Lankwitz Journal Oktober/November 2019

gazette

Journal für Lankwitz und Umgebung

Lankwitz

Journal für Lankwitz und Umgebung Oktober / November · Nr. 5/2019

Legal sprayen

Graffittiwand im Gemeindepark Lankwitz


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Lankwitz Journal

Legal sprayen

Graffittiwand im Gemeindepark Lankwitz

Für viele ist es Schmiererei

und Sachbeschädigung,

für andere Kunst. Wieder

andere möchten ihren „Tag“ an

möglichst vielen Orten sehen. Allerdings

freut sich kaum jemand,

wenn sein Eigentum „verziert“

wurde und er es für viel Geld

wieder reinigen lassen muss.

Wer Spaß an Graffiti hat, aber

seiner Leidenschaft auf legalem

Weg nachgehen möchte, kann

das in Lankwitz und Düppel machen.

An der früheren Rollschuhbahn

im Gemeindepark Lankwitz

steht seit dem Jahr 2018 eine legale

Wand zur Verfügung. Auch

an der Jugendfreizeiteinrichtung

Christian Hahn

Versicherungsfachmann (BWV)

Allianz Hauptvertretung

Birkbuschstraße 58

12167 Berlin

Telefon 0 30 / 76 99 20 27

Telefax 0 30 / 771 50 31

Mobil 01 72/313 35 25

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Vermittlung von:

Versicherungen der Versicherungsunternehmen der Allianz

(Fachagentur für Tierversicherungen)

Investmentfonds der Allianz Global Investors


Lankwitz Journal 3

(JFE) Düppel an der Lissabonallee

6 sind Sprayer willkommen,

die sich an der frei zugänglichen

Wand „austoben“ können.

Ein Highlight war das öffentliche

Graffiti-Event im August

in Lankwitz. Dabei waren erfahrene

Graffiti-Künstlerinnen

und Künstler anwesend. Unter

deren Anleitung konnten Kinder

und Jugendliche sprayen.

Damit möglichst viele junge

Menschen den Umgang mit

der Spraydose ausprobieren

konnten, standen zusätzliche

Wände zur Verfügung. Die jungen

Sprayerinnen und Sprayer

nutzten die Gelegenheit und

brachten ausdrucksvolle Bilder

zustande, in denen sich Graffiti

von seiner schönsten Seite präsentiert.

Bereits im Jahr 2014 begannen

Graffitikünstler in Steglitz-Zehlendorf

nach geeigneten Wänden

zu suchen. 2016 konnte

dann die erste Wand bei der

Jugendfreizeiteinrichtung Düppel

freigegeben werden. 2018

folgte die Wand in Lankwitz. ◾

Impressum

Lankwitz Journal 9. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Ruhlsdorfer Str. 95, Haus 42, 14532 Stahnsdorf

☎ 03329 / 645 15 70

Redaktion

Karl-Heinz Christ · journal@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin

Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Druck

SPPrint Media, 14089 Berlin

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Das Lankwitz Journal erscheint alle zwei Monate:

am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres.

Nächste Ausgabe Dezember/Januar Nr. 6/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.10.2019

Erscheinung: 01.12.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben

oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen

möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

Haben Sie eine Ausgabe verpasst?

Ältere Ausgaben finden Sie in unserem Online-

Archiv, unter www.gazette-berlin.de.

Ihre Redaktion des Lankwitz Journals

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Mo - Fr 9 - 18 Uhr

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Jahre

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Kaiser-Wilhelm-Straße 84 / Ecke Leonorenstraße · 12247 Berlin-Lankwitz


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Lankwitz Journal

Der letzte Standort des Bauhaus: Alte Telefonfabrik in der Birkbuschstraße.

Ausstellung in der

ehemaligen Siemens-Villa

„100 Jahre Bauhaus – Der Standort Steglitz 1932-1933“

Anlässlich des 100-jährigen

Bauhaus-Jubiläums 2019

erinnert eine kleine Ausstellung

an den letzten Standort

des Bauhauses in der Steglitzer

Birkbuschstraße. Dabei werden

sowohl die Personen und ihr Wirken,

das heute nicht mehr existierende

Bauhaus-Gebäude und

die gesellschaftlichen Umbrüche

1933 gezeigt.

Als das Bauhaus am 30.09.1932

in Dessau aufgelöst wurde, zogen

Direktor Ludwig Mies van

der Rohe und seine Schülerinnen

und Schüler in eine leerstehende

Telefonfabrik nach Berlin-Steglitz

und arbeiteten dort weiter. Nach

sieben Monaten, am 11. April

1933, wurde das Gebäude von

Polizei und SA geschlossen. Am

20. Juli löste sich das Bauhaus

Berlin selbst auf. Viele Lehrende

und Studierende emigrierten

und trugen so zur weltweiten

Verbreitung des Bauhauses bei.

Initiator der Ausstellung ist

Dr. Andreas Jüttemann, Dozent

an der MSB Medical School Berlin.

Er beschäftigt sich intensiv

mit dem letzten Bauhaus-Jahr

in Berlin und mit der Steglitzer

Geschichte. Ihm ist es im Rahmen

des 100-jährigen Bauhaus-

Jubiläums 2019 wichtig, „dass

der Standort Steglitz nicht vergessen

wird“.

Begleitend zur Ausstellung erscheint

sein kleines Buch mit

dem gleichnamigen Titel der

Foto: Bauhaus Archiv Berlin

Ausstellung im Verlag Orte der

Geschichte e. V. Berlin, das vor

Ort und im Buchhandel für drei

Euro verkauft wird.

Die Ausstellung „100 Jahre Bauhaus

– Der Standort Steglitz

1932-1933“ wird mit Sondermitteln

der Bezirksverordnetenversammlung

Steglitz-Zehlendorf

gefördert und vom Regionalmanagement

Berlin SÜDWEST

unterstützt.

Die Siemens-Villa und der Park

sind während der Ausstellung

bis 20. Dezember 2019 öffentlich

zugänglich.

MSB Medical School Berlin, Calandrellistraße

1-9, 12247 Berlin.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag

von 9 bis 17 Uhr. ◾


Trinkbrunnen in Steglitz

Fast 100 Wasserspender in der Stadt

Gegen den Durst: In Steglitz

stehen mehrere Wasserspender

im öffentlichen

Raum. Darunter an Plätzen wie

dem Ludwig-Beck-Platz in Lichterfelde

und dem Franz-Amrehn-

Platz an der Schloßstraße. Auch

im Stadtpark Steglitz und an der

Bäkestraße, in der Bogenstraße

sowie an der Eduard-Spranger-

Promenade sind Trinkbrunnen

aufgestellt. Neu und zentral ist

der Trinkbrunnen auf dem Hermann-Ehlers-Platz.

Es gibt zwei

unterschiedliche Modelle: Der

„Kaiserbrunnen“ fällt durch seine

blaue Farbe auf. Das Modell

„Berliner Trinkbrunnen“ präsentiert

sich in dezentem Silbergrau.

Die Wasserspender sprudeln

von Mai bis Oktober. Während

Lankwitz Journal 5

der Wintermonate werden sie

abgestellt, da die Frostgefahr

ist zu groß ist. Zuständig sind

die Berliner Wasserbetriebe,

die unter Trinkbrunnen@bwb.

de auch weitere Vorschläge für

Standorte entgegennehmen.

Voraussetzung ist, dass Wasserund

Abwasserleitungen vorhanden

sind.

