VDRK 30 Jahre Jubiläumsbuch 2019

heineckpartner

Wasser ist Leben.
Abwasser auch.
1989 · 9. November · 2019

Kerstin Hendess

WASSER IST LEBEN.

ABWASSER AUCH.

1989 · 9. NOVEMBER · 2019

Verband der Rohr- und

Kanal-Technik-Unternehmen e.V.


Kerstin Hendess · Monika Heineck

1989 · 9. NOVEMBER · 2019

WASSER IST LEBEN.

ABWASSER AUCH.

30 JAHRE VDRK

Verband der Rohr- und Kanal-

Technik-Unternehmen e. V.

VDRK ®


Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;

Und jeder geht zufrieden aus dem Haus.

Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!

Solch ein Ragout, es muss Euch glücken;

Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht.

Was hilft's, wenn Ihr ein Ganzes dargebracht?

Das Publikum wird es Euch doch zerpflücken.

Johann Wolfgang von Goethe: Faust I, Vorspiel auf dem Theater

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1989-2019


10958 Tage. 30 Geschichten. 208 Seiten.

UND WAS LESEN SIE ZUERST?

005 NAVIGATION

DIE WORTE VOR DEN WÖRTERN

008 Grußwort Dr. Hans-Peter Friedrich

010 Grußwort Günter Butz

012 Grußwort Martin Cygiel

014 Vorwort Ralph Sluke

016 9. NOVEMBER – BEDEUTSAMER GEHT NICHT

Gründung des VDRK am Deutschen Schicksalstag

020 DIE GESCHICHTE HINTER DER ERFOLGSGESCHICHTE

Was die Gründung des VDRK mit der Erfindung

von Schuhen zu tun hat

030 Der Azubi und die Azubine

SVEN KOCH:

ÜBER DEN KANALRAND GUCKEN

MICHÈLE FIES:

DER SCHUTZ DES GRUNDWASSERS IST WICHTIG!

038 VOM „KANALARBEITER“ ZUM WICHTIGSTEN BERUF DER WELT

Der schwierige Weg zur Fachkraft für Rohr-, Kanalund

Industrieservice (RKI)

044 Der Berufsschullehrer

DR. ANDREAS POHLSCHMIDT:

EIN SELTENER BERUF MIT HOHEN ANSPRÜCHEN UND

GUTEN NETZWERKEN

028 ALLES, WAS WIR ZÄHLEN KÖNNEN

Zahlen und Fakten

050 Der Ausbilder

RAINER WIEBELS:

BERGWERK -> KERNKRAFTWERK -> KANAL

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VDRK ®


056 QUALITÄTSSPRUNG BEIM QUALITÄTSNACHWEIS

Vom selbstgestrickten Siegel zum anerkannten RAL-Gütezeichen

060 SCHWARZE SCHAFE? NEIN: KANALHAIE!

Der Kampf gegen Abzocker wird vor Ort gewonnen

064 Die Fachkraft für Führung

PHILIPP PALASKE:

KRANKENPFLEGER + KFZ-MECHATRONIKER = FACHKRAFT RKI

070 DIE RO-KA-TECH:

KURZE GESCHICHTE EINER GROSSEN KLEINEN MESSE

Vom Verband, der sich eine Messe leistet, zur Messe,

von der sich der Verband etwas leistet

084 MANFRED STÖHR:

VON S/W ZU KI – 60 JAHRE TV-INSPEKTION IM KANAL

Fachbeitrag

094 ACHT GUTE GRÜNDE FÜR DEN VDRK

096 Der Gründer

THOMAS MILLER:

ES IST GENUG KANAL FÜR ALLE DA!

102 SVEN FIETKAU:

EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

Fachbeitrag

078 Das Fördermitglied

HERBERT BODENBENDER:

WIR KÖNNEN KANAL – SO GUT WIE UNSERE KUNDEN

108 Der Übernehmer und sein Nachfolger

HERMANN UND DOMINIK SPITZENBERG:

ZWEI RISIKEN – ZWEI MÄNNER – EIN STARKES TEAM

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10958 Tage. 30 Geschichten. 208 Seiten.

UND WAS LESEN SIE ZUERST?

114 HENNING WINTER & PROF. DR. BERT BOSSELER:

QUALITÄT IN DER KANALSANIERUNG – EINFLÜSSE UND

ENTWICKLUNGEN

Fachbeitrag

FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

122 Der Langzeitpräsident: A. Wolfgang Wutschig

124 Der Ausbildungspräsident: Friedhelm de la Motte

126 Der Ost-Präsident: Andreas Herrmann

128 Der Jubiläumspräsident: Günter Butz

196 VDRK OFFIZIELL: DIE VORSTÄNDE VON 1989 BIS HEUTE

198 VDRK OFFIZIELL: DIE BEIRÄTE VON 1989 BIS HEUTE

200 Nachwort: Der Blick von außen

MEHR SELBSTBEWUSSTSEIN WAGEN!

202 IMPRESSUM

204 BILDNACHWEISE

130 AS TIME GOES BY

30 Jahre Weltgeschichte – 30 Jahre VDRK-Geschichte

194 EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT!

Auszeichnungen

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VDRK ®


Sehr geehrter Herr Präsident Butz,

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beglückwünsche Sie ganz herzlich zum

Jubiläum Ihres Verbandes.

Sie halten in Deutschland rund 600.000

Kilometer öffentliche Kanalisation und

1,5 Millionen Kilometer Hausanschlussleitungen

am Laufen. Ohne Ihre Arbeit würde

Abwasser das Grundwasser kontaminieren

und kein Klärwerk funktionieren.

Was wären wir nur ohne Sie?

Täglich stehen Sie vor neuen Herausforderungen,

die es meist unter Zeitdruck und

mit großer Verantwortung zu meistern gilt.

Dabei hat sich Ihre Tätigkeit vor allem

in den letzten 15 Jahren stark entwickelt.

Rohr- und Kanalsanierung bedeutet heutzutage

Hightech: Weit unter der Erde können

Sie Fräsen millimetergenau in Position

bringen, und Sie steuern fahrbare Roboter,

die gestochen scharfe Bilder nach oben

senden. Mit nahezu medizinischer Präzision

arbeiten Sie sich in engsten Räumen an den

Rohren ab, was nicht selten an Szenen in

einem Operationssaal erinnert.

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GRUSSWORT DR. HANS-PETER FRIEDRICH

VIZEPRÄSIDENT DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES

Die Anforderungen an den Beruf werden

immer anspruchsvoller. Neben dem technischen

Know-how und den Kenntnissen in

Physik und Chemie entwickelt sich die Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

immer mehr zum Umweltberuf. Als Verantwortliche

für alles zwischen Abfluss und

Kläranlage, also dem „Neustart“ des ewigen

Wasserkreislaufes, der seit Millionen Jahren

ohne „Neuzufuhr“ auskommt, leisten Sie

einen unschätzbaren Beitrag zur Gesundheit

der Bürger und zum Umweltschutz.

Der Titel Ihrer Festschrift „Wasser ist

Leben. Abwasser auch.“ unterstreicht das

und stellt gleichermaßen heraus, welch

große Verantwortung Sie haben.

Ihr Beruf verdient allergrößten Respekt

und Anerkennung.

Vielen Dank für Ihren täglichen Einsatz

im Beruf und bei Ihrer ehrenamtlichen

Arbeit im VDRK. Ich wünsche Ihnen eine

großartige Jubiläumsfeier!

Ihr

Hans-Peter Friedrich

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VDRK ®


Liebe VDRK-Mitglieder, liebe Leser,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag:

Uns und unserem Verband. 30 Jahre VDRK

feiern wir in diesem Jahr. Mit 30 zieht man

erste Bilanz: Wo stehe ich, was haben wir

geleistet, wie soll es weitergehen?

Meine Vorgänger haben es geschafft, einen

seriösen Beruf zu etablieren. Auch bei

allen anderen Gründungszielen, vor allem

der Zertifizierung als Waffe gegen unseriöse

Wettbewerber und dem Aufbau einer

starken Lobby, haben sie bestens vorgelegt.

So war meine Aufgabe vor allem, das Begonnene

abzuschließen und das Erreichte

zu sichern. Also nicht das Rad neu erfinden,

sondern die Spur halten.

Ein paar Haken können wir setzen zum

30. Geburtstag:

• Die Fachkraft für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice (RKI) ist ein anerkannter

Ausbildungsberuf, der Meister ein

Qualitätsnachweis, der unsere ganze

Branche aufwertet.

• Die Zertifizierung ist abgeschlossen:

Mit dem RAL GZ 968 der Gütegemeinschaft

Grundstücksentwässerung können wir uns

wirklich sehen lassen.

• Die Mitgliederzahl ist auf über 500

gewachsen.

• Die RO-KA-TECH ist eine der weltweit

wichtigsten Messen für unterirdische

Abwasserstruktur; 2017 wurde sie vom

Bundesministerium für Wirtschaft und

Energie (BMWi) zur internationalen Leitmesse

gekürt.

Jetzt ist der VDRK sozusagen erwachsen.

Deshalb kommen neue Aufgaben dazu – aber

die alten Themen bleiben auf dem Zettel:

• Die größte Herausforderung wird es sein,

gute Mitarbeiter zu gewinnen, auszubilden

und zu halten. Die Neuordnung des Berufes

unter neuem Namen haben wir beantragt:

ein wichtiger Schritt.

• Die Mitgliederzahl muss weiter wachsen.

Dass viele Unternehmen, die den VDRK

verlassen hatten, wieder zurückkehren,

macht mir Mut.

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GRUSSWORT GÜNTER BUTZ

VORSTANDSVORSITZENDER DES VDRK E.V.

• Wir müssen unseren Bekanntheitsgrad

steigern – und dazu auch unser Erscheinungsbild

auf den Prüfstand stellen.

• Der Kampf gegen Schwarze Schafe, die

als Kanalhaie viel besser beschrieben

sind, wird nie enden.

Wer stehen bleibt, geht bekanntlich rückwärts.

Wir alle werden neu denken müssen:

Demografischer Wandel bedeutet nicht nur

mehr ältere Menschen. Sondern vor allem,

dass in den letzten 20 Jahren weniger

Kinder geboren wurden – von denen (zu)

viele studieren werden. Und egal, wie wir

um den Nachwuchs kämpfen: Es wird nicht

reichen.

Wir müssen neue Wege bahnen.

Hier wünsche ich mir, dass die Politik

stärker auf Fachleute hört: Wir brauchen

nicht nur höchstqualifizierte Einwanderer

– wir brauchen auch Menschen, die die

praktische Arbeit vor Ort machen. Auch

Flüchtlinge und andere Migranten. Und

in der Folge müssen Unternehmen – auch

wir im VDRK – Zeit investieren, um diesen

Menschen Technik, Verständnis und

Begeisterung oder überhaupt erst die

deutsche Sprache beizubringen.

Heute aber haben wir allen Grund,

unsere Erfolge zu feiern.

Deshalb haben wir uns dieses Buch als

Geburtstagsgeschenk gegönnt. Mir gefällt

es – und auch Ihnen wünsche ich interessante

Unterhaltung.

Ein ganz herzliches Dankeschön allen

Mitstreitern, die sich in diesen 30 Jahren

für unseren Beruf, unsere Branche und

unseren Verband engagiert haben. Und alles

Gute für die nächsten zehn, 20, 30 Jahre.

Für Sie, für Ihre und unsere Zukunft.

Günter Butz

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VDRK ®


Sehr geehrte Damen und Herren,

30 Jahre VDRK. Aus einer Idee wurde ein

außergewöhnlicher Verband.

Nicht nur, weil der VDRK seine Nähe zur

Praxis niemals verloren hat, sondern auch,

weil er stets ungewöhnliche Wege beschritt.

So wurde vor vielen Jahren gemeinsam

entschieden, einem Vertreter der Fördermitglieder

nicht nur die Möglichkeit der

ehrenamtlichen Vorstandsarbeit zu übertragen,

sondern ihm durch ein Stimmrecht

im Vorstand auch ein Mitbestimmungsrecht

einzuräumen.

Ein sehr außergewöhnlicher, vielleicht

sogar einzigartiger Schritt für die Entwicklung

eines Verbandes, aber im Nachgang

seines nun 30-jährigen Bestehens betrachtet,

eine sehr gute und auch sehr richtige

Entscheidung.

Der VDRK hat damit bewiesen, dass der

enge Schulterschluss zwischen ordentlichen

Mitgliedern und Fördermitgliedern

funktioniert.

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GRUSSWORT MARTIN CYGIEL

VERTRETER DER FÖRDERMITGLIEDER DES VDRK E.V.

Dies zeigt sich nicht nur in dem überwältigenden

Erfolg und der Zufriedenheit der

RO-KA-TECH-Aussteller und -Besucher,

sondern auch in den oft kontroversen, aber

sehr konstruktiven Diskussionen in den

Arbeitskreisen, Vorstands- und Beiratssitzungen,

die ich seit fast 14 Jahren begleiten

darf.

Den einen oder anderen Skeptiker mag es

damals gegeben haben und vielleicht immer

noch geben. Aber genau das ist es, was uns

gemeinsam stark macht, unter der Voraussetzung,

dass man eigene Interessen

zurückstellt, um in der gemeinsamen Sache

unserer internationalen Branche erfolgreich

voranzukommen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch

im Namen all meiner Vorgänger bei allen

Fördermitgliedern, deren Interessen ich

vertreten darf und natürlich bei allen

Mitgliedern, Vorstands- und Beiratskollegen

und -kolleginnen sowie der hervorragend

funktionierenden Geschäftsstelle für die

gute und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit

herzlich bedanken.

Ich freue mich auf die Zukunft mit und

in einem starken Verband.

Ihr Martin Cygiel

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VDRK ®


Liebe Leserin, lieber Leser,

„Wasser ist Leben. Abwasser auch.

30 Jahre VDRK.“ – Als wir angefangen

haben mit diesem Buch, wussten wir nicht

recht: Was soll da überhaupt rein? Dann

fanden wir unendlich viele Geschichten und

wussten nicht recht: Was kann da überhaupt

rein? Und am Ende: Was kriegen wir da

überhaupt noch rein?

Unbedingt rein sollte natürlich das Wichtigste:

die Menschen im und hinter dem

VDRK! Wir hätten gern viel mehr von Ihnen

porträtiert, aber wir mussten auswählen:

einen Gründer, ein Fördermitglied, eine

Azubine ... stellvertretend für alle anderen.

Denn unsere kleine Branche ist zwar wie

eine Familie – aber als Familie ziemlich

groß. Zugegeben: Wir haben diese gut

200 Seiten ein bisschen unterschätzt.

Es war verdammt viel Arbeit. Und wahrscheinlich

haben wir uns einen Eintrag

ins Guinness-Buch der Rekorde verdient:

„Das schnellste Buch der Welt“!

So unterschiedlich die Geschichten der

VDRK-Mitglieder sind – ein Punkt war allen

wichtig: „Wir haben einen tollen, einen

wichtigen Job. Warum wissen die Leute

so wenig darüber?“ – Damit ist unsere

Aufgabe für die nächsten Jahre klar.

Dabei gilt: Nur gemeinsam sind wir stark.

Neulich kam mir „Beton – es kommt drauf

an, was man draus macht“ in den Sinn.

Sie erinnern sich? Um 1990 nutzten alle

Beton-Unternehmen diesen gemeinsamen

Slogan. Begleitet von einer Kampagne für

Schulen und Vereine und unterstützt von

Deutschlands bekanntestem Moderator.

Letzteren können wir uns nicht leisten –

aber die Grundidee finde ich vorbildlich.

Manches Mal helfen auch glückliche Zufälle

mit: Seit ein, zwei Jahren lesen und hören

wir täglich vom Fachkräftemangel. Die

Nebenwirkung: Fachkraft ist seitdem

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VORWORT RALPH SLUKE

GESCHÄFTSFÜHRER DES VDRK E.V.

eindeutig positiv besetzt. Das wertet

auch die Fachkraft für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice (RKI) auf – ganz in unserem

Sinne!

Abwasser produzieren Menschen immer im

und beim Leben. Das gibt unserer Branche

große Sicherheit – aber es darf uns nicht

zu sicher und nicht zu selbstsicher machen.

Deutschland ist das drittälteste Land der

Welt und die geburtenstarken Jahrgänge

verstopfen (ich darf das sagen, ich gehöre

dazu) manchmal auch Denkkanäle.

Auch der VDRK muss jünger werden.

Vor allem junge Menschen besetzen heute

die Themen Umweltschutz und Digitalisierung.

Diese jungen Klimaschutz-Aktivisten

sind unsere natürliche Verbündeten!

Als Mitarbeiter und als Meinungsmacher.

Wenn sie von Wasser und Abwasser wenig

wissen, ist das nicht ihre Schuld. Wir

müssen das Thema an die ganz große Glocke

hängen und sie in unser Boot holen.

Zum Abschluss eine sehr persönliche Bemerkung:

Wir haben den VDRK-Geburtstag hier

auch in einen historischen Zusammenhang

gestellt. Wissen Sie, wo Sie am Abend

des 9. November 1989 waren?

Wo und wie Sie den Mauerfall mitbekommen

oder sogar miterlebt haben? Ich habe in

unserer Wohnung in Frankfurt an der Oder

einen Außenwandheizer installiert und erst

am nächsten Morgen von der Friedlichen

Revolution erfahren. Und ich zumindest

könnte ohne „30 Jahre Mauerfall“ heute

nicht „30 Jahre VDRK“ feiern. Also darf ich

mich wie viele Ost-Mitglieder doppelt freuen.

Noch mehr Spaß macht es, sich gemeinsam

zu freuen – und dazu trägt hoffentlich auch

dieses Buch bei.

Ralph Sluke

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VDRK ®


Die Weltgeschichte steckt voller Zufälle: Eigentlich wollen die Gründungsväter (eine Frau ist nicht dabei) ihren

neuen Fachverband Deutscher Rohr- und Kanalreiniger am Samstag, dem 9. September 1989, aus der Taufe heben.

Mangels Zusagen – liegt es am Wochenende? – wird das Ganze auf den 9. November verschoben.

Ob die Herren wissen, dass sie sich für den Deutschen Schicksalstag entschieden haben?

Tatsächlich fallen ungewöhnlich viele einschneidende und entscheidende Ereignisse in Deutschland auf einen 9. November.

1923. HITLER-LUDENDORFF-PUTSCH IN MÜNCHEN

Ziel ist der Sturz der bayerischen Landesregierung und der Umsturz

der parlamentarischen Demokratie nach dem Vorbild von Mussolinis

Marsch auf Rom. Im anschließenden Prozess inszeniert sich der Angeklagte

Adolf Hitler als Ankläger und interpretiert seinen Putsch

als „Auflehnung gegen die Landesverräter“. Adolf Hitler wird wegen

Hochverrats zu einer fünfjährigen Zuchthausstrafe in der Festung

Landsberg verurteilt. Dort diktiert er erste Teile von „Mein Kampf“;

nach neun Monaten wird er wegen „guter Führung“ entlassen.

1918. NOVEMBERREVOLUTION

Sturz der Monarchie, Bildung einer parlamentarischen Demokratie,

später Weimarer Republik genannt. Reichskanzler Max von Baden

verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und

überträgt Friedrich Ebert das Amt des Reichskanzlers. Der Sozialdemokrat

Philipp Scheidemann ruft von einem Fenster des Reichstages

die Republik aus; Karl Liebknecht, Führer des Spartakusbundes,

verkündet zwei Stunden später die sozialistische Räterepublik vom

Balkon des Schlosses; der Kaiser flieht nach Holland; hier dankt er am

28. November tatsächlich ab.

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9. NOVEMBER – BEDEUTSAMER GEHT NICHT.

GRÜNDUNG DES VDRK AM DEUTSCHEN SCHICKSALSTAG

1938. REICHSPOGROMNACHT,

DIE SOGENANNTE REICHSKRISTALLNACHT

In ganz Deutschland zünden zunächst Angehörige von SA und SS in

Zivilkleidung, später auch normale Bürger, mehr als 1400 Synagogen,

Betstuben und sonstige Versammlungsräume an und zerstören

tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe. Etwa 400

Menschen werden ermordet, weitere 400 kommen in den folgenden

Tagen ums Leben. Ab dem 10. November werden ungefähr 30.000

Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo mindestens weitere

400 ermordet werden oder an den Haftfolgen sterben.

1949. PETERSBERGER GESPRÄCHE

Die Außenminister der USA, Großbritanniens und Frankreichs beschließen

Verhandlungen mit der jungen Bundesrepublik Deutschland.

Diese führen später zum Petersberger Abkommen, dem ersten

Schritt der Wiederaufnahme in die internationale Gemeinschaft.

Das Abkommen umfasst unter anderem die Eingliederung der Bundesrepublik

in die Gemeinschaft der europäischen Länder, die schrittweise

Wiederaufnahme von konsularischen und Handelsbeziehungen,

die ausdrückliche Förderung der Beziehungen zu westlichen Ländern,

die Beendigung von Demontage und Einschränkungen im Schiffsbau

sowie die Aufnahme der Bundesrepublik in internationale Organisationen.

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VDRK ®


1967. UNTER DEN TALAREN – MUFF VON 1000 JAHREN

Bei der feierlichen Rektoratsübergabe von Karl-Heinz Schäfer auf

Werner Ehrlicher und dessen Amtseinführung als neuer Rektor der

Hamburger Universität entfalten Studenten das legendäre Transparent

mit dem noch berühmteren Spruch. Dieser ist der endgültige

Anstoß zur Modernisierung der alten Ordinarienuniversität und wird

zum Symbol der 68er-Bewegung.

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9. NOVEMBER

DEUTSCHER SCHICKSALSTAG, 2. TEIL

1989. WENDE – FALL DER MAUER – GRENZÖFFNUNG –

FRIEDLICHE REVOLUTION

Nach monatelangen Protesten der DDR-Bürger geht es ganz schnell:

Der Fall der Mauer beginnt um 18:57 Uhr mit einem Zettel, den

Günter Schabowski, Sekretär für Informationswesen im Zentralkomitee

der SED, auf einer Pressekonferenz im Presseamt vorliest:

„Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen

(Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt

werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt ...“ Über

die Sperrfrist des Papieres hat Egon Krenz, der Nachfolger Erich

Honeckers als SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der

DDR, ihn nicht informiert und so antwortet Schabowski auf die Nachfrage

eines BILD-Redakteurs: „Das tritt nach meiner Kenntnis – ist

das sofort, unverzüglich.“ – Um 21:20 Uhr öffnen sich in Berlin unter

dem Druck der Menschen Mauer und Schlagbäume ...

In Stuttgart ist das Werk um 21:30 Uhr vollbracht. Die meisten

Teilnehmer erfahren wohl erst am nächsten Morgen von der Maueröffnung

in Berlin – Und der VDRK hat ein sehr historisches und sehr

leicht zu merkendes Gründungsdatum.

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VDRK ®


WAS DIE GRÜNDUNG

DES VDRK

MIT DER ERFINDUNG

VON SCHUHEN

ZU TUN HAT

Lederschuh aus der Höhle Areni I, Armenien, etwa 3500 v. Chr.


DIE GESCHICHTE HINTER DER ERFOLGSGESCHICHTE

WAS DIE GRÜNDUNG DES VDRK MIT DER ERFINDUNG VON SCHUHEN ZU TUN HAT

Es war nicht ideal, auf eigenen Sohlen durch

Wüste und Wildnis zu stapfen: Deshalb hat der

Mensch den Schuh erfunden. Dieser drückte zwar

bald, aber mit lief es sich besser als ohne.

Zudem konnte er den Schuh be- und umarbeiten,

neu gestalten, anderen Bedingungen

anpassen – und immer weiter verbessern:

Das Prinzip Schuh hat sich durchgesetzt.

Neues entsteht oft aus Unzufriedenheit mit dem Bestehenden. Aus Ärger über das

Unzulängliche. Doch das Neue funktioniert selten auf Anhieb – da heißt es „dranbleiben“.

Das war beim VDRK nicht anders.

Weil Neues hierzulande oft im „Ländle“ erfunden und auf den Weg gebracht wird, ist

es wohl kein Zufall, dass der Verband von Stuttgart aus seinen Weg nimmt. Unzufrieden

sind die Rohr- und Kanalreiniger hier schon länger:

• Für ihren Beruf gibt es weder eine anerkannte Ausbildung, noch bekommen die

Kanalarbeiter die verdiente Anerkennung.

• Schwarze Schafe zocken Privatkunden ab – und verschlechtern den Ruf der Branche.

• Die Einzelunternehmer der schwierigen Branche haben wenig Macht gegenüber

Auftraggebern und Lieferanten.

Die ewig gültige Einsicht heißt: Gemeinsam sind wir stärker.

Und so setzen sich am 9. November 1989 um Viertel nach sieben zehn Männer aus Stuttgart

und Umgebung mit dem Anwalt ihres Vertrauens zusammen, um den Fachverband

Deutscher Rohr- und Kanalreiniger zu gründen. Als erstes wird der Satzungsentwurf

geändert: Gegründet wird nun der Verband Deutscher Rohr- und Kanalreiniger e. V.

Die Zielgruppe leitender Angestellter wird aus der Satzung gestrichen, der Verband

soll eigenverantwortlich handelnde Unternehmer vertreten.

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VDRK ®


DIE ZEHN

FÜR DAS GUTE,

WAHRE, SAUBERE

Die Gründungsmitglieder des

VDRK: Hans Josef Füllenbach,

Lederschuh aus der Höhle Areni I, Armenien, etwa 3500 v. Chr.

Siegfried Gobs, Hubertus Graf

von Klot-Trautvetter, Robby

Heide, Günther Kirn, Lukas

Lebküchner, Wilhelm Lebküchner,

Harald Lindner, Frank Ropertz,

Lothar Waid.

Heute noch aktiv im Geschäft:

Lukas Lebküchner, Frank Ropertz.

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Von hier und heute wird ein neuer

Abschnitt der Weltgeschichte ausgehen.

Und Ihr werdet sagen können,

Ihr seid dabei gewesen.

Johann Wolfgang von Goethe, 1792

Die Ziele ergeben sich aus den Problemen:

1. Eine anerkannte Berufsausbildung schaffen und etablieren

2. Sich von unseriösen Wettbewerbern deutlich sichtbar absetzen,

also: einen Qualitätsnachweis schaffen

3. Eine starke Lobby aufbauen, also: zunächst Mitglieder gewinnen

und wachsen

Hubertus Graf von Klot-Trautvetter wird zum 1. Vorsitzenden gewählt,

und weil es satzungsgemäß weitere Vorstandsmitglieder und

auch einen Beirat gibt, muss (fast) jeder ein Amt übernehmen. Und

Arbeit.

Als die Herren um – so steht’s im Protokoll – 21:30 Uhr fertig sind,

öffnet sich in Berlin gerade die Mauer. Das wissen bis zur Tagesthemen-Meldung

um 22:42 Uhr nur die, die selbst dabei sind, aber

es wird bald Folgen haben für den funkelnagelneuen Verband.

Wie im Osten: euphorisch gestartet – hart gelandet

Am nächsten Tag geht es los mit Schwung und Überschwang: das

Ganze offiziell machen, den Verband als Verein eintragen lassen.

Ein Logo entwickeln, außerdem Briefpapier und so weiter. Und

sofort! Der Frust folgt auf dem Fuße: Eine Berufsausbildung lässt

sich weder schnell noch auf direktem Weg einrichten. Auch einen

Qualitätsnachweis kann der junge Verband nicht herbeizaubern.

Besonders schwierig ist die Mitgliederakquisition: Den großen

Laden Internet gibt es noch lange nicht und beim Telefonieren

rattert der Zähler. Wer etwas über die eigene Branche in einer

anderen Stadt wissen will, hofft, dass IHK oder Handwerkskammer

weiterhelfen. Oder er geht zur Hauptpost und arbeitet sich durch

zehn Meter muffige Gelbe Seiten in speckigen Hängeregistern.

Und versucht dann, Unternehmer von einem Verband zu überzeugen,

der – natürlich – noch keine Erfolge aufweisen kann.

Das alles neben dem Beruf. Und der Familie. Aufbauarbeit ist

mühsam. Und wie das bei neuen Schuhen oft so ist: Auf den ersten

Schritten scheinen sie perfekt zu passen – und dann gibt es Probleme.

Hier mitschuldig: Die Wende, wie die Zeit zwischen Mauerfall

und Wiedervereinigung bald heißt.

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VDRK ®


ÜBER ALLEN DRECK

ERHABEN:

Trippen und Patten, Chopinen

und Clogs sind Unterschuhe aus

Holz, Metall oder Kork, die bis

in die Neuzeit Lederschuh unter aus der Höhle die Schuhe Areni I, Armenien, etwa 3500 v. Chr.

geschnallt werden. Sie schützen

vor Straßendreck, Tierkot und

allem, was aus den Häusern

einfach in die Gosse gekippt

wird – vor Kanalisierung & Co.

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Gründungspräsident Hubertus Graf von Klot-Trautvetter schafft das

physikalische Kunststück, sich vom frischen Wind aus dem Osten in

den Osten wehen zu lassen. Geografisch korrekt: aus dem Südwesten

in den Nordosten der neuen Republik. 1992 verkauft HKT seinen Betrieb,

verlässt den VDRK, baut den ehemaligen Familiensitz Schloss

Hohendorf in Mecklenburg-Vorpommern wieder auf – und mutiert

zum Hotelier.

Wege bahnen: eine Aufgabe für Dauerläufer

Also wieder ein halber Neustart. Wieder: Mitglieder gesucht!

Ehrenamtliche gesucht! Doch die einen haben keine Zeit, andere

stellen sich in den Dienst der Sache – und dann doch fest, dass

die Doppelbelastung zu groß ist. Der neue Verband steht auf der

Kippe und droht, in den Kanal gespült zu werden.

Wutschig wird jedes Jahr wiedergewählt und amtiert bis März 2005.

Bis zum Ende seiner Amtszeit erreicht er mit seinen Vorstandsteams

und der Ausdauer des ehemaligen Straßenradrennfahrers die

wesentlichen Ziele: Ausbildung, Gütesiegel, Mitgliedergewinnung –

alles geschafft oder gut auf dem Weg. Außerdem etabliert sind eine

Messe namens RO-KA-TECH, eine Verbandszeitschrift RO-KA-TECH

Journal, die Verankerung in gesetzgebenden Institutionen und ein

Netzwerk mit anderen Verbänden.

Luxustreter? Oder Arbeitsschuh?

Uff ... und ehe sie sich’s versehen, gelten die Ehrenamtlichen

(denen man eben noch dankbar war, weil sie die Arbeit machen)

als Funktionäre und müssen sich rechtfertigen: Für Luxustreter,

sozusagen.

Ruhe bringen Hans Josef Füllenbach, der 1993 kurzfristig als Vorsitzender

einspringt, und A. Wolfgang Wutschig, der Ende 1994 den

Vorsitz des Vorstandes übernimmt – und dazu erst einmal in den

VDRK eintritt. Nun wird der Schuh eingelaufen, und gleichzeitig

heißt es Strecke machen auf dem Weg zu gleich mehreren Zielen.

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VDRK ®


ERFOLGREICH ÜBER

ALLE HINDERNISSE:

30 JAHRE

STRECKENTEST

Das „Schuhwerk VDRK“ kann sich

Lederschuh aus der Höhle Areni I, Armenien, etwa 3500 v. Chr.

sehen lassen nach 30 Jahren:

Weiterentwickelt. Erneuert.

Stabil und wetterfest. Flexibel.

Gut eingelaufen. Ab und zu neue

Sohlen, Senkel oder eine gründliche

Reinigung. Ein bisschen

schicker dürfte es werden.

Künftig.


GESCHICHTE MACHT NAMEN

Namen sind Schall und Rauch? Von wegen. Und nur, wer den

Namen (manchmal) ändert, bleibt sich treu:

Stabil und wetterfest. Flexibel. Gut eingelaufen.

Davon unbeirrt, entwickeln auch die folgenden Präsidenten

Friedhelm de la Motte, Andreas Herrmann und Günter Butz Schuh

und Wegstrecke weiter: Der Ausbildung folgt der Meister. Eine

Hand kämpft gegen Drückerkolonnen, die andere für ein Gütesiegel.

Dazu Werbung für Ausbildung und Verband, Aufbau einer ordentlichen

Geschäftsstelle und immer wieder: Mitgliederwerbung.

Nebenbei wächst die RO-KA-TECH und erreicht jedes Jahr neue, nie

geplante oder erahnte Größen. Und weil die Ausbildung, kaum ist

sie fertig, schon Runderneuerung verlangt, geht das Ganze von vorn

los. Die anderen Themen sind ohnehin Dauerbrenner: Ob das jemals

abgeschlossen sein wird? Tja – tatsächlich ist das wohl wie mit

dem Kanal: Biste hinten fertig, fängste vorne wieder an!

