ewe-aktuell 3/ 2019

eineweltengagement

Magazin des eine-welt-engagement.de

Jahrgang 22 - September 2019

Aufbruch und Heimkehr

Incoming and Outgoing

WEITERE THEMEN IN DIESER AUSGABE

Die Zeit vergeht

Sprache ist wichtig

Eine notwendige Kompensation


Seite 2

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserinnen und Leser,

Ende Juli und Anfang August herrschte reges Treiben

beim ewe: Cecilia, Edith und Naomie machten sich

aufgeregt und voller Vorfreude auf den Weg nach

Sambia, um in die Heimat zurückzukehren bzw. sich

eine neue Heimat zu

schaffen - wenn

auch nur für ein

Jahr.

2

Eugine

Editorial

3

Wenige Tage später

traf sich wieder

ein Kreis von

ewe-Mitgliedern

am Flughafen –

diesmal um Silja,

Priscilla, Ben und

Eugine in Empfang

zu nehmen. Die

einen freuten sich,

nach einem langen Jahr Familie und Freunde wieder zu

sehen, die anderen sahen aufgeregt und mit gemischten

Gefühlen ihrem neuen Zuhause entgegen.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese sieben jungen

Menschen weiter entwickeln werden, und hoffen sehr,

dass sie die Erfahrungen ihres freiwilligen Jahres bei

der Gestaltung ihrer Zukunft sinnvoll nutzen können.

Denn dann hätte sich die Vereinsarbeit gelohnt, wenn

jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet würden.

5

12

19

Priscilla

Silja

Naomie

Edith

Cecilia

9

17

Ganz aktuell hat der Vereinsvorstand beschlossen eine

CO2-Kompensation für Flüge des ewe einzuführen.

Denn auch wir als Verein müssen uns eingestehen, dass

unser Engagement für die Eine-Welt, leider nicht ohne

Konsequenzen für unseren Planeten bleibt.

Lea

22

Aber lesen Sie/ lest selbst, welche Gedanken sich Guido

Schürenberg hierzu gemacht hat.

Ihre/Eure Yoko Kuchiba

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Eine notwendige

Kompensation


Seite 3

Unsere Neuen

Unglaubliches Deutschland

The Unbelievable Deutschland

Bei der Ankunft am Flughafen hatte ich nicht mit so

einer großen Anzahl von Leuten gerechnet, die auf

uns vier Freiwillige - Priscilla, Ben, Silja und mich –

wartete. Aber es waren wirklich viele und sie freuten

sich, uns zu sehen. Es war lustig und schön, auch

weil sie uns mit einem riesigen Kuchen in Empfang

nahmen. Das war sehr nett, obwohl ich schon so viel

Kuchen gegessen hatte. Aber es war wirklich sehr nett.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Düren, um dort

unsere Bustickets abzuholen. Dann gingen wir über

den Dürener Markt, der sehr farbenfroh

wirkte mit all den Blumen, dem Gemüse

und dem Obst. Danach gingen wir

weiter zur Anna-Kirmes. Zwar gab es

dort viele Angebote und Fahrgeschäfte

und ich hätte sie alle gerne ausprobiert.

Aber leider hatte ich sehr viel gegessen,

(was auch nett war), aber deshalb musste

ich auf einem langsamen, aber sehr

großen Gerät, das Riesenrad genannt

wird, fahren. Von dort oben hatte man

einen Blick auf ganz Düren.

Upon arriving at the airport, I was not expecting a

huge number of people waiting for Priscilla, Ben, Silja

and me, but they were many and they were happy to

see us.

It was very fun and nice because they received us with

a big cake, which was nice, although I had eaten a lot

of cakes. But it was really nice.

The following day we went to get our bus tickets in

town. After that we walked through the marketplace

which was colorful with flowers, vegetables and fruits.

Am darauffolgenden Montag begann

unser Deutschunterricht, wobei die

Sprache nicht ganz neu für mich ist, weil

ich schon in Sambia damit begonnen

habe, sie zu lernen.

Ich habe hier auch schon Beachvolleyball

gespielt. Das war super, auch wenn die

Kommunikation eine Herausforderung

darstellte. Aber Hauptsache war, dass

ich spielen konnte.

Das deutsche Essen ist auch sehr lecker.

Aber das Wasser ist sehr anders als in

Sambia: es ist so, als ob man Sprite ohne

Zucker trinken würde.

Guten Tag und danke!

Eugine Himunza


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Then we went to Anna Kirmes. While

it was very beautiful with many things

to play with and ride on and I wanted

to play with all. But unfortunately, I ate

a lot of food which was nice. Therefore,

I had to ride on a slow but very big one

called Riesenrad (Ferris wheel). From

here I had a view of Düren from above.

The following Monday our German

course began. The language was not

new to me because I started learning it

in Zambia.

I also played beach volleyball. That was

great although communication was

challenging. But I played!

The German food is very nice, and the

water is very different: imagine drinking

sprite without sugar.

Guten Tag and danke!

Eugine Himunza


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Von Lusaka nach Mazabuka, meine

ersten Tage in Sambia

Hoch über den Wolken von Sambia bekam ich schon

eine erste Ahnung davon, was mich geografisch

erwarten würde. Was mir zuerst auffiel: die

Landschaften sind sehr weit und sie haben andere

Farben, als meine Augen es gewohnt sind. Als ich aus

dem Flugzeug ausstieg, umarmte mich ein angenehm

warmes Klima. Das überraschte mich, denn ich hatte

mit Hitze gerechnet.

Im Flughafengebäude kam ich dann mit einem

jungen Mann und einer älteren Dame, seiner Mutter,

ins Gespräch. Beide kommen eigentlich aus Malawi,

verbringen aber sehr viel Zeit in Sambia. Die beiden

erzählten mir, wie schön es hier sei und dass ich Glück

habe, so ein schönes Land kennenzulernen. Das

Gespräch war ein sehr schönes Gespräch.

Die anschließende Fahrt von Lusaka nach Mazabuka

war aufregend und lang. Der Fahrer hatte eine weite

Strecke zurückzulegen. Der Boden in Sambia ist

überwiegend sandig. Der Asphalt auf der Strecke

From Lusaka to Mazabuka, my first

days in Zambia

High above the clouds of Zambia I got a glimpse of

what to expect geographically. What I noticed first:

the landscapes here are far-reaching and they wear

colors very different from those my eyes are used

to. When I got out of the plane, a pleasantly warm

climate embraced me. That surprised me because I

had expected heat.

At the airport, I talked to a young man and an older

woman, his mother. Both were from Malawi, but they

spend a lot of time in Zambia. They told me how

nice it is here and that I‘m lucky to get to know such

a beautiful country. I enjoyed the conversation very

much.

The drive from Lusaka to Mazabuka was exciting and

long. The driver covered a long distance. The ground

in Zambia is mostly sandy and the asphalt on the road

was marked by many holes. That is why the driver

often had to avoid these holes, even when driving

a little speedy. I was quite surprised by this style of

driving, but I found it very exciting and amusing. I

was not worried or scared because the locals know

their streets and they know what they are doing.

During the long journey I was able to already discover

a lot of Zambia, such as the country and the people,

the landscapes, fruit trees, women selling fruits and

vegetables, my first sunset and the beautiful starry sky

over Zambia.

Now I‘ve already been here for a few days (three days)

and I am slowly starting to get used to everything.

It‘s hard to be so far away from the usual, but for me

it‘s important to leave my comfort zone and develop.

And with time everything here is going to become the

usual as well, I‘m sure.

