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hotelstyle Heft 4A – Sept/Okt. 2019

& gastro

DAS FACHMAGAZIN FÜR DIE GEHOBENE HOTELLERIE UND GASTRONOMIE

HEFT 4A | € 13 | ERSCHEINUNGSORT PERCHTOLDSDORF, VERLAGSPOSTAMT 2380 PERCHTOLDSDORF, P. b. b. 02Z033056

„Es gibt heute viel zu viele Trends.

Wir sind geradezu vertrendet.“

Willi Opitz S.72

„Tourismus ist an vielen

Orten bloßer Stressfaktor“

Harry Gatterer, Zukunftinstitut S.8


Vorsprung durch Vielfalt.

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Editorial

Wozu reisen wir?

SCHNELL

AM ZIEL.

Auf die Frage, was der Gast eigentlich sucht, gibt es

zahlreiche Antworten. Neben den bekannten Größen wie

Erholung, Luxus und Komfort zählen heute immer mehr

auch Werte wie Natur, Rückzug und (Selbst-)Erfahrung.

In der vorliegenden Ausgabe greifen wir aktuelle Studien zu

Tourismus und Regionalität auf und stellen Projekte vor, die

sich intensiv mit Tourismus und Region, Zielgruppe und Nachhaltigkeit

auseinandersetzen. Zum Beispiel in Maria Alm wurde

vor kurzem ein neues Resort eröffnet, von dem der gesamte

kommunale Tourismus profitieren soll. In der Region Schladming

wird der ehemalige Knapplhof Schritt für Schritt zum

Winter- und Wanderhotel Höflehner ausgebaut und am Großarl

fokussiert das Hotel Edelweiss nun mehr denn je auf Sport, Erwachsene,

Familien, Spa und Veranstaltungen.

Die Zielgruppe in die Planung miteinzubeziehen ist natürlich

immer von Vorteil. Ungewöhnlich intensiv erfolgte dies in

Minsk. Hier brachten Gäste und Nachbarn Ideen ein, die dann

im Interieur des neuen Café Moby Dick umgesetzt wurden. Bei

einem kleinen Café mag dies durchaus gelingen, bei großen

Hotels und dementsprechend unterschiedlichen Gästeerwartungen

wird es naturgemäß schwieriger, alle Bedürfnisse unter

einen Hut zu bringen – vor allem dann, wenn der Gast sowohl

exklusiven Rückzug als auch das Rundum-Angebot eines Wellnesshotels

erwartet. Eine interessante Lösung – auch für bestehende

Häuser – bieten hier kleine Minihotels, die sich oft mit

erstaunlich wenig Aufwand rund um das Haupthaus platzieren

lassen. Einige dieser Tiny Hotels finden Sie gleich zu Beginn

dieser Ausgabe.

Einem steigenden Bedürfnis im heimischen Tourismus widmet

sich diesmal auch unser F&B-Teil. Der Gast will seinen Urlaubsort

schließlich mit allen Sinnen erleben und sucht demnach auch

kulinarisch vermehrt regionale Produkte. Was Österreicher mit

dem Begriff Regionalität verbinden, wie regionale Produkte das

Frühstücksbuffet unterschiedlicher Häuser aufwerten und welche

Rolle die Region für die Positionierung am Getränkemarkt

bedeutet, ergründen wir ebenfalls in der zweiten Hälfte dieser

Ausgabe. Besonders der Wein ist diesmal Thema. Wir sprachen

dazu mit dem Winzer Willi Opitz und widmen uns darüber hinaus

auch dem edlen Tropfen als Food-Pairing-Partner zu Wild

und Pilzen, die nun wieder mehr Raum auf den Speisekarten des

beginnenden Herbstes finden.

Einen inspirierenden Herbstbeginn und ein spannendes Lesevergnügen

wünschen Ihnen

Heidrun Schwinger

und das gesamte hotelstyle & gastro Team.

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Inhalt

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Magazin 06

Klein, aber mein 14

Tiny Houses

Komforturlaub am Hausboot 22

Marina Azzurra Resort

Mehr Raum,mehr Angebot 24

DAS EDELWEISS – Salzburg Mountain Resort

Kontinuität und Bewegung 28

Natur- und Wellnesshotel Höflehner

Für Gast und Region 32

AlpinLodges

Architektur erzählt Geschichte 34

Hotel EXMO

Monolith für den Wein 36

Van Volxem

Storytelling nach Kundenwunsch 38

Moby Dick

(Un)typisch italienisch 40

Restaurant Partiggiano

Energie & Heiztechnik 42

Schauraum 46

f&b style

Mythos Regionalität 60

Martin Dicker 64

Mehr Platz für Regionales

Jan Vostrovsky 66

Nachhaltigkeit wird aufgeSTOCKt

Wein, Wild & Pilze 68

Food-Pairing-Tipps

Willi Opitz 72

Wein, Welt und Werte

Kaffee & Tee 75

14

24

34 38

66

68

Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber: Laser Verlag GmbH, Hochstraße 103, A-2380 Perchtoldsdorf, T +43 (0)1 869 58 29, F DW 20, | www.hotelstyle.at

Chefredaktion: Ing. Walter Laser (wl) ( walter.laser@laserverlag.at ) Redaktion: Mag. Heidrun Schwinger (hs) (heidrun.schwinger@laserverlag.at ), Silvia Laser ( silvia.laser@laserverlag.at ), Beatrice Laser (bl)

Geschäftsleitung: Silvia Laser

Mediaservice: Silvia Laser ( silvia.laser@laserverlag.at ), Susanne Poddemski (susanne.poddemski@laserverlag.at), Sandra Laser (sandra.laser@laserverlag.at), Nicolas Paga (nicolas.paga@laserverlag.at)

Grafik: Andreas Laser | Web: Michaela Strutzenberger (ms) Druck: Bauer Medien Produktions- & Handels- GmbH

Die Redaktion haftet nicht für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos. Berichte, die nicht von einem Mitglied der Redaktion gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit ++ gekennzeichnete Beiträge und Fotos sind entgeltliche Einschaltungen.

Abonnements: Jahresabonnement (6 Hefte): € 86,- / Ausland: € 106,-; (Das Abonnement verlängert sich automatisch, sofern nicht mind. 6 Wochen vor Erscheinen der letzten Ausgabe eine schriftliche Kündigung bei

uns einlangt.) | Einzelheftpreis: € 13 / Ausland: € 14,50

UID-Nr. ATU52668304, DVR 0947 270; FN 199813 v

Bankverbindung: Bank Austria, IBAN AT 231200051524477801, BIC BKAUTWW


Magazin

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Magazin

Fotos: Reed Exhibitions Salzburg / Andreas Kolarik

50. Alles für den Gast Herbst

Die Alles für den Gast Herbst ist nicht nur die führende Branchenplattform für alle

professionellen Gastgeber, sondern glänzt diesmal gleich mit mehreren Premieren.

Die besucherstärkste B2B-Fachmesse Österreichs füllt auch heuer wieder vom

9. bis 13. November 2019 das Messezentrum Salzburg inklusive Salzburgarena.

Erwartet werden zur 50. Edition nicht nur rund 750 heimische und internationale

Aussteller, sondern auch wieder mehr als 46.000 Fachbesucher.

In Zusammenarbeit mit der Veganen Gesellschaft

Österreich (www.vegan.at) wird

Veranstalter Reed Exhibitions erstmals als

Toptrend eine „Vegane Welt“ im Foyer in

Halle 10 präsentieren. Dabei werden nicht

nur vegane Produkte und Trends vorgestellt,

sondern auch detaillierte Informationen

und Hemmschwellen abbauende

Aufklärung zur veganen Ernährung bzw.

Zubereitung vermittelt.

Direkt im Anschluss an die Halle 9 wird es

erstmals einen Außenbereich geben, in dem

sich der Outdoor-Betrieb in allen Facetten

live erleben lässt. Absolutes Highlight: der

Smoker wird angeheizt, was bislang auf der

Alles für den Gast noch nie möglich war.

Zusätzlich werden hier von Nutzfahrzeugen

und Foodtrucks über Grillequipment und

Heizgeräten bis hin zu Unterständen oder

Lounge- und Outdoormöbeln, dazu kulinarische

Trends, innovative Technologien und

Produkt-Highlights präsentiert.

„Einfach Leben – das gastrophilosophische

Forum“ findet erstmals am Montag,

den 11. November 2019, statt und wird integraler

Bestandteil der Alles für den Gast

Herbst sein. Mit zeitgenössischen Themen,

die gleichermaßen gesellschaftlich wie gastronomisch

relevant sind, soll die Stadt Salzburg

als Hub für gastronomische Innovation

und Kreativität weiter gestärkt werden.

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6


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Magazin

Resonanz statt Masse

Tourismus ist an vielen Orten bloßer Stressfaktor. Massentourismus schadet der

Umwelt, belastet die Locals, stresst den Reisenden, überfordert die Angestellten

und erhöht den Preisdruck auf Anbieter, bilanziert Harry Gatterer, Geschäftsführer

des Zukunftsinstituts und definiert in der aktuellen Tourismus-Trendstudie den

„Resonanz-Tourismus“ als neues Bedürfnis der Reisenden und als Chance für

Gastgeber und Destinationen.

Reisende fahren, so Gatterer, nicht mehr an

einen Ort, nur weil man dort gewesen sein

muss, weil der Ort Erholung verspricht oder

ein All-Inclusive-Buffet lockt. Sondern sie

machen sich auf den Weg, um eine Erfahrung

zu machen, die auch nach der Reise

noch Bestand hat. Es geht nicht mehr nur

um kurzfristige Erholung und ein punktuelles

Glückserlebnis, sondern um eine transformative

Erfahrung durch den Austausch

mit der Umgebung, die die persönliche

Lebensbiografie erweitert und Wachstum

ermöglicht. Dies kann ein inneres Wachstum

sein, in Form von Entwicklung und

Selbstveränderung, das kann aber auch ein

Wachstum im Außen sein, durch verändernde

Kommunikation, Begegnungen und Umwelterfahrungen.

Das Bedürfnis nach Resonanz zeigt sich auf

unterschiedliche Weise. Ein Beispiel ist etwa

die große Anzahl von Selfies, die Urlauber

vor bekannten oder möglichst spektakulären

Kulissen zeigen. Ein anderes Beispiel

ist die hohe Nachfrage nach möglichst ausgefallenen

Erlebnisangeboten wie etwa Bikepacking

als Mischform von Radreise und

Radrennen oder Swimhiking, wobei Wander-

und Schwimmabschnitte kombiniert

werden. Zunehmender Beliebtheit erfreuen

sich zudem Reisepakete, bei denen sich der

Reisende von den Destinationen überraschen

lässt, die der Veranstalter nach zuvor

besprochenen Kriterien ausgewählt hat.

Immer mehr Reisenden geht es aber nicht

nur um besondere Erlebnisangebote, sondern

darum, auf Reisen „berührt“ zu werden

und eine Lebensqualität zu erfahren,

die in den Alltag nachwirkt. Beispiele dafür

sind Kurse wie Yoga, Meditation & Co, aber

auch Slow-Travel-Angebote zur allgemeinen

Entschleunigung. Resonanz lässt sich

aber auch durch das Erfahren eines ökologisch

nachhaltigen Tourismus erleben.

So kann eine hundert Prozent nachhaltige

Reise ein inneres Gefühl der Stimmigkeit

und ein Gefühl der Verbundenheit mit der

Natur erzeugen.

Als gelungene Beispiele nennt Dr. Wolfgang

Isenberg, wissenschaftlicher Leiter der

PROJECT M GmbH Strategieberatung für

den Tourismus, in seinem Experteninterview

unter anderem Schlafstrandkörbe der

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein,

spirituelle Auszeiten hinter Klostermauern

in Bayern und den Meditationsweg in den

Ammergauer Alpen. Auch die Österreich

Werbung will, so Isenberg, mit naturbegegnenden

Reisen „den Menschen in Resonanz

zur Mitwelt und sich selbst bringen. Und

nicht zu vergessen das Waldbaden: Waldbaden,

die naturbezogene Praxis, die darauf

ausgerichtet ist, das allgemeine Wohlbefinden

aus der Kraft der Natur zu stärken.“

Das Bedürfnis einer authentischen Urlaubserfahrung

beginnt übrigens bereits mit

der Anreise. Denn auch hier zeigt sich das

wachsende Bedürfnis nach Naturnähe und

Nachhaltigkeit. Hotels können diesen Trend

aufgreifen und etwa die Anfahrt mit dem

Zug in das Urlaubserlebnis mit einbinden.

Bei einem Wanderurlaub kann etwa das Gepäck

abgeholt, die letzte Etappe aber bereits

zu Fuß inszeniert werden. Aber auch

bei Städte- und Familienreisen können Autovermietung,

Fahrradverleih und alternative

Verkehrsmittel spielend mit eingebunden

werden.

Vor Ort zählt dann mehr denn je die Verbundenheit

zu diesem. Harry Gatterer erläutert:

„Jeder von uns kennt die Situation,

dass ein Hotel, das man sich ausgesucht

hat, zwar wie maßgeschneidert wirkt: Style,

Serviceangebote, die Bilder im Internet,

das Image – alles passt. Allzu oft jedoch

fühlt sich der Aufenthalt dann doch wie ein

Plagiat meiner selbst an. Die vermessenen

Bedürfnisse sind perfekt erkannt, doch es

kommt nichts wirklich bei mir an.“ Ein Grund

dafür ist, dass Reisende mit dem Ort in Beziehung

treten wollen. Es geht um ein „Destination

Storytelling“, das die Geschichte,

die Gegenwart und die Menschen vor Ort

mit einbezieht.

Resonanz entsteht nicht zuletzt auch durch

menschliche Beziehungen. Hier sind Orte,

an denen Reisende mit Locals in Kontakt

treten können, gefragt und immer mehr

auch Möglichkeiten eines Longstay als Basis

einer tatsächlichen temporären Verwurzelung.

Nicht zuletzt zählt aber der Mensch

vor Ort.

Dr. Dr. Christoph Metzger, Buchautor von

„Architektur und Resonanz“ bestätigt: „Jeder

Ort ist nur so gut wie die sensorischen

und kommunikativen Angebote, die er zur

Verfügung stellt. In dem schönsten Haus

werden Sie nicht lange alleine leben wollen

– Sie brauchen eine Ansprechperson.“

Besonders gefragt ist daher echte Gastfreundschaft

als freundschaftliches Angebot

von Lebensqualität und menschlichen Beziehungen.

Und diese gelingen nur mit Mitarbeitern,

die sich selbst als Gastgeber erleben.

Menschen sind, so Gatterer, aber nur dann

engagierte und motivierte Mitarbeiter, wenn

sie Sinn sehen in dem, was sie tun, und wenn

sie wissen, warum sie etwas tun. Sie brauchen

Gestaltungsspielräume, Eigenverantwortung

und die Möglichkeit zu lernen und

sich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Harry Gatterer zitiert dazu Marc Traubel,

Geschäftsführer eines Familienhotels in

Balderschwang, aus einer Ansprache an die

Hotelgäste: „Seien Sie bitte nett zu unseren

Mitarbeitern, denn die Mitarbeiter finde ich

nicht so leicht wie neue Gäste.“ Den einen

oder anderen Gast mag diese Aufforderung

überrascht haben und vielleicht noch in Erinnerung

sein – was wiederum ebenfalls für

Resonanz sprechen mag.

Die Trendstudie „Der neue Resonanz-Tourismus“

ist erhältlich bei:

www.zukunftsinstitut.de

8


Magazin

Ambiente bei Tisch

Welchen Einfluss hat die Wahl des Geschirrs auf das Erlebnis

beim Essen? Und wie sehen die aktuellen Trends im

Gastraum allgemein aus? Diesen und weiteren Fragen zu

Hotel, Restaurant und Catering widmet sich die erste Ausgabe

der HoReCa Academy im Rahmen der Ambiente von 7. bis

11. Februar 2020 in Halle 6.0 der Messe Frankfurt, umgeben

von Ausstellern, Produkten und Lösungen zum Thema.

Branchenexperten wie Pierre Nierhaus, Maham Anjum und Valda

Goodfellow werden über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen

Food & Beverage sowie Tabletop referieren und ausgewählte Produkte

und Aussteller auf geführten Touren über die Messe präsentieren.

Die HoReCa Academy ist aber nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung,

sondern bietet auch Raum für Gespräche und Networking. So

wird das mittlerweile vierte HoReCa Get-together 2020 ebenfalls auf

der Fläche der HoReCa Academy stattfinden.

Darüber hinaus ist die Ambiente als internationale Leitmesse auch

2020 wieder die ideale Bühne für internationale Produkte für Küche

und Hausrat, Einrichtungs- und Dekorationsaccessoires, Wohnkonzepte,

Geschenkartikel sowie Schmuck und modische Accessoires.

Fotos: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel

HoReCa Academy 2020

Ambiente

7. bis 11. Februar 2020

www.ambiente.messefrankfurt.com

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Die tonangebende

Fachmesse

50. Internationale Fachmesse für die

gesamte Gastronomie und Hotellerie

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Magazin

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Die häufigsten Webseiten-Fehler

Der Erfolg eines Hotels hängt laut SiteMinder auch damit

zusammen, wie sich das Haus online präsentiert. Die mit

mehr als 35.000 Hotels in 160 Ländern weltweit agierende

Plattform zur Kundengewinnung in der Hotelbranche nennt

zehn häufige Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.

Clemens Fisch, Regional Sales Director für

Europa, Afrika und den Nahen Osten bestätigt:

„Es ist wichtig, kompetente Mitarbeiter

einzustellen, die richtigen digitalen Tools

und Social-Media-Portale zu nutzen, sich

die Lage und Umgebung der Unterkunft

zum Vorteil zu machen und neuen Gästen

das Hotel über die Webseite im besten Licht

zu präsentieren.“

1. Kontaktdaten

Eine Webseite mit tollem Design und aufregenden

Funktionen nützt wenig, wenn Besucher

weder Adresse noch Telefonnummer

finden können. Grundlegende Kontaktinformationen

sollten daher immer Priorität haben.

2. Lautstärke

Viele Menschen nutzen den PC im Büro für

die Hotelbuchung. Die automatische Wiedergabe

von Videos und Musik ist hier besonders

störend und oft der Grund, die Seite

ganz schnell zu verlassen.

3. Soziale Medien

Soziale Medien unterstützen das Marketing

– allerdings nur, wenn der Traffic von

dort auf die Web- und Buchungsseite geleitet

werden, und nicht umgekehrt. Webseiten-Besucher,

die auf die hoteleigenen

Social Media-Kanäle weitergeleitet werden,

verlieren sich schnell im Netz und kehren

nicht wieder auf die Hotelwebseite zurück.

4. Fotoqualität

Der visuelle Aspekt ist Reisenden sehr wichtig.

Verschwommene und verpixelte Fotos

führen daher selten zu Buchungen. Und

auch veraltetes Bildmaterial kommt bei Gästen

nicht gut an.

5. PDF & Co.

Downloads verringern in der Regel die Anzahl

an Interaktionen. Wer zuerst ein PDF

auf Smartphone oder Computer herunterladen

muss, verliert rasch das Interesse. Zusätzliche

Informationen wie die Speisekarte

des Hotelrestaurants sollten daher stets innerhalb

der Webseite sichtbar sein.

6. Vertriebskanäle

Wer mit Online-Reisevermittlern arbeitet

– direkt oder über einen Channelmanager

– sollte nicht nur die größten Buchungsportale

ansehen. Je nach Herkunftsland,

Durchschnittsalter und Gästetyp gibt es

unterschiedliche Vertriebskanäle mit viel

Potenzial für die eigene Zielgruppe.

7. Lokale Angebote

Gäste reisen selten nur wegen der schönen

Hotelzimmer an. Sie kommen, um das

Reiseziel zu erkunden. Eigene Angebote

für Veranstaltungen der Region und Erlebnispakete

sollten daher auch online beworben

werden.

8. Zimmerpreise

Der Preis, den Gäste für ein Hotelzimmer

bezahlen würden, variiert häufig je nach

Jahreszeit und Saison. Saisonale Rabatte

und Pauschalangebote sind daher auch

online ein wichtiger Teil der Verkaufs- und

Marketingstrategie.

9. Kundenkritik

Der gute Ruf ist ausschlaggebend für zukünftige

Buchungen. Hoteliers sollten

daher stets das Feedback der Gäste berücksichtigen

und auch möglichst zeitnah

schlechte Kritiken auf den Buchungsplattformen

oder den eigenen Social-Media-Seiten

beantworten.

10. Housekeeping

Abschließend noch ein Hinweis zu den häufigsten

Beschwerden bei negativen Bewertungen:

Sauberkeit im Hotel und in den Zimmern

haben auch deshalb höchste Priorität!

www.siteminder.com

10


© Chinnapong

Bereit, mehr zu zahlen

Rund 1.500 Österreicher, die zumindest einmal pro Jahr

privat (86 %) und/oder beruflich (28 %) in einem Hotel

übernachten, haben Mitte 2019 an der Onlinebefragung

von Lifestylehotels und Marketagent teilgenommen.

Besonders beliebt sind Bade- bzw. Meerurlaube (56 %), aber

auch Städtereisen (49 %), Wellness- (39 %) und Familienurlaube

(36 %). Der Skiurlaub steht mit 14,9 % nach Club-Urlaub,

Romantikurlaub, Rundreise und Sport-/Wander-Urlaub

erst an 9. Stelle. Für ein Viertel der Befragten ist Österreich

das beliebteste Urlaubsland, gefolgt von Italien, Kroatien und

Griechenland.

Für viele spielt dabei die Unterkunft keine (11 %) bzw. nur eine

geringe Rolle (38,8 %) – vermutlich auch deshalb, weil sowohl

berufliche als auch private Reisen abgefragt wurden. Wichtigste

Auswahl-Kriterien sind das Preis-Leistungsverhältnis

(96 %) bzw. möglichst günstige Gesamtkosten (84 %), gefolgt

von Lage und Erreichbarkeit (90 %), Verpflegung (86 %), einer

einfachen Online-Buchung (85 %) und guten Bewertungen auf

diversen Plattformen (84 %).

Für 37 % ist ein inkludiertes Frühstück ausreichend, 27 %

wünschen sich Halbpension und etwas mehr als 2 von 10 ein

All-inclusive-Angebot. Drei Viertel der 20- bis 29-Jährigen

würden außerdem ein Brunch bis 13 Uhr begrüßen. In Bezug

auf Service und Wohnqualität bevorzugen Herr und Frau

Österreicher 3 oder besser noch 4 Sterne, und vor allem ein

ruhiges Zimmer. Dieses sollte sich in einem unabhängigen,

persönlich geführten (30 %) oder einem Wellness-Hotel (28 %)

befinden, das idealerweise nicht mehr als 50 Zimmer bietet

(43 %). Design und Optik sind für 6 von 10 Österreichern ebenfalls

relevant.

Bereit, mehr zu bezahlen, sind 7 von 10 Befragten vor allem

für eine gute Lage des Hotels und eine hohe Servicequalität,

mehr als die Hälfte aber auch für hochwertige Gastronomie

und Nachhaltigkeit.

the show

7. — 11.2.

