MIT Wirtschaftsforum

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MIT Wirtschaftsforum - Stimme des Mittelstandes in Baden-Württemberg
Magazin von Unternehmern für Unternehmer der Mittelstandsvereinigung der CDU

Nr. 7 | September 2019 | 35. Jahrgang | E 5529

Stimme des Mittelstandes in Baden-Württemberg

Das

offizielle

Magazin der

MIT BW

Schwerpunkt

Die Methode Klimawandel

» Seite 6

Landespolitik

74. Landesparteitag in Heilbronn

» Seite 46

www.mit-bw.de

BADEN-WÜRTTEMBERG


Inhalt

Vorwort

Schwerpunkt

4 „Das Megathema Klimaschutz darf

die Gesellschaft nicht spalten!“

5 Vom Greta-Hype zur Bewahrung der

Schöpfung ist es nur ein kurzer Weg

6 Die Methode Klimawandel

10 Dieselfahrverbot und E-Mobilität

Aus den Kreisen & Bezirken

13 Werksbesichtigung bei

CarboFibretec

15 Ministerin diskutiert über Mobilität

der Zukunft

18 Auf ein Gespräch mit Stefan Mappus

19 Nur „die Politik“ hat es anscheinend

immer noch nicht gemerkt.

20 Das wirtschaftspolitische Gewissen

der CDU

21 Einladung zum

Bundesmittelstandstag

22 MIT Volldampf in die Zukunft –

welche Gedanken unterscheiden

Betriebsübernehmer von start-ups?

24 Bezirksmittelstandstag

Württemberg-Hohenzollern

26 Nicht mit Ideologie Mobilität

vorschreiben

27 MIT am Jahresausflug auf den

Spuren von Friedrich Schiller

29 Wirtschaft und Gesellschaft im

Wandel …

31 Besuch auf dem Bio-Bauernhof

32 Auf ein Kölsch bei Peter Ibbeken

34 Mittelstandsvereinigung will

Steuern für Gastronomie senken

36 Harmonische Wahlen und harte Worte

39 Politik der stabilen Überheblichkeit

40 Präsident der IHK Südlicher Oberrhein

Dr. Steffen Auer zu Gast bei

der MIT Südbaden

42 Offener Brief nach Berlin von

Dietrich Eberhardt

MIT Land

44 Zur Sache! Debattenkultur?!

45 Offener Brief nach Berlin von Ralf

Semmler

Landespolitik

46 Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann:

„Machen wir uns geschlossen

und gemeinsam auf den Weg!“

Gesetzesnews

48 Vertrauen ist gut, Kontrolle ist

besser – Neues zur Arbeitszeit vom

EuGH

Wirtschaft

49 Keine Grundsteuer C!

Für eine ertragswertunabhängige

Grundsteuer!

Advertorial

50 Infinex Group ausgezeichnet als

Top-Arbeitgeber

51 Eine integrierte Unternehmensplanung

– unabdingbar für den

Erfolg Ihres Unternehmens

53 Inserentenverzeichnis / Marktplatz

54 MIT vor Ort / Impressum

55 Mitglied werden

Schwerpunkt

„Das Megathema Klimaschutz darf

die Gesellschaft nicht spalten!“

» Seite 4

Aus den Kreisen & Bezirken

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» Seite 24

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Vorwort

Jetzt heißt es: Kompetenz beweisen. Und klare Signale setzen.

Liebe MIT-Mitglieder,

Oliver Zander

am 27. und 28. September 2019 findet in

Kassel der Bundesmittelstandstag statt.

Nach den Turbulenzen in Sachen Personalien,

bei denen die CDU als unsere

Mutterpartei in der letzten Zeit kein besonders

gutes Bild bei der Bevölkerung

abgegeben hat, gibt es hier einiges für

uns zu tun und mit vereinten Kräften

gerade zu rücken. Eine klare Zielsetzung

wird sein, dass die MIT Baden-Württemberg

als drittgrößter Landesverband

auch künftig mit vier Mitgliedern im

Bundesvorstand der MIT vertreten ist.

Dafür schicken wir überzeugende Kandidaten

ins Rennen und sollten auch

geschlossen hinter ihnen stehen. Denn

nur, wenn wir auch die uns zustehende

Anzahl an Delegierten nutzen und vollzählig

vertreten sind, können wir uns

auch für die von uns eingereichten Anträge

mehrheitlich stark machen.

Wir erwarten, dass vom Bundesmittelstandstag

auch die entsprechenden

Signale Richtung Berlin und Große

Koalition gesendet werden. Die CDU

hat in der öffentlichen Wahrnehmung

bei der Bevölkerung, aber auch beim

Mittelstand, in den letzten Wochen und

Monaten auf Grund diverser Personaldiskussionen

und Entscheidungen erheblich

an Zustimmung verloren. Dabei

ist der Eindruck einer Beliebigkeit von

Fachkompetenz entstanden, bei der

offensichtlich nur die Personalie als solche

im Vordergrund zu stehen scheint.

Höchste Zeit, diesem Eindruck wieder

gezielt entgegen zu wirken!

Wir verstehen gelebte Demokratie

auf kommunaler Ebene so, dass ein

Fraktionsmitglied einem Ausschuss angehört,

bei dem er oder sie auf Grund

seiner Ausbildung und Berufserfahrung

entsprechende Kompetenz einbringen

kann. Ein Grundsatz, der unbedingt

auch auf Bundesebene eingehalten werden

sollte!

Im Herbst/Winter will die SPD mit groß

angekündigten Sprechblasen aktiv die

so genannte Revisionsklausel beim

Koalitionsvertrag ziehen und damit die

GroKo einer Halbzeitbilanz unterziehen.

In meinen Augen eine ideale Gelegenheit,

um als MIT gemeinsam mit der

CDU /CSU Forderungen stellen, die

möglicherweise auch über den aktuellen

Koalitionsvertrag hinausgehen. Denn

meines Erachtens ist die Geschäftsgrundlage

auf Grund der geänderten

Rahmenbedingungen nicht mehr gegeben.

Als Stichwort wäre hier der

Handelsstreit mit den USA zu nennen

und die entsprechende Zoll-Diskussion

mit China. Der dadurch drohende Abschwung

war zum Zeitpunkt der Vereinbarung

nicht absehbar.

Es müssen endlich eindeutige Signale

einer zuverlässigen und klar verständlichen

Politik gesendet werden. Wie

zuletzt das „Rezo-Video“ vor Augen geführt

hat, ist die Wirkung klarer, präziser

Aussagen nicht zu unterschätzen.

Bevor wir also darüber nachdenken, eine

CO2-Abgabe (Steuer) einzuführen, unabhängig

davon, ob diese sinnvoll oder

sinnlos ist, sollten wir erst unser Versprechen

einlösen: Eine Steuer – nämlich

den Solidaritätszuschlag – ohne Wenn

und Aber zu 100 Prozent abzuschaffen!

Lassen Sie uns gemeinsam neue Signale

setzen – ich freue mich auf einen

erfolgreichen Bundesmittelsstandstag

in Kassel!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Oliver Zander

3


Schwerpunkt

„Das Megathema Klimaschutz

darf die Gesellschaft

nicht spalten!“

Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie

ist für uns ein wesentlicher Bestandteil

unserer Politik. Es besteht kein Zweifel

daran, dass wir bei der Klimapolitik handeln

müssen. Jetzt geht es aber darum, wie wir

handeln. Wenn wir keine breite Akzeptanz

für die notwendigen Schritte herstellen

können, wird dieses Megathema die Gesellschaft

spalten. Das dürfen wir nicht

zulassen.

Wir als Union nehmen das Thema ernst und

wollen auf der Grundlage der Erkenntnisse

aus Forschung und Wissenschaft den gesellschaftlichen

Diskurs mit den Bürgerinnen

und Bürgern führen.

Gerade aus Sicht der mittelständischen

Wirtschaft wird es darauf ankommen,

dass wir in der Klimapolitik zu realistischen,

umsetzbaren und akzeptanzfähigen

Konzepten finden und darüber

hinaus weitere notwendige international

abgestimmte Lösungen erreicht werden.

Dabei ist entscheidend, dass wir auf die

Herausforderungen des Klimaschutzes so

antworten, wie wir es in Deutschland am

besten können: durch Erfindungsreichtum,

Innovation und Technologie. Mit Verzichtappellen

können wir die Transformation

einer hochkomplexen Industriegesellschaft

nicht gestalten. Im Klimaschutz stecken

auch große Chancen für innovative Produkte,

neue Geschäftsmodelle und zusätzliche

Wertschöpfungspotenziale, die wir auch

ökonomisch zu einem harten Erfolgsfaktor

machen können.

Das aktuelle Energiesteuerabgabesystem

ist über die Jahre aus unterschiedlichen

Anlässen und mit unterschiedlichen Zielsetzungen

entstanden. Es ist heute an

vielen Stellen unsystematisch, sozial unausgewogen,

wirtschaftlich belastend und

mit Blick auf Klimazielsetzungen nicht

zielführend genug. Deshalb wollen wir

als Union bis zum Ende des Jahres 2019

Vorschläge für ein verbessertes System

vorlegen.

Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit

des Standorts Deutschland ist eine sichere,

bezahlbare und umweltverträgliche

Energieversorgung von hoher Bedeutung.

Wir müssen die Versorgungssicherheit gewährleisten

und bezahlbare Strompreise

sichern. In diesem Zusammenhang ist es

auch wichtig, die Energienetze zu optimieren

und die Chancen der Digitalisierung

dabei zu nutzen.

Eine besondere Bedeutung kommt dem

Verkehrssektor zu. Wir müssen vor allem

den Schienenverkehr stärken, den Schiffsverkehr

emissionsarm gestalten und

den CO2-Ausstoß im Flugverkehr eindämmen.

Im Kreis der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden

in Bund und Ländern haben

wir beschlossen, Steuerungsmöglichkeiten

wie etwa eine Flugbenzinsteuer in den Blick

zu nehmen. Zielrichtung bei allen steuerlichen

Anreizsystemen soll die Belohnung

nachhaltig umweltgerechten Verhaltens

sein. Wettbewerbsnachteile und eventuelle

Verlagerungen mit ökologisch nachteiligen

Folgen sind dabei zu vermeiden.

Für den gesamten Verkehrssektor ist ein

kluger und sorgfältiger Transformationsprozess

notwendig. Der CO2-Ausstoß des

Personen- und Güterverkehrs in Deutschland

muss sinken.

Wir sprechen uns ausdrücklich für einen

technologieoffenen Ansatz bei Antrieben

und Kraftstoffen aus. Gegenwärtig lässt

sich noch nicht sagen, welches zukünftig

das beste Antriebskonzept sein wird, weshalb

beispielsweise auch die Wasserstoffund

Brennstoffzellentechnologie sowie

weitere alternative Antriebstechniken gefördert

werden müssen.

Ein wichtiger Baustein zur Erreichung der

Klimaziele ist auch die Steigerung der

Energieeffizienz im Gebäudesektor. Auf

Gebäude entfallen rund ein Drittel des

CO2-Ausstoßes und über 35% des Primärenergieverbrauchs.

Die Sanierungsquote

liegt hingegen seit langem bei unter 1%.

Mit steuerlichen Anreizen kann diese

Quote erhöht werden. Die im Koalitionsvertrag

der Bundesregierung vereinbarte

steuerliche Förderung der energetischen

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL

Gebäudesanierung muss endlich zügig umgesetzt

werden.

Unsere Land- und Forstwirtschaft muss

sich darauf vorbereiten, vermehrt klimaangepasste

Arten anzubauen und Anbaumethoden

auf veränderte Bedingungen

anzupassen. Staatliche und halbstaatliche

Forschungseinrichtungen sollten daher

stärker gefördert werden, da sie dabei helfen,

Ertrag, Effizienz und Umweltverträglichkeit

von Nutzpflanzen unter geänderten

Bedingungen zu bewerten und fundierte

Handlungsempfehlungen zu geben. Der

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche

Aufgabe, wir müssen ihn jetzt beherzt

angehen.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL,

marcel.busch@cdu.landtag-bw.de,

www.fraktion.cdu-bw.de

4


Schwerpunkt

Klima-Diskussion vom Kopf auf die Füße stellen

Vom Greta-Hype zur

Bewahrung der Schöpfung

ist es nur ein kurzer Weg

Das wirklich Erstaunliche am Phänomen

Greta, zu dem explizit auch Fridays for Future,

der Grünen-Hype und die CO2-Steuer-

Diskussion gehören, ist, dass nichts von dem,

was das von einer respektablen PR-Maschinerie

begleitete Mädchen in apokalyptische

Worthülsen packt, wirklich neu ist.

Angestoßen durch den Club of Rome und

dem 1972 veröffentlichten Bericht „Grenzen

des Wachstums“ fand 1979 die erste

UN-Weltklimakonferenz in Genf statt.

Bereits dort wurde die Warnung ausgesprochen,

dass eine weitere Konzentration

auf fossile Brennstoffe im Zusammenhang

mit der fortschreitenden Vernichtung

von Waldbeständen weltweit zu einem Anstieg

der Kohlendioxidkonzentration führen

wird. Natürlich kann man den Zusammenhang

zwischen dieser Konzentration und

dem Temperaturanstieg ins Reich der Märchen

befördern und - richtigerweise - immer

darauf verweisen, wie klein der deutsche

Anteil daran ist. Nur: Es hilft angesichts der

Dichte und Professionalität der diesbezüglichen

Studien und angesichts unserer Stellung

in der Welt nicht. Das Thema Klima

wird nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden.

Aber so wie es derzeit „dank“

unserer politischen Mitbewerber diskutiert

wird, führt es in Deutschland direkt ins gelbwestige

Chaos.

Also müssen wir als Konservative im besten

Sinne das Thema besetzen. Und es vom Kopf

auf die Füße stellen. Richtig angegangen,

ist die Klimadiskussion eine Chance, vieles

von dem, für was Christdemokratie steht,

ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Es geht nämlich nicht ums Klima, sondern

um Verantwortung und die Bewahrung der

Schöpfung, um die ethische Frage unserer

Zeit, die uns ja auch in der Medizin beschäftigt,

ob nämlich der Mensch alles tun

darf was er kann, es geht letztlich um Mäßigung,

Demut, aber auch um technischen

Fortschritt, um Besser statt um Mehr, um

das richtige Verständnis von Freiheit und um

das, was Papst Benedikt XVI. 2010 im Gespräch

mit Peter Seewald als „umfassende

Grundlagenbesinnung“ bezeichnet hat.

„Wir sehen, wie die Macht des Menschen

ungeheuer gewachsen ist“ so der deutsche

Pontifex, „was aber nicht mitwuchs, war sein

ethisches Potenzial.“ Dieses aber ist die Stärke

der CDU: Das Machbare mit dem ethisch,

sozial und wirtschaftlich Verantwortbaren zu

verknüpfen und Prioritäten zu setzen - notfalls

auch gegen das Individuum, zum Wohle

der Gemeinschaft. Für das Ganze, nicht für

jeden Einzelnen. Wenn der Schutz einer einzigen

Art zum Beispiel erneuerbare Energien

oder anderweitig sinnvolle Lösungen blockiert

- wem ist dann geholfen? Wenn wir

für ein stabiles Stromnetz Gaskraftwerke

brauchen - dürfen die dann zehn Jahre Genehmigungszeit

inklusive Rechtsstreit benötigen?

Nein. Alles überall zu schützen,

ohne einem prioritären Ziel zu folgen, mag

als Beschäftigungstherapie hilfreich sein. Es

hilft aber weder der Natur noch dem Klima.

Das Verwunderliche ist also weniger die

Tatsache, dass wir es mit einer Jugendbewegung

zu tun haben, sondern dass viele

von uns automatisch davon ausgehen, dass

es nicht auch unsere Bewegung sein könnte

- wenn man sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzt.

Leute! Da demonstrieren

doch auch unsere Kinder!

Die Botschaft von Genf wurde in regelmäßigen

Abständen wiederholt. In der

Öffentlichkeit bekannt geworden sind die

Konferenzen in Kyoto (1997), Kopenhagen

(2009) und in jüngster Zeit Kattowitz (2018).

Zwischendurch gab es 2006 auch noch die

Möglichkeit, den als besten Dokumentarfilm

mit einem Oscar ausgezeichneten Film

„Eine unbequeme Wahrheit“ des Ex-US-

Vizepräsidenten Al Gore anzuschauen oder

zig Bücher darüber zu lesen. In dem gesamten

Prozess waren führende CDU-Politiker

stets treibende Kraft.

Was fehlt, und daran arbeitet das Klimakabinett

und auch die CDU-Fraktion mit

Raimund Haser MdL

Hochdruck, sind politische Konsequenzen

aus dieser Debatte, die auch die wirtschaftlichen

Chancen eines Paradigmenwechsels

weltweit berücksichtigen. Wer Energiewende

sagt, muss die Weichen nämlich so

stellen, dass Strom auch künftig im Inland

produziert werden kann. Er darf sich nicht

auf polnische Kohlekraftwerke und französische

Atomkraftwerke stützen und sich

in Baden-Württemberg für den Ausstieg

aus beiden Technologien feiern lassen. Wer

Wind im Norden produziert, muss ihn nach

Süden bringen, auch wenn dadurch Vögel

künftig einen Umweg fliegen müssen. Wer

Mobilitätswende sagt, darf nicht die Zukunft

unserer Leitindustrie gefährden. Der

Staat muss der Industrie Zeit lassen, den

Technologiesprung zu schaffen, muss in Forschung

investieren und in der Zwischenzeit

verlässlich und kompromissbereit bleiben.

All das können wir - die Industrie, die Menschen

und die Politik in unserem Bundesland

gemeinsam. Aber nur unter dem Dach

einer Partei, die nicht vom Versprechen,

sondern vom Machen lebt. Mut lautet die

Devise, und ernsthafte Auseinandersetzung

mit einer Bewegung, die zwar den Namen

eines Kindes trägt, aber in ihrer Kraft längst

über Greta hinausgewachsen ist.

Raimund Haser ist MIT-Mitglied und seit

2016 Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg.

Der Dipl. Betriebswirt aus dem

württembergischen Allgäu ist gelernter Journalist

und seit 2008 mit einer eigenen Agentur

selbstständig.

Raimund Haser MdL,

raimund.haser@cdu.landtag-bw.de,

www.raimundhaser.de

5


Schwerpunkt

Politik und Geschäfte mit der vermeintlich besseren Moral

Die Methode Klimawandel

Wer in den letzten Wochen aufmerksam

die Medien und die politische Debatte

verfolgt hat, wird es bemerkt

haben: Die emotionale Klimadiskussion

ist nun auch in der CDU angekommen.

Die Grünen und ihr befreundetes

Lobby-Netzwerk aus DUH, BUND oder

Greenpeace haben es geschafft, ihr zentrales

Wahlkampfvokabular nicht nur

der Allgemeinheit, sondern auch dem

politischen Gegner einzuimpfen. Ohne

deren Wahrheitsgehalt zu prüfen, werden

grüne Aussagen von Medien und

Öffentlichkeit widerspruchslos als Tatsache

hingenommen und folglich auch

alle damit verbundenen Konsequenzen.

Hierdurch ist es für die Grünen ein

Leichtes, Widerspruch zu unterdrücken,

denn wer die Grundannahmen einer

These akzeptiert, der kann dann ihre

Schlussfolgerungen nur noch schwerlich

ablehnen.

Statt wissenschaftlicher Debatte Politik

nach eigenen Regeln

Die Grünen und ihr Lobby-Netzwerk

werden nicht müde, in totalitaristischer

Manier alle Studien und Forscher, die

auch nur leiseste Zweifel an einer kurz

bevorstehenden Klimakatastrophe äußern,

als Klimaleugner und damit als

unglaubwürdig oder gar als Schädiger

des Allgemeinwohls zu stigmatisieren.

Wissenschaftliche Skepsis, ein Grundpfeiler

methodischen Arbeitens, lassen

sie nicht gelten. Die Klima-Lobby verhält

sich wie eine Fußballmannschaft,

die mitspielen möchte, aber gleichzeitig

die Regeln über den Gegner definieren

will. Derartiges kennt man von anderen

absurden Thesen aus der linken

Diskussionskultur wie „es gibt keinen

Rassismus gegen Weiße“ oder „es gibt

keinen Sexismus gegenüber Männern“.

