Lichterfelde Ost Journal Oktober/November 2019

gazette

Journal für Lichterfelde Ost und Umgebung

Lichterfelde Ost

Journal für Lichterfelde Ost und Umgebung Oktober / November · Nr. 5/2019

Trinkbrunnen in

Lichterfelde

Fast 100 Wasserspender

in der Stadt


2

Lichterfelde Ost Journal

Trinkbrunnen in Lichterfelde

Fast 100 Wasserspender in der Stadt

Gegen den Durst: In

Steglitz stehen mehrere

Wasserspender im

öffentlichen Raum. Darunter

an Plätzen wie dem Ludwig-

Beck-Platz in Lichterfelde und

dem Franz-Amrehn-Platz an

der Schloßstraße. Auch im

Stadtpark Steglitz und an der

Bäkestraße, in der Bogenstraße

sowie an der Eduard-Spranger-

Promenade sind Trinkbrunnen

aufgestellt. Neu und zentral

ist der Trinkbrunnen auf dem

Hermann-Ehlers-Platz. Es gibt

zwei unterschiedliche Modelle:

Der „Kaiserbrunnen“ fällt durch

seine blaue Farbe auf. Das Mo-

Lankwitzer Straße 8 | 12209 Berlin

Tel. 030 / 76 88 45 15

www.SteffenPiech.de


Lichterfelde Ost Journal 3

dell „Berliner Trinkbrunnen“

präsentiert sich in dezentem

Silbergrau.

Die Wasserspender sprudeln

von Mai bis Oktober. Während

der Wintermonate werden sie

abgestellt, da die Frostgefahr

ist zu groß ist. Zuständig sind

die Berliner Wasserbetriebe,

die unter Trinkbrunnen@bwb.

de auch weitere Vorschläge für

Standorte entgegennehmen.

Voraussetzung ist, dass Wasser-

und Abwasserleitungen

vorhanden sind.

Der Senat hat eine Million Euro

für Trinkbrunnen zur Verfügung

gestellt. Stadtweit sind

es mittlerweile 96 Brunnen, an

denen sich die Passanten erfrischen

können. Bis zum Ziel von

100 Trinkwasserspendern ist es

also nicht mehr weit. ◾

Impressum

Lichterfelde Ost Journal

8. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Ruhlsdorfer Str. 95, Haus 42, 14532 Stahnsdorf

☎ 03329 / 645 15 70

Redaktion

Karl-Heinz Christ

journal@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin

Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Druck

SPPrint Media, 14089 Berlin

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Das Lichterfelde Ost Journal erscheint alle zwei

Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines

Jahres.

Nächste Ausgabe Dezember/Januar Nr. 6/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.10.2019

Erscheinung: 01.12.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben

oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen

möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

Haben Sie eine Ausgabe verpasst?

Ältere Ausgaben finden Sie in unserem Online-

Archiv, unter www.gazette-berlin.de.

Ihre Redaktion des Lichterfelde Ost Journals


4

Lichterfelde Ost Journal

Kunst im Kiez

Ausstellung rund um den Kranoldplatz

Tuschezeichnung von Sayyora Muin.

Vom 11. bis 20. Oktober

zeigen Künstlerinnen

und Künstler aus dem

Kiez zum 5. Mal in den Geschäften

rund um den Kranoldplatz

gemalte Bilder, Grafiken, Drucke,

Glaskunst und Fotos.

„In 24 Geschäften und Einrichtungen

zeigen 27 Künstler ihre

Arbeiten. Es tut sich ja einiges im

Kiez, darum möchte ich besonders

auf Foto Faible hinweisen,

das in seinem neuen Geschäft

in der Morgensternstraße 29

mit Malerei von Barbara Brose

wieder teilnimmt „ sagt Gesine

Wenzel, die Organisatorin dieser

Kiez- und Kunstaktion. „Viele

Geschäfte sind bereits „alte

Bekannte“ bei der Kiez-Kunst-

Woche, aber es gibt auch einige

neue Teilnehmer.“ Eröffnet wird

die Kunstwoche am 11. Oktober

um 19 Uhr in der Villa Folke Bernadotte

am Jungfernstieg, wo

sich alle Künstler und Künstlerinnen

mit einem Werk vorstellen

und mit Getränken, Häppchen

und guter Livemusik zu einem

geselligen Abend einladen. Neu

dabei ist das Seniorenzentrum

Bethel in der Promenadenstraße.

Da es weiter weg vom Kranoldplatz

liegt, gibt es mit Musik der

Mellow Tones eine Extra-Vernissage

der drei dort ausstellenden

Künstler am Dienstag, dem

15. Oktober um 16 Uhr.

Langer Freitag

Am Freitag, den 18. Oktober,

werden die anderen teilnehmenden

Geschäfte wieder länger

geöffnet haben und freuen sich

ab 18 Uhr zusammen mit den

Künstlerinnen und Künstlern auf

Ihren Besuch und Ihr Interesse.

Bei einem Begrüßungsschluck

kann man sich in Ruhe die ausgestellten

Werke ansehen, sich in

den Geschäften umsehen, Neues

und vielleicht Unerwartetes entdecken.

„Auch Familie Lebek mit ihrem

Japanischen Garten beteiligt sich

in diesem Jahr wieder und hat

neben Karin Flora Hirsch auch

eine japanische Trommelgruppe

zu Gast. Genaueres erfahren Sie

in den roten Flyern, die im Kiez

und in der Umgebung ausliegen“,

so Gesine Wenzel.

Ein Abschied

Nach fünf Jahren hört Gesine

Wenzel jetzt mit der Organisation

von Kunst im Kiez auf, ob

es eine Nachfolge gibt, ist leider

noch nicht bekannt. „Was war am

Schönsten? …dass viele Geschäfte

so spontan und gerne mitgemacht

haben, der Kontakt mit

vielen Künstlern und Menschen

in meinem Kiez. Herzlichen Dank

an alle, die fünf Jahre Kunst im

Kiez mitgetragen haben!“ ◾


Lichterfelde Ost Journal 5

Angehörige jederzeit willkommen

Intensivstation des St. Marien-Krankenhauses

als besonders besucherfreundlich zertifiziert

Zertifizierung angehörigenfreundliche Intensivstation des St. Marien-Krankenhaus.

Anfang August erhielt die

Interdisziplinäre Intensivstation

des Lankwitzer

St. Marien-Krankenhauses das

Zertifikat „Angehörige jederzeit

willkommen“ – ein erster Schritt

zur angehörigenfreundlichen

Intensivstation. Verliehen wurde

dieses von der Stiftung Pflege, die

die Vermittlung und Erarbeitung

neuer pflegewissenschaftlicher

Erkenntnisse fördert und für die

Vermittlung der gewonnenen

Erkenntnisse an Angehörige und

beruflich Pflegende sorgt.

„Mit dem Zertifikat können wir

über die Stationsgrenzen hinaus

zeigen, dass bei uns Angehörige

ein wichtiger Teil des therapeutischen

Konzeptes sind“ sagt

Timo Bechtel, Pflegedirektor im

St. Marien-Krankenhaus. „Denn

neben der medizinischen und

pflegerischen Versorgung sind sie

Foto: Marien-Gruppe

eine große Unterstützung bei der

Genesung unserer Patientinnen

und Patienten.“

Auf der Intensivstation im St. Marien-Krankenhaus

gibt es keine

festen Besuchszeiten. Angehörige

können nach Absprache jederzeit

besucht werden. Im St. Marien-

Krankenhaus versorgen 450 Mitarbeiter

in sieben medizinischen

Fachabteilungen jährlich mehr als

25.000 Patienten. ◾

Die Winterkataloge 2019/20 sind da!

Wir führen alle Reiseveranstalter!

