er zwischen

2003 und 2006 in der Autobahnmeisterei

Chemnitz absolvierte,

und diversen Weiterbildungen ist er

seit Anfang vergangenen Jahres

stellvertretender Leiter der größten,

der sieben sächsischen Autobahnmeistereien.

Er und die mehr als 70

Mitarbeiter sind für mehr als 300

Straßenkilometer auf der Autobahn

4 zwischen Hainichen und Landesgrenze

Thüringen sowie auf der

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CHRISTIAN

HARTIG

Stellvertretender

Autobahnmeister in

Chemnitz

Foto: Christian Wobst

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Autobahn 72 zwischen Zwickau-

Ost und Rötha verantwortlich. Zum

Aufgabenbereich gehören auch 14

Rastanlagen mit rund 450 Papierkörben,

die von vier Mitarbeitern

täglich geleert werden. „Das Abfallaufkommen

hat in den vergangenen

Jahren immer mehr zugenommen“,

sagt der 32-Jährige. Denn in

den Tonnen findet sich nicht nur

der Müll, der auf einer Reise normalerweise

anfällt, sondern auch

Bauschutt oder sogar Fahrräder.

Keine Frage, dass diese Art der

Müllentsorgung nicht legal ist. Die

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei

stellen zudem zum Beispiel Dosen

mit unbekannten Inhalt immer wieder

vor das Problem der richtigen

Entsorgung. Die Kosten trägt der

Steuerzahler.

LEBENSADERN

Selbstverständlich

beschäftigen

sich Christian Hartig und seine Kollegen

nicht nur mit der Entsorgung

des Mülls fremder Leute. Welche

Aufgaben an einem Tag konkret

anstehen, wird unter anderem bei

der täglichen Streckenkontrolle

festgelegt. „Wir fahren jeden Tag jeden

Meter der Autobahn ab und

kontrollieren diesen unter anderem

auf defekte Schutzplanken“, sagt

Christian Hartig. So komme es gar

nicht so selten vor, dass Fahrzeuge

die Schutzplanken beschädigen

und die Fahrer anschließend Unfallflucht

begehen.

Spezielles Airbag-System

schützt Mitarbeiter

Dazu kommen immer wiederkehrende

Aufgaben wie das Reinigen

der Straßenentwässerung auf einem

Teilstück der A4 oder das Mähen

des Rasens am Fahrbahnrand

oder auf dem Mittelstreifen. Stehen

Arbeiten auf einem Teilstück der

Autobahn an, muss dieses aufwändig

gesperrt werden. 1000 Meter

Die Absicherung von Tagesbaustellen ist sehr aufwändig, folgt aber festen Regeln.

Fotos: Christian Wobst

vor der Tagesbaustelle steht der

erste Schilderwagen, der die Geschwindigkeit

begrenzt und auf die

Engstelle hinweist. Nach weiteren

400 Metern folgt das zweite Fahrzeug.

Dann die Baufahrzeuge, die

zum heranbrausenden Verkehr

noch einmal durch einen Schilderwagen

gesichert werden. Dabei

kommt je nach Verfügbarkeit auch

ein ganz besonderer „Airbag“ zum

Einsatz. Darunter wird eine technische

Konstruktion verstanden, die

hinter dem Fahrzeug angebracht

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SONDERAUSGABE

ist und dann ihren Dienst verrichtet,

wenn ein Auto- oder LKW-Fahrer

trotz der zahlreichen Hinweise

im Vorfeld den Instandhaltungstrupp

übersieht. Der Airbag nimmt

einem auffahrenden Fahrzeug die

Geschwindigkeit und rettet damit

im Zweifelsfall das Leben der Mitarbeiter,

die davor in der Tagesbaustelle

arbeiten. Dass das System

funktioniert, mussten einige Mitarbeiter

der Autobahnmeisterei leider

schon erleben.

- weiter auf Seite 5

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LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Mit Hochdruck reinigt Andreas Irmscher

die Gullys auf dem Rastplatz

Auerswalder Blick.

Fährt ein Fahrzeug auf diesen speziellen

Airbag auf, wird möglichst viel Geschwindigkeit

absorbiert.

Rund 450 Mülltonnen müssen von

den Straßenwärtern, im Bild Paul

Killig, täglich geleert werden.

Rayk Richter beim Reinigen der Abflüsse auf der A4. Dahinter fährt eine Kehrmaschine

und ganz hinten das Fahrzeug mit dem speziellen Airbag.

Fotos: Christian Wobst

Zu den weniger schönen Aufgaben

der Straßenwärter gehört die Absicherung

von Unfallstellen. „Viele

Autofahrer denken, dass das Thema

Rettungsgasse erledigt ist,

wenn die Polizei oder der Rettungswagen

durchgefahren sind. Aber

wir müssen auch noch zur Unfallstelle,

damit diese sicher beräumt

werden kann“, sagt Christian Hartig.

Grundsätzlich gelte, dass ein

Stau umso länger dauere, je unvorsichtiger

sich die Autofahrer darin

verhalten. Immerhin werde heute

auch aufgrund der Aufmerksamkeit,

die das Thema in den sozialen

Medien hat, relativ schnell eine

Rettungsgasse gebildet. Vielleicht

wird eines Tages auch den Tagesbaustellen

der Autobahnmeisterei

die Aufmerksamkeit zu Teil, die

heute die Rettungsgasse hat. Denn

wenn eine oder mehr Spuren gesperrt

sind, dann sorgt das meist

für Frust bei den Autofahrern, vor

allem, wenn diese wegen einer

Baustelle im Stau stehen.

„Unsere Mitarbeiter riskieren

jeden Tag ihr Leben“

„Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens

am Montag und Freitag

gibt es auf bestimmten Abschnitten,

sofern nicht dringende Arbeiten

notwendig sind, keine Tagesbaustellen“,

sagt der 32-Jährige.

Für die Absicherung der Tagesbaustellen

gibt es wiederum eine

Vorschrift, die eingehalten werden

muss. Sie besagt unter anderem,

dass zum fließenden Verkehr mindestens

1,5 Meter Sicherheitsabstand

eingehalten werden müssen.

Unter anderem aus der Vorschrift

zitiert Christian Hartig,

wenn sich besonders schlaue Autofahrer

wieder einmal bei ihm am

Telefon beschweren. Sachlich beantwortet

er alle Fragen, auch die

immer wieder gestellte, ob diese

oder jene Baustelle wirklich sein

müsse. „Es mag sein, dass der eine

oder andere Autofahrer aufgrund

unserer Arbeit zu spät zu einem

Termin kommt. Aber unsere Mitarbeiter

riskieren mit ihrer Arbeit

für die Sicherheit der Autofahrer jeden

Tag ihr Leben“, sagt Christian

Hartig. Am anderen Ende der Leitung

ist dann meist Ruhe.

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LEBENSADERN

Tage der Industriekultur feiern 10. Jubiläum

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SONDERAUSGABE

In 81 Unternehmen, Einrichtungen und Museen der Region bieten sich bei der Früh- und Spätschicht exklusive Einblicke

Die Tage der Industriekultur feiern

in diesem Jahr ihr 10. Jubiläum

und halten vom 27. September bis

8. Oktober spannende Highlights

für alle Altersgruppen bereit.

In erstmals rekordverdächtigen 81

Unternehmen, Forschungseinrichtungen

und Museen bieten sich bei

der Früh- und Spätschicht in

Chemnitz, Zwickau und dem Erzgebirge

exklusive Einblicke in die

alltägliche Arbeitswelt von heute.

Als Event-Location öffnen die Tage

der Industriekultur in diesem Jahr

die Halle D im Chemnitzer Industriekomplex

der ehemaligen Schubert

& Salzer Maschinenfabrik,

welcher heute als Wirkbau bekannt

ist. Sie galt einst als größtes deutsches

Werk für Textilmaschinen

und prägte so maßgeblich die

Chemnitzer Industriekultur. Dort

vereint die Ausstellung „looking forward“

eine Vielzahl an Kunstwerken

nationaler Künstler.

