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Bremer Sport Herbst 2019

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Herbst 2019

BREMER SPORT

MAGAZIN DES LANDESSPORTBUNDES FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Get together

LSB sucht den Dialog

Sportart Parkour

Das Hindernis als Weg

Haus der Athleten

Unterstützung für Toptalente

Werder-Legende Dieter Eilts im Interview

Deutsches Sportabzeichen


Ausgezeichnete

Beratung.

Überzeugen Sie sich von der besten Bank vor Ort.

2


EDITORIAL

„Allein mit Worten

ist es nicht getan“

Andreas Vroom, Präsident des

Landessportbundes Bremen.

IMPRESSUM

BREMER SPORT

MAGAZIN FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Herausgeber & Verlag:

Landessportbund Bremen e. V. (LSB)

Auf der Muggenburg 30

28217 Bremen

0421 / 7928723

info@lsb-bremen.de

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH,

Martinistraße 43, 28195 Bremen

04 21 / 36 71-4990

info@magazinverlag-bremen.de

Redaktion:

Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz,

Jule Lotz, Boris Butschkadoff (LSB)

Grafik/Layout:

B.O. Beckmann

Anzeigen:

Volker Schleich (verantwortlich),

Anne Zeidler, Susanne Franke, Dieter Kück,

Yvonne Bittner

Druck:

Bonifatius GmbH Druck - Buch - Verlag

Karl-Schurz-Straße 26

33100 Paderborn

Urheberrechte:

Der Nachdruck von

Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages

und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild:

Martin Märtens

Foto: LSB

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

die Sommerpause ist vorbei

und die Gremien des Landessportbundes

haben ihre Arbeit ebenso wieder

aufgenommen wie die Bremer Politik. Die

notwendigen Handlungsfelder für den organisierten

Sport sind in der Koalitionsvereinbarung

der neuen Bremer Landesregierung

erfreulicherweise weitestgehend

aufgenommen worden. Auch die Tatsache,

dass der neue Bürgermeister Andreas

Bovenschulte die Belange und Bedarfe des

organisierten Sports in seine Regierungserklärung

einfließen lassen hat, gibt Anlass

zur Hoffnung.

Gemeinsam mit LSB-Geschäftsführerin

Karoline Müller war ich vor Kurzem zu

Gast bei Andreas Bovenschulte. Der Austausch

diente in erster Linie dem persönlichen

Kennenlernen. Wir haben den Bürgermeister

im Rahmen des Treffens aber auch

noch einmal eindringlich auf die Bedarfe

und Probleme des organisierten Sports

hingewiesen. Denn eines ist klar: Allein mit

Worten ist es nicht getan.

Nun liegt es an den Verantwortlichen,

ein starkes Zeichen zu setzen. Wir blicken

daher mit großem Interesse auf die bevorstehenden

Haushaltsberatungen der

neuen Landesregierung. Der politische

Stellenwert des Sports kann an den entsprechenden

Haushalts- und Finanzplänen

bemessen werden. Ich erinnere in diesem

Zusammenhang gerne noch einmal an die

sportpolitischen Wahlprüfsteine des Landessportbundes.

Unter anderem forderten

wir darin einen Abbau der Bürokratie und

eine Verdopplung der finanziellen Mittel

des Sporthaushalts von 7,5 auf 15 Millionen

Euro.

Ein Haupthandlungsfeld für die neue

Koalition ist die Wiederherstellung und

der Ausbau der Sportstätteninfrastruktur.

Die Sparsünden der Vergangenheit, insbesondere

an den Schulsporthallen, müssen

möglichst schnell behoben werden. Hierzu

bedarf es leider großer Investitionen

und einer entsprechenden Verwaltungskapazität.

Dennoch, es geht um das Herzstück

des Vereins- und Schulsports und es

ist Eile geboten. Ferner fehlt den Schulen

und einigen Stadtteilen dringend notwendiger

Hallenraum, der partnerschaftlich

zwischen Schule und Vereinen aufzubauen

ist.

Die von Andreas Bovenschulte in seiner

Regierungserklärung angekündigte Erhöhung

der Übungsleiterpauschale begrüßen

wir. Zum existenziellen Erhalt der Leistungsfähigkeit

unserer Mitgliedsvereine

bedarf es aber einer weiteren Stärkung der

Übungsleitergewinnung und -ausbildung

sowie einer deutlichen Aufstockung der

Mittel für Sportförderanträge. Auch in Sachen

Leistungssportförderung gibt es akuten

Handlungsbedarf.

Der Spitzensport ist das Aushängeschild

des Sports in und für das Land Bremen.

Die Sportstiftung hat konkrete Pläne

für den Standort, Betrieb und die Teilfinanzierung

eines Sportinternats vorgelegt. Der

zurückgetretene Bürgermeister Carsten

Sieling hat die Notwendigkeit eines Internats

betont und auch Sportsenatorin Anja

Stahmann unterstreicht regelmäßig die

Wichtigkeit einer solchen Einrichtung. Jetzt

gilt es, eine angemessene öffentliche Förderung

beizusteuern. Mehr zum „Haus der

Athleten“ und dem Thema Leistungssport

finden Sie auf den folgenden Seiten unseres

neuen Magazins.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der

Lektüre und hoffe, dass wir vielleicht schon

in der nächsten Ausgabe des „Bremer Sport

über positive Nachrichten aus dem Bereich

Sportpolitik berichten können.

Ihr Andreas Vroom

3


INHALT

STORY

Deutsches Sportabzeichen 28

Werder-Legende Dieter Eilts im Interview

Aktuell:

Bremen Marathon

06

AKTUELLES

In einem Jahr zum Marathon 7

Tipps von Oliver Sebrantke

Sport-Stipendiat des Jahres 10

Ski-Freestylerin Kea Kühnel ausgezeichnet

Bremer sorgen für Furore 14

Florian Wellbrock und Lennard Kämna feiern Erfolgen

Kostenloses Gesundheitsprojekt 16

Walle macht sich bereit für den „Platzwechsel“

Auf großer Fahrt 17

Hemelinger Segelteam in der Segel-Bundesliga

NACHWUCHS

Ziel: Squashprofi 20

Der elfjährige Lennox Vogt startet durch

INTEGRATION

Leidenschaft und Identifikation 32

Ein Blick hinter die Kulissen des Leon Fight Club 12

Interview:

Beachvolleyballerin Kim Behrens

12

DOSB

Das Grüne Band für 1860 25

Für Talentförderung in der Rhythmischen Sportgymnastik

ausgezeichnet

AUS DEN VEREINEN

Doppelter Erfolg im Badminton 37

TuS Komet Arsten feiert Deutsche Meisterschaft

Silber für Rollkunstläufer 44

ERC-Bremerhaven:

Sarah Kristin Behlen wird Vize-Weltmeisterin

4

Fotos: Inge Voigt-Köhler, FR, swb

Frauen im Sport

Julia Hill vom BTC von 1912 35

RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

Bildung 50


AKTUELLES

Peter Gagelmann, Lars Figura und Bauingenieur André Fuchs (kl. Foto) freuen sich auf „Das Haus der Athleten“ an der Bürgermeister-Smidt-Straße.

Unterstützung für Sportler der Region

Großzügige Spende: Bremer „Haus der Athleten“ steht kurz vor der Realisierung

Das Land Bremen bringt immer wieder

Sporttalente hervor. Bei großen

Wettkämpfen sind regelmäßig Athleten

dabei, die ihre Wurzeln in der Region

Bremen/Bremerhaven haben. Zuletzt verblüffte

Rad-Profi Lennard Kämna die Konkurrenz

bei der Tour de France und Florian

Wellbrock schrieb Schwimm-Geschichte

(siehe Extra-Story auf Seite 14). Doch warum

ziehen es viele Talente vor, die Hansestadt

in jungen Jahren zu verlassen und ihre

sportlichen Zelte außerhalb Bremens aufzuschlagen?

Ein entscheidender Grund ist die

für Topathleten unzureichende Infrastruktur,

zu der neben intakten Sportanlagen,

Leistungszentren und Bundesstützpunkten

mit qualifizierten Trainern auch ein Schulangebot

gehört, das das Ausüben von Leistungssport

ermöglicht.

Mit dem so genannten „Haus der Athleten“

soll sich künftig einiges zum Positiven

verändern. Dank einer großzügigen Privatspende

des Bremer Unternehmers Holger

Löwe (siehe auch Seite 20), der eine halbe

Million Euro zur Verfügung stellt, steht das

Projekt der Sportstiftung Bremen offenbar

kurz vor der Realisierung. Zudem hat

Sportsenatorin Anja Stahmann („Wir wollen

die Leistungssport-Förderung im Land

Bremer weiter voranbringen“) für die pädagogische

Betreuung der Bewohner 50.000

Euro pro Jahr in Aussicht gestellt. Um die

Betreuung der Nachwuchssportler voll zu

finanzieren, wird das Geld aber vermutlich

nicht reichen. Das zumindest glaubt Peter

Gagelmann. Der Vorstandsvorsitzende der

Sportstiftung geht davon aus, dass – abhängig

davon, wie der Betreuungsschlüssel fürs

Haus der Athleten am Ende aussehe – bis zu

200.000 Euro nötig sein könnten. Mit dem

„Haus der Athleten“ soll mitten in der Bremer

Innenstadt ein Sportinternat für Nachwuchsleistungssportler

entstehen. Gagelmann

und Lars Figura – beide aus dem

Vorstand der Bremer Sportstiftung – treiben

das Projekt seit Jahren mit großem Engagement

voran. Dank der jüngsten Spenden

mit einem Gesamtvolumen von rund

600.000 Euro scheint jetzt der (finanzielle)

Durchbruch gelungen zu sein. Die Baupläne

für das Sportinternat sind bereits seit längerem

fertig. Athleten-Appartements für acht

bis 48 Sportler sollen in der Bürgermeister-Schmidt-Straße

entstehen – 17 Quadratmeter

groß, mit Wohnraum, eigenem Bad

und kleiner Küche.

„Wir werden unabhängig

entscheiden, wer in das Haus zieht.“

Peter Gagelmann

Geht es nach dem Willen der Sportstiftung,

könnten die ersten Sportler bereits ab Mitte

2020 ins „Haus der Athleten“ einziehen.

Die Politik tat sich mit einer angemessenen

finanziellen Förderung des Leistungssport-Projekts

bislang schwer. Im Koalitionsvertrag

der neuen Landesregierung

ist das Sportinternat zwar verankert, es

heißt dort aber auch: „Wir unterstützen die

Gründung eines Hauses der Athleten in der

Erwartung, dass die Kosten zum Bau und

Betrieb durch die Akquise privater Mittel

aufgebracht werden.“

Lars Figura und Peter Gagelmann hingegen

haben wiederholt deutlich gemacht,

dass für die Finanzierung des „Hauses der

Athleten“ ein Dreiklang nötig sei und die

Landesregierung dabei ausdrücklich in

die Pflicht genommen. „Wir sorgen für die

Unterbringung und Verpflegung der Athleten,

die Trainer und Wettkampfstätten. Die

Aufgabe der pädagogischen Betreuung aber

fällt ganz eindeutig in den Bereich der Politik“,

sagt der ehemalige Weltklasse-Leichtathlet

Figura.

Unbestritten ist, dass vom „Haus der

Athleten“ mehrere Seiten profitieren könnten.

Besonders für minderjährige Sportler

bringt das Sportinternat zahlreiche Vorteile

mit sich. Leistungssport, Schule oder Ausbildung

wären mit dem „Haus der Athleten“

viel leichter unter einen Hut zu bringen. Für

die sportbetonte Oberschule an der Ronzelenstraße

wäre die Einrichtung des „Haus

der Athleten“ geradezu Gold wert. Denn um

vom Deutschen Olympischen Sportbund

(DOSB) als „Eliteschule des Sports‘ (EdS)

anerkannt zu werden, ist das Vorhandensein

eines Sportinternats zwingende Voraussetzung.

Die Idee hinter dieser so genannten

dualen Laufbahn: Den geförderten

Sportlerinnen und Sportlern soll eine Perspektive

bis zur Beendigung der schulischen

Laufbahn oder beruflichen Ausbildung aufgezeigt

werden.

Wer im Haus der Athleten künftig

untergebracht wird, bestimmt letztlich die

Bremer Sportstiftung. „Wir werden unabhängig

entscheiden, wer in das Haus zieht.“

Die geförderten Sportarten seien nicht

begrenzt, betonen die Verantwortlichen.

„Wenn es einen tollen Schachspieler gibt,

den wir unterstützen können, ist auch das

möglich“, betont Peter Gagelmann. (LSB)

Fotos: C. Kuhaupt

5


AKTUELLES

Alles läuft!

15. swb Marathon in Bremen

Der Countdown läuft. Entlang der Weser

und in Bremens Parkanlagen absolvieren

Läufer bereits seit Monaten ihre Trainingseinheiten,

um sich für den swb Marathon fit zu

machen. Auch für die Organisatoren geht es in den

Endspurt: Anfang Oktober fällt der Startschuss zur

15. Ausgabe des Sportevents.

Am 6. Oktober starten Marathonis auch in

diesem Jahr direkt am Roland vor dem Bremer

Rathaus. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten

Bremens sind in die Laufstrecke integriert: der

Hafen, die Schlachte, das Weser-Stadion und

der Bürgerpark sind nur einige der prominenten

Orte, die von den Teilnehmern „laufend“ besichtigt

werden – je nach persönlichem Wunsch über

rund 42 oder 10 Kilometer.

Zudem werden in diesem Jahr wieder der

AOK-Kinderlauf und der AOK-Vesperlauf im

Rahmen der Veranstaltung organisiert. Der Veranstalter

rechnet 2019 mit mehr als 7000 aktiven

Teilnehmerinnen und Teilnehmern, worunter

zahlreiche internationale Laufgruppen an den

Start gehen werden. (MV)

Startzeiten und Distanzen:

XX

9.30 Uhr: swb-Marathon, 42,195 km

XX

9.55 Uhr: HIRSCH-Lauf, 10 km

XX

11.30 Uhr: AOK Halbmarathon, 21,0975 km

XX

11.45 Uhr: AOK-Kinderlauf, ca. 800 m

XX

19.00 Uhr: AOK-Vesperlauf, 5 km

Online-Meldeschluss ist der 26. September, schriftliche Anmeldungen sind

bis zum 19.9. möglich (es gilt der Poststempel).

Nachmeldungen für Kurzentschlossene: Freitag, 4. Oktober 2019, 15 Uhr bis

20 Uhr und Samstag, 5. Oktober, 10.30 bis 19 Uhr, ÖVB Arena

Sonntag, 6. Oktober, 7.30 bis 8.30 Uhr, Kontorhaus am Markt

Weitere Infos: www.swb-marathon.de

Foto: Michael Ihle

Wir sind Ihr Ansprechpartner in Sachen,

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6

Tel: 0421- 59 66 272 Insterburger Str. 9A 28207 Bremen

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KOLUMNE

Erster Schritt: Die Ausstattung

Bremer-Sport-Kolumne: Mit Oliver Sebrantke in einem Jahr zum swb Marathon 2020

Blutige Füße, übersäuerte Muskeln

und eine zweiwöchige Krankschreibung:

Zugegeben, meine erste Marathonerfahrung

verlief nicht gerade ideal.

Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn

ich daran zurückdenke, und muss feststellen,

damals alles Mögliche falsch gemacht

zu haben. Soll dieses Beispiel abschreckend

wirken? Jein. Ein Marathon gehört zu den

besten sportlichen Erlebnissen überhaupt.

Es bedarf jedoch der gründlichen und vor

allem richtigen Vorbereitung. Ich möchte

Sie daher auf eine besondere Reise einladen

und Ihnen in einer fünfteiligen Reihe Tipps

und Erfahrungswerte an die Hand geben,

wie Sie sich vom Laufanfänger zum potenziellen

Marathoni entwickeln. Unser Ziel:

der swb Marathon 2020.

Das Wichtigste zuerst: Um einen Marathon

bestreiten zu können und die Vorbereitung

durchzustehen, bedarf es einer „Initialzündung“.

Was ich damit meine ist, dass

Sie eine Motivation brauchen, einen Grund,

auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Ansonsten

können Sie sich das Training sparen, denn

das anfängliche Übermaß an Motivation

wird nachlassen.

Im ersten Schritt unserer Vorbereitung

widmen wir uns der Ausstattung. Welche

Kleidung Sie während des Trainings tragen,

spielt keine entscheidende Rolle, solange

Sie sich wohl fühlen. Einige Sportler

und Konzerne scheinen zu denken, dass

Neonfarben die einzige modische Option

Sechsmaliger Bremen-Marathon-Gewinner:

Oliver Sebrantke.

Foto: T. Sobczak

sind. Verstehe ich diesen Trend? Nein. Entscheidet

er über unsere Leistung? Ebenfalls

negativ. Viel wichtiger ist das Schuhwerk.

Nein, Freizeitschuhe genügen nicht.

Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten

und wählen Sie ein Paar mit vernünftiger

Dämpfung.

Sind die Schnürsenkel geschnürt, kann

es auch schon losgehen. Wir starten ganz

simpel. Auf eine Minute laufen folgt eine

Minute gehen. Das Ganze wiederholen Sie

zehn Mal. Machen Sie sich bewusst, dass

Geschwindigkeit keine Rolle spielt. Sie

wollen die 42,195 Kilometer lediglich bewältigen

und nicht als Sieger ins Ziel einlaufen.

Nach einer Woche können Sie sich

vielleicht schon steigern und laufen zwei

Minuten am Stück, in der darauffolgenden

Woche drei Minuten, und so weiter. Dieses

Training ist eine gute Möglichkeit, sich

ans Laufen zu gewöhnen und erste Erfolgserlebnisse

zu realisieren. Solche Erfolge

sind wichtig, denn glauben Sie mir: Das

erste Einknicken kommt noch früh genug …

Zur Person

Oliver Sebrantke, 43, ist ein passionierter

Marathonläufer und Triathlet

aus der Hansestadt. Er gewann

sechs Mal den Bremen Marathon,

verzeichnete als Marathoni Europaund

Weltmeistertitel (unter anderem

2012 in Tschechien und 2013 in Brasilien)

und absolvierte im Jahr 2017

den Ironman auf Hawaii in 9 Stunden,

43 Minuten und sechs Sekunden.

Im Magazin „Bremer Sport“ gibt er als

Kolumnist einen Leitfaden zur Marathonvorbereitung.

AMBULANT. NICHT OPERATIV. SPORTMEDIZIN. ORTHOPÄDIE. KARDIOLOGIE.

Schmerzende Gelenke, Muskeln, Sehnen? Steifer Nacken? Hexenschuss?

Dr. Dimanski und sein Team! – Über 30 Jahre Erfahrung in Leistungssport und Praxis.

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7


SPORTMEDIZIN

„Mehrere Stunden Training täglich“

Dr. Götz Dimanski spricht im Interview über die Vorbereitung auf den Marathonlauf

Einmal im Leben einen Marathon absolvieren – dieses Ziel steht auf der persönlichen To-do-Liste

vieler. Wer dieses Vorhaben in die Tat umsetzt, sollte sich im Vorfeld genügend Zeit für das Training

nehmen, um keine Schäden zu riskieren. Das sagt Dr. Götz Dimanski, Ärztlicher Geschäftsführer des

RehaZentrum Bremen, und betont: Nicht jeder sollte sich an diese Distanz wagen.

8

Laufen ist ein Breitensport. Welche Effekte

hat ein Langstreckenlauf auf den Körper?

Dr. Götz Dimanski: Laufen ist eine Dauerbelastung

für den Körper. Dieser standzuhalten,

setzt voraus, dass die leistungsbringenden

Organe an die Belastung angepasst

sind. Wer nicht trainiert ist, dem würde es

ergehen wie Pheidippides im alten Griechenland:

Der Überlieferung nach ist dieser

von Marathon ins etwa 40 Kilometer entfernte

Athen gelaufen, um eine wichtige Botschaft

zu überbringen, und anschließend an

Erschöpfung gestorben.

Heutzutage nehmen sich Freizeitsportler

die Stecke freiwillig vor. Wie gesund ist

diese Distanz?

Die Überlieferung bringt einen wichtigen

Aspekt auf den Punkt: Auch untrainierte

Läufer können die Marathon-Distanz zwar

schaffen, richten am eigenen Körper aber

unter Umständen massiven Schaden an.

Niemand sollte einen Marathon laufen, um

damit zu prahlen. Marathonläufer müssen

bestimmte Voraussetzungen mitbringen,

um keine Schäden davonzutragen. Allein

ein geringes Übergewicht ist eine Kontraindikation.

Schaut man sich unter den erfolgreichen

"Marathonis" um, fällt auf: Sie sind

sehr schlank. Für andere Lauftypen ist diese

Distanz eher schädlich, als der Gesundheit

zuträglich.

Welche Voraussetzungen müssen noch erfüllt

sein?

Trainiert sein müssen das Herz-Kreislauf-System,

die Atmung, Muskulatur,

Energiebereitsstellung und ganz wichtig:

der Bewegungsapparat – Sehnen, Knorpel

und Gelenke inbegriffen. Auch die mentale

Fitness ist wichtig. Auf großen Distanzen

kommt jeder Läufer irgendwann an den

Punkt, an dem ein starker Wille hilft, weiterzumachen.

Trainings-Empfehlungen sind zuhauf im

Internet und in Sportmagazinen zu finden.

Was raten Sie?

„In einem halben Jahr zum Marathon“ und

ähnliche Erfolgsversprechen sind aus meiner

Sicht gefährlich. Konditionell kann sich ein

Läufer sogar innerhalb weniger Wochen auf

dieses Fitness-Level bringen, aber, und das

steht fest: Sehnen, Knorpel und insbesondere

die darunter liegenden Gelenkknochen

haben eine wesentlich längere Anpassungszeit.

Letztere können ohne eine zeitintensive

Vorbereitung erheblichen Schaden nehmen.

Wie lange dauert die Anpassung?

In jungen Jahren ist die Anpassungsdynamik

schnell, doch selbst dann dauert sie in etwa

drei Jahre. Im Erwachsenenalter liegt der

Zeitraum bei rund fünf Jahren. Es stellt sich

also die Frage: Muss ich das wirklich tun?

Zudem ist der Zeitaufwand hoch. Gute Marathonläufer

absolvieren in der Woche etwa

180 Kilometer und sind optimal trainiert. Das

bedeutet mehrere Stunden Training täglich.

Nehmen wir an, der Läufer hat sich ideal

vorbereitet. Wie wichtig ist das Schuhwerk?

Hier gilt die Regel: Der Schuh muss dem

Fuß bequem sein. Die Industrie verspricht in

ihrer Werbung gelenkschonende Laufschuhe

mit besonders dämpfenden Eigenschaften.

Wichtiger als die Dämpfungsfunktion ist

aber die Beschaffenheit des Untergrunds,

auf dem ich laufe. Wer auf Waldboden für

einen City-Marathon trainiert, wird im

Wettkampf Probleme bekommen, da der Bewegungsapparat

nicht auf den harten Boden

angepasst ist.

Welche Rolle spielt die Temperatur?