Foto: Romolo Tavani / AdobeStock

Der Reisepartner Berlin

Morgensternstraße 31 · 12207 Berlin · Tel.: 030 - 712 60 90

Mo, Di, Mi, Fr 10 - 18 Uhr · Do 10 - 13 Uhr

Sa 10 - 12 Uhr


6

Lichterfelde Ost Journal

Wenn Fotos sprechen und

Worte Bilder schaffen

Peter Hahn fängt ungewöhnliche Augenblicke

mit Kamera und Stift ein

Peter Hahn –

Fotokünstler und

Autor.

Ein Greis vor einem Frauenplakat,

ein weißhaariger

Kopf vor winterlichen Birkenstämmen,

die geheimnisvoll

leuchten, oder eine Wolke in

Drachengestalt über dem Heizkraftwerk.

Wenn der Künstler Peter Hahn

aus Lichterfelde seine handliche

Sony-Kamera zückt, geschieht

dies ohne viel Aufhebens. Abstrakte

Momente in der Alltäglichkeit,

der sich unbeobachtet

fühlende Mensch sind die bevorzugten

Motive seiner Streetfotografie.

Der ausgebildete Fotograf

und Repro-Fotograf weiß:

„Versuchte Kontaktaufnahme“

von Peter Hahn

„Das künstlerisch fotografische

Auge, um Motiv und Umgebung

im richtigen Moment mit

dem Auslöser festzuhalten, kann

einem keiner beibringen.“ Dass

Peter Hahn diese Gabe besitzt,

davon zeugen die zahlreichen

Auszeichnungen seiner Fotoarbeiten,

die er jährlich auf fünf bis

zehn bundesweiten Ausstellungen

präsentiert.

Nicht von ungefähr kommt,

dass seine lebendigen Fotos

Geschichten erzählen, den Betrachter

mitunter animieren,

selbst eine Handlung daraus

abzuleiten. Doch nicht nur mit

dem Auslöser geht Peter Hahn

geschickt um. Auch die richtigen

Worte findet er, wenn er für

Lokalzeitungen schreibt oder an

seinem aktuellen, heiteren Buchentwurf

sitzt. „Das macht mehr

Arbeit als ich dachte“, schmunzelt

er, doch man merkt ihm an,


Lichterfelde Ost Journal 7

wie viel Freude ihm diese Aufgabe

bereitet.

Momentaufnahmen

aus dem Barockdorf Eichtersheim,

dem Heimatdorf Peter

Hahns, wird das Buch in Wort und

Bild zeigen, in klarer Sprache das

Wesentliche auf den Punkt bringend,

wie es auch seine Fotos

tun. Frühere Bewohner des Ortes

werden darin ihre Geschichte

wiederfinden, denn gerade die

Menschen in ihrer Verschiedenheit

sind es, die dem Künstler so

wichtig sind. Sie lassen ihn ihre

Geschichte mit der Kamera oder

dem Stift erzählen – in Eichtersheim

ebenso wie in Berlin.

Bevor Peter Hahn in Berlin ankam,

ist er viel herumgekommen.

Dank seines Vaters, der als

Peter Hahn mit seiner Mutter und als Schuljunge.

Immobilienverwalter arbeitete,

zog man häufig um. So verschlug

es den in Heidelberg Geborenen

u. a. nach Stuttgart, Hannover

und Braunschweig sowie ins

Baden-Württembergische Eichtersheim

(heutiges Angelbachtal).

Dort wohnte er mit seinen

Archiv Peter Hahn

Eltern bis zu seinem 12. Lebensjahr

im Amtshaus, dem einstigen

Geburtshaus des radikaldemokratischen

Revolutionärs Friedrich

Karl Franz Hecker (* 1811)

und in direkter Nähe zum vom

Vater verwalteten Wasserschloss.

Die Kamera war bereits dort sein

Der Copy-Shop

in Lankwitz

Seit 5 Generationen

und über 100 Jahren

der Platzhirsch in

dieser Region

Willkommen

in unserem

Revier

Schnoor Immobilien

Curtiusstraße 6

12205 Berlin

030. 84 38 95 - 0

DRUCKSACHEN

A4 einfarbig

blau, schwarz, rot,

Mo-Fr 10-18

Paul-Schneider-Str. 25

✆ 774 24 77

www.surfncopy.de

oder grün

500: 15, 00 €

1000: 25, 00 €


8

Lichterfelde Ost Journal

ständiger Begleiter. Mit ihr hielt

er fest, was ihm durch die häufigen

Umzüge verloren schien.

Eine kleine Textkostprobe mir

Erinnerungen an seine Kindheit,

die Hahn mit Tafeln alter Fotografien

aus dieser Zeit anlässlich

einer Ausstellung in Angelbachtal

präsentierte, kam so gut an,

dass daraus sein Buchprojekt

entstand. „Die Anerkennung und

Wärme, die mir dort entgegengebracht

wurde, weckte heimelige

Gefühle“, gesteht Peter Hahn, der

seit über 45 Jahren in Berlin lebt.

Von Datenbank bis

Hippie-Memoiren

Mit dem Schreiben hatte der gelernte

Fotograf noch nie Schwierigkeiten.

„Ich habe häufig Arbeit

und Hobby verbunden“,

betont er, der in Berlin auch als

Fotograf bei namhaften Unternehmen

gearbeitet hat. Diese

Doppelbegabung machte

wohl auch seinen beruflichen

Erfolg aus, den er nach seinem

Studium der Landschaftsplanung,

in dem er auch seine

Frau, ebenfalls Landschaftsplanerin,

kennengelernt hatte, als

Diplom-Ingenieur erlangte. Er

arbeitete an einer TU-Schriftreihe,

war viele Jahre im Berliner

Institut für Stadtforschung

und Strukturpolitik und später

beim Landessportbund Berlin

in der Abteilung Sportstätten

und Umwelt tätig. Berichte und

landesübergreifende Gutachten

verfasste er und erarbeitete

für den Landessportbund Berlin

die erste Datenbank, in der

über 2.000 kommunale und

vereinseigene Sportstandorte

mit Sportarten und –anlagen

vorstellt wurden; in Wort und

Bild, wozu er in seiner Freizeit

mit der Kamera zu allen Sportstätten

unterwegs war. Auch die

Broschüre mit „Tips für umweltverträgliches

Freizeitverhalten“

Anfang der 90er-Jahre ging auf

seine Initiative zurück. Und sein

„Freizeit-Knigge“ – Ratgeber für

umweltfreundliche Freizeitgestaltung

– wäre als aktualisierte

Neuauflage in unseren Tagen

durchaus empfehlenswert…

Heute ist das Schreiben für Peter

Hahn eines seiner Hobbys.

So hat er kürzlich seine Erinnerungen

an seine kurze, aber intensive

Hippiezeit als Zeitungsbeitrag

zu Papier gebracht und

dürfte mit einer eventuell ausgebauten

Buchversion durchaus

so manchem Blumenkind von

damals aus der Seele schreiben.

Fotoblues mit

Auszeichnung

Oben: „Gleichklang“ und „Heizkraftwerk Lichterfelde“ von Peter Hahn.

Doch Peter Hahns Freizeit-

Schwerpunkt bleibt das Fotografieren.

Bei seinen Bus- und


Lichterfelde Ost Journal 9

„Sturmtief Xavier“ von Peter Hahn.

Bahnfahrten ist es immer wieder

die Naivität und Unbekümmertheit

von Menschen, denen er begegnet.

