GemNova Magazin September 2019

Gemnovamagazin

Viele spannende Themen im neuen GemNova-Magazin Das Thema Gemeindekooperationen steht im Fokus des neuen GemNova-Magazins, inklusive interessanter Kommentare zum Thema von Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf, Landeshauptmann Günther Platter und Landesrat Johannes Tratter. Landesrätin Patricia Zoller-Frischauf beantwortet in einem Interview Fragen zum Thema Digitalisierung. Das breite Angebot kommunaler Themen im Magazin wird abgerundet mit Artikeln zu Freizeitbetreuung, Schulassistenz und Ferienbetreuung sowie neuen Wegen mit Deutschkursen in der Pflege, um die Personalnot im Pflegebereich zu lindern. Dies und vieles mehr, jetzt im neuen GemNova Magazin.

Digitaler

Vorreiter

LR Zoller-Frischauf

im Interview.

Brücken

bauen

Deutschkurse

in der Pflege.

Grenzen

der Schule

Gemeinden holen

sich Unterstützung.

Neue

Ausrichtung

Das Haus St. Martin

soll Heimat sein.

Gemeinsam stärker:

AUSGABE 11 | NR.3/2019

Österreichische Post AG, Info.Mail Entgelt bezahlt

Kooperation

als Schlüssel

zum Erfolg


WERBUNG

Für den Winterdienst gerüstet?

Die Schneemengen und Temperaturen des nächsten Winters lassen sich (noch) nicht vorhersagen.

Mit Partnern wie dem Maschinenring sind Tiroler Gemeinden jedenfalls schon frühzeitig

bestens auf den Winterdienst vorbereitet.

Ein intensiver und langer Winter

mit Schneefällen bis in den Mai

hinein liegt hinter den Winterdienst-Einsatztrupps

und schon

naht mit dem Herbstbeginn die

nächste Schneeräumsaison mit

großen Schritten. „Nach dem

Winter ist vor dem Winter“ hieß

es auch beim Maschinenring, der

drei Viertel der Tiroler Gemeinden

im Bereich Winterdienst betreut:

„Schon mit der Beendigung des

letzten Auftrages haben die

Planungen für das kommende

Jahr begonnen. Ein besonderes

Augenmerk wird hierbei auf die

Analyse der abgelaufenen Saison

gelegt“, berichtet Geschäftsführer

Hannes Ziegler und ergänzt:

„Die großen Schneemengen

des vergangenen Winters haben

natürlich Herausforderungen mit

sich gebracht. Durch den Einsatz

Maschinenring-Mitarbeiter aus der Region sorgen mit schlagkräftiger

Technik für einen verlässlichen Winterdienst. (Foto: Mario Webhofer)

unserer mehr als 500 Winterdienstleister und das flexible Zusammenziehen von Trupps aus dem ganzen Land

an den Schneehotspots im Tiroler Unterland konnte die Extremsituation zur Zufriedenheit unserer Kunden bewältigt

werden.“ Die flächendeckende Verfügbarkeit an Arbeitskräften machte es dem Maschinenring möglich,

auch kurzfristig auf die außergewöhnlich starken Schneefälle zu reagieren. „Gerade in Situationen wie im vergangenen

Jahr hat sich die regionale Verwurzelung unserer Organisation bezahlt gemacht. Einerseits kamen

Mitarbeiter aus schneeärmeren Regionen im Unterland zum Einsatz, andererseits konnten durch die gute Vernetzung

auch kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte aktiviert werden. „Aus solchen Wetterereignissen lassen sich

viele Erkenntnisse ziehen, die in die Weiterentwicklung der Dienstleistungen einfließen“, so Ziegler.

Extremwinter mit zufriedenen Kunden

Belohnt wurden die Leistungen des bäuerlichen Unternehmens schließlich auch mit einem positiven Ergebnis

bei der Zufriedenheitsbefragung unter mehr als 600 Maschinenring-Kunden, die in Folge des Extremwinters

durchgeführt wurde. Die Auswertung bestätigte einmal mehr die gewissenhafte Arbeit der mehr als 500

Tiroler Winterdienstler. In den 211 beantworteten Fragebögen, was einem Rücklauf von 33 Prozent entspricht,

wurde die Abwicklung des Auftrages von 95 Prozent mit sehr zufrieden oder zufrieden bewertet. Vor allem die

Der Maschinenring übernimmt sowohl den händischen

als auch den maschinellen Winterdienst.

(Foto: Christian Vorhofer)

Kontakt: Maschinenring Tirol, +43 59060 700, vertrieb.tirol@maschinenring.at

maschinelle Ausstattung, die Zuverlässigkeit und die

Flexibilität wurden besonders positiv beurteilt. Auch

die Bewertung des Ansprechpartners beim Maschinenring

ergab eine hohe Zufriedenheit, wobei hier vor

allem die fachliche Kompetenz und die Freundlichkeit

hervorgehoben wurden. „Im Vergleich zur letztjährigen

Befragung stieg die Zufriedenheit in allen Punkten:

ein gutes Omen für den nächsten Winter und eine

gute Basis, auf der wir gemeinsam mit Dienstleistern,

Disponenten und Vertriebsmitarbeitern aufbauen können.

Auch wenn wir das Wetter für den kommenden

Winter nicht vorhersagen können, sind wir für Schneefälle

und glatte Straßen gerüstet“, so der Maschinenring-Geschäftsführer

abschließend.

EDITORIAL

Kooperationen

größer denken

Unsere Wahrnehmung ist, dass das Thema Kooperationen

immer mehr an Dynamik gewinnt. Einerseits sehen

wir, dass immer mehr den Nutzen von Kooperationen

erkennen, andererseits ist auch klar ersichtlich, dass es

allein auf Grund des Fachkräftemangels schon oft zu einer

Notwendigkeit wird, mit anderen zusammenzuarbeiten oder

Themen auszulagern.

GemNova ist österreichweit das größte kommunale Kooperationsprojekt

und wir sind der Überzeugung, dass es

wichtig ist, Kooperation noch wesentlich größer zu denken.

Auch wenn etwa mehrere Gemeinden im Bereich des Baurechts

zusammen arbeiten, bleibt immer noch das Ausfallsrisiko

bestehen. Fachliche Weiterentwicklung passiert auch

über Austausch, Diskussion und Diskurs über mögliche

Lösungswege für diverse Herausforderungen, auch das ist bei

einer „One-Man-Show“ schwierig lösbar.

Wie wäre es mit einem Netz an regionalen Servicecentern,

welche diverse Leistungen bündeln und für ganze Regionen

abbilden? Damit könnte eine tirolweite Ausfallssicherheit

sichergestellt, Wissens- und Erfahrungsaustausch organisiert

und Spezialisierungen erreicht werden. Das führt nicht nur

zu einer deutlichen Kostenreduktion sondern auch zu einer

weiteren Steigerung der Qualität.

Euer

Alois Rathgeb

04 Zusammenarbeiten

und besser werden

07 Kolumnen Platter,

Schöpf und Tratter

08 Interview mit Landesrätin

Zoller-Frischauf

12 Neue Wege: Deutschkurse

in der Pflege

16 Die Grenzen der

Schulen

18 Tag für Tag Hochbetrieb

in Tirols Gemeinden

24 Neue Wege für das

Haus St. Martin

27 Carsharing mit der

ARGE Mobilität

28 Das Herz Tirols sind

die Gemeinden

31 Verein Sicheres Tirol

Startet Sicherheitsaktion

32 VTV-Challenge: 279

Gemeinden besucht

35 Ausschreibungen für

kommunale Zweckbauten

23 Impressum

INHALT

2 │ GEMNOVA MAGAZIN

2 │ GEMNOVA MAGAZIN


GEMEINDEKOOPERATIONEN

Die GemNova begleitet die Kooperation zwischen den Gemeinden Matrei am Brenner (im Bild), Mühlbachl

und Pfons – derzeit ist das Finanzmanagement das große Thema.

Zusammenarbeiten und

gemeinsam besser werden

Es sind schon jetzt mehr als 25 Kooperationen im Schnitt, an denen eine

Tiroler Gemeinde beteiligt ist. Gemeinschaftlich werden Schulen von der

Volksschule bis zur Landesmusikschule, der gesamte Pflegebereich oder

auch die Abfallbewirtschaftung organisiert. Noch relativ frisch ist die

Zusammenarbeit in der Verwaltung. Ein Bereich, der laut Einschätzung von

GemNova-Gemeindeentwickler Magnus Gratl aber zunehmen wird.

Medial wurde über den

Sommer 2019 viel

über Kooperationen

und Fusionen vieles berichtet.

Über kleine Einheiten in der Gemeindeverwaltung

wurde ebenso

berichtet, wie über den Kern der

Herausforderung: Die Aufgabenfülle

in den Gemeindeämtern.

Manche Thesen haben dabei verwundert,

meint Magnus Gratl,

der im Auftrag der GemNova

mehrere Kooperationsprojekte

derzeit begleitet. „Ausgangspunkt

der sommerlichen Diskussion

war ein Bericht des Landesrechnungshofes

zur Kleinstadt

Rattenberg, die wahrlich nicht

unbedingt für einen allgemein

gültigen Vergleich herhalten

kann. Damals wurde etwa be-

Foto: Shutterstock

hauptet, dass die Personalausgaben

pro Kopf mit der Gemeindegröße

sinken würden“, so Gratl.

Eine These aus seiner Sicht,

mehr nicht. „Jede Gemeinde in

Tirol hat gewisse, gleiche oder

ähnliche Aufgaben zu erfüllen.

In vielen Gemeinden kommen

aber andere Aufgaben hinzu. Das

hat mit ihrer Lage in einem Tal

oder am Berg, in einem Tourismusgebiet,

in einer waldreichen

Region oder mit den stark

wachsenden Gebieten im Inntal

zu tun. Räumlich weit verstreute

Gemeinden sind anders zu sehen,

als kompakte Talgemeinden

mitten im Inntal. Hier kann man

nicht eine Kommune mit der

anderen vergleichen. Soweit zu

Punkt 1“, erklärt Gratl.

Ein weiteres für ihn unhaltbares

Versprechen ist jenes, durch

Kooperationen oder Fusionen

den Gemeinden Kostenvorteile

zu versprechen. Noch gibt es

in vielen Tiroler Gemeinde nur

eine geringe Anzahl von Verwaltungsmitarbeitern,

nicht selten

ist es gar eine „One Man Show“,

die man in einem Amt findet. Bei

der Fülle der – vor allem auch

inhaltlich sehr unterschiedlichen

– Aufgaben, ist das eigentlich

eine Meisterleistung an Effizienz

und Kostenersparnis und sticht

mit Sicherheit viele größere

Einheiten aus. „Aber es ist belastend,

wenn bei Urlauben oder

Krankenständen die Gemeinde

oder bestimmte Bereiche stillstehen.

Es ist fordernd, wenn auch

Bürgermeister dieser Gemeinden

intensiv in der Verwaltung

mitarbeiten (müssen). Und es

wird immer schwieriger, weil die

Aufgaben Jahr für Jahr zuneh-

men und neue Spezialisierungen

brauchen. Beispiele sind die

VRV 2015, die DSGVO, neue

Programme für die Kinderbetreuungseinrichtungen,

Novellen

für TROG und TBO, usw.“ fasst

Gratl zusammen.

Kooperation als

tragfähiges Angebot

„Was sind denn die Ziele einer

Kooperation rein aus verwaltungstechnischer

Sicht? Bessere

Qualität, effizientes Arbeiten

und rechtssichere Ergebnisse

sind die wesentlichen Inhalte,

die zu diskutieren sind. Nun

wird sich vielleicht ein Bürgermeister

– manchmal sogar berechtigt

– fragen, warum er den

kooperieren oder gar fusionieren

soll. Ich glaube, dass es am

schnellsten zu belegen ist, wenn

man 20 Jahre zurückblickt und

die nächsten Jahre weiterdenkt.

Kooperieren bringt Spezialisierung,

Entlastung für die MitarbeiterInnen

in der Gemeindeverwaltung

und eben mehr Qualität,

die vor allem auch beim Bürger

ankommt“, sagt GemNova-Mitarbeiter

Magnus Gratl. Das geht

nicht von heute auf morgen

und muss aus Sicht von Gratl

in jedem Fall begleitet werden.

„Wenn plötzlich die Finanzverwaltung

statt für eine Gemeinde

für mehrere Gemeinden verantwortlich

ist, oder im Bauamt

Baubescheide über bisherige

Grenzen hinweg im Auftrag der

jeweilig betroffenen Gemeinde

erlassen werden, bedeutet dies

Umstellungen. Der große Vorteil

ist aber die Spezialisierung auf

mehrere, wenige Schwerpunkt-

FORTSETZUNG AUF DER SEITE 6

Oft gelobtes

Vorzeigeprojekt:

Sechs Gemeinden

und ein Bauamt

Gries, St. Sigmund, Ranggen,

Unterperfuss, Polling und

Kematen sind 2018 mit

einem ambitionierten

Dienstleistungsprojekt

gestartet. Seither werden

die sechs Gemeinden

in Zusammenhang mit

Verwaltungskooperationen

immer wieder als

Vorzeigeprojekt genannt:

gemeint ist das im ehemaligen

Polizeigebäude in Kematen

beheimatete, gemeinsame

Bauamt. Die sechs Gemeinden

rechnen neben deutlichen

Kosteneinsparungen auch mit

kürzeren Bearbeitungszeiten

– durch eine höhere Effizienz.