Schiedsrichter und Vollstrecker in diesem

Spiel sind neben der Partei auch Organisationen,

die mit Klagewellen oder

tendenziösen Studien die Öffentlichkeit

verunsichern. Dabei handeln sie

in höchstem Maße intransparent und

bauen auf ein Netzwerk aus weiteren

Vereinigungen und Unternehmen, die

sowohl wirtschaftliche als auch machtpolitische

Ziele unter dem Deckmantel

des Klimaschutzes verfolgen. Diese finanzieren

und organisieren Webseiten,

die auf pseudowissenschaftliche Art

„Klimafakten“ erklären oder „spontane“

Bewegungen koordinieren, die den Anschein

erwecken sollen, dass Impulse für

Demonstrationen aus dem Volk heraus

gekommen seien (siehe „Astroturfing“

in der letzten WiFo-Ausgabe). Zu diesen

Bewegungen zählt beispielsweise

„Fridays for Future“ (F4F), hinter denen

Bastian Atzger

die „Plant-for-the-Future-Foundation“

steht, die auch die Spendengelder an die

Schüler einnimmt.

Alternative Fakten und mediale

Freunde

Doch auch nicht primär ökologisch

agierende Organisationen werden zu

willfährigen Helfershelfern der Klimapanik-Strategie.

So ließ sich die IG Metall

durch ihren Südwest-Bezirksleiter

am 28. Juni 2019 in einer nicht minder

voreingenommenen Stuttgarter Zeitung

mit den Worten zitieren: „Für uns als

Industriegewerkschaft ist entscheidend,

dass sich die Menschen in den Fabriken

nicht auf die Seite der Klimaleugner

schlagen“. Dies entlarvt eindeutig, dass

es schon lange nicht mehr prioritär ums

Klima geht, sondern das Klima nur Mittel

zum Zweck ist, einer verängstigten und

getäuschten Masse die eigene Machtpolitik

positiv zu verkaufen.

Waldbrände durch Klimawandel oder Unachtsamkeit?

Es handelt sich hierbei aber nicht um

ein Phänomen, das über Nacht entstanden

ist. Parallel zur Entwicklung

der Grünen als Partei haben sich Vorfeldorganisationen

wie BUND, ADFC

oder Umwelthilfe entwickelt und sogar

Hochschulen und Berufsnetzwerke in

ihr Geflecht integriert. Diese geballte

Ansammlung „gemeinnütziger“ Organisationen

fördern Studien bzw. erstellen

sie wie der NABU mit hauptamtlich angestellten

„Wissenschaftlern“ selbst,

was zu einer Anhäufung methodisch unsauberer

oder zumindest finanziell beeinflusster

Studien führt.

6


Schwerpunkt

Klimastreik

glauben, ihr ginge es wirklich nur selbstlos

um das Gute. Dies wurde vor allem

dadurch möglich, dass die Öko-Lobby ihre

Moral als einzig richtige definiert hat und

einige in dieser vermeintlichen Überlegenheit

eine ersatzreligiöse Befriedigung

finden. In Zeiten, in denen für viele die

Kirchen nicht mehr relevant sind, müssen

die Menschen dennoch an etwas glauben.

An die Stelle von Gott ist der Klimaschutz

getreten. Folglich wird ein schwedisches

Mädchen als Prophetin definiert, das Pariser

Klimaprotokoll als Bibel aufgefasst

und die freitäglich skandierenden Schüler

als erleuchtete Jünger gefeiert. Der

CO2-Ausstoß ist die Ur-Sünde und die

Grünen im Land mimen die Inquisitoren,

Diese Studien werden dann besonders

gerne von ideologisierten Medienvertretern

ungeprüft zitiert, was schließlich

zur Meinungsbildung gegen die

Wirtschaft, Unternehmen oder große

Bauprojekte führt. Auf Nachfrage des

Autors bei Twitter bestätigte die Marketing-Leiterin

der WELT, Kristina Faßler,

dass ihre Zeitung die Personen interviewe,

„die einen substanziellen Beitrag

dazu leisten, dass die Klimadebatte intensiv

geführt wird“. Kann verstanden

werden als: Der WELT ist Polemik wichtiger

als Kompetenz. Eine sowohl politisch

als auch moralisch mehr als fragwürdige

Einstellung zum Journalismus.

Klimadebatte als Ersatzreligion

Problematisch ist, dass viele Menschen

diese Beeinflussung nicht erkennen wollen

oder können und der Klima-Lobby

Klima-Themen vermischen sich oft mit Kapitalismuskritik

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7


Schwerpunkt

die den Sündern Ablass-Zertifikate verkaufen.

Wer nicht blind glaubt oder sogar

nur Zweifel am neuen Öko-Katechismus

äußert, der wird vom fanatisierten Haufen

der blind Gläubigen in den sozialen Netzwerken

wie ein Ketzer mit den Plagen der

Neuzeit überzogen.

Durch diesen neuen Moral-Populismus

wird eine tolerante, ruhige und zielorientierte

Debatte auf Basis konkreter

wissenschaftlicher Fakten bewusst

verhindert und unangenehme Details

und Konsequenzen einer rein klimaorientierten

Politik verschleiert. Drohende

Preissteigerungen und Wettbewerbsnachteile

für deutsche Unternehmen

werden von der Öko-Lobby und ihren

medialen Freunden konsequent verschwiegen.

Im Gegenteil, dem kleinen

Mann wird sogar vorgerechnet, ihn koste

die CO2-Steuer dank Rückvergütung

Was verursacht Wetterextreme wirklich?

durch eine „Klimaprämie“ keinen Cent

mehr.

Wie strategisch ausgefeilt die Klima-Lobby

ihre Aktivisten für diesen Feldzug

wider die Vernunft rhetorisch trimmt,

sieht man beispielhaft am Programm des

„K3 Klimakongresses“ Ende September

in Karlsruhe. Die Durchführung von Social

Media Aktionen stehen dort genauso

auf der Tagesordnung wie Vorträge,

in denen die „häufigsten Argumente von

sogenannten Klimawandel-Skeptikern

und -Leugnern“ aufgegriffen und Antworten

auf „Killerphrasen“ gelehrt

werden. Rabulistik-Kurse mit Sektencharakter

für die doch angeblich bessere

Politik und höhere Moral?

Das Öko-Netzwerk perfektioniert sein

Marketing

Die an Fakten reduzierte und absichtlich

emotionalisierte Klimadebatte ist geprägt

durch Kampfbegriffe, die durch die

Grünen über Jahrzehnte strategisch aufgebaut

oder umgedeutet wurden. Anstatt

sich mit Inhalten zu beschäftigen,

greifen Grüne direkt in die gesellschaftliche

Systemlogik ein und schaffen es

so, ihre Forderungen moralisch über die

politisch inhaltliche Diskussion zu stellen.

Mit dem Schlagwort „Klimawandel“

können Grüne nunmehr jede Forderung

begründen und Gegenpositionen als

moralisch oder klimaschutztechnisch

unerwünscht abtun. Sie haben sozusagen

den Royal Flush im Politpoker und

stellen diesen sogar im Zweifel über

rechtsstaatliche Prinzipien (siehe „Ende

Gelände“ oder „Sea Watch“).

Der politische Arm operiert darüber

hinaus mit zusätzlichen professionellen

Tricks aus der Kommunikations-,

Marketing- und Politik-Wissenschaft:

Framing, Skandalisierung, Stigmatisierung,

Emotionalisierung und Faktenverleugnung

– dass die Erderwärmung der

letzten Jahre weit unterhalb aller Klimaprognosen

geblieben ist, erfährt die

Öffentlichkeit selten. Im Gegenteil, Medien

und Prominente unterstützen diese

Marketing-Kampagne noch durch eine

simple Taktik: Ein Anliegen wird in seiner

Komplexität soweit reduziert, dass

selbst der einfältigste Zeitgenosse es

verstehen und auf sein Leben beziehen

kann. Dazu erhält es einen einfachen,

aber reißerischen Titel und linientreue

Influencer tragen die brisante Botschaft

dann medial hinaus, so dass kein Zweifel

existieren kann, dass es hier um eine

gute Sache gehen muss.

8


Schwerpunkt

Die Grünen beherrschen das gesamte

Repertoire der psychologischen Politkampagnenführung

und die CDU fällt

nicht nur darauf herein, sie entschuldigt

sich sogar noch, dass sie das Klimathema

unterschätzt habe. Sie biedert

sich den jungen Aktivisten an, die ohnehin

niemals CDU wählen würden, und

trägt somit zur Emotionalisierung und

zur Absenkung des fachlichen Niveaus

der Klimadebatte bei. Dem politischen

Gegner wird also nicht nur das Tor zum

Thronsaal aufgeschlossen, ihm wird

gleich auch freiwillig das eigene Haupt

auf dem Schafott dargeboten. Ist das die

neue Wahlkampfstrategie der CDU?

Wirtschaft und Politik müssen

sich Klimapanik geschlossen

entgegenstellen

Die Parteien der Mitte sollten Vorbilder

für eine Gesellschaft sein, in

der nicht subjektive Wahrnehmungen

und blinder Fehlglaube das Handeln

bestimmen, sondern offener Diskurs,

verantwortungsvolles Handeln und kritisches

Denken. Eine Gesellschaft, in

der die Wissenschaft Gehör findet, die

komplexe Sachverhalte qualifiziert und

skeptisch analysiert und die Wahrheit

sucht, nicht den medialen Ruhm. Und

eine Gesellschaft, in der Eltern ihren

Kindern diese Axiome des Lebens beibringen,

anstatt sie freitags zum Schule

schwänzen zu animieren. Dazu benötigt

Deutschland dringend eine verlässliche

Politik, die sich mutig gegen die Parteien

und Organisationen stellt, die ihre

Klientelinteressen als allein gemeinwohlorientiert

und überlegene Moral

definieren und dabei nur Intoleranz und

Fehlinformationen schüren.

Vor allem aus dem Mittelstand heraus

muss eine zentrale Botschaft kommen:

Wenn jemand in diesem Land weiß, wie

man Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen

Erfolg kombiniert, dann wir. Die

Leistungsträger in diesem Land dürfen

sich nicht von machthungrigen

Öko-Politikern, panischen Schulkindern,

fanatisierten Aktivisten und öffentlichkeitsuchenden

Wissenschaftlern leiten

lassen, sondern sollen zeigen, dass gerade

wir die Erfahrung und das Knowhow

besitzen, um eine Zukunft in Wohlstand,

Sicherheit und mit einer gesunden Umwelt

zu sichern. Mit dieser inhaltlichen

Botschaft gilt es, die Klima-Lobby dort

angreifen, wo sie verwundbar ist, bei der

Verlässlichkeit ihrer wissenschaftlichen

Studien (insbesondere bezüglich Methodiken

und Finanzierungen) und bei

ihrem eigenen Verhalten in der Lebenswirklichkeit

– gerade als die Partei, die

im Bundestag am meisten Flugmeilen

sammelt, das Fliegen anderen aber verbieten

will.

Klimazöpfe gedeihen besonders in

Deutschland

Auch politisch muss die Botschaft klar

sein: Ein Wiederaufleben des „am deutschen

Wesen soll die Welt genesen“, wie

es die Grünen derzeit in „bester“ deutscher

Tradition praktizieren und es von

Annalena Baerbock am 9. August in der

FAZ auch sinngemäß gefordert wurde,

darf es nicht geben. Nach Nationalismus

und Sozialismus braucht es nun nicht

noch den Moralismus! Moralisten dürfen

ihre subjektive Wahrnehmung nicht

zum Gradmaß einer rationalen und auf

die Zukunft gerichteten Politik machen.

Das Weltklima wird nicht relevant durch

Deutschland beeinflusst und auch in

zehn Jahren geht die Welt nicht unter.

Dennoch fällt gerade hierzulande die

Klimahysterie auf fruchtbaren Boden.

In Süd- und Ost-Europa sind die Grünen

politisch weitgehend irrelevant und in

Frankreich stehen sie auch nur bei ca.

13 Prozent. Der Hoffnungsschimmer

bleibt also, dass es uns auf europäischer

Ebene gelingt, fanatischem

Totalitarismus Vernunft und Augenmaß

entgegenzustellen.

Jetzt

m ü s -

sen die Vernünftigen

der Mitte zeigen, ob sie sich

vom Öko-Marketing überrollen lassen

oder bereit sind, der Klimapanik die

Zöpfe abzuschneiden. Wir dürfen unsere

Freiheit und unseren Lebenswandel

nicht einseitigen Ideologen auf dem

Altar des Klimawandels opfern, nur

weil wir nicht die Courage haben, die

grüne Klimapanik als das hinzustellen,

was sie ist: Ein auf eine Über-Moral

basierendes wirtschafts- und machtpolitisches

Instrument zur Ruhigstellung

Andersdenkender mit dem gewaltigen

Gefahrenpotential, vor allem

mittelständischen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen

massiven Schaden

zuzufügen.

Bastian Atzger,

bastian.atzger@mit-wueho.de,

MIT WüHo

9


Schwerpunkt

Podiumsdiskussion der MIT Ravensburg mit überraschender Wende

Dieselfahrverbot und E-Mobilität

Die MIT des Kreisverbandes Ravensburg

hat zum Thema Dieselfahrverbot und Elektromobiltät

zu einer Podiumsdiskussion

in das Mercedes Benz Autohaus Riess RV

eingeladen und über 120 Interessierte sind

gekommen. Zunächst begrüßte der Vorsitzende

Christian Bangert die Anwesenden

und stellte die Besetzung des Podiums vor.

Christian Bangert, KV MIT Ravensburg

• Dr. Nicole Hoffmeister Kraut, Landesministerin

für Wirtschaft, Arbeit und

Wohnungsbau,

• Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin

des BUND

• Prof. Johann Tomforde, Geschäftsführender

Gesellschafter der TEAMO-

BILITY GmbH Böblingen

• Florian Burk, Geschäftsführer der Burg

Gruppe Ravensburg

Bangert stellte sehr deutlich fest, dass

die MIT gegen das Dieselfahrverbot ist,

wie es aktuell umgesetzt wird. Bangert

weiter „es gab eine Zeit, da haben deutsche

Ingenieure noch etwas gekonnt -

weil man sie hat machen lassen - z.B. die

besten Motoren der Welt zu bauen, auch

Dieselmotoren und diese auch permanent

weiterentwickeln. Seit Fokushima

hat man - mit Sicht auf die Politik - die

Wahrnehmung, dass Entscheidungen

ausgesprochen werden, ohne eine vernünftige,

technologieoffene Alternative

zu haben. Man wird von hinten beschnitten

und weiß nicht, wie es vorne

weitergeht.“

Im Anschluss stellte Dr. Steffen Riess sein

Autohaus, vertreten an 10 Standorten,

vor und hatte als Premiere einen elektrifizierten

Vito für gewerbliche Transportkunden

neben der Bühne stehen. Mehr Informationen

unter www.riess-gruppe.de.

Moderator der Veranstaltung war Tobias

Baunach, bekannt aus dem Regio TV

„Bauen und Wohnen“.

Für Ministerin Hoffmeister-Kraut steht

bei der ganzen Debatte die Wahrung

der Verhältnismäßigkeit im Mittelpunkt.

Allerdings sieht sie in den drohenden

Fahrverboten auch eine riesige Chance,

die den Auto-Standort Baden-Württemberg

mittels Innovationen wieder ganz

nach vorne bringen könnte, auch könnten

so eventuell Fahrverbote vermieden

werden.

Sylvia Pilarsky-Grosch vom BUND sieht

die Definition deutlicher Ziele für die Industrie

dabei als unumgänglich an.

Unternehmer Florian Burg hat 130

Dieselfahrzeuge im Fuhrpark. „Dieselfahrverbote

erscheinen mir kein geeignetes

Instrument, den CO2 Ausstoß

zu reduzieren. Vielmehr sollte der Staat

an die Selbstregelungskräfte der Märkte

glauben und den Weg für neue Technologien

frei machen. Nur so profitieren

Umwelt und Wirtschaft (und damit die

Menschen) nachhaltig vom erforderlichen

Wandel in diesem Bereich“, so

Burk. Er sollte Recht behalten, wie wir

dem Vortrag von Tomforde entnehmen.

Zwei Riesenüberraschungen von Prof.

Tomforde

In seinem Impulsvortrag „Stadt unter

Strom“ erläuterte Tomforde den aktuellen

technischen Entwicklungsstand in der

Automobilindustrie. „Mobilität ist eine

Systemlösung, wir müssen dazu die gesamte

Intelligenz nutzen und nicht nur in

schwarz-weiß-Kategorien für oder gegen

den Verbrennungsmotor beziehungsweise

die E-Mobilität denken“, so der

Automobil-Experte. So mahnte er an, intelligente

Ampelschaltungen oder ganz

neue Antriebssysteme auf die Agenda zu

setzen, um die Klimaziele zu erreichen.

Das multimodale UCCON Ecosystem von

10


Aus den Kreisen Schwerpunkt

& Bezirken

Insolvenz-Kampf – Basel III – Zinsdelta

Teamobility ist ein universell einsetzbares

Plattform-Chassis für Elektrofahrzeuge,

das einen ressourcenschonenden Lifecycle

über drei Modellgenerationen hinweg

ermöglicht. Da lediglich Karosserieaufbauten

und Interieurkomponenten

getauscht werden müssen, sorgt das System

für eine massive Senkung von Kosten

1. und Insolvenzkampf

Emissionen bei der Produktion. Das

Vor patentierte kurzem „Boatsterchassis“ hat mich ein Mittelständler garantiert

um die meine sichere Hilfe Integration gebeten, aller weil zukünftigen

er mit seiner

Antriebs- Bank große und Energiesysteme.

Schwierigkeiten hatte.

Dieser MIT-ler hatte einen Gartenbaubetrieb,

stürzte unglücklich vom LKW, zog

sich Knochenbrüche zu und während des

achtwöchigen Krankenhausaufenthaltes

zwei Herzinfarkte. Sein Sohn wollte den

Betrieb weiterführen. Er schaffte neue

Geräte an. Während des Krankenhausaufenthaltes

hat die Bank jedoch dem

Sohn „den Geldhahn zugedreht“ und das

Finanzamt sowie die AOK Insolvenz seines

Betriebes angemeldet. Inzwischen

hat der Sohn die Arbeit niedergelegt und

den elterlichen Betrieb verlassen.

Ein Blick ins „echte Leben“

anhand dreier Beispiele

Prof. Johann Tomforde, GF Teamobility GmbH

Böblingen

Die Jury des German Innovation Award

von 2019, fügte eine Woche nach dem

Vortrag von Prof. Tomforde in Ravensburg

hinzu, „Eine spannende Innovation

mit einer hohen Relevanz für die

nachhaltige Versorgung und vernetzte

Mobilität im urbanen Raum“ und verlieh

TEAMOBILITY den German Innovation

Award in GOLD. Die MIT gratuliert.

Die Lebensversicherung, an der noch

zwei Jahre fehlten bis sie zur Ausschüttung

gekommen wäre, wurde von der

Bank verkauft. Nun will die Bank auch das

Haus, welches auf die Frau geschrieben

ist Mit (keine Konzeptleichtbau Gütertrennung) ungenutzte versteigern.

Potentiale heben

Die Restschuld am Haus beträgt

125.000,00 Zur zweiten EUR. Überraschung Das Haus führt ist Tomforde

aus, dass EUR man wert, für wobei unterschiedliche

die Bank ein

ca.

150.000,00

Gutachten Anforderungen über 450.000,00 auch unterschiedliche

EUR erstellt

hatte. Konzepte Die Bank benötigt. ließ anschließend Wenn wir im nichts Kurzstreckenbereich

von sich hören, unterwegs aber von sind, damals hat bis die

mehr

heute rein elektrische ca. drei Jahre Variante Zinsen sicherlich auf das Haus eine

aufgeschlagen, so dass der Betrag aktuell

bei 250.000,00 EUR steht.

