Kunstretreat 2019

meditaterra

This gift book aims to help readers to relax with art, color, poetry and sound based on the “Fascination of worldwide art, color and meditation” exhibitions (Enter into Art 2018-19) promoting small-format images. These are joint projects with artists from around the world. Our intercultural events take place annually in Germany. The world comes to Germany and presents her art. The magic of our exhibitions lies in the combination of colors and art, of thought and feeling, and in the use of sound and its capacity to fascinate across cultures. Whether or not a work of art or a poem is famous does not matter. What matters is whether it helps the visitor within its small art retreats to find enjoyment, relaxation and intercultural understanding.
In the exhibitions, the images are sorted by color and combined with poetry and relaxing music. The images are presented in the German-language online gallery at www.meditaterra.de and on our English archive website  www.enterintoart.com. The 24 winners were selected by an international jury.

Kleinformatige Bilder aus aller Welt eignen sich nicht nur für eine sowohl erschwingliche als auch exotische Kunstsammlung, sondern auch für die Erschaffung musenvoller Refugien in anspruchsvollen Wohnräumen. Die 5. Internationalen „Enter into Art“-Kunstinstallationen zur Förderung kleinformatiger Bilder fanden im Verlauf von einem Jahr an den drei Flüssen Rhein, Mosel und Lahn statt (in Bad Breisig. Bernkastel-Kues, Köln, Bonn und Bad Ems). Der Ausstellungskatalog zeigt 292 Bilder von Künstlern aus 49 Ländern und fünf Kontinenten. Gleichzeitig ist er ein Poesiebuch zur Entspannung mit Kunst, Lyrik und Farben. Erneut handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt, welches der Künstler Kurt Ries und die Dichterin Gabriele Walter auch in ihrer Eigenschaft als Autoren, Grafiker und Entspannungspädagogin konzipierten und in dem vorliegenden Buch präsentieren. Ebenso wie in den Ausstellungen wurden die Bilder in „Farbzonen“ zum achtsamen Betrachten und Entspannen arrangiert. Neben den verschiedenen künstlerischen Techniken und Stilrichtungen sowie Skulpturen, Gedichten, entspannender Musik und Klang fließt der Gedanke des interkulturellen Austausches ein. Für die Leser steht eine Anleitung zum achtsamen Kunstgenuss bereit, die auf Wunsch umgesetzt werden kann. Im Rahmen der jährlichen Ausstellungen hat eine internationale Jury 24 Preisträger ermittelt.

KUNSTRETREAT

Enter into Art 2019 — Faszination weltweiter Kunst, Farbe und Meditation

1


KUNSTRETREAT

Faszination weltweiter Kunst, Farbe und Meditation

Enter into Art 2019

2 3

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire


Inhalt

Content

Vorwort ‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥........‥‥‥‥‥‥‥‥4

Ausstellungen 2018-19 ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..........‥‥‥.....5

Musik des Universums ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥................‥‥5

Vogel- und Naturstimmen-Haiku

Guillaume Apollinaire und die Musik ‥‥‥‥‥‥‥‥..‥‥‥‥‥6

Die Apollinaire-Vertonungen im Buch und sein Aufenthalt im Rheinland

Hauptpreisträger ‥‥‥‥‥......‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥10

Preisträger Excellence ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥........‥‥ ‥‥‥‥‥14

Ehrenvolle Erwähnung, Bernstein-Preis ........‥‥‥‥.....‥‥16

Eine polnische Studentengruppe in Köln ......‥‥‥‥......‥‥18

Meditationsanleitung ‥.‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.......‥‥‥20

Meditation mit Kunst, Farbe und Klang

Kunstmeditation mit bunten Farbtönen ........‥‥‥‥‥.‥‥‥24

Kunstmeditation mit roten Farbtönen ‥‥‥........‥‥‥‥‥‥32

Kunstmeditation mit orangen Farbtönen ‥‥‥‥........‥‥‥36

Kunstmeditation mit gelben Farbtönen ‥..‥‥‥........‥‥‥42

Kunstmeditation mit grünen Farbtönen ‥.........‥‥‥‥‥‥‥46

Kunstmeditation mit blauen Farbtönen .........‥‥‥‥‥‥‥‥52

Kunstmeditation mit violetten Farbtönen ‥‥‥.......‥‥‥‥58

Kunstmeditation mit schwarzweißen Farbtönen ‥.......‥‥62

Ausstellungskonzept .........‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥86

Faszination weltweiter Kunst, Farbe und Meditation

Enter into Art - Info .............‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥‥‥88

Index ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥........‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥90

Ausgewählte Künstler

Rowena Božič, Slowenien ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥....‥70

Gerhard Rasser, Österreich ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..‥.72

Tamara Rogozina, Ukraine ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥...‥74

Ping He, China ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.................‥.‥76

Silvia Anton, Rumänien ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥......‥78

Valentina Anopova, Russland ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥‥80

Jani Jan J., Österreich ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.........‥.‥82

Agron Bytyçi, Kosovo ...........‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥...‥‥84

Haiku-Gedichte

Reinhard Harbaum, Deutschland ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥‥‥68

Gabriele Walter, Deutschland ‥‥‥........‥‥31, 41, 51, 57 und

24, 32, 36, 42, 46, 52, 58, 62

Foreword ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥...........‥‥‥‥‥4

Exhibitions 2018-19 ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥5

Music of the Universe ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥5

Haiku Featuring the Voices of Birds and Nature

Apollinaire and Music ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥7

Guillaume Apollinaire’s Words Set to Music and His Time in the Rhineland

Grand Prize winners ‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..........10

Excellence winners ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥..................‥‥14

Honorable Mention, Amber-Award ‥‥.‥...‥‥‥............‥‥‥16

Polish Students Visiting Cologne ‥‥‥‥‥‥.‥‥‥‥‥‥‥.....‥‥18

Meditation instructions ‥‥‥‥‥‥‥‥.............‥‥‥‥‥‥‥‥‥20

Meditation with art, color and sound

Art meditation with colorful colors ‥......‥‥‥‥‥............‥‥24

Art meditation with red hues ‥‥‥‥‥‥............‥‥‥............32

Art meditation with orange hues .‥‥‥.........................‥‥.36

Art meditation with yellow hues ...‥‥.......................‥‥‥‥42

Art meditation with green hues ‥‥‥‥‥.......................‥‥‥46

Art meditation with blue hues ‥‥‥.........................‥‥‥‥‥52

Art meditation with violet hues ‥‥‥‥............‥.............‥‥58

Art meditation with black and white hues ‥....................‥‥62

Exhibition concept ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..‥‥.............‥‥86

Fascination of worldwide art, color and meditation

Enter into Art - Information ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.....‥‥............88

Index ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.............‥90

Featured Artists

Rowena Božič, Slovenia ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.‥..........‥‥‥70

Gerhard Rasser, Austria ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥............‥‥‥‥‥‥‥‥72

Tamara Rogozina, Ukraine ‥‥‥‥‥‥‥‥........‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥74

Ping He, China ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥.......................‥‥‥‥76

Silvia Anton, Romania ‥‥‥‥‥‥‥.............‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥78

Valentina Anopova, Russia ‥‥‥‥‥‥.......‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥80

Jani Jan J., Austria ‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..................‥‥82

Agron Bytyçi, Kosovo .‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥..............‥‥‥84

Haiku Poems

Reinhard Harbaum, Germany ‥‥‥‥‥..........‥‥‥‥‥‥‥‥‥‥68

Gabriele Walter, Germany ‥‥‥‥‥‥‥............31, 41, 51, 57 and

24, 32, 36, 42, 46, 52, 58, 62

Die Farbkapitel sind in der Reihenfolge der Farbentspannung angeordnet, wodurch

man schon allein beim Durchblättern relaxen kann!

Illustriert wurde das Buch mit Fotos aus der Landschaft, in welcher der berühmte

Kunstkritiker und Dichter Guillaume Apollinaire ein Jahr lang lebte. Darüber

hinaus finden Sie in den Farbkapiteln jeweis einen Titel und den Komponisten

einer zeitgenössischen Vertonung seiner Gedichte. Näheres erfahren Sie im

Kapitel "Guillaume Apollinaire und die Musik".

The chapters are arranged in the order of the relaxation with colors to help you

relax alone while browsing.

The book was illustrated with landscape photographs taken where the famous

art critic and poet Guillaume Apollinaire lived for a year. In each of the chapters

dedicated to colors you will find one title and the composer of a contemporary

piece of music set to his poetry. For more information, see: “Apollinaire and

Music”.

4 5


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser

Das vorliegende Geschenkbuch zur

Entspannung mit Kunst, Farben,

Lyrik und Klang basiert auf den Ausstellungen

„Faszination weltweiter

Kunst, Farbe und Meditation“ (Enter into Art 2018-

19) zur Förderung kleinformatiger Bilder. Die internationalen

Kunstinstallationen gründen sich auf

eine Initiative von Kurt Ries und Gabriele Walter,

die die Events in sowohl künstlerischer als auch

poetischer und entspannender Weise arrangieren

und ausgestalten. Es handelt sich um Gemeinschaftsprojekte

mit Künstlern aus aller Welt.

Als Künstler und Dichterin sowie als Ausstellungsgestalter,

Autoren und Fachspezialisten im

Bereich Entspannung und PR vertreten wir den

Anspruch, ein Ausstellungsthema intellektuell zu

durchdringen und die Bilder sowohl als Einzelwerke

als auch in ihrer künstlerischen Gesamtkonzeption

mit gestalterischem Impetus und pädagogischem

Kontext ins Rampenlicht zu rücken - sie in gleicher

Weise zu publizieren und sie auch im Internet verstärkt

der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der

Foreword

Dear reader

This gift book aims to help readers to

relax with art, color, poetry and sound

based on the “Fascination of worldwide

art, color and meditation” exhibitions

(Enter into Art 2018-19) promoting small-format

images. The intercultural art installations are based

on an initiative of Kurt Ries and Gabriele Walter,

who arrange and embellish the art installations

artistically and poetically to help visitors to relax.

These are joint projects with artists from around the

world.

As an artist and poet and exhibition creators, as

well as authors and experts in the fields of relaxation

and public relations, we believe an exhibition

theme should be designed to penetrate intellectually,

positioning the images in the spotlight both as

individual works and acknowledging their overall

artistic concept, impetus and educational context.

Katalog zur Ausstellung ist gleichzeitig ein künstlerisch

gestaltetes Meditationsbuch zur Entspannung

mit Kunst und Farben.

Die interkulturellen Events werden alljährlich

in Deutschland durchgeführt. Bei unseren Events

handelt es sich um internationale Wettbewerbe

und Events. Die Welt kommt nach Deutschland und

präsentiert uns ihre Kunst. Der Zauber unserer Ausstellungen

liegt in der Kombination der Farben und

Kunst, der Gedanken und Gefühle, sowie des Klangs

und in seiner interkulturellen Faszination begründet.

Ob ein Kunstwerk oder auch ein Gedicht hochberühmt

ist, spielt dabei keine Rolle. Es zählt nur, ob

es dem Besucher innerhalb seines kleinen Kunstretreats

dabei hilft, zu Genuss und Entspannung sowie

zu interkulturellem Verständnis zu finden!

Als Gastgeber und gleichzeitige Co-Jury treten

wir einerseits in den Hintergrund und bringen uns

andererseits als künstlerische Ausstellungsgestalter

und unparteiische Kontaktvermittler für die Künstler

ein. Auf der Grundlage unseres Online-Konzepts

(der Internetseite www.meditaterra.de und des

angeschlossenen Reise- und Relaxblogs „Bernsteinrose“),

welches Reisen mit Entspannung verbindet,

möchten wir den sicher vornehmlich deutschen

Ausstellungsbesuchern eine Reise zu den Künstlern

ermöglichen, so als ob sie in ihren Gedanken verreisen

und die Künstler in aller Welt in ihrem Atelier

They are also published in the Internet to make

them accessible to the public. Our exhibition catalog

is also an artistically designed meditation book

to help you relax with art and color.

Our intercultural events take place annually in

Germany. These are international contests and exhibitions.

The world comes to Germany and presents

her art. The magic of our exhibitions lies in the combination

of colors and art, of thought and feeling,

and in the use of sound and its capacity to fascinate

across cultures. Whether or not a work of art or a

poem is famous does not matter. What matters is

whether it helps the visitor within its small art retreats

to find enjoyment, relaxation and intercultural

understanding.

As hosts and co-judges, we take a back seat on

the one hand, while on the other acting as the exhibitions’

artistic designers and as impartial agents

for the artists. Based on our online concept (the

German-language travel and relaxation blog "Bernsteinrose"),

which combines travel with relaxation,

we want to provide the predominantly German

exhibition visitors with the opportunity to travel

within the artists’ thoughts and imagine visiting

besuchen – interkulturell in deren Psyche eintauchen

und sie verstehen.

In den Ausstellungen werden die Bilder ebenfalls

nach Farben geordnet und mit Skulpturen, Lyrik

und Poesie, Klang und Farblicht sowie entspannender

Musik kombiniert. Gleichermaßen werden

die Bilder in den Online-Galerien präsentiert:

www.meditaterra.de und www.enterintoart.com

Kurt Ries und Gabriele Walter

them in their studios – to dip into and understand

their cultural psyche.

In the exhibitions, the images are sorted by color

and combined with poetry and relaxing music.

The images are presented in the German-language

online gallery at www.meditaterra.de and on our

English archive website www.enterintoart.com.

Kurt Ries and Gabriele Walter

Note for translation:

Feel free to use “Google Translate” to help you read

our posts in your language. The German texts of the

book are available for your own translation on the

Internet (best in English). You can visit our main

website to download and print them:

www.enter-into-art.com (Menu: ART BOOK).

For our exhibition and PR concept, please go to

our website www.enter-into-art.com and click,

“AIMS AND TASKS”!

Ausstellungen 2018-19 Exhibitions 2018-19

Faszination weltweiter Kunst, Farbe

und Meditation

5. Internationale Installationen „Enter into Art“

2018-19 in Deutschland

Fünf Wanderausstellungen an drei Flüssen - Rhein, Mosel und Lahn

291 Teilnehmer aus 49 Ländern

Albanien, Argentinien, Australien, Bangladesch, Belgien, Brasilien, Bulgarien,

China, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Indien, Irland,

Israel, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Korea, Kosovo, Kroatien, Mauritius,

Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland,

Serbien, Singapur, Slowakische Republik, Slowenien, Südafrika, Spanien,

Schweden, Schweiz, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine,

Ungarn, Vereinigtes Königreich, USA, Deutschland durch die Gastgeber

Ausstellungsorte:

Köln: 17. - 28. April 2019 („Kulturbunker“ - Kulturzentrum Köln-Mülheim)

Bonn: 2. Mai - 27. Juni 2019 (Stadtbibliothek Bonn-Bad Godesberg)

Bad Ems: 1. Juli - 26. Juli 2019 (Rathausfoyer der Kreisverwaltung Rhein-Lahn)

Prelude-Events:

Bad Breisig: 18. August - 29. August 2018 (Kulturbahnhof) – 103 Teilnehmer aus

38 Ländern

Bernkastel-Kues: 10. Februar - 7. April 2019 (Museum Cusanus-Geburtshaus)–

206 Teilnehmer aus 45 Ländern

Musik des Universums

Vogel- und Naturstimmen-Haiku

Ebenso wie der Lyrik die Musikalität zu eigen ist, wohnt lyrische Ausdrucksfähigkeit

auch der Musik inne. Virtuose Stimmen, hämmernde oder hypnotische

Grundrhythmen, entrücktes Trillern und erfrischende Klangwirbel, Dialoge und

Tänze, leise Arien und liebliche Melodien von poetischer Schönheit sind nicht

allein musikalische Leitmotive der Natur, sondern auch der orchestralen Musik.

Passend zum Apollinaire-Thema lassen wir mit den Gedichten im Buch die

Klänge der Natur in poetischer Weise aufspielen. Lauschen Sie beim Lesen der

Haiku-Gedichte in ein Konzert des Universums hinein! Neben den vornehmlich

in Apollinaires poetischer Landschaft entstandenen Versen von Gabriele Walter

begrüßen wir Reinhard Harbaum mit seinen Vogelstimmen-Haiku. Er beschäftigt

sich intensiv mit der Vogelkunde.

Wenn nicht ausdrücklich ein anderer Name angegeben ist, stammen die Gedichte

in unseren Büchern von Gabriele Walter.

Fascination of worldwide art, color

and meditation

5 th ‘Enter into Art’ International Installations

2018-19 in Germany

Five traveling exhibitions along three rivers - Rhine, Moselle and Lahn

291 participants from 49 countries

Albania, Argentina, Australia, Austria, Bangladesh, Belgium, Brazil, Bulgaria,

Canada, China, Croatia, Czech Republic, Denmark, Finland, France, Greece, Hungary,

Iceland, India, Ireland, Israel, Italy, Japan, Jordan, Korea, Kosovo, Mauritius,

Mexico, The Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Romania, Russia, Serbia,

Singapore, Slovak Republic, Slovenia, South Africa, Spain, Sweden, Switzerland,

Taiwan, Thailand, Turkey, Ukraine, United Kingdom, USA, Germany by the hosts

Exhibition sites:

Cologne: April 17 – April 28, 2019 (Cultural Center Cologne-Mülheim)

Bonn: May 2 – June 27, 2019 (City Library Bonn-Bad Godesberg)

Bad Ems: July 1 – July 26, 2019 (Townhall Foyer - District Rhine-Lahn)

Prelude events:

Bad Breisig: August 18 – August 29, 2018 (“Kulturbahnhof” – Cultural Center) –

103 participants from 38 countries

Bernkastel-Kues: February 10 – April 7, 2019 (Museum Nicholas of Cusa) –

206 particapants from 45 countries

Music of the Universe

Haiku Featuring the Voices of Birds and Nature

Just like poetry lends itself to song, music also lends itself to poetic expression.

Virtuoso voices, thumping or hypnotic basic rhythms, enraptured trills, refreshing

swirls, dances, and dialogues, quiet arias, and sweet melodies marked by

poetic beauty are themes not only found in nature but also in orchestral music.

In tune with our Apollinaire theme, the poems in this book poetically reproduce

the musical sounds of nature. Listen to a concert played by the universe itself as

you read these haiku! Besides haiku written by Gabriele Walter in Apollinaire’s

poetic landscape, this book also features a series of haiku dedicated to bird song

written by Reinhard Harbaum, an avid ornithologist.

If no other author is mentioned, the poems in our books are written by Gabriele

Walter.

6 7


Guillaume Apollinaire und die Musik

Die Apollinaire-Vertonungen im Buch und sein Aufenthalt im Rheinland

Aus gegebenem Anlass haben wir unsere

vorjährige „Hommage à Guillaume

Apollinaire“ in der Ausstellungsperiode

2018-19 noch einmal

aufgegriffen. Zu Ehren des großen französischen

Dichters fließen am Anfang eines jeden Farbkapitels

des vorliegenden Buches jeweils der Name

eines Komponisten samt seiner Vertonung von

Apollinaires Gedichten ein. Damit führen wir die

Tradition in unseren Events und Kunstbüchern fort,

bildende Kunst mit Lyrik und Musik zu verbinden.

Unserer künstlerischen Kreativität liegt zweifelsohne

auch die poetische Seelenlandschaft zugrunde,

in welcher der berühmte Dichter, Kunstkritiker und

Freund Picassos ein Jahr lang gewirkt hatte.

Studio-Galerie „Apollinaire“

Guillaume Apollinaires Aufenthalt in unserer allernächsten

Umgebung nahmen wir zum Anlass,

unserer Studiogalerie in Bonn-Königswinter den

Namen „Apollinaire“ zu verleihen. (Ins Jahr 2018

fiel auch der 100jährige Todestag des berühmten

Dichters.) In Anlehnung an Apollinaires avantgardistische

Ideenvielfalt ist die Studio-Galerie

„Apollinaire“ ein konzeptionelles Novum, welches

Künstlern aus aller Welt die Möglichkeit bietet,

sich in besonderer Weise zu präsentieren. Auch

im Rahmen der internationalen „Enter into Art“-

Kunstwettbewerbe wird sie zukünftig als reputative

Bühne für unsere innovativen Kunstshows

und Kunstbuch-Präsentationen dienen. Nur einen

kleinen „Sonntagsspaziergang“ entfernt steht das

Fachwerkschlösschen „Neuglück“, in dem Apollinaire

von August 1901 bis August 1902 als Hauslehrer

in einer der französischen Bildung zugeneigten

Adelsfamilie tätig war.

Apollinaires Aufenthalt in Deutschland war ein

Glücksfall für die Literaturgeschichte. Durch ein vorausbezahltes

Einkommen konnte sich der Dichter

hier in aller Ruhe auf einen lyrischen Landstrich

einlassen und ihn in Liedern und Gedichten verinnerlichen.

Das literarische Ergebnis seines Aufenthaltes

ist ein eherner Beweis dafür, wie sinnvoll

die soziale Förderung der Künste ist! Später reiste

Apollinaire noch einmal ins Rheinland. Gemeinsam

mit dem Künstler Robert Delaunay hatte er August

Macke in Bonn besucht und dort den jungen Max

Ernst getroffen. Seine Distanz zu Deutschland ab

1914 ist sicher nachvollziehbar.

Aber in welcher Form spiegelt sich der „genius

loci“ unserer nächsten Umgebung in seinem

Schaffen wieder? Die Deutschland-Reise des 21jährigen

Apollinaire fand statt, bevor er am Montmartre

das Leben der literarischen Bohéme mit Picasso,

Braque, Gris, Léger und auch mit Marcel Duchamp

teilte. Mit einer Reihe hochwertiger Gedichte kehrte

er aus Deutschland nach Paris zurück, um dort

deren Veröffentlichung in eifrigster Weise anzustreben

und eine erfolgreiche Dichterlaufbahn zu beginnen.

Die Rheingedichte bezeichnen den ersten

lyrischen Höhepunkt seines Schaffens. Obwohl er

auch zuvor Gedichte geschrieben hatte, begann mit

„Neuglück“ sein eigentliches lyrisches Werk.

„Schloss Neuglück“ und der

junge Dichter

Zweifelsohne sind die „Rhénane“ und auch spätere

Gedichte stark von den Eindrücken unserer

nächsten Umgebung geprägt. Wissenschaftlich

erforscht wurde dies in der Dissertation von Ernst

Wolf „Guillaume Apollinaire und das Rheinland“.

(Kurz nach dem Erscheinen im Jahre 1937 musste

der Verfasser nach Schweden/USA emigrieren.) Vor

allem die Landschaft bei „Schloss Neuglück“ war für

den jungen Dichter neu und faszinierend zugleich.

Damals lag das anmutige Fachwerkschlösschen

noch frei auf der Spitze eines Hügels. Der tiefe Nadelwald

aus Apollinaires Gedicht „Les Sapins“ (Die

Tannen) befindet sich noch immer dort. Man kann

davon ausgehen, dass der junge Apollinaire bis dato

allein die Mittelmeerlandschaft und die Stadt Paris

kannte. Er hatte Paris nur selten verlassen.

Der Wind, die Tannen, der Dreiklang von Garten,

Wald und Feld, die Sonnenuntergänge hier oben

und das schmucke Fachwerk sowie seine erste große

Liebe, ja der gesamte pastorale Landstrich mit

seiner eher nördlichen Stimmung um „Neuglück“

herum tauchen immer wieder in den Werken Apollinaires

auf. Der Herbst war seine Lieblingsjahreszeit,

welche hier außerordentlich schön ist. Auch

dies wirkte sich günstig auf sein Schaffen aus. Ein

Großteil der rheinischen Gedichte ist wahrscheinlich

im Herbst 1901 entstanden. Dabei wird die

windige Jahreszeit mit ihrer sterbenden Natur bei

Apollinaire zum Todesymbol schlechthin. Mit sehr

hoher Wahrscheinlichkeit diente „Neuglück“ als

Schauplatz für die Gedichte „Passion“ und „Le Vent

Nocturne“ (Nachtwind). Auch in den Gedichten

„Automne“ (Herbst), „Les Colchique“ (Die Herbstzeitlosen)

und „L‘Automne malade“ (Der kranke

Herbst) findet sich diese Jahreszeit wieder.