Bauwerbende Bürger merken

nicht viel von den neuen

Abläufen. Nach wie vor werden

Anträge für Bauvorhaben,

Bauanzeigen und sämtliche

Belange, die die Tiroler

Bauordnung und die örtliche

Raumordnung betreffen, in

den jeweiligen Gemeinden

eingebracht. Erst in weiterer

Folge führen dann drei

Bauexperten die Bearbeitung

zentral in Kematen durch

– von der Bauverhandlung

bis zum Baubescheid sowie

die Gebührenvorschreibung.

Zuständige Baubehörde bleibt

der jeweilige Bürgermeister.

Im offiziellen Sprachgebrauch

wird das gemeinsame Bauamt

„Baurechtsverwaltung Region

an der Melach“ genannt und ist

laut Tiroler Gemeindeordnung

eine Verwaltungsgemeinschaft.

Kematens Bürgermeister

Rudolf Häusler fasst die

Motivation für das gemeinsame

Projekt wie folgt zusammen:

„Die einzelnen Gemeinden

können ihre Eigenständigkeit

nur dann bewahren, wenn

sie sich zu regionalen

Kooperationen entschließen.

Es ist notwendig, die Aufgaben

zu bündeln.“

4 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN GEMNOVA MAGAZIN │ 5


EIN THEMA, DAS BEWEGT

GEMEINDEKOOPERATIONEN

FORTSETZUNG VON SEITE 5

themen. Ich muss beispielsweise

als Finanzverwalter nicht mehr

den Bürgerservice mitmachen,

sondern kann mich ganz auf

meine Tätigkeit konzentrieren“,

erklärt der GemNova-Experte.

Dabei müssen die Mitarbeiter

mitgenommen werden. Denn laut

Gratl greift man in festgefahrene

Strukturen ein, die mit den

MitarbeiterInnen weiter entwickelt

werden sollen. „Wir sind

derzeit in mehreren einzelnen

Gemeindeämtern im südöstlichen

Mittelgebirge, im Raum Telfs

und im Bezirk Kitzbühel mit Gemeindechecks

tätig und begleiten

Gemeindekooperationen. Das

Bild, das sich uns bietet, ist nirgends

komplett gleich, oft aber

sehr ähnlich. Neue Aufgaben

werden einfach aufgeteilt, klare

Entscheidungsstrukturen fehlen,

die MitarbeiterInnen setzen sich

engagiert ein, aber das Gemeinsame

fehlt, muss den Weg über

die Köpfe in die tatsächlichen

Verwaltungsabläufe finden“,

meint der Gemeindeentwickler.

Die richtigen

Schritte setzen

Die GemNova hat die bestens

vorbereitete Kooperation zwischen

den Gemeinden Matrei am

Brenner, Mühlbachl und Pfons

als Begleiter von Jochl Grießer

übernommen und durfte mit ihm

ein Jahr gemeinsam den Weg gehen.

Dabei hat sich gezeigt, dass

es natürlich den politischen Willen

zur Zusammenarbeit braucht.

Dieser Wille muss sich aber auch

in den Köpfen der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und in der

täglichen Arbeit wiederfinden.

„Es muss der Nutzen, die Verbesserung

erkennbar werden.

Dazu braucht es klare Strukturen.

Und hier können wir helfen –

von der theoretischen, fachlichen

Vorbereitung bis zur Begleitung

der Umsetzung. Das genannte

Beispiel hat gezeigt, dass es auch

bei der Umsetzung die Mithilfe

unsererseits braucht. Auch

deswegen, weil neues Personal

hinzukommt, die Aufgaben neu

verteilt werden müssen und man

gegenseitig lernen muss. Und

auch deswegen, weil es neue

Hilfsmittel braucht, etwa den

elektronischen Akt, um unnötige

Wege zu vermeiden. Man muss

also von Beginn an strukturiert

vorgehen. Die Schritte sind auf

politischer und auf Ebene der

Mitarbeiter zu setzen. Wo soll

der Bürger den ersten Kontakt

haben? Wer übernimmt in welchen

Bereichen den Lead? Die

Abläufe müssen klar gelegt und

die Verwaltungsmitarbeiter nach

ihren Kompetenzen mitgenommen

werden. Neue MitarbeiterInnen

brauchen klare Zuteilungen

und Aufgaben und dann können

die Ziele gelingen: Effizienz,

Qualitätssteigerung in der

Dienstleistung, Rechtssicherheit.

Aber, es geht um die richtigen

Schritte“, sagt Magnus Gratl. In

den genannten Gemeinden ist die

GemNova daher auch mit ihren

hauseigenen Experten unterwegs.

„Wir haben das Glück,

dass wir intern Experten in vielen

Bereichen haben, die jederzeit

eingreifen und gemeinsam mit

den Verantwortlichen vor Ort

die Punkte weiterentwickeln. In

den drei Wipptaler Gemeinden

kümmern wir uns derzeit um das

Finanzmanagement und bereiten

6 │ GEMNOVA MAGAZIN

in weiteren Schritten die mögliche

Fusion als Begleiter vor.“ Für

interessierte Gemeinde stehen

die Experten der GemNova gerne

bereit. „Kooperationen helfen

den Gemeinden und den Gemeindemitarbeitern.

Sie bringen

Verbesserungen für die Bürger.

Sie müssen aber gut vorbereitet

sein“, so Gratl. Er betont, dass

natürlich auch andere Möglichkeiten

der interkommunalen

Zusammenarbeit unterstützt

werden. „Vom gemeinsamen

Bau- oder Recyclinghof bis zur

Unterstützung in der gemeinsamen

Kinderbetreuung oder

Pflege. Kooperieren kann man

fast überall.“

Fusionen nur auf

freiwilliger Basis

Die politische Meinung ist klar:

Fusionen kann es nur auf freiwilliger

Basis geben. Eine ideale

Gemeindegröße gibt es dabei

nicht, viele Studien wurden dazu

bereits initiiert. Aus Sicht der

GemNova ist daher klar: „Eine

Fusion muss zuerst politisch

gewollt werden. Die rechtlichen

Rahmenbedingungen kennen

wir. Dass eine enge Kooperation,

wie im Fall von Matrei-Mühlbachl-Pfons,

bereits in vielen

Bereichen etwa auf Vereinsebene

gegeben ist, hilft. Dass auch auf

Verwaltungsebene die Kooperation

gesucht wurde, hilft enorm

in der Vorbereitung.“ Aber auch

hier gilt: Eine Fusion kann nicht

vom Zaun gebrochen werden,

sondern gehört vorbereitet. Auch

wenn eine Volksbefragung gar

nicht zwingend notwendig ist:

Das wichtigste Element wird

sein, die Menschen vor Ort mitzunehmen.

Fotos: Land Tirol/Blickfang, Berger, Julia Moll

Kooperationen: Qualitätssteigerung durch

interkommunale Zusammenarbeit

Landeshauptmann

Günther Platter

Ein klares Ja

zu Gemeinde-

Kooperationen

Gemeinden sind die

kleinste Verwaltungseinheit

des Landes

und damit das Herz der föderalen

Demokratie. Sie sind

die erste Anlaufstelle für die

BürgerInnen und gleichzeitig

unmittelbarer Lebensraum. In

den Gemeinden findet das tägliche

soziale Leben statt: beim

Wohnen, in der Arbeit, in den

Vereinen, in Nachbarschaften.

Gemeinden zu größeren

Einheiten zusammen zu schließen

ist gelebte Praxis. Im Hinterkopf

ist dabei stets, dass bei

der Zusammenlegung von Gemeinden

bewährte Strukturen

verloren gehen könnten. Hier

bieten Gemeindekooperationen

eine sinnvolle Alternative, bei

der die Gemeinden als selbständige

Einheiten erhalten bleiben,

aber eng zusammenarbeiten.

Es handelt sich gewissermaßen

um das Beste aus zwei Welten:

Lokales wird bewahrt, aber in

Kooperation können gemeinsame

Interessen der Gemeinden

mit viel größerem Nachdruck

verfolgt werden.

Gemeindeverbandspräsident

Ernst Schöpf

Servicequalität auf

hohem Niveau – und

das soll so bleiben

Die Dienstleistungs- und

Servicequalität der Gemeinden

ist auf einem

sehr hohen Niveau. Und das

soll trotz neuer, komplexer Herausforderungen

auch weiterhin

so bleiben bzw. soll die Qualität

weiter verbessert werden. Um

dies finanzieren zu können,

gibt es einige Ideen.

Von einer davon, Gemeindezusammenlegungen,

bin ich

weniger angetan. Ich glaube,

dass interkommunale Zusammenarbeit

weitaus besser geeignet

ist. Wenn der Bürger an

der Front einen guten Service

bekommt, ist ihm egal wie wir

Gemeinden dieses Ergebnis im

Backoffice erreichen. Ein gutes

Beispiel ist Kematen. Sechs

Gemeinden haben sich zusammengetan

und führen gemeinsam

ein Bauamt. Das jeweilige

Gemeindeamt wird weiterhin

die erste Anlaufstelle für die

Bürger sein. Aber die Abläufe

im Hintergrund können durch

Verwaltungskooperationen viel

konzentrierter und effizienter

abgewickelt werden.

Landesrat

Johannes Tratter

Gemeinde-

Kooperationen als

Schlüssel zum Erfolg

Es sind gerade unsere

Klein- und Kleinstgemeinden,

die oft mit besonderen

verwaltungstechnischen

sowie finanziellen Herausforderungen

konfrontiert sind. In der

Vergangenheit hat sich gezeigt,

dass gemeindeübergreifende

Projekte hier der Schlüssel zum

Erfolg sind, wenn es um die

Umsetzung und Finanzierung

größerer Vorhaben geht.

Wir setzen von Seiten des

Landes Tirol daher bewusst

auf Gemeindekooperationen

anstatt Gemeindefusionen.

Natürlich würden wir ein freiwilliges

Fusionieren in Tirol

unterstützen, jedoch auch in

Zukunft keine Zwangsfusionen

vornehmen. Eine Erhebung hat

zudem gezeigt, dass die durchschnittliche

Tiroler Gemeinde

an rund 27 Kooperationen beteiligt

ist. Auf Gemeindeebene

existieren somit 7605 interkommunale

Schnittstellen. Die

Zahl zeigt deutlich, dass die

Bereitschaft zur Zusammenarbeit

in den Tiroler Gemeinden

gegeben ist.


Gebündelte

Infos auf

digitaler

Plattform

INTERVIEW

Vor dem Hintergrund laufender und zukünftiger

Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft

wird der Digitalisierung im Sinne von digitaler

Transformation von Produktions-, Dienstleistungs-,

Arbeits- sowie Lehr- und Lernprozessen eine enorme

Bedeutung zukommen. Wirtschaftslandesrätin

Patricia Zoller-Frischauf versteht diesen Umstand als

Chance, durch gezielte Unterstützungsleistungen die

Wettbewerbsfähigkeit in Tirol, allen voran auch der

heimischen Gemeinden, zu erhöhen.

In der Koalitionsvereinbarung

für die aktuelle Regierung

lautete ein Vorhaben in

Ihrem Bereich „Eine offensive

Unterstützung der Tiroler

Gemeinden bei ihren Ausbaubemühungen

beim Anschluss

an das Breitband-Netz.“ Dies

ist mittlerweile umgesetzt.

Wie zufrieden sind Sie mit der

bisherigen Entwicklung?

„Wir sind in Sachen Breitbandausbau

auf einem sehr

guten Weg. Aktuell realisieren

über 170 Gemeinden eigene

Breitbandnetze. 261.000

Menschen werden bis 2023

mit ultraschnellem Internet im

ländlichen Raum erreicht. Der

Breitband- und Glasfaserausbau

erhöht die Lebensqualität

der BürgerInnen in den Gemeinden

und ist vor allem für den

Wirtschaftsstandort von zentraler

Bedeutung. Es ist wichtig,

dass wir unsere heimischen

Unternehmen an das beste Netz

anschließen, insbesondere im

ländlichen Raum. Durch den

flächendeckenden Glasfaserausbau

bekämpfen wir Jobabbau

und Landflucht. Bis 2023

investiert das Land Tirol insgesamt

100 Millionen Euro in

den Glasfaserausbau. Mit der

Breitbandserviceagentur Tirol

(BBSA) haben wir im Vorjahr

Landesrätin Patricia Zoller-Frischauf:

eine zentrale Anlaufstelle für

Fragen technischer, rechtlicher

und wirtschaftlicher Art rund

um den Ausbau der Breitbandund

Glasfaserinfrastruktur

geschaffen. Die Servicestelle

bündelt das vorhandene

Know-how und unterstützt und

begleitet die Gemeinden und

Planungsverbände – etwa bei

Verhandlungen mit Netzbetreibern

oder Finanzierungs- und

Geschäftsmodellen. Dadurch

Bis zum Jahr 2023 werden insgesamt 150 Millionen Euro in die Digitalisierung Tirols investiert.

wird der Breitbandausbau noch

effektiver und nachhaltiger.“

Äußerst richtungsweisend

war in diesem Zusammenhang

der von Ihnen initiierte

„Masterplan Breitband“, der

die Grundlage für die äußerst

erfolgreiche Umsetzung

der Breitband-Strategie des

Landes Tirol in den Tiroler

Gemeinden war. Es stehen

noch viele weitere komplexe

Herausforderungen im Bereich

Digitalisierung an. Wird

es auch einen ebenso richtungsweisenden

„Masterplan

Digitalisierung“ geben, über

den ja derzeit nachgedacht

wird?

