Taxi Times München - März / April 2019

taxitimes

MÄRZ / APRIL 2019 3,50 €

www.taxi-times.taxi

MÜNCHEN

MINISTER BLEIBT STUR

SCHEUER ECKT

WEITER AN

KAMPF GEGEN UBER

Was kann der einzelne

Fahrer tun?

KVR-KONTROLLEN

Über das Ziel hinaus

geschossen

KEIN PARTNER MEHR

mytaxi, der

Seitenwechsler


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DAS TAXIGEWERBE ZEIGT SEINE STÄRKE

In der aktuellen Phase ist eine gedruckte Ausgabe ein denkbar

ungünstiges Medium, um den Leser über die neueste und aktuellste

Entwicklung zu informieren. Der Text muss geschrieben

werden, benötigt die passenden Bilder, Grafiken oder Illustrationen,

wird anschließend von Experten in eine ansprechende und

lesbare Form gebracht (Layout), dann gedruckt und schließlich

verteilt. Das dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Wenn

dann – wie aktuell in der Taxibranche – die Ereignisse nahezu

täglich neu auf uns einprasseln, muss man als Redaktion irgendwann

in den sauren Apfel beißen und die Ausgabe „schließen“.

Auf den bundesweiten Taxi-Aktionstag am 10. April, an dem Taxikorsos,

Kundgebungen und Mahnwachen abgehalten wurden, sind

wir deshalb in dieser Ausgabe nur verkürzt eingegangen (siehe

Seite 4). Darüber haben wir aber sehr ausführlich auf unserer

Internetseite www.taxi-times.taxi berichtet. Unter dem Stichwort

„Aktionstag“ werden Sie eine Vielzahl von Berichten finden. Den

Tag selber haben wir mit einem Liveticker begleitet, konnten so

permanent Bilder und Filme von allen Demos, Kundgebungen und

Mahnwachen zeigen, auch die von München vor der CSU-Parteizentrale

in der Parkstadt Schwabing.

Während es in den digitalen Kanälen immer brandaktuell zugeht,

man dafür aber zeitlich bedingt oft nur an der Oberfläche kratzt,

kann man in der gedruckten Ausgabe alle Fakten in Ruhe sammeln

und reflektiert in den Gesamtzusammenhang einordnen.

Und auch noch mal in Erinnerung rufen, was auf den Online- und

Facebookseiten längst in Vergessenheit geraten ist.

So liefert diese Ausgabe beispielsweise einen chronologischen

Überblick von der Veröffentlichung von Scheuers Eckpunkten (und

deren genaue Inhalte, Seite 5) über die Antwort des Bundesverbands

Taxi und Mietwagen e. V. (der sich diesen neuen Namen im

März gegeben und damit den Begriff BZP beerdigt hat, Seite 6)

bis zu den Taxiprotesten bei der Münchner Taxi-Demo am 13. März

(Seite 8).

Der reflektierte Rückblick erlaubt auch eine klare Einschätzung,

wer in diesem Existenzkampf auf welcher Seite steht. Dass mytaxi

kein Partner des Taxigewerbes mehr ist, hat die unter dem Diktat

des Daimler- und neuerdings auch BMW-Konzerns stehende App

am 13. März bewiesen, als zum Boykott der Kundgebung aufgerufen

wurde und darüber hinaus die Partner mit 50 Euro Fangprämie

gekauft wurden. Viele „echte“ Taxikollegen empfanden

das zu Recht als empörend. Unser Kommentar auf Seite 24 liefert

eine Erklärung, warum mytaxi gezwungen ist, die Maske fallen

zu lassen.

INHALT

TAXI-AKTIONSTAG

4 Taxi-Demos in ganz Deutschland

TITELTHEMA TAXIPROTESTE

5 Scheuers Eckpunkte des Grauens

6 Die Gegenposition des Bundesverbandes

8 Die Münchner Taxi-Demo am 13. März

WETTBEWERB

12 Argumente für Fahrgäste gegen Uber

TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

16 KVR kontrolliert schärfer

17 KVR schießt dabei übers Ziel hinaus

ISARFUNK TAXIZENTRALE

18 fleet ad mit verbesserter Technik

20 Der Flughafen-Sanktionsausschuss

KOOPERATION

22 Der Sixt Big Bang mit dem Taxi

MEINUNG

24 mytaxi ist kein Partner mehr

26 Bitte keine Ausreden mehr

26 Impressum

TITELFOTO: Taxi Times MONTAGE: Raufeld Medien

– die Redaktion –

UMORGANISATION IM KVR

Im KVR ist die Abteilung „gewerblicher Kraftverkehr“,

also das Taxibüro, aufgrund einer Umstrukturierung nun

der Hauptabteilung III zugeordnet. Dadurch hat sich die

postalische Anschrift wie folgt geändert:

Kreisverwaltungsreferat III/23, Ruppertstraße 19,

80446 München

Ab 30.4. befinden sich die Büroräume der Genehmigungsbehörde

dann auch im 4. Stock (Zimmer 4002)

der Ruppertstraße 19 (bisher 3. Stock). Wegen des

Umzugs bleibt das Taxibüro am 29.4. geschlossen und

ist auch über Telefon/Fax/E-Mail nicht erreichbar.

TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

3


TITELTHEMA

Allein in Berlin demonstrierten 6.500 Taxis –

nicht nur Berliner, sondern auch zahlreiche

Teilnehmer aus allen Bundesländern. 3.000

parkten anschließend zwischen Siegessäule

und Brandenburger Tor.

AUTOKORSO –

KUNDGEBUNG –

MAHNWACHEN

Unter dem Motto »Scheuerwehr« sind am 10. April in ganz Deutschland

über 10.000 Taxiunternehmer und -fahrer auf die Straße gegangen. Auch in

München gab es Proteste – diesmal in Form einer Mahnwache.

In Düsseldorf versammelten sich

über 1.000 Taxiunternehmer aus

Nordrhein-Westfalen, fuhren im

Konvoi aus Dortmund, Münster,

Duisburg und vor allen Dingen Köln

in die Landeshauptstadt.

Da in München bereits am

13. März protestiert worden

war (siehe S. 8), organisierte

der Taxiverband München

für den Taxiaktionstag

eine Mahnwache vor

der Parteizentrale der

CSU. Trotz der Messe

bauma waren über

100 Kolleginnen und

Kollegen erschienen.

Spontan führten

manche von ihnen

sogar einen kleinen,

aber lauten Taxikorso

durch die Parkstadt

Schwabing durch.

Ebenfalls weit über eintausend

Taxis wären gerne nach

Wiesbaden gekommen,

viele von ihnen wurden

bereits auf der Autobahn

gestoppt.

Die Stadt konnte

keine weiteren

Demo-Taxis

mehr aufnehmen.

Vier

von fünf Taxis

kamen dabei

aus Frankfurt.

Auch in Augsburg gab es

eine Taxidemo, in Ingolstadt,

Erlangen und Nürnberg wurden

Mahnwachen durchgeführt,

bei denen sehr symbolträchtig

das Taxigewerbe

beerdigt wurde (Erlangen)

bzw. die Taxidachzeichen

als Müll entsorgt wurden

(Nürnberg).

Insgesamt fanden in

über 30 Städten Taxiaktionen statt. Taxi Times

berichtet darüber ausführlich auf der Homepage

www.taxi-times.taxi und in der kommenden

überregionalen Ausgabe der Taxi Times DACH

(Bestellmöglichkeit siehe Seite 27).

jh

FOTOS: Michael Höllein, Kehren, Nicole Martiens, TVM, Taxi Nürnberg eG (2)

MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


TITELTHEMA

PUNKTE DES GRAUENS

»Scheuers Eckpunkte müssen weg« lautet die Forderung des Bundesverbandes

Taxi und Mietwagen e. V. (bisher BZP). Besonders existenzbedrohend für die

Branche sind im Entwurf des Verkehrsministeriums drei Punkte.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

(BMVI) hat sogenannte Eckpunkte zur Änderung

des Personenbeförderungsgesetzes erarbeitet und vorgelegt.

Drei der darin genannten fünf Punkte lassen die bisherige

Trennung zwischen Taxi- und Mietwagenverkehr derart verschwimmen,

dass man sie aus Taxisicht als existenzbedrohend

einstufen muss. So zum Beispiel Punkt d: „Um unnötige Leerfahrten

zu verhindern, wird die in § 49 Abs. 4 S. 3 PBefG normierte

Rückkehrpflicht für Mietwagen aufgehoben. Gleichzeitig erscheint

es sinnvoll, bestimmte Bereiche für den Taximarkt zu reservieren.

Daher kann Mietwagenunternehmern von den zuständigen Genehmigungsbehörden

für bestimmte fahrgastreiche Bereiche ein sog.

„Aufstellverbot“ auferlegt werden (alt.: positive Definition des

„Lizenzgebietes“), um in diesen Bereichen die Kundensuche vor

Ort zu verhindern.“

Die Definition der Rückkehrpflicht war bisher immer eng mit

der Fahrtannahme am Betriebssitz verknüpft. Auch diese soll laut

Vorschlag des BMVI gelockert werden. Unter Punkt „e: Digitale

Erfassung der Eingänge von Beförderungsaufträgen beim Mietwagenverkehr“

heißt es:

„Um Rechtsunsicherheiten in Bezug auf die Interpretation der

Norm zu vermeiden, wird die in § 49 Abs. 4 S. 4 PBefG enthaltene

buchmäßige Erfassung um die Möglichkeit einer elektronischen

Erfassung von Auftragseingängen ergänzt. Auch App-basierte

Auftragseingänge werden hierdurch expressis verbis ermöglicht.“

Würde sich Scheuer mit dieser Forderung durchsetzen, wäre

eine wesentliche Argumentation des aktuellen BGH-Urteils zum

Verbot der App von UberBLACK hinfällig. Das vom Taxigewerbe

mühsam erstrittene Urteil wäre das Papier nicht mehr wert, auf

dem es steht. Hinsichtlich künftiger Sammelfahrten und

deren (digital gesteuerter) Durchführung wird in Punkt c „Aufhebung

des Poolingverbots für Mietwagen“ Folgendes vorgeschlagen:

„Um auch außerhalb des ÖPNV eine reguläre Genehmigungsfähigkeit

neuartiger Pooling-Konzepte sicherzustellen, wird die in

§ 49 Abs. 4 S. 1 PBefG normierte Pflicht zur Anmietung im Ganzen

aufgehoben. Damit wird Mietwagenunternehmern grundsätzlich

auch die Einzelsitzplatzvermietung ermöglicht.“

Auswirkung dieser Forderung: Auch hier würde die Trennung

zwischen Taxi und Mietwagen aufgeweicht, denn die sogenannte

Einzelplatzvermietung war bisher nur Taxis gestattet. jh

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TITELTHEMA

MEHR ALS NUR

ECKPUNKTE

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e. V. (früher BZP) hat auf

Scheuers Eckpunkte mit einer Gegenposition reagiert. Er fordert

darin unter anderem einen fairen Wettbewerb.

FAIRER WETTBEWERB FÜR DIE MOBILITÄT VON MORGEN

Das Personenbeförderungsgesetz soll in der aktuellen

Legislaturperiode novelliert werden. Diese Reform muss

die Potenziale der Digitalisierung nutzen, die Verlässlichkeit

der Personenbeförderung erhalten und gute

Arbeitsbedingungen sicherstellen.

Leitmotiv muss die Festlegung des Koalitionsvertrags

sein, „dass ein fairer Ausgleich (level playing field)

zwischen den unterschiedlichen Beförderungsformen

gewahrt bleibt“.

