Gazette Wilmersdorf September 2019

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Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

September 2019

Wilmersdorf

Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

Fest der Vielfalt

Bezirksfest vom 13. bis 15. September

auf dem Prager Platz

GRATIS ZUM MITNEHMEN


2 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Ausstellung Pablo Picasso x Thomas Scheibitz

„Zeichen Bühne Lexikon“ im Museum Berggruen

Kaum ein zeitgenössischer Künstler arbeitet

so vielschichtig mit Versatzstücken und Referenzen,

die aus dem Alltag und aus dem

Fundus der Kunstgeschichte gleichermaßen

stammen, wie Thomas Scheibitz (geb. 1968

in Radeberg bei Dresden). Seine dichten, oft

leuchtend-farbigen Gemälde und seine schemenhaft,

oft puristisch angelegten Skulpturen

lassen sich als freie Realitäts-Montagen

verstehen. Sie zeigen sich als komplexe Bildoder

Objektspeicher, in denen sich die visuelle

Lebenskultur eingeschrieben hat, vom

Künstler formal jeweils stark verdichtet. Unverkennbar

ist der Einfluss von Pablo Picasso

und dem Kubismus. „Von allen großen Ismen

des 20. Jahrhunderts“, erklärt Scheibitz, „ist

der Kubismus am radikalsten, am prägendsten

geblieben.“

Ähnliche künstlerische Haltung

Das Museum Berggruen, das der Kunst Picassos

und seiner Zeit gewidmet ist, schlägt

mit dieser Ausstellung einen Bogen von der

Klassischen Moderne in die Kunst der Gegenwart.

Anhand von circa 45 Werken jeweils

zeigt sich, dass Picasso und Scheibitz zwar

nicht die gleichen Motive verbinden, jedoch

Masterplan von Thomas Scheibitz, 2016, Öl,

Vinyl, Pigmentmarker und Sprühfarbe auf

Leinwand, 260 x 180 cm


© Thomas Scheibitz / VG Bild-Kunst,

Bonn, 2019, Foto: Gunter Lepkowski

eine sehr ähnliche künstlerische Haltung. Beide

Künstler begreifen ihre Arbeit als offenen

Prozess, der unablässig zu neuen Varianten

und Aktualisierungen der bereits gefundenen

Lösungen führt. Nichts bleibt hier statisch.

Beide Künstler halten zugleich an der

grundsätzlichen Idee von Bild und Skulptur

fest.

Ein Parcours durch das Museum

Die ist Ausstellung ist als direkte Gegenüberstellung

von „Picasso“ und „Scheibitz“

angelegt, als offener Parcours durch das

Museum Berggruen. Die Unterschiede des

unterschwellig jeweils mitreflektierten Lebensalltags

– dem alten Paris und dem heutigen

Berlin – könnten kaum größer sein. Umso

markanter sind die formalen und inhaltlichen

Parallelen, das jeweilige Ringen um Glaubwürdigkeit

oder Gültigkeit – angesichts einer

(bereits zu Picassos Zeiten) brüchigen,

instabilen Welt.

Die Ausstellung ist vom 14. September 2019

bis 2. Februar 2020 zu sehen. Museum Berggruen,

Schloßstraße 1, 14059 Berlin. Öffnungszeiten:

Di bis Fr 10 – 18 Uhr, Sa und

So 11 – 18 Uhr.


Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ich lade Sie nach einjähriger Pause

herzlich ein zu unserem Bezirksfest!

Künftig werden wir ein

„Fest der Vielfalt“ feiern, das am

Wochenende vom 13. – 15. September

auf dem Prager Platz

stattfindet. Unsere City

West ist in besonderer

Weise durch eine große

Vielfalt und Kreativität

geprägt. Dies soll auch

bei diesem Fest sichtbar

werden. Ich werde

gemeinsam mit der Vorsteherin

der BVV Annegret

Hansen am Freitag,

dem 13. September, um 16 Uhr

das Fest eröffnen. Wir freuen uns

auf Ihr Kommen, gerne auch in

Verbindung mit dem Kiezspaziergang!

Nähere Informationen

und das ausführliche Programm

finden Sie in dieser Gazette.

Erneut Fair-Trade-Town

Reinhard Naumann

Charlottenburg-Wilmersdorf ist

seit dem 9. Juni 2011 Faitrade

Town. Dieses Zertifikat wurde

nach eingehender Prüfung

durch TransFair e. V. soeben um

weitere vier Jahre verlängert.

Die neue Urkunde wird im Rahmen

der Eröffnung des Festes

der Vielfalt uns überreicht werden.

Ich freue mich, dass unser

Bezirk auch in Zukunft als Vorbild

für andere dabei sein wird.

Mein ausdrücklicher Dank gilt

vor allem Judith Siller und ihrem

Team engagierter Menschen

vom Weltladen A Janela, die sich

seit Jahren ehrenamtlich unermüdlich

für Fairtrade in unserem

Bezirk einsetzen. Am Sonntag,

dem 15. September, gibt es von

11 Uhr bis 13 Uhr ein Faitrade

Frühstück auf dem Prager Platz

– See you?!

WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Wilmersdorf Gazette Wilmersdorf | September | 92019 | | 3

60-jähriges Jubiläum und

20 Jahre Patenschaft

Ich besuche am Samstag, dem

14. September, um 12 Uhr am

Schloss Charlottenburg die Feierlichkeiten

anlässlich

des 60-jährigen Jubiläums

der 5. Kompanie

des Wachbataillons

beim Bundesministerium

der Verteidigung.

Ich beglückwünsche

den Kompaniechef Major

Nestler und seine

Soldatinnen und Soldaten

sowie die offiziellen Vertreter

des Wachbataillons sehr herzlich.

Ich wünsche der 5. Kompanie für

die Zukunft alles erdenklich Gute.

Grundlage unserer Patenschaft

als Bezirk zu dieser Kompanie,

die im August vor 20 Jahren in

Wilmersdorf begründet wurde,

ist der Verfassungsauftrag als

Parlamentsarmee. In den 20 Jahren

seit Bestehen der Patenschaft

wurde der Bezirk immer wieder

durch die Kompanie unterstützt,

sei es bei verschiedenen Gedenktagen,

sei es mit Unterstützung

bei den Aufräumarbeiten nach

schweren Sturmschäden oder

durch den gemeinsamen Verkauf

von Erbsensuppe mit der

Reservistenkameradschaft RK

04 bei unserem jährlich stattgefundenen

Straßenfest „Fest der

Nationen“ am Prager Platz und

dessen Erlös in voller Höhe einem

guten Zweck in unserem Bezirk

zu Gute kam. Aber es geht bei

dieser Patenschaft nicht nur um

protokollarische Ereignisse und

tatkräftigen Einsatz, sondern es

geht vor allem auch darum, dass

wir die Soldaten und Soldatinnen

der Bundeswehr als Teil unserer

demokratisch verfassten

Gesellschaft erleben und ihnen

mit Respekt und Wertschätzung

begegnen.

Kiezspaziergang

Kino am Bundesplatz, Start des

Kiezspaziergangs.

Der 213. Kiezspaziergang findet

am Samstag, dem 14. September,

wie immer um 14 Uhr statt

und führt uns diesmal in den

Wilmersdorfer Süden. Treffpunkt

ist am Kino am Bundesplatz, Bundesplatz

14 (U-/S-Bahnhof Bundesplatz:

U9, S41, S42, S46). Vom

Treffpunkt geht es durch einen

Teil Wilmersdorfs und an einer

Ecke Schönebergs vorbei, wo das

Gebäude des Deutschlandradios

Kultur steht. Dann wird der Volkspark

Wilmersdorf gequert, um in

die Babelsberger Straße zu gelangen.