„Die Digitalisierung greift in alle

Lebensbereiche ein und stellt

damit eine Herausforderung

dar. Gleichzeitig bieten sich

zahlreiche Chancen für den

Wirtschaftsstandort Tirol. Wir

haben ja aktuell bereits die

Digitalisierungsoffensive 2018

– 2022 am Laufen, die unter

anderem der Tiroler Wirtschaft

das Rüstzeug geben soll, um

auch künftig im internationalen

Wettbewerb vorne mitspielen zu

können. Bis zum Jahr 2023 werden

insgesamt 150 Millionen

Euro in die Digitalisierung Tirols

FORTSETZUNG AUF DER SEITE 10

8 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 9


FORTSETZUNG VON SEITE 9

INTERVIEW

investiert. Auf der zentralen

Plattform www.digital.tirol haben

wird alle Informationen zu den

Digitalisierungsleistungen des

Landes Tirol, der Industriellenvereinigung,

der Wirtschaftskammer,

des Fachverbands

Unternehmensberatung, Buchhaltung

und IT (UBIT) und der

Standortagentur Tirol transparent

und bürgernah gebündelt.

Dort sind auch Fördermöglichkeiten

für Digitalisierungsvorhaben

von seiten des Landes, des

Bundes und der Europäischen

Union angeführt. Die Plattform

bietet damit einen kompakten

Überblick über relevante

Projekte und Förderaktionen.

Damit kann die Digitalisierung

TlROLER

Blaulichtpolizze

Spezialkonzept für Feuerwehrfahrzeuge

inkl. Aufbauten und Ausrüstungsgegenstände.

Versicherte Sparten: Kfz-Haftpflichtversicherung,

Vollkaskoversicherung, Kfz-Rechtsschutzversicherung

Neuerungen:

• Erhöhung der Versicherungssumme in der

Haftpflichtversicherung auf EUR 20 Mio.

• Erhöhung der Versicherungssumme in der

Rechtsschutzversicherung auf EUR 200.000

• Anhänger können im neuen Versicherungskonzept

aufgenommen werden

Landesrätin Patricia Zoller-Frischauf: Gebündelte Informationen zu

noch einfacher und effizienter

umgesetzt werden. Die Digitalisierungsoffensive

ist erst im

Vorjahr gestartet und wird sehr

gut angenommen – ich stehe in

ständigem Austausch mit unseren

DigitalisierungsexpertInnen

und diskutiere laufend über

Adaptierungen oder einen Ausbau

unserer derzeitigen Maßnahmen.

Aber: Auch Rom wurde

nicht an einem Tag erbaut.“

Der digitale Wandel schreitet

Machen Sie Schluss

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und immer smarter.

Jetzt

umsteigen

Digitalisierungsleistungen auf der Plattform www.digital.tirol

in schnellen Schritten voran

und betrifft dabei alle Bereiche

unseres Lebens. Diesen

Prozess gilt es von seiten der

Tiroler Landesregierung aktiv

mitzugestalten“ hieß es in

der Koalitionsvereinbarung.

U.a. wurde in diesem Zusammenhang

hervorgehoben,

dass das Land Tirol neue

Bildungsangebote schaffen

möchte. Welche Vorstellungen

haben Sie diesen Punkt

betreffend, welche neuen

Bildungsangebote erachten

Sie als besonders dringlich?

Fotos: Land Tirol/Kathrein

„Mit der Digitalisierungsförderung

helfen wir beispielsweise

den Unternehmen dabei, ihre

MitarbeiterInnen digital weiterzubilden

– das ist aktuell auch

besonders dringlich. Bei den

vom Land geförderten Digitalisierungsprojekten

werden

jeweils die zugehörigen Weiterbildungs-

und Schulungsmaßnahmen

finanziell unterstützt.

Wir legen Wert auf eine möglichst

frühe Einbindung der MitarbeiterInnen,

um sie mit den

neuen Technologien vertraut zu

machen. Der Mensch als wichtigster

Teil eines Unternehmens

darf nicht zu kurz kommen –

das ist mir ganz wichtig. Der

„Faktor Mensch“ muss für die

Digitalisierung fit gemacht werden

und die Tiroler Wirtschaft

hat das erkannt. Knapp zehn

Millionen Euro haben die durch

die Tiroler Digitalisierungsförderung

unterstützten Projekte seit

Anfang 2018 an Investitionen

ausgelöst. Für den allgemeinen

Bereich Bildung ist in erster

Linie meine Kollegin Landesrätin

Beate Palfrader zuständig.

Nur so viel: Mit der Offensive

„Bildung 4.0“ des Landes Tirol

erreicht die Digitalisierung auch

die Tiroler Klassenzimmer. Hier

ist einiges geplant, von flächendeckendem

W-Lan und IT-Ausstattung,

interaktiven Beamern,

Hausübungen über einen

eCampus bis hin zu neuen

Unterrichtsfächern.“

Es ist ihr Ziel, Frau Landesrätin,

Tirol als Vorreiterland

durch den Einsatz

des E-Governments und

der digitalen Verfahrensabwicklung

im Rahmen der

Digitalisierungsoffensive zur

modernsten und effizientesten

Verwaltung Österreichs

umzugestalten. Wie planen

Sie diese hochkomplexe

Aufgabe umzusetzen? Wird

dies Teil eines potenziellen

„Masterplans Digitalisierung“

sein?

„Die Digitalisierungsoffensive

des Landes Tirol betrifft selbstverständlich

auch den Verwaltungsbereich.

Mit dem E-Government

bieten wir unseren

Bürgerinnen und Bürgern sowie

den Unternehmen schon jetzt

eine zeitgemäße, unbürokratische

und schnelle Abwicklung

von Förderansuchen an. Im

Vordergrund steht dabei der

laufende Ausbau der Bürgerfreundlichkeit,

Flexibilität und

Transparenz. Derzeit stellt das

Land Tirol 84 öffentlich zugängliche

Online-Formulare aus

13 verschiedenen Bereichen

(z.B. Wirtschaft und Tourismus,

Bauen und Wohnen, Sport und

Freizeit, usw.) für eine sichere

und vertrauliche Kommunikation

zur Verfügung. Dieses

Angebot wird stetig ausgebaut.

Die Online-Formulare erfüllen

die strengen Kriterien des

E-Government-Gütesiegels des

Bundeskanzleramtes sowie des

Datenschutzes. Für jene, die

bei ihren Anliegen den persönlichen

Kontakt bevorzugen,

stehen aber selbstverständlich

weiterhin AnsprechpartnerInnen

in den jeweiligen Behörden zur

Verfügung. Die Digitalisierung

im Verwaltungsbereich bietet

jedenfalls zahlreiche Vorteile:

Zeit- und Kostenersparnis, Ortsunabhängigkeit

und ein hohes

Maß an Flexibilität.“

INTERVIEW

Unser Spezialisten-Team erreichen

Sie unter 0512 5313-1701 oder per

mail@tiroler.at.

sparkasse.at/telebanking-pro

GEMNOVA MAGAZIN │ 11

GEMNOVA MAGAZIN │ 11


ISD-Prokurist Bernd Gastl und Sandra Wimmer, Leiterin der GemNova-Akdademie, setzen auf Sprachkurse.

Damit sollen zusätzliche Pflegerinnen und Pfleger in die Heime geholt werden.

Neue Wege für

alte Ziele

Es ist ein altes Lied. Im Pflegebereich fehlt es vielfach an den nötigen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das müsste freilich nicht so sein. Denn:

fachlich qualifiziertes Personal steht durchaus zur Verfügung. Allerdings oft mit

sprachlichen Defiziten. Wir haben uns umgehört.

Beginnen wir mit einem

klassischen Beispiel.

Die 44jährige Mihaela

ist Rumänin, hat lange im Pflegebereich

gearbeitet und verfügt

auch über die entsprechende

Ausbildung und Qualifikation.

Seit einem knappen Jahr lebt sie

nun in St. Johann in Tirol und

hat in weiterer Folge auch eine

Beschäftigung im dortigen Pflegeheim

gefunden. Das einzige

Problem: ihre Deutschkenntnisse

sind, vorsichtig formuliert,

eher mangelhaft. Daher kann sie

im Pflegeheim auch nicht ihrer

eigentlichen Qualifikation entsprechend

eingesetzt werden.

„Beispiele wie diese gibt es sehr

viele“, weiß Markus Moos-

Fotos: ISD, GemNova

brugger, Pflegedirektor der

Städtischen Wohn- und Pflegeheime

in Hall in Tirol. „Umso

wichtiger ist es, gerade diese gut

qualifizierten und engagierten

Menschen sprachlich aus- und

fortzubilden, damit sie wieder

entsprechend ihrer Qualifikation

im Pflegereich arbeiten können.

Der Bedarf dort ist wirklich

außerordentlich groß.“

Spezielle Deutschkurse

für den Pflegebereich

Sandra Wimmer leitet die Gem-

Nova Akademie. Sie und ihr

Team bieten nun auch Deutschkurse

speziell für den Pflegebereich

an. Die Nachfrage ist entsprechend

hoch, auch weil damit

allen Beteiligten rasch geholfen

werden kann. Konkretes Beispiel

aus Kiefersfelden und Kolbermoor.

„Wir haben mit den Gem-

Nova-Sprachkursen bei uns im

Caritas Altenheim St. Peter und

den Einzeltrainings im Caritas

Altenheim St. Franziskus Kolbermoor

nur die besten Erfahrungen

gemacht“, berichtet deren

Heimleiter Jakob Hartmann.

„Die Kurse sind speziell auf

den Pflegebereich zugeschnitten

und legen großen Wert auf eine

einfache, verständliche Sprache.

Dabei werden auch spezielle

Themen wie z. Bsp. Demenzerkrankungen,

Körperpflege,

Sturzprotokolle und Tagesgestaltung

sprachlich aufbereitet. Uns

ist es damit auf alle Fälle gelungen,

unseren Pflegerinnen und

Pflegern mehr Sicherheit für die

tägliche Kommunikation mit den

Bewohnerinnen und Bewohnern

zu geben.“

Wimmer selbst ist sich der Problematik

voll bewusst. „Eigentlich

sind wir ja ein Vermittler, ein

Brückenbauer. Unsere Sprachtrainerinnen

und Sprachtrainer

führen Menschen nicht deutscher

Muttersprache langsam und

sorgfältig an diese heran. Dabei

achten wir auf Besonderheiten

im Pflegealltag, auf spezielle

Ausdrücke und den Dialekt. Mit

älteren Menschen spricht man

anders als mit Jugendlichen.

Das gilt es klar und einfach zu

vermitteln. Der Pflegeberuf ist

fordernd und anspruchsvoll, die

Sprache muss also einfach und

klar sein.“

„Wir müssen auch neue

Wege gehen“

Die Innsbrucker Sozialen

Dienste (ISD) sind der größte

Heimträger Westösterreichs. Sie

sind mittlerweile für acht Altenwohn-

und Pflegeheime in Tirols

Landeshauptstadt verantwortlich

und verfügen über ein außerordentlich

breites Angebot im

Sozialbereich. Selbstverständlich

ist dies sehr personalintensiv,

nicht jede freie Stelle kann sofort

besetzt werden. „Wir müssen

auch neue Wege gehen“, erklärt

ISD Prokurist Bernd Gastl,

„deshalb intensivieren wir nun

die Sprachausbildung unserer

Beschäftigten. Mit der GemNova

Akademie haben wir dabei einen

guten Partner gefunden.“

Erst vor wenigen Tagen starteten

die ersten Sprachkurse in

Innsbruck, das Erlernen, der

problemlose Umgang mit der

deutschen Sprache muss laufend

geübt werden. Am Ende der

intensiven, mehrwöchigen Ausbildung

erhalten die Pflegerinnen

und Pfleger ein entsprechendes

Zertifikat. Sandra Wimmer:

„Die gemeinsame Sprache ist

der Schlüssel zum besseren

Verständnis. Nicht nur in der

Pflege.“

„Mehr als ein Tropfen

auf den heißen Stein“

Mit der Vermittlung der deutschen

Sprache allein wird dem

sogenannten „Pflegenotstand“

in den nächsten Jahren freilich

nicht beizukommen sein. Da

geht es auch um die Themen

Entlohnung, Dienstzeiten, Zusatzangebote

und Image. Denn

die Menschen werden immer älter,

der Pflegebedarf wird somit

weiter steigen, wofür noch mehr

qualifiziertes Personal nötig ist.

Und dieses, so viel steht fest,

wird nicht nur aus Österreich

kommen.

Waltraud Saischek.

Waltraud Saischek, Verantwortliche

für den Pflegebereich bei

der GemNova, ist sich dieses

Umstandes ganz bewusst.