Also bin ich als SOS-Unterstützerin mit

dem MIT-ler zur Hauptstelle seiner Bank

gegangen, mit der er seit 40 Jahren in Geschäftsbeziehung

stand. Das Gespräch

verlief äußerst kalt und arrogant. Die

Aussage des Bankers: „In Deutschland ist

noch niemand verhungert“ klingt

mir heute noch in den Ohren.

Wir schlugen der Bank einen

Vergleich über 90.000,00 EUR

vor, der ohne große Überlegung

ausgeschlagen wurde. Eine traurige,

aber wahr Geschichte.

2. Basel lll

Jüngst hatte der MIT Kreisverband Ravensburg

eine Podiumsdiskussion in

UCCON by TEAMOBILITY

Margarete Reiser

sehr hohe Bedeutung. Anders sieht es

einer aus, wenn Bank wir in Wangen im Nahverkehr im Allgäu. oder Hier im

fragte Fernverkehr ich den unterwegs Direktor der sind. Bank, Untersucht was im

Rahmen man vorhandene von Basel III auf Antriebskonzepte,

den Mittelstand

zukommt. man Antwort: zu folgendem ca. 500 nüchternen Millionen.

Ich Ergebnis.: denke, wir sollten uns hier mehr einmischen

und die Banken samt unserer

Politiker zur Rede stellen.

3. Überziehungszins grenzt

an Sittenwidrigkeit

Gestern bekam ich schwarz auf weiß,

dass eine Bank 17,5 % (!!) bei Überziehung

des Kontos erhebt. Wie bitte soll

sich noch jemand bei diesen Konditionen

selbständig machen können und der

Eigenkapitaldecke von 30 % oder einen

Betrieb übernehmen? Wir Unternehmer

waren früher einmal Kunden bei der Bank

– auf gleicher Augenhöhe. Heute sind wir

Bittsteller. Die verkaufen unsere Kredite

und wir bezahlen die Zeche doppelt.

Margarete Reiser, SOS Mittelständler in Not e.V.

margarete.reiser@mit-wueho.de,

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Ausgabe 3-2014

15 11


Schwerpunkt

Diesel/Benzin Motoren:

Emissionen, Lärm; niedriger Wirkungsgrad;

hohe Kosten für Abgasreinigung;

kritische langfristige Perspektive.

BEV: Batterie Elektric Vehicles

eingeschränkte Alltagstauglichkeit bei Mittel-/Langstrecke

und schweren Lasten; hohe

Investitionen für alltagstaugliche Infrastruktur;

Rohstoffbeschaffung & Entsorgung.

FCEV: Fuel Cell Electric Vehicle

Hohe Investitionen für alltagstaugliche

Infrastruktur; TCO-Gesamtbetriebs- und

Systemkosten sehr hoch.

PHEV/HEV: Plug in Hybrid/Hybrid

Emission im Realbetrieb zu hoch;

TCO-Gesamtbetriebs- und Systemkosten

sehr hoch.

Eine von Tomforde favorisierte

Lösung ist der AXMOT

Motor (Axialkolben Motor).

Axialkolbenmotoren sind keine Variante

der Diesel- oder Benzinmotoren,

sondern eine eigene und vielstofffähige

Motorengattung. Die Verdichtung und

Expansion findet zwar im Kolben statt,

die kontinuierliche Verbrennung aber

erfolgt in einer einzigen, für alle Zylinder

gemeinsamen Verbrennkammer.

Diese Funktionsweise ermöglicht unter

anderem eine:

• erhebliche Steigerung des Wirkungsgrades

auf über 70% bis 80%

• hervorragende Emissionswerte ohne

Abgasnachbehandlung (entfällt)

• keinen CO2 Ausstoß.

von li. nach re.: Thomas Gross. Thomas Acker, Prof. Tomforde, MIT KV Christian Bangert, Ministerin Hoffmeister Kraut, Gabriele Nägele, Sylvia Pilarski Grosch,

Florian Burk, Steffen Riess, MDL August Schuler

Soweit Tomforde in seinen Ausführungen.

Sollte es dem Team um Tomforde gelingen,

diesen AXMOT Motor in Großserie

zu produzieren (er läuft bereits sehr positiv

im Testbetrieb), hätten deutsche Ingenieure

mal wieder ganze Arbeit geleistet

und Tesla kann seine Bude zusperren.

Im Anschluss an diese Veranstaltung

bedankten sich Bangert und Riess mit

Präsenten bei den Teilnehmern und

Netwerken war angesagt. Das Autohaus

Riess versorgte durch das eigene Bewirtungsteam

die Gäste mit sehr leckerem

Kulinarischem und der Kreisverband

RV freute sich über drei spontane neue

Mitgliederschaften.

Christian Bangert,

christian.bangert@mit-Ravensburg.de,

www.mit-ravensburg.de

12


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Bodensee

Werksbesichtigung bei CarboFibretec

Gebäude des Unternehmens Otto-Lilienthalstraße am Flughafen in Friedrichshafen (Bild CarboFibretec)

Kennen Sie die Firma CarboFibretec?

Nicht? Schade, sollten Sie. Zumindest

wenn Sie ein Rennrad besitzen oder in

der Luft- und Raumfahrt beschäftigt sind.

Das Unternehmen ist ein Hidden Champion

hier am See (https://carbofibretec.

de/). Lance Armstrong und viele andere

Rennfahrer kaufen hier ein – Räder und

komplette Rennmaschinen. Diese sind

aus Carbon, und das ist das Material,

das CarboFibretec hervorragend zu verarbeiten

mag, besser als die Konkurrenz.

Die Bilder 2 bis 5 zeigen hier einige Produkte.

Die Fertigungspalette aber reicht

vom Außenspiegel für hochwertige Autos

über Teile für Dialysegeräte bis hin zu

Komponenten in fliegenden Systemen, in

der Luft und im All. Angewendet werden

Produktionsverfahren wie Harzinjektion,

Wickeltechnik und Autoklavverfahren.

Extrem leichte Tragsysteme für Hallen,

Roboterarme, 30m Ausleger für das Besprühen

vom Traktor oder die Fahrradfelge

Fahrradreifen in Carbon, teils aerodynamisch optimiert (Bild CarboFibretec)

als integrierter Bestandteil des Motors für

ein Rennrad sind Innovationsprodukte, die

hier – auch mit Universitäten – entwickelt

und gefertigt werden. Präzision ist gefragt

und die ruhige Hand der Mitarbeiter.

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13


Aus den Kreisen & Bezirken

Tragstrukturteile für die Medizintechnik (links) und die Landwirtschaft (rechts) (Bild CarboFibretec)

Dies alles vermittelt uns Erhard Wissler,

der seinen Betrieb mit dem Wissen ehemaliger

Dorniermitarbeiter zur heutigen

Blüte gebracht hat. Mit ca. 60 Mitarbeitern

vor Ort wird in großzügigen

Räumen gefertigt. Eine ganze Reihe von

Produktionsmaschinen sind selbst entwickelt,

weil nur so der selbst auferlegte

hohe Qualitätsstandard erreicht wird.

Und auch im sozialen Bereich setzt der

Mittelständler Maßstäbe: ein eigener

Koch versorgt die Mannschaft zu Mittag.

Wir, die Mitglieder der MIT Mittelstandsvereinigung

Bodensee, dürfen am Mittagstisch

teilnehmen und anschließend

unsere Vorstandssitzung im Firmenkonferenzraum

durchführen.

Eine tolle Firma, tolle Produkte. Wir bedanken

uns ganz herzlich.

Dr. Hartmut Kräwinkel,

info@mit-bodenseekreis.de,

www.mit-bodenseekreis.de

(Von links) E. Wissler, R. Dworak, P. Gotterbarm, Dr. H. Kräwinkel (MIT-Kreisvorsitzender Bodensee), V. Mayer-Lay (CDU-Kreisvorsitzender), C. Bangert

(MIT-Kreisvorsitzender Ravensburg), L. Riebsamen (MdB), B. Köpper, J. Aigner

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14


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Göppingen

Ministerin diskutiert über Mobilität der Zukunft

(Von links) Christoph Schmid, Franz Loogen, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Prof. Georg Roth, Nicole Razavi MdL, Prof. Stefan Reindl, Hans-Frieder Walz und

Georg Thomas

Eduard Freiheit und Christine Fuchs

Der Transformationsprozess unserer deutschen Automobilwirtschaft

stellt eine der größten Herausforderungen der Zukunft dar.

Was tun, damit die Automobilindustrie nicht ins Abseits gerät

und wir somit nicht Beschäftigung und Arbeitsplätze verlieren?

Zu einer Expertenrunde aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft

hat die Frauenunion mit der Kreisvorsitzenden Christine

Fuchs und die Mittelstandsvereinigung mit dem Kreisvorsitzenden

Eduard Freiheit ins Autohaus Schmid nach Geislingen

eingeladen. Auch der CDU-Bundestagsabgeordneter Hermann

Färber nahm an der Veranstaltung teil.

Nach den Grußworten des Hausherrn Christoph Schmid, Frau

Christine Fuchs und Herrn Eduard Freiheit forderte die Wirtschaftsministerin

Hoffmeister Kraut in ihrer Anfangsrede, dass

das Auto der Zukunft aus Baden-Württemberg kommen muss.

Wie sieht die Mobilität, wie sehen die Treibstoffe der Zukunft

aus? Darüber diskutierte dann Wirtschaftsministerin Nicole

15


Aus den Kreisen & Bezirken

Erwartungsvolle Gesichter im Publikum

Hoffmeister-Kraut (CDU) mit Experten unter der Moderation

von Prof. Braun mit der Expertengruppe und dem Publikum.

„Mir ist fast das iPad aus der Hand gefallen“, sagt indes der

Geislinger Hochschulprofessor für Automobilwirtschaft, Stefan

Reindl – und beschreibt damit seine Reaktion auf den

Autogipfel im Juni im Kanzleramt, bei dem keine Entscheidung

über eine neue Antriebstechnologie gefallen ist: Im Geislinger

Autohaus Schmid diskutiert auf Einladung der CDU eine Runde

Ihr kompetenter Partner für

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aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft des

Automobils.

Kaum einer der etwa 100 Besucher meldet sich bei der Frage,

wer bereits ein Elektroauto fährt oder plane, sich im kommenden

Jahr eines zu kaufen. Das Käuferverhalten müsse

sich allerdings ändern, wolle man die Klimaziele der Bundesregierung

einhalten, betont Reindl: 2030 dürften dann die

Hälfte der Neuzulassungen keine Autos mit herkömmlichen

Verbrennungsmotoren mehr sein, rechnet er vor.

Die Wirtschaftsministerin prophezeit „einen Strukturwandel,

wie wir ihn noch nie erlebt haben“. Den anzugehen, sei eines

der zentralen Themen ihrer Regierungszeit: „Es gilt, Beschäftigung

und Wertschöpfung in Baden-Württemberg zu

behalten“, sagt Hoffmeister-Kraut. Um das Ziel zu erreichen,

müsse man in den neuen Technologien führend sein. Die

Branche solle durch Innovationen überzeugen. Sie fordert

deshalb eine Senkung der Unternehmensteuer, damit die

Unternehmen mehr in Forschung investieren können. Zudem

will sie 100 Millionen Euro vom Bund, um in Baden-Württemberg

Brennstoffzellen zu entwickeln.

„Wir wollen, dass das Wasserstoffauto bei uns und nicht

in Münster gebaut wird“, sagt der Kreisvorsitzende der

Mittelstandsund Wirtschaftsvereinigung der CDU, Eduard

Freiheit. Er und Frau Hoffmeister-Kraut bedauern die Entscheidung

der Bundesregierung, dass Münster statt Ulm den

Zuschlag für eine Batterie-Forschungsfabrik erhalten hat:

„Wenn die nicht bei uns, sondern woanders gebaut werden

soll, regt uns das auf“, sagt Eduard Freiheit. Er plädiert für

Technologieoffenheit.

Das klinge zwar sympathisch, aber man könne nicht wie mit

der Gießkanne Forschungsgelder verteilen, wirft Professor

Reindl ein. Stattdessen müsse man Schwerpunkte setzen:

„Politik und Unternehmen haben den Fehler gemacht, sich

nicht zu entscheiden, welchen Antrieb sie haben wollen. Das

hat uns nun China mit dem batterieelektrischen Antrieb abgenommen.“

Wichtig sei ein klarer Fahrplan, der festlegt, ab

welchem Jahr es anstatt den herkömmlichen Antrieben nur

noch neue auf dem Markt geben dürfe.

16


Aus den Kreisen & Bezirken

„Die derzeitige Diskussion ist aufgeheizt und hysterisch“,

äußert sich die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU).

„Wenn wir nur batterieelektrisch denken, sägen wir den Ast

ab, auf dem wir sitzen.“ Razavi ist sich sicher: Es braucht Diesel

als Übergangstechnologie. Sie weist darauf hin, dass eine

zu schnelle Abkehr vom Verbrennungsmotor Arbeitsplätze

kosten kann. „Das Auto muss weiter ’Made in Baden-Württemberg’

oder zumindest aus Deutschland sein“, erklärt sie.

Hans-Frieder Walz von Daimler gibt zu, dass sein Unternehmen

bei der Brennstoffzelle den richtigen Zeitpunkt

Seit 75 Jahren

konstruieren und produzieren wir

Sonder-Spannzeuge. Die Qualität

der Produkte, die Leistungsfähigkeit

und Gründlichkeit der Mitarbeiter

haben das traditionsreiche Unternehmen

zu dem gemacht, was es heute ist:

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Eduard Freiheit überreicht Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL ein Gastgeschenk

mit Symbolcharakter

verpasst hat und womöglich nicht mutig genug gewesen ist,

Neues zu wagen. Walz sieht Handlungsbedarf: „Entweder wir

werden gewandelt oder wir gestalten den Wandel selbst.“

Autohaus-Besitzer Christoph Schmid beschwert sich: Er hat

den Eindruck, dass das Handwerk vor Ort bei der Politik auf

weniger Gehör stößt als große Automobilunternehmen. „Wir

vor Ort mussten den VW-Skandal ausbaden“, erzählt Schmid.

Dabei seien Betriebe wie seiner „Statthalter der modernen

Technologien auf dem Land“. Die Ministerin beteuert, ihr

seien Handel und Handwerk wichtig. So initiiere sie eine

Lernwerkstatt für die Kfz-Branche, in der der Umgang mit

neuen Technologien erlernt werden soll. Außerdem unterstütze

sie die Kfz-Branche durch eine Digitalisierungsprämie.

Die könnten Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern bekommen.

Schmid selbst hat 85 Angestellte.

Den Abschluss der Runde hat dann Symbolcharakter: Die

Ministerin bekam als Gastgeschenk ein Modellfahrzeug von

Eduard Freiheit überreicht, das mit einer Solaranlage Strom

produziert und mit einer Brennstoffzelle betrieben wird.

Christine Fuchs überreichte den Diskussionsteilnehmern

noch als Dankgeschenk die landestypischen, schwäbischen

Wibele aus der Region.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

Eduard Freiheit,

info@freiheit-consulting.de,

www.mit-gp.de

17


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Esslingen

MIT Kreisverband Esslingen

trifft sich zum traditionellen

Weißwurstfrühstück

Auf ein

Gespräch mit

Stefan Mappus

Bild : Fotostudio73/Michael Podewils

Die Mittelstandsvereinigung der CDU im

Kreis Esslingen (MIT) hat am ersten Juniwochenende

durch den stellvertretenden

Kreisvorsitzenden Franz Pfeffer zum

traditionellen Weißwurstfrühstück auf

dem Burrenhof in Erkenbrechtsweiler

eingeladen. Das war das 13. Weißwurstfrühstück

durch stellvertretenden Kreisvorsitzenden

Franz Pfeffer organisiert.

Zu den Gästen zählten neben Persönlichkeiten

aus Profisport und Politik unter

anderem auch der verstorbene ehemalige

Kultus-und Finanzminister Gerhard

Mayer-Vorfelder. In diesem Jahr war

der ehemalige Ministerpräsident Stefan

Mappus zu Gast. In einem sehr persönlichen

Gespräch erzählte der ehemalige

Ministerpräsident über seine Erlebnisse

und Erfahrungen als Ministerpräsident

mit Stuttgart21, dem schwarzen Freitag,

Mitglieder des Kreisverbands Esslingen mit Stefan Mappus

dem ENBW-Deal und dem Atomausstieg.

Besonders wurde die aktuelle Situation

der CDU diskutiert. Die meisten waren

sich einig, dass die CDU sich grundlegend

neu ausrichten muss und wieder auf die

Menschen zugehen muss.

Franz Pfeffer überreichte Herrn Mappus als

Gastgeschenk eine Kostprobe von schwäbischem

Whisky aus Owen. Es bleibt zu

hoffen, dass dies als initiale Zündung in den

CDU Kreisverband übergeht und eine politische

Neuausrichtung der CDU einkehrt und

Bild : Fotostudio73/Michael Podewils

Bild : Fotostudio73/Michael Podewils

(Von links) Erika Schlauch, Stefan Mappus und Franz Pfeffer

(Von links) Stefan Mappus und Franz Pfeffer

Einem politischen Neustart hat der ehemalige

Ministerpräsident eine Absage

erteilt, da er nie aus der Politik ausgestiegen

ist.

Gegen 14 Uhr endete das traditionelle

Weißwurstfrühstück mit Stefan Mappus.

die CDU wieder für breite Bevölkerungsschichten

die einzige Wahloption ist.

Holger Kappel,

holger.kappel@mit-esslingen.de,

www.mit-esslingen.de

18


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Alb-Donau/Ulm

Stellungnahme

Nur „die

Politik“ hat es

anscheinend

immer noch

nicht gemerkt.

Manfred Lehner

Nach der enttäuschenden Europawahl

fehlt uns mal wieder der Neustart –

wie so oft.

Wir bringen es wirklich fertig, auf

Bezirksmittelstandstagen über die

Grünen und ihre Klimaforderungen

zu schimpfen, dabei wissen wir doch

selbst, dass wir die gesteckten Klimaziele

verfehlen.

Wir sollten endlich die Augen aufmachen

und mutig in die Zukunft denken,

wenn möglich sogar gehen. Oder

sagen wir besser „fahren“?

VW hat kapiert, dass der Wechsel zu

Elektroantrieben unumgänglich ist,

auch wenn dies noch vor 2 Jahren

komplett anders kommuniziert wurde.

Dass Investitionen in die Batterie -Zellfertigung

im Heimatland getätigt werden

müssen, ist zwischenzeitlich für

VW klar. Schließlich deckt die Batterie

ca. 40 % der Wertschöpfungskette ab

und da steht die Zelle an erster Stelle.

Eine Firma CATL aus China investiert in

eine Zellfabrik in Deutschland mehr als

eine Milliarde Euro. Nur wir können am

teuren deutschen Standort angeblich

nicht produzieren??? Also gut, dann

lassen wir es uns von den Chinesen

zeigen.

Doch zurück zum Anfang. Wir als

Mittelstandsvereinigung täten wahrlich

gut daran, nicht vermeintlich

schützend die Hände über den Verbrennungsmotor

zu halten, sondern

nach links und rechts zu schauen, was

auf der Welt passiert. Baden-Württemberg

ist zwar in der Autobranche echt

stark, aber wenn man über den Tellerrand

schaut, muss man erkennen, dass

wir uns ganz schnell neu orientieren

müssen oder extrem verlieren.

Bei überzeugend vorgebrachten Aussagen,

dass E-Autos nur in der Stadt

funktionieren, aber mit einem E-Auto

nicht von Ulm nach Überlingen (128

km) gefahren werden kann, tut Fortbildung

in der MIT wirklich Not.

Renault und Tesla hatten im ersten

Halbjahr in Deutschland rund 40 %

Marktanteil und wir ziehen über die

Grünen und ihre Klimaschutzziele her.

Haben wir echt nicht mehr drauf?

Manfred Lehner,

info@mit-alb-donau-ulm.de,

www.mit-alb-donau-ulm.de

19


Aus den Kreisen & Bezirken

Der neue Kreisvorstand der MIT Mannheim

MIT Mannheim

Das wirtschaftspolitische Gewissen der CDU

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

wählt Kreisvorstand neu

Der diesjährige Kreismittelstandstag

der MIT Mannheim stand ganz im Zeichen

der Neuwahlen des Kreisvorstandes

und der Delegierten zum Bezirks- und

Landesmittelstandstag.

