Rennbericht Assen (PDF Format) - PS-Schlesinger Endurance

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Rennbericht Assen (PDF Format) - PS-Schlesinger Endurance

ASSEN 200 Meilen

unser Fahrer unser Team

unser Boxenstopp

Rennbericht:

Nachdem wir in Imola um 6 Sekunden an den ersehnten WM-Punkten vorbeifuhren, wurden wir für unsere Mühen

und Verbesserungen jetzt in Assen belohnt!

Endresultat: Platz 12 mit 4 WM-Punkten und zweit bestes deutschsprachiges Team, daraus resultierend: Platz 21 in

der WM-Gesamtwertung!

Da wir nach dem 16. WM-Platz von Imola eine genaue Diagnose erstellten und daraufhin einige Verbesserungen

am Equipment durchführten, wurden wir trotz schlechten Wetters und einem sehr, sehr harten Teilnehmerfeld in

Assen für unsere Mühen mit 4 Punkten auf unser WM-Konto belohnt.

Nach Ankunft in Assen am Donnerstag wurden sofort Boxenausstattung und Cateringzelt aufgebaut.

Besonders unsere neuen Trennwände in der Box hinterließen innerhalb des Teilnehmerfeldes nachhaltigen Eindruck.

Auch die Investitionen in den neuen Anhänger erwiesen sich als absolut sinnvoll.

Nachdem das Umfeld stimmte, wurden kleine Verbesserungen und der technische Check an der Einsatzmaschine,

sowie der Tankanlage durchgeführt. Im Rennen ergaben diese Veränderungen den Zeitvorteil, den wir uns im

Vorfeld errechnet hatten.

Vor dem ersten freien Training am Samstag Morgen regnete es in Strömen, so dass auf Regenreifen trainiert wurde.

Da Peter und Stefan noch nicht mit der Strecke vertraut waren, hieß die Aufgabe: Sicher fahren und die Strecke

kennenlernen, Veränderungen an der Maschine überprüfen und Fahrwerks-Setup einstellen.

Im zweiten freien Training war dann die Strecke abgetrocknet und es konnte auf profillosen Slicks gefahren werden.

Am Fahrwerk wurden auch jetzt wieder kleine Verbesserungen gefunden.

Das erste Qualifying ergab einen 32. Startplatz. Da wir weder Quali-Reifen hatten, noch die Maschine auf´s Spiel

setzen wollten und die Erfahrung uns immer wieder bestätigte, dass mit einem Startplatz kein Rennen gewonnen

wird, gaben wir uns mit dem Startplatz zufrieden und traten wegen strömendem Regen nicht zum zweiten

Qualifying an.

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Nachdem das Warmup am Sonntag eine perfekte Abstimmung und gute Teammotivation erahnen ließ, warteten

wir gespannt auf den Rennstart.

In der Mittagspause kam langsam die Sonne zum Vorschein und die Stimmung stieg. Jetzt hieß es erst einmal:

Maschine auf Hochglanz gereinigt vor die Box zum obligatorischen Pitwalk, der auch gleich zu Teamfoto und

Gesprächen mit den interessierten Zuschauern genutzt wurde.

14 Uhr: Rennstart!

Peter war wieder unser Startfahrer. Beim Start gelang es ihm leider nicht, wie sonst schon erlebt, reichlich Plätze gutzumachen.

Doch nach einigen Runden war er in der Lage jede Runde konstant ein bis zwei Sekunden unter seiner

eigenen Qulalifikationszeit zu fahren. Dadurch holte er sich einen nach dem anderen Kontrahenten. Ausserdem half

uns noch die Konkurenz. Bedingt durch das sehr hohe Tempo und die keine Fehler verzeihende Strecke, kam es zu

einigen Stürzen an der Spitze.

Zum ersten Pitstop mit Nachtanken und Fahrerwechsel hatten wir uns so auf den 16. Platz vorgearbeitet.

Trotz des absolut perfekt inszenierten Pitstops, fielen wir, aufgrund des dicht liegenden Feldes auf den 20. Rang

zurück.

Nun war Stefan an der Reihe. Er hatte mit der Strecke und dem Motorrad mehr Probleme. (Im nachhinnein bemängelte

er extremen Gripmangel am Vorderrad). So konnte er seine Qualizeiten nicht erreichen und unsere

Platzierung verbessern.

Dirk, Karin und Mike entschieden beim Vergleich der Kontrahenten-Zeiten, die Rennstrategie zu ändern und Stefan

nur einen kurzen Turn fahren zu lassen und frühest möglich Peter wieder ans Steuer zu setzen.

Aufgabenstellung war: Superkurzer Pitstop mit Nachtanken, bloß keine Zeit verlieren und Position verbessern!

Gesagt, getan: Stefan wurde hereingeholt, der Pitstop mit Nachtanken war noch perfekter als der erste und wir verloren

nur einen Platz im Feld!

Im Vorderfeld lagen Sieg und Niederlage sehr dicht beieinander. Zuerst erwischte es das Team GMT 94. Dann

Yamaha-Austria.

Dann sahen wir eine völlig zerstörte Bolliger-Maschine an der Einfahrt in die Boxengasse, die nicht vom Fahrer

geschoben wurde - Aus!

... Hoffentlich bleibt Peter sicher! ...

Plötzlich die Nachricht: Herber Endurance ist im Kies! - Aus!

Wir schauten auf den Monitor: Platz 15! Die WM-Punkte waren bei Platz halten erreicht!

Noch 5 Runden zu fahren! Zeiten von uns mit den anderen Teams vergleichen... Peter darf nicht noch kurz vor

Schluss einen Platz verlieren!

Noch 3 Runden zu fahren! Plötzlich sehen wir die Platzierung des Bridgestone-Bikers-Profis-Teams nach unten purzeln

und kurz darauf die Maschine mit plattem Vorderreifen an unserer Box in die Nachbarbox vorbeischieben. - Aus!

Blick auf den Monitor: Platz 14!

Noch 2 lange Runden und nach Kontrolle des vor uns liegenden Feldes auf dem Monitor eine weitere positive

Überraschung: Zwei Teams vor uns fahren mit Prototypen ausserhalb der Wertung! ... Partystimmung in der Box und

noch eine Runde zu fahren!

Zielankunft, riesen Freude: Wir haben es geschafft!

Platz 14 gesamt, Platz 12 in der WM, 4 Punkte auf dem WM-Konto!

Die Nächte der Vorbereitung und Verbesserung des Equipments haben sich gelohnt! Die Anspannung aller

Teammitglieder fällt ab und ergießt sich als totale Freude!

Sofort werden erste Weiterverbesserungen für das nächste 6-Std.-Rennen in Brünn besprochen. Wir werden nicht auf

dem jetzigen Stand stehen bleiben! Die Teammotivation und der Willen, seine Freizeit für die Sache zu opfern, wurden

jetzt noch mehr verstärkt!

Also: Ärmel hoch und nicht auf den Lorbeeren ausruhen!

Die Chancen für Brünn stehen gut, da wir diese Strecke gut kennen und lieben.

Außerdem ist unsere Geheimwaffe die Team-Beständigkeit, mit der wir, je länger eine Renndauer ist, nach vorne

fahren!

200 Meilen sind für uns ein Sprintrennen, bei dem eigentlich nur Teams eine Chance haben, deren technische und

fahrerische Ausstattung im Top-Bereich liegt!

Da wir aber noch nicht einmal über einen Bruchteil des Geldes verfügen, welches die "Top-Teams" einsetzen können,

ist dieser Erfolg in Assen sehr hoch zu werten und für uns persönlich ein Riesen–Erfolg!

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