Damit sie sich möglichst

unbeobachtet fühlen, nutzt er

nur eine kleine Kamera. Hahn

erklärt: „Denn die Menschen

sind heute viel empfindsamer

geworden und fühlen sich leicht

bedrängt, wenn sich ein großes

Fotoobjektiv auf sie richtet.“

Eine unauffällige Kamera ist da

weitaus weniger distanzlos. So

wirken seine Fotos eher zufällig,

ungestellt und natürlich, voller

Widerspruch und Überraschung,

doch immer beeindruckend und

zum Nachdenken anregend. Die

Geschichten und Aussagen, die

sie vermitteln, können fröhlich,

beruhigend, aber auch beklemmend

und gespenstisch sein.

Auf den Busfahrten oder eher

ziellosen Spaziergängen durch

die Straßen sind es die fast unbemerkten

Momente und Gegebenheiten

des Alltags, die Peter

Hahn berühren: Im Focus dann

der vom Sturm entwurzelte

Baum, an dem eine Kopftuchträgerin

vorbeiweht oder der

gebeugte alte Mann vor einem

Abrisshaus.

Viele seiner bundesweit ausgezeichneten

Motive findet der

Künstler auf Reisen – und im

Berliner Südwesten. Rund um

den Kranoldplatz, für dessen Zukunft

er sich einsetzt, trifft man

ihn ebenso wie in der Schloßstraße

oder am LIO.

„Unwahrscheinlich interessant“

findet der Künstler eigentlich

alles. So engagiert er sich im anerkannten

Kunst.Raum.Steglitz

e. V. ebenso wie im Deutschen

Verband der Fotografie e. V. und

in der Free-Mitglied fotocommunity.

So abwechslungsreich wie seine

Fotos sind auch die Ausstellungsorte,

an denen er seine

Werke präsentiert: Hahn hat im

ehemaligen Frauengefängnis

Soeht 7 ausgestellt, aber auch

im Shoppingcenter „Schloss“,

bundesweit in Schlössern und

Gutshäusern, gehobenen Lokalen

und Sportclubs.

Seine Foto-Ausstellung „Der

Südwesten en Vogue“ kann

noch bis zum 15. Oktober 2019

täglich von 10-22 Uhr in der

„Gathof Gastronomie“ im Tennisclub

Blau-Gold Steglitz in

der Leonorenstraße 37-39 in

12257 Berlin-Lankwitz besucht

werden. Und gemeinsam mit

dem Club „VHS Fotofreunde

Zehlendorf“ stellt auch er seine

Fotos noch bis zum 8. Oktober

2019 im Restaurant „AMAR-

CORD“ in der Handjerystraße 55

in 12161 Berlin-Friedenau aus:

Montag- Freitag 12-22 Uhr und

Samstag ab 16 Uhr.

Weitere Informationen, Anfragen

und Kontakt zum Künstler

unter www.fotoblues.net und

kontakt@fotoblues.net ◾


Jacqueline Lorenz


10

Lichterfelde Ost Journal

Visualisierung des Neubauvorhabens „Wohnen am Turm“.

Generationsübergreifendes

„Wohnen am Turm“

Neubauprojekt in Lichterfelde

Ende August feierte die Berliner Wohnungsgenossenschaft

Märkische Scholle Richtfest

für ihr Neubauvorhaben „Wohnen am Turm“

in der Gartenstadt Lichterfelde Süd, kurz vor der

Berliner Stadtgrenze zu Teltow. Das Motto des

Neubaus: „Rundum genossenschaftlich. L(i)ebenswert

für alle Generationen“. Der namensgebende

„Turm“, eine viergeschossige Rotunde, wird umrahmt

von sechs Baukörpern.

Generationengerecht und Grün

Gebaut werden insgesamt 146 barrierearme Wohnungen.

Mit 1,5 bis 4 Zimmern und ca. 39 bis ca.

109 Quadratmetern wird sowohl der Bedarf von

kleinen als auch von großen Haushalten abgedeckt.

Die Durchschnittsmieten sollen laut Wohnungsgenossenschaft

zwischen 10 und 12 Euro

nettokalt liegen. Der Entwurf stammt aus der

Feder der Architektin Caroline Thiel vom Berliner

Büro IBT.PAN, das Investitionsvolumen beträgt ca.

35 Millionen Euro. 2021 soll das gesamte Bauvorhaben

fertiggestellt sein. Hinzu kommt eine Tiefgarage

mit 75 Stellplätzen, in den „Turm“ ziehen

das neue Vor-Ort-Büro der Märkischen Scholle

sowie ein moderner Nachbarschaftstreff für soziokulturelle

Veranstaltungen.

Für Seniorinnen und Senioren mit Pflegebedarf

werden im benachbarten Gebäude sowohl eine

rund um die Uhr betreute Wohngemeinschaft mit

12 Plätzen für Menschen mit Demenz integriert als

auch eine Tagespflegeeinrichtung.

Vor dem Neubau stand der Abriss von insgesamt

122 Wohnungen. Die Häuser aus den 1930er-

Jahren waren laut einem Gutachten unter wirtschaftlichen

Aspekten nicht mehr sanierbar. Alle

betroffenen Mieter seien mit neuem Wohnraum

versorgt worden, sagte Jochen Icken, technischer

Vorstand der Märkischen Scholle.

Moderne Spielplätze und

Urban Gardening

Grafik: IBT.PAN.

Neben Mietergärten wird die Genossenschaft ihren

Mitgliedern Möglichkeiten zum Urban Gardening

bieten, Kinder dürfen sich auf moderne


Lichterfelde Ost Journal 11

Spielplätze freuen. Die Märkische Scholle hatte

alle Anwohnerinnen und Anwohner nach ihren

Wünschen befragt und im Rahmen einer Arbeitsgruppe

in die Planung einbezogen.

Margit Piatyszek-Lössl, kaufmännischer Vorstand:

„Unser Ziel ist, den Mitgliedern ein lebenslanges

Wohnen bei der Märkischen Scholle zu ermöglichen.

Wir wünschen uns deshalb, dass ‚Wohnen

am Turm‘ die Gartenstadt Lichterfelde Süd weiter

zu einem grünen, lebens- und liebenswerten

Quartier für alle Generationen entwickelt.

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Breite

unseres Angebots von kleinen bis familiengerechten

Wohnungen.“

Die Gartenstadt Lichterfelde Süd umfasst insgesamt

über 900 Wohnungen aus den 30er- und

60er-Jahren. Von 2014 bis Ende 2018 hat die Märkische

Scholle eine umfangreiche energetische

und sozialverträgliche Sanierungsmaßnahme, die

bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, realisiert.

Außerdem hat die Genossenschaft im Rahmen

von Dachaufstockungen und Verdichtungsmaßnahmen

weitere 100 Wohnungen gebaut. ◾ Am 30. August wurde das Richtfest gefeiert. Foto: Dirk Lausch

WERBUNG FÜR BERLIN

Reklame-Werkstätten Konrad Moritz GmbH

Lichtreklame

Firmenschilder

Autobeschriftungen

Bauschilder

Neon

Praxisschilder

Montage-, Reparaturund

Wartungsservice

Jungfernstieg 4 · 12207 Berlin · Tel. 030 / 824 18 42 · info@werbungfuerberlin.de

GardinenAtelier

• Dekorative Gardinen • Sonnenschutz

• Individuelle Beratung • Insektenschutz

bei Ihnen zu Hause

über

50 Jahre

Ilonka Häntzschel

Lorenzstraße 58

12209 Berlin-Lichterfelde Ost

☎ 7 72 39 84

Fax 7 73 56 84

www.gardinen-berlin.de

Öffungszeiten:

Mo - Sa 10-13 Uhr

Mo - Do 15-18 Uhr


12

Lichterfelde Ost Journal

Legal sprayen

Graffitiwände in Lankwitz und Nikolassee

Für viele ist es Schmiererei

und Sachbeschädigung,

für andere Kunst. Wieder

andere möchten ihren „Tag“ an

möglichst vielen Orten sehen. Allerdings

freut sich kaum jemand,

wenn sein Eigentum „verziert“

wurde und er es für viel Geld

wieder reinigen lassen muss.