The first 10 days I am spending at the house of the

Sisters of the Holy Spirit under the lead of Sister

Chrisencia. She is the one who received me here. She

and the other Sisters are guiding me through the first

days.

One of the first days I already have been in town:

everywhere there are people who look at me and like I

am new to them, they are new to me, too. And I myself


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wiederum hat viele Schlaglöcher, weshalb der Fahrer

einiges zu tun hatte, ihnen auszuweichen - auch

bei zügigem Tempo. Über diesen Fahrstil war ich

einerseits ziemlich erstaunt, andererseits ich fand ich

es sehr aufregend und amüsant. Auch hatte ich keine

Sorge oder Angst, denn die Einheimischen kennen

ihre Straßen und wissen, was sie tun. Während der

langen Fahrt konnte ich schon einige Eindrücke von

Sambia gewinnen, wie zum Beispiel Land, Leute,

Landschaften, Obstbäume, Frauen, die Obst und

Gemüse verkauften, meinen ersten Sonnenuntergang

und den wunderschönen Sternenhimmel über

Sambia.

Nun bin ich schon ein paar Tage (genauer: drei

Tage) hier und fange an, mich so langsam an alles

zu gewöhnen. Es ist schwer, so weit weg von allem

Gewohnten zu sein. Doch mir ist es wichtig, aus

meiner Komfortzone herauszutreten und mich

weiterzuentwickeln. Und auch hier wird alles mit der

Zeit zur Gewohnheit werden, da bin ich mir sicher.

Die ersten 10 Tage werde ich im Haus der Sisters of the

Holy Spirit unter der Anleitung von Sister Chrisencia

verbringen. Von ihr wurde ich hier auch empfangen.

Sie und die anderen Sisters begleiteten mich durch die

ersten Tage. Ich war auch schon in der Stadt: überall

sind Menschen, die mich anschauen und genauso neu

wie ich ihnen erscheine, so neu erscheinen sie mir und

auch ich blicke neugierig zu den Menschen. In den

Läden und auf der Straße ist viel los und überall hört

man Musik. Die Menschen scheinen hier gerne und

sehr viel zu lachen. Und auch Geschichten scheinen

sie sich gerne zu erzählen. Es ist schön zu sehen,

dass die Menschen sich hier gegenseitig grüßen und

miteinander reden, egal ob sie sich kennen oder nicht.

Auch mir gegenüber sind sie sehr nett und fragen

neugierig, woher ich komme.

An einem Tag bin ich mit Sister Chrisencia von

Mazabuka aus nach Monze gefahren: in meine

zukünftige Heimat. So konnte ich bereits meine

Familie kennenlernen und mir das Haus, in dem ich

wohnen werde, anschauen. Das war sehr aufregend.

Dennoch war ich in dieser Situation sehr verhalten

und schüchtern, da so viel Neues auf mich zukam

look curiously at the people, too. In the shops and on

the streets, everybody is very busy, and you can hear

music everywhere. People here seem to like to laugh

a lot and they seem to like to tell stories as well. It‘s

nice to see people greeting and talking to each other,

whether they know each other or not. They are also

very nice to me and ask me where from I am.

One day Sister Chrisencia and I drove from Mazabuka

to Monze to my future home. This way I was able to

get to know my family and the house I am going to live

in, which was very exciting. Yet, I was very cautious

and shy because so many new things came to me and

I had not yet processed all these impressions. But that

was not so bad, because on the other side, on the part

of the family, my siblings and also my father, they

behaved cautiously too. Unfortunately, I couldn‘t meet

my future mom, because she was at work.

Back in Mazabuka, I am continuing to learn to adapt

to the culture and I slowly get used to everything. I am


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also learning the language of the locals which is called

Tonga. In order to do so, almost every day a teacher

comes to me: the host mother of Alisha, who has been

here for a voluntary year in 2017/2018. Tonga, when

spoken by locals, is very difficult to understand. At

least for me. Therefore, the teacher writes everything

on a piece of paper for me and together we go through

everything. The language is very interesting and fun

to talk too.

In order that you get an idea of the language and so

that you can learn together with me, I have prepared

something for you, namely greetings:

Kwamba - hello

Wa buka buti – good morning

Kasiya buti – good evening

Moone Kabotu – good night

Uli buti – how are you?

Everything is answered with Kabotu which means as

much as ok. Here an example:

und ich die ganzen vorangegangenen Eindrücke

noch nicht verarbeitet hatte. Das war aber gar nicht

schlimm, denn auch auf der anderen Seite, also seitens

meiner Gastfamilie, verhielten sich meine Geschwister

und auch mein Vater noch zurückhaltend. Meine

zukünftige Mutter konnte ich leider noch nicht

kennenlernen, da sie arbeiten war.

Zurück in Mazabuka lerne ich nun weiter, mich

der Kultur anzupassen und mich langsam an alles

zu gewöhnen. Auch die regionale Sprache der

Einheimischen, genannt Tonga, lerne ich hier. Dafür

kommt fast jeden Tag eine Lehrerin zu mir: die

Gastmutter von Alisha, die vorletztes Jahr (2017/2018)

ihr FSJ hier gemacht hat. Tonga ist, wenn man es

von Einheimischen gesprochen hört, sehr schwer zu

verstehen. Zumindest für mich. Daher schreibt mir

die Lehrerin alles auf ein Blatt Papier und ich gehe

alles mit ihr durch. Die Sprache ist sehr interessant

und es macht Spaß, sie zu sprechen. Damit ihr einen

Eindruck von der Sprache bekommt und auch mit mir


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lernen könnt, habe ich etwas vorbereitet - nämlich

greetings/Begrüßungen:

Kwamba - Hallo

Wa buka buti - Guten Morgen

Kasiya buti – Guten Abend

Moone Kabotu - Gute Nacht

Uli buti – Wie geht es dir?

Bei allem wird mit Kabotu geantwortet, das so viel

heißt wie ok. Hier ein Beispiel:

...Wa buka buti

...Kabotu, wa buka buti

...Kabotu

...Wa buka buti

...Kabotu, wa buka buti

...Kabotu

The language is very closely related to respect and

therefore there are different forms to address someone

depending on whether you are speaking to peers or

to older persons. To keep it simple, I take the neutral

forms.

That‘s it for the first time.

Greetings to Germany, see you soon, Naomie!

Die Sprache ist sehr stark mit

Respekt verbunden und es gibt

daher verschiedene Weisen,

jemanden anzusprechen - je

nachdem, ob man mit gleichaltrigen

oder älteren Personen spricht. Um

es einfach zu halten, benutze ich

die allgemeinen Formen.

So das war‘s erst einmal für den

Anfang. Ich grüße Deutschland

und bis bald!

Naomie


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Erster Bericht von Priscilla

First Report of Priscilla

Als ich hier ankam, habe ich es nicht für möglich

gehalten, dass ich es hier mögen könnte. Aber

ich musste mich wohl einfach nur an die neue

Situation und Umgebung gewöhnen. Nun mag

ich es hier wirklich und bin froh angekommen

zu sein. Ich dachte, dass es sehr schwer würde,

so weit weg von zu Hause zu sein, aber es ist

doch nicht so schwer, wie ich gedacht hatte.

Vielleicht wird es an einem bestimmten Punkt

noch so kommen, aber für den Moment bin

ich sehr, sehr froh, hier zu sein.

