02.09.2019 Aufrufe

Shine New York Traces Booklet 2019

Neben zeitgenössischen Tanzfilmen zeigt das Festival im Rahmen des Sonderformats POOL Shine – New York Traces filmische Arbeiten der Komponistin, Musikerin und Filmemacherin Meredith Monk (*1942). Zwischen 1966 und 1994 produzierte die facettenreiche und interdisziplinäre Künstlerin sechs außergewöhnliche Stummfilme, die sie in ihre Bühnenwerke und Installationen integrierte und die durch ihre choreographischen und kompositorischen Elemente bestechen. POOL macht diese und weitere Filme von Meredith Monk für das Berliner Publikum zugänglich. Eröffnet wird das Festival mit dem Screening von Meredith Monks Featurefilm Book of Days (1988). Am darauffolgenden Abend präsentiert POOL Stummfilme sowie die Filme Ellis Island (1981) und 16 Millimeter Earrings (1966/1979). Im Anschluss an die Screenings finden jeweils kurze Talks mit an den Filmen beteiligten Künstler*innen und Wegbegleiter*innen von Monk statt. Eine Ausstellung stellt während der Festivaltage weiterführendes Bild- und Textmaterial zu Meredith Monks künstlerischem Schaffen zur Verfügung. Das Festival klingt mit dem Screening der vor kurzem restaurierten Fassung der Dokumentation von Meredith Monks Stück Quarry (1977) im Ausstellungsraum am 8. September aus.

Neben zeitgenössischen Tanzfilmen zeigt das Festival im Rahmen des Sonderformats POOL Shine – New York Traces filmische Arbeiten der Komponistin, Musikerin und Filmemacherin Meredith Monk (*1942). Zwischen 1966 und 1994 produzierte die facettenreiche und interdisziplinäre Künstlerin sechs außergewöhnliche Stummfilme, die sie in ihre Bühnenwerke und Installationen integrierte und die durch ihre choreographischen und kompositorischen Elemente bestechen. POOL macht diese und weitere Filme von Meredith Monk für das Berliner Publikum zugänglich. Eröffnet wird das Festival mit dem Screening von Meredith Monks Featurefilm Book of Days (1988). Am darauffolgenden Abend präsentiert POOL Stummfilme sowie die Filme Ellis Island (1981) und 16 Millimeter Earrings (1966/1979). Im Anschluss an die Screenings finden jeweils kurze Talks mit an den Filmen beteiligten Künstler*innen und Wegbegleiter*innen von Monk statt. Eine Ausstellung stellt während der Festivaltage weiterführendes Bild- und Textmaterial zu Meredith Monks künstlerischem Schaffen zur Verfügung. Das Festival klingt mit dem Screening der vor kurzem restaurierten Fassung der Dokumentation von Meredith Monks Stück Quarry (1977) im Ausstellungsraum am 8. September aus.

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SHINE | NEW YORK TRACES

Meredith Monk

3.-8. September 2019 im DOCK 11

POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

POOL 19

INTERNATIONALES

TanzFilmFestival BERLIN

DOCK 11


POOL SHINE NEW YORK TRACES

Meredith Monk

Produktion | Konzept DOCK 11

künstlerische Leitung Sarah Möller

Moderation Peter Pleyer

Presse Katja Karouaschan, k3 - Kontor für Kultur und Kommunikation

Künstlerbetreuung | Lektorat Onur Agbaba

Übersetzungen | Lektorat englischer Texte Rachael Mauney

Marketing | Assistenz Ana Marija Marinov

Networking Yoshiko Chuma

Vorführung Yoann Trellu

Technik Asier Solana

Fotodokumentation Barbara Dietl

Assistenz Michalina Zurek

Foto Frontseite Toby Newmann (links) und Pablo Vela (rechts) in Book of Days [1988]

von Meredith Monk, Foto von Dominique Lasseur

Grafik SLGM

vielen Dank an Meredith Monk, Peter Sciscioli und an das Team von The House Foundation.