Die Zufriedenheit der MIT Mannheim mit

der Arbeit seines Kreisvorstandes drückte

sich vor allem auch in den Wahlergebnissen

aus: Der alte und neue Kreisvorsitzende der

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

der CDU Mannheim Alexander Fleck, der

auch das Amt des Mitgliederbeauftragten

übernahm, wurde mit einem hervorragenden

Ergebnis von 100% erneut zum

Kreisvorsitzenden gewählt.

Zuvor blickte der 41-jährige Rechtsanwalt,

der bei den Kommunalwahlen im Mai 2019

erstmals den Sprung in den Mannheimer

Gemeinderat geschafft hatte, auf die politische

Arbeit der letzten beiden Jahre zurück,

die vor allem durch zahlreiche Pressemitteilungen

zu aktuellen und drängenden

wirtschaftspolitischen Themen und Veranstaltungen

geprägt waren.

Den traditionellen Frühschoppen auf dem

Maimarkt hob Fleck als die Leuchtturmveranstaltung

der MIT Mannheim hervor, der

weit über Mannheim und die CDU-Familie

hinaus Strahlkraft in alle gesellschaftlichen

Ebenen der Kurpfalz besitzt. Es sei immer

wieder ein immenser Kraftakt, diese Veranstaltung

zu stemmen, aber der Erfolg

belohne jedes Jahr auf das Neue, so Fleck.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

konnte hier 2018 vor 1800 Teilnehmerinnen

und Teilnehmern begeistern. 2019 war

MIT-Bundesvorsitzender Dr. Carsten Linnemann

zu Gast und bot mit seinem viel geachteten

Beitrag „Zukunft von Mittelstand

und Handwerk - Sekt oder Selters?“ als

Top-Redner wertvolle Gedanken zu weiterführenden

Diskussionen.

Aber auch Firmenbesuche, wie z.B. im

Rechenzentrum der Fa. Vodafone, und

Betriebsbesichtigungen bei u.a. Kartoffel-Kuhn

standen auf dem Veranstaltungsprogramm.

Ebenso wie die gemeinsamen

Veranstaltungen mit der MIT Bergstraße

erfreuten sich unter anderem auch die Besichtigung

des Hockenheimrings, die Planwagenfahrt,

die Besichtigungen der neuen

Hauptfeuerwache und der traditionelle

Jahresabschluss im Bräukeller der Privatbrauerei

Eichbaum größter Beliebtheit.

Bei den weiteren Wahlen wurden als stellvertretende

Kreisvorsitzende Petra Wüste, Wilken

Mampel und Christian Stalf gewählt. In

ihren Ämtern bestätigt wurden der Pressesprecher

Wolfgang Wolf, Schatzmeister

Frank Loreth, Schriftführerin Karin Urbansky

und Internetbeauftragter Sven Steincamp.

Vervollständigt wird der Vorstand durch die

10 Beisitzer/innen Gerhard Abel, Manfred

Bock, Christoph Dyckerhoff, Gabriele Fleck,

Peter Graeff, Achim Marx, Hagen Müller,

Sabine Stanke, Wolfgang Wernet und Nikolas

Würfel.

„Als wirtschaftspolitisches Gewissen der

CDU kämpfen wir auch zukünftig für Mittelständler

und Gewerbetreibende in Mannheim

– sie sind das Rückgrat unserer erfolgreichen

Wirtschaft“, sagte der alte und neue

MIT-Kreisvorsitzende Alexander Fleck unmittelbar

nach seiner Wiederwahl. Er möchte

sich mit dem neuen Kreisvorstand auch

weiterhin für eine Entlastung des Mittelstands

einsetzen. „Ein wichtiger Schritt ist

der Einsatz für eine schnelle Digitalisierung

unseres Bundeslandes. Auch unsere

Straßen und Brücken sind in schlechtem

Zustand. Sie müssen konsequent saniert

werden, damit sich der Wirtschaftsstandort

Baden-Württemberg in nationalem und

internationalem Wettbewerb behaupten

kann“, so Fleck weiter. Insgesamt sieht er bei

vielen Punkten „Verbesserungsbedarf“ für

den Mittelstand in Mannheim.

Alexander Fleck,

alexander-fleck@t-online.de,

www.mit-mannheim.de

20


EINLADUNG ZUM BUNDESMITTELSTANDSTAG

WIR ALLE

SIND

WIRTSCHAFT

14. Bundesmittelstandstag am 27. und 28. September in Kassel

VORLÄUFIGE TAGESORDNUNG

ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN

TOP 11

Markt vs. Staat – wohin steuert die Wirtschaftspolitik?

Diskussion

FREITAG, 27. SEPTEMBER 2019

16:00 Uhr Beginn der Tagung

Jens Spahn MdB, Bundesminister für Gesundheit

TOP 1

TOP 2

Eröffnung und Begrüßung

Regularien

2.1 Wahl des Tagungspräsidiums

2.2 Beschlussfassung über die Tagesordnung

2.3 Bestätigung der Antragskommission

2.4 Wahl der Mandatsprüfungskommission

2.5 Wahl der Stimmzählkommission

2.6 Bestätigung der Antragsfrist

Dr. Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes

Gesamtmetall

moderiert von Michael Bröcker, Chefredakteur „Rheinische Post“

ca. 20:00 Uhr Einlassbeginn zur Abendveranstaltung

TOP 3

TOP 4

TOP 5

TOP 6

TOP 7

TOP 8

TOP 9

TOP 10

Berichte

3.1 Bericht des Bundesvorsitzenden

Dr. Carsten Linnemann MdB

3.2 Bericht des Bundesschatzmeisters

14. Hermann BUNDESMITTELSTANDSTAG

Hesse

3.3 Bericht der Rechnungsprüfer

EINLADUNG

Tobias Hagemeyer und Uwe Sellnow

3.4 Bericht des Hauptgeschäftsführers

Thorsten Alsleben

Bericht des PKM-Vorsitzenden

Christian Freiherr von Stetten MdB

TOP 8

Bericht der Mandatsprüfungskommission

27. UND 28. SEPTEMBER 2019

Aussprache zu den Berichten

Fortsetzung

TOP 9

KASSEL

Entlastung des Bundesvorstandes

Antragsberatungen

8.1 Anträge zur Änderung der Satzung

Wahl des Bundesvorstandes

9.1 Wahl des Bundesvorsitzenden

Rede

Annegret Kramp-Karrenbauer

Vorsitzende der CDU Deutschlands

und Bundesministerin der Verteidigung

20:30 Uhr „Hessischer Abend“

SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2019

9:00 Uhr Ökumenische Andacht

Pfarrer und Journalist Helmut Matthies

Vorstandsvorsitzender der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“

9:30 Uhr Fortsetzung der Tagung

Fortsetzung

TOP 12

TOP 13

Fortsetzung

TOP 8

Antragsberatungen

8.2 Leitantrag „WIR ALLE SIND WIRTSCHAFT“

Wahl des Bundesvorstandes

9.3 Wahl des Bundesschatzmeisters

9.4 Wahl des Mitgliederbeauftragten

(vorbehaltlich der Zustimmung der Satzungsänderung)

9.5 Wahl der 35 Beisitzer

Wahl der Rechnungsprüfer

Berufung von Ehrenmitgliedern

Nach §5 (2) der Satzung der MIT

Antragsberatungen

8.3 allgemeine Anträge und Sachanträge

Fortsetzung

TOP 9

Wahl des Bundesvorstandes

9.2 Wahl der 6 stellv. Bundesvorsitzenden

TOP 14

ca. 14:00 Uhr Tagungsende

Schlusswort des Bundesvorsitzenden

21


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Freiburg

MIT Volldampf in die Zukunft –

welche Gedanken unterscheiden Betriebsübernehmer

von start-ups?

Preisverleihungen, Zeitungsberichte, Politikerreden

kennen bei wirtschaftlichen

Themen oft nur ein Thema: start-ups.

Verdienen aber nicht auch Betriebe, die

bereits existieren, greifbare Arbeitsplätze

vorweisen und schon Steuern generiert

und abgeführt haben, die gleiche

Beachtung? Kevin Aubert kann ein Lied

davon singen. Er wird die Nachfolge im

elterlichen Gastronomiebetrieb in Freiburg

antreten und ist politisch bereits

aktiv. Nicht nur im Rahmen seiner Kandidatur

für den Gemeinderat, sondern

auch durch Beiträge in Social Media versucht

er, viele ideologisch eingefärbten

Beiträge mit dem Salz der Praxis, der

Verantwortung des (angehenden) Unternehmers

zu würzen. Obwohl er hierbei

nicht immer auf Zustimmung und Unterstützung

stößt, lässt er sich nicht beirren.

Für Aubert ist es ein Traum, ein persönliches

Anliegen, das, was der Vater in den

letzten 30 Jahren

Korrekturwünsche

aufgebaut hat, fortzusetzen.

Er sieht vielfältige Gestaltungs-

bitte hier notieren:

(Änderungen werden nur mit Stempel und Unterschrift durchgeführt)

und Entwicklungsmöglichkeiten, die sich

ihm vielleicht als Arbeitnehmer nicht so Kevin Aubert und sein „Grüner Baum“ in Freiburg

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eröffnen würden: keine starren Arbeitszeiten,

eine gewisse Freiheit, betriebliche

Dinge aktiv zu verändern und natürlich

hat er auch die Hoffnung, dass Fleiß und

Engagement sich auszahlen werden. Doch

bei aller Projektion auf die Zukunft hat er

bereits durch seine Tätigkeit im Betrieb

genügend Eindrücke, wie viele und welche

Faktoren sein unternehmerisches Handeln

beeinflussen oder gar bestimmen

werden. Der Nachfolger beklagt schon

heute, dass er sich in der Gesellschaft

oft mit einem Unternehmerbild konfrontiert

sieht, das weder dem betrieblichen

Alltag, noch der Person des Inhabers gerecht

wird. Unternehmertum wird nicht

mehr wert geschätzt (mit Ausnahme bei

politischen Sonntagsreden) und jeder

Betriebsinhaber ist bereits als Ausbeuter

22


Aus den Kreisen & Bezirken

Familienbetriebe leben MITeinander

gebrandmarkt. Während start-ups in der

Öffentlichkeit viel Unterstützung erfahren,

steht der Nachfolger gleich in der

Haftung. Ein langsames Hineinwachsen in

die verschiedenen Facetten ist oft schwer,

da die übernommenen Verantwortlichkeiten

und Verpflichtungen nicht langsam

wachsen, sondern sofort komplett

übergehen. Ob dies finanziell abbildbar

ist bzw. ob es am Schluss für einen gesicherten

Lebensabend reicht, weiß man

erst am Ende der Erwerbstätigkeit. Vielleicht

geißelt Aubert auch deshalb die

Erbschaftssteuer als “Strafsteuer“ für das

Engagement der Übergeber-Generation.

Er wünscht sich seitens der Politik

Arbeitszeitvereinbarungen, die der betrieblichen

Praxis und mittelständischen

Realität Rechnung tragen. Er will weder

Beerdigungen noch Hochzeiten zeitlich

limitieren müssen, denn „Gastfreundschaft“

ist menschlich und nicht

eine seelenlose Systemgastronomie.

Arbeitszeiten und Mindestlohn sollten

gemeinsam mit den wahlberechtigten

und mündigen Mitarbeitern vereinbart

werden können, nachhaltig, vertrauensvoll

und für beide Seiten verbindlich.

„Alle unsere Mitarbeiter können mit den

Füßen abstimmen, wenn sie sich bei uns

nicht wohl fühlen“, so Kevin Aubert. Er

hofft auch auf ein Miteinander und Zusammenarbeiten

mit Institutionen wie

Berufsgenossenschaft und Gewerbeaufsicht,

denn die Zielrichtung ist eine

gemeinsame. Hygienevorschriften,

Allergenverordnung usw. stellen ein

Qualitätssiegel dar, was aber durch bürokratische

Vorschriften oft zum Papiertiger

verkümmert. „Die vielen Hinweise

und Abkürzungen verunsichern die

Gäste eher, statt dass sie sie aufklären.

Was früher direkt im Gespräch geklärt

wurde, kann nicht durch Papier ersetzt

werden. Hier wurde ohne Not etwas reguliert,

was bei den Kunden kaum Bedeutung

hat“, so Aubert aufgrund seiner

bisherigen Erfahrungen. Schwierig, dem

Laien zu erklären, weshalb Cappuccino

7% Mehrwertsteuer hat (man unterstellt

hierbei einen Milchanteil von 75%, d.h.

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Mehrwertsteuersatz auf Grundnahrungsmittel

7%), der Kaffee an sich aber mit

19% Mehrwertsteuer belegt ist. Servicebetriebe

haben 19% Mehrwertsteuer,

Systemgastronomie und „to go“-Geschäfte

als direkter Mitbewerber nur 7%.

Bauordnungs- und Brandschutzvorschriften

usw. prasseln ebenfalls auf den

Mittelständler ein. Regional kommen

dann noch Gewerbesteuersätze, Bettensteuer

und Regelung der Sperrzeiten

(nur im Urlaub liebt man Gastronomie im

Freien) hinzu. Herausforderungen bezüglich

ungeklärter Fragen der Mobilität

(Kunden, Einkauf, Infrastruktur) gaben

für Kevin Aubert den Ausschlag, sich

auch politisch zu engagieren und bei

Lösungsansätzen aktiv einzubringen.

MIT seinem Werben für ein realistischeres

Unternehmerbild, politische Theorie

mit betrieblicher Praxis ins Gespräch

zu bringen und so eine generationsgerecht

Zukunft zu gestalten, die nicht in

Legislaturperioden denkt, war Kevin Aubert

auf der Suche nach Gleichgesinnten

und MIT-Streiter. Nicht als Zuhörer, sondern

als Sprachrohr, Unterstützer und

Interessensvertreter. Diese fand er in der

MIT Freiburg, daher: herzlich Willkommen,

Kevin Aubert, packen wir’s an.

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23


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Württemberg-Hohenzollern

Bezirksmittelstandstag

Die MIT Württemberg-Hohenzollern

MIT WüHo setzt Fokus auf Inhalte

Bei ihrem turnusgemäßen Bezirksmittelstandstag wählte die

Mittelstandsvereinigung der CDU im Bezirk Württemberg-Hohenzollern

ihren Vorstand neu und diskutierte aktuelle wirtschaftliche

und gesellschaftspolitische Themen. Die Mittelständler wollen in

Zukunft das inhaltliche und faktenorientierte Gegengewicht zur

aktuell grassierenden Klimapanik bilden.

Aus acht Landkreisen kamen die Delegierten der MIT WüHo

am Samstag, dem 13. Juli, in das Parkhotel St. Leonhard in

Überlingen am Bodensee. Bei den zuerst angesetzten Vorstandswahlen

wurde das aktuelle Team um den bisherigen

Bezirksvorsitzenden Bastian Atzger (Ravensburg) und seine

Stellvertreter Stefan Buhmann (Zollernalbkreis), Joachim

Fauser (Reutlingen) und Achim Rieger (Sigmaringen) im Amt

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24


Aus den Kreisen & Bezirken

bestätigt. Schatzmeister bleibt Andreas Hintz (Alb-Donau/

Ulm), Internetreferent Christopher Bangert (Ravensburg),

Pressesprecher Adolf Knoll (Sigmaringen) und neuer Schriftführer

ist Dr. Georg Bitter (Biberach).

Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Bodenseekreises, Lothar

Riebsamen, gratulierte den Gewählten und adressierte

in seinem Impulsvortrag zentrale politische Themen in Bund

und Land. In der darauffolgenden politischen Diskussion

zeigte sich die Basis der MIT höchst unzufrieden mit der aktuellen

Wirtschaftspolitik im Bund. Von dort käme für die

Wirtschaft, dabei vor allem für den Mittelstand, nur wenig

Brauchbares und keinerlei bürokratische Entlastung. Auch

ziele die Industriestrategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier

nur auf Rettung großer Unternehmen ab, nicht auf die

Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesamtwirtschaft,

so Teilnehmer der Veranstaltung.

Auch Bastian Atzger betonte in seinem Rechenschaftsbericht,

dass die Wirtschaft dabei sei, ihr Vertrauen in die CDU zu

verlieren und es bei Wettbewerbern zu suchen. Er forderte

von der Politik somit eine scharfe Kurskorrektur hin zu einer

mittelständischen Denkweise, die durch „das Stellen der richtigen

Fragen, bessere politische Angebote, höhere personelle

Kompetenz und eine glaubwürdigere Kommunikation als derzeit“

gekennzeichnet sein müsse. „Wenn jemand Zukunftsängste

abbauen kann, indem er Chancen schafft und Ökonomie

und Ökologie in einem vernünftigen Gleichgewicht

hält, dann doch wohl nur der Mittelstand. Auf Basis der sozialen

Marktwirtschaft packen wir die Zukunft doch schon

längst an, wo andere noch für sie mit selbstgemalten Schildern

auf die Straße gehen“, so Atzger weiter.

Die Delegierten verabschiedeten zudem Anträge für bessere

Bildungsinhalte, für eine konsequentere Mittelüberwachung

in der Europäischen Union, für Steuersenkungen und Bürokratieabbau

sowie für eine Stärkung des Meistertitels im

Handwerk. Der Bezirksvorstand wurde zudem aufgefordert,

die diskutierten Themen in einen Forderungskatalog aufzunehmen

und markant in die Partei sowie nach außen zu

vertreten.

Bastian Atzger,

bastian.atzger@mit-wueho.de,

MIT Sigmaringen

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D a l b e r g s t r a ß e 3 0 – 3 4

6 8 1 5 9 M a n n h e i m

w w w . s a x – k l e e . d e

Bastian Atzger dankt Lothar Riebsamen MdB für sein Grußwort

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Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Baden-Baden/Rastatt

Nicht mit

Ideologie

Mobilität

vorschreiben

Für Albert Albers, Professor und Sprecher

des Instituts für Produktentwicklung am

Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT,

ist Mobilität keine ideologische Frage. Um

zu ergründen, wie sich individuelle Mobilität

in Zukunft entwickeln wird, konnte die

Mittelstandsvereinigung Baden-Baden/

Rastatt den prominenten Wissenschaftler für

eine Diskussionsveranstaltung in das Gasthaus

Auerhahn in Geroldsau Baden-Baden

gewinnen. Über 50 Gäste folgten der

Einladung.

Der Universitätsprofessor, der sich in Forschung

und Lehre mit Produktentwicklungsmethoden,

Innovationsmanagement und

modernen Antriebssystemen beschäftigt,

beschreibt Mobilität als „Grundbedürfnis

Gesucht!!!

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der Menschen“. Im Blick auf den Klimawandel

kann nur ein Gesamtkonzept mit

globalem Anspruch Erfolg versprechen. Eine

besondere Verantwortung sieht Albert Albers

bei China. Während Deutschland für

zwei Prozent des weltweiten CO2 Ausstoß

verantwortlich ist, verantworte China rund

30 Prozent. „Tendenz stark steigend“, so Albers.

Die großen Herausforderungen für die

Zukunft sieht der Experte in vier Bereichen:

Globalisierung, Urbanisierung, Digitalisierung

und Individualisierung. Eine besonders

große Herausforderung ist dabei im weltweiten

Bevölkerungswachstum zu sehen.

Das Elektroauto ist nach Auffassung des

Experten kein Allheilmittel. Prognosen zufolge

hätten im Jahr 2050 noch mehr als

die Hälfte der Fahrzeuge weltweit einen

Verbrennungsmotor. Auch sei das autonome

Fahren kein Ziel, das schnell zu erreichen

wäre. Zudem seien die technischen

Voraussetzungen für die Elektromobilität

noch nicht gegeben. „Je größer die Batterie,

desto schlechter die CO2-Bilanz. Für

die Ballungsräume brauchen wir deshalb

kleine Batterien. Für schwere LKW wird es

andere Lösungen geben müssen. Ab 2019

wird die erste Flotte von tausend Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen

auf Schweizer

Straßen rollen. Wasserstoff wird in diesem

Segment die Lösung sein. Die Brennstoffzelle

hat Zukunft. Sie ist CO2 neutral.