Wer Spaß an Graffiti hat, aber

seiner Leidenschaft auf legalem

Weg nachgehen möchte, kann

das in Lankwitz und Düppel machen.

An der früheren Rollschuhbahn

im Gemeindepark Lankwitz

steht seit dem Jahr 2018 eine legale

Wand zur Verfügung. Auch

an der Jugendfreizeiteinrichtung

(JFE) Düppel an der Lissabonallee

6 sind Sprayer willkommen,

die sich an der frei zugänglichen

Wand „austoben“ können.

Ein Highlight war das öffentliche

Graffiti-Event im August in

Lankwitz. Dabei waren erfahrene

Graffiti-Künstlerinnen und


Lichterfelde Ost Journal 13

Künstler anwesend. Unter deren

Anleitung konnten Kinder und

Jugendliche sprayen. Damit

möglichst viele junge Menschen

den Umgang mit der Spraydose

ausprobieren konnten, standen

zusätzliche Wände zur Verfügung.

Die jungen Sprayerinnen

und Sprayer nutzten die Gelegenheit

und brachten ausdrucksvolle

Bilder zustande, in denen

sich Graffiti von seiner schönsten

Seite präsentiert.

Bereits im Jahr 2014 begannen

Graffitikünstler in Steglitz-Zehlendorf

nach geeigneten Wänden

zu suchen. 2016 konnte

dann die erste Wand bei der Jugendfreizeiteinrichtung

Düppel

freigegeben werden. 2018 folgte

die Wand in Lankwitz. ◾

Vermittlung von:

Versicherungen der Versicherungsunternehmen

der Allianz

(Fachagentur für Tierversicherungen)

Investmentfonds der Allianz Global Investors

Christian Hahn

Versicherungsfachmann (BWV)

Allianz Hauptvertretung

Birkbuschstraße 58

12167 Berlin

Telefon 0 30 / 76 99 20 27

Telefax 0 30 / 771 50 31

Mobil 01 72/313 35 25

christian1.hahn@allianz.de

Inh.: Michaela Thiel

Tel.: 030 / 772 14 01

Morgensternstr. 27

12207 Berlin

Öffnungszeiten:

Mo. geschlossen

Di.- Fr. 9.00 - 17.30 Uhr

Sa. 8.00 - 13.00 Uhr


14

Lichterfelde Ost Journal

Achim Freyer, Kunstversteher, Künstler und Philosoph durch und durch.

ACHIM FREYER und seine Stiftung

Zur Förderung zeitgenössischer Künste und Künstler

Dem Bild hilft nicht das

Wort. Natur schafft sich

selbst aus dem Sein der

Welt.

Kunst ist Schaffen, um durch Erkenntnis

am Entstandenen das

Dasein im Sein erlebbarer werden

zu lassen, um ein Etwas zum Klingen

und Leuchten zu bringen mit

den Geheimnissen des Geschaffenen

sagt Achim Freyer, Professor,

Maler, Grafiker, Bühnenbildner;

Film- und Theatermacher und

dabei auch stets liebenswerter

Philosoph und Stifter. Auch nach

85 Lebensjahren sucht der junggebliebene

Künstler immer noch

neue Herausforderungen und

stellt sich ihnen mit seiner Arbeit;

neugierig auf das, was das

WIR VERKAUFEN IHRE

IMMOBILIE

SCHNELL · ZUVERLÄSSIG · KOMPETENT

AH IMMOBILIEN

Morgensternstraße 29 · 12207 Berlin

Telefon 030 - 755 19 056

Kostenlose Wertermittlung

IHRER IMMOBILIE

www.ah-makler.de

info@ah-makler.de


Lichterfelde Ost Journal 15

Ergebnis ihm sagen und woraus

er neue Kraft schöpfen wird.

Das von ihm geschaffene

KUNSTHAUS im Lichterfelder

Kadettenweg 53 birgt auf drei

Stockwerken einen Großteil seiner

außergewöhnlichen Sammlung

internationaler Kunst des

20. und 21. Jahrhunderts, aber

auch Arbeiten namhafter deutscher

und ausländischer Maler in

bunter Nachbarschaft zu Fundstücken

von Trödel- und anderen

Märkten. Ohne Namen sind

die Bilder gehängt, vielmehr hat

Freyer ihre Aussage in den Mittelpunkt

gestellt.

Dabei verliert er nie den Künstler-Nachwuchs

aus den Augen.

Aus seiner Schule sind weltweit

viele namhafte Künstler hervorgegangen,

darunter Malerin

Kerstin Drechsel, Bühnenbildnerin

Etienne Pluss und Klangkünstler

und Kurator Georg

Weckwerth.

Wilde Kunst, die erdet

Als ganz besonderer Kunstort

unterschiedlichster Weltsichten

lädt die Fachwerk-Villa aus dem

Jahr 1893 mit ihren Schatzkammern

und ihrer unverwechselbaren

Art brut, Street Art und Outsider

Kunst zu Begegnungen und

Toleranz. So schafft es die eher

„wilde“ Kunst hier immer wieder,

ihre Betrachter in die einzigartige

Atmosphäre dieses Hauses

und die Aussagen ihrer Exponate

und Bilder einzubeziehen

und auf ganz persönliche Art zu

erden. Dabei ist Achim Freyer der

wohltuende, doch vor Schaffenskraft

sprühende Ruhepol. Ohne

ihn atmet dieser Kunstort zwar,

Weidenäste über Gemälde – Kunst à la Achim Freyer.

seine Lebendigkeit jedoch erhält

er vom Künstler mit jedem Werk

mehr übertragen.

Wie gemacht für die Kunst sind

die Räume der gleichzeitig als

Kunst- und Privathaus genutzten

Villa, deren Fenster zum Schutz

der Gemälde verhängt sind, und

in denen Achim Freyer gerade

zusätzliche Wände für weitere

200 Werke hat einfügen lassen.

Die gemeinnützige Stiftung rief

Achim Freyer ins Leben, um damit

als langjähriger Förderer zeitgenössischer

Kunst und Künstler

ein Zeichen zu setzen. Inzwischen

weiß er rund 80 Gleichgesinnte

und acht Angestellte an

seiner Seite. Die Mitglieder des

im 2016 gegründeten FREUN-

DESKREIS DER ACHIM-FREYER-

STIFTUNG unterstützen – vom

Künstler bis zum Rechtsanwalt

– seine wichtige Förderarbeit,

profitieren aber auch selbst davon:

Freien Eintritt in die Samm-


16

Lichterfelde Ost Journal

High Heels, von Achim Freyer für die Fashion Week kreiert.

lung sowie zu

den weltweit anerkannten

Ausstellungen und Veranstaltungen

erhalten sie, Zugang zu den

exklusiven Führungen, Festen

und Exkursionen des Künstlers

sowie zu Sonderkonditionen

die für ihre hohe Qualität bekannten

Publikationen des

Hauses. Übergeordnetes Ziel

der Stiftung bleibt es, über

die Förderung jungen zeitgenössischen

Künstlern und

der Kunst eine Zukunft zu

geben und Freyers Sammlung

und seine inzwischen

rund 50.000 Arbeiten allen

Interessierten zugängig

werden und bleiben

zu lassen.

