KUFSTEINERIN SEPTEMBER 2019

kufsteinerin
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Nr. 45 8. Jhrg. September 2019

WWW.KUFSTEINERIN.COM

ARBEITSLOSENRATE

STEIGT WIEDER LEICHT

WENDEZEIT AM

ARBEITSMARKT

AMS-CHEFIN MARGIT EXENBERGER

SIEHT ERSTMALS ANZEICHEN FÜR EINE

WENDE AM ARBEITSMARKT.

# INTERVIEW

BEADY

DAYS

FRÜHSTÜCKEN

FÜR DEN KUNDEN

ZUWACHS

UNTERNEHMERNETZWERK

IN KUFSTEIN GEGRÜNDET

THOMAS

ANKER

MISTER TIROL AUS EBBS

WERBUNG

IMMER MEHR UNTERNEHMEN

SUCHEN REGIONAL UND ONLINE

PERSONALSUCHE MIT

KUFSTEIN.JOBS

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BEREITS 167 UNTERNEHMEN AUF DIE

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MODERNISIERT

IN KUFSTEIN

BETON, GLAS, LICHT UND VIEL

PERSÖNLICHER SERVICE MACHEN

DIE BANK DER ZUKUNFT AUS

WERBUNG

# REPORTAGE

WIRTSCHAFT

LANGKAMPFEN

WIE AUS EINEM

NOTSTANDSGEBIET EINE

ERFOLGREICHE INDUSTRIE-

GEMEINDE WURDE

# INTERVIEW

CLEMENS

SCHALLER

DER STIHL TIROL CHEF ÜBER

WACHSTUM, EFFIZIENZ, PER-

SONALSUCHE UND DEN

KLIMAWANDEL

GSCHEIDE GSCHICHTEN. PUNKT.

Österreichische Post AG - RM12A039162K - 6330 Kufstein

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Egal, ob auf dem Smartphone,

Tablet oder Desktop. kufsteinjobs.at

ist ohne App auch mobil rund um die Uhr verfügbar

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UNSERE TOP ARBEITGEBER

TOP JOB

Buchhalter (w/m)

Aeoon Technologies GmbH

6233 Kramsach

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Commis de Rang (w/m)

Ayurveda Resort Sonnhof

6335 Hinterthiersee

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Zahlkellner (w/m)

Vivea Gesundheitshotels

6323 Bad Häring

TOP JOB

Maschinenbautechniker,

Metalltechniker, Mechatroniker

in der Instandhaltung

(w/m)

Pirlo GmbH & Co KG

6330 Kufstein

und noch 3 weitere Jobs

TOP JOB

Softwareentwickler

Embedded Software (w/m)

STIHL Tirol GmbH

6336 Unterlangkampfen

und noch 13 weitere Jobs

TOP JOB

Haustechniker (w/m)

3CON Anlagenbau GmbH

6341 Ebbs

und noch 6 weitere Jobs

TOP JOB

Frühstückskoch (w/m)

Hotel Das Sieben

6323 Bad Häring

und noch 5 weitere Jobs

TOP JOB

Krankenschwesterpfleger

(w/m)

Intensivpflege Glavas

83088 Kiefersfelden

und noch 2 weitere Jobs

TOP JOB

HTL-Absolvent (w/m)

Unternehmensgruppe Freisinger

6341 Ebbs

und noch 11 weitere Jobs

TOP JOB

Projektleiter (w/m)

Profipack Verpackungsmaschinen GmbH

6334 Schwoich

und noch 4 weitere Job

TOP JOB

IT-Systemkaufleute (w/m)

itelio Gmbh

83088 Kiefersfelden

und noch 8 weitere Jobs

TOP JOB

Projektleitung Standortmarketing

Kufstein (w/m)

Tourismusverband Kufstein

6330 Kufstein

TOP JOB

IT Helpdesk & Support (w/m)

Peakmedia GmbH & Co.KG

6341 Ebbs

und noch 1 weiterer Job

TOP JOB

Wohnbau-Betreuer (w/m)

Sparkasse Kufstein

6330 Kufstein

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Verkaufsdisponent (w/m)

Tirolia Spedition

6341 Ebbs

und noch 1 weiterer Job

TOP JOB

Mitarbeiter eLearning

(w/m)

FH Kufstein Tirol

6330 Kufstein

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Softwareentwickler (w/m)

Montanwerke Brixlegg AG

6230 Brixlegg

und noch 10 weitere Jobs

TOP JOB

Transportmanager (w/m)

Top Logistik GmbH

6330 Kufstein

TOP JOB

Jung-Koch (w/m)

Arte Hotel kufstein

6330 Kufstein

und noch 2 weitere Jobs

TOP JOB

Freiberuflicher Redakteur

(w/m)

MEYMEDIA

6330 Kufstein

und noch 1 weiterer Job

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TOP JOB

Mitarbeiter Pflegedienst

(w/m)

Stadtgemeinde Kufstein

6330 Kufstein

und noch 2 weitere Jobs

TOP JOB

CNC Facharbeiter (w/m)

HSieben Maschinentechnik GmbH

6336 Langkampfen

TOP JOB

IT-Techniker (w/m)

im Innendienst

Stadtwerke Kufstein GmbH

6330 Kufstein

und noch 2 weitere Jobs

TOP JOB

Salesmanagement

Frankreich (w/m)

Walter Group

6330 Kufstein

und noch 12 weitere Jobs

TOP JOB

Facharzt für Radiologie (w/m)

A.ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein

6330 Kufstein

und noch 8 weitere Jobs

TOP JOB

Mitarbeiter in der

Auftragsbearbeitung (w/m)

Heliotherm Ges.m.b.H

6336 Langkampfen

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Zahnarztassistentin (w/m)

Zahnarztpraxis Dr. Nadine Thoss

83088 Kiefersfelden

TOP JOB

Disponent mit einschlägiger

Berufserfahrung (w/m)

Cargoways Logistik & Transport GmbH

6330 Kufstein

und noch 1 weiterer Job

TOP JOB

Betriebselektriker (w/m)

Wilhelm GRONBACH GmbH & Co KG

6342 Niederndorf

und noch 4 weitere Jobs

TOP JOB

Reinigungsfachkraft (w/m)

Haus und Gartenprofi

6341 Ebbs

und noch 1 weiterer Job

TOP JOB

Rezeptionist (w/m)

Bergbahnen Ellmau-Going

6352 Ellmau

und noch 6 weitere Jobs

TOP JOB

Schweißer (w/m)

Koller GmbH

6334 Schwoich

und noch 3 weitere Jobs

TOP JOB

Commis de Rang (w/m)

Hotel Panorama Royal

6323 Bad Häring

und noch 6 weitere Jobs

TOP JOB

Markt Mitarbeiter (w/m)

SPAR Warenhandels AG

6300 Wörgl

und noch 39 weitere Jobs

TOP JOB

Produktentwickler (w/m)

MOGUNTIA-FOOD GmbH

6322 Kirchbichl

und noch 3 weitere Jobs

TOP JOB

Vertriebsmitarbeiter (w/m)

Kufgem GmbH

6330 Kufstein

und noch 1 weiterer Job

TOP JOB

Produktionsmitarbeiter

CNC (w/m)

KS Kneissl & Senn Technologie GmbH

6343 Erl

und noch 2 weitere Jobs

Insgesamt finden Sie derzeit 311 offene Stellen

von 167 regionalen Arbeitgebern auf kufsteinjobs.at

Stand: 29. August 2019

Das Gute liegt so nah.

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6

Weil Filterblasen uns

die Welt vorgaukeln

Christian Mey

CHEFREDAKTEUR

christian.mey@meymedia.at

EDITORIAL

Es ist keine sechs Monate her, da

wurde dem Bezirk Kufstein ein

erstklassiges Zeugnis ausgestellt.

Im Zukunftsranking von

Pöchacker Innovation Consulting

schaffte es die Grenzregion

österreichweit auf Platz drei.

Hervorragend. Ohne Zweifel.

Hohe Lebensqualität, gesteigertes

Einkommen pro Kopf und eine

deutliche Senkung der Arbeitslosenquote

gaben den Ausschlag

dafür. Doch letztere hat ihren

Tiefpunkt mit 3,3 % bereits hinter

sich. Mit 3,8 Prozent war die

Arbeitslosenquote im Juli zwar

immer noch erfreulich niedrig,

doch dürfte der Sommer 2019

damit für eine zarte Trendwende

am Arbeitsmarkt stehen.

Kein Grund zur Besorgnis für

Arbeitnehmer. Aber auch keiner

für Luftsprünge auf Seiten der

Unternehmer. 67 Prozent klagen

darüber, geeignete Mitarbeiter

zu finden. Fachkräfte bleiben

heiß umkämpfte Mangelware.

Personalmanager wissen längst,

dass wir uns auf einem Arbeitnehmermarkt

befinden und Unternehmen

damit zum Bewerber

geworden sind. Employer Branding

heißt somit das Zauberwort

der Stunde: als Arbeitgeber zur

Marke werden, um wechselwillige

Talente und Fachkräfte auf

sich aufmerksam zu machen und

bestehende Mitarbeiter fest ans

Unternehmen zu binden. Warum

sollte jemand gerade bei mir

arbeiten wollen? Genau dieser

Frage sollten sich Unternehmer

offen und ehrlich stellen,

um am Arbeitsmarkt langfristig

konkurrenzfähig zu bleiben. Das

Ergebnis ist jedoch ernüchternd.

Während Großunternehmen

mit schmackhaften Benefits die

Klaviatur des Personalmarketings

längst erfolgreich spielen,

verkennen viele kleine und

mittlere Betriebe die Zeichen der

Zeit. Sie beharren gerne darauf,

dass man als Arbeitgeber damit

seine Pflicht erfüllt hat, eine

Stelle anzubieten. Zwei Zeilen auf

Facebook gepostet werden schon

reichen, um jemanden für das Unternehmen

zu gewinnen. So zumindest

der Glaube. Doch die Realität

sieht – abgesehen von ein

paar Glückstreffern –anders aus.

So wie Facebook eine Filterblase

ist, die einem listig vorgaukelt,

von der ganzen Welt gesehen

zu werden, so sind Unternehmer

gut beraten, sich dem veränderten

Arbeitsmarkt nachhaltig zu

stellen. Wer dabei seine Aufgabe

heute nicht erledigt, wird morgen

die Rechnung dafür zahlen.

In der aktuellen Ausgabe widmen

wir uns daher dem Arbeitsmarkt,

lassen Experten zu Wort kommen

und zeigen auf, wie sich Unternehmen

mit Weiterbildung in den

Bereichen Personalwesen und Digitalisierung

verbessern können.

Nicht zuletzt feiern wir aber auch

ein kleines Jubiläum mit unserer

Jobbörse kufsteinjobs.at, auf der

sich viele regionale Unternehmen

seit exakt einem Jahr am Arbeitsmarkt

präsentieren und erfolgreich

Mitarbeiter finden.

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Herbs


EINLADUNG

HERBSTFEST

BEI PORSCHE KUFSTEIN

DER NEUE ŠKODA KAMIQ.

Samstag, 21.9.2019, ab 15 Uhr

– Präsentation des neuen ŠKODA KAMIQ & SUPERB

– Ausstellung der gesamten ŠKODA Modellpalette

– Kinderprogramm mit Hüpfburg,

Bobby Car-Rennen und Kinderschminken

– Hendl vom Dorfgrill

– Gewinnspiel mit attraktiven Preisen

(Städtetrip für Zwei, E-Scooter uvm.)

– ab 19 Uhr Party mit den „Alpenstürmern“

Wir freuen uns

auf Ihren Besuch!

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Tel. 05372/62426, www.porschekufstein.at

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Verbrauch: 4,2–5,1 l/100 km.

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-Emission: 112–161 g/km.

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7

1

02.09.19

19.08.19

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8

INHALT

48

20 16

Stefan Pühringer im

Gespräch über die

BEADY DAYS 2019

Mit einem sensationellen Karrierefestival

will man im Oktober

für neue Impulse in der Festungsstadt

sorgen.

WERBUNG

Die Zukunft heißt

Personal & Digital

Wie Unternehmen durch berufsbegleitende

Weiterbildung

gewinnen können.

Clemens Schaller

von Stihl Tirol im

Gespräch

Er ist seit 2018 neuer

Geschäftsführer von STIHL Tirol

und verrät seine Pläne exklusiv

in der KUFSTEINERIN.

14

Einblick in den

Arbeitsmarkt

Bezirk Kufstein

Der Bezirk Kufstein verzeichnet

mit 49.624 unselbständig

Beschäftigten ein Rekordergebnis.

Trotzdem gibt es erste

Anzeichen einer Eintrübung am

Arbeitsmarkt.

WERBUNG

22

WERBUNG

HYPO TIROL BANK

modernisiert in der

Festungstadt

Beton, Glas und Licht sollen

schon bald die hohe Servicequalität

der Tiroler Landesbank

in Kufstein unterstreichen.

WERBUNG

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 8 02.09.19 09:46


INHALT

9

36

WERBUNG

Die fünf Ebbser

Gastro Musketiere

Mit einer neuen WIRTSHAUS.

KULTUR gehen die fünf großen

Ebbser Gasthäuser einen Schritt

in eine gemeinsame Zukunft.

44

WIRTSCHAFT

LANGKAMPFEN

Längst ist die Gemeinde am Inn zum Vorzeigestandort für

innovative Industrieunternehmen geworden. Explosives

Wachstum und kreative Ideen weisen in die Zukunft.

INHALT

IMPRESSUM

Ein Mister

außerhalb

des Rahmens

Zwischen Fliesen, Fotoshootings und

Sätteln. Das turbulente Leben von Thomas

Anker, dem Ebbser Mister Tirol 2019.

Medieninhaber und Herausgeber

MEY MEDIA

ANTON-KARG-STRASSE 3

6330 KUFSTEIN

ATU 44362300

e.U.

M redaktion@kufsteinerin.com

T +43 5372 222 0 112

I www.kufsteinerin.com

Die Informationen zur Offenlegung

gemäß § 25 Mediengesetz finden Sie

unter www.kufsteinerin.com

54

WERBUNG

DIE NÄCHSTE

KUFSTEINERIN

ERSCHEINT AM

18. Oktober 2019

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 9 02.09.19 09:46


10

167 Unternehmen

im Bezirk Kufstein

vertrauen auf

kufsteinjobs.at

MIT 62.000* NUTZERN IM ERSTEN JAHR, GEHÖRT

KUFSTEINJOBS.AT BEREITS EIN JAHR NACH DER

GRÜNDUNG ZU DEN ETABLIERTEN ONLINE-JOB-

PLATTFORMEN, WO ATTRAKTIVE ARBEITGEBER

NACH MITARBEITERN IM BEZIRK KUFSTEIN

SUCHEN.

Das größte

Potenzial ist

derzeit noch

bei wechselwilligen

Arbeitnehmern

zu finden.

Die gilt es

zu umwerben,

wenn

sie suchen.

CHRISTIAN MEY,

kufsteinjobs.at

Vor exakt einem Jahr wurde mit

kufsteinjobs.at die regionale Jobbörse

des Kufsteiner Medienhauses

MEY.MEDIA aus der Taufe gehoben.

„Heute nutzen bereits über 160 Unternehmen

die regionale Onlineplattform,

um Mitarbeiter im Bezirk Kufstein zu

finden und ihr Unternehmen zu präsentieren“,

freut sich Geschäftsführer Christian

Mey. „Die niedrige Arbeitslosenrate

von derzeit 3,8% und die steigende Zahl

an Arbeitsplätzen in der Region stellt für

viele Unternehmen eine enorme Herausforderung

beim Recruiting dar“, weiß der

Verleger.

DIE BUDGETS FÜR DAS

RECRUITING STEIGEN STARK

Wochenlang wird dann teilweise noch in

klassischen Printmedien inseriert. „Das

treibt die Kosten für Personalmarketing

in bisher nicht gekannte Höhen“, weiß

Mey. „Wir wissen von Kunden, dass diese

mitunter massiv Gelder aus den klassischen

Marketingbudgets in das Recruitingbudget

verschieben, um diese Kosten

decken zu können. Gerade große Unternehmen

scheuen keine Anstrengung,

um auf dem leer gefegten Arbeitsmarkt

wechselwillige Bewerber anzusprechen“,

verrät er. Denn genau dort sei derzeit

Egal, ob auf dem Smartphone oder

Tablet. kufsteinjobs.at ist ohne App

auch mobil rund um die Uhr verfügbar.

noch das größte Potenzial zu finden:

Jobwechsler. Rund 1/3 der unselbständig

Beschäftigten wechselt pro Jahr den

Arbeitsplatz, weil eine bessere Position

oder ein interessanteres Unternehmen

mit dem Gehaltsscheck wedelt. „Es hat

sich ein regelrechter Verdrängungswettbewerb

bis hin zum Headhunting entwickelt“,

so Mey.

GROSSE UNTERNEHMEN

RÜSTEN BEIM PERSONAL-

MARKETING KRÄFTIG AUF

Interessant dabei sei, dass die Jahresgehälter

im Bezirk Kufstein binnen eines

Jahres durchschnittlich um 2.000 € gestiegen

sind, das Gehalt an sich aber gerade

bei jungen Menschen immer weniger

ausschlaggebend für die Wahl des künftigen

Arbeitsplatzes ist. Ganz oben auf der

Wunschliste stehen Benefits wie flexible

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11

Gerade die

einfache Bedienbarkeit

wird immer

wieder von

unseren Kunden

lobend

erwähnt.

CHRISTIAN MEY,

kufsteinjobs.at

KURZ UND BÜNDIG

Arbeitszeit, Homeoffice, Firmenparkplatz,

gute Verkehrsanbindung, Mitarbeiterevents

oder Mitarbeiterhandy. Gerade

kleinere Unternehmen stoßen dabei an

die Grenzen ihrer Strukturen, „zeigen

sich aber durchaus kreativ“, so Christian

Mey. Wir kennen Handwerksbetriebe,

die auf die Vier-Tage-Woche umgestellt

haben, um als Arbeitgeber attraktiver als

die Konkurrenz zu sein. Interessanterweise

habe sich dadurch sogar das Betriebsergebnis

verbessert.

GEWOHNTE FAHRWASSER

VERLASSEN HILFT

„Im Grunde geht es in dieser Situation

darum, gewohnte Fahrwasser zu verlassen

und in alle Richtungen offen und

kreativ zu sein“, rät Christian Mey. Unternehmen

müssen sich als Arbeitgeber

so attraktiv wie möglich machen aber

auch genau dann präsent sein, wenn ein

Arbeitnehmer wechselwillig ist und sich

nach einem neuen Job umschaut. „Und

genau dann kommt kufsteinjobs.at als

regionale Jobplattform ins Spiel“, so der

Verleger.

SICH DORT PRÄSENTIEREN,

WO BEWERBER JOBS SUCHEN

Durch ein aussagekräftiges Unternehmensprofil

auf kufsteinjobs.at kann

sich der Interessent schnell ein Bild vom

Unternehmen machen. „Egal, ob das die

schönen Büroräume oder die attraktiven

Benefits sind. Hervorragend eignen sich

auch Videos, in denen der Chef persönlich

seine Firmen- und Führungsphilosophie

präsentiert.“ Auch wenn Unternehmer

das nicht gerne hören, aber längst

sind sie selbst zum Bewerber am Arbeitsmarkt

geworden und müssen sich darauf

Die regionale Jobplattform

kufsteinjobs.at ist ein

Projekt des Kufsteiner

Medienhauses MEY.MEDIA.

Mehr als 62.000* Nutzer suchten

im ersten Jahr dort ihren nächsten

Job im Bezirk Kufstein. Stellenanzeigen

sind ab € 290,00

netto für 30 Tage möglich.

Unternehmen können sich auf

kufsteinjobs.at aber auch im

Rahmen einer Jahresflatrate

mit unbegrenzten Stellenanzeigen

und einem umfangreichen

Unternehmensprofil mit

Fotos, Texten, Benefits, aber

auch Videos, dort präsentieren,

wo interessierte Bewerber

sich ein Bild machen wollen.

*Erfasst mi Google Analytics von

September 2018 - August 2019

KONTAKT

kufsteinjobs.at

Anton-Karg-Straße 3

6330 Kufstein

T

E

I

+43 (0) 5372 222 0 111

service@kufsteinjobs.at

www.kufsteinjobs.at

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12

Mit der intuitiv bedienbaren Oberfläche

von kufsteinjobs.at lassen sich

Jobs schnell finden und Stellen

einfach ausschreiben.

einstellen, dass dies längere Zeit so bleiben

wird. „Menschen wollen dort arbeiten,

wo es menschelt“, rät Christian Mey.

Vor allem seien Unternehmen genau in

diesem Bereich einzigartig.