Der Senat hat eine Million Euro

für Trinkbrunnen zur Verfügung

gestellt. Stadtweit sind

es mittlerweile 96 Brunnen, an

denen sich die Passanten erfrischen

können. Bis zum Ziel von

100 Trinkwasserspendern ist es

also nicht mehr weit. ◾

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in Lankwitz

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Jeder Mensch hat seinen ganz

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sind jedoch häufig blockiert. Diese

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6

Lankwitz Journal

Achim Freyer, Kunstversteher, Künstler und Philosoph durch und durch.

ACHIM FREYER und seine Stiftung

Zur Förderung zeitgenössischer Künste und Künstler

Dem Bild hilft nicht das

Wort. Natur schafft sich

selbst aus dem Sein der

Welt.

Kunst ist Schaffen, um durch Erkenntnis

am Entstandenen das

Dasein im Sein erlebbarer werden

zu lassen, um ein Etwas zum Klingen

und Leuchten zu bringen mit

den Geheimnissen des Geschaffenen

sagt Achim Freyer, Professor,

Maler, Grafiker, Bühnenbildner;

Film- und Theatermacher und

dabei auch stets liebenswerter

Philosoph und Stifter. Auch nach

85 Lebensjahren sucht der junggebliebene

Künstler immer noch

neue Herausforderungen und

stellt sich ihnen mit seiner Arbeit;

neugierig auf das, was das

Ergebnis ihm sagen und woraus

er neue Kraft schöpfen wird.

Das von ihm geschaffene

KUNSTHAUS im Lichterfelder

Kadettenweg 53 birgt auf drei

Stockwerken einen Großteil seiner

außergewöhnlichen Sammlung

internationaler Kunst des

20. und 21. Jahrhunderts, aber

auch Arbeiten namhafter deutscher

und ausländischer Maler in

bunter Nachbarschaft zu Fundstücken

von Trödel- und anderen

Märkten. Ohne Namen sind

die Bilder gehängt, vielmehr hat

Freyer ihre Aussage in den Mittelpunkt

gestellt.

Dabei verliert er nie den Künstler-Nachwuchs

aus den Augen.

Aus seiner Schule sind weltweit

viele namhafte Künstler hervorgegangen,

darunter Malerin

Kerstin Drechsel, Bühnenbildnerin

Etienne Pluss und Klangkünstler

und Kurator Georg

Weckwerth.

Wilde Kunst, die erdet

Als ganz besonderer Kunstort

unterschiedlichster Weltsichten

lädt die Fachwerk-Villa aus dem

Jahr 1893 mit ihren Schatzkammern

und ihrer unverwechselbaren

Art brut, Street Art und Outsider

Kunst zu Begegnungen und


Lankwitz Journal 7

Toleranz. So schafft es die eher

„wilde“ Kunst hier immer wieder,

ihre Betrachter in die einzigartige

Atmosphäre dieses Hauses

und die Aussagen ihrer Exponate

und Bilder einzubeziehen

und auf ganz persönliche Art zu

erden. Dabei ist Achim Freyer der

wohltuende, doch vor Schaffenskraft

sprühende Ruhepol. Ohne

ihn atmet dieser Kunstort zwar,

seine Lebendigkeit jedoch erhält

er vom Künstler mit jedem Werk

mehr übertragen.

Wie gemacht für die Kunst sind

die Räume der gleichzeitig als

Kunst- und Privathaus genutzten

Villa, deren Fenster zum Schutz

der Gemälde verhängt sind, und

in denen Achim Freyer gerade

zusätzliche Wände für weitere

200 Werke hat einfügen lassen.

Die gemeinnützige Stiftung rief

Achim Freyer ins Leben, um damit

als langjähriger Förderer zeitgenössischer

Kunst und Künstler

ein Zeichen zu setzen. Inzwischen

weiß er rund 80 Gleichgesinnte

und acht Angestellte an

seiner Seite. Die Mitglieder des

im 2016 gegründeten FREUN-

DESKREIS DER ACHIM-FREYER-

STIFTUNG unterstützen – vom

Künstler bis zum Rechtsanwalt

– seine wichtige Förderarbeit,

profitieren aber auch selbst davon:

Freien Eintritt in die Sammlung

sowie zu den weltweit anerkannten

Ausstellungen und

Veranstaltungen erhalten sie,

Zugang zu den exklusiven Führungen,

Festen und Exkursionen

des Künstlers sowie zu Sonderkonditionen

die für ihre hohe

Qualität bekannten Publikationen

des Hauses. Übergeordnetes

Ziel der Stiftung bleibt es, über

Weidenäste über Gemälde – Kunst à la Achim Freyer.

die Förderung jungen zeitgenössischen

Künstlern und der Kunst

eine Zukunft zu geben und Freyers

Sammlung und seine inzwischen

rund 50.000 Arbeiten allen

Interessierten zugängig werden

und bleiben zu lassen.

Außerdem unterstützt die Stiftung

die Kampagne „Erklärung

der Vielen“ und tritt damit für

eine offene und tolerante Gesellschaft

ein, für Gleichberechtigung

aller Menschen,

Hautfarben und Geschlechtervariationen,

sexuelle Orientierungen,

Religion, Bedürfnisse

und Fähigkeiten.

Wo kommt Kunst

her, was ist sie, wo

geht sie hin?

Diese Frage stellt sich Achim

Freyer immer wieder und will

diese Fragen auch anhand seiner

Bilder beantwortbar für den Be-


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Lankwitz Journal

High Heels, von Achim Freyer für die Fashion Week kreiert.

trachter machen.

Betritt man durch das grüne

schmiedeeiserne Tor den Garten

des Künstlers, aus dessen Mitte

sich das KUNSTHAUS verwunschen

erhebt, taucht man in

seine Welt der Kunst, Bilder und

Skulpturen ein.

„Ich hatte von Jugend an die

Begeisterung und Kampflust,

für gute zeitgemäße Kunst zu

arbeiten“, erklärt er, der bereits

während seines Lebens in der

DDR für das Sammeln wertvoller

Werke und Erstellen einer illegalen

Sammlung viel riskierte und

bei seinem Weggang nach dem

Westen unter weniger attraktiven

Gemälden versteckt bedeutsame

Bilder schmuggelte. Schon

damals hatte er kunstliebende

Mitstreiter in Prenzlauer Berg,

die weitere ihm wichtige Werke

bis zum Mauerfall für ihn verwahrten.

Da

gab es Arbeiten von Freyer,

die seine in der DDR gebliebene

Frau zerreißen sollte, um sie

nicht in falsche Hände geraten

zu lassen. Doch sie brachte es

nicht übers Herz, die Arbeiten ihres

Mannes zu vernichten, riss sie

lediglich ein. „So habe ich heute

einige angerissene Werke, die

an diese Zeit erinnern“, erzählt

Achim Freyer.

KUNSTHAUS.

Mit dem Strom zu schwimmen,

war noch nie seine Art. Während

30 Jahre Mauerfall aktuell

allerorts thematisiert wird, hat

er sich dem Thema u. a. bereits

mit „Mauer Fall“ im Jahr

2013 gestellt. Gerade war das

KUNSTHAUS erstmalig beim

„Offenen Denkmal“ vertreten,

was Freyer wörtlich für

seine Werke verstanden

sehen möchte (Denk mal!).

Im vom Bezirk initiierten

KULTURKORSO, der 13 Museen

im Grünen umfasst,

fehlt die Villa noch. Unverständlich,

denn gerade

dieser Kunstort in

Lichterfelde präsentiert

sich nahezu vollkommen

mit moderner Kunst, Natur,

Zeit- und Kulturgeschichte. – Ein

Versäumnis, das von den Kunstzuständigen

im Bezirk nachzuholen

ist. Ein Kleinod, das vom

Bezirk zukünftig mehr Aufmerksamkeit

erhalten sollte als bisher.