„Sprachkurse für Pflegerinnen

und Pfleger nicht deutscher

Muttersprache sind ein wichtiger

Baustein, sind viel mehr als nur

ein Tropfen auf den heißen Stein.

Darum auch sind solche Initiativen

und Angebote so wichtig.“

DEUTSCHKURSE IM PFLEGEBEREICH

12 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 13


WERBUNG

Endlich daheim

Das Zuhause ist die Basis jeder Familie, der Ausgangspunkt jeder Aktivität und der Ort für Entspannung

und Wohlfühlen. Daher ist es besonders wichtig, dass genau dieser Platz den Vorstellungen entspricht, die

man in seinem persönlichen Umfeld für wichtig erachtet.

Die Bedürfnisse sind nicht für jeden gleich, daher werden bereits im Projektstadium die Anforderungen der Wohnungen

und Anlagen auf die künftigen Mieter abgestimmt. So gelingt es die ideale Umgebung für Singles, Familien, Senioren, Paare

und junge Menschen zu schaffen. Beim Bau der Objekte selbst denkt man langfristig. Eines der Ziele sind niedrige Bewirtschaftungskosten,

die durch geschickte Planung wie ideal angewandte Baumaterialien gleichermaßen gefördert werden.

In der Planung und Umsetzung seiner Wohnprojekte schafft es die GHS immer, den Ansprüchen der künftigen Mieter

gerecht zu werden und gleichzeitig leistbares Wohnen für Jedermann zu ermöglichen. Seiner Hauptaufgabe - als gemeinnütziger

Wohnbauträger leistbaren Wohnraum für Gemeindebürger im städtischen wie ländlichen Raum zu schaffen sowie

kommunale Einrichtungen zu entwickeln – kommt der Siedlerbund seit beinahe 70 Jahren in Nord- und Osttirol gefl issentlich

nach.

Der „Wohlfühlfaktor“

Die Verwendung qualitätsvoller Materialien im Bau und ansprechende Architektur ermöglichen das „Zuhause –

Gefühl“ seiner Bewohner von Anfang an und erhalten die Freude am neuen Zuhause über viele Jahre. Die mit

Wohnbauförderung errichteten Anlagen eröffnen den Mietern und Käufern den Bezug höchster Beihilfen und

erleichtern damit die fi nanziellen Herausforderungen des täglichen Lebens. Die Partnergemeinden schätzen

die Zusammenarbeit mit der GHS vor allem wegen diesem gefühlvollen Zusammenspiel in diesen Bereichen.

Gut gebaut

Kompetenz und Verlässlichkeit ziehen sich von der Beauftragung bis zur Schlüsselübergabe bei allen Projekten der GHS

durch. Von klassischen Mehrparteienhäusern bis hin zu Altenheimen ist das Ergebnis stets mehr als zufriedenstellend. Es

gibt also viele Gründe, die dafür sprechen, auf die Qualität des Siedlerbundes zu bauen und sich in gemeinsamen Projekten

zu versuchen.

Ing.-Etzel-Straße 11, A-6020 Innsbruck, T +43 (0)512 52 0 61 -0, E ghs@ghs-wohnbau.com, W www.ghs-wohnbau.com

Anz_210x145.pdf 1 16.04.18 11:52

Es gibt

viele gute Gründe,

auf denen wir schon qualitätsvolle

und ansehnliche Wohnanlagengebaut haben.

Ein weiterer Grund

für unser nächstes Projekt

könnte aus Ihrer Gemeinde

Gemeinnützige Hauptgenossenschaft

des Siedlerbundes regGenmbH

Wir sind auf der Suche nach neuen Baugründen

für unsere nächsten gemeinnützigen Wohnprojekte.

Aktuell bauen und planen wir in 13

Tiroler Gemeinden ein neues Zuhause für viele

junge Tiroler Familien, Paare und Singles. Ein

wohliges Zuhause schaffen wir auch gerne für

Ihre Gemeindebürger – in hochstehender

Ausarbeitung und perfekter Wohnqualität.

kommen.

GASTKOLUMNE

Innovationspotentiale erkennen, einschätzen

und mit Hausverstand anwenden

Zur Person:

Bernhard Hofer ist CEO der Cemit Speeding up

Innovation GmbH, welche sowohl Start-ups, Gemeinden

bis hin zu Großunternehmen im Innovationsprozess

begleitet. Bernhard Hofer verfügt über umfassende

Erfahrung in der Konzeption von Digitalisierungsprojekten

sowie Technologie-Scouting.

Die GemNova ist ein enger Kooperationspartner der Cemit.

Noch vor „ein paar“ Jahren

waren Mobiltelefone

so groß wie eine Handtasche

und konnten lediglich

eine Funktion aufweisen: nämlich

telefonieren. Dann wurde

von einem gewissen Steve Jobs

am 9. Jänner 2007 das erste

IPhone vorgestellt, welches

abgesehen von einem bis dato

einzigartigen Multi-Touch-Bildschirm

auch Multimedia-Funktionen

zu Verfügung stellte.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung

des ersten IPhones

begann der Abschwung für den

bisherigen Weltmarktführer im

klassischen Mobiltelefonbereich,

Nokia. Die Markteinführung

des IPhones war der Startschuss

für eine unfassbare

Innovations-Rallye im Bereich

der Mobiltelefone (Bildschirmgröße,

Videos, Chats, Mails…),

welche bis heute anhält.

Was lernen wir daraus?

Auf der einen Seite müssen

Trends wie beispielsweise Einsatz

von künstlicher Intelligenz

hinsichtlich deren Potentiale

wie aber auch Auswirkungen

hinterfragt, und auf der anderen

Seite muss losgelöst von

einem rein „machbarkeitsgetriebenen

Technikeinsatz“

die ausschlaggehende Problemstellung

bzw. angestrebte

Zielsetzung exakt formuliert

werden. Generell muss die

Fragestellung lauten: „Was ist

mein exaktes Problem/Ziel und

wie kann ich es erreichen“.

Erst dann beschäftigt sich die

Organisation mit etwaigen

technischen Möglichkeiten,

welche zur Zielerreichung bzw.

zur Problemlösung geeignet

wären. Im Rahmen der weiteren

Vorgangsweise sind dann

entstehende Risiken abzuschätzen,

welches sowohl die

Entwicklung und Konzeption

bzw. Finanzierung des Vorhabens

betreffen.

Betreffend der Finanzierung

von innovativen Vorhaben

empfiehlt es sich, das abgesehen

von eigenen Finanzmitteln

auch auf öffentliche Förderungen

zwecks Risikominimierung

zurückgegriffen wird. Sehen

wir uns das Beispiel der vom

Land Tirol initiierten Digitalisierungsförderung

an, welche

entsprechend der idealen

Vorgangsweise im Sinne eines

Innovationsprozesses mit dem

Modul 1 eine Konzeptions- und

Planungsphase eingeleitet,

anhand welcher die weitere

Vorgangsweise im Sinne des

angestrebten Soll-Zustandes

definiert wird – d.h. wie müssen

Anwendungen konzipiert

werden, welche Hard- und Software

brauche ich für die Erreichung

meines Soll-Zustandes

etc. Beispielsweise erhält ein

Unternehmen für das Modul 1,

unter Beachtung einer Projektkostenobergrenze,

bereits eine

50%ige Förderung in Cash,

sogar für eigene Mitarbeiter.

Generell gab es noch nie

so viele „praktikable“ Förderungen

für Start-ups, KMU,

Großunternehmen aber auch

Gemeinden, welche diverse

Vorhaben von der grundsätzlichen

Idee bis hin zur Markteinführung

unterstützen.

Demzufolge mein Tipp: so

rasch wie möglich anstehende

Vorhaben in der Gemeinde,

Unternehmen etc. hinsichtlich

der angestrebten Lösung von

Problemen bzw. Zielerreichung

analysieren, potentielle hilfreiche

Produkte und Dienstleistungen

sowie technische

Hilfsmittel hinterfragen und

eine nahende Umsetzung

unter Prüfung von Fördermöglichkeiten

vorbereiten.

Ihr

Bernard Hofer

(CEMIT)

Ing.-Etzel-Straße 11 . A-6020 Innsbruck . T +43 (0)512 52 0 61 -0 . E ghs@ghs-wohnbau.com

www.ghs-wohnbau.com

GEMNOVA MAGAZIN │ 15


Die Grenzen

der Schulen

KINDERBETREUUNG

Bildung, das ist kein Geheimnis, ist der Schlüssel

für eine aufgeklärte Gesellschaft. Doch

ohne Unterstützung von außen stoßen Tirols

Pflichtschulen rasch an ihre Grenzen. Das betrifft

die Freizeitbetreuung, die Schulassistenz, freilich

auch die Betreuung in den Ferien. Eine kurze

Bestandsaufnahme quer durch einige Gemeinden.

Die Zahlen für Tirol

sprechen eine klare

Sprache. Gab es im

Schuljahr 2005/06 lediglich an

22 Schulstandorten eine professionelle

Nachmittagsbetreuung,

so waren es im abgelaufenen

Schuljahr bereits 160 Standorte.

Insgesamt waren dort deutlich

über 300 Betreuungsgruppen

aktiv. Und die Nachfrage seitens

der Eltern steigt weiter kräftig

an.

So nehmen aktuell rund elf

Prozent der etwas über 52.000

Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler

Tirols eine schulische

Tagesbetreuung in Anspruch.

Ohne fachliche und personelle

Unterstützung von außen könnte

dies von den einzelnen Pflichtschulen

nicht bewältigt werden.

Oetz, Rietz, Serfaus,

Neustift, Hall in Tirol

GemNova Experte Manuel

Scheiber: „Seit September

bieten wir diese professionelle

Nachmittagsbetreuung erstmals

auch in den Gemeinden Oetz,

Rietz, Serfaus, Neustift und

Hall an. Wir organisieren dort

die Betreuung, stellen die entsprechenden

Pädagoginnen und

Pädagogen, kümmern uns um

die Förderabwicklung mit Bund

und Land. Das ist das eine. Das

andere sind pädagogische Fortbildungen

und Teamschulungen

sowie die intensive qualitative

Begleitung, die wir unseren Beschäftigten

anbieten.“

Für die Haller Bürgermeisterin

Eva-Maria Posch ist diese

Unterstützung von außen ganz

wichtig. Auch bei der Schulassistenz,

der Inklusion. „Kinder

mit Behinderungen an unseren

Schulen brauchen zusätzliche

professionelle Hilfe. Unsere

Lehrerinnen und Lehrer allein

können das nicht machen. Deshalb

nehmen wir die umfangreiche

Unterstützung durch die

GemNova sehr gerne in Anspruch.“

Auf einen weiteren Aspekt der

Foto: GemNova

Die Ferienbetreuung in Mutters

Nachmittagsbetreuung weist

Franz Dengg, Bürgermeister

von Mieming, hin: „Die Kinder

werden gefördert und gefordert,

ihre schulischen Leistungen

damit verbessert. Das hilft allen

Beteiligten, gleichzeitig werden

unsere Lehrerinnen und

Lehrer entlastet. Dabei sind die

GemNova Leute wirklich sehr

kreativ. So gibt es bei uns etwa

Boulderkurse, eine Schacholympiade

oder einen eigenen Kinderchor.

All das wird mit großer

Freude angenommen.“

Ferienbetreuung

in Mutters

Was während der Schulzeiten

gilt, das trifft während der

Ferien noch mehr zu. Vor allem

erfreut sich großen Zulaufs. GemNova-Pädagogin Esther Medina Loeches mit „ihren“ Kindern.

berufstätige Eltern, Väter und

Mütter, sind auf eine professionell

organisierte Ferienbetreuung

angewiesen. So etwa auch

in Mutters, einer kleinen Mittelgebirgsgemeinde

südwestlich

von Innsbruck.

„Wir haben diesen Sommer

Neuland betreten und erstmals

eine Ferienbetreuung angeboten.

Das Interesse war enorm, sechs

Wochen lang wurden rund 30

Kinder im Alter von sechs bis

zehn Jahren intensiv betreut.

Und das den ganzen Tag über,

Mittagessen inklusive. Alleine

hätten wir als Gemeinde das

nicht geschafft, deshalb haben

wir uns an die GemNova gewandt

und werden es nächstes

Jahr auch wieder tun,“ erklärt

der Mutterer Bürgermeister

Hansjörg Peer. „Das gesamtpädagogische

Konzept, welches uns

präsentiert wurde, war einfach

hervorragend.“

Diese Unterstützung von außen,

besonders in Ferienzeiten, macht

auch in anderen Gemeinden

Schule. Und das aus gutem

Grund, wie GemNova-Expertin

Michaele Steinlechner aufzeigt:

„Die Gemeinden sind häufig

personell und organisatorisch

völlig ausgelastet. Ihnen fehlen

dann die zusätzlich notwendigen

Kapazitäten. Deshalb wenden

sie sich oft an uns und wir kümmern

uns um alles: um die gesamte

Konzeption, Organisation

und die FreizeitpädagogInnen

– die ohnehin bei uns im Hause

sind – wie auch um die verschiedenen

Spiele und kleinen

Abenteuer.“

Bildungspool mit über

300 Beschäftigten

Wie groß die Nachfrage nach

solch konkreten Hilfestellungen

von außerhalb für die Tiroler

Gemeinden ist, zeigt eine andere

Zahl. Alleine im Bildungspool

der GemNova sind mittlerweile

über 300 Pädagoginnen

und Pädagogen beschäftigt, die

landesweit an Volksschulen,

den Neuen Mittelschulen, an

Polytechnischen Schulen oder

Sonderschulen unterstützend

tätig sind.