Durch Muskelaktivität entsteht Wärme, welcher

der Körper durch Thermoregulation

entgegenwirkt. Die Körpertemperatur kann

während eines Marathonlaufs schon einmal

auf über 39,5 Grad Celsius ansteigen. Sportler,

die viel auf Ausdauer trainieren, haben

ein höheres Blutvolumen und damit eine höhere

Flüssigkeitsreserve. Sie schwitzen viel,

aber der Körper dehydriert nicht. Auch die

Thermoregulation muss demnach trainiert

sein, um einen Hitzschlag zu vermeiden.

Was kann ich meinem Körper nach einem

Langstreckenlauf Gutes tun?

Im direkten Anschluss empfehle ich Schat-

ten und feuchte Handtücher, um den erhitzten

Körper zu kühlen. Danach geht es daran,

sichtbare Wunden, wie zum Beispiel Blasen,

zu versorgen. Anschließend braucht der

Körper Flüssigkeit und Energie, eventuell

auch Massagen. In den Folgetagen empfehle

ich locker-leichte Bewegung für die Gelenke.

Wichtig ist, jede Aktivität drei Schritte

langsamer anzugehen, um dem Körper die

Regeneration zu ermöglichen, die er nach

Höchstleitungen dringend benötigt.

Das Interview führte Kristina Wiede.

Foto: RehaZentrum

Zur Person

Dr. Götz Dimanski erlangte 1989 den

Facharzt für Sportmedizin. 1991 kam

er von Leipzig nach Bremen, wo er 23

Jahre Werder Bremens Fußballer als

Mannschaftsarzt betreute. Heute führt

er die Geschäfte des RehaZentrum

Bremen und praktiziert dort als Chefarzt

der Abteilung für Sportmedizin

und Physiotherapie. Seine Tätigkeitsschwerpunkte

liegen im Bereich der

nichtoperativen Diagnostik sowie der

Therapie von Erkrankungen und Verletzungen

des gesamten Bewegungsapparats.

In seiner Freizeit dreht der

frühere Leichtathlet im Bürgerpark

seine Runden auf der Finnbahn.


AKTUELLES

Jetzt schon

die besten

Plätze

sichern!

30.12.2019, 14 & 19 Uhr

ÖVB Arena

TICKETS

& INFO

www.feuerwerkderturnkunst.de · TSC-Vorverkaufsstellen (0421 / 35 36 37), regionale Zeitungshäuser,

Nordwest-Ticket (0421 / 36 36 36), famila Warenhäuser sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Preise zwischen 12,00 und 46,00 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr

9


AKTUELLES

Kea Kühnel voll in Aktion (linkes Foto) sowie mit Michael Ilgner (Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe, links) und Christian Sewing

(Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank) bei ihrer Auszeichnung zum „Sport-Stipendiat des Jahres“. Fotos: Deutsche Sporthilfe

Sport-Stipendiat des Jahres“

Ski-Freestylerin Kea Kühnel aus Bremerhaven für besondere Leistungen ausgezeichnet

10

Kea Kühnel ist „Sport-Stipendiat des

Jahres 2019“ – Deutsche Sporthilfe

und Deutsche Bank zeichneten die

Bremerhavenerin für besondere Leistungen

als studierende Spitzenathletin aus.

Die Bremerhavenerin Kea Kühnel ist

Sport-Stipendiat des Jahres 2019. Die

28-jährige Ski-Freestylerin, die mit ihrer

Teilnahme an den Olympischen Winterspielen

2018 in Pyeongchang zu Bremens

erster Winter-Olympionikin überhaupt

avancierte, setzte sich bei der von der

Deutschen Bank und der Deutschen Sporthilfe

initiierten Online-Abstimmung gegen

vier Finalisten durch. An der Wahl hatten

sich rund 14.000 Sportbegeisterte aus ganz

Deutschland beteiligt.

Für Kea Kühnel ist die Auszeichnung

eine Ehre. „Ich freue mich riesig, dass ich

Sport-Stipendiat des Jahres 2019“ sein

darf. Vielen Dank an alle, die mich gewählt

haben", sagte sie bei der Preisverleihung in

Frankfurt am Main. Kühnel betonte, dass

die Auszeichnung für sie mehr als die bloße

Bestätigung ihrer Leistung ist. „Es ist

mir sehr wichtig, neben der Sportkarriere

etwas anderes zu machen. Für mich ist das

Studium nicht nur der mentale Ausgleich

zum Sport, sondern vor allem eine Absicherung“,

sagt die 28-Jährige. „Unser Sport

ist von Verletzungen geprägt, daher ist es

super wichtig, ein zweites Standbein zu

haben.“

Die zurückliegende Saison schloss Kea

Kühnel auf Rang 3 der Gesamtwertung im

Big-Air-Weltcup ab. Parallel dazu studiert

sie „Accounting, Auditing and Taxation“ in

Innsbruck sowie Sinologie im Bachelor an

der Ludwig-Maximilians-Universität in

München. Vor allem der Masterstudiengang

in Innsbruck fordert sie enorm. Etwas

flexibler kann Kea Kühnel dagegen in

München agieren. Chinesisch studiert sie

im Selbststudium, weil die Leopold-Franzens-Universität

sie vom Unterricht freigestellt

hat. „Natürlich ist es eine Wahnsinnsaufgabe,

neben der Skikarriere zwei

Studiengänge in zwei verschiedenen Städten

zu bewältigen. Aber es macht Spaß und

durch den Sport bin ich noch ehrgeiziger

und zielstrebiger geworden als zuvor.“

„Kea Kühnel ist ein herausragendes

Beispiel, wie studierende Spitzenathleten

die hohe Doppelbelastung meistern können.

Sie hat sich trotz vieler Hürden fest im

internationalen Ski-Freestyle-Zirkus etabliert.

Parallel dazu absolviert sie erfolgreich

nicht nur einen, sondern sogar zwei

Studiengänge – das ist in höchstem Maße

beeindruckend und verdient jede Förderung",

erklärt Michael Ilgner, Vorsitzender

des Vorstands der Deutschen Sporthilfe.

„Die meisten Spitzensportler in

Deutschland sind keine Großverdiener.

Das bedeutet, dass sie sich bereits parallel

zum Sport ihre berufliche Zukunft aufbauen

müssen. Wir fördern deshalb mit dem

Deutsche Bank Sport-Stipendium besonders

diejenigen, die Leistungssport und

Studium miteinander verbinden“, so Christian

Sewing, Vorstandsvorsitzender der

Deutschen Bank. „Die fünf Finalisten, aber

auch alle 400 Top-Athleten, die wir unterstützen,

sind absolute Vorbilder für uns.“

Die Auszeichnung „Sport-Stipendiat

des Jahres“ wird seit 2013 vergeben. Bewerben

können sich alle von der Sporthilfe geförderten

Stipendiaten mit ihren Leistungen

im Sport und Studium. Eine Jury aus

Sport, Politik, Wirtschaft und Medien hat

vor der Online-Wahl fünf Athleten aus über

100 Bewerbungen ausgewählt: Kea Kühnel,

Jana Bitsch (Karate), Johannes Floors (Para

Leichtathletik), Anna-Lena Forster (Para

Ski alpin) und Johannes Weißenfeld (Rudern).

Für Kea Kühnel hat sich die Auszeichnung

in jeder Hinsicht gelohnt. Die Deutsche

Bank als Sporthilfe-Förderer erhöht

den vier Finalisten neben Kühnel für die

kommenden anderthalb Jahre den monatlichen

Förder-Betrag um 50 Prozent: Für

die Siegerin gibt es für diesen Zeitraum

eine Verdopplung. Bislang hatte Kühnel

von der Deutschen Sporthilfe 700 Euro erhalten,

wovon die Deutsche Bank 400 beisteuerte.

Fortan wird die Bremer Sportlerin

des Jahres 2017 mit 1100 Euro pro Monat

unterstützt. (LSB)


Seepferdchen und Bronze

Bremer Bäder: Intensivschwimmkurse

in den Herbstferien / Start am 7. Oktober

Während der Herbstferien finden bei der Bremer Bäder

GmbH wieder Intensivschwimmkurse statt. Die Nachwuchsschwimmer

können von Montag, 07. Oktober, bis

Freitag, 18. Oktober, an Seepferdchen- oder Bronze-Kursen teilnehmen.

Alle Schwimmkurse haben einen Umfang von zehn Unterrichtseinheiten

mit einer jeweiligen Dauer von 30 Minuten. Anmeldungen

werden in den Schwimmbädern und im Bremer Bäder-Shop

bei Karstadt Sports entgegengenommen.

In den Intensivschwimmkursen der Bädergesellschaft findet

der Unterricht täglich (Montag bis Freitag) über einen Zeitraum

von zwei Wochen statt, da auf diese Weise viele Kinder schneller

zum Erfolg kommen. Mehrere Einheiten in kleinen Mengen helfen

Schwimmeinsteigern, die Schwimmbewegungen zu erlernen

und zu festigen. So wird das Sicherheitsgefühl im Wasser gestärkt

und der Nachwuchs bewegt sich selbstbewusster in dem Element.

Während der diesjährigen Herbstferien werden die Intensivschwimmkurse

in folgenden Bädern angeboten: Aquafit, Sportbad

Uni, Vitalbad, OTeBAD, Schloßparkbad, Hallenbad Huchting, Südbad,

Westbad und im Freizeitbad Vegesack.

Zur Bremer Bäder GmbH gehören neben fünf Hallenbädern

(Südbad, Vitalbad, OTeBAD, Sportbad Uni, Hallenbad Huchting),

vier Kombibädern (Freizeitbad Vegesack, Westbad, Schloßparkbad,

Horner Bad), zwei Freibädern (Freibad Blumenthal, Stadionbad)

AKTUELLES

und zwei Kursbädern (Aquafit, Bad in der Tegeler Plate) auch noch

die Eissporthalle Paradice. Die Standorte sind offen für private

Badegäste und die Bädergesellschaft kooperiert unter anderem mit

Vereinen, Schulen sowie Kindergärten. (MV)

Weitere Informationen zum Angebot der Bremer Bäder GmbH gibt es

auf www.bremer-baeder.de und im Bremer Bäder-Shop bei Karstadt

Sports.

Foto: Marcus Meyer

Foto: Claudia A. Cruz

Auf zur Venus 2019

Solidaritätsläufe zugunsten krebskranker Menschen

Am 8. September (Bremerhaven) und 22. September (Bremen)

finden die diesjährigen Solidaritätsläufe „Auf zur Venus“ zugunsten

von Bewegungsangeboten für Menschen mit und nach

Krebserkrankungen statt. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf

Hochtouren. Die Bremer Krebsgesellschaft e. V. veranstaltet den

Bremer Venuslauf gemeinsam mit dem Landessportbund und

den Bremer Krebs-Selbsthilfegruppen.

In Bremerhaven

ist der Lauf eine

Kooperationsveranstaltung

des Turnkreises und

des GTV Bremerhaven

mit dem Verein Leben mit

Krebs.

Der Bremer Venuslauf

findet in diesem Jahr zum

19. Mal statt und ist längst

zum Selbstläufer geworden:

2018 drehten 3177

Bremerinnen und Bremer

ihre Runden zu Fuß oder

per Fahrrad im Bürgerpark,

ruderten oder paddelten

auf der Weser und legten sich beim ersten „Crown Mountain

Survival“ des ATS Buntentor oder auf dem Golfplatz Bremer

Schweiz für die gute Sache ins Zeug. (LSB)

www.krebs-bremen.de/index.php/venuslauf

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11


AKTUELLES

Fotos: Fédération Internationale de Volleyball (2), FR

„Bremen ist noch immer meine Heimat“

Beachvolleyballerin Kim Behrens will für ihre Olympiateilnahme 2024 kämpfen

12

Im Alter von neun Jahren begann Kim

Behrens mit dem Volleyballspielen beim

Bremer TS Neustadt, bevor sie im Alter

von 14 Jahren an den Stützpunkt in Münster

wechselte. Mittlerweile gehört die 26-Jährige

zu den besten Beachvolleyballerinnen des

Landes. In der Einzelrangliste auf Platz vier

(im Team auf Platz fünf) hat sie an der Seite

von Partnerin Cinja Tillmann zuletzt das

Turnier in St. Peter Ording gewonnen und

bei der WM in Hamburg einen hervorragenden

17. Platz belegt. Im Interview spricht

die gebürtige Bremerin darüber, wie sie zum

Beachvolleyball gekommen ist, warum sie

Streit mit dem Deutschen Volleyball Verband

(DVV) hat und was ihre Ziele für die

Zukunft sind.

Frau Behrens, wie sind Sie zum Beachvolleyball

gekommen?

Ich habe in der Halle mit dem Volleyball

angefangen und schaffte es sogar bis in die

Jugendnationalmannschaft. Plötzlich wurde

ich aber aus der Nationalmannschaft

gekickt, was mir sehr zu schaffen machte.

Mein Vereinstrainer hatte mich zu der Zeit

der damaligen Beachvolleyball-Nationaltrainerin

Silke Lüdike empfohlen. Also bin

ich da hin, ohne jemals zuvor Beachvolleyball

gespielt zu haben. Dann ging alles ganz

schnell. Ich spielte eine deutsche Meisterschaft

und eine U19-Weltmeisterschaft.

Als ich mich dann zwischen der ersten

Bundesliga mit Münster und der Beachvolleyball-Nationalmannschaft

entscheiden

musste, habe ich mich für Beachvolleyball

entschieden.

Welche Voraussetzungen braucht man für

Beachvolleyball?

Vor allem Athletik und Koordination. In

der Halle gibt es auch die „langen Latten“,

die gerade am Netz sehr hilfreich sind, aber

hinten im Feld nicht unbedingt ihre Stärken

haben. Beim Beachvolleyball braucht

man immer noch eine gewisse Größe, aber

ebenso eine hohe Körperverfügbarkeit.

Hinzu kommt die mentale Ebene – es gibt

nicht die Möglichkeit der Auswechslung

und man ist auch nur zu zweit auf dem Feld.

Würden Sie sagen, dass Beachvolley eine

andere Sportart als das herkömmliche

Spiel ist?

Auf jeden Fall. Die Prinzipien sind zwar

die gleichen, aber das taktische Spiel sowie

die Aufgabenverteilung des Einzelnen sind

komplett anders.

Der Sport zieht sehr viele Zuschauer. Pusht

Sie das, wenn Sie auf dem Platz stehen?

Die Stimmung ist in der Regel super. Wenn

man beim Warmmachen sieht, wie zuletzt

in St. Peter Ording, wie viele Menschen anstehen,

um dich spielen zu sehen, ist das ein

super Gefühl. Beim Spiel selbst bin ich dann

aber im Tunnel und bekomme während der

Ballwechsel nicht viel von der Stimmung

mit. Dennoch ist es nach einem gewonnenen

und spektakulären Ballwechsel natürlich

besonders cool, mit dem Publikum zu

feiern.

Sie belegen in der deutschen Rangliste als

Team einen Top-5-Rang und gehören zu

den besten 50 Teams weltweit. Dennoch

arbeiten Sie als Polizistin und machen ein

Fernstudium. Wie geht das?

Es stimmt, ich bin aktuell bei der Polizei in

Stuttgart angestellt, aber für 2019 im Rahmen

der Olympiaqualifikation komplett

freigestellt. Diese Freistellung ist aber zeitlich

befristet und hängt von dem Level ab,

auf welchem ich Beachvolleyball spiele.

Und Ihr Psychologiestudium?

Ich bin es aus der Schulzeit sowie vom

Studium bei der Polizei gewohnt, für mich

allein zu lernen und mir die Sachen selbst

erarbeiten zu müssen. Ich habe mich daran

gewöhnt und es gelingt mir in der Regel

auch ganz gut. Ich habe jetzt meine Bachelorthesis

angemeldet und werde diese 2019


AKTUELLES

Kim Behrens voll in Aktion. Mit ihrer Partnerin Cinja Tillmann gewann sie vor kurzem das Turnier in St. Peter Ording.

noch abgeben. Ich habe mich schon immer

für Psychologie interessiert und dann

irgendwann gedacht, dass, wenn ich mir

schon die ganzen Bücher durchlese, kann

ich mir auch einen Bachelor abholen. Wenn

ich mir etwas in den Kopf setze, dann ziehe

ich das auch durch.

Konnten, beziehungsweise können Sie

vom Beachvolleyball leben?

Die ersten sieben, acht Jahre nicht, wir

konnten gerade einmal die anfallenden

Kosten davon decken. Mittlerweile ist es

meinem Team und mir gelungen, einige

Sponsoren hinzuzugewinnen. Dafür sind

aber auch die Kosten gestiegen. Die Turniere

sind weiter entfernt und die Trainerkosten

gestiegen. Dennoch lässt sich sagen: Je

erfolgreicher man spielt, desto einfacher ist

es finanziell.

Wenn Sie zum Beispiel wie zuletzt eine

Europameisterschaft in Moskau spielen,

müssen Sie dann die Kosten für Anreise,

Unterkunft, Trainer etcetera komplett

selbst tragen?

Wenn wir ein Turnier auf der Tour spielen,

ja, zumal wir nicht dem Nationalkader angehören.

Die einzigen Ausnahmen waren

die Weltmeisterschaft in Hamburg und die

Europameisterschaft in Moskau. Bei der WM

wurde ein Großteil der Kosten vom Verband

übernommen, und bei der EM versucht der

Verband sie teilweise zu übernehmen.

Bekommen Sie Sportförderung?

Ja, aber das ist vergleichsweise wenig. Es

ist aber völlig okay, da ich ja bei der Polizei

angestellt bin, und von dort meine Bezüge

erhalte.

Zu einem Beachvolleyballteam gehören

zwei Spielerinnen beziehungsweise Spieler.

Wie trainiert man da eigentlich?

Im Winter trainiert man viel alleine, Technik,

Kraft und Ausdauer zum Beispiel.

Wenn es dann in die Saison und im Besonderen

auf die Turniere zugeht, lädt man sich

andere Teams ein, um so zum Beispiel die

spielnahen Sequenzen zu trainieren und

abzustimmen.

Haben Sie noch Kontakt in Ihre alte Heimat

Bremen?

Ja, sehr oft sogar. Meine Familie und Freunde

wohnen noch in der Stadt. Außerdem

bin ich gerade Tante geworden und versuche

immer nach Bremen zu kommen wenn

mein Bruder mit seiner Familie da ist. Bremen

ist noch immer meine Heimat. Immer

wenn ich es schaffe, baue ich einen Zwischenstopp

ein.

In Bremen wird derzeit am Haus der Athleten

gebaut, in dem junge Spitzensportler

gezielt gefördert werden sollen. Ist das

etwas, dass Sie damals auch gerne in Anspruch

genommen hätten?

Eine super Sache, wenn Bremen sich in diesem

Bereich breiter aufstellt. Für mich bot

die Sportschule Ronzelenstraße schon eine

große Möglichkeit. Es kommt gerade jungen

Athletinnen und Athleten zugute, wenn

sie nicht schon früh die Heimat verlassen

müssen. Ich drücke die Daumen, dass alles

klappt.

Welches sind Ihre persönlichen Ziele für

die Zukunft?

Ein großes Ziel für mich persönlich ist es

momentan, die Situation im Verband zu

klären.

Sie meinen den Rechtsstreit mit dem DVV,

der Ihr Team zuletzt bei einigen Turnieren

hat streichen lassen?

Genau. Wir fühlen uns ungerecht behandelt.

Laut Ranglisten wären wir bei einigen

internationalen Turnieren dabei gewesen,

durften aber nicht starten, weil der Verband

sich für die Nationalteams über die Setzung

der Rangliste hinweggesetzt hat. Wir

möchten einfach wissen, ob das rechtens

ist. Schließlich verbaut man uns so unsere

Karriere.

Weil Sie sich so nicht für die Olympischen

Spiele 2020 in Tokyo qualifizieren können?

Das wäre mein großes sportliches Ziel gewesen.

Es ist ohne die Teilnahme an den

Fünf-Sterne-Turnieren aber schlicht nicht

möglich. Und bei denen wurden wir, obwohl

auf der Teilnehmerliste verzeichnet

und startberechtigt – wie zum Beispiel

Gstaad – vom Verband abgemeldet.

Und nun?

Für 2020 werden wir uns nicht mehr qualifizieren

können. Aber 2024 sind ja wieder

Olympische Spiele. Und dafür werde ich

kämpfen! (MÄR)

13


AKTUELLES

14

Bremer

Spitzensportler

sorgen für Furore

Schwimmer Florian Wellbrock und Radfahrer

Lennard Kämna feiern internationale Erfolge

Mit Rad-Profi Lennard Kämna und Schwimmer Florian Wellbrock

haben zwei Bremer Ausnahmesportler im Sommer

für Jubelstürme und internationale Schlagzeilen gesorgt.

Während Kämna bei der diesjährigen Tour de France überzeugte

und gleich bei seiner ersten Teilnahme auf Platz 40 im Gesamtklassement

fuhr, schrieb Weltklasseschwimmer Florian Wellbrock bei

den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea Sportgeschichte.

Als erster Athlet überhaupt sicherte sich Wellbrock sowohl im Becken

als auch im Freiwasser die Goldmedaille und wurde zweifacher

Weltmeister.

Nach seinem beeindruckenden Doppeltriumpf war Florian

Wellbrock buchstäblich in aller Munde. Der Medienhype um den

21 Jahre alten Bremer Ausnahmeschwimmer ist riesig. Zumal er

und seine Freundin Sarah Köhler als das neue Traumpaar des deutschen

Schwimmsports gelten und nur wenige Tage nach der WM in

Asien bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der „Finals“

in Berlin erneut für Furore sorgten. Mit je drei Deutschen Meistertiteln

räumten Wellbrock und Köhler in der Hauptstadt trotz Jetlag

und Müdigkeit noch einmal richtig ab.

Trotz der großen Erwartungen und des starken Medieninteresses

– unter anderem stand während der Deutschen Meisterschaften

ein Besuch im ZDF-Sportstudio auf dem Programm – wirkte

Florian Wellbrock in Berlin zumindest äußerlich gelassen, ja fast

schon cool. Seine Nervenstärke, der große Ehrgeiz, Trainingsfleiß

und sein unglaubliches Talent haben den früheren Schüler der

sportbetonten Schule Ronzelenstraße bis an die Spitze des weltweiten

Schwimmsports katapultiert. Und genau da möchte Florian

Wellbrock auch bleiben. Sein nächstes großes Ziel für 2020 sind

die Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt Tokio. „Ich

würde schon selbstbewusst sagen, dass Sarah und ich in Tokio Medaillenkandidaten

sind“, hat sich Wellbrock fürs kommende Jahr

hohe Ziele gesteckt. Nach den Wettkampf-Strapazen des Sommers

war allerdings erst einmal Urlaub und Erholung angesagt.

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Lennard Kämna bei der Tour de France.

Florian Wellbrock in seinem Element.