Während seines Aufenthaltes in Deutschland

wurde der junge Guillaume Apollinaire zum ersten

Mal auf das Volkslied aufmerksam. In „Nuit

Rhénane“ (Rheinische Nacht) fügt der Dichter den

Gesang eines deutschen Volkslieds ein. In seinem

vielleicht bedeutendsten Gedicht „La Chanson du

Mal-Aimé“ (Das Lied des Ungeliebten) verweist er

auf den rheinischen Winter und seine Liebe zu der

Engländerin Annie Playden, die zur selben Zeit im

„Schloss Neuglück“ als Gouvernante tätig war. Es

war seine erste große Liebe, später besuchte er sie

in London, jedoch wanderte Annie Playden nach

Amerika aus. Die unerfüllte Liebeserfahrung hatte

diese Landschaft in seinem Werk mitgeformt und

sie zu einer melancholischen Seelenlandschaft sentimentalisiert.

Die Burgen- und Ruinenromantik des eigentlichen

Rheintals hat dagegen nur einen geringen

Anteil im lyrischen Bild von Apollinaire. In einem

Brief an seine Mutter vergleicht er die Weinberge

im nahe gelegenen Rheintal mit der mediterranen

Riviera seiner Kindheit. In der musischen Landschaft

am Rhein, im Bahnhof Rolandseck, wo sich

heute das „Arp-Museum“ befindet, hatte sich der

Dichter angeblich mit seiner Geliebten getroffen.

Dort auf der Insel Nonnenwerth hielt sich einst der

Komponist Franz Liszt auf. Im nahen Bonn befindet

sich zudem Beethovens Geburtshaus. Es ist auch die

Landschaft von William Turner, Heinrich Heine und

Lord Byron. Obwohl Apollinaire eher ein Mensch

des Südens war, sprach ihn dennoch die pastorale

nördliche Landschaft bei „Neuglück“ außerordentlich

stark an.

Ästhetische Betrachtungen

Apollinaires Aufenthalt in unserer unmittelbaren

Umgebung bildet jedoch nur eines der Motive, seine

künstlerischen Ansichten zur konzeptionellen

Grundlage unserer Projekte zu machen. Ebenso wie

der berühmte Dichter verknüpfen wir die zeitgenössische

Kunst mit meditativer Betrachtung, Lyrik

und Klang, denn jede Farbe verkörpert einen Ton

in Form des Farbklangs. Gleichermaßen verhält es

sich mit der Lyrik. Die malerische Rheinlandschaft

hatte den Dichter zu schönsten melodischen Versen

der französischen Literatur beflügelt. Und ebenso

wie die Haiku-Dichter hatte er seine Lyrik erwandert

und eine Art Jahreszeiten-Poesie verfasst. Die

beiden gegensätzlichen Landschaften „vor unserer

Haustür“ inspirieren auch Gabriele Walter immer

wieder zu neuen Haiku-Gedichten. Wir freuen uns,

dass wir sie in unseren Gemeinschaftsprojekten

einbringen und auf das dichterische Flair unserer

nahen Umgebung aufbauen können.

In Deutschland entstanden zudem Apollinaires

allererste Kunstkritiken. Als Förderer des freien Verses

und der modernen Malerei gleichen auch seine

kunstkritischen Texte klangvollen Sonetten. Gleichsam

ließen wir uns von ihm zu unseren Kunstbetrachtungen

beflügeln und möchten – ebenso wie

er, Künstlern die Möglichkeit einer besonderen

Präsentation bieten. (siehe u.a. die Seiten „Ausgewählte

Künstler - Featured Artist“). In seinem Buch

„Die Maler des Kubismus“ (Ästhetische Betrachtungen)

prägte er den Begriff des Orphismus. Er hatte

längere Zeit bei Robert Delaunay verbracht und in

dem Buch eine Parallele von Delaunays abstrakten

Kunstwerken zur Musik hergestellt.

Was für die Deutschen Rainer Maria Rilke ist,

verkörpert in sprachlicher Brillanz und Musikalität

Guillaume Apollinaire für die Franzosen. Man kann

jede Zeile seiner Verse wie eine kleine Melodie genießen,

seine Werke gleichen einem einzigartigen

Sprachrausch. In einem seiner Verse vergleicht

Apollinaire das Windrauschen mit Orgeltönen.

Nicht allein im Umfeld des Dadaismus erscheint

Apollinaires Poetologie als Musik von Geräuschen,

Farben und geistigen Rhythmen, vergleichbar mit

dem dichterischen Werk eines Hans Arps.

Vertonungen von Apollinaires

Gedichten

Obwohl nur wenige Äußerungen von Apollinaire

über Musik bekannt sind und er seinem eigenen

Urteil zufolge angeblich unmusikalisch war, möchten

wir die Frage nach seiner Musikalität etwas

vertiefen. Bezeichnend ist seine Besprechung der

Premiere von Erik Saties bzw. Jean Cocteaus Ballett

„Parade“ im Jahre 1917, für das Picasso das Bühnenbild

entworfen hatte. Er begrüßte Satie als Avantgardisten

und nennt Stravinsky in einer Aufzählung

futuristischer Künstler. In seinen ästhetischen

Darlegungen spricht er von einer Wechselwirkung

zwischen Farbe und Rhythmus.

Viel wichtiger als seine Äußerungen über Musik

ist jedoch die Tatsache, dass seine Poesie mehr als

40 verschiedene Komponisten inspirierte. Der epochenmachende

Erfolg und die Musikalität seiner

Gedichte spiegeln sich in den zahlreichen Vertonungen

seiner Texte durch berühmte Komponisten wider.

Dabei inspirierte der Neuerer Apollinaire vor allem

traditionell ausgerichtete Komponisten, denn

seine Poesie weist auch viele traditionelle Aspekte

auf. Zwei Wesensmerkmale der modernen Poesie

haben die Komponisten beflügelt: die Musikalität

und der Klang der Sprache.

Der Schweizer Arthur Honegger komponierte

als erster Musik auf Texte von Apollinaire. Seine

Vertonungen vermag der Dichter gekannt haben.

Für seine „Six poémes“ für Stimme und Klavier aus

den Jahren 1915-17 wählte er Gedichte aus „Alcools“.

Dimitri Schostakowitsch komponierte mehrere

Teile in seiner 14. Sinfonie, der sog. Todes- und Abschiedssinfonie

auf Texte von Apollinaire, welche in

russischer Sprache gesungen wurden. Mit besonderer

Vorliebe wurde das Gedicht „Le pont Mirabeau“

Apollinaire and Music

Guillaume Apollinaire’s Words Set to Music and His Time in the Rhineland

As it seemed fitting, we decided to

return to the theme of last year’s

“Hommage à Guillaume Apollinaire“

during the exhibition period of 2018-

2019. This time, we are honoring the great French

poet with our latest book. Each chapter is dedicated

to a color and begins with the name of a composer

followed by a piece of music set by the same to one

of Apollinaire’s poems. This is yet another way to

continue our tradition of bringing together visual

gleich von mehreren Komponisten vertont, zum

Beispiel von Léo Ferré, Daniel Ruyneman, Jean Absil,

Louis Beydts, Lionel Daumis, Jacques Lasry, Jean

Rivier.

Francis Poulence hörte den Dichter verschiedene

Male sein eigenes Werk rezitieren. Dabei war er

von der Musikalität des Textes und des Vortrages

begeistert. Sehr erfreut reagierte er, als Apollinaires

Freundin Marie Laurencin in Poulences Liedern die

Stimme des Dichters zu hören vermeinte. Er schenkte

der Musikalität der Sprache große Aufmerksamkeit

und betrachtete sich als Musiker von „Apollinaire

und Eluard“. Sein Zyklus „Calligrammes“ aus

dem Jahre 1948 basiert auf sieben Gedichten aus

Apollinaires gleichnamiger Sammlung. Auch Chansonniers

wie Marcel Mouloudji und Léo Ferré haben

sich Apollinaires Poesie angenommen. Bei der Auswahl

der Apollinaire-Vertonungen ließen wir uns

auch vom Bezug der Werke zum Rheinland und der

Hommage von Kurt Ries leiten.

Die „Hommage à Guillaume Apollinaire“ wurde

in Köln, Bad Breisig und Bernkastel-Kues im

Rahmen unserer Videoprojektion „Weltreise mit

Kunstbildern“ (Touring the World through Art) und

zusammen mit 24 Reise-Haiku von Gabriele Walter

erneut präsentiert. Aufgrund der räumlichen Möglichkeiten

konnte das Zusatzevent in die „5. Internationale

Enter into Art-Kunstinstallation“ mit kleinformatigen

Bildern integriert werden. Auf diese

Weise konnten die Künstler aus aller Welt auch ihre

großformatigen Bilder zeigen. Die Kunstbilder aus

der Videoprojektion und die Reisegedichte werden

in dem Geschenkbuch „A Fine Art Journey“ veröffentlicht.

Hinweis: Dieser Text ist auch auf unserer

Website www.enter-into-art.com erschienen

(Menüpunkt EXHIBITIONS). Sie können ihn

dort mit Hilfe von „Google Translate“ in der

Sidebar in Ihre Muttersprache übersetzen.

arts with poetry and music in our events and art

books. Doubtlessly, our artistic creativity also draws

on the poetic soulscape inhabited by the famous

poet, art critic, and friend of Picasso’s for an entire

year.

8 9


Studio Gallery “Apollinaire”

It was Guillaume Apollinaire’s stay only a stone’s

throw away from here that inspired us to name

our studio gallery in Bonn-Königswinter after the

famous poet (2018 saw the 100th anniversary of

his death). Emulating Apollinaire’s inventive avantgarde

mind, “Apollinaire” Studio Gallery follows a

novel concept giving artists from around the world

a unique platform to present themselves. In the

context of our international competition series

“Enter into Art”, it will serve as a reputable stage to

innovative art shows and art book presentations in

the future. Only a short “Sunday walk” away stands

the half-timbered castle Neuglück where Apollinaire

worked as a private tutor to a family of Francophile

aristocrats between August 1901 and August 1902.

Apollinaire’s stay in Germany was a stroke of luck

for the history of literature. Getting paid in advance,

he could take in the poetic scenery around him at

his leisure and make it his own through songs and

poems. The writing he produced during this time is

lasting proof of how important it is to promote the

arts by providing appropriate social settings! Later in

his life, Apollinaire returned to the Rhineland once

again. Together with artist Robert Delaunay, he visited

August Macke in Bonn, where he met the young

Max Ernst. He kept his distance from Germany after

1914, which is only understandable.

But how exactly does the “genius loci” of our area

manifest itself in his work? Apollinaire was 21 when

he stayed in Germany. This was before he became

part of the literary bohemia at Montmartre and

mingled with people like Picasso, Braque, Gris, Léger

and Marcel Duchamp. With a series of accomplished

poems in his pocket, he returned from Germany to

Paris where he dedicated himself to publishing his

work, and building a successful career as a poet. The

Rhine poems mark a first poetic climax of his work.

Although he had written poems before this time, his

stay at Neuglück was the true starting point of his

career as a poet.

The Young Poet at Neuglück

Castle

Doubtlessly, the “Rhénane” and Apollinaire’s other

later poems, too, were strongly influenced by the

impressions he gleaned from this area. This became

the subject of academic research in Ernst Wolf’s dissertation

“Guillaume Apollinaire und das Rheinland“

(“Guillaume Apollinaire and the Rhineland” - Shortly

after its publication in 1937, the author was forced to

emigrate to Sweden/ the United States.) Especially

the scenery around Neuglück Castle was both new

and fascinating to the young poet. Back then, the

elegant half-timbered castle set on top of a hill was

the only building far and wide. The deep coniferous

forest depicted in Apollinaire’s poem “Les Sapins”

(“Fir Trees”) still exists today. We can assume that

before he came to Germany, the only geographic

settings familiar to the young poet had been Mediterranean

landscapes and the city of Paris he had

hardly left.

The wind, the fir trees, the triad of garden, forest,

and fields, the sunsets from up here, the elegant

half-timber construction, and his first love

- the entire pastoral surroundings of Neuglück with

their northern mood keep reappearing throughout

Apollinaire’s work. Fall was his favorite season, and

in this area, fall is magnificent. This, too, influenced

his creative work. Most of the poems he wrote in the

Rhineland were composed in the fall of 1901: The

stormy season with its dying nature became the

epitome of death in Apollinaire’s poetic landscape.

It is highly probable that Neuglück also served as a

setting for the poems “Passion“ and “Le Vent Nocturne“

(Night Wind). “Automne“ (“Autumn”), “Les

Colchique“ (“Autumn Crocuses”), and „L‘Automne

malade“ (“Autumn Ill”) also prominently feature

the season.

It was during his stay in Germany that young

Apollinaire first discovered folk songs. A German

folk song is sung in his poem “Nuit Rhénane“ (“Rhine

Night”). In what may be his most important

poem - “La Chanson du Mal-Aimé” (“Song of the

Poorly Loved”) - he mentions the Rhineland winter

and his love for the English woman Annie Playden

who was working as a governess at Neuglück while

he was staying there. She was his first love. He went

to see her in London later, but eventually, Annie

Playden emigrated to America. The experience of

failed love also played a part in shaping the depiction

of our local scenery in his work, giving it a

sentimental touch, and turning it into a melancholy

soulscape.

The romantic castles and ruins of the actual Rhineland,

on the other hand, appear only marginally

in Apollinaire’s lyrical imagery. In a letter to his

mother, he compares the vineyards in the nearby

Rhine Valley with the Mediterranean Riviera of his

childhood. Legend has it that the poet met his lover

in the midst of this lyrical landscape, at Bahnhof

Rolandseck, where the Arp-Musem is located

today. The nearby island of Nonnenwerth was once

home to the composer Ferenc Liszt, and Beethoven

was born in the Rhenish city of Bonn. This is also the

landscape of William Turner, Heinrich Heine, and

Lord Byron. Although Apollinaire always remained

fond of the south, the northern scenery around Neuglück

also inspired him greatly.

Aesthetic Observations

Apollinaire‘s stay in our area, however, was only one

of several factors that motivated us to make his artistic

views the conceptual foundation of our projects.

Just like the famous poet, we cultivate a connection

between contemporary art and meditative observation,

poetry, and sound, because each color is a

tone contributing to the completion of harmony. The

same is true for poetry. The picturesque Rhineland

inspired Apollinaire to compose some of the most

melodious verses in French literature. Just like the

haiku poets, he found a lot of his poetic impulses

while hiking through nature, and the seasons feature

prominently in his poetry. The two opposing

landscapes right here at our doorstep are also a continuous

source of inspiration to Gabriele Walter, and

continuously prompt her to write new haiku poems.

We are happy to include them in our group projects

and keep building upon the poetic flair of our surroundings.

It was also in Germany that Apollinaire wrote his

first art reviews. Being a proponent of free verse and

modern painting, even his reviews resembled melodious

sonnets. At the same time, his observations on

art have inspired us to make our own, and, like him,

give artists the opportunity to present themselves

in a unique way (also see: “Featured Artist”). In his

book “The Cubist Painters – Aesthetic Meditations”

he coined the term “Orphism”. After staying with

Robert Delaunay for a while, he drew parallels between

Delaunay’s abstract art and music.

What Rainer Maria Rilke is to the Germans,

Guillaume Apollinaire with his linguistic brilliance

and musicality is to the French. No matter what part

you look at, his verses can be enjoyed like pleasant

little tunes, his works offer a unique sense of linguistic

ecstasy. In one of his verses, Apollinaire compares

the rustling of the wind with the sound of an organ.

Not only in the context of Dadaism does Apollinaire’s

poetic form appear as a musical composition of

sounds, colors, and mental rhythms comparable to

the poetic work of Hans Arp.

Apollinaire’s Poems Set to Music

Although Apollinaire has left us little on how he felt

about the subject of music, and believed himself

to lack musicality, we want to pursue the question

of his musicality a little further. In this context, it

seems useful to look at the review he wrote about

the premiere of Erik Satie and Jean Cocteau’s ballet

“Parade” in 1917 for which Picasso had designed the

stage set. Apollinaire hailed Satie as an avantgarde

artist and lists Stravinsky as one of several Futurist

artists. In his aesthetic observations, he talks about

color and rhythm mutually influencing each other.

Much more important than his comments on

music, however, is the fact that his poetry has

inspired more than 40 different composers. The

epoch-making success and musicality of his poems

is reflected in the music many famous composers

have written to them. Apollinaire’s later work mainly

inspired traditional composers, as his poetry did

contain traditional elements. On the other hand,

two characteristic features of his more modern poetry

have inspired composers: its musicality and the

sound of its language.

The Swiss composer Arthur Honegger was the

first person to set Apollinaire’s writing to music. It

is possible that the poet knew of and heard these

compositions. For his “Six poémes” for vocals and

piano written between 1915 and 1917, he chose poems

from the “Alcools”. Dimitri Schostakovitsch set

several parts of his 14th symphony, which centered

on the subjects of death and parting to Apollinaire’s

words, translated into and sung in Russian. Several

composers including Léo Ferré, Daniel Ruyneman,

Jean Absil, Louis Beydts, Lionel Daumis, Jacques

Lasry, and Jean Rivier were inspired by the poem

“Le point Mirabeau”, resulting in as many musical

versions of it.

When Francis Poulence heard the poet recite his

own work at various occasions, he was taken with

his musicality and mode of presentation. He was

overjoyed when Apollinaire’s friend Marie Laurencin

thought she could hear the poet’s voice in

Poulenc’s songs. Poulenc dedicated a lot of attention

to the musicality of language and saw himself

as a musician inspired by “Apollinaire and Eluard”.

His cycle “Caligrammes” written in 1948 was based

on seven poems from Apollinaire’s poetry collection

of the same name. Chansonniers like Marcel Mouloudji

and Léo Ferré were also among those who

sang Apollinaire’s poems. Our own selection of music

set to Apollinaire’s words was determined by our

wish to establish a connection with the Rhineland

and the homage put together by Kurt Ries.

His “Hommage à Guillaume Apollinaire“ was

shown in Cologne, Bad Breisig, and Bernkastel-Kues

in the context of our video projection “Touring the

World through Art“, and presented anew in combination

with 24 traveling haiku written by Gabriele

Walter. Our exhibition space enabled us to add this

as a bonus event to our “5th International Enterinto-Art

Installation” featuring small paintings.

This gave the participating artists from around the

world a chance to present paintings in larger formats,

too. The pictures from the video projection

and the traveling poems will be published in the art

book “A Fine Art Journey”.

Note: This article was also published on our

website www.enter-into-art.com (menu

item EXHIBITIONS). Feel free to click Google

Translate in the sidebar to help you read it in

your mother language.

Nadelwald bei "Schloss Neuglück" in Königswinter. Hier schrieb

der französische Kunstkritiker und Dichter Guillaume Apollinaire

sein Gedicht "Les Sapins" ("Fir Trees"). Unsere Studiogalerie befindet

sich nur wenige hundert Meter entfernt.

Coniferous forest near „Neuglueck Castle“ in Koenigswinter. This

is where French art critic and poet Guillaume Apollinaire wrote

his poem “Les Sapins” (“Fir Trees”). Our Studio Art Gallery is only

a few yards away from it.

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1. Jury-Preis Druckgrafik 1. Jury-Preis Mixed Media

Cleo Wilkinson | Australien Hyun-Jin Kim | Taiwan

Witness II

2016

Mezzotint Print

10 x 10 cm

Jury-members:

Grand Juror: Takanori Iwase (Japan)

Barry Cottrell, United Kingdom; Elmar Peintner, Austria; Gerald Hushlak, Canada (Professor); Kelli Valk, Estonia; Kouki Tsuritani,

Japan; Lurdi Blauth, Brazil (Lecturer); Majlinda Kelmendi, Albania (Professor); Meint van der Velde, The Netherlands; Peter

Hriso, USA (Professor); Sigurborg Stefánsdóttir, Iceland; Vicky Tsalamata, Greece (Professor); Watana Kreetong, Thailand

Poem#1

2019

Mixed Media,

20 x 28,7 cm

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2. Jury-Preis - Druckgrafik

Alina Jackiewicz-Kaczmarek | Polen

2. Jury-Preis - Mixed Media

Gerhard Rasser | Österreich

Svalbard IV

2019

Mezzotint

12,5 x 17,5 cm

Going

2018

Mixed Media

29 x 20 cm

3. Jury-Preis - Druckgrafik

Atsushi Matsuoka | Japan

3. Jury-Preis - Mixed Media

Sigurborg Stefansdottir | Island

The Night Sky Gem

2017

Wood Engraving

11,7 x 10,4 cm

Relate

2018

Mixed Media

25,4 x 17,7 cm

Sonderpreis - Druckgrafik

Joanna Gibbs | Großbritannien

Sonderpreis - Mixed Media

Carlos Laos Brache | Frankreich

Alchemy 1

2018

Digital Print With Stitching

20 x 29 cm

L’Homme et les Mediations dans l’Ombre Bleue du Paysage

2018

Water Color

20 x 29 cm

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Preisträger Excellence

Druckgrafik

Preisträger Excellence

Mixed Media

1. Hyejeong Kwon, Korea, Monologue 2, 2014, Etching, Aquatint, 17,5 x 25 cm

2. Kathie Pettersson, Volcanic Rock, 2018, Etching, 9 x 11,80 cm

3. Lurdi Blauth, Brazil, Biguás IX, 2019, Polyester Lithography, 21 x 15 cm

4. Takanori Iwase, Japan, Dawn Song, 2019 Wood Engraving, 18 x 18 cm

1. Linda Lasson, Sweden, Landscape I, 2019, Etching, Embroidery, 20 x 29 cm

2. Agron Bytyçi, Kosovo, Cominacation, 2015, Drawing, 20 x 29 cm

3. Anna-Maija Rissanen, Finland, Clair de Lune, 2019, Mixed Media (Watercolour, Etching), 10 x 7 cm

4. Alexander Gurevich, Israel, Sirin, 2016, Cardboard, 19 x 25 cm

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Preisträger Ehrenvolle Erwähnung - Druckgrafik

1. Cynthia Milionis, USA, Untitled, 2018, Mixed Media Monoprint, 10,16 x 10,16 cm

2. Dimo Kolibarov, Bulgaria, Between The Sky and Earth, 2008, Etching Aquatint, 15,5 x 19,5 cm

Preisträger Ehrenvolle Erwähnung - Mixed Media

1. Ivy Stevens-Gupta, USA, Red Rock, 2018, Mixed Media on Yupo, 15,24 x 15,24 cm

2. Silvia Anton, Romania, Reflections, 2019, Oil and Cardboard, 17 x 24 cm

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1

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Bernstein-Preis - Druckgrafik

1. Hanna Popruha, Poland, Elementum II – Aqua, 2019, Etching, Digital Background, 16 x 16 cm

2. Elina Autio, Finland, Twilight II, 2018, Monotype, 28 x 20 cm

Bernstein-Preis - Mixed Media

1. Mira Satryan, USA, Travel to the Unknown, 2018, Mixed Media, 20 x 28 cm

2. Susana Carvalho, Portugal, Blue Mirror, 2018, Acrylic Ink, Pen and Marker, 28 x 19,5 cm

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Eine polnische Studentengruppe

in Köln

Polish Students Visiting

Cologne

Lublin genießt den Ruf einer herausragenden Wissenschaftsstadt. Deshalb

freuen wir uns sehr darüber, dass wir im April 2019 eine Gruppe

polnischer Studenten zur Vernissage unserer Hauptausstellung in Köln

begrüßen konnten. Sechs junge Künstler aus Lublin, die an unseren jährlichen

Events teilnahmen, zeigten einige ihrer besten Arbeiten.

Die Philosophische Fakultät der Marie-Curie-Skłodowska-Universität blickt

auf eine über vierzigjährige Kunstausbildung zurück. Professor Alicja Snoch-

Pawłowska besuchte die Kölner Ausstellung mit ihren Studenten Hanna Popruha,

Kamil Jerzyk, Katarzyna Wolczynska, Kinga Lewicka, Renata Gogol und

Tomasz Belew.

Sie präsentierte uns am Computer auch einige Diplomarbeiten der letzten

Jahre aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, deren hohes Niveau sehr

beeindruckend war. Dies sind die fachlichen Ergebnisse einer exzellenten Ausbildung.

Mit unserer Ausstellungstätigkeit haben wir gerne dazu beigetragen,

unseren Freunden die sehr inspirative dreitägige Studienreise in die Kunstmetropole

Köln zu ermöglichen.

The Polish city of Lublin is known as a city of science, and we were delighted

to see six young art students from Lublin participating in our

events this year, and joining us for the opening event of our main exhibition

in Cologne, presenting some of their best work.