2O2O

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Gastlichkeit entfaltet sich im Raum.

Chancen erweitern sich unbegrenzt.

Mehr Platz für HoReCa auf der weltweit

bedeutendsten Konsumgütermesse.

Ab 2020 werden zusätzlich in Halle 6.0

die internationalen Neuheiten gezeigt,

innovative Gastronomiekonzepte

diskutiert und die Trends rund um

Hospitality gehandelt.

Infos und Tickets:

ambiente.messefrankfurt.com/horeca

Telefon 01/867 36 60 60

office@messe-frankfurt.at

www.marketagent.com

www.lifetsylehotels.net


Hotel Vortuna

Fotos: Vortuna Gesundheitsresort

Natur und Kur

In Bad Leonfelden in Oberösterreich wurde für 22 Millionen Euro

ein altes traditionsreiches Kurhaus in ein Zentrum für Gesundheit,

Regeneration und Kur umgewandelt.

Das umgebaute 4-Sterne Natur- und Kurhotel Vortuna

wurde in den 1960er Jahren als Kurhaus mit

Moor-Heilbad eröffnet und war der Vorläufer des

jetzigen Gesundheitsresort. Das Hotel ist seit einem

balneologisch wissenschaftlich bestätigten Gutachten

im Jahre 1961 für Heilmoorvorkommen der Drehund

Angelpunkt der Region und wurde 2018 in einer

Bauzeit von 21 Monaten fertiggestellt.

Das Gesundheitsresort verfügt über 158 barrierefreie

Komfortzimmer inklusive Suiten, die mit WLAN und

Balkon ausgestattet sind. Es gibt 38 Therapie- und

Bewegungsräume sowie sechs Ordinationen. Um

den Patienten den besten Kurverlauf zu bieten, sind

direkt am Hotel ein 20.000 m 2 großer barrierefreier

Motorikpark sowie ein Kurpark mit mehreren 1.000

Hektar Wald vorhanden, in dem sich 150 km weitläufige

Erlebnis- und Themenwege befinden.

Der Spa-Bereich erstreckt sich auf 600 m 2 und bietet

einen großzügigen Wellness-, Bäder- und Saunabereich

mit Fitnesseinrichtungen sowie einer medizinischen

Abteilung auf Spitzenniveau. (ms)

12


Hotel Vortuna

FÜR PERFEKTEN

GÄSTESERVICE

DOMETIC MINIBARS & ZIMMERSAFES

Hotels aller Sternekategorien vertrauen auf die Lösungen von Dometic

um Ihren Gästen maximalen Komfort zu bieten. Weit mehr als 5 Millionen

installierte miniBars sind rund um den Globus im Einsatz. Zusätzlich zum

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13


Tiny Houses

© oxygen

Klein, aber mein

Individuell, einzigartig und möglichst in Einzel(ruhe)lage – diese Eigenschaften

wünschen sich immer mehr Reisende von ihrem Urlaubsdomizil.

14

Gleichzeitig wollen viele Gäste nicht auf den

gewohnten Luxus wie Zimmerservice, Wellnessbereich

und kulinarische Köstlichkeiten

verzichten. Um alle Vorteile eines Hotelbetriebs und

die Exklusivität kleiner, eventuell sogar individuell positionierbarer

Wohneinheiten unter einen Hut zu bringen,

gibt es viele Ansätze.

Einer davon ist die Positionierung von kleinen Satelliteneinheiten

rund um das Haupthaus. Chalets und

Apartmenthäuser werden durch Biwaks, Bungalows

und Co. ergänzt. Manche Häuser bieten aber auch

eine Nacht „unter Sternen“ oder „auf der Alm“ als

besonderes Erlebnis zusätzlich zur Zimmerbuchung.

Und auch die „Nacht im Museum“ oder das „Ein-Zimmer-Hotel

mitten in der Stadt“ lassen sich dank mobiler

Innovationen in das bestehende Zimmerangebot

einbinden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige ungewöhnliche

„Tiny Houses“ vor, die in Zukunft vielleicht auch das

heimische Hotelerlebnis bereichern werden.

Im Einklang mit der Natur

Lumipod der französischen Entwickler Lumicene ist

als Rückzugsort inmitten der Natur konzipiert. Dank

der vier Sockel an der Unterseite des Gebäudes wird

der Untergrund nur punktuell belastet und damit

kaum beeinträchtigt. Die Außenwände aus dezent

gefärbtem Holz fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild.

Und auch das Interieur setzt auf möglichst

unaufgeregtes Design. Eine große Glasfront mit

fünf Metern Durchmesser lässt sich komplett öffnen

oder für mehr Privatsphäre auch ganz verschließen.

Die kreisförmige Hütte misst einen Durchmesser von

nur 5,45 Metern bei einer Höhe von 3,25 Metern und

bietet auf den rund 17 m² Fläche Schlafzimmer, Toilette

und Dusche – also alles, was Bewohner für einen

kurzen, komfortablen Aufenthalt brauchen.

Die Konstruktion lässt sich innerhalb von zwei Tagen

zusammenbauen und wird innerhalb von sechs

Monaten an den gewünschten Ort geliefert. Eine auf

Energieautarkie ausgelegte Weiterentwicklung der

Kapsel ist bereits in Planung.

www.lumicene.com


PORTO Bar im DAS TRIEST

Fotos: Hotel Moserhof / Jens August, Nina Hader

Biwaks unter Sternen

An besonderen Orten rund um den Millstätter See –

hoch oben am Berg, auf einer Waldlichtung, in einem

großen Garten oder direkt am Wasser – befinden sich

sieben Biwaks, die jeweils von einem Hotel der Region

bewirtschaftet werden.

Die Initiative der Millstätter Tourismusgesellschaft,

vom Wirtschaftsministerium ausgezeichnet und mit

rund 190.000 Euro gefördert, wurde nach einem Konzept

des Schweizer Szenografen Roger Aeschbach

2017 von heimischen Betrieben umgesetzt.

Die 15 Quadratmeter großen Refugien sind geprägt

von einem fast raumfüllenden Bett. Darunter befinden

sich die Ablageflächen. Zwei Stühle und ein

kleiner Tisch teilen sich die restliche Fläche mit einem

eigenen Nassraum mit Campingtoilette, Waschbecken

und Wasserkrug. Der Wasserhahn bzw. eine

spartanische Duschmöglichkeit befinden sich outdoor.

Die Ausstattung zeigt sich bewusst puristisch

– Flatscreen und Co. werden Gäste hier vergeblich

suchen. Dafür setzt sich die umgebende Natur umso

mehr in Szene. Eine Glasflügeltür öffnet den Raum

Richtung Veranda und Außenbereich. Absolutes

Highlight sind aber die großen Panoramadachfenster,

von denen die „Biwaks unter Sternen“ auch ihren

Namen haben.

www.millstaettersee.com

www.hotelstyle.at

15


Tiny Houses

Rundum flexibel

Einen Prototyp für mobile Miniarchitektur präsentierte

Beatrice Bonzanigo vom Mailänder IB Studio 2019

auf der Milan Design Week. Das Besondere an diesem

„Casa Ojalá“ ist aber nicht, dass man es nahezu

überall aufstellen kann. Das geht mit einem Zelt oder

einem Container auch. Von diesen unterscheidet sich

der zweistöckige Turm mit dem runden Grundriss jedoch

zum einen durch weitgehende Autonomie dank

integrierter Regenwasser-Speicherung und Sonnenkollektoren

auf dem Dach. Zum anderen aber vor allem

durch die flexible Raumnutzung.

Die beiden Schlafzimmer, eines mit Doppelbett, eines

mit Einzelbett, das Badezimmer, die Terrasse,

die Küchenzeile und das Wohnzimmer können flexibel

getrennt oder auch verbunden werden. Und

selbst die Außenwand lässt sich mit einem manuell

zu bedienendem System aus Seilen, Rollen und Kurbeln

jederzeit entfernen. So wird die Unterkunft zum

Pavillon. Ob sich diese off-the-grid-Wohnmöglichkeit

tatsächlich als mobiles Heim anbietet, ist fraglich. Als

außergewöhnliche Hotelsuite an besonders schönen

Standorten rund um das Haupthaus ist es aber bestimmt

eine gefragte Zimmerkategorie.

www.ib-studio.eu

Bilder: Architect Beatrice bonzanigo, IB Studio

Energieautarkes Ei

Vollkommen unabhängig von jeglicher Infrastruktur

lässt sich „Ecocapsule“ von dem slowakischen Designbüro

nice&wise design an jedem beliebigen Ort

aufstellen. Vier kurze Beine verleihen dem mobilen

Heim Standfestigkeit und verringern den Eco-Footprint.

Solar-Paneele mit 880 Watt auf dem Dach und

ein Windrad mit bis zu 750 Watt versorgen das Ei mit

Strom. Regenwasser wird über die Oberfläche gesammelt,

in einem Wassertank gespeichert und bei

Bedarf gefiltert.

Licht kommt durch rechteckige Fenster an beiden

Seiten des Objekts. Zusätzliche Leuchtmittel sind versteckt

und offenbaren sich erst nach dem Einschalten.

Die weißen Flächen reflektieren dieses nicht nur

optimal, sondern bieten auch eine angenehm neutrale

Kulisse für die Bewohner. Die eiförmige Kapsel enthält

zwei Betten, ein Bad mit Warmwasser, eine kleine Kücheneinheit,

eine Toilette und großzügigen Stauraum,

somit also alles, was eine Unterkunft braucht – und

das auch gerne einmal fernab vom Hotel.

16

Bilder: Nice Architects


| BA12-15G |

Schauraum

Der erste Controller,

der in jedem Raum

willkommen ist

Integrale Gebäudeautomationslösungen:

z. B. mit dem BC9191

© Janez Martincic

Ein Pavillon für jeden Standort

Den Prototyp für ein modulares Haus, das sich für

eine Vielzahl an Standorten eignet, entwarf die slowenische

Firma OFIS Arhitekti. „The Living Unit“ besteht

aus mehreren Modulen, die sich horizontal oder

auch vertikal flexibel anordnen lassen. Damit passt

sich der, übrigens auch ganzjährig nutzbare, Bau

selbst dem kleinsten Bauplatz, unwegsamem Terrain

und auch extremen Witterungsbedingungen optimal

an. Bis auf ein großes Panoramafenster sind die

Fenster bewusst klein gehalten, um eine Überhitzung

der Module zu verhindern.

Die beliebig erweiterbare Basis-Einheit ist 2,5 Meter

breit, 4,5 Meter lang und 2,7 Meter hoch. Sie bietet

ausreichend Platz für ein Bett, eine Küche und ein

Bad. Beim Prototyp verfügt die Einheit über einen

hölzernen Rahmen, wobei das Material je nach Einsatzgebiet

austauschbar ist. Auch das Innere der

Module besteht fast vollständig aus Holz. Die Einrichtung

ist funktional und bietet ausreichend Möglichkeiten

zur Personalisierung.

www.beckhoff.at/building

Der Raum-Controller BC9191 bündelt die Standardfunktionalitäten

zur Einzelraumsteuerung in einer kompakten Bauform.

Zentrale Informationen werden per Ethernet mit der übergeordneten

PC-Ebene ausgetauscht. Damit ist der BC9191

ein exzellentes Beispiel für die integrale Gebäudeautomation

von Beckhoff auf der Grundlage der offenen, PC-basierten

Steuerungstechnik: Alle Gewerke werden von einer einheitlichen

Hard- und Softwareplattform gesteuert, bestehend aus

skalierbaren Steuerungen, passgenauen I/O-Lösungen und der

Automatisierungssoftware TwinCAT. Durch die optimale Abstimmung

aller Gewerke werden die Energieeinsparpotenziale über

die Energieeffi zienzklassen hinaus voll ausgeschöpft. Für alle

Gewerke stehen vordefi nierte Softwarebausteine zur Verfügung,

die das Engineering enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen

oder -änderungen sind jederzeit möglich. Die Systemintegration

erfolgt über die gängigen Kommunikationsstandards

Ethernet, BACnet/IP, OPC UA oder Modbus TCP.

Die ganzheitliche Automatisierungslösung

von Beckhoff:

Flexible

Visualisierung/

Bedienung

Skalierbare Steuerungstechnik,

modulare I/O-

Busklemmen

Modulare

Software-

Bibliotheken

www.hotelstyle.at

17


Tiny Houses

Fotos: Modern Tiny Living

Ein Fuhrpark voller Häuser

Mit einer Kollektion von insgesamt zwanzig rollenden

Häusern eröffnete das bislang größte Tiny-House-

Hotel im Juni 2019. Das River and Twine Hotel liegt

am Ufer des Tar River auf dem Rocky Mount Mills

Campus, wo sich neben der Hotelanlage auch ein

200 Jahre alter Baumwollspinnereikomplex befindet,

der kernsaniert wurde. Dort untergebracht sind

nun zahlreiche Büros, Wohnungen, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten,

Veranstaltungslocations sowie

eine kleine Brauerei.

Somit sind die kleinen mobilen Häuschen an ein komplettes

Infrastrukturnetz angeboten. Gleichzeitig

ermöglichen sie viel Raum für Individualität und Privatsphäre.

Die Tiny Houses sind alle unterschiedlich

gestaltet, bieten jeweils Platz für ein bis vier Gäste

und sind mit einer Küche, einem offenen Schlafbereich

in der Galerie sowie Sitzmöglichkeiten und einem

eigenen, kleinen Badezimmer ausgestattet. Die

Räumlichkeiten verfügen außerdem über alle gängigen

Hotelannehmlichkeiten, wie Fernseher, Wi-Fi,

Klimaanlage, Handtücher, Badeartikel und Schränke.

www.riverandtwine.com.

18


Tiny Houses

Fotos: Agnès Clotis

Minimalismus in roher Hülle

Eine Mischung aus modernem Komfort

und traditionellen Materialien ist die vorgefertigte

Hütte h-eva im Südwesten Frankreichs.

Sie wird per Kran auf- und wieder

abgebaut, berührt die Erde nur leicht und

hinterlässt so auch kaum Spuren.

Die Architekten von Studio A6A verwenden

dazu ausschließlich einheimisches Holz,

das mit Feuer versiegelt eine robuste und

dunkle, beinahe rohe Außenhaut bildet.

Wände, Decken, Fußböden und Möbel bestehen

allesamt aus hellem Holz.

Das Interieur umfasst Ess- und Wohnzimmer,

Küche, Badezimmer und zwei Betten

auf nur 20 m² Fläche, die sich aber dank der

breiten, vollständig öffenbaren Fensterfront

Richtung Außenbereich vergrößert. Neben

der natürlichen Lichtquelle sorgen geschickt

angebrachte Lampen im Ess- und Wohnbereich

für eine angenehme Beleuchtung.

www.hotelstyle.at

19


Tiny Houses

Bilder: Aprilli design studio

Suite auf Reisen

Assistenzsysteme beim Fahren entwickeln sich stetig

weiter und der Fahrassistent mutiert auch in der

Serienproduktion immer mehr zum Autopiloten. Keine

Überraschung also, wenn hier einen Schritt weiter

gedacht wird und das erste autonom fahrende Hotelzimmer

in den Entwurf geht.

Die Autonomous Travel Suite ist eine fahrerlose, mobile

Hotelsuite, die den Gast bequem von Tür zu Tür

bringt. Hotels, die einem Drive-in ähnlich, dann nur

mehr Lobby, Spa und Restaurant bieten – der Gast

nimmt sein Zimmer ja mit – wären die Folge.

So ließen sich verschiedenste Destinationen bequem

bereisen, ganz ohne Koffer ein- und auspacken und,

im Gegensatz zu Wohnmobil oder Wohnwagen, auch

mit dem Luxus, dass kein Urlaubsgast selbst lenken

muss. Gleichzeitig soll die neue Form des Reisens

nicht nur mehr Komfort und Privatsphäre ermöglichen,

sondern auch Kosten sparen, da Zimmer- und

Reisekosten sozusagen ineinander übergehen.

Das Aprilli design studio aus Toronto sieht in dieser

Form des Reises hohes Potenzial und hat dazu nicht

nur virtuelle Prototypen, sondern auch gleich ein

Kunst-Wort geschaffen. Transportation + Hospitality

= Transpitality. Es bleibt also nur noch abzuwarten,

ob sich die fahrerlose Suite künftig durchsetzen kann.

www.aprilli.com

Hotel aus dem Zylinder

Vereinzelt oder auch in Gruppen aufgestellt findet man

in Berlin, Meissen oder Neustrelitz eine kleine, mobile

Hotel-Box, entwickelt von Veloform gemeinsam mit

der slube GmbH. Hier hat man ein ganzes Hotel für

sich allein, wenn auch in einer Mini-Variante. Denn das

zylinderförmige „slube home“ mit einem Durchmesser

von gerade einmal zweieinhalb Metern ist nicht viel

größer als eine Litfaßsäule. Die Grundfläche misst außen

6 m² und innen, abzüglich Wärmedämmung und

Fassade, verteilt auf zwei Stockwerke lediglich 11 m 2 .

Platz genug für ein Doppelbett, einen Tisch mit Sitzbank

und ein Bad inklusive WC und Dusche.

Dank der Hülle aus isoliertem Stahlbeton und des ausgeklügelten

Heizungssystems kann der Cube ganzjährig

genutzt werden. Die Temperatur und vieles mehr

können im Vorfeld eingestellt werden. Buchungen

sind online möglich und auch der Zugang kann über

ein online-Schließsystem erfolgen. Damit ist der Cube

unabhängig vom Standort des Hotels nahezu überall

positionierbar – und das sogar ohne Fundament.

www.slube.de

20


Tiny Houses

Das Zelt-Zimmer

Mit nur zwölf Kubikmetern extrem kompakt,

findet der sleep Cube der Hamburger Unternehmerin

Karen Löhnert selbst dort Platz,

wo man an sich keinen Schlafplatz erwartet

hätte. Das mobile Hotel-Zelt mit seinem

kurvigen Rahmen lässt sich ganz einfach im

Steckbauprinzip auf- und abbauen – indoor

ebenso wie outdoor: Die stabilen Seitenteile

aus recyclefähigem Kunststoff sowie die

Stoffbahnen aus Persenning sind absolut

wetterfest. Gleichzeitig schont die Unterseite

mit Rollen den Untergrund, ideal falls

etwa einmal ein Museum oder eine Kirche

als Event-Schlafplatz zur Verfügung steht.

Innen befinden sich neben einer Sojaölkernmatratze

für zwei Personen, bequemen

Kissen und kuscheligen Decken auch ein

dreiteiliger Schrank mit verschließbarem

Fach und stromsparende LED-Beleuchtung.

Nicht nur darin unterscheidet sich der Cube

von einem herkömmlichen Zelt. Das transparente

Dach und die großen, bei Bedarf

über Rollos verschließbaren Panoramafenster

sind ebenfalls Goodies, mit denen kaum

ein Campingzelt mithalten kann. Zudem

steht immer nur ein sleeperoo an einem Ort.

© Sleeperoo

Der Micro Retreat ist schließlich nicht für

privates Camping vorgesehen, sondern

vielmehr als mobiles Hotelzimmer, das sowohl

auf die Herausforderungen des nachhaltigen

Reisens reagiert als auch auf das

Bedürfnis von Destinationen, ihren Gästen

besondere Erlebnisnächte an außergewöhnlichen

Orten anbieten zu können.

www.sleeperoo.de

Preis ab

€ 490,- / m²

Ihre Vorteile:

• Flexible Raumlösungen

• Wärmedämmung mit

modernsten Materialien

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21


Marina Azzurra Resort

Fotos: Marina Azzurra Resort

Komforturlaub

am Hausboot

Im italienischen Lignano Sabbiadoro, am linken Flussufer des Tagliamento,

entsteht in mehreren Etappen das moderne und innovative Marina Azzurra

Resort, das sich über eine Land- und Wasserfläche von rund 12 ha erstreckt.

Nur unweit vom bekannten touristischen Zentrum

und von Bibione entfernt, entsteht dieser

Tourismuskomplex aus Hausbooten, die sich

teils entlang des Flussufers und teils im Hafenbecken

befinden. Gestartet wurde der Betrieb Ende Mai dieses

Jahres mit allen Serviceeinrichtungen der Anlage und

mit 20 Hausbooten. Für 2020 ist die Aufstockung auf

88 und für 2021 dann auf insgesamt 164 der schwimmenden

Wohneinheiten geplant.

Diese Hausboote bieten nun die Möglichkeit, eine

ganz neue Art von Urlaub zu verbringen, ohne dabei

auf den gewohnten Komfort in einem modernen

Haus zu verzichten. Hier werden Komfort, Ruhe und

Entspannung miteinander vereint. Das Hafenbecken

befindet sich in einem einzigartigen und ruhigen Umfeld

- die ideale Lösung für alle, die ihren Urlaub am

Wasser und im Einklang mit dem Rhythmus der Natur

verbringen möchten.

22


Marina Azzurra Resort

Die klimatisierten Hausboote sind zweistöckig und

bieten bei einer Innenraumgröße von 65 m² bis zu

sechs Schlafplätze. Das Hauptdeck verfügt über einen

Eingangsbereich, eine Terrasse mit 6,5 m², einen

Wohnbereich mit Doppelschlafcouch, ein Schlafzimmer

mit Doppelbett und Kleiderschrank, ein Schlafzimmer

mit zwei Einzelbetten, sowie ein Badezimmer

mit großer Duschkabine und einen Abstellraum. Im

Oberdeck liegt der Wohn-Essbereich, von dem man

auf eine Terrasse von 12 m² mit Sonnenschutz blickt.

Die ideale Location, um im Freien zu essen, sich zu

sonnen oder sich im ruhigen Umfeld zu entspannen.

Aber auch für Unterhaltung ist gesorgt: Jedes Hausboot

verfügt über SAT-TV und Wi-Fi.

Das Clubhouse vom Marina Azzurra Resort ist ein voll

funktionsfähiges Personenschiff mit den Abmessungen

40 m x 10 m, das aus zwei geschlossenen und

einer offenen Etage besteht. In den beiden unteren

Decks wird das Frühstücks- und Abendbuffet angeboten,

auf dem Oberdeck befindet sich eine Lounge Bar.

Das besondere Highlight ist die Mobilität des Clubhouses:

So kann das Schiff etwa nach dem Frühstück

ablegen und zu einem exklusiven Ausflug aufbrechen.

Etwa rund 25 km flussaufwärts in die Stadt Latisana

mit ihrem Dom im neoklassischen Stil. Oder man kann

sich auf Wasserwegen auf die Reise ins Hinterland begeben,

um sich ein Glas friaulischen Wein zu gönnen.

Dabei wird die Schifffahrt durch ein leichtes Mittagessen

an Board zu einer richtigen Gaumenfreude.

Zurück im Resort lockt der Wellnessbereich mit seinem

Angebot. Hier können die Hausbootgäste auf

Wasserliegen und im Whirlpool entspannen, sich den

Nacken von den Wasserfontänen massieren oder einfach

nur die Seele baumeln lassen.