ONLINESUCHE LÄNGST STANDARD

Jobs werden auch in Tirol längst online

gesucht. Auf kufsteinjobs.at waren es im

ersten Jahr über 550.000* Seitenaufrufe

von über 62.000* Nutzern. „Das sind

wesentlich mehr als Arbeitnehmer im Bezirk

Kufstein beschäftigt sind“, freut sich

Christian Mey, der diesen Umstand nicht

zuletzt der starken Werbepräsenz der

jungen, regionalen Plattform – sowohl in

sozialen Medien wie auch Printmedien

– zuschreibt. „Wir haben es in kürzester

Zeit geschafft, zur führenden Jobbörse

im Bezirk Kufstein zu werden.“ Namhaf-

te Unternehmen wie STIHL Tirol, Pirlo,

3Con, Heliotherm oder Moguntia im Produktionsbereich.

Aber auch hervorragende

Tourismusbebriebe wie das Panorama

Royal, das Ayurveda Resort Sonnhof,

die Vivea Hotels oder Das Sieben zählen

beim regionalen Recruiting auf kufsteinjobs.at.

„Und damit das so bleibt, werden

wir uns auch technologisch laufend weiter

entwickeln“, schließt Mey.

*Erfasst mit Google Analytics von September 2018-2019

Aktuell über 300 Stellenanzeigen

machen uns zur führenden

Jobbörse im Bezirk Kufstein.

CHRISTIAN MEY,

kufsteinjobs.at

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ZEIT FÜR

VERÄNDERUNG?

Das Gute liegt so nah.

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14

text

foto

christian mey

istock

Arbeitslosenzahlen steigen

erstmals nach drei Jahren leicht

DER BEZIRK KUFSTEIN VERZEICHNET MIT 49.624 UNSELBSTÄNDIG BESCHÄFTIGTEN

EIN REKORDERGEBNIS. TROTZDEM GIBT ES ERSTE ANZEICHEN EINER EINTRÜBUNG.

Für Margit Exenberger, Leiterin des AMS Kufstein, ist es ein klares Zeichen der leicht schwächelnden Konjunktur. Erstmals

seit drei Jahren steigt die Arbeitslosenquote wieder leicht. 1.889 Personen waren im Juli arbeitlos gemeldet. Das ist ein Plus

von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Markant sei darüber hinaus die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt.

41.066

40.641

41.301

42.080

42.765

43.531

44.055

44.770

45.977

47.236

48.477

49.624

`08

`09

`10

`11

`12

`13

`14

`15

`16

`17

`18

`19

Seit zehn Jahren steigt die Anzahl der unselbständig

Beschäftigten im Bezirk Kufstein ständig.

2019 wurde damit ein Rekord von

49.624 erreicht.

MARGIT

EXENBERGER

Leiterin des

Arbeitsmarktservice

Kufstein

Wir sehen ein erstes Indiz dafür,

dass sich die leicht schwächelnde

Konjunktur erstmals in der

Arbeitslosenquote abbildet.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 14 02.09.19 09:46


15

Der Bezirk Kufstein gehört zu den wirtschaftsstärksten

in Österreich. „Seit

Jahren boomt der Arbeitsmarkt“, weiß

Margit Exenberger, Leiterin des Arbeitsmarktservice

in Kufstein. „Wir hatten

noch nie so viele Menschen in Beschäftigung

wie in diesem Jahr. 49.624 gehen

aktuell zwischen Münster und Erl einer

unselbständigen Beschäftigung nach. Um

1.147 mehr als noch 2018. Das sind 45%

der Bevölkerung bei einer Einwohnerzahl

von 109.682 mit Stichtag 1. Jänner

2019. Mit einer Arbeitslosenquote von

rund 3,3 Prozent verzeichnete das AMS

Kufstein noch vor wenigen Monaten einen

Rekordwert: fast Vollbeschäftigung.

„Seit Jahrzehnten war diese nicht mehr

so nieder“, weiß Margit Exenberger.

Firmen ringen um Mitarbeiter. Der Arbeitsmarkt

ist defacto leer gesaugt. „Da

sprechen Unternehmen gar von einem

Glücksfall, wenn Firmen wie Kathrein in

Niederndorf ihren Standort schließen“,

verrät die AMS-Chefin. Dadurch wurden

rund 230 Mitarbeiter frei, die der

Arbeitsmarkt - bis auf ein paar - sofort

wieder aufgesaugt hat. Und zur hohen

Beschäftigung kommt auch eine extreme

Dynamik.

IMMER MEHR WECHSELN

SCHNELLER DEN JOB

„War es früher noch Qualitätskriterium,

wenn Mitarbeiter ein Leben lang beim

selben Unternehmen gearbeitet haben,

zeigt sich gerade bei der jungen Generation,

dass häufige Wechsel im Trend

liegen“, so Margit Exenberger. Gefällt einem

die Arbeit nicht, wird nach wenigen

Monaten das Handtuch geschmissen.

Oft ohne schon einen neuen Job zu haben.

Aber es gäbe auch andere Gründe,

die einen Wechsel auslösen. 2018 wurden

somit 12.255 Personen im Bezirk

arbeitslos gemeldet. „Gleichzeitig sind

12.997 wieder abgegangen. Davon haben

8.556 wieder eine Arbeit aufgenommen.

Das sind rund 20% der Beschäftigten

im Bezirk. Rechnet man die Personen

dazu, die ihren Arbeitsplatz wechseln

ohne sich beim AMS zu melden, steigt

die Zahl nochmals um ein gutes Stück.

Das ist eine extrem hohe Dynamik“, so

Exenberger. Doch erstmals sind im Juli

2019 die Arbeitslosenzahlen nicht mehr

gefallen. Mit 1.889 Personen waren um

112 mehr arbeitslos als im Vergleichzeitraum

des Vorjahres. Nur 3,8 % beträgt

damit die Arbeitslosenrate im Juli 2019.

„Dennoch ist es ein erstes Indiz dafür,

dass sich die leicht schwächelnde Konjunktur

erstmals auch in den Beschäftigtenzahlen

zeigt“, so Exenberger. Von

einem Trend möchte sie noch nicht sprechen,

dennoch geht sie nicht davon aus,

dass der Arbeitsmarkt weiterhin so stabil

bleiben wird.

DIGITALISIERUNG ALS GROSSE

HERAUSFORDERUNG FÜR

DEN ARBEITSMARKT

Die Digitalisierung wird in den nächsten

Jahren viele Arbeitsplätze kosten. „Gerade

Mitarbeiter mit geringer Bildung

werden darunter leiden, weil diese Plätze

weg rationalisiert werden“, warnt Exenberger.

Gleichzeitig würden aber gut ausgebildeten

Kräfte fehlen, die man für das

Vorantreiben der Digitalisierung braucht.

Große Unternehmen würden diese Dynamik

aber noch leichter abfangen können

als kleine. „Dort herrscht jetzt schon ein

extremer Fachkräftemangel. Der Unternehmer

selbst arbeitet oft bis an die

Grenze der Belastbarkeit und hat dadurch

noch viel weniger Zeit, sich diesen strategischen

Veränderungen zu widmen“,

befürchtet Exenberger. „Ich bin gespannt,

wie die Unternehmen diese Herausforderung

meistern werden.“ Das AMS bietet

finanzielle Unterstützung für Qualifizierung

für Beschäftigte und Arbeitssuchende,

um diesen Prozess zu meistern.

VIEL ARBEIT FÜR DAS AMS

12.409 Leistungsanträge wurden vom

AMS Kufstein 2018 bei 35.152 Kundenkontakten

bearbeitet. 31.545.000 € Arbeitslosengeld

wurden bewilligt und ausbezahlt.

Zwei Monate dauert es derzeit im

Durchschnitt, bis ein Arbeitsloser wieder

vermittelt werden kann. „Wir haben genug

Arbeit, wie man sehen kann“, betont

Margit Exenberger.

Arbeitslose im Juli 2019

Frauen:

Männer:

Unter 25 Jahren:

25 bis 49 Jahre:

Über 50 Jahre:

DYNAMIK:

ARBEITSLOS GEWORDEN:

ARBEITSLOSENGELD BEENDET:

In diesen Branchen arbeiten

die meisten Mitarbeiter

im Bezirk Kufstein.

Stand Jänner bis Juni 2019

Produktion 11.698

7.479

Handel, KFZ Technik

4.747

Öffentliche Verwaltung

3.860

Verkehr und Logistik

3.818

Gesundheit, Sozialwesen

3.841

Baugewerbe

1.047

842

272

1.053

564

858

715

3.674

Hotelerie, Gastronomie

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16

text

foto

adriane gamper

christian mey

Die Zukunft heißt:

Personal & Digital

INTERNATIONAL BUSINESS SCHOOL FH KUFSTEIN TIROL: BERUFSBEGLEITENDE

WEITERBILDUNG ALS ERFOLGSFAKTOR FÜR MITARBEITER UND UNTERNEHMEN

Arbeitskräftemangel und Digitalisierung – die beiden aktuellen Unternehmer-Brennpunkte. Nicht jedes Unternehmen

kann es sich leisten, Experten für diese Bereiche einzustellen. Die Lösung liegt vielfach in berufsbegleitenden

Weiterbildungen – eine Karrierechance für Mitarbeiter und Mitarbeitermagnet für Unternehmer.

Für KMUs lohnt es sich nicht,

einen Experten anzustellen.

Weiterbildung ist die Lösung.

MAG. DIANE FREI-

BERGER (MBA)

Leitung Programm-

Management an der

Business School

der FH Kufstein

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17

Die Digitalisierung und die Globalisierung

haben die Wirtschafts- und

Arbeitswelt in den vergangenen Jahren

grundlegend beeinflusst und verändert.

Die Komplexität der Wirtschaftsvorgänge

nimmt laufend zu, wodurch

immer mehr interdisziplinäre Ansätze

notwendig werden. Veränderungen, die

jeden einzelnen Arbeitnehmer betreffen,

wie Diane Freiberger, Leiterin des Programm-Managements

der International

Business School der FH Kufstein Tirol,

weiß. „Bestehende Berufsbilder wandeln

sich derzeit innerhalb weniger Jahre.

Neue Arbeitsfelder, von denen man vor

wenigen Jahren noch nicht einmal etwas

ahnte, entstehen. Und das alles hat

konkrete Auswirkungen auf die Berufslaufbahn:

Die eine Karriere gibt es nicht

mehr.“

NEUES KARRIERE-UNIVERSUM

Ein Arbeitsreport von StepStone vom

September 2018 bei dem 17.000 Fachund

Führungskräfte befragt wurden,

zeigt, dass rund 50% der befragten

Fachkräfte nicht mehr in ihrem erlernten

Beruf arbeiten, sieben von zehn Arbeitnehmern

haben mindestens einmal die

Branche gewechselt. Neue Anforderungen.

Neue Arbeitsweisen. Die Folge: Wer

stehen bleibt, riskiert, dass andere an

ihm vorbeiziehen. „Mit 30, 40 oder auch

50 noch einmal durchstarten, ist längst

Alltag“, so Diane Freiberger. Wer diesen

Wandel zu nutzen weiß, dem offenbart

sich ein noch nie dagewesenes Feld an

Möglichkeiten. Niemand ist mehr in seinem

Ausbildungsjob „gefangen“. Neue

Facetten bereichern das Arbeitsleben,

ein Universum an Karrierechancen öffnet

sich mit jeder Weiterbildung, wobei

zwei Bereiche den Ton angeben: Personal

& Digital.

DIE NADEL IM ARBEITSMARKT

Seitenwechsel. Während sich für Arbeitnehmer

die Arbeitswelt laufend wandelt,

fehlen den Arbeitgebern die Mitarbeiter.

Offensichtlich wurde es für Diane Freiberger

mit dem von der Business School,

der 100prozentigen Tochter der FH Kufstein

Tirol, entwickelten Zertifikatslehrgang

„Zertifizierte/r Automotiv Manager/in“.

„Ich habe mich im Rahmen der

Erstellung des Lehrgangs ausführlich

mit Personalentwicklern der Automobilbranche

ausgetauscht und alle sagen

das gleiche: Die größte Herausforderung

besteht darin, Mitarbeiter zu bekommen

und zu halten.“ Die Automobilbranche

ist kein Einzelfall. Für 67 Prozent der

österreichischen Unternehmer ist heute

die Mitarbeiterfindung die größte Herausforderung,

so der Wirtschaftsbericht

zum Wirtschaftswachstum 2019 der

WKO. „Hier die Augen zu verschließen,

nützt nichts. Genauso wenig, wie Mitarbeiter

auf die gleiche Art wie vor zehn

Jahren zu suchen. Das heutige Recruiting

läuft nicht mehr über die Anzeige

in den Bezirksblättern“, bringt es Diane

Freiberger auf den Punkt. Der Mitarbeitermarkt

hat sich vom reinen Nachfrage-

zum absoluten Angebotsmarkt

entwickelt. „Personalmanager stehen

vor vollkommen neuen Anforderungen.

Es zeigt sich, dass neben ökonomischen

Zielbestrebungen auch psychologische

Fähigkeiten für den Erfolg ausschlaggebend

sind.“ Große Unternehmen begegnen

der geänderten Situation mit eigenen

Stellen wie Business Development,

stellen zusätzliche Mitarbeiter ein. Bei

KMUs ist dies kaum möglich, vielmehr

übt eine Person mehrere Funktionen aus

und genau hier setzt die Business School

an. Es gilt, den bestehenden Mitarbeitern

das richtige Werkzeug und Wissen in die

Hand zu geben, sie entsprechend weiterzubilden.“

Die Ausgangssituation für die

Entwicklung des neuen MBA-Lehrgangs

der Business School: Wirtschaftspsychologie

4.0.

WERKZEUG ZUM MITARBEITER

Employerbranding. Arbeitswelten 4.0.

Kommunikations- & Persönlichkeitspsychologie.

In dem MBA-Lehrgang

Wirtschaftspsychologie 4.0 trifft der

neueste Stand der Forschung auf die

grundständige Theorie der Sozial-

Zwei Chancen

für die Zukunft

MASTERLEHRGANG

Wirtschaftspsychologie 4.0

ZIELGRUPPEN

Leitende Angestellte, (angehende) Führungskräfte,

MitarbeiterInnen mit Personalverantwortung,

ProjektmanagerInnen, PersonalmanagerInnen

und –angestellte, sowie selbständige

BeraterInnen, Change Manager und Coaches.

ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

Hochschulabschluss mit mindestens 180 ECTS.

Mit entsprechender beruflicher Qualifikation

und außerhochschulisch erworbenen Kenntnissen

ist in Ausnahmefällen eine Zulassung ohne

Hochschulabschluss möglich.

FAKTEN

4 Semester mit insgesamt 12 Modulen

(Anwesenheit: 2-3 Tage pro Modul), berufsbegleitend,

Unterrichtssprache Deutsch

MASTERLEHRGANG

Digital Transformation

ZIELGRUPPEN

Professionals in Führungspositionen, Schlüsselpersonen

in Unternehmen und BeraterInnen,

welche die betriebswirtschaftliche-managementorientierte

Sicht einnehmen, um die

digitale Transformation aus strategischer und

prozessualer Perspektive zu begleiten und

umzusetzen.

ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

Hochschulabschluss mit mindestens 180 ECTS.

Mit entsprechender beruflicher Qualifikation

und außerhochschulisch erworbenen Kenntnissen

ist in Ausnahmefällen eine Zulassung ohne

Hochschulabschluss möglich.

FAKTEN

3 Semester mit insgesamt 11 Modulen

(Anwesenheit: 2-3 Tage pro Modul),

berufsbegleitend, Unterrichtssprache Deutsch

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x

18

Lehrgänge

im Überblick

ZERTIFIKATSLEHRGÄNGE

Für 67 Prozent der

Unternehmer ist die

Mitarbeiterfindung

das größte Thema.

Automobilverkäufer/in (5 ECTS)

Duale Ausbildung zum /zur Automobilkaufmann/-frau

und Serviceverkaufsberater/in (45 ECTS)

Zertifizierte Automotiv Manager/in (40 ECTS)

Bankbetriebswirtschaft (22 ECTS)

Change Management (3 ECTS)

Internationaler Restrukturierungs-

& Sanierungs-Professional (5 ECTS)

IT-Prozessmanager/in (3 ECTS)

Musikwirtschaft (6 o. 7 ECTS)

Versicherungsvertriebsmanager/in (40 ECTS)

Vorbereitungslehrgang zur Sachverständigenprüfung

CIS ImmoZert und Gerichts-SV (10 ECTS)

AKADEMISCHE LEHRGÄNGE

Versicherungsmakler/in und Berater/in (60 ECTS)

Akademische/r Automotive Manager/in (60 ECTS)

Akademische/r Facility Manager/in (60 ECTS)

MASTERLEHRGÄNGE

Master of Arts, Digital

Transformation Management (90 ECTS)

Executive MBA, Fokus Automobile Business (90 ECTS)

Executive MBA, Fokus Facility Management (90 ECTS)

Executive MBA, Fokus Versicherungsmanagement (90 ECTS)

Master of Sciences in Engineering (Msc)

Bio Inspired Engineering (120 ECTS)

MBA, Soziale Arbeit (90 ECTS)

MBA, Wirtschaftspsychologie 4.0 (90 ECTS)

DAS TEAM DER

INTERNATIONAL

BUSINESS SCHOOL

KUFSTEIN TIROL:

Diane Freiberger,

Daniela Stöckl &

Georg Greiderer.

MAG. DIANE FREI-

BERGER (MBA)

Vizerektorin der FH

Kufstein Tirol

psychologie, Business Cases und

Lehrende aus der Praxis. Eine Antwort

auf die geänderte Arbeitswelt

für Unternehmen. Genauso profitieren

Mitarbeiter und erhöhen

ihre Karrierechancen, wenn sie im

Bereich Wirtschaftspsychologie up

to date sind. Bestes Beispiel sind

für Diane Freiberger Wohlfahrtseinrichtungen

in Deutschland. „In

Deutschland gehen in den kommenden

Jahren 60 Prozent der

Führungskräfte in Pension. Die

einzige Chance besteht hier in der

Weiterbildung von Mitarbeitern,

die sich in der Branche bereits auskennen

und dafür auch brennen.“

Die Business School entwickelte

dazu im Rahmen eines Interregprojektes

einen eigenen MBA Soziale

Arbeit, einer von insgesamt 21

Lehrgängen der Business School.

„Unser Bestreben ist es, maßgeschneiderte

berufsbegleitende

Fortbildungen zu kreieren wie beispielsweise

Qualifizierungsmaßnahmen

für Nachwuchsführungskräfte

in der Automobilbranche.“

Daneben liefern Zertifikatslehrgänge

etwa rund um Immobilienbewertung

und Lehrgänge für

akademische Experten unterschiedlichster

Branchen spezifische

Angebote. Die umfangreichste

Ausbildung in der Business

School ermöglichen Masterlehrgänge

wie Wirtschaftspsychologie

4.0, wobei die Digitalisierung

die berufsbegleitende Ausbildung

stark erleichtert.

LERNEN 4.0

Die Business School setzt bei ihren

MBA-Lehrgängen auf einen E-Learninganteil

von 65 Prozent. Damit

weitet sich die sonst oft übliche

wöchentliche Anwesenheitspflicht

stark aus. Nur einmal pro Modul,

rund alle fünf Wochen, heißt es

für die Studierenden für Freitag

und Samstag nach Kufstein kommen.

„Lebenslanges Lernen wird

so auch für Familienmenschen,

Unternehmer und weiter entfernt

lebende Interessierte möglich. Wobei

gleichzeitig auf eine sehr individuelle

Betreuung gesetzt wird.

Unsere Online-Mentorin antwortet

etwa spätestens am kommenden

Tag auf E-Mails. Es gibt

Online-Fragestunden am Abend

und auch Online-Prüfungen. Wir

haben so gesehen zwei Hörsäle

einen virtuellen und einen am Kufsteiner

Campus.“ Bei den Treffen in

WERBUNG

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19

Die neuen Arbeitswelten

machen Employer

Branding zur

Grundvoraussetzung.

MAG. DIANE FREI-

BERGER (MBA)

Vizerektorin der FH

Kufstein Tirol

der Business School steht dabei je

Modul ein Praxisprojekt im Vordergrund.

„Es geht um die Entwicklung

von Anwendungen, die

den Teilnehmern direkt helfen und

nach Fertigstellung auch bei ihnen

zur Anwendung kommen können.

Gerade hierdurch entstehen

als Nebeneffekt branchenübergreifende

Netzwerke und öffnen

sich neue Türen.“ Ein System, das

sowohl bei dem Masterlehrgang

Wirtschaftspsychologie 4.0 zu tragen

kommt als auch bei dem ebenfalls

neuen Masterlehrgang Digital

Transformation.

