Taxi Times München - Juli 2019

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TAXIPROTESTE

EINE »SCHEUER-

WEHR-TOUR«

QUER DURCH

DIE REPUBLIK

Unmittelbar nach Pfingsten verstärkte der Bundesverband

Taxi und Mietwagen noch einmal seine Proteste gegenüber

den Liberalisierungsplänen des Verkehrsministers.

Mit einem „Scheuerwehr“-Anhänger fuhr der Berliner Taxiunternehmer

und Gewerbevertreter Rolf Feja (Im Foto mit dem Fuß auf

dem Koffer) mit jeweils einem Vertreter des Bundesverbands in

die Landeshauptstädte der 16 Bundesländer. Es wurde eine Tour

mit vielen Highlights, aber auch kleinen Enttäuschungen. jh

MELDUNG ZU JEDER STATION

Taxi Times hat online und in seiner App aus

jeder Stadt berichtet. Nachzulesen unter

www.taxi-times.com

(Stichwortsuche „Scheuerwehr-Tour“).

AUFTAKT DER

„SCHEUERWEHR“-TOUR:

Am 11. Juni startete die erste Kundgebung

vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam.

Taxi-und-Mietwagenverbands-Präsident

Müller konnte die Staatssekretärin

Ines Jesse (SPD) begrüßen. Ihre Landesregierung

spricht sich gegen eine Aufhebung

der Rückkehrpflicht aus. Die Länder sind

im Falle einer Gesetzesänderung über den

Bundesrat abstimmungsberechtigt

DIE VERKEHRSMINISTER

IN HESSEN UND IM SAARLAND:

Beim Halt in Wiesbaden gab sich der grüne

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Mitte)

verständnisvoll, allerdings ohne sich bei

der Frage nach der Rückkehrpflicht festzulegen.

Klare Worte dagegen von der saarländischen

Verkehrsministerin Anke

Rehlinger. Für sie ist das Taxigewerbe ganz

besonders im ländlichen Raum ein maßgeblicher

Baustein der Mobilität.

GESPRÄCHE STATT MASSE:

Zur Zielsetzung der Tour zählte unter anderem, mit möglichst

hochrangigen Landespolitikern ins Gespräch zu kommen und

noch mal über die Gefahren der Scheuer’schen Eckpunkte aufzuklären.

Deshalb war es bei dieser Tour nicht notwendig, große

Massen zu mobilisieren. Im Schnitt hatte jede Mahnwache etwa

30 Teilnehmer, wie hier in Wiesbaden. München war mit 70 am

besten besucht.

HOHER SPD-BESUCH

IN BREMEN

UND HANNOVER:

Hier wurde die „Scheuerwehr“ mit offenen

Armen empfangen. Der damals noch amtierende

Bremer Bürgermeister Carsten

Sieling (unten) positionierte sich gegen

Scheuers Eckpunktepapier. Niedersachsens

Ministerpräsident Stephan Weil will Uber

nicht in seinem Bundesland haben.

VON DER POLITIK NICHT ERHÖRT:

Trotz intensiver Bemühungen des Bundesverbands gelang es in

einigen Bundesländern nicht, politische Vertreter vor die Türe zu

locken. Für die Teilnehmer der Mahnwachen in Schwerin, Hamburg,

Stuttgart und Dresden war das eine herbe Enttäuschung. In Sachsen

wird die Veranstaltung allerdings nachhaltig im Gedächtnis bleiben,

weil dort ein Holzsarg, inklusive Dachzeichen, symbolisch aufgebahrt

wurde, während man in Stuttgart Dachzeichen in die Tonne warf.

FOTOS: Simi, Ufuk Gergin, Ismail Özbürün, GVN, , Yvette Mierell, Danis

12 JULI / 2019 TAXI

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