KINDERBETREUUNG

16 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 17


FÜR DIE GEMEINDEN DA

Die GemNova und

die Tiroler Gemeinden: mit Teamwork die unterschiedlichsten Herausforderungen meistern...

PIANS – BEVÖLKERUNG GEFRAGT

Die Gemeinde

Pians will Dorf

entwickeln

Kinderbetreuung, Volksschule,

Vereine, Gewerbe und auch

Wohnen – es sind die klassischen

Themen, mit denen sich

Bürgermeister Harald Bonelli

und sein Gemeinderat auseinandersetzen.

Doch die Gemeinde

Pians wählt einen anderen Weg:

Die Bevölkerung soll mit eingebunden

werden und die Entwicklung

des Dorfes als Heimatort

und Lebensmittelpunkt wird in

einem breit angelegten Prozess

erarbeitet. „Wir wollen alle

wichtigen Themengebiete streifen

und unseren Ort lebenswert

gestalten. In zehn oder zwanzig

Jahren soll man zurückblicken

können und sagen, es wurden

die richtigen Entscheidungen

getroffen“, so das Gemeindeoberhaupt

von Pians. „Alle oben

genannten Themen fließen direkt

oder indirekt in diesen Prozess

mit ein. So haben wir etwa die

Entwicklung unserer Volksschule

im Auge, auch gebäudetechnisch.

Unseren Kindern eine

gute Zukunft im Ort zu bieten,

ist für uns oberstes Gebot“,

führt Harald Bonelli weiter aus.

Eingebunden werden selbstver-

Bürgermeister Harald Bonelli (rechts) möchte die Bevölkerung in die

Dorfentwicklung einbinden. Links: Magnus Gratl von der GemNova.

ständlich auch die Vereine der

Gemeinde – hier wurde bereits

eine Befragung initiiert, aber

auch die ganz Jungen und die

ältere Bevölkerung sind Teil des

Entwicklungsprozesses.

ST. LEONHARD – KONZEPT ZUR NEUAUSRICHTUNG ENTWICKELT

Neue Wege für die Landesjagd

im hinteren Pitztal

Mit April 2019 wurden die Gebiete

der Landesjagd im hinteren

Pitztal für weitere 10 Jahre angepachtet.

Bedingung war, dass

ein Konzept zur Neuausrichtung

über einen moderierten Prozess

ausgearbeitet wird. Dafür zeichnete

die GemNova verantwortlich.

Gemeinsam mit Vertretern

des Landes, der Gemeinden des

Tales, des Jägerverbandes, des

Naturparks Kaunergrat und des

TVB wurde ein Grundlagenpapier

erarbeitet, das in Schritten

zur Umsetzung gelangen soll.

LH-Stv. Josef Geisler wertet die

Ergebnisse als richtungsweisend:

„Wir öffnen die Landesjagd mit

neuen Angeboten in den Bereichen

Bildung, Tourismus und

Jagd, aber auch für die Gäste des

Pitztales“

Foto: GemNova, Shutterstock

INNSBRUCK – NEUGESTALTUNG UND BELEBUNG

Pradler Straße: Stadt startet

Bürgerbeteiligungsprozess

Ein mutiger Schritt seitens der

Stadtregierung – so bezeichnete

es GemNova-Gemeindeentwickler

Magnus Gratl im Rahmen

der Präsentation den Bürgerbeteiligungsprozess.

Im Rahmen

des Prozesses in Innsbrucks

bevölkerungsreichsten Stadtteil

soll die Pradler Straße mit ihren

Seitenzweigen neugestaltet bzw.

belebt werden. AnwohnerInnen,

Wirtschaftstreibende, Institutionen

und Vereine wie auch die

Bildungseinrichtungen vor Ort

sollen in die Ideenfindung und

deren Umsetzung miteingebunden

werden. Der Prozess hat

zum Ziel den Wirtschaftsraum

Pradl mit der namensgleichen

Geschäftsstraße zu attraktivieren,

die Straßenraum- und Aufenthaltsqualität

zu verbessern

und die KundInnenfrequenz zu

steigern. Zentrale Elemente sind

dabei Lösungen für eine Verkehrsberuhigung,

Einrichtung

von Begegnungszonen und Optimierung

des Rad- und Fußwegenetzes.

Der Auftakt fand am 18.

September statt.

Die Pradler Straße in Innsbrucks bevölkerungsreichstem Stadtteil Pradl

soll neu gestaltet und belebt werden.

Kinderbetreuung stellt für die

Gemeinden eine große Herausforderung

dar.

INNSBRUCK – NEUE BASIS

Studien für Völs,

Zirl, Lechaschau

und Längenfeld

Das Thema Kinderbetreuung

stellt viele Gemeinden vor

große Herausforderungen. Um

alle Möglichkeiten genau zu

kennen, haben gleich mehrere

Gemeinden die GemNova

beauftragt, mittels einer Studie

eine Entscheidungsgrundlage

aufzubereiten. Dabei werden alle

Einrichtungen von der Kinderkrippe

bis zur neuen Mittelschule

begutachtet. „Wir mischen uns

nicht in pädagogische Konzepte

ein, sondern erarbeiten auf Basis

der gültigen Gesetze und Richtlinien,

der demographischen

Entwicklung und der vorhandenen

Gebäude Vorschläge, die

die Gemeinde danach umsetzen

kann“, so Alexander Gostner und

Magnus Gratl von der GemNova.

Tirols Gemeinden vertrauen

in unterschiedlichsten

Themenbereichen auf GemNova-

Services. Ein Auszug aus

Beschaffungsprojekten.

PFUNDS Für die Gemeinde

Pfunds wurden 24 Tonnen Siedesalz

geordert.

RANGGEN Die Gemeinde Ranggen

hat 10.000 Stück Müllsäcke

bedruckt geordert. Außerdem

eine fahrbare Schultafel

sowie Stempel. Außerdem wurden

10.000 Stück Briefpapier

mit Aufdruck ausgeschrieben

und auch geordert.

SCHARNITZ Für die Gemeinde

Scharnitz wurden Abfallbehälter

für die Montage an Stangen

bestellt.

MIEMING Die Gemeinde Mieming

hat Recyclingpapier in den Formaten

A3 und A5 beschafft.

UDERNS Einen Reisswolf-Container

hat die Gemeinde Uderns

für die Räumung des Archivs

bestellt.

ANRAS Die Gemeinde Anras hat

Ausrüstungsgegenstände für

die Waldaufseher beschafft.


FÜR DIE GEMEINDEN DA

Die GemNova und

die Tiroler Gemeinden: mit Teamwork die unterschiedlichsten Herausforderungen meistern...

SAUTENS, ZELL – URLAUBSVERTRETUNG

Bürgermeister Köll

und Pramstrahler

fanden Lösung

Immer mehr Aufgaben werden

von den Gemeindeverwaltungen

übernommen, die früher ganz anders

organisiert waren. So auch

Postdienste. Etwa in Sautens und

Zell/Ziller. Das Problem: Die

Mitarbeiter erledigen ihre Arbeit

top, Urlaubsvertretung gibt es

keine. Hier hilft die GemNova

mit einem neuen Angebot aus.

Mit Hans Völker ist ein Springer

unterwegs, der bei Urlauben

und Krankenständen die Postpartnerschaft

in den Gemeinden

übernimmt. „Bei uns war es tatsächlich

so, dass unsere Gemeinde-Mitarbeiterin

gar nicht mehr

in den Urlaub gehen konnte. Das

ist nicht tragbar und für mich

als Arbeitgeber ein Zustand, der

gelöst werden musste. Ich habe

daher die GemNova kontaktiert.

Nach kurzer Zeit konnte ein Angebot

geschaffen werden“, freut

sich Bürgermeister Manfred Köll

aus Sautens. „Auch wir standen

vor der Herausforderung, dass

unsere Mitarbeiterin gerne ihren

wohlverdienten Urlaub in Anspruch

nehmen wollte, jedoch

keine Vertretungsmöglichkeit

gegeben war. Eine alles andere

Bürgermeister Robert Pramstrahler (rechts) zeigt stolz die Lösung für

sein Problem: Hans Völker ist als Vertretung im Einsatz. Links: Kaltenbachs

Bürgemeister Klaus Gasteiger, Gemeindebetreuer der GemNova.

als zufriedenstellende Situation.

Zusammen mit der GemNova

haben wir aber eine gute Lösung

BUND – AUFTRAG AN DIE KINDERGARTENERHALTER

Sprachberatung für alle

Kindergärten in Tirols Gemeinden

Es ist der klare Auftrag des Bundes.

In den nächsten drei Jahren

ist in allen 480 Kindergärten

Tirols eine flächendeckende

Sprachberatung durchzuführen.

Nina Redlich, bei der GemNova

für die Sprachberatung verantwortlich:

„Sprache ist ein zentrales

Thema, der Förderbedarf bei

den Kindern mitunter sehr groß.

Auch weil es entsprechenden

Druck seitens der Volksschulen

gefunden“, freut sich Bürgermeister

Robert Pramstrahler aus

Zell/Ziller.

gibt. Viele Kinder müssen beim

Spracherwerb gefördert werden,

unabhängig davon, ob sie

ein- oder mehrsprachig aufgewachsen

sind.“ Mit der aktuellen

Verordnung gibt es bei den

Kindergartenerhaltern, sprich

den Gemeinden, eine Vielzahl

offener Fragen. Konkrete Hilfe

bei der Antragstellung, auch bei

den jeweiligen Förderungen, erteilt

dabei die GemNova.

Fotos: GemNova

ZIRL – ESSEN AUF RÄDERN

Mit dem Dienstfahrrad zur

Übergabe des Elektroautos

Stolz präsentierten Zirls Bürgermeister

Thomas Öfner und Robert

Kaufmann, Geschäftsführer

des ‚s zenzi, Sozialzentrum Zirl,

ihre neueste Errungenschaft:

einen e-Kangoo von Renault für

die Lieferungen von „Essen auf

Rädern“. Übrigens – sehr vorbildlich

und äußerst klimaschonend

reiste Bürgermeister Öfner

zum Übergabetermin für das

Elektroauto an, nämlich mit dem

Dienstfahrrad der Marktgemeinde

Zirl. Den Schlüssel für den

e-Kangoo überreichte Robert B.

Kollnig vom GemNova-

Fuhrparkmanagement, das für

die Abwicklung der Anschaffung

beauftragt worden war. „Der

e-Kangoo war zuletzt stark nachgefragt

und eignet sich bestens

für Einsätze im Bauhof oder

‚Essen auf Rädern.‘“, so Kollnig.

„Wenn wir in Zirl künftig

Fahrzeuge anschaffen, werden

wir vorab prüfen, ob wieder ein

Elektroauto in Frage kommt“, so

Bürgermeister Öfner. Der e-Kangoo

dürfte also nicht das letzte

Zirler Elektroauto sein.

Sportlich und umweltbewusst unterwegs – Bürgermeister Thomas

Öfner auf dem Dienstfahrrad der Marktgemeinde Zirl.

Die Geschäftsführer der RD Tirol,

Wilfried Unterlechner und Andreas

Karl (links im Bild), sowie

GemNova-Geschäftsführer Alois

Rathgeb (Bildmitte).

RETTUNGSDIENST TIROL – ANALYSE

Rettungsdienst

Tirol setzt auf

GemNova-Wissen

Über 50 Rettungsdienst- und

13 Notarztstellen betreuen

rund 320.000 Patientinnen und

Patienten. Die GemNova wurde

vom Rettungsdienst Tirol mit der

Durchführung von Analysen im

Bereich der Beschaffung beauftragt.

„Wir haben uns auf das

Know How der GemNova-Experten

verlassen und sind mit

dem Ergebnis sehr zufrieden.

Für uns war es wichtig, unsere

Abläufe besser zu strukturieren

und in der Beschaffung kostengünstiger

zu werden“, erklären

die Geschäftsführer Wilfried

Unterlechner und Andreas Karl.

Tirols Gemeinden vertrauen

in unterschiedlichsten

Themenbereichen auf GemNova-

Services. Ein Auszug aus

Beschaffungsprojekten.

HÖFEN Drei Stück Verbandskästen

wurden für die Gemeinde

Höfenbeschafft.

BREITENWANG Für die Gemeinde

Breitenwang wurden zwei Stück

Händetrockner geordert.

WATTENBERG Zwei Geschwindigkeitsmesser

wurden für die Gemeinde

Wattenberg beschafft.

BICHLBACH Die Gemeinde Bichl-

bach hat ein Unkrautvernichtungsgerät

angeschafft.

JERZENS Für die Gemeinde

Jerzens wurden 16.000 Liter

Heizöl extra leicht geordert.

OBERPERFUSS Für die Gemeinde

Oberperfuss wurden 17.000

Liter Heizöl extra leicht geordert.

SCHÖNBERG Im Auftrag der

Gemeinde Schönberg wurden

25.000 Liter Heizöl extra leicht

geordert.