The Philosophical Faculty at Marie Curie Skłodowska University can look

back on a history of more than forty years in educating young artists. Professor

Alicja Snoch-Pawłowska accompanied her students Hanna Popruha, Kamil

Jerzyk, Katarzyna Wolczynska, Kinga Lewicka, Renata Gogol, and Tomasz Belew

to Cologne, and impressed us by showing us some of her students’ dissertations

from the past years during a computer presentation.

Tackling various art related subjects, all of them were marked by a high level

of artistic and academic understanding. What we saw was doubtlessly the

result of an excellent education, and it made us happy that, through our exhibition

work, we were able to give such promising and talented young artists the

opportunity to embark on an inspiring three-day study trip to the art metropolis

of Cologne.

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3 4

Von links nach rechts: Kamil Jerzyk, Renata Gogol, Tomasz Belew, Kinga Lewicka, Gabriele

Walter, Hanna Popruha, Katarzyna Wołczyńska, Kurt Ries

Professor Alicja Snoch-Pawlowska und Kurt Ries

1. Kamil Jerzyk, Poland, The Tree,

2019, Etching and Digital Print, 20 x 8 cm

3. Tomasz Belew, Poland, Focus II,

2019, Digital Print, 14 x 14 cm

5. Kinga Lewicka, Poland, Water,

2019, Aquatint, Etching, 19 x14,5 cm

2. Renata Gogol, Poland, Consciousness,

2019, Linocut, Digital Background, 12 x 8 cm

4. Hanna Popruha, Poland, Elementum II - Aqua,

2019, Etching, Digital Background, 16 x 16 cm

6. Katarzyna Wołczyńska, Poland, Sound of Fire,

2019, Linocut, Digital Background, 14,5 x 17 cm

6

18 19

5


Meditationsanleitung

Meditation mit Kunst, Farbe und Klang

Die Anleitung für die achtsame Meditation mit

Kunst, Farben und Lyrik unterteilt sich wie folgt:

1. Einstimmung in die Meditation

2. Bildauswahl und Entspannung mit Poesie

3. Kurzanleitung (Zusammenfassungen der

Teile 4 und 5)

4. Achtsamkeitsmeditation (Technik, Stil,

Form, Farbe, Licht, Meisterschaft)

5. Genussmeditation (Vertiefte bzw. erweiterte

Meditation)

6. Resümee

Die auch in unseren Ausstellungen in Farbmappen

ausliegende Kunstmeditation können Sie für jede

achtsame Betrachtung von Kunstwerken einsetzen.

Die Kurzanleitung eignet sich nicht nur für Ausstellungsbesucher

mit einem begrenzten Zeitumfang.

Sie stellt eine Zusammenfassung der Achtsamkeitsund

Genussmeditation dar und ist auch für den

passionierten Sammler bzw. für eine eventuelle

Auswahl von Bildern am besten geeignet.

Die beiden ausführlichen Anleitungen dienen

vor allem der Meditation mit den originalen Bildern.

Selbstverständlich können sie auch für jede

andere Kunstbetrachtung eingesetzt werden. Die

Achtsamkeitsmeditation baut auf den Grundlagen

der Kunstbetrachtung (Maltechnik, Kunststil, Formensprache,

Farbe, Licht) und der künstlerischen

Meisterschaft auf, während sich die vertiefte Genussmeditation

vor allem der seelischen Ausstrahlung

des Kunstwerks und dem damit verbundenen

ästhetischem Genuss widmet.

Die Betrachtung von Kunst ist frei! Sie können jeden

Teil der Meditation für sich allein einsetzen, wobei

die Teile 1 un d 2 vorangesetzt werden sollten.

Mit dem Resümee können Sie die Meditation beenden.

Ebenso lässt sich die Achtsamkeitsmeditation

durch die Genussmeditation erweitern oder umgekehrt.

Alternativ kann sie jeweils auch mit einer der

beiden Kurzanleitungen bzw. Zusammenfassungen

kombiniert werden.

1. Einstimmung in die Farb- und

Kunstmeditation

1. Verschaffe dir einen Überblick über die gesamte

Ausstellung bzw. alle Bilder in dem vorliegenden

Buch, die in entspannender Folge verschiedenen

„Farbräumen“ zugeordnet sind: Bunt,

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett, Schwarz-

Weiß.

2. Spüre intuitiv in dich hinein und erkunde,

welche Farbe dich momentan am meisten

anspricht. (In unseren Events können sich die

Besucher ggf. in ein entsprechendes Farbtuch

einhüllen. Wenn du möchtest, kannst du dich in

einer Farbe kleiden .)

3. Schlage im Buch das entsprechende Kapitel auf!

4. In jedem Farbkapitel findest du eine Beschreibung

der jeweiligen Farbqualitäten bzw. ihrer

Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Lies dir die

Eigenschaften durch und fühle dich in die Farbe

hinein!

5. Lass den dort angegebenen Klanglaut (Vokal)

still in dir erklingen, er entspricht dem Farbton!

Du kannst auch Düfte und Edelsteine in

deine Meditation einbeziehen. Falls vorhanden

kannst du auf einem Musikinstrument den

Klanglaut ertönen lassen oder das im Farbkapitel

angegebene Musikstück hören.

6. Durch die Betrachtung der farbigen Skulpturen

auf den Fotos kannst du das Farb(ton)feeling

verstärken (oder Kontraste spüren)!

7. Schließe deine Augen und beobachte bzw. höre

deinen Atem, und zwar so lange, bis du angenehme

Ruhe in dir spürst!

8. Atme nun die Farbe ein oder lass sie in den ganzen

Körper einströmen.

9. Strahle in der Farbe, so als ob du in einem Farbkokon

stehst. Deine Gedanken lösen sich in der

Farbe auf!

10. Die Farbe breitet sich nun von den Bildern zu dir

aus und hüllt dich ein. Der ganze Raum um dich

herum erstrahlt in dieser Farbe.

11. Öffne und entspanne deine Augen, indem du sie

schmetterlingsförmig bewegst.

12. Zur Einstimmung in die Poesie, ließ nun das

Kurzgedicht, welches jeweils bei dem Foto mit

der Skulptur steht.

2. Bildauswahl und Entspannung

mit Poesie

Mit Poesie und Klang entspannen:

• Suche dir eine Bilderseite im Buch aus!

Auf jeder Seite findest du Kunstwerke verschiedener

Künstler aus aller Welt. Außerdem sind Haiku-

Gedichte im Buch verteilt. Im jeweiligen Farbkapitel

findest du zudem Musiktitel aus dem klassischen

und zeitgenössischen Bereich zur Ton- bzw. Klangmassage.

• Lies die Haiku-Gedichte und wiederhole sie 2 – 3

Mal still, sodass sie als Bild in dir erstehen. Spüre

dich mit allen Sinnen (Sehen, Hören, Riechen,

Schmecken, Fühlen) in den sprachlichen Klang

der Vokale, Laute und des Rhythmus hinein.

Lass die Energie der Haiku und die Schönheit

ihrer Poesie in deinen Körper einfließen. Das

funktioniert übrigens auch mit fremdsprachiger

Lyrik!

• Die Musik kannst du nach Belieben leise in dir

ertönen lassen oder auch mit einer CD / Schallplatte

sowie im Internet hören.

Wende dich nun den einzelnen Kunstbildern

zu:

• Suche dir ein Kunstbild aus, das dich spontan

anspricht. Es soll dich sozusagen anblicken und

ein Signal bzw. einen Impuls aussenden, als ob

es „Hallo!“ zu dir sagen würde.

Vielleicht war es die Komposition, die farbliche Harmonie

oder auch die Farbdissonanz, eine bestimmte

Assoziation oder eine Art Paukenschlag? Das Bild

hat angeklopft und in dir etwas bewegt.

3. Kurzanleitung

„Ziel der Kunst ist, einfach eine Stimmung

zu erzeugen.“ Oscar Wilde

Zusammenfassung der Achtsamkeitsmeditation:

1. Stell dir vor, du würdest einen dir heiligen Raum

oder einen Tempel betreten. Lass dich jetzt in

derselben Weise in das Allerheiligste der Kunst

hineinführen, wobei das von dir ausgewählte

Bild das Heiligtum ist.

2. Am weitesten draußen befindet sich die Stufe

der Mal- oder Kunsttechnik, über die du dich

ebenso wie über die Namen und das Herkunftsland

der Künstler anhand der Bildbeschriftungen

informieren kannst.

3. Vergegenwärtige dir dann die Gestaltungsprinzipien

bzw. den Malstil des Bildes! Welche Formen,

Linien und Ebenen kannst du entdecken?

Handelt es sich eher um Strukturen, Muster,

Reliefs oder figürliche Darstellungen?

4. Am weitesten drinnen im Heiligtum stößt du

auf die seelische Form bzw. die unmittelbare

Äußerung der Seele des Künstlers. Letztere ist

deshalb so wertvoll, weil sie nicht lehrbar und

im Grunde auch nicht lernbar ist. Sie ist das Geheimnisvolle,

das Unaussprechliche, das rein

aus der Seele Quellende des einzelnen Künstlers,

das nur einmal da ist, solange diese eine

Seele auf Erden weilt.

Zusammenfassung der Genussmeditation:

Beim Betrachten eines Kunstwerks ist vor allem

dasjenige Gefühl wichtig, das es in dir auslöst. Du

kannst jetzt nicht nur etwas sehen, sondern vielleicht

auch etwas hören, riechen oder im weitesten

Sinne sogar schmecken bzw. etwas Unbeschreibbares

oder Ästhetik fühlen. Ja, Kunstwerke können in

sich selbst tanzen bzw. eine Bewegung ausstrahlen.

Nun ist deine Fantasie gefragt, nichts ist verboten,

du bist jetzt ganz frei!

1. Konzentriere dich auf die Farben und Formen

und spüre dich intuitiv in das Bild hinein. Du

musst nichts beim Namen benennen oder

genau bezeichnen. Es ist vollkommen ausreichend,

wenn du etwas fühlst, auch wenn es sich

nicht genau fassen lässt.

2. Lass sowohl die Farbe als auch das damit verbundene

Gefühl (Klang, Duft, Geschmack?) und

das Licht bzw. die Leuchtkraft der Farben durch

deinen Körper strömen.

3. Das Bild berührt dich, öffne ihm dein Herz und

lass das Gefühl, welches es ausstrahlt, in deinen

Körper eintreten und sich dort ausbreiten.

Sollte die Kurzmeditation dein Verlangen nach

Kunstgenuss und Entspannung nicht befriedigen,

dann setze bitte die beiden ausführlichen Anleitungen

für eine Kunstmeditation ein oder lies sie

einmal durch!

4. Achtsamkeitsmeditation

Entspannen und Meditieren mit Kunst machen Spaß!

Stell dir vor, du würdest einen dir heiligen Raum

oder einen Tempel betreten. Lass dich nun in gleicher

Weise in das Allerheiligste der Kunst hineinführen:

• Lass alles los und geh gedanklich in das Bild hinein,

sodass du es in aller Ruhe aufmerksam und

detailliert betrachtest!

Maltechnik:

Am weitesten draußen befindet sich die Stufe der

Mal- oder Kunsttechnik. Die Bildbeschriftungen informieren

darüber.

• Falls du Näheres über die Technik weißt, kannst

du darüber sinnieren, inwiefern die Maltechnik

den seelischen Werten und der Meisterschaft

des Bildes dienstbar gemacht wurde.

• Wie wurde die Farbe aufgetragen (Pinselstrich,

Spachtel, Farbtupfen, Pastell, flüssig, lasierend,

deckend)? Analysiere die „Handschrift“ des

Künstlers!

Stil:

• Vergegenwärtige dir die Gestaltungsprinzipien

bzw. den Malstil! Was ist abgebildet und wie ist

es abgebildet?

• Ist ein Gegenstand erkennbar oder handelt es

sich um ein abstraktes Bild?

• Ist der Gegenstand eher naturalistisch (realistisch)

oder idealistisch (göttlich erhöht),

impressionistisch oder expressionistisch dargestellt?

• Wurde nur mit Stil und Technik gearbeitet oder

auch Persönliches bzw. Gefühl hinzugefügt?

• Drängt sich das Erzählende in den Vordergrund

oder das Tiefinnerliche?

Form:

• Welche Formen und Linien kannst du entdecken

oder überwiegt die Formlosigkeit?

• Handelt es sich eher um Strukturen, Muster,

Reliefs oder figürliche Darstellungen? Wie verteilen

sich die Formen?

• Wie verhält es sich mit der Flächenverteilung,

dem Größenverhältnis und der Raumperspektive

bzw. der Komposition des Motivs?

• Gibt es einzelne Akzente, etwas Auffälliges oder

eine starke Betonung in dem Bild?

• Wie verhält es sich mit der Schönheit der Linien

und Formen? Handelt es sich vielleicht um eine

eher ungenaue, weiche Zeichnung.

• Konzentriere dich auf eine Form und verfolge

mit deinen Augen ihren Umriss! Welche Energie

strahlt die Form aus?

• Inwiefern trägt die Blickführung von Formen

und Linien zur Bilddramaturgie bei?

• Kannst du Ebenen in dem Bild entdecken? Zum

Beispiel Vorder- und Hintergrund oder inhaltliche

Ebenen?

Unterscheide u.a. senkrechte, waagerechte, hängende,

geneigte, runde, ovale, dreieckige, quadratische,

wellenförmige und gepunktete Formen und

weise ihnen eine Bedeutung zu.

Farbe:

Hinzu kommt das Farbgefühl, welches von verschiedenen

Farbqualitäten abhängig ist und zur Ausdruckskraft

eines Bildes beiträgt– wie zum Beispiel:

glitzernd, strahlend, seidig, samtig, hölzern, kristallin,

metallisch, wässrig, ölig, fließend, dunkel, hell,

warm und kalt. Die Farbe ist in noch viel höherem

Maße die Trägerin der Stimmung, die ein Bild ausstrahlt,

als die Form. Die feine Abstufung der Farben

und Töne eines Bildes ist eine der vornehmsten Aufgaben

der Malerei.

• Handelt es sich um eine Grundfarbe (Rot, Gelb,

Blau), um Mischfarben (Orange, Grün, Violett),

um Schwarz oder Weiß oder um mehrere bunte

Farben? Um kalte oder warme Farben? Um

dunkle, helle oder intensive Farben?

• Gibt es einen vorherrschenden Gesamtton in

dem Bild, auf den die anderen Farben abgestimmt

sind?

• Wie klingen die Farben zusammen und wie

verteilen sie sich auf der Bildfläche? In welchem

Verhältnis stehen sie zueinander? Wo sind Farbeffekte

festzustellen?

• Welche Stimmung erzeugen die Farben? Heiter,

eher düster oder aufregend?

• Kannst du Farbharmonien oder Farbenakkorde

entdecken?

• Vielleicht möchtest du einer Farbe ein Gefühl

oder auch eine Aussage zuordnen (siehe oben).

• In welcher Beziehung steht die Farbe zu Maltechnik

und Stil?

Licht:

• Welche Helligkeitsunterschiede gibt es?

• Wie verteilen sich das Licht bzw. das Hell und

Dunkel in dem Bild?

• Haben das Bild oder bestimmte Farben eine

Leuchtkraft?

• Um welche Art von Licht handelt es sich: Spiegelung,

Reflexion, farbiges Licht, diffuses oder

strahlendes Licht, Schatten?

20 21


Seelische Form und geistige Meisterschaft:

Am weitesten drinnen im Heiligtum stößt du auf die

seelische Form bzw. die unmittelbare Äußerung der

Seele des Künstlers. Sie ist das Geheimnisvolle, das

Unaussprechliche, das rein aus der Seele Quellende

des einzelnen Künstlers. Ein Kunstwerk kann sich dir

allerdings nur dann offenbaren, wenn deine Seele

gleichgestimmt ist und sich für geheimnisvolle Offenbarungen

öffnet.

• Übernimm nun die Aufgabe des Mit-Schöpfers,

wobei sich das Kunstwerk in aller Stille in dich hineinsenkt.

Tritt aus deiner Passivität heraus und

setze dich aktiv mit dem Kunstwerk auseinander.

• Es gibt keine Kunst ohne Freiheit: Was hebt das

Bild über eine einfache Illustration empor, was

macht es zur Kunst? Worin besteht die eigenschöpferische

Gestaltung?

• Worin liegt das Besondere, von dem du instinktiv

fühlst, dass es über uns steht, dass es einer anderen

Welt angehört?

• Weht dir eine besondere Stimmung, eine besondere

Harmonie aus dem Bild entgegen – etwas

Unaussprechliches, Undefinierbares?

• Gibt es in dem Bild eine Art Verstärkung oder

Übertreibung? Wurde vielleicht etwas stark vereinfacht

oder abstrahiert?

• Was spricht dich besonders an, welche individuellen

Reize und verschlüsselten Botschaften

strahlt das Bild aus? Was spielt dabei eine vorrangige

Rolle: Farbe, Struktur, Form, Figur, Inhalt,

imaginärer Duft, Klang, persönlicher oder kulinarischer

Geschmack, Maltechnik?

5. Genussmeditation

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des

Unaussprechlichen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Kunstwerke kann man nicht nur sehen, sondern

auch gefühlsmäßig erkunden. Im weitesten Sinne

strahlen sie einen Klang, Duft und sogar Geschmack

aus (Letzteres sowohl im sinnlichen als auch im kulinarischen

Sinne). Ja, sie können in sich selbst tanzen

bzw. eine Bewegung versinnbildlichen. Nun ist deine

Fantasie gefragt, nichts ist verboten, du bist jetzt

ganz frei! Du kannst nichts falsch machen!

Sinnliche Wahrnehmung:

• Das Bild ist wie ein Sender, deine Antenne steht

mit allen fünf Sinnen auf Empfang.

• Konzentriere dich auf die Farben und Formen

und spüre intuitiv in das Bild hinein. Du musst

nichts beim Namen benennen oder genau

beschreiben. Es ist vollkommen ausreichend,

wenn du etwas fühlst, und zwar auch dann,

wenn es sich nicht in Worte fassen lässt.

Wenn du willst, kannst du die folgenden Fragen beantworten.

Lass dir genügend Zeit dazu!

• Kannst du beim längeren Betrachten des Bildes

vielleicht etwas Ungeahntes entdecken?

• Mit welchem Duft weckt das Bild Assoziationen?

Welche Farben duften besonders stark?

• Was kannst du hören, wenn du das Bild betrachtest?

Klänge, Töne, Musik, Gesang? Sind sie laut

oder leise, zart oder derb?

• Du kannst auch eine Verbindung zwischen dem

Klang und den Farbtönen herstellen. Oder gibt

es irgendein anderes Tonsignal?

• Gibt es vielleicht im weitesten Sinne einen Geschmack,

den du mit dem Bild in Verbindung

bringen kannst?

• Was empfindest du im haptischen Sinne – ohne

das Bild anzufassen (weich, geriffelt, samtig,

krustig, pastös)?

• Wo strahlt Licht in dem Bild? Gibt es Farben mit

einer ganz besonderen Leuchtkraft?

• In welcher Weise ist das Bild bewegt? Gibt es

tanzende oder vielleicht rhythmische Formen

oder strahlt es eher Ruhe aus?

Identifizierung mit dem Kunstwerk:

• Verinnerliche das Kunstwerk in seiner Schönheit

und Aussage. Fühle und genieße die Farben,

Formen und die Sinnesausstrahlung!

• Lass sowohl die Farbe als auch den Klang, den

Duft, den Geschmack und das Licht durch deinen

Körper strömen!

• Das Bild berührt dich, öffne ihm dein Herz!

• Du bist jetzt erfüllt von der ästhetischen Schönheit

des Kunstwerks, in deinem ganzen Körper

klingt es nach diesem Gefühl.

• Du bist jetzt Farbe, Form, Ton, Duft, Rhythmus,

Geschmack und Licht. Du bist Kunst und Schönheit,

du bist Gefühl!

6. Resümee

Nachklang der Kunstmeditation:

Welche Stimmung erzeugt das Bild jetzt in dir? Du

brauchst sie nicht in Worte zu fassen.

• Spüre dich in die Stimmung hinein und nimm sie

in dich auf!

• Wie fühlst du dich jetzt? Was hat sich in deinem

Innenleben verändert?

Füge ein kurzes Resümee ein: Konntest du abschalten

und dich aus dem Alltag herausnehmen? Wenn

du die Frage positiv beantworten kannst, verweile

doch einfach, denn es ist so schön, mit Kunst und

Poesie zu entspannen. Du bist jetzt vollkommen frei.

Die Sprache der Kunst ist reich und kraftvoll.

Beendigung der Meditation mit einem

Bild:

• Lass nun das Bild langsam zurücktreten, es

strömt aus dir heraus.

• Atme tief durch. Beende entweder deine Kunstmeditation

oder wende dich einem anderen Bild

zu.

• Laut dem „Gesetz der Übersättigung“ möchtest

du vielleicht auch mit einer anderen Farbe meditieren.

Wiederhole in diesem Falle die gesamte

Meditation mit einer anderen Farbe!

Ausklang:

• Wenn du willst, kannst du am Ende deiner Meditation

noch einmal einen inneren Laut (unhörbare

Klangmassage) oder auch einen Ton „anschlagen“

und ausklingen lassen.

Alternativ kannst du die folgenden Körperübungen

zum Ausklang ausführen:

• Bewege deine Augen schmetterlingsförmig und

atme einmal tief ein und aus!

• Wenn du dich in einer Ausstellung befindest,

recke und strecke abwechselnd deine Füße und

entspanne sie!

Vielleicht möchtest du erneut das Buch zur Hand und

dir mehr Zeit für die Entspannung mit Kunst und für

eine künstlerische Reise um die ganze Welt nehmen.

Kunst braucht Zeit und Muße! Sie bedeutet auch Harmonie

und Vollkommenheit.

22 23


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Léo Ferré

Kunstmeditation mit bunten Farbtönen

Bunt bedeutet Farbenfreude, welche sich mit Lebendigkeit und Lebensfreude verbindet.

Farbenfrohe Gestaltung findet man überall dort, wo sich Frohsinn ausbreitet

(z.B. Folklore, Karneval). Ähnlich wie Rot und Orange fördert auch Bunt Energie, die

uns wachrüttelt und auch zum Lachen bringt. Mehrfarbigkeit heißt zudem Loslassen

von Zwang. Sie verkörpert die Akzeptanz von Unterschiedlichkeit und führt zu

innerer Befreiung. Nicht ohne Grund bevorzugen Kinder bunte Farben. Schließlich ist

unsere Welt deshalb schön und interessant, weil sie abwechslungsreich ist.

1 2

3

Eigenschaften der Farbe Bunt:

Freude, Freiheit, Erkenntnis, Inspiration, Imagination, Mannigfaltigkeit, Pop,

Verspieltheit

4

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: do re mi fa sol la si

• Vokal: Tonleiterlied

• Duft: Jasmin

• Edelstein: Topas

• Komplementär: Weiß

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

5

6

Singen ist gesund: Das Tonleiterlied massiert sanft alle Körperzonen.

7

Auf einmal forsch das

Hämmern vom Specht und ein

Suddenly the brisk

drumming of the woodpecker.

8

Seufzer vom Eisvogel.

The kingfisher sighs.