Foto: Team Sunweb

Foto: DSV

Unterdessen hat Radprofi Lennard Kämna mit seinem 40. Platz

bei der Tour de France – dem härtesten und prestigeträchtigsten

Radrennen der Welt – einen unerwarteten, aber absolut verdienten

Erfolg gefeiert. Dabei muss man berücksichtigen, dass Kämna

mit seinen gerade einmal 22 Jahren ähnlich wie Florian Wellbrock

erst am Anfang seiner internationalen Sportkarriere steht. In

Frankreich konnte der Tour-Neuling vor allem bei den Berg-Etappen

Ausrufezeichen setzen. Bei der 18. Etappe von Embrun nach

Valloire kam der Fahrer des Teams „Sunweb“ auf Platz vier ins Ziel.

„Da in der ersten Gruppe hochzufahren, werde ich nie vergessen“,

sagte Kämna, der während der Tour viel Unterstützung aus Bremen

mitbekam. „Ich habe jede Menge Nachrichten von Freunden und

Bekannten bekommen. Viele haben die Tour verfolgt und sich gefreut,

dass ich vorne mitgefahren bin.“

Durch seine beherzten Auftritte bei der Tour de France hat sich

das Radsporttalent in die Notizblöcke zahlreicher Rennställe gefahren.

Dem Vernehmen nach sollen neben „Sunweb“ noch ein halbes

Dutzend weiterer Teams um die Dienste von Kämna gebuhlt

haben. Den Zuschlag bekam letztlich die Mannschaft von „Bora/

Hansgrohe“. „Ich denke, es war an der Zeit für mich, den nächsten

Schritt zu gehen. Die Entscheidung, zu Bora Hansgrohe zu wechseln,

fühlt sich sehr gut an“, erklärt Kämna. Das Umfeld dort sei

extrem professionell und biete ihm optimale Entwicklungsmöglichkeiten.

Trotz seines vollen Terminkalenders lässt es sich Kämna übrigens

nicht nehmen, die Zelte regelmäßig in seiner Heimatstadt

aufzuschlagen. „Bremen ist vielleicht nicht das Toptrainingsgebiet,

in dem ich Berge fahren kann, aber grundlegendes Training kann

ich hier auch absolvieren.“ Wenn er in Bremen trainiere, fahre er

am Liebsten durchs Blockland oder die Wümme-Wiesen, verrät

Kämna. (LSB)


Foto: Franke Kommunikation

Die Drachenboote kommen

DrachenbootCup am 22. September an der Schlachte

Bereits zum 15. Mal werden sich am Sonntag, den 22. September

2019, alle Paddlerinnen und Paddler der rund 30 Teams

des Melitta Schlachte DrachenbootCups ins Zeug legen, um

im großen Finale den Bug ihres Drachenbootes als Erstes über die

Ziellinie zu schieben. Angefeuert werden die Mannschaften von

zahlreichen Fans und Zuschauern entlang der Bremer Schlachte, die

sich an diesem Sonntag in eine „Open-Air-Wassersport-Arena“ verwandelt.

Der Melitta Schlachte DrachenbootCup ist eines der Highlights

der Maritimen Woche (15. bis 22. September) in Bremen und

findet parallel zum Kajenmarkt statt. (MV)

www.schlachte-drachenbootcup.de

AKTUELLES

Weltelite des Tischtennis

German Open vom 8. bis 13. Oktober in der ÖVB Arena

Vom 8. bis 13. Oktober 2019 machen die German Open einmal

mehr Station in Bremen. In der ÖVB-Arena werden die weltbesten

Spielerinnen und Spieler beim „heißen Herbst“ der ITTF World

Tour aufeinander treffen. Als eines von nur sechs Platinum-Events

der weltweiten Turnierserie locken die German Open mit hohem

Preisgeld, vielen

Weltranglistenpunkten

und einem

Weltklasse-Teilnehmerfeld.

Während die Top-

Stars aus China zu

den Titelfavoriten

zählen, wollen vor

allem die deutschen

Stars um Timo Boll,

Dimitrij Ovtcharov,

Petrissa Solja und Co.

den Heimvorteil nutzen

und sich vor heimischen

Publikum

erfolgreich in Szene

setzen. (MV)

8. bis 13. Oktober, ÖVB-Arena

Foto: Schillings

Foto: AVANT-Ski

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„Wie eine große Familie“

30 Jahre Winterspaß in den Alpen mit AVANT-Ski

Die Leidenschaft für das Alpenpanorama, für strahlenden Sonnenschein

und spannende Abfahrten führt jedes Jahr unzählige Skibegeisterte

in die Alpen. In Bremen hat sich AVANT-Ski als Anbieter

für Gruppenreisen in dieses Winterparadies bewährt. Seit 30 Jahren

geht es von der Hansestadt aus in verschiedene Destinationen, darunter

Sölden, Hintertux, Wagrain (Ski Amade) und Livigno. Die Anund

Abreise erfolgt umweltfreundlich in einem modernen Reisebus,

Quartier beziehen die Teilnehmer in einem 3- oder 4-Sterne-Hotel

mit Halbpension. Vor Ort geht es dann – je nach Reisedauer – an

sechs oder sieben Tagen auf die Piste, wo die Teilnehmer vormittags

ihre sportlichen Fähigkeiten trainieren. „Abhängig vom Niveau teilen

wir unsere Gäste in verschiedene Gruppen ein. So muss niemand

am Hang warten“, sagt Michael Hesse. Gemeinsam mit Malte Böhm

ist er Inhaber des Unternehmens und führt selbst jedes Jahr einen

Teil der Gruppenreisen durch. „Viele Gäste reisen immer wieder

mit“, sagt Hesse und ergänzt: „Wir sind wie eine große Familie, aber

ohne Gruppenzwang“. Auch neue Teilnehmer seien eingeladen, den

Trips beizuwohnen, zu denen auch Familienreisen zählen.

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Spaß

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Schnee!

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über die Fahrten, Hotel, Skikurs, Anreise usw. bei

Golf-Ski-Tennis Treff, Michael Hesse

Schwachhauser Heersstraße 128 • 28213 Bremen

Telefon 0421-23 20 29 • www.avant-ski.de

15


Foto: TV Bremen-Walle 1875

16

AKTUELLES

Kostenloses

Gesundheitsprojekt

Walle macht sich bereit für den „Platzwechsel“

„Hau ma’n Schlach ran, Bremen-Walle“ – Mit diesem Motto will

der TV Bremen-Walle 1875 den Bremer Westen in Bewegung bringen.

Bis zum 17. Oktober gibt es beim Projekt „Platzwechsel“ die

Gelegenheit, unterschiedliche Bewegungsangebote auszuprobieren.

Das Mitmachen kostet nichts. Wer Interesse hat, sollte nicht

lange zögern und sich anmelden. Denn die Gruppen beim „Platzwechsel“

sind auf bestimmte Teilnehmerzahlen begrenzt. Zur Auswahl

stehen Klassiker wie Nordic Walking und Qigong, aber auch

weniger bekannte Sportangebote wie Funcxpress oder Sensitive

Fitness.

Die Teilnehmer können das Selbstverteidigungssystem Krav

Maga kennenlernen, kommen beim Rope-Skipping ins Schwitzen

oder trommeln bei Drums Alive den Alltagsstress weg. Außerdem

nehmen Trainer ihre Gruppen mit auf den Sportplatz in der Nürnberger

Straße, um mit ihnen Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit

und Kraft zu trainieren, und sie gezielt für das Deutsche Sportabzeichen

fit zu machen. Eine Übersicht aller Platzwechsel-Angebote

sowie die Anmeldeformulare gibt es im Internet unter

www.platzwechsel.jetzt/bremen-walle.

„Wir sind der erste Sportverein in Bremen und der Region,

der sich an der Kampagne aktiv beteiligt“, sagt Volker Eisenmenger-Nadler,

Geschäftsführer des TV Bremen-Walle 1875. Der Traditionsverein

aus dem Bremer Westen hat das Projekt gemeinsam

mit dem Team Gesundheit, der BKK firmus, dem Beirat Walle und

dem Landessportbund (LSB) auf die Beine gestellt. Schirmherr ist

LSB-Präsident Andreas Vroom.

„Mit unseren Angeboten möchten wir vor allem die Altersgruppen

zwischen 20 und 45 ansprechen. Denn sie gehen dem Vereinssport

oft verloren, da sie durch Beruf und Familie stark eingespannt

sind“, erläutert Eisenmenger-Nadler. „Bei uns können

sie erleben: Sport hält nicht nur fit und gesund, sondern macht vor

allem sehr viel Spaß.“

„Ich freue mich, dass den Bewohnern von Bremen-Walle die

Chance geboten wird, einen Einblick in die Vorteile eines Sportvereins

zu erhalten. Das Schöne an dem Projekt Platzwechsel ist,

dass nicht nur die Gesundheitssportangebote im Vordergrund stehen,

sondern auch Breiten- und Trendsportarten“, so Schirmherr

Andreas Vroom. „Wer sich bewegt und Sport treibt, fühlt sich insgesamt

besser. Darum ist der Platzwechsel eine richtig gute Idee.“ (LSB)

Selbstbewusst in

die neue Saison

Die Fischtown Pinguins vor dem DEL-Start

Bühne frei für die Fischtown Pinguins. Mit einem Auswärtsspiel

bei der Düsseldorfer EG starten die Bremerhavener

Eishockey-Cracks am 13. September in die neue Saison der

Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Zwei Tage später steht gegen die

Eisbären Berlin die erste Partie in der heimischen Eisarena Bremerhaven

an. Die DEL-Hauptrunde mit insgesamt 52 Spieltagen endet

am 8. März 2020, drei Tage später beginnen die Playoffs. Spätestens

am 30. April nächsten Jahres steht der neue DEL-Meister fest.

Die Pinguins-Verantwortlichen um Teammanager Alfred Prey

und Cheftrainer Thomas Popiesch gehen zuversichtlich in die

neue Eishockey-Spielzeit, wenngleich der Bremerhavener Kader

im Sommer einige Abgänge zu verzeichnen hatte. Mit einem Trainingslager

im tschechischen Chomutov und etlichen Testspielen

im Rahmen der Saisonvorbereitung – unter anderem in Norwegen

– haben sich die Fischtown Pinguins für die neue Saison in Form

gebracht.

Der große Zuspruch der Bremerhavener Eishockeyfans ist auch

vor der vierten Saison im Eishockey-Oberhaus ungebrochen. Die

Fischtown Pinguins steuern erneut auf einen Rekord beim Verkauf

von Saisonkarten für ihre Heimspiele zu. Bis Mitte August konnte

der nördlichste DEL-Klub bereits fast 3000 Dauerkarten absetzen

– der Verkauf geht aber noch bis zum Saisonstart am 13. September

weiter. In die Eisarena passen insgesamt 4647 Zuschauer.

Mit der Zusammensetzung seines neuen Kaders – neben Kapitän

Mike Moore sind auch weitere Leistungsträger wie Jan Urbas,

Maxime Fortunus oder Brock Hooton an Bord geblieben – ist

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch mehr als zufrieden. „Wir haben

versucht, das Bestmögliche zu machen. Es ist nicht einfach, wenn

andere Vereine die besten Spieler abwerben wollen. Aber wir haben

dieses Jahr unsere besten Jungs halten können. Trotzdem

mussten wir Akteure wie Chad Nehring, Nicholas Jensen und Ryan

Schwartz ziehen lassen, die gleichwertig ersetzt werden mussten“,

gibt sich Popiesch vor Beginn der neuen Eiszeit optimistisch. (LSB)

Am „Tag der Fans“ gaben die Spieler der Pinguins viele Autogramme.

Foto: Adebahr


Foto: Lars Wehrmann

AKTUELLES

„Kleinste Fehler werden sofort bestraft“

Hemelinger Segelteam kämpft um gute Platzierung in der Segel-Bundesliga

Voller Einsatz auf dem Wannsee: Tjorben Wittor, Jan Seekamp, Jens Tschentscher und Björn Schütte (v.l.n.r.).

Unscheinbar, aber erfolgreich: Der

Wassersportverein Hemelingen

(WVH) hat vergangenes Jahr durch

seine Drittplatzierung in der Segel-Champions-League

für Schlagzeilen gesorgt. Die

Crew um den Teamkapitän Jan Seekamp ist

auch in dieser Saison wieder ganz oben mit

dabei.

Dass der WVH auf einmal drittbeste

Segelmannschaft Europas werden würde,

damit hatte letztes Jahr keiner so richtig gerechnet.

Doch Teamkapitän Jan Seekamp

und seine achtköpfige Crew ließen sich von

der starken Konkurrenz in St. Moritz nicht

beirren und landeten auf Platz drei. Seitdem

hatten sie alle Hände voll zu tun, diesen

Erfolg zu bestätigen. Und so reichte es in

diesem Jahr „nur“ zu Platz elf in St. Moritz –

aber davon lässt sich das Team um Seekamp

nicht unterkriegen. „Das Niveau der Champions

League ist – wie auch in der Segelbundesliga

– sehr hoch, sodass kleinste Fehler

sofort bestraft werden. In diesem Jahr haben

wir ebenfalls sehr gut begonnen, doch nach

drei Strafen am dritten Tag war die Serie dahin“,

erklärt Seekamp die Niederlage.

Ein Wochenende später stellten sich die

Hemelinger bereits der nächsten Herausforderung

am Berliner Wannsee, wo der

vierte Spieltag der ersten Bundesliga stattfand.

Dort holte das Team den vierten Platz

und verpasste damit knapp die „Top drei“.

„Wir sind trotzdem zufrieden, da wir sehr

stark gesegelt haben“, sagte Seekamp und

zieht Bilanz der dreitägigen Regatta. Gesegelt

wird sowohl in der Bundesliga als auch

in der Champions League auf baugleichen

J/70-Booten, die zu der Klasse der Kielboote

zählen.

Der WVH gründete sich 1925. Damals

fing alles recht klein an, doch durch die

Unterstützung der mittlerweile 650 Mitglieder

vergrößerte sich das Gelände auf

50.000 Quadratmeter und verfügt über zwei

Hafenbecken, eine fahrbare Krananlage, ein

Bootshaus inklusive Gastronomieteil und

vieles mehr. Der Wassersport-Verein hat

zudem eine große Kinder- und Jugendabteilung.

Seit 1998 erhält der WVH jährlich

die Blaue Flagge, die unter anderem als

Auszeichnung für umweltfreundliches Hafenmanagement

verliehen wird.

Das nächste Ziel ist dann Mitte September

beim letzten Spieltag der Segel-Bundesliga

in Kiel. „Wir möchten gerne den

Vorsprung auf den 1. Platz verkürzen und

nach hinten vergrößern. Ein Platz zwischen

eins und fünf käme uns sehr gelegen“, so der

Teamkapitän. Dort soll es also mindestens

genauso gut laufen wie in Berlin, wenn es

wieder heißt: Auf die Segel, fertig, los. (JL)

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17


RÜCKBLICK

Fotos: M. Meister

600.000 Euro an Spenden

Justus Grosse Charity Trophy: Großzügige Unterstützung für das „Haus der Athleten“

Nachdem sie sich zuvor mit ihren Golfschlägern auf dem Gelände

des Club zur Vahr in Garlstedt duelliert hatten, fanden

sich die Teilnehmer der 2. Justus-Grosse-Charity-Trophy

im Atlantic Grand Hotel zur Spendengala ein. Jörg Wontorra

führte durch den Abend, dessen Höhepunkt für die meisten der 150

geladenen Gäste wohl eine große Überraschung darbot: „Ich stifte

eine halbe Millionen Euro für euer Projekt“, meldete sich der Bremer

Unternehmer Holger Löwe plötzlich zu Wort. Anfänglichem,

ungläubigem Staunen folgten Standing Ovations für den 57-jährigen

Immobilien Investor. Anschließend überreichte Joachim Linnemann,

Geschäftsführer des Turnier-Namensgebers Justus Grosse

einen Spenden-Scheck in Höhe von rund 44.000 Euro, den seine

Firma noch auf die Summe von 50.000 Euro aufstockte. Da ließ

sich auch Jörg Wontorra nicht lumpen. Seine Hansestiftung stiftete

30.000 Euro. Zudem kamen aus dem Erlös seiner Geburtstagsparty

noch einmal 20.000 Euro obendrauf. So durfte man sich am Ende

des Abends über sage und schreibe 600.000 Euro an Spendengeldern

für das „Haus der Athleten“ freuen. Oben drauf gab es noch

eine Zusage von Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne): Ihre Behörde

wird jährlich 50.000 Euro für die pädagogische Betreuung

der Athletinnen und Athleten zur Verfügung stellen. Mehr zum

Thema „Haus der Athleten“ auf Seite 5. (MV)

Foto: M. Meister

18

Hemelinger Jung’ wird 80!

Vor ein paar Monaten lag er im Anschluss an eine Herzoperation

noch 21 Tage im Koma, am 19. August konnte die Werder-Legende

schon wieder feiern. Er hatte auch allen Grund dazu: Der Hemelinger

Jung’ Max Lorenz wurde 80 Jahre alt. Und so ließ sich sein

ehemaliger Verein Werder Bremen nicht lumpen und gab einen

Empfang zu Ehren des Ex-Nationalspielers. Mehr als 140 geladene

Gäste – unter ihnen neben vielen Werder-Größen Moderator

Gerhard Delling, der ehemalige Bundestrainer Erich Ribbeck, Torwart-Legende

Hans Tilkowski und der langjährige Freund und

HSV-Ikone Uwe Seeler – waren ins Weserstadion gekommen, um

mit Lorenz an seinem Ehrentag zu feiern. Anschließend ging es

feuchtfröhlich bei Grothenns Gasthaus weiter. Wie lange? Darüber

wird an dieser Stelle der Mantel des Schweigens gehüllt. Nur so viel

sei verraten: Angeblich plant Lorenz schon jetzt seinen 90. … (MV)


RÜCKBLICK

Fotos: F. T. Koch

Selbstbewusst in die Saison

Nach Pokalkracher in der ÖVB Arena: Handballer des

ATSV Habenhausen starten am 6. September in die

Handball Oberliga Nordsee

Mit großen Ambitionen startet der ATSV Habenhausen

am 6. September in die neue Saison der Handball Oberliga

Nordsee. „Wir wollen das Titelrennen bestimmen“,

nimmt Trainer Matthias Ruckh kein Blatt vor den Mund. Er und

seine Spieler wollen Meister werden und nach zwei Jahren der

Abstinenz in die dritte Liga zurückkehren. Dass der ATSV für

höhere Aufgaben gewappnet ist, zeigte er bei der Ausrichtung

des DHB-Pokalturniers in der ÖVB-Arena. Zwar verpasste der

Außenseiter bei der 25:42-Niederlage gegen Bundesligist TSV

Hannover-Burgdorf die Riesensensation, zog sich aber mehr als

achtbar aus der Affäre. Mit über 1000 Zuschauern war das Pokalturnier

in Bremen das am fünftbesten besuchte der bundesweit 16

„First-Four“-Turniere. Mehr Zuschauer hatten nur die Hallen mit

den Bundesliga-Zugpferden SG Flensburg-Handewitt, SC Magdeburg,

Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel. (LSB)

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20

„Ohne Sport werde ich

schnell hibbelig“

Lennox Vogt will Squashprofi werden


NACHWUCHSSPORTLER

Wird aktuell von seinem Vater Axel trainiert: Squash-Talent Lennox Vogt.


Fotos: JL

Erst seit drei Jahren steht Lennox auf

dem Squash-Court. Doch nach den

ersten Spielversuchen war klar: Der

Junge ist begabt. Mittlerweile hat sich das

Bremer Nachwuchstalent schon einen

Namen in der Squash-Szene gemacht und

weiß genau, wie seine Zukunft aussehen soll.

Der Erfolg kam überraschend

Schon im Maxi-Cosi hat Lennox seinen Eltern

beim Sport zugesehen. Zehn Jahre später

hat sich die Perspektive geändert: Nun

schauen ihm seine Eltern zu, wenn er mal

wieder einen Sieg mit nach Hause bringt.

Der Erfolg kam überraschend. Trotz wenig

Spielerfahrung und Training gewann er auf

Anhieb die deutsche Meisterschaft der U11

und wurde ein Jahr später Vizemeister der

U13. Bei der nächsten Meisterschaft will

er, dann zwölfjährig, noch ein Treppchen

höher steigen. In seiner Trainingshalle, der

ULC Sportwelt in Woltmershausen, zweifelt

niemand an seinem Sieg.

Wenn er mal kein Squash-Training hat

und auch den Fußball nicht durch die Gegend

kickt, trifft er sich gerne mit seinen

Freunden. Diese kämen auch manchmal zu

seinen Spielen und würden ihn kräftig anfeuern,

erzählt Lennox. Es klingt aber so, als

wäre das gar nicht nötig, denn Gewinnen

ist beim Youngster vorprogrammiert.

Auf der Überholspur

nach ganz oben

Im Sommer hat sich Lennox eine Pause vom

Squash gegönnt und dabei gemerkt, dass er

den Court vermisst. Wenn es nach dem Elfjährigen

ginge, könnte er gar nicht genug

Bewegung bekommen. „Ohne Sport werde

ich schnell hibbelig, dann muss ich mich

einfach auspowern“, erzählt Lennox. Und

das kann er am besten beim Squash-Spielen.

„Da gehört mir der Sieg ganz alleine“,

sagt der Nachwuchssportler zielstrebig.

„Wenn ich gegen Ältere gewinne,

motiviert mich das,

noch härter zu trainieren“

Bislang war er bei Turnieren immer der

Jüngste, denn durch sein sportliches Talent

hat er schon oft gegen höhere Altersklassen

gespielt. „Wenn ich gegen Ältere gewinne,

motiviert mich das, noch härter zu trainieren“,

sagt Lennox. Das nächste sportliche

Ziel ist die Qualifizierung für die deutschen

Meisterschaften. Vater und Sohn sind beide

optimistisch, dass das kein Problem sein

wird.

Gegeneinander spielen die zwei aber

nicht mehr. „Ich kann nicht verlieren“, gesteht

der Elfjährige. Im Moment gewinne

sein Vater noch gegen ihn und damit könne

er nicht umgehen, verrät Lennox. Bis sein

Sohn ihn beim Squash besiegt, sei es aber

nur noch eine Frage der Zeit, wirft Axel

Pusitzky ein. „Lennox hat einen Spielwitz,

den man nicht lernen kann und den auch

ich nicht habe. Er bringt etwas Besonderes

mit, was nur wenige Kinder haben“, sagt der

53-Jährige, der Lennox mittlerweile selbst

trainiert.

Squash ist längst

kein Hobby mehr

Ob neue Schläger oder Trikots – Sport ist

nicht nur schweißtreibend sondern auch

geldintensiv. Gut, dass Lennox schon Sponsoren

hat, die ihm seine Fahrtkosten zu

Turnieren erstatten und das professionelle

Equipment finanzieren. Die Sponsoren

vertrauen auf eine aussichtsreiche Karriere

des jungen Hoffnungsträgers des 1. Bremer

Squash Clubs. Berechtigt, denn seit einem

Jahr ist Lennox im Perspektivkader für

Nachwuchssportler des Deutschen Squash

Verbandes.

