Touring September 2019

online.magazines

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ #9 | SEPTEMBER 2019 | FR. 4.50

GRANDIOSE EIN-

UND AUSBLICKE

Insidertipps zu New York

DYNAMISCHER

FAMILIENKOMBI

Der Peugeot 508 SW präsentiert

sich edel und sportlich zugleich

18

Fahrzeuge im Test:

Wie viele Kids

finden Platz?

Hurra, wir sind

erste Klasse


Summer Sale

WILDE NATURSCHÖNHEIT

ALASKA MIT REISELEITUNG

Das Kreuzfahrtenportal

15.08.19 / 2515

CRUISECENTER

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BIS ZU CHF 600.–!

✓ 3 Tage Denali & Kreuzfahrt

✓ Übernachtungen in Fairbanks

und Vancouver

Abenteuer zwischen

Gletschern und Grizzlies

Stürzen wir uns ins Abenteuer! Gemeinsam mit unserer

Schweizer Reiseleitung machen Sie sich auf, das arktische

Blau des eiskalten Ozeans und die majestätische Präsenz

gewaltiger Gletscher zu erforschen. Während Ihrer Zeit im

Denali Nationalpark und an Bord der Royal Princess (4*+)

können Sie die raue Schönheit der unbezähmbaren Natur

Alaskas auf eine besonders entspannte Art und Weise geniessen,

während wir uns um alles kümmern. Die atemberaubende

Naturkulisse Alaskas und die zeitlose Eleganz

der Royal Princess (4*+) machen die Reise zu einem einmaligen

Erlebnis.

Kreuzfahrtschiff Princess Cruises

BEGLEITETE REISE NACH ALASKA: 02.06. – 15.06.2020 (14 Tage)

Fairbanks

Denali Nationalpark (3 Tage)

Hubbard Gletscher

Skagway

Juneau

Anchorage

(Whittier)

Ketchikan

Glacier Bay

Nationalpark

Royal Princess 4*+ (Nr. 72)

Vancouver

TAG REISEVERLAUF AN AB

1 Flug nach Fairbanks, Transfer zum

Hotel & Übernachtung in Fairbanks

2 Raddampferfahrt auf dem Chena River, Bustransfer

zum Denali-Nationalpark & Übernachtung in der

Denali Princess Wilderness Lodge

3 Rundfahrt Denali-Nationalpark & Übernachtung

in der Denali Princess Wilderness Lodge

4 Busfahrt durch die wilde Landschaft Alaskas & Übernachtung

in der Mt. McKinley Princess Wilderness Lodge

5 Zugfahrt mit dem Direct-to-the-Wilderness-Zug 20.30

nach Anchorage (Whittier) & Einschiffung

6 Hubbard Gletscher (auf See) 15.00 20.00

7 Glacier Bay Nationalpark (auf See) 09.15 19.30

8 Skagway 07.00 20.30

9 Juneau 06.30 17.00

10 Ketchikan 10.00 18.00

11 Erholung auf See

12 Vancouver 07.30

Ausschiffung, Stadtrundfahrt in Vancouver &

Übernachtung im Hotel Pan Pacific (o.ä)

13 Tag zur freien Verfügung & abends Rückflug in die Schweiz

14 Ankunft in der Schweiz

«MEER» INKLUSIVE:

✓ An- & Rückreise mit dem Flugzeug

✓ Alle Transfers im klimatisierten Reisebus

✓ 3 Tage im Denali Nationalpark

✓ Übernachtungen in Fairbanks

und Vancouver

✓ Zugfahrt mit dem Direct-tothe-Wilderness-Zug

✓ Kreuzfahrt in der gebuchten

Kabinenkategorie

✓ Vollpension an Bord

✓ Schweizer Reiseleitung (ab 30 Personen)

Kabinen Katalogpreis

CruiseCenter

Preis

Leser-Preis*

Innen 8’295.– 5’275.– 4’995.–

Balkon Standard 9’295.– 6’295.– 5’995.–

Balkon Deluxe 9’595.– 6’555.– 6’355.–

Mini Suite 9’695.– 6’695.– 6’495.–

Suite 10’795.– 7’715.– 7’515.–

Bär in Alaska

Denali Princess Wilderness Lodge

Preis (CHF) pro Person in Doppelbelegung inklusive An- & Rückreise, alle Transfers, Landprogramm & Kreuzfahrt. Detaillierte Beschreibung

der inbegriffenen und nicht inbegriffenen Leistungen (Versicherung, Auftragspauschale) sowie AGBs unter CruiseCenter.ch.

Limitierte Verfügbarkeiten. Frühbucherpreis gültig bei Buchungen bis 31.08.2019 oder solange verfügbar. Programm- und Preisänderung

vorbehalten. Je nach Auslastung und Nachfrage der Abfahrt steigen die Flugpreise an. Lassen Sie sich den aktuellen Tagespreis

von uns nochmals bestätigen. *TCS-Online-Rabatt von 5% bereits berücksichtigt.

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Reederei-Club-Reduktionen.


INHALT

26

Wie die Schweiz

fliegen lernte

So gelingt der

Schulanfang – für

alle Beteiligten

10

Peugeot 508 SW:

Eleganter Kombi

32

EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

New York ist immer eine Reise wert

Mit 25 trat ich meinen ersten Job an –

in New York. Eine tolle Zeit begann,

in der mich diese Mega -Stadt in ihren

Bann zog: Die Architektur, faszinierende

Menschen, alle Küchen dieser Welt… New

York liess mich nicht mehr los und oft bin ich

zurückgekehrt. Doch seit den 1990er-Jahren hat

sich vieles verändert. Die «0 Tolerance»-Strategie

des Stadtpräsidenten Rudy Giuliani machte

NYC wieder sicher und in der Folge zogen viele,

vielleicht zu viele, dorthin. Das wirkte sich auf

die Preise aus, die in die Höhe schossen. Ein Aufenthalt

schenkt ganz schön ein und der Service

hält nicht immer mit. Doch dann kann man hier

zusehen, wie Trends entstehen, das Kulturangebot

ist unglaublich und nirgendwo ist die Skyline

schöner. Die Subway ist übrigens immer noch

günstig und mit dem City Pass werden auch

Top-Sehenswürdigkeit erschwinglich. Und weil

sich New York gerade wieder so wandelt, ist es

Zeit für ein Special. Lassen Sie sich (neu) begeistern.

Juliane Lutz

Ressortleiterin Freizeit

Dossier

10 Endlich Schulkind

Wie die ersten Schultage für alle

ein Erlebnis werden

12 Wie sicher ist der Weg?

Romands setzen häufiger auf

Elterntaxis als Deutschschweizer

16 83 100 neue Schüler

Zahlen und Fakten zum neuen

Schuljahr auf einen Blick

18 Prüfstein für Lehrer

Die Verknappung der Parkplätze

macht zu schaffen

COVER CREDITS:

Foto: Pia Neuenschwander

Illustration: Nicolas Kristen

Mobilität

22 Den Salon neu denken

Olivier Rihs: Der neue Direktor

des Autosalons im Interview

24 Alternative Nachtzug

Im Zug reisen wird wieder

attraktiver – auch über Nacht

26 Abenteuerliche Anfänge

Wie aus Probeflügen der Linienverkehr

in der Schweiz entstand

Wie lärmig

sind

Motorräder?

28

September 2019 | touring 3


Vom Berner Oberland ans Mittelmeer

GoldenPass Panoramic Express, Mont-Blanc-Express & Tenda-Bahn

TONI

Freuen Sie sich auf die Fahrt im GoldenPass Panoramic-Express

Herrliches Piemont

Unterwegs im Mont-Blanc-Express

Fantastische Blumenriviera

Montreux

Aigle

Chamonix

Zweisimmen

Martigny

Alba

Barolo

Cuneo

Monaco

Langhe

San Remo

Ventimiglia

Ligurisches Meer

Vom beschaulichen Zweisimmen gleiten wir mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express durchs Berner Oberland, vorbei an den

fantastischen Weinbergen des Genfersees bis nach Montreux. Wir bezwingen mit dem Mont-Blanc Express die spektakuläre Bergstrecke

nach Châtelard und mit der atemberaubenden Standseilbahn den Staudamm des Lac d’Emosson. Über den Nobelskiort Chamonix

erreichen wir das Piemont, wo wir es uns bei vorzüglichem Wein des fruchtbaren Bodens gutgehen lassen. Schliesslich durchqueren wir

mit der weltbekannten Tendabahn die wildromantischen Seealpen ehe wir herrliche Tage an der italienischen und französichen Riviera

verbringen – eine grossartige Reise!

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag – Anreise nach Zweisimmen &

GoldenPass Panoramic Express

Fahrt im komfortablen Extrabus nach Zweisimmen,

unserem Ausgangspunkt für die

Fahrt mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express.

Vorbei an Gstaad und

Château-d’Oex erreichen wir Montreux und

damit die wunderschöne Waadtländer Riviera

mit ihren Weinbergen. Zeit zur freien

Verfügung.

2. Tag – Mont-Blanc-Express, Lac d‘Emosson

& Chamonix

In Martigny erwartet uns heute morgen der

Mont-Blanc-Express. Auf kühner Streckenführung

durchquert der Zug die wilde Trientschlucht

und klettert über eine eindrückliche

Steigung, vorbei an tosenden Wassern

und tiefen Schluchten. In Châtelard geht es

mit total 3 Bahnen bis hoch zur beeindruckenden

Krone des Staudamms von Emosson

– grossartige Blicke auf den Mont-Blanc

inklusive. Nach der französischen Grenze

erreichen wir wieder mit dem Bus den bekannten

Wintersportort Chamonix. Nach

etwas Freizeit fahren wir weiter ins Piemont.

3. Tag – Langhe, Alba & Barolo

Heute lernen wir mit der Langhe-Region

das Piemont von seiner allerschönsten Seite

kennen. Wir zeigen Ihnen das herrliche Alba,

die „Stadt der hundert Türme“. Weiter geht

es durch das weltbekannte Barolo Weinanbaugebiet

– hier gedeihen die königlichsten

Weine Italiens. Wir besuchen eine renommierte

Weinkellerei und erfahren bei einer

Führung alles über die Herstellung der edlen

Tropfen.

4. Tag – Cuneo & Tenda Bahn

Am Vormittag zeigen wir Ihnen die schöne

Stadt Cuneo. Am Nachmittag folgt dann

die Fahrt mit der legendären Tenda Bahn

bis nach Ventimiglia an der italienischen

Riviera. Freuen Sie sich auf eine spektakuläre

Bahnstrecke mit herrlichen Gebirgslandschaften

und malerischen Dörfern.

5. Tag – Monaco & San Remo

Den heutigen Tag beginnen wir mit einem

Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken

Sie dabei die pittoreske Altstadt und tauchen

Sie in eine Welt voller Glamour und

Lebensgefühl ein. Am Nachmittag erwartet

uns San Remo – die Hauptstadt der Blumenriviera

liegt majestätisch eingebettet

zwischen azurblauem Meer und dem malerischen,

saftiggrünen Hinterland.

6. Tag – Heimreise

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im

Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

Noch mehr sparen -

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Organisation: Holiday Partner, Altendorf

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren! Tel. 0848 00 77 88 www.car-tours.ch

6 Reisetage

ab nur

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Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus

✓ 1 x Übernachtung in gehobenen

Mittelklassehotel in der Region Aigle

✓ 2 Übernachtungen im gehobenen

Mittelklassehotel im Piemont

✓ 2 Übernachtungen im gehobenen

Mittelklassehotel an der Riviera

✓ 5 x ausgiebiges Frühstücksbuffet

✓ 5 x feines Nachtessen im Hotel

✓ Fahrt mit dem GoldenPass Panoramic-

Express Zweisimmen-Montreux (2. Klasse)

✓ Fahrt mit dem Mont-Blanc-Express

Leistungen Martigny-Châtelard - Alles schon dabei!

✓ Fahrt mit der Stand-, Schräg- & Feldbahn

zum Lac d’Emosson

✓ Schöner Ganztagesausflug

Piemont/Langhe Region

✓ Besichtigung Weinkellerei Barolo-Gebiet

inkl. Degustation

✓ Interessante Stadtführung in Cuneo

✓ Fahrt mit der legendären Tenda-Bahn

von Cuneo nach Ventimiglia

✓ Ganztagesausflug Monaco & San Remo

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

Wählen Sie Ihr Reisedatum:

Reise g: 24. - 29. September 2019

Reise h: 26. Sept. - 1. Okt. 2019

Unser Sonderpreis für Sie:

Preis pro Person im Doppelzimmer

in gehobenen

Mittelklassehotels Fr. 899.-

Zuschläge / Abzüge:

Einzelzimmerzuschlag: Fr. 199.-

Abzug Halbtax Abonnement: 24.-

Abzug General Abonnement: 48.-

Auf Wunsch Zuschlag 1. Klasse Golden P.: Fr. 35.-

Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ,

St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur, Zürich


INHALT

37

Aussenspiegel

mal virtuell

43

Französische Eleganz:

Der DS3 Crossback

7 1

Temporäres

Glamping-Paradies

bei Laax

47

Das New York

Special

Meine Club-Vorteile

67 Leserreise: Silvester in Dresden

70 Sparen mit TCS Benefits

88 TCS empfehlen, Präsent sichern

89 3 grosse Chancen, zu gewinnen

Technik

32 Dynamischer Kombi

Der Peugeot 508 SW überzeugt

im grossen TCS-Test

37 Virtuelle Aussenspiegel

Realer Nutzen oder doch nur

technische Spielerei?

41 Revolution im Innern

Der neue Renault Clio bietet

überlegene Assistenzsysteme

Freizeit

48 Schön umstritten

Das gerade eröffnete

Stadtviertel Hudson Yards

Club

71 TCS Pop-up Glamping

Ein Besuch im ersten Pop-up-

Luxuszeltdorf auf 1620 m ü. M.

74 Leonarrrdo!

Schauspieler und TCS-Mitglied

Leonardo Nigro im Interview

76 Mode und Sichtbarkeit

Die Kampagne Made Visible

präsentiert eine neue Kollektion

Rubriken

45 Der TCS-Experte

Elektroautos zu Hause laden

69 Gesundheit

79 Forum

79 Impressum

83 Tourolino

86 Unterwegs mit…

59 Die Welt auf dem Teller

Eine Foodtour im Multikulti-

Borough Queens

64 Manhattan mal anders

Von Hudson und East River aus

eröffnen sich neue Perspektiven

Darum setzt

Leonardo

auf den ETI

74

Touring Nr. 10

Im nächsten «Touring»: Umweltbewusst

unterwegs, wie weiter in der Schweizer

Mobilitätspolitik und welcher Winterreifen

Sie sicher durch den Winter bringt.

Erscheinungsdatum: 26.9.2019

September 2019 | touring 5


Ein wohl unschlagbares Top-Angebot zur schönsten Reisezeit!

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Doppelkabine Innen) ✓ 3 Übernachtungen im Hotel Cefalù Sea Palace *****, Cefalù ✓ 1 x Übernachtung im 4-Sterne Hotel im Raum Genua ✓ 4 x Frühstück in den Hotels

✓ 4 Nachtessen in den Hotels ✓ Geführter Ganztagesausflug “Cefalù & Madonie” inkl. Imbiss bei einem Bergbauern ✓ Geführter Ganztagesausflug «Ätna & Taormina»

✓ Geführter Ganztagesausflug «Palermo & Monreale» inkl. Eintritt Kreuzgang von Monreale ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Mittelmeer

Palermo

Monreale

Cefalù

Madonie

Sizilien

Ätna

Taormina

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Ihr Reiseprogramm:

1. Tag – Anreise nach Genua

Fahrt im komfortablen Extrabus nach Genua.

Am Abend Einschiffung auf unser modernes

Fährschiff in Richtung Palermo.

2. Tag - Auf See – Palermo

Geniessen Sie ein paar Sonnenstunden an

Deck. Am Abend erreichen wir Palermo. Ausschiffung

und Transport in unser Tophotel an

erstklassiger Lage an der Uferpromenade von

Cefalù. Nachtessen im Hotel.

3. Tag – Cefalù & Madonie Gebirge

Heute morgen bummeln wir durch die malerischen

Altstadtgassen von Cefalù. Das zauberhafte

Mittelmeer-Städtchen gehört zweifelsohne

zu den schönsten Orten Italiens. Nach

etwas Zeit zur freien Verfügung fahren wir

durch schöne Landschaften in die Madonie-

Berge. Freuen Sie sich auf eine einzigartige

Vegetation und unvergessliche Ausblicke auf

die Äolischen Inseln und verschlafenen Bergdörfern.

Zum Abschluss des Tages kehren wir

bei einem Bergbauer ein und geniessen lokalen

Käse & Salami - gemütliche Stunden in

guter Gesellschaft! Nachtessen im Hotel.

4. Tag – Ätna & Taormina

Der 3340 m hohe Vulkan ist der höchst Europas.

Durch herrliche Zitronenhaine, karge

Berglandschaft und vorbei an erkalteten Lavaströmen

erklimmen wir den Berg. Von der

Aussichtsplattform in 2000 m Höhe geniessen

wir dann einen atemberaubenden Blick über

die Ostküste Siziliens. Am Nachmittag geht es

nach Taormina. Flanieren Sie über den Corso

Umberto und besuchen Sie die steil abfallenden

Gärten und kleinen Handwerksläden.

Ein Besuch des weltbekannten griechischen

Theaters macht Ihren Aufenthalt zu einem unvergesslichen

Erlebnis. Nachtessen im Hotel.

5. Tag – Palermo & Monreale

Am Morgen erkunden wir die lebhafte Hafenmetropole

Palermo. Prunkvolle Paläste

wechseln sich ab mit typisch südländischen

Strassenszenen – herrlich! Das ruhigere Kontrastprogramm

erwartet uns am Nachmittag

in Monreale. Das grossartige Kloster ist

Höhepunkt jeder Sizilien Reise und wird Sie

mit dem fantastischen Kreuzgang (Eintritt inbegriffen)

begeistern. Am späten Abend legt

unser Fährschiff in Richtung Genua ab.

6. Tag - Auf See

Nach einem schönen Tag auf See erreichen

wir gegen Abend den Hafen in Genua. Nachtessen

& Übernachtung in der Region Genua.

7. Tag – Heimreise

Heute treten wir die Heimreise an.

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Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

Wählen Sie Ihr Reisedatum:

Reise b) 11. - 17.10.2019

Reise c) 21. - 27.10.2019

Reise d) 31.10. - 6.11.2019

Reise e) 7. - 13.11.2019 *

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Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar:

Saisonzuschlag Reise b: Fr. 120.-

Saisonzuschlag Reise c+d: Fr. 60.-

Auf Wunsch Doppelkabine Aussen: Fr. 50.-

Kein Einzelkabinen (Innen) & kein

Einzelzimmer Zuschlag **

Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

** limitierte Verfügbarkeit pro Datum

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Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ,

Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich


CLUB AKTUELL

TCS Home nimmt in der

Romandie Fahrt auf

Nebst der Region Bern, testet der TCS seit einiger Zeit den Pannendienst

für zuhause auch in der Westschweiz. Eine erstes Fazit.

Mit der Pannenhilfe kennt

sich der TCS aus. Weil Pannen

nicht nur auf der Strasse,

sondern auch in den eigenen

vier Wänden geschehen, stellt der

TCS seine Kompetenz als zuverlässiger

Helfer in der Not auch für

Wohn eigen tü mer zur Verfügung.

Zuerst in Bern eingeführt, wurde

das Testgebiet von TCS Home auf

die westliche Genfersee-Region

ausgeweitet – mit Erfolg. Die meisten

der gemeldeten Fälle – 87 Prozent

– stammen aus der Romandie.

Um schnelle Hilfe rund um die Uhr

gewährleisten zu können, hat der

TCS ein Netzwerk von mehreren

Dutzend Handwerkern wie Sanitär-

Installateuren, Elektrikern, Schreinern

oder Metallbauschlossern

aufgebaut. Zudem wurden Partnerschaften

mit Schlüsseldiensten,

Storenbauern oder Haushaltgerätebauern

geschlossen.

Bis 500 Franken im Jahr

Am häufigsten rückten die Fachspezialisten

bei sanitären Problemen

aus und «befreiten» verstopfte

Lavabos, Leitungen, Toiletten oder

Duschen. Auch defekte Haushaltsgeräte

und Heizungen waren oft

ein Grund für einen Einsatz. Pro

Jahr übernimmt der TCS bis zu 500

Franken der Kosten – ohne Selbstbehalt.

TCS Home ist zurzeit zum

Einführungspreis von 99 Franken

im Jahr erhältlich. tcs-home.ch

Den Pannendienst

für zuhause wird

zurzeit in den

Regionen Bern und

Genfersee getestet

K-Tipp lobt TCS-App

In der App des TCS können,

nebst vielen anderen Funktionen,

über 180 Parkhäuser in

der Schweiz auf ihre Verfügbarkeit

in Echtzeit überprüft

werden. Das Konsumentenmagazin

K-Tipp hat das Modul

bei zehn Parkhäusern in

der Stadt Zürich getestet und

zieht ein positives Fazit: «Die

App funk tioniert zuverlässig.

Die Infor mationen stimmen

mit der Belegung überein.»

tcs.ch/app

Die TCS-Verkehrs- und Stau-App

zeigt auch verfügbare Parkplätze an

150 000 Anrufe während

der Ferienzeit

Während den Sommerferien

rüstet sich die ETI-Zentrale

für die erhöhte Anzahl von

Notrufen. Es werden über

150 000 Anrufe sowie mehr

als 300 Rückführungen in

den Monaten Juli und August

erwartet. Dazu werden zusätzlich

30 mehrsprachige

Hilfskräfte eingestellt.

FOTOS EMANUEL FREUDIGER

«TELEMEDIZIN»

TCS ermöglicht Professur

Die Universität Bern richtet ab

2020 eine Assistenzprofessur für

Telenotfallmedizin ein. Darunter

versteht man die Behandlung oder

Diagnostik zwischen Arzt und Patientin

über eine räumliche Distanz,

zum Beispiel per Telefon. Mit

seiner langjährigen Erfahrung in

diesem Bereich eruierte der TCS

gemeinsam mit

dem Inselspital

das Konzept für

diese im deutschsprachigen

Europa

einzigartige Professur.

Sie ist auf vier Jahre angelegt

und wird vom TCS jährlich

mit 115 000 Fr. unterstützt.

Die TCS-Ärzte

machen jährlich über

5000 Abklärungen

Attraktiver Online-

Tarif für Mitglieder

Bis Ende September können

die meisten Autoversicherungen

gewechselt werden. Mit

dem günstigen Online-Tarif,

dem Öko-Rabatt und vielem

mehr bietet der TCS seinen

Mitgliedern exklusive,

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September 2019 | touring 7


Gefragte Hybride

Die Klimadebatte hatte in der ersten Jahreshälfte wenig

Einfluss auf den Schweizer Automarkt. Der Boom bei Elektroautos

ist vor allem auf den Tesla Model 3 zurückzuführen.

Der Marktanteil der Personenwagen mit

alternativem Antrieb hat in der ersten

Jahreshälfte 10,6 Prozent erreicht, verglichen

mit 6,3 Prozent zuvor. Bei den

Schweizer Autofahrern ist der Boom vor

allem auf Hybridmodelle (6,5 Prozent)

zurückzuführen, deren Angebot in diesem

Jahr deutlich gestiegen ist. Reine

Elektroautos folgen mit gut 3,8 Prozent,

der starke Umsatzanstieg (+147 Prozent)

ist auf die Masseneinführung des

Tesla Model 3 zurückzuführen, dessen

Käufer teilweise schon 2016 bestellt hatten.

Auf jeden Fall belegt der neue Tesla

unter den weltweiten Zulassungen den

vierten Platz und macht fast die Hälfte

des gesamten Elektrohandels aus.

Weiter rückgängig sind die Auslieferungen

von Diesel-Modellen (–11,2 Prozent).

Da diese Situation aber den Benzinmotoren

zugute kommt, hat sich der

durchschnittliche CO2-Ausstoss kaum

verbessert, dies weil die 4×4-Modelle –

Pkw und SUV – ihren langsamen, aber

unaufhaltsamen Aufstieg fortsetzen. Sie

stellen die Hälfte aller immatrikulierten

Fahrzeuge dar (50,4 Prozent). Zudem

könnte die Umstellung auf die neue

6d-Temp-Norm bei einigen Marken zu

Absatzproblemen führen.

Amag, Frey... und die anderen

Die Überraschung des Sommers kam

von der PSA-Gruppe, deren Marken

(Citroën, DS, Peugeot, Opel) neu von

der Emil-Frey-Gruppe vertrieben werden.

Sie erhöht ihren Marktanteil so um

8,9 Prozent und folgt dem Riesen Amag

(rund 30 Prozent der Verkäufe). Damit

wird mehr als die Hälfte des Schweizer

Marktes von zwei Gruppen getragen.

DAS BILD

Velo mit Flügeln Es sieht

nur auf den ersten Blick

wie ein Sportwagen aus.

Der polnische Autoliebhaber

Andrzej Burek hat

sich seinen Traum erfüllt,

einen Mercedes SLS AMG.

Den Sportwagen präsentierte

er stolz vor dem

Kulturpalast in Warschau.

Lautlos fuhr das Auto vor

und als sich die Flügeltüren

öffneten, zeigte sich,

warum kein fetter Motorensound

zu hören war.

Burek hat den Sportwagen

um sein Fahrrad herum

gebaut.

DIE ZAHL

252

Der Tesla Model 3

steigerte den Absatz

von Elektroautos

Beim Finale der Hyperloop

Pod Competition in

Los Angeles beschleunigte

die Transportkapsel von

Swissloop auf 252 km/h.

Die Studierenden der ETH

Zürich und anderer Hochschulen

belegen damit

den zweiten Platz hinter

dem Team der TU München,

deren Pod mit 463

km/h unterwegs war. Es

handelt sich um einen

Wettbewerb von SpaceX-

Gründer Elon Musk.

Weltpremiere: Parken ohne Fahrer

DAS WORT

Bosch und Daimler haben für das automatisierte

Parksystem im Parkhaus des

Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart

die Freigabe der zuständigen Behörden

erhalten. Der automatisierte Vorfahrund

Einparkservice wird per App abgerufen

und kommt ohne Fahrer aus. Er ist

damit nach Eigenangabe die weltweit

erste behördlich für den Alltagsbetrieb

zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose

Parkfunktion nach Level 4. Das

Fahrzeug wird per Klick auf das Smartphone

zum Parkieren geschickt, fährt

selbstständig zu einem zugewiesenen

Stellplatz und parkt ein. Genauso

kommt das Auto wieder vorgefahren.

Sensoren im Parkhaus überwachen den

Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und

liefern die Informationen für die Steuerung

des Fahrzeugs. Die Technik im

Auto setzt die Befehle der Infrastruktur

um. So können die Autos auch eigenständig

Rampen befahren und innerhalb

des Parkhauses Etagen wechseln.

Nieuw Amsterdam Auf einem

weitläufigen Gebiet um

eine hügelige Insel, die die

Einheimischen «Manna- hatta»

nannten, entstand 1624 die

niederländische Kolonie Nieuw

Amsterdam. Sie war sogleich

Verwaltungssitz, bis sich die

Kolonie 1664 einer britischen

Expedition kampflos ergab.

Das Gebiet hiess fortan New

York, und die hügelige Insel?

8 touring | September 2019


NEWS

FOTOS REUTERS, ZVG

Auslastungsgrad

und Verkehrsinfos

Google Maps führt in mehr

als 200 Städten weltweit

zwei neue Funktionen ein –

darunter auch Genf, Lausanne,

Basel, Bern und

Zürich. Die Verkehrsinformationen

zeigen künftig an,

ob ein Verkehrsmittel pünktlich

oder zu spät ankommt.

Die zweite neue Funktion

informiert über den Auslastungsgrad

der öffentlichen

Verkehrsmittel und wird

damit zu einem wertvollen

Werkzeug bei der Reiseplanung.

So kann man sofort

feststellen, ob das gewählte

Verkehrsmittel besonders

voll sein wird oder nicht.

Definitiver Abschied

Es ist der zweite Tod des VW

Käfers. Der letzte New Beetle

– er beerbte 1998 den legendären

Volkswagen – lief diesen

Sommer von mexikanischen

Fliessbändern. Es ist

das letzte Kapitel einer Saga,

die 1938 begann. Der New

Beetle hatte allmählich die

Rolle des verehrten Käfers

übernommen, der bis 2003

produziert wurde.

Befreiungsdienst

Bei Schweizer Sharing-

Dienstleistern von Rollern

und Fahrrädern herrschen

Unterschiede in Preis und

System, die – insbesondere in

Zürich – den Markt für den

Verbraucher undurchsichtig

machen. So lauten die wichtigsten

Ergebnisse einer von

Comparis durchgeführten

Umfrage in den zehn grössten

Schweizer Städten. Die

Analyse zeigt eine Differenz

von bis zu 50 Prozent zwischen

den Tarifen der verschiedenen

Dienstleister.

Laut Forscherin Andrea Auer

ist es bei langen Reisen besser,

das Fahrrad anstelle des

Elektro-Rollers zu nutzen.

Krise bei Boeing

Das Flugverbot für das Modell

737-Max beschert Boeing

einen Quartalsverlust

von 2,94 Milliarden Dollar.

Es ist die grösste Finanzkrise

in der Firmengeschichte. Nie

war ein vierteljährlicher Verlust

im Konzern grösser ausgefallen.

Dazu ist auch der

Umsatz eingebrochen. Zwei

Drittel weniger Einnahmen

als noch im Vorjahr.

September 2019 | touring 9


So gelingt der grosse

Tag für die Kleinen

Für viele Kinder, aber auch für die Eltern, bedeutet der Schulanfang

einen grossen Schritt. Freude, Nervosität und vielleicht auch etwas

Angst schwingen mit. Wie Sie den Schulanfang für Kinder einfach

gestalten, erfahren Sie hier.

TEXT DINO NODARI | FOTO PIA NEUENSCHWANDER | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Mit dem Ende der Sommerferien

beginnt für viele

Kinder ein neues Kapitel:

Schulanfang. Doch nicht

nur für die Kleinen ist der Übertritt

vom Kindergarten zur Schule ein

grosser Schritt. Während sich die

meisten Kinder auf den Schulanfang

freuen und stolz sind, endlich zu den

«Grossen» zu gehören, gibt es auch

andere, die eher etwas ängstlich oder

nervös sind. Und manchmal bekundet

das Loslassen auch den Eltern Mühe.

Daneben gibt es ganz praktische Fragen,

welche die Eltern in dieser Zeit

umtreiben. Wie kommt das Kind zur

Schule, wie kann der Einstieg erleichtert

werden oder welcher Schulsack

ist der richtige?

Keine Drohungen

Beim Dachverband der Schweizer

Lehrerinnen und Lehrer ist man überzeugt,

dass die Eltern einiges tun können,

um die Kinder auf den grossen

Tag vorzubereiten und auch danach

dafür zu schauen, dass die Freude

nicht abreisst. Wichtig sei, ein positives

Grundklima zu schaffen. Machen

Sie die Schule zum Thema und erzählen

Sie von den guten Erfahrungen,

die Sie gemacht haben. Suchen Sie

den Schulthek gemeinsam aus und

nehmen Sie die Kinder mit, wenn es

darum geht, Bleistifte und anderes

Ma terial zu kaufen. Nehmen Sie die

Vorfreude, allfällige Bedenken oder

Ängste der Kinder ernst und werten

Sie diese nicht. Vielleicht braucht Ihr

Kind etwas länger, um sich in der

neuen Situation zurecht zu finden.

Thematisieren Sie die Vorfreude, die

Ängste und Bedenken. Ganz wichtig

sei in diesem Zusammenhang, heisst

es beim Lehrerverband, den Kindern

nicht zu drohen im Stil von: «Wenn

du erst einmal in der Schule bist, wird

alles anders…» oder: «Wenn du in die

Schule kommst, kannst du das oder

jenes nicht mehr tun.»

Nicht nur für die Kinder und Eltern ist

der Schulanfang ein wichtiges Ereignis.

Auch für die Lehrpersonen sei dies

ein ganz spezieller Tag, heisst es auf

Anfrage beim Lehrerverband. Den

Lehrpersonen sei bewusst, dass sie

eine wichtige Rolle im Leben der Schülerinnen

und Schüler einnehmen würden.

Deshalb werde auch viel Zeit aufgewendet,

um die Schülerinnen und

Schüler in der Schule willkommen zu

heissen. An verschiedenen Schulen

gibt es bereits vor den Schulferien

einen Schnuppertag, bei dem Lehrer

und Schulanlage kennengelernt werden

können. Oder es gibt an einigen

Schulen auch ein Götti-System, bei

dem ältere Schüler auf die Jüngsten

Acht geben. Wichtig sei vor allem das

Gefühl, willkommen zu sein.

Übung macht den Meister

Schon vor dem eigentlichen Schulstart

können Sie mit Ihrem Kind den Schulweg

üben (siehe Box nebenan). Und

dann, falls es möglich ist, auch gleich

auf dem Schulareal spielen gehen.

So lernen die Kinder gleich die Schule

kennen und fühlen sich so schneller

DER SCHULWEG:

TCS-TIPPS FÜR ELTERN

Ermöglichen Sie Ihrem Kind, den Schulweg

aktiv zu erleben. Verzichten Sie auf

den Transport mit dem Auto. Begleiten

Sie Ihr Kind mehrmals auf dem Weg zur

Schule oder zum Schulbus. Wählen Sie

nicht den kürzesten, sondern den sichersten

Weg. Wenn Sie das Kind abholen,

warten Sie direkt beim Ausgang der

Schule und nicht auf der gegenüberliegenden

Strassenseite. Achten Sie darauf,

dass Ihr Kind vor jedem Betreten der

Fahrbahn stehen bleibt. Ihr Kind soll am

Fussgängerstreifen warten, bis die Fahrzeuge

vollständig stillstehen. Erklären Sie

Ihrem Kind, dass es auch bei Lichtsignalanlagen

auf den Verkehr achten muss.