Die Teilnehmerliste der Gründungsversammlung am 9. November

1989 ist mit Fachverband Deutscher Rohr- und Kanalreiniger

überschrieben; so steht es auch im Satzungsentwurf.

Noch vor der offiziellen Taufe wird der Name geändert: „Fach“

ist umständlich und doppelt gemoppelt – das ist nicht Kunst,

das kann weg: Es heißt nun Verband Deutscher Rohr- und

Kanalreiniger und so wird der neue e. V. im Jahr 1990 auch

eingetragen.

In den folgenden Jahren zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen

auch anspruchsvollere Aufgaben, etwa die Kanalsanierung

mit modernster Technik übernehmen. Also beschließt die Mitgliederversammlung

am 19. September 1998 die Umbenennung

in VDRK Verband Deutscher Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen

e. V. Wichtig: Die etablierte Abkürzung passt weiterhin.

Und noch eine Folge der Wende: Zunehmend interessieren sich

Unternehmer aus anderen Ländern Europas für die Mitgliedschaft

im VDRK. Im März 2006 folgt die bisher letzte Anpassung

in VDRK Verband der Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen

e. V. Zugegeben: Die Abkürzung ist ein bisschen geschummelt,

aber: Passt doch!

27

VDRK ®


15

RO-KA-TECH

Messen

1

anerkanntes

Gütezeichen

75

RO-KA-TECH

Journale

26

VDRK-

Verbands-Infos

43

Mitgliederversammlungen

5

Mitarbeiter

in der VDRK-

Geschäftsstelle

258

Förderanträge

zur überbetrieblichen

Ausbildung

11.000

Mehr als

Mitarbeiter in

VDRK-

Mitgliedsbetrieben

306

2004

9

1989

105

1995

228

1997


350

RKI-

Meister

ALLES, WAS WIR ZÄHLEN KÖNNEN

ZAHLEN UND FAKTEN

2.400

RKI-

Ausbildungsverträge

30

Jahre

VDRK

8

Gründe, VDRK-

Mitglied zu

werden

28

Rahmen-

Vertragspartner

Mehr als

500

VDRK-

Mitglieder

457

2014

514

2019

365

2009

447

2011

VDRK ®


DER AZUBI …

ÜBER DEN KANALRAND GUCKEN

SVEN KOCH: WILLST DU DIR NICHT EINEN ANDEREN JOB SUCHEN? – NEIN!

„Mehr Leute ins Handwerk!“


UND DIE AZUBINE

DER SCHUTZ DES GRUNDWASSERS IST WICHTIG!

MICHÈLE FIES: JEDER TAG BRINGT ANDERE AUFTRÄGE UND NEUE HERAUSFORDERUNGEN

„Mehr Frauen ins Handwerk!“

VDRK ®


Seine Eltern haben ihm abgeraten:

„Mach was Gescheites, tu dir das nicht an,

die Arbeit, die gestressten Kunden, der

24-Stunden-Notdienst ...“ Die Eltern wissen,

was sie sagen, denn sie sind vom Fach:

Bernd und Silke Koch führen in Münster

die Koch + Geist Kanaltechnik GmbH. 1990

haben sie das Unternehmen mit heute

30 Mitarbeitern gegründet.

Den Sohn stört das wenig: „Ich fand den

Beruf schon immer spannend und das hat

sich bis heute nicht geändert.“ Vor seiner

Ausbildung hat Sven Koch Fachabitur

gemacht mit Schwerpunkt Wirtschaft und

Verwaltung: „Damit habe ich die kaufmännische

Seite schon größtenteils abgedeckt.“

Jetzt ist er im dritten Ausbildungsjahr

bei Rohrblitz H. Rassmes in Krefeld

und ab Sommer 2020 – toi, toi, toi –

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

(RKI).

Warum er nicht bei den Eltern lernt? „Mal

über den Kanalrand gucken ist wichtig – wie

es bei uns zuhause funktioniert, weiß ich

ja.“ Laut Familienlegende wurde Sven,

heute 21, auf Mutters Schreibtisch gewickelt

und wuchs sozusagen im Unternehmen auf.

Warum er nicht bei den Eltern lernt? „Mal

über den Kanalrand gucken ist wichtig –

wie es bei uns zuhause funktioniert, weiß

ich ja.“ Laut Familienlegende wurde Sven,

heute 21, auf Mutters Schreibtisch gewickelt

und wuchs sozusagen im Unternehmen

auf.

Dabei ähnelt sein Ausbildungsbetrieb

dem elterlichen Unternehmen: Beide sind

Familienbetriebe. Beide arbeiten vor allem

im Hausanschlussbereich für private und

gewerbliche Kunden. Und beide haben sich

auf Dichtheitsprüfungen, TV-Inspektion und

Rohrreinigung sowie auf die Sanierung mit

Kurz- und Inlinern spezialisiert.

32


„Unter einem Maler und einem Schneider

kann sich jeder etwas vorstellen – aber

wenn ich von RKI erzähle, schaue ich erst

mal in fragende Augen!“ Michèle Fies stellt

immer wieder fest, wie wenig die meisten

Menschen von ihrem Beruf wissen.

Die 22-Jährige ist im letzten Ausbildungsjahr

zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice (RKI). Die Familie ist ihr

wichtig: Sie lernt bei Abwasserservice

Holger Fies, dem Betrieb ihres Vaters in

Troisdorf bei Köln.

Holger Fies hat sich 2010 selbstständig

gemacht; heute arbeitet er vor allem für

Privatkunden und Kommunen. Fies betreut

auch größere Objekte wie die der Koelnmesse

oder der KölnKongress GmbH, die

U-Bahn der Kölner KVB oder Brauhäuser.

Auch Michèles ältere Brüder arbeiten in

dem Familienunternehmen.

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VDRK ®


Dabei ähnelt sein Ausbildungsbetrieb

dem elterlichen Unternehmen: Beide sind

Familienbetriebe. Beide arbeiten vor allem

im Hausanschlussbereich für private und

gewerbliche Kunden. Und beide haben sich

auf Dichtheitsprüfungen, TV-Inspektion und

Rohrreinigung sowie auf die Sanierung mit

Kurz- und Inlinern spezialisiert.

Jede Jeck ist anders – und jeder Kanal

Was er besonders spannend findet an

seinem Job? Sven Koch sagt, was viele aus

der Branche ähnlich sehen: „Jeder Kunde

ist anders, jeder Kunde hat ein anderes

Problem, bei jedem Kunden gibt es neue

Herausforderungen, jeder Kanal ist anders.“

Es ist die Abwechslung, die auch ihn fasziniert

– zumal er auf sechs bis zehn Einsätze

am Tag kommt.

Immer wieder spricht Sven Koch darüber,

wie wichtig das Handwerk für Gesellschaft

und Land ist. Und zitiert die Reaktionen

von Freunden auf seine Berufswahl: „Vom

Klassiker ‚toll – ich könnte das nicht’ bis

zu ‚war ja klar, dass du das machen musst

wegen der Familie’ war alles dabei.“

34


Michèle ist zunächst in einer anderen Spur

unterwegs: Nach dem Realschulabschluss

macht sie eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.

Wichtiges Wissen, auch für

den Familienbetrieb – aber nichts für die

Zukunft: Ihr fehlt die Abwechslung. Das

ist jetzt anders: „Jeder Tag bringt andere

Aufträge und neue Herausforderungen.“

Die abgeschlossene Berufsausbildung verkürzt

ihre RKI-Lehre auf zwei Jahre: Als

Michèle Fies 2018 startet, steigt sie direkt

ins zweite Ausbildungsjahr ein. Bereits zu

Beginn der Ausbildung erlangt sie die Sachkunde

zur Zustands- und Funktionsprüfung

privater Abwasserleitungen und lässt sich

zur Beraterin für Grundstückentwässerung

schulen.

„Fies, aber fair“ – ein Firmenslogan

by Michèle Fies

Besonders faszinierend findet Michèle Fies

die Zustands- und Funktionsprüfungen

mit der Kamera: „Der Ablauf und die Technik

sind spannend. Von den Bildern sind

die Kunden meist überrascht, denn sie

können sich kaum vorstellen, wie ihre

35

VDRK ®


Nein, er musste nicht, aber er weiß, was er

will – oft besser als andere: „Von meinen

Klassenkameraden wollte die Hälfte studieren

und Rechtsanwalt oder Arzt werden

und die andere Hälfte irgendwo ins Büro.

Viele sind seitdem ein paar Jobs weiter und

haben immer noch nicht Fuß gefasst.“

Natürlich ist der Generation-Smartphone-

Azubi technikaffin, aber er zeigt eine abgeklärte

Skepsis gegenüber dem Technikwahn:

„Nicht nur die Software, auch die TV-Inspektionskameras

sind oft fehleranfällig und

erleichtern nicht immer die Arbeit.“

Was er sich wünscht: „Mehr Leute ins Handwerk!

Und mehr Frauen wären auch toll – es

macht Spaß, auch mal im gemischten Team

unterwegs zu sein.“ In der Berufsschule

gibt es in seinem Ausbildungsjahr nur eine

Frau, bei Rohrblitz und auch bei Koch +

Geist arbeiten mangels Bewerbungen gar

keine weiblichen RKI-Fachkräfte.

Koch verbringt auch nach Feierabend gern

Zeit mit Kollegen: „Das Betriebsklima bei

Rohrblitz ist super und das ist wichtig – es

nützt nämlich die beste Arbeit nichts, wenn

der Zusammenhalt fehlt.“ Der Job hat noch

andere positive Nebenwirkungen: „So eine

Rohrreinigungsmaschine wiegt 25,6 Kilo

und der Spiralkorb etwa das gleiche.

Wenn ich damit ein paarmal am Tag in

den vierten Stock laufe, brauche ich kein

Fitnessstudio mehr.“

Und was fehlt ihm in seinem Beruf? „Mehr

Anerkennung und Respekt.“ Dass er kaum

mal ein Dankeschön hört, geschweige denn

einen Kaffee angeboten bekommt, findet er

schade.

Noch etwas ist ihm wichtig: Sven Koch

möchte mehr Menschen über diesen „wirklich

tollen Beruf“ informieren. Das sei auch

eine Aufgabe für den VDRK. Denkt der Mann

jetzt schon daran, wie er später als Leiter

des elterlichen Unternehmens Leute gewinnen

will? „Klar.“

36


Abwasserleitungen wirklich aussehen. Und

dann macht es echt Spaß, die Ergebnisse

gemeinsam auszuwerten und die Kunden bei

der Sanierung zu beraten.“ Umweltschutz

im Allgemeinen und speziell der Schutz des

Grundwassers sind ihr wichtig.

Frauen in handfesten Handwerksberufen

sind selten. Als weibliche Fachkraft für

Rohr-, Kanal- und Industrieservice ist

Michèle Fies eine Rarität. In der Berufsschule

ist sie die einzige Frau in ihrer

Klasse. Kein Problem: „Ich komme mit allen

gut zurecht.“ Und im alltäglichen Berufsleben?

„Wenn wir zur Baustelle fahren,

sprechen die Kunden immer erst den

männlichen Kollegen an.“

Dann versucht sie, mit Fachwissen zu überzeugen:

„Klappt oft, aber nicht immer.“ Dabei

findet sie ihren Job ganz normal: „Ich packe

gern mit an.“

Auch privat ist die junge Frau kein Weichei:

Darts und Kickboxen hat sie schon gemacht,

ins Fitnessstudio geht sie regelmäßig. Was

ihr sonst noch wichtig ist? „Mich mit

Freunden zu treffen!“

Und was wünscht sie sich? „Dass sich mehr

Frauen für Handwerksberufe entscheiden!!“

Fachkraft

für Rohr-,Kanal- &

Industrieservice

Lust auf einen Hightech-Job?

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

37

VDRK ®


VOM „KANALARBEITER“ ZUM WICHTIGSTEN BERUF DER WELT

DER SCHWIERIGE WEG ZUR FACHKRAFT FÜR ROHR-, KANAL- UND INDUSTRIESERVICE (RKI)

Es war wohl das wichtigste Ziel bei der Gründung des VDRK:

Wir brauchen eine seriöse Ausbildung für unsere Branche. Schnell! Dringend!

Egal wie dringend – schnell geht hierzulande nicht. Dafür aber gründlich: Seit 1970 ist

das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) verantwortlich für die berufliche Aus- und

Weiterbildung. Beteiligt sind dabei mindestens ... wenn nicht noch mehr Institutionen:

die Sozialpartner, also Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, diverse Berufsverbände,

Berufsschullehrer sowie die Bundesländer.

Also Neuland erobern auf einem unbekannten Weg durch die Institutionen. 1995 steckt

das Internet noch in den Säuglingssöckchen und Ferngespräche werden nach Minuten

berechnet: Mal schnell recherchieren? Keine Chance. Doch der neue Vorstandsvorsitzende

A. Wolfgang Wutschig und sein „Ausbildungsbeauftragter“ Friedhelm de la Motte geben Gas.

* Unlogisch?

Aber nicht doch:

Ohne Agrartechnik keine Agrarprodukte,

ohne Agrarprodukte keine Abwässer

und ohne Abwasserinfrastruktur

keine Kunden für Agrarprodukte.

Es gibt keine neue Ausbildung ohne einen Vorläufer zum Lehrberuf. Rohr und Kanal fallen

in den Bereich des Bundesverbandes der Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik e. V.

(DEULA), einem Zusammenschluss deutscher agrartechnischer Bildungseinrichtungen * .

39

VDRK ®


Am 15. März 1995 unterzeichnet Wolfgang Wutschig den Vertrag

mit der DEULA Rheinland zur „Schaffung einer staatlich anerkannten

Fortbildungsmaßnahme als Vorläufer zum Lehrberuf“.

»Das ist der umfangreichste

nicht-handwerkliche Beruf, den wir

je kennengelernt haben.«

(HWK Düsseldorf)

Ein Jahr später ist die Schaffung geschafft und die Prüfungs- und

Fortbildungsverordnung bei der Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf

unterzeichnet. Die ersten 17 Aspiranten, fast ausschließlich

Firmeninhaber oder deren Nachfolger, lassen sich in Kempen

in einer Art Jugendherberge kasernieren und von der DEULA drei

Wochen lang beschulen. Nach zwei weiteren, ebenfalls dreiwöchigen

Lehrgängen gibt’s Prüfung und Urkunde, Streichkonzert

und Sekt für die ersten 17 Geprüften Fachkräfte für Rohr- und

Kanaltechnik. Heureka!

In vielen kleinen Schritten geht es weiter: Gespräche mit dem Bund

der Entsorger (BDE), dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft,

dem BIBB und allen anderen Partnern. Wolfgang Wutschig, Friedhelm

de la Motte, Klaus Dieter Zawisla und Karl-Heinz Böhme werden

zu Sachverständigen des Bundes für berufliche Neuordnung ernannt.

Ehrenamtlich, selbstverständlich!

Im Juni 2002 präsentiert das BIBB die Verordnung über die Schaffung

von vier Umwelttechnischen Berufen, darunter den der Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI). Im August beginnen

zwölf junge Männer ihre Ausbildung; später kommen elf Umschüler

dazu. 2003 folgt die Prüfungsverordnung. 2005 bestehen 22 der

23 Pioniere die Prüfung zur Fachkraft.

40


Zwischenbilanz nach 17 Jahren:

2400 Ausbildungsverträge und 350 Meister!

Im Februar 2005 wird die Meisterverordnung veröffentlicht, ab

2006 bietet die DEULA Meisterkurse an und im April 2008 erhalten

die ersten 20 Meister für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

ihre Meisterurkunden – öffentlichkeitswirksam auf der IFAT in

München.

Seit einigen Jahren steht die Branche vor zusätzlichen Heraus -

forderungen: Die Geburtenzahlen schrumpfen; sie liegen seit dem

Jahr 2000 etwa halb so hoch wie in der Spitze 1964 und steigen

erst seit 2012 wieder. „Fachkräftemangel“ sagt sich leicht, doch der

fehlende Nachwuchs und der Drang zu Uni und Bachelor lassen nicht

nur für die Ab wasserinfrastruktur Schlimmes befürchten.

Erst fehlte die Ausbildung – jetzt fehlen die Auszubildenden

Seit Mitte 2019 wird die Ausbildung inhaltlich überarbeitet.

Voraussichtlich ab dem Lehrjahr 2021 bilden die Unternehmen dann

den neuen Beruf aus – heißen könnte er Umwelttechniker (Netze

und Industrie).

Deshalb verstärkt der VDRK seine Ausbildungsoffensive: Er unterstützt

seine Mitglieder mit Werbematerialen wie Broschüren,

Anzeigen und einem mobilen Messestand und präsentiert sich auf

Ausbildungsbörsen und Messen. Viele Mitglieder engagieren sich

– auch politisch – für Flüchtlinge und Migranten.

Voraussetzung für all das ist ein neues Selbstbewusstsein:

„den wichtigsten Beruf der Welt“ auszuüben.

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VDRK ®


AUSBILDUNG IN DER VDRK-GESCHÄFTSSTELLE

FACHKRÄFTE FÜR ROHR-, KANAL- UND INDUSTRIESERVICE (RKI)

KANN DER VDRK SELBST LEIDER NICHT AUSBILDEN

Kevin Wallwey ist der Erste: Unter den Fittichen

von Ausbilderin Annett Sluke beginnt

der Fachabiturient 2011 seine Lehre zum Bürokaufmann.

Als er zwei Jahre später fertig ist,

hat er sich unentbehrlich gemacht und wird

Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Heute betreut

er die Mitgliedsunternehmen und organisiert

die RO-KA-TECH mitverantwortlich.

Der Versuch spricht für Wiederholung, und

so startet Julia Schober 2014 ihre Ausbildung

als Kauffrau für Büromanagement, wie es

inzwischen heißt. Nach ihrem Abschluss 2016

wird auch sie übernommen. Ihr folgt Pauline

Metzger, die 2019 die IHK-Prüfung ablegt und

ebenfalls beim VDRK bleibt.

42


»Die kennen den Laden, wenn sie fertig sind.«

VDRK-Geschäftsführer Ralph Sluke: „Wir sagen immer wieder, wie wichtig Ausbildung ist – und

wissen das inzwischen auch aus eigener, bester Erfahrung. Der VDRK wächst – und mit unseren

Azubis können wir maßvoll Schritt halten. Das Beste: Wenn sie fertig sind, kennen sie den Laden.

Ob wir die jungen Leute dann halten können, hängt natürlich – auch – von uns ab.“

43

VDRK ®


DER BERUFSSCHULLEHRER

„Es gibt sogar Kommunen, die diese Ausbildung gar nicht kennen.“

44


EIN SELTENER BERUF MIT HOHEN ANSPRÜCHEN UND GUTEN NETZWERKEN

DR. ANDREAS POHLSCHMIDT KENNT MEHR RKI-AUSZUBILDENDE ALS ALLE VDRK-MITGLIEDER ZUSAMMEN

Dr. Andreas Pohlschmidt (57) ist Berufsschullehrer am Hans-Schwier-

Berufskolleg in Gelsenkirchen. Seit 2002 unterrichtet er als Lehrer der

ersten Stunde angehende Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

(RKI). Der promovierte Diplom-Chemiker mit abgeschlossenem

Referendariat unterrichtet den technischen Bereich, also Maschinen-,

Geräte- und Sicherheitstechnik sowie Rohr-, Kanal- und Industrieservice-Technik

und Umwelttechnik.

Das Hans-Schwier-Berufskolleg war vor Lauingen und Berlin die erste

von heute drei Berufsschulen für RKI in Deutschland. Hier erhalten die

weitaus meisten Auszubildenden ihren theoretischen Unterricht: Rund

350 sind es zurzeit in drei Ausbildungsjahren.

Im Gespräch antwortet Pohlschmidt sehr genau, er will nichts und

niemanden über den gleichen Kamm scheren. Seine Antworten

beginnen oft mit einem überlegenden „Das kann man so allgemein

nicht sagen.“

Sie unterrichten werdende Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice,

seit es diesen Beruf gibt. Was hat sich geändert seit 2002?

Ach, eigentlich gar nicht so viel: In jeder Ausbildung gibt es motivierte

und weniger motivierte junge Menschen. Vielleicht sind die

Schüler im Durchschnitt heute ein bisschen schwächer. Aber damit

müssen wir umgehen – wir in der Berufsschule und die Ausbilder

im Unternehmen. Klagen hilft nicht – der Beruf wächst und wächst!

Woher kommen Ihre Schüler?

Es ist unglaublich bunt: Wir haben Hauptschüler, die keine andere

Ausbildungsstelle bekommen haben und solche, die aus ihrer

Verwandtschaft wissen, dass RKI ein toller, wichtiger und sicherer

Beruf ist. Wir haben Umschüler, wir haben Abiturienten, die den

elterlichen Betrieb übernehmen wollen, und wir haben Studienabbrecher

aus den unterschiedlichsten Fächern einschließlich

Medizin. Wir haben 14- und 40-jährige, Männer und Frauen. Sie

stammen aus vielen Ländern, in letzter Zeit verstärkt aus Afrika.

Auch aus vielen arabischen Staaten kommen je ein oder zwei

Schüler.

45

VDRK ®


Gibt es Besonderheiten bei dieser Ausbildung?

Das Tolle ist: Man kennt sich. Fachkraft für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice (RKI) ist ein seltener Beruf und es ist eine kleine

Branche. Insbesondere hier in NRW haben wir enge Kontakte zu

den Betrieben. Ich weiß noch, dass Herr de la Motte (früherer

Ausbildungsbeauftragter des VDRK – Anm. d. Red.) dort vorbeigefahren

ist und deutliche Worte gesprochen hat, wenn etwas

schieflief – und zwar gegenüber den Betrieben und ebenso gegenüber

den Auszubildenden.

Sind die Schulabgänger heute schlechter ausgebildet als vor

einigen Jahren?

Das Niveau hängt sehr individuell von den allgemeinbildenden

Schulen ab, aus denen die Azubis kommen. Auffällig ist, dass Hauptschüler

aus ländlichen Gebieten mehr können und wissen als solche

aus den Problemvierteln großer Städte. Auffällig ist auch, dass die

Schüler aus den östlichen Bundesländern, die früher in nahezu allen

Fächern besser waren, die Nase nicht mehr vorn haben.

Ist die Ausbildung wirklich so anspruchsvoll wie der VDRK behauptet?

Die umwelttechnischen Berufe werden tatsächlich immer technischer

und die Technik mit der Weiterentwicklung immer anspruchsvoller

– damit rechnen viele unserer Schüler vorher nicht. Zumal

sie in der betrieblichen Ausbildung oft nur einen Teilbereich

kennenlernen, weil viele Betriebe sehr spezialisiert sind.

46


Deshalb ist es so wichtig, naturwissenschaftliche Zusammenhänge

zu erklären, aber dabei zu reduzieren und die Ansprüche nicht zu

hoch zu schrauben.

Was ist das größte Problem ihrer Schüler?

Viele haben kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, trauen sich viele

Sachen einfach nicht zu. Die müssen wir erst mal aufbauen.

Das hieße, dass der VDRK mit seinem Ansatz „Der wichtigste Beruf

der Welt“ und „Hey, hier darfst Du die große Kombi fahren, die kostet

eine halbe Million“, genau richtig liegt?

Ja, unbedingt!

Viele Unternehmen beklagen, dass sie keine Azubis bekommen.

Auch das ist unterschiedlich. Für Messen, wo Unternehmen warten,

dass potenzielle Auszubildende auf sie zukommen, kann man Schüler

wohl tatsächlich kaum noch begeistern.

47

VDRK ®


Wichtig ist, dass die Betriebe aktiv und kreativ auf potenzielle

Bewerber zugehen und sie direkt ansprechen: in Schulen, Jugendzentren,

Vereinen usw. Und ein kleiner Betrieb aus Lünen sagte mir

sogar, dass er beste Erfolge mit eBay-Kleinanzeigen hat!

Durch den demografischen Wandel haben junge Leute heute viel größere

Wahlmöglichkeiten als noch vor einigen Jahren – oft heißt es, das wirke

sich negativ auf die RKI-Ausbildung aus.

Die Schüler wohnen während der Berufsschulwochen zusammen in

einfachen Gästehäusern und verbringen diese Wochen sehr intensiv

miteinander. Hat das Auswirkungen?

Klar – die fangen sehr früh an, Netzwerke zu bilden. Viele halten

auch lange nach Ende der Ausbildung noch Kontakt miteinander –

auch wenn sie weit entfernt voneinander wohnen und arbeiten.

Darüber hinaus trifft man sich bei jeder RO-KA-TECH.

Das kann auch eine Ausrede sein. Tatsächlich ist RKI der einzige

Beruf, bei dem wir eine kontinuierliche Zunahme der Ausbildungszahlen

haben. Erstaunlicherweise gibt es trotzdem sogar Kommunen,

die diese Ausbildung überhaupt nicht kennen.

48


Dass der Beruf sicher ist, ist klar – aber kann man damit auch

„was werden“?

Ich weiß von vielen Schülern, die nach der Ausbildung den Meister

gemacht haben und dann tolle Karrieren in Kommunen, mittelständischen

Betrieben oder großen Industrieunternehmen hingelegt

haben oder die jetzt selbstständig sind. Mancher bildet heute selbst

aus, engagiert sich in Prüfungsausschüssen, Verbänden und so weiter.

Herr Pohlschmidt, vielen Dank für das Gespräch.

49

VDRK ®


DER

„Wer nicht ausbildet, darf sich nicht über Fachkräftemangel beschweren.“


AUSBILDER

WIEBELS WEG:

BERGWERK -> KERNKRAFTWERK -> KANAL

ALS NEUES ZIEL STEHT DIE AUSBILDUNG IM FOKUS VON RAINER WIEBELS

Rainer Wiebels’ Weg zum Rohr-, Kanal- und Industrieservice ist nicht

vorgezeichnet, aber durchaus folgerichtig: Nach dem Studium in

Mönchengladbach startet der junge „Kaufmann wider Willen“ zunächst

bei der Gesellschaft für Wärmetechnik in seiner Heimatstadt Mülheim

an der Ruhr. Was er bei dem Hersteller von Klimaanlagen für den

Bergbau lernt, umsetzt und weiterentwickelt, ist auch bei Kraftwerksbetreibern

gefragt: In den 1980er Jahren treten in Kernkraftwerken

immer wieder Probleme bei den Turbinenölkühlern auf.

Dieses Wissen ist sein Entree bei Abfluss-Service Helmut Roel in

Essen, wo er 1989 als Kundenbetreuer anheuert. Das Unternehmen,

1969 gegründet, ist seit 1972 in der Industriereinigung tätig.

Der gelernte Industriekaufmann Helmut Roel zählt zu den Pionieren

der mechanischen Rohrreinigung in Deutschland.

Wiebels nimmt 1996/1997 am ersten DEULA-Lehrgang teil und darf

sich „Geprüfte Fachkraft für Rohr- und Kanaltechnik“ nennen.

Firmenchef Roel hat keine Nachfolger; nach seinem Tod 2008 kauft

Rainer Wiebels das Unternehmen. Heute bietet die Roel Umwelttechnik

Abfluss-Service GmbH sämtliche Leistungen im Rohr-, Kanalund

Industrieservice.

Der technisch talentierte Wiebels – „ich bin kein Kaufmann,

aber für einen richtigen Ingenieur fehlt mir die mathematische

Begabung“ – entwickelt eine Lösung zur nachhaltigen Reinigung

der Kühlerbündel.

VDRK ®


„Die Ausbildung stärkt das Selbstwertgefühl

aller Mitarbeiter“

Seit 2004 ist Wiebels als Vertreter der Arbeitgeber ehrenamtliches

Mitglied im RKI-Prüfungsausschuss der IHK Duisburg. Seine Erfahrungen

machen den sonst so ruhigen Firmenchef wütend: „Viele

Auszubildende haben den theoretischen Teil gut gelernt. Beim

praktischen versagen sie total – und das ist nicht ihre Schuld.“ Wie

das? „Natürlich haben sich die meisten Betriebe spezialisiert und

können nicht alle Bereiche ausbilden. Aber dass eine künftige Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI) in ihrer ganzen

Ausbildung keine Rohrreinigungsmaschine gesehen hat – das kann

doch nicht wahr sein!“

Auch die Konsequenzen formuliert er deutlich: „So sind die jungen

Leute doch chancenlos! Dabei ist ihre Ausbildung unendlich wichtig

– nicht nur für sie persönlich. Seit der Etablierung eines anerkannten

Berufsbildes ist das Selbstwertgefühl aller Mitarbeiter,

auch der älteren ohne richtige Ausbildung, immens gestiegen.“

52


Wiebels sieht die Ausbildungsbetriebe in der Verantwortung:

„Klar kostet das – aber es ist eine Investition in unser aller Zukunft.

Wir können die Verbundausbildung bei Kollegen nutzen, und der

VDRK, unser Verband, tut wirklich alles, um die überbetriebliche

Ausbildung zu fördern – sogar Zuschüsse gibt es!“

Jahrelang habe ich keine Azubis bekommen – bis jetzt!“

Seit zwei Jahren bildet Wiebels „endlich“ auch selbst aus: Die

ersten beiden Azubis kommen über eine Empfehlung, der dritte sei

ihm geradezu zugelaufen. Wiebels nutzt die Zuschüsse des VDRK

und schickt seine Jungs in jedem Ausbildungsjahr in jeweils drei

überbetriebliche Lehrgänge: „Sechs Mal 250 Euro Zuschuss – das

sind zwei VDRK-Jahresbeiträge!“ – Der Mann ist doch Kaufmann.

Über seine Azubis spricht er geradezu begeistert: „Das sind ganz

tolle Kerle, hochmotiviert. Die wollen den Beruf wirklich machen.

Einer hat schon angekündigt, Sanierer zu werden, wenn er fertig

ist.“ Wiebels setzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda und ist zuversichtlich,

dass weitere Azubis folgen: „Wenn die Jungs rumerzählen,

dass es Spaß macht, dass jeder Tag anders ist und dass sie einen

verdammt wichtigen Beruf ausüben, dann kommen auch andere

nach.“

Die Wissenslücken vieler Schulabgänger erkennt er wohl, weiß

aber, dass er sich damit arrangieren muss. Und: „Ganz ehrlich:

haben das unsere Eltern nicht auch über uns gesagt? Weil wir

anderes gelernt haben und brauchten als sie? Und sind wir nicht

etwas unfair und machen unser heutiges Wissen zum Maßstab für

18-Jährige?“

53

VDRK ®


Neuen Technologien der Branche begegnet Wiebels mit Interesse –

und Skepsis: „Das ist spannend für Ingenieure – aber in der Praxis

teilweise der helle Wahnsinn: Die Saugspüler sind fahrende Computer.

Es nützt uns nichts, wenn die Mitarbeiter die Wagen bedienen

können – aber beim kleinsten Fehler aufgeschmissen sind und die

Baustelle zumachen müssen. Manchmal ist weniger mehr.“

„Allzu viel Technik ist ungesund!“

Klasse seien dagegen Techniken wie z. B. der Bogenpacker, mit

dem Inliner problemlos und faltenfrei in die Kurve geklebt werden

können. Oder neue Materialien wie Glasfasermatten ohne Hohlfasern,

durch die in den Anfangsjahren der Sanierung Wasser

zwischen Altrohr und Inliner gelangen konnte. „Ich finde alles gut,

was die Qualität der Arbeit verbessert und dem Monteur das Leben

erleichtert.“

Herr Wiebels, Sie sind jetzt 65 – wie lange machen Sie noch und

wie geht es dann weiter? Er grinst: „Ich bin schon auf dem Rückzug:

Eigentlich bin ich Rentner und arbeite nur noch drei Tage in der

Woche – aber das klappt natürlich nicht immer.“ Für die Zukunft

macht er sich keine Sorgen: „Meine Nichte Rachel ist Kauffrau für

Bürokommunikation, ihr Freund Florian Installations- und Heizungsbaumeister.

Beide sind seit mehreren Jahren in der Firma und

haben Unternehmergene.“

Altersteilzeit mit Zukunftsplanung

Vor „einer Art Ruhestand“ ist Wiebels nicht bange. Für den Tierfreund

gehören Hunde zum Leben: Bis zu vier gleichzeitig, drei

Schäferhunde und ein Deutsch Kurzhaar, hielt die Familie schon;

auch Katzen gehören manchmal dazu. Die Hunde sind es auch, die

ihn nach einem Schlaganfall wieder auf die Beine bringen, weil er

mit ihnen laufen will. Zurzeit gibt’s nur eine vierbeinige Begleitung:

„Zwerg ist ein Zwerg – deshalb heißt er auch so – und kommt

mit zum Camping.“ Das ist die zweite große Leidenschaft

der Wiebels’.