(bl)

www.hotelstyle.at

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DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort

Mehr Raum,

mehr Angebot

Direkt an der Talstation Großarl im Skiverbund Ski amadé liegt das DAS EDELWEISS

Salzburg Mountain Resort. In zwei Schritten hat die Gastgeberfamilie Hettegger den

Familienbetrieb in ein vielfältiges Erlebnishotel umgewandelt.

Als die wichtigsten Säulen des modernen Alpin-Resorts

wurden Sport, Erwachsene, Familien,

Spa und Veranstaltungen definiert.

Gemäß dieser Zielsetzung erfolgten dann auch die

beiden Bauschritte, wobei der erste im Dezember

2018, der zweite im Juli 2019 abgeschlossen werden

konnte. Der knapp bemessene Zeitplan – vor allem

für die massiven baulichen Eingriffe – war dabei eine

besonders große Herausforderung für Bauherren,

Planer und alle Beteiligten.

Und natürlich galt es auch, die hohe finanzielle Belastung

zu tragen. Möglich war diese nur aufgrund

von stetem Wachstum und Erfolg seit Bestehen des

Hauses. Rund 65.000 Übernachtungen pro Jahr verzeichnete

DAS EDELWEISS zuletzt. Dies bedeutet

bei 210 Betten beeindruckende 300 Vollbelegstage

oder eine Jahresauslastung von 80 Prozent. Grund

genug also, um weiter zu investieren.

24


DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort

Fotos: Michael Gruber, Gustav Willeit

Bereits im Dezember eröffnete ein zunächst dreistöckiger

Neubau hinter dem bestehenden Hotelgebäude,

wozu 150.000 Kubikmeter Felsmaterial vom

anliegenden Bergmassiv abgetragen werden mussten.

Der terrassenförmige Zubau fügt sich möglichst

unaufdringlich in das Gelände ein. Massive Hölzer

aus der Region, bequeme Boxspringbetten in Übergröße

und eine großzügige, weitläufige Raumaufteilung

sowie große Fensterlandschaften bilden den

Rahmen für ein besonderes Wohnerlebnis. Erdige

Töne und natürliche Materialien wie Stein, Glas und

Holz sorgen für eine gemütliche, warme Atmosphäre

in modernem Stil.

Im Zuge dessen wurden auch die Zimmer im Stammhaus

teilweise kernsaniert, sodass sich alle 113 Zimmer

und Suiten nun in modernem Alpinchic präsentieren.

Die Zimmergrößen variieren von 25 bis 70 m².

Ebenfalls neu nach dem Umbau zeigen sich die Alpinlounge

mit Effekt-Feuer-Kamin, die Stuben und

Restaurants inklusive Showküche und Marktplatz.

Zusätzlich gibt es eine Alpin Bar, eine Weinbar mit

Genusstafel und gut sortiertem Weinarchiv, eine Raucherlounge,

einen 350 m² großen Skikeller sowie den

neuen Wellness- und Badebereich. Insgesamt 1.000 m²

groß ist der neue über drei Stockwerke reichende

Aquapark mit seinen neun Wasserrutschen. Der Fitnessraum

mit Tageslicht, fünf Behandlungsräume

und ein neuer Ruheraum ergänzen das Angebot. u

www.hotelstyle.at

25


DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort

Die Hoteliers Karin und Peter Hettegger, die das

Hotel gemeinsam mit zwölf weiteren Familienmitgliedern

in der dritten Generation betreiben, setzten

2019 jedoch gleich einen weiteren Schritt in Richtung

Erlebnishotellerie. Von April bis Juni 2019 erfolgte

Teil zwei der Resort-Erweiterung. Dazu wurde der

Neubau hinter dem Haupthaus um weitere fünf Etagen

aufgestockt. Hinzu kamen 35 großzügige Suiten,

ein Saunabereich für Familien und ein Wellnessbereich

nur für Erwachsene, großzügige Seminarräume,

ein Spa-Bistro, ein Outdoor-Sportbecken und

ein Infinity-Outdoorpool mit Blick auf die Großarler

Bergwelt. Damit erstreckt sich das Resort nun auf beachtliche

20.000 m², die stringent für die Zielgruppe

adaptiert wurden.

Familien finden unter anderem einen eigenen Babyund

Kleinkindbereich mit Kuschelecken und Spielmöglichkeiten.

Der Kids Club bietet ein reichhaltiges

Unterhaltungsprogramm vom Kinderkino bis zum

eigenen Jugend-Raum mit Tischfußball, Darts, Billiard-Tischen

uvm. Es gibt aber auch ausreichend

Rückzugsmöglichkeiten für Ruhesuchende wie die

Panorama-Sauna oder Kuschelbetten und Schwebeliegen

mit Ausblick in den Ruheräumen. Und natürlich

gibt es auch eine finnische Sauna, eine Bio-Sauna,

ein Aroma-Dampfbad, eine Infrarotkabine und

einen Whirlpool. Wer exklusive Zeit im kühlen Nass

sucht, wird sich über den privaten Pool mit Perlwasseranlage

freuen, der gemeinsam mit der Top Suite

buchbar ist.

(hs)

26


DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort

DAS EDELWEISS

Adresse: Unterbergstraße 65, 5611 Großarl,

www.edelweiss-grossarl.com

Bauherr: Hettegger Hotel Edelweiss GmbH

Planer:

planungen dandler

Innenarchitekten: köck&bachler

Gesamtkapazität: 148 Zimmer & Suiten

Eröffnung: 4. Juli 2019

Investition: rund 40 Millionen Euro

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Technogym Austria

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Natur- und Wellnesshotel Höflehner

Fotos: René Strasser

Kontinuität

und Bewegung

Rund 300 Jahre seit der ersten Nennung, 200 Jahre Familienbetrieb und

Investitionen im Wert von 30 Millionen Euro in den letzten zehn Jahren

haben das Natur- und Wellnesshotel Höflehner****Superior geformt.

Der Erfolg des Hauses ist zum Teil sicher der einzigartigen

Lage – direkt an der Piste mit Blick

über das Ennstal – geschuldet. Darüber hinaus

gilt es aber auch, die Bedürfnisse der Zielgruppe genau

zu kennen und ihr jedes Jahr auf’s Neue etwas Besonderes

bei verlässlicher Qualität und Ausrichtung bieten

zu können. So reihen sich auch die jüngsten Investitionen

stimmig in den kontinuierlichen Auf- und Ausbau

des Hauses ein.

Die richtigen Weichen wurden bereits früh gestellt:

1729 wird der, auch von den Bergknappen gerne besuchte

Bergbauernhof erstmals erwähnt, 1810 geht

er unter dem Vulgo-Namen „Knapplhof“ in den Besitz

der Familie Höflehner über und bewirtet bereits

1830 erste Jagdgäste. 1957 sucht Gustav Höflehner

schließlich um Genehmigung für eine Jausenstation

an und fügt im Zuge der erforderlichen Umbauten

auch zehn Fremdenzimmer hinzu. Eine Liftanlage

und der Straßenbau erleichtern die Anreise. Nun wird

kontinuierlich ausgebaut. Es folgen ein Gästehaus,

ein Schwimmbad, ein Schlepplift, ein neuer Speisesaal

und ein zusätzliches Ferienhaus, weitere Liftanlagen

und Jausenstationen.

28


Natur- und Wellnesshotel Höflehner

1987 wird mit dem Neubau des Stammhauses mit 20

Zimmern, Speisesaal und Spa-Bereich begonnen und

2009 mit einem groß angelegten Um- und Ausbau,

in den sich auch die jüngsten Maßnahmen stimmig

einreihen. Herzstück der neuen Philosophie ist die

„6-N-Qualität“. Es geht um Natürlichkeit und Nachhaltigkeit,

Naturdesign, Naturküche, Naturwellness

und Naturerlebnisse. Dieser Philosophie folgend

entstehen die neuen Zimmer, der Wellnessbereich inklusive

Wasserwelt und Ruheräumen, die Panoramalounge

und auch die Teamquartiere. Ein alpines Freizeitareal

für Kids, Teenies und Erwachsene wird 2017

geschaffen, die gumpenBAR eröffnet direkt bei der

Talstation, das A la Carte Restaurant Hoamatstub´n

empfängt Gäste ab 2018 mit einer naturnahen Fine

Dining Küche und vier Sky Chalets auf den Dächern

der Verbindungstrakte zwischen Haupthaus, Zimmertrakt

und Wellnessbereich bieten noch mehr

Platz für den persönlichen Luxus.

Nach zweimonatiger Bauphase im April und Mai startete

das Höflehner 2019 mit vielen Neuerungen in

sein zehnjähriges Jubiläum. Neu sind der Willkommens-Bereich

mit offener Rezeption, gemütlicher

Lobby und ausgebautem Shop, elf Zirbenzimmern

und -suiten und die Erweiterung von Buffetlandschaft,

Speisebereich und Küche. Mit der Poolbar, einem neuen

Whirlpool, dem 25 Meter Sportschwimmbecken

und dem Naturbadeteich, der neuen Event-Sauna

und 60 neuen Liegeplätze in- und outdoor wurde das

Premium Alpin SPA erweitert. Für Kinder gibt es den

neuen Bambi Club und Jugendliche finden ebenfalls

mehr Raum und Angebote. Flauschige Alpakas im nahegelegenen

Gehege laden zudem ein, das Gelände

rund um das Hotel zu erforschen.

Insgesamt bietet das Natur- und Wellnesshotel Höflehner****Superior

nun 81 Zimmer und 19 Natursuiten,

vier Sky Chalets, 3.700 m² Premium Alpin SPA

und 110 m² Fitnessbereich, 800 m² Funpark, vier Seminarräume

und 300 Sitzplätze, aufgeteilt in unterschiedliche

Restaurantbereiche. Als USP des Hauses

nennt Eigentümer Mag. (FH) Gerhard Höflehner neben

der Einzellage auf 1.117 m die Kombination von

alter Bautradition mit modernen Elementen: „Durch

die Verbindung von echtem Holz mit viel offenem

Glas, ausgewählten Stoffen, Naturstein und modernen

Design-Elementen schaffen wir sorgfältig gestaltete

Wohlfühl-Bereiche. Ein Stück Natur, das es

so nur einmal gibt – mit allen Annehmlichkeiten und

viel Raum für Individualität.“

(hs)

www.hotelstyle.at

29


Natur- und Wellnesshotel Höflehner

Das Hotel als Lebensprojekt

Interview mit Hotelier Gerhard Höflehner

Vor zehn Jahren erfolgte die Hotelübergabe

an Karin und Gerhard Höflehner. Seither

wurden rund 30 Mio. Euro in den Betrieb

investiert. Wir fragten nach, inwieweit das

Hotel an die vorhandene Bautradition und

alte Werte anschließt und welche Kriterien

ausschlaggebend waren für die jüngsten

Aus- und Umbauten.

Sind Teile des alten Hofes erhalten geblieben?

Welche Maßnahmen sind der

alten Bautradition geschuldet?

Es ist tatsächlich noch der Heustadl von

früher vorhanden. Vor zehn Jahren wurde

dieser dann zur Stadlsauna umfunktioniert.

Mittlerweile ist diese Sauna ein Teil unseres

Almsaunadorfes. Wir bauen mit der Natur

und versuchen die Gegebenheit bei unseren

Bauvorhaben zu integrieren. Deshalb ist zum

Beispiel unser Almsaunadorf in Form von

Almhütten in den Berg hinein gebaut worden.

Ihr Hotel trägt ja auch das Österreichische

Umweltzeichen. Mussten Sie

dazu zusätzlich Maßnahmen setzen?

Wir sind täglich bemüht, umweltschonend

und nachhaltig zu arbeiten. Da geht es

© Höflehner

nicht um Auszeichnungen oder Zertifikate,

sondern darum, Ressourcen zu schonen

und auch an unsere künftigen Generationen

zu denken.

Naturnähe gilt heute als Must-Have.

Seit wann ist das Höflehner ein Naturhotel?

Wir sind ein gewachsener Familienbetrieb.

Vor zehn Jahren durften wir in unserem Naturhotel

die ersten Gäste begrüßen. Davor

war es der Knapplhof – eine Pension mit

Restaurant und einigen Gästezimmern. Für

uns sind immer schon die steirische Gastlichkeit

und die Natur im Vordergrund gestanden.

Seit zehn Jahren gibt es nun unsere

6-N-Philosophie, nach der wir unsere

Arbeit und unsere Handlungen auslegen.

Auch davor ist uns natürlich die Natur sehr

am Herzen gelegen – vor zehn Jahren haben

wir unser Bestreben dann in unserer

Philosophie festgehalten.

Welche Rolle spielen der Wald, die

Wiesen, die Landschaftspflege, der

Gartenbau, das Wildgehege, der Streichelzoo

für den Betrieb heute?

Das Naturerlebnis ist ein wichtiger Pfeiler

in unserer Philosophie. Da gehört die Natur

rund um unser Hotel mit den Wäldern,

Bächen, Seen und Wiesen natürlich dazu.

Aus der Natur schöpfen wir viel Kraft und

Energie und genau das möchten wir auch

an unsere Gäste weitergeben.

Der Ausbau des SPA erfolgte über

mehrere Jahre. Was braucht der Gast

heute mehr als früher?

30


Natur- und Wellnesshotel Höflehner

Der Arbeitsalltag wird immer stressiger,

die Freizeit ist meist begrenzt. Der Wunsch

nach Entspannung, Ruhe und Entschleunigung

wächst. Das bedarf noch mehr Ruhezonen

und Entspannungsmöglichkeiten im

und rund um das Hotel. Die Gäste möchten

ihre begrenzte Zeit optimal nutzen und

einen Luxus genießen, den sie zu Hause

nicht haben. Wir sind daher stets bestrebt

unsere Gäste rundum zu verwöhnen und

auch zu überraschen, damit sie mit perfekten

Urlaubserinnerungen in den Alltag

zurückkehren.

Der Ausbau in mehreren Etappen führte

auch zu einer gefühlten Kleinteiligkeit

der doch sehr großen Hotelanlage.

Welche Vorteile bzw. Nachteile ergeben

sich daraus?

Es hat definitiv Vorteile, in Etappen zu bauen.

Weil wir in Etappen gebaut haben, sind

uns immer wieder Bedürfnisse und Wünsche

der Gäste aufgefallen, die wir in unserer

nächsten Erweiterung einfließen lassen

konnten.

Zuletzt wurden auch Küche und Buffetlandschaft

vergrößert. Was war Ihnen

dabei besonders wichtig?

Der Buffetbereich soll freundlich und hell

sein, man muss sich sofort wohlfühlen und

es muss ausreichen Platz zur Verfügung

sein, um die Speisen ansprechend zu präsentieren.

Der Gast muss ausreichend Platz

haben, um in Ruhe zu gustieren und darf

nicht durch Drängereien gestört werden.

Wichtig war uns auch, dass wir einen Buffetbereich

für unsere kleinsten Gäste schaffen,

wo sie mit niedrigerer Buffetfläche ihr

Essen ohne Hilfe eines Erwachsenen holen

können. Weiters haben wir als zusätzliches

Angebot einen Pizzaofen in den Buffetbereich

integriert.

Außerdem gibt es jetzt auch elf neue

Zimmer. Was war Ihnen besonders

wichtig, um Ihren Gästen den hohen

Komfort bieten zu können?

Unsere Zimmer sind allesamt mit Zirbenholz,

hochwertigen Stoffen und Materialien

aus der Region gestaltet. Besonders bei unseren

neuen Zimmern ist die Glasdurchsicht

beim Balkon – mit dem uneingeschränkten

Blick auf das wunderschöne Ennstal und die

traumhafte Naturkulisse. Komfort bedeutet

aber für jeden Menschen etwas anderes. Es

sind nicht nur bauliche und materialistische

Aspekte, die wichtig sind, auch auf emotionaler

Ebene müssen wir den Gast abholen,

damit er sich rundum wohlfühlt. Dabei

spielen das Service, die Gastlichkeit, die

Erlebnisse, die Erinnerungen, die Kulinarik,

die Erholung und noch viele weitere Punkte

eine wichtige Rolle.

Ihr Haus investiert auch maßgeblich

in die Mitarbeiterzufriedenheit. Welche

Maßnahmen kann man hier besonders

hervorheben?

Die Mitarbeiter müssen sich wohlfühlen,

um auch gute Arbeit zu leisten. Wir bieten

unseren Mitarbeitern moderne Mitarbeiter-Quartiere,

sie dürfen Hoteleinrichtungen

wie Wellnessbereich und Fitnessraum

in ihrer Freizeit nutzen, wir organisieren

gemeinsame Mitarbeiter-Aktivitäten und

ermöglichen unseren Mitarbeitern natürlich

auch Aus- und Weiterbildungen.

Ihr Haus gehört zu den erfolgreichsten

der Region. Was ist Ihrer Einschätzung

nach das Geheimnis Ihres Erfolges?

Um erfolgreich zu sein, muss man ständig in

Bewegung bleiben. Es bedarf immer neuer

Pläne und Ideen. Wir kennen und lieben unsere

Region. Das Hotel ist unsere Lebensaufgabe

und unser Lebensprojekt. Und wer

seinen Job liebt, macht ihn bekanntlich

auch gut.

www.hoeflehner.com

www.hotelstyle.at

31


AlpinLodges

Fotos: Jäger Bau

Für Gast und Region

Rund 50 Hotels, Pensionen und Apartmenthäuser gibt es bereits

in der knapp über 2.000 Einwohner zählenden Gemeinde

Maria Alm inmitten der Urlaubsdestination Hochkönig. Seit

Dezember 2018 bieten die neu errichteten AlpinLodges zusätzliche

500 Betten für Urlaubsgäste mitten im Ortsgebiet.

Maria Alm, 75 km von der Stadt Salzburg

und 160 km von München

entfernt, liegt zentral im Skigebiet

Hochkönig, gilt darüber hinaus aber als ganzjährige

Spitzendestination mit idealen Sportund

Freizeitmöglichkeiten auch außerhalb

der Skisaison. Grund genug also, auch künftig

vermehrt in den Standort zu investieren.

Gleich 53 Millionen Euro flossen deshalb in

den Bau eines zusätzlichen Resorts. Die neun

neuen Häuser mit insgesamt 103 hochwertig

ausgestatteten Komfort- und Luxus-Apartments

sind in landestypischer Architektur

errichtet und integrieren sich wie selbstverständlich

in das Ortsbild.

Die Apartments verfügen über 54 bis 150 m²

Wohnfläche mit ein bis fünf Schlafzimmern,

Küche, Kaminofen, Infrarotkabine

und mehr. Gäste haben außerdem Zugang

zur State-of-the-Art Infrastruktur eines

Vier-Sterne-Hotelbetriebes – mit Lobby,

Restaurants, Sport-Shop, Hallenbad, Wellness-

und Fitnessbereich. Rund 100.000

Nächtigungen pro Jahr sollen so für die Region

generiert werden.

Bauträger der AlpinLodges Maria Alm ist

die Jäger AlpinLodges Bau & Management

GmbH, ein Tochterunternehmen der

Schrunser Jäger Bau, die auch das Resort-Management

übernimmt und die Anlage

nachhaltig betreut. Bei dem touristischen

Vorzeigeprojekt handelt es sich um

kein Hotel im klassischen Sinn, sondern

vielmehr um ein innovatives Immobilieninvestment

mit Vermietverpflichtung. Das

heißt, dass alle Apartments an private Einzelinvestoren

verkauft wurden, die damit

gleichzeitig einen Anteil an der Resort-Infrastruktur

erwarben, grundbücherlich eingetragen

sind, ihr Apartment vier Wochen

pro Jahr selbst nutzen können und sich

über eine Eigenkapitalrendite von sieben

Prozent freuen dürfen, wodurch eine Rendite

innerhalb von 25 Jahren zu erwarten ist.

32


AlpinLodges

Warum sich diese Form der Resort-Entwicklung

nicht nur für Investoren, sondern auch

für Gäste und die Tourismusregion auszahlt,

fragten wir Rob Feirabend, Geschäftsführer

der Jäger AlpinLodges Bau & Management

GmbH, die für die Realisierung des neuen

Resorts verantwortlich zeichnet.

Inwieweit nimmt die Architektur auf

die bestehende Bebauung Rücksicht?

Das Projekt befindet sich direkt im Zentrum

auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks.

Das heißt, kein Grünland wurde für

den Bau geopfert. Das Resort ist vollständig

in den Stil des Dorfes integriert, mit viel (altem)

Holz, Naturstein und Grün. Die Häuser

sind bewusst nicht größer als die bestehenden

Gebäude des Dorfes, als solitäre Bauten

wahrnehmbar und lediglich unterirdisch

durch eine große Tiefgarage verbunden.

Auch die Hauswirtschaft, die Wäscherei, der

technische Service und die Abfallentsorgung

werden unter anderem über die Garage

abgewickelt werden. Zudem ist der ländliche

Charakter trotz der teilweise modernen Ausstattung

vollständig erhalten geblieben.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

sind gerade im Tourismus wichtige Parameter.

Was war Ihnen hier besonders

wichtig?

Das Resort verfügt über ein eigenes Wasserkraftwerk,

das die umweltfreundlichste

elektrische Energie liefert. Ein Teil davon

wird zur Ergänzung der Fernwärme verwendet,

die das Resort mit Wärme aus

Holzabfällen der umliegenden Wälder versorgt.

Darüber hinaus wird viel auf natürliche

Materialien zurückgegriffen, die Abfalltrennung

erfolgt bis zum Äußersten und die

meisten Fahrzeuge sind vollelektrisch.

Werden Einrichtungen wie Restaurant

und Wellnessbereich auch für Einwohner

und Gäste anderer Häuser zugänglich

sein?

Alles ist für externe Gäste frei zugänglich,

mit Ausnahme des Schwimmbades. Für ein

öffentliches Schwimmbad ist Badepersonal

erforderlich, und das haben wir nicht.

Wo sehen Sie die wesentlichsten Unterschiede

zu einem Hotelprojekt im

klassischen Sinn?

Alpinlodges sind Aparthotels mit der kompletten

Infrastruktur eines 4-Sterne-Hotels.

Der Hauptunterschied ist die Unterkunft, die

sich an Familien richtet, in einigen Fällen sogar

für drei Generationen. Der Gast hat viel

mehr Privatsphäre und viel mehr Quadratmeter

pro Person als in einem durchschnittlichen

4-Sterne-Hotel. Darüber hinaus ist

jedes Appartement komplett möbliert und

verfügt über alle Annehmlichkeiten, die man

heute erwarten würde, einschließlich einer

voll ausgestatteten Küche mit allen modernen

Geräten, Sauna und Kamin.

Inwieweit sind Synergien mit bestehenden

Tourismusbetrieben erwünscht?

Gäste können bei uns Halbpension buchen

und auch sonst alles bestellen, was auch

ein traditionelles Hotel bietet. Sie sind aber

auch völlig frei, das Angebot zu erweitern

bzw. durch andere Anbieter in der Region

zu ergänzen. So ist zum Beispiel unser Restaurant

gar nicht für alle 500 Gäste mit

Frühstück und Abendessen ausgestattet.