DIGITAL TRANSFORMER

„Während die Personalproblematik

bereits offensichtlich akut ist,

werden die Auswirkungen und die

WERBUNG

Notwendigkeit der digitalen Welt

für Unternehmen von vielen noch

unterschätzt. Eine Homepage zählt

längst zum low level der Digitalisierung“,

so Diane Freiberger. Besonders

für Unternehmen, die mit

anderen Betrieben zusammenarbeiten,

kann die digitale Welt zum

ko-Kriterium werden, wenn sie als

Lieferanten die digitalen Anforderungen

ihrer Kunden nicht mehr

erfüllen können. „Der MBA Lehrgang

Digital Transformation Management

dreht sich daher um die

technische Seite der Digitalisierung

in der Arbeitswelt. Digitalisierungsstrategien

erfolgreich und nachhaltig

zu entwickeln, ist längst mit

erfolgsentscheidend.“ Start für die

beiden neuen MBA-Lehrgänge ist

im Frühjahr 2020. Die Teilnehmerzahl

ist jeweils auf 25 beschränkt.

ZUR SACHE

Seit 2012 bietet die

International Business

School der FH Kufstein

Tirol als 100-prozentige

Tochter der

FH Kufstein Tirol

berufsbegleitende,

branchenspezifische

Weiterbildungen an.

Neben Zertifikatslehrgängen,

akademischen

Lehrgängen und Qualifizierungsmaßnahmen

stehen fünf Masterlehrgänge

am Programm,

wobei mit dem

Digital Transformation

Management und Wirt-

schaftspsychologie 4.0

im Frühjahr 2020 zwei

weitere starten. 65

Prozent des Lehrinhalts

wird via E-Learning

vermittelt, das von

einer eigenen Online-Mentorin

begleitet

wird. Genaue Informationen

zu den einzelnen

Weiterbildungen

sind auf der Homepage

oder direkt bei

Herrn Georg Greiderer

erhältlich Tel: 05372

– 71819201, Mail:

Business-school@

fh-kufstein.ac.at

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BEADY DAYS vom

10. - 11. Oktober 2019

im Kufsteinerland

DAS FESTIVAL FÜR DIE HELDEN DER ZUKUNFT

Zwei Tage lang wird das Kufsteinerland zum Zentrum für visionäre Botschaften,

zukunftsgerichtete Dialoge und Debatten. In wenigen Wochen starten die

ersten BEADY DAYS und deshalb hier ein kurzer Blick auf die Anfänge und die

Perspektiven, direkt bei den Initiatoren dieses engagierten Projektes erfragt:

Stefan Pühringer, Geschäftsführer vom TVB Kufsteinerland und Nina Wackerle,

Projektleiterin der BEADY DAYS und Leiterin des Convention Bureaus.

TVB Direktor Stefan Pühringer im

Gespräch mit der KUFSTEINERIN

über die BEADY DAYS 2019.

Stefan, wie seid ihr auf die Idee

mit den BEADY DAYS gekommen?

Stefan Pühringer: Wir hatten

Harry Gatterer, Geschäftsführer

vom Zukunftsinstitut Frankfurt/

Wien und aufgewachsen in Niederndorf,

für die Mitglieder vom

Kufstein Congress Ambassador

Club gebucht. Die spektakuläre,

zukunftsorientierte Rede hat die

Gäste und uns so begeistert, dass

wir unbedingt ein gemeinsames

Projekt realisieren wollten. Anfangs

war das Thema „Achtsamkeit“

im Fokus. Nach gut einem

Jahr und einem intensiven Entwicklungsprozess

stand das finale

Konzept für die BEADY DAYS.

Nina, wie ist es für dich als junge

Kufsteinerin, an einem Festival

aktiv mitzuarbeiten, das

deine Generation anspricht?

Nina Wackerle: Es ist schön, ein

Teil von etwas komplett Neuem zu

sein, bei dem ich von Beginn an mit

dabei bin. Ich wachse jeden Tag an

den Aufgaben, die die Organisation

mit sich bringt. Besonders finde

ich auch den Zusammenhalt in der

Region. Dieser und die HelferInnen

hinter den Kulissen machen ein

solches Projekt erst möglich und

einzigartig. Ich freue mich schon

jetzt, wenn wir im Oktober erstmalig

400 Helden und Heldinnen

der Zukunft – wie wir unsere Gäste

nennen - mit einem hochkarätigen

Programm begeistern dürfen.

In nur 2 Tagen steht wahnsinnig

viel am Programm, wie

behält man den Überblick?

Nina Wackerle: Auch an das haben

wir gedacht! Damit die Teilnehmer

vor und während des Festivals

top informiert bleiben, haben wir

in Kooperation mit netzwork –

mobile solutions, einem Start-up

Unternehmen aus Seefeld, die

BEADY DAYS Festivalapp konzipiert.

Neben allen Programm- und

Eventdetails, einem eigenen Tool

für die Zeitplanung, Umgebungskarten

und noch viel mehr, können

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21

auch Votings und Befragungen

durchgeführt werden. Die App

werden wir zudem für die Abstimmung

des BEADY AWARDS

verwenden und selbstverständlich

können sich die Teilnehmer

darüber untereinander vernetzen.

Stefan, wer sollte das Festival

auf keinen Fall verpassen?

Stefan Pühringer: Die BEADY

DAYS wurden für zwei spezielle

Zielgruppen konzipiert: Zum einen

für Senior Manager, Geschäftsführer

und etablierte Mitarbeiter

von Unternehmen, die wir die

„Golden Mentors“ nennen. Und

eben für die Young Professionals.

Dazu zählen Studenten, Start-up

Gründer, aber auch Junior Manager.

Wir schaffen eine Netzwerk-Plattform

für die beiden

Zielgruppen und für all jene,

die sich mit Zukunftsthematiken

auseinandersetzen wollen.

Und warum eignet sich

Kufstein besonders?

Stefan Pühringer: Um ein neues

Format wie die BEADY DAYS ins

Leben zu rufen, braucht es Menschen,

die sich trauen und Orte,

die sich von anderen unterscheiden

- beides findet man hier bei

uns. 2016 haben wir in den TVB

Kufsteinerland ein Convention

Bureau integriert, welches Nina

Wackerle leitet. Das Kufsteinerland

gilt in der Branche noch als

„Geheimtipp“. Dies wollen wir

ändern und mit unserem ersten

eigenen „Zukunftsfestival“ zeigen,

was unsere Region besonders lebenswert

und liebenswert macht.

Zum Schluss noch eine Frage

an dich Nina. Auf welche Programmpunkte

freust du dich

persönlich? Und hast du Lieblingsplätze

in der Region?

Nina Wackerle: Während des

Festivals werden wir zwei meiner

Lieblingsplätze den Gästen

zugänglich machen. Die Festung

Kufstein und dann die Bergstation

des Kaiserlifts. Zum krönenden

Nina Wackerle ist beim TVB Kufsteinerland

zuständig für die Organisation der

der BEADY DAYS 2019.

Abschluss gibt es die seltene Gelegenheit,

auf der Festung Kufstein

bis in die frühen Morgenstunden zu

Musik von lokalen Bands abzutanzen.

Auf diesen Programmpunkt

REGIONALE UNTERNEHMEN

UNTERSTÜTZEN DIE BEADY DAYS

Der Spirit der BEADY DAYS wird

mit großem Engagement von zahlreichen

regionalen Unternehmen

unterstützt. Zu unseren Partnern

zählen die Stadtwerke Kufstein,

die Sparkasse Kufstein, die Walter

freue ich mich, neben den Vorträgen

von Laura Dekker (jüngste

Weltumseglerin) und Jannike Stöhr

(Traumjobtesterin) sehr. Aber

jeder Speaker ist besonders und

wird die BEADY DAYS zu einem

einzigartigen Event machen.

Group, die Unterberger Gruppe,

die Wirtschafskammer Kufstein,

die Tiroler Versicherung, die Stadt

Kufstein, die Bodner Gruppe, die

Fachhochschule Kufstein sowie das

Land Tirol.

Alle Details zu den BEADY DAYS, zu denen

selbstverständlich auch alle Helden und Heldinnen

des Kufsteinerlandes kommen sollten, sind

unter www beady-days.at zu finden.

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22

text

archtektur

visualisierung

christian mey

LAAC

LAAC

Hypo Tirol Bank

modernisiert in

Kufstein

DIE TIROLER LANDESBANK ZEIGT FLAGGE IN KUFSTEIN

Mit einem neuen, offenen und transparenten Konzept für die Geschäftsstelle

Kufstein wird die Hypo Tirol Bank den Anforderungen ihrer Bankkunden noch

besser gerecht und stellt diese konsequent in den Mittelpunkt.

Es war Anfang der 80er-Jahre, als mit

der Erbauung des Arkadenplatzes ein

neues Zentrum für die Festungsstadt

errichtet wurde, in dem auch die Geschäftsstelle

Kufstein der Hypo Tirol

Bank ihr Zuhause fand. Eine Zeit also, in

der man Überweisungen noch persönlich

zur Bank getragen hat und gerade

einmal die ersten Bankomaten in Großstädten

errichtet wurden. „Das Bankgeschäft

war damals ein völlig anderes“,

weiß Mag. Thomas Held, Abteilungsleiter

Privatkunden der Hypo Tirol Bank.

„Heute wird ein Großteil des Tagesgeschäfts

online erledigt“, so Held weiter.

Gleichzeitig sind Banken flexibler geworden.

Termine finden immer häufiger

direkt beim Kunden statt und Hierarchien

lösen sich mehr und mehr auf.

Nicht zuletzt sind heute durch die Digitalisierung

Mitarbeiter in der Lage, mehr

Kunden zu betreuen als früher. Und das

persönlicher und besser. „Wir haben

uns entschlossen, die Geschäftsstelle

Kufstein den heutigen Anforderungen

anzupassen. Als Tiroler Landesbank zeigen

wir Flagge in der zweitgrößten Stadt

Tirols. Offen und transparent.“

DIE BANK 2.0 FÜR KUFSTEIN:

BETON, GLAS UND LICHT

Dem wird mit einer hochmodernen Architektur

Rechnung getragen: Beton,

Glas, Licht. Das ist jedoch nur ein Teil

der Zutaten für das neue Konzept der

Hypo Tirol Bank in Kufstein.

Am Oberen Stadtplatz weichen die

vorgesetzten Betonfronten. Der bisher

schmale, fast versteckte Eingang wird

über die gesamte Breite des künftig

strahlend weißen Gebäudes mit Glasfronten

geöffnet. Markant dabei: ein

großes „T“ – das sich über die gesamte

Gebäudefront nach oben zieht – wird

über zwei Stockwerke geöffnet und

mit Glas verbaut. Sodass man von in-

nen einen spektakulären Blick auf den

Kirchturm von St. Vitus erhält. „Schon

beim Eingang wird der Kunde künftig

am ServiceDesk empfangen. Das

Teambüro ist gleich dahinter. „Die neue

Geschäftsstelle befindet sich im Erdgeschoss.

Der obere Stock wird saniert

und vermietet“, so Held.

DAS NEUE BANKKONZEPT RÜCKT

DEN HYPO TIROL KUNDEN NOCH

MEHR IN DEN MITTELPUNKT

„Die neue Geschäftsstelle bietet hochmoderne

Besprechungsräume mit

Wohlfühlcharakter“, freut sich Thomas

Held. Dort dreht sich alles um den Kunden.

Termine finden von Montag bis

Freitag zwischen 7.00 und 19.00 Uhr

statt. „Als moderne Bank können wir

von unseren Kunden nicht verlangen,

dass sie wegen eines Banktermins Urlaub

nehmen“, erklärt Thomas Held das

Konzept der langen Öffnungszeiten bei

THOMAS HELD

Abteilungsleiter

Privatkunden

HYPO TIROL BANK

Wir wollen als Hypo Tirol Bank

mit der neuen Geschäftsstelle

in der zweitgrößten Stadt

Tirols Flagge zeigen.

WERBUNG

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WERBUNG

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24

Von innen wird durch

die Verglasung der Blick auf

den Kirchturm von St. Vitus

freigegeben.

HYPO TIROL BANK AG

Geschäftsstelle Kufstein

Oberer Stadplatz 6

6330 Kufstein

T. +43 (0) 50700-7500

Terminvereinbarungen. Ein besonderes

Highlight ist die neue Wohnbaulounge,

„die unsere Stärke im Bereich Wohnbaufinanzierung

untermauert“, betont

Thomas Held.

ZUM EIGENEN WOHNTRAUM MIT

DEN WOHNGLÜCK.MACHERN

Und so bietet die Hypo Tirol Bank nicht

nur ein perfektes Ambiente mit Wohlfühlcharakter,

sondern auch die zugehörige

Wohnraumfinanzierung: „Der

Lebensphasenkredit passt sich an

aktuelle Lebens- und Einkommenssituationen

an. So können Kunden zu

Laufzeitbeginn zwei Jahre lang nur die

Zinsen zahlen, ohne das Kapital zu tilgen.

„Wenn der Kunde es möchte, oder

es für seine Situation das Beste ist,

kann er zwei Jahre lang komplett mit

der Rückzahlung der Raten aussetzen“,

erklärt Kundenbetreuer Helmut Ellmerer.

Die Möglichkeit, die Rückzahlung

auf zwei Jahre um die Hälfte zu verkür-

zen, gibt es auch. Auf diese drei Flexibilitätsvarianten

hat sich die Hypo Tirol

Bank verpflichtet. „Und so wird es auch

im Kreditvertrag niedergeschrieben“,

betont Helmut Ellmerer. „Durch die

Vorfreude auf den Umbau unserer Geschäftsstelle

in Kufstein wissen wir jetzt

umso besser, wie es unseren Kunden

geht, wenn sie sich ihren Wohntraum

erfüllen und es kaum erwarten können,

die neuen Räume zu beziehen“, strahlt

Helmut Ellmerer.

HELMUT ELLMERER

Kundenbetreuer der

HYPO TIROL BANK

Während des Umbaus von

Ende September bis Juni 2020

finden Sie die Hypo Tirol Bank

direkt im Arkadenplatz.

WERBUNG

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Mit einem großen „T“ auf der Fassade

der neuen Geschäftsstelle zeigt die

Hypo Tirol Bank Flagge in Kufstein.

Helmut Ellmerer, Kundenbetreuer der Hypo Tirol Bank in Kufstein

und Thomas Held, Abteilungsleiter Privatkunden der Hypo Tirol Bank

mit einem Blick auf die Visualisierungen der neuen Geschäftsstelle.

WERBUNG

Die Kundinnen und Kunden werden

künftig am ServiceDesk in der offen und

transparent gehaltenen Geschäftsstelle

empfangen.

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26

text

foto

adriane gamper

kufstein galerien

Auf einer Verkaufsfläche von

7.000 m² sind in den Kufstein

Galerien 20 Shops angesiedelt.

Der

Trampelpfad

zum

Erfolg

SHOPPINGERFOLG ZWI-

SCHEN FLASHMOB UND IN-

DOOR-SKIFAHREN – ZEHN

JAHRE KUFSTEIN GALERIEN

Am 28. Oktober 2009 luden die Kufstein

Galerien zum Pre-Opening. Tags

darauf folgte der erste normale Einkaufstag,

wobei normal relativ ist. In

dem Kufsteiner Innenstadtkaufhaus

reiht sich ein Event an das nächste.

Zehn spektakuläre Erfolgsjahre.

„Die außergewöhnlichste Aktion war sicher

unser Slackline-Event“, lacht Sandra

Bodner, Investorenvertreterin der Kufstein

Galerien. Es passierte 2012. In elf Meter

Höhe, im Auge des Einkaufszentrums,

ist eine Slackline mit Sicherheitsline gespannt.

Der Höhepunkt eines Events, das

sich über den ganzen Sommer zog. „Wir

waren etwa sechs Mal am Hechtsee und

haben die Badegäste animiert Slacklinen

zu lernen. Es waren richtige kleine Partys

mit Musik und Profis, die Interessierten

Tipps gaben.“ Der Höhepunkt fand dann

mitten im Einkaufszentrum statt. „Es war

mein erster Arbeitstag. Ungewöhnlicher

geht es wohl kaum“, schmunzelt Centerleiterin

Andrea Lenk. Überall im Einkaufszentrum

waren Slacklines gespannt

und die Mall-Besucher probierten sich

darauf.“ An die dreißig wagten sich an die

Line in luftiger Höhe. Vom Europameister

über einige deutsche Meister bis hin zu

Kufsteinern, die ein paar Wochen zuvor,

am Hechtsee zum ersten Mal auf einer

Slackline gestanden sind. Events wie diese

ziehen sich quer durch die Geschichte des

Kufsteiner Einkaufszentrums, das am 4.

und 5. Oktober sein 10-jähriges Bestehen

feiert. „Die Events waren unsere Art, einen

Trampelpfad zu schaffen“, erklärt Sandra

Bodner ihr Erfolgskonzept.

DREI STOCKWERKE TIEF

„Ich kann mich noch daran erinnern, wie

wir als Kinder im Hinterhof des Hotels

München spielten. Ein paar Häuser standen

auf dem Platz, ein Obstanger, ein Parkplatz“,

erzählt Sandra Bodner über die Vergangenheit

des Grundstücks, auf dem im

Mai 2007 der Spatenstich für die Kufstein

Galerien erfolgte, genau an ihrem Geburtstag.

„Das war wahrlich ein unvergesslicher

SANDRA BODNER

Investorenvertreterin

Kufstein Galerien

Der Weg zu den Kufstein

Galerien war neu. Mit Events

haben wir einen Trampelpfad

erschaffen.

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KURZ UND BÜNDIG

Auf einer Verkaufsfläche von 7.000

m² sind in den Kufstein Galerien 20

Shops angesiedelt. 309 Parkplätze

sind über drei Stockwerke verteilt.

Im oberen Bereich des Centers

befinden sich 42 Wohnungen. Mehr

als zwei Millionen Besucher zählt

das Kufsteiner Einkaufszentrum

jährlich. Am 4. und 5. Oktober

feiert das Innenstadtkaufhaus

seinen 10. Geburtstag. Am Freitag

wird um 14:30 Uhr die riesige Geburtstagstorte

angeschnitten und

an die Besucher verteilt. Am Samstag

zieht sich das Programm durch

das gesamte Haus bis hinüber zum

Inntalcenter, vom Luftballonmodellieren

bis zum Milka Glücksrad.

Geburtstag, wobei die Geburtsstunde des

Einkaufszentrums noch drei, vier Jahre

früher stattfand. Damals stand mein Mann

Thomas im Inntalcenter. Er schaute zu

dem Grundstück und sagte ´da würde ein

zweites Innenstadt-Einkaufszentrum gut

hinpassen´“, erinnert sich Sandra Bodner.

An die drei Jahre wird geplant bevor die

Bagger auffahren und drei Stockwerke in

die Tiefe graben. Schon während der Rohbauphase

stehen die ersten Vermieter fest,

bei der Eröffnung sind alle Flächen vergeben.

„Das Pre-Opening verlief ganz klassisch,

hinten ging der Besentrupp raus als

vorne die Türen auf gingen“, lacht Sandra

Bodner. Dass sie und ihr Mann mit ihrem

Unternehmen die Kufstein Galerien nicht

nur planen und bauen, sondern auch selbst

betreiben, stand von Anfang an fest. „Uns

war klar, dass dies eine eigene Challenge

ist, vor allem da das Einkaufszentrum die

Innenstadt-Shoopingzone Kufsteins in diese

Richtung erweiterte. Dort war vorher

nichts. Der Weg zu uns war für die Kunden

ungewohnt, wir mussten etwas bieten.“

GEBURTSTAGSPARTY FÜR ALLE

Events werden zum Zugpferd der Kufstein

Galerien, wobei die Betreiber Wert darauf

legen, mit ihren Veranstaltungen Mehrwert

zu bieten. „Das beste Beispiel ist der

Flashmob des Roten Kreuzes. Unzählige

Menschen fielen gleichzeitig um, während

von überallher Menschen kamen, die Erste

Hilfe leisteten. Gemeinsam mit dem Roten

Kreuz wollten wir so auf die Wichtigkeit

von Erste-Hilfe-Kursen hinweisen“, erklärt

Andrea Lenk. Aber auch Sportevents wie

das Slackline-Highlight oder Indoor-Skifahren

auf einem riesigen Laufband begeisterten

die Kunden. Die aufsehenerregenden

Events machen sich bezahlt.

Nach nicht einmal zwei Jahren erreichen

die Geschäfte ihre Zielzahlen. „Normalerweise

dauert das drei bis fünf Jahre“, so

Andrea Lenk. „Der Mitbewerber ist heute

nicht mehr vor der Haustüre zu finden,

sondern im Internet. Du musst als Einkaufszentrum

mehr als Geschäfte bieten“,

gibt Sandra Bodner einen Einblick, wobei

Service in ihren Augen das um und auf

ist. „Es kommt nicht nur auf die Ware,

sondern vor allem auf die Freundlichkeit

und das Engagement der Mitarbeiter an.

Wobei wir in Kufstein den großen Pluspunkt

haben, dass ganz Kufstein bemüht

ist, mehr Service zu bieten als normal

üblich und gleichzeitig vom TVB über die

Kaufmannschaft bis zum Stadtmarketing

zusammengearbeitet wird.“ Von den

zahlreichen Events in der Festungsstadt,

profitiert laut Sandra Bodner jeder und so

machen auch alle mit. „Letztlich geht es

um die Marke Kufstein als Erlebnisstadt.