Schicken Sie Ihr Kind rechtzeitig zur

Schule. Hetze und Eile erhöhen das

Unfallrisiko. Lassen Sie Ihr Kind erst dann

mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wenn

Sie sicher sind, dass es im Verkehr zurechtkommt.

Üben Sie den Schulweg

auch mit dem Fahrrad. Bestehen Sie

darauf, dass Ihr Kind den Velohelm trägt,

und tragen Sie ihn ebenfalls.

wohl. Auch der Tagesablauf mit Schule

kann schon vorgängig durchgespielt

und eingeübt werden. Sofern Ihr Kind

noch keinen eigenen Arbeitsplatz zuhause

hat, ist der Zeitpunkt nun ideal.

Denn ein ruhiger und aufgeräumter Ort

zuhause ist wichtig für Hausaufgaben

und erfolgreiches Lernen. Achten Sie

darauf, dass sowohl Pult als auch Stuhl

mitwachsen können und so auch noch

ein paar Jahre nach dem Schulanfang

passen. ◆

10 touring | September 2019


DOSSIER

September 2019 | touring 11


12 touring | September 2019


DOSSIER

So nehmen Eltern

den Schulweg wahr

Eine Umfrage des TCS unter Eltern liefert aufschlussreiche

Erkenntnisse über die Schulwege der Schweiz. Zum Beispiel

welche Gefahren am meisten Sorgen bereiten, zu welchen

Massnahmen gegriffen wird oder weshalb Elterntaxis eher

ein Phänomen in der Westschweiz sind.

TEXT DOMINIC GRAF | FOTO PIA NEUENSCHWANDER | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Manchmal schickt man

seine Kinder mit einem

mulmigen Gefühl auf

den Schulweg. Nicht

wenige Eltern haben gar Angst. Um

die Gründe hinter diesen Ängsten und

Sorgen zu verstehen, führte der TCS in

Zusammenarbeit mit dem Link-Institut

eine repräsentative Umfrage über die

Wahrnehmung der Gefahren auf dem

Schulweg durch. Für die Studie wurden

über 500 Personen mit Kindern

im Alter von 4 bis 13 Jahren aus der

Romandie und der Deutschschweiz

befragt.

Gemäss Studie haben zwei Drittel der

Kinder in der Schweiz eine Schulwegdistanz

von bis zu einem Kilometer.

Drei Viertel überqueren eine Strasse

ein- bis dreimal. Dementsprechend

konzentrieren sich die Sorgen der Eltern

vor allem auf den Strassenverkehr.

Als grösste Gefahrenquellen werden

WUSSTEN SIE SCHON?

Die Mitgliedschaft beim TCS ist bereits

Ihr sicherer Begleiter, auf allen Ihren

Wegen. Mit der neuen Familienmitgliedschaft

profitiert jeder in Ihrem

Haushalt von den erweiterten Leistungen.

Und Kinder bis 26 Jahre sogar

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jetzt auch fürs Velo.

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von Unwettern organisiert der TCS die

Übernachtung oder die Weiterfahrt.

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Sie da.

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mit dem Armband «Kids Help». Das

Armband ist kostenlos für registrierte

Kinder.

Erfahren Sie mehr:

tcs.ch/wechseln oder 0844 888 111

die Distanz, die Verkehrs dichte vor

den Schulen sowie die zu hohen Tempolimiten

genannt. In zwei Dritteln aller

Fälle führt der Weg zur Schule über

eine Strasse mit Tempo 50 km/h. Etwas

mehr als jedes zehnte Schulkind

ist sogar mit einer 80-km/h- Strasse

konfrontiert.

Deutlicher Röstigraben

Um die Sicherheit ihrer Kinder zu

gewährleisten, greifen die befragten

Eltern zu verschiedenen Massnahmen

– wobei sich ein ziemlich deutlicher

Unterschied zwischen der West- und

der Deutschschweiz zeigt. So sind beispielsweise

Elterntaxis in der Romandie

weit mehr verbreitet als in den

deutschsprachigen Regionen: 30 Prozent

der Westschweizer geben an, ihre

Kinder regelmässig mit dem Auto zur

Schule zu fahren. In der Deutschschweiz

sind es gerade einmal sieben

Prozent. Interessanterweise – und hier

verschwindet der Röstigraben kurz –

zeigt sich in der ganzen Schweiz eine

Korrelation zwischen dem Einkommen

und den Elterntaxis: 21 Prozent der

Haushalte mit einem Einkommen von

über 10 000 Franken im Monat bringen

ihre Kinder vermehrt mit dem

Auto in die Schule, während es bei Einkommen

zwischen 6000 und 10 000

Franken nur zehn Prozent sind. Als

Gründe, weshalb sie ihre Kinder in die

Schule chauffieren, nennen die Befragten

nebst der Sicherheit auch die

Zeitersparnis. (Die Haltung des TCS

gegenüber Elterntaxis lesen Sie im

Kasten auf Seite 19).

Während Eltern aus der Romandie

ihre Kinder eher in die Schule begleiten,

ist es in der Deutschschweiz wesentlich

üblicher, sie zusammen mit

Gleichaltrigen autonom in die Schule

gehen zu lassen (65 gegenüber 40 Prozent).

Ein ebenfalls markanter Unterschied

zwischen den Landesteilen gilt

für das Transportmittel Velo. Nutzen

in der Deutschschweiz fast 70 Prozent

das Velo täglich oder mehrmals pro

Woche, steigen lediglich 37 Prozent

der Kinder aus der Westschweiz vermehrt

in den Sattel. Dies mag wohl am

meisten daran liegen, dass fast jedes

Deutschschweizer Kind (85 Prozent)

eine Velo-Sicherheitsprüfung absolviert.

In der Romandie liegt diese

Quote bei 55 Prozent. Umgekehrt sind

jedoch Schülerlotsen oder Schulbusse

in den französischsprechenden Regionen

verbreiteter als in der Deutschschweiz.

Sieben goldene Regeln

Seit über 60 Jahren der Verkehrssicherheit

verpflichtet, möchte der TCS

mit folgenden Anwendungstipps

Eltern und Kindern auf dem Weg zur

Schule helfen.

Tipp 1: Gehen Sie den Schulweg mehrmals

in den Tagen vor Beginn des

Schuljahres gemeinsam mit Ihrem

Kind ab, um es auf die möglichen

Gefahren hinzuweisen.

Tipp 2: Wählen Sie die sicherste Route,

nicht die kürzeste.

Tipp 3: Kleiden Sie Ihr Kind in helle,

reflektierende Kleidung.

Tipp 4: Vor der Benutzung eines Fussgängerstreifens,

vor dem Bordstein

anhalten, in beide Richtungen

schauen und dem Verkehr aufmerksam

zuhören. Vor der Überquerung

sicherstellen, dass die Räder der Fahrzeuge

vollständig stillstehen («Rad

steht, Kind geht»).

Tipp 5: Nicht über die Stras se rennen,

sondern normal gehen.

Tipp 6: Auf Strassen ohne Gehwegen

auf der linken Strassenseite gehen.

Tipp 7: Gehen Sie immer mit gutem

Beispiel voran, denn Kinder beobachten

und imitieren Erwachsene. ◆

Video

mit Tipps zum

Schulweg

tcs.ch/videoportal

September 2019 | touring 13


Vorschrift

1) Zwei wirksame Bremsen

2) Reifen in gutem Zustand

3) Rückstrahler vorne (weiss)

und hinten (rot)

4) Rückstrahler an Pedalen (gelb)

5) Vorder- und Rücklicht

Empfehlung

6) Glocke

7) Schloss

8) Helm und reflektierende Kleider

9) Haftpflichtversicherung

14 touring | September 2019


DOSSIER

Einsatz für die

Schulwegsicherheit

Bei der Schulwegsicherheit besteht immer wieder Optimierungsbedarf.

Behörden, Schulen und Elternräte engagieren

sich oft für die Verbesserung der Sicherheit.

TEXT FELIX MAURHOFER | FOTO PIA NEUENSCHWANDER | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Schulwege sind für Kindergartenkinder,

Schülerinnen und

Schüler immer wieder eine

Herausforderung. Das, obschon

die Verantwortlichen wie Schulen

und Gemeinden, Kantone oder auch

der TCS viel für die Schulwegsicherheit

tun. Die Kinder sind je nach Alter

zu Fuss, mit dem Trotti, dem Velo,

E-Bike oder Moped unterwegs. Gerade

wenn Schüler weitere Distanzen mit

dem Velo fahren, ist der Zustand der

Zweiräder sicherheitsrelevant. Zu diesem

Thema ergreifen oft die Schulen

die Initiative.

Engagierte Elternräte

Der Elternrat der Unter- und Oberstufe

Thierachern im Kanton Bern hat festgestellt,

dass die Schüler nicht immer

mit verkehrstauglichen Velos unterwegs

sind. Der Rat hat laut Schulleiter

Michael Reber bereits vor Jahren die

Initiative ergriffen und jährliche Kont-

TIPPS FÜR ELTERN

Ein Schwerpunkt der TCS-Verkehrssicherheit

ist, die Kinder für die

Gefahren im Strassenverkehr zu sensibilisieren.

Dazu hat der Mobilitätsclub

verschiedene, lehrreiche Broschüren

und Lehrmittel publiziert.

Gratis können Spiele wie das Triploo

oder die Broschüre «Gehen und

fahren» auf tcs.ch bestellt werden.

rollen ins Leben gerufen. Zusammen

mit einem Velofachmann kontrollieren

die Eltern Velos und Helme der Schüler.

Ist etwas nicht in Ordnung, erhalten

die Schüler eine Mängelliste. Die

Primarschule Pestalozzi in Thun geht

noch weiter und baut die Velokontrollen

zu einem kleinen Event aus. «Zusammen

mit Velomechanikern und der

IG Velo sowie dem Elternrat überprüfen

wir die Fahrräder und veranstalten

dazu einen Sicherheitsparcours samt

Verpflegung», sagt Schulleiterin Regine

Gfeller. Elternräte können aber

auch in Bezug auf die Infrastruktur

der Schulwege, wie Fussgängerinseln

oder Signalisationen, Einfluss nehmen.

Beispielsweise hat der Elternrat der

Schulen Riggisberg auf diese Weise

Stras sensignalisationen erwirkt.

Nicht wegzudenken sind die Verkehrsins

truktoren der Polizei. Denn

Verkehrs erziehung der Kinder ist ein

wichtiger Bestandteil der Schulwegsicherheit.

Weitere Massnahmen der

Schulen können Lotsendienste sein

oder das Einrichten von Pedibussen,

wo Eltern oder ältere Schüler die Kinder

zu Fuss begleiten.

Dauerthema Schulwege

Die Stadt Bern analysiert periodisch

die Schulwegsicherheit im Umfeld von

Schulen und Kindergärten. Im letzten

Jahr lancierte die Stadt zusammen mit

den Schulleitungen, Elternräten und

Verkehrsinstruktoren ein Projekt, um

an 18 Standorten die Verkehrssicherheit

zu überprüfen. Bereits 2012 verbesserte

die Stadt alle Wege und Fussgängerstreifen

im Umfeld von 300

Metern rund um Schulen und Kindergärten.

Wie viele Orte in der Schweiz

hat auch Zürich eine Arbeitsgruppe,

die sich um die Schulwegsicherheit

kümmert. Unter anderem führt sie für

die Unterstufe den «Micro Scooter

Kids Day» durch, wo der richtige Umgang

mit Kickboards und Trottis sowie

sicheres Verhalten im Strassenverkehr

geübt werden.

Unfallgeschehen nimmt ab

Die Massnahmen zur Förderung der

Verkehrssicherheit von Kampagnen

des TCS über das Verbessern der

Schulwege bis zur Verkehrserziehung

tragen Früchte. Laut Statistiken wurden

1980 noch 1670 Kinder schwer

verletzt. 2015 waren es noch 182

Schwerverletzte. Am häufigsten passieren

Unfälle beim unvorsichtigen

Queren der Strassen neben und auf

dem Fussgängerstreifen, gefolgt von

Kollisionen mit dem Velo. ◆

September 2019 | touring 15


Wissen zum Schulbeginn

War Ihnen bekannt, dass an Primarschulen nur knapp 17 Prozent der

Lehrpersonen männlich sind? Oder dass der TCS seit 2013 weit über

eine halbe Million Leuchtwesten an Schüler der unteren Klassen ausgegeben

hat, damit diese sicherer unterwegs sind. Ein paar Fakten.

TEXT JULIANE LUTZ | FOTO PIA NEUENSCHWANDER | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Mehr als 4600 Primarschulen

in der Schweiz

In der Schweiz gibt es 4620 Bildungsstätten

der Primarstufen (o. Kindergarten),

4249 davon sind öffentlich.

Fast nur Frauen unterrichten

in den ersten Klassen

2017/2018 waren von den 50 879

Lehrpersonen in den Primarstufen

(nach dem Kindergarten) 83,1 Prozent

weiblich.

So heissen Erst klässler heute

Vermutlich tummeln sich bald ganz

viele Mias, Lucas, Emmas und Noahs

auf den Pausenplätzen der Primarschulen.

Diese Namen waren 2012 und

2013, als die heutigen Sieben­ und

Sechsjährigen geboren wurden, die

beliebtesten Babynamen in der

Schweiz.

16 touring | September 2019


DOSSIER

Zahl der Schulanfänger

Dieses Jahr beginnen in der Schweiz

rund 83 100 Sechs- und Siebenjährige

mit der ersten Klasse Primarschule**,

die in der Romandie übrigens als

Primarstufe 3 bezeichnet wird.

*Da beim Kanton AG keine aktuelle Zahl

er hältlich war, flossen bei der Berechnung

die entsprechenden Daten der «Szenarien

2018–2027» des BFS ein. Bei den Zahlen

der anderen Kantone handelt es sich stets

um ungefähre Angaben.

** Erfasst wurden nur öffentliche Schulen.

AG*

6481

AR

550

AI

156

BL

2700

NW

390

OW

368

SH

794

SZ

1700

BS

1500

SO

2600

BE

10100

SG

5200

FR

3401

TI

2963

Kosten für

Grundausstattung

Eltern, die einen Erstklässler ausstatten,

müssen ungefähr zwischen 85 und 371

Franken berappen, je nachdem, was sie

und ihre Kinder wollen.

Schultheksets: zwischen 67.30 Fr. (4-teilig,

Ranzen, Turnsäckli, Etui, Stifteetui) und 329 Fr.

(6-teilig; Ranzen, Sporttasche, Etui, Buntstifte-

Etui, Portemonnaie, Kletties)

Trinkfläschli: zwischen 12.90 Fr. und 26.90 Fr.

Zünibox: zwischen 5 und 15 Fr.

QUELLEN: DIV. BILDUNGSDEPARTEMENTS, DETAILHANDEL, BFS

Westen für erhöhte

Sichtbarkeit

Jedes Jahr spendiert der TCS rund

80 000 Leuchtwesten für Primarschüler,

damit sie sicherer auf den Strassen

unterwegs sind. Seit 2013 wurden

ins gesamt 560 000 solcher Westen

ab gegeben.

GE

4786

GL

338

GR

1702

JU

690

LU

4000

NE

1740

TG

2671

UR

340

VD

7986

VS

3400

ZG

1135

ZH

15400

September 2019 | touring 17


Wenn Eltern und Lehrer vor

der Schule Schlange stehen

Zu viele Elterntaxis; motorisierte Lehrer, die mit einer

Verknappung der Parkplätze zu kämpfen haben, welche

für viele nicht mehr umsonst sind: Der Schulanfang

ist mancherorts zu einem Prüfstein für die beteiligten

Erwachsenen geworden, vor allem in der Agglomeration.

TEXT JÉRÔME LATHION | FOTO PIA NEUENSCHWANDER | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Elterntaxis? «Manche würden

mit dem Auto ins Schulgebäude

fahren, wenn sie könnten»,

scherzt Jean-Marc Haller, Generalsekretär

der Westschweizer Lehrergewerkschaft

(SER), die acht kantonale

Verbände und 7000 Mitglieder in

der französischsprachigen Schweiz

vereint. Wenn er vom Gefühl der Unsicherheit

hört, das ein solches Verhalten

auslöst – Angst vor Unfall, Entführung

oder Schlägereien zwischen

Schulkindern –, beklagt er eine Situation,

die nicht immer gerechtfertigt ist

(siehe Kasten). Die Lehrerschaft ihrerseits

muss sich mit wachsenden Parkplatzproblemen

herumschlagen. Die

Zeiten, in denen die von der Gemeinde

entlohnten Lehrer gleichzeitig als

Hausabwarte fungierten und über eine

Dienstwohnung im Schulgebäude verfügten,

sind nämlich vorbei. «Angesichts

der damaligen Gehälter stellte

diese Unterkunft bis in die 70er-Jahre

ein Privileg bei einer Anstellung dar»,

erläutert Jean-Marc Haller. Heute sind

Primarlehrer Staatsangestellte und

müssen nicht mehr auf dem Gemeindegebiet

wohnen. Die Folge davon:

«Das Pendeln hat zugenommen, wobei

regional Unterschiede bestehen, die

von verschiedenen Faktoren wie etwa

den Wohnkosten abhängen.»

Mobile Lehrer

Da statistische Daten fehlen, ist die

SER nicht in der Lage, den Anteil des

Lehrpersonals, das lieber mit dem

Auto zur Arbeit fährt, zu beziffern.

Doch manchmal ist ein Fahrzeug

schlicht unverzichtbar, vor allem

wenn pädagogisches Material oder

eine Vielzahl von Heften zum Korrigieren

transportiert werden muss. Gewisse

Lehrer unterrichten nämlich an

mehreren Standorten, und nicht alle

Schulgebäude – von denen einige übrigens

früh schliessen – verfügen über

Räume, die es gestatten, das Pensum

nach den Schulstunden vor Ort zu erfüllen.

«Ich schätze, dass etwa 15 Prozent

des Lehrpersonals gezwungen

sind, tagsüber berufshalber ein Fahrzeug

zu benutzen», gesteht der Generalsekretär,

der in diesem Zusammenhang

eine sich langsam ausbreitende

Tendenz beklagt: «Was einmal gratis

war, muss nun bezahlt werden.»

Die Abnahme guter

Parkmöglichkeiten in der

Nähe von Schulen wird seiner

Ansicht nach durch die Entwicklung

der Teilzeitarbeit

verschärft, da stets mehr Personen

mehr Autos parkieren

wollen. «Etwas mehr Flexibilität

seitens der Behörden wäre

zu begrüssen, zumindest für

Spezialfälle», seufzt Jean-

Marc Haller. «Eins ist sicher:

Der Umstieg auf die sanfte

Mobilität ist für unseren Beruf

nicht leicht.»

Problem: Parkplätze

Philippe Lemière von der Generaldirektion

für allgemeine

Schulpflicht des Kantons Genf nimmt

die Klagen ernst: «Die Parkplätze sind

ein Problem, doch die Schulgebäude

gehören den Gemeinden», ruft er

vorab in Erinnerung. «Wir können

den Lehrern also nur raten, an die Gemeindebehörden

zu gelangen, um

möglichst ein Arrangement bezüglich

Parkplätzen zu finden. Es ist vorauszuschicken,

dass die sanfte Mobilität

vom Regierungsrat stark unterstützt

wird und dass der Kanton als Arbeitgeber

grundsätzlich keine Parkplätze für

Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort

bereitzustellen hat. Auch die Gemeinden

sind nicht dazu verpflichtet.»

Genf kennt alle Aspekte des Problems.

Beim nächsten Schulanfang gibt es

hier 58 schulische Einrichtungen mit

165 Gebäuden, wovon ein Drittel im

Stadtzentrum liegt; es werden 2400

Primarschullehrer und 36 500 Schulkinder

– 800 mehr als letztes Jahr – erwartet.

«Im Zentrum bereitet den Lehrern

nicht nur das Parkieren, sondern

auch die Verkehrsverhältnisse Mühe.

Viele von ihnen entscheiden sich für

ein Zweirad oder den öffentlichen Verkehr.

In den Gemeinden auf dem Land

ist dies schwieriger, da die tiefere Verbindungsfrequenz

zuweilen schwer

mit den Stundenplänen vereinbar ist»,

fährt Philippe Lemière fort. «Wir berücksichtigen

nach Möglichkeit die

Wünsche der Angestellten nach Nähe

zum Arbeitsplatz. Doch unser Handlungsspielraum

ist

beschränkt, da wir

in erster Linie auf

die Bedürfnisse

der Einrichtungen

eingehen müssen.»

«Das Pendeln hat zugenommen,

wobei es

regional Unterschiede

gibt, etwa bei den

Wohnkosten»

Jean-Marc Haller,

Generalsekretär der Westschweizer

Lehrergewerkschaft (SER)

In den ländlich geprägten

Kantonen

scheint die Situation

weniger angespannt

zu sein. Fabien

Kohler, Leiter

der Verwaltungsstelle

des jurassischen

Bildungswesens,

bestätigt

dies. Von den rund

600 erfassten Primarschullehrern

arbeiten mehr als 400 ausserhalb der

beiden städtischen Zentren Delsberg

und Pruntrut. Das heisst, dass die

meisten auf ein Auto angewiesen sind:

«An unseren Gesprächen mit den

Schulleitungen erhalten wir keine

nennenswerten Rückmeldungen über

Unzufriedenheit, abgesehen vom Problem

des Ein- und Ausladens der Kinder

durch die Eltern», gesteht der Verantwortliche.

Die jurassischen Behörden

konzentrieren sich also vor allem auf

die sanfte Mobilität der Schulkinder,

indem sie den Schulweg zu Fuss oder

im Pedibus fördern. ◆

18 touring | September 2019


DOSSIER

ELTERN BERUHIGEN

Christophe Nydegger, Leiter Verkehrs-

sicherheit beim TCS, zeigt sich über-

rascht: «Die Verkehrsinfrastrukturen

werden immer sicherer, die Unfälle

auf dem Schulweg sind rückläufig.

Das müsste die Eltern eigentlich beru-

higen, was offensichtlich nicht der Fall

ist. Die Gefahr, die mit der Zunahme

der Fahrzeuge auf den Strassen ein-

hergeht, die Ungewissheit, ob das

Kind sicher am Ziel angelangt ist, oder

ganz einfach der praktische Aspekt,

sein Kind absetzen zu können, bevor

man selber zur Arbeit fährt, sind

für die Eltern wahrscheinlich

Gründe, die Rolle des Taxi-

Chauffeurs zu übernehmen.»

Um dies zu klären, findet in

seiner Abteilung zurzeit eine

Untersuchung statt, die den

Sorgen der Eltern auf den

Zahn fühlen soll. «Die Unter-

suchung wird uns gestatten,

gezielt und in Kenntnis der Fakten

bei den Eltern zu intervenieren, sie

mittels einer direkten Kommunikation

zu beraten, zum Beispiel über Eltern-

vereinigungen oder Social Media.»

Parallel dazu wird der TCS Tests

durchführen, die darauf abzielen, die

Sicherheit beim Überqueren derjeni-

gen Fussgängerstreifen zu erhöhen,

die nicht durch Signalanlagen regu-

liert oder von einem Schülerpatrouil-

leur überwacht werden. Die getestete

Lösung wird ebenfalls ermöglichen,

die Eltern zu benachrichtigen, sobald

ihr Kind im Bereich des Schulhofs ein-

getroffen ist, und sie so beruhigen.

September 2019 | touring 19


Die richtige

Familienkutsche

Mit dem allmählichen Verschwinden der Familienvans wird

es immer schwieriger, möglichst viele Kindersitze in einem

Auto unterzubringen. Der TCS-Vergleich mit 18 getesteten

Fahrzeugen zeigt jedoch ein positives Bild. Allen voran die

Hochdachkombis, die für Familien bestens geeignet sind.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | TEST JÜRG REINHARD | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Weder die Herstellerbroschüren

noch die Euro-

NCAP-Crashtests geben

detailliertere Infos über

die Installation von Kindersitzen in

Autos. Aus diesem Grund testet der

TCS jedes Jahr eine Auswahl an Fahrzeugen.

In dieser Testserie wurden 18

oft verkaufte Modelle von weniger als

50 000 Franken unter die Lupe genommen.

Darunter Kleinwagen, SUV,

Kombis und Hochdachkombis. Letztere

und der SUV Citroën C5 erhielten

ein «sehr empfehlenswert». Die drei

Hochdachkombis (Citroën Berlingo,

Peugeot Rifter, Opel Combo) basieren

übrigens auf der gleichen Plattform

der PSA-Gruppe. Der TCS empfiehlt,

die Kindersitze auf den äusseren Sitzplätzen

in der zweiten Reihe zu installieren.

Die SUV Citroën C5, Opel

Grandland und der Honda CR-V haben

sich in dieser Kategorie als «sehr empfehlenswert»

erwiesen.

Erfreulich ist zudem, dass alle getesteten

Modelle ausser dem Renault Kadjar

kompatibel mit sämtlichen i-Size-

Kindersitzen sind. Einige Modelle erhielten

in dieser Kategorie nur ein

Kindersitze Das Auto

ist genauso wichtig wie

der richtige Sitz dazu

TCS-Vergleichstest: Installation von Kindersitzen

Marke/Modell Audi Q3 Citroën

Berlingo

Citroën C5

Aircross

Ford Focus

Honda CR-V

Hybrid

Hyundai Kona

Mercedes-

Benz A 180

Mercedes-

Benz B 200

Nissan Leaf

Beifahrer-Sitzplatz 70% 50% 70% 50% 50% 50% 70% 70% 70%

2. Sitzreihe aussen 74% 72% 92% 65% 89% 64% 60% 55% 50%

2. Sitzreihe mitte 30% 100% 70% 30% 30% 30% 30% 30% 30%

Kofferraum 1 675 l 983–1538 l 580 l 575 l 497 l 361 l 370 l 486 l 400 l

Preis ab (Fr.) 39 900.– 23 800.– 30 900.– 32 800.– 43 900.– 19 920.– 33 799.– 36 400.– 38 990.–

TCS-Bewertung ★★★★☆ ★★★★★ ★★★★★ ★★★☆☆ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★☆☆

Stärken

Schwächen

* Getestet mit montierten

Kindersitzen

auf den äusseren Sitzplätzen

in der 2. Reihe

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von

2 Kindern in der

2. Reihe gut

möglich. Sehr

gute Isofix-

Erreichbarkeit.

Sehr grosse

Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 3 Kindern

in der 2. Reihe

mit Isofix-

Befestigung

gut möglich.

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von

3 Kindern in

der 2. Reihe gut

möglich. Keine

Einschränkung

im Platzangebot

für den

Vordersitz. Sehr

grosse Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe laut

Hersteller nicht

geeignet.

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Sehr grosse

Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

sehr gut möglich.

Keine Einschränkung

im

Platzangebot

für den Vordersitz.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Automatische

Airbag-

Deaktivierung

auf Beifahrersitz.

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Automatische

Airbag-

Deaktivierung

auf Beifahrersitz.

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

möglich. Sehr

grosse Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von 2

Kinder in der 2.

Reihe möglich.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

Platz*

und ist nicht für

alle Kindersitz-

Gruppen zugelassen.

Einschränkungen

im Platzangebot

für den

Vordersitz.

Bewertung der Fahrzeugmodelle (Mindest anforderungen für die TCS-Empfehlungen)

★★★★★ hervorragend

(geeignet für mind. 4 Kinder total oder für 6 Kinder mit Einschränkungen und gut

geeignet für 3 Kinder im Fond)

★★★★☆ sehr empfehlenswert

(geeignet für mindestens 3 Kinder im Fond und gut geeignet für 2 Kinder in der

2. Sitzreihe)

★★★☆☆ empfehlenswert

(geeignet für mind. 3 Kinder oder eingeschränkt geeignet für 4 Kinder)

★★☆☆☆ bedingt empfehlenswert

(geeignet für 2 Kinder in der 2. Sitzreihe)

★☆☆☆☆ nicht empfehlenswert

(eingeschränkt geeignet für mindestens 1 Kind)

20 touring | September 2019


DOSSIER

«geeignet», da sie auf den hinteren

Aussenplätzen entweder zu wenig

Platz, zu kurze Gurte oder eine

schlechte Bedienungsanleitung vorweisen.

Besonders erfolgreich waren

die drei Hochdachkombis betreffend

Zugang zum hinteren Mittelsitz. Kein

Wunder bei Karosserien, die auch für

kleine Nutzfahrzeuge eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind alle drei

Sitze mit Isofix- und Top-Tether-Ankern

ausgestattet. Einzigartig in diesem

Test. Der Mittelsitz des Renault

Kadjar wurde aufgrund restriktiver

Betriebsanleitung als «nicht geeignet»

bewertet. Die restlichen 14 Fahrzeuge

erhielten die Bewertung «mit Einschränkung»:

Der hintere mittlere Sitz

bietet lediglich für einen Sitzerhöher

ohne Lehne genügend Platz. Der Seat

Tarraco verfügt als einziges getestetes

Auto über eine dritte Sitzreihe. Diese

ist aber nicht für Kindersitze geeignet.

Gut zu wissen.

Beifahrersitz nur

als Reserve

Im Idealfall sollte der Beifahrersitz für

den Transport von Kindern nur einen

Reserve-Sitz darstellen. Bei einem gegen

die Fahrtrichtung installierten

Kindersitz ist es wichtig, den Airbag zu

deaktivieren. Insgesamt hat sich die

Sicherheit in diesem Bereich deutlich

verbessert. So sind beispielsweise

beide Mercedes-Benz-Modelle mit einer

automatischen Airbag-Deaktivierungsvorrichtung

ausgestattet, bei allen

anderen bewerteten Fahrzeugen

muss dies manuell erfolgen. Wenn der

Kindersitz in Fahrtrichtung installiert

wird und der Beifahrersitz auf eine

hintere Position eingestellt ist, ist es

nicht notwendig, den Airbag zu deaktivieren.

Erfreulicherweise verfügen

der Mercedes B200 und der Audi Q3

über sehr lange Sicherheitsgurte.

Die Ergebnisse dieses Tests zeigen,

dass für viele Fahrzeuge noch Verbesserungspotenzial

besteht. Schon allein

im Hinblick auf die restriktive und teilweise

widersprüchlichen Gebrauchsanweisungen.

Der Zugang zu den Isofix-

und Top-Tether-Verankerungen ist

bei einigen Modellen ebenfalls unbefriedigend.

In jedem Fall wird dringend

empfohlen, beim Kauf eines

neuen Autos die ganze Familie auf

eine Probefahrt mitzunehmen. ◆

Opel Combo

Opel

Grandland X

Peugeot Rifter

Pure Tech

Peugeot

508 SW

Renault Kadjar Seat Tarraco

Toyota Corolla

Touring

Toyota RAV4

Volvo V60 T8

50% 70% 50% 70% 50% 70% 50% 50% 50%

72% 83% 72% 69% 55% 71% 71% 68% 74%

100% 30% 100% 30% 30% 50% 30% 30% 30%

983–1538 l 520 l 775–1355 l 530 l 472 l 760 l 596 l 580 l 529 l

20 900.– 33 200.– 28 320.– 37 140.– 23 400.– 36 250.– 27 200.– 31 400.– 46 150.–

★★★★★ ★★★★☆ ★★★★★ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★★☆

Transport

von 3 Kindern

in der 2. Reihe

mit Isofix-Befestigung

gut

möglich.

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von

2 Kindern in der

2. Reihe sehr

gut möglich.

Sehr gute Isofix-Erreichbarkeit.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 3 Kindern

in der 2. Reihe

mit Isofix-Befestigung

gut

möglich.

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von

2 Kindern in der

2. Reihe gut

möglich. Sehr

grosse Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz*,

nicht für alle

Kindersitz-

Gruppen zugelassen.

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

möglich. Sehr

gute Isofix-Erreichbarkeit.

Airbag-

Deaktivierung

mittels Drehschalter.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe laut Hersteller

nicht geeignet.

Beifahrersitz

mit Isofix.

Transport von

3 Kindern in der

2. Reihe möglich.

Sehr gute

Isofix-Erreichbarkeit.

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Sehr gute Isofix-Erreichbarkeit.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Transport

von 2 Kindern

in der 2. Reihe

gut möglich.

Sehr gute Isofix-Erreichbar-

keit. Sehr

grosse Gurtlänge.

Mittlerer

Sitzplatz 2.

Reihe bietet nur

für Sitzerhöher

ohne Rückenlehne

genügend

Platz.*

Bewertung Montage von Kindersitzen

■ sehr gut

■ gut

■ befriedigend

■ mit Einschränkungen

■ nicht geeignet

September 2019 | touring 21


Automobil-Salon: Ambitionierte

Wandlung mit neuem Namen

Seit dem 1. Juli ist Olivier Rihs bei der

Geneva International Motor Show

(GIMS), die 2020 ihren 90. Geburtstag

feiert, am Ruder. Fest entschlossen,

Aussteller wie Publikum zu begeistern,

gewährt der Bieler einen kleinen Einblick

in die anstehenden Neuerungen

der Veranstaltung.

INTERVIEW JÉRÔME LATHION | FOTO OLIVIER VOGELSANG

«Man darf heute nicht

mehr dogmatisch

sein und muss die

Mobilität in ihrer

Gesamtheit sehen.»

Olivier Rihs

Direktor der Geneva International

Motor Show (GIMS)

Visionär Olivier Rihs

will den Umfang der

GIMS ausweiten

22 touring | September 2019


MOBILITÄT

Die fünf Monate als «Beobachter»

in Genf haben Olivier Rihs in

seinem Credo bestärkt: «Es ist

falsch, den Erfolg einer Veranstaltung

mit den Ellen der Vergangenheit

zu messen. Man muss die Entwicklung

des Marktes mit einbeziehen, denn

die Gewohnheiten der Branche und der

Konsumenten wandeln sich laufend.»

Der Bieler ist seit dem 1. Juli Direktor

der Geneva International Motor Show

(GIMS). Den Besucherrückgang in diesem

Jahr – 602 000 Eintritte, also neun

Prozent weniger als 2018 – sowie den

Abgang gewisser Aussteller nimmt er

gelassen. Denn die Rückeroberung ist

im Gang und markante Neuerungen

sind bereits für die 90. Geburtstagsausgabe

vom 5.–15. März 2020 angekündigt.

2019 hatte die GIMS 602 000 Besucher.

Das sind 100 000 weniger als

erwartet. Beunruhigt Sie das?