54


Mit dem Wohnmobil will die Familie alle Ecken Europas erkunden,

vor allem die, wo man früher mit großen Wohnwagen nicht hinkam.

Hotels oder gar Kreuzfahrtschiffe sind nichts für Wiebels, der

seit seinem vierten Lebensjahr camping-sozialisiert ist: „Ich will

unter Leute, die ich mag.“ So wie im letzten Sommer am Iseosee

(Christo-Fans erinnern die mit dahliengelbem Stoff bespannten

Stege, die Floating Piers, im Sommer 2016): „Es war anders, es

schien chaotisch, es war großartig, es war Familie – da fahren wir

wieder hin!“

Aus dem Bergwerk zum Kernkraftwerk in den Kanal – Herr Wiebels,

ist es unten am schönsten? „Es ist zumindest ein unendlich

wichtiger Beruf, den wir machen. Gerade weil Privatkunden das

nicht unbedingt begreifen, ist es mir so wichtig, dieses an die

nächste Generation weiterzugeben. Und Sie wissen doch:

Wasser ist Leben – Abwasser auch.“

55

VDRK ®


QUALITÄTSSPRUNG BEIM QUALITÄTSNACHWEIS

VOM SELBSTGESTRICKTEN SIEGEL ZUM ANERKANNTEN RAL-GÜTEZEICHEN

Qualität sichern.

Schwarze Schafe aussortieren.

Anerkennung schaffen.

Das waren die Ziele der VDRK-Gründung.

Aber wie weist man das nach? In einer

Branche, der verbindliche Kriterien fehlen?

In der es noch keine anerkannte Ausbildung

gibt, die als richtiger Beruf gilt?

Der Trick „Wir basteln uns ein Gütesiegel“

hat in vielen Branchen zu einer unübersichtlichen

Inflation zweifelhafter Siegel

geführt. Zu den besten (oder schlechtesten)

Beispielen gehören die unzähligen Bio-/

Öko-/Umweltzeichen.

Beim VDRK ist von Anfang an klar:

Ein eigenes Gütesiegel kann nur der erste

Schritt sein zu einer anerkannten, fremdüberwachten

Zertifizierung.

Tatsächlich wird es ein langer Weg mit vier

großen Stufen zum unabhängigen Qualitätsund

Gütesiegel.

Sich freiwillig Regeln zu geben und diese

einzuhalten, ist gleichzeitig ein Test: Wie

ernst nehmen die Mitglieder ihren eigenen

Anspruch? Dass sich heute immer mehr

VDRK-Mitglieder das unabhängige RAL-Gütezeichen

erarbeiten, spricht für die Seriosität

des Verbandes und seiner Mitglieder.

57

VDRK ®


Eine gute Adresse

Das unabhängige RAL Deutsches

Institut für Gütesicherung und

Kennzeichnung e. V. wurde 1925

als Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen

gegründet („Lieferbedingungen“

meinte hier die

Qualitätsvorgaben für ein Produkt).

Es ist die Dachorganisation von

von mehr als 130 Gütegemeinschaften,

denen rund 9000 Unternehmen

angehören. Das Umweltzeichen

Blauer Engel ist wohl das

bekannteste Gütezeichen, das die

RAL gGmbH, eine Tochter des RAL-

Institutes, vergibt. Das gesamte

Verfahren der RAL-Gütesicherung

ist von der Anerkennung der Gütezeichen

über die Verleihung bis

zu ihrer Überwachung verbindlich

festgehalten. Dies unterscheidet

RAL-Gütezeichen von anderen Kennzeichnungssystemen.

1995 Das VDRK-Gütesiegel 1999

Die Fachbeiräte definieren Gütesiegel für

Rohrreinigung, Kanalreinigung und TV-

Inspektion. Geprüft werden die technischen

Voraussetzungen eines Betriebes, Betriebssicherheit,

Weiterbildung und Gewerbeanmeldung.

Wie fremdüberwachte Siegel

gelten sie jeweils nur für ein Jahr.

Das VDRK-Logo von 1990 wird umfunktioniert:

„Gütesiegel“ in den oberen Rand

drucken – fertig.

1997 werden die Kriterien überarbeitet

und anspruchsvoller.

Erste Stufe

Der VDRK gleicht die eigenen Güte- und

Prüfbestimmungen dem RAL-Gütezeichen

GZ 961 der Gütegemeinschaft Kanalbau an.

Die vergleichbaren Anforderungen machen

das VDRK-Siegel (fast) gleichwertig.

Das Design des neuen VDRK-Gütesiegels entspricht

dem funkelnagelneuen Verbandslogo.

2002 wird die Vergabe der Gütesiegel an

die Fremdüberwachung durch unabhängige

Ingenieure gebunden.

Zweite Stufe

Angleichung des VDRK-

Gütesiegels an RAL GZ 961

58


Dritte Stufe

2012 DIN CERTCO

2015

Vierte Stufe

RAL GZ 968

Im Jahr 2011 heißt es endlich „Nägel mit

Köpfen“: Der Beitritt zur neuen RAL-Gütegemeinschaft

Grundstücksentwässerung

scheitert jedoch zunächst daran, dass diese

die grabenlose Sanierung nicht in ihren

Katalog aufnimmt.

So kommt es zur Kooperation mit dem Rohrleitungssanierungsverband

RSV und

DIN CERTCO: 2012 löst das neue Siegel

DIN geprüfter Fachbetrieb für Grundstücksentwässerung

die drei alten VDRK-Siegel ab.

Leider verdient die Zusammenarbeit

mit DIN CERTCO kein Qualitätssiegel.

Das führt zu neuen Gesprächen mit der RAL

Gütegemeinschaft Grundstücksentwässerung.

Diese erweitert das RAL Gütezeichen 968 im

August 2014 um die grabenlose Sanierung.

Jetzt ist der Weg frei:

Am 1. Januar 2015 tritt der VDRK der

Gütegemeinschaft Grundstücksentwässerung

als Gründungsmitglied bei. Damit kann der

VDRK auch Fachgremien besetzen und ist

prüfberechtigt.

Seitdem steigt die Zahl der Unternehmen,

die sich nach RAL GZ 968 zertifizieren

lassen. Für VDRK-Mitglieder entfällt dabei

der RAL-Mitgliedsbeitrag.

59

VDRK ®


SCHWARZE SCHAFE? NEIN: KANALHAIE!

DER KAMPF GEGEN ABZOCKER WIRD VOR ORT GEWONNEN

Er war einer der Gründungsgründe des

VDRK, er steht in der Satzung, er flammt

immer wieder auf mit üblen Schlagzeilen

– und er scheint aussichtslos: der Kampf

gegen unseriöse „Wettbewerber“, also

Abzocker, die viele Kunden und den Ruf

der gesamten Branche schädigen.

Genau genommen ist der Kampf nicht

aussichtslos, sondern endlos: Jede neue

Generation ist wieder Zielgruppe – das

ist wie beim Impfen, der Aids-Aufklärung

oder im Geschichtsunterricht. Allerdings

wachsen hier nicht nur neue Verbraucher

nach, sondern auch neue Betrüger. Und

besonders schnell neue Betrugsmaschen.

Medien dramatisieren gern – und berichten

grundsätzlich lieber über Betrug, Betrüger

und deren Opfer als über Aufklärung von

Fachleuten. Das heißt: Sie berichten zu spät –

nämlich erst, wenn wieder ein Senior über

den Tisch gezogen wurde.


INFORMATION UND AUFKLÄRUNG

IN DAUERSCHLEIFE…

Und so laufen Information und Aufklärung

in Dauerschleife: Die VDRK-Website warnt

vor Betrügern und informiert über deren

„Arbeitsweise“. In Fernsehsendungen und

Printmedien beziehen wir Stellung oder

vermitteln Sachverständige als Interviewpartner.

Dabei wird es zunehmend schwieriger,

viele Menschen zu erreichen: Die Zahl der

Medien und die Mediennutzung werden

immer unübersichtlicher.

Ein Lichtblick: Weil das Thema ein sehr

regionales ist, haben VDRK-Kampagnen die

besten Erfolge dort, wo Mitgliedsunternehmen

enge Kontakte mit den lokalen und

regionalen Medien pflegen. Dafür stellen

wir unseren Mitgliedern immer wieder

aktuelles Material für Presse und Endverbraucher

zur Verfügung.

VDRK-Mitglieder verpflichten sich zu

seriösen Geschäftspraktiken; in den letzten

Jahren hat der Verband immer wieder

Unternehmen ausgeschlossen, die diese

missachten.

…UND EINE KAMPFANSAGE

Seit Februar 2014 ist der VDRK Mitglied

der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren

Wettbewerbs: Damit haben wir Klagebefugnis

und können gerichtlich gegen die Wettbewerbsverstöße

von Kanalhaien vorgehen.

VDRK ®


Im Kampf gegen Kanalhaie – Ein Stück in fünf Akten

1. Akt: Der VDRK erwirkt

zwei Unterlassungserklärungen

gegen ein mittelhessisches

Firmengeflecht. Unter

anderem gegen Werbung, die

über ortsnetzbezogene Vorwahlnummern

(bei verborgener

Weiterleitung) regionale

Anbieter vortäuscht.

Das Urteil wird am 14. Juli

2015 in erster Instanz verkündet,

die Berufung Ende

2016 abgewiesen.

2. Akt: Der VDRK reicht bei

der Bundesnetzagentur Beschwerde

gegen die unrechtmäßige

Vergabe der Ortsvorwahlen

ein und fordert die

Abschaltung. Im Juni 2016

werden 300 (!) Telefonnummern

dieses Firmenclans abgeschaltet.

Damit ist dessen

Werbung in Branchenbüchern

obsolet.

3. Akt: Im Februar 2017 untersagt

das Regierungspräsidium

Gießen den Gesellschaftern

von zwei dieser

Unternehmen die Gewerbeausübung;

im März 2018 bestätigt

das Verwaltungsgericht

Gießen die Maßnahme.

4. Akt: Ein neuer Name, ein

neuer Geschäftsführer alten

Namens und geänderte Geschäftsbedingungen

ermöglichen

zurzeit die Fortsetzung

der eigentlich untersagten

Geschäftspraktiken.

5. Akt: Wird zurzeit geschrieben:

Der VDRK sucht

nach neuen Ansatzpunkten im

endlosen juristischen Kampf

gegen diesen „Anbieter“ –

und andere gleicher Art.


VDRK ®


DIE FACHKRAFT FÜR FÜ

„Eigentlich schade, dass ich heute kaum noch im Kanal


HRUNG

KRANKENPFLEGER + KFZ-MECHATRONIKER = FACHKRAFT FÜR RKI

NACHWUCHSMANAGER PHILIPP PALASKE WILL, DASS MITARBEITER SICH WOHLFÜHLEN,

IHREN JOB GERN MACHEN UND STOLZ DARAUF SIND

unterwegs bin.“

Ein Gespräch mit Philipp Palaske zu verabreden, ist nicht einfach: Er

hat viel zu tun und: „Ich hasse es, im Mittelpunkt zu stehen!“ –„Haben

Sie sich deshalb einen Beruf im Untergrund ausgesucht, wo man Sie

nicht sieht?“ Im Gegenteil: Er finde es toll, mit Menschen zu arbeiten.

Und mit modernster Technik. Vor allem mit Menschen – Ja, wie nun?

Am besten von vorn:

Philipp Palaske, 29 Jahre alt, ist Meister für Rohr-, Kanal- und

Industrieservice und seit Oktober 2018 neben Carsten Christ

Geschäftsführer der Mayer Kanalmanagement GmbH (MKM) in Rüdersdorf

bei Berlin. Seit Beginn dieses Jahres leitet er den operativen

und technischen Bereich des Unternehmens.

Der Strausberger ist ein echtes Wendekind, geboren zwischen

Mauerfall (also VDRK-Gründung) und Wiedervereinigung. Nach der

Fachoberschulreife „mit Ehrenrunde“ kann er sich nicht recht

entscheiden: Krankenpfleger oder Kfz-Mechatroniker? Wie sich

diese Ideen verbinden und nahezu zwingend zur Fachkraft für Rohr-,

Kanal- und Industrieservice (RKI) führen, ahnt er noch nicht.

Irgendwann sieht er eine Fernsehreportage über Katakomben und

Kanäle in Frankreich: Spannend da unten – und nicht jeder kommt

rein. Am nächsten Morgen beim Frühstück mit den Eltern macht es

klick: Eine Anzeige in der Märkischen Oderzeitung wirbt um Auszubildende

zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice.

Palaske hat schon ziemlich viele Bewerbungen geschrieben und ebenso

viele Ablehnungen gelesen. Aber die „Katakomben“ sind noch

einen Versuch wert. Beworben, vorgestellt, Probearbeitswoche geleistet,

Vertrag unterschrieben. Und los geht es als erster Azubi des

damals 20-köpfigen MKM-Teams.

65

VDRK ®


Schon in der Probearbeitswoche ist Palaske perplex: Ein Kfz, das

Abwasser reinigen kann. Ein Fahrzeug, das prüft, ob die Kanäle

dicht sind. Ein Roboter, der die Kanäle inspiziert. Technik im Wert

von Millionen Euro. Hätte er sich das vorher vorstellen können?

„Nicht im Ansatz! Die Technik ist so vielfältig – da musste ich mich

echt anstrengen, um zu kapieren, was wie funktioniert. Schließlich

wollte ich das alles nicht nur benutzen, sondern auch verstehen.“

Klar, wenn man Kfz-Mechatroniker werden wollte. Sein Lieblingsgerät?

„Kanalreinigungsfahrzeuge – beim Spülen ist die Wirkung

einfach verblüffend.“

„Wir machen alles vom Handwaschbecken bis zur Kläranlage“,

erzählt Palaske, aber besonders faszinieren ihn die XXL-Formate:

„Diese Großkanäle mit drei, vier Metern Durchmesser sind wie eine

Stadt unter der Stadt. Man findet dort auch alles vom Kinderbett

bis zum Einkaufswagen – wir überlegen immer, wie die da wohl

hingekommen sein mögen.“

Die Faszination des Berufes liegt im Kopf

Überhaupt findet die Faszination des Berufes bei ihm im Kopf statt:

„Stellen Sie sich den Alex (Alexanderplatz im Zentrum Berlins) oder

das Bundeskanzleramt vor: Oben eine Million Touristen oder 100

Politiker und wir sorgen untendrunter dafür, dass alles fließt und

funktioniert – aber die haben keine Ahnung von uns.“ Stimmt – und

wenn man es so betrachtet, bekommt „Die Macht im Schacht“ der

Slogan von MKM, eine viel weiter reichende Bedeutung ... Palaske

setzt nach: „Ehrlich gesagt finde ich es ein bisschen schade, dass

ich heute kaum noch vor Ort im Einsatz bin.“

Nun hat der Mann in der Hauptstadt natürlich besonders spannende

Arbeitsplätze, oder? Widerspruch: „Nee-nee. Schauen Sie aus der

Vogelperspektive auf Deutschland: Unter jedem Haus und jedem

Feld, unter jeder Fabrik und jedem Bahnhof, unter dem Bundeskanzleramt

und dem Flüchtlingsheim – überall liegen Kanäle. Die

Hygiene sichern. Auf die Menschen angewiesen sind. Und manches

Problem darin ist erheblich komplexer als vermutet. Darum kümmern

wir uns.“ So spricht jemand, der mal Krankenpfleger werden

wollte.

„Die Macht im Schacht“

„Herr Palaske, wie erklären Sie Menschen, die keine Ahnung haben,

Ihren Beruf?“ Die Frage kennt er: „Seit zwölf Jahren rette ich jeden

Tag Leute vorm Absaufen. Ähnlich wie die Feuerwehr. Ich sage oft:

Stellt Euch vor, was passieren würde, wenn wir nur 24 Stunden

komplett streiken würden.“ „Und?“ „Eben!“ „Sie sind also sozusagen

eine hochtechnisierte Pflegekraft der Wasserwirtschaft?“ Palaske

lacht: „Das kann man so sehen.“ Also: Krankenpfleger + Kfz-Mechatroniker

= Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice –

nennen wir es die Palaske-Gleichung.

Menschen seien ihm wichtig, hatte Philipp Palaske am Anfang des

Gespräches gesagt. Das wollen wir genauer wissen – ein Kanal ist

schließlich weder Partyzone noch Sprechzimmer. Nein, das mit den

Menschen habe er auf seine neuen Aufgaben als Geschäftsführer

bezogen. Aus dem Schacht an die Macht? „Nein.“ Palaske wird ernst:

Er will, dass die rund 70 Mitarbeiter bei Mayer Kanalmanagement

sich wohlfühlen, ihren Job gern machen – und stolz darauf sind.

66


Die Palaske-Gleichung:

Krankenpfleger

+ Kfz-Mechatroniker

= Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

VDRK ®


Palaske schätzt die „kunterbunte Mischung“ im Unternehmen:

Familienväter und deren Kinder, die jetzt in der Ausbildung sind,

Kollegen aus Kamerun und Tschetschenien, Quereinsteiger aus allen

Bereichen, „so schräg wie der Bäcker mit abgebrochenem BWL-

Studium.“

Er selbst ist seit 2015 Meister für RKI. Worauf er stolz ist? Palaske

grinst: „Auf die letzten zwölf Jahre. Ich werde oft gefragt, ob es

nicht schwierig ist, als Geschäftsführer zu arbeiten, wenn man im

selben Unternehmen die Ausbildung gemacht hat. Sicher gibt es

kleine Stolpersteine, aber ich habe meine Leute hinter mir und die

wissen mich hinter sich. Im September hat mein dreizehntes Lehrjahr

angefangen.“

„Wir warten nicht auf Azubis, wir gehen hin zu den Leuten!“

Vier neue Auszubildende haben in diesem Jahr bei MKM begonnen.

Dass der junge Geschäftsführer diese im persönlichen Gespräch

überzeugt, glaubt man sofort, aber wie bekommt er überhaupt

Bewerbungen? „Wir gehen viel an Schulen und sprechen die Leute

direkt an. Und setzen dabei natürlich auch auf das tolle neue

Azubimaterial vom VDRK. Das funktioniert.“ Auch finanzielle Motivation

spiele eine wichtige Rolle bei MKM.

Und das Leben nach Feierabend? Wer im Berufsleben die Wasserentsorgung

einer Millionenstadt sichert, braucht zum Ausgleich

wohl das Gegenteil: Palaske lebt in einem kleinen Dorf im Wald;

als Hobbys nennt er Angeln, Jagen und Klettern. Wasser und Wälder

gibt’s in Brandenburg reichlich. Zum Klettern (da geht’s zur

68


Abwechslung nach oben) fährt er am liebsten ins sächsische Elbsandsteingebirge.

Nachdem wir so viel über Erfolge gesprochen haben, eine abschließende

Frage: „Auch mal ’nen echten Bock geschossen, Herr Palaske?“

– „Klar. In einer Industrieanlage habe ich als Jungfacharbeiter

während unserer Reinigungsarbeiten die komplette Beschichtung

ruiniert. Das hat uns über Jahre begleitet.“

VDRK ®


70


DIE RO-KA-TECH: KURZE GESCHICHTE EINER GROSSEN KLEINEN MESSE

VOM VERBAND, DER SICH EINE MESSE LEISTET, ZUR MESSE, VON DER SICH DER VERBAND ETWAS LEISTET

Wir schreiben das Jahr 2004. Im September soll die VII. RO-KA-

TECH, die Messe des VDRK für Rohr-, Kanal- und Industrieservice,

über die Bühne gehen. Der Veranstalter hat 50.000 Euro bei der

Leipziger Messe angezahlt, mehrere Dutzend Aussteller sind bereits

angemeldet – da platzt die Bombe: Ein Mitglied des Vorstandes

versucht, die Messe zu stoppen! Drei Argumente fährt er auf:

„Messen gibt es genug“, „die RO-KA-TECH verursacht nur Kosten“,

„die Veranstaltung bringt nichts“.

Der Zweifler hat nicht ganz unrecht: Noch die VI. RO-KA-TECH 2003

machte 17.000 Euro Miese. Im Vorstand fliegen, so die Legende,

die Fetzen: „Wer etwas gründen will, muss investieren“ steht gegen

„Das wird doch nie was“. Die Pro-Fraktion der „Investoren“ setzt

auf die kontinuierlich steigenden Aussteller- und Besucherzahlen –

und sich am Ende durch: Die VII. RO-KA-TECH findet statt. Vom

23. bis 25. September 2004. In Leipzig, zum fünften und zum letzten

Mal. Mit 81 Ausstellern auf 5000 Quadratmetern – zwei neue

Rekorde. Dazu schwarze 27.000 Euro unter dem Strich.

Das ist der Wendepunkt: Jetzt verdient die RO-KA-TECH Geld –

bis heute von Jahr zu Jahr mehr. Der Verband, der sich eine Messe

leistete, kann sich nun etwas leisten von seiner Messe. Für den

VDRK. Für seine Mitglieder. Für die gesamte Branche.

Der Rest ist Geschichte:

Im Jahr 2005 gibt es keine RO-KA-TECH – aber Verhandlungen mit

der Messe Kassel. Am 30. März 2006 ist Premiere in Nordhessen:

Die VIII. RO-KA-TECH verzeichnet 105 Aussteller aus fünf Ländern

auf 5600 Quadratmetern.

Nun geht es steil bergauf: Bei der IX. RO-KA-TECH 2007 präsentieren

sich schon 142 Aussteller auf 8200 Quadratmetern.

Ab jetzt findet die RO-KA-TECH regelmäßig alle zwei Jahre statt.

Bis heute erzielt jede Messe neue Aussteller- und Besucherrekorde

– und Überschüsse.

71

VDRK ®


6.00

6.00

4.00

4.00

3.00

13.00

3.00

6.00

6.00

3.00

10.00

4.00

4.00

10.00

10.00

6.00

6.00

6.00

6.00

6.00

4.00

4.00

3.00

5.00

5.00

5.00

1.00

3.00

3.00

5.00

5.00

4.00

2.00

8.00

8.00

12.50

14.00

14.00

8.00

5.00

5.00

5.00

20.00

19.99

10.00

10.00

15.00

4.00

4.00

8.00

4.00

6.00

13.00

4.00

11.00

6.00

9.00

9.00

8.00

8.00

8.00

8.00

8.00

8.00

8.00

8.00

6.00

2.50

4.00

10.00

5.00

5.52

3.00

10.00

10.00

10.52

11.50

8.00

3.00

5.00

5.00

6.50

3.00

5.00

14.00

14.00

15.00

15.00

15.00

8.00

11.00

6.00

6.00

10.00

10.00

6.50

9.00

9.00

9.00

9.00

8.00

20.00

20.00

21.00

16.00

8.00

13.50

10.00

10.00

12.00

12.00

11.00

11.00

11.00

7.00

8.00

8.00

10.00

9.00

6.50

13.50

10.00

4.00

4.00

5.00

5.00

5.00

5.00

5.00

7.00

7.00

3.00

3.50

3.50

3.50

3.50

1.00

2.00

4.00

F2-1

F2-6

OCS - OBIC

Coating Systems

56m²

4.00

16.00

F2-10 KSM Umweltdienste

GmbH & Co. KG

microBAR (haftungsbeschränkt)

64m²

4.00

F2-13

Wiedemann

enviro tec GmbH & Co KG

84m²

12.00

12.00

2015 gibt’s zur XII. RO-KA-TECH die erste

App, 2016 wird der VDRK Mitglied des Ausstellungs-

und Messe-Ausschusses der Deutschen

Wirtschaft e. V. (AUMA), Berlin. 2017

folgt die Zertifizierung durch die FKM,

die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle

von Messe- und Ausstellungszahlen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und

Energie (BMWi) nimmt die RO-KA-TECH auf

in die Liste der internationalen Leitmessen.

FGE-1

FGE-2

FGE-3

10.00

10.00

3.00

Kommunalfahrzeug

Vertrieb Warendorf

10.00

30

3.00

3.00

Kanalreiniger.eu

30

3.00

FGE-4

KROLL Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH

KEG

18m²

8.00

6.00

F1-6

30

ALTRO-Tec GbR

48m²

8.00

F1-7

F1-16

3.00

F1-1

MC-Bauchemie

Müller GmbH & Co. KG

40m²

4,98

KOKS 10.00 Group

30

PRO-KANAL GMBH

104m²

8.00

F1-2

6.00

F1-3

TIP Trailer

Services

Germany GmbH

4.00

F1-13

pmt GmbH & Co. KG

40m²

BLK

Kanalservice GmbH

48m²

8.00

8.00

60m²

7,09

8.00

GfU

Gesellschaft für

Umweltmeßtechnik

8.00

F1-8

F1-14

48m²

Kanal-Wambach GmbH

48m²

3.00

F1-4

Kanalreiniger.eu

30

8.00

F1-5 SKLARZ

Abwasserund

Umwelttechnik

GmbH

12.00

4.00

F1-15 KaRo Kanal- u.

15.00

60m²

F1-11

SKLARZ

20m²

12.00

4.00

Rohrreinigungsmaschinen

GmbH

75m²

15.00

4.00

16.00

H1/A02

IBW

Baustoffe

12m²

H1/A06

H1/A10

Ridge Tool

GmbH & Co. oHG

Bodenbender GmbH

4.00

5.00

H1/A08

SKLARZ Abwasserund

Umwelttechnik

40m²

128m²

H1/A01

H1/A00

IMS

4m²

AquaTeq GmbH

30

H1/A08-1

CABERE GmbH

30

2.00

12.00 60m²

6.00

6.00

8.00

16.00

RIS-Technik

24m²

H1/A03

10.00

6.00

6.00

3.00

GÜNTHER

SAUSGRUBER

KANALTECHNIK

50m²

Enz Technik AG

H1/A05

Rainer Kiel

Kanalsanierung

GmbH

H1/A07

Härke

30

H1/A09

Rausch GmbH & Co. KG

30

200m²

F2-3

7.00

H1/B04

Kommunalfahrzeug

Vertrieb Warendorf

H1/B04-3

Schneider

Diamantwerkzeuge

28m²

24m²

6.00

7.00

Dietmar Kaiser AG

91m²

Sewer Robotics

SysKan

3.00H1/B01

Systemlieferant

für Kanaltechnik

H1/B04-1

KA-TE PMO AG

36m²

9.00

20.00

24m²

9.00

H1/B06

7.00

H1/B03

20.00

Rockstroh

Fahrzeugbau GmbH

H1/B05

6.00

Gejos

Kanal TV

24m²

96.25m²

G. Drexl

GmbH & Co. KG

H1/B07

Renos Oy

3.00H1/B02

56m²

18m²

Kummert GmbH

160m²

F2-4

GEROTEC

KANALPRÜFTECHNIK

HANDELS GMBH

42m²

ROM bv

18.00

7.00

H1/C01

H1/C03

5.00

15.00

SPERING

micro-systems gmbh

90m²

Rohrreinigung

Haas GmbH & Co. KG

H1/C04

12.5m²

F2-7

4.00

F2-8

E H L E - HD

Entwicklungs- u.

Vertriebsges. mbH

6.00

60m²

RITEC Rohrinspektionstechnik GmbH

118m²

6.50

H2/D05

WinCan

Deutschland GmbH

H2/D08

H2/D02

42m²

Lehmann GmbH & Co. KG

2.00

leasing-pool,

Jörg Kühne

10m²

USB DÜSEN

GmbH

45.5m²

5.00

H2/D04

Städtler & Beck GmbH

H2/D06 2.00

40m²

9.00

KEPSO GmbH

Inh. Peter Kessler

35m²

7.00

8.00

60m²

8.00

H2/D01

H2/D03

12.00

H2/D07

4.00

4.00

2.50

F2-11 iPEK International GmbH

11.00

4.00

H2/E01

HAITE GbR

32m²

132m²

E H L E - HD

Entwicklungs- u. Vertriebsges. mbH

193.75m²

iPEK International GmbH

240m²

IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG

399m²

H2/E02

11.00

Mini-Cam

Ltd

10.50

19.00

32m²

H2/E03

5.00

H2/E04

7.00

12.00

15.50

Lehmann GmbH

& Co. KG

25m²

Envirobot

GmbH & Co. KG

33m²

H2/D03-1

3.50

Gullyver -

Gesellschaft für mobile

Inspektionssysteme mbH

H2/E05

IKT

17.5m²

H2/D07-1

IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG

75.5m²

2.00

60m²

3.50

13.50

H2-3

WMW-Consult

28m²

7.00

Heute ist die RO-KA-TECH eine der weltweit

größten Branchenmessen für unterirdische

Abwasserinfrastruktur. Bei der XV. RO-KA-

TECH 2019 präsentieren sich auf 27.000

Quadratmetern 304 Aussteller aus 22 Ländern.

Darunter 95 von 139 Fördermitgliedern

des VDRK! Von rund 10.000 Besuchern,

fast ausschließlich Entscheider, kommen

27 Prozent aus dem Ausland.

F1-17

10.00

Hermes Technologie

GmbH & Co. KG

40m²

10.00

Kanalreiniger.eu

69m²

10.00

F1-21

10.00

Streicher Kanalsysteme

40m²

10.00

23.00

F1-25

I.S.T.

30

10.00

10.00

F1-24

10.00

FFG Umwelttechnik

40m²

10.00

F1-27

RELINEEUROPE AG

100m²

F1-23

F1-18

F1-22

F1-26

KROLL

Fahrzeugbau

72m²

10.00

60m²

F1-20 MESSEN NORD

36m²

6.00

Kaiser AG

40m²

10.00

18.00

5.00

F1-19 KaRo

50m²

10.00

15.00

10.00

9.00

2.00

KaRo Kanal- u. Rohrreinigungsmaschinen GmbH

173m²

H13/A01

H13/A02

H13/A03

Rioned B.V.

11.00

Joachim Leistikow GmbH

164m²

Kaiser AG

140m²

Cappellotto S. P. A.

125.25m²

H1/A11

I.S.T.

Innovative Sewer

Technologies GmbH

90m²

6.00

10.00

9.00

H1/A12

6.00

4.00

H13/A04

H1/B08

Hächler GmbH

H1/B09

Chemnitzer Kanaltechnik

Napierala und Tragsdorf GbR

5.00

72m²

TH. Scholten GmbH & Co. KG

KROLL

Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH

242m²

H13/B01

4.00

TIP Trailer Services Germany GmbH

3.00H13/A05 Gardner Denver

Deutschland GmbH

27m²

9.00

40m²

GfU GmbH

UNIROR

32m²

22.00

5.00

4.00

6.00

11.00

H1/C05

TAS

3.00

12m²

H1/C06

6.00

H13/B05

4.00

H2/D09

GÜTESCHUTZ

KANALBAU e. V.

15m²

itv gesellschaft für

industrie tv mbh

H1/C07

PS professional

solutions

32m²

H13/B02

GfG

12m²

10.00

H13/B08 KATEC

Müller & Wahl GmbH

30

4.00

3.00

69m²

PTC S.r.L

M+T Druckwassertechnik GmbH

H13/B07

60m²

FFG Umwelttechnik GmbH & Co. KG

110m²

H2/D12

UHRIG Kanaltechnik GmbH

12.00

32m²

H12/B03

MESSEN NORD GmbH

4.00

6.00

Otto Schramek 44m²

Kommunalbedarf GmbH

5.00

5.00

H12/B04

H12/B06

9.00

H12/B09

H2/D10

H2/D11

Brendle

GmbH & Co. KG

45m²

Feierabend + Fock GmbH

120m²

RELINEEUROPE AG

90m²

Pipetronics GmbH & Co. KG

Speck-Triplex-Pumpen

GmbH & Co. KG

4.00

24m²

H12/B10

CVS

engineering

GmbH

36m²

4.00

Beck GmbH

45m²

12.00

9.00

4.00

4.00

H2/E07

H2/E09

resinnovation

GmbH

4.00

32m²

H12/C04

H12/C06

Fluvius GmbH

110m²

4.00

H12/C01 KEG

Kanalreinigungstechnik GmbH

40m²

IBOS a. s.