Synergien mit anderen Betrieben in Maria

Alm sind also sozusagen vorprogrammiert.

Die Gemeinde und andere Hotelbetreiber

haben uns von Anfang an sehr positiv

aufgenommen. Auch nach der Eröffnung

gibt es eher eine gute Zusammenarbeit als

Wettbewerb.

Welcher Mehrwert ist durch das neue

Resort für die Region zu erwarten?

Für die weitere Entwicklung von Maria Alm

zu einem wichtigen Tourismuszentrum ist

es wichtig, dass genügend Betten zur Verfügung

stehen. Der Rückgang der Bettenzahl,

insbesondere bei privaten Gastgebern,

muss durch andere Unterkunftsformen

ausgeglichen werden, um das gesamte touristische

Angebot zu erhalten und zu verbessern.

Aufgrund der gestiegenen Anzahl

von Gästebetten von uns und anderen Hotelbetreibern

konnten die Bergbahnen das

Gebiet erneuern und erweitern, um weiterhin

mit anderen bekannten Gebieten in den

Alpen konkurrieren zu können. Auch die Finanzierung

der Hochkönigkarte ist nur bei

ausreichenden Gastnächten möglich.

Die AlpinLodges sind nicht das erste

Resort, das von der Jäger GmbH als

Investmentprojekt realisiert wurde.

Was sind die Grundvoraussetzung

für den Erfolg dieser Form der Tourismusentwicklung?

Das Konzept funktioniert tatsächlich sehr

gut. Vor allem die hohe Bauqualität wird

von Investoren und Gästen besonders geschätzt.

Darüber hinaus zählen vor allem

drei Grundvoraussetzungen: Standort,

Standort und Standort.

(hs)

www.hotelstyle.at

33


Hotel EXMO

Architektur erzählt

Geschichte

In União de Freguesias do Centro, einem bei Reisenden besonders beliebten

Stadtteil von Porto in Portugal und Teil des UNESCO Weltkulturerbes,

befindet sich das unlängst eröffnete Hotel Exmo. Neben Bar, Frühstücksraum

und 24-Stunden-Rezeption im Erdgeschoss bietet es siebzehn besonders

reizvolle Unterkünfte auf Vier-Sterne-Niveau.

Fotos: Ivo Tavares

Die mit allem Komfort ausgestatteten Zimmer,

jeweils mit einer Fläche von 16,70 m 2

bis 30,16 m 2 befinden sich in den drei oberen

Etagen und im Dachgeschoss eines historischen Bauwerks,

dessen Wurzeln bis ins 14. oder 15. Jahrhundert

zurückreichen.

Zu Beginn, vermutlich kurz nach der „Eröffnung“ der

heutigen Rua do Infante im Auftrag von D. João I

(1357-1433), befanden sich an dieser Stelle noch zwei

separate Häuser, die im Laufe der Jahre zusammenwuchsen

und abwechselnd als Wohnhaus, Büro, Lager

und zuletzt als Bank dienten. Zu Beginn des 19.

Jahrhunderts wurde den beiden Häusern eine gemeinsame

Hauptfassade vorgehängt, wobei die Arkaden

in der Sockelzone – dem damaligen Zeitgeist

entsprechend – Teile der mittelalterlichen Bausubstanz

freilassen. In den 1970er Jahren erfolgte der

letzte große Umbau, ein Projekt der Architekten José

Carlos Loureiro und Padua Ramos. Bodenfliesen aus

Beton und eine neue Wandgestaltung verdeckten

seither alle originalen Dekorationselemente. Hinzu

kam eine skulpturale Treppe im modernistischen Stil.

Die jüngste Umwidmung vom Bank- zum Hotelgebäude

konnte ohne wesentliche strukturelle Eingriffe

erfolgen. Auch die elegante Treppe blieb erhalten.

Die Architektin Adriana Floret und ihr Team legten

jedoch die architektonischen Eigenheiten der unterschiedlichen

Zeitachsen, die im Übrigen ein bemerkenswertes

Gleichgewicht erreicht hatten, wieder

frei und machten die einzelnen Schichten somit auch

für den Gast erfahrbar. Die Zeitachse im Gebäude,

nicht aber der jüngste planerische Eingriff, soll für

spätere Nutzer erkennbar bleiben. „Und wenn alles

gut geht“, so die Architektin, „merkt kaum jemand,

dass wir da waren.“

(hs)

34


Hotel EXMO

www.hotelstyle.at

35


Van Volxem

Monolith

für den Wein

Eine Architektur, die die Natur nicht stört, sondern bereichert, ist

typisch für Südtirol. Dies gelang auch dem saarländischen Weinproduzenten

Van Volxem mit seiner neuen Manufaktur – geplant

von Trojer Vonmetz Architekten aus Südtirol.

85 Hektar an besten Schieferlagen werden von

dem seit 1743 bestehenden Weingut Van Volxem

per Hand bewirtschaftet. Für die jährliche Produktionsmenge

von rund 600.000 Flaschen wurde das

Stammhaus im Ortszentrum zu klein. Roman Niewodniczanski,

der das Unternehmen seit 2000 in vierter

Generation führt, ließ deshalb am Gelände einer ehemaligen

Kellerei am Wiltinger Schlossberg eine neue

Produktionsstätte inklusive Besucherzentrum und

Vinothek errichten.

nachhaltig gut

Die Einbindung der bereits vorhandenen, zuvor

grundsanierten Kellerräume reduzierte den Flächenverbrauch

auf ein Minimum. Die Wärmegewinnung

erfolgt über eine Hackschnitzelheizung und eine

Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach, dezent und

von außen nicht einsehbar, sorgt für zusätzlichen

Strom, der auch für die Elektrofahrzeuge der Besucher

angezapft werden darf. Regenwasser wird von

den Dachflächen in einen gutseigenen Teich abgeleitet,

der die Natur- und Kulturlandschaft auch in

ökologischer Hinsicht nachhaltig ergänzt.

Die neuen Räume für die einzelnen Arbeitsschritte

folgen dem Geländeverlauf und ermöglichen dadurch

eine pumpenfreie Verarbeitung der Trauben und

Moste. Vom Traubeneinwurf über die Pressen bis zu

den Gärtanks und Fässern im Keller fließt der Most

nämlich allein schon wegen der Schwerkraft. Modernste

Kälte- und Klimatechnik tragen ebenfalls zum

Energiesparen bei. Zahlreiche vergleichsweise kleine,

individuell temperaturgesteuerte Edelstahltanks ermöglichen

es der Manufaktur außerdem, die individuelle

Charakteristik jeder einzelnen Lage zu bewahren.

36 Fotos: www.dieth.com


Van Volxem

selbstbewusst im Design

Als Ausdruck von Stolz und Selbstbewusstsein ließ

die Weinbaudomäne Ockfen 1893 auf der gegenüberliegenden

Hangseite der Saar den sogenannten

Bismarckturm erbauen. Als Pendant dazu erhebt sich

nun auch der Besucherbereich der Manufaktur Van

Volxem als selbstbewusster Turm über die Landschaft.

Gemeinsam mit dem horizontal angelegten

Baukörper für die Verarbeitung wirkt das in Muschelkalkstein

gefasste Ensemble fast wie eine mittelalterliche

Festung.

Auch im Inneren überlassen die Architekten und

Innenarchitekten dem Gestein und der Landschaft

die Bühne. Die Kellerwände bestehen aus Hunsrückschiefer,

einem oberitalienischen Hochgestein mit

hervorragenden klimatischen Eigenschaften. Der

charismatische Holzfasskeller ist mit heimischem

Taunusquarz und Devonschiefer in Anlehnung an die

Trockenbauweise der moseltypischen Weinbergmauern

verkleidet. Die Vinothek mit Verkostungsmöglichkeit

im Obergeschoss bietet wiederum durch 8,6

Meter breite, rahmenlose Scheiben den ungestörten

Ausblick auf die wertvollen Lagen von Van Volxem.

Zentrales Element ist der in Travertin belegte Kochblock,

der auf dem zurückgesetzten Messingsockel

als „schwebendes Element“ eine unerwartete Leichtigkeit

vermittelt. Rautenkästen aus Messing hängen

in unterschiedlichen Höhen von der Decke. Funktional

sind diese sowohl der Beleuchtung als auch der

Lüftungstechnik zugeordnet. Formal schaffen sie

ein Ineinandergreifen von Boden, Raum und Decke.

Wie auch im darunterliegenden Verkaufsraum sind

Leichtigkeit und Transparenz auch hier wesentliche

Gestaltungselemente.

Edel und zugleich zurückhaltend lässt das Interieur

viel Raum für das Erleben der Landschaft, der Weinhänge

und den Genuss ihrer edlen Trauben. (hs)

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to Cradle Products Innovation Institute. Packaging is not

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37


Moby Dick

38 Fotos: Sergey Pilipovich


Moby Dick

Storytelling nach

Kundenwunsch

Ein mit zahlreichen Regalen, Getränkeautomat und Kuchentheke überladener

Kiosk in Minsk, Weißrussland machte Anfang 2019 Platz für ein einladendes

Kaffeehaus mit eigenständigem Charakter.

Vor und während der Umbauarbeiten kamen

Kunden vorbei und teilten mit Natasha

Raksha und Mohamad Roman von ZROBYM

Architects ihre eigenen Visionen vom zukünftigen Café

Moby Dick. Aus den zahlreichen Vorschlägen kristallisierte

sich schließlich eine eigenwillige Idee, die die

Basis für die weitere Gestaltung des Raumes bildete.

Entstanden ist die Atmosphäre einer Wohnung, die die

Geschichte ihres imaginären Besitzers widerspiegelt.

Dieser ist – so die Vision – ein Professor aus der Sowjetunion,

der lange Zeit in Afrika herumgereist ist und

in seinem Haus viele Artefakte der völlig entgegengesetzten

Kultur gesammelt hat.

Um dieser Geschichte Rechnung zu tragen, galt es

also auch, ein „unmodernes“ Interieur mit eigenem

Charakter zu schaffen, Trends zu umgehen und auf

Individualität zu setzen. Ausgehend von dieser Idee

wurden mehrere Interpretationen dieses Konzepts

entwickelt, bis sich schließlich eine manifestierte:

Die im Innenraum eingesetzten Veredelungsmaterialien

versetzen den Besucher subtil in die Ära der

Sowjetunion: Fischgrätparkett, ein klassisches Deckengesims

und ein Mosaik auf dem Boden - wie im

Eingangsbereich eines sowjetischen Wohnblocks.

Doch trotz des gewünschten Lokalkolorits kamen

bewusst Einrichtungsmarken unterschiedlichster

Herkunft zum Einsatz, unter anderem Möbel aus Italien

und Leuchten aus Spanien, Russland und Dänemark.

Zahlreiche Details verweisen wiederum auf die

Sammelleidenschaft des Professors.

Die Bartheke ist das zentrale Element der 65 Quadratmeter

großen Fläche und das Werk des Straßenkünstlers

Jewgeni Cowek, der nach den Skizzen der

Planer Motive der afrikanischen Vegetation künstlerisch

umzusetzen wusste. Der ehemals dunkle und

verwinkelt anmutende Kiosk ist heute bunt, offen,

hell und einladend – ein Kaffeehaus mit einer klaren

Geschichte, die sich nicht aufdrängt und doch stringent

erzählt werden kann.

(hs)

www.hotelstyle.at

39


Restaurant Partiggiano

Fotos: David Zarzoso

(Un)typisch

italienisch

Innovativ, fröhlich und entspannt zugleich präsentiert sich

„The Social Foodie Club“ Partiggiano als kleines Fleckchen

Italien mitten im spanischen Valencia.

Das in Valencia ansässige Kreativteam Culde-

SacTM entwickelte dafür ein Interieurkonzept,

das die ungezwungene italienische Lebensart

in den Raum übersetzt und so den idealen Rahmen bildet

für pure italienische Koch- und Lebenskunst.

Das Interieur erinnert an eine italienische Piazza.

Entlang der weiß getünchten Wände und quer über

die Fläche spannen sich schnörkellose Arkaden, getragen

von schlichten Betonquadern an Stelle neo-

klassizistischer Säulen. In der Mitte des Raums liegen

ebenfalls zwei Quader und bilden so eine zentrale

Achse, ein nach allen Seiten offenes Kommunikationszentrum

mitten auf der Piazza. Die großen schräg

platzierten Sitzblöcke wirken wie liegende Säulen.

Scheinbar wahllos verteilt ergänzen Hocker und

Stühle in Nussholz sowie Stehtische aus schwarzem

Eisen die Einrichtung.

40


Restaurant Partiggiano

Und wie auf einem typisch italienischen, von Arkaden

gesäumten Platz gibt es hie und da ein paar Pflanzen.

Doch auch die lokale Kunstszene macht sich bemerkbar

– hier mit großflächigen Graffitis an ausgewählten

Wänden. Eine Stadt also, die Geschichte lebt und

zugleich offen bleibt und einlädt, selbst teilzuhaben.

Serviert wird klassisches Streetfood – natürlich in hoher

Qualität. Partiggiano steht für Originalität und Geschmack,

frech und empfindlich zugleich, urban und

doch dem Land und seinen Produkten verpflichtet.

Als Mischform von Avantgarde und Tradition feiert es

so eine neue Form des mediterranen Widerstands gegen

Italienkitsch und kulinarische Stereotype. (hs)

www.hotelstyle.at

41


Energie & Heiztechnik

Raus aus dem Öl!

Im Sommer 2019 hat der Nationalrat beschlossen, den „Raus aus

dem Öl“-Bonus mit einem Fördervolumen von 20 Millionen Euro

noch weiter zu verlängern. Ein guter Anlass, um auch in der heimischen

Hotellerie über entsprechende Maßnahmen nachzudenken.

Auch Dr. Martin Hagleitner, stv. Obmann Zukunftsforum

SHL und Vorstand von Austria

Email, begrüßt die gesetzten Maßnahmen

zum Klimaschutz. Das Zukunftsforum SHL,

ein Zusammenschluss von Österreichs Installateuren,

vertreten durch die Bundesinnung

und die neun Landesinnungen in

der Wirtschaftskammer, und der Österreichischen

Vereinigung des Sanitär- und

Heizungsgroßhandels sowie den renommierten

Unternehmen der Branche, informiert

Hauseigentümer österreichweit über

notwendige Schritte, Einsparmöglichkeiten

und Förderung einer Heizungsmodernisierung.

Welche Maßnahmen speziell in Bezug

auf heimische Hotelbetriebe sinnvoll sind,

fragte hotelstyle & gastro Dr. Martin Hagleitner

im folgenden Interview.

Worauf sollten Hoteliers in Bezug auf

Heiz- und Energietechnik achten?

Im Tourismus ist Heiz- und Warmwasser

immer noch ein Low-Interest-Thema. Zu

Unrecht, denn immerhin entfallen rund 90%

der Energiekosten auf Heizung und Warmwasser.

Es ist also an der Zeit, dieses Thema

aus dem sprichwörtlichen (Heiz-)Keller

herauszuholen.

Inwieweit gehört Heiztechnik

zur Imagepflege?

Ökologisch sinnvolle Maßnahmen schätzt

auch der Gast. Meist bewerben Hotels aber

nur ihre regionale und saisonale Küche,

manchmal auch die Verwendungen von heimischen

Materialien wie Zirbenholz und Naturstein

aus der Region und maximal noch

die Einsparung des Stromverbrauchs bei

Wäsche, Kühlschrank und Licht. Doch gerade

in einer Modernisierung der Heiz anlagen

liegt enormes Potenzial, den CO 2 -Ausstoß

eines Hauses zu verringern. Noch mehr

© Luiza Puiu

natürlich, wenn dieser mit einer effizienten

Dämmung des Hauses einhergeht. In Kombination

mit Werten wie Naturverbundenheit,

Gesundheit und Familie lassen sich

entsprechende Maßnahmen an sich auch

sehr gut vermarkten.

In welcher Höhe sind

Einsparungen möglich?

Durch die Modernisierung der Heizanlage

allein können bis zu 90 % der CO 2 -Emissionen

vermieden werden. Außerdem sind bis

zu 40%, manchmal sogar 50% Kosteneinsparung

möglich.

Ab welchem Zeitpunkt hat sich eine Investition

in der Regel amortisiert?

Das ist naturgemäß von der jeweiligen Ausgangslage

abhängig. Bei einem Betrieb mit

einer mehr als zwanzig Jahre alten Heizanlage,

die schlecht oder nie gewartet wurde,

kann sich Sanierung der Anlage bereits

nach fünf Jahren amortisiert haben. Projektabhängig

sind aber Komponenten wie die

Betriebsgröße, die saisonale Auslastung,

die Anschlusssituation vor Ort und der allgemeine

Zustand des Gebäudes zu berücksichtigen.

Wo kann ich mich für meinen Betrieb

im Detail informieren?

Am besten bei einem konzessionierten Installateur

vor Ort.

Was sollte ich über

Förderungen wissen?

Aktuell wissenswert ist, dass der „Raus aus

dem Öl“-Bonus weiter verlängert wurde.

Dann sollte man auch daran denken, dass

Förderungen von Bund und Land auch kombiniert

werden können und dass es darüber

hinaus oft auch noch kommunale Förderungen

gibt. Hoteliers können außerdem oft

auch spezielle Förderungen für den Tourismus

nutzen. Wichtig ist dabei, dass alle

Förderanträge noch vor Beginn der Arbeiten

erledigt sein müssen.

Wie kann ich außerdem sparen?

Im Fall einer Heizungssanierung bieten viele

Energieversorger günstigere Tarife an,

zum Beispiel in Kombination mit einer neuen

Wärmepumpe. Generell gilt aber: Auch

ohne Förderung bringt eine Sanierung betriebswirtschaftliche

Vorteile. Gerade bei

älteren Anlagen ist der Wärmeverlust in der

Regel enorm. Und natürlich kann ich anstelle

einer Vollsanierung auch schrittweise

vorgehen und zunächst nur einzelne Komponenten

tauschen.

42


Energie & Heiztechnik

Worauf gilt es bei einer

Teilsanierung zu achten?

Durch den Tausch einzelner Komponenten

lässt sich bereits ein großer Teil der laufenden

Kosten einsparen. Ein moderner Boiler,

neue Komponentenregler oder einfach

andere Heizkörper, selbst neue Armaturen

bringen schon enorm viel. Falls ich mich im

Zuge einer Sanierung der Böden und Wände

für eine Fußboden- oder Flächenheizung

entscheide, kann ich diese außerdem in den

Sommermonaten zur Kühlung nutzen – und

spare dadurch nicht nur Kosten bei der Klimatisierung,

sondern schaffe zugleich auch

ein angenehmes Raumklima für den Gast.

Hätten Sie eventuell noch einen Tipp

für maximale Einsparung bei minimaler

Investition?

Besonders effektiv ist eine Erneuerung der

Heizung und Wärmeanlagen in Kombination

mit einer Dämmung der obersten Geschossdecke.

Dabei können Sie mit einem Viertel

der Kosten, die bei einer Vollsanierung anfallen

würden, rund zwei Drittel der Kosteneinsparung

durch eine Vollsanierung erzielen.

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43


Energie & Heiztechnik

Fotos: Marienkron

Mit Umsicht geplant

Im burgenländischen Mönchhof, mitten in der Natur, lebt das 1955 als Zisterzienserinnenabtei

gegründete Kurhaus Marienkron seit jeher Gastlichkeit, Wertschätzung

und Achtsamkeit. Diese Werte prägen auch den jüngsten Umbau.

Das Kurhaus, seit 2007 unter weltlicher Leitung,

ist heute im Besitz von drei Frauenund

einem Männerorden und seit 14. Juni

2019 als „Zentrum für Darm und Gesundheit“

neu positioniert. Nach elf Monaten

(Um-)Bauzeit präsentiert sich die Vier-Sterne-Unterkunft

kleiner aber dafür umso attraktiver

– reduziert auf das Wesentliche.

Natur, Licht und Ruhe sind die Bausteine,

die das neue architektonische Konzept

prägen. Naturmaterialien wie Lärchenholz

und eine dezente Farbgestaltung in sanften

Rosé-, Grün- und Grautönen schaffen Nestwärme

und Geborgenheit.

Wohlige Wärme und ein angenehmes

Raumklima waren ebenfalls wesentlicher

Bestandteil des Umbaus. Ein kompetenter

Dienstleister sollte dazu die Modernisierung

begleiten, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

gewährleisten. Die moderne

Gebäude- und Kältetechnik und das innovative

Energielieferkonzept schaffen nun

ein angenehmes Raumklima, tragen so zum

Wohlbefinden der Gäste bei und senken zudem

Energieverbrauch und Betriebskosten.

begleitete ENGIE die umfassende Modernisierung

mit dem Ziel, Nachhaltigkeit und

Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht zu gewährleisten.

Die Gesamtverantwortung für die Konzipierung,

Planung, Errichtung und den Betrieb

der Heiz-, Kühlungs- und Lüftungstechnik

lag damit „in einer Hand“. Für Nachhaltigkeit

sorgen eine von ENGIE gelieferte Kältemaschine

mit Wärme-Rückgewinnungssystem

und eine Fotovoltaik-Anlage. Die Kapazitäten

wurden für die Kälteleistung mit 250

kW und für die Wärmeleistung mit 700 kW

konzipiert, für die Fotovoltaik mit 20 kWpeak

und für die Luftmenge mit 22.000 m³/h.

Zusätzlich lieferte ENGIE auch die Mess-,

Steuerungs- und Regeltechnik. Mit dem innovativen

Wärme- und Kältelieferkonzept in-

vestiert ENGIE in die Anlage und übernimmt

auch die Wartung und Instandhaltung der

Kälte- und Wärmeerzeugungsanlagen mit

einer Vertragslaufzeit von 25 Jahren.

Vorteile des Gesamtpaketes sind dabei

nicht nur die Minimierung der Schnittstelle

mit allen Gewerken aus einer Hand, die Errichtung

der Wärme- und Kälteversorgung

ohne Eigenkapital, sowie die Auslagerung

der Betriebsrisiken. Die Verfügbarkeit der

Wärme- und Kälteversorgung mit einer

24/7-Hotline ist vertraglich garantiert. Und

auch die Betriebskosten lassen sich dank

des vorab vereinbarten Preises für die gelieferte

Kälte und Wärme einfach kalkulieren.

Eine Sorge weniger also für den Betreiber,

der sich somit ganz um seine Kunden

kümmern kann.

Energiekonzept aus einer Hand

Der Betreiber entschied sich, die Kompetenzen

für eine verlässliche Haustechnik

auszulagern und auch nicht selbst in die

Kälte- und Wärmeversorgungsanlagen zu

investieren. Als kompetenter Dienstleister

44


Energie & Heiztechnik

3 Fragen

an Jörg Heißenberger, Geschäftsführer der ENGIE Austria

Wo liegt in Bezug auf Heiz- und Energietechnik

der größte Handlungsbedarf?