POOL Shine wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, wofür wir uns herzlich bedanken.


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

POOL SHINE NEW YORK TRACES

Meredith Monk

Book of Days [1988 | 85 min]

P R O G R A M M

Screenings | Talks | Ausstellung

3. September 2019 um 19. 00 Uhr

Künstlergespräch mit Yoshio Yabara, Peter Sciscioli

und Yoshiko Chuma

Silent Short Films [1966-1994 | 40 min] 4. September 2019 um 19. 00 Uhr

Ellis Island [1981 | 28 min] Künstlergespräch mit Peter Sciscioli, Yoshiko Chuma

16 Millimeter Earrings [1966,1979 | 25 min] und Nicky Paraiso

Moderation Peter Pleyer

Eintritt jeweils 8 Euro

Quarry [1977 | 82 min] 8. September 2019 um 16. 00 Uhr | Saal 3

restaurierte Dokumentation des gleichnamigen Stücks

Eintritt frei

Ausstellung 3. bis 8. September 2019

VERNISSAGE 3. September 2019 um 20. 30 Uhr

FINISSAGE 8. September 2019 um 16. 00 Uhr | Screening von Quarry

Öffnungszeiten 4. bis 6. September 2019 von 18. 00 bis 22. 00 Uhr

7. September 2019 von 12. 00 bis 22. 00 Uhr

8. September 2019 von 12. 00 bis 19. 00 Uhr

Eintritt frei


POOL SHINE

Wann immer ich

mit Film arbeite,

fällt mir die Ähnlichkeit

zwischen

dem Filmemachen

und dem Komponieren

von Musik auf.

Ich habe

den Eindruck,

dass Bildern

eine Musikalität

innewohnt und

dass das Schneiden

dieser Bilder wie

Musikmachen

für alle Sinne ist.

Meredith Monk

Die Erforschung der Stimme

als ein Instrument und die sich

daraus entwickelnde vokale

Performancekunst machten

die Künstlerin Meredith Monk

als Musikerin und Komponistin

bekannt. Ihre Praxis des

Komponierens beschränkt sich

jedoch nicht nur auf Klänge und

Töne, sondern umfasst auch

das Arrangieren von Bewegung,

von Objekten, Licht, Text und

filmischen Bildern zu interdisziplinären

Performances,

in denen all diese Elemente

zusammenwirken.

Zwischen 1966 und 1994

produzierte die facettenreiche

Künstlerin sechs außergewöhnliche

Stummfilme, die sie in ihre

Bühnenwerke und in Installationen

integrierte und die

sich besonders durch ihre

choreographischen Anteile

auszeichnen. Während die Filme

in die Sammlung des MoMA

aufgenommen wurden, sind

sie bisher in Europa nur wenig

bekannt. POOL Shine macht

sie nun dem Berliner Publikum

zugänglich.

Mit der Vorführung von

Meredith Monks Featurefilm

Book of Days (1988) nimmt

das Format POOL ShineNew

York Traces erstmals einen

Langfilm in die seit 2016

bestehende Reihe auf. Das

künstlerische Kräftefeld im

New York der 60er Jahre zum

Ausgangspunkt der Spurensuche

nehmend, führten bereits die

vergangenen Editionen über die

Grenzen des Stadtraums von

New York hinaus und legten ein

in vielerlei Hinsicht grenzübergreifendes

Netz an künstlerischen

Verbindungen frei.

Book of Days verknüpft nicht

nur auf inhaltlicher Ebene

verschiedene Räume und Zeiten,

sondern zeigt als eine internationale

Produktion auch auf

Meredith Monks Verbindungen

nach Europa und Berlin. 1980

und 1983 präsentierte sie in

Zusammenarbeit mit der Berliner

Schaubühne am Halleschen

Ufer ihre Stücke Vessel und

The Games in Berlin. Einige der

daran beteiligten Schauspieler

finden sich im größtenteils in

der kleinen französischen Stadt

Cordes gedrehten Film Book of

Days wieder.

