Gazette Charlottenburg September 2019

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Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

September 2019

Charlottenburg

Wieder Spitze

Charlottenburger Trinitatiskirche

erhielt ihr Turmkreuz zurück

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2 | Gazette Charlottenburg | September 2019

Wieder Spitze

Charlottenburger Trinitatiskirche erhielt ihr Turmkreuz zurück

Fast 16 Monate war die Trinitatiskirche

auf dem Charlottenburger

Karl-August-Platz einige

Meter kleiner als sonst: Ein riesiger

Kran hatte ihr im April 2018

das Turmkreuz abgenommen, da

sowohl die in die Jahre gekommene

Befestigung als auch das

Kreuz selbst dringend saniert

werden mussten. Dank großzügiger

Spenden konnte das vor

dem 1. Weltkrieg geschmiedete

dreidimensionale Turmkreuz

innerhalb eines Jahres aufgearbeitet

werden. Am 15. August ist

es an seinen prominenten Platz

zurückgekehrt.

In rund 85 Metern Höhe haben

Mitarbeiter einer Spezialfirma

zunächst die komplette Befestigung

erneuert, ehe sie das

Kreuz wieder in die Turmspitze

einsetzten und einen Blitzschutz

installierten. Da sie das Material

aus einer am Kran hängenden

Gondel heraus montierten, waren

die Arbeiten nur bei gutem

Traditionell wird eine Zeitkapsel

mit zeitgenössischen Dokumenten

in der Kirchturmspitze hinterlegt.


Fotos: Olaf Finke

Wetter und wenig Wind möglich.

Mit der Wiedereinweihung des

Turmkreuzes ist auch die umfangreiche

Dachsanierung der

121 Jahre alten Kirche abgeschlossen.

Den Großteil der Restaurierungskosten

für das Turmkreuz

in Höhe von rund 40.000 Euro

konnte die Trinitatis-Kirchengemeinde

aus Spenden finanzieren.

Mit einem Festgottesdienst

zur Wiedereinweihung des Kreuzes

am 25. August und einem

anschließenden Kaffeetrinken

bedankt sich die Gemeinde bei

allen Spendern.

Die Evangelische Trinitatiskirche

wurde 1898 geweiht. Die Bombenangriffe

im Zweiten Weltkrieg

überstanden lediglich ihr Turm

und die äußeren Mauern weitgehend

unbeschadet. Ab 1951 wurde

die Trinitatiskirche wieder aufgebaut

und 1953 erneut geweiht.


WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ich lade Sie nach einjähriger Pause

herzlich ein zu unserem Bezirksfest!

Künftig werden wir ein

„Fest der Vielfalt“ feiern, das am

Wochenende vom 13. – 15. September

auf dem Prager Platz

stattfindet. Unsere City

West ist in besonderer

Weise durch eine große

Vielfalt und Kreativität

geprägt. Dies soll auch

bei diesem Fest sichtbar

werden. Ich werde

gemeinsam mit der Vorsteherin

der BVV Annegret

Hansen am Freitag,

dem 13. September, um 16 Uhr

das Fest eröffnen. Wir freuen uns

auf Ihr Kommen, gerne auch in

Verbindung mit dem Kiezspaziergang!

Nähere Informationen

und das ausführliche Programm

finden Sie in dieser Gazette.

Erneut Fair-Trade-Town

Reinhard Naumann

Charlottenburg-Wilmersdorf ist

seit dem 9. Juni 2011 Faitrade

Town. Dieses Zertifikat wurde

nach eingehender Prüfung

durch TransFair e. V. soeben um

weitere vier Jahre verlängert.

Die neue Urkunde wird im Rahmen

der Eröffnung des Festes

der Vielfalt uns überreicht werden.

Ich freue mich, dass unser

Bezirk auch in Zukunft als Vorbild

für andere dabei sein wird.

Mein ausdrücklicher Dank gilt

vor allem Judith Siller und ihrem

Team engagierter Menschen

vom Weltladen A Janela, die sich

seit Jahren ehrenamtlich unermüdlich

für Fairtrade in unserem

Bezirk einsetzen. Am Sonntag,

dem 15. September, gibt es von

11 Uhr bis 13 Uhr ein Faitrade

Frühstück auf dem Prager Platz

– See you?!

60-jähriges Jubiläum und

20 Jahre Patenschaft

Ich besuche am Samstag, dem

14. September, um 12 Uhr am

Schloss Charlottenburg die Feierlichkeiten

anlässlich

des 60-jährigen Jubiläums

der 5. Kompanie

des Wachbataillons

beim Bundesministerium

der Verteidigung.

Ich beglückwünsche

den Kompaniechef Major

Nestler und seine

Soldatinnen und Soldaten

sowie die offiziellen Vertreter

des Wachbataillons sehr herzlich.

Ich wünsche der 5. Kompanie für

die Zukunft alles erdenklich Gute.

Grundlage unserer Patenschaft

als Bezirk zu dieser Kompanie,

die im August vor 20 Jahren in

Wilmersdorf begründet wurde,

ist der Verfassungsauftrag als

Parlamentsarmee. In den 20 Jahren

seit Bestehen der Patenschaft

wurde der Bezirk immer wieder

durch die Kompanie unterstützt,

sei es bei verschiedenen Gedenktagen,

sei es mit Unterstützung

bei den Aufräumarbeiten nach

schweren Sturmschäden oder

durch den gemeinsamen Verkauf

von Erbsensuppe mit der

Reservistenkameradschaft RK

04 bei unserem jährlich stattgefundenen

Straßenfest „Fest der

Nationen“ am Prager Platz und

dessen Erlös in voller Höhe einem

guten Zweck in unserem Bezirk

zu Gute kam. Aber es geht bei

dieser Patenschaft nicht nur um

protokollarische Ereignisse und

tatkräftigen Einsatz, sondern es

geht vor allem auch darum, dass

wir die Soldaten und Soldatinnen

der Bundeswehr als Teil unserer

demokratisch verfassten

Gesellschaft erleben und ihnen

mit Respekt und Wertschätzung

begegnen.

Kiezspaziergang

Kino am Bundesplatz, Start des

Kiezspaziergangs.

Der 213. Kiezspaziergang findet

am Samstag, dem 14. September,

wie immer um 14 Uhr statt

und führt uns diesmal in den

Wilmersdorfer Süden. Treffpunkt

ist am Kino am Bundesplatz, Bundesplatz

14 (U-/S-Bahnhof Bundesplatz:

U9, S41, S42, S46). Vom

Treffpunkt geht es durch einen

Teil Wilmersdorfs und an einer

Ecke Schönebergs vorbei, wo das

Gebäude des Deutschlandradios

Kultur steht. Dann wird der Volkspark

Wilmersdorf gequert, um in

die Babelsberger Straße zu gelangen.