Außerdem unterstützt

die Stiftung die Kampagne

„Erklärung der Vielen“ und

tritt damit für eine offene

und tolerante Gesellschaft

GREINERT

Ihr Spezialist für Sonnenschutzund

Sicherheitstechnik

Jalousien · Rollladen · Rolltore · Rollgitter

Markisen · Elektroantriebe · Rollos

Plissees · Insektenschutz · Aufmaß

Beratung · Montage · Reparatur... Die sichere Markise

Steglitzer Damm 105 · 12169 Berlin

S-Bhf. Südende

Telefon 834 20 51

www.greinert-jalousien.de


Lichterfelde Ost Journal 17

ein, für Gleichberechtigung aller

Menschen, Hautfarben und

Geschlechtervariationen, sexuelle

Orientierungen, Religion,

Bedürfnisse und Fähigkeiten.

Wo kommt Kunst

her, was ist sie, wo

geht sie hin?

Diese Frage stellt sich Achim

Freyer immer wieder und will

diese Fragen auch anhand seiner

Bilder beantwortbar für den

Betrachter machen.

Betritt man durch das grüne

schmiedeeiserne Tor den Garten

des Künstlers, aus dessen

Mitte sich das KUNSTHAUS verwunschen

erhebt, taucht man in

seine Welt der Kunst, Bilder und

Skulpturen ein.

„Ich hatte von Jugend an die

KUNSTHAUS.

Begeisterung und Kampflust,

für gute zeitgemäße Kunst zu

arbeiten“, erklärt er, der bereits

während seines Lebens in der

DDR für das Sammeln wertvoller

Werke und Erstellen einer illegalen

Sammlung viel riskierte und

bei seinem Weggang nach dem

Westen unter weniger attraktiven

Gemälden versteckt bedeutsame

Bilder schmuggelte.

Schon damals hatte er kunstliebende

Mitstreiter in Prenzlauer

Berg, die weitere ihm wichtige

Werke bis zum Mauerfall für ihn

verwahrten. Da gab es Arbeiten

von Freyer, die seine in der DDR

gebliebene Frau zerreißen sollte,

um sie nicht in falsche Hände geraten

zu lassen. Doch sie brachte

es nicht übers Herz, die Arbeiten

ihres Mannes zu vernichten, riss

sie lediglich ein. „So habe ich

heute einige angerissene Werke,

die an diese Zeit erinnern“,

erzählt Achim Freyer.

Mit dem Strom zu schwimmen,

war noch nie seine Art. Während

30 Jahre Mauerfall aktuell

allerorts thematisiert wird, hat er

sich dem Thema u. a. bereits mit

Lankwitz Lichterfelde Marienfelde

MALER- UND

TAPEZIERARBEITEN

G L A S E R E I

Reparatur-Schnelldienst

auch allbezirklich

ABRECHNUNG ÜBER VERSICHERUNG

• Reparatur- und

Neuverglasung

• Schaufenster

• Isolierglas

• Glasschleiferei

• Spiegel

• Bildereinrahmung

☎ 7 72 19 43

Jürgen Bröge - Glasermeister

Jägerstr. 25 · 12209 Berlin

www.broege-glaserei.de

WERKSTATT:

HERWARTHSTR. 16

12207 BERLIN-LICHTERFELDE

TELEFON 030 I 79 74 14 64

MOBIL 0151 I 20 45 21 34

www.malermeisterlemke.de

BÜRO:

AHORNSTR. 4

12163 BERLIN-STEGLITZ

Maler- und

Lackiererinnung

Berlin


18

Lichterfelde Ost Journal

„Mauer Fall“ im Jahr 2013 gestellt. Gerade war das

KUNSTHAUS erstmalig beim „Offenen Denkmal“

vertreten, was Freyer wörtlich für seine Werke

verstanden sehen möchte (Denk mal!). Im vom

Bezirk initiierten KULTURKORSO, der 13 Museen

im Grünen umfasst, fehlt die Villa noch. Unverständlich,

denn gerade dieser Kunstort in Lichterfelde

präsentiert sich nahezu vollkommen mit moderner

Kunst, Natur, Zeit- und Kulturgeschichte.

– Ein Versäumnis, das von den Kunstzuständigen

im Bezirk nachzuholen ist. Ein Kleinod, das vom

Bezirk zukünftig mehr Aufmerksamkeit erhalten

sollte als bisher.

Die Schaffensphase geht weiter

Die Kunst hat Achim Freyer auch weiter fest im

Griff. So arbeitet er häufig in der Toskana, woher

er im Lastwagen die Einzelteile für eine seiner

jüngsten Skulpturen nach Berlin transportiert

hat: Vom Feuer imprägnierte Äste und Teile einer

verendeten Kastanie, die nun ineinander

verschlungen als Skulptur vor dem Kunsthaus

Künstler mit (noch namenloser) Skulptur.

Neue Zimmerdecke in nur 1 Tag!

Ohne ausräumen und

Beleuchtung nach Wunsch

Besuchen Sie

unsere Ausstellung

Mo.-Fr. 10:00-17:00

Sa. 11:00-15:00

Zimmerdecken • Beleuchtung • Zierleisten

PLAMECO Deckensysteme ∙ Detlef Nickel ∙ www.plameco-berlin.de

Leonorenstraße 22, 12247 Berlin-Lankwitz - oder rufen Sie an: 030 / 720 17 203


Lichterfelde Ost Journal 19

von Hand des Künstlers eine Zukunft erhalten

haben. – Keine leichte Arbeit, die Achim Freyer

trotz seines Alters nicht scheut. So schafft der

einstige Brecht-Meisterschüler noch immer faszinierende

Bühnenbilder vom Modell bis zur

Vollendung, entwirft Accessoires für die Fashion

Week, inszeniert Opern oder lässt in Workshops

mit Kinderhänden malen.

Mit Kinderaugen sehen – diese Gabe hat sich

Achim Freyer erhalten und lässt sie in seine Werke

einfließen, die damit noch einmal eine ganz

besondere Energie erhalten. Sie überträgt sich

dann unweigerlich auf den Sehenden, sei es über

Farbe, Gestaltung oder Hängung. Denn seine

Bilder sind für ihn nie ganz beendet. „Ich nähere

mich mehr und mehr dem Bild an“, verrät er.

Dazu arrangiert er Bilder neu, verbindet mehrere

Werke zu einem oder trennt sie; weiter neugierig,

wissbegierig und mit wachem Geist, was ihm die

Werke zu sagen, mitzuteilen oder gar zu fragen

haben. Wie auch in seiner aktuellen, bis 19. Januar

2020 laufenden Ausstellung „BILDER“ im KUNST-

HAUS, wo der Altmeister u. a. George Enescus

Oper „Œdipe“ zu Wort kommen lässt, die er für

die Salzburger Festspiele neuinszeniert hat. Und

so gilt auch für diese präsentierten Werke, die der

Betrachter mit eigenem Blick erleben kann: Denn

da wo das Wort aufhört, fängt das Bild an. ◾


Jacqueline Lorenz

KUNSTHAUS / Sammlung und Galerie / Stiftung

Kadettenweg 53 · 12205 Berlin-Lichterfelde

☎ 030-833 93 14

E-Mail team@achimfreyer.com

www.achimfreyer.com

Öffnungszeiten:

Di., Do., So. 15-18 Uhr und nach tel. Vereinbarung, auch

Führungen

Rahmenveranstaltungen zur Ausstellung „BILDER“:

• 27. Oktober 2019 um 17 Uhr

Film „MET AMOR PH OSEN“

von Achim Freyer

• 17. November 2019 um 17 Uhr Künstlergespräch

Achim Freyer und Gast

• 8. Dezember 2019 um 17 Uhr

Film „Reise ins Blaue“

von Achim Freyer

• 19. Januar 2020 um 17 Uhr

Finissage mit Achim Freyer

ZAHNÄRZTINNEN

dr. sandra ehrhardt

aZÄ oksana hennig

ostpreußendamm 139

12207 berlin · tel. 030 - 773 75 92

www.dr-sandra-ehrhardt.de

mo 9-15 uhr · di 9-19 uhr · mi 9-18 uhr

do 13-19 uhr · fr 9-15 uhr

▪ implantologie

▪ prophylaxe

▪ zahnerhaltung

▪ prothetik

▪ auch kinder!