1. Ruth Helena Fischer, Italy, Arrival on The Hill,

2003, 20 x 20 cm, Encaustic on Carton

9

2. Floki Gauvry, Argentina, #7723,

2016, Digital, Print, 19 x 27 cm

3. Cristina Maya Caetano, Portugal,

The Brignhess of New Age, 2016, Print on Paper

from the Photograph of Oil Painting, 20 x 20 cm

4. Maria Kaleta, United Kingdom,

Underground 2, 2018, Digital Art, 20 x 20 cm

5. Somsak Chaituch, The Netherlands, Nature

2019-1, 2019, Acrylic on Paper, 29 x 20 cm

6. Fariel Shafee, Bangladesh, Waiting 5, 2018

Watercolor on Paper, 18,5 x 26 cm

7. Elisabeth Jobin-Sanglard, Switzerland,

Variation VII, 2018, Digital Print, 19 x 19 cm

8. Jocelyne Benoit, Canada, Montagne 1,

2008, Woodcut, Collage, Watercolor, Hand

Made Paper, 20 x 28 cm

9. Christine Meytras, USA, Babaloo, 2016,

Mixed Media, 25 x 20 cm

24 25

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire


3

1 2 3

1

2

5

6

6

4

4

5

8

7

1. Yasufumi Takano, Japan, Same Root, 2019,

Drypoint, Hand-Paint, 10 x 11 cm

1. Hyejeong, Kwon, Korea, Monologue 2, 2014,

Etching, Aquatint, 17,5 x 25 cm

2. Canuto Kallan, Greece, Friendship, 2012,

Screen Print, 20 x 15,5 cm

3. Ovidiu Lebejoara, Romania, Libertas,

2017, Oil, 19 x 14 cm

7 8 9

4. Watana Kreetong, Thailand, Routine, 2018,

Oil on Canvas, 20 x 29 cm

5. Derwin Leiva, USA, La Pianista, 2019, Water

Color on Paper, 29 x 20 cm

6. Antonietta Torsiello, United Kingdom, Nurse,

2017, Linocut, Watercolour, 21 x 29 cm

7. Peter Kadrmas, Spain, Nena, 2010,

Hayter Technik, 14 x 17 cm

8. O. Yemi Tubi, United Kingdom, The Rosy

Seasons of Life, 2018, Painting, 20 x 29 cm

9. Tsai-Ping Shieh, Taiwan, Organism 1, 2018,

Relief Combined Methods, 27,3 x 19,7 cm

2. Malin Lenz, Singapore, Simplicity 6, 2018,

Acryl and Pencil on Paper, 14 x 14 cm

3. Ovidiu Petca, Romania, Logical II, 2018, l

Digita Art, 10 x 10 cm

4. Sigurborg Stefansdottir, Iceland, Relate,

2018, Mixed Media, 25,4 x 17,7 cm

5. Brigitte Thonhauser-Merk, Austria, Oval

Composition, 2018, Coloured Ink Pen Drawing,

20 x 25 cm

6. Michael Azgour, USA / Poland, Study 1, 2019,

Collage, 25 x 20 cm

7. Michelle Ochonicky, USA, Walk at Sunset,

2018, Oil on Paper, 19,05 x 27,94 cm

8. Ellen Bittner, Austria, Spring Feelings,

2019, Mixed Media, Cotton, 29 x 19 cm

9. Inga-Maj von Mühlenfels, Sweden,

Skyscrapers I, 2018, Acryl, 17 x 21 cm

9

26 27


2 3

1

2 3

1

5

6

5

4

6

4

8

9

7 8

1. Tsvetelina Spiridonova, Bulgaria, Japanese

Cranes, 2018, Monotone, Dry Point, 27 x 20 cm

1. Adrianna Bonomi, France, Les Rochers, 2015,

Gouache, 15 x 15 cm

7

2. Iwona Rypeść-Kostović, Poland, Fly with Me II,

Digital Print, Technica Mixta, 18 x 18 cm

6. Carla Kleekamp, The Netherlands, Couleur

Locale, 2005, Etching. 15 x 15 cm

2. Bernadette Madden, Ireland, Bronze

Shoreline, 2016, Screenprint, 18 x 18 cm

6. Anna Sihvonen, Finland, Red Flowers, 2019,

Woodcut, 19,5 x 14,5 cm

3. Rosa VIñas, Spain, Cherry Blossoms in Bonn,

2019, Aquarell, 17,5 x 20,5 cm

7. Julia Dubovyk, France, Chateau la Napoule#4,

2016, Acrylic on Paper, 20 x 29 cm

3. Claudina Marques Coelho, Portugal, Lau 1,

2019, Soft Varnish, 10 x 10 cm

7. John Schartung, USA, Old Home Place, 2018,

Lino Cut, Watercolor, 17,5 x 21 cm

4. Hirokazu Matsuyama, Japan, Asakasumi

(Morning Mist), 2019, Giclee, 28 x 20 cm

8. Alexander Gurevich, Israel, Sirin, 2016,

Cardboard, 19 x 25 cm

9

4. Sirkka Laakkonen, Finland, Spring, 2012,

Chinese Brush Painting, 20 x 29,7 cm

8. Anton Eckel, Austria, Coast on Crete,

Water Color, 2005, 27 x 18 cm

5. Theo Damsteegt, The Netherlands, Finding

Oneself, 2018, Linocut, 22,8 x 20 cm

9. Katarína Smetanová, Slovakia, Spring

Partiture, 2019, Aquarell, 20 x 29 cm

5. Elena Gastón Nicolás, USA, Potomac, 2019,

Mixed Media, 26,3 x 21,7 cm

9. Ingsi Croon, Denmark, Coversation, 2019,

Water Colour, 19 x 19 cm

28 29


Gefiedertes

Orchester

Feathered

Orchestra

1

2

3

Zum Prelude der

Regentropfen das Kikeriki

Des Gockelhahns.

Cock-a-doodle-doo!

the rooster joins into the

prelude of the rain.

Die Schnepfe mit

Der Tannenmeise musiziert

Im Dreiachteltakt.

Snipe and coal tit sing

their signature three eighth note

rhythm together.

4 5

6

Dort unten am Bach

Die Amsel einen Cha-Cha-Cha

Pfeift im Winter.

Down there by the creek

the blackbird whistles a chacha-cha.

It‘s winter.

7

1. Joan Siem, USA, Night Vision I, 2019,

Acrylic on Canvas, 26 x 20 cm

2. IIda Ojanperä, Finland, Queen of the Night,

2019, Ink, Gold Leaf Metal and Glow Varnish on

Paper, 15 x 10 cm

5. Ariel Chavarro Avila, United Kingdom

Untitled, 2019, Painting on Canvas, 29 x 20 cm

6. Eva Kollmar, USA, Jazz: Session I, 2017,Collage

Paper Painted and Cut Out, 12,2 x 17,2 cm

7. Veryal Zimmerman, USA, Beam of Light,

2019, Pastel, 10 x 16,5 cm

8

Im leisen Wind

Die Singdrossel am Morgen

Ihre Arie zwitschert.

Zu den Eisblumen

Am sprudelnden Bach die

Meisen Geige spielen.

Quiet morning breeze.

Suddenly the aria

of a skilled song thrush.

Inspired by frost,

the tits play their violins

by the bubbling creek.

3. Marleen van Engelen, The Netherlands,

Desire, 2017, Etching, 9,5 x 11 cm

8. Michèle James, France, Dream of Freedom 1,

2018, Intaglio Etching, 20 x 29 cm

9

4. Giuseppe Sciancalepore, Italia, Milly Way,

2018, Acrilyc on Canvas, 18 x 24 cm

9. Eva Laila Hilsen, Norway, Crossings,

2019, Linocut and Cryon, 15,2 x 15,2 cm

30 31


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Renier van der Velden

Kunstmeditation mit roten Farbtönen

Rot vermittelt physische Energie und Lebenskraft. Es weckt glühende Emotionen

und stärkt den Mut zu optimistischen Taten. Rosa ist dagegen Balsam für Herz und

Seele und schafft eine harmonische und liebliche Atmosphäre. Magenta verkörpert

Barmherzigkeit, indem es die Liebe zu den kleinen Dingen, zu Fürsorge und Regeneration

impliziert, während Pink eine kecke Signalfarbe darstellt. Bei Spannungszuständen

sollte man rote Farben meiden. Die Kombination von Rot und Schwarz

verstärkt die Energie der Farbe Rot.

1

5

8

Eigenschaften der Farbe Rot:

Lebenswille, Energie, Überleben, Sicherheit, Urvertrauen, Selbsterhaltung, Erdung, Struktur,

Kampf, Leidenschaft, Aktivität

6

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: C

• Vokal: U

• Duft: Rosenöl

• Edelstein: Rubin

• Komplementär: Grün

Der Vokal U wirkt ableitend und erdet die Energien. Im Vokal U ruht der Mensch auf der Erde.

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

2

9

7

Die Pfingstrose ihr

Purpurfestkleid angelegt

Zum Tanz mit dem Wind.

The peony wears

its crimson evening dress

to dance with the wind.

1. Martha E. Orozco, México, Twilight Elises,

2018, Soft Ground, Dry Point, 15 x 10 cm

2. Lisa Graham, USA, Attraction #1,

2017, Digital Print, 18,5 x 25,5 cm

3

3. Katarzyna Wołczyńska , Poland, Sound of Fire,

2019, Linocut, Digital Background, 14,5 x 17 cm

4. Merja Laine, Finland, Lili, 2019, Aquarelle and

Mixtechnique, 17 x 23 cm

5. Minna Herrala, Finland, Conversation 5,

2019, Acrylic, Ink, 28 x 17 cm

6. Rune Baashus, Norway, Vansjø in Blue,

2019, Photo/DGA, 20 x 10 cm

10

4

7. Nicolas Berteau, France, Untitled, 2008,

Red Ballpoint Pen on Paper, 20 x 28,2 cm

8. Tamara Rogozina, Ukraine, Poppy 1,

2016, Aquarell, 19,5 x 29 cm

9. Mónica Romero, México, Granada,

2017, Etching, 16 x 12,5 cm

10. Ciprian Radovan, Romania, Rhythm I,

2016, Aquarell, 25 x 10 cm

32 33

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire


1

2 3

1 2 3

4

5

6

4 5

6

7

4. Marja Blomster, Finland, Supermoon, 2019,

Mixed Media, 20 x 26 cm

8

5. Katharina Proch, Switzerland, Auf den Punkt

gebracht, 2004, Woodcut, 19 x 19 cm

8 9

6. Alfred Postmann, Austria, Umbria 1, 2018,

Acryl, 21 x 14 cm

7

1. Emil Dobriban, Romania, Flying High, 2014,

Acrylic, 20 x 29 cm

6. Patricia Pascazzi, Argentina, 1 – 2 Boom, 2018,

Monocopia, 24 x 17,5 cm

9

1. Ivy Stevens-Gupta, USA, Red Rock, 2018, Mixed

Media on Yupo, 15,24 x 15,24 cm

2. Line Taarnberg, Denmark, Eve, 2019, Mixed

Media and Photo, 20 x 20 cm

3. Sarah Bridget, United Kingdom, Marriage 1,

2018, Xerographic Print of Original Drawing and

Paper Collage on Board, 20 x 29 cm

10

7. Michael Krasnyk, Ukraine, Without Title 1

2018, C3, 15 x 20 cm

8. Sabine Huber, Switzerland, Hertenstein 1,

2018, Digital Print, Painting, 22,9 x 8,2 cm

9. Daniela Constantin, Romania, Monochrome I,

2017, Oil on Canvas, 25 x 9,5 cm

10. Leena Golnik, Finland, Pals, 2007, Relief Print,

PVC-Engraving, 9,5 x 16,5 cm

10

2. Majlinda Kelmendi, Albania, Mysteries of the

Moon, 2018, Acrylic, Mixed Media, 20 x 20 cm

3. Henry Pouillon, Belgium, Angel 1, 2018,

CGD, 18 x 18 cm

4. Catherine Gaillard Perez, France, Woman

Portrait 1, 2018, Felt Pen, 21 x 15 cm

5. Marika Polasek, France, Dancing in Life, 2018,

Polychrome Intaglio, Embrassing and Natural

Pigments, 20 x 29 cm

7. Halina Domanski, USA, Love is Dangerous, 2019,

Collage on Paper, 20 x 28 cm

8. Vike Pedersen, Denmark, After the Storm, 2017,

Digital Print on Paper, 15 x 15 cm

9. Katsuko Ono, Japan, Far Back in my Memory,

2018, Aquatint, Etching, Watercolor, 20 x 20 cm

10. Peter Hriso, USA, Apples, 2016, Digital Print,

4 x 4 cm

34 35


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Bohuslav Martinu

Kunstmeditation mit orangen Farbtönen

Aufgrund seiner heiteren und lebensfrohen Ausstrahlung wirkt Orange belebend. Es

vitalisiert und harmonisiert zugleich. Letzteres betrifft vor allem die Hyperaktivität

und Zustände von Überreiztheit. Es hilft, Depression und Lethargie zu überwinden,

und fordert dazu auf, überholte Dinge loszulassen bzw. sich einem optimistischen Lebensglück

hinzugeben. Die Erdfarben tragen dagegen Dunkelheit in sich, aber auch

Ausdauer und Standfestigkeit. Sie deuten auf Bodenständigkeit hin und führen zum

Gefühl der inneren Sammlung.

1

2

3

Eigenschaften der Farbe Orange:

Fröhlichkeit, Kreativität, Sinnlichkeit, Fortpflanzung, Nähe, Körperbewusstsein, Lebensfreude,

Heiterkeit

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: D

• Vokal: Oooh…

• Duft: Orange

• Edelstein: Bernstein

• Komplementär: Blau

Der Vokal O belebt die inneren Kräfte über den Atem und löst Blockaden auf.

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

1. Shock Yuen Chiam, Singapore, Symphony of

Colours 3, 2018, Oil on Canvas, 20 x 29 cm

4

5

6

2. Karoly Balajti, Romania, Rumänische

Volksballaden – Miorita, CRD-6, 10,5 x 16,5 cm

3. Kathie Pettersson, Volcanic Rock, 2018,

Etching, 9 x 11,80 cm

Leise plappert mit

Seinen letzten Blättern der

Dicke Lindenbaum.

The quiet chatter

of the last leaves clinging to

the big linden tree.

4. Merete Bartholdy, Denmark, Blinds,

2018, Linocut, 11 x 11 cm

5. Helmi Leppäkoski, Finland, Brain Storm,

2017, Woodcat, 16 x 16 cm

7

8

6. Tracy Otten, USA, Campanula I, 2017,

Screenprint, 25,4 x 19,05 cm

7. Linda Lasson, Sweden, Landscape I, 2019,

Etching, Embroidery, 20 x 29 cm

8. Leyla Yildiz, USA, Orange Bull, 2016,

Vellum Litho (Pronto Plate), 20 x 20 cm

9. Beatrice Palazzetti, Italy, In the Net, 2018,

Etching, Aquatint, 15 x 20 cm

9

36 37

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire


1 2 3

1

2

3

6

5

4

5

4

6

7

1. Katharina Bossmann, USA, Erste Blüte (First

Bloom), 2017, Reduction Woodcut, 112 x 76 cm

2. Milan Bauer, Czech Republic, The Owl, 2015,

Etching, 12 x 20 cm

3. Dimo Kolibarov, Bulgaria, Between The Sky and

Earth, 2008, Etching Aquatint, 15,5 x 19,5 cm

4. Esther Janssen, Belgium, Oh-Oh, 2018,

Airbrush, 18 x 24 cm

7 8

5. Denise Antonini, France, Melancholic Light,

2018, Watercolor, Torn Poster, 20 x 24 cm

6. Ai-Wen Wu Kratz, USA, New Find, 2009,

Digital Photography, 25,5 x 17 cm

7. Dorte Bundesen, Denmark, On Duty 2,

2018, Photo and Linocut, 20 x 20 cm

1. Julia Sanchez, Spain, Bambu-90,

2017, Photogravure, 18,5 x 24,5 cm

2. Béa Verheul, The Netherlands, Bosrand,

2019, Monoprint, 12 x 12 cm

3. Eve Clair, France, Ailleurs Si J‘Y Suis, 2018,

Dry Point Print, 8,5 x 8,7 cm

5. Hyun-JIN Kim, Taiwan, Poem#1, 2019,

Mixed Media, 20 x 28,7 cm

6. Maria Rita Onofri, Italia, Simbiosi (Donna

Albero), 2016, Italia Incisone Color

Seppia, 27 x 18 cm

8. Luciano Puzzo, Italy, Fake News, 2019,

Paper, 20 x 29 cm

8

8. Micheline Couture, Canada, Sépia, 2019,

Numerical Print, 25 x 20 cm

4. Elena Felicia Selejan, Romania, Music Play I,

2018, Mixed Media, 22 x 15 cm

7. Majose Carrasco, Spain, Memory Place I,

Woodcut, Mixed Media, 29 x 19,5 cm

38 39


Vogel-Sonaten

Bird Sonatas

3

1

2

Hinter dem weißen

Duftblütenbusch gurrend ein

Täubchen musiziert.

Behind the white shrub

and its perfume, a dove coos

adding its own notes.

4 5

6

Nach dem Raureif das

Glitzern der Tautropfen zum

Rufe des Bussards.

After the hoarfrost

glittering dew drops greeted

by the buzzard’s call.

Vom Quittenbaum

Zu den Birnenblüten flugs

Die Blaumeise schnattert.

The blue tit chatters

all the way from the quince to

the blossoming pear.

7 8

1. Reetta Harmaala, Finland, Ahti – God of

Water, 2018, Watercolour, Marker, Indian Ink,

Acrylic, 23 x 20,5 cm

Stolz auf dem Zaunspfahl

Die Amsel trällert, putzt sich

Und flattert davon.

Proud of his fence post

the blackbird grooms himself, trills,

and takes off upward.

2. Rateb Shaban, Jordan, The Artist Portrait,

2017, Lithography, 10 x 10 cm

3. Juttamarie Fricke, France, A Dream tells about

a Raven?, 2019, Etching Photo, 15 x 15 cm

6. Kirsti Heinonen, Finland, Shadowlands,

2019, Aquarell, 20 x 20 cm

7. Yvan Lafontaine, Canada, Les Bassins,

2018, Digital Print, 17 x 26 cm

Auf dem Weg zur

Alten Kastanienallee der Kuckuck

Ruft. Blütenmond.

On his way to Old

Chestnut Alley, the cuckoo

calls. The moon blossoms.

4. Andy Owen, USA, Wiggins Pass IV, 2018, Solar

Plate, Intaglio, Relief Combination, 10 x 10 cm

8. Sieglinde Ferchner, Austria, Roots (Verwurzelt),

2018, Etching, Aquatint, 28,5 x 20 cm

9

5. Tina Ciravegna, Italia, Nonsense N°2, 2018,

Mixed Media, 20 x 20 cm

9. Marieta Toneva, Sweden, Memory I, 2018,

Mixed Media, 20 x 29 cm

40 41


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Manfred Trojahn

Kunstmeditation mit gelben Farbtönen

Gelb steht für Licht und sonniges Lächeln. Es verkörpert Leben und Unsterblichkeit.

Mit seiner Helligkeit verdrängt es Melancholie und Pessimismus. Seine lebensbejahende

Strahlkraft muntert auf und erheitert das Gemüt. Es kann Sorglosigkeit und

Tatkraft schenken bzw. die Entschlussfreudigkeit fördern. Goldgelb verweist auf

hochgeistige und noble Qualitäten, während dunkleres Gelb im Volksglauben zuweilen

auch in Zusammenhang mit Neid gebracht wird.

1

2 3

Eigenschaften der Farbe Gelb:

Willenskraft, Persönlichkeit, Selbstkontrolle, Emotionen, Ich-Gefühl, Sensibilität,

Dominanz, Befreiung von Angst;

Gold: Sonne, Licht, Pracht, Festlichkeit, Reichtum, Macht

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: E

• Vokal: Öööh…

• Duft: Zitrone

• Edelstein: Zitrin

• Komplementär: Violett

Der Vokal Ö wirkt erheiternd, indem er das „O“ aufhellt.

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

4

5

6

8

Die sanften Arien

Gentle nightingale

Der Nachtigall zum goldnen

arias. Gold on the Rhine:

Spiegelbild im Rhein.

Their sweet reflection.

7

9

1. Mia Vucic, Croatia, The Lost Triangle 4,

2017, Certified Digital Print, 15 x18 cm

2. Erik Mol, The Netherlands, Gele Vorm,

2018, Lino, 20 x 20 cm

3. Anna Mäkelä, Finland, Composition,

2014, Oil Pastel, 20 x 26 c

4. Lynn Chen, Taiwan, Lady in Bikini, 2018,

Rock Painting on Foiled-Paper, 20 x 29 cm

5. Mady Maeriën, Belgium, Owls Wedding,

2014, Litho Polyester, 20 x 26 cm

6. Hannah Hansen, The Netherlands,

Sunny River, Digital Print, 18 x 27 cm

7. Sinikka Elfving, Norway, Primavera,

2019, Acrylic, 20 x 29 cm

8. Carita Maury, Finland, Missing Someone,

2019, Tempera, 15 x 21 cm

9. Rodica Strugaru, Romania, Hope 1,

2018, Digital Print, 15 x 21 cm

42 43

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire


3

1

2 3

1

2

4

5

6

4

5

6

7 8

1. Diana Kleiner, Argentina, The Aleph I,

2018, Mix Media, 14 x 22 cm

2. Maria Heed, Sweden, Blanc 1, 2017,

Ink, 27 x 20 cm

7

4. Andreas Johns, USA, Asleep, 2018,

Linocut, 16 x 13,5 cm

5. Babiscia Barbara Fallini, Italy, Crani de Corb,

2018, Etching, 10 x 10 cm

8

7. Mary Romanuck, Canada, The Flycatcher,

2019, Linocut, Aquarelle, 18 x 12,5 cm

8. Barry Cottrell, United Kingdom, I Knew Him

Well, 1985, Engraving, 14 x 10 cm

9

1. Gerhardt Gallagher, Ireland, Ash Grove,

2014, Aquatint Etching, 18 x 25 cm

2. Kurt Ries, Germany, Portrait, Aquarell,

2018, 21 x 16 cm

3. Elsa Charalampous, Greece, Venus of the

Dragon Crowned, 2018, Digital Print, 20 x 21 cm

4. Cynthia Milionis , USA, Untitled, 2018,

Mixed Media Monoprint, 10,16 x 10,16 cm

6. Eileen Tavolacci, USA, Putti 1, 2018,

Woodcut, 10 x 8,5 cm

7. António Canau, Portugal, Minotaurs Dog

in Gold!?, 2017, Digital Print, 9,3 x 15 cm

8. Bea Last, United Kingdom, Scotland,

Sculptural Drawing Installation 1, 2019,

Digital Print, Somerset Velvet Archival, 20 x 22 cm

3. Jerzy Gorbas, Poland, Landscape-Cars,

2019, Drawing Ink, 21 x 29 cm

6. Ann Löwenstein, Sweden, Opening,

2018, Monotype, 7 x 7,5 cm

9. Karl Weiming Lu, Australia, Universal Cloud W,

2019, Mixed Media on Canvas, 20 x 20 cm

5. Isao Kobayashi, Japan, The Proof of the

Existence No. 35, 2018, Digital Print, 16 x 20 cm

9. Mino Yoshiko, Japan, Memory 1,

2018, 20 x 29 cm

9

44 45


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Kaija Saariaho

1. Annette O. Caspeller, Denmark, Medival

Enlightenment, 2016, 15 x15 cm

2. Gerda Ritzmann, Switzerland, Signs by the

Water Ll, 2006, Digital Print, Photo, 14,8 x 14,6 cm

Kunstmeditation mit grünen Farbtönen

3. Vlasta Matoušová, Czech Republic, At Grass,

2017, Etchinn, Dry Needle, 13,1 x 23,2 cm

Als Farbe des Herzens und der Hoffnung zentriert und stärkt die Farbe Grün zugleich.

Als Geistigkeit der Natur steht sie für Auferstehung und Fruchtbarkeit. Sie beruhigt,

erfrischt, harmonisiert und neutralisiert. In der Regel wird Grün mit Naturverbundenheit,

Wachstum und Lebensbejahung in Verbindung gebracht. Ebenso symbolisiert

Grün die Anpassungsfähigkeit. In Grün treffen sich Erde, Sonne, Herz und Atem,

was zu Leben und Gesundheit führt. Olivgrün assoziiert u.a. den Olivenzweig im

Schnabel der Friedenstaube.

1

4. Janice A. Fehr, Canada, Song of the Soul #7,

2019, Mixed Media, 13 x 13 cm

5. Silvia Anton, Romania, Reflections, 2019,

Oil and Cardboard, 17 x 24 cm

6. Simona Ledl, Austria, Outside Up, 2017,

Acrylic, Drawing Ink on Paper, 21 x 15 cm

2

Eigenschaften der Farbe Grün:

Ausgleich, innere Reinigung, Beruhigung, Entspannung, Naturverständnis, Liebe,

Mitgefühl, Menschlichkeit, Einheit, Kontaktfreudigkeit

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: F

• Vokal: Eeeh…

• Duft: Zeder

• Edelstein: Jade

• Komplementär: Rot, Magenta

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

3

7. Pamela Ecker, Austria, Course of a River,

2018, Acrylic, Oil Pastel, 20 x 29 cm

8. Jenti H. Salminen, Finland, Lammas, The

Lamm, 2016, GR5 Image on Paper, 16 x 14 cm

9. Chikako Kamaga, Japan, Window,

2014, Etching, Aquatint, 10 x 15 cm

10. Michele Piccoli, Times are changing Landscape,

2018, Monotype Etching on Paper, 27 x 17 cm

4

Der Vokal E ermöglicht Entfaltung und trägt hinaus in die Welt.