Zitat aus „Wearing Three Hats: Process Notes

from a Polymath“, in Envisioning Dance on

Film and Video, ed. von Judy Mitoma, Elizabeth

Zimmer und Dale Ann Stieber, S. 93.


POOL SHINE | | NEW YORK TRACES Meredith Monk

NEW YORK TRACES

Meredith Monk

The exploration of the human

voice as an instrument and the

expansion of musical

boundaries established artist

Meredith Monk’s reputation as

a musician and composer.

However, her practice of composing

is not limited to sounds

and tones, but also involves

arranging movement, ojects,

light, text, and cinematic

imagery into interdisciplinary

performances where all these

elements interact.

Between 1966-1994, the

multi-faceted artist produced

six extraordinary silent films for

her stage work and installations.

Some were expanded into

short films, or led to those which

are feature-length.

‚POOL‘ honors the compositional

and choreographic elements of

these films, and brings some of

Meredith Monk‘s seldom seen

work to the Berlin audience.

With the screening of ‚Book of

Days‘ (1988), POOL includes a

feature length film for the very

first time as part of Shine

New York Traces, a special

format of the festival existing

since 2016. Tracing back to

the artistic field in New York in

the 1960s, past editions of Shine

have already transcended the

boundaries of New York‘s urban

space, revealing intersections of

artistic networks in many ways.

‚Book of Days‘ not only links

different historical and spatial

layers content-wise, but also

points towards Meredith Monk‘s

connections in Europe and

Berlin. In 1980 and 1983, she

presented her pieces ‚Vessel‘ and

‚The Games‘ in collaboration

with the Berliner Schaubühne

am Halleschen Ufer. Some of the

actors involved, later on

re-appeared in ‚Book of Days‘,

that was primarily shot in the

small French town Cordes.

Whenever I

make a film, I’m

struck by

the similarity between

filmmaking and

composing music.

I believe

that images themselves

contain an inherent

musicality, and that

editing them together is

like making music

for the senses.

Meredith Monk


I’ve always been interested

in the fluidity of time and space,

the musicality of images,

cinematic syntax and structure

and the juxtaposition

of abstract images

with a concrete space.

Making films allows me

to weave together

music, image, character,

movement and environment

into a poetic whole.

Meredith Monk

Foto: Meredith Monk

von Julieta Cervantes


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Meredith

Monk

.

Meredith Monk

(20.11.1942, New York)

ist Komponistin, Sängerin,

Choreographin und

Filmemacherin und entwickelte

mehrere Opern,

Musikperformances, Filme

und Installationen.

Sie gilt als Pionierin der vokalen

und interdisziplinären

Performancekunst.

Bis 1964 studierte sie am Sarah

Lawrence College in New York

klassische Musik, Theater und

Modern Dance und war im

Anschluss stark vernetzt in der

Kunstszene von Downtown

Manhattan.

1968 gründete sie die Company

The House, die einen

interdisziplinären

Performanceansatz verfolgt.

1978 folgte die

Gründung von Meredith Monk

& Vocale Ensemble.

Monks Arbeiten bewegen sich

an den Schnittstellen zwischen

Musik und Bewegung, Bildund

Objektkunst, Licht und

Sound und bringen neue

Erfahrungswelten hervor. Ihre

Entdeckung der Stimme als ein

Instrument, als eigene Sprache,

weitet die Möglichkeiten

musikalischer Komposition aus

und schafft Soundlandschaften,

die Gefühle, Energien und

Erinnerungen freisetzen, die

schwer in Worte zu fassen sind.

Als Filmemacherin produzierte

Monk mehrere, mit Preisen

ausgezeichnete Filme, darunter

Ellis Island (1981) und den

Featurefilm Book of Days (1988).

Meredith Monk (b. November

20, 1942, New York City) is a

composer, singer, director and

choreographer, and creator of

new opera, music-theater works,

films, and installations.