TRINS Für die Gemeinde Trins

wurden ein Drucker sowie Toner

geordert.

20 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 21


FÜR DIE GEMEINDEN DA

Die GemNova und

die Tiroler Gemeinden: mit Teamwork die unterschiedlichsten Herausforderungen meistern...

GEMNOVA – SPORT-SPONSORING

Unterstützung:

Die GemNova

und der Sport

Als das Unternehmen der

Tiroler Gemeinden unterstützt

die GemNova unterschiedliche

sportliche Aktivitäten bzw. ganz

besondere Sportlerinnen und

Sportler. So nahmen etwa Ende

August einige unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an der

großen Laufsportveranstaltung

„Völs läuft“ in Völs teil. Adrian

Niski, einer unserer Mitarbeiter

im Bildungspool, wollte bei

seinem „Alpengrenzgang“ von

Tirol nach Nizza in nur 21 Tagen

unglaubliche 1.300 Kilometer

und 80.000 Höhenmeter zurücklegen.

Nach 600 Kilometern und

30.000 Höhenmetern musste er

sein ambitioniertes Vorhaben

abbrechen. Nächstes Jahr will

er einen neuen Versuch starten.

Othmar Peer, die legendäre

„Sportstimme Tirols“, schloss

Ende Juli sein „Visit Tyrolian

Villages Projekt“ erfolgreich

ab. Dabei rauschte er mit dem

Rennrad durch alle 279 Ost- und

Nordtiroler Gemeinden (ausführlicher

Bericht in dieser Ausgabe

des GemNova-Magazins). Als

Initiator, Organisator und Sponsor

tritt die GemNova auch bei

Adrian Niski, einer unserer Mitarbeiter im Bildungspool, wollte bei

seinem „Alpengrenzgang“ von Tirol nach Nizza in nur 21 Tagen unglaubliche

1.300 Kilometer und 80.000 Höhenmeter zurücklegen.

der Laura Stigger Bike Challenge

(Infos unter bikechallenge.

tirol) in Kals am Großglockner

auf. Die große Abschlussveranstaltung

dort findet übrigens am

12. Oktober statt.

SERFAUS – HAUSVERWALTUNG VERGEBEN

Bürgermeister Greiter: „In äußerst

professionelle Hände gelegt“

Serfaus hat viel zu bieten. Etwa

die kleinste, höchstgelegene

U-Bahn der Welt. Um die stets

steigende Anzahl an Autos in geregelte

Bahnen zu lenken, gibt es

auch eine großzügig dimensionierte

Parkgarage (400 Stellplätze).

Inklusive Gewerbeeinrichtungen.

Die GemNova übernahm

dafür die kaufmännische und

technische Hausverwaltung.

Bürgermeister Paul Greiter zeigt

sich sehr zufrieden: „Bisher hat

sich die Gemeinde selbst darum

gekümmert. Wir haben die

Hausverwaltung ausgeschrieben,

die GemNova hat sich ganz klar

durchgesetzt. Damit ist das Ganze

nun in äußerst professionelle

Hände gelegt.“

Fotos: Niski, GemNova, Gemeinde Tux

TUX – NEUER KINDERGARTEN

Bürgermeister Grubauer: „Zeitplan

und Budget genau eingehalten“

In der Tourismusgemeinde Tux

am Fuße des Hintertuxer Gletschers

wurde in den vergangenen

15 Monaten ein neuer Kindergarten

mit Tiefgarage errichtet.

Die gesamten Baukosten betrugen

knapp fünf Millionen Euro.

Im modernen Gebäude können

nun fünf Kindergartengruppen

mit insgesamt 85 Kindern untergebracht

werden. „Der Zeitplan

und das Budget wurden genau

eingehalten, die Umsetzung

erfolgte äußerst professionell“,

freut sich der Tuxer Bürgermeister

Simon Grubauer. Für die

gesamte Projektbegleitung sowie

die Förderabwicklungen zeichnete

die GemNova, das Unternehmen

der Tiroler Gemeinden,

verantwortlich. Mit dem neuen

Kindergarten und der Tiefgarage

wurde in der Gemeinde Tux ein

weiterer wichtiger Meilenstein

gesetzt und das Betreuungsangebot

deutlich ausgebaut.

Bürgermeister Simon Grubauer freute sich: „Zeitplan und Budget wurden

genau eingehalten, die Umsetzung erfolgte äußerst professionell.“

Vertrag unterzeichnet (von links):

GemNova-GF Alois Rathgeb, Verbandspräsident

Ernst Schöpf und

ATM-GF Alfred Egger.

ATM – NEUE PARTNERSCHAFT

„Attraktive

Angebote für die

Gemeinden“

Die ATM (Abfallwirtschaft

Tirol-Mitte) sowie die GemNova

vereinbarten kürzlich eine intensive

Zusammenarbeit im kommunalen

Bereich. Gemeinsames

Ziel ist es demnach, die Tiroler

Gemeinden durch Erbringung

von Service- und Dienstleistungen

vor allem zeitlich, finanziell

und fachlich zu entlasten. Für

ATM-Geschäftsführer Alfred

Egger war die GemNova dabei

der erklärte Wunschpartner. „Wir

haben unsere Stärken gebündelt

und können damit den Gemeinden

äußerst attraktive Angebote

machen. Daraus entsteht eine

win-win-win Situation.“

Tirols Gemeinden vertrauen

in unterschiedlichsten

Themenbereichen auf GemNova-

Services. Ein Auszug aus

Beschaffungsprojekten.

VIRGEN Geschwindigkeitsanzeigen

wurden von der Gemeinde

Virgen angefragt und geliefert.

TUX Für die Gemeinde Tux wurden

18.000 Liter Heizöl extra

leicht geordert.

KONTAKT BESCHAFFUNG Mario

Foidl, m.foidl@gemnova.at, und

Matthias Abfalter, m.abfalter@

gemnova.at.

IMPRESSUM – Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: GemNova Dienstleistungs GmbH, Adamgasse 71,

6020 Innsbruck, Tel. +43 (0)50/4711-0, office@gemnova.at, www.gemnova.at

Fotorechte für diese Ausgabe: Falls nicht anders gekennzeichnet sind alle abgedruckten Fotos von GemNova

Offenlegung gemäß Mediengesetz: abrufbar auf der GemNova-Homepage unter

www.gemnova.at/kontakt/impressum/offenlegung-magazin-print.html

Herstellung und Druck: Alpina Druck GmbH, Haller Straße 121, 6022 Innsbruck, www.alpinadruck.com


ALTENPFLEGE

Das Haus St. Martin arbeitet an einer Neuausrichtung. Die GemNova, das Unternehmen der Tiroler Gemeinden,

Neue Wege für

St. Martin

Das Haus St. Martin in Aldrans soll für die Menschen, die dort wohnen, Heimat

sein. Dieses Credo war in den letzten Jahren schon wichtig und soll nun noch

stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. In einem Begleitungsprozess hat die

GemNova mit Experten aus vielen Bereichen Empfehlungen zur Neuausrichtung

ausgearbeitet. Von Mitarbeitergesprächen bis zur Prüfung der VRV, von der

Beobachtung der Pflegeabläufe bis zur Hilfe bei der Personalsuche.

Die Tätigkeit war umfangreich.

Mit 1.

September 2019 hat

Sonja Pitscheider die Heimleitung

übernommen. Bereits etwas

früher ist Daniela Schaupp als

neue Pflegedienstleiterin installiert

worden. Die beiden Führungspersönlichkeiten

wollen

gemeinsam mit dem Gemeindeverband

das Haus St. Martin neu

ausrichten.

73 Bewohnerinnen finden in St.

Martin ein Zuhause, knapp 60

Menschen arbeiten dort. Das

Verbandsgebiet erstreckt sich

über die sieben Gemeinden des

südöstlichen Mittelgebirges

von Tulfes bis Patsch. „Wir

haben notwendige Investitionen

und eine Diversifizierung des

Angebots vor uns und müssen

deshalb besonders auf das

Finanzergebnis achten. Dazu

kamen die bereits getroffenen

Personalentscheidungen auf

Führungsebene. Als politisch

Verantwortliche haben wir Ende

letzten Jahres entschieden,

unterstützt die Beteiligten bei diesem ambitionierten Vorhaben.

uns extern beraten zu lassen“,

sagt der Verbandsobmann und

Bürgermeister von Lans, Dr.

Benedikt Erhard. Seit April

2019 ist die GemNova tätig und

versucht, gemeinsam mit den

Verantwortlichen vor Ort St.

Martin auf dem Weg in die Zukunft

zu begleiten.

Viele Spezialisten

und ein großes Ziel

Federführend sind dabei der

Bereich Pflegemanagement

mit Waltraud Saischek und

die Gemeindeentwicklung mit

dem Team um Magnus Gratl

tätig. Beantwortet werden aber

Finanzfragen ebenso wie die

Unterstützung in der Personalsuche

oder die Bewertung der

Infrastruktur. „Das ist möglich,

weil wir hausintern in der

GemNova auf viele Spezialisten

zurückgreifen können. Das

schätzen auch die Gemeinden“,

Foto: Shutterstock

erklärt Waltraud Saischek. Die

Pflegeexpertin ist mittlerweile

für mehrere Heime in Tirol tätig.

Die Herausforderungen sind oft

die gleichen und auch bekannt:

Personal, Führung, Finanzen.

„Uns geht es natürlich darum –

weil der Mensch im Mittelpunkt

steht – die Pflegeabläufe zu

optimieren. In St. Martin gelingt

dies mit dem neuen Führungsduo

Sonja Pitscheider und Daniela

Schaupp sehr gut. Zeiten

von Personalumbrüchen sind für

die Mitarbeiter sehr fordernd,

die BewohnerInnen sollen

davon nichts spüren“, sagt dazu

Saischek. Der bisherige Begleitungsprozess

steht nach Gesprächen

mit allen Mitarbeitern,

einem Check der Abläufe, der

Finanzen, der Beschaffung und

einer Analyse der Infrastruktur

kurz vor dem Abschluss. Derzeit

wird eine Befragung von

BewohnerInnen, Angehörigen

bzw. auch der Ehrenamtlichen

ausgewertet. „Der Bewohner im

Mittelpunkt, das ist der Auftrag.

Also wollten wir natürlich auch

deren bzw. die Meinung ihrer

Angehörigen hören“, sagt Saischek.

Alle Ergebnisse werden

in einen abschließenden Bericht

gegossen, der dann dem Verband

und den verantwortlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

zur Umsetzung empfohlen

wird. „Wobei schon seit unserer

Begleitung einige Punkte

geändert wurden. Wichtig für

den Verband: Nicht alles ist mit

Mehrkosten verbunden. Denn

die Steigerung von Qualität und

Effizienz ist oft auch eine Frage

der richtigen Abläufe der Kommunikation“,

unterstreicht dazu

Magnus Gratl.

Ein Heim ist mehr als

Pflege oder Verwaltung

Mit den bisherigen Ergebnissen

ist Verbandsobmann Benedikt

Erhard zufrieden. „Klar ist: Als

Bürgermeistern fehlt uns die

Zeit und die fachliche Kompetenz.

Wir haben mit der

GemNova einen kompetenten

Partner gefunden, der alle von

uns geforderten Ansprüche in

einem Unternehmen vereint.

Das war uns wichtig. Ein Heim

ist mehr als Pflege oder Verwaltung.

Es ist ein komplexes Unternehmen

mit einem herausfordernden

Auftrag und einer, im

Verband der sieben Gemeinden,

nicht minder komplexen Eigentümerstruktur“,

sagt Erhard und

schließt: „Das Ziel wäre ja ganz

einfach: unseren Altvorderen in

St. Martin einen würdigen und

angenehmen Lebensabend zu

ermöglichen.“

ALTENPFLEGE

24 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 25


WERBUNG

Tiroler Bauinnung stärkt die Branche

In den vergangenen Jahren hat die Landesinnung Bau Tirol viel bewegt und wichtige Themen in

die öffentliche Wahrnehmung gerückt.

Maßgebliche Interventionen, die

Mitgestaltung baurelevanter Themen

und die enge Zusammenarbeit

mit der Politik ergeben einen

hohen Nutzen für die Branche.

Besonders in Sachen leistbares

Wohnen und gerechte Preise zeigt

sich die Landesinnung hartnäckig.

Aber auch in vielen anderen Bereichen

setzen sich die Interessensvertreter

der heimischen Bauwirtschaft

für essentielle Fortschritte

ein. Neben der Beratung, Information

und Betreuung in allen

fachlichen Angelegenheiten ist es

eine wichtige Aufgabe der Bauinnung,

die Interessen der Mitgliederbetriebe

nach innen und nach

außen zu vertreten. Nach innen,

indem man z.B. für die Sicherung

der Chancengleichheit im Wettbewerb

Sorge trägt. Nach außen u.a.

durch die aktive Mitgestaltung von

Gesetzen.

Karrierefokus

Bauwirtschaft“

Auch der Ausbau des Weiterbildungsangebotes

an der BAUAkademie,

die Sicherung des Nachwuchses

und die grundlegende

Imageverbesserung sind wichtige

Anliegen für die Landesinnung.

„Die Digitalisierung ist eine

Chance, um die Branche für junge

Menschen attraktiver zu machen

und das Image nachhaltig zu verbessern.