Wasserstoff kann mit regenerativer Energie

erzeugt werden – beispielsweise in Afrika

über Solarzellen. Ein weltweiter Transport

könnte dann per Schiff geschehen“, so Albers.

Es sei Aufgabe der Politik, so Albers,

Rahmenbedingungen für die Forschung

festzulegen.

Abschließend warnte der Wissenschaftler

vor Panikmache. „Ein Euro 6 Diesel ist so

sauber, dass man in Stuttgart vorne mehr

Feinstaub einzieht, als hinten rauskommt“,

so Albers.

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26


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Esslingen

MIT am Jahresausflug

auf den Spuren von Friedrich Schiller

Der Landesvorsitzende Oliver Zander mit der Kreisvorsitzenden Erika Schlauch während der Führung im

Schiller-Museum

Pünktlich um 11 Uhr ging es auf der „MS

Wilhelma“ von der Neckar Käpt’n Flotte

los auf den Jahresausflug der MIT Kreisverband

Esslingen. Mit 13 Personen bei

Kaiserwetter und tollen Gesprächen ging

es dann auf die 3 stündige Fahrt los. Unter

den Teilnehmern befanden sich, zur Freude

aller, neben den Mitgliedern aus dem

Kreisverband der Landesvorsitzende Oliver

Zander und der Bezirksvorsitzende

Ulrich Bauer mit den Ehefrauen.

Als um 14 Uhr die „MS Wilhelma“ nach 3

Schleusungen in Marbach angelegt hatte,

ging dann der kulturelle Teil des Ausflugs

mit dem Besuch des Schiller-Museums

weiter. In der 90-minütigen Führung

wurden die Teilnehmer in das Leben und

Wirken von Friedrich Schiller in Marbach

mitgenommen.

Glücklicherweise hat keiner der Teilnehmer

wie die Queen in den 60er Jahren

die knifflige Frage gestellt, „Where are

the horses?“, somit konnte es dann mit

der Stadtführung weitergehen. Marbach

mit knapp 16.000 Einwohnern liegt 30

Meter über dem Neckar und hat neben

Friedrich Schiller einiges zu bieten.

Weinbau und eine 1300-jährige Stadtgeschichte

gehört ebenso dazu.

Nachdem sich alle im Anschluss im Restaurant

Glock gestärkt hatten, ging es

dann nicht mehr mit dem Schiff, sondern

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Aus den Kreisen & Bezirken

Gute Stimmung auf der Schiffsfahrt

mit dem VVS wieder zurück nach Hause.

Von allen Teilnehmern ein ganz herzliches

Dankeschön an die Organisatorin,

die Kreisvorsitzende Erika Schlauch, für

diesen großartigen und abwechslungsreichen

Tag.

Holger Kappel,

holger.kappel@mit-esslingen.de,

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28


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Zollernalb

Wirtschaft

und Gesellschaft

im

Wandel …

Gemeinsamer Sommerempfang von

MIT und Junger Union

Knapp 40 Gäste konnten die Kreisvorsitzenden

der Mittelstandsvereinigung

(MIT) Stefan Buhmann und

der Jungen Union (JU) Sebastian Mänder

bei ihrem gemeinsamen Sommerempfang

in der Traufganghütte in Albstadt

begrüßen.

In ihrer Begrüßung gingen die beiden

Kreisvorsitzenden auf eine Vielfalt

von aktuellen Themen kurz ein. Stefan

Buhmann betonte, dass die aktuellen

Diskussionen um Klimaschutz von manchem

nur zur Umsetzung der eigenen

Agenda genutzt würden und Verbote

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL plädiert für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten

eben keine Nachhaltigkeit bedeuten

würden und man dadurch Akzeptanz

für Maßnahmen bei diesem wichtigen

Thema eher verspielt als erreichen

könne. Er plädierte für intelligente Lösungen,

Technologieoffenheit und vor

allem internationale Bemühungen, um

Klimaschutz als das zu begreifen, was es

ist: eine globale Aufgabe, die Teamplay

erfordere und keine kurzfristigen nationalen

Alleingänge. Sebastian Mänder ergänzte,

dass die regionale Entwicklung

des Zollernalbkreis stärker in den Fokus

gerückt werden müsse und Themen wie

die Regionalbahn und Digitalisierung

entschieden angegangen werden müssten,

um die viel zitierten gleichwertigen

Lebensverhältnisse zu erreichen.

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Aus den Kreisen & Bezirken

Als Hauptrednerin sprach die CDU Kreisvorsitzende

und Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit und Wohnungsbau Dr. Nicole

Hoffmeister-Kraut MdL und gab den

anwesenden Gästen einen Überblick über

viele aktuelle Themen. Von chinesischer

Wirtschaftspolitik mit der Schaffung

der neuen Seidenstraße über die Auswirkungen

des Brexits bis hin zu einem

leidenschaftlichen Plädoyer für eine

Flexibilisierung von Arbeitszeiten an die

Gegebenheiten einer Wirtschaft, die sich

deutlich gewandelt hat. Sie traf hierbei

den Nerv vieler der anwesenden Gäste.

Auch aktuelle Themen wie die Debatte

um Klimaschutz wurden angesprochen

und hier wurde von ihr klargestellt, dass

nur das Miteinander von Ökologie, Ökonomie

und sozialen Aspekten eine wirkliche

nachhaltige und gesellschaftlich

akzeptierte Lösung auf Dauer sein könne

und gerade für Baden Württemberg hier

auch eine Chance liege, die Industrien

der Zukunft zu etablieren.

In ihrem Schlusswort waren sich die beiden

Vorsitzenden dann einig, dass dies

ein guter Auftakt war und man die Veranstaltung

gerne in den nächsten Jahren

wiederholen möchte, um das gute Miteinander

und die Zusammenarbeit weiter

zu pflegen: Auch bedankten sie sich bei

Dr. Nicole Hoffmeister- Kraut für den sehr

guten Vortrag und anschließend ließ man

gemeinsam den Abend bei gutem Essen

und netten Gesprächen ausklingen.

Geselliger Ausklang einer gelungenen Auftaktveranstaltung

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Aus den Kreisen & Bezirken

Die MIT Neckar-Odenwald zu Besuch auf dem Heimentaler Biohof

MIT Neckar-Odenwald

Besuch auf dem Bio-Bauernhof

Auf dem Wochenmarkt in Mosbach fiel

Mitgliedern der CDU der Stand des Heimentaler

Biohofs auf. Auf Einladung der

MIT-Kreisvorsitzenden Ariane Spitzer überzeugten

sich Mitglieder der Mittelstandsvereinigung

der CDU des Neckar-Odenwald-Kreises

(MIT) und Mitglieder der

Mosbacher CDU vor Ort von der Erzeugung

regionaler Fleisch- und Wurstwaren.

Denn, so die Vorsitzende, auch ein

Landwirtschaftsbetrieb ist ein mittelständisches

Unternehmen.

Auf dem Biohof leben rund 700 Schweine,

„60 Mamas, 2 Eber und viele Kinder“,

so Simon Kunzmann, Landwirtschaftsmeister

und Inhaber des Heimentaler

Biohofs in Schefflenz. Gefüttert werden

die Tiere mit frischem Klee und Schrot aus

biologisch angebautem Getreide. Spritzmittel

oder chemische Behandlung sind

für Kunzmann tabu. Gedüngt wird nur

mit betriebseigenem organischem Dünger.

Für die weitgehend automatische

Fütterung werden täglich rund zwei Tonnen

Futtergetreide benötigt. Auch werden

die Tiere regelmäßig ausreichend mit

frischem Trinkwasser versorgt. Die Tiere

leben auf Stroh, sie haben einen Stall,

einen überdachten und einen völlig offenen

Auslauf, wo sie sich der Witterung

aussetzen können. „Die Tiere fühlen sich

da sauwohl“, meinte einer der Besucher.

Nach einem Rundgang durch den Betrieb

genossen die Besucher ein kühles

Getränk und frische Wurstwaren. Auch

bei der Fleisch- und Wurstherstellung

setzt der Biobauer auf Nachhaltigkeit

und verzichtet auf verschiedene Zusätze

wie etwa Pökelsalz. Seine Waren, die von

Bioland zertifiziert sind, verkauft er auf

Wochenmärkten und auf seinem Biohof.

Simon Kunzmann

Dr. Alexander Ganter,

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Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Südbaden

Engagement kennt keine Landesgrenzen

Auf ein Kölsch

bei Peter

Ibbeken

Es spricht für den Zusammenhalt der

MIT-Familie, wenn der Kontakt und der

gegenseitige Austausch auch räumliche

Distanzen, ja sogar Grenzen von Bundesländern,

überwinden kann. Der ehemalige

Landesvorsitzende Peter Ibbeken

hatte gerufen und viele Südbadener sind

dieser Einladung ins schöne Rheinland

gefolgt. Es zeigt sich, dass aus den Augen

nicht zwangsläufig aus dem Sinn bedeuten

muss.

Die MIT-Baden-Württemberg hat Peter

Ibbeken nicht nur viel zu verdanken,

sondern weiß auch noch Jahre später um

den Wert und den Einsatz seines Engagements.

Er war der Mann, der allen inneren

und äußeren Widerständen zum Trotz

an der Vision eines eigenen Mitgliedermagazins

nicht nur fest hielt, sondern

diese auch mit Leben erfüllte. Das „Wirtschaftsforum

ist mittlerweile nicht nur

eine etablierte, monatlich erscheinende

Mitgliederzeitschrift, sondern bundesweit

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Aus den Kreisen & Bezirken

keit, zunächst von vielen belächelt, blieb

Peter Ibbeken ruhig und ausdauernd am

Ball. Die Wehen der Geburt waren bald

vergessen, denn das Magazin stieß auch

bei Inserenten mehr und mehr auf Interesse.

Nicht jeder wusste das Potential

zu entwickeln und zu nutzen, aber spätestens

unter dem Landesvorsitzenden

Daniel Hackenjos musste jeder neidlos

anerkennen, dass aus der Vision von

Peter Ibbeken unternehmerischer Erfolg

wurde.

Nicht Selbstdarstellung und inflationäre

Posts, sondern Inhalt und Herzblut sind

Garanten für eine kontinuierliche mittelständische

Interessensvertretung und

mediale Wahrnehmung, auch oder besonders

in der Politik.

Als ehemaliger Kapitän der Gorch Fock

(ja, dieses Schiff war vor den aktuellen

Schlagzeilen auch mal seetüchtig)

wusste Peter Ibbeken routiniert auch

die temperamentvollste Sitzung wieder

in ruhigere Gewässer zu lenken. Wo die

Schiffsglocke nicht griff, half der Humor

dem „Hafenmeister“ vom Bodensee. Die

Verbundenheit zum närrischen Treiben

und Lebensfreude ist fester Bestandteil

seines Lebens und findet nun auch

(wieder) im rheinischen Karneval seine

Fortsetzung. Ein Kapitän ist nicht nur in

ruhiger See in Verantwortung für seine

Mannschaft, sondern zeichnet sich gerade

in schwerem und stürmischem Seegang

durch gelebte Fürsorge aus. Nicht

nur den Anliegen von kleinen und mittleren

Betrieben Gehör zu verschaffen und

politische Wertschätzung erlebbar zu

machen, zeichnete Peter Ibbeken aus. Er

war auch unzählige Stunden, ohne dafür

Anerkennung oder Auszeichnungen zu

(Von links) Brigitta Luhr, Peter Ibbeken, Ruth Baumann

erwarten, bei den Rotariern und der Tafel

engagiert. Dieser große Einsatz der sehr

knappen Ressource Freizeit war auch nur

deshalb möglich, weil es eigentlich Peter

Ibbeken nie als Solist, sondern oft nur als

Teil eines Duettes gab: ohne Renate ging

und geht nichts. Anpacken statt darüber

zu reden, hierin waren und sind sich Ibbekens

einig. Das macht sie beide nicht nur

im Umgang miteinander stark, sondern

führt jedem einzelnen vor Augen, was

gelebtes Ehrenamt bedeutet und vermag.

Es war schön, auf ein Kölsch bei Familie

Ibbeken im Rheinland zu sein… und um

bei der Wahrheit zu bleiben: bei dem

einen Kölsch blieb es auch nicht…, dafür

war der Abend zu lang und die Stimmung

zu gut.

Wir sagen unserem ehemaligen Landesvorsitzenden

einfach DANKE. Für sein

Engagement als „Landesvater“, für seinen

Einsatz als stellvertretender Bundesvorsitzender,

für die schönen Begegnungen

und interessanten Gespräche. Egal, ob in

Baden oder wo auch immer.

Der Herzschlag des Mittelstandes ist

überall hörbar… die MIT-Kuckucksuhr

vermittelt nun im Rheinland den Eindruck,

dass er in Südbaden recht laut

schlägt.

Alles Gute zum Geburtstag und ein Vergelt’s

Gott für den Mut und die Vision.

Solange die badische Flagge im Garten

weht und der Familienverbund steht,

wird dem Kapitän keine noch so stürmische

See etwas anhaben können.

Ruth Baumann,

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33


Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Nordbaden

Mittelstandsvereinigung will Steuern für

Gastronomie senken

Die CDU Mittelstandsvereinigung

wählte in Baden-Baden einen neuen

Bezirksvorstand

Baden-Baden (js). Die Umsatzsteuer

soll im Gastronomiebereich generell

auf sieben Prozent gesenkt werden.

Das fordert die Mittelstands- und

Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordbaden

(MIT), die auf ihrem Bezirksmittelstandstag

einen entsprechenden

Antrag einstimmig beschlossen hat.

Die Forderung soll nun auf Bundesebene

und über die CDU weiterverfolgt

werden.

Gleiche Steuern für Essen zur Zukunftssicherung

unserer Familienbetriebe

und Restaurants

Auf Antrag der MIT Baden-Baden beschloss

der Bezirksmittelstandstag die

„steuerliche Gleichbehandlung mit

einem reduzierten Mehrwertsteuersatz

von sieben Prozent von Essen unabhängig

von seiner Zubereitung und

unabhängig vom Verzehrort“.

„Die Gastronomie steht mit ihrem vollen

Steuersatz in einem knallharten

Wettbewerb mit dem Lebensmitteleinzelhandel,

der sein verzehrfertiges

Essensangebot deutlich ausgeweitet

hat. Essen zum Mitnehmen wird mit 7

% Mehrwertsteuer besteuert, Speisen

in einem Restaurant mit 19% Mehrwertsteuer“,

begründete Anemone

Bippes den Antrag ihres Kreisverbandes

Baden-Baden.

Die nordbadischen Mittelständler fordern

darüber hinaus zur Entlastung

des Mittelstandes das sofortige Auslaufen

des Solidaritätszuschlages.

Dies bekräftigte der Bezirksvorsitzende

Rolf Buttkus in seinem

Rechenschaftsbericht.

„Die MIT wird auch künftig die deutlich

hörbare Stimme der mittelständischen

Wirtschaft und der Bürger in Nordbaden

sein. Wir werden die Interessen

des Mittelstandes gegenüber der Politik

im Land mit Nachdruck vertreten“,

erklärte Buttkus.

Mit der Unterstützung des MIT-Landesvorsitzenden

Oliver Zander kann er

dabei rechnen. Dieser machte in seinem

Grußwort deutlich, dass er die

Themen des Mittelstandes auch gegenüber

dem CDU-Landesverband und der

Landesregierung mit Nachdruck vertreten

werde.

Der nordbadische CDU-Bezirksvorsitzende

und Landwirtschaftsminister

Peter Hauk machten deutlich, dass

künftig auch die Themen der Wirtschaft

und der bürgerlichen Mitte

mehr Berücksichtigung finden müssen.

„Einen inhaltsleeren Wahlkampf wie

bei der Europawahl darf es nicht mehr

geben“, erklärte Hauk.

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin

Schütz erläuterte die Anstrengungen

des Landes bei Breitbandausbau und

Digitalisierung. Dafür wird rund eine

Milliarde Euro in dieser Legislaturperiode

bereitgestellt. „Auch für

mittelständische Unternehmen stehen

Förderprogramme zur Verfügung“, erklärte

Schütz. Für Baden-Badens Oberbürgermeisterin

Margret Mergen ist

die innerstädtische Mobilität eines

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Aus den Kreisen & Bezirken

Die MIT Nordbaden

der wichtigsten Themen der Stadtentwicklung.

Planung und Bau moderner

Stadtteile erforderten Finanzmittel,

die aber mit einer gesunden Gewerbestruktur

in der Stadt erwirtschaftet

werden müssten.

Bezirksvorstand geht mit wenigen

Veränderungen in die neue Amtszeit

Neben den inhaltlichen Diskussionen

und Antragsberatungen standen die

Neuwahlen des Bezirksvorstandes auf

dem Programm. Die Führungsspitze

mit dem Bezirksvorsitzenden Rolf

Buttkus und seinen Stellvertretern Alexander

Fleck, Inka Sarnow und Markus

Schindele wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Auch Schriftführer Dirk Walter

und Pressereferent Jürgen Scheurer

wurden überzeugend wiedergewählt.

Auf Otto Hemberger folgt als Schatzmeister

Frank Loreth. Thilo Müller

übergab das Amt des Internetbeauftragten

an Björn-Alexander Pahls.

Komplettiert wird der Bezirksvorstand

der Mittelständler von 15 Beisitzern.

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Aus den Kreisen & Bezirken

MIT Karlsruhe-Stadt

Harmonische

Wahlen und

harte Worte

(Von links) Markus Schindele, Dr. Anemone Bippes, Oliver Zander, Rolf Buttkus

Der Mittelstandstag der MIT-Nordbaden

im Kloster Lichtenthal

Am 13. Juli traf sich schon fast traditionell

die MIT-Nordbaden zu ihrem Mittelstandstag

mit Neuwahlen im Kloster Lich tenthal.

Das Kloster Lichtenthal, eine seit dem 13.

Jahrhundert ununterbrochen bestehende

Cistercienserinnenabtei. Nicht nur von

ihren christlichen Werten ist diese „arbeitende“

Abtei mit uns als Christdemokraten

verbunden, sondern das Kloster Lichtenthal

ist seit Jahrhunderten ein sich ständig

neu erfindender mittelständischer Betrieb,

freilich einer der ganz besonderen Art.

Vor gut sechzig Delegierten und Gästen

konnte der Bezirksvorsitzende Rolf Buttkus

eine positive Bilanz der letzten beiden

Jahre ziehen. Es ist gelungen, den Bezirksverband

zu beruhigen, was zu Beginn einige

Kämpfe und Anstrengungen sowohl auf

der Bezirks- wie Landesebene erfordert

hatte. Erfolgreich verläuft die Arbeit mit

Veranstaltungen und Aktionen. Dabei gilt

es sowohl innerparteilich als auch bezüglich

der Gesetzgebung wie der Regierungspolitik,

die Anliegen des Mittelstands zu

fördern, für ihn zu werben und manchmal

überhaupt erst mittelständische Anliegen

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Aus den Kreisen & Bezirken

zu Gehör zu bringen. Fast immer geht es

dabei um die kleinen, oft unspektakulären

Schritte, um das Bohren dicker Bretter.

Zum Problem wird zusehends, so Buttkus,

dass man inzwischen gegen einen Zeitgeist

steht, der eher ans Verteilen als ans Erwirtschaften

denkt. Obendrauf wird die Arbeit

für den Mittelstand durch Skandale wie den

Dieselskandal erschwert, bei dem es oft

internationale Konzerne sind, die die negativen

Schlagzeilen im Fließband produzieren.

Ähnlich die Lage beim Thema Steuern,

die für die Unternehmen in Deutschland zu

hoch sind, aber die gerade von manchen

Konzernen durch geschickte Steuervermeidung

umgangen werden können.

Obwohl die Herausforderungen nicht weniger

werden, ruft Rolf Buttkus dazu auf,

dran zu bleiben. Die Arbeit geht der MIT

nicht aus, aber sie lohnt sich!

Oberbürgermeisterin von Baden-Baden Margret

Mergen

Peter Hauk MdL

Auch der Tagungspräsident und

MIT-Landesvorsitzende Oliver Zander, keiner,

der laut wird oder draufschlägt, fand

mit Blick auf den vergangenen Wahlkampf

klare Worte. Man hat inzwischen in unserer

Partei jene kennengelernt, die nur vor den

Wahlen oder bei den Spendenkampagnen

die Anliegen der MIT verbal unterstützten.