Für die Zukunft weiß Lennox genau: Er

will Squash-Profi werden. Eine Karriere als

Journalist, so wie Papa, könnte er sich auch

vorstellen, aber soweit wolle Lennox noch

gar nicht denken. Muss er ja auch nicht, er

ist schließlich erst elf. (JL)

21


AUS DEM LSB

„Get Together“

LSB Bremen lädt Vereine und Verbände zum Austausch ein

Der Landessportbund Bremen hat kurz vor den Sommerferien

zum jährlichen „Get Together“ mit den Funktionären der

Bremer und Bremerhavener Sportvereine und Verbände eingeladen.

Die Veranstaltung fand auf der idyllisch gelegenen Anlage

der BTV 1877 im Henschenbusch in der Pauliner Marsch in Bremen

statt. Etliche Vereinsvertreterinnen und Vertreter nutzten die Gelegenheit,

um sich auf direktem Wege und in lockerer Atmosphäre

mit dem LSB-Präsidium und den hauptamtlichen Mitarbeitern des

Landessportbundes auszutauschen.

LSB-Präsident Andreas Vroom ermunterte die Anwesenden

bei seiner Begrüßung zum regelmäßigen Dialog. Der persönliche

Austausch – insbesondere auch zwischen den Vereinen – sei

enorm wichtig und fruchtbar, denn letztlich „sitzen wir alle in

einem Boot“, betonte Vroom. Der Präsident ging in seiner Rede

unter anderem auf die Bürgerschaftswahlen ein und äußerte die

Hoffnung, dass der organisierte Sport seitens der neuen politischen

Bündnispartner in Bremen künftig eine größere finanzielle

Berücksichtigung findet.

Bei leckerem Grillfleisch, Würsten, Salaten und Getränken entwickelte

sich ein zwangloses „Get Together“ zwischen Vereinen,

Verbänden und dem Landessportbund. Trotz der relativ kühlen

Witterung erstreckte sich das Treffen im Henschenbusch auf mehr

als vier Stunden. Ein großer Dank gebührt der Gastronomie der

gastgebenden BTV 1877 aus dem Vereinsrestaurant „Galaxy“. Sowohl

das Grillbuffet als auch die Getränkeauswahl kamen bei den

Gästen sehr gut an. (LSB)

22

Fotos: Sven Peter


Missbrauch von

Medikamenten im

Freizeit- und

Breitensport

Der Landessportbund (LSB) Bremen veranstaltet

am Sonnabend, 23. November, ein Gesundheitsforum

zum Thema „Medikamentenmissbrauch

im Freizeit- und Breitensport“. Das Gesundheitsforum

findet von 9 bis 15.30 Uhr im

Veranstaltungscenter der LSB-Geschäftsstelle

(Auf der Muggenburg 30, 28217 Bremen) statt.

Hört man den Begriff Doping, verbindet man ihn häufig mit

dem Leistungssport. Auch im Jahr 2019 gab es einige Fälle,

die die Aufmerksamkeit verstärkt auf das Thema gelenkt haben.

Doch wo fangen Doping beziehungsweise Medikamenten- und

Nahrungsmittelmissbrauch im Breitensport an? Eine Schmerztablette

hier oder da wird vermutlich nicht weiter ins Gewicht fallen,

oder etwa doch? Dieser und anderen Fragen wird Prof. Dr. Gerhard

Treutlein (Foto, links) von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

im ersten Teil des Forums in seinem Vortrag „Medikamentenmissbrauch

im Freizeit- und Breitensport“ nachgehen. Auch das

Thema „Nahrungsergänzungsmittelmissbrauch“ wird beleuchtet

und es wird erklärt, wie gegen den Missbrauch präventiv vorgegangen

werden kann.

Prof. Dr. Gerhard Treutlein war jahrelang Disziplinchef Leichtathletik

im allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und engagiert

sich seit 2003 für die Deutsche Sportjugend. Seine Schwerpunkte

sind Dopinggeschichte und Dopingprävention. Treutlein ist

AUS DEM LSB

Träger des Bundesverdienstkreuzes und des DOSB-Ethikpreises.

Der zweite Teil des LSB-Gesundheitsforums besteht aus zwei

Workshop-Runden zu folgenden Themen:

XX

Vertiefung Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport

(Prof. Dr. Gerhard Treutlein)

XX

Gesundheitssport? Was kommt für meinen Verein in Frage?

(Miriam van Geenen, DOSB)

XX

Neurokognitives Training (LSB Bremen)

X X „Platzwechsel – Bewege dein Leben“

Präventionsprojekt beim TV Bremen-Walle 1875

(Volker Eisenmenger-Nadler)

Die Kosten für das Gesundheitsforum betragen pro Person 50 Euro

(Mittagessen inklusive). Anmeldungen sind online unter

www.lsb-bremen.de/anmeldung.aspx?id=2306876 möglich.

Anmeldeschluss ist am 10. November 2019. Die Teilnehmerzahl ist auf-

Foto: DOSB

Spitzentreffen der

Nord-Landessportbünde

Foto: Hamburger Sportbund

Die Präsidenten und Geschäftsführungen der Nord-Landessportbünde,

darunter der Landessportbund Bremen, der Hamburger

Sportbund, der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern,

der LandesSportBund Niedersachsen sowie der Landessportverband

Schleswig-Holstein haben sich Ende August in Hamburg

beim Club an der Alster getroffen und über verschiedene Themen

ausgetauscht. LSB-Bremen-Präsident Andreas Vroom und Geschäftsführerin

Karoline Müller haben mit ihren Kollegen unter

anderem über die Rolle der Landessportbünde, die Autonomie des

Sports und die staatliche Sportförderung in den Ländern gesprochen.

Das Foto zeigt von links: Ingo Diedrichsen (Geschäftsführer

Finanzen/Verwaltung Landessportverband Schleswig-Holstein),

Torsten Haverland (Geschäftsführer Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern),

Andreas Bluhm (Präsident Landessportbund

Mecklenburg-Vorpommern), Karoline Müller (Geschäftsführerin

LSB Bremen), Norbert Engelhardt (stellv. Vorstandsvorsitzender

LandesSportBund Niedersachsen), Ralph Lehnert (Vorstandsvorsitzender

Hamburger Sportbund), Andreas Vroom (Präsident

LSB Bremen), Wolf-Rüdiger Umbach (Präsident LandesSport-

Bund Niedersachsen), Jürgen Mantell (Präsident Hamburger

Sportbund), Hans-Jakob Tiessen (Präsident Landessportverband

Schleswig-Holstein). (LSB)

23


24

DOSB

Fördergelder

zum Klimaschutz

Sportvereine können

Anträge stellen

Noch bis zum 30. September 2019 können

Sportvereine Fördergelder für Klimaschutzprojekte

im Rahmen der Kommunalrichtlinie

des Bundesumweltministeriums

(BMU) beantragen. Künftig werden auch

dann Zuschüsse gewährt, wenn die Fördergegenstände

nicht Eigentum der Antragsteller

sind.

Ob energieeffiziente Flutlichtanlage,

klimafreundliche Belüftungstechnik oder

neue Abstellplätze für Fahrräder: Mit der

Novellierung der Richtlinie zum 1. Januar

2019 hat das BMU die Förderung des kommunalen

Klimaschutzes im Rahmen der

Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)

stark ausgebaut.

Neben bewährten Maßnahmen umfasst

die Richtlinie viele neue Fördermöglichkeiten.

Für Sportvereine sowie Eigentümerinnen

und Eigentümer von Sportstätten interessant

sind unter anderem die Umrüstung

der Hallenbeleuchtung auf LED, die Sanierung

von raumlufttechnischen Anlagen

oder der Einbau von Verschattungsvorrichtungen

mit Tageslichtnutzung. (LSB)

www.klimaschutz.de/foerderlotse

Fair-Play-Preis

DOSB-Ausschreibung

Die Fair-Play-Initiative der Deutschen

Olympischen Gesellschaft e. V. (DOG)

schreibt auch in diesem Jahr den Fair-Play-

Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus. Mit „Jung,

sportlich, FAIR“ sollen 2019 faire Gesten im

Sport sowie Projekte von Jugendlichen zur

Thematik ausgezeichnet werden.

Bis zum 31. Oktober können sich Sportlerinnen

und Sportler oder Mannschaften

im Alter von 12 bis 18 Jahren für den Preis

„Jung, sportlich, FAIR“ bewerben bzw. vorschlagen

lassen. Alle Informationen zur

Ausschreibung und dem Bewerbungsverfahren

gibt es unter www.dog-bewegt.de.

Die DOG tritt als federführende Kraft der

Fair-Play-Initiative für die Einhaltung und

die Verbreitung des Fair-Play-Gedankens im

Sport und in der Gesellschaft ein. Fair Play

spielt im Leistungs- wie im Breitensport

eine entscheidende Rolle. Denn Fair Play ist

mehr als die Befolgung der Regeln. Fair Play

macht den Geist des Sports aus und fordert

Handeln nach innerer Einstellung. (LSB)

Mikroplastik in Kunstrasenplätzen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze erläutert Sachstand

Bundesumweltministerin Svenja Schulze

hat in einem Schreiben an den

DOSB den aktuellen Sachstand zum

Thema Kunstrasenplätze und Mikroplastik

erläutert. Vereine und kommunale Einrichtungen

„können ihren Spiel- und Trainingsbetrieb

ohne Einschränkungen durchführen,

insbesondere im Breiten- und Jugendsport“,

sagt Schulze. In ihrem Schreiben nimmt

die Bundesumweltministerin die, wie sie

sagt, teils irritierende Berichterstattung in

den Medien zum Anlass, „zum Sachverhalt

Kunstrasenplätze und Mikroplastik die aktuellen

Vorgänge zu erläutern“. Anlass der

Berichterstattung sei kein deutscher Regelungsvorschlag,

sondern der Entwurf der

Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)

zur Beschränkung von absichtlich zugesetzten

Mikroplastik-Partikeln.

In dem Entwurf seien bereits einige

Ausnahmen enthalten oder Übergangsfristen

für einzelne Verwendungszwecke

vorgesehen. Für Einstreumaterial in Kunstrasenplätzen

gebe es bisher keine Ausnahmen

oder Übergangsfristen, aber es

sei „wichtig zu wissen“, so Svenja Schulze,

„dass die Kunstrasenplätze selbst nicht

betroffen sind!“ Die ECHA habe jedoch

ausdrücklich darum gebeten, zusätzliche

Informationen einzureichen, um die möglichen

Auswirkungen des Entwurfs auf

den Betrieb von Kunstrasenplätzen und auf

den Sportbetrieb sowie die Notwendigkeit

einer Ausnahme für die Verwendung von

Einstreumaterial für Kunstrasenplätze abschätzen

zu können (z.B. zum Anteil der

Freisetzung in die Umwelt – also z. B. die

jährliche Nachfüllmenge – oder zu den gesellschaftlichen

Folgen einer möglichen

Beschränkung). Die ECHA selbst sehe also

für diesen Verwendungszweck noch Prüfund

Beratungsbedarf, ehe die EU-Kommission

den Mitgliedsstaaten einen Regulierungsvorschlag

unterbreite. Es sei möglich

und wichtig, den Prüf- und Entscheidungsprozess

mitzugestalten, erklärte die Bundesministerin.

Sie empfehle „dringend,

dass sich viele Betroffene beteiligen und

möglichst umfassende Informationen zur

aktuellen Situation vor Ort im Rahmen der

öffentlichen Konsultation bei der ECHA

einreichen“. (LSB)

Mitgliedsorganisationen oder Vereine können

ihre Position auf der Website der ECHA unter

www.echa.europa.eu/web/guest/restrictionsunder-consideration/-/substance-rev/22921/

term ins Verfahren einbringen.

Der DOSB hat unter www.dosb.de/mikroplastik

wichtige Dokumente und Informationen zu

relevanten Fragen und Antworten rund um das

Thema „Mikroplastik auf Kunststoffrasenfeldern“

gesammelt, für Sportvereine und -verbände

ebenso wie für die interessierte Fachwelt.

Foto: F.T. Koch


DOSB

Das Grüne Band für 1860

Verein wird für seine Talentförderung in der Sportart Rhythmische Sportgymnastik ausgezeichnet

Eine hochkarätig besetzte Jury hat die

Gewinnervereine des Wettbewerbs

„Das Grüne Band“ des Deutschen

Olympischen Sportbundes (DOSB) und der

Commerzbank AG ausgewählt. Zu den 50

Preisträgern des Wettbewerbsjahres 2019

zählt der Traditionsverein Bremen 1860, der

für seine vorbildliche Talentförderung in

der Sportart Rhythmische Sportgymnastik

(RSG) ausgezeichnet wird.

Auch in diesem Jahr haben sich engagierte

Sportvereine aus kleinen Gemeinden

bis hin zu Großstadtvereinen beworben.

Unter den Prämierten sind etablierte Sportarten

wie Turnen und Schwimmen, inklusive

wie Goalball für Menschen mit Sehbehinderung,

aber auch neue Sportarten wie

Baseball und Karate, die bei den Olympischen

Spielen 2020 in Tokio ins Programm

aufgenommen wurden. So unterschiedlich

die Vereinsstrukturen und die Sportarten

sind: Alle Vereine eint ihre hervorragende

Nachwuchsarbeit, für die sie die Auszeichnung

„Das Grüne Band“ erhalten.

„Das ‚Grüne Band‘ ist uns ein Herzensanliegen.

Jedes Jahr aufs Neue sind wir beeindruckt

von der Quantität und vor allem

der Qualität der Bewerbungen und den

überzeugenden Konzepten der Vereine zur

nachhaltigen Talentförderung. Der Wettbewerb

ist für uns ein wichtiger Baustein

im Nachwuchsleistungssport und damit für

den langfristigen Aufbau von talentierten

Athlet*innen in Deutschland. Gemeinsam

mit der Commerzbank freuen wir uns sehr,

dass wir wieder 50 Vereine für ihre herausragende

Nachwuchsarbeit belohnen können“,

sagt Veronika Rücker, Jurymitglied des

„Grünen Bandes“ und Vorstandsvorsitzende

des DOSB.

Im Herbst 2019 werden die Pokale und

der Scheck über jeweils 5.000 Euro Förderprämie

im Rahmen feierlicher Veranstaltungen

in ganz Deutschland an die Gewinnervereine

überreicht. Auch in diesem Jahr

begleiten wieder die Botschafter*innen

Moritz Fürste, Hockey-Olympiasieger, und

Sabine Spitz, Olympiasiegerin im Mountainbike,

die großen Preisverleihungen des

„Grünen Bandes“ und ehren die jungen

Sportler*innen und deren Betreuer*innen

höchstpersönlich.

Bremen 1860 ist der einzige Verein aus

dem Land Bremen, der von der Jury mit der

Auszeichnung „Das Grüne Band“ belohnt

wird. Gisela Drygala, Gabi Hemken und

Aleksandra Zapekina von der RSG-Abteilung

sind sich einig, wofür sie die Prämie

nutzen wollen: Sie wollen für die Gruppen

neue Anzüge sowie Handgeräte anschaffen.

Das „Grüne Band“ im Internet unter:

www.dasgrueneband.com

Foto: Achim Schäfer

Ein epochaler Schritt

Sporthilfe-Förderung deutlich erhöht

2000 deutsche Kaderathletinnen und -athleten

erhalten ab dieser Woche eine höhere

finanzielle Unterstützung durch die Stiftung

Deutsche Sporthilfe. Zwischen dem

Bundesministerium des Innern, für Bau

und Heimat (BMI) und Deutscher Sporthilfe

wurde in Abstimmung mit dem Bundesverwaltungsamt

in den letzten Monaten

ein konkreter Weg erarbeitet, um die durch

den Haushaltsausschuss des Deutschen

Bundestags für 2019 genehmigten 7 Millionen

Euro für die direkte Athletenförderung

zielgerichtet und bedarfsorientiert über die

Sporthilfe an die Spitzenathleten auszuschütten.

Dafür hat die Deutsche Sporthilfe ihr

Förderkonzept weiterentwickelt und kann

nun für die Athletinnen und Athleten des

Top-Teams (Olympiakader und Paralympics-Kader),

des Top-Teams Future (Perspektivkader,

olympisch und paralympisch)

sowie die Deaflympics-Kader (Gehörlose)

einen substantiellen Aufwuchs ihrer monatlichen

Förderung umsetzen.

Für das Top-Team Future, in dem die

Förderung des BMI greift, erfolgt eine Erhöhung

von bisher 300 auf 700 Euro monatlich

bzw. für Inhaber einer Sportförderstelle

von 150 auf 300 Euro. In diese erhöhte

Grundförderung werden erstmalig auch die

Deaflympics-Kader miteinbezogen. Aus

Eigenmitteln erhöht die Sporthilfe die

Grundförderung im Bereich des Top-Teams:

von bisher 300 Euro auf zukünftig 800 Euro

monatlich bzw. für Inhaber einer Sportförderstelle

von bisher 300 auf 400 Euro.

Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender

der Deutschen Sporthilfe, sagt: „Dies

ist ein epochaler Schritt für die finanzielle

Förderung der Athletinnen und Athleten

in Deutschland. Ich danke dem Bundesinnenministerium,

den Vertretern des

Sportausschusses und des Bundesverwaltungsamtes,

dass wir nun gemeinsam einen

effizienten und pragmatischen Prozess

für die Auszahlung gefunden haben. Diese

neue Ära der Unterstützung ist für uns aber

auch Ansporn. Wir wollen als die zentrale

private Förderinstitution Deutschlands

für sportliche Talente und Spitzenathleten

weiterhin zwei Drittel unserer Fördergelder

aus der freien Wirtschaft akquirieren.“

(LSB)

25


BREMER SPORT JUGEND

„Kinder an die Macht“

Auf dem Gelände des TV Walle entstand in den Sommerferien die Kinderstadt „Bremopolis“

Foto: MÄR

26

Die erste Bremer Kinderstadt „Bremopolis“

wurde erbaut. Auf dem Vereinsgelände

des TV Bremen-Walle

wurde fünf Tage lang gespielt, gestaltet und

selbst regiert. Die Bremer Sportjugend ermöglichte

gemeinsam mit Sponsoren rund

40 Kindern das Kennenlernen von Berufen

und vieles mehr.

„Gebt den Kindern das Kommando“

sang Herbert Grönemeyer bereits 1986 in

seinem Lied „Kinder an die Macht“. Die

Utopie von vor über 30 Jahren wurde in den

Sommerferien – zumindest in Teilen – zur

Realität. Knapp 40 Kinder konnten sich in

Walle im Rahmen eines Ferienprogramms

im Umgang mit Macht, Demokratie, Wirtschaft

und Handwerk ausprobieren.

Die Kinderstadt entstand (5. bis 9. August)

auf dem Vereinsgelände des TV Bremen-Walle.

Bunte Autoreifen, Bauklötze

und jede Menge Spielbälle auf dem Rasen

prägten das Bild. Eingekreist wurde der

Spielbereich durch mehrere Zelte. Jedes

davon hatte ein eigenes Thema, an dem die

Kinder täglich arbeiteten. Die Anmeldung

für „Bremopolis“ erfolgte im Vorfeld über

die gleichnamige Website.

So vielfältig wie die Themen, war auch

die Tagesplanung der Kinder. Diese sei immer

unterschiedlich, erklärt Linus Edwards,

Abteilungsleiter der Bremer Sportjugend

beim Landessportbund Bremen (LSB). Ankunft

der Kinder sei zwischen acht und neun

Uhr gewesen, danach ging es erst einmal

ins Zelt des Jobcenters, um einen Beruf zu

wählen. Zur Auswahl standen die Bank, das

Handwerk, die Regierung, das Krankenhaus

und der Einzelhandel. Dort hatten die Kinder

die Qual der Wahl, durften aber keinen

Beruf zweimal machen. So konnten die Kinder

jeden Tag etwas Neues ausprobieren.

Nur die Regierung, die am nächsten Tag demokratisch

und natürlich von den Kindern

gewählt werde, blieb für die ganze Woche.

Lieke, acht Jahre alt, wusste schon am

Vortag, für wen sie am nächsten morgen

stimmen würde. „Opa, was ist ein Schneemann?“,

hieß die Partei, die ihr besonders

gut gefiel. Zusammen mit dem gleichaltrigen

Jordi hat sie als Reporterin gearbeitet.

Ihre Zeitung hieß der „Bremopolis-Kurier“,

wie sie stolz erzählte, während sie auf das

selbst gemalte Logo zeigte.

Die Arbeit der Kinder war übrigens

nicht umsonst. Sie wurden pro Stunde bezahlt,

und zwar mit einer eigenen Währung.

Diese wurde im „Bankzelt“ hergestellt und

verteilt. Dort konnte auch ein eigenes Konto

eröffnet werden, berichtete der achtjährige

Piet, der an einem Tag als Bänker

gearbeitet hat und sich am nächsten mit

seiner Nebentätigkeit als Werbegestalter

für den Minimarkt fünf „Bremer“ dazu verdiente.

Damit konnte er in der Mittagspause

im Essenszelt sein Wunschgericht

bezahlen. Eine Cateringfirma hatte für ein

warmes Büffet gesorgt, bei dem die Kinder

individuell ihr Essen zusammenstellen

konnten.

„Nachmittags ist dann bis 16 Uhr Zeit

zum Spielen, Basteln und Schminken“, erzählten

Laureen und Carmen, die als freiwillige

Helferinnen tatkräftig unterstützten.

Sie studieren beide „Soziale Arbeit“

an der Hochschule Bremen. Auch nächstes

Jahr wollen sie wieder dabei sein. „Wir lernen

jetzt für die nächsten Jahre“, sagte Laureen

und verwies darauf, dass die „Bremopolis“

in diesem Jahr ihre Premiere feierte.

Besonders gut gefiel ihnen, dass die Kinder

zwischen sechs und vierzehn Jahren alt waren

und damit für viel Abwechslung für die

beiden Helferinnen sorgten. Für ihre Mitarbeit

erhielten sie eine kleine Aufwandsentschädigung.

Es sei ein Pilotprojekt, wie der Vorsitzende

der Bremer Sportjugend Bernd Gie-


BREMER SPORT JUGEND

Buntes Treiben bei der Entstehung von „Bremoplis“ auf dem Gelände des TV Walle.

Fotos: MÄR

secke betonte. Vorbild dafür ist die Karlsruher

Kinderspielstadt „Karlopolis“, die

2015 ins Leben gerufen wurde. Das Konzept

hinter dem Projekt ist eindeutig. Die Kinder

sollen eigenständig und spielerisch in

die Zukunft schnuppern und dabei lernen,

Verantwortung zu übernehmen.

Susanne Ahlers ist Chefin des Bremer

Jobcenters. Sie verwies auf die Relevanz aktueller

Themen, wie beispielsweise den Klimaschutz,

die in der Kinderstadt interaktiv

thematisiert wurden. „Mischt euch ein!“,

lautete ihre Botschaft an die Kinder.

Das „Einmischen“ war vor allem in dem

Regierungszelt zu spüren. Jan-Henrik, Linus

und Johann – alle elf Jahre alt – erzählten

Näheres zu ihrer Partei „Opa, was

ist ein Schneemann?“. Es herrsche Unzufriedenheit

über die aktuelle Politik, gerade

wenn es ums Klima ginge. Gemeinsam

haben sie sich Ideen überlegt, wie sie es in

der Kinderstadt besser machen könnten.