Nicht wirklich. Wir können mit einer

Besucherzahl in dieser Grössenordnung

leben. Aber es ist klar, dass wir die Besucherzahlen

der GIMS steigern müssen,

nicht nur bei den physischen Besuchern,

sondern auch im digitalen Bereich –

dieser hat 2019 sprunghaft zugelegt.

Der Abgang von Herstellern in den

letzten zwei Jahren hat Aufsehen

erregt. Wurden für 2020 weitere

Weggänge angekündigt?

Bis dato gibt es gegenüber 2019 keine

nennenswerten Weggänge und was

noch erfreulicher ist: Einige Hersteller,

die in den beiden letzten Jahren nicht

anwesend waren, haben die Absicht geäussert,

wieder nach Genf zurückzukommen.

Da die Aussteller grosse Flexibilität

verlangen, wird vor Dezember

nichts definitiv bekannt sein. Wir sind

aber gut unterwegs.

Der Erfolg der GIMS ist unbestritten,

was den digitalen Support anbelangt:

1,5 Mio. Besucher auf der Webseite,

5,8 Mio. Instagram-Aufrufe, 154 000

Followers auf Facebook. Ist die digitale

Welt nicht eine zusätzliche Bedrohung

für den physischen Besuch

der GIMS?

Nein. Die digitale Welt ist wichtig, um

Interessierten wichtige Informationen

zu liefern und jederzeit zugänglich zu

machen. Und sie ermöglicht es allen, die

nicht nach Genf kommen können, ihrer

Leidenschaft zu frönen. Wir verbessern

übrigens dieses Jahr unsere digitale

Plattform, indem wir unsere Internetseite

weiterentwickeln und alle Kanäle

zusammenlaufen lassen. Aber in Genf

wollen die Besucher etwas Einzigartiges

sehen. Wir müssen ihnen einen interaktiven

Event bieten. Ich stelle mir die

GIMS gerne als Festival vor. Dort geht

man hin, um Musik zu hören, aber auch,

um zu essen und sich anderweitig zu

unterhalten. Die GIMS ist einer der

grössten Anlässe der Schweiz. Damit

sie das bleibt, muss Neues her, und man

muss sich jedes Jahr neu erfinden.

Können Sie uns bereits einige

Neuheiten für die Ausgabe von

2020 verraten?

Da ist etwa «GIMS-Discovery». Die

Halle 7 wird zu einer Indoor-Teststrecke

für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb

umfunktioniert. Gemäss Statistik hatten

97 Prozent der Besucher von 2019

noch nie Gelegenheit, ein Elektrofahrzeug

zu fahren. Wir werden also dem

Publikum einen ersten Schritt in Richtung

Akzeptanz des Produktes bieten.

Weiter wird «GIMS-Tech» Startups und

Unternehmen zusammenbringen, die

alles zeigen werden, was mit neuen

Technologien, insbesondere mit der Interkonnektivität

von Fahrzeugen, zu

tun hat. Die letzte Neuheit betrifft die

Presse. Der zweite Tag steht im Zeichen

des interaktiven «GIMS-Media Day» mit

etwas mehr «Glamour». An sechs Ständen

finden sechs Panels mit je einem

hochrangigen Referenten statt. Mein

grosser Wunsch wäre es, Elon Musk

(Anm. d. Red.: Konzernchef von Tesla)

zu gewinnen. Das breite Publikum wird

dank 10 000 akkreditierten Journalisten

indirekt davon profitieren.

Das Auto scheint die junge Generation

weniger zu begeistern als früher.

Sollte sich die GIMS mehr für andere

Transportmittel wie die Zweiräder

öffnen?

Das stimmt so nicht ganz. Wir wissen,

dass die meisten unserer Wochenendbesucher

zwischen 18 und 25 Jahre alt

sind. Das Auto begeistert immer noch,

weil es für Freiheit steht, auch wenn für

junge Leute der Zugang zum Fahrausweis

schwieriger und teurer geworden

ist. Ausserdem kommt bei ihnen ein

ausgeprägteres Interesse für Trottinetts

oder Elektrovelos zum Ausdruck. Die

GIMS stellt diese Entwicklung bereits

fest. Man darf heute nicht mehr dogmatisch

sein und muss die Mobilität in

ihrer Gesamtheit sehen. Sogar die Her-

EMANUEL FREUDIGER

steller haben dies erkannt: Sie sind zu

Mobilitätsorganisatoren geworden,

und dies nicht nur mit einem einzigen

Produkt.

Entspricht der Palexpo den zukünftigen

Bedürfnissen der GIMS?

Die Zeiten sind vorbei, in denen die Aussteller

in Genf mehrere Modelle einer

Marke in mehreren Farben zeigten.

Heute stellen sie ihre Erfolgsprodukte

aus. Der Platzbedarf ist dadurch kleiner

geworden. Der Palexpo ist ein kompakter,

zentraler und effizienter Standort,

der unseren Bedürfnissen entspricht.

Meines Erachtens braucht es nichts

Grösseres.

Sie erwähnten diesen Frühling eine

GIMS als Kompetenzzentrum rund

um die neue Mobilität. Falls diese

Vision noch aktuell ist: Müsste man

den derzeitigen Turnus der GIMS

nicht überdenken und einen Daueranlass

in Betracht ziehen?

Eins nach dem anderen (lacht)! Für dieses

Ideal braucht es mehrere Partner

und es kann sicher international ausgedehnt

werden. Aber zuerst müssen wir

unser Konzept sich entwickeln lassen.

Für den Moment würde ich sagen, dass

die Marke GIMS das ganze Jahr in den

Köpfen der Leute sein muss, aber die

Veranstaltung selbst muss temporär

bleiben und in den ersten zwei Märzwochen

in Genf stattfinden. ◆

Der Salon hatte 2019

einen Besucherrückgang

zu verzeichnen

September 2019 | touring 23


Neuer Schub für die

Nachtverbindungen

Reisen im Nachzug sind umweltfreundlich und stellen eine ausgezeichnete

Alternative zu Flugtrips dar. Insgesamt acht Bahnlinien verkehren

zu vernünftigen Preisen von der Schweiz nach Deutschland, Österreich

und in die osteuropäischen Länder. Eine Bestandesaufnahme.

TEXT ALINE BEAUD

Das Wissen um die

Klimaerwärmung

hat die Reisenden

auf die ökologischen

Probleme, die mit ihren Reisen

ins Ausland verbunden

sind, sensibilisiert, und sie

suchen nach Alternativen

zum Flugzeug. Eine davon ist

der gute alte Nachtzug. Dieser

bietet zahlreiche Vorteile.

Die Fahrgäste kommen am

frühen Morgen direkt im

Stadtzentrum an, sparen so

eine Hotelnacht und kommen

um die lästigen Sicherheitskontrollen

am Flughafen

herum. Und da sie

während der Fahrt schlafen,

vergeht die Zeit im Nu. Die

Krönung ist, dass die CO2-

Emmissionen deutlich geringer

als beim Flugzeug sind.

Starke Konkurrenz

Zurzeit gibt es acht direkte

Nachtverbindungen mit Abfahrt

in der Schweiz, doch

Reiseziele nach Italien,

Frankreich, Belgien oder

Spanien fehlen in der Palette:

«Die Nachtzüge in Richtung

Italien wurden 2009 gestrichen.

Die Nachfrage war

stark rückläufig, insbesondere

wegen der Angebote der

Low-Cost-Fluggesellschaften

und der Konkurrenz der italienischen

Hochgeschwindigkeitszüge

tagsüber. Der

Nachtzug hatte seine Attraktivität

eingebüsst», fasst

SBB-Sprecher Frédéric Revaz

zusammen. Die Deutsche

Bahn hatte 2016 ihre Verbindungen

ebenfalls eingestellt.

Sie wurden von der österreichischen

Eisenbahngesellschaft

ÖBB übernommen, die

Transportmittel Zeiten Dauer Preis für einfache Fahrt

am 30. August 2019*

Easyjet vom Flughafen

20 h 00 –21 h 25 1 h 25 159.56 Fr.

Zürich nach

195.26 Fr. mit 23 kg

Berlin Tegel

aufgegebenem Gepäck

Nightjet, ÖBB vom

Hauptbahnhof Zürich

zum Hauptbahnhof

Berlin

18 eigene Linien erfolgreich

betreibt und für acht weitere

Verbindungen mit Partnern

zusammenarbeitet. Das Unternehmen

beförderte 2018

1,4 Millionen Passagiere an

Bord der Nightjets. «Gemeinsam

mit ihren Partnern bietet

die ÖBB ein grosses Netz an,

zu dem zahlreiche direkte

Nachtverbindungen ab Zürich

gehören», sagt der Pressesprecher

der österreichischen

Bahngesellschaft

Bernhard Rieder. Die Verbindungen

werden in Zusammenarbeit

mit den SBB betrieben.

Es ist möglich, an

Bord eines österreichischen

Nightjets von Zürich nach

Berlin, Hamburg, Graz oder

Wien zu gelangen, und via

die Partnergesellschaften

kann man auch nach Villach,

Zagreb, Budapest oder Prag

im Nachtzug reisen. Die tiefsten

Preise liegen bei 29 Euro

für Sitzplätze und bei 69 Euro

im Schlafwagen, wie der Spezialist

informiert.

Preisbewusst sein

Diese Preise können steigen,

wenn man seine Komfortansprüche

an Bord erhöhen

möchte. Insgesamt gibt es

drei Fahrkarten-Kategorien:

Sitzplätze für preisbewusste

Kunden, Couchette-Wagen,

die für Familien und Gruppen

geeignet sind, sowie Schlafwagen,

die einen höheren

Komfort bieten. Was die

Nachfrage betrifft, ist die Anzahl

Reservationen in der

Schweiz zufriedenstellend,

und die Verbindungen zwischen

Zürich und Wien oder

Hamburg sind häufig rasch

ausgebucht. «Doch abgesehen

von ökologischen Überlegungen

ist für die Reisenden vor

Vergleichsbeispiel Flugzeug/Nachtzug für die Strecke Zürich–Berlin

Der Vergleich zeigt, dass Einsparungen möglich sind,

wenn man frühzeitig reserviert. Der Preis eines

Flugtickets für eine Reise am 22.11. ist fast identisch

mit dem Preis im Liegewagen, in einem Abteil für

20 h 00 –7 h 54 11 h 54 39.90 Euro, Sitzplatz

99.90 Euro, Schlafwagen,

6 Personen

109.90 Euro, Schlafwagen,

4 Personen

159.90 Euro, Liegewagen,

2 Personen

209.90 Euro, Liegewagen,

1 Person

sechs Personen. Gewiss, das Flugzeug ist schneller,

doch eine Ankunft am Flughafen Berlin um 21.25 Uhr

bedeutet auch, dass man ins Stadtzentrum gelangen

und eine zusätzliche Übernachtung zahlen muss.

Preis für einfache Fahrt CO2-Emissionen

am 22. November 2019* pro Person

59.95 Fr.

54,92 kg/174 kg **

88.85 Fr. mit 23 kg

aufgegebenem Gepäck

29 Euro, Sitzplatz 35 kg

59.90 Euro, Schlafwagen,

6 Personen

69.90 Euro, Schlafwagen,

4 Personen

139.90 Euro, Liegewagen,

2 Personen

189.90 Euro, Liegewagen,

1 Person

* Für eine einfache Fahrt für eine erwachsene Person am Freitag, 30. August 2019 und Freitag, 22. November. Recherchedatum:

5. Juli 2019, auf den Websites nightjet.com und easyjet.com.

** Gemäss Auskunft kommt Easyjet auf eine Emissionsrate von 78,46 g pro Fahrgast und Kilometer. Für eine rund 700 km

lange Reise entspräche dies 54,92 kg. Laut der Firma hängen diese Emissionen vom Flugzeugtyp sowie auch vom Steuerungssystem

ab. Die Website Myclimate berechnet für die gleiche Strecke in der Economy-Class einen höheren Ausstoss (174 kg).

ÖBB/NIGHTJET

24 touring | September 2019


MOBILITÄT

Die Jungen zeigen ein

steigendes Interesse für

internationale Reisen im Zug

allem der Preis ausschlaggebend.

Hier gilt es noch Überzeugungsarbeit

zu leisten»,

erklärt der Pressesprecher.

Tendenz zeichnet

Doch auch in der Luft ist die

Nachfrage zunehmend. «Easyjet

wird dieses Jahr eine Rekordzahl

an Passagieren befördern,

was nahelegt, dass

die Nachtzüge keinerlei Auswirkungen

auf die Nachfrage

verzeichnet haben», meint David

Folley vom Pressedienst.

Nur die SBB glauben – ohne

konkrete Zahlen nennen zu

können, dass sich die junge

Generation, die auf ihren ökologischen

Fussabdruck achtet,

anpasst. «Wir stellen eine erhöhte

Nachfrage nach internationalen

Zugreisen fest, womit

sich eine neue Tendenz

abzeichnet», informiert der

Pressesprecher. Der ehemalige

Staatsbetrieb, der auf

eine allfällige höhere Nachfrage

und veränderte Vorlieben

der Kundschaft setzt,

denkt zehn Jahre nach seinem

Rückzug über die Entwicklung

des Nachtangebots

nach. «Wir ziehen in Betracht,

in diesem Segment wieder

Fuss zu fassen, aber entschieden

ist noch nichts, und es

wurden keine Reiseziele festgelegt.

Aktuell wird die Situation

analysiert, wobei wir die

Zusammenarbeit mit der ÖBB

als Lösung favorisieren», verrät

der SBB-Sprecher weiter. ◆

DIREKTE NACHTZUG-VERBINDUNGEN

AB SCHWEIZ

Nightjet, ÖBB: Zeiten: Dauer:

Zürich–Basel–Berlin 20 h 00 bis 7 h 54 11 h 54

Zürich–Basel–Hamburg 20 h 00 bis 7 h 51 11 h 51

Zürich–Feldkirch–Graz 20 h 40 bis 7 h 10 h 20

Zürich–Feldkirch–Linz 21 h 40 bis 7 h 55 10 h 15

–Wien

Partner der ÖBB:

Zürich–Villach–Zagreb 20 h 40 bis 10 h 43 14 h 03

Zürich–Linz–Prag 21 h 40 bis 10 h 57 13 h 17

Zürich–Budapest 21 h 40 bis 9 h 19 11 h 39

Deutsche Bahn:

Basel–Kiel (im Intercity, 23 h 13 bis 11 h 22 12 h 09

nur Sitzplätze)

September 2019 | touring 25


Abenteuerlicher Passagierflug

im Beobachtersitz

Vor 100 Jahren wurde in Dübendorf mit einem Häfeli DH-3 Motorflugzeug

der Grundstein für den Schweizer Linienverkehr gelegt. 1931 fand die Gründung

der Swissair statt und der Linienverkehr startete durch.

TEXT HANS WEDER

Nach dem Ende des Ersten

Weltkrieges beschloss das

Militärdepartement, die

Fliegertruppe drastisch zu

reduzieren und auf je 30 Piloten und

Flugzeuge zu beschränken. Einen

eigentlichen zivilen Flugbetrieb gab

es damals in der Schweiz noch nicht.

Da waren einzelne Flugponiere, die an

verschiedenen Flugmeetings Rundflüge

anboten, um sich das nötige Kapital

für den Bau und den Betrieb ihrer

zerbrechlichen Zweisitzer überhaupt

leisten zu können. Daneben kam es

auch zu vereinzelten Passagierflügen

auf Ad-hoc-Basis; was aber gänzlich

fehlte, waren regelmässige zivile Luftverbindungen.

Major Isler als Wegbereiter

Major Arnold Isler, der damalige Kommandant

der schweizerischen

Fliegerabteilung, sah es als

seine Aufgabe an, die

«Schweizerische Aviatik zu

fördern, um sie mit aller Energie

und vor allem in rechtzeitiger

Voraussicht der zu

erwartenden Entwicklung in

die richtigen Bahnen zu weisen,

zur Qualitätsarbeit in gegenseitiger

Unterstützung von Militär-

und Zivilaviatik». Da die Militärfliegerei

zur damaligen Zeit der Zivilluftfahrt

weit voraus war, ergriff er die Initiative

und liess in Dübendorf die Zollabfertigung

sowie den Start- und Wetterdienst

auch für die Zivilluftfahrt besorgen. Er

ging aber noch einen grossen Schritt

weiter und ordnete die Erprobung eines

regelmässigen Linienverkehrs an. So

kam es, dass er am 18. Januar 1919 der

Sondermarke zu 100

Jahre Luftverkehr in der

Schweiz

Presse mitteilte, dass die

Militärdirektion Dübendorf

beauftragt worden sei,

mit Militärflugzeugen und

-piloten einen regelmässigen

Flugverkehr zwischen

Dübendorf und Bern-Kirchlindach

einzurichten. Die

offizielle Eröffnung dieses

Luftpostdienstes war für den

28. April 1919 vorgesehen, fand aber

wegen schlechten Wetters erst am

1. Mai statt.

Im Januar und Februar 1919 hatten

bereits Probeflüge auf der Strecke Zürich–Bern

stattgefunden; ab 1. Februar

wurde der Probebetrieb bis Lausanne

verlängert. Das Fazit nach zwei Monaten

lautete grundsätzlich positiv:

«An verschiedenen Tagen konnte trotz

ETH-BIBLIOTHEK ZÜRICH, BILDARCHIV/STIFTUNG LUFTBILD SCHWEIZ/

FOTOGRAF: WALTER MITTELHOLZER

26 touring | September 2019


MOBILITÄT

Die Häfeli DH-3 war

das erste Linienflugzeug.

Hier über Wimmis (BE)

schlechter Witterung das Kurierflugzeug

abgesandt werden. Es ist aber in

zweifelhaften Fällen zur Schonung

der vom Regen stark leidenden Apparate

unterlassen worden. Die Flüge

nach Lausanne erfolgten je nach Möglichkeit,

unter Rücksichtnahme auf die

Wetterlage in Bern und Lausanne und

auf den Benzinverbrauch für die Strecke

Dübendorf–Lausanne. Bei starkem

Gegenwind war letzterer von Dübendorf

bis Bern so stark, dass Benzinmangel

eintrat.»

Briefe, Pakete und Passagiere

Der Flugdienst wurde mit einem in Thun

konstruierten und hergestellten Häfeli

DH-3 Flugzeug durchgeführt. Der Doppeldecker

flog 145 km/h schnell. Er startete

recht erfolgreich, wurden anfänglich

doch fast 1000 Briefe pro Tag

befördert; schon nach wenigen Tagen

gingen die Zahlen aber stark zurück.

Major Isler erlaubte daraufhin auch den

Transport von Passagieren und kleineren

Paketen. Zudem wurde die Fluglinie später

noch bis Genf verlängert. Auf diesen

Flügen ging es recht abenteuerlich zu

und her: Der Fluggast wurde im offenen

Beobachtersitz des Flugzeuges untergebracht

und wie ein Pilot mit Fliegerüberkleid,

Sturzhelm und Schutz brille

ausgerüstet! Das Cockpit des Flugzeugs

war spartanisch ausgerüstet, geflogen

wurde nach Sicht, zur Orientierung war

nur ein kleiner, recht ungenauer Kompass

vorhanden. Der Flugpreis für eine

Teilstrecke (z. B. Dübendorf–Bern) betrug

100 Franken; ein für die damalige

Zeit stolzer Betrag, belief sich damals

doch das Brutto-Einkommen eines

schweizerischen Arbeiters bei einer

50-Stunden-Woche auf 290 Franken.

Am Ende der Versuchsperiode im Oktober

1919 bot die schweizerische Flugplatzdirektion

Dübendorf privaten Fluggesellschaften

die Übernahme dieses

Luftpostdienstes an, und das Militär

offerierte Unterstützung

in Form von Mitbenützung

der militärischen Infrastruktur,

Gratis-Benzin wie die Gratis- Benützung der

Militärflugzeuge für die

ersten drei Monate.

so-

Die Zeit war

noch nicht reif

Leider meldete sich

keine private Fluggesellschaft

und der

militärische Flugdienst

wurde wie

vorgesehen Ende

Oktober 1919 ersatzlos

eingestellt.

Obwohl das Projekt

finanziell kein

Erfolg war, diente es

doch als Ansporn für

die Privatwirtschaft und

bewies, dass ein Linienflugverkehr

in der Schweiz

zum damaligen Zeitpunkt

möglich war. Major Isler war

mit seinen Ideen der Zeit voraus,

dauerte es doch noch

mehrere Monate, bis dann die

ersten regelmässigen zivilen

Flugverbindungen in der

Schweiz angeboten

wurden.

ENTWICKLUNG DES

LINIENVERKEHRS

1919: Gründung der ersten Fluggesellschaften

wie der «Ad

Astra». Postlinie Zürich–Bern–

Lausanne–Genf.

1922: Ad Astra fliegt regelmässig die

Strecke Genf–Zürich–Nürnberg.

1924: Die Aéro Lausanne fliegt von

Lausanne über Genf nach Lyon. Die

Sabena befliegt die Strecke Amsterdam–Rotterdam–Brüssel–Basel.

1925: Die Schweiz wird zur Drehscheibe

des europäischen Luftverkehrs

mit diversen Verbindungen. Im

selben Jahr wird in Basel die Balair

gegründet.

1928: Die Balair bedient die damals

längste Strecke ohne Zwischenhalt

zwischen Zürich und Berlin.

1931: Die Swissair wird gegründet.

1935: Die Swissair führt das 14-

plätzige zweimotorige Grossflugzeug

Douglas DC-2 ein.

1939: Die Schweiz wird von 15 internationalen

Luftverkehrslinien bedient.

Dazu kommen acht innerschweizerische

Anschlusslinien. Der Verkehrs-

flugplatz Locarno-Magadino wird

eingeweiht.

Mit der Eröffnung des regelmässigen

Luftpostdienstes von Dübendorf nach

Bern und weiter nach Lausanne

durch die schweizerische Fliegerabteilung

begann am 1. Mai

1919 die Ära des Linienflugver-

kehrs in der Schweiz. Wenig

später wurden bereits die ersten

Fluggesellschaften in der

Schweiz gegründet, zuerst

die Aero AG in Zürich, in

Genf bald darauf die Avions-

Tourisme. Ende 1919 entstand

aus der Frick & Co. die

erste Linienfluggesellschaft

der Schweiz, die Ad Astra.

Später folgten weitere Flug-

gesellschaften mit berühmten

Namen wie Balair, Aero-

Gesellschaft St. Gallen,

Alpar und viele weitere. ◆

Major Arnold Isler

förderte die Schweizer

Aviatik massgebend

Quelle: Das Buch «Startbereit – Die Entstehung

des Linienflugverkehrs in der Schweiz 1919–1939»

(ISBN 978-3-033-07182-7) ist in jeder Buchhandlung

oder unter ch-luftfahrt.ch erhältlich.

September 2019 | touring 27


MOBILITÄT

Wie laut sind die

Motorrad-Geräusche?

Strassenlärm kann nerven. Beim Motorradlärm gehen die

Meinungen auseinander, toller Sound in den Ohren der einen,

krankmachender Lärm für die anderen. Aber wie lärmig sind

die Motorräder überhaupt? Der TCS wollte es genau wissen.

TEXT DINO NODARI

Es dröhnt und röhrt wieder auf

den Alpenpässen. Mit geöffneter

Auspuffklappe geht es den Berg

hoch. Ein satter Sound, der für

manchen Motorradfahrer sehr viel zum

Freiheitsgefühl beiträgt, dumpfer Lärm

für Anwohner und Alpinisten – je nach

Blickwinkel. Klar ist, die Klagen über

den Motorradlärm nehmen zu – nicht

nur auf den Alpenpässen. Geräuschmessungen

von Polizei und verschiedenen

Organisationen geben den Lärmgeplagten

zum Teil recht, die Töffs

sind zu laut.

Deshalb hat der TCS im Auftrag des

Bundesamtes für Umwelt zur Überprüfung

solcher Aussagen insgesamt 29

Fahrzeuge überprüft. Dazu zählten 16

Motorräder, sieben Motorroller und – zu

Vergleichszwecken – sechs Personenwagen.

Vier Motorräder waren mit einer

Sportauspuffanlage ausgerüstet, eines

hatte einen Elektroantrieb. Die Motorroller

traten mit Variomatic­Getriebe

zum Test an; ein Roller war mit Elektroantrieb

ausgestattet. Zu den Personenwagen

zählten ein Kompaktwagen,

ein Kombi, ein Van, ein SUV, ein Sportwagen

und ein Elektroauto.

Lauter Ferrari

Interessant: Bei der Geräuschmessung

zeigte sich, dass beispielsweise ein

Ferrari F430 Spider beim Anfahren der

Kurve oder beim Herausbeschleunigen

aus der Kurve deutlich lauter als ein

Motorrad ist. Die höchsten gemessenen

Werte entsprachen einer Lautstärke von

24 gleichzeitig vorbeifahrenden Fahr­

FLÜSTERBELÄGE

KÖNNEN HELFEN

Die grösste Geräuschreduktion wird

durch den Einbau von geräuscharmen

Belägen erreicht. Eine feine Oberfläche

mit kleineren Gesteinskörnern

verringert das Abrollgeräusch bereits

bei der Entstehung spürbar. Die Poren

im Belag sind zusätzlich in der Lage,

einen Teil des noch entstehenden Geräusches

zu absorbieren. Die Kosten

für den Einbau unterscheiden sich im

Vergleich zu einem herkömmlichen

Belag nicht wesentlich. Hingegen

muss die oberste Schicht in der Regel

früher ersetzt werden, diese Mehrkosten

können oftmals damit aufgefangen

werden, dass im Gegenzug

auf teure bauliche Massnahmen wie

Lärmschutzwände verzichtet werden

kann, was auch aus städtebaulicher

Sicht wesentliche Vorteile mit sich

bringt. In der Westschweiz werden

geräuscharme Beläge seit vielen Jahren

eingebaut, in der Zwischenzeit

werden sie zunehmend auch in der

Deutschschweiz und dem Tessin

eingesetzt. Geräuscharme Beläge

verringern den Schallpegel im Neuzustand

um rund sechs Dezibel. Am

Ende ihrer Lebensdauer erzielen sie

immer noch eine Geräuschminderung

von etwa drei Dezibel, was einer

Halbierung des Verkehrs entspricht.

MAURITIUS IMAGES

Unnötiger Lärm lässt sich vor

allem mit einem angepassten

Fahrstil vermeiden.

28 touring | September 2019


WER HAT RECHT

zeugen mit dem maximal zulässigen

Geräuschpegel. Beim Vergleich der

verschiedenen Motorräder wurde festgestellt,

dass das subjektive Geräuschempfinden

nicht mit den Messwerten

korrespondiert. Vierzylindrige Motorräder

werden oft als fein laufend und

leiser empfunden als grosskolbige Zweizylinder.

Die Messwerte geben dieses

subjektive Bild jedenfalls nicht wieder.

Ältere Motorräder mit höherer Laufleistung

sind nicht grundsätzlich durch

höhere Geräuschentwicklung aufgefallen.

Singen und Rasseln

Als besonders penetrant im Klang beim

Beschleunigen zeigte sich das Elektro­

Motorrad. Wobei sich das dominierende

Geräusch aus «Getriebe­Singen» und

«Ketten­Rasseln» zusammenzusetzen

scheint. Laut den Messwerten siedelt es

sich etwa im Mittelfeld an. Beim Elektroauto

sind die Reifenabrollgeräusche –

insbesondere bei voller Beschleunigung

– die dominierende Komponente. Fahrzeuge

mit Elektroantrieb bieten – wenn

überhaupt – nur beim Fahren mit niedrigen

Geschwindigkeiten und wenig Last

Potenzial zur Verringerung der Geräuschemissionen.

Bemerkenswert ist, dass

das Messgerät bei den in der Schweiz

zulässigen Sport auspuffanlagen keinen

höheren Schalldruck anzeigt als bei

den lautesten serienmässigen Anlagen.

Sportauspuffanlagen erwiesen sich als

problemlos unter der Voraussetzung,

dass sie nicht vom Fahrzeughalter zusätzlich

modifiziert werden.

Angepasster Fahrstil

Insgesamt lässt sich festhalten, dass

bei vorschriftsmässig ausgerüsteten

Motorrädern keine übermässig hohen

Geräusch werte festgestellt wurden.

Wird die Geräuschentwicklung der Motorräder

(Durchschnitt aller Motorräder

ohne Roller) mit derjenigen der Autos

(Durchschnitt aller Autos ohne Ferrari)

verglichen, fällt auf, dass die Motorräder

bei der Kurvenanfahrt um 4,4 Dezibel

und bei der Konstant­Fahrt um

3,2 Dezibel lauter sind, beim Herausbeschleunigen

aus der Kurve hingegen um

12,9 Dezibel. Unnötiger Lärm lässt sich

demnach vor allem durch einen angepassten

Fahrstil vermeiden. Ein anderes

Kapitel sind illegale oder modifizierte

Auspuffanlagen. Wird ein Motorrad auf

83,5 Dezibel getunt, ist es lauter unterwegs

als zwei gleichzeitig mit 80 Dezibel

vorbeifahrende Zweiräder. ◆

Immer volle Konzentration

am Steuer

Wer am Steuer eines Autos auf dem Smartphone

tippt und auch noch Nachrichten schreibt, missachtet

das Gesetz. Nebst einer Geldbusse, droht auch ein

Ausweisentzug.

TEXT URS-PETER INDERBITZIN

Gelegentlich läuft es einem

kalt den Rücken herunter,

wenn man sieht, wie sich

gewisse Leute am Steuer verhalten.

Da wird telefoniert und werden

Meldungen auf dem Smartphone

gecheckt, oft lassen sich Lenkerinnen

und Lenker gar dazu hinreissen,

ein SMS zu schreiben.

Ganz krass ist es, was auch schon

beobachtet werden konnte, dass

Lenker auf dem Laptop schreiben

oder gar einen Film schauen. All

dies geschieht in Missachtung der

gesetzlichen Bestimmungen. Gemäss

dem Strassenverkehrsgesetz

hat der Lenker das Fahrzeug ständig

so zu beherrschen, dass er seinen

Vorsichtspflichten nachkommen

kann. Er muss somit seine

Aufmerksamkeit voll der Strasse

und dem Verkehr zuwenden und

jederzeit in der Lage sein, auf die

jeweils erforderliche Weise auf das

Fahrzeug einzuwirken und auf

jede Gefahr ohne Zeitverlust

zweckmässig zu reagieren. Dabei

richtet sich die Aufmerksamkeit

nach den gesamten konkreten Umständen,

also der Verkehrsdichte,

den örtlichen Verhältnissen, der

Zeit, der Sicht und den voraussehbaren

Gefahrenquellen.

Eine Hand am Steuer

Ein Lenker darf, wenn es die Verkehrssituation

erlaubt, zum Ablesen

des Tempos oder der Treibstoffreserve

den Blick kurz auf das

Armaturenbrett richten. Keine ungenügende

Aufmerksamkeit kann

ihm vorgeworfen werden, wenn er

kurz auf die Uhr schaut oder auf

das Navi blickt. Laut Gesetz darf

der Lenker jedoch keine Verrichtung

vornehmen, welche die

Bedienung des Fahrzeugs erschwert.

Er muss das Lenkrad

stets mit mindestens einer

Hand halten; die andere

Hand dient, wenn sie nicht zum

Lenken gebraucht wird, zum Betätigen

des Richtungsanzeigers, des

Schalthebels, der Scheibenwischer

und dergleichen.

Wer diese Vorschriften nicht einhält,

muss nicht nur mit einer

Strafe, sondern auch mit einem

Ausweisentzug rechnen, wie ein

Fall aus dem Kanton Aargau zeigt.

Dort hatte ein Lenker während

der Fahrt auf ein auf dem Lenkrad

gehaltenes Blatt Papier mit einem

Kugelschreiber geschrieben und

dabei seinen Blick zeitweise

von der Strasse abgewandt. Die

Aargauer Justiz büsste den Lenker

mit 200 Franken. Damit nicht genug.

Die Entzugsbehörde erkannte

auf eine mittelschwere Widerhandlung

gegen das Strassenverkehrsgesetz

und nahm dem Lenker

den Führerausweis für einen

Monat ab. Das Bundesgericht hat

diesen Ausweisentzug bestätigt.

Dass der Lenker beide Hände stets

am Lenkrad hatte und er seine

Körperhaltung beim Schreiben

nicht verändern musste, nützte

ihm nichts. «Durch sein Verhalten

wurde die Verfügbarkeit der rechten

Hand und damit die Bedienung

des Fahrzeugs in einem

Masse erschwert, bei welchem

davon auszugehen ist, dass die

verkehrsrelevanten Manipulationen

nicht mehr

rechtzeitig und in der

erforderlichen Weise

vorgenommen werden

konnten», heisst es im

Urteil (1C_566/

2018). ◆

URS-PETER

INDERBITZIN

Verkehrssexperte

September 2019 | touring 29


LYKISCHE KÜSTE

Jahre

-

Tag 1–7:

LYKISCHE KÜSTE: 8 REISETAGE INKL. HALBPENSION

Die Lykische Küste ist eine der reizvollsten

Landschaften der Türkei. Unter freiem Himmel

bestaunen Sie antike Amphitheater, Lykische

Felsengräber und kulturelle Leckerbissen einer

5000 Jahre alten Kultur. Diese Gegend mit

glanzvollen Hinterlassenschaften aus drei

grossen Zivilisationen ist eine wahre Schatzkammer!

1. Tag

2. Tag

Zürich – Antalya: Flug nach Antalya, wo

Sie von Ihrer Reiseleitung empfangen

werden. Transfer ins Hotel.

Antalya – Myra – Mugla: Fahrt entlang

der Türkischen Riviera. Dieser wilde Küstenabschnitt

verzaubert mit dichten

Pinienwäldern, verträumten Buchten,

kleinen Dörfern und dem mächtigen Taurusgebirge

im Hintergrund. In Myra Besuch

der Felsgräber aus dem 4. Jh. v. Chr.

und der Nikolauskirche.

3. Tag

4. Tag

5. Tag

Mugla – Kusadasi: Am Vormittag Schifffahrt

zum Iztuzu Strand, denn nur über das Wasser

ist diese traumhafte Bucht erreichbar.