Dort befinden sich sowohl

die internationale Schule Wangari

Maathai als auch ein Ableger der

Hochschule für Wirtschaft und

Recht. Krönender Abschluss ist

das „Fest der Vielfalt” auf dem

Prager Platz. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

„Tag der offenen Tür“

im Gesundheitsamt

Am Samstag, dem 28. September

von 11 bis 15 Uhr findet der

„Tag der offenen Tür“ beim Gesundheitsamt

des Bezirkes am

Hohenzollerndamm 177 statt,

zu dem Sie Gesundheitsstadtrat

Detlef Wagner und mein Stellvertreter

Arne Herz begrüßen

werden. Nach dem Motto: „Ein

Gesundheitsamt zum Anfassen“

stellen die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes

ihre vielseitigen Angebote

zum Ausprobieren und Mitmachen

vor, halten dazu kurze Impulsvorträge

und informieren

auf Nachfrage über vertiefende

Aspekte. Was hat Bilderbuchkino

mit Gesundheit zu tun? Kann man

„Spielen-Lernen“? Sind gesunde

Zähne Glücksache? Wie kann

„Gesundes Essen für unsere Kleinen“

aussehen? Was ist alles mit

der UV-Lampe auf gewaschenen

Händen zu sehen? Die Teddy-Klinik

– Bitte einen Teddy und den

Impfpass mitbringen! Wie verändert

Alkohol meine Wahrnehmung?

Was ist, wenn der Vater

dement wird, der Sohn Stimmen

hört, der Nachbar nachts an die

Heizung klopft und die Frau an

Krebs erkrankt ist? Alte Mythen

und neue Erkenntnisse zu HIV

und sexuell übertragbaren Krankheiten,

unverändert aktuell! Zu all

diesen Fragen und Themen erhalten

Sie Einblicke und Informationen

von unserem engagierten

Fachpersonal.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

Herzlich grüßt Sie

Ihr

Reinhard Naumann

www.gazette-berlin.de


4 | Gazette Charlottenburg Wilmersdorf | September & Wilmersdorf 2019

Ladenöffungszeiten und Spätis im Bezirk

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Sonntags noch schnell ein Bier oder etwas

Süßes kaufen? Für die Einen sind Spätis

praktische Ergänzungen, für die Anderen

sind sie überflüssig. Auch die Meinungen

der BVV-Fraktionen gehen auseinander.

In den folgenden Beiträgen nehmen sie

zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

Spätis sind oft Bestandteil eines lebendigen

Kiezes - als Treffpunkt oder feste Größe in

der Spontanversorgung. Es ist deshalb ein

nachvollziehbarer Wunsch, Spätis auch

Sonntagsöffnungen zu ermöglichen. Und im

ersten Moment klingt es gut: Ladenbesitzer

können am oft umsatzstärksten Tag öffnen

und Kund*innen können einkaufen gehen.

Doch es ist komplexer, auch weil es für Spätis

keine einheitliche Definition gibt, sowie Art

und Umfang des Verkaufs stark variieren.

Verschiedene Herangehensweisen, wie zum

Beispiel, Ladengröße, Sortiment oder der alleinige

Verkauf durch Inhaber*innen, führen

bei näherer Betrachtung nur zu weiteren

Fragen. Diese Fragen müssen aus unserer

Sicht vorher geklärt werden - und auch ob

es sinnvoll und notwendig ist, den Spätis

mit einer Sonntagsöffnung einen Wettbewerbsvorteil

gegenüber dem Einzelhandel

zu verschaffen.

Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass

Berlin bereits das liberalste Ladenöffnungsgesetz

aller Bundesländer hat: Montags bis

samstags dürfen Geschäfte rund um die

Uhr öffnen. Zudem gibt es mehrere verkaufsoffene

Sonntage. Eine grundsätzliche

Ausweitung der Ladenöffnungszeiten für

den Einzelhandel, so wie es die FDP auf Landesebene

zuletzt gefordert hat, lehnen wir

dagegen ab.

Alexander Sempf

www.gazette-berlin.de

CDU-Fraktion

Sonntag – der Ruhetag. Als CDU-Fraktion

stimmen wir dem zu. Nicht nur aus Sicht

des Grundgesetzes, sondern auch aus Sicht

unserer christlichen Werte.

Und doch gehören „Spätis“ zu Berlin – auch

am Sonntag. Sie sind nicht nur Anlaufstelle

für Touristen, sondern mittlerweile zentraler

Bestandteil der Berliner Kieze. Selbstverständlich

kann man in Zeiten, wo Supermärkte

bis tief in die Nacht geöffnet haben,

seine Wocheneinkäufe flexibel erledigen.

Allerdings darf man auch nicht verkennen,

dass viele Mitbürger in Wohngebieten auf

die Versorgung durch Spätis angewiesen

sind. Ein vernünftiger Kompromiss wäre eine

inhabergeführte Öffnung. Wenn die Chefin

oder der Chef am Sonntag öffnen und arbeiten

will, wieso sollte man ihnen diese freie

Entscheidung verbieten? Das Land Berlin

könnte das Ladenöffnungsgesetz dementsprechend

anpassen. Und natürlich ist dabei

auch Augenmaß gefragt. Wir brauchen keine

Party-Spätis oder Tankstellen, die zu Supermärkten

mutieren.

An Gesetze muss man sich halten. Aber Gesetze

kann man auch klug ändern. Doch die

linke Arbeitssenatorin interessiert das alles

nicht. Das ist eindeutig ein schwerer Schlag

gegen den Einzelhandel und die Berliner

Kiezkultur.

Simon Hertel

B‘90/Grünen-Fraktion

Sonntage haben „als Tage der Arbeitsruhe

und der seelischen Erhebung“ Verfassungsrang.

Und Ladenöffnungszeiten sind für den

Schutz von Arbeitnehmer*innen wichtig.

Der oft belächelte Schulterschluss von Kirchen

und Gewerkschaften hat also einen

ernsten Hintergrund. Freilich: für die Spätis,

meist inhabergeführte Läden, geht es

bei der Sonntagöffnung um die Existenz.

Da ist nur der Verkauf von „Reiseartikeln“

erlaubt, erklärt das Bezirksamt, und fahndet

regelmäßig und personalintensiv nach Toast,

Zucker und Kaffeepulver. Am Ende bekommt

es vor Gericht recht und gewonnen hat doch

niemand.

Die Läden sind Institutionen im Kiez und aus

dem Leben der Berliner*innen nicht mehr

wegzudenken. Wir Grüne haben deshalb

einen Dialog über die Zukunft der Spätis

begonnen - mit den Besitzer*ìnnen, den

Kund*innen und der Anwohnerschaft, über

eine Anpassung der Regelungen und die

Möglichkeiten der Läden selbst, Bußgelder

zu vermeiden und ihre Existenzgrundlage zu

sichern. Den Weg wollen wir weitergehen.

Wir werden aber auch denen in den Arm

fallen, die bei der Gelegenheit den Sonntag

gleich ganz schleifen wollen. Wer Freiheit

mit Konsum rund-um-die-Uhr verwechselt,

sollte es doch nochmal mit der „seelischen

Erhebung“ versuchen.

Christoph Wapler

FDP-Fraktion

Charlottenburg-Wilmersdorf ist besonders

engagiert darin, zu verhindern, dass

Menschen am Sonntag sich unkompliziert

fehlende Lebensmittel kaufen können. Von

2017 zu 2018 hat sich die Zahl der geschriebenen

Anzeigen mehr als verdoppelt. In keinem

anderen Berliner Bezirk wurden höhere

Bußgelder verhängt. Die Frage ist nur, wem

hilft diese Verbotskeule?

Die Inhaber der Geschäfte stehen oft selbst

hinter dem Tresen. Ihnen fehlt das Einkommen,

wenn sie nicht öffnen dürfen. Sie

profitieren also nicht von solchen Verboten.

Genauso wenig hilft es den Menschen in

unserem Bezirk. Ihnen wird nur ein Stück

Freiheit und Kiezkultur genommen.

