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NACHGEFRAGT

Ein Erfolgsjubiläum

Karl Geroldinger, Direktor des Oö. Landesmusikschulwerkes, sprach mit uns

über das Erfolgsprojekt Oberösterreichisches Landesmusikschulwerk - und

wie es dazu kam.

Das Landesmusikschulwerk feiert in diesem Jahr

den 40sten Geburtstag. Eine Erfolgsgeschichte, die

mit einer Idee begann und mittlerweile in Europa

größtes Ansehen genießt.

Sie sind über 20 Jahre Direktor des Musikschulwerkes

und haben zu diesem Erfolg wesentlich beigetragen.

Was waren die großen Eckpfeiler dieser Geschichte?

Aus meiner Sicht sind einige der wichtigsten Ereignisse:

• Die Beschlussfassung des Musikschulgesetzes

und in Folge die Festlegung eines Musikschulplans,

der nun weitgehend umgesetzt ist.

• Die Zuerkennung des Öffentlichkeitsrechtes für

alle oberösterreichischen Landesmusikschulen.

• Die Standardisierung des Raumerfordernisses für

Schulbauten samt dazu gehöriger Ausstattung.

• Die Einführung einer „flexiblen Unterrichtsgestaltung“.

• Zwei visionäre Zukunftskonferenzen, mit der SIN-

FONIE 2015 als Ergebnis.

• Einführung und kontinuierlicher Ausbau eines Begabten-Förderprogramms.

• Abschluss von Kooperationsvereinbarungen

mit der Anton Bruckner Privatuniversität, dem

Musiktheater Linz, dem Brucknerhaus Linz, dem

Landesschulrat für OÖ uvm.

• Ausbau der bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit

der Musikschulwerke mit dem Österreichischen

Rahmenlehrplan, Fachgruppenleiter-

und Direktorenkongressen als wesentliche

Ergebnisse.

So waren individuelle Enttäuschungen gelegentlich

auch von hörbaren Misstönen begleitet.

Wo sehen Sie große Chancen in der künftigen pädagogischen

Entwicklung der Arbeit mit Musikschülern?

Wir sind ständig gefordert uns selbst weiterzuentwickeln,

insofern liegen im wachsenden Know How auch

entsprechende Potentiale für die Gesamtentwicklung

in der Zukunft.

Die Musikschulen werden künftig jedenfalls noch

enger mit Kindergärten und Regelschulen zusammenarbeiten,

insbesondere auch unter dem Aspekt von

ganztägigen Unterrichts- bzw. Betreuungsformen.

Wo sehen Sie die Musikschulen unseres Kulturlandes

in 20 Jahren?

Die oberösterreichischen Landesmusikschulen sind

dem Idealbild der Vision „SINFONIE 2015“ ganz nahe

gekommen und somit pulsierende Treffpunkte von

musisch interessierten Menschen.

Wir bereichern dabei das Leben vieler Menschen,

deren Talente sich durch fachkompetente und sensible

Begleitung entfalten. Wir legen bei unseren Schülerinnen

und Schülern und darüber hinaus bei den

Menschen in unserem Umfeld die Grundlagen für eine

lebenslange Beziehung zur Musik und einen offenen

Zugang zu Kunst und Kultur.

Gab es dabei auch Missstimmungen oder gar

schräge Töne?

Wenn ein Unternehmen in so großer Dimension sich

mitten in der Gesellschaft positioniert und Dienstleister

für das gesamte Land ist, so sind natürlich auch trotz

bestmöglicher Abstimmung der Ziele und transparenter

Rahmenbedingungen nie alle Wünsche erfüllbar

– weder alle Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

noch der Kundschaft.

TONI WILLS WISSEN

Lieblingswalzer?

“Delirien.”

Tango oder Polka?

“Tango. Selbst getanzt.”

Johann Strauß oder Helene Fischer?

”Johann Strauß.”

Bier oder Sekt?

“Am liebsten alkoholfreies

Weizenbier.”

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