An den ersten beiden Tagen war ich bei Irmela

und es hat mir bei ihr sehr gefallen. Am

Samstag sind wir zur Anna-Kirmes gegangen, wo

ich viel Spaß hatte, vor allem auf der Fahrt mit dem

Riesenrad. Ich habe auch Pommes mit Wurst gegessen

und Cola getrunken und ich muss sagen, dass ich das

Essen hier auch mag.

Am Sonntag waren wir in der Marienkirche. Die Messe

hier ist schon etwas anders als bei uns in Sambia. Aber

bin froh, hingegangen zu sein. Hier hatte ich nämlich

auch die Gelegenheit, meine künftige Gastfamilie zu

treffen. Wir haben ein bisschen miteinander sprechen

können und es war schön, sie einmal gesehen zu

haben. Danach habe ich Edith und ihren Hund

Elsa kennengelernt. Elsa ist echt groß, aber lieb. Seit

Sonntag bis Ende August wohne ich nun auch bei

Edith und Elsa.

Am Montag begann unser Deutschkurs mit Saskia.

Deutsch zu lernen ist nicht ganz einfach, aber ich

will mich sehr anstrengen, damit ich mich besser

unterhalten kann.

Dann am Dienstagnachmittag traf ich Isy und Falonne,

die beiden Tutorinnen für die Kultureinführung.

Beide waren sehr nett zu mir und ich mag sie auch

sehr. Sie helfen uns auch beim Deutschlernen.

Am nächsten Tag brachte Irmela Eugine und mich

nach Aachen, wo auch Isy und Falonne zu uns

stießen. In Aachen nahmen wir an einem Treffen mit

anderen Freiwilligen aus Südamerika teil. Durch das

Zusammensein und durch das, was ich über sie lernte,

At the time I came here I never thought I would like

it, but I guess I just had to adjust to the new situation

and to the new environment. Now, I really like it here

and I‘m glad that I‘m settled in. I thought it would

be very hard to be somewhere that‘s so very far away

from home but it‘s not as hard as I thought it would

be. Maybe it‘ll get hard at some point but as for now

I‘m really, really glad that I‘m here.

For the first two days I was living with Irmela and I

really enjoyed being with her. On Saturday, we went to

the Anna-Kirmes which was a nice place and I enjoyed

myself there. We went on the Ferris wheel and I really

loved it. I also had fries with sausage and Coca Cola,

and I have to say I enjoyed the food, too.

On Sunday, we went to Marien Church. Church was a

little different from the church that we have at home but

I‘m glad that I went. Here I also had the opportunity

to meet my future guest family. We had a little chat

and it was nice to see them. Then after church I met

Edith and her dog Elsa. Elsa is really a big dog but very

sweet. Sunday was also the day I started staying with

Edith and Elsa for the rest of August.

On Monday morning, we had to prepare for the

German course with Saskia. Learning a new language

isn‘t very easy but I‘m really putting effort into it in

order to be able to communicate easier.

Then on Tuesday, I met Falonne and Isy who help us

to mend in the German culture. They both have been

very kind to me, and I like them very much. They are

teaching me German too.


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bekam ich den Eindruck, dass die Welt wirklich

klein ist. Nach diesem Treffen haben wir schließlich

auch Evans getroffen, einen ehemaligen Freiwilligen.

Er zeigte uns Aachen, wir aßen und tranken etwas

zusammen und hatten dann noch eine Menge Spaß

bei verschiedenen Spielen.

Am Donnerstag gingen wir Beachvolleyball spielen.

Obwohl ich noch nie Beachvolleyball gespielt habe,

hat es Spaß gemacht und ich konnte beobachten, wie

die Leute dabei hinfielen und über und über mit Sand

waren.

Der Freitag war aufregend, weil wir mit Falonne und

The next day Irmela, Eugine and I went to Aachen

where Falonne and Isy joined us as well. At Aachen we

met other volunteers from South America. Being with

them and learning more about them made me believe

that it´s really a small world. After this meeting, we

finally met Evans who once had been a volunteer too.

He showed Aachen to us and together we had some

food and something to drink and we also got to play

games and I had a lot of fun.

On Thursday, we went to play beach volleyball.

Although I have never played beach volleyball before I

had fun and I watched people falling and having sand

all over.

Friday was very exciting as we wanted to go to town

(Düren) with Falonne and Isy. I loved town so much

because I got to see a lot and we were looking for

things to buy and we had lunch in town. Falonne also

showed Eugene and me how to get on the bus and

which station we have to get off.

On Saturday, I helped Edith with the house cleaning

but it wasn‘t much work for me because back home I

helped my mother cleaning the house nearly every day.

Then I went to play basketball with Falonne and her

family. I really enjoyed myself as we were only people

of the same colour and hanging out with Falonne´s

family made me feel like I was home.

On Sunday, I went to Isy´s and Falonne´s church and

ahhh! I really enjoyed their church: it has been so

amazing seeing my kind of people in action and it was

lovely with the music and the dancing. I loved it. After

church and lunch, we went to the coal mine Tagebau

Hambach and the Indemann which is a very tall tower

near the mine.

So far, I love Germany. They have really good food:

especially the ice cream, the chocolates, the fries and

some of the bread. But they don‘t like sugar as much as

we Africans do. Sunset is not like the Zambian sunset

and it´s amazing to see that it´s still bright at 7pm. I

have to say that it´s a very nice country and I love it.

Priscilla Daka


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Isy nach Düren wollten. Mir hat es in der Stadt so gut

gefallen, weil es so viel zu sehen gab, wir uns in den

Geschäften umgeschaut haben und auch dort Essen

waren. Falonne zeigte Eugine und mir auch, wie man

mit dem Bus fährt und wo wir aussteigen müssen.

Am Samstag habe ich Edith geholfen, das Haus zu

putzen. Für mich war das nicht viel Arbeit, weil ich

meiner Mutter zuhause so gut wie jeden Tag dabei

geholfen habe. Dann gingen wir mit Falonne und

ihrer Familie zum Basketball spielen. Das hat mir sehr

gut gefallen, weil wir alle dieselbe Hautfarbe hatten

und das Beisammensein mit Falonnes Familie gab mir

das Gefühl, zuhause zu sein.

Sonntags dann ging ich mit Isy und Falonne in einen

afrikanischen Gottesdienst und ah! das hat mir so gut

gefallen: Leute wie mich mit ihrer Musik und ihren

Tänzen zu sehen. Nach Messe und Mittagessen fuhren

wir dann zum Tagebau Hambach und kletterten auf

den Indemann, einen hohen Turm in der Nähe.

Bisher gefällt mir Deutschland sehr. Es gibt leckeres

Essen, besonders das Eis, die Schokolade, Fritten

und einige Brotsorten. Aber sie mögen hier Zucker

nicht so wie wir Afrikaner. Der Sonnenuntergang ist

anders als der Sambische und es ist erstaunlich, dass

es abends um 7h noch hell ist.

Ich muss sagen, Deutschland ist ein schönes Land. Ich

mag es.

Priscilla Daka


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Gedanken zum Abschluss des freiwilligen Jahres

Sprache ist wichtig

Language is important

Ich kann noch gar nicht glauben, dass mein freiwilliges

Jahr zu Ende ist. Es war wirklich eine tolle Möglichkeit

für mich, diesen interkulturellen Jugendaustausch zu

machen.

Am Anfang schien dieses Jahr so endlos zu sein, weil

einfach alles neu war. Ich brauchte lange, um mich

an die Umstellung zu gewöhnen, weil die Sprache so

fürchterlich schwierig war, aber mit der Zeit verstand

ich mehr, nur das Sprechen fiel noch schwer.