Und in eben diesem Erlebnis sehe ich

auch unsere Zukunft als Kufstein Galerien.

Service, der umfangreiche Branchenmix

auf der einen Seite und die Events

auf der anderen, sind die Zutaten für eine

erfolgreiche Zukunft.“ Und so wird auch

der 10. Geburtstag der Kufstein Galerien

am 4. und 5. Oktober groß gefeiert. Von

der Geburtstagstorte für alle bis hin zu

Show- und Spielbühnen mit Gewinnmöglichkeiten.

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adriane gamper

christian mey & zimmer austria

Erfolg zwischen

Teppichen und

Hosenträgern

HOCHSPEZIALISIERT IM NISCHENSEKTOR -

DAS KUFSTEINER UNTERNEHMEN ZIMMER

Nahezu jeder hat ein Produkt zu Hause, das mit Anlagen des Kufsteiner Unternehmens

Zimmer bedruckt wurde. Der Sondermaschinenbau-Betrieb greift

dabei auf 154 Erfolgsfaktoren zurück. Eine Unternehmensgeschichte mit vernetzten

Inseln und etwas eigenen Besprechungsräumen für den Zukunftsblick.

„Als wir darüber diskutierten ob der Besprechungstisch

eine Tiefe von 1,5 Meter

oder einem Meter haben sollte, machte

es in unserem Kopf klick“, erzählt Prokurist

Thomas Mentler, Finanz- und Personalverantwortlicher

der Firma Zimmer,

während er die Türe zum Besprechungsraum

öffnet. Die Stühle sind im gesamten

Zimmer verteilt. Hellblau, orange, grün,

weiß, grau heben sie sich vom Teppichboden

mit Betonoptik ab. Die drei Sesselfüße

stehen jeweils auf einer runden

Plattform mit Rollen. Eine Wand dient

als riesiges Flipchart. Was fehlt ist ein

Tisch. Dafür ragt von der Sitzfläche jedes

Stuhles eine schwenkbare Schreibfläche

empor. „Ich dachte, dass es nicht sein

kann, dass wir über Tischtiefen diskutie-

ren, für einen Raum, in dem Kreativität

fließen soll. Wie soll man in einer starren

Sitzordnung, womöglich noch mit dem

Vorgesetzten an der Stirnseite, innovativ

sein?“, erklärt Thomas Mentler den Hintergrund

für den flexiblen Besprechungsraum.

Ein Raum, der die Strukturen, die

Philosophie und einen entscheidenden

Erfolgsfaktor des hochspezialisierten

Kufsteiner Maschinenbauunternehmens

widerspiegelt.

120 METER FÜR DEN TEPPICH

„Ganz simpel gesagt produzieren wir

Drucker zur Veredlung von Textilgewebe.“

Die Worte von Thomas Mentler

vermischen sich mit den Bohrgeräuschen,

die kurzfristig die Produktionshalle

durchdringen. „Die Bandbreite des

Textilgewebes reicht von Handtüchern

bis hin zu technischen Textilien für Militär

und den Medizinsektor, wobei wir

uns auf festere Qualitäten spezialisiert

haben“, erklärt Geschäftsführer und Vertriebsverantwortlicher

Toni Naschberger,

während er neben einer knapp vier

mal vier Meter großen Anlage stehen

bleibt. „Man kann sich das Herz unserer

Maschinen wie eine riesige Officedrucker-Patrone

vorstellen, die in dem Fall

hier 96 mal 1024 Austrittsöffnungen

hat, von denen jede einzeln angesteuert

wird.“ Was simpel klingt, ist in Realität

High Tech. Die Firma Zimmer ist im

Nischensektor unterwegs, konstruiert

speziell auf Kundenbedürfnisse abge-

Das moderen Gebäude von

Zimmer Austria in Kufstein.

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CFO Thomas Mentler (re.) mit

Marco Krall im Montagebereich

von Zimmer Austria.

CEO Toni Naschberger (re.) mit

Rasouli Samiulah in der

Anwendungstechnik.

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stimmte Druckmaschinen bis zu einer

Druckbreite von fünf Metern. „Teilweise

liefern wir nur die Druckmaschinen

samt Steuerung, vor allem Europäer

und Amerikaner bevorzugen aber eine

Gesamtanlage und die kann, etwa bei

der Bedruckung von Teppichen, durchaus

eine Länge von 120 Metern haben.“

Egal wie groß oder klein, von der Elektronikplanung

bis zur Softwareerstellung

und Gestaltung der Bedienoberflächen

erfolgt alles in der Festungsstadt. Knapp

99% der Erzeugnisse gehen in den Export.

Weltweit. „Durch den Sondermaschinenbau

umgehen wir den Preiskampf

der Serienproduktion. Gleichzeitig ist

unsere Technologie alle drei bis fünf Jahre

überholt. Eine Tatsache, die eine ganz

eigene Einstellung bei den Mitarbeitern

braucht, um als Unternehmen erfolgreich

zu sein.“

MINDSET ZUM FEUER

Im hinteren Teil des Lehrlingsbereichs

steht ein 3D-Drucker. Das Vorjahres-Weihnachtsgeschenk

für die 20

Lehrlinge. Fünf Lehrberufe werden

ausgebildet vom Textilchemiker bis zum

Automatisierungstechniker. „Die Jugendlichen

sollen sich spielerisch mit der

neuen Technik vertraut machen“, erklärt

Prokurist und Technikverantwortlicher

Josef Guggenberger den Hintergrund

für das Geschenk. „Gleichzeitig soll die

Einstellung geweckt werden, dass man

nie fertig gelernt hat. Selbst ein Universitätsabschluss

reicht heute durch die

kurzen Technologiezyklen nicht mehr

für die nächsten 15 bis 20 Jahre.“ Josef

Guggenberger ist sich sicher, dass ohne

ständige Mitarbeiterweiterbildung das

Unternehmen bald nicht mehr existieren

würde. „Um weiterzukommen, muss

man heute Zeit und Engagement in die

Mitarbeiter-Weiterbildung investieren,

Strukturen für die Entwicklung bieten.

Betriebe, die darauf verzichten, läuten

den Anfang von ihrem Ende ein.“ Vor allem

eine lange Unternehmensgeschichte

ist durch die Digitalisierung für Kunden

nahezu unwichtig geworden, wie Toni

Naschberger betont. „Die Mitarbeiterweiterbildung

entscheidet, ob wir Feuer

oder Asche weiterreichen.“ Bei Zimmer

KURZ UND BÜNDIG

Das Kufsteiner Unternehmen

Zimmer produziert Sondermaschinen

für die Textilindustrie zur

Veredelung der Materialien vom

Hosenträger bis zum Teppich. Der

154 Mitarbeiter starke Betrieb ist

dabei im Nischensektor unterwegs

und produziert speziell auf

Kundenwünsche abgestimmte

Druckmaschinen. Knapp 99% der

Anlagen gehen in den weltweiten

Export. Seit 2001 erhielt Zimmer

durchgehend die Prämierung

„Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“,

wobei derzeit 20 Lehrlinge

ausgebildet werden. In den USA

befindet sich eine Vertriebstocher;

ein Schwesterunternehmen,

spezialisiert auf textilen Schablonendruck

und Beschichtungen, ist

in Klagenfurt angesiedelt.

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Entscheidend für

den Unternehmenserfolg

ist,

zu wissen was in

den nächsten

Jahren wichtig ist.

THOMAS MENTLER,

Chief Financial Officer, Zimmer Austria

wurde daher eine eigene Software programmiert,

in der jeder Mitarbeiter und

dessen Weiterentwicklung erfasst sind,

um die Fortbildungen perfekt abzustimmen.

„Von einzelnen Schulungen bis hin

zum

14-monatigen Traineeprogramm

unterstützen wir alles. Nichtsdestotrotz

sind für uns bei Neuanstellungen nicht

so sehr Zeugnisse und Noten von Bedeutung.“

2.200 M² INNOVATION

Auf einer Palette im hinteren Bereich des

Technologiezentrums stapeln sich einem

CTO Josef Guggenberger mit

Andras Ferdigg beim

Schaltschrankbau.

Meter hoch weiße, etwa ein quadratmetergroße

Stoffproben. Testmaterial eines

Kunden aus Taiwan, dessen Technikteam

sere Expertise. Ein vielversprechendes

Spezialisierung trifft auf die Notwendig-

für einen Monat zur Prozessoptimierung

Geschäftsfeld“, erläutert Toni Naschber-

keit eines ganzheitlichen Blickes, um die

der Druckanlage anreist. „Die Techniker

ger. 2200 m² umfasst die für derartige

Komplexität zu erfassen. Inselbegabun-

lernen die Anlage kennen, nutzen un-

Zwecke neu errichtete Halle. Im oberen

gen sind hier nicht die Zukunft. Sie sind

Stock stehen Labormaschinen, in denen

wichtig, aber in Summe muss ein Team

jeder Prozess einer großen Produktions-

her, das gemeinsam agiert“, so Thomas

anlage relativ ident nachgestellt werden

Mentler. Deshalb gibt es bei Zimmer ein

kann, um die Auswirkungen verschiede-

Stammentwicklungsteam, das je nach

KONTAKT

ner Einstellungen zu testen. „Wir haben

Projekt durch passende Mitarbeiter aus

J. ZIMMER

MASCHINENBAU GESMBH

Eibergstraße 2

A-6330 KUFSTEIN

diesen Bereich mit dem Neubau flächenmäßig

nahezu vervierfacht.“ Qualitätsund

Forschungsprojekte sind ständig im

anderen Bereichen ergänzt wird. Rund

25 Prozent der Mitarbeiter sind ständig

in Entwicklungsprojekte involviert.

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Aktuelle Jobs von

Zimmer Austria laufend auf

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Laufen. Im Kerngeschäft werden Prozesse

weiterentwickelt. Dazu kommen

Kooperationen mit Kunden, mit anderen

Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen,

bei denen die Firma Zimmer als

Forschungspartner agiert.

„Und deshalb ist auch Teamfähigkeit einer

der wichtigsten Faktoren bei Neuanstellungen.“

Auf dem Dach des Technologiezentrums

warten Freibereiche mit

Sitzgruppen, Tischfußball. Alle sind per

du. Eine Investition in die Zukunft, denn

die geht in den Augen der drei Geschäfts-

ERFOLG DANK

leiter ganz klar noch mehr in Richtung

INSELVERKNÜPFUNGEN

Spezialisierung auf Einzelgruppen wie

„In jedem unserer Projekte sind eine

Medizintechnik oder Militär. „Umwelt,

Vielzahl von Disziplinen involviert,

Service und Prozesssicherheit, das sind

unter anderem Maschinenbau, Steuerungstechnik

und Software. Die hohe

die Themen der Zukunft und das erreichen

wir nur gemeinsam.“

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adriane gamper

hannes dabernig

Mit der

Kraft des

Augenblicks

4* SUPERIOR HOTEL PANO-

RAMA ROYAL - WELLBEING

ZWISCHEN JAHRTAUSEN-

DEALTEN WERTEN UND

KULINARIK

„Du bist das Produkt deiner Gedanken.“

Dieses universelle Prinzip bildet

die Grundlage von Our Way Of Healing,

der Wellness-Philosophie des 4*

Superior Hotels Panorama Royal. Aufmerksamkeit

und Ganzheitlichkeit für

mehr Energie, Kraft und Lebensfreude.

Die Konzentration im PANORAMA ROYAL

liegt auf Energie, Kraft und Lebensfreude und

dem Wissen, dass eine Harmonie von

Körper, Geist und Seele die Grundlage

für ein erfülltes Leben sind.

Bewusst sein. Anspannen und Entspannen.

Vier Tage hindurch Fließen und

Statik für einen ruhigen Geist im „Embrace

your health“, dem Yoga- und Meditations-Retreat

des 4* Superior Hotels

Panorama Royal. Es geht dabei um eine

Balance zwischen Körper und Geist.

„Embrace your health ist wie ein Aufbruch

in eine andere Welt, die Welt in

dir. Durch dieses Sein und die Konzentration

auf sich entsteht eine beruhigende

Stille, die neues Potential freisetzt.“ Peter

Mayer, Hotelier des 4* Superior Hotel

Panorama Royal, weiß um die Wirkung

solcher Ausstiege auf Zeit. Er selbst besuchte

vergangenes Jahr ein zehntägiges

Schweige-Retreat. „Eine einmalige Erfahrung,

die immer noch nachwirkt und

mein Sein verändert hat.“ Embrace your

health ist ein Puzzleteil der einzigartigen

Wellnessphilosophie „Our Way Of Healing“.

Ganzheitliches Wellbeing.

JAHRHUNDERTE

WÄHRENDE KRAFT

„Our Way Of Healing ist nicht einfach

ein Wellnesskonzept. Es schließt alles

mit ein. Von Spiritualität über gutes

Essen, jahrtausendealte Anwendungen

bis hin zum Ausblick und zur Dekoration

unseres Hotels. Mit unserem Sein

verhelfen wir unseren Gästen zu mehr

Energie, Lebensfreude und Kraft ganz

egal, ob sie eine Woche oder eine Stunde

bei uns verbringen.“ Our Way Of Healing

beginnt bereits mit dem Ort, an dem das

Haus errichtet wurde. So steht das Hotel,

mit dem Weitblick über das Inntal, auf einem

Kraftplatz. „Die positiven, kraftvol-

PETER MAYER

Hotelier

PANORAMA ROYAL

Unsere drei Grundwerte sind

Energie, Kraft und Lebensfreude,

weil alles worauf man sich

konzentriert, wird verstärkt.

WERBUNG

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Unser Konzept

„Our Way

Of Healing“

bietet Genuss

und Wohlbefinden

für

Körper, Geist

und Seele.

schlage, damit von Tisch zu Tisch gehe,

schaut anfangs schon etwas skeptisch“,

lacht Peter Mayer, der selbst über Jahre

hinweg von buddhistischen Mönchen

in Qi Gong und Meditation eingeweiht

wurde. „Aber auch das ist eine Form

des Bewusst-Werdens des Moments.

Letztlich wollen wir mit Our Way Of

Healing, die Gedanken unserer Gäste

in eine positive Richtung lenken. Ganz

nach dem universellen Prinzip: You are

the product of your thoughts – you become

what you think about.“

KURZ UND BÜNDIG

WERBUNG

len Energien schwingen hier schon seit

Jahrtausenden. Genauso setzen wir auf

Werte und Methoden, die seit Jahrhunderten

und Jahrtausenden Bestand haben“,

erklärt Peter Mayer. Dazu zählen

unter anderem Yoga, Meditation und Qi

Gong, die fast täglich für Hotelgäste und

Menschen aus der Umgebung angeboten

werden. „Um Energie, Kraft und Lebensfreude

zu erhöhen, gilt es neben Geist

und Seele auch dem Körper Achtung zu

schenken. Es ist wie bei Zahnrädern, die

ineinander greifen. Nur wenn alle Zahnräder

intakt sind, ist ein harmonischer

Ablauf möglich.“ So wird der Körper im

4* Superior Hotel Panorama Royal mit

Wellnessanwendungen genauso wie mit

Gaumenfreuden verwöhnt. Vom Brunch

am Sonntag über das italienische Buffet

jeden Mittwochabend bis zum Gourmet

Royal, Kulinarik für alle Sinne auf höchstem

Niveau. Eines geht dabei in das andere

über und bildet dadurch eine Einheit,

die den Gast umfängt. So verschmilzt

der kulinarische Genuss im 4* Superior

Hotel Panorama Royal mit dem Blick

durch die Panoramafenster. Die Weite

und der Ausblick auf die Bergwelt öffnen

den Geist und lassen gleichzeitig die

Gedanken innehalten. Ein entscheidender

Punkt, denn nur wer innehält, spürt

Lebensfreude, erreicht Gelassenheit und

Gleichmut. „Und diesen Spirit der Landschaft

greifen wir wieder für ein inspirierendes,

gemütliches Ambiente architektonisch

im Haus auf.“

DER GONG ZUR LEBENSFREUDE

Ein Gong erklingt. Die Kellner bleiben

stehen. Die Gäste halten inne. Gespräche

verstummen. Einatmen. Anhalten. Ausatmen.

Für einige Momente aus dem rasanten

Lebensstrom heraustreten. Sich

dem Augenblick bewusst werden. „Wer

zum ersten Mal erlebt wie ich im Restaurantbereich

den Achtsamkeits-Gong

„Alles worauf man sich konzentriert

wird verstärkt.“ Aufbauend

auf diesem Grundsatz lebt das 4*

Superior Hotel Panorama Royal

eine selbst entwickelte Form des

Wellbeing. Die Konzentration liegt

auf Energie, Kraft und Lebensfreude

und dem Wissen, dass eine

Harmonie von Körper, Geist und

Seele die Grundlage für ein erfülltes

Leben sind. Jahrhundertealte

Methoden wie Yoga und Meditation

verschmelzen mit hochkarätiger

Kulinarik, Achtsamkeit-Momenten

sowie Weitblick auf die Bergwelt

und Raumharmonie. Die Angebote

des Our Way Of Healing

Programms sind gleichsam für

Menschen aus der Umgebung wie

für Hotelgäste offen.

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adriane gamper

christian mey & pavel laurencik

Das Stammteam

ist das Herz

jedes Hotels

DAS 4* SUPERIOR HOTEL PANORAMA ROYAL

IN BAD HÄRING PUNKTET MIT BENEFITS

UND TEAMGEIST BEI SEINEN MITARBEITERN

Das Stammteam ist für die Qualität eines Hotels entscheidend, ist Peter Mayer

vom 4* Superior Hotel Panorama Royal überzeugt. Und so setzt er auf besondere

Zusatzleistungen, um nicht nur seinen Gäste, sondern auch seinen Mitarbeitern ein

attraktives Ambiente zu bieten.

Küchenchef Steffen Schönherr

leitet eine Team von 16 Küchenmitarbeiterin

im Panorama Royal.

Julia Sallegger gehört seit

acht Jahren zum Team des

Panorama Royal in Bad Häring.

Christoph Trauner ist der

Technische Leiter und ist der

Helfer in allen Notlagen.

„Meine ganz persönliche Einschätzung:

In Zukunft werden jene Häuser Erfolg

haben, die gute Mitarbeiter anziehen

und diese vor allem auch halten können“,

so Peter Mayer, Hotelier des 4* Superior

Hotel Panorama Royal. Ein Hotel ist in

seinen Augen wie ein menschlicher Körper.

„Wenn du an einer Stelle ein Problem

hast, hinkt der ganze Körper. Selbst

wenn es nur ein Schnitt in den Finger

ist, er beeinflusst dich den ganzen Tag

über in deinem Erleben und Tun. Funktioniert

in einem Hotel eine Abteilung

nicht, wirkt sich das auf das gesamte

Haus aus. Es reicht, dass der Eingangsbereich

nicht richtig gekehrt ist, damit

sich eine Negativspirale in Gang setzt.“

Peter Mayer spricht aus jahrelanger Hoteliers-Erfahrung.

„Ich kam Mitten aus

dem Wirtschaftsleben und musste bald

feststellen, dass der Tourismus seine

eigenen Gesetze hat. Saisoniers wollen

wandern, Neues kennenlernen und bringen

frischen Spirit in jedes Haus. Vor

allem wenn man kein Saisonbetrieb ist,

ist ein Stammteam aber das um und auf.“

Mit ihm lebt das Hotel, es ist das Herz,

das den Körper versorgt, stellt Peter

Mayer dar. „Ich sitze hier und weiß nicht,

was gerade in der Küche passiert oder

an der Rezeption. Als Hotelier musst du

dich zu 100 Prozent auf dein Personal

verlassen können. Und um gute, enga-

PETER MAYER,

Hotelier PANORAMA ROYAL

Das energievolle Ambiente

unseres Hauses wirkt sich

auch auf die Mitarbeiter aus.

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00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 34 02.09.19 09:46


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gierte Mitarbeiter zu bekommen, genügt

ein hoher Gehalt längst nicht mehr.“

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BETRIEBSKLIMA ENTSCHEIDET

Ein ausgezeichnetes Beispiel ist laut Peter

Mayer das Oktoberfest. Kein Gastronomiebetrieb

hat dort Probleme, Mitarbeiter

zu bekommen, obwohl die Arbeit

sehr anstrengend ist. Was lockt ist der

extrem hohe Verdienst. „Was man nicht

vergessen darf, das Oktoberfest ist nach

zwei Wochen wieder vorbei und die Mitarbeiter

ziehen weiter. Um gute Mitarbeiter

zu bekommen und zu halten, gilt

es, einen attraktiven Arbeitsplatz zu

schaffen. Als Mitarbeitermagnet fungiert

das Image des Hauses, der Gehalt

und Zusatzleistungen. Ob ein Mitarbeiter

letztlich bleibt, hängt stark vom Betriebsklima

ab“, so Peter Mayer, der seinen

Arbeitnehmern deshalb auch für die

Hotellerie atypische Benefits bietet. Und

die Erfahrung der vergangenen Jahre

gibt dem Hotelier recht, die Fluktuation

ist im 4* Superior Hotel Panorama Royal

jedes Jahr mehr gesunken, das Stammteam

dagegen immer mehr gewachsen.