104.5m²

Assmann GmbH

110m²

H12/C05

5.00

10.00

H2/E08

12.00

Bodenbender GmbH

102m²

Renssi Kaarinan TR-Työstö Oy

9.50

10.00

2.00

H12/C02

URACA GmbH & Co.KG

61m²

6.00

6.00

7.00

Baroclean

92m²

14.00

H12/C03

Funk,

Zander &

Partner

21m²

10.00

6.00

12.00

IBAK

6m²

3.00

72


2.50

4.00

4.00

4.00

4.00

15.00

17.00

4.00

14.50

13.00

10.00

4.00

4.00

5.00

5.00

5.00

5.00

8.00

8.00

8.00

4.00

7.00

12.00

7.00

8.00

7.00

6.00

6.00

5.00

5.00

7.00

7.00

10.00

10.00

14.00

14.00

4.00

4.00

16.00

16.00

17.00

17.00

11.00

21.00

21.00

10.00

10.00

9.00

10.00

10.00

8.00

7.00

6.00

7.00

8.00

8.00

7.00

7.00

3.00

2.00

H3/B10 5.00

4.00

2.00

2.00

7.00

7.00

6.00

6.00

13.00

13.00

8.00

8.00

13.00

13.00

13.00

13.00

7.00

9.00

9.00

12.00

12.00

11.00

10.00

6.00

6.00

6.00

5.00

4.00

3.00

3.00

8.00

8.00

8.00

8.00

7.00

7.00

9.00

14.00

14.00

14.50

14.50

14.50

14.50

13.00

13.00

13.00

13.00

3.00

3.00

3.00

5.00

4.00

4.00

4.00

5.00

5.00

5.00

5.00

5.00

5.00

7.00

6.00

12.00

9.00

6.00

7.00

6.00

6.00

6.00

8.00

8.00

9.00

10.00

10.00

7.00

13.00

13.00

13.00

13.00

3.00

4.00

8.00

9.00

9.00

7.00

6.00

5.00

3.00

7.00

7.00

6.00

4.00

8.00

8.00

5.00

5.00

5.00

6.00

8.00

13.00

13.00

13.00

13.00

13.00

13.00

13.00

8.00

6.00

5.00

4.00

11.00

11.00

9.00

10.00

10.00

3.00

12.00

4.00

6.00

6.00

6.00

6.00

6.00

6.00

6.00

4.00

4.00

4.00

F2-14

6.00

Mauerspecht GmbH

90m²

F2-14-1

POMOT Sp. z o. o.

12.5m²

2.50

F2-15

BRAWOLINER

KARL OTTO BRAUN

GmbH & Co. KG

48m²

6.00

H5/A01

Wachtel AG

21m²

3.00

3.00H5/B01

Haase Tank GmbH

21m²

3.00H5/B02

Trelleborg Slowenija d.o.o.

24m²

3.00

H5/C01

Vetter GmbH

42m²

7.00

9.50

F3-1

IBAK

Helmut Hunger GmbH & Co. KG

F3-1-1

IBAK

20m²

8.00

125.25m²

4.00

F10-1

H11/A01-1

H11/A03

7.00

8.00

BFW

16m²

4.00

H11/A03-1

DWA

IFAT

H11/A04

MeierGuss

Sales & Logistics

10.00

Shanghai

Kingstronic

Co, Ltd

18m²

32m²

28m²

7.00

H11/A05

Börger GmbH

40m²

4.50

8.00

10.00

IBG HydroTech GmbH

78m²

H11/A01

Amiblu Germany GmbH

H11/A02

7.00

7.00

F3-2

6.00

H11/A06 RS Technik AG

H11/A07

Brandenburger

Liner

6.00

18.00

7.00

50m²

H3/A01

IBG HydroTech GmbH

24m²

GEROTEC KANALPRÜFTECHNIK HANDELS GMBH

118m²

H3/A05

HAAS

Abwasser- und

Kanaltechnik

H3/A07 35m²

88m²

56m²

4.00

H11/A08

Geiger

Kanaltechnik

14.00

von Oertzen GmbH

6.00

6.00

30

H3/A09

Mauerspecht

30

5.00

24m²

JT elektronik GmbH

56m²

11.00

7.00

6.00

H3/A03

7.00

9.00

3.00H3/A10

Wöhler

Technik GmbH

6.00

5.00

11.00

7.00

7.00

F3-3

JT elektronik GmbH

28m²

F10-2 Wiedemann enviro tec GmbH & Co KG

H11/B01

H11/B03

H11/B05

Pipe-Seal-Tec

GmbH & Co. KG

7.00

H11/B06

6.00

RTi Rohrtechnik

international GmbH

4.00

HUGO

FRAUENHOF GMBH

H3/A06

H3/A08

9.00

21m²

42m²

30

INTERSEWER

UG

49m²

4.00

H3/A04

JT elektronik GmbH

189m²

4.00

Lampe GmbH

50m²

H3/A02

28m²

Twinbond Liner GmbH

7.00

ProKASRO

Mechatronik GmbH

126m²

bluemetric software GmbH

JT elektronik

3.00H3/A08-1

GmbH

96m²

Wiedemann enviro tec

GmbH & Co KG

187m²

H11/B07

MEWA

18m²

H11/B08

OPPERMANN GmbH

SAG-

Akademie

27m²

13m²

KIMM

F3-4

Sand-Kies-

Betonerzeugnisse

Fertigbeton

GmbH & Co. KG

7.00

H11/B02

H11/B09

49m²

LV Kommunal

H11/B04 Schmidt

Kommunalfahrzeuge GmbH

18m²

CAPPSTAR srl

40m²

7.00

KARDIAM

Diamantwerkzeuge

70m²

H3/B05

MTA

Messtechnik

GmbH

28m²

H3/B07 Lansas BV

35m²

6.00

SBKS

GmbH & Co. KG

36m²

H3/B01

35m²

5.00

11.00

7.00

6.00

1.00

Gromoll

14m²

H3/B03

Aarsleff Rohrsanierung GmbH

Bluelight GmbH

56m²

Per Aarsleff A/S

Camtronics BV

1.00

7.00

3.00

7.00

4.00

5.00

9.00

2.00

F10-3

5.00

Schwalm Robotic GmbH

5.00

11.00

65m²

H10/C01

7.00

6.00

4.00

7.00

F3-5

7.00

Schwalm Robotic GmbH

H10/C02

H10/C03

H4/B04

H4/B06

9.00

H4/B08

6.00

H4/C07

aquametrics

DEULA 3.00H4/B09

Rheinland GmbH

Claudia Crämer

18m²

18m²

65m²

SAERTEX multiCom

49m²

H10/C05 F. Willich

Isoliersysteme

GmbH & Co. KG

H4/B02 H&H Hildebrand

Rohrtechnik GmbH

32m²

42m²

H4/B11

IMS Robotics GmbH

70m²

KrasoTech GmbH

143m²

ROM bv

84m²

Grüning & Loske GmbH

81m²

Umwelttechnik

Franz Janßen GmbH

36m²

H10/C04

6.00

H4/B08-1

HÜCOBI

GmbH

44m²

SubTech GmbH

5.00

5.00

MC-Bauchemie

Müller GmbH & Co. KG

42m²

H10/C06

Swietelsky-Faber

GmbH

36m²

4.00

H4/B02-1

Komm. Fahrz.

Warendorf

36m²

16m²

11.00

7.00

6.00

7.00

7.00

H4/C04

7 Solutions GmbH

15m²

5.00

H4/C05

Three

In One

Enterprises

12m²

4.00

4.00

6.00

3.00

4.00

F10-4

7.00

5.00

13.00

7.00

10.00

4.00

13.00

H4/C03

20.00

F3-6

H10/D01

minCam GmbH

H10/D02

H10/D04

Bluelight GmbH

67.5m²

7.50

P&W Umwelttechnik GmbH

98m²

Kaeser Kompressoren SE

H10/D06

H4/C01

ball-b

H4/C06

72.5m²

KESSEL AG

56m²

80m²

28m²

Müller Umwelttechnik

GmbH & Co. KG

260m²

RICO GmbH

169m²

7.00

10.00

7.00

H10/D03

Kanal-Türpe

Gochsheim

4.00

VDRK

Verband der Rohrund

Kanal-Technik-

Unternehmen e. V.

188.5m²

18m²

H10/D05

Kanalreiniger.eu

12m²

4.00

5.00

6.00

H10/D05-1

Vario

Suite

12m²

13.00

20.00

13.00

11.00

10.00

H5/A03

H5/A11

Reinert-

Ritz

5.00

12.00

RIEZLER

Inspektionssysteme

H5/A06

10.00

H5/A09

25m²

55m²

OPTRONIC

50m²

SACPRO AB

50m²

H5/A13

Fritzmeier

Umwelttechnik

GmbH & Co. KG

60m²

ASK -

Arbeitssicherheits

Konzepte

VIP-POLYMERS

LTD

Wapro AB

10.00

5.00

12.00

6.00

H5/A16

H9/A01-1

GEBR.

4.00

H9/A03

REHAU

12m²

H9/A03-1

Poloplast

5.00

H9/A05

5.00

H9/A08

6.00

4.00

RÖDERS AG

20m²

20m²

Predl GmbH

20m²

Finger

Baustoffe

GmbH

24m²

10.00

Wardsflex Ltd

18m²

H9/A01

mbp software

36m²

H5/A02 BRAWOLINER

KARL OTTO BRAUN GmbH & Co. KG

13.00

H5/A07

12.00

H5/A08

8.00

H5/A10

5.00

ACO

Tiefbau

Vertrieb GmbH

40m²

7.00

H5/A15

6.00

Trelleborg Pipe Seals

Duisburg GmbH

64m²

Trelleborg Industrie S.A.S.

Trelleborg Industrial Products

Germany GmbH

H5/A12

H5/A17

Onyx Rohr- und

Kanal-Service GmbH

4.00

7.00

18m²

SEWERTRONICS

63m²

BKP

3.00H5/A14

Berolina

Polyester

H9/A02

KARL WEISS

H9/A04

Annotech Inh. Antje Krausser

18m²

HD Sanierungstechnik

3.00

security@work GmbH

H9/A06

9.00

RSV e. V.

H9/A09

Remmers Fachplanung 48m² GmbH

ARKIL INPIPE GmbH

IRS mbH Sachsen

Vulkan-Verlag GmbH

Technologies GmbH

42m²

63m²

24m²

BLEJKAN GmbH

POLINER SP. Z O.O.

MARPLAST Sp. z o. o.

4.00

60m²

169m²

156m²

H5/B17-1

RoKa

Office

6m²

8.00

H9/B01-1

5.00

H5/B10

CARE

CONSTRUCTION

ApS

40m²

H5/B14

Picote Oy Ltd

88m²

Snakeliner OY

25m²

4.00

H5/B16

H5/B17

Barthauer

Software

12m²

13.00

12.00

8.00

5.00

Schuller GmbH

Schachtdeckelhebgeräte

7.00

28m²

3.00

H5/C14

Sukitustukku Oy

3.00

18m²

6.00

3.00H5/B21 BTL GmbH

4.00

H9/B04 Hermes

Technologie

GmbH & Co. KG

45m²

H9/B06 Streicher

Kanalsysteme GmbH

36m²

21m²

H9/B01 Hysypro AG

28m²

KBS Kanal-

Beratung-Service

11.00

H9/B08

RSM Lining

Supplies Global Ltd

4.00

24m²

5.00

4.00

4.00

3.00H5/B04

Frank

GmbH

H5/B06 12m²

7.00

H5/B07

12.00

H5/B12

12.00

4.00

H5/B15 iMPREG GmbH

6.00

Cosmic

Engineering GmbH

IMS Robotics GmbH

156m²

H5/B13 Kanaltechnik

DF-ING GmbH

H5/B18

7.00

H5/B20

H8/B02

R+M

de Wit GmbH

20m²

Suttner GmbH

4.00

H5/C02

32m²

OSSCAD

12m²

48m²

Karl Schöngen

H8/B03-1

91m²

bodus gmbh

156m²

Boldan Oy

SCHRADER-T+A

Fahrzeugbau

GmbH & Co. KG

91m²

3.00

18m²

ORKO SK s.r.o.

5.00

12m²

H8/B03

POMOT

Sp. z o. o.

H8/B03-3

ShenZhen

5.00

5.00

Wopson

Electrical

12m²

H8/B09

FSB Bautechnik GmbH

24m²

20m²

4.00

4.00

H8/B05

Dancutter A/S

25m²

H8/B07

Aryan Pumps

& Enviro Solution

Pvt. Ltd

PATOK 25m² a. s.

H8/C03

H8/C05

H8/C06

5.00

5.00

H5/C03

Siebert +

Knipschild GmbH

15m²

5.00

H5/C08

12.00

Sanierungstechnik

Dommel GmbH

30

7.00

12.00

6.00

H5/C09

KSE - Lights GmbH

20m²

4.00

7.00

4.00

3.00H5/C15

tandler.com

Obduramus

12m²

55m²

Marko Filtertechnik

H8/C10

4.00

3.00

H5/C16

Ahoy

Rotterdam

12m²

H8/C01

Steinzeug-Keramo GmbH

4.00

GAMON TRUCKS Sp. z o.o.

66m²

RIVARD

45m²

H8/C08

Hermann

SEWERIN GmbH

30

5.00

44m²

Lateral

Repairs

40m²

6.00

5.00

H8/C08-1

Pipeferret

JGK-TECH.

EHF

15m²

H5/C04

12.00

LineTEC VFG Vereinigte

Filzfabriken AG

H5/C06

8.00

6.00

ibe Software GmbH

48m²

H5/C07

10.00

IBAK Helmut Hunger

GmbH & Co. KG

60m²

H5/C11

12.00

SIMONA AG

H5/C13

3.00

Sanikom d.o.o.

72m²

72m²

36m²

H8/C02

12.00

8.00

10.00

12.00

Source

One

Environmental

52m²

Flexseal GmbH

H8/C04

Ludwig

Pfeiffer

4.00

H8/C07

Spartan

Tool L.L.C.

16m²

H8/C09

9.00

12m²

T.A.D.

Umwelt

Equipment

Service

36m²

3.00

9.00

Noch immer hat der Standort Kassel Gegner,

doch es werden weniger. Was soll man auch

sagen gegen eine internationale Leitmesse,

die von Jahr zu Jahr Aussteller-, Besucherund

Einnahmerekorde bricht?

Erfolgsgeschichte made in Germany

Von einer internen „Ausstellung“ von acht

Fördermitgliedern 1995 in Oberaula über

die erste RO-KA-TECH 1997 in Naunhof zur

Internationalen Leitmesse in Kassel: Das ist

eine Erfolgsgeschichte made in Germany,

made im größten und wichtigsten Messeland

der Welt. Nur gut fünf Prozent der vom AUMA

gelisteten 400 Messen veranstaltet ein Fachoder

Branchenverband. Nahezu einzigartig

ist wohl, dass der VDRK seine Messe vollständig

in Eigenregie organisiert und lediglich

Flächen und Infrastruktur der Messe Kassel

anmietet.

H11/A09

Amex Sanivar AG

PSM Rohrsanierung

21m²

3.00

H11/B10

Duktus

9m²

H11/B11

Funke Kunststoffe GmbH

33m²

H11/B12

Bachmeyer

Assecuradeur

9m²

H10/C07

PLASSON GmbH

21m²

3.00

H10/C08

ALOCIT

15m²

3.00

73

VDRK ®


74


HOW TO: WIR BASTELN UNS ZUR LEITMESSE

BASTELSTUNDE MIT ANNETT UND RALPH

2007. Wir Messeplaner im VDRK haben ein Problem: Die RO-KA-TECH

wächst – doch die verfügbare Messeplanungssoftware ist entweder

völlig überdimensioniert (auch preislich) oder so rudimentär, dass

ihr Einsatz nicht lohnt.

Also Messeplanung „zu Fuß“, wie der ITler sagt: Die Hallenpläne

der Messe im A0-Format kleben wir auf Styroporplatten. Mit MS

Word kann man erstaunlich viel anstellen, auch Maßstäbe vorgeben.

So können wir Kästchen, also Messestände, zeichnen, ausdrucken,

ausschneiden und festpinnen. Umpinnen. Größere oder kleinere

Flächen ausdrucken und neu pinnen. Irgendwann ist die Bastelarbeit

fertig, Plan und Platte scheinen vom Holzwurm gelöchert.

Mit diesem Verfahren planen wir drei Hallen mit insgesamt

8200 Quadratmetern Fläche für 142 Aussteller.

Und wie kommen die fertigen Pläne als Online-Katalog ins Internet?

Ganz einfach: Annett zeichnet den Papierplan mit CorelDRAW noch

einmal komplett nach.

Dieses Spiel treiben wir so bis 2013, mit neun Hallen auf 19.000

Quadratmetern. Nebenbei führen wir endlose Excel-Dateien mit

allem, was in die Rechnungen soll: jede einzelne Zusatzleistung,

jedes Kleinst-Werbemittel. Beim Abrechnen dürfte einiges „durchgerutscht“

sein.

Also alles neu ausdrucken, neu ausschneiden, neu aufkleben auf

einen neuen Plan im A0-Format. Im Copyshop mit Sonderausstattung

in Originalgröße vervielfältigen lassen und als offiziellen Bauantrag

einreichen bei Bauamt, Ordnungsamt und Feuerwehr.

Nachdem die Baugenehmigung kommt, dürfen die Pläne noch einmal

in den Copyshop: Verkleinerung auf A3 und Vervielfältigung für

jeden Aussteller.

2014 gibt es endlich eine für den VDRK passende Messeplanungssoftware.

Sonst wäre die RO-KA-TECH 2015 mit 228 Ausstellern

in elf Hallen auf 25.000 Quadratmetern nur mit einem immensen

Personaleinsatz möglich. Jetzt ist die Planung nicht nur weniger

aufwendig, sondern auch weniger fehleranfällig.

Eine Messe später, 2017, dürfen wir uns Leitmesse nennen.

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VDRK ®


Immer schön beim Thema bleiben!

ERFOLGSREZEPT SPEZIALISIERUNG

Die RO-KA-TECH hatte und hat Erfolg als eine

hochspezialisierte Messe für hochspezialisierte Besucher.

Dabei wächst sie weiter: mit neuen Ausstellern, neuen

Anbietern, neuen Technologien. Und größeren Flächen:

Manches Unternehmen, das die RO-KA-TECH vor zehn oder

15 Jahren mit 25 Quadratmetern Platz austestete (oder einfach

nicht mehr benötigte), verlangt heute 500 Quadratmeter.

Damit die Messe auch künftig erfolgreich bleibt, halten

wir sie „sortenrein“: indem wir ausschließlich

Aussteller zulassen, die exakt die Wünsche, Interessen

und den Bedarf unserer Branche abdecken.

Und das soll auch so bleiben.

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DIE RO-KA-TECH IM DIENSTE DER VDRK-ZIELE

WIR HABEN NICHT NUR FÖRDERMITGLIEDER, WIR SIND AUCH FÖRDERMITGLIED!

Die RO-KA-TECH gehört nicht einem privaten Messeveranstalter,

sie ist die Messe des Verbandes der Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen

e. V. Seit 2004 erzielt sie ständig wachsende Überschüsse.

Diese investiert der VDRK in die eigene Zukunft, vor allem in

Aus- und Weiterbildung: Wir sponsern „unsere“ Berufsschulen mit

außerplanmäßigen Lehr- und Lernmitteln. Der Verband ist

beispielsweise auch Mitglied im Förderverein des Hans-Schwier-

Berufskollegs in Gelsenkirchen.

Ein unabhängiges Gütesiegel war eines der wichtigsten Ziele schon

bei der Gründung des VDRK. Der Beitritt zur RAL Gütegemeinschaft

Grundstücksentwässerung als Gründungsmitglied gibt uns deutlich

mehr Einfluss als eine einfache Mitgliedschaft. Das war teuer, aber

sinnvoll – und möglich dank der RO-KA-TECH-Erfolge.

Und last but not least: Dieses Buch ist ein feines Geburtstagsgeschenk

an uns selbst – doch vor allem ein Mittel für die Mitgliederwerbung.

VDRK-Ziel Nummer drei. Dritter Dank der RO-KA-TECH.

VDRK-Mitglieder erhalten Zuschüsse zur überbetrieblichen Ausbildung

– ebenfalls bezahlt aus dieser Einnahmequelle. Zudem kann

der Verband aufwendig mit Broschüren und Plakaten für den Beruf

der Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI) werben.

Von jedem, den wir für die Ausbildung gewinnen, und von jedem,

den wir besser ausbilden, profitieren wir und die ganze Branche.

Dank der RO-KA-TECH.

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VDRK ®


DAS FÖRDER

„Wir verstehen nicht nur das Geschäft unserer Kunden,

wir beherrschen es und üben es selbst aus.“

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MITGLIED

WIR KÖNNEN KANAL – SO GUT WIE UNSERE KUNDEN

VOM DIENSTLEISTER ZUM PRODUKTENTWICKLER UND HERSTELLER:

HERBERT BODENBENDER, PIONIER AUS DEM HINTERLAND

Rettung aus aussichtsloser Situation und Aufstieg eines

glücksbegabten Helden: Klingt wie ein Märchen. Hat aber zu tun

mit Mut, Energie und Innovationskraft von Unternehmertypen

und Familien(unternehmen).

1967 macht sich Herbert Bodenbender, gelernter Betriebsschlosser

aus Biedenkopf, selbstständig: Er leiht viel Geld, kauft einen

Saugwagen und beginnt mit der Grubenentleerung im Hessischen

Hinterland, wo nur wenige Häuser an das Abwassernetz angeschlossen

sind.

der älteste Sohn noch nicht einmal volljährig, doch Herbert Junior,

gelernter Schmied und Fahrzeugbauer, lässt sich in die Pflicht

nehmen: „Nur ein paar Jahre, bis die Schulden abgezahlt sind.“

Von chemischen und wirtschaftlichen Kettenreaktionen

Als er die Schulden zwei oder drei Jahre später vom Halse hat,

ist die Firma gewachsen – und Herbert verantwortlich für drei

Mitarbeiter. Also geht es weiter; der jüngere Bruder Heinz steigt

in das Unternehmen ein.

Vier Jahre später stirbt er bei einem Unfall – und hinterlässt Frau

und zehn Kinder im Alter von einem bis 20 Jahren. Das Erbe anzunehmen,

heißt Schulden übernehmen. Nach damaligem Gesetz ist

79

VDRK ®


Ende der 1980er Jahre kauft der Dienstleister das erste TV-Fahrzeug.

Die Bilder aus dem Inneren der Kanäle lösen eine Kettenreaktion

aus: „Wenn ich schon weiß, dass und wo die Rohre kaputt

sind, kann ich sie auch selbst reparieren“, findet Herbert Bodenbender.

Er beginnt, mit Harzen zu experimentieren. Holt Chemiker

dazu. Die Anforderungen an das fertige Produkt und die Wünsche

künftiger Kunden kennt er selbst am besten: „Näher am Kunden

geht nicht.“

DAS FÖRDER

Stammgeschäft und Start-up: Eine perfekte Symbiose

Stammgeschäft und Bodenbenders Start-up greifen perfekt ineinander:

Das Erste finanziert das Zweite und bietet gleichzeitig

die perfekte Testplattform – Kunden-Feedback und Referenzen

inklusive. Bodenbender beginnt mit partiellen Sanierungen von

ein bis fünf Metern Länge.

Nach zwölfmonatiger Entwicklungszeit gemeinsam mit der Bayer

AG geht 1991 der Point-Liner an den Start und wird in der eigenen

Dienstleistung bundesweit eingesetzt. Der Name Point-Liner steht

für Idee und Anspruch: punktgenaue Sanierung. Bodenbender wird

deutschlandweit zum Pionier der Kanalsanierung.

Die Feldtests zeigen, dass das Produkt vertriebsfähig ist: Das für

den Point-Liner verwendete Polyurethan hat bessere Klebeeigenschaften

als Harze auf anderer Basis und es schrumpft nicht. 1994

kommt das PL ® -Point-Liner ® -System als Produkt der neu gegründeten

Bodenbender GmbH auf den Markt: mit Rohstoffen der Bayer AG,

jeweils rohrspezifisch genau dosiert, geprüft vom DIBt, dem

80


MITGLIED

Deutschen Institut für Bautechnik, begleitet von Schulungen in der

hauseigenen Akademie.

Die individuell und dosiergenau abgepackten Materialien garantieren

ein korrektes Mischungsverhältnis – dieser Service,

entscheidend für die Qualität des Endproduktes, erweist sich als

wichtigster Erfolgsfaktor. Dazu kommt das unschlagbare Alleinstellungsmerkmal

von Bodenbender: „Wir verstehen nicht nur das

Geschäft unserer Kunden, wir beherrschen es und üben es sogar

selbst aus. Und unsere Techniker bringen alle Fähigkeiten für den

Vertrieb mit.“

Jetzt sind die Hessen europaweit und bis nach Australien

unterwegs

Das PL ® -Point-Liner ® -System wurde bisher für mehr als 500.000

partielle Sanierungen eingesetzt. Bodenbender entwickelt und

vertreibt darüber hinaus Materialien, Harze und Equipment zur

Inliner- und Schachtsanierung sowie Fräs- und Reinigungsmaschinen;

außerdem stattet das Unternehmen Fahrzeuge für die Rohr-,

Kanal- und Kanalbauwerksinstandhaltung individuell aus.

Den „Beweis“, dass Bodenbender-Produkte höchsten Ansprüchen

gerecht werden, liefern Schweizer Unternehmen und Kommunen:

Sie zählen zu den besten Kunden des Hauses.

Herbert Bodenbender, Heinz Bodenbender

Jonas Bodenbender, Christian Kunkel

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VDRK ®


DAS FÖRDER

Das Hessische Hinterland:

Brutstätte für Hidden Champions

Bodenbender ist ein typisches Produkt

des Hessischen Hinterlandes. Dieses beschrieb

Thomas Schäfer, in Biedenkopf aufgewachsener

Finanzminister Hessens, jüngst als „Brutstätte für

Hidden Champions“. Entsprechend liegt die Arbeitslosigkeit

in dieser ländlichen Gegend bei rund

2,2 Prozent. Bodenbender findet trotzdem Mitarbeiter:

„Wenn wir suchen, spricht sich das

rum hier auf den Dörfern. Man kennt sich –

und wir haben einen guten Ruf.“


MITGLIED

Das kleine Land wiederum sei sein oberstes Vorbild in Sachen

Umweltschutz, erzählt Bodenbender: „In der Schweiz wird Kanalsanierung

ganzheitlich gedacht und gemacht – mit jedem

Kommunalkanal werden auch die Hausanschlüsse saniert.“

Auch Skandinavien stehe für höchste Umweltstandards.

Fördermitglied seit der ersten Verbandstags-Ausstellung

1994 tritt Bodenbender als Fördermitglied in den VDRK ein. 1995

zählt er zu den acht Ausstellern der ersten VDRK-Verbandstage in

Oberaula; bei jeder RO-KA-TECH ist sein Unternehmen dabei.

Haben sich seine Erwartungen an den VDRK erfüllt? „Die ersten zehn

Jahre eindeutig nein – inzwischen ebenso eindeutig: Ja!“ Warum

er trotz der holprigen Anfänge dabeigeblieben ist? „Ich habe einen

langen Atem – und die Chancen, die die RO-KA-TECH bietet, habe

ich sehr früh gesehen.“

„Es ist nicht sinnvoll, ein Wettbewerber unserer

eigenen Kunden zu sein.“

Das Wachstum des Unternehmens basiert lange auf den Dienstleistungen

rund um Rohr und Kanal. Bis 2012 fährt Bodenbender zweigleisig,

arbeitet selbst in der Reinigung und Sanierung und liefert

den Kollegen Sanierungsmaterial; damit beschäftigt er 30 Leute.

Dann ist Schluss mit Dienstleistung: „Es war nicht sinnvoll, ein

Wettbewerber unserer eigenen Kunden zu sein.“ Jetzt muss Bodenbender

mit seinen Produkten wachsen. Das Unternehmen hat heute

18 qualifizierte Mitarbeiter. Und die nächste Generation übernimmt

bestens eingearbeitet die Verantwortung:

Sohn Jonas, 28, ist Wirtschaftsingenieur und seit vier Jahren im

Unternehmen; Schwiegersohn Christian Kunkel, 40, studierter

Betriebswirt, ist seit zehn Jahren dabei. Jonas Bodenbender ist in

und mit dem Unternehmen aufgewachsen; Kunkel kennt das Haus seit

seinen ersten Ferienjobs als Teenager. Künftig sollen, wollen und

werden sie das Unternehmen gemeinsam führen.

Der Senior vertreibt das wertvollste Gut: Vertrauen

Herr Bodenbender, Sie sind heute 68 Jahre alt – einer, der nicht

zurücktreten kann? Er freut sich hörbar: „Nein, die wollen, dass

ich noch dabeibleibe!“ Vertrauenstransfer kann man seine heute

wohl wichtigste Aufgabe nennen: zu den Kunden und allen anderen

Geschäftspartnern.

Gibt es ein Leben neben dem Beruf? „Klar! Zusammen mit meiner

Frau Andrea beackere ich unseren Garten.“ Essbares und Schönes

wachse darin, berichtet er. Außerdem hat er drei Enkelkinder.

„Und zweimal im Jahr geht’s zum Skifahren.“ Langlauf oder Alpin?

„Abfahrt!! Schnell sein muss es immer!“ – „noch“ hat er nicht

gesagt.

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VDRK ®


Jllustrationen aus

dem Produktkatalog

der Kanal-Rohrbau

W. Eichhoff K.G.

Schwalenberg,

1955


MANFRED STÖHR

VON S/W ZU KI

60 JAHRE TV-INSPEKTION IM KANAL

60 Jahre sind eine lange Zeit – es hat sich einiges getan bei der

TV-Inspektion im Kanal: von den Anfängen mit einfachen und reparaturanfälligen

Schwarzweiß-Kameras bis zu heutigen hochauflösenden

HD-Kameras und teilweise automatisierten Verfahren wie

dem CleverScan oder Fräs-Robotern, die sogar durch neue Inliner

verdeckte Zuläufe automatisch anfahren.

1957 stellt die Kieler IBAK GmbH die erste Kanalrohr-Fernsehanlage

KF10 vor. Schnell erkennt der Markt den wirtschaftlichen Nutzen solcher

Kontrollverfahren. So wird die Kanalinspektionstechnik rasant weiterentwickelt

und verbessert: 1968 kommt das erste komplett ferngesteuerte

Kanalrohr-Inspektionssystem auf den Markt; in den 80er und

90er Jahren folgen Computertechnologie, EDV-gestützte Auswertungen

der Inspektionsdaten sowie Inspektionssoftware.

Die ersten Kameras sind reine Axial-Kameras – mit Blick geradeaus

nach vorn. Später kommen Schwenkkopf-Kameras dazu. Die ersten

dieser Kameras haben einen fixen Blickwinkel und Fokus; Weiterentwicklungen

bieten einen verstellbaren Fokus und auch ein Zoom-

Objektiv. Die ersten CCD-Zoom-Kameras kommen 1993 auf den Markt –

insbesondere SONY ist hochinnovativ und bleibt lange Marktführer.

Die Kameras werden zunächst auf Schlitten durch den Kanal gezogen

oder geschoben, später folgen elektrisch angetriebene Fahrwagen.

Die frühen Systeme können nur in Haltungen ab DN 200 eingesetzt

werden, später folgen kleinere Kameras für Haltungen ab DN 150.

Die erste Schwenkkopf-Kamera für DN 100, die SK80, bietet die österreichische

iPEK Spezial-TV GmbH im Jahr 1993 an.

Links: Am 9. Juni 1957 präsentiert IBAK

die erste Kanalrohr-Fernsehanlage in ihrer

Heimatstadt Kiel

Rechts: KF11 – eines der ersten IBAK-

Inspektionsfahrzeuge aus dem Jahr 1957

Transportables System von iPEK, etwa 1995:

Steuerkoffer mit Röhren-Monitor, Fahrwagen

für DN 100 mit Axial-Kamera und Fahrwagen

für DN 150 mit Schwenkkopf-Kamera SK80

und zwei manuellen Kabeltrommeln

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VDRK ®


3D-Darstellung des Rohrverlaufes (WinCan VX)

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Die ersten Fahrwagen haben Ketten- bzw. Raupen-Antriebe, später

setzen sich gummierte Metallräder durch. Diese sind weniger anfällig

und lassen sich schneller wechseln, um den Fahrwagen den verschiedenen

Rohrdurchmessern anzupassen. Seit etwa 2015 gibt es den werkzeuglosen

Räderwechsel mit Schnellverschluss, so dass die Räder nicht

mehr mit Schrauben befestigt werden müssen.

Die maximal mögliche Kabellänge wächst ständig: Bieten die ersten

Systeme nur rund 100 Meter, sind es ab etwa 1990 meist 200 Meter und

später noch mehr. Hier setzt beispielsweise die Eindraht-Technik der

RICO GmbH, Kirchheim/Teck, Maßstäbe: Sie ermöglicht im analogen

Bereich Längen von bis zu 600 Metern. Seit etwa 2002 werden vermehrt

auch Glasfaserkabel mit Lichtwellenleitern verwendet. Vorreiter ist

hier die Gullyver Gesellschaft für mobile Inspektionssysteme mbH aus

Bremen, die aktuell ein System mit einer Kabellänge von 2000 (!)