Dort befinden sich sowohl

die internationale Schule Wangari

Maathai als auch ein Ableger der

Hochschule für Wirtschaft und

Recht. Krönender Abschluss ist

das „Fest der Vielfalt” auf dem

Prager Platz. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

„Tag der offenen Tür“

im Gesundheitsamt

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | September | 92019 | | 3

Am Samstag, dem 28. September

von 11 bis 15 Uhr findet der

„Tag der offenen Tür“ beim Gesundheitsamt

des Bezirkes am

Hohenzollerndamm 177 statt,

zu dem Sie Gesundheitsstadtrat

Detlef Wagner und mein Stellvertreter

Arne Herz begrüßen

werden. Nach dem Motto: „Ein

Gesundheitsamt zum Anfassen“

stellen die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes

ihre vielseitigen Angebote

zum Ausprobieren und Mitmachen

vor, halten dazu kurze Impulsvorträge

und informieren

auf Nachfrage über vertiefende

Aspekte. Was hat Bilderbuchkino

mit Gesundheit zu tun? Kann man

„Spielen-Lernen“? Sind gesunde

Zähne Glücksache? Wie kann

„Gesundes Essen für unsere Kleinen“

aussehen? Was ist alles mit

der UV-Lampe auf gewaschenen

Händen zu sehen? Die Teddy-Klinik

– Bitte einen Teddy und den

Impfpass mitbringen! Wie verändert

Alkohol meine Wahrnehmung?

Was ist, wenn der Vater

dement wird, der Sohn Stimmen

hört, der Nachbar nachts an die

Heizung klopft und die Frau an

Krebs erkrankt ist? Alte Mythen

und neue Erkenntnisse zu HIV

und sexuell übertragbaren Krankheiten,

unverändert aktuell! Zu all

diesen Fragen und Themen erhalten

Sie Einblicke und Informationen

von unserem engagierten

Fachpersonal.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

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4 | Gazette Charlottenburg | September 2019

Herbstzauber in Westend

Stadtteilfest und Kunsthandwerkermarkt am 14. und 15. September 2019

Im September wird die Preußenallee

in Charlottenburg-Westend

zur Kulturmeile. Beim „Herbstzauber

in Westend“ gibt es ein vielseitiges

Bühnenprogramm mit dem

Comedian Sammy Tavalis, der an

beiden Tagen ab 15 Uhr auf der

Bühne steht. Ein Highlight ist die

Training für die Lachmuskeln mit

Sammy Tavalis.

Musik von Ulli & die Grauen Zellen

mit dem bekannten RBB-Reporter

und Abendschau-Moderator Ulli

Zelle. Die Band spielt am Samstag

ab 16 Uhr. Samstag von 19

bis 22 Uhr versetzen EB Davis &

the Superband mit ihrem „Good

Time Blues“ das Publikum in eine

schummrige Bar in Chicago.

Der Sonntag startet von 12 bis

13 Uhr mit der Bigband der Musikschule

Spandau. Um 15 Uhr folgt

Sammy Tavalis. Den Abschluss

bilden More Town Soul, die um

17 Uhr starten. Die 10-köpfige

Berliner Band hat sich dem Soul

aus den großen Zeiten der Wilson

Picketts, Aretha Franklins

und James Browns verschrieben.

Mit tollen Soul-Stimmen und fetzigen

Bläsersetzen sorgen sie für

Party-Stimmung in Westend.

Verzaubernde Straßenkunst

Ein bekannter Gast in Westend:

Aus Frankreich kommt Gilbert, le

Saltimbanque de Paradis, einer

der letzten Vertreter jener fast

ausgestorbenen Spezies von Artisten,

die mit ihren sensationellen

und auch kuriosen Darbietungen

auf der Straße das Publikum

in ihren Bann zogen. Er fasziniert

das Publikum mit Zaubertricks

und komischen Nummern, begleitet

von der kleinen imaginären

Flohdame Fifine, die mit waghalsigem

Salto von einem hohen

Turm ins Wasserbecken springt.

Und niemand speit so großartige

Feuerfontänen!

Buntes Kinderprogramm

Gilbert fasziniert mit Straßenkunst.

Fotos: Family and Friends e. V.

Alle kleinen Besucher unter

Schwertmaß werden von Luginsland

und seinen verzaubernden

Märchen und märchenhaftem

Zaubern begeistert sein. Das

Kinderprogramm findet Samstag

und Sonntag den ganzen

Tag statt.

Und schon traditionell verwandelt

sich die Preußenallee in eine

lebendige Kunstmeile. Töpfer, Maler,

Mode- und Schmuckdesigner

stellen hier ihre Produkte aus, lassen

sich bei der Arbeit über die

Schulter schauen und verkaufen

ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke

an Ort und Stelle. Genau das

Richtige, um sich rundherum

auszustatten, denn ob praktisch-schön,

überraschend-edel

oder überflüssig-genial – sie haben

immer eines gemeinsam: sie

sind originell – und – original!

Der Herbstzauber findet am

Samstag, 14. September von 12

bis 23 Uhr und am Sonntag, den

15. September von 11 bis 20 Uhr

statt. Preußenallee, 14052 Berlin.

Der Eintritt ist frei.

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Ausstellung Pablo Picasso x Thomas Scheibitz

„Zeichen Bühne Lexikon“ im Museum Berggruen

Kaum ein zeitgenössischer Künstler arbeitet

so vielschichtig mit Versatzstücken und Referenzen,

die aus dem Alltag und aus dem

Fundus der Kunstgeschichte gleichermaßen

stammen, wie Thomas Scheibitz (geb. 1968

in Radeberg bei Dresden). Seine dichten, oft

leuchtend-farbigen Gemälde und seine schemenhaft,

oft puristisch angelegten Skulpturen

lassen sich als freie Realitäts-Montagen

verstehen. Sie zeigen sich als komplexe Bildoder

Objektspeicher, in denen sich die visuelle

Lebenskultur eingeschrieben hat, vom

Künstler formal jeweils stark verdichtet. Unverkennbar

ist der Einfluss von Pablo Picasso

und dem Kubismus. „Von allen großen Ismen

des 20. Jahrhunderts“, erklärt Scheibitz, „ist

der Kubismus am radikalsten, am prägendsten

geblieben.“

Ähnliche künstlerische Haltung

Das Museum Berggruen, das der Kunst Picassos

und seiner Zeit gewidmet ist, schlägt

mit dieser Ausstellung einen Bogen von der

Klassischen Moderne in die Kunst der Gegenwart.