Die Taxi- und Mietwagen-Branche will diese Modernisierung

mitgestalten. Das sind unsere wichtigsten

Anforderungen an die Reform:

Fairer Wettbewerb der Anbieter

Taxis sind Teil der Daseinsvorsorge und des öffentlichen

Personennahverkehrs. Als solches sind sie verpflichtet,

Beförderung für jedermann rund um die Uhr, flächendeckend

und zu festen Preisen anzubieten. Um diese

besondere Funktion auch weiterhin erfüllen zu können,

müssen sie aktiv vor unfairem Wettbewerb geschützt

werden.

Die Rückkehrpflicht für auftragslose Mietwagen muss

beibehalten werden. Das System Taxi als Teil der

Daseinsvorsorge wäre mit dem Wegfall der Rückkehrpflicht

am Ende. Wird die Rückkehrpflicht abgeschafft,

öffnet die Politik alle Schleusen für Unternehmen wie

Uber. Die Realität sähe dann folgendermaßen aus:

• Unternehmen wie Uber können betriebswirtschaftlich

entscheiden, wann und wo es lukrative Fahrten gibt, und

nur diese Nachfrage bedienen. Taxis können das nicht:

Sie haben eine Betriebs- und Beförderungspflicht und

müssen rund um die Uhr jeglichen Bedarf abdecken, ob

lukrativ oder nicht.

• Unternehmen wie Uber handeln nach dem klassischen

Marktprinzip: Angebot und Nachfrage. Ist die Nachfrage

groß, steigt der Preis. Eine Uber-Fahrt am Silvesterabend

ist bei gleicher Strecke mindestens doppelt so teuer wie

an normalen Tagen. Das können Taxis nicht, sie müssen

immer und überall denselben Preis anbieten, der

behördlich festgeschrieben ist.

• Unternehmen wie Uber übernehmen keine Verantwortung

als Arbeitgeber. Sie stellen sich als eine Vermittlungsplattform

dar, die 25 % vom Ertrag der von ihr

vermittelten Fahrten bekommt. Ob der Fahrer angestellt

ist – und wenn ja, unter welchen Bedingungen – oder ob

er seine Pausen und Arbeitszeiten einhält, wird von

Unternehmen wie Uber nicht überprüft. Das Taxigewerbe

hingegen ist Arbeitgeber: Es übernimmt Verantwortung,

zahlt Mindestlohn und Abgaben für seine Angestellten

sowie Steuern.

• Unternehmen wie Uber unterliegen nicht dem

Konzessionsrecht. Die Anzahl der Autos ist durch den

Staat nicht regulierbar. Bei Taxis ist das anders: Hier

werden Konzessionen vergeben. Wenn man die Rückkehrpflicht

abschafft, wird es zu einem Verkehrskollaps in

unseren Städten kommen, denn die Anzahl der herumfahrenden

und nach Kunden suchenden „Mietwagen“ wird

sprunghaft ansteigen – und die Politik kann (dann)

nichts mehr dagegen unternehmen. Zu beobachten ist

dieses Phänomen bereits in vielen Städten wie z. B. in

New York, San Francisco und Amsterdam.

Der Erhalt der Rückkehrpflicht ist Arbeitsschutz,

Verbraucherschutz und Umweltschutz. Er ist die zentrale

Forderung des Taxigewerbes. Einen fairen Wettbewerb

kann es nur mit Erhalt der Rückkehrpflicht geben.

Kommunale Aufsichtsbehörden müssen – mehr als

bisher – durch regelmäßige Kontrollen sicherstellen,

dass die Regeln für die Personenbeförderung eingehalten

werden. Die Kontingentierung der Lizenzen einerseits

und die Überprüfung der Berufszugangsvoraussetzungen

nach dem „Hamburger Modell“ andererseits sind wichtige

Grundpfeiler, die einen fairen Wettbewerb sicherstellen.

Gute Arbeit für Fahrerinnen und Fahrer

Um auch in Zukunft einen flächendeckenden Taxiservice

anbieten zu können, muss das Taxigewerbe weiterhin ein

attraktiver Arbeitgeber sein. Sichere und gute Arbeitsplätze

gibt es nicht mit Dumping-Löhnen. Dumping-Anbietern,

die ihre Fahrer in eine prekäre Selbstständigkeit

mit Dumping-Löhnen zwingen, darf nicht der Weg bereitet

werden. Für Taxifahrer und Mietwagenfahrer sollten

gleiche Voraussetzungen gelten.

Mehr Sicherheit für alle Fahrgäste

Jede Person, die Menschen in ihrem Fahrzeug gewerbsmäßig

befördert, muss dazu nachprüfbar qualifiziert sein.

1.


TITELTHEMA

Chancengleichheit für alle soll zum

Beispiel durch bestimmte Pflichten

für Mietwagenunternehmen

gewährleistet werden, weshalb der Erhalt

der Rückkehrpflicht eine zentrale Forderung

des Verbandes ist. Zudem ermahnt er

die Politik, sichere Arbeitsplätze zu erhalten,

die Sicherheit für Fahrgäste und den

Verbraucherschutz weiterhin zu gewährleisten.

Auch zum Thema Elektro-Taxis

bezieht der Verband eine klare Position.

Das komplette Positionspapier drucken wir

nachfolgend im Originalwortlaut ab:

Bundesverband-

Geschäftsführer

Thomas Grätz

(links) und Präsident

Michael Müller vertreten

die Positionen

des Taxigewerbes.

Sie trägt in besonderem Maße Verantwortung für den

Fahrgast und die anderen Verkehrsteilnehmer. Das muss

für alle Anbieter gleichermaßen gelten. Wir fordern

deswegen, dass für alle Formen der gewerblichen

Personenbeförderung mit Pkw eine einheitliche

Qualifikation vorgeschrieben wird, die auf Sicherheit und

Service ausgerichtet ist. Auch aus steuerlichen,

versicherungsrechtlichen und wettbewerblichen Gründen

muss private Mitnahme klar von gewerblicher Beförderung

abgegrenzt werden: Die Kostenbeteiligung darf

nicht mehr als 30 Cent pro Kilometer betragen. Wir

schlagen dafür einen dynamischen Verweis auf die

Regelung im Bundesreisekostengesetz vor. Darüber

hinaus ist eine eindeutige Kenntlichmachung von

Fahrzeugen der gewerblichen Personenbeförderung

anhand besonderer Kfz-Kennzeichen notwendig. Damit

die Ämter auch die Möglichkeit haben nachzuprüfen, ob

Personen diese Qualifikation erworben haben, fordern

wir, dass das elektronische Zentralregister für Güterund

Personenkraftverkehrsunternehmen mit Bus auf

Taxi- und Mietwagenbetreiber ausgeweitet wird.

Echter Verbraucherschutz durch Verlässlichkeit und

transparente Preise

Die Tarifpflicht für Taxis muss beibehalten werden. Taxis

sollten künftig allerdings auch pauschale Festpreise für

vorbestellte Fahrten anbieten können, die in den

Tarifordnungen festgelegt werden müssen. Damit haben

auch Taxikunden die Möglichkeit, vorab eine verbindliche

Preisauskunft zu erhalten. Für Ride-Sharing mit Taxis

müssen transparente Regeln für die Aufteilung des

Fahrpreises geschaffen werden.

Chancen der Digitalisierung nutzen

entsteht heute eine Vielzahl von Daten über Fahrzeuge,

Kunden und Touren. Der Schutz dieser Daten vor

Missbrauch muss an erster Stelle stehen. Die Daten

können und sollten jedoch auch genutzt werden, um

Verkehrsströme und -planungen zu optimieren und die

Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (u .a. Steuerrecht)

sicherzustellen. Die Daten aus Fiskaltaxametern

und geeigneten Instrumenten für Mietwagen sollten den

Behörden deshalb zu Verfügung gestellt werden. Als

unterstützende Maßnahme sollte eine allgemeine

Belegerteilungspflicht eingeführt werden.

Ride-Sharing für alle ermöglichen

Das Taxigewerbe bietet bereits heute Ride-Sharing an.

Unter anderem mit dem Betrieb von Anruf-Sammel-Taxis

haben wir jahrzehntelange Erfahrung. Ride-Sharing muss

zukünftig im Personenbeförderungsgesetz explizit

geregelt werden. Dazu gehört für uns:

Taxis müssen in die Sharing-Modelle eingebunden

werden oder solche Verkehre selbst durchführen dürfen.

• Sharing-Verkehre müssen der Betriebs-, Beförderungsund

Tarifpflicht unterliegen. Das heißt: Wer sie anbietet,

muss das für alle tun – rund um die Uhr und zu

verlässlichen Preisen und ohne Rosinenpickerei.

• Ride-Sharing soll den Linienverkehr des ÖPNV

ergänzen und seine Wirtschaftlichkeit nicht gefährden.

Elektro-Taxis zum Durchbruch verhelfen

Wir wollen Elektro-Taxis und anderen Fahrzeugen mit

alternativen Antrieben zum Durchbruch verhelfen. Dafür

müssen technische, bürokratische und finanzielle

Hindernisse beseitigt werden. Erste Schritte dafür sind:

2.

FOTO: Axel Rühle

Die Digitalisierung bietet die Chance, den Verkehr neu

und besser zu organisieren. Sie darf aber nicht dazu

führen, dass die bestehenden und bewährten Strukturen

in der öffentlichen Daseinsversorgung zerstört werden.

Das Taxigewerbe hat in den letzten Jahren mit der

Einführung nationaler und sogar internationaler

gewerbeeigener Apps – die mittlerweile flächendeckend

vermitteln – bewiesen, dass wir uns nicht den neuen

Möglichkeiten der Digitalisierung verschließen. Im

Gegenteil: Das Taxigewerbe ist für die Zukunft aufgestellt

und wird die Chancen der Digitalisierung auch weiterhin

nutzen. Darüber hinaus müssen Daten verantwortungsvoll

genutzt werden. Bei der Personenbeförderung

• Elektro-Taxis sollten sich beim Aufladen an öffentlichen

Ladeplätzen bereithalten dürfen. •Vorhandene

Taxi-Warteplätze müssen schnellstmöglich mit Ladegeräten

ausgestattet werden.

• Weil Elektro-Taxis aufgrund der Ladezeiten heute noch

nicht im Mehrschicht-Betrieb rund um die Uhr gefahren

werden können, sollte der Betrieb von zwei Fahrzeugen

mit Wechselkennzeichen zugelassen werden. Die Taxiund

Mietwagenbranche steht für die Mobilitätswende

bereit. Gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen

wollen wir alternativen Antrieben zum Durchbruch

verhelfen und uns an die Spitze dieser Entwicklung

setzen.


TITELTHEMA

DER TON WIRD

SCHÄRFER

Bei der Taxidemo in München haben Bundesverbands-

Vizepräsident Hermann Waldner und EG-Vorstandsmitglied

Frank Kuhle mit einer deutlich schärferen Wortwahl den

Druck auf die Politik erhöht.

Weil Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit

seinen Eckpunkten zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) die Existenz des Taxigewerbes

gefährdet, geht das Taxigewerbe in Deutschland derzeit

auf die Barrikaden, um das Verkehrsministerium zur Rücknahme

der Eckpunkte zu bewegen. Rund drei Wochen nach einer Berliner

Taxidemo wurde Teil zwei der Protestaktionen unter Federführung

des Bundesverbandes Taxi (früher BZP) und des angeschlossenen

Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen

durchgeführt. Zwischen 10 und 12 Uhr haben zahlreiche bayerische

Taxizentralen ihre Auftragsvermittlung eingeschränkt.

Pa rallel dazu fand unmittelbar vor der Bayerischen Staatskanzlei

eine Demonstration statt.