Manche sagen, dass es doch genügend Zeit

an anderen Wochentagen gäbe, um einkaufen

zu gehen. Doch es ist eben nicht der Wocheneinkauf,

der im Späti erfolgt, sondern

die vergessene Zutat oder der spontane Getränkewunsch.

Es kann zudem niemand verstehen,

wieso Tankstellen oder Geschäfte an

Bahnhöfen sonntags geöffnet sein dürfen,

der Späti gegenüber jedoch nicht. Verbote,

die niemanden nützen, sollten abgeschafft

werden. Passen wir die Regeln dem Leben

an. Die FDP-Fraktion setzt sich deshalb dafür

ein, dass Spätis selbstverständlich auch am

Sonntag öffnen dürfen.

Pascal Tschörtner

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Das Bundesverfassungsgericht hat 2009 in

der Sonntagsruhe eine wesentliche Grundlage

für die Erholungsmöglichkeiten der

Menschen und für ein soziales Zusammenleben

gesehen und festgestellt, dass ein wirtschaftliches

Umsatzinteresse wie auch ein

„Shopping-Interesse“ für Ausnahmen nicht

ausreichen. Das Bundesverwaltungsgericht

hat 2014 festgestellt, dass der Arbeitnehmerschutz

Vorrang genießt, wenn Sonntagsarbeit

vermieden werden kann. Daher sehen

die Ladenöffnungsgesetze Ausnahmeregelungen

(z. B. für Apotheken, Zeitungskioske,

Tankstellen, Warenautomaten, Bahnhöfe)

und aus besonderen Anlässen vor. Darüber

hinaus darf bei Rettungsdiensten, bei Feuerwehr

und Polizei, in der medizinischen

Versorgung, bei Energieversorgern und der

Mobilität, z. B. bei Bussen und Bahnen sowie

im Luftverkehr, an Sonn- und Feiertagen

gearbeitet werden, ebenso im Hotel- und

Gaststättengewerbe. Dies ist erforderlich

und wird auch von niemandem bezweifelt.

Gewerkschaften und Kirchen wenden sich

aber zu Recht gegen darüber hinaus gehende

Sonn- und Feiertagsarbeit. An Werktagen

besteht genug Gelegenheit, sich zu versorgen.

Ein Bedürfnis, „Spätis“ an Sonn- und

Feiertagen zu öffnen, besteht nicht, zumal

Tankstellen, Bahnhöfe und Gaststätten verfügbar

sind.

Markus Bolsch

Linksfraktion

Sonntags bleiben Geschäfte geschlossen.

Für DIE LINKE gilt dies für Spätis nicht anders

als für Handelskonzerne. Die Frage, ob ein

Laden sonntags geöffnet haben sollte, stellt

sich insofern nicht nur beim Spätkauf im

Kiez, sondern auch bei der Tankstelle und

dem Supermarkt an der Ecke. Denn verkaufsoffene

Sonntage gehen vor allem zu Lasten

der Beschäftigten und deren Familien. Deswegen

gelten die Bestimmungen des Ladenöffnungsgesetzes

für alle. Während Wochenendarbeitszeiten

wie von Pflegekräften,

Polizei und Feuerwehr eine Notwendigkeit

sind, ist die Öffnung von Geschäften vor

allem eines: umsatzorientiert. Der Sonntag

ist jedoch oft der einzig verlässliche Familien-

und Ruhetag, der im Sinne des Arbeitsschutzes

nicht weiter ausgehöhlt werden

sollte. Vielmehr muss darüber gesprochen

werden, wie die Kinder der Beschäftigten

betreut werden, die am Wochenende arbeiten

müssen, ob mehr Menschen auch

ein Bier in der Eckkneipe trinken würden,

wenn dort die Preise nicht wegen explodierender

Gewerbemieten ständig stiegen oder

warum das Lebensgefühl in den Kiezen an

Spätis gebunden ist, statt Stadträume neu

und ohne verkaufsorientierte Angebote zu

denken, bspw. in verkehrsberuhigten Kiezen,

durch Parklets oder mehr Stadtgrün.

Annetta Juckel

Vorwort --

SPD 1233

CDU 1191

Grüne 1229

FDP 1208

AfD 1243

Linke 1236

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6 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Fest der Vielfalt

13. – 15. September auf dem Prager Platz

Unser traditionelles Bezirksfest wird künftig als „Fest der Vielfalt“ (zuvor

„Fest der Nationen“) weiterhin auf dem Prager Platz stattfinden – als

Kiezfest und als internationales Fest. Es ist zugleich ein Fest für die Anwohner*innen

und für unsere Gäste aus Nah und Fern. Schließlich leben

in unserem Bezirk Menschen aus mehr als 100 Ländern, die in besonderer

Weise für Kreativität und Vielfalt stehen.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und allen,

die dieses Fest möglich gemacht haben.

Ich wünsche allen Gästen viel Freude und gute Unterhaltung beim diesjährigen

„Fest der Vielfalt“ rund um den Prager Platz!

Ihr Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Aktionen und Stände

Die Stände an der Motzstraße

widmen sich der AGENDA 2030,

fairem Handel und mehr: Umsetzung

der 17 Ziele für nachhaltige

Entwicklung im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf:

Am Infostand AGENDA 2030 stellen

sich interessante Initiativen

und Projekte vor; z. B. das Möhrchenheft,

die Filmreihe #2030,

das Wassermobil und viele mehr.

Kunst für die Kleinen: Am Stand

der Jugendkunstschule gibt es

zahlreiche Angebote wie Malen

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vormals Gerhard Preibisch

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an Staffeleien, Ausbau einer Murmelbahn

und Textilsiebdruck.

Der Weltladen A Janela präsentiert

an den Fair Trade-Ständen

verschiedene Projekte aus Afrika

und Afghanistan.

Sonntag, 15. September, 11 –

13 Uhr an der Motzstraße: Öffentliches

Fair Trade-Frühstück für alle

Interessierten.

Links und rechts der Prinzregentenstraße

präsentieren sich

mehrere Initiativen mit ihrem Angebot:

Das Integrationsbüro im

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf,

der Migrationsbeirat,

die Begegnungs- und Stadtteilzentren

sowie die Akteure des

interreligiösen Dialogs im Bezirk.

Außerdem vielfältige Beratungsund

Unterstützungsangebote,

Angebote aus dem Sportbereich

sowie mehrere Abteilungen des

Bezirksamts wie Soziales und Bürgerdienste.

Zudem Seniorenvertretungen

und viele andere.

Bühne Aschaffenburger Straße

Freitag, 13. September

• 15.30-16.00 Uhr: Jazzpeanuts

• 16.00-16.15 Uhr: Offizielle Eröffnung

durch Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann

und BVV-Vorsteherin Annegret

Hansen

• 16.15-16.45 Uhr: Jazzpeanuts

• 17.00-17.45 Uhr: Timebandids

– Perkussionsensemble

Trommelgruppe für Jugendliche

im Alter von 10 bis 15 Jahren

• LASER

• AMBULANTE OPERATIONEN

• SEHSCHULE

• MAKULA- UND

GLAUKOMSPRECHSTUNDE

• 17.45-18.00 Uhr: Modenschau

der Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf

mit

Grundschulkindern

Samstag, 14. September

• 15.00-16.00 Uhr: Soulshop

Das von der Jazzsängerin Martina

Gebhardt geleitete Gesangs-Ensemble

“Soulshop”

besteht an der Musikschule City

West seit 2004.

• 16.15-16.45 Uhr:Tabla-Ensemble

Kamalesh Maitra

Spaß an Klangerzeugungsmöglichkeiten

auf der indischen

Tabla und Eintauchen in die

Welt der rhythmischen Zyklen.