Der komfortable Aufenthalt der Gäste steht

klar im Vordergrund, allerdings werden

Themen wie Nachhaltigkeit und Kostenoptimierung

immer wichtiger. Dies führt zu

komplexeren technischen Lösungen in diesem

Bereich und erfordert einen kompetenten

und verlässlichen Partner. Vor allem bei

der Wärme- und Kälteversorgung sind mit

unserer innovativen Technik viel Energie

und damit auch Kosten einzusparen.

Wieso ist ENGIE der Partner für

den Hotelier und Gastronom?

ENGIE ist mit mehr als 1.000 SpezialistInnen

an 24 Standorten in Österreich vertreten.

Unsere MitarbeiterInnen haben viel

Erfahrung und verstehen deswegen die Bedürfnisse

der Branche. Wir planen, errichten

und betreiben Haustechnik – alles aus einer

Hand – damit die Kunden sich um ihre Gäste

kümmern können.

Was können Ihre Kunden von

ENGIE erwarten?

Ein gutes Beispiel für die Umsetzung unserer

innovativen Wärmekonzepte ist das

Sporthotel Kogler. Seit 2002 spart ENGIE

bei Wärmeversorgung jährlich 20 % Energie

ein. Wir haben weiter in die Komplettlösung

der Wärmeerzeugung investiert und können

deswegen eine zusätzliche Energieeinsparung

in Höhe von 10 % garantieren. Dies

ist einzigartig in der Branche.

ENGIE bietet auch nachhaltige Lösungen

für Heizung, Klimatisierung, Lüftung und

Sanitär (HKLS) an. Bei Kältelösungen für

die Gastronomie sind wir Marktführer beim

Einsatz von natürlichen Kältemitteln. Hier

setzen wir besonders auf CO 2 , das konform

mit der F-Gas-Verordnung uneingeschränkte

Verwendung möglich macht. Dies führt

auch zu stabilen Preisen und einer langfristigen

Verfügbarkeit. Unsere Fachkompetenzen

haben wir bereits bei zahlreichen Hotels

an der Wiener Ringstraße eingebracht.

ENGIE Austria GmbH

Leberstraße 120, 1110 Wien

T +43 5 740 36 0

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www.engie.at

Ein angenehmes Raumklima - zum Wohlbefinden Ihrer Gäste

Der komfortable Aufenthalt Ihrer Gäste wird durch unsere moderne Gebäude-

und Kältetechnik garantiert. Mit innovativen Wärme- und Kälteliefer-

konzepten senken unsere Spezialisten Betriebskosten und Energieverbrauch.

Bild: © Huber Fotografie

Wir planen, errichten und betreiben Ihre Haustechnik - alles aus einer Hand,

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Kompetent. Energieeffizient. Sorgenfrei für unsere Kunden.

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www.hotelstyle.at

45


Schauraum

Klare Linien und nachhaltiges Designkonzept

„Sand Aspires Natural Design“ – das Motto verbirgt sich hinter dem Namen des

Hotels Sand an der deutschen Ostsee. Der Fokus auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit

wird in jedem Gestaltungselement des Gebäudes deutlich.

Heller Sichtbeton und zahlreiche Holzelemente

sind von außen zu erkennen und

setzen sich bei der Rezeption und in den 77

Gästezimmern fort. Das Restaurant empfängt

mit rustikalen Tischen und Bänken,

Schaukelstühlen und einer direkten Verbindung

zu den angrenzenden Dünen. Die

Möbel im kompletten, nach dem Nachhaltigkeitskodex

zertifizierten Hotel wurden

aus nachhaltigem Baumaterial, zum Teil aus

recyceltem Teakholz gefertigt.

Als das Traditionshotel vor rund sechs Jahren

saniert, erweitert und konzeptionell neu

ausgerichtet wurde, war es den Besitzern

vor allem ein Anliegen, dass sich die Gäste

bereits in den Innenräumen mit der Umgebung

verbunden fühlen. Seitdem wurde es

immer weiter entwickelt und nun auch mit

großzügigen Glasfassaden ausgestattet,

die Drinnen und Draußen miteinander verschmelzen

lassen. Auf der nordwestlichen

Seite erlauben die über drei Meter hohen

Schiebefenster cero von Solarlux Panoramablicke

in die grüne Umgebung des

Kurorts. Diese fungieren als Balkontüren

und vergrößern dank schlanker Profile und

schwellenloser Bodenschiene die Zimmer

optisch. Im Restaurant „Sandkulinarium“

haben sich die Besitzer für eine Glas-Faltwand

von Solarlux entschieden, die sich

über neun Meter komplett zur Terrasse öffnen

lässt. So wird der Gastraum bei gutem

Wetter mit der umgebenden Natur verbunden

und die frische Meeresluft kann auch

im Innenraum genossen werden.

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46


Schauraum

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47


Schauraum

Bioboden – leistungsstark und designreich

Alleine schon aufgrund der großen Fläche beeinflusst der Bodenbelag das Ambiente

eines Hotels maßgeblich. Die Anforderungen sind hoch: Er muss komfortabel,

langlebig und wirtschaftlich sein, ein wohngesundes Raumklima und eine

angenehm leise Raumakustik unterstützen.

Daher haben sich die Betreiber des Altstadt Hotel

Bielefeld bei der Renovierung der Gästezimmer für

den schadstofffreien und dauerelastischen PURLINE

Bioboden von wineo entschieden. Der nachhaltige

Bodenbelag weist zahlreiche internationale Umweltsiegel

und Zertifizierungen auf und glänzt neben

seinen ausgezeichneten technischen Eigenschaften

auch mit authentischen Designs.

Die Basis des hochwertigen Polyurethanbelags ist der

Hochleistungsverbundwerkstoff ecuran von Windmöller.

Dieser wird zu einem überwiegenden Teil aus

Pflanzenölen wie Raps- oder Rizinusöl und natürlich

vorkommenden, mineralischen Komponenten wie

Kreide hergestellt. Ohne Zusatz von Chlor, Weichmachern

oder Lösungsmittel. Das macht ihn nicht

nur herausragend nachhaltig, sondern ebenso widerstandsfähig

und langlebig. Im Brandfall entstehen keine

toxischen Gase und die Qualmbildung ist minimal.

Der Bioboden punktet ebenso in Sachen Wirtschaftlichkeit,

da er einfach zu reinigen und der Pflegeaufwand

minimal ist. Nach der Zimmerrenovierung

wurden im Altstadt Hotel Bielefeld weitere 350 Quadratmeter

PURLINE, in dunkelgrauer Betonoptik,

auch in Lobby und Empfang verlegt.

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48


Schauraum

Gutsboden

Der 3-Schicht Gutsboden Eiche Chateaux,

aus der HAFRO Designkollektion SURFACE

GEHACKT, ist ein Holzboden, der seine Geschichte

mit Charakter und Individualität

erzählt: Handgebürstet und handbehauen

vermittelt er die Optik von alten, belebten

Oberflächen.

Der Nut & Feder-Boden mit Fase spiegelt

Emotionen in lebendigen Mustern, in Natürlichkeit

und in einem perfekten Design

wider. Ein wunderschöner Naturboden im

Format 2200 x 260 x 15 mm mit einer Nutzschicht

von ca. 4 mm, der mit einer Oberfläche,

die geräuchert und gebrauchsfertig

oxidativ Natur geölt ist, für ein warmes, angenehmes

Raumklima sorgt.

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49


Schauraum

Neue Maßstäbe

Hargassner Heiztechnik startete 1983 als Pionier für nachhaltige Biomasse-Heiztechnologie.

Heute zählt der Hersteller von Biomasse-Heizanlagen europaweit zu

den wichtigsten Playern der Branche. Mit der neuen Energy World, dem Schulungs-

und Kundenzentrum am Firmenstandort Weng im westlichen Innviertel,

setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in puncto Ausstattung und Atmosphäre.

Zum Neubau gehören ebenfalls ein neues

Mitarbeiterrestaurant, neue Büro- und

Besprechungsräume und sogar ein Kinosaal.

Für die Ausstattung des Mitarbeiterrestaurants

sowie der Schulungs- und

Besprechungsräume hat sich der Heizanlagenspezialist

für Objektmöbel von Selmer

entschieden. Tische und Stühle der A-Collection,

die Modelle break und ray, die Polstersessel

crona sowie die Barhocker fina

unterstreichen die moderne Architektur der

Hargassner Energy World.

Offenes Raumkonzept

In der neuen Energy World gehen Büro- und

Schulungsräume, Showroom und Mitarbeiterrestaurant

fließend ineinander über.

Ein durchdachtes architektonisches Konzept

verbindet das Gefühl von Natur und

Modernität. Die offene Architektur fördert

Begegnung und Kommunikation. Das Mitarbeiterrestaurant

lädt Mitarbeiter und Schulungsgäste

zum Verweilen ein. Mit einem

modernen gastronomischen Konzept und

viel Liebe zum Detail setzt Hargassner ein

zukunftsweisendes Konzept um, von dem

das eigene Team und Partner gleichermaßen

profitieren. Auch das Schulungszentrum hält

den Vergleich mit den allerbesten Seminarhotels

des Landes stand und das großzügige

Entree bringt Besucher zum Staunen.

Objektmöbel weit ab vom Standard

Die Objektmöbel für die neue Energy World,

welche Selmer zusammen mit dem Kunden

nach dessen Vorstellungen individualisiert

hat, greifen Holz als Rohstoff für Biomasse-Heizanlagen

auf und verbinden das ursprüngliche

Material gekonnt mit modernen

Akzenten aus Metall. Gebürstete, geölte

Hölzer und eine moderne Formensprache

sorgen für eine perfekte Übereinstimmung

mit dem architektonischen Konzept des

Neubaus. Auch Sonderwünsche in der Funktionalität

der Objektmöbel wurden integriert

und sorgen für ein Höchstmaß an Komfort.

Selmer GmbH

T +43 (0)6216 20210

info@selmer.at

www.selmer.at

50


Schauraum

Viele Köche verderben den Brei

Worauf dieses allseits bekannte Sprichwort basiert, ist überall dort

zu sehen, wo viele „Köche“ ihr eigenes „Süppchen“ kochen. So auch

im Innenausbau, wo vor allem Koordination und Flexibilität gefragt

sind, viele „Köche den Brei“ aber recht ordentlich verderben können.

Die Alternative „alles aus einer Hand“ hört sich nicht nur gut an,

sondern bietet ganz automatisch wesentliche Vorteile, die Grundlage

und Voraussetzung für das Gelingen eines jeden Projektes sind.

Als Komplettanbieter im Innenausbau ist das Unternehmen ewos

in der Lage, alle Abläufe eines Projektes perfekt aufeinander abzustimmen.

In seinen Schwerpunktbereichen Einrichtung, Akustik,

Fenster, Türen und Böden agiert das Unternehmen mit fachkundigen,

motivierten Mitarbeitern, die als eingespieltes Team für das

Gelingen eines jeden Projektes sorgen. Dabei ist die Ausrichtung

des gewünschten Designs unerheblich. Ob traditionell oder modern,

ewos ist auf die Individualität seiner Kunden spezialisiert

und fertigt Maß-Möbel auf höchstem, handwerklichem Niveau. Ein

weiterer Vorteil für die Kunden sind die vorhandenen Kapazitäten,

durch die das Unternehmen auch Großprojekte gewissenhaft und

professionell abwickeln kann.

ewos GmbH | srl

T +39 0473 831844

info@ewos-group.com

ewos@pec.it

www.ewos-group.com

www.hotelstyle.at

51


Schauraum

Ein Haus mit langer Geschichte

Das 4-Sterne Hotel Traube am See liegt zentral in Friedrichshafen, nur wenige

Meter vom Bodenseeufer entfernt. In den zwei unterirdisch verbundenen Gebäuden

„Stammhaus“ und „Haus Seeblick“ sind 94 Zimmer in unterschiedlichen

Kategorien verfügbar.

Über die Jahre wurde das Haus, das seit 1800 besteht,

in regelmäßigen Abständen vergrößert und erweitert.

Die letzten Maßnahmen fanden vom Frühjahr

2018 bis April 2019 in mehreren Bauabschnitten statt

und wurden von Bachhuber Contract als Generaleinrichter

durchgeführt. Dabei wurden die Räumlichkeiten

für Frühstück, Lobby, Hotelbar und Tagungen

erneuert oder modernisiert und das Hallenbad sowie

20 Zimmer im neuen Haus Seeblick neu gebaut. Die

Innenarchitektur dafür stammt von Architekt Wolfgang

Eckle in Zusammenarbeit mit der Innenarchitektin

Anita Holzner von Bachhuber Contract.

Das traditionelle Wohlfühlambiente mit warmen Farben,

das bereits für den Wellnessbereich konzipiert

worden war, ist nun in allen neuen Bereichen fortgeführt.

Dabei sind die Zimmer im „Haus Seeblick“

in modernerem, geradlinigem Design ausgestattet.

Eiche-Naturholzböden, individuell gefertigte Möbel,

edle Stoffe und hochwertige Materialkombinationen

strahlen eine besondere Atmosphäre aus.

Auch der großzügige Spa- und Wellnessbereich wurde

umgestaltet: der Übergang zwischen Sauna- und

Ruhebereich und dem neuen Hallenbad mit großer

Fensterfront und Zugang zum Hotelgarten geschieht

nahtlos und schafft so eine vielfältige Spa-Landschaft.

Das Farbkonzept ist vom Seeufer inspiriert:

Erdtöne, natürliche Materialen, Schwemmholz, Sand,

Wasser, Licht und Schatten verschmelzen ganz besonders

im neu entstandenen Bootshaus mit der

natürlichen Umgebung des Hotels. Dieses Haus bietet

außerdem viel Platz für Begegnungen, Rückzug,

Spiele oder Entspannung.

Bachhuber Einrichtungen GmbH

Hotel- und Gaststätteneinrichtungen

T +49 (0)8563 97 86 23

einrichtungen@bachhuber-einrichtungen.de

www.bachhuber-einrichtungen.de

52


Schauraum

Schlafen in der 4. Dimension

25 % der Österreicher schlafen regelmäßig schlecht. Schlafprobleme

und Schmerzen beim Schlafen aufgrund des falschen Schlafsystems

können schwerwiegende Folgen für Körper und Seele haben.

Für einen gesunden Schlaf braucht es mehr als nur eine Matratze

– Schlafkomfort beginnt beim Lattenrost.

Wellinno Schlafsysteme passen sich dank der speziellen Ausgleichstechnik

perfekt an die Körperform an und sorgen für höchsten

Schlafkomfort. Die Grundidee dieses Bettsystems besteht

darin, den menschlichen Körper in allen Schlafpositionen, egal ob

Rücken-, Bauch- oder Seitenlage, optimal zu unterstützen. Da jeder

Mensch seine eigene Liegestellung hat, ist es wichtig, die Einsinktiefe

der Zonenelemente zu regulieren. Dazu kann bei Wellinno das

Ausgleichsseil unterschiedlich stark gespannt werden. Seiten- und

Rückenschläfer sind sich in der Anpassung ziemlich ähnlich. Der

Bauchschläfer hingegen braucht ein viel flacheres Bettsystem. Zur

leichteren Orientierung ist das Ende des Seils in drei farblich unterschiedliche

Bereiche unterteilt. So sorgt das Wellinno Bettsystem

dafür, dass in jeder Schlafposition die Wirbelsäule entlastet wird

und sich Rückenmuskulatur und Bandscheiben im Schlaf optimal

regenerieren können.

Optional ist eine motorbetriebene Variante erhältlich. Hier lassen

sich ganz einfach per Knopfdruck die Grundeinstellungen auswählen.

Die Feineinstellung erfolgt über zwei Extratasten auf der Kabelfernbedienung.

Besonders geeignet für Hotels, die ihren Gästen

eine besonders erholsame Nacht wünschen.

WELLINNO ® ist eine Marke der flexinno GmbH

+43 (0)6541 7956

info@flexinno.at

www.wellinno.at

NATÜRLICH EINZIGARTIG

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Speziell für Hotels und das Gastgewerbe

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Windmöller GmbH | D-32832 Augustdorf

53

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Schauraum

In und mit der Natur entspannen

Inmitten des waldreichsten Gebietes Deutschlands, dem idyllischen Rothaargebirge,

liegt der „Jagdhof Glashütte“, eines der schönsten Landhotels Deutschlands.

Als i-Tüpfelchen sollte ein neuer Deep-Forest-Spa-Bereich das von der

Natur inspirierte und mit fünf Sternen klassifizierte Wohlfühlkonzept ergänzen.

Das Interior-Design-Büro Bachhuber Geissinger

nahm in Zusammenarbeit mit dem Architekturkeramikspezialisten

Agrob Buchtal die Herausforderung

zum Umbau an. Sie renovierten den in die Jahre gekommenen

Schwimmbad- sowie Saunabereich und

schufen mit ausgewählten Materialien einen Entspannungsbereich,

der das Thema „Jagdhof“ modern interpretiert

und gleichzeitig Bewährtes integriert.

Besonders ins Auge fällt die große Felswand, die bereits

integraler Bestandteil der früheren Anlage war

und unbedingt erhalten werden sollte. Die natürlich-archaische

Anmutung dieser Felswand bildete die

Basis der Neugestaltung und wurde in abstrahierter

Form mithilfe hochwertiger Keramikfliesen der Serie

Quarzit auf die gesamte Anlage, insbesondere aber

auch auf das Schwimmbecken selber übertragen. Das

Ergebnis ist beeindruckend, denn es kommt selten vor,

dass in einem Hotelschwimmbad ein vom Standard

abweichendes Fliesenformat (hier 25 x 50 Zentimeter)

eingesetzt und gleichzeitig funktionale Anforderungen,

wie zum Beispiel die Trittsicherheits-Klassifizierung

R11/B, so ästhetisch realisiert werden.

Und auch einem ganz besonderen Wunsch des Inhaber-Ehepaares

konnte entsprochen werden: Die Spezialisten

vom Architektenservice des Keramik-Herstellers

ermöglichten es, dass das Logo des Hotels

in den Beckenboden des Schwimmbades aufgenommen

werden konnte. Dafür wurden einzelne Fliesenelemente

per Wasserstrahltechnik Millimeter genau

zugeschnitten und anhand des mitgelieferten selbsterklärenden

Verlegeplans in den Boden eingefügt.

Die Serie Quarzit verbindet eine ausdrucksstarke Anmutung

mit den Vorzügen von Keramik. Dezent integrierte

Glanz- und Glimmerpartikel unterstreichen

diese natürliche Eleganz und verleihen der Fliese

optische Tiefe und einen unverkennbaren Charakter.

Durch das breite Angebot an Farben, Formaten und

Trittsicherheiten ist Quarzit sowohl für öffentliche

als auch für wohnnahe Bereiche geeignet – ein Vorzug,

der im Jagdhof Glashütte kreativ zum Tragen

kam. So wurde zum Beispiel der beidseitig sichtbare

Kamin ebenfalls mit Fliesen der Serie gestaltet, die

sich darüber hinaus als architektonisches Bindeglied

auch auf dem Boden sowie der gesamten Treppenanlage

finden. Und auch die Böden in den Spa-Badezimmern

überzeugen mit Fliesen der Serie Quarzit im

repräsentativen Format 60 x 60 Zentimeter.

AGROB BUCHTAL

Ansprechpartner in Österreich siehe

www.agrob-buchtal.de

(Rubrik Kontakte)

54


Schauraum

TiPOS KASSENSYSTEME.

Alles aus einer Hand. Maßgeschneidert. Bedienerfreundlich.

TiPOS MEINbusiness

BONUS App

Lager App

Hotelbegleiter

Digitale Werbung

Ticket Monitor

Küchenmanager

SB-Terminal

Live-Kennzahlen App

Hotel-Schnittstellen

Table Champ

www.hotelstyle.at

WWW.TiPOS.AT

Wir entwickeln, um Sie zu begeistern.

55


Schauraum

Elektronischer

Hotelbegleiter

Die Kassenspezialisten von TiPOS gehen in

einer Zeit immer fortschreitender Digitalisierung

den nächsten Schritt. Im ersten Step

speziell für Hotels geplant, wird gerade eine

App entwickelt, die den Gästen während des

gesamten Hotelaufenthaltes treu zur Seite

steht. Damit können sie Spa-Behandlungen

buchen, nebenbei ihren Tisch im Restaurant

reservieren, oder sich einen Cocktail zur

Liege bestellen. Benötigt wird dafür einzig

und allein ein Smartphone – und wer hat das

heutzutage nicht ohnehin immer dabei?

Die App wird beim Check-In im Hotel für

den Kunden aktiviert und bleibt dann für

den gesamten Aufenthalt aktiv. Der Gast

kann damit auf dem gesamten Hotelareal

Bestellungen tätigen, Veranstaltungen oder

Behandlungen buchen, reservieren und bargeldlos

bezahlen.

Aber auch in der Gastronomie will TiPOS den

Aufenthalt für die Gäste komfortabler gestalten.

Ähnlich wie bei dem Hotelbegleiter

kann der Gast mit seinem Smartphone direkt

am Tisch bestellen oder aber auch den Kellner

rufen, falls er zahlen will. Der Gastronom

spart somit Zeit und Personal und der Kunde

fühlt sich bestens versorgt.

TiPOS GmbH

T +43 (0)1 258 47 65

F +43 (0)1 258 47 65 250

office@tipos.at

www.tipos.at

Zeit für nachhaltige

Veränderung

Das österreichische Familienunternehmen

Decor Service Fortmüller GmbH versorgt

die Gastronomie und Hotellerie mit über

2.000 verschiedenen Qualitätsprodukten

aus dem Non-Food-Bereich. Das Thema

Nachhaltigkeit nimmt dabei eine immer

wichtigere Stellung ein und die Nachfrage

nach umweltfreundlichen Lösungen wächst

mit jedem Tag.

Mit der neuen Produktlinie Naturally leistet

der Betrieb nun einen maßgeblichen

Beitrag zum Schutz der Umwelt, der Natur

und des Klimas: Das Naturally - Sortiment

umfasst eine große Auswahl an Einwegprodukten,

die ausschließlich aus nachwachsenden

Rohstoffen hergestellt werden, wie

etwa Holz, Bambus und Mais. Dazu zählen

Fingerfood Schalen, Tüten und Bestecke

aus FSC® zertifiziertem Holz, Bambusartikel,

Bio Kartonbecher, Papiertrinkhalme, sowie

Bestecke und Trinkhalme aus dem Bio

Kunststoff PLA. Auch die Verpackungen

der Artikel werden künftig umweltschonend

produziert. Damit steht den Kunden

eine Komplettlösung an umweltfreundlichen

Einwegartikeln zu Verfügung, die zudem

allesamt den gesetzlichen Anforderungen

entsprechen.

Decor Service GmbH

T +43 (0)3476 2894

office@decorservice.com

www.decorservice.com

© Barbara Majcan

56


HS/3

Bei über 800

Hotels in

Österreich im

Einsatz

Schauraum

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57


© Leonid Nyshko

FOOD & BEVERAGE TRENDS


Mythos Regionalität

© alicja neumiler

Warum regional?