Glücklicherweise gibt es die anderen,

die die Ziele der MIT von Herzen unterstützen

und auch versuchen, sie in der

Politik durchzusetzen. Sie wissen, dass das

Geld erst einmal verdient werden muss,

bevor es verteilt werden kann. Wenn die

Union die Interessen des Mittelstands

und auch der Mittelschicht nicht offensiv

vertritt, wenn sie weiter Veränderungen

und Entwicklungen wie Social Media

(Stichwort: Rezo) verschläft und über die

Köpfe ihrer Kernanhängerschaft, jener,

Oliver Zander

die schaffen und nicht gleich nach dem

Staat rufen, hinweggeht, dann werden

die Wahlergebnisse noch schlechter und

unser Einfluss auf die Gestaltung der Zukunft

unseres Landes wird weiter sinken.

Deshalb zuhören und handeln. Dann kann

man auch wieder bei verlorenen Wählern

und Gruppen punkten. Denn im Kern geht

es darum, für seine politischen Positionen

offen zu werben und die Menschen von

der Richtigkeit der eigenen Positionen

zu überzeugen. Eine aktivere Mitgliederwerbung

hilft dabei.

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Elisabeth

sprach das erste Grußwort. Sie

verweist darauf, dass wir in Baden-Württemberg

zwar gut da stehen, aber die Probleme

am Horizont zu erkennen sind. Zwei

Punkte hebt sie hervor: Zum einen die

Verbesserung der digitalen Infrastruktur,

die inzwischen zwar voran kommt, aber

eben noch nicht schnell genug. Das zweite

Thema ist der Fachkräftemangel. Es fehlen

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Aus den Kreisen & Bezirken

Vorsitzender:

Stell. Vorsitzende:

Schatzmeister:

Pressesprecher:

Internetbeauftrager:

Schriftführer:

Beisitzer:

Der Vorstand des Bezirkes Nordbaden

sondern gut ein Drittel der Jobs wird sich

in den nächsten Jahren verändern oder sie

werden verschwinden, dafür aber neue

entstehen, womit man wieder bei der

Digitalisierung ist. Es muss in der Schule,

in der Ausbildung und gerade auch

im Berufsalltag ständig weiter daran gearbeitet

werden. Lebenslanges Lernen

ist nur eines der Stichwörter. Insgesamt

geschieht hier viel, da - und in anderen

Politikfeldern - punkten die CDU-Minister,

aber verkaufen könnte es die Union

als Ganzes im Ländle besser.

Ähnlich sind die Mahnungen des Landwirtschaftsminister

und CDU-Bezirksvorsitzenden

Peter Hauk. Deutlich fordert er

dazu auf, die Interessen des Mittelstands

und der Mittelschicht zum Beispiel bei

der Steuerpolitik wieder durchzusetzen.

Das scheint die CDU gerade wieder zu erkennen.

Ansonsten dankte auch er für die

geleistete Arbeit und fordert dazu auf,

die jüngsten Wahlergebnissen zum Anlass

einer echten Debatte und einer Rückbesinnung

auf die eigenen Werte zu nehmen.

Weder das bloße Nachahmen grüner

Positionen noch die Selbsttäuschung, es

handele sich um einen „Ausrutscher“, wird

dem Ernst der Lage der CDU gerecht.

Auch die Oberbürgermeisterin von Baden-Baden,

Margret Mergen, ging – nach

dem verdienten Lob für ihre Stadt Baden-Baden

– auf das Wahlergebnis ein.

Sie erlebt jetzt schon, dass selbst Liberale

oder bürgerliche Wählergruppen sich

plötzlich Überbietungswettbewerbe mit

Grünen und anderen linken Gruppen liefern.

So als gäbe es keine anderen Themen

wie bezahlbare Wohnungen, Wirtschaftskraft,

Infrastruktur und Schulen,

Integration und nicht zuletzt nachhaltige

Finanzen. Offenbar glauben zu viele im

Rat, man könne sich alles leisten, obwohl

die Konjunktur und mit ihr die Steuereinnahmen

einzubrechen droht. Lediglich

die CDU-Fraktion versucht hier noch

gegenzusteuern.

Schon die Grußworte und Berichte zeigten

den Delegierten, dass für die MIT die

Arbeit nicht ausgehen wird. Im Gegenteil.

So war bei der Aussprache zu den Berichten

neben dem Dank für die geleistete

Arbeit der Vorstände von Bezirk und Land

auch die Warnung zu hören, sich mit Ergebnissen

unter 30% nicht zufrieden zu

geben oder gar - wie letztlich bei der

Europawahl in der Berliner Zentrale - krachende

Niederlagen zu Erfolgen schönredet,

obwohl draußen im Lande außerhalb

der Politikzentralen die Menschen,

ob Mittelständler oder Mittelschicht, der

Union den Rücken kehren, als Wähler wie

als Mitglieder. Eine Wortmeldung, die auf

viel Applaus stößt. Wie zuvor Katrin Schütz

mahnt auch Minister Peter Hauk an, die Interessen

des Mittelstands und der Mittelschicht

zum Beispiel bei der Steuerpolitik

wieder durchzusetzen, was ebenfalls auf

einhellige Zustimmung stieß. Hier will

man aber Erfolge sehen, so zum Beispiel

bei einer vollkommenen Abschaffung des

Solis als erster Schritt. Gut möglich, dass

manche in der CDU-Führung die Grundsätze

der Sozialen Marktwirtschaft im

Sinne Ludwig Erhardts gerade wiederentdecken.

Wir als MIT werden hier den

Druck aufrechterhalten - auch in der CDU.

Neben den Wahlen, in denen die wieder

kandidierenden Mitglieder des Präsidiums

mit hohen Stimmergebnissen

Rolf Buttkus

Alexander Fleck

Inka Sarnow

Markus Schindele

Frank Loreth

Jürgen Scheuer

Björn Pahls

Dirk Walter

Baitinger, Thomas

Bippes Dr., Anemone

Brunner, Simone-Maria

Decker, Frederik

Eiswirth, Johannes

Kalus, Jan Peter

Knopf, Karl

Kober, Klaus

Kristmann, Richard

Müller, Tilo

Mußgnug, Renate

Röhm-Frenzel, Rosemarie

Schwanitz, Jutta

Seith, Emil

Urbansky, Karin

wiedergewählt wurden (dazu und zu den

weiteren Ergebnissen vergleiche die beistehende

Tabelle), standen Ehrungen

durch den Bezirksvorsitzenden Rolf Buttkus

an. So wurden die ausscheidenden

Mitglieder des Vorstands geehrt, wie Otto

Hemberger, der über Jahrzehnte bis ins

hohe Alter für die MIT aktiv war, zuletzt

als Schatzmeister des Bezirks. Der Ehrenvorsitzende

der MIT-Karlsruhe/Stadt. Dr.

Klaus Heilgeist, erhielt die Silberne Ehrennadel

für mehr als vierzig Jahre politische

Tätigkeit im Sinne der MIT als Kreisvorsitzender,

im Stadtrat Karlsruhes und an

führenden Positionen auf regionaler und

Bundesebene bei den Selbstständigen

und insbesondere den Steuerberatern.

Johannes Krug,

johanneskrug@web.de,

www.mit-karlsruhe.de

38


Aus den Kreisen & Bezirken

Selbstmord der CDU

Politik der stabilen Überheblichkeit

Der Absturz der CDU von aus der Höhe

einer Volkspartei zu den Niederungen um

die 10% hat schon längst begonnen. Nach

der letzten Europawahl ist dies auch in der

letzten Abgeordnetenreihe angekommen.

Doch wer nun glaubt, dass mit eingehenden

Analysen des Wahldebakels zur Restrukturierung

des Parteiapparates in sinnvoller

Weise begonnen wird, der irrt sich.

In persönlichen Gesprächen mit Mandatsträgern

aus Bezirk, Land und Bund wurde

mir mitgeteilt, dass das Ergebnis ein „reines

Desaster“ sei. Verantwortlich seien

die „Diskussionen um Fridays for future“

und das „Rezo-Video“ sowie der „Sparwahlkampf

der Bundes-CDU“, die „Urheberrechtsform“

und ein „schwaches

Spitzenpersonal“ im Bund und in Europa

(Anmerkung, ich habe dieses Protokoll vorliegen).

Hinzu kommt noch der Abschiedsbrief

vom CDU Landesvorsitzenden Thomas

Strobel vom 29.05.2019, in welchem

er feststellt, dass „Um erfolgreich zu sein,

müssen wir auf dem Weg zur Landtagswahl

2021 als geschlossene Formation

auftreten. Mit großer Leidenschaft, ganzer

Kraft und heißem Herzen“.....usw.

Das kann man wirklich nicht mehr hören.

Wer in solch einer Art und Weise eine

Niederlage kommentiert, leitet den Selbstmord

ein und muss sofort von allen politischen

Ämtern zurücktreten, um nicht

noch weiteren Schaden zu verursachen. In

jedem Unternehmen würde man den Geschäftsführer,

der ein solches Statement bei

Kundenverlust abgibt, fristlos feuern - und

das zurecht- wie ich meine.

In Gesprächen mit Jugendlichen der Generation

Z wurde mir auf die Frage: Was

haltet ihr von unserer Politik und von der

CDU? in Stichworten zusammengefasst

Folgendes geantwortet:

• keine Endlosdebatten über Personalien

wie Merkel - Seehofer und auch Maaßen

• mehr Entscheidungsfreudigkeit: „Uns

ist ein Chef, der klar sagt, was er denkt

und was er will, tausendmal lieber wie

ein Chef, der nur herum „eiert“ und du

weißt nicht, wie du dran bist.“

• keine Kompromisse der Kompromisse

• aufhören, den anderen die Schuld zu

geben

• wo war die CDU bei „friday for future“?

Seid ihr dafür oder dagegen, wir haben

niemanden von euch gesehen.

• uns sind die Inhalte der CDU nicht bekannt,

wofür steht die CDU - wir wissen

es nicht.

• ökologisches Bewusstsein für alle

Lebewesen und den Planeten

• keine Massentierhaltung

• kein Plastikmüll

• keine Mogelpackungen

Was die CDU von Barak Obama lernen

kann

Als der damalige US-Präsident Barack

Obama sein Amt antrat, traf er eine Entscheidung,

die ein steter Begleiter seiner

Präsidentschaft werden sollte. Er beschloss,

an jedem Tag zehn ausgewählte Briefe von

amerikanischen Bürgern zu lesen. Am Ende

werden es rein rechnerisch wohl an die

30.000 Briefe gewesen sein, die Obama gelesen

und zum Teil auch beantwortet hat. Er

selbst sagte, dass er über diese Korrespondenzen

das Gefühl hatte, den Menschen,

ihren Sorgen, Ängsten und Gedanken so

nahe sein zu können wie möglich. Und seine

Berater gaben zu Protokoll, dass diese Briefe

oft im Weißen Haus heftig diskutiert wurden

und nicht selten Anlass zu politischen

Ideen und Initiativen gaben und eine große

Ermutigung für alle Beteiligten waren.

Rettung der CDU als Volkspartei durch

die MIT

Die Vorgehensweise von Barak Obama

ist sehr kurzärmelig und pragmatisch.

Das sind Maßnahmen von Unternehmen

bei Kundenverlust ebenfalls - und um

nichts anderes handelt es sich hier.

Die MIT ist ein Kind der CDU. Somit verfügt

die CDU über einen enormen Fundus

unternehmerischen Wissens, um aus

Krisen gestärkt hervorzugehen.

Hier die Anleitung, um Krisen (Kundenverlust

bzw. Wählerstimmen) zu meistern

in der Kurzfassung:

Grundvoraussetzung, um aus Krisen

herauszukommen, ist maximale Offenheit,

Ehrlichkeit zu sich selbst und die Erkenntnis,

dass es ausschließlich um die Sache geht

und nicht um Personen.

Christian Bangert

Und ganz wichtig, es gibt keine Schuld (und

schon gar nicht bei den anderen).

1. Was ist die Ursache

2. Was sind die Maßnahmen

3. Wie setzte ich die Maßnahmen um

4. Wie kann ich die Umsetzung prüfen

Wir brauchen klare Analysen von Problemen

in verständlichen Worten - nennt

man Ursache.

Wir brauchen klare messbare Vorgehensweise

in verständlichen Worten - nennt

man Maßnahmen.

Wir brauchen Glaubwürdigkeit der Umsetzungen

durch Vorleben und realistische

Ziele - nennt man Ehrlichkeit.

Wenn dies alles erledigt ist, entscheidet man

sich für die Macher. Oft kristallisieren sie sich

bei der Arbeit zur Lösung heraus. Dann sollen

sie auch umsetzen. Neuer Wein aus alten

Schläuchen mundet nicht, so der Kenner.

Schafft es die CDU, den Ballast des mittlerweile

modrigen Anzuges abzuwerfen und

neue Wege zu gehen, messbare Ziele zu

formulieren, Entscheidungen zu treffen

und dafür einzustehen, Inhalte zu transportieren

an die Generationen von Wählern,

die Jugend zu erreichen und somit

auch unsere Zukunft nicht nur zu begleiten,

sondern zu gestalten, machen, umzusetzen.

Viel Erfolg zur Auferstehung CDU, die MIT

steht zur Unterstützung bereit.

Christian Bangert

Kreisvorsitzender Ravensburg

Christian Bangert,

christian.bangert@mit-Ravensburg.de,

www.mit-ravensburg.de

39


Aus den Kreisen & Bezirken

Dr. Steffen Auer zu Gast bei der MIT Südbaden

Klartext bei Biergit

Präsident der IHK Südlicher Oberrhein

Dr. Steffen Auer zu Gast bei der MIT Südbaden

Das neue Veranstaltungsformat „Klartext bei Biergit“ in der

Badischen Staatsbrauerei Rothaus ist mit dem Präsidenten der

IHK Südlicher Oberrhein Dr. Steffen Auer gestartet. Nach einer

kurzen Begrüßung durch die Bezirksvorsitzende Ruth Baumann

ging man gleich zum Klartext über. Beide Seiten beleuchteten die

aktuelle Wirtschaftskompetenz der Parteienlandschaft und die

gegenwärtigen politischen Rahmenbedingungen. Wirtschaftskompetenz

ist an vielen Orten ein Fremdwort, eine strategische

Ausrichtung fehlt allerorts und somit gibt es Baustellen zur Genüge.

Hierin waren sich die Anwesenden alle schnell einig. Die

Praxis zeigt, woran es oft hakt. Bei Großprojekten kann man sich

des Eindrucks nicht erwehren, dass die unterschiedlichen Ebenen

oft nicht miteinander an der Realisierung arbeiten, sondern die

Umsetzung an den unterschiedlichen Hierarchien mit den jeweiligen

Befindlichkeiten zu scheitern droht. Die Umsetzung von

Großprojekten wie BER und Stuttgart 21 scheint nicht nur unter

den möglichen inflationären Einwänden zu leiden, sondern werden

auch von den eigenen, von der Verwaltung gesetzten Vorgaben

unnötig in die Länge gezogen.

Vielerorts fehlt es an Personal, die Vorhaben zur Ausführungsreife

zu führen und somit bereit gestellte Gelder abrufen zu können.

Die Monstranz der Verwaltung 4.0 stößt hier an ihre Grenzen und

man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass gerade die Verwaltung

mit dem Tempo, welches sie von den Betrieben erwartet,

nicht mithalten kann. Da helfen auch die vielfältigen Projekte, die

gestartet wurden, um die Digitalisierung auf den Weg zu bringen,

nur begrenzt weiter. Die Vielzahl an Fördertöpfen und Programmen

zwischen Land und Bund, die unterschiedlichen Planungen,

die Überhitzung des Marktes (Geld ausgeben bedingt nicht

zwangsläufig Qualität zu erhalten) verwirren eher und bremsen

aus. Schlanke und agile Verwaltungs- und Behördenstrukturen,

bürokratiefreierer Zugang zu Geldern wären erste Ansatzpunkte.

Ein weiteres Beispiel, wie lange es dauern kann, um Anliegen

von Betrieben umzusetzen, ist der Arbeitsmarkt. Ob Lehrlinge,

Facharbeiter oder Arbeitnehmer, die Warnungen und Klagen der

Unternehmer warteten sehr lange auf eine Reaktion seitens der

Politik. Nun greift in Kürze das Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz,

was bitter nötig war und eine der Grundlagen für die zukünftige

Ausgestaltung des Arbeitsmarktes sein kann. Unabhängig davon

sollten Parameter wie das Entstehen von Parallelgesellschaften,

die Bereitschaft zur Ausbildung, das Erlangen von Sprachkompetenz

wie auch Integrationsbereitschaft und die Akzeptanz

40


Aus den Kreisen & Bezirken

„Biergit“

unseres demokratischen Wertekanons nicht aus den Augen verloren

werden. Im Sinne des gesellschaftlichen Friedens und Ausdruck

einer nachhaltigen Strategie sollte der Ist-Zustand, ideologiefrei

und realitätsnah, betrachtet werden, um so das gesetzte

Ziel erreichen zu können.

Alle Betriebsgrößen brauchen Planungssicherheit und Verlässlichkeit.

Während aber große Firmen die finanziellen Mittel für

Lobbyarbeit haben und damit oft einen signifikanten Einfluss

auf Gesetzgebungsverfahren haben, können kleinere Betriebe

oft zu spät, gar nicht oder mit einem unverhältnismäßig hohem

Aufwand reagieren. Dies hat man auch bei der Umsetzung der

Datenschutzgrundverordnung feststellen können.

Unabhängig, ob Personen- oder Kapitalgesellschaft, das Steueraufkommen

darf dem Staat nicht verloren gehen, insbesondere

gilt dies für internationale Konzerne, die oft länderübergreifende

Steuersparsysteme nutzen. Dies würde mögliche Spielräume für

die Reduzierung der Abgabenlast beim Arbeitnehmerlohn generieren.

Leistung muss sich lohnen und nicht geahndet werden. Es

wäre ein Beispiel gelungener Wirtschaftspolitik, wenn künftig

in Deutschland nicht mehr die zweithöchste Abgabenlast auf

Arbeitslohn erhoben werden würde.

Es muss gemeinsames Ziel wirtschaftlicher Interessensvertretung

sein, die unterschiedlichen Akteure, bei aller Individualität,

zu bündeln. Der politische Prozess braucht eine schnellere

„Taktung“, um die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches

Handeln in einer globalisierten Welt zu setzen. Diese Erkenntnis

scheint sich aber noch nicht überall durchgesetzt zu haben. Gut

gedacht ist nicht immer gut gemacht.

Manche Verordnungen und Gesetze weisen handwerkliche Fehler

auf und stellen somit keine „Meisterleistung“ dar. Der überbordenden

Bürokratie konnte, bei allen guten Absichten, auch

die Schaffung eines Normenkontrollrats auf Landes- und Bundesebene,

keinen Einhalt gebieten. Es sollen zwar weitere, neue Gesetze

vermieden werden, aber die vielfältigen Ausprägungen der

bisherigen (beginnend mit der Abführung der Lohnsteuer) tastet

man nicht an.

Der Staat soll nicht umverteilen oder seinen Daseinszweck im Verteilen

von Geschenken sehen. Seine Aufgabe besteht im Schaffen

und Wahren von verbindlichen und umsetzbaren Rahmenbedingungen.

Projekte ersetzen hierbei nicht unternehmerisches

Handeln, denn das Geld hierfür hat der Steuerzahler erwirtschaftet,

bevor er es als gnädige „Gabe“ mit einem Moloch an

Bürokratie wieder zurückbekommen könnte. Wirtschaftspolitik

ist nicht gute Mittelstandspolitik, aber Mittelstandspolitik ist

immer gute Wirtschaftspolitik.

Bei allem Klartext, bei allen Gemeinsamkeiten, Fragen, Wünschen

und Absichtserklärungen ist ein erster gemeinsamer Aufschlag

für eine Bündelung südbadischer Wirtschaftsinteressen und

Kompetenzen gemacht. Es gilt nun, über den Tellerrand hinaus,

mutig den Worten auch Taten folgen zu lassen. Die gemeinsame

Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland verdient es.