Ich war sehr glücklich, dass mich alle Leute, die ich

kennengelernt habe, akzeptiert haben. Den ersten

Monat verbrachte ich bei Edith Kemmer, die sich

liebevoll um mich gekümmert hat und deshalb werde

ich mich immer an sie erinnern. Im September kam

ich dann in meine Gastfamilie, mit der ich einige gute

Monate zusammenlebte. Die Familie kümmerte sich

gut um mich: In der gemeinsamen Freizeit machten

wir kleine Ausflüge zu netten Orten und machten

auch einige Fahrradausflüge. Und so fühlte ich mich

angenommen.

Im September begann auch meine Arbeit im

Krankenhaus und es war schwierig, mich daran zu

gewöhnen, denn ich hatte von der Arbeit dort keine

Ahnung. Am schwierigsten war die Sprache, obwohl

ich schon einen ganzen Monat Deutschunterricht hatte,

aber das war ganz anders als die Krankenhaussprache.

Deshalb erschien mir das Leben sehr hart.

Manchmal habe ich mir selbst sogar Vorwürfe gemacht,

dass ich es akzeptiert hatte, nach Deutschland zu

gehen, ohne die Wichtigkeit der Sprache zu kennen.

Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Arbeit

und ich bekam einige Dinge beigebracht, die ich ohne

Anleitung erledigen konnte. Nach ungefähr 4 Monaten

im Krankenhaus verstand ich auch die Sprache dort.

Es war eigentlich sogar einfach, weil sich die Worte

wiederholten. Manchmal bekam ich die Gelegenheit,

Sachen zu machen, die nicht zu meinen üblichen

Aufgaben gehörten, wie zum Beispiel das Entfernen

von Infusionen, die leer gelaufen waren. Ich schätze

mich glücklich, dass mein Mentor im Krankenhaus

und die Krankenschwestern erkannten, dass ich sehr

I cannot believe that my voluntary year has come to

an end. It was really a great opportunity for me to

do intercultural youth exchange. In the beginning,

the year seemed to be so long for me because almost

everything was new. It took time for me to get used

because the language was very difficult. But with time

I started to understand a little bit, though speaking

was still hard.

I am very happy that, when I came to Germany, I was

accepted by the people I was in contact with. When I


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ehrgeizig bin und so viel wie möglich lernen wollte.

Weil ich weiß, dass ich den Rest meines Lebens im

Krankenhaus arbeiten möchte, bin ich sehr dankbar,

dass ich diese Möglichkeit zu lernen bekommen habe

und dass sie mir so viel beigebracht haben. Ich habe im

Krankenhaus auf 6 unterschiedlichen Stationen mit

sehr unterschiedlichen Aufgaben gearbeitet. Überall

wurde ich von meinen Mitarbeitern akzeptiert, weil

ich schnell lernte, alle mir übertragenen Aufgaben zu

bewältigen. Und ich bin so dankbar, dass ich auch im

Kreißsaal arbeiten durfte, weil ich dadurch begann,

mich noch mehr für den Beruf der Hebamme zu

interessieren.

Die Idee mir einen Arbeitsplatz im Krankenhaus

zu geben, war sehr hilfreich. Denn davor war mein

Interesse an einer Arbeit im Krankenhaus nicht

besonders groß gewesen. Nach und nach begann ich

Freude daran zu finden, weil ich in der Lage war die

meisten der mir aufgetragenen Arbeiten zu erfüllen

und darauf war ich sehr stolz. Rückblickend verstehe

ich nun die Redensart „Der Anfang ist immer am

schwersten“. Inzwischen fällt mir nichts mehr schwer,

und meine Kollegen sind ebenso glücklich und stolz

auf das, was ich erreicht habe.

arrived in Germany I stayed with Edith Kemmer. It

was really a great time for me because she took good

care of me and for that I will live to remember her.

In September I was taken to my host family where I

enjoyed staying for few good months. The family was

good to me: during free time they took me to some

other nice places and for that I felt loved. I could also

ride bicycle with them for few kilometers.

In September I started working in the hospital and it

has been really hard for me to get used to because I

had no idea of how work should be done in a hospital.

What has been hardest was the language, even though

I have been taught German before starting to work.

But what I have been taught was so much different

from the language used at the hospital. And therefore,

life seemed to be hard for me. Sometimes I would even

blame myself why I accepted to come to Germany not

knowing enough and how important language is. But

as time went by, I started getting used to the work

and I learned some few things that I could do without

Im Februar wurde mit dem Bergfest gefeiert, dass

Cecilia und ich nun schon 6 Monate in Deutschland

waren und ich war sehr froh, dass ich es geschafft hatte,

ein halbes Jahr durchzustehen, ohne meine Familie zu

sehen. Dieses Fest benötigte so viele Vorbereitungen

und vor dem eigentlichen Tag war ich so aufgeregt,

was wir am besten über Sambia zeigen könnten und

was für Gerichte die Gäste wohl mögen würden. Der

Tag des Festes kam und ich war zunächst sehr ängstlich

und stand schüchtern vor dem ganzen Publikum.

Aber am Ende war ich so glücklich, dass alles so toll

geklappt hat: unsere vielen Gerichte kamen super gut

an und die Fotorepräsentation auch. Mit diesem Tag

bin ich mutiger geworden, dass nichts zu schwer ist,

wenn man es sich nur zutraut.

Im selben Monat wechselte ich auch die Gastfamilie.

Meine neue Gastmutter nahm mich auf und kümmerte

sich fortan sehr liebevoll um mich. Und deshalb

schätze ich sie wirklich sehr.


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Dann kam der Mai: Der Mai war wirklich ein vom

Glück verwöhnter Monat für mich, denn ich habe im

Mai Geburtstag und das großartige Geschenk meiner

Gastmutter war eine Reise nach Portugal. Schön

war auch, dass sogar meine Kollegen an meinen

Geburtstag gedacht haben.

Die letzte Seminarwoche war bei weitem die beste von

allen. Es gab viele Workshops, jeder sollte den anderen

etwas beibringen. Mein Workshop war, den anderen

Tanzen wie in Sambia beizubringen. Ich habe mich

sehr darüber gefreut, dass die anderen den Tanz, den

ich ihnen zeigte, mochten und einige schafften es auch

ganz gut zu tanzen. Denn das ist nicht so ganz einfach

und nicht jeder bekommt es hin. Ich wiederum lernte

zu malen und zu zeichnen. So malte ich die sambische

Flagge auf eine Box, was den anderen wiederum gefiel,

weil einige weder die sambische Flagge noch die

Bedeutung der sambischen Farben kannten. Es war

eine wunderbare Erfahrung, deutsche Jugendliche

bei diesem Seminar zu treffen. Sie brachten mir auch

noch mehr Deutsch bei, weil es manchen von ihnen

schwerfiel, alles ins Englische zu übersetzen. Und weil

being instructed. After about 4 months I was able to

understand the language used at the hospital. In fact,

it was quite simple because it was just the repetition

of the words. Sometimes I got the opportunity to do

things that did not belong to my usual duties. For

instance, removing infusions from the patients when

they were empty. Fortunately, my supervisor and the

other nurses realized that I was very eager and curious

to learn as much as I could. Knowing that I want to

spend the rest of my life working in a hospital I am

very grateful that I have been given the opportunity

to learn and that they taught me many things. In the

hospital I worked at about 6 different stations with

different kinds of work. Everywhere I was accepted

by the people who were working with me, because I

could manage to do almost everything I was asked

for. And I am very thankful that I have been given the

opportunity to work in the maternity ward because

this made me become more interested in working as

a midwife.