Auf Plastikflaschen wollten sie verzichten

und eine Aktion ins Leben rufen, in der

die Kinder ihre selbstverdienten „Bremer

spenden konnten. Jan-Henrik gefiel, dass in

der „Bremopolis“ die Kinder das Sagen hatten

und nicht die Erwachsenen. „Wir bauen

uns unsere eigene Welt“, fügte Johann noch

hinzu.

Auf der grünen Wiese ging es sehr

harmonisch zu, und obwohl es dann zum

Schluss noch zu regnen anfing, waren

sich am Ende des Tages alle einig: „Bremopolis“

soll im kommenden Jahr in die

zweite Runde gehen und bis dahin weiter

wachsen. (JL)

Infos: www.bremopolis.de/start.html

Teamwochenende als Preis

Bremer Sportjugend schreibt Engagement-Förderpreis aus

Die Bremer Sportjugend (BSJ) schreibt zum

dritten Mal den Engagement-Förderpreis

aus, um die tolle Arbeit junger Menschen

anzuerkennen. Es können junge Engagierte

(unter 27 Jahren) nominiert werden, die

sich seit mindestens fünf Jahren in besonderem

Maße im Verein/Verband für die

Kinder- und Jugendarbeit einsetzen.

Unter allen Nominierungen wählt die

Bremer Sportjugend drei junge Engagierte

aus, denen der Engagement-Förderpreis

verliehen wird. Die Gewinner/innen erhalten

je ein Team-Wochenende für den Verein/Verband

mit 15 Personen. Nominierte

aus den Vorjahren können abermals vorgeschlagen

werden, wenn sie die Kriterien

noch erfüllen. (LSB)

Das Bewerbungsformular für den Engagement-

Förderpreis der BSJ steht online zum Download

bereit: www.bremer-sportjugend.de/

Ueber_uns/Downloads/Index.aspx.

Die Bewerbungsfrist endet am 30.09.2019.

Was sonst noch so los ist…

2019

13. September 2019: Staffelübergabe der

Freiwilligendienste

12.-18. Oktober 2019: Ferienfreizeit in

Westerstede

25.-26. Oktober 2019: dsj-Hauptausschuss

in Hamburg

08. November 2019: Fachtag eSport

15. November 2019: BSJ-Hauptversammlung

2020

28. März bis 4. April 2020: Ferienfreizeit

Bad Bederkesa

Sommer 2020: Ferienfreizeit in Kroatien

(genauer Termin folgt)

17.-21. August 2020: Kinderstadt „Bremopo-

27


BREMER SPORTLEGENDEN

„Gewinnen und

verlieren gehören

im Sport einfach

dazu“

Europameister, Deutscher

Meister, Europapokalsieger

und DFB-Pokalgewinner:

Werder-Legende Dieter Eilts

äußert sich im Interview zum

Deutschen Sportabzeichen.

Foto: MÄR

28

In ihrer aktiven Zeit als Profifußballer waren

sie körperlich über viele Jahre extrem

gefordert. Welchen Stellenwert nimmt der

Sport heute in ihrem Leben ein?

Grundsätzlich sollte man körperlich aktiv

sein und Sport treiben, solange es die

Gesundheit zulässt. Denn irgendwann hat

man vielleicht das Pech, dass der Körper

nicht mehr mitmacht, weil es irgendwelche

Probleme gibt. Dann trauert man diesen

Bewegungsdefiziten hinterher. Ich selbst

bin sportlich leider schon stark eingeschränkt.

Joggen geht mittlerweile gar nicht

mehr. Selbst wenn ich spazieren gehe, fängt

mein Knie nach einer gewissen Zeit an

Probleme zu machen. Das sind die Folgeschäden

meiner Karriere als Profifußballer.

Klar tut es weh, wenn man weiß, was früher

in sportlicher Hinsicht alles möglich war.

Aber man muss sich davon freimachen,

weil man es nicht mehr ändern kann. Sich

zu ärgern, bringt nichts. Ich versuche heute

regelmäßig Fahrrad zu fahren, auch zur

Arbeit. Zumindest da habe ich etwas Bewegung.

Wenn man mal vom Schwimmen

und Werfen absieht, könnte ich die anderen

Disziplinen gar nicht mehr absolvieren.

Viele ehemalige Sportler leiden unter den

Folgeerscheinungen ihrer aktiven Karriere.

Wird heutzutage eigentlich anders trainiert

als früher?

Ja, es wird anders trainiert. Darüber muss

man nicht diskutieren. Die Belastung und

der Umfang sind um ein Vielfaches höher

heutzutage. Gerade auch für jüngere Sportler.

Ich bin im Alter von 19 Jahren zum SV

Werder Bremen gekommen. Damals haben

wir drei Mal pro Woche trainiert. Heutzutage

– wohlgemerkt im U11 oder U12-Bereich

– wird schon vier Mal pro Woche trainiert.

Hinzu kommen die Spiele am Wochenende.

Im U15-Bereich wird teilweise sogar

fünfmal pro Woche trainiert. Dann kommt

noch der Schulsport dazu, beziehungsweise

das Training an den Eliteschulen und Leistungszentren.

Da kommen dann schnell

sieben Trainingseinheiten pro Woche plus

die Spieltage zusammen.

Ist das gestiegene Trainingspensum ein

Grund für die hohe Fluktuation im Jugendbereich?

Ich war kürzlich bei einer Trainerfortbildung

in Kassel. Da ist eine Studie vorgestellt

worden, die besagt, dass von den

Kindern, die anfangen Fußball zu spielen

bis zum A-Jugendbereich 75 Prozent flöten

gehen. Die hören auf mit dem Fußball. Bis

zur E-Jugend bleiben die Zahlen noch recht

stabil, aber dann bricht das sukzessive ab.

Unter anderem natürlich, weil die Mannschaften

größer werden und man dadurch

Spielgemeinschaften bilden muss, die oftmals

schnell auseinanderbrechen. Aber

auch, weil Schule, Freizeit und andere Aktivitäten

ihre Zeit haben wollen.

Welche Erfahrungen und Erlebnisse verbinden

sie mit dem Deutschen Sportabzeichen?

Das Sportabzeichen verbinde ich zuallererst

mit dem Schulsport. Damals während

meiner Schulzeit gab es die Bundesjugendspiele

und Sportfeste. Die Bundesjugendspiele

hatten viel mit Leichtathletik zu tun

und das hat mir als Schüler viel Spaß gemacht.

Das Deutsche Sportabzeichen habe

ich während meiner Karriere als Profifußballer

bei Werder Bremen einmal gemacht

– das war zu Zeiten von Otto Rehhagel. Mit

mehreren Spielern aus der Mannschaft haben

wir das Sportabzeichen damals absolviert.

Ich kann leider nicht mehr genau sagen,

in welchem Jahr das war. Aber ich kann

mich noch daran erinnern, dass es wahnsinnig

viel Spaß gemacht hat und richtig

anstrengend war. Besonders das Schwimmen

war und ist nicht unbedingt meine

Königsdisziplin (schmunzelt). Natürlich

wollte damals jeder aus der Werder-Mannschaft

beim Sportabzeichen der Beste sein.

Das ist ganz normal, denn als Sportler bist

du ergebnisorientiert. Von daher haben wir

uns gegenseitig ordentlich gepusht.

Wie bewerten sie die Grundidee des Sportabzeichens

mit den verschiedenen Leistungsstufen

für alle Altersklassen? Ist das

Stufensystem noch angemessen?

Ich finde schon, denn das Gewinnen und

Verlieren gehören im Sport einfach dazu.

Auch zur Erziehung. Im normalen Leben

ist es ja auch so, dass man Niederlagen einstecken

muss, dass Dinge nicht funktionieren,

und dann gibt es wieder Situationen,

in denen alles nach Wunsch läuft. Deshalb

habe ich mit diesem eher leistungsorientierten

System des Sportabzeichens

überhaupt keine Probleme. Die Frage ist

natürlich, in welchem Alter man anfängt,


ergebnis- und leistungsorientiert zu denken.

Man könnte zum Beispiel – ausgehend

vom Fußball – darüber nachdenken, ob bis

zu einem Alter von 10 Jahren eventuell nur

die Tore gezählt werden und es keinen direkten

Gewinner gibt, sondern jede Mannschaft

nur Tore für sich selbst sammelt.

Aber man muss auch deutlich sagen, dass

nicht irgendwann die Olympischen Spiele

abgeschafft werden, weil wir keine Gewinner

oder Sieger mehr wollen.

Könnten sie sich vorstellen, das Sportabzeichen

als Element des Trainings oder der

Saisonvorbereitung in den Vereinssport

einzubauen?

Ich glaube schon, dass man das Sportabzeichen

in den Trainingsalltag der Vorbereitung

einbauen könnte. Es bietet eine

gute Möglichkeit, um herauszufinden, wie

fit man in anderen Sportarten und Disziplinen

ist. Auch der interne Wettkampf

innerhalb einer Mannschaft ist garantiert

interessant und weckt den Ehrgeiz jedes

einzelnen Sportlers. Die Frage ist immer,

wie man das Ganze in den zeitlichen Ablauf

des Trainings einbauen kann. Passt das

Sportabzeichen gerade in den Trainingsalltag?

Ist die Mannschaft vor Ort, wenn das

Sportabzeichen abgenommen wird und

wie bekommt man die Prüfer zusammen?

Diese Dinge müsste man im Vorfeld klären.

Aber wenn man die Sportabzeichen-Abnahme

genau plant, ist es sicherlich gut

und für alle Beteiligten eine willkommene

Abwechslung.

In der Trainingslehre hat sich in Sachen

Methodik und Inhalt vieles verändert. Wie

wichtig ist es aus ihrer Sicht, im Sport auch

über den Tellerrand hinauszuschauen?

Eine grundsolide motorische Ausbildung

muss meiner Meinung nach bei Leistungsund

Profisportlern gegeben sein. Sonst

würden sie einfach nicht weit kommen. Das

Problem ist heutzutage, dass viele Dinge,

die früher eigentlich selbstverständlich waren,

nicht mehr im Vordergrund stehen. Ich

selbst bin auf dem Bolzplatz groß geworden

und habe dort jeden Nachmittag gekickt.

Da hat jeder gegen jeden gebolzt – unabhängig

vom Alter. Damals musstest du auch

als Jungspund versuchen, dich gegen die

Älteren durchzusetzen. Es gibt mittlerweile

Überlegungen beim DFB, ob und wie man

das klassische Bolzen wieder mehr in die

Vereine bzw. Schulen einbringen kann, wo

sich heutzutage sehr viel abspielt. Die Kinder

haben kaum noch Zeit, sich selbst zu organisieren

und auf eigene Faust zu kicken.

Es ist aber ein Unterschied, ob Kinder ihre

eigenen Bewegungserfahrungen sammeln

oder ob man ihnen alles vorgibt. Grundsätzlich

denke ich, dass im Sport auch Trainingsinhalte

aus anderen Sportarten dazugehören.

Das hat die Entwicklung gezeigt.

Der frühere Fußball-Bundestrainer Jürgen

Klinsmann war in dieser Hinsicht ein Art

Vorreiter mit seinen neuen Trainingsmethoden

und den speziellen Coaches. Mittlerweile

ist diese veränderte Form des Trainings

in jedem Bundesliga-Verein und auch

in den Leistungszentren gang und gäbe.

Sie haben nach ihrer aktiven Fußball-Karriere

viele Jahre als Trainer gearbeitet.

Heute betreuen sie Kinder in einer Bremer

Ganztagsschule. Wie kam es dazu und was

machen sie genau?

Es war für mich einfach an der Zeit, etwas

Neues zu machen. Ich habe eine neue Herausforderung

gesucht und mitbekommen,

dass an der FEBB jemand für den Offenen

Ganztag gesucht wird und habe mich vor

einem Jahr ganz normal auf den Job beworben.

Glücklicherweise habe ich die Stelle

bekommen und bin absolut glücklich und

zufrieden. Zu meinen Aufgaben gehören

unter anderem die Hausaufgabenbetreuung,

die Schulhof-Aufsicht und die Unterstützung

in der Mensa. Auch in der Nachmittagsbetreuung

bin ich beschäftigt. Dort

habe ich immer wieder mal die Möglichkeit

im Sportraum Bewegungslandschaften

aufzubauen.

Die Arbeit mit Kindern scheint ihnen generell

am Herzen zu liegen. Warum ist das

so?

Die Arbeit mit Kindern macht mir sehr viel

Spaß, weil man immer ein direktes und

ehrliches Feedback bekommt. Das finde ich

gut, auch wenn es ab und zu deprimierend

ist, aber das vergeht ganz schnell wieder. Da

denkt man zum Beispiel, man hat sich etwas

ganz Großartiges ausgedacht und dann

kommt von den Kindern ein schlichtes, ablehnendes

„Öhhhhh“. Wobei das auch sehr

unterschiedlich sein kann. Man macht eine

Sache mit einer Gruppe, dann mit einer anderen.

Bei der einen Gruppe war es super

toll, bei der anderen kam es gar nicht an.

Das ist schon kurios, aber so ist es halt mit

Kindern. Durch diese Erfahrungen entwickele

ich mich stetig weiter.

Spielt das Deutsche Sportabzeichen im

Sportunterricht an der FEBB eine Rolle?

Ich bin in der Ganztagsbetreuung tätig und

kann von daher nicht so viel zu den Inhalten

im Sportunterricht sagen. Aber da wir an

der weiterführenden Schule auch Leichtathletikkurse

und Sport-Leistungskurse

haben, gehe ich davon aus, dass sich die

Schüler zumindest auf das Sportabzeichen

vorbereiten. Es gibt auch ein jährliches

Grundschul-Sportfest, wo sämtliche Disziplinen

durchgeführt werden. Auf dieses

Voller Einsatz im Werdertrikot.

Foto: J. Stoss

Sportfest werden die Schüler im Unterricht

natürlich entsprechend vorbereitet.

Wie ist ihre heutige Verbindung zu Werder

Bremen? Gibt es noch Kontakt zum Verein?

Ich schaue nach wie vor mit Interesse die

Werder-Spiele, aber ansonsten ist eigentlich

keine große Verbindung mehr da.

Was trauen sie Werder in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison

zu?

Das ist schwierig zu sagen, weil die anderen

Mannschaften doch arg aufgerüstet haben.

Man muss abwarten, wie sich das Ganze

dieses Jahr zusammensetzt. Ich hoffe, dass

das Argument, das die Mannschaft eingespielt

ist, zählt. Werder muss möglichst

verletzungsfrei durch die Saison kommen.

Man muss zudem schauen, wie Max Kruse

ersetzt werden kann und dann ist natürlich

die Hoffnung da, dass Claudio Pizarro wieder

so eine Saison wie im vergangenen Jahr

hinlegt und weiter seine Leistung bringt.

Ich hoffe sehr, dass Philipp Bargfrede im

Laufe der Saison wieder richtig eingreifen

kann und es vielleicht noch einmal schafft,

20, 25 Spiele hintereinander zu bestreiten.

Es wird definitiv eine interessante Bundesliga-Saison,

aber voraussagen könnte ich

nichts.

29


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

„Parkour ist

immer nur

so schwer,

wie man es

sich selbst

macht“

Finn Fasse und Joshua Buchholz.

Fotos: KW

Finn Fasse und Joshua Buchholz

trainieren im Verein Bremen 1860

Kinder, Jugendliche und Erwachsene in

der Trendsportart Parkour

30

Es geht kletternd an Wänden hoch,

springend von Hausdach zu Hausdach

oder hangelnd von einem Fenstersims

zum anderen. Die Sportart Parkour vereint

eine ganze Bandbreite sportlicher Fähigkeiten.

Im urbanen Raum werden diese eingesetzt,

um sich von A nach B zu bewegen.

Im Verein Bremen 1860 sind Finn Fasse

(24) und Joshua Buchholz (23) zwei von fünf

Trainern, die diese Bewegungskunst unterrichten.

Wir haben mit den beiden über die

außergewöhnliche Sportart gesprochen.

Wie groß ist die Parkour-Community in

Bremen?

Finn Fasse: Ich schätze, es sind etwa 200

aktive Läufer, vielleicht auch etwas weniger.

Eine Zeit lang gab es viele Anfänger, mittlerweile

hat sich ein fester Kern herauskristallisiert.

Die Läufer sind aber gut untereinander

vernetzt – man kennt sich.

Wie viele Mitglieder zählt der Sport im

Verein?

Fasse: Die Zahl schwankt zwischen 70 und

80, davon sind 50 bis 60 Kinder. Das Training

für Kinder findet gesondert statt, Jugendliche

und Erwachsene hingegen trainieren gemeinsam.

Erwachsene haben wir jedoch nur

wenige. Im Verein haben wir aber insgesamt

überdurchschnittlich viele Kinder.

Was ist die Idee hinter Parkour?

Joshua Buchholz: Ich glaube, Kinder haben

ein großes Interesse an Bewegung in

Form von Klettern. Jeder kann Parkour, wir

bringen eigentlich nur mehr Ästhetik rein.

Irgendwann verlernen wir den Spaß an der

Bewegung, wenn wir als Erwachsene viel

Zeit am Schreibtisch verbringen.

Welche Elemente verbindet der Sport?

Buchholz: Es gibt viele Ähnlichkeiten zum

klassischen Turnsport. Dort steifer, im Parkour

freier. Zum Beispiel benutzen wir in der

Halle auch die Reckstange und Kästen. Hier

in der Halle trainieren wir für draußen.

Fasse: ... Und das ist ein wichtiger Punkt.

Draußen kannst du dir die Wände nicht so

stellen, wie du willst. Um eine ganz allgemeine

Definition zu geben: Parkour ist die

effiziente Fortbewegungsart im urbanen

Raum. Es geht darum, seine Bewegungen

den baulichen Elementen der Stadt anzupassen,

möglichst schnell und leicht, aber

auch sicher von A nach B zu kommen.

Wie groß wird Sicherheit geschrieben?

Fasse: Um möglichst effektiv von A nach

B zu kommen, kann der Läufer entweder

einen riskanten Sprung absolvieren, oder

einfach die Treppe nehmen. Das hängt von

den physischen Fähigkeiten des Läufers ab,

erlaubt ist aber alles. Viele Leute denken, das

sind diese Verrückten Leute, die von Haus

zu Haus springen und diese unglaublichen

Dinge machen. Aber Parkour ist immer nur

so schwer, wie man es sich selbst macht.

Spielt Ästhetik in den Bewegungen auch

eine Rolle?

Fasse: Neben Parkour gibt es noch eine ver-


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

wandte Variante: das Free Running. Es ist

sozusagen ein Ableger von Parkour, das in

den 90er Jahren in Frankreich entstanden

ist. Etwas später hat sich daraus in England

Free Running entwickelt. Dabei geht

es sehr viel mehr um Ästhetik, wie im Tanz.

Der Traceur im Parkour würde zum Beispiel

auf eine Mauer klettern und auf der anderen

Seite herunter springen, um das Hindernis

zu überwinden. Im Gegenteil dazu würde

der Free Runner einen Rückwärtssalto wählen.

Das ist dann eben nicht die effektivste

Art, sondern es stehen vielmehr die Ästhetik

und Herausforderung im Vordergrund.

Gibt es eine klare Trennlinie zwischen den

beiden Varianten?

Fasse: Nein, die Übergänge sind fließend.

Wir trainieren zusammen, der Wechsel zwischen

beiden ist sehr fruchtbar. Es gibt aber

auch eine heiße Diskussion darüber, was

Parkour ist, und was Free Running.

Buchholz: Für mich ist es eine gesunde Entwicklung,

vom Parkour zum Free Running

überzugehen. Sonst schränkt man sich zu

sehr ein. Das ist ein häufiger Werdegang.

Im Free Running wird die Bewegung grenzenlos.

Elemente aus dem Break Dance,

Capoeira und Turnen beispielsweise fließen

oft mit ein.

Welche Voraussetzungen bringen Anfänger

idealerweise mit?

Buchholz: Ich persönlich unterrichte sehr

gerne Kampfsportler, da diese diszipliniert

sind. Sie kennen ihre Fähigkeiten und können

Anweisungen schnell umsetzen. Generell

sind aber auch Leichtathletik-Skills von

Vorteil.

Gibt es eine Altersgrenze?

Buchholz: Nein, die gibt es nur im Kopf.

Erwachsene lassen sich aber von den Fähigkeiten

junger Läufer viel schneller einschüchtern.

Sie merken, dass sie sich die

Bewegungsabläufe viel härter erarbeiten

müssen. Daher wäre eine Ü-25-Gruppe

im Verein meiner Meinung nach durchaus

sinnvoll. Die Nachfrage ist da.

Wo sind die besten Spots in Bremen?

Fasse: Die Schlachte bietet viele Möglichkeiten,

Hindernisse zu überwinden, da dort

die Innenstadt zum Wasser abfällt. Dort gibt

es viele Höhenunterschiede, Treppen, Geländer,

und diese großen Steinquader. Dieser

Bereich zieht sich von der Schlachte bis

zur Überseestadt. Neu ist der Parkour-Park

in der Überseestadt, den wir zum Training

draußen gern nutzen. Auch die Architektur

an der Universität ist spannend. Ansonsten

ist es in Bremen schwieriger als in anderen

Städten, gute Orte zu finden – die Stadt ist

einfach flach.

Wie wichtig sind soziale Medien für den

Sport?

Fasse: Videos, die im Netz geteilt werden,

sind sehr wichtig! Im Netz finden wir Läufer

die größte Inspiration, um neue Bewegungen

kennenzulernen und diese kreativ in den

eigenen Lauf zu integrieren.

Gibt es Wettkämpfe?

Fasse: Nein, offiziell nicht. Wir messen uns

zwar schon mal untereinander, im Grunde

ist aber der größte Gegner man selbst. Es

gibt die Veranstaltung „Art of Motion“, das ist

quasi die Weltmeisterstadt im Free Running,

die dieses Jahr im Oktober in einer kleinen

Stadt in Italien stattfindet. Grundsätzlich

ist Parkour ein wettkampffreier Sport, man

trainiert miteinander, nicht gegeneinander.

Das ist die Philosophie. (KW)

Natalie Gärtner übt an der Reckstange.

Zaman Hossaini beweist enorme Sprungskraft.


Jonas Martin absolviert einen Übersprung namens „Dive Kong”.

31


INTEGRATION

Integration durch Sport

Ein Blick hinter die Kulissen des Leon Fight Club 12

Voll in Aktion: Vereinsgründer Ferhat Sönmez trainiert seine Schützlinge mit persönlicher Leidenschaft für den Kampfsport.

Fotos: LSB

32

Der Leon Fight Club 12 verbindet

vieles – Jung und Alt, Profi und Beginner,

Alteingesessene und neu Zugezogene.