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Aus den Kreisen & Bezirken

Offener Brief

nach Berlin

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

sehr geehrter Herr Dr. Altmaier,

sehr geehrter Herr Dr. Linnemann,

die Argumentation meines MIT-Kollegen Ralf Semmler

vom 16.08.2019 kann ich sehr gut nachvollziehen.

Aus meiner Sicht hat sich unsere CDU, für die gerade

wir Mittelständler einstehen, raumschiffartig von der

politischen Realität unseres Landes entfernt. Die Verbindung

zum Stimmbürger beginnt sichtbar abzureißen

und sogar das Engagement in unserer Partei und der

MIT wird immer weniger geschätzt. Die oberen Parteietagen

scheinen sich bequem in ihrer eigenen Welt

einrichten zu wollen und scheinen die politische Diskussion

mit der Basis zunehmend als lästig zu empfinden.

Z. b. bekomme ich telefonisch attestiert „Es

ist doch nett, wenn Sie an der Basis etwas tun“ (Kommentar

aus MIT-Bundeszentrale) oder erhalte unverbindlich

aneinandergereihte E-Mail-Versatzstücke auf

Anfragen und Kommentare zur Urheberrechtsreform.

(Büro des Europaabgeordneten). Politische Sacharbeit

empfinde ich anders.

Anträge unserer MIT werden auf Landes- und Bundesverbandsebene

halbherzig oder gar nicht unterstützt

und immer rechtzeitig zu Mittelstandstagen auf Bundes-

oder Landesebene erscheinen Partei-Granden, die

das hohe Lied auf unseren Mittelstand und die soziale

Marktwirtschaft singen. Wahrscheinlich sollen wir nur

als der zusätzliche Parteianhang angesehen werden,

der als Jubel- und Trachtenverein der CDU für zusätzliche

Finanzbeiträge sorgen soll.

Dass wir uns immer weiter von den Prinzipien unserer

auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung basierenden

sozialen Marktwirtschaft weg und hin zu einem

wirtschaftlich hyperregulierten System bewegen, ist

offensichtlich und führt zu einem massiven Verdruss

gerade im Mittelstand, auf den unsere Partei bisher

aufbauen konnte. Viele Unternehmer sind mittlerweile

bereit, das unternehmerische Handtuch zu werfen.

Dies wirkt sich nicht nur fatal auf unsere gesellschaftlichen

Struktur aus, sondern auch auf unsere Wählerschaft,

die - analog zur SPD - zunehmend unserer Partei

den Rücken kehrt und sich entweder gar nicht mehr

politisch engagiert, oder sich gar beim politischen Mitbewerber

wohlfühlt.

Die CDU wird nicht mehr als diejenige Partei wahrgenommen,

auf die man sich besonders in Krisenzeiten

verlassen konnte. Stattdessen erfüllen wir in

zunehmenden Maße die politischen Ziele Anderer und

wirken dabei nur als deren schlechte Kopie, die man

nicht wählen muss.

Gerade bei den gesellschaftlich brisanten Themen

Klimaschutz und Energie wirken wir wie vom diesem

Thema Getriebene, jedoch nicht als diejenigen, die für

den Bürger nachvollziehbare Lösungen anzubieten hätten,

die es wert sind, bei der nächsten Bundestagswahl

mit der Wählerstimme unterstützt zu werden. Dabei

könnten wir gerade bei diesen brisanten Themen unsere

schon bisher erzielten Erfolge publik machen und uns

verstärkt als Kompetenz-Team aufstellen, das auf diese

Sachfragen mit ihren großen Auswirkungen auf unsere

künftige Gesellschaftsstruktur valide Antworten bereitstellt.

Aus meiner Sicht tun wir gerade dies zu wenig.

Stattdessen verharren in alten Strukturen und reagieren

auf die Herausforderungen des schnellen

Informationsaustausches im Internet mit seinen (auch

demagogischen) Möglichkeiten viel zu zögerlich. Im Beraterdeutsch

würde man sagen, dass wir die „Thought

Leadership“, die Meinungsführerschaft, verloren

haben. Diese kommt so schnell nicht wieder zurück,

wenn sie einmal perdu ist und mag auch die Wahlkreisarbeit

unserer Bundestagsabgeordneten erschweren.

Der Umgang mit dem „Rezo-YouTube-Video“ hat es

anschaulich gezeigt. Während die SPD verzweifelt versucht,

sich mit allen möglichen Mitteln wieder neu aufzustellen,

um Wählergunstprozente zu sammeln, sehe

ich in unserer Partei wenige solcher Aktivitäten. Wir

sind bequem und zahnlos geworden. Wenn vielleicht

auch wir dann eine (unnütze) „Doppelspitze“

installieren wollen, ist es nach meinem

Empfinden viel zu spät.

Gerade jetzt müssten wir die Weichen

für eine neu aufgestellte

CDU stellen und eine populäre

42


Aus den Kreisen & Bezirken

Spitzenmannschaft formieren, die

dem Stimmbürger nachvollziehbar

vermittelt, dass unsere Partei die sachliche

und politische Kompetenz aufbringt,

um unser Land auch in der kommenden

Legislaturperiode als verlässlicher Partner für

den Bürger zu führen. Viel Zeit wird uns anlässlich

der Koalitionsquerelen wohl nicht bleiben. Leichtfertig

herbeigeführte Debatten um Personen erweisen

dabei sich als extrem kontraproduktiv.

Ich selber erfahre diese Stimmung, wenn ich für die

MIT unterwegs bin. „Was könnt Ihr uns denn bitteschön

bieten? Ihr seid an der Macht und man bekommt nicht

mit, dass Ihr etwas gestalten könnt“. Dies ist zu einer

eingefahren Schlagzeile im Publikum geworden. Sie zu

entkräften wird immer schwieriger und mag die derzeitige

Stimmungslage, die Ralf Semmler beschreibt,

anschaulich untermauern. Mir geht es ähnlich wie ihm.

Dietrich Eberhardt

MIT-Kreisvorsitzender Lörrach

Mitglied des MIT-Landesvorstandes Baden-Württemberg

(noch) CDU-Mitglied

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43


MIT Land

Zur Sache!

Debattenkultur?!

Eine Pisa-Sonderauswertung bestätigt,

was Lehrer und Eltern schon

lange wissen. Die Sprachkompetenz

fast der Hälfte der Jugendlichen mit

Migrationshintergrund weist sehr

schwache Leistungen auf. Bekannt

ist, dass an Grundschulen in vielen

Großstädten teilweise die Lehrer von

den Schülern gar nicht verstanden

werden.

Jedermann weiß auch, dass erfolgreiche

Integrationspolitik vom Erwerb

der Sprachkompetenz abhängt.

Es besteht unmittelbarer

Handlungsbedarf.

Wenn nun ein vernünftiger, um

erfolgreiche Integration bemühter

Politiker die Dinge beim Namen

nennt, dass nämlich ein Kind, das

kaum deutsch spricht und versteht,

auf der Grundschule noch nichts zu

suchen habe und in diesen Fällen

eine Vorschulpflicht greifen und notfalls

die Einschulung zurückgestellt

werden müsse, scheint der Untergang

des Abendlandes angekündigt

worden zu sein. Das Selbstverständliche

wird als „populistischer Unfug“

bezeichnet, die Aussagen seien

„wirklich zum Fremdschämen“, der

Politiker sei auf „Stimmenfang im

rechten Sumpf“ und der „CDU-Politiker

nutzt eine Rhetorik der Ausgrenzung“

war zu lesen.

So geschah es Dr. Carsten Linnemann,

dem MdB und Vorsitzenden

der Wirtschaftsvereinigung der CDU

dieser Tage.

Was hat das noch mit Debattenkultur

zu tun, wenn man jemanden bewusst

falsch verstehen will? Wenn nicht

mehr der Inhalt der Aussage zählt,

sondern eine moralische Abwertung

der Person stattfindet? In einem solchen

Sumpf vermeintlicher political

correctness erstickt die Bereitschaft,

Dr. Albrecht Geier

sich an einem öffentlichen Diskurs zu

beteiligen. Meinungsunterschiede

in der Sache sind noch lange kein

Streit. Das Ringen um die besten Lösungen

ist für jede demokratische

Partei unabdingbar. Nur wenn wir

das begreifen, werden die Parteien

wieder unterscheidbar und die AfD

überflüssig.

Dr. Albrecht Geier,

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44


MIT Land

Offener Brief

nach Berlin

Sehr geehrter Herr Altmaier,

sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

sehr geehrter Herr Dr. Linnemann,

gestern war ich wieder auf unserer MIT Kreissitzung in

Göppingen in BW.

Dort war die Stimmung wieder so negativ wie in den

letzten Sitzungen zuvor auch. Auch bei unseren Landesvorstandssitzungen

der MIT Baden-Württemberg im

Landtag Stuttgart wird es immer und immer negativer.

Die Ursache ist sehr einfach und wir verstehen nicht,

dass die Bundesregierung und gerade unsere „alte“ CDU

so reagieren, wie sie in den letzten Jahren reagiert hat.

Alles wird verwässert, keine klare Kante, kein klares

Gesicht - immer hin und her. Egal welchen Antrag die

MIT seit Jahren einbringt in der Bundes MIT / Bundes

CDU, es wird nicht umgesetzt und wenn, dann immer

mit sehr schwammigen unzufriedenen Äußerungen.

Wenn ich Ihnen nur einmal kurz aufzähle, was die CDU

gegen den deutschen Mittelstand in den letzten Jahren,

in der sie an der Regierung war, umgesetzt hat

dann sehen Sie sofort wo es kränkelt.

- Mindestlohn

- Künstlersozialabgabe

- Erbschaftssteuer (7 Jahre Wahnsinn)

- Angriffe auf das duale Ausbildungssystem

- Meister Thema

- Kündigungsschutzgesetz

- Abschaffung Grundschulempfehlung

- Meine Arbeiter bezahlen so viele Abgaben

- Vorgezogene Sozialabgaben

- Großkonzerne zahlen Jahresprämien von 5.000 –

10.000 € jedem Mitarbeiter

- GEZ Gebühr Wahnsinn

- Warenversandabwicklung (bekannter Versender)

- Solidaritätszuschlag

- Riester-Rente

- Vernichtung der Renten Lebensversicherung Auszahlungen

(für selbstständige Rente)

- EEG Umlage, die fast keiner versteht

- Quasi Auslöschung der Solarunternehmen

Und was steht als Positives da? Also mir ist nichts

bekannt.

Sie wundern sich, warum die KMU keine Lust mehr

haben, ihre Betriebe an Ausländer verkaufen oder

einfach schließen?

Es wird munter so weitergehen. In 5 oder 10 Jahren

wird die Politik reagieren, doch dann ist es bereits zu

spät. Dann ist es wie im Regenwald. Er wird abgeholzt

und kann nie wieder aufgebaut werden.

Ich für mich habe der CDU und der MIT 4 Jahre Zeit

gegeben, ihre Richtung radikal zu ändern, jedoch bis

jetzt kein einziges Anzeichen davon zu sehen.

Dem Fass den Boden rausgeschlagen hat für mich

die neue „asoziale Entscheidung“, den Soli nur 90 %

abzuschaffen. Da platzt mir der Kragen und wenn es

wirklich so kommt, werde ich aus der CDU und MIT

austreten.

Sie diskutieren nun, die weiteren 10 % in den nächsten

10 Jahren abschaffen zu wollen. Das glaubt Ihnen

keiner mehr, da bis dahin die CDU nicht mehr in der

Regierung sein wird und andere das nie umsetzen

werden. Was haben uns Minister Herr Strobel, Herr

MdL Rheinhart, MdB Herr Bilger usw. in BW vor der

Wahl versprochen, um uns bei Stange zu halten?

Genau, u.a. mit der Abschaffung der Soli usw.

Dabei habe ich die Themen wie Dieselaffäre und

Flüchtlingsdrama mit Absicht noch gar nicht erwähnt.

Wenn nicht jetzt, wann dann, Herr Altmaier?

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Semmler

Geschäftsführer / Director

MIT stellv. Kreis Göppingen

MIT – LV Beisitzer

CDU Mitglied noch

45


Landespolitik

Landespolitik

Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann:

„Machen wir uns geschlossen und gemeinsam

auf den Weg!“

Die CDU Baden-Württemberg hat bei

ihrem 74. Landesparteitag in Heilbronn

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann

mit 95,4 Prozent zu ihrer Spitzenkandidatin

für die Landtagswahl 2021

gewählt. In ihrer Bewerbungsrede hat

sie die rund 500 anwesenden Christdemokratinnen

und Christdemokraten

auf die Landtagswahl eingeschworen:

„Die CDU tut Baden-Württemberg

gut: In der Inneren Sicherheit, der Entwicklung

des Ländlichen Raums, der

Wirtschaft, der Forschung und dem

Wohnungsbau – überall dort, wo wir

unsere Kernkompetenzen glaubhaft

vermitteln. Nicht abstrakt, sondern

ganz konkret! Als Kultusministerin

setze ich in der Bildung seit drei Jahren

konsequent auf mehr Leistung und

mehr Qualität. Wir müssen Vertrauen

gewinnen, auch Vertrauen zurückgewinnen

– mit einer klaren, verständlichen

Sprache. Mit überzeugenden

Dr. Susanne Eisenmann bei ihrer Vorstellungsrede

46


Landespolitik

Die neue Spitzenkandidatin nach ihrer Wahl

Antworten beim Klimaschutz, der zum

Markenkern der CDU gehört, und einer

authentischen Kommunikation, online

wie offline. Und ja: Mir ist dabei erstmal

egal, wo jemand herkommt, mich

interessiert, wo er hinmöchte!“

In Heilbronn warb Susanne Eisenmann

für eine Politik der Mitte: „Die gesellschaftliche

Wirklichkeit birgt heute

mehr denn je die Gefahr der Spaltung:

Stadt oder Land? Jung oder Alt? Lokal

oder Global? Kampagnen, die Ängste

schüren wollen und Begriffen, die einen

Kampf der Kulturen herbeireden sollen,

muss sich die CDU mit aller Kraft entgegen

stellen! Wer mit dem Trennenden

Politik macht, zerstört das Verbindende.

Unsere Politik als CDU hier

in Baden-Württemberg ist anders! Wir

wollen eine harmonische Entwicklung

aller Regionen des Landes! Straßen

und Schienen, Supermärkte und Gaststätten,

Ärzte und Apotheken, Schulen

und Kindergärten im Ländlichen Raum

ebenso wie in unseren Städten! Anreize

statt Verbote! Moderne Mobilität statt

Fahrverbote! Eine Politik, die Europas

Grenzen nach außen schützt und im

Inneren offen lässt! Wir machen eine

Politik, die weder Ängste schürt noch

blauäugig in die Zukunft stolpert – das

ist für mich typisch CDU, unaufgeregt

und kraftvoll.“

„Mit Überzeugung und Zuversicht

können wir die Menschen im Land

für unsere Ideen einer guten Zukunft

begeistern“

Zu ihrer Motivation sagte Susanne Eisenmann:

„Mich treibt mein Gestaltungswille

an. Gemeinsam mit Ihnen allen

will ich unser Land voranbringen – ein

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Land, das auf die Stärken und den Ideenreichtum

seiner Menschen vertraut, auf

Technik und Mobilität setzt – ebenso

auf Forschung und Innovation. Machen

wir uns geschlossen und gemeinsam auf

den Weg! Mit Überzeugung und Zuversicht

können wir die Menschen im Land

für unsere Ideen einer guten Zukunft

begeistern.“

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47


Gesetzesnews

Vertrauen ist gut, Kontrolle

ist besser – Neues zur Arbeitszeit

vom EuGH

Vertrauensarbeitszeit dürfte bald der

Vergangenheit angehören. Der EuGH

hat vor kurzem entschieden, dass die

EU-Mitgliedsstaaten die Arbeitgeber

dazu verpflichten müssen, ein objektives,

verlässliches und zugängliches

System einzurichten, mit dem die von

jedem Arbeitnehmer geleistete tägliche

Arbeitszeit gemessen werden kann.

Dies ergebe sich aus der Arbeitszeitrichtlinie

und der Charta der Grundrechte der

Europäischen Union. Es müsse möglich

sein, festzustellen, ob die wöchentliche

Höchstarbeitszeit einschließlich der

Überstunden sowie die täglichen und

wöchentlichen Ruhezeiten eingehalten

worden sind. Daher müsse die tatsächlich

geleistete tägliche und wöchentliche

Arbeitszeit objektiv und verlässlich bestimmt

werden – das bedeutet de facto

die Erfassung jeder Arbeitsstunde jedes

Arbeitnehmers und nicht nur Anfang

sowie Ende der Arbeitszeit.

Wie diese Vorgaben nun vom Gesetzgeber

umgesetzt werden, darf mit Spannung

erwartet werden, insbesondere

angesichts der modernen flexiblen

Arbeitswelt und der DS-GVO.

Denn wenn überprüft werden soll, ob

der Arbeitnehmer tatsächlich arbeitet

oder nicht – insbesondere am Computer

– führt dies letztlich zu einer permanenten

Kontrolle des Arbeitnehmerverhaltens.

Neben der bereits verbreiteten

elektronischen Stechuhr könnten

der Fingerabdruck, der Iris-Scan und

Tastaturüberwachungssysteme wie Keylogger-Systeme

bald zum Arbeitsalltag

gehören. Aber möglicherweise könnte

auch der Arbeitnehmer selbst in die

Arbeitserfassung eingebunden werden.

Ein starres System wird es jedenfalls

kaum geben. Denn Modalitäten und

Form kann jeder Mitgliedsstaat selbst

festlegen und dabei auch Tätigkeitsbereich

sowie Eigenheiten und Größe

des Unternehmens berücksichtigen.

Spannend dürfte sein, ob diese Regelun-

Alexander Mainka

gen auch für leitende Angestellte gelten

werden.

Bis der nationale Gesetzgeber tätig geworden

ist, können Arbeitgeber jedenfalls

noch einmal durchatmen - sofern

nicht Gerichte oder Behörden bereits

jetzt die Pflichten des Arbeitgebers

im Sinne des EuGH-Urteils erweiternd

auslegen.

EuGH, Urteil vom 14. Mai 2019 (C-55/19)

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Wirtschaft

Wirtschaft

Keine Grundsteuer C!

Für eine ertragswertunabhängige

Grundsteuer!

Mit der neuen Grundsteuer droht

ein weiteres Bürokratiemonster auf

die Gemeinden zuzurollen. Das Land

Baden-Württemberg kann dies verhindern.

Es bedarf eines Landesgesetzes,

wonach nur die Grundstücksgröße

und bei Mehrfamilienhäusern ein

Nutzungsfaktor unter Berücksichtigung

der Geschoßfläche die Basis für die

Steuermeßzahl bilden.

Die Grundsteuer auf ein Eigenheim ist

eine Substanzsteuer auf das Objekt und

damit eine verdeckte Vermögenssteuer.

Substanzsteuern sind unberechtigt,

weil sie nicht den Ertrag besteuern.

Für den Mieter gehört sie zu den Mietnebenkosten.

Sie erhöht die Miete. Das

paßt gar nicht in die Landschaft der

„Wohnungsnot“.

Wer den „Wohnwert“ (Ertragswertverfahren)

des Eigenheims besteuert,

der bestraft den Häuslebauer und

den Mieter gleichermaßen. Wer sich

selbst Wohnraum geschaffen hat, übte

Konsumverzicht. Jetzt wird ihm der Ertrag

daraus in Form ersparter Miete als

„Wohnwert“ zugerechnet und über die

Grundsteuer abgeschöpft. Der Eigennutzer

erzielt scheinbar Sacheinkünfte!

Das ist völliger Unsinn und ungerecht

obendrein.

Der Vermieter, der reale Einnahmen aus

Vermietung erzielt, versteuert diese

ohnehin als Einkommen.

Den Mieter trifft die höhere Grundsteuer

als Mietnebenkosten, die Bestandteil

der Miete ist.

Deshalb gilt: Die Grundsteuer muß ertragswertunabhängig

bleiben!