The idea of giving me work at a hospital was very

helpful because before coming here my interest in

working at a hospital has not been very high. But

as time went by, I started to enjoy it because I was

capable to fulfil most of the tasks given to me and for

that I was proud of myself. Looking back, I came to

understand the saying „ The beginning is always the

hardest „. By now, nothing is hard for me anymore

and my colleagues are very happy and proud of me for

my work and for what I have accomplished.

In February we had a party to celebrate that Cecilia

and I stayed already 6 months in Germany and was

very happy that I managed to be here half of a year

without seeing my family. The party required so many

preparations that before the actual day, I have been

really troubled in mind wondering what to present

about Zambia and what kind of food people would

enjoy. The day of the party came, and I was very scared

and shy standing in front of people. When finally the

party ended I was so happy that we managed to do

our best and that the people enjoyed the presentation

and the food. Starting from that day I became so

courageous that nothing is hard when you trust in

yourself.


Seite 15

sie mich alles über Sambia fragen konnten, bekamen

einige auch Interesse daran, Sambia zu besuchen.

Der Abschied, den sie mir im Krankenhaus bescherten,

war großartig. Gleichzeitig war er auch traurig, weil ich

mich an meine Arbeit gewöhnt hatte und alle so nett

zu mir waren. Es war schon schwer zu akzeptieren,

dass mein freiwilliges Jahr im Krankenhaus zu Ende

ist. Aber ich bekam wunderschöne Geschenke. So

zeigten meine Kollegen mir ihre Wertschätzung für

die Arbeit, die ich im Krankenhaus geleistet habe. Ich

war darüber sehr glücklich, weil es zeigt, wie sehr sie

mich mögen. Die Mitarbeiterin von Station 5 war so

gut zu mir, dass ich sie vermissen werde. Mein Mentor

war besonders nett. Er hat sich immer erkundigt, wie

es mir bei meiner Gastfamilie ging und ob alles gut

wäre. Und er beruhigte mich auch, wenn ich Heimweh

hatte. Deshalb werde ich ihn sehr vermissen.

Ich möchte auch noch hinzufügen, dass es wirklich

eine großartige Gelegenheit für mich war, nach

Deutschland zu kommen, obwohl es anfangs hart

war. Aber ich habe mich an alles gewöhnt, auch

an das frühe Aufstehen, was am Anfang eine echte

Herausforderung war.

In the same month, I changed the family and my host

mom accepted me and took good care of me, and for

that I really appreciate her.

Then came May: May was really a blessed month

as it was the month of my birthday and I got the

opportunity of being taken to Portugal. That was the

great present for my birthday from my host mother. I

was very happy that even people at work considered

my birthday.

The last seminar I had has been the best seminar of

all the seminars I had. During this seminar there

were a lot of workshops and everyone had something

to teach. I had a workshop where I taught the others

how to dance. I was happy that they liked the dance

I showed them and some of them managed to dance

the right way. Because in fact, dancing is difficult: not

everyone can manage it. I myself, I learned how to

paint and draw. During this workshop I painted a box

representing the Zambian flag and the others were

happy about it because some of them did not know

neither the flag nor the meaning of the colors. It was

a wonderful experience for me to meet with German

youths in the seminar. And they taught me more of

the language because for some of them it was hard

to translate everything in English. And as they could

also ask me everything about Zambia, some of them

gained interest in visiting my country.

I had a great goodbye at work though at the same time

it has been sad for me because I got used to my work

and the people have been so good to me. So, it has

been very hard to accept that my voluntary work in the

hospital had come to an end. Nevertheless, I received

beautiful presents. My colleagues gave them to me to

show their appreciation for my work. And I was very

happy about that because it showed me that I am so

loved by them. Station 5 people were so good to me

and I will live to miss them. Especially my supervisor

has been so kind. He would ask how living with the

family was and if everything was fine. He would calm

me down whenever I missed home and for that I will

miss him so much.


Seite 16

An dieser Stelle möchte ich die verantwortlichen

Mitglieder des EWE in Deutschland bitten, gemeinsam

mit den Verantwortlichen in Sambia zu überlegen, was

getan werden kann, damit die nächsten sambischen

Freiwilligen besser Deutsch lernen können, bevor

sie hierhin kommen. Es wäre so hilfreich wenigstens

45% der Sprache schon zu können. Zwar sprechen

viele Deutsche ziemlich gut Englisch, aber eben nicht

alle. Ich gebe zu Bedenken, dass die Sprache der beste

Weg zu einer guten Kommunikation ist. Ich kann aus

eigener Erfahrung sagen, dass die Sprache nicht zu

können, das Leben hier schwer macht. Es kann dann

sogar passieren, dass man die Dinge, die um einen

herum geschehen, völlig falsch versteht. Bitte sorgen

Sie unbedingt dafür, dass die nächsten Freiwilligen

schon einen großen deutschen Wortschatz haben.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich für das

freiwillige Jahr sehr dankbar bin. Es war wirklich sehr

gut und ich habe eine Menge Dinge gelernt, die ich

in meinen Alltag einbinden werde. Ich bin glücklich,

zum ersten Mal in meinem Leben Schnee gesehen

und gefühlt zu haben und auch Sonnenuntergänge zu

so später Stunde. Auf der anderen Seite bin ich aber

auch traurig wieder nach Hause zurück zu gehen,

nachdem ich mich an fast alles hier gewöhnt habe. Ich

hatte kein Heimweh mehr und sogar das Wetter war

erträglich geworden. Ich schätze die Möglichkeit, für

ein freiwilliges Jahr nach Deutschland kommen zu

können und im Krankenhaus Freiwilligendienst zu

leisten, wirklich sehr, obwohl ich hierauf vorher nicht

ausgebildet worden war. Dieses Jahr hat dazu geführt,

dass ich begonnen habe, mich mehr für meine

berufliche Karriere als Hebamme zu interessieren.

Ich hoffe, dass das Austauschprogramm weitergeführt

wird, um Jugendlichen dabei zu helfen, die Arbeitswelt

zu entdecken. Ich sage das, weil es für mich selbst

höchste Zeit war zu entscheiden, ob ich für den Rest

meines Lebens im Krankenhaus arbeiten möchte oder

nicht.

Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich beim

EWE, der dieses Programm durchführt.

I would like to add that coming to Germany was really

a great opportunity for me though in the beginning

it was hard. But I came to get used to whatever I was

doing. Especially waking up early in the morning was

a big challenge for me in the beginning.

At this point, I would like to ask whether the German

people of the ewe´s executive board could talk with

the Zambian people of the executive board about

what can be done for the coming volunteers of the

next years to improve their knowledge of the German

language before coming here. It would be very helpful

to know at least 45% of the language. Some Germans

speak English quite alright but not everyone.

Please remember: language is the best way of good

communication. I say so because I have experienced

myself that not knowing the language makes living

here hard. Because of this, you can even get a wrong

point of view about the things which are being done.

Please, by all means, try to help the next volunteers to

learn at least a good percentage of the language.

In conclusion, I am very thankful about my voluntary

year. It really has been good, and I learned a lot of

things that I will apply in my daily life. I am happy

that I experienced snow for the first time in my life

and sunsets at such a late time of the day. On the other

hand, I am sad about going back home after getting

used to almost everything. At the end I was no longer

homesick, even the weather became bearable. I really

appreciate the opportunity of coming to Germany and

do voluntary work at the hospital, although I had not

been trained for this task beforehand. This year made

me gain more interest in my career. I hope the program

will continue in order to help other youths to discover

a work which is good for them. I say so, because it had

been high time for myself to decide whether I should

or should not work in a hospital for the rest of my life.

Once more, thanks to the EWE (Eine Welt Engagement)

organization who came up with this program.

Edith Nabbili

Edith Nabbili


Seite 17

Die letzten Wochen in Sambia

The last weeks in Zambia

In den letzten drei Monaten ist nicht mehr so viel

passiert. In Lusaka habe ich viele verschiedene Stoffe

gekauft und dann verschiedene Kleidungstücke

anfertigen lassen. Meine Gastschwester und ich haben

zusammen bei einer Tante von meiner Gastmutter

gewohnt. Es war eine schöne Zeit in Lusaka, jedoch

ist es dort sehr voll und stressig. Jedenfalls war ich

froh, als ich wieder in Chikuni war, denn dort ist

es sehr entspannt und ruhig. Im Krankenhaus sind

neue Studenten angekommen, die uns unter die

Arme gegriffen haben. Innerhalb einer Woche haben

wir dann wiederum für die Studenten Prüfungen

vorbereitet und auch durchgeführt. Die Arbeit war

nicht sehr spannend, es gab eher weniger Geburten.

Ich habe mich mit verschiedenen Freunden getroffen

und so meistens meine Freizeit verbracht. Anfang

Juli gab es ein Festival in Gonde, einem Village. Es

gab sehr viele Stände mit unterschiedlichsten Sachen

und es wurden Tänze aufgeführt. Ben und ich hatten

uns dort getroffen und es war ein sehr schöner Tag.

Vor zwei Wochen waren wir zusammen mit Agnes

und Sister Chrisencia für eine Woche in Livingstone.

Dort haben wir das Mukuni Village besucht, wo

wir Löwen und Leoparden gesehen haben. Zudem

Not much has happened in the last three months. In

Lusaka, I bought many different fabrics and then I

had different clothes made. My host sister and I lived

together with an aunt of my host mother. It was a

nice time in Lusaka, but it is very busy and stressful

there. Anyway, I was glad when I was back in Chikuni,

because there it is very relaxed and quiet. New students

arrived in the hospital and helped us out. Within a

week we then prepared and performed exams for

the students. Work was not very exciting, there were

fewer births. I met different friends and spent most of

my free time this way. At the beginning of July there

was a festival in Gonde, a village. There were a lot of

stalls with different things, as well as dances that were

performed. Ben and I had met there, and it was a very

nice day. Two weeks ago, we were together with Agnes

and Sister Chrisencia in Livingstone for a week. There

we visited the Mukuni Village, where we saw lions

and leopards. We also visited the crocodile farm and

spent a day in Botswana. The rest of the time we did

the evaluation and talked about the past year. We also

talked about problems and supported each other.

When we came back from Livingstone, I had another

week with my host family.

I said goodbye to the staff in the hospital and spent

the rest of my days at home. It was nice to spend time

with friends and enjoy the days. However, I was also

happy to fly back home, because you miss friends and

family there.

Then it was time: we made our way to Lusaka. Together

with the two new Zambian volunteers, we drove to the

airport by car. At 21:00 h we arrived after a short stop

at the supermarket. Since our flight started at 02:00

h, we had a great chat and waited. Unfortunately, Ben

and I had a bit of excess baggage and had to repack.

But then we flew off on time and landed in Nairobi

after three hours, then we went on to Amsterdam.

With a delay we landed in Dusseldorf and were

happily embraced by our families. Now we are already

one and a half weeks in Germany, so slowly everyday

living starts again but I have a lot of things to do. On

the one hand, I‘m happy to be back and meet friends,

but on the other hand, I still think a lot of Zambia and

miss the friends I found there and my host family. A

year is a long time to get used to this life and after this


Seite 18

waren wir auch auf der Krokodilfarm und für einen

Tag in Botsuana. Die restliche Zeit haben wir die

Evaluation durchgeführt und über das vergangene

Jahr gesprochen. Wir konnten auch über Probleme

reden und uns gegenseitig unterstützen.

Als wir aus Livingstone wieder zurückgekommen sind,

hatte ich noch eine Woche mit meiner Gastfamilie.

Ich habe mich von den Mitarbeitern im Krankenhaus

verabschiedet und die restlichen Tage zu Hause

verbracht. Es war schön, Zeit mit den Freunden zu

verbringen und die Tage zu genießen. Jedoch habe ich

mich auch gefreut, wieder nach Hause zu fliegen, denn

man vermisst seine Freunde und die Familie dort.

Dann war es so weit: Wir haben uns auf den Weg nach

Lusaka gemacht.

Zusammen mit den zwei neuen sambischen

Freiwilligen sind wir mit dem Auto zum Flughafen

gefahren. Um 21:00 Uhr sind wir nach einem kurzen

Halt beim Supermarkt angekommen. Da unser Flug

erst um 02:00 Uhr losflog, haben wir uns noch super

unterhalten und gewartet. Leider hatten Ben und ich

ein bisschen Übergepäck und mussten so umpacken.

Aber wir sind dann pünktlich losgeflogen und nach

drei Stunden in Nairobi gelandet, von wo aus es

weiter nach Amsterdam ging. Mit Verspätung sind

wir in Düsseldorf gelandet und wurden von unseren

Familien glücklich in die Arme genommen. Jetzt sind

wir schon anderthalb Wochen in Deutschland und

so langsam fängt der Alltag wieder an. Ich habe viele

Dinge zu regeln und so im Moment sehr viel zu tun.

Einerseits bin ich glücklich, wieder hier zu sein und

Freunde zu treffen, aber andererseits denke ich noch

sehr an Sambia und vermisse die dort gefundenen

Freunde und meine Gastfamilie. Ein Jahr ist schon

eine lange Zeit, sich an dieses Leben zu gewöhnen

und nach diesem Jahr muss man dieses Leben wieder

verlassen und wieder zurück in das vorherige Leben.

Aber wohin du auch gehst, geh mit deinem Herzen.

Das finde ich sehr wichtig.

year you have to leave this life again and go back to

the old one. But wherever you go, go with your heart.

This, I think, is very important.

Silja Thönnes

Silja Thönnes


Seite 19

Wenn alles gesagt und getan ist

When all is said and done.

Es scheint mir, als wäre es erst gestern gewesen, aber

viele Monate sind vergangen. Die Zeit fliegt wirklich.

Ich erinnere mich noch an das erste Mal, dass ich da

saß und meinen ersten Bericht schrieb: da war ich erst

seit zwei Wochen in Deutschland. Und heute sitze ich

hier, schreibe meinen letzten Bericht und kann die

Tage bis zu meiner Heimkehr runterzählen. Es war

wirklich eine spannende Zeit.

Heute erkenne ich, wie viel es mir zunächst

abverlangte, mich an diese neue Situation anzupassen.

Wie sehr ich mich über Dinge beklagt habe, die in

meinem Kopf keinen Sinn ergaben, wie zum Beispiel,

warum die Deutschen diesen ganzen Papierkram so

zu lieben scheinen und weshalb sie so viel Brot essen.

Aber schaut mich heute an: ich habe mich an all das

gewöhnt. Die Zeit heilt alle Wunden.

Ich kann nicht sagen, dass es einfach war, im

Krankenhaus zu arbeiten, ohne es vorher gelernt

zu haben. Aber Gott sei Dank habe ich es geschafft

und es war wirklich eine wunderbare Erfahrung. Ich

hatte sowohl gute wie auch schlechte Zeiten, was alles

letztendlich noch interessanter machte. Ich werde

die Zeit mit Sicherheit vermissen, es war eine tolle

Erfahrung und ich hatte viel Spaß.

Die Sache mit der Kultur kann Menschen mit

unterschiedlichem kulturellem Hintergrund auch auf

eine falsche Fährte führen und lässt uns dann Dinge,

die wir nicht kennen, falsch beurteilen. Deshalb bin

ich froh, dass ich die Gelegenheit bekommen habe,

die Kulturen unterschiedlicher Länder kennen zu

lernen und dass ich so von anderen Menschen und

ihrer Kultur lernen konnte.

Ich bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte, die

Kultur von verschiedenen Ländern kennenzulernen,

das hat mich befähigt von anderen Leuten etwas über

ihre Kultur zu lernen.

An meine Gastfamilie: Ich kann euch nicht genug

danken, dass ihr mich das ganze Jahr über bei euch

habt wohnen lassen. Vielen Dank für die Ausflüge und

all die Abenteuer, die wir zusammen erlebt haben. Ihr

seid wirklich ein Segen.

It seems like yesterday, but many months have passed,

and indeed time really has been flying. I remember

that the first time I sat down to write my first report, I

had been in Germany only for two weeks. And today

I am sitting here to write my last report being able to

count down the days when I am going back home. It

has really been an interesting time.

Today I realize how much it took to adjust to the new

situation in the beginning. How much I complained

about things that didn‘t add up in my head. For

example, why Germans love paperwork or why they

eat so much bread. But look at me today: I am used to

that now. Time sure heals all wounds.

I can‘t say that it has been easy to work in a hospital

without having learned anything about it before.

Therefore, I thank God that I managed. It was really

an amazing experience. I had both good and bad

times which made everything more interesting and I

will sure miss it. It has been a great experience and

fun.


Seite 20

The thing about culture is that having different

cultural backgrounds often misleads people and it is

making us judge things that we don‘t know wrongly.

Therefore, I am glad I had the opportunity to share

the cultures of different countries and so I was able to

learn from other people and their culture.

To my host family: I cannot thank you enough for

having me during my stay in Germany. Thanks for the

trips and all the adventures we had. You are indeed a

blessing for me.

Everything always seems impossible until you do

it and therefore never thought I would finish my

voluntary year, but I have. With all the coldness and

unexpected weather changes, with all the differences

in language and culture it seemed so impossible but

finally it´s over. Mama I made it!!

Thank you.

Cecilia Tatila

Manche Dinge scheinen bis zu dem Moment, in

dem man sie tut, unmöglich zu sein. So hätte ich

nie gedacht, dass ich mein freiwilliges Jahr zu Ende

bringe, aber ich habe es geschafft. Mit der ganzen

Kälte und den Wetterkapriolen, den Unterschieden in

Sprache und Kultur schien es unmöglich, aber nun ist

es vorbei. Mama, ich habe es geschafft!

Danke schön.

Cecilia Tatila


Seite 21

DEIN SOZIALES

JAHR IM AUSLAND.

Infotag 14.09.2019 - 11-15 Uhr

Im Café OJ - Felbelstraße 23 - 47799 Krefeld

Infotag 21.09.2019 - 11-15 Uhr

Pinu’u Jugendkulturcafé - Buchkremerstraße 2 - 52062 Aachen

Infotag 14.09.2019 - 11-15 Uhr

Im Café OJ - Felbelstraße 23 - 47799 Krefeld

Infotag 21.09.2019 - 11-15 Uhr

Pinu’u Jugendkulturcafé - Buchkremerstraße 2 - 52062 Aachen

Trägerkreis Sozialer Dienste für Frieden und

Versöhnung (SDFV), Internationale Freiwilligendienste

im Bistum Aachen. Wir entsenden

nach Bolivien, Bosnien Herzegowina, Ecuador,

Ghana, Kolumbien, Kosovo, Mazedonien, Polen,

Ukraine und Sambia. Informationen unter:

www.friedensdienste-aachen.de

www.friedensdienste-aachen.de


Seite 22

Was macht eigentlich ...?

Immer noch verbunden

Still connected

Nach meinem Jahr in Sambia, das ich 2014/15

in Mazabuka – the sweetest town of Zambiaverbracht

habe, habe ich begonnen, in Darmstadt

Umweltingenieurwissenschaften zu studieren.

Seit 2016 engagiere ich mich in der Darmstädter

Regionalgruppe des Vereins Ingenieure ohne Grenzen

(IoG). Das ist ein bundesweit aktiver Verein, der

technische Entwicklungszusammenarbeit leistet, um

dazu beizutragen, für alle Menschen die Versorgung

mit Grundinfrastrukturen sicherzustellen, wie

z.B. eine sichere Wasserversorgung. Hier treffe ich

spannende Leute vieler verschiedener Fachdisziplinen,

die mein Interesse an partnerschaftlicher

Entwicklungszusammenarbeit und das Arbeiten

mit Menschen aus anderen Kulturen teilen. Und so

bleibe ich Sambia auch durch mein Studium, das

auf den ersten Blick vielleicht wenig mit meinem

Auslandsjahr zu tun hat, verbunden und kann das,

was ich im Studium lerne mit meinen Erfahrungen

des Freiwilligenjahrs verknüpfen.

Auch persönlich habe ich noch Kontakt zu Sambia.

Zugegebenermaßen zwar nur unregelmäßig, doch ab

und zu trudelt über WhatsApp, Facebook und Co.

eine Nachricht von einer meiner Gastschwestern,

von meiner Gastmama oder von Freunden mit

den neuesten Neuigkeiten, Fotos oder einfach dem

sambischen „How are you?“ ein.

Zwei Mal konnte ich nach meiner Rückkehr bisher

Sambia, Mazabuka, Nakambala Parish, meine

Gastfamilie und Freunde besuchen. Und wie ich

feststellen musste, fühlte sich „besuchen“ dann auch

wirklich nur wie „zu Besuch sein“ an: Zwar wurde ich

zuhause ganz selbstverständlich wieder in den Alltag

integriert, aber es war ein merkwürdiges Gefühl, im

Youth Meeting zu sitzen und mitzubekommen, wie

Pläne für den nächsten Youth Congress geschmiedet

werden, und zu wissen, dass ich dann schon nicht

mehr da sein würde. Trotzdem war es eine schöne

Erfahrung, dass ich nach all der Zeit und trotz des -

wie gesagt - nur sehr sporadischen Kontakts immer

noch herzlich willkommen war. Mein persönliches

Highlight war vielleicht, als meine kleine Gastnichte,

Following my year in Zambia, that I spent in Mazabuka

- the sweetest town of Zambia - in 2014/15, I started

studying environmental science in Darmstadt. Since

2016 I participate in the Darmstadt regional group

of Engineers Without Borders Germany (EWB

Germany). EWB is an association with branches all

over Germany that provides technical development

cooperation in order to ensure basic infrastructure,

such as safe water supply, for everyone. Through

EWB I meet a lot of interesting people from various

disciplines who share my interest in fair development

cooperation and working with people from different

cultures. So even though my course of studies might

not have a lot to do with my year abroad at first sight,

in this way I stay connected to Zambia and I can

link the knowledge and skills developed through my

education with the experiences of my voluntary year.

I am still in contact to Zambia on a personal level as

well. As I have to admit, not on a regular basis, but

from time to time there´s a message from one of my

host sisters, my host mum or friends via WhatsApp,

Facebook or so, with the latest news, photos or simply

the Zambian „How are you?“.

Since I returned to Germany, I was able to visit Zambia,

Mazabuka, Nakambala Parish, my host family and my

friends twice. As I had to find, „visiting“ really only felt

like „being on a visit/being a visitor“: Even though I

was welcomed back into everyday life at home, it was a


Seite 23

die während meiner Zeit in Sambia erst drei Jahre alt

war, mich direkt bei meiner Ankunft erkannte und

mich stürmisch umarmte.

Und so freue ich mich immer sehr über spontane,

manchmal unerwartete Nachrichten aus Sambia

- wie über den Videogruß von all meinen kleinen

Gastnichten an meinem Geburtstag, die mir

zusammen mit meiner Gastschwester im Chor einen

„Happy Birthday“ wünschen: Das zeigt mir, dass mich

meine zweite Familie genauso wenig vergessen hat,

wie ich sie nicht vergessen habe.

Lea Hennemann

strange feeling to be at the Youth´s meeting witnessing

the preparations for the next Youth Congress, while

knowing at the same time, that I won´t be there

when it takes place. Nonetheless, it was a wonderful

experience to be welcomed back with open arms after

such a long time. One of my personal highlights was

when my host niece, who was only three years old

when I left Zambia, recognized me at first sight upon

my arrival and gave me a big hug.

I am always very happy about the spontaneous,

sometimes unexpected news from Zambia, like the

video message sent to me from all my host nieces for

my birthday, singing „Happy Birthday“ to me with my

host sister: This makes it clear to me that my second

family has not forgotten me, as well as I have not

forgotten them.

Lea Hennemann


Seite 24

Eine notwendige Kompensation

A necessary compensation

Wir saßen im Juni unter einem 100 Jahre alten

Walnussbaum in unserem Garten, umgeben

von Blumen und Obstbäumen, um Naomie auf

ihr Freiwilligenjahr mit dem ewe vorzubereiten.

Sommeridylle mit leichter Brise und angenehmem

Klima. Menschen unterschiedlicher Herkunft und

kultureller Wurzeln: Afrika, Asien, Europa. Menschen

im Alter von 21 bis 64 Jahren. Menschen mit

unterschiedlichen Berufs- und Zukunftsperspektiven,

in unterschiedlichen Lebensphasen und mit

unterschiedlichen Erfahrungen, alle verbunden im

Engagement für eine Welt, in der alle Menschen gut

leben können.

Wir saßen im Schatten eines Baumes, der einen Krieg

(fast) unbeschadet überstanden hat, unter dem vier

Generationen gelebt, gearbeitet, gespielt und sich

an ihm erfreut haben. Seine Blätter und sein Stamm

haben in diesen hundert Jahren fast eineinhalb

Tonnen CO2 gebunden.

Der Baum steht nur noch einen Kilometer vom

Tagebau entfernt. Der Braunkohle-Staub legt sich auf

die Blätter, die Pumpen des Tagebaus nehmen ihm

das Wasser weg: Seine Blätter wachsen nicht mehr so

dicht und werden schneller braun.

Allein der Flug von Naomie in ihr Einsatzland Sambia

im südlichen Afrika stößt dreimal so viel CO2 aus, wie

der Walnussbaum, unter dem wir sitzen, in 100 Jahren

gebunden hat. Vor 15 Jahren, als zwei der auch unter

dem Baum Sitzenden ihre Afrikareise planten, haben

wir uns darüber keine Gedanken gemacht. Heute

In June we were sitting under a 100-year-old walnut

tree in our garden, surrounded by flowers and fruit

trees, in order to prepare Naomie for her voluntary

year with the ewe. An idyllic summer scene with a soft

breeze and in an agreeable climate. People of different

origins and with different cultural roots: Africa, Asia

and Europe. People of different ages between 21 and

64 years old. People with different professional and

future perspectives, in different stages of life and with

different experiences, but all united through their

commitment to a world where all people can have a

good life.

We were sitting in the shade of a tree that has survived

a war (nearly) without damage, under which four

generations have been living, working, playing and

enjoying this tree. Within a hundred years its leaves

and its stem have absorbed nearly one and a half ton

of CO2.

Nowadays the tree is distanced only a mere kilometer

from the surface mining of lignite. The dust of the

brown coal is covering its leaves and the pumps of the

mining are taking the water it needs: the leaves are not

growing as dense as they used to, and they become

brown earlier.

Alone Naomie´s flight to Zambia in southern Africa

produces three times more CO2 than the walnut tree

under which we were sitting could absorb in 100

years. 15 years earlier, when two of us were planning

their journey to Africa, we did not give a thought to

this. Today we have become more than sensitized

to this negative aspect of our commitment. And the


Seite 25

sind wir mehr als sensibilisiert für diese Schattenseite

unseres Engagements. Und der spürbare, u.a. durch

unseren CO2 Ausstoß verursachte Klimawandel,

führt gerade bei unseren Partnern in Sambia zu

Extremwetter und dauerhaften Ernteausfällen. Die

Versorgung mit Lebensmitteln insbesondere bei den

ärmeren Bevölkerungsschichten ist gefährdet.

Der Zusammenhang zwischen unseren

Reisegewohnheiten, unseren Mobilitätsgewohnheiten,

dem dadurch erzeugten CO2 Ausstoß und dem

Klimawandel sind uns und unseren Partnern in

Sambia bewusst. Und bei unseren FairReisen können

wir die Folgen sehen und erleben.

Angesichts dessen müssen wir uns immer wieder

der Frage stellen: Was können wir als eine-weltengagement-Verein

tun, um die ökologischen Folgen

unserer Arbeit zu minimieren und zu kompensieren?

Der Vorstand des ewe hat deshalb beschlossen, für alle

Flüge von deutschen und sambischen Freiwilligen und

ggf. von Vorstandsmitgliedern und Verantwortlichen

des Vereins und seines sambischen Partners eine

CO2 Kompensation an die Initiative Klima-Kollekte

der kirchlichen Hilfswerke (https://klima-kollekte.

de) zu zahlen. Mit dieser Ausgleichszahlung werden

Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energie und

Energieeffizienz in den Ländern des globalen Südens

unterstützt.

Diesen ersten Schritt verstehen wir als Zeichen

der Solidarität mit unseren Partnern in der

Southern Province in Sambia. Weitere Ideen für

eine ökologischere und nachhaltigere Vereinsarbeit

sollen und müssen folgen, damit diese Erde für alle

Menschen eine Zukunft hat.

Guido Schürenberg

perceptible climate change that is also caused by our

CO2 emission, is leading to extreme weather events

and permanent crop failures in the country of our

partners: in Zambia. Especially food supply of the

poorer in society is becoming endangered.

We and our partners in Zambia are aware of the

causal relation between our habits of travelling, our

mobility, the CO2 emission produced in consequence

of all of this and climate change. When travelling with

FairReisen we can see and experience by ourselves the

consequences of our actions.

Considering this we have to face ourselves time and

again to the question: what can we as an NGO that is

committed to our one world do in order to minimize

and compensate the ecological consequences of our

work?

Therefore the Board of the ewe has decided to pay a

CO2 compensation to the initiative Klima-Kollekte (a

church relief organization; https://klima-kollekte.de)

for all flights of the German and Zambian volunteers

and of ewe board members and of the Zambian

partners.

With this compensation projects for the use and

implementation of renewable energies and energy

efficiency in the countries of the Global South are

being supported.

We want this first step to be understood as a sign

of our solidarity with our partners in the Southern

Province of Zambia. Further ideas for the ecological

and sustainable work of our NGO shall and must

follow so that the earth can provide a future for all

men.

Guido Schürenberg

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