• 17.00-18.00 Uhr: Havana Heat

– Salsa Band

Die Band spielt Musik aus dem

Bereich Salsa, Latin und Jazz.

Sonntag, 15. September

• 11.00-11.15 Uhr: Dunav Kolo

Kolo Serbischer Klub Berlin –

Kindertanzgruppe mit serbischem

Volkstanz

• 11.30-12.00 Uhr: JobAct® S.O.S.

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Gazette Wilmersdorf | September 2019 | 7

Der Weltladen A Janela präsentiert an den Fair Trade-Ständen verschiedene Projekte aus Afrika und

Afghanistan.

Ensemble – Spiel- und Gesangsperformance

• 12.00-12.15 Uhr: Dunav Kolo

Kolo Serbischer Klub Berlin –

Kindertanzgruppe mit serbischem

Volkstanz

• 15.00-15.15 Uhr: Lunatix Dance

Productions – Kindertanzvorführung

• 15.45-16.00 Uhr: Modenschau

Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf

mit Grundschulkindern

• 16.30-16.45 Uhr: Tanzgruppe

des Charlottenburger Turn- und

Sportvereins

Begegnungszelt

Freitag, 13. September

• 15.00 Uhr: Antirassistisches

Spielmobil – Bastel- und Spielangebote

für Kinder

• 17.30 Uhr: Vortrag Fair, fairer,

am fairsten – Die Siegelvielfalt

im Fairen Handel

• 19.00 Uhr: Projektvorstellung

und Workshop Die neuen Zeitzeugen

– Meine Geschichte ist

meine Heimat

Samstag, 14. September

• 11.00 Uhr: Lesung und Workshop

Au Dream – Geschichten schwarzer

Kinder und Erwachsener

• 13.00 Uhr: Das Pangea-Haus

stellt sich vor

• 15.00 Uhr: Diskussionsveranstaltung

Vielfalt im Ehrenamt

Mit Lea Winnig, Paritätischer,

Amai von Hülsen-Poensgen,

Ulme 35, Hamudi Mansour, 1. FC

Wilmersdorf/ Migrationsbeirat

Charlottenburg-Wilmersdorf,

Christian Lüder, Berlin hilft, Milan

Zimmermann, Junges Engagement

Charlottenburg-Wilmersdorf

• 17.00 Uhr: Filmprojekt Flucht

und Vertreibung

• 19.00 Uhr: Ein Brunnen für den

Jemen – ein Projekt des Interreligiösen

Dialoges Charlottenburg-Wilmersdorf

Sonntag, 15. September

• 11.00 Uhr: Interreligiöse Andacht

und Ausstellung zu den

verschiedenen Weltreligionen,

Baha’i-Gemeinde Charlottenburg-Wilmersdorf

• 14.00 Uhr: Wir in der Heerstraße

– Einblicke ins Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft

(Programmänderungen möglich)

Festgelände

Das „Fest der Vielfalt“ wird am Freitag

von 15 bis 23 Uhr, am Samstag

von 11 bis 23 Uhr und am Sonntag

von 11 bis 20 Uhr gefeiert. Am

Samstag, dem 14. September, um

22 Uhr findet das Barock-Feuerwerk

statt. Ort: Prager Platz,

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8 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Leihfahrräder auch außerhalb des S-Bahnrings

JUMP-Elektrofahrräder kommen nach Schmargendorf

Unkompliziertes Ausleihen von Elektrofahrrädern

in Charlottenburg-Wilmersdorf! Ab sofort

stehen die signalroten JUMP Leihräder

in großen Teilen des Bezirks zur Verfügung.

So wird Anwohnern und Anwohnerinnen die

Anbindung an Bus- und Bahnstationen vereinfacht.

Zum Start stellt der zur Mobilitätsplattform

Uber gehörende Anbieter JUMP außerdem

rund 100 seiner roten Pedelecs speziell für

Schmargendorf bereit. Nutzbar sind die Leihräder

aber auch in weiteren Teilen von Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bisher gibt es in den

Gebieten außerhalb des S-Bahn-Rings kaum

Leihräder oder -roller.

Problemlos zur nächsten Bahnstation

Die Ausweitung erfolgt in enger Partnerschaft

mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Damit bedient JUMP die zunehmende Forderung

nach emissionsfreien Mobilitätsangeboten

als Ergänzung zum öffentlichen

Nahverkehr. Gemeinsames Ziel: Ein gut funktionierender

Mix aus Bus, Bahn und den neuen

Jump-Pedelecs soll Anwohnern das Stop-and-

Go im eigenen Pkw ersparen. Besonders in

Randzeiten erleichtern die flexibel nutzbaren

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Rezepten, unserem bekannt in der Nassauische/Ecke Güntzelstra-


hohen Niveau und eigener Produktion ße haben Sie die Auswahl zwischen

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die auf den Bachhuber

saftigen Salzwiesen im Angebot. artgerechter Haltung

wie Olivenöl aus und besonders mehr sind ebenfalls

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Vorpommern und Polen aufgewachsen Wurst oder

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auf Ihren Besuch!

Räder zudem Fahrten zur nächsten Bahnstation

oder von dort bis direkt vor die Haustür.

Damit machen sie den ÖPNV attraktiver und

bilden gemeinsam mit dessen Linienverkehr

ein zuverlässiges Mobilitätsnetz auch für Bürger

und Bürgerinnen ohne eigenen Pkw.

Oliver Schruoffeneger und David Thiel am

S-Bahnhof Heidelberger Platz.


Foto: Adam Berry

Klimafreundliche Fortbewegung

Artgerecht

aus Tradition.

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für

Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt „Alternative

Mobilitätsangebote außerhalb des

S-Bahn-Rings eröffnen den Anwohnern und

Anwohnerinnen klimafreundliche Möglichkeiten

der Fortbewegung. Je mehr wir sie

für Bus, Bahn und Fahrrad begeistern, desto

leichter machen wir es ihnen, ihr Auto stehen

zu lassen.“

David Thiel, General Manager für JUMP in

Berlin: „Gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

schließen wir eine weitere

Mobilitätslücke außerhalb des Rings. Wir

freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit

mit dem Bezirk, zumal wir hier eine hohe

Nachfrage sehen, sowohl zu Rand- als auch

Hauptverkehrszeiten.“

Bisher sind „Jump“-Pedelecs in 12 Stadtteilen

in Berlin unterwegs. Bereitgestellt werden die

Räder im stationsfreien „Freefloating”-System:

Nutzer können die Räder überall innerhalb

des nun erweiterten Geschäftsbereichs

ausleihen oder abstellen. Sie können den

Bereich auch verlassen, werden dann aber

von der App benachrichtigt und gebeten,

ihre Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets

zu beenden.

Positiver Nebeneffekt für alle, die von ihrem

eigenen Pkw aufs Leihrad wechseln: Weniger

Parkplatzsuche und langfristig mehr Platz für

eine attraktivere Nutzung des öffentlichen

Raums.

Käse und Feinkost

Bio- und Rohmilchkäse

Nassauische / Ecke Güntzelstr. · 10717 Berlin

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Gazette Wilmersdorf | September 2019 | 9

Transformationen

Von der Vielschichtigkeit der Wirklichkeit

Die Kommunale Galerie Berlin

am Hohenzollerndamm 176 in

Wilmersdorf zeigt bis 27. Oktober

Werke von Isabel Kerkermeier, Betina

Kuntzsch und Marianne Stoll.

Geöffnet ist Dienstag – Freitag 10-

17 Uhr, Mittwoch 10-19 Uhr und

Sonntag 11-17 Uhr, am 3. Oktober

ist geschlossen, der Eintritt ist frei.

Isabel Kerkermeier, Gestalt in

höherer Auflösung, 2011, Metall,

Lack, Kunststoffleinen, Kupfer,

Licht.