NEU: digitales röntgen


20

Lichterfelde Ost Journal

50 Jahre Johann-Sebastian-Bach-

Kirchengemeinde

Jubiläum am Thuner Platz

Vor 50 Jahren – im April

1969 – fanden junge und

engagierte Gemeindemitglieder

des Lichterfelder Pfarrbezirks

Johannes-Süd gemeinsam

mit dem zuständigen Pfarrer

Dietrich Kleiner: Wir sollten eine

eigenständige Gemeinde sein!

Und sie haben dieses Vorhaben

umgesetzt. Ganz bewusst benannten

die musikbegeisterten

Akteurinnen und Akteure ihre

kleine Kirchengemeinde nach

Johann Sebastian Bach – wissend,

dass es vermutlich nie zu

Aufführungen seiner großen

Werke und Oratorien kommen

würde.

Zunächst trafen sich die Gläubigen

im Wohnzimmer des

Pfarrhauses in der Carstennstraße

zum Gottesdienst. Bald

gab es ein Gemeindehaus in

der Seehofstraße, später wurde

das inzwischen erworbene

Grundstück am Thuner Platz

zum Mittelpunkt der Gemeinde.

Ein hölzernes Gemeindehaus

war Kirchraum und Treffpunkt

für alle Generationen in ihren

jeweiligen Gruppen. Das erste

Gemeindezentrum stammte

von der Daniel-Gemeinde in

Wilmersdorf. Diese benötigte

das aus Fertigteilen bestehende

Gebäude nicht mehr, so kam es

nach Lichterfelde. Schnell füllte

die Gemeinde es mit Leben.

Verschiedene Gruppen nutzten

1981 konnte die Gemeinde ihre eigene Kirche einweihen.


Foto: Johann-Sebastian-Bach-Kirchengemeinde

das Holzgebäude, der Kindergottesdienst

fand sonntags statt, es

gab Tischtennisangebote, Tanz

und Konfirmandengruppen.

1981 dann verwirklichte sich die

Gemeinde den Traum von einer

eigenen Kirche. Gegen den Trend

und auch gegen das Votum der

Landeskirche wurde sie gebaut

und eingeweiht. Das Gotteshaus

im Baustil der postmodernen Architektur

steht am Thuner Platz.

Ähnlich wie die Alte Dorfkirche

in Zehlendorf handelt es sich um

einen achteckigen Bau. Klar, dass

es nun auch noch ein Gemeindehaus

brauchte – ca. 20 Jahre

später wurde schließlich dieses

seiner Bestimmung übergeben.

Den krönenden Abschluss aller

Bautätigkeit bildete 2012 die Einweihung

der Kindertagesstätte

in einem eigenen Gebäude.

Seit dem 31. März 2019 – dem

334. Geburtstag Johann Sebastian

Bachs – feiert die Gemeinde

ihr Jubiläum mit Konzerten,

mit einer Zeitzeugenbefragung

durch Konfirmanden sowie mit

einem Vortrag zu Johann Sebastian

Bach. Auch in der Kita

gingen die Kleinsten in einem

Kunstprojekt auf die Suche nach

dem berühmten Namensgeber.

Übrigens hat ein junger Kirchenmusiker

es vor einigen Jahren

tatsächlich geschafft, Bachs Johannespassion

mit einer Kleinstbesetzung

von je zwei Personen

pro Stimme aufzuführen. Die Podeste

mussten sich die Aufführenden

mit den Besucherinnen

und Besuchern teilen, so groß

war der Andrang. ◾


100 Jahre Bezirksverband

der Kleingärtner Steglitz e. V.

Vom Arbeitergarten zur ausgezeichneten Kleingartenanlage

100

Jahre Bezirksverband

der

Steglitzer Kleingärtner

bedeutet auch 100 Jahre

Kleingarten-Geschichte: So

gehen Steglitzer Kleingartenanlagen

wie „Rütli“ und „Parkkolonie“

auf die bereits 1901

gegründeten Arbeitergärten

des Roten Kreuzes zurück. Damals

wachte eine gestrenge und

nicht immer von den Arbeitern

hochgeschätzte Patronin über

Gärten und Nutzer. Heute sind

der Ton und das Verhältnis zu

Kolonie- und Bezirksverband-

Vorsitzenden da deutlich kameradschaftlicher

geworden,

das Miteinander steht im Vordergrund.

Darauf ist auch der

1. Vorsitzende des Bezirksverbandes

der Kleingärtner Steglitz

e. V. Ralf-Jürgen Krüger stolz.

Durch seine über 20-jährige ehrenamtliche

Verbandsarbeit hat

er mitgeholfen, die Anzahl der

Parzellen konstant auf 3.300 in

Steglitz zu halten und sie fest in

die Kommunalstruktur zu verankern.

– Auch wenn das nicht immer

leicht war in Zeiten von politischem

und Investoren-Druck

im Kampf um Grundstücke für

den Wohnungsbau. Der Verband

verwaltet diese Parzellen,

Lichterfelde Ost Journal 21

die von 27 Kleingartenanlagen

unterhalten werden.

Und wenn – wie im vergangenen

Jahr – dann eine dieser Steglitzer

Kleingartenanlagen sogar

von der Lenné-Akademie für

Gartenkultur mit der Gartenplakette

„Natur im Garten“ für ökolo-

Nasse Wände, Feuchte Keller?

Komplettlösungen gegen Feuchtigkeit und drückendes Wasser auch ohne Schachten von innen ausgeführt

Mariendorfer Damm 159, 12107 Berlin, ☎ (030) 36 80 15 86/87, Fax 36 80 15 88, www.inserf-bautenschutz.de

TÜV-geprüfter Fachbetrieb – Mitglied im Holz- und Bautenschutzverband


22

Gesundheit

Lichterfelde Ost Journal

Sie stehen für den Erhalt der Kleingartenanlagen: (v.l.n.r.) Herbert Weber, Cerstin Richter-Kotowski, Ralf-Jürgen Krüger und Norbert Kopp.


Foto: Verlag W. Wächter/Klaus Pranger

gisches Gärtnern ausgezeichnet

wird, dann ist das für den Bezirksverband

eine ähnlich hohe

Anerkennung wie für die prämierte

Öko-Kolonie Wildkraut

e. V. selbst.

Gefeiert wird das 100-jährige

Jubiläum in zwei Etappen: Mit

erlesenen Gästen aus Kommunalpolitik

und Landesverband

stieß der Bezirksverband bereits

im Frühjahr „auf die Zukunft“ an,

und beim geplanten „Oktoberfest“

für jedermann im Herbst

dürften die Besucher nicht

weniger hoffnungsfroh auf die

Zukunft des Bezirksverbandes

trinken.

Innungsbetrieb | Uhrmachermeister | Juwelier

Kranoldplatz 3 ∙ 12209 Berlin

Tel. 030 77 44 595 ∙ www.zeit-schmuck.com

Mo - Fr 9.30 - 18 Uhr ∙ Di 9.30 - 14 Uhr ∙ Sa 9 - 13 Uhr

Verkauf von Uhren, Schmuck und Perlen

Reparaturen von Markenuhren, Batteriewechsel,

Restauration von Großuhren mit Lieferservice,

Schmuck-Reparaturen, -Umarbeitungen

sowie -Neuanfertigungen

Aufziehen von Perlen und Steinketten

Gold-Ankauf zum Tageskurs


Lichterfelde Ost Journal 23

Vom belächelten

Laubenpieper

zum geachteten

Kleingärtner

Als einer der ersten Bezirksverbände

Berlins war 1919 der „Bezirksverband

der Kleingärtner XII

Verwaltungsbezirk Steglitz im

Zentralverband der Kleingärtner,

Siedler und bodennutzenden

Grundbesitzer“ gegründet

worden. 1950 wurde er in „Bezirksverband

der Kleingärtner

Steglitz e. V.“ umbenannt.