Metern anbietet.

Anfang der 90er Jahre stellen die Rausch GmbH & Co. KG aus Weißensberg

und IBAK die ersten Satellitenkameras zur Untersuchung von

Hausanschlüssen vom Hauptkanal aus vor. Im April 1993 präsentiert IBAK

auf der Internationalen Fachmesse Wasser (IFW) in Berlin ein laterales

Inspektionssystem. Die erste Schwenkkopf-Kamera für den Satelliten-

Einsatz kommt 1999 von Rausch. Ein Pionier ist auch die JT-elektronik

GmbH aus Lindau, die mit der Lindauer Schere und dem Sensoren-

System geoASYS besonders erfolgreich ist: Vom Fahrwagen im Hauptkanal

wird eine abbiegefähige Schiebe-Schwenkkopf-Kamera mittels

Schiebestab oder Hochdruck-Spülung in den Seitenkanal eingeschoben

bzw. eingespült und dieser so vom Hauptkanal aus untersucht. Die

Darstellung der Inspektion erfolgt meist als 3D-Darstelllung, um den

Verlauf auch optisch abzubilden.

Erster selbstangetriebener Kamera-Transporter

(Fahrwagen) mit Axial-Kamera (CUES Inc., USA, 1984)

Lindauer Schere von JT-elektronik

mit geoASYS (ca. 2006)

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VDRK ®


4K von IBAK Panoramo (2019): Frontansicht

und gesamte Haltung (hier WinCan VX)

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1998 bringt EverestVIT (heute Envirosight LLC) aus den USA den ersten

elektronischen Kanalspiegel auf den Markt: QuickView wird mit einem

Stab rohrmittig in die Haltung eingesetzt und ermöglicht durch starke

punktuelle Beleuchtung und einen starken Zoom einen schnellen

Überblick über die gesamte Haltung. Das Videobild, zunächst noch

über Kabel zum Aufzeichnungsgerät gesendet, kommt bei den neuen

kabellosen Modellen per WLAN.

2002 sind die ersten digitalen Kameras am Start: Trendsetter IBAK

stellt die Panoramo mit HD-Technologie vor; iPEK folgt mit der Digi -

Sewer. Auch Rausch, JT-elektronik und RICO sowie CUES und RST

aus den USA sind mit dabei. Die digitalen Kameras erfassen mit ihren

Fischauge-Objektiven die gesamte Rohrwandung. Das ermöglicht eine

Inspektion ohne Anhalten, Schwenken und Zoomen und damit in

deutlich kürzerer Zeit.

Aktuell arbeiten verschiedene Kamera-Hersteller und Software-Firmen

an der automatischen Schadenserkennung und -klassifizierung

mittels Künstlicher Intelligenz (KI). Hier hilft eine Darstellung der

„aufgeklappten Rohrwandung“; der Betrachter erhält einen sehr

schnellen Überblick über die gesamte Haltung.

Nicht nur die Kameras werden moderner und fortschrittlicher: Auch für

Steuergeräte werden moderne Technik und die Digitalisierung genutzt.

2011 bringt iPEK mit dem VC200 ein Embedded System auf den Markt.

Dieses digitalisiert das Videobild sofort; der eingebaute PC ermöglicht

das Reporting vom gleichen Gerät ohne einen separaten Laptop mit

separater Reporting-Software.

QuickView Haloptic von Envirosight LLC

(USA, 2010) und Haltung

iPEK VC500: Steuergerät mit digitaler Video-

Aufzeichnung und integriertem Reporting

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VDRK ®


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Full-HD-Kamera KS 135 von Rausch:

Übertragung bis zu 600 Meter – sogar

mit Kupferkabel


Cloud im Kanal: Inspektionsberichte einschließlich Video, Foto

und Datenbank können heute über Mobilfunk direkt auf eine Online-

Plattform geladen werden und stehen so jedem Berechtigten direkt

zur Verfügung.

Sehende Düsen sind die neueste Entwicklung bei der Inspektion

im Hauptkanal: Seit etwa 2015 vertreibt iPEK mit der XPECTION eine

Kamera-Düse, die mittels WLAN ein Live-Bild der Haltung während des

Spülvorganges zeigt. KEG bietet ein ähnliches Produkt an. Ganz neu am

Markt ist die Jetscan: Sie zeigt während der Inspektion kein Live-Bild,

ermöglicht aber die Betrachtung des Videos und den Download via

WLAN, sobald die Düse samt Kamera wieder im Schacht zu sehen ist.

Die künftige Entwicklung ist schwer vorhersehbar.

Ziemlich sicher ist wohl:

• HD-Kameras lösen die analogen Kameras mit PAL-Auflösung ab.

• Die automatische Schadensanalyse kommt.

• Cloud-Lösungen verbreiten sich immer weiter.

Die Innovation wird ständig weitergehen – es wird also spannend

bleiben.

Manfred Stöhr, Burgberg,

ist selbstständiger Berater

für Kanalinspektion und Sanierung.

TV-Inspektion mit WinCan

Web Datenaustausch Jetscan - 2019 XPECTION von iPEK mit USB-Düse - 2019

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VDRK ®


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VDRK ®


Als Mitglied im Verband

der Rohr- und Kanal-Technik-

Unternehmen e. V. genießen

Sie handfeste Vorteile:

Ein Gütesiegel als seriöser Anbieter

Die VDRK-Mitgliedschaft ist wie ein Güte ­

siegel, das Sie als seriösen Anbieter auszeichnet:

Wir nehmen nicht jeden, sondern

überprüfen Interessenten und auch Mitglieder

regelmäßig. Die Liste der VDRK-Mitgliedsunternehmen

wird auch von Medien

für die Suche nach seriösen Anbietern

empfohlen.

2.

Ein echtes Netzwerk

1.

Der VDRK ist ein Verband für Sie, die

Anwender in den Fachbetrieben. Weitere

Mitglieder und Fördermitglieder sind

Dienstleister, Hersteller, Kommunen und

Ingenieurbüros. Der VDRK bietet Auftragnehmern

und Auftraggebern ein echtes

Netzwerk, das weit über die Anwenderbranche

hinausreicht (und weit über

den Beruf hinausreichen kann).

3.

Unterstützung bei der Ausbildung

Ausbildung ist wichtig – wir unterstützen

Sie dabei: Von der Beratung zu allen Aspek ­

ten der Ausbildung über Werbe material,

das junge Menschen für den Beruf der

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

(RKI) begeistert, bis zu Angeboten

zur Verbundausbildung.

Darüber hinaus fördern wir die überbetriebliche

Ausbildung Ihrer Nachwuchskräfte

finanziell mit zurzeit 250 Euro pro

Kopf und Lehrgang.

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ACHT GUTE GRÜNDE FÜR DEN VDRK

Einfluss auf Vorgaben

Als maßgeblicher Verband ist der VDRK

ein wichtiger Partner bei der Er- und Überarbeitung

von gesetzlichen Bestimmungen

und Normen, Zertifizierungen und natürlich

der Ausbildungsordnung. Als VDRK-Mitglied

sind Sie direkt daran beteiligt und können

so Ihre Arbeitsbedingungen beeinflussen.

Finanzielle Vorteile

5.

4.

Bei Ihrer Zertifizierung nach RAL GZ 968

entfällt der RAL-Mitgliedsbeitrag.

Diverse Schulungsträger räumen VDRK-Mitgliedern

Rabatte bei der Weiterbildung

ein, andere Kooperationspartner bieten

vergünstigte Preise etwa für Versicherungen,

Büroartikel oder Betankung.

Unterstützung vor Ort

RO-KA-TECH: Messe und Journal

VDRK-Mitglieder erhalten Preisnachlässe

als RO-KA-TECH-Aussteller. Im RO-KA-TECH

Journal, das heute zu den wichtigsten

Branchenmedien gehört, profitieren Sie von

reduzierten Anzeigenpreisen und können

eigene Berichte publizieren.

7.

Presseinformationen, die Sie einfach individualisieren

können, Werbematerial für

Auszubildende, Imageflyer und -broschüren

sowie Handzettel für Endverbraucher:

Der VDRK unterstützt Sie bei Ihrer Werbung

in Ihrer Region.

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8.

6.

Eine starke Lobby

Der VDRK setzt sich ein für die Belange

seiner Mitglieder: von Kampagnen gegen

Schwarze Schafe & Kanalhaie, die der

Reputation unserer Branche schaden, über

die Erarbeitung von Vergütungsempfehlungen

bis zum gemeinsamen Streit gegen

den Gesetzgeber (z. B. bei der Beteiligung

an der Verfassungsklage gegen das Sozialkassensicherungsgesetz).

VDRK ®


„Das ist kein Unternehmen, das ist Kultur. Und Familie.“

DER


GRÜNDER

ES IST GENUG KANAL FÜR ALLE DA!

THOMAS MILLER LANDET PER ZUFALL IN DER BRANCHE UND

STÜRMT DURCH DEN KANAL NACH OBEN

Der Name: Thomas Miller.

Das Unternehmen: Pipe Bull.

Der Ort: Landau in der Pfalz.

Das Logo: ein Stierschädel.

Der Auftritt: Power pur.

Das klingt nach einem ehemaligen GI, der

in Deutschland hängen geblieben ist.

Falsch gedacht. Der Mann stammt aus einer

russlanddeutschen Familie, geboren wurde

er 1990 in Kasachstan. Die Transkription

ins Russische und wieder zurück machte aus

dem ü der Müllers ein i.

Dabei würde „amerikanisch“ gut passen:

offen, begeistert, bestens gelaunt und

pfeilschnell antwortet Thomas Miller auf

alle Fragen. Und sehr gradlinig.

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VDRK ®


Wie er zu dem Beruf und in die Branche gekommen ist? „Ich

bin sehr früh Vater geworden, habe trotzdem noch mein Staatsexamen

als Sporttherapeut geschafft, aber ich brauchte Geld!“

Miller landet als Beifahrer bei einem Kanalsanierer. Wechselt

viermal den Arbeitgeber und jobbt sich innerhalb von vier Jahren

über die Stationen Hilfsarbeiter und Vorarbeiter zum Betriebsleiter

und Geschäftsführer hoch. Lernt. Liefert. Legt Geld zur Seite.

Und dann? Miller will Unternehmer sein. Den Kanal versteht er.

2017 ist er Gründer, bezahlt mit dem Gesparten das erste Fahrzeug.

Der Firmenname darf, nein: er soll krachen. Sein Logo: meilenweit

entfernt von den putzigen Kanalratten, die über viele Webseiten

der Branche huschen: „Ein Bulle steht für Stärke und den Drang

nach oben: ob an der Börse, im Sport oder als Wappentier. Und

er steht für das Team: Viele Sportmannschaften schmücken sich mit

ihm – nicht nur die des bekannten Brauseherstellers.“


Miller weiß, dass Kollegen Wetten abschließen, wann er aufgeben

muss. Aber er hat nicht einmal Zeit, darüber nachzudenken:

„Innerhalb von einem Jahr haben wir mit fünf Leuten 1,4 Millionen

Euro Umsatz geschafft. Und jetzt, nach zwei Jahren, beschäftige

ich 14 Leute.“ Sein Ziel? „Ein Imperium. Mindestens.“ – Man muss

ihm gut zuhören, um die Ironie mitzubekommen.

„Ich liebe den Wettbewerb!“

Wie geht das, auf seriösem Weg? „Mit absolutem Fokus auf die

Mitarbeiter. Unser wichtigstes Werkzeug ist die Leidenschaft des

ganzen Teams.“ Modernste Technik? Klar, aber nicht das Wichtigste.

Und schon sprüht er wieder vor Begeisterung: „Die technischen

Möglichkeiten im Kanal sind unglaublich – wir bewegen uns heute

irgendwo zwischen Operationssaal und gutachterlichem Prüflabor.“

Zurück zum Lieblingsthema. Miller erhöht die Schlagzahl: Pipe Bull

ist kein Unternehmen, Pipe Bull ist Kultur. Und eine Familie.“

Sein Beweis: „Zwei Mitarbeiter haben sich unser Logo auf die Brust

tätowieren lassen.“ Echt? Das wollen wir sehen. Foto folgt prompt.

Deutschlandweit klagen die Branchenunternehmen, dass sie keine

guten Mitarbeiter und keine Auszubildenden bekommen. Wie sieht

es bei ihm aus, wie sucht Pipe Bull Personal? „Gar nicht, die Leute

kommen von selbst. Und dann ist einzig und allein der Wille

wichtig. Ausbilden können wir jeden: egal, woher er kommt, egal,

was er vorher gemacht hat, egal, wie er aussieht.“

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VDRK ®


Die Kultur ist multikulti. Millers Mitarbeiter haben Wurzeln in vier

oder fünf Ländern. Woher? Weiß er gar nicht genau: „Der älteste ist

35. Und ein Chamäleon haben wir auch dabei.“ Wie bitte? Die Frage

hatte er geplant: „Der kann alle Akzente von spanisch über russisch

bis holländisch nachahmen oder parodieren. Den schicke ich nicht

zum SWR, der wird sofort abgeworben.“

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Die Rohrbullen arbeiten vor allem für Wohnungsbauunternehmen,

Immobilienverwaltungen und Industriebetriebe; der öffentliche

Bereich interessiert Miller weniger: „Alles über DN 400 ist nicht

so spannend.“

„Ich will Wissen weitergeben!“

Miller will Wissen und Begeisterung teilen, weitergeben. So

entdeckt er Fortbildung und Unternehmensberatung für sich. Seit

2014 unterrichtet er an der SAG-Akademie Fachseminare, Schwerpunkt

Kanalinspektion. Imagemarketing- und Führungsseminare für

Start-up-Unternehmer hält er europaweit. „Im Unternehmen bin

ich zwar immer präsent, aber nicht immer da. Mein Geschäftsführer

Andreas Kinder und die Mitarbeiter kommen bestens allein

zurecht.“ Miller grinst: „Man ist erst ein guter Unternehmer, wenn

man selbst nicht gebraucht wird.“ Man glaubt ihm, dass das mehr

als eine Floskel ist.

Training und Prävention im eigenen Fitnessstudio

Unterton: „Weil sich die Mitarbeiter in der Pipe-Bull-Familie

so wohlfühlen, muss ich alles dafür tun, dass sie auch mit 60 noch

fit sind.“ Auch er selbst tobt sich hier aus; dagegen fehlt ein

Ausdauersport wie Laufen momentan in seinem Programm:

„‚Keine Zeit’ wäre eine Ausrede – ich hab’ grad’ keinen Bock.“

Die Frage nach einem Feierabend und Hobbys läuft ins Leere:

„Arbeit.“ Das sei kein Hobby, sondern Leidenschaft. Immerhin ist

da noch die Familie: Ehefrau Janine, die auch in der Buchhaltung

mitarbeitet, sowie die beiden Töchter, acht und dreizehn Jahre alt,

und der dreijährige Sohn.

Seit einem Jahr ist Gründer Thomas Miller Mitglied im VDRK.

Er wünscht sich, dass der Verband stärker auf Qualität achtet und

seine Mitglieder genauer auswählt, etwa nach einer Begutachtung

des Betriebes vor Ort. Was ihn sonst noch ärgert: „Die Zusammenarbeit

der Kollegen könnte besser sein: „Es ist genug Kanal für

alle da!“

An einem anderen Punkt mischt er sich immer ein: Pipe Bull hat

ein eigenes Fitnessstudio. Sporttherapeut Miller weiß, was wichtig

ist für Menschen, die im und am Kanal arbeiten, welche Muskeln

trainiert und welche gedehnt werden müssen. Das Ergebnis: „Wir

hatten eine einzige Krankmeldung im letzten Jahr – das war’s.“

Aber ist das nicht normal bei so jungen Leuten, wie er sie beschäftigt?

„Nicht unbedingt – abgesehen davon setzen wir auf Prävention

und üben beispielsweise das Tragen oder Heben, damit sich

Probleme gar nicht erst entwickeln.“ Millers Witz hat einen ernsten

101

VDRK ®


SVEN FIETKAU

EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

WIR REDEN NICHT NUR ÜBER UMWELTSCHUTZ, WIR TUN ETWAS

Wer wie wir voller Stolz auf die letzten Jahre zurückblickt, sollte auch

nach vorn schauen. Was wird die Zukunft für unsere Branche und für

unseren Verband bringen? Welche Chancen, Aufgaben und Risiken

liegen vor uns?

Wir müssen die Duale Ausbildung weiter voranbringen. Die Chancen

dafür sind aktuell gut. Ich habe auch den Eindruck, dass die öffentliche

Meinung kippt und das Interesse an einer handwerklichen Ausbildung

wieder wächst.

Viele der aktuellen Megatrends werden nicht nur Einfluss auf

die Gesellschaft im Allgemeinen, sondern natürlich auch auf unser

Geschäft, unsere Unternehmen und den VDRK haben.

Der Fachkräftemangel beschäftigt die meisten von uns schon lange.

Er hat seine Ursache unter anderem in der demografischen Entwicklung.

Es gibt immer weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter, die

Dienstleistungen für immer mehr alte Menschen erbringen müssen.

Dieser Zustand wird sich weiter verschärfen und wird sich nur durch

geordnete Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt lösen lassen.

Dazu kommt, dass immer mehr Schulabgänger studieren möchten.

Und von denen, die einen handwerklichen Beruf erlernen, wollen

immer mehr eine „sichere“ Stelle im Konzern oder bei der öffentlichen

Hand einnehmen.

Unsere von außen gesehen unattraktiv wirkende Branche fristet allerdings

ein Schattendasein. Es ist und bleibt daher die zentrale Aufgabe

unserer Unternehmen und des Verbandes, das Berufsbild der Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI) bekannter und für künftige

Ausbildungsbewerber attraktiver zu machen.

Wir müssen aber auch Antworten auf die Frage finden, wie wir es

schaffen, dass auch die jetzigen Mitarbeiter unserer Unternehmen den

Anschluss an künftige Entwicklungen behalten.

Ein Mitarbeiter geht nach 17 Jahren bei RUN 24 in Rente und übergibt den

Staffelstab an die junge Generation. Am 1. August 2019 starteten hier vier (!)

neue Azubis: Drei junge Männer werden zur Fachkraft RKI ausgebildet und

eine junge Frau zur Kauffrau für Büromanagement.

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VDRK ®


Das wachsende Umweltbewusstsein gerade der jüngeren Generation

ist ein gutes Zeichen, auch wenn sich das aktuelle Interesse stark auf

das Thema Klima fokussiert. Dadurch ergibt sich eine große Chance,

unseren umwelttechnischen Beruf stärker ins Blickfeld zu rücken.

Denn wir reden nicht nur über Umweltschutz, wir tun etwas.

Die Digitalisierung macht auch vor uns nicht halt. Sicher gibt es

im Moment noch keine App, die eine Toilettenverstopfung beseitigt –

das sage ich übrigens jedem jungen Bewerber. Aber in vielen unserer

Betriebe geht bereits heute nichts mehr ohne digitale Geschäftsabläufe

mit Warenwirtschaft, Telematik, mobiler Datenerfassung und

vielem mehr.

Wegen der in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetretenen Starkregen-

und Flutereignisse und auch wegen des regionalen Wassermangels

sollte das Interesse der Öffentlichkeit an Rückstauprävention

und Grundwasserbewirtschaftung in den nächsten Jahren wachsen.

Hier ergeben sich für uns neue Märkte.

Der Umstand, dass unsere Branche bislang nicht durch eine digitale

Plattform wie Amazon, Uber oder eBay geplündert wurde, liegt vermutlich

einzig an dem relativ kleinen Markt, den wir bedienen. Aber

diese Gefahr sollten wir im Auge behalten, wenn wir uns auch künftig

nicht die Butter vom Brot nehmen lassen möchten.

Allerdings sind wir mit unseren hochwertigen Fahrzeugen besonders

den aktuellen Rechtsunsicherheiten bezüglich Antriebstechnik und

Abgasvorschriften unterworfen. Unsere Fahrzeuge sind deutlich langlebiger

als die ständig wechselnden Meinungen und Regulierungen

unserer Umweltverwaltungen.

Sicher ist, dass uns Künstliche Intelligenz (KI) in naher Zukunft

Aufgaben abnimmt. Es ist kein Hexenwerk, ein Schadensfoto aus der

TV-Inspektion mit einer Fotodatenbank abzugleichen, um eine automatische

Schadensfeststellung zu generieren. Die Tätigkeit eines

TV-Inspekteurs wird sich verändern.

Moderne Kanalreinigungsfahrzeuge kommen heute nicht mehr ohne

einen PC aus. Rohr- und Kanalreiniger müssen sich weiterbilden, um mit

der Entwicklung Schritt zu halten.

105

VDRK ®


Die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge, die für unsere Branche

relevant sein könnte, wird dagegen voraussichtlich längere Zeit in

Anspruch nehmen. Ich kenne Busunternehmer, die damit rechnen,

zeitnah ihren Kraftfahrermangel durch selbstfahrende Busse zu kompensieren.

Entsprechendes wird bei uns wohl noch etwas länger dauern:

Unsere Mitarbeiter sind ja keine reinen Kraftfahrer, sondern bedienen

komplexe Maschinen.

Eine spannende Zukunft mit neuen Herausforderungen

Wir sollten daher unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit deutlich

verstärken, um uns zu Themen, die uns direkt betreffen, zu positionieren.

Dies kann mit unserer gut aufgestellten Geschäftsstelle, eventuell

unterstützt durch ein externes Pressebüro, gelingen.

Aus meiner Sicht steht hier auch eine optische Modernisierung des

VDRK an. Nach 30 ehrwürdigen Jahren hat er es verdient, dass sein

Logo und sein grafischer Auftritt aufgefrischt werden. Für Außenstehende

wirkt unser Design wie das des netten Vereins von 1989.

Neben jedem einzelnen Unternehmen wird sich auch unser Verband auf

Veränderungen einstellen müssen.

Wir werden uns stärker mit der Weiterbildung unserer Mitglieder befassen

und um die Stärkung des Erfahrungsaustauschs in den Regionen

kümmern müssen.

Und es wird immer wichtiger, von der Öffentlichkeit als starker Branchenverband

wahrgenommen zu werden. Nur so wird es uns gelingen,

die Interessen unserer Branche gegen konkurrierende Interessen durchzusetzen.

Wir haben uns in den letzten Jahren gewaltig entwickelt und sind heute

ein moderner Branchenverband. Das sollten wir künftig selbstbewusst

kommunizieren.

Sven Fietkau ist geschäftsführender

Gesellschafter der

RUN 24 GmbH in Berlin und

stellvertretender Vorsitzender

des VDRK.

106


DER ÜBERNEHMER UND SEIN NACH

„Ich bin hier der Junge für alles.“

„Er ist der junge, der alles kann – bald.“

108


FOLGER

ZWEI RISIKEN – ZWEI MÄNNER - EIN STARKES TEAM

ERST MANAGEMENT BUY-OUT, DANN GENERATIONENWECHSEL:

HERMANN UND DOMINIK SPITZENBERG

Management Buy-out ist immer ein Risiko: Nicht jeder angestellte

Manager schafft das Umdenken, das ihn zum Eigentümer und Unternehmer

macht. Das kann auch für „mitziehende“ Mitarbeiter negative

Folgen haben – besonders, wenn sie ein großes Unternehmen

verlassen.

Auch ein Generationenwechsel im Mittelstand ist immer ein Risiko:

Manche „Kinder“ wollen nicht, andere sollen nicht, mancher

Unternehmer wird zum Patriarchen, der nicht loslassen kann.

Für Hermann Spitzenberg, geschäftsführender Gesellschafter

der tkm-Service GmbH in Fuldatal, war das erste Risiko – keines.

Das Thema Generationenwechsel ist zurzeit „in Arbeit“: Seit

zwei Jahren leitet er sein Unternehmen gemeinsam mit seinem

Sohn Dominik.

Zu seinem Beruf kommt Hermann Spitzenberg, Jahrgang 1952,

per Zufall und Studentenjob: Zunächst lernt er technischer

Zeichner, verpflichtet sich danach für acht Jahre bei der Bundeswehr

„im Bataillonsstab, reine Büroarbeit“ und absolviert in dieser

Zeit eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Das weckt sein

Interesse an der Wirtschaft: Auf dem zweiten Bildungsweg geht’s

zum Abitur und dann an die Uni Kassel; die verlässt er als

Diplom-Ökonom.

Der Vater: Vom Manager zum Unternehmer

Als Student jobbt Spitzenberg bei einem Freund, der drei Kanalinspektionsfahrzeuge

hat; so lernt er die Branche kennen.

Mit diesem Wissen lässt er sich von der EAM-Wasserversorgung

GmbH, einem regionalen Energie- und Wasserversorger in Südniedersachsen

und Hessen, anwerben. Ab 1992 baut er hier die

Dienstleistung Kanalinspektion auf. Die TV-Inspektion übernimmt

EAM selbst; die Kanalreinigungsarbeiten werden regional an

externe Dienstleister vergeben.

109

VDRK ®


2002 übernimmt die damalige E.ON Energie AG, Essen, die Mehrheit

an der EAM in Kassel. Es ist die Zeit, in der „Kerngeschäft“ als

Heilslehre gilt, und so will E.ON den Abwasserbereich abstoßen.

teamkanalmanagement – der Name ist Historie und Programm

In einem Management-Buy-out übernimmt Hermann Spitzenberg

2003 seine ehemalige Abteilung nebst allen sieben Mitarbeitern

und drei TV-Kamera-Fahrzeugen. Das schweißt zusammen, und

das neue Unternehmen bekommt einen Namen, der Historie und

Programm ist: teamkanalmanagement – tkm. Bei seinem Ausstieg

verhandelt Spitzenberg gut und sichert sich für die ersten

schwierigen Monate ab.

Und wie funktioniert das, wenn plötzlich die Kollegen zu Angestellten

werden und man selbst als Eigentümer die volle Verantwortung

für alles hat? „Meine Abteilung war bei der EAM ein Exot. So hatte

ich schon immer mehr Verantwortung für meine Leute als viele

Manager. Die Banken haben auch mitgespielt. Und bei den Mitarbeitern

hatte ich einen Vertrauensvorschuss.“

Der Neu-Chef baut aus: Er bietet zusätzlich zur TV-Inspektion Rohrreinigung

und Sanierung an. Im Hausanschlussbereich spezialisiert

Spitzenberg sich auf die komplette Bestandsaufnahme aller Kanäle

und Zuläufe sowie deren Dokumentation in neuen Bestands-,

Schadens- und Sanierungsplänen.

110


Heute arbeitet tkm mit 15 Mitarbeitern vor allem für Privatkunden

und Kommunen sowie für Industrie und Gewerbe, darunter Kliniken

und Wohnungsbaugesellschaften. „Die Umstellung vom Angestellten

zum Unternehmer war einfacher als gedacht“, freut sich

Spitzenberg.

Der Vater: „Wir können alles!“

Hermann Spitzenbergs Kinder sollen ihren eigenen Weg finden.

Schön wär’s schon, Nachfolger aus der eigenen Familie zu haben,

aber der Vater nimmt keinen in die Pflicht. Tochter Katharina (38)

wird Automobilkauffrau, arbeitet zeitweise bei tkm als Prokuristin;

„nebenbei“ macht sie Spitzenberg zum Opa. Sohn Fabio (31)

interessiert sich bereits in jungen Jahren für Film und lebt heute

als Fotograf in Berlin. Dominik, heute 28, findet Papas Job schon

als Grundschüler spannend: Er begleitet ihn am Wochenende zuerst

ins EAM-Büro, ist oft und gern vor Ort dabei, macht später ein

Schulpraktikum bei tkm. Ihm wird klar: „Das will ich machen!“

So studiert er Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Bau an

der Universität Kassel. Die Uni-Realität ist ernüchternd: Dominik

Spitzenberg findet das Studium zu theoretisch und zu langweilig.

Jetzt fährt er mehrgleisig: Macht bei tkm eine Ausbildung zum Kaufmann

für Büromanagement und schreibt weiterhin zumindest einen

Schein pro Semester an der Uni. Und weil der Vater findet:

111

VDRK ®


„Wenn Du Chef werden willst, musst Du alles können“, ist er bei

vielen Einsätzen selbst im Einsatz. So bekommt Dominik Spitzenberg

ganz nebenbei eine inoffizielle Zweitausbildung. Die wird offiziell

gemacht bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft,

Abwasser und Abfall (DWA) in Berlin, wo er sich zum zertifizierten

Kanalsanierungsberater schulen lässt – mit dem Studium ist es nun

endgültig vorbei. Macht nix: „In den zwei Jahren meiner Büroausbildung

habe ich mehr für den eigentlichen Beruf gelernt, als es

an der Uni jemals möglich gewesen wäre.“

Heute ist Dominik Spitzenberg verantwortlich für die Bearbeitung

der Daten aller Fahrzeuge sowie für Einsatzplanung, Materialwesen

und Marketing. „Als Digital Native kann er natürlich mit dem

gesamten IT-Bereich viel besser umgehen als ich“, freut sich der

Vater. Des Seniors Bereiche sind vor allem Akquisition und Konzeption.

Personal, Finanzen, Beratung und Messebesuche machen die

beiden gemeinsam: „Ein bisschen Erfahrung fehlt ihm schon noch“,

findet Vater Spitzenberg.

Der Sohn: Ich kann mir nichts Besseres vorstellen

Wie ist das so, mit einem starken Senior-Vater-Chef? „Eigentlich

kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Er kann mir alles zeigen

und hat wohl sämtlich Probleme schon mal gehabt und gelöst.“

Und so ist Dominik für die Zukunft vor allem „Spur halten“ wichtig.

112


Gibt es gar keine unterschiedlichen Ansichten, Auseinandersetzungen?

Na ja, beim Thema Werbung und Marketing würden sie manchmal

unterschiedliche Wege gehen wollen, geben die beiden zu.

Und wann will der Vater, jetzt 67, aussteigen und seinem Sohn das

Geschäft überlassen? „Ich muss das Gefühl haben, dass das funktioniert.“

Das eigentliche Problem scheint ein anderes: Dem Senior

macht die Arbeit zu viel Spaß. Doch damit kann der Sohn gut

umgehen. Dass sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern in

den letzten Jahrzehnten gewandelt hat, nicht mehr von Abgrenzung

bestimmt wird, sondern oft partnerschaftlich ist, haben wir in den

Gesprächen für dieses Buch immer wieder erlebt. Partnerschaftlich

ist das Verhältnis der beiden eingeschworenen Kasseläner* auch

außerhalb der Arbeit; ihr Interesse gilt vor allem dem Sport und

besonders dem Radfahren. Oft sind Vater und Sohn mit dem Rennrad

auf den Straßen unterwegs, manchmal auch mit dem Mountainbike

im Wald. Dazu schwimmt der Senior, das tut der Junior auch und

setzt noch das Laufen drauf: Triathlon. Wie im Beruf: TV-Inspektion,

Rohrreinigung, Sanierung.

*

Kasseler

sind Zugezogene.

Kasselaner

wurden hier geboren.

Kasseläner

haben in Kassel geborene

Eltern – nur ein Elternteil

zählt nicht!

113

VDRK ®


HENNING WINTER

PROF. DR.-ING. HABIL. BERT BOSSELER

QUALITÄT IN DER KANALSANIERUNG – EINFLÜSSE UND ENTWICKLUNGEN

WISSENSCHAFT FÜR DIE PRAXIS: IKT-WARENTESTS FORDERN UNTERIRDISCHE SYSTEME – NICHT NUR IM LABOR

Heute lassen sich mit den richtigen Produkten und Verfahren

in der Kanalsanierung hochwertige, dauerhafte Ergebnise

er zielen. Die Verbesserungen in Sachen Qualität über die ver -

gangenen Jahrzehnte hat das IKT - Institut für Unterirdische

Infrastruktur in Gelsenkirchen in Forschungsprojekten, IKT-

Warentests und IKT-LinerReports begleitet und dokumentiert.

Und vielleicht auch ein bisschen mit angestoßen.

Mensch, Maschine, Methode, Material – die Einflüsse auf die Qualität

von Kanalsanierungen sind vielfältig. Bei industriell hergestellten

Produkten, die fix und fertig die Fabrik verlassen, können die Hersteller

das Design ändern, das Material verbessern oder die Produktionsmethode

optimieren, um die Qualität des Sanierungsergebnisses zu

beeinflussen. Und selbst da kann es später beim Einbau zu Fehlern

kommen. Bei einigen Sanierungsmethoden wie dem Schlauchlining

entsteht das Produkt sogar erst auf der Baustelle. Hier kommt dem

Faktor Mensch eine besonders wichtige Rolle zu.