Foto: T. Bock

Der Prozess der Transformation

in den Werken der Künstlerinnen

eröffnet neue Perspektiven:

In digitalen Video-Zeichnungen

konstruiert Betina Kuntzsch eine

immaterielle Wirklichkeit aus Bild

und Zeit. Die Intention von Isabel

Kerkermeier, lineare Strukturen

radikal aufzulösen, schließt daran

an. Sie löst Dinge auf und kehrt

das Innerste nach außen. Aus der

Dekonstruktion entstehen auch

die Relief-Collagen von Marianne

Stoll, die sie aus Fragmenten

montiert.

Isabel Kerkermeier – Objekte,

modifizierte Werbeplanen

In die schier unverwüstliche Struktur

von gebrauchten Werbeplanen

greift Isabel Kerkermeier mit

äußerster Kraft ein und kehrt dabei

das Innere nach außen. Das,

was Wind und Wetter an haushohen

Fassaden abgehalten hat,

wird von der Künstlerin, die in

Berlin lebt und arbeitet, zerlegt

und ausgeweidet und zu großformatigen

Bildwerken gestaltet.

Die Reklameaufdrucke fließen

ebenso mit in das Werk ein. Die

unverwüstlichen Planen erhalten

durch das rudimentäre Abschichten,

Auftrennen und Zerschneiden

als bildgebendes Verfahren ihre

lineare Zeichnung und plastische

Form.

Betina Kuntzsch –

Video-Zeichnungen

Betina Kuntzsch, RAUMBILD,

2019, Video-Zeichnung,

Animation HD, 20 Min. Loop

Betina Kuntzsch beschäftigt sich

mit neuesten, medialen Entwicklungen

(u.a. Computer-animationen)

auf der einen Seite und

historischen Materialien (z. B.

zerfallende Fotografien oder

Filme) auf der anderen. In dem

von ihr erfundenen Genre der

„Video-Zeichnungen“ werden

zeichnerische Grundelemente

oder dokumentarische Aufnahmen

durch analoge und digitale

Animationen zu Raumvariationen,

die gesellschaftliche Aspekte spiegeln.

Marianne Stoll – Relief-Collagen

Aufgeschichtete Dekompositionen

aus Bildfragmenten lassen die

Collagen von Marianne Stoll zu Reliefstrukturen

anwachsen. Folien,

Fotografien, Zeitausschnitte und

überarbeitete Papiere sind dem

eigentlichen Kontext entrissen

und neu montiert. Aus Fragmenten

entsteht ein geschlossenes

Gesamtbild. Die Relief-Collagen

lassen in den Abgrund von Bilderflut

und Überfluss blicken und

erinnern an das mehr und mehr

ausufernde Umfeld der übervollen

Zivilgesellschaft.

Marianne

Stoll, ohne

Titel, 2018,

Relief-Collage,

Foto: Betina

Kuntzsch

Klaus-Uwe Ittner

Dipl. Informatiker (TU)

Rüdesheimer Platz 7

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10 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Von Alt-Charlottenburg zur Autobahnüberbauung

Tag des offenen Denkmals mit abwechslungsreichem Programm

Seit 26 Jahren gibt es im Spätsommer

die Möglichkeit, Denkmäler

zu entdecken und an Führungen

teilzunehmen. Hier stellen wir Ihnen

einige Programmpunkte aus

Charlottenburg-Wilmersdorf vor:

Eine hochinteressante Ausstellung

über die Geschichte Charlottenburgs

erwartet die Besucher

in der Wilmersdorfer Straße 18:

Am 7. und 8. September von 13

bis 18 Uhr kann die Ausstellung

„Alt-Charlottenburg – wie haste

dir verändert (1698-1888)“ besichtigt

werden. Wilmersdorfer

Straße 18, 10585 Berlin.

Orientalische Träume in Wilmersdorf:

Die Ahmadiyya Lahore

Moschee ist die älteste erhaltene

Moschee Deutschlands.

Sie wurde in den 1920er-Jahren

erbaut. Sie bietet Raum für 400

Gläubige und steht heute unter

Denkmalschutz. Führungen am

7. und 8. September um 11, 12,

13, 14, 15 und 16 Uhr. Brienner

Straße 7-8, 10713 Berlin.

Ein Hauch von Orient in Wilmersdorf: Die Ahmadiyya Lahore Moschee.

Ein Modell für die Zukunft? Die

Autobahnüberbauung Schlangenbader

Straße wurde bereits

1980 fertiggestellt und beherbergt

mehr als 1700 Wohnungen.

Bei den Bewohnern erfreut sich

die Schlange großer Beliebtheit.

Im Rahmen von Führungen werden

Planungs- und Entstehungsgeschichte

sowie technische

Herausforderungen des größten

zusammenhängenden, durchgängig

begehbaren Wohnkomplexes

Europas erklärt. 7. und

8. September. Führungen um

10.30, 11, 13 und 13.30 Uhr. Treffpunkt

an der Unterführung zum

REWE-Parkplatz, Wiesbadener

Straße 50. Anmeldung erforderlich

per E-Mail: juliane.donath@

degewo.de

Einst ein Rangierbahnhof, künftig

ein Park? Der Rangierbahnhof

Charlottenburg war von 1882 bis

1945 in Betrieb. Heute erinnern

mit Arbeitshäusern, Gleisen und

Pressböcken nur noch Reste an

Werner-Bockelmann-Haus

Seniorenzentrum

Gregor Römhild

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bieten Ihnen in

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der Zahnmedizin

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Wir bitten um telefonische Reservierung ab 13 Uhr


Gazette Wilmersdorf | September 2019 | 11

Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

diese Zeit. Hier soll der Westkreuzpark

entstehen. 7. und 8. September,

15 Uhr: Führung „Denkmalrückbau

oder Entwicklung des

Areals zu einer Parklandschaft“.

Treffpunkt: Eingang Bahnlandwirtschaft,

Rönnestraße 25. Festes

Schuhwerk erforderlich.

Wohnort der Wohlhabenden: Bei

der Führung durch die Villenkolonie

Grunewald geht es um die

berühmten Bewohner und ihre

Villen. Das Leben und Schicksal

von Alfred Kerr, Walther Rathenau,

Lion Feuchtwanger und weiterer

Prominenter werden vorgestellt.

Führung am 7. und 8. September

um 11 Uhr, Anmeldung bei

Annette Wodinski, E-Mail petra.

fritsche@freenet.de

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

gehört zu den Wahrzeichen

der Stadt. Das 1943 zerstörte Gotteshaus

blieb als Mahnmal gegen

den Krieg stehen. Direkt nebenan

steht seit den 1960er-Jahren

eine moderne Kirche nach dem

Entwurf des Architekten Egon

Eiermann. Am Tag des offenen

Denkmals können Sie die alte und

neue Kirche erkunden. Öffnungszeiten

am 7. September: 10 bis

22 Uhr. Von 13 bis 21 Uhr stündlich

unterschiedliche Führungen.

Öffnungszeiten am 8. September:

12 bis 17.30 Uhr. Von 12 bis 16 Uhr

stündlich unterschiedliche Führungen.

PsalmTon-Gottesdienst

um 18 Uhr, Orgelführung in der

neuen Kirche: 13.15 Uhr.

An der Düsseldorfer Straße steht

ein interessantes Ensemble: ein

Miethaus mit Tiefgarage, Werkstatt,

Autosalon und Tankstelle,

das von 1925 bis 1927 errichtet

wurde. Der Gebäudekomplex unterstreicht

den Weg in Richtung

individueller Mobilität, während

die kleinen Wohnungen auf die

schwierige sozio-ökonomische

Situation jener Zeit hindeuten.

Geöffnet am 7. und 8. September,

12 Uhr, Anmeldung bis

5. September erforderlich unter

lisa.a.schmitz@gmx.de. Treffpunkt:

Uhlandstraße/Düsseldorfer

Straße.