Geniessen Sie eine erholsame Badepause,

bevor am Nachmittag Ihre Reise entlang der

herrlichen Küste nach Kusadasi weiterführt.

Ephesus: Mit Ephesus besuchen Sie eine

der grössten griechisch-römischen Ausgrabungsstätten

der Welt. Nur wenige Orte

gestatten einen so lebendigen Einblick in

die Lebensweise der Antike wie Ephesus.

Luxuriöse Bäder und eine Bibliothek zeugen

vom Wohlstand, den die Siedlung über 1000

Jahre lang genoss.

Kusadasi – Pamukkale: Fahrt durch das

fruchtbare Mäandertal nach Pamukkale

in Hochanatolien – das bekannteste Naturwunder

der Türkei und Weltkulturerbe

der UNESCO. Die Kalksinterterrassen von

6. Tag

7. Tag

Pamukkale sind von weit her sichtbar und

durch das Herabfliessen des warmen Thermalwassers

entstanden. Übernachtung in

einem Thermalhotel mit Bademöglichkeit

im warmen Thermalwasser.

Pamukkale – Hierapolis – Antalya: Am Vormittag

besuchen Sie Hierapolis. Diese antike,

römische Stadt entstand vor über 2000

Jahren gleich neben den Thermalquellen.

Am Nachmittag Fahrt durch die abwechslungsreiche

Landschaft des Taurusgebirges

an die Küste nach Antalya. Unterwegs erhalten

Sie einen Einblick in die grosse Vielfalt

der lokal hergestellten Teppiche.

Antalya & Karpuzkaldran Wasserfall: Stadtrundfahrt

in Antalya, eine der schönsten

Städte der türkischen Riviera. Möglichkeit

landestypische Souvenirs einzukaufen und

Besuch des Karpuzkaldran Wasserfalls.

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Durchführung:

net– tours, Glattbrugg


TECHNIK

E 4-Zylinder, 1,6-l-Turbobenziner, 225 PS W8,2 l/100 km (Test-Mittelwert), Energie-Etikette E (132 g/

km CO2) V Reichweite: 757 km k Gew.: 1665 kg (Testfahrzeug) P 0–100 km/h 8,1 Sek. L 54 980 Fr.

Trendig Das

moderne Cockpit

PEUGEOT 508 SW 1.6 GT

Ein edler

Familienkombi

Familienkombis sind nicht mehr gefragt. Deshalb liess sich

Peugeot für die Entwicklung des 508 SW von den Shooting

Brakes inspirieren, die Eleganz und Sportlichkeit verbinden

und gute Fahreigenschaften bieten.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Familienkombi mit elegantem Design

Komfortabler Reisekombi

Souveränes Fahrverhalten

Hochwertige Verarbeitung/Materialien

Gute Ausstattung und Assistenten

Wendekreis und Bremsen

Geringe Schadstoffemissionen

32 touring | September 2019


Schöner Effekt

Der Touchscreen,

untermalt von

«Klaviertasten»

Begrenzter Platz und Zugang hinten

Turbomotor wirkt teils angestrengt

Eher hoher Verbrauch

Bedienung braucht Angewöhnung

Garantie und Wartungskosten

Nutzlast und Anhängelast

Kindersicherung nur manuell

Markenzeichen des

Kombis Die ausdrucksstarke

Front und die

konische Dachlinie

TECHNISCHE DATEN

TESTFAHRZEUG

Peugeot 508 SW 1.6 GT aut.:

5 Türen, 5 Plätze; 54 980 Fr.

(Testfahrzeug: 62 460 Fr.)

Varianten: 1,5 l HDi Allure,

130 PS (39 140 Fr.) bis 2 l HDi

GT, 180 PS (55 540 Fr.)

Optionen: Metallic-Lackierung

(900 Fr.), Lederpolster

(1500 Fr.), ACC, Spurhalteassistent

(450 Fr.), Einparkhilfe,

Rückfahrkamera (450 Fr.),

Night Vision (1200 Fr.), elektrische

Heckklappe (400 Fr.)

Garantien: 2 Jahre unbegrenzt,

3 Jahre oder 80 000

km; Rostschutz: 12 Jahre

Importeur: Peugeot (Schweiz),

8952 Schlieren, peugeot. ch

TECHNISCHE

SPEZIFIKATIONEN

Motor: 4-Zylinder,

1,6-l-Turbo benziner, 225 PS,

300 Nm bei 1900 U/min; aut.

8-Gang-Getr., Front antrieb.

Gewichte: 1665 kg (Test),

zul. Gesamtgewicht 2048 kg,

Anhängelast 1600 kg

Radstand 280 cm

Länge 479 cm Breite 186 cm

Kofferraum: 530–1780 Liter

Reifen: 235/40R19, min. 215/55R17

80%

139 cm

Peugeot will offenbar mit den

gängigen Normen eines rückläufigen

Segments brechen: Mit der

gleichen ausdrucksstarken Front

wie die Limousine und 6 cm tiefer sowie

5 cm kürzer als das Vorgängermodell

strahlt der Kombi 508 SW eine ungewöhnliche

Dynamik aus. Damit wird er

immer mehr zum Shooting Brake, eine

Fahrzeugklasse die seinerzeit von den

Luxusmarken begründet wurde. Das

schwarze Band, das sich über das Heck

des 508 SW zieht und nur durch dreidimensionale

LED-Heckscheinwerfer

unterbrochen wird, verstärkt diesen

Eindruck. Ähnlich weiter geht es im Innenraum,

wo hochwertige Materialien

verbaut wurden. Allerdings kosten die

Einsätze aus grauer Eiche 50 Franken

extra. Klar, das Head-up-Display des

508 ist nicht über alle Zweifel erhaben.

Doch die digitale Instrumentierung

hinter dem Lenkrad bietet fünf Konfigurationsmöglichkeiten.

Wie bereits vermutet, leidet die Geräumigkeit

merklich unter dem skulpturalen

Design dieses Kombis. Die kleinen

Glasflächen und die starke Wölbung des

Daches, hervorgerufen durch die rahmenlosen

Fenster, schaffen ein Gefühl

der Enge. Das gilt sowohl für den vorderen

wie auch für den hinteren Passagierraum.

Dazu gesellt sich eine sehr moderate

Beinfreiheit auf den Rücksitzen,

welche noch kleiner erscheint, da man

die Füsse nicht unter die Vordersitze

schieben kann. Zumindest die Kopffreiheit

(+4 cm gegenüber der Limousine)

ist anständig. Gleiches gilt für die Kapazität

des Kofferraums.

Hervorragende Strassenlage

Wie schon die Limousine bietet auch

der 508 SW Kombi eine hervorragende

Strassenlage. Die GT-Version ist serienmässig

mit einem adaptiven Fahrwerk

ausgestattet, das ein ungestörtes und

präzises Fahrverhalten an den Tag legt.

Ein guter Gesamteindruck, der nur

durch die übertriebene Lenkunterstützung

im Stadtverkehr sowie das träge

Verhalten des 1,6-Liter-Motors bei niedrigen

Drehzahlen gestört wird. Dieser

aussergewöhnliche Turbomotor muss

in ungeahnte Höhen steigen, um seine

225 PS vollständig freizusetzen. Doch

dort offenbart er Lebhaftigkeit und

konstante Beschleunigung. Der hohe

Basis preis wird durch die grosszügige

Ausstattung und durch kostengünstige

Optionen relativiert. ◆


September 2019 | touring 33


TECHNIK

FAHRDYNAMIK

Beschleunigung (0–100 km/h): 8,1 s

Elastizität:

60–100 km/h (Fahrstufe D) 4,1 s

80–120 km/h (Fahrstufe D) 4,9 s

Wendekreis:

11,2 m

Bremsweg (100–0 km/h): 34 m

Innenlärm:

60 km/h: 59 dB (A)

120 KM/H: 68 DB (A)

Ausreichend Der Platz auf der Rückbank

Praktisch Der schön gepolsterte Kofferraum

Rassiges Heck Einem

Shooting Brake gleich

TCS-EXKLUSIV

SERVICEKOSTEN

Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.) 1

15 000/12 1,0 280.–

30 000/24 2,1 643.–

Gesamtkosten Wartung 180 000 km:

15 000 km/an 20,2 6064.–

1

inklusive Servicematerial

BETRIEBSKOSTEN

TCS MoBe: Herbert Meier

km/Jahr Rp./km Fr./Monat

feste variable

15 000 94 781.– 396.–

30 000 63 781.– 793.–

Stundenansatz für TCS-Berechnung:

145 Fr. (BFS), Peugeot-Händler: 82 bis

180 Fr.

NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND

(80/1268 EWG)

Städtisch Ausserstädt. Mix

Werk – – 5,7

CO2-Emissionen:

132 g/km

Energieetikette (A–G):

E

TESTVERBRAUCH

8,2 l/100 km Reichweite 757 km

TCS-Normrunde

7,2 l/100 km

Tankinhalt:

62 Liter

TCS STRASSEN-ABGASMESSUNG

CO NOX Partikelanzahl

mg/km mg/km n/km

Messwert 656 21.0 2,1×E 10

Note 77% 90% 99%

Video

zum Test

tcs.ch/

videoportal

Peugeot 508 SW 1.6 GT

KAROSSERIE

Elegant und schlank, gefällt der 508 SW

mit seinem modernen Design. Der Zugang

hinten ist etwas eng und die Beinfreiheit

enttäuschend für einen Familienkombi.

Der kubische Kofferraum ist

einfach zu beladen und entspricht dem

Segment. Die Rücksitze lassen sich mit

zwei Hebeln zusammenklappen, was

einen grossen Laderaum mit fast ebener

Ladefläche freigibt.

INNENRAUM

Die edlen und trendigen Materialien sorgen

für ein schönes Ambiente. Bis auf die

Türunterseiten ist die Verarbeitung fast

auf Premium-Niveau. Wie bei anderen

Peugeot-Modellen findet sich auch im

508 das volldigitale Peugeot «i.Cockpit»

mit dem 10-Zoll-Touchscreen und den

«Klaviertasten».

KOMFORT

Eine der Stärken dieses Kombis ist das

adaptive Fahrwerk. Die zuvorkommende

Federung und die effiziente Geräuschdämmung

machen ihn zum perfekten

Reisekombi.

PREIS/LEISTUNG

Der 508 ist preiswerter als andere Premium-Fahrzeuge

und ist in der zweiten

Ausstattungsstufe (Navi, Zwei-Zonen-

Klimaanlage, schlüsselloser Zugang) gut

ausgestattet. Die GT-Version verfügt über

eine adaptive Federung, LED-Scheinwerfer,

Leder-/Alcantara-Sitze etc. Nur die

Garantieleistungen und der Durchschnittsverbrauch

sind nicht befriedigend.

FAHREIGENSCHAFTEN

Dank dem relativ geringen Gewicht

(1665 kg) verfügt dieser grosse Kombi

über ein agiles und sportliches Temperament.

Das gut abgestimmte Fahrwerk

profitiert von der adaptiven Dämpfung

und dem kleinen, sportlichen Lenkrad.

MOTOR UND ANTRIEB

Der 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder liefert

eine gute Beschleunigung (8,1 s von 0 auf

100 km/h). Die maximale Leistung von

225 PS steht bei 5500 U/min zur Verfügung.

Das 8-Gang-Automatikgetriebe

arbeitet sanft und präzise.

VERBRAUCH

Der im NEFZ-Zyklus angegebene Durchschnitt

von 5,7 l/100 km ist unrealistisch.

Auf der TCS-Normrunde betrug der

Verbrauch 7,2 l und der durchschnittliche

Testverbrauch lag bei 8,2 l. Ein akzeptabler

Wert.

SICHERHEIT

Die vollständige Grundausstattung kann

zu erschwinglichen Preisen erweitert

werden. Gute LED-Scheinwerfer, sehr

effiziente Bremsen (34 m aus 100 km/h).

CREDITS: Schloss Bümpliz, nahe Bern.

34 touring | September 2019


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1. Tag Basel Anreise, Einschiffung, «Leinen los!».

2. Tag Strasbourg Rundfahrt/-gang (1) durch die facettenreiche

Europastadt mit Rundgang Altstadt.

3. Tag Köln Passage der eindrucksvollen Loreley-

Strecke. Rundgang (1) durch die alte Domstadt.

4. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug (1) zu den

berühmten Wind mühlen von Kinderdijk. Rundfahrt

(1) durch die Metropole Rotterdam.

5. Tag Amsterdam Panoramarundfahrt (1) mit

Besuch des Reichsmuseums. Am Abend romantische

Grachtenfahrt (2) durch das Zentrum.

6. Tag Duisburg–Düsseldorf Am Nachmittag Ausflug

(1) nach Essen zur Zeche Zollverein oder

Transfer (2) nach Düsseldorf zur ind. Besichtigung.

7. Tag Koblenz Rundgang (1) mit Besuch der Festung

Ehrenbreitstein. Ausführungen eines Einheimischen,

Schifffahrt «Romantischer Rhein».

8. Tag Baden-Baden Ab Plittersdorf Busausflug (1)

und Rundgang durch die Bäder- und Kunststadt.

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2. Tag Speyer Ausflug (1) in die vielbesungene Universitätsstadt

Heidelberg. Die Altstadt wird von

der Schloss ruine überragt. Dieses Ensemble inspirierte

schon früher viele Dichter und Maler und

fasziniert auch heute Besucher aus aller Welt.

3. Tag Frankfurt Erholung und Entspannung an

Bord Ihres Luxusschiffes während der Fahrt auf

Rhein und Main. Die Facetten der Mainmetropole

Frankfurt lernen Sie während eines Rundgangs (1)

kennen. Ausser ihrer beeindruckenden Skyline hat

die Stadt auch Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus

«Römer» und die «Museumsgasse» zu bieten.

4. Tag Baden-Baden Ab Plittersdorf Ausflug (1) nach

Baden-Baden und Rundgang durch die elegante

Bäder- und Kunststadt mit mediterraner Atmosphäre

und prachtvollen Parkanlagen. Busrückfahrt

nach Kehl und Wiedereinschiffung der Ausflugsteilnehmer.

Start zur letzten Reiseetappe.

5. Tag Basel Ausschiffung und ind. Heimreise.

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30.10. 550 02.12. 500 (3) 14.12.

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Auf dem beliebten Luxusschiff finden 124 Passagiere

Platz in 41 Kabinen (ca. 15 m²), 7 Junior Suiten

(ca. 19 m²) und 14 Master Suiten (ca. 30 m²). Alle

Kabinen und Suiten sind mit Dusche/WC, TV/

Radio, Safe, Föhn, Telefon, Klimaanlage sowie

Tisch und Stuhl ausgestattet. Zusätzlich verfügen

die Junior Suiten über zwei bequeme Sessel und

die Master Suiten über Sofa, Hocker, begehbaren

Schrank und Badewanne. Die Kabinen auf MD/OD

haben einen französischen Balkon. Auf dem

Haupt deck können die Fenster nicht geöffnet

werden. Zur Bordausstattung gehören Restaurant,

Panorama-Salon mit Tanzfläche und Bar, Réception,

Boutique, Bistro mit Internet-Corner, Fitnessraum,

Massagesalon, grosses Sonnendeck mit

Whirlpool. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Lift

zwischen Mittel- und Oberdeck. Nichtraucherschiff

(Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt).

Unsere Leistungen

• Kreuzfahrt mit Vollpension an Bord

• Thurgau Travel Bordreiseleitung

• Audio-Set bei allen Ausflügen

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(1) Im Ausflugspaket (Reise 1 Fr. 290.–, Reise 2 Fr. 95.–) enthalten, vorab buchbar | (2) Fak. Ausflug nur an Bord buchbar | (3) Mit Weihnachtsmärkten, 24.11.–28.11. ohne

Weihnachtsmarkt Baden-Baden | (5) Nicht zur Alleinbenutzung möglich | (6) Nur noch wenige Kabinen verfügbar | (8) Kein Zuschlag zur Alleinbenutzung, geändertes

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Extrabus Fährüberfahrten

Fährüberfahrten

Fahrt im komfortablen Extrabus Übernachtungen

Piombino-Portoferraio ✓ Fahrt mit dem komfortablen Portoferraio-Piombino Extrabus ✓ Fährüberfahrten

✓ im Fahrt guten im Mittelklassehotel komfortablen Extrabus in Montecatini ✓ 4 Übernachtungen

Terme

Piombino-Portoferraio Portoferraio-Piombino Übernach-

Übernach-

im guten Mittelklassehotel in Montecatini Terme

Piombino-Portoferraio tungen im guten Mittelklassehotel & Portoferraio-Piombino Villa San Giovanni ✓ 4 Übernach-

im guten

*** in Portoferraio

Frühstück Mittelklassehotel im Hotel in Montecatini Nachtessen Terme im Hotel

tungen im guten Mittelklassehotel Villa San Giovanni *** in Portoferraio

Frühstück im Hotel Nachtessen im Hotel

tungen Frühstück im guten im Mittelklassehotel Hotel Nachtessen Villa San Giovanni im Hotel *** in Geführte Portoferraio Wanderung

✓ Geführte 4 x Frühstück Wanderung im Hotel „Rund ✓ 4 x um Nachtessen Florenz“ im Geführte Hotel

Frühstück im Hotel Nachtessen im Hotel Geführte Wanderung

Geführte Wanderung „Rund um Florenz“ Geführte

Sant ✓ 4 Andrea-Marciana x Frühstück im Hotel Marina ✓ 4 x Nachtessen Geführte Wanderung im Hotel ✓ Viticcio–Procchio Geführte Wanderung

✓ Geführte

Wanderung Geführte „Pisaner Wanderung Berge“ „Rund um Geführte Florenz“ Spaziergang ✓ Geführte „Verstecktes

Sant Andrea-Marciana Marina

Geführte Wanderung Viticcio–Procchio Geführte

Wanderung „Pisaner Berge“ Geführte Spaziergang „Verstecktes

Sant Wanderung Andrea-Marciana Rio nell’Elba- Marina Porto ✓ Azzurro Geführte Eigene Wanderung Schweizer Viticcio–Procchio Reiseleitung ✓ Geführte

Siena“ Wanderung Olivenölprobe „Pisaner Berge“ mit ✓ Aufschnitt Geführte Spaziergang Glas Rotwein „Verstecktes

Besuch Weingut bei

Wanderung Rio nell’Elba- Porto Azzurro Eigene Schweizer Reiseleitung

Siena“ Olivenölprobe mit Aufschnitt Glas Rotwein Besuch Weingut bei

Wanderung Rio nell’Elba- Porto Azzurro ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

San Siena“ Gimignano ✓ Olivenölprobe mit 4er Weinprobe mit Aufschnitt Eigene + 1 Glas Schweizer Rotwein Reiseleitung

✓ Besuch Weingut bei

San Gimignano mit 4er Weinprobe

Eigene Schweizer Reiseleitung

San Gimignano mit 4er Weinprobe ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reisedatum:

Ihr Reisedatum:

1. Tag Anreise nach Elba

Ihr Reisedatum:

Ihr Reiseprogramm:

Ihr Reisedatum:

1. Tag Anreise

1. Tag – Anreise nach Elba

Ihr Reisedatum:

1.

Fahrt im komfortablen Extrabus (Abfahrt frühmorgens)

Fahrt

Tag

im

– Anreise

Ihr Reisedatum:

1. komfortablen Extrabus nach Montecatini

Reise c: 6. 10. Oktober 2019

Reise c: 2. 6. Oktober 2019

Fahrt Tag im – Anreise komfortablen nach Elba Extrabus (Abfahrt frühmorgens)

1.

nach Piombino. Einstündige Fährüberfahrt nach Elba und

Terme.

Fahrt Tag im – Anreise

Nachtessen

komfortablen

im Hotel.

Extrabus nach Montecatini

Reise c: 6. - 10. Oktober 2019

Reise c: 2. - 6. Oktober 2019

Transport

nach Fahrt Piombino. im komfortablen

zum Hotel.

Einstündige Extrabus Fährüberfahrt (Abfahrt nach frühmorgens) Elba und

Terme. Fahrt im Nachtessen komfortablen im Hotel. Extrabus nach Montecatini

Reise c: 6. - 10. Oktober 2019

Reise c: 2. - 6. Oktober 2019

Transport nach Piombino. zum Hotel. Einstündige Fährüberfahrt nach Elba und

Terme. Nachtessen im Hotel.

Transport zum Hotel.

2. Tag Wanderung rund um Florenz

2. Tag Wanderung Sant Andrea Marciana Marina

Vorbei

2. Tag –

an

Wanderung

verschiedenen

rund

Villen

um Florenz

und wunderschönen

Schöne

2. Tag – Wanderung

Wandertour

Sant

ausgehend

Andrea -

von

Marciana

der zauberhaften

Marina

Preis pro Pers. im Doppelzimmer

Gärten

Vorbei 2. Tag – an Wanderung

geht

verschiedenen rund

es über die

Villen um Florenz

Serpentinenstrasse

und wunderschönen

bis zur Preis pro Person im Doppelzimmer

Schöne 2. Tag – Wanderung

Bucht von

Wandertour Sant

Sant Andrea

ausgehend Andrea -

und entlang

von Marciana

des herrlichen

der zauberhaften

Marina

Küstenwanderweges

Preis pro Pers. im Doppelzimmer

Gärten Vorbei an

Basilika

geht verschiedenen

San Miniato

es über

al

die Villen

Monte,

Serpentinenstrasse und wunderschönen

einer der schönsten

bis

Kirche

zur Preis pro Person im Doppelzimmer

Schöne im guten Mittelklassehotel

im guten Mittelklassehotel

Bucht von Wandertour Sant

bis

Andrea ausgehend

nach Marina

und entlang von

Marciana.

des herrlichen der zauberhaften Küstenwanderweges

Bucht von Sant bis Andrea nach Marina und entlang

Preis pro Pers. im Doppelzimmer

Gärten Basilika geht

Italiens.

San Miniato es über

Der Nachmittag

al die Monte, Serpentinenstrasse

bleibt

einer der

Ihnen

schönsten bis

für eigene

Kirche

Basilika Italiens. San Miniato Der Nachmittag al Monte,

zur Preis pro Person im Doppelzimmer

im guten Mittelklassehotel

im guten Mittelklassehotel

(Einfache-mittelschwere Wanderung

Marciana. des herrlichen Küstenwanderweges

bis nach Marina Villa San Giovanni *** in

– Gehzeit 4.5 h - Höhenunterschied:

200m) Wanderung Marciana. – Gehzeit 4.5 h - Höhen-

Leichte Entdeckungstouren che Italiens. Der Nachmittag

Villa San Giovanni *** in

Fr. 569.-

Entdeckungstouren in Florenz bleibt einer der

zur freien Ihnen schönsten

Verfügung. für eigene Kir-

im guten Mittelklassehotel

im guten Mittelklassehotel

(Einfache-mittelschwere Wanderung – in Gehzeit Florenz bleibt zur 3h - freien Ihnen

Höhenunterschied

Verfügung. für eigene Fr. 569.-

unterschied: 200m)

Portoferraio Villa San Giovanni Fr. 599.- *** in

Fr. 569.-

(Einfache-mittelschwere Wanderung – Gehzeit 4.5 h - Höhenunterschied:

200m)

100m Leichte Wanderung – Gehzeit 3h - Höhenunterschied

Portoferraio Fr. 599.-

100m Leichte Entdeckungstouren Wanderung – in Gehzeit Florenz zur 3h - freien Höhenunterschied

Verfügung.

3. Tag – Wanderung Viticcio-Procchio

Portoferraio Fr. 599.-

100m

Ausgehend 3. Tag – Wanderung von türkisfarbene Viticcio-Procchio Felsenbucht Viticcio führt

3. Tag – Pisaner Bergen, Olivenöl & Wein

Ausgehend 3. Tag – Wanderung

der Weg durch von dichte türkisfarbene Viticcio-Procchio

Macchia bis Felsenbucht zu den wunderschönen

Viticcio führt

3. Durch Tag – die Pisaner typische Bergen, Pflanzenwelt Olivenöl des & Wein Mittelmeerraumes

Durch Tag –

Ausgehend

Buchten der Weg von durch von

Scaglieri dichte der türkisfarbene

und Macchia Biodola bis Felsenbucht zu – und den dann wunderschönen

Viticcio führt

3.

zum goldenen

Sandstrand von durch Scaglieri dichte

Nicht inbegriffen –

wandern die Pisaner typische Bergen,

wir zum Pflanzenwelt Olivenöl

Dante Pass des & Wein

und Mittelmeerraumes

Durch wandern die typische

geniessen

Nicht inbegriffen –

Buchten der Weg

von Procchio. und Macchia Biodola bis zu – und den dann wunderschönen

zum goldenen

Sandstrand von Scaglieri

Nicht inbegriffen –

spektakuläre Ausblicke wir zum Pflanzenwelt

auf Dante die alte Pass des

Seefahrerrepublik

und Mittelmeerraumes

wandern

geniessen

Nicht inbegriffen –

zusätzlich wählbar:

Buchten zusätzlich wählbar:

(Mittelschwere Wanderung von Procchio. und Biodola – und dann zum goldenen

Sandstrand Wanderung von Procchio. – Gehzeit 4h - Höhenunterschied: - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 175.-

venöl- Pisa spektakuläre und und Lucca. Ausblicke

– Gehzeit 4h - Höhenunterschied:

Nicht inbegriffen –

Pisa spektakuläre und Lucca. Ausblicke wir zum

Im Anschluss auf Dante die werden alte Pass Seefahrerrepublik

und geniessen

Nicht inbegriffen –

wir zu einer Oli-

zusätzlich wählbar:

zusätzlich wählbar:

- Einzelzimmerzuschlag: Fr. 120.-

330m.) (Mittelschwere Weinprobe Im Anschluss auf die

erwartet. werden alte Seefahrerrepublik

wir zu einer Olivenöl-

Pisa und und Lucca. Weinprobe Im Anschluss erwartet. werden wir zu einer Oli-

zusätzlich wählbar:

zusätzlich wählbar:

- Einzelzimmerzuschlag: Fr. 120.-

330m.) (Mittelschwere Wanderung – Gehzeit 4h - Höhenunterschied: - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 175.-

Leichte-mittelschwere Wanderung – Gehzeit 3h -

- Buchungsgebühr Einzelzimmerzuschlag: Fr. 20.- Fr. pro 120.- Person

330m.)

- Buchungsgebühr Einzelzimmerzuschlag: Fr. 20.- Fr. pro 175.- Person

4. Tag – Wanderung Rio nell’Elba-Porto Azzurro

- Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Höhenunterschied Leichte-mittelschwere venöl- und Weinprobe erwartet.

300mWanderung – Gehzeit 3h - - Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Durch 4. Tag – die Wanderung engen Gassen Rio nell’Elba-Porto von Rio Elba Azzurro

Höhenunterschied Leichte-mittelschwere 300mWanderung – Gehzeit 3h - - Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

entlang eines - Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Durch 4. Tag –

herrlichen die Wanderung

Panoramaweges engen Gassen Rio nell’Elba-Porto von über Rio den höchsten Elba Azzurro

Höhenunterschied 300m

entlang Berg Ostelbas,

den Cima Panoramaweges engen Gassen von

eines Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

4. Tag – Spaziergang durch Siena & Besuch Weingut

Tag – Spaziergang durch Siena & Besuch Wein-

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Sie

Aarau,

wählen

Basel,

Ihren

Bellinzona,

Bus-Einsteigeort:

Bern, Luzern,

herrlichen Durch die

del Monte, durch über Rio

die den nell’

duftende höchsten Elba entlang

Macchia Berg Ostelbas,

herrlichen den Cima Panoramaweges del Monte, durch über die den duftende höchsten Macchia Berg Ostel-

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

4.

eines

führt Aarau, Sie wählen Basel, Ihren Bern, Bus-Einsteigeort:

Bellinzona, Luzern, 4.

unser Weg bis in den malerischen Hafen von Porto Azzurro.

Aarau, Pfäffikon Basel, SZ, Thun, Bern, Bellinzona, St. Gallen, Sargans, Luzern, Auf versteckten Pfaden unternehmen wir einen Spaziergang

Auf gut versteckten durch die Pfaden zauberhafte unternehmen Stadt wir Siena, einen die Spa-

uns Winterthur Pfäffikon SZ, oder Sargans, ZürichSt. Gallen, Thun,

Pfäffikon Aarau, Basel, SZ, Sargans, Bellinzona, St. Bern, Gallen, Luzern, Thun,

führt

gut Tag – Spaziergang durch Siena & Besuch Wein-

Aarau, Basel, Bellinzona, Bern, Luzern,

bas, Aarau,

(Mittelschwere unser den Weg Cima bis del in Wanderung den Monte, malerischen durch die

– Gehzeit Hafen duftende

3-4h von - Porto Macchia

Höhenunterschied:

200m) Wanderung den malerischen – Gehzeit Hafen 3-4h von - Porto Höhenunter-

Azzurro. Winterthur,

Azzurro. führt

Winterthur, Pfäffikon

Basel,

SZ, Zürich Thun,

Bern, Bellinzona,

St. Gallen, Sargans,

Luzern,

(Mittelschwere unser Weg bis in Pfäffikon SZ,

Zürich

Thun, St. Gallen, Sargans, mit ziergang Auf versteckten

gut erhaltenen durch die Pfaden zauberhafte unternehmen

Plätzen und Stadt wir

Kirchen Siena, einen

begeistert. die Spaziergang

Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun,

uns Winterthur oder Zürich

(Mittelschwere schied: 200m) Wanderung – Gehzeit 3-4h - Höhenunterschied:

200m)

Winterthur, Zürich

Am mit Nachmittag gut erhaltenen durch die zauberhafte

verbringen Plätzen wir und Stadt

gemütliche Kirchen Siena, begeistert. die uns Winterthur oder Zürich

Stunden

mit

5. Tag – Heimreise

auf Am einem Nachmittag gut erhaltenen

Weingut verbringen Plätzen

bei San Gimignano. wir und gemütliche Kirchen begeistert. Stunden

Am

Fahrt 5. Tag – zum Heimreise Hafen, Fährüberfahrt nach Piombiono &

Leichte auf einem Nachmittag

Wanderung, Weingut verbringen bei Gehzeit San Gimignano. wir gemütliche Stunden

3,5 Stunden, Höhenunterschied

Leichte einem

Fahrt 5. Tag –

Heimreise. zum Heimreise

auf

Hafen, Fährüberfahrt nach Piombiono &

100m Wanderung, Weingut bei Gehzeit San Gimignano.

3,5 Stunden, Höhenunterschied

100m Wanderung, Gehzeit 3,5 Stunden, Höhenunter-

Fahrt Heimreise. zum Hafen, Fährüberfahrt nach Piombiono &

Leichte

Heimreise.

schied

5. Tag

100m

– Heimreise

5. Nach Tag dem – Heimreise Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen

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5. Nach Tag

Eindrücken dem – Heimreise Frühstück im Gepäck treten wir die mit Heimreise vielen unvergesslichen

Eindrücken dem Frühstück im Gepäck treten wir die mit Heimreise vielen unvergessli-

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chen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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Sämtliche Wanderungen werden durch erfahrene, lokale Wanderführer begleitet. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Topographie für allfällige Auf- und Abstiege eine normale Grundkondition

Sämtliche und Wanderungen gute Trittfestigkeit werden vorhanden durch erfahrene, sein müssen. lokale Je Wanderführer nach äusseren begleitet. Verhältnissen, Bitte beachten Witterungsbedingungen Sie, dass aufgrund oder der Gruppenstärke Topographie für können allfällige einzelne Auf- und Wanderungen Abstiege eine angepasst normale werden. Grundkondition

Sämtliche Wanderungen werden durch erfahrene, lokale Wanderführer begleitet. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Topographie für allfällige Auf- und Abstiege eine normale Grundkondition

und gute Trittfestigkeit vorhanden sein müssen. Je nach äusseren Verhältnissen, Witterungsbedingungen oder Gruppenstärke können einzelne Wanderungen angepasst werden.

Fr.

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REISEHIT 156

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569.-

REISEHIT 111

REISEHIT 111

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TECHNIK

Der tote Winkel wird

von einem blinkenden

Streifen begleitet

Der virtuelle Aussenspiegel

Die virtuellen Aussenspiegel feiern im Audi E-Tron ihr Debut.

Die Technologie bringt einige Vorteile, aber nicht nur.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER/ZVG

Sie waren bereits in futuristischen

Concept Cars

zu sehen. Nun erfolgt

der nächste Schritt:

Audi bietet die virtuellen

Aussenspiegel für 2010 Franken

als Option für seinen

elektrischen SUV E-Tron an.

Der alte Spiegel wird durch

eine konische L-förmige Halterung

mit einer Minikamera

am sechseckigen Ende ersetzt.

Die digitalen Bilder

werden auf einen Oled- Bildschirm

projiziert, der sich

oberhalb des Türgriffs in der

Türinnenverkleidung befindet.

Der Touchscreen verfügt

über einen Näherungssensor,

Der 7-Zoll-Bildschirm

liefert Bilder in hervorragender

Auflösung

die Bildschirm-Helligkeit

passt sich automatisch dem

Umgebungslicht an. Die Positionierung

des Bildes und

die Einstellung erfolgt durch

Verschieben des Fingers, wie

bei einem Smartphone. Audi

nennt viele Vorteile. Zum

Beispiel die Verbesserung der

Aerodynamik im Vergleich

zu den konventionellen Spiegeln

der SUV. Durch die virtuellen

Aussenspiegel wird

der Luftwiderstandsbeiwert

(Cx) um 3,7% verbessert und

auch der Luftschall reduziert.

Darüber hinaus erkennt der

Spiegel drei verschiedene

Verkehrssituationen: Autobahn,

Verzweigung und

Parkplatz. Auf Autobahnen

wird das Sichtfeld eingeschränkt,

um die Geschwindigkeit

bei schneller Fahrt

besser beurteilen zu können.

Bei einer Verzweigung oder

einem Spurwechsel mit eingeschaltetem

Blinker wird

das Seitenbild vergrössert.

Und beim Manövrieren wird

das Sichtfeld nach unten erweitert.

Alles scheint perfekt,

zumindest in der Theorie. In

der Praxis sind die virtuellen

Spiegel gewöhnungsbedürftig.