Wenn man die Trainingshalle in

Bremen-Walle betritt, wird sofort klar – hier

lebt persönliche Leidenschaft und Identifikation

mit dem Verein. Den Eingang zur

Trainingshalle ziert eine Vitrine mit Lizenzen,

Fotos und Pokalen. Die Wände sind mit

Transparenten vergangener Turniere und

Seminare auf der ganzen Welt gesäumt, bei

denen die Kämpferinnen und Kämpfer des

Clubs beteiligt waren. Auch viele Handschuhe,

Hosen und T-Shirts ziert das Logo

des LFC. Trainiert wird in der Zentrale am

Bremer Hohweg an jedem Wochentag in

mindestens drei Slots zu je zwei Stunden,

die es in sich haben. Je später der Abend,

desto älter die Gruppen. Jedes Training ist

offen für alle Geschlechter.

Spezielle Angebote

Um viele Menschen zu erreichen, gibt es

außerdem Wochenend-Hallenzeiten nur

für Mädchen, Beginner-Jugendtraining

in Kattenturm, Nachmittags-Kindertraining

in Gröpelingen und gelegentlich Extra-Aktionen

wie Technikseminare mit

befreundeten Muaythai-Größen oder Sparring-Fahrten

in andere Kampfsportclubs.

2016 richtete der Verein sogar die deutschen

Meisterschaften im Muaythai aus.

Gründer und Headcoach

Dreh- und Angelperson des Leon Fight

Club ist der Headcoach Ferhat Sönmez. Er

gründete den Verein 2012, geht auf Menschen

zu, kommuniziert direkt und einfach,

liebt es zu Lachen und besitzt eine väterliche

Art mit seinen Schützlingen umzugehen.

Wenn allerdings das Training beginnt,

dann richtet sich der Fokus komplett auf

den Sport: „Erst Spagat, dann Spaghetti.“

Der A-Lizenz-Hebel wird umgelegt und

Sönmez ist in seinem Element. Disziplin,

Respekt und Ehrgeiz sind hier die Zutaten

für Anerkennung und Zugehörigkeit. Das

kommt beim Nachwuchs an, bei den Trainings

sind selten weniger als 20 Kids.


INTEGRATION

Kampfsport wird zwar immer wieder

mit einfachen und hitzigen Gemütern verbunden,

ist aber alles andere als simpel.

Das Spektrum der sportlichen Stellschrauben

ist groß und wird ausgenutzt. Während

Sönmez an einem hochsommerlichen

Dienstagabend mit Ausdauer, Schnellkraft,

Beweglichkeit und Sparring an den langen

Schrauben dreht, knüpft sich Co-Trainer

Reinhard Luker jede Kämpferin und jeden

Kämpfer an den Pratzen vor. Dabei gibt es

bei technischen Fehlern direktes Feedback

von der Pratze und vom Boxexperten:

„Wenn du nur auf die Fäuste schaust, weißt

du erst, was ich vorhabe, wenn es zu spät

ist.“ Das intensive Training hat speziell im

Muaythai schon einige deutsche Meister

hervorgebracht, nicht zuletzt Sönmez’ eigene

Tochter Rümeysa.

Sport als Ventil

Nebst der konditionellen und technischen

Schule bietet sich für einige aber auch die

Möglichkeit, einmal Dampf abzulassen:

„Wenn ich hier zwei Stunden Vollgas gebe

und am Boxsack ausrasten kann, bin ich

im Alltag ausgeglichen. Das war früher

anders“, sagt Kai (21), der sich abkämpft,

als ginge es um die Olympiaqualifikation.

Mädchen, Jungen und Jugendlichen wird

im Verein ein Ort gegeben, um Stärke und

Selbstvertrauen zu tanken – Beste Mittel

gegen unkontrollierte Aggressionen und

Gewalt. Auch wenn Kämpfe verloren werden,

überwiegt der Respekt vor dem Gegner.

So ein Verhalten ist nicht selbstverständlich,

gehört aber fest zur Philosophie. Nach jedem

noch so kurzen Sparring wird „abgeboxt“

oder sich auch mal in den Arm genommen.

„Respekt und familiärer Umgang werden

hier großgeschrieben.“ Wichtig sei auch,

„dass die Kids sich an Regeln halten können

und keinen Scheiß auf der Straße bauen“, betont

Sönmez. Speziell nach dem Training,

wenn die Anspannung abfällt, merkt man,

dass man es mit sehr herzlichen und freundlichen

Menschen zu tun hat. Der Leon Fight

Club 12 scheint für viele so etwas, wie eine

kleine (Extra-)Familie zu sein. (LSB)

Kindersport- und Spielfest in Bremerhaven-Leherheide

Die Integrationsabteilung des Landessportbundes Bremen

unterstützt seit vielen Jahren das traditionelle Kindersportund

Spielfest im Bremerhavener Stadtteil Leherheide.

Auch in diesem Jahr waren mehrere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des LSB vor Ort, um die Besucher mit dem Sportmobil

und einem Aktions-Pavilion für Bewegungsangebote zu

begeistern. Vorrangiges Ziel des Leherheider Kindersport- und

Spielfestes ist die Vermittlung von Spaß und Freude an Bewegung

und Sport durch eine bunte Palette verschiedenster

Mitmach- und Kennenlern-Aktionen. Sport und Spiel bieten

ideale Möglichkeiten, damit Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

sich begegnen und miteinander in Kontakt

kommen können. Organisiert wird die Veranstaltung, die in

diesem Jahr unter dem Motto „Integration durch Aktion – Vielfalt

gestalten“ stand, vom Netzwerk Leherheide in Kooperation

mit dem Landessportbund Bremen. (LSB)

Foto: LSB

33


FRAUEN IM SPORT

„Extrem schnell extrem wohlgefühlt“

Fußballerin Sophie Walter ist beim SV Werder Bremen gut angekommen

Erst seit wenigen Wochen ist Sophie

Walter eine Bremerin. Für die 19-Jährige,

die im Sommer von der TSG 1899

Hoffenheim II an die Weser wechselte, war

der Umzug in den Norden ein großer Schritt,

den sie aber nicht bereut hat. Bereits nach

so kurzer Zeit scheint sie angekommen zu

sein: „Ich wurde bei Werder und in Bremen

großartig aufgenommen“, sagt das Mittelfeldtalent.

Vor allem die Herzlichkeit, mit der

sie im Kreise der Grün-Weißen konfrontiert

wurde, stimmt Sophie Walter positiv:

„Werder gefällt mir sehr gut. Gerade das

familiäre Gefühl ist toll. Ich habe mich extrem

schnell, extrem wohlgefühlt. Es macht

hier einfach Spaß.“

Doch nicht nur mit ihrer positiven

Ausstrahlung weiß die 19-Jährige zu überzeugen.

Auch auf dem Platz lässt Werders

neue Nummer Acht Taten sprechen. Bereits

in ihrem ersten Heimspiel gegen Borussia

Mönchengladbach traf Walter aus

der Distanz zum zwischenzeitlichen 2:1,

eine Woche später feierte sie ihr Startelf-Debüt

im Trikot des SVW. „Mein Ziel

ist es möglichst viel Spielzeit mitzunehmen.

Dass es jetzt schon so schnell klappt,

freut mich natürlich. Ich bin total zufrieden

und hoffe, dass es so weitergeht“, gibt

sie sich optimistisch.

Ein Grund, dass es sportlich so gut läuft,

ist der Wohlfühlfaktor der Stadt. Denn auch

in der Stadt Bremen fühlt sich Sophie Wal-

Sophie Walter fühlt sich auch in der Stadt pudelwohl.

Foto: werder.de

ter pudelwohl. „Bremen gefällt mir echt gut.

Die Stadt ist natürlich anders als die Städte,

die ich aus dem Süden kenne, aber ich habe

mich sehr gut eingelebt. Der Osterdeich mit

der Weser ist wunderschön, aber auch der

Bürgerpark ist super, um spazieren zu gehen.

Zudem kann man die Abende im Viertel

oder der Schlachte toll ausklingen lassen“,

erzählt Sophie Walter, die gekommen

ist, um ein wichtiger Teil des SV Werder zu

werden.

Mehr Informationen sowie ein Video unter

www.werder.de

LSB-Frauensporttag

14. September bei Vorwärts

Der Ausschuss „Frauen und Gleichstellung“

im Landessportbund Bremen veranstaltet

den diesjährigen Frauensporttag am Samstag,

14. September 2019, von 10 bis 15 Uhr

beim Verein Vorwärts als Kooperationspartner.

Ort des Geschehens ist die Violenstraße

27, 28195 Bremen.

Beim Frauensporttag können die Teilnehmerinnen

verschiedene Sportarten

ausprobieren, zusammen mit anderen

Frauen aktiv werden und Kontakte knüpfen.

Die Kosten betragen 10 Euro pro Person.

(LSB)

Fotos: LSB

34

Informationen und Anmeldungen bei Tina

Brinkmann-Lange, Tel. 0421 - 79 28 7 36,

E-Mail: t.brinkmann@lsb-bremen.de.


FRAUEN IM SPORT

„Der Ellenbogengesellschaft

etwas entgegensetzen“

Julia Hill vom Bremer Tennisclub von 1912 gewinnt und betreut Neumitglieder

In dieser Rubrik präsentiert der Ausschuss Frauen

und Gleichstellung des Landessportbundes Bremen

Frauen, die in ihrem Sportverein ehrenamtlich aktiv

sind und oftmals unbemerkt von der Öffentlichkeit

wertvolle Arbeit leisten.

Wenn ein Verein kontinuierlich

wächst und pulsierendes Leben

spürbar ist, hat das gute Gründe.

Ein ganz wichtiger Grund im Bremer Tennisclub

von 1912 ist Julia Hill. Als Verantwortliche

für Mitglieder-Gewinnung und Betreuung

von Neumitgliedern ist sie diejenige, die

Tennis-Interessenten und Neumitgliedern

den Verein und die Anlagen vorstellt. Sie

führt neue Mitglieder herum, zeigt ihnen die

Tennisplätze und Gebäude und macht sie

mit anderen Mitgliedern, den Trainer*innen

und dem Vorstand bekannt. Sie nimmt sie

mit zu Schnuppertraining und Montagstreff

für die Neuen. Über eine WhatsApp-Gruppe

können neue Mitglieder Tennisverabredungen

treffen. Außerdem gibt es einen Infoflyer

speziell für Neumitglieder.

Vor gut 10 Jahren, nach einer Berufsund

Familienpause, ist Julia auf der Suche

nach einem Sport für ihre Söhne wieder

zum Tennisspielen zurückgekehrt. Durch

Julias Initiative wurde der Aspekt der Mitgliedergewinnung

ein wichtiger Teil der

Vorstandsarbeit. Wie schafft es ein Verein,

neue Mitglieder zu integrieren? Was kann

getan werden, damit sich die neuen Mitglieder

heimisch fühlen, mit ihrem neuen

Verein identifizieren und mit langjährigen

Mitgliedern in Kontakt kommen? Welche

Angebote gibt es für neue Mitglieder und

wie kann man diese noch erweitern? Auf

diese Fragen hat Julia Antworten entwickelt

und ihre Ideen in die Tat umgesetzt.

Die Struktur für den Spielbetrieb des

Vereins bilden die Mannschaften und

Match-Partner. Mit ihrem geschulten Blick

findet Julia für neue Mitglieder eine Mannschaft,

in die sie menschlich und spielerisch

passen. Ohne Mannschaftszugehörigkeit

wäre es schwierig, Spiel-Partner zu finden.

Viele Vereinsmitglieder starten Anfang

Mai in die Saison. Neue Mitglieder werden

dann eingeladen, bei den Bundesliga-Spielen

dabei zu sein,

die Atmosphäre zu schnuppern

und die Spielerinnen und Spieler

des eigenen Vereins anzufeuern.

Neben den vielen ehrenamtlichen

Aktivitäten kommt der

eigene Sport nicht zu kurz: Julia

ist Mannschaftsführerin aktiv

bei Frauen-, Heim- und Auswärtsspielen.

Es ist offensichtlich, dass der

Funke überspringt. Die Rückmeldungen

von Neumitgliedern

sind eine schöne Bestätigung für

sie. Wenn jemand etwas wissen

möchte oder etwas sucht, heißt

es meistens: frag doch Julia.

„Wenn man über die Anlage läuft

und merkt, dass alle zufrieden

sind und freundlich grüßen, hat

man offensichtlich etwas Gutes getan. Ich

möchte der Ellenbogengesellschaft etwas

entgegensetzen.“

Der Funke springt über

Julia ist eine gute Netzwerkerin und genießt

die vielfältigen Kontakte, auch über

das Vereinsleben hinaus. Natürlich sind

nicht immer alle einverstanden mit bestimmten

Entscheidungen. Aber die Kommunikationskultur

des Vereins fängt das

auf. Mitglieder nutzen die Möglichkeit,

dem Vorstand eine Mail mit ihren Sorgen

zu schicken. Der Vorstand kümmert sich

darum, geht auf Bedenken und Vorschläge

ein.

Das Vorstandsteam besteht zurzeit aus

drei Frauen und sieben Männern. Alle sind

mit ihren verschiedenen Erfahrungen und

Fähigkeiten gleichermaßen wertvoll für

Julia Hill übernimmt symbolisch den Ball der Tennislegende Ruth

Overhues im Bremer Tennisclub von 1912. Foto: I. Voigt-Köhler

den Verein. Zwar sind die Frauen in der

Minderheit, jedoch von großer Bedeutung.

Bei einem Klausurtag fehlten zufällig alle

Drei und es war schon am Protokoll sofort

zu bemerken: Hier haben die Frauen gefehlt.

Und das nicht etwa als Protokollantin.

Schon in früheren Zeiten spielten Frauen

im Bremer Tennis Club von 1912 eine bedeutsame

Rolle: So bedeckt heute die Abbildung

von Tennislegende Ruth Overhues

die Rückwand des Gastraumes.

Mit ihrem Enthusiasmus steckt Julia

unweigerlich jeden an. Wenn man sich mit

ihr über das ehrenamtliche Engagement,

Tennis und den Verein unterhält, ist man

ganz schnell bei der Überlegung, vielleicht

auch mal eine Schnuppergelegenheit zu

verabreden. (INGE VOIGT-KÖHLER)

Sie kennen auch eine Frau, die für ihren Sportverein

aktiv ist? Dann schicken sie uns gerne

eine Mail an bildungswerk@lsb-bremen.de.

35


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AUS DEN VEREINEN

Deutsche Meisterschaft: TuS Komet Arsten gratuliert Tanja Bischoff und René Mathar

Foto: TuS Komet Arsten

Tanja Bischoff, tätig als Trainerin und Spielerin des TuS Komet

Arsten, hat erfolgreich an der diesjährigen Deutschen Meisterschaft

035 – 075 in Langenfeld (NRW) teilgenommen. In mehreren

Wettbewerben konnte sie ihre Spielstärke erneut unter Beweis

stellen. Im Damen Doppel O40 ging Tanja mit ihrer Partnerin

Stefanie Schmidt vom Berliner Sport-Club an den Start. Bis zum

Finale konnten sich die Beiden erfolgreich gegen die starke sportliche

Konkurrenz durchsetzen. Im Finalspiel waren dann leider die

Gegnerinnen von Tanja und Stefanie stärker und konnten das Spiel

mit 21:13 und 21:18 für sich entscheiden. Somit ist Tanja Bischoff

Zweitplatzierte geworden und darf sich ab sofort Vizemeisterin

nennen. Ein weiterer Erfolg gelang René Mathar. Er gewann die

C-Rangliste im Herren Einzel O19. Er und Tanja Bischoff bescherten

dem Verein damit doppelten Erfolg.

Die neuen Bremer Landesmeister

Fußball: Die Ü32-Mannschaft der CF Victoria Bremen feiert die letzte Saison

Seit der Saison 14/15 geht die Ü32-Mannschaft des Vereins CF

Victoria Bremen in der höchsten Kreisklasse der Ü32 auf Punktejagd.

Nun ist die Ü32-Mannschaft sogar Bremer Landesmeister geworden.

In einem knappen Saisonfinale hielten die Fußballer dem

Druck des Gegners, der sich mit dem Blumenthaler SV als starker

Konkurrent entpuppte, Stand und konnten das Match letztendlich

mit vereinter sportlicher Kraft für sich entscheiden. Ein unglaublicher

Erfolg, der im Anschluss natürlich mit kühlem, hiesigem Bier

begossen wurde.

Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel – und so hat das Team

aus dem Bremer Süden schon das nächste Ziel vor Augen: Die Ü32-

DAHSC, der nach wie vor inoffiziellen deutschen Meisterschaft.

Neben jeder Menge Selbstvertrauen, das der CF Victoria mit dem

Meistertitel gewonnen hat, soll die Mission Titelverteidigung in

der neuen Saison dennoch mit Demut angegangen werden. Das

Trainergespann um Holtmann, Brandt und Frey wird dafür einige

Taktik-Tricks aus dem Hut zaubern müssen. Zudem dankt das

Trainerteam allen Freunden und Familien, die den fußballerischen

Zauber in der abgelaufenen Saison ermöglicht haben.

Foto: Norman Böttger

37


AUS DEN VEREINEN

Die Gegner auf die Plätze verwiesen

Beach-Volleyballer von Bremen 1860 gewinnen Nordwestdeutsche Meisterschaften

Frisch formiert hat das Duo um Andreas Gronwald und Axel Thuernagel

bei den Nordwestdeutschen Seniorenmeisterschaften

der Ü53 im Beach-Volleyball brilliert und das Turnier gewonnen.

Auf dem Platz in Bad Zwischenahn verwiesen die beiden Sportler

des Vereins Bremen 1860 sowohl das Duo Lutz-Peter Dittmann/

Heiko Stührenberg als auch das Team Wilfried Galle/Reinhard

Hensing, beide von der VSG Ammerland, auf die Plätze. „Wir wollen

uns für die Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften der

Senioren in Berlin qualifizieren“, sagt Andreas Gronwald über

die gesetzten Saisonziele. Um das erreichen zu können, müssen

die 1860er in der Deutschen Seniorenrangliste unter die Top-16-

Teams kommen. Dafür sind weitere erfolgreiche Turnierteilnahmen

notwendig.

Vorbereitend auf die Meisterschaft in Bad Zwischenahn, traten

Gronwald/Thuernagel unter anderem zuvor bei der Hamburger

Landesmeisterschaft Ü47 an, wo sie den sechsten Platz erzielten.

„Aktuell sind wir in der Rangliste für die Deutschen Seniorenmeisterschaften

auf Platz 5“, sagt Axel Thuernagel. Der Traum lebe

somit weiter.

Foto: Axel Thuernagel

Siegreicher Kurs

Die Bremer Segelyacht „Castor“ gewinnt erneut bei der Classic Week 2019

Foto: Sören Hese

38

Im Juni fand die vierte „Classic Week“ auf der Ostsee statt. Obwohl

viele Yachten am Start waren, die von den Bremer Traditionswerften

wie Abeking & Rasmussen, de Dood und Burmester gebaut

wurden, war die Zahl der Teilnehmer aus Bremen leider überschaubar.

Die insgesamt 150 Boote waren in 13 Gruppen eingeteilt, wobei

für jedes Boot noch ein Klassiker-Rennwert festgelegt wurde.

Von den sieben Regatten kamen für jedes Boot die jeweils

fünf besten Ergebnisse in die Wertung für das Gesamtergebnis.

Die 5KR-Yacht „Castor“ mit Liegeplatz beim Bremer-Sport-

Club am Wieltsee wurde mit vereinter Familienpower gesegelt.

Sowohl Eigner Dr. Volker Weddige, sein Sohn Dr. Olaf Weddige als

auch dessen Ehefrau Julia waren an Bord. Dazu kamen bei zwei

Regatten der Enkel Jonathan (neun Jahre) und die Enkelin Emilie

(acht Jahre), sodass von einem 3-Generationen-Boot bei der Siegerehrung

gesprochen wurde. Bei der Schlussabrechnung konnte

die Castor drei erste Plätze sowie einen zweiten und einen dritten

Platz vorweisen. Das reichte für den Gesamtsieg in der Gruppe der

5KR-Yachten.


Triathlon-Premiere mit 54 Jahren

7-Türme-Triathlon in Lübeck: Veit Sorge darf sich stolz „Finisher“ nennen


Eine Stunde, vierundzwanzig Minuten und zehn Sekunden geschwommen,

gefahren und gelaufen: Beim 7-Türme-Triathlon

2019 in Lübeck, bewältigte Veit Sorge von den Triathlöwen seinen

ersten triathletischen Wettkampf überhaupt – und das im Alter

von 54 Jahren.

Etwa ein Jahr ist es her, dass Michael, mittlerweile ein sehr guter

Freund Sorges, dem frisch gebackenen Triathleten über den Weg

lief und ihn mit seiner persönlichen Geschichte sportliche Anreize

verschaffte: Er hatte sich über Jahre hinweg aus einer ernsthaften

Krise heraus zu einem leistungsstarken und überzeugten Triathleten

aufgebaut. Bei einer gemeinsamen Radtour meinte er: „Versuch

es doch auch mal behutsam mit Laufen.” Das tat Veit Sorge,

las Laufbücher, um nichts falsch zu machen, und erlebte allmählich

gute Fortschritte. Das machte Lust auf Disziplin Nummer Drei,

das Schwimmen. Die Idee der sich ergänzenden Kombination der

Sportarten faszinierte. Es folgte ein Kraulkurs bei den Bremer Bädern.

Im Gespräch mit Michael reifte gleichzeitig die Idee, zu Pfingsten

2019 Nägel mit Köpfen zu machen und gemeinsam am Lübecker

7-Türme-Triathlon teilzunehmen. Doch Veit Sorge wusste:

Als Autodidakt anzutreten wäre ein unkalkulierbares Risiko. Also

durchforstete er die Bremer Vereine und wurde fündig: die Triathlöwen

Bremen. Für den Neu-Sportler rückblickend die einzig

richtige Entscheidung. Zwar erforderte es eine gewisse Gewohnheit,

unter erfahrenen und top trainierten Triathleten erste eigene

Fortschritte festzumachen. Umso schneller spürte Sorge dagegen:

Eine herzliche und offene Atmosphäre im Verein – das spornt an.

Mit viel Training, Durchhaltevermögen und Geduld stellten sich

die ersten Fortschritte ein, zunächst unbemerkt und dann immer

deutlicher. Die mit der Anmeldung in Lübeck verbundene Angst

des Scheiterns wandelte sich innerhalb weniger Monate in ein zuversichtliches

„das ist mindestens machbar“. Als der Wettkampftag

letztendlich vor der Tür stand, ging alles ganz schnell: Check In,

Einrichten in der Wechselzone, Vorbesprechung, dann gleich Löwen-Einteiler,

Transponder und Neopren anlegen, und schon ging

es zum Start ins Wasser. Ehe sich Veit Sorge versah, war der Wettkampf

bereits vorbei. Das Ergebnis: die bislang schnellsten 5000

Meter des Sportlers, eine „Finisher“-Medaille sowie ein strahlendes

Gesicht.

Veit Sorge ist stolz auf seinen ersten Triathlon.

AUS DEN VEREINEN

Foto: Triathlöwen Bremen

Der erste internationale Wettbewerb

Als deutscher Vertreter: SG Findorff belegt 2. Platz bei den T10 European Cricket League

Im La Manga Resort in Südspanien fand die Meisterschaft um die

T10 European Cricket League statt. Am Start waren Mannschaften

aus acht Nationen. Die Mannschaft der SG Findorff vertrat

Deutschland.