Der beabsichtigte Ansatz eines wie auch

immer zu bewertenden „Wohnwertes“ ist

der Schlüssel, um die Tür zu einer „Vielfachversteuerung“

weiter zu öffnen.

Eine Vorstufe zur „Wohnungslenkung“

ist die neue Grundsteuer C!

Mit ihr soll eine „Mobilisierung baureifer

Grundstücke“, wie es in der

Gesetzesbegründung heißt, bewirkt

werden. In so verharmlosende Worte

verpackt der Gesetzgeber den Zwang,

den er auf Eigentümer baureifer Grundstücke

auszuüben erlaubt. Durch einen

erhöhten einheitlichen Hebesatz soll

nämlich der Eigentümer schleichend

genötigt werden, entweder zu bauen

oder Grundeigentum in schwache Euro

umzutauschen.

Auch so entsteht kein neuer und schon

gar kein bezahlbarer Wohnraum. Wer

schnell die Voraussetzungen für zusätzlichen

Wohnraum herstellen will,

der muß die kostensteigernden Bauund

Umweltvorschriften entrümpeln,

der muß die gesetzlichen Hürden zur

Schaffung neuen Baulandes durch

die Gemeinden beseitigen und muß

durch eine angemessene Mieterschutzgesetzgebung

und durch reale

Renditeerzielungsmöglichkeiten bei

der Vermietung verlässliche Rahmenbedingungen

für den privaten Vermieter

gewährleisten.

Jeder weiß, daß die Belastung mit

Grundsteuer mit dem neuen Gesetz

steigen wird. Der Geldhunger der

Gemeinden ist nicht zu stillen. Der

Gesetzgeber regt diesen Appetit an,

anstatt ihn zu zügeln. Wegen dieser

Belastungswirkung kann deshalb das

Hebesatzrecht der Gemeinden in diesem

Zusammenhang nicht unangetastet

schrankenlos bleiben! Schließlich müßten

die baden-württembergischen Gemeinden

die Hebesätze senken, um Belastungssteigerungen

zu vermeiden.

Kein Bürger gibt auch nur einen Pfifferling

auf die beschwichtigenden Appelle

des Bundes-Finanzministers, Mehrbelastungen

seien nicht zu erwarten.

Die „Oberregulierer“ in der GroKo

werden auf diese Weise für steigende

Mieten und einem Verharren der Eigen-

Dr. Albrecht Geier

tumsquote an Wohnraum in Deutschland

auf dem niedrigsten Niveau in der

EU sorgen. Aus der „Enteignungsfront“

kommt schon die Forderung, die Umlage

der Grundsteuer auf die Miete als

Nebenkosten zu verbieten. Im Klartext

heißt dies, der Vermieter trägt einen

Teil der Kosten für eine Wohnung, die

der Mieter verursacht.

Die Richtung ist unübersehbar. Der Vermieter

soll nicht nur die Wohnung erhalten,

sondern dem Mieter auch noch

„Wohngeld“ zur Verfügung stellen, weil

er die Wohnung mietet. Wer das Heil

in einer „Staatlichen Mieterfürsorge“

sieht hat schon vergessen oder verschließt

bewußt die Augen davor, welche

Wohnungsknappheit in der früheren

DDR durch die Wohnungslenkung

geschaffen worden war.

Der Bundesgesetzgeber hat die Chance

vertan, die Grundsteuer abzuschaffen,

dadurch dem privaten Wohnungsmarkt

einen Anreiz zu geben und darauf zu

setzen, daß Einnahmeausfälle durch höhere

Einkommensteueranteile kompensiert

werden und der Rest im vertikalen

Finanzausgleich geregelt wird.

Hoch lebe die Bevormundungsdemokratie,

der Glaube an die Lenkungs-und

Zuteilungswirtschaft!

Baden-Württemberg kann sich von dieser

Entwicklung abkoppeln. Jetzt muß

der Landesgesetzgeber Schaden von

der Bevölkerung abwenden!

Dr. Albrecht Geier,

info@geijus.de,

www.mit-ortenau.de

49


Advertorial

Advertorial

Infinex

Group ausgezeichnet

als Top-

Arbeitgeber

(Von links) Martin Hartl (Geschäftsführender Gesellschafter), Wolfgang Clement (Wirtschaftsminister

a.D. und Top Job-Mentor), Tobias Kops (Werksleiter Standort Horb)

Quelle: zeag GmbH

Haiterbacher Unternehmen Infinex

Group erhält „Top Job“-Siegel für

herausragende Arbeitgeberqualitäten

/ Wolfgang Clement überreicht

begehrte Trophäe in Berlin

Haiterbach – Bei der Infinex Group

wird Arbeitgeberattraktivität großgeschrieben

– und der Erfolg gibt dem

Unternehmen mit Standorten in Haiterbach

und Horb recht. Die Spezialisten

für Kunststoffplatten und Noppenbahnen

erhielten in Berlin das „Top Job“-Siegel

aus den Händen des ehemaligen

Bundeswirtschaftsministers Wolfgang

Clement. Der „Top Job“-Mentor würdigte

die ausgezeichneten Unternehmen

insbesondere für ihre strategische Ausrichtung

auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung

und die kontinuierliche und

systematische Weiterentwicklung ihrer

Qualitäten als Arbeitgeber.

Auch der ehemalige Vizekanzler Sigmar

Gabriel dankte den Unternehmen:

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch

soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit

gelten“. Es sind vor allem die mittelständischen

Unternehmer in Deutschland,

die mit ihrem Willen zur Ausbildung

junger Menschen diesem Verfassungsauftrag

gerecht werden.

Für das rund 200 Mitarbeiter starke

Unternehmen ist es bereits die zweite

Auszeichnung als top Arbeitgeber. Mit

dem Qualitätssiegel „Top Job“ zeichnet

das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität,

zeag GmbH, Unternehmen aus, die

sich auf bemerkenswerte Art und Weise

für eine gesunde Arbeitsplatzkultur stark

machen. Diese zeigt sich in der Qualität

der Führungsarbeit und damit verbunden

einer hohen Arbeitszufriedenheit

und niedrigen Erschöpfungswerten

innerhalb der Belegschaft.

In dem seit 2002 durchgeführten bundesweiten

Arbeitgebervergleich „Top Job“

hat die Infinex Group vor allem im Bereich

„Kultur und Kommunikation“ überzeugt.

Das Unternehmen beschäftigt

derzeit Mitarbeiter aus 20 Nationen

und hat zur Verbesserung der Kommunikation,

neben zahlreichen weiteren

Maßnahmen, beispielsweise kostenlose

Sprachkurse eingeführt. Als eines von

81 mittelständischen Unternehmen

deutschlandweit, darf die Infinex-Group

das Top Job-Siegel für die nächsten zwei

Jahre tragen.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung,

so Geschäftsführer Martin

Hartl. „Und wir freuen uns natürlich auch,

dass unser Einsatz für die Belegschaft

auf diese Weise honoriert wird. Aber das

heißt nicht, dass wir uns auf den Lorbeeren

ausruhen. Arbeitgeberattraktivität ist

für uns in der Strategie fest verankert. Mit

Hilfe der ‚Top Job‘-Analyse und dem umfangreichen

Feedback der Mitarbeiter

werden wir unsere Arbeitgeberqualitäten

weiter ausbauen. Denn nur mit zufriedenen

und engagierten Mitarbeitern

können wir weiterhin das Rennen um

die besten Köpfe gewinnen und unternehmerisch

erfolgreich bleiben.“

Die Auszeichnung ‚Top Job’ steht für

eine nachhaltige Arbeitsplatzkultur,

die in gleichem Maße gesund und

leistungsorientiert ist. Mit einer inspirierenden

Führungsarbeit, einem

vertrauensvollen Miteinander und

guten Arbeitsbedingungen schafft die

Infinex Group ein fruchtbares Klima

für Innovation und Leistung. „Wir

achten bei der Auszeichnung und bei

den Anregungen, die wir an die Teilnehmer

individuell zurückspiegeln,

besonders auf den Erhalt einer gesunden

von Motivation und Dynamik

geprägten Arbeitsplatzkultur. Denn

insbesondere vor dem Hintergrund

der zunehmenden Beschleunigung

ist diese Balance ein Schlüsselfaktor

des nachhaltigen Erfolgs und ein gesellschaftlicher

Auftrag“, kommentiert

Silke Masurat, Geschäftsführerin der

zeag GmbH.

Die Wissenschaftler des Instituts für

Führung und Personalmanagement der

Universität St. Gallen unter der Leitung

von Prof. Dr. Heike Bruch befragten die

Personalleitung nach den eingesetzten

Personalentwicklungs-Instrumenten.

Zum anderen führten sie eine Mitarbeiterbefragung

durch, die zu zwei

Dritteln das Endergebnis bestimmt.

Ein Drittel zählt das Personalentwicklungs-Instrumentarium.

Kristin Hartl-Pütz,

Kristin.Hartl-Puetz@infinex-group.de,

www.infinex-group.de

50


Advertorial

Eine integrierte Unternehmensplanung –

unabdingbar für den Erfolg Ihres Unternehmens

Digitalisierung, Disruption, Individualisierung

der Kundennachfrage und steigende

Dynamik im betrieblichen und

privaten Alltag – vor diesem Hintergrund

verändern sich bestehende Geschäftsmodelle

nachhaltig. Mit diesen Herausforderungen

sind unsere Mandanten in

den vergangenen Jahren verstärkt an

uns herangetreten. Für unsere Kanzlei

bedeutet dies, neben unserer steuerlichen

und handelsrechtlichen Beratung,

auch als innovativer Partner in der Digitalisierung

sowie in sämtlichen betriebswirtschaftlichen

Fragestellungen für

unsere Mandanten ein professioneller

Ansprechpartner zu sein.

Gerade auch bei zunehmender Unsicherheit

im konjunkturellen Umfeld sehen

unsere mittelständischen Mandanten

eine professionelle und verlässliche

Unternehmensplanung als notwendige

Voraussetzung für ihren künftigen

wirtschaftlichen Erfolg.

Planungen werden als integriertes Modell

erstellt. Das bedeutet, dass Gewinnund

Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow-/Liquiditätsrechnung

aufeinander

aufbauen und wechselseitig voneinander

abhängig sind. Zunächst werden die verschiedenen

Teilpläne, wie beispielsweise

Umsatz-, Material-, Personal-, Investitions-,

Finanzierungsplan erstellt und dann

zu einer Gesamtplanung zusammengeführt.

In weiteren Schritten werden

unternehmensindividuell die Zusammenhänge

zwischen den Erfolgsgrößen der

Gewinn- und Verlustrechnung und den

Bestandsgrößen der Bilanz hergestellt.

Die Fehlerquellen bei der Erstellung

einer integrierten Planungsrechnung

sind mannigfaltig. Häufig führt die einfache

Extrapolation der Vergangenheit

in der Zukunft zu verschiedenen Fehlplanungen.

Durch die einleitend beschriebenen

Einflussfaktoren verändern

Steuerberatung

Wirtschaftsprüfung

Unternehmensberatung

Wir sind gesamtheitliche Berater des Mittelstands mit

6 Niederlassungen und 185 Mitarbeitern. Mit unseren

Beratungsfeldern Steuern, Wirtschaftsprüfung und

Betriebswirtschaftliche Beratung sind wir langfristige

Partner und Wegbegleiter für unsere Mandanten.

• Steuerzentrierte Gestaltungsberatung

• Unternehmensplanung, -bewertung & --finanzierung

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Advertorial

sich Geschäftsmodelle derzeit sehr

stark und in hoher Geschwindigkeit. Annahmen

und Prämissen der Vergangenheit

unverändert zu übernehmen führt

hier schnell zu unzutreffenden Ergebnissen.

Ein Beispiel ist der Einzelhandel,

der unter anderem stark durch Online-Shopping

und die Veränderung

des Konsumentenverhaltens beeinflusst

wird, was zu einem dramatischen Wandel

des Geschäftsmodells führt. Solche

Veränderungen müssen sich selbstverständlich

auf die Planungsrechnung

niederschlagen.

Mit unseren Spezialisten des Corporate

Finance Teams unterstützt Sie dhmp

gerne bei der Erstellung Ihrer professionellen

Unternehmensplanung. Wir fungieren

als erfahrener Sparringspartner,

der gemeinsam mit Ihnen die Planungsprämissen

kritisch mit dem Ziel hinterfragt,

gemeinsam eine realistische und

integrierte Unternehmensplanung zu

erstellen, an der Sie sich messen lassen

können.

Unsere Lösung für Sie orientiert sich

an der Größe und Komplexität Ihres

Unternehmens sowie am Zweck der

Unternehmensplanung.

Im Rahmen unseres ganzheitlichen Beratungsansatzes

fließen unsere steuerlichen

und handelsrechtlichen Expertisen

in Ihre Unternehmensplanung

zusätzlich mit ein.

Unsere Kanzlei bietet umfassende Expertise

in den Bereichen Wirtschaftsprüfung,

Corporate Finance, Restrukturierung

und Sanierung, steuerzentrierte Gestaltungsberatung,

Nachfolgeplanung,

Steuerberatung sowie der Lohn- und

Finanzbuchhaltung. Zudem bieten wir

umfassendes Know-How im Bereich

Datenschutz und bei der Digitalisierung

der kaufmännischen Geschäftsprozesse

unserer Mandanten.

Mit unseren Niederlassungen in Pforzheim,

Karlsruhe, Mannheim, Philippsburg und

Baden-Baden sind wir auch in Ihrer Nähe.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Oliver Schnepple

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

oliver.schnepple@dhmp.de

Daniel Haug

Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

daniel.haug@dhmp.de

dhmp GmbH & Co. KG,

Wirtschaftsprüfungs- &

Steuerberatungsgesellschaft

Bauschlotter Straße 64,

75177 Pforzheim

Tel.: 07231 9241-0

www.dhmp.de

Carina Bauer,

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52


Inserentenverzeichnis / Marktplatz

Inserentenverzeichnis

Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge

Karl Uhl GmbH & Co. KG

www.uhl-beton.de

Thomas Waidner GmbH

www.waidner-stanztechnik.de

Gottlieb Nestle GmbH

www.g-nestle.de

Herbert Kaut GmbH&Co.KG

www.kaut.info

Kammerer Gewindetechnik GmbH

www.kammerer-gewinde.de

Sax + Klee GmbH

www.sax-klee.de

Sixt GmbH Werkzeugbau u. Stanzerei

www.sixt-gmbh.de

Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG

www.gebrueder-rueckert.de

Lothar Bix GmbH

www.bix-lackierungen.de

Hermann Hauff GmbH & Co. KG

www.hauff.de

SP Prototypen Stephan Pflugradt

www.sp-prototypen.de

Metallgießerei Schüle GmbH

www.schuele-guss.de

Herrenknecht AG

www.herrenknecht.com

Pro Metall GmbH

www.prometall.de

perma-trade Wassertechnik gmbH

www.perma-trade.de

Hotel Stadt Freiburg GmbH

www.hotel-stadt-freiburg.de

Kächele Wilhelm GmbH

www.w-kaechele.de

E. Esslinger GmbH&Co. KG

www.esslinger-entsorgung.de

Gebr. Zimmermann GmbH

www.felswerk.de

Rettich Stahlbau GmbH

www.rettich-stahlbau.de

Alfred Dörflinger GmbH

www.doerflinger-granit.de

Martin Fink KG

www.fink-plexiglas.de

Martin Weitbrecht Rohrleitungsbau GmbH

www.weitbrecht-rohrleitungsbau.de

Siebfabrik Arthur Maurer GmbH & Co. KG

www.siebfabrik.de

Leuze & Co. Kunststoffbeschichtungen

GmbH & Co. KG

www.leuze-co.de

HAKOS Präzisionswerkzeuge Hakenjos GmbH

www.hakos-gmbh.de

Fischer Baulogistik +

Spedition GmbH & Co. KG

www.fischer-spedition.de

Bulling GmbH

www.bulling-gmbh.de

Wilhelm Blessing GmbH & Co. KG

www.wblessing.de

Pink GmbH Thermosysteme

www.pink.de

Geltz Umwelttechnologie GmbH

www.geltz.com

Peter Ibbeken +

Roman Tamilla Vermittlungen GbR

Wiha Werkzeuge GmbH

www.wiha.com

Wiesbauer GmbH &Co. KG

www.wiesbauer.de

System Elektronik GmbH

www.system-elektrotechnik.de

Semmler GmbH

www.tachocontrol.de

GL GmbH Metall- und Werkstattechnik

www.gl-gmbh.de

dhmp Gmbh & Co. KG

www.dhmp.de

Valet und Ott GmbH & Co. KG

www.valetott.de

Stefan Hertweck GmbH & Co. KG

www.hertweck-praezisionswerkzeuge.de

Alfred Dörflinger GmbH

Granitwerk

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-Mineralbeton -Bruchsteine

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MIT Biberach www.mit-bc.de

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MIT Nordwürttemberg

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MIT Württemberg-Hohenzollern

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MIT Deutschland www.mit-deutschland.de

MIT Baden-Württemberg www.mit-bw.de

Impressum

Wirtschaftsforum – das Magazin der Mittelstands-

und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg

erscheint zehnmal im Jahr im

Rahmen der Mitgliedschaft. Ist der Verlag durch

höhere Gewalt, Streik und dergleichen an seiner

Leistung verhindert, so be steht keine Ersatzpflicht

für das Wirtschaftsforum.

Herausgegeben von der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

der CDU Baden-Württemberg

in Zusammenarbeit mit der Kaan Verlag GmbH.

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

der CDU Baden-Württemberg (MIT)

Stammheimer Straße 10, 70806 Kornwestheim

Telefon 07154 8025-140,

Telefax 07154 8025-145

wifo@mit-bw.de, www.mit-bw.de

Auflage: 7.000 Exemplare für Mitglieder und

Interessenten

Verlag und Vertrieb:

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Aufnahmeantrag

Hiermit bitte ich um die Aufnahme in die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

Die grau hinterlegten Felder werden von der MIT ausgefüllt.

Mitgliedsnummer LV/KV Kriterium

Name, Vorname

Geburtsdatum

Straße, Hausnummer

PLZ, Ort

E-Mail-Adresse

Telefon

Telefax

Beruf

Firma

Branche

Eintrittsdatum

Selbstständig

Nicht selbstständig

CDU-Mitglied

Parteilos

Um unsere Beziehung zu Ihnen auf Sicherheit, Vertrauen und Nachhaltigkeit aufzubauen, bitten wir Sie,

uns nachfolgendes Einverständnis zu geben:

Ich bin mit der Erhebung, Speicherung und Nutzung der vorstehenden personenbezogenen Daten sowie der

besonderen Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9 BDSG, z.B. politische Meinungen) einverstanden. Die

Daten werden von der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg, ihren Gliederungen

für die Übersendung von Einladungen, Newsletter, Informationsmaterial und des Mitgliedermagazins – auch per E-Mail – genutzt.

Eine sonstige Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Die E-Mail-Adresse kann auch für den Versand von Einladungen zu satzungsgemäßen

Versammlungen und Einladungen genutzt werden. Der Versand der Einladungen auf elektronischem Wege steht in diesem Fall dem

Postweg gleich. Ihre persönlichen Daten werden nach Beendigung Ihrer Mitgliedschaft gemäß der gesetzlichen Bestimmungen gelöscht.

Ich bestätige, kein Mitglied einer anderen Partei als der CDU/CSU zu sein.

Unterschrift des Neumitglieds

Geworben von

Unterschrift des MIT-Kreisvorsitzenden

Einzugsermächtigung

Hiermit ermächtige ich die MIT, bis auf Widerruf meinen Jahresbeitrag und die einmalige Aufnahmespende

von folgendem Konto abzubuchen:

Name, Vorname des Kontoinhabers

Geldinstitut

Gläubiger-ID

BIC

IBAN

Mein Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich €

(Mindestbeitrag 90 €/Jahr. Der Mitgliedsbeitrag wird als Jahresbeitrag durch

eine Sepa-Lastschrift eingezogen.)

Unterschrift Kontoinhaber

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MIT im Dialog.

Schreiben Sie uns

Ihre Meinung!

z. B. zu unseren Forderungen an die neue

Landesregierung, zur uns belastenden

Bürokratie und zu unseren Erwartungen

an die Wirtschaftspolitik!

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