Die Schaffensphase

geht weiter

Die Kunst hat Achim Freyer auch

weiter fest im Griff. So arbeitet

er häufig in der Toskana, woher

er im Lastwagen die Einzelteile

für eine seiner jüngsten Skulpturen

nach Berlin transportiert

hat: Vom Feuer imprägnierte

Äste und Teile einer verendeten

Kastanie, die nun ineinander

verschlungen als Skulptur vor

dem Kunsthaus von Hand des

Künstlers eine Zukunft erhalten

haben. – Keine leichte Arbeit,

die Achim Freyer trotz seines Alters

nicht scheut. So schafft der

einstige Brecht-Meisterschüler


Künstler mit (noch namenloser) Skulptur.

noch immer faszinierende Bühnenbilder

vom Modell bis zur

Vollendung, entwirft Accessoires

für die Fashion Week, inszeniert

Opern oder lässt in Workshops

mit Kinderhänden malen.

Mit Kinderaugen sehen – diese

Gabe hat sich Achim Freyer

erhalten und lässt sie in seine

Werke einfließen, die damit noch

einmal eine ganz besondere

Energie erhalten. Sie überträgt

sich dann unweigerlich auf den

Sehenden, sei es über Farbe, Gestaltung

oder Hängung. Denn

seine Bilder sind für ihn nie ganz

beendet. „Ich nähere mich mehr

und mehr dem Bild an“, verrät

er. Dazu arrangiert er Bilder

neu, verbindet mehrere Werke

zu einem oder trennt sie; weiter

neugierig, wissbegierig und mit

wachem Geist, was ihm die Werke

zu sagen, mitzuteilen oder

Lankwitz Journal 9

gar zu fragen haben. Wie auch

in seiner aktuellen, bis 19. Januar

2020 laufenden Ausstellung

„BILDER“ im KUNSTHAUS, wo der

Altmeister u. a. George Enescus

Oper „Œdipe“ zu Wort kommen

lässt, die er für die Salzburger

Festspiele neuinszeniert hat.

Und so gilt auch für diese präsentierten

Werke, die der Betrachter

mit eigenem Blick erleben kann:

Denn da wo das Wort aufhört,

fängt das Bild an.



Jacqueline Lorenz

KUNSTHAUS /

Sammlung und Galerie / Stiftung

Kadettenweg 53

12205 Berlin-Lichterfelde

☎ 030-833 93 14

E-Mail team@achimfreyer.com

www.achimfreyer.com

Öffnungszeiten:

Di., Do., So. 15-18 Uhr und nach tel.

Vereinbarung, auch Führungen

Rahmenveranstaltungen zur

Ausstellung „BILDER“:

• 27. Oktober 2019 um 17 Uhr

Film „MET AMOR PH OSEN“

von Achim Freyer

• 17. November 2019 um 17 Uhr

Künstlergespräch Achim Freyer

und Gast

• 8. Dezember 2019 um 17 Uhr

Film „Reise ins Blaue“

von Achim Freyer

• 19. Januar 2020 um 17 Uhr

Finissage mit Achim Freyer


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Lankwitz Journal

Ein Kasernenturm in Lankwitz

In dem Ortsteil war einst die Flak untergebracht

Ein Baudenkmal an der

Eiswaldtstraße/Gallwitzallee:

Schon vor dem Ersten

Weltkrieg wurde die Kaserne,

deren Turm noch weithin zu

sehen ist, in Lankwitz gebaut.

Die Gemeinde erhoffte sich dadurch

mehr Einnahmen, auch

die dort stationierten Offiziere

sollten jungen Lankwitzerinnen

die Möglichkeit auf eine

gute Partie eröffnen. Zunächst

zog die Garde-Train-Abteilung

unter Leitung von General Eiswaldt

hierher um. Sie war vorher

in Tempelhof stationiert.

Die Train-Soldaten waren für

die Versorgung und den Nachschub

für die kämpfenden Truppen

zuständig. Sie bauten und

unterhielten Feldküchen und

Feldbäckereien, sorgten für die

Nachlieferung der Munition,

kümmerten sich um die Buch-

Das Denkmal für die gefallenen

Flaksoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Der Kasernenturm in Lankwitz steht unter Denkmalschutz.

Fotos: Polizei Berlin

führung und ersetzten gefallene

Pferde aus den mitgeführten

sogenannten fliegenden Pferdedepots.

Nach Kriegsende stellte

die Garde-Train-Abteilung ein

Gefallendenkmal auf: „Ihren im

Weltkriege 1914 – 1918 gefallenen

Kameraden. Die Garde Train

Abteilung.“

Ab 1935 wurde im Zuge der

Kriegsvorbereitungen das Flakregiment

12 in der Kaserne stationiert.

Ein Grund für die Wahl

dieses Orts war, dass bereits

gut ausgerüstete Kasernen bereit

standen. Auch vermutete

niemand, dass das abgelegene

Lankwitz Ziel von Bombenangriffen

werden würde. Dennoch

ließ das Regime nach den

ersten Luftangriffen vermehrt

Luftschutzbunker bauen – auch

in Lankwitz. Der Bunker, in dem

sich nach dem Krieg ein Mitropa-Hotel

befand, steht noch

heute auf dem Gelände an der

Eiswaldtstraße. Zwölf Jahre nach

Kriegsende ließen ehemalige

Flaksoldaten ein Denkmal für

die Gefallenen des Regiments

errichten. Heute sind in den

früheren Kasernengebäuden die

Polizeidirektion 4 und das Bürgeramt

untergebracht. Der um

1935 erbaute Turm der Kaserne

steht als Baudenkmal unter

Denkmalschutz, genau wie der

1940 erbaute Hochbunker. ◾


Lankwitz Journal 11

Angehörige jederzeit willkommen

Intensivstation des St. Marien-Krankenhauses

als besonders besucherfreundlich zertifiziert

Zertifizierung angehörigenfreundliche Intensivstation des St. Marien-Krankenhaus.

Anfang August erhielt die

Interdisziplinäre Intensivstation

des Lankwitzer

St. Marien-Krankenhauses das

Zertifikat „Angehörige jederzeit

willkommen“ – ein erster Schritt

zur angehörigenfreundlichen

Intensivstation. Verliehen wurde

dieses von der Stiftung Pflege, die

die Vermittlung und Erarbeitung

neuer pflegewissenschaftlicher

Erkenntnisse fördert und für die

Vermittlung der gewonnenen

Erkenntnisse an Angehörige und

beruflich Pflegende sorgt.

„Mit dem Zertifikat können wir

über die Stationsgrenzen hinaus

zeigen, dass bei uns Angehörige

ein wichtiger Teil des therapeutischen

Konzeptes sind“ sagt

Timo Bechtel, Pflegedirektor im

St. Marien-Krankenhaus. „Denn

neben der medizinischen und

pflegerischen Versorgung sind sie

Foto: Marien-Gruppe

eine große Unterstützung bei der

Genesung unserer Patientinnen

und Patienten.“

Auf der Intensivstation im St. Marien-Krankenhaus

gibt es keine

festen Besuchszeiten. Angehörige

können nach Absprache jederzeit

besucht werden. Im St. Marien-

Krankenhaus versorgen 450 Mitarbeiter

in sieben medizinischen

Fachabteilungen jährlich mehr als

25.000 Patienten. ◾

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Sa geschlossen

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12

Lankwitz Journal

Wenn Fotos sprechen und

Worte Bilder schaffen

Peter Hahn fängt ungewöhnliche Augenblicke

mit Kamera und Stift ein

Peter Hahn –

Fotokünstler und

Autor.

Ein Greis vor einem Frauenplakat,

ein weißhaariger

Kopf vor winterlichen Birkenstämmen,

die geheimnisvoll

leuchten, oder eine Wolke in

Drachengestalt über dem Heizkraftwerk.