Unter dem Motto „RAW meets Urban

Art“ verschreibt sich das

Auch bei der Sachsen Guss GmbH aus Chemnitz-Wittgensdorf können

Besucher bei der Spätschicht einen Einblick gewinnen.

Foto: Ernesto Uhlmann/CWE

RAW-Festival im Jubiläumsjahr

ebenfalls der Kunst und hat mit der

Paint Club Battle League ein packendes

Live-Event im Wirkbau im

Programm. Den Abschluss der Tage

der Industriekultur im Wirkbau

bietet die zweite Convention von

C-Town 360°.

Ganz traditionell beginnen auch die

10. Tage der Industriekultur mit der

Frühschicht in Unternehmen für

Kindergarten- und Grundschulkinder.

So werden bereits die Kleinsten

spielerisch an technische Themen

und Berufe herangeführt. Am

Nachmittag und Abend wird es bei

der Spätschicht für die Erwachsenen

spannend. Bei Werksführungen

können Blicke hinter die Kulissen

geworfen werden und man

kann mit Mitarbeitern ins Gespräch

kommen. Viele Unternehmen bieten

zudem ein Rahmenprogramm,

kulinarische Angebote und Informationen

rund ums Thema Ausbildung

und Stellenangebote.

In Chemnitz haben die Gäste der

Früh- und Spätschicht 34 Unternehmen

für einen Blick hinter die

Kulissen zur Auswahl, darunter

auch elf Unternehmen aus der Kulturregion

Chemnitz. Neue Partner

sind in diesem Jahr die Staffbase

GmbH, weltweit führender Anbieter

für Apps zur Verbesserung der Mitarbeiterkommunikation

in großen

und internationalen Unternehmen

mit Hauptsitz in Chemnitz und

Standorten unter anderem in New

York und Amsterdam. Alle Interessenten

erwartet ein spannender

Einblick in ein internationales Team

sowie ein Rundgang durch das innovativ

gestaltete Büro im Industriekomplex

Wirkbau.

Im Areal des Wirkbaus haben die

Besucher zudem die Möglichkeit,

nach einem Besuch im historischen

Wirkbaukabinett den Ausblick

über Chemnitz vom 53 Meter

hohen Uhrenturm zu genießen.

Neue Unternehmen sind weiterhin

die μ-Tec GmbH, Spezialanbieter

für Spritzgießwerkzeuge, und die

Dr. Gühring KG, Hersteller für Präzisionswerkzeuge

aus Chemnitz,

sowie die Traditionsmanufaktur

Wendt & Kühn für feine deutsche

Handarbeit aus Grünhainichen.

SERVICE

Eine weitere Veranstaltung am

28. und 29. September ist das

Kunstwochenende Wendungen in

Chemnitz: Akteure und Institutionen

der Kunstszene machen auf

das Angebot der lokalen Kunstszene

aufmerksam.

Weitere Informationen zu den Tagen

der Industriekultur, zu Ausstellungen

und teilnehmenden

Unternehmen gibt es im Internet.

Dort sind auch Anmeldungen

für die Führungen möglich.

-www.industriekultur-chemnitz.de

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LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Chemnitzer wollen mehr Gemeinschaft schaffen

Bewohner machen Vorschläge für ungenutzte Areale – Zehn Projekte können noch in diesem Jahr umgesetzt werden

Marc Ebert und Katrin Jeschkowski wünschen sich eine kleine Bühne

auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz auf dem Chemnitzer Kaßberg.

Foto: Toni Söll/Archiv

Nimm Platz: Gemeinschaften

schaffen Plätze und Plätze schaffen

Gemeinschaft – so lautete die

Idee zu „Nimm Platz“. Chemnitzer

hatten dazu 13 Orte vorgeschlagen,

um ungenutzte Areale oder

Plätze der Stadt mit eigenen Ideen

zu füllen. Rund 3000 Chemnitzer

haben über diese Projekte abgestimmt

und ihre Lieblingsprojekte

gewählt. Diese sollen noch in diesem

Jahr umgesetzt werden.

Dank der Unterstützung des Klub

2025, eines Zusammenschlusses

verschiedenster Unternehmen der

Stadt, die die Bewerbung zur Europäischen

Kulturhauptstadt 2025

unterstützen, kann die Stadt dieses

Jahr zehn Projekte fördern. Jedes

erhält ein Budget von 2025 Euro.

Eine Summe, die Eigeninitiative

möglich und zugleich nötig macht.

Denn Ziel ist ein Gemeinschaftsprojekt,

das viele Talente vereint.

Aufgrund des großen Erfolgs der

Aktion kündigte Oberbürgermeisterin

Barbara Ludwig (SPD) an, diese

auch 2020 fortzusetzen. „Ich freue

mich, dass die Idee von Nimm

Platz so gut angenommen wurde

und hoffe, dass sich auch im kommenden

Jahr viele Chemnitzerinnen

und Chemnitzer daran beteiligen,

ihre eigene Stadt durch kleine

Projekte an vielen Stellen schöner

und lebenswerter zu machen.“

DIESE PROJEKTE

WERDEN UMGESETZT

Aussichtspunkt „Am Schösserholz“:

Der Heimatverein Adelsberg

möchte unweit der Endstelle

„Schösserholz“ einen Aussichts-

und Ruhepunkt am

Waldrand errichten.

Bunte Treppen: Josephine Klinkhardt

wünscht sich, dass ihre

Heimatstadt bunter wird. So

stellt sie sich an verschiedenen

Orten der Stadt bunte Treppen

vor.

Bühne am Gerhart-Hauptmann-

Platz: Der Park auf dem Kaßberg

könnte durch seine Hanglage

mit einer kleinen Bühne als natürliches

Amphitheater für vielseitige

Kulturprogramme genutzt

werden, sagen Katrin Jeschkowski

und Marc Ebert.

Erlebnisspielbereich Carlowitzpark:

Die Kita „Rabennest“ in

Rabenstein regt an, im Carlowitzpark

einen Erlebnisspielbereich

zu schaffen.

Flächen am Karl-Marx-Kopf: Ulrike

Voigt möchte den bekanntesten

Ort von Chemnitz zum Treffpunkt

für Familien machen.

Grünfläche an der Chemnitz: Die

BUND Regionalgruppe Chemnitz

möchte an der Further Straße/Ecke

Emilienstraße einen Pavillon,

Grillplätze und Bänke aufstellen,

Kunst schaffen und Bäume

pflanzen.

Spielplatz Reichenhain: Auf dem

Gelände des VfL Chemnitz an

der Jägerschlößchenstraße

haben der Sport- und der Heimatverein

einen Sportspielplatz

errichtet, der nun eine überdachte

Sitzgelegenheit bekommt.

Stromkästen-Galerie am Brühl:

Die Brühlgemeinschaft möchte

die Elektrokästen in die wachsende

Freiluftgalerie aufnehmen.

Umgestaltung ehemaliges Sommerbad

Erfenschlag: Mit dem

Bürgerverein Erfenschlag soll

das Bad mit kleinem Spielhaus,

Wassertretbecken, Barfußpfad

und Pavillon zum naturnahen

Treffpunkt umgestaltet werden.

Zietenpark: Die Baulücke an der

Zietenstraße/Ecke Jakobstraße

möchte der Verein SDB mit Hilfe

der Anwohner zu einem neuen

Treffpunkt und Veranstaltungsort

im Quartier werden lassen: mit

neuen bunten Pflanzen, einer

kleinen Umrandung und Sitzgelegenheiten.

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LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Der Wald als letzte Ruhestätte

Drei Waldfriedhöfe ermöglichen in der Region alternative Form der Bestattung

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Alternative Bestattungen in einem

Wald sind in der Region auf drei

Waldfriedhöfen möglich: auf dem

Waldfriedhof Erzgebirge in Lauter-

Bernsbach, dem Waldfriedhof

Schönburger Land in der Gemeinde

Callenberg und auf dem Waldfriedhof

Zwickauer Land in der Gemeinde

Mülsen. Diese Friedhöfe

sind einige der wenigen privat verwalteten

und familiengeführten

Waldfriedhöfe in Deutschland. Der

Waldfriedhof Erzgebirge wurde erst

im Mai eröffnet. „Das seit dem ersten

Tag bestehende, hohe Interesse

an unserem Waldfriedhof im

Erzgebirge hat uns sehr überrascht.