Das IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen

untersucht, wie sich die unterirdischen Systeme verhalten und welche

Qualitätsfaktoren in der Praxis für Bau, Betrieb und Sanierung maß ­

geblich sind. Mit Blick auf diese Faktoren testet und bewertet das

IKT die Produkte und Verfahren vergleichend in IKT-Warentests.

Im Gesamtblick dieser Aktivitäten lassen sich Einflüsse, Trends und

Entwicklungen beschreiben.

Bedeutsam: der Faktor Mensch

Zahlreiche Renovierungs- und Reparaturmaßnahmen zeichnen sich

dadurch aus, dass das eingesetzte Bauteil und das Material erst auf

der Baustelle ihre endgültige Form beziehungsweise ihre Werkstoffeigenschaften

erhalten. Herausragende Beispiele hierfür sind das

Schlauchlining, Kurzliner- oder auch Injektionsverfahren. Diese

„Produktion vor Ort“ stellt hohe Anforderungen an die Qualität,

da bei Fehlern die Eingriffsmöglichkeiten nur gering sind.

Im Fokus: Das IKT untersucht in Forschungsprojekten,

Warentests und Materialprüfungen die Qualität in der Kanalsanierung

115

VDRK ®


Im IKT-Warentest Schachtsanierung versuchten die Tester beispielsweise

herauszufinden, wie empfindlich Sanierungssysteme, die auf

einen Haftverbund mit dem Schacht setzen, auf Mängel in der Untergrundvorbereitung

reagieren. Dazu wurden definierte Bereiche nach

der Untergrundvorbereitung mit einem Trennmittel behandelt.

Die meisten der getesteten Systeme kamen mit diesem Szenario gut

zurecht, zeigten aber bei anstehendem Grundwasser durchaus Risse,

Blasen und Undichtigkeiten an den betreffenden Stellen. Ein Beschichtungssystem

allerdings entwickelte ausgehend von diesen Stellen unter

Außenwasserdruck riesige Blasen. Ohne diese Stellen wäre das Ergebnis

für dieses System möglicherweise anders ausgefallen. Das zeigt

den entscheidenden Einfluss der Untergrundvorbereitung und damit

den menschlichen Einfluss auf das Sanierungsergebnis.

Auch im IKT-Warentest Stutzensanierung in Fremdwassergebieten wurde

deutlich, dass die Sanierungsleistung maßgeblich von der Qualität des

Einbaus abhängt. Zeigten die Sanierungsergebnisse bereits direkt nach

Einbau eine gute Qualität, so wurden in der Regel auch bei erhöhter

Grundwasserbelastung oder nach einer Hochdruckreinigung keine

weiteren Veränderungen mehr beobachtet, die zu Qualitätsmängeln

führten.

Die gelieferte Qualität orientiert sich letztlich an den Anforderungen

der Kunden, das heißt der Kanalnetzbetreiber. Doch nur, wenn Qualität

überprüft und die Ergebnisse bekannt gemacht werden, lassen sich

diese Qualitätsanforderungen durchsetzen. Seit 2004 berichtet die

neutrale und unabhängige IKT-Prüfstelle für Bauprodukte jährlich in

ihrem IKT-LinerReport über die Ergebnisse ihrer Schlauchliner-

Prüfungen.

Qualitätsüberprüfung und Markttransparenz schaffen

Verbesserungen

Die Verbesserungen bei der Liner-Qualität über die Jahre sind mehr als

deutlich: Im ersten LinerReport 2003/2004 konnte beispielsweise keine

der Sanierungsfirmen den Soll-E-Modul immer erreichen. Im Jahr 2018

dagegen schaffte das eine Reihe von Anbietern. Der Auftraggeber einer

Schlauchliner-Sanierung konnte im vergangenen Jahr damit rechnen,

dass der geforderte Sollwert mit einer Wahrscheinlichkeit von

97,5 Prozent erfüllt wird. Allerdings lag dieser Wert auch schon höher.

IKT-LinerReport: Seit 2003 berichtet die IKT-Prüfstelle

jährlich über die erzielte Schlauchliner-Qualität

117

VDRK ®


Die positive Qualitätsentwicklung in der Kanalsanierung belegt auch

ein Vergleich der beiden IKT-Warentests Reparaturverfahren für Anschluss-Stutzen

und Stutzensanierung in Fremdwassergebieten, die zehn

Jahre auseinander liegen. Der erste Test lieferte weitgehend enttäuschende

Ergebnisse: Die meisten Anschlussstutzen waren zwar wieder

funktionsfähig, aber kaum einer war nach der Sanierung dicht.

Das änderte sich. Beim späteren IKT-Warentest Stutzensanierung in

Fremdwassergebieten wurde deutlich, dass Stutzensanierung auch

in Fremdwassergebieten zuverlässig möglich ist. Wertvolle Erkenntnisse

für den Auftraggeber: Die Bauabnahme sollte möglichst erst bei

anstehendem Grundwasser erfolgen. Wenn dann keine Infiltration zu

erkennen ist, ist die Sanierung mit hoher Wahrscheinlichkeit gelungen.

Vielfach wird unter Fremdwassersanierung das Stoppen von Infiltration

verstanden. Grundsätzlich stimmt das, allerdings sind damit noch

weitergehende Qualitätsfragen verbunden: Wie verhält sich das abgedichtete

System unter steigendem Außenwasserdruck? Kommt es zu

Stabilitätsproblemen oder besonderen Auftriebsbelastungen? Ist die

Innendruckprüfung als Abnahmekriterium aussagekräftig genug?

Fremdwassersanierung ist mehr als Abdichten

Tatsächlich wurde in den Untersuchungen zu dem Forschungsprojekt

Infiltrationsdichtheit bei Werkstoffwechseln und Übergängen und im

IKT-Warentest Hausanschluss-Liner der Einfluss des Auftriebs auf die

Qualität einer Sanierung bestätigt. Das wurde vorher nicht wirklich

bedacht. Jetzt, da mögliche Auswirkungen bekannt sind, können entsprechende

Qualitätssicherungsmaßnahmen definiert werden. So

sollten an bestimmten kritischen Punkten die Elemente zueinander

abwinkelbar sein – sonst wird schnell eine Sanierung der Sanierung

fällig.

oben links: Stutzensanierung: Bauabnahme erst nach Grundwasseranstieg

unten links: Im Auftrieb: Grundwasseranstieg kann sanierte Rohre in Bewegung setzen

rechts: IKT-Warentest Schachtsanierung: Systemversagen infolge provozierter Mängel

in der Untergrundvorbereitung

119

VDRK ®


Weiterführende Links

www.ikt.de/downloads/warentest-berichte/

www.ikt.de/downloads/ikt-linerreport/

www.ikt.de/downloads/forschungsberichte/

www.ikt.de/seminare

120


Weiterbildung ist ein Qualitätsfaktor!

Die vielen Erkenntnisse aus Forschungsprojekten, IKT-Warentests,

Prüfungen und LinerReports aus mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten

IKT-Arbeit sollen kein Geheimwissen bleiben, sondern in erster Linie

den Abwassernetzbetreibern und damit der Allgemeinheit zugutekommen.

Neben der Veröffentlichung von Berichten und Reports auf

der IKT-Website und in Fachzeitschriften spielt seit vielen Jahren das

Weiterbildungsprogramm des IKT eine immer wichtigere Rolle bei der

Vermittlung des im Institut erarbeiteten Wissens.

Der Austausch untereinander bereichert die Arbeit aller. All das zusammen

– und sicher noch einiges mehr – hat dazu beigetragen, die

Kanalsanierung auf das Qualitätsniveau zu heben, auf dem sie heute

steht. Und dabei wird es sicher nicht bleiben. Der Qualitätsanspruch

der Auftraggeber, die Innovationsfreude der Hersteller, der Ehrgeiz der

ausführenden Betriebe und die Neugier der Forscher werden die Kanalsanierung

auch in Zukunft zu neuen Höchstleistungen beflügeln.

Das IKT: Netzwerken schafft Qualität

Immer mehr Fachleute nutzen das IKT auch zum Netzwerken, denn hier

laufen viele Fäden zusammen: Netzbetreiber engagieren sich in Forschungsprojekten

und Warentests. In den IKT-Veranstaltungen treffen

sich Referenten und Teilnehmer, Entwickler und Hersteller, Wissenschaftler

und Praktiker sowie Planer und Ausführende.

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler

ist Wissenschaftlicher Leiter des IKT.

Henning Winter

ist technischer Redakteur am IKT.

Austausch und Weiterbildung:

Im IKT kommen Fachleute zusammen

121

VDRK ®


FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

Der gelernte Elektro-Mechaniker und Kaufmann A. Wolfgang Wutschig verließ

1954 „die Zone“, wie er die DDR heute noch nennt, und zog aus Sachsen

ins hessische Kronberg. Seit 1960 arbeitet der frühere Straßenradrennfahrer

selbstständig. 1962 gründete er die I.B.T Befestigungstechnik GmbH, 1968

die ROWO Rohr- und Kanalreinigungsmaschinen GmbH (beide 1975 an die

Rothenberger GmbH verkauft) und 1976 die WMW-Consult für Vertrieb und

Beratung (heute GmbH), die er weiterhin mit seiner Frau Marianne betreibt.

Wolfgang Wutschig leitete den VDRK-Vorstand von Januar 1995 bis März 2005.

1. Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Durch das Leben! Durch Ausbildung und

Weiterbildung, durch Zufall, Arbeit und

Glück, durch ständige Neugier an Technik,

vor allem an neuer Technik.

2. Was war Ihr wichtigster Erfolg

als VDRK-Chef?

Da ich sehr lange Vorstandsvorsitzender

des VDRK sein durfte, konnte ich viele

wichtige Erfolge sammeln. Darf ich auch

drei nennen?

Wir haben ein Berufsbild geschaffen, das zu

einer anerkannten Ausbildung geführt hat.

Wir haben die heute internationale Messe

RO-KA-TECH entwickelt.

A. WOLFGANG WUTSCHIG

122


Und wir haben einen Fachverband gestaltet,

der mit vielen Verbindungen zur politischen

Öffentlichkeit heute tatsächlich Einfluss

nehmen kann.

3. Das schrägste/witzigste/bizarrste/

interessanteste Erlebnis Ihres Berufslebens?

Ich bin mir nicht sicher, ob das nun schräg,

witzig, bizarr oder interessant ist: Im

Frühjahr 2004 versuchte ein Mitglied des

Vorstandes, die für September terminierte

Messe zu verhindern, obwohl bereits viele

Anmeldungen vorlagen und wir eine Anzahlung

von 50.000 Euro geleistet hatten.

Seine Argumentation: Messen gäbe es genug,

die RO-KA-TECH verursache nur Kosten

und bringe nichts. Es ist richtig, dass die

RO-KA-TECH damals noch ein Minusgeschäft

war – aber wer etwas gründen will, muss

bekanntlich investieren. Glücklicherweise

haben wir uns durchgesetzt: Heute ist die

RO-KA-TECH eine der größten Branchenmessen

weltweit und gibt dem VDRK viel

mehr Möglichkeiten, als dieser eher kleine

Verband sonst hätte.

4. Was erwarten Sie für die Zukunft

der Branche?

Dass wir es schaffen, mit gezielter Integration

und Ausbildung von Migranten und

Flüchtlingen das fehlende Personal für den

gewaltigen Renovationsbedarf zu stellen.

5. Was wünschen Sie dem VDRK für die

Zukunft?

Weiterhin eine glückliche Hand zum Vorteil

aller Mitgliedsunternehmen! Und den

weiteren Ausbau der RO-KA-TECH an einem

Standort, der internationalen Anforderungen

entspricht.

Außerdem: Ihr Lebensmotto?

Wieso eins? Ich biete Ihnen drei:

1. Beruflich und politisch immer

engagiert bleiben.

2. Das Leben mit Inhalt versehen.

3. Einfach du selbst bleiben.

DER LANGZEITPRÄSIDENT

FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

123

VDRK ®


FRIEDHELM DE LA MOTTE

1. Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Als gelernter Klempner und Installateur

habe ich hier gute Möglichkeiten zur

Selbstständigkeit gesehen. 1973 habe ich

im Alter von 29 Jahren meinen eigenen

Betrieb gegründet, 1994 bin ich in den

VDRK eingetreten.

Friedhelm de la Motte ist gelernter Klempner und Installateur und war

sozusagen Ausbildungsbeauftragter des VDRK. Als Vorstandsvorsitzender

leitete er den Verband von März 2005 bis September 2009. Sein Unternehmen

Rohr- und Kanaltechnik Friedhelm de la Motte hat er am

1. Februar 2018 verkauft und ist nun Rentner.

2. Was war Ihr wichtigster Erfolg als

VDRK-Chef?

Die meisten verbinden meinen Namen mit

der Schaffung des Lehrberufes beziehungsweise

der Berufsausbildung. Das war

auch sehr wichtig – klar. Aber das hatten

wir eigentlich schon vor meiner Amtszeit

erledigt und mussten dann „nur“ noch die

Meisterausbildung ergänzen.

124


DER AUSBILDUNGSPRÄSIDENT

FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

Wichtigste Ergebnisse meiner Amtszeit

waren die Verlegung des Verbandssitzes

nach Kassel und der Umzug der RO-KA-TECH-

Messe von Leipzig nach Kassel: Diese Entscheidung

war schwierig, aber auch im

Nachhinein absolut richtig! Hier haben

wir einen wirklich zentralen und perfekt

angebundenen Standort. Und wir arbeiten

mit einer Messegesellschaft, für die wir

wichtig sind.

3. Das schrägste/witzigste/bizarrste/

interessanteste Erlebnis Ihres Berufslebens?

Wenn ich daran zurückdenke ... das war

ziemlich gruselig: Ende der 90er Jahre

haben wir mit der TV-Inspektionskamera im

Auftrag der Staatsanwaltschaft Leichenteile

in einem Hausanschluss gesucht.

Dort haben wir nichts gefunden – aber an

anderer Stelle. Der Täter konnte überführt

werden.

4. Was erwarten Sie für die Zukunft der

Branche?

Sichere Arbeitsplätze! Heute heißt es

immer, dass die Menschen sich darauf einstellen

müssen, ständig Neues zu lernen und

mehrmals im Leben ihren Beruf zu wechseln.

Neues lernen ist natürlich auch „im Kanal“

ein Dauerthema – gerade angesichts der

technischen Entwicklung. Aber ich bin mir

sicher, dass gute Leute auch künftig von der

Lehre bis zur Rente in unserer Branche

arbeiten können.

5. Was wünschen Sie dem VDRK für die

Zukunft?

Dass die Mitglieder weiterhin mit einem

aktiven und erfolgreichen Verband zufrieden

sind und sein können. Und natürlich,

dass der Ausbildungsberuf modernisiert

wird: Es hat sich schließlich ungeheuer viel

geändert in den letzten Jahren – gerade

im technischen Bereich, man kann das gar

nicht oft genug sagen.

Außerdem: Ihr Lebensmotto?

Immer positiv denken –

egal, wie schwer das manchmal ist!

125

VDRK ®


Andreas Herrmann hat Facharbeiter für Heizung und Sanitär gelernt.

1990, im Jahr nach der Wende, gründete er die NORAND Schlauchlining

GmbH in Delitzsch. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Rohr- und

Kanalsanierung von Abwasserleitungen in geschlossener Bauweise.

1995 trat Herrmann in den VDRK ein; von September 2009 bis 2011

leitete er den Verband.

1. Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

In meinem erlernten Beruf musste ich auch

Verstopfungen beseitigen – meine ersten

Berührungspunkte mit der Branche. In der

Aufbruchstimmung nach dem Mauerfall habe

ich neue Möglichkeiten gesucht. Als ich den

Übergabeschacht auf meinem Grundstück

öffnete, sah ich, wie sehr die Abwasserkanäle

zu DDR-Zeiten vernachlässigt worden

waren: Da wusste ich, wo mein neues Tätigkeitsfeld

liegt.

2. Was war Ihr wichtigster Erfolg als

VDRK-Chef?

Die Schaffung einer Berufsschule und die

Meisterausbildung im Osten Deutschlands.

Leider hatte die Berufsschule wegen des

schlechten Standortes in Altenburg keine

Chance – wir hatten uns Leipzig gewünscht.

Die Meisterausbildung war ein Gemeinschaftswerk,

an dem auch die IHK zu Leipzig

mit Kerstin König und das BFW Bau Sachsen

einen großen Anteil hatten.

3. Das schrägste/witzigste/bizarrste/interessanteste

Erlebnis Ihres Berufslebens?

Davon gab es in fast 30 Berufsjahren viele!

Das Schönste war und ist, dass der Messestandort

Kassel heute anerkannt ist für

unsere RO-KA-TECH.

ANDREAS HERRMANN

126


In den ersten Gesprächen bezeichneten

Aussteller die Messe Kassel noch als „Stallanlage“.

Heute gilt sie als der perfekte

Messeplatz – und die Kritiker schweigen.

4. Was erwarten Sie für die Zukunft der

Branche?

Unsere Branche hat sehr viel Entwicklungspotenzial.

Wenn die Politik begreift,

welcher Wert unter der Erde liegt, sehe ich

die Zukunft sehr positiv. Leider verstehen

nur wenige Menschen, welche Bedeutung

unser privates und öffentliches Kanalsystem

hat. Dabei meine ich nicht nur den finanziellen,

sondern vor allem den umwelttechnischen

Aspekt: Was wäre unser Leben ohne

Toiletten, Bäder, Küchen? Wo Abwasser

produziert und kontrolliert abgeleitet wird?

Da sich jetzt auch die politische Landschaft

in Richtung Umweltbewusstsein dreht, sehe

ich die Zukunft sehr rosig.

5. Was wünschen Sie dem VDRK für die

Zukunft?

Dass die Branche den Stellenwert erhält,

den sie verdient, nämlich den einer

Hightech-Branche. Mit dem entsprechenden

Image.

Dazu natürlich neue Mitglieder, Mitglieder,

Mitglieder – und einen Vorstand, der den

Verband weiter nach vorn bringt.

Außerdem: Ihr Lebensmotto?

Eigentlich habe ich zwei – je nach

Situation:

Das erste stammt aus Hermann Hesses

Glasperlenspiel und passt, wenn ich vor

einer scheinbar unüberwindlichen Aufgabe

stehe: Damit das Mögliche entsteht, muss

immer wieder das Unmögliche versucht

werden.

Das zweite ist aus einem Song von Sting.

Diese Zeile kommt mir in den Kopf, wenn

ich Menschen treffe, die ein Problem mit

meiner direkten Art haben:

Be yourself no matter what they say.

Und genau das lebe ich nun schon fast

60 Jahre.

FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

DER OST-PRÄSIDENT

127

VDRK ®


GÜNTER BUTZ

Günter Butz ist gelernter Kfz-Mechaniker. 1969 trat er in den vom Vater

gegründeten Betrieb Butz Rohrreinigung ein. 1986 wurde das Unternehmen

in die Butz GmbH & Co. KG umgewandelt und Günter Butz offiziell

Firmeninhaber; seit 1995 ist das Haus VDRK Mitglied. Butz bietet alle

Dienstleistungen der Kanalreinigung an, seit 1994 mit der Tochterfirma

ROBOSAN Kanalsanierungs-GmbH auch Kanal- und Schachtsanierungen

in grabenloser Bauweise. Am 1. Januar 2015 hat Butz das Unternehmen

mit 25 Mitarbeitern an seinen Sohn Holger übergeben. Günter Butz ist seit

2011 Vorsitzender des VDRK-Vorstandes.

1. Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Mein Vater hat 1956 die Butz Rohrreinigung

gegründet, die mit Saugwagen Gruben entleerte.

Meinen Beruf als Kfz-Mechaniker habe

ich gelernt, weil an den Wagen natürlich

immer etwas kaputt und zu reparieren war –

eine gezielte Ausbildung für das eigentliche

Geschäft gab es damals ja noch nicht.

2. Was war Ihr wichtigster Erfolg als

VDRK-Chef?

Dass ich die Arbeit meiner Vorgänger vollenden,

sichern und weiterführen konnte.

ANDREAS HERRMANN

Es sind immer wieder die bekannten Stichworte:

Ausbildungsberuf, Zertifizierung,

Mitgliederwerbung und RO-KA-TECH-Messe.

128


DER JUBILÄUMSPRÄSIDENT

FÜNF FRAGEN AN VIER PRÄSIDENTEN

3. Das schrägste/witzigste/bizarrste/

interessanteste Erlebnis Ihres Berufslebens?

Interessant waren immer Aufträge der

Polizei: Beispielsweise haben wir Mitte der

70er Jahre mit einem Kamerawagen nach

Munition und Waffenteilen gesucht – und

sind auch fündig geworden. Da haben wir

mit unserer Ausstattung und unseren

Mitarbeitern viel bessere Möglichkeiten

als der Staat.

4. Was erwarten Sie für die Zukunft der

Branche?

Wir arbeiten grundsätzlich in einer ungeheuer

stabilen Branche. Doch die heutigen

und künftigen Probleme sind ganz andere

als die vor 20, 30 oder 40 Jahren: Wir

haben keine Schwierigkeiten, Aufträge zu

bekommen, aber wir können sie kaum

abarbeiten. Und so werden wir uns viel

einfallen lassen müssen, um neue Mitarbeiter

zu gewinnen.

5. Was wünschen Sie dem VDRK für die

Zukunft?

Natürlich – siehe vorn – weitere Erfolge

bei der Mitgliedergewinnung, einen

weiteren Ausbau der RO-KA-TECH und Siege

im Kampf gegen die Kanalhaie.

Außerdem: Ihr Lebensmotto?

Ich will es mir gut gehen lassen und

mindestens einmal im Quartal in den Urlaub

fahren! Das ist über viele Jahre zu kurz

gekommen.

129

VDRK ®


1989-2019


AS TIME GOES BY

30 JAHRE WELTGESCHICHTE – 30 JAHRE VDRK-GESCHICHTE

„Wann war das?“

„Neeee, später!?“

„Echt, im gleichen Jahr?!“

„Solange ist das her?“

„Kommt mir vor wie gestern!!“

Erinnerung täuscht. Zwar wissen die meisten noch, dass Deutschland 1990 Fußball-

Weltmeister wurde, aber wann wurde „Ötzi“ in den Alpen gefunden?*

Und was ist so alt wie die RO-KA-TECH?**

Und wer oder was startete im gleichen Jahr wie die ersten Azubis zur Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice?***

Und was war sonst noch los in dem Jahr, als Sie in den VDRK eingetreten sind?

Wer VDRK-Geschichte neben Weltgeschichte stellt (darunter machen wir’s nicht),

entdeckt einige verblüffende Gleichzeitigkeiten – und Ungleichzeitigkeiten.

30 Jahre Weltgeschichte – 30 Jahre VDRK-Geschichte – 31 Doppelseiten.

Die Zeitreise beginnt.

* 1991

** Harry Potter und der Stein der Weisen

*** der Euro als Bargeld

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VDRK ®


Hubertus Graf von Klot-Trautvetter


1. Januar. Katalysatorpflicht für Neuwagen. 20. Januar. George H. W.

Bush (der Senior) wird als 41. Präsident der USA vereidigt. 24. März.

Vor Alaska fährt die Exxon Valdez auf ein Riff: 40.000 Liter Rohöl

laufen aus – eine der größten Umweltkatastrophen der Seefahrt.

Mai. Ungarn baut die ersten Grenzsperren zu Österreich ab, im

September öffnet das Land die Grenzen. 23. Mai. Richard von Weizsäcker

wird zum zweiten Mal zum Bundespräsidenten gewählt.

3. Juni. Ajatollah Chomeini, Gründer der Islamischen Republik Iran,

stirbt. 4. Juni. Tian’anmen-Massaker auf dem Platz des Himmlischen

Friedens in Peking: Rund 10.000 Tote und Verletzte in ganz Peking.

1. Juli. „Friede, Freude, Eierkuchen“: Erste Loveparade in Berlin.

2. Juli. Die deutschen Fußball-Frauen gewinnen 4:1 gegen Norwegen

und werden im eigenen Land erstmals Europameister. 9. Juli. Steffi

Graf und Boris Becker gewinnen bei den Wimbledon Championships

die Einzel. 9. November, 19:15 bis 21:30 Uhr. Im Waldhotel

Schatten in Stuttgart gründen zehn Männer den Verband Deutscher

Rohr- und Kanalreiniger. Hubertus Graf von Klot-Trautvetter,

Rohrreinigungsservice RRS GmbH & Co. KG, Stuttgart, wird

Vorsitzender. 9. November. 21:20 Uhr. In Berlin öffnet sich die Mauer.

17. Dezember. Die deutschen Herren gewinnen den Davis Cup (Finale

in Stuttgart gegen Schweden).

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Als gelöschtes Blatt in der EDV erfasst.

7. Januar. Der Schiefe Turm von Pisa wird

aus Sicherheitsgründen gesperrt. 26. Januar.

Die Deutsche Terminbörse beginnt als erste

vollelektronische Börse Deutschlands den

Handel. 11. Februar. In Südafrika wird Nelson

Mandela nach 27-jähriger Haft freigelassen.

Ab März. Die baltischen Staaten erklären

sich nacheinander für unabhängig. 14. März.

Michail Sergejewitsch Gorbatschow wird

zum Präsidenten der UdSSR gewählt.

18. März. Erste (und letzte) freie Wahl zur

Volkskammer der DDR.

29. Juni. Die Ozonschicht-Konferenz in

London beschließt, ab dem Jahr 2000 keine

Fluorchlorkohlenwasserstoffe mehr herzustellen.

Die als Kältemittel und Treibgase

verwendeten FCKW waren Hauptverursacher

des Ozonlochs. 8. Juli. 1:0 gegen Argentinien:

Deutschland wird in Rom zum dritten

Mal Fußballweltmeister. 2. August. Irakische

Truppen marschieren in Kuweit ein – der

2. Golfkrieg beginnt. 24. August. Das erste

Wacken Open Air, später Europas größtes

Metal-Festival.

6. September. Beim Vereinsregister Stuttgart

wird der Verband Deutscher Rohrund

Kanalreiniger e. V. eingetragen (kurz:

VDRK). Das erste Logo wird entwickelt.

1. Oktober. In New York erklären die Außenminister

der vier Siegermächte des Zweiten

Weltkrieges Deutschland zum souveränen

Staat. 3. Oktober. Deutsche Wiedervereinigung

durch Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.

12. November. Akihito wird japanischer

Kaiser – und bleibt es bis 2019.

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VDRK ®


136


1. Januar. Stromeinspeisungsgesetz für

Erneuerbare Energien (StrEG): Förderung

der Stromerzeugung durch Wind, Sonne,

Biomasse und Wasser. Februar. Golfkrieg:

Deutschland streicht den Karneval. 15. März.

Ratifikation des Zwei-plus-Vier-Vertrages

zur Wiedervereinigung Deutschlands mit

Zustimmung der Siegermächte des Zweiten

Weltkrieges. Juni. In Weinheim findet das

erste VDRK-Seminar statt. 20. Juni. Hauptstadtbeschluss:

Der Bundestag beschließt

mit 338 zu 320 Stimmen dem Umzug von

Bonn nach Berlin.

1. Juli. Auflösung des Warschauer Paktes.

6. August. Der britische Informatiker Tim

Berners-Lee veröffentlicht die erste

Webseite und startet damit das World Wide

Web. 19. bis 21. August. Augustputsch in

Moskau: Putschversuch von kommunistischen

Funktionären gegen Michail Gorbatschow.

September. Satzungsänderung: Der 1. Vorsitzende

Hubertus Graf von Klot-Trautvetter

wird zum Vorstandsvorsitzenden

des VDRK befördert.

19. September. Bergsteiger entdecken in den

Ötztaler Alpen eine Gletschermumie: „Ötzi“,

der Mann von Similaun, starb vor mehr

als 5300 Jahren. 1. Oktober: Abkommen zum

Schutz der Seehunde im Wattenmeer.

25. Oktober. Erstflug: Das Langstreckenflugzeug

Airbus A340 hebt ab. November. Die

Schweiz startet als erster Staat der Welt

ein landesweites System für das Recycling

von Elektronikschrott. 21. Dezember. Auflösung

der Sowjetunion. Rechtsnachfolger

ist die Russische Föderation, erster

Präsident Boris Jelzin.

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4. April. Maria Jepsen wird in Hamburg zur ersten evangelischlutherischen

Bischöfin der Welt gewählt. 17. Mai. Der neue Flug -

hafen München Franz Josef Strauß im Erdinger Moos wird eröffnet.

23. Mai. Deutscher Fußball-Pokalsieger: Zweitligist Hannover 96.

26. Juni. Fußball-EM in Schweden: Dänemark, Nachrücker für das in

Bürgerkriegen zerfallende Jugoslawien, gewinnt das Finale gegen

Deutschland mit 2:0. Juli. Das Mobilfunk-D-Netz auf dem europäi -

schen GSM-Standard geht in Deutschland in Betrieb. 1. Juli. Auf Graf

von Klot-Trautvetter folgt Renate Zawisla, Klaus Dieter Zawisla

GmbH, Jockgrim, als VDRK-Vorstandsvorsitzende.

Renate Zawisla

2. Juli. Die USA teilen mit, dass sie alle taktischen Atomwaffen

aus Europa abgezogen haben. 19. Juli. Deutschland gewinnt mit

Steffi Graf und Anke Huber das Fed Cup-Finale gegen Spanien im

Frankfurter Waldstadion. 29. Juli. Der frühere DDR-Staatschef Erich

Honecker kehrt aus der chilenischen Botschaft in Moskau nach

Berlin zurück und wird auf dem Flughafen festgenommen. 8. Oktober.

Altbundeskanzler Willy Brandt (* 18. Dezember 1913) stirbt.

2. November. Galileo Galilei wird nach 350 Jahren von der römischkatholischen

Kirche rehabilitiert. 20. November. Großbrand in

Schloss Windsor. 26. November. Großbrand in der Wiener Hofburg.

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VDRK ®


1. Januar. Start des Europäischen Binnenmarktes mit den vier Grundfreiheiten

Freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit

und Freier Kapital- und Zahlungsverkehr. 1. Januar.

Auflösung der Tschechoslowakei, Gründung der Staaten Tschechien

und Slowakei. 20. Januar. Bill Clinton tritt sein Amt als 42. Präsident

der USA an. 1. März. Gründungsmitglied Hans Josef Füllenbach,

Rohrturbo GmbH, Stuttgart, wird Vorstandsvorsitzender des

VDRK. 22. März. 1. Weltwassertag der Vereinten Nationen.

Mai. Die erste VDRK-Verbands-Info erscheint. 1. Juli. In Deutschland

werden fünfstellige Postleitzahlen eingeführt. 3. Oktober. Russische

Verfassungskrise – Präsident Boris Jelzin lässt das russische

Parlament im Moskauer Weißen Haus beschießen. 5. Dezember.

Deutschland gewinnt mit Michael Stich und Marc-Kevin Goellner das

Davis-Cup-Finale gegen Australien in Düsseldorf. 12. Dezember. Erste

freie Wahlen in Russland.


Hans Josef Füllenbach

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VDRK ®


1. Januar. Die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn

werden privatisiert und in der Deutsche Bahn AG zusammengeführt.

5. April. Kurt Cobain begeht Selbstmord. Seine Band Nirvana

löst sich nach dem Tod ihres Sängers und Gitarristen auf. 15. April.

Gründung der Welthandelsorganisation WTO, hervorgegangen aus

dem Welthandelsabkommen GATT. 22. April. Arno Funke, der anonyme

Kaufhauserpresser „Dagobert“, wird festgenommen. 25. April.

„Peanuts“ nennt Hilmar Kopper, Vorstandssprecher der Deutschen

Bank, die von Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider verursachten

Schäden der Handwerker in Höhe von 50 Millionen D-Mark. April bis

Juli. Genozid in Ruanda: Hutus ermorden fast eine Million Tutsis.

11. Juni. § 175 des Strafgesetzbuches, der männliche Homosexualität

unter Strafe stellt, wird gestrichen. 28. September. Die Passagierfähre

Estonia geht auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm unter.

852 Menschen sterben bei der bis dahin größten zivilen Schifffahrtskatastrophe

nach Ende des Zweiten Weltkrieges. 5. November.

George Foreman wird – 20 Jahre nach Rumble in the Jungle –

erneut Boxweltmeister. 13. November. Michael Schumacher wird

erster deutscher Formel-1-Weltmeister.

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14. November. Eröffnung des Eurotunnels, Channel Tunnel oder Tunnel

sous la Manche unter dem Ärmelkanal zwischen Folkestone und

Calais. 25. November. A. Wolfgang Wutschig, WMW-Consult GmbH,

Kronberg, wird zum Vorstandsvorsitzenden des VDRK gewählt.

Er wird das Amt bis 2005 innehaben.