BENEFITS AM KRAFTPLATZ

„Jeder Mitarbeiter hat bei uns eine

5-Tage Woche mit flexiblen Arbeitszeiten

und wird überdurchschnittlich

entlohnt“, gibt Peter Mayer einen ersten

Einblick. Ganzjahresstellen werden

mit unbefristeten Verträgen angeboten

und individuelle Fähigkeiten durch

interne und externe Kurse gefördert.

Ein Schwerpunkt wurde in den letzten

Jahren auch auf die Mitarbeiterunterkünfte

gelegt. „In richtig großen

Häusern, sind die Mitarbeiterzimmer

besser ausgestattet als anderswo die

Urlauberzimmer. Diese großen Häuser

haben wir uns zum Vorbild genommen“,

erzählt Peter Mayer, der auch sein Hotel

ständig weiter entwickelt. „Our Way

Of Healing, unsere selbst kreierte Form

der Wellness, legt den Fokus ganz klar

auf Energie, Kraft und Lebensfreude.

Die daraus entstehende ganz besondere

Atmosphäre im ganzen Haus wirkt sich

natürlich auch auf die Mitarbeiter aus“,

erklärt der Hotelier. „Das Hotel wurde

auf einem Kraftplatz erbaut, wer hier

arbeitet tankt Tag für Tag, Stunde für

Stunde Energie.“

Gourmet Royal:

Die Kunst zu Geniessen

KULINARISCHER HOTSPOT IM PANORAMA ROYAL IN

BAD HÄRING MIT STERNEKOCH CHRISTIAN EXENBERGER

Seit Sommerbeginn ist der Genuss im 4*s Panorama Royal um eine Facette reicher.

Im exklusiven „Gourmet Royal“ wird in kleinem Rahmen und in 12 Gängen

gekocht. Mit Sternekoch Christian Exenberger bekommt das bewährte Küchenteam

Unterstützung von einem bekannten Visionär und kulinarischen Freigeist.

„Der Genuss oder auch das Wiedererlernen

von „Geniessen können“ ist

Teil unserer Philosophie für Energie,

Kraft und Lebensfreude. Die

Kulinarik gehört da dazu und hat

deshalb bei uns einen besonderen

Stellenwert“, erzählt Eigentümer Peter

Mayer. „Mit der Eröffnung des

„Gourmet Royal“ in

unserer Stube haben

wir neben dem Restaurant

eine kleine,

exklusive

Genussinsel

vor allem für

Gäste aus der Region

geschaffen, die gutes

und

Essen

erlebnisreiches

wertschätzen“,

erzählt Peter

Mayer. „Wir geben

der Kulinarik noch

mehr Raum und können in kleinem

Rahmen mit 18 Plätzen die Kochkunst

und die Kunst des Genießens

im wahrsten Sinne des Wortes vereinen.

Geschmacksdetails erkennen

und zelebrieren, sich mit viel Zeit

CHRISTIAN EXENBERGER,

Sternekoch und Küchenchef

von einem Gang zum nächsten überraschen

lassen, Bilder am Teller und kulinarische

Eindrücke diskutieren und

ab und zu die Chefs in ein Küchen-Gespräch

verwickeln“, beschreibt Mayer

das kulinarische Genusskonzept.:

Steffen Schönherr kümmert

sich mit bekannter

Gelassenheit

seinem

und

eingespielten

Team um die

Menüs und A la

Carte Gerichte des

Restaurants.

Schönherrs

Mit

hohen

Qualitätsanspruch

als Rückendeckung

kreiert Sternekoch

Christian Exenberger

für das „Gourmet

Royal“ kulinarisch Erstaunliches,

fernab von Trends und Etikette, in seinem

gewohnt ehrlich-frechen Kulinarik

Stil. Ein vielversprechendes Konzept, bei

dem man nur zu gerne wieder lernt, wie

genießen richtig geht.

Das „Gourmet Royal“ ist von Donnerstag bis Samstag ab 18.30 Uhr geöffnet,

Platz nur mit Reservierung. Tel.: +43 (0)5332 77117, www.panorma-royal.at

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adriane gamper

christian mey

Die fünf Ebbser

Gastro-Musketiere

EIN SCHRITT IN DIE VERGANGENHEIT FÜR

EINE NEUE ZUKUNFT – DIE WIRTSHAUS.KULTUR

DER FÜNF EBBSER GASTWIRTE

Bereits in den 60ern veranstalteten der Oberwirt und der Sattlerwirt legendäre

Bierzeltfeste. Seit Mai setzen die fünf Ebbser Wirtshäuser Ledererwirt, Sattlerwirt,

Schanz, Oberwirt und Unterwirt eines drauf. In einem zukunftsweisenden

Projekt verschmelzen Regionalität und Brauchtum zu einem besonderen

Schmankerl für Gäste und Einheimische.

Beim Gruber Zweiklang hat die ganze

Stube mitgesungen, wie Beate Astner-Prem

vom Sattlerwirt erzählt. Auch

als der Ebbser Kaiserklang aufspielte

war der Sattlerwirt bestens besucht. Ein

Zustand, den auch die anderen vier Ebbser

Wirte von ihren Wirtshaus.Kultur

Abenden kennen. Ein Konzept, das bei

Gästen und Einheimischen ins Schwarze

trifft und mit dem die Gastronomen dem

Handel einiges voraus haben, so Peter

Wachter, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer

Kufstein.

VON STUBE ZU STUBE

„Wir veranstalteten in den vergangenen

Jahren ganz klassisch Tiroler Abende.

Sie waren gut besucht, allerdings nur

von Urlaubern. Dazu kam, dass wir diese

Art von Events als nicht mehr zeitgemäß

empfanden. Es wirkte aufgesetzt, wie

speziell für unsere Gäste inszeniert, was

es ja letztlich auch war“, erklärt Beate

Astner-Prem den Ursprung der Wirtshaus.Kultur,

die von den fünf Ebbser

Wirten ins Leben gerufen wurde. „Wir

haben überlegt, welche Veranstaltung

wir bieten können, mit der unsere Gäste

einerseits ins Dorfleben eintauchen können,

die andererseits aber auch Einheimische

anspricht.“ Die Lösung war ein

Schritt zurück in die Vergangenheit für

eine neue Zukunft. Jede Woche wird in

einem der fünf Wirtshäuser - Ledererwirt,

Sattlerwirt, Schanz, Oberwirt und

Unterwirt - aufgespielt. So wie früher

gehen Musiker mit echter Tiroler Volksmusik

von Stube zu Stube. „Wobei

wir durchaus offen sind, es muss nicht

immer Musik sein, auch ein Gedichte-Abend

oder eine Lesung ist bei der

Wirtshaus.Kultur willkommen. Es sollte

nur zu unserem Dorf und zum Dorfleben

passen“, ergänzt Juniorchef Christoph

Kaltschmied vom Oberwirt. Wichtig

ist den Wirten, dass es kein Event mit

Anfangs- und Endpunkt für die Zuseher

ist. „Wir wollen eine lockere Atmosphäre,

jeder kommt und geht wann er

möchte, ganz anders als bei den Tiroler

Abenden.“ In Summe ist es eine Win-

Win-Win Situation, so Bernhard Anker

vom Ebbser Kaiserklang. „Für die Gäste

und Einheimischen, für die Gastwirte

und auch für uns Musiker.“ Für ihn ist

dieses Konzept ein Schritt gegen das

Gasthaussterben, das anderorts um sich

greift. „Wenn ich an den einen oder anderen

unserer Auftritte in Niederbayern

denke. Dort kennen manche Gegenden

kein funktionierendes gastronomisches

Angebot mehr. 7.000 oder gar 10.000

Einwohner und kein Wirtshaus, weil alle

zugesperrt haben.“

UNECHTES WIRTSHAUSSTERBEN

„Ja, das Thema Wirtshaussterben grasiert

auch bei uns“, so Peter Wachter.

„Wobei hinter dem Wort eine vielschichtige

Thematik steckt. Wirtshäuser an

und für sich sterben in unserer Region

nicht. Die Zahlen bleiben in etwa gleich

oder sinken nur ganz leicht, aber der

Inhalt ändert sich. Die alteingesessenen

Häuser werden weniger. Neue Betreiber

fangen an und hören wieder auf. Die

Kontinuität fehlt und gerade das braucht

es in meinen Augen, um einen Kunden-

STEFAN PÜHRINGER,

Direktor TVB Kufsteinerland

Urlauber sind heute auf

der Suche nach Authentizität.

Sie wollen Ehrlichkeit

und Echtheit spüren.

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00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 36 02.09.19 09:46


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Die Tendenz

hin zu volkstümlicher,

regionaler

Musik

bemerken wir

seit längerem.

BERNHARD ANKER,

Ebbser Kaiserklang

Die regionalen Events

des Kufsteinerlands im Herbst

Herbst im Naturerlebnis Kaisergebirge - Morgenfahrt des

Kaiserlifts mit Yoga am Brentenjoch am 7. September.

Daneben finden den ganzen September und Oktober hindurch

Themenführungen mit Wissenswertem zu Kräutern,

den 5 Elementen, Geocaching uvm. statt. Alle Termine

unter www.naturerlebnis-kaisergebirge.at

Erntedank & Festspiele Erl - Mit dem Erntedank Wochenende

(4. bis 6. Oktober) wird der Herbst bei den Tiroler

Festspielen Erl eingeleitet. An diesem Wochenende wird

den unterschiedlichsten Komponisten eine Plattform geboten.

https://www.tiroler-festspiele.at/erntedank

Almabtriebe – 21. September Kufstein,

14. und 21. September Thiersee

Haflinger Hengst Almabtrieb – 12. Oktober

Die Nacht des Genusses in Niederndorf –

12. September, ab 16:00 Uhr

Herbst Genusstag Kufstein –

3. Oktober, 10:30 bis 17:00 Uhr

Leonhardi Ritt in Thiersee – 27. Oktober

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen im

Kufsteinerland unter: www.kufstein.com – Kultur&Leben

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 37 02.09.19 09:46


38

„Die Planungen

für die Wirtshaus.

Kultur 2020 sind

bereits im Gange.“

Beate Astner

SATTLERWIRT, EBBS

KURZ UND BÜNDIG

Kulinarik vereint mit regionaler

Kultur für ein gemütliches

Beisammensein wie einst – so

das Motto hinter der Wirtshaus.

Kultur, die seit Mai diesen Jahres

bei den fünf Ebbser Wirtshäusern

Lederer, Sattlerwirt, Schanz,

Oberwirt und Unterwirt stattfindet.

Jede Woche wird in einem

anderen Gasthaus von einer

Gruppe der Region traditionell

aufgespielt. Die Musiker gehen

dabei wie früher von Stube zu

Stube, von Tisch zu Tisch. Das

Ziel der Wirtshaus.Kultur: eine

Win-Win-Win Situation für Gäste,

Musiker und Gastwirte schaffen.

Nach den grandiosen Erfolgen

bei Einheimischen und Urlaubern

wird die Initiative weitergeführt.

Termine sind auf der Homepage

des TVBs Kufsteinerland

www.kufstein.com zu finden.

stock aufzubauen.“ Dazu kommt, so

Peter Wachter, dass mit dem Wegfall

des alteingesessenen Wirtes auch die

Tradition zu bröckeln beginnt. Genau

aus diesem Grund ist auch TVB-Direktor

Stefan Pühringer von der Wirtshaus.

Kultur begeistert. „Dieses Projekt gibt

den Gasthäusern wieder ihre Vergangenheit,

einen Brauch, das Bleibende

zurück. Vor allem bringt die Wirtshaus.

Kultur wieder die Idee eines gemeinsamen

Orts-Erlebnisses zurück. Früher

waren die Wirtshäuser ja die Kommunikationspunkte,

um das Dorfgeschehen

zu diskutieren.“ Letzteres ist auch für

Peter Wachter ein wichtiger Punkt. „Die

Fluktuation ist heute weitaus größer als

früher. Viele ziehen neu in einen Ort, andere

ziehen weg. Neuzugezogenen fehlen

oft Anknüpfungspunkte, um in die

Dorfgemeinschaft hinein zu wachsen.

Veranstaltungen wie bei der Wirtshaus.

Kultur bieten dazu eine ideale Plattform.“

Ein wichtiger Punkt für den Ort,

da eine funktionierende Dorfgemeinschaft

mit ein Garant für ein florierendes

Vereinsleben ist, das wiederum die Wirtschaft

stärkt und zudem als Baustein für

den erfolgreichen Tourismus dient, wie

Stefan Pühringer weiß. „Sicher urlaubt

niemand speziell wegen der Wirtshaus.

Kultur im Kufsteinerland. Aber Veranstaltungen

wie diese sind ein Teil des

großen Ganzen und schaffen bleibende

Urlaubserinnerungen.“

GÄSTEMAGNET AUTHENTIZITÄT

„Der Trend und der Wunsch von Urlaubern

geht heute ganz klar in Richtung

Echtheit. Sie wollen keine reine,

extra für sie veranstaltete Show jenseits

der Realität. Und genau das spiegelt

die Wirtshaus.Kultur wieder, sie zeigt

was unsere Region ausmacht. Von der

Kulinarik, über die Musik bis hin zum

gemeinschaftlichen Dorfleben“, so der

TVB-Geschäftsführer. Eine Wandlung,

hin zum Authentizitäts-Wunsch sehen

auch die fünf Ebbser Wirte ganz klar.

„Der Gast sucht das echte Erlebnis und

zwar jeder. Auch Handelsreisende. Wir

haben bei unseren Veranstaltungen

ganz deutlich bemerkt, dass auch unsere

Businesskunden zu den Wirtshaus.Kultur-Events

kommen.“ Und nicht nur das,

auch Einheimische fühlen sich durch

das neue Ebbser Projekt angesprochen.

Rund die Hälfte der Besucher kommt aus

dem Dorf oder dem näheren Umkreis.

„Bei unserem ersten Termin im Mai,

eine Zeit in der die Urlaubssaison erst

anläuft, waren sogar fast gänzlich Ebbser

zu Gast“, erzählt Beate Astner-Prem.

„Gerade diese Vernetzungen, die diese

Veranstaltungsreihe auslöst und festigt,

sind für uns als Wirtschaftskammer

der Grund, die Wirtshaus.Kultur

zu unterstützen“, merkt Peter Wachter

an. „Ebbs hat das Glück, dass es fünf

Traditionsgaststätten hat, bei denen die

nächste Generation weitermacht. Dies

geht nur, weil die Gästezahl stimmt und

die stimmt wiederum nur, durch solche

gemeinsamen Aktionen.“

WIRTSHAUS.KULTUR 2020

Der Trend hin zur Authentizität korreliert

dabei ganz klar mit dem Regionalitäts-Trend.

„Es wurde vor kurzem

eine Studie veröffentlicht, dass

Regionalität eine Bewegung ist, die

en vogue ist und alles andere als ein

Auslaufmodell. Echte Volksmusik in

Verbindung mit traditioneller Küche

ist ein Zukunftskonzept. Ein Konzept,

das etwa den Händlern im Zusammenhang

mit der Regionalität noch fehlt“,

so Peter Wachter. „Im Handel versuchen

viele bis heute gegen Amazon

& Co anzukämpfen, aber die Chance

liegt nicht im Preiskampf, sondern im

Mehrwert, im Erlebnis.“ „Bei Regionalität

im Tourismus geht es stark um ein

Miterleben der Region. Und gerade bei

der Wirtshaus.Kultur rutscht der Gast

quasi ins Dorfleben hinein, sitzt neben

den Einheimischen“, so Christoph Kaltschmied.

Die Wirtshaus.Kultur geht auf

jeden Fall weiter, so sind bereits bis in

den Dezember hinein die Termine geplant

und 2020 ist gerade in Ausarbeitung.

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40

text

foto

adriane gamper

alex gretter

Frühstücken für

den Kundenzuwachs

MIT DER GRÜNDUNG DES BNI CHAPTERS FESTUNGS-

STADT KOMMT NETZWERKEN FÜR UNTERNEHMER ZUR

MORGENSTUNDE NACH KUFSTEIN

Das Unternehmer-Netzwerk BNI hat Kufstein erreicht. Das Konzept der weltweiten

Gruppierung: Gemeinsam Frühstücken und dabei über neue Kontakte und Empfehlungen

den Umsatz zu erhöhen. Netzwerken für den Erfolg umrahmt von „gefürchteten“

Unternehmensvorstellungen und Branchenexklusivität als Zugpferd.

Zur Eröffnung fanden sich die

Unternehmer im Stadtsaal Kufstein ein.

Die wöchentlichen Treffen finden

im Hotel Stadt Kufstein statt.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 40 02.09.19 09:47


41

Donnerstag 6:45 Uhr. Das Hotel Stadt

Kufstein füllt sich mit Unternehmern aus

der Festungsstadt und Umgebung. Der

Frühstückstisch ist gedeckt. Die Mission

der insgesamt 35 Geschäftsleute ist klar:

Netzwerken. Und das Donnerstag für

Donnerstag. Eine der 35 Unternehmer ist

die selbstständige, mobile Dekorateurin

Ulli Bachnick. „Nach meinem guten Geschäftsstart

im Herbst des Vorjahres war

die Auftragslage im Jänner, Februar eher

bescheiden, bis ich BNI beitrat, dann ging

es richtig los. Natürlich habe ich auch

vorher Werbung gemacht, mich persönlich

bei Shops und Hotels vorgestellt.

Aber letztlich fehlte mir zum richtigen

Unternehmenserfolg eine entscheidende

Zutat. Ein Netzwerk.“

NUMMER NEUN IN KUFSTEIN

BNI, Business Network International.

Ein weltweites Unternehmernetzwerk

mit simplen Konzept. Einmal die Woche

treffen sich die Mitglieder-Unternehmer

einer Region zum Frühstücken, tauschen

dabei Kontakte und Empfehlungen aus,

mit dem Hintergrund der Umsatzsteigerung.

Die Treffen selbst sind genau

strukturiert und folgen einem fixen Ablauf.

Auch in Tirol finden sich neun regionale

BNI-Gruppen. Die letzte wurde

gerade erst am 11. Juli ins Leben gerufen.

Das Chapter Festungsstadt. Einer

der Initiatoren dieses Kufsteiner Chapters

ist Christoph Grasl. Dabei war der

Geschäftsführer von Fliesen und Ofen

Ewald Grasl anfangs von BNI gar nicht

so angetan. „Zum einen ist meine Zeit

durch die Firma stark begrenzt zum anderen

bin ich nicht der Typ für Vereine

oder dergleichen. Doch dann nahm ich an

einem Frühstückstreffen des Chapters St.

Johann teil.“

NUR EINER JE BRANCHE

„Ich erhielt einen Auftrag über mehrere

Tausend Euro“, erzählt Christoph Grasl

von dem Treffen, das seine Einstellung

letztlich vollkommen änderte. „Es zeigte

sich deutlich, dass das System funktioniert.

Und als sich herauskristallisierte,

dass das Chapter Festungsstadt gegründet

wird, stand für mich fest, dass ich ein

Teil davon werde. Immerhin ist unsere

Familie seit Generationen in Kufstein

vertreten. Als Kufsteiner Haus und Hof

Unser vorrangiges BNI-

Ziel ist nicht die Kundenaquise,

wir wollen in

Kufstein präsent sein.“

MARION KOMMETER,

TAX & MANAGEMENT

Ich war bei einem Frühstück

in St. Johann dabei

und erhielt gleich einen

Auftrag über 35.000 Euro.

CHRISTOPH GRASL,

GRASL FLIESEN & ÖFEN

Ofensetzer mussten wir einfach Mitglied

werden“, lacht Christoph Grasl und spielt

damit auf die Branchenexklusivität an.

Jede Branche darf in einer regionalen

Gruppe nämlich nur einmal vertreten

sein. „Dadurch wollen wir Konkurrenzdenken

innerhalb eines Chapters ausschließen“,

so Enrico Maggi, Exekutivdirektor

BNI Tirol.

7:30 UHR – WER BIST DU?

Nach der Information über aktuelle Zahlen

und allgemeine Punkte folgt beim BNI

Frühstück die obligate Vorstellungsrunde.

„Jeder Unternehmer hat genau eine

Minute Zeit, sich selbst zu präsentieren,

ein neues Projekt vorzustellen oder

zu sagen, was er momentan benötigt“,

so Ulli Bachnick, die dem Chapter Festungsstadt

vorsteht. Für den Fotografen

Alex Gretter, war gerade dieser eine Programmpunkt

ein ko-Kriterium. „Als ich

überlegte dem Chapter Festungsstadt

beizutreten, zweifelte ich zum einen daran,

ob es den Zeitaufwand jede Woche

wert ist. Zum anderen schreckte mich

diese Vorstellungsrunde. Irgendwann

saß ich jedoch zu Hause und dachte bei

mir, dass gerade das für mich wichtig ist.