Los ging es in einer Vierergruppe zusammen mit Italien, Spanien

und Russland. Das Auftaktspiel gegen Italien verlor die SG

Findorff, aber von da ab war klar, dass hier nur gute Gegner am Start

sind. Und das war dann die Motivation für die nächsten Spiele. Mit

einer Steigerung von Spiel zu Spiel gelang zum Schluss sogar der

Gruppensieg. Im Halbfinale ging es dann gegen die als Favoriten

eingeschätzten Dänen. Mit tollem Kampf gelang SG Findorff der

Einzug in das Finale. Zwar wurde das Finale dann gegen das Team

aus Rotterdam verloren, es blieb aber für die SG Findorff Cricket

Mannschaft unter der Organisation von Nisar Tahir ein herausragender

2. Platz in diesem ersten internationalen Wettbewerb, und

so machte sich die Mannschaft stolz und glücklich auf den Heimweg.

Foto: SG Findorff

39


AUS DEN VEREINEN

Ein Wiedersehen im großen Finale

Bowling: Die Brüder Andre und Timo Schröder gewinnen Gold im Herren Doppel

Ein Sieg, der in der Familie blieb: Bei den Deutschen Bowling Meisterschaften

2019 gewannen die Brüder Andre und Timo Schröder

im Doppel die Goldmedaille und knüpften damit an ihre eigene

Erfolgsserie an.

So konnten die beiden in den letzten drei Jahren bereits zweimal

den Vizemeistertitel für sich entscheiden. Einer dieser Erfolge

ereignete sich 2016 sogar an der gleichen Bowlingbahn, auf

der auch in diesem Jahr gespielt wurde. Die Sportler mussten sich

damals im Finale einem Doppel aus Bayern geschlagen geben. In

diesem Jahr startete das Team solide in den Wettbewerb und fand

sich nach sechs von zwölf Spielen der Vorrunde mit 2.549 Pins auf

dem 12. Platz wieder. Um das KO-Finale zu erreichen, mussten sie

unter die Top 6 kommen, auf die sie einen Rückstand von 69 Pins

hatten. Am zweiten Tag der Vorrunde konnten sich die Brüder dann

mit 2.843 Pins um zehn Plätze verbessern und landeten mit insgesamt

5.391 Pins auf dem 2. Platz. Durch die gute Platzierung nach

der Vorrunde waren sie damit für das Halbfinale gesetzt. Dort trafen

sie auf das Brandenburger Doppel um Stefan Bock und Philipp

von Treskow. Gespielt wurde im sogenannten Bakersystem: Zwei

Sportler spielen gemeinsam ein Spiel, und das Doppel, das als erstes

zwei Spiele gewinnt, kommt eine Runde weiter. Mit 2:1 ging es

von dort aus direkt ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im

Finale gab es dann ein sportliches Déjà-vu – und ein Wiedersehen

mit dem Doppel aus Bayern, das Andre und Timo Schröder 2016

den Titel gekostet hatte. In diesem Jahr konnten sich die Brüder am

Ende jedoch mit 2:1 durchsetzen und dürfen sich nun stolz Deutscher

Meister nennen.

Die neuen Deutschen Meister: Andre und Timo Schröder. Foto: T. Schröder

Nähere Infos unter www.bremen-bowling.de

40

Grundlagen des Bowling-Sports erlernen

Bowling Union Bremen: Das Jugendprojekt des Vereins trägt erste Früchte

Gute Aussichten für die Bowling Union Bremen: Das im Januar

2018 ins Leben gerufene Jugendprojekt des Vereins trägt seine ersten

Früchte. Von den sieben Jugendlichen, die ihre Trainingsstunden

unter qualifizierter Anleitung im Bowlingcenter Strikee’s Findorff

absolvierten, werden die Bremer Teilnehmer ihre erlernten

Fähigkeiten in einem ersten Wettbewerb unter Beweis stellen können

und bei den Jugend-Landesmeisterschaften den Leistungswettkampf

in der Bezirks-Liga stärken.

Junge Menschen, die mit Bowling liebäugeln und Lust haben,

den Sport selbst einmal auszuprobieren, können sich an die Bowling

Union Bremen wenden. Dort wird das Bowling-Jugendprojekt

in den Monaten September, Oktober und November fortgesetzt.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit werden die Trainingszeiten allerdings

unterbrochen. Sowohl erfahrene Bowler wie Tom Müllerstedt,

Lennard Kröger, als auch andere qualifizierte Bowlingspieler

vermitteln im Rahmen des sportlichen Projektes an potenzielle

Nachwuchstalente die grundlegenden Bewegungs- und Spieltechniken

des Pin-Sports.

Nähere Informationen zum Bowling-Jugendprojekt und weiteren Aktivitäten

des Vereins Bowling Union Bremen sind erhältlich unter

www.bremen-bowling.de.

Foto: BUB


Wiederholungstäterin mit zwei Medaillen

Ursula Bibow: Die sehbehinderte Sportkeglerin von Bremen 1860 verteidigt Meistertitel

Sie hat es schon wieder getan: Ursula Bibow hat ihren Titel bei den

Deutschen Meisterschaften im Sportkegeln für Menschen mit Behinderung

in der Sektion Bohle verteidigt. Die Sportlerin von Bremen

1860 holte in Stralsund in der Kategorie „Sehschwach“ 590

Punkte und hatte damit 30 Zähler mehr erreicht als ihre Konkurrentin

Irina Feist vom AWO Nordseesport Wilhelmshaven. Einige

Tage später schnappte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften

in der Sektion „Schere“ im rheinland-pfälzischen Morbach auch

noch die Silbermedaille. Neben Ursula Bibow trat Teamkollege

Dieter Becker als zweiter Bremer bei den Turnieren an. Er holte

ebenfalls in der Kategorie „Sehschwach“ auf Bohle den dritten und

in der Sektion „Schere“ den vierten Platz.


AUS DEN VEREINEN

War wieder sportlich erfolgreich: Ursula Bibow (2. v. l.). Foto: 1860 Bremen

Stolz auf die Jugend

Arberger Lichtkids belegen 5. Platz bei

den Landesverbandsmeisterschaften

Foto: Schützenverein Arbergen

Gerade mal zwei Jahre trainierten sie mit dem Lichtpunktgewehr.

Dennoch schafften es die jüngsten Arberger Schützen auf den 5.

Platz bei den Landesverbandsmeisterschaften. Eine tolle Leistung

der Kinder. Die glorreichen Drei heißen: Sofie Thiel, Lisa Sophie

Wetjen und Finn Wienberg. Aus einer Handvoll Kids baute Jugendleiter

Mirco Wienberg eine beachtliche Abteilung von fast 30 jungen

Menschen auf und sichert damit seinem Verein, dem SV Arbergen,

die Zukunft. Sein Engagement wird von den Jugendlichen mit

tollen, sportlichen Leistungen belohnt. Inzwischen wird zweimal

wöchentlich trainiert, aber auch neben dem Training verbringen

Sportler und Betreuer Zeit miteinander. Dann stehen Darts, Tischkickern

oder auch einmal ein Filmabend mit mehr als einem Duzend

Jugendlichen im Vereinsheim inklusive Übernachtungen auf

dem Programm. ,,Ich bin schon sehr stolz auf ‚meine‘ Jugend“, freut

sich Wienberg und mit ihm der gesamte Vorstand.

Silberne Ehrennadel

Auszeichnung für Fecht Club Bremen Nord

Sportliche Ehrung in Bremen Nord: Der Kreissportbund Bremen-Nord

hat die Fechter der Degenmannschaft des Fecht Club

Bremen Nord (FCBN) für ihre sportlichen Erfolge in den letzten

sechs Jahren ausgezeichnet. Die Sportler erhielten die silberne

Ehrennadel. Hintergrund der Auszeichnung war eine langjährige

und beständige Erfolgsserie das Vereins. Das in wechselnder Besetzung

startende Team des FCBN erreichte dreimal das Finale des

Deutschlandpokals als eine der acht besten Mannschaften von weit

über 100 teilnehmenden Teams. Der FCBN gewann in der Vergangenheit

bereits regelmäßig die Bremer Landesmeisterschaft und

erreichte eine gute Platzierung bei der letzten Deutschen Meisterschaft

im „Herrendegen Mannschaft“.

Nähere Informationen unter www.fecht-club-bremen.de

Foto: Fecht Club Bremen Nord

41


AUS DEN VEREINEN

Lauf-Quartett liefert Saisonbestleistung

Leichtathletik: 4x100 Meter Frauenstaffel des TuS Komet Arsten wird Vizemeister

Foto: TuS Komet Arsten

Bei den gemeinsam vom Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik-Verband

ausgetragen Landesmeisterschaften der Männer,

Frauen und Jugend U18, verkaufte sich die 4x100 Meter Frauenstaffel

des Bremer LT ausgezeichnet. Das Quartett musste sich als

Vizemeister nur der aktuell zweitschnellsten deutschen Vereinsstaffel,

dem SV Werder Bremen, geschlagen geben.

Die noch der Jugend U20 angehörende Milena Gojnic, Patricia

Wulf, Isabel Bierwirth und Anneke Köpp (alle BLT/TuS Komet Arsten)

steigerten ihre Saisonbestleistung auf 48,72 Sekunden.

Langwierige Verletzungen, studiumbedingte Abwesenheitszeiten

und Abiturprüfungen hatten dafür gesorgt, dass die erfolgsverwöhnten

Staffelläuferinnen des Bremer LT in den ersten zwei Saisonrennen

enttäuscht die Bahn verlassen hatten. So war bei den

Deutschen Meisterschaften U23 eine Woche zuvor nur Platz 15

herausgesprungen. Mittlerweile greifen die Automatismen und die

Wechselpaare harmonieren immer besser.

42

Zwei Treppchen-Plätze in Osterholz

Der Gymanstics Club bestreitet erfolgreich sein Wettkampfdebüt

Fünf Turnerinnen haben für den Gymnastics Club Bremen ihr

Wettkampfdebüt gegeben. Nach langer Wettkampfpause und kurzer

Wettkampfvorbereitung ist das Ergebnis beim Osterholzer

Sommer-Cup hervorragend ausgefallen. In der Jahrgangsklasse

2006/2007 ist Rosa Bredehorst angetreten. Ihr bestes Gerät war der

Stufenbarren. Der Schwebebalken lief nicht ganz optimal, sie rutsche

am Ende beim Salto-Abgang leider vom Balken ab und konnte

die Landung nicht stehen. Dies lies Rosa auf dem guten 4. Platz

landen.

Kaya Schröder zeigte eine tolle Bodenübung mit einem Flick-

Flack. Sie konnte als 6. aus dem Wettkampf gehen. Auf Platz 5 turnte

sich Marilena Weber, auf dem Stufenbarren schnitt auch sie am

besten ab. Für die nächsten beiden Turnerinnen vom Gymnastics

Club lief es so gut, dass ein Treppchen-Platz dabei herauskam. Den

Anfang machte Emilia Kaller, die am Ende Bronze holte. Joelle Samulski

hat alles getoppt. Ihre besten Geräte waren der Sprung mit

einem absolut guten Überschlag über den Tisch und der Stufenbarren.

Auch am Schwebebalken und Boden gab es von ihr technisch

gute und sauber geturnte Übungen. Somit konnte sie mit 3,20

Punkten Vorsprung die Goldmedaille in Empfang nehmen.

Foto: Gymnastics Club Bremen


16 Jahre Kindertanztheater des LBSV

Sportgruppe feiert Fest mit buntem Rahmenprogramm in der Volkmannstraße

Es ist zwar kein rundes Fest, dennoch hat die Sportgruppe „Kindertanztheater“

des Landesbetriebssportverbandes Bremen (LBS)

einen Grund zu feiern. Ihren 16. Geburtstag begeht die Gruppe

um Leiterin Nonna Melikova am Freitag, 27. September, auf dem

Sportgelände an der Volkmannstraße von 16 bis 19 Uhr mit einem

bunten Programm. Unter anderem wird ein Grill aufgebaut, es gibt

gebackene Waffeln, Kinderschminken, und es werden Tänze aufgeführt.

Weil die Fachgruppe Fußball Bremen-Stadt des LBSV zeitgleich

ihre Halbfinal-Spiele des Master Cups ausführt (18.30 Uhr

und 19.45 Uhr; Finale am 2. Oktober), soll es vor dem ersten Halbfinalspiel

ebenfalls eine kleine Aufführung der jungen Tänzerinnen

und Tänzer zur Einstimmung auf dem Kunstrasenplatz geben.


AUS DEN VEREINEN

Foto: LBSV

Foto: Annette Leenheer

Gymnastik- und Tanzpädagoge werden

Vollzeitausbildungen im Bewegungsbereich bei impuls e. V. bele

Der Verein impuls e. V. bietet Gymnastik- und Tanzkurse für Jung

und Alt an und unterhält zwei Schulen für Bewegungspädagogik

bzw. Bewegungstherapie. Zudem hat der Hastedter Verein unterschiedlichste

Fortbildungen im Bewegungsbereich im Programm.

Im Oktober starten die schulischen Vollzeitausbildungen. Menschen

jeden Alters, die gerne im Sportbereich tätig werden möchten,

können sich z. B. zur/zum Gymnastik- und Tanzpädagogin/

Tanzpädagogen ausbilden lassen. Für die zweijährige Ausbildung

gibt es die Möglichkeit Schüler- bzw. Meisterbafög zu beantragen.

Wenn eine Förderungsberechtigung vorliegt, können auch Bildungsgutscheine

die Finanzierung unterstützen.

Bevor die neuen Ausbildungen starten, wird am 15. September

das Vereinsjubiläum mit einem Sommerfest auf dem Vereinsgelände

in der Fleetrade 78 begangen. Auskünfte gibt es telefonisch

unter 0421/498 94 94 oder per Mail an info@impuls-bremen.de.

Ein Querschnitt der Möglichkeiten

Rückblick auf 100 Jahre Frauenturnen: Jubiläumsfeier beim TV Eiche Horn

Eine Tatsache, die heutzutage kaum vorstellbar ist: Zuerst musste

die Satzung des Vereins geändert werden, erst dann war es Frauen

erlaubt, sich sportlich zu betätigen – als Mittel zur ‚körperlichen

und sittlichen Kräftigung‘. 100 Jahre ist das nun her. Heute ist die

Turnabteilung mit mehr als 1000 Mitgliedern die größte Sparte

beim TV Eiche Horn. Zur Jubiläumsfeier wurde ein buntes Programm

angeboten – ein Querschnitt durch die Möglichkeiten der

sportlichen Betätigung (nicht nur für Frauen).

Sandra Schmitz, Leiterin der Turnabteilung und Organisatorin

des Festes, konnte unter den Gästen auch Ingelore Rosenkötter,

Präsidentin des Bremer Turnverbandes, begrüßen. Die Präsidentin

sprach in ihrem Grußwort von starken Frauen, die sich ihre

Rechte erkämpfen mussten und heute eine der tragenden Säulen

der Sportbewegung sind. Alle Anwesenden genossen den Festtag

entweder bei der aktiven Teilnahme an einem der Workshops oder

beim Zusehen.

Foto: Sabine Heuke

43


AUS DEN VEREINEN

Silber für Bremerhavens Rollkunstläufer

ERC-Bremerhaven: Athletin Sarah Kristin Behlen wird Vize-Weltmeisterin in Barcelona

Die 18-jährige Rollkunstläuferin Sarah Kristin Behlen (links) darf sich über eine Silbermedaille freuen.

Foto: R. Corbelletti

Bei den Weltmeisterschaften im Rollkunstlaufen im Rahmen der

World Roller Games 2019 in Barcelona hat die 18-jährige Sarah

Kristin Behlen vom ERC Bremerhaven in der Disziplin „Pflicht“ in

der Juniorenklasse die Silbermedaille gewonnen.

Gegen 22 Starterinnen aus 14 Nationen und fünf Kontinenten

schaffte die Gymnasiastin bei ihrem ersten WM-Start einen

wahren Paukenschlag. Der Titel ging an Gioia Belloni aus Italien.

Behlen zeigte sich von Beginn an souverän und sorgte für große

Freude auch im Lager des Deutschen Rollsport- und Inlineverbandes

(DRIV). Medaillen auf Deutschen oder Europameisterschaften

konnte die Schülerin von Astrid Hoßfeld-Bader in den vorherigen

Altersklassen schon einige gewinnen, aber ihr Auftrit in Barcelona

stellt zweifelsfrei den Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn dar. Es

ist der erste Gewinn einer WM-Medaille seit 2006 für Bremerhavens

Rollkunstläufer und schon die 18. WM-Medaille des Seestadtvereins

insgesamt.

Foto: MTV „Eiche“ Schönebeck

44

Dankeschön fürs sportliche Engagement

Im Ortsamt Vegesack: Drei Übungsleiter vom MTV „Eiche“ Schönebeck geehrt

Der MTV „Eiche“ Schönebeck hat drei Übungsleiter für ihre Dienste

und ihr Engagement geehrt. Die Auszeichnung fand im Sitzungssaal

des Ortsamts Vegesack statt. Inge Mahler wurde für ihr

unerbittliches Engagement in der Sportart Prellball geehrt. Sie hat

aus dem Verein eine Prellball-Hochburg gemacht und bewegt ihre

Schützlinge mehrmals die Woche stundenlang in verschiedenen

Gruppen in den Hallen. Edmund Gliedt, Oberturnwart und Badminton-Übungsleiter

im MTV „Eiche“ Schönebeck erhielt seine

Laudatio von Werner Mäden, seinem ewigen Begleiter seit über 30

Jahren. Der jüngste Übungsleiter, der geehrt wurde, ist Sebastian

Schütt. Er wurde vom MTV „Eiche“ Schönebeck und dem Lüssumer

SV für seine Dienste und sein Engagement vorgeschlagen. Mit seinen

24 Jahren ist er höchst engagiert, leitet insgesamt vier Gruppen

und hat davon drei neu aufgebaut. Neben dem Jungenturnen

im LSV leitet er eine Fitnessgruppe und zwei Trampolingruppen im

Verein.


Pokale, Urkunden und Medaillen

Breitensporttag bei den Minigolfern / Auch Bahnen-Golf-Club Bremen beteiligt

Unter dem Slogan „Family Event“ bietet der Deutsche Minigolfsport

Verband seit mehreren Jahren eine Breitensportveranstaltung

an. Auch der Bahnen-Golf-Club Bremen (BGC) hat sich auf

seiner Anlage in der August-Bebel-Allee daran beteiligt.

Sechs Familien starteten in drei spannende Runden, um ihre

Sieger in der Familienwertung, aber auch in den Einzelkategorien

der Damen, Herren und Jugendlichen auszuspielen. Ein wenig

Unterstützung wurde ebenfalls angeboten. So durfte am Netz nur

die halbe Schlagzahl notiert werden, da hier der 50:50 Joker zum

Einsatz kam. Außerdem hatte jeder Akteur die Chance, einmal in

jeder Runde an einer Bahn einen BGC-„Profi“ für sich spielen zu

lassen. Doch nicht nur durch diese professionelle Unterstützung

fielen viele sehr gute Ergebnisse. Bei den Herren war eine 36 das

beste Rundenergebnis. Tolle 38 Schläge standen sowohl bei den

Damen als auch den Jugendlichen als „Best of“ im Protokoll. Wie

auch die Gewinner in den Einzelkategorien, freute sich die Siegerfamilie

über Pokale, Urkunden und Medaillen.


AUS DEN VEREINEN

Foto: BGC Bremen

Foto: MGV Bremen

25 Jahre Miniatur-Golf-Verein Bremen e. V.

Der Verein zelebrierte sein Jubiläum mit einer sportlichen Geburtstagsfeier am Osterdeich

Der Miniatur-Golf-Verein Bremen e. V. (MGV) blickt auf ein

25-jähriges Bestehen zurück. Ein Anlass, der sportlich gefeiert

wurde. So organisierte der Verein ein Pokalturnier auf dem vereinseigenen

Platz am Osterdeich.

Der Einladung zum Pokalturnier „25 Jahre MGV Bremen e. V.“

folgten insgesamt 64 Minigolferinnen und Minigolfer aus Bremen,

Hamburg, Cuxhaven, Lüneburg, Hannover, Bad Nenndorf,

Göttingen, Gebhardshagen (Salzgitter), Kassel, Magdeburg, Ludwigshafen

und Frankfurt. Neben Hobbygolfern und erfahrenen

Athleten befanden sich darunter auch ehemalige und aktuelle

deutsche Meisterinnen und Meister. Nach dem ersten Turniertag

richteten die Mitglieder des MGV Bremen ihre Anlage für die

Geburtstagsparty her. Nach einer Ansprache des ersten Vorsitzenden

Marcus Leuthäußer sowie der Übergabe von allerlei Präsenten

durch die befreundeten Vereine konnte die Party starten.

Bei gemütlichem Fackelschein wurde auf dem Platz noch die eine

oder andere „Jux-Runde“ gedreht, sei es eine „Ass-Runde“ mit nur

einem Ball oder das einhändige Bewältigen der Bahnen.

Juli 2019

August 2019

September 2019

OPEN-AIR-

SOMMER

Konzerte, Theater,

Festivals & mehr

200 JAHRE BREMER

STADTMUSIKANTEN

Breminale

Fünf Tage Musik und Kultur

„Herz Kraft Werke“

Sarah Connor präsentiert ihr neues Album

Simply the best

Neue Show im GOP Varieté-Theater

Alena Fritz über Fußball, Fan-Kult und ihr Leben in Bremen

Cargobikes

Neuer Logistik-Trend

Saisonstart

Jonny Otten blickt auf Werder

Berufswunsch Artist

Das Duo „One Line“ über seine Entstehung

Model an der Weser

AUFBRUCH

INS EIS

Die Intendantin

Radio Bremen: Mit Yvette Gerner ist erstmals eine Frau an der Spitze der Medienanstalt

Forschungsschiff

„Polarstern“

legt ab

Musikvideoshow

Veranstalter Stevie Schulze im Interview

„Fliegende Funken“

Gesellschaftskritisches Improtheater

„Ich bin Ich“

Die Selbstporträts der Paula Modersohn-Becker

Kim Behrens beweist Stärke: Bremer Beachvolleyballerin im Interview

Die Kämpferin

Jeden Monat neu:

Interviews, Reportagen, Porträts, Fotostorys,

Kolumnen und Berichte

www.stadtmagazin-bremen.de

45


AUS DEN VEREINEN

Wenn der Trainingsaufwand belohnt wird

Zweites Technikturnier: Taekwondo-Sportler des TV Oberneuland erfolgreich

Foto: Simone Dieling

Sehr aktiv und erfolgreich waren die Sportlerinnen und Sportler

der TG Hanse/TV Oberneuland. Zwölf Aktive reisten nach Garbsen

bei Hannover, um sich dort beim zweiten Technikturnier zu beweisen.

Der große Trainingsaufwand wurde dort mit zahlreichen

Medaillen belohnt.