A. Wolfgang Wutschig

Mai 1994. Relaunch und Erweiterung Verbands-Info

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VDRK ®


1. Januar. Hartz-IV-Gesetze treten in Kraft.

30. April. Greenpeace-Aktivisten besetzen

die britische Ölplattform Brent Spar in der

Nordsee. 18. Mai. In Miami (Florida) wird

der geflüchtete Bauunternehmer Jürgen

Schneider festgenommen. Mit falschen

Angaben über seine Immobilien bekam er

überhöhte Kredite und häufte mehr als fünf

Milliarden D-Mark Bankschulden an. 1. Juni.

VDRK-Brief mit internen Informationen

für die Mitglieder (als Ergänzung zur

Verbands-Info, die einen größeren Kreis

anspricht). 24. Juni bis 7. Juli. Nach 24 Jahren

Planung und Verhandlungen verhüllen

Christo und Jeanne-Claude den Berliner

Reichstag. Direkt im Anschluss beginnt der

Umbau. 30. Juni. Der Bundestag billigt den

Einsatz der Bundeswehr in Bosnien.

Juli. VDRK-Gutachten: „Was darf und muss

eine Stunde Rohrreinigung kosten?“

21. Oktober. 14 Mitgliedsunternehmen

werden mit dem neuen VDRK-Gütesiegel

ausgezeichnet.

4. November. Israels Regierungschef Jitzchak

Rabin wird auf einer Friedenskundgebung

in Tel Aviv ermordet. 15. Dezember. Bosman-

Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs

(EuGH): Profifußballspieler können bei

Vertragsende ablösefrei den Verein wechseln.

Außerdem darf die Zahl der Spieler

aus anderen EU-Staaten in einer Mannschaft

nicht begrenzt werden.

26. Oktober. Vier VDRK-Fachbeiräte werden gegründet.

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1. Januar. Die Türkei tritt der EU-Zollunion

bei. 2. Januar. Der VDRK bezieht ein eigenes

Büro in Kronberg. 26. Februar bis 15. März.

Die DEULA Rheinland führt den ersten

dreiwöchigen Fortbildungslehrgang A zur

„Geprüften Fachkraft für Rohr-und Kanaltechnik“

durch. 28. Februar. Russland wird

Mitglied im Europarat. 30. Juni. Deutschland

wird im Wembley-Stadion von London

zum dritten Mal Fußball-Europameister:

Oliver Bierhoff schießt das erste und letzte

Golden Goal der EM-Geschichte. 5. Juli. Schaf

Dolly, das erste geklonte Säugetier der

Welt, wird geboren.


27. bis 29. September. Auf der Ausstellung

zu den III. VDRK-Verbandstagen in Oberaula

präsentieren 30 Unternehmen ihre

Angebote. 19. Oktober. Greenpeace stellt

das erste Dreiliterauto vor: Einen umgebauten

Twingo-Smile-Serienwagen.

23. Oktober. Papst Johannes Paul II. bezeichnet

Schöpfungsgeschichte und Darwinsche

Evolutionstheorie als vereinbar:

Bei letzterer handle es sich um mehr als

nur eine Hypothese. 23. November. Henry

Maske verliert seinen letzten Kampf gegen

Virgil Hill nach Punkten.

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VDRK ®


Januar bis Dezember. Hale Bopp, „der große

Komet von 1997“, ist mit bloßem Auge sichtbar

– einer der ungewöhnlichsten Kometen

in der Geschichte. 10. März. Der Neue Markt

wird an der Deutschen Börse gestartet.

2. Mai. Tony Blair als britischer Premierminister

vereidigt. Mai. Joanne K. Rowlings

„Harry Potter und der Stein der Weisen“

wird als erster von sieben Bänden veröffentlicht.

14. Mai. Air Canada, United

Airlines, Lufthansa, SAS Scandinavian Airlines

und Thai Airways schließen sich zur

Star Alliance zusammen. 28. Mai. Borussia

Dortmund gewinnt das Finale der UEFA

Champions League gegen Juventus Turin in

München. Der FC Schalke 04 gewinnt den

UEFA CUP in Mailand gegen Inter Mailand.

16./17. Juni. Die ersten 22 Absolventen des

dreiteiligen DEULA-Lehrgangs erhalten

nach einer Abschlussprüfung ihre Urkunden

als Geprüfte Fachkraft für Rohr- und

Kanaltechnik. 1. Juli. Die 1841 besetzte und

1898 auf 99 Jahre gepachtete britische

Kronkolonie Hongkong fällt zurück an China.

4. Juli. Die Sonde Pathfinder landet mit dem

Geländewagen Sojourner auf dem Mars.

15. Juli. Gianni Versace wird erschossen.

Juli–August. Oderhochwasser in Deutschland,

Polen und Tschechien.

21. bis 24. August. Die I. RO-KA-TECH:

73 Aussteller bei den Verbandstagen in

Naunhof. 31. August. Diana, Princess of

Wales, stirbt bei einem Autounfall.

Oktober. Handbuch: „Kosten, Leistungen

und Erlöse in der Kanal- und Leitungsreinigung“.

18. Oktober. In Bilbao eröffnet

das Museo Guggenheim Bilbao. 28. Dezember.

Um die weitere Verbreitung des Vogelgrippe-Erregers

H5N1 zu stoppen, werden

in Hongkong 1,5 Millionen Hühner getötet.

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VDRK ®


2. Januar. Ausbruch der Vogelgrippe

H5N1 in Hongkong.

17. Januar. Sex im Weißen Haus:

Die Lewinsky-Affäre fliegt auf

und führt zu einem – 1999 abgewiesenen

– Amtsenthebungsverfahren

wegen Meineides

gegen Präsident Bill Clinton.

7. bis 22. Februar. Olympische

Winterspiele in Nagano, Japan.

Deutschland führt den Medaillenspiegel

an; Katja Seizinger,

Martina Ertl und Hilde Gerg

gewinnen Gold, Silber und Bronze

in der Alpinen Kombination.

24. März. Verlegung des Verbandssitzes

nach Kronberg.

20. April. Die Terrorgruppe Rote

Armee Fraktion erklärt ihre

Auflösung. 30. April. Das Karfreitagsabkommen

schafft Frieden

für Nordirland. 2. Mai. Der

1. FC Kaiserslautern wird als

erster Aufsteiger Deutscher

Fußballmeister der Herren.


7. September. Larry Page und Sergey Brin gründen Google, Inc. in

Menlo Park, Kalifornien. 18. September. Die Aktionäre der Daimler

Benz AG uqnd der Chrysler Corporation stimmen der Fusion zur

DaimlerChrysler AG zu. 18./19. September. II. RO-KA-TECH in Naunhof

mit 76 Ausstellern. 19. September. Namensänderung in VDRK

Verband Deutscher Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen e. V.

27. September. Die Wahlen zum 14. Bundestag beenden 16 Jahre Ära

Kohl. Gerhard Schröder wird Kanzler in einer rot-grünen Koalition,

Joschka Fischer wird Außenminister. 1998. Neu auf dem Markt: der

erste Smart, das smart citycoupé, Windows 98, der Apple iMac und

das Potenzmittel Viagra.

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VDRK ®


1. Januar. Der Euro wird in 11 EU-Staaten als Buchgeld eingeführt.

Januar. Präsentation des VDRK vor dem Kuratorium der Deutschen

Wirtschaft für Berufsbildung und dem Deutschen Industrieund

Handelstag (DIHT). 19. Januar. Das Bundesarbeitsgericht entscheidet:

Ein Rauchverbot am Arbeitsplatz ist rechtmäßig. Februar.

www.VDRK.de – der erste Internetauftritt. Mai. Präsentation des

neuen VDRK-Logos; Anmeldung als Wort- und Bildmarke.

23. Mai. Johannes Rau wird zum Bundespräsidenten gewählt.

5. Juni. Tennisspielerin Steffi Graf gewinnt die French Open.

11. August. Totale Sonnenfinsternis über Europa. 12. August. Die

„Gräfin” tritt zurück. 17. August. Erdbeben der Stärke 7,4 mit

Epizentrum nahe der Stadt İzmit in der Türkei; etwa 18.000 Tote

und 44.000 Verletzte. Wegen Pfusch am Bau und Korruption sind

viele Gebäude nicht erdbebensicher. 3. September. Die TV-Sendung

„Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch startet. 3. September.

Die Deutsche Mark wird offizielle Währungseinheit im Kosovo.

10./11. September. III. RO-KA-TECH: jetzt auf der Messe Leipzig;

81 Aussteller. 6. Oktober. Jan Ullrich wird Weltmeister in Einzelzeitfahrten.

9. November. Am 10. Geburtstag hat der VDRK 270

Mitglieder. 11. Dezember. Die Türkei stellt den Antrag auf Beitritt

zur EU. 31. Dezember. Boris Jelzin tritt zurück, Wladimir Putin

wird Präsident Russlands.

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VDRK ®


18. Januar. Spendenaffäre: Altbundeskanzler Helmut Kohl muss als

Ehrenvorsitzender der CDU zurücktreten. März. Die Dotcom-Blase

platzt: Weltweite Spekulationsverluste bei Hochtechnologie- und

New-Economy-Unternehmen. 7. Oktober. Der Deutsche Horst Köhler

wird Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). 1. Juni

bis 31. Oktober. Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover. 29. September.

Erste Sitzung des deutschen Bundesrates im Preußischen Herrenhaus

in Berlin nach dem Umzug aus Bonn. 4. Oktober. In Birmingham

endet die Produktion des Mini. BMW entwickelt nach der Übernahme

von Austin Rover (1994) neue Modelle. 12. bis 14. Oktober. IV. RO-KA-

TECH – wieder auf der Leipziger Messe; 69 Aussteller. 22. Oktober.

Michael Schumacher wird zum dritten Mal Formel-1-Weltmeister –

zum ersten Mal mit Ferrari. 3. November. Der erste Weltmännertag.

26. November. Rinderwahnsinn: Der erste BSE-Fall in Deutschland

wird bekannt.

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VDRK ®


1. Januar. Griechenland tritt als zwölfter Staat der Wirtschafts- und Währungsunion

bei und führt den Euro als Buchgeld ein. 15. Januar. Gründung der englischsprachigen

Wikipedia. 20. Januar. George W. Bush (der Junior) wird als 43. Präsident der USA

vereidigt. 21. Januar. Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste und bisher einzige Frau die

Rallye Dakar. März. Nach 25 Ausgaben wird die Verbands-Info in RO-KA-TECH Journal

umbenannt.

12. März. Die UNESCO bestätigt, dass Taliban die beiden größten, 1600 Jahre alten,

Buddha-Statuen der Welt in Bamiyan in Afghanistan zerstört haben. 16. März. Gründung

der deutschsprachigen Wikipedia. 16. Mai. A. Wolfgang Wutschig, Friedhelm de

la Motte, Klaus Dieter Zawisla und Karl-Heinz Böhme werden zu Sachverständigen

des Bundes für berufliche Neuordnung berufen. 11. September. 9/11 – Terroranschläge

in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Kapitol. 27. bis 29.

September. V. RO-KA-TECH und VIII. Fachseminar in Leipzig. 11. Dezember. Die Volksrepublik

China tritt der Welthandelsorganisation WTO bei. 17. Dezember. In Deutschland

werden Euro-Starterkits im Nennwert von 10,23 Euro zum Preis von 20,00 DM

ausgegeben.

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VDRK ®


1. Januar. Euro für alle: Jetzt ist er gesetzliches

Zahlungsmittel und auch als Bargeld

im Umlauf. 6. Januar. Sven Hannawald

gewinnt die Vierschanzentournee und als

erster Skispringer alle vier Einzelspringen.

2. Februar. In Amsterdam heiraten der niederländische

Kronprinz Willem-Alexander

und Máxima Zorreguieta. April. Die Prüfungsverordnung

zum Lehrberuf des

Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

erscheint. 17. Juni. Das BIBB stellt die

Verordnung über die Schaffung von vier

umwelttechnischen Berufen vor. 3. Juli.

„In dreizehneinhalb Tagen um die Welt“

fliegt Steve Fossett mit einem Heißluftballon.

Juli. Erster VDRK-Stammtisch in

Wuppertal. August. Jahrhundertflut:

Elbhochwasser in Deutschland, Tschechien

und Österreich. Allein in Sachsen fallen

32 Kläranlagen aus. In Dresden werden

Semperoper, Zwinger, Landtag und Hauptbahnhof

überflutet.

1. August. Die ersten 23 Auszubildenden zur

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

starten. 22. September. Bundestagswahl:

SPD und Grüne behaupten ihre Regierungsmehrheit

knapp; die PDS scheitert an

der Fünf-Prozent-Klausel, erringt aber in

Berlin zwei Direktmandate. 23. Oktober.

Tschetschenische Rebellen bringen im

Moskauer Dubrowka-Theater 850 Menschen

in ihre Gewalt. Drei Tage später wird die

Geiselnahme beendet: 130 Geiseln und alle

Entführer sterben.

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1. Januar. Zigaretten dürfen nicht mehr „light“ oder „mild“ heißen.

5. Februar. Der VDRK unterstützt vier Familien, die 2002 Opfer

des Elbhochwassers wurden, mit 20.000 Euro. 11. bis 14. März.

VI. RO-KA-TECH mit Sonderschau „Lehrberuf“ und 71 Ausstellern.

12. April. Bei einer Volksabstimmung in Ungarn stimmen 83,8 Prozent

für den EU-Beitritt; die Wahlbeteiligung beträgt 45,6 Prozent.

23. Mai. Auf dem Flughafen Luanda (Angola) wird eine Boeing 727

geklaut, weggeflogen – und nie wiedergefunden. 8. Juni. In einem

Referendum stimmen 77 Prozent der Polen für den Beitritt zur EU.

14. Juni. In einem Referendum in Tschechien stimmen 77,3 Prozent


für den Beitritt zur Europäischen Union. 30. Juli. Der letzte VW

Käfer rollt im Volkswagenwerk in Puebla (Mexiko) vom Band.

1. bis 13. August. Hitzewelle in Europa – heißestes Jahr in Deutschland

seit 1540; Jahrhundertjahrgang für deutsche Winzer. Oktober.

Der VDRK wird Mitglied im Arbeitskreis Standardleistungsbuch

beim DIN-Normenausschuss. 12. Oktober. Fußball-Weltmeisterinnen:

Die deutschen Frauen gewinnen in Los Angeles, USA, das Finale

gegen Schweden 2:1 nach Golden Goal. 23. Oktober. In Los Angeles

öffnet die von Frank Gehry geplante Walt Disney Concert Hall.

26. November. Letzter Flug: Aus für das Überschallflugzeug Concorde.

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4. Januar. Die Raumsonde Spirit

landet auf dem Mars. 4. Februar.

Harvard-Student Mark Zuckerberg

startet Facebook als Kontakt-Plattform

für Studenten.

20. Februar bis 19. September. „Das

MoMA in Berlin“: Das Museum

of Modern Art in New York wird

umgebaut – und leiht Berlin

212 Kunstwerke. In sieben Monaten

kommen 1,2 Millionen

Besucher – sie warten bis zu

zwölf Stunden vor der Neuen

Nationalgalerie. 5. April. Das

Auswärtige Amt unterstützt das

Minensuchhunde-Zentrum (MDC)

in Afghanistan mit 1,9 Millionen

Euro.


1. Mai. EU-Erweiterung: Estland,

Lettland, Litauen, Malta, Polen,

die Slowakei, Slowenien,

Tschechien, Ungarn und Zypern

treten der Union bei. Juni.

Vorerst letzter VDRK-Stammtisch

(Hohendorf). 15. August.

Der VDRK wird Mitglied im

UIS – Unternehmerverband

Industrieservice und Dienstleistungen

e. V.

23. bis 25. September. VII. RO-KA-

TECH – die letzte am Standort

Leipzig (81 Aussteller auf 5000

Quadratmetern). 4. Oktober.

Michael Schumacher holt seinen

siebten Weltmeistertitel.

11. November. Yassir Arafat

(* 24. August 1929) stirbt.

26. Dezember. Tsunami im Indischen

Ozean: 230.000 Menschen

sterben.

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Januar bis Dezember Infineon, Opel, IBM, Nord LB, Siemens, Miele,

HypoVereinsbank, Deutsche Bank, DeTeWe und andere Großunternehmen

bauen tausende Arbeitsplätze ab. 12. Februar. Nach dem

gescheiterten Erstflug ist der zweite Start der neuen europäischen

Ariane 5 ECA-Rakete erfolgreich. 16. Februar. Das Kyoto-Protokoll legt

erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von

Treibhausgasen in Industrieländern fest. Februar. Das Bundesinstitut

für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht die Meisterordnung RKI.

Friedhelm de la Motte

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19. März, 23. April. Friedhelm de la Motte, Velbert, wird Interimsvorsitzender

und danach Vorstandsvorsitzender des VDRK.

19. April. Benedikt XVI.: Joseph Ratzinger wird zum neuen Papst

gewählt. 27. April. Erstflug des größten Passagierflugzeugs der Welt,

des Airbus A380. 10. Mai. In Berlin wird das Denkmal für die ermordeten

Juden Europas eingeweiht. Juni. 22 von 23 Azubis bestehen:

Der erste Jahrgang erreicht den Berufsabschluss als Fachkraft

für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI). 29./30. August. Der

Hurrikan Katrina wütet im Süden der USA; New Orleans wird größtenteils

überschwemmt und verwüstet.

18. September. Vorgezogene Neuwahlen zum Deutschen Bundestag:

Angela Merkel (CDU) wird am 22. November zur ersten Bundeskanzlerin

in der Geschichte Deutschlands gewählt. 24. September. Hurrikan

Rita erreicht mit 200 Stundenkilometern die texanische Küste. Zwei

bis drei Millionen Küstenbewohner bringen sich in Sicherheit; die

Schäden betragen mindestens acht Milliarden US-Dollar. 7. Dezember.

Sitzverlegung des VDRK nach Kassel; Ralph Sluke wird Geschäftsstellenleiter.

28. Dezember. Der erste Satellit des Europäischen

Navigationssystems Galileo wird im All ausgesetzt.

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VDRK ®


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23. Januar. Kältewelle aus

Russland: bis -34° Celsius in

Deutschland. 31. Januar. Die Zahl

der Arbeitslosen in Deutschland

steigt auf 5,012 Millionen, die

Arbeitslosenquote auf 12,1 Prozent.

26. Februar. 6,5 Milliarden

Menschen leben auf der Erde.

30. März bis 1. April. VIII. RO-KA-

TECH – erstmals auf der Messe

Kassel: 105 Aussteller aus fünf

Ländern auf 5600 qm.

1. April. Satzungsänderung:

Die Fördermitglieder entsenden

ein stimmberechtigtes

Mitglied in den VDRK-Vorstand.

1. Juni. Die ersten Stadtlinienbusse

der Berliner Verkehrsbetriebe

fahren mit Wasserstoff.

9. Juni – 9. Juli. Sommermärchen:

Deutschland scheitert bei der

Fussball-WM im eigenen Land im

30. August. Die Fördermitgliedertagung

in Mannheim

wählt Wolfgang Müller,

Müller Umwelttechnik GmbH,

Schieder-Schwalenberg, als

Vertreter in den erweiterten

VDRK-Vorstand. 2. September.

Namensänderung in VDRK

Verband der Rohr- und Kanal-

Technik-Unternehmen e. V.

4. Oktober. Die Enthüllungsplattform

Wikileaks startet. Hier

können geheime Dokumente

anonym veröffentlicht werden –

ein grundsätzliches öffentliches

Interesse an den Informationen

vorausgesetzt. 22. Oktober.

Michael Schumacher beendet als

Vizeweltmeister seine Karriere

als Formel-1-Fahrer. November.

DEULA bietet erste Meisterkurse

Halbfinale an Italien. 23. August.

Natascha Kampusch, acht Jahre

lang von ihrem Entführer in

Österreich gefangen gehalten,

kann fliehen.

in Kempen an. 8. Dezember.

Nintendo bringt die Wii-Konsole

auf den Markt.

Ein Aussteller erläutert der

Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann

die Möglichkeiten der Branche

VDRK ®


Zum ersten Mal in der Geschichte der

Menschheit leben mehr Menschen in Städten

als auf dem Land. 1. Januar. Die Mehrwertsteuer

in Deutschland steigt von 16

auf 19 Prozent. 9. Januar. Steve Jobs stellt

das erste iPhone vor. 2. Februar. Reform

der Krankenversicherung: Alle Bürger in

Deutschland müssen künftig krankenversichert

sein und von einer Krankenversicherung

aufgenommen werden. März. VDRK-

Seminar: „Ausbildung für Ausbilder“.

März. VDRK-Kampagne gegen Drückerkolonnen

in den Bereichen Dichtheitsprüfung

und Sanierung startet. 9. März. Die

Rente mit 67 wird Gesetz – trotz Protesten

der Gewerkschaften.


9. März. Die Europäische Union verpflichtet

sich, den Ausstoß von Treibhausgasen bis

2020 im Vergleich zu 1990 um ein Fünftel zu

verringern. 29. bis 31. März. IX. RO-KA-TECH:

142 Aussteller auf 8200 qm; Vorträge auf

dem VDRK-Messestand. Ab jetzt findet

die RO-KA-TECH im zweijährigen Abstand

statt. 31. März. Henry Maske gewinnt nach

über zehn Jahren Pause seinen Revanche-

Boxkampf gegen Virgil Hill und tritt endgültig

zurück. 6. bis 8. Juni. G8-Gipfel in

Heiligendamm: Die Staats- und Regierungschefs

der acht größten Industrienationen

und Russlands diskutieren unter dem Motto

„Wachstum und Verantwortung“ Klimaschutz,

Finanzmärkte und Hilfe für Afrika.

9. Oktober. Der Dow-Jones-Index erreicht mit

14.164,53 Punkten einen neuen Höchststand.

19. Oktober. In Lissabon einigen sich

die EU-Regierungschefs auf den Vertrag

von Lissabon mit wesentlichen Elementen

des geplanten Europäischen Verfassungsvertrages.

Shinzō Abe, Stephen Harper, Nicolas Sarkozy,

Wladimir Putin, Angela Merkel, George Bush,

Tony Blair, Romano Prodi, José Manuel Barroso

169

VDRK ®


1. Januar. Das Briefmonopol der Deutschen Post fällt. März. Start der VDRK-Imagekampagne mit

Ausbildungsflyer und Imageprospekt. April. Die ersten 20 Meister für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

erhalten ihre Meisterurkunden. 14. September. Der 21-jährige Rennfahrer Sebastian

Vettel gewinnt den Großen Preis von Italien und ist damit jüngster Grand-Prix-Gewinner in der

Formel-1-Geschichte. 15. September. Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers als Folge

von Immobilienblase und Finanzkrise und mit der Folge einer globalen Finanzkrise.


15. Oktober. Der Dow-Jones-Aktienindex rutscht um 7,87 Prozent ab; es ist der stärkste Kurseinbruch

seit dem Schwarzen Montag 1987. 31. Oktober. Der Flughafen Tempelhof in Berlin schließt.

4. November. Barack Obama wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

11. November. Das Passagierschiff Queen Elizabeth 2 tritt seine letzte Fahrt nach

Dubai an, wo es als schwimmendes Hotel ankern wird. 26. Dezember. Der Ölpreis fällt

auf 33,73 US-Dollar pro Barrel – nach einem Höchststand von 143,95 $ am 3. Juli.

„In der

Gemeinschaft bewegen“

www.ausbildung.vdrk.de

171

VDRK ®


172


15. Januar. Vogelschlag kurz

nach dem Start: Flugkapitän

Chesley B. Sullenberger landet

im Hudson River in New York

City; alle 155 Menschen an Bord

der Maschine werden gerettet.

Erstmals wird ein Ereignis via

Twitter weltweit bekannt.

3. März. Pfusch und Korruption

beim U-Bahn-Bau: Einsturz des

Kölner Stadtarchivs. 19. bis 21.

März. X. RO-KA-TECH: 170 Aussteller

aus acht Ländern auf

9600 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Ab April. Schweinegrippe:

Von Mexiko geht eine

weltweite H1N1-Influenza-Pandemie

aus.

1. Juni. Die General Motors

Corporation ist zahlungsunfähig;

der bankrotte Konzern

wird verstaatlicht. 9. Juni. Der

Warenhauskonzern Arcandor

meldet Insolvenz an: Am 20.

Oktober folgt das Aus für das

Versandhaus Quelle. 29. Juni. Der

frühere Finanz- und Börsenmakler

Bernard L. Madoff wird

zu 150 Jahren Freiheitsstrafe

verurteilt. Sein Investmentfonds

war ein Schneeballsystem;

der Schaden beträgt rund

65 Milliarden US-Dollar.

Andreas Herrmann

3. August. Nach zehn Jahren

juristischen Tauziehens liefert

Kanada den Waffenlobbyisten

Karlheinz Schreiber an Deutschland

aus. 19. September. Andreas

Herrmann, Norand Schlauchlining

GmbH, Delitzsch, wird

zum neuen Vorsitzenden des

VDRK-Vorstandes gewählt.

9. November. Am 20. Verbandsgeburtstag

zählt der VDRK 346

Mitglieder.

173

VDRK ®


1. Januar. Gerhard Treutlein wird erster

hauptamtlicher Geschäftsführer des VDRK.

12. Januar. Bei einem Erdbeben in Haiti

sterben etwa 220.000 Menschen, über eine

Million werden obdachlos. 3. Februar. Eurokrise:

Die Europäische Kommission stellt

den Haushalt Griechenlands unter EU-Kontrolle.

13. März. Satzungsänderung: Der

VDRK richtet Fachbereiche (FB) ein; die

Vorsitzenden der FB Fördermitglieder und

Meister sind Mitglieder im erweiterten

Vorstand. 21. März. Das Repräsentantenhaus

der Vereinigten Staaten verabschiedet

mit knapper Mehrheit „Obama-Care“, die

Gesundheitsreform von Präsident Barack

Obama.

8. April. US-Präsident Barack Obama und

der russische Präsident Dmitri Medwedew

unterzeichnen einen neuen START-Vertrag

zur atomaren Abrüstung. 15. April. Der isländische

Vulkan Eyjafjallajökull bricht aus und

verteilt Aschewolken über Nordwest- und

Mitteleuropa. In 15 Ländern fällt der gesamte

Flugverkehr für rund eine Woche aus.

20. April. Nach einer Explosion sinkt die

Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von

Mexiko und verursacht eine Ölpest.

8. Mai. VDRK-Azubimesse in Stuttgart.

25. Mai. Rechtsanwalt Kai A. Hannich erarbeitet

Muster-AGB für die VDRK-Mitglieder.

29. Mai. „Satellite“: Lena Meyer-Landrut

gewinnt den 55. Eurovision Song Contest in

der Telenor Arena in Oslo-Fornebu.

August. Starke Regenfälle und ein Dammbruch

an der Witka in Polen führen im Dreiländereck

Deutschland-Tschechien-Polen

zur schwersten Hochwasserkatastrophe

seit Beginn der Aufzeichnungen 1912.

14. Oktober. Die neue VDRK-Webseite mit

vielen Servicefunktionen und einer neuen

RO-KA-TECH-Präsentation geht online.

November. Erster Meisterkurs des BFW Bau

Sachsen in Leipzig.

175

VDRK ®


5. Januar. Der Arabische Frühling,

auch Jasminrevolution

oder Arabellion, beginnt mit

Unruhen in Algerien. Die

Forderung nach Menschenrechten

breitet sich auf die

gesamte arabische Welt aus;

der libysche und der syrische

Bürgerkrieg beginnen. 11. März.

Dem Tōhoku-Erdbeben folgt ein

Tsunami, der zahlreiche japanische

Küstenstädte verwüstet

und 16.000 Menschen tötet. Im

Kernkraftwerk Fukushima löst

er eine Nuklearkatastrophe

aus. 24. bis 26. März. XI. RO-KA-

TECH: 190 Aussteller aus acht

Ländern auf 15.000 Quadratmetern.


29. April. Hochzeit des britischen

Thronfolgers Prinz William mit

Catherine („Kate“) Middleton

in London. 2. Mai. Der Terrorist

Osama bin Laden wird von

US-Spezialtruppen im Rahmen

der Operation Neptune’s Spear

in Abbottabad getötet. 6. Juni.

Die Bundesregierung unter

Angela Merkel beschließt den

stufenweisen Ausstieg aus der

Kernenergie bis 2022. Mai bis

Juli. EHEC in Norddeutschland:

Wahrscheinlich verursachen

Sprossen die Epidemie mit

3000 an Durchfall Erkrankten

und 53 Toten. 2. Juli. Hochzeit

von Fürst Albert II. von Monaco

und Charlene Lynette Wittstock.

8. Juli. Letzter Flug der im April

1984 fertiggestellten Raumfähre

Atlantis: Ein Versorgungsflug

zur Internationalen Raumstation

ISS ist die letzte bemannte

Raumfahrtmission mit einem

Space Shuttle. 22. Juli. Der

rechtsextreme Norweger Anders

Behring Breivik ermordet in

einem Zeltlager der sozialdemokratischen

Jugendorganisation

auf der Insel Utøya

77 Menschen.

1. August. Der VDRK bildet

aus: Kevin Wallwey lernt als

erster Azubi Bürokaufmann in

der Geschäftsstelle. 8. Oktober.

Günter Butz, Butz GmbH & Co.

KG Rohr-Reinigungs-Service,

Haßmersheim, wird zum neuen

Vorstandsvorsitzenden

gewählt.

20. Oktober. Der frühere libysche

Machthaber Muammar al-Gaddafi

wird in Sirte getötet. 27. November.

Stuttgart 21 – Volksabstimmung

in Baden-Württemberg:

58,9 Prozent der Wähler lehnen

das S-21-Kündigungsgesetz

ab und stimmen damit für die

weitere Finanzierung des Eisenbahnknotens

und Bahnhofs

Stuttgart durch das Land.

Günter Butz

177

VDRK ®


178


13. Januar. Kapitän Schettino setzt das italienische

Kreuzfahrtschiff Costa Concordia

vor der Insel Giglio auf einen Felsen. Januar

bis Februar. Kältewelle in Europa: Im Februar

kommen mehr als 600 Menschen, meist

Obdachlose, ums Leben. 29. März. Der erste

Werbefilm des VDRK wird vorgestellt:

Von den Mitgliedern, für die Mitglieder.

August. Die VDRK-Webseite bekommt einen

internen Servicebereich für Mitglieder.

29. September. Die DIN-CERTCO-Zertifizierung

löst die VDRK-Siegel ab.

22. Oktober. Dem Straßenradfahrer Lance

Armstrong werden alle nach dem 1. August

1998 gewonnenen Titel, darunter die sieben

Gesamtsiege bei der Tour de France, wegen

Dopings aberkannt. 22. bis 29. Oktober. Sandy,

der ausgedehnteste bisher gemessene Hurrikan,

trifft die Karibik und die US-Ostküste

von Washington D.C. bis New York City;

Schäden: 75 Milliarden US-Dollar. Der Präsidentschaftswahlkampf

wird unterbrochen,

der New York City-Marathon abgesagt – das

Bewusstsein für den Klimawandel steigt.

November. Eine Mitgliederbefragung durch

forum! Marktforschung GmbH, Mainz zeigt

eine überdurchschnittlich hohe Bindung

an den VDRK.

10. Dezember. Friedensnobelpreis für die

Europäische Union „für über sechs Jahrzehnte,

die zur Entwicklung von Frieden

und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten

in Europa beitrugen“.

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VDRK ®


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1. Januar. Der Fernbusverkehr in Deutschland

wird liberalisiert: Fahrgäste dürfen innerhalb

Deutschlands auf Fernbuslinien befördert

werden. 28. Februar. Papst Benedikt XVI.

tritt als zweiter Papst der Geschichte freiwillig

zurück. 13. März. Jorge Mario Bergoglio

wird im 5. Wahlgang als 266. Papst vom

Konklave gewählt: Papst Franziskus. 21. bis

23. März. XII. RO-KA-TECH: 243 Aussteller

aus 17 Ländern auf 19.000 Quadratmetern;

die erste Messe-App ermöglicht das Sammeln

elektronischer Visitenkarten.

15. April. Anschlag beim Boston-Marathon:

drei Tote und mehr als 260 Verletzte.

25. Mai. Finale der UEFA Champions League

im Wembley-Stadion in London: Im ersten

Aufeinandertreffen zweier deutscher Mannschaften

in einem Champions-League-Finale

siegt Bayern München mit 2:1 gegen Borussia

Dortmund. Juni. Agent Edward Snowden

macht die weltweiten Überwachungsprogramme

durch die National Security Agency

(NSA) bekannt und löst eine weltweite Überwachungs-

und Spionageaffäre aus. Am

1. August erhält er Asyl in Russland. 1. August.

Für jedes Kind besteht vor dem ersten

Geburtstag an der Rechtsanspruch auf einen

Kindergartenplatz. 10. September. Thomas

Bach wird neuer Präsident des Internationalen

Olympischen Komitees (IOC). 27. Oktober.