5

6

Hinter dem Haus vom

From the pond behind

Dorfteich der Sturm herüberweht

the house, tonight’s gale presents

Das Froschkonzert.

a great frog concert.

.

7

8 9 10

46

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire

47


1

1

2

3

2

3

4

5

6

4

5

6

7

8

1. Maria Argyrakopoulou, Greece, Autumn,

2013, Aquarelle, 20 x 29 cm

7

8

9

2. Durga Garcia, USA/Netherlands, Portrait Girl

with her Peacocks, 2018, Photograph, 76 x 61 cm

9

1. Leekheng Yip, Singapore, No Mind 1,

2018, Oil on Paper, 29,5 x 22 cm

2. Perry Rath, Canada, Field Notes 16,

2018, Watercolour, 20 x 28 cm

3. Christie Rosenberg, USA, Passages, 2017,

Photo-Etch with Aquatint, Hand Inked à la

Poupée, 10,16 x 15,24 cm

4. Maud du Jeu, France, Untitled, 2017,

Ink and Wash Drawing, 20 x 27,5 cm

5. Eva Pisa, Austria, Wrapped Daddy, 2018, Mixed

Media (Etching, Ink Line Drawing), 20 x 28 cm

6. Maria Antonietta Onida, Italia, In The

Garden, 2018, Watercolour, 20 x 25 cm

7. Gerhard Rasser, Austria, Going, 2018,

Mixed Media, 29 x 20 cm

8. Jeanne Pannier, France, The Poet’s Garden 1,

2018, Photo Montage and Chinese Ink,

18 x 12,5 cm

9. Patricia Gaspar, Canada, Woman Trees, 2012,

Photo Etching, Chine Colle, 15 x 12 cm

10

3. Terry Golletz, Canada, Snuggles, 2016,

Acrylic Painting, 19 x 26 cm

4. Roswitha Eisenbock, Austria, Relax,

2018, Acryl, 18 x 24 cm

5. Josephine Ernst, Denmark, Shadows in

Germany, 2018, Photo Print, 20 x 20 cm

6. Suzanne C. Nagy, USA, Homage to the Trees I,

2019, Mixed Media, 20,3 x 25,4 cm

7. Joop Overkleeft, The Netherlands, River Ijssel

1ten, 2017, Japanese Woodcute, 16 x 20 cm

8. Nuria Pena, Spain, Inward 1, Printmaking,

Etching on Copper, Digital Print, 19 x 28 cm

9. Kurt Freundlinger, Austria, Spiel mit

Farbflächen 1, 2018, Eitempera, 29 x 20 cm

10. András Mengyán, Hungary, Polyphonic Visual

Space, 2019, High Quality Print, 28 x 20 cm

48 49


Rhapsodien der Natur

Rhapsodies of Nature

1

2

3

Vom Summen der Bienen

Besungen die blaue

Hortensie am Teich.

The bees in a buzz

serenading hydrangea’s

blues down by the pond.

4

5

6

Lüstern die Kröten

Und Frösche wilde Bauchtanzmusik

Entfachen.

Lustful frogs and toads

erupt into wild bouts of

belly dance music.

8

Frisch und melodisch

Das Sprudeln und Gluckern

Im Schneenebel am Bach.

Bubbling and gurgling

fresh melodies in the mist:

white winter-time creek.

7

1. Stefanie Ramsey, USA, Split, 2016,

Etching, 7 x 7,5 cm

6. Mika Kuroki, Japan, Moonlight, 2015,

Screenprinting, 21,0 x 14,8 cm

9

Nun der Mond hinter

Dem Birnenbaum verschwunden

Nur noch die Grillen.

The moon disappears

behind the pear tree. Only

the crickets remain.

2. Hikaru Omura, Japan, In The Wood, 2018,

Etching, 17,5 × 23,5 cm

3. Maki Mimura, Japan, Calm Sea, 2018,

Collagraph, 10 x 10 cm

7. Liliana Dowbley, Argentina, Transición Celular,

2008, Fotopolimero, 20 x 29 cm

8. Barbara Niscior, Poland, Occurrence,

2018, Gouache, 7 x 11,8 cm

Unter der Linde

Ein Felsen dort im drohenden

Abendgrollen.

Under the linden

a rock lurking in the groan

of nightfall’s return.

4. Hans Peter Neukomm, Switzerland, Fine,

2017, Woodcut, 18 x 18 cm

9. Elina Autio, Finland, Twilight II, 2018,

Monotype, 28 x 20 cm

10

5. Gerald Hushlak, Canada, Spirits of the

Clearcut #2, 2019, Digital Print, 20 x 28 cm

10. Zenon Burdy, Canada, Lake Ontario 18e,

2017, Linocut, 28 x 19,5 cm

50 51


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Francis Poulenc

Kunstmeditation mit blauen Farbtönen

Die Farbe Blau steht für den Himmel und das Meer, die das Auge in sich ruhen lassen

und als Orte der meditativen Versenkung zu grenzenlosem Frieden führen. Blau

schafft eine Atmosphäre der Kontemplation und Romantik. Sonniges Himmelblau

fördert den Alphazustand. Dem Sternenzelt gleich gilt auch Indigo als Ewigkeitsfarbe,

die in die Grenzenlosigkeit und Freiheit führt, aber auch für Nüchternheit steht.

Türkis ist die Farbe des Südens. Sie fördert die intuitiven und kreativen Kräfte und

wird in Verbindung mit der Stärkung der Abwehrkräfte gebracht.

1 2

1. Hanna Popruha, Poland, Elementum II – Aqua,

2019, Etching, Digital Background, 16 x 16 cm

2. Jozina Marina van Hees, The Netherlands,

Wonder Why 1, Giclee Print, 19,5 x 19,5 cm

3

Eigenschaften der Farbe Blau:

Meditation, Kühle, harmonische Regulation, Kommunikation, Wahrheit, Fantasie,

Ausdruckskraft, Musikalität, Individualität, Selbstverwirklichung

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: G

• Vokal: Aaah…

• Duft: Hyazinthe

• Edelstein: Lapislazuli

• Komplementär: Orange

Der Vokal A fördert das Breitenwachstum und tönt in die Unendlichkeit.

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

4

3. Beverly Ashcraft-Johnson, USA, The Good

Sleep, 2018, Mezzotint & Digital, 16 x 16 cm

4. Kinga Lewicka, Poland, Water, 2019, Aquatint,

Etching, 19 x14,5 cm

5. Susana Carvalho, Portugal, Blue Mirror, 2018,

Acrylic Ink, Pen and Marker, 28 x 19,5 cm

6. Kinichi Maki, Japan, Memory of Bike-Rider 1,

2018, Digital Print, 19 x 13.4 cm

7. Upasana Kedia, India, Silent Delight, 2018,

Acrylic Colour, 20 x 20 cm

5

8. Valerie J. A. Vandermotten, Belgium, Free

Your Mind, Linocut, 29 x 20 cm

Trompetenrufe

Kraniche über dem Haus

Schwarm um Schwarm um Schwarm.

Trumpet calls above.

A flock…and then another

of cranes in motion.

6

9. Christophor Krustev, Bulgaria, Project V1,

2017, CGD, 13,5 x 17,5 cm

10. Kaori Nagayoshi, Japan, Viaje I, 2018,

Mixed Technique,16,5 x 13 cm

7

8 9 10

52

Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire

53


1

2

3

1

2

3

4

6

5

7

5

6

8

4

1. Marje Viitala, Finland, Light in the Shadows,

2018, Etching, 10 x 15 cm

2. May Ho, Singapore, Blue Reflection, 2018,

Oil on Canvas, 18 x 18 cm

3. Regina Dantas, Brazil, Dialogue, 2018,

Silkscreen, 13 x 13 c

9

4. Ersan Tokoğlu, Turkey, More Blue, More Fish,

2018, Aquarell, 29 x 20 cm

5. Ernest Chan, Singapore, Seeing Grey Series 1,

2018, Mixed Medium, 29 x 20 cm

6. Agata Dworzak-Subocz, Poland,

Space_5773, 2018, CGD, 10 x 10 cm

7. Carlos Laos Brache, France, L’Homme et les

Mediations dans l’Ombre Bleue du Paysage,

2018, Water Color, 20 x 29 cm

8. Gordana Petrović, Serbia, Gold Fish, 2012,

Mixed Media, Dry Point, Linocut, 12 x 15,5 cm

9. Kazuko Misawa, Japan, Works 2019-5,

2019, Oil, 20 × 29 cm

1. Aida Stolar, Israel, Blue Bird, 2018,

Linocut and Acid Work, 21,5 x 15 cm

2. Svetlana Vedernikova, Russia, Caryatids,

2003, Colour Litography, 21 x 14 cm

3. Josée Wuyts + Frans de Groot, The Netherlands,

Factory, 2017, Etching,

Dry point, 23,5 x 18 cm

4. Ana Galvão, Portugal, Mater, 2018

Etching (Copper), 17,5 x 7,5 cm

5. Sarah Lynch, Australia, Tasmania,

Landscape, 2018, Digital Print, 21 x 29,7 cm

6. Else Juhl Lundhus, Denmark, Landscape

Lofoten, 2017, Aquarell, 27,5 x 20 cm

7 8

7. Jesvin Yeo, Singapore, Fading Away, 2018,

Digital Print, Photography, 20 x 20 cm

8. Solange Kowalewski, France, The Blue Car,

2018, Digital Print, 10,5 x 14 cm

54 55


Serenaden

des Meeres

Serenades

of the Sea

1 2

3

Jubelschreie der Möwen

Rotes Gold auf dem Meer

Sonnenaufgang.

Seagulls’ joyful screams

Red gold hits the ocean’s face

The kiss of sunrise

4

5

Die Schwalben im

Siebenachteltakt. Das Meer braust

Eine Symphonie.

Seven-eighths rhythms

of fluttering swallows. The

sea a symphony.

Schaumgeborene

Felsen schweigend dem Tosen

Der Wellen widerstehn.

Born from their white foam

the rocks quietly withstand

the waves’ advances.

7

6

Wolkenspiegelnd und

Silberblau - laut kracht die Woge

Auf die Sandbank.

Reflecting the clouds

silver-blue, the wave crashes

onto the sandbank.

8

1. Aura op den Camp, Belgium, =, 2018,

Gouache-Ink, 17,5 x 26,5 cm

2. Rowena Božič, Slovenia, Square,

2017, Collage, Etching, 9,5 x 9 cm

5. Magda Tardon, Italy, The Sea has Many

Voices, 2018, Mixed Technique, 19,5 x 19 cm

6. Csaba Pál, Shadow 02, 2018,

Mixed Paper, 28 x18,5 cm

Grau und traurig das

Meer von mir Abschied nimmt es

Rauscht und rauscht und rauscht.

Gray and sad the sea

says goodbye to me, splashing,

splashing and splashing.

3. Sari Fishman, Israel, Water Contamination #15

2018, Acrylic & Tar, 20 x 27 cm

7. Alexandru Jakabhazi, Romania, Ladder in

the Garden, 2018, C3 + X5, 13 x 15 cm

4. Solveig Lehtonen, Finland, Finnish

Childhood I, 2013, Etching, 14,5 x 21 cm

8. Cinla Seker, Turkey, Crowd 1, 2018,

Digital Print, 6,4 x 25,4 cm

56 57


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Arthur Honegger

Kunstmeditation mit violetten Farbtönen

Violett gilt als Farbe der Träume. Mit der höchsten Lichtschwingung überwindet sie

Raum und Zeit und hebt sich aus der materiellen Welt heraus. Sie verkörpert Esoterik

und das Okkulte, wobei sie zu spiritueller Bewusstheit führt und Erkenntnis durch Inspiration,

Imagination und Meditation vermittelt. Sie steht für Selbstrespekt, Würde

und Gefühlstiefe. Violett wandelt negative Energie ins Positive. Als Farbe der Heilung

wirkt sie sich auf das gesamte lymphatische System aus.

1

2 3

Eigenschaften der Farbe Violett:

Umwandlung, Heilung, Unterbewusstsein, Erkenntnis, Inspiration, Imagination,

Weisheit, Göttlichkeit

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: H / B

• Vokal: Ü

• Duft: Lavendel, Flieder

• Edelstein: Amethyst

• Komplementär: Gelb

Der Vokal Ü entwickelt mit seiner hellen Färbung Energie entlang der Senkrechten

bzw. Wirbelsäule

Kunstobjekt mit Skulptur,

Siebdruck auf Acrylglas

4

5 6

9

Die Stare sich im

Alten Pflaumenbaum sammeln

The starlings gather

in the old plum tree, then flap

7

8

Flattern - wusch! - davon.

their wings – woosh! – they’re gone.

1. Ivana Gagić Kičinbači, Croatia, Momentum II,

2018, Digital Print, 10 x 12 cm

6. Anna Arminen, Finland, Glide,

2017, Polymeregravure, 10 x 10 cm

2. Mira Satryan, USA, Travel to the Unknown,

2018, Mixed Media, 20 x 28 cm

7. Aleksi Joensuu, Finland, Passion,

2018, Woodcut, 20 x 20 cm

3. Amaryllis Siniossoglou, Greece, Transition IV,

2019, Multiple Block Linocut, 9,5 x 9,5 cm

8. Agron Bytyçi, Kosovo, Cominacation,

2015, Drawing, 20 x 29 cm

4. Angelo de Martin, Italy, Violet,

2019, Ink on Paper, 21 x 16 cm

9. Vicky Tsalamata, Greece, Utopien Cities A,

2015, Intaglio, Digital Archival Print, 20 x 20 cm

5. Anna-Maija Rissanen, Finland, Clair de Lune,

2019, Mixed Media (Watercolour, Etching), 10 x 7 cm

10. Claudiela Goya, Mexico, The Cricket Singing,

2018, Etching, Aquarell, 8,5 x 18 cm

10

58 Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire

59


3

1

3

2

2

1. Marie-Paule le Bohec, France, Halifax.ca

Bray-Dunes.fr, 2018, Digital Print, 15 x 15 cm

1

1. Aysen Erte, Turkey, Coloured Bird House 2018,

Digital Print, Etching, Aquatint, Drypoint, 13 x 6 cm

2. LEE. K, France/Korea, Lighthouse 2,

2018 Mixed Media on Paper, 26 x 20 cm

4

2. Renata Gogol, Poland, Consciousness, 2019,

Linocut, Digital Background, 12 x 8 cm

3. Elisabeth Schjønsby, Norway, Disintergrate I,

Variation, 2016, Etching, Drypoint, Chine Collé,

20 x 20 cm

4. Pauli Parkkinen, Finland, Goethe,

2018, Digital Print, 21 x 16 cm

5. Joanna Gibbs, United Kingdom, Alchemy 1,

2018, Digital Print With Stitching, 20 x 29 cm

6. Kamil Jerzyk, Poland, The Tree, 2019,

Etching and Digital Print, 20 x 8 cm

7. R. Prost, USA, T2 No. 32,

2017, Collage, 22,8 x 17,7 cm

8. Monique Heubel, USA, Koblenz Bend,

2019, Oil Pastel, 20 x 29 cm

9. Jani Jan J., Austria, Ramses‘ Dog, 2017,

Mixed Media, Digital Print, 20 x 29 cm

5

7

4

6

3. Eleanora Hofer, South Africa, Letters from

Afar IV, 2018, Collage, 20 x 20 cm

4. Vasiliki Kolipetsa, Greece, Spirit,

2017, Intaglio, 25 x 18 cm

5. Aya Swoboda, Austria, Ripeness,

2007, Etching, Aqua Tinta, 29 x 20 cm

6. Henja Kerkhof, The Netherlands, 2010,

0419 01, Drawing, 26 x 19,5 cm

7. Ping He, China, Pulse Series 1,

2019, Acrylic on Paper, 20 x 29 cm

8. Marianne Reim, Canada, Markers 1,

2019, Photo-Transfer on Steel, 15 x 10 cm

9. Maria Kruschewsky, Brazil, Silence,

2016, Metal Engraving, 16 x 16 cm

10. Tomasz Belew, Poland, Focus II,

2019, Digital Print, 14 x 14 cm

5

7

6 8

9

8

9

10

60 61


Vertonung der Apollinaire-Lyrik von Dimitri Schostakowitsch

Kunstmeditation mit schwarzweißen Farbtönen

Schwarz und Weiß verkörpern in der Entspannungspädagogik das Yin und Yang

aus der asiatischen Heillehre, welche die Gegensätze des Lebens versinnbildlichen.

Daher fördert Schwarzweiß vor allem auch die Entscheidungskraft. Weiß besitzt die

Qualität der Vollkommenheit und der Reinheit, der Überwindungsmöglichkeit von

Polarität und der Erneuerung. Es enthält alle Farben, während Schwarz die Farben

absorbiert. Ebenso wie Silber ist auch Perlmutt mit dem Mond und mit Reichtum

verbunden. (Silber)grau steht für kühle Zurückhaltung. Schwarz bildet den Urgrund

der Schöpfung und vereint neben Trauer auch Schutz sowie Konzentration und Eleganz

in sich.

Eigenschaften der Farben Schwarz und Weiß:

Aktivität, Leidenschaft, Entscheidungsfindung, Abschottung, Schutz, Eleganz, Forderung

Silber: Spiegel unseres Selbst, Festlichkeit, Schnelligkeit, Modernität, Zurückhaltung,

Assoziation mit Gold, Pracht

1

2 3

Körperzone und Klangschwingung:

• Ton: C (hoch und tief)

• Anstelle eines Vokals: Schweigen

• Duft: Weihrauch

• Edelstein: Onyx

• Komplementär: Schwarz und Weiß (gegenseitig)

Schweigen kommt aus der Stille!

Kunstobjekt mit Skulptur

und Licht 2018

1. Neermala Luckeenarain, Mauritius, Global

Peace, 2017, Etching, 20 x 14,8 cm

4

5

6

2. Oya Pekmener, Turkey, Shiatsu,

2018, Mezzotint, 13 x 10 cm

Am Weiher im Feld

Der Nachtvögel bizarre

Down by the field pond

bizarre Gymnopédies

3. Dominik Wlodarek, Poland, Collegiate I,

2017, Aquatint, Etching, 23 x 17,7 cm

Gymnopédie.

nocturnal birds stirring.

4. Alina Jackiewicz-Kaczmarek, Poland,

Svalbard IV, 2019, Mezzotint, 12,5 x 17,5 cm

5. Elmar Peintner, Austria, Remembrance,

2019, Etching, 10 x 7,5 cm

7

8

6. Dan McCormack, USA, Fey_05-30-18–04,

2018, Photogram, 25,40 x 19,05 cm

7. Antoni Kowalski, Poland, Tree of Life-

AuroraII, 2017, Mezzotint, 12 x 16 cm

8. Cleo Wilkinson, Australia, Witness II,

2016, Mezzotint Print, 10 x 10 cm

9. Valentina Anopova, Russia, Three Graces,

2002, Engraving on Copper, 10 x 15 cm

10. Lukasz Cywicki, Poland, Person of Time – 35,

Linocut, 10 x 10 cm

9

10

62 Impression einer poetischen Landschaft des Dichters und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire

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1. Asuna Yamauchi, Japan, Lay your Body to

Rest 3, 2018, Etching, 15 x 20 cm

2. Liisa Pankola, Finland, The Weather, 2016,

Photopolymer, Stencil Work, 16,2 x 16,8 cm

3. Graziano Tieppo, Italy, Metamorfosi,

2019, Ink Drawing, 20 x 20 cm

6. Helle Mie Hellesen, Denmark, Lifemodel I,

2019, Inkdrawing, 20 x 20 cm

7. George Gheorghe, Austria, Free Tax for Good

Boy, 2012, Drawing, 23 x 18 cm

8. A. Rosemary Watson, United Kingdom,

L.XXIX,VI,V, 2017, Blind Embossed Collograph,

10 x 10 cm

1. Sonia de Franceschi, Italy, Tristano e Isotta,

1995, Etching and Aquatint, 13 x 18

2. Shoko Tanaka, Japan, A Tale About L,

15 x 12 cm, 2019, Lithograph

3. Hayato Takano, USA, Ludwig, 2015, Digital

Print Of Original Collage, 19,05 x 27,94 cm

6. Magdalena Pastuszak, Poland, Dancing In

The Wind, 2018, Digital Graphics, 20 x 20 cm

7. Haruka Mitsuishi, Japan, Roots, 2018,

Copper Print (Drypoint), 29 x 20 cm

7

8

4. Maria Margherita Martinelli, Italy, Italian

Nightmare, 2017, Fabriano Paper, Ink

9. Alejandra Sánchez, Mexico, Complexity,

2018, Acuatint, Chine-Collé, 9,7 x 9,7 cm

4. Stephan E. Schmidt, Denmark, Portion,

2017, Photopolymer, 20 x 23 cm

8. Monica Lee Johnson, USA, 1/10 Kiss My Ass,

2015, Solarplate, 20 x 29 cm

10

5. S. Maricela Esqueda, México, M Y A,

2016, Dry Point, 10 x 10 cm

10. Yuan Wang, China, Spotlight, 2018,

Ink Painting, Rice Paper, 18 x 28 cm

5. Viggo Salting, Denmark, Clown,

2018, Acrylic on Canvas, 17 x 19 cm

9. Birthe Petersen, Denmark, Carl Nielsen:

Symphony No. 5, 2018, Drypoint, 15 x 11 cm

9

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1

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2

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5

6

1. Takanori Iwase, Japan, Dawn Song,

2019, Wood Engraving, 18 x 18 cm

2. Peter de Leur, The Netherlands, Bianca,

2015, Etching Aquatint, 10 x 10 cm

3. Atsushi Matsuoka, Japan, The Night Sky Gem,

2017, Wood Engraving, 11,7 x 10,4 cm

4. Marjatta Nuoreva, Finland, The Stairs, 2008,

Drypoint, 14 x 12,5 cm

5. Maria Conceição Freitas, Portugal, Enovelled,

2018, Water-Sugar Technique, 14 x 17 cm

6. Karen Serena, Denmark, Nature 1,

2019, Drypoint, Wash, 20 x 20 cm

7

8

9

1. Lurdi Blauth, Brazil, Biguás IX,

2019, Polyester Lithography, 21 x 15 cm

2. Piotr Żaczek, Poland, Relictum (2),

2018, Etching, 17 x 13 cm

3. Frederique Badonnel, France, Balade,

2017, Linogravure, 14,3 x 21 cm

4. Ewa Malijewska, The Netherlands,

Freedom of Piano, 2019, Linocut, 19 x 26 cm

5. Jelena Petrović Luković, Serbia, Laurel Tree,

2018, Digital Print, 20 x 16 cm

6. Monika Lederbauer, Austria, Silva ML09,

Woodcut–MBR (chinesisches Maulbeerbaum-

Rinden-Papier), 14 x 9 cm

7. Patrycja Godula, Poland, Freedom,

2018, Linocut, 15 x 12 cm

8. Mircea Nechita, Romania, Houses and Sky,

2001, Aquaforte, Aquatinta, 16 x 16 cm

9. Frans Baake, The Netherlands, Es-Cape,

2016, Linocut, 25 x 20 cm

66 67


Ausgewählter Dichter / Featured Poet

Reinhard Harbaum

Deutschland / Germany

Reinhard Harbaum

Etüden der Vögel

Birds‘ Etudes

Sonne leckt Rauhreif

Hören wir was das Rotkehlchen

Beizutragen hat …

Aus dem Nebel

Turmfalkenlachen – hat die

Luft denn Balken?

Sun licking hoar frost –

Let’s hear what Little Robin

has to say to that…

From the thick white mist

comes the kestrel’s laughter – are

there beams in the air?

Das in sich gewendete

Zirpen in der Tanne

Buchfinks Mittagssolo.

Durch das Regenband

Und den Sturm stiehlt sich matt

Doch der Finkenschlag.

Introspective chirps

in the fir tree at midday -

Chaffinch’s solo.

Through dense strings of rain

and gusts of storm the faint sound

of the finch’s call.

Ein Staubmond leuchtet

Der Waldkauzruf heute aus

Schneetannen kichert.

Lied auf Lied hat die

Amsel angestimmt – schließlich

Ist es ihr Balkon!

A dusty moon shines

as the tawny owl giggles

in snowy fir trees.

Blackbird singing song

after song after all it

is her balcony!