Hinzu kommt, dass E- Tron-

Fahrer wahrscheinlich hin

und wieder auch mit kon-

ventionellen Fahrzeugen unterwegs

sind. Erfreulich ist

der integrierte Totwinkelwarner,

der auf dem Display

als grüner oder als gelber

Streifen erscheint. Der hervorragende

Kontrast der

Bildschirme wird manchmal

durch zu hohe Helligkeit

beeinträchtigt, besonders

nachts, was es nicht einfach

macht, Radfahrer zu erkennen.

Es ist wichtig, sich mit

den drei Modi vertraut zu

machen, da sie Distanzen auf

dem Bildschirm unterschiedlich

darstellen. Demnach

bleibt unklar, ob das System

einen realen Nutzen hat oder

doch nur technische Spielerei

bleibt. Klar hingegen ist,

dass sich niemand gegen einen

15 cm schmaleren SUV

sträuben wird. ◆

Assistenzsysteme

von morgen

Die Fahrzeugausrüster arbeiten intensiv

an neuen Fahrassistenzsystemen für

den Einsatz in urbanen Gebieten. Continental

präsentiert auf der IAA in Frankfurt

einen rechtsseitigen Abbiegeassistenten

zum Schutz von Radfahrern und

Fussgängern. Dieses Gerät verwendet

einen 77-GHz-Radarsensor, verglichen

mit 24 GHz zuvor, und kann damit

Verkehrsteilnehmer und Hindernisse

genauer erkennen. Die Sensoren sind in

der Lage, einen Radfahrer im Heck eines

Fahrzeugs zu erkennen, eine Situation,

die für einen Autofahrer schwer zu

meistern ist. Beginnt der Autofahrer ein

sicherheitskritisches Abbiegemanöver,

senden die Sensoren ein Signal an das

Bremssystem und das Fahrzeug stoppt

vor einer möglichen Kollision. Er identifiziert

zudem Fussgänger und Roller.

Diese neue Radartechnologie bildet die

Grundlage für weitere, zukunftsweisende

Assistenzsysteme, insbesondere

auch im Hinblick auf das automatisierte

Fahren. So wird es beispielsweise bald

möglich sein, einen intelligenten Ausweichassistenten

zu entwickeln. ◆

Erkennung von

Radfahrern in einer

Rechtskurve

September 2019 | touring 37


TONI

16’000 Schweizer Gäste haben mit uns seit 2010 das beliebteste Volks- & Schlagermusikfest der Alpen besucht.

Zum 10. Jubiläum erwartet Sie dieses Jahr das grösste Staraufgebot aller Zeiten – dies zu noch nie dagewesenen Superpreisen,

die Sie nur bei uns finden! Sichern Sie sich Ihre Plätze und freuen Sie sich auf stimmungsvolle Tage in bester Gesellschaft.

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Mit allen Eintritten zu den

Konzerten en der Stars!

Die grosse Starparade im Tirol

Das schönste Volksmusik-Fest der Alpen – unschlagbar günstig!

Zum 10-jährigen Jubiläum von volksmusik-reisen.ch 2019

mit dem grössten Schlager-Staraufgebot aller Zeiten:

Hansi Hinterseer, Roland Kaiser, Semino Rossi, DJ Ötzi,

Andy Borg, Marc Pircher, Maite Kelly & viele mehr

4 Reisetage inkl. Konzerte ab nur

Fr. 399.-

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Frühschoppen

Schifffahrt auf dem Achensee

Ellmau am Wilden Kaiser

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Reisehit 79 a: 26. - 29. September 2019

Reisehit 79 b: 3. - 6. Oktober 2019

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag, Donnerstag – Anreise & Unterhaltungsabend

Fahrt mit dem komfortablen Extrabus in die

Region der Kitzbüheler Alpen. Nach der herzlichen

Begrüssung im Hotel erwartet uns im

geschmückten Festzelt in Ellmau der grandiose

Unterhaltungsabend mit Semino Rossi,

Marc Pircher und Andy Borg.

2. Tag, Freitag – Frühschoppen und Kaiserabend

Freuen Sie sich auf einen fantastischen Tag inmitten

der schönen Tiroler Bergwelt! Per Bahn

geht es hinauf in die Höhe der Kitzbüheler

Bergwelt. Oben angekommen erwartet uns

im Panoramarestaurant und auf der Sonnenterrasse

ein zünftiger Frühschoppen mit herrlicher

Aussicht, Tanz & Musik. Verbringen Sie

gemütliche Stunden in bester Gesellschaft!

Am Abend steigt in Ellmau der grossartige

Kaiserabend mit Superstar Roland Kaiser &

Band sowie tollen Überraschungsgästen.

3. Tag, Samstag – Achensee & Starabend

Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an.

Nach dem Frühstück unternehmen wir eine

schöne Panoramafahrt nach Pertisau am

Achensee. Der smaragdgrüne See gehört zu

den schönsten Seen Europas und begeisterte

früher Österreichs Kaiser und heute Gäste

aus aller Welt. Geniessen Sie den See, den

verträumten Ort Pertisau und freuen Sie sich

auf eine gemütliche Schifffahrt entlang der

idyllischen Uferlandschaften. Zurück im Hotel

bleibt noch etwas Zeit zur freien Verfügung

ehe am Abend in Ellmau im geheizten Festzelt

in Ellmau der Starabend mit Hansi Hinterseer,

DJ Ötzi & Maite Kelly auf dem Programm steht.

4. Tag, Sonntag – Heimreise

Nach dem Frühstück treten wir mit vielen

unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die

Heimreise an.

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

Tel. 0848 00 11 66

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Leistungen – Alles schon dabei!

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus in die Region

Ellmau und zurück

✓ 3 Übernachtungen in der gewünschten

Hotelkategorie

✓ 3 x Frühstück im Hotel

✓ 3 x Abendeintritte und reservierte Sitzplätze

im Festzelt für alle Konzerte der Stars

✓ Berg- u. Talfahrt mit der Bergbahn

✓ Frühschoppen am Berg inkl. zünftiger Musik

✓ Herrliche Schifffahrt auf dem Achensee

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der

ganzen Reise

Die unschlagbaren Jubiläumspreise:

Preis pro Person im Doppelzimmer

im Gasthof Fr. 399.-

im 3-Sterne-Hotel Fr. 449.-

im 4-Sterne-Hotel Fr. 499.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar:

Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 80.-

Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ,

Sargans, St. Gallen, Thun, Wil/SG, Winterthur, Zürich

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf


TECHNIK

AUDI E-TRON ADVANCED

Keine halben Sachen

Dieser massive elektrische SUV ist sowohl komfortable Limousine als

auch Sonntagskraxler und verfügt über eine extreme Vielseitigkeit.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Der elektrische Antrieb

ermöglicht

Mischungen, die

ebenso unvermutet

wie überbordend sind. Wie

den schweren (2565 kg) und

sperrigen Audi E-Tron. Der

SUV zieht gleich mehrere

Register. Zunächst konkur-

Touchpad mit

Schrifterkennung

Joystick in neuer

Formgeometrie

rieren die beiden Elektromotoren

– einer hinten, einer

vorne – in Laufleistung und

Klang. Dann lässt ein kurzer

Boost- Effekt die 408 Hengste

frei und das Drehmoment

steigt auf 664 Nm. Anders

gesagt: das Gefährt überschwemmt

förmlich. Munter,

aber auch gierig im Kilowatt-

Verbrauch. Die vom Bordcomputer

angezeigte Reichweite

ist aber glaubwürdig,

im Gegensatz zu vielen anderen

E-Autos. So sehr, dass wir

uns auf die versprochenen

etwa 350 km Reichweite bei

vollem Akku verlassen können.

Der E-Tron kann zudem

an Schnelllade stationen (bis

zu 150 kW) rasch wieder aufgeladen

werden. Gegen Aufpreis

(590 Fr.) erhält man gar

eine zweite Ladebuchse am

rechten Frontflügel.

Fliegender Teppich

Ausgestattet mit serienmässiger

Luftfederung, bietet dieser

SUV universellen Komfort.

Die hinteren Passagiere

geniessen das Raumgefühl

einer grossen Limousine,

während das Kofferraumvolumen

durch die Akkus nicht

allzu sehr gemindert wird.

Als wahrer Tourenwagen

macht der Audi E-Tron auch

auf kurvenreichen Strassen

eine gute Figur. Das erstaunlich

angenehme und rasante

Fahrverhalten begeistert.

Jedenfalls solange die 21-

Zoll- Reifen die Masse des

schweren Autos zu beherrschen

mögen. Keineswegs

plump, das Ganze.

Es steht eine Vielzahl hoch

entwickelter Fahrhilfen zur

Verfügung, die meisten da-

Vielseitiger Elektro-SUV

Komfort und Geräumigkeit

Modernste Technik

Leistung und Fahrspass

Angemessene Reichweite

Abmessungen/Gewicht

Basisausstattung

Virtuelle Seitenspiegel

von optional. Wie etwa der

sehr effiziente Rückfahrassistent.

Die virtuellen Seitenspiegel

überzeugten uns

hingegen nicht.

Der E-Tron ist ein Auto der

dritten Dimension. Die vollständig

digitale Instrumentierung

wird von zwei

Touchscreens ergänzt, die

sich elegant in das High-End -

Armaturenbrett eingliedern,

man spürt die Qualität. Der

Geländemodus schärft das

Profil des luxuriösen SUV

noch mehr, der so zu einem

Geländewagen mit 1800 kg

Zugkraft wird. Sehr stark. ◆

N Länge: 4,90; Kofferraum: 660 l EE-Motoren, 361 PS, 561 Nm, 95-kW-Akku; 4×4; 0–100

km/h in 5,7 s; Verbrauch (Test): ca. 27 kWh/100 km; Reichweite: ca. 350 km L 91 800 Fr.

Legende Legende

Ein fast normaler SUV

Bis auf den Kühlergrill

und die orangenen

Bremsklammern

September 2019 | touring 39


Excellence

Baroness

Exellence Baroness

Ein edler, klassich-maritimer Chic in behaglich warmen

Naturfarben entfaltet sich an Bord der Excellence

Baroness. Die Kabinen sind 15m2 gross und die

Junior Suiten 23m2 mit Sitzecke und Dusche/Badewanne.

Entrée mit Lobby und Rezeption. Panorama-Restaurant.

Lounge mit Bar und Sonnendeck.

Excellence

Melodia

Excellence Melodia

Ein Flussschiff der neusten Generation mit hohem

Komfort, Wellnessbereich und grosszügigen Kabinen.

Die luxuriösen Kabinen sind mit WC, getrennter

Dusche, individuell regulierbarer Klimaanlage, Föhn,

Safe, Sat-TV, Internetzugang und Stromanschluss

220 V ausgestattet.

Excellence

Queen

Excellence Queen

Die Excellence Queen zählt zu den luxuriösesten

Schiffen Europas. Die Kabinen auf dem Mittel- und

Oberdeck sind 16 m² gross mit französischem Balkon,

ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage,

SAT/TV, Minibar, Safe, Telefon. Lift von Mittel- zu

Oberdeck mit Whirlpool.

WINTER AUF

DEM FLUSS 2019

Glühwein, Lichterglanz & Altstadt-Shopping

Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

Shopping & Advent Rhein

Route 1 Strassburg – Colmar

Tag 1 Schweiz > Strassburg > Colmar. Busanreise

nach Strassburg welches bekannt für die malerische

Altstadt und den tradidtionellen Weihnachtsmarkt ist.

Romantische Lichterfahrt nach Breisach.

Tag 2 Colmar > Schweiz. Besuchen und erleben Sie

den Weihnachtsmarkt in Colmar – das Schmuckkästchen

unter den elsässischen Städten. Nachmittags

erfolgt die Busrückreise in die Schweiz zu Ihrem

Abreiseort.

Route 2 Colmar – Strassburg

Reise in umgekehrter Richtung.

Detailprogramm auf Anfrage.

2 Tage ab Fr. 195.–

inkl. An-/Rückreise und Halbpension an Bord

Reisedaten 2019

Route 1, 29.11.–30.11., 01.12.–02.12., 03.12.–04.12., 05.12.–06.12., 07.12.–08.12.

Route 2, 30.11.–01.12., 02.12.–03.12., 04.12.–05.12., 06.12.–07.12.

Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis

2-Bett, Hauptdeck 275.– 195.–

2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 325.– 255.–

2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 360.– 285.–

Zuschläge: Wochenendzuschlag Fr–Sa / Sa-So 35.– • Alleinbenützung HD

45.– • Alleinbenützung MD/OD 125.– • Königsklasse-Luxusbus 30.–

Unsere Leistungen: Excellence Flussreise mit Halbpension an Bord • An-/Rückreise

mit Komfort-Reisebus • Free WiFi an Bord • Mittelthurgau-Reiseleitung

Internet Buchungscode

Shopping & Advent Donau

Ihr Reiseprogramm

Tag 1 Schweiz > München > Passau. Der beliebte

Weihnachtsmarkt mit alpenländischem Flair war in

seiner Tradition und ist immer noch ein sogenannter

«Warenmarkt».

Tag 2 Tulln > Wien. Im Advent präsentiert sich Wien

mit vielen stimmungsvollen Weihnachtsmärkten von

seiner romantischen Seite.

Tag 3 Wien. Beim traditionellen Wiener Adventszauber

wird der Rathausplatz zu einem leuchtenden

Märchenland.

Tag 4 Linz > Salzburg > Schweiz. Wenn es weihnachtet

in der Mozartstadt öffnet der Salzburger Christkindlmarkt

seine Pforten. Um ca. 13.30 Uhr Busrückreise zu

Ihrem Abreiseort.

Shopping & Advent Mosel

Jetzt bestellen: Katalog

«Winter auf dem Fluss

2019»!

Gratis-Buchungstelefon

Route 1 Koblenz–Trier

Tag 1 Schweiz > Koblenz. Busanreise nach Koblenz.

Der Weihnachtsmarkt mit über 100 Buden findet auf

mehreren Plätzen der Altstadt statt.

Tag 2 Koblenz > Cochem*. Flussreise auf der Mosel

bis Cochem. Die «Perle an der Mosel» zeigt sich zur

Weihnachtszeit in besonderem Glanz.

Tag 3 Beilstein > Bernkastel. Die Atmosphäre des

Bernkasteler Weihnachtsmarktes wird Sie verzaubern.

Tag 4 Trier > Schweiz. Der Weihnachtsmarkt findet

auf dem Hauptmarkt vor dem Dom statt. Geniessen Sie

den Duft von gebrannten Mandeln. Busrückreise.

Route 2 Trier–Koblenz

Detailprogramm auf Anfrage.

*Kein Weihnachtsmarkt bei Abreise 28.11. in Cochem.

www.mittelthurgau.ch

ebstr2/ebcol2

4 Tage ab Fr. 499.–

inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord

Reisedaten 2019

29.11.–02.12., 02.12.–05.12., 05.12.–08.12., 08.12.–11.12., 11.12.–14.12.

Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis

Deluxe 2-Bett, Hauptdeck 649.– 499.–

Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 749.– 599.–

Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 849.– 699.–

Zuschläge: Wochenendzuschlag Do–So/Fr–Mo 45.– • Alleinbenützung

Deluxe 275.– • Königsklasse-Luxusbus 95.–

Unsere Leistungen: Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • An-/Rückreise

im Komfort-Reisebus • Mittelthurgau Fluss-Plus: Komfort-Reisebus während

der ganzen Reise • Free WiFi an Bord • Mittelthurgau-Reiseleitung

Internet Buchungscode

www.mittelthurgau.ch

emmuc1

4 Tage ab Fr. 495.–

inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord

Reisedaten 2019

Route 1, Koblenz–Trier, 28.11.–01.12., 04.12.–07.12., 10.12.–13.12.

Route 2, Trier–Koblenz, 01.12.–04.12., 07.12.–10.12., 13.12.–16.12.

Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis

2-Bett, Hauptdeck 645.– 495.–

2-Bett, frz. Balkon, Mitteldeck 725.– 575.–

2-Bett, frz. Balkon, Oberdeck 805.– 655.–

Zuschläge: Alleinbenützung HD 145.– • Alleinbenützung Kabine MD/OD

195.– • Königsklasse-Luxusbus 95.–

Unsere Leistungen: Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • An-/

Rückreise mit Komfort-Reisebus • Mittelthurgau-Reiseleitung

Internet Buchungscode

Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. +41 71 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

www.mittelthurgau.ch

eqtri4/eqkob1

Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit!

Nicht inbegriffen: Auftragspauschale pro Person CHF 20.– • Persönliche Auslagen und Getränke • Trinkgeld • Ausflüge • Versicherung

Abfahrtsorte: Wil , Burgdorf , Winterthur–Wiesendangen SBB, Zürich-Flughafen , Aarau SBB, Baden-Rütihof ,

Pratteln Aquabasilea , Basel SBB. Abfahrtszeiten auf Anfrage

Online buchen

0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch

• Bus zum Fluss

• Feinste Küche

• Exklusive Landausflüge

• Schweizer Qualität an Bord

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TECHNIK

RENAULT CLIO V

Ein Stadtauto, das sich auszahlt

FOTOS ZVG

N Länge: 4,05 m; Kofferraum: 391 l EBenzin 72/100/130 PS, Diesel 85 PS; 0–100 km/h ab

9,0 s; Verbrauch (Werk): ab 3,8 l/100 km, CO2 101 g L 14 900 bis 29 700 Fr. (ab September)

Der Renault Clio V bietet eine kleine Revolution im Innenraum.

Mit seinen Assistenzsystemen kann er mit den Grossen mithalten.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN

Eigentlich ein Privileg,

das deutschen Erfolgsmodellen

vorbehalten

ist: Das Clio-Design

ist so beliebt, dass sich die

fünfte Generation mit einer

leichten stilistischen Überarbeitung

begnügt. Man

könnte fast von einer «Meganisierung»

sprechen, da der

Clio die C-förmigen LED-

Scheinwerfer und die Wölbungen

in der Motorhaube

des grösseren Bruders übernimmt.

Die Rückleuchten,

die über die Heckklappe hinausragen,

bleiben dem Clio

aber erhalten. Während das

leicht überarbeitete Design

keine grosse Überraschung

bereithält, findet im Innenraum

eine kleine Revolution

statt. Das Hartplastik verschwindet

und macht geschäumten

Materialien und

individuell wählbaren Farbelementen

Platz, aussergewöhnlich

in diesem Segment.

Die noch nicht ganz vollstän-

dig virtuelle Instrumentierung

– sie folgt Ende Jahr –

verfügt über einen grossen

und praktischen Touchscreen

(7 bis 9,3 Zoll). Das Armaturenbrett

enthält weiterhin

Tasten und die Klimaanlage

wird über grosse Drehknöpfe

gesteuert. Die Geräumigkeit

des Stadtautos bleibt unverändert,

genau wie auch die

Abmessungen (+1 cm Länge).

Der Zugang zu den gut dimensionierten

Vordersitzen

ist grosszügig. Der hintere

Passagierraum entspricht

dem Segment, ebenso wie

der Kofferraum, der mit seiner

kubischen Form und dem

doppelten Boden noch praktischer

wird.

Fahr eigenschaften

Ebenfalls weiterentwickelt

wurde das Fahrwerk, wobei

die Verbesserungen hauptsächlich

den Fahrkomfort

und die Geräuschdämmung

betreffen. Der 3-Zylinder-

Motor mit 100 PS ist sehr

diskret und bietet guten

Durchzug. Der 130 PS starke

1,3-Liter- Motor wird von

einem Doppelkupplungsgetriebe

angetrieben und ist

angenehm und kraftvoll. Der

Clio ist sehr gut ausgestattet

und führt zudem als erstes

Modell das autonome Fahren

der Stufe 2 in das Segment

ein. Der adaptive Tempomat

und ein ausgeklügeltes Spurhaltesystem

ermöglichen es

dem Fahrzeug, auf der Autobahn

das Tempo und die Spur

zu halten. Und das für 900

Franken ab den höheren Ausstattungsversionen.


Autonomiestufe 2 Überlegene

Fahrassistenten

Keine stilistischen

Änderungen Und

doch ist die Plattform

völlig neu

NEUARTIGER

HYBRID

Ab 2020 gibt es den Clio mit

einem Hybridantrieb. Das

Modell startet immer im

Elektro-Modus. Angetrieben

wird er von einem 1,6-Liter -

Verbrennungsmotor, einem

Elektromotor (35 kW) und

einem Startergenerator (15

kW). Nach dem Start unterstützt

der Startergenerator

die Übergänge eines Multimode-Getriebes

mit 15

Gängen. Gemeinsam werden

die Motoren etwa

130 PS und 250 Nm Drehmoment

entwickeln. Eine

1,2- kWh- Batterie zur Rekuperation

der Energie wird

laut Renault 80% der Stadtfahrten

im Elektro-Modus

ermöglichen. Der Megane

und der Captur werden als

Plug-in-Version (Batterie ca.

10 kWh, Reichweite 50 km)

angeboten.

September 2019 | touring 41


TRAUMROUTE INDISCHER OZEAN

MAURITIUS – SEYCHELLEN – MADAGASKAR – LA REUNION

AB CHF 3545

KOMBI-REISE MIT 20 REISETAGEN

REISELEITUNG VOR ORT

REISEN MIT DEM SCHÖNSTEN LÄCHELN DER WELTMEERE

KREOLISCHE SCHMUCKSTÜCKE

Einzigartige Traumstrände, smaragdgrün bis aquamarinblau schimmernder

Ozean, exotische Tierwelt, ursprüngliche Naturvielfalt – alles was Ihr «Reiseherz»

begehrt. Erkunden Sie auf dieser abwechslungsreichen Kombi-Reise

die Juwelen des Indischen Ozeans und entspannen Sie einige Tage am Meer.

1. TAG: Direktflug Zürich – Mauritius

2. TAG: Frühstück inmitten einer Teeplantage. Am Nachmittag

freie Zeit am Meer.

3. TAG: Besuch des botanischen Gartens von Pamplemousse

und des quirligen Grand Baie.

4. TAG: Freier Tag am Meer.

5. TAG: Transfer zum Hafen, wo Sie an Bord gehen.

6. TAG: Wie wäre es mit einem Ausflug in den Süden von

Mauritius? Am Abend heisst es «Leinen los»!

7. TAG: La Reunion fasziniert mit seinem Regenwald,

Wasserfällen und bizarren Mondlandschaften.

8. TAG: Freier Tag für Erkundungen in La Reunion.

9. – 10. TAG: Erholung auf See.

11. TAG: Willkommen im Paradies. Erkunden Sie z. B. die

charmante Hauptstadt der Seychellen, Victoria.

12. TAG: Besuchen Sie optional weitere, zauberhafte Inseln

wie Praslin und La Digue.

13. TAG: Erholung auf See.

14. TAG: Erkunden Sie das kosmopolitische Antsiranana

oder die spektakuläre Landschaft der Roten Tsingy.

15. TAG: Duftpflanzen wie Vanille und Ylang Ylang geben

Nosy Be seinen zweiten Namen, die Parfüminsel.

16. TAG: Erholung auf See.

17. TAG: Mischen Sie sich auf dem Markt von Toamasina,

mit exotischen Gewürzen, unter die Einheimischen.

18. TAG: Erholung auf See.

19. TAG: Besuch einer mauritischen Maniok-Keksfabrik.

Am Nachmittag freie Zeit am Meer.

20. TAG: Direktflug Mauritius – Zürich

ALLE LEISTUNGEN UND

DETAILPROGRAMM AUF

VOEGELE-REISEN.CH

IHR SCHIFF AIDABLU

Schiff: 2010 gebaut. Vier Buffet- und vier Spezialitäten

Restaurants z. B. Sushi (gegen Aufpreis)

sowie 14 Bars/ Lounges. Kunstgalerie, Boutiquen

und ein breites Unterhaltungsangebot.

Kabinen (1101): Alle Kabinen verfügen über Bad,

Föhn, Radio, Sat-TV, Telefon, Klimaanlage, Safe.

Sport & Wellness: 2.602 m² Wellness-Bereich,

4 Saunen, Massagen (gegen Gebühr), Fitnesscenter,

Sportaussendeck und Joggingparcour.

DAS IST ALLES INBEGRIFFEN

• Flüge mit Edelweiss in Economy

• 4 Nächte in guten Erstklasshotels

• Täglich Frühstück und 4 Abendessen

• 1 Ganz- und 2 Halbtagesausflüge

• Deutsch sprechende Reiseleitung in Mauritius

während den Transfers und Ausflügen

• 14 Nächte Kreuzfahrt an Bord der AIDAblu in

der gewählten Kabinen-Kategorie

• Nutzung der Bordeinrichtung

• Alle Hafen- und Passagiergebühren

• Vollpension an Bord

• Tischgetränke zu den Hauptmahlzeiten in den

Buffet-Restaurants inklusive

• Trinkgelder an Bord der AIDAblu

• Teilnahme an Bordaktivitäten und

Veranstaltungen

• Betreuung durch Deutsch sprechenden

Gästeservice an Bord

• Reiseunterlagen inklusive Reiseführer

DATUM UND PREISE

pro Person bei 2er Belegung in CHF

Ihr Kabinentyp

14.02.20–

04.03.20

2-Bett Innenkabine 3545

2-Bett Meerblickkabine 3925

2-Bett Balkonkabine 4475

Zuschläge pro Person:

Einzelkabine 1305 bis 1895

Business 3610

Katalog-Preis 100

Optionale Landausflüge auf dem Schiff

Visumgebühr Madagaskar ca. EUR 35

INTERNET-BUCHUNGSCODE: VSINOZ01

Vögele Reisen AG, 8048 Zürich, info@voegele-reisen.ch

100%

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0800 835 800 VOEGELE-REISEN.CH


TECHNIK

DS3 CROSSBACK 130 SO CHIC

Hang zur Extravaganz

N Länge: 4,12 m; Kofferraum: 350 l E1,2-l-Turbobenziner, 3 Zylinder, 130 PS, 1750 Nm;

8-Gang-Getriebe; 0–100 km/h in 9,2 s; Verbrauch (Werk): 7,3 l/100 km, L 36 000 Fr.

Der DS-Stil erinnert an den

grossen DS7. Wie bei jedem SUV

schützen Kunststoffelemente die

Karosserie. Die seitliche Haifischflosse

ist erhalten geblieben

Ganz dem Zeitgeist entsprechend, wird aus der Limousine DS3 ein

SUV. Eine notwendige Entwicklung, wenn man auffallen will.

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

A

ngesichts dieser

«SUV-Manie» haben

die Hersteller keine

Wahl mehr: Die

zweite Generation des DS3

kommt als Crossback-Version,

ein authentischer, 5-türiger

urbaner SUV. Seine gewölbte

Form und die 17 cm Bodenfreiheit

verleihen ihm eine

starke Präsenz. Dieser SUV

veranschaulicht die wiedererwachten

Ambitionen von

DS und will als SUV der Spitzenklasse

dem Audi Q2 Konkurrenz

machen. Dazu greift

der Crossback auf viele Stilelemente

seines grösseren

Bruders DS7 zurück. Das Ergebnis

ist ein ausdrucksstarker

SUV mit Hang zum Aussergewöhnlichen.

Wie zum Beispiel

die bündig in die Karosserie

eingelassenen Türgriffe, die

automatisch ausfahren.

Schöne Verarbeitung

Die aussergewöhnliche Anmutung

des DS3 Crossback

zieht sich mit seinen hexagonalen

Designelementen auch

im Innenraum weiter. Wie

beim DS7 finden sich mehrere

Elemente mit dieser ungewöhnlichen

Form. Zum

Beispiel die wabenförmig

angeordneten Tasten an der

Mittelkonsole. Die schöne

Verarbeitung der Materialien

und das gebürstete Chrom

entfalten ihre Wirkung. Wir

schätzen auch die digitale Instrumentierung,

die sich auf

das Wesentliche beschränkt,

und die grossen Abbildungen

des Head-up-Displays (500

Fr.). Der Crossback bietet aufgrund

seiner Grösse auf den

Rücksitzen nur begrenzt

Platz, was etwas an einen

Unverwechselbarer SUV

Anordnung im Innenraum

Komfortable Fahreigenschaften

Kostenlose Wartung 8

Jahre

Überbordende Stil-

Elemente

Geräumigkeit hinten

Kleinwagen erinnert. Ebenso

der Kofferraum, dessen 350 l

sehr optimistisch berechnet

sind. Die Rücksitzbank bietet

jedoch einen bequemen Mittelsitz,

was eigentlich erstaunt.

Etwas straff bei niedrigen

Geschwindigkeiten, verfügt

der Crossback auf der Autobahn

über einen überraschend

versöhnlichen Federungskomfort.

Dank der

guten Geräuschdämmung

eignet sich dieser urbane

SUV auch bestens für lange

Strecken auf der Autobahn.

Man erinnert sich zwar etwas

wehmütig an die verspielte

Art der Limousine,

doch das Fahrverhalten des

SUV ist agil und lebhaft, was

sehr gut ist für diese Kategorie.

Ohne sehr leistungsstark

zu sein, gefällt der 3-Zylinder

durch sein Ansprechverhalten

und seinen Durchzug und

bleibt dabei sehr diskret. Bis

auf wenige Erschütterungen

vermittelt auch das 8-Gang-

Wabenförmig Eine originelle Aufmachung

und angenehm zu bedienen

Ein kubischer Kofferraum, der eher

einem Kleinwagen gerecht wird

Automatikgetriebe einen

guten Eindruck.

Passend zum Aufstieg in seinem

Segment hat der DS3

einen Hang zum Masslosen

entwickelt. Zwar stimmt die

Grundausstattung, doch die

vielen Optionen erhöhen den

Preis. So zum Beispiel die

Fahrassistenten (SAE-Autonomiestufe

2) und auch die verschiedenen

Ausstattungselemente

zur Individualisierung

dieses etwas angeberischen

Fahrzeugs. ◆

September 2019 | touring 43


TONI

Schifffahrt auf dem Zellersee

Mit dem beliebten

Almabtrieb Mayrhofen!

in

Wunderschönes Zillertal

Kufstein

Jenbach

Mayrhofen/Zillertal

Exklusivreise vom 3. - 6. Oktober 2019

Inn

Kitzbühel

Rheingold Express

Zell am See

Der Rheingold Express

Legendärer Rheingold Express

Auf herrlicher Fahrt vom Zillertal ins Salzburgerland!

Erleben Sie auf dieser Exklusivreise den Glanz vergangener Jahrzehnte bei einer traumhaft schönen Fahrt mit dem

(TEE) Rheingold, dem Luxuszug der 60er Jahre. Geniessen Sie den Komfort und die Eleganz der rollenden Legende

entlang der schönsten Bahnabschnitte Tirols und anderntags den bekannten Almabtrieb in Mayrhofen!

Ihr Reiseprogramm:

1. Tag, Donnerstag 3. Oktober 2019 -

Anreise ins Zillertal

Fahrt im komfortablen Extrabus ins Zillertal,

wo wir zum Nachtessen erwartet

werden.

2. Tag, Freitag 4. Oktober 2019 – Unterwegs

mit dem Rheingold Express

Am Bahnhof Jenbach steht der legendäre

(TEE) Rheingold zum Einsteigen bereit.

Machen Sie es sich wie einst die Elite der

Wirtschaftswunderära in der 1. Klasse gemütlich

und fühlen Sie sich in die gute

alte Zeit zurückversetzt. Schon bald erblicken

wir die imposante Festung vom

Städtchen Kufstein und rollen gemütlich

weiter ins Salzburgerland bis nach Zell am

See. Hier im schönsten Ferienort Österreichs

unternehmen wir eine traumhafte

Schifffahrt auf dem Zeller See. Wieder an

Bord des Rheingolds gleiten wir durch

schöne Landschaften nach Kitzbühel,

wo uns ein interessanter Stadtrundgang

erwartet. Am Abend erreichen wir wieder

unseren Ausgangspunkt in Jenbach.

Nachtessen im Hotel.

3. Tag, Samstag 5. Oktober 2019 – Almabtrieb

in Mayrhofen

Heute besuchen wir in Mayrhofen den

traditionellen Almabtrieb. Wenn zum

Abschluss der Almweidezeit die Kühe

festlich geschmückt von den Tiroler Almen

heimgetrieben werden, ist alles auf

den Beinen – ein wunderbarer Tag! Musikgruppen

& Schuhplattler sorgen für

Unterhaltung und auf dem traditionellen

Bauernmarkt können Sie alte Handwerkskunst

bestaunen und feine Zillertaler Spezialitäten

ergattern.

4. Tag, Sonntag 6. Oktober 2019

Heimreise

Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise

an.

Noch mehr sparen -

bis 100% REKA-Checks!

Organisation: Holiday Partner, Altendorf

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren! Tel. 0848 00 77 88 www.car-tours.ch

4 Reisetage

inkl. Halbpension ab nur

Fr. 699.-

Leistungen - Alles schon dabei!

REISEHIT

356

Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus

✓ 3 Übernachtungen im guten

Mittelklassehotel

✓ 3 x Frühstück im Hotel

✓ 3 x Nachtessen im Hotel

✓ Bahnfahrt im nostalgischen Rheingoldexpress

1. Klasse, inkl. Sitzplatzreservierung

(Jenbach-Kufstein-Zell am See-Kitzbühel-Jenbach)

✓ Herrliche Schifffahrt auf dem Zeller See

✓ Geführter Stadtrundgang in Kitzbühel

✓ Besuch des Almabriebs in Mayrhofen

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während

der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie:

Preis pro Person im Doppelzimmer

im guten Mittelklassehotel:

Fr. 699.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar:

Einzelzimmerzuschlag: Fr. 90.-

Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ,

Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich


DER TCS EXPERTE

EMANUEL FREUDIGER

E-Autos zuhause laden

REDAKTION TOURING

Wallbox Mit dieser

Lösung ist schnelles

Laden zu Hause möglich

Was ist eine Wallbox?