Das gesamte Programm finden

Sie unter www.tag-des-offenendenkmals.de

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12 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Drei Frauen aus Westend

Weltumfliegerin, Schauspielerin und Künstlerin im Widerstand

Die Liste prominenter ehemaliger

und aktueller Bewohner in

Westend ist lang. Unter den zahlreichen

Künstlern, Wissenschaftlern

und Politikern, die hier lebten,

sind auch zahlreiche Frauen.

Darunter die Pilotin Elly Beinhorn,

die Schauspielerin Anny Ondra,

die am Sachsenplatz 12 (heute

Brixplatz) wohnte und Oda

Schottmüller, die von den Nazis

enthauptet wurde.

Weltumfliegerin Elly Beinhorn

Die Sehnsucht nach dem Fliegen

hatte Elly Beinhorn laut ihrer Biografie

bereits in ihrer Kindheit, die

sie in Hannover verbrachte. Sie

empfand die Stadt als eng und litt

unter dem Status als Einzelkind.

1928 verließ sie Hannover und

ging nach Berlin, um gegen alle

Widerstände eine Flugausbildung

zu beginnen. Der Hannoversche

Aeroclub hatte die Ausbildung

einer Frau abgelehnt, Berlin gab

ihr eine Chance.

1929 war sie ausgebildete Pilotin

und kaufte ihr erstes Flugzeug.

Die Raten zahlte sie nach und

nach ab. Als mutige Kunstfliegerin

machte Elly Beinhorn sich

einen Namen und konnte so

bald von der Fliegerei leben. Bei

einem Flug von Berlin nach Rom

kam eine Notlandung in den

Alpen dazwischen. Die junge

Fliegerin kam in die Schlagzeilen

und lernte darüber eine andere

Pilotin kennen. Diese hatte zwar

kein eigenes Flugzeug, aber einen

Sponsor. Die beiden Frauen

begannen eine Zusammenarbeit.

Doch die Kunstfliegerei genügte

Elly Beinhorn auf Dauer nicht. Sie

wollte Langstreckenflüge.

Bei ihrem ersten Afrikaflug wurde

sie von der B.Z. am Mittag

unterstützt. Das nächste große

Projekt war ihr Alleinflug um die

Welt, der am 4. Dezember 1931

begann. Nach einer abenteuerlichen

Reise, die sie in dem Buch

„Ein Mädchen fliegt um die Welt“

beschreibt, traf sie im Juli 1932

wieder in Berlin ein. Viele weitere

Flüge folgten. Im September

1935 lernte sie den Rennfahrer

Bernd Rosemeyer kennen. 1936

heirateten sie. Elly flog ihn zu

einem Rennen nach Südafrika.

Elly Beinhorn mit ihrem Flugzeug 1952 am Flughafen Helsinki-Malmi.


Foto: Von Volker von Bonin

Auch Bernd Rosemeyer begann

zu fliegen. Die Ehe dauerte noch

nicht einmal zwei Jahre – Bernd

Rosemeyer starb im Januar 1938

bei einem Rekordversuch auf

dem Nürburgring. Der gemeinsame

Sohn war gerade zwei Monate

alt.

Sie verarbeitete den Tod ihres

Ehemanns in einem weiteren

Buch: „Mein Mann, der Rennfahrer“.

Das Fliegen half ihr, die

schwere Zeit zu überstehen. Ihr

zweiter Mann war Karl Wittmann,

ein Industriekaufmann. Sie heiratete

ihn 1941 und sie lebten gemeinsam

in der Bayernallee 10.

Als die Bombardierung Berlins

begann, verließ sie mit ihren mittlerweile

zwei Kindern die Stadt.

Sie hatten verschiedene Quartiere

und lebten schließlich in Trossingen,

in Baden-Württemberg.

Nach Kriegsende war das Fliegen

für deutsche Bürger zunächst verboten.

Elly Beinhorn ernährte sich

und ihre Kinder – von ihrem Mann

hatte sie sich getrennt – durch

Vortragsreisen. Nachdem das

Fliegen wieder erlaubt war, nahm

sie erneut an Kunstflügen teil. Elly

Beinhorn wurde 100 Jahre alt und

durfte an ihrem 100. Geburtstag

dank der Vereinigung Deutscher

Pilotinnen noch einmal in ein

Flugzeug steigen, um das Alpenvorland

von oben zu sehen.

Anny Ondra – die Schauspielerin

Die deutsch-tschechische Schauspielerin

erblickte Anfang des

20. Jahrhunderts in Tárnow das

Licht der Welt. Heute gehört Tárnow

zu Polen, damals war es Teil

von Österreich-Ungarn. Die junge

Anny wuchs in Prag auf und

kam schon mit 16 Jahren zur

Schauspielerei. Anfangs war ihr

die Rolle des quirligen Teenagers

auf den Leib geschneidert, später

entwickelte sie sich zur bekanntesten

Komikerin im tschechischen

Film.

Auch in Deutschland flogen ihr

die Herzen zu und sie war in

vielen Hauptrollen zu sehen. Ein

berühmter Regisseur mit dem

sie zusammenarbeitete war Alfred

Hitchcock. In seinem Film

„Erpressung“ stellte sie eine Mörderin

dar – ein Novum bei Hitchcocks

Filmen. Der Film hatte zwei

weitere Besonderheiten – er war

der erste englische Tonfilm und

der erste synchronisierte Film.

Da Anny Ondras nur wenig Englisch

sprach, bewegte sie nur die

Lippen, während eine englische

Schauspielerin zeitgleich den

Text sprach. 1933 heiratete sie einen

bekannten Sportler: den Boxer

Max Schmeling. Gemeinsam

mit ihm spielte sie in dem 1935

Anny Ondra

gedrehten Film „Knock-Out“. In

der Nachkriegszeit spielte sie nur

noch in einem Film eine Hauptrolle,

dem Operettenfilm „Schön

muss man sein“ von 1951. Das

letzte Mal war sie 1957 mit einem

Auftritt in dem Film „Die Züricher

Verlobung“ zu sehen, bevor sie

sich ins Private zurückzog.

Oda Schottmüller, eine

Künstlerin im Widerstand

Die Enkelin des Historikers Waldemar

Konrad Schottmüller – nach

ihm ist die Schottmüllerstraße

in Lichterfelde benannt – lebte

in der Reichsstraße 106. 1905 in

Posen geboren, absolvierte sie

zunächst eine Ausbildung im

Kunsthandwerk, daran schloss

sich eine Tanzausbildung in Berlin

an. Parallel zum Tanz durchlief die

Oda Schottmüller

vielseitig interessierte Künstlerin

die Bildhauerklasse im Verein

Berliner Künstlerinnen. Später

verband sie beide Richtungen indem

sie selbst angefertigte Masken

während ihrer Tanzauftritte

trug. Im Nationalsozialismus kam

sie in Kontakt mit Widerstandskämpfern.

Da sie durch ihre künstlerische

Tätigkeit viel in Deutschland und

im Ausland reiste, nutzte sie alle

Möglichkeiten, um Unterlagen

der Widerstandsbewegung Rote

Kapelle zu überbringen. Ihre

Wohnung wurde zum Drucken

von Flugblättern genutzt. 1942

verhaftete man die Künstlerin. Sie

wurde wegen Hochverrats zum

Tode verurteilt und am 5. August

1943 in Plötzensee enthauptet.

Vor ihrer früheren Wohnung in

der Reichsstraße 106 liegt heute

ein Stolperstein für die mutige

Künstlerin.


On Tour Ausbildungsberufe entdecken

Unternehmen öffnen ihre Türen für Eltern und Schüler der Sek. I

Welchen Beruf würde ich gerne

ausüben, wie werde ich später

einmal mein Geld verdienen? –

Eine Frage, die kaum ein Schüler

sicher zu beantworten weiß.