She is a pioneer in what is now

called „extended

vocal technique” and “interdisciplinary

performance.”

After graduating from Sarah

Lawrence College in 1964, Monk

moved to New York City and

began creating work in galleries,

churches, and mostly

non-traditional performance

spaces. In 1968 she founded

‚The House‘, a company

dedicated to an interdisciplinary

approach to performance.

In 1978 Monk founded

‚Meredith Monk & Vocal

Ensemble‘ to expand her musical

textures and forms.

Monk creates works that thrive

at the intersection of music and

movement, image and object,

light and sound, discovering and

weaving together new

modes of perception.

Her groundbreaking exploration

of the voice as an instrument,

as an eloquent language in and

of itself, expands the boundaries

of musical composition,

creating landscapes of sound

that unearth feelings, energies,

and memories for which there

are no words.

As a filmmaker, Monk has

created several award-winning

films including ‚Ellis Island‘

(1981) and her first feature,

‚Book of Days‘ (1988), which

have screened at numerous film

festivals worldwide.

http://www.meredithmonk.org


Book of Days Meredith Monk | 1988 | USA | 85:00

Konzept | Regie Meredith Monk

Kamera Jerry Pantzer

Art Direction | Kostüm | Storyboard Yoshio Yabara

Musik Meredith Monk

Produktion Catherine Tatge, Dominique Lasseur

Foto rechts Still aus Book of Days

von Jerry Pantzer

Book of Days ist ein Film über Zeit und zieht Parallelen zwischen dem Mittelalter,

Kriegszeiten und der gesellschaftlichen Situation Ende der 80er Jahre,

die geprägt ist von rassistisch und religiös motivierten Konflikten,

von der AIDS Epidemie und der Angst vor einer nuklearen Eskalation.

‚Book of Days‘ is a film about time, drawing parallels

between the Middle Ages, a time of war, plague and fear of the Apocalypse,

with our modern times of racial and religious conflict, the AIDS epidemic,

and the fear of nuclear annihilation.

Book of Days

3. September 2019

um 19. 00 Uhr


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk


16 Millimeter Earrings

Meredith Monk | 1966 | 4 min

Dieser kurze Stummfilm war einer von drei Filmen,

die in der gleichnamigen Performance von Monk auf

verschiedenen Oberflächen projiziert wurden.

Das Filmprogramm schließt mit einer filmischen

Interpretation einer Rekonstruktion der Performance

von 1977, wobei sich die Einbettung des kurzen

Schwarzweißfilms in das Stück nachvollziehen lässt.

This short, silent version of ‚16 Millimeter Earrings‘

was one of three films projected on different surfaces

at specific times during performances of Monk’s

breakthrough interdisciplinary work of the same name.

Regie Meredith Monk

Kamera Kenneth Van Sickle

Foto Still aus

16 Millimeter Earrings

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Children

Meredith Monk | 1967 | 8 min

Children wurde als Bestandteil für Meredith Monks

Performance Excerpt from a work in progress

produziert, aufgeführt im Village Theater in New York.

Gedreht wurde in verschiedenen U-Bahnhöfen

New Yorks und in Monks ehemaligen Studio am

St. Mark’s Place.

‚Children‘ was originally created for Monk’s ‚Excerpt

from a work in progress‘ at the ‚Village Theater‘.

It was shot in New York City’s subways and in Monk’s

old studio on St. Mark’s Place.

Regie Meredith Monk

Kamera Phill Niblock

Foto Still aus Children

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


Ball Bearing

Meredith Monk | 1968 | 6 ½ min

Ball Bearing ist ursprünglich eine Installation, die über

einen unbestimmten Zeitraum im Wechsel vorwärts

und rückwärts abgespielt werden kann.

‚Ball Bearing‘ was designed as an installation piece,

to play continuously forward and backward for an

unrestricted time period.