Mit der aktuellen Neuausrichtung

der Baulehre werden

Die Landesinnung Bau Tirol zieht gemeinsam an einem Strang, um

bestmögliche Ergebnisse für die Tiroler Baubranche zu erzielen.

(Foto: Adobe Stock/Sondem)

hier entscheidende Maßnahmen getroffen, um die Jugend für den Bau zu begeistern“, betont Landesinnungsmeister

Anton Rieder. Der Maurer soll künftig Hochbauer heißen und bildet damit das begriffliche Pendant zum

Tiefbauer. Der bisherige Schalungsbauer wird zum Betonbauer. Neben der strategischen Neuausrichtung der

Baulehre erhalten alle Lehrlinge im 2. Lehrjahr ein kostenloses Tablet samt Internet-Zugang und e-learning-Programmen.

Das Gerät kann nicht nur in der Schule, sondern auch in der Praxis, konkret auf der Baustelle, eingesetzt

werden.

Positiver Trend in der Tiroler Bauwirtschaft setzt sich fort

Nach einem guten Baujahr 2018 lassen die Ergebnisse der Tiroler Bauvorschau 2019 darauf hoffen, dass sich

der positive Trend fortsetzt. Trotz der soliden Entwicklung gibt es einige Herausforderungen, die gemeistert

werden müssen. Neben dem Fachkräfte- und Lehrlingsmangel beschäftigen die Branche derzeit vor allem die

Themen “Vergabe- und Vertragsrecht” sowie “leistbares Wohnen”. Obwohl die gesetzliche Verankerung des

“Bestbieter-Prinzips” gelungen ist, werden kleine und mittelständische Unternehmen durch zu hoch angesetzte

Eignungskriterien in der Ausschreibung oft von vornherein ausgeschlossen. Zudem braucht es Maßnahmen,

damit sich Menschen mit niedrigen Einkommen Mietwohnungen und Menschen mit mittleren Einkommen die

Schaffung von Wohneigentum leisten können.

ARGE Mobilität: Carsharing der

Stadtwerke Wörgl und der GemNova

Die Stadtwerke Wörgl und die GemNova, das Unternehmen der Tiroler

Gemeinden, haben die Arbeitsgemeinschaft Mobilität gegründet. Gemeinsam

werden in der ARGE Mobilität Carsharing-Dienstleistungen angeboten.

Das GemNova-Fuhrparkmanagement

wird

künftig alle Carsharing-Aktivitäten

unter der Marke

floMOBIL der Stadtwerke Wörgl

vertreiben“, so Geschäftsführer

Walter Steiger. Mag. Reinhard

Jennewein, Geschäftsführer

der Stadtwerke Wörgl GmbH,

erklärt: „floMOBIL ist sharing

im ländlichen Raum. Vernetzte,

saubere und leistbare Mobilität

für alle, auch für kleinste Gemeinden.“

BAUINNUNGEN

STÄRKEN DIE

BRANCHE.

IHRE UNTERNEHMERKAMMER.

In den vergangen Jahren hat die Landesinnung Bau Tirol viel bewegt und zahlreiche Diskussionen in

die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Maßgebliche Interventionen, Problemlösungsvorschläge, die

Mitgestaltung baurelevanter Themen wie leistbares Wohnen und die enge Zusammenarbeit mit der

Politik ergeben einen hohen Nutzen für die Branche.

Die Interessensvertreter der heimischen Bauwirtschaft setzen sich für essentielle Fortschritte ein:

- Sicherung der Chancengleichheit im Wettbewerb

- Sicherung von gerechten Preisen

- Verhandlungen mit den Sozialpartnern

- Beratung, Information und Betreuung in allen fachlichen Angelegenheiten

- Gezieltes Lobbying auf nationaler und internationaler Ebene

- Aktive Mitgestaltung von Gesetzen

- Ausbau des Weiterbildungsangebotes an der BauAkademie

- Sicherung des Nachwuchses

- Grundlegende Imageverbesserung des Berufsstandes

floMOBIL vernetzt - trotzdem kann eine Gemeinde ihren Bürgern individuelle

Angebote unterbreiten.

LANDESINNUNG BAU,

WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

Wilhelm-Greil-Straße 7

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E baugewerbe@wktirol.at

W WKO.at/tirol/bau

KOOPERATION


„Das Herz Tirols

sind die Gemeinden“

Eigentlich gibt es fast keinen Bereich, den die GemNova nicht für Tirols

Gemeinden abdeckt. Nikolaus „Niki“ Kraak, seit 2016 im Unternehmen

und Prokurist, informiert im nachstehenden Interview über einige dieser

spannenden Aufgabestellungen.

INTERVIEW

Infrastruktur. Recht. Personal.

Finanzen. Pflege. Kinderbetreuung.

Sprachkurse. Sie

sind ja überall tätig. Verlieren

Sie bei so vielen Themen

nicht die Übersicht?

Niki Kraak: „Ganz im Gegenteil.

Nachdem die Tiroler Gemeinden

immer mehr Aufgaben übernehmen

müssen, gilt es auch

für die GemNova laufend neue

Lösungen zu finden. Deshalb

kümmern sich bei uns rund 420

Expertinnen und Experten um

nahezu alle kommunalen Angelegenheiten.

Etwa um die Beschaffung

von Büromaterial bis

hin zu Kommunalfahrzeugen.

Um die Errichtung von Schulen,

Mehrzweckgebäuden oder Kindergärten.

Um die klare Darstellung

der Gemeindefinanzen. Um

die Nachmittagsbetreuung an

den Schulen, das Heranführen

von Menschen nicht deutscher

Spatenstich für das aktuelle Infrastrukturprojekt Drehscheibe Lans (von

links): Magnus Gratl von der GemNova, Landesrätin Beate Palfrader,

Bürgermeister Benedikt Erhard und Landesrat Johannes Tratter.

Muttersprache an unseren

Dialekt und das Hochdeutsch.

Außerdem ...“

... verfügen Sie auch über ein

exzellentes Netzwerk.

„Das auch, aber ich bin noch

bei den verschiedenen Aufgabenstellungen.

Wir begleiten

Prozesse zur Dorfentwicklung,

entwickeln Ideen zur Raumordnung,

für Seniorenheime

und andere Einrichtungen. Wir

unterstützen bei den vielfältigsten

rechtlichen Fragen, etwa

zum Datenschutz oder bei den

höchst komplexen Vergabeverfahren.

Zudem wickeln wir für

die Tiroler Gemeinden auch Förderungen,

Subventionen, Beihilfen

ab. Oder wir sorgen dafür,

dass die einzelne Gemeinde

immer wieder prominent in den

Medien vertreten ist. Und das

ist nur ein Teil all unserer Aufgaben.“

Dennoch ist ihr Bekanntheitsgrad

in der breiten Öffentlichkeit,

vorsichtig formuliert,

überschaubar. Warum

eigentlich?

Fotos: got it, GemNova

Beispiel Finanzcheck. Beispiel Beschaffung. Beispiel Vergabewesen. Niki Kraak beim Erklären, welche Aufgaben

die GemNova übernimmt.

„Erstens sehe ich das nicht so,

zum zweiten geht es nicht um

unseren Bekanntheitsgrad, sondern

darum die Gemeinden bei

ihren Herausforderungen mit

unseren Dienstleistungen zu unterstützen.

Wir freuen uns über

die laufende Wertschätzung von

Tirols Bürgermeisterinnen und

Bürgermeister. Die GemNova ist

das größte kommunale Serviceunternehmen

Österreichs,

wiewohl es uns erst seit neun

Jahren gibt. Werfen Sie doch

einfach mal einen Blick auf

unser starkes Wachstum. Und

noch etwas: das Herz Tirols sind

die Gemeinden.“

Bleiben wir beim konkreten

Thema Personal. Welche

Unterstützung können Sie da

den Gemeinden anbieten?

„Wir kümmern uns um die

gesamte Personalsuche und erledigen

dabei professionell den

gesamten Bewerbungsprozess.

Wir haben mittlerweile einen

interessanten Pool von Bewerberinnen

und Bewerbern, die ihr

Wissen gerne im kommunalen

Bereich einbringen möchten.

Daraus können wir schöpfen,

damit können wir den einzelnen

Gemeinden kompetente Personen

für vakante Positionen

anbieten. Das reicht vom Amtsleiter

über Bauamtsmitarbeiter

bis hin zu Kindergartenpädagogen

oder Gemeindearbeiter,

Frauen wie Männer. Oder, ein

anderes Beispiel: eine qualifizierte

Vertretung bei Urlauben,

Krankheitsfällen. Auch für solch

kurzfristige Überbrückungen

stehen wir gerne mit unseren

Dienstleistungen zur Verfügung.

Und ja, natürlich kümmern wir

uns auch um mögliche För-

derungen von Bundes- oder

Landesebene.

Abschlussfrage: Wo steht die

GemNova in zehn Jahren?

„Nach wie vor inmitten der Gemeinden.

Und wie sich deren

Aufgaben verändern, erweitern,

ändern sich auch die von uns

angebotenen Lösungen. Wir

liefern die Antworten und setzen

diese auch gleichzeitig um. In

den nächsten fünf, zehn, fünfzehn

Jahren wird es zu großen

Verschiebungen kommen,

alleine durch die Digitalisierung

entstehen ganz neue Herausforderungen.

Oder denken Sie nur

an den Personalbereich, an die

Finanzverwaltung. Zehn Jahre

sind eine relativ kurze Zeit, in

der doch gewaltige Entwicklungen

auf uns alle zukommen werden.

Freuen wir uns darauf. “

28 │ GEMNOVA MAGAZIN

GEMNOVA MAGAZIN │ 29


WERBUNG

Sicherheit beim Drucken:

Vertrauliche Dokumente schützen

Datenschutz für Druckerfestplatten erlangt durch aktuelle Ereignisse traurige Berühmtheit. Druckern und Multifunktionssystemen werden

häufig vertrauliche Dokumente anvertraut. Oftmals wird die Sicherheit dieser Systeme jedoch vernachlässigt.

Nicht nur Großkonzerne und öffentliche Einrichtungen müssen sich um die Sicherheit von vertraulichen oder personenbezogenen

Daten auf Druckerfestplatten Gedanken machen. Besonders da Dokumente wie Gehaltsabrechnungen oder Verträge

immer personenbezogene Daten beinhalten, riskiert man einen Verstoß gegen die DSGVO – das betrifft Unternehmen oder

Organisationen jeder Größe.

Heute sind Drucker und Multifunktionssysteme in der Regel vernetzt, stehen an zentralen Stellen im Büro und verfügen über

geräteinterne Festplatten. Das macht sie zu beliebten Angriffszielen von Hackern, denn hier können Inhalte einfach ausgespäht

werden. Das Gefahrenpotential wird häufig unterschätzt. Um die Sicherheit von Daten auf Druckerfestplatten zu gewährleisten

muss man diese nicht unbedingt schreddern lassen.

Ein sinnvolles Berechtigungsmanagement – welcher Anwender darf welches Gerät sowie Funktionalitäten nutzen – dazu

User-Authentifizierung und Datenverschlüsselung erhöhen die Dokumentensicherheit um ein Vielfaches. Der Anwender muss

sich am Gerät authentifizieren, erhält nur die Dokumente, die er haben darf und vergessene Ausdrucke gehören der Vergangenheit

an. Ein starkes Verschlüsselungsverfahren wie AES-256 sorgt dafür, dass Daten immer sicher geschützt sind.

Lösungen für Dokumentensicherheit sind so individuell wie Unternehmen und ihre Prozesse. Die Systeme von Kyocera haben

zahlreiche Sicherheitsfeatures mit an Bord. Zusammen mit Softwarelösungen, wie z.B. dem KYOCERA Net Manager als Print-

&-Follow-Lösung ist der Anwender auf der sicheren Seite.

Die serverbasierte Anwendung KYOCERA Net Manager schützt Dokumente durch die die Print-&-Follow-Funktionalität: Dokumente

werden zentral gespeichert und können dann – gesichert durch Login – von verschiedenen Ausgabegeräten abgerufen

werden. Eine Speicherung auf lokalen Festplatten in den Ausgabegeräten erfolgt nicht. So können auch keine Druckaufträge

in Geräten vergessen werden.

ProOffice ist seit vielen Jahren zertifizierter Partner von KYOCERA und weiß bestens Bescheid, wenn es um das Thema Sicherheit

beim Drucken geht. Die erfahrenen Mitarbeiter machen für Sie das Know-How eines Weltkonzerns mit den Vorteilen eines

regionalen Partners verfügbar.

Kindersicherheit:

Platter übergab

in Patsch Westen

Etwa alle 17,5 Stunden ereignet

sich auf Österreichs Straßen ein

Unfall, bei dem ein Kind verletzt

wird. Der Verein Sicheres

Tirol hat sich zum Ziel gesetzt,

durch Erhöhung der Sichtbarkeit

von Kindern im Straßenverkehr,

Unfälle zu verhindern. Im

Herbst erhalten alle Erstklässler

in Tirols Schulen ein Schulstart-Sicherheitspaket.

Herzstück

ist eine reflektierende Kindersicherheitsweste

für den Schulweg.