Regionale Produkte sind gefragt – aber, warum eigentlich? Eine aktuelle

Studie zum „Mythos Regionalität“ geht der Frage auf den Grund, was

Österreicher mit dem Begriff „regional“ verbinden. Regionalität in der

Gastronomie ist außerdem Thema mehrerer aktueller Studien und Initiativen

in Österreich.

Tausend Österreicherinnen und Österreicher

haben 2019 an der Online-Befragung

von INTEGRAL und T-FACTORY zum Mythos

„Regionalität“ teilgenommen. Zusätzlich

wurden – getrennt nach Geschlecht

– jeweils sechs Teilnehmer in Form einer

zweistündigen Gruppendiskussion befragt.

Wozu brauchen wir Regionalität?

Mehr als 80 Prozent der Befragten bezeugten

ein starkes Interesse am Thema

Regionalität und regionale Lebensmittel.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Frauen

verbinden mit „Regionalität“ demnach

vorwiegend Umweltfreundlichkeit, Transparenz

und die Förderung der regionalen

Wirtschaft, besonders in Bezug auf kleinere

Betriebe. Männer assoziieren vermehrt

besondere Frische, aber auch Begriffe wie

Heimat und Sinn.

Insgesamt geht aus der Grundlagenstudie

hervor, dass Konsumenten in einer als

bedrohlich empfundenen Zukunft nach

Orientierung suchen. In diesem Zusammenhang

wird Regionalität die Hoffnung

auf eine lebenswerte Umwelt, eine Schutzzone

für die Familie und einen besonders

guten Geschmack – nicht zuletzt auch als

Zeichen eines überlegenen Bewusstseins –

zugesprochen.

Was ist regional?

Doch was sind „regionale“ Produkte? Gemeint

sind allgemein Produkte aus dem näheren

Wohnumfeld, wobei der Radius deutlich

schwankt. Zudem werden oft frische

Produkte wie Eier, Brot, Gemüse, Milchprodukte,

Fleisch und Obst assoziiert. Im

Großen und Ganzen verstehen Österreicher

unter Regionalität aber auch einfach Produkte

aus Österreich. So sind etwa für den

Wiener Produkte aus Vorarlberg regional,

solche aus dem näheren Ausland aber nicht.

Darüber hinaus können auch Produkte aus

internationalen Regionen dazuzählen, wenn

hier ein „regionales Qualitätsversprechen“

gegeben wird. Das heißt, Konsumenten

erwarten, dass regionale im Gegensatz zu

industriellen Produkten frei von Gentechnik

sind und hohen Standards in Bezug auf Hygiene,

Tierhaltung usw. entsprechen.

60


Mythos Regionalität

Teuer ist gut

Max Hiegelsberger, Landesrat Oberösterreich

und selbst Landwirt bestätigt: „Die

Gäste spüren und schmecken die Zusammenarbeit

mit heimischen BäuerInnen, aber

auch die Pflege der echten österreichischen

Gastlichkeit. Top-Qualität, Regionalität,

Saisonalität und Frische der Produkte sind

Markenzeichen unserer landwirtschaftlichen

Betriebe und auch der Gastronomie.

Dafür gibt es auch eine größere Zahlungsbereitschaft

bei den Gästen – und so profitieren

Wirt und Bauer.“

Auch laut Studie sind Konsumenten durchaus

bereit, einen rund 10 bis 20 % höheren

Preis zu zahlen. Nicht nur in Österreich übrigens.

Ein hoher Preis bei regionalen Produkten

ist aus Sicht vieler Konsumenten

beispielsweise auch in den USA kein Hinderungsgrund

und wird im Gegenteil oft sogar

als wichtiges Qualitätsmerkmal wahrgenommen.

Zu dem Ergebnis kommt eine Studie

der Indiana University Kelley School of Business

und drei andere US-Universitäten.

Wer sucht Regionalität?

Zielgruppe für regionale Produkte sind

laut Studie zum einen Etablierte und Performer.

Wesentliche Motive sind für diese

zum einen der Anspruch auf Status und

Prestige aufgrund persönlicher Leistungen

und Verdienste, zum anderen aber auch

die Übernahme von Verantwortung für die

kommenden Generationen. Das Angebot

„Regionalität“ kommt dieser Zielgruppe

besonders dann entgegen, wenn es um die

Wertschätzung von Tradition, die Entdeckung

des Besonderen im Nahbereich und

die Demonstration des überlegenen Geschmacks

geht.

© Linharterhof / Christine Höflehner

Echtes Bauernfrühstück

Im Linharterhof in Haus im Ennstal können Gäste Urlaub am Bauernhof erleben. Zum

Frühstück gibt es authentische Gaumenfreuden aus der Region Schladming. Viele

Produkte wie Käse, Milch, Joghurt, Bauernbrot, Kräutertees sowie verschiedene Säfte

stammen sogar vom eigenen Hof. Dazu gibt es hausgemachte Aufstriche und Marmeladen

von Oma Greti. Serviert werden die lokalen Köstlichkeiten in der urigen Zirbenstube

– natürlich in echter Gmundner Keramik.

On Zimmer mit Frühstück, Ferienwohnung oder Almchalet – vermittelt werden soll echtes

Lebensgefühl am Bauernhof und nicht zuletzt auch ein Stück der eigenen Heimat.

Linharterhof in Haus im Ennstal

www.linharterhof.at

Eine weitere Zielgruppe sind Postmaterielle

und Konservative. Für diese zählt laut Studie

Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung

ebenso wie Nachhaltigkeit, Ökologie

und soziale Gerechtigkeit. Mit Regionalität

werden zum einen ökologische Sicherheit

und Nachprüfbarkeit verbunden, zum anderen

aber auch die Erdung durch Heimat.

Als dritte Zielgruppe definiert die Studie

Adaptiv-Pragmatische und die Bürgerliche

Mitte. Ihnen geht es um angemessenen

Wohlstand, Sicherheit und Verankerung.

Regionalität erweckt dabei zum einen das

Vertrauen in gesunde und allgemein wertgeschätzte

Produkte, zum anderen bedeutet

sie aber auch die Zugehörigkeit zur

Heimat und die Abgrenzung gegenüber äußeren

Bedrohungen.

u

wiss’n, wo’s herkimmt

„Wir sind ein bisserl anders als die Anderen“, erklären Claudia und

Erwin Domenig vom Seehotel Kärntnerhof am Weissensee. Die Hoteliers

begnügen sich dabei nicht nur mit dem Wissen, den größten

Seegrund direkt am Wasser zu haben, sondern zeigen sich bewusst

gemütlich, persönlich, regional und geerdet.

Vom Dorfbäcker kommt täglich das frische Gebäck. Die hausgemachten

Marmeladen wie Holler-Mandel oder Berg-Kuddel-Muddel

stammen vom Bauern nebenan, der Bienenhonig von den benachbarten

Stöcken und die Milch- und Milchprodukte kommen von der

Kärntner Milch. Berg- und Almkäse werden von Hermagor geliefert,

Hirschsalami, Speck, Verhackerts, Hauswürstl und hausgemachter

Schinken aus Greifenburg und die hausgebackenen Kuchen macht

die Oma.

© Thomas Stuppacher

Seehotel Kärntnerhof am Weissensee

www.kaerntnerhof.at

www.hotelstyle.at 61


Mythos Regionalität

© Hotel Bären Bregenzerwald

Regional und hausgemacht

Im Hotel Bären in Vorarlberg stehen die einfachen und guten Dinge im Mittelpunkt:

natürliche und echte Materialien, handgefertigte Möbel aus dem Bregenzerwald, lokale

Erzeugnisse und gesunde Produkte in der Küche. Das regionale Superfrühstück

ist inzwischen weit bekannt. Gutes Brot vom Dorfbäcker, frisches saisonales Obst,

hausgemachte Aufstriche, Müsli und regionale Spezialitäten, sowie das vegane und

glutenfreie Angebot sind gute Gründe morgens aufzustehen. Im gemütlichen Café

Deli werden Slow Food, hausgemachte Kuchen und Specialty Coffee serviert und

auch entsprechend für den Gast präsentiert.

www.baerenmellau.at

Vom Bauern nebenan

Am regionalen Frühstücksbuffet im Hotel Der Freiraum im burgenländischen Güssing

finden Gäste erlesene Köstlichkeiten von Produzenten und Bauern aus der

Region. Obst und Gemüse sind frisch geerntet, Brot und Mehlspeisen gerade erst

gebacken und die Aufstriche und Säfte handgemacht. Und natürlich kommen auch

die Eier frisch von Nachbars Huhn. Freiraum bedeutet hier sowohl Genuss des regionalen

Raums als auch die Freiheit, diesen bei einem Langschläfer Frühstück bis elf

Uhr gerne auch einmal bis in den späten Vormittag auszudehnen.

Hotel Der Freiraum in Güssing

www.der-freiraum.at

© Karl Schrotter

Regionalität in Gastronomie

und Tourismus

Für die Vermarktung des eigenen regionalen

Angebotes bedeutet das wohl auch,

dass es Sinn macht, zu differenzieren und

nicht nur die geografische Nähe der Produkte

hervorzuheben, sondern – je nach

Zielgruppe – durchaus auch die traditionelle

Fertigung, die Naturverbundenheit des

Herstellers oder die besondere Qualität der

nur in kleiner Stückzahl hier exklusiv erhältlichen

regionalen Erzeugnisse. Besonders

gut gelingt die zielgerichtete Präsentation

regionaler Erzeugnisse bereits in der heimischen

Hotellerie. Hier finden Gäste zumeist

regionale Besonderheiten oder rustikale

Bauernecken im Rahmen des Frühstücksbuffets.

Und auch die Speisekarte für den

Abend bietet ausreichend Gelegenheit, regionale

Erzeugnisse hervorzuheben.

Noch nicht flächendeckend angekommen

ist dagegen der Wert regionaler Produkte in

der Gastronomie. Deshalb wurden in jüngster

Zeit mehrere Initiativen ins Leben gerufen.

Mit dem Projekt „Salzburg schmeckt“

möchten etwa die Salzburger Unternehmen

Gasteiner Mineralwasser, Hofbräu Kaltenhausen

sowie das Agrarmarketing Salzburg

aktuell regionale Besonderheiten auch in

der Salzburger Gastronomie sichtbar machen.

Und für Spitz, Gmundner Milch und

Zipfer untersuchte Marketagent.com im

Frühling 2019 explizit die Bedeutung von

Regionalität in der oberösterreichischen

Gastronomie und im Handel. Dabei zeigte

sich, dass vor allem Eier, gefolgt von Fleisch

und Wurstwaren vor Obst und Gemüse, aus

regionaler Herkunft gefragt sind – im Handel

allerdings mehr als in der Gastronomie.

62


Food-Trends

Brauche ich für frisches

Wild einen Jagdschein?

Wenn Sie bei AGM auf

die Pirsch gehen, nicht.

Hirschrücken, Wildschweinracks, Rehgulasch, Wildhasenkeulen – endlich hat frisches Wild wieder Saison und AGM serviert Ihnen die Vielfalt an

Spezialitäten aus heimischen Wäldern: am Stück, portioniert, frisch oder tiefgekühlt. Und dazu gibt‘s passende Beilagen und Qualitätsweine

für jeden Geschmack und jedes Budget. Was alle wild auf Wild macht, entdecken Sie ab 26.08.2019 in unserem Wild-Spezial oder auf agm.at

WIR VERSTEHEN UNS.

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Martin Dicker

Mehr Platz für

Regionales

Das Natur- und Wellnesshotel Höflehner****Superior auf 1.117 m hoch

über dem Ennstal bietet eine saisonal regionale Naturküche, die u.a. mit

zwei Falstaff Gabeln ausgezeichnet wurde. Im Zuge der jüngsten Um- und

Ausbauten wurden auch die Küche und der Buffet-Bereich vergrößert. Wir

sprachen mit Küchenchef Martin Dicker über das neue Platzangebot und

über die Bedeutung von Wald, Wild und Wiese für die Menügestaltung.

Was war Ihnen bei der Vergrößerung der

Küche besonders wichtig?

In einer modernen Küche müssen die Arbeiten

reibungslos ablaufen. Für mich war es

wichtig, dass wir ausreichend Platz haben,

um perfekte Menüs zu kochen und neben

dem Gourmet-Menü auch Raum für unsere

Fine Dining Menüs haben. Für die Mitarbeiter

soll ein angenehmes und entspanntes

Arbeiten möglich sein.

Fotos: René Strasser

Worauf wird Ihrer Erfahrung nach bei

der Planung von Hotelküchen generell

oft noch zu wenig geachtet?

Oftmals wird unterschätzt, wie viel Stauund

Lagerraum bzw. Kühlladen in einer Küche

benötigt werden, um möglichst kurze

Arbeitswege zu gewährleisten.

Was waren die Anforderungen an den

neuen Buffetbereich?

Der Buffetbereich soll freundlich und hell

sein, man muss sich sofort wohlfühlen und

es muss ausreichen Platz zur Verfügung

sein, um die Speisen ansprechend zu präsentieren.

Und auch der Gast muss ausreichend

Platz haben, um in Ruhe zu gustieren.

Wichtig war uns auch, dass wir einen

Buffetbereich für unsere kleinsten Gäste

schaffen, wo sie mit niedrigerer Buffetfläche

ihr Essen ohne Hilfe eines Erwachsenen

holen können. Weiters haben wir als zusätzliches

Angebot einen Pizzaofen in den Buffetbereich

integriert.

Was sind die kulinarischen Besonderheiten

der neuen Buffetlandschaft?

Wir haben viele regionale Köstlichkeiten,

die in unserer neuen Buffetlandschaft jetzt

ausreichen Platz haben. So gibt es zum Beispiel

beim Frühstücksbuffet eine Bauernecke

mit Spezialitäten unserer Landwirte

aus der Region.

Das Hotel Höflehner verfügt außerdem

auch über ein eigenes Wildgehege inklusive

Schlachtung und Lagerung vor Ort.

Was bedeutet das für Ihr Speisenangebot?

Im Herbst haben wir jedes Jahr Wildwochen,

in denen wir neben unseren Hausgästen

auch zahlreiche regionale Gäste begrüßen

dürfen. Auf der Karte finden sich natürlich

die Gustostückerl, aber auch ausgefallenere

Gerichte ein wenig neu interpretiert.

Unsere Hausgäste verwöhnen wir beim

Gourmet Menü am Abend regelmäßig mit

unterschiedlichsten Wildgerichten.

Welche Rolle spielt die Nähe zum Wald?

Verwerten Sie auch Pilze und andere

Waldfrüchte aus der Umgebung?

Für unsere Naturküche steht die Regionalität

und saisonale Produkte an oberster

Stelle. Pilze und Waldbeeren stehen bei

uns genauso am Speiseplan wie heimische

Früchte und Produkte vom Bauernhof.

64


Martin Dicker

Eierschwammerl-Gulasch

Schweinsbraten Ravioli mit Paprika Spitzkraut

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 kg Eierschwammerl

1 Paprika (rot)

100 g Butter

2 EL Paprikapulver (edelsüß)

1 Schuss Weißwein

250 ml Suppe

Olivenöl

100 g Sauerrahm

Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Mehl

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen

und fein hacken. Die Paprika in feine

Würfel schneiden und Eierschwammerl

putzen und eventuell halbieren.

In einem Topf Butter erhitzen und die

Zwiebeln und Paprika anrösten, Paprikapulver

darüber geben, kurz anbraten

und mit Weißwein ablöschen.

Die Eierschwammerl in einer Pfanne mit

Olivenöl ebenfalls kurz anbraten, danach

zu den anderen Zutaten in den Topf geben.

Knoblauch hinzufügen und mit Salz und

Pfeffer abschmecken. Zum Binden ein

wenig Mehl mit Wasser verrühren und

im Topf unterrühren.

Zum Verfeinern Sauerrahm glattrühren

und nach Belieben verfeinern.

Für den Teig:

150 g Hartweizengrieß

110 g Dotter

1 EL Olivenöl

Prise Salz

Für die Fülle:

250 g Schweinebauch vom Wildschwein

Kümmel, Salz, Pfeffer

Knoblauch, fein gehackt

Cayennepfeffer

Dijonsenf

1 Löffel Sauerrahm

Für das Paprika Spitzkraut

ca. 200 g Spitzkraut

½ roten Paprika

½ gelben Paprika

1 Schalotte

50 ml Weißwein

Paprikapulver, Salz und Pfeffer

Schnittlauch

Alle Zutaten für den Teig vermengen und

mit dem Knethaken mindestens 10 Minuten

bei mittlerer Stufe durchkneten lassen.

Zugedeckt eine Stunde im Kühlschrank

rasten lassen.

Den Schweinebauch im Ganzen mit den

Zutaten (außer Sauerrahm) marinieren und

drei Stunden einziehen lassen. Danach bei

160 Grad bei Ober- und Unterhitze eine

Stunde im Ofen schmoren. Abkühlen lassen

und fein hacken, einen Löffel Sauerrahm

beimengen und abschmecken.

Den Teig dünn ausrollen und die Ravioli

formen. Leicht gesalzenes Wasser zum Köcheln

bringen und die Ravioli sechs Minuten

darin ziehen lassen (nicht kochen).

Das Spitzkraut in feine Streifen schneiden.

Paprika und Schalotten in kleine Würfel

schneiden und in einer Pfanne mit Öl anschwitzen.

Spitzkraut beigeben und kurz mit

anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, Paprikapulver

nach Belieben beigeben und mit

Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem

Schnittlauch bestreuen und servieren.

www.hotelstyle.at

65


Jan Vostrovsky

Fotos: STOCK resort

Nachhaltigkeit

wird aufgeSTOCKt

Ein kleines Restaurant im Zillertal wuchs im Lauf der Jahre zu einem

5-Sterne-Luxus-Resort für 300 Gäste mit rund 80.000 Nächtigungen pro

Jahr. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgskonzeptes im STOCK resort sind

Nachhaltigkeit und Freundlichkeit.

Von Anfang an setzte der Betrieb auf eine

enge Kooperation mit den Bauern aus der

unmittelbaren Umgebung. Und mit dem Resort

wuchs auch die Vielfalt der regionalen

Lebensmittel. Nach wie vor setzt STOCK

auf die hohe Qualität der regionalen Produkte.

Man kocht regional und saisonal.

Und auch „Waste“ ist ein für das Best Wellness

Alpine Hotel wichtiges Thema. Abfälle

werden weitgehend vermieden und Speisereste

finden dank der BioTrans-Speiseverwertung

als Biogas neue Verwendung.

66


Jan Vostrovsky

Küchenchef Jan Vostrovsky ist schon seit 15

Jahren im STOCK resort tätig. Er legt selbst

sehr viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit

mit den regionalen Produzenten. Ganze

sechs Mal in einer Woche wird das Haus

beliefert. Somit ist jeden Tag die Frische der

Produkte garantiert. Zusätzlich ist ein großer

Bestandteil von alltäglichen Lebensmitteln

wie Zwiebeln, Karotten oder Kartoffeln

in den modernen Aufbewahrungskammern

vorrätig. Und um den Gästen jeden Wunsch

zu erfüllen, werden auch Lebensmittel verwendet,

die nicht der Saison entsprechen,

auch um die Vielfalt der Gerichte zu unterstützen.

Wirtschaftliches Kochen und der

korrekte Umgang mit Lebensmitteln stehen

auch hier im Vordergrund. Das eingespielte

Küchenteam von 35 Mitarbeitern bringt

sich bei den Gerichten ein und gemeinsam

entstehen ausgefallene und schmackhafte

Menüs. Wir sprachen mit dem sympathischen

Küchenchef über Hausmannskost

und das heikle Thema Allergene.

Ihre Küche steht für Qualität und Regionalität.

Wie würden Sie das Konzept

dahinter beschreiben?

Einheimisch – gemischt. Es werden Lebensmittel

der Umgebung verwendet und internationale

Gerichte aller Art damit gekocht. Wir

bieten ein breites Spektrum an Gerichten an –

von Sushi bis zu Schnitzel ist alles vorhanden.

Was bedeuten für Sie die Begriffe

regional und saisonal?

Butter, Milch, Topfen, Fleisch, Kartoffel und

vieles mehr beziehen wir von den Bauern

der Umgebung – daher wird Regionalität

bei uns groß geschrieben. Saisonal wird

bei uns auch gekocht. Wir verwenden aber

im Winter auch Lebensmittel, die nicht der

Jahreszeit entsprechen.

Wie wichtig ist Ihnen und den Gästen

die Qualität der Produkte?

Sehr wichtig. Ohne das perfekte Produkt

wird das exquisiteste Gericht auch nur ein

Essen. Unserer Gäste schätzen die hochwertigen

Produkte, das macht uns aus.

Ist gesunde Ernährung bei den

Gästen ein Thema?

Ja absolut. Der Trend geht immer mehr in

die Richtung. Die Menschen beschäftigen

sich jetzt mehr mit der Ernährung und der

Herkunft der Produkte. Ich persönlich finde

das gut!

Wie gesund ist traditionelle Hausmannskost?

Und ist diese beliebt?

Gesund wäre das falsche Wort. Früher

musste man viel arbeiten, da war das Essen

als Energie- und Kraftspender gedacht und

wurde besser verwertet. Heutzutage gilt

Hausmannskost als eher deftiges Essen, das

in der kälteren Saison auf Anklang stößt.

Was ist ein typisches

Tiroler-Hausmannskost Gericht?

Zillertalerkrapfen – das sind Teigtaschen

mit einer Kartoffel-Graukäsefülle. Eine sehr

schmackhafte und deftige Speise.

Wird bei der großen Auswahl an Leckereien

in dem Hotel auch auf die schlanke

Linie geachtet?

Das kommt auf die Jahreszeit an. Im Winter

steht der kulinarische Genuss mehr im Vordergrund.

Im Sommer werden Salate und

leichtere Gerichte mehr angenommen.

Wie gehen Sie mit Sonderwünschen, Allergenen

und Unverträglichkeiten um?

Unsere Servicemitarbeiter werden jeden

Abend persönlich von mir geschult, somit

gibt es hinsichtlich der Allergene-Thematik

kein Problem. Ebenso können die Buffetköche

alle Fragen beantworten. Zusätzlich zu

den ausgewiesenen Allergenen gibt es ja

noch viele weitere Allergien und Unverträglichkeiten.

Bestens geschulte Mitarbeiter

und ein persönliches Gespräch mit den Gästen

sind daher immer die beste Möglichkeit,

um Missverständnissen und unangenehmen

Situationen vorzubeugen.

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Wein, Wild & Pilze

© Transgourmet

Wein zu Wild

und Pilzen

Herbstliches Gemüse, Wildspezialitäten und Pilzgerichte stehen

nun wieder österreichweit auf den Speisekarten. Besonders

gerne wird dazu auch ein gutes Glas Wein serviert. Worauf es

beim vollendeten Genuss zu achten gilt und einige Food-Pairing-Tipps

zum Thema haben wir hier zusammengefasst:

Pilzgerichte

Die Wahl der richtigen Weinbegleitung ist

bei Pilzgerichten gar nicht so einfach. Denn

besonders junge Weine mit hohem Tanningehalt

können Pilze metallisch schmecken

lassen. Gute Alternativen sind daher ältere

Jahrgänge. Bei den Rotweinen empfehlen

Experten des Lebensmittelgroßhändlers

Kröswang etwa einen Pinot Noir oder einen

leichten Zweigelt, bei den Weißweinen

weich-samtige Rebsorten, wie einen Weißoder

Grauburgunder.