Wallboxen sind Ladeeinrichtungen

für E-Autos, mithilfe

derer die Ladezeit zuhause

verkürzt wird. Grundsätzlich

kann jedes Elektroauto an

der Haushaltssteckdose mit

Wechselstrom geladen werden,

davon wird aber aus

diversen Gründen abgeraten

und die Ladeleistung beträgt

nur rund 2 Kilowatt). Die

Verwendung von Wallboxen

ist die sichere Lösung, womit

einphasiges Laden mit 3,7

kW und dreiphasiges Laden

mit 11 oder 22 kW möglich

ist.

Kann ich die Wallbox

selber installieren?

Die Installation einer Wallbox

ist nichts für Laien. Das

ist die Aufgabe einer Fachperson.

Bevor sie im Haus installiert

werden kann, muss

ein technisches Anschlussgesuch

eingereicht werden sowie

eine Installationsanzeige

beim lokalen Stromanbieter.

Der genaue Ablauf kann in

den Werksvorschriften des

lokalen Strom anbieters nachgelesen

werden. Grundsätzlich

kann die Wallbox fest

mit dem Wechselstromnetz

verbunden sein oder trennbar

mithilfe eines CEE-Steckers.

Das trennbare Prinzip

wird bei den TCS-Heimladestationen

verwendet, so kann

die Wallbox bei einem allfälligen

Problem schnell ausgetauscht

werden.

Wie funktioniert ein

Ladevorgang?

In Europa wird grösstenteils

der Typ-2-Stecker zum Laden

mit Wechselstrom verwendet.

Sobald das Typ-2-Ladekabel

an der Wallbox sowie am

Fahrzeug angeschlossen ist,

wird Aufgrund des Proximity-Pilot-Anschlusses

(PP) von

beiden Seiten erkannt, dass

ein Ladekabel angeschlossen

ist und für welche Leistung

es ausgelegt ist. Wird von der

Ladestation erkannt, dass ein

Ladekabel angeschlossen ist,

wird über den Control Pilot

(CP) vom Ladekabel ein Signal

an das E-Auto gesendet.

Sobald das E-Auto feststellt,

dass ein Ladekabel angeschlossen

ist, wird die Wegfahrsperre

aktiviert und das

Signal von der Ladestation

beeinflusst. Für das Signal

gibt es vier Zustände: kein

Fahrzeug angeschlossen,

Fahrzeug angeschlossen aber

nicht ladebereit, Fahrzeug

laden und Fehler beim Laden.

Ist das Fahrzeug ladebereit,

gibt die Schalteinheit der

Wallbox den Ladestrom frei

und der Ladevorgang beginnt.

Über das Signal kann

vom Auto die Ladeleistung

während des Ladevorgangs

angepasst werden und nach

vollständiger Ladung der Ladevorgang

beendet werden.

Je nachdem, ob einphasig

über L1 oder mehrphasig

über L1, L2 und L3 geladen

wird, sind die entsprechenden

Kontakte am Stecker

belegt. Zudem verfügt der

Typ-2-Stecker immer über

den Neutralleiter (N) und

die Erdung (PE). ◆

TIPPS

Die Installation einem

1. Fachmann überlassen.

Ein schneller Kundendienst

ist essenziell,

2.

das Auto kann bei Störungen

nicht geladen werden.

Das schwächste Glied

3. in der Ladekette (Auto,

Ladekabel und Wallbox)

entscheidet über die maximale

Ladeleistung.

Ein fest angebrachtes

4. Kabel ist an abgeschlossenen

oder nicht frei

zugänglichen Orten ein

Komfortgewinn. Ein Kabel

im Kofferraum ist dennoch

mitzuführen.

An frei zugänglichen

5. Orten empfiehlt sich

eine Freischaltvorrichtung

gegen missbräuchliche

Nutzung.

LARS TANNER

Funktion:

Projektleiter Technik &

Wirtschaft

Beruf:

Automobilingenieur

Alter:

27 Jahre

Kontakt:

tcs.ch/experte

September 2019 | touring 45


Leserangebot: Island

Traumkreuzfahrt in den hohen Norden

Exklusiv:

All Inclusive

Getränkepaket

„Easy“

inkludiert

12 Tage inkl.

An-/Rückreise

1‘890.-

ab Fr.

MSC Preziosa ★★★★

Inklusive 2 Tage Schottland & 4 Tage Island

Bis 31.8. vom Touring-Spezialpreis profitieren!

Ihr Reiseprogramm

Tag 1 Zürich - Hamburg

Fluganreise. Transfer zum Hafen. Einschiffung

und Abfahrt um 22.00.

Tag 2 Erholung auf See.

Tag 3 Invergordon (Schottland)

07.00 - 18.00. Wunderschöne Natur erwartet

Sie rund um die kleine, schottische

Stadt Invergordon. An der Nord-Ost-Küste

Schottlands gelegen, hält Invergordon aufregende

Ausflüge bereit. Von der schottischen

Kleinstadt aus können Sie die mystische

Schönheit der Landschaft mit ihren

weiten Hochmooren und kargen Berglandschaften

kennenlernen sowie den Sagen

der Umgebung auf den Grund gehen: Am

Fusse der Highlands warten geheimnisvolle

Burgen, wie das Cawdor Castle, und magische

Gegenden, wie das Ufer von Loch

Ness, auf Sie.

Invergordon

Tag 7 Isafjord (Island)

07.00 - 19.00. Das Städtchen liegt im Nordwesten

Islands und ist schon durch seine

bunten Häusern sehenswert. Unternehmen

Sie einen kurzen Spaziergang nach

Osten zum Leuchtturm, geniessen Sie die

erholsame Ruhe und beobachten Sie die

unzähligen Vogelarten, für die der Ort auch

bekannt ist.

Akureyri

Reykjavik

Tag 11 Erholung auf See.

Kirkwall

Tag 12 Hamburg (Deutschland)

06.00. Ausschiffung und Transfer zum Flughafen

inklusive Stadtrundfahrt. Rückflug

nach Zürich.

Hamburg

Inbegriffene Leistungen

l Deutschsprachige Bordhostess

l Flüge Zürich - Hamburg - Zürich

in Economy Class

l Kreuzfahrt mit Vollpension

l All Inclusive Getränkepaket Easy

l 11 Nächte an Bord

l Gala-Dinner

l Stadtrundfahrt in Hamburg

l Alle Transfers

l Flug-/Hafentaxen

Tag 4 Erholung auf See.

Tag 5 - Tag 6 Reykjavik (Island)

Ankunft um 10.00. Sie verbringen den ganzen

Tag in der nördlichsten Hauptstadt der

Welt, die ihren Namen „Rauchbucht“ von

den heissen Quellen unweit der Stadt erhalten

hat. Besuchen Sie in der lebensfrohen

Mini-Metropole die Hallgrims-Kirche, von

der Sie einen herrlichen Ausblick auf die

Stadt und die Umgebung haben. Übernachtung

an Bord und Abfahrt am Folgetag um

18.00.

Tag 8 Akureyri (Island)

07.00 - 18.00. Unweit von Akureyri befindet

sich der Myvatn, der Mückensee. Gegensätzliche

Landschaften, ein See mit unzähligen

Buchten und Inseln sowie zahlreiche

Naturwunder vulkanischen Ursprungs begeistern.

Auch einer der bekanntesten Wasserfälle

Islands befindet sich in der Nähe,

der atemberaubende Godafoss-Wasserfall,

dessen Wasser über eine Breite von ca. 30

Metern etwa zwölf Meter in die Tiefe stürzt.

Tag 9 Erholung auf See.

Tag 10 Kirkwall (Schottland)

08.00 - 20.00. Kirkwall ist die wichtigste

Stadt der Orkney-Inseln und ein grosser

schottischer Hafen.

Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr 044 289 81 81

Ihr Schiff: MSC Preziosa ★★★★

Baujahr 2013 • Deutschsprachige Bordhostess

• 333 Meter lang / 37 Meter breit

• 18 Decks • 1‘751 Kabinen • 9 Bars • 5

Restaurants • 3 Swimmingpools • diverse

Whirlpools • Wellness- & Spa-Bereich • Casino

• Theater • Kino

www.cruisetour.ch

Ideale Reisedaten

Datum 1: 04.06.2020 - 15.06.2020

Datum 2: 24.07.2020 - 04.08.2020*

Einmalige Aktionspreise

Alle Preise p. P. in CHF bei Doppelbelegung.

Einzelkabinen auf Anfrage.

Innenkabine IB

Innenkabine IF

Aussenkabine OB

Aussenkabine OF

Balkonkabine BB 1

Balkonkabine BF

Balkonkabine BA

Yacht Club YC1

*Zuschlag Datum 2

1‘890.-

1‘990.-

2‘190.-

2‘290.-

2‘490.-

2‘740.-

3‘190.-

4‘790.-

+250.-

(Gültig pro Kabine in Kategorie O2/S2) General-Wille-Str. Bordguthaben: 500.- 10, 8002 (Kat. Zürich S2) pro Kabine

Bus ab/bis Schweiz 240.- info@cruisetour.ch

Bus ab/bis Schweiz 240.-

1

Kabinen teilweise mit Sichteinschränkung | Nicht inbegriffen: Weitere Getränke, persönliche Ausgaben, Serviceentgelt von 15% auf Dienstleistungen an Bord, oblg.

Trinkgelder an Bord (ca. 10 EURO pro Person / Nacht), Annullationskostenversicherung, fakultative Landausflüge während der Kreuzfahrt, Auftragspauschale CHF

20.- pro Person (maximal CHF 40.- pro Dossier)


New York,

New York

Ob Sie bereits Fan sind oder noch von einem Besuch

träumen – dieses Special führt Sie quer durch die

unglaubliche Stadt. Wir waren für Sie im neuen Viertel

Hudson Yards, haben die Küchen von Queens ausprobiert,

sind auf dem Hudson gefahren und vieles mehr.


TEXTE JULIANE LUTZ | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

NEW YORK

Eine Bootstour um

Manhattan ist auch

für New-York-Kenner

noch ein Erlebnis

September 2019 | touring 47


Die Stadt

in der Stadt

Ein neues Quartier hat die Skyline im Westen von Manhattan

drastisch verändert. Hudson Yards ist umstritten,

aber auch typisch für eine Stadt, in der die Träume in

den Himmel wachsen. Ein Besuch ist ein Muss, schon

allein wegen der begehbaren Skulptur The Vessel.

Sein Anzug ist schick

und er hat dieses Lächeln,

das die Amerikaner

gern als «megawatt

smile» bezeichnen: Sean

ist eine blendende Erscheinung

und passt als «Mr. Hudson

Yards» bestens in dieses

nagelneue Quartier, in dem

alles schön und teuer ist. Wo

von Stararchitekten erbaute

Wolkenkratzer in der Sonne

leuchten und die Läden der

Shopping Mall, die von Fendi

bis Micro Scooter reichen,

zahlungskräftige Käufer anlocken

sollen. Immer wieder

spaziert der gut aussehende

Mann, der als eine Art Botschafter

für die Marke Hudson

Yards fungiert, über das

Gelände mit der begehbaren

kupferfarbenen Skulptur

namens Vessel, die seit der

Eröffnung des Quartiers im

Frühjahr Leute in Scharen

anlockt. Er spricht mit Besuchern,

beantwortet Fragen,

lächelt viel und hat dabei immer

im Blick, was sich so tut.

Die Vision

des Mr. Ross

Es ist noch nicht so lange her,

da war hier wenig los, lag

dieser Teil zwischen Hell’s

Kitchen und Chelsea im Westen

Manhattans unweit des

Hudson brach. Schnellstrassen,

Gleise, Ödnis – viel

mehr war da nicht. Bis der

aus Michigan stammende

Self-Made-Milliardär

Stephen Ross, Inhaber des

Immobilienkonzerns Related,

vor 13 Jahren begann, seine

Vision Wirklichkeit werden

zu lassen. Zwischen 30. und

34. Strasse und zwischen 10.

und 12. Avenue sollte auf

über elf Hektaren eine neue

Stadt in der Stadt entstehen.

Ihm schwebte ein «Museum

Der charmante Sean

begrüsst als Mr. Hudson

Yards Besucher

Die 46 Meter hohe

Vessel hat sich längst

zum Besuchermagneten

entwickelt

der Architektur» vor, das

grosse Namen vereinigt wie

Childs oder Foster. Der studierte

Buchhalter begann

zu planen und sicherte sich

2009 mit der kanadischen

Oxford Properties Group die

Baurechte, 2012 begannen

die Arbeiten. Abstellgleise

von Penn Station wurden mit

einer gigantischen Plattform

abgedeckt, auf der die Gebäude

stehen, so wie es bei

einem Teil der Park Avenue

der Fall ist, die über den

Gleisen von Grand Central

errichtet wurde. Mit etwa 25

Milliarden Dollar gilt Hudson

Yards als teuerstes, privates

Immobilienprojekt der USA

48 touring | September 2019


NEW YORK

und die Gebäude haben den

Westen der Skyline von Manhattan

stark verändert.

Arbeitsort von

40 000 Menschen

Wenn 2026 die letzte Bauphase

abgeschlossen ist,

wird Hudson Yards aus zwölf

Wohn- und Bürotürmen –

einer verfügt sogar über eine

öffentlich zugängliche Aussichtsplattform

in 335 Metern

Höhe –, einer Mall mit

100 Läden, einem Kulturzentrum,

einem Hotel und einer

Schule bestehen. 40 000

Menschen sollen in den Büros,

Geschäften, Restaurants

und Bars arbeiten. Die meisten

der 4000 Apartments

können sich nur die sehr gut

Betuchten leisten. Obwohl es

im Hochhaus mit der Nummer

15 Hudson Yards auch

eine gewisse Anzahl Wohnungen

für Leute mit geringem

Einkommen gibt. Das ist

Ross ein Anliegen, der mit

dem Bau von erschwinglichem

Wohnraum reich

wurde. Wer die Glücklichen

sein werden, darüber entscheidet

eine Lotterie, die

von der Stadt New York

durchgeführt wird.

Vielen gefällt Ross’ wahrgewordener

Traum nicht, der

dazu noch von New York,

einer Stadt mit eklatantem

Wohnungsmangel und Tausenden

von Obdachlosen,

mit Steuererleichterungen

in Millionenhöhe subventioniert

wurde. «Millionärsghetto»

oder «Relikt überholten

Städtebaus» heisst es.

Und nicht wenige monieren,

dass die von berühmten Büros

entworfenen Hochhäuser

ziemlich gleich aussehen.

Durch die Fenster der

Vessel gesehen, wirkt

Hudson Yards wie aus

Mosaiksteinen gebaut

Architektur wird

Kunst. Einer der

Türme und das

Kulturzentrum

Auf die Vessel

muss man gehen

Lohnt ein Abstecher nach

Hudson Yards, für das eigens

die U-Bahn-Linie Nr. 7 erweitert

wurde? Ja.

Am besten spaziert

man über die

Highline, deren

nördlicher Teil hier

endet, in das neue

Quartier. Es ist auch ein Teil

des facettenreichen, sich

ständig wandelnden New

York und irgendwie typisch

für die Stadt der Gigantonomie,

in der die Träume förmlich

in den Himmel wachsen.

Die Mall, die alles bietet,

was fein und gut ist, ist besuchenswert.

Aber die Vessel,

dieses knapp 46 Meter hohe,

korbähnliche Stahlgebilde

des britischen Designers

Thomas Heatherwick – eine

Besteigung muss reserviert

werden – ist fast schon Pflicht

für New-York-Besucher. Sie

besteht im Innern aus 154

Treppen, die durch Ebenen

verbunden sind, und durch

die wabenförmigen Fenster

der Skulptur sehen Besucher

Ausschnitte aus der Umgebung

– Baukräne, den Hudson,

Teile der Hochhäuser, so

dass Hudson Yards schliesslich

wie ein aus Mosaiksteinchen

zusammengesetztes

ziemlich schönes Kunstwerk

erscheint. ◆

September 2019 | touring 49


50 touring | September 2019


NEW YORK

Blick vom Inneren der

Vessel auf einige der

154 Treppen und die sich

verändernde Westside

September 2019 | touring 51


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von Uglitsch* aus der Blütezeit dieser ländlichen

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NYC für Anfänger und Kenner

Wenn sich jemand in dieser Stadt auskennt, dann ist es

Chris Heywood, der sich um das weltweite Destination-

Marketing kümmert. TCS-Mitgliedern verrät er die besten

Tipps – etwa wo die Musik wirklich spielt oder wo Surfer

auf ihre Kosten kommen.

Einer der schönsten Blicke auf

die Skyline von Manhattan

bietet sich zum Beispiel von Long Island

City in Queens. Wenig bekannt ist

auch die sensationelle Aussicht von

Governors Island Richtung Lower Manhattan.

Und wer die Stadt von oben

betrachten will, sieht von der Aussichtsplattform

Top of the Rock im Rockefeller

Center den Central Park und in

der anderen Richtung weit über das

Empire State Building hinaus.

Wer’s romantisch mag, besucht den

Mini-Park St. Luke in the Fields, der zur

gleichnamigen Kirche an der Hudson

Street zwischen Christopher und Barrow

Street gehört. Ein herrlich ruhiger

Flecken im West Village. Der Brooklyn

Botanic Garden zur Kirschblüte ist

auch Romantik pur.

Musikfreunde kommen natürlich im

Lincoln Centre auf ihre Kosten. Hier

finden Aufführungen der MET und

Konzerte der New Yorker Philharmoniker

statt. Selbst Jazz gibt’s dort – in

Dizzy’s Club. Wer diese Musikrichtung

liebt – Village Vanguard, Blue Note und

Jazz Standard gehören noch immer zu

den Top-Adressen. Tolle Live Musik

gibt’s im legendären Apollo Theater in

Harlem und auch die renovierte, gerade

wieder eröffnete Webster Hall im

Village lohnt den Besuch. Mit all den

Musicals ist natürlich auch der Broadway

ein Zentrum der Musik.

Die Kunstszene trifft sich in

West Chelsea, zwischen W 26th Street

und W 19th Street und 11. und 10.

Avenue. Aber auch die Lower East Side

ist in Sachen Galerien sehr angesagt:

NEW YORK

Sammler zieht es in das Viereck zwischen

Delancey Street, Canal Street,

Chrystie Street und Essex Street.

Wer mit Kindern nach New York

kommt, sollte mit ihnen unbedingt eines

der Disney-Musicals wie «The Lion

King» ansehen. Ein Anziehungspunkt

seit jeher ist der Zoo im Central Park

und auch die Dinosaurier im Museum

of Natural History begeistern die Kleinen

immer sehr. Sehr sehenswert ist

die Jim Henson Gallery mit allen

Muppetpuppen im Museum of Moving

Image in Astoria in Queens. Eltern

könnten mit den Kids eine Speedboat-

Fahrt auf dem Hudson machen und

ganz sicher kommt auch ein Besuch im

«Serendipity 3» an der 60. Strasse gut

an. Hier werden seit 1954 legendäre

Milch shakes und Eisschokolade verkauft.

Hidden Gems, Gegenden die

noch wenig bekannt, aber absolut

lohnenswert sind, gibt es einige

Zum Beispiel Queens. Es ist das multiethnische

Viertel New Yorks überhaupt.

Einfach die U-Bahn-Linie 7 nehmen →

Weiss (fast) alles

Chris Heywood an

der 7th Avenue,

wo sein Büro liegt

September 2019 | touring 53


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NEW YORK

und an verschiedenen Haltestellen aussteigen.

Jackson Heights lohnt besonders

wegen seiner unterschiedlichen

Küchen und Kulturen. Hier erlebt man

noch das echte New York. Die Rockaways

in Queens wie derum sind das

Surf-Eldorado in der Stadt. Eine neue

Fähre bringt einen in einer Stunde vom

Financial District aus dorthin. In der

Bronx ist das Viertel Belmont mit der

Arthur Avenue – das eigentliche Little

Italy – höchst reizvoll. Aber auch

Woodlawn, der grünste und nördlichste

Teil der Bronx könnte einen

Abstecher wert sein. Hier leben noch

immer viele Iren. Sehr schön ist der

prächtige Woodlawn Cemetery, wo

viele Berühmtheiten begraben sind.

Wer mal ausspannen will, nimmt von

Manhattans Südspitze aus eine Fähre

nach Governors Island. Hier kann man

Austern essen, in Hängematten chillen,

Glamping machen oder Velofahren,

ohne dass man von Autoverkehr gestört

wird. Und diese völlig andere

Welt liegt nur sieben Minuten von Manhattan

entfernt.

New York ist durchaus erschwinglich,

wenn man über einen Feiertag

wie den Fourth of July oder Labor Day

die Stadt besucht. Dann sind die Hotelpreise

niedrig. Und immer über Sonntag

bleiben, denn das ist in New York

die günstigste Nacht. Am erschwinglichsten

sind die Unterkünfte im

Januar und Februar. Während dieser

Monate, aber auch im Sommer, gibt es

die «Broadway Week» oder Restaurant

Week, während der man preiswert

Shows sehen oder essen gehen kann.

Für wenig Geld wird man an den vielen

Food trucks satt oder noch immer in

Queens. Museen haben in der Regel

einen oder einen halben Tag in der

Woche, in welcher der Eintritt gratis

oder billiger ist als sonst. Shakespeare

im Central Park ist eine tolle kostenlose

Attraktion, die Feuerwerke am

4. Juli, es gibt so viel. ◆

nycgo.com

Beeindruckend

Der Blick von Long Island

City auf Queensboro

Bridge und Manhattan

Megastadt: 8,5 Millionen leben in 5 Boroughs

Bronx

Seit 1874 ist sie der nördlichste

Stadtbezirk von New

York. Auf einer Fläche von

110 km 2 leben 1,4 Millionen

Menschen. Zwar gehört die

Bronx immer noch zu den

ärmsten Boroughs, doch

auch sie ist viel sicherer geworden.

Und es gibt einiges

zu sehen, etwa das Yankee

Stadium, schöne Parks oder

den Bronx Zoo.

Brooklyn

Seit 20 Jahren läuft der im

Südosten liegende Stadtbezirk

in Sachen Hipness Manhattan

den Rang ab. Dass

Brooklyn immer seinen besonderen

Charakter hatte,

liegt daran, dass es eine eigenständige

Stadt war, bevor

es 1898 zu NYC kam. Heute

leben 2,6 Millionen Einwohner

auf 180 km 2 – im Strandviertel

Coney Island, im

Künstlerquartier Williams-

N E W Y O R K C I T Y

Staten

Island

Upper

Bay

Lower Bay

Hudson River

Manhattan

Hudson Yards

Chelsea Piers

Brooklyn

Wave Hills

New York

Botanical Garden

Bronx

Corona

Queens

City Island

4 km

KEYSTONE

burg oder in edlen Ecken wie

Park Slope.

Manhattan

Über das kleinste Borough

muss nicht mehr viel gesagt

werden. Nur dass mit 1,63

Millionen Menschen auf 59

km2 die Dichte sehr hoch ist.

Queens

Mit 280 km2 nimmt Queens

ein Drittel der Stadtfläche

ein. Auch seit 1898 Teil von

NYC, ist es das Multikulti-

Viertel: Die Hälfte der 2,4

Millionen Einwohner ist im

Ausland geboren.

Staten Island

30 Fährenminuten von

Manhattan entfernt, ist die

152 km 2 grosse Insel, auf der

475 000 Menschen leben, etwas

abgelegen. Dabei sind

die Gärten von Snug Harbor

oder die Historic Richmond

Town einen Besuch wert.

September 2019 | touring 55


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NEW YORK

Oh, du grüne Bronx

Wer den nördlichsten Stadtteil New Yorks als von Bandenkriegen verwüsteten

Ort abgespeichert hat, sollte umdenken. Charmante und vor

allem grüne Flecken, die einen Besuch lohnen, gab’s dort schon immer.

City Island

Eine Brücke führt vom Pelham

Bay Park im Nordosten

der Bronx auf die 2,4 Kilometer

lange Insel. Einfamilienhäuser,

kleine Häfen, Fischrestaurants

– hier fühlt man

sich, als wäre man gar nicht

mehr in der Stadt. Dabei sind

die Sozialwohnungsblöcke

der Bronx in der Ferne zu erkennen.

City Island ist ein

Geheimtipp für alle, die während

eines New-York-Trips mal

eine Auszeit von Hektik und

Häuserschluchten brauchen.

Am schnellsten kommt man

mit Uber oder Lyft hierher.

New York Botanical Garden

Das Peggy-Rockefeller-Rosarium ist einer

von vielen Schätzen des Botanischen

Gartens im Herzen der Bronx, der sich

über 101 Hektaren erstreckt. Es gibt einen

Azaleengarten, Schwemmland, eine

Art Sakura im Frühling… Der Garten ist

das ganze Jahr über sehenswert und es

finden viele thematische Veranstaltungen

statt: von Kräuterkursen bis zur Lesung.

Wer Pflanzen liebt, für den ist der

NYBG fast ein Muss. Anreise: Metro

North Railroad oder Subway B, D oder

4 bis Bedford Park Blvd. Station.

Wave Hill

In Riverdale, dem edlen Teil der Bronx

im Nordwesten, liegt dieser hübsche Park

mit Gewächshaus, Themengärten und

Blick auf den Hudson. 1843 liess sich ein

erfolgreicher Jurist Wave Hill als Landsitz

erbauen, den spätere Besitzer immer

weiter vergrösserten. Zeitweise hatten

sich hier Mark Twain und Arturo Toscanini

eingemietet. Seit 1960 gehört das

Anwesen der Stadt New York. Von Manhattan

aus gut erreichbar mit der Metro

North Railroad.

September 2019 | touring 57


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NEW YORK

Eine Strassenhändlerin

an der

Roosevelt Avenue

Im Eilschritt durch die

Küchen von Queens

Während alle noch über Brooklyn reden, hat sich der flächenmässig

grösste New Yorker Stadtteil zum Aufsteigerviertel gemausert, das vor

allem Kulinarik-Interessierte anzieht. Wer den Charakter von Queens

erfassen will, erfährt viel bei einer Foodtour mit einem kundigen Guide.


September 2019 | touring 59


Um die Corona Plaza

ist Queens noch

ziemlich authentisch

Die Inhaberin

von Beky ist

täglich vor Ort

Super bunte Torten

in einer mexikanischen

Bäckerei

Die Cemita mit

Oaxaca-Käse ist ein

Bestseller bei Beky

Touristen verirren sich

selten zur unscheinbaren

Corona Plaza in

Queens. Warum auch,

die Gegend ist eher schäbig

als schön. Und immer wieder

rumpelt die Linie 7 Richtung

Flushing oder Hudson Yards

auf dem Hochbahntrassee so

laut vorbei, dass eine Unterhaltung

für einen Moment

unmöglich wird.

Doch für Kulinarik-Interessierte

ist der Platz ein guter

Ausgangspunkt. Queens ist

das Multikulti-Borough von

New York, in dem Menschen

aus fast aller Herren Länder

leben. Längst haben sich

Teile des flächenmässig

grössten aller fünf Stadtbezirke

zur Foody-Destination

entwickelt, doch das lateinamerikanisch

geprägte Quartier

Corona wie auch das angrenzende

Jackson Heights

oder Elmhurst mit seinen vielen

asiatischen Communitys

gelten noch immer ein wenig

als Geheimtipps.

Viva México

Esneider Arevalo ist Koch

und Punkrocker und er führt

mit Begeisterung Interessierte

durch die Küchen seiner

Wahlheimat Queens. Seit

34 Jahren lebt der 51-jährige

Kolumbianer hier. Als Erstes

führt er unsere kleine

Gruppe in eine mexikanische

Bäckerei, in der die buntesten

Torten verkauft werden,

die man sich vorstellen kann.

Die süssen Monster lässt er

links liegen, das Kleinbrot

will er uns versuchen lassen.

Und schon eilen wir unter

den Gleisen hindurch in die

103rd Street zu Beky, das

eine winzige Mexikanerin

führt. Im kleinen Ladenlokal

werden vorn Backwaren verkauft

und hinten ist ein Minirestaurant.

Wer hier sitzt,

kann dem Bäcker beim Teigkneten

zusehen. Bekys Stolz

ist die Cemita, eine Spezialität

aus dem mexikanischen

Bundesstaat Puebla. Das

Sandwich, belegt mit

Schweinefleisch, geschreddertem

Oaxaca- Käse,

Avocados sowie geräucherten

und getrockneten Jalapeños,

ist köstlich und so gross, dass

wir alle reichlich davon probieren

können.

Latino Way of Things

Wir eilen zurück zur Roosevelt

Avenue und kommen an

Nagelstudios vorbei, an Geschäften,

in denen Sportkleidung

oder Heiligenstatuen

verkauft werden und an

Stras senhändlern, die ihre

Ware mit lauter Musik beschallen.

Viele Neuankömmlinge

in Queens würden auf

diese Weise den Start in die

Selbstständigkeit wagen, erklärt

Esneider. Nicht wenige

schafften den Aufstieg zum

Laden- oder Restaurantbesitzer.

«Fällt euch auf, dass es

kaum Ketten wie McDonald’s

gibt?», fragt er. Die würden

in Corona, Jackson Heights

oder Elmhurst nur schwer

Fuss fassen, da die Bewohner

ihre eigenen Läden und Restaurants

bevorzugten, in denen

sie Produkte und Gerichte

finden, die sie aus

ihrer Heimat kennen.

In Queens schreite die Gentrifizierung

langsamer

voran als im

Rest der Stadt,

doch auch hier

stiegen die Mieten,

was vielen

Bewohnern Sorgen

bereite. «Eine Zweizimmerwohnung

kostet bereits

zwischen 1400 und

1600 Dollar pro Monat»,

so Esneider. An der

Ecke Roosevelt Avenue

Bei Esneider Arevalo

sind Kulinarik-Interessierte

gut aufgehoben

60 touring | September 2019


NEW YORK

Enten im Schaufenster

sieht man

entlang des Broadway

in Elmhurst oft

Bei Pique y Pase

Pepin in Jackson

Heights gibt’s

Feines aus Ecuador

FOODTOUREN

IN QUEENS

Culinary Backstreet Tours

hat drei Varianten im

grössten New Yorker

Borough im Angebot. Die

beschriebene Strecke «The

United Kitchens» führt

durch Corona, Jackson

Heights und Elmhurst und

dauert fünf bis sechs Stunden.

Probiert werden Spezialitäten

von Foodtrucks,

Cafés und Restaurants. Die

Kosten sind im Preis inbegriffen.

150 $ pro Person.

culinarybackstreets.com

und Junction Boulevard, wo

bereits Jackson Heights be-

ginnt, besorgt er in einem ko-

lumbianischen Restaurant

dreierlei Brötchen und steu-

ert uns dann zur Kreuzung

Roosevelt Avenue/Warren

Street, deren Umgebung als

Little Ecuador bekannt ist.

Am Foodtruck Pique y Pase

Pepin versuchen wir landes-

typische Getränke: Quaker,

ein mit Haferflocken ange-

dickter Passionsfruchtsaft

und Marocho, eine Art flüssi-

ger Maispudding. Auch wenn

der Becherinhalt nicht wahn-

sinnig anmachig aussieht, er

schmeckt und erfrischt.

Der nächste Stopp ist ein Le-

bensmittelgeschäft, das auf

den ersten Blick aussieht wie

andere auch. Für uns unge-

wöhnlich, aber typisch für

die Gegend sei, dass sich drei

Mieter aus Kostengründen

die Ladenfläche teilen, sagt

unser Guide. Vorn verkauft

ein Asiate Heilkräuter, in der

Mitte gibt es alles für die mexikanische

Küche und hinten

bedient ein argentinischer

Metzger verschiedene lateinamerikanische

Communitys

indem er mexikanische, kolumbianische

und argentinische

Würste anbietet.

Im Café der Bäckerei La Gran

Uruguaya an der 37th

Avenue setzen wir uns nach

langer Zeit wieder einmal.

Auf den Fernsehern laufen

Fussballmatches, sogar ein

Spiel zweier bayrischer

Mannschaften wird gezeigt.

Im Gegensatz zu Starbucks-

Filialen arbeitet hier niemand

am Computer. Im

Gegenteil: Die Leute sitzen

entspannt vor ihrem Mate -

Tee und unterhalten sich.

«Die Cafébesitzer und Kunden

schätzen diese bewusste

Kultur der Langsamkeit»,

sagt Esneider und fügt hinzu,

dass in Corona und Jackson

Heights bei den Öffnungszeiten

«Latino time» gelte. Kurz:

Die Besitzer und Pächter öffnen,

wann es ihnen passt.

Er bereitet den

Nudelteig für feine

Suppen immer

wieder frisch zu

Asien am Broadway

Danach spazieren wir über

Roosevelt und Pettit Avenue

nach Elmhurst. Die Restaurants

und Läden entlang des

Broadway tragen asiatische

Schriftzeichen, heissen jetzt

«Lucky Huang» oder «Ginseng

Palace Trading». Wir

kosten kurz feine Dumplings

im tibetischen Restaurant

Lhasa Liang Feng, bevor uns

Esneider weiter zieht in den

US-Supermarket, wo es vermutlich

alles an Zutaten für

sämtliche asiatischen Küchen

zu kaufen gibt: vom noch

lebenden Frosch bis hin zu

Schwammkürbis und Lotuswurzel

in der riesigen Gemüseabteilung.

Hier könnte

man Stunden verbringen,

doch Esneider hat anderes

vor. Er führt uns in ein einfaches

chinesisches Restaurant,

in dem Enten im Fenster hängen

und ein Koch Teigstränge

durch die Luft

schwingt. Obwohl niemand

von uns mehr hungrig ist,

probieren wir doch die fein

duftenden Nudelsuppen.

Nach mehr als fünf Stunden

sinken wir schliesslich ermattet

vom vielen Probieren

und Hören auf die Bänke einer

Eisdiele, in der neben

Glace auch chinesisch, thailändisch

und malaysisch

inspirierte Desserts und

Dumplings verkauft werden.

Esneider bestellt Eiscreme

aus Durian, besser bekannt

als Stinkfrucht, die aromatisch

schmeckt. Ein erfrischender

Abschluss einer

intensiven Kurzreise durch

die Welten von Queens. ◆

September 2019 | touring 61


NEW YORK

Einmal bei Alvin Ailey tanzen

Die New Yorker Kompanie ist weltberühmt,

aber dass man im Stammhaus in Manhattan

Kurse belegen kann, wissen nur wenige.

Ein Versuch in westafrikanischem Tanz.