Dort hatten sich rund 300 Taxikolleginnen und Taxikollegen

versammelt und mit Bannern und Plakaten nicht nur eine Rücknahme

der Eckpunkte gefordert, sondern auch ein Verbot der

Uber-Apps. Dabei gesellten sich zu den „Uber raus!“-Rufen der

Kollegen auch „Scheuer muss weg!“-Sprechchöre. Der Verkehrsminister

schlägt in seinem Eckpunktepapier unter anderem die

Aufhebung der Rückkehrpflicht oder auch der Einzelplatzvermietung

vor. Es scheint politisch der einfachere Weg zu sein, das Personenbeförderungsgesetz

zu novellieren, um damit bisheriges

illegales Handeln zu legitimieren.

Bundesverbands-Vizepräsident Hermann Waldner bezeichnete

das auf der Münchner Demo als „Schlag ins Gesicht“ für die Taxibranche

mit ihren 250.000 Arbeitsplätzen. Man lasse sich nicht

FOTOS: Taxi Times

8 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


TITELTHEMA

Solidarität aus Franken: Rund zwei

Dutzend Taxiunternehmer waren

aus Nürnberg gekommen.

länger beschwichtigen, sagte Waldner, der für die Demo eigens

aus Berlin angereist war. „Wir erwarten klare Aussagen von Herrn

Scheuer, dass er einige Punkte aus seinem Eckpunktepapier

zurücknimmt.“

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ES GEHT UM 250.000 MENSCHEN

Das Taxigewerbe in Deutschland ernähre 250.000 Menschen.

Nimmt man deren Angehörige dazu, Frauen und Kinder, dürfte

es sogar die doppelte Anzahl sein. Scheuers Eckpunkte seien für

die Branche daher eine Missachtung ihrer Existenz. Waldner sendet

klare Signale an die Politik: „Bisher waren wir ruhig und

diplomatisch, aber wenn es um unsere Existenz geht, wird man

uns kennenlernen.“

Ähnlich äußerte sich auch Lokalmatador Frank Kuhle, Mitglied

im erweiterten Vorstand im Bundesverband Taxi und Vorsitzender

des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen.

Man fühle sich für dumm verkauft, wenn nach all

den vielen politischen Gesprächen am Ende solche Eckpunkte u

»Sorgen Sie

dafür, dass

wieder Ordnung

und Recht auf

Münchner Straßen

herrschen.«

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

9

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TITELTHEMA

Scheuers Eckpunkte müssen weg.

Der Bundesverband und sein Vizepräsident

Hermann Waldner zeigen sich in diesem

Punkt kompromisslos.

Für dieses Plakat

opferten die Kollegen

einen freien Sonntag.

herauskommen, schimpfte Kuhle. „Ab jetzt gibt es keine Suche

nach dem Konsens mehr, ab jetzt stimmen wir mit den Füßen ab.

Wir sind viele und wir sind laut. Wir werden uns mit euch anlegen.“

Ministerpräsident Söder forderte er auf, nach unten auf die

Bühne zu kommen und den anwesenden Taxifahrerinnen

und -fahrern, deren Existenz gerade

zerstört werde, in die Augen zu schauen.

Söder kam nicht auf die Straße, aber sein

Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart hatte –

nahezu unbemerkt – kurz nach Beginn der

Kundgebung die Bühne betreten und allen

Rednern zugehört. Er richtete anschließend

ein paar persönliche Worte an die Demonstranten,

bei denen er betonte, dass man kein

Sozialdumping erlauben werde. Als Herr

Reichhart allerdings davon sprach, dass in

Bayern bestehende Gesetze auch eingehalten

werden, erntete er lautes Gelächter und Buhrufe.

Die Kollegen wissen eben besser, dass

dies bei den Wettbewerbern wie Uber gerade

nicht der Fall ist.

»Ich will von

meiner Arbeit als

Taxifahrer leben

können.«

Einzelunternehmer Werner

Hillermann

Wegen dieser ungleichen Behandlung, die nun durch entsprechende

Gesetzesänderungen noch legalisiert werden soll, macht

sich auch Gregor Beiner Sorgen um die Existenz seiner 250 Angestellten

und um die rund 8.000 Mitarbeiter im Münchner Taxigewerbe.

Er könne nicht verstehen, warum die

deutsche Politik im Falle der geplanten Änderung

des PBefG diejenigen schützen will, die

keine Steuern zahlen. Fahrten günstiger anzubieten,

als der Taxitarif vorgibt, und davon

dann auch noch 25 Prozent Provision zu kassieren,

laufe ohne Wenn und Aber auf eine

Ausbeutung der Fahrer hinaus, die weit unterhalb

des Mindestlohns bezahlt werden.

Beiner selbst ist 33 Jahre alt und betreibt

mit Partnern die größte Taxiflotte in München,

darunter auch zehn vollelektrische Fahrzeuge.

Was ihn besonders ärgert, sind die ständigen

Behauptungen, digitalen Mobilitätswandel

könnten nur die anderen. Beiner widerspricht:

„Die erste digitale Vermittlung fand im Taxi

statt. Die erste Buchung eines Taxi-Poo-

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FOTOS: Taxi Times

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10 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


TITELTHEMA

Als Unterstützer der Demo waren auch

Florian Bachmann (TVM), Christian

Hess (IsarFunk) und Gregor Beiner (mtz)

auf der Bühne (von rechts).

Solidarität aus Viechtach: Unternehmer aus

Niederbayern.

Solidarität aus Frankfurt: Thomas Schmidt

vom Landesverband Hessen.

ling (geteiltes Taxi) wurde schon vor Jahren in

München angeboten. Die modernsten Flotten

inklusive teil- und vollelektrischer Antriebe stellt

das Taxigewerbe. Die erste Taxi-App mit europäischer

Reichweite kam aus dem Taxigewerbe und

auf dem Land sind es die dortigen Taxiunternehmer,

die dank digitaler Technik und persönlicher

Erfahrung funktionierende Anruf-Taxi-Systeme

am Laufen halten. „Andreas Scheuer hat anscheinend

kein Interesse an solchen Fakten“, schlussfolgert

Beiner und fordert den Verkehrsminister

auf: „Arbeiten Sie mit uns an einer fairen Zukunft

der Mobilität.“

»Die klauen

unser Brot.«

Einzelunternehmer

Coskun Bagci

HANDY VOLLER FOTOS

Faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen gibt es speziell in

München nicht, was den Einzelunternehmer Coskun Bagci extrem

wütend macht. „Mein Handy ist voller Fotos mit Uber-Autos, die

jeden Tag gegen die Rückkehrpflicht verstoßen. Die klauen unser

Brot“, brüllte er den Kollegen aufgeregt, aber authentisch von der

Bühne entgegen. Der Mehrwagenunternehmer Eyup Tanriverdi

(47), verheiratet, drei Kinder, kritisiert auch die

Aufsichtsbehörden. „Ein Gutachten spricht davon,

dass 700 Taxikonzessionen in München abgebaut

werden sollen. Doch in Wahrheit werden täglich

neue Mietwagen genehmigt.“ In Hörweite des

Büros von Ministerpräsident Markus Söder rief

Tanriverdi diesem zu, er solle sein Wahlversprechen

„Bayern first“ endlich einlösen, damit mit

den Eckpunkten seines Parteikollegen Scheuer

nicht „America first“ zum Motto werde. „Sorgen

Sie dafür, dass wieder Ordnung und Recht auf

Münchner Straßen herrschen.“

Auch der Münchner Einzelunternehmer

Werner Hillermann schäumte vor Wut: „Ich will

als Taxifahrer kein Millionär werden, aber ich will

von meiner Arbeit als Taxifahrer leben können.“ Hillermanns Zorn

und der vieler anderer Kollegen richtete sich nicht nur gegen Uber

und die Politik, sondern auch gegen den vermeintlichen Partner

mytaxi. Der App-Vermittler hatte im Vorfeld zum Boykott der Demo

aufgerufen und die Fahrer sogar mit einer Prämie von 50 Euro

geködert, wenn sie stattdessen Aufträge fahren.

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

11


WETTBEWERB

WAS KANN ICH MEINEN

FAHRGÄSTEN ZUM

THEMA UBER SAGEN?

Im Taxigewerbe besteht weitgehend Konsens in der Ablehnung von Pseudo-

Taxi-Anbietern. Aber aus Fahrgastmunde heißt es oft: »Was soll denn an Uber

so schlimm sein?« Wir liefern Argumente zur Aufklärung von Unwissenden.

Was für das Taxigewerbe und die Volkswirtschaft

schlecht ist, muss aus Kundensicht nicht automatisch

ebenso schlecht sein. Ein Mietwagenfahrer, der

sich am Messegelände illegal bereithält, ist für einen Fahrgast,

der nicht über den Tellerrand blickt, etwas vermeintlich Gutes.

Das ist aus Kundensicht nicht anders als im Supermarkt, wo die

meisten Kunden das billige Fleisch kaufen und nicht das teure

Bio-Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, bei dessen Herstellung

vielleicht die Bauern nicht ganz so dreist ausgebeutet wurden.

Verantwortlich zu handeln, kostet etwas, zahlt sich aber langfristig

aus, wenn auch nicht unbedingt sichtbar auf dem Kontoauszug.

Wenn wir als Taxigewerbe überleben wollen, müssen wir

unsere Kundschaft aktiv über die Nachteile der neuen Personenbeförderungsindustrie

und die Gefahren für die Verbraucher aufklären.

Wenn der Kunde unsere Argumente versteht, haben wir

ihn auf unserer Seite.

UBER IST NUR ZU ANFANG

BILLIGER ALS DAS TAXI

In Städten, in denen Uber das Taxi

verdrängt hat, bezahlen Kunden

jetzt viel mehr als vorher im

Taxi. Auch in Deutschland

kostet eine Uber-Fahrt bei

schlechtem Wetter schnell

mal das Dreifache, bei

Nachfragespitzen wie Silvester,

Messeschluss oder

Veranstaltungsende bis

zum Zehnfachen des

„normalen“ Preises und

des Taxitarifs. Uber macht

bisher unter dem Strich

nur Verluste und kann gar

nicht anders, als die Preise

irgendwann stark zu erhöhen –

zunächst nur bei hoher Nachfrage,

später dann durchgehend. Während

das Taxigewerbe feste Tarife hat, die vom

Staat festgelegt werden, kann man sich als

Uber-Fahrgast überhaupt nicht auf einen

Fahrpreis verlassen. Wer eine Monopolstellung

erreicht hat, kann die Preise

diktieren. Denken Sie, Uber ist so

dumm, es nicht zu tun?

PSEUDO-TAXI-ANBIETER

BEUTEN IHRE FAHRER AUS

Uber will viel Geld verdienen, und wenn der

Kunde für eine Fahrt in etwa so viel bezahlt wie

im Taxi, muss das Geld logischerweise dem Fahrer

weggenommen werden. Das geschieht durch absurd hohe

Provisionen für die Vermittlung der Fahrten. Bei den Taxifunkzentralen

ist meist eine monatliche Flatrate oder die Abrechnung pro

Auftrag für eine Provision von 3 bis 5 Prozent des Fahrpreises

üblich. Bei mytaxi, einem weiteren konzerngelenkten Fahrtenvermittler,

waren es von 7 bis zu angedachten 30 Prozent, bei Uber

sind bis zu 25 Prozent normal. Somit ersetzen Uber und mytaxi

auskömmliche Arbeitsplätze durch prekäre. Uber-Fahrer sind in

der Regel freie Unternehmer, nahe an der Scheinselbstständigkeit,

die keinerlei Garantien für Aufträge und damit für Umsätze haben.

Wenn jemand krank wird, sagt Uber: „Damit haben wir nichts zu

tun“ – und zahlt keinen Cent. Ein Milliardenkonzern kann sich

im Streitfall immer die besseren Anwälte leisten. Aus dieser Unterbezahlung

ergibt sich der nächste Punkt.