Wenn der Künstler Peter Hahn

aus Lichterfelde seine handliche

Sony-Kamera zückt, geschieht

dies ohne viel Aufhebens. Abstrakte

Momente in der Alltäglichkeit,

der sich unbeobachtet

fühlende Mensch sind die bevorzugten

Motive seiner Streetfotografie.

Der ausgebildete Fotograf

und Repro-Fotograf weiß:

„Versuchte Kontaktaufnahme“

von Peter Hahn

„Das künstlerisch fotografische

Auge, um Motiv und Umgebung

im richtigen Moment mit

dem Auslöser festzuhalten, kann

einem keiner beibringen.“ Dass

Peter Hahn diese Gabe besitzt,

davon zeugen die zahlreichen

Auszeichnungen seiner Fotoarbeiten,

die er jährlich auf fünf bis

zehn bundesweiten Ausstellungen

präsentiert.

Nicht von ungefähr kommt,

dass seine lebendigen Fotos

Geschichten erzählen, den Betrachter

mitunter animieren,

selbst eine Handlung daraus

abzuleiten. Doch nicht nur mit

dem Auslöser geht Peter Hahn

geschickt um. Auch die richtigen

Worte findet er, wenn er für

Lokalzeitungen schreibt oder an

seinem aktuellen, heiteren Buchentwurf

sitzt. „Das macht mehr

Arbeit als ich dachte“, schmunzelt

er, doch man merkt ihm an,


Lankwitz Gesundheit Journal 13

wie viel Freude ihm diese Aufgabe

bereitet.

Momentaufnahmen

Peter Hahn mit seiner Mutter und als Schuljunge.

Archiv Peter Hahn

aus dem Barockdorf Eichtersheim,

dem Heimatdorf Peter

Hahns, wird das Buch in Wort

und Bild zeigen, in klarer Sprache

das Wesentliche auf den

Punkt bringend, wie es auch

seine Fotos tun. Frühere Bewohner

des Ortes werden darin ihre

Geschichte wiederfinden, denn

gerade die Menschen in ihrer

Verschiedenheit sind es, die dem

Künstler so wichtig sind. Sie lassen

ihn ihre Geschichte mit der

Kamera oder dem Stift erzählen

– in Eichtersheim ebenso wie in

Berlin.

Bevor Peter Hahn in Berlin ankam,

ist er viel herumgekommen.

Dank seines Vaters, der als

Immobilienverwalter arbeitete,

zog man häufig um. So verschlug

es den in Heidelberg Geborenen

u. a. nach Stuttgart, Hannover

und Braunschweig sowie ins

Baden-Württembergische Eichtersheim

(heutiges Angelbachtal).

Dort wohnte er mit seinen

Eltern bis zu seinem 12. Lebensjahr

im Amtshaus, dem einstigen

Geburtshaus des radikaldemokratischen

Revolutionärs Friedrich

Karl Franz Hecker (* 1811)

und in direkter Nähe zum vom

Vater verwalteten Wasserschloss.

foto: industrieblick / fotolia

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14

Gesundheit

Lankwitz Journal

Oben: „Gleichklang“ und „Heizkraftwerk Lichterfelde“ von Peter Hahn.

Die Kamera war bereits dort sein

ständiger Begleiter. Mit ihr hielt

er fest, was ihm durch die häufigen

Umzüge verloren schien.

Eine kleine Textkostprobe mir

Erinnerungen an seine Kindheit,

die Hahn mit Tafeln alter Fotografien

aus dieser Zeit anlässlich

einer Ausstellung in Angelbachtal

präsentierte, kam so gut an,

dass daraus sein Buchprojekt

entstand. „Die Anerkennung und

Wärme, die mir dort entgegengebracht

wurde, weckte heimelige

Gefühle“, gesteht Peter Hahn,

der seit über 45 Jahren in Berlin

lebt.

Von Datenbank bis

Hippie-Memoiren

Mit dem Schreiben hatte der gelernte

Fotograf noch nie Schwierigkeiten.

„Ich habe häufig Arbeit

und Hobby verbunden“, betont

er, der in Berlin auch als Fotograf

bei namhaften Unternehmen

gearbeitet hat. Diese Doppelbegabung

machte wohl auch

seinen beruflichen Erfolg aus,

den er nach seinem Studium der

Landschaftsplanung, in dem er

auch seine Frau, ebenfalls Landschaftsplanerin,

kennengelernt

hatte, als Diplom-Ingenieur erlangte.

Er arbeitete an einer

TU-Schriftreihe, war viele Jahre

im Berliner Institut für Stadtforschung

und Strukturpolitik und

später beim Landessportbund

Berlin in der Abteilung Sportstätten

und Umwelt tätig. Berichte

und landesübergreifende Gutachten

verfasste er und erarbeitete

für den Landessportbund

Berlin die erste Datenbank, in

der über 2.000 kommunale und

vereinseigene Sportstandorte

mit Sportarten und –anlagen

vorstellt wurden; in Wort und

Bild, wozu er in seiner Freizeit

mit der Kamera zu allen Sportstätten

unterwegs war. Auch die

Broschüre mit „Tips für umweltverträgliches

Freizeitverhalten“

Anfang der 90er-Jahre ging auf

seine Initiative zurück. Und sein

„Freizeit-Knigge“ – Ratgeber für

umweltfreundliche Freizeitgestaltung

– wäre als aktualisierte

Neuauflage in unseren Tagen

durchaus empfehlenswert…

Heute ist das Schreiben für Peter

Hahn eines seiner Hobbys. So hat

er kürzlich seine Erinnerungen

an seine kurze, aber intensive

Hippiezeit als Zeitungsbeitrag

zu Papier gebracht und dürfte

mit einer eventuell ausgebauten

Buchversion durchaus so manchem

Blumenkind von damals

aus der Seele schreiben.

Fotoblues mit

Auszeichnung

Doch Peter Hahns Freizeit-

Schwerpunkt bleibt das Fotografieren.

Bei seinen Bus- und Bahnfahrten

ist es immer wieder die

Naivität und Unbekümmertheit

von Menschen, denen er begeg-


net. Damit sie sich möglichst

unbeobachtet fühlen, nutzt er

nur eine kleine Kamera. Hahn

erklärt: „Denn die Menschen

sind heute viel empfindsamer

geworden und fühlen sich leicht

bedrängt, wenn sich ein großes

Fotoobjektiv auf sie richtet.“

Eine unauffällige Kamera ist da

weitaus weniger distanzlos. So

wirken seine Fotos eher zufällig,

ungestellt und natürlich, voller

Widerspruch und Überraschung,

doch immer beeindruckend und

zum Nachdenken anregend. Die

Geschichten und Aussagen, die

sie vermitteln, können fröhlich,

beruhigend, aber auch beklemmend

und gespenstisch sein.

Auf den Busfahrten oder eher

ziellosen Spaziergängen durch

die Straßen sind es die fast unbemerkten

Momente und Gegebenheiten

des Alltags, die Peter

Hahn berühren: Im Focus dann

der vom Sturm entwurzelte

Baum, an dem eine Kopftuchträgerin

vorbeiweht oder der

gebeugte alte Mann vor einem

Abrisshaus.

Viele seiner bundesweit ausgezeichneten

Motive findet der

Künstler auf Reisen – und im Berliner

Südwesten. Rund um den

Kranoldplatz, für dessen Zukunft

er sich einsetzt, trifft man ihn

ebenso wie in der Schloßstraße

oder am LIO.

„Unwahrscheinlich interessant“

findet der Künstler eigentlich

alles. So engagiert er sich im anerkannten

Kunst.Raum.Steglitz

e. V. ebenso wie im Deutschen

Verband der Fotografie e. V. und

in der Free-Mitglied fotocommunity.

Lankwitz Journal 15

So abwechslungsreich wie seine

Fotos sind auch die Ausstellungsorte,

an denen er seine

Werke präsentiert: Hahn hat im

ehemaligen Frauengefängnis

Soeht 7 ausgestellt, aber auch

im Shoppingcenter „Schloss“,

bundesweit in Schlössern und

Gutshäusern, gehobenen Lokalen

und Sportclubs.

Seine Foto-Ausstellung „Der

Südwesten en Vogue“ kann

noch bis zum 15. Oktober 2019

täglich von 10-22 Uhr in der

„Gathof Gastronomie“ im Tennisclub

Blau-Gold Steglitz in

der Leonorenstraße 37-39 in

12257 Berlin-Lankwitz besucht

werden. Und gemeinsam mit

dem Club „VHS Fotofreunde

Zehlendorf“ stellt auch er seine

Fotos noch bis zum 8. Oktober

2019 im Restaurant „AMAR-

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16

Lankwitz Journal

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Liedermacher CATTU erobert

(nicht nur) die Herzen kleiner Leute

Kinder-Unterhaltung mit Köpfchen

Mit bürgerlichem Namen

heißt er Carsten

van den Berg. Doch als

„Cattu, der Traumfänger“ singt

und spielt er sich, ganz auf Augenhöhe

mit Kindern zwischen

zwei und sieben Jahren, seit

mittlerweile über 15 Jahren

in deren Herzen. Und auch so

manch Erwachsenen nimmt er

dank seiner positiven Ausstrahlung

mit ins Fantasieland.

Lankwitz Journal 17

CDs, Liederbüchern und seinem

Fortbildungsangebot für Erzieher

und Lehrer deutschlandweit

einen elementaren Erziehungsbeitrag.

Sein Ziel ist es, wie er

sagt, mithilfe durchdachter

musikalischer Früherziehung

Highlights zu schaffen, die Kinder

nicht so schnell vergessen.

Dabei weiß er mit viel Einfühlungsvermögen

alle Kanäle ihrer

Sinneswahrnehmung spielerisch

Cattu´s gute Laune steckt an.

Der Kinderliedermacher fängt

feinfühlig Kinderträume ein, die

in seinen Texten und eingängigen

Melodien als Pirat, Hexe,

Prinzessin oder Indianer Gestalt

annehmen. Mal schwung- und

stimmungsvoll, dann wieder

behutsam und entspannend,

sprechen die Lieder die vielfältige

Erlebniswelt der Kinder an, laden

sie zum Mitmachen, Singen,

Spielen, Tanzen oder einfach nur

Zuhören ein.

Cattu, studierter Musikpädagoge

mit Zusatzausbildung

„elementare Musikpraxis“ und

fundierter Erfahrung als ehemaliger

Musik-Redakteur eines

Schulbuchverlages, leistet mit

seinen Auftritten, Konzerten,

Foto: Cattu

zu aktivieren und für das spätere

Leben zu trainieren.

Singt mit den Kindern!

Von positiver Energie scheint

er fast überzuschäumen, dieser

Carsten van den Berg. Ein Sonnenschein

war der gebürtige

Rheinländer, der heute in Berlin


18

Lankwitz Journal

unweit vom Insulaner wohnt,

bereits als Kind. Irgendwann rief

ihn jeder nur noch „Cattu“.

Ihn, der als Sohn eines Deutschlehrers

anfänglich nur wenig mit

seiner Muttersprache hatte anfangen

können, zogen im väterlichen

Bücherzimmer dann doch

die Werke von Stefan Zweig und

Michael Ende stark in ihren Bann.

Die „Schachnovelle“ und „Herr

der Ringe“ weckten Cattu´s Fantasie,

die immer neues Futter in

den schier unendlichen Bücherregalen

des Vaters fand. Ein gerechter

Lohn war da schließlich

die Abi-Note 1, die Gymnasiast

Cattu im Leistungsfach Deutsch

bekam. So hatte letztendlich

doch der Vater den soliden

Grundstein für die Erfolge legen

können, die seinen Sohn später

im Berufsleben erwarteten.

„Leider starb mein Vater viel zu

früh und hat weder mein Abiturergebnis

noch meinen weiteren

erfolgreichen Weg erleben dürfen“,

bedauert sein Sohn heute,

der nur zu gut weiß, welch wichtige

Auswirkung das Verhalten

von Eltern auf ihre Kinder hat.

„Es sollte wieder häufiger gemeinsam

gesungen werden in

den Familien, einfache Leiermelodien

mit Sprache und Rhythmus,

die sich Kinder gut merken

und leicht nachsingen können“,

empfiehlt der Liedermacher, der

Mitglied der Künstlervereinigung

„kindermusik.de“ ist, nach

jedem Konzert. Er, der schon früh

Gitarren- und Klavierunterricht

hatte, erinnert sich noch gerne

an die gängigen Volkslieder, die

in seinem Elternhaus gesungen

wurden.

Seine positive Energie ist es dann

auch, die unweigerlich mit seinen

Liedern und Texten auf die

junge Zielgruppe übergeht, ihr

buchstäblich aus der Seele singt.

Und nicht selten verleitet Cattu

damit sogar die anfangs mit

verschlossenen Lippen verharrenden

Eltern zum fröhlichen

Mitsingen.

Lieder zum Mitmachen

Cattu´s Glücksbringer-Eichhörnchen ist immer mit dabei.

Foto: Cattu

Die Inhalte von Cattu´s Liedern

und Projekten gehen mit der

Zeit, behutsam und stets kindgerecht.

Auch ernste Themen kommen

da vor, wie beispielsweise

der Song „Mobbing“, von Cattu

für eine aktuelle Projektarbeit

geschrieben.

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Lankwitz Journal 19

Derzeit sind drei CDs von dem

Kinderliedermacher auf dem

Markt: „Traumfänger“ (der Cattu

seinen Beinamen verdankt), „Die

ganze Welt ist voller Farben“ und

„Im Land der bunten Phantasie“.

Cattu, ehemaliger Kinderlieder-

Preisträger der Nürnberger

Nachrichten, schreibt u. a. für

das AOK-Kindergesundheitsprogramm

„JolinchenKids-Fit und

gesund in die KiTa“ alle Lieder,

ebenso schrieb er die Musik zu

den Bilderbuch-Reiseführern für

die ganze Familie „Die Abenteuer

von Moppel und Mücke“ von

Christine Pohl.

Cattu´s „Prinzessinnen-Tanz“

wurde vom Allgemeinen Deutschen

Tanzlehrer Verband

(ADTV) als Disney-Prinzessin-

Tags-Hymne ausgewählt und in

ganz Deutschland aufgeführt.

Im Jahr 2005 schrieb Cattu für

seine neugeborene Tochter das

Schlaflied „Schließ Deine Augen“

und gewann damit vor mehr

als 13.000 Mitbewerbern den

1. Preis im „Schlaflied-Wettbewerb“.

14 Jahre später singt die

Tochter nun selbst in den Liedern

ihres Vaters. Dessen neueste

CD „Kids in balance“ wird

Anfang 2020 beim Verlag Aktive

Musik – Igel Rekords erscheinen.

Bald schwingen Cattu und kleine Hexen wieder die Besen.

„Lieder zum Entspannen“, verrät

Cattu, dem zwar das Mitmachen

der Kids zu seiner Musik wichtig

ist, der ihre Entspannung – gerade

in unserer hektischen Zeit

– aber für mindestens genauso

wichtig hält.

