Berliner Zeitung 21.09.2019

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Berliner Zeitung · N ummer 220 · 2 1./22. September 2019 7 *

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Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

21.6.19

21.6.19

MÄRKTE

▲ 12468,01 (+0,08 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

21.6.19

Stand der Daten: 20.09.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

20.9.19

▼ 64,62 (–0,28 %)

20.9.19

▼ 1,103 (–0,33 %)

Quelle

20.9.19

Lohnplus: DieLöhne und Gehälter in

Deutschland sind auch im zweiten

Quartal stärker gestiegen als die Inflation.

Arbeitnehmer hatten daher

unter dem Strich im Schnitt mehr

Geld in der Tasche als ein Jahr zuvor.

Bereinigt um den Anstieg der Verbraucherpreise

waren die Reallöhne

um 1,3 Prozent höher als im zweiten

Quartal 2018, teilte das Statistische

Bundesamt mit. Damit setzte sich

ein seit Anfang 2014 anhaltender

positiver Trend fort. Haben die Beschäftigten

mehr Geld zur Verfügung,

stärkt das ihreKaufkraft. Das

kurbelt den Konsum an. (dpa)

Von Stefan Winter

Die Commerzbank legt das

nächste Sparprogramm

mit Stellenstreichungen

und Filialschließungen

auf. Gleichzeitig soll mehr in Digitalisierung

investiert werden. Der Aufsichtsrat

soll den Plan in der nächstenWocheoffiziellbeschließen,noch

seien keine Entscheidungen getroffen,

teilte der Konzern mit. Wegen

vieler Gerüchte veröffentlichte der

Vorstand die Eckpunkte aber schon

am Freitag. „Die Commerzbank stellt

sich mit ihrem neuen Strategieprogramm

zukunftssicher auf“, heißt es

in der Mitteilung.

Vorstandschef Martin Zielke hatte

voll auf die Fusion mit der Deutschen

Bank gesetzt. Als die scheiterte, begann

die Arbeit an einer neuen Strategie.

Die Commerzbank hat in den

vergangenen Jahren vor allem auf

Kundenwachstum gesetzt, um die

teure Informationstechnik möglichst

gut auszulasten. Doch im Alleingang

stößt sie an Grenzen, und so

müssen nun die Kosten runter: „Ein

weitererkonzernweiterStellenabbau

ist leider unvermeidbar“, teilte die

Bank mit.

So sollen nach den vorangegangenen

Streichungen weitere 4300 Stellen

„möglichst sozialverträglich“

wegfallen – Kündigungen wären

demnach nicht ausgeschlossen. Die

Details müssen mit dem Betriebsrat

noch ausgehandelt werden. Schon in

den vergangenen Jahren ist die Zahl

der Vollzeitkräfte von 43300 auf

Die Commerzbank schrumpft

Jede fünfte Filiale soll geschlossen werden. Rund 4300 Stellen fallen weg

Der Commerzbank-Turmzeugtnoch vom altenStolz.

40700 Ende Juni 2019 gesunken. Bis

Ende 2020 sollen es nach aktueller

Planung etwa 38000 sein.

Das Filialnetz, das vor allem Privatkundenchef

Michael Mandl immer

wieder als Wettbewerbsvorteil

herausgestellt hatte, soll ebenfalls

schrumpfen. 200 ihrer rund 1000 Filialen

will die Bank schließen. Mit

dem Netz bleibe man aber „flächendeckend

in Deutschland präsent“.

Für die Kosten vonStellenabbau und

Schließungen sind 850 Millionen

Euro reserviert.

Gleichzeitig will die Commerzbank

2000 Vollzeitstellen „in strategischen

Bereichen“ aufbauen. Die

FOTO: IMAGO

Wechselchancen für etablierte Banker

aus den Filialen dürften allerdings

gering sein, denn neue Leute

braucht die Bank vorallem im IT-Bereich.