Zu üben, mich als Unternehmer zu präsentieren,

meine Kompetenzen im Gespräch

auf den Punkt zu bringen.“ Diese

wöchentlichen Vorstellungsrunden sind

auch ein entscheidender Punkt für den

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 41 02.09.19 09:47


T

w

42

KURZ UND BÜNDIG

BNI, Business Network International,

ist ein Unternehmer-Netzwerk

für Kontakte,

Empfehlungen und Umsätze.

1985 initiiert, gibt es heute in 71

Ländern rund 250.000 Mitglieder.

Der Grundgedanke von BNI:

durch Weiterempfehlungen und

Netzwerkbildung mehr Umsatz

erzielen. Im ersten Halbjahr 2019

erreichten die 274 Mitglieder der

bis dorthin acht Tiroler Chapter

durch BNI-Empfehlungen einen

Umsatz von 6,3 Millionen Euro.

Mit 11. Juli startete offiziell die

neunte regionale Tiroler Gruppe,

das Chapter Festungsstadt,

mit bislang 35 Mitgliedern vom

Schlosser über einen Fotografen

bis hin zur Heilmasseurin.

Man profitiert

nicht nur durch

neue Kontakte,

sondern auch

durch die Unternehmensvorstellung.

ALEX GRETTER,

Fotograf

Unsere Währung

ist Zeit, nur wer

sich Zeit für BNI

nimmt, hat

etwas davon.

Erfolg des BNI, wie Enrico Maggi weiß.

„Dadurch und durch die regelmäßigen

Treffen entsteht eine Beziehung zueinander,

eine regionale Vernetzung, aufgrund

der man in weiterer Folge Kontakte vermittelt

und Empfehlungen ausspricht.“

Ein grundlegender Baustein, der in der

Engagement-Runde zelebriert wird. Hier

heißt es Karten auf den Tisch legen. Und

zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Auf

Zetteln werden Empfehlungen weitergereicht

und Dankes-Karten für vermittelte

Umsätze übergeben. „Empfehlungen zu

erhalten, war für mich eher das Sahnehäubchen,

da es mir ja vorrangig um die

Rhetorik ging. Aber nahezu bei jedem

zweiten Treffen erhalte ich Empfehlungskarten“,

erzählt Alex Gretter. Zwei Aufträge

haben sich bereits daraus ergeben,

weitere sind gerade im Entstehen.

SOZIALE MEDIEN SIND

KEINE NETZWERKE

Gerade in dieser Verbindlichkeit und öffentlichen

Übergabe von Empfehlungen

sieht Steuerberaterin Marion Kommeter

von Tax & Management den Erfolg des

BNIs. „Jeder weiß, dass Beziehungen das

A und O sind. Viele glauben dabei, dass

Soziale Medien hierzu reichen, aber diese

Plattformen täuschen dir nur vor, vernetzt

zu sein. Das direkte Gespräch ist

letztlich viel intensiver.“ Social Media ist

oberflächlich, wie es Enrico Maggi knapp

zusammenfasst. „Dort geht es darum,

sich darzustellen und nicht um: was kann

ich für dich tun, was kannst du für mich

tun. Wer gibt, gewinnt, das ist unsere

Philosophie. Dadurch und durch diese

öffentliche Engagement-Runde funktioniert

BNI. Wenn jemand beispielsweise

eine Empfehlung bekommt, will er auch

wieder etwas zurückgeben. Darauf beruht

unser soziales System, so sind wir

Menschen.“ Für Marion Kommeter war

der Hauptgrund für den Beitritt zum BNI

Chapter Festungsstadt dabei gar nicht die

Kundenakquise. „Obwohl sich hier schon

einiges ergeben hat. Aber im Grunde wollen

mein Partner und ich mit unserem

Steuerberaterbüro in Kufstein und der

Region präsent sein. Neue Kontakte für

eine mögliche Zusammenarbeit knüpfen,

uns austauschen und Erfahrungswerte

sammeln.“ Ein Grund, der auch Versicherungsmakler

Peter Lucke von Spektrum

Versicherungsmanagement zum BNI

brachte. „Ich bin nicht der Frühaufsteher,

deshalb habe ich mir genau überlegt, ob

sich dieses Frühstück rechnet. Aber du

gehst danach mit meinem guten Gefühl

in den Tag, hast bereits um halb neun

Uhr früh gute Gespräche geführt und

vor allem lernst du Menschen aus anderen

Branchen intensiv kennen. Kontakte,

die für uns als Versicherungsunternehmen

wichtig sind. Noch dazu, wo du als

BNI-Mitglied auch bei anderen Chapters

frühstücken und so dein Netzwerk noch

weiter ausdehnen kannst.“

MEETING MIT GROSSAUFTRAG

Weltweit treffen sich an die 250.000

Unternehmer wöchentlichen zum Frühstücken.

Eine Verbindlichkeit, die BNI

ausmacht. „Nur durch diese Regelmäßigkeit

können Beziehungen untereinander

aufgebaut werden“, erklärt Ulli Bachnick.

Für sie hat sich die Mitgliedschaft bei BNI

auf jeden Fall bereits gelohnt. Beim zweiten

Meeting erhielt die Inhaberin von

„Getreu Ihrem Motto Dekoration“ einen

Großauftrag für die Dekoration von

neun Küchen. Ein zweites Küchenstudio

hat bereits auf eine Empfehlung hin angefragt

und an den Schaufenstern eines

Autounternehmens arbeitet die Dekorateurin

gerade.

ENRICO MAGGI,

Exekutivdirektor BNI Tirol

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44

text & fotos

christian mey

Wenn die

Zukunft an

die Tür klopft

WIRTSCHAFTSSTANDORT

LANGKAMPFEN BOOMT

Längst ist die Gemeinde am Inn zum

Vorzeigestandort für innovative Industrieunternehmen

geworden. Explosives

Wachsstum steht auf der

Tagesordnung und kreative Ideen der

Gemeinde sollen dabei den Weg in die

Zukunft weisen.

Eigentlich sei das alles ein riesengroßer

Glücksfall gewesen. So etwas wie ein

Sechser im Lotto. Und das auch erst

im zweiten Anlauf. Mitte der Siebziger

war es. Der Kufsteiner Industrielle

Richard Labek will sein Unternehmen

Hamburger Unterland mit Sitz am Kufsteiner

Kienberg vergrößern und sucht

einen neuen Standort. Fündig wird er

in Schaftenau, Gemeinde Langkampfen.

„Das war die eigentliche Initialzündung

für das heutige Gewerbegebiet“, weiß

Langkampfens Bürgermeister Andreas

Ehrenstrasser. Die ersten Betriebe hätten

sich dort zwar schon vor rund hundert

Jahren angesiedelt, aber Jahrzehnte

Das Industriegebiet im Langkampfner

Ortsteil Schaftenau dürfte auch in

den nächsten Jahren weiter wachsen.

lang „hat die Entwicklung vor sich hingedümpelt“,

so Ehrenstrasser weiter.

„Langkampfen war bis in die Siebziger

sozusagen Notstandsgebiet. Für die

Ansiedlung von Betrieben konnten wir

als Gemeinde aber aktiv wenig tun“,

erinnert sich der Dorfchef, weil schon

irgendwann im Jahre Schnee die Gründe

für gewerbliche Nutzung gewidmet

wurden und verschiedenste Besitzer

unterschiedliche Interessen hatten. „Als

Gemeinde konnten wir nur darauf warten,

ob sich ein Betrieb ansiedeln möchte

und der Grundbesitzer verkaufen würde“,

bringt Ehrenstrasser die Patsituation

auf den Punkt.

WAS LANGE WÄHRT,

WIRD ENDLICH GUT

Und genau das geschah mit der Ansiedlung

der Hamburger Unterland, der

heutigen Coveris Flexibles Austria. Was

folgt ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen

sucht. Die damalige Biochemie

wird zu Sandoz und baut kräftig

aus. Schablonentechnik Kufstein wird

LANGKAMPFEN

47° 33‘ N, 12° 6‘ O

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 44 02.09.19 09:47


45

Langkampfen

war bis in die

70er sozusagen

Notstandsgebiet.

Heute

wollen wir

Wohlfühlgemeinde

sein.

ANDREAS EHRENSTRASSER

Bürgermeister Langkampfen

zu SPG Prints Austria, Viking siedelt

sich an und wird zu STIHL Tirol. Heliotherm,

Verival, Schenker und HSieben

finden ihre Heimat in Schaftenau. Rund

2.400 Arbeitnehmer verdienen heute in

dem Industriegebiet ihr tägliches Brot,

schätzt Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser.

WO LICHT IST, ENTSTEHT

AUCH SCHATTEN

Der eigentliche Glücksfall aus Sicht der

Gemeinde sei jedoch die saubere Trennung

des Industriegebiets vom Wohngebiet

durch die Landesstraße. Einmalig in

Tirol, so Ehrenstrasser. So können sich

beide besser und weitgehend ungestört

voneinander entwickeln. Wieder Glück

gehabt. Doch genau auf dieser Straße

wird es zusehends eng. Jahr für Jahr

steigt der Verkehr durch mehr und mehr

Arbeitsplätze in Schaftenau. Wo viel

Licht ist, entsteht auch Schatten. „Unsere

Intention wäre es daher, eine eigene

Autobahnausfahrt für das Industriegebiet

zu bekommen“, verrät Ehrenstrasser.

„Alle Autofahrer die aus der Unteren

Schranne, aus Kufstein oder dem Söllandl

nach Schaftenau anreisen würden,

könnten somit direkt über die Autobahn

fahren und gleichzeitig Kufstein entlasten.“

Rund 800 Personen sollen dies

täglich sein, rechnet Ehrenstrasser vor.

Rund ein Drittel der Arbeitnehmer.

KEIN WACHSTUM OHNE

AUTOBAHNABFAHRT

Mit rund zwei Millionen Euro würde

dies ersten Schätzungen zufolge das Gemeindebudget

belasten. Kosten, an denen

sich daher auch die dort angesiedelten

Unternehmen, die ASFINAG, aber

auch das Land Tirol beteiligen sollen,

weil sonst weiteres Wachstum in Schaf-

KURZ UND BÜNDIG

Die Gemeinde Langkampfen

hat sich in den vergangenen

Jahrzehnten von der Agrar- zur

Industriegemeinde gewandelt.

Mit rund 4,7 Millionen Euro

Kommunalsteuer tragen rund

300 Unternehmen in der Gemeinde

am Inn zum Gesamtbudget

von rund 20 Millionen

bei. Dabei verbrauchen sie

derzeit nur rund 1,75 % der

rund 45 km 2 Gemeindefläche.

Nach wie vor zählt Langkampfen

zu den Gemeinden mit

der größten landwirtschaftlich

genutzten Fläche im Bezirk.

Rund 23 % Äcker, Wiesen oder

Weiden beträgt der Anteil von

der Gesamtfläche der Gemeinde.

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46

Die Entwicklung

wird

schneller

und umfassender

sein

als bisher.

ANDREAS EHRENSTRASSER

Bürgermeister Langkampfen

tenau nur sehr bedingt möglich wäre,

so Ehrentrasser. Größter Knackpunkt

sei aber die ASFINAG als Autobahnbetreiber,

die der Idee bisher skeptisch

gegenüberstünde, obwohl die Abfahrt

aus Platzgründen nur als „halbe“ Ausfahrt

für die Abfahrer aus Kufstein und

die Auffahrer nach Wörgl geplant wäre.

„Nicht zuletzt müssen wir aber auch mit

der Bahn übereinkommen, dass wir eine

Unterführung bauen können, um das

Gewerbegebiet von der Autobahn aus zu

erreichen“, hofft Ehrenstrasser.

Der Bereich zwischen Bahn und

Autobahn könnte in 20-30 Jahren

ebenfalls Industriegebeit sein.

WENN DIE BAHN KOMMT,

SOLL ES LEISER WERDEN

Spätestens mit dem Spatenstich zum

Bau der Unterinntalbahn wird Langkampfen

zur Großbaustelle. Viergleisig

brausen dann die Züge auf der Hochleistungsstrecke

durch das Inntal. „Wir sind

als Gemeinde dabei im Konsens mit der

Bahn und haben jüngst noch 10 Verbesserungen

zu den jetzigen Plänen vereinbart.

Fest steht aber, dass eine Einhausung

oder Absenkung ausgeschlossen

ist“, so Ehrenstrasser deutlich. Trotzdem

ist sich der Gemeindechef sicher, dass

die Unterinntalbahn durch hochwertige

Lärmschutzwände und moderne Züge

nach Fertigstellung Anfang der 2030er

„um 60% leiser ist, als heute.“

MODERATES WACHSTUM

UND STEUERNDE GEMEINDE

Noch weiter in die Zukunft blicken die

Langkampfner mit ihrer Agenda 2030

und 2050. Sie sei abgestimmt mit dem

Ziel des Landes Tirol 2050 energieautonom

zu sein. Dazu brauche es mehrere

Maßnahmen, die derzeit nach und

nach durchdacht werden. Erstes Ziel sei

aber nicht zu schnell zu wachsen. Rund

4.200 Einwohner hat die Gemeinde

nach starkem Wachstum in den vergangenen

Jahren. Maximal 300 mehr

sollen es bis 2025 werden. „Schreiten

wir da aber nicht lenkend ein, haben wir

das schon 2022 erreicht, weil der Zuzug

so groß ist“, warnt Ehrentrasser. Erste

Maßnahme sei daher mit Neuwidmungen

äußerst zurückhaltend zu sein. „Wir

haben ohnehin 35.000 Quadratmeter

gewidmete Baugründe in der Gemeinde.

LANGKAMPFEN IN ZAHLEN

300 Unternehmen

4.200 Einwohner

Aktuell 35.000 M 2

gewidmeter Baugrund

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47

Die Bahn wird

nach der Fertigstellung

um

ca. 60% leiser

sein als jetzt.

ANDREAS EHRENSTRASSER

Bürgermeister Langkampfen

Kämen diese plötzlich auf den Markt,

hätten wir mit der erforderlichen Infrastruktur

ein gehöriges Problem.“

VERTRAGSRAUMORDNUNG

GEZIELT EINSETZEN

Gleichzeitig will man das Instrument

der Vertragsraumordnung gezielt einsetzen,

um die kommunale Entwicklung

der Gemeinde zu steuern. „Dabei kann

die Nutzung als kommunaler Vorsorgebereich

über ein Gebiet gelegt werden.

Der Grundstücksbesitzer kann dann

nur noch für diesen Zweck verkaufen“,

erklärt Ehrenstrasser die Notwendigkeit

mit Weitblick zu planen. Man könne

die Planung von künftig notwendigen

Altenwohn- und Pflegeheimen oder

Kindergärten und Schulen, aber auch

Wohnraum für junge Familien, nicht

dem Zufall überlassen.

DER ZEIT VORAUS UND DOCH

AUF DEM BODEN DER REALTIÄT

Weiter voraus denkt Ehrenstrasser,

wenn er vom Konzept einer Tiefgarage

spricht, die gegenüber von Coveris Flexibles

Austria situiert werden soll. Teils im

Hang, teils als Lärmschutz für die Siedlung

dahinter. Dort sollten eines Tages

bis zu 1.500 Autos Platz finden, um statt

Parkplätzen neuen Entwicklungsraum

im Industriegebiet zu schaffen. „Gleichzeitig

könnten dort aber auch Autos einer

in der Nähe angedachten Siedlung

parken, die für bis zu 350 Menschen

Wohnraum schaffen könnte“, schwärmt

Ehrenstrasser. Wohnraum der energieautonom

sein könnte, zentral versorgt,

mit Strom aus einer Photovoltaikanlage

auf dem begrünten Dach der Garage.

„Wir müssen bei der Entwicklung

unserer Gemeinde weit voraus denken

und für eine Zeit planen, die wir uns

noch schwer vorstellen können“, mahnt

Andreas Ehrenstrasser und zieht einen

Vergleich mit der Zeit vor 100 Jahren.

DIE VERÄNDERUNG WIRD

SCHNELLER UND UMFASSENDER

ALS IN DEN LETZTEN 100 JAHREN

„Die Menschen damals hatten sicher

keine Vorstellung davon, wie die Gemeinde

und das Industriegebiet heute

aussieht. Genauso schwer können wir

uns aber vorstellen, wie die Gemeinde in

20 oder 30 Jahren aussehen wird.“ Klar

sei nur, dass die Entwicklung schneller

und umfassender sein wird, als in der

Vergangenheit.

Kommunalsteuer

2018 ca. 4,7 Mio.

Fläche: 26,47 km 2 , davon

1,75% Betriebsflächen

Quelle: immowert123.at

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 47 02.09.19 09:47


48

interview

foto

christian mey

stihl tirol

„Wir wollen

effizienter

werden“

GESCHÄFTSFÜHRER

CLEMENS SCHALLER

UND PRODUKTIONSLEITER

JOSEF KOLLER VON STIHL

TIROL IM GESPRÄCH ÜBER,

FARBENSPIELE, UMWELT-

PROGRAMME UND DIE

ZUKUNFT DER FERTIGUNG

BEI STIHL TIROL.

Sie haben 2018 den kompletten

Markenwechsel vom grünen

Viking zum orangen Stihl vollzogen.

Wie zufrieden sind Sie

mit der Entwicklung seit dem?

Clemens Schaller: Das Projekt war

sicher eines der größten, das hier

jemals gestemmt wurde. Erreicht

haben wir dadurch neue Märkte,

vor allem in den USA. Viking

war im wesentlichen auf Europa

beschränkt, Stihl ist global.

Josef Koller: Das Hauptziel war natürlich

mehr Volumen zu generieren.

Uns war dabei aber immer wichtig,

wie die Mitarbeiter den Wechsel

Seit Mai 2018 Geschäftsführer bei

STIHL Tirol: Clemens Schaller

CLEMENS SCHALLER,

GESCHÄFTSFÜHRER STIHL TIROL

Roboter werden wir in der Produktion

bei Stihl Tirol nicht einführen,

weil wir auf unseren Montagelinien

flexibel bleiben müssen.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 48 02.09.19 09:47


49

von Grün zu Orange aufnehmen.

Nun, Viking war bereits seit 1992

ein Unternehmen der Stihl Gruppe.

Die Unternehmenskultur war

also nie eine andere, oder?

Josef Koller: Die Kultur hat sich

nicht geändert. Das stimmt. Trotzdem

war die Umstellung von Grün

auf Orange nicht einfach. Aber

jetzt sind alle überzeugt, dass es

eine gute Entscheidung war.

Clemens Schaller: Aus Sicht der

langjährigen Mitarbeiter verstehe ich,

dass es nicht leicht ist, eine Marke

aufzugeben, die man in den 80ern

aus der Taufe gehoben hat. Das ist

ein emotionales Thema. Rational lässt

sich der Wechsel aber gut begründen

und es war die richtige Entscheidung.

Wirkt sich die Umstellung

schon in Absatzzahlen aus?

Clemens Schaller: Wir hatten nach

zwei sehr wachstumsstarken Jahren

aufgrund des extrem trockenen Frühjahrs

und Sommers 2018 eine leichte

Absatzschwäche. Die Händler gingen

daher mit einem hohen Lagerbestand

in das Jahr 2019. Gleichzeitig haben

wir aber durch die Markenumstellung

jetzt schon Händler dazu gewonnen,

die wir als Viking nicht bekommen

hätten. Das Jahr läuft also durchaus

positiv, obwohl wir den hohen

Lagerbestand der Händler spüren.

Die Konjunktur lässt allgemein

nach. Wie sehen Sie die Entwicklung

für Stihl Tirol?

Clemens Schaller: Die letzten

Prognosen aus unserem Stammhaus

in Waiblingen waren eher vorsichtig.

Wir passen daher sehr genau

auf, dass wir nicht mehr produzieren,

als wir absetzen können.

Der Sommer 2018 wird nicht

der letzte einer Reihe von heißen

Sommern gewesen sein. Wie

sehen Sie den Einfluss des Klimawandels

auf einen Gartengerätehersteller

wie Stihl Tirol?

Clemens Schaller: Wenn weniger

wächst, muss weniger gemäht

werden. Und das Schwierige dabei

ist, dass wir im Oktober beginnen für

das nächste Jahr zu produzieren.

Josef Koller Das Klima wandelt

sich, das steht außer Frage. Aber einen

wunderschönen Rasen kann man

dennoch haben, wenn man beispielsweise

auf das Mulchmähen setzt.

Das wird allein wohl nicht reichen.

Gibt es vertiefte Ideen, dem

Klimawandel zu begegnen?

Clemens Schaller: Wir haben

sicher keine klimabeeinflussenden

Programme. Das wäre unrealistisch.

Josef Koller: Es gibt im Hause Stihl

eine Vorentwicklung. Auch bei Stihl

Tirol. Man kann daher sicher nicht sagen,

dass wir uns keine Gedanken zu

diesem Thema machen (schmunzelt).