Im Jahr 1900 hatten Berliner Laubenpieper

einen ersten Zusammenschluss

aller acht Kolonien

beschlossen. Im Verein sollten

ihre Rechte gesichert sein. 1911

erhielt dieser Verein den Namen

„Verband der Laubenkolonisten

Berlins und Umgebung“. Endgültige

Hoffähigkeit erlangten

die bis dahin eher belächelten

„Laubenpieper“ aber mit dem

1. Weltkrieg, auf dessen Kanonendonner

bittere Hungersnot

folgte. Die Erträge der Kleingärten

wussten diese Not wenigstens

etwas zu lindern. Mit

dem ersten Kleingartengesetz

wurden im Jahr 1919 nun auch

die ersten offiziellen Bezirksverbände

und Kolonien ins Leben

gerufen. Das Gesetz beinhaltete

den Kündigungsschutz für Kleingartenland

ebenso wie soziale,

wirtschaftliche und gesundheitliche

Ziele.

1926 bestand der Provinzialverband

Groß-Berlin der

Kleingartenvereine bereits aus

16 Bezirksverbänden, die Zahl

städtischer Kleingartenflächen

wuchs stetig. Aber auch Parzellen-

und Lauben-Form änderten

sich. So wurde bald ein Verbot

für ganzjähriges Wohnen in den

Lauben erlassen, das lediglich

die Nutzung in den Sommermonaten

zuließ. Erste Dauerkleingartenanlagen

entstanden mit

Pachtverträgen über 10 Jahre.

Richtlinien bestimmten die

Mindestgröße von Lauben (20

Quadratmeter), setzten Maßstäbe

für Spielplätze und Brunnen.

Die empfohlene Parzellengröße

lag zwischen 300 und 400 Quadratmetern.

Mit dem 2. Weltkrieg wurde in

Hinsicht auf drohende Nahrungsengpässe

auch die Tierhaltung

neben Gemüse- und

Obstanbau gestattet, ebenso

das Dauerwohnen auf den Parzellen.

Dazu wurde 1939 sogar

Moda Preferenza

Foto: Minerva Studio / Fotolia

LIFESTYLE · ACCESSOIRES

ITALIENISCHE DAMENMODE

MO-FR 10: 00 -18: 30 UHR · SA 9: 30 -15: 00 UHR

OBERHOFER WEG 1 · 12209 BERLIN · TEL 55 52 47 49


24

Lichterfelde Ost Journal

eine Kündigungsschutzverordnung

für Kleingartenland erlassen.

Nach dem Krieg, dessen Bombenhagel

auch an vielen

Kleingartenanlagen reichlich

Zerstörung verursacht hatte,

wurden ab 1949 wieder erste

Pachtverträge vergeben. – Aus

den ehemaligen „Versorgungs-

Laubenpiepern“ wurden nun

„Wochenenderholungs-Laubenpieper“.

Gärtnern mit der Natur

und für die Umwelt

Heute steht in den Kleingartenanlagen

das Gärtnern unter

sozialen, ökologischen und

gesundheitlichen Aspekten im

Vordergrund. In den Kolonien

sind Besucher gerne gesehen

und profitieren ebenso wie die

Kleingärtner vom Erholungswert

der blühenden und sauerstoffspendenden

Anlagen.

„Der Bestand der Kleingartenparzellen

hat sich in den letzten

25 Jahren nicht wesentlich

verändert“, bestätigt der 1. Vorsitzende

des Bezirksverbandes

Ralf-Jürgen Krüger. Obwohl der

Bezirk etliche Kleingartenanlagen

abgeben musste, konnte

durch die Teilung übergroßer

Parzellen die Gesamtzahl aufrecht

erhalten werden.

Aktuell gibt es für den Erhalt der

Kleingartenanlage Am Fichtenberg

in Steglitz wenig Hoffnung:

Die Kleingärten, die auf Berliner

„Schulerweiterungsland“ stehen,

also keine Dauerkleingartenanlagen

sind, müssen nun

dem Bau einer Schulporthalle

weichen.

Krüger sieht es auch zukünftig

als eine der Hauptaufgaben des

Bezirksverbandes, die Erhaltung

von Kleingärten über Dauerkleingartenanlagen

zu sichern.

Dabei erhielt der Verband in

den vergangenen Jahrzehnten

erfolgreiche Unterstützung von

Seiten des Bezirksamtes und der

ehemaligen Bezirksbürgermeister

Herbert Weber und Norbert

Kopp. So sind derzeit von den

27 Steglitzer Anlagen immerhin

22 Kleingartenanlagen

abgesichert. Die amtierende

Bezirksbürgermeisterin Cerstin

Richter-Kotowski erklärt: „Kleingärten

haben bis heute nichts

von ihrer Attraktivität und Beliebtheit

verloren.“ Das beweisen

die regelmäßigen Kleingarten-Aktivitäten

in Steglitz wie

Kunst im Kleingarten, Steglitzer

Kleingartentage, Steglitzer Bienenfest,

Fest der Nationen und

Kinderprojekte, die schon die

Kleinsten für die Natur zu begeistern

suchen.

Etwa 500 Kleingarten-Bewerber

stehen aktuell auf der Steglitzer

Warteliste. Nach der Wende ins

Umland und nach Brandenburg

abgewandert, kehren heute

viele Gartenfreunde in die Berliner

Kleingarten-Anlagen zurück

– nicht zuletzt wegen der

längeren Anfahrtswege nach

Brandenburg. Familien mit Kindern,

aber auch 40-50-Jährige

entdecken die „grünen Lungen“

innerhalb der Stadt wieder vermehrt

für sich. Dabei könne

eine kleine herkömmliche Laube

ohne Bad und Dusche ein

mindestens ebenso reiz- und

wertvolles Stück Kulturgut

sein wie das luxuriös ausgestattete

Kleingartenhäuschen,

betont Ralf-Jürgen Krüger.

Auch er, der gesellschaftspolitisch

viel unterwegs ist, zählt

seit 1985 zu den passionierten

Kleingärtnern. Ins Schwärmen

gerät er, wenn er von der Öko-

Kleingartenanlage Wildkraut

e. V. erzählt, die am Ostpreußendamm

liegt: „Wo noch vor

zehn Jahren magerer Boden

Grabpflege

Dauergrabpflege

Individuelle Grabgestaltung

Gärtnerei · Blumenfachgeschäft

& Sohn

Auf dem

Parkfriedhof Lichterfelde

Dorfkirche Giesensdorf

Friedhof

Moltkestraße

Langestraße

Parkfriedhof Lichterfelde · Thuner Platz 2-4 · 12205 Berlin · T 030/817 31 41 · www.crass-sohn.de


Lichterfelde Ost Journal 25

Die Geschäftsstelle des Bezirksverbandes in der Goerzallee 106 J in Berlin-Lichterfelde – so idyllisch gelegen wie die Kleingärten selbst.

und von Müll durchsetzte Erde

das Bild bestimmten, wachsen

heute auf humusreichem Boden

wichtige Wildkräuter.“ Zu schätzen

wissen das auch Umweltund

Natur-Organisationen wie

BUND und die Lenné-Stiftung,

die regelmäßig vorbeischauen.

2018 erhielt die Anlage dann

auch die begehrte „Natur im

Garten“-Gartenplakette.