Cattu´s ganz persönlicher

Glücksbringer und besonderer

Freund der Kinder, das Eichhörnchen,

kommt in den Spielliedern

ebenso zu Wort wie die Eule mit

der Beule. Ei, ei, ei Eichhörnchen

fliegt mit dem Wuschelschwanz

da von Baum zu Baum, animiert

Foto: Uwe Dreßler

die kleinen Zuhörer zum Mitspringen,

und eine kleine Eule

mit Beule bekommt plötzlich

ganz viele Gefährten, die hu,hu

rufen. Rennschnecken sausen

anstatt zu verschnaufen, ein

kleiner Fisch blubbert durch´s

Wasser, und ganz besonders im

Herbst angesagt ist das Thema

Halloween: Hexe Lolli´s Besen

rufen demnächst erneut zum

Hexentanz. Im vergangenen

Jahr stand „Hu Ha Halloween“

wieder mehrere Tage auf Platz 1

der deutschen I-Tunes Kinderlie-

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20

Lankwitz Journal

der-Charts. Indianer und Piraten

tanzen mit und haben sogar ihr

eigenes Lied.

Kein Tag ohne Musik

Eine bunte Liedauswahl gibt es

in Cattu´s praxisnahem Liederbuch

mit CD für Kindergarten

und Grundschule „Kinderlieder

mit Köpfchen 1“, liebevoll illustriert,

mit Noten und hilfreichen

Spielideen. Zunehmend werden

Cattu´s Lieder, die stets eine harmonische

Einheit von Musik und

Inhalt bilden, in Fachbüchern abgedruckt. Und

auch auf etlichen CDs mit Sammlungen bekannter

Kinderlieder sind seine Titel vertreten.

Nicht nur mit seinen Konzerten, mit denen er u. a.

in Berlin in der Schwartzschen Villa in Steglitz und

seit zehn Jahren auf Usedom immer wieder willkommener

Gast ist, ist der Traumfänger zu Festen

und Festivals, Schulen, Kitas und Theatern in ganz

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Deutschland, Österreich und der

Schweiz unterwegs.

Auch mit seinen regelmäßigen

Fortbildungs-Seminaren für Erzieher

und Lehrer, vor allem für

den Fortbildungs-Träger „Kein

Tag ohne Musik“, ist er nicht nur

in Fachkreisen bekannt und on

Tour. „Für das Thema musikalische

Früherziehung habe ich

von meiner Arbeit in der Schöneberger

Kiezoase viel mitnehmen

können“, betont Cattu, der gerade

der verantwortungsvollen Arbeit

von Erziehern und Lehrern hohe

Wertschätzung entgegenbringt.

Für seine ansteckend positive Ausstrahlung hat er

eine einfache Erklärung: „Die über meine Lieder

den Kindern vermittelte Energie, fließt von ihnen

vielfach auf mich zurück.“

Und wenn er dann wieder einmal nach einem

Konzert von einem kleinen Fan mit strahlendem

Gesicht zu dessen nächstem Geburtstag eingeladen

wird, eine selbstgefertigte Beule-Eule ihm

überreicht wird oder Cochlea-implantierte junge

Menschen seinen Rennschnecken-Song zu „ihrem“

Lied gemacht haben, dann ist er sich sicher:

Cattu – Carsten van den Berg, der Traumfänger,

wird den Kindern noch viele Lieder schenken, an

die sie sich als Erwachsene gerne erinnern und

sie dann mit ihren Kindern und Enkelkindern gemeinsam

singen werden.

Übrigens: Cattu und seine Lieder kann man buchen,

etwa ein halbes Jahr voraus.

Mit seinem Mitmach-Kita-Konzert für Kinder ab

3 Jahren „Hexe Lolli geht auf Herbstreise“ tritt

Cattu am 22. Oktober 2019 um 10.30 Uhr im

Zimmertheater der Schwartzschen Villa in der

Grunewaldstraße 55 in 12165 Berlin-Steglitz auf.

Karten 5 €, erm. 4,50 € bei Gruppen ab 10 Kindern,

Erzieher frei. Reservierung unter Telefon ☎ 030-

37 00 13 75 erbeten.

Weitere Cattu-Termine und -Informationen zu

Fortbildung und CDs, Liederbuch, Buchungen

und Hörbeispiele unter www.cattu.de, Kontakt

☎ 0179-510 39 49 und carsten@cattu.de ◾


Jacqueline Lorenz


100 Jahre Bezirksverband

der Kleingärtner Steglitz e. V.

Vom Arbeitergarten zur ausgezeichneten Kleingartenanlage

Bezirksverband

der Steglitzer

Kleingärtner 100Jahre

bedeutet auch 100 Jahre Kleingarten-Geschichte:

So gehen

Steglitzer Kleingartenanlagen

wie „Rütli“ und „Parkkolonie“ auf

die bereits 1901 gegründeten

Arbeitergärten des Roten Kreuzes

zurück. Damals wachte eine

gestrenge und nicht immer von

den Arbeitern hochgeschätzte

Patronin über Gärten und

Nutzer. Heute sind der Ton und

das Verhältnis zu Kolonie- und

Bezirksverband-Vorsitzenden

da deutlich kameradschaftlicher

geworden, das Miteinander steht

im Vordergrund. Darauf ist auch

der 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes

der Kleingärtner Steglitz

e. V. Ralf-Jürgen Krüger stolz.

Durch seine über 20-jährige ehrenamtliche

Verbandsarbeit hat

er mitgeholfen, die Anzahl der

Parzellen konstant auf 3.300 in

Steglitz zu halten und sie fest in

die Kommunalstruktur zu verankern.

– Auch wenn das nicht immer

leicht war in Zeiten von politischem

und Investoren-Druck im

Kampf um Grundstücke für den

Wohnungsbau. Der Verband verwaltet

diese Parzellen, die von 27

Kleingartenanlagen unterhalten

werden.

Und wenn – wie im vergangenen

Jahr – dann eine dieser Steglitzer

Kleingartenanlagen sogar

von der Lenné-Akademie für

Gartenkultur mit der Gartenplakette

„Natur im Garten“ für ökologisches

Gärtnern ausgezeichnet

wird, dann ist das für den Bezirksverband

eine ähnlich hohe

Anerkennung wie für die prämierte

Öko-Kolonie Wildkraut

e. V. selbst.

Gefeiert wird das 100-jährige Jubiläum

in zwei Etappen: Mit erlesenen

Gästen aus Kommunalpolitik

und Landesverband stieß der

Bezirksverband bereits im Frühjahr

„auf die Zukunft“ an, und

beim geplanten „Oktoberfest“

für jedermann im Herbst dürften

die Besucher nicht weniger

hoffnungsfroh auf die Zukunft

des Bezirksverbandes trinken.

Lankwitz Journal 21

Vom belächelten

Laubenpieper

zum geachteten

Kleingärtner

Als einer der ersten Bezirksverbände

Berlins war 1919 der „Bezirksverband

der Kleingärtner XII

Verwaltungsbezirk Steglitz im

Zentralverband der Kleingärtner,

Siedler und bodennutzenden

Grundbesitzer“ gegründet worden.

1950 wurde er in „Bezirksverband

der Kleingärtner Steglitz

e. V.“ umbenannt.

Im Jahr 1900 hatten Berliner Laubenpieper

einen ersten Zusammenschluss

aller acht Kolonien

beschlossen. Im Verein sollten


22

Lankwitz Journal

Kleingartenvereine bereits aus

16 Bezirksverbänden, die Zahl

städtischer Kleingartenflächen

wuchs stetig. Aber auch Parzellen-

und Lauben-Form änderten

sich. So wurde bald ein Verbot

für ganzjähriges Wohnen in den

Lauben erlassen, das lediglich

die Nutzung in den Sommermonaten

zuließ. Erste Dauerkleingartenanlagen

entstanden

mit Pachtverträgen über 10 Jahre.

Richtlinien bestimmten die

Mindestgröße von Lauben (20

Quadratmeter), setzten Maßstäbe

für Spielplätze und Brunnen.

Die empfohlene Parzellengröße

lag zwischen 300 und 400 Quadratmetern.

Mit dem 2. Weltkrieg wurde in

Hinsicht auf drohende Nahrungsengpässe

auch die Tierhaltung

neben Gemüse- und

Obstanbau gestattet, ebenso das

Dauerwohnen auf den Parzellen.

Dazu wurde 1939 sogar eine

Kündigungsschutzverordnung

für Kleingartenland erlassen.

Nach dem Krieg, dessen Bombenhagel

auch an vielen Kleingartenanlagen

reichlich Zerstörung

verursacht hatte, wurden ab

1949 wieder erste Pachtverträge

Sie stehen für den Erhalt der Kleingartenanlagen: (v.l.n.r.) Herbert Weber, Cerstin Richter-Kotowski, Ralf-Jürgen Krüger und Norbert Kopp.


Foto: Verlag W. Wächter/Klaus Pranger

ihre Rechte gesichert sein. 1911

erhielt dieser Verein den Namen

„Verband der Laubenkolonisten

Berlins und Umgebung“. Endgültige

Hoffähigkeit erlangten

die bis dahin eher belächelten

„Laubenpieper“ aber mit dem

1. Weltkrieg, auf dessen Kanonendonner

bittere Hungersnot

folgte. Die Erträge der Kleingärten

wussten diese Not wenigstens

etwas zu lindern. Mit dem

ersten Kleingartengesetz wurden

im Jahr 1919 nun auch die ersten

offiziellen Bezirksverbände und

Kolonien ins Leben gerufen. Das

Gesetz beinhaltete den Kündigungsschutz

für Kleingartenland

ebenso wie soziale, wirtschaftliche

und gesundheitliche Ziele.

1926 bestand der Provinzialverband

Groß-Berlin der

vergeben. – Aus den ehemaligen

„Versorgungs-Laubenpiepern“

wurden nun „Wochenenderholungs-Laubenpieper“.

Gärtnern mit der Natur

und für die Umwelt

Heute steht in den Kleingartenanlagen

das Gärtnern unter

sozialen, ökologischen und ge-


sundheitlichen Aspekten im Vordergrund.

In den Kolonien sind

Besucher gerne gesehen und

profitieren ebenso wie die Kleingärtner

vom Erholungswert der

blühenden und sauerstoffspendenden

Anlagen.

„Der Bestand der Kleingartenparzellen

hat sich in den letzten

25 Jahren nicht wesentlich

verändert“, bestätigt der 1. Vorsitzende

des Bezirksverbandes

Ralf-Jürgen Krüger. Obwohl der

Bezirk etliche Kleingartenanlagen

abgeben musste, konnte

durch die Teilung übergroßer

Parzellen die Gesamtzahl aufrecht

erhalten werden.

Aktuell gibt es für den Erhalt der

Kleingartenanlage Am Fichtenberg

in Steglitz wenig Hoffnung:

Die Kleingärten, die auf Berliner

„Schulerweiterungsland“ stehen,

Lankwitz Journal 23

also keine Dauerkleingartenanlagen

sind, müssen nun dem Bau

einer Schulporthalle weichen.

Krüger sieht es auch zukünftig

als eine der Hauptaufgaben des

Bezirksverbandes, die Erhaltung

von Kleingärten über Dauerkleingartenanlagen

zu sichern.

Dabei erhielt der Verband in

den vergangenen Jahrzehnten

erfolgreiche Unterstützung von

Seiten des Bezirksamtes und

der ehemaligen Bezirksbürgermeister

Herbert Weber und

Norbert Kopp. So sind derzeit

von den 27 Steglitzer Anlagen

immerhin 22 Kleingartenanlagen

abgesichert. Die amtierende

Bezirksbürgermeisterin Cerstin

Richter-Kotowski erklärt: „Kleingärten

haben bis heute nichts

von ihrer Attraktivität und Beliebtheit

verloren.“ Das beweisen

die regelmäßigen Kleingarten-Aktivitäten

in Steglitz wie

Kunst im Kleingarten, Steglitzer

Kleingartentage, Steglitzer Bienenfest,

Fest der Nationen und

Kinderprojekte, die schon die

Kleinsten für die Natur zu begeistern

suchen.

Etwa 500 Kleingarten-Bewerber

stehen aktuell auf der Steglitzer

Warteliste. Nach der Wende ins

Umland und nach Brandenburg

abgewandert, kehren heute

viele Gartenfreunde in die Berliner

Kleingarten-Anlagen zurück

– nicht zuletzt wegen der

längeren Anfahrtswege nach

Brandenburg. Familien mit Kindern,

aber auch 40-50-Jährige

entdecken die „grünen Lungen“

innerhalb der Stadt wieder vermehrt

für sich. Dabei könne

eine kleine herkömmliche Lau-

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24

Lankwitz Journal

Die Geschäftsstelle des Bezirksverbandes in der Goerzallee 106 J in Berlin-Lichterfelde –

so idyllisch gelegen wie die Kleingärten selbst.

be ohne Bad und Dusche ein

mindestens ebenso reiz- und

wertvolles Stück Kulturgut sein

wie das luxuriös ausgestattete

Kleingartenhäuschen, betont

Ralf-Jürgen Krüger. Auch er, der

gesellschaftspolitisch viel unterwegs

ist, zählt seit 1985 zu den

passionierten Kleingärtnern.

Ins Schwärmen gerät er, wenn

er von der Öko-Kleingartenanlage

Wildkraut e. V. erzählt, die

am Ostpreußendamm liegt: „Wo

noch vor zehn Jahren magerer

Boden und von Müll durchsetzte

Erde das Bild bestimmten, wachsen

heute auf humusreichem

Boden wichtige Wildkräuter.“

Zu schätzen wissen das auch

Umwelt- und Natur-Organisationen

wie BUND und die Lenné-

Stiftung, die regelmäßig vorbeischauen.

2018 erhielt die Anlage

dann auch die begehrte „Natur

im Garten“-Gartenplakette.

Dass in den nächsten 100 Jahren

noch viele Kleingartenanlagen

diesem Vorbild folgen, das

möchte man dem Bezirksverband

Steglitz, den Kleingärtnern

von morgen und besonders unserer

Umwelt wünschen.

Weitere Informationen unter

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Jacqueline Lorenz

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On Tour Ausbildungsberufe entdecken

Unternehmen öffnen ihre Türen für Eltern und Schüler der Sek. I

Welchen Beruf würde

ich gerne ausüben,

wie werde ich später

einmal mein Geld verdienen? –

Eine Frage, die kaum ein Schüler

sicher zu beantworten weiß.

Auch Eltern stellen sich diese

Frage immer wieder, wollen sie

doch das Beste für ihre Kinder.

Als verantwortungsbewusste

Begleiter spielen sie eine wesentliche

Rolle im Prozess der

beruflichen Orientierung des

Nachwuchses, indem sie ihn gerade

in dieser wichtigen Lebensphase

verständnisvoll beraten,

motivieren und unterstützen.

Doch rasante Entwicklungen

auf dem Arbeitsmarkt und im

Ausbildungssystem lassen diese

Rolle immer schwieriger werden.

Um Eltern eine möglichst praxisund

realitätsnahe Unterstützung

ihrer Kinder bei der Berufswahl

zu ermöglichen, wendet sich

das Netzwerk Regionale Ausbildungsverbünde

Berlin (NRAV)

mit seinem kostenlosen, von

Branchen-Einblicke garantiert.

der Senatsverwaltung für Arbeit,

Integration und Frauen

finanzierten Tour-Angebot und

unter der freien Trägerschaft der

Kinder- und Jugendhilfe „Pfefferwerk

Stadtkultur gGmbH“ auch

in diesem Jahr wieder an interessierte

Eltern und Schüler:

Auf Touren kommen

Lankwitz Journal 25

Fotos: NRAV

Am 24. Oktober 2019 in der

Zeit von 15 – 19 Uhr können Eltern

mit oder ohne ihre Kinder

(Schülerinnen und Schüler der

Sekundarstufe I) Ausbildungsberufe

in ausbildenden Unternehmen

entdecken. Im Rahmen

von sieben unterschiedlichen

Bustouren, die durch die Berliner

Bezirke Steglitz-Zehlendorf,

Charlottenburg-Wilmersdorf,

Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg,

Pankow, Marzahn-

Hellersdorf und Mitte führen,

öffnen zahlreiche Unternehmen

dann bereitwillig ihre Türen. Sie

berichten über aktuelle Trends

und Entwicklungen, zeichnen

berufliche Perspektiven und

Möglichkeiten in der dualen

Ausbildung auf und informieren

anschaulich über die unterschiedlichen

Branchen und

Berufsbilder. Je Unternehmensbesuch

sind für Informationen

und Gespräche ca. 1,5 Stunden

eingeplant.

Während der Busfahrt kommen

die Teilnehmer miteinander ins


26

Lankwitz Journal

Gespräch, es werden Informationen

vermittelt, außerdem

können Fragen gestellt werden.

Die Tour Steglitz-

Zehlendorf…

steuert mit dem Bus als erste

Station der verschiedenen dualen

Ausbildungsmöglichkeiten

das Bekleidungshaus Peek &

Cloppenburg in der Steglitzer

Schloßstraße an.

Hier erwartet Eltern und Kinder

eine Führung durch das Haus in

kleinen Gruppen, mit Informationen

zu den verschiedenen

Ausbildungsmöglichkeiten im

Unternehmen. Auszubildende

von Peek & Cloppenburg begleiten

auf Augenhöhe die Besucher

und stehen gerne Frage

und Antwort.

Beim anschließenden Spiel

„Shopping Queen“ können die

Tour-Teilnehmer ihre Modeaffinität

unter Beweis stellen. Der

Sieger erhält einen Preis.

Weiter geht es mit dem Bus nach

Dahlem zur Freien Universität

Berlin. Die weltweit hochangesehene

Exzellenzuniversität

vergibt jährlich insgesamt rund

50 Ausbildungsplätze vom Tierpfleger

bis hin zum Elektroniker.

Ausbildungsleiter vor Ort informieren

die Besucher.

Die Tour Tempelhof-

Schöneberg…

führt zuerst zum Druckhaus Berlin

Mitte.

Der Unternehmenspräsentation

schließt sich hier ein Blick

durch die Brille an: Per Virtual

Reality (VR) – Brille können die

Tour-Teilnehmer die Druckhaus-Auszubildenden

in ihren

Tätigkeiten „hautnah“ begleiten

und erhalten so einen besseren

Durchblick. Während der anschließenden

Führung durch

die Produktion stehen die Auszubildenden

vor Ort für Fragen

und Gespräche zur Verfügung.

Zweiter Bus-Haltepunkt ist die

Berliner Stadtreinigung, die ihre

Ausbildungsmöglichkeiten und

dualen Studiengänge vorstellt.

Ein wichtiger Gesprächspunkt

wird das Auswahlverfahren des

Unternehmens sein, aber auch

für weitere individuelle Gespräche

mit den Berufssuchenden

nehmen sich Ausbilder und Auszubildende

an diesem Tag Zeit.

Die Tour

Charlottenburg-

Wilmersdorf…

startet mit dem Besuch der Berliner

Verkehrsbetriebe (BVG),

die sowohl Ausbildungsberufe

als auch duale Studiengänge

bietet. Doch auch verschiedene

Praktikumsmöglichkeiten laden

zum Kennenlernen der BVG ein.

Aktiv einbezogen werden die

Tour-Teilnehmer bei der Mitmachaktion

„Namensschild“, das

ihre Fertigkeiten als zukünftige

Mechatroniker testet.

Nach dem anschließenden Besuch

eines handwerklich-technischen

Betriebes geht es weiter

zur Einzelhandelskette REWE

Markt GmbH: In einer kurzweiligen

Rallye über mehrere Stationen

werden verschiedene

Praktikums-, Ausbildungs- und

Studienmöglichkeiten vorgestellt,

aber auch Informationen

zum Unternehmen und zu Karriereperspektiven

werden vermittelt.

Interessiert? Dabei

sein on Tour?

Zeitnahe Anmeldungen zur kostenlosen

Tour unter www.nrav.

de/elternauftour/

Weitere Informationen zu den

Touren über www.nrav.de oder

über Facebook – Eltern auf Tour.

Fragen über Telefon 030 –

44 38 33 01 oder E-Mail nrav@

pwag.net



Jacqueline Lorenz


Buch erinnert an die Mauer

„Spuren der Berliner Mauer“ mit vielen Abbildungen

lang verlief die Mauer mitten

durch Berlin; sie war das Symbol der

28Jahre

deutschen Teilung, des Kalten Krieges

und wurde zum Sinnbild für Freiheit. Nach

dem Mauerfall am 9. November 1989 wurden die

Grenzanlagen partiell zurückgebaut, bevor Ende

Dezember die Entscheidung für den vollständigen

Abriss fiel.

Lankwitz Journal 27

Wo die Mauer genau verlief, wissen heute noch

die wenigsten. Die zentralen Gedenkstätten wie

Checkpoint Charlie, die East-Side-Gallery, die Gedenkstätte

Berliner Mauer sind bekannt, doch

sonst, so glaubt man, sind ihre Spuren verwischt.

Doch tatsächlich gibt es noch zahlreiche materielle

Zeugen, die aber nicht für jeden als solche zu erkennen

sind. Grenzmauer, Wachtürme, Kolonnenwege

und Lichttrassen, Hinterlandsicherungsmauer,

Vorfeldsicherung, Grenzübergangsstellen und Kasernen

– Reste von ihnen sind noch zu finden, sie

wurden nicht abgebaut oder haben heute gar eine

neue Funktion erhalten.

So beleuchten beispielsweise Lampen der Lichttrasse

des früheren Kolonnenwegs der Grenztruppen

heute Radwege und Straßen. Die oft noch erhaltenen

Farbmarkierungen in Rot-Weiß-Grün-Weiß

an den Lichtmasten signalisierten den Grenzern:

Hier ist Stopp, sonst geraten sie in die Schusslinie.

Auch Blumenschalensperren aus Beton, die den

Grenzdurchbruch mit Fahrzeugen verhindern sollten,

stehen teils noch an Ort und Stelle – und werden

weiterhin als Blumenkübel genutzt.

Das 144 Seiten starke Buch bietet mit ca. 130 Fotografien

eine eindrucksvolle Bestandsaufnahme

30 Jahre nach dem Mauerfall. Die Autoren Leo

Schmidt und Axel Klausmeier sowie Sophia Hörmannsdorfer,

die die Fotografien beisteuerte, zeigen

in dem Buch nicht nur die heutigen Relikte

der Trennung Berlins, sondern liefern auch viele

Hintergrundinformationen. Der Band lädt ein, sich

auf die Suche nach Spuren der Mauer zu begeben.

Durch sein handliches Format eignet sich das Buch

auch als Begleiter bei einem Spaziergang durch die

Stadt. Erschienen ist es in der Edition Braus und für

19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

ISBN 978-3-86228-189-3.


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