Anhand von circa 45 Werken jeweils

zeigt sich, dass Picasso und Scheibitz zwar

nicht die gleichen Motive verbinden, jedoch

Masterplan von Thomas Scheibitz, 2016, Öl,

Vinyl, Pigmentmarker und Sprühfarbe auf

Leinwand, 260 x 180 cm


© Thomas Scheibitz / VG Bild-Kunst,

Bonn, 2019, Foto: Gunter Lepkowski

Gazette Charlottenburg | September 2019 | 5

eine sehr ähnliche künstlerische Haltung. Beide

Künstler begreifen ihre Arbeit als offenen

Prozess, der unablässig zu neuen Varianten

und Aktualisierungen der bereits gefundenen

Lösungen führt. Nichts bleibt hier statisch.

Beide Künstler halten zugleich an der

grundsätzlichen Idee von Bild und Skulptur

fest.

Ein Parcours durch das Museum

Die ist Ausstellung ist als direkte Gegenüberstellung

von „Picasso“ und „Scheibitz“

angelegt, als offener Parcours durch das

Museum Berggruen. Die Unterschiede des

unterschwellig jeweils mitreflektierten Lebensalltags

– dem alten Paris und dem heutigen

Berlin – könnten kaum größer sein. Umso

markanter sind die formalen und inhaltlichen

Parallelen, das jeweilige Ringen um Glaubwürdigkeit

oder Gültigkeit – angesichts einer

(bereits zu Picassos Zeiten) brüchigen,

instabilen Welt.

Die Ausstellung ist vom 14. September 2019

bis 2. Februar 2020 zu sehen. Museum Berggruen,

Schloßstraße 1, 14059 Berlin. Öffnungszeiten:

Di bis Fr 10 – 18 Uhr, Sa und

So 11 – 18 Uhr.


6 | Gazette Charlottenburg | September 2019

Drei Frauen aus Westend

Weltumfliegerin, Schauspielerin und Künstlerin im Widerstand

Die Liste prominenter ehemaliger

und aktueller Bewohner

in Westend ist lang. Unter den

zahlreichen Künstlern, Wissenschaftlern

und Politikern, die hier

lebten, sind auch zahlreiche Frauen.

Darunter die Pilotin Elly Beinhorn,

die Schauspielerin Anny

Ondra, die am Sachsenplatz 12

(heute Brixplatz) wohnte und Oda

Schottmüller, die von den Nazis

enthauptet wurde.

Weltumfliegerin Elly Beinhorn

Die Sehnsucht nach dem Fliegen

hatte Elly Beinhorn laut ihrer Biografie

bereits in ihrer Kindheit, die

sie in Hannover verbrachte. Sie

empfand die Stadt als eng und litt

unter dem Status als Einzelkind.

1928 verließ sie Hannover und

ging nach Berlin, um gegen alle

Widerstände eine Flugausbildung

zu beginnen. Der Hannoversche

Aeroclub hatte die Ausbildung

einer Frau abgelehnt, Berlin gab

ihr eine Chance. Elly Beinhorn mit ihrem Flugzeug 1952 am Flughafen Helsinki-Malmi. Foto: Von Volker von Bonin

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Gazette Charlottenburg | September 2019 | 7

1929 war sie ausgebildete Pilotin

und kaufte ihr erstes Flugzeug. Die

Raten zahlte sie nach und nach ab.

Als mutige Kunstfliegerin machte

Elly Beinhorn sich einen Namen

und konnte so bald von der Fliegerei

leben. Bei einem Flug von Berlin

nach Rom kam eine Notlandung in

den Alpen dazwischen. Die junge

Fliegerin kam in die Schlagzeilen

und lernte darüber eine andere

Pilotin kennen. Diese hatte zwar

kein eigenes Flugzeug, aber einen

Sponsor. Die beiden Frauen

begannen eine Zusammenarbeit.

Doch die Kunstfliegerei genügte

Elly Beinhorn auf Dauer nicht. Sie

wollte Langstreckenflüge.

Bei ihrem ersten Afrikaflug wurde

sie von der B.Z. am Mittag

unterstützt. Das nächste große

Projekt war ihr Alleinflug um die

Welt, der am 4. Dezember 1931

begann. Nach einer abenteuerlichen

Reise, die sie in dem Buch

„Ein Mädchen fliegt um die Welt“

beschreibt, traf sie im Juli 1932

wieder in Berlin ein. Viele weitere

Flüge folgten. Im September

1935 lernte sie den Rennfahrer

Bernd Rosemeyer kennen. 1936

heirateten sie. Elly flog ihn zu

einem Rennen nach Südafrika.

Auch Bernd Rosemeyer begann

zu fliegen. Die Ehe dauerte noch

nicht einmal zwei Jahre – Bernd

Rosemeyer starb im Januar 1938

bei einem Rekordversuch auf dem

Nürburgring. Der gemeinsame

Sohn war gerade zwei Monate alt.

Sie verarbeitete den Tod ihres Ehemanns

in einem weiteren Buch:

„Mein Mann, der Rennfahrer“. Das

Fliegen half ihr, die schwere Zeit

zu überstehen. Ihr zweiter Mann

war Karl Wittmann, ein Industriekaufmann.

Sie heiratete ihn 1941

und sie lebten gemeinsam in der

Bayernallee 10. Als die Bombardierung

Berlins begann, verließ

sie mit ihren mittlerweile zwei

Kindern die Stadt. Sie hatten verschiedene

Quartiere und lebten

schließlich in Trossingen, in Baden-Württemberg.

Nach Kriegsende

war das Fliegen für deutsche

Bürger zunächst verboten. Elly

Beinhorn ernährte sich und ihre

Kinder – von ihrem Mann hatte sie

sich getrennt – durch Vortragsreisen.

Nachdem das Fliegen wieder

erlaubt war, nahm sie erneut an

Kunstflügen teil. Elly Beinhorn

wurde 100 Jahre alt und durfte an

ihrem 100. Geburtstag dank der

Vereinigung Deutscher Pilotinnen

noch einmal in ein Flugzeug

steigen, um das Alpenvorland von

oben zu sehen.

Anny Ondra – die Schauspielerin

Die deutsch-tschechische Schauspielerin

erblickte Anfang des

20. Jahrhunderts in Tárnow das

Licht der Welt. Heute gehört Tárnow

zu Polen, damals war es Teil

von Österreich-Ungarn. Die junge

Anny wuchs in Prag auf und kam

Anny Ondra

schon mit 16 Jahren zur Schauspielerei.

Anfangs war ihr die Rolle

des quirligen Teenagers auf den

Leib geschneidert, später entwickelte

sie sich zur bekanntesten

Komikerin im tschechischen Film.