Sie gelten als Vorzeigebetrieb

in Sachen Umweltmanagement

in eigener Sache. Können Sie

ein paar Beispiele nennen?

Josef Koller: Jede Menge. Wir

haben bei der Beleuchtung alles auf

LED umgestellt. Neue Firmenautos

werden eine PS-Klasse niedriger

und mit Hybridantrieb geordert. Die

große Photovoltaikanlage auf dem

Dach produziert den Strom für die

gesamte Klimaanlage der großen

Halle der Baustufe 1. Die neuen Gebäude

kühlen wir mit Grundwasser.

Hat sich der Stromverbrauch durch

die Maßnahmen bereits verringert?

Josef Koller: Der Stromverbrauch

hat sich pro gebautem Gerät und

pro Quadratmeter deutlich verringert,

wenn er auch im gesamten

durch das enorme Wachstum des

Unternehmens gestiegen ist.

Gibt es außer der Einsparung von

Strom Umweltprogramme?

Josef Koller: Ja, unsere Grundbedingung

an Lieferanten ist es,

dass nur mit LKWs der Euroklasse

6 oder höher angeliefert werden

darf. Das sollte für Unternehmen

in Tirol Standard sein. Wir legen

auch Wert darauf, dass wir Verpackungsmaterial

in Zusammenarbeit

mit Lieferanten wieder verwenden.

Das hört sich vorbildhaft an.

Clemens Schaller: Wenn wir besser

werden wollen, müssen wir Abfall

und unnötige Transporte vermeiden.

Apropos besser werden. Wo kann

Stihl Tirol durch Sie als neuen Geschäftsführer

noch besser werden?

Clemnes Schaller: Ich glaube,

dass es für Stihl Tirol nach sehr

wachstumsstarken Jahren darauf

ankommt, in der Effizienz noch

besser zu werden. Und ich denke,

dass ich dazu etwas beitragen kann.

Das heißt konkret?

Clemens Schaller: Die Zahl der

Montagelinien wurde stets erhöht.

Dabei wurde eventuell zu

wenig darauf geachtet, dass der

interne Materialfluss optimal ist.

Jetzt optimieren wir auch noch die

Orte, die sich nicht unmittelbar

an der Montagelinie befinden.

Plant Stihl Tirol in der Produktion

auf Roboter umzustellen?

Clemens Schaller: Roboter werden

wir in der Produktion nicht einführen,

weil wir in unseren 26 Montagelinien

bei rund einem Drittel Neueinläufe

pro Jahr flexibel bleiben müssen. Die

Materialversorgung hingegen braucht

Digitalisierung, wie bei unserem voll

automatischen Kleinteilelager. Wir

beschäftigen uns derzeit aber mit

unserer Fertigungstiefe. Das heißt,

ob wir künftig Teile selbst produ-

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 49 02.09.19 09:47


50

zieren, die wir bisher zugekauft

haben. Getriebeteile, Griffschalen.

An der Stelle können wir dann

über Automatisierung sprechen.

Sie suchen derzeit rund 40

Mitarbeiter. Wie geht es Ihnen

mit dem Recruiting?

Clemens Schaller: Auch wir

können nicht mehr aus dem Vollen

schöpfen. Wir nehmen also

auch Mitarbeiter mit berufsfremder

Ausbildung, entwickeln dafür aber

eine berufsbegleitende Ausbildung.

Wie sieht diese aus?

Josef Koller: Unsere Auswahlkriterien

zielen vor allem darauf ab, ob wir

ein Interesse und eine gewisse Handfertigkeit

erkennen. Bevor der neue

Mitarbeiter zum richtigen Einsatz in

der Montage kommt, gibt es eine Prüfung.

Das passiert im ersten Monat.

Und dann?

Josef Koller: Können sie in Zusammenarbeit

mit dem BFI und dem WIFI

eine berufsbegleitende Ausbildung

bis hin zum Lehrabschluss machen.

Wie geht es Ihnen mit Lehrlingen?

Josef Koller: Da haben wir kein

größeres Problem. Und wir geben

den Lehrlingen sogar eine Jobgarantie

nach der Ausbildung.

Stihl Tirol ist in den vergangenen

Jahren enorm gewachsen. Und man

hört, sie haben bereits Interesse an

weiteren Grundstücken im Umfeld.

Clemens Schaller: Fest steht,

dass wir unser Grundstück so

gut wie bebaut haben.

Josef Koller: Was wir aber nicht

tun werden, ist landwirtschaftlichen

Grund erwerben. Um weiter

wachsen zu können, brauchen wir

also Grundstücke, die als Industriegebiet

gewidmet sind. Da ist

also die Gemeinde am Zug.

Wie stehen Sie zu den Plänen

Seit 1982 im Unternehmen:

Josef Koller, Produktionsleiter

und Prokurist.

der Gemeinde für eine Autobahnabfahrt

ins Gewerbegebiet, die von

den Unternehmen finanziert wird?

Josef Koller: Das würden wir auf

jeden Fall untersützen, weil damit

der Verkehr von der Landstraße auf

die Autobahn verlagert wird. Wir

wünschen uns aber auch eine bessere

Bahnanbindung, inbesondere in der

Früh ist die Zuganbindung aus Wörgl

für die Unternehmen sehr ungünstig.

Haben Sie bereits von den

Plänen der Gemeinde gehört, die

ein großes, gemeinsames Parkhaus

für alle Betriebe vorsehen?

Clemens Schaller: Da übt sich

der Bürgermeister in beruflichem

Optimismus (schmunzelt).

Josef Koller: Dieses Parkhaus

würde - wie es im Moment geplant

ist - gut einen Kilometer von unserem

Unternehmen entfernt liegen.

Das kann - speziell im Winter - ein

doch sehr langer Weg sein. Aber es

werden Lösungen gesucht, das ist gut.

Vielen Dank für das Gespräch.

Eine Autobahnabfahrt würden wir

unterstützen, weil damit Verkehr

von der Landstraße verlagert wird.

JOSEF KOLLER,

PRODUKTIONSLEITER STIHL TIROL

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 50 02.09.19 09:47


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52

text

foto

adriane gamper

stihl tirol

Orange

Montage-Power

gesucht

„Wir bieten

ein angenehmes

Betriebsklima

und viele

attraktive

Zusatzleistungen.“

Heike Scheumann,

Leiterin Personalmanagement

STIHL Tirol

STIHL TIROL IN LANGKAMPFEN WÄCHST

UND ERWEITERT SEIN MONTAGE-TEAM

Aus Grün wurde Orange, VIKING zu STIHL Tirol. Was gleich geblieben ist: die angenehme

Arbeitsatmosphäre und der Erfolgskurs. Das Langkampfner Unternehmen wächst

stetig und sucht daher Produktionsmitarbeiter, auf die eine Reihe von „Zuckerln“ warten.

Die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bei STIHL Tirol

finden moderne Arbeitsplätze vor.

Die Belegschaft von STIHL Tirol

profitiert von attraktiven Zusatzleistungen.

In der Produktion in Langkampfen

werden auch die innovatien STIHL

Mähroboter iMOW gefertigt.

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53

Nicole Süß ist gelernte Tischlerin, Angelina

Felder arbeitete als Friseurin und

Michael Seiringer fühlte noch vor acht

Jahren als Automechaniker Motoren auf

den Zahn. Die Gemeinsamkeit der drei ist

Das STIHL Tirol Werk in Langkampfen:

Anfang 2019 wurde ein

großer Erweiterungsbau abgeschlossen,

Mitarbeiter werden gesucht.

bei STIHL Tirol zu finden. Alle drei wechselten

von ihrem erlernten Beruf zum

Langkampfner Betrieb und starteten als

Montage-Arbeiter neu durch. Keine Seltenheit

wie Heike Scheumann, Leiterin

des Personalmanagements erzählt. „Wir

haben verschiedenste Berufsbilder bei

uns im Montage-Team. Auch welche, die

man nicht erwarten würde. Wir setzen

auf Persönlichkeiten mit Liebe und Leidenschaft.

Mit Ecken und Kanten. Uns

ist es wichtig, dass der Kopf und nicht die

Ellenbogen benutzt werden, denn ein gu-

terschiedlichste Möglichkeiten“, so Heike

tes Betriebsklima ist für uns ein zentraler

Scheumann. Nicole Süß und Angelina

Faktor, um als Unternehmen erfolgreich

Felder, die vor zwei bzw. drei Jahren bei

zu sein.“ Vor allem, da am Montageband

STIHL Tirol als Montage-Mitarbeiterin-

Teamarbeit für die Qualität wesentlich ist.

nen starteten, sind inzwischen beide Vor-

„Und deshalb organisieren wir auch im-

arbeiterinnen. Und auch Michael Seirin-

mer wieder gemeinsame Aktivitäten und

ger hat die vielfältigen Möglichkeiten des

Mitarbeiter-Events wie Grillfeiern, Rodel-

Unternehmens genutzt und arbeitet jetzt

oder Skitage.“

in der Qualitätssicherung.

MONTAGE ALS SPRUNGBRETT

GESCHENKTER URLAUBSTAG

Die ca. 220 Montage-Arbeiter bei STIHL

Tirol werden - je nach Saison - von Leihar-

14:00 Uhr. Die ersten Montagemitarbeiter

machen sich auf den Weg nach Hause,

KURZ UND BÜNDIG

beitern unterstützt. Und die Zahlen gehen

während die Spätschicht übernimmt. „Wir

Die STIHL Tirol GmbH ist eine

stetig weiter nach oben. „Wir sind prak-

arbeiten in der Regel im Zweischichtbe-

100-prozentige Tochtergesell-

tisch ständig auf der Suche nach neuen

trieb. Von 6:00 bis 14:00 Uhr und von

schaft der STIHL Unternehmens-

Kollegen für unsere Montage. Vorausset-

14:00 bis 22:40 Uhr. Der große Vorteil

gruppe. Am Fertigungsstandort

zung ist eine Ausbildung auf dem Niveau

der freien Vormittage bzw. Nachmittage

werden akkubetriebene Produk-

eines Lehrabschlusses. Idealerweise haben

wird von vielen sehr geschätzt“, weiß Hei-

te hergestellt. STIHL Tirol ist

die Interessenten eine Ausbildung im tech-

ke Scheumann. Zwei Mitarbeiter verladen

außerdem Kompetenzzentrum

nischen oder handwerklichen Bereich und

das neueste Modell eines STIHL Rasen-

für bodengeführte Gartengeräte,

konnten bereits erste Berufserfahrungen

mähers in ihr Privatauto. „Einer unserer

die in Langkampfen produziert

in der Montage, Fertigung oder Produk-

Benefits“, erklärt Scheumann. „Unsere

und mit entwickelt werden.

tion sammeln“, erklärt Heike Scheumann.

Mitarbeiter können STIHL Gartengeräte

2018 beschäftigte das Unter-

„Doch wir setzen, wie man sieht, auch

kostenfrei ausleihen. Uns ist es wichtig,

nehmen 558 Mitarbeiterinnen

auf Quereinsteiger, wenn handwerkliches

unseren Arbeitnehmern für ihren Einsatz

und Mitarbeiter. Derzeit werden

Geschick und Qualitätsbewusstsein vor-

mehr zu bieten, als nur ein angemessenes

zahlreiche neue Mitarbeiter, viele

handen sind. Denn wir wissen, dass mit

Gehalt“. So führt STIHL Tirol eine Kanti-

davon in der Produktion, gesucht.

Engagement alles erlernbar ist.“ Daher er-

ne mit vergünstigten Essenspreisen, leistet

möglicht STIHL Tirol auch interne sowie

einen freiwilligen Fahrtkostenzuschuss,

externe Aus- und Weiterbildungen und

ermöglichet eine betriebliche Altersvor-

unterstützt die berufsbegleitende Lehre.

sorge und hat einen eigenen Fitnessraum

KONTAKT

Eine Chance, die Caroll Mitchell Espinosa

nutzt. Nachdem er 2014 als Montage-Mitarbeiter

startete, absolviert er inzwischen

im zweiten Lehrjahr erfolgreich die Ausbildung

zum Mechatroniker. „Wer sich

weiterentwickeln möchte, hat bei uns un-

im Haus, wo unter anderem auch Yogakurse

stattfinden. „Unsere Mitarbeiter

sollen sich bei uns wohl fühlen und jeder

Arbeitnehmer, der einen neuen Kollegen

für STIHL Tirol gewinnt, bekommt von

uns einen zusätzlichen Urlaubstag.“

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54

text

foto

adriane gamper

christian mey

Der Mister

außerhalb

des Rahmens

ZWISCHEN FLIESEN, SHOOTINGS UND SÄTTELN –

DAS TURBULENTE LEBEN DES EBBSERS

THOMAS ANKER, DES MISTER TIROL 2019

Er liebt Schokolade. Am liebsten Nougat. Dass sich Thomas Anker jeden Tag

eine ganze Tafel gönnt, sieht man dem Mister Tirol 2019 ganz und gar nicht

an. Wobei das wohl auch an dem außergewöhnlichen Hobby des Ebbsers liegt.

Einen Cappuccino vor sich lehnt er entspannt

im Sessel. Eigentlich könnte er

der normale, gutaussehende Typ von nebenan

sein, doch Thomas Anker ist etwas

mehr. Seit Mai ist er Mister Tirol 2019

und macht dabei vor allem eines: die

gängigen Klischees nicht erfüllen. „Ich

habe rein gar nichts in Richtung Modeln

vorher gemacht. Dass ich an der Mister

Tirol Wahl teilgenommen habe, war ein

riesiger Zufall, denn ich wusste bis einen

Monat vor der Wahl nicht einmal, dass

es diesen Bewerb gibt“, schmunzelt der

Ebbser. Im Internet stößt er über eine

Werbung auf die Wahl, die ihn von da

an nicht mehr los lässt. „Als ich gelesen

habe, was der Sieger so macht, von Shootings

bis hin zu repräsentativen Aufgaben

bei Events, dachte ich bei mir, das ist

etwas für mich. Das war einfach so ein

Gefühl.“ Tagelang brodelt in Thomas.

Schließlich redet er mit seinen Freunden

und erhält von allen die gleiche Antwort.

„Meld dich an.“ „Ich bin extra zu einem

Fotografen gegangen und hatte so für die

Bewerbungsfotos mein erstes Shooting.

Ganz ehrlich, das war cool. Da wusste ich

sicher, das ist meine Welt.“

SCHLECHTES OMEN

„Die Mister Tirol Wahl ist mit der Miss

Tirol Wahl nicht zu vergleichen. Während

die Frauen vorher in einem eigenen

Trainingscamp sind, haben wir rund zwei

Stunden vor der Show unsere Outfits

bekommen und hatten dann zwei Probedurchgänge

auf dem Laufsteg“, erzählt

Thomas lachend über den Abend, der

sein Leben seit Mai auf den Kopf stellt.

Entgegen seinen Erwartungen ist er alles

andere als nervös. „Was sicher auch

daran lag, dass im Publikum unzählige

Freunde von mir saßen. Sie waren alle gekommen,

mit ihren Freundinnen. Ich bin

Mitglied der Ebbser Teufel-Pass, wir halten

zusammen.“ Unter dem Jubel seiner

Kollegen präsentiert er sich im weißen

Hemd und Jeans. Dann folgt Durchgang

Nummer zwei. Arbeitskleidung oder ein

Outfit, das zum persönlichen Hobby

gehört. „Ich habe mich für meinen Job

entschieden und bin in meiner Fliesen-

leger-Montur aufmarschiert. Das auch,

weil die Kleidung meines Hobbys hier in

Tirol niemand erkannt hätte.“ Bevor Zeit

ist, zu fragen, was denn sein Hobby ist,

beginnt Thomas laut zu lachen. „Es gab

zwei witzige Situationen bei der Wahl.

Vor dem Oben-Ohne Durchgang fingen

auf einmal alle Teilnehmer an, hinter

der Bühne Liegestütze zu machen, um

die Muskeln aufzupumpen. Und bevor

du fragst, ja ich habe auch mitgemacht.“

Nach dem Oben-Ohne-Durchgang kommen

fünf der zwölf Kandidaten ins Finale.

Als erstes wird der von den Zusehern

gewählte Publikumsliebling aufgerufen.

Thomas Anker. „Ich hatte wirklich viele

Freunde dabei“, schmunzelt er. „Danach

war ich hochmotiviert, bis ich hinter der

Bühne ein Gespräch der anderen Teilnehmer

mithörte. Einer sagte, dass der

Publikumsliebling fast noch nie von der

Jury zum Mister gekürt worden war. Na

das war ein Dämpfer. Umso mehr habe

ich mich gefreut, als ich zum Schluss

auch bei der Jury vorne lag, noch dazu

mit einem großen Punktevorsprung.“

DIE ANDERE SEITE

Es ist Donnerstag Abend. Halb neun

Uhr. Normalerweise ist Thomas um diese

Uhrzeit noch hochaktiv, wie er auf die

Frage nach seinem Hobby verrät. „Ich bin

Jockey“, erklärt er mit verlegenem Lachen,

das Sekunden später in Stolz umschlägt.

Thomas wächst mit Pferden auf.

Seine Familie hat zu Hause einen großen

Pferdestall, züchtet erfolgreich Welsh

Cob. Sein Vater sieht leidenschaftlich

gerne bei Pferderennen zu und nimmt

seinen Sohn regelmäßig mit. „Mit acht

Jahren wollte ich selbst an einem Rennen

teilnehmen. Ich weiß noch, wie froh ich

war ins Ziel zu kommen ohne hinunter-

THOMAS ANKER,

Mister Tirol 2019

Im Bad brauche ich nicht

lange, nur bei den Haaren

bin ich eitel.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 54 02.09.19 09:47


55

Ich bin ehrgeizig,

das Wort

beschreibt mich

sicher am besten.

THOMAS ANKER,

Mister Tirol 2019

KURZ UND BÜNDIG

Am 25. Mai wurde der 24-jährige

Fliesenleger Thomas

Anker zum Mister Tirol 2019

gewählt. Seither ist der Ebbser

rund zweimal die Woche „im

Einsatz“. Von Modeschauen bis

hin zum Händeschütteln mit

dem Bundespräsidenten bei der

Eröffnung der Tiroler Festspiele

Erl. Mit dem Titelgewinn hat

sich Thomas Anker dazu einen

Startplatz bei der Mister-Austria

Wahl im Herbst gesichert.

Privat gilt seine Leidenschaft

seit Kindertagen Pferden und

Galopprennen, bei denen er

derzeit mit seinem Walach Erico

von Sieg zu Sieg reitet.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 55 02.09.19 09:47


56

zufallen. Du stehst bei einem Galopprennen

ja quasi am Pferd. Die Fliegkräfte

sind enorm. Du musst ständig trainieren,

damit du nicht aus dem Sattel katapultiert

wirst.“ Thomas ist erfolgreich, doch

für einen professionellen Jockey wird er

mit den Jahren zu groß und schwer. Mit

15 hört er schließlich auf, doch die Leidenschaft

lässt ihn nicht los und so kauft

er fünf Jahre später den heute sechsjährigen

Wallach „Erico“. Thomas startet

wieder durch und zwar so richtig. „Bisher

bin ich bei 23 Rennen angetreten. 19

davon habe ich gewonnen.“ Ein Erfolg,

der auf harter Arbeit beruht.

MISTER EHRGEIZIG

Spätestens um fünf Uhr früh steht der

Mister Tirol jeden Tag auf, holt sein

Pferd von der Wiese, bringt ihm sein

Kraftfutter. Bevor es um halb sieben zur

Arbeit geht, hilft er noch seinem Vater im

Stall. „Meist komme ich gegen vier Uhr

nachmittags von meinem Fliesenlegerjob

wieder nach Hause, dann ist trainieren

angesagt.“ Und das täglich. Im Wechsel

einen Tag mit dem Pferd und einen Tag

im Fitnessstudio oder er geht laufen. „Bis

ich letztlich zu Hause bin ist es meist

zehn Uhr abends. Das ist schon stressig,

aber das ziehe ich durch. Ich war immer

schon so. Wenn ich etwas will, dann mache

ich das. Und ich schaffe das auch,

zumindest mache ich es so lange bis es

funktioniert“, schmunzelt Thomas. Auch

mit seiner Wahl zum Mister Tirol hat

sich an seinem Trainingsablauf nichts

geändert, obwohl er nun recht viel unterwegs

ist. „So gesehen ist mein Leben

durchaus stressiger geworden. In Erl

habe ich dem Bundespräsidenten für Fotos

die Hand geschüttelt, ich bin immer

wieder bei Shootings und Modeschauen

oder anderen Events, in Summe sicher

zweimal die Woche.“ Auf die Frage, ob er

zum Frauenschwarm avanciert ist, winkt

er lachend ab. „Ich bilde mir auf den Titel

nichts ein, aber ich merke schon, dass

mich die Leute auf der Straße oder beim

Ausgehen erkennen. Ab und an höre ich

wie sie über mich reden, aber persönlich

sprechen mich die wenigsten Frauen an.

