Berliner Kurier 16.09.2019

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BERLINER KURIER, Montag, 16. September 2019

„Hulk“ Johnson, der mit dem Kopf

durch die vernagelte EU-Tür will.

NACHRICHTEN

Pompeo: Iran war es

Foto: AP

Washington –Die US-Regierung

macht den Iran für

schwere Drohnenangriffe auf

eine Ölraffinerie in Saudi-

Arabien verantwortlich. US-

Außenminister Mike Pompeo

schrieb: „Inmitten der

Rufe nach Deeskalation hat

der Iran jetzt einen beispiellosen

Angriff auf die Welt-

Energieversorgung verübt.“

40 Milliarden fürs Klima

Berlin –Union und SPD

kommen bei ihren Beratungen

zu einem Maßnahmenpaket

für das Klima voran.

Das Paket sieht Ausgaben in

Höhe von gut 40 Milliarden

Euro bis 2023 vor, berichtet

die „Welt am Sonntag“. Am

Freitag will die Bundesregierung

ihr Klimapaket verabschieden.

Pro-Europäer gestärkt

Brexit-Boris vergleicht sich mit Hulk

London –Der eine von beiden

ist ein Comic-Held, dem

nach der Kontaminierung mit

Gammastrahlen übermenschliche

Kräfte gewachsen

sind. Der andere ist der

reale britische Premier, der

gerade wie ein armes Würstchen

wirkt, weil er gegen

wachsende Widerstände über

Parlament und Partei hinweg

versucht, den Ausstieg seines

Landesaus derEUohneVertrag

zuforcieren. Ebenjener

Boris Johnson verglich sich

jetzt im Interview mit der

„Mail on Sunday“mit dereingangs

erwähnten Comic-Figur

Hulk. „Umso wütender

Hulkwird, desto stärker wird

Hulk“, so Johnson. „Hulk ist

jedes Mal entkommen, egal

wie sehr er in der Engeschien

–und das Gleiche gilt für dieses

Land. Wir werden am

31. Oktoberausscheiden.“

Heute trifft „Hulk“ Boris

JohnsoninBrüssel EU-Kommissionschef

Jean-Claude

Juncker.

Foto: Picture Alliance/dpa; Montage: blr/RND

Foto: Imago images

London –Die Fraktion der

britischen Konservativen im

Unterhaus muss einen weiteren

Verlust verkraften: Sam

Gyimah schloss sich den proeuropäischen

Liberaldemokraten

an, wie er in der Zeitung

„Observer“ mitteilte.

Aus Verärgerung über den

Kurs von Boris Johnson.

Studie: ARD und ZDF werbefrei

CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung fordertzudem im Fernsehenmehr Qualität statt Quoten-Kampf

Berlin –Die Rundfunkgebühren

sind zum parteipolitischen

Streitthema geworden. Nun

empfiehlt die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung

den öffentlich-rechtlichen

Sendern,

lieber auf Werbung zu verzichten.

Außerdem fordert sie die

Sender auf, Zuschauerquoten

nicht mehr so ernst zu nehmen.

Wichtiger sei die Qualität.

„Die Rundfunkanstalten sollen

durch ihre eigene Finanzierung

in die Lage versetzt werden,

unabhängig von kommerziellen

Einnahmen oder staatlichen

Geldern den Auftrag zu

erfüllen“, heißt es in einer Studie

der Stiftung zur Zukunft des

öffentlich-rechtlichen Rundfunks,

die dem Redaktions-

Netzwerk Deutschland (RND)

vorliegt. „Transparenz bei

kommerziellen Kooperationen

sowie eine moderate Reduktion

von Werbung und Sponsoring

sind Faktoren, die einen Qualitätsanstieg

fördern könnten.“

Bei einer verminderten Werbefinanzierung

bestehe „die

Chance, das Programm unabhängig

von kommerziellen und

quotengetriebenen Interessen

zu entwickeln“. Eine inhaltliche

und quantitative Definition

des Grundversorgungsauftrags

und eine klare Abgrenzung zu

den kommerziellen Angeboten

seien „längst überfällig“. Überdacht

werden müsse dabei die

Orientierung des öffentlichrechtlichen

Rundfunks an Zu-

schauerquoten. „Die Folgeerscheinungen

heute sind ein

stetiger Wettlauf mit den privaten

Anbietern, ‚ängstliche‘ Programmierungen

hochwertiger

Reportagen im Nachtprogramm

und Rechtfertigungen,

wenn das Programm nicht die

entsprechende Zuschauerzahl

erbracht hat“, so die Studie.

„Der Rundfunkbeitrag wird alleine

durch die Qualität, nicht

durch die Quote gerechtfertigt.“

Lob für Grönemeyer

Berlin –Herbert Grönemeyer

(63) hat für sein politisches

Engagement Unterstützung

von Außenminister

Heiko Maas bekommen. „Es

liegt an uns, für eine freie Gesellschaft

einzutreten“, twitterte

der SPD-Politiker.

„Danke an Herbert #Groenemeyer

und allen anderen.“

Hofer neuer FPÖ-Chef

Wien –Norbert Hofer ist mit

98 Prozent zum neuen Vorsitzenden

der österreichischen

Rechtspartei gewählt

worden. Nach dem Ibiza-

Skandal und dem Rücktritt

des Vorgängers Heinz Christian

Strache will Hofer die

FPÖ zur ersten politischen

Kraft Österreichs machen.

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