Auch in Deutschland flogen

ihr die Herzen zu und sie war in

vielen Hauptrollen zu sehen. Ein

berühmter Regisseur mit dem

sie zusammenarbeitete war Alfred

Hitchcock. In seinem Film

„Erpressung“ stellte sie eine Mörderin

dar – ein Novum bei Hitchcocks

Filmen. Der Film hatte zwei

weitere Besonderheiten – er war

der erste englische Tonfilm und

der erste synchronisierte Film.

Da Anny Ondras nur wenig Englisch

sprach, bewegte sie nur die

Lippen, während eine englische

Schauspielerin zeitgleich den Text

sprach. 1933 heiratete sie einen

bekannten Sportler: den Boxer

Max Schmeling. Gemeinsam mit

ihm spielte sie in dem 1935 gedrehten

Film „Knock-Out“. In der

Nachkriegszeit spielte sie nur

noch in einem Film eine Hauptrolle,

dem Operettenfilm „Schön

muss man sein“ von 1951. Das

letzte Mal war sie 1957 mit einem

Auftritt in dem Film „Die Züricher

Verlobung“ zu sehen, bevor sie

sich ins Private zurückzog.

Oda Schottmüller, eine

Künstlerin im Widerstand

Die Enkelin des Historikers Waldemar

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8 | Gazette Charlottenburg | September 2019

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Oda Schottmüller

ihm ist die Schottmüllerstraße

in Lichterfelde benannt – lebte

in der Reichsstraße 106. 1905 in

Posen geboren, absolvierte sie zunächst

eine Ausbildung im Kunsthandwerk,

daran schloss sich eine

Tanzausbildung in Berlin an. Parallel

zum Tanz durchlief die vielseitig

interessierte Künstlerin die

Bildhauerklasse im Verein Berliner

Künstlerinnen. Später verband sie

beide Richtungen indem sie selbst

angefertigte Masken während ihrer

Tanzauftritte trug. Im Nationalsozialismus

kam sie in Kontakt mit

Widerstandskämpfern.

Da sie durch ihre künstlerische

Tätigkeit viel in Deutschland und

im Ausland reiste, nutzte sie alle

Möglichkeiten, um Unterlagen

der Widerstandsbewegung Rote

Kapelle zu überbringen. Ihre

Wohnung wurde zum Drucken

von Flugblättern genutzt. 1942

verhaftete man die Künstlerin. Sie

wurde wegen Hochverrats zum

Tode verurteilt und am 5. August

1943 in Plötzensee enthauptet.

Vor ihrer früheren Wohnung in

der Reichsstraße 106 liegt heute

ein Stolperstein für die mutige

Künstlerin.

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Wir vom Team Kandulski freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen

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Stolperstein für Oda Schottmüller

an der Reichsstraße 106.

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Gazette Charlottenburg | September 2019 | 9

Von Alt-Charlottenburg zur Autobahnüberbauung

Tag des offenen Denkmals mit abwechslungsreichem Programm

Seit 26 Jahren gibt es im Spätsommer die

Möglichkeit, Denkmäler zu entdecken und

an Führungen teilzunehmen. Hier stellen wir

Ihnen einige Programmpunkte aus Charlottenburg-Wilmersdorf

vor:

Eine hochinteressante Ausstellung über die

Geschichte Charlottenburgs erwartet die Besucher

in der Wilmersdorfer Straße 18: Am 7.

und 8. September von 13 bis 18 Uhr kann die

Ausstellung „Alt-Charlottenburg – wie haste

dir verändert (1698-1888)“ besichtigt werden.

Wilmersdorfer Straße 18, 10585 Berlin.

Orientalische Träume in Wilmersdorf: Die

Ahmadiyya Lahore Moschee ist die älteste

erhaltene Moschee Deutschlands. Sie wurde

in den 1920er-Jahren erbaut. Sie bietet Raum

für 400 Gläubige und steht heute unter Denkmalschutz.

Führungen am 7. und 8. September

um 11, 12, 13, 14, 15 und 16 Uhr. Brienner Straße

7-8, 10713 Berlin.

Ein Modell für die Zukunft? Die Autobahnüberbauung

Schlangenbader Straße wurde

bereits 1980 fertiggestellt und beherbergt

mehr als 1700 Wohnungen. Bei den Bewohnern

erfreut sich die Schlange großer Beliebtheit.

Im Rahmen von Führungen werden

Planungs- und Entstehungsgeschichte sowie

technische Herausforderungen des größten

zusammenhängenden, durchgängig begehbaren

Wohnkomplexes Europas erklärt. 7. und

8. September. Führungen um 10.30, 11, 13 und

13.30 Uhr. Treffpunkt an der Unterführung

zum REWE-Parkplatz, Wiesbadener Straße 50.

Anmeldung erforderlich per E-Mail: juliane.

donath@degewo.de

Einst ein Rangierbahnhof, künftig ein Park? Der

Rangierbahnhof Charlottenburg war von 1882

bis 1945 in Betrieb. Heute erinnern mit Arbeitshäusern,

Gleisen und Pressböcken nur noch

Reste an diese Zeit. Hier soll der Westkreuzpark

entstehen. 7. und 8. September, 15 Uhr:

Führung „Denkmalrückbau oder Entwicklung

des Areals zu einer Parklandschaft“. Treffpunkt:

Eingang Bahnlandwirtschaft, Rönnestraße 25.

Festes Schuhwerk erforderlich.

Wohnort der Wohlhabenden: Bei der Führung

durch die Villenkolonie Grunewald geht es um

die berühmten Bewohner und ihre Villen. Das

Leben und Schicksal von Alfred Kerr, Walther

Rathenau, Lion Feuchtwanger und weiterer

Prominenter werden vorgestellt. Führung am

7. und 8. September um 11 Uhr, Anmeldung

bei Annette Wodinski, E-Mail petra.fritsche@

freenet.de

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört

zu den Wahrzeichen der Stadt. Das 1943 zerstörte

Gotteshaus blieb als Mahnmal gegen

den Krieg stehen. Direkt nebenan steht seit den

1960er-Jahren eine moderne Kirche nach dem

Entwurf des Architekten Egon Eiermann. Am

Tag des offenen Denkmals können Sie die alte

und neue Kirche erkunden. Öffnungszeiten am

7. September: 10 bis 22 Uhr. Von 13 bis 21 Uhr

stündlich unterschiedliche Führungen. Öffnungszeiten

am 8. September: 12 bis 17.30 Uhr.

Von 12 bis 16 Uhr stündlich unterschiedliche

Führungen. PsalmTon-Gottesdienst um 18 Uhr,

Orgelführung in der neuen Kirche: 13.15 Uhr.