In „Digitalisierung, IT-Infrastruktur

und Wachstum“ sollen

750 Millionen Euro zusätzlich investiertwerden.

In der traditionsreichen Großbank

verschieben sich damit die Gewichte

hin zu Onlinebanking und digitalen

Dienstleistungen. Dazu gehört

auch die Eingliederung der bisher

selbstständigen Comdirect. Mit

ihr war die Commerzbank ein Pionier

im Direktbankgeschäft. Nunsollen

die freien Aktionäre, denen rund

18 Prozent des Instituts gehören, abgefunden

werden.

Geld für den Umbau will der Konzern

durchden Verkauf seiner Mehrheitsbeteiligung

an der polnischen

Mbank hereinholen. Voneiner Kapitalerhöhung

ist in der Mitteilung

nicht die Rede, sie käme angesichts

des schwachen Aktienkurses aber

auch kaum infrage.

Die Börse begeisterte sich nur

kurz für den Plan, der in seinen

Grundzügen so erwartet worden war.

Der Kurs sprang kurz, fiel dann aber

schnell wieder zurück. Der Comdirect-Kurs

sprang dagegen um rund

25 Prozent –das entspricht dem Aufschlag,

den die Commerzbank den

freien Aktionären zahlen will.

Die Commerzbank kämpft seit

einem Jahrzehnt mit Problemen. Das

Institut hatte kurzvor der Finanzkrise

die Dresdner Bank übernommen

und musste wenig später von der

Bundesregierung vorder Pleite gerettet

werden. Bis heute gehören dem

Staat 15 Prozent der Commerzbank-

Aktien. Deren Verkauf würde dem

Fiskus beim aktuellen Kurs unter

6Eurohohe Verluste bringen.

Dennoch wirdimmer wieder über

einen Verkauf der Commerzbank

spekuliert, weil das Institut auch

nach Zielkes Einschätzung zu klein

ist, um zu konkurrenzfähigen Kosten

zu arbeiten. Kontakte mit europäischen

Interessenten wie ING und

Unicredit führten aber nicht weit.

Selbst ein weiterer Anlauf mit der

Deutschen Bank wirdinder Branche

mittelfristig nicht ausgeschlossen.

Tabakbranche

schimpft über

strenge Regeln

Nach wie vorSchwarzmarkt

für Zigaretten

Regeln zurEindämmung des Zigarettenschmuggels

laufen aus Sicht

derTabakbranche komplett ins Leere.

Siehätten nurhoheKostenverursacht

unddie Firmen in arge Bedrängnis gebracht,

sagte Patrick Engels, Chef des

Verbandes der deutschen Rauchtabakindustrie

(VdR), auf derFachmesse

Intertabac in Dortmund. „Erste

Herstellerfirmen geben den Geschäftsbetrieb

auf.“ Unlängst hatte

das Berliner Unternehmen Planta seine

Tabakmarkennach Dänemarkverkauftund

die Produktioneingestellt.

Es geht um dieRegeln zur besseren

Rückverfolgbarkeit, die nach einer

EU-Vorgabe national umgesetzt wurden.

Seit dem 20. Mai muss jede Packung

vonZigarettenund Feinschnitt

mit speziellen Codes versehen werden,

die aufihrem späteren Lieferweg

gescannt werden. Der Gesetzgeber

will damitmehr Transparenzindie Tabakbranche

bringen.

Nach Branchendarstellung werden

in Deutschlandnachwie vor viele

Zigaretten vom Schwarzmarkt gekauft.

JanMückevom Bundesverband

der Tabakwirtschaft und neuartiger

Erzeugnisse (BVTE) wies darauf hin,

dass in Polen undTschechiendicht an

der deutschen Grenzenochimmer illegal

Zigarettenverkauft werden –dort

werde „brutal gefälscht“. Auch in

Deutschland –etwainBerlin –gebe es

noch einenSchwarzmarkt. (dpa)

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