Sie trauen sich vermutlich nicht, dabei

bin ich ganz normal.“ Auf die Frage, ob

ihm sein Mister Tirol Dasein gefällt, verzieht

sich sein Mund zu einem breiten

Lachen. Bevor er mit voller Überzeugung

„ja“ sagt. „Wobei ich schon noch einen

großen Traum habe.“

BAUCHMUSKELN

FÜR ÖSTERREICH

„Ich darf als Mister Tirol im Herbst bei

der Mister Austria Wahl antreten. Die

zu gewinnen, das wäre es. Das wäre ein

weitaus größeres Sprungbrett, damit ich

vielleicht entdeckt werde.“ Für die Mister

Austria Wahl, will er seine Bauchmuskeln

noch etwas ausbauen, wie er mit einem

Augenzwinkern erzählt. „Ich habe

jemanden, der mich darauf trainiert. Er

meinte zwar, dass es hart wird, aber ich

weiß, dass ich das durchziehe, so wie alles

andere auch.“ Am Wochenende geht

es aber erst einmal nach Deutschland. So

wie an fast jeden Sonntag. 600 Kilometer

sind es dieses Mal zu seinem geliebten

Galopprennen.

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58

text

foto

adriane gamper

SUN Designs Fotografie

Der Tempelschlaf

aus Ägypten

ALEXANDRA BÖRNER ÜBER DIE MACHT DES UNTERBE-

WUSSTSEINS UND DIE MÖGLICHKEITEN DER HYPNOSE

Wenn ein Mann gackert wie ein Huhn, eine Frau die Zahl Drei nicht mehr kennt,

ist ein Showhypnotiseur nicht weit. Die bekannte Seite der Hypnose. Dabei

stecken hinter der bewussten Trance schier unendliche Möglichkeiten. Von der

Selbstheilung über Rauchentwöhnung, Gewichtsverlust bis hin zum Lernprofi.

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 58 02.09.19 09:47


59

„Mit 18 hatte ich einen Hörsturz. Die Folge

war ein Tinnitus, der laut Medizinern

nicht mehr verschwinden würde“, erzählt

Alexandra Börner. Es ist ihre eigene

Erfahrung mit Hypnose, die sie immer

noch am meisten fasziniert. Für Hypnose

interessiert sich die Walchseerin seit

ihrer Jugend. „Ich bin damals durch die

klassischen Bühnenshows auf dieses Thema

gestoßen. Es war beeindruckend für

mich, wie schnell sich die Realität eines

Menschen verändern kann, denn nichts

anderes bewirkt dieser Trancezustand

im Endeffekt.“ Alexandra beginnt damals

viel zu dem Thema Selbsthypnose zu lesen.

Anfangs geht es ihr rein um Stressbewältigung,

bis zu ihrem Hörsturz und

dem darauf folgenden Tinnitus.

SCHULE ADE

Sonnenstrahlen erhellen die Wand gegenüber

dem Fenster, an der das Logo

von Alexandra Börner aufgemalt ist.

Blaue, geschwungene Linien, die sich

zum Kreis vereinen, mit ihren Initialen

in der Mitte. Eine kleine Sitzgruppe für

Vorgespräche steht in der Nische Auf

dem Tisch zwei Gläser mit einer goldenen

Lebensblume am Grund. „Etliche haben

nicht verstanden, dass ich meine Arbeit

als Volksschullehrerin aufgegeben habe.

Ich habe sehr gerne unterrichtet und

doch wurde mir immer klarer, dass ich

Menschen helfen will.“ So kam es, dass

Alexandra 2018 nach fünf Unterrichtsjahren

ihr Lehrerdasein beendete und

mit ihrem Freund ein halbes Jahr durch

Europa reiste. Nachdem sie bereits einige

Kurse rund um Hypnose absolviert

hatte, startet sie in der Zeit voll durch

und stürzt sich auf die Ausbildung zum

Diplomierten Hypnosetrainer. Sie lernt

unterwegs, kommt nur für die Kurse in

die Heimat. Als sie das Hypnosediplom

in der Tasche hat, ist für sie klar, dass sie

sich selbstständig macht. „Auch wenn ich

nie gedacht hätte, dass ich sofort davon

leben kann. Aber die Menschen werden

immer offener für derartige Methoden.“

Alexandra selbst hatte das Glück, wie sie

sagt, dass ihre Mutter Reiki praktiziert

und ihr bereits in der Kindheit mit Autosuggestion

einen ersten Weg in diese

Richtung öffnete. „Ja, eigentlich hat mein

Weg mit 14 Jahren begonnen. Damals war

ich in allen Hauptfächern in der zweiten

Alexandra Börner betreibt ihre

Hyponosepraxis in Niederndorf.

Leistungsgruppe und auch dort nur eine

durchschnittliche Schülerin. Doch ich

hatte einen großen Traum. Ich wollte ins

Musikgymnasium.“

OHRGERÄUSCHE ALS WEGWEISER

„Es gab nur zwei Wege in dieses Gymnasium.

Entweder musstest du in allen

Fächern in der ersten Leistungsgruppe

sein oder eine Aufnahmeprüfung bestehen.“

Beides scheint zu der Zeit nicht

möglich, bis Alexandras Mutter mit den

Traumreisen startet. „Sie hat mich immer

wieder auf Gedankenreisen mitgenommen.

In eine Welt, in der meine Noten

immer besser wurden, ich mit Leichtigkeit

lernte. Meine Mama wusste durch

ihre Reiki-Ausbildung um die Macht der

Gedanken und hat uns das auf diese Art

vermittelt.“ Innerhalb eines halben Jahres

wird Alexandra in allen Fächern in die

erste Leistungsgruppe aufgestuft. „Ich

konnte mir den Stoff auf einmal leicht

merken.“ Rückblickend ist diese Erfahrung

für die Hypnotiseurin der Einstieg

in die Welt des Unterbewusstseins. Wie

ein roter Faden zieht sich das Interesse

dafür seither durch ihr Leben, sie liest

viel, beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten

Lehren. „Deshalb wollte ich mich

wohl auch mit der ärztlichen Diagnose zu

meinem Tinnitus nicht abfinden und startete

meinen Versuch mit der Selbsthypnose.

Jeden Tag fünf Minuten lang.“ Nach

00_KUFSTEINERIN_Ausgabe45.indd 59 02.09.19 09:47


60

KURZ UND BÜNDIG

Im März eröffnete Alexandra

Börner ihre Hypnosepraxis in

Niederndorf. Bei den Sitzungen

führt sie ihre Kunden angepasst

an deren Persönlichkeit in einen

tiefen Entspannungszustand,

in dem das Unterbewusstsein

neu programmiert werden kann.

Rund ein Viertel der Klienten

sind Kinder. Das Behandlungsspektrum

reicht von Lernschwierigkeiten,

Prüfungsängsten bis

zum Nägelkauen. Erwachsene

nutzen die Hypnose vorrangig

auf dem Weg zum Nichtraucher,

zum Abnehmen und zur

Stressbewältigung. Ihr Tipp: Die

Gedanken vor dem Einschlafen

bearbeiten das Unterbewusstsein

weiter. Wer sich mit dem Thema

beschäftigt, das er erreichen will,

holt sich so über Nacht Unterstützung

vom Unterbewusstsein.

ANGEBOTE

Ab Herbst 2019 bietet Alexandra

Börner ein Programm zu betrieblichen

Gesundheitswochen.

Mit ihrer Geschäftspartnerin

Romana Exenberger, einer international

zertifizierten Yogalehrerin

und Ernährungsberaterin

veranstaltet die diplomierte

Hypnotiseurin ab 2020 Seminare

und Retreats zu verschiedenen

Themengebieten, um möglichst

ganzheitlich zu arbeiten. Daneben

besucht Alexandra Börner kommenden

Oktober eine Hypno-

Birthing Ausbildung, damit sie

Frauen in Zukunft durch Hypnose

die Geburt erleichtern kann.

„Wir sind im Alltag

immer wieder

in Trance, nur ist

das den meisten

nicht bewusst.“

ALEXANDRA BÖRNER,

Hyponotiseurin

KONTAKT

AB Hypnose

Sebi 5,

A-6342 Niederndorf

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+43 650 39 17 406

office@ab-hypnose.at

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einem Monat ist der Tinnitus weg.

HINTER DEM FILTER

„Unser Unterbewusstsein ist quasi unser

Betriebssystem, 99 Prozent der alltäglichen

Handlungen laufen unterbewusst

ab, sind quasi als selbstlaufendes

Programm gespeichert. Bis zum vierten

Lebensjahr wird alles, was dir jemand

sagt oder beibringt im Unterbewusstsein

verankert und deshalb als Wahrheit

angesehen“, erklärt Alexandra Börner

den wissenschaftlichen Hintergrund zur

Wirkung von Hypnose. Ab dem vierten

Lebensjahr beginnt sich ein kritischer

Filter aufzubauen. Dieser Filter vergleicht

gemachte Wahrnehmungen und Glaubenssätze

mit neuen Erfahrungen. Was

als nützlich erkannt wird oder mit dem

bestehenden eigenen Wahrheiten übereinstimmt,

wird aufgenommen. Dinge,

die für das Unterbewusstsein keinen Sinn

ergeben, gilt es oft zu wiederholen, bis sie

automatisiert werden. Das 1x1 lernen ist

ein perfektes Beispiel dafür. „Es schlei-

chen sich aber auch wenig hilfreiche

Muster ein, wenn sie oft genug wiederholt

werden oder mit starken emotionalen

Momenten verknüpft sind und werden

zur eigenen Wahrheit.“ So genügt es mitunter

schon, wenn ein Kind zwei, dreimal

hört, dass es schlecht in Mathe ist und es

sich dies danach selbst immer wieder in

Gedanken sagt. Irgendwann glaubt das

Unterbewusstsein diese Information und

dann hilft auch intensives Lernen nicht

viel. „Mit der Hypnose gelangt man nun

in einen tiefen Entspannungszustand, in

dem dieser Filter geschwächt ist. Dadurch

ist der Zugang zum Unterbewusstsein

möglich und können Umprogrammierungen

vorgenommen, falsche Wahrheiten

gelöscht werden.“ Um Abzunehmen

werden etwa gespeicherte Muster aufgehoben,

die Verknüpfung Schokolade und

Stress wird etwa gelöst. Auch werden

Einstellungen geändert, wodurch eine

gesündere Lebensweise praktiziert wird.

TEMPELSCHLAF

„Für unseren Körper ist dieser Trancezustand

nichts ungewöhnliches. Wir

sind sogar immer wieder von selbst in

dieser Trance, allerdings ohne sie aktiv

zu nutzen wie bei der Hypnose. Das beste

Beispiel ist eine Fahrt mit dem Auto

auf einer bekannten Strecke. Oft kann

man sich im Nachhinein nicht mehr

bewusst daran erinnern.“ Angst zu haben,

dass man in der Hypnose stecken

bleibt, ist genauso unbegründet wie dass

man Geheimnisse ausplaudert oder sich

zu Handlungen verleiten lässt, wie Alexandra

erklärt. „Unser Unterbewusstsein

kann sehr wohl unterscheiden, was

zum Grund der Hypnose gehört. Auf

einer Showbühne wie ein Huhn zu gackern,

ist durchaus ´logisch´. Würde bei

einer Sitzung derartiges indiziert, würde

das Unterbewusstsein den Entspannungszustand

sofort beenden.“ Letztlich

ist die Hypnose eine sehr alte Technik,

die bereits vor 3.500 Jahren die Ägypter

nutzen. „Sie brachten Kranke in die

Tempel, wo eigene Priester sie in Trance,

den Tempelschlaf, versetzten. In diesem

Entspannungszustand sagten die Priester

den Patienten, dass sie gesund sind.

Den Rest erledigte das Unterbewusstsein,

das dies als Wahrheit erachtete und

die Selbstheilung aktivierte. So wurde

auch ich meinen Tinnitus wieder los.“

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Beste Stimmung auf der Office-

Warming Party bei Kleen-Tex

in Ebbs.

WALDBAUER - PAUMGARTEN - NASCHBERGER

UND PARTNER

Prost auf einen guten Start in Ebbs: Kaiser Nordwand

Vermieter Klaus Suppacher, Dr. Carolin Porcham

(CFO Europe), Gary Haynes (Managing Director Europe)

und Bruce K. Howard (Chairman & CEO, Kleentex)

Prost auf einen guten Start in Ebbs: Kaiser Nordwand

Vermieter Franz Hechenbichler, Steuerberater Klaus Ritzer,

Bgm. Sepp Ritzer, Klaus Stöckl (Prokurist Kleentex) und

Lee Fox (Sales & Marketing Director)

Hallo Ebbs,

da sind wir!

OFFICE-WARMING PARTY

BEI KLEEN-TEX IN EBBS.

Der Kufsteiner Mattenspezialist Kleen-Tex ist umgezogen

und eröffnete kürzlich offiziell seine neuen

Büroräume in der Kaiser Nordwand in Ebbs! Bei der

Einweihungsfeier waren neben der Konzernleitung

aus USA, das europäische Managementteam und den

Mitarbeitern auch lokale Verantwortliche und Partner

anwesend und haben die neue Location zusammen gebührend

eingeweiht. Die „Unternehmerheimat“ Kaisernordwand

ist die perfekte homebase für das 40-köpfige

tiroler Kleen-Tex-Team, das das europäische

Headquarter der weltweit agierenden Unternehmensgruppe

ist. Das Team in Ebbs ist hauptverantwortlich

für die Unternehmensbereiche Marketing und Vertrieb

und damit auch für die direkte Kundenbetreuung und

– entwicklung. Weitere Kernkompetenzen sind die

Finanzverwaltung und das Controlling der Kleen-Tex

Gruppe auf Europaebene.

www.dieanwälte.tirol

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text & foto christian mey

Ein weinseeliger

Gourmetabend am

Söller Denggenhof

14 WEINE AUS ÖSTERREICH UND ITALIEN MATCHTEN

SICH MIT NEUN GÄNGEN VON PHILIPP ZANGERL & RENÉ WEISS

Der Weinhoagascht am Denggenhof von Hannah Huber zählt längst zu den Geheimtipps

des kulinarischen Sommers. Seit Jahren veranstaltet die leidenschaftliche Gastronomin

einen Abend ganz im Zeichen von Wein, Genuss und Musik.

Sonja Widauer, Magdalena Weiss,

Hannah Huber (Denggenhof) und

Nina Weiss.

Kampf der Giganten: Christian Jassek

(Weingut Jassek) gegen Manuel Zischg

von Riedhart mit Weinen aus Italien.

Genossen den Abend zu zweit:

Angelika Wahrstötter und

Sepp Ager (Ager Speck, Söll).

Gitte und Helmut Track

ließen sich von Hannah Huber

am Denggenhof verwöhnen.

Hans und Karin Ager ließen

sich den Weinhoagascht in der

Nachbarschaft nicht entgehen.

Katharina und Jürgen Schedler

namen sich füreinander und den

genussvollen Abend Zeit.

„Wir haben den

Gästen Weine

aus zwei Welten

geboten.“

Christian Jassek

WEINGUT JASSEK, WEINVIERTEL

„Wir wollen unseren

Gästen gute

Weine und feines

Essen bieten.“

Hannah Huber

DENGGENHOF

„Heute werden 14

Weine zu neun Gängen

verkostet. Das kann

sich sehen lassen.“

Manuel Zischg, Diplom-Sommelier

EUROGAST RIEDHART

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63

Stoßen auf den gelungenen Abend an:

Philipp Zangerl, Hannah und Werner Huber,

René Weiss und Julia Treichl.

Perfekt zubereitet und serviert:

Das Catering von Philipp Zangerl

und René Weiss.

Liebevoll dekoriert wurde

der Stadl vom Denggenhof und

bot den idealen Rahmen für

den Weinhoagascht.

Eisgekühlt und spritzig:

Die Weine vom Weingut Jassek und

seine italienischen Gegenspieler.

Perfekter hätte der Abend nicht sein

wirken und sind schon äußerst gespannt

können. Bei lauen Sommertemparaturen

auf die Reaktionen“, freut sich der Fach-

und strahlend blauem Himmel lud Han-

mann. Hannah Huber hat den Weinhoa-

nah Huber vom Söller Denggenhof zum

gascht vor 22 Jahren ins Leben gerufen.

39. Weinhoagascht in elf Jahren. Rund 35

„Damals ist das Ganze aus einer Laune

Gäste folgten der hochkarätigen Einla-

in einer ganz kleinen Runde entstanden.

dung und wurden mit Weinen aus zwei

Welten verwöhnt. „Wir möchten heute

die nördliche Welt des Weinviertels ge-

Heute nehmen daran bis zu maximal 35

Personen teil, die teils schon lange im

Voraus das begrenzte Angebot nutzen“,

Genossen den spritzigen Rosé vom Jassek:

Vanessa Niederacher, Carmen Weiss

und Anna Weiss.

gen die südliche Welt Italiens gegenei-

freut sich die Söller Gastronomin. Kuli-

nander antreten lassen“, lächelt Winzer

narisch verwöhnt wurden die Gäste mit

Christian Jassek vom gleichnamigen

neun Gängen aus den kundigen Händen

Weingut. Er präsentierte mehrere spritzi-

von Philipp Zangerl und René Weiss.

ge Weißweine und einen äußerst süffigen

Sie zauberten ein Gourmetcatering auf

Prosecco Rosé. Seinen Gegenpart bildete

die Teller und sorgten mit den feinen

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Manuel Zischg, Diplom-Sommelier und

Leiter der Vinothek bei Eurogast Riedhart

in Wörgl. „Wir lassen heute 14 verschiedene

Weine und Prosecci auf die Gäste

Kreationen für Applaus. Für den musikalischen

Rahmen sorgte Stefan Fritz und

jazzigen Klängen mit seiner Band planetmusic.

www.denggenhof.at

Hatten es sichtlich lustig:

Waltraud Hochfilzer, Elisabeth Koller,

Sepp Weiss und Hannah Huber.

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Benefizabend zugunsten Hilforganisation „Brillos“

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit organisieren Jennifer Westphal, Jasmin Artner und Gordana

Jovanovic am 27. September 2019 um 19:00 Uhr in der Handelsakademie Wörgl ein Benefizkonzert

zu Gunsten der Hilfsorganisation „Brillos“. Prim. Dr. Bernhard Spechtenhauser

leitet seit Jahren die Hilfsorganisation, die sich für junge Menschen in Bolivien einsetzt. Mit

Hilfe der gesammelten Spenden wollen die Schülerinnen Bernhard Spechtenhauser dabei

unterstützen, Kindern und Jugendlichen den Zugang zur grundlegenden medizinischen

Versorgung, Schulausbildung und regelmäßigen Mahlzeiten zu erleichtern.

Abendprogramm: Vortrag von Prim. Dr. Spechtenhauser mit Live-Schaltung nach

Bolivieren. Musikalisches Rahmenprogramm. Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

Jürgen Maurer, Maria

Köstlinger und Peter Mayer

Iris Brandner, Martin Leutgeb, Petra Frey und Peter Mayer

beim Aperetif auf der Sky Terrasse des Panorama Royal.

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Prost Neujahr!

Sie waren gekommen, um zu genießen und

gemeinsam mit Hotelier Peter Mayer das

neue Gourmet Royal im Bad Häringer Vorzeigehotel

zu eröffnen. Bei einem Aperetif auf

der Skyterrasse genossen die Celebreties die

Abensonne, um sich dann von den Spitzenköchen

verwöhnen zu lassen.

Mario und Lena Hoschek genossen

die Abendstimmung in Bad Häring.

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DER NEUE

Natascha Müllauer, Geschäftsführerin

der Tiroler Festspiele mit Alexander

Leisner, Künstlerischer Leiter.

Bundespräsident Alexander van der Bellen mit Gattin Doris

Schmidbauer, Hans Peter Haselsteiner und LR Beate Palfrader.

Alles Oper!

Engelbert und Romana Künig

von den Vivea Hotels

x105.indd 1-2

Er kam, sah und begeisterte. Bundespräsident

Alexander van der Bellen lies sich die

Eröffnung der Tiroler Festspiele Erl nicht

entgehen und sorgte für Begeisterung mit

einer launischen Eröffnungsrede. Mut solle

man haben und doch das Positive im Leben,

wie auch in der Politik sehen. Nicht alles sei

schlecht. Recht hat er, der Herr Präsident.

Hotelier Peter Mayer (Panorama Royal)

mit seiner Sabine.

Robert Petutschnigg (Volksbank Tirol)

mit Gattin Ilse.

Johann Dresch (Passionsspiele Erl) mit TVB-Direktor

Stefan Pühringer und Gattin Kathrin.

Ex-Wirtschaftsministerin Margarethe

Schramböck bei einem Schnapserl

Hans Peter Haselsteiner mit Mister Tirol

Thomas Anker und LR Beate Palfrader.

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