An der Düsseldorfer Straße steht ein interessantes

Ensemble: ein Miethaus mit Tiefgarage,

Werkstatt, Autosalon und Tankstelle, das von

1925 bis 1927 errichtet wurde. Der Gebäudekomplex

unterstreicht den Weg in Richtung

individueller Mobilität, während die kleinen

Wohnungen auf die schwierige sozio-ökonomische

Situation jener Zeit hindeuten. Geöffnet

am 7. und 8. September, 12 Uhr, Anmeldung bis

5. September erforderlich unter lisa.a.schmitz@

gmx.de. Treffpunkt: Uhlandstraße/Düsseldorfer

Straße. Das gesamte Programm finden Sie unter

www.tag-des-offenen-denkmals.de

Unsere Charlottenburger

Häuser laden Sie zum

Informationsnachmittag ein

Informations-

Nachmittag in den

Senioren-Residenzen Akazienallee

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10 | Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf

| September 2019

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Ladenöffungszeiten und Spätis im Bezirk

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Sonntags noch schnell ein Bier oder etwas

Süßes kaufen? Für die Einen sind Spätis

praktische Ergänzungen, für die Anderen

sind sie überflüssig. Auch die Meinungen

der BVV-Fraktionen gehen auseinander.

In den folgenden Beiträgen nehmen sie

zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

Spätis sind oft Bestandteil eines lebendigen

Kiezes - als Treffpunkt oder feste Größe in

der Spontanversorgung. Es ist deshalb ein

nachvollziehbarer Wunsch, Spätis auch

Sonntagsöffnungen zu ermöglichen. Und im

ersten Moment klingt es gut: Ladenbesitzer

können am oft umsatzstärksten Tag öffnen

und Kund*innen können einkaufen gehen.

Doch es ist komplexer, auch weil es für Spätis

keine einheitliche Definition gibt, sowie Art

und Umfang des Verkaufs stark variieren.

Verschiedene Herangehensweisen, wie zum

Beispiel, Ladengröße, Sortiment oder der alleinige

Verkauf durch Inhaber*innen, führen

bei näherer Betrachtung nur zu weiteren

Fragen. Diese Fragen müssen aus unserer

Sicht vorher geklärt werden - und auch ob

es sinnvoll und notwendig ist, den Spätis

mit einer Sonntagsöffnung einen Wettbewerbsvorteil

gegenüber dem Einzelhandel

zu verschaffen.

Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass

Berlin bereits das liberalste Ladenöffnungsgesetz

aller Bundesländer hat: Montags bis

samstags dürfen Geschäfte rund um die

Uhr öffnen. Zudem gibt es mehrere verkaufsoffene

Sonntage. Eine grundsätzliche

Ausweitung der Ladenöffnungszeiten für

den Einzelhandel, so wie es die FDP auf Landesebene

zuletzt gefordert hat, lehnen wir

dagegen ab.

Alexander Sempf

CDU-Fraktion

Sonntag – der Ruhetag. Als CDU-Fraktion

stimmen wir dem zu. Nicht nur aus Sicht

des Grundgesetzes, sondern auch aus Sicht

unserer christlichen Werte.

Und doch gehören „Spätis“ zu Berlin – auch

am Sonntag. Sie sind nicht nur Anlaufstelle

für Touristen, sondern mittlerweile zentraler

Bestandteil der Berliner Kieze. Selbstverständlich

kann man in Zeiten, wo Supermärkte

bis tief in die Nacht geöffnet haben,

seine Wocheneinkäufe flexibel erledigen.

Allerdings darf man auch nicht verkennen,

dass viele Mitbürger in Wohngebieten auf

die Versorgung durch Spätis angewiesen

sind. Ein vernünftiger Kompromiss wäre eine

inhabergeführte Öffnung. Wenn die Chefin

oder der Chef am Sonntag öffnen und arbeiten

will, wieso sollte man ihnen diese freie

Entscheidung verbieten? Das Land Berlin

könnte das Ladenöffnungsgesetz dementsprechend

anpassen. Und natürlich ist dabei

auch Augenmaß gefragt. Wir brauchen keine

Party-Spätis oder Tankstellen, die zu Supermärkten

mutieren.

An Gesetze muss man sich halten. Aber Gesetze

kann man auch klug ändern. Doch die

linke Arbeitssenatorin interessiert das alles

nicht. Das ist eindeutig ein schwerer Schlag

gegen den Einzelhandel und die Berliner

Kiezkultur.

Simon Hertel

B‘90/Grünen-Fraktion

Sonntage haben „als Tage der Arbeitsruhe

und der seelischen Erhebung“ Verfassungsrang.

Und Ladenöffnungszeiten sind für den

Schutz von Arbeitnehmer*innen wichtig.

Der oft belächelte Schulterschluss von Kirchen

und Gewerkschaften hat also einen

ernsten Hintergrund. Freilich: für die Spätis,

meist inhabergeführte Läden, geht es

bei der Sonntagöffnung um die Existenz.

Da ist nur der Verkauf von „Reiseartikeln“

erlaubt, erklärt das Bezirksamt, und fahndet

regelmäßig und personalintensiv nach Toast,

Zucker und Kaffeepulver. Am Ende bekommt

es vor Gericht recht und gewonnen hat doch

niemand.

Die Läden sind Institutionen im Kiez und aus

dem Leben der Berliner*innen nicht mehr

wegzudenken. Wir Grüne haben deshalb

einen Dialog über die Zukunft der Spätis

begonnen - mit den Besitzer*ìnnen, den

Kund*innen und der Anwohnerschaft, über

eine Anpassung der Regelungen und die

Möglichkeiten der Läden selbst, Bußgelder

zu vermeiden und ihre Existenzgrundlage zu

sichern. Den Weg wollen wir weitergehen.

Wir werden aber auch denen in den Arm

fallen, die bei der Gelegenheit den Sonntag

gleich ganz schleifen wollen. Wer Freiheit

mit Konsum rund-um-die-Uhr verwechselt,

sollte es doch nochmal mit der „seelischen

Erhebung“ versuchen.

Christoph Wapler

FDP-Fraktion

Charlottenburg-Wilmersdorf ist besonders

engagiert darin, zu verhindern, dass

Menschen am Sonntag sich unkompliziert

fehlende Lebensmittel kaufen können. Von

2017 zu 2018 hat sich die Zahl der geschriebenen

Anzeigen mehr als verdoppelt. In keinem

anderen Berliner Bezirk wurden höhere

Bußgelder verhängt. Die Frage ist nur, wem

hilft diese Verbotskeule?