Auch Eltern stellen sich diese

Frage immer wieder, wollen sie

doch das Beste für ihre Kinder.

Als verantwortungsbewusste

Begleiter spielen sie eine wesentliche

Rolle im Prozess der

beruflichen Orientierung des

Nachwuchses, indem sie ihn gerade

in dieser wichtigen Lebensphase

verständnisvoll beraten,

motivieren und unterstützen.

Doch rasante Entwicklungen

auf dem Arbeitsmarkt und im

Ausbildungssystem lassen diese

Rolle immer schwieriger werden.

Um Eltern eine möglichst praxisund

realitätsnahe Unterstützung

ihrer Kinder bei der Berufswahl

zu ermöglichen, wendet sich

das Netzwerk Regionale Ausbildungsverbünde

Berlin (NRAV)

mit seinem kostenlosen, von

der Senatsverwaltung für Arbeit,

Integration und Frauen

finanzierten Tour-Angebot und

unter der freien Trägerschaft der

Kinder- und Jugendhilfe „Pfefferwerk

Stadtkultur gGmbH“ auch

in diesem Jahr wieder an interessierte

Eltern und Schüler:

Auf Touren kommen

Am 24. Oktober 2019 in der

Zeit von 15 – 19 Uhr können Eltern

mit oder ohne ihre Kinder

(Schülerinnen und Schüler der

Sekundarstufe I) Ausbildungsberufe

in ausbildenden Unternehmen

entdecken. Im Rahmen

von sieben unterschiedlichen

Bustouren, die durch die Berliner

Bezirke Steglitz-Zehlendorf,

Charlottenburg-Wilmersdorf,

Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg,

Pankow, Marzahn-Hellersdorf

und Mitte führen, öffnen

zahlreiche Unternehmen

dann bereitwillig ihre Türen. Sie

Branchen-Einblicke garantiert.

berichten über aktuelle Trends

und Entwicklungen, zeichnen

berufliche Perspektiven und

Möglichkeiten in der dualen

Ausbildung auf und informieren

anschaulich über die unterschiedlichen

Branchen und

Berufsbilder. Je Unternehmensbesuch

sind für Informationen

und Gespräche ca. 1,5 Stunden

eingeplant.

Während der Busfahrt kommen

die Teilnehmer miteinander ins

Gespräch, es werden Informationen

vermittelt, außerdem

können Fragen gestellt werden.

Die Tour Steglitz-Zehlendorf…

steuert mit dem Bus als erste

Station der verschiedenen dualen

Ausbildungsmöglichkeiten

das Bekleidungshaus Peek &

Cloppenburg in der Steglitzer

Schloßstraße an.

Hier erwartet Eltern und Kinder

eine Führung durch das Haus in

kleinen Gruppen, mit Informationen

zu den verschiedenen

Ausbildungsmöglichkeiten im

Unternehmen. Auszubildende

von Peek & Cloppenburg begleiten

auf Augenhöhe die Besucher

und stehen gerne Frage

und Antwort.

Beim anschließenden Spiel

„Shopping Queen“ können die

Tour-Teilnehmer ihre Modeaffinität

unter Beweis stellen. Der

Sieger erhält einen Preis.

Weiter geht es mit dem Bus nach

Dahlem zur Freien Universität

Berlin. Die weltweit hochangesehene

Exzellenzuniversität

vergibt jährlich insgesamt rund

50 Ausbildungsplätze vom Tierpfleger

bis hin zum Elektroniker.

Ausbildungsleiter vor Ort informieren

die Besucher.

Die Tour Tempelhof-

Schöneberg…

führt zuerst zum Druckhaus Berlin

Mitte.

Der Unternehmenspräsentation

schließt sich hier ein Blick

durch die Brille an: Per Virtual

Reality (VR) – Brille können die

Tour-Teilnehmer die Druckhaus-Auszubildenden

in ihren

Tätigkeiten „hautnah“ begleiten

und erhalten so einen besseren

Durchblick. Während der anschließenden

Führung durch

die Produktion stehen die Auszubildenden

vor Ort für Fragen

und Gespräche zur Verfügung.

Zweiter Bus-Haltepunkt ist die

Berliner Stadtreinigung, die ihre

Ausbildungsmöglichkeiten und

dualen Studiengänge vorstellt.

Ein wichtiger Gesprächspunkt

wird das Auswahlverfahren des

Unternehmens sein, aber auch

Ballett • Jazz • Hip Hop • Pilates

Int. Dance Academy Berlin / Ausbildungsstätte für Bühnentanz Ergänzungsschule nach § 102 / BAFÖG berechtigt

AM MEXIKOPLATZ

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Gazette Wilmersdorf | September 2019 | 13

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für weitere individuelle Gespräche

mit den Berufssuchenden

nehmen sich Ausbilder und Auszubildende

an diesem Tag Zeit.

Die Tour Charlottenburg-

Wilmersdorf

startet mit dem Besuch der Berliner

Verkehrsbetriebe (BVG),

die sowohl Ausbildungsberufe

als auch duale Studiengänge

bietet. Doch auch verschiedene

Praktikumsmöglichkeiten laden

zum Kennenlernen der BVG ein.

Aktiv einbezogen werden die

Tour-Teilnehmer bei der Mitmachaktion

„Namensschild“, das

ihre Fertigkeiten als zukünftige

Mechatroniker testet.

Nach dem anschließenden Besuch

eines handwerklich-technischen

Betriebes geht es weiter

zur Einzelhandelskette REWE

Markt GmbH: In einer kurzweiligen

Rallye über mehrere Stationen

werden verschiedene

Praktikums-, Ausbildungs- und

Studienmöglichkeiten vorgestellt,

aber auch Informationen

zum Unternehmen und zu Karriereperspektiven

werden vermittelt.

Interessiert? Dabei sein on Tour?

Zeitnahe Anmeldungen zur kostenlosen

Tour unter www.nrav.

de/elternauftour/

Weitere Informationen zu den

Touren über www.nrav.de oder

über Facebook – Eltern auf Tour.

Fragen über Telefon 030 –

44 38 33 01 oder E-Mail nrav@

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Tel. 03329/ 645 262


14 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

Unterstützung für pflegende Angehörige

Selbsthilfegruppen, Workshops und mehr

Wenn die Eltern alt werden oder

der Partner so schwer erkrankt,

dass er gepflegt werden muss

– ein Pflegefall in der Familie ist

ein schwerer Einschnitt. Der oder

die Pflegende muss das eigene

Leben umstellen. Die Berufstätigkeit

steht in Frage und über allem

steht die Überlegung „Wie kann

ich das schaffen?“ In über 70 Prozent

der Fälle werden Angehörige

zu Hause gepflegt.

Kostenlose Unterstützung

durch die Kontaktstelle

PflegeEngagement

Damit es gar nicht erst dazu

kommt, dass Pflegende sich überfordert

und alleingelassen fühlen,

zeigt die Kontaktstelle PflegeEngagement

Hilfen auf. Kostenlose

Gruppentreffen – beispielsweise

für Pflegende von pflegebedürftigen

Angehörigen gehören

dazu. Aber auch ehrenamtliche

Besuchs- und Begleitdienste zur

Unterstützung pflegebedürftiger

Menschen und Entlastung

pflegender Angehöriger. In der

Spaziergangs- und Freizeitgruppe

können Pflegende sich vom

aufreibenden Alltag erholen und

gemeinsame Unternehmungen

wie Museumsbesuche genießen.

Bei Gesprächen in der Gruppe

fühlt man sich nicht mehr alleine,

sondern bekommt Zuspruch

und lernt Menschen kennen, die

ähnliche Erfahrungen gemacht

haben.