Seit ich in den 1990er Jahren

in New York die erste Aufführung

besuchte, war ich begeistert

von diesem Mix aus

Grazie und athletischer Energie.

Seitdem gehört die 1958

von dem aus Texas stammenden

Afroamerikaner Alvin

Ailey gegründete zeitgenössische

Tanzgruppe für mich

zur dieser Stadt wie die Staten-Island-Ferry.

Dass es die

Möglichkeit gibt, bei Ailey

Stunden zu nehmen, ist ein

Geheimtipp, den auch viele

New Yorker nicht kennen. Als

ich davon erfuhr, stand für

mich fest, einmal mitzutanzen.

Und jetzt bin hier in

einem Saal im Stammhaus

der Gruppe, im Joan Weill

Centre for Dance unweit des

Columbus Circle.

Live ist Pflicht Bei jedem Ailey-

Extension -Kurs sind Musiker dabei

Könnerin Die Frau aus Texas hat

ein Gefühl für diesen Tanz

Ein Meister seines

Fachs Lehrer

Maguette Camara

Die junge Texanerin

geht völlig in den

Schritten auf,

wirkt wie in Ekstase,

als sie mit fliegenden

Haaren durch den Raum

tanzt. Ich bewundere sie für

ihre Ausdruckskraft. Selbst

komme ich gar nicht dazu,

darüber nachzusinnen, ob

ich im Vergleich hölzern

wirke. Immer wieder sind wir

aufgefordert, Schrittabfolgen

zu den Trommelklängen vier

afrikanischer Musiker zu

tanzen. Der Kurs «West African

for Beginners» ist anspruchsvoll.

Wir, 24 Frauen

und ein Mann, sind gefordert.

Die meisten tragen ein Stück

Stoff mit afrikanischen Mustern

um die Hüften und sind

ihrem Können nach zu urteilen

nicht das erste Mal hier.

Lehrer Maguette Camara, der

schon mal bei einer Tour der

Rolling Stones mit auf der

Bühne war, ermuntert, korrigiert

und tanzt selbst immer

wieder mit. Der senegalesische

Choreograph und Musiker

ist einer von 50 Instruktoren

bei Ailey Extension.

Unter diesem Namen bietet

die berühmte Kompanie ein

für alle offenes Kursangebot

an.

Wieder tanzen wir in einzelnen

Reihen an der Spiegelwand

vorbei, reissen die

Arme nach oben, beugen uns

nach unten, drehen uns, machen

Schritte nach vorn und

zur Seite. Die schweisstreibenden

eineinhalb Stunden

haben es in sich, lassen aber

auch die Endorphine fliessen.

Danach gehe ich positiv gestimmt

und überraschenderweise

überhaupt nicht müde

durch das abendliche Manhattan

zum nächsten Termin.

Maguette hatte recht, als er

sagte: «West African mag am

Anfang etwas schwierig sein,

aber verleiht dir auf jeden

Fall neue Energie.» ◆

Ailey Extension

Interessierte können über

80 Fitness- und Tanzkurse für

verschiedene Niveaus wählen.

22 $ pro Lektion, 5er-Karte 95 $,

10er-Karte 180 $.

Joan Weill Centre for Dance,

405 West 55th Street, Manhattan

aileyextension.com

62 touring | September 2019


Wanduhr

Freiheit auf

Choppers

Bereit für eine heisse Biker-Tour.

Jede Stunde fahren diese drei Biker mit

dröhnenden Motoren aus der Garage

Die im Original Garagen-Design gefertigte Wanduhr

wird aufwendig von Hand bemalt und wurde

inspiriert von den schönsten Chopper-Modellen

und einem authentischen Chopper-Shop.

Das realistische Backsteingebäude überzeugt

ebenso, wie kleine liebenswerte

Details: das beleuchtete Werbeplakat,

das Aushängeschild vor dem Shop oder

die beiden Mechaniker, die sich um einen

defekten Chopper kümmern. Ergänzt wird

das Design von einem Metall-Pendel und

zwei Gewichten in der Form von Motor-Kolben.

Mit Licht und

Motoren-Sound

Höhe inklusive Pendel

und Gewichte: 44 cm.

Breite: 19 cm.

Tiefe: 17 cm

Benötigt 3 „AAA“ und 1 “AA” Batterien

(nicht im Lieferumfang enthalten).

Aber das Aufregendste geschieht, wenn zu jeder

vollen Stunde drei Biker mit dröhnenden Motoren

aus der Garage gefahren kommen und das Licht in

den Fenstern und über dem Werbeplakat angeht.

Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht und bestellen

Sie die Wanduhr „Freiheit auf Choppers“

jetzt gleich!

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Reservierungsschluss: 30. September 2019

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Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 • e-mail: kundendienst@bradford.ch

Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter

www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The

Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen

lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns

unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen

Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen

Angebote erhalten möchten.


Der perfekt gemixte

Manhattan passt

gut zum Blick auf

die beeindruckenden

Gebäude. Gerade noch

war die Spitze des 1931 eröffneten

Empire State Building

zu sehen, da schiebt sich

schon das auffallende dreieckige

Wohnhaus Via 57

West des dänischen Star-Architekten

Bjarke Ingels ins

Bild, das erst seit 2016 die

Skyline der New Yorker West

Side prägt. Doch ein paar

Momente später beansprucht

bereits der superschlanke

Turm des Uruguayers Rafael

Vinoly die Aufmerksamkeit.

An der Park Avenue erbaut,

soll er mit einer Höhe von

426 Metern von allen fünf

Stadtteilen aus zu sehen sein.

Ein besonderer

Abend

Die Grossartigkeit von New

York machen auch seine

Gebäude aus und auf einer

Bootstour bekommt man sie

wie auf einem Präsentierteller

geboten, um den man gemächlich

herumschippert. Die

Passagiere sind noch zu sehr

mit Selfies oder Zuprosten

beschäftigt, um die spektakuläre

Aussicht zu würdigen,

denn die Dinnercruise von Bateaux

New York hat eben erst

begonnen. Auf der Höhe des

ehemaligen Flugzeugträgers

USS Intrepid, der längst Museum

ist, wendet das flache

Schiff mit den Panoramafenstern

– nicht umsonst erinnert

der Name an die Pariser Bateaux

Mouches – auf dem Hudson

und steuert Richtung Südspitze

von Manhattan. Die

meisten der elegant gekleideten

Gäste haben die Schifffahrt

gebucht, um etwas zu

feiern: Geburtstage oder Geschäftsabschlüsse.

Von den

Tischen ertönt Gelächter und

Gläserklingen. Eine Combo

spielt Jazz- und Bluesstücke.

Manhattan mal von

Wasser aus gesehen

Eine Schifffahrt auf dem Hudson und East River ist

eine wunderbare Möglichkeit, New York zu entdecken

und selbst für Leute, welche die Stadt schon kennen,

ein Erlebnis. Optimal lassen sich Genuss und Sightseeing

auf einer Dinner Cruise verbinden.

Noch eindrücklicher

als tagsüber ist die

Stadt, die niemals

schläft, bei Nacht

64 touring | September 2019


NEW YORK

Wenn die Stadt

leuchtet

Links ziehen die Hochhäuser

des neuen Viertels Hudson

Yards vorbei. Vom Wasser aus

gesehen erscheint die kupferfarbene

Vessel winzig. Und

die vom Heliport an der

30. Strasse aufsteigenden Helikopter

wirken wie Insekten.

Wenig später passiert das

Boot das One World Trade

Center, dessen Mast unendlich

in den Himmel zu wachsen

scheint. Die Abendsonne

bringt die Wolkenkratzer im

Süden der Insel förmlich zum

Leuchten. Als in der Ferne

die Türme von Ellis Island

und die Freiheitsstatue zu

erkennen sind, eilen wieder

zahlreiche Passagiere aufs

Deck, um Fotos zu machen.

Auf der Höhe von Battery

Park bringt ein Ober rote

Rosen an einen Tisch. Ein

junger Mann hat die Cruise

gewählt, um sich mit seiner

Freundin zu verloben, was

Eine Dinnercruise rund

um Manhattan ist eine

elegante Angelegenheit

Die Türme von Hudson

Yards erstrahlen in der

Abendsonne

von den Passagieren begeistert

beklatscht wird.

Eine der Staten-Island-Fähren,

die sich dunkel vom

mittlerweile orange verfärbten

Himmel abhebt, fährt

noch vorbei, bevor der Kapitän

in den East River einbiegt.

Gerade als die Hauptgerichte

serviert werden,

gleitet das Schiff unter der

Brooklyn Bridge hindurch.

Fotos machen oder lieber das

Essen noch warm geniessen?

Das ist jetzt die Frage.

Die Freiheitsstatue

so nah

Nachdem die Manhattanund

die Williamsburg-Bridge

passiert sind, wendet das

Schiff erneut. Mittlerweile

sind alle Brücken erleuchtet

und in den Hochhäusern entlang

des East River und auf

der anderen Seite in Brooklyn

sind die Lichter angegangen.

Vermutlich sind es nicht

wenige, die um 21 Uhr noch

am Schreibtisch sitzen und

vielerorts sind bereits Putzkolonnen

unterwegs. Bürotürme

und andere Gebäude

erscheinen schwarz vor dem

nachtblauen Himmel. Paare

geniessen eng aneinandergeschmiegt

die Magie des

Augenblicks an Deck oder

lassen sich ablichten. Langsam

fährt das Boot an die

Freiheitsstatue heran, die

selten so aus der Nähe zu

bewundern ist. Während es

wieder den Hudson hinaufgeht,

animiert eine stimmgewaltige

Sängerin die Leute

zum Tanzen. Wer an den

Tischen bleibt, bestellt noch

einen Drink. Die Stimmung

ist heiter und als das Schiff

um 22 Uhr wieder bei den

Chelsea Piers anlegt, gehen

fröhliche Menschen von Bord.

Ob es etwas Spezielles zu feiern

gibt oder nicht, so eine

Fahrt ist immer ein Fest. ◆

Bateaux New York

Die vierstündige Dinnercruise

(3-Gänge-Menü; Eiswasser, Kaffee

und Tee inkl.) findet täglich statt.

Dauer: 19 bis 22 Uhr. Ab 149.90 $

bateauxnewyork.com

Marriott Marquis,

Times Square

Inmitten von Broadway-Theatern

gelegen, ist dies der Ort

für alle, die da sein wollen, wo

die Action ist. Auch ist die Lage

ideal für Ausflüge in die ganze

Stadt. Das 1966-Zimmer-Hotel

hat eines der grössten Gyms

der Stadt, eine Terrasse mit

tollem Blick und ein Restaurant,

das sich dreht und somit

Aussichten bietet, die andere

nicht haben. Tipp: Times

Square View Rooms buchen,

dann liegt einem die ganze

Neon- und Lichterpracht des

Times Square zu Füssen. DZ

ab 378 $.

marriott.com

HOTELTIPPS

Boro, Long Island

City, Queens

In einem ruhigen, gepflegten

Teil von Queens und mit der

Subway nur wenige Minuten

von betriebsamen Manhattan

entfernt, liegt dieses schöne

Hotel im Industrial-Chic. Die

grosszügigen Zimmer sind minimalistisch-elegant

eingerichtet.

Und vom Balkon bietet

sich ein Traumblick auf

Queensboro Bridge und Eastside.

Im Restaurant Beebe’s

wird New American Cuisine

serviert. Bar und Terrasse sind

Treffpunkt für Kosmopoliten,

die guten Stil schätzen. DZ ab

208 $.

borohotel.com

September 2019 | touring 65


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Dresden. Mittags Flug via

München nach Dresden.

Fahrt zum Hotel Steigenberger

im Stadtzentrum.

Check-in. Willkommensaperitif.

Willkommensabendessen

im Panoramarestaurant

Luisenhof.

2. Tag: Morgens Fahrt mit

der Nostalgie-Lössnitzer-

Dampfbahn nach Moritzburg.

Weiterfahrt nach Meissen.

Mittagessen und anschliessend

Rundgang durch die

Manufaktur.

Danach Fahrt zum Schloss

Wackerbarth, ein bekanntes

Weingut, wo Sie 4 Weine aus

der Region verkosten werden.

3. Tag: Morgens geführter

Stadtrundgang. Ende bei der

berühmten Frauenkirche. Sie

werden an der Orgelandacht

teilnehmen. Mittagessen.

Nachmittag zur freien Verfügung.

Im Wallpavillon des Dresdner

Zwingers wohnen Sie abends

einem Galakonzert bei.

4. Tag: Am Morgen Besuch

des «Grünen Gewölbes».

Nachmittag zur freien Verfügung.

Abends Silvester-

Kreuzfahrt auf der Elbe. Ein

4-Gänge-Gala-Menü, Mitternachtssnacks,

Musik und

Tanz erwarten Sie. Wunderbarer

Blick auf das Feuerwerk.

5. Tag: Im Verlauf des Vormittags

Transfer zum Flughafen

und Rückflug via

München nach Zürich.

TCS-Highlights

Besichtigung der Meissner

Por zellanmanufaktur; Weinverkostung

auf Schloss Wackerbarth;

Orgelandacht in

der Frauenkirche; Galakonzert

im Wallpavillon; Silvesteranlass

auf Panoramaschiff; TCS-

Reisebegleitung

Inbegriffen

Flüge mit LUFTHANSA Zürich–

München–Dresden retour in

Economy-Klasse; Flughafenund

Sicherheitsgebühren; alle

Transfers; 4 Übernachtungen

im ****Hotel «Steigenberger»;

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Mahlzeiten; im Detailprogramm

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Den kühlen Kopf im

Sommer nicht verlieren

TEXT SACHA ERCOLANI

Herr Exadaktylos, mit welchen

Unfällen oder Krankheiten sind

Sie auf Ihrer Notfallstation im

Sommer konfrontiert?

Aristomenis Exadaktylos: Der

Sommer bringt neben allen anderen

leider nicht vermeidbaren

Krankheiten und Unfällen Jung

und Alt in besonderem Ausmass

auf die Notfallstationen. Das

reicht von Unfällen an Open-

Air-Konzerten bis zu Problemen

aufgrund von Hitze bei Seniorinnen

und Senioren. Da im Sommer

auch viele Hausärzte in den

Ferien sind, werden wir besonders

gefordert.

Es gibt ja bekanntlich keine

«schlauen Unfälle», aber wie

können Ihrer Ansicht nach

Unfälle im Allgemeinen

verhindert werden?

Der Sommer bringt seine Strahlen

auf unsere Haut, lässt unsere

Hormone ausschlagen, leider

lassen uns diese manchmal auch

etwas übermütig werden. Das

trifft auf alle Altersklassen zu.

Die Sonne und die Wärme lassen

uns ab und zu leichtsinniger werden

und unseren normalerweise

«kühlen Kopf» verlieren, im

wahrsten Sinne des Wortes.

Oft rückt die Ambulanz aus

und erkennt vor Ort lediglich

einen Bagatellfall. Wann soll

man die Ambulanz rufen und

wann nicht?

Die Ambulanz wird immer über

die Notrufnummer 144 nach

Prüfung des Notfalls an den Unfallort

geschickt. Die Dispatcher

in den Zentralen sind sehr erfahren

und es wird nur dann ein

Rettungswagen geschickt, wenn

der Bedarf dafür vorhanden ist.

Stellt sich später im Spital heraus,

dass alles nur halb so

schlimm war, dann sind wir alle

sehr froh. Das sind eigentlich

gute Nachrichten. Bestellt jedoch

jemand eine Ambulanz unter Angabe

falscher Fakten, weil man

eventuell zu viel getrunken hat

und ein billiges Taxi sucht, dann

macht man sich strafbar. Da versteht

das Gesetz keinen Spass,

weil genau diese Ambulanz dann

unter Umständen bei einem lebenswichtigen

Einsatz fehlt.

Ist die Sommergrippe genauso

gefährlich wie die Grippe im

Winter?

Es ist eine ernstzunehmende

Grippe, sie verläuft in der Regel

jedoch milder. ◆

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CLUB

TCS Pop-up Glamping:

Camping auf höchstem Niveau

Auf der Alp Plaun, oberhalb von Laax (GR), hat der TCS das erste

Pop-up- Glamping-Dorf der Schweiz errichtet. Spätestens nach

einer Nacht in einem der 20 Luxuszelte kennt man den Unterschied

zwischen Camping und Glamping. Eine Reportage.


TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Glamping auf 1620 Metern

Das Pop-up-Dorf wird nach der

Saison wieder komplett und ohne

Rückstände abgebaut

September 2019 | touring 71


«So etwas habe ich noch nie

gesehen» Elena (r.) und ihre

Familie sind begeistert vom

Pop-up-Glamping-Dorf

Die Spannung steigt

während des Öffnens

des Reisverschlusses.

Trotz der hohen

Erwartungen – schliesslich

geht es hier um glamouröses

Camping –, überrascht der

erste Blick in den Bauch des

zwiebelförmigen Zelts: Teppichboden,

Steckerleiste,

Nachttischlampen, zwei Sessel,

ein Sofa, richtige Betten

und sogar eine Kaffeemaschine

gehören zum Inventar.

Wer schon mal in einem

normalen Campingzelt mit

Schlafsack und Isomatte

übernachtet hat, kennt spätestens

nach einer Nacht im

25 m² grossen Baumwollzelt

den Unterschied zwischen

Camping und Glamping.

«Jedes Zelt besteht aus 60

Einzelteilen», sagt Camp-Leiter

Florian Engl. Zusammen

mit einem Mitarbeiter und

sechs Teilzeitkräften kümmert

sich der 29-Jährige um

das Wohl der Gäste. Und das

beginnt schon bei der Ankunft:

Nach der herzlichen

Begrüssung erklärt Florian

Engl, «wie das hier oben so

läuft». Zum Beispiel, dass zu

jedem Gästezelt ein eigenes

Kompost-WC gehört. Oder

dass man die Murmeltiere,

die hier leben, nicht stören

soll. Oder dass der einzige

Shuttle direkt vom Dorf nach

Laax hinunter um 10.40 Uhr

fährt. Falls man diesen

verpasst, müsse man einen

15-Minuten-Spaziergang

zur nächsten öffentlichen

Haltestelle in Kauf nehmen.

Zum Schluss der Einführung

drückt er jedem Gast eine

schicke, emaillierte Tasse in

die Hand. «Die könnt ihr für

den kostenlosen Kaffee, Tee

oder das frische Bergquellwasser

nutzen», so Engl.

Gleichzeitig sei die Tasse ein

kleines Andenken, das man

mit nach Hause nehmen darf.

Ein sympathischer Empfang.

Man fühlt sich sofort als Teil

der Camp-Familie.

«Die Alp Plaun ist

der ideale Standort»

Das TCS Pop-up- Dorf liegt

auf der Alp Plaun auf 1620

m ü. M. Der Begriff Pop-up

stammt aus dem Englischen

und bedeutet so viel wie eine

plötzlich auftauchende, provisorische

und befristete Einrichtung.

So wird auch das

Camp nach dem 29. September

2019 wieder komplett

verschwinden – nichts mehr

wird darauf hindeuten, dass

auf dieser idyllischen Kuhweide

einmal das erste Pop-

up-Glamp ing der Schweiz

stattfand.

Warum sich der TCS gerade

für diese Alp in den Bündner

Bergen entschieden hat, erklärt

Oliver Grützner, Leiter

Tourismus und Freizeit beim

TCS: «Die Alp Plaun ist der

ideale Standort. Auch weil

die notwendige Infrastruktur

wie Wasser, Strom und Anschluss

an den öffentlichen

Verkehr bereits vorhanden

ist.» Ein weiterer Vorteil des

Standorts liege zudem in den

schier unendlichen Möglichkeiten

für Ausflüge und Aktivitäten.

Ob Wandern, Biken,

Schwimmen im Caumasee

oder einfach Faulenzen und

den Murmeltieren beim

Spielen zusehen – hier findet

jeder etwas, das seinem

Geschmack entspricht. «Das

Angebot richtet sich an ur-

72 touring | September 2019


CLUB

Frisches Bergquellwasser steht den

Gästen kostenlos zur Verfügung

Camp-Leiter Florian Engl kennt die

Region und gibt gerne Ausflugstipps

bane Paare, aktive Familien

und Geniesser, die ein spezielles

Naturerlebnis in der einzigartigen

Surselva gepaart

mit Wohnkomfort, regionalem

Essen und gutem Wein

Kein gewöhnliches Zelt Das Innere

erinnert fast an ein Hotelzimmer

suchen», sagt Oliver Grützner.

Glamping lockt Gäste

aus nah und fern an

Dementsprechend heterogen

gestaltet sich die Gemeinschaft

im Camp: Eine Mutter

mit zwei Kindern will sich

das Glamping-Abenteuer genauso

wenig entgehen lassen

wie eine fünfköpfige Wandergruppe

aus dem Jura oder

ein junges Pärchen aus Bern.

Aufgrund des Pionier-Charakters

lockt das Pop-up-

Glamping zudem auch Journalisten

und Influencer auf

die Alp Plaun. Da wäre zum

Beispiel Noël, ein Reisejournalist

aus Amsterdam, der

sich auf neue Tourismus-Konzepte

und unbekannte Orte

spezialisiert hat. «Detourism»,

nennt er das. «Als ich davon

erfuhr, war für mich klar,

dass ich das sehen muss»,

sagt der 52-jährige Abenteurer.

Elena aus Zürich ist

ebenfalls sehr positiv überrascht

vom Glamping- Dorf.

Sie stellt sich als Influencerin

vor und betreibt einen Familienblog.

«Ich teste das Glamping

mit meinem Mann und

meinen zwei Töchtern. Und

ich muss sagen: So etwas

habe ich noch nie gesehen.

Ich mag es komfortabel und

trotzdem liebe ich es, mit

meiner Familie Zeit in der

Natur zu verbringen. Hier

finde ich beides.»

Trotz der Verschiedenheit der

Gäste verbindet sie alle die

Begeisterung über das Glamping-Dorf

und die Möglichkeit,

die Natur hautnah erleben

zu können, ohne auf

Komfort verzichten zu müssen.

Im grossen Gemeinschaftszelt,

das im gleichen

Stil wie die Gästezelte eingerichtet

ist, kommt man bei

einem Longdrink schnell ins

Gespräch. Auch während des

Abendessens im zehn Gehminuten

entfernten Restaurant

La Vacca bleibt man beim

Drei-Gänge-Menü, wenn

man will, nicht lange alleine.

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Nächte und zwei Personen

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bis fünf Jahre übernachten

gratis. TCS-Mitglieder und

TCS Camp ingclub-Mitglieder

profitieren von zehn Prozent

Rabatt. Nebst dem Abendessen

gehören unter anderem

auch ein Lunchpaket und

Marschtee zum Paket sowie

eine prall gefüllte Frühstücksbox,

die am Morgen

vor das Zelt gestellt wird. Zudem

erhalten die Gäste Rabatte

auf Bergbahnen und

andere Leistungen. Für den

Hunger oder Durst zwischendurch

können im kleinen

Shop Snacks und Getränke

gekauft werden. Ob jung

oder alt, einsamer Wolf oder

Familienbande – nach dem

Aufenthalt weiss jeder: So

geht Glamping auf höchstem

Niveau. ◆

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BEIM GLAMPING

Dem TCS liegt die Umwelt

beim Pop-up-Glamping

sehr am Herzen, weshalb

ein spezielles Augenmerk

auf die Nachhaltigkeit gelegt

wurde. In Absprache

mit allen lokalen Landwirten,

Jägern, einem Wildhüter

etc. wurden folgende

Massnahmen ergriffen:

Toiletten: Die Kompotoi-

Toiletten wandeln Fäkalien

in wertvolle Erde und Urin

in Nitratdünger um.

Abwasser: Das Wasser aus

den Gemeinschaftsduschen

fliesst in einen Tank,

der über eine Kläranlage

verarbeitet wird. Zudem

steht den Gästen ein biologisch

abbaubares Duschmittel

zur Verfügung.

Abfall: Der Abfall wird getrennt

gesammelt und das

Areal regelmässig kontrolliert,

damit nichts auf der

Wiese liegt, das über Windböen

auf die Kuhweide getragen

werden kann. Jeder

Gast erhält zudem bei der

Ankunft eine Emaille-Tasse

für den gesamten Aufenthalt.

Wildtiere: Das Dorf steht

über einem Murmeltier-

Bau. Die Ausgänge des

Baus sind mit Schildern gekennzeichnet.

Der Hauptbau

befindet sich ausserhalb

des Camps und wurde

in Absprache mit dem

Wildhüter zusätzlich mit einem

Sichtschutz versehen.

September 2019 | touring 73


«Ich mache keine

Ferien, ich reise»

Leonardo Nigro (45) ist bekannt aus Film, Fernsehen und

Werbung. Im Interview spricht der Schauspieler über

Spontanität und Sicherheit beim Reisen, die längsten 40 Meter

seines Lebens und warum es ihn freut, dass die Menschen

nicht an WC-Papier denken, wenn sie ihn sehen.

INTERVIEW DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Warum mögen Sie das Wort

Ferien nicht?

Leonardo Nigro: Das hört sich immer

nach zwei Wochen auf einem Liegestuhl

an. Ich kann alle verstehen, die es entspannend

finden, sich am Strand beim

Nichtstun vom stressigen Alltag zu erholen.

Aber mir geht es darum, möglichst

viel zu erleben, Land und Leute kennenzulernen.

Darin sehe ich den Unterschied

zwischen Ferien machen und

reisen. Ich besuche zum Beispiel hauptsächlich

Restaurants, in denen auch

die Einheimischen essen. Daraus ent-

Leonardo Nigro

lebt mit seiner

Familie in Zürich

74 touring | September 2019


CLUB

wickeln sich oft spannende Begegnungen,

Gespräche und Insider-Tipps, die

ich dann spontan ausprobiere.

Spontanität ist Ihnen also wichtig.

Aber birgt dies nicht auch Risiken –

vor allem, wenn sie mit Ihrer Familie

reisen?

Klar, seit mein Sohn da ist, muss ich

mehr planen als früher. Jedoch hat es

sogar Vorteile, nicht alles bis ins letzte

Detail durchzuplanen: Wenn zum

Beispiel jemand krank wird, ist es einfacher,

umzudisponieren. Ich stelle

aber schon fest, dass ich etwas weniger

waghalsig geworden bin. So würde ich

heute nicht mehr in der Dunkelheit

durch jenen Fluss in Costa Rica schwimmen,

in dem ich am Tag zuvor Krokodile

und Haifischflossen gesehen habe. Da

hätte ich mich besser vorbereitet und

gewusst, dass wir vor der Flut zurück

müssen. Übrigens: Das waren die längsten

40 Meter meines Lebens!

Vorbereitung ist das eine, trotzdem

kann auf Reisen immer etwas

passieren. Wie schützen Sie sich

und Ihre Familie für Notfälle?

Ja, passieren kann immer etwas. Aber

stets daran denken oder sogar mit Angst

verreisen, halte ich für keine gute Idee.

Meistens geschieht ja genau denen etwas,

die sich zu viele Gedanken machen. Hier

hilft natürlich auch der ETI-Schutzbrief,

den ich nun für die ganze Familie abgeschlossen

habe. Mit dem ETI im Gepäck

lässt es sich einfach unbeschwerter reisen.

Warum haben Sie sich für den ETI

entschieden?

Einerseits vertrauen sehr viele Menschen

darauf – so verkehrt kann er also

nicht sein. Andererseits verbinde ich

mit dem TCS schweizerische Bodenständigkeit,

Vertrauen und Kompetenz.

Ich fühle mich einfach in guten Händen.

Einige denken beim TCS ja nur an den

Pannendienst. Dabei ist das ja nur ein

kleiner Teil der Leistungen. Dass ich von

der Beratung für das richtige E-Bike bis

zum Dolmetscherdienst in einer Apotheke

auf den Philippinen Hilfe in fast

allen Lebensbereichen erhalte, beeindruckt

mich sehr.

Der ETI zählt auch in der Schweiz.

Reisen Sie eigentlich auch in der

Heimat?

Auf jeden Fall! Uns zieht es regelmässig

auf die Bettmer alp – im Sommer wie im

Winter. Keine Autos, viele Freizeitmöglichkeiten

und die Magie des Aletschgletschers...

Ein Ort der Kraft.

Das Reisen ist auch Bestandteil

Ihres Berufs. Geniessen Sie diese

Art des Reisens ebenso?

Es ist schon etwas anderes. Da schwingt

auch sehr viel Routine mit – ich brauche

mittlerweile höchstens zehn Minuten,

um den Koffer zu packen. Aber ja, ich

geniesse auch die Fahrten oder Flüge zu

Dreh orten, vor allem liebe ich die Vorfreude

auf das, was kommt. Meistens

habe ich vor Ort

Zeit, mich anzuklimatisieren.

Das

mag ich.

Haben Sie bei

einer Reise schon

mal von Ihrem

Schauspiel- Talent

Gebrauch gemacht?

Nicht bewusst.

Aber anscheinend

hat mein Charme

so gewirkt, dass

mir schon ungefragt

ein Businessplatz

im Flugzeug

angeboten wurde. Was ich dankend angenommen

habe.

«Ich besuche hauptsächlich

Restaurants,

in denen auch die

Einheimischen essen»

Als Schauspieler müssen verschiedene

Rollen spielen. Welche liegt

Ihnen mehr – Bösewicht oder Held?

Jede Rolle hat ihren Reiz und es kommt

darauf an, wie ich sie interpretiere.

Spiele ich zum Beispiel einen Mafiaboss

oder Mörder, ist es mein Ziel, dass die

Zuschauer nicht nur das Negative sehen,

sondern die Tiefe des Charakters kennenlernen

und verstehen, warum er

böse ist. Das erfordert einerseits eine

akribische Vorbereitung – bei Drehbeginn

kenne ich den Text perfekt auswendig

–, andererseits aber auch eine

gewisse Spontanität und Flexibilität.

Manchmal reagiere ich während des

Drehs spontan auf meine Filmpartner

oder auf Requisiten. Das verleiht meinem

Spiel Glaubwürdigkeit.

Haben Sie ein Vorbild?

Ja, meinen Sohn. Seit seiner Geburt

habe ich viele Dinge wiederentdeckt,

von denen ich dachte, sie verloren zu

haben: Eine positive Frechheit zum

Beispiel, die es bei aller politischer

Korrektheit erlaubt, zu sagen, was man

gerade denkt oder fühlt. Weitere Vorbilder

sind meine Eltern. Ach ja, und der

Fussballer Gennaro Gattuso. Weil ich

früher, vor vielen Kilos, ein ganz guter

Kicker war, hat mich dieser Kämpfertyp,

der immer alles gibt, geprägt.

Trotz Ihren TV- und Filmrollen

werden Sie meistens wegen eines

Werbespots für Schokolade erkannt.

Nervt das nicht?

Nein, gar nicht. Ich bin sogar etwas

stolz darauf. Immerhin läuft der Celebrations-Spot

schon seit zehn

Jahren in der Schweiz und in

Deutschland – und ist damit

der erfolgreichste Schweizer

TV-Werbespot der Geschichte.

Ich finde es auch

lustig, wenn mich die Leute

erkennen und mir Schoggi

anbieten.

Ehrlich? Die Leute geben

Ihnen Schokolade?

Ja, oft sogar. Oder sie bedauern,

dass sie keine dabei

haben. Das führt zu witzigen

Situationen im Lift, beim

Einkaufen oder im Restaurant.

Dann denke ich mir

manchmal: Zum Glück wirbst du für

Schoggi und nicht für WC-Papier oder

ähnliches. ◆

Leonardo Nigro

DER UMFASSENDE

REISESCHUTZ

Manchmal braucht es nicht viel, damit

in den Ferien ein ernsthaftes Problem

entsteht. Setzen Sie darum auf den

umfassenden Ganzjahres-Reiseschutz

des TCS. Mit dem ETI-Schutzbrief hilft

Ihnen der TCS schnell und zuverlässig

weiter – auf jeder Reise, sogar in der

Schweiz.

Neu hilft der ETI auch bei Problemen

mit dem Reisegepäck, bei teuren

Selbstbehalten des Mietwagens und

bei der Erstattung von Ticketkosten,

wenn etwa wegen Krankheit ein Konzert

nicht besucht werden kann – egal,

ob in der Schweiz oder im Ausland.

0800 140 000, tcs.ch/eti

Zur Person:

Leonardo Nigro (*15.2.1974) ist ein Schweizer

Schauspieler. Nebst diversen Rollen in TV- Serien

(Tatort, Alarm für Cobra 11, Seitentriebe u. v. m.)

wirkte er in Filmen wie Grounding, Die Schwarzen

Brüder oder Schellen- Ursli. 2014 wurde er mit

dem Schweizer Fernsehfilmpreis ausgezeichnet.

Nigro ist seit 1999 mit Mayumi Steiner liiert.

Zusammen haben sie einen Sohn, Leano (7).

September 2019 | touring 75


CLUB

Der neue Modetrend:

Sichtbarkeit

«Made Visible» steht für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit im

Langsamverkehr. Dabei geht die Kampagne neue Wege: Statt

auf Leuchtwesten setzt sie auf stylische, reflektierende Outfits.

TEXT DOMINIC GRAF | FOTO TCS, MAURICE SINCLAIR

Getrieben vom Ziel, Sichtbarkeit

zum Trend zu machen, spannt

«Made Visible», die Kampagne

von TCS und BfU, mit Textilproduzenten

und Designern zusammen.

Denn diese bestimmen letztlich das

Angebot im Bereich Mode und Lifestyle

und sind somit stärkste Treiber und Beeinflusser.

Das Genfer Designerkollektiv

ArchivesTM entwirft deshalb im Auftrag

von «Made Visible» rund zehn Looks

mit vielseitigen Accessoires, welche die

Träger sichtbarer und sicherer machen.

Stylisch und sichtbar

zugleich

In einer mobilen Gesellschaft, in welcher

der Langsamverkehr immer wichtiger

wird, braucht es bezüglich Bekleidung

für den Alltag ein Umdenken.