Die Inhaber der Geschäfte stehen oft selbst

hinter dem Tresen. Ihnen fehlt das Einkommen,

wenn sie nicht öffnen dürfen. Sie

profitieren also nicht von solchen Verboten.

Genauso wenig hilft es den Menschen in

unserem Bezirk. Ihnen wird nur ein Stück

Freiheit und Kiezkultur genommen.

Manche sagen, dass es doch genügend Zeit

an anderen Wochentagen gäbe, um einkaufen

zu gehen. Doch es ist eben nicht der Wocheneinkauf,

der im Späti erfolgt, sondern

die vergessene Zutat oder der spontane Getränkewunsch.

Es kann zudem niemand verstehen,

wieso Tankstellen oder Geschäfte an

Bahnhöfen sonntags geöffnet sein dürfen,

der Späti gegenüber jedoch nicht. Verbote,

die niemanden nützen, sollten abgeschafft

werden. Passen wir die Regeln dem Leben

an. Die FDP-Fraktion setzt sich deshalb dafür

ein, dass Spätis selbstverständlich auch am

Sonntag öffnen dürfen.

Pascal Tschörtner

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Das Bundesverfassungsgericht hat 2009 in

der Sonntagsruhe eine wesentliche Grundlage

für die Erholungsmöglichkeiten der

Menschen und für ein soziales Zusammenleben

gesehen und festgestellt, dass ein wirtschaftliches

Umsatzinteresse wie auch ein

„Shopping-Interesse“ für Ausnahmen nicht

ausreichen. Das Bundesverwaltungsgericht

hat 2014 festgestellt, dass der Arbeitnehmerschutz

Vorrang genießt, wenn Sonntagsarbeit

vermieden werden kann. Daher sehen

die Ladenöffnungsgesetze Ausnahmeregelungen

(z. B. für Apotheken, Zeitungskioske,

Tankstellen, Warenautomaten, Bahnhöfe)

und aus besonderen Anlässen vor. Darüber

hinaus darf bei Rettungsdiensten, bei Feuerwehr

und Polizei, in der medizinischen

Versorgung, bei Energieversorgern und der

Mobilität, z. B. bei Bussen und Bahnen sowie

im Luftverkehr, an Sonn- und Feiertagen

gearbeitet werden, ebenso im Hotel- und

Gaststättengewerbe. Dies ist erforderlich

und wird auch von niemandem bezweifelt.

Gewerkschaften und Kirchen wenden sich

aber zu Recht gegen darüber hinaus gehende

Sonn- und Feiertagsarbeit. An Werktagen

besteht genug Gelegenheit, sich zu versorgen.

Ein Bedürfnis, „Spätis“ an Sonn- und

Feiertagen zu öffnen, besteht nicht, zumal

Tankstellen, Bahnhöfe und Gaststätten verfügbar

sind.

Markus Bolsch

Linksfraktion

Sonntags bleiben Geschäfte geschlossen.

Für DIE LINKE gilt dies für Spätis nicht anders

als für Handelskonzerne. Die Frage, ob ein

Laden sonntags geöffnet haben sollte, stellt

sich insofern nicht nur beim Spätkauf im

Kiez, sondern auch bei der Tankstelle und

dem Supermarkt an der Ecke. Denn verkaufsoffene

Sonntage gehen vor allem zu Lasten

der Beschäftigten und deren Familien. Deswegen

gelten die Bestimmungen des Ladenöffnungsgesetzes

für alle. Während Wochenendarbeitszeiten

wie von Pflegekräften,

Polizei und Feuerwehr eine Notwendigkeit

sind, ist die Öffnung von Geschäften vor

allem eines: umsatzorientiert. Der Sonntag

ist jedoch oft der einzig verlässliche Familien-

und Ruhetag, der im Sinne des Arbeitsschutzes

nicht weiter ausgehöhlt werden

sollte. Vielmehr muss darüber gesprochen

werden, wie die Kinder der Beschäftigten

betreut werden, die am Wochenende arbeiten

müssen, ob mehr Menschen auch

ein Bier in der Eckkneipe trinken würden,

wenn dort die Preise nicht wegen explodierender

Gewerbemieten ständig stiegen oder

warum das Lebensgefühl in den Kiezen an

Spätis gebunden ist, statt Stadträume neu

und ohne verkaufsorientierte Angebote zu

denken, bspw. in verkehrsberuhigten Kiezen,

durch Parklets oder mehr Stadtgrün.

Annetta Juckel

Vorwort --

SPD 1233

CDU 1191

Grüne 1229

FDP 1208

AfD 1243

Linke 1236


Ausstellung: Am Ende des Tunnels

Zwischen Ende November 1938

und dem 1. September 1939

wurden über 10.000 Kinder, die

als „jüdisch“ im Sinne der Nürnberger

Gesetze galten, aus dem

Deutschen Reich und aus von

diesem besetzten Ländern nach

Großbritannien verschickt und

gerettet. Auf diesem Wege gelangten

vor allem Kinder aus

Deutschland, Österreich, Polen,

der freien Stadt Danzig und der

Tschechoslowakei ins Exil. In Zügen

und mit Schiffen konnten die

Kinder in die Freiheit ausreisen.

Die meisten sahen ihre Eltern nie

wieder. Oftmals waren sie die einzigen

aus ihren Familien, die den

Holocaust überlebten.

80 Jahre, nachdem der letzte

Kindertransport einen Berliner

Bahnhof verlassen hat, erinnert

nun die Open-Air-Ausstellung

an dieses Kapitel des Verlusts der

größten jüdischen Gemeinde in

Berlin. Einer der letzten Zustiege

der Kinderzüge in Berlin war

der Bahnhof Charlottenburg. Vor

dem Bahnhof aufgestellte Litfaßsäulen

vermitteln mit Texten

und historischen Bildern die Geschichte

der Kindertransporte am

historischen Ort.

Die Ausstellung ist eine britisch-deutsche

Initiative der Universitäten

Aberystwyth und Nottingham

Trent, dem Fachbereich

Kultur Charlottenburg-Wilmersdorf,

der Inge Deutschkron Stiftung

und dem PhotoWerkBerlin.

Sie steht unter der Schirmherrschaft

des britischen Botschafters

Sir Sebastian Wood.

Ausstellungsort: Vorplatz des

Bahnhofs Charlottenburg, Stuttgarter

Platz/Ecke Lewishamstraße,

10627 Berlin. Die Ausstellung

endet am 27. Oktober.