BEI PSEUDO-TAXI-ANBIETERN

SIND FAHRER OFT UNZUREICHEND VERSICHERT

Uber-Fahrern droht aufgrund mangelnder Sozialversicherung bei

Unfall, Krankheit und im Alter der finanzielle

Ruin. In den USA verdienen

Uber-Fahrer laut Taxi Deutschland

eG unter drei Dollar pro

Stunde. Scheinselbstständige

bekommen bei Arbeitsausfall

auch in Deutschland

kein Geld.

FOTOS: Fotolia / Wolfilser, Fotolia / ajr_images, Fotolia / Trsakaoe

12 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


FOTOS: Fotolia / RioPatuca Images, rh2010

WAS IST AN DER RÜCKKEHRPFLICHT

FÜR MIETWAGEN SINNVOLL?

Momentan wird gerne populistisch argumentiert, die Pflicht für

Mietwagenfahrer, nach jedem Auftrag zum Betriebssitz zurückzukehren,

führe zu sinnlosen Leerfahrten und somit zu Luftverschmutzung.

Sie hat aber den Zweck, dass die Wagen nicht auf

der Suche nach Fahrgästen umherfahren und so die Straßen verstopfen,

Abgase produzieren und Parklücken blockieren. Die Rückkehrpflicht

hat nichts mit Umweltschutz zu tun, sondern mit

Verbraucherschutz, denn – so argumentiert die vernünftige Seite –

das bestehende Personenbeförderungsgesetz (PBefG) ist ein bundesweites

Verbraucherschutzgesetz. Dem Staat ist es wichtig, dass

Personen die Möglichkeit haben, von A nach B zu kommen; das

muss sichergestellt und steuerlich begünstigt werden. Deshalb

hat der Gesetzgeber zu den Anbietern öffentlicher Verkehrsmittel

(dazu zählen auch Taxen) gesagt: Du bist unverzichtbar, du musst

immer überall verfügbar sein und musst jeden mitnehmen, der

mitfahren will und dafür bezahlt. Den Fahrpreis bestimme ich.

Dafür stelle ich dir Halteflächen zur Verfügung. Zu den Mietwagenunternehmern

hat er gesagt: Du bist kein öffentliches Verkehrsmittel

und bist nicht lebensnotwendig, du bist Luxus. Du

kannst fahren, wann und wo du willst, kannst deine eigenen Preise

machen und dir aussuchen, wen du mitnimmst und wen nicht.

Das sind riesige Vorteile gegenüber dem Taxi. Damit es fair zugeht,

darfst du nicht Taxi spielen, deshalb darfst du deine Autos nicht

kennzeichnen, du darfst keine Einsteiger oder Winker mitnehmen

und ich gebe dir keine eigenen Flächen, sondern du musst nach

jedem Auftrag zurück zur Firma, damit du dem Taxi, das so viele

Pflichten hat, nicht das Geschäft wegnimmst. Die Argumente, mit

denen die Lobbyisten der Pseudo-Taxi-Anbieter nun versuchen,

die Politiker zur Änderung dieser sinnvollen Verbraucherschutzbestimmungen

zu bewegen, haben also in Wahrheit nur ein einfaches,

durchschaubares und egoistisches Ziel: Uber,

Moia, CleverShuttle, BerlKönig usw. sollen dem

Taxigewerbe den lukrativen Teil des Geschäfts

wegnehmen dürfen. Das nennen einige

Gewerbevertreter „Rosinenpickerei“.

DAS TAXI IST EIN TEIL

DER DASEINSVORSORGE

Die Beförderungspflicht und die Tarifbindung

stellen sicher, dass beispielsweise gebrechliche

Menschen zum Arzt fahren können. Wenn kein

Taxi da ist, ist eine alte, kranke oder alleinstehende

Person unter Umständen aufgeschmissen, falls kein Verwandter

zur Stelle ist, um sie zu fahren. Mit Uber bestimmt nicht Daseinsvorsorge

die Beförderung von Menschen, sondern Geldgier

und Rosinenpickerei. Uber-Fahrer würden die Oma, die nur

einen Kilometer zum Arzt will, ebenso stehen lassen wie den

Disco besucher auf dem Land, denn solche Fahrten lohnen sich

nicht.

UBER-FAHRER

SIND SELTEN

PROFIS

Taxifahrer haben im Unterschied

zu Mietwagenfahrern

eine schwere Prüfung abgelegt.

Uber wirbt großmundig mit „professionellen

Fahrern“, doch in Wahrheit brauchen

Mietwagenfahrer, die für Uber und ähnliche Personenbeförderer

fahren, praktisch keine Qualifikation, da von ihnen keine Ortskundeprüfung

verlangt wird und sie keinen Einführungskurs wie

etwa bei Taxi Berlin oder beim IsarFunk absolvieren. Kein Wunder,

dass viele sich überhaupt nicht auskennen, die Fahrgäste

nicht über die sinnvollste Fahrtroute beraten können und sich

ausschließlich auf ihr Navigationsgerät verlassen, falls sie überhaupt

fähig sind, es zu bedienen. Möchten Sie einem unqualifizierten

Fahrer ausgeliefert sein, der bei Versagen oder einem

Fehler des Navigationsgerätes hilflos im Dunkeln tappt? u

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

13


WETTBEWERB

PSEUDO-TAXI-ANBIETER GEBEN

WENIGER SICHERHEIT

Da Mietwagenfahrer ihre Erlaubnis ohne jede Schulung oder Prüfung

„hinterhergeworfen“ bekommen, ist der Job besonders interessant

für Personen, die keinen seriösen Job finden. So ist unter

Uber-Fahrern nicht nur der Anteil der Vorbestraften überdurchschnittlich

hoch. In Schweden sind laut Taxi

Deutschland eG vier von zehn Uber-

Fahrern polizeibekannt, unter

anderem wegen Trunkenheit

am Steuer, Diebstahls, Körperverletzung,

schweren

Drogenhandels, Freiheitsberaubung

oder Körperverletzung.

In

Deutschland könnten

diese Personen kaum

einen Taxischein

erwerben, wohl aber

für Uber fahren. Von

Dezember 2012 bis

August 2015 gab es weltweit

6.160 Meldungen

von sexuellen Übergriffen

durch Uber-Fahrer (alle vier

Stunden einen), von denen Uber

immerhin 170 bestätigt hat (alle

sechs Tage einen). Bei der Uber-Auftragsvermittlung

an Privatpersonen mit Privatautos

(die bis zum gerichtlichen Verbot auch in Deutschland

praktiziert wurde) kann man nur erahnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit

ist, an einen persönlich unzuverlässigen, übermüdeten

oder Drogen konsumierenden Fahrer bzw. ein technisch

mangelhaftes Fahrzeug zu geraten. Oder glauben Sie, Uber kontrolliert

jeden Fahrer und jedes Fahrzeug? Auch in Amerika und

Europa kommt es aufgrund der schlechten Bezahlung durch Uber

häufig vor, dass Mietwagenfahrer so viel Zeit am Steuer verbringen

müssen, dass sie häufig im Auto übernachten und

viel zu wenig schlafen. Möchten Sie bei so einem

Fahrer einsteigen – oder vielleicht doch lieber

in ein Taxi mit geregeltem Schichtbetrieb?

UBER HAT MIT DATEN-

SCHUTZ NICHT VIEL IM SINN

In den Taxifunkzentralen vermitteln

Menschen zwischen Kunde und

Fahrer und kümmern sich bei Problemen

persönlich, zum Beispiel

wenn Taxifahrer und Fahrgast sich

nicht finden. Uber und mytaxi (alias

„Free Now“) sparen sich die Zentrale,

um mehr Geld zu verdienen. Damit Fahrer und Fahrgast sich finden

und miteinander kommunizieren können, bekommen sie

gegenseitig ihre Handynummern. Das ist unter Datenschutz-

Gesichtspunkten fragwürdig, denn im Konfliktfall kann der eine

die Handynummer des anderen später zu jeder erdenklichen

Rache-Aktion benutzen. Möchten Sie, dass ein unangenehmer

Mensch, mit dem Sie nichts zu tun haben möchten und der wütend

auf Sie ist, Ihre Handynummer hat?

PSEUDO-TAXI-ANBIETER VERSTOPFEN

DIE STRASSEN

Uber, CleverShuttle, Moia und BerlKönig (ebenso

wie car2go und DriveNow) werben damit, Menschen

aus ihren Privatautos heraus in Fahrzeuge

zu locken, die Sammeltaxen ähneln,

und dadurch die Straßen leerer zu

machen. Es hat sich aber herausgestellt,

dass stattdessen überwiegend Bus- und

Bahnfahrgäste die Dienste nutzen,

sodass die Straßen nicht leerer, sondern

voller werden. Die Anbieter

machen – teils legal, teils mit trickreich

erlangten Sondergenehmigungen, teils

dreist illegal – das Gleiche, was Taxen auch

können und schon lange professionell

machen. Dadurch stehen die Taxen mehr herum

und geraten in Existenzschwierigkeiten, die Straßen

verstopfen zunehmend und die Busse werden leerer. Auf den Straßen

Londons sind bereits viele Tausend Mietwagen unterwegs, in

New York City rund 80.000. In amerikanischen Großstädten ist

der „Uber-Stau“ zum gängigen Bestandteil der Alltagssprache

geworden. Es ist abzusehen, dass in deutschen Städten das Gleiche

droht, wenn Uber nicht das Handwerk gelegt wird. Möchten Sie,

dass die Parkplätze von Supermärkten eines Tages mit Mietwagen

zugeparkt sind und dass man an keinem normalen Laden mehr

eine Parklücke bekommt, weil sich überall Uber-Fahrzeuge

bereithalten?

UBER VERSCHLIMMERT DIE

LUFTVERSCHMUTZUNG

Durch die hohe Zahl an Pseudo-

Taxi-Anbietern, die zusätzlich

auf den Straßen sind, und

durch den Stau, den sie verursachen,

entstehen viel

mehr Autoabgase. Beispiel:

Für San Francisco hat eine

unabhängige Studie

2.000 Prozent mehr Luftverschmutzung

durch Uber- und

FOTOS: Depositphotos, Fotolia / Michael Traitov

14 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


WETTBEWERB

FOTOS: Fotolia / Nady, Fotolia / Anton Gvozdikov

andere Mietwagen

im Vergleich zur

Taxiflotte errechnet.

Dadurch atmen auch

Fußgänger und Radfahrer

erheblich mehr

Atemgifte ein und Dieselfahrverbote

kommen

näher, selbst wenn die Mietwagen

elektrisch oder abgasarm

fahren.

UBER ZAHLT IN DEUTSCHLAND KEINE STEUERN

Taxibetriebe zahlen Steuern und halten die Volkswirtschaft am

Laufen. Uber vernichtet ordentlich bezahlte Arbeitsplätze, sorgt

für einen geringeren Durchschnittsverdienst gewerblicher Kraftfahrer

und zieht Geld aus dem deutschen Markt, ohne hier auch

nur einen Euro Steuern zu zahlen. Große Teile des Millionenumsatzes

werden, wenn überhaupt, in den USA versteuert.

UBER FUNKTIONIERT NUR MIT RECHTSVERSTÖSSEN

Mietwagenfahrer, die in Deutschland Fahrten von Uber vermittelt

bekommen, würden bei Einhaltung der Rückkehrpflicht und anderer

Vorschriften in kürzester Zeit pleitegehen. Ubers Existenz

basiert also auf einer systematischen Missachtung der Rechtsstaatlichkeit.