Fehlende Sichtbarkeit führt zu vielen

Unfällen im Strassenverkehr. Nachts

und in der Dämmerung ist die Unfallgefahr

dreimal höher als bei Tag und

bei schlechten Sichtverhältnissen wie

nächtlichem Regen und Schneefall ist

sie sogar zehnmal höher. Die Sichtbarkeit

sollte deshalb bereits beim Design

der Kleidung ein integraler Bestandteil

sein. Genau hier wird «Made Visible»

mit seiner Kollektion aufzeigen, mit

welch ansprechenden und alltagstauglichen

Outfits die Menschen stylisch

und sichtbar zugleich sein können.

Obwohl erst am 31. August 2019 offiziell

an der Mode Suisse Edition 16 präsentiert,

verrät Victor Prieux von ArchivesTM

jetzt schon erste Details zur

neuen Kollektion: «Sie wird aus einem

Mix von Kleidungsstücken für die weibliche

und männliche Garderobe bestehen,

zum Beispiel ein Trenchcoat, ein

Parka oder eine Jeansjacke. Für die

Sichtbarkeit haben wir auf High­Visibility­

Technologien zurückgegriffen, die

wir aus Branchen wie der Luftfahrt,

Automobilität oder dem Sport entlehnt

«Made Visible» Moderne

Outfits und Accessoire, die

sichtbar machen

76 touring | September 2019


DER TCS-EXPERTE

haben.» Ihr Ziel sei es, die Outfits auf

eine überraschende Art und Weise sichtbar

zu machen. «Zum Beispiel haben wir

doppelte Ärmel entwickelt, die man

hochkrempeln kann, wenn es dunkel

ist, so dass sie reflektieren», sagt Victor

Prieux.

Erfolgsgeschichte seit

drei Jahren

Mit der neuen Kollektion und dem Auftritt

an der Mode Suisse geht «Made

Visible» ins dritte Kampagnenjahr. Die

Erfolgsgeschichte nahm bereits im

November 2016 ihren Anfang: In den

Städten Zürich, Bern, Genf und Lugano

haben sich über 1000 Personen an öffentlichen

Castings mit reflektierenden

und stylischen Outfits vor der Kamera

präsentiert und sich als Botschafter und

Gesicht der Kampagne beworben. Aus

den Teilnehmenden wurden acht Models

für die Kampagnensujets eruiert,

die seither schweizweit von Plakaten

herab zeigen, wie Sichtbarkeit in den

persönlichen Stil integriert werden

kann. Zudem konnten Partnerschaften

mit Marken und Händlern wie On Running,

Scott, Adidas Runners, Freitag,

Rukka, SportXX, Dosenbach, Doodah

oder Bikester abgeschlossen werden.

«Made Visible» wird vom Fonds für Verkehrssicherheit

FVS zweckgebunden

alimentiert. Aufgrund der hohen Relevanz

des Themas ist sie die bisher umfangreichste

ausgeschriebene Kampagne

des FVS. ◆

GEWINNEN SIE

2×2 TICKETS AN DIE

MODE SUISSE!

Die Mode Suisse ist eine nationale

Mode- und Förderplattform. Die

Modenschauen, Showrooms und

Pop-up-Stores richten sich an ein

modebewusstes Publikum sowie

die Modefachwelt.

Nehmen Sie jetzt am Wettbewerb teil

und gewinnen Sie mit ein wenig Glück

zwei Eintritte an die Mode Suisse Edition

16 am 31. August 2019 in Zürich.

Teilnahme unter

madevisible.swiss/verlosung

ARBEITEN

Ist Nachtarbeit in

der Lehre erlaubt?

«Ich soll auch in der Nacht arbeiten,

verlangt mein Lehrbetrieb. Nun

habe ich gehört, dass dies nicht

zulässig ist. Stimmt das?»

TEXT VERA BEUTLER

Nachtarbeit für Jugendliche ist

grundsätzlich verboten. Unabhängig

von der betrieblichen Arbeitszeit

darf die Arbeitgeberin Jugendliche

bis zum 16. Geburtstag

höchstens bis 20 Uhr beschäftigen.

Ab dem 16. Geburtstag ist Abendarbeit

bis spätestens 22 Uhr erlaubt.

Nur leider dauert die Nacht

nicht lange: Setzt der Betrieb den

Beginn der Tagesarbeitszeit auf 5

Uhr, gilt dies auch für Jugendliche

als Beginn der – erlaubten – Tagesarbeitszeit.

Keine Regel ohne Ausnahmen –

in bestimmten Branchen ist Nachtarbeit

für Jugendliche erlaubt.

Insbesondere im Interesse der

beruflichen Ausbildung kann die

zuständige Behörde die Beschäftigung

von Jugendlichen zwischen

22 und 6 Uhr während höchstens

9 Stunden bewilligen. Dabei muss

die Arbeitgeberin die Ruhezeiten

gewährleisten sowie

dafür sorgen,

dass die lernende

Jugendliche die

Arbeit unter der

Aufsicht einer erwachsenen

und

qualifizierten Person

ausführt und

LEX4YOU

«lex4you» ist Ihre interaktive

Rechtsauskunfts-

plattform für den Alltag –

gut verständlich, aktuell

und praktisch.

Für rechtliche Anliegen steht

Ihnen der TCS zur Seite.

lex4you.ch

ISTOCK

die Nachtarbeit den Besuch der

Berufsfachschule nicht beeinträchtigt.

Für einige Branchen geht die Ausnahme

noch weiter: Das Departement

für Wirtschaft, Bildung und

Forschung (WBF) hat berufliche

Grundbildungen bestimmter Branchen

von der Bewilligungspflicht

ausgenommen. Betroffen sind

unter anderem das Gastgewerbe,

Bäckereien oder das Gesundheitswesen,

wobei auch für diese die erlaubte

Nachtarbeit genau geregelt

ist. Die Landwirtschaft schliesslich

ist von dem betrieblichen Geltungsbereich

des Arbeitsgesetzes,

unter anderem was die Nachtar-

beit betrifft, ganz ausgeschlossen.


Vera Beutler ist

Dr. iur. und Leiterin

von «lex4you»

September 2019 | touring 77


FERIEN IN ÖSTERREICH

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Traumhotel im Tannheimer Tal

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Tannheimer Tal Gastfreundschaft und Naturerlebnis – gepaart

mit einem vielfältigen In- und Outdoor-Angebot – im »schönsten

Hochtal Europas«. Das Traumhotel ...liebes Rot-Flüh verbindet

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Tel.: +43 (0)5287 / 85 25 · info@vierjahreszeiten.at

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FORUM

touring Impressum

Magazin des Touring Club Schweiz

Herausgeber

Touring Club Schweiz

Postfach 820, 1214 Vernier (GE)

Chefredaktor

Felix Maurhofer

Stv. Chefredaktoren

Dino Nodari

Marc-Olivier Herren

Redaktion

Aline Beaud

Jérôme Lathion

Juliane Lutz

Dominic Graf

Art Director

Alban Seeger

Fotograf/Bildredaktion

Emanuel Freudiger

Layout

Andreas Waber

Stephan Kneubühl

Sara Bönzli

Mathias Wyssenbach

Redaktionsassistenz

Oliver Marti (D)

Michela Ferrari (I)

Tania Folly (F)

Irene Mikovcic-Christen

Korrespondenzadresse

Redaktion Touring

Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern

+41 58 827 35 00

touring@tcs.ch

Auflage

Deutsche Ausgabe: 735 588

Totalauflage: 1 190 995

Verlag/Medienmarketing

Reto Kammermann

Inserate

Cumi Karagülle

Roger Müller

Chantale Hofer

verlag@tcs.ch

Clubreisen

Mario Brunelli

Mitgliedervorteile

Marcel Zimmermann

Assistenz Clubleistungen

Dominique Voramwald

Abonnement

Für Mitglieder im Jahresbeitrag

inbegriffen. Der «Touring»

erscheint 10 Mal jährlich.

Adressänderungen

Unter Angabe der Mitgliedernummer

direkt an: TCS-Zentralsitz

Postfach 820, 1214 Vernier

0844 888 111, info@tcs.ch

Alle Texte und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt. Nachdruck,

auch auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des

Verlages. Für unverlangte Manuskripte

wird jede Haftung abgelehnt.

Herstellung

Swissprinters AG

Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen

058 787 30 00

Schreiben Sie uns...

In dieser Rubrik gilt: Je kürzer der Leserbrief,

desto grösser die Chance für den Abdruck.

Erinnerung an den «Amerikaner»

1964 bin ich vom nahen Italien mit einem

schrottreifen Simca 1000 ins Tessin gezogen.

Auf der Foto vom Juli 1967 sieht man mein

erstes Auto mit TI-Kennzeichen und natürlich

meine erste TCS-Mitgliedskarte, die ich stolz

Freunden vor dem Restaurant Brocca di Lugano

Besso zeige. Auf dem Bild sind von links

«Ciccio» Brocca, mein RSI-Kollege Pierpaolo

Porta und Ingenieur Oscar Hoffman zu sehen.

Es ist ein NSU Typ 110 mit Umlaufmotor, einer

technischen Innovation, die aber wieder

verschwinden sollte. Er sah für mich, einen

25-jährigen Schauspieler, wie ein «Amerikaner»

aus und erinnerte mich an den Chrysler

von Franca Rame und Dario Fo (zukünftiger

Nobelpreisträger!), deren Theatergruppe ich

manchmal chauffierte. Leider entpuppte sich

der viel bewunderte NSU auf mechanischer

Seite als echte Katastrophe, sodass ich ihn

nach zwei Jahren wieder los wurde.

Adalberto Andreani, Mezzovico

Elektroauto – quo vadis?

Wie soll es in der Schweiz

vermehrt Elektroautos geben,

wenn der Bund den

Kauf mit keinem Rappen unterstützt?

Das sei Sache der

Kantone. Dort braucht man

aber nicht viel zu erwarten.

Noch schlimmer: Es gibt Gemeinden,

wie z.B. Münsingen

BE, wo man sogar fürs

Anschliessen einer Ladestation

extra zur Kasse gebeten

wird. In Deutschland bekommt

man vom Staat 4000

Euro beim Kauf eines

Elektro autos und selbst die

Ladestationen werden vielerorts

ganz oder zumindest

bis 50% subventioniert. Von

der Niederlande oder Norwegen

(siehe nächsten Leserbrief)

gar nicht zu reden.

Nur in der Schweiz ist es

noch wie zu Gotthelfs Zeiten,

wenn es ums E-Autos

geht. Wie lange soll das

noch so gehen? Etwa bis es

keine Autos mit stinkendem

Verbrenner mehr gibt?

Lasse Salonen @

In Lugano zeige ich mein erstes «Tessiner»

Auto und die TCS-Karte

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was

damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose,

spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie

uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

Eines ja, aber tausend?

Was ist, wenn nicht nur ein,

sondern 100 oder 1000

Elektroautos zur gleichen

Zeit unterwegs sind? Zu einer

Ladung des Akkus von

80% benötigt man 50–80

Minuten. Hat man schon

ausgerechnet, wie viele

Ladestationen benötigt werden,

wenn der Ansturm

höher ist? Auch Auto lärm –

E-Autos müssen hörbar sein

– und Feinstaub aus Reifenabrieb

werden nicht abnehmen.

Bis anhin konnten in

Europa ausgemusterte Autos

noch in den Nahen Osten

oder nach Afrika exportiert

werden. E-Autos und Hybride

also nach 10 Jahren

verschrotten? Die Digitalisierung

setzt Lebensdauer

und Wert deutlich herab.

Also wird der «turn over» der

Autos erhöht. Anfangs werden

E-Autos evtl. subventioniert

und bevorzugt, bis der

Staat merkt, dass ihm die

Einnahmen aus dem Autoverkehr

fehlen (wie in Norwegen,

das Begünstigungen

für E-Autos bereits wieder

aufhebt). Wenn schon

E-Autos aus Umweltgründen,

dann keine Mehrtönner

wie Tesla, Audi oder Porsche.

Generell wäre eine vernünftigere

und realistische Sichtweise

angezeigt.

Peter Balbi @

Korrigendum

Touring 8/2019

Im E-Roller-Test auf Seite

30–31 des «Touring» 7/8 hat

sich ein Fehler eingeschlichen.

Die Leistung der Piaggio

Vespa Elettrica beträgt

nicht wie in der Tabelle

angegeben 2,65 kW, sondern

3,5 kW. Wir entschuldigen

uns für diesen Lapsus.

Redaktion Touring

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korres pondenz.

Zuschriften sind auch via E-Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen

ebenfalls in der Online-Ausgabe des Touring (touring.ch).

September 2019 | touring 79


Transasia 69/70

1969 begaben sich die zwei Berner

Nicolas und Paul auf eine einjährige Expedition

durch Jugoslawien, Bulgarien,

die Türkei, Iran, Afghanistan, Pakistan,

Nepal und Indien. Ihr treuer Begleiter

war ein gebrauchter VW-Bus aus den

50er-Jahren, den sie «Transasia» nannten.

Der Bus hatte schon die Sahara

durchquert, darum gaben unsere beiden

Expeditionsteilnehmer ihm zur

Erfrischung einen neuen Motor, um die

Reise von über 30 000 km erfolgreich

zu absolvieren. In Madras (heute

Chenai) angekommen, erhielten unsere

beiden Globetrotter die Genehmigung,

ihren Bus in der Nähe des «Automobile

Club of South Asia» zu deponieren, um

die Reise durch Südostasien mit dem

Nahverkehr fortzusetzen. Einige Monate

später kehrten sie nach Madras

zurück, um mit dem Bus wieder in die

Schweiz zurückzukehren. Es war eine

unvergessliche Reise unter teilweise

sehr schwierigen Bedingungen, aber

auch voller neuer Begegnungen und

viel Freude. Aufgrund des Zustandes

einiger Strassen stiess der Bus auf Probleme,

die aber allesamt vor Ort gelöst

werden konnten. Ein Unfall in Pakistan

mit schwer beschädigter Karosserie

oder eine Panne im Norden Irans. Die

Trans asia fand schliesslich in Biel ihre

letzte Ruhe.

Paul Jörg, Lausanne

Der «Transasia»

in Pakistan

Liebe geht durch

Dass die Erinnerung der TCS-Mitglieder an ihr erstes Auto nicht so eingerostet

ist wie das Gefährt wohl mittlerweile, zeigt unsere beliebte Serie.

Der Amilcar

Im Nachlass meines Vaters habe ich die

beigefügten Fotos von ca. 1923 gefunden.

Er hat mir viel erzählt von den beschwerlichen

Ausfahrten dannzumals,

wo mit den schlechtgefederten Wagen

auf ungeteerten mit Löchern übersähten

Naturstrassen gefahren werden

musste. Der Amilcar hatte kein Differenzial

und daher hohen Pneuverschleiss.

Nach einem Steuerstangenbruch und

ungesteuerter Landung irgendwo im

Feld verkaufte mein Vater den defekten

Wagen. Auch lustig ein damaliger Ausflug

mit einem offenen Autobus nach

Hamburg im Juni 1923.

Werner Karth-Weiss

80 touring | September 2019


FORUM

Die erste Liebe vergisst du nie

Dieses ausgemusterte Postauto haben

wir 1978 bei der PTT gekauft. Ein Saurer

mit einem Leergewicht von ca 9 Tonnen.

Karrossiert in zwei Exemplaren1951 von

der Garage Regazzoni im Tessin. Der

Überhang hinten war lang und hoch, um

kurvige Bergstrecken zu bewältigen. Zuerst

musste ich die LKW-Prüfung erarbeiten

und bestehen. Dann mussten wir das

Fahrzeug kennenlernen, wie z. B. den

Nova-Lufstarter, etwas ganz Spezielles,

ausser die beiden Lufttaschen sind leer.

Die Übersetzung der Hinterachse war

auf Bergbetrieb eingestellt. Die Höchstgeschwindigkeit

betrug 58 km/h. Bergauf

und bergab immer gleich schnell.

Mit viel Elan haben Monique und ich mit

einfachen Mitteln den Innenausbau auf

Campen umgebaut und sind mit diesem

Fahrzeug einige Male nach Südfrankreich

in die Ferien gefahren. Das lange

Faltdach haben wir mit Hilfe von Gangloff

Bern instand gestellt und in den Ferien

die Zeit unter dem Sternenhimmel

am Meer genossen. Einmal haben wir

unser Poschi im Sand eingefahren und

waren in der Lage, mit Hilfe von vielen

unterlegten Ästen wieder freizukommen.

Heute undenkbar so nahe am Strand zu

campieren. Die Platzangebote für so ein

grosses Fahrzeug rund um Bern waren

knapp. Mit Bedauern mussten wir unser

geliebtes Poschi nach ca. 7 Jahren verkaufen.

Unser Trost war, dass ein junger

Gewerbeschullehrer für Mechanik aus

der Westschweiz das Fahrzeug gekauft

hat und mit vielen guten Ideen daran

weitgerarbeitet hat.

Monique & Jack G. Bauer

den Wagen

Freestyle

Als ich vor 46 Jahren von meinem Vater

eine Husquarna Motocrossmaschine

geschenkt bekam, musste sein Renault

Dauphine Gordini gleich noch als Transportmittel

dienen. Stossstange entfernen,

Halterung montieren, Töffkette abnehmen

und losfahren. Was die Polizei

wohl heute dazu sagen würde?

Remo Läderach

Die erste grosse Autoreise

1958, mein erstes neues Auto, klein,

mobil, fast 100 km/h schnell, ein Fiat

600, damals ein Traum. Im Sommer bin

ich mit einem Freund nach Frankreich,

Spanien bis Tanger in Marokko gefahren.

Was für ein Unternehmen ohne

Kreditkarten, TCS noch nicht so wie

heute, wenig Geld, einfach jugendlich

unverkrampft drauflos. Geschlafen

wurde im kleinen Zelt, gekocht mit einem

einfachem Benzinkocher. Im Kofferraum

vorne hatte noch ein 20-Liter-

Militär-Benzinkanister Platz. Die sparsame

Reise war ein toller Erfolg und

erfreulicherweise ohne Probleme. Zurück

in Genf habe wir mit dem letzten

Geld noch getankt. Was, wenn es

anders gekommen wäre?

Dieter R. Kröner

September 2019 | touring 81


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den Folgejahren!

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* Die TCS Member Mastercard ® ist eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr, die von der Cembra Money Bank herausgegeben wird.


TOUROLINO

Zurück auf die

Schulbank

Wir haben einen speziellen «Tourolino» vorbereitet, um das neue

Schuljahr einzuläuten. Was ist alles falsch auf dem Schulweg-Bild?

NTOUROLI NTOUROLI

LINO

NO

OUROLINO

UR

OUR

U

TOU

TO

TO TO

T

ROL

O

URO

OURO

TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION ANDREA PETER

BEOBACHTEN

XX x XX mm

ONLINE-WETTBEWERB

Welche Behauptung

von einem Velofahrer

im Kreisverkehr

stimmt nicht?

□ A. Ich muss den Linksvortritt

respektieren.

□ B. Ich darf in der Mitte der

Fahrbahn um einen Kreisel

fahren.

□ C. Ich darf mit dem Velo

keinen Kreisverkehr

befahren.

PREIS

Ein Rucksack «Padded

Pak’R Melted Melon»

und ein Reisekoffer

«Tranverz S Blakout Stop»

im Gesamtwert von

208 Franken, grosszügig

gesponsert von Eastpak.

Finde die zehn

Fehler auf der

Zeichnung

Die Ferien sind vorbei

und die Kinder

gehen wieder zur

Schule. Aber es gibt

einige Elemente auf

diesem Bild, die nicht

stimmen. Wirst du

alle davon finden?

Teilnahme bis am 22.9.2019 gratis im Internet auf touring.ch.

Viel Glück!

Die Lösung des Wettbewerbs

im «Touring» 7/8 lautet B.

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende

des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wett be werbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben

wird keine Korres pondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

September 2019 | touring 83


Zauberhaft persönliche Hochgenüsse

zum Erleben und Erwandern

Der Private Selection-Wandervogel ist ausgeflogen und hat für die Leserinnen und Leser

des Touring Magazins zwei Wander- und Genussideen getestet. Sein Fazit: Unvergesslich!

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im Engadin»

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Nachdem ich mit der Bahn entspannt in Locarno ankam, wurde ich am

Bahnhof abgeholt und konnte im Boutique-Hotel Remorino in Minusio

eine erholsame erste Nacht geniessen. Frühmorgens am zweiten Tag fuhr

ich mit dem Postauto nach Sonogno. Hier, ganz hinten im wildromantischen

Verzascatal, nahm ich den Verzasca-Wanderweg unter die Füsse

und wanderte, vorbei an pittoresken Wasserfällen und Kapellen, über

Brücklein und durch dichte Kastanienwälder bis weit hinunter ins Tal. Natürlich

nicht, ohne mich in einem urigen Grotto an Tessiner Spezialitäten

zu laben. Im subtropischen Park des Boutique-Hotels Remorino genoss

ich anschliessend Ruhe und Erholung.

Am nächsten Tag machte ich mich auf nach Rasa, einem typischen Bergdorf

im wunderschönen Centovalli. Von hier erwanderte ich den Corona di Pinz

und genoss schönste Aussichten. In zahlreichen Serpentinen stieg ich hinab

nach Ronco sopra Ascona, wo ich die Nacht nach einem feinen Nachtessen

im idyllisch gelegenen Boutique-Hotel La Rocca verbrachte.

Am kommenden Tag stand dann das dritte Tessiner-Tal auf meiner Liste –

das Val Bavona. Von San Carlo, dem letzten Dorf in diesem abgeschiedenen

Tal, wanderte ich gemütlich auf einem wunderschönen Weg hinunter

nach Bignasco. Erfüllt mit unvergesslichen Eindrücken kehrte ich zurück

ins «La Rocca» und belohnte mich mit einem köstlichen Farewell-Dinner.

– 4 Nächte ab CHF 695.– pro Person *

– Je 2 Nächte in den Boutique-Hotels Remorino in Minusio-Locarno

und La Rocca in Porto Ronco

– Tägliches Frühstück vom reichhaltigen Buffet

– Ticino Ticket für freie Fahrt auf den öffentlichen Verkehrsmitteln

– Gepäcktransport von Hotel zu Hotel

– Kartenmaterial und Routenbeschrieb

– 2 Abendessen im Rahmen der Halbpension im Boutique-Hotel

La Rocca (Das Hotel Remorino serviert kein Abendessen)

Dieses Angebot ist buchbar bis am 20.10.2019. Preise pro Person. Nachsaison

(22.9. – 20.10.) zu 695.– im DZ oder 745.– in der Hauptsaison (11.7 – 22.9) Aufpreis

Zimmer zur Einzelnutzung: CHF 50.– pro Nacht. Das Angebot kann beliebig verlängert

werden

Die Landschaft leuchtete in tiefen Goldtönen, als ich mit dem Auto beim

Hotel Castell in Zuoz vorfuhr. Als erstes gönnte ich mir hier das Spa, danach

erwarteten mich ausgesuchte Gaumenfreuden und eine erholsame

Nacht. Am zweiten Tag wanderte ich durch wunderschöne und meist

flache Wanderwege durch Engadiner Arvenwälder, Dörfer und ein Hochmoorgebiet

gemächlich nach Celerina, wo mein Gepäck, das bezaubernde

Spa und ein weiteres feines Abendessen auf mich warteten. Gut

erholt und mit einem chüschtigen Picknick im Gepäck ging es dann per

Postauto nach Furtschellas. Ab hier wanderte ich entlang den Oberengadiner

Seen auf einem atemberaubend-aussichtsreichen Höhenweg nach

Pontresina. Im Hotel Saratz genoss ich das volle Verwöhnprogramm.

Zuerst im Hamam. Und danach mit einem 4-Gänge-Dine-Around-Menu.

Gut gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück machte ich mich auf den

Weg zurück nach Zuoz, wo ich im Hotel Castell noch einmal die Engadiner

Gastfreundschaft, ein Farewell-Dinner und eine erholsame Nacht

erleben durfte.

– 3 Nächte CHF 650.– pro Person

oder 4 Nächte CHF 765.– pro Person im Doppelzimmer

(Aufpreis Einzelzimmer: CHF 30.– pro Nacht)

– 1 Übernachtung im Hotel Castell in Zuoz

– 1 Übernachtung im Cresta Palace Hotel in Celerina

– 1 Übernachtung im Hotel Saratz in Pontresina

– Optional: letzte Nacht im Hotel Castell in Zuoz

– Jeweils inklusive Halbpension, also stärkendes Frühstücksbuffet und

4-6-Gang Abendessen

– Benutzung der Wellnessanlagen

– 3 x Rucksackfüllung für Ihr Picknick unterwegs

– Gepäcktransfer von Zuoz nach Celerina, von Celerina nach

Pontresina und zurück nach Zuoz.

Dieses Angebot ist buchbar bis am 12.10.2019.

Fragen zu den Exklusivangeboten?

Für Details und Reservationen stehen wir Ihnen bei Private Selection

Hotels & Tours gerne persönlich zur Verfügung. Sie erreichen uns unter

Tel. 041 368 10 05 (Mo – Sa) oder unter info@privateselection.ch,

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Frau Chantale Hofer

Telefon: +41 79 123 45 33

E-Mail: chantale.hofer@tcs.ch


UNTERWEGS MIT

CHRISTIAN HUBER

3. Karriere: Schulbusfahrer

in Upstate New York

Eigentlich kommt er aus der Musikbranche, doch als er mit seiner

Frau in die USA zog, musste er sich beruflich umorientieren.

Seitdem transportiert Christian Huber Kinder und Jugendliche

von daheim in die Schule und ist glücklich im neuen Job.

TEXT JULIANE LUTZ | FOTO CHRISTIAN HUBER

Er muss früh los. Während

der Schulzeiten verlässt

Christian Huber um 5.30

Uhr sein Haus in Stanfordville

im US-Staat New York. Pünktlich

um sechs Uhr stempelt er sich

im Depot in Dover Plains ein, holt

die Schlüssel und beginnt mit

den Checks, die vor Fahrbeginn

obligatorisch sind: Funktionieren

Lichter, Türen, Blinker, lassen sich

die Fenster öffnen und haben alle

Sitze Gurte? Der sympathische

Berner arbeitet als Schulbusfahrer

und bringt täglich 75 Kinder zum

Unterricht in die Dover Elementary,

Middle und High School.

Die Liebe hat den 52-Jährigen in

die USA geführt. Ursprünglich

hatte er Bauer gelernt, aber dann

lange im Bereich Tontechnik, unter

anderem für die Band Span, gearbeitet.

So traf er seine Frau, eine

Amerikanerin, die vor 30 Jahren

als Sängerin in die Schweiz kam.

Vom Studio in den Bus

«Als wir 50 wurden, beschlossen

wir, in ihr Land zurückzugehen»,

sagt Huber. Das war im September

2017. Auf der Jobsuche sah er die

Stellenausschreibung bei First Student,

einem der grössten Unternehmen,

die in den USA und in Kanada

im Auftrag von Schulen Schülertransporte

durchführen. Statt sich

um Soundtechnik zu kümmern,

sitzt er nun am Steuer eines gelben

Schulbusses der Marke Thomas.

Auf 150 bis 170 Kilometer kommt er

pro Tag und die Arbeit macht Spass.

«Klar braucht man gute Nerven,

weil die Kinder ziemlich laut werden

können und im Bus still sitzen

müssen, aber wir haben es immer

lustig», sagt er. Die Schüler freuten

sich, wenn sie ihn morgens sähen

und falls sie auf dem Schulparkplatz

noch etwas warten müssten,

würden sie zusammen Musik hören.

Safety first bei Kindern

Es sei frappant, wie sehr in den USA

auf die Sicherheit von Kindern

geachtet würde und um wie viel

behüteter sie aufwüchsen als in

der Schweiz. «Wenn morgens alle

Busse auf dem Schulparkplatz angelangt

sind, wird er abgesperrt.

Erst dann wird ein Bus nach dem

anderen unter der Aufsicht einer

Lehrperson geleert», erzählt er. So

werde sichergestellt, dass auch jedes

Kind wirklich ins Schulhaus gelange.

Vor Bahnübergängen, egal

ob die Schranke offen oder eine

grüne Signallampe leuchte, müsse

er erst anhalten, sich vergewissern,

dass wirklich kein Zug komme und

dürfe dann erst fahren, nennt er

ein anderes Beispiel. Auch habe der

Staat New York eines der strengsten

Gesetze in Sachen Ausbildung

von Schulbusfahrern. Nachdem er

den amerikanischen Führerausweis

gemacht habe, sei er einen

Monat lang täglich in Theorie und

Praxis geschult worden. Dazu kam

ein 30-stündiger Sicherheitskurs.

Hubers Tage sind klar strukturiert:

Von 6.30 Uhr bis kurz vor 9 Uhr

fährt er Kinder zur Schule. Danach

hat er frei bis zum Mittag. Ab 14

Uhr bringt er die Schüler wieder

nach Hause und von 15 Uhr an ist

er mit Baseball- und Footballmannschaften

der Schule unterwegs zu

Matches und sorgt dafür, dass sie

gut wieder zurückkommen.

Aber jetzt hat er erst mal Ferien bis

September. Und fährt in dieser Zeit

für die First-Student-Charterabteilung

Kinder in Ferienlager oder

Hochzeitsgesellschaften zu Partys.

Schulbusse seien in den USA die

günstigsten Transportmittel, die

Privatpersonen mieten könnten.

Langweilig wird es Christian Huber

nicht. Er habe einen Hund, ein Motorboot

und gehe öfter ins Yankee

Stadion. «Ich bin hier zum richtigen

Baseballfan geworden», sagt er. ◆

«In den USA wachsen

Kinder sehr viel behüteter

auf als in Schweiz»

Christian Huber,

Berner Schulbusfahrer in Dover Plains

Mit seinem Thomas legt

Huber zu Schulzeiten

täglich mindestens 150

Kilometer zurück

86 touring | September 2019


September 2019 | touring 87


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und Verlosungen wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

September 2019 | touring 89


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Weihnachten mit André Rieu

Neu & Exklusiv: Mit car-tours.ch an das Weihnachtskonzert des Jahres!

Exklusivreise vom 20. - 23. Dezember 2019

Noch dieses Jahr geht ein grosser Traum für alle André Rieu Fans in Erfüllung: erstmals in seiner Karriere lädt der Superstar mit seinem

Strauss Orchester zum grossen Weihnachtskonzert in seiner Heimatstadt Maastricht. Das einmalige Konzert «Christmas in My Hometown»

am 21. Dezember ist zweifellos das romantischste Musikereignis des Jahres. Dank langjährigen Beziehungen ist es uns gelungen

ein exklusives Gruppenkontingent für diesen Leckerbissen zu sichern. Freuen Sie sich neben dem märchenhaften Konzert der Superlative

unter anderem auf den grossartigen Weihnachtsmarkt vor dem Kölner Dom und auf schöne Adventstage in guter Gesellschaft.

Ihr Reiseprogramm:

1. Tag, Freitag 20. Dezember 2019

Anreise

Fahrt im komfortablen Extrabus in den

Raum Köln/Düsseldorf, wo wir in unserem

4-Sterne Hotel mit dem Nachtessen erwartet

werden.

2. Tag, Samstag 21. Dezember 2019

Advent in Düsseldorf & Köln

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet

fahren wir nach Düsseldorf. Bummeln Sie

nach Herzenslust durch die zauberhafte Altstadt,

die aufgrund der vielen Lokale auch

als «längste Theke der Welt» bezeichnet

wird. Düsseldorf begeistert mit nicht weniger

als sieben Weihnachtsmärkte – besonders

empfehlenswert ist der zauberhafte

Weihnachtsmarkt am Marktplatz. Nach genügend

Zeit zur freien Verfügung fahren wir

in die Schwesterstadt Köln. Vor der grossartigen

Kulisse des Kölner Doms erwartet uns

hier einer der schönsten Weihnachtsmärkte

Deutschlands. Lassen Sie sich vom Duft

von Glühwein, Lebkuchen und gebrannten

Mandeln verzaubern und schlendern Sie

durch das „Städtlein aus Holz und Tuch“,

das im Glanz der tausenden von Lichtern

erstrahlt.

3. Tag, Sonntag 22. Dezember 2019

Maastricht & das grosse Weihnachtskonzert

Heute morgen fahren wir nach Maastricht.

Die malerische Heimatstadt von André Rieu

erstrahlt im schönen Weihnachtskleid von

ihrer allerschönsten Seite. Flanieren Sie

gemütlich über den zauberhaften Weihnachtsmarkt

und durch die atemberaubend

beleuchtete historische Innenstadt. Im

Verlauf des Nachmittags erwartet uns der

grosse Höhepunkt dieser Reise. Freuen Sie

sich auf André Rieu und seinem Orchester.

Erleben Sie ein unvergleichliches Konzert

der Superlative, ein wahres Winterwunderland

während Sie zu schönen Weihnachtsliedern

und romantischen Walzern

aus der ganzen Welt singen und tanzen! Im

Anschluss laden wir Sie in einem typischen

Lokal zum Nachtessen.

4. Tag, Montag 23. Dezember 2019

Heimreise

Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise

an.

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✓ 3 Übernachtungen im guten 4-Sterne

Hotel im Raum Köln/Düsseldorf

✓ 3 x reichhaltiges Frühstücksbuffet im Hotel

✓ 1 x feines Nachtessen im Hotel

✓ 1 x feines Nachtessen im beliebten

Restaurant in Maastricht

✓ Besuch der Weihnachtsmärkte Köln,

Düsseldorf & Maastricht

✓ Eintritt & reservierte Plätze für das

Weihnachtskonzert von André Rieu im

Forum 100, Maastricht (mittlere Kategorie 3)

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während

der ganzen Reise

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Preise pro Person im Doppelzimmer

im 4-Sterne-Hotel * Fr. 599.-

* Folgende ausgezeichnete 4-Sterne-Hotels haben wir

für unsere Gruppen vorgesehen: (Zuteilung erfolgt nach

logistischen Kriterien 4 Wochen vor Abreise) H+ Hotel Köln

Brühl, H+ Hotel Köln Hürth, Novotel Düsseldorf City West,

Mercure Düsseldorf City Nord

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar:

Auf Wunsch beim Konzert

Zuschlag Kat 2: Fr. 25.-

Einzelzimmerzuschlag: Fr. 140.-

Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort:

Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ,

St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur, Zürich

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