Besonders harmonisch zu Pilzen überzeugen

Weine mit wenig Säure und einem geringen

Tannin-Gehalt, bestätigen auch die

Sommeliers von Transgourmet. Bei der passenden

Weinbegleitung gelte es aber auch

darauf zu achten, welche Pilzsorte und welche

Zubereitungsart gewählt wurden. Und

auch der Online-Weinhändler Wir Winzer

mit Sitz in München differenziert je nach

Pilzart und Zubereitung:

Zu einer geschmacksintensiven Pilzcremesuppe

aus Champignons, Steinpilzen und

Eierschwammerl wird zum Beispiel ein

leichter Chardonnay empfohlen.

Zu Steinpilzen, in einer Pfanne mit Zwiebel

angeschwitzt, passt wiedrum ein Grüner Veltliner,

besser noch ein Chardonnay oder ein

leichter Weißburgunder wie etwa der Krispel

Weißburgunder Straden, 2018. Zu einem aromatischen

Steinpilzreis kann gerne auch ein

genussvoller Riesling serviert werden.

68


Wein, Wild & Pilze

Zu einem Nudelgericht mit würziger Pilzsauce

überzeugt ein säurearmer und

feinfruchtiger Grauburgunder. Zu Eierschwammerl

„à la Creme“ sind ebenfalls

Grauburgunder, aber auch kräftige Weißburgunder

oder Chardonnay ideal, wobei

der Wein nur einen geringen Holzeinsatz

aufweisen sollte. Konkret wird etwa bei

Transgourmet ein Markowitsch Chardonnay

Schüttenberg, 2017 empfohlen. Wer

Rotwein bevorzugt, kann aber auch einen

leichten, fruchtbetonten Zweigelt oder einen

Pinot Noir mit wenig Tannin dazu genießen.

Zu gebackenen Pilzen darf wiederum ein

Chardonnay mit Holzeinsatz, ein Neuburger

oder Rotgipfler wie der Alphart Rotgipfler

vom Berg, 2018 serviert werden. Rotweinliebhaber

sind hier mit einem Zweigelt oder

einem klassisch ausgebauten St. Laurent

gut beraten.

Zu Gemüsegerichten oder einer Kartoffelpfanne

mit Pilzen kann ebenfalls ein leichter

Rotwein wie der Spätburgunder gereicht

werden.

Und zu leichten bis herzhaften Gerichten,

wie etwa Ravioli mit Pilzfüllung und feiner

Pilzsauce, empfehlen die Weinexperten von

Wir Winzer einen St. Laurent, dessen herbstliche

Duftigkeit nach Schwarzkirschen und

Waldbeeren diese Kombination zu einem

echten Geschmackserlebnis macht.

Wild und Wein

Tiefgekühlt oder aus heimischen Forstbetrieben

ist Wild mittlerweile ganzjährig verfügbar.

Auch veredelt – etwa als Pastete,

© anaumenko

Terrine oder Schinken – ist das edle Fleisch

natürlich auch ganzjährig verfügbar. Zur

Veredelung von Wildbret befragte Kröswang,

der größte Wildhändler Österreichs,

unlängst unter anderem Karl Schmid, der

mit seinem Wildverarbeitungsbetrieb die

deutsche Spitzengastronomie beliefert

und erfuhr dort eine ganz andere Art der

Wein-Wild-Kombination: Um seinen berühmten

Reh-Schinken haltbar zu machen,

ohne die Aromen zu überdecken, hat sich

Schmid für eine ungewöhnliche Methode

entschieden. Statt den Schinken zu räuchern,

bepinselt er ihn regelmäßig mit trockenem

Weißwein. Durch die Säure wird der

Schimmelbildung vorgebeugt und auch der

Salzschärfe die Spitze genommen.

Traditionell wird Wild aber natürlich mit

einem Glas Wein genossen. Und auch hier

gibt der Handel je nach Wildart und Zubereitung

passende Getränkeempfehlungen.

Das Team von G’schickter Wein, das sich

dem Vertrieb von österreichischen Weinen

aus biologisch, nachhaltig oder biodynamisch

zertifizierten Betrieben verschrieben

hat, bestätigt, dass nicht nur Rotwein zum

Wildgericht passt. Wichtig sei vielmehr,

dass weder der Wein die Speise, noch die

Speise den Wein überdecken soll.

Auch bei Transgourmet beobachtet man

neben der klassischen Kombination von

Wild und Rotwein in letzter Zeit immer wieder

auch innovative Food-Pairing-Varianten.

Dies hängt nicht zuletzt auch mit dem

Trend einer weniger deftigen und differenzierten

Zubereitung des cholesterinarmen,

jedoch an Vitaminen und Mineralstoffen

reichen Fleisches zusammen:

Zur Wildterrine wird nach wie vor gerne

Champagner serviert, doch darf es heute

auch gerne einmal ein Moet Grand Vintage

Rosé oder Baron Albert Brut Rosé als Aperitif

zu Wildgerichten sein. Zu rotem Wildfleisch

empfehlen die Sommeliers einen

gereiften Pinot Noir, einen saftigen Sankt

Laurent oder einen mineralisch durchsetzten

Blaufränkischen, etwa vom Leithaberg.

Bei Beilagen wie fruchtig-aromatisiertem

Rotkraut oder glasierten Maroni passen

außerdem die klassischen Bordeauxrebsorten

Merlot und Cabernet und zu deftigen

Schmor gerichten die wuchtigen Rhône-Weine.

Zu einem Hirschrückensteak mit Semmelknödel

und Rotkraut passt laut G’schickter

Wein auch sehr gut ein weicher, fruchtintensiver

Rotwein wie ein Merlot Merlodie

von der Weiberwirtschaft – Car nuntum.

Bei Hirschragout oder Wildschweingulasch

können auch Weine aus der Nebbiolo-Traube

wie Barolo oder Barbaresco eine gute

Wahl sein.

Auch Weißweine machen in Kombination

mit Wildgerichten eine gute Figur, vor allem

körperreiche, im Holz ausgebaute Chardonnays

oder Weißburgunder, aber auch

Rotgipfler oder Zierfandler.

Zu Rehfiletspitzen mit Selleriepüree und

Preiselbeeren oder anderen leicht würzigen,

nicht zu dominanten Wildgerichten

passt, so G’schickter Wein, auch ein Weißburgunder,

zum Beispiel von Tropper aus

dem Vulkanland. Mit seinen Haselnuss Aromen

und den samtigen Fruchtnoten ist er

deutlich weniger dominant und schwer als

ein Grauburgunder und gibt somit auch den

feinen Wildaromen ausreichend Raum.

Und wenn es einmal würziger sein darf,

bewährt sich durchaus auch ein Grüner

Veltliner. Dieser in Österreich mit Abstand

meistangebaute Wein passt beispielsweise

hervorragend zu Hirschsalami, serviert mit

Walnüssen und Blauschimmelkäse. Weine,

die zu samtig und vollmundig daherkommen

können gegen so salzige Partner kaum

bestehen. Ein Tipp des österreichischen

Weinvertriebs ist daher ein säurebetonter

Wein wie etwa ein Wagram Grüner Veltliner

vom Eschenhof Holzer.

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Wein, Wild & Pilze

© Transgourmet

Vegane Gemüsetarte mit Pilzvinaigrette

Zutaten für 4 Personen

2 gepresste Knochblauchzehen

50 ml veganges Joya-Obers

Bio Soja Cuisine

2 große Karotten

2 violette Karotten

2 gelbe Rüben

2 Zucchini

50 g Pinienkerne

1 TS. Enoki-Pilze

1 TS. Austernpilze

1 Zweig Basilikum

1 Zweig Petersilie

Weißer Balsamico

Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl

Für den Teig

220 g Dinkelvollkornmehl

90 g vegane Bio-Margarine

1 TL Salz

ca. 6-7 EL Wasser, mehr nach Bedarf

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel

geben und verkneten. Eine Tarteform fetten

oder mit Backpapier auslegen und den Teig

als Boden hineindrücken. Das Joya-Obers

mit dem Knoblauch, Salz und etwas Pfeffer

mischen und auf dem Boden verteilen.

Das Gemüse waschen und schälen, auf der

Schneidemaschine der Länge nach in dünne

Scheiben schneiden und die Zucchini

ungeschält in Scheiben schneiden.

In einer Pfanne das Gemüse in Olivenöl anbraten

und würzen. Etwas auskühlen lassen.

Nun das Gemüse abwechselnd spiralförmig

aufrollen, bis der Boden belegt ist. Salzen

und mit Olivenöl bestreichen. Bei 200 °C für

ca. 40 Minuten backen.

Die Pilze schneiden und in Olivenöl anbraten,

dann mit weißem Balsamico ablöschen

und abschmecken. Kurz vor dem Anrichten

geröstete Pinienkerne, gehackte Petersilie

und Basilikum unterrühren.

Weintipp: Altenburger Chardonnay vom

Kalk, 2017

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Käse

Mit Käsespezialitäten

den Herbst genießen

Wenn der Herbst ins Land zieht

und das Vieh von den schmackhaften

Weiden auf den Bergen wieder

ins Tal zurückgekommen ist,

was schmeckt an einem schönen

Herbstag besser als der würzige

Tiroler Almen Burger?

Seine spezielle Würze bekommt der Tiroler

Almen Burger durch den würzig-kräftigen

und aromatisch-cremigen Tirol Milch Feiner

Tiroler. Sein besonderes Geschmackserlebnis

erhält diese Tirol Milch Käsespezialität

durch die rd. 4-wöchige Reifezeit

während dieser er immer wieder sorgfältig

mit Rotkulturen gepflegt wird. Sein optimales

Schmelzverhalten und seine Cremigkeit

bringt der Fettgehalt von 55 % F.i.T. mit sich.

Berglandmilch eGen

+43 (0)7242 46996-0

office@berglandmilch.at

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Tiroler Almen Burger

2 rustikale Brote

Tirol Milch Feiner Tiroler in Scheiben geschnitten

300 g Rinderfaschiertes

1 TL Senf

1 Schalotte, fein gehackt

1 EL Petersilie, fein gehackt

1 EL Semmelbrösel

1 Ei

Salz und Pfeffer aus der Mühle

50 g Tirol Milch Sauerrahm

1 EL Preiselbeermarmelade

Spinatblätter oder Pflücksalat

Weißkraut und Rotkraut, in feinen Streifen

Zubereitung:

Das Faschierte mit dem Ei, Semmelbröseln,

Petersilie, Schalotte, Salz und Pfeffer

vermengen und zwei Burger-Pattys formen.

In einer beschichteten Pfanne etwas

Öl erhitzen und die Pattys darin anbraten.

Wenden und mit den „Feiner Tiroler“

Scheiben belegen und noch weitere 5 Minuten

braten.

Die Brote in der Mitte halbieren und in einer

Pfanne mit etwas Öl anrösten.

Für den Burger Dip den Sauerrahm mit

der Preiselbeermarmelade vermischen

und auf die Burgerbrote streichen. Spinatblätter,

Krautstreifen und die Pattys

darauf legen, mit dem Brotdeckel abschließen

und servieren.

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Willi Opitz

Wein, Welt

und Werte

Ein Gespräch mit dem Winzer Willi Opitz

Der international ausgezeichnete Winzer

Willi Opitz präsentiert seine Rot- und Weißwein-Sommereditionen

mit dem Slogan

„I pfeif auf Ibiza, i bleib a Illmitzer“. Mit ihrem

frischen, fruchtigen und exotischen Geschmack

verbreiten diese tatsächlich sommerliche

Partystimmung à la Ibiza. Oder

schwingt hier etwa auch ein politisches Statement

mit? Wir fragten nach, welche Rolle

Illmitz in der internationalen Weinszene

spielt und wieviel Platz Ethik und Politik bei

Weinanbau und Vermarktung haben.

Herr Opitz, man sieht Sie auf Fotos mit Arnold

Schwarzenegger, Bill Clinton und Prince

Charles. Wie politisch aktiv kann man

als Winzer aus Illmitz sein?

In erster Linie geht es uns natürlich um die

Liebe zum Wein. Wir haben aber in den letzten

Jahren erlebt, dass man auch als kleiner

Winzer aus Illmitz über die Grenzen hinaus

Schritte setzen kann, die auch von großen

Politikern wahrgenommen werden.

In diesem Sommer hat Ibiza für viel Aufsehen

gesorgt. Darf man als Winzer politisch

provokant sein?

Warum nicht? Zum Staatsbesuch von Kim

Jong-un haben wir uns erlaubt, den Wein

„Kim Kim“ zu kreieren und dem koreanischen

Oberbefehlshaber mit den Worten

„Make Wine, Not War“ zu entsenden. Eine

kleine Geste, die keinem weh getan hat.

Sie gehen offen in die Welt. Kommt die Welt

auch nach Illmitz?

Zu uns kommen zu 80 Prozent Gäste aus

dem Ausland. Weinliebhaber aus aller Welt

reisen per Auto, Zug, Flugzeug oder sogar

mit dem Privat-Jet an. Illmitz kennt man

mittlerweile. Einfach, weil wir hier etwas

bieten, was es in dieser Form nur hier bei

uns gibt.

Folgen Sie dabei auch aktuellen Trends?

Heute gibt es meiner Ansicht nach viel zu

viele Trends. Wir sind geradezu vertrendet.

Viel wichtiger sind jedoch Authentizität und

Wahrhaftigkeit. Die Suche danach kann man

aber vielleicht auch als Trend bezeichnen.

Was macht Ihr Angebot so authentisch?

Meine Frau und ich sind Quereinsteiger. Für

unsere Leidenschaft haben wir vor vielen

Fotos: Martin Trenkler

Jahren unsere Berufe aufgegeben. Und diese

Leidenschaft geben wir weiter. Unseren

Gästen bieten wir nicht nur Wein, sondern

immer auch ein besonderes Erlebnis. Wir

vermitteln Genuss und Wissen. Und nicht

zuletzt auch Werte. Das ist es auch, was unsere

Gäste schätzen.

Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Das beginnt schon damit, dass wir jede Verkostung

mit einem Besuch unserer Weingärten

beginnen. Ohne Handy. Ohne Ablenkung.

Einfach in die Natur – und erst dann

gibt es im Garten einen ersten Aperitif.

Natur und Naturschutz sind auch Merkmale

von Biowein. Wie stehen Sie dazu?

Naturschutz ist immer wichtig. Bioweine

können aber in den seltensten Fällen garantiert

werden. Das liegt daran, dass unsere

Weingärten in Österreich viel zu klein sind.

Wenn ich Nachbarn habe, die ihre Gärten

spritzen, kann ich selbst auch nicht guten

Gewissens Bioprodukte anbieten. Ich denke,

man sollte bei diesen Etikettierungen

daher immer auch die Größe eines Betriebes

berücksichtigen.

Wie wichtig ist Größe? Und wie gelingt es

Ihnen, Erfolg und Ethik zu vereinen?

Für uns ist Ethik Teil des Erfolgs. Vor kurzem

haben wir eine Kooperation beendet,

die uns größere Produktionsmengen erlaubt

hätte. Doch jetzt haben wir uns wieder

von 17 auf 6 ha verkleinert. Und das ist gut

so. Die Kleinheit, die Fokussiertheit – das ist

es, was uns ausmacht. So können wir unsere

Werte leben. Erfolg hat nicht notwendigerweise

mit der Größe eines Betriebs zu tun.

72


Willi Opitz

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Zum einen geht es natürlich darum, das,

was wir tun, wirklich gut zu tun. Wir kreieren

besondere Weine. Weine wie den

Schilfwein, den Blutmond oder den Gänsemarsch,

oder auch unseren Cabernet Sauvignon

Blanc. Damit haben wir völlig neue

Wege eingeschlagen und sind mit einigen

Nischenprodukten weltweit führend. Zum

Beispiel unser Wein „Pole Position“ steht

bei histaminarmen Weinen ganz vorne an

erster Stelle.

Sie beraten Winzer in aller Welt. Welcher

Rat hat sich dabei immer bewährt?

Bei der Weinproduktion und auch bei der

Vermarktung geht es um Authentizität. Für

jede Region, jede Lage, jeden Boden gilt

es, einen Wein zu kreieren, den es so noch

nicht gibt, der einzigartig ist und der perfekt

genau hierher passt. Beim Branding

geht es immer um Produktion – Präsentation

– Position.

Wie greifen Produktion, Präsentation und

Positionierung beim Branding Ihrer Weine

ineinander?

Unser „Gänsemarsch“ ist zum Beispiel inspiriert

von jungen Gänsen, die alle der großen

Muttergans nachfolgen. Bei diesem Cuvée

führt der Grüne Veltliner. Dahinter folgen

Weißburgunder, Ruländer, Muskat Ottonel

und Chardonnay. Dieser Klassiker aus unserem

Haus ist auch ein Beispiel, das wir gerne

für unsere Leadership-Seminare verwenden:

Nur wenn alle einem folgen, kann gemeinsam

ein stimmiges Ganzes entstehen.

Ebenfalls aus unserer Nähe zum See entstand

der „Blutmond“. Wir hatten als erste

die Idee, Trauben auf Schilf zu trocknen,

und so den Schilfwein geschaffen – einen

der führenden Süßweine weltweit. Von der

regionalen Besonderheit haben wir dann –

mit der Pressung am Tag des Blutmondes –

eine kosmische Besonderheit hinzugefügt.

So einen Blutmondwein wird man erst 2025

wieder pressen können, wenn sich der Mars

das nächste Mal auch über Europa vor die

Sonne schiebt.

Eine weitere unserer Innovationen ist der

von unserer Nähe zur Formel 1 inspirierte

„Pole Position“. Wir haben dazu einen Cabernet

Sauvignon ohne Schale gepresst.

Dadurch hat der beliebte Rotwein nicht

nur das Erscheinungsbild eines Weißweins,

sondern auch lediglich 0,1 mg Histamin. Für

Allergiker und damit auch für Gastronomen

ein echter Siegerwein. Der Cabernet Sauvignon

Blanc hat dabei die fruchtige Nase

eines Weißweins und den samtig weichen

Geschmack eines Rotweins.

Sie helfen auch anderen Winzern bei der

Vermarktung. Wie kam es dazu und wie gehen

Sie hier vor?

Vor vielen Jahren wurde ich von einem

Mann angesprochen, der in Rumänien sozusagen

auf der grünen Wiese Wein anbauen

wollte. Ich habe das Grundstück in Transsylvanien

besucht und eine einzigartige

Mischung zweier Sorten empfohlen, die zu

diesem Boden und dieser Region passen

und gleichzeitig eine neue Nische öffnen.

Für die Vermarktung haben wir die Fledermaus

(rumänisch Iliac) gewählt. Die „Bloody

Good Wines“ der „Domaine Iliac“ sind heute

international bekannt.

Als Zulieferer des Österreichdorfs bei den

Olympischen Spielen habe ich später einen

Armenier kennengelernt, der gerade

mit dem Weinbau begonnen hatte und seine

Weine auch in Westeuropa vermarkten

wollte. Wir haben daraufhin nachgedacht,

was man hier von Armenien kennt, und den

Wein „Radio Jerewan“ getauft. Verkauft

wird jede Flasche mit einem typischen

Spruch, wie zum Beispiel: „Frage an Radio

Jerewan: Stimmt es, dass in Amerika jeder

ein Auto hat? Antwort: Ja, aber bei uns hat

jeder einen Parkplatz.“

Ziehen Sie aus diesen Beratungen

ebenfalls einen Benefit?

Ja, natürlich. Zum einen können wir so zum

Aufschwung wirtschaftlich schwacher Regionen

beitragen. Zum anderen hat uns

beispielsweise die Zusammenarbeit mit der

Prince of Wales Foundation in Transsylvanien

eine Tür geöffnet, als wir mit „I love Silly“

den Weinanbau in Cornwall begründet haben.

Lady Camilla hat unsere Einladung zur

Präsentation 2018 persönlich angenommen.

Dort war sie so begeistert von der Art und

Weise, wie wir Wein anbieten, dass wir anschließend

persönlich in die privaten Räume

des Buckingham Palace eingeladen wurden

und Lady Camilla und Prince Charles als

sehr fachkundige als auch sympathische

Weinliebhaber kennenlernen durften.

Was macht Ihre Weinpräsentation

so besonders?

Vor allem die Liebe zum Detail. Wir überlegen

uns, welche Aromen perfekt zu einem

bestimmten Wein passen. Meine Tochter

Angela und ihr Mann Ian Ashworth bringen

viel Kreativität und auch die Erfahrung aus

der Sterneküche mit ein und schaffen so einmalige

Erlebnisse. Zum Beispiel servieren wir

zum Frizzante eine mit der Essenz von Merlot

gefüllte Himbeere. Zum Pinot Gris passt

eine bestimmte grüne Olive und für Cornwall

haben wir unsere eigene Fish & Chips Variation

als spezielles Food Pairing kreiert.

Welchen Rat haben Sie für die Gastronomie,

um Wein zum Erlebnis zu machen?

Oft geht es einfach um die kleinen Gesten.

Mit der Frage, was der Gast trinken möchte,

ist es sicher nicht getan. Stattdessen

kann man bereits bei der Weinempfehlung

zeigen, dass man sich wirklich Gedanken

gemacht hat und in der Lage ist, dem Gast

eine besondere Freude beim Weingenuss

zu machen. So kann man etwa fragen, ob

sich der Gast die Zeit nehmen möchte, eine

kleine Weinfolge mit dazu passenden Aufmerksamkeiten

kennenzulernen, die sich

der Koch extra zu diesen Weinen überlegt

hat. Wertschätzung für den Gast lässt sich

aber auch vermitteln, wenn zum Frizzante

eine Olive serviert oder das Glas vor dem

Gast aviniert wird, sodass das Aroma voll

zur Geltung kommt und der Weingenuss

tatsächlich als Genuss erlebt werden kann.

Sie wären überrascht, wie viele Gäste dann

gerne noch ein zweites Glas bestellen und

auch das nächste Mal wieder auf ein Glas

oder zwei vorbeikommen.

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73


Wasser & Wein

Vorzügliches Wasser

zu erlesenem Wein

Sorgsam ausgewählte Weine versprechen höchsten Genuss – egal,

ob zu schmackhaftem Essen oder separat serviert. Einer Faustregel

zufolge sollten Weintrinker aber mindestens ebenso viel Wasser wie

Wein zu sich nehmen.

Renommierte Hotels und Restaurants legen

deshalb nicht nur Wert auf kundige

Sommeliers und geschulte Servicekräfte

als perfekte Gastgeber für den individuellen

Weingenuss, immer mehr punkten auch

mit Wissen zur passenden Kombination aus

Wasser und Wein bei Tisch.