Um das Taxigewerbe zu verdrängen, bricht der Konzern

in jedem Land so lange gezielt die Gesetze, bis seine

fragwürdigen Dienste wieder verboten werden (oder bis sie der

Gesetzgeber, von einer gut geölten Lobby beeinflusst, nachträglich

legalisiert, wie Bundesverkehrsminister Scheuer es offenbar

plant). Im Moment des Gerichtsurteils sind oft schon mehrere

weitere Dienste eingeführt, sodass die Justiz in ein endloses Katzund-Maus-Spiel

verwickelt wird. Seit seiner Gründung wurde Uber

von Gerichten weltweit bereits zu Strafen und Entschädigungen

von insgesamt über 160 Millionen Euro verurteilt. Auch in Berlin

und Brandenburg funktioniert Uber nur aufgrund der Schwierigkeit

der Kontrollen und des Personalmangels sowie der Untätigkeit

der zuständigen Kontrollbehörden. Fänden Sie es sinnvoll, als

Reaktion auf massenhaften Ladendiebstahl das Stehlen zu erlauben,

statt die Diebe zu bestrafen?

DIE KUNDSCHAFT HAT DIE MACHT ...

... etwas an den illegalen Machenschaften zu ändern: Wer statt Uber

und anderer fragwürdiger Fahrdienste einfach Taxi, Bus und Bahn

nutzt, trägt dazu bei, dass man sich als Fahrgast auch

morgen noch auf sichere Preise und die Beförderungspflicht

verlassen kann. Das Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) darf

nicht so liberalisiert werden, dass

es nur noch freien Marktgesetzen

unterliegt! Damit Fahrgäste sich

auch künftig auf feste Preise

verlassen können. Damit Taxifahrer

auch morgen ihr Auskommen

haben. Damit Ihre

Tochter nachts nicht per

Anhalter von der Disco nach

Hause fahren muss. Damit

die Erbtante auch morgen

sicher sein kann, zum Arzt

gefahren zu werden, und nicht

ihrem in Vollzeit berufstätigen

Neffen mit einer Änderung des Testaments

drohen muss, weil sonst niemand

bereit ist, sie zu fahren. ar

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15


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

ÄNDERUNGEN IM

KONTROLLDIENST DES KVR

Dank der personellen Verstärkung werden nun sowohl die Taxifahrzeuge als auch

die Mietwagen auf den Straßen stärker kontrolliert, zugleich werden auch mehr

Betriebsprüfungen durchgeführt.

Seit einiger Zeit schon führt das KVR

bei Verlängerungen der Genehmigungen

bei vielen Firmen Betriebsprüfungen

durch. Damit erfüllt das KVR

endlich eine der Forderungen, die der Taxiverband

München (TVM) immer wieder an

die Behörden gerichtet hat. Aus den Erfahrungen

dieser Betriebsprüfungen bittet das

KVR alle Unternehmer um folgende Informationen:

THEMA TÜV

Insbesondere bei der Vorlage der TÜV-

Berichte gibt es immer wieder Ärger und

Missverständnisse. TÜV-Berichte von Fahrzeugen,

die zur Personenbeförderung eingesetzt

werden, müssen in Kopie an das

KVR geschickt oder anderweitig übermittelt

werden. Die Vorgehensweise des KVR

TAXIVERBAND MÜNCHEN E. V. (TVM)

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. / Verband: +49 (0)89 / 45 05 41 13

Tel. / Taxischule: +49 (0)89 / 49 00 44 94

E-Mail: info@taxiverband-muenchen.de

www.taxiverband-muenchen.de

Presserechtlich verantwortlich für

die TVM-Seiten: Florian Bachmann

Redaktion: Florian Bachmann

sieht so aus: Sollte ein Taxi oder Mietwagen

den TÜV mit geringen Mängeln

bestanden, also die Plakette mit leichten

Mängeln erhalten haben, dann muss die

Beseitigung dieser Mängel innerhalb eines

Monats beim KVR nachgewiesen werden.

Bei Reparatur im Eigenbetrieb genügt die

Vorlage eines Kaufbelegs für die Ersatzteile.

Sollte die Frist dieses einen Monats

nicht eingehalten werden, hat dies ein Bußgeld

sowie automatisch eine Betriebsprüfung

zur Folge.

Sollte ein Fahrzeug wegen schwerer,

erheblicher Mängel die Plakette nicht

erhalten haben, darf dieses Fahrzeug erst

nach dem Nachweis der Reparatur (Nachweis

per Rechnung) wieder zur Personenbeförderung

eingesetzt werden. Sollte ein

Fahrzeug vor Nachweis der Reparatur zur

Personenbeförderung eingesetzt werden,

hat dies nicht nur eine Betriebsprüfung,

sondern möglicherweise auch ein Verfahren

zum Widerruf der Genehmigung wegen

mangelnder persönlicher Zuverlässigkeit

zur Folge.

THEMA BETRIEBSPFLICHT

Ebenfalls wird bei Betriebsprüfungen

ein Augenmerk auf die Einhaltung der

Betriebspflicht im Taxibereich gelegt. Wer

sein Fahrzeug bzw. seinen Betrieb eine

Weile nicht betreiben kann oder möchte,

z. B. wegen Fahrzeugwechsel, Unfallschaden

oder Urlaub, muss dies dem KVR mitteilen.

Sollte die Unterbrechung dieser

Betriebspflicht mehr als vier Wochen dauern,

muss die Befreiung von der Betriebspflicht

mit kostenpflichtigem Antrag

erfolgen. Die Unterbrechung der Betriebspflicht

darf erst nach der Meldung beim

KVR erfolgen. Auch hier können Verstöße

Bußgelder zur Folge haben.

THEMA TAXIQUITTUNGEN

Außerdem wird speziell darauf hingewiesen,

dass beim Ausstellen von Quittungen

die Vorgaben laut Taxitarifordnung (TTO),

Paragraf 7, Absatz 3, eingehalten werden

müssen. Demzufolge muss eine

Quittung enthalten: 1. Konzessionsnummer,

2. Unternehmeranschrift, 3. Datum,

4. Unterschrift des Fahrers, 5. angewandter

Mehrwertsteuersatz, 6. Bruttosumme und

7. Fahrtstrecke. Sprichwörtlich muss man

also überlegen, ob man alle sieben Sachen

beieinanderhat (siehe dazu auch den TVM-

Kommentar auf dieser Seite).

Ab einem Betrag von 250 Euro muss

zwingend eine Rechnung ausgestellt werden,

dann müssen Rechnungsnummer,

Steuernummer, Nettobetrag und Mehrwertsteuerbetrag

sowie Name des Kunden mit

eingetragen werden.

Natürlich gibt es bei Betriebsprüfungen

eine Mitwirkungspflicht des Unternehmers.

Man bekommt vorab eine Liste der Unterlagen,

die zur Verfügung gestellt werden sollen.

Diese Anforderungen sind natürlich je

nach Größe des Betriebes unterschiedlich.

Es wird ausreichend Zeit gegeben, diese

Unterlagen zusammenzustellen. Bei Fragen

in der Vorbereitung kann sich jeder

Unternehmer natürlich gerne an den Taxiverband

wenden.

fb

FOTOS: TÜV Nord, Fotolia / Stockwerk-Fotodesign, Fotolia / Björn Wylezich

16 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

BITTE KEINE

BETRIEBSPRÜFUNG WEGEN

KAPUTTER LAMPEN

Durch die personelle Verstärkung im KVR kann in Form von Betriebsprüfungen

nun endlich eine der Hauptforderungen des TVM umgesetzt werden. Allerdings

lässt die Durchführung durchaus Fragen offen.

Laut Paragraf 15 ff. Personenbeförderungsgesetz

müssen alle Betriebe,

die in der Personenbeförderung im

Gelegenheitsverkehr arbeiten und entsprechend

geeignete Fahrzeuge einsetzen,

regelmäßig die Genehmigungen verlängern.

Die Genehmigungsdauer beträgt in

der Regel fünf Jahre. Bei der Antragstellung

zur Verlängerung sind etliche Unterlagen

vorzulegen. Zu überprüfen sind beispielsweise

die finanzielle Leistungsfähigkeit

und die persönliche Zuverlässigkeit. Vorzulegen

sind in diesem Zusammenhang alle

Unbedenklichkeitsbescheinigungen und

zumindest in München auch eine Auskunft

aus dem Insolvenzgericht.

Vor der Entscheidung über eine Verlängerung

sollten auch die Bilanzen oder Jahresabschlüsse

aus den vergangenen Jahren

zur Überprüfung eingesehen werden.

Genau darauf hat der TVM immer hingewiesen.

Die Vorlage dieser Bilanzen kann

als geeignetes Instrument gesehen werden,

um die Leistungsfähigkeit eines Betriebes

zu beurteilen. Können aufgrund des Umsatzes

alle Rechnungen bezahlt werden? Wird

das Personal ausreichend bezahlt? Sind die

Fahrzeuge regelmäßig bei Inspektionen?

Dies und dergleichen mehr kann man

anhand dieser Unterlagen wunderbar überprüfen

und so auf die finanzielle und persönliche

Zuverlässigkeit des Unternehmers

Rückschlüsse ziehen.

STEHT DAS NOCH IN RELATION?

Insofern sind die Vorlage der TÜV-Berichte

und der Nachweis über die Reparatur der

festgestellten Mängel durchaus zu begrüßen.

Wenn also das Blinklicht in einem der

Außenspiegel nicht funktioniert oder bei

der Kennzeichenbeleuchtung eine Lampe

defekt ist, sollte dies repariert werden. Ob

allerdings, wie bereits geschehen, wegen

der Überschreitung der vom KVR festgesetzten

Monatsfrist deshalb eine Betriebsprüfung

durchgeführt werden muss, lässt

doch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit

der Mittel aufkommen.

Ebenfalls überschreitet es unseres Erachtens

die Verhältnismäßigkeit, wenn wegen

einiger Quittungen, die nicht die Fahrstrecke

enthalten, die persönliche Zuverlässigkeit

des Unternehmers und damit die

Existenz der ganzen Firma und der damit

verbundenen Genehmigungen infrage

gestellt wird. Zwar ist dies in der TTO

so formuliert und auch das Finanzamt

schreibt in der Abgabenordnung vor, dass

die Leistung in einer Rechnung enthalten

sein muss. Laut Formulierung in der

BOKraft genügt „gegebenenfalls“ die Strecke,

wird hier also nicht als zwingend einzutragen

vorausgesetzt.

Sinn und Zweck einer Überprüfung bei

Verlängerungen ist doch zu sehen, ob alle

Unternehmer wirtschaftlich sauber und

korrekt arbeiten und nicht am Finanzamt

und dem Gewerbesteueramt vorbei arbeiten.

Eine zu spät nachgewiesene Reparatur

einer kaputten Birne als Anlass für eine

Betriebsprüfung heranzuziehen, geht völlig

am Ziel vorbei und gibt sicher keinen

Aufschluss über die Zuverlässigkeit eines

Unternehmers.

Den Taxiunternehmen fehlt dafür jedes

Verständnis, vor allen Dingen in Anbetracht

der Tatsache, dass nach wie vor fast alle

Mietwagen ohne Wegstreckenzähler unterwegs

sind und damit Steuerhinterziehung

und Missbrauch bei den Sozialabgaben Tür

und Tor geöffnet sind.

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17


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fleet ad frischt sein Angebot auf und

kommt mit verbesserten Halterungen.

Viele Taxler kennen sie, die Tablets von fleet ad, die derzeit

in zirka 320 Münchner Taxis zwischen den Vordersitzen

angebracht sind. Die Bildschirme der kompakten und

robusten Geräte zeigen einen Mix aus wichtigen Informationen,

etwa von n-tv oder Sky Sport, im Wechsel mit Spots und Anzeigen

von seriösen Marken wie American Express oder HRS. Deutschlandweit

sind die Tablets von fleet ad in rund 3.000 Taxis in 20

Städten unterwegs. Vor allem internationale Taxikunden, die einen

Airport anfahren oder von diesem mit dem Taxi starten, schätzen

den kleinen Bildschirm sehr – nicht nur wegen der interessanten

Inhalte, sondern auch, weil fleet ad damit gleichzeitig einen kostenlosen

Zehn-GB-WLAN-Hotspot im Taxi realisiert. Ein Taxi mit

WLAN – das gefällt sicher auch jüngeren Fahrgästen und nicht

zuletzt den Fahrern selbst.