Foto: Norbert Wiesneth

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12 | Gazette Charlottenburg | September 2019

Fest der Vielfalt

13. – 15. September auf dem Prager Platz

Unser traditionelles Bezirksfest wird künftig als „Fest der Vielfalt“ (zuvor

„Fest der Nationen“) weiterhin auf dem Prager Platz stattfinden – als

Kiezfest und als internationales Fest. Es ist zugleich ein Fest für die Anwohner*innen

und für unsere Gäste aus Nah und Fern. Schließlich leben

in unserem Bezirk Menschen aus mehr als 100 Ländern, die in besonderer

Weise für Kreativität und Vielfalt stehen.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und allen,

die dieses Fest möglich gemacht haben.

Ich wünsche allen Gästen viel Freude und gute Unterhaltung beim diesjährigen

„Fest der Vielfalt“ rund um den Prager Platz!

Ihr Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Aktionen und Stände

Die Stände an der Motzstraße

widmen sich der AGENDA 2030,

fairem Handel und mehr: Umsetzung

der 17 Ziele für nachhaltige

Entwicklung im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf:

Am Infostand AGENDA 2030 stellen

sich interessante Initiativen

und Projekte vor; z. B. das Möhrchenheft,

die Filmreihe #2030,

das Wassermobil und viele mehr.

Kunst für die Kleinen: Am Stand

der Jugendkunstschule gibt es

zahlreiche Angebote wie Malen

an Staffeleien, Ausbau einer Murmelbahn

und Textilsiebdruck.

Der Weltladen A Janela präsentiert

an den Fair Trade-Ständen

verschiedene Projekte aus Afrika

und Afghanistan.

Sonntag, 15. September, 11 –

13 Uhr an der Motzstraße: Öffentliches

Fair Trade-Frühstück für alle

Interessierten.

Links und rechts der Prinzregentenstraße

präsentieren sich

mehrere Initiativen mit ihrem Angebot:

Das Integrationsbüro im

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf,

der Migrationsbeirat,

die Begegnungs- und Stadtteilzentren

sowie die Akteure des

interreligiösen Dialogs im Bezirk.

Außerdem vielfältige Beratungsund

Unterstützungsangebote,

Angebote aus dem Sportbereich

sowie mehrere Abteilungen des

Bezirksamts wie Soziales und Bürgerdienste.

Zudem Seniorenvertretungen

und viele andere.

Bühne Aschaffenburger Straße

Freitag, 13. September

• 15.30-16.00 Uhr: Jazzpeanuts

• 16.00-16.15 Uhr: Offizielle Eröffnung

durch Bezirksbürgermeister

Reinhard Naumann

und BVV-Vorsteherin Annegret

Hansen

• 16.15-16.45 Uhr: Jazzpeanuts

• 17.00-17.45 Uhr: Timebandids

– Perkussionsensemble

Trommelgruppe für Jugendliche

im Alter von 10 bis 15 Jahren

• 17.45-18.00 Uhr: Modenschau

der Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf

mit

Grundschulkindern

Samstag, 14. September

• 15.00-16.00 Uhr: Soulshop

Das von der Jazzsängerin Martina

Gebhardt geleitete Gesangs-Ensemble

“Soulshop”

besteht an der Musikschule City

West seit 2004.

• 16.15-16.45 Uhr:Tabla-Ensemble

Kamalesh Maitra

Spaß an Klangerzeugungsmöglichkeiten

auf der indischen

Tabla und Eintauchen in die

Welt der rhythmischen Zyklen.

• 17.00-18.00 Uhr: Havana Heat

– Salsa Band

Die Band spielt Musik aus dem

Bereich Salsa, Latin und Jazz.

Sonntag, 15. September

• 11.00-11.15 Uhr: Dunav Kolo

Kolo Serbischer Klub Berlin –

Kindertanzgruppe mit serbischem

Volkstanz

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Gazette Charlottenburg | September 2019 | 13

Der Weltladen A Janela präsentiert an den Fair Trade-Ständen verschiedene Projekte aus Afrika und

Afghanistan.

Ensemble – Spiel- und Gesangsperformance

• 12.00-12.15 Uhr: Dunav Kolo

Kolo Serbischer Klub Berlin –

Kindertanzgruppe mit serbischem

Volkstanz

• 15.00-15.15 Uhr: Lunatix Dance

Productions – Kindertanzvorführung

• 15.45-16.00 Uhr: Modenschau

Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf

mit Grundschulkindern

• 16.30-16.45 Uhr: Tanzgruppe

des Charlottenburger Turn- und

Sportvereins

Begegnungszelt

Freitag, 13. September

• 15.00 Uhr: Antirassistisches

Spielmobil – Bastel- und Spielangebote

für Kinder

• 17.30 Uhr: Vortrag Fair, fairer,

am fairsten – Die Siegelvielfalt

im Fairen Handel

• 19.00 Uhr: Projektvorstellung

und Workshop Die neuen Zeitzeugen

– Meine Geschichte ist

meine Heimat

Samstag, 14. September

• 11.00 Uhr: Lesung und Workshop

Au Dream – Geschichten schwarzer

Kinder und Erwachsener

• 13.00 Uhr: Das Pangea-Haus

stellt sich vor

• 15.00 Uhr: Diskussionsveranstaltung

Vielfalt im Ehrenamt

Mit Lea Winnig, Paritätischer,

Amai von Hülsen-Poensgen,

Ulme 35, Hamudi Mansour, 1. FC

Wilmersdorf/ Migrationsbeirat

Charlottenburg-Wilmersdorf,

Christian Lüder, Berlin hilft, Milan

Zimmermann, Junges Engagement

Charlottenburg-Wilmersdorf

• 17.00 Uhr: Filmprojekt Flucht

und Vertreibung

• 19.00 Uhr: Ein Brunnen für den

Jemen – ein Projekt des Interreligiösen

Dialoges Charlottenburg-Wilmersdorf

Sonntag, 15. September

• 11.00 Uhr: Interreligiöse Andacht

und Ausstellung zu den

verschiedenen Weltreligionen,

Baha’i-Gemeinde Charlottenburg-Wilmersdorf

• 14.00 Uhr: Wir in der Heerstraße

– Einblicke ins Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft

(Programmänderungen möglich)

Festgelände

Das „Fest der Vielfalt“ wird am Freitag

von 15 bis 23 Uhr, am Samstag

von 11 bis 23 Uhr und am Sonntag

von 11 bis 20 Uhr gefeiert. Am

Samstag, dem 14. September, um

22 Uhr findet das Barock-Feuerwerk

statt. Ort: Prager Platz,

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14 | Gazette Charlottenburg | September 2019

Leihfahrräder auch außerhalb des S-Bahnrings

JUMP-Elektrofahrräder kommen nach Schmargendorf

Unkompliziertes Ausleihen von Elektrofahrrädern

in Charlottenburg-Wilmersdorf! Ab sofort

stehen die signalroten JUMP Leihräder

in großen Teilen des Bezirks zur Verfügung.