Trinkwasser gilt als idealer Begleiter zum

Wein, nicht nur weil es erfrischt und für einen

ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt

sorgt. Wasser löscht den Durst, es mildert

die Wirkung des Alkohols und beugt so einem

lästigen Kater vor. Zwischendurch getrunken

neutralisiert es die Rezeptoren auf

der Zunge, sodass sich bei jedem Schluck

Wein die Aromen im Mund ganz neu entfalten

können.

Der Geschmack des Wassers wiederum

hängt von dessen Herkunft, dem möglichen

Kohlensäuregehalt und seiner Mineralisierung

ab. Diese Faktoren rufen Wechselwirkungen

zwischen beiden Getränken hervor:

So gleicht stilles Wasser Säure aus, reduziert

den bitteren Geschmack von Tanninen

und passt damit gut zu körperreichem Ro-

ten und trockenem Weißwein. Leicht sprudelndes

Wasser betont Fruchtigkeit und

harmoniert daher gut mit Weinen, die über

eine leichte Säure verfügen. Wasser mit viel

Kohlensäure gleicht Süße aus und nimmt

zum Beispiel lieblichen Dessertweinen ihre

Wucht. Und wenn es um Weinproben geht,

herrscht Einigkeit bei vielen Experten: Ihre

erste Wahl als Begleitung dafür ist optimiertes

Leitungswasser.

Leitungsgebundene Wasserspender von

BRITA VIVREAU stellen Gastronomen gekühltes

stilles und gesprudeltes Wasser in

unbegrenzter Menge bereit. Es kann auf verschiedene

Rebsorten abgestimmt und aus

eigens gelabelten BRITA-Glasflaschen à la

carte als individuelle „Hausmarke“ serviert

werden. Der leistungsfähige BRITA Bottler

ist beispielsweise als Auftisch-, Stand- oder

Einbaugerät erhältlich. Als platzsparender

Alleskönner für den Gastraum präsentiert

sich der Wasserspender ViTap: Aus dem

elegant designten Blickfänger können sich

Gäste ihr zum Wein gewünschtes Wasser

selbst zapfen. Zum beiderseitigen Vorteil

von Gästen und Gastronomen heben Wasserspender

von BRITA die Jahrtausende

alte Verbindung von Wasser und Wein auf

ein neues Niveau.

BRITA Vivreau GmbH

T +49 (0)9401 607200

wasserspender@brita.net

www.brita.de/wasserspender

74


Im Bild zu sehen:

SILEXA PourMyWine

„Pay Pour Go“ für

Flaschenweine

Kaffee

Kühl auf Knopfdruck

Gekühlte Kaffeegetränke erfreuen sich nach wie vor wachsender

Nachfrage. Damit Gastronomen und Gäste nun nicht

mehr auf das lange Ziehen bzw. Brühen und Abkühlen des

Kaffees warten müssen, bietet der Kaffeemaschinenhersteller

WMF ein „Chilled Coffee“-System als innovative Lösung. Dabei

senkt sich die Ausgabetemperatur eines frisch gebrühten

Kaffees über einen integrierten Gegenstromkühler sofort auf

50 Grad, sodass dieser sofort weiterverarbeitet werden kann.

Erfrischende Klassiker wie Eiskaffee und Caffè Freddo aber

auch moderne Trendgetränke mit Sirup & Co. lassen sich dadurch

schneller und vor allem deutlich einfacher zubereiten.

Vollautomaten mit „Chilled Coffee“-Ausstattung verbrauchen

übrigens nicht mehr Energie als vergleichbare Maschinen ohne

die innovative Technik. So kann eine größere Vielfalt an Kaffeespezialitäten

angeboten werden, während gleichzeitig nachhaltig

und energieeffizient gearbeitet wird – vorausgesetzt das

Chilled Coffee-System kommt regelmäßig zum Einsatz.

www.wmf.com

ELEGANTE

SELBSTZAPF-

LÖSUNGEN

MSC, Costa, ResidenceInn und viele mehr

setzen bereits seit Jahren auf Redl

Der Hollabrunner Familienbetrieb steht für Individualität und

Perfektion. So wird jede Anforderung der Kunden umgesetzt.

Bier, Wein, Softdrinks, Kaffee, Saucen, Snacks in Selbstbedienung

für Kantinen, Hotels, Bars, Eventgastronomie und an

Bord großer Kreuzfahrtschiffe, die Möglichkeiten sind schier

unendlich. Ausgegeben wird eine fixe Menge oder auch nach

dem pay-what-you-pour-Prinzip jede beliebige Menge, sogar

mischen ist erlaubt.

Gewählt und gezapft wird per Chipkarte oder QR-Code, der

Ladestand der Karte und die Kosten werden angezeigt. Die

Abrechnung kann via Prepay, Billpay, Kreditkarte, Münz- und

Geldscheinprüfer oder auch über ein angebundenes Kassensystem

erfolgen. Bei allen Systemen können Kundenkarten

wie Roomcards eingebunden werden.

So kann sich der Gast zum Beispiel bequem in der Hotellobby

sein Bedürfnis nach kühlen Getränken oder frischem Kaffee

stillen, abgerechnet wird bei Abreise an der Rezeption. Eine

exakte Aufzeichnung der gezapften Mengen, Berichte und

Statistiken für ein perfektes Controlling sind inbegriffen.

Alle Systeme werden nach Wunsch und Bedarf konzipiert und

können sogar miteinander gekoppelt werden – ganz nach der

kundenfreundlichen Devise: »Sonderlösungen sind der Standard

im Hause Redl!«

www.hotelstyle.at

WWW.REDL.NET

75


Kaffee

Fotos: Tchibo

Kaffeeland Österreich

In kaum einem anderen Land wird so gerne Kaffee getrunken wie in Österreich.

Laut dem deutschen Online-Portal Statista liegt der jährliche Pro-Kopf-

Verbrauch hierzulande bei 7,4 Kilogramm und damit deutlich über dem europäischen

Durchschnittskonsum von 2,8 Kilogramm. Das bedeutet rund 1000

Tassen bzw. 145 Liter pro Österreicher und Jahr. Damit liegt der heimische

Kaffeekonsum sogar noch vor Wasser (137 Liter) und Bier (106 Liter).

„Eine gute Tasse Kaffee symbolisiert den

Genussmoment im Alltag. Der Augenblick,

um kurz innezuhalten und mit allen Sinnen

zu genießen. Kaffee ist dabei Kraftquelle für

Leistungsfähigkeit als auch Erholungsfaktor

in einem“, erklärt Harald J. Mayer, Präsident

des Österreichischen Kaffee- und Tee-Verbandes,

der seit 1952 als heimische Branchenplattform

fungiert und gemeinsam mit

der International Coffee Organization (ICO)

am 1. Oktober 2019 den mittlerweile 18. Tag

des Kaffees feiert. Handel, Gastronomie und

Röstereien sind an diesem Tag österreichweit

mit Aktionen und Events involviert.

Qualität ist gefragt

Das Interesse der österreichischen Kaffeetrinker

für Qualität und Herkunft der edlen

Bohnen ist hoch. Sie möchten über Anbau,

Ernte und Verarbeitung Bescheid wissen.

Dabei geht es nicht nur um einen erklärten

Qualitätsanspruch sondern immer mehr

auch um die Nachfrage nach nachhaltigem

und zertifiziertem Kaffee. Weltweit verdreifachte

sich der Verkauf von Fairtrade-Kaffee

innerhalb weniger Jahre auf mehr als

200.000 Tonnen.

Und auch unterschiedliche Röstungen und

Zubereitungsarten, die Kaffeegenuss ganz

nach individuellen Vorlieben und Ansprüchen

ermöglichen, gewinnen an Bedeutung.

Differenzierte man bis vor kurzem vor allem

zwischen Espresso und Cappuccino, werden

heute je nach Tagesmoment und Situation

verschiedene Zubereitungsarten variiert,

vom Espresso mit kalter Milchschaumhaube

bis hin zum fruchtig erfrischenden Cold

Brew. „Jeder Konsument und jeder Gast

definiert die perfekte Tasse Kaffee ein bisschen

anders – und das ist auch gut so“, ist

Harald J. Mayer überzeugt.

Genuss auf Knopfdruck

Bei der Zubereitung zeichnen sich einige

Trends deutlich ab: Filterkaffeemaschinen

mit Papier- oder Dauerfilter findet man in

heimischen Haushalten immer seltener.

Stattdessen wird qualitativ hochwertiger

Kaffeegenuss mit perfektem Aroma tassengenau

und auf Knopfdruck erwartet. Rund

ein Fünftel der Kaffeetrinker setzt dabei auf

Einzelportionssysteme. Auch Vollautomaten

erfüllen diese Anforderung und so besitzt

bereits ein Drittel aller Haushalte in Österreich

eine entsprechende Maschine. Mindestens

die gleiche, lieber aber eine noch

höhere Qualität, wird auch von Gastronomie

und Hotellerie erwartet.

76


David Penker

Vielfalt der Aromen

Jede einzelne Bohne enthält rund 800 unterschiedliche

Aromen, etwa doppelt so viele

wie Wein. Wenn man bedenkt, dass auch

Anbaugebiet, Ernte und Röstung Einfluss

auf das Geschmacksprofil haben, so ergibt

das gemeinsam mit den verschiedenen

Zubereitungsarten eine schier unendliche

Anzahl an Aromen und Nuancen, die am

Ende in der Tasse landen. Für das optimale

Geschmackserlebnis anbei einige grundlegende

Tipps:

Helle Röstung – sauer & fruchtig: Eine

kurze Röstdauer führt zu einem besonders

ausgeprägten Säureanteil und deutlichen

Fruchtaromen.

Wo Können und

Klasse zählen

Dunkle Röstung – bitter & süß: Bei dunklen

Röstungen dominieren schokoladige

bis rauchige Aromen und ein kräftiger

Geschmack mit einer deutlichen Bitternote,

die oft mit Espresso in Verbindung gebracht

wird.

Espresso – kurz und stark: Vom Instituto

Nazionale Espresso Italiano festgelegt gilt

folgende Norm: 20-30 ml Wasser werden bei

einer Temperatur von 86-90 Grad Celsius

und einem Druck von 8 -10 bar in 20-30 Sekunden

durch 6,5-7,5 Gramm fein gemahlene

Espresso-Bohnen gedrückt.

Milchschaum – cremig und fein: Der Fettgehalt

der unterschiedlichen Milchsorten

beeinflusst das Geschmacksergebnis ebenso

wie die Konsistenz des Milchschaums.

Besonders beliebt ist aktuell übrigens ein

cremiger, feinporiger Schaum.

www.kaffeeteeverband.at

Die neue GIGA X3

Kaffeegenuss – frisch gemahlen, nicht gekapselt

• 32 Kaffeespezialitäten über das

4,3" Touchscreen- Farbdisplay

wählbar

• Präzisions-Keramikscheiben-

mahlwerk mit Automatic

Grinder Adjustment (A.G.A.)

für eine konstant gleichmäßige

Mahlung

• Speed-Funktion: Heißwasser-

Bypass für perfekte Kaffeespezialitäten

in Rekordzeit und

mehr Anwenderkomfort

Ideale Einsatz gebiete:

Etagenlösung, Seminar- /

Tagungs bereich, Frühstücksraum,

Catering,

Coffee to go

Empfohlene

Tageshöchst leistung:

150 Tassen

www.jura.com

www.hotelstyle.at

77


Tee

Gesunder Genuss

Ob zur Anregung des Stoffwechsels, zum Dämpfen des Hungergefühls

oder zur Unterstützung beim Sport – Tee erfreut sich gerade bei einem

gesundheits- und körperbewussten Klientel steigender Nachfrage. Das

kalorien- und zuckerarme Getränk steht aber auch für echten Genuss in

unzähligen Variationen.

Anlässlich des 21. Tag des Tees am 8. November

2019 macht der Österreichische

Teeverband erneut auf das Potenzial von

Tee für die österreichische Gastronomie

und Hotellerie aufmerksam. Wichtig für vollendeten

Genuss und die optimale Wirkung

sind dabei natürlich hochwertige Grundzutaten

aus guter Herkunft, sowie die richtige

Zubereitung. „Durch seine Vielfalt schließen

sich beim Tee Gesundheit und Genuss nicht

aus!“, betont Johann Brunner, Geschäftsführer

des Österreichischen Teeinstituts.

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schlank und fit

Grüner Tee enthält neben Koffein über 400

weitere Wirkstoffe, wie etwa Polyphenole,

die laut zahlreicher Studien auch den Fettstoffwechsel

ankurbeln. Wachsender Beliebtheit

erfreut sich in den letzten Jahren

vor allem der Matcha. Bei dieser Sorte des

japanischen Grüntees wird das gesamte

Blatt zu Pulver verarbeitet, sodass eine besonders

große Menge an wertvollen Inhaltsstoffen

erhalten bleibt. Auch Ingwer-Tee

kann auf Grund der enthaltenen Scharfstoffe

den Stoffwechsel ankurbeln und liefert

zudem viele Vitamine und Mineralstoffe. Mit

Grüntee kombiniert und mit Zitrone verfeinert

liefert der Ingwer-Tee, warm oder kalt

genossen, einen wahren Frische-Kick beim

morgendlichen Frühstücksbuffet.

Dank seines Koffeingehalts sorgt der geschmackvolle

Matetee für Energie und

Wachheit. Und während er zum einen den

Stoffwechsel und die Fettverbrennung anregt,

liefert er zum anderen auch ein angenehmes

Sättigungsgefühl. Ideal also für alle,

die auf die Linie schauen. Ein guter Tipp für

alle, die Zucker meiden, ist der Roiboos-Tee.

Mit seiner von Natur aus leicht fruchtig,

süßlichen Note stillt er den Heißhunger auf

Süßes. Auf Grund seines Reichtums an Mineralstoffen

und Spurenelemente ist Rooibos-Tee

aber auch als isotonisches Getränk

bei Sportlern sehr beliebt. Geschmacklich

überzeugt der Tee durch komplexe Aromen,

die sich auch gut mit frischen Zutaten

kombinieren lassen, beispielsweise mit Ingwer

und Orangen.

© Messmer

Smoothie, Cocktail oder Eis

Auch bei Kindern besonders beliebt sind

Eisteerezepte auf Schwarzteebasis mit Zitrone

oder Pfirsich, gerne auch als fertige

Teegetränke, besonders zu empfehlen aus

echt gebrühten Früchte-, Kräuter-, Grünoder

Weiße Tees aus dem Kühlregal ohne

Zucker, ohne Süßstoffe, ohne Kalorien, aber

mit einer leichten natürlichen Süße aus

Steviablättern. Doch auch als Smoothie

zum Frühstück oder als spannende Cocktail-Kreation

am Abend bewährt sich Tee

bei Jung bis Alt. Als Basis für Teesmoothies

empfiehlt das Teeinstitut erfrischende oder

fruchtige Sorten, wie zum Beispiel Pfefferminze

oder auch Waldbeere in Kombination

mit bekannten Smoothie-Zutaten wie

Blattspinat, Kiwi oder Banane. Abends werden

Schwarz- und Grüntee oder auch exotischere

Sorten als Tea-Tonic mit Gin oder

alkoholfrei mit Moscow Mule gemischt.

Spannend ist auch die Verwendung von

Tee als Basis für Fleisch- und Gemüse-Marinade

oder auch als Grundzutat für Eis am

Stiel oder in der Tüte. Mit Milch, Obers und

Früchten gemischt und anschließend mit

Zimt, Honig oder Zucker verfeinert ist Tee-

Eis ein echter Gewinn für die Dessertkarte.

www.teeverband.at

© ÖTI

© Messmer


everages

www.hotelstyle.at

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everages

Was trinken wir?

In Österreich trinken wir laut Statistik Austria durchschnittlich 5,9

Liter Mineralwasser 4,6 Liter Limonade und 1,9 Liter Fruchtsaft pro

Person und Monat. Für welche Marken wir uns dabei künftig vermehrt

entscheiden werden, untersuchte die Unternehmensberatung

A.T Kearney unlängst auf internationaler Basis.

In 63 Ländern wurde die Zukunft der Getränkeindustrie analysiert.

Dabei zeigte sich, dass vor allem Kunden, die zwischen 1998 und

2017 geboren wurden, mehr Wert legen auf Gesundheit, Authentizität

und kleine, regionale Marken. Alkoholische Getränke und traditionelle

Erfrischungsgetränke kommen dem starken Gesundheitsbewusstsein

der sogenannten Generation Z wenig entgegen. Und

auch in Bezug auf Nachhaltigkeit genießen die großen, internationalen

Player oft nicht dasselbe Vertrauen wie kleinere Hersteller

aus der Region.

Dieser Trend zeigt sich auch bei Mineralwasser. International steht

es auf Platz 2 derjenigen Produktgruppen, für die regionale Marken

bevorzugt werden. Doch auch bei Limonaden zeichnet sich ein verändertes

Konsumverhalten ab. Die junge Generation greift statt zu

Cola & Co immer mehr zu gesünderen und lokal oder zumindest im

Land produzierten Alternativen. In Österreich ist man besonders

stolz auf Red Bull, Almdudler, Keli, Frucade oder Waterdrop. Das

gute Image der heimischen Marken kommt aber auch Newcomern

zugute, die sich dank vereinfachter Vertriebsmöglichkeiten zusehends

etablieren.

© rh2010

www.atkearney.at

Original aus Österreich

Seit über 60 Jahren hat Almdudler bereits einen festen Platz in der

österreichischen Getränkekarte. „Almdudler, als das österreichische

Nationalgetränk, muss in jedem Gasthaus, Restaurant, Café,

Bar oder Almhütte erhältlich sein“, erklärt Almdudler Geschäftsführer

Gerhard Schilling und ergänzt: „Das erreichen wir, indem

wir überraschen und begeistern.“ In diesem Sinn hat das österreichische

Familienunternehmen auch den Vertrieb seit Jänner 2019

in die eigenen Hände genommen und die Zusammenarbeit mit

Coca-Cola beendet. „Wir sind davon überzeugt, dass dies für unsere

Partner und uns mehr Möglichkeiten bietet“, so Schilling. Die

beliebte Alpenkräuterlimonade ist mittlerweile in mehreren Variationen

erhältlich. Neu sind heuer neben Almdudler Grapefruit auch

Almdudler Leicht sowie Almdudler Açai & Lemongrass. Diese Produkteinführungen

konnten auf Anhieb überzeugten und wurden

mit dem heuer erstmals verliehenen Innovationspreis „Austria-Produkt

des Jahres“ gekürt.

www.almdudler.com

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everages

Für ausgewählte Gastronomiebetriebe

Hinter dem Namen ORGANICS by Red Bull

stecken Erfrischungsgetränke, für die Zutaten

aus 100% natürlicher Herkunft verwendet

werden. Erhältlich sind die vier geschmacklichen

Varianten im heimischen Handel in Dosen.

Seit August sind die ORGANICS in ausgewählten

Restaurants, Bars und Clubs auch

in einer 0,25l Glasflasche verfügbar.

ORGANICS Simply Cola – Mit starkem

Charakter: Mit edler Würze und feiner Süße.

Der einzigartige Mix aus ausgewählten

Pflanzenextrakten, natürlichem Koffein und

Zitronensaftkonzentrat.

ORGANICS Bitter Lemon – Mit bitterer Finesse:

Mit Zitronensaftkonzentrat aus biologischer

Landwirtschaft und natürlichen

Pflanzenextrakten. Markant herbe Note,

nicht zu süß.

ORGANICS Ginger Ale – Mit sinnlicher

Würze: Mit natürlichem Ingwerextrakt und

Zitronensaftkonzentrat. Bernsteinfarben,

aromatisch-würzig, nicht zu süß und im Geschmack

noch besser mit einer erhöhten,

spicy Ingwernote.

ORGANICS Tonic Water – Mit trockenem

Charme: Mit Zitronensaftkonzentrat, natürlichem

Chinin und Pflanzenextrakten. Harmonisch

süß-säuerlich, herb und trocken.

Jetzt neu mit reduzierter holziger Note,

erhöhter Bitterkeit und einem reintönigen

Gesamtgeschmack.

www.organicsbyredbull.com

www.hotelstyle.at

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Eis

Fotos: Sommertage, Katharina Schiffl

„Apollo 11 Eistraum“

von Dora Andrea Kucsora

Hilton Vienna Danube

Eisdessert-Wettbewerb

Dass ein Eisdessert so viel mehr als nur eine Kugel mit Schlag sein

kann, bewiesen die Finalisten des 20. Schöller Eisdessert-Wettbewerbs

in diesem Jahr mit besonders einfallsreichen Kreationen.

Gewinnerin des heurigen Wettbewerbs

ist Dora Andrea Kucsora vom Hilton Vienna

Danube Waterfront. Mit ihrer Kreation

„Apollo 11 Eistraum“ – einer kunstvollen

Komposition aus Schöller Stracciatella- und

Joghurteis, Lebkuchen und Mohn – konnte

die Nachwuchsköchin die prominente Jury

von sich überzeugen. Mit einem weißen

Schokoladenmond sowie einem Astronauten

und einer Rakete aus Lebkuchen präsentiert

sich dieses Dessert als eine gelungene

Hommage an 50 Jahre Mondlandung.

Abigail Zhou vom Restaurant Summerstage

belegte mit ihrer Kreation „Black Forest

Cherry Dream“ den zweiten Platz. Hinter

dem kunstvollen Namen verbarg sich ein

Schwarzwälder-Joghurteis mit einem raffinierten

Kirsch-Geleekern, eingehüllt in

einem roten Velvetmantel. Dazu ein knuspriger

Mandel-Schokoladenboden und ein

Püree aus Herzkirschen.

Den dritten Platz erzielte Stefan Hacker vom

Le Meridien Hotel mit seinem Dessert „Süßes

Waldviertel“ – hier zu erleben als ein „Apfel“

aus Zitronensorbet und einem Kern aus Apfelragout,

dazu eine „Marille“ aus Vanilleeis

und einem Kern aus Schokoladen-Ganache.

Platziert wurde beides auf einer „Erde“ aus

Schokoladen-Crumble. Als i-Tüpfelchen gab

es essbare Blüten, Marzipangras und einen

Schokoladenschmetterling.

FRONERI Austria GmbH

www.froneri.at

„Black Forest Cherry Dream“

von Abigail Zhou

Restaurant Summerstage

„Süßes Waldviertel“

von Stefan Hacker

Le Meridien Hotel

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So weich, da ist

stehen bleiben hart.

ray soft von jehs+laub.

Wer kann da schon nein sagen? Die schlanke, kissenartige Vollpolsterschale

bietet höchsten Sitzkomfort – und eine attraktive Design-Kombination, die

Sie nicht ablehnen können. Mit unterschiedlich hohen Rückenlehnen und

verschiedenen Gestelltypen zeigt sich der ray soft immer in bester Form.

Da dürfen Sie ruhig weiche Knie bekommen.

www.selmer.at

Exklusiver Partner der Brunner Group für Österreich

www.brunner-group.com

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