Seit Frühjahr 2017 in den Münchner Taxis, tut sich jetzt wieder

Neues rund um den kundenfreundlichen Screen im Auto. „Wir

haben die gesamte Halterung und die Stromzufuhr für die Tablets

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Mit der Taxi Times App, per Newsletter und

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Die Nachrichten sind auf Deutsch und Türkisch

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Presserechtlich verantwortlich

für diese Seiten:

Christian Hess

Redaktion:

Karl-Heinz Mayer (khm),

Essential Media

Verbesserte Halterung:

„Der Kabelsalat

verschwindet“

FOTOS: Fleet Ad, Taxi Times

überarbeitet“, erklärt David Ecker, Head of Operations und Mitgründer

von fleet ad. „Jetzt verschwindet der Kabelsalat, kein

Stecker belegt mehr den Zigarettenanzünder. Zudem haben wir

die Halterung verbessert. Insgesamt kommt das Tablet jetzt schlanker

und stabiler daher und sieht noch professioneller aus.“

fleet ad arbeitet weiter an seinem Geschäftsmodell: Informationen

und kostenloses Internet für den Fahrgast, Zusatznutzen

auch für den Fahrer und ein solider Werbekanal mit hohem Aufmerksamkeitswert

sowie solventem Publikum für die Werbewirtschaft.

fleet ad spricht von „Taxitainment“. Nach wie vor sind die

Installation, der Betrieb und die Wartung der Tablets für die Taxiunternehmer

kostenlos.

NEUER ANTEILSEIGNER TANK & RAST

Was am Bahnhof und im öffentlichen Raum die großen Screens

sind, das will fleet ad mit seinen digitalen Tabletscreens im Taxi

werden. „Unser kurzfristiges Ziel sind 25 deutsche Städte und die

Verbreitung in einem Drittel der dort fahrenden Taxis“, erklärt

Ecker dazu. Damit fleet ad dies alles stemmen kann, hat sich das

einstige Start-up im vergangenen Sommer mit Tank & Rast einen

finanzstarken Partner als Mehrheitseigner an Bord geholt. Die

Gründer Semih Stöcker und David Ecker bleiben weiterhin Gesellschafter

des Unternehmens.

Tank & Rast baut mit dieser Beteiligung seine Expertise in der

Vermarktung digitaler Werbung weiter aus. Das Unternehmen

betreibt bereits digitale Screens in Raststätten und Tankstellen

an Autobahnen, in Flughäfen und in Innenstädten. Mit Taxis

kommt ein zusätzlicher mobiler Kanal hinzu, der sich durch eine

hohe Verweildauer der Nutzer und eine einkommensstarke Zielgruppe

auszeichnet. fleet ad wiederum profitiert von der umfangreichen

Expertise von Tank & Rast beim Markenaufbau und von

der Finanzkraft der Gruppe, die den weiteren Wachstumskurs

unterstützen wird. „IsarFunk und viele Münchener Taxiunternehmer

haben das Potenzial dieser digitalen Screens erkannt. Der

moderne Konsument ist es nicht nur gewöhnt, dass er von digitalen

Screens begleitet wird – er erwartet dies förmlich als Teil seines

Lebensstils, immer und überall auf dem Laufenden zu bleiben“,

beschreibt Ecker den aktuellen Trend.

Viele Gründe also, auch in München wieder durchzustarten.

Ecker sucht dazu weitere Taxiunternehmer, die in das Geschäft

mit dem Werbescreen einsteigen wollen. „Wir haben in den vergangenen

Jahren einiges gelernt“, sagt Ecker abschließend. „Wir

haben auch bewiesen, dass auf uns Verlass ist. Wir bauen die

Inhalte aus, zum Beispiel mit wetter.de. Die neue Halterung führt

sicher zu einer besseren Installation in den Fahrzeugen und zu

höherer Akzeptanz. Was für uns wichtig ist, denn ein abgeschalteter

Screen nützt weder dem Taxiunternehmer noch den Werbekunden

oder den Fahrgästen.“

khm

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

19


ISARFUNK TAXIZENTRALE

SANKTIONSAUS-

SCHUSS AM MÜNCHNER

FLUGHAFEN

Wo viele Passagiere sind, da ist auch viel Bedarf an Taxis. Damit der Taxiverkehr

reibungslos funktioniert, wachen IsarFunk, Aufsichtspersonal und letztlich ein

Sanktionsausschuss über die Einhaltung der Regeln.

Der Albtraum eines Flugreisenden,

der womöglich noch Kinder dabeihat:

Der Anschlussflug wurde

storniert, die Hotels am Flughafen sind

ausgebucht und man sitzt fest, gestrandet

in einer fremden Stadt. Ein Lichtblick:

Eine Mitarbeiterin der betroffenen Airline

drückt dem Passagier zwei Voucher in die

Hand. Übernachtung und Taxitransfer sind

damit gesichert. Frohen Mutes geht der Reisende

nun zum Taxistand, findet aber kein

Taxi, das ihn mitnimmt. Die einen wollen

nicht, die anderen sagen, sie müssen nicht.

Und überhaupt: Das Hotel ist irgendwo zwischen

Freising und Landshut. „Da fährt

heute bestimmt keiner mehr hin“, so der

O-Ton eines mürrischen Taxlers.

Rund 2.400 Taxis dürfen sich am

Münchner Flughafen bereitstellen. Davon

fahren die meisten mit Konzessionen der

Stadt München, knapp 350 kommen aus

dem Münchner Landkreis sowie aus Freising

oder Erding. Im Dezember 2018 waren

genau 4.646 Fahrerausweise aktiv geschaltet.

Denn wer sich mit einem Taxi am Flughafen

bereitstellen will, der braucht diesen

Fahrerausweis. Und den bekommt man nur,

wenn man mit der Münchner Taxizentrale

IsarFunk eine Nutzungsvereinbarung trifft.

IsarFunk regelt seit 2003 den Taxiverkehr

am MUC und der Vertrag dient der Festlegung

einiger Regeln, die am Flughafen

für das Taxigewerbe gelten. Es ist klar, dass

es auch Mittel und Wege geben muss, die

Einhaltung dieser Regeln zu kontrollieren.

Darüber wacht letztlich der Sanktionsausschuss.

Ein Mitglied der ersten Stunde und

Vorsitzender des Sanktionsausschusses

ist TVM-Chef Florian Bachmann. Neben

ihm entscheiden je ein Vertreter der Taxiverbände

aus Erding, Oberding und Freising,

der IsarFunk-Geschäftsleitung, des

Taxi-Service-Points und der Aufsichten. Ein

Taxistand am Terminal 2: Hier kommt der

Fahrgast an sein Taxi.

FLUGHAFEN MÜNCHEN

IN ZAHLEN

46 Millionen Passagiere 2018

Über 410.000 Starts und

Landungen

2.400 berechtigte Taxis am

Flughafen

4.646 berechtigte

Fahrerinnen und Fahrer

Platz bleibt regelmäßig frei, nämlich der

eines Vertreters der Taxi-München eG, die

zwar eingeladen ist, aber nicht teilnimmt.

Läuft etwas schief mit dem Taxiverkehr

am Münchner Flughafen oder beschwert

sich ein Fahrgast, dann landet das meistens

direkt auf dem Schreibtisch von Georg

Silbernagl. Der freundliche Bayer ist Büroleiter

am Taxi-Service-Point im Terminal

2, kurz TSP genannt. Dort werden der

Taxiverkehr gesteuert (zum Beispiel das

Nachrücken aus den Speicherparkplätzen),

Fragen rund ums Taxi beantwortet

und auch Beschwerden angenommen.

Und strandet einmal wirklich ein Passagier,

dann wird auch von hier aus dafür

gesorgt, dass der Kunde wunschgemäß zu

seinem Ziel kommt.

„Die Beschwerden kommen auf verschiedenen

Wegen zu uns“, erklärt Georg

Silbernagl. Manche Fahrgäste rufen an,

schreiben Briefe, schicken E-Mails oder

kommen persönlich vorbei. Es wenden

sich auch Airlines oder Hotels im Namen

ihrer Passagiere und Gäste an den TSP.

Andere Anzeigen kommen vom Aufsichtspersonal.

Von diesen Ordnern, das sind Mitarbeiter

einer Sicherheitsfirma, sind vor

allem zu Stoßzeiten immer welche an den

Schlüsselpunkten am Terminal 1 und 2,

am Zentralbereich und am neuen Taxispeicher

postiert. „Doch die meisten Anzeigen

kommen gar nicht von Kunden oder von

der Aufsicht“, weiß Silbernagl, „die weitaus

größere Zahl kommt direkt von den Kolleginnen

und Kollegen selbst.“

LANGE MÄNGELLISTE

Die Liste der möglichen Vergehen ist lang.

Sie reicht von der Fahrtverweigerung über

das Ablehnen von Kreditkartenzahlung bis

zu Schlafen im Taxi, Vorteilnahme, Kurzstreckenverstöße,

Blockieren von Ab- oder

Zufahrten, vom Umfahren bezahlpflichtiger

FOTOS: IsarFunk

20 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


ISARFUNK TAXIZENTRALE

Florian Bachmann ist Vorsitzender des

Taxiverbands München (TVM) und leitet

seit 15 Jahren den Sanktionsausschuss am

Münchner Flughafen.

Auch am neuen

Großspeicher

ist eine Aufsicht

vor Ort.

Schranken bis zu Streitereien der Fahrer

untereinander. Was bei Büroleiter Silbernagl

eingeht, wird von ihm auf Plausibilität

und Vollständigkeit überprüft. Was stichhaltig

ist, wird dem Sanktionsausschuss

am Münchner Flughafen vorgelegt.

„Wir haben pro Sitzung etwa 50 bis

60 Fälle zu bearbeiten“, sagt Florian Bachmann.

„Da die betroffenen Fahrerinnen

und Fahrer vorerst nur schriftlich Stellung

nehmen können, geht das meistens recht

zügig.“ Zur Wahrung des Datenschutzes

sind die Fälle anonymisiert. „Das meiste

davon sind Klein- und Erstverstöße, die

für die Fahrer keine weitreichenden Konsequenzen

haben.“

SPERRE DES FAHRAUSWEISES

Bei Erstverstößen kann das eine Abmahnung

sein, die nach zwei Jahren wieder verfällt.

Es werden allerdings auch Geldstrafen

zwischen 50 und 200 Euro verhängt. Das

so eingenommene Geld behält IsarFunk

allerdings nicht selbst. Es geht vollständig

an die Taxistiftung Deutschland. So wurden

zwischen Januar 2017 und heute – Stand

Februar 2019 – rund 40.000 Euro überwiesen.

Damit dürfte IsarFunk der größte Einzahler

in die Stiftung sein, die Taxifahrern

in Not zugute kommt. Die mit dem

Sanktionsausschuss nen Kosten trägt IsarFunk hin-

verbundererausweises

oder eine Kündigung

des Nutzungsvertrages gegen selbst, ohne sie mit den

Geldstrafen zu verrechnen.

Bei schweren Verstößen

käme auch eine Sperre des Fah-

in

Betracht. „Solche Fälle hatten

wir aber in den ganzen

15 Jahren nur selten“, weiß

Florian Bachmann. „Und

wer mit unserer Entscheidung

nicht einverstanden

Büroleiter am Taxi-Service-

Point im Terminal 2 und

Mitglied im Sanktionsausschuss:

Georg Silbernagl.