So wird Anwohnern und Anwohnerinnen die

Anbindung an Bus- und Bahnstationen vereinfacht.

Zum Start stellt der zur Mobilitätsplattform

Uber gehörende Anbieter JUMP außerdem

rund 100 seiner roten Pedelecs speziell für

Schmargendorf bereit. Nutzbar sind die Leihräder

aber auch in weiteren Teilen von Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bisher gibt es in den

Gebieten außerhalb des S-Bahn-Rings kaum

Leihräder oder -roller.

Problemlos zur nächsten Bahnstation

Die Ausweitung erfolgt in enger Partnerschaft

mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Damit bedient JUMP die zunehmende Forderung

nach emissionsfreien Mobilitätsangeboten

als Ergänzung zum öffentlichen

Nahverkehr. Gemeinsames Ziel: Ein gut funktionierender

Mix aus Bus, Bahn und den neuen

Jump-Pedelecs soll Anwohnern das Stop-and-

Go im eigenen Pkw ersparen. Besonders in

Randzeiten erleichtern die flexibel nutzbaren

Räder zudem Fahrten zur nächsten Bahnstation

oder von dort bis direkt vor die Haustür.

Damit machen sie den ÖPNV attraktiver und

bilden gemeinsam mit dessen Linienverkehr

ein zuverlässiges Mobilitätsnetz auch für Bürger

und Bürgerinnen ohne eigenen Pkw.

Oliver Schruoffeneger und David Thiel am

S-Bahnhof Heidelberger Platz.


Foto: Adam Berry

Klimafreundliche Fortbewegung

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für

Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt „Alternative

Mobilitätsangebote außerhalb des

S-Bahn-Rings eröffnen den Anwohnern und

Anwohnerinnen klimafreundliche Möglichkeiten

der Fortbewegung. Je mehr wir sie

für Bus, Bahn und Fahrrad begeistern, desto

leichter machen wir es ihnen, ihr Auto stehen

zu lassen.“

David Thiel, General Manager für JUMP in

Berlin: „Gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

schließen wir eine weitere

Mobilitätslücke außerhalb des Rings. Wir

freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit

mit dem Bezirk, zumal wir hier eine hohe

Nachfrage sehen, sowohl zu Rand- als auch

Hauptverkehrszeiten.“

Bisher sind „Jump“-Pedelecs in 12 Stadtteilen

in Berlin unterwegs. Bereitgestellt werden die

Räder im stationsfreien „Freefloating”-System:

Nutzer können die Räder überall innerhalb

des nun erweiterten Geschäftsbereichs

ausleihen oder abstellen. Sie können den

Bereich auch verlassen, werden dann aber

von der App benachrichtigt und gebeten,

ihre Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets

zu beenden.

Positiver Nebeneffekt für alle, die von ihrem

eigenen Pkw aufs Leihrad wechseln: Weniger

Parkplatzsuche und langfristig mehr Platz für

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Gazette Charlottenburg | September 2019 | 15

Transformationen

Von der Vielschichtigkeit der Wirklichkeit

Die Kommunale Galerie Berlin

am Hohenzollerndamm 176 in

Wilmersdorf zeigt bis 27. Oktober

Werke von Isabel Kerkermeier, Betina

Kuntzsch und Marianne Stoll.

Geöffnet ist Dienstag – Freitag 10-

17 Uhr, Mittwoch 10-19 Uhr und

Sonntag 11-17 Uhr, am 3. Oktober

ist geschlossen, der Eintritt ist frei.

Isabel Kerkermeier, Gestalt in

höherer Auflösung, 2011, Metall,

Lack, Kunststoffleinen, Kupfer,

Licht.

Foto: T. Bock

Der Prozess der Transformation

in den Werken der Künstlerinnen

eröffnet neue Perspektiven:

In digitalen Video-Zeichnungen

konstruiert Betina Kuntzsch eine

immaterielle Wirklichkeit aus Bild

und Zeit. Die Intention von Isabel

Kerkermeier, lineare Strukturen

radikal aufzulösen, schließt daran

an. Sie löst Dinge auf und kehrt

das Innerste nach außen. Aus der

Dekonstruktion entstehen auch

die Relief-Collagen von Marianne

Stoll, die sie aus Fragmenten

montiert.

Isabel Kerkermeier – Objekte,

modifizierte Werbeplanen

In die schier unverwüstliche Struktur

von gebrauchten Werbeplanen

greift Isabel Kerkermeier mit

äußerster Kraft ein und kehrt dabei

das Innere nach außen. Das,

was Wind und Wetter an haushohen

Fassaden abgehalten hat,

wird von der Künstlerin, die in

Berlin lebt und arbeitet, zerlegt

und ausgeweidet und zu großformatigen

Bildwerken gestaltet.

Die Reklameaufdrucke fließen

ebenso mit in das Werk ein. Die

unverwüstlichen Planen erhalten

durch das rudimentäre Abschichten,

Auftrennen und Zerschneiden

als bildgebendes Verfahren ihre

lineare Zeichnung und plastische

Form.

Betina Kuntzsch –

Video-Zeichnungen

Betina Kuntzsch, RAUMBILD,

2019, Video-Zeichnung,

Animation HD, 20 Min. Loop

Betina Kuntzsch beschäftigt sich

mit neuesten, medialen Entwicklungen

(u.a. Computer-animationen)

auf der einen Seite und

historischen Materialien (z. B.

zerfallende Fotografien oder

Filme) auf der anderen. In dem

von ihr erfundenen Genre der

„Video-Zeichnungen“ werden

zeichnerische Grundelemente

oder dokumentarische Aufnahmen

durch analoge und digitale

Animationen zu Raumvariationen,

die gesellschaftliche Aspekte spiegeln.

Marianne Stoll – Relief-Collagen

Aufgeschichtete Dekompositionen

aus Bildfragmenten lassen die

Collagen von Marianne Stoll zu Reliefstrukturen

anwachsen. Folien,

Fotografien, Zeitausschnitte und

überarbeitete Papiere sind dem

eigentlichen Kontext entrissen

und neu montiert. Aus Fragmenten

entsteht ein geschlossenes

Gesamtbild. Die Relief-Collagen

lassen in den Abgrund von Bilderflut

und Überfluss blicken und

erinnern an das mehr und mehr

ausufernde Umfeld der übervollen

Zivilgesellschaft.

Marianne

Stoll, ohne

Titel, 2018,

Relief-Collage,

Foto: Betina

Kuntzsch

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Nächste Ausgabe Oktober Nr. 10/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss 16.09.2019

Erscheinung 04.10.2019

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