Regie Meredith Monk

Kamera Meredith Monk

George Landow

Technische Assistenz Peter Funk, Phill Niblock

Bill Hampton

Foto Still aus Ball Bearing

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Quarry

Meredith Monk | 1975 | 5 ½ min

Quarry wurde für das gleichnamige Stück als eine

Projektion zwischen den Abschnitten Dictator’s Speech

und Rally entworfen. Die restaurierte filmische

Dokumentation des Stückes wird am Sonntag,

dem 8. September, im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

‚Quarry‘ was designed to be projected between the

‚Dictator’s Speech‘ and ‚Rally‘ sections of

Monk’s opera of the same name. The restored

documentation of the piece can be seen on Sunday,

September 8th at the exhibition space.

Regie Meredith Monk

Kamera | Schnitt David Gearey

Foto Still aus Quarry

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


Faces Meredith Monk | 1994 | 5 min

Der erste Teil von Faces war Bestandteil von Meredith Monks

Installation Shrine, die in Foyers von Theatern gezeigt wurde,

in denen sie ihr Solostück Volcano Songs präsentierte.

Der zweite Teil des Films war in die Performance selbst eingebettet.

Part I of ‚Faces‘ was used in Monk’s ‚Shrine Installation‘, situated in

the lobby of theaters where her solo piece ‚Volcano Songs‘ was

performed. Part II was projected as part of the performance.

Both are part of an ongoing project called ‚24 Hours of Faces‘.

Regie Meredith Monk

Kamera Nick Blair

Montage bei Morty’s, New York City

mit Bruce Ashkinos

Foto Still aus Faces

Ellis Island

Meredith Monk | 1979 | 6 ½ min

Die kurze, stumme Version von Ellis Island wurde für eine

Projektion innerhalb Monks Stück Recent Ruins produziert.

Beteiligt sind Mitglieder von Meredith Monks Company The House.

Gefilmt wurde auf Ellis Island, noch vor der

grundlegenden Sanierung der Insel.

This short, silent version of ‚Ellis Island‘ was designed to be

projected during a section of Monk’s live work, ‚Recent Ruins‘.

It features members of ‚Meredith Monk/The House‘, and was

filmed on location on Ellis Island prior to its major renovation.

Regie Meredith Monk

2. Regie Bob Rosen

Kamera Jerry Pantzer

Foto John Bollinger, Bob Rosen, Jerry Pantzer

Meredith Monk, John Sennhauser

(von links) am Set von Ellis Island,

Fotograf unbekannt

Silent Short Films, Ellis Island

& 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


Silent Short Films, Ellis Island & 16 Milli-

POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk


Ellis Island

Meredith Monk | 1981 | 28 min

“Eine unvergessliche filmische Besinnung auf die

Einwanderungsgeschichte Amerikas, gedreht

in den zerfallenen Hallen von Ellis Island...

In seiner Ästhetik sparsam, nüchtern und feinsinnig,

ruft der Film die Schönheit von Vintage-Fotos wach.”

Village Voice

“An intensely memorable film evocation of America’s

immigrants; set in the crumbling halls of

contemporary Ellis Island...spare, sober, and exquisite, it

recalls the formality and beauty of vintage photos.”

Village Voice

Konzept | Regie

Produktion | Co-Regie

Kamera

Musik

Koproduktion von

Foto

Meredith Monk

Bob Rosen

Jerry Pantzer

Meredith Monk

Greenwich Film

Associates und ZDF Germany

Still aus Ellis Island

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

16 Millimeter Earrings

Meredith Monk | 1966, 1979 | 25 min

„Bewegung, Bilder, Worte und Klänge sind so geschickt verwoben und

miteinander verknüpft, dass keine Beschreibung die Art von Magie ersetzen kann,

die Monk geschaffen hat“, schreibt John Perrault in der Village Voice über die

ursprüngliche Produktion von 16 Millimeter Earrings, die 1966 in der Judson Church

aufgeführt wurde. Die Filminterpretation von Robert Withers dokumentiert eine

Rekonstruktion von 1977 und ist sein filmischer Blick auf das Stück.