Landeshauptmann Günther

Platter führte höchstpersönlich

die erste Übergabe in der Volksschule

Patsch durch. Partner des

Vereins Sicheres Tirol bei dieser

Aktion ist die GemNova.

Landeshauptmann Günther Platter übergab in Patsch die ersten Kindersicherheitswesten

– und unterhielt die Kinder bestens. Im Bild oben

(v.l.): Niki Kraak (GemNova), Karl Mark (Verein Sicheres Tirol), Platter,

Martin Reiter (Tiroler Versicherung), Klaus Mair (gw tirol).

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für Schulklassen

ständig verfügbar!

SAFETY FIRST:

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Datensicherheit ist mehr denn je eine

unverzichtbare Voraussetzung für den

Unternehmenserfolg.

Mit den Lösungen von KYOCERA und dem

Know-How sowie dem Service von ProOffice

schützen Sie Ihre Daten vor unbefugtem Zugriff.

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„Es war ein

wirklich tolles

Projekt“

VTV-CHALLENGE

„Visit Tyrolian Villages (VTV).“ Unter diesem Motto

hat Othmar Peer aus Mutters in den vergangenen

Monaten alle 279 Gemeinden Nord- und Osttirols

mit dem Rennrad abgefahren. Die letzte Etappe

führte dabei von Zell am Ziller bis hinauf nach

Hintertux. Die Patronanz für diese VTV-Challenge

hat die GemNova, das Unternehmen der Tiroler

Gemeinden, übernommen.

Bei der letzten Etappe

bis fast zum Zillertaler

Gletscher wurde Othmar

Peer gleich von einer ganzen

Reihe prominenter Unterstützer

begleitet. LHStv. Josef Geisler,

GemNova Chef Alois Rathgeb,

Gewichtheber-Legende Vinzenz

Hörtnagl oder dem Sieger des

Ötztal-Marathons Stefan Kirchmair.

Sie alle radelten bei angenehmen

Temperaturen bis nach

Hintertux. „Tirol wird in der

Außensicht vor allem als Transitland

wahrgenommen. Das ist

freilich nur ein kleiner Teil der

Fotos: GemNova

Gewichtheberlegende Vinzenz

Wahrheit. Die VTV-Challenge

zeigt eindrucksvoll, dass es bei

uns tausende Kilometer gewaltiger

Radstrecken in atemberaubender

Landschaft gibt“, erklärt

GemNova Chef Alois Rathgeb,

der als Begleitfahrzeug auch ein

speziell gebrandetes Elektroauto

zur Verfügung stellte.

3.150 Kilometer und

42.150 Höhenmeter

Wie ambitioniert das gesamte

Projekt von Othmar Peer war,

Ankunft in Hintertux: Bürgermeister.

Simon Grubauer (ganz links),

Alois Rathgeb und Othmar Peer

(Bildmitte) sowie Landeshauptmann-Stellvertreter

Josef Geisler

(Zweiter von rechts).

Hörtnagl, LH Stv. Josef Geisler und Othmar Peer (von links) am letzten Anstieg hinauf nach Hintertux.

zeigen bereits diese beiden

Zahlen. In Summe legte der

ehemalige Leistungssportler bei

seiner Tour durch alle Nord- und

Osttiroler Gemeinden 3.150

Kilometer sowie 42.150 Höhenmeter

zurück. Auf seiner Facebookseite

hat Peer diese Herausforderung

der ganz besonderen

Art im Detail dokumentiert. So

finden sich dort exakte Aufzeichnungen

der abgefahrenen Route

inklusive Kilometerangaben,

Höhenmetern, Pulsmessungen

usw. „Visit Tyrolian Villages war

ein wirklich tolles Projekt. Mit

dem heutigen Tag ist das freilich

Vergangenheit. Ab sofort steht

die Laura Stigger Bike Challenge

in Kals am Großglockner im

Vordergrund. Unter bikechallenge.tirol

gibt´s alle Infos dazu“,

verrät Peer.

Vom Rennrodler zur

Sportstimme Tirols

Die Idee zur VTV Challenge

kommt übrigens vom gebürtigen

Mutterer selbst. Rasch war die

GemNova als Partner gewonnen,

noch rascher spulte Peer

dann die ersten Kilometer ab.

Peer war früher als Rennrodler

mehrfacher Landesmeister und

nahm an Europa- und Weltmeisterschaften

teil. Dann war er im

Radsport bei den österreichischen

Meisterschaften mehrfacher

Medaillengewinner im Zeitfahren.

Kondition und Ausdauer

sind somit für ihn wirklich kein

Problem.

Mittlerweile hat Peer die Seiten

gewechselt und moderiert als

„Sportstimme Tirols“ internationale

Großveranstaltungen. So

etwa den Giro d`Italia, die Tour

de Suisse oder die Deutschland

Tour. Dazu kommen noch unzählige

Weltcups, Weltmeisterschaften

oder der Dolomitenmann in

Lienz sowie die Triathlon-WM

in Kitzbühel. Sein persönliches

Moderatoren-Highlight? „Das

war die Rad-WM 2018 in Innsbruck.

Da hat ja Laura Stigger

sensationell Gold geholt.“ Übrigens:

das große Abschlussrennen

zur Laura Stigger Bike Challenge

am 12. Oktober in Kals am

Großglockner wird von einem

prominenten Mann moderiert.

Sein Name: Othmar Peer.

VTV-CHALLENGE

GEMNOVA MAGAZIN │ 33


WERBUNG

Innsbrucker Kommunalbetriebe

AG (IKB) bietet ein All-In-Service

Mit dem regionalen All-in-Service für Heizungsanlagen von Gemeindeobjekten trifft die IKB ins

Schwarze. Die Frage nach der optimalen Betreuung und Wartung wird mit umfassendem Knowhow,

planbaren Kosten und 24-Stunden-Service beantwortet.

Gemeinde Mutters – Heizungssanierung und LED-Indoor-Umstellung des Gemeindeamtes

durch die IKB-Experten. (Foto: Gemeinde Mutters)

Regionaler All-in-Service für die Gemeinde Mutters

Nützen Sie den kostenlosen Energiecheck

der IKB und vereinbaren Sie

am besten noch heute mit dem IKB-

Experten für das „Technische

Anlagenmanagement“ einen Termin:

Ing. Martin Angerer

Tel: 0512 502-5234

martin.angerer@ikb.at

www.ikb.at

Für eine sorgenfreie

Gemeinde

Als Energieunternehmen

hat die IKB über Jahrzehnte

auch enorm viel Erfahrung in

der Planung, Umsetzung und

Wartung von Kälte-, Wärmeund

Luftanlagen gesammelt.

So konnte ein umfassendes

Know-how in allen Belangen

des technischen Anlagenmanagements

wachsen, das

in den vergangenen Jahren

den ökologischen, ökonomischen

und technischen Anforderungen

entsprechend

komplex geworden ist. Diese

Expertise stellt die IKB jenen

Gemeinden zur Verfügung,

die sicher gehen wollen,

dass ihre neue Heizungs-,

Kühlungs- oder Lüftungsanlage

alle Erwartungen auf

dem neuesten Stand der

Technik erfüllt oder bestehende

Anlagen optimiert

werden.

Mit dem All-in-Service bietet die IKB nicht nur die umfassende Beratung zur optimalen Betreuung und Wartung

der Heizungsanlagen an. Gemeinden, die diesen regionalen Rundum-Service nutzen, erhalten ein Angebot mit

planbaren Kosten, 100-prozentiger Sicherheit durch Vollgarantie und einem 24-Stunden-Service an 365 Tagen

im Jahr.

Wie gut dieser regionale IKB-Service in der Praxis funktioniert, hat beispielsweise die Gemeinde Mutters erfahren,

als sie die Heizungssanierung und

LED-Indoor-Umstellung des Gemeindeamtes

in die Hände der IKB-Experten legte.

Unser Know-how in der Praxis

In Mutters können sich die Gemeinde-Mitarbeiter

auf die Anliegen der Bürger/-innen

konzentrieren. Die IKB kümmert sich um die

Heizungsanlage und ist ein erfahrener Partner

in Sachen Energie, steht für ökologische

Nachhaltigkeit und lässt dieses Know-how

in fortschrittliche Energielösungen mit ihren

Produkten einfließen.

KONTAKT

GASTKOLUMNE

Das „richtige“ Verfahren bei Architektur-

Ausschreibungen für kommunale Zweckbauten

Bei Architekturausschreibungen

für kommunale

Zweckbauten (zB Schulen,

Pflegeheime, Gemeindehäuser)

treffen oft zwei

konträre Meinungen über die

„richtige“ Wahl des Verfahrens

aufeinander. So wird häufig der

Standpunkt vertreten, dass

die Verfahrensart des „Wettbewerbs“

bzw des „wettbewerblichen

Dialogs“ die beste Wahl

ist. Dies mag bei einer ersten

Betrachtung auch durchaus begründbar

sein, da beim Wettbewerb

die künstlerischen Aspekte

im Vordergrund stehen und

auch die Bietergleichbehandlung

durch die Anonymität der

Teilnehmer gewährleistet wird.

Auch der „wettbewerbliche

Dialog“ punktet auf den ersten

Blick mit der Möglichkeit, alle

Umsetzungsideen erst einmal

im Rahmen der Dialogrunden

erörtern zu können.

Der Teufel steckt jedoch

auch bei der Wahl des Verfahrens

im Detail. So können

künstlerische Aspekte angesichts

knapper Budgets meist

nur dann verwirklicht werden,

wenn die wirtschaftlichen

Gesichtspunkte ausreichend

berücksichtigt wurden. Bei

Zur Person:

RA Dr. Stephan Heid, Heid & Partner Rechtsanwälte,

ist Herausgeber des „Kommentar BVergB 2018“ und

des „Handbuch Vergaberecht“. Er ist Vorstand der

IG Lebenszyklus Bau und spezialisiert auf Vergaben

im Gesundheits- und Mobilitätsbereich sowie bei

Infrastrukturprojekten.

korrekter Anwendung ist es

allerdings beim Wettbewerb

ausgeschlossen, einen Angebotspreis

von den Teilnehmern

abzufragen. Auch der wettbewerbliche

Dialog, der ursprünglich

nur für hochkomplexe

Ausschreibungen konzipiert

war, hat auf den zweiten Blick

seine Schattenseiten, denn er

weist aufgrund der zahlreichen

Dialogrunden eine sehr lange

Verfahrensdauer und somit

hohe Verfahrenskosten auf.

Weiters ist zwingend dafür zu

sorgen, dass die völlig unterschiedlichen

Lösungsansätze

der Teilnehmer spätestens zur

Angebotsabgabe vergleichbar

werden (was in der Praxis sehr

schwierig ist) oder diese Lösungsansätze

vom Auftraggeber

an die anderen Teilnehmer

(und somit an konkurrierende

Unternehmen!) weitergegeben

werden.

Und genau hier liegen die

Stärken des „klassischen“

Verhandlungsverfahrens. Denn

der Auftraggeber hat aufgrund

gesicherter Rechtsprechung

ausreichend Spielraum bei der

Ausgestaltung des Verfahrens

und ist auch währenddessen

noch in der Lage, das Leistungsbild

zu optimieren. So ist

es nur im Verhandlungsverfahren

möglich, die künstlerischen

Aspekte in den Vordergrund zu

rücken, gleichzeitig aber auch

die wirtschaftlichen Aspekte

nicht außer Acht zu lassen (zB

Angebotspreise abfragen, Leistungsbild

optimieren, Bieteranzahl

mit Scoring reduzieren

und Verfahrenskosten senken).

Weiters weist das Verhandlungsverfahren

eine erheblich

höhere Judikatur- und Regelungsdichte

auf, was wiederum

zu einem verminderten Anfechtungsrisiko

und zu einer erhöhten

Rechtssicherheit führt.

Das Verhandlungsverfahren

vereint somit die wesentlichen

Vorteile der genannten

Verfahren, bietet dem Auftraggeber

aber darüber hinaus die

Möglichkeit, die unterschiedlichen

Nachteile zu minimieren.

Das Verhandlungsverfahren ist

und bleibt somit bei der Vergabe

von Architekturleistungen

für kommunale Zweckbauten

das für den Auftraggeber „richtige“

Verfahren.

Ihr Stephan Heid

(Heid & Partner)


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Die NEUE HEIMAT TIROL, Tirols führender gemeinnütziger Wohnbauträger und größter Hausverwalter,

schafft leistbaren Wohnraum für Tirolerinnen und Tiroler und erleichtert somit auch jungen Familien

den Start in ein eigenständiges Leben. Sie steht den Tiroler Gemeinden nicht nur in Wohnbaufragen,

Bauen für Generationen.

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sondern auch bei der Entwicklung und Umsetzung von schwierigen kommunalen Projekten als

kompetente Ansprechpartnerin zur Seite.

NEUE HEIMAT TIROL - verlässliche Partnerin für Tirols Gemeinden.

Mit viel Engagement, Verantwortung und Innovation arbeiten wir an der Umsetzung unserer

Ziele: Leistbares Wohnen, hoher Wohnkomfort, qualitätsvolle Architektur, Nachhaltigkeit und

Umweltorientierung. Damit sind wir auch für zukünftige Generationen verlässlicher Partner der

Tiroler Gemeinden.

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