Wöchentlich führen wir seit

Mai jeden Donnerstag bis zu 20 Interessierte

auf und über den Waldfriedhof

Erzgebirge. Viele Menschen

kommen von weit über die

Stadtgrenzen hinaus aus dem ganzen

Erzgebirge“, sagt Inhaber

Franz Freiherr von Rotenhan.

Lichtdurchflutete Bäume, eine

Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten von Bäumen: Wer sich seine letzte

Ruhestätte so vorstellt, kann bei Führungen nähere Informationen

bekommen. Foto: Waldfriedhof Sachsen

schwache Brise Wind, das Rauschen

der Blätter im Hintergrund,

Wälder umrundet von weiten Feldern

und Wiesen – das bieten die

drei Waldfriedhöfe. Vollkommene

Ruhe und Abgeschiedenheit in

Mitten von ehrwürdigen Bäumen

sind ideale Voraussetzungen für eine

naturnahe Beisetzung.

Als Begräbnisstätten können Gemeinschaftsgrabstellen

oder Partner-

und Familiengrabstätten ausgewählt

werden. Entsprechend der

Grabstätte können Laufzeiten für

eine Dauer von 20 bis zu 40 Jahren

gewählt werden. Eine dezente Namenstafel

mit Geburts- und Sterbedatum

kennzeichnet die jeweilige

Grabstelle.

Der Waldfriedhof Schönburger

Land befindet sich im Ortsteil Falken

der Gemeinde Callenberg,

30 Autominuten westlich von

Chemnitz und 25 Kilometer nordöstlich

von Zwickau.

Der Waldfriedhof Zwickauer Land

liegt im Ortsteil Neuschönburg der

Gemeinde Mülsen, 20 Autominuten

östlich von Zwickau und etwa

30 Kilometer südwestlich von

Chemnitz. Von den Parkplätzen

aus ist der Bestattungswald mit

dem zentralen Andachtsplatz zu

Fuß zu erreichen.

Der Waldfriedhof Erzgebirge im

Ortsteil Oberpfannenstiel der Stadt

Lauter-Bernsbach befindet sich

fünf Autominuten östlich von Aue

und etwa eine halbe Stunde südlich

von Chemnitz. Vom Parkplatz

geht es fußläufig auf den Waldfriedhof

Erzgebirge zum nahegelegenen

Andachtsplatz. Von dort erstreckt

sich die Waldfläche entlang einer

Lärchen-Allee. Immer lassen sich

Blicke in die Ferne auf das Erzgebirge

erhaschen.

SERVICE

Kostenlose Führungen finden –

jeweils um 10 Uhr – dienstags

auf dem Waldfriedhof Schönburger

Land, mittwochs auf dem

Waldfriedhof Zwickauer Land

und donnerstags auf dem Waldfriedhof

Erzgebirge statt sowie

hin und wieder auch an Samstagen

10 Uhr oder 14 Uhr.

Weiterführende Informationen zu

den Führungen und über die

drei Standorte gibt es im Internet.

Gerne können Interessierte

ihre Fragen auch telefonisch

oder per E-Mail stellen.

www.waldfriedhof-sachsen.de

info@waldfriedhof-sachsen.de





























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LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Forschung für die Zukunft der Mobilität

TU Chemnitz und Technologieunternehmen arbeiten in hochmodernen Labor zusammen

Wie könnte eine ökonomisch und

ökologisch sinnvolle Alternative

zum Verbrennungsmotor aussehen?

Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler

auf der ganzen Welt

und die Technische Universität

Chemnitz spielt bei diesem Thema

ganz vorne mit. Erst im Juli wurde

ein Labor für Brennstoffzellentechnologie

eröffnet, dessen Prüfstand

nach Angaben von TU-Rektor Gerd

Strohmeier im universitären Bereich

europaweit seinesgleichen

sucht. „Herz der neuen Anlage ist

ein Hochleistungsprüfstand zum

dauerhaften Test von Antriebsleistungen

bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig

besteht außerdem die Option,

den Prüfstand bis auf 300 kW

umzurüsten. Damit werden an der

TU Chemnitz die Grundlagen für

die Entwicklung von Brennstoffzellen

und Brennstoffzellensystemen

der nächsten Generation gelegt“,

sagte Thomas von Unwerth, Inhaber

der Professur Alternative Fahrzeugantriebe

an der TU Chemnitz,

bei der Einweihung des Labors.

Peter Schwotzer-Uhlig, Techniker an der Professur Alternative Fahrzeugantriebe

der TU Chemnitz, bei der Installation der Sensorik an einem

Brennstoffzellen-System Foto: Jacob Müller/TU Chemnitz

Elektroantriebe mit Brennstoffzelle

werden als wichtige Option vor allem

für größere Fahrzeuge und

Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite

erwartet. Um die Leistungsfähigkeit

der Brennstoffzelle unter verschiedenen

Bedingungen zu testen,

ist der neue Prüfstand in der

Lage, wechselnde Umweltbedingungen

und Auslastungen zu simulieren,

was für die Einschätzung

der Leistungsfähigkeit einer Wasserstoffbrennstoffzelle

essenziell

ist. Die Tests erfolgen bei verschiedenen

Temperaturen, Druckverhältnissen

und Luftfeuchtigkeiten

sowie mit Simulation verschiedener

Belastungen, wie Fahrten im Gebirge

oder mit zusätzlichem Gewicht.

Erste Messaufgaben innerhalb von

Forschungsprojekten rund um innovative

Werkstoffe für Brennstoffzellen

laufen bereits und schaffen

Grundlagen für die Serienfertigung

von besonders effizienten und wirtschaftlichen

Bauteilen und Komponenten.

Innerhalb einer strategischen Kooperation

ist das Technologieunternehmen

Continental mit im Boot.

„Brennstoffzellen auf Basis von

Wasserstoff haben das Potenzial,

ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix

zu werden. Deshalb intensivieren

wir die Forschung und

Entwicklung auf diesem Feld“, sagt

Stephan Rebhan, Leiter Technologie

& Innovation bei Continental,

Bereich Powertrain. Und er fügt

hinzu: „Mit der TU Chemnitz haben

wir einen hervorragenden Partner

für die Erprobung von Werkstoffen,

Komponenten und ganzen

Brennstoffzellensystemen gewonnen.

Diese Kooperation setzt eine

lange Reihe erfolgreiches Zusammenarbeiten

mit technischen

Hochschulen fort, die bei Continental

Tradition hat“, so Stephan

Rebhan weiter.

Brennstoffzellenantriebe haben

heute noch mit dem Thema Kosten

zu kämpfen. Deshalb widmet sich

eines der ersten beiden Continental-Projekte

im Brennstoffzellenlabor

der Entwicklung neuer sogenannter

Bipolarplatten. Diese metallischen

Platten sind ein zentraler

Teil des Brennstoffzellenstapels

(Stack). Sie verteilen die Gase und

leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden

Strom ab. „Ziel des Projektes

ist die Vorbereitung einer Großserienfertigung

neuer Bipolarplatten

mit höherer Energiedichte, die

kleinere Abmessungen und wirtschaftlichere

Systeme ermöglichen“,

erläutert Rebhan. Außerdem

werden in einem zweiten Projekt

Steuergeräte und Steuer-Algorithmen

für den effizienten Betrieb

von Brennstoffzellen entwickelt.

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LEBENSADERN

Flüsse bleiben weiterhin die Lebensadern der Region

Experte Eckehard Bielitz beobachtet niedrige Pegelstände an zahlreichen Flüssen – Versorgungssicherheit hat Priorität

30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Sachsens Flüsse sind seit Jahrtausenden

wichtige Lebensadern für

die Menschen im Freistaat. Wer

heute wissen will, wie es den Flüssen

geht, kann zum Beispiel auf

der Homepage des Landeshochwasserzentrums

einen Blick auf die

aktuellen Pegelstände werfen. Zum

Redaktionsschluss dieser Ausgabe

war dort fast kein Fluss im grünen

Bereich, die große Mehrheit führte

Niedrigwasser.

Immerhin: „Die Wasserstände sind

nicht so niedrig wie im gleichen

Zeitraum des Vorjahres“, sagt

Eckehard Bielitz, Fachbereichsleiter

Wasserwirtschaft bei der Landestalsperrenverwaltung.

Um allerdings

zu ergründen, ob wir uns in

einer besonders trockenen Zeit befinden,

muss man tiefer in die Statistiken

tauchen und die lassen viel

Spielraum für eigene Interpretationen.

Zwar waren die Sommer in

diesem und im vergangenen Jahr

besonders trocken, von einer Trockenperiode

könne man aber nicht

sprechen, weil die Winter sehr viel

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ECKEHARD

BIELITZ

Fachbereichsleiter

Wasserwirtschaft bei

der Landestalsperrenverwaltung

Foto: Landestalsperrenverwaltung/Jan Gutzeit

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Niederschlag gebracht hätten.

„Deshalb sind wir auch mit komplett

gefüllten Talsperren in das

Jahr 2019 gestartet“, sagt der

46-Jährige.

Trockenperioden habe es auch

schon früher gegeben, ganz besonders

ausgeprägt in den Jahren

1962 bis 1964. Der geringe Niederschlag

im vergangenem und in

diesem Jahr führt aber bereits dazu,

dass nach Angaben des Sächsischen

Landesamtes für Umwelt,

Landwirtschaft und Geologie

88 Prozent der ausgewerteten 146

Messstellen den monatstypischen

Grundwasserstand um durchschnittlich

51 Zentimeter unterschreiten.

Wasser sparen ist deshalb

angezeigt.

Die Talsperre Eibenstock im Erzgebirge ist die größte Trinkwassertalsperre

in Sachsen. Foto: Daniel Unger/Archiv

Eckehard Bielitz und seine Kollegen

in der Landestalsperrenverwaltung

umtreibt aber noch eine ganz

andere Frage: Wie können wir die

ständig steigende Nachfrage nach

Wasser im Raum Dresden befriedigen?

Der Großraum Dresden und

Freital bekommt sein Wasser aus

SERVICE

Die Landestalsperrenverwaltung

ist verantwortlich für 84 Stauanlagen

mit etwa 685 Millionen

Kubikmetern Gesamtstauraum.

Dazu gehören 53 Talsperren,

24 Hochwasserrückhaltebecken

und sieben Polder und Speicherbecken.

Rund 40 Prozent des sächsischen

Trinkwassers kommt in

Sachsen aus Talsperren – in der

Region Chemnitz sind es sogar

75 Prozent.

Jedes Jahr kann die Landestalsperrenverwaltung

360 Millionen

Kubikmeter Wasser zur Trinkwasser-

und Brauchwasserversorgung

zur Verfügung stellen.

den Talsperren Klingenberg und

Lehnmühle. Bevölkerungswachstum

und Industrieansiedlungen in

der Landeshauptstadt sorgen für

einen ständig steigende Bedarf an

kostbaren Nass, während die Abnahme

im Erzgebirge seit Jahren

stagniert. Damit es bei wenig Niederschlag

nicht zu Engpässen

kommt, sind viele der Stauanlagen

durch Leitungssysteme miteinander

verbunden. So kann das Wasser

immer dahin geleitet werden,

wo es gebraucht wird. Anhaltende

Trockenzeiten von bis zu drei Jahren

können so überbrückt werden.

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LEBENSADERN

30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Nebenbei Marktlücke entdeckt

Raumausstatter aus dem Erzgebirge erfindet ein keimfreies Innovationsprodukt

– Edelstahlboden, der so einfach zu verlegen ist wie Laminat













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Volker Queck präsentiert seinen Edelstahl-Klickboden. Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann









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Es begann mit einer harmlosen Bemerkung:

Ob er sich nicht einmal

einen pflegeleichteren Fußboden

einfallen lassen könnte, sagte ein

Oberpfleger der Reichenbacher

Paracelsus-Klinik zu Volker Queck.

Der Raumausstattermeister war gerade

damit beschäftigt, die

Schweißnähte eines PVC-Belags zu

reparieren. „Beim Blick in den

OP-Saal, in dem bis auf den Fußboden

alles aus Edelstahl besteht,

hatte ich die Idee“, beschreibt der

57-Jährige die Anfänge.

Inzwischen hält er auf seinen Edelstahlclickboden

ein europaweit gültiges

Patent. Die 30 mal 90 Zentimeter

großen Edelstahlplatten werden

mittels Nut und Feder schwimmend

verlegt. Für Nassbereiche ist

auch eine Klebeverbindung möglich.

Der Edelstahl selbst ist auf einer

hochdichten Trägerplatte aufgebracht.

Eine Trittschalldämmung

aus Gummimaterial mit einer Rillenstruktur

sorgt dafür, dass der

Unterboden ausgeglichen und

gleichzeitig hinterlüftet wird. Mehr

als zehn Dekore von matt gebürstet

bis glatt glänzend hat Queck bislang

im Angebot.

Die Einsatzbereiche sind laut Volker

Queck schier endlos: Vom

keimfreien Fußboden im medizinischen

Bereich, über die Lebensmittelindustrie

bis hin zu Forschungseinrichtungen,

ein Einsatz

in Straßenbahnen und Zügen oder

auch im privaten Bereich – als edle

wie funktionale Kaminumrandung

beispielsweise – sind denkbar. „Zudem

kann man die Platten auch

mühelos an Wand und Decke anbringen“,

ergänzt der Firmenchef.

Von Haus aus ist Volker Queck Inhaber

eines Einrichtungsfachmarkts

in Stützengrün. Noch vor

der Wende machte sich der Polsterermeister

zusammen mit seiner

Frau Katrin selbstständig. Doch mit

der Wende brach das Geschäft ein.

Statt zum Polsterer gingen die Leute

zum Versandhaus. Mit Korbmöbeln

aus dem Schwarzwald fing

das Unternehmerpaar von vorne

an, verkaufte anfangs in einem

Container. 1992 eröffneten sie den

Gardinen- und Bodenfachmarkt

Queck an der Schönheider Straße,

der heute tausend Quadratmeter

Verkaufsfläche bietet.

Nach vielen Jahren mit 16-Stunden-Tagen

könnte man meinen,

dass es Volker Queck ein bisschen

ruhiger angehen lässt. Doch der

quirlige Erzgebirger tüftelte sechs

Jahre lang neben seiner Arbeit am

Edelstahlfußboden. „Erst als ich

nach endlosen Versuchen den Prototyp

fertig hatte, fing ich an zu recherchieren,

was der Markt sonst

noch so hergibt“, erzählt er lachend.

Mittlerweile kennt er die

Antwort: nichts Vergleichbares. Da

habe er angefangen, sich mit einer

Patentanmeldung auseinanderzusetzen.

Wie viel Zeit und Mühe er

allein in diesen Prozess investierte,

kann er nicht sagen. „Vom Geld

einmal ganz abgesehen. Aber ich

glaube an meine Idee. Auch wenn

es zwei Paar Schuhe sind, ein Patent

und ein marktfähiges Produkt

zu haben.“

Doch dass er tatsächlich als Erster

auf die Idee kam, einen keimfreien

und einfach zu verlegenden Fußboden

aus Edelstahl herzustellen,

weiß er endgültig seit Anfang dieses

Jahres. Unerschrocken ging er drei

Tage lang mit seiner Musterplatte

unter dem Arm auf der Münchner

Baumesse zu den Platzhirschen

der Branche. Einer habe ihn tatsächlich

gefragt, woher er den Mut

nehme einfach jeden anzusprechen.

„Was soll ich denn machen,

außer einfach fragen?“, antwortete

er im wunderbaren Dialekt seiner

Heimat.