‚16 Millimeter Earrings‘ is considered one of Meredith Monk’s breakthrough works.

About the original production performed at the ‚Judson Church‘ in 1966,

John Perrault of the Village Voice wrote, “movement, film, words, and sounds are so

skillfully interwoven and inter-related that no description can substitute for actually

seeing the kind of magic she has managed to produce.” This film interpretation by Robert

Withers documents a 1977 reconstruction and is his cinematic view of the piece.

Konzept und Performance

Produktion, Regie und Kamera

Meredith Monk

Robert Withers

eine Rekonstruktion

des Originalstücks von 1966

Silent Short Films, Ellis Island & 16 Millimeter Earrings

4. September 2019

um 19. 00 Uhr


Künstlergespräche

Yoshio

Yabara

Yoshio Yabara ist Kostümdesigner,

Bühnenbildner und

langjähriger künstlerischer Wegbegleiter

von Meredith Monk.

Für Vessel, eine epische Oper, die

1980 in Berlin aufgeführt wurde,

arbeitete Yabara erstmals mit

Monk zusammen. Bis heute

wirkt er an zahlreichen

Produktionen Monks mit.

Daneben arbeitete er u.a. mit

Robert Wilson, Daniel Barenboim

sowie mit verschiedenen

Filmemacher*innen, darunter

Doris Dörrie, zusammen. Für

Book of Days betreute Yabara die

Art Direction und entwarf

die Kostüme sowie das

Storyboard. Yabara lebt und

arbeitet in Berlin.

Yoshio Yabara is a costume

designer, stage designer, and

longtime artistic companion of

Meredith Monk. In 1980, Yabara

worked with Monk for the first

time on ‚Vessel, an opera epic‘

and to this day has continued

their collaboration in numerous

productions.

In addition, he has worked

together with Robert Wilson,

Daniel Barenboim, and

filmmakers such as Doris Dörrie,

among others. For ‚Book of

Days‘, Yabara oversaw the art

direction and designed the

costumes as well as the

storyboards. Yabara lives and

works in Berlin.

Peter

Sciscioli

Peter Sciscioli ist ein

interdisziplinärer Performer,

Künstler, Dozent und Produzent,

beheimatet in Brooklyn, New

York. Seine Arbeiten verbinden

Tanz, Musik, Theater und Film.

Sciscioli arbeitet seit langem in

verschiedenen Funktionen mit

Meredith Monk zusammen. Er

ist Gründungsmitglied von The

M6: Meredith Monk Third

Generation, deren Ziel es ist,

die musikalischen Arbeiten von

Meredith Monk zu bewahren.

Daneben arbeitet er im

Management von Meredith

Monks The House

Foundation for the Arts.

Peter Sciscioli is an

interdisciplinary performer,

creator, educator and producer

based in Brooklyn, New York. His

works combine dance, music,

theater and film. Sciscioli has

long worked in various

capacities with Meredith Monk.

He is a founding member of ‚The

M6: Meredith Monk Music Third

Generation‘, whose

goal is the preservation of

Monk’s musical work.

Additionally, he is part of

the management of Ms. Monk’s

organization, ‚The House

Foundation for the Arts‘.

Book of Days

mit Yoshio Yabara, Peter Sciscioli und Yoshiko Chuma

3. September 2019

um 20. 30 Uhr


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Yoshiko

Chuma

Yoshiko Chuma ist Choreografin

und künstlerische Leiterin der

Company The School

of Hard Knocks. Geboren in

Osaka, Japan, lebt und arbeitet

sie seit 1976 in New York.

Yoshiko Chuma hat mehr als 45

Bühnenstücke und sitespecific

Performances produziert.

Zwischen 1979 und 1982 drehte

Chuma sieben 16mm-Filme,

die für POOL Shine digitalisiert

und 2016 und 2017 erstmals in

Europa gezeigt wurden.