Das Ziel eines jeden Sportlers beim Taekwondo ist der Schwarzgurt,

der Meistergrad. Genau diese Leistung haben drei Sportler der

TG Hanse/TV Oberneuland in Bomlitz erbracht. Rabea Gamgani,

Nele Köhler und Toya Ehigie hatten jeweils eine überdurchschnittlich

gute Prüfung abgelegt und sind ab sofort berechtigt, den Meistertitel

mit dem entsprechenden Gurt zu tragen. Als letzte Prüfung

vor den Sommerferien stand noch die Kup-Prüfung an. Hier nutzten

gleich 25 Sportlerinnen und Sportler der TG Hanse/TV Oberneuland

die Chance, die nächsthöhere Graduierung zu erreichen

und stellten sich den Anforderungen einer solchen Kup-Prüfung.

Alle 25 hatten am Ende bestanden.

46

Standsicher, kraftvoll und präzise

Taekwondo: Turaner Werner Unland gewinnt „Austrian Open Technik“

Mit einer kleinen Sensation konnte der Taekwondo-Sportler Werner

Unland von Tura Bremen bei den „Austrian Open Technik“ in

Innsbruck aufwarten.

Mit dem zweiten Platz in der Vorrunde deutete sich bereits an,

dass Unland bei der Medaillenvergabe ein deutliches Wörtchen

mitreden würde. Standsicher, mit kraftvollen, präzisen und hohen

Trittkombinationen schob sich Unland im Halbfinale auf den ersten

Platz vor. Auch im Finale behielt der Turaner die Nerven und

gab sich gegenüber seinen Gegnern aus der Schweiz, Schweden,

Dänemark und Norwegen keine Blöße. Nach der Bronzemedaille

im vergangenen Jahr ging jetzt die Goldmedaille an Unland. Der

Turaner verwies Vize-Europameister Jörn Andersen aus Dänemark

und den EM-Dritten, Kai Müller aus Hessen, auf die Plätze 2 und 3.

Für den Sportler und seinen Trainer Roland Klein eine kleine Genugtuung

nach der nicht erfolgten Nominierung für die im Frühjahr

ausgetragene Europameisterschaft.

Nähere Infos unter www.tura-bremen.de

Foto: Tura Pressestelle


„Größtes Fest im Bremer Schützenbund“

Neues Königshaus gekührt: Rückblick auf das Borgfelder Schützenhaus 2019

Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Borgfelder vier Tage

lang das Borgfelder Schützenfest. „Es ist das größte Fest im Bremer

Schützenbund“, betonte der 1. Vorsitzende der Borgfelder Schützengilde,

Ingo Buchenau. Im Mittelpunkt des Festes stand das

Ausschießen eines neuen Königshauses. Nach einem spannenden

Wettkampf setzte sich hier Wilfried Mügge durch. Er darf nun ein

Jahr Land die Königskette tragen. Vizekönigswürden errang Wolfgang

Zabel. Als Damenlorbeerkönigin setzte sich Kathrin Hasemann

durch. Vizekönigin wurde Bertha Mügge. Das Königshaus

wir komplettiert durch die Kindervolkskönigin Annina Schmidt,

die Volkskönigin Marion Geisendorf, die Schülerkönigin Minken

Hasemann, die Jugendkönigin Mia Hasemann und den Juniorenkönig

Nilas Christoph. Höhepunkt des Borgfelder Schützenfestes

war der traditionelle Festumzug.

Spiel, Sport und Spaß im Sommer

KSB Bremen-Stadt: Sechs Wochen Ferienprogramm erfolgreich abgeschlossen


AUS DEN VEREINEN

Foto: Simon Lohbeck

Foto: Gabi Piontkowski

Der Kreissportbund Bremen-Stadt blickt auf ein erfolgreiches Ferienprogramm

zurück, das mit einem bunten Auftaktprogramm

auf dem Bremer Marktplatz startete.

Zur Ferienmitte ging es beim Familienfest am Werdersee actionreich

her. Bei sommerlichen Temperaturen luden verschiedene Luftspielgeräte

zum Hüpfen ein. Eine Wasserbaustelle konnte von den

Kindern fantasievoll zusammengebaut werden und anschließend

stand das Spielen an erster Stelle. Ums Wasser ging es bei der Kanusportabteilung

von TURA Bremen. Den Verkehrsregeln widmete

sich dagegen die Verkehrswacht Bremen-Stadt, die mit ihrem Rollerparcour

am Werdersee waren. Der Bahnen-Golf-Club Bremen

hatte transportable Minigolfbahnen im Gepäck. Auch Fußball-Minigolf

wurde am Werdersee gespielt.

Zahlreiche Vereine und Organisationen füllten das sechswöchige

Sommerferienprogramm. Kinder und Jugendliche konnten dabei

verschiedene Sportarten ausprobieren und kennen lernen. Kleine

Seeräuber enterten das Schiff No. 2 von Hal över bei den Piratenfahrten,

die vom Kreissportbund Bremen-Stadt in Zusammenarbeit

mit der Sparkasse Bremen, Hal över und dem Theater Interaktiwo

initiiert wurden.

47


AUS DEN VEREINEN

Feierstunde im

Ortsamt Vegesack

Für ihr Engagement: Sportler und Trainer

des Turnkreis Bremen Nord geehrt

Der Turnkreis Bremen Nord ehrte seine verdienten Sportlerinnen

und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer im Rahmen einer

Feierstunde im Ortsamt Vegesack. Darunter waren auch drei Trainerinnen

und Trainer vom Lüssumer Sportverein (LSV). Nach der

Begüßung durch den Vorsitzenden des Turnkreises Jürgen Linke

und den Vegesacker Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt, wurden die

Ehrungen mit den Laudatoren im Ortsamt vorgenommen. Aus

den Händen des Ortsamtsleiters erhielten Antje Krahlheer und

Lara Swoboda für ihre erfolgreiche Arbeit mit den Turnerinnen der

Wettkampfgemeinschaft LSV/SAV Urkunde und Präsent. Sebastian

Schütt wurde u.a. für den Aufbau der LSV-Gerätturngruppe

für Jungen und sein ehrenamtliches Engagement geehrt.

Foto: Lüssumer SV

Die Siegerehrung 2018.

Foto: KSB Bremen Nord

Das Sportfoto 2019 aus

Bremen Nord

Für Hobbyfotografen und Profis: KSB Bremen Nord

veranstaltet Fotowettbewerb

Foto- und Sportinteressierte aufgepasst: Auch in diesem Jahr organisiert der Kreissportbund

Bremen-Nord wieder einen Fotowettbewerb. Gesucht wird „Das beste Sportfoto

2019“ aus Bremen-Nord und umzu. Teilnehmen können Fotografinnen und Fotografen aus

Bremen-Nord und dem Umland, sowohl Einsendungen von Hobbyfotografen als auch von

Profis sind willkommen. Die einzige Voraussetzung: Das Foto muss in Bremen-Nord oder

im Bremer Umland aufgenommen worden sein.

Es gibt drei verschiedene Preise: Der Hauptpreis ist mit 150 Euro dotiert, der zweite Sieger

erhält 100 Euro und der Drittplatzierte 50 Euro. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019.

Eine Jury mit Vertretern aus Sport, Politik und Fotografie entscheidet im November über

die Sieger.

Die Wettbewerbs-Bilder können per E-Mail an info@ksb-bremen-nord.de oder per Post

auf CD oder USB-Stick geschickt werden.

Vereins- und Verbandsberichte im Bremer Sport

Gerne veröffentlichen wir in unserem Magazin Meldungen und Neuigkeiten aus den Bremer und Bremerhavener Sportvereinen-

und Verbänden. Das können zum Beispiel besondere sportliche Leistungen, Ehrungen, Jubiläums-Veranstaltungen oder die

Einweihung einer neuen Sportstätte sein. Schicken Sie Ihre Texte bitte per E-Mail mit einem entsprechenden, druckfähigen Bild

an pr@lsb-bremen.de. Die Winter-Ausgabe des Bremer Sport ist für Anfang Dezember geplant.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen, möglichst viele Artikel im Magazin zu berücksichtigen. Einen Anspruch auf Veröffentlichung

gibt es allerdings nicht.

48


82

2 Ilmenau

Gewä ser.

5 0m

MARDORF

360

HAGENBURG

STEINHUDE

STRAND

WINZLAR KLEIN

HEIDORN

bis wir an unserem Start- und Zielbahnhof

Neustadt am Rübenberge sind, wo wir schon

vom Zugfenster aus den namensgebenden

Anhang, den „Rübenberge“, suchen. Umsonst.

Von einem Berg aus Rüben keine Spur.

Vie leicht hätte man der Stadt besser und

passenderweise den Zusatz „an der Leine“

Aber gut – es gibt einen Berg bei Neustadt –

den weithin sichtbaren, als „Kalimandscharo“

verniedlichten weißen Kali-Abraum bei

Wunstorf. Der ist mit ungefähr 140 Meter

Höhe wirklich schon fast ein Berg und wird

während der Rundfahrt um das Steinhuder

Meer immer mal wieder leuchtend zu sehen

sein. Vielleicht leicht hat der Dichter Robert Gernhardt

(1937 – 2006) in seiner Trilogie „Hannover-Bremen.

Eine Winterreise“ reise“ (Fischer,

2008) ja ihn gemeint, als er sich während

einer Zugreise Gedanken über Mit-oderohne-Berg-Neustadt

machte:

41

ALTENHAGEN

445

STEINHUDER

MEER

BADEINSEL

Länge: 55,2 km

dass er jene Stadt verzwerge,

347

31535 Neustadt am Rübenberge

31535 Neustadt am Rübenberge

31

332

Schwierigkeit:

42

Kindertauglichkeit:

34

WUNSTORF

Anhängertauglichkeit:

Sehenswürdigkeiten:

41

42

3 4

ist. Wenn in einigen Jahren die letzten Genehmigungen

für den Torfabbau ablaufen,

3

6

Rauf auf den Sattel!

36 37

TOUR 8 NEUSTADT

TOUR 8

WEISSER

BERG

AM RÜBENBERGE

4

3

WILHELMSTEIN

1

POGGENHAGEN

2

V

on Bremen schne l mal ans Meer

– das geht, auch wenn es nicht

die Nordsee wird für diese Tour.

Wir brauchen mit der Bahn eine

knappe Stunde – nicht nach Nordwesten,

sondern nach Südosten. Wir fahren durch

Verden, überqueren die A ler, weiter durch

Eystrup und Nienburg, sehen Kiefernwälder,

Spargelfelder und Wiesenlandschaften,

Anfang: B a h n h o f N e u s t a d t / R b g e .

An der Eisenbahn

Ende: B a h n h o f N e u s t a d t / R b g e .

Ost-Seite

TOUR 8

„Aufsteigt da ein Hügel riesig,

134 Seiten

Eine Meerumrundung

Von Neustadt am Rübenberge geht es über Steinhude und

Mardorf fast ausschließlich durch naturgeschützte Landschaft

TOUR 19

geben so len – denn da stark mäandernde

Flüsschen dieses Namens bindet Neustadt

tatsächlich an seinen Verlauf.

die zu schaun ich nie erträumte

,Neustadt‘, sprich: ,Am Rübenberge‘“.

Aber wir suchen ja keine Berge, sondern

wo len ans Meer. Also raus aus dem Zug und

aus Neustadt. Gleich hinter dem Bahnhof

geht’s auf der alten Moorbahntrasse ganz

beschaulich durch ruhige Wohngebiete.

Nach den letzten Häusern beginnt die Moorlandschaft:

zur Linken birkendurchsetzter

Kiefernwald, zur Rechten ein großes Torfabbaugebiet,

das zum Toten Moor gehört: eine

2300 Hektar große Fläche Hochmoor, die

teilweise noch industrie l abgetorft wird, zu

großen Teilen aber schon Naturschutzgebiet

wi l die Region Hannover auch diesen Teil

renaturieren. Man könnte dann mit einer

Fläche von mehr als 3300 Hektar stolz auf

das größte Naturschutzgebiet in der Region

und das viertgrößte Niedersachsens sein.

Ungefähr sieben Kilometer fahren wir ent-

lang der Straße auf einem streckenweise

etwas holprigen Radweg durch die zweigeteilte

Landschaft, bevor es links ab geht

– richtig hinein ins Moor. Der Weg ist nicht

nur für Radfahrer da, weshalb man – wie übrigens

häufig auf der Meerumrundung – an

Sonn- und Feiertagen wirklich umsichtig

fahren muss. Wir haben an einem Werktag

freie Fahrt. Mehrere gut ausgebaute Bohlenwege

führen zu Aussichtspla tformen,

und man sollte lte sich die Zeit nehmen, zu-

82 83

TIPPS

1 Café Samocca

Menschen mit Behinderungen und Menschen

mit psychischen Erkrankungen

arbeiten mit. Das Café ist ein Standort

und Außenstelle le der Werksta t Arbeit &

Produktion. Ob Frühstück, Mi tag oder

Café, die Speisekarte ist vielfältig. Eine

Auszeit, hier im Herzen der Stadt, ist

empfehlenswert. Das Café verfügt über

eine eigene Rösterei, in der die angebotenen

Ka feesorten vor Ort geröstet

werden. Daneben bietet das Samo ca

eine kleine, feine Auswahl an Speisen

und Getränken, die sich vom üblichen

Angebot abhebt.

Veerßer Straße 2, 29525 Uelzen

9,80 €

Der Flu s schlängelt sich durch Wiesen

und Weideflächen, vorbei an Baumreihen,

Sümpfen, durch kleine Orte und

größere Städte. Die Ilmenau entsteht

südlich von Uelzen aus dem Zusammenflu

s der Gerdau und Stederau. Sie

mündet kurz vor Hamburg bei Hoopte in

die Elbe. Gut 100 Kilometer lang ist der

Flu s, der mit den Bächen Lebensraum

für zahlreiche schützenswerte Tier- und

Pflanzenarten bietet. Der Ilmenauradweg

mit 31 Natur-Informationspunkten

führt an ihm entlang.

In einem Abschni t von Uelzen bis Lüneburg

bietet die Ilmenau auch für Paddler

ein besonderes abwechslungsreiches

3 St.-Nicolai-Kirche, Holdenstedt

In der Nähe des Schlosses ses liegt die

evangelisch-lutherische St.-Nicolai-Kirche.

Sie ist eine der ältesten Kirchen in

der Region und die früheste urkund-

liche Erwähnung liegt im Jahr 1266. Das

Kirchenschi f wurde 1690 an den erhal-

tenen gotischen Chor barock verbreitert

und neu angebaut. Dabei entstand der

wuchtige Westbau des Turms in romani-

schen Formen.

4 Suderburg

Der Ort hat rund 5000 Einwohner,

darunter viele Studenten. An der Ostfalia-Hochschule

für angewandte Wi senschaften

bieten sich eine Vielzahl von

Studienangeboten an. Von Angewandte

Informatik über Soziale Arbeit bis hin

zum Wa ser- und Bodenmanagement

(Umweltingenieurwesen).

5 Hö seringen

Ein besonderer Tipp ist der Besuch der

alten Dorfschule, die auch bis 1975 als

Schule genutzt wurde. Jetzt ist es ein

kleines Café, in dem Erinnerungen an

die Schule früher geweckt werden. Nicht

nur das Café mit Bistro bietet ein to les

hausgemachtes Angebot. Hingucker ist

der Tante-Emma-Laden im anliegenden

zweiten Klassenzimmer. Mischung

von Waren mit Kindheitserinnerungen

(Liebesmarken, besondere Lo lies), aber

auch ein Angebot an Bio- und Regionalwaren

sind zu haben.

Nach der Stadtbesichtigung in Uelzen geht es

aufs Land. An der Strecke gibt es in Suderburg die

„Radfahrer-Kirche“ St. Remigius. Wer den weiten

Überblick sucht, findet ihn auf dem Au sichts-sichts

turm bei Hö seringen, und wer sich für das Leben

seiner Vorfahren intere siert, wird im Museums-Museums

dorf vielfach fündig.

rüche des Waldes, dann und wann landwirtschaftliche

Motorgeräusche. Nach wenigen

Kilometern entdecke ich ein He renhaus,

das Schloss Holdenstedt, das seit 1985 als

Heimatmuseum und Veranstaltungsort von

verschiedenen kulture len Vereinigungen

genutzt wird. Weiter geht es, durch kleine

Dörfer mit alten Fachwerkbauernhäusern,

das Niedersachsenpferd auf dem Dach.

Schafgeblöke. Treckertuckern. Und wieder

Wald. Sogar Heide, die im Herbst sicherlich

mit ihrer leicht viole ten Farbe to le Farbkleckse

bildet.

Ich weiß, dass ein wenig abseits des Weges

noch Besonderes zu sehen ist. In dieser idyllischen

Landschaft liegt der 80000 Quadratmeter

große Hardausee. Ein Kleinod zum

Baden, Bootfahren, Angeln und am Strand in

der Sonne liegen. Der Kinderspielplatz so l

beliebter Tre fpunkt für die Kleinen sein.

Ich e reiche Suderburg. Am Ortsrand liegt

die St.-Remigius-Kirche mit ihrem fast 1000

Jahre alten ursprünglichen Wehrturm. Weiter

geht es Richtung Hösseringen. Nein, kein

Stopp im Dorf-Café. Noch nicht. Ein paar

Kilometer noch. Zwischen dem Dorf Räber

und Hösseringen ragt ein Aussichtsturm

aus dem Grün, der einen to len Blick in die

Landschaft erlaubt. In 32 Meter Höhe ist die

Aussichtsplattform.

Ich radle weiter nach Hösseringen und noch

ein schönes Stückchen weiter in den tiefen

Wald. Natürlich auf Sand. Mi ten im Wald

liegt am Landtagsplatz des ehemaligen Fürstentums

Lüneburg das Freilichtmuseum der

Lüneburger Heide. 1975 ist es als Museumsdorf

auf einer zwölf Hektar großen Fläche

entstanden: Dort sind 26 Gebäud e richtet

worden. Imponierend ist das Niederdeutsche

Ha lenhaus, der Brümmerhof. Darin

ist etwas über das ländliche Wohnen und

Arbeiten früherer Zeiten bis 1900 zu sehen

TOUR 19

und erfahren und davor ein wunderschöner,

üppig blühender Bauerngarten der Zeit um

1900 bis 1930. Aus dem Prospekt lese ich

über besondere Veranstaltungen, werde auf

die Dauerausste lungen zur Imkerei, Schafhaltung,

Schmiede, Spinnen und Weben verwiesen.

Doch mich zieht es ins schöne „Haus

am Landtagsplatz“.

Ich freue mich auf ein Stückchen frisch gebackener

Torte und habe die Qual der Wahl.

Ich genieße und lasse die bereichernden

letzten Stunden Revue passieren. Schön

war’s. Diese Tour und die folgenden drei

lassen sich gut hintereinander kombinieren!

Ute Bautsch

Das Magazin des

WESER-KURIER

> Weitere 22 neue Touren durch Bremen

und die Region – getestet und empfohlen

vom ADFC und der WESER-KURIER-Redaktion

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BILDUNG

Auszug aus den

Fortbildungen

des LSB-

Bildungswerks

7.9.2019 | Bremen

Vitalstoffreiche Ernährung

Wie kann eine vitalstoffreiche Ernährung aussehen, was sind

eigentlich Schlacken und was bedeutet Übersäuerung? An diesem

Tag beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Thema: Ernährung,

Sinn/Unsinn von Diäten, Entgiften und Entschlacken, basische Ernährung

und gesunde Ernährung. Wildkräuter und grüne Smoothies

spielen dabei eine Rolle. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn

– jeder Gartenliebhaber kennt sie. Was wir als Unkraut bezeichnen

ist oft sehr vitalstoffreich und gesund. Smoothies aus Gemüse,

Früchten, Kräutern und Wasser sind tolle Nahrungsmittel. Viel

Grün (Gemüse, das oft weggeworfen wird, enthält wichtige und gesunde

Bestandteile, die wir uns zunutze machen sollten: Kohlrabiblätter,

Möhrengrün und weitere können im Mix mit Früchten und

Wasser einen tollen Drink ergeben. Bei einer Kräuterwanderung

werden Informationen zu essbare Wildkräutern und Wildblumen

gegeben. Es werden Kräuter gesammelt, um daraus gemeinsam

Wildkräuter-Smoothies zu mixen.

26.10.2019 | Bremen

Rechenschaftsbericht des

Vorstandes – Praxisseminar

XX

Tätigkeitsbericht des Vorstandes (tatsächliche Geschäftsführung)

XX

Grundlagen der gemeinnützigkeitsrechtlichen Rechnungslegung

XX

Grundlagen/Anforderungen an elektronische Aufzeichnungen

(Software)

XX

Haushaltsplanung

Schwerpunkt gelegt wird auch auf eine gemeinsame Erarbeitung

der Lösung praktischer Fälle bei der Erfassung und Dokumentation

unterschiedlichster Einnahmen und Ausgaben; zugleich Einführung

in Grundlagen des Umsatzsteuerrechts sowie Vorbereitung

der Bildung von Rücklagen.

7.9.2019 | Bremen

Steuerliche und finanzielle

Risiken im Verein

Wiederholung der Grundlagen sowie Aufbau und Erweiterung:

XX

Kassenführung

XX

interne und externe Rechnungslegung

XX

Muster für Haushaltsplanungen

XX

steuerliche Risiken im Verein

Gesundes Altern

Das Forschungsprojekt AEQUIPA – eine Kooperation zwischen

Bildungswerk, TuS Vahr sowie Leibniz-Institut für Präventionsforschung

und Epidemiologie – beschäftigt sich mit Bewegung als

Schlüsselfaktor für gesundes Altern. Im Rahmen des Teilprojekts

Ready to Change (RTC) werden Maßnahmen umgesetzt, um kommunale

Bewegungsangebote für Senior*innen auszubauen. In Zusammenarbeit

mit dem Landessportbund (LSB) Bremen und dem

TuS Vahr e. V. finanziert RTC Ausbildungslehrgänge für angehende

Übungsleiter*innen sowie Fortbildungen für bereits lizenzierte

Übungsleiter*innen in der Vahr.

Übungsleitung im Bereich

Senior*innensport

Der LSB Bremen bietet regelmäßig Lizenzfortbildungen und Qualifizierungsangebote

für Übungsleiter*innen an. Einige Angebote

sind für die Zielgruppe der Senior*innen relevant und können deshalb

durch RTC finanziell unterstützt werden. Zudem wurde im

Rahmen von RTC von der TU Chemnitz in Kooperation mit dem

LSB Bremen eine kostenfreie Fortbildung zum Thema „Bewegung

im Alter“ entwickelt. Das Angebot richtet sich an bereits lizensierte

Übungsleiter*innen und angehende Übungsleiter*innen.

Foto: silviarita/pixabay

INFORMATION UND BERATUNG

Landessportbund Bremen – Abteilung Bildung und Sportentwicklung

Telefon: 0421-7 92 87 17/36

E-Mail: bildungswerk@lsb-bremen.de

Eine Übersicht mit allen Fortbildungen des LSB-Bildungswerks gibt es online unter

www.lsb-bremen.de/bildung.aspx?id=567747. Dort ist auch die Anmeldung möglich.

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