Auch mal an sich denken

Kraft für den Pflegealltag schöpfen

und auch mal an sich denken

Austausch und Gemeinschaft durch Gruppentreffen fördern.Foto: Joerg FArys / Kontaktstelle PflegeEngagement

– das ist wichtig für Pflegende

und kommt denen zugute, die auf

Pflege angewiesen sind. Ebenso

wichtig sind nachbarschaftliche

Netze für kleine Hilfen im Alltag,

das gegenseitige Kennenlernen

und vernetzen. Besonders für

ältere und alleinstehende Menschen

erleichtert es das Leben,

wenn sie auf ein Netzwerk zurückgreifen

können. Aus den so

geknüpften Kontakten werden

nicht selten langjährige Freundschaften.

Ehrenamtliche, die sich

engagieren möchten, können auf

ein vielseitiges Angebot zurückgreifen.

Sie werden systematisch

geschult, begleitet und erfahren

eine vielseitige Unterstützung

durch die Kontaktstelle Pflege-

Engagement.

In vielen Bezirken vertreten

Wenn Sie mal in eine Selbsthilfegruppe

hineinschnuppern

oder sich über ein ehrenamtliches

Engagement informieren

möchten, wenden Sie sich an

die Kontaktstelle PflegeEngagement

Steglitz-Zehlendorf. Erreichbar

über den Mittelhof e. V.,

Königstraße 42 – 43, 14163 Berlin.

☎ 030-80 19 75 38. Die Sprechzeiten

sind montags von 10 bis

12 Uhr und donnerstags von

15 bis 17 Uhr. Mehr Infos unter

www.pflegeunterstuetzungberlin.de/kontaktstellen/steglitzzehlendorf/

Kontaktstelle PflegeEngagement

Charlottenburg-Wilmersdorf,

bei SEKIS, Bismarckstraße 101,

10625 Berlin. Sprechzeiten:

Di 13 bis 15 Uhr und Do 10 bis

12 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Bitte anmelden unter ☎ 030-

890 285 35. Mehr Infos unter

www.pflegeunterstuetzungberlin.de/kontaktstellen/

charlottenburg/. Zu den regelmäßigen

Ehrenamtstreffen werden

auch immer wieder Referent/

innen zu interessanten Themen

eingeladen. Am 21. Oktober

spricht Prof. Regine Reichwein

zum Thema „Glück und Zufriedenheit“

und im November Dr. M.

De Ridder zum Thema „Abschied

vom Leben“. Beide Veranstaltungen

finden in den Räumen in der

Bismarckstraße 101 statt.

Kontaktstelle PflegeEngagement

Tempelhof-Schöneberg im Nachbarschaftshaus

Friedenau, Holsteinische

Straße 30, 12161 Berlin,

☎ 030-85 99 51 225, Sprechzeiten

donnerstags 10 bis 12 Uhr, oder

bei Der Nachbar – Stadtteiltreff,

Cranachstraße 7, 12157 Berlin,

☎ 030-32 50 08 51, Sprechzeiten

montags 14.30 – 16.30 Uhr und

dienstags 10 bis 12 Uhr. www.

pflegeunterstuetzung-berlin.

de/kontaktstellen/tempelhofschoeneberg/

Gefördert wird die Kontaktstelle

PflegeEngagement von der Senatsverwaltung

für Gesundheit,

Pflege und Gleichstellung auf

Grundlage der Pflegeunterstützungsverordnung.

• Kreativer Kindertanz

• Ballett + Jazz

• Streetdance

HipHop

Breakdance

• ZUMBA® · Pilates · Yoga *

Impressum Gazette Wilmersdorf · September Nr. 9/2019 · 39. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in

Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie

Schöneberg & Friedenau.

Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Ruhlsdorfer Straße 95, Haus 42 · 14532 Stahnsdorf

☎ 03329 / 645 15 70

Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88

Anzeigen Daniel Gottschalk · ☎ 030 / 323 38 54

anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Humburg Media Group · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe Oktober Nr. 10/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss 16.09.2019

Erscheinung 04.10.2019


Herbstzauber in Westend

Stadtteilfest und Kunsthandwerkermarkt am 14. und 15. September 2019

Gazette Wilmersdorf | September 2019 | 15

Im September wird die Preußenallee

in Charlottenburg-Westend

zur Kulturmeile. Beim „Herbstzauber

in Westend“ gibt es ein vielseitiges

Bühnenprogramm mit dem

Comedian Sammy Tavalis, der an

beiden Tagen ab 15 Uhr auf der

Bühne steht. Ein Highlight ist die

Training für die Lachmuskeln mit

Sammy Tavalis.

Musik von Ulli & die Grauen Zellen

mit dem bekannten RBB-Reporter

und Abendschau-Moderator Ulli

Zelle. Die Band spielt am Samstag

ab 16 Uhr. Samstag von 19

bis 22 Uhr versetzen EB Davis &

the Superband mit ihrem „Good

Time Blues“ das Publikum in eine

schummrige Bar in Chicago.

Der Sonntag startet von 12 bis

13 Uhr mit der Bigband der Musikschule

Spandau. Um 15 Uhr folgt

Sammy Tavalis. Den Abschluss

bilden More Town Soul, die um

17 Uhr starten. Die 10-köpfige

Berliner Band hat sich dem Soul

aus den großen Zeiten der Wilson

Picketts, Aretha Franklins

und James Browns verschrieben.

Mit tollen Soul-Stimmen und fetzigen

Bläsersetzen sorgen sie für

Party-Stimmung in Westend.

Verzaubernde Straßenkunst

Ein bekannter Gast in Westend:

Aus Frankreich kommt Gilbert, le

Saltimbanque de Paradis, einer

der letzten Vertreter jener fast

ausgestorbenen Spezies von Artisten,

die mit ihren sensationellen

und auch kuriosen Darbietungen

auf der Straße das Publikum

in ihren Bann zogen. Er fasziniert

das Publikum mit Zaubertricks

und komischen Nummern, begleitet

von der kleinen imaginären

Flohdame Fifine, die mit waghalsigem

Salto von einem hohen

Turm ins Wasserbecken springt.

Und niemand speit so großartige

Feuerfontänen!

Buntes Kinderprogramm

Gilbert fasziniert mit Straßenkunst.

Fotos: Family and Friends e. V.

Alle kleinen Besucher unter

Schwertmaß werden von Luginsland

und seinen verzaubernden

Märchen und märchenhaftem

Zaubern begeistert sein. Das

Kinderprogramm findet Samstag

und Sonntag den ganzen

Tag statt.

Und schon traditionell verwandelt

sich die Preußenallee in eine

lebendige Kunstmeile. Töpfer, Maler,

Mode- und Schmuckdesigner

stellen hier ihre Produkte aus, lassen

sich bei der Arbeit über die

Schulter schauen und verkaufen

ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke

an Ort und Stelle. Genau das

Richtige, um sich rundherum

auszustatten, denn ob praktisch-schön,

überraschend-edel

oder überflüssig-genial – sie haben

immer eines gemeinsam: sie

sind originell – und – original!

Der Herbstzauber findet am

Samstag, 14. September von 12

bis 23 Uhr und am Sonntag, den

15. September von 11 bis 20 Uhr

statt. Preußenallee, 14052 Berlin.

Der Eintritt ist frei.

Türen wieder

neu und modern

an nur einem Tag

✔ Türen nie mehr streichen

✔ Modelle: Klassisch, Landhaus, Design

✔ Schonung von Umwelt u. Geldbeutel

✔ Kein Herausreißen, Dreck und Lärm

✔ Für alle Türen und Rahmen geeignet

Musterausstellung und Beratung

Bernstoffstr. 1 Am U-Bahnhof Alt-Tegel

13507 Berlin · Tel. 030 / 863 90 341

www.nissen.portas.de

Besuchen Sie unsere Ausstellung • Mo - Fr 10.00 - 16.30 Uhr


16 | Gazette Wilmersdorf | September 2019

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Joachim-Friedrich-Straße 18 in Halensee

Tel. 32 76 49 49 · Montag geschlossen

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