Das Starenschnalzen

Übertönt alles – doch muss hier

Die Rohrammer wohnen.

Der Sturm im Ahorn

Legt er sich nieder ist es

Nachtigallenwind.

The starling’s rattle

drowns out every other voice.

You home, reed bunting?

Storm in the maple –

then it settles. Must have been

her - the nightingale.

Der Nachtvogelschrei

Kam aus Träumen – im Reich der

Flora stimmt was nicht.

Rotmilanschrei in

Eisiger Luft – zaghaft ruft

Jemand nach der Katze.

The nocturnal bird

screams out of a dream. Flora,

are you in danger?

Red kite screaming through

ice cold air – faintly, a voice

calls out a cat’s name.

68 69


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Rowena Božić

Slowenien / Slovenia

Rowena Božić

Abstrakte Harmonien mit geometrischen Formen

Mit abstraktem Odem und lockerem Pinselstrich gibt sich Rowena Božić als zeitgenössische

Künstlerin. Jedes ihrer Werke zeigt eine innovative Ader, mit welcher

sie auf den Betrachter suggestiv einwirkt. Bei den Acrylbildern handelt es

sich um Farbkompositionen aus schmalen Farbstreifen, die aneinander gereiht

und zu größeren Flächen vereint sind. So entstehen spannungsreiche Farbfelder,

welche durch den Komplementäreffekt gesteigert werden. Aus einer Kombination

von Blau und Orange fügen sich Farb- und Formenfelder zu Phasen der

Reflexion. Der fleckenhafte Farbauftrag auf den Collagestreifen beruhigt sich in

dem geometrischen Streifenmuster. Diese Intensität von Farbigkeit verdichtet

sich zu Emotionen und Stimmungen.

Dann wieder erscheinen ihre Miniatur-Collagen wie ein Fenster in Form von

Assoziationskompositionen, die gleich Bildern aufgehängt zu sein scheinen.

Gerade Linien und Muster liebkosen sich, geometrische Formen zerteilen den

Malgrund in Fragmente oder lassen Landschaftsassoziationen entstehen. Die

Komposition aus fast quadratischen Radierungsausschnitten vereint sich zu einem

Muster mit verschiedenen Strukturen. Auch hier entsteht die Farbharmonie

durch die Summierung unterschiedlicher Strukturflecken. Sie ist zurückhaltend

und führt dadurch zu meditativer Ruhe. Die vitalen, aber auch verhaltenen Farben

in den drei Bildern zeigen delikate Kompositionen, welche eher Andeutungen

als bekräftigende Formen wahrnehmen lassen.

2

1. Square, 2017, Collage, Etching, 9,5 x 9 cm

2. No Title, 2017, Collage, Acryl, 14 x 14 cm

3. No Title, 2017, Collage, Acryl, 14 x 14 cm

Abstract Harmony in Geometric Shapes

3

Breathing abstraction into her paintings with loose brushstrokes, Rowena Božić

is a contemporary artist. Every one of her works shows an innovative streak

she uses to a suggestive effect. Her acrylic paintings are color compositions

consisting of narrow stripes of color lined up to form larger planes. In this way,

she creates colored fields emanating tension, intensified through the effects of

complementary colors. Blue and orange fields of colors and shapes add up to

form phases of reflection. The patchy style of applying color to the stripes used

in the collage assumes a calm air when integrated into the overall geometric

stripe pattern. The intensity of the colors evokes emotions and moods.

At other times, Božić’s miniature collages appear like windows taking the

form of associative compositions seemingly put up on walls like pictures.

Straight lines and patterns caress each other, geometric shapes divide the background

into fragments or lead to landscape associations. The composition combining

the square-like clippings of etchings forms a pattern containing different

structures. Once again, the resulting harmony of colors is the sum of different

structured patches. With its understated manner, it induces a meditative calm.

The lively but also muted colors in the three pictures show delicate compositions

communicating hints rather than definite shapes.

1

1

70 71


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Gerhard Rasser

Österreich / Austria

1. Composition, 2019, Watercolor, Mixed Media, 70 x 90 cm

2. Diptych-Landscape I, 2019, Watercolour, Gouache, 14 x 14 cm

3. Diptych-Landscape II, 2019, Watercolour, Gouache, 14 x 14 cm

Gerhard Rasser

Meditative Gefilde der schweigsamen Versenkung

Gerhard Rasser hat in diesem Jahr gleich zwei „Enter into Art“-Jurypreise gewonnen.

Einer davon ist der 2. Mixed Media-Preis. Mit künstlerisch souveräner

Gestik gestaltet er Sequenzen der Landschaftsmalerei, welche durch ihre gleichartige

Stimmungshaftigkeit und die Schönheit der Komposition beeindrucken.

Obwohl der Blick von in den Vordergrund gesetzten Objekten und Figuren jäh

in die Ferne entrückt, wird das Wesentliche nicht in der Weite, sondern in einer

Sehnsucht nach Seelenruhe gesucht.

Als Gestalter der Stille führt der Künstler mit dem Mittel der Abstraktion zum

Nachdenken, Entspannen und Loslassen hin. Die Betonung des Grenzenlosen

und jene gesteigerte Stille verraten Zurückhaltung vor Erlebnisfülle. Mit ihrem

pastellfarbenen Kolorit und der spartanischen Ausstattung gleichen die Bilder

Kulissen einer surrealen Bühne. Augenblicke der Unendlichkeit und des Innehaltens

berühren das melancholische Bewusstsein von Ruhe und Ausgewogenheit.

Der Kontrast des Vertikalen zum Horizontalen spricht von einer wohldurchdachten

Struktur und Komposition, stets gehört auch die kosmische Endlosigkeit

zu den Bildinhalten des Künstlers. Sie fordert zur Auseinandersetzung mit

räumlicher Tiefe und psychischen Resonanzräumen auf und animiert den Betrachter

zu imaginärer Ergänzung. Das große Ensemble aus mehreren quadratischen

Motiven fügt sich dagegen zu einer formal wie inhaltlich harmonischen

Komposition zusammen, wobei der starke Hell-Dunkel-Kontrast für Spannung

sorgt.

Spaces of Silent Meditation

2

Zweiter Jury-Preis - Mixed Media 2019 (s. Seite 13)

This year, Gerhard Rasser has already won two Enter-Into-Art jury prizes, the

second one being 2nd place in the Mixed Media category. With his confident

artistic style, he creates sequences of landscape paintings that impress with

their homogeneous atmosphere and beauty of composition. Although the eyes

are lured away from objects and figures placed in the foreground and tempted

to stray into the distance, the artist does not look for the essence in the distance:

He looks for it in his longing for peace of mind.

Giving shape to silence, Rasser uses abstract means to inspire observers to

think, relax, and let go. His emphasis on infinity and intense silence suggests an

attitude of stepping back from the immediate to achieve an intense, abundant

inner sense of experience. With their pastel colors and sparse objects, Rasser’s

paintings resemble surrealist stage sets. Moments of infinity and pausing to

think meet a melancholic awareness of inner calm and balance.

The contrast of vertical and horizontal elements suggests a well-thoughtout

structure and composition. Cosmic infinity is always part of the artist’s motifs.

It challenges observers to think about the depth of space, and explore their

psychological resonating spaces, while motivating them to use their imagination

and fill in the spaces provided. Rasser’s large ensemble consisting of several

square shaped motifs is a harmonious arrangement both in structure and in

content. The intense light-dark contrast adds a sense of suspense.

3

Second Jury Prize - Mixed Media 2019 (see award winners, p. 13)

1 www.blickfang-gerhardrasser.com

72 73


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Tamara Rogozina

Ukraine

Romantischer Sommerspaziergang

In Tamara Rogozinas Mohnblütenbildern geht es weniger um das getreue Abbild,

sondern vielmehr um die Aura, welche ein Mohnfeld als Ganzes verbreitet.

Mit eher andeutendem als hervorhebendem Pinselstrich umreißt sie nicht allein

die botanische Erscheinung, sondern auch das Universum, und führt uns auf diese

Weise in die Wildnis der Natur hinein. Die Blüten selbst sind nur Anlass, um

der Fantasie freien Raum zu lassen. Dennoch gelingt es ihr sehr gut, das Wesentliche

an einer Klatschmohnblüte herauszustreichen.

Leuchtende Farben und verspielte Linien lassen an Sonne und Wind denken.

Dabei vertragen sich Spontaneität und Intuition mit feingliedriger Zeichnung.

Die Künstlerin gibt ein Stück von der Freude ab, die sie beim Malen empfindet.

Jede Blüte will achtsam betrachtet und in poetischer Weise genossen werden.

Zartfühlend verleiht sie ihren Blumen Charakter und Seele und lässt die Sinne

des Betrachters erheben. Die Mohnblumen gehen auf dem direkten Wege zu

Herzen.

Verzaubert taucht man in festgehaltene Augenblicke der Achtsamkeit ein,

um sich ein wonniges Gefühl der Freude entlocken zu lassen. Man möchte hinausgehen

und dem Summen der Bienen lauschen. Mit feiner Transparenz der alten

Aquarelltechnik haucht die Künstlerin den duftenden Nimbus der Natur auf

den Malgrund und lässt sie in Schönheit vor unseren Augen aufblühen. Blumen

sind eines ihrer bevorzugten Themen.

1. Poppy, 2018, Aquarell, 13,5 x 19,5 cm

2. Poppy, 2018, Aquarell, 20 x 29 cm

3. Poppy, 2016, Aquarell, 19,5 x 29 cm

Tamara Rogozina

3

2

Romantic Summer Walk

Tamara Rogozina‘s paintings of poppies are less about a realistic rendering of

the flowers than about the aura disseminated by an entire poppy field. With

sketchy rather than emphatic brush strokes, she does not only sum up the botanical

appearance of the poppy, but also the mystery of the universe, leading

us right into the wild heart of nature. The flowers themselves are simply an

occasion to give free reign to her imagination. At the same time, she succeeds in

bringing out the essence of the corn poppy with her expert brushstrokes.

Bright colors and playful lines conjure up sun and wind. Spontaneity and intuition

work together to produce graceful drawings. The artist passes on the joy

she feels while painting to the recipient of her art. Every petal wants to be appreciated

for its own poetic beauty. Rogozina’s sensitive artistry breathes personality

and soul into each flower and elevates the observer’s senses. Her poppies

find direct access to the heart.

Enchanted, observers dive into moments of a special awareness that allows

them to extract a blissful sensation of joy from the core of their being. These pictures

make you want to go outside and listen to the buzzing of the bees. With the

fine transparency of water colors done in the traditional style, the artist conjures

up the fragrant nimbus of nature and makes its beauty blossom right in front of

us. Flowers are one of her favorite subjects.

1 tamararogozina.com

74 75


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Ping He

Farbsymphonie in Moll-Tönen

China

1. Pulse Series 1, 2019, Acrylic on Paper, 20 x 29 cm

2. Pulse Series 2, 2019, Acrylic on Paper, 20 x 29 cm

3. Pulse Series 3, 2019, Acrylic on Paper, 20 x 29 cm

Ping He

Mit samtener Farbhaut gestaltet Ping He seine Impulse-Serie, deren verschiedenfarbige

Flächen einer vom Künstler entwickelten Formengeometrie gehorchen.

Dabei werden die Farbflächen zum künstlerischen Gestaltungselement

erhoben. Der Künstler bevorzugt stumpfe Töne und weiche Farbharmonien. Die

eigenwillige Aufteilung der Fläche führt zu freien Improvisationen. Dennoch

wird man sich des Verhältnisses der Farben untereinander und damit der Farbklänge

bewusst. Seine ausdrucksvollen Farberscheinungen sind starke visuelle

Ereignisse.

Die stete Gleichgültigkeit gegenüber dem Gegenstand fordert den Betrachter

auf, voller Fantasie in das Bild hineinzusehen und die Resonanz von Farben

und Formen intuitiv zu erfassen. Gelegentlich gibt es einen leuchtenden Akzent,

wodurch die auf den Bildern lastende Melancholie betont wird. Indem Ping Hes

Bilder eine Sache des abstrakten Ausdrucks sind, spielen sie mit Farbe und Form,

was zu meisterhaften Kompositionen führt. Imgrunde tragen sie jedoch einen

ungeometrischen Atem in sich.

Trotz der Aufwallung dezenter Farbenfülle, räumt ein jeder Farbton dem anderen

seinen Platz ein. Matte Farbakkorde vibrieren in ungewöhnlicher Flächenhaftigkeit,

wobei die Grenzen teils scharf, teils unscharf gezogen sind, sodass

sich die Formen nicht in Geometrie erschöpfen. Die Farben sind frei hingemalt

und entfalten ihre eigenen Kräfte, ja sie beginnen zu atmen und in einem Zwischenbereich

von Natur und Malerei zu leben.

2

Color Symphony in Minor Keys

3

With a velvety skin of color, Ping He creates a series of paintings he calls “Impulses”.

Different colored areas obey the artist’s own geometry of shapes. The

colored areas are elevated to tools of artistic expression. The artist prefers dull

tones and soft harmonious color combinations. His eccentric way of dividing

up space leads to freely improvised works. Nevertheless, the observer gains a

sense of the relationship between the colors and thus, the overall composition.

The artist’s expressive color combinations are an intense visual experience.

The constant indifference vis-à-vis the object challenges observers to look

at the paintings using their own imagination and grasp the resonance of shape

and color in an intuitive way. Occasionally, a single bright color stands out,

emphasizing the melancholy mood dominating the rest of the paintings. While

Ping He’s paintings employ an abstract mode of expression, they play with

colors and shapes in a way that leads to masterful compositions. Their nature,

however, is nongeometrical.

Despite the abundance of subtle colors, each individual color tone respects

the space allocated to the others. Matt color chords vibrate across unusual expanses

with borders oscillating between clear and fuzzy, so they never tire in

the grip of geometry. The colors are freely painted onto the canvas where they

unleash their own powers and begin to live and breathe in a world somewhere

between nature and painting.

1 www.artpinghe.com

76 77


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Silvia Anton

Rumänien / Romania

1. Reflections, 2018, oil on wood, 17 x 24 cm

2. Garden, 2019, Oil and Cardboard, 15 x 29 cm

3. Urban, 2019, Acrylic and Cardboard, 20 x 29 cm

4. The enigmatic, 2018, Oil on canvas, 100 x 70 cm

Silvia Anton

Instinktive und gestische Landschaftsmalerei

Zweifellos sind Silvia Antons Landschaftsbilder in einem ganz allgemeinen und

traditionellen Sinne schön, harmonisch und angenehm für das Auge. Mit solcherlei

Gedanken wird man unweigerlich in die Bilder hineingezogen. Sie überzeugen

mit ihrer stillen kontemplativen Atmosphäre. Gekonnt legt die Künstlerin

jedoch über die Ruhe ihrer pastoralen Motive eine dynamische Vitalität. Mit

ekstatischem Pinselstrich und dem Spiel von Licht und Dunkelheit erschafft sie

einen lebhaften Duktus und tiefgreifende Ausdruckskraft.

Der Pinsel wird mit leichter Hand ins dramatische Licht hineingeführt, um

auf diese Weise das Verborgene im landschaftlichen Reiz zu entdecken. Dabei

kommt der Künstlerin ein treffsicheres Farbgefühl zu Hilfe. Indem Farbe und

Form die primären Ausdrucksträger sind, treten sie in den Dienst einer leidenschaftlichen

Expressivität bis hin zu impressionistischen Eindrücken. (Ganz im

Sinne Cézannes malt sie auch in ihren Portraits parallel zur Realität und Natur.)

In ihren landschaftlichen Kleinoden ist alles Expression. Die Farben sind mit

Melancholie durchsetzt, was insbesondere dem Grün eine geistige Tiefe verleiht.

Paradiesisch verzaubert möchte man in das Leben der Landstriche einkehren,

um in ihre unverfälschte Urtümlichkeit einzutauchen. In den Bildern der Künstlerin

leben die Empfindungen der sie umgebenden Natur, welche sie in vitaler

Weise sichtbar macht.

Ehrenvolle Erwähnung 2019 (s. S. 17)

4

Instinctive Gestural Landscape Painting

Silvia Anton’s landscape paintings are unquestionably beautiful in the traditional

sense - harmonious and gentle on the eye. Entertaining such thoughts,

the observer is involuntarily drawn into them. They convince with their quiet,

contemplative atmosphere. At the same time, the artist skillfully imbues the

peace of her pastoral motifs with dynamic vitality. The ecstatic brush stroke

and the play of light and darkness she uses result in a vivid artistic style and

immense expressive power.

With light movements, her brush strokes create a dramatic light allowing

observers to discover secrets hidden in the beauty of her landscapes. This effect

is aided by the artist’s great instinct for color. In Anton’s work, color and shape,

the primary means of expression, serve a passionate expressiveness verging on

impressionism. (Following Cézanne’s philosophy, she also paints her portraits

after nature.)

In her landscapes, everything is expression. Her colors exude a melancholy

mood, which gives spiritual depth especially to her greens. Mesmerized like

they have caught a glimpse of Paradise itself, observers want to visit these stretches

of land and dive into their primal authenticity. In Anton’s paintings, the

landscape around the artist comes alive with emotion, and she portraits this in

a vibrant manner.

Honorable Mention 2019 (see award winners, p. 17)

2

3

https://silvianton.weebly.com/

1

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Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Valentina Anopova

Meisterhafte Umsetzung beliebter Themen

Russland / Russia

1. Three Graces, 2002, Engraving on Copper, 10 x 15 cm

2. The Meditate, 1997, Etching, 24,8 x 17 cm

3. The Carnival, 2000, Etching, Water Color, 12 x 14,8 cm

Valentina Anopova

In Valentina Anopovas figurativer Kunst geht es vor allem um die Symbolwirkung,

die in ihrer zeichenhaften Eindringlichkeit überzeugend dargestellt ist.

Ihr Stil ist klar und prägnant, die Qualität liegt in der Einfachheit der Mittel. Als

traditionell orientierte Künstlerin liegt ihr Schwerpunkt auf der Zeichnung. Der

narrative Charakter der Grafiken zieht den Betrachter unweigerlich in die Bilder

hinein und lässt ihn etwas „Literarisches“ - vielleicht ein „Déjà-vu-Erlebnis“ entdecken.

In der Radierung „Three Graces“ interpretiert die Künstlerin die klassische

griechische Vasenmalerei auf sehr originelle Weise. Die mythologischen Figuren

lässt sie aus der Vase heraustreten und befreit sie auf diese Weise von der starren

Funktion des Dekors. Quasi werden die drei Grazien verlebendigt. Dabei stellt sie

einen interessanten Bezug des Bildsujets zur Radiertechnik her: Metallgravierungen

nachahmend wurden in der Antike die mit schwarzem Glanzton überzogenen

Gefäße mit Ritzungen versehen und mit Deckfarben aufgemalt.

Präzis umrissene Gestalten verführen den Betrachter in phantasievolle Welten,

die von symbolischem Pathos geprägt sind. Ebenso ist die Künstlerin von

der heiteren Atmosphäre folkloristischer Farbigkeit fasziniert, was sich in ihrer

märchenhaften Farbradierung „The Carnival“ widerspiegelt. Hier suchen gleiche

Figuren rhythmisch schwingend angeordnet die Kommunikation. In drei

Radierungen hat sie sehr beliebte Themen der bildenden Kunst meisterhaft

umgesetzt.

2

Masterful Manifestations of Popular Subjects

3

Valentina Anopova‘s figurative art is all about the effect of symbols, and convinces

with its semiotic poignancy. Her style is clear and succinct. Its quality lies

in the simplicity of her methods. As a traditional artist, her focus is on drawing.

The narrative character of her graphic works draws observers right into the

scenes depicted for a literary, or even a déjà-vu experience.

In the etching “Three Graces” the artist reinterprets an Ancient Greek vase

painting in a highly original way. Allowing the mythological figures to step out

of the vase, she frees them from their rigid decorative function, and breathes life

into the Three Graces. At the same time, Anopova creates an interesting relationship

between the subject of her work and the process of etching: The Ancient

Greeks incised contours into the black clay slurry applied to their vases in a way

resembling metal engraving.

The precise outlines of Anopova’s figures tempt observers to lose themselves

in fantastic worlds marked by symbolic pathos. The artist seems fascinated with

the gay atmosphere of folkloristic colors, which is also reflected in her fabulous

color etching “The Carnival”: Identical figures are arranged in rhythmically vibrating

intervals and try to engage in communication. Her three etchings are

brilliant manifestations of some of the most popular subjects in the visual arts.

1

80 81


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Jani Jan J. Österreich / Austria

1. Ramses‘ Dog, 2017, Mixed Media, Digital Print, 20 x 29

Jani Jan J.

Magie von Farbe und Fun

2. Dancing Queen, 2019, Mixed Media on Canvas, 50 x 50 cm

3. A Second Before, 2017, Mixed Media, Digital Print, 20 x 29 cm

2

Mit kräftiger Farbgebung schöpft Jani Jan J. aus dem Reichtum der Sagen und

Legenden. Aus sich selbst heraus leuchtend und vom Temperament des Künstlers

erfüllt, macht sich die Farbe in seinen Bildern selbständig. Märchenhafte

Symboltiere wie Seepferdchen, Rehe und Paradiesvögel leuchten aus dunkleren

Farbflächen hervor. In schwebender Weise werden sie ihrer realen Bedeutung

entrissen.

Der Künstler entwickelt eine metaphorisch allegorische Ikonographie mit

verschlüsselter Symbolik. Für seine kontrastreichen Kompositionen wählt er

verspielte Motive, welche aus einer betont naiven Perspektive dargestellt werden.

Lediglich lässt sich der Künstler von farbenfrohen Einfällen übersprudeln

und nicht einengen. Der in Österreich entstandene „Phantastische Realismus“

eines Ernst Fuchs und Arik Brauer ist spürbar, Jani Jan J. hat jedoch seinen eigenen,

sehr individuellen Stil.

Die Magie von Formen und Farben lässt „Fun“ anklingen. Humor und Harmonie

bestimmen die Szenerie zugleich und regen zur individuellen Interpretation

an. Ausdrucksstark und leidenschaftlich gleichen die figuralen Darstellungen einer

sirenenhaften Unterwasserwelt voller Fantasiewesen. Diese sind surreal bizarr

und mirakulös zugleich. Ihre legendenhaft verklärte Ausstrahlung erzeugt

farben- und lebensfrohe Visionen.

Magical Color Fun

3

With his vibrant colors, Jani Jan J. draws on the riches found in myths and

legends. Bright by nature, the colors in his paintings take on a life of their own

brimming with his vibrant spirit. Fabulous symbols like seahorses, deer, and

birds of paradise stand out against darker backgrounds. Floating freely through

space, they are divorced from their actual meaning.

Through his work, the artist develops his own metaphorical, allegorical iconography

marked by an encrypted symbolism. His compositions are full of contrasts,

using playful motifs painted from a strikingly naïve perspective. J. lets his

colorful ideas create a sense of abundance rather than allowing them to crowd

his mind. While his paintings seem to have a certain connection to the Fantastic

Realism developed in Austria by artists like Ernst Fuchs and Arik Brauer, overall,

Jani Jan J. has developed his own, very individual style.

The magic he wields through shapes and colors is simply fun. Humor and

harmony dominate the scene and encourage individual interpretations. Expressive

and passionate at once, his figural representations conjure up an underwater

world inhabited by sirens and other mythical creatures that are equally

surreal, bizarre, and miraculous. Their legendary aura inspires visions full of life

and color.

1

www.janijanj.com

82 83


Ausgewählte Künstler / Featured Artist

Agron Bytyçi

Kosovo

1. Cominacation, 2017, Oil on Canvas, 80 x 100 cm

2. Cominacation, 2015, Drawing, 20 x 29 cm

3. Cominacation, 2015, Drawing, 38 x 55 cm

Agron Bytyçi

Dimension des Unwirklichen

In Agron Bytyçis sehr eigenständiger Werkserie traumgleicher Wirklichkeiten

klingen sowohl Tendenzen des Surrealismus als auch des Phantastischen Realismus

an. In seinen Bildszenen steht der Mensch im Mittelpunkt. Figuren treten

sowohl als poetische als auch soziale Phänomene auf, indem sie in die Umgebung

einer anonymen Landschaft platziert werden. Als Spiegelbilder des Inneren

bewegen sie sich zwischen den Kategorien Skulptur und Kunst.

Freigestellte Männerköpfe schweben an steinigen Stränden, körperlich nah

und greifbar. Dabei neigt der Figuralstil zum Kolossalen. Die Spanne ihrer Ausdrucksstärke

reicht vom Mythischen bis zum Meditativen und gerade darin liegt

die „surreale“ Wirkung. Im Zusammenspiel mit dem weiblichen Wesen konfrontiert

sich hingegen Triebhaftigkeit mit Keuschheit und Abwehr, wobei an biedere

Instinkte bishin zum Freizügigen, sinnlich Erotischen appelliert wird.

Teilweise verkörpern die akribisch gemalten Anlitze Symbole ironischer

Verfremdung, maskenhaft werden sie von einer gewissen Mystik überflutet,

welche Einzug in das Unbewusste des Betrachters hält. Die monumentalen Gesichter

sind Inbegriffe der Rätselhaftigkeit. Ihre Greifbarkeit erhöht ihre magische

Präsenz. Vielfach kehrt ein Antlitz in ähnlicher oder anderer Konstellation

wieder, welches auf ein Selbstbildnis des Künstlers deuten könnte und in seiner

ganz persönlichen Mythologie einen seltsamen Platz einnimmt.

Jury-Preis „Excellence“ 2019 (s. Seite 15)

2

Dimension of the Unreal

In Agron Bytyçi‘s highly original series of dream-like paintings, we can see tendencies

of Surrealism and Fantastic Realism. His scenes put the human being at

the center. Placed in anonymous landscapes, his figures appear as both poetic

and social phenomena. Being reflections of the artist’s internal state, they oscillate

between the categories of sculpture and painting.

Male heads float freely above stony beaches, close and palpable in their physicality.

Bytyçi‘s figural style tends towards the colossal. His characters’ expressive

vigor ranges from mythical to meditative spheres, which, overall, produces a

“surreal” effect. In combination with female figures, sexual drive seems to battle

chastity and defensiveness, and the compositions appeal to instincts ranging

from chaste restraint to the freely sensual and erotic.

In part, the countenances drawn by Bytyçi with such masterful attention to

detail embody symbols of ironic alienation, mask-like and flooded with a mysticism

that directly invades the observer’s unconscious. The monumental faces are

the epitome of mystery. Their palpable appearance increases the magical aura

of their presence. One face reappears in several constellations, possibly a selfportrait

of the artist claiming its position in his very personal mythology.

1

3

Excellence Jury Prize 2019 (see award winners, p. 15)

84 85


Ausstellungskonzept

Faszination weltweiter Kunst, Farbe und Meditation

Aus vielen Kunstwerken strömt eine entspannende

Energie, mit der wir uns in

unseren auf Kunstgenuss und Meditation

basierenden Kunstinstallationen interkulturell

auseinandersetzen und Sie dazu einladen möchten,

Kunst mithilfe unserer geführten Kunstbetrachtung

in entspannender Weise zu genießen.

Bei den Ausstellungen mit Bildern unterschiedlichster

Kunsttechniken und Stilrichtungen unter

Einbeziehung meditativer Aspekte spielt die Meditation

im religiösen oder esoterischen Sinn keine

Rolle. Es geht allein um das aufmerksame und

entspannende Betrachten der Kunstwerke in einer

interkulturellen Umgebung. Vergleichbar mit der

mönchischen Kontemplation können die Ausstellungsbesucher

(abgeschirmt von äußeren Einflüssen)

in einer „Farbzelle“ zur inneren Sammlung

bzw. zur Konzentration auf Kunstwerk und Farbe

gelangen.

Interkulturelle Kunstinstallation

und Präsentation „Enter into Art“

Dabei verstehen sie, dass der Friede in der Welt

nur dann beginnen kann, wenn der Mensch Friede

und Toleranz in sich selbst findet. Oft ist man überrascht,

aus welcher Region ein Kunstwerk stammt.

Die Ausstellungen machen bewusst, dass Künstler

und Menschen in aller Welt ähnlich fühlen und

empfinden. Die Kunstwerke werden unabhängig

von ihrer Herkunft den Farben oder auch Themen

zugeordnet. Dadurch kommt eine internationale

Verbindung zwischen den Ländern und Menschen

zustande.

Und so wie sich Landschaften und Kulturen ändern,

so ändern sich in derselben Vielfalt auch die

künstlerischen Techniken und Stilrichtungen in aller

Welt, welche in aller Vielfalt präsentiert und auch in

unseren Online-Shows bekannt gemacht werden.

Die künstlerische Farbinstallation bildet dabei den

würdigen Rahmen und das geeignete Gerüst, sie

untermalt die Kunstwerke in entspannender Weise.

Entspannen mit Poesie, Malerei,

Skulptur, Musik und Klang

Unsere künstlerische Reise zu Entspannung und

Genuss führt nicht allein über das achtsame Betrachten

von Kunstbildern, sondern auch über den

Weg der Poesie, der Plastik und des Klangs. Neben

dem kulturellen Austausch und der Erholung wird

durch das Reisen immer auch Bildung und Inspiration

gewonnen. So erhielt zum Beispiel die Musik des

20. Jahrhunderts durch das Reisen starke Anregungen

aus der Folklore verschiedener Völker, die auch

in der Entspannungsmusik ihren Widerhall fanden.

In der Blütezeit des Haikus im 17. Jahrhundert

unternahmen dagegen die Dichter und Maler

Japans gesellige Pilger- und Dichtungsreisen, in

deren Rahmen lyrische Reisetagebücher verfasst

wurden, in denen die Haiku mit Pinsel und Tusche

auch bildlich skizziert wurden. Viele Reisegesellschaften

bieten heutzutage in Japan Dichterreisen

an. Mittlerweile resultierten daraus auch Weiterentwicklungen

zu neuen Haiku-Genres, wie Haiku

und Foto oder auch Haiku und Essay.

Die Skulpturen

Johann Wolfgang von Goethes „Italienische Reise“

ist mit jenem lyrischen Genre der Reiseliteratur vergleichbar.

Goethe wollte griechische Tempel sehen,

er reiste bis nach Paestum, um die antike Kunst zu

studieren. Ebenso wie die Haiku-Dichter hielt er seine

Reiseeindrücke mithilfe von Tuschezeichnungen

fest. Dieser Bezug zur europäischen Klassik wird in

unseren Kunstinstallationen durch die Skulpturen

verdeutlicht.

Während die moderne Malerei uns mit ihrer

stilistischen und technischen Vielfalt in die künstlerischen

Landschaften aller Welt entführt, führen

uns die von Kurt Ries bemalten Skulpturen in die

antiken Gefilde der Kunstgeschichte hinein, welche

als Wurzeln unserer Kunst bezeichnet werden können.

Die Auswirkungen einer archaischen Formenwelt

zeigen sich in vielen Werken zeitgenössischer

Kunst.

Die antiken und kunsthistorischen Replikate

haben nichts von ihrer Qualität verloren. Was ihnen

aber fehlt, ist die Farbe, denn vor über 2000 Jahren

erstrahlten sie in leuchtender Farbigkeit, die über

die Bronze oder den Marmor gelegt wurde. Auf die

in Vergessenheit geratene opulente Bemalung der

Originale möchten wir mithilfe von Licht und Farbe

aufmerksam machen.

Die Musik

Bei den auf jede Farbe abgestimmten Musikstücken

in den Ausstellungen handelt es sich dagegen um

impressionistische „Aquarelle“, welche mit ihrer ins

Meditative zielenden Monotonie eine Klangfarbe

widerspiegeln. Die minimalistischen Kompositionen

von Gabriele Walter sind schwebende (Farb)

tonwolken. Auch sie entführen in fantasievolle Welten,

lassen über Berge hinweg entschweben.

Durch das sanfte Fließen der Melodie wird die

gefühlsbetonte Seite des Gehirns angesprochen

und die Konzentration gesteigert, sodass man sich

leichter der genussvollen Betrachtung der Bilder

hingeben kann. Die entspannende Musik von

Gabriele Walter gleicht einem in der Luft schwebenden

Blütenduft. Spontan und meditativ eingespielt,

handelt es sich um melodische Gefühlsformeln,

welche gleich einem musikalischen Gebet sich in

der Wiederholung ergehen.

Da man in einem Buch keine Musik hören kann,

ersetzen wir in Buchprojekten die Entspannungsmusik

durch die Nennung von Titeln aus dem klassischen

und zeitgenössischen Repertoire. Auf diese

Weise können Sie beim Betrachten der Bilder im

Buch oder in Ihrem „Refugium der Muse“ per CD

oder anderen Tonträgern entspannende Musik

erklingen lassen. Natürlich können Sie dort auch

selbst musizieren.

Lyrik und Klang

Auch die Poesie ist Klang, wobei die Musik der Vokale

eine bedeutsame Rolle spielt. Aufgrund seiner

Kürze kann ein Haiku auch als eine Art von Mantra

dienen. Ebenso kann die Vokaltönung anstelle eines

Sprechgesangs oder Mantras eingesetzt werden.

Ihre verschiedenen Klänge resonieren in den unterschiedlichen

Körperbereichen. Die Poesie kann musikalisches

Vergnügen bereiten, indem sie neben

der Bedeutung (Inhalt) wie Musik wahrgenommen

werden kann. In diesem Sinn differenziert sich die

Musik auch von der Malerei, wobei die abstrakte,

gegenstandslose Malerei (vor allem auch aufgrund

ihrer Farbklänge) der Musik nähersteht als die gegenständliche

Kunst oder Prosa.

Musik und Kunst sowie Lyrik und Klang sind

sowohl eine Pforte zum Selbst als auch eine Brücke

zum Kosmos. Das Einswerden des eigenen Ichs

mit dem schöpferischen und künstlerischen Geist

des Weltganzen bildet auch die Grundlage der

Haiku-Dichtung. Trotz ihres verb- und subjektlosen

Telegrammstils zwingt das Haiku zur genauen

Wahrnehmung, wodurch es der Lebenshaltung des

Zens sehr nahesteht. Die Haiku-Gedichte sprechen

das gesamte Orchester der Sinne an, sie fordern auf,

die Natur und Landschaft in sich aufzunehmen, im

„Hier und Jetzt“ zu ihnen heimzukehren.

Ebenso wie die Kunstbilder erstaunt auch das

Haiku immer wieder durch seine große Ausdruckskraft

auf kleinstem Raum, wobei ihm das Bild neben

der eigenen Assoziationslenkung seitens der

sog. Jahreszeitenwörter von jeher eine weitere

Möglichkeit der Aussagepräzisierung bot. Nicht

selten waren die Haiku-Dichter auch begabte Maler.

Bild und Vers wurden häufig in einem Arbeitsgang

erschaffen. Die intensive Vertiefung in die Natur

führt zu einer bestechenden Bildhaftigkeit, welche

wiederum zum Malen anregt.

Dichtung und Kunst

Bei dem Haiku-Dichten handelt es sich um einen

Weg der stillen Betrachtung und Versenkung, um

einen Weg der Meditation. Es findet auch auf anderen

Gebieten der japanischen Kunst seine Parallelen.

Auch in den Miniaturgärten Japans und in den

Ikebanas wird die vollendete Schönheit auf kleinstem

Raum und mit sparsamsten Mitteln gestaltet.

Das japanische Gedicht hängt ferner eng mit der

Tuschemalerei und mit der mit ihr verwandten Kalligrafie

zusammen. Letztere mag wiederum auch

zur Ausbildung des Kurzgedichtes beigetragen

haben, sollte doch ein Gedicht an dem Rand eines

Rollbildes Platz haben. In knappster Form sollte es

seinen vollen künstlerischen Ausdruck finden und

nach längerem Einfühlen die dahinter liegende

Wirklichkeit preisgeben.

Kunst und Meditation

Als künstlerische Ausstellungsgestalter betrachten

wir es nicht als unsere Aufgabe, die Bilder zu erklären,

sondern wir möchten die Kunstliebhaber dazu

inspirieren, ganz eigene Gefühle und Gedanken zu

den Bildern zu entwickeln und zu vertiefen. Jedes

Kunstbild wird symbolisch zu einer verstehenden

Person, mit der man Gefühle und Gedanken

teilen und auf meditative Weise kommunizieren

kann. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu den

verschiedenen Kunsttechniken und Stilrichtungen.

Nähere Informationen zu ausgewählten bzw.

preisgekrönten Bildern finden Sie auch in den Blog-

Kategorien „Kunstgenuss“ und „Wettbewerb Kunst“

auf unserer Website.

Für eine Kunstmeditation müssen Sie kein

Kunstkenner sein, aber Sie können dabei entspannen,

Ihre Achtsamkeit trainieren und loslassen.

Meditation und Kunst finden deshalb wunderbar

zusammen, weil der Mensch durch die Umwandlung

negativer Kräfte in positive Energie entspannen

kann. Die intensive bzw. achtsame Betrachtung

eines Bildes prägt sich leicht ein und wird deshalb

eine nachhaltige Wirkung auf den Betrachter ausüben.

Kunst kann einen wichtigen Beitrag dazu

leisten, Schönheit in Herz und Geist zu senden.

Kunst ist Energie und strahlt diese wie die Sonnenenergie

auf uns ab.

Wenn man eine Ausstellung betritt, dann sind

einem die Werke zunächst weitgehend unbekannt

und es mutet an, als ob sie schlummern würden.

Die Kontemplation mit der Kunst animiert dazu, ein

Kunstwerk zum Leben zu erwecken. Wenn man sich

in ein Kunstwerk vertieft und immer wieder zu ihm

zurückkehrt, dann kann man es „aufwecken“. Es

erwacht und beginnt, sich zu regen bzw. seine Geschichte

zu erzählen, ja sich mit uns zu unterhalten.

Plötzlich versteht man seine Schönheit und Wahrheit

sowie seinen einzigartigen Wert. Nach längerem

achtsamem Betrachten kann man diejenigen

Bilder, die rätselhaft und schwer zu erfassen sind,

besser erfassen und verstehen bzw. erfühlen und

dieses Gefühl genüsslich in sich aufsaugen.

Wir möchten Sie einladen, sich vor ein Kunstwerk

zu stellen und dies nicht allein mit ihrem Körper,

sondern auch mit Ihrem Geist und Ihrer Seele

zu tun. Lassen Sie es geschehen, sich zu einem

Kunstwerk hingezogen zu fühlen und bei einer

achtsamen Genussmeditation seine Farben und

Formen zu spüren. Entdecken Sie nach dem Motto

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“ mit offenen

Augen die Welt der Kunst. Der Augenblick ist heilig,

er wird in stiller Achtsamkeit genossen und als

einzigartig wahrgenommen. Die Kunstbetrachtung

kann sowohl emotional als auch intellektuell erfahren

werden. Gewinnen Sie Abstand vom Alltag, um

die Außenwelt danach aus einem neuen Blickwinkel

heraus zu betrachten. Es geht allein darum, die

Kunst voller Würde zu genießen und zu entspannen.

Im Symbolismus der Seele dominieren eher

Andeutung und Geheimnis, das unaussprechliche

Mysterium von Farbe und Form. Lassen Sie die Quellen

in Ihrem Unterbewusstsein hervorsprudeln,

rauschen und beleben Sie das Kunstwerk durch Ihre

Fantasie. Es ist keinesfalls abwegig, ein Bild immer

wieder neu zu betrachten und dies mit Meditationspraktiken

zu verbinden. Um die Konzentration

muss ständig und eigenständig gerungen werden.

Entspannung mit Kunst

und Farbe

„Die Farbe tut etwas.“ Johann Wolfgang von Goethe

Unser Ausstellungskonzept basiert auf dem Gedanken

der Entspannung bzw. der achtsamen und

genussvollen Kunstbetrachtung mithilfe verschiedener

Farben und Formen. Man kann Farbtöne auch

riechen, hören, schmecken und fühlen. Die Seele

verspürt beim gesunden Menschen eine intime Zuneigung

zu den Farben, sie fühlt sich in ihrer Umgebung

wohl und geborgen und empfindet in ihrem

oft heiteren Wesen die in ihnen enthaltenen und

dem Leben zugewandten Kräfte.

Bei der Farbzusammenstellung wurden sowohl

die künstlerischen als auch entspannungspädagogischen

Belange berücksichtigt. Die Farbe wird

von den Menschen aller Völker gleichermaßen verstanden

und geliebt, weil sie jenes geheimnisvolle

Medium repräsentiert, das die Menschen über alle

Grenzen hinweg und in den Tiefenschichten ihrer

Psyche wirklich verbindet. Mithilfe von Farben lässt

sich das körperliche und geistig-seelische Wohlbefinden

beeinflussen. Schon in der Pyramidenmalerei

finden sich Hinweise auf therapeutische

Farbanwendungen. Auch die Akupunktur ist mit

der Farbheilung verknüpft. Forscher haben herausgefunden,

dass Farben eine höhere Schwingungsenergie

als Töne besitzen – somit eine noch größere

Wirksamkeit von ihnen ausgeht als von dem gesprochenen

Wort.

Die Körperzonen des Menschen kann man mit

Farben und Bildern ansprechen und stimulieren. Bei

der Farbentspannung werden die Energien des Körpers,

des Geistes und der Seele unterstützt und gestärkt,

sodass der Mensch von innen heraus und aus

eigener Kraft entspannen kann. Durch den Genuss

von Kunst und Farben lässt sich das Wohlbehagen

ganz individuell beeinflussen, wobei der Mensch

zu Tiefenentspannung und ungeahnten künstlerischen

Einsichten gelangen kann.

Die Betrachter gewinnen einen Überblick über

die Wirkung der einzelnen Farben und erhalten

eine Anleitung zur Meditation mit der Kunst und

den Farben, die sie dazu befähigt, eine geführte

Genussmeditation sowohl mit einem Farbarrangement

als auch mit einzelnen Kunstwerken durchzuführen.

Die Bilder der Künstler „picken“ Sie sich

nach eigenen Wünschen heraus.

86 87


Enter into Art - Info

Enter into Art - Information

Internationale Buchprojekte,

Wettbewerbe und Events in

der Studiogalerie „Apollinaire“

Die „Enter into Art-Kunstinstallationen“

werden in der Regel mit den von

Kurt Ries bemalten Skulpturen sowie

mit der Lyrik und Musik von Gabriele Walter und

mit Video-Präsentationen ausgestaltet. In den

Vernissagen finden zudem entspannende Filmvorführungen

und Lyrik-Lesungen auf der Grundlage

prominenter PR-Themen statt. Diese werden in

dem deutschsprachigen Blogjournal „Bernsteinrose“

kommuniziert. Die Events werden von einem

umfassenden Angebot an Wettbewerbspreisen begleitet,

die von einer internationalen Jury ermittelt

und mit effektiven PR-Beiträgen prämiert werden.

In der Ausstellungsperiode 2018-19 wurde in die

Kunstinstallationen in Bad Breisig, Bernkastel-Kues

und Köln die Video-Projektion „Weltreise mit Kunstbildern“

integriert, in welcher die Künstler auch ihre

großformatigen Bilder zeigen konnten. Sie diente

als Grundlage für die neue zweisprachige Buchreihe

„Enter into Art – LOUNGE“, die sich verschiedenen

Themen widmet und Künstlern vielfältigster

Prägung die Möglichkeit bietet, an kleineren Projekten

und Wettbewerben teilzunehmen. Im Rahmen

attraktiver Video-Installationen werden die

Enter into Art-Events zukünftig vornehmlich in der

Studiogalerie „Apollinaire“ in Königswinter sowie in

nachhaltiger Weise im Internet präsentiert.

Zudem wurde im vergangenen Jahr die Kategorie

„Ausgewählte Künstler“ eingeführt.

Ausgesuchte Künstler können sich sowohl im Buch

als auch gegebenenfalls in den Ausstellungen in

hervorgehobener Weise präsentieren. Exklusiv werden

jeweils drei bis vier Bilder in schöne Rahmen

und in ansprechende „Ästhetische Betrachtungen“

eingebettet.

Ebenso sind in den Projekten stets auch Haiku-

Dichter aus aller Welt willkommen. Nach dem Motto

„Sprache ist Klang und kalligraphische Kunst“

werden die Gedichte in deren Muttersprache veröffentlicht

und ins Englische oder Deutsche übersetzt.

Auf diese Weise erfahren Künstler, die auch als Dichter

wirken, auf speziellen „Kunst und Poesie“-

Seiten eine ganz besondere Präsentation.

Enter into Art - Contest 2019

Bitte lesen Sie auch unsere Preisträger-Beiträge

im Internet:

Das Enter into Art-Team legt großen Wert darauf,

dass sich die internationale Jury aus Fachleuten

verschiedenster Prägung und kultureller Herkunft

zusammensetzt (s. S. 10). Die objektive Abstimmung

sorgt auch immer wieder für Newcomer und

Überraschungen. Bei jedem Projekt wird eine neue

internationale Jury ausgewählt.

Die ersten Preisträger werden mit einer Einzelausstellung

im Folgejahr (oder einem Solo-Kunstbuch)

belohnt. Über die Einzelausstellung wird jeweils ein

Blogbeitrag mit allen Bildern veröffentlicht. Innerhalb

eines Jahres erhalten alle 24 Preisträger einen

speziellen Blogbeitrag (Kunstbetrachtung) über

ihr prämiertes Bild. Außerdem werden ihre Kunstwerke

auf dem Buch-Cover abgebildet und im Buch

hervorgehoben.

Besuchen Sie auch unsere Online-Show mit allen

Bildern und vielen weiteren Beiträgen!

www.meditaterra.de

Über uns:

Seit 2010 veröffentlichen Gabriele Walter und Kurt

Ries das Blog-Journal „Bernsteinrose“, in welchem

sie den Menschen den Wert von Kultur und Natur

sowie von Entspannung durch Achtsamkeit näherbringen

und ihnen helfen, sich deren Vorzüge

zunutze zu machen. Auf der entspannungspädagogischen

Grundlage des Blogs entwickelten sie ihr

„Enter into Art“-Konzept für die jährlichen Wettbewerbe

und Events.

Im Rahmen ihrer Sachbuch-Veröffentlichungen

befassen sich beide auch intensiv mit dem Thema

„Wohn- und Bauphilosophie“, welches sie in ihr

PR-Konzept in Form von Lifestyle-Arrangements

einbringen. Dieser Aspekt wird vor allem in der Studiogalerie

„Apollinaire“ verwirklicht. Das „Enter into

Art“-Team wird sich zukünftig verstärkt auf attraktive

Buchprojekte und Wettbewerbe konzentrieren.

Im Zuge dessen bietet die Studiogalerie in Königswinter

Freiheit und Individualität für die Planung

außerordentlicher und innovativer Events. Lassen

Sie sich überraschen!

Kurt Ries

...hat Grafik-Design und visuelle Kommunikation

studiert und ist seither als freischaffender Künstler

und Designer tätig. Durch ein Fernstudium in Multimedia-Design

hat sich sein Zeichenstift zudem in

eine PC-Maus verwandelt. Neben dem Computer ist

er mit derselben Leidenschaft in der eigenen Druckwerkstatt

und im Malatelier tätig. Seit 1995 arbeitet

er als Illustrator und Fotograf mit Gabriele Walter

im Buch- und Journalismusbereich zusammen. Mit

großem Engagement und Freude konzipieren und

leiten sie Gemeinschaftprojekte mit Künstlern aus

aller Welt.

Gabriele Walter

...studierte Sprache und Literatur und absolvierte

eine Journalismus-Ausbildung. Als Buchautorin

und Fotografin veröffentlichte sie Reise- und Sachbücher

in renommierten Verlagen. Als Studienreiseführerin

und Vortragsreferentin entwickelte sie

zudem ein feines Gespür dafür, wie man das Publikum

für Kultur begeistert. Ihre Leidenschaft für

mentale Wellness vertiefte sie durch eine Weiterbildung

zur Entspannungspädagogin, wobei sie auch

Entspannungsmusik komponiert und seit vielen

Jahren Haiku-Gedichte verfasst..

International Book Projects,

Competitions, and Events at

Studio Gallery “Apollinaire”

The Enter-Into-Art installations usually

feature sculptures painted by Kurt Ries

and poetry and music written by Gabriele

Walter, as well as video presentations. All opening

events include relaxing film screenings and poetry

readings based on prominent PR topics. These

are communicated in the German-language blog

journal “Bernsteinrose” (“Amber Rose”). The events

are accompanied by a comprehensive spectrum of

awards judged by an international jury, and supported

by effective PR coverage.

During the exhibition period 2018-19, the video

projection “Touring the World through Art” was integrated

into art installations in Bad Breisig, Bernkastel-Kues,

and Cologne, giving artists an opportunity

to include paintings in large formats into the

exhibitions. This became the foundation of the new

bilingual book series “Enter-into-Art – LOUNGE”,

which covers different topics and gives artists from

all walks of art an opportunity to participate in

smaller group projects and competitions. Through

attractive video presentations, the Enter-into-Art

Events will be presented mainly at Studio Gallery

“Apollinaire” in Königswinter and published and

made accessible on persisting online platforms.

Last year saw the introduction of the new category

“Featured Artists”. Selected artists get

to present their work as part of our annual catalog

and, where possible, take on a more prominent

position at the exhibitions: Three to four paintings

per artist are presented in attractive frames and

embedded into interesting “aesthetic observations”.

We also invite haiku poets from all over the

world to participate in our projects. Following the

principle: “Language is sound and calligraphic art”,

we will publish your haiku in their original language

and add professional translations into English

or German. Poet-artists are presented in a special

section dedicated to their two art forms: “Art and

Poetry”.

Enter into Art - Contest 2019

Please read our award-winner articles online:

The Enter-into-Art team places great emphasis on

including professional artists from different genres

and cultural backgrounds in the international jury

(see p.10). The more objective voting process resulting

from this constellation also ensures that we

continue to be surprised and encounter fresh artistic

talent. A new international jury is put together

for every project.

The first winners will be rewarded with a solo exhibition

taking place the following year (or with a solo

art book). A blog post about the solo exhibition will

be published showing all the artist’s works. All 24

award winners will also receive a special blog post

on the German blog (art meditation) dedicated to

their award-winning paintings. Their artworks will

be displayed on the book cover, and given a prominent

position inside the book.

Please take a look at our online show, including all

artworks, and featuring many other posts!

www.meditaterra.de

Art Show at Studio Gallery ”Apollinaire”

Multimedia Art Lounge for Innovative Screen and Video

Presentations of Large-Scale Paintings and Art Objects

About Us

Gabriele Walter and Kurt Ries have been publishing

the blog journal “Bernsteinrose” (“Amber Rose”)

since 2010. The aim of the blog is to make readers

sensitive to the value of nature and relaxation

through mindfulness, and help them utilize their

benefits. The concept for their “Enter-into-Art”

series of annual competitions and events was developed

based on the relaxation methodology and

teachings passed on in their blog.

In their non-fiction publications, they both focus

on the philosophy of living spaces and their construction,

integrating this angle into their PR concept

in the form of lifestyle arrangements. This aspect of

their work is realized mainly at Studio Gallery “Apollinaire”.

The Enter-into-Art team will focus more

strongly on attractive book projects and competitions.

Consequently, the Studio Gallery in Koenigswinter

grants artists and organizers freedom and

individuality to plan extraordinary and innovative

events. Expect to be surprised!

Kurt Ries

…studied Graphic Design and Visual Communication

and has been working as a freelance artist and

designer since. Through distance learning, he got a

degree in Multimedia Design, and started using the

computer mouse to express himself. At the same

time, he continues to work at his print workshop

and his painter’s studio. Since 1995, he has been

working in publishing and journalism with Gabriele

Walter as an illustrator and photographer. With

great dedication and joy, they plan and organize

joint projects with artist from all over the world.

Gabriele Walter

…studied Language and Literature. As a trained

journalist, she has published travel guides and

non-fiction books featuring her writing and photographs

with respected publishers. Working as a

guide on study trips, and as a lecturer, she has developed

a fine sense of how to get audiences excited

about art. Her passion for mental wellness led her

to train as a relaxation teacher. She composes relaxation

music and has been writing haiku poems for

many years.

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Index

A

Adrianna Bonomi, France 29

Agata Dworzak-Subocz, Poland 54

Agron Bytyçi, Kosovo 15, 59, 84

Aida Stolar, Israel 55

Ai-Wen Wu Kratz, USA 38

Alejandra Sánchez, Mexico 64

Aleksi Joensuu, Finland 59

Alexander Gurevich, Israel 15, 28

Alexandru Jakabhazi, Romania 56

Alfred Postmann, Austria 34

Alina Jackiewicz-Kaczmarek, Poland 12, 63

Amaryllis Siniossoglou, Greece 59

Ana Galvão, Portugal, 55

András Mengyán, Hungary 49

Andreas Johns, USA 44

Andy Owen, USA 40

Angelo de Martin, Italy 59

Anna Arminen, Finland 59

Anna-Maija Rissanen, Finland 15, 59

Anna Mäkelä, Finland 43

Anna Sihvonen, Finland 29

Annette O. Caspeller, Denmark 47

Ann Löwenstein, Sweden 44

Anton Eckel, Austria 29

Antonietta Torsiello, United Kingdom 26

Antoni Kowalski, Poland 63

António Canau, Portugal 45

Ariel Chavarro Avila, United Kingdom 30

A. Rosemary Watson, United Kingdom 64

Asuna Yamauchi, Japan 64

Atsushi Matsuoka, Japan 12, 67

Aura op den Camp, Belgium 56

Aya Swoboda, Austria 61

Aysen Erte, Turkey 60

B

Babiscia Barbara Fallini, Italy 44

Barbara Niscior, Poland 50

Barry Cottrell, United Kingdom 44

Bea Last, United Kingdom 45

Beatrice Palazzetti, Italy 37

Béa Verheul, The Netherlands 39

Bernadette Madden, Ireland 29

Beverly Ashcraft-Johnson, USA 53

Birthe Petersen, Denmark 65

Brigitte Thonhauser-Merk, Austria 27

C

Canuto Kallan, Greece 26

Carita Maury, Finland 43

Carla Kleekamp, The Netherlands 28

Carlos Laos Brache, France 13, 54

Catherine Gaillard Perez, France 35

Chikako Kamaga, Japan 47

Christie Rosenberg, USA 48

Christine Meytras, USA 25

Christophor Krustev, Bulgaria 53

Cinla Seker, Turkey 56

Ciprian Radovan, Romania 33

Claudiela Goya, Mexico 59

Claudina Marques Coelho, Portugal 29

Cleo Wilkinson, Australia 10, 63

Cristina Maya Caetano, Portugal 25

Csaba Pál 56

Cynthia Milionis , USA 16, 45

D

Daniela Constantin, Romania 34

Dan McCormack, USA 63

Denise Antonini, France 38

Derwin Leiva, USA 26

Diana Kleiner, Argentina 44

Dimo Kolibarov, Bulgaria, 16, 38

Dominik Wlodarek, Poland 63

Dorte Bundesen, Denmark 38

Durga Garcia, USA 49

E

Eileen Tavolacci, USA 45

Eleanora Hofer, South Africa 61

Elena Felicia Selejan, Romania 39

Elena Gastón Nicolás, USA 29

Elina Autio, Finland 16, 50

Elisabeth Jobin-Sanglard 25

Elisabeth Schjønsby, Norway 60

Ellen Bittner, Austria 27

Elmar Peintner, Austria 63

Elsa Charalampous, Greece 45

Else Juhl Lundhus, Denmark 55

Emil Dobriban, Romania 35

Erik Mol, The Netherlands 43

Ernest Chan, Singapore 54

Ersan Tokoğlu, Turkey 54

Esther Janssen, Belgium 38

Eva Kollmar, USA 30

Eva Laila Hilsen, Norway 30

Eva Pisa, Austria 48

Eve Clair, France 39

Ewa Malijewska, The Netherlands 66

F

Fariel Shafee, Bangladesh 25

Floki Gauvry, Argentina 25

Frans Baake, The Netherlands 66

Frederique Badonnel, France 66

G

George Gheorghe, Austria 64

Gerald Hushlak, Canada 50

Gerda Ritzmann, Switzerland 47

Gerhard Rasser, Austria 13, 48, 72

Gerhardt Gallagher, Ireland 45

Giuseppe Sciancalepore, Italia 30

Gordana Petrović, Serbia 54

Graziano Tieppo, Italy 64

H

Halina Domanski, USA 35

Hannah Hansen, The Netherlands 43

Hanna Popruha, Poland 16, 19, 53

Hans Peter Neukomm, Switzerland 50

Haruka Mitsuishi, Japan 65

Hayato Takano, USA 65

Helle Mie Hellesen, Denmark 64

Helmi Leppäkoski, Finland 37

Henja Kerkhof, The Netherlands 61

Henry Pouillon, Belgium 35

Hikaru Omura, Japan 50

Hirokazu Matsuyama, Japan 28

Hyejeong Kwon, Korea 14, 26

Hyun-Jin Kim, Taiwan 11, 39

I

IIda Ojanperä, Finland 30

Inga-Maj von Mühlenfels, Sweden 27

Ingsi Croon, Denmark 29

Isao Kobayashi, Japan 45

Ivana Gagić Kičinbači, Croatia 59

Ivy Stevens-Gupta, USA 17, 34

Iwona Rypeść-Kostović, Poland 28

J

Janice A. Fehr, Canada 47

Jani Jan J., Austria 60, 82

Jeanne Pannier, France 48

Jelena Petrović Luković, Serbia 66

Jenti H. Salminen, Finland 47

Jerzy Gorbas, Poland 44

Jesvin Yeo, Singapore 55

Joanna Gibbs, United Kingdom 12, 60

Joan Siem, USA 30

Jocelyne Benoit, Canada 25

John Schartung, USA 29

Joop Overkleeft, The Netherlands 49

Josée Wuyts + Frans de Groot, The

Netherlands 55

Josephine Ernst, Denmark 49

Jozina Marina van Hees, Netherlands 53

Julia Dubovyk, France 28

Julia Sanchez, Spain 39

Juttamarie Fricke, France 40

K

Kamil Jerzyk, Poland 19, 60

Kaori Nagayoshi, Japan 53

Karen Serena, Denmark 67

Karl Weiming Lu, Australia 44

Karoly Balajti, Romania 37

Katarína Smetanová, Slovakia 28

Katarzyna Wołczyńska , Poland 19, 33

Katharina Bossmann, USA 38

Katharina Proch, Switzerland 34

Kathie Pettersson 14, 37

Katsuko Ono, Japan 35

Kazuko Misawa, Japan 54

Kinga Lewicka, Poland 19, 53

Kinichi Maki, Japan 53

Kirsti Heinonen, Finland 40

Kurt Freundlinger, Austria 49

Kurt Ries, Germany 45

L

LEE. K, France/Korea 61

Leekheng Yip, Singapore 48

Leena Golnik, Finland 34

Leyla Yildiz, USA 37

Liisa Pankola, Finland 64

Liliana Dowbley, Argentina 50

Linda Lasson, Sweden 15, 37

Line Taarnberg, Denmark 34

Lisa Graham, USA 33

Luciano Puzzo, Italy 39

Lukasz Cywicki, Poland 63,

Lurdi Blauth, Brazil 14, 66

Lynn Chen, Taiwan 43

M

Mady Maeriën, Belgium 43

Magdalena Pastuszak, Poland 65

Magda Tardon, Italy 56

Majlinda Kelmendi, Albania 35

Majose Carrasco, Spain 39

Maki Mimura, Japan 50

Malin Lenz, Singapore 27

Maria Antonietta Onida, Italia 48

Maria Argyrakopoulou, Greece 49

Maria Conceição Freitas, Portugal 67

Maria Heed, Sweden 44

Maria Kaleta, United Kingdom 25

Maria Kruschewsky, Brazil 61

Maria Margherita Martinelli, Italy 64

Marianne Reim, Canada 61

Maria Rita Onofri, Italia 39

Marie-Paule le Bohec, France 61

Marieta Toneva, Sweden 40

Marika Polasek, France 35

Marja Blomster, Finland 34

Marjatta Nuoreva, Finland 67

Marje Viitala, Finland 54

Marleen van Engelen, Netherlands, 30

Martha E. Orozco, México 33

Mary Romanuck, Canada 44

Maud du Jeu, France 48

May Ho, Singapore 54

Merete Bartholdy, Denmark 37

Merja Laine, Finland 33

Mia Vucic, Croatia 43

Michael Azgour, USA 27

Michael Krasnyk, Ukraine 34

Michèle James, France 30

Michele Piccoli 47

Micheline Couture, Canada 38

Michelle Ochonicky, USA 27

Mika Kuroki, Japan 50

Milan Bauer, Czech Republic, 38

Minna Herrala, Finland 33

Mino Yoshiko, Japan 45

Mira Satryan, USA 17, 59

Mircea Nechita, Romania 66

Monica Lee Johnson, USA 65

Mónica Romero, México 33

Monika Lederbauer, Austria 66

Monique Heubel, USA 60

N

Neermala Luckeenarain, Mauritius 63

Nicolas Berteau, France 33

Nuria Pena, Spain 49

O

Ovidiu Lebejoara, Romania 26

Ovidiu Petca, Romania 27

Oya Pekmener, Turkey 63

O. Yemi Tubi, United Kingdom 26

P

Pamela Ecker, Austria 47

Patricia Gaspar, Canada 48

Patricia Pascazzi, Argentina 35

Patrycja Godula, Poland 66

Pauli Parkkinen, Finland 60

Perry Rath, Canada 48

Peter de Leur, The Netherlands 67

Peter Hriso, USA 35

Peter Kadrmas, Spain 26

Ping He, China 61, 76

Piotr Żaczek, Poland 66

R

Rateb Shaban, Jordan 40

Reetta Harmaala, Finland 40

Regina Dantas, Brazil 54

Renata Gogol, Poland 19, 60

Rodica Strugaru, Romania 43

Rosa VIñas, Spain 28

Roswitha Eisenbock, Austria 49

Rowena Božič, Slovenia 56, 70

R. Prost, USA 60

Rune Baashus, Norway 33

Ruth Helena Fischer, Italy 25

S

Sabine Huber, Switzerland 34

Sarah Bridget, United Kingdom 34

Sarah Lynch, Australia 55

Sari Fishman, Israel 56

Shock Yuen Chiam, Singapore 37

Shoko Tanaka, Japan 65

Sieglinde Ferchner, Austria 40

Sigurborg Stefansdottir, Iceland 13, 27

Silvia Anton, Romania 17, 47, 78

Simona Ledl, Austria 47

Sinikka Elfving, Norway 43

Sirkka Laakkonen, Finland 29

S. Maricela Esqueda, México 64

Solange Kowalewski, France 55

Solveig Lehtonen, Finland 56

Somsak Chaituch, The Netherlands 25

Sonia de Franceschi, Italy 65

Stefanie Ramsey, USA 50

Stephan E. Schmidt, Denmark 65

Susana Carvalho, Portugal 17, 53

Suzanne C. Nagy, USA 49

Svetlana Vedernikova, Russia 55

T

Takanori Iwase, Japan 14, 67

Tamara Rogozina, Ukraine 33, 74

Terry Golletz, Canada 49

Theo Damsteegt, The Netherlands 28

Tina Ciravegna, Italia 40

Tomasz Belew, Poland 19, 61

Tracy Otten, USA 37

Tsai-Ping Shieh, Taiwan 26

Tsvetelina Spiridonova, Bulgaria 28

U

Upasana Kedia, India 53

V

Valentina Anopova, Russia 63, 80

Valerie J. A. Vandermotten, Belgium 53

Vasiliki Kolipetsa, Greece 61

Veryal Zimmerman, USA 30

Vicky Tsalamata, Greece 59

Viggo Salting, Denmark 65

Vike Pedersen, Denmark 35

Vlasta Matoušová, Czech Republic 47

W

Watana Kreetong, Thailand 26

Y

Yasufumi Takano, Japan 27

Yuan Wang, China 64

Yvan Lafontaine, Canada 40

Z

Zenon Burdy, Canada 50

Haiku

Reinhard Harbaum 68- 69

Gabriele Walter 31, 41, 51, 57 and

pages 24, 32, 36, 42, 46, 52, 58, 62

90 91


Literaturnachweis:

Gottfried Niemann, Einführung in die bildende Kunst, Freiburg 1928

Apollinaire, Wortführer der Avantgarde - Avangardist des Wortes,,

Hannema-de Stuers Fundatie, Heino/Wijhe; Stiftung Hans Arp, 1999

KUNSTRETREAT 2019

Faszination weltweiter Kunst, Farbe und Meditation

Buchreihe: Enter into Art – Kunstretreat

Herausgeber: Gabriele Walter und Kurt Ries

Impressum:

Fotografie und Buchgestaltung: Kurt Ries, Gabriele Walter

Illustrationen und Kunstobjekte: Kurt Ries

Text und Vorwort: Gabriele Walter

Gedichte: Gabriele Walter (wenn nicht anderes angegeben)

Übersetzung ins Englische: Anna Sanner

Copyright:

Gabriele Walter, Kurt Ries

Pützstücker Straße 45

D-53639 Königswinter

Tel. 0049-2244-872161

www.meditaterra.de

www.enterintoart.com

www.enter-into-art.com

© Königswinter, 2019

Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek:

KUNSTRETREAT 2019

Fascination of worldwide art, color and meditation

Book Series: Enter-into-Art – Art Retreat

Published by: Gabriele Walter and Kurt Ries

Imprint

Photos and design by: Kurt Ries and Gabriele Walter

Illustrations and art objects: Kurt Ries

Written by: Gabriele Walter

With a Foreword by: Gabriele Walter

Poetry written by: Gabriele Walter (unless specified

otherwise)

Translated into English by: Anna Sanner

Copyright:

Gabriele Walter, Kurt Ries

Pützstücker Straße 45

D-53639 Königswinter

Tel. 0049 2244 872161

www.meditaterra.de

www.enterintoart.com

www.enter-into-art.com

Übersetzung der Druck- und Maltechniken

acrylic

algraphy

aquarell

aquatint

ballpoint pen

blind embossing

burin on copper

C2 engraving burin

C3

CAD

carbon

carborundum

CGD pigment print

charcoal

charcoal and ink

chine collée

collagraph

color woodcut + typo

colour etching

computer print

copper

copper plate print

digital painting

drawing, embroidery, cutting

dry point

dry printing

embrossing

engraving

etching

gauffering ink

gilding

(gofrat) embossed

gouache

(grabado tecnica mixta)

graving

hand made silk screen print

hand pulled serigraph

Acrylmalerei

Alu-Lithographie

Aquarell

Aquatinta, Tuschätzung

Kugelschreiber

Blindprägung

Kupferstich

Kupferstich

C3 Radierung

Computergrafik

Kohle

Carborundum (Drucktechnik)

Digitale Graphik

Kohle

Kohle und Tusche/Tinte

Chine Collée

Collagraphie

Farbholzschnitt + Textcollage

Farbradierung

Computerdruck

Kupfer

Radierung auf Kupfer

Digitale Malerei

Zeichnung, Stickerei, Papierschnitt

Kaltnadel (Tiefdrucktechnik)

Kaltnadeldruck

Prägung

Gravierung

Radierung

Prägung und Tusche/Tinte

Vergoldung

Prägedruck

Gouache

Gaphik und Mischtechnik

Gravur

Siebdruck (handgedruckt)

Siebdruck (handgedruckt)

infography

ink and oil on paper

inkjet

intaglio

intaglio, polymer

linocut (linoleum)

litho polyester plate

lithography (litho)

mezzotint

mixed graphic technique

mixed media

monotype (mono print)

oil on canvas

oil on wood panel

own technique

paper

photoengraving with matrix included

photogravur

photopolymer

piezo graph

polymer

print

relief

screenprint

silkscreen

soft ground

solar plate

solar print

spitbite

vinylcut print

viscosity

watercolor

woodblock (cut)

woodcarving

woodcut

woodengraving

xilografia

Digitale Spezialtechnik

Tusche (Tinte )und Öl auf Papier

Tintenstrahldruck

Tiefdruck (säurefrei)

Fotoradierung

Linolschnitt

Lithographie auf Polyesterplatte

Lithographie,

Mezzotinto / Schabkunst

Graphische Mischtechnik

Mixed Media (individuelle Mischtechnik)

Monotypie

Öl auf Leinwand

Öl auf Holz

Eigene Technik

Papier

Fotoradierung mit integrierter Druckplatte

Fotoradierung

Fotoradierung

Digitale Graphik

Fotoradierung

Druck

Hochdruck, Xylographie

Siebdruck

Siebdruck

Weichgrund-Radierung

Lichtdruck / Fotoradierung

Solardruck

Direktätzung, Aquatinta

Vinylschnitt

Hoch- und Tiefdrucktechnik (kombiniert)

Aquarell

Holzschnitt

Holzschnitzerei

Holzschnitt

Holzstich

Holzschneidekunst

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie, detaillierte bibliographische

Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

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durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeglicher Art nur mit schriftlicher

Genehmigung der Herausgeber.

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on the internet, or through photomechanical reproduction, sound recording, or data processing systems of any kind

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„Enter into Art“ contest 2018-19:

Im Jahre 2019 gab es 79 „Finalisten Nominee“. Hinzu kommen die 24 Preisträger (siehe S. 10 bis 17 und Cover). Die Finalisten

werden nach einer reichlichen Vorauswahl von einem internationalen Grand Juror ausgewählt. Die 12 Jury-Mitglieder kommen

aus 12 Ländern (siehe S. 10).

There were 79 ”finalists nominee“ in 2019. In addition there are the 24 winners (see page 10 - 17 and cover). The finalists were

selected by an international Grand Juror after an extensive pre-selection. The 12 jury members come from 12 countries (see

p. 10).

www.enterintoart.com

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Kleinformatige Bilder aus aller Welt eignen sich nicht

nur für eine sowohl erschwingliche als auch exotische

Kunstsammlung, sondern auch für die Erschaffung

musenvoller Refugien in anspruchsvollen Wohnräumen.

Die 5. Internationalen „Enter into Art“-Kunstinstallationen

zur Förderung kleinformatiger Bilder fanden im Verlauf von

einem Jahr an den drei Flüssen Rhein, Mosel und Lahn statt

(in Bad Breisig. Bernkastel-Kues, Köln, Bonn und Bad Ems).

Der Ausstellungskatalog zeigt 292 Bilder von Künstlern aus

49 Ländern und fünf Kontinenten. Gleichzeitig ist er ein Poesiebuch

zur Entspannung mit Kunst, Lyrik und Farben. Erneut

handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt, welches der

Künstler Kurt Ries und die Dichterin Gabriele Walter auch in

ihrer Eigenschaft als Autoren, Grafiker und Entspannungspädagogin

konzipierten und in dem vorliegenden Buch präsentieren.

Ebenso wie in den Ausstellungen wurden die Bilder in

„Farbzonen“ zum achtsamen Betrachten und Entspannen arrangiert.

Neben den verschiedenen künstlerischen Techniken

und Stilrichtungen sowie Skulpturen, Gedichten, entspannender

Musik und Klang fließt der Gedanke des interkulturellen

Austausches ein. Für die Leser steht eine Anleitung zum

achtsamen Kunstgenuss bereit, die auf Wunsch umgesetzt

werden kann. Im Rahmen der jährlichen Ausstellungen hat

eine internationale Jury 24 Preisträger ermittelt.

In der Ausstellungsperiode 2018-19 konnten die internationalen Künstler

erstmalig auch ihre großformatigen Bilder zeigen. Sie wurden in der Videoprojektion

„Weltreise mit Kunstbildern“ präsentiert und werden in einem

eigenen Katalog veröffentlicht. Ein Sonderthema im Buch widmet sich der

„Hommage à Guillaume Apollinaire“ von Kurt Ries, welche er aus gegebenen

Anlass zusammen mit Reisegedichten von Gabriele Walter in dem Rahmenprogramm

präsentierte. Der berühmte Dichter und Kunstkritiker war ein Jahr lang

im Rheinland tätig gewesen und wohnte im Fachwerkschlösschen „Neuglück“. Es

ist dies die poetische Landschaft, in der sich auch die Studiogalerie „Apollinaire“

befindet. Mit der Nennung von Musiktiteln in den Farbkapiteln des Buches stellen

die Herausgeber diesmal ein Bukett von Vertonungen der Apollinaire-Lyrik

vor. Deren Poesie lassen sie sowohl im Zusammenspiel mit den Kunstbildern aus

aller Welt in farblicher Weise als auch mit Naturstimmen-Lyrik tonal erklingen.

Neu war in diesem Jahr auch die Möglichkeit für ausgewählte Künstler, alle drei

teilnehmenden Bilder auf einer Doppelseite im Buch zu präsentieren. Ebenso

gab es in den Ausstellungen die Gelegenheit der hervorgehobenen Präsentation.

Darüber hinaus berichtet ein Kapitel über den Besuch einer polnischen Studentengruppe

aus Lublin zur Vernissage in Köln.

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