TAXISTIFTUNG DEUTSCHLAND

Die gemeinnützige Stiftung unterstützt seit 1991 Taxifahrerinnen und Taxifahrer,

die durch Überfälle verletzt wurden. Das Hauptziel ist es, unschuldig in Not geratenen

Opfern von Gewaltverbrechen und deren Angehörigen zu helfen. Da sie

aus dem Gewerbe heraus handelt, kann sie bei Notfällen besonders schnell und

flexibel reagieren. Die Taxistiftung leistete in den 25 Jahren ihres Bestehens bis

Ende 2015 insgesamt 699.048,95 Euro an Hilfszuwendungen. Allein in den Jahren

2017 und 2018 hat IsarFunk rund 40.000 Euro an die Taxistiftung überwiesen.

ist, der kann Einspruch einlegen. Die Quote

der Einsprüche liegt aber bei unter 10 Prozent.“

Wird dennoch Einspruch eingelegt, dann

hat der Fahrer oder die Fahrerin einmal im

Monat Gelegenheit, mit Florian Bachman

in dessen Sprechstunde seinen Fall persönlich

darzulegen. Anschließend wird ein

zweites Mal verhandelt. Schließlich bliebe

noch der Gang zur Deutschen Institution

für Schiedsgerichtsbarkeit e. V., aber von

diesem Recht haben in über 15 Jahren nur

zwei Fahrer Gebrauch gemacht, wobei ein

Fahrer keinen Erfolg damit hatte und ein-

mal eine einvernehmliche Einigung

erzielt wurde.

Unterm Strich sieht Florian

Bachmann im Sanktionsausschuss

ein Erfolgsmodell: „Wir

konnten in den letzten 15 Jahren

fast alle Fahrer dafür

sensibilisieren, dass Taxi am

Flughafen nur dann funktionieren

kann, wenn sich alle

an die Regeln halten. Gerade

die vielen Anzeigen aus

dem Fahrerkreis belegen,

dass diese Regeln akzeptiert

werden und dass man

sich deren Umsetzung wünscht.“ Außerdem

gibt es heute ein gut funktionierendes

Beschwerdemanagement.

„Wir wollen alle das Gleiche:“, ergänzt

Georg Sibernagl, „dass alle Passagiere in

ihr gewünschtes Taxi kommen und der

Fahrer so sein Geld verdienen kann.“ Und

der gestrandete Fahrgast vom Anfang?

„Wenn verschiedene ungünstige Umstände

zusammenkommen, dann kann es tatsächlich

einmal schwer sein, auf Anhieb ein

Taxi zu bekommen.“ Das liegt zum Beispiel

daran, dass der passende Kindersitz nicht

geführt wird oder Taxis aus unterschiedlichen

Gemeinden abweichende Pflichtfahrgebiete

haben.

So kommt es, dass ein Münchner Taxi

zwar nach Ebersberg oder Markt Schwaben

fahren muss, der Erdinger Kollege jedoch

nicht. Für den Kunden ist das auf Anhieb

weder erkennbar noch verständlich. „Am

besten, der Passagier wendet sich direkt

an die Aufsicht oder an den TSP. Gegebenenfalls

platzieren wir ihn dann in das

Taxi, das er sich wünscht“, sagt Silbernagl.

Oder der Fall landet früher oder später als

Beschwerde auf seinem Schreibtisch – und

damit vor dem Sanktionsausschuss am

Münchner Flughafen.

tb

TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

21


KOOPERATION

EIN »BIG BANG«

INKLUSIVE TAXI

Mit einer großen Show hat Sixt Ende Februar den Start seiner Mobilitäts-App

»One« vollzogen. Damit soll auch die weltweite Buchung von Fahrtdiensten

möglich sein. Dass man in Deutschland mit dem Taxigewerbe und dessen

Zentralen zusammenarbeitet, ging leider ein wenig unter.

Die Sixt-Ride-Plattform ist unser neuestes

Mobilitätsprodukt. Damit können

unsere Sixt-Kunden in 250 Städten

weltweit in unter zehn Minuten ein Taxi oder

einen anderen Fahrdienst bestellen“, definiert

der Sixt-Mitarbeiter Konrad Thoma den

Anspruch des Angebots „Sixt Ride“, das am

28. Februar im Rahmen eines „Big Bang“ unter

dem Dach „Sixt One“ offiziell gestartet wurde.

Was dabei zwar erwähnt, von der Tagespresse

und den Wirtschaftsmedien allerdings kaum

wahrgenommen wurde: In Deutschland ist der

Haupt-Kooperationspartner das Taxigewerbe.

Anders als mytaxi arbeitet Sixt dabei nicht

direkt mit den Taxiunternehmern oder deren

Fahrern zusammen, sondern ausschließlich mit

den Taxizentralen.

Man habe Kunden aus aller Welt, die täglich

Tausende von Taxifahrten benötigen, heißt es

So werden dem Fahrgast

die Taxi-Optionen

angezeigt.

in einer eigens angefertigten Simple-Show. „Diese können unsere

Firmenkunden ab sofort über die Sixt-App buchen.“ Der Auftrag

wird dann durch eine Schnittstelle in das Vermittlungssystem der

Taxizentralen eingespeist und von dort an die angeschlossenen

Fahrzeuge vermittelt. Da alle Nutzer der Sixt-

App die Fahrten bargeldlos bezahlen, entfällt

bei diesen Taxifahrten der Zahlungsvorgang am

Ende der Tour. Das ist der Punkt, den Thoma

als großes Plus sieht, vor allem, wenn man den

Zug oder den Flug noch eilig erwischen muss.

Testpilot während der letzten Wochen war

München, wo die Bestellungen ausgewählter

Probanden über einen klar definierten Verteilerschlüssel

an die beiden Taxizentralen München

eG und IsarFunk vermittelt und von wo

aus sie dann in die Fahrzeuge geleitet wurden.

„Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen

sollen weitere Städte dazustoßen, kündigte Vorstandsmitglied

Alexander Sixt an. Die Vertreter

einiger dieser Taxizentralen waren zur Show

nach München gekommen, auch Mitglieder des

BZP-Präsidiums waren vor Ort. Vor der Halle

wurde ein Teil der rund 2.000 Gäste mit Münchner

Taxis chauffiert, die dafür eigens mit entsprechenden Werbefolien

beklebt waren. Beide Taxizentralen hatten dazu die gleiche

Anzahl an Taxis zur Verfügung gestellt, abgerechnet wurde nach

Taxitarif.

Das gesamte

Entwickler-Team der

neuen App war zum

großen Launch in

München erschienen.

Präsentierte voller

Stolz die Sixt-One-

App: Vorstandsmitglied

Alexander Sixt.

FOTOS: Taxi Times, Sixt

22 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


KOOPERATION

SIXT RENT. SHARE. – WAS SIXT ONE SONST NOCH ZU BIETEN HAT

Alle Funktionalitäten in einer App. Dafür hat Sixt sein Produkt

„Sixt One“ getauft und drei Unterkategorien gewählt. Neben

der Funktion „Sixt ride“ gibt es noch „Sixt rent“ und „Sixt

share“.

As erster Autovermieter weltweit steht Sixt rent

für einen komplett digitalisierten Mietvorgang.

Reservieren, Buchen und Bezahlen sind jetzt

mithilfe der App möglich. Der Wagen kann an

einer der 2.200 Mietwagenstationen in 100 Ländern

weltweit abgeholt werden. Eine direkte

Übernahme des Mietwagens, das Starten, Öffnen

und Schließen des Fahrzeugs, ohne den Umweg

über einen Counter, wird sukzessive eingeführt,

ist aber derzeit erst an ein paar ausgewählten

Standorten möglich. Der Vorteil der App liegt in

der Zeitersparnis beim Anmietvorgang und bei

der Fahrzeugrückgabe.

Mit Sixt share wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt,

allerdings werden die Fahrzeug im sogenannten

Konstantin Sixt: „Ab

sofort haben rund

20 Millionen Sixt-

Kunden einen Grund,

jeden Tag unsere

App zu nutzen.“

Free Floating zur Verfügung gestellt. Die Mietdauer kann von

wenigen Minuten bis zu 27 Tagen variieren und überall im

Geschäftsgebiet beginnen und die Rückgabe erfolgt gänzlich

flexibel. In Zukunft sollen alle 240.000 Fahrzeuge der

Sixt-Flotte komplett vernetzt sein und die Grenze zwischen

dem klassischen Mietwagen und Car-Sharing

verwischen.

Die Zusammenführung aller drei Bereiche in eine

App soll die Nutzungshäufigkeit drastisch vervielfachen:

„Unser durchschnittlicher Sixt-Autovermietkunde

mietet in der Regel zwei- bis dreimal

pro Jahr ein Auto“, rechnet Konstantin Sixt,

Mitglied des Sixt-Vorstands, vor. „Daher hatten

bis zum heutigen Tag nur wenige Kunden, unsere

Vielmieter, einen Grund, unsere App zu nutzen.

Car-Sharing nutzt man bereits dreimal im Monat.

Ride-Hailing mehrmals pro Woche. Weil die Sixt-

App ,One‘ nun alle drei Produkte vereint, haben

somit ab sofort rund 20 Millionen Sixt-Kunden

einen Grund, jeden Tag unsere App zu nutzen.“ sg

Ihr Spezialist für

Taxiversicherungen

in München

Die Gäste des „Big-Bang“ wurden

mit Taxis beider Taxizen tralen zum

Event gefahren.

„Überall auf der Welt gibt es schon super Lösungen für Taxi

und Ride-Hailing, ein jeder in seinem Land, in seiner Region –

manchmal auch nur in seiner Stadt“, räumt Sixt-Mitarbeiter Johannes

Boeinghoff ein. „Doch dazu muss der Kunde den Anbieter

kennen, dessen App installieren und das Vertrauen haben, in jeder

spezifischen App seine Kreditkarten zu hinterlegen. Mobil in

irgendeiner Stadt zu bleiben, ist daher nicht so einfach. Dieses

Problem wollten wir lösen. Viele dieser regionalen Anbieter sind

jetzt in die Sixt-App voll integriert.“

Boeinghoff spricht von „riesigen Netzwerken wie Lyft oder dem

deutschen Taxigewerbe“ und von „Marktführern wie Addison Lee“,

die alle als Partner der Ride-Plattform gewonnen werden konnten.

Die Integration eigener Angebote mit den Diensten externer Partner

bezeichnet das Unternehmen als „strategische Allianz für

Mobilität“, mit der man der Vision, vom bisherigen Autovermieter

zum globalen Anbieter individueller Mobilität zu werden, einen

großen Schritt nähergekommen sei.

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DES TAXI

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

23


MEINUNG

Handschlag der

obersten Bosse:

Durch eine Fusion

ihrer Mobilitätsdienste

wollen

Daimler und BMW

gemeinsam ein

großer Player im

Haifischbecken der

Plattformanbieter

werden. Da ist

mytaxi nur noch ein

kleiner Fisch, dessen

Name schon mal

gefressen wird. Nur

die Vorspeise?

KAMPF GEGEN DIE

EIGENEN REIHEN

An den bisherigen Münchner Taxi-Demos hat sich mytaxi nie beteiligt und zuletzt

sogar diejenigen Fahrer mit 50 Euro belohnt, die stattdessen Aufträge gefahren sind.

Der App-Vermittler verfolgt damit konsequent die eigenen Konzern-Interessen.

Am 13. März 2019 protestierte das gesamte bayerische

Taxigewerbe gegen das Eckpunktepapier, am 10. April

ganz Deutschland. Ganz Bayern und ganz Deutschland?

Nein, eine finanzstarke Taxi-App widersetzte sich dem Existenzkampf

der Kollegen und lockte den einen oder anderen demonstrationsmüden

und gedankenlosen Taxifahrer mit einer

Geldprämie. 50 Euro sollten all diejenigen bekommen, die am

13. März, zwischen 6 Uhr und 11.59 Uhr, neun Aufträge von mytaxi

fuhren.