Yoshiko Chuma is a

choreographer and artistic

director of ‚The School of

Hard Knocks Company‘. Born

in Osaka in Japan, she lives and

works in New York since 1976.

Yoshiko Chuma has created

more than 60 full-length

company works, commissions

and site-specific events,

constantly challenging the

notion of performance for

both audience and participant.

Between 1979 and 1982 she

produced seven films on

16mm, that were shown

for the very first time in Europe

at ‚POOL Shine‘.

Künstlerisches Kräftefeld in New York 1960-90

mit Peter Sciscioli, Nicky Paraiso und Yoshiko Chuma moderiert von Peter Pleyer

4. September 2019

um 20. 30 Uhr

Nicky

Paraiso

Nicky Paraiso ist ein New Yorker

Schauspieler, Musiker,

Performance-Künstler sowie

Kurator und ist seit 1979 in

der Kunstszene von Downtown

New York aktiv. Jährlich kuratiert

er das Tanzfestival La MaMa

Moves! in New York, zu dem

POOL Shine 2018 eingeladen

war. Daneben ist er

künstlerischer Leiter von The

Club im Theater La MaMa.

Nicky Paraiso hat mit zahlreichen

Künstler*innen zusammengearbeitet,

darunter Jeff Weiss

und Richard C. Martinez,

Meredith Monk & Vocal

Ensemble (1981-1990), Yoshiko

Chuma & The School of Hard

Knocks. Im März 2019 premierte

sein neues Stück now my hand is

ready for my heart:

intimate histories, unter Regie

von John Jesurun.

Nicky Paraiso is a New York

based actor, musician,

performance artist, and curator,

active since 1979. He is Director

of Programming at ‚The Club‘ at

‚La MaMa‘ and is also Curator

for the annual ‚La MaMa Moves!

Dance Festival‘, to which ‚POOL

Shine‘ was invited in 2018.

He collaborated with many

artists, among them Jeff Weiss

and Richard C. Martinez,

Meredith Monk & Vocal Ensemble

(1981-1990), Yoshiko Chuma

& The School of Hard Knocks.

He premiered a new dancetheater

work, ‚now my hand

is ready for my heart: intimate

histories,‘ directed

by John Jesurun in March 2019.


Ausstellung

Die Ausstellung bietet während

der Festivaltage weiterführendes Material

zum künstlerischen Schaffen von

Meredith Monk. Neben der Präsentation

der Silent Short Films schafft die

Ausstellung die Möglichkeit, an einer

Hörstation das musikalische Werk von

Meredith Monk zu erleben und zu

entdecken. Umfangreiches Text- und

Interviewmaterial eröffnet den

Besucher*innen tiefere Einblicke in die

künstlerische Arbeit von Meredith Monk.

Die Ausstellung klingt mit der Präsentation

der restaurierten Dokumentation des

Stücks Quarry (1977) aus.

During the festival, the exhibition

offers further material on the artistic

work of Meredith Monk. In addition to

the presentation of ‚Silent Short Films‘,

the exhibition offers the opportunity to

experience and discover the musical work

of Meredith Monk at a listening station.

Extensive text and interview material

provides visitors with deeper insights into

Meredith Monk’s process.

The exhibition ends with the restored

documentation of the piece ‚Quarry‘

(1977).

Foto links: Quarry | 1976 |

fotografiert von Ken Duncan

Foto rechts: Quarry | 1976 |

fotografiert von Nat Tileston


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Zwischen 1975-76 entwarf

Meredith Monk das Live-

Bühnenwerk Quarry: eine Oper in

drei Sätzen mit ihrer

Company The House – ein

Mosaik aus Bildern, Bewegung,

Dialog, Film, Sound, Licht und

Musik. Quarry ist eine Meditation

über den 2. Weltkrieg und über

die Wiederkehr von Intoleranz,

Faschismus und Grausamkeit

innerhalb der Geschichte. Im

Zentrum des Stücks steht ein

krankes Kind (gespielt von

Meredith Monk), deren Welt sich

zunehmend mit der

Verschlechterung ihrer Krankheit

verdunkelt. Die Dokumentation

von Quarry, aufgenommen 1977

im Lepercq Space in der Brooklyn

Academy of Music unter Regie

von Amram Nowak und in enger

Abstimmung mit Meredith Monk,

beinhaltet einen gleichnamigen

kurzen Stummfilm.