Sebastian Vettel gewinnt vorzeitig und

zum vierten Mal in Folge die Formel-1-Weltmeisterschaft.

22. September. Bei der Bundestagswahl kann

die FDP die 5-Prozent-Hürde erstmals nicht

überwinden. Angela Merkel bleibt Kanzlerin

und bildet eine Große Koalition aus

CDU/CSU und SPD. 21. November. Euromaidan,

auch Revolution der Würde: Beginn

von Bürgerprotesten in der Ukraine nach

Weigerung der ukrainischen Regierung,

das Assoziierungsabkommen mit der EU zu

unterzeichnen.

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Ab Februar. Krise und Krieg in der Ost-Ukraine. 22. Februar. Das ukrainische Parlament setzt infolge der Euromaidan-Proteste Präsident Viktor

Janukowitsch ab. Februar. Nach zehnjähriger Pause starten neun neue VDRK-Stammtische: Erfahrungsaustausch für Mitglieder und Nicht-

Mitglieder. 18. März. Anschluss der Krim und der Stadt Sewastopol an die russische Föderation. 8. Juli. Deutschland besiegt Gastgeber

Brasilien mit 7:1 im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. 13. Juli. Deutschland gewinnt in Rio de Janeiro 1:0 gegen Argentinien

nach Verlängerung und wird zum vierten Mal Weltmeister – als erstes europäisches Team in Südamerika. 8. August. Die Weltgesundheitsorganisation

WHO erklärt die Ebola-Epidemie in Westafrika zum Internationalen Gesundheitsnotfall, 10. August. Recep Tayyip Erdoğan wird

im 1. Wahlgang zum türkischen Staatspräsidenten gewählt. 5. September. Protokoll von Minsk: Vereinbarung eines Waffenstillstandes in der

Ost-Ukraine. 3. November. In New York City wird das neue One World Trade Center eröffnet (Bild). 5. Dezember. Im Opel-Werk Bochum wird das

letzte Fahrzeug vor der Schließung montiert. 17. Dezember. Kuba und die Vereinigten Staaten kündigen eine Normalisierung ihres Verhältnisses

und die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen an.

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VDRK ®


1. Januar. In Deutschland gilt

ein allgemeiner gesetzlicher

Mindestlohn in Höhe von 8,50

Euro brutto je Arbeitsstunde.

1. Januar. Der VDRK tritt der

Gütegemeinschaft Grundstücksentwässerung

als Gründungsmitglied

bei.

7. Januar: Bei einem Anschlag

auf die französische Satirezeitschrift

Charlie Hebdo in Paris

werden zwölf Menschen getötet.

31. Januar. Altbundespräsident

Richard von Weizsäcker

(* 15. April 1920) stirbt.

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1. März. Geschäftsstellenleiter

Ralph Sluke wird neuer VDRK-

Geschäftsführer. 6. bis 8. Mai.

XIII. RO-KA-TECH: 228 Aussteller

aus 19 Ländern auf 25.000

Quadratmetern.

22. Mai. Das katholische Irland

ist weltweit Vorreiter: In einem

Referendum stimmen 62 Prozent

der Einführung der gleichgeschlechtlichen

Ehe zu. Am

16. November 2015 tritt das

Gesetz in Kraft. 7./8. Juni. Das

sechste Gipfeltreffen der bedeutendsten

Industrienationen

in Deutschland: Der G7-Gipfel

(ohne Russland) auf Schloss

Elmau im Wettersteingebirge in

Bayern steht unter dem Motto

„An morgen denken“. 14. August.

Gründungspräsident Hubertus

Graf von Klot-Trautvetter

stirbt 86-jährig.

20. September. Die Volkswagen

AG räumt gezielte Manipulationen

an den Abgastestwerten

von Dieselfahrzeugen in den

USA ein. 23. September. VW-

Vorstandsvorsitzender Martin

Winterkorn tritt zurück.

9. November. Mit der Niederlage

gegen Tyson Fury verliert der

ukrainische Boxer Wladimir

Klitschko nach mehr als neun

Jahren seine Weltmeistertitel

im Schwergewicht. 13. November.

Während des Fußball-Freundschaftsspiels

zwischen Frankreich

und Deutschland verübt

der Islamische Staat Anschläge

an sechs verschiedenen Orten

in Paris, darunter direkt am

Stade de France.

30. November bis 12. Dezember.

UN-Klimakonferenz: Alle 195

Teilnehmerstaaten unterzeichnen

das Übereinkommen

von Paris. 9. Dezember. „Wir

schaffen das“: Das US-amerikanische

Nachrichtenmagazin

Time zeichnet Angela Merkel

als Person of the Year aus. 2015

war das 39. Jahr in Folge, in

dem die globalen Temperaturen

über dem Durchschnitt lagen.

Weltweit lagen fünfzehn der

sechzehn wärmsten Jahre im

21. Jahrhundert. In Deutschland

war 2015 das bis dahin zweitwärmste

Jahr.

185

VDRK ®


1. Januar. Wissenschaftsjahr 2016: „Unsere Ozeane, deine Zukunft“.

30. Januar. Tennisspielerin Angelique Kerber gewinnt die 104.

Australian Open im Dameneinzel. 31. Januar. Die deutschen Handballspieler

gewinnen in Krakau 24:17 gegen Spanien und werden Europameister.

1. Februar. Die WHO ruft wegen der schnellen Ausbreitung

des Zika-Virus den internationalen Gesundheitsnotfall aus.

26. Februar. Gianni Infantino wird zum neuen FIFA-Präsidenten

gewählt. 22. März. Drei Selbstmordanschläge in und nahe der

belgischen Hauptstadt Brüssel. 23. Juni. In einem Referendum über

den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen

Union entscheiden sich 51,9 Prozent der Wähler für den Austritt.

Fachkraft für Rohr-,

Kanal- und Industrieservice

Wichtige Aufgaben + spannende Technik = sichere Zukunft

Mit einer Liste a ler VDRK-Ausbildungsbetriebe in Deutschland

6. Juli. Ausbildungsförderung:

Die erste Auflage der VDRK-Infobroschüre

„Fachkraft für Rohr-,

Kanal- und Industrieservice“

erscheint. 13. Juli. Nach dem Rücktritt

von David Cameron wird

Theresa May zur britischen

Premierministerin ernannt.

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14. Juli. Ein Lkw rast am französischen Nationalfeiertag

in Nizza durch eine Menschenmenge.

8. Oktober. Deutscher Dreifachsieg

beim Ironman Hawaii, der inoffiziellen

Triathlon-Weltmeisterschaft: Jan Frodeno

gewinnt vor Sebastian Kiehnle und Patrick

Lange. 1. November. Die dritte VDRK-Webseite

geht online – jetzt auch für mobile

Geräte optimiert. 19. Dezember. Ein Lkw

rast über den Berliner Weihnachtsmarkt.

31. Dezember. Beendigung der Zusammenarbeit

mit DIN CERTCO; Übertragung der

Zertifikate auf das RAL GZ 968.

VDRK ®


11. Januar. Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg. 20. Januar.

Amtseinführung von Donald Trump als 45. Präsident der USA.

12. Februar. Frank-Walter Steinmeier wird zum Bundespräsidenten

gewählt; er tritt sein Amt am 23. Mai an. 10. bis 12. Mai. XIV. RO-KA-

TECH: 276 Aussteller aus 19 Ländern auf 24.500 Quadratmetern

Ausstellungsfläche machen die RO-KA-TECH zu einer der weltweit

größten Branchenmesse für unterirdische Abwasserinfrastruktur.

1. Juni. US-Präsident Donald Trump kündigt den Austritt der USA

aus dem Pariser Klimaschutzabkommen an. 16. Juni. Altbundeskanzler

Helmut Kohl (* 3. April 1939) stirbt und wird als erster Mensch mit

einem europäischen Staatsakt geehrt. 30. Juni. Der Deutsche Bundestag

beschließt die „Ehe für alle“. 7./8. Juli. G20-Gipfel in Hamburg.


28. August. Die RO-KA-TECH wird von der Gesellschaft zur Freiwilligen

Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) zertifiziert;

der Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi)

nimmt sie auf in die Liste der internationalen Leitmessen.

1. September. Umzug der Geschäftsstelle in neue Räume direkt am

Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. 27. Oktober. Die insolvente Fluggesellschaft

Air Berlin stellt ihren Betrieb ein; viele der rund 8000

Mitarbeiter werden arbeitslos. 31. Oktober. 500 Jahre Reformation.

Zum runden Jubiläum von Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg

gibt’s einen Feiertag in allen deutschen Bundesländern.

6. bis 17. November. UN-Klimakonferenz in Bonn. 19. November. In

Deutschland scheitern mehrwöchige Sondierungsgespräche zur

Bildung einer „Jamaika-Koalition“ nach der Bundestagswahl vom

24. September.

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190

2018


Ab 1. Januar. Ausbildungsoffensive: Der VDRK fördert jeden DEULAoder

BFW-Lehrgang eines Azubis mit 250 Euro. Unterstützung

von Vor-Ort-Aktionen der Mitglieder: Flyer, Plakate und Muster-

Presseinformationen sowie ein mobiler Leih-Messestand. März

2018. Der VDRK beteiligt sich an der Verfassungsklage gegen das

Sozialkassensicherungsgesetz. 25. Mai. In der Europäischen Union

gilt nach einer zweijährigen Übergangszeit die Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO). 29. Mai. Erste Vorbereitungssitzung zur Neuordnung

des Berufsbildes. 11. bis 15. Juni. Die letzte CEBIT. 23. Juni.

Im Norden Thailands werden 12 Jungen sowie ihr Fußballtrainer

von Wasser in einer Höhle eingeschlossen; mehr als zwei Wochen

später werden alle gerettet. April bis Oktober. Jahrtausendsommer:

Hitzesommer mit Dürre vor allem in Nord- und Mitteleuropa.

„Heißzeit“ wird zum Wort des Jahres gekürt.

24. Juni. In Saudi-Arabien dürfen Frauen jetzt offiziell Auto fahren.

11. Juli. Urteil im NSU-Prozess in München: Beate Zschäpe wird

wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch die

vier Mitangeklagten werden zu Haftstrafen verurteilt. 14. Juli Angelique

Kerber gewinnt das Finale im Dameneinzel der 132. Wimbledon

Championships gegen Serena Williams. 2. September. Ein Großbrand

zerstört das brasilianische Nationalmuseum in Rio de Janeiro;

auch 90 Prozent der mehr als 20 Millionen Objekte verbrennen.

28. September. Eröffnung der wiederaufgebauten Frankfurter Altstadt

zwischen Dom und Römer. 2. Oktober. Im saudi-arabischen Konsulat

in Istanbul wird der Journalist Jamal Khashoggi getötet. 29. Oktober.

Angela Merkel kündigt an, sich nach dem Ende der laufenden

Legislaturperiode im Jahr 2021 aus der Politik zurückzuziehen.

17. November. In Frankreich beginnen Protestaktionen der „Gelbwesten“

mit sich nachfolgend ausweitenden sozialpolitischen Forderungen.

17. Dezember. In der UN-Vollversammlung stimmen 181

Staaten – gegen die Stimmen Ungarns und der Vereinigten Staaten

– dem rechtlich nicht bindenden Globalen Pakt für Flüchtlinge zu.

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VDRK ®


21. Januar, 5:00 Uhr. Blutmond:

Totale Mondfinsternis bei

Supermond. 1. Februar. Die

Fridays-for-Future-Bewegung,

begonnen am 20. August 2018

mit freitäglichen Schulstreiks

der schwedischen Klimaschutzaktivistin

Greta Thunberg,

erreicht Deutschland. 8. März.

Internationaler Frauentag –

2019 erstmals gesetzlicher

Feiertag in Berlin. 21. März,

10. April. Brexit-Verlängerung:

Statt des geplanten Austrittsdatums

29. März einigen sich

Großbritannien und die EU auf

frühestens den 12. April und

spätestens den 31. Oktober

2019. 11. April: Der deutsche

NBA-Basketballprofi Dirk

Nowitzki beendet seine

Karriere. 15. April. Die Kathedrale

in Notre-Dame in Paris

brennt. Der Großbrand zerstört

den hölzernen Dachstuhl.

Das Mauerwerk und die Ausstattung

der Kirche werden

durch Hitze, Ruß und Löschwasser

beschädigt. 30. April. Der

japanische Kaiser Akihito dankt

nach 30 Jahren ab. 8. bis 10. Mai.

XV. RO-KA-TECH: 304 Aussteller

aus 22 Ländern. 15. Mai. Der

VDRK knackt die 500-Mitglieder-Grenze.

18. Mai. Korruption

im Videoclip: Der Vizekanzler

von Österreich und FPÖ-Chef

Heinz-Christian Strache tritt

nach „Ibizagate“ zurück.

ab Juni. In Hongkong demonstrieren

immer mehr Bürger

für Demokratie, Freiheit und

Rechtsstaatlichkeit.

16. Juli. Das Europäische Parlament

wählt Ursula von der Leyen

zur ersten Präsidentin der

Europäischen Kommission.

24. Juli. Boris Johnson zum neuen

Premierminister des Vereinigten

Königreichs ernannt. August.

Die Neuordnung des Berufes

Fachkraft für Rohr-, Kanalund

Industrieservice wird

beim Bundeswirtschaftsministerium

mit dem Namensvorschlag

Umwelttechniker

(Netze und Industrie) beantragt.

18. August. Redaktionsschluss!

14./15. September. Der VDRK

feiert seinen 30. Geburtstag

in Berlin auf dem Fernsehturm.

193

VDRK ®


194


EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT!

AUSZEICHNUNGEN DES VERBANDES DER ROHR- UND KANAL-TECHNIK-UNTERNEHMEN E.V.

Der VDRK ist stolz, besondere Leistungen seiner Mitglieder und Anderer

würdigen und auszeichnen zu dürfen. Die Ehrenmitgliedschaft ist

VDRK-Mitgliedern vorbehalten; die Ehrennadel kann auch an Externe

verliehen werden.

Ehrenmitglied 2018

Ehrennadel 2019

Friedhelm de la Motte

Heinrich Dröge

Für Verdienste um den VDRK

Friedhelm de la Motte

Heinrich Dröge

Andreas Herrmann

RA Reinhold Treder

A. Wolfgang Wutschig

Für die Schaffung des Ausbildungsberufes

Professor Dr.-Ing. Max Dohmann

Professor Dr. Helmut Keim

Dr. Andreas Pohlschmidt

Professor Dr.-Ing. Dietrich Stein

Dr. Karl Thoer

195

VDRK ®


Vorstandsvorsitzender

2. Vorsitzender

3. Vorsitzender

4. Vorsitzender

1989

Hubertus Graf von Klot-Trautvetter

Frank Ropertz

Siegfried Gobs

Hans Josef Füllenbach

Vorstandsvorsitzender

Stellvertr. Vorstandsvorsitzende

Schriftführer/in

Schatzmeister

1991

9 20

Hubertus Graf von Klot-Trautvetter

Renate Zawisla

Dipl.-Kfm. Hans W. Knackstedt

Hans Josef Füllenbach

Vorstandsvorsitzender

Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

2. Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

3. Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

Vertreter der Fördermitglieder

Schriftführer

Schatzmeister

1998

A. Wolfgang Wutschig

Friedhelm de la Motte

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Dipl.-Kfm. J. Rittgen

Dipl.-Kfm. H. Dröge

2002

283 294

A. Wolfgang Wutschig

Friedhelm de la Motte

Andreas Herrmann

Frank Ropertz

Dipl.-Kfm. H. Dröge

2004

306

A. Wolfgang Wutschig

Klaus Dieter Zawisla

Norbert Drechsler

Olaf Türpe

Gerhard Treutlein

Vorstandsvorsitzender

Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

2. Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

3. Stellvertr. Vorstandsvorsitzender

Vertreter der Fördermitglieder

Vertreter der Meister

Fachbereich Tarif

Schriftführer/in

Schatzmeister

2009

Andreas Herrmann

Friedhelm de la Motte

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Klaus Dieter Zawisla

Martin Cygiel

Gary Robinson

Robert Thoma

Gerhard Treutlein

2010

365 412

Andreas Herrmann

Friedhelm de la Motte

Klaus Dieter Zawisla

Martin Cygiel

Gary Robinson

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Rainer Wiebels

2011

447

Günter Butz

Friedhelm de la Motte

Martin Cygiel

Gary Robinson

Klaus Dieter Zawisla

Robert Thoma

Rainer Wiebels

196


1992

Renate Zawisla

Hans Josef Füllenbach

Joachim Dittrich

Hans J. Kirchhof

1993

Hans Josef Füllenbach

Dieter Braun

Manfred Müller

Joachim Dittrich

1994

A. Wolfgang Wutschig

Joachim Dittrich

H. Krämer

Hans Josef Füllenbach

1996

24 28 105 228

A. Wolfgang Wutschig

Joachim Dittrich

Marianne Wutschig

Hans Josef Füllenbach

2005

Friedhelm de la Motte

Klaus Dieter Zawisla

2006

Friedhelm de la Motte

Andreas Herrmann

2007

Friedhelm de la Motte

Andreas Herrmann

2008

Andreas Herrmann

Friedhelm Tillmanns

Dipl.-Ök. Herrmann Spitzenberg

Klaus Dieter Zawisla

295

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Gerhard Treutlein

306

Dipl.-Ing. Wolfgang Müller

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Gerhard Treutlein

325

Dipl.-Ing. Wolfgang Müller

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Gerhard Treutlein

338

Friedhelm de la Motte

Andreas Herrmann

Dipl.-Ök. Herrmann Spitzenberg

Klaus Dieter Zawisla

Martin Cygiel

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Gerhard Treutlein

2013

Günter Butz

Friedhelm de la Motte

Martin Cygiel

André Schaab

2015

Günter Butz

Carsten Christ

Martin Cygiel

André Schaab

2017

Günter Butz

Sven Fietkau

Martin Cygiel

André Schaab

VDRK OFFIZIELL:

DIE VORSTÄNDE

VON 1989 BIS HEUTE

Jahr

457

Robert Thoma

Rainer Wiebels

Gabriele Bazan-Ortega

Rainer Wiebels

469 509

Gabriele Bazan-Ortega

Rainer Wiebels

Mitglieder

197


12

1996 1998 2004

Bodo H. G. Barth

Dr. Hans W. Knackstedt

Heinz Haag

2007

R. Wetzel

R. D. Reich

Dr. Hans W. Knackstedt

Elsbeth Bex

Heinz Haag

Arndt Türpe

Arndt Türpe

Elsbeth Bex

Bodo H. G. Barth

Heinz Haag

Frank Ropertz

Ulrich Haas

Hans-Dieter Jäger

Elsbeth Bex

Marion Barth

Günter Butz

Rainer Wiebels

Dr. Hans W. Knackstedt

Günter Butz

Hans-Dieter Jäger

Heinrich Dröge

Heinz Haag

Ulrich Haas

Frank Ropertz

Rainer Wiebels

2009

Heinrich Dröge

Dipl.-Ing. Wolfgang Müller

Rainer Wiebels

Frank Ropertz

Hans-Dieter Jäger

Günter Butz

Ulrich Haas

2011

Hans-Dieter Jäger

Heinrich Dröge

Gabriele Bazan-Ortega

Dipl.-Ing. Wolfgang Müller

Frank Ropertz

Norbert Drechsler

Ulrich Haas

2012

Dipl.-Ing. Wolfgang Müller

Heinrich Dröge

Frank Ropertz

Norbert Drechsler

Gabriele Bazan-Ortega

Andreas Herrmann

2014

Norbert Drechsler

Carsten Christ

Bernhard Gobs

Wolfgang Grellner

Frank Ropertz

Gabriele Bazan-Ortega

Heinrich Dröge

2016 2018 Jahr

Norbert Drechsler

Norbert Drechsler

Sven Fietkau

Bernhard Gobs

Wolfgang Grellner

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Frank Ropertz

Jan-Philipp Weecks

Bernhard Gobs

Wolfgang Grellner

Dr.-Ing. Olaf Kaufmann

Dominik Spitzenberg

Frank Ropertz

Jan-Philipp Weecks

VDRK OFFIZIELL:

DIE BEIRÄTE

VON 1989 BIS HEUTE

199


NACHWORT: DER BLICK VON AUSSEN

MEHR SELBSTBEWUSSTSEIN WAGEN!

IN EIGENER SACHE

2017/2018 durften wir die VDRK-Ausbildungsbroschüre neu denken und texten und Anzeigen, Flyer und

Plakate für Schulabgänger entwickeln und gestalten. Dazu haben wir uns sozusagen mit der Spirale durch

viel Material und auch einige Internetauftritte von VDRK-Mitgliedern gefräst.

Zunächst waren wir, wie wohl alle branchenfremden Nur-Nutzer, überrascht von den unglaublichen

Hightech-Maschinen, mit denen Sie arbeiten. Wow – so etwas finden 17-, 18- oder 19-Jährige, also Ihre

potenziellen Azubis, doch „hot“! Das ist Volles Rohr #Kanal_Zukunft!

Doch bei vielen VDRK-Unternehmen war der Grundtenor eher: „Unsere Branche ist nicht besonders sexy,

aber ...“ Ob in diesen oder ähnlichen Worten: So etwas finden 17-, 18- oder 19-Jährige nicht wirklich „hot“.

Also haben wir den ersten Anker gesetzt: „Arbeiten mit faszinierender, hochwertiger Technologie“ – und

dann noch einmal ganz neu überlegt:

Wohl kannten wir den ewigen Kreislauf des Wassers, wohl wussten wir, dass seit Beginn der Erdgeschichte

kein „neues“ Wasser entstanden ist. Aber wir haben uns nie bewusst gemacht, dass wir ohne diesen

Kreislauf – und ohne Ihre Arbeit! – kein Bier und keinen Wein trinken und keine Nudeln kochen könnten,

dass wir kein Duschwasser hätten, keine Toilettenspülung, kein Papier und keine Jeans, kurz: dass es ohne

Wasser kein Leben gibt.

200


Auch den Spruch Wasser ist Leben kannten wir. Aber erst jetzt verstanden wir, dass Abwasser sozusagen

der Rohstoff für unser Wasser ist (zumindest seit Menschen sich in Siedlungen zusammenrotten).

So entstanden Wasser ist Leben. Abwasser auch. und Wasser ist Leben. Abwasser unser Rohstoff.

Als wir die Idee weiterdrehten, war die logische Konsequenz: Der wichtigste Job der Welt.

Die Reaktion auf diese neue, andere Strategie war vor allem – Überraschung. Ob man damit den Mund nicht

zu voll nehmen würde?

Wir meinen: Nein. „Wasser ist Leben. Abwasser auch.“ und „Wasser ist Leben. Abwasser unser Rohstoff.“

sind Fakten.* Und aus gutem Grund gehört die Abwasserwirtschaft zur Wasserwirtschaft.

Deshalb wünschen wir Ihnen zum Geburtstag: „Mehr Selbstbewusstsein wagen!“

Zum Wohl. Your health. Salud. Sa sdorówje. L’chaim – in der ganzen Welt trinkt man auf die Gesundheit

und das Leben.

Danke für das Wasser. Und den Wein. Und den Rest des Lebens.

* Laut UNICEF und WHO hat jeder dritte

Mensch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Der im Sommer 2019 veröffentlichte

Bericht nennt die besonderen Gefahren für

Kinder: Jedes Jahr sterben rund 297.000 Kinder

unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen,

die durch mangelnde Wasser-, Sanitär- und

Hygieneversorgung verursacht werden.

Unzureichende Sanitärversorgung und

verschmutztes Trinkwasser tragen außerdem

zur Verbreitung von Krankheiten wie Cholera,

Ruhr, Hepatitis A und Typhus bei.

Die Buch-Macherinnen

Kerstin Hendess

Monika Heineck

201

VDRK ®


Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten können im Internet unter

www.dnb.de abgerufen werden.

ISBN 978-3-00-063198-6

© 2019

Dieses Werk sowie alle darin enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrecht zugelassen

ist, bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Herausgebers und des Autors,

Designers und/oder Fotografen. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen,

Übersetzungen, Nachahmungen, Mikroverfilmung, Auswertung durch Datenbanken

sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Mit großer Sorgfalt wurde auf Richtigkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geachtet.

Eine Verantwortung für Korrektheit, Vollständigkeit oder Veränderungen im Detail kann

nicht übernommen werden. Informationen und Anregungen nimmt der Herausgeber gern

entgegen.

In Deutschland gefertigt und gedruckt.

202


IMPRESSUM

HERAUSGEBER

VDRK Verband der Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen e. V.

vertreten durch: Vorstandsvorsitzender Günter Butz, Haßmersheim

Wilhelmshöher Allee 253-255 · 34131 Kassel

Telefon 0561-2075670 · info@vdrk.de · www.vdrk.de

KONZEPTION, TEXT UND REDAKTION

Kerstin Hendess · Tacheles Public Relations

Frankfurt am Main · www.Tacheles-PR.de

GESAMTGESTALTUNG UND REALISATION

Monika Heineck · heineckpartner KG Unternehmenskommunikation

Lauterbach/Hessen · www.heineckpartner.de

203

VDRK ®


© iStockphoto LP, Canada/Getty Images International, Germany

Photo: suteishi (925529930, S. 20); Shaiith (545667112, S. 22); monstArrr (599141986,

S. 22); B&M Noskowski (182464185, S. 26); MrsWilkins (512987631, S. 26); #Urban-Photographer

(1154409556, S. 30/31); betamax (163541463, S. 36); LightTheBox (454085039,

S. 50/51); Paul Shlykov (96949658, S. 54); Avesun (177860151, S. 56); RaStudio (1135334316,

S. 56); 4X-image (482991695, S. 60/61); MR1805 (502816546, S. 62/63); terex (507839452,

S. 78); Trebor Eckscher (1068050512, S. 92/93); DedMityay (1095760662, S. 96/97);

Panuwat Skiham (937615750, S. 107); deepblue4you (154945668, S. 108/109); Roland

Blunck (471767866, S. 132/133); noipornpan (959023956, S. 140/141); Philartphace

(471556107, S. 161); klikk (999186204, S. 174); Petmal (522184031, S. 176); Lya Cattel

(458251149, S. 180); Lukas Bischoff (1137415481, S. 188); ziggy1 (804162598, S. 198);

Hintergrundmotive diverse Seiten: AlexKazachok2 (630022504); ndesign (975912068);

(861894480, 861895312)

© shutterstock, Inc., New York, USA

Photo: emka74 (1009777033, S. 142/143); Oleg Elkov (1369305227, S. 150/151); Photo Veterok

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Photo: Hans Braxmeier (euro-sculpture-2867925, S. 152); Hans Benn (auto-1986309, S. 160);

Pit Karges (airbus-2132610, S. 164); Presse168 (berlin-tempelhof-airport-3464044, S. 170);

Michael Schueller (3295839, S. 182); tumisu (brexit-3579600, S. 186/187)

© Messe Leipzig, Fotograf: Grubitzsch (S. 162/163)

© Shotshop GmbH, Berlin, Photo: nmedia (4368662, S. 136)

204


BILDNACHWEIS

VDRK Verband der Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen e.V.

Archive von VDRK-Mitgliedern

Porträts: Michèle Fies, Sven Koch (S. 32-37); Dr. Andreas Pohlschmidt (S. 46-49);

Rainer Wiebels (S. 52-55); Philipp Palaske (S. 67-69); Herbert Bodenbender (S. 79-82);

Thomas Miller (S. 97-100); Fabio Spitzenberg (S. 110-113); A. Wolfgang Wutschig (S. 122);

Friedhelm de la Motte (S. 124); Andreas Herrmann (S. 126); Günter Butz (S. 128)

Fachbeiträge: Manfred Stöhr (S. 84-91); Sven Fietkau (S. 102-106); Henning Winter,

Prof. Dr.-Ing. Habil. Bert Bosseler (S. 114-121)

© Tobias Koch: DR. HANS-PETER FRIEDRICH (S. 9)

© SZ Photo/Süddeutsche Zeitung Photo

MÜNCHNER MARIENPLATZ, WÄHREND DES HITLERPUTSCHES, 1923 (00294610, S. 16)

© HAZ-Hauschild-Archiv, Historisches Museum Hannover

IN HANNOVER BRENNT DIE SYNAGOGE IN DER BERGSTRASSE BIS AUF DIE GRUND-

MAUERN (Seite 17)

© heineckpartner: VDRK-JUBILÄUMS-KANALDECKEL (Titel, S. 3,26,207); VDRK-DECKEL-

DIGITAL (S. 107); VDRK-DECKEL-EINBAU (S. 198)

© Fotolia/Adobe Stock

Photo: Martin Debus (135625607, S. 26); djama (52946857, S.64/65); Oleg (234658114,

S. 114); ipopba (199948793, S. 130); Zcy (270594948, S. 142); Björn Wylezich (84528477, S. 148);

Ricochet64 (97214214, S. 184); Bernulius (205064830, S. 190); eyetronic (205207785, S. 192)

© picture-alliance/ZB: BERLIN-NOVEMBERREVOLUTION 1918/1919, Fotograf: Berliner

Verlag/Archiv (S. 16)

© picture-alliance/Vack: ADENAUER UND ACHESON IN BONN, Fotograf: Vack (S. 17)

© picture-alliance/dpa: UNTER DEN TALAREN, Fotograf: dpa (S. 18)

© picture-alliance/akg-images: BERLIN 9.11.1989 Berliner stürmen Mauer, Fotograf:

akg-images (S. 18/19)

© picture-alliance/Anja Niedringhaus: DEUTSCH-DEUTSCHE WIEDERVEREINIGUNG 1990,

Fotograf: EPA (S. 134)

© picture-alliance/Sven Simon: 50. GEBURTSTAG VON STEFFI GRAF. Fotograf: Sven Simon

(S. 138)

© CHRISTO AND JEANNE-CLAUDE: Wrapped Reichstag, Berlin 1971-95, Germany, Photo:

Wolfgang Volz/laif (S. 144)

© picture-alliance/Rzepka-Pressefoto: EUROPAMEISTERSCHAFTS-FINALE Deutschland-

Tschechien 2:1, Fotograf: Norbert Rzepka (S. 146/147)

© picture-alliance/ASA: TEAM FERRARI, Fotograf: Jad Sherif (S. 154/155)

© picture-alliance/AP Photo: 9/11, Fotograf: Chao Soi Cheong (S. 156)

© picture-alliance/Geisler-Fotoexpress: FIFA WM PUBLIC VIEWING Deutschland gegen Südkorea

in Berlin, Fotograf: Ben Kriemann (S. 166)

© picture-alliance/dpa: G8-GIPFEL-FAMILIENFOTO, Fotograf: Peter Kneffel (S. 168/169)

Zeichnungsvorlage Trippen: 4. Auflage des Meyers Konversationslexikons (1885–90), (S. 24)

© As of 2010, the oldest known leather shoe, recovered at the base of a Chalcolithic pit in

the cave of Areni-1, Vayots Dzor, Armenia. Pinhasi R, Gasparian B, Areshian G, Zardaryan D,

Smith A, et al. (authors of source article), (CC by 2.5, S. 20)

205

VDRK ®


Verband der Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen e. V.

9. November 1989: In Berlin fällt die Mauer.

Und in Stuttgart gründen zehn Männer

den heutigen Verband der Rohr- und Kanal-

Technik-Unternehmen e. V. Ersteres

verändert die Welt. Das Zweite einen der

wichtigsten Berufe der Welt.

Was hat der VDRK seitdem erreicht?

Wie steht es um die Ziele, welche Erfolge

und Misserfolge gab es? Und was passierte

noch in dieser Zeit, auf der Welt?

Wieso gilt der 9. November als der

Deutsche Schicksalstag? Und vor allem:

Wer sind die Menschen, die den VDRK

bewegen?

Rohr und Kanal ist eine faszinierende

Branche. Ein Hightech-Handwerk.

Eine lebenswichtige Arbeit. Ein Beruf

mit Zukunft. Ein Umweltschutz-Auftrag.

Bestens ausgebildete Fachkräfte garantieren

unser modernes Leben: von der morgendlichen

Dusche bis zum Feierabend-Bier. Sie

schützen unser Grundwasser und behandeln

Abwasser als wertvollen Rohstoff: damit

Abwasser wieder Neuwasser werden kann.

Wasser ist Leben. Abwasser auch.

Dem „wichtigsten Beruf der Welt“ setzt

dieses Buch ein kleines Denkmal. Und baut

einen Kanal in die Zukunft. 9 783000 631986

ISBN-Nr. 978-3-00-063198-6

EUR 39,90

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