Wie einst Miraculix in Gallien braute auch mytaxi einen Zaubertrank,

dem offenbar so viele Kollegen erlegen waren, dass man

diese Aktion zur Fachmesse bauma gleich wiederholte. Was damit

natürlich auch für den 10. April galt, den Tag der bundesweiten

Taxiproteste. Miraculix hielt sein Rezept für den Zaubertrank stets

geheim, bei mytaxi ist es dagegen offensichtlich, wo die finanzielle

Kraft für diesen Akt des Widerstands herkommt – unmittelbar

aus jenem Geldtopf der Daimler-Kasse, in den seit Neuestem auch

BMW einzahlt. Beide wollen eine gemeinsame Mobilitätsplattform

aus der Taufe heben, in der alle Möglichkeiten der Mobilität vereint

sind.

Tatsächlich haben die automobilen Konkurrenten ihre bisherigen

Mobilitätsdienstleistungen am 22. Februar 2019 fusioniert.

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24 MÄRZ / APRIL / 2019 TAXI


MEINUNG

Was zunächst einmal bedeutet, dass die beiden Car-Sharing-Modelle

DriveNow und car2go zur Marke SHARE NOW zusammengefasst

werden. Doch damit nicht genug: Über 14 Marken werden in fünf

Joint Ventures mit gänzlich neuen Namen zusammengelegt.

ChargeNow fasst Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge zusammen.

ReachNow vernetzt unterschiedliche Verkehrsmittel für eine

intermodale Routenplanung. ParkNow ermöglicht ticketloses Einund

Ausfahren aus Parkhäusern inklusive bargeldlosem Bezahlen.

Und dann ist da noch das fünfte Joint Venture, eines, das die

Buchung eines On-demand-Dienstes mit Fahrer anbietet. In diesen

Bereich wird mytaxi künftig eingegliedert. Da würde es nun doch

naheliegen, den Dienst „TaxiNow“ zu nennen. Denkste.

mytaxi wird seinen Namen aufgeben und demnächst als FREE

NOW firmieren. Die App ist dann unter ein Dach geschlüpft mit

Anbietern wie Beat, Clever Taxi (nicht zu verwechseln mit CleverShuttle)

und Kapten (besser bekannt unter dem früheren

Namen Chauffeur Privé). Wer als Kunde also bisher mit der my taxi-

App ein Taxi bestellt hat, stellt zukünftig fest, dass er bei FREE

NOW je nach Örtlichkeit die freie Auswahl zwischen einem Taxi

und einem Chauffeurdienst hat.

MYTAXI GEGEN DAS ECHTE TAXI

Damit schließt sich der Kreis zur Münchner und zur bundesweiten

Taxidemo. Denn während die einen (das echte Taxi) eine strikte

Trennung zwischen Taxi und Mietwagen aufrechterhalten wollen,

wäre den anderen (FREE NOW inkl. mytaxi) eine Vermischung

der beiden Verkehrsarten auch in Deutschland ganz recht. Dann

braucht man künftig keine Sondergenehmigungen mehr, um Sharing-Dienste

wie BerlKönig oder FLEX weiter auf Kosten des ÖPNV

zu etablieren. Und man kann dem bisherigen mytaxi-Kunden auch

rechtskonform einen Mietwagen schicken.

Von daher ist die kürzlich von Alexander Mönch formulierte

Forderung logisch: Der mytaxi-Vertreter möchte eine Zusammenführung

von Taxi und Mietwagen. „Wir sind der Meinung“, heißt

es in einer Mitteilung an die angeschlossenen Fahrer, „dass ein

echter Ausgleich nur gegeben ist, wenn wir offen über ein reformiertes

Gemeinschaftsgewerbe diskutieren. Inklusive Tarifpflicht

mit einem vertretbaren Preiskorridor und Beförderungspflicht. Es

geht um die Wettbewerbsfähigkeit des Taxigewerbes in einem

Marktumfeld, das sich grundlegend verändert.“

Mönch will also eine Tarifobergrenze, aber die Möglichkeit,

nach unten flexibel die Wettbewerber durch noch niedrigere Preise

ausstechen zu können. Wohl wissend, dass sein Konzern – nun

gemeinsam mit BMW – im Kampf um Marktanteile einiges investieren

kann. Doch irgendwann wird auch der größte Konzern Geld

verdienen müssen. Und dann werden zahlreiche zaubertrankbetäubte

Kollegen mit kräftigem Kopfweh aufwachen. Und die

Moral von der Geschichte? Nicht immer scheint Zaubertrank das

richtige Mittel zu sein. Vor allen Dingen dann nicht, wenn man

ihn einsetzt, um gegen die eigenen Reihen zu kämpfen. jh

WIE IN EINER DIKTATUR

Die Resonanz der Münchner Taxler auf

die von der TAXI-MÜNCHEN eG organisierte

und von IsarFunk und TVM mitgetragene

Kundgebung in München war

äußerst bescheiden. Und wären nicht

Kollegen aus Nürnberg und anderen

Teilen Bayerns in die Landeshauptstadt

gekommen, wäre sie sogar desaströs

ausgefallen.

Trotzdem waren zahlreiche Kollegen,

auch mytaxi-Partner, extrem sauer

auf die 50-Euro-Aktion von mytaxi an

diesem Tag. „Am Mittwoch, 13.3., machst

du den Unterschied“, hatte der Taxi-Vermittler

seine Partner zum Demoboykott

animiert. „Wir belohnen jeden teilnehmenden

Fahrer mit zusätzlich 50 Euro.“

Voraussetzung war, dass am Demotag

vormittags mindestens neun Aufträge

für mytaxi gefahren wurden. Die echten

Taxifahrer machte das fassungslos.

In den sozialen Medien reagierten sie

empört und wütend, in diversen Whats-

App-Gruppen hagelte es Beschimpfungen.

„Für 50 Euro wollen Sie uns Taxler

kaufen“, schrieb ein Kollege bei Whats-

App. „mytaxi KAUFT sich Teilnehmer

von einer politischen Demo weg, das

muss man sich einmal auf der Zunge

zergehen lassen“, polterte ein anderer

Kollege. „Das Taxigewerbe hat sie groß

gemacht und jetzt schießen sie gegen

uns“, schreibt ein Dritter, der ankündigte,

dort sofort auszutreten. Und wenig

schmeichelhaft für mytaxi ist letztlich

der Vergleich, den ein vierter echter

Taxifahrer über WhatsApp verkündete:

„So etwas ist üblich in Dritte-Welt-Ländern,

wo Demonstranten meist gekauft

werden, damit sie für die dortigen Herrscher

demonstrieren.“

Auch der Bundesverband Taxi und

Mietwagen e. V. zeigt wenig Verständnis

für die mytaxi-Aktion. Der Aufruf zum

Demoboykott wird von dort als „grob

unsportlich“ und „extrem kurzsichtig“

bewertet. jh

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TAXI MÄRZ / APRIL / 2019

25


MEINUNG

BITTE KEINE AUSREDEN,

ES GEHT UM DIE ZUKUNFT!

Taxifahrer Günni kann immer noch nicht fassen, wie wenig Münchner

Taxikolleginnen und -kollegen sich im März an der Demo gegen Scheuers

Eckpunktepapier beteiligt haben. Hier sein Appell an alle:

FOTO: Günther Bäurle

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer!

Es war am 13. März sehr beschämend zu sehen, wie wenige sich doch um

unser aller Zukunft bemüht haben. Im Nachhinein hört man viele Aussagen

von wegen „Ich kann den nicht leiden“ oder „Ich mag den nicht“. Andere fragen,

wo der BZP vor zwei Jahren war, oder haben die Aussage des EG-Vorstands

noch im Kopf, als man vor der ersten Demo 2017 öffentlich kundtat:

„Wir demonstrieren nicht, wir arbeiten lieber.“ Sorry, Kollegen! Diese Aussagen

sind nur Ausreden. Wir leben im Jetzt und Heute und nicht in der Vergangenheit,

und wir demonstrieren für unsere Zukunft. Das sollten wir nicht

vergessen!

Man muss die Fehler der Zentralen und unserer Gewerbevertreter nicht vergessen

– aber man muss es endlich mal zurückstellen und an die Zukunft

denken. Vor zwei Jahren war es noch nicht möglich, dass IsarFunk und die

TAXI-MÜNCHEN eG zusammen etwas organisieren. Heute ziehen beide an

einem (unserem!) Strang und haben im Hintergrund jede Aktion finanziell

unterstützt! Ist euch klar, was ein Anwalt oder eine einstweilige Verfügung

oder die Anfrage bei einem Anwalt oder Flyer und Plakate oder, oder, oder an

Geld verschlingen?

Nachdem es jetzt fünf vor zwölf ist, sollte jeder seine eigenen Befindlichkeiten

hintanstellen und wir alle gemeinsam für unsere Zukunft kämpfen.

Viele der Kollegen sind vielleicht auch deshalb nicht zur Demo gekommen, weil

sie viel lieber die 50 Euro kassiert haben, die mytaxi allen Streikbrechern

versprochen hat, wenn diese am Tag der Demo mindestens neun Taxifahrten

machen. Damit hat mytaxi nicht zum ersten Mal sein wahres Gesicht gezeigt.

mytaxi hat sich bis jetzt von jeder Demo gegen Uber distanziert. Der Chef

von mytaxi möchte die Rückkehrpflicht aufheben, die Gleichstellung von Taxi

und Mietwagen und noch so ein paar andere Punkte bei der Bundesregierung

durchsetzen. Wen wundert das, wenn man weiß, wem mytaxi gehört?

Mercedes und BMW wollen mit FREE NOW ihre eigene Plattform schaffen und

geben dafür das Taxigeschäft auf. Die Kundendaten haben die Taxifahrer all

die Jahre schön brav übermittelt. Es wäre an der Zeit, die App komplett abzuschalten.

Die Fahrgäste würden dann auf die Zentralen zurückgreifen, um ein

Taxi zu bekommen – denn sie brauchen eins.

Die Unternehmer, die nur über mytaxi arbeiten, sollten sich doch mit den

beiden Zentralen kurzschließen. Man findet für alles eine Lösung und jeder,

der ein bisschen rechnen kann, weiß, dass man bei einem mytaxi-Umsatz von

4.000 Euro auch die gesamten Gebühren von IsarFunk bezahlt hätte. Somit ist

jeder Euro mehr Umsatz ein Geschenk an mytaxi. Schaltet alle mytaxi aus und

lasst uns weiter gemeinsam gegen Scheuers Pläne kämpfen. Nur gemeinsam

können wir was bewegen, und da sind jetzt ALLE gefragt.

Euer Kollege Gunni

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH,

Frankfurter Ring 193 a

80807 München, Deutschland

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 91

Fax: +49 (0)89 / 215 48 30 79

E-Mail: info@taxi-times.taxi

Internet: www.taxi-times.taxi

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann

Bankverbindung

Stadtsparkasse München

BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828

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Handelsregister: Amtsgericht München

HRB 209524

Redaktion (tt)

V. i. S. d. P.: Jürgen Hartmann (jh),

Simon Günnewig (sg)

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Günther Bäurle (günni); Axel Rühle (ar)

Grafik & Produktion

Katja Stellert (Artdirektion),

Martina Jacob,

Iris Lutterjohann,

Raufeld Medien GmbH,

Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30 695 665 936

Anzeigenleitung, Online-Verkauf

und Vertrieb

Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.taxi

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Druckteam, Maik Roller & Andreas Jordan

GbR,

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Erscheinungsweise 6 x pro Jahr

Heftpreis 3,50 €, Jahres-Abo 28 € (inkl.

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ISSN-Nr.: 2367-3850

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GmbH, München ist Jürgen Hartmann,

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26

MÄRZ /APRIL/ 2019 TAXI


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