Lange sei er sich der Tragweite seiner

Idee nicht bewusst gewesen.

Dann jedoch nahm die Geschichte

Fahrt auf. Inzwischen weiß er von

etlichen Fachleuten, dass sein Einfall

brillant war. Selbst Sachsens

Wirtschaftsminister Martin Dulig

(SPD) überzeugte sich unlängst vor

Ort persönlich von der Idee. Jüngst

war Queck für den Sächsischen Innovationspreis

nominiert. Selbst

fertigen kann und will er das Produkt

allerdings nicht. Stattdessen

verhandelt er aktuell mit einem

namhaften Industrieunternehmen

aus Dresden, dass die Fertigung

übernehmen will. „Wenn alles glatt

läuft, wollen wir noch 2019 in die

Serienproduktion gehen“, meint

Queck. Für den Vertrieb will er im

Herbst ein eigenständiges neues

Unternehmen gründen. „Mir geht

es nicht darum, mir eine goldene

Nase zu verdienen. Nach all dem

Aufwand möchte ich einfach, dass

dieses Produkt auf den Markt

kommt“, meint der bodenständige

Unternehmer.

–www.queck-raumaustattung.de


30. August 2019 13

Der Extremsportler

Jörg Eißmann aus Kirchberg will seinen Weltmeistertitel verteidigen

Ein normales Wochenende bei Jörg

Eißmann kann so aussehen, wie

das vergangene: Am Vormittag hat

er mit seinem Team vom Drachennest

Stangengrün mit dem Drachenboot

auf der Talsperre Pöhl

trainiert, dann ging es mit dem Rad

von Plauen aus zum 40. Sommer

-Berg-Lauf im vogtländischen

Hammerbrücke, den er nach 21

Kilometern in seiner Altersklasse

als Dritter beendete, und anschließend

mit dem Rad wieder zurück

nach Hause ins westsächsische

Kirchberg. „So sieht meine Vorbereitung

auf die WM aus“, sagt der

49-Jährige mit einem Lächeln im

Gesicht.

Im Oktober will er den

Weltmeistertitel verteidigen

Jörg Eißmann ist in seiner Altersklasse

amtierender Weltmeister im

Extremhindernislauf, auch „Obstacle

Course Racing“ (OCR), genannt.

Die Titelverteidigung steht

vom 11. bis 13. Oktober in der britischen

Hauptstadt London an. Jeder,

der mit Extremsport nicht viel

am Hut hat, stellt sich da natürlich

zwangsläufig die Frage: Woher

nimmt er seine Motivation? „Zum

einem ist Extremhindernislauf ein

sehr vielseitiger Sport, mir fällt es

leicht, mich durch die Hindernisse

zu bewegen und ich kann mit den

jungen Leuten, die gut 30 Jahre

jünger sind als ich, mithalten. Das

ist gut für das Ego“, sagt er.

Jedes Hindernis

muss absolviert werden

Etwa 100 bis 120 OCR-Läufe gibt

es jedes Jahr in Deutschland. Angefangen

bei Sprintdistanzen über

300 Meter bis hin zur Ultra-Marathon-Länge

über mehr als 40 Kilometer

über Stock und Stein und

natürlich zahllose Hindernisse.

„Um aufs Plätzchen zu kommen,

musst du jedes Hindernis schaffen“,

sagt Jörg Eißmann. Bis auf eine

Ausnahme ist ihm das bisher

auch immer gelungen. Im Sommer

scheiterte er als amtierender Europameister

bei der Titelverteidigung

in Gdynia an der polnischen Ostseeküste

am Hindernis 62. Rückblickend

habe sich gezeigt, dass er

die falsche Technik zum Überwinden

des Hindernisses genutzt habe.

„Das ist leider ein Problem aller

deutschen Starter“, sagt er. Eine

Ursache dafür hat er auch schon

ausgemacht: Es gibt zu wenige

Möchte bessere Trainingsbedingungen für seinen Sport schaffen: Jörg

Eißmann. Foto: privat

Trainingsmöglichkeiten, schließlich

wären mit der entsprechenden Erfahrung

auch mehr Hindernisse zu

bewältigen. Allerdings koste es viel

Geld, die Hindernisse nachzubauen.

Kein Sportler könne das alleine

stemmen. „Der OCR-Sport ist in

Deutschland mittlerweile weit verbreitet,

doch es fehlt an Unterstützung

und Rückhalt in den Kommunen

und bei Sponsoren. Viele Athleten

beklagen, dass sie von ihrer

Kommune und anderen öffentlichen

Stellen mehr Steine in den

Weg gelegt bekommen als Unterstützung

erfahren. Andere Länder

wie Dänemark, Polen und die Niederlande

sind da wesentlich weiter

als wir“, sagt Jörg Eißmann. Dass in

vielen Regionen der OCR-Sport bereits

als Breitensport gilt, zeigt die

große Anzahl deutscher Starter bei

der EM in Polen: Mit 90 Teilnehmern

hatten nur drei andere Länder

mehr Sportler am Start. Insgesamt

wurden 3500 Teilnehmer aus

29 Nationen gezählt.

Kirchberger macht sich

für Nachwuchs stark

Jörg Eißmann kritisiert aber nicht

nur die fehlende Unterstützung, er

macht sich auch selbst für die

Nachwuchsförderung stark. So hat

der Inhaber der Elektro-Blitz

GmbH, einer auf Blitzschutz und

erneuerbare Energien spezialisierten

mittelständischen Elektrofirma,

auf seinem Grundstück in Kirchberg

einen Parcours aufgebaut,

den er auch anderen zur Verfügung

stellen möchte: An Auszubildende,

die Lust darauf haben, sich

im Job und beim Extremhindernislauf

zu beweisen und bei der Elektro-Blitz

GmbH neuen Herausforderungen

zu stellen. Aber auch an

gestresste Manager und Führungskräfte

möchte der Kirchberger sein

LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

Know-how vermitteln.

„Ich habe festgestellt, dass dieser

Sport wie eine Wundermedizin gegen

all die Wohlstandskrankheiten

von heute wirkt“, ist er überzeugt.

Stress abbauen, eigene Grenzen

überwinden und immer wieder

aufs Neue verschieben, dabei

gleichzeitig Gemeinschaftssinn erleben.

„Deshalb möchte ich hier in

Kirchberg ein Nachwuchs- und

Trainingszentrum aufbauen.“ Der

nötige Parcours steht schon, genügend

Platz für Trainingsrunden

querfeldein bietet der Standort des

Unternehmens ebenfalls.

Sport ist Motivation

für alle Lebensbereiche

Er selbst trainiert so abwechslungsreich

wie möglich: Neben 15 bis

30 Laufkilometern pro Woche und

Zwischenstopps im selbst gebauten

„Hangelpark“ geht er hin und

wieder schwimmen. Im Winter

steht Skilanglauf auf dem Trainingsplan,

im Frühjahr und Sommer

darf es auch mal ein Triathlon

sein. Außerdem trainiert er bei einem

Fußballverein mit oder geht

zum Kickboxen, um rundherum

beweglich zu bleiben. Doch Jörg

Eißmann geht es bei all dem nicht

nur ums fit sein und bleiben. „Neben

dem Sport als solchem ist OCR

so viel mehr: Hindernisse überwinden

im übertragenen Sinne und

über sich selbst hinauswachsen,

darum geht es.“ Sich selbst beweisen,

was alles möglich ist. Diese

Energie und der unbedingte Wille,

es schaffen zu wollen, sowie das

Wissen, es tatsächlich schaffen zu

können, übertragen sich auf alle

Lebensbereiche, meint der Extremsportler,

den die meisten aus gutem

Grund nur unter seinem Spitznamen

„Blitz“ kennen.

–www.joergeissmann.de





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30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Der Wald rückt in

den Fokus der Politik

Forstminister und Bundesumweltministerin

einigen sich auf die Moritzburger Erklärung


























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Peter Wohlleben, Deutschlands

schreibender Förster, hat es mal

wieder geschafft. Sein aktuelles

Buch „Das geheime Band zwischen

Mensch und Natur“ steht

auf der Sachbuchbestsellerliste

ganz oben, genau wie schon „Das

Seelenleben der Tiere“ oder „Das

geheime Leben der Bäume.“

„Situation spitzt sich zu“

Bleibt zu hoffen, dass das aktuelle

Buch nicht nur gelesen wird, sondern

der Natur – vor allem dem

Wald – wieder mehr öffentliche

Aufmerksamkeit zu Teil wird. Denn

dem Wald in Deutschland geht es

dreckig. „In Deutschland sind die

Wälder am stärksten von der Klimakrise

betroffen. In Folge der anhaltenden

Trockenheit und Hitze

der letzten Jahre spitzt sich die Situation

dramatisch zu, es droht ein

`Waldsterben 2.0`“, warnte Hubert

Weiger, Vorsitzender des Bundes

für Umwelt und Naturschutz

Deutschland (BUND) Ende Juli.

„Die Bäume sind durch den permanenten

Eintrag von Luftschadstoffen

und durch die Überdüngung

aus der Luft geschwächt, der

Waldboden ist ausgedorrt. Waldbrände,

Stürme und Massenvermehrungen

von Borkenkäfer und

Nonne lassen in der Folge ganze

Waldbestände aus naturfernen

Fichten- und Kiefernmonokulturen

zusammenbrechen“, erläuterte

Weiger. Doch auch einige Buchenwälder

seien durch den Klimastress

so geschwächt, dass die

Bäume ihr Laub frühzeitig abwerfen

oder gar absterben.

Politik einigt sich auf Plan

Anfang August trafen sich auf Einladung

des sächsischen Staatsministers

für Umwelt und Landwirtschaft

Thomas Schmidt (CDU) die

Forstministerinnen und -minister

aus Baden-Württemberg, Bayern,

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

und Sachsen sowie Bundeslandwirtschaftsministerin

Julia

Klöckner in Moritzburg bei Dresden

und einigten sich auf den „Masterplan

für Deutschlands Wälder“. Sie

fordern in dieser „Moritzburger Erklärung“

vom Bund 800 Millionen

Euro. Die sollen in den nächsten

vier Jahren gewährt werden und

den Ländern für akute, aber auch

langfristige Maßnahmen zum Erhalt

des Waldes zur Verfügung gestellt

werden. Die „Moritzburger Erklärung“

wurde auch von Julia

Klöckner angenommen. „Der verheerende

Borkenkäferbefall führt

derzeit zum Absterben ganzer Wälder.

Die Holzpreise sind im Keller.

Nicht nur private, sondern auch

kommunale und staatliche Waldbesitzer

sind mit ihren Ressourcen

an ihren Grenzen angelangt. Sie alle

brauchen deshalb dringend Unterstützung,

wenn wir Wälder mit

wichtigen Funktionen für Trinkwasser-,

Hochwasser-, Natur- und Klimaschutz

und für die Erholung der

Menschen nicht verlieren wollen“,

sagte Thomas Schmidt.

„Gesellschaftliche Aufgabe“

Der „Masterplan für Deutschlands

Wälder“ umfasst Vorschläge zu

sechs Themenkomplexen „Klimaschutz

durch nachhaltige Waldbewirtschaftung“,

„Schadensbeseitigung,

Walderhalt und klimaangepasster

Waldumbau“, „Waldbrandbekämpfung“,

„Angewandte Forschung“,

„Holzverwendung und

Innovation“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit

und Umweltbildung“. In der

„Moritzburger Erklärung“ betonen

die Minister, dass die Beseitigung

der aktuellen Waldschäden und die

notwendige Wiederaufforstung gesamtgesellschaftliche

Aufgaben

seien. „Der ohnehin laufende

Waldumbau muss noch mehr als

bisher auf das sich ändernde Klima

ausgerichtet sein. Dabei sind wir

auch auf die intensive Forschung

angewiesen“, so Thomas Schmidt

weiter. „Nur so können wir dem

deutschen Wald aus der Krise helfen

und ihn zukunftsfest machen.“

BUND fordert Naturwälder

Der BUND fordert zudem, dass

sich langfristig mindestens zehn

Prozent der Wälder dauerhaft als

Naturwälder frei von forstlichen

Eingriffen entwickeln dürfen. In

diesen „Urwäldern von morgen“

würden nicht nur seltene Tiere,

Pflanzen und Pilze besonders geschützt,

sondern die Forschung

könne dort wertvolle Erkenntnisse

gewinnen, wie sich der Wald in der

Klimakrise selbst helfen kann.


30. August 2019 15

Metropolregion

Mitteldeutschland

wächst weiter

Westsächsische Hochschule Zwickau tritt bei

LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE







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Im EMV-Labor der WHZ werden Fahrzeuge auf elektromagnetische Verträglichkeit

(EMV) untersucht.

Foto: Helge Gerischer/WHZ

Die Westsächsische Hochschule

Zwickau (WHZ) ist der Europäischen

Metropolregion Mitteldeutschland

(EMMD) beigetreten.

Das neue Mitglied will seine Kompetenzen

in den Bereichen Mobilität,

Forschung und Lehre in das

länderübergreifende Netzwerk einbringen.

„Wir freuen uns auf die

Impulse zu den Zukunftsthemen

Mobilität und Bildung“, erklärt

Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer

der Metropolregion Mitteldeutschland

Management GmbH.

„Die Westsächsische Hochschule

Zwickau kommt aus einer langen

Tradition als Ingenieurschmiede im

Automobilland Sachsen. Wir verstehen

uns als Hochschule für Mobilität

– und das nicht nur im klassischen

Sinne. Mobilität heißt für uns

aber viel mehr als von A nach B zu

kommen. Es heißt auch beweglich

bleiben, neue Wege erschließen

und damit voranzugehen. Und genau

in diesem Sinne wollen wir Lösungen

für die Herausforderungen

von morgen entwickeln. Elektromobilität,

Digitalisierung, Energiewende

und Globalisierung sind die Megatrends,

die die Welt rasant verändern.

Diese Entwicklung wollen wir

mitgestalten und Impulse für die

Europäische Metropolregion Mitteldeutschland

geben“, betont der

Rektor der Westsächsischen Hochschule

Zwickau, Stephan Kassel.

Die WHZ ist eine Hochschule der

Angewandten Wissenschaften mit

den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft

und Lebensqualität. An acht

Fakultäten mit etwa 50 Studiengängen

sind rund 4200 Studierende

aus knapp 50 Ländern immatrikuliert.

Neben den beiden Campussen

in Zwickau gibt es aktuell

Standorte in Schneeberg, Markneukirchen

und Reichenbach. Im

Schloss Lichtenwalde befindet sich

die Galerie Angewandte Kunst

Schneeberg. In der angewandten

Forschung ist die WHZ besonders

erfolgreich. 2018 wurden mehr als

11 Millionen Euro für die Forschung

eingenommen. Vor allem

Projekte zu den Schwerpunkten Digitale

Kommunikation und Industrie

4.0, Nachhaltigkeit und Energie

sowie neue Mobilitätskonzepte prägen

aktuell die Forschung.

SERVICE

In der Europäischen Metropolregion

Mitteldeutschland engagieren

sich strukturbestimmende

Unternehmen, Städte und Landkreise,

Kammern und Verbände

sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen

aus Sachsen,

Sachsen-Anhalt und Thüringen

mit dem gemeinsamen

Ziel einer nachhaltigen Entwicklung

und Vermarktung der Wirtschafts-,

Wissenschafts- und

Kulturregion Mitteldeutschland.

–www.mitteldeutschland.com










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30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Demografischer

Wandel: Hilfe für

aktive Gestaltung

Engagement, Ideen und Innovationen gesucht

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Die Stärkung des Miteinanders der Generationen ist eines der Ziele des Förderprogramms.

Foto: Sergey Nivens/stock.adobe.com








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Bereits seit 2007 unterstützt der

Freistaat Sachsen Kommunen,

Vereine und Verbände dabei, innovative

Ideen zur Gestaltung der demografischen

Entwicklung zu erproben

und in Projekten umzusetzen.

Diese Förderung wird im kommenden

Jahr fortgeführt. Dafür

können bis zum 30. September

Anträge bei der Sächsischen Aufbaubank

(SAB) eingereicht werden.

Ziel ist es dabei, passgenaue

und lokale Lösungen zu finden. Vor

Ort sollen Impulse gesetzt und die

Beteiligten eingebunden werden.

Denn dort wissen die Menschen

am besten, was notwendig und hilfreich

ist.

„In Sachsen gibt es viel kreatives

Potenzial und viel Engagement. Mit

unserer Projektförderung unterstützen

wir genau dies. Es geht um Initiativen,

die helfen, mit dem demografischen

Wandel umzugehen

und ihn zu gestalten, indem sie das

Miteinander der Generationen stärken

oder ein attraktives regionales

Umfeld schaffen“, betont der Chef

der Staatskanzlei, Staatsminister

Oliver Schenk.

Seit dem Start im Jahr 2007 sind

über das Förderprogramm bereits

mehr als 220 Projekte mit insgesamt

mehr als 9 Millionen Euro gefördert

worden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm

und zum Verfahren, zu

bisher geförderten Projekten und

weiteren Daten und Maßnahmen

der Staatsregierung sowie zu Ansprechpartnern

gibt es im Internet.

–www.demografie.sachsen.de

HINTERGRUND

Das Durchschnittsalter der sächsischen

Bevölkerung hat sich

seit der Wiedervereinigung von

39,4 auf 46,8 Jahren im Jahr

2018 erhöht.

Gut jeder vierte Einwohner ist

heute älter als 65 Jahre. Während

Anfang 1990 in Sachsen

noch knapp 4,8 Millionen Einwohner

lebten, verringerte sich

die Einwohnerzahl bis Ende

2018 auf knapp 4,1 Millionen

Menschen.

Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang

war, dass zu wenige

Kinder geboren wurden.

Inzwischen kommen wieder

mehr Babys auf die Welt – vor

allem die großen Städte verzeichnen

seit ein paar Jahren einen

Babyboom.


30. August 2019 17

„Verkehr als Wirtschaftsfaktor

muss effizienter werden“

IHK-Chef Hans-Joachim Wunderlich über die Lebensadern der Region

Im Interview benennt Hans-Joachim

Wunderlich, Hauptgeschäftsführer

der Industrie- und Handelskammer

Chemnitz, wichtige Forderungen

der Wirtschaft zum Thema

Verkehrsinfrastruktur an die Politik.

Die Wirtschaft hat eine eigene Sicht

auf die Straßeninfrastruktur in der

Region Chemnitz. Wie lässt sich

dieser Blickwinkel beschreiben?

Am besten dadurch, dass man den

Blickwinkel von Unternehmen der

unterschiedlichsten Branchen einnimmt,

die auf eine gut funktionierende

Infrastruktur und deren Zustand

angewiesen sind. Und dann

muss man sich nur noch die Frage

stellen, ob man von Kooperationspartnern

und Kunden ausreichend

und dauerhaft erreichbar ist.

Und wenn Sie dies als Interessenvertreter

der Wirtschaft zusammenfassend

betrachten?

Unsere Region liegt an wichtigen

europäischen Lebensadern. Wir

müssen allerdings darauf achten,

dass die Verkehrs- und Warenströme

nicht nur an uns vorbei fließen,

sondern die Unternehmen der Region

von dieser exponierten Lage in

Europa profitieren. Es sind in den

vergangenen Jahren erhebliche

Mittel in den Autobahnbau geflossen,

um das sächsische Netz zu

schließen, auch wenn das letzte

Stück der A 72 in Richtung Leipzig

baugrundbedingt noch eine geraume

Zeit auf sich warten lässt. Die

notwendige Verästelung in die Region

zeigt dagegen noch erhebliche

Lücken. Zur inneren Erschließung

benötigen wir das funktionierende

Netz der Bundes-, Staats- und

Kommunalstraßen. Erst dann sind

unsere Unternehmen wirklich mit

den Lebensadern verbunden.

Das heißt also, in der Region müssen

eine Reihe neuer Straßen gebaut

werden, um die vollständige

Erschließung zu sichern?

Nein, das wäre der falsche Weg.

Aus ökonomischen und ökologischen

Gründen sind dem extensiven

Infrastrukturausbau zunehmend

Grenzen gesetzt. Neubau

sollte dort stattfinden, wo Straßenabschnitte

zum Flaschenhals geworden

sind und den Verkehrsfluss

behindern, Sicherheitsrisiken oder

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HANS-JOACHIM

WUNDERLICH

Dauerhafte Erreichbarkeit von Unternehmen

und Straßenbau – verträgt

sich das in der Praxis?

Wenn Straßenbau nach dem Hauruckprinzip

funktioniert, nicht. Kein

Unternehmen übersteht eine

mehrmonatige Erreichbarkeitsflaute,

wenn sie völlig unvorbereitet

eintritt. Dazu bedarf es eines breit

angelegten Managements. Die

Straßeninstandhaltung sollte zudem

schon dann einsetzen, wenn

die Schäden mit einer einfachen

Deckensanierung behoben werden

können. Die Haushaltsmittel sollten

frühzeitig im Jahr zur Verfügung

stehen. Das nützt nicht nur den

Baubetrieben, um ihre Kapazitäten

sinnvoll und effizient einzusetzen,

sondern auch den öffentlichen Auftraggebern,

die dann wirtschaftlichere

Angebote einholen können.

Viel schlimmer ist es, wenn sich die

Maßnahmen auf das zweite Halbjahr

konzentrieren und schlimmstenfalls

noch in die Winterpause

gehen. Schließlich sollte die regionale,

ämterübergreifende Tiefbaukoordinierung

funktionieren, um

die Umleitung in der Umleitung zu

verhindern. Zudem sollten die Bevölkerung

und die Unternehmen

frühzeitig in das Vorhaben einbezogen

werden, um Verständnis zu

entwickeln und den Unternehmen

eine frühzeitige Information an Logistikpartner

und Kunden zu ermöglichen.

Hauptgeschäftsführer

der Industrieund

Handelskammer

Chemnitz

Foto: Thoralf Lippmann

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Beeinträchtigungen der Anwohnerinteressen

beseitigt werden müssen.

Der Schwerpunkt sollte darauf

liegen, das bestehende Netz zu ertüchtigen

und Schwachstellen zu

beseitigen. Es nützen die besten

Verbindungen nichts, wenn sie zur

Staugefahr werden und den Unmut

der Verkehrsteilnehmer und der

Anwohner herausfordern. Die Verlagerung

des Güterverkehrs auf die

Schiene muss zu einer deutlichen

Entlastung unserer Autobahnen

und Straßen führen. Da besteht

über alle Parteien hinweg Konsens.

In der Praxis gibt es gute Beispiele.

Insgesamt jedoch tritt Deutschland

hier auf der Stelle. Der Verkehr als

dienender Wirtschaftsfaktor unserer

Gesellschaft muss effizienter

und multimodaler werden. Jeder

Verkehrsträger muss entsprechend

seiner Vorteile seine Rolle im Warenaustausch

übernehmen. Dieser

Warenaustausch wird immer internationaler,

sodass es länderübergreifender

Konzepte bedarf.

Was sollte in erster Linie getan werden,

um den Straßenverkehr effizienter

zu gestalten?

In erster Linie sollten die Projekte,

die wir seit Jahrzehnten vor uns her

schieben, endlich realisiert werden.

Die Vorbereitungszeiträume haben

sich auf Grund bürokratischer Hürden

so weit verlängert, dass Planungen

oft von der konkreten

Rechtsgrundlage überholt wurden,

und neu begonnen werden müssen.

Das betrifft nicht nur die Projekte

des Bundesverkehrswegeplans,

von denen manche bereits

ihr silbernes Jubiläum gefeiert haben,

da sie schon im Bundesverkehrswegeplan

1992 als vordringlich

eingestuft waren, sondern

auch jene, die neu in den laufenden

Plan aufgenommen wurden.

Genauso wichtig sind Straßenprojekte,

für die der Freistaat verantwortlich

zeichnet und hier nicht

vordergründig der Neubau, sondern

ein gezieltes Ausbau- und Erhaltungsmanagement,

das dazu

LEBENSADERN

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SONDERAUSGABE

beiträgt, Mittel des Freistaates so

zu kanalisieren, dass sie dort eingesetzt

werden, wo der Straßenzustand

und die Verkehrsverhältnisse

dies am meisten erfordern. Der

Freistaat hat hier ein Strategiepapier

verabschiedet, dass wir als

Kammer in seinen Grundzügen

ausdrücklich befürworten. Die Regionalversammlungen

der IHK

Chemnitz haben Programme mit

konkreten Infrastrukturmaßnahmen

verabschiedet und veröffentlicht,

um die Schwerpunkte des Infrastrukturausbaues

aus Sicht der

regionalen Wirtschaft darzustellen.

Schließlich brauchen wir auskömmliche

und kontinuierlich fließende

Mittel für den kommunalen

Straßenbau, denn unsere Innerortsstraßen

haben mittlerweile einen

Zustand erreicht, der dem

DDR-Niveau immer ähnlicher wird.

































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LEBENSADERN

Megabanner wirbt für „Montanregion Erzgebirge“

900 Quadratmeter machen an Autobahn zwischen Dresden und Chemnitz auf Unesco-Welterbe aufmerksam

30. August 2019

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SONDERAUSGABE

Seit Anfang Juni steht die „Montanregion

Erzgebirge/Krušnohorí“ mit

insgesamt 22 Bestandteilen in

Sachsen und der Tschechischen

Republik auf der Welterbeliste der

Unesco. Die Kampagne „So geht

sächsisch.“ gratuliert gemeinsam

mit dem Einzelhandelsunternehmen

Edeka dazu mit einem mehr

als 900 Quadratmeter großen Banner.

Das wurde an der Fassade des

dortigen Zentrallagers an der Autobahn

4 zwischen Dresden und

Chemnitz montiert.

Bei der Präsentation hatte Ministerpräsident

Michael Kretschmer

(CDU) gesagt: „So viele Menschen

haben über 21 Jahre an der Bewerbung

gearbeitet. Mit dem Titel

werden wir das besondere Erbe

dieser Region lebendig halten. Wir

wollen den Antrieb, den Bewerbung

und Titelverleihung gebracht

haben, nutzen und junge Menschen

dazu bewegen, in der Region

zu bleiben oder in die Region zu

ziehen. Denn was das Erzgebirge

stark gemacht hat, ist heute noch

Die Kirchberger Bergbrüder Wolfgang Prehl (l.) und Andre Prehl stehen vor dem Megabanner an der Fassade

des Edeka-Zentrallagers an der Autobahnabfahrt Berbersdorf. Foto: Sächsische Staatskanzlei

immer da: die Kreativität, die Innovationsfreude

und der Leistungswille

der Menschen. Das Erzgebirge

ist eine wunderbare Gegend zum

Leben. Das möchten wir zeigen.“

Der Geschäftsführende Vorstand

der EDEKA, Sebastian Kohrmann,

ergänzte: „Die neue Welterberegion

Erzgebirge liegt uns als sehr stark

regional geprägtem genossenschaftlichen

Unternehmen sehr

am Herzen und deshalb freut es

uns umso mehr, dass wir mit der

Bereitstellung der Werbefläche

ebenfalls einen Beitrag zur noch

besseren kulturellen Vermarktung

des Freistaates leisten dürfen.“

Das Banner wirbt an der Autobahnabfahrt

Berbersdorf für die Montanregion.

Die Kampagne „So geht

sächsisch.“ hat das 40 mal 23 Meter

große Banner in Zusammenarbeit

mit Edeka produzieren lassen.

Damit werden tausende Autofahrer

aus ganz Europa auf das Welterbe

Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí

aufmerksam gemacht.

Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí

steht seit dem 6. Juli

auf der Liste der Unesco-Welterbestätten,

die mehr als 1100 Stätten

in 167 Ländern umfasst. 44 Welterbestätten

davon befinden sich ganz

oder teilweise in Deutschland.

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LEBENSADERN

30. August 2019 19

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SONDERAUSGABE

Für die Kunden nur das beste Fleisch aus der Region

Fleischerei Richter aus Oederan blickt in diesem Jahr auf 50 erfolgreiche Jahre zurück

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Die wohl meist gestellte Frage an

Claudia Richter, Marketingleiterin

der Fleischerei Richter ist die, ob

sie überhaupt noch Wurst essen

könne? Darauf antwortet sie immer

mit einem herzhaften „Ja! Denn wir

bei Richter lieben einfach, was wir

tun und was wir verkaufen.“

2019 ist für das Unternehmen aus

dem erzgebirgischen Oederan ein

ganz besonders Jahr, schließlich

gründete Dieter Richter 1969 die

Fleischerei als Familienunternehmen

– und das ist es bis heute.

„Auch mit 800 Mitarbeitern verteilt

über 140 Filialen verstehen wir uns

als großes Familie. Das ist unser Erfolgsgeheimnis

und das kann ruhig

jeder wissen“, sagt Claudia Richter.

Die meisten der Filialen befinden

sich im Erzgebirge, frische Wurst

und frisches Fleisch aus Oederan

gibt es aber zum Beispiel auch in

Dessau, Halle und Leipzig.

Mit 140 Filialen ist das Unternehmen

der größte Fleischerei-Filialist

in Mitteldeutschland und der zweitgrößte

in Deutschland. Die Filialen

werden täglich beliefert. So

schmeckt es am besten und bleibt

im Kühlschrank länger frisch. Seit

jeher lautet Dieter Richters Credo

für Frische: „Wurstaufschnitt darf

maximal drei Tage alt sein, dann

muss er weg!“ Wurst und Fleisch

künstlich länger haltbar zu machen,

kommt bei Richter nicht in

die Tüte. Gesundheit fängt schließlich

bei guter Ernährung an. Darauf

legt das Unternehmen großen

Wert.

Beim Fleisch ist das Beste aus der

Region gerade gut genug für die

Kunden. „85 Prozent unseres Fleisches

beziehen wir von Lieferanten

aus der Region. Unsere Partner

sind alle im Erzgebirge heimisch

und garantieren erstklassige Herkunft

aus kontrollierter Erzeugung.

Qualität heißt Vertrauen und das investieren

wir gern in langfristige

Lieferantenbeziehungen für unsere

benötigten regionalen Rohstoffe. So

können unsere Kunden unbeschwert

Produkte auf höchstem Niveau

genießen“, sagt Claudia Richter.

In ausgewählten Richter-Filialen

bekommen die Kunden einen ganz

speziellen Hochgenuss: Zum Sortiment

gehören dort Entrecôte

Steaks (Rib-Eye-Steaks) und

Rumpsteak-Scheiben aus der Dry-

Aged-Reifung. „Dry-Aging beschreibt

eines der ältesten Reifeverfahren

für Rindfleisch. Dieser

aufwendige Reifeprozess dauert

zwischen vier und sechs Wochen.

Bei genau definierter Luftfeuchtigkeit

und Temperatur entziehen unsere

speziellen Reifeschränke dem

Fleisch den Fleischsaft“, sagt Claudia

Richter. Das Besondere: Während

der Reife werden Enzyme aktiviert,

die das Fleisch besonders

zart und geschmacklich hochwertig

machen. Denn: Durch den Wasserverlust

konzentrieren sich die

Fleischaromen. Es entsteht ein Geschmack,

den die Steakexperten

als buttrig-nussig beschreiben.

In den speziellen Reifeschränken der Fleischerei Richter hängen die

Rinderrücken manchmal bis zwölf Wochen und länger, bevor sie den

Kunden als Steak oder Braten angeboten werden.

Foto: Fleischerei Richter


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