Quarry gilt als ein herausragendes

Werk des 20. Jahrhunderts und

hat an Aktualität auch nach

40 Jahren nicht eingebüßt.

Es ist zugleich Mythos,

Dokument und Denkmal.

Quarry

Meredith Monk | 1977 | 82 min

Meredith Monk created

‚Quarry: an opera‘ in three

movements as a live stage work

between 1975-76 – with her

company, ‚The House‘ – as a

mosaic of images, movement,

dialogue, film, sound, light, and

music. A meditation on WWII

and recurring cycles of

intolerance, fascism, and cruelty

in history, ‚Quarry‘ centers on a

sick American child (played by

Monk herself) whose world

darkens as her illness progresses.

This film version, shot in

the Lepercq Space at the

Brooklyn Academy of Music in

1977, was directed by

Amram Nowak and supervised

by Monk, and includes her

short silent film of the same

name. Considered a masterwork

of the 20th century, the

piece is as prescient today as it

was 40 years ago. It is at

once a myth, a documentary,

and a memorial.

Quarry

8. September 2019

um 16. 00 Uhr


Foto: Meredith Monk

am Set von Book of Days

von Dominique Lasseur


POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Zitat

aus „Wearing Three Hats:

Process Notes from a Polymath“,

in Envisioning Dance

on Film and Video, ed.

von Judy Mitoma,

Elizabeth Zimmer

und Dale Ann Stieber,

S. 89.

I’ve never made a

dance film per se, but

the fact that my films

are for the most part

nonverbal and nonlinear

in structure naturally

relates them to an art

form that speaks

without words. My

deep interest has been

to tackle the notion of

cinematic syntax in a

new way.

In my early performan

ce pieces, I

combined disparate

images into a montage

within a live context.

My question was: How

could I as a soloist

perform a disjunctive

continuity that implied

the flexibility and speed

of film editing?

It became a matter of

razor-sharp transitions

(like film cuts) and

quick changes of focus,

emotion, tension, and

energy. As a person who

has attempted over the

years to weave together

music, images, and

movement, I find film a

perfect format for this

integration of elements.

As Eisenstein stated,

„All art forms meet

within the film frame.“

Film has always been a

component of my work,

both as an element in

live performance and as

a reality in itself,

because of its fluidity

of time and space and

its power of scale and

transformation. In live

performance, to get

from one space to another

usually involves

major set changes.

Space in film (unless it

is delibaretely set up as

abstract) can be refreshingly

literal; against

that, magical images

can be counterpointed.

Meredith Monk


SHINE | NEW YORK TRACES

ist Teil des Programms von

POOL 19 - INTERNATIONALES TanzFilmFestival BERLIN,

das vom 3. bis 8. September 2019 im DOCK 11 stattfindet.

POOL Shine wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

POOL SHINE | NEW YORK TRACES Meredith Monk

Eberswalder Str.

Tram M1+12 Schwedter Str.

79

Kastanienallee

U-8 Rosenth.Platz

Schönhauser Allee

U-2 Eberswalder Str.

Danziger Strasse

DOCK 11

U-2 Senefelder Platz.

Prenzlauer Allee

DOCK 11

Kastanienallee 79

10435 Berlin

Prenzlauer Berg

TramStation:

Schwedter Straße M1 + M12

U Eberswalder Straße:

U2, M1, M10, M12, N2

U Rosenthaler Platz:

U 8, M8, M1, Bus 142, N8

Informationen: info@pool-festival.de

www.pool-festival.de | www.dock11-berlin.de

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