Dass in den nächsten 100 Jahren

noch viele Kleingartenanlagen

diesem Vorbild folgen, das

möchte man dem Bezirksverband

Steglitz, den Kleingärtnern

von morgen und besonders unserer

Umwelt wünschen.

Weitere Informationen unter

www.kleingaertner-sind.net ◾


Jacqueline Lorenz

Blumensträuße

zu jedem Anlass

Pflanzschalen und Körbe

nach Ihren Wünschen bepflanzt

Trauerdekoration

Grabgestecke

Gärtnerei · Blumenfachgeschäft

& Sohn

Seit 1948

Kranzbinderei

Schleifendruck...

Parkfriedhof Lichterfelde · Thuner Platz 2-4 · 12205 Berlin · T 030/817 31 41 · www.crass-sohn.de


26

Gesundheit

Lichterfelde Ost Journal

Der letzte Standort des Bauhaus: Alte Telefonfabrik in der Birkbuschstraße.

Ausstellung in der

ehemaligen Siemens-Villa

„100 Jahre Bauhaus – Der Standort Steglitz 1932-1933“

Anlässlich des 100-jährigen

Bauhaus-Jubiläums 2019

erinnert eine kleine Ausstellung

an den letzten Standort

des Bauhauses in der Steglitzer

Birkbuschstraße. Dabei werden

sowohl die Personen und ihr Wirken,

das heute nicht mehr existierende

Bauhaus-Gebäude und

die gesellschaftlichen Umbrüche

1933 gezeigt.

Als das Bauhaus am 30.09.1932

in Dessau aufgelöst wurde, zogen

Direktor Ludwig Mies van

der Rohe und seine Schülerinnen

und Schüler in eine leerstehende

Telefonfabrik nach Berlin-Steglitz

und arbeiteten dort weiter. Nach

sieben Monaten, am 11. April

1933, wurde das Gebäude von

Polizei und SA geschlossen. Am

20. Juli löste sich das Bauhaus

Berlin selbst auf. Viele Lehrende

und Studierende emigrierten

und trugen so zur weltweiten

Verbreitung des Bauhauses bei.

Initiator der Ausstellung ist

Dr. Andreas Jüttemann, Dozent

an der MSB Medical School Berlin.

Er beschäftigt sich intensiv

mit dem letzten Bauhaus-Jahr

in Berlin und mit der Steglitzer

Geschichte. Ihm ist es im Rahmen

des 100-jährigen Bauhaus-

Jubiläums 2019 wichtig, „dass

der Standort Steglitz nicht vergessen

wird“.

Begleitend zur Ausstellung erscheint

sein kleines Buch mit

dem gleichnamigen Titel der

Foto: Bauhaus Archiv Berlin

Ausstellung im Verlag Orte der

Geschichte e. V. Berlin, das vor

Ort und im Buchhandel für drei

Euro verkauft wird.

Die Ausstellung „100 Jahre Bauhaus

– Der Standort Steglitz

1932-1933“ wird mit Sondermitteln

der Bezirksverordnetenversammlung

Steglitz-Zehlendorf

gefördert und vom Regionalmanagement

Berlin SÜDWEST

unterstützt.

Die Siemens-Villa und der Park

sind während der Ausstellung

bis 20. Dezember 2019 öffentlich

zugänglich.

MSB Medical School Berlin, Calandrellistraße

1-9, 12247 Berlin.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag

von 9 bis 17 Uhr. ◾


Buch erinnert an die Mauer

„Spuren der Berliner Mauer“ mit vielen Abbildungen

lang verlief die Mauer mitten

durch Berlin; sie war das Symbol der

28Jahre

deutschen Teilung, des Kalten Krieges

und wurde zum Sinnbild für Freiheit. Nach

dem Mauerfall am 9. November 1989 wurden die

Grenzanlagen partiell zurückgebaut, bevor Ende

Dezember die Entscheidung für den vollständigen

Abriss fiel.

Lichterfelde Gesundheit

Ost Journal 27

Wo die Mauer genau verlief, wissen heute noch

die wenigsten. Die zentralen Gedenkstätten wie

Checkpoint Charlie, die East-Side-Gallery, die Gedenkstätte

Berliner Mauer sind bekannt, doch

sonst, so glaubt man, sind ihre Spuren verwischt.

Doch tatsächlich gibt es noch zahlreiche materielle

Zeugen, die aber nicht für jeden als solche zu erkennen

sind. Grenzmauer, Wachtürme, Kolonnenwege

und Lichttrassen, Hinterlandsicherungsmauer,

Vorfeldsicherung, Grenzübergangsstellen und Kasernen

– Reste von ihnen sind noch zu finden, sie

wurden nicht abgebaut oder haben heute gar eine

neue Funktion erhalten.

So beleuchten beispielsweise Lampen der Lichttrasse

des früheren Kolonnenwegs der Grenztruppen

heute Radwege und Straßen. Die oft noch erhaltenen

Farbmarkierungen in Rot-Weiß-Grün-Weiß

an den Lichtmasten signalisierten den Grenzern:

Hier ist Stopp, sonst geraten sie in die Schusslinie.

Auch Blumenschalensperren aus Beton, die den

Grenzdurchbruch mit Fahrzeugen verhindern sollten,

stehen teils noch an Ort und Stelle – und werden

weiterhin als Blumenkübel genutzt.

Das 144 Seiten starke Buch bietet mit ca. 130 Fotografien

eine eindrucksvolle Bestandsaufnahme

30 Jahre nach dem Mauerfall. Die Autoren Leo

Schmidt und Axel Klausmeier sowie Sophia Hörmannsdorfer,

die die Fotografien beisteuerte, zeigen

in dem Buch nicht nur die heutigen Relikte

der Trennung Berlins, sondern liefern auch viele

Hintergrundinformationen. Der Band lädt ein, sich

auf die Suche nach Spuren der Mauer zu begeben.

Durch sein handliches Format eignet sich das Buch

auch als Begleiter bei einem Spaziergang durch die

Stadt. Erschienen ist es in der Edition Braus und für

19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

ISBN 978-3-86228-189-3.


Ich freue mich auf Ihr Lächeln!

Ästhetische Zahnmedizin - Bleaching -

Hypnose - Implantate - Prophylaxe -

Veneers - Kindersprechstunde

Mo., Do., Fr. 9 – 13 Uhr

Mo., Do. 14 – 18 Uhr

Di. 12 – 18 Uhr, Mi. 8 – 13 Uhr

Sa nach Vereinbarung

Ferdinandstraße 34 · 12209 Berlin · Tel. 030 772 45 50 · www.za-hoffmann.com


Zahnarztpraxis Ulrich C. Degner

• Implantatprothetik

• Parodontologie

• Vollkeramiken

• Kinderzahnheilkunde

• Chirurgie

• Intraorale Kamera

• Modernste Technologie und Ausstattung

• Gewebeschonendes Arbeiten

Glarner Straße 57 · 12205 Berlin · Tel: 030 / 33 60 40 11 · www.beautyzahn.de

Mo, Di 9 - 19 Uhr · Mi, Fr 9 - 14 Uhr · Do 14 - 19 Uhr

UDO PRÜFER

RECHTSANWALT UND NOTAR

Familienrecht - Erbrecht - Gesellschaftsrecht

Immobilienrecht - allgemeines Zivilrecht - Straßenverkehrsrecht

Lankwitzer Straße 1 · 12209 Berlin-Lichterfelde

(gegenüber dem Bahnhof Lichterfelde Ost am Kranoldplatz)

Telefon: 030 - 768 90 1-0 · Telefax: 030 - 768 90 1-29

E-Mail: kanzlei@ra-pruefer.de · Internet: www.ra-pruefer.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine